# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2fc15155-8a01-5461-88cd-f10a1f3eb40a
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Seit mehreren Jahren veranstaltet die C. GmbH an jeweils zwei Samstagen im März
auf dem Grundstück Nr. 111, Grundbuchamt O., des Landwirtschaftsbetriebes von E.
B. jun. in der X-burg, N., eine X-Party. E. B. jun. ist zugleich der Vertreter der C. GmbH.
W. P., wohnhaft in F., ist Miterbe der Erbengemeinschaft W. P. sel. Der
Erbengemeinschaft gehörten die drei landwirtschaftlichen Grundstücke Nrn. 222, 333
und 444 im Gebiet X-burg, Grundbuchamt O., die an das Grundstück Nr. 111
angrenzen. Diese drei Grundstücke wurden gemäss öffentlich beurkundetem
Kaufvertrag vom 16. September 2005 an E. B. verkauft. W. P. wehrte sich in der Folge
gegen die Vollziehung der Eigentumsübertragung im Grundbuch, was mehrere
gerichtliche Verfahren auslöste. Das Kreisgericht Wil wies mit Entscheid vom
18. Oktober 2010 das Grundbuchamt O. an, das Eigentum von E. B. an den
Grundstücken Nrn. 222, 333 und 444 im Grundbuch einzutragen. Dagegen erhob W. P.
Berufung an das Kantonsgericht. Mit Urteil des Bundesgerichts vom 12. Januar 2011
wurde die Einsetzung eines Erbenvertreters für die Erbengemeinschaft W. P. sel.
geschützt, wogegen W. P. ebenfalls prozessiert hatte. Der Vizepräsident des
Kantonsgerichts stellte in einem Entscheid vom 14. Juli 2011 über vorsorgliche
Massnahmen in Aussicht, dass das Kantonsgericht wohl auf die Berufung gegen das
Urteil des Kreisgerichts Wil vom 18. Oktober 2010 nicht eintreten werde. Im Dezember
2011 wurde schliesslich die Eigentumsübertragung der Grundstücke Nrn. 222, 333 und
444 an E. B. im Grundbuch O. vollzogen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/36
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W. A., wohnhaft in Y., schloss mit W. P. sel. am 30. Januar 1995 einen Pachtvertrag
über die Grundstücke Nrn. 222, 333 und 444 ab. Gemäss einem gerichtlichen Vergleich
zwischen E. B. jun. und W. A. wurde das genannte Pachtverhältnis per 31. März 2011
aufgelöst, was der Erbenvertreter der Erbengemeinschaft W. P. sel. im Nachhinein
genehmigte.
B./ Am 29. Januar 2009 erliess das Kantonsforstamt betreffend X-Party in der X-burg
folgende Pauschalbewilligung:
- Das Waldareal darf von der Veranstaltung nicht tangiert werden. Das Festgelände
muss so abgesichert sein, dass die Besucher das Areal nicht ungehindert in Richtung
Wald verlassen können. Das "Aussenteam" hat mit seinen Patrouillen ein besonderes
Augenmerk auf das Gelände zwischen dem Party-Areal und dem Wald zu legen.
- Der beleuchtete Wanderweg in Richtung S. (G., F.) ist zu überwachen. Mit
geeigneten Massnahmen ist zu verhindern, dass die Festbesucher auf dem Hin- oder
Rückweg vom Wanderweg in ruhige Lebensraumkompartimente abweichen.
- Ausgewiesene Schutzobjekte (Auen, Moore; vgl. hierzu Schutzverordnung) dürfen
keinesfalls beeinträchtigt werden.
- Das Gelände ist nach der Veranstaltung weiträumig von allfälligem Abfall zu
säubern. Allfällige Schäden am Kulturland oder an der Natur sind zu beheben (Kosten
zulasten Veranstalter).
- Die Lautstärke der Musikanlage ist den äusseren Begebenheiten anzupassen. Der
Lärmpegel muss nach Mitternacht allmählich gesenkt werden. Um 4 Uhr morgens ist
Betriebsschluss (vgl. dazu Bewilligung der Politischen Gemeinde O.).
- Die Vorgaben der Politischen Gemeinde O. und der Kantonspolizei St. Gallen
bezüglich Durchführung, Verkehr, Sicherheit, Abfallentsorgung, usw. sind einzuhalten.
- Feuerwerke oder gegen den Himmel gerichtete Lichtquellen (Laser) sind nicht
gestattet.
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- Die Veranstaltung darf im Jahresverlauf nicht zu einem späteren Zeitpunkt
durchgeführt werden (Datum: Mitte März oder früher).
- Der Veranstalter sorgt für die Einholung allfällig weiterer Bewilligungen. Es ist
ebenfalls Sache des Veranstalters, die Grundeigentümer über den geplanten Anlass in
Kenntnis zu setzen und allenfalls deren Zustimmung einzuholen.
2. Die Gebühr für die Bewilligung beträgt Fr. 300.--(...).
C./ Anfangs November 2010 erkundigte sich die C. GmbH beim Kantonsforstamt, ob
die X-Party 2011 an den Samstagen des 2. und 9. Aprils 2011 durchgeführt werden
könne. Mit Schreiben vom 15. November 2010 antwortete das Kantonsforstamt, dass
nach Anhörung der betroffenen Stellen keine Einwände gegen den
Durchführungstermin der X-Party 2011 an den beantragten Samstagen im April 2011
bestünden, sofern die weiter bestehenden Auflagen mit Berücksichtigung
unveränderten Verhältnissen aus der Verfügung vom 29. Januar 2009 eingehalten
würden. Ferner wurde die C. GmbH im selben Schreiben vom 15. November 2010
ersucht, die Durchführungsdaten baldmöglichst noch schriftlich zu melden, um diese
den betroffenen Stellen bestätigen zu können.
Mit Schreiben ihres Rechtsvertreters vom 21. Februar 2011 verlangten W. P. und W. A.
beim Kantonsforstamt resp. beim Gemeinderat O. um Zustellung der
Gesuchsunterlagen resp. der Bewilligung für die X-Party 2011. Nach Zustellung der
Verfügung vom 29. Januar 2009 sowie des erwähnten Schreibens vom 15. November
2010 liessen W. P. und W. A. mit Eingabe vom 15. März 2011 Rekurs beim
Volkswirtschaftsdepartement mit folgenden Rechtsbegehren erheben:
1. Es sei festzustellen, dass es sich beim Schreiben der Vorinstanz vom
15. November 2010 nicht um eine Bewilligung zur Durchführungen der X-Party 2011
handle.
2. Eventualiter: Sofern es sich beim Entscheid der Vorinstanz vom 15. November
2010 um eine Bewilligung zur Durchführung der X-Party 2011 handle, sei diese
Bewilligung aufzuheben. Auf das "telefonische Gesuch" der Rekursgegnerin für die
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Durchführung der X-Party 2011 sei nicht einzutreten, subeventualiter sei dieses
abzuweisen.
3. Es wird der Beizug sämtlicher Unterlagen über das nachträgliche
Baugesuchsverfahren für verschiedene widerrechtliche Veränderungen im Gebiet X-
burg beantragt (illegale Veränderung Wasserlauf, illegale Terrainveränderungen
ausserhalb des Waldareals, illegale Terrainveränderungen innerhalb des Waldareals,
unzulässige Rodung von Waldareal, Verletzung des Waldabstandes, illegale
Umnutzung der landwirtschaftlichen Bauten und Anlagen für nichtlandwirtschaftliche
Zwecke, illegale Erstellung von Nebenbauten und Anlagen, usw.).
4. Den Rekurrenten seien sämtliche Vorakten für die X-Party 2011
(Gesuchsunterlagen der Rekursgegnerin, Situationspläne, Konzepte für Versorgung,
Entsorgung, Verkehr, Parkierung, Schutz der Schutzverordnung G.-W.-bach, usw.)
sowie die Unterlagen laut Rekursantrag Ziff. 3 zuzustellen, unter gleichzeitiger
Ansetzung einer angemessenen Frist zur allfälligen Ergänzung des vorliegenden
Rekurses.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Rekursgegnerin.
Mit Eingabe ihrer damaligen Rechtsvertreterin vom 25. März 2011 stellte die C. GmbH
im Rekursverfahren VB/KFA-11-04 beim Volkswirtschaftsdepartement folgende
Rechtsbegehren:
1. Auf den Rekurs sei nicht einzutreten. Eventualiter sei der Rekurs abzuweisen.
2. Es sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen.
3. Die aufschiebende Wirkung sei unter dringlicher Anordnung zu entziehen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Rekurrenten.
Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs entzog das Volkswirtschaftsdepartement mit
Zwischenentscheid vom 1. April 2011 dem Rekurs im Verfahren VD/KFA-11.04 die

## Considerations