# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6ea98e01-34a0-4d34-b1ea-b880333d802f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1989 geborene
X._
wurde von ihrem Vater
am 26.
September 2001 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf eine Sprach
erwerb
störung mit Legas
thenie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug
für minderjährige Versicherte
an
gemeldet
(Urk.
7/3). Die IV-Stelle
wies das Leistungsbegehren
mit Verfügung vom 11.
Januar 2002
ab und erteilte keine
Kosten
gutsprache für Sonderschulmassnahmen in Form einer
Sprachheil
behandlung (
Urk.
7/7).
1.2
Am 22. Februar 2005 erlitt
X._
bei einem
Schlit
telunfall
ein schweres Schädelh
irntrauma. Ihr erneutes Gesuch um Kostengutsprache für Sonderschulmassnahmen vom
23.
August 2005
(Eingangsdatum)
wurde von der IV-Stelle m
it Verfügung vom 26.
September 2005 ab
gelehnt
(Urk.
7/
8-
10).
E
ine
Kostengutsprache
für Sonderschulmassnahmen in Form einer Sprachheil
behandlung
erfolgte jedoch auf ein weiteres Gesuch hin
(
Verfügung vom 24.
No
vember 2005
[
Urk.
7/13
] sowie Mitteilung vom
24.
November 2006
[
Urk.
7/17
]
).
1.3
Die Versicherte
beantragte
am 21.
April 2009
(Eingangsdatum)
–
unter Hinweis auf erhöhte Ermüdbarkeit, Wortfindungsstörungen sowie Konzentrations
störungen in Belastungssituationen
–
Massnahmen für die berufliche Einglie
derung in Form einer Kostenbeteiligung bei der Erstausbildung
(Urk.
7/21).
Mit Verfügung vom 17. Februar 2010
verneinte
die IV-Stelle
einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (Urk.
7/51).
1.4
Am 19.
Dezember 2011
(Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte
wiederum
bei der IV-Stelle
an und beantragte die
Gewährung
beruflicher
Massnahmen
(Urk.
7/62).
Am
22.
März 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die Voraussetzungen für eine
Leistungszusprache
erfüllt seien
und ihr Kostengut
sprache für die Berufsvorbereitung in der Kita
Y._
erteilt werde
(Urk.
7/67). Am 16.
August 2012 wurde der Versicherten
sodann
Kosten
gutsprache für die erstmalige be
rufliche Ausbildung
als Fachfrau Betreuung in der Kita erteilt
(Urk.
7/78). Am 16.
Dezember 2015 wurde
n
die beruflichen Mass
nahmen erfol
greich abgeschlossen
(
Urk.
7/125)
und
mit Verfügung vom
27.
Mai 2016 wurde der Versicherten
bei einem Invaliditätsgrad von 66 %
eine
Dreivier
telsr
ente
zugesprochen (Urk.
7/
145 f. und Urk. 7/
154).
1.5
Am 8.
Mai 2017
leitete die
IV-Stelle ein R
entenr
evisionsverfahren ein (Urk.
7/167/2)
und
veranlasste
am
11.
April 2018
(Urk. 7/194)
eine polydiszipli
näre medizinische Begutachtung
der Versicherten
durch d
ie
Z._
, welche
das Gutachten
am 20.
Juni 2018 erstattete (Urk.
7/197).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
22.
August 2018
[
Urk.
7/202
]
)
;
Einwand
vom 29. Oktober 2018 [
Urk.
7/206
]
)
setzte die IV-Stelle die bisherige
Dreiviertelsrente
m
it Verfügung vom 9.
Januar 2019 auf eine halbe Invali
denrente
bei einem Invaliditätsgrad von 51 %
herab (Urk.
2 [=
Urk. 7/207 f. und Urk.
7/210]
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 11.
Februar 2019 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, es sei die Verfügung vom
9.
Januar 2019 aufzuheben
und
es seien
ihr
die gesetzlichen Leistungen, insbesondere
mindestens eine
Dreiviertelsr
ente
,
zuzusprechen.
In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die Durchführung
ein
es
zweite
n
Schriftenwechsel
s
(Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 13.
März 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), was der Versi
cherten mit Verfügung vom 14.
März 2019 mitgeteilt wurde
. Es wurde ihr sodann mitgeteilt, dass die Anordnung eines weiteren Schriftenwechsels nicht als erfor
derlich erachtet werde, dass es den Parteien jedoch unbenommen bleibe, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzu
reichen
(Urk.
8).
Die Parteien äusserten sich nicht mehr zur Sache.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrecht, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu
tung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wie
dererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).
Die Wiedererwägung nach Art.
53 Abs.
2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünf
tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser ein
zige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom
2.
August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin
tergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die
Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).
1.
4
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung,
mit Verfügung vom 27. Mai 2016 sei der Beschwerdeführerin ab dem 1. August 2015 eine
Drei
viertelsrente
zugesprochen worden.
Beim Einkommensvergleich,
welcher
der Ver
fügung vom 27.
Mai 2016 zugrunde
gelegen habe
, sei als hypothetisches Ein
kommen ohne Invalidität (
Valideneinkommen
) ein Einkommen gestützt auf die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik für Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialwesen des höchsten Kompetenzniveaus herangezogen worden.
Dies sei auf
grund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin das zu ihren gesund
heitlichen Beeinträchtigungen führende Schädelhirntrauma bereits im Alter von 15 Jahren erlitten habe, nicht korrekt. Es hätten
eindeutige Anhaltspunkte
dafür gefehlt
, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden tatsächlich ein Medizin
studium absolviert und anschliessend als Assistenzärztin gearbeitet hätte.
Auch hätte sie ihr Medizinstudium frühestens im Herbst 2016 abgeschlossen. Eine korrekte Invaliditätsbemessung hätte einen Invaliditätsgrad von 59 % ergeben. Da damit periodische Leistungen zugesprochen worden seien, sei die Berichtigung von erheblicher Bedeutung. Die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der Verfügung vom 27
. Mai 2016 seien somit erfüllt.
Gemäss
Gutachten
der
Z._
sei
der Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin
seit der
Rentenzusprache
im
Jahr 2016
weitgehend unverändert. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit als Fachfrau Kinderbetreuung betrage nach wie vor 60
%.
Beim Einkom
mensvergleich sei für das
Valideneinkommen
der nach Alter abgestufte Tabellen
lohn nach Art.
26 der Verordnung über die Invalidenversicherung
(IVV)
einzu
setzen.
Im Jahr 2018 betrage der Tabellenlohn im Alter der Beschwerde
führerin (25-29 Jahre) Fr. 73'800.--.
Beim Invalideneinkommen werde das Ein
kommen als Gruppenleiterin in der Kita
Y._
der Stiftung
A._
herangezogen
, welches im Jahr 2018 Fr. 36'096.-- betragen
habe
Es ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 51
%
.
Eine überdurchschnittliche Intelli
genz sei nicht durch ein Zeugnis belegt. Weder eine wenige Tage dauernde Schnupperlehre als Ergo- beziehungsweise Physiotherapeutin noch der berufliche Werdegang des Vaters oder des Bruders würden darauf schliessen lassen, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden ein Medizinstudium absolviert und als Assistenzärztin gearbeitet hätte (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend,
die ursprüngliche Verfü
gung hätte nicht in Wiedererwägung gezogen werden dürfen.
Entgegen der Be
hauptung der Beschwerdegegnerin sei die überdurchschnittliche Intelligenz aktenkundig. Mit den Schulzeugnissen der Sekundarschule des Schuljahres 2004/2005 könne zudem belegt werden, dass die Beschwerdeführerin in der Sekundarschule gute Noten
erzielt
habe.
Der Leistungsabfall während der Matu
razeit sei auf ihre gesundheitlich bedingte Beeinträchtigung zurückzuführen. Die Beschwerdeführerin hätte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Gesund
heitsfall ihren Berufswunsch
verwirklicht. Dabei
sei
auch
der berufliche Werde
gang
ihrer
Familie
in die
Gesamtwürdigung miteinzubeziehen. Sowohl der Vater als auch der Bruder der Beschwerdeführerin hätten studiert.
Aufgrund der vorge
nannten Anhaltspunkte (überdurchschnittliche Intelligenz, sehr guter Abschluss der Berufsschule, überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft und Motivation, durchgängiger Wunsch des Medizinstudiums, Vater und Bruder hätten
auch ein Studium abgeschlossen
etc.) sei
daher
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit da
von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ein Medizin
studium absolviert und danach als
Ärztin
gearbeitet hätte
.
3.
3.1
Im Gutachten der
Z._
vom 20.
Juni 2018 wurden die folgende
n
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
festge
halten
(Urk.
7/197/5
f.
)
:
-
Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2)
-
Schlittelunfall
vom 22.
Februar 2005 mit schwerer traumatischer Hirnver
letzung
-
hämorrhagische
Shearing
Injuries
in multiplen Territorien
-
leichte Koordinationsstörungen
-
multimodale kognitive Beeinträchtigungen
-
posttraumatische Kopfschmerzen
-
vorbestehende Dyslexie und Lese-Rechtschreibschwäche
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter eine rezidivierende depressive Störung, anamnestisch leichte bis gelegentlich mit
telgradige depressive Episoden, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4), an (Urk. 7/197/6).
In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wurde unter anderem ausgeführt, es lägen Störungen der Daueraufmerksamkeit und der Konzentrationsfähigkeit vor. In Stresssituationen träten Störungen der emotionalen Funktionen auf, mit Stö
rungen der Affektmodulation, die im Schulunterricht und während der Aus
bil
dung in Erscheinung getreten seien. Mit Hilfe der ambulanten Therapie habe die Beschwerdeführerin im Verlauf vieler Jahre gelernt, Zeichen der nach
lassenden Konzentration und Zeichen der Erschöpfung rechtzeitig zu erkennen. Die Ein
nahme eines Amphetamins verbessere die Dauer der Konzentrations
fähig
keit. Die depressiven Episoden hätten bisher nicht zu Zeiten der Arbeitsunfähigkeit geführt. Die Bereitschaft, sich anzustrengen, sei bei der Beschwerdeführerin sehr hoch ausgeprägt. Sie stecke sich hohe Ziele und arbeite konzentriert daran, diese zu erreichen. Nur so sei es ihr gelungen, sich in dem anspruchsvollen Beruf zu etablieren, trotz der Funktionsstör
ungen auf psychiatrischem und neurolo
gischem Gebiet. Trotzdem bleibe die erhöhte Erschöpfbarkeit bestehen mit der Notwendigkeit, ausreichend Zeit für die Erholung zu haben. Aktuell arbeite die Beschwerdeführerin an drei ganzen Tagen pro Woche mit jeweils einem freien Tag dazwischen. Sie komme dadurch in einen stabilen Rhythmus zwischen Arbeit und Erholung (Urk. 7/197/6).
Die Gutachter
gelangten zum Schluss
, die Beschwerdeführerin
könne
in der bisherigen wie auch
in einer angepassten Tä
tigkeit fünf Stunden pro Tag arbeiten
.
Mit dem aktuellen Arbeitsrhythmus errei
che sie die Grenze der Belastbarkeit
. Eine Veränderung des Gesundheitszustandes seit Zusprechung der
Dreiviertelsrente
sei zu verneinen
(Urk. 7/197/7).
3.2
Die gutachterliche
Beurteilung erscheint angesichts der Aktenlage nachvollzie
h
bar und schlüssig und wurde von den Parteien
nicht bestritten.
Es
wird insbeson
dere
schlüssig
dar
gelegt
, dass der Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin
seit dem
27.
Mai 2016
unverändert
geblieben
ist
(Urk.
7/197/7)
.
Es liegt somit keine
anspruchserhebliche Ände
rung des Sachverhalts und damit kein Revisions
grund
im Sinne von Art.
17 ATSG
vor
.
3.3.
Umstritten ist jedoch, ob die
Voraussetzungen einer Wiedererwägung im Sinne v
on Art.
53 Abs.
2 ATSG
gegeben sind
.
4.
4.1
4.1.1
Zunächst ist zu prüfen, gestützt auf welche Grundlagen ein Anspruch auf eine Invalidenrente zu b
eurteilen war beziehungsweise ist
.
4.1.2
Obwohl die Beschwerdeführerin bereits im Alter von 15 Jahren einen Gesund
heitsschaden erlitt, welcher sich auf ihre Erwerbsfähigkeit auswirkt, ist der Eintritt der
Invalidität
vorliegend
nicht auf jenen
Zeitpunkt festzusetzen.
Für den Eintritt der Invalidität ist der Eintritt der leistungsspezifischen rentenbegr
ündenden Invalidität massgebend
(vgl. BGE 137 V 417) und damit das Jahr 2015, in wel
chem die Beschwerdeführerin
mit Unterstützung der Beschwerdegegnerin
ihre
erstmalige
berufliche Ausbildung
als Fachfrau Betreuung erfolgreich
ab
ge
schlossen
und sogleich eine
Teilzeitstelle
mit einem Pensum von 60 % an
getreten hat
(Urk. 7/146; vgl. Urk. 7/120)
.
Im Jahr 2015 hatte die Beschwerdeführerin die erforderlichen Beiträge für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente (Art. 36 Abs. 1 IVG) geleistet (vgl. den Auszug aus dem individuellen Konto [IK-Auszug] vom 23. Dezember 2015 [Urk. 7/128]). In Frage steht damit
ein Anspruch auf eine ordentliche Invaliden
rente.
4.1.3
Art. 26 IVV ist
einschlägig
für Geburts- oder Frühinvalide, die wegen ihrer Behinderung keine oder keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben oder die begonnene berufliche Ausbildung nicht abschliessen konnten (vgl.
Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz übe
r die Invalidenversicherung, 3. Auflage
2014,
Rn
152 zu Art. 28a mit Hinweis).
Als Erwerb von zureichenden beruflichen Kenntnissen gilt im Allgemeinen die abgeschlossene Berufsausbildung, sofern sie der versicherten Person praktisch die gleichen Verdienstmöglichkeiten eröffnet wie Nichtbehinderten mit der gleichen (ordentlichen) Ausbildung
. Zur Berufsaus
bildung
gehören auch Anlehren, wenn sie auf einem besonderen, der Invalidität angepassten Bildungsweg ungefähr die gleichen Kenntnisse vermitteln wie eine eigentliche Lehre oder eine ordentliche Ausbildung und der versicherten Person in Bezug auf den späteren Verdienst praktisch die gleichen Möglichkeiten eröff
nen. Kann die versicherte Person die in der Anlehre erworbenen zureichenden beruflichen Kenntnisse auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten, spricht dies grundsätzlich gegen eine Frühinvalidität, versichert die Invalidenversiche
rung doch nicht Berufsunfähigke
it, sondern Erwerbsunfähigkeit
(
vgl. die
Urteil
e
des Bundesgerichts 9C_820/2012 vom 1. Mai 2013 E. 3.2.2
und
9C_644/2018
vom
27.
Februar 2019
E. 2.2 je
mit Hinweisen
sowie
Ziff. 3035 ff.
des vom B
un
desamt für Sozialversicherungen
herausgegebenen Kreisschreiben über Invalidi
tät und Hilflosigkei
t in der Invaliden
versicherung [
KSIH
; gültig ab 1. Januar 2015]
)
.
4.1.4
Gemäss Art. 26 Abs.
1 IVV entspricht bei versicherten Personen, die wegen der Invalidität keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten, das Erwerbseinkommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnten,
einem Prozentsatz (je nach Alter abgestuft: 70, 80, 90 oder 100 Prozent)
des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schwei
zerischen Lohnstrukturerhebung.
Nach der Rechtsprechung schliesst diese Ver
ordnungsbestimmung nicht aus, dass zur Berechnung des
Valideneinkommens
auf das Einkommen eines bestimmten Berufs abgestellt wird. Vorausgesetzt sind
jedoch
eindeutige Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung den betreffenden Beruf erlernt hätte (Urteil 9C_555/2011 vom 9. August 2012 E. 3.1.2 mit Hinweisen).
4.1.5
Da die Beschwerdeführerin eine Ausbildung als Fachfrau Betreuung absolvieren konnte und im Umfang ihres reduzierten Pensums grundsätzlich die gleichen Verdienstmöglichkeiten realisieren kann wie eine gesunde Person mit der glei
chen Ausbildung (keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in qualitativer Hinsicht), stellt sich
grundsätzlich
die Frage, ob sie lediglich aufgrund des redu
zierten Pensums (Beeinträchtigung in quantitativer Hinsicht) als Frühinvalide im Sinne von Art. 26 IVV
zu qualifizieren ist oder nicht;
v
ersichert
ist wie bereits erwähnt die
Erwerbsunfähigkeit
.
Die
Frage kann letzt
lich aber offengelassen wer
den, da eindeutige Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nicht die gleiche Ausbildung absolviert hätte
(vgl. dazu
E. 5.3)
, womit
die Anwendung von Art. 26
Abs. 1
IVV
grundsätzlich
gerechtfertigt ist
.
4.1.6
Für die
Beantwortung der
Frage, ob die Verfügung vom 27. Mai 2016 offensicht
lich unrichtig war,
ist
allerdings nicht von Belang, ob die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nicht dieselbe Ausbildung absolviert hätte, sondern ob
eindeutige Anhaltspunkte dafür bestanden, dass
sie
ein M
edi
zinstudium absolviert hätte.
4.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte mit Verfügung vom 27.
Mai 2016
(Urk. 7/146 und Urk. 7/152)
einen Invaliditätsgrad von 66
%.
Es wurde
davon aus
gegangen,
dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden
im Sommer 2016 ein Medizinstudium abgeschlossen und danach als Assistenzärztin gearbeitet hätte.
Als hypothetisches Einkommen ohne Invalidität wurde
daher
ein Einkommen gestützt auf die
Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik
für
Tätigkeiten im
Gesundheit
s
-
und Sozialwesen
, Kompetenzstufe
4 (LSE
2012
TA1, Ziff.
86-88)
von monatlich Fr. 7'007.--
herangezo
gen.
Dieser Lohn wurde auf ein Jahres
einkommen im Jahr 2015
von Fr. 87'658.--
hochgerechnet (F
r. 7'007.-- : 40 x 41.7 x 12).
Dem Kompetenzniveau 4 (dem höchsten der Kompetenzniveaus) entsprachen
Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und Entscheidungsfindung, welche ein grosses Fakten- und theoretisches Wissen in einem Spezialgebiet voraussetz
t
en. Als Invalideneinkommen wurde das jährliche Einkommen bei der Kita im Betrag von Fr. 30'240.-- (Fr. 4'200.-- bei einem 100 %-Pensum) heran
gezogen
(vgl.
den Einkommensvergleich vom 31. März 2016 [Urk. 7/139/1, vgl. auch Urk. 7/124/3 und Urk. 7/140/4])
.
4.3
Den Akten ist zu entnehmen, dass
B._
,
Konsiliar
für Pädaudiologie und Logopädie, in seinem Bericht vom 14. Februar 2001 festhielt, bei der Beschwerdeführerin liege eine Sprachstörung mit einer Entwicklungs-Dysphasie und einer Dyslexie/
Dysorthographie
vor.
Die grossen Diskrepanzen im Leistungs
profil und die Auffälligkeiten in der Arbeitsstrategie würden bei überdurch
schnittlich guter Intelligenz (IQ über 130) auf eine deutliche Störung der Entwick
lung der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung sowohl im taktil-kinästhetischen als auch im
serialen
Bereich
hinweisen und könnten die sprachlichen und schulischen Auffälligkeiten weitgehend erklären
(Urk. 7/1)
.
Im Jahr 2005, als die Beschwerdeführerin
das
schwere Schädelhirntrauma
erlitt (
22.
Februar 2005
), war sie 15 Jahre alt und besuchte die Sekundarschule A der
Schule C._
(vgl. Urk. 3/3-4).
Kurz vor dem Unfall hatte sie
eine zweitäg
ige Schnupperlehre am Universitätsspital
D._
im Bereich Ergotherapie/Physiotherapie besucht (Beurteilungsblätter vom
8.
und
9.
Februar 2005 [Urk. 7/44/3-4]).
Nach dem Unfall erfolgte eine Reintegration in
der
Schule C._
; d
ie Beschwerdeführerin besuchte
dort neu
eine Kleinklasse mit individuellem Schulplan.
Gemäss dem Bericht des Universitätsspitals
D._
, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 9. November 2005 entsprach die nach dem Unfall bestehende Störung des Sprech-, Lese- und Sch
r
eibvermögens dem bereits vor dem schweren Schädelhirntraum
a
vorbeste
henden Störungsbild. Die gezielte Behandlung dieser Störung sei zum jetzigen Zeitpunkt umso wichtiger, da die Beschwerdeführerin durch die lange Rehabi
li
tationszeit grosse Rückstände
im Schulstoff
aufzuholen
habe. Das Aufholen dieser Rückstände gestalte sich infolge der vorbestehenden Störung des Sprech-, Lese- und Schreibvermögens deutlich schwieriger als ohne diese Störung. Ohne eine gezielte ambulante logopädische Therapie sei eine den guten intellektuellen Fähigkeiten des Mädchens entsprechende Weiterschulung gefährdet (Urk. 7/11).
Im
Sommer 2006
trat die Beschwerdeführerin
ins öffentliche Gymnasium ein und musste im Frühjahr 2007 wegen Ü
berforderung
an die
E._
(gymnasiale Maturität, Passerelle und Vorbereitungskurse für Hochschulen [Urk. 7/44/1])
wechseln (mit einem Halbtagesschulbetrieb
sowie Selbststudium
; vgl. Urk. 7/27, Urk. 7/36/8 und
Urk. 7/43/1)
.
Anlässlich des Gesprächs vom 10. Dezember 2009 gab die Beschwerdeführerin an, sie interessiere sich sehr für den Medizinbereich. Sie habe nach der Matura vorgehabt, Medizin oder etwas sehr Ähnliches zu studieren. Auf jeden Fall habe sie ein Studium in Angriff neh
men wollen. Ohne den Unfall hätte sie im Sommer 2009 das Gymnasium beendet gehabt (Urk. 7/49/3).
Im Rahmen des Gesprächs vom 14. Februar 2012 teilte die Beschwerdeführerin
schliesslich
mit, sie habe das private Gymnasium im 6. Semester
(201
1) abbrechen müssen, da es ihr zu viel geworden sei (Urk. 7/69/2; vgl. auch Urk. 7/66/2). Aus den Unterlagen ergibt sich, dass die Beschwer
deführerin an der Schweizerischen Maturitätsprüfung im Jahr 2010 überwiegend ungenügende Noten erzielt hatte (Urk. 7/66/4-5).
Auch
die Noten im Zeugnis für die Vorbereitung auf die Gymnasiale Matur waren teilweise ungenügend (Urk. 7/66/6-7).
Im Verlaufsprotokoll zur Berufsberatung vom 16. Dezember 2015 wurde in der Stellungnahme zum Abschluss festgehalten, bei einem Vergleich der geplanten und der gewünschten Laufbahn zeige sich, dass die Beschwerdeführerin ohne Einschränkungen im Sommer 2016 das Medizinstudium abschliessen und danach als Assistenzärztin arbeiten würde. Die Annahme, dass die Beschwerdeführerin eine Ausbildung zur Humanmedizin absolviert hätte, werde zusätzlich durch ihre Noten unterstrichen, welche bereits in der Sekundarschule sehr gut gewesen seien. Im Lehrabschlusszeugnis hätten die Noten zwischen 5.0 und 6.0 ge
schwankt. Ausserdem habe die Beschwerdeführerin ihre Abschlussarbeit zu einem Wettbewerb eingereicht und den 2. Rang belegt (Urk. 7/124/1 f.; vgl. auch Urk. 7/124/3).
4.4
4.4.1
Voraussetzung dafür, dass
abweichend von Art. 26 Abs. 1 IVV
zur Berechnung des
Valideneinkommens
auf das Einkommen eines bestimmten Berufs abgestellt wird
, ist
wie bereits erwähnt (E. 4.1
.4
)
, dass
eindeutige Anhaltspunkte dafür
be
stehen
, dass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung den betreffenden Beruf erlernt hätte.
Zum
Zeitpunkt des Unfalls
war die Beschwerde
führerin
erst 15 Jahre alt und
besuchte noch kein
Gymnasium
.
Um Ärztin zu werden, hätte sie z
unächst di
e Gymnasialzeit
(Kurzzeitgymnasium von 3-4 Jahren)
absolvieren und
die
Maturität erlangen sowie hernach
den
Eignungstest für die Zulassung
zum Medizinstudium (
numerus
clausus) bestehen müssen.
In den Jahren 2008 bis 2010
(2008: 45 %, 2009: 41 % und 2010: 37 %)
erhielten
deutlich
weniger als 50 % der Bewerber
für Humanmedizin
einen Studienplatz
(vgl. den statistischen Bericht der Session 2018 der Universität Freiburg betref
fend den Eignungstest für
das Medizinstudium S. 2;
https://www.swissuni
versities.ch/fileadmin/swissuniversities/Dokumente/Lehre/Medizin/Statistischer_Bericht_EMS_2018.pdf
).
Erst
nach Bestehen des Eignungstests
hätte
die Beschwerdeführerin
mit dem
anspruchsvollen
sechs
jährigen
Medizinstudium
beginnen
können
, in dessen Ver
lauf
eine
Vielzahl an
Prüfungen zu absolvieren
gewesen
wären
.
Die Durchfall
quoten im ersten und zweiten Studienjahr zum Bachelor betragen
beispielsweise
an der Universität Zürich 20-30 % im ersten Studienjahr und circa 20 % im zwei
ten Studienjahr (vgl. die Präsentation für die
Studieninformationstage für Matu
randen
der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich).
Es steh
en
zu viele Hypothesen im Raum, um
bei einer 15-jährigen Sekundar
schülerin
e
indeutige Anhaltspunkte
für
einen späteren
Abschluss eines Medizin
studiums sowie das Erlernen des Arztberufes erkennen zu können.
Dafür
hätte die schulische Laufbahn bereits besser vorgezeichnet sein müssen
, was aber auf
grund des jungen Alters der Beschwerdeführerin
praktisch von vornherein un
möglich war
.
Kommt hinzu, dass die Noten der Beschwerdeführerin kurz vor dem Schädelhirntrauma vom
22.
Februar 2005
nicht deutlich überdurch
schnittlich waren. Dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Zeugnis der
Schule
C._
vom 1. Februar 2005, wo die Beschwerdeführerin im Schul
jahr 2004/2005 die Abteilung A der Sekundarschule (kurz: Sek A) besuchte, ist zu entnehmen, dass sich ihre Noten in den wesentlichen Fächern im Bereich 4-5 bis 5-6 bewegten (Note 4-5 in Französisch mündlich und Englisch; Note 5 in Deutsch, Französisch schriftlich und Mathematik; Note 5-6 in Geschichte und Naturwissenschaften [Urk. 3/3]).
Dasselbe Notenniveau wie in der Sek A wird erfahrungsgemäss im Gymnasium nicht erreicht.
4.4.2
Es kann sodann w
eder a
us der gutachterlichen Feststellung, die Beschwerde
füh
rerin habe prämorbid über eine überdurchschnittlich hohe Intelligenz verfügt
(U
rk.
7/197/4
; vgl. auch Urk. 7/197/72 und
Urk.
7/197/9
7
)
, noch aus dem Um
stand, dass
ihr
Vater und
ihr
Bruder ein Studium absolviert haben (Urk. 1 S. 10)
,
ab
geleitet werden,
sie
hätte
ein Medizinstudium erfolgreich absolviert.
Ein über
durchschnittlicher IQ im Alter von elf Jahren
(Urk. 7/1)
lässt keine konkreten Rückschlüsse
über
die
spätere
schulische Laufbahn
zu und bildet keinen eindeu
tigen Anhaltspunkt für
das
erfolgreiche
Abso
lvieren eines Medizinstudiums
.
Das
selbe gilt in Bezug auf das kurz vor dem Unfall dokumentierte
Interesse der Beschwerdeführerin
an den
Fachbereiche
n
Erg
otherapie/Physiotherapie
(
Urk. 7/44/3-4
).
4.4.3
Unter Würdigung aller Umstände fehlt
e
es
offenkundig
an hinreichend
en Anhaltspunkten dafür, dass di
e
Beschwerdeführerin
ohne
das Schädelhirntrauma
effektiv ein Medizinstudium
abgeschlossen hätte
.
Der aufgrund des Einkommens
vergleichs ermittelte
Invaliditätsgrad war damit
zu hoch.
Die Verfügung vom 27. Mai 2016 erweist sich s
omit als
zweifellos unrichtig
im Sinne von
Art
.
53
Abs
.
2
ATSG
. Ebenso ist die Voraussetzung der erheblichen Bedeutung
im Sinne von Art.
53 Abs.
2 ATSG
erfüllt
(E. 1.3).
Die Beschwerdegegnerin hat ihren Ent
scheid
vom 27. Mai 2016
demnach berechtigterweise
in Wiedererwägung gezo
gen
.
5.
5.1
Nachdem die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind, ist
der Renten
anspruch ex
nunc
et pro
futuro
ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in allen seinen Teilen neu zu beurteilen (BGE 140 V 514 E. 5.
2
)
und auf den Zeit
punkt der
Rentenherabsetzung
per 1. März
2019
zu ermitteln
(
vgl.
das
Urteil des Bundesgerichts 9C_49
8/2017 vom 19.
Juni 2018 E.
5.1)
.
5.2
Zu prüfen bleibt, wie sich die einge
schränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerde
führerin
in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.3
Mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
ist erstellt,
dass die Beschwerdeführerin ohne das
im Jahr 2005 erlittene
Schädelhirntrauma eine ihren intellektuellen Fähigkeiten
angemessenere
Ausbildung absolviert hätte
als die Ausbildung zur Fachfrau Betreuung
.
Dies darf nicht zuletzt deshalb ange
nommen werden, weil sie vor dem Unfall
die
Sek-A
besuchte
und ihr im Gutach
ten der
Z._
trotz einer minimalen Hirnfunktionsstörung noch ein gesamt
haft gut durchschnittliches Intelligenzniveau (GIX 102) attestiert wurde (Urk. 7/197/95 f.).
In der Ausbildung zur Fachfrau Betreuung erzielte die Beschwerdeführerin sodann Bestnoten (Urk. 7/120). Es ist damit nicht zu beanstanden, dass
d
ie IV-Stelle
in Anwendung von Art. 26 Abs. 1 IVV für die
Berech
nung des
Valideneinkommens
die statistischen Durchschnittslöhne gemäss Lohn
strukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE; jew
eils aktualisierter Medi
anwert) heranzog.
Die Beträge werden
jeweils
vom Bundesamt für Sozialversi
cherungen (BSV) mitgeteilt
(vgl. das Urteil des Bundesgerichts
8C_129/2019
vom
19.
August 2019
E. 3)
. Gemäss IV-Rundschreiben Nr. 378 vom 31. Oktober 2018 beträgt das zu berücksichtigende Einkommen ab dem 1. Januar 2019 neu Fr. 83'000.--, womit sich b
ei der
am
17.
Ju
l
i 1989
geborenen Beschwerdeführer
in
per
1. März 2019 (29 Jahre alt)
ein
Valideneinkommen
von Fr.
7
4’700
.--
(Fr.
83
'000.--
x 0.9)
ergibt
.
Für das Invalideneinkommen ist
unbestrittenermassen
das Einkommen als Co-Gruppenleiterin in der Kita der Stiftung
A._
heran
zuziehen, welches in den Akten ausgewiesen ist und
per 1. Februar
2018
bei einem Pensum von 60 %
Fr.
36’
084
.
--
betrug (
Fr. 2'748.-- brutto pro Monat x 13 [
Urk.
7/185
]
zuzüglich monatliche Funktionszulage von Fr. 30.-- für die Anlei
tung eines Praktikanten [
Urk.
7/
189 und Urk. 7/
190
]
).
Wird das
Valideneinkommen
von
Fr. 7
4’700
.--
dem Invalideneinkommen von
Fr. 36’084.--
gegenübergestellt, resultie
rt eine Erwerbseinbusse von Fr.
38
’
616
.
,
was einem
Invaliditätsgrad von
gerundet
52
%
entspricht
. Damit erweist sich die
Herabsetzung der
Dreiviertelsrente
auf eine
halbe Rente
ab 1. März 2019 als rechtens (Art.
88
bis
Abs. 2
lit
.
a IVV)
.
6
.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7.
Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) sind auf Fr. 8
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.