# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 103caa8b-3b89-5e03-b26e-4f4fd679d532
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. F.G., geb. 1979, serbischer Staatsangehöriger, reiste am 4. August 2003 als
Asylsuchender in die Schweiz (Vorakten Migrationsamt, nachfolgend Dossier, S. 10 ff.).
Nachdem sein Asylgesuch abgewiesen worden war, heiratete er am 18. Oktober 2003
die hier niedergelassene H.I., geb. 1982. Im Rahmen des Familiennachzugs wurde F.G.
am 6. Februar 2004 eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Das Ehepaar hat drei
gemeinsame Kinder, geboren 2005, 2011 sowie 2012. Sie verfügen wie ihre Mutter
über eine Niederlassungsbewilligung.
B. F.G. wurde verschiedentlich strafrechtlich verurteilt, zuerst mit Bussenverfügung des
Untersuchungsamts St. Gallen vom 11. Dezember 2006 wegen Missbrauchs
(Nichtabgabe) von Ausweisen und Schildern zu einer Busse von CHF 200 und sodann
viermal wegen unterschiedlicher Strassenverkehrsdelikte, zuletzt mit Strafbefehl des
Untersuchungsamts Gossau vom 1. Mai 2013 wegen grober Verkehrsregelverletzung
(Geschwindigkeitsüberschreitung ausserorts von 30 km/h) zu einer bedingt
aufgeschobenen Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 40 bei einer Probezeit von
drei Jahren sowie einer Busse von CHF 700.
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Hinzu treten hohe Schulden. Mit Verfügung des Migrationsamts vom 8. Oktober 2009
wurde F.G. erstmals verwarnt, da er zu jenem Zeitpunkt Verlustscheine in Höhe von
CHF 24‘593.05 hatte und Sozialhilfe bezog. Er wurde angehalten, sich künftig in jeder
Beziehung klaglos zu verhalten, insbesondere keine Fürsorgeleistungen mehr zu
beziehen, keine neuen Schulden zu verursachen, die bestehenden Schulden zu tilgen,
eine geregelte Arbeitsstelle zu finden und sich wohl zu verhalten. In den nachfolgenden
Jahren wurde seine Aufenthaltsbewilligung jeweils auf Zusehen und Wohlverhalten hin,
immer mit Verweis auf die Verwarnung von 2009, verlängert. Nachdem F.G. in
finanzieller und strafrechtlicher Hinsicht aber trotzdem immer wieder zu Klagen Anlass
gegeben hatte, verwarnte ihn das Migrationsamt am 12. Dezember 2014 zum zweiten
Mal. Aus Rücksicht auf seine Familie wurde ihm die Aufenthaltsbewilligung noch einmal
verlängert, aber er wurde ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass dies die
letzte Chance für seinen Verbleib in der Schweiz sei.
Gemäss diversen Betreibungsregisterauszügen vom Oktober 2015 war F.G. im Herbst
2015 bereits mit Verlustscheinen im Gesamtbetrag von fast CHF 100‘000 und offenen
Forderungen in Höhe von rund CHF 30‘000 verzeichnet. Der Pfändungsurkunde vom
12. November 2015 war zudem zu entnehmen, dass F.G. beim Betreibungsamt
angegeben hatte, dass seine Ehefrau über kein Einkommen verfüge, obwohl diese
damals eine IV-Rente bezog. Das Migrationsamt widerrief am 22. Februar 2016 die
Aufenthaltsbewilligung von F.G. und hielt ihn an, die Schweiz zu verlassen (Dossier, S.
532 ff.). Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den dagegen von F.G.
erhobenen Rekurs am 18. April 2017 ab.
C. F.G. (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 19. April 2017 versandten
Rekursentscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) durch seinen
Rechtsvertreter mit Eingabe vom 1. Mai 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit
den Anträgen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge, eventualiter unter Gewährung
der unentgeltlichen Rechtspflege und -verbeiständung, sei der angefochtene Entscheid
aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern. Dem
Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und -verbeiständung im
Beschwerdeverfahren wurde am 3. Mai 2017 entsprochen. Der Beschwerdeführer
ergänzte die Beschwerde mit Eingabe vom 2. Juni 2017.
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Die Vorinstanz verwies mit Vernehmlassung vom 12. Juni 2017 auf die Erwägungen im
angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Am
31. August 2017 reichte der Beschwerdeführer einen am 11. August 2017
abgeschlossenen unbefristeten Arbeitsvertrag mit der W. AG (Stellenantritt
1. September 2017, Beschäftigungsgrad im Bereich Lager 100 Prozent, Bruttolohn
monatlich CHF 3‘900) ein.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des
Beschwerdeführers zur Begründung seiner Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2. Gemäss Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, AuG) haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von
Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesem zusammenwohnen. Eine solche
Ehegemeinschaft liegt vorliegend vor, weshalb der Beschwerdeführer grundsätzlich
über einen entsprechenden Anspruch verfügt.
3. Selbst wenn ein solcher Anspruch vorliegt, kann dieser erlöschen, wenn ein in
Art. 62 AuG aufgeführter Widerrufsgrund gegeben ist (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Die
zuständige Behörde kann Bewilligungen und andere Verfügungen laut dieser
Bestimmung widerrufen, wenn die ausländische Person erheblich und wiederholt
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat oder diese gefährdet
(Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG). Nach Art. 80 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung,
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, VZAE) liegt ein Verstoss gegen die
öffentliche Sicherheit und Ordnung etwa bei einer Missachtung von gesetzlichen
Vorschriften und behördlichen Verfügungen (lit. a) oder bei mutwilliger Nichterfüllung
öffentlich-rechtlicher beziehungsweise privatrechtlicher Verpflichtungen (lit. b) vor.
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Von einem erheblichen Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung wird in
der Praxis dann ausgegangen, wenn ein Ausländer straffällig geworden ist und durch
sein Handeln besonders hochwertige Rechtsgüter verletzt oder in Gefahr gebracht hat,
sich von strafrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lässt und damit zeigt, dass
er auch künftig weder gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Die
meisten Verurteilungen des Beschwerdeführers haben Bagatellcharakter. Aber selbst
die schwerer wiegenden Verurteilungen wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln
stellen, wie die Vorinstanz zurecht ausführt, für sich alleine noch keinen erheblichen
Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar.
Hingegen stellt das Finanzgebaren des Beschwerdeführers einen solchen Verstoss dar.
Denn sogar das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) U., das in Bezug auf die
Suchbemühungen weniger hohe Anforderungen stellt, als dies ausländerrechtlich
erforderlich ist, verfügte mehrmals Einstelltage gegen den Beschwerdeführer, da seine
Arbeitsbemühungen in quantitativer und qualitativer Hinsicht nicht genügten und er
wiederholt nicht zu anberaumten Beratungsgesprächen erschien. Überzeugende
Erklärungen dafür hatte er offenbar keine geliefert, ansonsten keine Einstelltage verfügt
worden wären (vgl. zum Themenbereich act. 12/21). Dies weist deutlich auf die
Mutwilligkeit des Beschwerdeführers hin. Diese Mutwilligkeit dokumentierte der
Beschwerdeführer, obwohl bereits zwei Verwarnungen ausgesprochen worden waren.
Es kann also keine Rede davon sein, dass alleine aus dem Ansteigen der
Verlustscheine auf Mutwilligkeit geschlossen worden wäre. Alleine die Tatsache, dass
der Beschwerdeführer zwischendurch wieder erwerbstätig war, bedeutet nicht, dass
deshalb die Mutwilligkeit zu verneinen wäre (vgl. demgegenüber act. 8 S. 6). Ebenfalls
nichts an der dargelegten Mutwilligkeit ändern die hohen Gesundheitsausgaben der
Familie (act. 8 S. 6). Denn aus den Betreibungsregisterauszügen ist ersichtlich, dass
zumindest zwischen der ersten und zweiten Verwarnung nicht nur die
Gesundheitskosten für die hohen Schulden verantwortlich waren, sondern etwa auch
nicht bezahlte Steuern, signifikante Ausgaben für mindestens ein Auto (trotz [bisweilen]
sehr langer Arbeitslosigkeit), hohe Ausgaben für Beleuchtungs- beziehungsweise
Elektrogeräte und Schulden unbekannter Art gegenüber einem Herrn L. in V.
(act. 12/15–19; Dossier, S. 235). Im Übrigen kann man trotz hoher Gesundheitskosten
vor allem als nicht von den Gesundheitsproblemen direkt Betroffener
(Beschwerdeführer) sein Bestes tun, um die Schulden möglichst gering zu halten. Der
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Beschwerdeführer hat aber gerade diese Möglichkeit nicht wahrgenommen, wie beim
RAV U. dokumentiert wurde. Der Beschwerdeführer bringt in diesem Zusammenhang
im Übrigen nicht vor, dass er sich gegen die verfügten Einstelltage rechtlich erfolgreich
gewehrt hätte. Es besteht daher kein Anlass, an den Feststellungen des RAV U. zu
zweifeln. Obschon der Beschwerdeführer zudem mittlerweile Ergänzungsleistungen
erhält und im Sommer 2017 offenbar trotz den von ihm ausführlich dargelegten
Erziehungs-/Haushaltsführungspflichten (act. 6 S. 6) wohl unter dem Eindruck des
laufenden Verfahrens nun doch eine Arbeitsstelle als Staplerfahrer bei der W. AG in X.
antrat, wurde seitens des Beschwerdeführers trotz seiner weitreichenden
Mitwirkungspflicht in keiner Art und Weise dargelegt, wie er seit Sommer 2017 zum
Abbau des Schuldenberges beigetragen hat. Denn der Beschwerdeführer wohnt aktuell
in Y. und kann damit z.B. den Weg zur Arbeit in X. mit dem Fahrrad zurücklegen. Zu
bedenken ist überdies, dass es bei einem angemessenen Lebensstil trotz hoher
(aufgrund der betragsmässigen Grenze des Selbstbehalts aber gleichzeitig
beschränkter) Selbstbehalte möglich sein sollte, mit einem Jahreseinkommen von rund
CHF 70‘000 (act. 2 S. 5) selbst mit drei Kindern mehr oder weniger zurecht zu kommen,
ohne Jahr für Jahr signifikant mehr Schulden anzuhäufen. Inwiefern die Wegweisung
des Beschwerdeführers nun den Gläubigerinteressen widersprechen sollte (act. 8
S. 7 f.), ist angesichts der fehlenden Belege für einen Schuldenabbau seit Sommer
2017 nicht ersichtlich. Ein „Kontakt mit Herr J.K., Sozialarbeiter der politischen
Gemeinde Y., betreffend Schuldensanierung“ (act. 8 S. 8) genügt angesichts des seit
Sommer 2017 zusätzlich eingehenden Erwerbseinkommens des Beschwerdeführers
den Anforderungen an ein Bemühen, die Schuldensituation in den Griff zu bekommen,
nicht. Der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG ist damit gegeben. Die Prüfung
eines anderen Widerrufsgrunds erübrigt sich deshalb.
4. Zu prüfen bleibt, ob der Widerruf auch verhältnismässig ist. Dabei sind die
öffentlichen Interessen einerseits und die persönlichen Interessen des
Beschwerdeführers und seiner Familie anderseits beziehungsweise deren persönliche
Verhältnisse zu berücksichtigen. Da die Ehefrau und die Kinder des Beschwerdeführers
über Niederlassungsbewilligungen verfügen, ergibt sich das Erfordernis der
Interessenabwägung auch aus Art. 8 der Europäischen Konvention zum Schutze der
Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) und Art. 13 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV). Ist es den in
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der Schweiz anwesenden Familienmitgliedern ohne Schwierigkeit möglich, mit dem
Ausländer, dessen Bewilligung ihm verweigert beziehungsweise entzogen worden ist,
auszureisen, ist Art. 8 EMRK nach langjähriger Rechtsprechung des Bundesgerichts
nicht verletzt.
Vorliegend ist es so, dass ein erhebliches öffentliches Interesse daran besteht, dass
Ausländer wie der Beschwerdeführer, die ihre öffentlich-rechtlichen beziehungsweise
privatrechtlichen Verpflichtungen nicht erfüllen, aus der Schweiz weggewiesen werden
(vgl. BGer 2C_789/2017 vom 7. März 2018 E. 6.2). Hinzu kommt, dass der
Beschwerdeführer straffällig wurde, wenn auch nicht in einem Ausmass, welches eine
erhebliche Gefährdung der öffentlichen Ordnung zur Folge gehabt hätte. Beim
Beschwerdeführer ist dabei zu beachten, dass er bald nach seiner Einreise in die
Schweiz anfing, Sozialhilfe zu beziehen und fast während seines gesamten Aufenthalts
hier nicht oder nur unter Druck seinen finanziellen Verpflichtungen nachkam. Auch die
zweifache Verwarnung bewirkte keine nachhaltige Änderung seines Verhaltens. Es ist
deshalb davon auszugehen, dass auch der Eindruck des vorliegenden Verfahrens nur
von kurzer Dauer wäre, obwohl es ihm nun offenbar trotz seiner vom RAV
bescheinigten Vermittlungsunfähigkeit aufgrund seines Bemühens gelungen ist, im
Sommer 2017 eine Stelle zu finden und anzutreten.
Bei der Würdigung der privaten Interessen des Beschwerdeführers und seiner Familie
am Verbleib in der Schweiz ist zu berücksichtigen, dass die mangelhafte Integration in
finanzieller Hinsicht sowie in Bezug auf die hiesige Rechtsordnung nicht für den
Beschwerdeführer spricht. Eine besondere soziale Integration macht er nicht geltend.
Eine erfolgreiche Integration ist damit trotz seiner langjährigen Anwesenheit in der
Schweiz misslungen. Er reiste im Alter von 24 Jahren in die Schweiz ein und verbrachte
damit die prägenden Schuljahre sowie seine jungen Erwachsenenjahre in Serbien,
womit er mit der dortigen Kultur und Sprache bestens vertraut ist. Eine Ausreise nach
Serbien wäre ihm daher ohne weiteres zumutbar. Im Hinblick auf die Familie des
Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass seine Ehefrau ebenfalls aus Serbien stammt,
allerdings bereits im Kindesalter in die Schweiz einreiste und seither hier lebt. Eine
Rückkehr wäre ihr aufgrund der intakten Kernfamilie mit ihrem Ehemann und ihren
Kindern allerdings zumutbar, trotz ihrer psychischen Probleme, für die auch in Serbien
nach ständiger Rechtsprechung ausreichend Behandlungsmöglichkeiten bestehen,
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auch für Angehörige der ethnischen Minderheit der Roma (vgl. BVGer D-503/2014 vom
12. März 2015 E. 7.3.2, E-1723/2008 vom 20. März 2012 E. 8.4.5). Denn aufgrund ihrer
IV-Renten dürfte die Familie in Serbien z.B. nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten
geraten, zumal diese Renten weit über dem monatlichen Durchschnittseinkommen in
Serbien liegen. Man könnte damit in Serbien einen überdurchschnittlichen
Lebensstandard pflegen. Auch für das jüngste Kind, das noch nicht eingeschult sein
dürfte, wäre eine Ausreise nach Serbien in Begleitung der Eltern mit keinen
nennenswerten Schwierigkeiten verbunden, zumal Kinder in diesem Alter noch sehr
anpassungsfähig sind und auch schnell eine neue Sprache lernen, sofern sie dieser
nicht ohnehin mächtig sind. Leicht schwieriger dürfte die Situation für die beiden
älteren, mittlerweile wohl beide eingeschulten Kinder sein, gerade für den ältesten
Sohn, der aktuell rund 13 Jahre alt und damit in einem schwierigen Alter ist und zudem
an Epilepsie leidet. Doch auch diese Krankheit kann in Serbien ausreichend behandelt
werden (vgl. oben), weshalb sie kein Hinderungsgrund für eine Ausreise darstellt. Dank
der Unterstützung ihrer Eltern (vor allem ihres Vaters, der in Serbien angesichts des IV-
Einkommens seiner Familie nicht arbeiten müsste und somit viel Zeit für die
Kinderbetreuung hätte) wäre es den beiden älteren Kindern möglich, sich erfolgreich in
Serbien zu integrieren, zumal das mittlere Kind noch nicht lange eingeschult ist (wenn
überhaupt). Eine besonders erfolgreiche Integration der Kinder in der Schweiz wird
seitens des Beschwerdeführers trotz dessen weitreichender Mitwirkungspflicht weder
behauptet noch dargelegt. Es wird lediglich allgemein und sehr unspezifisch behauptet,
die Ehefrau habe ihren gesamten Freundes- und Bekanntenkreis in der Schweiz und
auch der Sohn müsste Kollegen und Bekannte verlassen. Gerade angesichts der
schweren psychischen Probleme der Ehefrau (Depressionen, Halluzinationen,
Probleme mit Schlaf und regelmässiger Ernährung, Suizidversuche [act. 9/3]) und der
damit zweifelsohne vorhandenen Schwierigkeiten, ihre Kinder zu erziehen und
dementsprechend allgemein soziale Beziehungen zu pflegen, wären aufgrund der
weitreichenden Mitwirkungspflicht konkretere Behauptungen über die vorhandenen
Beziehungen erforderlich gewesen. Hingegen wird eingeräumt, dass auch die Kinder
Serbien von den Ferien her kennen (act. 8 S. 10). Insgesamt wiegen die privaten
Interessen des Beschwerdeführers und seiner Familie, in der Schweiz zu bleiben, zwar
recht schwer, aber es ist ihnen zumutbar, nach Serbien auszureisen und ihr
Familienleben dort weiterzuführen. Ihre privaten Interessen wiegen weniger schwer als
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die öffentlichen Interessen der Schweiz an ihrer Ausreise (vgl. dazu BGer 2C_789/2017
vom 7. März 2018 E. 5 und 6). Die anderen Familienmitglieder haben aber
selbstverständlich die Alternative, in der Schweiz zu verbleiben und den Kontakt mit
dem Beschwerdeführer mittels regelmässiger Besuchsaufenthalte und elektronischer
Kommunikationsmittel zu pflegen.
Da das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des
Beschwerdeführers dessen persönliche Interessen und diejenigen seiner Familie somit
überwiegt, erweist sich der Entscheid der Vorinstanz als recht- und verhältnismässig,
womit die Beschwerde abzuweisen ist.
5. Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer die amtlichen
Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 2‘000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Zufolge Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege gehen die Kosten zulasten des Staates. Auf die Erhebung ist zu
verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt (Art. 99 Abs. 1 VRP), wird die
staatliche Honorarordnung für die Vorbereitung und Durchführung des Verfahrens der
Verwaltungsrechtspflege angewendet (vgl. Art. 30 lit. b Ziff. 2 des Anwaltsgesetzes;
sGS 963.70, AnwG). Bei unentgeltlicher Prozessführung wird das Honorar um einen
Fünftel herabgesetzt (Art. 31 Abs. 3 AnwG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Verwaltungsgericht pauschal CHF 1'000 bis CHF 12'000 (Art. 22 Abs. 1
lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten; sGS 963.75, HonO).
Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den
besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der
Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten,
bemessen (vgl. Art. 19 HonO). Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht.
Ein Pauschalhonorar von CHF 2'000, das um einen Fünftel auf CHF 1'600 zu kürzen ist,
erscheint angemessen. Hinzu kommen pauschale Barauslagen von CHF 80 (vier
Prozent von CHF 2'000, Art. 28 HonO) sowie die Mehrwertsteuer (Art. 29 HonO),
wobei angesichts des Umstands, dass die anwaltlichen Leistungen vor dem 1.Januar
2018 erbracht wurden, noch der Satz von acht Prozent zur Anwendung gelangt (vgl.
bis
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Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018,
www.estv.admin.ch).