# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ca6e3c42-3eb7-49b7-9905-7c87a2978d3b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967, war seit
1.
September 2002 als Geschäftsführer bei der
Y._
AG in einem 100%-Pensum angestellt (
Urk.
6/41
). Am 2
4.
Januar 2012 knickte der Versicherte beim Treppensteigen um und zog sich dabei einen Bruch des linken Sprunggelenks zu
, welche
s
am 30. Januar 2012 sowie am 20. Februar 2013 (
Osteosynthesematerialentfernung
)
operativ versorgt wurde
(
Urk.
6/7/
33,
Urk.
6/7/71 und
Urk.
6/7/99
).
S
eit April 2014
ist der Beschwerdeführer
in seiner angestammten Tätigkeit als Wirt zu 100 % arbeitsunfähig
geschrieben
(Urk. 6/
41 und
Urk. 6/64/27
).
Am 1
7.
März
2014 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf
den durch den Unfall vom 2
4.
Januar 2012 beigezogenen Bruch des linken Fusses
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
6/4
).
Mittels neu ausgefülltem Anmeldeformular vom 2
0.
August 2014 (Eingangsdatum) ergänzte er seine Anmeldung dahingehend, dass er neu auch an einer
Diskushernie
leide
(
Urk.
6/22). Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und zog wiederholt die Akten der
Unfall
versicherung, (
Urk.
6/7,
Urk.
6/26,
Urk.
6/31,
Urk.
6/34,
Urk.
6/45-46 und
Urk.
6/50) bei, holte Berichte der behandeln
den Ärzte (
Urk.
6/19,
Urk.
6/33,
Urk.
6/36 und
Urk.
6/40
) sowie einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten (IK Auszug,
Urk.
6/11 und
Urk.
6/
58) ein und ersuchte die Arbeit
geberin um Auskünfte (Arbeitgeberbericht vom 2
1.
September 2015,
Urk.
6/41). Die IV Stelle veranlasste in der Folge eine akten
basierte Einschätzung des Regio
nalen Ärztlichen Dienstes (RAD).
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädi
sche Chirurgie und Traumatologie, nahm am 3
1.
Januar 2015, am 1
3.
November 2015 sowie am 2
4.
Februar 2016 Stellung (
Urk.
6/59). Mit Vorbescheid vom 1
2.
Oktober 2016 stellte die IV-Stelle eine Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
6/60). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 1
0.
November 2016 (
Urk.
6/61) sowie ergänzend am
4.
Januar 2017 (
Urk.
6/65) Einwand, wobei er ein Gutachten von
Dr.
med.
A._
vom
6.
Januar 2017 ins Recht legte (
Urk.
6/64). Mit Verfügung vom 1
4.
März 2017 verneinte die IV-Stelle wie vorbeschieden einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
2.
Mai 2017 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 1
4.
März 2017 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu weiteren beruflichen, eventualiter medizinischen Abklärung
en
zurückzuweisen, damit diese hernach nochmals über die Ansprüche des Versicherten entscheide.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
1.
Juni 2017 (
Urk.
5) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom
7.
Juni 2017 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
7), worauf der Beschwerdeführer mit Schreiben vom
8.
September 2017 eine Replik einreichte (
Urk.
8), die der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis zugestellt wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG)
).
Erwerbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegeben
en
falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) vom 1
4.
März 2017 hielt die Beschwerdegegnerin fest, die Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerde
führer aus versicherungsmedizinischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit als
zu
100
%
arbeitsfähig beurteilt werden könne. Das im Rahmen des
Einwand
verfahrens
eingereichte Gutachten enthalte keine neuen oder bislang unbe
kannten medizinischen Befunde und Diagnosen. Es würde lediglich die Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit anders beurteilt werden. Es sei davon auszu
gehen, dass dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit in einem vollen Pensum zumutbar sei. Folglich bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.
Was die Stellensuche betreffe, sei der Beschwerdeführer in der Stellenvermittlung nicht eingeschränkt, weshalb das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) dafür zuständig sei. Es seien keine weiteren beruflichen Massnahmen seitens der IV-Stelle notwendig.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom
2.
Mai 2017 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend,
das
s
durch die Krankentaggeld
ver
sicherung zweite eingeholte
bidisziplinäre
Gutachten stelle eine unzulässige Ein
holung einer Second Opinion dar.
Überdies
würden
sowohl
die
durch Dr. med.
B._
, Fachärztin für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, erstellte
n
Gutachten vom 15. April 2014 sowie vom 7. Dezember 2015
als auch die durch Dr. med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie, durchgeführte Begutachtung vom 7. Dezember 2015
erhebliche
medizinische
Mängel auf
weisen
.
Die Exploration
en
sei
en
interessenbezogen erfolgt und stell
t
e
n
unzulässige Tendenzgutachten zugunsten der involvierten Krankentaggeldversicherung dar.
Das Parteigutachten
von
Dr.
A._
sei hingegen versicherungsmedizinisch fundiert und plausibel, weshalb darauf abzustellen sei.
Demnach sei eine medi
zinisch-theoretisch
e
Arbeitsfähigkeit in einem 2/3-Pensum in einer ange
passten Tätigkeit zumutbar
, wobei diese Einschätzung nur für einen Behinderten
arbeits
platz gelte
.
3.
3.1
Nach dem Unfall vom 24. Januar 2012 war d
er Beschwerdeführer vom 3
0.
Januar bis
2.
Februar 2012 im Stadtspital
D._
hospitalisiert, wo
die behandelnden Ärzte
eine laterale
Malleolarfraktur
Typ Weber B li
nks vom 24.
Januar 2012 sowie
einen
Diabetes mellitus diagnostizierten
. Es seien eine elektive operative Versorgung (Reposition, Revision vordere
Syndesmose
und Kapsel, 3.5er Zugschraube, 7-Loch Drittelrohrplatte) sowie physiotherapeutische und abschwellende Massnahmen erfolgt, wodurch der Beschwerdeführer rasch habe mobilisiert werden können, sodass er am
2.
Februar 2012 beschwerdefrei bei reizlosen Wundverhältnissen nach Hause habe entlassen werden können (
Urk.
6/7/93). Dem Beschwerdeführer wurde in der Folge eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 1
2.
März 2012 attestiert (
Urk.
6/7/94).
Nach verheilter
Malleolarfraktur
mit Plattenosteosynthese stellte sich der Beschwerdeführer am 2
0.
Februar 2013 erneut im Stadtspital
D._
zur Entfernung des Metalls vor (
Urk.
6/19/16-17). Die Operation sei komplikationslos verlaufen und eine radiologische Verlaufskontrolle zeige eine vollständige Entfernung des
Osteosynthesematerials
. Der Beschwerdeführer wurde bis zum 25.
Februar 2013 als vollständig arbeitsunfähig beurteilt (
Urk.
6/7/65), wobei dessen Hausarzt,
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, die Arbeitsunfähigkeit bis am 1
1.
März 2013 verlängerte (
Urk.
6/7/64).
3.2
Aufgrund persistierender Beschwerden wurde der Beschwerdeführer am
7.
Januar 2014 in der
F._
Klinik vorstellig (
Urk.
6/7/48f.).
D
ie MRI-Untersuchung des
OSG
links, welche am 1
2.
Februar 2014 durchgeführt wurde, ergab keinen Nachweis einer
osteochondralen
Läsion im reizlosen OSG oder einer frischen Bandverletzung. Es zeige sich eine alte posttraumatische Verdickung und Vernarbung der vorderen
Syndesmose
und des Ligamentum
talofibulare
anterius
(
Urk.
6/7/41).
Die
behandelnden Ärzte der
F._
Klinik
kamen
zum Schluss, die belastungsbetonten Fussschmerzen links seien phänomenologisch primär
muskuloskelettaler
Genese. Dafür spreche, dass die Schmerzen vorübergehend gut mit
Dafalgan
gelindert werden könnten. Anamnestisch und im Untersuchungs
befund fänden sich zwar Hinweise für eine leichte Neuropathie des distalen sensiblen
Nervus
peroneus
superficialis
und
Nervus
suralis
, typische neuro
pathische Schmerzen würden jedoch nicht vorliegen
(
Urk.
6/7/32)
und seien auch
elektrophysiologisch nicht
objektivierbar
(Urk. 6/19/14)
.
Zufällig wurde eine leichte
Paraspastik
mit gesteigerten Muskeleigenreflexen und fraglich positivem
Babinskizeichen
links sowie pathologischen motorisch evozierten Potentialen zum Motoneuronen-Pool L4/5 entdeckt.
Aufgrund der
vom Beschwerdeführer angegebenen
Nackenschmerzen
und
des
zervikoradikulären
Syndrom
s
rechts
werde
eine zervikale Myelopathie
vermutet
(
Urk.
6/7/32)
, was
schliesslich durch eine am 1
3.
März 2014 durchgeführte MRI-Untersuchung der Hals- und Brustwirbelsäule (HWS und BWS;
Urk.
6/7/12ff.) bestätigt
wurde
. Die
radiolo
gischen
Befunde würden die Kompression des
Myelons
mit erheblicher T2
hyperintenser Signalstörung im Segment C5/6 aufgrund einer
breitbasigen
Diskushernie zeigen. Ferner zeige sich neben der
Paraspastik
zusätzlich eine leichte Parese für die Armextension links und leichte
Hypästhesien
der Hände
ulnarbetont
. Aus therapeutischer Sicht sei die chirurgische Dekompression indiziert.
Im Rahmen der Besprechung der wirbelsäulenchi
rurgischen Möglichkeiten am 20.
März 2014 (
Urk.
6/10) in der
F._
Klinik empfahlen die behandelnden Ärzte dem Beschwerdeführer eine ventrale Diskektomie,
Spondylodese
mittels Cage, Schrauben und Platte Implantation, wobei einer weiteren Verschlechterung
entgegengewirkt werden solle
.
3.3
Dr.
med.
B._
führte im Auftrag der
Unfall
versicherung (Urk.
6/7/25) eine spezialärztliche Untersuchun
g durch, über welche sie am 15.
April 2014 berichtete (
Urk.
6/31/9-22). Sie hielt folgende Diagnosen fest
(Urk.
6/31/18)
:
-
Status nach Weber-B-Fraktur linkes OSG am 2
4.
Januar 2012 mit operativer Versorgung und Status nach Metallentfernung
-
Endphasige Einschränkungen der Funktionen im oberen/unteren Sprung
gelenk bei kernspintomographischem Ausschluss degenerativer Verände
rungen
-
Hyposensibilität am lateralen
Fussrand
(narbenbedingt)
-
Druckschmerzen im lateralen
Malleolus
und Wetterfühligkeit
Ausserdem diagnostizierte sie eine ausgeprägte Fehlstatik und Haltungs
insuffizienz bei muskulärem Hartspann und nur mässig gut trainierter Rumpf
muskulatur, wobei auf die Fehlstatik und die Haltungsinsuffizienz ein Über
gewicht von etwa 20 kg negativen Einfluss nehme. Ferner stellte sie erheblich verkürzte
Ischiokruralmuskulatur
ohne Dehnungsschmerzen fest
ü
berdies
k
ein
sicheres nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit bei klinischem Anhalt auf verstärkte Patellarsehnenreflexe (PSR) beidseits
(Urk. 6/31/18)
.
Dr.
B._
gab an, die Restbeschwerden nach Sprunggelenksfraktur links am 2
4.
Januar 2012 würden keine Arbeitsunfähigkeit begründen, auch nicht retro
spektiv ab dem 1
3.
Oktober 201
3.
Im Zusammenhang mit der momentan bestehen
den Arbeitsunfähigkeit hätten Abklärungen ergeben, dass eine Enge der unteren HWS für die Beschwerden ursächlich sei. Entsprechend empfehle man eine Operation (vgl. vorstehend E. 3.2). Diesbezüglich äusserte
Dr.
B._
, anhand der erhobenen Untersuchungsbefunde
solle
zunächst eine Ernährungsberatung in die Wege geleitet werden sowie eine erneute Verordnung von aktiver Physiotherapie mit medizinischer Trainingstherapie. Dringend notwendig sei eine deutliche Gewichtsreduktion, vornehmlich der stammbetonten Adipositas mit funktionell ungünstigen Auswirkungen auf die Wirbelsäule. Erst bei Restbe
schwerden solle eine Operation an der HWS erfolgen
(
Urk.
6/31/19)
.
3.4
Seit Dezember 2004 ist der Beschwerdeführer bei
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, in hausärztlicher Behandlung. Dieser stellte in seinem Arztbericht vom
2.
August 2014 (
Urk.
6/19) zu Händen der IV-Stelle
fest, wegen Restbeschwerden bei Status nach
Malleolarfraktur
links sei der Beschwer
de
führer in der
F._
Klinik weiter abgeklärt worden, wobei man eine zervikale Myelopathie C4-C5 diagnostiziert habe (vgl. vorstehend E
. 3.2). Diese habe der Beschwerdeführer in der Türkei im April 2014 notfallmässig operieren müssen.
Die Belastbarkeit des Achsenskeletts sei
nach wie vor
massiv einge
schränkt.
Dr.
E._
attestierte dem Beschwerdeführer in seiner zuletzt aus
geübten Tätigkeit als Kellner eine 80%ige
Arbeitsunfähigkeit seit dem 16.
Oktober 201
3.
Die Prognose sei ungünstig. Der Beschwerdeführer sei für eine körperlich sehr leichte Tätigkeit (beispielsweise Organisation- oder Kontroll
arbeiten) zu maximal 30
%
arbeitsfähig, wobei er aktuell in einem 20%-Pensum arbeite.
3.5
Im Verlaufsbericht vom 1
0.
Januar 2015 (
Urk.
6/33) zu Händen der IV-Stelle verwies
Dr.
E._
hauptsächlich auf die
beigelegten
Arztberichte von Prof.
Dr.
med.
Dr.
phil. PD
G._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie im
H._
, und
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für Neurologie in der
J._
Klinik
K._
, bei welchen sich der Beschwerde
führer im Rahmen einer erneuten Beurteilung seines Gesundheits
zustandes vor
stellte.
Dr.
G._
äusserte in seinem Arztbericht vom 2
0.
September 2014 (
Urk.
6/33/5f.), der Beschwerdeführer sei beim Gehen spastisch und habe Krämpfe in den Beinen sowie auch Probleme beim Wasserlösen. Daran habe auch eine in der Türkei durchgeführte Operation (Dekompression des Spinalkanals
C6 und C7
) im April 2014 nichts geändert. Nach Angaben des Beschwerdeführers habe die Bein
symptomatik sogar zugenommen.
Eine neurologische und elektrophysiologische Untersuchung durch
Dr.
med.
I._
offenbarte eindeutige Zeichen einer rechtsbetonten zervikalen Myelo
pathie. Eine baldige Dekompression sei aufgrund der schnellen Progredienz der Symptome zu empfehlen (
Urk.
6/33/9f.).
Der Beschwerdeführer wurde
daraufhin
am 2
0.
Oktober 2014 operiert (Stabili
sation C5 bis C7 mit
Fazettenschrauben
und Stäben,
Laminektomie
von C4 bis C7, Teil-
Laminektomie
C4 bis C7, C5 bis C7
Spondylodese
,
A
nfrischen des Knochenbettes) und berichtete i
m Zuge einer postoperativen Verlaufskontrolle
am 2. Dezember 2014 (Urk. 6/33/7f.)
, er
habe nach wie vor Beschwerden, zum Teil brennende Schmerzen in den Beinen
und
keine Kraft.
Dr.
G._
hielt in seinem Arztbericht fest
,
es zeige sich eine ausgeprägte Druckempfindlichkeit entlang dem
Dermatom
C6 rechts. Das Reflexbild habe sich zwischenzeitlich nicht verändert, insbesondere die Sensibilität und die Kraft in den Armen nicht. Auch die radiologischen Aufnahmen zeigten keine Veränderung gegenüber den Vor
aufnahmen, insbesondere keine Lockerung der Implantate
.
Er gehe davon aus
,
dass
der Beschwerdeführer an einer Nervenwurzelreizsymptomatik C6 rechts
leide
. Die Ursache dafür
sei
eine hochgradige
neuroforaminale
Enge C5/C6 beid
seits.
Dr.
G._
attestierte ihm weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
3.6
Dr.
E._
verwies in seinem Verlaufsbericht vom
5.
September 2015 (
Urk.
6/40) zu Händen der IV-Stelle auf die beiliegend eingereichten Arztberichte der Ärzte des
H._
.
Der Beschwerdeführer stellte sich drei Monate nach der durchgeführten Operation (vgl. vorstehend E. 3.
5
) zu einer weiteren Nachkontrolle bei
Dr.
G._
vor. Dieser stellte in seinem Arztbericht vom 2
4.
Januar 2015 (
Urk.
6/40/11f.) fest, der Beschwerdeführer habe deutlich weniger Parästhesien in den Armen und in den Beinen sowie auch weniger Schmerzen. Seine Beine seien aber nach wie vor schwach. Das Hauptproblem sei
en jedoch die Nacken-, Schulter
- und Armschmerzen rechts im
Dermatom
C
6.
Dort habe er eine
zervikoradikuläre
Reizsymptomatik.
Von einer wenig veränderten Situation berichtete
Dr.
med.
L._
, Ärztin im
H._
, am 1
8.
Februar 2015 (
Urk.
6/40/9f.). Die Schmerz
symptomatik im Nacken sowie die Schmerzausstrahlung in die rechte obere Extremität habe sich leicht gebessert, unverändert seien jedoch die Unge
schicklich
keit der Hände sowie die Kraftlosigkeit in den oberen und unteren Extremitäten. Von keinem veränderten Zustand ist in den Arztberichten vom 1
2.
März und 1
1.
Juni 2015 (
Urk.
6/40/5-8) zu lesen. Der Beschwerdeführer leide an einer schweren chronischen Myelopathie mit Schmerzen insbesondere im Nacken- und Schulterbereich sowie
in den Füssen, wobei diese zu einer Gangunsicherheit führten.
Dr.
G._
attestierte dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
3.
7
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Neurologie,
führte
im Auftrag der Kranken
taggeldversicherung
am 17. April 2015
ein
e neurologische
Beg
utacht
ung durch
, über welche er am 2
1.
April 2015 berichtete (
Urk.
6/46/36-54). Er führte aus, Hauptbeschwerden seien eine Gangstörung mit
ungerichtetem
Schwanken sowie anhaltende Nacken-Schulter-Schmerzen rechts betont. Ursache der
unge
richteten
paraspastischen Gangstörung sei ein inkomplettes sensomo
torisches Querschnittssyndrom bei zervikaler Myelopathie. Die Diagnose einer zervikalen Myelopathie sei bildmorphologisch durch das MRI der HWS mehrfach nachge
wiesen worden. Auch in der neurologischen Untersuchung und in der elektro
physiologischen Diagnostik fänden sich entsprechende Befunde, die an der Diagnose keine Zweifel lassen würden.
Dr.
M._
stimmte den behandelnden Ärzte hinsichtlich der langsamen Genesung der Schmerzsymptomatik sowie der senso
motorischen Ausfälle zu. Die Schädigungen am zervikalen Rückenmark seien nicht unerheblich. Ausserdem sei die Regenerationsfähigkeit des
Myelons
prinzipiell schlecht. Eine leichte Besserung der Gangstörung sei möglich, eine vollständige Ausheilung hingegen eher unwahrscheinlich. Die anhaltende Gangstörung sei in ihrer Ausprägung als leicht- bis
mässiggradig
zu klassi
fizieren. Solange der Beschwerdeführer seine Konzentration auf Stand und Gang richten könne, bestehe keine hohe Sturzgefahr. Sobald er aber andere Dinge gleichzeitig tun würde, würde die Sturzgefahr deutlich zunehmen. Dem Beschwerdeführer sei deshalb die Tätigkeit im Service nicht mehr zumutbar
(
Urk.
6/46/49)
.
Hinsichtlich der beklagten Nackenschmerzen äusserte
Dr.
M._
, diese würden im Wesentlichen auf einem
myofaszialen
Schmerz beruhen, einerseits durch die degenerative Erkrankung der HWS bedingt, andererseits durch mangelnde Bewegung und
Dekonditionierung
. Erschwerend komme die Adipositas hinzu, welche für die Gesamtstatik der Wirbelsäule nicht vorteilhaft sei. Dementsprechend seien eine Gewichtsreduktion sowie aktive gymnastische Übungen zur Lockerung und Kräftigung der gesamten Rumpf- und Rücken
muskulatur angezeigt
(
Urk.
6/46/50)
.
Dr.
M._
beobachtete während der Untersuchung kein auffälliges Schmerz- oder Schonverhalten. Der Beschwerde
führer habe seinen Kopf frei in alle Richtungen wenden können und das An- und Auskleiden sei zügig und geschickt erfolgt. Während der Begutachtung habe der Beschwerdeführer nicht schmerzgequält gewirkt
(
Urk.
6/46/43)
.
Dr.
M._
hielt fest, a
ufgrund der Nackenschmerzen und der
zugrunde liegenden
dege
nerativen Erkrankung der HWS seien dem Beschwerdeführer schwere körperliche Tätigkeiten mit Heben und Tragen schwerer Lasten, dauerhaftem Arbeiten in
Zwangspositionen, dauerhaften Überkopfarbeiten und repetitivem Bücken nicht mehr zumutbar. In einer optimal leidensadaptierten Tätigkeit sei er hingegen voll arbeitsfähig. Die Sensibilitätsstörungen an Daumen und Zeigefinger beidseits seien am ehesten durch segmentale Läsionen im Rahmen der Grunderkrankung erklärbar und würden allenfalls zu einer
geringgradigen
Einschränkung der sensiblen Handfunktionen führen. Die anderen Finger seien bezüglich der sensiblen Funktion normal. Der Beschwerdeführer habe auch nicht über Ein
schränkungen im Alltag aufgrund der Sensibilitätsstörung berichtet. Eine Leistungsminderung ergebe sich möglicherweise bei Arbeitsplätzen bzw. Tätig
keiten mit einer erhöhten Anforderung an die Feinmotorik
(
Urk.
6/46/50)
.
3.8
Am 1
9.
Mai 2015 berichtete
Dr.
med.
N._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, über die spezialärztliche Untersuchung
vom 17. April 2015
, welche er im Auftrag der Krankentaggeldversicherung durchgeführt hat (
Urk.
6/46/55-85). Er führte aus,
der Beschwerdeführer sei bewusstseinsklar und allseits vollständig orientiert. Wahrnehmungsstörungen fänden sich keine. Sein Denken sei formal intakt und inhaltlich okkupiert von Sorgen bezüglich seiner gesundheitlichen und finanziellen beruflichen Situation.
Die Stimmung sei durchgehend leicht bis mittelgradig zum depressiven Pol verschoben, der Affekt überwiegend im negativen Spektrum auslenkbar, der Antrieb leicht gemindert und die Psychomotorik zurückgenommen
(Urk. 6/46/62)
.
Dr.
N._
stellte zusammenfassend fest,
im Zusammenhang mit den
chronifizierten
Schmerzen, die ihre klinische Bewertung im neurologischen Gutachten erfahren (vgl.
vorstehen
d E. 3.7
), sei es zu einer reaktiven Verstimmung gekommen, welche nach Art und Ausmass keine eigenständige
seelische
krankheitswertige Störung darstelle. Diese reaktive depressive Verstimmung
leichten Grades
sei in ihrer Genese und ihrem Verlauf abhängig vom Schmerzgeschehen und beeinflusse die Arbeitsfähigkeit auch nur insoweit, wie dies das Schmerzgeschehen tue. Könne eine organmedizinische Besserung erreicht werden, sei damit zu rechnen, dass die depressive Symptomatik vollständig ausheilen könne. Komme es hingegen zu einer
Chronifizierung
der Schmerzen, müsse auch mit einer Exazerbation der Depressivität gerechnet werden
(
Urk.
6/46/78f.)
.
Der Beschwerdeführer habe seine Beschwerden authentisch geschildert. Dafür spreche auch das SFSS-Testergebnis (Strukturierter Fragebogen Simulierter Symptome), welches keine Hinweise auf eine Beschwerdeverdeutlichung oder Antwortverzerrungen liefere
(
Urk.
6/46/80)
. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit äusserte
Dr.
N._
, der Beschwerdeführer sei seitens des psychiatrischen Fachgebietes nicht beeinträchtigt
(
Urk.
6/46/80f.)
.
3.9
Dr.
G._
nahm am 1
1.
Juni 2015 zum n
eurologischen Gutachten von Dr.
M._
Stellung (
Urk.
6/45/15f.) und wies darauf hin, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht eine Folge von muskulären Verspannungen seien, sondern im Rahmen der zervi
kalen Myelopathie aufgetreten seien. Hauptursache für die Arbeitsun
fähigkeit sei nicht die von
Dr.
M._
beschriebene Gehbehinde
rung, sondern vielmehr die Nacken- und Schulterschmerzen sowie insbesondere auch die Schmerzen im Unterschenkel innen.
Dr.
G._
empfahl die Durchführung einer neuen Begutachtung durch einen erfahrenen Neurologen.
3.1
0
Im Auftrag der Krankentaggeldversicherung nahm
am 9. Juli 2015
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie, eine Beurteilung der Aktenlage vor
(
Urk.
6/46/7-33).
Er stellte fest, die beiden Teilgutachten
(vgl. E. 3.7 und E. 3.8)
würden insbesondere im Hinblick auf den beschriebenen psychopathologischen Befund und das Verhalten des Beschwerdeführers während den Untersuchungen bei
Dr.
M._
und bei
Dr.
N._
im Kontrast stehen und seien nicht nachvollziehbar. So habe es im Rahmen der neurologischen Untersuchung
bei Dr.
M._
Hin
weise auf Aggravation und Symptomausweitung der Schmerzsymptomatik und daraus resultierender Beeinträchtigung gegeben. Demgegenüber habe
Dr.
N._
im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung, welche am gleichen Tag stattfand, von keinen Hinweisen auf eine Aggravation mit durchaus authentischer Beschwerde
schilderung und ohne Hinweise auf eine Beschwerdeverdeutlichung oder Antwortverzerrung berichtet (
Urk.
6/46/25).
Einleuchtend seien die im neurologischen Gutachten gestellten Diagnosen
(vgl.
E.
3.7)
. Die daraus gezogenen Schlussfolgerungen durch
Dr.
M._
seien hingegen nicht vollständig nachvollziehbar. Die diffusen Beschwerden
im Bereich des Nackens
seien, wie von
Dr.
G._
im Bericht vom 1
1.
Juni 2015 (vgl.
vorstehend E.
3
.
9
) beschrieben, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Folge der zervikalen Myelopathie. Angesichts der Schwere und der erheblichen Beeinträchtigung aufgrund der Schmerzsymptomatik sei eine multimodale Therapie der Schmerzen, beispielsweise in einer Schmerzambulanz analog den Leitlinien mit
E
rlernen von
Copingstrategien
zur Schmerzbewältigung und einer optimalen medikamentösen und therapeutischen Behandlung dringend indiziert
(
Urk.
6/46/26)
. Im Hinblick auf die Beurteilung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei sowohl das neuro
logische als auch
das
psychiatrische Teilgutachten nachvollziehbar, umfassend, beruhe auf der Anamnese und allseitigen Untersuchungen
und
berücksichtige die geklagten Beschwerden und die
Vorakten
. Die Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge sei einleuchtend und die medizinischen Schlussfolgerungen seien begründet
(
Urk.
6/46/28)
.
Dr.
C._
nannte eine
mässiggradige
paraspastische Gangstörung bei residualem, inkomplettem
somatosensiblem
Querschnittssyndrom im Anschluss an eine am 2
0.
Oktober 2014 operativ versorgte zervikale Myelopathie sowie die Nacken-Schulter-Schmerzen und die Sensibilitätsstörung im Bereich der Segmente C6 beidseits, am ehesten im Rahmen der bei etwa C6 maximalen zervikalen Myelopathie bzw. gleichzeitiger Schädigung der
radikulären
Nervenstrukturen im gleichen Segment, als die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Diagnosen
(
Urk.
6/46/29)
. Aufgrund der objektiv ausgewiesenen Einschränkungen sei der Beschwerdeführer im Service bis auf Weiteres nicht einsetzbar. In einer leichten körperlichen Tätigkeit, analog dem Belastungsprofil (vgl.
Ausführungen in
E. 3.
7
), sei er aus neurologischer Sicht jedoch voll einsetzbar, sprich mit einer Leistung von 100
%
und einem Pensum von 100
%
. Aus psychiatrischer Sicht seien keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit begründet. In der Tätigkeit als Geschäfts
führer sei der Beschwerdeführer
zu
100%ig arbeitsfähig. Die in den Gutachten vorgenommene Einschätzung sei aus fachärztlicher Sicht nach
voll
ziehbar
(
Urk.
6/46/30-32)
.
3.1
1
Auf Empfehlung von
Dr.
G._
konsultierte der Beschwerdeführer
Dr.
med.
O._
, Facharzt für Neurologie
, welcher am
2.
Oktober 2015 (
Urk.
6/45/6-9)
berichtete,
Hauptproblem sei die erhebliche Myelopathie. Der Beschwerdeführer habe in den letzten Monaten eine Verschlechterung der Gangfähigkeit erlebt, wobei sich weder klinisch noch im MRI Hinweise auf eine zusätzliche Pathologie ergeben würden.
Es
sei
deshalb
von einer Verschlechterung info
lge Trainings
mangel auszugehen, weshalb ein
gezieltes Gang- und Muskelaufbau
training vordringlich
sei
. Allenfalls sei ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt indiziert. Ferner leide der Beschwerdeführer infolge der Myelopathie an einer Blasen
funktions
störung mit Dranginkontinenz. Eine urologische Verlaufs
kontrolle sei angezeigt. Hinsichtlich der neuropathischen Schmerzen im
Derma
tom
C6 beidseits äusserte
Dr.
O._
, diese könnten zumindest teilweise
radikulär
bedingt sein. Die Schmerzen in den darunterliegenden Segmenten seien aber in jedem Fall eine direkte Folge der Myelopathie und erfahrungsgemäss sehr schwierig zu behandeln. Aufgrund der erheblichen Defizite sowohl sensibel als auch motorisch attestierte
Dr.
O._
dem Beschwerdeführer als Wirt eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit seit mindestens April 201
4.
Mit einer relevanten Besserung sei aufgrund der schweren Myelopathie nicht mehr zu rechnen. Er könne sich auch keine anders geartete Erwerbstätigkeit vorstellen, die der Beschwerdeführer ausüben könnte. Demnach müsse von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit ausge
gangen werden.
3.1
2
Dr.
B._
nahm am
7.
Dezember 2015 erneut eine medizinische Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers vor (
Urk.
6/50/61-77). Auch sie nannte als Hauptdiagnose eine zervikale Myelopathie, welche Grund für zwei Operationen an der HWS (April und Oktober 2014) gewesen sei. Trotz Vorlieg
en einer zervikalen Myelopathie würden
die oberen wie auch die unteren Extremitäten seitengleich kräftige Muskel
n
zeigen
(
Urk.
6/50/72f.)
. In der Unter
suchungssituation sei es zeitweise zu Verdeutlichungstendenzen gekommen. Beispiels
weise bei der Überprüfung des Händedrucks ohne Kraftausübung und anschliessendem Abstützen auf der Untersuchungsliege mit erheblichem Körper
gewicht zur Umlagerung von der Rücken- in die Bauchlage
,
oder als der Beschwerde
führer sein Hemd über den Kopf ab- und wieder
angezogen habe
(
Urk.
6/50/73f.)
.
Dr.
B._
hielt fest, eine namhafte Besserung der Gesund
heitsschädigung sei nicht zu erwarten. Gewisse funktionelle Verbesserungen seien durch eine deutliche Gewichtsabnahme mit Verbesserung von Haltung und Statik sowie muskulärer Kräftigung und muskulärer Dehnung
jedoch zu erwarten
. Sie attestierte dem Beschwerdeführer ein volles Arbeitsvermögen ohne Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, sprich einer Tätigkeit, die sowohl im Sitzen wie auch aus wechselnder Ausgangslage verrichtet werden könne. In der bisherigen Tätigkeit als Wirt sehe sie ein Arbeitsvermögen von etwa vier Stunden, sofern der Beschwerdeführer mit Organisation, Büro
arbeiten und Ausschank hinter der Theke beschäftigt sei
(
Urk.
6/50/75)
.
3.1
3
Im Auftrag der Krankentaggeldversicherung führte
Dr.
C._
eine
bidisziplinäre
psychiatrisch-neurologische Begutachtu
ng durch, über welche er am 17.
De
zember 2015 berichtete (
Urk.
6/50/1-60). Im psychiatrischen Teilgutachten stellte
Dr.
C._
keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Diagnosen. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41
; Urk. 6/50/36
).
Dr.
C._
gab an,
der Beschwerdeführer wirke nicht schmerzgequält. Im klinischen Eindruck hätten sich keine Hinwiese auf umfassende und ausgeprägte kognitive Störungen ergeben. Es seien keine Auffassungs-, Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsstörungen gefunden worden. Im Hinblick auf den Affekt könne eine unauffällige, ausgeglichene Stimmungslage festgestellt werden.
Die Untersuchung
habe
keine Hinweise auf entsprechende psychosoziale Probleme von besonderem Schweregrad ergeben. Auch für das Vorliegen einer affektiven Störung zeigten sich keine Hinweise, so seien die Kardinalsymptome einer Depression nicht gegeben, da sich kein Inter
e
ssen
s
verl
us
t, keine anhaltend gedrückte Stimmung und keine erhöhte Ermüdbarkeit objektiv fest
st
ellen lasse. Ferner gebe es keine Hinweise auf ein vermindertes Selbstwertgefühl,
Schuldge
fühle, verminderten Appetit oder depressiv bedingte Schlafstörungen
(Urk. 6/50/33).
Dr.
C._
hielt zusammenfassend fest,
beim Beschwerdeführer würden erhebliche Inkonsistenzen und ein ausgesprochen selbstlimitierendes Verhalten bestehen. Es stehe ein subjektives Schmerzsyndrom im Vordergrund, aufgrund dessen sich der Beschwerdeführer insuffizient und im Selbstwertgefühl reduziert fühle
(
Urk.
6/50/33)
. In Bezug auf di
e Arbeitsfähigkeit äusserte Dr.
C._
, die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) führe im Falle des Beschwerdeführers aufgrund der subjektiv erlebten und kaum objektiv
i
erbaren Defizite aus rein medizinischer Sicht nicht zu einer Minderung der Arbeitsfähigkeit. Eine Willensanstrengung zur Überwindung der Defizite sei dem Versicherten aus psychiatrischer Sicht zumut
bar und tatsächlich möglich. Diese Einschätzung betreffe jede Art von Tätigkeit
(
Urk.
6/50/37)
.
Im neurologischen Teilgutachten stellte
Dr.
C._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
6/50/45)
:
-
Gangstörung bei
residuellem
, inkomplettem
somatosensiblem
Querschnitts
syndrom, bei Status nach zervikaler Myelopathie und anamnestisch initialer
radikulärer
Symptomatik C6/C7, recht
s
deutlicher als links
,
bei Status nach Dekompression der Nervenwurzel C6/C7 rechts im April 2014 in der Türkei sowie Status nach
Spondylodese
C5-C7 und
Laminektomie
C4-C7 am 2
0.
Oktober 2014
-
Sensibilitätsstörung im Bereich des Segmentes C6/C7 beidseits, am ehesten im Rahmen der bei etwa C6/C7 maximalen zervikalen Myelopathie bei gleich
zeitiger Schädigung der
radikulären
Nervenstrukturen im gleichen Segment.
-
Zervikalsyndrom
mit möglicher
radikulärer
Reizkomponente C7 rechts bei seitengleich kräftiger
Extremitätenmuskulatur
an den oberen und unteren Extremitäten.
Ausserdem äusserte
Dr.
C._
den Verdacht auf beginnende, distal betonte Polyneuropathie im Rahmen des nicht insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ 2, wobei diese ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bleibe.
Dr.
C._
hielt im neurologischen Teilgutachten fest, der Beschwerdeführer sei während der Begutachtung entspannt auf dem Stuhl gesessen und habe den Kopf spontan frei in alle Richtungen gewandt. Ein auffälliges Schmerz- oder Schon
verhalten sei nicht beobachtet worden. Bei passiver Untersuchung der HWS habe der Beschwerdeführer aktiv in alle Bewegungsrichtungen blockiert und lokale Nackenschmerzen angegeben
(
Urk.
6/50/47)
. Aufgrund der allgemeinen Indizien, unter anderem unbeobachtetes Gangbild, Schnelligkeit und Ablauf der Bewe
gungen, Mitschwingen der Arme, Spontanmotorik, spontane Kopf
drehungen,
Positionswechsel während der Untersuchung, jedoch keine entlastenden Körper
bewegungen, speditives An- und Auskleiden sowie ergänzende Indizien zum Ausschluss einer hirnorganischen Störung würden sich beim Beschwerde
führer Hinweise auf nicht in vorhandenem Umfang geklagte Beschwerden im Sinne zumindest einer Symptomausweitung ergeben. Die beklagte Intensität und das Ausmass der Beschwerden seien mit dem alltäglichen Aktivitätsniveau nicht vereinbar. Die gutachterliche Konsistenzprüfung habe daher Diskrepanzen und Inkonsistenzen ergeben. All dies sowie die Behauptungen des Beschwerdeführers (
der Beschwerdeführer behauptete,
er könne nur 30 bis 40 Meter gehen ohne eine Pause zu machen sowie er könne überhaupt nicht arbeiten) würden auf eine ausgesprochene Selbstlimitierung hinweisen und nicht im Einklang mit der Verhaltensbeobachtung während der Begutachtung stehen. Sie seien mit den erhobenen klinischen Befunden nicht vereinbar und entsprechend nicht plausibel
(
Urk.
6/50/48f.)
.
Dr.
C._
attestierte dem Beschwerdeführer aus neurologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Wirt wie auch in allen angepassten Tätigkeiten mit ähnlichem Belastungsprofil
(
Urk.
6/50/49)
.
3.1
4
Zu den gesamten
Vorakten
nahm RAD-Arzt
Dr.
Z._
erstmals am
3
1.
Januar 2015
und abschliessend
am
24. Februar 2016 Stellung (Urk. 6/59 S. 8-10)
und
stellte fest, die beiden neu erstellten Gutachten (vgl. E. 3.1
2
und
E.
3.1
3
) würden gegenüber den vorherigen Gutachten (vgl. E. 3.
7
und
E.
3.
8
)
weder andere als die bereits bekannten Diagnosen noch eine wesentliche andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit enthalten. Dabei komme es sicher entscheidend auf das Anforderungsprofil der zuletzt ausgeübten Tätigkeit an. Nehme man die Angaben aus dem Arbeitgeberfragebogen (Urk. 6/41) als Grundlage, so sei der Beurteilung von
Dr.
B._
, welche eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestierte
(Arbeitsver
mögen von etwa vier Stunden; vgl. E. 12
)
, zuzustimmen. Für eine angepasste Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt werde ohnehin bei allen Gutachtern eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit von 100 % angegeben.
Dr.
Z._
definierte folgendes Belastungsprofil:
keine schwere körperliche Tätigkeit mit Heben und Tragen von Lasten oder häufigem Bücken, keine dauerhafte Arbeit in Zwangs
positionen, keine dauerhafte Überkopfarbeit, keine Tätigkeit mit erhöhter Absturz
gefahr auf Leitern oder Gerüsten, keine Tätigkeit mit Verletzungsgefahr oder Notwendigkeit manuellen Geschicks.
3.1
5
3.15.1
Der Beschwerdeführer reichte im Rahmen des
Einwandverfahrens
den gut
achterli
chen Bericht
d
es Neurochirurgen
Dr.
A._
vom
2
7.
Dezember 2016
und
6. Januar 2017
ein (Urk.
6/64
)
.
Dieser hielt fest,
alle behandlungs
medizinischen
Stellungnahmen inklusive der Nachsorge Untersuchungen durch
Dr.
G._
würden eine persistierende zervikale Myelopathie mit einer rechts
betonten und beinbetonten
Tetraspastik
, einer
Feinmotorikstörung
der rechten Hand, Sensibilitätsstörungen betont an der rechten Hand, Kribbelparästhesien und Missempfindungen beschreiben. Ausserdem würden Schmerzen im Nacken
bereich und an der rechten oberen Extremität beschrieben werden, wobei dies
bezüglich unklar bleibe, inwieweit die Ursache
medullär
,
radikulär
oder
pseudo
radikulär
zu suchen sei.
Dr.
A._
gab an, die Beweglichkeit der HWS sei deutlich eingeschränkt, würde jedoch in dem Rahmen liegen, der nach einer wirbelsäulenchirurgischen Instrumentierung C5 auf C7 auch zu erwarten sei. Weiter bestehe eine bekannte Prostata Problematik mit allerdings kompensierten Symptomen
. Mit einer Verbesserung der Symptome sei nicht zu rechnen (Urk. 6/64/32)
.
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit äusserte
Dr.
A._
, aus Sicht der Behandlungs
medizin sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit aufgrund der Gangstörung und der
Feinmotorikstörung
, welche bildgebend durch die Atrophie des Rückenmarks und die elektrophysiologischen Untersuchungen apparativ bestätigt seien, nicht mehr im gewohnten Umfang einsetzbar. Inwieweit eine leidensangepasste möglich sei, sei schwierig einzuschätzen. Eine Bürotätigkeit am Computer komme bei der
Feinmotorikstörung
nicht in Betracht. Eine
reine Auf
sichtstätigkeit sei hingegen sicherlich möglich
(Urk. 6/64/32)
.
Aus gutachterlicher Sicht könne von einer Restarbeitsfähigkeit im Rahmen der angestammten Tätigkeit ausgegangen werden, so könne der Beschwerdeführer beispielsweise die Position des Personalchefs einnehmen. Vom Umfang her schätze er die genannte administrative Restarbeitsfähigkeit im angestammten Bereich (Familienunternehmen) auf etwa 25
%
des ursprünglichen Pensums ein (Urk. 6/64/41).
Die Anpassung an das Leiden bedinge in jedem Fall eine medi
zinisch
-
theoretische Konstruktion mit vielen Vergünstigungen und Pausen (Urk. 6/64/32).
Der Beschwerdeführer erfülle die Kriterien
,
um einen Behinderten
p
arkplatz zu benützen. Eine medizinisch-theoretische leidensange
passte Tätigkeit könne im Prinzip nichts Anderes sein, als ein Behinderten
a
rbeitsplatz
,
wobei hinsichtlich der gesundheitsbedingten Einschränkungen auf die Ausführungen von
Dr.
M._
verwiesen werden könne (vgl. E. 3.7). Zusätzlich sei aber auch eine körperliche Erschöpfung im Rahmen der
Tetraspastik
zu berücksichtigen. E
ine 100%ige Präsenz
an einem Behinderten
a
rbeitsplatz
sei
sicherlich zumutbar. Aufgrund des neurologischen Störungsbildes könne jedoch kein 100%-Pensum erwartet werden
. Realistisch sei ein 2/3-Pensum bei voller Präsenz
(Urk. 6/64/41).
3.15.
2
Hinsichtlich der Gutachten von
Dr.
C._
stellte
Dr.
A._
fest,
Dr.
C._
habe im Gegensatz zur psychiatrischen Vorbegutachtung durch
Dr.
N._
eine chronische
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) diagnostiziert, obwohl er die Stimmungslage des Beschwerdeführers als unauffällig und ausgeglichen ein
ge
schätz
t
habe
, was gegen die gestellte Diagnose sprechen würde
.
Dr.
A._
führte aus,
der Beschwerdeführer habe durch die zervikale Myelopathie eine signifikante
körperliche
Behinderung durch
eine rechtsbetonte und beinbet
onte
Tetraspastik
. Die körperliche Behinderung dominiere
sowohl
das klinische Gesamtbild
als auch
die Lebenssituation des Beschwerdeführers. Zusätzlich zu dieser körperlichen Behinderung leide er glaubhaft
nebenbefundlich
auch an Schmerzen und Missempfindungen,
wobei
diese Schmerzen
sicherlich
chronifiziert
seien
, aber nicht im Sinne einer chro
nischen Schmerzerkrankung als eigenständiges Krankheitsbild im Vorder
grund stehen würden.
Aus somatischer Sicht sei die Diagnose nach F45.41 entsprechend nicht gerechtfertigt.
Eine normale Beweglichkeit der
HWS
sei nach einer Mehr-Etagen Versteifung der
HWS
nicht zu erwarten. Nackenbeschwerden und
pseudoradikulär
etwas diffus ausstrahlende Beschwerden seien durch die Operationen
der HWS
erklärbar und plausibel.
Diese Beschwerden würde aber nicht das gesundheitliche Störungsbild dominieren, sondern die vorhandene körperliche Behinderung durch die beinbetonte
Tetraspastik
stehe im Vorder
grund.
Hinsichtlich der von
Dr.
C._
festge
stellten Aggravation führte Dr.
A._
aus, e
ine gewisse Verdeutlichungstendenz ohne bewusste Absicht könne in manchen Teilbereichen der klinischen Präsentation durchaus vorliegen un
d würde
wohl im Zusammenhang mit den schlechten Deutschkenntnissen des Beschwerdeführers stehen.
Für eine Aggravation
zur Erschleichung von Versiche
rungs
leistungen
gebe es jedoch keinerlei Anhaltspunkte
(Urk. 6/64/38)
.
Dr.
A._
kritisierte
insbesondere, dass
Dr.
C._
hauptsächlich auf die Symptomverdeutlichung respektive Aggravation eingehe und die objektiven Befunde
nicht neutral festgestellt habe. Die Begutachtung durch
Dr.
C._
stelle eine «Anklageschrift» gegen den Beschwerdeführer dar.
Seiner Meinung nach, sei d
ie Auffassung von
Dr.
C._
,
dass
alle vorhandenen Beschwerden und Behinderungen mit etwas Willensanstrengung überwindbar
seien, bedenklich
(Urk. 6/64/39).
3.16
RAD-Arzt
Dr.
Z._
nahm am
19. Januar 2017
erneut Stellung (
Urk.
6/
66
) und hielt fest,
das Gutachten von
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E.
3.15
) enthalte keine anderen, neuen oder bislang unbekannten medizinischen Tatsachen (Befunde/Diagnosen). Er bewerte diese aber anders hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Somit handle es sich aus versicherungsmedizinischer Sicht um eine andere Beurteilung derselben medizinischen Tatsachen.
4.
4.1
Nach einhelliger ärztlicher Einschätzung leidet der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht an keiner die Arbeits- und Leistungsfähigkeit einschränken
der Krankheit. Dies ist unbestritten.
4.2
Aus somatischer Sicht bleibt festzuhalten, dass laut
Dr.
B._
die
Malleolar
fraktur
links (2
4.
Januar 2012), in Folge derer sich der Beschwerdeführer für Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet hatte, spätestens im Zeitpunkt ihrer Untersuchung (April 2014) ausgeheilt war und die allfälligen Restbe
schwerden keine Arbeitsunfähigkeit mehr begründen (E. 3.5). Diesbezüglich finden sich auch in den zahlreichen nachfolgenden Arztberichten und Gutachten keine Weiterungen. Im Wesentlichen klagt der Beschwerdeführer seither über ein Schmerzsyndrom an Nacken, Schultern und Arm rechts mit Parästhesien in den Armen und Beinen, Kraftlosigkeit und Ungeschicklichkeit in den oberen Extremitäten sowie Schwäche in den Beinen. Auch dieser Umstand ist nicht strittig.
4.3
Es ist konstante Praxis, dass Invaliden- und Unfallversicherung sich auf die vom anderen Versicherer eingeholten medizinische Berichte abstützen und sich allen
falls – wo notwendig – mit ergänzenden Fragen anschliessen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_621/2013 vom 3
0.
Januar 2014 E. 5). Der Beschwerdegegnerin war es nicht verwehrt, im Rahmen der Sachverhalts
abklärung von Amtes wegen (
Art.
43 ATSG) Unterlagen bei der Unfall- und Kranken
versicherung einzuholen (vgl.
Art.
28
Abs.
3 ATSG). Diese sind in die Beurteilung des Leistungsanspruchs einzubeziehen, auch wenn bei deren Erstellung allenfalls die Parteirechte gemäss
Art.
44 ATSG – etwa mangels Anwendbarkeit dieser Norm - nicht gewahrt wurden; dieser Umstand ist gegebenenfalls bei der Beweiswürdigung zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_540/2012 vom 1
7.
Dezember 2012 E. 3.2.1). Der Beschwerdeführer konnte spätestens im
Einwandverfahren
die beigezogenen medizinischen Unterlagen einsehen und hierzu Stellung nehmen. Eine Verletzung der in
Art.
44 ATSG vorgeschriebenen Mitwirkungs- und Partizipationsrechte ist – entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk.1 S. 5) - nicht gegeben (BGE 125 V 332; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2007 vom
3.
Januar 2008 E. 3.2). Demzufolge war die Beschwerdegegnerin grund
sätzlich nicht verpflichtet, eigene medizinische Abklärungen, insbesondere ein Gutachten, einzuholen, sofern die bereits vorhandene medizinische Aktenlage beweiskräftig war und sich daraus der für die Invalidenversicherung relevante Sachverhalt abschliessend erstellen liess. Dies bleibt nachfolgend zu prüfen.
4.4
In der Beurteilung des leistungseinschränkenden Gesundheitsschadens sind sich die medizinischen Fachpersonen einig; der Beschwerdeführer wies
cervikale
Diskushernien C 5/6 und C 6/7 auf mit konsekutiv engem
cervikalem
Spinalkanal und
cervikaler
Myelopathie, infolge dessen und trotz zweier Operationen (22. April 2014, 2
0.
Oktober 2014) eine
cervikale
Myelopathie persistierte mit rechtsbetonter und beinbetonter
Tetraspastik
mit zusätzlich sensiblen Störungen und Missempfindungen, chronischen Nackenbeschwerden und einer
Brachialgie
rechts bzw.
pseudoradikulärer
Symptomatik. Als Nebendiagnosen verbleiben ein Prostata-Leiden und ein nicht insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ II. Die Arbeitsfähigkeit wird einhellig insbesondere durch die Gangstörung und die Nacken-Schulter-Schmerzen beeinflusst. Einig sind sich die berichterstattenden Ärzte auch darin, dass der Beschwerdeführer eine verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule aufweist. Demzufolge besteht für schwere körperliche Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten, häufigem Bücken, dauerhaften Arbeiten in Zwangsposition, Tätigkeiten auf Leitern oder Gerüsten sowie mit der Notwendigkeit manuellen Geschicks keine Arbeitsfähigkeit mehr (vgl. hierzu auch die Einschätzung im Parteigutachten von
Dr.
A._
vom
1.
Dezember 2016,
Urk.
6/64/1-5). Damit besteht unbestrittenermassen auch keine Arbeits
fähigkeit mehr in eigentlichen Servicetätigkeiten. Da in der Beurteilung dieser Situation weitestgehend einhellige medizinische Einschätzungen vorliegen, sind die Vorbringen des Beschwerdeführers gegenüber den Feststellungen von
Dr.
B._
, wonach infolge einer ausgeprägten Fehlstatik und Haltungs
insuffi
zienz bei mässig gut trainierter Rumpfmuskulatur und Übergewicht eine medizi
nische Trainingstherapie sowie Ernährungsberatung angebracht wäre und zu einer Verbesserung führen würde (E. 3.3), nicht von Belang. Hierbei ist allerdings darauf hinzuweisen, dass diese Beurteilung von
Dr.
M._
(E. 3.7) geteilt wurde. Auch
Dr.
G._
riet wiederholt dazu, die Feinmotorik und Kraft zu trainieren (
Urk.
6/40/10) bzw. ein MTT-Programm durchzuführen (
Urk.
6/40/6), ebenso der konsiliarisch beigezogene Neurologe
Dr.
O._
, der im Bericht vom
2.
Oktober 2015 hinsichtlich der Verschlechterung der Gangfähigkeit von einem Trainingsmangel ausging und daher ein gezieltes Gang- und Muskelauf
bau
training als vordringlich erachtete.
Die Vorbringen
des Beschwerdeführers hin
sichtlich der (angeblichen) Fehlbeurteilung von
Dr.
B._
zur Operations
indikation (
Urk.
1 S. 8f.) sind zum vornherein irrelevant. Ob ihre (Fehl)
ein
schätzungen
Zweifel an ihrer Objektivität zulassen (
Urk.
1 S. 9), kann offen
gelassen werden, weil beweiskräftige medizinische Einschätzungen vor
liegen, welche im Ergebnis eine Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit zulassen.
4.5
Dr.
M._
wie
Dr.
C._
erachteten eine leichte körperliche Tätigkeit, wie etwa als Geschäftsführer oder im Rahmen einer anderen leichten Bürotätigkeit, als in vollem Pensum und zu voller Leistung zumutbar (E. 3.7, E. 3.10). Hierauf kann abgestellt werden, da beide Gutachter ihre Beurteilung auf umfangreiche
Abklärungen und den
Vorakten
basierte
n
und sie diese schlüssig begründeten. Dieser Einschätzung steht letztlich auch der Bericht von
Dr.
O._
vom
2.
Oktober 2015 (E. 3.11) nicht entgegen.
Dr.
O._
attestierte einzig für die
Wirtetätigkeit
eine volle Arbeitsunfähigkeit und konnte sich keine angepasste Erwerbsarbeit vorstellen, woraus er auf eine vollständige Erwerbsunfähigkeit schloss, was keine medizinische Beurteilung der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit darstellt. Auch
Dr.
E._
erachtete bereits im Bericht vom
5.
September 2015 eine Arbeits
fähigkeit für sehr leichte Kontrollarbeiten für gegeben; die Beschränkung auf ein Pensum von 20
%
begründete er nicht (
Urk.
6/40/1). Letztlich vermag auch
Dr.
A._
diese Einschätzung nicht zu entkräften. Er erachtet eine volle Präsenz im Rahmen eines 9-Stunden-Tages als medizinisch zumutbar. Dass die Leistungseinbusse infolge erhöhten Pausenbedarfs und die Reduktion des Arbeits
tempos infolge der
Feinmotorikstörung
ein Ausmass von 3 Stunden am Tag erreicht (
Urk.
6/64/5), ist nicht nachvollziehbar. Weshalb diese Leistungs
fähigkeit nur an einem «Behindertenarbeitsplatz» zumutbar ist und geringe Chancen auf Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt hätte, wird nicht begründet und ist angesichts seiner Aussage, die (bisherige) Tätigkeit in der Position eines Personal
chefs (administrative Tätigkeit, Personalführung) unter Ausschluss der Mit
arbeit im Service, sei dem Beschwerdeführer zumutbar (
Urk.
6/64/41), in keiner Weise einsichtig.
Die Beurteilung von
Dr.
Z._
(E. 3.14), wonach die unterschiedliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit massgeblich vom Anforde
rungs
profil abhänge (E. 3.14), trifft zu. In welchem Umfang der Beschwerdeführer in der
P._
Bar sowie im Restaurant
Q._
effektiv im Service und an der Bar mithalf und/oder schwere, ihm nicht mehr zumutbare Tätigkeiten ausüben musste, lässt sich anhand der vorliegenden Akten nicht abschliessend beurteilen. Nach Auskunft der Arbeitgeberin fallen administrative und personelle Tätigkeiten im Umfang von 3 bis rund 5 1/4 Stunden pro Tag (8 Stunden) an (Urk. 6/42/5). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer faktisch
Selbständigerwerbender
ist (vgl. auch Urteil des Bun
desgerichts 9C_453/2014 vom 1
7.
Februar 2015 E. 4.2), auch wenn er formal Arbeitnehmer der
P._
AG, ist. Er amtet – wie auch für die Eigentümerin der Liegenschaft, der
U._
AG, als Mitglied des Verwaltungsrates (vgl. im Internet einsehbarer Auszug des Handelsregisters des Kantons Zürich), und ist daher letztlich – insbesondere auch als faktischer Geschäfts
führer (vgl.
Urk.
6/41/6) - Vorgesetzter der die Arbeitgeberauskünfte erteilenden Person, weshalb davon auszugehen ist, dass diese Auskünfte mass
geblich von ihm mitbestimmt wurden (vgl.
Urk.
6/40/20). Auf eine Betriebs
abklärung vor Ort kann indes verzichtet werden, wie die nachfolgenden Erwägungen aufzeigen.
Zusammenfassend ist gestützt auf die vorliegende medizinische Aktenlage davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer jede Geschäftsführungstätigkeit bzw. Verwaltungstätigkeit für eine Immobilienfirma oder für eine Gesellschaft, welche Restaurations- bzw. Unterhaltungsbetriebe betreibt, ohne eigentliche Mithilfe im Service, uneingeschränkt vollzeitlich zuzumuten ist.
5.
Zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen.
5.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommens
ermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen.
Da nach
empirischer Fest
stellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungs
punkt für die Bestimmung des
Validen
ein
kommens
grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teue
rung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325 f.; 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen; Urteil 8C_450/2016 vom
6.
Oktober 2016 E. 3.2.1).
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE
135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
).
5.2
Das
Valideneinkommen
von
Selbstständigerwerbenden
kann grundsätzlich auf der Basis der Einträge im individuellen Konto (IK) bestimmt werden. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil 8C_567/2013 vom 3
0.
Dezember 2013 E. 2.2.2 mit Hinweisen).
5.3
Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss nach
Art.
28
Abs.
2 ATSG unent
geltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und Fest
setzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (
Abs.
2), und alle Personen
und Stellen, namentlich Arbeitgeber etc. im Einzelfall zu ermächtigen, die Aus
künfte zu erteilen, die für die Abklärung von Leistungsansprüchen erforderlich sind (
Abs.
3).
5.4
Zur Klärung der erwerblichen Verhältnisse zog die Beschwerdegegnerin einen Auszug aus den IKs des Beschwerdeführers (
Urk.
6/58) sowie einen Arbeit
geberbericht der
P._
AG bei (
Urk.
6/41). Diesem ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit Januar 2012 einen Lohn von Fr. 5'317.
--
monatlich und seit
1.
Januar 2014 einen solchen von
Fr.
5'555.-- (ein
schliesslich 1
3.
Monatslohn) ausbezahlt erhielt, trotz 100%iger Arbeitsun
fähigkeit seit
1.
Januar 201
4.
Der Beschwerdeführer leiste aktuell keine Arbeits
zeit. Er erhalte trotzdem den vollen Lohn (vgl. auch die Lohnblätter 2013/14 zu Händen der Taggeldversicherung,
Urk.
6/20).
Nach Art. 25 Abs. 1
lit
. b IVV gehören Lohnbestandteile, für die der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin nachgewiesenermassen wegen beschränkter Arbeitsfähigkeit keine Gegenleistung erbringen kann, nicht zu dem für die Invaliditätsbemessung massgebenden Erwerbseinkommen. Praxisgemäss sind an den Nachweis von Soziallohn indessen strenge Anforderungen zu stellen, da vom Grundsatz ausgegangen werden muss, dass ausbezahlte Löhne normalerweise das Äquivalent einer entsprechenden Arbeitsleistung sind (BGE 117 V 8 mit Hinweisen). Bei der Würdigung
der vorliegenden
Arbeitgeberbe
scheinigung
ist zu bedenken,
dass der Beschwerde
führer Geschäftsführer und Verwaltungsratsmitglied der Arbeitgeberin ist, die ihre
Gastrobetrieb
(e) fortgesetzt weiterführte, auch ohne Mithilfe des Beschwerde
führers im Service. Es ist davon auszugehen, dass weiterhin Geschäftsführungs- und Leitungstätigkeiten angefallen sind und sich der Beschwerdeführer als Organ der Arbeitgeberin allfällige Zahlungen derselben als Lohn anzurechnen hat. Zur Prüfung der Erwerbseinbussen forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwerde
führer bzw. seinen Buchhalter mit Schreiben vom
4.
April 2016 (
Urk.
6/54) auf, Buchhaltungsunterlagen (Bilanzen, Erfolgsrechnungen, allenfalls Hilfsblatt A der Steuererklärung) für die Jahre 2011 bis 2015 zuzustellen. Trotz schriftlicher Mahnungen am 1
6.
Mai 2016 (
Urk.
6/55) und 2
2.
Juni 2016 mit Fristansetzung bis zum 2
2.
Juli 2016 und unter Androhung, ansonsten au
fgrund der Akten zu entscheiden
(
Urk.
6/56; vgl. auch Telefonnotiz vom 2
4.
Juni 2016), kam der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht nicht nach. Auch mit Beschwerde legte der Beschwerdeführer keine Bilanzen und Erfolgsrechnungen der von ihm geführten juristischen Personen oder des Restaurants auf. Demzufolge ist aufgrund der Auszüge aus seinen IKs zu entscheiden.
5.5
Laut IK-Auszug vom 1
1.
Oktober 2016 rechnete der Beschwerdeführer über fol
gende Erwerbseinkommen ab: 2011
Fr.
63'732.
--
(
P._
) +
Fr.
12'400.
--
(als
Selbständigerwerbender
); 2012
Fr.
99'804.
--
(
P._
) +
Fr.
9'094.
--
; 2013
Fr. 63'804.
--
(
P._
); 2014:
Fr.
66'660.
--
(
P._
). Hieraus lässt sich keine mindestens 40%ige Erwerbseinbusse seit der Fraktur im Januar 2012 bzw. seit dem
1.
April 2014 errechnen (
Urk.
6/64/27). Nimmt man den Durchschnitt der von 2007 bis 2011 eingetragenen Erwerbseinkommen (2007:
Fr.
86'400
.
[Fr. 28'600.-- +
Fr.
42'900.-- +
Fr.
1
4'900.--]; 2008:
Fr.
1
32
'500.
--
[
Fr.
30'800.-- +
Fr.
46'200.-- +
Fr.
55'500.--]; 2009
Fr.
105'200.
--
[
Fr.
91'200 +
Fr.
14'000.--]; 2010:
Fr.
102'900.
-- [
Fr.
92'000.-- +
Fr.
11'700.--]; 2011 :
Fr.
76'132.--
[Fr.
63'732.-- + Fr.12'400.--] von
Fr. 100
'
626
.
40
(
Fr. 503
'
132
.-- : 5) und stellt dies dem in den Jahren 2013/14 durchschnittlich erwirtschafteten Erwerbs
einkommen von
Fr.
65'232.
--
gegenüber, so errechnet sich eine Erwerbs
einbusse von Fr.
35
'
394
.
40
oder ein Invaliditätsgrad von
35 %
. Bei diesem Ergebnis braucht nicht geprüft zu werden, ob die Erwerbseinbussen aus
schliesslich gesundheitlich bedingt sind.
Demzufolge ist kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ausgewiesen, wofür der Beschwerdeführer die Beweislast trägt.
6.
6.
Nach dem Gesagten besteht die angefochtene Verfügung vom 1
3.
März 2017 zu Recht und ist die Beschwerde abzuweisen.
7.
Das vorliegende Verfahren geht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen, es ist daher kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind dabei nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule
gen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.