# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 647dd179-39d9-43c9-af1b-c9314d213c09
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Rechtsanwalt Z._ ersuchte mit Schreiben vom 14. Juli 2017 bei der Anwaltskammer
um Entbindung vom Berufsgeheimnis zur Geltendmachung seiner Honorarforderung
gegen W._. Er führte aus, aus der Praxisänderung gemäss dem Entscheid des
Kantonsgerichts St. Gallen vom 11. Januar 2017 sei nicht ersichtlich, ob bezüglich
Honorarforderungen, welche bereits mittels gerichtlichem Entscheid,
aussergerichtlichem Vergleich, Schuldanerkennung oder Verlustschein verurkundet
seien, für die weitere Durchsetzung die Befreiung vom Berufsgeheimnis nötig sei. Im
vorliegenden Fall würden ein rechtskräftiger Urteilsvorschlag des Vermittleramtes U._
vom 30. März 2006 und ein Konkursverlustschein vorliegen. Allerdings sei letzterer vom
Schuldner nicht anerkannt worden. Zudem sei der Schuldner unbekannt verzogen.
b. Mit Schreiben vom 19. Juli 2017 forderte die Anwaltskammer Z._ auf, innert
14 Tagen eine aktuelle Adresse seines Klienten beizubringen. Eine Befreiung vom
Berufsgeheimnis sei ihres Erachtens für die Einholung von Auskünften bei Behörden
gar nicht erforderlich, weil für den Interessensnachweis weder das Mandatsverhältnis
noch Klienteninformationen offengelegt werden müssten. Z._ erklärte am 20. Juli
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2017, dass er über keine aktuelle Adresse seines früheren Klienten verfüge. Er vermute,
dass er in K._ untergetaucht sei. In der Folge unternahm die Anwaltskammer ihrerseits
Anstrengungen, um den Wohnort von W._ ausfindig zu machen; jedoch ohne Erfolg.
c. Die Anwaltskammer informierte Z._ mit Schreiben vom 13. September 2017, dass
sie den heutigen Wohnort von W._ ebenfalls nicht ausfindig machen konnte. Für sie
sei unklar, wie und auf welchem Weg Z._ die Forderung überhaupt geltend machen
wolle. Mit dem rechtkräftigen Urteilsvorschlag und dem Konkursverlustschein verfüge
er über zwei Dokumente, mit denen er sich gegenüber anzufragenden Behörden
ausreichend als Gläubiger seines Klienten legitimieren könne. In beiden Dokumenten
werde das Mandatsverhältnis nicht erwähnt, womit eine Entbindung vom
Berufsgeheimnis nicht notwendig erscheine.
Mit Eingabe vom 14. September 2017 bat Z._ nochmals um Befreiung vom
Berufsgeheimnis. Zwecks weiterer und vollständiger Durchsetzung der ausstehenden
Honoraransprüche sei eine Entbindung nötig.
B. Mit Entscheid vom 21. September 2017 wies der Präsident der Anwaltskammer das
Gesuch um Entbindung vom Berufsgeheimnis ab, soweit darauf einzutreten sei. Es
fehle aktuell an einem Rechtsschutzinteresse, da Z._ infolge des unbekannten
Wohnorts seines Klienten nicht darzutun vermöge, wie und auf welchem Weg er die
Forderung zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt geltend machen wolle. Soweit er weitere
Aufenthaltsnachforschungen anstellen wolle, sei eine Entbindung vom Berufsgeheimnis
nicht notwendig. Er sei mit dem rechtkräftigen Urteilsvorschlag und dem
Konkursverlustschein gegenüber Behörden ausreichend als Gläubiger legitimiert.
C. Gegen den Entscheid der Anwaltskammer vom 21. September 2017 reichte Z._
(Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 7. Oktober 2017 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht ein. Er beantragte die Aufhebung des Entscheides der
Anwaltskammer und Gutheissung des Gesuchs um Entbindung vom Berufsgeheimnis
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zudem stellte er den Antrag auf Durchführung
einer öffentlichen Verhandlung.
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D. Die Anwaltskammer (Vorinstanz) verwies in ihrer Vernehmlassung vom 9. November
2017 auf ihren Entscheid. Am 27. November 2017 nahm der Beschwerdeführer zur
Vernehmlassung der Anwaltskammer Stellung.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge, den
angefochtenen Entscheid und die Akten wird – soweit notwendig – in den

## Considerations

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...)
2.
2.1. Zunächst ist der Antrag des Beschwerdeführers auf eine öffentliche Verhandlung
zu prüfen. Nach Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) hat jede Person Anspruch darauf, dass über
Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen oder
über eine gegen sie erhobene strafrechtliche Anklage in billiger Weise öffentlich und
innerhalb einer angemessenen Frist von einem unabhängigen und unparteiischen, auf
Gesetz beruhenden Gericht verhandelt wird. Die Öffentlichkeit des Verfahrens trägt
dazu bei, dass die Garantie auf ein "faires Verfahren" tatsächlich umgesetzt wird (BGer
2C_980/2016 vom 7. März 2017 E. 2.1.1).
Der Begriff der "civil rights" umfasst nicht nur zivilrechtliche Streitigkeiten im engeren
Sinn, sondern auch Verwaltungsakte einer hoheitlich handelnden Behörde, sofern sie
massgeb-lich in Rechte und Verpflichtungen privatrechtlicher Natur eingreifen (vgl.
BGE 131 I 467 E. 2.5; BGer 2C_871/2015 vom 11. Februar 2016 E. 2.5.2 und
2C_980/2016 vom 7. März 2017 E. 2.1.1). Ziel der Entbindung vom Berufsgeheimnis ist
die Durchsetzung einer zivilrechtlichen Forderung, weshalb sich der Beschwerdeführer
auf die Garantien von Art. 6 Ziff. 1 EMRK berufen kann.
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2.2. Die Pflicht, eine öffentliche Verhandlung durchzuführen, ist indes in zweifacher
Hinsicht nicht absolut. Zunächst können die Parteien explizit oder stillschweigend auf
eine öffentliche Verhandlung verzichten (statt vieler: EGMR Urteil Schuler-Zgraggen
gegen die Schweiz Nr. 14518/89 vom 24. Juni 1993), was vorliegend allerdings nicht
der Fall ist. Eine Reihe von Gründen, aus welchen keine öffentliche Verhandlung
durchgeführt werden muss, ergibt sich zudem unmittelbar aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK.
Unter anderem zählt der Schutz des Privatlebens der Prozessparteien dazu. Ferner
kann von einer beantragten öffentlichen Verhandlung abgesehen werden, wenn der
Antrag der Partei als schikanös erscheint oder auf eine Verzögerungstaktik schliessen
lässt und damit der Einfachheit und Raschheit des Verfahrens zuwiderläuft oder gar
rechtmissbräuchlich ist. Auch die offensichtliche Unbegründetheit oder Unzulässigkeit
der Beschwerde kann zur Ablehnung einer beantragten öffentlichen Verhandlung
führen. Schliesslich kann in Fällen, in welchen von einer öffentlichen Verhandlung von
vornherein keine Auswirkungen auf den zu fällenden Entscheid erwartet werden
können, eine Anordnung im Hinblick auf die gebotene Verfahrensökonomie ohne
Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK unterbleiben (Urteil des Bundesstrafgerichts RR.
2014.312 vom 16. März 2015 E 4.2.3). Beim vorliegenden Streitgegenstand wäre der
Schutz des Beschwerdegegners nicht mehr gewährleistet, weshalb bereits daher von
einer öffentlichen Verhandlung abzusehen ist. Überdies ist nicht ersichtlich und wird
vom Beschwerdeführer auch nicht weiter substantiiert, welche neuen
entscheidrelevanten Erkenntnisse, die sich nicht bereits aus den Akten ergeben, durch
eine mündliche Anhörung gewonnen werden könnten.
2.3. Wenn Gründe für eine Ausnahme nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK vorliegen, muss keine
mündliche Verhandlung durchgeführt werden (BGE 142 I 188 E. 3.2.1). Art. 6 Ziff. 1
EMRK gibt keinen zusätzlichen abstrakten Anspruch, sich persönlich äussern,
namentlich mündlich vor dem Spruchkörper plädieren zu dürfen. Solches sowie die
Anwesenheit bei der Abnahme von Beweismitteln oder die Anhörung im Sinn eines
Beweismittels könnte sich einzig aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinn von
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101,
BV) oder aus konkreten Verfahrensvorschriften ergeben (BGer 5A_955/2015 vom 29.
August 2016 E. 2.6). Auf solche Verfahrensvorschriften beruft sich der
Beschwerdeführer allerdings nicht.
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2.4. Im kantonalen Recht wird eine mündliche Verhandlung angeordnet, wenn sie zur
Wahrung der Parteirechte notwendig ist oder zweckmässig erscheint (Art. 55 Abs. 1
VRP). Der Beschwerdeführer legt die Notwendigkeit einer persönlichen Anhörung nicht
dar. Grundsätzlich ist im Verwaltungsgerichtsverfahren die Schriftlichkeit des
Verfahrens vorherrschend. Das rechtliche Gehör wird demnach im Wesentlichen durch
schriftliche Eingaben gewährt (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St.
Gallen 2. Aufl. 2003, Rz. 999). Das rechtliche Gehör wurde durch den Schriftenwechsel
gewahrt. Wie bereits unter E. 2.2 ausgeführt, erscheint eine mündliche Verhandlung bei
diesem Streitgegenstand weder notwendig noch zweckmässig. Daher ist der Antrag
abzuweisen.
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Vorinstanz aufgrund fehlenden
Rechtsschutzinteresses zu Recht das Gesuch des Beschwerdeführers um Entbindung
vom Berufsgeheimnis abgewiesen hat, soweit sie darauf eintrat.
3.1. Die Vorinstanz erwog, dass der heutige Wohnort des Beschwerdegegners trotz
verschiedener Bemühungen nicht habe ausfindig gemacht werden können. Es sei nicht
erkennbar, worin das Interesse des Beschwerdeführers an der Behandlung des
Entbindungsgesuchs liegen könne. Zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht dargelegt, wie und
auf welchem Weg er die Forderung aufgrund des unbekannten Aufenthalts des
Beschwerdegegners überhaupt geltend machen wolle. Damit fehle es an einem
Rechtsschutzinteresse.
3.2. Der Beschwerdeführer ist hingegen der Ansicht, dass zur Durchsetzung einer
Forderung der Wohn- bzw. Aufenthaltsort eines Schuldners nicht immer bekannt sein
müsse. Wenn dieser einer Vorladung zu einer schuldbetreibungsrechtlichen Behörde
keine Folge leiste, könne dieser zugeführt oder mangels Zustelladresse ausgeschrieben
werden. Sei ein Schuldner unbekannten Aufenthaltes, seien aber Vermögenswerte von
diesem in der Schweiz bekannt, könnten diese am zuständigen Betreibungsort
verarrestiert werden, sofern ein Arrestgrund nach Art. 271 Abs. 1 Ziff. 1 bis 6 des
Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SR 281.1, SchKG). Vorliegend
seien diese Voraussetzungen gegeben. Zumindest liege ein definitiver
Rechtsöffnungstitel vor. Über den Sachverhalt, ob Vermögenswerte dem Schuldner
gehören, entscheide zum gegebenen Zeitpunkt eine andere Behörde. Dafür bedürfe es
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für das Honorarinkasso wieder der vorgängigen Entbindung vom Berufsgeheimnis. Es
sei denn, eine solche sei bei Vorliegen eines definitiven Rechtsöffnungstitels zwecks
weiterer, d.h. schuldbetreibungs- und konkursrechtlicher Durchsetzung der Forderung
auf dem Rechtsweg, nicht mehr nötig. Schliesslich sei die Forderung betragsmässig
„verurkundet“ und es müsse sich überhaupt keine Behörde mehr mit irgendwelchen
Details zum früheren Mandatsverhältnis auseinandersetzen. Nicht übersehen werden
dürfe aber, dass allein schon der Umstand, dass ein Anwalt eine Forderung bei einer
Person durchzusetzen versuche, mit grosser Wahrscheinlichkeit ein früheres
Mandatsverhältnis impliziere.
3.3. Die Rechtsanwälte unterstehen zeitlich unbegrenzt und gegenüber jedermann dem
Berufsgeheimnis über alles, was ihnen infolge ihres Berufs von ihrer Klientschaft
anvertraut worden ist (Art. 13 Abs. 1 BGFA; vgl. auch Art. 321 des Schweizerischen
Strafgesetzbuch, SR 311.0, StGB). Das Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB erfasst
alle Informationen, die dem Anwalt im Zusammenhang mit der Ausübung seines Berufs
von Klienten oder von Dritten anvertraut werden oder die er bei der Ausübung seines
Berufs wahrnimmt. Dazu gehört auch die Tatsache der Mandatsführung (W. Fellmann,
Anwaltsrecht, Bern 2017, Rz. 542 und 546). Die klageweise Einforderung einer
Honorarforderung setzt daher eine vorgängige Befreiung des Anwalts von seiner
Schweigepflicht voraus. Verweigert der Mandant die Entbindung vom
Anwaltsgeheimnis, so hat sich der Rechtsanwalt, der sein Honorar auf dem Rechtsweg
einzutreiben sucht, mit einem entsprechenden Begehren an die Aufsichtsbehörde zu
wenden (BGer 2C_704/2016 vom 6. Januar 2017 E. 3.1).
3.4. Zuständig für die Entbindung vom Berufsgeheimnis ist die kantonale
Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte nach Art. 14 BGFA (Nater/Zindel
in: Fellmann/Zindel [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, Zürich 2011, 2. Auflage, N
137f. zu Art. 13). Im Kanton St. Gallen ist die Entbindung vom Berufsgeheimnis
Aufgabe des Präsidenten der Anwaltskammer (Art. 5 Abs. 2 lit. e AnwG in Verbindung
mit Art. 5 der Weisung der Anwaltskammer vom 27. April 2015 über die Übertragung
von Aufgaben an den Präsidenten, das Anwaltsregister und die EU/EFTA-Anwaltsliste
sowie den Geschäftsgang, www.gerichte.sg.ch unter Dienstleistungen/Weisungen
Anwaltskammer). Das begründete Gesuch muss durch den Anwalt selbst und vor der
Preisgabe der vertraulichen Information gestellt werden. Die Entbindung durch die
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Aufsichtsbehörde ist jedoch subsidiär, d.h. sie kommt nur zum Zuge, sofern die
Einwilligung des Klienten nicht eingeholt werden kann oder sie vom Klienten verweigert
wird (Nater/Zindel, a.a.O., N 133ff. zu Art. 13, K. Schiller, Schweizerisches
Anwaltsrecht, Zürich 2009, Rz. 620). Die Aufsichtsbehörde hat die Erfolgschancen der
Honorarforderung zu prüfen (W. Fellmann, Anwaltsrecht, 2. Aufl. 2017, Rz. 606).
3.5. Mit Entscheid AW.2016.81 vom 11. Januar 2017 änderte das Kantonsgericht des
Kantons St. Gallen gestützt auf BGE 142 II 307 seine Praxis, wonach die
Anwaltskammer auf Entbindungsgesuche, die von Anwälten für das Honorarinkasso
gestellt wurden, jeweils nicht eintrat (zu finden unter www.gerichte.sg.ch). Das Gericht
gelangte zum Schluss, dass unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
und in Anwendung der bundesrechtlichen Kriterien nach dem BGFA auch für das
Honorarinkasso des Anwalts ein Entbindungsgesuch erforderlich ist.
3.6. Der Gläubiger kann nach Art. 271 Abs. 1 SchKG für eine fällige Forderung, soweit
diese nicht durch ein Pfand gedeckt ist, Vermögensstücke des Schuldners, die sich in
der Schweiz befinden, mit Arrest belegen lassen, wenn der Schuldner nicht in der
Schweiz wohnt, kein anderer Arrestgrund gegeben ist, die Forderung aber einen
genügenden Bezug zur Schweiz aufweist oder auf einer Schuldanerkennung im Sinne
von Artikel 82 Absatz 1 beruht (sogenannter „Ausländerarrest“, Ziff. 4) oder wenn der
Gläubiger gegen den Schuldner einen definitiven Rechtsöffnungstitel besitzt (Ziff. 6).
Der Arrest wird vom Gericht am Betreibungsort oder am Ort, wo die
Vermögensgegenstände sich befinden, bewilligt, wenn der Gläubiger glaubhaft macht,
dass seine Forderung besteht, ein Arrestgrund vorliegt und Vermögensgegenstände
vorhanden sind, die dem Schuldner gehören (Art. 272 Abs. 2 SchKG).
3.7. Der Beschwerdeführer hat im allfälligen Arrestbegehren zumindest glaubhaft zu
machen, dass die Voraussetzungen - Arrestforderung, Arrestgegenstand und
Arrestgrund - für den Arrest vorliegen. Wie die Vorinstanz jedoch zu Recht ausführt,
substantiiert der Beschwerdeführer diese Voraussetzungen vorliegend nicht. Er
verweist lediglich allgemein auf den massgebenden Gesetzesartikel, führt jedoch keine
konkreten Angaben zum Vorliegen eines allfälligen Arrestgegenstands an. Der Antrag
auf Entbindung ist indes zu begründen (Fellmann, a.a.O., Rz. 592). Denn um den
Beschwerdeführer vom Berufsgeheimnis zu entbinden, hat die Aufsichtsbehörde zu
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prüfen, ob gewisse Erfolgschancen zur Durchsetzung der Honorarforderung bestehen
bzw. ein Rechtsschutzinteresse gegeben sind (vgl. BGer 2C_508/2007 vom 27. Mai
2008 E. 2.2, 2C_1127/2013 vom 7. April 2014 E. 3.2). Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers ist mit dem allgemeinen Hinweis auf die Möglichkeit des Arrests im
vorliegenden Fall noch kein schutzwürdiges Interesse an der Entbindung vom
Berufsgeheimnis dargetan. Zwar ist es korrekt, dass eine andere Behörde über den
Arrest zu befinden hat, der Antrag auf Entbindung ist aber dennoch konkreter zu
begründen. Insbesondere da im vorliegenden Fall die anfänglichen
Inkassobemühungen bereits im Jahr 2009 getätigt und danach keine weitere
Anstrengungen unternommen wurden. Denn ein sogenannter Sucharrest, dem nicht
der geringste konkrete Hinweis auf das tatsächliche Vorhandensein bestimmter
Gegenstände an einem bestimmten Ort zugrunde liegt, ist nichtig (Amonn/Walther,
Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, 9. Aufl. 2013, S. 478). Nicht
erwartet wird, dass der Arrestgegenstand offengelegt wird, da ansonsten der
Überraschungseffekt des Arrestes hinfällig würde. Allerdings kann immerhin eine
allgemein gehaltene Umschreibung des Arrestgegenstandes vorausgesetzt werden. Die
Vorinstanz schloss daher zu Recht auf ein fehlendes Rechtsschutzinteresse. Die
Beschwerde ist daher abzuweisen. Dem Beschwerdeführer ist es allerdings
unbenommen, in einem späteren Zeitpunkt ein neues begründetes Gesuch bei der
Vorinstanz einzureichen.
4. (...).