# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 266f04ca-bcf8-4cb9-9ed3-db81c85af763
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. verpflichtete sich am 21. Januar 2011, sämtliche ungedeckten Kosten für den
Lebensunterhalt einschliesslich Unfall, Krankheit und Rückreise, die den zuständigen
Behörden des Bundes, der Kantone oder der Gemeinden sowie privaten Erbringern
von medizinischen Dienstleistungen durch den Aufenthalt seines Vaters in der Schweiz
entstehen, bis zu einem Betrag von 30'000 Franken zu übernehmen. Während seines
Aufenthalts erkrankte der Vater am 11. Februar 2011. Für seine Hospitalisation
entstanden Kosten von 32'755 Franken im Kantonsspital St. Gallen und von etwas
mehr als 19'000 Franken in der Geriatrischen Klinik St. Gallen. Hinzu kamen Kosten
von 7'500 Franken für den Rücktransport in den Kosovo. X.Y. betraute Andreas Meier
am 15. März 2011 mit der Interessenwahrung in diesem Krankheitsfall. Das
Vertretungsverhältnis wurde am 4. April 2011 dem Kantonsspital St. Gallen zur
Kenntnis gebracht.
Mit Zahlungsbefehl vom 6. September 2011 setzte das Kantonsspital St. Gallen bei
X.Y. 22'755
Franken (32'755 Franken abzüglich Teilzahlung von 10'000 Franken) zuzüglich Zins in
Betreibung. Die Verfügung vom 13. September 2011, mit der das Kantonsspital St.
Gallen ihn zur Zahlung von 22'755 Franken verpflichtete, wurde X.Y. – und nicht seinem
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Rechtsvertreter - zugestellt. Gestützt auf diese Verfügung erteilte der Einzelrichter des
Kreisgerichts St. Gallen am 27. Januar 2012 die definitive Rechtsöffnung. Dem
Einwand, die Verfügung sei wegen des Eröffnungsmangels nicht vollstreckbar, sondern
zunächst rechtsgültig dem Vertreter zu eröffnen, folgte er nicht. Da der Vertreter nach
eigenen Angaben am 23. Dezember 2011 von der Verfügung Kenntnis erhalten habe,
sei die Rekursfrist von 14 Tagen unbenutzt abgelaufen.
Der zuständige Einzelrichter des Kantonsgerichts wies die gegen den
Rechtsöffnungsentscheid erhobene Beschwerde am 11. Mai 2012 ab. Zur Begründung
führte er unter anderem aus, eine Verfügung, welche dem Betroffenen und nicht
seinem Vertreter zugestellt werde, sei mangelhaft eröffnet. In diesen Fällen beginne die
Rechtsmittelfrist zu laufen, wenn der Vertreter vom Inhalt der Verfügung Kenntnis
nehmen könne. Dies sei nicht erst dann der Fall, wenn die Verfügung formell
ordnungsgemäss auch dem Vertreter zugestellt worden sei. Vielmehr genüge es, wenn
der Vertreter derart sichere Kenntnis von der Verfügung habe, dass er sich dagegen mit
dem vorgesehenen Rechtsmittel zur Wehr setzen könne. Der Vertreter sei spätestens
am 15. Dezember 2011 in den Besitz der Verfügung gelangt und in der Lage gewesen,
bei der Geschäftsleitung des Kantonsspitals St. Gallen den in der

## Considerations