# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8b05e4c7-5e57-45e0-abf0-c45334a577f9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am 28. März 1973, und X._, geboren am 8. April 1972, heirateten am 4. Mai 2006 vor dem Zivilstandsamt D._. Aus dieser Ehe ging die Tochter A._, geboren am 18. Juli 2007, hervor.
B. Ende März/anfangs April 2012 trennten sich die Eheleute. Die Ehefrau blieb mit der Tochter A._ in der ehelichen Wohnung, während der Ehemann zum Bruder der Ehefrau an der B._ 16 in D._ zog.
C. Am 23. Mai 2012 liess Y._ beim Bezirksgerichtspräsidenten Plessur ein Gesuch um Erlass superprovisorischer eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin sie im Wesentlichen die Zuweisung der Obhut über die Tochter A._ unter Einräumung eines angemessenen Besuchsrechts für den Vater sowie die Verpflichtung von X._ zur Bezahlung eines monatlichen Unterhalts für die Monate Mai und Juni 2012 von je CHF 4‘000.00 an sich und die Tochter A._ beantragte. Darüber hinaus stellte sie das Begehren, X._ habe dem Gericht verschiedene Urkunden einzureichen, wie sämtliche Abrechnungen der Arbeitslosenkasse seit Januar 2012, Bemühungen bezüglich Arbeitserwerb, genaue Angaben über seine fixen Kosten sowie über sein Vermögen. Nach Vorliegen dieser Unterlagen sei Y._ die Möglichkeit einzuräumen, Anträge betreffend der vom Ehemann zu bezahlenden Unterhaltsbeiträge zu stellen. Schliesslich stellte sie den Antrag, es sei die Gütertrennung per 23. Mai 2012 anzuordnen.
D. Mit Entscheid vom 24. Mai 2012 wies das Bezirksgerichtspräsidium Plessur das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen ab und räumte X._ eine bis zum 14. Juni 2012 erstreckte Frist zur schriftlichen Stellungnahme ein.
E. In seiner Vernehmlassung vom 14. Juni 2012 erklärte sich X._ damit einverstanden, dass die Obhut über die Tochter A._ der Ehefrau zugewiesen wird, unter Einräumung eines angemessenen Besuchsrechts (jedes zweite Wochenende). Sodann sei ihm das Recht einzuräumen, mit der Tochter A._ drei Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen. Hinsichtlich des Unterhalts ersuchte er um Verpflichtung zur Zahlung von CHF 1‘750.00 für den Monat April 2012, CHF 1‘305.00 für den Monat Mai, CHF 1‘205.00 für den Monat Juni sowie (provisorisch) von CHF 3‘100.00 für den Monat Juli 2012. Davon sollen jeweils CHF 900.00 auf die Tochter A._ entfallen.
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F. Am 15. Juni 2012 fand eine mündliche Verhandlung vor dem Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur statt.
G. Mit Entscheid vom 25. Juni 2012, mitgeteilt am 26. Juni 2012, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur:
„1. Das Sistierungsgesuch des Ehemannes wird abgeschrieben.
2. Vorliegend wird von folgenden, anlässlich der Verhandlung vom 15.6.2012 erzielten Einigungen und Erklärungen der Parteien Vormerk genommen, nämlich, dass a. die Parteien übereinstimmend erklärt haben, seit dem 4.4.2012 getrennt zu leben, b. die eheliche Wohnung für die Dauer des Getrenntlebens der Ehefrau und der Tochter A._ zugeteilt wird.
Die Gesuche können in den entsprechenden Punkten abgeschrieben werden.
3. Die elterliche Obhut über A._, geboren am 18.7.2007, wird für die Dauer des Getrenntlebens der Mutter übertragen.
4. Der Ehemann und Vater ist berechtigt, A._ jedes zweite Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 17.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen und sie für drei Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
5. Der Ehemann wird verpflichtet, an den Unterhalt von Ehefrau und Tochter A._ für die Dauer des Getrenntlebens, erstmals für Juli 2012, im Voraus monatlich insgesamt CHF 3‘100.00 (für A._ CHF 900.00) zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen zu bezahlen.
6. Der Ehemann bezahlt der Ehefrau – nach deren Mitteilung ihrer Kontoverbindung per Mail – mit Valuta vom 18.6.2012 folgende Beiträge an den Unterhalt, wobei davon jeweils CHF 900.00 für den Unterhalt von A._ bestimmt sind:
a. Für April 2012 CHF 1‘750.00 b. Für Mai 2012 CHF 1‘305.00 c. Für Juni 2012 CHF 1‘205.00
Hinzu kommen für diese drei Monate gesetzliche und/oder vertragliche Kinder- bzw. Ausbildungszulagen, die der Ehemann der Ehefrau für den Unterhalt der Tochter zu leisten hat.
7. Zwischen den Parteien wird per 23.5.2012 die Gütertrennung angeordnet.
8. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1‘500.00 gehen je hälftig zu Lasten der Ehegatten und sind dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen. Eine ausseramtliche Entschädigung wird nicht zugesprochen.

## Considerations