# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 36470f13-d33f-4e8f-9d0b-225707645928
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X., geboren am A., und Y., geboren am B., schlossen am C. die Ehe. Sie sind Eltern von A.Y., geboren am D., und B.Y., geboren am E.. Am 31. Mai 2005, mitgeteilt am 20. Juni 2005, traf der Bezirksgerichtspräsident Landquart eine Eheschutzverfügung. Mit Urteil des Bezirksgerichtspräsidiums Landquart vom 5. April 2008, mitgeteilt am 9. April 2008, wurde die Ehe zwischen X. und Y. geschieden. Die beiden gemeinsamen Söhne wurden der Mutter zur Pflege und Erziehung zugewiesen und unter ihre Obhut gestellt. Sie erhielt das alleinige elterliche Sorgerecht. In Bezug auf das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters wurde im Scheidungsurteil folgende Regelung getroffen:
"Y. hat das Recht, die Kinder jedes zweite Wochenende während zwei Tagen zu sich auf Besuch zu nehmen (jeweils von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr). Überdies hat er das Recht, mit den Kindern drei Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen.
Die Feiertage wie Weihnachten, Neujahr, Ostern, Pfingsten etc. verbringen die Kinder alternierend bei der Mutter und beim Vater.
Diese Regelung gilt als Rahmenregelung. Das Besuchs- und Ferienrecht soll möglichst flexibel und unter gebührender Beachtung der Bedürfnisse und Wünsche der Parteien und der Kinder ausgeübt werden."
B/1. Die Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts durch den Kindsvater führte – bereits vor der Scheidung – immer wieder zu Auseinandersetzungen unter den Parteien. Am 21. März 2009 beantragte X. der Vormundschaftsbehörde Z. die Ernennung eines Beistands. Auch Y. verlangte am 23. April 2009 anlässlich einer Besprechung mit der Vormundschaftsbehörde den Beizug eines Beistands. X. zog ihr Gesuch am 7. Mai 2009 wieder zurück. Mit Schreiben vom 3. Juni 2009 teilte die Vormundschaftsbehörde Z. den Kindseltern mit, sie habe bei den Gesprächen mit ihnen festgestellt, dass beide Fronten sehr verhärtet seien und keine konstruktiven Gespräche geführt werden könnten, was die Belange der Kinder betreffe. Die Gespräche hätten grosse Zweifel aufkommen lassen, dass ein Beistand in der derzeitigen Konstellation von Nutzen sein könnte. Vielmehr sei der Eindruck entstanden, dass ein solcher lediglich zum Spielball völlig gegensätzlicher Ansichten und Handlungsweisen würde. Das Ziel, eine Verbesserung der Besuchs- und Feriensituation herbeizuführen, könne unter den gegenwärtigen Umständen mit einer Beistandschaft nicht erreicht werden. Die Behörde sehe aufgrund der jetzigen Sachlage keine eigentliche Gefährdung des Kindeswohls und keine Notwendigkeit, eine Besuchsrechtsregelung aufzustellen bzw. eine Beistandschaft anzuordnen. Mit E-Mail vom 2. Oktober 2009 bekräftigte
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Y. gegenüber der Vormundschaftsbehörde seinen Antrag, einen Beistand einzusetzen.
B/2. Am 29. Oktober 2009, mitgeteilt am 4. November 2009, traf die Vormundschaftsbehörde Z. folgenden Beschluss (Protokoll Nr. 2921/02):
"1. Für A.Y., geb. D., und B.Y., geb. E., wird eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet.
2. Als Beistand wird F., Chur, ernannt und im Speziellen mit folgenden Aufgaben betraut:
- bei Konflikten betreffend des Besuchsrechts zwischen den Eltern zu vermitteln
- die Modalitäten der Besuche (z.B. Ort, Daten, Zeit, Anmeldung, Übergabe, Ausrüstung) festzulegen und zu regeln
- der Vormundschaftsbehörde Antrag zu stellen, wenn aus der Sicht des Kindeswohls weitergehende Kindesschutzmassnahmen erforderlich sind
- der Vormundschaftsbehörde alle zwei Jahre schriftlich Bericht zu erstatten.
3. Die Kosten der Vormundschaftsbehörde Z. werden erlassen, da es sich um eine Kindesschutzmassnahme handelt.
4. Die Mühewalt und allfällige Spesen gehen zu Lasten des Antragstellers Y..
5. Gegen diesen Beschluss kann innert 10 Tagen seit der Mitteilung beim Bezirksgerichtsausschuss Landquart, Bahnhofplatz, 7302 Landquart, schriftlich und begründet und unter Beilage des Beschlusses Beschwerde erhoben werden.
6. Innert der gleichen Frist kann die Wahl des Beistandes schriftlich bei der Vormundschaftsbehörde Z., L., nach Art. 388 ZGB abgelehnt oder angefochten werden.
7. (Mitteilung)"
Die Vormundschaftsbehörde führte zur Begründung ihres Beschlusses an, sie habe nach dem Studium der Akten anlässlich der behördlichen Befragungen der beiden Kindseltern nach einvernehmlichen Lösungen in Bezug auf das Besuchsrecht gesucht und vermittelnde Unterstützung angeboten. Die Fronten zwischen den Kindseltern seien aber sehr verhärtet. Aufgrund dieser Situation werde der Elternkonflikt über die beiden Kinder ausgetragen, indem sie beispielsweise mit ungenügender oder unangemessener Ausstattung (Kleider, Sport- und Freizeitgeräte) versehen würden oder sich kein für die Kinder wichtiger, berechenbarer Besuchs- und Ferienrhythmus einstellen könne. Die Vormundschaftsbehörde wolle aufgrund der jahrelang äusserst angespannten Situation einen Beitrag zur Beruhigung leisten, indem sie eine
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Besuchsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB anordne. Hauptanliegen im Sinne des Kindeswohls sei die Erstellung eines tragfähigen Besuchskonzepts (Wochenenden und Ferien) sowie einer konstruktiven Kommunikation zwischen den Kindseltern. Als Beistand werde F. eingesetzt, welcher aufgrund seines beruflichen Werdegangs sowie seiner fachlichen und persönlichen Qualitäten als für dieses Amt bestens geeignet erscheine.
C. Am 4. August 2010 erstattete X. gegen Y. Strafanzeige wegen Entziehens von Unmündigen nach Art. 220 StGB, nachdem der Genannte die Kinder A.Y. und B.Y. entgegen einer im Januar 2010 schriftlich getroffenen Abmachung nicht am 3. August 2010, sondern erst am 8. August 2010 aus den Ferien zurückgebracht hatte. Mit Verfügung vom 15. März 2011, mitgeteilt am 17. März 2011, wurde das Strafverfahren gegen Y. eingestellt.
D/1. Mit Schreiben vom 10. September 2010 gelangte die Rechtsvertreterin von X. an die Vormundschaftsbehörde Z. und beantragte, die Beistandschaft für die Kinder aufzuheben. Sie machte geltend, die Beistandschaft habe die gesetzten Aufgaben bzw. Ziele nach einem Jahr der Tätigkeit nicht erreichen können. Der Kindsvater handle nach wie vor nach seinem Gutdünken ohne Rücksicht darauf, was er – insbesondere mit der Verweigerung jeglicher Kommunikation mit der Kindsmutter vor den eigenen Kindern und über schwerwiegende Ereignisse bezüglich der Kinder – letztlich auch bei den Kindern längerfristig für Schaden anrichte. Die Beistandschaft habe der Kindsmutter keine Entlastung gebracht. Im Gegenteil, sie müsse sich nun auch noch gegenüber dem Beistand quasi rechtfertigen, wenn sie auf der Einhaltung von Abmachungen und dem Ernstnehmen ihrer Bedenken bestehe. Die Kindsmutter habe bereits mitgeteilt, dass sie sich an die Scheidungsvereinbarung halten werde. Der Kindsvater könne mitteilen, wann er im 2011 Ferien mit den Kindern verbringen wolle. Den Ferienmonat Juli werde sie aber künftig vollständig für sich beanspruchen und keine Kompromisse mehr eingehen. Die Kindsmutter habe das Vertrauen in die Vormundschaftsbehörde vollständig verloren. Da das Kindeswohl selbst glücklicherweise nicht gefährdet sei, sei die Beistandschaft antragsgemäss aufzuheben.
In seiner Stellungnahme vom 6. Oktober 2010 sprach sich Y. in aller Form dagegen aus, die Beistandschaft aufzuheben. Diese habe einige positive Veränderungen für die Knaben und für ihn gebracht.
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Mit Schreiben vom 19. Oktober 2010 nahm der Beistand F. zur Aufhebung der Beistandschaft Stellung. Er hielt fest, dass er zu Beginn der Mandatsübernahme voller Hoffnung gewesen sei, in die Zerstrittenheit der geschiedenen Kindseltern beruhigend und zum Wohl der Entwicklung der Kinder einwirken zu können. Sehr bald habe er jedoch feststellen müssen, dass zwischen den Kindseltern, die für die nachhaltige Entwicklung der gemeinsamen Söhne verantwortlich seien, keine vernünftige Kommunikation möglich sei. Im Wesentlichen könne festgestellt werden, dass X. dem Kindsvater kaum eine Chance ermögliche, sich an die Vorgaben halten zu können. Jede Kleinigkeit werde aufgelistet und dem Kindsvater vorgehalten. Die Kindsmutter lasse jede Flexibilität in Bezug auf eine Verhältnismässigkeit vermissen. Aufgrund der Entwicklung und seinen direkten Stellungnahmen sei er möglicherweise für Frau X. ein nicht mehr akzeptabler Berater geworden. Y. befleissige sich mit einer Ausnahme einer Zurückhaltung in seinen E-Mails der Kindesmutter gegenüber. Es dürfe auch festgestellt werden, dass er mehrheitlich Empfehlungen aufnehme und umsetze. Unbestritten könne festgestellt werden, dass er die gemeinsamen Söhne gut betreue, so dass das Kindswohl nicht gefährdet sei. Im Gegenteil, die Bemühungen, seinen Söhnen für die Zukunft etwas auf den Weg zu geben, seien sehr gross und anerkennenswert. Was letztlich dazu geführt habe, dass zwischen den Kindseltern zurzeit keine von Achtung und Wertschätzung geprägte Kommunikation möglich sei, sei ihm nicht bekannt. Wie im Bericht erwähnt, stelle er fest, dass X. seinen Auftrag nicht vollumfänglich akzeptiere, was eine Begleitung in Besuchsfragen erheblich erschwere. Es sei äusserst schwierig, in dieses Familiensystem mit einer gangbaren, dem Kindeswohl dienenden Beratung und Begleitung einwirken zu können. Er sei der Auffassung, dass es einer Zusammenarbeit jeder Partei bedürfe. In diesem Fall könne er feststellen, dass X. eine Zusammenarbeit zurzeit ablehne. Er stelle daher keinen Antrag und überlasse der Vormundschaftsbehörde den Entscheid über die Weiterführung oder Aufhebung der Beistandschaft.
D/2. Am 9. Dezember 2010, mitgeteilt am 15. Dezember 2010, traf die Vormundschaftsbehörde Z. folgenden Beschluss (Protokoll Nr. 201023/01):
"1. Die für A.Y., geb. D., und B.Y., geb. E., angeordnete Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird aufgehoben.
2. Das Schreiben des Beistands vom 19.10.2010, welches als Schlussbericht gilt, wird im Sinne von Art. 452 ZGB geprüft und genehmigt.
3. Die Amtskosten werden erlassen, da es sich um eine Kindesschutzmassnahme handelt.
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4. Der bisherige Beistand F. wird - unter Verdankung der geleisteten Dienste - aus seinem Amte entlassen und entlastet. Im Sinne einer Mühewalt wird ihm gemäss Art. 416 ZGB und der kantonalen Gebührenverordnung der Betrag von CHF 1'000.00 zu Lasten von Y. zugesprochen.
5. Gegen diesen Beschluss kann innert 10 Tagen seit der Mitteilung beim Bezirksgerichtsausschuss Landquart, Bahnhofplatz, 7302 Landquart, schriftlich und begründet und unter Beilage des Beschlusses Beschwerde erhoben werden.
6. (Mitteilung)"
Die Vormundschaftsbehörde stellte fest, dass trotz der Bemühungen der vormundschaftlichen Organe nach rund einem Jahr keine wesentlichen Fortschritte erzielt worden seien, weder in Bezug auf die Besuchsrechtsregelung noch in Bezug auf die gegenseitige Kommunikation zwischen den Kindseltern. Während der Kindsvater die Beistandschaft als positiv und förderlich beurteile, erkläre die Kindsmutter wiederholt und mit Nachdruck, mit dem Beistand nicht zusammenzuarbeiten und die Beistandschaft aufheben zu wollen. Unter diesen Umständen und angesichts der Verweigerungshaltung der Kindsmutter sei eine Beistandschaft bedauerlicherweise sinn- und zweckentleert. Gleichzeitig dürfe aber festgehalten werden, dass die beiden Knaben sowohl bei der Kindsmutter wie auch beim Kindsvater kinds- und bedürfnisgerecht betreut würden, so dass keine unmittelbare Kindswohlgefährdung bestehe. Inwiefern sich die zutiefst belastete und belastende Kommunikation zwischen den Kindseltern längerfristig auf die Entwicklung der beiden Knaben auswirken werde, sei im jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Es sei aber den Kindseltern eindringlich empfohlen, ihre Kommunikation zu verbessern und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, trotz aller Differenzen wieder zu entwickeln – im längerfristigen Interesse und zum Wohle insbesondere ihrer beiden Kinder.
E/1. Mit Eingabe vom 30. Dezember 2010 erhob Y. gegen den Beschluss der Vormundschaftsbehörde Z. vom 9. Dezember 2010 bei Bezirksgerichtsausschuss Landquart Beschwerde, wobei er folgende Rechtsbegehren stellte:
"1. Die Ziffern 1, 2 und 4 des Beschlusses der Vormundschaftsbehörde Z. seien aufzuheben.
2. Die Beistandschaft über A.Y., geb. am D., und B.Y., geb. am E., gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB sei weiterhin aufrechtzuerhalten.
3. Eventualiter sei der Kindsmutter, X., die elterliche Sorge gestützt auf Art. 308 Abs. 3 ZGB im Rahmen der Beistandschaft zu beschränken.
4. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
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5. Unter gerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gerichtskasse."
Y. machte zur Begründung der Beschwerde im Wesentlichen geltend, er sei nach der Scheidung von X. in der Ausübung seines Besuchs- und Ferienrechts behindert worden. Nach Einsetzung der Beistandschaft habe sich die Situation merklich beruhigt und verbessert. Es gehe nun nicht an, die bestehende und ihren Zweck erfüllende Beistandschaft mit der Begründung aufzuheben, dass die Kindsmutter erklärt habe, mit dem Beistand nicht mehr zusammenarbeiten zu wollen. Die Verhaltensweise und Argumentation der Kindsmutter deute vielmehr darauf hin, dass eine Besuchsrechtsbeistandschaft zwingend notwendig sei. Andernfalls könne der Kindsvater sein Besuchsrecht nicht wahrnehmen und den Kindern werde der Kontakt mit dem Vater vorenthalten.
Die Vormundschaftsbehörde Z. beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 14. Januar 2011 die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers. Sie bringt vor, der angefochtene Beschluss sei nach intensiven Bemühungen der Vormundschaftsbehörde sowie insbesondere des Beistands ergangen, der sich in die schwierige zwischenmenschliche Konstellation der Familie Y.-X. eingearbeitet und sich mit grossem Einsatz und Einfühlungsvermögen für eine Erholung des nachehelichen Konflikts zwischen den Kindseltern und für eine konstruktive Besuchsrechtsregelung eingesetzt habe. Die Vormundschaftsbehörde habe allerdings aufgrund der totalen Verweigerungshaltung der Kindsmutter davon ausgehen müssen, dass die Kinder keinerlei Zusatznutzen aus der vormundschaftlichen Beteiligung gezogen hätten, was letzten Endes korrekterweise zur Aufhebung der Massnahme geführt habe.
X. stellte in ihrer Vernehmlassung vom 31. Januar 2011 ebenfalls den Antrag, die Beschwerde vollumfänglich und unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers abzuweisen. Sie bestritt die Ausführungen von Y., namentlich seine Aussage, dass sie sein Besuchs- und Ferienrecht behindere. Darüber hinaus machte sie im Wesentlichen geltend, der Beistand habe sich nicht neutral verhalten, weshalb sie das Vertrauen in die Vormundschaftsbehörde verloren habe.
E/2. Mit Urteil vom 22. März 2011 (recte 23. März 2011), mitgeteilt am 12. April 2011, erkannte das Bezirksgericht Landquart als erstinstanzliche Aufsichtsbehörde in Vormundschaftssachen, wie folgt:
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„1. In vollumfänglicher Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Beschluss Nr. 201023/01 der Vormundschaftsbehörde Z. vom 09. Dezember 2010, versandt am 15. Dezember 2010, aufgehoben.
2. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 2'062.00
- einer Schreibgebühr von Fr. 416.00
- den Barauslagen von Fr. 122.00
Total Fr. 2'600.00
werden von der Gerichtskasse getragen. Die Vormundschaftsbehörde Z. hat dem Beschwerdeführer eine ausseramtliche Entschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- auszurichten.
3. a) Gegen diesen Entscheid kann zivilrechtliche Berufung geführt werden (Art. 308 ff. ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden, Engadinstrasse 24, 7000 Chur, innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).
b) Der Kostenentscheid ist selbständig nur mit Beschwerde anfechtbar (Art. 110 i.V.m. Art. 319 ff. ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden, Engadinstrasse 24, 7000 Chur, innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).
4. (Mitteilung)“
Das Bezirksgericht Landquart war im Wesentlichen zur Erkenntnis gelangt, dass die Beistandschaft nicht aufgehoben werden dürfe, nachdem die Kindseltern im Jahr 2009 selbst von der Notwendigkeit einer solchen überzeugt gewesen seien und sich die Situation seither überhaupt nicht verbessert habe. Die Weigerung eines Elternteils, in casu der Mutter, mit dem Beistand zusammenzuarbeiten, dürfe niemals ein Grund für die Aufhebung der Beistandschaft sein. Ein derartiges Verhalten unterstreiche vielmehr die Berechtigung der ergriffenen Massnahmen und die Notwendigkeit einer umfassenden, allseitigen Abklärung der Bedürfnisse inklusive Anhörung aller Beteiligten und dem Ergreifen der notwendigen Schritte. Andernfalls werde die Anordnung vormundschaftlicher Massnahmen jeglichen Sinngehalts entleert.
F/1. Gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Landquart liess X. mit Eingabe vom 27. Mai 2011 beim Kantonsgericht von Graubünden als zweit-instanzliche
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Aufsichtsbehörde in Vormundschaftssachen Berufung einreichen. Sie stellt folgende Berufungsanträge:
„1. In Gutheissung der Berufung sei Ziff. 1 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Landquart vom 22.03.2001 (recte 23.03.2011) aufzuheben und die Beschwerde gegen den Beschluss Nr. 2010/01(recte 201023/10) der Vormundschaftsbehörde Z. vom 09.12.2010 abzuweisen.
2. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne von Art. 314 Abs. 1 ZGB an die Vormundschaftsbehörde zurückzuweisen.
3. Unter vollständiger Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen zu Lasten des Beschwerdeführers und Berufungsbeklagten oder des Bezirksgerichts Landquart."
Zur Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, die Vorinstanz habe eine einseitige und unvollständige Sachverhaltsfeststellung vorgenommen. Zudem sei diese zu Unrecht von einer Gefährdung des Kindeswohls ausgegangen. Schliesslich wird die fehlende Eignung einer Beistandschaft im vorliegenden Fall ins Feld geführt.
F/2. Y. beantragt in seiner Berufungsantwort vom 14. Juni 2011, was folgt:
"1. Auf die Berufung sei nicht einzutreten.
2. Eventualiter sei die Berufung vollumfänglich abzuweisen.
3. Alles unter gerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. 8% MwSt) für beide Instanzen zu Lasten der Berufungsklägerin und Beschwerdegegnerin oder des Bezirksgerichts Landquart."
Der Berufungsbeklagte macht in erster Linie geltend, die Berufung sei verspätet eingereicht worden, weshalb auf diese nicht einzutreten sei. Darüber hinaus stellt er sich auf den Standpunkt, dass die Beistandschaft unter den vorliegend gegebenen Umständen keinesfalls aufgehoben werden dürfe, weshalb die Berufung, sollte darauf eingetreten werden, abzuweisen sei.
F/3. Die Vormundschaftsbehörde Z. erhebt in ihrer Vernehmlassung vom 15. Juni 2011 folgende Rechtsbegehren:
"1. In Gutheissung der Berufung sei das Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 22.03.2011 (recte: 23.03.2011; Proz.Nr. 115-2011-1) aufzuheben und die Beschwerde gegen den Beschluss 201023/01 der Vormundschaftsbehörde Z. vom 09.12.2010 abzuweisen.
2. In Präzisierung des Scheidungsurteils des Bezirksgerichtspräsidiums Landquart vom 05.04.2008 sei gerichtlich ein Besuchsmodus für die Monate Juli/August festzulegen oder festlegen zu lassen.
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3. Eventualiter, sollte die Berufungsinstanz wider Erwarten die Fortführung der Beistandschaft befürworten, sei gerichtlich verbindlich zu regeln:
a) Nennung eines neuen Mandatsträgers, welcher von beiden Kindseltern akzeptiert wird;
b) Konkretisierung des Aufgabenbereichs des neu einzusetzenden Mandatsträgers im Sinne von Art. 308 ZGB.
4. Unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolge."
Die Vormundschaftsbehörde begründet ihren Hauptantrag, die Aufhebung der Beistandschaft zu schützen, im Wesentlichen damit, dass keine Gefährdung des Kindeswohls vorliege sowie, dass eine Beistandschaft als Kindesschutzmassnahme in casu wirkungslos und damit ungeeignet sei.
Auf die weitere Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie die weiteren Erwägungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen

## Considerations