# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f1271496-2781-4da4-bfca-05343798546a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. 1. A.B. (nachfolgend A.B.), geboren am 17. November 1960 in Chur, und C.B., geboren am 01. Januar 1960 in Schiers, heirateten am 25. August 1989 vor dem Zivilstandsamt in Malix. Aus der Ehe gingen die Tochter B.B., geboren am 14. Februar 1991, und der Sohn D.B., geboren am 22. Dezember 1992, hervor.
2. Nach der Trennung am 11. Februar 2003 wurde die Ehe der Parteien mit Urteil des Kreisgerichts Werdenberg-Sargans vom 09. November 2006 geschieden. Gemäss Ziffer 4 des Dispositivs wurde A.B. dazu verpflichtet, ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatliche Unterhaltszahlungen von je Fr. 1'000.00 zuzüglich Kinderzulagen für die beiden unter die elterliche Sorge der Mutter gestellten gemeinsamen Kinder B.B. und D.B. zu leisten. Gegen dieses Urteil liessen in der Folge beide Eheleute Berufung erheben, wobei neben anderen Punkten auch die Höhe des Kinderunterhalts Gegenstand des Berufungsverfahrens bildete, in dessen Rahmen die Parteien unter Mitwirkung des Kantonsgerichts St. Gallen schliesslich am 16. /17. August 2007 einen gerichtlichen Vergleich betreffend den Kinderunterhalt und die übrigen noch umstrittenen Scheidungsfolgen schlossen. Mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 12. September 2007 wurde diese Vereinbarung genehmigt und A.B. gestützt darauf verpflichtet, ab September 2007 an den Unterhalt der Kinder B.B. und D.B. monatlich im Voraus zu leistende Beiträge (zuzüglich Kinder- und Ausbildungszulagen) in Höhe von je Fr. 1000.00 bis zum vollendeten 16. Altersjahr und danach je Fr. 1’100.00 bis zum ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung zu bezahlen.
B. Am 27. Juni 2010 machte A.B. beim Kreispräsidenten Fünf Dörfer als Vermittler eine Klage auf Abänderung des Scheidungsurteils (Mündigenunterhalt) gegen seine Tochter B.B. anhängig. Nach erfolglos verlaufender Sühneverhandlung vom 10. September 2010 bezog A.B. am 14. September 2010 den Leitschein.
Mit Prozesseingabe vom 17. September 2010 unterbreitete er die Streitsache dem Bezirksgericht Landquart. Seine Rechtsbegehren lauteten:
„1. In der Vereinbarung vom 17.8.07, BF 2007.8 + 9, der Parteien vor Kantonsgericht St. Gallen, mit Entscheid vom 12.9.07, sei Ziff. 1 lit. b für die Tochter B.B. aufzuheben.
Darin wird der Kinderunterhalt der Kinder B.B. und D.B. festgesetzt:
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a) Fr. 1'000.00 bis zum vollendeten 16. Altersjahr
b) Fr. 1'100.00 danach bis zum ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“
B.B. liess in ihrer Prozessantwort vom 8. Oktober 2010 die kostenfällige Abweisung der Klage beantragen.
In seiner Vernehmlassung zur Prozessantwort vom 27. November 2010 bestätigte A.B. seine Rechtsbegehren gemäss Prozesseingabe.
C. Mit Urteil vom 2. März 2011, mitgeteilt am 18. März 2011, erkannte das Bezirksgericht Landquart:
„1. Die Klage wird mit Wirkung ab 01. März 2011 gutgeheissen und die Unterhaltsverpflichtung von A.B. für die Tochter B.B. gemäss Ziff. 1 lit. b des Urteils des Kantonsgerichts St. Gallen vom 12. September 2007 aufgehoben.
2. Die Kosten des Kreispräsidenten Fünf Dörfer als Vermittler im Betrage von Fr. 250.00 sowie die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend aus:
– einer Gerichtsgebühr von Fr. 2'930.00
– einer Schreibgebühr von Fr. 450.00
– den Barauslagen von Fr. 120.00
Total Fr. 3'500.00
werden der Beklagten auferlegt.
Da die Beklagte über eine Bewilligung zur unentgeltlichen Prozessführung verfügt, wird ihr Kostenanteil unter Erteilung des Regressrechtes der Gemeinde _-Landquart in Rechnung gestellt. Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen.

## Considerations