# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 54e3ab14-cd57-5fd2-a292-604f404c6ba9
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
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St.Galler Gerichte
A./ Die Ortsgemeinde M. ist Eigentümerin des unüberbauten Grundstücks Nr. 4701,
Grundbuch M.. Dieses weist eine Fläche von rund 3,1 ha auf und befindet sich am
südöstlichen Rand des weitgehend überbauten Einkaufsgebiets auf dem Gebiet der
Politischen Gemeinde M. zwischen der Autobahn A3 und der südwestlich
angrenzenden W-strasse (Kantonsstrasse zweiter Klasse). Im Südosten erstreckt sich
unüberbaute Landwirtschaftszone, während im Nordwesten die überbauten
Grundstücke Nrn. 361 und 4322 der Gewerbecenter W. AG sowie Nr. 359 der X-Markt
AG anschliessen. Die Grundstücke Nrn. 359, 361 und 4322 sind nach dem Zonenplan
der Politischen Gemeinde M. vom 16. August 2002 der Gewerbe-Industriezone A (GI A)
zugeteilt. Mit dem Teilzonenplan "W. I" vom 15. Januar 2007 wurde auch das
Grundstück Nr. 4701 in die GI A eingezont und mit einer Nutzungsbeschränkung nach
Art. 28octies des Baugesetzes (sGS 731.1; abgekürzt BauG) belegt. Danach sind auf
dem Grundstück Nr. 4701 lediglich Fachmärkte der Waren- und Dienstleistungsgruppe
3 gemäss Kap. IV 32 des kantonalen Richtplans zulässig. Das gesamte Einkaufsgebiet
ist sodann gemäss Kap. IV 32 des kantonalen Richtplans als Eignungsgebiet K
(Standort für nicht grundversorgungs- oder zentrumsrelevante Nutzungen)
ausgeschieden.
Die B. Immobilien AG ist Eigentümerin eines Baurechts für die Erstellung eines
Fachmarkts auf dem Grundstück Nr. 4701. Sie reichte am 18. Mai 2006 mit
Zustimmung der Grundeigentümerin beim Gemeinderat M. ein Baugesuch für die
Erstellung eines Bau- und Handwerkerfachmarkts auf dem Grundstück Nr. 4701 ein.
Mit gleichzeitig eingereichten Unterlagen ersuchte sie für das betroffene Gebiet um
Durchführung eines Teilzonenplan-, Teilstrassenplan- und Überbauungsplanverfahrens.
Am 30. Mai 2006 erliess der Gemeinderat M. den Teilzonenplan "W. I", den
Teilstrassenplan "Erweiterung W. und Umbenennung in P-strasse sowie Neubau
Trottoir W.-strasse" sowie den Überbauungsplan "B." mit besonderen Vorschriften. Der
Teilzonenplan sieht die Zuweisung des nordwestlichen Teils des Grundstücks Nr. 362,
der heute dem Grundstück Nr. 4701 entspricht, vom übrigen Gemeindegebiet zur GI A
und den Erlass der genannten Nutzungsbeschränkung nach Art. 28octies BauG vor.
Der Überbauungsplan regelt für das vom Perimeter erfasste Grundstück Nr. 4701 die
Überbauung mit einem Baubereich für Hauptbauten (Baufachmarkt) und oberirdischen
Parkierungs- und Verkehrsflächen. Zusätzlich werden im Überbauungsplan
Grünflächen (Rabatten), ein Haupteingangsbereich für Besucher, Bereiche für
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Reklametafeln und Zweiradabstellplätze sowie Zufahrtsbereiche für Kundenverkehr und
Anlieferung festgelegt. In den besonderen Vorschriften (abgekürzt besV) sind
Regelungen über die Erschliessung (Parkierung, Fahrtenzahl usw.), die Überbauung,
die zulässigen Nutzungen und die Gestaltung enthalten. Im Teilstrassenplan ist der
Neubau des Trottoirs entlang der Nordseite der W.strasse und die Erweiterung der
Strasse W., die von der W-strasse entlang der südöstlichen Grenze des Grundstücks
Nr. 359 führt, sowie deren Umbenennung in P-strasse festgelegt. Diese soll als
Gemeindestrasse 2. Klasse entlang der Autobahn A3 und der südöstlichen Grenze des
Grundstücks Nr. 4701 zurück in die W-strasse weitergeführt werden.
Nach den eingereichten Plänen soll auf dem nördlichen Teil des Grundstücks Nr. 4701
ein weitgehend eingeschossiger Fachmarkt "B." samt Stadtgarten, überdachter
Freifläche und Drive-In mit einer Nutzfläche von rund 14'000 m erstellt werden. Die
Zufahrt der Besucher zum südlich des Fachmarkts gelegenen, oberirdischen
Parkierungsbereich mit 289 Parkplätzen soll bei der südöstlichen Ecke des
Grundstücks Nr. 4701 ab der W-strasse über die ersten 50 m der P-strasse führen. Bei
der Einfahrt in den Parkierungsbereich soll mit zwei Barrieren eine Verkehrszählung
vorgenommen werden.
Vom 13. Juni bis 12. Juli 2006 lagen die Pläne und das Baugesuch öffentlich auf. Innert
der Auflagefrist gingen sechs Einsprachen ein, wobei deren vier nach
Einigungsverhandlungen erledigt und abgeschrieben wurden. Neben der X-Markt AG
hielt auch die Gewerbecenter W. AG an ihrer Einsprache fest. Die X-Markt AG, die auf
dem Grundstück Nr. 359 einen Fachmarkt betreibt, beantragte in ihrer
Einspracheergänzung vom 31. August 2006 die Aufhebung des Überbauungsplans und
des Teilstrassenplans sowie die Abweisung des Baugesuchs. Ausserdem stellte sie die
Begehren, der Teilzonenplan sei im Sinn von Art. 28octies BauG zu ergänzen und der
Umweltverträglichkeitsbericht sei bezüglich seiner Aussage zum Verkehr zu ergänzen
und zu überarbeiten.
Mit Entscheid vom 23. Oktober 2006 wies der Gemeinderat M. die Einsprache der X-
Markt AG gegen den Teilzonenplan ab. Nachdem das fakultative Referendum nicht
ergriffen worden war, teilte der Gemeinderat der X-Markt AG am 4. Dezember 2006
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den Entscheid der Bürgerschaft mit. Nach unbenütztem Ablauf der Rekursfrist
genehmigte das Baudepartement den Teilzonenplan am 15. Januar 2007.
Am 20. Dezember 2007 genehmigte das Baudepartement das Kantonsstrassenprojekt
Linksabbiegespur W-strasse. Dieses sieht die Errichtung einer getrennten
Linksabbiegespur auf der W-strasse bei der Abzweigung der jetzigen Strasse "W." und
der künftigen P-strasse vor, die aus Nordwesten vom Kreisel W. kommende Fahrzeuge
für die Zufahrt zum Fachmarkt der X-Markt AG und zum R.-center der Gewerbecenter
W. AG benutzen können.
Am 19. Juni 2008 erteilte der Gemeinderat M. der B. Immobilien AG die Baubewilligung
unter Bedingungen und Auflagen. In den Auflagen wurde ein Vorbehalt der Rechtskraft
der übergeordneten Planung vermerkt (Überbauungsplan "B." und Teilstrassenplan
"Erweiterung W." sowie die strassenpolizeiliche Bewilligung des Tiefbauamtes für die
Ausfahrt in die Kantonsstrasse Nr. 74). Als Rechtsmittel wurde der Rekurs an die
Regierung angegeben. Gleichzeitig erliess der Gemeinderat am 19. Juni 2008 einen
Einspracheentscheid. Darin wies er die Einsprachen gegen den Überbauungsplan und
gegen den Teilstrassenplan sowie gegen die Baubewilligung ab. Zur Begründung
wurde festgehalten, es entspreche dem Grundsatz der formellen und materiellen
Koordination am besten, alle Entscheide zu diesen auf ein einziges Grundstück
bezogenen Verfahren gemeinsam zu eröffnen. Der Überbauungsplan entspreche den
übergeordneten Gesetzen und den Vorgaben des planerischen Gesamtkonzepts für
den K-Standort.
B./ Gegen die Baubewilligung und den Einspracheentscheid vom 19. Juni 2008 erhob
die X-Markt AG durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 4. Juli 2008 Rekurs beim
Baudepartement und bei der Regierung. Sie beantragte, der Einspracheentscheid vom
19. Juni 2008 sowie der Bauentscheid vom gleichen Datum seien aufzuheben und die
Streitsache sei zum Erlass eines Gesamtentscheids mit einheitlicher

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