# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d0e2236f-cf68-417b-9176-2b0323f3084b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, Küchenmitarbeiter, meldete sich am 3. November 2011 unter Hinweis auf eine Psoriasis-Arthritis erstmals bei der Eid
genössischen Invalidenver
sicheru
ng zum Leistungsbezug an (Urk. 6
/3). Nach Ab
klä
rung der medizinischen und beruflich-erwerblichen Verhältnisse
verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, gestützt auf das zuhanden des Taggeldversicherers erstat
tete Gutachten von Prof. Dr.
Z._
, Facharzt für Neurologie, Dr. med.
A._
, Fach
arzt für Innere Medizin und Nephrologie, und Dr. med.
B._
, Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie, der
C._ Klinik
vom 3. August 2012 (Urk. 6
/37/4-
35)
m
it Verfügung vom 25. Septemb
er 2012 einen Leistungs
anspruch des Versicherten
(Urk. 6
/41). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Am 9. Oktober 2012 ersuchte der Versicherte die IV-Stelle um Unterstützung bei
der Stellensuche (Urk.
6/
42). Die IV-Stelle teilte ihm am 24. Januar 2013 mit, dass
sie ihm Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche ab dem
29. Januar 2013 gewähre (Urk. 6
/59). Die Arbeitsvermittlung wurde mit Mittei
lung vom 30. Januar 2014 ab
geschlossen, nachdem es nicht gelungen war, den Versicher
ten innert angemessener Zeit in den Arbeitsmarkt zu
integrieren (Urk. 6
/78). Nach durchgeführ
tem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 6/89, Urk. 6/92 und Urk. 6
/95
) verneinte die IV-Stelle mit Ver
fügung vom 9. April 2015 einen Ren
tena
nspruch des Versicherten (Urk. 6
/105).
Die gegen die Verfügung vom 9. April 2015 erhobene Beschwerde vom 11. Mai 2015 (Urk.
6
/107/3-15) hiess das Gericht mit Urteil vom 16. November 2015 im Pro
zess Nr. IV.2015.00542 in dem Sinne gut, als es die Verfügung vom 9. April 2015 aufhob und die Sache zur ergänzenden Abklärung an die IV-Stelle zu
rückwies (Urk. 6
/112).
1.3
In der Folge holte die IV-Stelle beim Hausarzt einen Verlaufsbericht
(Urk. 6/121/1-3)
ein und gab beim
D._
die Begutachtung des Versicherten in Auftrag
. Das
Gutach
ten
wurde
am 2. März 201
7 erstattet (Urk. 6
/135). Mit Vorbescheid vom 10. August 2017 nahm die IV-Stelle in Aussicht, den Anspruch auf eine Inv
ali
denrente zu ver
neinen (Urk. 6
/141). Nachdem der Versicherte am 10. September 2017 dagege
n Ein
wände erhoben hatte (Urk. 6
/142), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. September 2017
einen Rentenanspruch
(Urk. 6
/144 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 28. September 2017 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 2. November 2017 Beschwerde mit dem Antrag, die IV-Stelle sei zu ver
pflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten. In prozessualer Hin
sicht ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1). Mit Beschwerde
antwort vom 7. Dezember 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Am 11. Dezember 2017 wurde de
m
Beschwerdeführer
die Be
schwerdeantwort zugestellt, verbunden mit der Aufforderung,
Auskünfte zu seiner finanziellen Situation zu er
teilen (Urk. 7), worauf er das Gesuch um un
entgeltliche Prozessführung zurückzog (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende gan
ze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1
ATSG
). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG
).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier
tels
-
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
IVG
).
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16
ATSG
in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälli
ger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein
kommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könn
te, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Ein
kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, wo
rauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs;
BGE
130 V 343 E. 3.4.2 mit Hin
weisen).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwer
defall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (
BGE
125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (
BGE
125 V 256 E. 4 mit Hin
weisen;
AHI
2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be
ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (
BGE
134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die ablehnende
Renten
verfügung sinnge
mäss damit, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich rückbli
ckend ver
schlechtert, so dass er in der Arbeitsfähigkeit als Küchenhilfe einge
schränkt sei. Ange
passte Tätigkeiten seien ihm aber, abgesehen von kurzzeiti
gen
Unterbrechungen, stets zu 100 % zumutbar gewesen. In einer solchen Tä
tigkeit hätte er
bei einem in der ur
sprünglichen Tätigkeit erzielten Einkommen von Fr. 54'438.55
ein rentenausschlies
sendes Einkommen
von Fr. 59'128.65
er
zielen können.
Seit
dem Zeitpunkt der Be
gutachtung seien dem Beschwerde
führer angepasste Tätigkeiten nur noch mit einer Leistung von 70 % möglich. Damit könne ein Einkommen von Fr. 41'930.25 erzielt werden. Selbst unter Be
rücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 %
re
sultiere lediglich eine Erwerbseinbusse von 23 %, wo
mit kein Rentenanspruch beste
he. Auf berufliche Massnahmen bestehe kein Anspruch, da bereits Eingliederungs
massnahmen er
folglos durchgeführt worden seien. Da sich der Beschwerdeführer weniger leis
tungsfähig als attestiert fühle, würden weitere Eingliederungsmassnah
men nicht zum Erfolg führen
(Urk. 2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (Urk. 1), es sei er
wiesen, dass er nur noch sehr leichte Tätigkeiten ausüben könne. Die Ausübung seiner ur
sprünglichen Tätigkeit als Hilfskoch sei ihm nicht mehr möglich
(Ziff. 16)
. Bei einem
von der Beschwerdegegnerin ermittelten
Invaliditätsgrad von 23 % habe er An
spruch auf berufliche Massnahmen
(Ziff. 17)
.
Der Invalidi
tätsgrad sei jedoch höher als von der Beschwerdegegnerin ermittelt, da ihm bei der Festsetzung des Invaliden
einkommens ein Abzug vom Tabellenlohn von 25 % zu gewähren sei und damit das Invalideneinkommen Fr. 34'941.-- betrage und eine Erwerbseinbusse von 35 % vor
liege. Das Invalideneinkommen sei un
abhängig davon, dass kein anspruchsberechti
gender Invaliditätsgrad resultiere vom Gericht zu überprüfen, da das Amt für Zu
satzleistungen bei der Berech
nung der Ergänzungsleistungen der Ehefrau des Be
schwerdeführers das Invali
deneinkommen des Beschwerdeführers als hypothetisches Einkommen anrechne (Ziff. 26).
2.3
Mit Urteil vom 16. November 2015 im Prozess IV.2015.00542 in Sachen der Parteien hat das Gericht entschieden,
es könne mangels nachvollziehbarer Arbeitsfähigkeits
beurteilung zum Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügun
g vom 25. September 2012 (Urk. 6
/41) kein Vergleich mit der beruflichen Leistungs
fähigkeit im Zeitpunkt der Ver
fügung vom 9. April 2015 (Urk. 6
/105) gezogen werden, weshalb darauf abzu
stellen
sei
, wie sich die Arbeitsfähigkeit in diesem Zeitpun
kt präsentierte (Urk. 6
/112 E. 5.3). Da die Aktenlage nicht ausreichte, die erforderlichen Feststellungen zur im Revisionszeitpunkt noch vorhandenen Restarbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe und in leidensangepassten Tätigkeiten zu treffen, wurde die Sache an die Beschwerde
gegnerin zur Einholung einer Expertise zurückgewiesen (vg
l
. E.
5.5).
Streitig und zu prüfen ist somit, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf
eine Invali
denrente
hat
.
3.
3.1
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
diagnosti
ziert
e
im Ver
laufsbericht vom 2. Juni 2016
(Urk. 6/121/1-3)
eine Psoriasis-Arthritis mit Ellbogen
schmerzen beidseits und Knieschmerzen beidseits sowie eine
Gonarthrose
mit Knie
schmerzen rechts (Ziff. 1.2). Als Küchenmitarbeiter sei der Beschwerdeführer 1 Stun
de täglich und in einer angepassten sitzenden Tä
tigkeit 4 Stunden täglich arbeitsfä
hig (Ziff. 2.1). Die Prognose sei ungünstig (Ziff. 3.3).
3.2
3.2.1
Die Ärzte des
D._
stellten im Gutachten vom 22. Februar 2017 (Urk.
6
/135) fol
gende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24):
-
polytope
Arthralgien und panvertebrale Rückenschmerzen
-
DD: kombinierte Ätiologie bei Psoriasis-
Arthropathie
(ED 2011) sowie bei degenerativen Wirbelsäulen- und Gelenksveränderungen
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 24):
-
Psoriasis
vulgaris
mit Psoriasis Arthritis
-
m
etabolisches Syndrom
-
arterielle Hypertonie
-
mit medikamentöser Behandlung knapp kompensiert
-
hypertensive
Herzkrankheit (
TTE
01.12.2016)
-
Diabetes
mellitus Typ II
-
mit Insulin und oralen Antidiabetika ungenügend eingestellt
-
Polyneuropathie, wahrscheinlich diabetischer Ätiologie
-
Dyslipidämie
-
bisher kein
e
lipidsenkende Behandlung
-
Adipositas (
BMI
30 kg/m2)
-
obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
-
CPAP
-Behandlung wegen Unverträglichkeit
ab
gebrochen
-
Polyglobulie
, wahrscheinlich reaktiv
3.2.2
Der Beschwerdeführer habe bei den Untersuchungen verschiedene Probleme mit Kreislaufstörungen, Schlaf- und Hautproblemen sowie Schmerzen vorwiegend in den Kniegelenken angegeben (S. 25).
Bei der rheumatologischen Untersuchung seien
polytope
Arthralgien und pan
vertebrale Rückenschmerzen, wahrscheinlich bei kom
b
inierter Ätiologie von Psoriasis-
Arthropathie
und degenerativen Veränderungen diagn
os
tiziert wor
den. Die
Untersuchung sei geprägt gewesen von Schmerzäusserungen und eine
r
Sym
ptom
ausweitung. Objektiv bestünden
eine Psoriasis-Ar
th
ritis, welche aktu
ell keine aktive Gelenksbeteiligung ergebe, sowie degenerative Veränderungen der Wirbelsäule und der Kniegelenke. Aus rheumatologischer Sicht seien dem Beschwerdeführer körper
lich schwere und andauernd mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Dies treffe auch auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Küchenhilfe in einer Grossküche zu. In einer körperlich angepassten, leichten, wechselbelastenden Tätigkeit bestehe eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 30 % aufgrund der entzündlichen Gelenksveränderungen
(S. 25)
.
Bei der dermatologischen Untersuchung sei die Psoriasis
vulgaris
bestätigt wor
den. Die Hautbefunde zeigten leichte Veränderungen. Die Arbeitsfähigkeit sei aus derma
tologischer Sicht für eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit nicht einge
schränkt
(S. 25).
Bei der neurologischen Untersuchung sei eine Polyneuropathie diagnostiziert wor
den. Diese sei wahrscheinlich durch den Diabetes mellitus verursacht. Zu
dem bestehe ein Schlafapnoe-Syndrom, welches aktuell nicht behandelt werde. Aus neurologi
scher Sicht sei die Arbeitsfähigkeit durch die objektiven Befunde nicht einge
schränkt. Das S
ch
lafapnoe-Syndrom sei behandelbar. Die Poly
neuropathie habe noch keine relevanten funktionellen Auswirkungen
(S. 25)
.
Bei der allgemeininternistischen Untersuchung sei ein metabolisches Syndrom mit einem Diabetes mellitus, einer arteriellen Hypertonie, einer
Dyslipidämie
und einer Adipositas diagnostiziert worden. Im Labor habe eine
Polyglobulie
des roten Blutbil
des, welche wahrscheinlich reaktiv auf das Schlafapnoe-Syndrom zurückzuführen sei, bestanden. Die klinischen Befunde insgesamt seien kompensiert. Die Einstellung des Diabetes
m
ellitus und
der arteriellen Hypertonie könn
e verbessert werden. Eben
so sei auch aus allgemeininternistischer Sicht das Schlafapnoe-Syndrom behandel
bar. Insgesamt sei die Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit nicht eingeschränkt
(S. 25 f.)
.
Bei der psychiatrischen Untersuchung sei die Diagnose von psychologischen Fakto
ren bei andernorts klassif
i
zierten Krankheiten
gestellt
worden. Der Be
schwerdeführer fühle sich durch die verschiedenen somatischen Beschwerden beeinträchtigt.
E
ine depressive Symptomatik sei nicht festgestellt worden. Die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt
(S. 26)
.
3.2.3
Zusammengefasst sei der Beschwerdeführer aus polydisziplinärer Sicht für eine kör
perlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit
in einem ganztägigen Pensum mit ver
mehrten Pausen und leicht reduziertem Rendement
zu 70 % arbeits- und leistungs
fähig
. Die früher ausgeübte
körperlich schwere und mittelschwere Tä
tigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar (S. 26).
3.2.4
Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorlie
genden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten sei davon auszugehen, dass die Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit seit der Krankschreibung im Juli 2011 anzunehmen sei. Gemäss den Beschreibungen seien damals arthritische Probleme in den Kniegelenken vorhanden gewesen. Über den Verlauf der Arbeitsfähigkeit für körperlich angepasste Tätigkeiten lies
sen sich keine genaueren Angaben machen. Die Beurteilung in den früheren Berichten sei unter
schiedlich gewesen.
Eine länger andauernde über 30%ige
Arbeitsunfähigkeit für an
gepasste Tätigkeiten habe wahrscheinlich nicht be
standen. Die attestierte Arbeits
fähigkeit gelte sicher ab dem Untersuchungs
datum im Dezember 2016 (S. 26).
4.
4.1
Entgegen der Stellungnahme von
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, Regional Ärztlicher Dienst (RAD), wonach die
D._
-Gutachter eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit in der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe seit der Begutachtung im Dezember 2016 attestiert haben sollen (Feststellungsblatt vom 10. August 2017,
Urk. 6
/137 S. 6
unten), gingen die
D._
-Gutachter davon aus, dass der Beschwerde
führer in der angestammten Tätigkeit seit Juli 2011 vollständig arbeitsunfähig war (E. 3.2.4). D
iese Beurteilung der
D._
-Gutachter hat
die Beschwerdegegnerin in der angefochten
en Verfügung sinngemäss über
nommen (Urk. 2). Bezüglich des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit für körperlich an
gepasste Tätigkeiten konnten die
D._
-Gutachter keine Angaben machen, kamen aber zum Schluss, dass im Unter
suchungszeitpunkt im Dezember 2016 nur noch eine
solche
von 70 % gegeben war, und dass zuvor keine andauernde über 30%ige Arbeitsunfähigkeit anzunehmen ge
wesen sei.
Gestützt auf diese Ein
schätzung ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass der Beschwerdeführer in behinderungsangepasster Tätigkeit ab Dezember 2016 zu 70 % und davor zu 100 % arbeitsfähig war (Urk. 2).
4.2
Das
D._
-Gutachten vom
22. Februar 2017
(E
3.
2
) entspricht in jeder Hinsicht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. Es ba
siert auf
den notwendigen int
ernistischen, rheumatologischen, neurologischen, dermatologi
schen
und psychiatrischen Untersuchungen des Beschwerdeführers. Den Gutachtern standen die Akten der Beschwerdegegnerin zur Verfügung, wo
rin namentlich die re
levanten medizinischen Berichte enthalten waren. Die Gut
achter berücksichtigten sodann die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein. Demgemäss sind auch die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nach
vollziehen kann.
Die Feststellungen der Gutachter werden vom Beschwerde
führer denn auch nicht bestritten.
Somit kann gestützt auf das
D._
-Gutachten davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer seit Juli 2011 in der angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsun
fähig ist. In behinderungsangepasster Tätigkeit bestand eine 100%ige Arbeitsfähig
keit bis zur Begutachtung im Dezember 2016 und eine solche von 70 % seit der Be
gutachtung im Dezember 2016.
5.
5.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zu
letzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (
BGE
139 V 28 E. 3.3.2;
BGE
135 V 58 E. 3.1;
BGE
134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
5.2
Gestützt auf den Arbeitgeberbericht der
SV (Schweiz) AG
(Urk. 6/10)
ging die Beschwerdegegnerin bei der erstmaligen Leistungsabweisung im Jahr 2012 von einem
Valideneinkommen
von Fr. 52'520.-- aus. U
nter Berücksichtigung der Ent
wicklung de
r
Nominallöhne der Männer von 2'188 Punkten im Jahr 2012 und 2'239 Punkten im Jahr 201
6
ergibt dies ein
Valideneinkommen
von Fr. 53'744.-- im Jahr 2016
.
5.3
Lässt sich das Invalideneinkommen nicht konkret ermitteln, weil der Versicherte die restliche Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit - obwohl zumutbar - nicht oder nicht voll
ausnützt, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruktur
erhebungen (
LSE
) herangezogen w
erden (
BGE
139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1,
126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Ver
fügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der
LSE
zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl.
BGE
142 V 178 E. 2.5.8.1 und
BGE
133 V 545 E. 7.1).
Das durchschnittliche Einkommen für Männer im
untersten
Kom
petenzniveau betrug im Jahr 2014
Fr. 5'
312
.--
(
LSE
201
4
TA1
_triage-skill-level
Ziff.
05-96)
.
Unter Berücksichti
gung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (
BSF
, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen) ergibt dies
unter Be
rücksichtigung der Entwicklung der Nominallöhne der Männer von
2
’
220
Punk
ten im Jahr 2014 und
2
’
239
Punkten im Jahr 2016
ein hypothetisches Jahres
einkommen von Fr. 6
7’022
.-- im Jahr 2016.
5.4
5.4.1
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) al
lenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass
persön
liche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (
BGE
124 V 321 E. 3b/
aa
).
Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (
BGE
126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
BGE
135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtspre
chung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfä
higkeit eingeschränkt ist (
BGE
126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalte
ne gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des lei
densbedingten Abzugs
einfliessen
und so zu einer doppelten Anrechnung des
selben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen;
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8
C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges
gemäss
BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (
BGE
137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berück
sichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug ge
samthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinwei
sen).
5.4.2
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte einen Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
, da dem Beschwerdeführer nur leichte Tätigkeiten möglich seien.
Der Be
schwerdeführer machte geltend, die Beschwerdegegnerin habe das Gesuch um beruf
liche Massnahmen unter anderem mit der Begründung abgelehnt, er sei schlecht vermittelbar, nicht zuletzt aufgrund seines Alters, seiner Leistungs
fähigkeit, seiner fehlenden beruflichen Qualifikationen und der fehlenden Sprachkennt
n
isse. Überdies könne er nur noch sehr leichte Tätigkeiten, durch
gehend mit vermehrtem Pausenbe
darf, mit reduzierter Leistungsfähigkeit und ohne Schichtarbeit (Tag und Nacht) aus
üben (Urk. 1
Ziff.
24-25).
5.4.3
Dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten ausüben kann, hat die Beschwerdegegnerin mit einem Abzug von 10 %
Rechnung getra
gen
. Dem vermehrten Pausenbedarf und dem reduzierten Rendement wurde bereits dahin
gehend Rechnung getragen, als bei einer ganztägig zumutbaren Arbeitstätigkeit von lediglich einer 70%igen Leistungs- beziehungsweise Arbe
its
fähigkeit ausgegangen wurde
.
Der Faktor Alter wirkt sich nicht (zwingend) lohnsenkend aus. Denn Hilfsarbei
ten werden auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt altersunab
hängig nach
gefragt (Urteil des Bundesgerichts
8C_085/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.).
Die an
geführten sprachlichen Schwierigkeiten sind ebenfalls nicht ab
zugsrelevant, da die
zumutbare Erwerbstätigkeit im
niedrigsten Kompetenz
niveau
definitionsgemäss
keine gute
n
Kenntnisse
der deutschen Sprache erfor
dert (Urteil
des Bundesgerichts 8C_238/2014
vom
1. Juni 2016
E.
6
.2).
Der Beschwerdeführer war jahrelang trotz
mangelhafter Deutschkenntnisse
im Arbeitsmarkt integriert, weshalb diese nicht ab
zugsrelevant sind.
Zusammenfassend ist der von der Beschwerdegegnerin gewährte Abzug vom Tabel
lenlohn von 10
%
nicht zu beanstanden. Damit beträgt das Invalidenein
kommen bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
Fr. 60'320.-- (Fr. 67’022.-- x 0.9)
und
liegt höher als das
Valideneinkommen
. Bei einer Leistungsfähigkeit von 70 % resultiert ein In
valideneinkommen von
(Fr. 67'022.-- x 0.7 x 0.9)
Fr. 42'
224
.--. D
ie Differenz zum
Valideneinkommen
beträgt Fr. 11'
520
.--
(Fr.
53'744.-- - Fr. 42'224.--),
was
einem Invaliditätsgrad von 21.4
% entspricht. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht damit nicht (vgl. E. 1.
2
).
6.
6.1
Im verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen
beziehungsweise
zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterzieh
baren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech
tungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso
weit keine Verfügung
ergangen ist (
BGE
119
Ib
36 E. 1b, 118 V 313 E
. 3b, je mit Hinweisen).
6.2
Mit Mitteilung vom 24. Januar 2013 sprach die Beschwerdegegnerin dem Be
schwerdeführer Frühinterventionsmassnahmen in Form von Arbeitsvermittlung zu (Urk.
6
/59). Die Arbeitsvermittlung wurde mit
unwidersprochen gebliebener
Mittei
lung vom 30. Januar 2014 abgeschlossen
(Urk. 6/8).
In der Folge
prüfte
die Beschwerdegegnerin
einen Rentenanspruch und schloss die Prüfung mit Verfügung vom 28. September
2017 ab (Urk. 2). Über berufliche Massnahmen hat sie selbstre
dend nicht nochmals entschieden, weshalb diesbezüglich kein Anfechtungs
gegen
stand
vorliegt.
6.
3
Dem Gutachten des
D._
vom 22. Februar 2017 (E. 3.2) ist zu entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers spätestens seit Dezember
2016 ver
schlechtert hat
,
indem
der Beschwerdeführer in einer behinderungs
angepassten Tätig
keit nur noch zu 70 % arbeitsfähig ist
.
Damit liegt
grundsätz
lich auch bezüglich be
rufliche Massnahmen
ein Revisionsgrund vor
(vgl.
BGE
105 V 173)
, weshalb
es dem Beschwerdeführer unbenommen ist, sich erneut für
berufliche Massnahmen
anzu
melden
.
7.
Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen.
8.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG
ist das Beschwerdeverfahren kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand fest
zulegen und vorliegend auf Fr
. 7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfah
rens sind sie de
m Beschwerdeführer aufzuerlegen.