# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4c0e5546-f609-4995-b3fb-6859dc3f99b4
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. Im gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahren gegen A. und Mitbeteiligte wegen Beteiligung bzw. Unterstützung an einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB) und qualifizierter Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 2 StGB) entliess die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 4. Januar 2005 A. nach der Leistung einer Kaution von Fr. 500'000.-- aus der  (act. 1.3) und ordnete als Ersatzmassnahmen die Schriftensperre  die wöchentliche Meldepflicht bei der jurassischen Kantonspolizei in Delémont an (act. 1.4). Am 1. November 2005 eröffnete das  Untersuchungsrichteramt (nachfolgend „Untersuchungsrichteramt“) auf Antrag der Bundesanwaltschaft die Voruntersuchung gegen A. und . Mit Eingabe an das Untersuchungsrichteramt vom 12. Februar 2007 beantragte A., es sei die Schriftensperre sowie die wöchentliche  bei der jurassischen Kantonspolizei in Delémont aufzuheben und es sei ihm sein Reisepass sowie seine spanische Identitätskarte  (act. 1.16). Das Untersuchungsrichteramt wies diese Begehren mit Verfügung vom 8. März 2007 ab (act. 1.1).
B. Mit Beschwerde vom 14. März 2007 beantragt A. bei der I. Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgerichts, die Verfügung des  vom 8. März 2007 sei aufzuheben (Antrag 1), die Schriftensperre sei aufzuheben und es seien ihm sein spanischer Pass und seine  Identitätskarte auszuhändigen (Antrag 2), es sei die wöchentliche Meldepflicht bei der jurassischen Kantonspolizei in Delémont aufzuheben (Antrag 3), unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. 1).
C. Das Untersuchungsrichteramt beantragt mit Beschwerdeantwort vom
26. März 2007, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolgen (act. 5). Die Bundesanwaltschaft beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. April 2007 ebenfalls die kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 6).
D. Mit Beschwerdereplik vom 20. April 2007 hält A. an den gestellten Anträgen fest (act. 9).
E. Mit Schreiben vom 3. Mai 2007 verzichtet die Bundesanwaltschaft auf eine Beschwerdeduplik mit dem Hinweis, dass an den gestellten Anträgen fest-
- 3 -
gehalten werde (act. 11). Das Untersuchungsrichteramt hält in seiner Beschwerdeduplik vom 7. Mai 2007 an seinen Anträgen fest (act. 12).

## Considerations

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gegen Amtshandlungen und wegen Säumnis des Untersuchungsrichters
ist die Beschwerde nach den Verfahrensvorschriften der Art. 214 – Art. 219 BStP an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig (Art. 28 Abs. 1 lit. a SGG). Die Beschwerde steht den Parteien und einem jeden zu, der durch eine Verfügung oder durch die Säumnis des Bundesanwalts  ungerechtfertigten Nachteil erleidet (Art. 214 Abs. 2 BStP). Ist die  gegen eine Amtshandlung des Untersuchungsrichters gerichtet, so ist sie innert fünf Tagen, nachdem der Beschwerdeführer von der  Kenntnis erhalten hat, einzureichen (Art. 217 BStP).
1.2 Der Beschwerdeführer ist durch die Verweigerung der Aufhebung der Er-
satzmassnahmen für die Untersuchungshaft beschwert und somit zur  legitimiert. Die Beschwerde erfolgte fristgerecht. Auf die  ist deshalb einzutreten.
2. 2.1 Der Beschwerdeführer verlangt die Aufhebung der Ersatzmassnahmen in
Form einer Schriftensperre und einer wöchentlichen Meldepflicht. Er  den dringenden Tatverdacht, die dringende Fluchtgefahr, die  der Ersatzmassnahmen und rügt im Übrigen eine  des Rechts auf Familie, auf Freiheit und Sicherheit (act. 1, act. 16 und act. 9).
2.2 In Bezug auf die Anordnung bzw. Aufrechterhaltung von Ersatzmassnah-
men kann vollumfänglich auf den Entscheid TPF BB.2006.16 vom 24. Juli 2006 E. 2.1 verwiesen werden, wonach für Ersatzmassnahmen die  Voraussetzungen gelten wie für die Anordnung der . In Bezug auf die Anforderungen an diese Voraussetzungen ist  zu erwähnen, dass laut Bundesgericht der mit der Untersuchungshaft verbundene Freiheitsentzug eine deutlich schärfere Zwangsmassnahme darstellt, für deren Erlass unter dem Gesichtspunkt der  in der Regel höhere Anforderungen zu gelten haben als für die  einer blossen Pass- und Schriftensperre bzw. einer Meldepflicht
- 4 -
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts 1P.704/2004 vom 29. Dezember 2004 E. 4.1).
3. 3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet vorab den dringenden Tatverdacht im
Wesentlichen mit dem Argument, dass sich dieser seit dem Urteil des  1S.13/2004 vom 1. Dezember 2004 und dem Entscheid der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts vom 24. Juli 2006 (TPF BB.2006.16) nicht erhärtet habe (act. 1 und act. 1.16). Insbesondere lasse sich der dringende Tatverdacht durch die Vorlage von völlig abwegigen Tessiner Zeitungsartikeln anlässlich der Einvernahme vom 9. November 2006 (act. 1.18), durch den Vorhalt von Telefongesprächen aus den Jahren 1996 bis 1998 oder durch den Verweis der Vorinstanz auf den ähnlich  Entscheid des Bundesgerichts 1P.704/2004 vom 29. Dezember 2004 nicht belegen (act. 1). Die Behauptung der Beschwerdegegnerin (act. 1.17 und act. 6), der Beschwerdeführer habe mit der nicht beantragten Freigabe der Kaution den Tatverdacht anerkannt, sei unzutreffend (act. 1). Im Übrigen sei dem Beschwerdeführer im gesamten Verlauf der  der angeblich bestehende Tatverdacht in Bezug auf die Erfüllung der objektiven und subjektiven Tatbestandselemente von Art. 260ter StGB nie nachgewiesen worden.
3.2 Ein dringender Tatverdacht liegt dann vor, wenn erstens nach dem gegen-
wärtigen Stand der Ermittlungen oder Untersuchungen aufgrund konkreter Anhaltspunkte eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes strafbares Verhalten des Beschuldigten besteht und zweitens keine Umstände  sind, aus denen schon zum Zeitpunkt der Anordnung der  oder deren Fortsetzung geschlossen werden kann, dass eine Überführung und Verurteilung scheitern werde. Die Beweislage und damit die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung muss bezogen auf das jeweilige Verfahrensstadium beurteilt werden. Während zu Beginn eines  eine noch wenig präzise Verdachtslage ausreicht, um Haft  oder aufrechtzuerhalten, hat sich diese mit zunehmender  zu konkretisieren (vgl. TPF BH.2006.19 vom 10. August 2006 E. 2.1, BH.2006.12 vom 14. Juni 2006 E. 2.1, BH.2006.11 vom 6. Juni 2006 E. 2.1, BH.2006.8 vom 24. April 2006 E. 2.1, BH.2006.5 vom 6. April 2006 E. 4.1, BH.2006.2 vom 9. Februar 2006 E. 2.1, BH.2005.29 vom 3. Oktober 2005 E. 2.1, BK_H 232/04 vom 26. Januar 2005 E. 2 je m.w.H.). Immerhin ist zu präzisieren, dass die diesbezüglichen Anforderungen nicht  werden dürfen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn bereits in  relativ frühen Stadium des Verfahrens ein eindeutiger Verdacht für ei-
- 5 -
ne bestimmte strafbare Handlung besteht. Geht es im Wesentlichen darum, Einzelheiten des Sachverhalts zu klären und die Akten beweismässig zu vervollständigen, kann nicht mehr eine erhebliche Verdichtung der  verlangt werden, um ein Aufrechterhalten von  zu rechtfertigen. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass es die mit unterschiedlichen Zuständigkeiten verbundene Ausgestaltung des  mit gerichtspolizeilichem Ermittlungsverfahren,  und Anklagestadium mit sich bringt, dass gewisse Verfahrensschritte ohne unmittelbaren Einfluss auf das Beweisergebnis sind. Die  ist für sich allein mithin kein Kriterium bezüglich des  des Tatverdachts, sondern ist vielmehr in Beziehung zu den bereits vorgenommenen und den noch (soweit absehbar) vorzunehmenden Ermittlungs- bzw. Untersuchungshandlungen (vgl. Art. 101 Abs. 2 und Art. 113 BStP) zu setzen. Es wäre daher überspannt, bei  in jedem Stadium des Verfahrens eine in Relation zu einem  Stadium verdichtete Verdachtslage verlangen zu wollen (vgl. zum  TPF BB.2006.11 vom 10. Mai 2006 E. 4.1 und TPF BH.2006.20 vom 24. August 2006 E. 3.2). Allenfalls kann in einer langen Verfahrensdauer aber ein Verstoss gegen das strafprozessuale Beschleunigungsgebot . Dies kann eine Aufhebung der Zwangsmassnahme zur Folge haben (vgl. TPF BH.2005.30 vom 21. Oktober 2005 E. 5).
3.3 Mit Urteil des Bundesgerichts 1S.13/2004 vom 1. Dezember 2004
(act. 5.23) sowie mit den Entscheiden des Bundesstrafgerichts vom 6.  2004 (TPF BK_H 130/04) und vom 24. Juli 2006 (TPF BB.2006.16) wurde unter anderem erkannt, dass gegen den Beschwerdeführer ein  Tatverdacht auf Beteiligung an einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB) und qualifizierte Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 2 StGB) besteht. Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem montenegrinischen Zigarettenschmuggel eine wesentliche Rolle  zu haben. Er habe über Geldwechselbüros im Kanton Tessin riesige Bargeldmengen von italienischen kriminellen Organisationen in Empfang genommen und in Zigaretten investiert (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2004 E. 3.1 [act. 5.23]). Anschliessend sei seine Gruppierung dafür besorgt gewesen, die Ware über Umwege nach Montenegro zu transportieren und dort erneut den mafiösen Organisationen zur Verfügung zu stellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2004 E. 3.1 [act. 5.23]). Diesbezüglich ist entsprechend den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 8. März 2007 (act. 1.1) den  act. 5.10 – 5.16 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer unter dem Pseudonym „B.“ oder „C.“ Telefongespräche über die erwähnten  mit Angehörigen der italienischen Mafia geführt hat
- 6 -
(act. 5.10 [Gespräch mit D. und E.], act. 5.11 und act. 5.12 [Gespräch mit F.] sowie act. 5.13 und act. 5.14 [Gespräch mit G.]). Der Beschwerdeführer bestreitet zwar, dieser „B.“ zu sein (z.B. act. 9). Die Mitarbeiter H., I., J. und K. haben jedoch den Beschwerdeführer eindeutig als „B.“ identifiziert (act. 5.8, S.5). J. sagte beispielsweise aus, dass „B.“ für alles verantwortlich gewesen sei, was den Ein- und Verkauf der Zigaretten betroffen habe (act. 1.18, S. 5). Aufgrund dieser belastenden Aussagen gegen den  sind seine pauschalen Bestreitungen nicht geeignet, die Beweiskraft der Aussagen der Mitarbeiter ernsthaft in Zweifel zu ziehen.  steht fest, dass der Beschwerdeführer im erwähnten  eine tragende Rolle gespielt hat, woraus sich zwangsläufig der eindeutige und dringende Tatverdacht gegen ihn ergibt. Der  war bereits in einem relativ frühen Stadium des Verfahrens sehr . Eine erhebliche Verdichtung des Tatverdachts im weiteren Verlauf der Voruntersuchung kann daher nicht verlangt werden, zumal es im  Verfahrensstadium nur noch darum geht, Einzelheiten zu klären. Die Behauptung des Beschwerdeführers, der dringende Tatverdacht hätte sich seit dem Entscheid der Beschwerdekammer vom 24. Juli 2006 (TPF BB.2006.16) nicht verdichtet, ist somit unzutreffend bzw. irrelevant. Im  ist die Verfahrensdauer für sich allein kein Kriterium bezüglich des Konkretisierungsgrades des Tatverdachts, sondern ist vielmehr in  zu den bereits vorgenommenen und den noch (soweit absehbar)  Ermittlungs- bzw. Untersuchungshandlungen zu setzen. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer zu den ihm gemachten Vorhalten im Grossen und Ganzen meistens die Aussage verweigert hat, wie beispielsweise bei den Einvernahmen durch das Untersuchungsrichteramt vom 9. November 2006 und vom 15.  2006 (act. 1.18 und act. 1.19). Dadurch trägt er selber nichts zur schnellst möglichen Klärung des Tatverdachtes bei. Dies wirkt sich im Rahmen der zu prüfenden Verdichtung des Tatverdachtes in zeitlicher  nicht zu seinen Gunsten aus – vielmehr ist der  hierzu ein entsprechend grosser Zeitraum zuzugestehen (vgl. TPF BB.2006.16 vom 24. Juli 2006 E. 3), zumal es sich um ein Verfahren mit zahlreichen Beteiligten und umfangreichen Akten handelt und der  deshalb umso grösser ist. Im Übrigen ist den  der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. April 2007 (act. 6) zuzustimmen, wonach der Verzicht des Beschwerdeführers auf Stellung eines Antrages auf Freigabe der Kaution als Indiz für die  des Tatverdachtes betrachtet werden kann.
Gestützt auf diese Erwägungen steht fest, dass auch im gegenwärtigen Abschnitt der Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer der drin-
- 7 -
gende Tatverdacht nach wie vor besteht, welcher die Aufrechterhaltung der in Frage stehenden Ersatzmassnahmen rechtfertigt.
4. 4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Ersatzmassnahmen liessen sich
selbst bei Vorliegen eines dringenden Tatverdachtes nicht aufrecht , da keine Fluchtgefahr bestehe (act. 1). Der Beschwerdeführer habe sich bisher an sämtliche Anordnungen gehalten. Die Beschwerdegegnerin habe ihm bereits am 1. Juni 2005 eine fünftägige Ausreisebewilligung nach Spanien erteilt, wovon er allerdings keinen Gebrauch gemacht habe. Mit Verfügung der Vorinstanz vom 9. November 2006 sei ihm die Ausreise nach Italien zwecks Vorbereitung und Teilnahme an der  vor dem Tribunale di Bari vom 17. November 2006 bewilligt und am 12. Dezember 2006 die Ausreise nach Spanien vom 20. Dezember 2006 bis und mit 8. Januar 2007 zum Zweck des Besuchs seiner kranken Mutter gestattet worden. Er habe den ihm überlassenen Reisepass beide Male fristgemäss zurückgegeben. Unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts in BGE 125 I 60 E. 3a sowie in den Entscheiden 1P.376/2002, 1P.690/2004, 1P.446/2006, 1.S.28/2006 und 1S.31/2006 stehe fest, dass bei ihm keine dringende Fluchtgefahr bestehe, zumal er eine Niederlassungsbewilligung C habe und sein Lebensmittelpunkt in der Schweiz sei. Er werde jeder Verfügung der zuständigen  bedingungslos Folge leisten, nicht zuletzt wegen der hinterlegten Kaution von Fr. 500'000.--, auf welche er nicht ohne weiteres zu verzichten bereit sei.
4.2 Fluchtgefahr besteht, wenn es aufgrund der persönlichen Situation des Be-
schuldigten und der Gesamtheit der Umstände wahrscheinlich ist, dass dieser sich der Strafverfolgung oder dem Strafvollzug entzieht, falls er in Freiheit gelassen wird (Entscheid des Bundesgerichts 1P.430/2005 vom 29. Juli 2005 E. 5.1 m.w.H., namentlich BGE 117 Ia 69, 70 E. 4a; TPF BH.2006.19 vom 10. August 2006 E. 4 und TPF BH.2006.20 vom 24.  2006 E. 4.2).
4.3 Trotz der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Argumente bestehen hin-
reichende Anhaltspunkte, die eine Flucht wahrscheinlich erscheinen . Der Beschwerdeführer hat beispielsweise an der Gerichtsverhandlung vor dem Tribunale di Bari vom 17. November 2006 erst teilgenommen, als ihm das freie Geleit zugesichert worden war (act. 6). Zuvor hatte er sich entsprechend den zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. April 2006 über Jahre hinweg den italieni-
- 8 -
schen Strafverfolgungsbehörden entzogen (vgl. act. 6, E. 3), womit die  konkrete Gefahr des Beschwerdeführers eindrücklich dargetan ist. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer in /BCI und im Fürstentum Liechtenstein Konti bzw. Trusts eröffnet hat (vgl. dazu TPF BB.2006.16 vom 24. Juli 2006 E. 4.3). Der Trust in /BCI weist Depots mit Saldi von rund Euro 2,5 Mio. und Fr. 8,8 Mio. per 13. Februar 2006 auf und zudem verfügt er über Vermögenswerte im  Monaco von rund Euro 9 Mio. (vgl. TPF BB.2006.16 vom 24. Juli 2006 E. 4.3). Diese beträchtlichen Vermögenswerte im Ausland sind klare Indizien, dass sich der Beschwerdeführer eine Existenzgrundlage im  aufgebaut hat, was den Anreiz, sich in das Ausland abzusetzen,  erhöht (vgl. Verfügung der Vorinstanz vom 8. März 2006 [act. 1.1]). Aufgrund des dringenden Tatverdachtes ist zudem die Möglichkeit einer Verurteilung naheliegend. Angesichts der vorgeworfenen Delikte ist im  einer Verurteilung mit einer erheblichen Strafe zu rechnen. Unter  dieser Aspekte muss das Vorliegen der Fluchtgefahr beim Beschwerdeführer trotz seiner Niederlassungsbewilligung C bejaht werden. Die Aufrechterhaltung der Ersatzmassnahmen ist damit nach wie vor  und gerechtfertigt.
5. 5.1 Des Weitern bringt der Beschwerdeführer vor, die Ersatzmassnahmen
seien nicht verhältnismässig, da eine Flucht durch die angeordneten  der Schriftensperre und der Meldepflicht ohnehin nicht verhindert werden könnte (act. 1). Die Ersatzmassnahmen stellten auch zeitlich betrachtet eine unverhältnismässige Härte dar.
5.2 Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (act. 1) ist nicht erfor-
derlich, dass die Ersatzmassnahmen eine Flucht komplett verhindern  (vgl. Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 2. April 2007 E. 4 [act. 6]). Diese Interpretation des Beschwerdeführers ist unzutreffend, weil eine Flucht trotz Ersatzmassnahmen theoretisch immer möglich ist. Vielmehr haben die Ersatzmassnahmen den Zweck, mit dem geringsten Eingriff in die persönliche Freiheit bzw. die Bewegungsfreiheit die  maximal einzuschränken. Die Schriftensperre und die Meldepflicht sind vorliegend durchaus geeignet, die Fluchtgefahr beim Beschwerdeführer zu reduzieren. Die wöchentliche Meldepflicht bei der jurassischen  in Delémont ist notwendig, um eine allfällige Flucht so schnell als  zu entdecken. Im Übrigen ist diese Pflicht angesichts der in der Schweiz zu überwindenden geringen Distanzen ohne weiteres zumutbar. Zudem stellen die angeordneten Ersatzmassnahmen den geringsten Ein-
- 9 -
griff in die Bewegungsfreiheit des Beschwerdeführers zur Reduktion der Fluchtgefahr dar, so dass sie angesichts der Schwere der Tatvorwürfe auch in zeitlicher Hinsicht verhältnismässig sind. Die Ersatzmassnahmen sind somit verhältnismässig.
6. 6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Recht auf Familie gemäss Art. 8
EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV sowie sein Recht auf Freiheit und Sicherheit gemäss Art. 5 Ziff. 3 EMRK und Art. 19 Abs. 2 BV seien verletzt (act. 1). Zudem sei die Schriftensperre nur gegen ihn und L. verfügt worden.
6.2 Soweit der Beschwerdeführer rügt, sein Recht auf Familie gemäss Art. 8
EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV sowie sein Recht auf Freiheit und Sicherheit gemäss Art. 5 Ziff. 3 EMRK und Art. 19 Abs. 2 BV seien verletzt worden, ist im Rahmen der Prüfung der Zulässigkeit des Eingriffs in diese Grundrechte zu berücksichtigen, dass diese eingeschränkt werden können, sofern eine gesetzliche Grundlage besteht, die Einschränkung im öffentlichen Interesse liegt und der Eingriff verhältnismässig ist. Die gesetzliche Grundlage für  Verhaftung - und folglich auch für Ersatzmassnahmen - ist vorliegend gegeben (Art. 44 BStP). Zudem verdrängt das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bzw. -justiz an einer lückenlosen Beweisführung angesichts der Schwere der erhobenen Vorwürfe das private Interesse des  an einer Aufhebung der Ersatzmassnahmen. In Bezug auf die Verhältnismässigkeit der Ersatzmassnahmen kann an dieser Stelle  auf die Erwägung 5.2 hievor verwiesen werden. Somit steht fest, dass die Ersatzmassnahmen eine zulässige Einschränkung der erwähnten Grundrechte darstellen.
6.3 Die Behauptung des Beschwerdeführers, die Ersatzmassnahmen seien nur
gegen ihn und L. angeordnet worden, ist im Übrigen unzutreffend. Die  wurden ebenfalls gegen die Mitbeschuldigten M. (act. 6.1), N. (act. 6.2) und O. angeordnet (act. 6.3).
Die Beschwerde ist somit als unbegründet abzuweisen.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Ge-
richtskosten zu tragen (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 2'000.-- festgesetzt (Art. 3 des Reglements über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht vom 11. Februar 2004, SR.173.711.32), unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschus-
- 10 -
ses von Fr. 1'500.--.
- 11 -