# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f984578d-e6cb-4afb-9298-412f75583d93
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964, war von September 2002 bis
Ende
Januar
2018
bei der
Y._
als Betriebsmitarbeiter in der Formerei in einem 100%-Pensum angestellt (Urk. 8/14, Urk. 8/
53
,
Urk.
8/95 S. 7
).
Am 1
5.
April 2016 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte bei der Sozial
ver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf Schmerzen in den Knien beidseits zum Bezug von Leistungen der Inva
liden
versiche
rung an (Urk. 8/3).
Die IV-Stelle nahm Abklärungen in erwerblicher und medi
zini
scher Hinsicht vor. Sie zog
wiederholt
die Akten de
r Kranken
tag
geldversicherung (Urk. 8/4-5, Urk. 8/21)
bei, holte einen A
usz
ug aus dem In
dividuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug,
Urk. 8/
11
) ein, nahm
die
Bericht
e
der behandeln
den Ärzte zu den Akten (Urk. 8/
1
6-17
) und ersuchte die Arbeitgeberin um Auskünfte (vgl. Arbeitgeberfragebogen
vom 3
1.
Mai 2016, Urk.
8/14).
Von eine
r
wiederher
gestellten Arbeitsfähigkeit innert
des Wartejahres
ausgehen
d
verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 28. No
vem
ber 2016,
Urk.
8/23) mit Ver
fügung vom 3
0.
Januar 2017 einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 8/26). Das mit «Rechtsmittelbelehrung - Einsprache er
heben» bezeichnete Schrei
ben des Versicherten vom
3.
Februar 2017, welches an die IV-Stelle gerichtet war (Urk. 8/28),
nahm diese als
Neuanmeldung
entgegen (vgl.
Urk.
8/29). In der Folge
nahm die IV-Stelle
erneut
Abklärungen in erwerb
licher und medizinischer Hin
sicht vor,
zog
abermals
die Akten der K
rankentag
geldversicherung (Urk.
8/33, Urk.
8/44
) bei
und
holte die aktuellen Berichte der b
ehandelnden Ärzte (Urk.
8/45-46,
Urk.
8/49,
Urk.
8/56-59,
Urk.
8/62,
Urk.
8/68,
Urk.
8/73
-74, Urk.
8/77, Urk. 8/89,
Urk.
8/91,
Urk.
8/93) sowie einen neuen IK-Auszug des Versicherten (
Urk.
8/30) ein
.
Z
ur Klärung
der
berufliche
n
Situation fand
am 1
7
.
April
2018 bei der IV-Stelle
erstmals
ein persönliches G
espräch statt (Urk.
8/95). Die IV-Stelle gewährte dem
Versicherten Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche durch die
Z._
(vgl. Mitteilung vom 1
2.
Juni 2018,
Urk.
8/75
).
Da kein Trainingsplatz gefunden werden konnte, schloss die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen mit Mitteilung vom 1
4.
November 2018 ab (
Urk.
8/94).
Mit der Begründung,
der Versicherte
sei in einer
optimal leidens
an
gepassten Tätigkeit vollzeitlich arbeitsfähig, stellte die IV-Stelle de
m
Ver
sicher
ten mit Vorbescheid vom 2
0.
November 2018 die Abweisung des Leistungs
begeh
rens in Aussicht (
Urk.
8/99
).
D
agegen erhob
der
Versicherte mit Schreiben vom
17.
De
zember
2018 Einwand (
Urk.
8/107
) und liess eine weitere medizinische Stellung
nahme zu den Akten reichen (
Urk.
8/109
). Mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2019
verneinte die IV-
Stelle wie vorbeschieden einen Anspruch auf eine Invali
denrente (
Urk.
8/112 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
1.
Februar 2019 bei der IV-Stelle Beschwerde (Urk. 1/1)
und liess den Arztbericht
von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädie FMH,
vom
5.
Februar 2019 zu den Akten reichen (Urk.
3/1)
.
Mit Schreiben vom 1
1.
März 2019 ersuchte der Rechtsvertreter des Ver
sicherten die IV-Stelle um Weiterleitung der Beschwerde ans Sozial
ver
siche
rungsgericht (
Urk.
1/2).
Die
IV-Stelle
leitete die Eingabe mit Schreiben vom
1.
April
2019
(Urk.
4)
an das hiesige Gericht weiter.
Der
Be
schwerdeführer
be
an
tragte in
seiner
Beschwerde (Urk. 1
/1
,
Urk.
1/2
) sinngemäss
die Aufhebung der ange
fochtenen Verfügung vom 1
5.
Januar 2019 sowie
eine umfassende medi
zi
nische Abklärung
und die Ausrichtung einer Invalidenrente
.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
2
3.
Mai 2019
(U
rk. 7
) auf Abweisung der
Beschwerde. Mit Verfügung vom 2
4.
Mai
2019 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme
zugestellt (
Urk.
9
).
Am 2
0.
März 2020 (
Urk.
10) reichte der Beschwerdeführer zwei weitere Behandlungsberichte ein (
Urk.
11/1-2).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 1
5.
Januar 2019 (
Urk.
2) hielt die Be
schwer
de
gegnerin fest, medizinische Abklärungen hätten ergeben, dass der Be
schwerde
führer in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit ein rentenaus
schliessendes Erwerbseinkommen erwirtschaften könne, weshalb er keinen An
spruch auf Leis
tungen habe.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 11. Fe
b
ruar 2019 (
Urk.
1/1) sowie ergänzend am 1
1.
März 2019 (
Urk.
1/2) sinngemäss geltend, aufgrund der chronischen Kniebeschwerde
n sowie der intraoperativen Nervenverletzungen sei er aus
serstande erwerbstätig zu sein, weshalb er An
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung habe.
3.
3.1
Bei belastungsabhängigen, starken Kniegelenksschmerzen auf der rechten Seite wurde der Beschwerdeführer
in der
B._
vorstellig, wo
gestützt auf bild
gebende Befunde bei Status nach Arthroskopie und medialer
Teil
meniskek
tomie
im Jahr 2005 ein operativer Eingriff (Arthroskopie und mediale
Teil
meniskek
to
mie
und
Ganglionentfernung
am rechten Knie) durchgeführt wurde (vgl.
Arth
ro
s
kopiebericht
vom
3.
Dezember 2015,
Urk.
8/17/6). Im Rahmen einer Ver
laufs
kontrolle bei
Dr.
med.
C._
, Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie F
MH, habe der Beschwerdeführer auch
über zunehmende
Be
schwer
den
im linken Knie
berichtet (vgl. Arztber
icht vom 2
4.
Februar 2016, Urk.
8/16/8).
Dr.
C._
diagnostizierte
neben der medialbetonten Gonarthrose rechts
eine
Valgusgon
arth
rose
auf der linken Seite. Dadurch sei die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Ak
tuell sei unter Einnahme von Medikamenten und physiotherapeutischer Be
hand
lung eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar
(vgl. Arzt
berichte vom
3.
März 2016 [
Urk.
8/21/9], 1
1.
Mai 2016 [Urk. 8/21/7]).
Ferner sei der Be
schwerdeführer auch wegen Wirbelsäulen
proble
men in rheumatologischer Be
hand
lung (vgl. Arzt
be
richt vom 2
3.
Juni
2016, Urk.
8/17/4).
In Folge zu
nehmen
der Beschwerden auf der linken Seite bei Status nach medialer
Teil
me
niskektomie
im Jahr 2006, Arth
roskopie und medialer
Restmen
is
kektomie
im Juni 2011 (vgl.
Arth
ros
kopiebericht
vom
8.
Juni 2011,
Urk.
8/17/8) sowie radiologisch nach
weis
licher deutlicher me
dialer Gelenkspalt
verschmälerung im Sinne einer sekundären
Va
rus
gonarthrose
empfahl
Dr.
C._
eine
valgisierende
Korrektur
osteotomie
.
Nach
diesem Eingriff sei eine Rekon
va
les
zenz von sechs Wochen bis zur einigermassen Stabilisierung der Osteotomie an
zunehmen. Anschliessend sei bis zur vollen Be
lastungs
fähigkeit erneut mit sechs bis acht Wochen
Arbeits
unfähigkeit in der bis
herigen Tätigkeit zu rechnen
(vgl. Arzt
bericht vom
8.
No
vember 2016, Urk.
8/21/5).
D
er
operative
Eingriff
erfolgte am
9.
November 2016 (vgl. Ope
ra
tionsbericht,
Urk.
8/49/15).
3.2
Postoperativ
habe sich ein protrahierter Verlauf mit ungenügender Verbesserung der präoperativen Arthrose-Symptomatik gezeigt. Es
sei zu diffusen Rest
be
schwer
den gekommen, so dass das
Osteo
synthesematerial
im linken Knie früh
zeitig
habe entfernt werden müssen
(vgl. Operationsbericht vom
9.
März 2017,
Urk.
8/49/13).
Nach weiterhin un
verändert ge
klagten Kniegelenks
be
schwerden wurde eine Magnetresonanz
tomo
graphie (MRI) veranlasst. Die bild
gebenden Be
funde zeigten einen regel
rechten post
ope
ra
tiven Befund. Eine Zu
nahme des Knor
pel
schadens im
medialen oder lateralen
femorotibialen
Gelenk sei nicht nach
weisbar (vgl. MRI-Befund vom 18. April 2017,
Urk.
8/49/22).
Dr.
C._
nahm probatorisch eine intraartikuläre Steroidinjektion vor (vgl. Arzt
bericht vom 24.
April 2017,
Urk.
8/44/14).
Dr.
A._
, d
er Nachfolger von
Dr.
C._
, konsta
tierte
, nach
tibialer
Valgisationsosteotomie
bei Gonarthrose seien protrahierte Ver
läufe nicht ungewöhnlich. Dass der Beschwerdeführer bis zum jetzigen Zeit
punkt
seine
schwere körperliche Tätigkeit noch nicht wieder habe aufnehmen können, sei ebenfalls nicht ungewöhnlich. Die Beinach
se s
e
i
durch den operativen Eingriff auf eine neutrale Achse korrigiert worden, eine Überkorrektur in den
Valgus
sei nicht erfolgt.
Dr.
A._
empfahl eine intra
artikuläre Infiltra
tions
be
handlung mit ACP/Hyaluronsäure im Wechsel, wodurch sich oft eine rasche und langanhaltende Beschwerdelinderung erzielen lasse (vgl. Arzt
bericht vom 15.
Mai 2017,
Urk.
8/44/11).
Im Rahmen einer durch die Kran
ken
taggeld
ver
siche
rung veranlasste
n
spezialärztliche
n
Untersuchung durch Dr. med.
D._
, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, wurde, infolge des ge
klag
ten Klammergefühls im linken Knie sowie der Hypo
sensibilität im linken Unter
schenkel, der Verdacht auf eine intraoperative Nerven
läsion geäussert und eine neurologische Abklärung empfohlen (vgl. Kurz
be
urteilung vom
1.
Juni 2017,
Urk.
8/44/6-10).
3.3
Dr.
A._
berichtete am 1
8.
Juli 2017, dass im
Rahmen einer neurologisch
en Beurteilung eine
Neurapraxie
des
Nervus
peroneus
festgestellt worden
sei
. Die Prog
nose einer Nervenregeneration sei jedoch zumeist gut (vgl. Arztbericht vom 1
8.
Juli 2017,
Urk.
8/49/9).
Während einer Verlaufskontrolle
im August 2017 habe der Beschwerdeführer
über zunehmende
Ruhe- und Nachtschmerzen an bei
den Kniegelenken berichtet. Auch das rechte Kniegelenk hätte sich wieder ver
schlechtert. Hier sei vorüber
gehend durch die ACP-Infiltrationstherapie eine deut
liche Besserung eingetreten.
Dr.
A._
be
richtete, die konservativen
Arthro
setherapien
seien auszuschöpfen. Bei ungenüg
en
dem Ansprechen wäre linksseitig eine Knieprothesenimplantation zu diskutieren, wobei hierdurch eine voll
ständige Wiederherstellung der Leis
tungs
fähigkeit im Beruf nicht zu er
warten sei. Auf der rechten Seite könne noch einmal
arthroskopisch
vor
ge
gangen wer
den. Ende Au
gust 2017
sei
überdies ein Arbeits
versuch in der bisherigen Tätigkeit geplant, zunächst halbtags. Langfristig sei mindestens mit einer 20%
igen Leis
tungs
ein
busse für schwere körperliche Tä
tig
keiten zu
rechnen
. In einer leichten körperli
chen Tätigkeit mit der Möglichkeit zu wechsel
belas
ten
den Tätig
keiten sei der Be
schwerdeführer aktuell voll
arbeits
fähig (vgl. Arztberichte vom 1
8.
August 2017 [
Urk.
8/49/11], 1
8.
September 2017 [
Urk.
8/45]).
3.4
Da die konservativen Behandlungsmassnahmen mit Physiotherapie, Bandagen-Versorgung und Infiltrationsbehandlung keine ausreichende Schmerzlinderung gebracht
habe
, wurde im Oktober 2017 auf der rechten Seite eine erneute Knie
gelenksarthroskopie
mit Innenmeniskus-Nachresektion,
Ganglionzysten
-Ent
fer
nung und
retropatellärer
Knorpelglättung
durchgeführt (vgl.
Arthroskopie
bericht
vom 2
6.
Oktober 2017,
Urk.
8/49/17).
Bei beidseitigen
Patellofemoral
arthrosen
empfahl
Dr.
A._
eine stationäre
muskuloskelettale
Rehabilitation
(vgl. Arzt
ber
icht vom 1
5.
Januar 2018,
Urk.
8
/49/4).
In der Folge war der Beschwerdeführer vom
1.
bis 1
4.
März 2018 in der
E._
in stationärer Behandlung (vgl. Arztbericht vom 1
4.
März 2018,
Urk.
8/62
/1
).
Der
dortige Chefa
rzt hielt fest, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei langfristig, unab
hängig von noch durch
zuführenden Eingriffen, nur noch für leichte Arbeiten im körperlichen Be
reich möglich. Aktuell sei eine Arbeit mit deutlich reduzierter körperlicher Belas
tung
zwischen 50 bis 100
%
denkbar.
3.5
Aufgrund der Beschwerdepersistenz erfolgte ein erneutes MRI beider Kniegelenke (vgl. MRI-Befund vom 23. März 2018, Urk. 8/58). Hierbei hätten sekundäre
Osteo
nekrosen
oder ein Knochenmarksödem-Syndrom ausgeschlossen werden können. Die
chondromalatischen
Veränderungen
patellofemoral
schienen im Aspekt je
doch eher zuzunehmen. Die Arthrose-Problematik führe zu einer erheblichen Ein
schränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit für schwere und mittel
schwere körperliche Berufe. Langfristig sei aufgrund der beidseitigen fortge
schrittenen
Patellofemoralarthrosen
mit einer dauerhaften Invalidität im angestammten Beruf zu rechnen (vgl. Arztbericht vom 10. April 2018, Urk. 8/57).
Zuhanden der Beschwerdegegnerin führte
Dr.
A._
im Bericht vom
6.
April 2018 (
Urk.
8/56/4) aus, die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit betrage ma
ximal 4 Stunden pro Tag. Wechselbelastende Tätigkeiten, vorwiegend sitzende Tätig
keiten an einem Schonplatz mit der Möglichkeit, immer wieder die Position zu wechseln, Teile der Arbeit im Stehen zu verrichten, die Knie ausstrecken zu können sowie zwischendurch erforderliche Pausen zu machen, wären vollum
fänglich möglich. Es bestehe eine vermin
derte Leistungsfähigkeit von 20
%. Im Bericht vom
9.
Mai 2018 (
Urk.
8/68) führte
Dr.
A._
aus, leichte körperliche Tätigkeiten mit maximal kurzfristig mittelschweren körperlichen Tätigkeiten seien bis zu einem gewissen Stundenmass (50
%
) leidensgerecht. Zudem müsse eine Wechselbelastung gegeben sein mit der Möglichkeit, Arbeitsanteil stehend oder
sitzend durchführen zu können. Für leichte körperliche Tätigkeiten sowie einfache Bürotätigkeiten sei eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben. Gegenüber dem Hausarzt berichtete
Dr.
A._
(Bericht vom 1
6.
August 2018,
Urk.
8/89), es be
stehe bei zunehmend sozialer (finanzieller) Angespanntheit eine unverändert schwierige Situation, da formal eine Erwerbsunfähigkeit für schwere körperliche Tätigkeiten aufgrund der beidseitigen Gonarthrosen bestehe. Theoretisch wären einfache Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten auf einem abstrakten Arbeitsmarkt zwar vollschichtig möglich, das Qualifikationsprofil des Beschwer
deführers lasse eine erfolgreiche Arbeitsplatzsuche
in einem derartigen Berufsbild
jedoch unrealistisch erscheinen. Mittelschwere körperliche Tätigkeiten seien si
cherlich teilweise noch zuzumuten, jedoch stark in Abhängigkeit des konkreten Arbeitsplatzprofils. Dies mache eine pauschale ärztliche Attestierung der Arbeits
fähigkeit etwas schwierig. De facto seien repetitive kniebelastende Tätigkeiten, Tätigkeiten, welche ein ständiges Hinknien sowie unter Beinbelastung das Heben, Tragen und Bewegen von schweren und mittelschweren Lasten erforderten, gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Hingegen könnten wechselbelastend
e Tä
tigkeiten mit mittelschwerer
Arbeitstätigkeit der oberen Extremitäten (z.B. leichte Fabriktätigkeiten) durchaus noch in einem leidensgerechten Arbeitsumfeld teil
schichtig oder vollschichtig verrichtet werden.
3.6
Gestützt auf diese Aktenlage formulierte
Dr.
med. F._
, Facharzt für Or
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), am 1
6.
April 2018 ein entsprechendes Belastungsprofil (
Urk.
8/95 S. 4f.). Danach seien dem Beschwerdeführer körper
lich leichte, möglichst wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne kniebelastende Zwangshal
tungen (Bücken, Hocken, Knien), ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, unter Vermeidung von andauernden Vibrationsbelastungen und Nässe-/Kälteex
positionen, zumutbar. Aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs zog
Dr.
F._
eine maximale 10%ige Reduktion der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tä
tigkeit in Betracht.
3.
7
Zur Einholung einer Zweitmeinung begab sich der Beschwerdeführer im Juni 2018 in die
G._
. Die Ärzte
des
G._
empfahlen erneut die diagnostisch/therapeutische Infiltration beidseits mit genauer Dokumentation des Schmerzansprechens
postinterventionell
.
Langfristig sei vermutlich eine
Knie
totalendoprothese
beidseitig in Erwägung zu ziehen, wobei eine körperlich belastende Tätigkeit
oder auch kniende Tätigkeiten nicht mehr möglich sein wür
den (vgl. Arztbericht vom 2
1.
Juni 2018,
Urk.
8/77).
Dr.
A._
beurteilte aus orthopädischer Sicht die konservativen
Behandlungsmassnahmen als weitgehend ausgeschöpft. Es stelle sich jedoch die Frage einer isolierten
patellofemoralen
Pro
these (vgl. Arztbericht vom 1
6.
August 2018,
Urk.
8/89).
Eine solche er
ach
te
ten die Ärzte des
G._
hingegen als nicht sinnvoll
. Aufgrund des noch relativ jungen Alters des Beschwerdeführers sei auch keine Indikation für eine
knie
en
do
prothetische
Versorgung gegeben (vgl. Arztberic
ht vom 2
1.
September 2018, Urk.
8/93). Diese Einschätzung teilte
Dr.
A._
in seinem Arztbericht vom 11.
Ok
tober 2018 (
Urk.
8/91) und führte aus, funktionell seien die beidseitigen
Pan
gonarthrosen
erheblich limitierend, wobei linksseitig noch eine neuro
pathi
sche Schmerzkomponente bei intraoperativen
Nervus
peroneus
superficialis
Lä
sion im Rahmen der
closing
wedge
Umstellungsost
e
otomie hinzukomme.
Dies
be
züglich habe noch kein wirksames Therapiekonzept entwickelt werden können. Die Situation sei verfahren. Primär solle die schmerztherapeutis
che Be
handlung optimiert werden.
Dr.
A._
veranlasste
die Vorstellung bei einem Schmerz
spe
zialisten. Ferner werde dem Beschwerdeführer eine psychologisch be
gleitende Therapie empfoh
len (vgl. Arztbericht vom 1
4.
Dezember 2018, Urk. 8/109).
3.
8
Nach erfolgter Schmerztherapie wurde der Beschwerdeführer zur Hyaluronsäure-Infiltration erneut bei
Dr.
A._
vorstellig. Er habe über eine unveränderte Be
schwerdesituation berichtet. Der Schmerztherapeut habe ihn nur beraten und eine Therapie mit Salben und Pflastern versucht, was ihm nicht helfe. Er wünsche sich eine Geräteuntersuchung zur
genauen Diagnostik
.
Dr.
A._
konstatierte, d
ie intraoperative
Nervus
peroneus
superficialis
Läsion auf der linken Seite sei the
rapeutisch nur schwer zu behandeln. Eine apparative Diagnostikmethode, wie es sich der Beschwerdeführer wünsche, sei nur eingeschränkt möglich und ver
mut
lich therapeutisch ohne weitere Konse
quenz. Theoretisch sei zwar eine neuro
chi
rurgische Freilegung des
Nervus
peroneus
und seiner Abgänge möglich, um nach einem die Beschwerden verur
sachenden Neurom zu fahnden. Derartige neurochi
rurgische Interventionen seien jedoch
b
ekanntermassen nicht sicher von Erfolg gekrönt. Zudem würde die
patello
femorale
Gonarthrose-Beschwerde
symp
to
matik auch nach einer der
artigen Intervention bestehen bleiben (vgl. Arzt
be
richt vom
5.
Februar 2019, Urk.
3/1).
3.9
Während des hängigen Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer den Bericht des
H._
vom 1
7.
Februar 2020 nach (
Urk.
11/1). Darin wird ausgeführt, der Beschwerdeführer leide an neuropathischen Schmerzen am ehesten des
Nervus
(N.)
fibularis
com
munis
kurz vor der Bifurkation. Dafür spreche die erfol
greiche diagnostische Blo
ckade
des
N.
ischiadicus
und proximal des
N.
fibularis
communis
. Zur möglichen Objektivierung der Hypothese würden sie eine Nervensonographie
veranlassen. Parallel leide der Beschwerdeführer an Kniearthrosen (links mehr als rechts), die ihn zusätzlich an einer Wiederaufnahme seiner angestammten Tätigkeit hinder
ten. Aufgrund des Alters werde eine totale
Knieendoprothese
zum jetzigen Zeit
punkt noch nicht empfohlen. Als symptomatische Therapie biete sich die Option
einer (näher umschriebenen) diagnostischen
Infiltration. Hierüber möchte sich der Beschwerdeführer noch beraten lassen. Aus der Sprechstunde vom 2
8.
Februar 2020 berichtete
Dr.
A._
dem Hausarzt (
Urk.
11/2), die am linken Kniegelenk vorhandenen neuropathischen Beschwerden würden dem Beschwerdeführer keine Ruhe lassen. Die Nachtruhe sei massiv gestört. Am rechten Kniegelenk seien die Beschwerden de
utlich geringer ausgeprägt. Dr.
A._
diskutierte in der Folge die Option einer operativen
Neurolyse
und unterstützte ansonsten die im
H._
vorgeschlagene Intervention. Zu Händen der Be
schwerdegegnerin schliesst
Dr.
A._
mit der Betonung, dass die geschilderten Beschwerden absolut glaubhaft und nachvollziehbar seien. Der starke neuropa
thische Schmerzcharakter helfe die daraus resultierenden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit über alle Lebensbereiche zu verstehen. Der Umstand, dass nun auch zunehmend die Nachtruhe in erheblichem Masse gestört sei, schränke die mögliche
n
beruflich
en
Wiedereingliederungsmassnahmen zusätzlich ein, weshalb er um Einleitung eines Rentenverfahrens bitte.
4.
4.1
Es ist nach einhelliger ärztlicher Einschätzung erstellt, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Kniebeschwerden in seiner bisherigen schweren körperlichen Tä
tigkeit als Mitarbeiter im Bereich der Formerei nicht mehr arbeitsfähig ist.
Anzufügen bleibt, dass der Beschwerdeführer erstmals ab dem 1
9.
November 2015 vollständig arbeitsunfähig geschrieben und vom
1.
März 2016 bis am 3
0.
Mai 2016 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (
Urk.
8/16/8). Gestützt auf die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 3
1.
Mai 2016, wonach der Beschwerdeführer seine angestammte Arbeit am
1.
Juni 2016 wiederum vollzeitlich aufnehmen werde (
Urk.
8/14/5), wies die Be
schwerdegegnerin einen Leistungsanspruch mit Verfügung vom 3
0.
Januar 2017 ab (
Urk.
8/26). Nach Lage der Akten zahlte die zuständige Krankentaggeldversi
cherung ab dem 2
0.
Oktober 2016 gestützt auf die
Rückfallsanzeige
vom 2
8.
Ok
tober 2016 (
Urk.
8/21/2) erneut Taggelder aufgrund einer 100%igen Arbeitsun
fähigkeit aus (
Urk.
8/33/6). Ob zwischen dem
1.
März und dem 2
0.
Oktober 2016 effektiv eine vollständige Leistungsfähigkeit
am bisherigen Arbeitsplatz bestan
den hat (vgl. Ulrich Meyer/Marco
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
Art.
28
Rz
. 34 mit Hinweisen), scheint angesichts des Arztzeugnisses von
Dr.
C._
vom 1
1.
Mai 2016, wonach «zum jetzigen Zeitpunkt» eine 50%ige Arbeitsfähigkeit unter Einnahme von Medikamenten und physiotherapeutischer Behandlungen «eben akzeptabel» sei, jedoch unklar (
Urk.
8/21/7
). Hierzu ist fest
zustellen, dass die Beschwerdegegnerin zwar mit Verfügung vom 3
0.
Januar 2017 einen Rentenanspruch verneinte mit der Begründung, der Beschwerdeführer ar
beite (vor Ablauf des Wartejahres) seit Juni 2016 wiederum vollzeitlich in seiner angestammten Tätigkeit (
Urk.
8/26). Da der Beschwerdeführer sich jedenfalls in
nert 30 Tagen mit Schreiben vom
3.
Februar 2017 (
Urk.
8/28) sinngemäss gegen die Rentenabweisung wandte, konnte die Verfügung vom 3
0.
Januar 2017 - auch wenn das Schreiben nicht als Beschwerde, sondern als Neuanmeldung
entgegen genommen
wurde - nicht in Rechtskraft erwachsen. Ob es zutrifft, dass per 2
0.
Oktober 2016 erneut eine Wartezeit zu eröffnen ist
,
kann aber mit Blick auf das Ergebnis offengelassen werden. Strittig und zu prüfen ist die Restarbeitsfä
higkeit und deren erwerbliche Auswirkungen jedenfalls im Zeitpunkt Oktober 2017.
4.2
Am 1
8.
September 2017 berichtete
Dr.
A._
, dass leichte körperliche Tätigkei
ten mit der Möglichkeit zu wechselbelastenden Tätigkeiten voll zumutbar seien (
Urk.
8/45/3). Auch
Dr.
D._
hielt in der Kurzbeurteilung vom 1. Juni 2017 dafür, dass eine leichte, sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit aufzustehen, herumzugehen und auf Tischhöhe zu arbeiten ab sofort in einem 100%igen Pen
sum möglich wäre (
Urk.
8/44/10). Am 1
5.
Januar 2018 führte
Dr.
A._
jedoch aus, angepasste Tätigkeiten, leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten, welche vorzugsweise wechselbelastend durchgeführt werden könnten mit Mög
lichkeit zu Pausen, teilweise Möglichkeit der Verrichtung der Arbeit im Sitzen, seien voraussichtlich ab März 2018 wieder vollschichtig möglich (
Urk.
8/49). Der Chefarzt der
E._
hielt im Austrittsbericht vom 1
4.
März 2018 «aktuell» eine Arbeit mit deutlich reduzierter körperlicher Belastung zwischen 50 und 100
%
für denkbar (
Urk.
8/62). RAD-Arzt
Dr.
F._
formulierte gestützt auf die im April 2018 vorliegende medizinische Aktenlage ein Belastungsprofil und er
achtete in angepasster Tätigkeit aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs eine 10%ige Reduktion der Arbeitsfähigkeit für als maximal angemessen. Seine Beur
teilung erfolgte indes ohne eigene Untersuchungen. Am
9.
Mai 2018 erachtete
Dr.
A._
zu Händen des Hausarztes eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit in leichter körperlicher Arbeit für zumutbar (
Urk.
8/68). Zu Händen
des Beschwer
deführers (unklar ob zu Händen der Arbeitslosenkasse bzw. der Regionalen Ar
beitsvermittlung) hielt
Dr.
A._
eine Arbeitsfähigkeit in angepasster (hinsicht
lich Funktionen detailliert umschriebener) Tätigkeit als an vier Stunden pro Tag ab
8.
Juni 2018 für zumutbar (
Urk.
8/73/1). In seinem neusten Arztbericht be
richtete
Dr.
A._
von
seines Erachtens
glaubhaften Dauerschmerzen, die auch zur Störung der Nachtruhe führten, wobei er hierüber auch bereits am
9.
Mai 2018 berichtet hatte (vgl.
Urk.
8/68) und daher unklar ist, ob eine Beschwerdezu
nahme beklagt wurde bzw. vorliegt.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
Dr.
A._
widersprüchliche Angaben zum zeitlich zumutbaren Umfang einer angepassten Tätigkeit abgab und eine relevante quantitative Einschränkung infolge der geklagten Schmerzen bzw. Be
schwerden nicht ausgeschlossen werden kann, zumal RAD-Arzt
Dr.
F._
den erforderlichen Pausenbedarf ohne eigene Untersuchungen schätzte. Ausserdem bekundete
Dr.
A._
selber Schwierigkeiten, das Ausmass der Arbeitsfähigkeit einzuschätzen (vgl. sein Bericht vom
9.
Mai 2018,
Urk.
8/68). Angesichts dessen, dass einzig Einschätzungen des behandelnden Arztes vorliegen und
Dr.
F._
keine eigenen, umfassenden Untersuchungen tätigte sowie eine nachvollziehbare Begründung der quantitativen Leistungsfähigkeit missen liess, erscheinen weitere medizinische Abklärungen notwendig.
4.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
4.4
Vorliegend bestehen widersprüchliche bzw. ungenaue Angaben nicht nur hin
sichtlich der Restarbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenan
spruches, sondern auch in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätig
keit seit November 2015, wobei unklar ist, ob hierzu weitere Unterlagen bei der zuständigen Krankentaggeldversicherung oder den behandelnden Ärzten vorhan
den sind. Aus
diesem Grund rechtfertigt es sich, die Sache an die Beschwerde
gegnerin zu weiteren Abklärungen in erster Linie medizinischer Natur, zurückzu
weisen. Zur medizinischen Beurteilung sind allenfalls vorgängig weitere Aus
künfte beim Arbeitgeber oder bei der zuständ
igen Krankentaggeldversicherung
einzuholen. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (
Urk.
1/2) kann es bei den medizinischen Abklärungen einzig darum gehen, die zumutbare Arbeits
fähigkeit in qualitativer und vor allem quantitativer Hinsicht abzuklären, nicht jedoch, ob ein ärztlicher Kunstfehler vorliegt. Ob nebst den Kniebeschwerden weitere Krankheitssymptome hinzugetreten sind und der Abklärung bedürfen, wie der Beschwerdeführer geltend macht (
Urk.
1/1), wird Sache des medizinischen Sachverständigen sein.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der (teilweise) vertretene Beschwerdefüh
rer Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung des notwendigen Aufwandes und der Bedeutung der Streitsache ermessensweise auf
Fr.
500.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.