# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a2424711-fe72-5516-aa3d-c19b49445582
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Am 1. Oktober 2011 - im Anschluss an das Fussballspiel der Challenge League
zwischen dem FC Wil SG und dem FC Aarau - kam es in Wil zu gewalttätigen
Ausschreitungen von Anhängern des FC Aarau. Die erste Auseinandersetzung fand
nach dem Fussballspiel vor dem Restaurant Gemsli (Kreuzung Wilenstrasse/
Lindenstrasse) statt. Rund 30 Anhänger des FC Aarau versuchten, die Gartenwirtschaft
zu stürmen. Die Polizei konnte eine grössere Eskalation u.a. mit dem Einsatz von
Pfefferspray zunächst verhindern. Ein Polizist wurde bei seinem Einsatz von einem
Anhänger des FC Aarau von hinten mit einem Fusskick in den Oberschenkel getreten.
Als der Täter sich entfernte, folgte ihm der Polizist. Eine Gruppe von rund 30
Anhängern des FC Aarau verfolgte darauf den Polizisten. Der Polizist konnte den Täter
im Hinterhof bei der Liegenschaft Lindenstrasse 2 anhalten und diesen unter Kontrolle
bringen. Der hinzu geeilten Anhängergruppe gelang es jedoch mit Gewalt, den
festgehaltenen Fussballfan dem Polizisten zu entreissen. Bei dieser
Auseinandersetzung wurden seitens der Anhängergruppe Blumentöpfe, Plastikeimer
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und Plastikstangen sowie andere Gegenstände gegen die Polizisten eingesetzt.
Gemäss den Aussagen der Polizisten standen sie einer äusserst aggressiven und
brutalen, grösstenteils vermummten Meute gegenüber, die auch mit Pflastersteinen
warf. Die Auseinandersetzungen gingen in der Folge weiter auf der Lindenstrasse sowie
dem Kreuzungsbereich vor dem Restaurant Gemsli. Dabei wurde ein Polizist durch
einen Anhänger des FC Aarau zu Fall gebracht. Der Polizist brach sich dabei das
Handgelenk (Vorakten, S. 41 und 44).
B./ Gegen den Beschwerdeführer wurde in der Folge Strafanzeige erhoben wegen
Landfriedensbruch (Art. 260 des Schweizerischen Strafgesetzbuches, SR 311,
abgekürzt StGB), Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 2
Abs. 1 StGB), Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), einfache
Körperverletzung (Art. 123 Abs. 1 StGB) und Beschimpfung (Art. 177 StGB). Der
Beschwerdeführer wurde am 15. Dezember 2011 als beschuldigte Person gemäss Art.
157 StPO zu den Anschuldigungen einvernommen. Dabei machte er von seinem
Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, unter anderem auch bezüglich der Frage, ob er
am Spiel anwesend gewesen sei. Das angehobene Strafverfahren ist derzeit noch beim
Untersuchungsamt Gossau SG pendent.
C./ Am 20. März 2012 verfügte der Kommandant der Kantonspolizei St. Gallen gegen
X. Y. ein Rayonverbot im Sinn von Art. 4 des Konkordats über Massnahmen gegen
Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen (sGS 451.51, abgekürzt Konkordat) für die
Dauer vom 22. März 2012 bis und mit 21. März 2013. Damit wurde dem
Beschwerdeführer verboten, sich während des Zeitraumes von vier Stunden vor bis
vier Stunden nach der Austragung von Fussballspielen der Super League und
Challenge League [Anmerkung: Berichtigung gemäss Ziffer 2 des Entscheides der
Vorinstanz] in dem gemäss der Verfügung beigelegten Plan umrandeten Gebiet
"Bergholz" in 9500 Wil aufzuhalten.
D./ Gegen die Verfügung der Kantonspolizei St. Gallen vom 20. März 2012 erhob der
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. A. B., am 11. April 2012
Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2012
wies das Sicherheits- und Justizdepartement den Rekurs ab. Zur Begründung führte es
im Wesentlichen aus, dass die Voraussetzungen für ein Rayonverbot gemäss Art. 4
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Konkordat erfüllt seien, da der Nachweis gemäss Art. 2 Abs. 1 Konkordat für
gewalttätiges Verhalten erbracht sei.
E./ Mit Eingabe seiner Rechtvertreterin vom 16. Oktober 2012 erhob X. Y. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht und beantragte, es seien das Rayonverbot vom 20. März
2012 und der Rekursentscheid des Sicherheits- und Justizdepartements vom 1.
Oktober 2012 aufzuheben, unter Kosten und Entschädigungsfolge zu Lasten des
Staates. Eventualiter sei das Beschwerdeverfahren bis zum Abschluss des gegen den
Beschwerdeführer angehobenen Strafverfahrens zu sistieren.
Das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen beantragt in seiner
Vernehmlassung vom 12. November 2012 die Abweisung der Beschwerde unter
Verweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Akten.
Auf die Begründungen der Verfahrensbeteiligten sowie die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid wird, soweit notwendig, in den folgenden Erwägungen
eingegangen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Voraussetzungen für ein Rayonverbot seien
nicht gegeben. Er bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe allesamt. Er bestreitet
insbesondere, an den Auseinandersetzungen aktiv oder passiv beteiligt gewesen zu
sein. Weder die polizeilichen Aussagen noch das Fotomaterial belasteten ihn. Er stellt
sodann in Abrede, den Polizisten Q. zu Fall gebracht zu haben.
3. Die rechtliche Grundlage für das Rayonverbot ist das Konkordat über Massnahmen
gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen, welches seit dem 1. Januar 2010
im Kanton St. Gallen in Kraft ist. Voraussetzung für ein Rayonverbot ist gemäss Art. 4
Abs. 1 Konkordat, dass sich eine Person anlässlich von Sportveranstaltungen
nachweislich an Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen beteiligt hat.
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Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob am 1. Oktober 2011 in Wil entsprechende
Gewalttätigkeiten stattfanden, es sich dabei um Gewalttätigkeiten im Sinn der
Konkordatsbestimmungen handelte und die Gewalttätigkeiten dem Beschwerdeführer
nachgewiesen werden können.
3.1. Zwischen den Gewalttätigkeiten und der Sportveranstaltung wird ein zeitlicher
Zusammenhang vorausgesetzt. Dieser ist erfüllt, wenn die Vorkommnisse vor, während
oder im Nachgang zu einer Sportveranstaltung stattfanden (Art. 2 Abs. 1 Konkordat).
Vorliegend fanden die Ereignisse unmittelbar im Nachgang zum Fussballspiel des FC
Wil gegen den FC Aarau statt. Die Anhänger des FC Aarau sammelten sich nach dem
Fussballspiel, um Richtung Bahnhof Wil zu marschieren. Der zeitliche Bezug ist somit
gegeben.
3.2. Art. 2 Konkordat illustriert anhand einer nicht abschliessenden Aufzählung von
Straftatbeständen des StGB, welches Verhalten als gewalttätiges Verhalten im Sinne
von Art. 4 Abs. 1 Konkordat gilt. Anhand der aufgeführten Straftatbestände ist
ersichtlich, dass der Gesetzgeber an die erforderliche Intensität und die Folgen des
gewalttätigen Verhaltens keine hohen Anforderungen gestellt hat. Genügend ist bspw.
bereits die Verhinderung einer Amtshandlung, die Gewalt und Drohung gegen
Behörden und Beamte und Tätlichkeiten. Ausreichend ist bereits eine passive
Teilnahme an Gewalttätigkeiten. Dieses Erfordernis ist erfüllt, wenn ein Teilnehmer
durch seine Anwesenheit objektiv als Bestandteil der Personenansammlung erscheint,
welche Gewalttätigkeiten begangen hat (vgl. dazu BGE 108 IV 33 E. 3; Hans Vest, in:
Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, N 10 ff.
zu Art. 285 StGB).
3.3. Die begangenen Gewalttätigkeiten bilden in personeller und örtlicher Hinsicht keine
Einheit. Es sind vielmehr drei Phasen zu unterscheiden. Zur Phase 1 gehören die
Ausschreitungen von ca. 30 vermummten Anhängern des FC Aarau unmittelbar nach
dem Fussballspiel vor dem Restaurant Gemsli in Wil. Die Polizei wurde von den
Anhängern mit Faustschlägen attackiert, als sie versuchte, die Ausschreitungen zu
verhindern. Die Polizisten mussten Pfefferspray und teilweise den Schlagstock zur
Selbstverteidigung einsetzen. Ein Polizist wurde von einem Anhänger mit einem
Fusskick in den Oberschenkel getreten (Vorakten, S. 4 und 41). Der Polizist wollte
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daraufhin den Täter in Gewahrsam nehmen. Letzterer flüchtete jedoch in den Hinterhof
bei der Liegenschaft Lindenstrasse 2. Zur Phase 2 gehören die Gewalttätigkeiten im
Hinterhof der Liegenschaft an der Lindenstrasse. Die Festnahme des Täters wurde
vereitelt durch eine Gruppe von ca. 30 gewalttätigen grösstenteils vermummten
Personen, welche dem Täter und dem Polizisten in den Hinterhof an der Lindenstrasse
2 gefolgt waren. Die Gruppe wendete massive Gewalt gegen zwei Polizisten und eine
Polizistin an. Ein weiterer Polizist, der den bedrängten Polizisten zu Hilfe eilen wollte,
wurde von Anhängern des FC Aarau verfolgt und konnte sich nur durch Flucht retten
(Vorakten, S. 4 und 44; Akten Vorinstanz Nr. 7.2, A.1.9.1). Zur Phase 3 gehören die
anschliessenden gewalttätigen Ausschreitungen auf der Lindenstrasse sowie dem
Kreuzungsbereich vor dem Restaurant Gemsli. Als Folge einer Gewalteinwirkung brach
sich ein Polizist das linke Handgelenk (Vorakten, S. 4; Akten Vorinstanz Nr. 7.2, A.
1.9.1).
Es wurden offensichtlich in allen drei Phasen Gewalttätigkeiten im Sinn von Art. 4 Abs.
1 Konkordat begangen, denn die Polizisten waren massiven physischen und
psychischen Angriffen von Anhängern des FC Aarau ausgesetzt. Besonders
ausgeprägt waren die Gewalttätigkeiten in Phase 2. Während sich in Phase 1 und 3 im
Umfeld der Ausschreitungen auch unbeteiligte Personen aufhielten, ist die Situation in
Phase 2 eine andere. Der Hinterhof an der Lindenstrasse 2 ist abgegrenzt vom
öffentlich zugänglichen Raum. Personen, welche sich in diesem Bereich aufhielten,
müssen sich zwangsläufig anrechnen lassen, zumindest passiv Gewaltanwendung im
Sinn von Art. 4 Abs. 1 Konkordat gegen die Polizisten begangen zu haben. In der
Phase 3 war das schwerwiegendste Ereignis die Körperverletzung des Polizisten Q.
3.4. Zu prüfen ist weiter, ob der Beschwerdeführer nachweislich an den
Gewalttätigkeiten beteiligt war. Der Begriff "nachweislich" in Art. 4 Konkordat ist in
Zusammenhang mit Art. 3 Konkordat zu verstehen, in welchem der Nachweis
gewalttätigen Verhaltens umschrieben wird (BGer 1C_88/2011 vom 15. Juni 2011
E. 3.5). Neben Gerichtsurteilen werden etwa polizeiliche Anzeigen (lit. a) sowie
glaubwürdige Aussagen und Bildaufnahmen der Polizei genannt (lit. b). Dem
präventiven Charakter des Rayonverbots entsprechend sind an das Beweismass
bewusst nicht hohe Anforderungen gestellt worden. Für den Nachweis des
gewalttätigen Handelns ist ein begründeter Verdacht ausreichend. Ein rechtskräftiges
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Strafurteil oder ein Beweis im Sinne der Strafprozessordnung ist jedoch nicht verlangt
(vgl. Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Bundesgesetzes über Massnahmen
zur Wahrung der inneren Sicherheit [BWIS] vom 17. August 2005, BBl 2005 5629 zu
Art. 24b; BWIS-Artikel 24b wurde am 1.1.2010 abgelöst durch Art. 4 Konkordat; vgl.
M.H.F. Mohler, Grundzüge des Polizeirechts in der Schweiz, Basel 2012, Rz. 260; BGer
1C_88/2011 vom 15. Juni 2011 E. 3c).
3.4.1. Vorliegend soll der Nachweis für ein gewalttätiges Verhalten des
Beschwerdeführers aufgrund der Strafanzeige von vier Polizeibeamten, den
Polizeirapporten sowie einer Videoaufnahme, welche eine Person beim Verlassen des
Hinterhofes der Liegenschaft an der Lindenstrasse 2 in Wil zeigt, erbracht werden; den
Akten liegt ein Standbild dieses Videos bei (Vorakten, S. 38 oben).
3.4.2. Bei der Strafanzeigegegen den Beschwerdeführer handelt es sich um einen
Nachweis gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. a Konkordat. Zu erwähnen ist, dass die anzeigenden
Polizisten das Interesse an der Strafverfolgung des Beschuldigten mit der Eingabe vom
25. Juni 2012 bestätigt haben (Akten Vorinstanz, Nr. 7.3).
3.4.3. Bei polizeilichen Aussagen sowie Bildmaterial der Polizei ist der verlangte
Nachweis im Sinn von Art. 3 Abs. 1 lit. b Konkordat schon bei Glaubwürdigkeit
erbracht. Für die richterliche Überzeugung genügt in diesem Zusammenhang eine
gewisse Überzeugung dafür, dass sich die behauptete Tatsache so zugetragen hat, ihr
Eintritt sich mithin als plausibel erweist (vgl. dazu Martin Kaufmann, Beweisführung und
Beweiswürdigung, Zürich/St. Gallen 2009, S. 193; Roger Groner, Beweisrecht, Bern
2011, S. 196). Vorliegend soll eine Bildaufnahme den Beschwerdeführer beim
Verlassen des Hinterhofs an der Lindenstrasse 2 in Richtung Restaurant Gemsli zeigen.
Es handelt sich dabei um eine Aufnahme, die von einem in einem Polizeifahrzeug
eingebauten Verkehrsüberwachungssystem stammt. Das Aufnahmedatum, 1. Oktober
2011, und die Uhrzeit, 19:33:35 sind erkennbar (Vorakten, S. 38 oben). In zeitlicher
Hinsicht stimmen diese Angaben mit den polizeilichen Rapporten und dem Ende des
Fussballspiels überein. In der Rekursvernehmlassung vom 4. Juni 2012 an das
Sicherheits- und Justizdepartement (Vorakten, Nr. 5) hielt der Polizeikommandant
sodann fest, dass die Beteiligten auf den Originalvideoaufnahmen eindeutig
identifizierbar seien. Das Video befindet sich nicht bei den Akten. Das
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Verwaltungsgericht sieht jedoch keinen Grund, die Richtigkeit dieser Aussage in
Zweifel zu ziehen.
3.4.4 Ein weiterer Nachweis für gewalttätiges Verhalten des Beschwerdeführers ergibt
sich aus dem Rapport des Polizisten Z. Letzterer hat beobachtet, wie ein Anhänger des
FC Aarau den Polizisten Q. zu Fall gebracht hat, so dass sich dieser das Handgelenk
brach. Anhand einer Fotografie hat der Polizist Z. den Beschwerdeführer als Täter
identifiziert (Vorakten, S. 45 und 47). Die Aussage des Polizisten, dass er den Täter
erkannt hat, ist glaubwürdig. Sie wird durch den Einwand des Beschwerdeführers,
Personen seien wegen der Dunkelheit nicht erkennbar gewesen, nicht erschüttert. Auf
den Fotografien, welche in den Akten enthalten sind, ist ersichtlich, dass die
Strassenbeleuchtung zum Tatzeitpunkt bereits eingeschaltet war.
3.4.5. Der Beschwerdeführer übersieht, dass das Rayonverbot polizeilicher Natur ist
und der Gefahrenabwehr dient; mit ihm geht kein strafrechtlicher Vorwurf einher (vgl.
BGE 137 I 31 E. 5.2). Im Gegensatz zum Strafverfahren, in dem die
Unschuldsvermutung gilt, die Strafbarkeit einer Handlung oder Unterlassung durch den
Staat zudem schlüssig nachzuweisen ist und sich ein Beschuldigter auf das
Aussageverweigerungsrecht berufen kann, liegt es in diesem Administrativverfahren am
Verfügungsadressaten, gegen ihn bestehende Verdachtsmomente konkret zu
widerlegen oder zumindest zu entkräften. Es kann von ihm erwartet werden, dass er
sich substantiiert äussert, wieso der gegen ihn bestehende Verdacht des gewalttätigen
Verhaltens ungerechtfertigt sei. Zumindest hätte er darlegen müssen, wo er sich im
Zeitpunkt der Ausschreitungen genau aufhielt. Auch hätte er diesbezügliche
Beweismittel vorlegen können. Er liess es hingegen dabei bewenden, seine Teilnahme
an den Ausschreitungen pauschal zurückzuweisen. Anlässlich der polizeilichen
Befragung machte er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Selbst die
Frage, ob er überhaupt am Spiel Wil-Aarau teilgenommen habe, wollte er nicht
beantworten. Jede Frage beantwortete er mit "keine Auskunft".
3.4.6. Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, die Erkenntnisse aus dem
Strafverfahren seien zu berücksichtigen. Dem ist zwar grundsätzlich zuzustimmen,
doch legt der Beschwerdeführer nicht dar, welche (neuen) Erkenntnisse aus dem
Strafverfahren für das vorliegende Verfahren gewonnen werden könnten. Die
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strafrechtliche Beweisaufnahme ist noch nicht abgeschlossen. Von daher lässt sich
auch nicht sagen, im Strafverfahren habe sich der Anfangsverdacht als offensichtlich
unzutreffend herausgestellt. Nur in diesem Fall wäre das ausgesprochene Rayonverbot
aufzuheben. Dementsprechend drängt sich auch eine Sistierung des vorliegenden
Verfahrens bis zur rechtskräftigen Erledigung der Strafsache nicht auf.
3.5. Zusammenfassend gibt es aufgrund der vorliegenden Akten genügend und
plausible Anhaltspunkte, dass sich der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der
Gewalttätigkeiten im Hinterhof der Liegenschaft an der Lindenstrasse 2 in Wil
aufgehalten hat. Umstände, welche Zweifel an diesem Verdacht erwecken würden,
brachte der Beschwerdeführer nicht vor. Zudem ist davon auszugehen, dass er den
tätlichen Angriff auf den Polizisten Q. begangen hat. Er hat sich damit im Sinn von Art.
3 Abs. 1 Konkordat zumindest passiv an Gewalttätigkeiten gegen Polizisten beteiligt.
4. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht