# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 75e054b6-0493-4617-a68f-3dab1418ff6c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ ist Alleineigentümerin der Parzelle Nr. Z.2_, einem Grundstück mit 5 m2 Grundstückfläche, sowie Miteigentümerin im Umfang von 2/100 an dem daran anschliessenden Grundstück Nr. Z.3 _, einer Zufahrtsstrasse mit einer Gesamtfläche von 122 m2, beides Plan _, B._, Grundbuch O.1_. Darüber hinaus verfügt sie über eine Personaldienstbarkeit in Form eines alleinigen, übertragbaren und vererblichen Benützungsrechts am Aussenabstellplatz AP5 mit entsprechendem Fuss- und Fahrwegrecht zu Lasten von Parzelle Nr. Z.4_ (zwei Mehrfamilienhäuser mit 1‘801 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung, Plan _, B._, Grundbuch O.1_), die an die Parzelle Nr. _ anschliesst.
Y._ und Z._ sind Eigentümer der Parzelle Nr. Z.5_, einem bebauten Grundstück, das an die Parzelle Nr. Z.4_ angrenzt, sowie Dienstbarkeitsberechtigte bezüglich eines Fuss- und Fahrwegrechts zu Lasten der bereits erwähnten Parzelle Nr. Z.4_, beides Plan _, B._, Grundbuch O.1_. Ferner steht ihnen ein Benutzungsrecht an einer auf Parzelle Nr. Z.6_ befindlichen Garage zu.
B. Mit Eingabe vom 11. Juli 2014 beantragte X._ beim Einzelrichter des Bezirksgerichts Imboden den Erlass eines gerichtlichen Verbots im Sinne von Art. 258 ZPO. Das Gesuch wurde mit Entscheid vom 23. Juli 2014, mitgeteilt am gleichen Tag, gutgeheissen und das gerichtliche Verbot wie folgt im Amtsblatt des Kantons Graubünden vom 31. Juli 2014 publiziert:
„Das Begehen und das Befahren sowie das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf den Liegenschaften Nr. Z.3_ und Z.2_ sowie auf dem Aussenabstellplatz AP5 und dessen Zufahrt auf der Liegenschaft Nr. Z.4_, alle Plan _, B._, Grundbuch O.1_, ist für Unberechtigte gerichtlich verboten. Widerhandlungen können auf Antrag mit Busse bis zu CHF 2‘000.00 bestraft werden.“
C. Gegen dieses gerichtliche Verbot reichten Y._ und Z._mit Eingabe vom 27. September 2014 fristgerecht Einsprache ein. In der Folge stellte X._ am 1. Oktober 2014 beim Vermittleramt des Bezirks Imboden ein Schlichtungsgesuch. An der Schlichtungsverhandlung vom 28. Oktober 2014 konnten sich die Parteien nicht einigen, weshalb X._ am 3. November 2014 die Klagebewilligung bezog. Diese enthält folgende Rechtsbegehren:
Klagende Partei:
1. Die Einsprache der Beklagten vom 27. September 2014 (Postaufgabe 29. September 2014) gegen das am 31. Juli 2014 im Kantonsamtsblatt Nr. 31 vom 31. Juli 2014 publizierte gerichtliche Verbot der Klägerin sei aufzuheben.
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2. Den Beklagten sei das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf der Liegenschaft Nr. Z.3_ und das Begehen und Befahren sowie das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf der Liegenschaft Nr. Z.2 _ sowie auf dem Aussenabstellplatz AP5 und dessen Zufahrt auf der Liegenschaft Nr. Z.4_, alle Plan _, B._, Grundbuch O.1_, zu verbieten.
3. Das gerichtliche Verbot gemäss Ziff. 2 hiervor sei im Falle der Widerhandlung unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB bzw. Art. 258 Abs. 1 ZPO anzuordnen.
4. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
Beklagte Partei:
1. Abweisung der Klage.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.
D. Mit Klageschrift vom 23. Januar 2015 prosequierte X._ die Klagebewilligung rechtzeitig an das Bezirksgericht Imboden. Das Rechtsbegehren liess sie dabei weitestgehend unverändert, einzig bezüglich der Kosten- und Entschädigungsfolgen verlangte sie eine solidarische Überbindung an Y._ und Z._. Am 16. März 2015 reichten Y._ und Z._ ihre Klageantwort in italienischer Sprache ein. Das Bezirksgericht Imboden retournierte die Eingabe am 23. März 2015 mit dem Hinweis, dass im Bezirk Imboden die Amtssprachen Deutsch und Romanisch gelten würden. Gleichzeitig verfügte die Bezirksgerichtsvizepräsidentin Imboden, dass das Verfahren in Deutsch geführt werde, und sie setzte Y._ und Z._ Frist an, die Eingabe in Deutsch einzureichen. Dieser Aufforderung kamen Y._ und Z._ am 27. April 2015 und damit rechtzeitig nach. Das Rechtsbegehren entsprach dabei der Klagebewilligung. Die Replik datiert vom 19. Juni 2015, die Duplik vom 31. August 2015. Beide Parteien hielten in ihren jeweiligen Rechtsschriften an ihren Rechtsbegehren fest.
E. Am 20. Juli 2016, mitgeteilt am selben Tag, erliess die Bezirksgerichtsvizepräsidentin Imboden die Beweisverfügung. Sie erklärte die eingereichten Urkunden als relevant und ordnete von Amtes wegen einen Augenschein an betreffend Grösse und Lage der in Frage stehenden Parzellen Nr. Z.3_, Nr. Z.2 _ und Nr. Z.4_ mit Aussenparkplatz Nr. 5 sowie die dortige Verkehrssituation. Schliesslich wies sie darauf hin, dass über die Durchführung einer Parteibefragung an der Hauptverhandlung entschieden werde. Die Beweisverfügung blieb unangefochten.
F. Anlässlich des Augenscheins am 15. November 2016 waren neben dem Bezirksgericht Imboden in Fünferbesetzung X._ in Begleitung ihres Ehemannes,
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ihr Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Erich Vogel, sowie Y._ anwesend. Da neben dem vorliegenden Verfahren am Bezirksgericht Imboden ein weiteres Verfahren bezüglich des von X._ erwirkten gerichtlichen Verbots geführt wurde, nämlich ein Verfahren zwischen X._ und A._, in dem ebenfalls ein Augenschein angeordnet worden war, nahm am 15. November 2016 auch A._ am Augenschein teil. Alle Parteien erhielten Gelegenheit, sich zu dem sie betreffenden Sachverhalt zu äussern. Im Anschluss an den Augenschein fand die Hauptverhandlung, welche beide Verfahren umfasste, vor dem Bezirksgericht Imboden statt; es nahmen die bereits erwähnten Personen und Z._ teil.
Mit Entscheid vom 15. November 2016, mitgeteilt am 6. April 2017, erkannte das Bezirksgericht Imboden in vorliegendem Verfahren:
1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird es Y._ und Z._gerichtlich verboten, den auf der Liegenschaft Nr.Z.4 _, Plan Nr. _ (B._, O.1_) sich befindlichen Aussenabstellplatz Nr. 5 zu begehen, zu befahren, darauf Fahrzeuge abzustellen und zu parkieren.
2. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
3. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 4‘500.00 gehen zu Lasten der Klägerin. Sie werden ab dem von X._ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 5‘000.00 bezogen, unter Erstattung des Restbetrages von CHF 500.00 nach Rechtskraft des Urteils und nach Vorlage eines Einzahlungsscheins.
b) Die Klägerin wird zudem verpflichtet, die Beklagten nach Massgabe von Art. 111 Abs. 2 ZPO ausseramtlich mit CHF 5‘000.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations