# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 81669c48-c448-52ca-9ef8-922236cfd8f5
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Urban Planning and Environmental

## Facts

I. Sachverhalt
1. Mit Gesamtentscheid vom 24. Oktober 2014 erteilte die Gemeinde Langenthal der
aus den Beschwerdeführenden bestehenden einfachen Gesellschaft die Baubewilligung für
den Abbruch des Gebäudes Nr. I._, den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit
Einstellhalle, den Teilabbruch, Umbau und die Aufstockung des Gebäudes Nr. J._
sowie die Vergrösserung der Garage auf der Parzelle Langenthal Grundbuchblatt Nr.
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F._.1 Die Beschwerdeführenden stellten am 29. September 2016 ein Gesuch für
eine nachträgliche Projektänderung betreffend Grundriss- und Fassadenänderungen
(Balkonausrichtung). Zugleich reichten sie ein nachträgliches Baugesuch ein für einen
Autounterstand sowie einen Lagerraum (Anbau an bestehendem Gebäude). Auf Ersuchen
der Gemeinde hin ergänzten die Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 13. Dezember
2016 die Unterlagen. Mit Gesamtentscheid vom 30. Juni 2017 erteilte die Gemeinde
Langenthal die Baubewilligung und erlegte den Beschwerdeführenden dafür
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 5'930.-- auf.
2. Gegend diese Gebühren erhoben die Beschwerdeführenden am 27. Juli 2017
"Einspruch" bei der Gemeinde Langenthal, welche dieses Schreiben als Beschwerde zur
Behandlung an die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE)
weiterleitete. Die Beschwerdeführenden beantragen sinngemäss, die Kosten des
Baubewilligungsverfahrens seien zu reduzieren. Sie machen insbesondere geltend, für die
erste Baubewilligung sei ein Aufwand von 10 Stunden in Rechnung gestellt worden. Nun
werde ein Aufwand von 39 Stunden verrechnet, obwohl das Bauprojekt nur minimale
Änderungen erfahren habe.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, führte den
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Mit Verfügung vom 3. August 2017
stellte es zudem fest, dass die Beschwerde im Namen der A._ eingereicht, jedoch
nicht von allen Mitgliedern der einfachen Gesellschaft unterzeichnet worden sei und setzte
eine kurze Frist zur Einreichung der korrekt unterzeichneten Beschwerde fest. Diese wurde
fristgerecht eingereicht. In ihrer Stellungnahme vom 31. August 2017 beantragt die
Gemeinde Langenthal, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die
Beschwerdeführenden äusserten sich dazu mit Schreiben vom 18. September 2017.
4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
1 Vgl. Beilage 1 zur Stellungnahme der Gemeinde Langenthal vom 31. August 2017 2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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## Considerations

II. Erwägungen
1. Eintreten
Kostenentscheide als Teil eines Bauentscheids können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert
30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden.4 Die BVE
ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die
Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und
die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 BauG). Die
Beschwerdeführenden sind als Baugesuchstellende grundsätzlich zur Beschwerdeführung
befugt. Sie sind durch die Kostenauferlage beschwert und daher zur Beschwerdeführung
legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
2. Grundsätzliches zu den Verfahrenskosten im Baubewilligungsverfahren
a) Laut Art. 52 Abs. 1 BewD5 tragen die Gesuchstellenden die amtlichen Kosten des
Baubewilligungsverfahrens. Diese bestehen aus den Gebühren und Auslagen, welche die
Gemeinde für ihre Tätigkeit im Baubewilligungsverfahren und für ihre baupolizeilichen
Verrichtungen erheben kann (Art. 51 Abs. 1 BewD). Die Gemeinde erlässt einen
Gebührentarif (Art. 51 Abs. 3 BewD).
b) Die Gemeinde Langenthal hat gestützt auf Art. 69 Abs. 4 Bst. a BauG i. V. m. Art. 51
Abs. 3 BewD sowohl ein Gebührenreglement6 (nachfolgend GebR) als auch eine
Gebührenverordnung7 (nachfolgend GebV) erlassen. Die Gebühren werden grundsätzlich
nach Aufwand oder pauschaliert bemessen (Art. 9 und Art. 10 GebR). Mit der Gebühr nach
Aufwand werden die direkten Personalkosten sowie der Infrastrukturaufwand abgegolten
(Art. 9 Abs. 2 GebR). Die Höhe der nach Aufwand berechneten Gebühr im Einzelfall ergibt
sich aus dem Verwaltungsaufwand und der erfassten Zeit für eine bestimmte Leistung (Art.
9 Abs. 1 GebR). Pauschalgebühren werden erhoben für routinemässig durchgeführte
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721) 4 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 40–41 N 8d 5 Dekret über das Baubewilligungsverfahren vom 22. März 1994 (BewD; BSG 725.1) 6 Gebührenreglement vom 19. November 2012 der Gemeinde Langenthal (GebR) 7 Gebührenverordnung vom 24. Oktober 2012 der Gemeinde Langenthal (GebV)
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Tätigkeiten (Art. 10 GebR). In Ziff. 4.2.1 der Gebührenverordnung werden die
gebührenpflichtigen Tatbestände im Baubewilligungsverfahren aufgezählt.
Bemessungsgrundlage für die Baubewilligungsgebühren ist nach dieser Aufzählung in
erster Linie der Zeitaufwand; teilweise ist für einzelne Verfahrenshandlungen eine Gebühr
gemäss Rechnung vorgesehen.
c) Bei der Gebühr für die Erteilung einer Baubewilligung handelt es sich um eine
Verwaltungsgebühr. Verwaltungsgebühren sind geschuldet, wenn jemand eine
Amtshandlung veranlasst oder verursacht.8 Verwaltungsgebühren unterstehen
insbesondere dem Äquivalenzprinzip. Demnach darf die erhobene Abgabe im Einzelfall
zum objektiven Wert der Leistung nicht in ein offensichtliches Missverhältnis treten und
muss sich in vernünftigen Grenzen bewegen. Das Äquivalenzprinzip stellt die
gebührenrechtliche Ausgestaltung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dar.9
3. Baubewilligungsgebühren
a) Gemäss Bauentscheid vom 30. Juni 2017 betragen die Verfahrenskosten Fr. 5'930.--.
Die einzelnen Positionen ergeben sich aus der Kostenzusammenstellung
"Gebührenerhebung während dem Baubewilligungsverfahren".10 Die
Beschwerdeführenden bringen in ihrer Beschwerde vor, ihnen sei ein Aufwand von 39
Stunden verrechnet worden und machen sinngemäss geltend, dieser Aufwand sei nicht
gerechtfertigt. Unter der Position "detaillierte Prüfung und Behandlung des Baugesuchs"
wurde den Beschwerdeführenden ein zeitlicher Aufwand von 39 Stunden in Rechnung
gestellt. Die Beschwerdeführenden bemängeln daher vermutlich nur diese Position, nicht
aber die übrigen nach Aufwand berechneten Rechnungspositionen "Entgegennahme und
generelle Prüfung des Baugesuches" (0.5 h à Fr. 110.50) sowie die Ausfertigung der
Baubewilligung (8 h à Fr. 110.50). Diese Aufwandpositionen erscheinen auch als
angemessen. Eine eingehende Prüfung dieser zwei Positionen erübrigt sich daher.
8 Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. Bern 2014, § 57 Rz. 23 9 BGE 126 I 180 E. 3a/bb 10 Vgl. Vorakten 039C-2014 hinter Baubewilligung vom 30. Juni 2017, Beilage 4 zur Stellungnahme der Gemeinde Langenthal vom 31. August 2017
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b) Die hier umstrittene Position von 39 Stunden wurde als "koordinierte materielle
Prüfung" gemäss Ziff. 4.2.1.2 GebV nach Aufwand verrechnet. Gemäss GebV umfasst
diese etwa die formelle und materielle Prüfung, das Verfahrensprogramm, die Vorbereitung
des Publikationstexts und das Durchführen einer Einspracheverhandlung. Massgebend für
die Höhe einer nach Aufwand berechneten Gebühr sind der Verwaltungsaufwand und die
erfasste Zeit für eine bestimmte Leistung (Art. 9 Abs. 1 GebR).
c) Die Gemeinde erachtet das durchgeführte Verfahren als überdurchschnittlich
aufwändig. Es handle sich bereits um die zweite Projektänderung zum ursprünglichen
Bauprojekt aus dem Jahr 2014. Angesichts der langen Vorgeschichte seien die Akten
entsprechend umfangreich, so dass alleine das Aktenstudium und die Prüfung der
geänderten Verhältnisse beträchtliche Zeit in Anspruch genommen hätten. Ausserdem
hätten im Bezug auf die Projektänderung diverse Abklärungen vorgenommen werden
müssen. Insbesondere die Berechnungen der Bruttogeschossfläche, der
Aufenthaltsbereiche und Spielplätze sowie der zulässigen Autoabstellplätze hätten deutlich
mehr Aufwand als üblich verursacht. Dies insbesondere aufgrund der erfolgten
Abparzellierung und der Unklarheiten, wie viele der bereits existierenden Parkplätze für die
Wohnnutzung und wie viele für das Gewerbe genützt würden. Es sei zudem nicht auf der
Hand gelegen, dass auf die Einsprache nicht einzutreten sei. Es sei zuerst ein längeres
Aktenstudium notwendig gewesen, um die Rügen der Einsprechenden anhand der
Vorgeschichte nachvollziehen und juristisch bewerten zu können. Im Laufe des Verfahrens
sei es ausserdem zu einem Wechsel bei der zuständigen Person gekommen. Ab Mai 2017
sei das Verfahren durch einen anderen Bauinspektor geführt worden. Diese
Doppelspurigkeiten hätten nicht vermieden werden können. Die Bauherrschaft habe keinen
Anspruch darauf, dass eine Projektänderung von einer bereits mit dem Projekt betrauten
Person geprüft werde. Dass es infolge Mutterschaftsurlaub, längerer Krankheit oder
Kündigung zu personellen Wechseln komme, die sich auch beim Aufwand niederschlagen
würden, sei nicht ungewöhnlich und es sei nicht einzusehen, weshalb die öffentliche Hand
in einem solchen Falle einen Teil der Dienstleistungen gebührenfrei erbringen müsse. Eine
minutengenaue Aufstellung, welche Arbeiten wie viel Aufwand auslösten, könne nicht
eingereicht werden, da im vorliegenden Verfahren die anfallenden Arbeiten nicht laufend
erfasst worden seien. Es gebe keinen Grund daran zu zweifeln, dass der vom
Bauinspektor erfasste Aufwand den tatsächlich erbrachten Leistungen entspreche.
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d) Die Beschwerdeführenden bringen dagegen vor, für die erste Baubewilligung (7
Wohnungen und Einstellhalle sowie Aufstockung von drei Wohnungen auf bestehendem
Gebäude) sei ein Aufwand von 10 Stunden in Rechnung gestellt worden. Nun werde ein
Aufwand von 39 Stunden verrechnet, obwohl das Bauprojekt nur minimale Änderungen
erfahren habe (weniger Raumvolumen, andere Ausrichtung der Balkone). Der
Autounterstand sei bereits einmal bewilligt worden und der neu beantragte Anbau des
Lagerraums rechtfertige den Aufwand nicht. Sie hätten nur eine, nicht zwei
Projektänderungen beantragt. Die erste Projektänderung sei Mitte 2015 von den neuen
Eigentümern des im Jahr 2015 abparzellierten Teils der Parzelle Nr. H._ gestellt
worden und betreffe sie nicht. Die Behörden hätten sich daher bereits Mitte 2015 mit den
neuen Dienstbarkeiten auseinandersetzen müssen. Die Anzahl der vorhandenen und
zukünftigen Parkplätze habe nichts mit der Abparzellierung und der Projektänderung zu
tun. Die Bruttogeschossfläche habe sich durch die Veränderung der Grösse der
Wohnungen minim geändert und sei durch sie ausgewiesen worden. Dasselbe gelte für die
Parkplätze und Aufenthaltsflächen. Sie machen weiter geltend, die eine Einsprache sei
zurückgezogen worden, da die Verhältnisse im Grundbuch geregelt seien. Auf die andere
sei die Stadt im Entscheid "nicht eingegangen". Sie bringen zudem vor, sie müssten die
Einarbeitungszeit eines neuen Mitarbeiters nicht 1:1 mitfinanzieren und es sei zu erwarten,
dass solche Aufwände in den Stundenansätzen enthalten seien, respektive dass die
Einarbeitungszeit nicht zu Lasten des Kunden gehe.11
e) Bei einer Änderung oder Erweiterung eines bereits bewilligten Vorhabens sind in der
Regel die Vorakten zu früheren damit zusammenhängenden Baubewilligungen wesentlich.
Der aus dem Studium dieser Akten entstehende Aufwand ist daher notwendig und wird
grösser, je zahlreicher die früheren Verfahren sind. Die Gemeinde musste vorliegend die
Akten zum Gesamtentscheid vom 24. Oktober 2014 (Abbruch des Gebäudes Nr.
I._, Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Einstellhalle, Teilabbruch, Umbau und
die Aufstockung des Gebäudes Nr. J._ sowie die Vergrösserung der Garage auf
der Parzelle Langenthal Grundbuchblatt Nr. F._) studieren.12 Für die Beurteilung
des aktuellen Gesuchs betreffend Grundriss- und Fassadenänderungen
(Balkonausrichtung) sowie Autounterstand und Lagerraum (Anbau an bestehendem
Gebäude) waren zusätzlich die Akten der Projektänderung bezüglich der im Jahr 2015
11 Vgl. Beschwerde vom 27. Juli 2017 sowie Stellungnahme der Beschwerdeführenden vom 18. September 2017 12 Vgl. Beilage 1 zur Stellungnahme Gemeinde Langenthal vom 31. August 2017
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durch Abparzellierung entstandenen Parzelle Nr. H._ entscheidend: Auf dieser
befindet sich das neu erstellte Mehrfamilienhaus, und die von den Käufern im Jahr 2015
beantragte Projektänderung betraf unter anderem eine Grundrissänderung an diesem
Gebäude.13 Zudem vereinbarten die Vertragsparteien bei der Abparzellierung insbesondere
eine Nutzungsübertragung zugunsten der Parzelle Nr. H._, Näher- und
Grenzbaurechte sowie eine Dienstbarkeit zur Mitbenutzung des Gartens und des
Kinderspielplatzes.14 Diese Änderung der Verhältnisse musste die Gemeinde für die
Prüfung des aktuellen Gesuchs berücksichtigen. Dass daraus, wie von der Gemeinde
geltend gemacht wird, ein umfangreiches Aktenstudium und ein erhöhter Aufwand
aufgrund von Abgrenzungsschwierigkeiten resultieren, erscheint plausibel. Dabei ist zu
beachten, dass die Gemeinde die eingereichten Berechnungen der Bruttogeschossfläche
und Ausnützungsziffer, der Kinderspielplatz- und Aufenthaltsbereichsfläche sowie der
zulässigen Anzahl Parkplätze im Einzelnen überprüfen musste und die Berechnungen der
Beschwerdeführenden nicht einfach übernehmen durfte. Aufwand entstand der Gemeinde
vorliegend auch durch die Behandlung der Einsprache, welche aufgrund der erfolgten
Abparzellierung erhoben worden war. Um darauf nicht eintreten zu können, musste sie
zuvor geprüft werden. Dass dies eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, zeigt auch die
Länge der diesbezüglichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid.15 Insgesamt
erscheint es plausibel, dass die Behandlung des Gesuchs inklusive Einsprache aufgrund
der Komplexität der Vorgeschichte einen grossen Aufwand erforderte.
f) Im laufenden Verfahren kam es zu einem Personenwechsel und der neu mit dem
Verfahren betraute Bauinspektor musste sich in die Akten einlesen. Der dadurch
angefallene Aufwand resultiert aus verwaltungsinternen Gründen. Er wurde nicht von den
Beschwerdeführenden verursacht. Die entsprechenden Amtshandlungen können deshalb
den Beschwerdeführenden nicht als Verwaltungsgebühr in Rechnung gestellt werden. Die
Gemeinde verfügt zwar über keine minutengenaue Aufstellung, welche Arbeiten wie viel
Aufwand auslösten, geht jedoch auch davon aus, dass der Personalwechsel zu mehr
Aufwand geführt hat. Es erscheint vorliegend angemessen, den zeitlichen Aufwand für die
Rechnungsposition "detaillierte Prüfung und Behandlung des Baugesuches" um 10
Stunden zu reduzieren, d. h. von 39 Stunden auf 29 Stunden anzupassen. Dies sollte in
13 Vgl. Gesamtbauentscheid Projektänderungsgesuch Nr. 039B-2014 vom 9. September 2015, Beilage 3 zur Stellungnahme der Gemeinde Langenthal vom 31. August 2017 14 Urschrift Nr. 5695 vom 6. März 2015, Beilage 2 zur Stellungnahme der Gemeinde Langenthal vom 31. August 2017 15 Vgl. angefochtener Entscheid, S. 3
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etwa dem Aufwand entsprechen, der der Baubewilligungsbehörde entstanden wäre, wenn
das Verfahren von der ursprünglich befassten Bauinspektorin zu Ende geführt worden
wäre.
g) Zusammenfassend ergibt sich, dass der in Rechnung gestellte Aufwand um 10
Stunden zu kürzen ist. Bei dem von der Gemeinde verrechneten und als angemessen
erachteten Stundenansatz von Fr. 110.50 führt dies zu einer Reduktion der Gebühren um
Fr. 1'105.--. auf Fr. 4'825.--. Aufgrund der Komplexität der Vorgeschichte und des daraus
entstandenen Aufwandes ist diese Gebühr auch mit Blick auf das Äquivalenzprinzip nicht
zu beanstanden. Der Sachverhalt erscheint hinreichend klar, so dass keine weiteren
Beweismassnahmen nötig sind. Der Antrag der Gemeinde auf Einvernahme des
Bauverwalters als Zeuge wird daher abgewiesen.
4. Kosten
a) Die Verfahrenskosten werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 800.--
(Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 GebV16). Die
Beschwerdeführenden hatten eine Anpassung der Rechnung beantragt. Sie dringen daher
mit ihrem Antrag durch. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Bei diesem
Verfahrensausgang gelten die Beschwerdeführenden als obsiegende Partei. Sie haben
keine Verfahrenskosten zu tragen. Gemeinden können keine Verfahrenskosten auferlegt
werden (Art. 108 Abs. 2 VRPG i. V. m. Art. 2 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Verfahrenskosten
trägt demnach der Kanton.
b) Die Verfahrensbeteiligten waren nicht anwaltlich vertreten. Daher sind keine
Parteikosten im Sinne des Gesetzes entstanden (Art. 104 Abs. 1 VRPG).