# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 718747a3-c0b3-47b2-87a2-dd1a8063109b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1960 in Bosnien-Herzegowina geborene
X._
ist Mutter dreier 1981, 1984 und 199
0 geborener Kinder und arbeitet
seit
1985 (Urk.
6
/2/5) im Pflege
heim
Y._
, ab 1. Juli 1999 als Hilfsschwester in der
Alten
pflege
in einem Pensum von 90 % (Urk.
6
/2/7). Im Frühjahr 2002 wurden eine grosse Diskushernie L4/5 und degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule diagnostiziert, die zu erheblichen Rüc
ken
schmerzen und Arbeits
ausfällen führ
ten. Ab 1. September 2003 reduzierte die Versicherte deshalb ihr Pensum auf 80 % (Urk.
6
/2/7). In den Jahren 2004 und 2005 kam es erneut zu v
ielen Ar
beitsunfähigkeiten, so
dass die Arbeitgeberin bei Dr. med.
Z._
,
Fach
ärztin für Innere Medizin, zur Frage der optimalen Eingliederung der Versicherten und der Berufsinvalidität das Gutachten vom 31. August 2005 in Auftrag gab (Urk.
6
/5) und in der Folge am 25. Oktober 2005 (Urk.
6
/2) die An
meldung der Versicherten bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, veranlasste. Ab 1. Dezember 2005 wurde der Versicherten zur Entlastung ver
suchsweise von der Arbeitgeberin leichtere Arbeit in einem Pensum von 80 % zugeteilt
(Urk. 6/9/9), was jedoch misslang
. Per 1. Juni 2006 fand eine Vertrags
änderung statt, indem die Versicherte ab diesem Zeitpunkt als Mitarbeiterin für Haushaltshilfe in einem Pensum von 40 % eingesetzt und der Lohn angepasst wurde (Urk.
6
/14/1,
6
/17/1). Am 11. April 2007 erliess die IV-Stelle eine Verfü
gung, mit welcher sie einen Anspruch auf berufliche Mass
nahmen und eine Invalidenrente verneinte (Urk.
6
/34). Mit Urteil
IV.2007.00716
vom 31. Oktober 2008 hob das
hiesige
Gericht die
se mit Beschwerde
ange
foch
tene Verfügung auf und wies die Sache an die IV-Stelle zu weiteren Ab
klärun
gen und erneutem Entscheid über berufliche Massnahmen beziehungs
weise eine Invalidenrente zurück (Urk.
6
/54).
1.2
Die IV-Stelle veranlasste in der Folge zur damaligen Tätigkeit der Versicherten
bei der Arbeitgeberin den Fragebogen vom 13. Januar 2009 (Urk.
6
/61; Urk.
6
/62)
und holte bei der behandelnden Ärztin Dr. med.
A._
,
Fach
ärztin
für
Allgemeine Innere Medizin
, den Bericht vom 16. Januar 2009 ein (Urk.
6
/64). Neben der bekannten Rückenproblematik diag
nostizierte diese eine
substituierte Hypothyreose bei autoimmuner Thyreoiditis Hashimoto (Urk.
6
/64
/1
)
. Die Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich ver
anlasste am 12. März 2009 bei Dr.
Z._
erneut ein Gutachten über den Gesund
heits
zustand der Versicherten und informierte die IV-Stelle über diesen Um
stand (Urk.
6
/71). Die IV-Stelle erachtete jedoch im Schreiben an den Rechts
vertreter der Versicherten vom 6. April 2009 eine interdisziplinäre Untersu
chung durch eine MEDAS für notwendig (Urk.
6
/72), wogegen sich die Versi
cherte wehrte (Urk.
6
/76). Am
26. Mai 2009 erging das Gutachten von Dr.
Z._
(Urk.
6
/79). Mit Schreiben vom 19. Juni 2009 und unter Hinweis auf ihre
Mitwirkungs
pflicht
nach Art. 43 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) hielt die IV-Stelle an der zusätzlichen Begutachtung fest (Urk.
6
/83). Die Versicherte leistete der Auffor
derung des
Zentrums
B._
zur Untersuchung am 12., 13. und 15. Janu
ar 2010 keine Folge (Urk.
6
/106,
6
/107).
Nach durchgeführtem Vor
be
scheidverfahren
(Urk.
6
/12
3 ff.
)
trat die IV-Stelle mit Verfügung vo
m 30. März 2010
auf das Leistungsbegehren
nicht
ein (Urk. 6/133). Die dagegen von der Versicherten am 10. Mai 2010 erhobene Beschwerde (Urk. 6/142/4-42) wurde mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2010.
00452
vom
27. Januar 2011
abgewiesen
(Urk. 6/
146/1-13
), was das Bundesgericht mit Urteil 9C_215/2011 vom 3
0.
Mai 2011 bestätigte
(Urk. 6/149)
.
1.3
Am
6.
Juni 2011 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie sich der angeordneten MEDAS-Begutachtung zur Verfügung stellen werde und meldete sich in diesem Sinne neu zum Leistungsbezug an (Urk. 6/148).
Die IV-Stelle holte medizinische Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 6/152-154
) und liess die Versicherte durch die MEDAS begutachten,
welche ihr polydisziplinäres Gutachten am 1
2.
März 2013 erstattete (Urk. 6/190)
. Des Weiteren nahm sie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug; Urk. 6/191) zu den Akten
und holte Stellungnah
me
n
ihres
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
sowie ihres Rechtsdienstes
ein
(Urk. 6/194/5-6
, Urk. 6/195/2-4
)
.
Mit Vorbescheid vom 4.
September 2013 stellte
sie der Versicherten die Verneinung ihres Anspruchs auf eine Invaliden
rente in Aussicht (Urk. 6/196). Dagegen erhob die Versicherte am
6. September 2013
, ergänzt am
15. Oktober 2013
,
am 1
2.
November 2013
,
am 1
0.
Dezember 2013, am
9.
sowie am 1
3.
Januar 2014,
Einwand
(Urk. 6/199,
Urk. 6/
209
, Urk. 6/211
, Urk. 6/213, Urk. 6/217, Urk. 6/218
).
Am 1
7.
Januar 2014 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (Urk. 6/221
= Urk. 2
).
2.
Gegen diese Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 erhob die Versicherte Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwer
degegnerin sei zur Erbringung der gesetzlichen Versicherungs
leistungen zu ver
pflichten
(Urk. 1 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom
28.
März 2014
stellte die IV-Stelle den Antrag auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
5
), was der Be
schwerdeführerin am
1.
April 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 7).
Am
1
2.
Dezember 2014
machte
die Versicherte
eine
Eingabe und
reichte
eine
Beilage
ein
(
Urk. 15, Urk.
16
).
Diese wurden der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt
(Urk. 17).
Mit Gerichtsverfügung vom 1
4.
August 2015 wurde den Parteien Gelegenheit
gegeben,
sich unter dem Blickwinkel der neuen Rechtsprechung zur
Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ur
sache
und bei vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE
141 V 281
) erneut zu äussern (Urk. 20). Die Stellungnahme der Beschwerdeführerin erging am
7.
September 2015 (Urk. 23), jene der Beschwerdegegnerin
am 7. Oktober 2015 (Urk. 26).
Am
8
.
Oktober
2015 wurden die Parteien über die Eingabe der jewei
ligen Gegenpartei in Kenntnis gesetzt (Urk. 2
7
).
Am 2
3.
Oktober 2015, am 27. Oktober 2015 sowie am 1
3.
November 2015 erfolgten weitere Stellung
nahmen der Beschwerdeführerin (Urk. 28, Urk. 30 und Urk. 33), welche der Beschwerdegegnerin zugestellt wurden (Urk. 29, Urk. 32 und Urk. 35).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmög
lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbere
ich zu betätigen (
Art.
8
Abs.
1
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbe
reich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu be
messen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.2
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ur
sache und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd an
schliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die
Invaliditäts
be
messung
stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti
gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130 V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Ver
sicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st
ruktu
riertes Beweisverfahren er
setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti
gung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) treten im Re
gel
fall beachtliche Stan
dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka
tegorien
Schwe
re
grad
und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die
Präponderanz
der psychiatri
schen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich
er Natur. Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der
Standardindika
toren
wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel
fall zu
sammen. Im Grunde konkre
tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die
Aner
kennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funktionellen Auswirkun
gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig
und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nach
gewiesen sind. Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi
e vor die materiell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
1.3
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht i
n
BGE 141 V 281
wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
(E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
(E. 4.4.2)
Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Ein
zelfall relevanten) Indikatoren geben, ver
schaffen den Rechtsanwendern In
dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3).
1.4
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (be
tref
fend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem
Verfahrens
standard
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge
geben
heiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Ab
stellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O.
E. 6 in
initio
). In sinngemässer Anwendung der nunmehr
materiell-be
weisrechtlich
geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü
fen, ob die beigezogenen admi
nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi
gen
gutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich
ten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren er
lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um
ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (
BGE 141 V 281
E. 8).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
6
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arzt
berichtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange um
fassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be
schwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezei
ch
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, gestützt auf das Gutachten de
r MEDAS vom 10.
April 2013
sowie in Anwendung der Überwindbarkeitsrechtsprechung
sei von
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten,
rückenadap
tierten
Tätigkeit auszugehen.
Da die Restarbeitsfähigkeit mit der aktuellen Tätig
keit zu 40
%
nicht voll ausgeschöpft werde, sei das Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln. So ergebe sich bei der Qualifikation als zu 90
%
Erwerbstätige und zu 10
%
im Haushaltsbereich Tätige ein nicht
renten
begründender
Invaliditätsgrad von 9
%
(Urk. 2).
Im Zusammenhang mit der neuen Rechtsprechung (BGE 141 V 281) brachte
die Beschwerdegegnerin
vor, psychosomatische Leiden
seien
nach wie vor
nur
dann
invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
seien. Ohne langjährige, verfestigte Schmerzentwicklung und solange noch
Therapie
möglichkeiten
vorhanden seien, sei ein invalidisierender
Gesundheits
schaden
kaum vorstellbar (
Hinweis auf
BGE 141 V 281 E.
4.3.1.2). Der psychiatrische Gutachter
sei
indes von diversen Behandlungsmöglichkeiten ausgegangen, mit welchen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit erreicht werden könnte. Ferner hätten die psychosozialen Belastungsfaktoren, namentlich die belastende Situation am Arbeitsplatz, unberücksichtigt zu bleiben. Bei einer unvollständig remittierten leichten bis mittelgradigen depressiven Episode und einer 100%ige
n
Arbeits
fähigkeit aus somatischer Sicht seien die Komorbiditäten nicht erheblich bezie
h
ungsweise nicht ressourcenhemmend. Die sozialen Kontakte sowie eine Tages
struktur seien erhalten. Insgesamt bestünden genügend Ressourcen, um trotz Beschwerden zu arbeiten (Urk. 26).
2.2
Die Beschwerdeführerin wandte hiergegen ein,
im MEDAS-Gutachten seien rele
vante körperliche und seelische Leistungsbeeinträchtigungen festgestellt worden, wobei weitere relevante Gesundheitsbeeinträchtigungen vorlägen und zu berücksichtigen seien. Diese seien nicht unklar, sondern klinisch bestätigt und objektivierbar (Urk. 1 S. 21-23). Die im MEDAS-Gutachten vorgeschlagene
Be
handlungsoptimierung
sei unhaltbar und hätte den behandelnden Ärzten zur Stellungnahme vorgelegt werden müssen. Ferner sei eine daraus abgeleitete Prognostik irrelevant (Urk. 1 S. 16). Die Auftragskorrespondenz mit der MEDAS sei unterschlagen und deren
Gutachten während mehr als einem halben Jahr
geheim gehalten worden, weshalb von einer Manipulation auszugehen sei (Urk. 1 S. 17 und S. 19). Die Gutachter hätten sich nicht ausreichend mit anderen ärztlichen Berichten auseinandergesetzt und insbesondere die
RAD-
Stel
lungnahme nicht zur Stellungnahme erhalten (Urk. 1 S. 18). Da der RAD vom MEDAS-Gutachten abgewichen sei, habe eine Einholung von Stellung
nahmen der behandelnden Ärzte nicht unterbleiben dürfen (Urk. 1 S. 20).
Weiter machte sie geltend, das hiesige Gericht habe einen Wechsel des Arbeits
platzes in Anbetracht des langjährigen Arbeitsverhältnisses und der Bemüh
ungen des Arbeitgebers zur Arbeitsplatzanpassung für nicht zumutbar befunden (Urk. 1 S. 7
und S. 26
, Urk. 23 S. 4
, Urk. 33
).
An ihrem jetzigen
, angepassten
Arbeitsplatz sei ihr gemäss dem MEDAS-Gutachten ein Arbeitseinsatz von 50
%
zumutbar (Urk. 1 S. 15).
Auf dem freien Arbeitsmarkt habe sie keinerlei Chance auf eine neue angepasste Arbeitsstelle.
Im Vergleich zum im Gesundheitsfall bei einer vollzeitlichen Tätigkeit als ausgebildete Pflegerin zu erzielenden Einkom
men resultiere ein Einkommensverlust von über 70
%
(Urk. 1 S. 24).
In ihrer Stellungnahme vom
7.
September 2015
brachte die Beschwerdeführerin vor, sie sei in ihrer beruflichen Leistungsfähigkeit ganz erheblich eingeschränkt wegen seelischer und körperlicher Krankheit, insbesondere Schmerzen und er
höhter Ermüdbarkeit beziehungsweise vorzeitiger Erschöpfung. Beide
Gesund
heitsstörungen
seien schilddrüsenassoziiert und hätten weitere Ursachen (Urk. 23
S. 4).
Die behandelnden Ärzte müssten beauftragt werden, zum MEDAS-Gut
achten Stellung zu nehmen. Die Waffengleichheit gebiete dies (Urk. 23 S. 5 f.) und es sei auch angezeigt, da mit der neuen Rechtsprechung die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen zentral geworden seien (Urk. 23 S. 8).
Zu den Indikatoren führte sie aus, die diagnoserelevanten Be
funde seien über Jahre stetig und ausgeprägt, die Behandlungs- und
Eingliede
rungsresistenz
sei seit Jahren gefestigt beziehungsweise der Erfolg der Einglie
derung in die heutige speziell a
n
gepasste Tätigkeit unbestreitbar. Die
Multimor
bidität
erkläre die konkreten Verhältnisse widerspruchsfrei und die Konsistenz sowie der Leidensdruck seien ausgewiesen (Urk. 23 S. 9).
Sie leide aber nicht an psycho
somatischen Beschwerden (Urk. 23 S. 11).
3.
3.1
Am 1
4.
Juli 2011 berichtete
Dr.
A._
,
die Beschwerdeführerin
habe
seit September 2010 wiederholt depressive Verstimmungen gezeigt. Aktuell bestehe Druck am Arbeitsplatz mit einer zwischenmenschlichen Belastungs
situa
tion,
vor allem
mit einer Vorgesetzten.
Insbesondere aufgrund der be
lasteten Arbeitssituation sei sie zunehmend in eine Depression gerutscht.
Es sei eine Überweisung in eine
fachpsy
chologische Behandlung notwendig geworden (Urk. 6/
153
).
Am 22.
August 2011 gab
Dr.
A._
an, in der Zwischenzeit habe sich nichts verändert (Urk. 6/
152
).
3.2
Dem Bericht von
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychothe
rapie
, vom 1
1.
Oktober 2011 ist zu entnehmen,
dass
er die Beschwerde
führerin seit Januar 201
1
behandelt
.
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit nannte er eine mittelgradige depressive Störung
(ICD-10: F32.1)
seit Okto
ber 2010, gegenwärtig teilremittiert, auch situationsabhängig
beziehungs
weise belastungsabhängig
, mit Somatisie
rung von Beschwerden, sowie ein chro
ni
sches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom. Die Beschwerdeführerin beschreibe seit zweieinhalb Jahren zunehmende Spannungen mit einer neuen Vorge
set
zten, was sie als Mobbing erlebe. Die Beschwerdeführerin sei
in einer an
gepass
ten Tätigkeit noch knapp zu 40
%
arbeitsfähig, aber
es müsse etwas unter
nom
men werden, um die 40%ige Arbeitsfähigkeit zu erhalten (Urk. 6/
154/3-6
).
3.
3
I
m polydisziplinären (internistisch-rheumatologisch-psychiatrischen) Gutachten der MEDAS
vom 1
2.
März 2013 (Urk.
6/190)
diag
nostizierten
die Gutachter
mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit
eine unvoll
ständig remittierte depressive Störung, leicht bis mittelgradig (ICD-10: F32.8), seit Oktober 2010, eine dysfunktionale Krankheitsverarbeitung bei psychosozi
a
len Faktoren und
Somatisierungstendenzen
(ICD-10: F54), ebenfalls seit Okto
ber
2010, ein
chronifiziertes
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10: M42.16),
bestehend seit mindestens 2002, sowie ein generalisiertes
Weicht
eil
schmerzsyndrom
(ICD-10: M79.90)
. Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit massen sie der Hypothyreose bei vermuteter Autoimmunthyr
e
o
i
d
itis,
Erst
diag
nose
im Jahr 2006, zu (Urk. 6/190/25).
Der rheumatologischen Beurteilung
ist zu
entnehmen,
auf oberflächlichsten Druck beziehungsweise auf
Berührung, seien ausgedehnte
Weichteildruck
do
lenzen
auslösbar. Dies am Schulter- und Beckengürtel, entlang der ganzen Wirbelsäule, im Bereich der Vorderarmmuskelgruppen, der Ober- und
Unter
schen
kelmuskelgruppen
.
Weder anamnestisch noch klinisch fänden sich Hin
weise auf eine
inflammatorische
Grundlage dieser Weichteilbeschwerden, das generali
sierte Weichteilschmerzsyndrom sei zu ausgedehnt, um von einem klassischen
Fibromyalgiesyndrom
sprechen zu können
.
Das
Weichteilschmerz
syndrom
gehe nicht mit einer alltagsrelevanten Bewegungs- oder
Funktions
einschränkung
der peripheren Gelenke, der Hals-
,
der Brust- und der oberen Hälfte der
Lendenwir
belsäule
einher.
An der unteren Hälfte der
Lendenwirbel
säule
liege eine leichte bis mittelgradige Bewegungsrestriktion ohne Zeichen einer aktiven
Neurokom
pression
vor. Die im Jahr 2007 angefertigten Röntgen
aufnahmen zeigten eine fortgeschrittene
Osteochondrose
L4/5 und eine
lum
bosakrale
Übergangsanoma
lie
L5/S
1.
Somit ergebe sich eine mittelgradige Ein
schränkung der zumutbaren Belastbarkeit des Achsenskeletts und eine leichte bis mittelgradige Einschrän
kung der allgemeinen Leistungsfähigkeit infolge des chronischen
Schmerzsyn
droms
und der allgemeinen
Dekonditionierung
. Für eine leichte Arbeitstätigkeit in rückenergonomischer Durchführung
liege eine volle
Arbeitsfähigkeit
von
acht Stunden pro Tag mit einer qualitativen
Leis
tungsminderung
von
maximal 25
%
vor
. Die aktuelle Arbeitsstelle sei
rücken
ergonomisch
ungünstig,
da die Beschwerdeführerin in sitzender Haltung Patien
ten das Essen verabreichen müsse.
D
ie Arbeitsfähigkeit
liege
bei vier Stunden pro Tag
beziehungsweise bei 50
%
ohne
zusätzliche Leistungsminderung
(Urk. 6/190/24, Urk. 6/190/
27-28
, Urk. 6/190/40-
42
).
Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin im Befund nervös, weine immer wieder, insistiere sehr auf das gegenwärtige Arbeitsverhältnis und wirke teilweise leicht überfordert. Die Konzentration sei fraglich reduziert, Prob
l
eme
mit dem Gedächtnis seien allenfalls situationsbedingt, teilweise
würden
die Schwierigkeiten auch sehr deutlich präsentiert
wirken
. Aufgrund des psycho
pathologischen Befundes präsentiere sich eine unvollständig remittierte depres
sive Episode.
Eine somatoforme Schmerzstörung liege nicht vor, beispielsweise finde sich die klassische
Multisomatoformität
nicht, die Beschwerdeführerin bringe sehr klar auch selbst die psychosozialen Faktoren mit ins Spiel und es fehle an Klagen über ganz unzureichend begründbare Beschwerden, auch wenn eine Schmerzausweitung bestehe. Die Krankheitsverarbeitung der Lumbago sei aufgrund anhaltenden Stresserlebens, der depressiven Störung sowie anhal
tende
r Konflikte
am Arbeitsplatz eingeschränkt. Eine Aggravation scheine nicht im Vordergrund zu stehen. Die depressiven Kognitionen und die somatische Schmerzsituation würden sich gegenseitig verstärken. Aus psychiatrischer Sicht bestehe am gegenwärtigen Arbeitsplatz
, der konfliktbeladen und nur begrenzt anpassbar erscheine,
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Für die gleiche Arbeit jedoch an einem Arbeitsplatz ohne Vorgeschichte betrage die Arbeitsfähigkeit 70
%
. Für eine Verweistätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähig
keit
von 80
% gegeben, welche durch eine
Optimierung der antidepressiven
Therapie
und gegebenenfalls mit teilstationärer Behandlung und Einsatz von Reintegrationsmassnahmen seitens der IV
auch auf 100
%
steigerbar
wäre
(Urk. 6/190/24-25
, Urk. 6/190/
21, Urk. 6/190/
28
, Urk. 6/190/54-
55, Urk. 6/190/59-60
,
Urk. 6/190/67-68
).
Bei der internistischen Untersuchung hätten sich keine wesentlichen Auffällig
keiten gezeigt und die Schilddrüse sei
palpatorisch
unauffällig gewesen. In der Labordiagnostik hätten die peripheren Schilddrüsenhormone im unteren
Norm
bereich
gelegen und der TSH-Wert sei erhöht gewesen. Falls eine gute Compli
ance in Bezug auf die Thyroxin-Einnahme vorausgesetzt werde, sei die
Hor
mondosis
zu niedrig und anzupassen. Die wahrscheinlichste Ursache der Unterfunktion sei eine
Autoimmunthyreoiditis
, welche sich in praktisch allen Fäl
len mit Substitution gut behandeln lasse
. Eine Hypothyreose könne durchaus Beschwerden im Sinne auch einer Depression verursachen, das Ausmass der von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden könne aber nicht alleine der Hypothyreose zugeordnet werden. Bei optimaler Thyroxin-Therapie und unter
endokrinologischer
Kontrolle ergebe sich aufgrund der behandelten
Auto
immunthyr
e
oi
d
itis
keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit.
Die Beschwer
de
führerin habe vor allem über ihre Arbeitssituation geklagt. Sie werde seit zwei Jahren von einer Vorgesetzten mehr oder weniger schikaniert beziehungsweise gemobbt und gehe häufig weinend zur Arbeit. Die Rückenbeschwerden seien nach den Angaben der Beschwerdeführerin etwas besser, da sie nicht mehr schwer heben, sich bücken oder rückenbelastend arbeiten müsse. Bei der Un
ter
suchung habe sie leidend gewirkt und fast jede Funktionsprüfung mit Hän
den abgewehrt und gegengespannt
(Urk. 6/190/26-27)
.
In der Gesamtbeurteilung
aus interdisziplinärer Sicht
hiel
ten die Gutachter
fest
,
vor allem aufgrund
d
es
lumbospondylogenen
Syndroms seien nur körperlich leichte Tätigkeiten in wechselnder Position und in rückenergonomisch korrekter Ausführung zumutbar
(Urk. 6/190/28)
.
Optimal angepasst sei eine körperlich leichte Tätigkeit in wechselnder Position, nach rückenergonomischen Kriterien, ohne häufiges Bücken, ohne Arbeiten in vornübergebeugter Stellung, ohne längeres Sitzen oder Stehen, mit wenig Stresserleben und einem freundlichen
Ar
beitsklima
(Urk. 6/190/31). Eine solche Tätigkeit sei
aktuell
während sechs bis sechsei
nhalb Stunden pro Tag zumutbar
(Urk. 6/190/32)
.
S
olange die depressive Störung noch nicht ausreichend behandelt sei, sei die Arbeitsfähigkeit für eine Verweistätigkeit mit 80
%
anzu
setzen, wobei die qualitative
Leistungsmin
de
rung
bereits berücksichtigt sei
(Urk. 6/190/29)
. Zu
m
Krankheitswert
des psychi
schen Leidens
merkten die Gutachter an, es lägen zwar erhebliche psychosoziale Faktoren vor, doch würden diese das Krankheits
bild der depressiven Störung nicht überwiegen (Urk. 6/190/3
0
).
Bezogen auf ein 100%-Pensum bestehe auf
grund der chronischen Schmerzen sowie der
Dekon
ditionierung
eine um 20 bis 25
%
verminderte Leistungsfähigkeit (Urk. 6/190/32).
Eine Optimierung der Arbeitsfähigkeit scheine möglich durch eine komplexere
Psychopharmako
-Strategie. Sinnvoll könnten zudem
sozio
therapeutische
Massnahmen wie ein tagesklinischer Aufenthalt zur Neuorien
tierung sowie intensive medizinische Trainingstherapie und Bewegungsübungen sein. Nach Optimierung der
antide
pressiven
Therapie, gegebenenfalls
mit
über
gangsweise
teilstationärem Auf
enthalt und Einsatz von
Reintegrationsmass
nahmen
seitens der I
nvalidenver
sicherung
könnte durchaus eine volle A
rbeitsfähigkeit erreicht wer
den
.
Anders gesagt sei eine angepasste Tätigkeit
nach erfolgreichen psychiatri
schen
The
ra
piemassnahmen
auch während acht Stunden pro Tag
zumutbar
(Urk. 6/190/32)
.
Am bisherigen Arbeitsplatz betrage die Arbeitsfähigkeit 50
%
ohne zusätzliche Leistungsminderung, da häufig Patienten in sitzender Position
Mahlzeiten
ein
zugeben
seien, was rückenergonomisch nicht ideal sei,
sowie
wegen der konfliktbeladenen Vorgeschichte (Urk. 6/190/29
-30
).
Aufgrund der Depression bestehe nach der Aktenlage bereits seit Oktober 2010 konstant eine medizinisch begründete Ar
beitsunfähigkeit von 50
%
. Mit
e
ine
r
Verbesserung der Arbeits
fähigkeit
a
m bisherigen Arbeitsplatz sei aber
selbst mit rückenschonenderen Einsätzen nicht
zu rechnen (Urk. 6/190/31).
4.
4.1
RAD-Arzt
Dr.
med.
Dr.
rer
. pol.
D._
, Facharzt für Innere Medizin, schloss sich in seiner Stellungnahme vom 1
1.
April 2014 der im MEDAS-Gutachten vom 1
2.
März 2013 vorgenommenen Beurteilung an (Urk. 6/194/5-6).
Die IV-Stelle ging grundsätzlich
ebenfalls
von der Beweiskraft des
MEDAS
-Gutachtens aus,
übernahm
aber nicht sämtliche darin festgehalte
nen Einschränkungen, da sie sie teilweise nicht für invalidisierend hielt (Urk. 2).
Ein Abweichen der IV-Stelle von der gutachterlichen Beurteilung ist grundsätz
lich zulässig.
Durch aus rechtlicher Sicht begründetes Abweichen von der Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter verliert deren übrige Beur
teilung nicht ihren Beweiswert (Urteil des Bundesgerichts 9C
_106/2015 vom
1.
April 2015, E.
6.3). Bei der Beurteilung, wie sich
die
erhobenen gesundheit
lichen Beeinträchtigungen
auf
die Arbeitsfähigkeit
auswirken,
kommt
den medi
zinischen Experten
keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu
(BGE 140 V 193 E. 3.2).
4.2
Das Gutachten der MEDAS vom 1
2.
März 2013
ba
siert auf
den Vorakten
(Urk. 6/
190/1-17), berücksichtigte die Anamnese
(Urk. 6/
190/17-21
,
Urk.
6/190/50-53
), die fachärztlich erhobenen Befunde
(Urk. 6/190/21-23, Urk. 6/190/38-40
, Urk. 6/190/
54
-
57
) sowie die subjektiven An
gaben der Beschwerdeführerin zu ihrem Leiden
(Urk.
6/190/
20,
Urk.
6/
190/
37-38,
Urk. 6/
190/48-49)
. Sodann erfolgte eine interdisziplinäre Beurteilung und Beantwortung der gestellten Fragen
(Urk. 6/
190/25-34).
Dem von der Beschwerdeführerin angeführten BGE 141 V 330 E. 4.2 (vgl. Urk. 30 und Urk. 31) lässt sich
nicht
entnehmen, dass das MEDAS-Gutachten den behan
delnden Ärzten zur Stellungnahme zu unterbreiten gewesen wäre.
4.3
Aus somatischer
Sicht
wurden
das
chronifizierte
lumbospondylogene
Schmerz
syn
drom
(ICD-10: M42.16)
bei fortgeschrittener
Osteochondrose
L4/5 sowie bei einer
lumbosakralen
Übergangsanomalie L5/S1
sowie das generali
sierte
Weich
teilschmerzsyndrom
(ICD-10: M79.90) als die Arbeitsfähigkeit ein
schränkend beurteilt
(Urk. 6/
190/25
,
Urk.
6/190/41
).
Das
chronifizierte
lumbos
pondylogene
Schmerzsyndrom korreliert mit gewissen objektiven Befunden,
so mit
der fort
geschrittenen
Osteochondrose
und der
lumbosakralen
Über
gangsanomalie
, welche
mit
einer leichten bis mittelgradigen
Bewegungsrestrik
tion
der unteren Hälfte der
Lendenwirbelsäule
einhergehen
(Urk. 6/
190/41).
Die beschriebene Schmerz
haftig
keit der
Lendenwirbelsäule
bei Inklination,
Reklina
tion
und Seitenneigung
(Urk. 6/
190/39) ist somit objektiv
ausgewiesen
.
Die IV-Stelle durfte deshalb nicht
ohne Weiteres
davon ausgehen,
sämtliche Schmerzen seien
infolge der
Überwindbarkeits-Rechtsprechung
invalidenversicherungs
rechtlich
unbeachtlich
.
Unter anderem
infolge der chronischen Schmerzen
wurde
die allgemeine Leis
tungsfähigkeit
als
reduziert
erachtet
, wobei diese Einschränkung unter jenen auf somatischer Ebene aufgeführt wurde
(Urk. 6/
190/29)
.
4.4
Als weiteren Grund für die Reduktion der Leistungsfähigkeit gaben die Gutach
ter eine
Dekonditionierung
an (Urk. 6/190/29).
Die
dadurch verursachte
Leis
tungsminderung
berücksichtigte die
IV-Stelle nicht. Dies unter Hinweis darauf, dass die
Dekonditionierung
im Gebiet der Invalidenversicherung
praxisgemäss nicht zu berücksichtigen sei (Urk. 2 S. 3). In
etlich
en Fällen trifft diese Auf
fassung zu, da der
dekonditionierte
Zustand
in der Regel
mittels
rekon
d
i
tio
nieren
der
Massnahmen
verbessert werden kann und für die Invalidität eine Dauerhaf
tigkeit der Einschränkung vorausgesetzt wird (
Art.
8
Abs.
1
ATSG
)
. Im Übrigen ist eine
Dekonditionierung
für sich allein betrachtet keine Diagnose mit
Krank
heitswert
(
Urteil des Bundesgerichts
8C_456/2009 vom 2
8.
Juli
2009
,
E. 6)
.
Laut den Gutachtern ist die
Dekonditionierung
der Beschwerdeführerin aber durch die somatisch teilweise begründbaren Schmerzen verursacht beziehungs
weise mit ihnen assoziiert (Urk. 6/190/4
1)
.
Andrerseits sind die Beschwerden der Beschwerdeführerin nicht vollständig somatisch begründbar (Urk. 6/
190/60) und es ist angesichts der aus somatischer Sicht doch 100%igen Arbeitsfähigkeit in
optimal
angepasster Tätigkeit (Urk. 6/190/28)
naheliegend
er
, dass die
Dekon
ditionierung
nicht notwendigerweise mit den somatischen Beeinträchtigungen einhergeht
und damit nicht als invalidisierend
einzustufen ist
.
Hinzu kommt, dass der rheumatologische Gutachter das Weichteilschmerzsyndrom als Aus
druck einer
somatoformen
Schmerzstörung wertete (Urk. 6/190/41). Die Gut
achter massen ihm
insgesamt aber
dennoch Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit zu (Urk. 6/190/25
), wobei seine invalidisierende Wirkung angesichts seiner ätiologischen Unklarheit nach den in BGE 141 V 281 aufgestellten Indikatoren zu prüfen wäre.
Insgesamt bleibt un
sicher
, ob und in welchem Ausmass die
attestierte
Leistungsminderung
von 20 bis 25 Prozent
auch in angepasster Tätig
keit
tatsächlich auf objektivierbare somatische Leiden zurückzuführen ist.
4.
5
Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, das psychosomatische Leiden könne sich nicht invalidisierend auswirken, da es noch therapeutisch
angehbar
sei (Urk. 26 S. 1).
D
ass eine invalidisierende Wirkung nur
in Betracht fällt
, wenn die Störung schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
ist
,
entspricht der Praxis des
Bundesgericht
s
(BGE 141 V 281 E.
4.3.1.2). Indes wurde
im Gutachten postuliert, die antidepressive Therapie könne optimiert werden, etwa im Sinne einer komplexeren Psychopharmaka-Strategie mit
Spie
gelbe
stimmung
(Urk. 6/190/32, Urk. 6/190/66), wobei
aus dem Gutachten
nicht klar hervorgeht, ob auch die ätiologisch unklaren Bestandteile der Erkrankung der Beschwerdeführerin noch
angehbar
sind.
4.
6
Die Beschwerdeführerin machte geltend, das hiesige Gericht habe einen Wechsel des Arbeitsplatzes in Anbetracht des langjährigen Arbeitsverhältnisses und der Bemühungen des Arbeitgebers zur Arbeitsplatzanpassung für nicht zumutbar befunden (Urk. 1 S. 7 und S. 26, Urk. 23 S. 4, Urk. 33). Dieser Einwand trifft jedoch nicht zu. Mit Urteil IV.2007.00716 vom 3
1.
Oktober 2008 wies das Sozial
versicherungsgericht die Sache an die IV-Stelle zurück, da
mit sie prüfe, ob die Beschwerdeführerin bei ihrer bisherigen Arbeitgeberin op
timal einge
gliedert sei beziehungsweise ihre restliche Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpfe, und - falls nein - ob ihr im Rahmen der Pflicht zur
Selbst
eingliederung
die Aufgabe der aktuellen und die Ausübung einer anderen erwerblichen Beschäftigung zuzumuten sei (Urk. 6/54 E. 4.4).
Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vor
zukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenmin
derungspflicht (vgl. BGE 120 V 368 E. 6b, 117 V 275 E. 2b), wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; ZAK 1989 S. 214 E. 1c).
Da es vorliegend um Rentenleis
tungen geht,
sind an
die
Unz
umutbarkeit
eines Stellenwechsels hohe Anforde
rungen zu stellen
. Während sich die Beschwer
de
führerin im Zeitpunkt, als diese Frage aufgeworfen wurde, an ihrem lang
jäh
rigen Arbeitsplatz
speziell geborgen fühlte
und laut damaligem Gutachten aus psychischen Gründen auf diese Ge
borgenheit angewiesen war (Urk. 6/79/11), ist sie heute
durch ihren Arbeitsplatz
psychisch belastet
. Dieser
ist konfliktbeladen
(Urk. 6/190/29, Urk. 6/190/67-68).
Ein Arbeitsplatzwechsel ist somit angezeigt. Es sind keine Gründe ersichtlich, weswegen ein solcher nicht zumutbar wäre.
4.
7
Ob eine maximal mittelschwere depressive
Erkrankung
- allenfalls in Abwei
chung von der gutachterlichen Beurteilung - eine invalidisierende Wirkung aufweist, ist
unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des E
in
zelfall
s
zu prüfen
. Beachtung zu schenken ist
beispielsweise der Dauer und Ent
wicklung der psychischen Erkrankung,
dem Verhalten/Auftreten während der Begut
achtung, während einer allfälligen Psychotherapie, in Bezug auf die Ein
nahme von Psychopharmaka, während der hausärztlichen oder sonstigen Be
handlung, im Rahmen der Berufsberatung oder von beruflichen Massnahmen, während eines Abklärungsgesprächs;
in Betracht fallen
sodann
Tagesablauf,
Ta
gesge
stal
tung
, Familienengagement, Freizeitverhalten und eine allfällige noch besteh
ende Erwerbstätigkeit
(
Rahel Sager,
Die bundesgerichtliche Rechtspre
chung betreffend Depressionen
, SZS 2015, S. 322).
Daran ändert auch nichts, dass die
Depression möglicherweise durch die Hypothyreose mitverursacht ist (Urk. 6/190/
27), denn
Evidenz und Erheblichkeit sind stets - auch ausserhalb der unklaren Beschwerdebilder - nachzuweisen, damit ein Anspruch auf eine Dauerleistung der Invalidenversicherung geltend gemacht werden kann (BGE 139 V 547 E. 8.1).
Ob dies vorliegend der Fall ist, ist anhand der vorhandenen Anga
ben nicht abschliessend beurteilbar.
4.8
Mit den somatisch nicht erklärbaren Weichteilschmerzen (vgl. Urk. 6/190/41) sowie mit den
Somatisierungstendenzen
(Urk. 6/190/25) liegen
Beschwerde
bilder
vor, deren funktionelle Auswirkungen indirekt bewiesen werden müssen
, sofern sie überhaupt von ausreichender Schwere sind
.
Der psychiatrische Gut
achter führte aus, dass sicherlich auch der psychosoziale Kontext (
Arbeitslosig
keit des Mannes, Fremdverschulden im Sinne von „dieser Betrieb hat mich kaputt gemacht“, Migrationshintergrund) zur Symptomausweitung beigetragen habe (Urk. 6/190/60-61).
So schilderte die Beschwerdeführerin ihre Beschwerden trotz guter Konzentration und sehr gutem Sprachverständnis eher diffus und verwies immer wieder auf ihre Arbeitssituation (Urk. 6/190/21)
, wobei sie bei deren Schilderung fast ununterbrochen weinte (Urk. 6/190/18)
.
Das Vorliegen erheblicher psychosozialer Faktoren führt nicht dazu, dass keine invalidisie
rende Erkrankung vorliegen könnte. Insbesondere bei der anhaltenden Schmerz
störung (ICD-10: F45.4) liegt
gerade
ein entscheidendes Merkmal darin, dass sie in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belas
tungen auftritt, denen die Hauptrolle für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Auf
rechterhaltung der Schmerzen zukommt (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1).
Im Übrigen verstärken sich gemäss Gutachten die
depressiven Kognitionen und die soma
tische Schmerzsituation gegenseitig (Urk. 6/190/25).
Nach dem Gesagten kann
eine invalidisierende Wirkung dieser Beschwerden nicht von vornherein
ausge
schlossen
werden.
4.9
Insgesamt liegt ein aufgrund der Akten nicht klar abgrenzbares Gemisch aus somatischen, psychischen und
kausal
/ätiologisch
unklaren Beschwerden sowie psychosozialen Belastungsfaktoren vor. Die sich aus den unklaren Beschwerden,
insbesondere Schmerzen, ergebenden Einschränkungen wurden nicht ausrei
chend
von den somatischen sowie den psychischen Erkrankungen abgegrenzt
, obwohl ihnen ebenfalls Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen wurde
.
Ob die funktionellen Auswirkungen der von den Gutachtern gestellten Diagno
sen der
gestalt sind,
dass der Beschwerdeführerin
bloss noch eine
8
0%ige
optimal adap
tierte
Arbeits
tätigkeit
mit zudem eingeschränkter Leistungsfähig
keit
zumutbar wäre, bleibt gestützt auf die vorliegende Aktenlage unklar
.
Daher
sind
die mittels geänderter Rechtsprechung des Bun
desgerichts (BGE 141 V 281) postu
lierten beachtlichen Standardindikatoren
noch vollständig
zu erheben (vgl. BGE 141 V 281 E. 4) und anhand
von diesen
sind
die funktionellen Auswirkun
gen
der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage fest
zulegen.
4.10
Zusammenfassend ist m
ithin
mangels klarer Trennung der auf jeden Fall zu berücksichtigenden somatischen und den
je nach den Umständen
zu berück
sichtigenden übrigen Beschwerden
, wobei die
ätiologisch
unklaren Beschwerden ebenfalls unter den Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt wurden
(Urk. 6/
190/25) und somit wohl Einfluss auf die Beurteilung hatten,
eine abschliessende Beurteilung der Leistungs
fähig
keit
der Beschwerdeführerin
nicht möglich. Die Sache ist daher zwecks
weiterer
Abklärungen an die Be
schwerdegegne
rin zurück
zuweisen, damit diese den Sachverhalt unter Berück
sichtigung der neuen Rechtsprechung vervollständige. In diesem Sinne ist die Beschwerde gut
zu
heissen.
Die Beschwerdeführerin beantragt für den Fall einer Rückweisung, die IV-Stelle sei konkret zur Verfahrensbeschleunigung anzuweisen (Urk. 30 S. 3). Da es sich beim hiesigen Gericht nicht um die Aufsichtsbehörde der Beschwerdegegnerin handelt und auch sonst keine gesetzliche Grundlage vorhanden ist, worauf sich eine solche Anweisung stützen liesse, ist diesem Antrag nicht Folge zu leisten.
5.
5.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
8
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bi
s
IVG).
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen
(BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Die Prozessentschädigung wird vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das
Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
). Vorliegend ist eine Ent
schädigung von Fr.
3‘000
.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) ange
messen.