# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a5ca2f72-9083-4fb8-84db-10a43aa27f5e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A. war am 24. August 2010 mit einem Personenwagen, Kennzeichen _, bei X. unterwegs, als er vom diensthabenden Kantonspolizisten, B., angehalten und kontrolliert wurde. Gemäss den Feststellungen des Polizeibeamten führte A. auf dem Dach des Personenwagens drei Surfbretter mit, welche mit zwei Gurten gesichert waren; ein Dachträger war nicht vorhanden. Zudem führte A. im Innenraum des Fahrzeuges weiteres Surfmaterial (Segel und Masten) mit, welches nach Angaben des Polizeibeamten die Sicht des Fahrzeuglenkers nach rechts erheblich beeinträchtigte. Der Polizeibeamte verzeigte darauf hin A., wobei er dem Polizeirapport ein Fotoblatt beilegte, welches das kontrollierte Fahrzeug auf vier Fotoaufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt.
B. Gestützt auf diesen Sachverhalt erliess das Strassenverkehrsamt von Graubünden am 10. November 2010 ein Strafmandat (Nr. _) gegen A. und sprach gegen ihn eine Busse von Fr. 370.– aus, zuzüglich Gebühren von Fr. 266.–. Das Strassenverkehrsamt erachtete es aufgrund der Aktenlage als erstellt, dass A. in objektiver und subjektiver Hinsicht die Tatbestände des Fahrens mit Sichtbehinderung durch vorschriftswidriges Anbringen der Ladung im Sinne von Art. 29 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) und Art. 73 Abs. 6 der Verkehrsregelverordnung (VRV; SR 741.11) in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG [recte: Art. 93 Ziff. 2 SVG] sowie des ungenügenden Sicherns der Ladung im Sinne von Art. 30 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG [recte: Art. 93 Ziff. 2 SVG] erfüllt habe.
C. Gegen das Strafmandat liess A. am 29. November 2010 beim Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit Graubünden (nachfolgend: Departement) Einsprache erheben. Im Rahmen der Ergänzung der Untersuchung durch das Departement fand am 18. April 2011 die Einvernahme von A. statt. Dieser bestritt dabei den dem Strafmandat zu Grunde liegenden Sachverhalt und machte insbesondere geltend, dass die Fotoaufnahmen des Polizeirapports nicht die Position und die Befestigung der Ladung während seiner Fahrt nach X. zeigen würden. In der Folge erkundigte sich das Departement beim verzeigenden Polizeibeamten B. telefonisch. Dieser gab an, die Fotos unmittelbar nach der Anhaltung erstellt zu haben und nicht beobachtet zu haben, dass an der Fracht im Innenraum Riemen angebracht gewesen seien bzw. dass A. solche nach der Anhaltung entfernt habe. Über den Inhalt des Telefonats wurde durch das Departement eine Aktennotiz erstellt und diese A. am 19. April 2011 zugestellt,
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unter Einräumung der Möglichkeit zur Stellungnahme. Mit Verfügung vom 14. Juni 2011 schloss das Departement die Untersuchung ab.
D. Am 13. Juli 2011, mitgeteilt am 15. Juli 2011, erliess das Departement eine Strafverfügung gegen A. und erkannte darin Folgendes:
„ 1. A. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 29 SVG und Art. 30 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 93 Ziff. 2 SVG.
2. Dafür wird er mit einer Busse von Fr. 450.– bestraft.
3. Die Busse im Betrage von Fr. 450.– sowie die Kosten des Verfahrens bestehend aus einer Staatsgebühr von Fr. 840.– Gebühren für Ausfertigungen und Mitteilungen von Fr. 286.– Polizeikosten Fr. 108.–
----------------------- Total Fr. 1'684.–
werden A. auferlegt [...Inkasso...].

## Considerations