# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 90e4516a-537d-47db-ae23-ea39acbcb18c
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2000
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. Die Gemeinde C. eröffnete mit Ausschreibung vom 29. Oktober 1999 eine Submission im selektiven Verfahren für den Architekturauftrag zum Neubau einer Turnhalle mit Nebenräumen auf dem bestehenden Schulareal D. in C.. Gemäss den Ausschreibungsunterlagen vom 19. Oktober 1999 sollten maximal acht Architekten zu einem entsprechenden Studienauftrag eingeladen und bei termingerechter und vollständiger Abgabe der verlangten Unterlagen mit je Fr. 5'000.‐ entschädigt werden. Nachdem insgesamt 99 Bewerbungen eingegangen waren, lud die Gemeinde C. am 3. Dezember 1999 acht Architekturbüros zur Teilnahme am Studienauftrag ein. Die Teilnahmeanträge der übrigen Bewerber, darunter jener der A. & B. AG, Dipl. Architekten ETH/HTL/SIA, St. Gallen, wurden gemäss Schreiben vom 6. Dezember 1999 abgelehnt. Am 17. Dezember 1999 wurde den abgewiesenen Bewerbern eine Rechtsmittelbelehrung nachgereicht.
II. Am 10./13. Dezember 1999 erhob die A. & B. AG beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid der Gemeinde C. und beantragte zur Hauptsache, das Präqualifikationsverfahren sei zu wiederholen. In verfahrensmässiger Hinsicht sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen und der Gemeinde C. seien die Partei‐ und Verfahrenskosten zu auferlegen. Der Gemeinderat C. stellte in seiner Vernehmlassung vom 11./18. Januar 2000 Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin und wandte sich gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Mit Präsidialverfügung vom 7. Februar 2000 wurde das Begehren um aufschiebende Wirkung gutgeheissen, wobei es der Gemeinde C. freigestellt blieb, das Vergabeverfahren einstweilen zu sistieren oder dieses fortzusetzen und die Beschwerdeführerin vorsorglich (hinsichtlich des Endentscheids jedoch unpräjudiziell) ebenfalls zur Projektverfassung zuzulassen. In ihrer Replik vom 21. Februar 2000 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest.
Die Ausführungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen wiedergegeben.

## Considerations

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. a) Gegen den Entscheid einer Gemeindebehörde über die Vergabe eines öffentlichen Auftrags steht die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zur Verfügung. Für Vergaben im Anwendungsbereich der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVöB) ergibt sich dies aus § 3 des Gesetzes über den Beitritt des Kantons Zürich zur Interkantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (IVöB-BeitrittsG) in Verbindung mit Art. 15 IVöB. Für andere Vergaben hat der Regierungsrat mit § 1 Abs. 3 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) gestützt auf § 2 Abs. 2 und § 7 Abs. 1 IVöB-BeitrittsG die Bestimmungen des Beitrittsgesetzes und der Verordnung auf öffentliche Beschaffungen der Gemeinden anwendbar erklärt, soweit es durch das Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 über den Binnenmarkt (BGBM) verlangt wird. Gestützt darauf gelangt der in § 3 IVöB-BeitrittsG geregelte Rechtsschutz gegenüber allen nach dem vollständigen Inkrafttreten des Binnenmarktgesetzes ergangenen Vergabeentscheiden zur Anwendung (VGr, 24. März 1999, BEZ 1999 Nr. 13, E. 1; vgl. Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 41 N. 22).
Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist daher zulässig. Auf das Beschwerdeverfahren kommen die Bestimmungen der §§ 3 ff. IVöB-BeitrittsG, ergänzt durch die sinngemäss heranzuziehenden Vorschriften der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen, zur Anwendung.
b) Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im selektiven Verfahren wird in § 4 lit. c IVöB-BeitrittsG ausdrücklich als anfechtbarer Entscheid bezeichnet. Die Beschwerdeführerin ist daher zur Beschwerde gegen den Entscheid der Beschwerdegegnerin, mit welchem ihr die Einreichung eines Projektentwurfs verwehrt wurde, befugt.