# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a40f6f24-b359-49ef-91d3-a16a2f45466d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ sel. (Vermieter) und die X._GmbH (Mieterin) schlossen am 30. Juli 2008 einen Mietvertrag betreffend die Halle im Erdgeschoss samt Eingangsbereich sowie Einstellraum und Vorplatz auf der Parzelle Nr. _, _strasse, in O.1_, ab. Die Parteien vereinbarten einen jährlichen Mietzins von Fr. 126'000.-- pro Jahr, zahlbar vierteljährlich im Voraus jeweils Fr. 31'500.--.
B. Am 1. November 2010 kündigte Rechtsanwalt Riet Ganzoni namens und im Auftrag der Erben von Y._ sel. das Mietverhältnis aus wichtigem Grund mittels amtlichen Formulars für die Kündigung von Wohn- und Geschäftsräumen per 31. Mai 2011. Die X._GmbH stellte sich in der Folge auf den Standpunkt, dass die Kündigung nichtig sei.
C. Daraufhin machten die Erben von Y._ sel. am 10. Februar 2011 eine Klage anhängig, wonach festzustellen sei, dass die von der Vermieterschaft ausgesprochene Kündigung des Mietvertrags rechtsgültig sei. Die X._GmbH verlangte widerklageweise die Feststellung der Nichtigkeit. Mit Urteil vom 10. März 2015 bestätigte das Bundesgericht letztinstanzlich die Rechtsgültigkeit der Kündigung (4A_379/2014).
D.1. Mit Eingabe vom 19. März 2015 machte die Erbengemeinschaft Y._ sel., bestehend aus A._ und B._, beim Bezirksgericht Maloja ein gegen die X._GmbH gerichtetes Begehren um Mieterausweisung gemäss Art. 257 ZPO anhängig. In der Begründung machten sie geltend, dass sie den Mietvertrag vom 30. Juli 2008 aus wichtigen Gründen auf den 31. Mai 2011 gekündigt hätten und das Bundesgericht die Rechtsgültigkeit dieser Kündigung mit Urteil vom 10. März 2015 letztinstanzlich bestätigt habe. Sie habe der Gesuchsgegnerin mit Schreiben vom 11. März 2015 eine Frist zur Räumung des Mietobjekts bis zum 18. März 2015 angesetzt. Letztere habe es jedoch unterlassen, dieser Aufforderung nachzukommen und befinde sich nach wie vor im Mietobjekt.
2. Nachdem der Gegenseite vom Bezirksgericht Maloja zweimal ein Fristerstreckungsgesuch bewilligt worden war, reichte die Erbengemeinschaft Y._ sel. mit Eingabe vom 4. Mai 2015 Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen den Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja ein. Mit Entscheid der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 4. August 2015 wurde die Beschwerde gutgeheissen und eine Verletzung des Beschleunigungsgebots
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festgestellt. Zugleich wurde der Bezirksgerichtspräsident Maloja angewiesen, das am 19. März 2015 anhängig gemachte Mieterausweisungsverfahren unverzüglich an die Hand zu nehmen und den Vorgaben des summarischen Verfahrens entsprechend innert angemessener Frist einen Entscheid zu fällen (ZK2 15 25).
3. Zwischenzeitlich hatte die X._GmbH mit Eingabe vom 18. Juni 2015 dem Bezirksgericht Maloja ihre Stellungnahme vorgelegt, in welcher die Anträge gestellt wurden, auf das Gesuch sei nicht einzutreten, eventualiter sei es abzuweisen, subeventualiter sei ihr eine Frist zur Räumung des Mietobjekts bis am 1. Mai 2016 zu gewähren.
E. Nach Abschluss des Rechtsverzögerungsbeschwerdeverfahrens reichten A._ und B._ am 20. August 2015 ihre replizierende Stellungnahme zum Mieterausweisungsgesuch vom 19. März 2015 ein, während die duplizierende Stellungnahme der X._GmbH vom 10. September 2015 datiert.
F. Mit Entscheid vom 23. September 2015, mitgeteilt am 14. Oktober 2015, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja wie folgt:
"1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Gesuchsgegnerin verpflichtet, die Halle im Erdgeschoss samt Eingangsbereich und Einstellraum in der Liegenschaft Nr. _, Grundbuch O.1_, an der _strasse, O.1_, den Gesuchstellern bis spätestens 31. Oktober 2015 zurückzugeben.
2. Die Gesuchsteller sind bei Säumnis der Gesuchsgegnerin berechtigt, die Liegenschaft zu räumen oder durch Dritte räumen zu lassen unter Kostenfolge zulasten der Gesuchsgegnerin.
Für die Liegenschaftsräumung kann Polizeigewalt in Anspruch genommen werden (vgl. Art. 343 Abs. 3 ZPO).
3. Diese Anweisung an die Gesuchsgegnerin ergeht unter ausdrücklicher Androhung der Straffolge nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
4. Die Gerichtskosten von CHF 2'000.- gehen zu Lasten der Gesuchsgegnerin. Sie werden mit dem seitens der Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschuss verrechnet unter Erteilung des Regressrechts auf die Gesuchsgegnerin.
5. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die Gesuchsteller mit CHF 3'032.95, inkl. MwSt., ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations