# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 749f3441-1c8f-452f-a1ce-8444b6d5d850
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
A. A. wurde am 18. April 1957 in I. als zweites von vier Kindern geboren. Sie wohnte zunächst in J. und anschliessend auf dem K.. Nach zwei Jahren zog die Familie nach L. um, wo A. ihre Kinder- und Jugendzeit verbrachte und die Schulen besuchte. Nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Lehre als Zahnarztgehilfin. Da A. seit ihrer Kindheit erblich bedingt unter Ekzemen leidet, musste sie ihre Arbeit als Zahnarztgehilfin aufgeben. Es war ihr auch nicht möglich, einer anderen beruflichen Beschäftigung nachzugehen. Gemäss ihren Angaben betreute sie während einigen Jahren hilfsbedürftige Personen. Seit 1988 wohnt A. auf dem Hof G. in F. im M.. Sie ist Mutter eines Sohnes, für dessen Unterhalt sie sorgt. Sie bezieht eine monatliche IV- und Zusatzrente von insgesamt Fr. 3'757.--. Gemäss Auskunft des Steueramts der Stadt L. vom 7. Juni 2001 versteuerte A. im Jahr 2000 ein Einkommen von Fr. 12‘900.--. Steuerbares Vermögen lag nicht vor.
Gemäss Auszug vom 24. April 2001 ist A. im Schweizerischen Zentralstrafregister nicht verzeichnet. Mit Strafmandat vom 10. März 2003 verurteilte der Kreispräsident Küblis A. wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung mit einer Busse von Fr. 500.--. Gemäss Leumundsbericht der Kantonspolizei Graubünden vom 10. Februar 2002 sei der Ruf von A. als getrübt zu bezeichnen. Sie sei in F. und Umgebung öfters als aufgebrachte und aggressive Persönlichkeit in Erscheinung getreten. Vor allem im Kontakt mit Behörden sei sie immer wieder negativ aufgefallen.
B. Am 14. März 2001 stellten Y. und X. und am 23. März 2001 Z. bei der Kantonspolizei Graubünden gegen A. Strafantrag wegen Drohung und Tätlichkeiten. Y. stellte am 21. Oktober 2001 überdies Strafantrag wegen Drohung gegen A.. Am 18. Dezember 2001 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen A. eine Strafuntersuchung wegen Nötigung und beauftragte das Untersuchungsrichteramt Chur mit der Durchführung der Untersuchung. Die Schlussverfügung erging am 22. Februar 2002. Mit Verfügung vom 17. Juni 2002 war der betreffend Diebstahl und Hausfriedensbruch geführte Teil der Strafuntersuchung gegen A. eingestellt worden. Am 25. Juni 2002 erliess die Staatsanwaltschaft die Anklageverfügung, mit welcher sie A. wegen mehrfacher Nötigung gemäss Art. 181 StGB sowie mehrfachem vollendetem
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Nötigungsversuchs gemäss Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB in Anklagezustand versetzte. Die zu Handen des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau/Davos erhobene Anklage stützt sich gemäss Anklageschrift vom 25. Juni 2002 auf den folgenden Sachverhalt:
„A. wird angeklagt
der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB sowie des mehrfachen vollendeten Nötigungsversuchs gemäss Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
1. Infolge Erbteilung im April 2000 wurde B. zu 2/3 und X. zu 1/3 Eigentümer des in F. im M. gelegenen Wohnhauses G. (Vers.-Nr. 80 mit 450 m2 Gebäudegrundfläche und Hofraum). B. wurde das alleinige Benützungsrecht an der Wohnung im Parterre und im ersten Obergeschoss sowie am Keller Nordost erteilt. X. ihrerseits wurde das ausschliessliche Benützungsrecht an der Wohnung im zweiten Obergeschoss sowie am Keller Südwest erteilt, samt Zugangsrechte über das Treppenhaus Parterre und Obergeschoss. Der am Stall angebaute Holzschopf ging unbeschwert in das Eigentum von X. über. B. seinerseits erhielt das Recht, auf der Hausparzelle für das Parterre und das erste Obergeschoss einen eigenen Holzschopf zu errichten.
Akten: act. 6.2, 6.3, 6.8
Am 18. Mai 2000 liessen X. und Y. A. einen eingeschriebenen Brief zukommen um ihr mitzuteilen, dass sie eine Abschlusstüre zu ihrer Wohnung anbringen wollen und A. deshalb bis zum 31. Mai 2000 ihre Ware und ihr Mobiliar aus dem Treppenhaus und von der Treppe wegräumen soll. A. verweigerte die Annahme dieses Briefes.
Mit Schreiben vom 06. Juni 2000 stellten X. und Y. beim Kreisamt Küblis das Gesuch um Erlass eines Amtsbefehls, wonach der Zwischenbau, die Gänge im ersten und zweiten Obergeschoss sowie die Treppe zum zweiten Obergeschoss dauernd zu räumen seien, damit der ungehinderte Zugang zur Wohnung der Gesuchsteller im zweiten Obergeschoss jederzeit möglich sei.
Aus den Feststellungen des Kreispräsidenten, zugestellt durch die Kantonspolizei Graubünden:
„...Mit Schreiben vom 13. Juni 2000 hat der Landammann die Gesuchsgegnerin zur Vernehmlassung eingeladen. Die Gesuchsgegnerin hat jedoch auch die Annahme der kreisamtlichen Post verweigert. Nachdem Frau A. aus den Sommerferien heimgekehrt war, wollte die Kantonspolizei ihr am 31. Juli 2000 die Einladung zur Vernehmlassung übergeben. Sie verweigerte jedoch auch vor der Polizei die Annahme dieses Schreibens, so dass es ihr schliesslich vorgelesen wurde. Am 05. August 2000 hat sie dann ein Schreiben an den Landammann gerichtet und dabei ausgeführt, dass sie Mieterin der besagten Wohnung sei und einen Mietvertrag mit dem Hausbesitzer, Herrn B., getätigt habe. Wenn etwas anstehe, solle der Landammann sich mit dem Vermieter in Verbindung setzen. Gesuchsteller und Gesuchsgegnerin wurden auf den 28. August 2000 zum Augenschein und Hauptverhandlung vorgeladen. Dabei wurde der Gesuchsgegnerin eine eingeschriebene Postsendung und eine normale Post gleichen
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Inhalts zugestellt. Beide Briefe hat sie nicht angenommen, so dass nochmals die Kantonspolizei darum bemüht werden musste. Am 26. August 2000 verweigerte sie erneut die Annahme der kreisamtlichen Post. Die Polizei stellte jedoch fest, dass Frau A. bereits von der Vorladung Kenntnis hatte, was leicht möglich ist, denn ihr Vermieter Herr B. hatte auf den gleichen Tag ebenfalls eine Vorladung betreffend seiner Räumung von lnventarien erhalten. Nach Polizeibericht zeigte sich die Gesuchsgegnerin sehr aufgebracht und aggressiv, obwohl dazu ja kein Grund bestand. Am Augenschein haben die Gesuchsteller Y. und X., der Vermieter B. und der Landammann teilgenommen. Die Gesuchstellerin liess verlauten, dass sie einen anderen Termin habe, den sie wahrnehmen müsse. Der Vermieter hat dem Landammann das besagte Treppenhaus mit den dazugehörenden Gängen gezeigt, wobei festzustellen war, dass von unten bis oben überall Utensilien und auch Lebensmittel der Gesuchgegnerin herumstehen, so dass ein normaler Zugang zur Wohnung im zweiten Obergeschoss kaum möglich ist. Für einen Handwerker oder Monteur, der etwas in der Wohnung zu reparieren hätte, ganz ausgeschlossen. An Möbeltransporte ist unter den gegebenen Umständen gar nicht zu denken. Das gleiche Bild präsentiert sich auch auf dem Zwischenbau. Dort ist Holz abgelagert und der Rest des Platzes mit allerhand Gegenständen ungeordnet aufgeschichtet.“
Der Kreispräsident zog in Erwägung:
„...Frau A. hat am 04. Oktober 1988 mit B. einen Mietvertrag für die Wohnung im 1. Obergeschoss des Hauses G. abgeschlossen. Damals stand das Haus nicht im alleinigen Besitz von B., vielmehr war es das Wohnhaus der Eheleute N. und O. sel., welches nach deren Ableben in die Nachlassmasse der Erbschaft ging und als ungeteilte Erbschaft sowohl B. als auch X. als Erbengemeinschaft zustand. Der Mietvertrag wurde jedoch nur von B. unterzeichnet, was nicht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Heute nun ist die Erbschaft geteilt und B. kann die Wohnung im 1. Obergeschoss ohne weiteres an die Gesuchsgegnerin vermieten. Er kann ihr jedoch nur diejenigen Räume vermieten, die ihm zu Eigentum zugeteilt worden sind und dies bedeutet, dass das Treppenhaus auch vom Gesuchsteller mitbenützt wird, wenigstens so lange bis die separate Eingangstüre erstellt worden ist. Der Zwischenbau, der vollumfänglich in den Besitz des Gesuchstellers übergegangen ist, gehört nicht dazu und so hat die Gesuchsgegnerin auch keinerlei Ansprüche an diesem Raum. Es ist sehr schade, dass sich Frau A. derart unkooperativ gezeigt hat und an der Verhandlung nicht teilgenommen hat. So bleibt dem Richter kein anderer Weg als die Gesuchsgegnerin anzuweisen, die Gänge und Treppen im Hause sowie den Zwischenbau von all ihren Utensilien zu räumen. Dazu wird ihr eine Frist bis zum 31. Oktober 2000 gesetzt. Sollte sie bis dahin diesem Räumungsbefehl nicht nachkommen, wird auf Verlangen des Gesuchstellers die amtliche Räumung der besagten Räumlichkeiten von all ihren lnventarien angeordnet. Die Räumungskosten gehen dabei selbstverständlich zulasten der Gesuchsgegnerin. ...“
Der Kreispräsident verfügte, dass A. all ihre Utensilien aus dem Treppenhaus des Hauses G., soweit diese den ungehinderten Zugang
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zur Wohnung im zweiten Obergeschoss behindern, zu entfernen habe und räumte ihr hiezu eine Frist bis zum 31. Oktober 2000 ein.
Akten: act. 7.1, 7.2
Am Nachmittag des 08. Januar 2001 begaben sich Y. und X. zusammen mit Schreiner Z. in F. i.Pr. nach G. zum fraglichen Wohnhaus, um beim Aufgang ins zweite Obergeschoss eine Türe sowie Täfer zu montieren. Die Haustüre war abgeschlossen, der Schlüssel steckte von innen. Auf Klopfen und Rufen Y.s hin erschien A. auf der Laube und sagte zu den Wartenden, dass sie in- folge Hausverbotes hier nichts verloren hätten. Y. hielt daraufhin ein Brettchen an das Türschloss, schlug darauf und konnte dadurch die Türe öffnen. A. stand im ersten Obergeschoss bei der Treppe und hielt den Männern eine Helebarde entgegen. Diese stellten ihr Werkzeug in der Mitte der Treppe ab und verliessen das Haus. A. schloss erneut die Haustüre ab. Einige Minuten danach öffnete Y. wie beim ersten Mal die Haustüre. A. stand mit der auf den Boden gestellten Helebarde im ersten Obergeschoss am Ende der Treppe. Wegen der Helebarde von A. räumten die drei Personen die im Wege stehenden Sachen nicht beiseite. Sie gingen nochmals hinunter.
Z. telefonierte mit der Kantonspolizei Graubünden, wurde aber vor 14.00 Uhr nicht mit dem unbesetzten Polizeiposten Küblis, sondern mit der Notruf- und Einsatzzentrale in Chur verbunden. Danach rief Z. den Kreispräsidenten Risch an. Nach erledigten Vorarbeiten wählte Z. auf seinem Mobiltelefon A.s Nummer. Als diese in ihr Wohnzimmer ans Telefon ging, begab sich Y. zur Wohnzimmertüre, zog diese zu und hielt sie fest. Mit der Helebarde schlug A. die untere Türfüllung heraus und wollte das Wohnzimmer verlassen. Dem hinzugekommenen Z. gelang es, A. die Helebarde wegzunehmen. Y. verhinderte mit seinem Knie, dass A. aus der Türfüllung kroch. Sie zog sich in der Folge ins Wohnzimmer zurück. Z. schraubte über die Oeffnung der Wohnzimmertüre zwei Dachlatten an. Danach konnte mit der Arbeit bei der Treppe zum zweiten Obergeschoss begonnen werden.
Später hielt A. eine 1. Augustrakete in der Hand und diese den Personen ausserhalb des Wohnzimmers entgegen. Sie überlegte sich, diese abzufeuern. Eine in der Zwischenzeit angebrachte Schnur zwischen der Türfalle und angebrachten Schrauben sollte das Oeffnen der Wohnzimmertüre verhindern. Durch die Oeffnung der fehlenden unteren Türfüllung und zwischen den Dachlatten hindurch gelang es A. die Schnur zu durchschneiden und schliesslich das Wohnzimmer zu verlassen. In der Folge konnten die Arbeiten bei der Treppe dennoch zu Ende geführt werden.
Akten: act. 1.10, 1.14, 4.1, 4.5, 4.6, 4.7, 4.8
2. Mit Schreiben vom 15. Oktober 2001 wollte H., Beirätin von B., A. unter anderem mitteilen, dass die Familie X. und Y. beabsichtige, am 18. Oktober 2001 die Wohnung im Dachgeschoss zu räumen und sie deshalb den Zugang zur Wohnung freihalten solle. A. verweigerte die Annahme dieses Briefes, der in Kopie auch B. zugestellt worden war.
Akten: act. 1.24
Am 18. Oktober 2001 begaben sich Y. und X. in Begleitung von C. nach G., um wie angekündigt die oberste Wohnung zu räumen. Die Haustüre
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war jedoch verschlossen und von innen steckte der Schlüssel. Auf das Klopfen von Y. hin erschien A. auf der Laube. Sie sagte zu den Wartenden, dass sie hier nichts verloren hätten. Y. öffnete die Haustüre unter Zuhilfenahme eines Spaltschlegels. B. kam die Treppe herunter und schloss die Haustüre, bevor die anderen Personen eintreten konnten. Y. öffnete diese ein weiteres Mal mit dem Spaltschlegel. Da sich die Türe wegen verschiedenen sperrenden Gegenständen lediglich ca. 45° statt 90° öffnen liess, räumten die ankommenden Personen die Waren beiseite. Danach begab sich Y., gefolgt von C., die Treppe hinauf. Als er sich ca. in der Mitte derselben befand, hielt er inne, da A. mit der Helebarde in ihren beiden Händen den Zutritt verweigerte. Y. und C. getrauten sich nicht weiterzugehen und verliessen das Haus. Die Wohnung konnte nicht geräumt werden.
Akten: act. 1.21, 1.22, 1.23, 5.1, 5.3, 5.4, 5.5
Am 11. März 2002 reichte Z. eine Adhäsionsklage in der Höhe von Fr. 180.-- ein. Gleichentags reichten X. und Y. eine Adhäsionsklage in der Höhe von Fr. 6'183.80 ein.
Akten: act. 1.29, 1.30“
C. Am 16. August 2002 reichte X. gegen A. eine Ehrverletzungsklage ein. Die durchgeführten Sühneverhandlungen führten nicht zu einer Einigung. Mit Anklageverfügung vom 5. November 2002 setzte der Kreispräsident Küblis A. wegen Ehrverletzung in Anklagezustand und überwies den Fall der Strafkammer des Bezirksgerichts Prättigau/Davos zur Beurteilung. Die von A. hiergegen gerichtete Beschwerde wies die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden mit Entscheid vom 13. Januar 2003, mitgeteilt am 15. Januar 2003, ab. Gemäss dem angefochtenen Urteil stellte die Strafkammer des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau/Davos ihren Erwägungen den folgenden Sachverhalt zugrunde:
„Am Nachmittag des 12. August 2002 war die Privatstrafklägerin X. damit beschäftigt, ihrem Mann beim Ausgraben des westlichen Schopfes zur Hand zu gehen. Während dieser den Aushub abladen ging, stellten sich E. und D. zu einem Schwatz bei ihr ein. Alsdann trat A. vor den Stall. Sie beschuldigte dabei die Privatstrafklägerin, ihr Blumen ausgerissen zu haben. Überdies sagte sie zu den beiden Besucherinnen, sie sollen nach Chur weiterfahren. Um hierher fahren zu dürfen, brauche es eine Bewilligung und sie würden doch nicht mit einer „Kindsmörderin“ reden wollen. Dabei deutete die Privatstrafbeklagte auf X. (siehe dazu Pr. Nr. SA 26/02, Akten Kreisamt, act. 1).“
D. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos fand am 12. Juni 2003 statt in Anwesenheit der Angeklagten A., ihres Rechtsvertreters, Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, der Straf- und Adhäsionsklägerin X. und der Adhäsionskläger Y. und Z.. Mit Urteil vom 12. Juni
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2003, mitgeteilt am 13. August 2003, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos, was folgt:
„1. A. ist schuldig der üblen Nachrede gemäss Art. 173 StGB.
2. A. ist schuldig der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB sowie des mehrfachen vollendeten Nötigungsversuchs gemäss Art. 181 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
3. Dafür wird A. mit 14 Tagen Gefängnis sowie Fr. 250.00 Busse bestraft.
4. Der Vollzug der Gefängnisstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Bei Wohlverhalten wird die Busse nach Ablauf einer Probezeit von einem Jahr gelöscht.
5. Die Adhäsionsklagen der X. und des Y. sowie des Z. werden abgewiesen.
6. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- zwei Aussöhnungsverfahren vor Kreispräsident von Fr. 400.00
- Untersuchungsgebühren des Kreispräsidenten von Fr. 200.00
- Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft von Fr. 2'085.00
- Barauslagen der Staatsanwaltschaft von Fr. 168.20
- der Gerichtsgebühr von Fr. 2'200.00
total somit von Fr. 5'053.20
gehen zulasten der A.. Nach Verrechnung mit den von ihr erlegten Kostenvorschüssen (Fr. 60.00 an die Kreiskasse Küblis und Fr. 1'500.- - an die Bezirksgerichtskasse) hat A. den Restbetrag von Fr. 3'493.20 innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils mittels beigeschlossenem Einzahlungsschein der Bezirksgerichtskasse, PC 70-3922-1, zu überweisen. Der von X. geleistete Kostenvorschuss von insgesamt Fr. 1'560.00 (Fr. 60.00 an die Kreiskasse Küblis und Fr. 1'500.-- an die Bezirksgerichtskasse) wird ihr nach Rechtskraft dieses Urteils erstattet.

## Considerations