# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d26e4f15-417a-46ff-aeb9-de8fa07c3f62
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Die Y._ ist Eigentümerin des X._ (Liegenschaft _). Sie erwarb die Liegenschaft mit Baurechtsvertrag vom 24. Oktober 1996 von der Gemeinde O.1_. Die Gemeinde ist in der Gesellschaft mit einem Sitz im Verwaltungsrat vertreten. Die X._ (vormals X._) bezweckt gemäss ihren Statuten die Führung, Organisation, Betreiben und Planung eines Zentrums für Balneologie und Physikalische Therapie unter Einbezug der traditionellen ortsgebundenen Kurmittel von O.1_, also der F._ und des G._. Sie bietet Physiotherapien, balneologische, kosmetische und Wellness-Behandlungen an.
B. Die Y._ als Vermieterin und die damalige X._ GmbH als Mieterin schlossen am 27. Februar 2003 einen Mietvertrag über die Räumlichkeiten im zweiten Stock und das Zwischenlager im EG des Bäderzentrums an der _ (X._) in O.1_ ab. Mit Mietvertrag vom 7. Oktober 2005 mietete die X._ AG von der Y._ Praxisräume im dritten Stock des Gesundheitszentrums der Liegenschaft _. Mit Nachtrag zum Mietvertrag vom 27. Februar 2003 vereinbarten die Y._ einerseits als Vermieterin sowie die X._ GmbH und die X._ AG andererseits als Mieterinnen am 29. November 2007 den Übergang der Rechtsverhältnisse von der X._ GmbH auf die X._ AG und hielten damit bereits früher mündlich vereinbarte und umgesetzte Vertragsänderungen schriftlich fest, damit diese gemäss Ziffer 17.6 des Vertrags vom 27. Februar 2003 Gültigkeit erlangten. Gleichzeitig wurde ein Raum im EG, in dem sich die A._ befindet, neu in das Mietverhältnis aufgenommen. Am 17. März 2012 änderte die X.1_ ihre Firma in X._.
C. Am 4. Mai 2016 kündigte die Y._ mit amtlichem Formular für die Kündigung von Wohn- und Geschäftsräumen den Mietvertrag vom 27. Februar 2003 samt Nachtrag vom 29. November 2007 auf den 31. Mai 2017.
D. Mit Eingabe vom 3. Juni 2016 reichte die X._ bei der zuständigen Schlichtungsbehörde ein Schlichtungsgesuch ein. Die Y._ nahm mit Schreiben vom 2. Dezember 2016 dazu Stellung. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 8. März 2017 konnten sich die Parteien nicht einigen. Sie beantragten jedoch übereinstimmend, dass die Klagebewilligung noch nicht zuzustellen und das Verfahren zu sistieren sei. Auf Antrag der Parteien liess die Schlichtungsbehörde der X._ am 15. Juni 2017 die Klagebewilligung zukommen, welche die folgenden Rechtsbegehren enthielt:
Rechtsbegehren klagende Partei:
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1. Es sei die am 04.05.2016 von der Vermieterin ausgesprochene und am 09.05.2016 der Mieterin zugestellte Kündigung für den Mietvertrag vom 27.02.2003/29.11.2007 für den 2. Stock, das Zwischenlager im EG und den Raum im EG, in dem sich die A._ befindet, alles im Bäderzentrum an der _, O.1_, für ungültig zu erklären.
2. Eventualiter sei das Mietverhältnis gemäss Mietvertrag vom 27.02.2003/29.11.2007 für den 2. Stock, das Zwischenlager im EG und den Raum im EG, in dem sich die A._ befindet, alles im Bäderzentrum an der _, O.1_, für die Dauer von 6 (sechs) Jahren zu erstrecken.
3. Unter aussergerichtlicher und gerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolgen, zzgl. 8% MWST, zulasten der Beklagten.
Rechtsbegehren beklagten Partei:
1. Das Kündigungsschutzbegehren der Klägerin sei vollumfänglich abzuweisen, und es sei festzustellen, dass die mit amtlichem Formular vom 4. Mai 2016 per 31. Mai 2017 ausgesprochene ordentliche Kündigung für den 2. Stock und das Zwischenlager im EG sowie den Raum im EG, in dem sich die A._ befindet, in der Liegenschaft _ in O.1_ gültig ist.
2. Das Begehren der Klägerin um Erstreckung des Mietverhältnisses für den 2. Stock und das Zwischenlager im EG sowie den Raum im EG, in dem sich die A._ befindet, in der Liegenschaft _ in O.1_ sei vollumfänglich abzuweisen.
3. Alles unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolgen, letztere zuzüglich die gesetzliche Mehrwertsteuer von derzeit 8%, zulasten der Klägerin.
E. Am 19. Juli 2017 gelangte die X._ an das Regionalgericht Maloja und wiederholte die vor der Schlichtungsbehörde gestellten Rechtsbegehren Ziffern 2 und 3. In Ziffer 1 liess sie den unwesentlichen Satzteil "und am 09.05.2016 der Mieterin zugestellte" weg. Die Klageantwort datiert vom 27. September 2017 mit unveränderten Rechtsbegehren. Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.
F. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Maloja fand am 12. Dezember 2017 statt.
G. Mit Schreiben vom 13. Dezember 2017 nahm die X._ zur Kostennote der Y._ Stellung und beantragte, der Y._ im Falle des Unterliegens der
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X._ eine Parteientschädigung von nicht mehr als CHF 11'440.00, zuzüglich Pauschalauslagen von 3% bzw. CHF 342.00 und 8% MwSt., zuzusprechen. Dazu nahm die Y._ am 10. Januar 2018 Stellung und beantragte die ungekürzte Festsetzung der Parteientschädigung.
H. Mit Entscheid vom 12. Dezember 2017, mitgeteilt am 27. Februar 2018, erkannte das Regionalgericht Maloja was folgt:
1. Die Klage wird abgewiesen und es wird festgestellt, dass die Kündigung vom 4. Mai 2016 rechtsgültig ist.
2. Das Eventualbegehren wird teilweise gutgeheissen und das Mietverhältnis zwischen den Parteien wird bis 31. Mai 2019 erstreckt. Eine Zweiterstreckung wird ausdrücklich ausgeschlossen.
3. Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Schlichtungsverfahrens von CHF 400.00 und den Gerichtskosten von CFH 6'000.00, werden zu 4/5 der Klägerin und zu 1/5 der Beklagten auferlegt. Sie werden mit dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss verrechnet, unter Erteilung des Regressrechts auf die Beklagte im Umfang von 1/5.
4. Die Klägerin hat die Beklagte mit CHF 27'071.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations