# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8f1c5b4e-8ef5-4f5b-b9f3-4907b9a0b849
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2000
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. A arbeitete seit dem 9. Mai 1977 als Hausangestellter und seit dem 1. Januar 1991 als Equipenleiter im Haus-/Reinigungsdienst des Spital C. Mit Verfügung vom 17. Dezember 1998 entzog ihm das Spital per 1. April 1999 diese Führungsfunktion und setzte ihn wieder als normalen Hausangestellten ein, weil er einer ihm unterstellten Mitarbeiterin die geforderte Hilfe gegenüber sexuellen Übergriffen nicht gewährt, sondern ihre Situation ausgenützt und seinerseits unerwünschte Annäherungsversuche unternommen habe.
II. Hiergegen erhob A am 20. Dezember 1998 Rekurs mit der Folge, dass er weiterhin in seiner bisherigen Funktion tätig blieb. Am 19. Juli 2000 entschied die Gesundheitsdirektion über den Rekurs wie folgt:
"I. Der Rekurs von A gegen die Verfügung des Spital C vom 17. Dezember 1998 betreffend Entzug der Führungsfunktion wird gutgeheissen.
II. Die dreimonatige Kündigungsfrist beginnt ab Mitteilung der Verfügung zu laufen. Das Arbeitsverhältnis als Equipenleiter wird auf Ende eines Monats aufgelöst.
III. Es wird davon Vormerk genommen, dass das Spital C A als Hausangestellten beschäftigt. Das Spital wird angewiesen, den Lohn festzulegen.
IV. Das Spital wird angewiesen, dem Rekurrenten eine Entschädigung in der Höhe der dreimaligen Differenz (Monatslohn Equipenleiter minus Monatslohn Hausangestellter) zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen ab Zustellung dieses Entscheids.
....."
Als zulässiges Rechtsmittel wurde die Beschwerde an das Verwaltungsgericht genannt und festgehalten, dass dieser keine aufschiebende Wirkung zukomme. Aus der Begründung ist festzuhalten: Auf das beim Inkrafttreten des Personalgesetzes (vom 27. September 1998; PG) am 1. Juli 1999 bereits gekündigte, aber noch nicht aufgelöste Arbeitsverhältnis sei noch die Verordnung über das Dienstverhältnis der Angestellten der Verwaltung vom 26.
Juni 1991 (AngestelltenV) anwendbar. Die Vorinstanz habe nicht eine Kündigung, sondern die mildere Sanktion der Rückversetzung als geeignete Massnahme angesehen. Aufgrund der vorliegenden Akten und nachdem D, die A beschuldigt habe, zu weiteren Aussagen nicht mehr bereit sei, lasse sich der Sachverhalt nicht mehr hinreichend klären und der zur Gehörswahrung gebotene Einbezug von A in das Untersuchungsverfahren nicht mehr bewerkstelligen, weshalb der Rekurs gutzuheissen sei. Der Entzug der Führungsfunktion stelle eine Änderungskündigung dar; die Kündigungsfrist (6 Monate; vgl. act. 8/42) laufe ab Eröffnung des Rekursentscheids. Wie bei einer Kündigung führe die Gutheissung des Rekurses nicht zur Weiterbeschäftigung in der bisherigen Funktion, sondern lediglich zu einer Entschädigung, welche aufgrund der Verweisung von § 52 AngestelltenV nach den Grundsätzen von Art. 336a des Obligationenrechts (OR) zu bemessen sei, wobei sich – was näher begründet wird – die Festsetzung der Entschädigung auf das Dreifache der Differenz zwischen dem bisherigen und dem Lohn in der tieferen Funktion als angemessen erweise.
III. Gegen den Rekursentscheid liess A am 19. September 2000 Disziplinarrekurs an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, die Rückstufung aufzuheben und den Rekurrenten wie bisher zu besolden; eventuell sei die Pönalentschädigung auf zwei volle Monatslöhne festzusetzen. Die Kosten seien der Gegenpartei aufzuerlegen und diese zur Bezahlung der (im Detail belegten) Vertretungskosten des Rekurrenten zu verpflichten.
Zur Begründung wurde vorgebracht, die Rückstufung stelle eine Disziplinarmassnahme dar, welche das Verwaltungsgericht uneingeschränkt überprüfen und insbesondere auch aufheben könne, da keiner der Tatbestände von § 80 Abs. 2 VRG gegeben sei. Falls das Gericht gleichwohl nur eine Entschädigung zusprechen könne, sei sie auf drei (sic!) volle Monatslöhne festzusetzen, da die Entschädigung von insgesamt Fr. 900.-, welche die Vorinstanz zugesprochen habe, den Umständen in keiner Weise Rechnung trage.
Die Vorinstanz liess am 24. Oktober 2000 Abweisung der "Beschwerde" beantragen. Das Spital C als Rekursgegner liess sich nicht vernehmen.

## Considerations

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: