# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ff7e19cb-36f6-421c-baaa-57b57c1bea71
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Auf die Einwände des Beschwerdeführers gegen das Einspracheverfahren und den damals vorliegenden Sachverhalt, welche mit dem Bau- und Einspracheentscheid korrigiert worden seien, sei im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr einzutreten.
 Die verfügten Auflagen liessen sich umsetzen und überprüfen, ohne dass hierfür Kontrollen durch Akustiker als Gutachter notwendig seien. Entscheidend sei letztlich die tatsächliche Umsetzung der Auflage.
 Mit der verfügten Auflage und dem damit hoheitlich korrigierten Baugesuch sei die Anlage bewilligungsfähig und der Zustand könne nachträglich legalisiert werden.
8. Am 29. September 2014 hielten auch die Beschwerdegegner an ihren
Anträgen fest.
 Die Spezifikation der Lärmschutzwand werde so gewählt, dass sie der verfügten Auflage genügen werde. Skizzen und Mutmassungen des Beschwerdeführers seien daher zum jetzigen Zeitpunkt irrelevant. Es könne nur um die Frage gehen, ob eine Auflage, wie sie verfügt worden sei, zulässig sei.
 Es sei nicht an ihnen darzulegen, welche Lärmschutzwand genau erstellt werde. Die Beschwerdegegnerin werde die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen haben. Sollten sie die Auflagen nicht einhalten, könne der Beschwerdeführer dagegen opponieren.
9. In einer weiteren Stellungnahme vom 3. Oktober 2014 führte der
Beschwerdeführer noch was folgt aus:
 Die Behauptung der Beschwerdegegner, es werde nicht eine 1.75 m hohe Lärmschutzwand aufgestellt, stehe im Widerspruch zu dem der Gemeinde eingereichten Prospekt, in welchem die vorgesehene Lärmschutzwand mit einer Höhe von 1.75 m rot markiert gewesen sei. Auch anlässlich der Begehung sei seitens der Beschwerdegegner ein entsprechendes Profil gezeigt worden. Es sei
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sehr wohl Sache der Beschwerdegegner, darzulegen, was für eine Lärmschutzwand aufgestellt werde. Zudem hätten sie den Nachweis zu führen, dass eine entsprechende Lärmreduktion gewährleistet sei.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie in den angefochtenen Entscheiden wird, soweit erforderlich, in
den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das
Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden,
soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden
können oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig
sind. Der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid sowie die
Baubewilligung Nr. 26/2013 vom 23. Oktober 2013, mitgeteilt am
6. Februar 2014, mit welchen die Beschwerdegegnerin einerseits die
Einsprache des heutigen Beschwerdeführers abgewiesen und
anderseits dem Baugesuch der Beschwerdegegner für die Erstellung
einer Wärmepumpe auf Parzelle 963 unter Auflagen entsprochen hat,
sind weder endgültig noch können sie bei einer anderen Instanz
angefochten werden, weshalb sie taugliche Anfechtungsobjekte für ein
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
darstellen. Da die Beschwerdeschrift vom 10. März 2014 den an sie
gestellten Frist- und Formerfordernissen entspricht, ist auf diese −
unter Vorbehalt der nachträglichen Erwägung 1b − einzutreten. Streitig
und zu prüfen ist, ob die Einsprache des heutigen Beschwerdeführers
zu Recht abgewiesen und die Baubewilligung folglich zu Recht erteilt
worden ist.
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b) Nach der replicando vorgenommenen Reduktion der Rechtsbegehren
lautet der Hauptantrag des Beschwerdeführers dahingehend, dass der
angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben, die Baubewilligung zu
widerrufen und die Bauherrschaft aufzufordern sei, die bereits
installierte Wärmepumpe auf Parzelle 963 zu entfernen. Obwohl der
Beschwerdeführer zwar explizit den Widerruf der Baubewilligung
beantragt, meint er damit wohl deren Aufhebung. Denn der Widerruf im
Sinne von Art. 25 Abs. 1 VRG kann nur einen rechtskräftigen Entscheid
betreffend. Die zu widerrufende Baubewilligung ist aber − zumindest
hinsichtlich der Wärmepumpe − angefochten und somit noch nicht
rechtskräftig. Auf einen Widerrufsantrag könnte daher nicht eingetreten
werden. Da der Beschwerdeführer wohl aber die Aufhebung der
Baubewilligung beantragen wollte, kann mit einigem Wohlwollen auf
den so verstandenen Antrag eingetreten werden.
Weiter beantragt der Beschwerdeführer, die Bauherrschaft sei
aufzufordern, die bereits installierte Wärmepumpe auf Parzelle 963 zu
entfernen. Bezüglich dieses Antrags ist indes zu beachten, dass über
eine allfällige Verpflichtung der Bauherrschaft zur Entfernung der
Wärmepumpe seitens der Beschwerdegegnerin gar nicht verfügt
wurde, weshalb auf diesen Antrag nicht eingetreten werden kann.
Überdies wäre eine Verfügung betreffend Entfernung der bereits
installierten Wärmepumpe ohnehin einem Wiederherstellungsverfahren
im Sinne von Art. 94 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton
Graubünden (KRG; BR 801.100) vorbehalten.
2. a) Den Hauptantrag auf Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids und der Baubewilligung begründet der
Beschwerdeführer im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren im
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Wesentlichen mit der seiner Ansicht nach zu wenig konkret verfügten
Auflage. In seiner Replik widersetzt sich der Beschwerdeführer nicht
grundsätzlich der Anbringung der Wärmepumpe, sofern mit
Lärmschutzmassnahmen die Einhaltung der Grenzwerte technisch
möglich ist.
Die hier relevante Auflage der Baubewilligung Nr. 26/2013 vom
23. Oktober 2013 lautet wie folgt:
"Zur Einhaltung des Planungswertes gemäss LSV (Beurteilungspegel L) ist eine Schallschutzwand aus Holz mit schalldämmenden Platten innen zu montieren und für den Betrieb der Silent Modus zu wählen."
Hinsichtlich zulässiger Nebenbestimmungen regelt Art. 90 Abs. 1 KRG
Folgendes:
Art. 90 Nebenbestimmungen 1 Können inhaltliche oder formale Mängel des Bauvorhabens ohne besondere Schwierigkeiten behoben werden oder drängen sich Anordnungen zur Schaffung oder Erhaltung des rechtmässigen Zustands auf, sind mit der Bewilligung die gebotenen Nebenbestimmungen (Auflagen, Bedingungen, Befristungen) zu verknüpfen.
Gemäss Arbeitshilfe zum KRG des Departements für Volkswirtschaft
und Soziales vom 1. Dezember 2004 (Stand 1. Dezember 2010) bringt
Art. 90 KRG zum Ausdruck, dass der Bauherr selbst bei mangelhaften
Baugesuchen einen Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung hat,
sofern den Mängeln ohne besondere Schwierigkeiten mit Auflagen
begegnet werden kann. Im Übrigen ist die Baubehörde nicht nur
berechtigt, sondern auch verpflichtet, Bewilligungen mit
Nebenbestimmungen zu verknüpfen, sofern sich solche zur Schaffung
oder Erhaltung des rechtmässigen Zustands aufdrängen.
b) Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass vorliegend eine
Bereinigung der gerügten Mängel im Baubewilligungsverfahren
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prinzipiell möglich sei. Dieser Auffassung ist zu folgen, könnte hier
doch die Mangelhaftigkeit des Baugesuchs in Bezug auf die
Ausgestaltung der Lärmschutzwand und die Einhaltung des
Planungswerts von 45 dB(A) unter Berücksichtigung der getroffenen
Lärmschutzmassnahmen (insbesondere Lärmschutzwand und
Betriebsmodus "Silent Modus", allenfalls noch Einschränkungen der
Betriebszeiten) mittels Auflagen grundsätzlich behoben werden.
Die verfügte Auflage, wonach für den Betrieb der Wärmepumpe der
"Silent Modus" zu wählen ist, ergibt denn auch keinerlei Probleme, ist
diese doch ausreichend konkret und kann ohne Weiteres umgesetzt
werden. Gegenteiliges wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht
geltend gemacht.
Demgegenüber erweist sich aber die verfügte Auflage in Bezug auf die
zu erstellende Lärmschutzwand als zu wenig konkret, um die bei
Einreichung des Baugesuchs offensichtlichen Mängel der
Wärmepumpe, mithin die fehlenden Lärmschutzmassnahmen, ohne
besondere Schwierigkeiten beheben zu können. Hier wäre es − wie
nachfolgende Ausführungen zeigen − vielmehr geboten gewesen, die
Auflage bezüglich Lärmschutzwand konkreter zu fassen. Die
Beschwerdegegnerin stützt sich hinsichtlich der
Baubewilligungserteilung ausschliesslich auf den Lärmschutznachweis
vom 13. September 2013 (beschwerdeführerische Beilage [Bf-act.] 12),
wonach sich bei einer Distanz zwischen Quelle und Empfänger von
6 m und einer Pegelkorrektur durch eine Betriebsdauer von 720 min
ein Beurteilungspegel Lr von 44.4 dB(A) ergebe. Der
Beschwerdeführer bestreitet diese Angaben und führt zu Recht aus,
dass die Annahme, wonach durch die geplanten
Lärmbegrenzungsmassnahmen eine Korrektur von gesamthaft 8 dB(A)
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erreicht werden könne, durch nichts als diese Parteibehauptung
nachgewiesen ist. Ebenfalls leuchtet ein, dass die Wärmepumpe, um
das gesamte gegenüberliegende Gebäude des Beschwerdeführers
vom Schall zu schützen, vom gegenüberliegenden Gebäude nicht
mehr sichtbar sein sollte, weshalb die mittels Auflage verfügte
Lärmschutzwand zwingend eine gewisse Höhe aufweisen muss. Der
Beschwerdeführer ging denn auch zu Recht davon aus, die
Beschwerdegegner hätten im Baubewilligungsverfahren eine 1.75 m
hohe Lärmschutzwand vorgeschlagen (vgl. Prospekt Lärmschutzwand
Typ 34 [Bf-act. 8], in welchem die vorgesehene Lärmschutzwand mit
einer Höhe von 1.75 m rot markiert ist). Die Tatsache, dass sich die
Beschwerdegegner − zu Unrecht − nicht darauf behaften lassen
wollen, sie hätten im Baubewilligungsverfahren diese 1.75 m hohe
Lärmschutzwand vorgeschlagen, bedeutet, dass die Höhe der
geplanten Schutzwand aktuell überhaupt nicht feststeht. Solange aber
kein konkretes Projekt für eine Lärmschutzwand vorliegt, kann diese
durch einen von der Beschwerdegegnerin allenfalls beizuziehenden
Akustiker auch nicht beurteilt werden. Die Beschwerdegegnerin hat
deshalb die Beschwerdegegner aufzufordern, eine diesbezügliche
Projektergänzung oder -änderung einzureichen, welche anschliessend
von der Beschwerdegegnerin darauf zu überprüfen ist, ob sie den
Planungswert gemäss Anhang zur Lärmschutz-Verordnung (LSV; SR
814.41) von 45 dB(A) und die übrigen baugesetzlichen Bestimmungen
einhält. Erst dann kann der bei der Einreichung des Baugesuchs noch
vorhandene inhaltliche Mangel des Bauvorhabens, mithin die
fehlenden Lärmschutzmassnahmen, ohne besondere Schwierigkeiten
behoben werden beziehungsweise die Auflage mit genügender
Bestimmtheit neu erlassen werden.
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c) Auch aus prozessökonomischer Sicht erscheint die Konkretisierung der
Auflage sinnvoll, hat doch die Beschwerdegegnerin, wie sie in ihren
Rechtsschriften selbst ausführt, auch dafür zu sorgen, dass die
Bestimmungen der LSV eingehalten sind. Vor diesem Hintergrund
erscheint es sinnvoll, bereits jetzt dafür besorgt zu sein, dass ein
konkretes Projekt erstellt wird, welches diesen Vorschriften zu genügen
vermag, d.h. den Planungswert einhält.
3. a) Der angefochtene Einspracheentscheid sowie die Baubewilligung vom
23. Oktober 2013, mitgeteilt am 6. Februar 2014, sind deshalb in
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit ist an
die Beschwerdegegnerin zur Weiterführung des
Baubewilligungsverfahrens im Sinne der Erwägungen und zu neuem
Entscheid zurückzuweisen. Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht
einzutreten (vgl. vorstehend E.1b in fine).
b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt
auf Art. 73 Abs. 1 VRG je zur Hälfte zulasten der unterliegenden
Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner. Diese sind gemäss
Art. 78 Abs. 1 VRG überdies verpflichtet, dem obsiegenden
Beschwerdeführer eine entsprechend dem Verfahrensausgang
angemessen reduzierte Parteientschädigung zu bezahlen. Diese wird,
unter Berücksichtigung der vom Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers am 3. Oktober 2014 eingereichten Honorarnote,
welche einen gesamthaften Aufwand von Fr. 5'803.90 (inkl.
Barauslagen und MWST) ausweist, ermessensweise auf pauschal
Fr. 5'000.-- (inkl. MWST) festgelegt.