# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f59192db-e625-4cbc-ab01-54f847243416
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1953 geborene
X._
hat keinen Beruf erlernt und war zuletzt von 1992 bis im Jahr 2010 mit einem Pensum von 100 % als Data &
Document
Specialist
für die
Y._
tätig. Am 30. November 2011 meldete sie sich unter Hinweis auf Rücken-, Hüft-, Bein-, Kopf- und Nackenschmerzen, Depression, Schlaflosigkeit, Nervosität sowie eine arterielle Hypertonie bei der Eidge
nössi
schen Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (Urk.
11
/2-3, Urk.
11/18, Urk. 11/25/1, Urk. 11/25/3
). Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte Abklärungen in medizinischer sowie in erwerblicher Hinsicht, wobei sie namentlich das Gutachten von Dr. med.
Z._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 24. April 2012 einholte (Urk.
11/45
).
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
(vgl. Urk. 11/48 ff.)
liess sie die Versicherte
sodann polydisziplinär durch das
A._
,
begutachten (Gutachten vom 12. August 2015,
Urk.
11/116
). Mit
weiterem
Vorbescheid vom 10. November 2015 stellte sie der Ver
sicherten erneut die Ab
weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk.
11/127
). Dagegen erhob die Versicherte am 5. Dezember 2015 Einwand
(Urk. 11/137).
Am 25. Januar 2016 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (Urk.
11/151
).
Die dagegen am
28. Februar 2016
erhobene
Beschwerde
(Urk.
11/155/3-7) hiess das Sozialversi
cherungsgericht des Kantons Zürich
mit Urteil IV.2016.00279 vom 29. September 2017 teilweise gut und stellte fest, dass die Versicherte ab 1. Dezember 2014 Anspruch auf eine
Viertelsrente
und ab 1. März 2015 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung habe
(Urk.
11/180/
24). Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Bereits am
28. April 2015 hatte sich die Versicherte für einen
Vorbezug
ihrer Altersrente um zwei Jahre angemeldet
(Urk.
11/
109), woraufhin ihr
gemäss
Ver
fügung vom 9. September 2015 ab Oktober 2015 die
(infolge Vorbezug
s
gekürzte)
Altersrente
der
Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(
AHV
)
ausgerichtet wurde
(Urk.
11/
123).
Mit Verfügungen vom 12. April 2018 wurde die Invalidenrente in Nachachtung
des vorstehend
genannten Urteils
des hiesigen Gerichts
IV.2016.00279 vom 29. September 2017
festgesetzt, wobei die
Invalidenr
enten
leistungen bis Ende September 2015 terminiert und mit
den
vom Sozialzentr
um
B._
geleisteten Vorschüssen
verrechnet wurden
(Urk.
11/
210 und Urk. 11/218
= Urk. 2/1-2
).
2.
Gegen die Verfügungen vom 12. April 2018
erhob die Versicherte am
10. Mai 2018
Beschwerde und beantragte,
die
bereits zugesprochene
Invalidenrente sei ihr bis
Ende September
2017 auszurichten
(Urk. 1 S. 1 und S. 3).
Während laufen
der Frist zur Beschwerdeantwort (vgl. Urk. 4) reichte die Beschwerdeführerin mit Ein
gabe vom 1.
Juni
2018 (Urk.
5) diverse Unterlagen ein (Urk. 6/1/1-4 und Urk.
6/2/1-6). Da sich darunter zwei die angefochtenen Verfügungen betreffende Schreiben vom 9. Mai 2018 befanden (Urk. 6/1/1 und Urk. 6/1/2), wurde die Be
schwerdegegnerin mit Gerichtsverfügung vom 7. Juni 2018 dazu aufgefordert, auch dazu Stellung zu nehmen in
der
Beschwerdeantwort (Urk. 7). In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. August 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab
wei
sung der Beschwerde (Urk. 10).
Im Rahmen des z
weiten Schriftenwechsels hielt die Beschwerde
führerin in ihrer Replik vom 6.
September 2018
an ihren Anträgen fest (Urk. 14
). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 12. Oktober 2018 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 16), was der Beschwerdeführerin am 15.
Oktober 2018 mitgeteilt wurde (Urk. 17).
Auf die Ausführungen der Parteien und die
eingereicht
en Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Zum
beschwerdeweise gestellten Antrag
der Beschwerdeführerin
auf
A
usrichtung
der Invalidenrente
bis Ende September 2017 (Urk. 1) hielt die Beschwerdegegnerin fest,
wegen des Vorbezugs der Altersrente
der Beschwerdeführerin
ab Oktober 2015 sei der Anspruch auf eine Invalidenrente ab diesem Zeitpunkt erloschen. Dies gestützt auf Art. 30
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 21 und Art. 40
des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und
H
interlassenenversicherung
(
AHVG
; Urk. 10).
2.
Gemäss Art. 30 IVG erlischt d
er Rentenanspruch mit der Entstehung des An
spruchs auf eine Altersrente der
AHV
. Anspruch auf eine Altersrente haben Frauen, wenn sie das 64. Altersjahr vollendet haben (Art. 21 Abs. 1 lit. b AHVG
). Die Rente kann indes um ein
oder zwei Jahre vorbezogen werden (Art. 40 Abs. 1 AHVG). Von dieser Möglichkeit des Rentenvorbezugs um zwei Jahre machte die Beschwerdeführerin
mit
am
28. April 2015
entsprechend
ausgefülltem und unter
zeichnetem
Anmeldeformular
Gebrauch
(Urk.
11/
109).
In der Folge
wurde
ihr mit Verfügung vom 9. September 2015 ab Oktober 2015 die (
aufgrund des
Vorbezug
s
gekürzte) Altersrente der AHV
zugesprochen
(Urk.
11/123).
Gemäss
Rz
2032 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der In
validenversicherung (KSIH
, gültig ab 1. Januar 2015
)
erlischt d
er Anspruch auf eine IV-Rente
auch, wenn die IV-Rentnerin
die Altersrente vorbezieht
. Dies ergibt sich auch aus dem Merkblatt
3.04 betreffend flexiblen
Renten
bezug
(
https://www.ahv-iv.ch/p/3.04.d
; zuletzt besucht am 2. März 2020)
, auf welches die Beschwerdeführerin bei der Anmeldung zum
Vorbezug
der Altersrente hin
gewiesen wurde
(Urk.
11/
109/8).
Dass der Rentenanspruch
in Anwendung von
Art. 30 IVG auch dann erlischt, wenn die Altersrente vorbezogen wird, steht sodann in Einklang mit der Rechtsprechung (Urteil
e
des Sozialversiche
rungsge
richts des Kantons Zürich IV.2018.00423 vom
21.
Dezem
ber 2018 E. 2 in Ver
bin
dung mit Ziff. 1.4 des Sachverhalts;
IV.2018.00145 vom 24. Oktober 2018 E. 4.1).
3.
Dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund eines finanziellen Engpasses zum vor
zeitigen Bezug der Altersrente der AHV anmeldete (vgl. den Einwand in Urk. 14),
vermag
nichts an dieser Rechtslage
zu ändern
.
Ferner steht - entgegen dem Ein
wand der Beschwerdeführerin (vgl. Urk.
14
) - der Umstand, dass die Beschwerde
führerin zum Bezug einer Invalidenrente berechtigt war, dem
Vorbezug
der Alters
rente nicht entgegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_344/2019 vom 15.
November 2019 E. 4.3).
Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang, dass die
Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art.
13 ATSG
) in der Schweiz
gegebenenfalls
auch bei Bezug einer AHV-Altersrente Anspruch auf Ergänzungsleistungen h
aben.
4.
Dem Ersuchen der Beschwerdeführerin um Erläuterungen zur Berechnung der Ren
tenhöhe sowie zur Verrechnung
(vgl. Urk. 6/1/1-2)
kam die Beschwerde
geg
nerin am 9. August 2018 in nac
hvollziehbarer Weise nach (Urk.
11/245). Auf die ent
sprechende Stellungnahme der Ausgleichskasse hin
(Urk.
11/245), die der Be
schwer
deführerin zur Stellungnahme im Rahmen eines weiteren Schriften
w
e
ch
sels zugestellt worden war (Urk. 12
)
,
erfolgten keine weiteren Einwendung
en dies
b
ezüglich (vgl. Urk. 14), sodass
den
begründeten
Ausführungen der Ausgleichs
kasse zu folgen ist.
5.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde gegen die Verfügungen vom 12. April 2018 (Urk. 2/1 und Urk. 2/2) als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
6.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft
teilweise
die Bewilligung oder Ver
weigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab
hän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
500
.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten
der Beschwer
deführerin
aufzuerlegen.