# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4f8889bd-dab5-4f98-8be0-9f95af6d9670
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend mehrfache Nötigung etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 25. September 2019 (GG180154)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 12. Juli 2018 (Urk. 32)
ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 75 S. 43 f.)
"Es wird erkannt:
1. Das Verfahren gegen beide Beschuldigten betreffend Vorwurf der fahrlässigen Körperver-
letzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB wird eingestellt.
2. Die beiden Beschuldigten sind nicht schuldig der mehrfachen Nötigung im Sinne von Art.
181 StGB und werden freigesprochen.
3. Auf die zivilrechtlichen Ansprüche der Privatklägerschaft wird nicht eingetreten.
4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
Fr. 2'000.– ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 2'000.– Auslagen Untersuchung
Fr. 26'646.60 Kosten unentgeltlicher Rechtsvertreter Privatklägerschaft (Vorverfahren und Strafprozess, inkl. Barauslagen, inkl. MwSt)
Die Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen.
5. Der Beschuldigten B._ wird eine Prozessentschädigung von Fr. 11'717.35 für anwaltli-
che Verteidigung (nur Strafprozess) aus der Gerichtskasse zugesprochen.
6. Dem Beschuldigten C._ wird eine Prozessentschädigung von Fr. 11'631.60 für anwalt-
liche Verteidigung (nur Strafprozess) aus der Gerichtskasse zugesprochen.
7. Die Genugtuungsbegehren der beiden Beschuldigten werden abgewiesen.
8. (Mitteilungen)
9. (Rechtsmittel)"
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Berufungsanträge:
a) Der Privatklägerin (Urk. 106 S. 1):
1. B._ und C._ seien
- der fahrlässigen Körperverletzung i.S.v. Art. 125 Abs. 2 StGB, eventua-
liter der fahrlässigen einfachen Körperverletzung i.S.v. Art. 125 Abs. 1
StGB, sowie
- der Nötigung i.S.v. Art. 181 StGB
schuldig zu sprechen.
2. Sie seien grundsätzlich zu verpflichten, der Privatklägerin A._ Scha-
denersatz und Genugtuung zu bezahlen.
3. Sie seien zu verpflichten, der Privatklägerin die ihr im Vorverfahren entstan-
denen Anwaltskosten von Fr. 621.00 zu bezahlen.
4. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien den Beschuldigten aufzuerlegen.
5. Die Beschuldigten seien zu verpflichten, der Privatklägerin für das Beru-
fungsverfahren Anwaltskosten im Betrag von Fr. 15'980.90 (zuzüglich 7.7%
MwSt. zu bezahlen).
b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 82 S. 2):
(schriftlich)
Kein Antrag
c) Der Verteidigung der Beschuldigten B._ (Prot. II S. 8):
1. Die Berufung sei abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsklägerin.
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c) Der Verteidigung des Beschuldigten C._ (Urk. 109 S. 3):
1. Es sei die Berufung der Privatklägerin abzuweisen und das Urteil der
Vorinstanz zu bestätigen.
2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
3. Dem Beschuldigten C._ sei für das Berufungsverfahren eine Entschä-
digung im Umfang der eingereichten Honorarnoten zuzusprechen.

## Considerations

Erwägungen:
1. Prozessgeschichte
1.1. Gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil des Bezirksge-
richtes Zürich, 10. Abteilung – Einzelgericht, vom 25. September 2019, meldete
die Privatklägerin innert Frist am 8. Oktober 2019 Berufung an (Urk. 68/4 in Ver-
bindung mit Urk. 69). Das begründete Urteil der Vorinstanz wurde ihr am 16. Ja-
nuar 2020 zugestellt (Urk. 73/4), worauf sie am 27. Januar 2020 ihre Berufungs-
erklärung einreichte und gleichzeitig Beweisanträge stellte (Urk. 76).
1.2. Innert angesetzter Frist gemäss Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO verzichtete die
Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (fortan Staatsanwaltschaft) ausdrücklich auf Erhe-
bung einer Anschlussberufung, beantragte die Abweisung der Beweisanträge und
ersuchte um Dispensation von der Teilnahme an der Berufungsverhandlung
(Urk. 82). Die Beschuldigte B._ liess die Abweisung der Beweisanträge be-
antragen, ohne sich zu einer allfälligen Anschlussberufung zu äussern (Urk. 83),
während sich der Beschuldigte C._ zu beidem nicht vernehmen liess.
1.3. Die Beweisanträge der Privatklägerin wurden mit Präsidialverfügung vom
27. März 2020 abgewiesen (Urk. 85). Mit Eingabe vom 29. April 2021 reichte die
Privatklägerin ein von ihr bei Prof. Dr. D._ in Auftrag gegebenes Gutachten
bzw. eine "Stellungnahme zur internen Untersuchung" zu den Akten (Urk. 94 und
96). Dieses wurde den Verteidigern der Beschuldigten vor der Berufungsverhand-
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lung zugestellt (Urk. 98/1-2). Am 5. Mai 2021 wurden aktualisierte Strafregister-
auszüge über die Beschuldigten eingeholt (Urk. 102 und 103).
1.4. Zur Berufungsverhandlung sind die Beschuldigte B._ in Begleitung ih-
res erbetenen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. Y._, der Beschuldigte
C._ in Begleitung seiner erbetenen Verteidigerin, Rechtsanwältin lic. iur.
Z._ sowie der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin, Rechtsan-
walt lic. iur. X._, erschienen (Prot. II S. 5). Der Privatklägerin wurde im Vor-
feld der Berufungsverhandlung die Pflicht zum persönlichen Erscheinen erlassen
(Urk. 101/1). Der Staatsanwaltschaft war das Erscheinen freigestellt worden (Urk.
91). Das Urteil wurde im Anschluss an die Berufungsverhandlung gefällt und
mündlich eröffnet (Prot. II S. 14.).
2. Umfang der Berufung
Die Privatklägerin ficht die Einstellung des Verfahrens betreffend den Vorwurf der
fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB, den Freispruch
vom Vorwurf der mehrfachen Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB sowie den
Nichteintretensentscheid hinsichtlich ihrer Zivilansprüche an (Dispositivziffern 1
bis 3). Sodann bezeichnete sie auch die Dispositivziffern 5 bis 7 (Festsetzung der
Entschädigung der erbetenen Verteidigungen und Abweisung der Genugtuungs-
begehren der Beschuldigten) als angefochten, nicht aber die Dispositivziffer 4
(Festsetzung der Gerichtskosten und Kostenübernahme auf die Gerichtskasse).
Da im Falle einer Verurteilung die Kosten- und Entschädigungsregelung von Am-
tes wegen neu zu beurteilen ist (Art. 428 Abs. 3 StPO), ist vorliegend auch die
Dispositivziffer 4 nicht in Rechtskraft erwachsen. Hingegen ist nicht ersichtlich,
inwiefern die Privatklägerin durch die Abweisung der Genugtuungsansprüche der
Beschuldigten beschwert wäre, weshalb ihr diesbezüglich die Anfechtungslegiti-
mation (Art. 382 Abs. 1 StPO) abzusprechen und vorzumerken ist, dass diese
Dispositivziffer in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. Art. 402 StPO in Verbindung mit
Art. 437 StPO; BSK StPO-EUGSTER, 2. Aufl. 2014, N 1 f. zu Art. 402).
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3. Prozessuales
3.1. Die Privatklägervertretung erklärte anlässlich der Berufungsverhandlung an
den im Berufungsverfahren bereits gestellten Beweisanträgen festzuhalten (Prot.
II S. 7), ohne diese jedoch ergänzend zu begründen. Die seitens der Privatkläge-
rin in der Berufungserklärung vorgebrachten Beweisanträge, wurden mit Präsidi-
alverfügung vom 27. März 2020 abgewiesen (Urk. 85). An der Sachlage hat sich
seither nichts verändert, weshalb nach wie vor nicht ersichtlich ist, inwiefern die
gestellten Beweisanträge betreffend Edition der Personaldossiers der Beschuldig-
ten bzw. weiterer Unterlagen hinsichtlich der Ausbildung des Beschuldigten
C._ etwas Sachdienliches zur Erstellung des Anklagesachverhalts beitragen
könnten. Die Beweisanträge sind daher erneut abzuweisen.
3.2. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass hinsichtlich des Anklagevorwurfs
der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB der zur
Strafverfolgung notwendige Strafantrag fehlt, wobei vollumfänglich auf die zutref-
fenden Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden kann (Urk. 75
S. 9 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Mithin ist nachfolgend einzig zu prüfen, ob der in der
Anklageschrift geschilderte Sachverhalt – soweit beweismässig erstellbar – als
fahrlässige Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB zu qualifizieren
ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wird das Verfahren hinsichtlich dieses Tatge-
schehens einzustellen sein.
4. Sachverhalt
4.1. Wie bereits die Vorinstanz festgehalten hat (Urk. 75 S. 14), ist unbestritten,
dass die Beschuldigten die Privatklägerin bei der E._ Filiale in F._ auf-
gesucht haben, die Garderobe und Handtasche der Privatklägerin durchsucht ha-
ben und anschliessend mit ihr zur Befragung in die Zentrale nach G._ gefah-
ren sind. In G._ wurde die Privatklägerin über längere Zeit befragt, wobei
während der Befragung die Anzeigeerstattung bei der Polizei thematisiert wurde
und der Beschuldigte C._ während eines Befragungsunterbruchs auf seinem
Mobiltelefon mit der Polizei telefonierte. Zudem schrieb die Privatklägerin am En-
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de der Befragung auf einem Papier unbestrittenermassen drei Artikel samt Preis
auf und unterzeichnete dieses Blatt mit ihrem Namen.
4.2. Strittig ist, inwieweit die Privatklägerin mit den Kontrollen in F._ ein-
verstanden war, wie die nachfolgende Befragung in G._ im Einzelnen ablief
und wie das schriftliche "Geständnis" der Privatklägerin zustande kam. Insoweit
ist der massgebende Sachverhalt anhand der vorliegenden Beweismittel (vgl. die
entsprechende Auflistung im angefochtenen Urteil, Urk. 75 S. 15) zu erstellen.
4.3. Die Vorinstanz hat die bei der Beweiswürdigung zu beachtenden Grund-
sätze zutreffend dargestellt und auch den Inhalt der Beweismittel korrekt wieder-
gegeben (Urk. 75 S. 15 ff.). Hierauf kann ohne Einschränkungen verwiesen wer-
den (Art. 82 Abs. 4 StPO).
Ergänzend und mit Blick auf die Ausführungen der Privatklägerin anlässlich der
Berufungsverhandlung (Urk. 106 S. 2 ff.) ist zu erwähnen, dass es im vorliegen-
den Strafverfahren einzig darum geht, zu prüfen, ob der von der Staatsanwalt-
schaft zur Anklage gebrachte Sachverhalt erstellt ist. Bereits an dieser Stelle ist
daher zu betonen, dass die von der Privatklägerin bei Prof. D._ in Auftrag
gegebene "Stellungnahme" (Urk. 96) teilweise von Sachverhaltselementen aus-
geht, welche nicht Teil des Anklagesachverhalts sind bzw. nicht erstellt werden
können. So geht die "Stellungnahme" von Prof. D._ beispielsweise davon
aus, dass die Handtasche der Privatklägerin während der Fahrt nach G._ auf
dem Beifahrersitz gelegen sei, die Privatklägerin aber hinten neben der Beschul-
digten B._ habe sitzen müssen, was eine ungewohnte Anordnung darstelle
und einen hohen Mitteilungswert habe (Urk. 96 S. 10). In der Anklage wird jedoch
weder eine spezifische Sitzordnung noch eine konkrete Platzierung der Handta-
sche der Privatklägerin erwähnt. Dies wäre entsprechend im vorliegenden Straf-
verfahren, in welchem das Gericht an den Anklagesachverhalt gebunden ist (Art.
350 Abs. 1 StPO), unabhängig von der Relevanz nicht zu berücksichtigen. Ar-
beitsrechtliche oder persönlichkeitsrechtliche Fragestellungen sind im Übrigen –
sofern sie keine Auswirkungen auf strafrechtliche Aspekte haben – nicht zu prü-
fen. Ohnehin kommt der von der Privatklägerin bei Prof. D._ in Auftrag gege-
benen "Stellungnahme" als Privatgutachten nach konstanter Praxis des Bundes-
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gerichts nicht der gleiche Stellenwert wie einem behördlich eingeholten Gutachten
zu. Die Ergebnisse eines im Auftrag einer Partei erstellten Privatgutachtens ha-
ben lediglich die Bedeutung einer der freien Beweiswürdigung unterliegenden
Parteibehauptung bzw. eines Bestandteils der Parteivorbringen, nicht aber die
Qualität eines Beweismittels (BGE 141 IV 369, E. 6.2, BGE 132 III 83 E. 3.4; BGE
127 I 73 E. 3f/bb; vgl. auch BSK-HEER, N 6 zu Art. 189 StPO). Da es in der vorlie-
genden "Stellungnahme" zudem in erster Linie um rechtliche Aspekte geht, sind
die darin gezogenen Schlüsse zudem ohnehin von untergeordneter Bedeutung,
da das Gericht das Recht von Amtes wegen anwendet; es gilt der Grundsatz iura
novit curia (Art. 350 Abs. 1 StPO; vgl. auch BSK-HEER, N 4 zu Art. 182 StPO).
4.4. Seitens der Privatklägerin liegen ihr rund eine Woche nach der Befragung
durch die Mitarbeiter des E._-Sicherheitsdienstes unter Mithilfe ihrer Tochter
erstelltes Gedächtnisprotokoll (Urk. 2) sowie ihre untersuchungsrichterliche Ein-
vernahme vom 1. Juni 2017 bei den Akten (Urk. 23), während für die Version der
Beschuldigten das vom Beschuldigten C._ direkt am 12. Juli 2014 erstellte
und von der Privatklägerin auf jeder Seite unterzeichnete Befragungsprotokoll
(Urk. 7/9/2), die gleichentags erstellte und von der Privatklägerin ebenfalls unter-
zeichnete Zusammenfassung der Befragung/Vereinbarung (Urk. 7/9/2 S. 1), die
Strafanzeige des Beschuldigten vom 14. Juli 2014 (Urk. 7/9/1) sowie die Einver-
nahmen der Beschuldigten (Urk. 3, 4, 24, 25 und 26) sprechen.
Ein Direktvergleich des Gedächtnisprotokolls der Privatklägerin mit ihren knapp
drei Jahre später erfolgten Aussagen ergibt einerseits eine im Hinblick auf den da-
zwischen liegenden Zeitablauf bemerkenswerten Detailtreue, anderseits sind aber
auch gewisse Dramatisierungstendenzen erkennbar. Insgesamt erscheint ihre
Darstellung jedoch nicht unglaubhaft, bleibt sie doch in sich konstant und lässt
sich ohne weiteres in das äussere, unbestrittene Geschehen einbetten. Dies gilt
allerdings auch für die Darstellung der Beschuldigten, welche in sich und mit dem
Befragungsprotokoll kongruent sind und ebenfalls grundsätzlich nachvollziehbar
und authentisch wirken. Vor diesem Hintergrund ist bereits an dieser Stelle fest-
zuhalten, dass aufgrund des Grundsatzes "in dubio pro reo" nur dort der anklage-
gemässe Sachverhalt rechtsgenügend erstellt werden kann, wo sich die Schilde-
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rungen der Beteiligten decken oder äussere Umstände so klar für die Darstellung
der Privatklägerin sprechen, dass die abweichenden Aussagen der Beschuldigten
als widerlegt zu betrachten sind.
Konkret bedeutet dies, dass aufgrund der übereinstimmenden Angaben der
Beschuldigten und der diesbezüglich ebenfalls klaren Schilderung im Gedächt-
nisprotokoll der Privatklägerin sämtliche Kontrollen in der Filiale in F._ (insb.
die Durchsuchung von Garderobe und Handtasche) mit dem Einverständnis der
Privatklägerin stattfanden und sie hernach ebenfalls mit ihrem Einverständnis
nach G._ gefahren wurde zwecks Befragung im Zusammenhang mit seitens
des Sicherheitsdienstes bzw. des elektronischen Kassen-Prüf-Systems (EKPS)
festgestellten, zu diesem Zeitpunkt der Privatklägerin gegenüber jedoch – trotz
entsprechender Nachfrage – nicht näher spezifizierten Unregelmässigkeiten in ih-
rer Kassenabrechnung. Auf Nachfrage wurde ihr in Leimbach sowie auf dem Weg
nach G._ lediglich in Aussicht gestellt, dass eine Klärung in den Büros der
Zentrale erfolgen würde, man habe schriftliche Fragen vorbereitet (vgl. hierzu
auch die ausführlichere Würdigung in Urk. 75 S. 17 f.).
Glaubhaft erscheint sodann, dass sich die Beschuldigte während der Fahrt mit der
Privatklägerin u.a. über den Umgang mit den Kassen in der Filiale F._ unter-
hielt, während der Beschuldigte erklärte, sie hätte nun 20 Minuten Zeit, um sich zu
überlegen, weshalb sie mitgenommen worden sei und später nachfragte, ob sie
es noch immer nicht wisse (vgl. 24 S. 9 mit Verweis auf Urk. 23 F/A18).
Allerseits anerkannt ist sodann, dass die Befragung in G._ in einem Raum
durchgeführt wurde und der Privatklägerin Wasser angeboten wurde. Wie die bei
den Akten liegenden Fotos zeigen, konnte die Türe von innen jederzeit geöffnet
werden (Drehknopf, vgl. Urk. 5 und Urk. 24 Anhang). Ohne weiteres denkbar ist
sodann, dass ihr mitgeteilt wurde, dass sie bei Bedarf auf die Toilette begleitet
werde, befand sie sich doch in einem für sie ungewohnten Gebäude, im engeren
Sinn sachverhaltsrelevant ist dies jedoch nicht.
Aufgrund der übereinstimmenden Ausführungen der Beschuldigten, welche durch
einen formelhaften und damit wohl standardgemäss geäusserten Vorhalt im – von
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der Privatklägerin auf jeder Seite abgezeichneten – Befragungsprotokoll gestützt
werden, ist davon auszugehen, dass die Privatklägerin zu Beginn der Befragung
in G._ darauf hingewiesen wurde, dass sie die Fragen nicht beantworten
müsse und auch Pausen verlangen könne (vgl. Urk. 7/9/2 S. 1 des Protokolls).
Sodann ist der Vorwurf, der Beschuldigte habe der Privatklägerin beschieden,
dass sie keine Fragen zu stellen habe und dass er und die Beschuldigte ihr Fra-
gen stellen würden, insoweit als erstellt anzusehen, als solches für die Zeit vor
der effektiven Befragung von den Beschuldigten zugestanden wurde (Urk. 3 S. 3,
Urk. 24 S. 4) und es sodann auch aus dem vom Beschuldigten erstellten Befra-
gungsprotokoll zumindest implizit unmissverständlich hervorgeht, indem ihre pro-
tokollierte Frage nach dem Grund stillschweigend übergangen und die Befragung
anhand der vorbereiteten Fragen durchgeführt wurde (Urk. 7/9/2 Befragungspro-
tokoll S. 1).
Die Befragung selbst dauerte rund zwei Stunden, wobei ihr zunächst zahlreiche
Fragen zu ihrem Arbeitsverhältnis im Allgemeinen und ihrem Umgang mit der
Kasse im konkreten gestellt wurden (vgl. Urk. 7/9/2 Befragungsprotokoll S. 1-3,
vgl. auch das Gedächtnisprotokoll Urk. 2 S. 3 f.). Hernach wurde sie zu ihren
persönlichen, insb. finanziellen Verhältnissen, befragt (Urk. 7/9/2 Befragungspro-
tokoll S. 3 sowie Urk. 2 S. 4 f.), bevor man zur Sache kam. Ab diesem Punkt di-
vergieren die vorliegenden Protokolle unter anderem betreffend die Reihenfolge
der Fragen, aber auch hinsichtlich der Frage, ab wann bzw. warum der Beizug
der Polizei thematisiert wurde. Da der Beschuldigte laufend protokollierte, ist da-
von auszugehen, dass die Fragenreihenfolge im Befragungsprotokoll authentisch,
sprich chronologisch korrekt, wiedergegeben ist, zumal dieses auch sogleich nach
Abschluss der Befragung ausgedruckt und allseits unterzeichnet wurde. Mithin ist
widerlegt, dass die Wiedergabe der Privatklägerin in ihrem Gedächtnisprotokoll in
allen Einzelheiten zutreffend ist.
Die ersten Fragen zur Sache umzirkelten das eigentliche Thema, erst dann folgte
(zum ersten Mal an diesem Vormittag) ein konkreter Vorwurf (sie storniere an
Kasse 1 mehr als an Kasse 2; Urk. 7/9/2 Befragungsprotokoll S. 4). Nachdem sich
die Privatklägerin – so das Befragungsprotokoll – hierzu nicht äusserte und insbe-
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sondere auch nichts anerkannte, folgten acht Suggestivfragen (Was machen Sie
mit dem Geld aus den Stornierungen?; Wann und wo haben Sie das erste Mal un-
rechtmässig Geld an sich genommen?; Wie war Ihr Vorgehen bei der Entwen-
dung?; Wann haben Sie das letzte Mal unrechtmässig Geld an sich genommen?;
Wie viel Geld haben Sie pro Kasseneinsatz entwendet?; Haben Sie ebenfalls
beim Einsatz an der Kasse 2 Geld entwendet?; Weshalb haben Sie das Geld un-
rechtmässig an sich genommen?). All diese als Fragen getarnten Vorwürfe wies
die Privatklägerin unmissverständlich von sich, worauf erstmals ein ganz konkre-
ter Tatvorhalt folgte (Testkauf vom 8. Juli 2014). Als sie auch diesen nicht aner-
kannte, kam es gemäss Befragungsprotokoll zu einem Unterbruch mit einer tele-
fonischen Abklärung bei der Polizei und anschliessender Eröffnung der Anzeige-
erstattung samt Abbruch der Befragung. Erst hierauf habe die Privatklägerin um
interne Regelung der Angelegenheit gebeten und (sinngemäss) ein Geständnis in
Aussicht gestellt bzw. die Liste mit drei Produkten verfasst (Urk. 7/9/2 Befra-
gungsprotokoll S. 5 f.). Diese Schilderung steht insoweit im Widerspruch zur Dar-
stellung der Privatklägerin, welche Eingang in die Anklageschrift gefunden hat, als
gemäss jener der Beschuldigte ihr bereits kurz nach Beginn der Befragung zur
Sache und hernach wiederholt mit dem Beizug der Polizei gedroht habe. Dies ha-
be die Privatklägerin unter allen Umständen vermeiden wollen und deshalb ange-
boten, zu schreiben, was er wolle. Auch habe sie geweint und den Raum verlas-
sen wollen.
Indes lässt sich diese Darstellung der Privatklägerin nicht rechtsgenügend er-
stellen. Einerseits erscheint überzeugend, dass die Beschuldigten die Befragung
abgebrochen und die weitere Fallbearbeitung dem Sozialdienst und der Perso-
nalabteilung überlassen hätten, wenn die Privatklägerin in der von ihr geschilder-
ten Art emotional geworden wäre bzw. einen eigentlichen Nervenzusammenbruch
erlitten hätte (Urk. 25 S. 7; Urk. 26 S. 2), anderseits wäre davon auszugehen,
dass das mit so viel "Aufwand" zustande gekommene "Geständnis" der Privatklä-
gerin prominentere Wiedergabe im Befragungsprotokoll gefunden hätte, wäre es
primäres Ziel der Beschuldigten gewesen, ein solches von ihr zu erringen. Indem
die Deliktsliste aber erst zum Ende des Protokolls im Sinne einer Randbemerkung
überhaupt erwähnt wird, zumal das Befragungsprotokoll offenlegt, dass die Pri-
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vatklägerin selbst nicht aus Überzeugung geständig ist ("Können wir das nicht in-
tern regeln. Ich gebe alles zu was Sie hören möchten", Urk. 7/9/2 Befragungspro-
tokoll S. 5), ist vielmehr offensichtlich, dass die Beschuldigten hierauf wenig ga-
ben und es auch nichts am bereits gefassten Entschluss, Anzeige zu erstatten,
änderte (vgl. auch Urk. 25 S. 9 F/A 55). Dies korrespondiert im Übrigen auch mit
der folgenden Anzeigeerstattung, worin davon die Rede ist, die Privatklägerin ha-
be trotz aussichtsloser Situation beharrlich bestritten (Urk. 7/9/1). Insofern kann
nicht erstellt werden, dass die Beschuldigten die Privatklägerin sinngemäss mit
der Polizei unter Druck gesetzt hätten, damit sie ein Geständnis ablegt und insbe-
sondere drei Artikel aufschreibt. Ebenso wenig ist zu erstellen, dass die Privatklä-
gerin den Befragungsraum vor Bekanntgabe des Abbruchs der Befragung er-
kennbar hätte verlassen wollen, ihr dies aber nicht bzw. nicht ohne Niederschrift
besagter drei Artikel erlaubt wurde.
Die Privatklägervertretung geht in ihren Ausführungen im Berufungsverfahren gar
noch weiter als die Anklageschrift und beschreibt eine über zweistünde Prozedur
mit entwürdigender, drangsalierender und gnadenloser Zermürbungstaktik, die
gegen den Willen der Privatklägerin stattgefunden habe (Urk. 106 S. 2 ff. und
S. 19 f.). Dies kann – wie ausgeführt – in dieser Dramatik nicht erstellt werden
bzw. geht dies gar in unzulässiger Weise über den Anklagesachverhalt hinaus.
Im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Körperverletzung ist schliesslich mit der
Vorinstanz zu konstatieren, dass aufgrund der vorliegenden Gutachten ohne
Weiteres davon auszugehen ist, dass die Situation am 12. Juli 2014 durch die
Privatklägerin als grosse Belastung empfunden wurde und bei ihr im Zusammen-
spiel mit ihrer Vorgeschichte (erlebte Bombardierung im Teenageralter, Messer-
angriff ihres Ehemannes im Jahr 1993) und der weiteren Umstände (Verwicklung
als Beschuldigte in ein Strafverfahren, fristlose Entlassung) zu einer Destabilisie-
rung zuvor kompensierter, jedoch bereits fragiler Persönlichkeitsanteile und
schlussendlich zu einer bis heute andauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit
führte (vgl. die ausführlichere Würdigung in Urk. 75 S. 25 f.). Entgegen dem
Verständnis der Privatklägerin (Urk. 106 S. 16) bedeutet dies, dass bei ihr ge-
mäss fachärztlicher Feststellung bereits vor dem Vorfall ein Zustand vorgelegen
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hat, welcher durch die Situation vom 12. Juli 2014 wieder destabilisiert wurde, sie
indessen auch zuvor nicht als eine psychisch völlig gesunde Person galt. So führ-
te der Gutachter Prof. Dr. H._ aus, dass die Privatklägerin die Drohung durch
ihren Ex-Ehemann mit einem Messer aufgrund damals ausreichender Ressour-
cen zwar habe verarbeiten können, die psychische Resilienz dadurch indessen
nachhaltig gemindert worden sei (Urk. 27/4 S. 70). Entsprechend liegt der Grund
für die Arbeitsunfähigkeit der Privatklägerin auch den gutachterlichen Feststellun-
gen zufolge nicht etwa allein in den Erlebnissen des 12. Juli 2014, sondern diese
führten vielmehr – wie bereits erwähnt – zu einer "Destabilisierung zuvor kompen-
sierter, jedoch bereits fragiler Persönlichkeitsanteile" (vgl. Urk. 27/4 S. 70). Nicht
verständlich ist demgegenüber, was die Privatklägervertretung daraus ableiten
möchte, dass die Psychopathologie gemäss Gutachten von Prof. Dr. H._ auf
die beschriebene psychiatrische Erkrankung und "nicht auf IV-fremde Faktoren"
zurückzuführen sei (Urk. 106 S. 16, vgl. Urk. 27/4 S. 70). Die vorbestehenden
psychiatrischen Traumata, hinsichtlich welchen es gemäss gutachterlicher Fest-
stellung durch den Vorfall im Juli 2014 zu einer Retraumatisierung gekommen sei,
stellen keine IV-fremden Faktoren dar. "IV-fremde Faktoren" wäre vielmehr
beispielsweise das Alter, mangelnde Ausbildung oder Verständigungsschwierig-
keiten aufgrund schlechter Sprachkenntnisse, welche allenfalls Auswirkungen auf
die Erwerbsfähigkeit einer Person haben können, von der Invalidenversicherung
aber nicht gedeckt werden (BGE 107 V 17, E. 2c; BGE 127 V 294, E. 5a).
Eine Konstellation, in welcher ein vorbestehender Zustand dazu führt, dass sich
ein Ereignis viel stärker auswirkt oder überhaupt erst dazu führt, dass ein Ereignis
eine Schädigung verursacht, wird als "konstitutionelle Prädisposition" bezeichnet
(vgl. BGE 131 III 12). Angesichts der erwähnten gutachterlichen Feststellungen,
wonach die bei der Privatklägerin vorbestehenden psychischen Traumata es erst
möglich machten, dass als Folge des Vorfalles im Juli 2014 die beschriebenen
Auswirkungen mit einer länger dauernden Arbeitsunfähigkeit eintreten konnten,
liegt – mit der Vorinstanz (Urk. 75 S. 31) und entgegen der Ansicht der Privat-
klägervertretung (Urk. 106 S. 15 f.) – ohne Weiteres eine konstitutionelle Prädis-
position vor. Es wird im Rahmen der rechtlichen Würdigung auf die Auswirkungen
dieser Feststellung einzugehen sein.
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5. Rechtliche Würdigung
5.1. Was den Vorwurf der fahrlässigen (schweren) Körperverletzung im Sinne
von Art. 125 Abs. 2 StGB angeht, kann ohne Einschränkungen auf die vorinstanz-
lichen Ausführungen verwiesen werden (Urk. 75 S. 27 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO;
BGE 141 IV 244). Demgemäss fehlt es vorliegend betreffend die Handlungen der
Beschuldigten im Hinblick auf die Arbeitsunfähigkeit der Privatklägerin sowohl an
der adäquaten Kausalität und der Vermeidbarkeit, insbesondere aber auch an der
individuellen Vorhersehbarkeit des Erfolgs für die Beschuldigten. Wie bereits
aufgezeigt ist den beiden im Recht liegenden psychiatrischen Gutachten zu
entnehmen, dass in den Vorfällen vom 12. Juli 2014 auch nach fachärztlicher
Einschätzung nicht ein im engeren Sinn traumatisierender Vorfall gesehen wer-
den kann. Vielmehr führten die Umstände im Sinne eines "Schlüsselerlebnisses"
(so Dr. med. I._ in Urk. 27/3 S. 12) zu einer Destabilisierung zuvor kompen-
sierter, jedoch bereits fragiler Persönlichkeitsanteile (so Prof. Dr. med. H._,
Urk. 27/4 S. 65). Dass die Privatklägerin psychisch entsprechend vorbelastet war,
war ihrem beruflichen Umfeld jedoch nicht bekannt. Jedenfalls fehlen entspre-
chende Hinweise in den Akten gänzlich. Vielmehr galt sie offenbar als besonders
verantwortungsbewusst und einsatzbereit, was dazu führte, dass sie deutlich
mehr Arbeitsstunden zugeteilt erhielt, als in ihrem Arbeitsvertrag vorgesehen. Vor
diesem Hintergrund war es – entgegen der Ansicht der Privatklägerin (Urk. 106
S. 23 f.), welche zudem von einem deutlich dramatischeren, aber nicht erstellten
Geschehensablauf ausgeht – für die Beschuldigten jedenfalls nicht vorhersehbar,
entsprach aber auch nicht dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen
Lebenserfahrung, dass die Befragung bzw. die Konfrontation mit dem Vorwurf
arbeits- bzw. strafrechtlicher Verfehlungen derartige (gesundheitliche) Folgen
nach sich ziehen könnten, zumal die Privatklägerin während der Befragung keine
Anzeichen eines Nervenzusammenbruchs bzw. einer emotionalen Krise zeigte.
Bei dieser Ausgangslage scheint denn auch äusserst fraglich, ob eine anders ge-
artete, insbesondere kürzere Befragung durch den Sicherheitsdienst die spätere
psychische Dekompensation verhindert hätte, hätte dies doch an der Tatsache
unmittelbarer arbeitsrechtlicher bzw. strafrechtlicher Konsequenzen (fristlose Ent-
lassung/ Strafverfahren) nichts geändert.
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Nachdem der Tatbestand einer fahrlässigen schweren Körperverletzung vorlie-
gend nicht erfüllt ist und es für den angeklagten Vorwurf der fahrlässigen einfa-
chen Körperverletzung – welcher aus denselben Gründen ebenfalls nicht erfüllt
wäre – bereits am notwendigen Strafantrag mangelt (vgl. Ziff. 3 hiervor), ist dieser
Lebenssachverhalt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 6B_514/2020 vom 16.
Dezember 2020) durch Einstellung des Verfahrens abschliessend zu erledigen.
5.2. Was den Anklagevorwurf der mehrfachen Nötigung im Sinne von Art. 181
StGB angeht (vgl. zum Inhalt dieses Tatbestands das angefochtene Urteil [Urk. 75
S. 33 f.] sowie Urk. 22/10 S. 16 ff.), so erwog die III. Strafkammer des hiesigen
Gerichts mit Beschluss vom 8. Februar 2017, womit sie die Einstellungsverfügung
der Staatsanwaltschaft in Gutheissung der Beschwerde der Privatklägerin aufhob,
nach einem neueren Bundesgerichtsurteil könne eine einzelne Tathandlung, die
für sich allein den Anforderungen von Art. 181 StGB noch nicht genügen würde,
gegebenenfalls geeignet sein, die Handlungsfreiheit der betroffenen Person in ei-
nem Mass einzuschränken, dass ihr eine mit Gewalt oder Drohung vergleichbare
Zwangswirkung zukomme. Dies gelte zumindest dann, wenn die betroffene Per-
son während längerer Zeit wiederholten unerwünschten Einwirkungen ausgesetzt
sei, wie dies bei Stalking vorkomme. Denkbar sei die Anwendung dieser Recht-
sprechung auch in anderen Zusammenhängen (Urk. 22/10 S. 17). Nach längeren
Ausführungen betreffend die arbeitsrechtlichen Fürsorgepflichten des Arbeitge-
bers bzw. Treuepflichten des Arbeitnehmers führte die III. Strafkammer sodann
aus, es sei in Betracht zu ziehen, dass ein mit der Sache befasstes Gericht die
Einschüchterung eines verdächtigen Mitarbeiters im Rahmen einer internen
Untersuchung – bspw. durch das bewusste Vorenthalten der Bekanntgabe der
Vorwürfe oder durch den Aufbau einer Drohkulisse, um den Arbeitnehmer zu ei-
nem Geständnis zu bewegen – als Verletzung der Fürsorgepflicht qualifizieren
könnte. Eine Verletzung der Fürsorgepflicht dieser Art könnte als unerlaubtes
Zwangsmittel eingestuft werden. Jedenfalls sei nicht auszuschliessen, dass ein
Strafgericht das betreffende Vorgehen des Arbeitgebers resp. der für ihn tätigen
natürlichen Personen als Nötigung qualifizieren könnte. In Bagatellfällen (leichte
Verfehlungen von Mitarbeitern auf unteren Hierarchiestufen) könnte ausserdem
die Mittel-/Zweck-Relation in Frage gestellt sein und das Vorgehen des Arbeitge-
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bers wegen Unverhältnismässigkeit der Mittel-/Zweck-Relation als Nötigung be-
trachtet werden (ebenda S. 18 ff.). Weiter bezeichnete die III. Strafkammer die
(damals) vorliegende Beweislage als insgesamt nicht eindeutig und kam zum
Schluss, dass – unter der Voraussetzung, dass die Beweiswürdigung zugunsten
der Privatklägerin ausfalle – nicht von vornherein auszuschliessen sei, dass das
zuständige Gericht zum Schluss komme, die Beschuldigten hätten die Privatklä-
gerin unter Verletzung der Fürsorgepflichten vor und während der Befragung ein-
geschüchtert, um ihr ein "Geständnis" abzuringen. Als unzulässiges Vorgehen
könnte namentlich gewertet werden: der autoritäre Auftritt der Beschuldigten
zwecks Erlangen der Zustimmung der Privatklägerin zur Durchsuchung ihrer per-
sönlichen Behältnisse; die nur vagen Andeutungen über die erhobenen Vorwürfe
und die Weigerung, der Privatklägerin die Gründe für die Durchsuchung und die
Befragung bekannt zu geben; die Durchführung der Befragung in der entlegenen
Zentrale in G._ statt am Arbeitsplatz in F._; das Vorgehen der Beschul-
digten, als wären sie Polizisten (Platzordnung im Fahrzeug, Behändigen der
Handtasche der Privatklägerin, das Verbot einer Rauchpause während der Befra-
gung); die Befragung der Privatklägerin zu ihren persönlichen und ihren finanziel-
len Verhältnissen; das Drängen der Privatklägerin zu einem Geständnis. Gleich-
falls nicht auszuschliessen sei, dass das zuständige Gericht das Vorgehen der
Beschuldigten als Nötigung qualifiziere. Es werde diese Frage unter Berücksichti-
gung der gesamten Umstände zu beurteilen haben. Zudem sei zu berücksichti-
gen, dass es sich bei der Privatklägerin nicht um einen schweren Fall der Wirt-
schaftskriminalität handle und das Vorgehen gegen sie mit Blick auf den Zweck
der internen Untersuchung als unverhältnismässige Druckausübung eingestuft
und der Nötigungstatbestand aus diesem Grund als erfüllt betrachtet werden
könnte. Die Rechtslage sei jedenfalls nicht eindeutig (Urk. 22/10 S. 26 f.).
Nicht alle von der III. Strafkammer erwähnten möglichen Sachverhaltsaspekte
– wie beispielsweise die Sitzordnung im Fahrzeug – haben nach Abschluss der
Untersuchung Eingang in die Anklageschrift gefunden und nur die dort genannten
sind heute näher zu prüfen. Beweismässig nicht erstellt werden konnte, dass die
Kontrollen in der Filiale in F._ gegen den Willen der Privatklägerin stattge-
funden hätten. Die Fahrt in die Zentrale in G._ erfolgte ebenfalls mit ihrem
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ausdrücklichen Einverständnis und war zudem sachlich begründet, leuchtet doch
ohne weiteres ein, dass eine Befragung vor Ort in einem von diversen
Mitarbeitern benützten Büro nicht geeignet ist, die Persönlichkeit der betroffenen
Angestellten ausreichend zu schützen (Urk. 3 S. 7 f., Urk. 24 S. 5).
Im damaligen Zeitpunkt bestand – auch hierauf hat bereits die Vorinstanz zu-
treffend hingewiesen (Urk. 75 S. 34) – ein begründeter Verdacht gegen die Pri-
vatklägerin, mithin war ihre Konfrontation mit den Tatvorwürfen arbeitsrechtlich
geboten. Allerdings handelte es sich, wie die III. Strafkammer zu Recht bemerkte,
bei den Vorwürfen um – was den mutmasslichen Deliktsbetrag angeht – eher
leichte Verfehlungen, welche für eine effektive Selbstverteidigung nicht den Bei-
zug eines Rechtsanwaltes bedingten, weshalb die vorwarnungslose Ansprache
am Arbeitsplatz nicht zu bemängeln ist. Hinzu kommt, dass die Befragung auf ei-
nen anderen Tag verschoben worden wäre, hätte die Privatklägerin sich mit der
sofortigen Einvernahme nicht einverstanden erklärt (Urk. 3 S. 4 f., Urk. 4 S. 4).
Sodann wurde die Privatklägerin zwar erst gegen Ende der Befragung in G._
mit den konkreten Tatvorwürfen der häufigen Stornierungen bzw. der anlässlich
eines Testkaufs nicht getippten Ware konfrontiert, indes wurde ihr bereits im
Rahmen der Vorstellung in F._ mitgeteilt, dass es sich bei den Beschuldigten
um Mitarbeiter bzw. Detektive des Sicherheitsdienstes/EKPS handelt, welche sie
zwecks Abklärung von Unregelmässigkeiten in der Zentrale schriftlich befragen
möchten. Überdies wurde sie vor Beginn der Befragung in G._ explizit darauf
hingewiesen, dass sie die Fragen nicht beantworten müsse, womit der arbeits-
rechtlichen Fürsorgepflicht im Rahmen von internen Untersuchungen jedenfalls
Rechnung getragen wurde, ist doch bis heute ungeklärt, ob der Arbeitnehmer
trotz Treuepflicht im Rahmen betriebsinterner Abklärungen zur Aussageverweige-
rung überhaupt berechtigt wäre oder nicht (vgl. dazu die Ausführungen der III.
Strafkammer, Urk. 22/10 S. 21; SIMONA WANTZ/ SARA LICCI, Arbeitsvertragliche
Rechte und Pflichten bei internen Untersuchungen, Ziff. 4.6.5 / S. 27 ff., in: Juslet-
ter 18. Februar 2019). Immerhin erscheint die Aufforderung des Beschuldigten
während der Autofahrt, die Privatklägerin haben nun Zeit sich zu überlegen, wieso
sie sie mitgenommen hätten, ungeschickt und respektlos, und wäre es sicher an-
gezeigt gewesen, der Privatklägerin zu Beginn der Befragung genauere Angaben
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zum vorliegenden Verdacht zu machen, indes ist solches Verhalten nicht geeig-
net, die Handlungsfähigkeit einer besonnenen Person zu beeinträchtigen.
Die Befragung selbst begann mit Fragen zur Art ihrer Anstellung und organisatori-
schen Aspekten, bevor die finanziellen Verhältnisse der Privatklägerin relativ ein-
gehend beleuchtet wurden. Hier fällt auf, dass die offiziell protokollierten Antwor-
ten oberflächlich und knapp gehalten bleiben, mithin der von der Privatklägerin of-
fenbar gegebene tiefere Einblick in ihre persönlichen Verhältnisse (kranker Sohn,
Sozialhilfe) nicht aktenkundig gemacht wurde (vgl. Urk. 2 im Vergleich zu Urk.
7/9/2), was arbeitsrechtlich sachgerecht erscheint, zumal sich die Privatklägerin
auch gemäss eigenem Gedächtnisprotokoll bis zu diesem Punkt noch nicht be-
drängt bzw. schockiert fühlte (Urk. 2 Gedächtnisprotokoll S. 4). Entgegen der An-
sicht der Privatklägervertretung (Urk. 106 S. 7) ist zudem nicht unzulässig, dass
die Beschuldigten zu Beginn der Einvernahme auch Fragen stellten, auf welche
sie die Antwort – mutmasslich – bereits kannten. Dies ist vielmehr ein auch in ge-
richtlichen Einvernahmen übliches Vorgehen, da so gewisse persönliche Angaben
bestätigt werden können und die Befragung durch einige unverfängliche Antwor-
ten in Gang gesetzt werden kann. Problematischer erscheint hingegen der nach-
folgende Teil, in welchem der Privatklägerin im Rahmen von acht Fragen ein
strafrechtlich relevantes Verhalten als Tatsache suggeriert wurde, bevor sie (end-
lich) mit den vorliegenden zwei konkreten Tatvorwürfen konfrontiert wurde. Indes
wurde anschliessend – nachdem sie die Verdächtigungen allesamt von sich ge-
wiesen hatte – die Befragung zügig beendet. Dieser Vorgang ist somit schon rein
aufgrund der zeitlichen Komponente (wenige Fragen, die allesamt knapp verneint
werden) nicht geeignet, die Privatklägerin in ihrer Handlungsfähigkeit ähnlich ei-
ner Gewaltanwendung bzw. einer Androhung ernstlicher Nachteile einzuschrän-
ken, und selbst unter Einbezug der Fragen auf der Autofahrt und der zunächst
fehlenden konkreten Verdachtsbenennung fehlt es vorliegend – wie die Vo-
rinstanz zu Recht festgehalten hat (Urk. 75 S. 35) und entgegen der Ansicht der
Privatklägervertretung (Urk. 106 S. 12 f.) – am längeren Zeitraum, in welchem
verschiedene unerwünschte Einzelhandlungen vorgenommen werden, welche –
analog dem Vorgehen eines Stalkers – in ihrer Gesamtheit ab einem bestimmten
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Zeitpunkt die Schwelle des Zulässigen überschreiten, sodass hernach jede Ein-
zelhandlung nötigenden Charakter erhält.
Bleibt der Vorwurf, die Ankündigung, die Polizei zu informieren, habe die Privat-
klägerin unter unzulässigen Geständnisdruck gesetzt. Mit der Vorinstanz ist hierzu
festzuhalten, dass nicht erwiesen ist, dass die Beschuldigten der Privatklägerin für
den Fall der Geständnisverweigerung die Einreichung einer Strafanzeige mit dem
Hinweis, diese werde etwas aus ihr "rausholen" angedroht hätten. Vielmehr ist
davon auszugehen, dass der Entscheid zur Strafanzeige nach Konfrontation mit
den Vorwürfen und (in den Augen der Beschuldigten) fehlender Einsicht getroffen
und gleichzeitig die Befragung beendet wurde. Erst hernach bot die Privatklägerin
– um den Beizug der Polizei zu vermeiden – an, aufzuschreiben bzw. zu sagen,
was die Beschuldigten hören wollten, was indes auf den bereits getroffenen
Entschluss, Strafanzeige zu erstatten, keinen Einfluss mehr hatte. Zwar scheint
durchaus denkbar, dass die Privatklägerin in diesem Moment – und anders als ei-
ne besonnene Drittperson in der gleichen Lage (vgl. die zutreffenden Ausführun-
gen der Vorinstanz, Urk. 75 S. 37) – aufgrund ihrer psychisch fragilen Persönlich-
keitsanteile subjektiv unter grossem Druck stand (vgl. hierzu auch die Vorinstanz
in Urk. 75 S. 20 und exemplarisch die Aussagen der Privatklägerin in Urk. 23 S.
11 f.), keinen anderen Ausweg aus der Situation sah und weder an die Möglich-
keit dachte, dass sie jederzeit den Abbruch der Befragung hätte verlangen oder
zumindest die Beantwortung der Fragen hätte verweigern können, noch ihr be-
wusst war, dass sie der Beizug der Polizei auch von den als ungerecht empfun-
denen Vorwürfen hätte reinwaschen können (vgl. Urk. 23 S. 13), indes machte sie
diesen psychischen Ausnahmezustand nicht gegen aussen kenntlich, weshalb
sich daraus zulasten der Beschuldigten nichts ableiten lässt (vgl. hierzu auch die
Vorinstanz in Urk. 75 S. 36). Ohnehin aber kann in der Androhung einer Strafan-
zeige in der vorliegenden Konstellation keine rechtswidrige Handlung gesehen
werden (vgl. a.a.O., S. 37 f.).
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der erstellte Sachverhalt weder in ein-
zelnen Abschnitten noch als Gesamtheit unter den Nötigungstatbestand subsu-
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miert werden kann, weshalb die Beschuldigten vom Vorwurf der mehrfachen Nö-
tigung im Sinne von Art. 181 StGB freizusprechen sind.
6. Zivilansprüche
Soweit die Privatklägerin beantragt, die Beschuldigten seien dem Grundsatz nach
zur Leistung von Schadenersatz und Genugtuung zu verpflichten, ist sie mit ihren
Forderungen in Anwendung von Art. 126 Abs. 2 lit. a, b und d StPO auf den Zivil-
weg zu verweisen.
7. Kosten- und Entschädigungsregelung
7.1. Die Kosten des Untersuchungs- und des erstinstanzlichen Gerichtsver-
fahrens werden vom Bund oder dem Kanton getragen, der das Verfahren geführt
hat, soweit sie nicht der beschuldigten Person auferlegt werden können. Letzteres
ist der Fall bei einer Verurteilung (Art. 423 und 426 Abs. 1 StPO). Wird die be-
schuldigte Person freigesprochen, so können ihr dann Kosten auferlegt werden,
wenn sie die Einleitung des Verfahrens rechtswidrig und schuldhaft bewirkt oder
die Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO).
Die Kosten des Berufungsverfahrens (inkl. die Kosten der unentgeltlichen Ge-
schädigtenvertretung) sind sodann den Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens
und Unterliegens aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Auch ein im Berufungsver-
fahren unterliegender Privatkläger hat demnach die Kosten (ev. anteilig) zu tra-
gen. Das betrifft auch Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes, zumindest soweit
sie sich gegen einen erstinstanzlichen Freispruch wenden (so ausdrücklich BGE
143 IV 154 E. 2.3.5). Wurde der Privatklägerschaft die unentgeltliche Prozessfüh-
rung gewährt, sind die sie treffenden Kosten einstweilen auf die Gerichtskasse zu
nehmen, und ist in analoger Anwendung von Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO die Rück-
zahlung vorzubehalten (Urteil 6B_370/2016 vom 16. März 2017 E. 1.2; BGE 141
IV 262 E. 2.2). Auf die Gerichtskasse zu nehmen sind hingegen die Kosten des
Beschlusses der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 8.
Februar 2017 in Höhe von Fr. 3000.– (Verfahrens Nr. UE160149), hinsichtlich
welchen die Kostenauflage dem Endentscheid vorbehalten wurde (Urk. 22/10).
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Für die Kosten einer erbetenen Verteidigung hat die im Berufungsverfahren unter-
liegende Privatklägerschaft dann eine Entschädigung zu leisten, wenn nur sie
(und nicht auch die Staatsanwaltschaft) Berufung gegen den erstinstanzlichen
Freispruch erhoben hat (BGE 139 IV 45 und BGE 141 IV 476). Das gilt unabhän-
gig davon, ob die Privatklägerschaft unentgeltlich vertreten ist oder nicht (vgl.
Art. 136 Abs. 2 StPO; vgl. SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar, 3. Auflage, N 9 zu
Art. 137 StPO).
7.2. Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungs-
regelung (Dispositivziffern 4 bis 6) zu bestätigen.
7.3. Im Berufungsverfahren unterliegt die Privatklägerin vollumfänglich. Die
Gerichtskosten, inkl. der Kosten des unentgeltlichen Rechtsbeistandes, sind ihr
aufzuerlegen, zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessführung aber einstweilen
auf die Gerichtskasse zu nehmen. Dabei ist die Rückzahlungspflicht gemäss
Art. 138 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 135 Abs. 4 StPO vorzubehalten. Der
unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin ist für seine ausgewiesenen
Aufwendungen (vgl. Urk. 107/1) – abzüglich der geltend gemachten Kosten für
das Privatgutachten von Prof. D._, welche mangels Notwendigkeit nicht zu
entschädigen sind – mit insgesamt Fr. 10'000.– (inkl. MwSt.) zu entschädigen.
Sodann ist die Privatklägerin zu verpflichten, beiden Beschuldigten je eine Ent-
schädigung für anwaltliche Verteidigung im Berufungsverfahren zu bezahlen. Die
eingereichten Honorarnoten der Verteidiger (Urk. 108 und Urk. 110/1-2) erschei-
nen angemessen, weshalb die Privatklägerin zu verpflichten ist, der Beschuldig-
ten B._ eine Entschädigung in Höhe von Fr. 6'400.– sowie dem Beschuldig-
ten C._ eine Entschädigung in Höhe von Fr. 7'700.– zu bezahlen.
Anspruch auf Entschädigung ihrer vor Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege entstandenen Anwaltskosten in Höhe von Fr. 621.– hat die Privatklägerin
bei dieser Sachlage nicht (vgl. Art. 433 Abs. 1 StPO e contrario).
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