# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2822755d-2a2a-4328-8ab2-127d1c1650e7
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

angefochtenen Einspracheentscheid geschilderten Sachverhalt
folgendermassen Stellung: Die Ausführungen im Entscheid auf der Seite
1, Absätze 1 – 5 und auf der Seite 2, Absatz 1 seien geklärt und
stimmten. In Bezug auf die Ausführungen im Einspracheentscheid auf
Seite 2, Absatz 2 führte der Beschwerdeführer aus, die Berechnung der
Pro Senectute sei für eine Abrechnung der AHV-AK sicher nicht relevant,
schliesslich sei es nur eine Anfrage gewesen. Ausserdem brachte der
Beschwerdeführer vor, die Fr. 475.-- pro Monat ergäben, multipliziert mit
zwölf Monaten, eine Jahresrente von Fr. 5‘700.--. Zu den Jahren 2011-
2013 führte der Beschwerdeführer aus, die Rente der B._
Versicherung sei ab dem 1. Oktober 2010 ausbezahlt worden. Zur
Begründung seiner Beschwerde führte er aus, im Revisionsformular vom
28. [recte: 20.] März 2011 sei eine Doppelspurigkeit unbekannten
Ursprungs aufgetreten, welche auf ein Computerproblem zurückzuführen
sei. In der Steuerveranlagung 2011 sehe man auf Seite 2 ein Exemplar
ohne und eines mit der Deklaration der B._ Versicherung. Dazu
reichte der Beschwerdeführer einmal einen Auszug aus der
Steuererklärung 2011 vom 20. August 2012 mit Angabe der Rente der
B._ Versicherung und einmal einen Auszug aus der Steuererklärung
2011 vom 24. August 2012 ohne Angabe der Rente der B._
Versicherung ein. Weiter führte der Beschwerdeführer aus, im Jahr 2012
sei keine Revision erfolgt und die Rente sei über die Steuererklärung
deklariert worden. Dazu reichte er einen Auszug aus der Steuererklärung
2012 ein, auf welcher die Rente der B._ Versicherung angegeben ist.
Der Beschwerdeführer brachte weiter vor, am 5. und 12. November 2013
habe die AHV-AK von der Steuerverwaltung eine Auskunft über die
"übrigen Renten" eingeholt. Es verwundere ihn, warum man damals die
- 9 -
Rente der B._ Versicherung nicht auch nachverlangt habe. Den Brief
vom 5. November 2013 habe er am 8. November 2013 beantwortet. Am
28. Dezember 2013 respektive 5. Januar 2014 habe er die Einsprache
eingereicht. Für das Jahr 2013 habe er die Rente der B._
Versicherung deklariert, wie es auch im Einspracheentscheid auf der
Seite 2, Absatz 4 beschrieben werde. Die Unstimmigkeiten von 2011 und
2012 habe er schon im Schreiben vom 28. Dezember 2013 respektive
5. Januar 2014 dargelegt. Die Ergänzungsleistung seien mit Verfügung
vom 20. Dezember 2013 um Fr. 128.-- auf Fr. 654.-- gekürzt worden. Auf
eine Strafe könne hoffentlich verzichtet werden, da es von beiden Seiten
nicht rund gelaufen sei. Er stelle ein Rechtsbegehren auf obige Angaben
mit Begründung.
16. Am 26. März 2014 beantragte die AHV-AK (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Für die
Begründung ihres Antrags verwies sie auf ihren Einspracheentscheid vom
10. Februar 2014, an welchem sie vollumfänglich festhalte.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und
im angefochtenen Entscheid sowie auf die im Recht liegenden
Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Verbindung mit Art. 19 des kantonalen Gesetzes über die
Ergänzungsleistungen (BR 544.300) und Art. 49 Abs. 2 lit. a des
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
- 10 -
BR 370.100) kann gegen Einspracheentscheide der AHV-
Ausgleichskasse innerhalb von 30 Tagen seit Mitteilung des
Einspracheentscheids Beschwerde an das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden erhoben werden. Die sachliche und örtliche
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden zur
Beurteilung der vorliegenden Streitsache ist somit gegeben. Auf die im
Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
b) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet der Einsprache-
entscheid der Beschwerdegegnerin vom 10. Februar 2014, mit welchem
diese die Einsprache des Beschwerdeführers gegen die Verfügung vom
28. November 2013 abgewiesen hatte. Der Beschwerdeführer hat die
Verfügung vom 20. November 2013, wonach die zu viel bezahlten
Ergänzungsleistungen für den Zeitraum vom 1. Dezember 2008 bis zum
30. November 2013 im Gesamtbetrag von Fr. 9‘236.-- zurückerstattet
werden müssen (vgl. AHV-AK-act. Nr. 45), nicht angefochten, sondern
bloss die Verfügung vom 28. November 2013, wonach er eine
Nachzahlung für Ergänzungsleistungen vom 1. Dezember 2008 bis
30. September 2010 von total Fr. 3‘619.-- zugute habe und diese
Nachzahlung – in Korrektur der Verfügung vom 20. November 2013 – mit
der Rückforderung vom 20. November 2013 verrechnet werde (vgl. AHV-
AK-act. Nr. 48). Weil der Beschwerdeführer aber sowohl in der
vorliegenden Beschwerde als auch in seiner Einsprache vom
28. Dezember 2013 resp. 5. Januar 2014 sinngemäss verlangt, die
gesamte Rückerstattung hätte in der Verfügung vom 28. November 2013
aufgehoben werden müssen und nicht nur die gemäss der Verfügung
vom 28. November 2013 zugesprochene Nachzahlung von Fr. 3‘619.--, ist
auf dieses Rechtsbegehren einzutreten. Demnach ist vorliegend zu
prüfen, ob die Beschwerdegegnerin entsprechend der Korrektur-
Verfügung vom 28. November 2013 die Rückerstattung von
- 11 -
Ergänzungsleistungen für den Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum
30. November 2013 in der Höhe von Fr. 5‘617.-- (Fr. 9‘236.-- abzüglich
Fr. 3‘619.--) zu Recht verfügt hat.
2. a) Art. 25 Abs. 1 ATSG sieht vor, dass unrechtmässig bezogene Leistungen
zurückzuerstatten sind. Die Rückforderung unrechtmässig bezogener
Sozialversicherungsleistungen ist an die Voraussetzungen der
prozessualen Revision oder der Wiedererwägung gemäss Art. 53 ATSG
gebunden. Danach kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige
Verfügung, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung war,
in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre
Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Ausserdem ist die
Verwaltung verpflichtet, im Sinne einer Revision auf eine formell
rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder
neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen
rechtlichen Beurteilung zu führen (vgl. BGE 122 V 19 E.3a, 110 V 176
E.2a). Gemäss Art. 25 Abs. 1 lit. c der Verordnung über die
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) sind die jährlichen
Ergänzungsleistungen bei Eintritt einer voraussichtlich längere Zeit
dauernden Verminderung oder Erhöhung der vom Bundesgesetz über
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) anerkannten Ausgaben und
anrechenbaren Einnahmen sowie des Vermögens zu erhöhen,
herabzusetzen oder aufzuheben. Massgebend sind das neue, auf ein
Jahr umgerechnete dauernde Einkommen und das bei Eintritt der
Änderung vorhandene Vermögen. Macht die Änderung weniger als
Fr. 120.-- im Jahr aus, so kann auf eine Anpassung verzichtet werden.
Gemäss Art. 25 Abs. 2 lit. b und c ELV sind die Ergänzungsleistungen bei
Erhöhung des Ausgabenüberschusses auf den Beginn des Monats, in
- 12 -
dem die Änderung gemeldet wurde, frühestens aber des Monats, in dem
diese eingetreten ist, neu zu verfügen und bei Verminderung des
Ausgabenüberschusses, spätestens auf den Beginn des Monats, der auf
die neue Verfügung folgt, wobei die Rückforderung bei Verletzung der
Meldepflicht vorbehalten bleibt. Nach Art. 31 Abs. 1 ATSG ist jede
wesentliche Änderung in den für eine (Ergänzungs-)Leistung
massgebenden Verhältnissen vom Bezüger dem Versicherungsträger
oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden. Jene
Meldepflicht wird auch in Art. 24 ELV ausdrücklich wie folgt stipuliert: Von
jeder Änderung der persönlichen und von jeder ins Gewicht fallenden
Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse hat der Anspruchsberechtigte
der kantonalen Durchführungsstelle unverzüglich Mitteilung zu machen
(vgl. zum Ganzen auch BGE 122 V 19 E.2b). Die Beschwerdegegnerin
wies denn auch in jeder von ihr erlassenen Verfügung ausdrücklich auf
diese Meldepflicht hin.
b) Die strittige Rückforderung von zu viel bezogenen Ergänzungsleistungen
erstreckt sich nach der Korrektur-Verfügung vom 28. November 2013 nur
noch auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis 30. November 2013 und
beträgt demzufolge nur noch Fr. 5‘617.-- (Fr. 9‘236.-- minus Fr. 3‘619.--;
vgl. dazu auch die Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 30. November
2013 in AHV-AK-act. Nr. 49). Dies ist korrekt, weil der Beschwerdeführer
unbestrittenermassen seit dem 1. Oktober 2010 effektiv eine Jahresrente
in der Höhe von Fr. 5'700.-- der B._ Versicherung bezieht, während
vorher unbestrittenermassen aufgrund verschiedener Umstände keine
Rente von der B._ Versicherung ausbezahlt wurde (vgl. Abrechnung
der B._ Versicherung vom 17. August 2010 in AHV-AK-act. Nr. 41).
c) Der Beschwerdeführer bestreitet im Grunde nicht, dass während dieses
Zeitraums zu viel Ergänzungsleistungen ausbezahlt wurden und auch
- 13 -
nicht die Höhe des Rückforderungsbetrags bzw. der zu viel bezahlten
Ergänzungsleistungen. Der Beschwerdeführer versucht aber zu
beweisen, dass er die Rente der B._ Versicherung schon am
20. April 2009 in seinem Revisionsformular deklariert habe. Dazu hat der
Beschwerdeführer anlässlich seiner Einsprache vom 28. Dezember 2013
resp. 5. Januar 2014 an die Beschwerdegegnerin eine Beilage
eingereicht, bei der es sich angeblich um die betreffende Seite des
Revisionsformulars vom 20. April 2009 handeln soll (vgl. AHV-AK-
act. Nr. 52). Ein Vergleich dieser Beilage, mit den am 20. April 2009 (vgl.
AHV-AK-act. Nr. 25) und am 28. Oktober 2013 (vgl. AHV-AK-act. Nr. 39)
effektiv eingereichten Revisionsformularen zeigt jedoch, dass es sich
dabei um die betreffende Seite des Revisionsformulars vom 28. Oktober
2013 (vgl. AHV-AK-act. Nr. 39) handelt. Ob der Beschwerdeführer das
Revisionsformular vom 28. Oktober 2013 absichtlich als dasjenige vom
20. April 2009 ausgegeben hat oder ob die Formulare irrtümlicherweise
verwechselt wurden, kann hier dahingestellt bleiben. Gegenstand der
angefochtenen Verfügung vom 28. November 2013 ist nämlich lediglich
der Rückforderungsanspruch und nicht eine allfällige Strafe gemäss
Art. 31 ELG. Im effektiv eingereichten Revisionsformular vom 20. April
2009 (vgl. AHV-AK-act. Nr. 25) hat der Beschwerdeführer bei der Frage
Nr. 19: "Erhalten Sie Leistungen anderer Versicherungen? (z.B. Renten
oder Taggelder der Unfall-, Militär-, Kranken- oder
Arbeitslosenversicherung, der Haftpflichtversicherung, ausländischer
Sozialversicherungen, privater Versicherungen, Leibrenten etc.) Ihr
Ehepartner?" zweimal die Antwort "Nein" angekreuzt und demzufolge in
diesem Zeitpunkt die Rente der B._ Versicherung entgegen seinen
späteren Behauptungen nicht deklariert. Es ist an dieser Stelle noch
hinzuzufügen, dass die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe die
Rente der B._ Versicherung schon im Jahr 2009 deklariert, aus zwei
Gründen nicht stimmen kann. Zum einen hatte der Beschwerdeführer
- 14 -
Jahr 2009 noch gar keine Veranlassung, die Rente der B._
Versicherung zu deklarieren, da diese damals ja gar noch nicht
ausbezahlt wurde. Zum anderen verfügte er im Zeitpunkt der Einreichung
des Revisionsformulars am 20. April 2009 noch gar nicht über die von ihm
im November 2013 eingereichte Schlussabrechnung der B._
Versicherung vom 17. August 2010, worin ihm bestätigt wurde, dass die
1. Rentenzahlung am 1. Oktober 2010 erfolge.
d) Weiter versucht der Beschwerdeführer zu beweisen, dass er die Rente
der B._ Versicherung spätestens mit dem Revisionsformular vom
20. März 2011 deklariert habe. Aber auch diese Behauptung kann nicht
stimmen. Im Formular vom 20. März 2011, welches er damals bei der
Beschwerdegegnerin eingereicht hat, hat er die Frage Nr. 19 "Erhalten
Sie Leistungen anderer Versicherungen? (z.B. Renten oder Taggelder der
Unfall-, Militär-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung, der
Haftpflichtversicherung, ausländischer Sozialversicherungen, privater
Versicherungen, Leibrenten etc.) Ihr Ehepartner?" ebenfalls zweimal mit
"Nein" angekreuzt und die entsprechenden Linien zum Betrag frei
gelassen (vgl. AHV-AK-act. Nr. 34). Die der Einsprache vom
28. Dezember 2013 resp. 5. Januar 2014 beigefügte Beilage, welche
angeblich AHV-AK-act. Nr. 34 entsprechen soll, zeigt, dass bei der Frage
Nr. 19 – möglicherweise nachträglich – eine Abänderung erfolgte und dort
nun "B._ Versicherung" steht, einmal "Ja" angekreuzt ist und der
Betrag von "475.-" eingefügt wurde (vgl. AHV-AK-act. Nr. 52). Wie und
wann diese Abänderung vorgenommen wurde und ob diese absichtlich
oder irrtümlich – der Beschwerdeführer behauptet diesbezüglich, es sei
zu einer Doppelspurigkeit unbekannten Ursprungs infolge eines
Computerproblems gekommen – erfolgte, kann hier offen bleiben,
nachdem die angefochtene Verfügung vom 28. November 2013 lediglich
den Rückforderungsanspruch betrifft und nicht eine allfällige Strafe
- 15 -
gemäss Art. 31 ELG. Auf jeden Fall hat der Beschwerdeführer auch mit
dem Formular vom 20. März 2011 die Rente der B._ Versicherung
entgegen seinen Behauptungen nicht deklariert.
e) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Argumentation des
Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe die von ihm bereits im
Jahre 2009 deklarierte Rente der B._ Versicherung bei der
Berechnung der Ergänzungsleistungen nicht berücksichtigt und die zu viel
ausbezahlten Ergänzungsleistungen seien auf diese Fehler der
Beschwerdegegnerin zurückzuführen, fehlgeht.
f) Am 29. September 2013 wurde der Beschwerdeführer aufgrund der
periodischen Überprüfung seines Anspruchs auf Ergänzungsleistungen
erneut aufgefordert, die entsprechenden Revisionsformulare
einzureichen, was er am 28. Oktober 2013 tat (vgl. AHV-AK-act. Nr. 39).
Bei der Frage Nr. 19 "Erhalten Sie Leistungen anderer Versicherungen?
(z.B. Renten oder Taggelder der Unfall-, Militär-, Kranken- oder
Arbeitslosenversicherung, der Haftpflichtversicherung, ausländischer
Sozialversicherungen, privater Versicherungen, Leibrenten etc.) Ihr
Ehepartner?" kreuzte der Beschwerdeführer nun die Antwort "Ja" an und
ergänzte diese mit "B._ Versicherung" und "5'700.- Jahr". Mit dem
Revisionsformular reichte der Beschwerdeführer auch die
Steuerbestätigung der B._ Versicherung vom 15. Januar 2013 ein, in
welcher die Ausrichtung einer Rente im Jahr 2012 in der Höhe von
Fr. 5'700.-- bestätigt wurde. Gemäss Schlussabrechnung der B._
Versicherung vom 17. August 2010 (vgl. AHV-AK-act. Nr. 41), welche der
Beschwerdeführer erst auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin mit seiner
Stellungnahme vom 8. November 2013 eingereicht hatte, erfolgte die
erste Rentenzahlung aufgrund der Verrechnung mit Schulden bei der
B._ Versicherung bereits ab dem 1. Oktober 2010. Somit macht die
- 16 -
Beschwerdegegnerin zu Recht geltend, dass der Beschwerdeführer
spätestens im August 2010 die EL-Stelle hätte informieren müssen, dass
ein Rentenanspruch bestehe und Rentenleistungen fliessen würden. Des
Weiteren wurde der Beschwerdeführer in jeder von der
Beschwerdegegnerin erlassenen Verfügung auf seine Meldepflicht
hingewiesen und ist dieser Pflicht bis im Oktober 2013 dennoch nicht
nachgekommen. Ausserdem wurden dem Beschwerdeführer mit
Verfügungen vom 6. Februar 2004 die Ergänzungsleistungen für die Zeit
vom 1. Januar 2002 bis zum 30. November 2003 verweigert, weil die ihm
vom 26. Januar 2001 bis zum 30. November 2003 ausbezahlten
Taggelder der B._ Versicherung anzurechnen waren. Und am
14. März 2005 reichte er aufgrund der Neuberechnung der
Ergänzungsleistungen infolge Erreichung des 65. Altersjahres ein
entsprechendes neues Anmeldeformular inkl. Beilagen ein und führte
dazu aus, die B._ Versicherung habe im Januar 2005 bemerkt, dass
die Zwischenabrechnungen von 2001-2004 der UVG-Taggelder zu hoch
gewesen seien, weshalb diese in einer Verfügung vom 15. März 2005
Fr. 41'465.-- zurückgefordert habe. Der Beschwerdeführer wusste
demzufolge bestens über seine Meldepflicht und die Wesentlichkeit der
Deklaration der Rente der B._ Versicherung Bescheid. Die
erstmalige Deklaration der Rente der B._ Versicherung am
28. Oktober 2013 erweist sich somit als um rund drei Jahre verspätet.
Demzufolge stellt die nicht rechtzeitige Meldung der Rente der B._
Versicherung eine Verletzung der Meldepflicht nach Art. 24 ELV dar und
zieht gemäss Art. 25 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 lit. c ELV eine Rückerstattung
der zu viel bezogenen Ergänzungsleistungen nach sich. Die
Rückerstattungspflicht des Beschwerdeführers ist folglich zu bejahen. Die
Beschwerdegegnerin ist deshalb auf die vom 1. Oktober 2010 bis zum
30. November 2013 ausgerichteten Ergänzungsleistungen respektive die
entsprechenden Verfügungen zu Recht zurückgekommen und hat die
- 17 -
Ergänzungsleistungen zu Recht neu berechnet sowie die Rückerstattung
der zu viel ausgerichteten Ergänzungsleistungen verfügt.
3. Wenn der Beschwerdeführer ausführt, er habe die Meldepflicht nicht
verletzt und eine Rückerstattung würde für ihn eine grosse Härte
bedeuten, so beantragt er sinngemäss, die Rückerstattung der
unrechtmässig gewährten Ergänzungsleistungen sei ihm ganz oder
teilweise zu erlassen. Eine allfälliges Erlass-, Teilerlass- oder
Stundungsgesuch ist jedoch nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Art. 25
Abs. 2 ATSG und Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) sehen vor, dass die
Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Leistungen bei
gutgläubigem Bezug der Leistungen und bei Vorliegen einer grossen
Härte ganz oder teilweise erlassen werden kann. Gemäss Art. 4 Abs. 4
ATSV wird der Erlass jedoch nur auf schriftliches, begründetes und
belegtes Gesuch gewährt, wobei dieses spätestens 30 Tage nach Eintritt
der Rechtskraft der Rückforderungsverfügung einzureichen ist. Über den
Erlass ist wiederum eine Verfügung zu erlassen, welche allenfalls
angefochten werden könnte. Somit steht es dem Beschwerdeführer frei,
nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils bzw. der damit angefochtenen
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. November 2013 ein
entsprechendes Erlassgesuch einzureichen. Ob dieses allerdings gewährt
werden kann, beurteilt sich nach den Voraussetzungen des guten
Glaubens und der grossen Härte. Für die Beurteilung eines solchen
Erlassgesuches ist ausserdem die Beschwerdegegnerin und nicht das
Verwaltungsgericht zuständig.
4. Damit erweist sich die Verfügung vom 28. November 2013, wonach der
Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin insgesamt Fr. 5‘617.-- an zu
- 18 -
viel bezogenen Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten hat, als
rechtens, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen ist.
5. Gerichtskosten werden keine erhoben, da das Verfahren vor dem
kantonalen Versicherungsgericht – ausser bei leichtsinniger oder
mutwilliger Prozessführung – gemäss Art. 61 lit. a ATSG für die Parteien
kostenlos ist. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine
Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).