# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 36e6e98e-acb1-4005-9022-be2afb3693c7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Mit Eingabe vom 27. März 2019 (Poststempel 2. April 2019) gelangte X._ mit einer negativen Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG an das Verwaltungsgericht Graubünden (Verfahren Nr. S 19 35). Er beantragte u.a. es sei festzustellen, "dass die Schuld gemäss Betreibung der Beklagten (Betreibung/Zahlungsbefehl Nr.: _) vom 22.09.2017 in Höhe von Fr. 6.326,05 nebst Zins zu 5% seit 18.05.2017 und Mahnspesen in Höhe von Fr. 200,00 sowie weiterer geltend gemachter Kosten nicht besteht (bis zum Totalbetrag von Fr. 7.282,10 mit Stand: 19.03.2019)" und die entsprechende Betreibung sei einzustellen und aufzuheben.
B. Mit Eingabe vom 10. April 2019 (Poststempel 12. April 2019) reichte X._ beim Verwaltungsgericht ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Klageverfahren S 19 35 ein.
C. Mit Verfügung vom 25. Juni 2019 (Verfahrens Nr. S 19 35b) wies die Z._ am Verwaltungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Klageverfahren S 19 35 ab. In der Begründung führte sie aus, die Mittellosigkeit des Gesuchstellers sei nicht nachgewiesen. Er habe seine wirtschaftlichen Verhältnisse nicht umfassend offengelegt, weshalb ihm eine Verletzung der Mitwirkungspflicht vorzuwerfen sei.
D. Mit Eingabe vom 2. Juli 2019 (Poststempel 6. Juli 2019) erhob X._ beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde gegen die Verfügung der Z._ am Verwaltungsgericht vom 25. Juni 2019. Aufgrund formeller Unzulänglichkeiten verlangte der Vorsitzende der II. Zivilkammer am Kantonsgericht gestützt auf Art. 132 ZPO eine Bereinigung der Eingabe. Am 25. Juli 2019 reichte der Beschwerdeführer eine korrigierte Eingabe mit folgenden Rechtsbegehren ein:
1. Es sei unter Gutheissung der Beschwerde die am 25. Juni 2019 mitgeteilte Verfügung/Entscheid der 3. Kammer des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden als Versicherungsgericht vom 25. Juni 2019, zugestellt am 28. Juni 2019, AZ.: S 1935b, aufzuheben und auf das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung unentgeltlicher Rechtspflege und Verbeiständung vom 10.04./12.04.2019 sei ihm für das Klageverfahren – S 1935 – von dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die unentgeltliche Prozessführung sowie die Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Bernard J. M. Kirschbaum zu gewähren;
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2. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie über den Anspruch des Beschwerdeführers auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung für das bei ihr hängige Klageverfahren betreffend Prämien nach KVG – S 1935 – neu entscheide;
3. dem Beschwerdeführer eine in das Ermessen des Gerichts gestellte Umtriebsentschädigung für den entstandenen Aufwand in den Verfahren zu zahlen.
Ferner ersuchte X._ um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Prozessführung und Verbeiständung) für das Beschwerdeverfahren vor dem angerufenen Kantonsgericht (vgl. dazu Verfahren ZK2 19 61).
E. Ebenfalls am 6. Juli 2019 (Poststempel) reichte X._ eine als "staatsrechtliche Beschwerde" bezeichnete Eingabe beim Bundesgericht ein und beantragte, die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese über den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege für das Klageverfahren neu entscheide. Das Bundesgericht nahm die Eingabe als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG entgegen. Mit Urteil 9C_492/2019 vom 24. Oktober 2019 wies es die Beschwerde ab. In der Begründung führte es aus, dass sich das vorinstanzlich angestrengte Klageverfahren als aussichtslos erweise, womit der angefochtene Entscheid im Ergebnis zu bestätigen sei, ohne dass auf die Frage der Bedürftigkeit näher einzugehen sei.
F. Nach Mitteilung des Urteils des Bundesgerichts beantragte das Verwaltungsgericht beim Kantonsgericht von Graubünden mit Eingabe vom 13. November 2019 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung verwies es auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung.
G. Auf die Begründung der angefochtenen Verfügung und die Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1.1. In vorliegender Angelegenheit ist im Hauptverfahren, für welches um die unentgeltliche Rechtspflege ersucht wird, eine negative Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG zu beurteilen, wobei der Bestand einer öffentlich-rechtlichen Forderung (Prämienforderung nach KVG) strittig ist. Die Zwangsvollstreckung und gerichtlichen Streitsachen des SchKG werden in Lehre und Rechtsprechung seit
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jeher als Zivilsache verstanden, selbst wenn es sich um betreibungsrechtliche Klagen mit Reflexwirkung auf öffentliches Recht handelt (Art. 1 lit. c ZPO; Urteil des Bundesgerichts 5A_243/2016 vom 12. Juni 2017 E. 5.2. mit weiteren Hinweisen; Bernhard Bodmer/Jan Bangert, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art.  SchKG, 2. Aufl., Basel 2010, N 26 zu Art. 85a SchKG). Dementsprechend gelangen für deren Beurteilung die zivilprozessualen Verfahrensregeln zur Anwendung (Art. 1 lit. c ZPO). Daran ändert nichts, dass vorliegend die Klage nach Art. 85a SchKG erstinstanzlich beim Verwaltungsgericht Graubünden anhängig gemacht wurde, welches mit der Rechtsprechung auf dem Gebiet des öffentlichen Rechtes betraut ist. Diesbezüglich stellt sich indessen die Frage der Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (vgl. dazu nachstehend E. 3).

## Considerations