# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2717d770-236e-49d1-bfcc-3957f04ba1fc
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968,
war
zuletzt vom 10. Mai 2006 bis zum 31. Januar 2007 als
Hilfsarbeiter/
Boden
- und Parkett
leger bei
Y._
angestellt
(
Urk. 6/2
/3-4). Am 14. Mai 2008 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte wegen einer Depression und einer anhaltenden somatofor
men Schmerzstörung bei der Sozi
alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stell
e, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/5
). Die IV-Stelle veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung beim
Z._
(
Z._
; Expertise vom 23
. Dezember 2009, Urk. 6/31) und verneinte mit
Verfügungen vom 28. Mai 2010 einen Anspruch des Versicherten a
uf berufliche Massnahmen (Urk. 6/46
) und – aus
gehend von ei
nem Invalidi
tätsgrad von 9 %
–
einen
Anspruch auf eine Rente (Urk. 6/47
).
1.2
Am 20. April 2011 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle
zum Leistungsbezug an und machte
geltend, dass er inzwischen an drei anstatt an zwei Bandscheibenvorfällen leide und sich auch seine psychi
sche Situation verschlechtert habe (Urk.
6/53
). Die IV-Stelle
holte
den Bericht des
A._ vom 7. Juli 2011 (Urk. 6/56
)
ein und versuchte
mehrfach vergeblich, einen Bericht von
Dr. med. B._, FMH Neurochirurgie,
erhältlich zu machen (Urk. 6/57). Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren (
Vorbesche
id vom 25. Januar 2012, Urk. 6/60
, und Ein
wand vom
7. Februar bzw. 26. März 2012, Urk. 6/61 und Urk. 6/65
) verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 12. Juni 2012
(Urk. 6/73
)
einen Rentenanspruch
.
Die dagegen vom Versicherten am 1
7.
Juli 2012 erhobene Beschwerde (
Urk. 6/79
) hiess das Sozialversicherungsgericht
mit Urteil IV.2012.00754 vom 14. Januar 2014
(Urk. 6/92)
in dem Sinne gut, dass es die
angefochtene Ver
fügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese den Sachverhalt rechts
genüglich abkläre oder gutachterlich abklären lasse und danach über den Leis
tungsanspruch des Versicherten neu entscheide.
Daraufhin gab die IV-Stelle beim C._ ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, das am 30. Oktober 2014 erstattet wurde (Urk. 6/108). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vor
bescheid vom 16. Dezember 2014, Urk. 6/109, und Einwand vom 2. Februar 2015, Urk. 6/113) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 5. Juni 2015 (Urk. 6/119) einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Die dagegen vom Versicherten am 7. Juli 2015 erhobene Beschwerde (Urk. 6/124) hiess das Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2015.00742 vom 16. Dezember 2015 (Urk. 6/126) in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese ergänzende medizinische Abklärungen vornehme und danach über den Leistungsanspruch des Versicher
ten neu entscheide.
In der Folge
holt
e die IV-Stelle die Berichte der D._ vom 25. März 2010 und 17. Februar 2014 sowie der E._ vom 17. Januar 2008 und 1. Oktober 2009 (Urk. 6/131) ein und gab beim Z._ ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, das am 29. März 2017 erstattet wurde (Urk. 6/149). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 24. Mai 2017, Urk. 6/152, und Einwand vom 14. Juni respek
tive 2. Oktober 2017, Urk. 6/155 und Urk. 6/163) verneinte die IV-Stelle mit Ver
fügung vom 29. Dezember 2017 (Urk. 2) einen Anspruch auf eine Invalidenrente, da eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation des Versicherten seit dem Jahr 2010 nicht ausgewiesen sei.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2. Februar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invali
denrente auszurichten; eventualiter sei der Invaliditätsgrad ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % (in sämtlichen Tätigkeiten) zu berechnen und es sei ihm eine entsprechende Rente auszurichten (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am 19. März 2018 angezeigt wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkom
men zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie aus
gewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2.2
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich
entscheidend
ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2
017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
1.2.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtspre
chung).
Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisän
derung
–
fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheitsschädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden The
rapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indi
katoren beachtlich, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung mitein
zubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, das
s sich der Grad der Invalidität
der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117
V
198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditäts
grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchs
begründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwer
defall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117
V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass nach Erlass des Urteils des Sozialversicherungsgerichts vom 16. Dezember 2015 weitere medizinische Abklärungen vorgenommen und das Gutachten des Z._ vom 29. März 2017 in Auftrag gegeben worden sei. Gemäss Z._-Gutachten sei aus fachärztlicher Sicht für körperlich andauernd schwere Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. In der bisherigen Tätigkeit als Hilfskraft Boden
leger bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Körperlich leichte bis mittel
schwere, angepasste Tätigkeiten seien dagegen vollschichtig realisierbar, wobei weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % bestehe. Die 20%ige Ein
schränkung sei auf das psychische Leiden zurückzuführen und wirke sich durch einen vermehrten Pausenbedarf aus. Eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit dem Jahr 2010 sei nicht ausgewiesen (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass die Ärzte des Z._ im Gutachten vom 29. März 2017 auf keine einzige der vom Sozialversicherungsge
richt im Urteil vom 16. Dezember 2015 aufgeworfenen Fragen eingegangen seien. Dr. med. F._, Facharzt für Neurologie, habe erklärt, dass der Beschwerdeführer aus neurologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig sei und er mit der C._-Gutachterin im Wesentlichen übereinstimme. Dass diese eine 10%ige bis 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erkannt habe, scheine Dr. F._ also nicht bemerkt zu haben. Im Weiteren hätten die Ärzte des Z._ auch nach einer bald zehnjährigen Leidensgeschichte des Beschwerdeführers mit durchgehenden ambulanten und mehreren stationären Behandlungen bloss eine leichte depressive Episode festgestellt, das heisse etwas Vorübergehendes. Diese
„Rückstufung“ von mittelgradig zu leicht werde aber nicht begründet und scheine gänzlich willkürlich.
Ausserdem fehle in diesem Zusammenhang eine Auseinandersetzung mit dem Begriff der anhaltenden bzw. rezidivierenden Stö
rung. Unbeantwortet bleibe auch die Frage, in welchem Verhältnis die psychoso
zialen Faktoren zur Krankheit an sich stehen und in welchem Ausmass sie die Arbeitsunfähigkeit beeinflussen würden. Die richtige (Haupt-)Diagnose, welche das A._ im Bericht vom 29. September 2017 mit einer ausführlichen Darstellung der Beschwerden und unter Hinweis auf eine Fremdanamnese (Auskünfte der Schwester des Beschwerdeführers, welche diesen betreue und pflege) gestellt habe, sei eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom und fraglichen psychotischen Symptomen. Dem Beschwerdeführer sei aufgrund der Einschätzungen zur Arbeitsunfähigkeit des behandelnden Psychiaters (100 % in sämtlichen Tätigkeiten), eventualiter aufgrund der Einschätzungen zur Arbeitsunfähigkeit der C._-Gutachter vom 30. Oktober 2014 (50 % in sämtlichen Tätigkeiten) antragsgemäss eine Rente zuzusprechen (Urk. 1 S. 11 ff.).
3.
3.1
Der rentenverneinenden Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
28. Mai 2010
lag in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das polydisziplinäre Gutachten des Z._ vom 23. Dezember 2009 zugrunde, in dem die zuständigen Ärzte fol
gende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellten (Urk. 6/31/17):
(1)
eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
(2)
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
(3)
ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik
(ICD-10 M54.5)
-
laterale Diskushernie Lendenwirbelkörper (LWK)
4/5 lin
ks, breitbasige
Diskushernie int
raforaminal LWK5/
Sakralwirbelkörper (
SWK
)
1 links, keine
Neurokompression (MRI 1
9.
Dezember 2006)
-
anamnestisch mässiges An
sprechen auf wiederholte lumbale
Infiltrationen,
u.a. CT-gesteuerte PRT der Nervenwurzel S1 links am 2
8.
Dezember 2006 und
5.
Januar 2007 (
G._
)
-
anamnestisch mässiges Ansprechen auf fraktionierte peridurale Infiltration
LWK3/4/5/SWK1 vom 1
6. b
is
22. Februar 2007 (Dr. B._
, St. Gallen)
-
freie Beweglic
hkeit sämtlicher
Wirbelsäulenabschnitte
Als Diagnosen ohne Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte des Z._ (Urk. 6/31/18)
:
(1)
ein metabolisches Syndrom
-
Diabetes mellitus Typ II
(ICD-10 E11.9)
-
arterielle Hypertonie (ICD-10 I10)
-
Dyslipidämie mit ausgeprägter Hypertriglyceridämie (ICD-10 T78.2)
-
Übergewicht (BMI 29,5 kg/m2
; ICD-10 E66.0)
-
Leberfunktionsstörung
(2)
anamnestisch Colitis ulcerosa (ICD-10 K51.0)
Die Ärzte des Z._ erklärten im Rahmen des multidisziplinären Konsensus, dass der Beschwerdeführer aus orthopädischer Sicht für eine körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne Leistungseinschränkung zu 100 % arbeitsfähig sei. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit durch die Komorbidität von anhaltender somato
former Schmerzstörung und leichter depressiver Episode um 20 % vermindert. Zusammengefasst sei er daher aus polydisziplinärer Sicht für eine körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbe
lastende Tätigkeit zu 80 % arbeits- und leistungsfähig, in einem ganztägigen Pensum verwertbar. Für körperlich schwere Tätigkeiten bestehe seit Dezember 2006 eine Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/31/18-19).
3.2
3.2.1
Im Rahmen der Neuanmeldung vom
20. April 2011 (Eingangsdatum)
sind im Wesentlichen folgende Beurteilungen aktenkundig:
3.2.2
Die Ärzte des C._ stellten im Gutachten vom 30. Oktober 2014 folgende Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (Urk. 6/108/40):
(1)
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.0)
(2)
eine depressive Episode, mittelgradig (ICD-10 F32.1)
(3)
ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit aktivierter
Faz
ettenarth
rose sowie leichter lumboradikulärer Reiz- und sensibler Defizitsymptomatik
S1 links bei:
-
ausgeprägter lumbaler Hyperlordose
-
Spondylarthrose L3/4, L4/5 und L5/S1, extraforaminaler Diskushernie L3/4
rechts, medianer breitbasiger Diskusprotrusion bis intraforaminal reichend
beidseits L4/5 und paramedianer intraforaminaler Diskushernie L5/S1 links
(MRI vom 1
8.
Februar 2014)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeit
sfähigkeit hielten die Ärzte des
C._
folgende fest (
Urk. 6
/109/41):
(1)
ein Diabetes mellitus Typ II
(2)
eine Dyslipidämie
(3)
Übergewicht
(4)
ein
en
Verdacht auf eine arterielle Hypertonie
(5)
eine Colitis ulc
erosa
(6)
Status
nach Refluxoesophagitis
I bei axialer Hiatushernie laut Akten
(7)
ein
en
Verdacht auf eine chronische Bronchitis bei Nikotinabusus
(8)
eine Fussinsuffizienz bei
P
es planus beidseits
(9)
ein
en
Verdacht auf eine beginnende Polyneuropathie, am ehesten im Rahmen des
bekannten Diabetes
(10)
eine Gonalgie in Remission
(11)
ein Cervicalsyndrom in Remission
Die Ärzte des C._ gaben im Rahmen der Gesamtbeurteilung an, dass aus ortho
pädischer Sicht leichte Tätigkeiten im Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen, unter Vermeidung von häufigem Bücken, Heben und Tragen von Lasten über 5 kg vollschichtig durchgeführt werden könnten. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vor allem durch die mittelgradig aus
geprägte Depression beeinträchtigt. Durch die Komorbidität sei die Arbeitsfähig
keit aus psychiatrischer Sicht um 50 % vermindert. Im Vergleich zum Gutachten des Z._ vom 23. Dezember 2009 bestehe der Eindruck einer deutlichen Ver
schlechterung des Gesundheitszustands. In jenem Gutachten sei die Depression als leicht eingestuft worden. Aktuell sei jedoch von einer min
destens mittelgra
digen Depression auszugehen (Urk. 6/108/42-43).
3.2.3
Das Sozialversicherungsgericht erwog im Urteil IV.2015.00742 vom 16. Dezem
ber 2015 E. 3.2-3, dass die gutachterlichen Darlegungen des C._ zur Arbeitsfä
higkeit aus somatischer Sicht nicht nachvollziehbar seien. So hätten die Ärzte des C._ im Rahmen der Konsenskonferenz angegeben, dass aus orthopädischer Sicht leichte Tätigkeiten im Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen, unter Ver
meidung von häufigem Bücken, Heben und Tragen von Lasten über 5 kg voll
schichtig durchgeführt werden könnten. Auf die im neurologischen Teilgutachten genannte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit um 10 bis 20 % seien sie dabei aber nicht eingegangen. Was die Arbeitsfähigkeit aus psy
chiatrischer Sicht betreffe, hätten die Ärzte des C._ – nebst einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.0) – eine depressive Episode, mittel
gradig (ICD-10 F32.1) diagnostiziert. Dies werfe in diagnostischer Hinsicht inso
fern Fragen auf, als die weiteren Feststellungen im psychiatrischen Teilgutachten des C._ auf eine anhaltende bzw. rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33) schliessen lassen würden. Im Weiteren gehe aus der Eingabe des Beschwer
deführers vom 2. Mai 2014 hervor, dass er seit der Begutachtung im Z._ Ende 2009 drei Mal in stationärer Behandlung in der D._ bzw. der Erwachsenenpsy
chiatrie in E._ gewesen sei, letztmals vom 23. Dezember 2013 bis zum 12. Februar 2014. Die entsprechenden Arztberichte zu diesen Aufenthalten seien von der Beschwerdegegnerin aber nicht eingeholt worden, und im Gutachten des C._ fänden diese stationären Behandlungen auch keine Erwähnung. Dement
sprechend bestehe Grund zur Annahme, dass die Beurteilung der Gutachter des C._ nicht in Kenntnis der vollständigen Anamnese ergangen sei (Urk. 6/126/9-11).
3.2.4
Die Ärzte des Z._ führten im Gutachten vom 29. März 2017 folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit an (Urk. 6/149/26):
(1)
eine
leichte depressive Episode (IC
D-10 F32.0)
(2)
eine a
nhaltende somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
(3)
ein c
hronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5/Z98.8)
-
Status nach periduraler Infiltration
LWK3/4/5/SWK
1 Februar
2007
, Mai
2009
und
März 2011 (Dr. B._
, St. Gallen)
-
Status nach F
azetteninfiltration LWK3/4 rechts August 2010 (Dr. B._,
St.
Gallen)
-
Status nach mikrochirurgischer dekompressiver Fensterung und Diskektomie
LWK5/
SWK1 links am 24. Mai 2016 (Dr. B._
,
H._
)
-
radiologisch keine höhergra
dige Veränderung an Lendenwirbel
säule, Hüft- und
lliosakralg
elenken (Röntgen 15. Februar 2017)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (
Urk.
6/149/27):
(1)
e
in
m
etabolisches Syndrom
-
Diab
etes mellitus Typ II (ICD-10 E11.
9)
-
aktuell unb
efriedigend eingestellt bei HbA1
c-Wert von 9.7
%
(Norm < 6,3
%
)
-
Verdacht auf beginnende diabetische Polyneuropathie
-
arterielle Hypertonie (ICD-10
I
10)
-
Hyperlipidämie (ICD-10 E78.0)
-
Leberfunktionsstörung
(2)
eine
Colitis ulcerosa gemäss Unterlagen (ICD-10 K51.0)
-
aktuell ohne stärkere klinische Beschwerden
(3)
einen chronischen Nikotinabusus (zirka 20 pack years;
ICD-10 F17.1)
Die Ärzte des Z._ gaben an, dass die leichte depressive Episode und die anhal
tende somatoforme Schmerzstörung die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht um 20 % einschränken würden. Seit dem Z._-Gutachten vom 23. Dezember 2009 sei es zu keiner längerdauernden Verände
rung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Auch nach dem am 24. Mai 2016 erfolgten Wirbelsäuleneingriff habe spätestens sechs Monate postoperativ wiederum eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätig
keiten bestanden. Aus polydisziplinärer Sicht könne beim Beschwerdeführer eine Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit von 80 % in sämtlichen körperlich leichten bis mittelschweren, adaptierten Tätigkeiten festgestellt werden, vollschichtig realisierbar (Urk. 6/149/27-29).
3.2.5
Die Fachpersonen des A._ hielten in der Stellungnahme vom 29. September 2017 zum Gutachten des Z._ vom 29. März 2017 folgende psychiatrischen Diagnosen fest (Urk. 6/162/3):
(1)
eine rezidivierende Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode mit
somatischem Syndrom (ICD-10 F33.2), fragliche psychotische Symptome
(2)
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
(3)
eine wahnhafte Störung (ICD-10 F22.0)
Die Fachpersonen des A._ erklärten, dass die Beschwerden von den Gutachtern des Z._ oberflächlich aufgenommen worden seien. Schmerzen, psychische Prob
leme, Darmprobleme, Albträume, Verfolgungsgefühle, Stimmen und Halluzinati
onen sei alles, was man erfahre. Aus solchen Beschwerdeaufnahmen seien keine Diagnosen zu stellen. Daher sei nicht einmal die behauptete und aus ihrer Sicht falsche Diagnose einer leichten Depression begründet. Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, einen Haushalt ansatzweise selber zu führen bzw. für seine eigene Hygiene zu sorgen. Die Diagnosen würden auf eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit auch für angepasste Tätigkeiten hinweisen (Urk. 6/162/2-3).
4.
4.1
Im Rahmen der
materiell
umfassend zu
klären
den Frage, ob die vom Beschwer
deführer
glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades a
uch tatsäch
lich eingetreten ist, stützte
sich
die Beschwerdegegnerin
in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) in medizinischer Hinsicht
im Wesentlichen
auf das polydis
ziplinäre Gutachten
des Z._ vom 29. März 2017 (Urk. 6/149).
4.2
Das Gutachten des
Z._
basiert auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen (allgemeininternistisch, orthopädisch, neurologisch und psychiatrisch) und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten
abgegeben
, insbesondere auch in Kenntnis der von der Beschwerdegegnerin nach Erstellung des C._-Gutachtens vom 30. Oktober 2014 eingeholten Berichte der D._ (Urk. 6/131/1-6). Die
Ärzte des
Z._ haben
detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ents
cheidungsgrundlage (vgl. E. 1.6).
4.3
Was den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in somatischer Hinsicht betrifft, legten die Ärzte des Z._ im Wesentlichen dar, dass aus Sicht des Bewe
gungsapparates, orthopädisch und neurologisch evaluiert, das chronische lum
bospondylogene Schmerzsyndrom die Arbeitsfähigkeit beeinflusse. Für körper
lich andauernd schwere Tätigkeiten mit Zwangshaltungen bestehe eine Arbeits
unfähigkeit. Für sämtliche körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten unter Wechselbelastung bestehe hingegen aufgrund der objektivierbaren Befunde eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Das Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sollte dabei vermieden werden. Auch nach dem am 24. Mai 2016 erfolgten Wirbelsäuleneingriff habe spätestens sechs Monate postoperativ wiederum eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für kör
perlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bestanden (Urk. 6/149/27-28).
4.4
Diese Beurteilung der Ärzte des Z._ ist angesichts der genannten Befunde und der dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel.
Hinsichtlich der Begutachtung im C._ von 2014 erklärte der Z._-Gutachter Dr. F._, dass Dr. med. I._, FMH Neurologie, damals zusätz
lich ein lumboradikuläres Reizsyndrom S1 links genannt habe. Dies allerdings allein gestützt auf die im Dermatom S1 am ausgeprägtesten angegebenen Schmerzen. Zudem habe Dr. I._ auch einen beidseitigen Lasègue bei 45° und eine leichte Pallhypästhesie angeführt und den Verdacht auf eine beginnende Polyneuropathie geäussert. Letzteres sei von der aktuellen Untersuchung her zu bestätigen, allerdings finde sich diesbezüglich keine nennenswerte Progredienz. Bei mehrjährigem Diabetes mellitus und bei leichter Pallhypästhesie sei eine beginnende Polyneuropathie denkbar, falle aber funktionell noch nicht ins Gewicht. Mit dem Gutachten von Dr. I._ bestehe im Wesentlichen Überein
stimmung. Im Gegensatz zu ihrer Untersuchung finde sich jetzt aber ein beidseits negativer Lasègue und eine strumpfförmige Hypästhesie links, also kein Anhalt für eine radikuläre Störung (Urk. 6/149/25-26). Entgegen den Darlegungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 12) hat sich Dr. F._ demnach mit der Beurteilung von Dr. I._ auseinandergesetzt und begründet dargetan, weshalb er aus neurologischer Sicht – anders als noch Dr. I._ - von einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausging.
4.5
Es ist somit festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer eine behinderungsange
passte Tätigkeit aus somatischer Sicht grundsätzlich nach wie vor in einem 100%-Pensum möglich und zumutbar ist (vgl. zur von Dr. I._ im Oktober 2014 festgestellten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 10 % bis 20 % die nachfolgende E. 5.4). Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten war indes in den sechs Monaten nach dem Wirbelsäuleneingriff vom 24. Mai 2016 gegeben.
5.
5.1
Was den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht anbelangt, erklärte der Z._-Gutachter Dr. med. J._, FMH Psychiat
rie und Psychotherapie, dass beim
Beschwerdeführer
diagnostisch eine leichte depressive Episode, gekennzeichnet durch depressive Verstimmungen, erhöhte Ermüdbarkeit, leichte Konzentrationsst
örungen, Schlafstörungen mit Alb
träu
men, Gewichtsabnahme bei wechselndem Appetit und Insuffizienz-
beziehungs
weise Schuldgedanken
, bestehe
.
Zudem sei
diagnostisch auch eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
gegeben
, gekennzeichnet durch ausgeweitete Schmer
zen im Bewegungsapparat bei
deutlichen psych
osozialen und emotiona
len Belast
ungsfaktoren, die sich durch den dadurch hervorgerufenen unangeneh
men Affekt auch in den Schmerzen ausdrücken könn
t
en. Der
Beschwerdeführer stamme aus der Türkei und habe
zwei gescheiterte E
hen hinter sich. Sein Sohn lebe in der Türkei. Er wohne
alleine in der Schweiz. Seine beiden in der Schweiz lebenden Schwestern
würden ihm viel im Haushalt helfen. Der Beschwerdeführer werde
auch sonst viel begleitet.
Gegenüber seinen Kollegen fühle er sich schlecht. Er ziehe
sich von ihnen zu
rück, da er nicht mehr arbeite.
Es
würden Hinweise bestehen auf lebensgeschichtlich
frühe Belastungen mit einem aggressiven Vater, der die Mutter
des Beschwerdeführers,
aber auch die erste Ehefrau
geschlagen habe.
Der
Beschwerdeführer fühle sich rasch verfolgt, höre
auch etwas unbe
stimmte Stimmen, die seinen Namen
rufen würden. Er erwache in der Nacht wegen Albträumen. Dabei handle
es sich um
Pseudohalluzinationen,
die gegen
über echten Halluzinationen weniger leibhaftig s
eien
beziehungsweise nicht mit einem Wahnsystem einhergehen
würden
und als etwas Abnormes erkannt wer
den könn
ten (Urk. 6/149/15). Die Ärzte des Z._ kamen vor diesem Hintergrund zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in allen sei
nen Fähigkeiten entsprechenden und aus somatischer Sicht angepassten Tätig
keiten eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, realisierbar ganztags mit der Mög
lichkeit zu vermehrten Pausen (Urk. 6/149/27).
5.2
Auch diese Beurteilung der Ärzte des Z._ ist angesichts der genannten Befunde und der dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel, wobei sich in Dr. J._ Teilgutachten auch Ausführungen zu den versicherungsmedizini
schen Fragen respektive Antworten auf die gemäss der neueren bundesgerichtli
chen Rechtsprechung (vgl. E. 1.2) grundsätzlich bei allen psychischen Erkran
kungen zu prüfenden Standardindikatoren finden (Urk. 6/149/17-19).
Dr. J._ legte in diesem Zusammenhang unter anderem dar, dass es dem Beschwer
deführer gemäss eigenen Angaben durchaus möglich sei, alleine mit den öffent
lichen Verkehrsmitteln in die psychiatrische Behandlung an die A._ zu gehen. Flugreisen in die Türkei seien ihm zumindest in Begleitung auch möglich. Er lebe nicht völlig isoliert und der Umgebung gegenüber abgestumpft, sondern habe durchaus auch Kontakte. Er besuche zuweilen auch das türkische Kaffee, wobei er dort nicht so lange bleiben könne (Urk. 6/149/18). Insbesondere von einer ausgeprägten
gleichmässige
n
Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen
kann vorliegend damit nicht gesprochen werden (vgl. E. 1.2.2).
Im Weiteren sind die Gutachter des Z._ auch auf die vorhandenen psychosozia
len und soziokulturellen Faktoren eingegangen und haben diese klar benannt (zwei gescheiterte Ehen, fehlende berufliche Ausbildung, geringe Sprachkennt
nisse, jahrelange Arbeitsabstinenz und finanzielle Abhängigkeit vom Sozialamt; Urk. 6/149/15, Urk. 6/149/17 und Urk. 6/149/28). Sie kamen dabei offensichtlich zum Schluss, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigun
gen besteht, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, sondern dass eine – wenn auch eher geringgradig ausgeprägte - psychische Stö
rung von Krankheitswert vorliegt
(
vgl.
BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundes
gerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Unter Bezugnahme auf die nicht schweren Konzentrationsstörungen, die fehlenden allumfassenden negativen Zukunftsperspektiven, den nicht stark verminderten Selbstwert und die täglichen Aktivitäten des Beschwerdeführers hat Dr. J._ dabei auch überzeugend begründet, weshalb er lediglich von einer leichten depressiven Symptomatik aus
ging (Urk. 6/149/16). Von einer unbegründeten, willkürlichen
„Rückstufung“ der depressiven Episode von mittelgradig zu leicht kann unter diesen Umständen nicht gesprochen werden (Urk. 1 S. 12).
Wie der Beschwerdeführer zutreffend bemerkte (Urk. 1 S. 12), findet sich im Z._-Gutachten zwar keine Auseinandersetzung mit der Frage, ob vorliegend lediglich von einer depressiven Episode (ICD-10 F32) oder von einer anhaltenden bzw. rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33) auszugehen ist. Angesichts der nunmehr unbestrittenermassen bereits seit zehn Jahren bestehenden depressiven Symptomatik meinten die Z._-Gutachter jedoch zweifellos eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode.
5.3
Die Stellungnahme der Fachpersonen des A._ vom 29. September 2017 (Urk. 6/162) vermag den Beweiswert des Gutachtens des Z._ sodann nicht zu erschüttern. Wie sich aus dem Gutachten des Z._ ohne Weiteres ergibt (Urk. 6/149), wurde der Beschwerdeführer - entgegen der Behauptung der Fach
personen des A._ - zu seinen Beschwerden ausführlich befragt und die Diagno
sen wurden nachvollziehbar hergeleitet.
Ferner ist
in diesem Zusammenhang
darauf hinzuweisen
, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklä
rungsauftrag kann es nicht
angehen,
eine
medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä
rungen zu nehmen, wenn d
ie behandelnden Fachpersonen nachher – wie vorlie
gend -
zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten (Urteile des Bundesgerichts 9C_794/2012 vom 4. März 2013 E. 4.2, 8C_997/2010 vom 10. August 2011 E. 3.2, 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1).
Zum Umstand, dass die Fachpersonen des A._ – anders als die Ärzte des Z._ - bei einer der Schwestern des Beschwerdeführers fremdanamnestische Angaben eingeholt haben (Urk. 6/162/2), ist zu bemerken, dass f
remdanamnestische Abklärungen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der psychiatri
schen Begutachtung nicht unerlässlich
sind
. Eine
Fremdanamnese
kann zwar eine zentrale Erfahrungsquelle für den Arzt darstellen, allerdings muss sich der medizinische Sachverständige von entsprechenden Erhebungen einen wesentli
chen Erfahrungsgewinn versprechen können (Urteile des Bundesgerichts 8C_215/2012 vom 11. Juli 2012 E. 7.4, 9C_482/2010 vom 21. September 2010 E. 4.1 und I 58/06 vom 13. Juni 2006 E. 2.3). Es liegt also im Ermessen des begut
achtenden Psychiaters, ob er es als notwendig erachtet, mit dem behandelnden Psychiater oder etwa Familienmitgliedern Kontakt aufzunehmen oder nicht.
Die Ärzte des Z._
hatte
n
vorliegend jedoch insbesondere
Kenntnis der Berichte des A._ vom 7. März 2011, 17. April 2012 und 27. Mai 2015, der Berichte der D._ vom 25. März 2010 und 17. Februar 2014 sowie des Gutachtens des C._ vom 30. Oktober 2014 (Urk. 6/149/3-4) und Dr. J._ setzte
sich damit auch ausei
nander (
Urk. 6/149/16
). Es sind daher keine Gründe ersichtlich, die eine
Fremda
namnese
nahe gelegt hätten.
5.4
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit retrospektiv gab der Z._-Gutachter Dr. J._ an, dass im polydisziplinären C._-Gutachten vom 30. Oktober 2014 eine mit
telgradige depressive Episode und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert worden seien. In diesem Gutachten sei eine 50%ige Arbeitsunfä
higkeit adaptiert attestiert worden, was aufgrund der damals gestellten Diagno
sen nachvollzogen werden könne (Urk. 6/149/16).
Auch diese Einschätzung von Dr. J._ ist aufgrund der im August 2014 im C._ erhobenen psychiatrischen Befunde (Schmerzen, verlangsamte Bewegun
gen, depressive und niedergeschlagene Stimmung, Verflachung des Affekts, Ein
engung auf eigene Probleme, Resignation, Klagen über Sinnlosigkeit des eigenen Daseins, Erinnerungslücken, Suizidgedanken; Urk. 6/108/37) und des damaligen Aktivitätsniveaus (Schlafen bis drei Uhr nachmittags; Urk. 6/108/37) plausibel. Mit Blick auf die nach Erstellung des C._-Gutachtens vom 30. Oktober 2014 eingeholten Berichte der D._ kann die Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands bzw. die aus psychiatrischer Sicht um 50 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten nach dem Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit dabei ab dem Zeitpunkt des Eintritts in die (weniger als drei Monate dauernde) stationäre Behandlung in der D._ am 17. Dezember 2013 als ausgewiesen gelten (Urk. 6/131/1; die von Dr. I._ im C._-Gutachten festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 10 bis 20 % aus neurologi
scher Sicht fällt im Übrigen nicht zusätzlich ins Gewicht). Die behandelnden Ärzte der D._ hatten damals eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), Differentialdiagnose: schwergradige depressive Episode festgestellt. Dies, nachdem im Rahmen der vorangegangenen stationären Behandlung in der D._ vom 12. bis zum 24. März 2010 noch eine vom Schweregrad her weniger ausge
prägte Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21) diag
nostiziert worden waren (Urk. 6/131/4). Entgegen der Aussage der Z._-Gutachter im interdisziplinären Konsensus, wonach es seit dem Z._-Gutachten vom 23. Dezember 2009 zu keiner längerdauernden Veränderung der Arbeitsfähigkeit gekommen sei (Urk. 6/149/28), ist von Mitte Dezember 2013 bis Mitte Februar 2017 (Zeitpunkt der Begutachtung im Z._) somit von einer aus psychiatrischer Sicht um 50 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten aus
zugehen.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwer
deführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
6.2
Vom 2
4.
Mai bis Ende November 2016 bestand – bei 100%iger Arbeitsunfähig
keit
in sämtlichen Tätigkeiten (vgl. E. 4.5)
– eine Erwerbsunfähigkeit von 100
%
und damit ein Invaliditätsgrad von 100
%
.
6.3
6.3.1
Für den Zeitraum vom 17. Dezember 2013 bis Mitte Februar 2017 (den Zeitraum vom 24. Mai bis Ende November 2016 ausgenommen) ergibt sich sodann folgen
der Einkommensvergleich:
6.3.2
Da der Beschwerdeführer ab dem 10. Mai 2006 als Hilfsarbeiter/Boden- und Plat
tenleger bei Y._ tätig war, ehe er nach einem Verhebetrauma arbeits
unfähig wurde (vgl. Urk. 6/31/10), ist aufseiten des Valideneinkommens vom Lohn bei Y._ auszugehen. Dieser belief sich auf brutto Fr. 18.00 pro Stunde zuzüglich Ferien- und Feiertagsentschädigung (Urk. 6/2/4-5). Dieser Lohn ist der seither eingetretenen Nominallohnentwicklung
(Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Entwicklung der Nominallöhne, Männer, Total
)
anzupassen (Fr. 18.00 : 2‘014 x 2‘204).
Multipliziert mit der branchenüblichen Jahresarbeitszeit von
2‘158
Stunden
(vgl. betriebsübliche wöchentliche Arbeits
zeit von 41,5 Stunden im Baugewerbe im Jahr 2013, Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen; T 03.02.13.01.04.01)
resultiert für das Jahr 2013
ein Jahreseinkommen von
Fr. 42‘508.55.
6.3.3
Der vom Bundesamt für Statistik im Rahmen seiner periodisch durchgeführten Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelte Tabellenwert betrug im Bereich
Bauge
werbe im Jahr 2012
monatlich
Fr. 5‘430.--
(LSE 2012, TA1, Kompetenzniveau 1, Männer).
Umgerechnet auf die betriebsübliche w
öchentliche Arbeitszeit von 41,5
Stunden
im Baugewerbe
(Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T 03.02.03.01.04.01) und angepasst an die Nomi
nallohnentwicklung bis
ins Jahr 2013
(Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Entwicklung der
Nominallöhne, Männer, Total) ergibt sich ein zur Beurteilung der Unterdurchschnittlichkeit massgebendes Jahreseinkommen von Fr. 68‘097.85 (Fr. 5‘430
.-
- : 40 x 41,5 x 12 : 2‘188 x 2‘204
)
.
Demnach erweist sich das vom Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte Ein
kommen bei einer Differenz von Fr.
25‘589.30
(F
r. 68‘097.85 - Fr. 42‘508.55)
als
um 38 % unterdurchschnittlich.
Da der Beschwerdeführer überwiegend wahrscheinlich nicht „aus freien Stücken“ ein unterdurchschnittliches Einkommen erzielte, hat
eine Parallelisierung um
33
% zu erfolgen (
vgl. Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Rz. 122 ff. zu Art. 28a). Damit
resultiert ein parallelisiertes Valideneinkomm
en von Fr. 63‘445.55 (Fr. 42‘508.55
:
[100 – 33
] x 100).
6.3.4
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126
V
76 E. 3b).
6.3.5
Da der Beschwerdeführer keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätig
-
keit aufgenommen hat, sind für die Bestimmung des Invalideneinkommens d
ie
LSE-Tabellenlöhne
heranzuziehen. Der Durchschnittslohn des Kompetenzniveaus 1 belief sich gemäss LSE 2012 (TA1, Total) für Männer auf Fr. 5‘210.--. Umgerech
net auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Bundes
amt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
-
abteilungen, T 03.02.03.01.04.01) und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis
ins Jahr 2013
(Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Entwicklung der
Nominallöhne, Männer, Total
) ergibt sich ein hypothetischer Jahreslohn
von Fr. 65‘653.70 (
Fr. 5‘210.-
- : 40 x 41,7 x 12 : 2‘188 x 2‘204
) für ein Pensum von 100
%
u
nd ein solcher von Fr. 32‘826.85
für
das dem Beschwerdeführer noch
zumutbare
50%-Pensum. Ein sogenannter leidensbe-dingter Abzug ist nicht zu gewähren
(vgl. BGE 126 V 75
).
6.3.6
Bei einem Valideneinkommen
von Fr. 63‘445.55
und einem Inva
lideneinkommen von Fr. 32‘826.85
resultiert eine E
rwerbseinbusse von Fr. 30‘618.70
und damit ein
Invaliditätsgrad von gerundet 48
% (
Fr. 30‘618.70 : Fr. 63‘445.55), der einen Anspruch auf eine Viertelsrente begründet.
6.4
6.4.1
Für die Zeit ab Mitte Februar 2017 ist schliesslich von einem Valideneinkommen von
Fr. 63‘445.55 und einem Invalideneinkommen von Fr. 52‘522.95 (Fr. 65‘653.70 x 0,8) auszugehen (auf eine beidseitige Anpassung an die Nomi
nallohnentwicklung kann verzichtet werden). Ein sogenannter leidensbedingter Abzug ist nicht zu gewähren
(vgl. BGE 126 V 75
).
6.4.2
Bei einem Valideneinkommen
von Fr. 63‘445.55
und einem Inva
lideneinkommen von Fr. 52‘522.95
resultiert eine E
rwerbseinbusse von Fr. 10‘922.60
und damit ein
nicht mehr rentenbegründender Invaliditätsgrad von aufgerundet 17
% (
Fr. 10‘922.60 : Fr. 63‘445.55).
6.5
Demn
ach hat der Beschwerdeführer ab
dem
1.
Dezember 2013 bis
zum 31. Juli 2016 Anspruch auf eine Viertelsrente, ab dem 1. August 2016 (drei Monate nach Verschlechterung; Art. 88a Abs. 2 IVV) bis zum 28. Februar 2017
Anspruch auf
eine ganze Rente und ab dem 1. März 2017
(
drei
Monate
nach Verbesserung;
Art. 88a Abs. 1 IVV)
bis zum 31. Mai 2017 (drei Monate nach Verbesserung; Art. 88a Abs. 1 IVV) wiederum Anspruch auf eine Viertelsrente.
7.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung deshalb aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab dem
1. Dezem
ber 2013 bis zum 31. Juli 2016 Anspruch auf eine Viertelsrente, ab dem 1. August 2016 bis zum 28. Februar 2017 Anspruch auf eine ganze Rente und ab dem 1. März bis zum 31. Mai 2017
Anspruch auf eine
Viertelsr
ente hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
8.
8.1
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), sind auf Fr. 6
00.-- anzuset
zen. Ausgangsgemäss sind sie zu einem Drittel
(Fr. 200.--)
der Beschwerdegeg
nerin und zu zwei Dritteln
(Fr. 400.--)
dem Beschwerdeführer aufzuerle
gen.
8.2
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde
führer eine reduzierte Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Proz
esses auf Fr. 700.-- (inkl. Barauslagen und MWSt
) festzusetzen ist.