# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5c4f3282-b4e2-4c74-af17-1b79a59df0ad
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1955
,
diplomierte Dolmetscherin (
Urk.
10/11
Ziff.
5.1),
war
vom
1.
November 1994 bis
3
0.
September 2009 (letzter effektiver Arbeitstag
2
8.
August 2009
)
als Sachbearbeiterin
in einem Pensum von 50
% (seit
1.
April 1998)
bei der
Firma Y._
tätig (
Urk.
10/11
Ziff.
5
.4
,
Urk.
10/17
Ziff.
2.1
3
,
Ziff.
2.7
und
Ziff.
2.9
)
.
A
m 2
9.
September 2010
meldete sich die Versicherte
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/11). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte
(
Urk.
10/18-19)
, Unterlagen des Krankentaggeldversicherers (
Urk.
10/16)
,
einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
10/15)
und einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
10/17) ein und veranlasste ein rheumatologisch-psychiatrisches
Gutachten, welches am 1
5.
respektive 2
0.
Juli 2011 erstattet wurde (
Urk.
10/37-
38).
Mit Vorbescheid vom 2
2.
September 2011 (
Urk.
10/45) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Ausrichtung einer vom
1.
April bis 3
0.
September 2011 befristeten halben Invalidenrente in Aussicht, wogegen diese am 2
6.
Oktober 2011 Einwände (
Urk.
10/56) erhob. Zu diesen nahm
en
die
rheumatologische Gutachterin am 1
4.
November 2011 (
Urk.
10/62
=
Urk.
10/63
) und der psychiatrische Gutachter
am 2
7.
Dezember 2011 (
Urk.
10/66
=
Urk.
10/68
) Stellung. Hierzu ä
usserte sich die Versicherte
wiede
rum
am
2
4.
Januar 2012 (
Urk.
10/70). In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt, über welche am 1
4.
Juni 2012 Bericht erstattet wurde (
Urk.
10/76). M
it Verfügung vom 1
0.
September 2012 (
Urk.
10/78
und
Urk.
10/
84
=
Urk.
2)
sprach die IV
Stelle der Versicherten
eine
vo
m
1.
April bis 3
0.
September 2011 befristete
halbe Invalidenrente zu.
2.
Die Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 1
0.
September 2012 (
Urk.
2) am 1
1.
Oktober 2012 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei ihr
auch über den 3
0.
September 2011
hinaus
mindestens eine
Viertelsrente
auszurichten. Der Invaliditätsgrad sei ausschliesslich nach Einkommensvergleich zu ermitteln und das Gutachten vom Juli 2011 sei als Beweismittel nicht zuzulassen. Eventuell sei ein rechtsgenügendes Gutachten einzuholen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
November 2012 (
Urk.
9) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Versicherten am 1
1.
Januar 2013 (
Urk.
11) zur Kenntnis gebracht wurde.
Gleichzeitig wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (vgl.
Urk.
1 S. 2) bewilligt.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verord
nung über die Invalidenversicherung
;
IVV
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme
einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesge
richts vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
be
reich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beein
trächtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Ist jedoch anzu
nehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teil
erwerbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität
ausschliesslich
nach den Grund
sätzen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
27
bis
Abs.
1 Satz 1 sowie
Abs.
1 Satz 2 und 3 e
contrario
IVV). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
Abs.
2 IVV). Das
Valideneinkommen
ist nach
Massgabe
der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tat
sächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzu
stehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die ver
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Ein
gliederungsmassnahmen
durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausge
gliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das
vom Arzt festzu
legende
- Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.6
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufga
benbereich (Art. 6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a). Bei der Bemessung der Invali
dität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz
auszugehen, dass einem Leistungsanspre
cher im Rahmen der Schadenminde
rungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhal
tensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versi
cherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familien
angehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, d
urch Drittpersonen gegen
Entlöh
nung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiese
nermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versi
cherungsleistungen zu erwarten wären.
1.7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist
die Verwaltung (und im Beschwer
defall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.8
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; nicht publi
ziertes Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosi
gkeit). Diese Beweiswürdigungs
kriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Anga
ben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesge
richts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
die vo
m
1.
April bis 3
0.
September 2011 befristete
Z
usprache
einer halben Invalidenrente
in ihrer Verfügung (
Urk.
2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit Beginn der einjährigen Wartezeit am
2.
September 2009 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei. Ohne Gesundheitsschaden würde sie weiterhin ihrer Tätigkeit als Sachbear
beiterin zu einem Pensum von 50
%
nachgehen, wobei die restlichen 50
%
auf den Aufgabenbereich entfielen. Seit Juni 2011 habe sich der Gesundhe
itszu
stand erheblich verbessert
. Sowohl in der angestammten als auch in einer ange
passten Tätigkeit sei von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen
,
und es bestehe lediglich noch ein Invaliditätsgrad von 7
%
aufgrund der Einschrän
kung im Haushalt,
weshalb per
1.
Oktober 2011 kein Anspruch mehr auf eine Rente bestehe
(Verfügungsteil 2 S. 2 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend, auf das
bidisziplinäre
Gutachten könne ni
cht abgestellt werden.
So sei nicht berück
sichtigt worden, dass sie im
Alltag enorm eingeschränkt sei
(S. 7
Ziff.
17). Es treffe nicht zu, dass sie ihre Katzen täglich bürste
. G
erade wegen ihrer Behin
derung bra
u
che sie täglich dafür zwei Stunden (S. 7
Ziff.
18). Auch sei sie in ihrer angestammten
Tätigkeit als Sachbearbeiterin
, wo sie vorwiegend ärztliche Berichte habe abtippen müssen
,
nicht zu 100
%
arbeitsfähig (S. 8
Ziff.
19). Eine Gesamtwürdigung des psychiatrischen und rheumatologischen Gutachtens in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit habe nicht stattgefunden (S. 8 f.
Ziff.
23). Zudem sei sie ohne ihr Wissen fotografiert worden
,
womit sich der Verdacht aufdränge, dass die Gutachterin voreingenommen sei (S. 9
Ziff.
24).
I
m Gesundheitsfall
wäre sie
zu 100
%
erwerbstätig (S. 11
f.
Ziff.
27
-28). Zudem sei ein leidensbedingter Abzug von mindestens 25
%
zu gewähren (S. 12 f.
Ziff.
30
). Sofern dennoch auf das Gutachten abgestellt werde, sei ein eingeschränktes Rendement im Umfang von 30
%
zuzugestehen (S. 13
Ziff.
31)
,
und die Einschränkungen
im Haushalt seien mit mindestens 52.4
%
zu veranschlagen (S. 13 f.
Ziff.
34-
36).
Zudem verstosse die gemischte Methode gegen
das Diskriminierungsverbot (S
.
15
Ziff.
37).
3.
3.
1
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion und für Rheumatologie, Klinik
A._
,
stellte in seinem Bericht v
om 1
0.
November 2009 (
Urk.
10/19/7-9
) folgende Diagnosen (
S.1
):
Fingerpolyarthrose
Epikondylitis
humeri
radialis
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom bei
Status nach Kontusion lumbal 2006
Dr.
Z._
führte aus, die Beschwerdeführerin
sei ihm wegen Schmerzen an den Händen rechtsbetont sowie im ganzen rechten Arm zugewiesen worden (S. 2 unten). Klinisch habe sich eine Fingerpolyarthrose bei negativen Rheumafaktoren, negativen Anti-CCP und normalen Entzündungsparametern gefunden. Radiologisch hätten sich Veränderungen
,
die mit einer Fingerpolyarthrose ver
einbar seien
,
gezeigt. Hinweise für eine andere Erkrankung
,
wie zum Beispiel eine
seronegative
Ar
thritis
,
insbesondere Psoriasis
,
lägen nicht vor. Sicher bestehe eine zusätzliche Problematik von Seiten der belasteten psychosozialen Situation, die auch angegangen werden müsse (S. 3).
In seinem Bericht vom 1
2.
November 2010 (
Urk.
10/18) führte
Dr.
Z._
aus, die Beschwerdeführerin sei
vom 2
6.
Oktober bis 1
0.
Dezember 2009 bei ihm in
Behandlung gewesen (
Ziff.
1.2).
Er habe der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit von September 2009 bis
4.
Januar 2010 attestiert. Er habe sie letztmals am 1
0.
Dezember 2009 gesehen, weshalb er über den weiteren Verlauf nicht berichten könne (S. 1).
Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit habe sich auch aus der unglaublich schmerzhaften Fingerpolyarthrose ergeben. Auch die
Epicondylitis
humeri
radialis
spiele eine Rolle. Seiner Meinung nach habe jedoch auch eine psychische Komponente stark im Vordergrund gestanden, wel
che durch einen Psychiater abgeklärt werden müsste (
Ziff.
1.6).
3.
2
Die
Hausärztin
Dr.
med.
B._
, Fachärztin FMH für Allge
mein
medizin,
stellte in ihrem
Bericht vom 1
0.
Dezember 2010 (
Urk.
10/19/6)
folgende Diagnosen (S. 1):
Fingerpolyarthrose rechts mehr als links mit eingeschränkter Funktion
Depression
Dr.
B._
führte aus, die Beschwerdeführerin leide seit September 2009 zunehmend an Schmerzen in den Fingergelenken beider Hände. Sie sei deshalb bei
Dr.
Z._
(
vgl.
vorstehend E. 3.1) zur Abklärung gewesen. Ergo
therapie und Analgetika hätten die Schmerzen nicht beeinflussen können. Schon der Alltag mit Duschen und
Haarewaschen
sowie Putzen sei nur mit Pause
n zu bewältigen
. Seit die Be
schwerdeführerin im April 2009 ihren Mann durch einen plötzlichen Herztod verloren habe, habe sie eine Depression entwi
ckelt, die immer noch anhalte. Sie sei psychisch energie- und freudlos und es bestünden Schlafstörungen. Die Beschwerdeführerin sei seit dem
2.
September 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig.
Dr.
B._
führte aus, sie könne nicht beurteilen, in welchem Umfang die Arbeit als Dolmetscherin/Sekretärin ange
passt werden müsse, um die Arbeitsfähigkeit zu erhöhen
,
oder ob eine Umschulu
ng nötig sei
.
3.3
3.3.1
Am 1
5.
und am 2
0.
Juli 2011 erstattete
n
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für
Innere Medizin
,
speziell Rheumaerkrankungen
,
und
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und für Psychotherapie, das von der Beschwerdegegnerin veranlasste psychiatrisch-rheumatologis
che Gutachten (
Urk.
10/37-38).
Sie stellte
n zusammenfassend
folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/38 S. 8
Ziff.
9.1
.1
):
mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen im Rahmen der Anpassungsproblematik,
schleichend entwickelt seit März 2009 (Tod der Mutter) und akzentuiert seit der Kündigung am 3
1.
August 2010
Fingerpolyarthosen beidseits mit
erosiver
Arthrose des DIP
Digiti
III rechts und
leichte
Arthrose
n
der DIP II, V und V rechts sowie II bis V links sowie
ausgeprägte Arthrose des Daumensattelgelenks rechts und mässig
e
SST-Arthrose beidseits (Röntgen Juni 2011)
Sie stellte
n
folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
8
Ziff.
9.1.2
):
Akzentuierung der ängstlich-abhängigen Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
Nikotinabusus
Fibromyalgie
-Syndrom
Übergewicht (BMI 29.7 kg/m
2
)
Vitamin D-Mangel
Hypercholesterinämie
Dr.
C._
und
Dr.
D._
führten zusammenfassend aus, in der bisherigen Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsfähig (S. 8
Ziff.
9.2.1). Zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit hielten sie fest, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der massiven Akzentuierung der Persönlichkeitszüge und der depres
siven Reaktion seit dem
2.
September 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei. Die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit könne nicht rückwirkend rekonstruiert werden. Allerdings könne ab Juni 2011 von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus
gegangen werden (S.
8 Ziff.
9.2.2). Auch in adaptierten Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsfähig. Aus rheumatologischer Sicht könne sie sämtliche Tätigkeiten ausüben, welche ihre Hände nicht während der ganzen Arbeitszeit stark belasteten. Ihre angestammte Arbeit als Übersetze
rin/Sachbearbeiterin sei als ideal angepasst zu betrachten. Aus psychiatrischer Sicht bestehe bei der Beschwerdeführerin kein Bedarf nach adaptierten Tätig
keiten (S. 8
Ziff.
9.2.3-4).
Bei der Untersuchung habe die Beschwerdeführerin keine Medikamente verwen
det. Ihre medikamentöse Therapie habe daher noch ein grosses Optimierungspotential. Sie sollte sich ihren Haushalt so einrichten, dass ihre Hände besser geschont würden. Eine Normalisierung des Körpergewichts sei zu wünschen. Seit August 2009 habe sie allerdings 15 kg zugenommen
. Die Beschwerde
führerin brauche mindestens stützende hausärztliche Gespräche sowie regel
mässige Psychopharmakotherapie
(
S.
9
Ziff.
9.3.1
).
Bei mangelnder genetischer Vulnerabilität und fehlenden Persönlichkeitsfaktoren für die Entwicklung der psychiatrischen Erkrankung sowie vielen persönlichen und intellektuellen Res
sourcen sei mit der Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (S. 9
Ziff.
9.3.3). Die bis Juni 2011 attestierte Arbeitsunfähigkeit sei ausschliesslich auf psychisches Leiden mit Krankheitswert zurückzuführen (S. 9
Ziff.
9.4).
3.3.2
Dr.
C._
führte
in ihrem internistisch-rheumatologischen Gutachten
(
Urk.
10/37
/1-22
)
aus, die Beschwerdeführerin klage seit 2009 über Schmerzen der rech
t
en Hand, die sich seither praktisch auf den ganzen Körper ausgeweitet hätten. Ausserdem klage sie über Kraftlosigkeit in der rechten Hand und in den Beinen. In der klinischen Untersuchung sei
en
das Übergewicht am Übergang zur Adipositas Grad
I, eine leichte
Fehlform
der Lendenwirbelsäule (LWS)
und der
Brustwirbelsäule (BWS)
mit leicht eingeschränkter Beweglichkeit der LWS in der Lateralflexion beidseits und leichte Fingerpolyarthrosen die wesentlichsten
Befunde. Die MRI-Untersuchung der LWS vom 1
6.
Juni 2011
(
vgl.
Urk.
10
/
37/24-25)
habe altersentsprechende Befunde ergeben ohne Stenosen oder Nervenwurzelkompressionen. Die Röntgenuntersuchung beider Hände vom 2
3.
Juni 2011
(
vgl.
Urk.
10/37/26)
habe eine
erosive
Arthrose des Endgelenks des Mittelfingers sowie weitere leichte Arthrosen der Endgelenke der übrigen Finger
und
eine ausgeprägte Arthrose des Daumensattelgelenkes rechts wie auch links gezeigt. Schmerzmittel oder andere Medikamente habe die Beschwerdeführerin schon mindestens einige Tage
lang nicht mehr gebraucht. Die v
orhandenen Befunde erklärten weder die Dauer noch das Ausmass ihrer Beschwerden. Die Beschwerdeführerin könne ihre angestammte Tätigkei
t und auch eine
andere Tätigkeit zu 100
%
ausüben (S. 18
Ziff.
8
oben).
Es werde geschätzt, dass nach dem 4
0.
Lebensjahr etwa die Hälfte der Frauen und etwa 40
%
der Männer Fingerpolyarthrosen en
twickelten. Diese Erkrankung sei
daher so häufig, dass sie zum normalen Alterungsprozess gehöre. Die Fingerpolyarthrosen t
r
äten nur bei kräftigem Handeinsatz auf und würden bei Nichtgebrauch der Hände abnehmen. Die Fingerpolyarthrosen limitierten die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit insofern, dass sie besonders hand
belastende Tätigkeiten nicht während der ganzen Arbeitszeit ausüben könne (S.
18
Ziff.
8
Mitte). Die Beschwerdeführer
in
habe ausgedehnte Schmerzen angegeben. In der
Dolorimetrie
seien sämtliche
(18 der 18) Tender Points pathologisch
,
wie zwei der acht Kontrollpunkte, womit die Beschwerdeführerin die Kriterien zur Diagnose eines
Fibromyalgie
-Syndroms erfülle. Ihre Beschwer
den
,
ausser
den
Handbeschwerden
,
seien im
W
esentlichen
im
Rahmen des
Fibromyalgie
-Syndroms zu interpretieren. Die vorhandenen klinischen und bildgebenden Befunde ihrer LWS seien gering. Sie rechtfertigten nicht die Diagnose einer lumbalen Erkrankung. Die Handbeschwerden stammten von der Überbelastung durch die Pflege der 14 Persianerkatzen während mehr als zwei Stunden pro Tag. Die Gebrauchsspuren an den Fingerkuppen des Daumens und des Zeigefin
gers beider Hände habe die Beschwerdeführerin auf das tägliche Kämmen ihrer 14 Katzen während zwei
er
Stunden zurückgeführt, was eine plausible Erklärung sei. Diskrepant hierzu sei die demonstrierte geringe maxi
male Handkraft, die auf einer Selbstlimitierung bei der Untersuchung beruhen dürfte (S. 18
Ziff.
8
unten).
Die angestammte Tätigkeit als Übersetzerin/Sachbearbeiterin könne die Beschwerdeführerin ohne Einschränkungen ganztags ausüben, da es sich nicht um eine besonders handbelastende Tätigkeit hand
le
. Ausser bei der Tierpflege sei sie in ihrem Einpersonenhaushalt nicht eingeschränkt. Die tägliche mehr
stündige Pflege der 14 Katzen an sieben Tagen pro Woche überlaste alle
rdings ihre Hände (S. 20
Ziff.
9
.1).
Zum Beginn der Arbeits
un
fähigkeit führte
Dr.
C._
aus, a
us rheumatologi
scher Sich
t
sei die Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit bei der
Firma Y._
nie langfristig arbeitsunfähig gewesen.
Obwohl
die Tierpflege ihre Hände überlaste, sei die Beschwerdeführerin stets in der Lage gewesen, ihre Tiere zu pflegen. Es bestehe daher auch keine Arbeitsunfähigkeit im Haushalt (S. 20
Ziff.
9.2)
D
a der
Rheumatologe
Dr.
Z._
(
vgl.
vorstehend E. 3.1)
keine Abgrenzung
zwi
schen
der
Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischer Sicht zu jener aus psychi
atrischer Sicht gemacht habe, könne sie zu seiner Einschätzung keine Stellung nehmen. Auch die Hausärztin
Dr.
B._
(
vgl.
vorstehend E.
3.2)
habe am 1
0.
Dezember 2010 keine Abgrenzung zwischen der psychiatrischen und der rheumatologischen Arbeitsunfähigkeit vorgenommen (S. 2
1. Ziff.
10.4).
3.
3.3
Im Rahmen ihrer Stellungnahme zur von der Beschwerdeführerin am 2
6.
Okto
ber 2011 geäusserten Kritik (
vgl.
Urk.
10/56) führte
Dr.
C._
am 1
4.
No
vember
2011 (
Urk.
10/62 =
Urk.
10/63
) aus
, die festgestellten Fingerpolyarthrosen seien
,
wie sie bereits erwähnt habe, sehr häufig (bei etwa der Hälfte der Frauen über dem 4
0.
Lebensjahr) und verhinderten keinesfalls eine berufli
che Tätigke
it am Computer (S. 2 oben). Im W
eiteren hielt
Dr.
C._
an ihrer im Gutachten getätigten Einschätzung fest.
3.3.4
Dr.
D._
führte in seiner Stellungnahme vom 2
7.
Dezember
2011 (
Urk.
10/66
=
Urk.
10/68
) ergänzend aus, die unauffälligen Testergebnisse in Drucksituationen und die unterdurchschnittlichen in gewöhnlichen Alltagssituationen seien mit keiner psychiatrischen Erkrankung nach ICD-10 vereinbar gewesen. Das Beck-Depressions-Inventar (BDI) habe zwar auf eine mittelschwere depressive Symptomatik hingewiesen, was
allerdings mit den objektiven Befunden nicht übereinstimme. Die Testergebnisse seien bekanntlich nur relevant, fal
l
s sie mit den objektiven Befunden übereinstimmten. Eine so grosse Diskrepanz diskredi
tiere die Testergebnisse selbst, wobei die angegebenen Symptome von Seiten der Beschwerdeführerin offenbar nicht auf die aktuelle Situation, sondern während der gesamten depressiven Entwicklung angegeben worden seien. Es sei aus sei
ner Sicht nicht daran zu zweifeln, dass die Beschwerdeführerin intermittierend
unter mittelschwerer bis schwerer depressiver Symptomatik gelitten habe, wes
halb ihr seit dem
2.
September 2009 bis Juni 2011 eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit attestiert worden sei
(S. 1 f.)
. Die objektiven psychiatrischen Befunde und die erhaltenen psychokognitiven Funktionen anlässlich der Exploration vom 2
2.
Juni 2011 hätten auf die Rückbildung der depressiven Symptome hin
gedeutet, so dass ab Juni 2011 keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert werden könne. Die akzentuierten Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z 73.1) seien keine eigen
ständige Diagnose, sondern eine sogenannte Co-Diagnose, welche sozialmedizinisch die Arbeitsfähigkeit nicht anhaltend beeinträchtig
e
. Für die Rück
bildung der depressiven Symptomatik spreche auch die Tatsache, dass die Beschwerde
führerin zwei Monate vor der Begutachtung das Antidepressivum abgesetzt und zur
Z
eit der Exploration nur ein Beruhigungsmittel mit leicht schlaffördernder Wirkung abends eingenommen habe. An seiner Beurteilung halte er fest
(S. 2)
3.
4
Ü
ber die am 1
3.
März
2012
durchgeführte Berufs- und Haushaltabklärung beric
h
tete die Abklärungsperson am 1
4.
Juni 2012 (
Urk.
10/76
). Laut ihren eigenen Angaben habe die Beschwerdeführerin
an den Händen Arthritis und erledige vieles mit der linken Hand. Sie könne die rechte Hand nicht mehr ganz schliessen und die Krankheit sei weiter fortgeschritten. Sie habe auch einen Juckreiz an der rechten Hand. Sie habe Schmerzen und eine Depre
ssion und es sei psychisch ein Auf und A
b (
Ziff.
1).
Die Beschwerdeführerin habe vom November 1994 bis 3
0.
September 2010 bei der
Firma Y._
als Sach
bearbei
terin zu 50
%
gearbeitet (
Ziff.
2.2). Am 2
8.
August 2009 habe sie auf
gehört, an ihrem Arbeitsplatz zu arbeiten, da sie gemo
bbt
worden sei und ihr Ehemann und ihre Mutter verstorben seien, worauf sie in eine Depression gefallen sei.
Auch habe sie starke Schmerzen in der rechten Hand bekommen. Die Schmer
zen seien jedoch schon zwei Jahre, bevor ihr Mann am 1
6.
März 2009 verstor
ben sei, vorhanden gewesen (
Ziff.
2.4).
Die Abklärungsperson führte aus, dass die Beschwerdeführerin
bei guter
Gesundheit wieder in einem Arbeitspensum von 50
%
arbeiten
würde
. Nach dem Tod ihres Ehemannes sei sie wegen der finanziellen Situation in Panik geraten und habe ihren Vorgesetzten gefragt, ob sie in einem Pensum
von 100
%
arbeiten könne. Dies sei jedoch nicht möglich gewesen, weil die Firma umstrukturiert worden sei
. Als sie dann gemerkt habe, dass sie nach dem Tode ihres Ehe
mannes durch die Witwenrente finanziell abgesichert gewesen sei, habe sie weiterhin im Pensum von 50
%
gearbeitet und nicht mehr weiter gesucht. Sie habe auch früher in diesem Pensum gearbeitet, weil ihr Ehemann gesagt habe, dass sie nur 50
%
arbeiten müsse. Die Beschwerdeführerin habe sich am
4.
November 2011 beim Arbeitsamt angemeldet. Sie wisse aber nicht
mehr
, mit welchem
Arbeitspensum sie sich habe vermitteln lassen. So sei ihr von ärztli
cher Seite ein Zeugnis für eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
ausgestellt worden. Es habe jedoch keine Arbeitsstellenangebote für ein Pensum von 20
%
gehabt
,
und es sei ihr dann mitgeteilt worden, sie müsse sich überall bewerben. Sie habe sich dann bei Arbeitsstellen in einem Pensum von 40 bis 50
%
bewor
ben.
Die Abklärungsperson führte aus, sie habe am 3
0.
März 2012 mit der Arbeitslo
senversicherung telefoniert. Die Beschwerdeführerin habe sich laut dortigen Angaben für ein Pensum von 100
%
vermitteln lassen wollen, gleichzeitig habe sie jedoch ein Arztzeugnis mitgebracht, dass
ihr eine
20
%
ige
Arbeitsfähigkeit bescheinigte
. Am 1
5.
März 2012 sei die Beschwerdeführerin ausgesteuert wor
den.
Die Abklärungsperson führte aus, es sei nachvollziehbar, dass die Beschwerde
führerin bei guter Gesundheit weiterhin in einem Arbeitspensum von 50
%
arbeiten würde. Die finanzielle Situation sei nach dem Tod ihres Ehemannes am 1
6.
März 2009 durch die Witwenrente gesichert, sodass ein
Arbeitspensum von 50
%
aus finanziellen Gründen für die Beschwerdeführerin möglich sei. Aus diesem Grund sei die Beschwerdeführerin ab Eintritt des Gesundheitsschadens am
2.
September 2009 mit 50
%
im Erwerbsbereich und 50
%
im Haushaltsbereich zu qualifizieren (
Ziff.
2.5).
Aufgrund der
einzelnen Einschränkungen von 10
%
in der Ernährung, 10
%
in der Wohnungspflege
, 20
%
im Bereich Einkauf und weitere Besorgungen und 20
%
in der Wäsche und Kleiderpflege
sowie 25
%
im Bereich Verschiedenes
ermittelte die Abklärungsperson
unter Berücksichtigung der Gewichtung der Bereiche
eine Einschränkung im H
aushaltsbereich von insgesamt 14.35
%
(
S. 5 ff.
Ziff.
6
).
4.
4.1
Di
e Beschwerdegegnerin stütze die Befristung der
halben
Invalidenrente vom
1.
April
bis zum 3
0.
September 2011
auf das
bidisziplinäre
Gutachten von
Dr.
C._
und
Dr.
D._
vom Juli 2011
und deren Stellungnahmen vom November und Dezember 2011 (vorstehend E. 3.
3
).
4.2
Das
bidisziplinäre
Gutachten von
Dr.
C._
und
Dr.
D._
(vorstehend E.
3.3) berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen umfassend auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizini
schen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise
begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise (vorstehend E
. 1.7
),
weshalb darauf abzustellen ist. Insbesondere ergaben auch die übrigen vorliegenden medizinischen Akten nichts, was auf eine anderwei
tige Einschätzung der Lage hindeuten würde.
In Übereinstimmung
mit
der
Hausärztin
Dr.
B._
(vorstehend E.
3.2)
gingen die Gutachter davon aus, dass die Beschwerdeführerin seit
dem
2.
September 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei. Zu
R
echt hielt
Dr.
C._
fest, dass hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von
Dr.
Z._
(vorstehend E. 3.1)
unklar sei, welchen Te
il der Arbeitsunfähig
keit er den
psychischen und welchen
er
den somatischen Beschwerden zuteilte.
So vermutete auch
Dr.
Z._
eine psychische Problematik als stark im Vorder
grund stehend.
Hinsichtlich des Vorbringens von Seiten der Beschwerdeführerin
(vorstehend E.
2.2)
,
es treffe nicht zu, dass sie in ihrer angestammten Tätigkeit als Sachbear
beiterin zu 100
%
arbeitsfähig sei
,
ist zu beachten,
dass
Dr.
C._
bei der Umschreibung der angestammten Tätigkeit
immer auch die Tätigkeit
als Dol
metscherin miteinbezog und die damalige Stelle
als Sachbearbeiterin
laut Angaben der Beschwerdeführerin im Wesentlichen auch wegen
einer
seit dem Jahr 2008 aufgetretenen Mobbingsituation
als
sehr belastend
empfunden wurde.
Auch im Rahmen der Früherfassung wurde im
internen Gesprächsleitfaden
vom 2
2.
Februar 2010 (
Urk.
10/8)
unter „Diagnose/Beschwerden“
im Wesentlichen Mobbing am Arbeitsplatz aufgeführt (
Ziff.
3).
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ohne ihr Wissen
anlässlich der Begut
achtung
im Treppenhaus fotografiert
wurde
, lässt entgegen
ihrer
Ansicht (vorstehend E. 2.2) keine Rückschlüsse auf eine allfällige Voreingenommenheit von
Dr.
C._
oder auf die Qualität des Gutachtens
zu.
Auch das Vorbrin
gen, es habe keine Gesamtwürdigung
stattgefunden, erweist sich
in Anbetracht der von den Gutachtern vorgenommenen interdisziplinären Zusammenfassung und Beurteilung (
Urk.
10/38
Ziff.
9)
als haltlos.
4.3
Aufgrund des Gesagten ist dem Gutachten von
Dr.
D._
und
Dr.
C._
folgend der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass die Beschwerdeführerin ab dem
2.
September 2009 in jeglicher Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht zu 100
%
eingeschränkt gewes
en ist und
ab Juni 2011
wiede
r von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in jeder angepassten Tätigkeit ausgegangen werden
kann
.
5.
5.1
Streitig und zu prüfen ist im Weiteren
die Verwertbarkeit des Haushaltabklä
rungs
berichts vom 1
4.
Juni 2012 (Urk. 10/76).
Dieser wurde von einer dafür qualifizierten Mi
tarbeiterin des Abklärungsdien
stes
der Beschwerdegegnerin verfasst, wel
che die Beschwerdeführerin am 1
3.
März
2012
zu Hause besuchte und damit Kennt
nis
von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen hatte. Die Abklärungsperson berück
sichtigte die medizinischen Diagnosen - im Abkläru
ngsbericht vom 14
.
Juni 2012
werden die
medizini
schen
Diagnosen aufge
lis
tet (Urk.
10/76
Ziff. 1) - wie auch die Angaben der Beschwerdeführerin zur sozial
versicherungsrechtlichen Qualifikation (Ermitt
lung der Erwerbstätigkeit), zu den
Wohn
verhältnissen und den einzelnen Auf
gaben im Haushalt.
Die Einschränkungen der Beschwerdeführerin
in
den einzelnen
Bereichen
des Haus
haltes wurden im Abklärungsbe
richt detailliert wiedergegeben
.
Sie sind
nachvollziehbar und plausibel begründet, weshalb
auf den Bericht
abgestell
t werden kann (vorstehend E. 1.8
).
5.2
Die von der Beschwerdeführerin geübte Kritik am Haushaltabklärungsbericht und
die beschwerdeweise
selbst vorgenommene Gewichtung und Festsetzung der Einschränkungen (
Urk.
1 S. 13 f.
Ziff.
34-36),
gemäss welcher
eine Ein
schränkung im Haus
halt von
insgesamt
52.
4
%
bestehe
, vermag dagegen nicht zu überzeugen und ändert nichts
an der Verwertbarkeit des Berichtes.
5.3
Aufgrund des Gesagten ist demnach von einer Einschränkung im Haushalt
von insgesamt 14.35
% auszugehen.
6
.
6
.1
Strittig und zu prüfen ist
schliesslich die Qualifikation der Beschwerdeführerin und damit die Frage,
ob die Invaliditätsbemessung nach
der Methode des Einkommensvergleiches oder der gemischten Methode zu er
folgen hat.
Während die Beschwerdegegnerin die gemischte Methode als anwendbar erach
tet, vertritt die Beschwerdeführerin die Auffassung, der Invaliditätsgrad sei nach der für Vollerwerbstätige geltenden Methode des Einkommensvergleic
hs zu bemessen (vorstehend E. 2
).
6
.2
Massgebend für die Qualifikation der Beschwerdeführerin als Vollzeit- oder
Teilerwerbtätige
ist die Frage, in welchem Umfang sie eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Dabei sind im Besonderen ihre persönlichen, familiären, sozia
len und erwerblichen
Ver
hältnisse, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil
dung sowie die persön
li
chen Neigungen und Begabungen zu be
rücksichtigen
(vorstehend E.
1.3)
.
Die Verwaltung als verfügende Inst
anz und
im Beschwer
defall
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abwei
chendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahr
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor
derungen nicht. Das Geric
ht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstel
lung, die es von allen möglichen G
eschehensabläu
fen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b S.
360 mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3 S. 324 f.).
6
.3
Beschwerdeweise machte die Beschwerdeführerin geltend,
sie habe lediglich in einem Pensum
von 50
%
gearbeitet, weil ihr der Arbeitgeber kein höheres Pen
sum habe anbieten können und sie sich mit ihrem Ehemann dahingehend geei
nigt habe, dass sie für den Haushalt zuständig sei, solange er zu 100
%
arbeitstätig sei (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
5)
.
Diese Vorbringen stimmen nicht
mit ihren Äusse
rungen im Rahmen der Haushaltabklärung vom
März 2012 (vorstehend E.
3.
4
)
überein. Dort gab sie nämlich an,
erst nach dem Tod ihres Ehemannes
am 1
6.
März 2009
aufgrund finanzieller Ängste bei ihrem Vorgesetzten um eine 100%ige An
stellung vorgesprochen zu haben. Als sie dann gemerkt habe, dass sie durch die Witwenrente finanziell abgesichert gewesen sei, habe sie nicht weitergesucht.
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 1a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Auch das
weitere
Vorbring
en der Beschwerdeführerin,
ein Indiz für eine 100%ige Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall sei auch,
dass sie sich für eine 100%-
Stelle beim Arbeitsamt beworben habe (
Urk.
1 S. 11
Ziff.
28)
,
vermag nicht zu überzeugen. G
emäss telefonischer Nachfrage der Abklärungsperson
(vorstehend E.
3.
4
)
hatte
die Beschwerdeführerin bei ihrer Anmeldung
gleich
zeitig
ein
Arztzeugnis
eingereicht
, welches lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
bestätigte.
Zudem führte die Beschwerdeführerin anlässlich der Befragung durch die Abklärungsperson aus, sie habe sich im Folgenden
lediglich für Stel
len im Umfang von 40 bis 50
%
beworben.
Hinsichtlich des Vorbringens der Beschwerdeführerin
,
dass
schon alleine des
halb, dass sie weder für die Betreuung von Kindern noch eines
Elternteils ver
antwortlich sei,
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszu
gehen
sei
, dass sie als Valide nach dem Tod ihres Ehemannes zu 100
%
erwerbstätig wäre (
Urk.
1 S. 11 f.
Ziff.
28)
,
ist zu beachten, dass
die Beschwer
deführerin derzeit
14 seh
r pflegeintensive Katzen besitzt
und schon alleine die tägliche Fellpflege z
wei Stunden beansprucht
.
6
.4
Zusammenfassend vermag
d
ie
Behauptung
der Beschwerdeführerin, bei guter Gesundheit würde sie einer
vollen Erwerbstätigkeit nachgehen, nicht zu über
zeugen
,
und es ist der Beschwerdegegnerin folgend davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als zu 50
%
im Haushalt
Tätige
und zu 50
%
als
Erwer
bstä
tige zu qualifizieren ist und somit die gemischte Metho
de zur Anwendung kommt.
7.
7.1
Da die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige zu
qualifizieren
ist
(vorstehend E. 6.4)
, ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung anwend
bar. Damit ist zunächst die Invalidität im erwerblichen Bereich zu prüfen. Nach der R
echt
sprechung (vorstehend E. 1.4
) ist die Einschränkung im erwerblichen Bereich nach der Methode des Einkommensvergleiches auf Grundlage der Teilerwerbstätigkeit, welche die Beschwerdeführerin ohne Behinderung ausüben würde (vorliegend: 50 %), zu ermitteln.
Diese Einschränkung im erwerblichen Bereich ist anschliessend bei der Fest
set
zung der Gesamtinvalidität mit dem hypothetischen Teilzeitpensum entspre
chenden Anteil (vorliegend: 50 %) mit zu berücksichtigen (BGE 125 V 152 E. 4).
7.
2
Für die Vornahme des Einkommensvergleiches ist
grundsätzlich auf die Gegeben
heiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns abzustellen (BGE 128 V 174, BGE 129 V 222), mithin auf das Jahr 2011.
Aufgrund der medizinischen Akten kann grundsätzlich davon ausgegangen wer
den, dass bei der Beschwerdeführerin seit hypothetischem Rentenbeginn ab
1.
April 2011 bis Juni 2011 für jegliche Tätigkeiten eine vollständige Arbeits
unfähigkeit bestanden hat. Da sie in der angestammten und in jeder angepass
ten Tätigkeit in diesem Zeitraum gleichermassen eingeschränkt war, erübrig
en
sich die Berechnung eines hypothetischen Invalideneinkommens genauso wie Ausführungen zu einem allfälligen leidensbedingten Abzug
. Bei der Gewichtung des Erwerbsbereiches mit 50
%
resultiert für den Zeitraum von
April bis Juni 2011 ein
Teili
nvaliditätsgrad
im erwerblichen Bereich
von 50
%
(100 x 0.5).
Danach ist wieder von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätig
keiten auszugehen, weshalb der
Teili
nvaliditätsgrad bei 0
%
liegt.
7.3
Die Beschwerdeführerin machte geltend, ihr sei ihre angestammte Tätigkeit, ins
besondere aufgrund der Schreibarbeiten am Computer
,
nicht mehr zumutbar (vorstehend E. 2.2).
Wie bereits dargelegt (vgl. vorstehend E. 4) kann gestützt auf das Gutachten von
Dr.
C._
durchaus von einer vollständigen Arbeits
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit
ausgegangen werden.
Doch folgte man der Argumentation der Beschwerdeführerin, so wäre jedenfalls eine angepasste Tätigkeit vollumfänglich zumutbar. Ginge man nun davon aus und stützte sich
zur Berechnung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
, so resultierte, ausgehend
vom durchschnittlichen Lohn von Frauen für alle einfachen und repetitiven Tätigkeiten (
LSE 2010, S. 26, Tabelle TA1, Total, Niveau 4)
von
Fr.
4‘225.-- und unter
Beachtung
der Nominallohnentwicklung von 1 % (Die Volkswirtschaft 6-2013, S. 91, Tabelle B 10.2, Nominal Total), der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stun
den (Die Volks
wirtschaft 6-2013, S. 90 Tabelle B 9.2, Total) und dem Pensum von 50 %
,
ein Invalideneinkommen von rund
Fr.
26’692
.-- (Fr. 4'225.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.010 x 0.50). Selbst bei einem maximal gewährten leidensbedingten Abzug von 25
%
und demzufolge
bei einem Invalideneinkommen von
Fr.
20‘019.--
würde bei einem an
genommenen
Valideneinkommen
von
Fr. 37‘875.--
(
Urk.
10/17
Ziff.
2.11; unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1
%
[
Fr.
37‘500.-- x 1.010
]
)
und
bei einer Gewichtung des Erwerbsbereiches von 50
%
ein
Teili
nvaliditätsgrad
im erwerblichen Bereich
von
lediglich
23.59
%
resultieren.
7.
4
Betreffend den Haushaltsbereich ist nach dem Gesagten
(vorstehend E.
3.
4
und E
5.3
) von einer
Einschränkung von insgesamt 14.35
%
auszugehen. Bei der vorliegenden Gewichtung des Haushaltsbereiches mit 50
%
ergibt sich damit ein Teilinvaliditätsgrad von
7.18
%
(14.35 x 0.5).
7.
5
Nach Addition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und Haushaltsbereich resul
tiert
bis Jun
i 2011 ein Invaliditätsgrad von rund 5
7
% (
50
% +
7.18
%) und ab
Juni
2011
einer
von
rund 7
% (
0
%
+ 7.18
%).
Daran ändert auch nichts, wenn man, wie ausgeführt (vorstehend E. 7.3), davon ausginge, dass die Beschwerdeführerin lediglich noch in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig wäre,
da
ebenfalls ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von rund 31
%
(
23.59
%
+ 7.18
%
) resultieren würde.
Demzufolge besteht von
1. April
bis 3
0.
September 2011
(
1.
Juli 2011 zuzüglich 3 Monate; vgl.
Art.
88a
Abs.
1 der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV)
ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine halbe Rente.
Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
8
.
8
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
9
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
8
.2
8.2.1
Mit Kostennote vom 21. Januar 2014 (Urk. 14) machte der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechts
anwa
lt David Husmann, einen Aufwand von insgesamt 14.50 Stunden geltend.
8.2
.2
Nach
§
34 Abs. 3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert.
Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7 Abs. 1 Verordnung über die Gebühren, Kosten
und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
)
wird - auch im Rahmen der un
entgeltlichen Recht
svertretung - namentlich für unnöti
gen Aufwand kein Ersatz gewährt.
8.2
.3
Der von Rechtsanwalt
David Husmann
mit Eingabe vom 2
1
.
Januar
2014
geltend gemachte Aufwand für das Beschwerdeverfahren von
rund 14
.5 Stunden
(vgl. Urk.
14
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Namentlich e
rscheint ein Aufwand
von
insgesamt
rund
8.8
Stunden für das Abfassen der
Beschwerde
schrift
als überhöht.
Der Aufwand für
das Verfassen der Beschwerde ist
mit maximal 5
Stunden
zu veranschlagen
.
Die Kürzung von 3.8
Stunden
ergibt einen anrechenbaren Aufwand von
10.7
Stun
den, was beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
200.-- (zu
züglich Mehrwert
steuer)
ein Total von
Fr.
2‘311.20
ergibt, in welchem Umfang
d
er
unentgeltliche Rechtsvertreter
aus der Gerichtskasse zu ent
schädigen ist.
8.2.4
Die
Beschwerdeführer
in
ist auf § 16 Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie
zur
Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung ve
r
pflichtet werden kann, sofern sie
dazu in der Lage ist.