# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5e3494d1-7c99-4acd-886a-b2b7df348218
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2000
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. Am 24. August 1998 reichte A dem Rektor der Universität Zürich ein Gesuch um "Habilitation im Fach Philosophie" ein. Mit Schreiben vom 30. Juni 1999 teilte ihr der Rektor mit, dass die Philosophische Fakultät das Gesuch "auf Erteilung der venia legendi" nach Prüfung sowie Begutachtung der Habilitationsschrift durch eine Kommission und zwei auswärtige Fachpersonen mit der Empfehlung auf Ablehnung der Erweiterten Universitätsleitung übergeben habe. Die Erweiterte Universitätsleitung sei dieser Empfehlung an ihrer Sitzung vom 29. Juni 1999 gefolgt und habe einstimmig beschlossen, das Gesuch abzulehnen.
II. Die Rekurskommission der Universität Zürich trat mit Beschluss vom 13. April 2000 auf den von A am 29. Juli 1999 eingereichten Rekurs nicht ein. Dem Habilitationsgesuch habe eine monographische Habilitationsschrift zu Grunde gelegen, wogegen sie in der Rekursschrift ausdrücklich um Erteilung der Venia Legendi auf der Basis einer kumulativen Habilitation ersuche. Damit habe die Rekurrentin mit ihrem Rekursantrag den ur-sprünglichen Rechtsgrund für die Erteilung der Venia Legendi durch einen neuen ersetzt. Dies stelle eine im Rahmen eines Rekursverfahrens unzulässige Änderung des Streitgegenstands dar. Gegen den Nichteintretensbeschluss könne Rekurs beim Regierungsrat erhoben werden.
III. Mit Beschwerde vom 31. Mai 2000 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen:
"1. Es sei der Beschluss der Rekurskommission der Universität Zürich vom 13. April 2000 aufzuheben.
2. Es sei die Rekurskommission der Universität Zürich zu verpflichten, auf den Rekurs vom 29. Juli 1999 einzutreten.
3. Es sei der Entscheid der Erweiterten Universitätsleitung (EUL) der Universität Zürich vom 29. Juni 1999 aufzuheben und die Angelegenheit der zuständigen Erziehungsdirektion des Kantons Zürich zur Neubeurteilung zuzuweisen, wobei eine neutrale Begutachtung vorzunehmen ist.
4. Es sei der Beschwerdeführerin die Venia Legendi zu erteilen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen."
Die Rekurskommission der Universität Zürich beantragte am 7./10. Juli 2000, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen. Den nämlichen Antrag stellte der Rektor der Universität Zürich am 16./18. August 2000.

## Considerations

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 5 N. 3).
a) Das Gericht beurteilt nach § 41 VRG (in der Fassung vom 8. Juni 1997) unter anderem Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von Verwaltungsbehörden, soweit das Verwaltungsrechtspflegegesetz oder ein anderes Gesetz keine abweichende Zuständigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgültig bezeichnet und wenn nach § 42 VRG keine unmittelbare Anfechtungsmöglichkeit bei einer Verwaltungsbehörde oder einer Rekursbehörde des Bundes besteht. Gemäss den in § 43 Abs. 1 VRG statuierten Ausnahmen ist die Beschwerde unter anderem unzulässig gegen Anordnungen über Ergebnisse von Universitäts-, Schul-, Berufs- und anderen Fähigkeitsprüfungen, Klassenzuteilungen sowie Promotions- und Zulassungsentscheide (lit. f). Nach der seit Beginn des Frühlingssemesters 2000 geltenden neuen Fassung von § 43 Abs. 1 lit. f VRG sind die Ausschlussgründe ausdrücklich auch auf Anordnungen über Schulzuteilungen, Zulassungsentscheide einschliesslich Zulassungsbeschränkungen sowie über Disziplinarmassnahmen im Schulwesen (ausgenommen der disziplinarische Ausschluss) ausgedehnt worden (§ 42 lit. a des Mittelschulgesetzes vom 13. Juni 1999; betreffend Teilinkraftsetzung siehe OS 56, 54).
b) Gemäss § 46 Abs. 5 des Gesetzes über die Universität Zürich vom 15. März 1998 (UniversitätsG; in Kraft seit 1. Oktober 1998) sind Entscheide der Rekurskommission über das Ergebnis von Prüfungen und Promotionen endgültig. Die übrigen Entscheide der Rekurskommission sind nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes an das Verwaltungsgericht weiterziehbar (Abs. 6).