# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 879a9b4e-a081-4701-a7b1-fd088275445b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1. Der 1960 geborene X._ meldete sich unter Hinweis auf unfallbedingte Gesundheitsschäden am 2. Februar 2006 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1). Die IV-Stelle zog die Akten des Unfallversicherers bei und tätigte weitere Abklärungen bezüglich der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach sie ihm mit Verfügung vom 10. März 2008 eine vom 1. Juni 2005 bis 31. Oktober 2006 befristete ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 2 [= 8/47 und 8/39]).
2. Gegen die Verfügung vom 10. März 2008 führt der Versicherte mit Eingabe vom 21. April 2008 Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich (Urk. 1). Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei, soweit ihm damit über den 31. Oktober 2006 hinaus keine Rente gewährt werde, aufzuheben, und es sei ihm über den 31. Oktober 2006 hinaus eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung an die Verwaltung zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2008 beantragt die IV-Stelle Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom 2. Juli 2008 wurde das Doppel der Beschwerdeantwort dem Beschwerdeführer zugestellt und der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt (Urk. 9).
In Bewilligung seines Gesuchs vom 21. April 2008 wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2. Juli 2008 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und Rechtsanwalt Alexander Weber als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das Beschwerdeverfahren bestellt (Urk. 9).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 10. März 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Juni 2006 in Sachen M., I 428/04, Erw. 1).
1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc).
1.5 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 Erw. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 Erw. 5.1; 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.6 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 Erw. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 Erw. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 275 Erw. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 418 Erw. 2d am Ende, 369 Erw. 2, 113 V 275 Erw. 1a, 109 V 265 Erw. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 349 Erw. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 417 f. Erw. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen A. vom 31. Oktober 2006, I 526/06, Erw. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1 Die IV-Stelle erwog, seit dem 21. Juni 2004 sei der Beschwerdeführer unfallbedingt in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen. Da sich die Methode der Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung grundsätzlich nicht von derjenigen der UVG-Versicherer unterscheide, stütze sich die Invalidenversicherung bei überwiegend unfallbedingter Invalidität auf die Abklärungen des zuständigen Unfallversicherers. Falls erhebliche unfallfremde Beeinträchtigungen der Erwerbsfähigkeit vorliegen würden, seien diese in die Invaliditätsbemessung durch die Invalidenversicherung einzubeziehen. Im Zeitpunkt des Ablaufs der Wartezeit am 21. Juni 2005 habe die Unfallversicherung eine volle Arbeitsunfähigkeit anerkannt. Zur Invaliditätsbemessung werde diese im Sinne einer vollen Erwerbsunfähigkeit übernommen, womit per 21. Juni 2005 ein Invaliditätsgrad von 100 % resultiere. Im weiteren Verlauf sei von einer verbesserten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Während des Aufenthalts in der Rehabilitationsklinik Y._ sei im Oktober 2006 eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne Arbeiten über Schulterhöhe und ohne länger dauerndes Kauern festgestellt worden. Mit einer Tätigkeit, welche diesem Zumutbarkeitsprofil entsprechen würde, könnte der Beschwerdeführer nach den durch den Unfallversicherer getätigten Erhebungen ein Jahreseinkommen von Fr. 51'813.-- erzielen. Bei einem Valideneinkommen gemäss Einspracheentscheid der SUVA von Fr. 63'094.-- betrage die Erwerbseinbusse 18 %, welche dem im Oktober 2006 bestehenden Invaliditätsgrad entspreche. Da der Invaliditätsgrad unter 40 % gefallen sei, bestehe ab November 2006 kein Rentenanspruch mehr. Zu den nach dem Vorbescheid vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwänden wurde in der angefochtenen Verfügung ausgeführt, aus den aktenkundigen Berichten würden nur Gesundheitsschäden hervorgehen, welche sich auf die beiden Unfallereignisse zurückführen liessen. Auch der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. Z._, habe alle Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit den beiden Unfällen gesehen. Entsprechend werde daran festgehalten, dass keine relevanten unfallfremden Gesundheitsbeeinträchtigungen vorliegen würden und keine weiteren Abklärungen angezeigt seien (Urk. 2).
2.2 Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer vor, seine Arbeits- respektive Erwerbsfähigkeit sei weit schwerwiegender beeinträchtigt, als die Beschwerdegegnerin und der Unfallversicherer annehme; insbesondere leide er auch an unfallfremden Beschwerden (Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1 Dr. med. Z._, Facharzt FMH Innere Medizin, berichtete am 15. Februar 2006, dass der Patient nach zwei am 21. Juni 2004 und 22. November 2004 erlittenen Unfällen immer noch nicht arbeitsfähig sei. Bis auf die unfallbedingten Probleme sei der Patient gesund. Es sei in den nächsten Wochen noch eine operative Revision der rechten Hüfte geplant, wodurch sich die Hüftbeschwerden bessern sollten. Vorläufig sei keine berufliche Tätigkeit zumutbar, später sollte eventuell die bisherige berufliche Tätigkeit wieder möglich sein (Urk. 8/7).
3.1.2 Im Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik Y._ vom 16. November 2006 wurde ausgeführt, die Zuweisung des Beschwerdeführers sei durch die zuständige SUVA-Agentur sechs Monate nach dem letzten Eingriff an der Hüfte und 3 1⁄2 Monate nach Behandlungsabschluss an der linken Schulter erfolgt. Während der ganzen Aufenthaltsdauer habe der Beschwerdeführer massive bewegungs- und belastungsverstärkte, ins rechte Knie ausstrahlende Schmerzen der rechten Hüfte angegeben. In den Untersuchungssituationen sei die Beweglichkeit der rechten Hüfte sowie des rechten Knies aufgrund von Abwehr und der Schmerzangabe eingeschränkt gewesen. Beim Aufstehen von der Untersuchungsliege sei aber in der rechten Hüfte problemlos gleichviel Flexion wie links möglich gewesen. Radiologisch habe sich keine Befundänderung gegenüber den Bildern vom 29. Mai 2006 finden lassen. Szintigraphisch habe sich der Becken- und Hüftbereich rechts normal dargestellt. An der linken Schulter seien ebenfalls Schmerzen bei Belastung sowie bei der Abduktion über Schulterhöhe das Problem gewesen. Klinisch habe sich eine deutliche Einschränkung des Bewegungsausmasses der linken Schulter gegenüber rechts gezeigt, bei jedoch teilweise fehlender Kooperation des Patienten. Das Arthro-MRI der linken Schulter habe eine wahrscheinlich durch chronische Reizung bedingte Proliferation der Synovia und Anhaltspunkte für eine leichte AC-Gelenkarthrose gezeigt. Eine Reruptur der Rotatorenmanschette, welche die klinisch vorhandene leichte Muskelatrophie links hätte erklären können, habe jedoch ausgeschlossen werden können. Im konventionellen Röntgenbild hätten sich Zeichen einer beginnenden, kaudal betonten Omarthrose links ohne Gelenkspaltverschmälerung sowie eine leichte Subluxation des Humeruskopfes nach kaudal in der Innenrotationsaufnahme der linken Schulter gefunden. Szintigraphisch seien die Veränderungen in der linken Schulter als am ehesten mit einer beginnenden Omarthrose links vereinbar beurteilt worden, entzündungssuspekte Befunde seien nicht vorgelegen.
Weiter wurde berichtet, das psychosomatische Konsilium habe eine Tendenz zum maladaptiven Überzeugungs- und Bewältigungsmuster mit Schonverhalten und Selbstlimitierung im Sinne einer Symptomausweitung bei psychosozialer Belastungssituation, aber keine psychische Störung von Krankheitswert ergeben. Das Fehlen eines sozialen Netzes in der Schweiz, die dazu gehörende Einsamkeit und Isolation, würden zur verstärkten Schmerzwahrnehmung beitragen. Es habe ein selbstlimitierendes Verhalten mit Inkonsistenzen und Symptomausweitung festgestellt werden können. Bei der Durchführung des Basistests sei in keinem Test eine funktionelle Limite ersichtlich gewesen. Der Patient habe sich bereits bei sehr niedrigen Belastungen unter Angabe von Schmerzen selbst limitiert und sei nicht bereit gewesen, an effektiven funktionellen Limiten zu trainieren. Die Hüftbeweglichkeit rechts sowie die Schulterbeweglichkeit links seien bei Ablenkung besser gewesen. Unter diesen Voraussetzungen hätten physiotherapeutisch keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden können.
Schliesslich wurde im Austrittsbericht vom 16. November 2006 festgehalten, 2 1⁄2 Jahre nach Acetabulumfraktur rechts und 2 Jahre nach ausgedehnter Rotatorenmanschettenläsion links bestünden noch unfallbedingte Restbeschwerden, welche eine Rückkehr in den Beruf als Dachdecker verunmöglichten. Das vom Patienten gezeigte Beschwerdeausmass könne jedoch nicht objektiviert werden (Urk. 8/16 S. 6).
Zur Arbeitsfähigkeit führten die begutachtenden Ärzte der Rehabilitationsklinik aus, dass die Resultate von physischen Leistungstests infolge Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nur teilweise verwertbar seien. Da sich das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen mit den relativ geringfügigen pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht nur ungenügend erklären liesse, stütze sich die Beurteilung der Zumutbarkeit wesentlich auf medizinisch-theoretische Überlegungen, ergänzt durch Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Es liege ausserdem keine psychische Störung mit Krankheitswert vor, welche eine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen könnte. Die bisherige Tätigkeit als Dachdecker sei nicht mehr zumutbar; da damit beidhändiges Hantieren von bis zu schweren Lasten, Gehen auf unebenem Untergrund sowie erhöhte Anforderungen an das Gleichgewicht und Kauern verbunden seien, seien die Anforderungen zu hoch. Bezüglich anderer beruflicher Tätigkeiten wurde festgehalten, dass leichte bis mittelschwere Arbeiten ohne Kauern und ohne Arbeiten über Schulterhöhe ganztags zumutbar seien (Urk. 8/16 S. 5).
3.2 Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung vermag die Einschätzung der an der Rehabilitationsklinik Y._ tätigen Ärzte zu überzeugen. Diese beruht auf allseitigen Untersuchungen während einer vierwöchigen Hospitalisation (vgl. Urk. 8/16 S. 10-13 sowie den Bericht über das psychosomatische Konsilium vom 18. Oktober 2006, Urk. 8/16 S. 19 f.), berücksichtigt die geklagten Beschwerden (Urk. 8/16 S. 10) und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden (vgl. den Aktenauszug in Urk. 8/16 S. 8-10). Die Beurteilung ist schlüssig und nachvollziehbar (vgl. dazu auch die Ausführungen im heutigen Urteil in Sachen des Beschwerdeführers gegen die SUVA, Prozess-Nummer UV.2007.00548, Erw. 3.3).
Aus den Akten geht nicht hervor, dass der Beschwerdeführer neben den unfallbedingten Beschwerden an weiteren, die Arbeitsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigenden Gesundheitsstörungen leiden würde. Es trifft zwar zu, dass die am 22. November 2004 durchgeführte vertebro-spinale Computertomographie degenerative Veränderungen an der Lendenwirbelsäule von geringem Ausmass zeigte (Urk. 8/4 S. 87). Aus dem Bericht der Klinik A._ vom 21. Juni 2006 geht dann allerdings hervor, dass die gleichentags durchgeführte MRI-Untersuchung der Lendenwirbelsäule keine Befunde gezeigt hatte, welche die rückläufigen Restbeschwerden erklären könnten (Urk. 8/12 S. 24 f.). Im Oktober 2006 klagte der Beschwerdeführer nicht mehr über Beschwerden an der Lendenwirbelsäule, sondern erstmals über solche an der Halswirbelsäule. Die an der Rehabilitationsklinik Y._ tätigen Ärzte diagnostizierten deshalb ein Zervikovertebralsyndrom, welches als unfallbedingt anerkannt wurde (Urk. 8/16 S. 4). Da auch der Hausarzt Dr. Z._ keine unfallfremden Leiden diagnostizierte, ist somit mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Gesundheitsschaden auf die beiden Unfallereignisse zurückgeführt werden kann und keine weiteren Leiden bestehen, welche die Arbeitsfähigkeit weiter beeinträchtigen könnten.
Aus den mit Eingabe vom 9. November 2009 (Urk. 11) eingereichten Unterlagen (Urk. 12/1-6) geht nichts Gegenteiliges hervor. Bereits im Bericht der Rehabilitationsklinik Y._ vom 16. November 2006 wird unter den Diagnosen eine Bauchwandhernie erwähnt (Urk. 8/16 S. 4); eine solche kann problemlos operativ behoben werden - was offenbar am 30. Oktober 2009 geschah (Urk. 12/5) - und hat regelmässig keine bleibende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zur Folge.
3.3 Wie dem heutigen Urteil des hiesigen Gerichts in Sachen des Beschwerdeführers gegen die SUVA (Prozess-Nr. UV.2007.00548, Erw. 4) entnommen werden kann, ist der von der SUVA ermittelte Invaliditätsgrad von 18 % nicht zu beanstanden. Da erst ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung gibt, hat der Beschwerdeführer keinen unbefristeten Anspruch auf Weiterausrichtung einer ganzen Rente der Invalidenversicherung über den Abschluss des Heilungsprozesses hinaus.
3.4 Der letzte operative Eingriff an der Hüfte erfolgte am 31. März 2006 (Urk. 8/12 S. 28 f.). Anlässlich der postoperativen Kontrolle vom 15. Juni 2006 hielt der behandelnde Chirurg der Klinik A._ dafür, dass die noch geklagten Beschwerden auf einen verkürzten Rectusmuskel zurückzuführen seien, weshalb er eine gezielte Physiotherapie zu dessen Dehnung verordnete, welche der Beschwerdeführer während den Sommerferien in seiner Heimat durchführen sollte (Urk. 8/12 S. 25). An der Schulter fand am 31. Mai 2006 eine Gelenksinfiltration in der Klinik A._ statt, welche gemäss Bericht vom 19. Juni 2006 keine Schmerzverbesserung gebracht habe. Der behandelnde Arzt, Dr. med. B._, Oberarzt an der Klinik A._, schloss deshalb die Behandlung im Juni 2006 unter Hinweis darauf, dass der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf nicht wiedereingegliedert werden könne, ab (Urk. 8/12 S. 23). Nach dem Gesagten ergibt sich, dass der im Oktober 2006 in der Rehabilitationsklinik Y._ festgestellte Gesundheitszustand und damit auch die entsprechende Arbeitsfähigkeit für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit spätestens Ende Juli 2006 erreicht war. Entsprechend ist nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin die dem Beschwerdeführer ab 1. Juni 2005 zugesprochene ganze Invalidenrente per Ende Oktober 2006 einstellte. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
4.
4.1 Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge der ihm mit Verfügung vom 2. Juli 2008 gewährten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
4.2 Der mit Verfügung vom 2. Juli 2008 bestellte unentgeltliche Rechtsbeistand des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Alexander Weber, macht mit seiner Honorarnote vom 9. November 2009 einen Aufwand von 10 Stunden und 12 Minuten sowie Auslagen in Höhe von Fr. 73.-- geltend (Urk. 13). Aus der detaillierten Aufstellung des Aufwandes geht allerdings hervor, dass verschiedene Positionen nicht im Zusammenhang mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren stehen können, so zum Beispiel ein bei der IV-Stelle neu eingereichtes Gesuch um Gewährung von Massnahmen zur beruflichen Integration und Kontakte zum Sozialamt der Wohngemeinde. Vor dem Hintergrund, dass der unentgeltliche Rechtsvertreter im Wesentlichen bloss die Würdigung der medizinischen Aktenlage in Frage stellte, mithin keine schwierigen Rechtsfragen zu klären waren, erscheint der von ihm getätigte Aufwand als übersetzt. Bei grosszügiger Betrachtung können eine Stunde für Instruktion, eine Stunde für Aktenstudium (da ihm die Akten des Unfallversicherers bereits aus jenem Verfahren bekannt waren) sowie drei Stunden für das Abfassen der Beschwerdeschrift als gerechtfertigt betrachtet werden. Eine halbe Stunde weiterer Aufwand kann zudem anerkannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass der Rechtsvertreter das Urteil mit dem Beschwerdeführer noch zu besprechen hat. Angesichts dessen und der erheblichen Bedeutung der Streitsache (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht) ist dem unentgeltlichen Rechtsvertreter daher eine Entschädigung in Höhe von Fr. 1'800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zuzusprechen.