# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1991ea09-96a8-4cc5-9345-7778b0841f6f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1958,
selbständiger
Maler und Tapezierer,
war ab 1
4.
Juni 2008 aufgrund akut aufgetretener Schmerzen im Nacken mit Aus
strahlungen in den linken Arm
ganz oder teilweise
krankgeschrieben und bezog Taggelder der Zürich Versicherungsgesellschaft (
Urk.
9/18, 9/22-23). Am
1
5.
Januar 2009
meldete er sich
zum Leistungsbezug in Form von Umschulung und Arbeitsvermittlung sowie allenfalls einer Invalidenrente bei der Invaliden
versicherung an
(
Urk.
9/10)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die berufli
chen und medizinischen Verhältnisse ab (
Urk.
9/1-2, 9/26
-30, 9/40).
Y._
AG führte vom 1
6.
Dezember 2008 bis
5.
Juni 2009 im Auftrag des Taggeldversicherers
eine Reha-Koordination
durch (vgl. Schlussbe
richt vom 1
1.
Juni 2009,
Urk.
9/36). Am 3
0.
Juni 2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten die Kostenübernahme für eine berufliche Abklärung in der
Organisation Z._
vom
3.
August bis 3
0.
Oktober 2009
mit (
Urk.
9/38
)
. Auf
deren
Empfeh
lung (vgl.
Urk.
9/45/10) erteilte die IV-Stelle dem Versicherten am 1
0.
November 2009 eine Kostengutsprache für ein Arbeitstraining in der
Organisation Z._
vom
2.
November 2009 bis 2
9.
Januar 2010 (
Urk.
9/46).
Am
8.
November 2009 stürzte der Versicherte von einem Stuhl und verletzte sich dabei am linken Arm und
an
der Schulter, was zum Abbruch der beruflichen Massnahme führte (
Urk.
9/56, 9/58).
Am
9.
März 2010 unterzog
er
sich im
Spital A._
einer diagnostischen Schulterarthroskopie links und einer
subakromialen
Bursoskopie
(
Urk.
9/73
, 9/117/26
). Mit Verfügung vom 2
8.
Mai 2010 stellte die Schweizerische Unfall
versicherungsanstalt (S
uva
) ihre Leistungen ein (
Urk.
9/76)
. Die IV-Stelle infor
mierte mit Schreiben vom
9.
Mai 2011 über die Kostengutsprache des nunmehr
vom
6.
Juni bis
2.
Oktober 2011
anberaumten Arbeitstrainings in der
Organisation Z._
(
Urk.
9/84; Bericht vom 2
9.
September 2011,
Urk.
9/99).
Am
2.
Juni 2011 und am 2
0.
Oktober 2011 suchte der Versicherte nach weiteren Stürzen die
Notfall
station
des Spitals
B._
auf
, wobei im Austrittsbericht zum ersten Ereignis eine Commotio cerebri mit/bei Synkope unklarer Ätiologie (
Urk.
9/128) und im Kurzbericht zum zweiten Ereignis (
Urk.
9/130) eine Schulterdistorsion links mit möglicher
Rotatorenmanschettenläsion
, ausgeprägte Verspannungen der
Schul
tergürtelmuskulatur
beidseits vorbestehend und eine Kniekontusion diag
nostiziert wurden.
Im Verlaufsbericht vom
2.
Dezember 2011
wies
der Hausarzt
Dr.
med.
C._
auf zwischenzeitlich hinzugetretene psychische Probleme hin (
Urk.
9/106)
.
Im Auftrag der IV-Stelle begutachtete
n
die Fachärztin für Innere Medizin, spezi
ell Rheumaerkrankungen,
Dr.
med.
D._
, und
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH fü
r Psychiatrie und Psychologie, z
ertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Chefarzt der Klinik
F._
,
den Versicherten
und beurteilten
seinen Ge
sund
heitszustand
bidisziplinär
(Gutachten vom
2.
Mai 2012,
Urk.
9/132
, und vom
6.
Juni 2012,
Urk.
9/135 und 9/136
).
Mit Vorbescheid vom 2
2.
August 2012 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sein Leistungsbe
ge
hren voraussichtlich abgelehnt w
erde, sei doch von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit auszugehen
(
Urk.
9/151). Auf den Einwand des zwischenzeitlich anwaltlich vertretenen Versicherten vom
2.
Novem
ber 2012 (
Urk.
9/166) hin, gab die IV-Stelle ein polydisziplinäres Gut
achten in Auftrag, welches über die Zuteilungsplattform
SuisseMED
@P
dem
Zentrum G._
zugeteilt wurde (
Urk.
9/173).
Am
5.
April 2013
unterzog sich der Versicherte einer
arth
roskopischen
Teilmeniskektomie
im
Spital A._
(vgl. Sachverhalt im Urteil
UV.2014.00012
vom
3
0.
Juli 2015
).
Gestützt auf die im Juni und Juli 2013 durchgeführten Untersuchungen erstattete das
Zentrum G._
sein Gutachten am 1
6.
Oktober 2013 (
Urk.
9/183).
Nach Einräumung des rechtlichen Gehörs hierzu (
Urk.
9/184, 9/185) hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom
4.
Februar 2014 am vorgesehenen Entscheid fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am 1
0.
März 2014 Beschwerde erheben und
eine umfassende neurologische, neuropsychologische und orthopädische Begutach
tung beantragen. Eventualiter sei der Invaliditätsgrad auf 84,1
%
festzusetzen und dem Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente auszurichten. Im Weite
ren liess er um
Bestellung von Rechtsanwältin
Hajek Saxer zur unentgeltlichen Rechtsvertreterin (
Urk.
1) sowie mit Eingabe vom 1
9.
März 2014 um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchen (
Urk.
6).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit der Vernehmlassung vom
7.
Mai 2014 auf Abweisung der Beschwer
de (
Urk.
8)
. Mit Urteil UV.2014
.00012 vom 3
0.
Juli 2015
wies das Sozialversicherungsgericht des Kanto
ns Zürich die Beschwerde
des Beschwerde
führers gegen den Einspracheen
tscheid der Suva vom 2
8.
November 2013, mit welchem
die Unfallversicherung
ihre Leistungspflicht für die als Rückfall zum Unfall vom 1
9.
Oktober 2011 gemeldeten Kniebeschwerden respektive die im Januar 2013 festge
stellte Meniskusläsion verneint hatte
, ab.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen
in diesem Verfahren
wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend ein
gegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit
diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
che
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid auf den Stand
punkt, dass gestützt auf das interdisziplinäre Gutachten des
Zentrums G._
erstellt sei, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei.
Den Einkommen
s
vergleich berechnete sie seitens des
Valideneinkommens
ge
stützt das dem individuellen Konto (IK) entnommene Durchschnitts
ein
kom
men der letzten fünf Jahre vor Eintritt des Ges
undheitsschaden
s
und stellte dasselbe einem statistisch erhobenen Invalideneinkommen
für Hilfsarbeiten gegenüber
, was zu keiner Erwerbseinbusse und damit zum Ausschluss eines Renten
an
spruchs führte (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen vorbringen, dass die Beur
teilung des
Zentrums G._
auf lediglich rudimentären Untersuchungen beruhe und
dass
sich die beteiligten Gutachter weder mit anderen ärztlichen Meinungen noch mit der Einschätzung der
Organisation
Z._
auseinandergesetzt hätten.
Auch sei der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich falsch.
Die beigezogenen Einkommen der letzten fünf Jahre würden grosse Unter
schie
de aufweisen, was zeige, dass er seine Arbeitskraft nicht immer voll aus
ge
schöpft habe.
Auch sei er nicht immer selbständig erwerbend gewesen, sondern habe wiederholt auch im Angestelltenverhältnis gearbeitet. Das hypothetische
Valideneinkommen
sei daher gestützt auf die Erhebungen des Bundesamtes für Statistik zu berechnen. Das Invalideneinkommen sei ausgehend von der von
Dr.
H._
bescheinigten 30%igen Arbeitsfähigkeit sowie unter Berücksichtigung
eines Leidensabzugs von 20
%
zu berechnen, was zu einer Invalidität von 84,1 % führe (
Urk.
1).
3.
3.1
Dem von der Beschwerdegegnerin einholten Gutachten des
Zentrums G._
vom 1
6.
Oktober 2013 (
Urk.
9/183) lagen eine internistische, eine orthopädisch-chi
rurgische, eine neurologische und eine neuropsychologische Beurteilung zugrun
de.
Ge
stützt sowie
unter Bezugnahme auf die Akten wurde die Vorgeschichte
im Gutachten des
Zentrums G._
wie folgt
zusammengefasst
(
Urk.
9/183/17 ff.):
Aktenkundig habe der Beschwerdeführer Anfang
Juni 2008 erstma
ls über zuneh
mende linksseitige
Zervikobrachialgien
geklagt
, welche schlussendlich zur Ni
ederlegung der Arbeitstätigkeit
als selb
ständiger Maler
geführt hätten (vgl. dazu
Urk.
9/18/3, 9/18/5)
. In einer am 1
7.
Juni
2008 durchgeführten MRI
-Ab
klärung
der
Halswirbelsäule (
HWS
) hätten
sich degenerative Veränderungen, i
nsbesondere eine
Osteochondrose
zwischen C4 und C6 mit Kompression der Wurzel C6 links
gezeigt. Der Beschwerdeführer habe
sich deshalb notfallmässig am 1
8.
Juni 2008 im Wirbelsäulenzentrum der
Klinik I._
vorgestellt
, wo die Diagnose eines
zervi
kospondylogenen
Schmerzsyndroms
gestellt und eine Wurzelinfi
ltration
empfohlen worden sei (
Urk.
9/27/6-7). Diese sei allerdings nicht durchgeführt worden.
Der
Beschwerdeführer habe s
ich von seinem Hausarzt
Dr.
C._
mit Physiothera
pie
und Medikamenten behandeln
lassen und
im August
2008 ver
sucht
, seine Tätigkeit
wieder zu 50
%
aufzunehmen, was aber zu einem R
ückfall der Schmerzen im Nacken und im Arm geführt habe, so dass
er wieder zu 1
00
%
arbeitsunfähig geschrieben worden sei (vgl.
Urk.
9/28) und
sich
darauf
hin im Januar 2009 bei der
der Invalidenversicherung
angemeldet
habe
.
Eine
neurologische Abklärung bei
Dr.
med.
J._
habe zur Bestätigung
ein
es
per
sistierenden
zervikoradikulären
Reizsyndrom
s C6 links
ohne
ele
ktroneuro
graphisch
nachweisbare
Veränderungen
geführt
.
In seinem Bericht
vom 1
6.
März 2009 habe
sich
Dr.
C._
aufgrund des bisherigen
Verlauf
s und der fehlenden Indikation für ein operatives Vorgehen
für berufliche Massnahmen ausgesprochen
, zumal er selber den
Be
schwerdeführer für eine
behinde
rungs
angepasste
Tätigkeit
als voll arbeitsfähig beurteilt habe (
Urk.
9/28
)
.
Daraufhin
habe der Beschwerdeführer
im August 2009 seine berufliche Abklä
rung in der Stiftung
Organisation Z._
begonnen, wo man allerdings schnell zum Schluss gekommen sei
, dass er nicht über
genügend kaufmännische
Grundkenntnisse
verfüge, um einer Bürotätigkeit nachzu
gehen, weswegen ein 3-monatiges
Ar
beits
training
empfohlen
worden sei (vgl.
Urk.
9/45).
Am
8.
November
2009
sei
d
er
Beschwerdeführer
in seinem eigenen Keller
ge
stürzt, als er stehend von
einem Stuhl
gefallen sei
,
und
habe
sich dabei eine Prellung der linken Schulter zu
ge
zog
en (
Urk.
9/56)
. Wegen
persistierender Schulterschmerzen links und
einer Exazerbation seiner
Nackenschmerzen
sei am 3
0.
November
2009 eine MR-
Arthrographie
der linken Schulter
durchgeführt
worden
, welche den Verdacht auf eine Labruml
äsion
ventrokranial
links erge
ben habe
. Im Bereich der HWS hätten
hingegen keine neu aufgetre
tenen
ossären
oder
ligamentären
Läsionen nachgewiesen werden
können
. Die segme
ntalen Dege
nerationen C4/C5 und C5/C6 seien
als stationär beschrieben
worden (
Urk.
9/65/7-8)
. Aufgrund pers
istierender Schulterbeschwerden sei am
9.
März 2010
im
Spital B._
eine diagnostische Schulterarthroskopie durchgeführt
wor
den, welche allerdings
unauffällige
artikuläre
Befunde erg
eben habe
, insbeson
de
re keine Anhaltspunkte für eine SLAP-Läsion.
Die im MRI beobachteten Unregelmässigkeiten
seien intraoperativ im
Rahmen einer Normvariante (sog. Buford-Komplex) interpretiert
worden (
Urk.
9/73
, 9/117/26, 9/117/32-33
). So sei der Fall
nach einer kreisärztlich
en Untersuchung bei
Dr.
med.
K._
im Mai 2010 von der
Suva
abgeschlossen wo
rden
(
Urk.
9/76, 9/117/19 ff.).
Kurz vor Wiederaufnahme seines
Arbeitstrain
ing
s
in der
Organisation Z._
i
n der Nacht vom
2.
auf den
3.
Juni
2011
sei er wegen einer Synkope im Spital
B._
zur weiteren Abklärung
auf Selbstzuweisung
hospitalisiert
worden, sei aber
bereits am
4.
Juni
201
1 wieder nach Hause entlassen worden
(
Urk.
9/128)
. In der
Folge
habe der Beschwerdeführer während seiner Abklärung in der
Organisation Z._
über zu
nehmende
Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich, verbunden mit
starken Kopfschmerzen,
Müdigkeit und Konzentrationsproblemen
geklagt
, weshalb er von
seinem Arzt 50
%
arbeitsunfähig geschrieben worden sei
. Wegen einer depressiven
Verstimmung, bedingt durch die
ständigen Schm
erzen
,
und der psychosozialen Belastungssituation sei
eine
antidepressive Therapi
e eingeführt
worden. Im Abschlussbericht der
Organisation Z._
sei festgehalten
worden
, dass der Beschwerdeführer
im kaufmännischen Bereich ei
nen Leistungsgrad von höchs
tens
20 bis 30
%
erreicht habe und daher in der freien Wir
tschaft nicht
vermit
telbar
sei,
weshalb die Prüfung
der Rentenfrage empfohlen worden sei (
Urk.
9/99).
Am 1
9.
Oktober 2011 sei
es zu einem erneuten Unfallereignis
gekommen
, dies
ma
l im Sinne eines Stolpersturzes
mit S
chulterdistorsion links und Kont
usion
des rechten Kniegelenkes
. I
m Spital
B._
seien
radiolo
gisch keine
Hinweise für
ossäre
Läsionen
gefu
nden
worden
(
Urk.
9/125, 9/130).
Im April 2012
habe
ei
ne
neurologische Verlaufskontrol
le bei
Dr.
J._
statt
ge
fun
den, der weder
klinisch noch elektrophysiologisch Anhaltspunkte für eine
axonale
, periphere Nervenläsion oder Plexus-Schädigung gefunden habe
und von einem reinen Wu
rzelreizsyndrom ausgegangen sei (
Urk.
9/120).
Auch in der MRI-Untersuchung der HWS
vom April 2012 habe
sich i
m Vergleich zur Vor
untersuchung
vom
November 2009 eine stationäre Spinalkanaleinengung auf Höhe C4 bis C6
ohne Hinweise für eine Myelopathie, aber mit einer möglichen Kompression
beziehungswiese
Irritation
der Nerv
enwurzeln C5 rechts und C6 beidseits
ergeben (
Urk.
9/118
)
.
Im Auftrag der I
nvalidenversicherung sei der Beschwerdeführer
rheumatolo
gis
ch von Frau
Dr.
D._
und psychiatrisch von
Dr.
E._
begutachtet
worden. Die Rheumatologin habe
als einzigen limitierenden Faktor di
e vermin
derte Funktion der HWS,
welche die anges
tammte Tätigkeit als Maler/
T
apezierer aufgrund der häufigen
Überkopfarbeiten und der
unergonomischen
Körperhal
tungen verunmögliche
, erkannt. In einer
behinderungsangepassten Tätigkeit wi
e zum Beispiel
als Auss
endienst-Mitarbeiter, Disponent oder Ausmesser sei
sie von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus
gegangen (
Urk.
9/132/45 ff.).
Dr.
E._
habe
eine Anpassungsstörung mit Sorgen, Anspannung un
d Ängs
ten,
Ärger und Stimmungseinbrüchen
diagnostiziert
(ICD-10: F43.23), welche
aber aus psychiatrischer Sicht
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedin
gen
würde.
Als w
eitere
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
habe
Dr.
E._
zudem einen schädlichen
Cannabis- und Nikotinkonsum sowie einen Zu
stand nach Kokain-Abhängigkeit festgestellt (
Urk.
9/135/f ff.).
Die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit von
Dr.
D._
und
Dr.
E._
lauteten in der interdisziplinären Zusammenfassung wie folgt (
Urk.
9/137/9 f.):
1.
Cervicospondylogenes
Syndrom links mehr als rechts bei
-
Degenerativen Veränderungen mit
-
Mittelgradiger
ossärer
Spinalkanaleinengung vor allem
C4/C5 und C5/C6 mit erheblicher Einengung des
Myelons
ohne Myelopathie und
-
leichtgradige
neuroforaminale
Einengungen C4/C5 rechts
und C5/C6
-
Ohne pathologischen neurologischen oder
elektorphysiologischen
Befund
-
12/2009
-
Seit Jahren bildgebend weitgehend stationär
-
MRI 06/2008, 11/2009 und 04/2012
.
3.2
Im
Zentrum G._
schlossen die zuständigen ärztlichen Fachpersonen im Rahmen der Gesamtbeurteilung auf ein chronisches
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom link
s
betont bei/mit Diskushernien C4/C5 mit Irritation der Nerv
enwurzeln C5 und C6 links,
eine mittelgradige
ossäre
Spinalkanaleinengung zwischen C4 und C6 sowie eine
neuroforaminale
Kompression C4/C5 ohne motorische Ausfall
symptomatik. Hinweise auf eine Myelopathie wurden ebenfalls verneint. In Über
einstimmung mit den Schlussfolgerungen von
Dr.
D._
und
Dr.
E._
wurde den Dia
g
n
osen des schädlichen Cannabis- und
Nikotinge
brauchs
und dem Zustand nach Kokainabhängigkeit ebenso
wenig Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit beigemessen wie der gemischten
Hyperlipidämie
u
nd dem Sta
tus nach Schleudertrau
ma links am
8.
November 2009 mit normalem
arth
roskopischem
Befund am
9.
März 2010 bei
kongenitaler Normvariante sowie
einer begin
nen
den, medial betonten Gonarthrose im Bereich des rechten Knie
gelenks
(
Urk.
9/183/56).
Das aktuelle Hauptproblem des Beschwerdeführers seien anamnestisch nach wie vor seine Schmerzen im Nacken- und Schultergürtelbereich links. Es handle sich dabei um Dauerschmerzen variabl
er Intensität. Sie
würden linksseitig in den ganzen Arm
bis in den Mittel- und Ringfinger der linken Hand
ausstrahlen
. In letzter Zeit habe er auch eine Verlagerung der Schmerzen auf der rechten Seite bemerkt. Am schlimmsten sei es, wenn er den Arm über die Horizontale hebe oder versuche, etwas Schweres zu tragen. Die Schmerzmittel würden etwas hel
fen, jedoch die Schmerzen nie ganz verschwinden lassen. Er mache zu Hause noch gymnastische Übungen, die er in der Physiotherapie gelernt habe. Seine aktuelle Situation belaste ihn sehr, weshalb er vor zirka einem Jahr eine Gesprächstherapie begonnen habe (
Urk.
9
/
183/59 f.).
Die chirurgisch-ort
h
opädische Untersuchung habe eine
endgradig
eingeschränk
te Beweglichkeit der HWS sowie eine deutliche Bewegungseinschränkung beider Schultergelenke für die Seithebung und die Anteversion beidseits gezeigt. Im Rahmen der Untersuchung der Schultergelenke habe sich aber eine deutliche Gegeninnervation von Seiten des Beschwerdeführers gezeigt
. Im Rahmen der Entkleidung hätten beide Schultern bis 150° abgespreizt und bis 140°
anteflek
tiert
werden können ohne jedwede Schmerz-/Beschwerdeäusserung. Bei der kli
nischen Untersuchung habe sich
dagegen recht
s eine Anteversion von 80
bei einer Abduktion von 90°, linksseitig eine Anteversion von 90 bei einer Abduk
tion von 90° gezeigt. Hinweise für eine
Rotatorenmanschettenverletzung
fehl
t
e
n
in den bildgebenden Unterlagen. Trotz der degenerativen Veränderungen im HWS-Bereich lägen keine Sensibilitätsstörungen in den entsprechenden
Der
matomen
und keine objektiv nachweisbare Kraftminderung in den einzelnen Kennmuskeln vor. Hinsichtlich der Beschwerden im Bereich der HWS bestünden zwar die radiologisch
be
schriebenen degenerativen Veränderungen, jedoch ohne motorische oder sensible Ausfallsymptome. Der Handeinsatz sei bei der Unter
suchung beidseits normal; die Gebrauch
s
spuren an den Fingern stammten gemäss Angaben des Beschwerdeführers von seiner künstlerischen Tätigkeit als Hobbymaler im eigenen Atelier. Dies sei durchaus plausibel, zeige jedoch, dass er aktuell beide Hände lang und ausdauernd einsetzen könne
. Aus chiru
rgisch-orthopädischer Sicht erge
be sich eine Einschränkung hinsichtlich der Funktion der HWS; Tätigkeiten mit repetitiver
Kopfumwendung
beziehungsweise Arbei
ten mit Kopfhaltung im Nacken seien nur noch eingeschränkt möglich (
Urk.
9/
183/
45 f.).
In der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich Leistungseinbussen in der tonischen, in der gerichteten sowie in der geteilten
Aufmerksam
keits
leis
tung
, wo der Beschwerdeführer mit einem zu langsamen Arbeitstempo bei jedoch fehlerfreier Leistung gearbeitet habe, gezeigt.
Weiter
fänden sich
Leis
tungseinbussen
im Bereich der Lern- und Gedächtnisleistungen und der figura
len Ideenproduktion. Eine ätiologische Zuordnung sei nicht abschliessend mög
lich. Als wahrscheinlichste Ursache sei der langjährige
Substanzabusus
von Cannabis und Kokain anzunehmen. Ein Einfluss der selbstanamnestischen Kopftraumata bleibe fraglich. Eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der neuropsychologischen Einschränkungen wurde in der
zusammenfassenden Beurteilung ausgeschlossen
(
Urk.
9/183/53
und 9/183/61 f.
).
Bei der neurologischen Untersuchung sei der
radikuläre
Schmerz der HWS bei bekannter Diskushernie in Höhe C5/C6 links mit entsprechender
Schmerzver
teilung
in den genannten
Dermatomen
im Mittelpunkt gestanden. Auch hier wurden sensible oder motorische Ausfälle oder Asymmetrien der
Muskeleigen
reflexe
verneint. Schmerzbedingt
bestehe
eine Einschränkung in der Beweglich
keit des linken Armes, so dass eine schmerzfreie Bewegung des linken Armes nur bis zur Horizontalen möglich sei. Der Beschwerdeführer sei jedoch Rechts
händer
. Die angest
ammte Tätigkeit als Maler und T
apezierer
s
e
i
mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit nicht mehr geeignet. Für behinderungsangepasste Tätigkeiten ohne repeti
tiv
e Belastungen des linken Armes und ohne regelmäs
sige Überkopfarbeiten stehe hingegen nicht
s
im Wege (
Urk.
9/183/55 f.)
In der zusammenfassenden Beurteilung wurde der Beschwerdeführer für eine mittelschwere Tätigkeit mit Heben von Lasten bis 15 Kilogramm ohne zeitliche
Limitierung als
zu 100
%
arbeitsfähig erachtet. Belastende Körperhaltungen, insbesondere Zwangshaltungen im Bereich der HWS, repetitives Heben des lin
ken Armes und Überkopfarbeiten sollten dabei vermieden werden. Angepasst wären zum Beispiel Tätigkeiten als Berater in einem Baumarkt ode
r als
Aussen
dienstmitarbeiter
.
Retrospektiv sei überwiegend wahrscheinlich, dass der Be
schwer
deführer seit Beginn der HWS-Symptomatik im Juni 2008 dauerhaft in seiner Arbeitsfähigkeit als Maler und Tapezierer eingeschränkt gewesen sei.
D
iese Einschätzung decke sich mit derjenigen von
Dr.
D._
und
Dr.
E._
(
Urk.
9/183/62 f.).
4.
4.1
In Würdigung der medizinischen Akten ist zunächst festzuhalten, dass die ärztli
chen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner angestammten Tätigkeit dahingehend übereinstimmen, dass die Arbeit als Maler/Ta
pezierer seit Juni 2008 aufgrund der HWS-Problematik nicht oder nur noch sehr eingeschränkt zumutbar ist.
4.2
Was die Einschätzung der Auswirkungen der unbestritten vorliegenden
und im Vordergrund stehenden
degenerativen Veränderungen im Bereich C4 bis C6 mit Spinalkanaleinengung vor allem C4/C5 und C5/C6 sowie Irritationen der
Ner
venwurzeln
C5 und C6 anbelangt, schlossen die beteiligten Gutachter des
Zentrums G._
wie auch
Dr.
D._
eine Myelopathie
übereinstimmend aus. Auch sensible oder motorische Ausfälle wurden überzeugend verneint. Dass sich die Proble
matik in der HWS im Wesentlichen in einem Wurzelreizsyndrom erschöpft, entsprach im Übrigen bereits der Beurteilung des
Spitals B._
vom 1
5.
Dezember 2009 (
Urk.
9/117/91 f.). Hinweise auf eine Myelopathie fehlten ausserdem im MRI des Instituts
L._
vom 1
9.
April 2012 (
Urk.
9/118).
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 6)
lassen die Akten
zu
dem auf keine erhebliche Verschlechterung in Bezug auf die Kompression des
Myelons
seit Sommer 2008 schliessen. Im MRI vom 1
9.
A
pril 2012 zeigte sich zwar eine
leichtgradig
progrediente
neuroforaminale
Einen
gung C4-C
5.
Die
ossäre
Spinalkanaleinengung mit Punktum
maximum
auf Niveau C4-C5 und
C5-C6 mit Kompression des
cervicalen
Myelons
wurde dage
gen als etwa stationär beurteilt (
Urk.
9/118). Der Vergleich des MRI vom 3
0.
November 2009 mit den Aufnahmen vom 1
7.
Juni 2008 ergab zudem eine unverändert
leichtgradige
Kompression des zervikalen
Myelons
auf Höhe C5/C6 und eine etwa stationäre
foraminale
Stenose C4/C5
(
Urk.
9/124/2-3
)
. Angesichts der bildgebenden
und klinischen
Befunde erweist sich der Schluss des
Zentrums G._
und vo
n
Dr.
D._
, wonach rheumatologisch
von der HWS-Problematik
her
seit Juni 2008
ein im Wesentlichen
unveränderter Zustand vorliege,
als begründet und
wird durch die Beurteilungen des Neurologen
Dr.
J._
vom
1
9.
März 2010 (
Urk.
9/117/40) und vom 1
8.
April 2012 (
Urk.
9/120/1-3) bestätigt.
Dr.
J._
schloss in beiden Berichten auf ein
radikuläres
Reizsyndrom C5-C8 linksbetont. E
inen Wurzelausfall, eine Nervenläsion oder einen
Plexusschaden
verneinte er und erhob
– ebenfalls in Übereinstimmung mit den Erhebungen des
Zentrums G._
–
weit
gehend unauffällige Befunde. Eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigte er nicht (
Urk.
9/117/40). Auch
Dr.
K._
erachtete die HWS-Problematik trotz Wurzelreizung und unbestrittener Schmerzhaftigkeit am
3.
Mai 2010 als nicht dramatisch (
Urk.
9/117/22).
Damit aber stimmen die Gutachter des
Zentrums G._
,
Dr.
D._
,
Dr.
J._
und
Dr.
K._
in der Beurteilung der
Schwere der HWS-Beschwerden im Wesentlichen überein.
Auch
Dr.
C._
sprach sich noch in seinem Bericht vom 1
6.
März 2009 für eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus;
radikuläre
Ausfälle verneinte er, auch seien die Schmerzen ohne Belastung nicht massiv (
Urk.
9/28)
.
4.3
Die sodann von ihm attestierte Verschlechterung mit einer Senkung der Arbeits
fähigkeit auf maximal 30
%
m
it Bericht vom
2.
Dezember 2011
begründete
Dr.
C._
letztlich
im Wesentlichen mit einer psychischen Verschlechterung. Der Beschwerdeführer sei im Juli 2011 nah an einem Nervenzusammenbruch gewesen,
habe
deshalb auch psychiatrische Behandlung und antidepressive Medikation
benötigt
(
Urk.
9/106). Die von
Dr.
C._
erwähnte
Anpassungsstö
rung
findet zwar Bestätigung im Gutachten von
Dr.
E._
vom
6.
Juni 2012, jedoch legte
dies
er in überzeugender Auseinandersetzung mit den Akten und
den
Befunden dar, dass der Be
s
chwerdeführer im Verlauf
des Jahres
2011 höchstens kurzdauernd an einer depressiven Anpassungsstörung gelitten habe (
Urk.
9/135/8).
Damit korrespondiert
, dass der Beschwerdeführe
r die gemäss Bericht der
Organisation Z._
M
itte August 2011 begonnene Psychotherapie (vgl.
Urk.
9/99 S. ) offensichtlich nach kurzer Zeit wieder aufgegeben hatte, lag die letzte Konsultation gemäss telefonischer Auskunft des Psychiaters
Dr.
med.
M._
vom 2
7.
Februar 2012
doch
dannzumal bereits
weit zurück (
Urk.
9/108).
De
s Weitern lassen die Akten
nicht auf eine längerdauernde Verschlechterung mit anhaltender Arbeitsunfähigkeit infolge einer der diversen Unfälle des Beschwer
deführers schliessen. Das Ereignis
vom
8.
November 2009 mit der Schulterprellung links wurde von der Suva nach der diagnostischen
Schulter
arthroskopie
vom
9.
März 2010 per 3
1.
Mai 2010
versicherungsrechtlich
fol
genlos abgeschlossen (
Urk.
9/76, 9/117/19 ff.)
.
Nach der
notfallmässige
n
Selbst
zuweisung
vom
2.
Juni 2011 ins Spital
B._
wurde der Beschwerdeführer
bereits
am
4.
Juni 2011 in gutem
Allgemeinzustand entlassen mit der Empfeh
lung, sich
einige Tag
e körperlich zu schonen
. Die HWS wurde im
Austrittsbe
richt
vom
3.
Juni 2011 als nicht
druckdolent
und uneingeschränkt beweglich sowie schmerzfrei bezeichnet (
Urk.
9/128/1-2).
Der Sturz vom 2
0.
Oktober 2011 mit Schulterdistorsion links und Sturz auf das rechte Knie zog gemäss Aktenlage wohl eine vorübergehende Verschlechterung des Schulterproblematik
sowie Knieschmerzen
nach sich (vgl.
Urk.
9/130). Dem Bericht von
Dr.
C._
vom
2.
Dezember 2011 sind diesbezüglich jedoch bereits keine konkreten Beschwerden mehr zu entnehmen (
Urk.
9/106/3-4)
und
Dr.
D._
erhob am 1
6.
April 2012 von Seiten der Schultergelenke
Normal
befunde
(
Urk.
9/132/39). Auch wurde der Beschwerdeführer in Bezug auf die Unfallfolgen
bereits
ab
6.
Februar 2012 von
Dr.
C._
wieder zu 100
%
arbeitsfähig geschrieben (vgl. Sachverhal
t im Urteil UV.2014.00012 vom 3
0.
Juli 2015
). Letztlich
lassen weder die Akten noch die Vorbringen des
Beschwerdeführer
s
im Zusammenhang mit der am
5.
April 2013 durchgeführten
Teilmeniskektomie
medial im rechten Kniegele
nk
(vgl. ebenfalls Sachverhalt im oben erwähnten Urteil UV.2014.00012
) auf eine dauerhafte Einschränkung schliessen.
4.4
Zusammenfassend erweist sich das Gutachten des
Zentrums G._
als nachvollziehbar begründete Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und steht mit der übrigen medizinischen Aktenlage grossmehrheitlich im Einklang. Dass die ärztliche Einschätzung der
Arbeitsfä
higkeit von der
Einschätzung der Abklärungspersonen der
Organisation Z._
abweicht, ändert hieran nicht
s
. Zwar kann
beruflichen Abklärungsberichten
re
chtspre
chungsgemäss
nicht ohne W
eiteres jegliche Aussagekraft abgesprochen werden (Urteil
des Bundesgerichts
9C_833/2007 vom
4.
Juli 2008 E. 3.3.2). Die ab
schlies
sende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit obliegt jedoch grundsätzlich dem Facharzt oder der Fachärztin (Urteil
des Bundesgerichts
9C_624/2009 vom
7.
Oktober 2009 E.
4.1.1). Wie der Be
schwerdeführer richtig vorbringen lässt
, wurde im Bericht der
Organisation Z._
vom
2
9.
September 2011
eine
Präsenzzeit von 5 Stunden täglich bei einem Leistungsgrad von 20 bis 30
%
im kaufmännischen Bereich als realistisch
angesehen
(
Urk.
9/99/8)
. Diese Einschätzung ist indessen schon deshalb nicht geeignet, die Beweiskraft des Gutac
htens der
Zentrums G._
in Bezug auf die Arbeitsfä
higkeit und die Verwertbarkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG; BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70) ernsthaft in Frage zu stellen, weil
sie ganz wesentlich dem dannzumal vorübergehend reduzierten psychischen Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers Rechnung trug und zudem
einzig
Bezug auf
eine
rein
kaufmännische T
ätigkeit nimmt
; zu anderen angepassten Tätigkeiten gibt
d
er
Bericht der
Organisation Z._
keine Auskunft.
Zudem bezog
die Einschätzung der
Organisation Z._
auch
psychosoziale Gründe mit ein
(vgl.
Urk.
9/99/7), welche indes regelmässig invalidenversicherungsrechtlich nicht zu berücksichtigen sind
(
BGE 130 V 352
E. 2.2.5; Urteile
des Bundesgerichts
8C_144/2010 vom
4.
August 2010 E. 3.2 und 9C_511/2009 vom 3
0.
November 2009 E. 4.3.1).
Weitere Umstände, welche die Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens des
Zentrums G._
in Frage stellen, fehlen. Insbesondere vermögen die mit der Beschwerde eingereichten, unbegründeten ärztlichen Zeugnisse von
Dr.
C._
vom 1
0.
Juni und 1
3.
November 2013 (
Urk.
3/9-10) keine andere Sichtweise zu vermitteln.
Auch
stellen
die
vom Beschwerdeführer behauptete
n
Einschränkungen
die ärzt
lich erhobenen
Befunde
nicht in
Frage
.
4.5
Zusammenfassend stützte sich die Beschwerdegegnerin damit zu Recht auf die Beurteilung des
Zentrums G._
. Entsprechend ist erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Juni 2008 zwar nicht mehr in seiner angestammten, jedoch in einer angepass
ten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist. Aufgrund seiner Einschränkungen im Bereich der HWS sind Tätigkeit
en
mit repetitiver
Kopfumwendung
beziehungs
weise Arbeiten mit Kopfhaltung im Nacken nur noch eingesch
r
änkt möglich. Für mittelschwere Tätigkeiten mit Heben von Lasten bis zu 15 Kilogramm
ohne Zwangshaltungen im Bereich der HWS, ohne repetitive Belastungen des linken Armes und ohne regelmässige Überkopfarbeiten ist er
jedoch
zu 100
%
arbeits
fähig.
5.
5.1
Zu prüfen bleiben di
e erwerblichen Auswirkungen des festgestellten
Ge
sund
heitsschadens
und der daraus resultierenden Resta
rbeitsfähigkeit.
5.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das hypothetische
Valideneinkommen
gestützt
auf
das
bis 2012 der Nominallohnentwicklung angepasste
Durchschnittsein
kommen
der Jahre 2002 bis 2006
gemäss IK-Auszug vom 2
8.
Januar 2009
und errechnete hieraus ein Einkommen von
Fr.
41‘681.60 (vgl.
Urk.
2 S. 2, 9/16/1-5,
9/147, 9/148/8
)
. Zu Gunsten des Beschwerdeführers verzichtete sie auf eine Korrektur dieser Berechnung gestützt auf den später eingeholten IK-Auszug vom 2
1.
Januar 2014 (
Urk.
9/190/2-5), welcher für die Jahre 2004 und 2005 lediglich noch Ein
kommen von
Fr.
3‘832.-- und Fr.
8‘307.
-- pro Jahr
auswies. Unberücksicht
igt blieb in der Berechnung
auch
das
Einkommen 2007 von
Fr.
44‘800.--.
5.3
5.3.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausge
glichenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Fest
setzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
5.3.2
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbständig erwerbstätig gewese
nen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) ersichtlichen Löhne herangezogen werden. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den wäh
rend einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
Bei selbständig Erwerbenden wird namentlich dann nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit anzunehmen ist, dass der Versicherte im Gesundheitsfall seine nicht einträgliche selbständige Tätigkeit aufgegeben und eine besser
ent
löhnte
andere Tätigkeit angenommen hätte, oder dann, wenn die vor der
Gesundheits
beeinträchtigung
ausgeübte selbständige Tätigkeit wegen ihrer kur
zen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des
Valideneinkom
mens
dar
stellt, zumal in den ersten Jahren nach Aufnahme der selbständigen Erwerbstä
tigkeit üblicherweise aus verschiedenen Gründen (hohe
Abschrei
bungs
quote
auf Neuinvestitionen usw.) die Betriebsgewinne gering sind.
Wenn sich hingegen der Versicherte, auch als seine Arbeitsfähigkeit noch nicht beeinträchtigt war, über mehrere Jahre hinweg mit einem bescheidenen Ein
kommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit begnügt hat, ist dieses für die Fest
legung des
Valideneinkommens
massgebend, selbst wenn besser
entlöhnte
Erwerbs
möglichkeiten bestanden hätten. Das Bundesgericht hat denn auch eine Parallelisierung der Einkommen bei selbständig Erwerbenden in der Regel abgelehnt (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 2
9.
März 2012 E. 4.4 mit Hinweisen auf
BGE 135 V 58
E. 3.4.6-7).
5.4
Gemäss
IK-Auszug vom 2
1.
Januar 2014
rechnete der Beschwerdeführer seit 1978 mit kurzen Unterbrüchen in den Jahren 1982 bis 1985 und 1992 bis 1993 sein Einkommen als
Selbständigerwerbender
ab
(
Urk.
9/190). Im Lebenslauf wies
er sich seit 1979 als
selbständigerwerbender
Maler und Tapezierer aus (
Urk.
9/34), ebenso im
berufsberaterischen
Erstgespräch bei der
Beschwerdegeg
nerin
vom 1
4.
Mai 2009 (
Urk.
9/40/2)
. Neben Einkünften aus selbständig erwer
bender Tätigkeit sind dem IK-Auszug unregelmässige, kleinere Nebeneinkünfte aus Angestelltenverhältnissen zu entnehmen
, welche sich wohl aus dem Aus
tausch mit ebenfalls selbständig erwerbenden Beru
fskollegen erklären (vgl. dazu
Urk.
9/40/3).
Gemäss den im IK-Auszug ausgewiesenen Einkommen begnügte sich der Beschwerdeführer über all die Jahre mit einer äusserst bescheidenen Erwerbstä
tigkeit,
welche
durchschnittlich betrachtet keine Existenzsicherung
zuliess. Der von ihm anlässlich des
berufsberaterischen
Erstgesprächs vom 1
4.
Mai 2009 behauptete letzte Lohn von
Fr.
94‘958.--
(vgl.
Urk.
9/40/2) korrespondiert in keine
r Weise mit den Akten.
Zwar ist durchaus denkbar, dass der effektive Lohn des Beschwerdeführers höher als der AHV-rechtlich abgerechnete
, möglicher
weise stark steueroptimierte
Lohn war
. Der Beschwerdeführer lässt hierzu jedoch nichts vorbringen und es ist nicht Sache der Verwaltung, eigentliche Nachfor
schungen ohne entsprechende Anhaltspunkte zu betreiben (BGE 110 V 48 E.
4a).
Auch geht es nicht an
, Einkünfte bei den Sozialversicherungsbeiträgen nicht anzugeben und sie dann im Versicherungsfall trotzdem geltend zu machen (
Art.
2
Abs.
2 ZGB; Urteil
des Bundesgerichts
8C_930/2012 vom 2
5.
Januar 20132 E. 4.1).
Weiter
fehlen
Anhaltspunkte,
welche darauf schliessen liessen
, dass
d
er
Beschwer
deführer
im Gesundheitsfalle seine
langjährige
selbständige Erwerbs
tätigkeit mutmasslich a
ufgegeben hätte
.
Entsprechend stützte sich die
Be
schwer
degegnerin
für die Berechnung des hypothetischen
Valideneinkom
mens
zu Recht auf die im IK-Auszug ausgewiesenen Einkommen.
Angesichts der erheblichen Schwankungen
der
selben
in den Jahren vor
Eintritt der Invali
dität
errechnete sie ausserdem richtigerweise den Durchschnitt aus mehreren Jahren
(Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
Hätte sie
ihrer Berechnung
jedoch den aktuellsten IK-Auszug vom 2
1.
Januar 2014 zugrunde gelegt und die darin
erheblich
nach unten korrigier
ten Einkommenszahlen der Jahre 2004 und 2005, wäre das
Valideneinkommen
noch deutlich tiefer ausgefallen, als in der angefochtenen Verfü
gung ange
nommen
.
Entsprechend erübrigen sich weitere Ausfüh
rungen zum Einkommensvergleich. D
enn selbst wenn b
ei der Ermittlung des für den Einkommensvergleich rele
vanten hypothetischen Invalideneinkommens
, welches
die Vorinstanz zu Recht
gestützt auf die
standardi
sierten monatlichen Bruttolöhne
gemäss der Schwei
zerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
errechnete,
ein sogenannt
leidensbe
ding
ter
Abzug vom statistisch
en Lohn in der maximalen Höhe von 25
% gewährt wür
de
(vgl.
hiezu
BGE 126 V 75 ff.), resultierte hieraus noch keine
Er
werbs
ein
busse
, geschweige denn ein Anspruch auf eine Invalidenrente.
Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer auf
zu
erlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung aber einst
weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6
.2
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers weist in der einge
reich
ten
Kosten
note
vom
1
1.
August 2015
(
Urk.
12/2
) für das vorliegende Verfah
ren einen Zeitaufwand von
7
Stunden
und 30 Minuten aus
und Barauslagen
von
Fr.
56.--
aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Beim gerichtsüblichen
Stun
den
ansatz
von Fr. 200.-- bis Ende 2015 und
Fr.
220.-- ab
1.
Januar 2015 resultiert daraus eine Entschädigung von Fr.
1‘691.30
(inklusive
Barauslagen
Mehrwertsteuer).