# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 579c7e0e-c351-4520-9615-b7d871315814
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1981
geborene
X._
meldete sich am 14. Februar 2002 zum Bezug von Leistungen (Rente) der Eidgenössischen
Invalidenversicherung (IV) an (Urk. 7/1). Nach vorgängigen erwerblichen und medizinischen Abklärungen sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 29. Oktober 2002 (Urk. 7/15) mit Wirkung ab 1. Februar 2002 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % beruhende ganze Rente zu. Diese bestätigte sie in der Folge im Rahmen
von
durchgeführten Revisionsverfahren mit Verfügung vom 31. Ok
tober 2003 (Urk. 7/19) sowie mit Verfügung vom 9. Januar 2006 (Urk. 7/24).
1.2
Anlässlich des im Jahr 2009 vo
n
Amtes wegen durchgeführten
Revisionsverfah
rens
(Urk. 7/28) traf die IV-Stelle wiederum medizinische sowie erwerbliche Ab
klärungen und liess den Versicherten am 12. Oktober 2009 psychiatrisch be
gut
achten (Urk. 7/38).
Sie
teilte die
sem daraufhin
mit Vorbescheid vom 9. Dezember 2009 (Urk. 7/42) mit, dass er aufgrund einer erheblichen Verbes
serung des Gesundheitszustandes beziehungsweise des damit verbundenen
Wie
dererreichens
der vollen Arbeitsfähigkeit keinen Rentenanspruch mehr habe. Daran hielt sie auf dessen Stellungnahme (Urk. 7/45-50) hin am 16. Februar 2010 fest und entzog einer gegen diese Verfügung gerichteten Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 7/52). Die vom Versicherten am 17. März 2010 gegen diesen Entscheid im Prozess Nr. IV.2010.00273 erhobene Beschwerde (Urk. 7/60 S. 3-5
und
S. 10 ff.) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 28. Mai 2010 (Urk. 7/65) ab.
Auf die
hiegegen
gerichtete Beschwerde des Versicherten (Urk. 7/67) trat das Bundesgericht mit Urteil 8C_674/2010 vom 20.
Dezember
2010 (Urk. 7/69) nicht ein.
1.3
Am 2. September 2011
beantragte
X._
erneut eine Invalidenrente (Urk. 7/71). Die IV-Stelle räumte ihm daraufhin – unter Androhung
von Nicht
eintreten mit Unterlassungsfall - mit Schreiben vom 16. September 2011 (Urk. 7/72) eine Frist bis 20. Oktober 2011 ein, um Beweismittel für eine seit dem Erlass der letzten Verfügung eingetretene wesentliche Veränderung der tatsächli
chen Verhältnisse einzureichen. Nach Eingang eines vom 11. Oktober 2011 datierenden Berichts von Dr. med.
Y._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie (Urk. 7/73), traf die IV-Stelle weitere medizinische sowie erwerbliche Abklärungen und liess den Versicherten am 15. März 2012 (aber
mals) von Dr. med
.
Z._
, Facharzt
FMH für Psychiatrie und Psychothera
pie, begutachten (vgl. Expertise vom 20. März 2012, Urk. 7/82). In der Folge verfügte sie am
28. Juni 2012 - in Bestätigung ihres Vorbescheids vom 13. April 2012 (Urk. 7/85) – die Abweisung des Rentengesuchs (Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung (Urk. 2) erhob
X._
am 5. Juli 2012 Be
schwerde und beantragte sinngemäss, es sei ihm eine Invalidenrente
zuzuspre
chen (Urk. 1). Die IV-Stelle schloss am 10. September 2012 auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk. 6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die
letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die Leistungsverweigerung – unter Hinweis auf das Gutachten
von Dr.
Z._
vom 20. März 2012 (Urk. 7/82) – damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit der letzten Beurteilung im November 2009 nicht wesentlich verändert habe
. Nach wie vor bestehe kein
in
validenversicherungsrechtlich
relevanter Gesundheitsschaden
(Urk. 2 S. 2, Urk. 6).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber sinngemäss auf den Stand
punkt, er sei
aufgrund von
Angst- und Panikattacken sowie psychosomatische
n
Beschwerden erheblich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1
Die Renteneinstellung per 31. März 2010 (Verfügung vom 16. Februar 2010, Urk. 7/52) beruhte auf folgenden medizinischen Berichten:
Dr. med.
A._
, Facharzt
FMH für Allgemeine Medizin, gab a
uf entspre
chende Anfrage der IV-Stelle anlässlich des im Jahr 2009 initiierten
Revisions
verfahrens
hin am 9. Juli 2009 an, den Beschwerdeführer, der der Aufforderung, die aktuelle Situation zu besprechen, nicht nachgekommen sei, seit dem 8. Juni 2006 nicht mehr gesehen zu haben (Urk.
7
/33 S. 1).
3.1.2
Nachdem er den Beschwerdeführer am 12. Oktober 2009 psychiatrisch unter
sucht hatte, diagnostizierte
Dr.
Z._
in seiner Expertise vom 13. Oktober 2009 (Urk.
7
/38) einen - sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit
auswirkenden – Status nach mittelgradiger depressiver Episode, ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10)
,
und Panikstörung (ICD-10 F41.0). Eine retrospektive Beurtei
lung der Leistungsfähigkeit erweise sich mangels Verlaufsberichten als unmög
lich; jedenfalls ab dem Begutachtungstermin bestehe aber wieder eine uneinge
schränkte Arbeitsfähigkeit in der angestammten wie auch in jeder anderen Tä
tigkeit (Urk.
7
/38 S. 9 f.).
3.1.3
Dr.
A._
hielt in seinem Schreiben an die IV-Stelle vom 18. Dezember 2009 (Urk.
7
/45 S. 1)
fest, der (verschuldete) Patient habe ihn am 16. Dezember 2009 konsultiert und angegeben, sich in den letzten Jahren aus finanziellen Gründen keiner ärztlichen Behandlung mehr unterzogen zu haben. Der Be
schwerdeführer leide unter den nämlichen Beschwerden, die im Jahr 2000 zum Verlust der Arbeitsstelle geführt hätten. Es erscheine als sinnvoll, mit der Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit beziehungsweise des weiteren Rentenanspruchs zu
zuwarten, bis der Beschwerdeführer sich während sechs Monaten einer psy
chiatrischen Therapie unterzogen habe (Urk.
7
/45 S. 1).
3.2
3.2.1
Der am 28. Juni 2012 verfügten Abweisung des Rentenbegehrens (Urk. 2) lagen nachstehende ärztliche Beurteilungen zu Grunde:
Dr
.
Y._
hielt am
11. Oktober 2011 fest,
der Beschwerdeführer
, der seit
der Renteneinstellung nie einen Arbeitsversuch unternommen
habe,
sei weiterhin arbeitslos und auch gänzlich arbeitsunfähig. Die seit mehreren Jahren beste
hende Angst- und Panikstörung habe sich in den letzten drei Jahren verstärkt.
Zudem leide er an Magenschmerzen, Herzattacken, einer Konzentrations- und Gedächtnisstörung sowie an Angst vor anderen Leuten. Er sei ängstlich, zittere und schwitze.
Er sei ein physisches und psychisches Wrack,
sei laufend am Kla
gen,
komme finanziell nicht mehr über die Runden, und die Beziehung zu seiner Frau sei seit der Rentenrevision mehr als angespannt. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer ursprünglich Ausländer sei, sei bei der Beurteilung der geschilderten Symptome Vorsicht angebracht.
Anlässlich der ersten Kon
sultation habe
er
einen schizophrenen
Eindruck gemacht;
die
se
Diagnose
habe sich in der Folge indes nicht bestätigt. Zu zwei von drei Terminen erscheine er nicht, was er mit der Einnahme von zu viel
Temesta
(2 mg pro Tag) erkläre. Im Laufe der Zeit habe sich feststellen lassen, dass die Symptomatik schwer sei. Die innerliche Unruhe, die Dysphorie und die Insuffizienzgefühle deuteten auf ein
e
nebst den genannten Beeinträchtigungen bestehende rezidivierende mittelstarke Depression mit somatischem Syndrom hin. Eine erneute Prüfung des Renten
anspruchs sei dringend angezeigt (Urk. 7/73).
3.2.2
Dr
.
A._
berichtete
am 24. Oktober 2011, seit er im Dezember 2001 erst
mals vom Beschwerdeführer konsultiert worden sei (Urk. 7/75 S. 6), habe sich dessen Gesundheitszustand nicht gebessert. Aufgrund der therapieresistenten Beschwerden bestehe – auch auf längere Sicht – für Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Seit Februar 2010 sei – trotz der Gesprächstherapie beim Psychiater und trotz der Einnahme von Antidepressiva
– keine Besserung, sondern gar eher noch eine Verschlechterung eingetreten. So klage der Beschwerdeführer zunehmend über Angstgefühle und gebe an, rascher gereizt und nervös zu sei
n
sowie häufiger an psychovegetativen Beschwerden zu leiden (Urk. 7/75 S. 7).
3.2.3
In seinem Bericht vom 4. Dezember 2011
stellte Dr.
Y._
nachstehende
Diagno
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/76 S. 1):
Rezidivierende mittelgradige
depressive
Episode mit somatischem Syn
drom, ICD-10 F33.11
Panikstörung, ICD-10 F41.0
Verdacht auf undifferenzierte
Somatisierungsstörung
, ICD-10 F45.1
Verdacht auf undifferenzierte Persönlichkeitsstörung (laut Dr.
A._
Borderline
)
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, der seit dem 3. Februar 2010 bei ihm in Behandlung stehe, habe sich seit 2010 nicht verändert beziehungs
weise höchstens verschlechtert (Urk. 7/76 S. 2). Die medikamentöse und psy
chotherapeutische Behandlung sei
insofern
zwingend nötig,
als sie
, sollte der Beschwerdeführer wieder eine Invalidenrente erhalten, zu seiner Beruhigung bei
tragen werde
. Seit zirka dem Jahr 2000 bestehe in der angestammten Tätig
keit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Was die Zumutbarkeit einer
behinde
rungsangepassten
Tätigkeit anbelange,
sei nicht zu erwarten, dass der Be
schwerdeführer eine
solche
annehmen werde (Urk. 7/76 S. 3).
3.2.4
Dr
.
Z._
stellte in seinem Gutachten vom 20. März 2012 folgende, sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende
n
Diagnosen (Urk. 7/82 S. 9):
Anamnestisch mittelgradige depressive Episoden mit somatischem Syn
drom, ICD-10 F33.1
Verdacht auf Panikstörung, ICD-10 F41.0
Schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen, ICD-10 F13.1
Das psychopathologische Bild präsentiere sich weitestgehend identisch mit dem anlässlich der Erstbegutachtung im Oktober 2009 festgestellten (Urk. 7/82 S. 9
f.
). Weiterhin bestehe keine gravierende depressive Symptomatik, und auch eine
somatoforme
Schmerzstörung lasse sich nicht diagnostizieren. Eine berufli
che Integration sei bis anhin durch die chronische Schmerzproblematik, eine Tendenz zur Selbstlimitierung sowie begrenz
t
e Ressourcen und psychosoziale Belastungsfaktoren verunmöglicht worden (Urk. 7/82 S. 10). Aus
r
ein
versiche
rungsmedizinisch-psychiatrischer
Sicht bestehe nach wie vor eine uneinge
schränkte Arbeitsfähigkeit. Angesichts des ausgeprägten Krankheitsgefühls und
der Überzeugung des Beschwerdeführer
s
, vollständig arbeitsunfähig zu sein, erschienen berufliche Massnahmen nicht erfolgsversprechend (Urk. 7/82 S. 11).
3.2.5
In ihrer gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 10. April 2012 gelangte Dr.
med.
B._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychothera
pie, Vertrauensärztin SGV, Ärztin des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV
,
zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letzten Beurteilung am 18. November 2009 nicht wesentlich verändert habe. Weiterhin sei von keiner relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszu
gehen (Urk. 7/83 S. 4).
An dieser Eischätzung hielt Dr.
B._
am 29. Mai 2012 fest (Urk. 7/88 S. 2).
4.
4.1
Nach Lage der Akten weist der Beschwerdeführer weiterhin keinen
objektivierba
ren organischen
Schaden auf, der sich auf seine Leistungsfähigkeit auswirkt. In psychischer Hinsicht legte Dr
.
Z._
in seiner – auf den Er
gebnissen
der
erneuten fundierten Untersuchung
vom 15
. März 2012
(Urk. 7/82 S. 5 ff.) beruhenden und in Kenntnis der seit der letzten Begutachtung
vom 12. Oktober 2009 (Urk.
7
/38)
ergangenen medizinischen Berichte (Urk. 7/82 S. 3 f.) verfassten – Expertise vom 20. März 2012 mit
ohne Weiteres nachvoll
ziehbarer
Begründung dar, dass der aktuelle Gesundheitszustand im Wesentli
chen demjenigen im Oktober 2009 entspreche (Urk. 7/82 S.
9 f.).
Diese Einschät
zung wird durch die Beurteilungen der behandelnden Ärzte nicht in Frage ge
stellt.
Im Gegenteil gingen
auch
der
Psychiater Dr
.
Y._
als auch der Hausarzt Dr.
A._
davon aus, dass sich der Gesundheitszustand nicht
erheblich
verändert (beziehungsweise höchstens etwas verschlechtert) habe (Urk. 7/76 S. 2
, Urk. 7/75
).
Dass sowohl
Dr.
Y._
als auch
Dr.
A._
dem Beschwer
deführer eine
– schon im Zeitpunkt der Rentenaufhebung bestandene
-
100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestierten
, vermag insofern nicht zu überzeugen, als diese Beurteilung im Widerspruch zu den wenig erheblichen Befunden steht und of
fensichtlich im Wesentlichen auf
den
vom Beschwerdeführer,
der
sich akten
kundig für – seit Jahren - gänzlich arbeitsunfähig hält und
nach der
Rentenauf
hebung
keinerlei Bemühungen hinsichtlich der Wiederaufnahme einer
Arbeits
tätigkeit
zeigte
(vgl. etwa
Urk. 7/70 S. 16,
Urk. 7/73, Urk. 7/76 S. 2 und S. 3, Urk. 7/82 S. 7 und S. 10 f.)
, geschilderten Symptomen basiert
.
Dr.
Y._
wies
allerdings
explizit darauf hin, dass
Zweifel an der Glaubhaftigkeit der
Be
schwerdeangaben
bestünden (Urk. 7/73)
.
Weshalb der Beschwerdeführer, der seine beiden Kinder betreut, während seine Ehef
rau ihrer Erwerbstätigkeit
nach
geht (Urk. 7/82 S. 6), durch die psychische Symptomatik derart in seinem funk
tionellen Leistungsvermögen eingeschränkt sei, dass ihm eine Arbeitstätigkeit auf dem ersten
Arbeitsmarkt
nicht mehr
zugemutet werden könnte
, legte denn auch weder Dr
.
Y._
noch Dr.
A._
dar.
Hinzuweisen ist im
Übrigen
darauf, dass eine allfällige mit ungünstigen psychosozialen Faktoren (
seit der Rentenaufhebung bestehende
schwierige finanzielle Situation
und - seit dem nämlichen Zeitpunkt vorhandene
–
Beziehungsprobleme
,
vgl.
Berichte Dr.
Y._
vom
11. Oktober 2011 [Urk. 7/73]
und vom
4. Dezember 2011 [Urk. 7/76 S. 1]
sowie Bericht Dr.
A._
vom
24. Oktober 2011 [Urk.
7/75 6 f.
]; vgl. auch Gutachten Dr.
Z._
vom 20. März 2012 [Urk. 7/8
2
S. 6]
) zu erklärende
Leistungseinbusse jedenfalls keinen Rentenanspruch zu begründen vermöchte (vgl.
hiezu
BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2)
.
4.2
Nach dem Gesagten erscheint
der Eintritt einer erheblichen gesundheitlichen Verschlechterung seit der rechtskräftigen Rentenaufhebung nicht als überwie
gend wahrscheinlich
. Die
Verfügung der IV-Stelle vom 28. Juni 2012 (Urk. 2)
erweist sich demnach
als rechtens.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.