# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8b483e73-0788-4375-8fa6-0fee202ab9f7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1957 und seit 1988 als
Betriebs
mitar
beiter
beim
A._
angestellt,
meldete sich am 5.
September 2012 unter Hinweis auf eine Herzinsuffizienz bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
15/1
und
Urk.
15/8
).
Er war ab Juni 2012 zuerst zu 100
%
und ab
2
1.
August
2012 zu 5
0
%
k
rank
geschrieben
(
Urk.
15/7/7)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers bei (
Urk.
15/7), traf berufliche Abklärungen (
Urk.
15/8
und
Urk.
15/10
), liess Auszüge aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug) erstellen (
Urk.
15/9 und
Urk.
15/18) und holte
Arzt
berichte
(
Urk.
15/13, Urk. 15/14 und
Urk.
15/17)
sowie bei ihrem Regio
nalen Ärztli
chen Dienst
(RAD)
Stellungnahmen z
um medizinischen Sach
verhalt
(Urk. 15/20 S. 2 f.)
ein.
Mit Vorbescheid vom 1
6.
Mai 2013
stellte
sie
dem Versicherten die Abweisung des Rentenb
egehrens in Aussicht (
Urk.
15/22
). Der Versicherte erhob dagegen Einwand (
Urk.
15/26) und stellte
der Verwaltung
am 1
6.
August 2013 einen weiteren Bericht
der behandelnden Kardiologin des
B._
zu
(
Urk.
15/32). Mit Verfügung vom 2
9.
August 2013 hielt die IV-Stelle an ihrem Vorbescheid fest und verneinte einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2).
2.
Gegen dies
e
rentenablehnende Verfügung vom 2
9.
August 2013 erhob der Ver
si
cherte am 2
6.
September 2013 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte eine
Neu
beur
teilung
beziehungsweise Überprüfung
des Entscheids.
Am 2
8.
Oktober 2013 teilte die Schwester des Beschwerdeführers,
Y._
, unter Beilage eines Austrittsberichts der Intensivstation des
B._
(
Urk.
8) mit, der Gesundheitszustand
ihres
Bruders habe sich ver
schlechtert (
Urk.
6). Mit Vollmacht vom
2.
November 2013 (
Urk.
13) wies sie sich als Vertreterin des Versicherten aus (
Urk.
12). In ihrer Vernehmlassung vom
8.
November 2013 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen (
Urk.
14), was dem
Beschwerdeführer am 1
3.
November 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
16
). Mit Verfügung vom
2
3.
Dezember 2013
wurde
die Personalvorsorge
Z._
zum Prozess beigeladen und ihr Fris
t zur
Einrei
chung einer Stellungn
ahme angesetzt (Urk.
17
), wovon die Beigeladene keinen Gebrauch machte
(
vgl
.
Urk.
19).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die Bestim
mung des Invaliditätsgrades (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) und den Rentenanspruch nach dem Grad der Invalidität (Art. 28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung, IVG), sind in der angefochtenen Verfügung zutreffend wiedergegeben (Urk. 2). Darauf kann, mit den nachste
henden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.
Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Verfügung vom 2
9.
August 2013 dafür
(
Urk.
1)
, gemäss ihren Abklärungen sei dem Versicherten seine bisherige Tätig
keit seit August 2012 zu 50
%
zumutbar. In einer behinderungsangepassten, sehr leichten, rein sitzenden Tätigkeit sei er zu 100
%
arbeitsfähig
.
Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Stellungnahmen ihres RAD-Arztes
Dr.
med.
C._
, Facharzt Allgemeinmedizin, ab (
Urk.
15/20 S. 2 f.).
Es resultier
t
e ein Invaliditätsgrad von 34
%
.
Der Beschwerdeführer verwies demgegenüber auf
die
Berichte der
Kardiologin
Dr.
med.
D._
, Oberärztin am
B._
,
und bemerkte, eine körperlich zu leichte Tätigkeit sei seiner Gesundheit nicht förderlich (
Urk.
1).
3.
3.
1
Pract
. med.
E._
,
Fachärztin für
Allgemeinmedizin
,
erstattete
der IV-Stelle am
3.
Dezember 2012
einen Bericht
(
Urk.
15/13/5-7)
. Sie nannte die Diagnosen idiopathische
dilatative
Kardiomyo
pathie
, Status nach abklingender at
ypischer Pneumonie rechts basal sowie
Hyponatriämie
(wahrscheinlich
diuretikabedingt
)
und berichtete,
der Beschwer
deführer
sei
zum ersten Mal am
1.
Juni 2012 mit den Symptomen einer Pneu
monie i
n ihre
r
Sprechstunde erschienen.
Er
habe seit Anfang Mai 2012 an zunehmender Atemnot gelitten, die teilweise, vor allem nachts, mit einem thorakalen
Engegefühl
einhergegangen sei. Zudem habe er über Husten und Aus
wurf geklagt.
In der am
8.
Juni 2012
im
B._
durchge
führte
n Doppler-Echokardiographie sei
eine schwere Herzinsuffizienz mit dila
tiertem Herzen und einer
Mitral
- sowie
Trikuspidalinsuffizienz
ohne Anzeichen einer Rechtsherzbelastung festgestellt worden. Unter einer antibioti
schen Thera
pie mit
Klacid
sei eine rasche Besserung der Symptomatik eingetreten. Zur wei
t
eren ursächlichen Abklärung sei
nach kardiologischer Stabilisierung und
Anti
biotikatherapie
eine Verlegung ins
F._
erfolgt. Bei der dort am 2
2.
Juni 2012 durchgeführten Koronarangiographie habe sich eine stark einge
schränkte Kontraktilität (EF: 28
%
) bei diffuser, schwerer
Hypokinesie
gezeigt. Die Füllungsdrücke und das
Herzminuten
volumen
seien jedoch normal und die
Koronarien
unauffällig
gewesen
. Der Befund eines am 1
3.
Juli 2012 vom Röntgeninstitut
G._
durchgeführten Herz-MRT sei ebenfalls mit einer
dilata
tiven
Kardiomyopathie
vereinbar.
Der Beschwerdeführer könne sich weiterhin schlecht belasten. Aus kardialer Sicht sei der Verlauf der Erkrankung insgesamt stabil. Die Prognose sei schlecht und ernst. Die Krankheit sei progredient und eine schwere körperliche Tätigkeit könne die Progression ungünstig beeinflussen
. Der Beschwerdeführer sei in sei
ner bisherigen Tätigkeit vom
1.
Juni bis 2
0.
August 2012 zu 100
%
arbeitsunfä
hig gewesen. Seit dem 2
1.
August 2012 bestehe eine 50%ige Arbeitsu
nfähigkeit bis auf weiteres.
Er arbeite
am
A._
in der
Logistik und sei dort mit dem
Be
und Entladen von Flugzeugen betraut. Dabei handle es sich vor allem bei kleineren Flugzeugen um eine schwere körperliche Arbeit.
Der Beschwerde
führer sollte aus medizinischen Gründen keine körperlich belastenden Tätigkei
ten ausführen.
Er
vermöge gegenwärtig uneingeschränkt zu sitzen und auf der Eben
e
zu gehen.
Die aktuelle Arbeitsfähigkeit von 50
%
sei gestützt auf die Ergebnisse der Doppler-Echokardiographie als realistisch einzuschätzen. Da der Beschwerde
führer
aber
täglich eine gute Stunde Arbeitsweg mit dem Auto absolviere, die bei seinem Gesundheitszustand erheblich sei, sollte diese vernünftigerweise der Arbeitsfähigkeit von 50
%
zugerechnet werden, so dass er auf ein tägliches Arbeitspensum von deutlich mehr als 50
%
komme. Zur Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit sollten die behandelnden Fachärzte Stellung nehmen.
3.2
Der RAD-Arzt,
Dr
.
C._
,
der selber keine Untersuchungen durchführte,
hielt in seiner Stellungnahme zum medizinischen Sachverhalt vom 2
4.
Januar 2013 fest (
Urk.
15/20 S. 2), der 56-jährige Beschwerdeführer leide laut dem
aktuellen und
nachvollziehbaren Bericht der
Hausärztin
E._
an schweren Ein
schränkungen der Herzleistung (EF um 30
%
) bei idiopathischer
dilatativer
Kar
diomyopat
h
ie
. Damit seien eine leistungsmässig 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit Juni 2012 und eine noch 50
%
ige Arbeitsunfä
higkeit seit August 2012 bis auf weiteres ausgewiesen. In leidensangepasster
körperlich leichter
Tätigkeit, häufig sitzend, sei vorderhand noch eine 100%ige Restarbeitsfähigkeit ausgewiesen.
3.
3
Dr.
med.
D._
,
Oberärztin
Kardiologie,
B._
, berichtete
der IV-Stelle am
3.
Januar
2013 (
Urk.
15/14)
von der Diagnose einer
dilatative
n
Kardiomyopathie
unklarer Genese.
Sie bezifferte die medizinisch begründete
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit mit 40
%
und führte hierzu aus, a
ufgrund reduzierter LVEF seien strenge körperliche Belastungen für die Prognose und den Verlauf der Krankheit kontraindiziert.
In einer angepass
ten Tätigkeit, sitzend oder mit leichter körperlicher Belastung, attestierte sie eine Arbeitsfähigkeit von
maximal
60
%
.
Dr.
D._
berichtete
ferner, die Prognose solcher Krankheiten sei ungünstig. Diese hätten einen progressiven Verlauf, der medikamentös verlangsamt aber nicht gestoppt werden könne und es sei schwierig, eine en
dgültige Prognose zu
stellen. Es könne zu einer Verschlech
terung des Allgemeinzustandes kommen, was eventuell eine Erhöhung der Arbeits
unfähigkeit indizieren werde. Die gegenwärtige Behandlung bestehe aus regelmässigen klinischen und laborchemischen Kontrollen
,
medikamentöser Behandlung
sowie spezialärztlichen Konsultationen
.
3.
4
Am 1
8.
April 2013 (
Urk.
15/17/5) berichtete
pract
. med.
E._
,
die Arbeits
fä
higkeit und der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
sei
seit
dem
letzten Bericht vom
3.
Dezember 2012 konstant geblieben, insbesondere sei keine Verbesserung erfolgt. Der Beschwerdeführer sei seit dem 2
1.
August 2012 zu 50
%
arbeitsunfähig. Die Leistungsminderung betrage 50
%
. Die Prognose sei schlecht und sehr ernst. Die Krankheit sei progredient und eine schwere körper
liche Tätigkeit könne die Progression ungünstig beeinflussen. Zusammenfassend hielt
pract
.
med.
E._
fest, die Arbeitsfähigkeit betrage bei der chroni
schen und progredienten Krankheit des Patienten weiterhin 50
%
.
3.5
Nach Einsicht in die neuen medizinischen Unterlagen hielt
Dr.
C._
am 3
0.
April 2013 (
Urk.
15/20 S. 3) im Wesentlichen an seiner Stellungnahme
fest mit der Ergänzung, eine optimal leidensangepasste Tätigkeit sei eine sehr leichte und rein sitzende Tätigkeit. Damit sei vorderhand noch eine 100%ige
Restar
beitsfähigkeit
ausgewiesen, wenn auch die Prognose mittelfristig schlecht bleibe.
3.6
Nach rentenablehnendem
Vorbescheid berichtete die Kardiologin
Dr.
D._
der IV-Stelle
erneut am 1
0.
August 2013 (
Urk.
15/32)
.
Sie
nannte die bekannte Diagnose und ergänzte
,
diese Krankheiten verliefen chronisch und es komme
immer
zu einer Progression und Verschlechterung der klinischen Situation, mittelfristig würden die Patienten gegebenenfalls eine Herztransplantation brauchen.
Dr.
D._
hielt dafür, si
e sehe den Beschwerdeführer niemals rea
listisch in einer rein sitzenden Position zu 100
%
arbeitstätig und habe dies in ihrem Bericht vom
3.
Januar 2013 auch so mitgeteilt. Der Beschwerdeführer könne höchstens bei rein sitzender und leichter Tätigkeit eine 60%ige
Arbeits
tätigkeit
ausüben. Eigentlich sei die aktuell ausgeübte Arbeitstätigkeit, in wel
cher schwere Lasten gehoben werden müssten, nicht ganz indiziert, aber der Beschwerdeführer wolle gerne weiterarbeiten. In dieser Tätigkeit sehe sie maxi
mal eine 40%ige Arbeitstätigkeit.
4.
4.
1
In Anwendung d
er Grundsätze
zum Beweiswert ärztlicher Berichte (BGE 125 V 351 E. 3a)
erweisen sich
die
im Wesentlichen
überein
stim
menden Stellungnahmen der Hausärztin
pract
.
med.
E._
und der Kardio
login Dr.
D._
als vollumfänglich beweiskräftig
.
Den Berichten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
seit Juni 2012
an einer idiopathischen
dilatativen
Kardiomyopathie
mit teilweise schweren Einschränkungen der
Herz
leistung
leidet. Diese Erkrankung ist chronisch
und
progredient.
Auch der RAD-Arzt
Dr.
C._
zweifelt
e
in seiner
kurzen
summarischen
Würdi
gung
nicht an der
Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit
der ärztlichen
Diagnosen und
Stellungnahmen
und stützt
e
sich in seiner Beurteil
ung vollumfänglich auf diese ab
.
Nicht zu überzeugen vermag
demgegenüber die
von
ihm
– in
Abweichung zur behandelnden Kard
iologin – bescheinigte 100%ige Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit.
Zum Verständnis
des Ablaufs
ist
vorab
hervorzuheben
, dass im Zeitpunkt der ersten Stellungnahme des RAD-Arztes
vom 2
4.
Januar 2013
noch keine fachärztliche Einschätzung
zur
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vorlag und
auch
die Hausärztin
kein
e Angaben hierzu machte und stattdessen auf die behandelnden Fachärzte verwies
.
Dass
Dr.
C._
damals
gestützt auf den
Bericht der Hausärztin –
in dem etwa
festgehalten wurde
, gegenwärtig könne der Versicherte uneingeschränkt
sitzen und auf der Ebene
gehen –
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausging, ist nicht zu beanstanden.
Nicht schlüssig ist demgegenüber
das Festhalten an dieser Einschätzung
auch nach Vorliegen der
widersprechenden
fachärztlichen
Beurteilung
durch die Kardiologin
Dr.
D._
, zumal
Dr.
C._
, der über keinen Facharzttitel Kardiologie verfügt,
seine
a
bweichen
de
Meinung
nicht begründete
.
Abzustellen ist somit auf die Einschätzung der
behandelnden
Kardiologin
Dr.
D._
, die
im Bericht v
om
3.
Januar
2013
nachvollziehbar
darlegte, dass
der Beschwerdeführer aufgrund
der schweren Herzerkrankung auch in angepasster Tätigkeit lediglich
zu maximal 60
%
arbeitsfähig sei
(E. 3.3), was sie im Bericht vom 1
0.
August 2013 nochmals bekräftigte (E. 3.6).
Mit
dem
Hinweis,
der Arbeitsweg im Auto sei beim Gesundheitszustand des Beschwerde
führers eben
falls erheblich und
deswegen
vernünftigerweise
beim Umfang der
Arbeitsfähig
keit
miteinzubeziehen
,
wies
auch die Hausärztin
auf Einschränkungen
in
nur
leichten sitzenden Tätigkeiten hin
(
Urk.
15/13/5-7 S.
3).
Der zweite
Bericht der behandelnden Kardiologin
vom 1
0.
August 2013 wurde
dem RAD-Arzt
Dr.
C._
nicht mehr
vorgelegt
(
Urk.
15/33 S. 1),
so dass ein mögliches Versehen seiner
seits gar
nicht mehr ausgeräumt werden
konnte
.
4.
2
Auch
hinsichtlich
der bisherigen Tätigkeit kann auf die Einschätzung der behan
delnden Kardiologin
Dr.
D._
abgest
ellt werden, wonach eine
maximal
40%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt
.
Anzumerken bleibt, dass
Dr.
D._
im Bericht
vom
3.
Januar 2013
offensichtlich
versehentlich
eine
40%ige
Arbeitsunfähigkeit statt einer
40%ige
n
Arbeitsfähigkeit
in bisheriger Tätigkeit attestiert hatte
(vgl. E. 3.3)
, wie die im selben Bericht bescheinigte maximal 60%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sowie die zweite Stellungnahme vom 1
0.
August 2013
(E. 3.6)
klar auf
zeigen
.
Die Abweichung zur
Einschätzung der
Hausärztin, die
dem Beschwerdeführer, der unbedingt weiterarbeiten wollte,
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
in bisheriger Tätigkeit
attestierte
,
wird durch
deren Ausführungen
, der Arbeitsweg von rund einer Stunde sollte vernünftigerweise zur Arbeitsfähigkeit hinzugerechnet wer
den
, relativiert
(
Urk.
15/13).
Die
Einschätzung von
Dr.
D._
deckt sich im Übrigen auch mit den Angaben der Arbeitgeberin im Bericht vom
7.
November 2012 (
Urk.
15/10/1-7), wonach der Versicherte aktuell noch 50
%
arbeite bei einer effektiven Leistung schwankend
zwischen
zirka 35
%
bis 40
%
.
4.
3
Zusammenfassend ist
festzuhalten
, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner schweren Herzerkrankung
in bisheriger Tätigkeit
ab
1.
Juni
2012
zuerst
zu 100%
arbeitsunfähig
und
ab
August 2012 zu 40
%
arbeitsfähig
war
. In ange
passter, rein sitzender und leichter Tätigkeit ist von einer 60%igen Arbeitsfähig
keit auszugehen.
4.
4
Anhand des neu
- nach Verfügungserlass am 2
9.
August 2013 -
beim Gericht
eingegangenen
Berichts
betreffend den
Austritt aus der
Intensivstation des
B._
vom 1
5.
Oktober 2013 (Urk.
8
,
Hospitalisation
seit
7.
Oktober 2013
) ist
nicht feststellbar
, ob die
erneut notwendig gewordenen
erhebliche
n
medizinische
n
Intervention
en
mit der Her
zerkrankung in Zusam
menhang
stand
en
und somit auf
die
von allen
Experten
mittelfristig prognosti
zierte Verschlechterung
hinweisen
.
Weiter abzuklären sein wird zudem
, ob
von einer
dauerhaften Verschlechterung ausgegangen werden muss. Diesbezüglich ist die Sache
zur Prüfung, ob die Voraussetzungen für eine Rentenrevision (
Art.
17 ATSG) gegeben sind,
an die Beschwerdegegnerin z
u über
weisen.
5.
5.1
Hinsichtlich der
erwerblichen Auswir
kung
en
der
seit Juni 2012 bestehenden
Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit
gibt das von
der
Beschwerdegegnerin für das Jahr 2013 (hypothetischer Rentenbeginn) gestützt auf den im Jahr 2011 erzielten Verdienst (
Urk.
15/18/5)
und
unter Berücksichtigung der
Nominallohn
entwicklung
ermittelte
Valideneinkommen
von
Fr.
76‘
19
8
.
70
(
Urk.
15/19),
wel
ches nicht bestritten wurde,
zu keinen Bemerkungen Anlass
.
5
.2
Zur Bemessung des Invalideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE 2010 Tabelle TA1 S. 26) heran und ermittelte ausgehend vom monatlichen Bruttolohn der mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im privaten Sektor beschäftigten Männer von
Fr.
4'901.-- und einer betriebsüblichen
Wochenar
beitszeit
von 41.6 Stunden
sowie
der Lohnentwicklung
ein Jahreseinkommen von Fr. 62‘7
6
8
.
5
0.
Diese Vorgehensweise ist unstrittig und mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die Tabellenlöhne gemäss LSE her
angezogen werden können, wenn die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat (BGE 126 V 75 E. 3b), nicht zu beanstanden.
Unter Berücksichti
gung der ausgewiesenen 60%igen Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
resultiert ein Invalideneinkommen von
Fr.
37‘661.--.
Die Beschwerdegegnerin hat
einen leidensbedingten Abzug (BGE 126 V 75 E. 5b) von 20
%
vorgenom
men und dies
en
mit dem Anforderungsprofil (sehr leichte und rein sitzende Tätigkeiten) begründet
(
Urk.
15/19)
. An diesem Abzug ist
auch in Hinbli
ck darauf,
dass
bloss ein Teilzeitpensum zumutbar ist
festzuhalten, so dass im Ergebnis von einem Invalideneinkommen von Fr.
30‘12
8
.
90
auszugehen ist.
Damit ergibt sich
eine Einkommenseinbusse von Fr.
46‘0
69
.
80
und ein
Invali
ditätsgrad
von
rund
60.5
%
.
Anzumerken bleibt, dass dasselbe Ergebnis auch
bei einem Festhalten an der angestammten Tätigkeit unter Berücksichtigung der 60%igen Arbeitsunfähigkeit in dieser Tätigkeit resultieren würde.
Somit besteht
ab
1.
Juni 2013
(Ablauf der Wartejahres gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG)
ein
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
.
6.
Gestützt auf Art. 69 Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem
kan
tona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.--) auf Fr.
7
00.-- festzulegen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.