# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 90b12088-21ec-4d83-a75a-5630062df979
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Criminal Procedure

## Facts

I. Sachverhalt
A. Am _ 2018, um 11:24 Uhr, wurde mit dem auf X._ eingelösten Personenwagen der Marke Audi, _, auf der Autostrasse A_ im Südportal des Tunnels "A._", Gemeindegebiet O.1_, Fahrtrichtung O.2_, die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h nach Abzug der Toleranz von 6 km/h um 17 km/h überschritten.
B. In der Folge stellte die Kantonspolizei Graubünden mit Schreiben vom 14. Mai 2018 X._ eine Busse in Höhe von CHF 240.00 in Rechnung, zahlbar innert 30 Tagen. Trotz Erinnerungsschreiben vom 25. Juni 2018 wurde die Busse auch innert der erstreckten Frist nicht beglichen, weshalb die Kantonspolizei den Sachverhalt mit Rapport vom 6. August 2018 bei der Staatsanwaltschaft Graubünden zur Anzeige brachte.
C. Mit Valuta vom 27. August 2018 beglich X._ die Busse im Betrag von CHF 240.00.
D. Mit Strafbefehl vom 3. September 2018, mitgeteilt am 10. September 2018, erkannte die Staatsanwaltschaft Graubünden X._ wegen Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 SVG schuldig und bestrafte ihn mit einer Busse von CHF 240.00. Ausserdem wurden X._ Barauslagen und Gebühren von CHF 205.00 auferlegt. In der Begründung wurde u.a. angeführt, das verspätete Begleichen der Busse vermöge den ordentlichen Abschluss des nach Ablauf der Zahlungsfrist gesetzeskonform eröffneten Verfahrens nicht zu hemmen (Art. 6 Abs. 3 OBG).
E. X._ erhob gegen den Strafbefehl mit Eingabe vom 11. September 2018 fristgerecht Einsprache bei der Staatsanwaltschaft. Darin bestritt er, den Bussbescheid erhalten zu haben. Auch die Zahlungserinnerung habe er erst viel später erhalten und dann die Busse sofort bezahlt. Die Schreiben seien nicht mit eingeschriebener Post versandt worden. Nach weiteren Abklärungen teilte die Staatsanwaltschaft X._ mit Schreiben vom 3. Oktober 2018 den Abschluss der Untersuchung mit und stellte in Aussicht, den Strafbefehl an das zuständige Gericht zu überweisen.
F. Mit Verfügung vom 29. November 2018, mitgeteilt am 30. November 2018, hielt die Staatsanwaltschaft Graubünden gestützt auf Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO am Strafbefehl fest und überwies diesen gestützt auf Art. 356 Abs. 1 StPO an das Regionalgericht Imboden, welches auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Durchführung des schriftlichen Verfahrens anordnete.
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G. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Imboden fand am 26. März 2019 ohne Parteivortritt statt.
H. Mit Beschluss vom 26. März 2019, mitgeteilt am 8. Juli 2019, fällte das Regionalgericht Imboden folgenden Entscheid:
1. Das Regionalgericht Imboden stellt fest, dass der Strafbefehl vom 3. September 2018 im Schuld- und Strafpunkt rechtskräftig geworden ist.
2. Die Einsprache vom 11. September 2019 [recte: 2018] betreffend die Auferlegung der Verfahrenskosten wird abgewiesen und der Strafbefehl ist in diesem Punkt gültig.
3. a. Die Kosten des Verfahrens von CHF 5'255.00 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 755.00, Gerichtsgebühren CHF 4'500.00) gehen zu Lasten von X._.
b. X._ schuldet dem Regionalgericht Imboden folglich:
Busse CHF 240.00 Verfahrenskosten CHF 5'255.00 abzgl. Zahlung vom 27.08.2018 CHF -240.00
Total CHF 5'255.00

## Considerations