# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 913fbcb3-c086-442c-9b89-170661847365
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. P. C. wurde am 15. September 1954 als Sohn des B. C. und der A. C. in D. geboren. Von Beruf ist er gelernter Schaltanlagen-Monteur und hat zusammen mit seiner Ehefrau M. C. zwei Kinder. Gemäss Auskunft der Steuerverwaltung der Gemeinde E. ist P. C. für das Jahr 2001 mit einem provisorischen Einkommen von Fr. 65'000.— und einem Vermögen von Fr. 255'400.— veranlagt. Im Register des Jagd- und Fischereiinspektorates Graubünden ist er mit zwei Eintragungen verzeichnet.
B. Dem vorliegenden Strafverfahren liegt gemäss Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Surselva vom 2. April 2003 sinngemäss folgender Sachverhalt zugrunde:
Am frühen Abend des 16. September 2002 übte P. C. auf dem Gebiet der Gemeinde E. die Jagd aus. Gegen 19.00 Uhr konnte er bei guter Sicht aus einer Distanz von etwa 70 Metern während rund 15 Minuten ein weidendes Hirschtier beobachten. Da das Tier im Erscheinungsbild stark war, keine Kälberflecken aufwies und nach Angaben des Jägers alleine weidete, sprach er es als jagdbares Schmaltier an und erlegte es. P. C. brachte das erlegte Tier daraufhin mit seinem Fahrzeug zu sich nach Hause, wo er es über Nacht bei offenem Fahrzeugfenster liegen liess. Am Morgen des nächsten Tages fuhr P. C. das erlegte Hirschtier zur Metzgerei in F.. Als er dem Tier in der Zeit zwischen 09.00 und 10.00 Uhr den Kopf abtrennte, überkamen ihn plötzlich Zweifel an dessen Jagdbarkeit, weshalb er in seine Abschussliste den Vermerk „zur Kontrolle“ eintrug. Um 12.30 Uhr telefonierte P. C. dem zuständigen Jagd- und Fischereiaufseher und informierte ihn über das Geschehene. Eine anschliessende Kontrolle durch den Jagdaufseher ergab, dass es sich beim erlegten Tier um ein stark entwickeltes Hirschkalb handelte, welches nach Angaben des Jagdaufsehers mit sauber aufgebrochenem Haupt 45 kg wog und keine Kälberflecken aufwies.
C. Mit Strafmandat vom 12. Dezember 2002 erkannte der Kreispräsident Lumnezia/Lugnez wie folgt:
„1. P. C. wird der fahrlässigen Erlegung eines nicht jagdbaren Hirschkalbes im Sinne von Abschnitt I. Bst. A der Jagdbetriebsvorschriften 2002 in Verbindung mit Art. 15 Abs. 2 und in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 + 3 KJG und Art. 47 KJG für schuldig gesprochen.
2. Von einer Bestrafung wird in Anwendung von Art. 49 KJG Umgang genommen. Die dem Kreisamt Lumnezia/Lugnez in Anwendung von Art. 43 ABzKJG zu leistende Umtriebsentschädigung wird auf Fr. 180.— festgelegt.
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Die Umtriebsentschädigung im Betrage von Fr. 180.— ist innert 30 Tagen der Kreiskasse Lumnezia/Lugnez, PC 70-298-8, zu überweisen.

## Considerations