# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0436b939-4cd7-47ca-8a4b-3c12ec188b0e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _1980, und Y._, geboren am _1980, heirateten am 5. Oktober 2012. Aus dieser Ehe ging die Tochter A._, geboren am _2014, hervor. Die Familie lebte bis zur Trennung in einer Mietwohnung in O.1_. Nach ihrer Trennung zog X._ mit der Tochter A._ nach O.2_.
B. Am 4. September 2015 liess Y._ beim Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin er unter anderem beantragte, es sei das gemeinsame Kind A._ unter die Obhut der Mutter zu stellen und es sei ihm ein abgestuftes Besuchs- und Ferienrecht einzuräumen. Dabei sei mit einem Besuch an jedem zweiten Wochenende jeweils von Samstagmittag bis Sonntagmittag zu beginnen und dieses sodann kontinuierlich auszuweiten, bis schliesslich ab Mai 2016 jeweils ein Besuch von Freitagabend bis Sonntagabend stattfinden könne. Weiter sei er zu berechtigen, seine Tochter jährlich während drei Wochen zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Des Weiteren sei er zu einem Unterhaltsbeitrag an die Ehefrau von monatlich Fr. 1'500.-- und an die Tochter von monatlich Fr. 1'550.-- zuzüglich allfälliger Kinderzulagen zu verpflichten. In ihrer Stellungnahme vom 28. September 2015 führte X._ aus, die Tochter sei noch zu klein, um bei ihrem Vater in O.1_ zu übernachten. Das Besuchsrecht sei daher während jeweils einem Tag pro Wochenende in O.2_ auszuüben. Zudem sei Y._ zu verpflichten, ihr ab dem 1. September 2015 bis zum 31. Dezember 2015 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von mindestens Fr. 3'600.-- und ab 1. Januar 2016 von mindestens Fr. 4'100.-- zu bezahlen. Der Unterhaltsbeitrag für die Tochter A._ sei auf mindestens Fr. 1'550.-- zuzüglich gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen festzusetzen.
C. Gemäss Protokoll sowie angefochtenem Entscheid schlossen die Parteien anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 7. Oktober folgenden, wörtlich wiedergegebenen (Teil-)Vergleich ab:
"1. Trennung seit dem 17. März 2015
2. Vormals eheliche Wohnung an der _strasse in O.1_ zur alleinigen Benützung an den Ehemann.
3. A._ wird unter die alleinige Obhut der Mutter X._ gestellt. Sie hat ihren Wohnsitz am Wohnsitz der Mutter.
4. Besuchsrecht des Vaters (auf seine Kosten) ab sofort:
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a. Jeden vierten Samstag beginnend am 17. Oktober 2015, von 08.30 Uhr bis 16:00 Uhr am Wohnort (und Umgebung) von A._ (derzeit O.2_);
b. Jeden vierten Samstag, beginnend am 31. Oktober 2015, von 09:36 Uhr (Übergabeort: Bahnhof O.3_) bis 17:30 Uhr (Übergabeort: Wohnort von A._, derzeit O.2_).
Weitergehende Besuchskontakte erfolgen, unter tunlichster Wahrung des Kindeswohls, gemäss Absprache der Eltern, mindestens zwei Wochen im Voraus.
5. Der Vater bezahlt an den Unterhalt A._ pro Monat CHF 1'550.00, zuzüglich Kinderzulagen (von aktuell CHF 220.00) sowie zuzüglich Familienzulage (von aktuell CHF 250.00), rückwirkend ab dem 1. September 2015.
6. Der Ehemann bezahlt an den Unterhalt von X._ pro Monat CHF 2'440.00 rückwirkend ab dem 1. September 2015."
Wie sich aus dem angefochtenen Entscheid ergibt, blieb die Frage, ab wann Übernachtungen von A._ beim Vater möglich sein sollen, ungeklärt, weshalb der Richter darüber zu entscheiden habe.
D. Mit Entscheid vom 7. Oktober 2015, mitgeteilt am 9. Oktober 2015, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:
"1. Es wird festgestellt, dass X._ und Y._ seit dem 17. März 2015 getrennt voneinander leben.
2. Es wird die vormals eheliche Wohnung an der _strasse, O.1_, Y._ zur alleinigen Benützung zugewiesen.
3. A._, geboren am _2014, wird für die Dauer des Getrenntlebens unter die alleinige Obhut der Mutter X._ gestellt. Damit darf die Mutter über die Belange der täglichen Betreuung, Pflege und Erziehung A._ alleine bestimmen und sie ist dafür alleine verantwortlich. A._ hat ihren Wohnsitz bei ihr.
Die elterliche Sorge für A._ wird unverändert beiden Eltern X._ und Y._ belassen.
4. Der Vater Y._ ist berechtigt, seine Tochter A._ auf seine Kosten wie folgt zu besuchen oder zu sich auf Besuch zu nehmen.
a) ab sofort bis zum 31. Januar 2016:
 Je am Samstag 17. Oktober, 14. November, 12. Dezember 2015 und 9. Januar 2016 von 08:30 Uhr bis 16:00 Uhr am Wohnort (und Umgebung) von A._ (derzeit O.2_);
 Je am Samstag 31. Oktober, 28. November, 26. Dezember 2015 und 23. Januar 2016 von 09:36 Uhr (Übergabeort: Bahnhof O.3_) bis 17:30 Uhr (Übergabeort: Wohnort von A._, derzeit O.2_).
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Weitergehende Besuchskontakte können, unter tunlichster Wahrung des Kindeswohls, gemäss Absprache der Eltern erfolgen, getroffen mindestens zwei Wochen im Voraus.
b) ab dem 1. Februar 2016 bis zum 31. Januar 2017:
 Jeden vierten Samstag, beginnend am 6. Februar 2016, von 09:36 Uhr (Übergabeort: Bahnhof O.3_) bis 17:30 Uhr (Übergabeort: Wohnort von A._, derzeit O.2_).
 Jeden vierten Samstag, beginnend am 20. Februar 2016, von 08:30 (Wohnort von A._, derzeit O.2_) bis Sonntag, 16:00 Uhr (Wohnort von A._, derzeit O.2_).
Weitergehende Besuchskontakte können, unter tunlichster Wahrung des Kindeswohls, gemäss Absprache der Eltern erfolgen, getroffen mindestens zwei Wochen im Voraus.
c) ab dem 1. Februar 2017 bis auf Weiteres:
 Jeden zweiten Samstag, beginnend am 4. Februar 2017, von 08:30 Uhr (Wohnort von A._, derzeit O.2_) bis Sonntag, 16:00 Uhr (Wohnort von A._, derzeit O.2_).
 Zudem ist der Kindsvater Y._ berechtigt, mit A._ insgesamt vier Mal eine Woche Ferien pro Kalenderjahr auf seine Kosten zu verbringen.
Weitergehende Besuchskontakte können, unter tunlichster Wahrung des Kindeswohls, gemäss Absprache der Eltern erfolgen, getroffen mindestens zwei Wochen im Voraus.
5. Y._ wird verpflichtet, an den Unterhalt seiner Tochter A._ pro Monat CHF 1'550.00, zuzüglich Kinderzulagen (von aktuell CHF 220.00) sowie zuzüglich Familienzulagen (von aktuell CHF 250.00) zu bezahlen. Die Unterhaltspflicht beginnt rückwirkend ab dem 1. September 2015. Der Unterhaltsbeitrag ist jeweils auf den Ersten eines jeden Monats auf das Konto der Kindsmutter X._ zu überweisen.
6. Y._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von X._ pro Monat CHF 2'440.00 zu bezahlen. Diese Unterhaltspflicht beginnt rückwirkend ab dem 1. September 2015 und ist jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zu erfüllen.
7. Y._ überweist die für die Monate September und Oktober 2015 zu wenig bezahlten Unterhaltsbeiträge von insgesamt CHF 2'820.00 umgehend an X._.
8. Die (reduzierten) Gerichtskosten von CHF 700.00 gehen je zur Hälfte zulasten von Y._ und X._. Die ganzen CHF 700.00 werden indes bei Y._ bezogen und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. X._ wird dazu verpflichtet, Y._ den auf sie entfallenden Anteil von CHF 350.00 zu bezahlen.
9. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations