# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** abdcc971-1a8e-51d4-b3c1-4e1a57d59b11
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A. B. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 896, das nach dem
Landwirtschaftszonenplan der politischen Gemeinde A. vom 28. April 1999 in der
Landwirtschaftszone liegt. Das Grundstück umfasst 3,7 ha Wiese, 0,8 ha Weideland
sowie 1,2 ha Wald. Es weist eine erhebliche Neigung auf. Auf der Parzelle befinden sich
eine alte Rindvieh- und Schweinemastscheune (Assek.-Nr. 0000) und zwei Weideställe
(Assek.-Nrn. 0000 und 0000). A. B. betreibt auf dem Grundstück seit dem Jahr 1990
eine Damhirschzucht.
B./ Am 11. März 2003 reichte A. B. dem Gemeinderat W. ein Baugesuch für den
Abbruch der Scheune Assek.-Nr. 0000 und den Bau einer neuen Scheune
(Grundmasse: 15,25 m x 20,26 m) zum Zweck der Damhirschhaltung ein. Nach den
Angaben im Baugesuch soll dazu eine Industriehalle verwendet werden, die von der X.
Fabrik genutzt worden war. Das Baugesuch lag vom 19. März 2003 bis 1. April 2003
öffentlich auf. Einsprachen wurden keine erhoben.
Am 20. Oktober 2003 stimmte das Amt für Raumentwicklung (ARE) dem Abbruch der
Scheune Assek.-Nr. 0000 zu, verweigerte indessen die Zustimmung für die Erstellung
der neuen Scheune. Das ARE hatte zuvor einen Expertenbericht der
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Landwirtschaftlichen Beratung, Fachstelle Betriebswirtschaft, Flawil, eingeholt, wonach
die Baute nicht bewilligungsfähig ist. Die Zustimmung zur Erstellung der Scheune
wurde im wesentlichen mit der Begründung verweigert, das Bauvorhaben entspreche
dem Zweck der Landwirtschaftszone nicht. A. B. betreibe ein Baugeschäft, weshalb die
Damhirschhaltung keine landwirtschaftliche Tätigkeit im Sinn eines Voll- oder
Nebenerwerbs, sondern Freizeitlandwirtschaft sei. Bauten für die Freizeitlandwirtschaft
seien indessen nicht standortgebunden. Des weiteren füge sich die geplante Baute
sowohl hinsichtlich des Baukörpers als auch bezüglich der Anordnung nicht in die
Landschaft ein.
Am 6. November 2003 erteilte der Gemeinderat W. die Bewilligung für den Abbruch der
Scheune Assek.-Nr. 0000 unter Bedingungen und Auflagen, verweigerte jedoch die
Bewilligung für den Wiederaufbau der Scheune unter Bezugnahme auf die Verfügung
des ARE vom 20. Oktober 2003.
C./ Gegen den Entscheid des Gemeinderates W. vom 6. November 2003 erhob A. B.
am 25. November 2003 entsprechend der Rechsmittelbelehrung Rekurs beim
Baudepartement. Er stellte das Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben und die Zustimmung zum Wiederaufbau der Scheune sei zu erteilen. Zur
Begründung machte er geltend, es sei aus verschiedenen Gründen unangebracht,
seine Tierhaltung als Freizeitlandwirtschaft zu qualifizieren. Sodann sei das
Erscheinungsbild der Baute der Landschaft angepasst.
Das Baudepartement führte am 24. Februar 2004 einen Augenschein durch. In der
Folge wurde das Verfahren entsprechend dem Antrag von A. B. im Hinblick auf die
Bewilligung von Direktzahlungen sistiert. Am 13. August 2004 teilte A. B. mit, das
Landwirtschaftsamt habe seinen Betrieb mit Verfügung vom 30. Juli 2004 per 1. Januar
2004 als selbständigen Betrieb im Sinn von Art. 6 der Landwirtschaftlichen
Begriffsverordnung (SR 910.91, abgekürzt LBV) anerkannt. Somit könne nicht mehr
davon ausgegangen werden, er betreibe Freizeitlandwirtschaft. Das Verfahren blieb
antragsgemäss weiterhin sistiert.
Am 23. September 2004 reichte A. B. ein von der Landwirtschaftlichen
Beratungszentrale Lindau erarbeitetes Raumprogramm und einen Aushubplan ein.
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Weiter teilte er mit, er habe bei der Gemeinde W. ein Gesuch um Ausrichtung von
Direktzahlungen gestellt. Sodann habe er im August 2004 mit dem St. Gallischen
Bauernverband einen Vertrag über den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN)
abgeschlossen. Wenn die ÖLN-Kontrolle im Jahr 2005 positiv ausfalle, würden für das
Betriebsjahr 2005 Direktzahlungen ausgerichtet.
Am 24. Dezember 2004 reichte A. B. ein Gutachten betreffend das Raumprogramm
und die Wirtschaftlichkeit der Damhirschhaltung, erstellt von der Landwirtschaftlichen
Weiterbildung und Beratung, Flawil, (Gutachten Grünenfelder) ein. Gleichzeitig teilte er
mit, er sei sich bewusst, dass das vom Gutachter ermittelte landwirtschaftliche
Einkommen unter dem Betrag liege, den das ARE im Sinn einer Richtlinie für
erforderlich halte, damit nicht mehr von Freizeitlandwirtschaft gesprochen werden
könne.
Am 31. März 2005 informierte A. B. darüber, dass Tierschutzbeamte des
Veterinäramtes am 23. Februar 2005 seine Damhirschhaltung kontrolliert hätten. Der
Kantonstierarzt habe im Anschluss daran festgestellt, der Unterstand sei für 2 Stiere,
30 Kühe und Jungtiere zu klein bemessen und er müsse bis zum Ablauf der
Haltebewilligung am 7. Mai 2006 eine absolute Mindestfläche von 1 m2 pro Tier oder 2
m2 pro Hirscheinheit aufweisen.
Nachdem das ARE das Bauvorhaben am 24. Mai 2005 erneut als zonenfremd beurteilt
hatte, wies die Regierung den Rekurs von A. B. am 2. November 2005 ab, soweit sie
darauf eintrat.
D./ Am 21. November 2005 erhob A. B. gegen den Entscheid der Regierung vom 2.
November 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er stellte die Rechtsbegehren,
der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und dem Baugesuch für den Abbruch der
Scheune Assek.-Nr. 0000 und den Bau einer neuen Scheune (Grundmasse: 15,25 m x
20,26 m) zum Zweck der Damhirschhaltung sei zu entsprechen. Er legte eine
Bestätigung vom 14. November 2005 ins Recht, wonach Direktzahlungen geleistet
werden, sowie ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten der König Treuhand AG,
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St. Margrethen, vom 21. November 2005 betreffend die Wirtschaftlichkeit der
Damhirschhaltung (Gutachten König).
Am 16. Dezember 2005 verzichtete die Regierung vorläufig auf einen Antrag in der
Sache und beantragte die Einholung einer Oberexpertise bezüglich der
Wirtschaftlichkeit der Damhirschhaltung.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
a) Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). A. B. ist zur
Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerdeeingabe vom 21. November 2005 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich
den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 VRP). Insoweit sind die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt.
b) Soweit der Beschwerdeführer geltend machen will, die Vorinstanz erachte den
beantragten Raumbedarf und die Höhe der Scheune als ausgewiesen, kann auf die
Beschwerde mangels Anfechtungsobjekt nicht eingetreten werden. Die Vorinstanz hat
den Rekurs mit der Begründung abgewiesen, die zur Diskussion stehende Baute sei
nicht zonenkonform, weil sie der Freizeitlandwirtschaft diene. Die Frage, ob sie
andernfalls nach ihren Ausmassen für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig
wäre, hat die Vorinstanz indessen offen gelassen. Demzufolge ist auch nicht zu prüfen,
ob dem Antrag des Beschwerdeführers, es seien Expertisen bezüglich der benötigten
Fläche und der Höhe der Scheune zu erstellen, entsprochen werden müsste.
c) Auf die Beschwerde ist im Sinn der Erwägungen einzutreten.
2./ Nach dem Gutachten Grünenfelder, das der Beschwerdeführer im Rahmen des
Rekursverfahrens erstellen liess, erzielt er mit der Damhirschhaltung ein
landwirtschaftliches Einkommen von Fr. 3'625.50 je Jahr. Mit der Beschwerde an das
Verwaltungsgericht reichte er das Gutachten König ein, wonach sich sein
landwirtschaftliches Einkommen auf Fr. 16'316.80 je Jahr beläuft. Der
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Beschwerdeführer will damit die von der Vorinstanz verneinte Wirtschaftlichkeit der
Damhirschhaltung beweisen. Die Vorinstanz hat in Anbetracht dieses neuen
Beweismittels auf einen Antrag in der Sache verzichtet und die Einholung einer
Oberexpertise beantragt. Damit hat sie zum Ausdruck gebracht, dass der
angefochtene Entscheid in diesem Punkt möglicherweise auf einem unrichtig
festgestellten Sachverhalt beruht.
Wie noch zu zeigen sein wird, ergeben sich die Tatsachen, die für die Beurteilung der
Frage, ob die geplante Scheune der Hobby-Landwirtschaft dient oder nicht,
rechtserheblich sind, aus den Akten. Dementsprechend kann nicht nur darauf
verzichtet werden, eine Oberexpertise anzuordnen sondern auch darauf, den vom
Beschwerdeführer beantragten Augenschein durchzuführen.
3./ Streitig ist, ob das Bauvorhaben des Beschwerdeführers dem Zweck der
Landwirtschaftszone entspricht und deshalb ordentlich bewilligt werden kann.
a) Nach Art. 22 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (SR 700,
abgekürzt RPG) setzt die Erteilung einer Bewilligung voraus, dass die Bauten und
Anlagen dem Zweck der jeweiligen Nutzungszone entsprechen. In der
Landwirtschaftszone zonenkonform sind nach Art. 16a Abs. 1 RPG Bauten und
Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden
Gartenbau nötig sind (vgl. auch Art. 20 Abs. 2 des Baugesetzes, sGS 731.1).
aa) Zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die nach den Massstäben vernünftiger
bäuerlicher Betriebsführung und örtlich herrschender Betriebsformen zur
landwirtschaftlichen (bodenabhängigen) Produktion (neu auch Aufbereitung, Lagerung
und Verkauf) in der gewählten Sparte unmittelbar benötigt werden. Die Praxis verlangt
dabei eine "gesamthafte Betrachtung" (vgl. P. Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes
Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 174 mit Hinweis auf BGE 117 Ib 279).
Ökonomiegebäude sind nach Art. 34 Abs. 1 erster Satzteil der
Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV, in Vollzug seit 1. September
2000) zonenkonform, wenn sie der bodenabhängigen Bewirtschaftung dienen. Für die
Beurteilung der Zonenkonformität ist nach dieser Vorschrift somit nicht das
"Produktemodell", sondern das "Produktionsmodell" massgebend. Zonenkonform sind
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Bauten und Anlagen für die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und
Nutztierhaltung. Ist die betriebliche Notwendigkeit für ein Ökonomiegebäude gegeben,
so ist eine gewisse Betriebsreserve zonenkonform, wenn ein erhöhter Bedarf absehbar
ist (vgl. B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 404 mit
Hinweis).
Nach Art. 34 Abs. 4 RPV darf die Bewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute oder
Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (lit. a), der Baute oder
Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen
(lit. b) und der Betrieb voraussichtlich länger bestehen kann (lit. c). Lenkender Massstab
der in Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV verankerten Interessenabwägung bilden namentlich die
Ziele und Grundsätze der Raumplanung gemäss Art. 1 und 3 RPG. Mit
raumplanerischen Massnahmen sollen unter anderem die natürlichen
Lebensgrundlagen geschützt, das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in den
einzelnen Landesteilen gefördert und die aus-reichende Versorgungsbasis des Landes
gesichert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Landschaft geschont, die
Landwirtschaft über genügende Flächen geeigneten Kulturlandes verfügt und
naturnahe Landschaften und Erholungsräume erhalten bleiben. Diesen Zielsetzungen
dient auch die Sicherung der Existenzfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe (Urteil des
Bundesgerichts vom 22. Januar 2003, 1A.154/2002, in: ZBl 2/2004 S. 110 mit Hinweis
auf BGE 117 Ib 270 E. 4b/bb). Mit der Vorgabe, dass der Betrieb voraussichtlich länger
bestehen kann, soll sichergestellt werden, dass in der Landwirtschaftszone keine
unnötigen neuen Bauten und Anlagen bewilligt werden, die bereits nach kurzer Zeit
wieder leer stehen (Hänni, a.a.O., S. 175 mit Hinweis).
bb) Bauten und Anlagen für die Freizeitlandwirtschaft sind nach Art. 34 Abs. 5 RPV
ausdrücklich nicht zonenkonform.
aaa) Freizeitlandwirtschaft ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Unbestimmte
Rechtsbegriffe sind dadurch gekennzeichnet, dass die Umschreibung des Tatbestands
unbestimmt ist. Die betreffende Norm bedient sich Worten, die- aus sich heraus -
keinen genügenden Aufschluss darüber geben, ob ein bestimmter Sachverhalt noch
unter den Normtatbestand fällt oder nicht. Die nähere Bestimmung eines unbestimmten
Rechtsbegriffs wird als Rechtsfrage angesehen. Das in der Kognition grundsätzlich auf
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die Rechtskontrolle beschränkte Verwaltungsgericht ist somit befugt, die
Konkretisierung durch die Vorinstanz frei zu überprüfen. Nach der Praxis des
Verwaltungsgerichts darf einer vertretbaren Auslegung eines unbestimmten Begriffs
durch die Verwaltung bzw. durch die Vorinstanz die Anerkennung indessen nicht
versagt werden (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St.
Gallen 2003, Rz. 724 und 725 mit Hinweisen).
bbb) Die Frage, ob Bauten und Anlagen nicht Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieben
dienen, sondern der Freizeitlandwirtschaft, lässt sich nach den Richtlinien des
Bundesamtes für Raumentwicklung zur RPV (S. 32) im Einzelfall auf Grund
verschiedener Indikatoren feststellen. Danach fehlt es im Fall einer
Freizeitlandwirtschaft beispielsweise an der Gewinn- bzw. Ertragsorientierung. Ein Indiz
dafür, dass blosse Freizeitlandwirtschaft betrieben wird, kann auch im Umstand
gesehen werden, dass gewisse Mindestgrössen - etwa jene, die zum Bezug von
Direktzahlungen berechtigt - nicht erreicht werden. Für die Beantwortung der Frage, ob
im konkreten Fall Freizeitlandwirtschaft vorliege, kann unter Umständen auch auf den
auf dem Betrieb bestehenden Arbeitsbedarf - bemessen in Standard-Arbeitskräften
oder Standard-Arbeitstagen - abgestellt werden. Auf die Setzung starrer Grenzwerte ist
jedoch bewusst verzichtet worden, damit einzelfallgerechte Lösungen möglich bleiben.
ccc) In der Botschaft zu einer Teilrevision des RPG vom 2. Dezember 2005, die auch
Erleichterungen für die hobbymässige Tierhaltung in der Landwirtschaftszone
beinhaltet, wird festgehalten, als hobbymässig seien Tierhaltungen anzusehen, welche
nicht auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtet seien, sondern durch
die Eigentümerinnen und Eigentümer der Tiere aus Liebhaberei ausgeübt würden und
der Freizeitgestaltung dienten (vgl. BBl 2005/7114).
ddd) Das Bundesgericht hat in einem Urteil vom 17. Juli 2003 (vgl. ZBl 3/2005, S. 158
ff.) festgestellt, der Ausschluss der Hobby-Landwirtschaft entspreche dem Sinn der
verfassungsmässigen Ordnung und es bestehe kein Anlass, Art. 34 Abs. 5 RPV nicht
anzuwenden. Zur Begründung wird Bezug auf BGE 112 Ib 404 E. 3 genommen und
festgehalten, die damals interessierende kommunale Bestimmung habe zwischen
ertragsorientierter (bzw. mindestens kostendeckender) und rein hobbymässiger
Landwirtschaft unterschieden. Diese Unterscheidung diene dem an Bedeutung
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gewinnenden Interesse, die eigentliche Landwirtschaft vor der Konkurrenzierung durch
andere Formen der Bodennutzung zu schützen, die nicht auf ertragsorientierte oder
wenigstens kostendeckende Ausübung angewiesen seien und sich daher im Verhältnis
zum Ertrag höheren Aufwand leisten könnten. Es gehe nach wie vor darum, der
Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlandes zu sichern, was nur mit
einer konsequenten Trennung von Bau- und Nichtbauland erreicht werden könne. Das
Bundesgericht hat einen durchschnittlichen Zuchtbestand von 20 Kaninchen, 18
Geflügel, 18 Tauben und 6 Landschildkröten, der um 3-5 Schweine und zwei Ziegen
vergrössert werden sollte, als hobbymässig eingestuft. Es hat festgehalten, die Art und
die Anzahl der dauernd gehaltenen bzw. gezüchteten Tiere spreche eher für einen
Kleinstgewerbebetrieb. Ob die Beschwerdeführer in der heutigen Situation einen
Gewinn oder einen Verlust erzielen würden, sei weniger entscheidend. Einzelne
defizitäre Betriebsjahre würden an einer vorhandenen Gewinnorientierung kaum etwas
ändern. Massgebend sei, dass das Einkommen der Beschwerdeführer aus ihrer
Zuchttätigkeit in Zukunft bestenfalls ein kleines Nebeneinkommen darstelle.
Am 28. Juni 2000 (1A.266/1999) hat das Bundesgericht das Bewirtschaften von
Obstbäumen, Beeren, Gemüse und Kräutern und das Halten von Kaninchen auf einem
7'200 m2 grossen Grundstück ebenfalls als Freizeitlandwirtschaft qualifiziert, wobei der
Beschwerdeführer plante, eine Wertschöpfung von bis zu Fr. 7'000.-- zu
erwirtschaften. Es hat ausgeführt, die Argumentation des Verwaltungsgerichts des
Kantons Freiburg, wonach einer Tätigkeit nur "landwirtschaftlicher Stellenwert"
zukomme, wenn damit ein ins Gewicht fallendes Einkommen erzielt werde, sei unter
den gegebenen Umständen nicht zu beanstanden.
Am 20. Mai 1998 hatte das Bundesgericht die Zonenkonformität eines Milchschafstalls
(10 x 18,5 m) für 50 Mutterschafe im Kanton St. Gallen zu beurteilen. Es führte aus, an
der Tatsache, dass die Schafhaltung ertragsorientiert und auf die Erzielung eines
Nebenerwerbs ausgerichtet sei, ändere nichts, dass der Ertrag wohl nicht genüge, um
den Arbeitsaufwand zu decken, wenn dieser marktgerecht entlöhnt werden müsste. Es
begründete dies damit, schon der Umfang der Herde wie auch die arbeitsintensive
Haltung eines erheblichen Teils der Schafe zur Milchproduktion würden den Rahmen
eines reinen Freizeitbetriebs bei weitem sprengen. Sodann diene die im Kanton St.
Gallen weit verbreitete Wanderweidewirtschaft mit kleinen Schafherden der
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Landschaftspflege und liege daher im öffentlichen Interesse. Es wäre deshalb verfehlt,
diese traditionelle Bewirtschaftungsform durch eine allzu stark auf
Rentabilitätsgesichtspunkte abstellende Betrachtungsweise als blosse
Freizeitgestaltung einzustufen und die erforderlichen Stallbauten als zonenfremd von
der regulären Nutzung der Landwirtschaftszone auszuschliessen (Urteil des
Bundesgerichts vom 20. Mai 1998 i.S. W.K. gegen M. F.-V.).
b) Unbestritten ist, dass die vom Beschwerdeführer geplante Baute der
bodenabhängigen Bewirtschaftung dienen soll. Nach den Feststellungen der
Vorinstanz dient das
Weideland den Damhirschen nicht nur als Auslauf, sondern zu einem überwiegenden
Teil auch als Futtermittelbasis. Auch sind Damhirsche landwirtschaftliche Nutztiere (vgl.
Art. 27 Abs. 2 und Anhang LBV). Aktenkundig ist sodann, dass der Beschwerdeführer
auf seinem in der Landwirtschaftszone gelegenen Grundstück seit dem Jahr 1990,
somit seit mehr als 15 Jahren, eine Damhirschzucht betreibt. Das Amt für
Umweltschutz hat am 9. November 1990 festgestellt, dass das Wildgehege dem Zweck
der Nutzungszone entspreche und dass der Baubewilligung auch aus Sicht des
Gewässerschutzes keine Hindernisse entgegenstünden. Des weiteren hat das
Planungsamt (heute ARE) am 14. Dezember 1998 die Vergrösserung des Weidestalls
Assek.-Nr. 0000 durch Einbau eines geschlossenen Futterraums für höchstens 32
Damhirsche (30 Kühe und zwei Stiere mit den dazugehörigen Jungtieren) als
betriebsnotwendig und angemessen dimensioniert qualifiziert und festgestellt, sie
entspreche dem Zweck der Nutzungszone bzw. die Erteilung einer Bewilligung nach
Art. 22 Abs. 2 RPG sei möglich. Die raumplanungsrechtliche Beurteilung der
Damhirschhaltung des Beschwerdeführers in der Vergangenheit spricht somit dagegen,
dass sein neuerliches Bauvorhaben mit der Begründung als nicht bewilligungsfähig
erklärt werden kann, er betreibe diese Tierhaltung aus reiner Liebhaberei. An dieser
Beurteilung ändert nichts, dass Art. 34 RPV zum damaligen Zeitpunkt noch nicht in
Vollzug war, zumal die Vorinstanz nicht behauptet, die Damhirschherde des
Beschwerdeführers sei im Lauf der Jahre kleiner geworden. Gemäss Betriebsdaten des
kantonalen Landwirtschaftsamtes wurden in den Jahren 2001, 2002 und 2003 am
Stichtag denn auch jeweils 33 Damhirsche jeden Alters festgestellt, im Jahr 2004 waren
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es 59 Tiere. Aktenkundig ist weiter, dass das Veterinäramt dem Beschwerdeführer am
7. Mai 2001 gestützt auf Art. 6 des Tierschutzgesetzes (SR 455, abgekürzt TSchG) und
Art. 43 der Tierschutzverordnung (SR 455.1) eine bis 7. Mai 2006 befristete Bewilligung
zur gewerbsmässigen Haltung von zwei männlichen und 30 weiblichen Damhirschen
mit zugehörigen Jungtieren erteilt hat. Zutreffend ist zwar, dass die Anforderungen an
die "Gewerbsmässigkeit" im Sinn von Art. 6 TSchG unterschiedlich ausfallen können,
dass jedoch grundsätzlich ein selbständiges, planmässiges, fortgesetztes und auf
Gewinnerzielung gerichtetes Handeln verlangt wird (vgl. Goetschel/Bolliger, Das Tier im
Recht, Zürich 2003, S. 232). Auch hat das Landwirtschaftsamt die Hirschhaltung des
Beschwerdeführers am 30. Juli 2004 rückwirkend auf 1. Januar 2004 als selbständigen
Betrieb im Sinn von Art. 6 LBV anerkannt. Den Erwägungen zu diesem Entscheid kann
u.a. entnommen werden, dass der Beschwerdeführer den Betrieb mit Nutztierhaltung
und Futterbau im Nebenerwerb betreibt. Nach Art. 6 Abs. 1 LBV gilt als "Betrieb" ein
landwirtschaftliches Unternehmen, das: Nutztierhaltung betreibt (lit. a); eine oder
mehrere Produktionsstätten umfasst (lit. b); rechtlich, wirtschaftlich, organisatorisch
und finanziell selbständig sowie unabhängig von anderen Betrieben ist (lit. c); ein
eigenes Betriebsergebnis ausweist (lit. d) und während des ganzen Jahres
bewirtschaftet wird (lit. e). Des weiteren hat das Landwirtschaftsamt dem
Beschwerdeführer am 21. September 2004 mitgeteilt, Voraussetzung für die
Ausrichtung von Direktzahlungen sei überdies der ÖLN. Falls die ÖLN-Kontrolle im Jahr
2005 positiv ausfalle, würden für das Beitragsjahr 2005 Direktzahlungen geleistet. Die
Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung vom 16. Dezember 2005 aus, sie habe in den
Erwägungen zum angefochtenen Entscheid zugunsten des Beschwerdeführers
berücksichtigt, dass er Direktzahlungen erhalte. Gemäss einer Abrechnung vom 14.
November 2005, die er im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereicht hat, hat er
Anspruch auf allgemeine und ökologische Direktzahlungen im Betrag von Fr. 13'118.--.
Sodann ist aufgrund der Zahl der Tiere, die der Beschwerdeführer hält, davon
auszugehen, dass er Damhirschfleisch an Dritte verkauft. Gemäss eigenen Angaben
führt er die Tiertransporte zum Schlachtlokal selber aus. Seit 11. Mai 2005 verfügt er
über eine Betriebsbewilligung des Veterinäramtes für eine eigene Schlachtanlage (vgl.
Art. 16 des Bundesgesetzes über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände, SR
817.0), für die nach Angaben der
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Vorinstanz allerdings keine raumplanerische Bewilligung vorliegt. Eine solche
lebensmittelpolizeiliche Betriebsbewilligung ist indessen sowohl für Schlachtvieh als für
Wild nur erforderlich, wenn die Schlachtung oder Bearbeitung nicht zum
Eigengebrauch erfolgt (vgl. Art. 14 und Art. 16 der Fleischhygieneverordnung, SR
817.190). Zusammenfassend ergibt sich somit, dass eine ganze Reihe von Indikatoren
dafür spricht, dass die Tierhaltung des Beschwerdeführers ertragsorientiert ist und
nicht als Hobby-Landwirtschaft qualifiziert werden kann.
c) Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid aus, zwecks Abgrenzung von
Hobby-Landwirtschaft zu eigentlicher Landwirtschaft sei erforderlich, dass mit dem
Betrieb ein bestimmtes minimales landwirtschaftliches Einkommen erwirtschaftet
werden könne. Sie begründet dies damit, nach Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV dürfe eine
Bewilligung nur erteilt werden, wenn der Betrieb voraussichtlich länger bestehen
könne. Das ARE habe in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftlichen Zentrum St.
Gallen interne Richtlinien für die Beurteilung der längerfristigen Existenzfähigkeit eines
Betriebs und zur Abgrenzung von Nebenerwerbs- zu Hobbybetrieben erarbeitet.
Danach setze die Erteilung einer Bewilligung für eine der bodenabhängigen
Bewirtschaftung dienende neue Baute voraus, dass das im Betrieb erwirtschaftete
steuerbare landwirtschaftliche Einkommen im Durchschnitt der letzten drei Jahre mehr
als 10 Prozent des Soll-Einkommens, mindestens aber Fr. 10'000.--, ausmache. Bei
Erweiterungsbauten werde verlangt, dass das durchschnittliche steuerbare
landwirtschaftliche Einkommen mehr als 5 Prozent des Soll-Einkommens, mindestens
aber Fr. 5'000.--, betrage. Als Soll-Einkommen werde jenes Einkommen definiert, das
erforderlich sei, um die laufenden Ausgaben für Betrieb und Familie zu decken, die
Zins- und Amortisationszahlungen zu tätigen, die notwendigen Reserven für künftige
Investitionen zu bilden und die notwendige Liquidität sicherzustellen (vgl. dazu Art. 8
Abs. 2 der Strukturverbesserungsverordnung, SR 913.1). Nach dem Gutachten
Grünenfelder lasse sich mit der Damhirschhaltung des Beschwerdeführers ein
landwirtschaftliches Einkommen von lediglich Fr. 3'625.50 erwirtschaften. Dieser
Betrag liege deutlich unter dem Betrag von Fr. 5'000.--, der im vorliegenden Fall
sachlich vertretbar sei und verlangt werden dürfe.
Zutreffend ist, dass der Beschwerdeführer nach dem Gutachten Grünenfelder ein
landwirtschaftliches Einkommen von Fr. 3'625.50. erwirtschaften kann. Abgesehen
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davon, dass auch das von der Vorinstanz geforderte landwirtschaftliches Einkommen
von Fr. 5'000.-- bei weitem nicht existenzsichernd ist, beurteilt das Gutachten König
die Wirtschaftlichkeit der Damhirschhaltung des Beschwerdeführers demgegenüber
wesentlich positiver. Entscheidend ist indessen, dass es sich nicht rechtfertigen lässt,
ungeachtet anderer Indikatoren immer dann von Hobby-Landwirtschaft auszugehen,
wenn es am Nachweis fehlt, dass ein landwirtschaftliches Einkommen in bestimmter
Höhe erzielt werden kann. In Anbetracht der zahlreichen Indikatoren, die dafür
sprechen, dass der Betrieb des Beschwerdeführers einen "landwirtschaftlichen
Stellenwert" hat, können Rentabilitätsüberlegungen im vorliegenden Fall jedenfalls
nicht von ausschlaggebender Bedeutung sein. Hinzu kommt, dass die Vorinstanz im
Zusammenhang mit dem von ihr geforderten minimalen landwirtschaftlichen
Einkommen von Fr. 5'000.-- auf Richtlinien Bezug nimmt, die vom ARE in
Zusammenarbeit mit dem landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen zum internen
Gebrauch erarbeitet worden sind. Diese Richtlinien sind keine Rechtssätze, sondern
ein Hilfsmittel, das dazu dient, die Bewilligungsfähigkeit einer Baute nach Art. 34 Abs. 4
lit. c und Abs. 5 RPV zu beurteilen. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts
zu den Normen der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute, einem
anerkannten Hilfsmittel bei der Frage, ob eine Anlage den Anforderungen der
Verkehrssicherheit genügt, muss deren Anwendung im Einzelfall dem Grundsatz der
Verhältnismässigkeit standhalten, weshalb sie einem Entscheid nicht ungeachtet der
konkreten Verhältnisse zugrunde gelegt werden dürfen (VerwGE vom 20. Juni 2005 i.S.
Pol. Gde. R. mit Hinweis auf VerwGE vom 18. Mai/2. Dezember 2004 i.S. M.E., GVP
1990 Nr. 99, ZBl 80/1979, S. 223 f. und BGE 94 I 141). Dasselbe muss für Kriterien
gelten, die von zwei kantonalen Stellen erarbeitet worden sind, zumal nach den
Richtlinien des Bundesamtes für Raumentwicklung zur RPV, wie dargelegt, bewusst
darauf verzichtet worden ist, starre Grenzwerte zu setzen, damit auf den Einzelfall
bezogene Lösungen möglich bleiben. Wie dargelegt spricht im vorliegenden Fall eine
ganze Reihe von Indikatoren dafür, dass der Beschwerdeführer die Damhirschherde
nicht aus reiner Liebhaberei hält, sondern auch in der Absicht, damit einen Ertrag zu
erwirtschaften. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahr 1990 - mithin
seit rund 15 Jahren - Damhirschhaltung betreibt. Somit kann davon ausgegangen
werden, der Betrieb bleibe weiterhin - voraussichtlich längerfristig - bestehen bzw. es
muss nicht befürchtet werden, es werde eine Baute bewilligt, die sich nach kurzer Zeit
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als unnötig erweist. Schliesslich liegt es im Interesse der Landschaftspflege, dass das
Gelände, das gemäss Augenscheinprotokoll vom 24. Februar 2004 nach oben immer
stärker ansteigt, durch eine Damhirschherde extensiv bewirtschaftet wird.
4./ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist. Im
übrigen ist sie abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. In Anbetracht aller
Umstände lässt es sich im vorliegenden Fall nicht rechtfertigen, die Qualifikation der
Damhirschhaltung des Beschwerdeführers als landwirtschaftlicher
Nebenerwerbsbetrieb auch noch davon abhängig zu machen, dass ein
landwirtschaftliches Einkommen in bestimmter Höhe erzielt werden kann. Entgegen der
Auffassung der Vorinstanz kann deshalb nicht von Hobby-Landwirtschaft gesprochen
werden.
Der angefochtene Entscheid vom 2. November 2005 wird deshalb aufgehoben. Die
Angelegenheit wird zur Beurteilung der Frage, ob die Baute (Grundmasse: 15,25 m x
20,26 m) für die zur Diskussion stehende Bewirtschaftung nötig ist (Art. 34 Abs. 4 lit. a
RPG) und ob ihr am vorgesehenen Standort überwiegende Interessen entgegenstehen
(Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV), an die Vorinstanz zurückgewiesen. Diese wird zu
berücksichtigen haben, dass das kantonale Veterinäramt im Anschluss an eine
Tierschutz-Kontrolle am 2. März 2005 festgestellt hat, der vorhandene Unterstand sei
zu klein bemessen bzw. der Beschwerdeführer müsse die "Stallfläche" bis zum Ablauf
der Haltebewilligung am 7. Mai 2006 vergrössern. Ebenso wird die Vorinstanz zu prüfen
haben, ob der Schlachtanlage des Beschwerdeführers raumplanungsrechtliche
Hindernisse entgegenstehen und ob das bestehende Gehege verlegt werden muss, um
den Stall der Damhirschherde zugänglich zu machen bzw. ob dessen Erschliessung
eine Ergänzung des Baugesuchs bedingt.
a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt der Beschwerdeführer zur Hälfte.
Entsprechend sind die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens dem
Beschwerdeführer und dem Staat je zur Hälfte aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Demzufolge entfallen auf den Beschwerdeführer und den Staat je Fr.
1'500.--. Der Anteil des Beschwerdeführers wird mit dem Kostenvorschuss von Fr.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/16
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St.Galler Gerichte
3'000.-- verrechnet. Der Rest von Fr. 1'500.-- wird ihm zurückerstattet. Beim Staat wird
auf die Erhebung der Kosten verzichtet.
Was die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 2'500.-anbetrifft, haben der
Beschwerdeführer und der Staat je die Hälfte, somit je Fr. 1'250.-- zu tragen (vgl. dazu
R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz,
Diss. St. Gallen 2004, S. 103).
b) Ausseramtliche Entschädigungen werden nicht zugesprochen (Art. 98 Abs. 1, Art.
98bis und Art. 98ter VRP; VerwGE vom 14. Februar 1990 i.S. R.W.; GVP 1983 Nr. 56).