# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b1dd9876-f93f-4189-b534-4594b3ada7b7
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. X._ ist Eigentümer der landwirtschaftlichen Liegenschaft M._. Am 30. November
2014 stellte die Y._ X._ die Schlussrechnung 2014 für den Zeitraum vom
1. Dezember 2013 bis 30. November 2014 für die Stromnetznutzung, für die
Energielieferung, für Abgaben Systemdienstleistungen (SDL), für die kostendeckende
Einspeisevergütung (KEV), den Schutz der Gewässer und Fische sowie die Abgabe an
die Gemeinde zu. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben sowohl vor der Y._ als
auch der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen und dem
Verwaltungsgericht erfolglos (VerwGE B 2015/98 vom 24. November 2016,
www.gerichte.sg.ch).
b. Die Y._ sandte X._ am 30. November 2015 die Schlussrechnung 2015 für die
Periode vom 1. Dezember 2014 bis 30. November 2015 für Elektrizität und Wasser zu.
Den dagegen erhobenen Rekurs wies der Verwaltungsrat der Y._ mit Beschluss vom
15. Dezember 2015 (Versand: 1. Februar 2016) ab. X._ legte mit Eingabe vom
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11. Februar 2016 Rekurs gegen diesen Entscheid bei der
Verwaltungsrekurskommission ein.
c. Im Schreiben vom 11. Februar 2016 stellte X._ gleichzeitig ein Ausstandsbegehren
gegen den Abteilungspräsidenten, einen Richter und eine Richterin sowie einen
Gerichtsschreiber der Verwaltungsrekurskommission. Der Präsident der
Verwaltungsrekurskommission wies das Ausstandsbegehren am 19. April 2016
vollumfänglich ab. Die dagegen erhobene Beschwerde beim Verwaltungsgericht wurde
am 28. September 2017 ebenfalls abgewiesen (B 2016/94).
d. Am 30. November 2016 liess die Y._ X._ die Schlussrechnung 2016 für den
Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 30. November 2016 zukommen. Mit Beschluss
vom 14. Dezember 2016 (Versand: 3. April 2017) wies die Y._ den von X._ erhobenen
Rekurs ab. Dagegen reichte X._ mit Schreiben vom 15. April 2017 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission ein. Die Verwaltungsrekurskommission vereinigte die
beiden Rekursverfahren gegen die Entscheide der Y._ vom 15. Dezember 2015
betreffend die Schlussrechnung 2015 und vom 14. Dezember 2016 betreffend die
Schlussrechnung 2016. Sie hiess mit Entscheid vom 4. Juni 2018 die Rekurse
betreffend Abgaben für Energiebezug (Schlussrechnungen 2015 und 2016) teilweise
gut, soweit sie darauf eintrat. Der Rekursentscheid der Y._ vom 15. Dezember 2016
betreffend Energierechnung vom 30. November 2016 wurde insofern aufgehoben, als
damit eine Abgabe an die Gemeinde von CHF 125.40 erhoben wurde. Dies wurde
damit begründet, dass es der Y._ zu diesem Zeitpunkt zur Erhebung einer
Benutzungsgebühr für die Beanspruchung von öffentlichem Grund an einer
Konkretisierung in einem Gebührenreglement gefehlt habe. Im Übrigen wurde der
Rekurs abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde beim Verwaltungsgericht
wurde am 9. März 2019 wiederum abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde
(B 2018/151, www.gerichte.sg.ch). Gegen diesen Entscheid reichte X._ beim
Bundesgericht Beschwerde ein. Mit Urteil 2C_352/2019 vom 17. April 2019 trat das
Bundesgericht nicht auf die Beschwerde ein.
e. Die Y._ stellte X._ am 30. November 2017 die Schlussrechnung 2017 für den
Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 30. November 2017 zu. Sowohl der
Verwaltungsrat der Y._ mit Entscheid vom 14. Dezember 2017 als auch die
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Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 13. Dezember 2018 wiesen die
erhobenen Rechtsmittel von X._ zum wiederholten Male ab, soweit sie darauf
eintraten.
B.
a. Mit Eingabe vom 27. Dezember 2018 reichte X._ (Beschwerdeführer) Beschwerde
gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom
13. Dezember 2018 beim Verwaltungsgericht ein. Er stellte den Antrag, den
angefochtenen Entscheid aufzuheben unter vollumfänglicher Gutheissung der Anträge
vom 11. Dezember 2017 vor der Y._ (Beschwerdegegnerin) und der Anträge vom
12. Februar 2018 vor der Vorinstanz, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
b. Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 31. Januar 2019 auf Abweisung
der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und verwies zur Begründung auf die

## Considerations

Erwägungen des angefochtenen Entscheids. Auch die Beschwerdegegnerin, vertreten
durch seinen Rechtsanwalt, liess mit Eingabe vom 12. Februar 2019 die Abweisung der
Beschwerde beantragen, soweit darauf eingetreten werden könne. Im Ergebnis handle
es sich um die dritte gleichartige Beschwerde gegen gleichartige angefochtene
Entscheide der Vorinstanz. Anschliessend gingen weitere nicht entscheidrelevante
Eingaben ein.
Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit für
den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
1.1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs.
1 VRP). Die Beschwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 13. Dezember 2018
wurde mit Eingabe vom 27. Dezember 2018 rechtzeitig erhoben und erfüllt formal die
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gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
VRP). Die Frage, ob die Beschwerde auch die inhaltlichen Anforderungen im Sinne
einer hinreichenden Begründung erfüllt, kann offengelassen werden, da die
Beschwerde im Ergebnis ohnehin abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden
kann (vgl. VerwGE B 2018/151 vom 9. März 2019 E. 1.1, B 2018/136 vom 4. Juli 2018
E. 2, B 2012/175 vom 8. November 2013 E. 1, www.gerichte.sg.ch). Auf die
Beschwerde ist grundsätzlich – mit den nachstehend angeführten Vorbehalten –
einzutreten.
1.2. Nicht einzutreten ist darauf, soweit der Beschwerdeführer die Gutheissung der
Anträge vor der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz beantragt. Der Entscheid der
Beschwerdegegnerin wurde durch den angefochtenen Entscheid ersetzt
beziehungsweise gilt inhaltlich als mitangefochten (Devolutiveffekt, BGer 2C_249/2014
vom 27. März 2015 E. 1.3 mit Hinweis auf BGE 138 II 169 E. 3.3). Sofern ein Verweis
auf die Anträge in den vorinstanzlichen Verfahren zulässig ist, kann – wie bereits im
Entscheid B 2018/151 E. 1.2 ausgeführt – auf die Zeiträume vor der Schlussrechnung
des Jahres 2017 sowie die Anträge auf Löschung der Firma S._ AG im
Handelsregister und der Dienstbarkeitsverträge nicht eingetreten werden. Das Thema
des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist begrenzt durch den Gegenstand des
vorinstanzlichen Entscheids (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 579, VerwGE B 2015/98 vom 24. November 2016,
www.gerichte.sg.ch). Massgebend im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist damit
lediglich noch der Entscheid der Vorinstanz und folglich, wie der Beschwerdeführer
korrekt beantragt, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids.
1.3. Der Beschwerdeführer vertritt die Ansicht, dass die Beschwerdegegnerin nicht
gehörig vertreten wird. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin fehle es an einer
Vollmacht. Nach Art. 26 Abs. 1 des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70, AnwG) gilt der
Rechtsanwalt als Inhaber einer Vertretungsvollmacht dessen, für den er handelt. Die
verfahrensleitende Behörde kann die Vollmacht verlangen (Art. 26 Abs. 2 AnwG). Die
Einholung der Vollmacht ist nicht notwendig, da ohne Weiteres von einer gehörigen
Bevollmächtigung des Rechtsvertreters ausgegangen werden kann.
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1.4. Unklar ist, was der Beschwerdeführer mit der Rüge betreffend Ausstand des
Präsidenten der Beschwerdegegnerin und einer Verwaltungsangestellten erreichen will.
Er beanstandet nämlich nicht etwa die Mitwirkung dieser Personen an der
Rechnungsstellung oder am erstinstanzlichen Rekursverfahren, sondern deren
Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren. Inwiefern diese Teilnahme am Verfahren –
durch Einreichung einer Vernehmlassung und der Vorakten – ohne Ermächtigung durch
die Gesamtbehörde erfolgt sein und wie sich dies auf den angefochtenen Entscheid
(der Vorinstanz) ausgewirkt haben soll, legt der Beschwerdeführer nicht näher dar.
Deshalb kann darauf mangels hinreichender Begründung nicht eingetreten werden (Art.
39 Abs. 1 Ingress und lit. a Ingress und Ziff. 2 VRP). Es wäre darin im Übrigen auch
kein Ausstandsgrund zu erblicken.
2. In derselben Sache ergingen bereits zwei Urteile des Verwaltungsgerichts
B 2015/98 vom 24. November 2016 und B 2018/151 vom 9. März 2019, welche jedoch
die Schlussrechnungen für die Abgaben für den Energiebezug der Jahre 2014 bis 2016
betrafen. Bereits in diesen Verfahren bestritt der Beschwerdeführer unter anderem,
dass die Abgaben für die Stromnetznutzung, die Energielieferung, die SDL, die KEV
und den Schutz der Gewässer und Fische von der Beschwerdegegnerin rechtmässig
erhoben wurden. Gemäss seinen Ausführungen fehlt es an einem gültigen Reglement
der verantwortlichen Organe.
In den genannten Urteilen kam das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die Entgelte
für die strittigen Abgaben zu Recht erhoben wurden. Es ist – anstelle von
Wiederholungen – auf die vom Verwaltungsgericht im Urteil B 2015/98 ausgeführten
massgeblichen Voraussetzungen für das Abgaberecht, wie das Legalitätsprinzip sowie
das Kostendeckungs- und des Äquivalenzprinzips, zu verweisen (E. 2 und 3 sowie
angefochtenes Urteil der Vorinstanz E. 3a). Die Erhebung der Gebühren für die
Netznutzung (inkl. SDL), die Energiepreise und die Bundesabgaben für die KEV sowie
zum Schutz der Gewässer und Fische beruhen auf bundesgesetzlichen Grundlagen
(Art. 15 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Stromversorgung, SR 734.7, StromVG, in
der bis 31. Mai 2019 gültigen Fassung, und Art. 15b Abs. 1 Energiegesetz, SR 730.0,
EnG, in der bis 31. Dezember 2017 gültigen Fassung). Das Verwaltungsgericht ging im
Urteil B 2015/98 vom 24. November 2016 in E. 3 ausführlich auf die einzelnen
gesetzlichen Grundlagen ein, weshalb erneut auf dieses Urteil zu verweisen ist.
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Gestützt auf das Bundesrecht ist eine Überwälzung der Kosten auf den
Endverbraucher zulässig (siehe Art. 14 Abs. 2 StromVG und Art. 15b Abs. 2 EnG). Die
Höhe der Abgabe für die KEV und den Schutz der Gewässer und Fische wird jährlich
vom Bundesrat festgelegt (Preise für 2017: https://www.admin.ch/gov/de/start/
dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-58616.html). Die bundesgesetzlichen
Regelungen sind folglich eine hinreichende rechtliche Basis für die Erhebung der
Abgaben. In quantitativer Hinsicht werden die in Rechnung gestellten Abgaben vom
Beschwerdeführer nicht substantiiert beanstandet.
3. Bezüglich der Einwände des Beschwerdeführers betreffend die Art. 3 Abs. 2
StromVG und Art. 6 Abs. 5 StromVG hielt das Bundesgericht in seinem Urteil in E. 2.4.2
fest, dass Art. 3 Abs. 2 StromVG keine unmittelbaren Auswirkungen auf die
Rechtsstellung des Endkonsumenten und somit auf den Beschwerdeführer habe. Inhalt
von Art. 6 Abs. 5 StromVG sei die Tarifgestaltung für feste Endverbraucher. Konkret
beanstandet der Beschwerdeführer die Tarife denn auch nicht, sondern verweist auf
die Gemeindeautonomie. Allerdings führt er nicht weiter aus, inwiefern diese im
vorliegenden Fall relevant sein soll. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
haben sich diesbezüglich die Verhältnisse auch nicht geändert. Denn lediglich aufgrund
der Feststellung im Urteil B 2015/98 E. 3.5, dass eine gesetzliche Grundlage für die
Erhebung der Abgaben an die Gemeinde für den gesteigerten Gemeingebrauch fehle,
kann sich der Beschwerdeführer für die übrigen Abgaben nichts zu seinen Gunsten
ableiten. Weiter verweist der Beschwerdeführer auf Art. 12 Abs. 1 der
Stromversorgungsverordnung (SR 734.71, StromVV, Fassung Stand 1. Oktober 2017).
Laut diesem Artikel gelten als anrechenbare Betriebskosten zusätzlich zu jenen nach
Art.15 Abs. 2 StromVG die Entgelte an Dritte für Dienstbarkeiten. Die Netzbetreiber
legen transparente, einheitliche und diskriminierungsfreie Richtlinien für die Ermittlung
der Betriebskosten fest (Art. 12 Abs. 2 StromVV). Inwiefern diese Norm verletzt wird, ist
mangels Begründung ebenfalls nicht ersichtlich. Die Beschwerde erweist sich damit als
unbegründet und ist abzuweisen.
4. (...).
(...).