# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 22f5de40-95d0-4fd3-b66b-0657ba3faf8b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _ 1960, von O.1_, und Y._, geboren am _ 1958, von O.1_, haben am _ 1984 vor dem Zivilstandsamt O.2_ geheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder A._, geboren am _ 1985, B._, geboren am _ 1988, und C._, geboren am _ 1991, hervorgegangen. Die Ehegatten haben sich anfangs 2013 getrennt. X._ bezog per 1. Januar 2013 eine Mietwohnung in O.5_, während Y._ im ehelichen Wohnhaus in O.3_ verblieb. Kurz nach der Trennung unterbreitete Y._ seiner Ehefrau einen Vereinbarungsentwurf. Obwohl sie diesen nicht unterzeichnete, überwies er ihr in der Folge jeden Monat den im Entwurf vorgesehenen Unterhaltsbeitrag von CHF 3'500.00.
B. Am 9. Januar 2015 reichte Y._ beim Bezirksgericht Plessur (seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Plessur) gestützt auf Art. 114 ZGB die Scheidungsklage ein (Proz. Nr. _). Nachdem anlässlich der Einigungsverhandlung vom 12. Februar 2015 festgestellt worden war, dass sich die Parteien über den Scheidungspunkt einig seien, hinsichtlich des nachehelichen Unterhalts und der güterrechtlichen Auseinandersetzung aber Differenzen bestünden, setzte der Präsident des Bezirksgerichts Plessur der Ehefrau gleichentags Frist zur Einreichung und Begründung ihrer Scheidungsanträge. Mit Eingabe vom 31. März 2015 kam X._ dieser Aufforderung nach. Mit derselben Eingabe beantragte sie den Erlass vorsorglicher Massnahmen für die Dauer des Ehescheidungsverfahrens, wobei sie folgende Rechtsbegehren stellte:
1. Der Kläger sei zu verpflichten, ab 1. April 2014 an den laufenden Unterhalt der Beklagten CHF 7'105.00 / Monat zu bezahlen unter Verrechnung ab 1. April 2014 der Beklagten bereits überwiesener Unterhaltsbeiträge.
2. Der Kläger sei zu verpflichten, dem Rechtsbeistand der Beklagten auf sein Postkonto Nr. _ CHF 10'000.-- als aussergerichtliche Entschädigung zu überweisen.
3. Das Grundbuchamt des Kantons Glarus, Zwinglistrasse 6, 8750 Glarus sei gerichtlich anzuweisen, eine Verfügungsbeschränkung betr. Grundstück Nr. _ im GB O.3_ nach Art. 960 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB derart vorzumerken, dass über das genannte Grundstück nicht ohne Zustimmung der Beklagten verfügt werden darf.
4. Kosten- und Entschädigungsfolgen (letztere zuzüglich MwSt.), vorerst bei der Prozedur, und danach zulasten des Klägers.
Ziff. 3 hiervor sei superprovisorisch anzuordnen.
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C. Mit superprovisorischem Entscheid vom 7. April 2015 ordnete der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur die beantragte Vormerkung einer Verfügungsbeschränkung an. Gleichentags wurde Y._ Frist zur Klageantwort und Stellungnahme betreffend vorsorgliche Massnahmen angesetzt. Mit Klageantwort vom 11. Mai 2015 stellte er in Bezug auf die beantragten vorsorglichen Massnahmen folgende Rechtsbegehren:
1. Sämtliche Begehren seien abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchstellerin.
D. Am 11. Juli 2015 reichte X._ ihre Replik zu den Scheidungsanträgen ein. Darin hielt sie an ihrem Begehren auf Erlass vorsorglicher Massnahmen fest und beantragte zusätzlich, den Ehemann superprovisorisch zu verpflichten, ihr in Anrechnung an ihre Ansprüche einen Betrag von CHF 8'859.82 für das offene Anwaltshonorar zu überweisen. Mit Verfügung vom 29. Juli 2015 lehnte der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur eine superprovisorische Anordnung ab und setzte dem Ehemann Frist, um eine Stellungnahme im Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen einzureichen. Dieser Aufforderung kam Y._ mit Eingabe vom 10. August 2015 nach, wobei er nebst der Abweisung des Gesuches beantragte, X._ sei zu verpflichten, unverzüglich den Hausschlüssel für das Wohnhaus in O.3_ herauszugeben. Mit seiner Stellungnahme reichte er mehrere Auszüge aus dem E-Mail-Verkehr zwischen X._ und D._ aus der Zeit von Oktober bis Dezember 2012 ein.
E. Mit Entscheid vom 17. August 2015, mitgeteilt am 27. August 2015, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur im Massnahmeverfahren (Proz. Nr. 135-2015-264), was folgt:
1. a) Y._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von X._ mit Wirkung ab 1. April 2015 monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, einen Betrag von CHF 5'750.00 zu bezahlen.
b) Y._ wird für berechtigt erklärt, die X._ seit 1. April 2015 bereits überwiesenen Unterhaltsbeiträge mit den Unterhaltsbeiträgen gemäss Ziffer 1/a zu verrechnen.
2. X._ wird verpflichtet, Y._ den sich allenfalls noch bei ihr befindlichen Hausschlüssel zum vormals ehelichen Wohnhaus an der _strasse 18 in O.3_ innert 10 Tagen nach Vollstreckbarkeit dieses Entscheides herauszugeben.
3. Die mit Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 7. April 2015 superprovisorisch angeordnete Vormerkung einer Verfügungsbeschränkung auf dem Grundstück Nr. _ im Grundbuch O.3_ mit folgendem Wortlaut:
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"Rechtsgeschäfte bezüglich dieses Grundstückes zur Eintragung im Grundbuch bedürfen der Zustimmung der Ehefrau X._ wird bestätigt.
4. Der Antrag von X._ auf Leistung eines Prozesskostenvorschusses wird abgewiesen.
5. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'100.00 (Entscheidgebühr [inkl. Kosten Grundbuchamt]) gehen im Umfang von CHF 1'575.00 (3/4) zu Lasten von Y._ und im Umfang von CHF 525.00 (1/4) zu Lasten von X._. Sie sind dem Bezirksgericht innert 30 Tagen mit den beiliegenden Einzahlungsscheinen zu bezahlen.
b) Y._ hat X._ eine Parteientschädigung in Höhe von CHF 1'468.40 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations