# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 931b34d6-4110-48b7-9be5-4164b0446339
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Die A._ SA ist eine Immobiliengesellschaft mit Sitz in B._. Sie ist Eigentümerin der Stockwerkeinheit D._, eines ehemaligen Ladenlokals, in der Überbauung "F._", Grundstück Nr. E._, Grundbuch G._. Die A._ SA beabsichtigt, das Ladenlokal in zwei Erstwohnungen umzubauen. Anlässlich der Stockwerkeigentümerversammlung vom 30. Dezember 2019 wurde das Umbauprojekt mit verschiedenen Auflagen einstimmig genehmigt.
B. Mit Eingabe vom 15. Juli 2020 stellte die C._ gegen die A._ SA beim Regionalgericht Maloja ein Gesuch um Anordnung eines superprovisorischen Bauverbots.
C. Am 16. Juli 2020 ordnete der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja superprovisorisch das Bauverbot an. Zugleich forderte er die A._ SA zur Stellungnahme innert zehn Tagen auf. Dieser Entscheid wurde der A._ SA am 24. August 2020 polizeilich zugestellt.
D. Am 14. September 2021 ersuchte die A._ SA den Einzelrichter am Regionalgericht Maloja um Fristerstreckung für die Stellungnahme. Diesem Gesuch wurde infolge Verspätung nicht stattgegeben.
E. Mit Entscheid vom 21. September 2020 (mitgeteilt am 24. September 2020) erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja Folgendes:
1. Das Gesuch wird gutgeheissen und der Gesuchsgegnerin wird bis zur Erfüllung der Auflagen gemäss Stockwerkeigentümerbeschluss vom 30. Dezember 2019 untersagt, jegliche Bau- und/oder anderweitige Arbeiten und/oder bauliche Massnahmen und/oder anderweitige Veränderungen in und/oder an der Stockwerkeinheit D._, Überbauung F._, Grundstück Nr. E._, Grundbuch G._, auszuführen und/oder ausführen zu lassen und/oder vornehmen zu lassen und/oder vorzunehmen.
2. Die Anordnung ergeht an die Organe bzw. an die Vertreter der Gesuchsgegnerin unter dem Hinweis der Strafandrohung nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde unter Hinweis auf diese Strafandrohung an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
3. Der Gesuchstellerin wird gestützt auf Art. 263 ZPO eine Frist von 60 Tagen zur Einreichung der Klage angesetzt. Bei unbenutztem Ablauf der Frist fallen die angeordneten Massnahmen ohne Weiteres dahin.
4. Die Gerichtskosten des Verfahrens für die superprovisorische Verfügung und den vorliegenden Entscheid von insgesamt CHF 1'000.- werden der Gesuchsgegnerin auferlegt und mit dem von
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der Gesuchstellerin geleisteten Vorschuss verrechnet, unter Erteilung des Regressrechts auf die Gesuchsgegnerin.
Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die Gesuchstellerin mit CHF 5'419.55, (inkl. MwSt. und Spesen) ausseramtlich zu entschädigen.
Diese Kosten- und Entschädigungsregelung ergeht unter dem Vorbehalt einer anderslautenden Kostenregelung in einem allfälligen Hauptverfahren.

## Considerations