# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f6609635-fa0a-40ab-8565-4feee5b1d878
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1
.
1.1
X._
, geboren 1965, absolvierte eine Lehre als Verkäufer und bildete sich anschliessend im Informatikbereich
weiter
.
Seit
1996
arbeitet er
als CEO
seines eigenen Informatikunternehmens,
der
Y._
AG
. Am 2
7.
Dezember
2011 meldete
sich
der Versi
cherte bei der Sozialversicherungs
ansta
lt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, wegen Rückenschmerzen
zum
Be
zug von Leistungen an
. Die IV-Stelle nahm erwerbliche und medizinische Abkläru
ngen vor und verneinte mit
Verfügung vom 2
1.
November 2012
einen
Anspruch auf berufliche Massnahmen und auf eine
Invalidenrente. Die Beschwerde des Ver
sicherten gegen diesen Entscheid wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Urteil IV.2013.00021 vom 3
0.
April 2014 ab (vgl. zum Ganzen: Urteil IV.2013.00021 vom 3
0.
April 2014,
Urk.
6/48).
1.2
Mit Eingabe vom 2
1.
Januar
2016
meldete
sich der anwaltlich vertretene
Ver
sicherte
unter
Einreichung mehrerer
Berichte
der
Z._
Klinik und eines neuropsychologischen Berichts der
A._
AG vom 1
7.
Juni 2015
neu
erlich zu
m
Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an
und liess eine deutliche Verschlechterung seines Gesundheitszustandes aufgrund der Auswir
kungen der progredienten degenerativen Bef
unde
im Bereich der Wirbelsäule und
neuropsychologischer Störungen
geltend machen
(
Urk.
6/52/1-53/2)
.
Mit Vorbe
scheid vom
9.
Mai 2016 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten
mit, dass mit den eingereichten medizinischen Unterlagen keine Veränderung des Gesundheitszu
standes gegenüber 2012 glaubhaft gemacht werde, weshalb das Leistungsbegeh
ren voraussichtlich abgewiesen werde (
Urk.
6/60).
Auf den
Einwand vom
6.
Juni 2016 (
Urk.
6/64)
und
dessen Ergänzung vom
8.
Juni 2016 (
Urk.
8/66)
hin, welche am
4.
August 2016
mit weiteren
ärztlichen Berichten ergänzt wurden
(
Urk.
6/68/1-
6/
69/6
), teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 2
7.
Januar 2017 die Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung mit (
Urk.
6/78). Der Auf
trag wurde über die Swiss
Medap
Nr. 30450 (
Urk.
6/80) der Gutachterstelle MEDAS
B._
GmbH erteilt (
Urk.
6/80). Nach Eingang des interdiszipli
nären Gutachtens vom 1
4.
September 2017 (
Urk.
6/90/1-101) und
der Stellung
nahme des Beschwerdeführers dazu (
Urk.
6/97) hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom
3.
Mai 2018 am vorgesehenen Entscheid fest
und verneinte das Vorliegen
eines Gesundheitsschadens, welcher die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit einschränke (
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Entscheid liess
der Versicherte
am 2
9.
Mai 2018 Beschwerde erhe
ben mit folgenden
Anträgen (
Urk.
1 S. 2):
"1.
Es sei die Verfügung vom 3.5.2018 aufzuheben und es sei dem
Beschwerdeführer eine Rente nach Gesetz zuzusprechen.
2.
Es sei ein
e
gerichtliche
Oberbegutachtung
anzuordnen.
3.
Es sei eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und der Begründungspflicht
festzustellen.
Unter Kosten und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin."
Die
IV-Stelle
schloss in der Vernehmlassung vom 2
7.
Juni 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
9.
Juni 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7). Mit Eingabe vom
5.
April 2019 liess der Beschwerdeführer diverse Berichte der
Z._
Klinik einreichen (
Urk.
8, 9/1-10). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme dazu (
Urk.
11), wovon dem Beschwerdeführer am 2
4.
April 2019 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
12).
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird,
soweit für die Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die rechtlichen Grundlagen zum Invaliditätsbegriff bei Erwerbstätigen (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts, ATSG), zu den Anspruchsvoraussetzungen für eine Invalidenrente (
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung,
IVG)
, den
recht
sprechungsgemässen Aufgaben der
ä
rztlichen Fachpersonen (BGE 125 V 256
E. 4; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc) und den höchstrichterlichen Kriterien zum Beweiswert eines Arztberichtes (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) wurden im Urteil des hiesigen Gerichts IV.2013.00021 vom 3
0.
April 2014 unter Erwägung 1.1 bis 1.4 wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
1.2
1.2.1
Zu ergänzen ist, dass
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken
können
. Rechtsprechungs
gemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessen
des Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
Novem
ber 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und
E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinwe
isen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2.2
Beruht die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor. Eine solche Ausgangslage ist etwa gegeben, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisie
rung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachver
ständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichen
des Verhalten hin (BGE 141 V 281 E. 2.2.1).
1.3
1.3.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der ver
sicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
Unerheblich unter revisions
- und damit auch unter neuanmeldungs
rechtlichen Gesichtspunkten ist nach der Rechtsprechung die unterschiedliche Beurteil
ung eines im
Wesentlichen
unver
ändert gebliebenen Sachverhaltes (BGE 112 V 387 E. 1b mit Hinweisen).
1.3.2
Neuanmeldungsrechtlich massgebender Vergleichszeitraum ist seit der mit BGE 130 V 71 präzisierten Rechtsprechung der Zeitpunkt der letzten umfassenden materiellen Prüfung einerseits, der Zeitpunkt, in welchem das Neuanmeldungs
gesuch und die Glaubhaftmachung einer anspruchsbeeinflussenden Tagsachen
änderung geprüft wird, andererseits.
Ist eine Veränderung einer
der revisionsrechtlich relevanten Parameter erstellt, so besteht nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung keine Bindung mehr an das Mass der übrigen, unverändert gebliebenen Parameter, die dem vorangegange
nen rechtskräftigen Entscheid zugrunde
gelegt worden sind. Vielmehr ist der Rentenanspruch
diesfalls
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei und umfassend zu prüfen (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3, 117 V 198 E. 4b, je mit
Hinwei-sen
).
1.4
Nach Abschluss des Schriftenwechsels unaufgefordert eingereichte Stellungnah
men einer Partei sind aus dem Recht zu weisen; demgegenüber sind nach Abschluss des Schriftenwechsels eingereichte Beweismittel, namentlich Gutach
ten, insoweit zu berücksichtigen, als diese etwas zur Feststellung des rechtlich massgebenden Sachverhalts beizutragen vermögen (RKUV 1985 Nr. K 646 S. 239 E. 3b = ZAK 1986 S. 190 E. 3b;
Gygi
, Bundesverwaltungsrechtspflege,
2.
Aufl.,
Bern
1983, S. 194).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass gestützt auf das beweiskräftige Gutachten der MEDAS
B._
vom 1
4.
September 2017 kein Gesundheitsschaden vorliege, welcher die Arbeitsfähigkeit in der bis
herigen Tätigkeit einschränke.
Den
im
Einwandverfahren
eingereichten ärztlichen Berichten
seien
keine wesentlichen neuen medizinischen Sachverhalte
zu entneh
men
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer
lässt demgegenüber in formeller Hinsicht geltend machen, dass die Beschwerdegegnerin, indem sie sich mit seiner im
Einwandverfahren
vorgeb
rachten
ausführlichen Kritik
am
Gutachten der MEDAS
B._
nicht effektiv auseinandergesetzt habe, sein rechtliches Gehör verletzt habe.
Inhaltlich
lautete die Kritik des Beschwerdeführer
s
am Gutachten der MEDAS
B._
im Wesentlichen dahingehend, dass es
im Lichte der medizinischen Leit
linien für Gutachten, welche seines Erachtens verbindlich einzuhalten seien, diverse Mängel auf
weise
. So
hätten
sich
die
Gutachte
r
der MEDAS
B._
nur ungenügend mit den
Vorakten
wie auch mit den bisherigen Behandlungsbemü
hungen
auseinander
gesetzt
. Insbesondere würden die unzähligen Wirbelsäu
leninfiltrationen, welche auf einen hohen Leidensdruck und ein intensives Schmerzgeschehen schliessen liessen, nicht berücksichtigt. Zudem werde der Aggravationsvorwurf nicht sauber begründet. Auch
hätten die Gutachter
das Anforderungsprofil am angestammten Arbeitsplatz
, insbesondere dessen kogni
tive Anforderungen
nicht beleuchtet
. Angesichts dieser Mängel
sei ein gericht
liches Obergutachten anzuordnen (
Urk.
1 S.
7 ff.).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist unbestrittenermassen auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 2
1.
Januar 2016 (
Urk.
6/53) eingetre
ten. Streitig und zu prüfen ist
folglich, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der
gerichtlich bestätigten
Verfügung
vom
2
1.
November 2012 (
Urk.
6/42/10
-12
), welche Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchs
erheblichen Änderung des Invalidi
t
ätsgrades
bildet und mit
welcher ein Leis
tungsanspruch verneint worden war
, bis zum Erlass des hier angefochtenen Ent
scheids, welcher rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der
richterlichen
Über
prüfungsbefugnis bildet (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweisen)
,
in anspruchsrelevanter Weise verschlechtert hat.
3
.
3.1
Die Rüge der Gehörsverletzung ist aufgrund ihrer formellen Natur vorweg zu behandeln (vgl. BGE 118
Ia
18 E. 1a). Das Recht auf eine Begründung eines Ent
scheides ist ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben den speziellen gesetzlichen Regelungen in
Art.
42 ATSG und
Art.
57a
Abs.
1 IVG auch in
Art.
29
Abs.
2 der Bundesverfassung (BV) garantiert wird (vgl. BGE 124 V 181 E. 1a). Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und soll de
r
b
etroffenen
Person
ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl
sie
wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein
Bild machen
können. Es muss für sie nachvollziehbar sein, inwieweit die Einwände gewürdigt wurden. In diesem Sinn müssen wenigsten
s kurz die Überlegungen genannt
werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Die Verwaltung darf sich nicht darauf beschränken, die vo
n
der v
ersicherten
Person
im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwände tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre Überlegungen de
r
b
etroffenen
Person
gegenüber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den (
entscheidwesentlichen
) Einwänden auseinanderzusetzen oder aber zumindest die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder
tatbeständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 V 181 ff.
E. 1a und
E. 2b mit Hinweisen, 126 V 80
E. 5b/
dd
; Urteil des Bundesgerichts I 614/06 vom
3.
Oktober 2006 E. 3.2).
Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn d
ie
b
etroffene
Person
die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines – allfälligen – Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 124 V 183 E. 4a mit Hinweisen; 126 V 75 E. 5b/
d
d
mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).
3.2
Zwar ging die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) nicht vertieft auf sämtliche Einwände des Beschwerdeführers
gegen die Beweis
kraft des Gutachtens der MEDAS
B._
im
Einwandverfahren
(vgl. dazu:
Urk.
6/97
) ein. Sie nahm aber immerhin insoweit Stellung, als sie sich dafür aussprach, dass den im Neuanmeldungsverfahren eingegangenen ärztlichen Berichten keine neuen wesentlichen medizinischen Tatsachen zu entnehmen
seien, weshalb sie ihren Entscheid hinsichtlich der Beurteilung des Gesundheits
zustandes des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit weiterhin auf das Gutachten der MEDAS
B._
stütze (
Urk.
2)
. Damit wurde der Beschwerdeführer in die Lage versetzt, die Verfügung sachgerecht anfechten zu können. Nachdem er in seiner Beschwerde vom
2
9.
Mai 2018
(
Urk.
1) bei voller Kognition des hiesigen Gerichts umfassend Stellung nehmen konnte, wäre selbst unter Annahme einer jedenfalls nur leichten Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin
,
von der Heilung
derselben
auszugehen.
Hiervon ging offensichtlich auch der Beschwerdeführer aus, verzichtete er doch auf eine
n Rückweisungsantrag zur G
ewährung
des rechtlichen Gehörs
(vgl.
Urk.
1 S. 2).
4.
4.1
Der gerichtlich bestätigten Verfügung vom
2
1.
November 2012 (
Urk.
6/42/10
-12
) lagen in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen die Untersuchungsberichte von med.
pract
.
C._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie, vom 1
3.
April 2012 (
Urk.
6/25/1-7) und von
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom selben Tag (
Urk.
6/26/1-6)
, beide vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD),
zugrunde
(vgl.
Urk.
6/27/4).
Med.
pract
.
C._
schloss auf folgende (Haupt-)
D
iagnosen mit Auswirkungen auf die die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6
/25/7):
-
Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Halswirbel
säule
(HWS)
und
der
Lendenwirbelsäule
(LWS)
bei
Foramenstenose
C3/4 und Diskushernien der Halswirbelsäule und Diskushernie L4/5 mit
Osteo
chondrosen
der Lendenwirbelsäule
-
Status nach Diskushernie L4/5 links mit Kontakt zur Nervenwurzel L5 links
Die psychiatrische Abklärung führte zur Diagnose einer undifferenzierten Soma
tisierungsstörung gemäss ICD-10 F45.1, welcher
Dr.
D._
eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von maximal 40
%
beiordnete (
Urk.
6/26/5 f.). Die
Beschwerdegegnerin
erachtete die Somatisierungsstörung
in der Verfügung vom 2
1.
November 2012 dagegen als überwindbar und damit nicht
als
invalidisierend (
Urk.
6/40).
Im Urteil IV.2013.00021 vom 3
0.
April 2014
schloss sich das hiesige Gericht in
der
Würdigung der medizinischen Aktenlage den Schlussfolgerungen der Beschwerdegegnerin an. Es erachtete sowohl die Diagnosestellung von med.
pract
C._
als auch
ihre
Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit von 100
%
in einer angepassten Tätigkeit, zu welcher die aktuelle Tätigkeit zähle
,
als insgesamt über
zeugend. Die übrigen medizinischen Akten, insbesondere auch die im Recht
liegenden Berichte der
Z._
Klinik gaben zu keiner abweichenden Beurtei
lung Anlass, zumal auch gestützt auf dieselben keine neurologischen Ausfälle und keine entzündlich-rheumatologische Diagnose feststellbar waren (vgl.
E. 4.1.3 im Urteil IV.2013.00021 vom 3
0.
April 2014,
Urk.
6/48/7 ff.).
In Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand wurde die Herleitung einer undifferenzierten Somatisierungsstörung durch
Dr.
D._
als überzeugend und plausibel erachtet. Der von ihr festgestellten 40%igen Arbeitsunfähigkeit sprach das Gericht in Auseinandersetzung mit den dannzumal rechtsprechungsgemäss im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen
anwendbaren sogenannten
«
Försterkriterien
»
(BGE
130 V 352) die versicherungsrechtliche Relevanz ab und erachtete die von
Dr.
D._
attestierte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit
ebenfalls
als überwindbar (E. 4.2 im zitierten Urteil IV.2013.00021
, 6/48 S. 9 ff.
).
4.2
4.2.1
Die seit der Neuanmeldung vom 2
1.
Januar 2016 bis zur Erstellung des Gutach
tens der MEDAS
B._
vom 1
4.
September 2017 neu eingereichten und von der
Beschwerdegegnerin
eingeholten respektive zur
Abklärung
in der MEDAS
B._
mitgebrachten medizinischen Unterlagen werden im Gutachten umfassend wiedergegeben (vgl.
Urk.
6/90/18-29). Darauf wird verwiesen.
4.2.2
Dem interdisziplinären Gutachten der MEDAS
B._
vom 1
4.
September 2017 lagen eine allgemein-innermedizinische, eine orthopädische, eine psychiatrische, eine neuropsychologische und eine neurologische Untersuchung zugrunde (
vgl.
Urk.
6/90/1).
Gestützt auf die Teilgutachten schloss der interdisziplinäre Konsens
das Vorliegen einer Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der weiterhin aus
geübten Tätigkeit als CEO des eigenen Informatikunternehmens aus. Keine Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mass er den folgenden Diagnosen bei
(
Urk.
6/90/49):
-
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41
-
Überlagert durch
aggravatorisches
Verhalten (F68.0)
-
Multifaktorieller Kopfschmerz, Migräne und allfälliger Spannungskopf
schmerz, DD möglicher
Analgetikaübergebrauch
-Kopfschmerz
-
Wiederkehrende
Zervikalgien
und
Zervikozephalgien
bei multisegmentalen schweren degenerativen Veränderungen der HWS mit Spinalkanalstenose und multisegmentalen
Foramenstenosen
ohne Myelopathie und ohne signifikante klinisch-relevante
radikuläre
Reiz- oder Defizitsymptomatik
-
Wiederkehrend
e Lumbalgien bei geringer Wirbel
säulenfehlstatik mit degene
rativen LWS-Veränderungen ohne neurologische Reiz- oder Defizitsympto
matik
-
Wiederkehrende
Gonalgien
bei allenfalls initialer Gonarthrose
-
Spreizfuss beidseits
-
In ihrer Ausprägung nicht authentische kognitive Minderleistungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Neugedächtnis und Exekutivfunktionen mit/bei auffäll
iger Performanz- und
Beschwerden
validierung
sowie Inkonsistenzen gemäss Slick-Kriterien als Aggravation zu werten
Weiter wurde ausgeführt, d
er Beschwerdeführer
klage
über Schmerzen in seiner HWS als Hauptbeschwerden. Diese seien immer da, seien dumpf und reibend. Der Schmerz stra
hle von der HWS in den Kopf aus. Die Kopfschmerzen, welche gemäss Anamnese im neurologischen Teilgutachten in den letzten 4 bis 5 Jahre
n
deutlich zugenommen hätten (
Urk.
6/90/63), bestünden mehr oder weniger immer. Beschrieben würden sie als teilweise migräneartig in der Schläfe und an den Augen, teilweise ausstrahlend in Richtung der Arme und der Hände. Vom Charakter her ähnliche Schmerzen wie in der HWS verspüre er auch in der
LWS, nur schwächer ausgeprägt. Das linke Bein sei stärker von der Schmerzausstrah
lung betroffen als das rechte.
Statische Belastungen wie Sitzen und Stehen seien katastrophal, beim Gehen gehe es einigermassen gut, er arbeite seit sechs Jahren an einem Stehpult und liege 12 bis 14 Stunden
täglich. Darüber hinaus habe
der Beschwerdeführer über eine Lärmempfindlichkeit und ausgeprägte Konzentra
tionsprobleme geklagt (
Urk.
6/90/45 f.).
Von somatischer Seite
bestehen gemäss der Konsensbeurteilung der MEDAS
B._
beim Beschwerdeführer multisegmentale schwere Veränderungen an der HWS, welche zu einer Spinalkanalsteno
se und multisegmentalen
Foramen
stenosen
ohne Nachweis einer Myelopathie führten. Eine nachhaltige Neurokompression würde über die bildmorphologischen Gegebenheiten nicht erklärt, jedoch seien wiederkehrend auftretende
vertebragene
radikuläre
Irritationen nachvollziehbar. In diesem Zusammenhang mögliche Schmerzen und Missempfindungen in den Extremitäten führten jedoch zu keinen für die Arbeitsfähigkeit relevanten Funk
tionseinschränkungen. Hinweise für eine signifikante neurologische Störungs
symptomatik im Sinne einer
zervikoradikulären
und einer
lumboradikulären
Symptomatik wurden dagegen verneint. Auch habe die durchgeführte
Elektro
myographie
keine Schlüsse auf eine signifikante
radikuläre
axonale
Schädigung zugelassen und es fehlten Hinweise sowohl für eine Neuropathie als auch eine periphere Engpass
s
ymptomatik. Von orthopädischer Seite
hätte sich eine
endgra
dig
eingeschränkte Beweglichkeit bei Rechtsrotationen und Rechtsneigungen der HWS gezeigt bei im Übrigen uneingeschränkter Beweglichkeit und fehlender bedeutsamer Wirbelsäulenfehlstatik. Die Wirbelsäule habe sich nicht blockiert gezeigt und die paraverteb
rale Muskulatur nicht verspannt
(
Urk.
6/90/46).
Die vom Beschwerdeführer angegebene Kopfschmerzsymptomatik
entspr
e
che
möglicherweise
teilweise einer gelegentlichen Migräne, der überlagerte Dauer
kopfschmerz sei
dagegen
nicht migränetypisch. Als denkbar wurde ein
analge
tikainduzierter
Kopfschmerz erachtet, welcher jedoch letztlich auch zu keiner höheren Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit führe. Jedenfalls sei der Kopf
schmerz nicht ausschliesslich über das
Zervikalsyndrom
zu erklären, sondern sei daneben mit hoher Wahrscheinlichkeit psychogener Ursache.
Das im Rahmen der Begutachtung
expressiv gezeigte Sich-an-den-Kopf-und
-
Nacken-Fassen, dann wieder an den Rücken oder ans Bein, je nach Themengebiet
, deute auf eine Schmerzverarbeitungsstörung hin. Hinweise auf das Vorliegen einer rheuma
tischen Systemerkrankung oder einer
fibromyalgieformen
Schmerzst
örung hätten sich keine ergeben
(
Urk.
6/90/46 f.).
In Betrachtung der psychischen Seite wies der Konsens im Rahmen der Gesamt
beurteilung darauf hin, dass der Beschwerdeführer entgegen seinem Beschwerde
vortrag in seinem Lebensalltag noch auffällig agil sei und sich neben seiner beruflichen Tätigkeit, welcher er gemäss Anamnese nach eigener Schätzung zu 20 bis 30
%
nachkomme, wobei er noch zweieinhalb Mitarbeiter in der Schweiz, zwei weitere Mitarbeiter in Indien und bis zu fünf
Freelance
-Mitarbeiter beschäf
tige (
Urk.
6/90/45)
, der Kinderbetreuung und allgemeinen Aufgaben im Haus und Garten widme. Dennoch müsse von einer psychisch bedingten Überlagerung der Symptomatik im Sinne einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
ausgegangen werden. A
ls Vorbehalt anzumerken
sei
, dass sich der psychiatrische Befund bezüglich der Feststellung des
aggravierenden
V
erhaltens mit dem neuropsycholo
g
i
schen Gutachten decke. Dieses Verhalten führe zur Diagnose
gemäss ICD-10 F68.0
, sei es doch durch keine andere versicherungsmedizinisch relevante primäre psychische Störung erklärbar
(
Urk.
6/90/47).
Was die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers anbelange, ergäben sich aus internistischer und neurologischer Sicht keine Einschränkungen. Die fortgeschrit
tenen degenerativen Veränderungen an der HWS würden die Arbeitsfähigkeit dahingehend einschränken, dass Tätigkeiten verbunden mit
Wirbelsäulenhal
tungsmonotonien
, langanhaltenden statischen Belastungen der Wirbelsäule und mit langen Belastungen der Wirbelsäule ausserhalb der Achse Schmerzen erwarten liessen. Auch erschienen mehr als gelegentlich auszuführende mitt
el
schwere und alle schweren Tätigkeiten als nicht mehr zumutbar. Gemäss Mini-ICF-App sei der Beschwerdeführer leicht beeinträchtigt in der Durchhaltefähigkeit und der Spontanaktivität, was gesamtwertend zu keiner Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit führe. Idealerweise arbeite der Beschwerdeführer in einer körper
lich leichten bis gelegentlich mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit in temperierten Räumen, ohne Nässe, Kälte oder Zugluft.
Nachdem der Beschwerdeführer einen Arbeitsplatz bereits mit einem Stehpult ausgerüstet habe, erscheine die angestammte Tätigkeit eines selbständig erwer
benden Firmenchefs, welcher ganz überwiegend mit der Bürotätigkeit beschäftigt sei, als dem Leiden angepasst. In dieser Tätigkeit sei von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit bei einem Zeitpensum von 8,5 Stunden täglich auszugehen. Diese Ein
schätzung gelte retrospektiv uneingeschränkt. Nachvollziehbar seien die von den behandelnden
Ärzten bis zum Jahr 2011 attestierten vorübergehenden Arbeits
unfähigkeiten (
Urk.
6/90/48 ff.).
4.2.3
Dr.
med.
E._
, Chefärztin der Rheumatologie und der Rehabili
tation der
Z._
Klinik,
und
Dr.
med.
F._
, Chefarzt der Neurologie der
Z._
Klinik,
nahm
en
mit
im
Einwandverfahren
eingereichte
m
Bericht vom 1
1.
November 2017 Stellung zum Gutachten der MEDAS
B._
. Als diskussions
würdig erklärte
n
sie den Umstand, dass die Beweglichkeitseinschränkungen der HWS bei ihren Untersuchungen im Gegensatz zu
den
im orthopädischen Teilgut
achten der MEDAS wiedergegebenen
Befunden
jeweils erheblich gewesen sei
en
. Zwar
habe der orthopädische Gutachter
die schweren degenerativen Veränderun
gen korrekt wiedergegeben und auch erwähnt, dass
radikuläre
Irritationen nach
vollziehbar seien. Jedoch stehe die Schlussfolgerung, dass sich aus orthopädischer Sicht keine Leistungseinschränkung ergebe, mit der Aussage, wonach bei
Haltungsmonotonien
rasch Schmerzen aufträten
,
im Widerspruch, sei doch eine administrative Tätigkeit in der Regel mit
Haltungsmonotonien
vergesellschafte
t. Zwar gingen auch sie
davon aus, dass die angestammte Tätigkeit in der eigenen Firma ideal angepasst sei und möglichst erhalten werden sollte. Nur erachteten sie eine reduzierte Leistungsfähigkeit mit der Notwendigkeit von regelmässigen Pausen und Absenzen für die diversen Behandlungen (Therapien, Infiltrationen) als klar gegeben, was das zumutbare Arbeitspensum reduziere. Auch sei nach
vollziehbar, dass in Phasen verstärkter Kopfschmerzen Konzentrationsprobleme aufträten, welche die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen würden
. Was den Vor
wurf der Aggravation anbelange, sei das auffällig bezeichnete Verhalten auch in den Sprechstunden und Therapien in der
Z._
Klinik beobachtbar gewesen, verstärkt zu Zeiten vermehrter Schmerzen. Es sei durchaus nachvollziehbar, dass dieses Verhalten befremde. Jedoch hätten sie als Spezialärzte mit jahrelanger Erfahrung in der Behandlung von Schmerzpatienten nie den Eindruck
gehabt
, der Beschwerdeführer zeige ein bewusstes Verhalten im Sinne einer Aggravation. Vielmehr liege ihres Erachtens eine bewusstseinsferne Problematik vor. Ange
sichts dessen, dass sie behandelnd und
nicht begutachtend seien, habe
der
Beschwerdeführer ihnen gegenüber ja nichts zu beweisen; trotzdem sei das Verhalten wie ein Tick vorhanden.
Im Gutachten
würden
die problematische Kindheit des Beschwerdeführers
und die traumatischen Erlebnisse
mit Mordanschlag auf den Vater und späterem Selbstmord desselben zwar thematisiert, dann aber argumentiert, der Beschwer
deführer habe sich dennoch gut entwickelt und ein eigenes Geschäft gründen können. Sie hätten dagegen den Eindruck, dem Beschwerdeführer fehle aus seiner Entwicklung heraus die Ressource, um mit den somatischen Problemen funk
tionell angepasst umgehen zu können. Es stelle sich daher die Frage, ob eine psychiatrische Evaluation mit der Frage nach einer allfälligen Persönlichkeitsstö
rung, welche zum bewusstsein
s
fernen und dysfunktionalen Verhalten führe,
durchzuführen sei
(
Urk.
6/98/1-2)
.
In einem weiteren zu den Akten gegebenen Schreiben vom
9.
Januar 2018 führte
Dr.
E._
aus, der Beschwerdeführer stehe seit 2008 in Behand
lung der Neurologie und Rheumatologie der
Z._
Klini
k
. Dabei seien regel
mässig Physiotherapien verordnet worden; am hilfreichsten hätten sich jedoch bisher die Steroidinfiltrationen im Bereich der Wirbelsäule erwiesen sowie Weich
teilinfiltrationen mit
Procain
. Diese Behandlungen wirkten allerdings nur kurz
zeitig, ergäben aber jeweils eine Teill
inderung. Leider könnten alle symptoma
tischen Behandlungsmassnahmen
die
überdurchschnittlich rasche Progredienz der degenerativen/
erosiven
Prozesse nicht aufhalten. All
e
diese Behandlungen hätten über die Jahre hinweg keine ausreichend anhaltende Symptomreduktion gebracht, so dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers als CEO einer Informatikfirma deutlich
reduziert geblieben sei (
Urk.
6/99)
.
4.3
Die RAD-Ärztin
med.
pract
.
C._
vertrat
am
8.
Februar 2018
die Auffassung
, dass
Dr.
F._
und
Dr.
E._
im Wesentlichen die
im MEDAS-Gutachten erhobenen Befunde
bestätigten
. Insgesamt seien der Stellungnahme keine neuen medizinischen Sachverhalte zu entnehmen (
Urk.
6/101/6).
5.
5.1
Vorweg zur
Würdigung der medizinischen Unterlagen ist
daran zu erinnern, dass im Neuanmeldungsverfahren
nur erhebliche
Veränderung
en des Gesundheitszu
standes
(
Art.
17
Abs.
1 ATSG; BGE 134 V
131 E. 3
; 117 V 198 E. 3a)
beachtlich sind, mithin Veränderungen, welche eine massgebliche (zusätzliche) Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen nach sich ziehen (vgl. BGE 114 V 286).
5.2
D
er Vergleich der im Neuanmeldungsverfahren eingegangenen medizinischen Akten mit den ärztlichen Berichten, welche der Verfügung vom 2
1.
November 2012 zugrunde lagen,
zeigt
,
dass
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwer
den
im Wesentlichen
gleich geblieben
sind
.
So klagte der Beschwerdeführer
anlässlich der Konsultation vom 3
0.
November 2015 bei
Dr.
E._
weiterhin über
die
im Vordergrund stehende HWS-Pro
blematik mit Schmerzen vor allem subokzipital in den Hinterkopf aus
strahlend sowie zum linken Auge mit praktisch täglich störenden Kopfschmerzen. Die lumbal
en Beschwerden wurden
als etwas weniger störend bezeichnet,
stark beeinträchtigt fühlte
sich
der Beschwerdeführer
dagegen durch
die
kognitiven Einschränkungen (
Urk.
6/52/15).
Auch anlässlich der orthopädischen Begutach
tung in
der MEDAS
B._
klagte er
über ein permanentes Gefühl von Knochen
reiben
an der HWS
, auch
über
Knochens
chmerzen. Daneben leide er
an Schmer
zen in der LWS, permanenten Schmerzausstrahlungen von der HWS in die Arme und Schmerzen und Kribbeln in den Fingern 1 bis
3.
Auch in den Beinen habe er grippeähnliche Schmerzen; sein linkes Bein sei davon stärker betroffen. Perma
nent habe
er
Kopfweh, welches von der HWS ausstrahle (
Urk.
6/90/31
, vgl. auch: Anamnese im neurologischen Teilgutachten,
Urk.
6/90/62 f.).
Diese Schilderungen
korrespondieren auffällig
mit den anamnestischen Angaben gegenüber
med.
pract
.
C._
anlässlich der Untersuchung vom 1
3.
April 2012 (
Urk.
6/25/1) und insbesondere
mit den Beschwerdeangaben
anlässlich der psychiatrischen Abklärung durch
Dr.
D._
vom selben Tag (Ur. 6/26/2).
So erklärte der Beschwerdeführer gegenüber
Dr.
D._
bereits am 1
3.
April
2012
, dass er relativ viele Beschwerden habe. Wahnsinnig schlimm sei der S
chmerz,
«
der vom Halswirbel C7/
C
8
anfange bis o
beren Kopfwirbel, als
hätte man
wahn
sinnige Reibung, es sei ein komplett entzündetes Gefühl
»
. Dies
habe 2008 ange
fan
gen. Er habe permanent Kopfschmerzen, Druck auf die Augen, null Konzent
ration. Nach 10-15 Minuten müsse er alles 10 Mal lesen, e
r
könne sich nichts merken, sei vom Schmerz abgelenkt. Er habe immer das Gefühl,
eine Grippe zu haben, habe
kein Gefühl in den Fingern
. Der Schmerz strahle überall hin aus (
Urk.
6/26/1). Gegenüber
med.
pract
.
C._
erklärte er
, die 2005
eingesetzten
Wirbelsäulenbeschwerden hätten sich mit der Zeit auf den ganzen Körper ausge
dehnt, speziell leide er unter Schmerzen im Bereich der Schulter-Nacken-Region und der LWS. Seit 2008 seien die Beschwerden unerträglich geworden. Er leide jeden Tag unter Schmerzen und finde auch nachts keine Ruhe. Seit letztem Jahr sei er nicht mehr arbeitsfähig (
Urk.
6/25/1).
Nicht nur die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden, sondern auch die im Erstanmeldungsverfahren erhobenen Arbeitsanamnesen decken sich weitge
hend mit den im hier zu beurteilenden Neuanmeldungsverfahren erhobenen Angaben zur noch ausgeübten Berufstätigkeit. So ging der Beschwerdeführer gemäss Arbeits
- und Sozial
anamnese
in den Berichten
von
med.
pract
.
C._
und
Dr.
D._
vom 1
3.
April 2012 dannzumal noch zirka 3 bis 4 Mal pro Woche für eine Stunde ins Büro
,
um die dringendsten Aufgaben zu erledigen, Unter
schriften zu leisten etc. Seit 3 Jahren, mithin nach Ausbruch seiner Schmerz
krankheit, habe er einen Stellvertreter. Ansonsten liege er sehr viel, beantworte auch seine Mails (
Urk.
6/25/3, 6/26/2). Nahezu deckungsgleich schilderte er seine beruflichen Aktivität
en
gegenüber dem orthopädischen Teilgutachter der MEDAS
B._
am 2
3.
Juni 2017 (
Urk.
6/90/33).
Ebenfalls nicht auf eine massgebliche gesundheitliche Verschlechterung seit Erlass der Verfügung vom 2
1.
November 2012 lassen die vom Beschwerdeführer in Anspruch genommenen Behandlungen schliessen. Wie der Beilage zur Stellungnahme von
Dr.
E._
vom
9.
Januar 2018 zu entnehmen ist,
wurde
dem Beschwerdeführer
von den zuständigen Ärzten der
Z._
Klinik
seit April 2008 regelmässig Physiotherapie verordnet, wobei im Jahr 2012 sieben Serien
anfielen
, in den Folgejahren bis 2017 jeweils lediglich noch zwei bis vier Serien (vgl.
Urk.
6/100/1).
Daneben
unterzog sich der Beschwerdeführer ebenfalls seit April 2008 zahlreichen Steroidinfiltrationen im Bereich der Wirbel
säule
sowie
Weichteilinfiltrationen mit
Procain
. Gemäss Aktenlage lag der dies
bezügliche Behandlungshöhepunkt ebenfa
lls im Jahr 2012, in welchem
sich
der Beschwerdeführer
elf
Procain
-
Infiltrationen
und sechs Steroidinfiltrationen bei
Dr.
F._
unterzog; im Jahr 2015 fiel
en
dagegen eine einzige
Procain
-
Infiltra
tion
und acht Injektionen bei
Dr.
F._
an
, 2016 drei
Procain
-Infiltrationen und sieben Injektionen bei
Dr.
F._
(
Urk.
6/12/6, 6/100/
2-
3
).
Auch die medikamen
töse Behandlung
hat seit 2012 keine wesentliche Ausweitu
ng erfahren (vgl. zum Beispiel
die im Bericht der
Z._
Klinik vom 1
8.
Januar 2012 aufgeführte Medikation,
Urk.
6/12/7, mit derjenigen im orthopädischen Teilgutachten der MEDAS
B._
,
Urk.
6/90/33).
5.3
5.3
.1
Im Lichte dieser Gegebenheiten erweist sich denn auch das Gutachten der MEDAS
B._
vom 1
4.
September 2017 als insgesamt
überzeugende und in seinen Schluss
folgerungen nachvollziehbare, auf allseitigen Untersuchungen und umfassender Aktenkenntnis ergangene ärztliche Beurteilung. Nachvollziehbar und mit der übrigen Aktenlage grundsätzlich im Einklang stehend erweist
sich
das Gutachten insbesondere hinsichtlich
der Beurteilung
, wonach sich der Zustand des Beschwerdeführers seit 2012 nicht massgeblich verändert hat, gingen doch die Gutachter der MEDAS
B._
von einer seit 2012 unveränderten
100%igen
Leistungsfähigkeit im angesta
mmten Beruf aus (
Urk.
6/90/50).
5.3
.2
Was die so
matischen Gesundheitsstörungen
anbelangt, steht die
Schlussfolge
rung
der MEDA
S
B._
, dass sich trotz der fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen im Bereich der HWS
und der LWS
klinisch und bildgebend
sowie elektromyographisch
weiterhin keine nachhaltige Neurokompression
nachweisen lasse
, dass mithin weiterhin keine signifikante, objektivierbare neurologische Störungssymptomatik vorliegt (vgl.
Urk.
6/90/46)
, mit der übrigen Aktenlage grundsätzlich
im Einklang. Dem w
idersprachen denn auch
Dr.
F._
und
Dr.
E._
in ihrer Stellungnahme zum Gutachten vom 1
1.
November 2017 nicht; vielmehr
sprachen
sie
lediglich
von
radikuläre
n
Irrita
tionen (vgl.
Urk.
6/98/1), von welchen
aber
auch der Konsens der MEDAS
B._
ausging
(
Urk.
6/90/46).
Im neurologischen Teilgutachten wurde des Weitern in grundsätzlicher Übereinstimmung mit
der Beurteilung von
Dr.
F._
vom
3.
Dezember 2015 (
Urk.
6/52/10) in Bezug auf die Kopfschmerzen ein Migräne
anteil vermutet, welcher jedoch von
einem nicht migränetypischen Kopfschmerz überlagert werde (
Urk.
6/90/68). Dass
Dr.
F._
die Spannungskopfschmerzen
den zervikalen Destruktionen zuordnete (vgl.
Urk.
6/52/7), der Konsens der MEDAS
B._
diesen dagegen nicht als ausschliesslich durch das
Zervikalsyndrom
verursacht beurteilte, sondern die Möglichkeit einer
Analgetikainduktion
in den Raum stellte und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf einen psychogenen Kopfschmerz schloss (vgl.
Urk.
6/90/46), ändert nichts daran, dass die Akten auch diesbezüglich nicht auf eine massgebliche Verschlechterung schliessen lassen, standen doch die Kopfschmerzen bereits im Jahr 2012
klar
im Vordergrund und gaben Anlas
s zu wiederholten
Infiltratione
n
in den
Bereich C2/3, C5/6 und C6/7
(
vgl.
Urk.
6/41/1-4
, 6/100/2-3)
.
Anlässlich einer Untersuchung in der Neurologie der
Z._
Klinik vom
2.
September 2014
erklärte der Beschwerdeführer denn auch
, dass die Dauerkopfschmerzen bereits seit drei Jahren
, mithin seit 2011
das Hauptproblem seien (
Urk.
6/90/98).
Die im MRI des
Neurokraniums
vom 2
7.
Juli 2016 festgestellten subkortikalen Marklagerläsionen (
Urk.
6/71/4)
konnten
sodann kei
ner vaskulären Störung zugeordnet
werden und wurden
vom Teilgut
achter der MEDAS
B._
differentialdiagnostisch in einen allfälligen Zusammen
hang mit der Migräne gestellt
(
Urk. Urk.
6/90/69), was angesichts der im Wesent
lichen seit 2012 unverändert stark und andauernd geklagten Kopfschmerzen ebenso wenig Anlass zur Annahme einer neuanmeldungsrechtlich relevanten Verschlechterung des Gesundheitszustandes gibt, wie die ebenfalls festgestellte und als mögliches Korrelat für
den Kopfschmerz
bezeichnete Pansinusitis (
Urk.
6/71/4). Hinsichtlich letzterer gilt
dies umso mehr, als dem allgemein-internistischen Teilgutachten der MEDAS
B._
keine Befunde
, welche für e
ine Sinusitis einschlägig wären,
wie eine Behinderung der Nasenatmung oder einsei
tige Kopf- und Gesich
tsschmerzen, zu entnehmen sind
(vgl.
Urk.
6/90/73; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 26
6.
Auflage, S. 1966 f.).
Überzeugend legte
des Weitern
der orthopädische Teilgutachter in Auseinander
setzung mit
den mit der Neuanmeldung vom 2
1.
Januar 20
1
6 eingereichten medizinischen Unterlagen (
Urk.
6/52/1-28) dar, dass sich aus rheumatolo
gisch/orthopädischer Sicht seit 2012 keine Befundänderungen erg
e
ben hätten, welche eine andere Arbeitsfähigkeitseinschätzung erlauben würden. Zwar erach
tete er die bildmorphologisch feststellbaren degenerativen Veränderungen an der HWS als fortgeschritten, jedoch hätten sie sich seit 2012 gesamtwertend nicht richtungsweisend verschlechtert. Hinsichtlich des Segments C6/7
sprach
er aufgrund des nun festzustellenden knöchernen Durchbaus
und der vollständigen Rückbildung der Diskushernie
nachvollziehbar
von einer Stabilisierung des Zustandes
. Auch schloss er in begründeter Weise unter Hinweis auf die unauf
fälligen Rheuma- und Entzündungslaborparameter und
den fehlenden Behand
lungserfolg mit einem probatorischen TN
F
-
alphaBlocker
(vgl. dazu:
Urk.
6/69/5)
darauf, dass weiterhin keine entzündliche rheumatische Komponente zur Diskus
sion stehe (
Urk.
6/90/42 f.). Auch dieser Schlussfolgerung widersetzten sich
Dr.
E._
und
Dr.
F._
am 1
1.
November 2017
nicht
, sondern gingen lediglich
von einer erheblicher eingesc
hränkten Beweglichkeit aus
,
als der orthopädische Teilgutachter der MEDAS
B._
, ohne jedoch
eine damit einherge
hende
Verschlechterung
darzutun
(vgl.
Urk.
6/98/1)
Wenn der Beschwerdeführer vorbringen lässt, das MEDAS-Gutachten leide an einem schweren Mangel, setze es sich doch entgegen den orthopädischen und rheumatologischen Leitlinien für Gutachten
, welche seines Erachtens Verbind
lichkeit hätten, nicht mit
seinen
intensiven Therapiebemühungen und dabei ins
besonder
e nicht mit den wiederholten
Steroidinfiltrationen auseinander (
Urk.
1 S. 8 f., 12 f.), so ist ihm entgegen zu halten, dass – wie oben dargelegt (E. 5.2) – die Behandlungsintensität insbesondere der Infiltrationen seit 2012
nicht zu,
sondern eher abgenommen hat
, was gerade nicht auf einen höheren, durch eine gesundheitliche Verschlechterung verursachten Leidensdruck schliessen lässt.
Insofern
die nicht
allumfassende
Auseinandersetzung der MEDAS-Gutachter mit den bisherigen Behandlungen nicht mit den Leitlinien für rheumatologische Begutachtung der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie korrespon
diert (vgl. unter:
https://www.rheuma-net.ch/de/fachinformationen
), hat dies im konkreten Fall keine nachteilige Auswirkung auf die Beweiskraft des Gutachtens. Entsprechend macht es denn auch Sinn, dass sich die Qualitätsleitlinien
aller Fachrichtungen
entsprechend den
Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutach
ten in der Eidgenössischen Invalidenversicherung der Schweizerischen Gesell
schaft für Psychi
atrie und Psychotherapie (SGPP)
nur als Empfehlung
verstehen, von welche
r
im Einzelfall abgewichen werden kann
(vgl. Urteil
des Bundesge
richts
8C_466/2017 vom
9.
November 2017 E. 5.1).
Eine allzu strikte, auf die formalen Vorgaben reduzierte Beurteilung der Gutachten nach Massgabe der
jeweiligen
Leitlinien würde dem Gericht respektive der Verwaltung das Abstellen auf ein möglicherweise inhaltlich sehr überzeugendes, aber
den formalen Leit
linien nicht in allen Teilen entsprechendes Gutachten wohl häufig
verunmög
lichen
, was gegebenenfalls weder im
Interesse
einer besseren materiellen noch einer beförderlichen Fallerledigung
läge
. Für eine vom Beschwerdeführer gefor
derte Praxisänderung hin zu einer zwingenden Würdigung der Leitlinientreue eines Gutachtens (vgl.
Urk.
1 S. 9) besteht daher kein Anlass (BGE 135 II 78
E. 3.2; 135 III 66 E. 10; 134 V 72 E. 3.3).
Damit aber ist gestützt auf das Gutachten der MEDAS
B._
im Lichte der übrigen Aktenlage als erstellt zu betrachten, dass sich die somatischen Leiden des Beschwerdeführers seit Erlass der gerichtlich bestätigten Verfügung vom 2
1.
November 2012 bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids vom
3.
Mai 2018 nicht erheblich
verschlechtert haben und er entsprechend aus somatischer Sicht im massgeblichen Zeitraum seit der Neuanmeldung vom 2
1.
Januar 2016 bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids in seiner Tätigkeit als CEO seines Informatikunternehmens medizinisch-theoretisch weiterhin zu 100
%
arbeitsfähig gewesen ist
.
5.3.3
An dieser Schlussfolgerung ändern auch die
im
gerichtlichen Verfahren vom Beschwerdeführer eingereichten
Berichte der
Z._
Klinik, welche alle nach dem
3.
Mai 2018 datieren
,
nichts. Der Beschwerdeführer unterzog sich offensicht
lich auch im Jahr 2018 wiederholten Infiltrationen (vgl.
Urk.
9/1 S. 3 f., 9/2, 9/4, 9/6, 9/9-10), wobei die degenerativen Veränderungen gemäss Beurteil
ung von
Dr.
E._
vom
3.
September 2018
seit 2015
in etwa
stationär geblieben
sind
(
Urk.
9/5 S. 4). Hinweise für eine zervikale Myelopathie lagen offensichtlich auch
bis zu d
iesem Zeitpunkt
nicht vor. Anlässlich einer Unter
suchung vom 2
9.
Juni 2018 habe der Beschwerdeführer über seit zirka einem Jahr bestehende Kniebeschwerden im medialen Kompartiment geklagt, nachdem im Jahr 2014 bei degenerativen Meniskusveränderungen bereits eine Beschwerde
episode vorgelegen habe (
Urk.
9/7 S. 4). Weder der Bericht von
Dr.
E._
vom 2
9.
Juni 2018 noch die übrigen eingereichten Berichte lassen auf eine dadurch verursachte
, längerdauernde
Einschränkung der Arbeits
fähigkeit schliessen.
Ein unter anderem im Bericht von
Dr.
F._
vom 1
7.
Oktober 2018
festgehaltener
Treppensturz vom 2
9.
März 2018
, welcher mit einer
Thoraxkontu
si
on
rechts
einhergegangen
sei
und
zur Einnahme hochdosierter Schmerzmittel und
zu
hochfrequenten Physiotherapien
geführt habe
(vgl.
Urk.
9/2 S. 2),
wurde
von
Dr.
E._
nur am Rande erwähnt
(v
gl.
Urk.
9/8
S. 3 unten
). Für die Beurteilung eines Leistungsanspruchs in diesem Verfahren wäre eine dadurch eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes aber ohnehin nicht von Belang, da eine solche
bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids vom
3.
Mai 2018
jedenfalls keine drei Monate gedauert hätte (vgl.
Art.
88a
Abs.
2
IVV
)
.
Die Schlussfolgerung
auf einen
im
W
esentlichen unveränderten Gesundheitszu
stand stützt dagegen die
Beurteilung
von
Dr.
E._
im Bericht
vom 2
2.
Juni 2018, in welchem sie ausführte, dass sich das Beschwerdebild ähnlich
wie in
den früheren Jahren präsentiere, die Einschränkung in der Arbeits
fähigkeit in etwa unverändert sei, wobei das zumutbare Pensum wohl zwischen 30 und 50
%
liege. Günstig sei weiterhin, dass sich der Beschwerdeführer die Arbeit im eigenen Geschäft selber einteilen könne (
Urk.
9/8 S. 4)
. Am 1
4.
August 2012 hatte sich
Dr.
E._
bereits dafür ausgesprochen, dass aus somatischer Sicht ein 50%iges Pensum mit Pausen realisierbar sein sollte (
Urk.
6/33/2), was sich mit der nunmehrigen Einschätzung einer 30-50%igen Arbeitsfähigkeit ohne die Erwähnung notwendiger zusätzlicher Pausen im Wesentlichen deckt.
5.4
5.4.1
Zu prüfen bleibt, ob sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdefüh
rers seit Erlass der Verfügung vom 2
1.
November 2012 bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids vom
3.
Mai 2018 in neuanmeldungsrechtlich relevan
ter Weise verschlechtert hat.
5.4.2
Was zunächst die neuropsychologische Teilbegutachtung der MEDAS
B._
vom 3
0.
Mai 2017 (
Urk.
6/90/77
-86)
anbelangt, welche eine Zusatzuntersuchung zur psychiatrischen Abklärung darstellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_752/2018 vom 1
2.
April 2019 E. 5.3 mit Hinweisen),
schloss die zuständige Fachpsycholo
gin für Neuropsychologie
FSP
gestützt auf ihr
e
über vierstündige Abklärung mit unter anderem drei u
nterschiedlichen Validierungsverfahren, dass aufgrund der
gezeigten Inkonsistenz
e
n, der h
erabgesetzten Validität der gezeigten Leistungen sowie der Beschwerdeübertreibung auf eine Aggravation zu schliessen sei. Dies begründete
sie
in schlüssiger Weise mit den inkonsistenten
Performanzen
zwischen den, aber auch innerhalb der Testverfahren (zum Beispiel schwer verlangsamtes Arbeitstempo in dem einen Verfahren und nur leicht bis knapp unauffällige Geschwindigkeit in Verfahren mit gleichem Paradigma). Auch stellte sie nachvollziehbar Diskrepanzen zum beobachteten Verhalten fest
, wie ein vereinzelt erheblich verlangsamtes Arbeitstempo ohne klinische Verlangsamung und ohne vermindertes Spr
e
chtempo. Der Beschwerdeführer habe zudem eine erhöhte und auffällige Menge an Symptomen angegeben, welche bei Patienten mit authentischen psychischen oder kognitiven Störungen in dieser Menge und Kombination atypisch seien.
Wie von der neuropsychologischen Teilgutachterin in Würdigung der
Vorakten
zutreffend
erläutert
(
Urk.
6/90/79
), beurteilte auch
Dr.
med.
G._
, Leitender Oberarzt
der
Neurologie der
Z._
Klinik, gestützt auf seine neuropsychologische Untersuchung vom
2.
September 2014 (
Urk.
6/90/98-101) die erhaltenen Testergebnisse der vom Beschwerdeführer abgebrochenen Untersuchung unter anderem aufgrund von Verhaltensauffällig
keiten und teils auch wegen Inkonsistenzen als nicht valide (
Urk.
6/9
0/100). Dass
lic
. phil.
G._
, Neuropsychologin FSP,
A._
AG, in ihrem neuropsy
cho
logischen Bericht vom
1
7.
Juni 2015 (
Urk.
6/9
0/19-26) trotz der festgestellten Inkonsistenzen und de
r
grenzwertigen Befunde in einem der beiden Validierungs
verfahren
lediglich auf eine bewusstseinsferne Verdeutlichung und nicht auf eine Aggravation schloss (vgl. insbesonde
re
Urk.
6/52
/
24 f.),
erachtete die
Teilgutach
terin der MEDAS
B._
auch unter Berücksichtigung de
r
ergänzenden Stellung
nahme der
A._
AG vom
7.
Juni 2016 (
Urk.
6/65/1-2) angesichts des Fehlens einer psychischen Störung, welche zu bewusstseinsf
erner Leistungsver
zerrung führe,
nachvollziehbar als ungenügend begründet (
Urk.
6/90/79).
Dass sich
Prof.
Dr.
med.
H._
, Senior Consultant, Schmerztherapie und Gutachten,
Muskulo
-Skelettal Zentrum der
Z._
Klinik,
in seinem Mail vom 2
7.
Juli 2016 dafür aussprach, dass eine schwankende Leistungsfähigkeit aufgrund der von ihm gestellten Diagnosen zu erwarten sei (
Urk.
6/90/96), ändert an dieser Schlu
ssfolgerung schon deshalb nichts, weil auf seine psychiatrische Beurteilung – wie
nachfolgend ausgeführt (vgl. 5.4.2
), nicht abzustellen ist
und er – soweit aus ei
nem Bericht vom 2
1.
Oktober 2015
(
Urk.
6/
52/1-4) ersichtlich – keine eigenen neuropsychologischen Abklärungen tätigte.
Entgegen den Einwänden des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 19) erweist sich die Schlussfolgerung der neuropsychologischen Teilgutachterin, wonach v
on Seiten der Neuropsychologie aufgrund der aggravationsbedingten invaliden Testergeb
nisse
seine
Leistungsfähigkeit und zeitliche Belastbarkeit weder für die ange
stammte noch für eine angepasste Tätigkeit
differenziert beschrieben werden könne (
Urk.
6/90/85
),
als
begründet und nachvollziehbar.
5
.4.3
Was letztlich die psychiatrische Beurteilung im MEDAS-Gutachten anbelangt,
ist gestützt auf dieselbe im Lichte der übrigen Aktenlage ebenfalls keine erhebliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes feststellbar.
Der psychi
atrische Teilgutachter
Dr.
med.
I._
schloss
in leichter Abweichung von der ursprünglichen, mit Urteil
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
IV.
2013.00021 vom 3
0.
April 2014 bestätigten Diagnose einer undifferenzierte
n
Somatisierungsstörung gemäss ICD-10 F45.1 (E. 4.1.3 im zitierten Urteil
,
Urk.
6/48
) auf das Vorliegen einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
(
F45.41
)
. Er ging
damit
in Übereinstimmung
mit der Aktenlage
weiterhin
vom Vorliegen einer Störung aus dem somatoformen Bereich aus.
Unerheblich ist dabei, dass d
ie diagnostische
Einschätzung
von
Dr.
I._
mit derjenigen von
Dr.
D._
im Jahr 2012
zwar weitgehend, nich
t aber voll
ständig übereinstimmt
, ist doch letztlich nicht die
genaue
Diagnose
entscheidend
, sondern einzig und allein, ob die Beschwerden zu einer ausgewiesenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit führen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_501/2008 vom 1
5.
Juli 2008 E. 2.2.1 und 9C_166/2013
vom 1
2.
Juni 2013
E. 4.2.2)
.
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 13 ff.) erweist sich das Teilgutachten von
Dr.
I._
auch insofern
als nachvollziehbar, als er auf deutliche Anhaltspunkte für einen gezielt wirkenden Beschwerdevortrag und ein
aggravier
tes
Verhalten schloss (vgl
.
Urk.
9/60/101 f.).
So erkannte
Dr.
I._
zutreffend
, dass die geschilderten Beschwerden nicht mit der anamnestisch fest
stellbaren erheblichen Ressourcenlage korrespondierten, sei doch der Tag des Beschwerdeführers neben der weiterhin teilweise ausgeübten Erwerbstätigkeit voll ausgefüllt (
Urk.
6/90/100 f.). Der vom Beschwerdeführer gegenüber
Dr.
I._
geschilderte Tagesablauf, gemäss welchem er regelmässig
um
7.00 Uhr aufstehe und frühstücke, danach abwechselnd mit der Ehefrau und der Schwiegermutter die Tochter zum Kindergarten bringe, anschliessend den Mail-Verkehr checke, sich je nach Befinden hinlege, viermal in der Woche seine Übungen absolviere, häufig telefoniere und skype und unregelmässig gar das Mittag
essen zubereite, nachmittags zirka dreimal wöchentlich insgesamt während sechs bis acht Stunden im Geschäft arbeite und
,
nachdem er sich zur Erholung hinge
legt habe, um 17.00 Uhr aufstehe, weil die Tochter vom Kinderhort nach Hause komme und
er
abwechselnd mit der Fr
au das Abendessen zubereite sowie
mit ihr zusammen d
ie Tochter ins Bett bringe (
Urk.
6/90/57), lässt sich tatsächlich nur schwer mit der von ihm geschilderten erheblichen Beschwerdelage in Einklang bringen.
Auch
verfügt er
weiterhin
über ein weitgehend intaktes
Familienumfeld
, lebt zusammen
mit seiner Ehefrau und der Tochter im Haus der Schwiegermutter,
wobei mit letzterer
ein täglicher Kontakt stattfinde (
Urk.
6/90/101). Auch wenn der Freundeskreis gemäss seinen Angaben kleiner geword
en ist
, so pflegt der Beschwerdeführer offensichtlich weiterhin Freundschaften und hat
zudem
Kontakt zu einem Cousin (
Urk.
6/90/56).
Angesichts dessen und dem vom
Beschwerdeführer gezeigten
Verhalten
während der Unte
r
suchung mit
unter anderem
skurri
l anmutenden
Kopfbewegungen,
grimassierendem Verhalten, mit der einen Hand in den Nacken fassend, mit der anderen gespreizte Hohlfinger vor das Auge haltend, mit zum Teil ungenauen und umständlichen Angaben zur Symptomatik (
Urk.
6/90/58) sowie
unter Berücksichtigung
der festgestellten Aggravation im Rahmen der neuro
psychologischen Teilbegutachtung erweist sich der Schluss von
Dr.
I._
, dass das Verhalten des Beschwerdeführers deutliche Hinweise auf einen gezielt wirkenden Beschwerdevortrag enthalte
,
im Lichte der höchstrichterlichen Rechtsprechung zur Frage, wann sich die Annahme einer Aggravation rechtfertige
(BGE
141 V 281 E. 2.2.1,
131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen)
, als durchaus begründet. Zudem schl
o
ss
Dr.
I._
das Vorliegen einer psychischen Störung au
fgrund des festgestellten
aggravierenden
Verhaltens nicht einfach aus, sondern ging weiterhin von einer psychisch bedingten Ü
berlagerung der Symptomatik aus und ordnete
das
aggravierende
Verhalten der Diagnose gemäss
ICD
-10 F68.0
zu
(
Urk.
6/90/60).
Dass den bisherigen medizinischen Berichten kein Schluss auf das Vorliegen einer Aggravation zu entnehmen ist, ändert an dieser
Einschätzung
nichts. So stellte zwar
lic
. phil.
G._
im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung vom 2
3.
April und 2
8.
Mai 2015 ebenfalls ein etwas verdeutlichendes, überaus aus
führliches und leicht m
ani
e
riertes, wie auch ein etwas demonstratives Verhalten fest (
Urk.
6/52/21), setzte sich aber mit diesen Wahrnehmungen letztlich nicht auseinander (vgl.
Urk.
6/52/24). Auch vermag der von
Dr.
E._
und
Dr.
F._
gewonnene Eindruck, wonach es sich beim ebenfalls festgestellten auffälligen Verhalten des Beschwerdeführers wohl um eine bewusstseinsferne Problematik, einen eigentlichen
«
Tick
»
handle (
Urk.
6/98/2), die nachvollziehbar begründete Beurteilung von
Dr.
I._
nicht in Frage zu stellen.
Keine Anhaltspunkte fand
Dr.
I._
für das Vorliegen einer noch im ursprü
ng
lichen Verfahren diskutierten, nicht aber bestätigten
Neurasthenie oder einer Anpassungsstörung (vgl. E. 4.2.4 im Urteil
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
IV.2013.00021 vom 3
0.
April 20
1
4), sei doch letztere auf einen Zeitraum
von
sechs
Monaten begrenzt und
erstere lasse sich nicht mit der Lebensgeschichte des Beschwerdeführers mit dem Emporarbeiten und der Leitung des IT-Unternehmens, was eine erhebliche geistige Flexibilität voraussetze, vereinbaren (
Urk.
6/90/59). Der Beschwerdeführer äusserte sich hierzu nicht aus
drücklich, machte aber geltend, es fehle eine Auseinandersetzung mit der Einschätzu
ng von Prof.
Dr.
H._
vom 2
1.
Oktober 2015 (
Urk.
1 S. 11).
Dr.
H._
kam gestützt auf seine Untersuchung vom 2
1.
Oktober 2015 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer neben den bekannten Diagnosen zweifellos an einer mittelstark ausgeprägten depressiven Störung und darüber hinaus auch (anamnestisch) an einer
dysphorischen
Verstimmung leide (
Urk.
6/52/3). Der von ihm erhobene Befund ist im Hinblick auf eine allfällige depressive Symptomatik zwar eine deutlich reduzierte affektive Modulation und eine pessimistische Grundhaltung mit depressiv-trauriger Stimmung zu entnehmen, eine explizite Hoffnungslosigkeit wird dagegen ausdrücklich verneint.
Hinweise auf Suizidge
danken, einen
v
erminderten Appetit oder ein vermindertes Selbstwertgefühl fehlen ebenso.
Zudem
verzichtete
Prof.
H._
bezeichnenderweise darauf, die vom Beschwerdeführer anamnestisch geschilderte und für eine depressive Episode typische Lust- und Freudlosigkeit im Befund festzustellen (
Urk.
6/52/2-3; vgl.:
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien, 1
0.
Auflage, S. 169).
Die Annahme einer mittelschweren depressiven Störung gestützt auf diese Befundlage erscheint daher fraglich. Entsprechend
erhob
auch
Dr.
I._
keine auf eine erhebliche depressive Störung hinweisende Befund
e
. Der von ihm festgestellte hoffnungs
lose, resignierte Eindruck sei
je
nach Thema durchbrechbar gewesen
. Daneben sei die Grundstimmung zwar bedrückt gewesen, jedoch erkannte
Dr.
I._
keine Antriebsminderungen und beurteilte den Beschwerdeführer als gut schwingungs
fähig und mit guter emotionaler Modulationsbreite (
Urk.
6/90/58). Dass er ange
sichts dieser Befundlage keinen Anhalt für eine affektive Störung sah, erweist sich als
einleuchtend
; die
fehlende Auseinandersetzung
mit
der Beurteilung
von Prof.
H._
vermag infolgedessen die Bew
eiskraft seiner Beurteilung
nicht zu erschüttern.
Entgegen den diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers unterliess es
Dr.
I._
auch nicht, die schwere Kindheit und Jugend
des Beschwerdeführers
zu berücksichtigen (vgl.
Urk.
1 S. 18). Vielmehr sprach er sich dafür aus, dass eine gewisse
Somatisierungstendenz
bei frühen psychosozialen Belastungsfaktoren
angenommen werden dürfe. Dennoch seien keine signifikanten Ich-strukturellen Störungen feststellbar (
Urk.
6/90/60). Hinweise auf eine
allfällige Persönlichkeits
störung finden sich den
n
auch in der gesamten übrigen fachpsychiatrischen Aktenlage keine (
Urk.
6/13/2-5, 6/26/1-6, 6/52/1-4).
Wenn sich nun
Dr.
E._
und
Dr.
F._
in ihrer Stellungnahme vom 1
1.
November 2017 für eine weiterführende psychiatrische Evaluation mit der Frage nach einer allfälli
gen Persönlichkeitsstörung aussprechen (
Urk.
6/98/2), so ist dem entgegen zu halten, dass sie sich mit dieser Empfehlung in ein fachfremdes Gebiet begeben und aufgrund der fachpsychiatrischen Aktenlage kein Anlass zu weiteren diesbe
züglichen Abklärungen besteht.
Zusammenfassend erweisen sich die von
Dr.
I._
gezogenen, der Konsensbeur
teilung zugrunde gelegten Schlussfolgerungen, wonach das psychosomatische Leiden unter zusätzlicher Berücksichtigung der unter ICD-10 F68.0 subsumierten
aggravatorischen
Komponente weiterhin keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermag, dass mithin
im massgeblichen Zeitraum
keine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes
eingetreten ist, als
überzeugend
und begrün
det. Auf eine Prüfung der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 kann ange
sichts der Beweiswertigkeit d
er Beurteilung
von
Dr.
I._
und dem Fehlen einer anderslautenden, ebenfalls beweiswertigen
psychiatri
s
chen
Einschätzung verzichtet werden (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_309/2018 vom
2.
August 2018 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen
).
Lediglich anzufügen bleibt, dass die abweichende Arbeits
fähigkeitseinschätzung von
Dr.
D._
in i
hrem Bericht vom 1
2.
April 2012 hieran nichts ändert und von
Dr.
I._
demgemäss auch nicht zu diskutieren war, nachdem das hiesige Gericht mit Urteil IV.2013.00021 vom 3
0.
April 2014 die Rechtsfrage, ob ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden vorliege, in Bestätigung der Verfügung vom 2
1.
November 2012 verneint hatte.
5.5
Zusammenfassend erweist sich das Gutachten der MEDAS
B._
damit als insge
samt beweiskräftig und es ist gestützt darauf wie auch
auf
die übrige Aktenlage davon auszugehen, dass eine
bei der Neuanmeldung erforderliche erhebliche Veränderung
im Sinne einer massgeblichen Verschlechterung des Gesundheits
zustandes
(
Art.
17
Abs.
1 ATSG; BGE 134 V
131 E. 3
; 117 V 198 E. 3a) nicht erstellt
ist.
Mangels der neuanmeldungsrechtlich verlangten erheblichen Verän
derung
des Gesundheitszustandes
war die Beschwerdegegnerin denn auch nicht gehalten, das Anforderungsprofil
in der Tätigkeit als selbständiger CEO
einer
Informatikfirma näher zu beleuchten (vgl. entsprechenden Einwand des Beschwerdeführers in
Urk.
1 S. 17).
Die Einholung weiterer medizinischer Berichte wie auch diejenige eines Gerichtsgutachtens erweist sich ebenfalls als erlässlich.
Nachdem Hinweise auf eine massgebliche Änderung der erwerblichen Auswir
kungen des gleichgebliebenen Gesundheitszustandes weder geltend gemacht, noch den Akten zu entnehmen sind, erweist sich der angefochtene Entscheid im Ergebnis als zutreffend.
Die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
1‘0
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.