# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8317cd44-6f7c-42b4-be95-65b7fd493739
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Mit ärztlich verfügter Einweisung vom 3. Dezember 2022 wurde A._, geboren am _, in der Klinik B._ zur Behandlung fürsorgerisch untergebracht. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Entscheid vom 14. Dezember 2022 abgewiesen (ZK1 22 194).
B. Am 20. Dezember 2022 ordnete die Klinik B._ eine Behandlung ohne Zustimmung an. Hiergegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) noch gleichentags Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden.
C. Am 23. Dezember 2022 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivilkammer die Klinik B._ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern die Voraussetzungen für eine Behandlung ohne Zustimmung aus ärztlicher Sicht gegeben seien. Die Klinik B._ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den wesentlichen Klinikakten über den Beschwerdeführer noch gleichentags beim Kantonsgericht ein.
D. Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Dezember 2022 beauftragte der Vorsitzende der I. Zivilkammer Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und über die Notwendigkeit der Behandlung ohne Zustimmung.
E. Am 28. Dezember 2022 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit Verfügung vom 23. Dezember 2022 vorgeladen worden war. Der Beschwerdeführer nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv dem Beschwerdeführer sowie der Psychiatrischen Klinik B._ noch gleichentags zugestellt.
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Erwägungen
1. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet die Anordnung der Behandlung ohne Zustimmung vom 20. Dezember 2022 (Art. 434 ZGB; act. 05). Für die Beurteilung der dagegen erhobenen Beschwerde ist das Kantonsgericht von Graubünden einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 4 ZGB i.V.m. Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]). Die Frist zur Anrufung des Gerichts beträgt gemäss Art. 439 Abs. 2 ZGB zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids. Die handschriftlich verfasste sowie unterzeichnete Beschwerde vom 20. Dezember 2022 erfolgte frist- wie auch formgerecht (act. 01). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Kein Thema des Beschwerdeverfahrens bildet die am 3. Dezember 2022 ärztlich verfügte fürsorgerische Unterbringung. Die dagegen erhobene Beschwerde hat das Kantonsgericht mit Entscheid vom 14. Dezember 2022 abgewiesen (ZK1 22 194).
2. Bei der Behandlung einer psychischen Störung ohne Zustimmung richtet sich das Verfahren gemäss Art. 439 Abs. 1 Ziff. 4 und Abs. 3 ZGB sinngemäss nach den Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Art. 450 ff. ZGB). Einschlägig ist ausserdem Art. 60 EGzZGB. In Beschwerdeverfahren betreffend fürsorgerische Unterbringungen muss bei psychischen Störungen gestützt auf das Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden (vgl. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Dem Gericht liegt das Kurzgutachten von Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 23. Dezember 2022 vor (act. 08). Art. 450e Abs. 4 ZGB statuiert, dass die gerichtliche Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhört. Diesem Erfordernis wurde mit der Anhörung des Beschwerdeführers im Rahmen der Hauptverhandlung Genüge getan (vgl. act. 12). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 39 zu Art. 439 ZGB).
3.1. Wird eine Person zur Behandlung einer psychischen Störung in einer Einrichtung untergebracht, so erstellt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt unter Beizug der betroffenen Person und gegebenenfalls ihrer Vertrauensperson einen schriftlichen Behandlungsplan (Art. 433 Abs. 1 ZGB). Der Behandlungsplan wird der betroffenen Person zur Zustimmung unterbreitet (Art. 433 Abs. 3 ZGB). Fehlt die Zustimmung der betroffenen Person zur Behandlung, kann die Chefärztin oder der Chefarzt der Abteilung die im Behandlungsplan vorgesehenen medizinischen Massnahmen unter bestimmten,
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## Considerations