# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f022e21f-fbfd-48ce-a5d3-c1c2a91f1ab6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ (vormals X._), geboren am _1976, L.1_ Staatsangehörige, und Y._, geboren am _1971, von O.1_, heirateten am 25. April 2003 vor dem Zivilstandsamt O.2_. Die Ehe blieb kinderlos. X._ besitzt seit einigen Jahren die schweizerische Staatsangehörigkeit.
B. Am 21. April 2014 stellte X._ beim Bezirksgericht Landquart ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnamen. Sie stellte folgende Anträge:
"1. Es sei festzustellen, dass die Ehegatten berechtigt sind, getrennt zu leben.
2. Das eheliche Haus sei der Gesuchstellerin zur alleinigen Benützung zuzuweisen.
Der Gesuchsbeklagte (recte: Gesuchsgegner) sei unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB anzuweisen, das eheliche Wohnhaus unverzüglich zu verlassen und es ohne Einwilligung der Gesuchstellerin nicht mehr zu betreten.
3. Der Gesuchsbeklagte (recte: Gesuchsgegner) sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Gesuchstellerin einen monatlichen, monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 3'850.00 zu bezahlen.
Wir behalten uns ausdrücklich vor, das Rechtsbegehren zu rektifizieren, sobald der Gesuchsbeklagte (recte: Gesuchsgegner) seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen dargelegt hat.
4. Der Gesuchsbegklagte (recte: Gesuchsgegner) sei zu verpflichten, den Gerichtskostenvorschuss haftend auch für die Ehefrau zu erbringen. Des Weiteren sei er zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen Anwaltskostenvorschuss in Höhe von CHF 4'000.00 zuzüglich 8% Mwst. somit CHF 4'320.00 zu bezahlen.
5. Der Gesuchsbeklagte (recte: Gesuchsgegner) sei zu verpflichten i.S.v. Art. 170 ZGB, über seine Einkommens-, Vermögens- und Schuldenverhältnisse umfassend Auskunft zu erteilen. Insbesondere habe er folgende Urkunden zu edieren: - Aktueller Arbeitsvertrag - Lohnausweis 2014 - Lohnabrechnungen Januar bis April 2015 - Vollständige Auszüge über sämtliche Bankkonti vom 01.01.2013 bis dato
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsbeklagten (recte: Gesuchsgegner).
7. Es sei eine superprovisorische Verfügung zu erlassen und der Gesuchsbeklagte (recte: Gesuchsgegner) per sofort anzuweisen, das eheliche Haus unverzüglich zu verlassen."
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C. Gestützt auf Ziffer 7 des Rechtsbegehrens der Ehefrau erliess der Bezirksgerichtspräsident am 23. April 2015 eine prozessleitende Verfügung und superprovisorische Anordnung. Unter anderem wurde darin das eheliche Wohnhaus gestützt auf Art. 265 Abs. 1 ZPO bis zu einem anderslautenden Entscheid X._ zur alleinigen Benützung zugewiesen und Y._ eine Frist von 10 Tagen ab Empfang der Verfügung angesetzt, um das eheliche Wohnhaus - unter Mitnahme seiner persönlichen Gegenstände - zu verlassen. Diese Anordnung erfolgte unter der ausdrücklichen Strafandrohung von Art. 292 StGB.
D. In seiner Stellungnahme vom 1. Mai 2015 stellte Y._ folgende Anträge:
"1. Die Anträge gemäss Gesuch vom 21. April 2015 seien abzuweisen, soweit sie nachfolgenden Anträgen widersprechen.
2. Das eheliche Haus sei dem Gesuchsgegner zur alleinigen Benützung zuzuweisen.
Die Gesuchstellerin sei unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB anzuweisen, das eheliche Wohnhaus bis spätestens 15. Mai 2015 zu verlassen und es ohne Einwilligung des Gesuchsgegners nicht mehr zu betreten. Dabei sei sie zu berechtigen, ihre persönlichen Sachen mitzunehmen.
3. Die superprovisorische Anordnung gemäss prozessleitender Verfügung vom 12. April 2015, wonach der Gesuchsgegner das eheliche Wohnhaus bis kommenden Dienstag, 5. Mai 2015, zu verlassen habe, sei aufzuheben.
4. Es sei Vormerkung davon zu nehmen, dass beide Parteien wirtschaftlich selbständig sind und keineswegs auf Unterhaltsbeiträge der anderen Partei angewiesen sind.
5. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer zu Lasten der Gesuchstellerin."
Die Replik von X._ datiert vom 13. Mai 2015. Darin hielt sie an ihren Rechtsbegehren gemäss Eingabe vom 21. April 2015 fest. Die Duplik von Y._ datiert vom 29. Mai 2015, auch diese mit unveränderten Anträgen gemäss Vernehmlassung vom 1. Mai 2015.
E. Am 11. Juni 2015 fand in Anwesenheit der Parteien und ihrer Rechtsvertreter eine mündliche Verhandlung statt. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden, jedoch liess der Eheschutzrichter den Parteien gleichentags einen anlässlich der Verhandlung skizzierten Entwurf einer Trennungsvereinbarung zukommen. Die Parteien liessen sich in der Folge mehrfach dazu vernehmen, ohne jedoch eine Einigung zu erzielen.
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F. Da anlässlich der Eheschutzverhandlung aus zeitlichen Gründen keine Parteivorträge gehalten werden konnten, forderte der Bezirksgerichtspräsident Landquart zunächst die Ehefrau am 22. Juni 2015 auf, ihre Anträge schriftlich zu begründen. Die schriftliche Begründung datiert vom 6. Juli 2015. Dabei reduzierte X._ den bis anhin geforderten Unterhaltsbeitrag von CHF 3'850.00 auf CHF 2'730.00, rückwirkend seit Mai 2015. An ihren übrigen Rechtsbegehren hielt sie - soweit sie in der Zwischenzeit nicht obsolet geworden waren - unverändert fest.
Mit Eingabe vom 10. Juli 2015 stellte X._ sodann das Begehren, Y._ sei superprovisorisch zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Ehefrau einen monatlichen Beitrag von mindestens CHF 2'500.00 zu bezahlen, davon CHF 1'500.00 auf das Hypothekarkonto und CHF 1'000.00 an die Ehefrau für die Monate Mai, Juni und Juli 2015 und alsdann auch für den August 2015, sofern bis dahin keine Verfügung vorliege.
G. Mit Schreiben des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 9. Juli 2015 erhielt Y._ die Gelegenheit, seine schriftlichen Anträge zu begründen. Mit Eingabe vom 24. Juli 2015 stellte dieser folgende Rechtsbegehren:
"1. Die Anträge gemäss Gesuch vom 21. April und vom 6. Juli 2015 seien abzuweisen, soweit sie den nachfolgenden Anträgen widersprechen.
2. Das eheliche Haus sei spätestens per 1. April 2016 dem Gesuchsgegner zur alleinigen Benutzung zuzuweisen.
3. Es sei Vormerkung davon zu nehmen, dass der Gesuchsgegner bereit sei, an den Unterhalt seiner Noch-Ehefrau monatliche, im Voraus zahlbare Beiträge von Fr. 2'500.-- bis 31. März 2016 zu leisten. Es sei festzustellen, dass der Gesuchsgegner der Gesuchsgegnerin (recte: Gesuchstellerin) ab 1. April 2016 keinerlei Unterhaltsbeiträge mehr zu erbringen hat.
4. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer zu Lasten der Gesuchstellerin."
H. Mit Entscheid vom 29. September 2015, mitgeteilt am 2. Oktober 2015, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart wie folgt:
"1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 1. Mai 2015 getrennt leben.
2. Das eheliche Wohnhaus an der _strasse in O.2_ wird bis zum 30. März 2016 der Ehefrau und danach dem Ehemann zur alleinigen Benützung zugewiesen.
3. Y._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von X._ rückwirkend ab 1. Mai 2015 monatlich CHF 2'500.00 zu bezahlen. Davon sind CHF 1'500.00 auf das Hypothekarzinskonto und CHF 1'000.00 direkt an X._ zu überweisen. Die rückständigen Unterhaltsbeiträge sind
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innert 30 Tagen zahlbar und die künftigen Beiträge monatlich im Voraus.
Die Unterhaltsverpflichtung ist befristet bis und mit März 2016.
4.a) Die Gerichtskosten von CHF 3'000.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien.
b) Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations