# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c71072b9-a764-4899-b289-ae560df77400
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ liess in der Gemeinde A._ ein Zweifamilienhaus und ein Einfamilienhaus unter dem Namen Wohnüberbauung B._ erstellen. Das Einfamilienhaus verkaufte sie bereits im Rohbauzustand.
Die Y._AG führte in der Wohnüberbauung B._ Arbeiten im Bereich Heizungs- und Sanitäranlagen aus. Während im Zweifamilienhaus nach Angaben der Y._AG die gesamten Heizungs- und Sanitäranalgen durch sie geliefert und installiert wurden, wurden im Einfamilienhaus nur gewisse Vorbereitungshandlungen von ihr ausgeführt.
X._ leistete der Y._AG am 17. Juli 2008 eine erste Teilzahlung von Fr. 23'500.-- und am 24. November 2008 eine zweite Teilzahlung von Fr. 21'250.-- für Sanitärarbeiten am Zweifamilienhaus. Für Heizungsinstallationen im gleichen Gebäude erfolgte am 24. November 2008 eine Anzahlung von Fr. 37'000.-- (Fr. 18'500.-- für die Wohnung im Erdgeschoss und Fr. 18'500.-- für die Wohnung im Obergeschoss).
Die Schlussrechnung der Y._AG für ihre Heizungs- und Sanitärarbeiten im Zweifamilienhaus datiert vom 28. August 2009. Die geltend gemachten Rechnungsbeträge von Fr. 56'985.10 für Sanitärinstallationen und von Fr. 21'100.30 für Heizungsinstallationen in der Wohnung im Erdgeschoss sowie von Fr. 17'704.95 für Heizungsinstallationen in der Wohnung im Obergeschoss wurden von X._ nicht beglichen. Ebenso unbezahlt blieben die beiden Rechnungen vom 15. April 2010 über Fr. 2'376.90 (Heizungsanlagen) und Fr. 9'397.15 (Sanitärinstallationen) am Einfamilienhaus.
B. Da sich die Parteien in der Folge über die Bezahlung der Rechnungen nicht einigen konnten, liess die Y._AG die Streitsache am 17. März 2010 beim Kreisamt Ilanz zur Vermittlung anmelden. Gegen die anhängig gemachte Klage liess X._ mit Schreiben vom 15. April 2010 die Einrede der fehlenden örtlichen Zuständigkeit erheben und blieb aus diesem Grund der Sühneverhandlung vom 16. April 2010 fern. Da die Sühneverhandlung somit erfolglos blieb, stellte der Kreispräsident Ilanz am 30. April 2010 der Y._AG den Leitschein mit folgendem Rechtsbegehren aus:
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"Klägerisches Rechtsbegehren
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin folgende Beiträge zu bezahlen: Fr. 95'790.35 nebst 5% Zins seit 1. Oktober 2009; Fr. 11'774.05 nebst 5% Zins seit 16. April 2010.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge plus 7.6% Mehrwertsteuer."
C. Mit Prozesseingabe vom 25. Mai 2010 liess die Y._AG die Klage an das Bezirksgericht Surselva prosequieren. Dabei hielt sie an den Rechtsbegehren gemäss Leitschein unverändert fest.
D. In der Klageantwort vom 16. August 2010 liess X._ folgende Rechtsbegehren stellen:
"1. Auf die Klage sei mangels örtlicher Zuständigkeit nicht einzutreten.
2. Eventualiter: Die Klage sei für den Betrag von CHF 45'057.20 gutzuheissen, soweit weitergehend sei die Klage abzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin."
E. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. August 2010 setzte das Bezirksgerichtspräsidium Surselva der Y._AG eine Frist, um zur Einrede der örtlichen Unzuständigkeit Stellung zu nehmen. Gleichzeitig wurde den Parteien mitgeteilt, dass das angerufene Gericht einen Zwischenentscheid über die örtliche Zuständigkeit fällen werde. Mit Stellungnahme vom 8. Oktober 2010 liess die Y._AG beantragen, die Einrede der örtlichen Unzuständigkeit sei zu verwerfen, und es sei auf die Klage einzutreten. Mit Zwischenentscheid vom 26. Januar 2011, mitgeteilt am 18. Februar 2011, erkannte das Bezirksgericht Surselva:
"1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Einrede der örtlichen Unzuständigkeit gegen die vor Bezirksgericht Surselva hängige Klage der Y._AG gegen X._ betreffend Forderung anlässlich der Gerichtsverhandlung vom 26. Januar 2011 durch die Beklagte zurückgezogen wurde.
2. Es wird festgestellt, dass das Bezirksgericht Surselva zur Behandlung dieser Klage örtlich zuständig ist.
3. Die Kosten des Bezirksgerichts Surselva für den vorliegenden Zwischenentscheid bestehend aus:
- Gerichtsgebühr Fr. 2'580.-- - Schreibgebühr Fr. 380.-- - Barauslagen Fr. 40.-- total somit Fr. 3'000.--
gehen zulasten der Beklagten.
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Die Beklagte hat die Klägerin für die Aufwendungen des vorliegenden Zwischenverfahrens zudem ausseramtlich mit Fr. 3'000.-- zu entschädigen.
4. (Mitteilung)"
Dieser Zwischenentscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
F. Aufgrund der Tatsache, dass X._ die Einrede der fehlenden örtlichen Zuständigkeit erhoben hatte, blieb sie der Sühneverhandlung vom 16. April 2010 fern, womit in der Sache noch keine Vermittlung stattgefunden hatte. Mit Verfügung vom 18. Februar 2011 entschied das Bezirksgerichtspräsidium Surselva deshalb, die Angelegenheit an das Vermittleramt Surselva zur Durchführung einer gehörigen Vermittlung zurückzuweisen.
Anlässlich der Vermittlungsverhandlung vom 20. April 2011 konnten sich die Parteien nicht einigen, so dass das Vermittleramt Surselva dem Bezirksgericht Surselva den Leitschein am 3. Mai 2011 zustellte zwecks Weiterführung des hängigen Verfahrens. Die Rechtsbegehren lauteten:
"Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin folgende Beträge zu bezahlen: Fr. 95'790.35 nebst 5% Zins seit 1. Oktober 2009 Fr. 11'774.05 nebst 5% Zins seit 16. April 2010
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge plus 7.6%/8% Mehrwertsteuer.
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin."
G. In der Folge wurde das Hauptverfahren fortgesetzt und der Y._AG Frist zur Einreichung der Replik gewährt. In der Replik vom 30. Mai 2011 hielt die Y._AG an ihren Rechtsbegehren unverändert fest.
In der Duplik vom 14. Juli 2011 liess X._ folgendes Rechtsbegehren stellen:
"Die Klage sei für den Betrag von CHF 45'057.20 gutzuheissen, soweit weitergehend sei die Klage abzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin."
H. Am 15. September 2011 erliess das Bezirksgerichtspräsidium Surselva die Beweisverfügung. Am 11. November 2011 wurde C._ als Experte nominiert und beauftragt, ein Gutachten über die ausgeführten Arbeiten sowie über deren Wert beziehungsweise über die Höhe des Vergütungsanspruches des
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Unternehmers zu erstellen. Gegen die Nominierung von C._ liess X._ am 29. November 2011 ein Ausstandsbegehren stellen. Mit Entscheid des Bezirksgerichts Surselva vom 8. Februar 2012, mitgeteilt am 13. Februar 2012, wurde das Ausstandsbegehren gegen C._ abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Entscheid der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 19. April 2012, mitgeteilt am 30. April 2012, abgewiesen. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft, womit das Verfahren vor Bezirksgericht Surselva fortgesetzt werden konnte.
I. Das Bezirksgericht Surselva erkannte mit Entscheid vom 28. November 2012, mitgeteilt am 5. März 2013:
"1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, der Klägerin folgende Beträge zu bezahlen: - Fr. 90'062.30 nebst Zins von 5% seit 16. April 2010 und - Fr. 9'618.40 nebst Zins von 5% seit 16. Mai 2010.
2. Die Kosten des Kreisamts Ilanz von Fr. 250.-- und des Vermittleramtes Surselva von Fr. 250.-- sowie diejenigen des Bezirksgerichtes Surselva, bestehend aus:
- Gerichtsgebühr (inkl. reduziertem Streitwertzuschlag) Fr. 9'000.00
- Schreibgebühr Fr. 960.00
- Barauslagen (Expertise C._) Fr. 8'719.00
Total somit Fr. 18'679.00
gehen zu 9/10 zulasten der Beklagten und zu 1/10 zulasten der Klägerin.
Die Beklagte hat die Klägerin überdies ausseramtlich mit Fr. 10'929.20 zu entschädigen.

## Considerations