# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 92aa916b-4e17-4f69-bec6-ac95ada0bd30
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
Mit einem auf den 18. Juni 2018 datierten Einspracheentscheid schätzte das kantonale Steueramt bezüglich der Staats- und Gemeindesteuern 2014 das steuerbaren Einkommen der Eheleute A und B (nachfolgend: die Pflichtigen) auf Fr. ... ein, bei einem steuerbaren Vermögen von Fr. .... In einem ebenfalls auf den 18. Juni 2018 datierten Einspracheentscheid bezüglich der direkten Bundessteuer 2014 wurde das steuerbare Einkommen der Pflichtigen auf Fr. ... veranlagt.
Beide Einspracheentscheide wurden gemäss Sendungsverfolgung der Post bereits am 15. Juni 2018 versandt und von der Vertreterin der Pflichtigen am 18. Juni 2018 um 07:40 Uhr am Postschalter in Empfang genommen, welche den Empfang unterschriftlich bestätigte.
II.
Auf die hiergegen am 19. Juli 2018 erhobenen Rechtsmittel trat das Steuerrekursgericht am 2. Oktober 2018 zufolge Verspätung nicht ein.
III.
Mit Beschwerde vom 16. November 2018 liessen die Pflichtigen dem Verwaltungsgericht sinngemäss beantragen, es sei die vorinstanzliche Verfügung des Steuerrekursgerichts aufzuheben und es seien ihre Rechtsmittel gutzuheissen bzw. zur Neubeurteilung an das Steuerrekursgericht zu übergeben. Weiter wurde um die Zusprechung einer Parteientschädigung ersucht.
Die den Pflichtigen mit Präsidialverfügungen vom 20. November 2018 jeweils auferlegten Kautionen in Höhe von Fr. ... bzw. Fr. ... wurden fristgerecht geleistet. Während das Steuerrekursgericht auf Vernehmlassung verzichtete und sich das Gemeindesteueramt und die Eidgenössische Steuerverwaltung nicht vernehmen liessen, beantragte das kantonale Steueramt die Abweisung der Beschwerden.
Der Einzelrichter

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Die vorliegenden Beschwerden SB.2018.00128 (Staats- und Gemeindesteuern 2014) und SB.2018.00129 (Direkte Bundessteuer 2014) betreffen dieselbe Pflichtige, den gleichen Sachverhalt und dieselbe Rechtslage, weshalb sich die Vereinigung der Verfahren rechtfertigt.
1.2
Über das im Sinn nachfolgender Erwägungen offensichtlich unzulässige Rechtsmittel der Pflichtigen kann gemäss § 38b Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) in einzelrichterlicher Kompetenz entschieden werden (vgl. VGr, 21. September 2017, VB.2017.00605, E. 1.2; VGr, 23. August 2018, VB.2018.00424, E. 1.2 [noch nicht rechtskräftig, zur Publikation vorgesehen]; vgl. auch Alain Griffel in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014, § 28a N. 8 [in fine] sowie Frank Seethaler/Kaspar Plüss in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG], 2. A., Zürich etc. 2016, Art. 57 N. 26).
2.
2.1
Gegen Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts können Steuerpflichtige innert 30 Tagen nach Zustellung schriftlich Rekurs bzw. Beschwerde beim Steuerrekursgericht erheben (§ 147 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]; Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 [DBG]). Entscheide des Steuerrekursgerichts können sodann innert 30 Tagen nach Zustellung mittels Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden (§ 153 Abs. 1 StG; Art. 145 DBG in Verbindung mit § 14 Abs. 1 der Verordnung über die Durchführung des DBG vom 4. November 1998). Bei der Berechnung der Rechtsmittelfristen wird der Eröffnungs- bzw. Zustelltag nicht mitgezählt. Sodann verlängert sich die Rechtsmittelfrist auf den nächsten Werktag, wenn der letzte Tag der Frist auf einen Samstag oder öffentlichen Ruhetag fällt (vgl. § 12 Abs. 1 und 2 der Verordnung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 [VO StG]; Art. 133 Abs. 1 DBG).
2.2
Das Verwaltungsgericht darf bei einer Beschwerde, die sich gegen einen Nichteintretensentscheid des Steuerrekursgerichts richtet, lediglich überprüfen, ob die vorinstanzliche Beurteilung der Eintretensfrage an beschwerdefähigen Rechtsmängeln leidet. Ein weitergehender materiell-rechtlicher Entscheid ist dem Gericht jedoch verwehrt (BGr, 26. Mai 2004, 2A.495/2003, E. 1.3). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet damit allein die Frage, ob die Vorinstanz zu Unrecht auf die Rechtsmittel der Pflichtigen nicht eingetreten ist.
2.3