# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55abe7be-f794-45e6-989a-f3d3a2091548
**Court:** AR_OG
**Chamber:** AR_OG_004
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** AR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A1. (geb. am XX.XX.1967) ist nordmazedonische Staatsangehörige. Am 30. Juli 2019 reiste
sie in die Schweiz ein (act. 10/249) und heiratete am 18. November 2019 in B. den Schweizer
C. (act. 10/145), worauf sie im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung
erhielt (act. 10/143). Nach einer polizeilichen Intervention am 7. April 2020 verliess A1. die
eheliche Wohnung in Waldstatt. Seit diesem Zeitpunkt lebt sie von ihrem Mann getrennt
(act. 10/32).
B. Nach der Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief das Amt für Inneres, Abteilung
Migration, mit Verfügung vom 30. September 2020 die Aufenthaltsbewilligung von A1.
(act. 10/26). Gleichzeitig ordnete es an, dass A1. die Schweiz innert 30 Tagen nach
Rechtskraft der Verfügung zu verlassen habe. Zur Begründung wurde im Wesentlichen
ausgeführt, dass der Bewilligungsanspruch mit der Aufgabe der ehelichen Gemeinschaft
erloschen sei und keine wichtigen Gründe vorlägen, welche einen weiteren Aufenthalt von
A1. in der Schweiz erforderlich machten.
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C. Gegen diese Verfügung liess A1., vertreten durch RA AA., mit Eingabe vom 20. Oktober
2020 (act. 10/19) beim Departement Inneres und Sicherheit Rekurs erheben mit den
Anträgen, die Verfügung aufzuheben und vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung
abzusehen.
D. Mit Entscheid vom 28. Januar 2021 (act. 2) wies das Departement Inneres und Sicherheit
den Rekurs ab. Gleichzeitig wurde A1. aufgefordert, die Schweiz bis spätestens 31. März
2021 zu verlassen.
E. Gegen diesen Entscheid liess A1. (im Folgenden: Beschwerdeführerin), vertreten durch RA
AA., mit Eingabe vom 1. März 2021 (act. 1) mit den eingangs erwähnten Rechtsbegehren
Beschwerde beim Obergericht erheben.
F. Mit Schreiben vom 19. März 2021 (act. 7) und 30. März 2021 (act. 9) liessen sich das
Departement Inneres und Sicherheit (im Folgenden: Vorinstanz) und das Amt für Inneres,
Abteilung Migration (im Folgenden: verfügende Behörde) mit den eingangs erwähnten
Rechtsbegehren zur Beschwerde vernehmen.
G. Mit Eingabe vom 25. Mai 2021 (act. 13) liess die Beschwerdeführerin eine Replik einreichen,
worin sie an ihren Anträgen festhielt.
H. Auf die Begründung der gestellten Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen
näher eingegangen.

## Considerations

Erwägungen
1.
1.1 Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der Prozessvoraussetzungen ergibt, dass
diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der Form- und
Fristerfordernisse erfüllt sind. Die sachliche bzw. funktionale Zuständigkeit des Obergerichts
ergibt sich aus Art. 54 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS
143.1), wonach das Obergericht zur Behandlung von Beschwerden gegen letztinstanzliche
Verfügungen der Verwaltungsbehörden zuständig ist. Die Beschwerdeführerin ist als
Adressatin des angefochtenen Rekursentscheides, mit dem ihre Begehren abgewiesen
wurden, formell beschwert. Auf die Beschwerde ist grundsätzlich, aber unter folgendem
Vorbehalt einzutreten:
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1.2 Nicht eingetreten werden kann auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin den
Antrag stellt, die Verfügung des Amtes für Inneres, Abteilung Migration, vom 30. September
2020 sei aufzuheben. Aufgrund des Devolutiveffekts der Beschwerde ist diese Verfügung
durch den Rekursentscheid ersetzt worden. Vor dem Obergericht kann einzig dieser
Entscheid angefochten werden, womit die Verfügung vom 30. September 2020 kein
taugliches Anfechtungsobjekt bildet (vgl. dazu BGE 134 II 142 E. 1.4; Urteil des Bundes-
gerichts 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 1.1).
2. Bei der Beurteilung der hier vorliegenden Beschwerde ist die Kognition des Obergerichts
gemäss Art. 56 Abs. 1 VRPG darauf beschränkt, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich
allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen, wozu auch eine rechtsfehlerhafte Ausübung
des Ermessens zählt. Im Weiteren kann beurteilt werden, ob die Vorinstanzen den Sach-
verhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt haben. Die Überprüfung der Angemessenheit
ist dem Obergericht jedoch verwehrt (Art. 56 Abs. 1 VRPG e contrario).
3. Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung
und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen
(Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer und über die
Integration, Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG, SR 142.20). Nach Auflösung der Ehe
oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch auf Verlängerung der Aufenthalts-
bewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und die
Integrationskriterien nach Art. 58a erfüllt sind (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG) oder wenn wichtige
persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50
Abs. 1 lit. b AIG).
4. Der Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG setzt kumulativ voraus, das die Ehegemeinschaft
mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht. Erstgenannte
Voraussetzung erfüllt die Beschwerdeführerin klar nicht, lebten die Eheleute doch höchstens
während 5 Monaten in ehelicher Gemeinschaft in derselben Wohnung, was auch in der
Beschwerde nicht in Abrede gestellt wird. Daher kann die Beschwerdeführerin aus Art. 50
Abs. 1 lit. a AIG nichts zu ihren Gunsten ableiten, selbst wenn anzunehmen wäre, dass sie
sich – wie von ihr geltend gemacht – sprachlich, sozial und beruflich erfolgreich integriert hat.
Ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung gestützt
auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist folglich, unabhängig von einer erfolgreichen Integration, zu
verneinen.
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5. Bei Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG geht es darum, nacheheliche ausländerrechtliche Härtefälle bei
der Bewilligungsverlängerung nach der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft zu vermei-
den. Insofern bedarf es eines Bezugs des Härtefalls zur aufgelösten Ehe (MARC SPESCHA,
in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019,
N. 12 zu Art. 50 AIG). Dieser wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass die Initiative für die
Trennung nicht vom behaupteten Opfer, sondern vom anderen Ehegatten kommt (Urteil des
Bundesgerichts 2C_915/2019 vom 13. März 2020 E. 3.2). Verlangt wird jedoch eine
erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und Familienleben, die mit der
Lebenssituation nach dem Dahinfallen der abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung
verbunden sein muss (BGE 139 II 393 E. 6). Solche Gründe können namentlich vorliegen,
wenn die Beschwerdeführerin Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem
Willen geschlossen wurde oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark
gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Das Vorliegen eines wichtigen persönlichen
Grundes für einen nachehelichen Härtefall ist von der betroffenen Person in geeigneter
Weise glaubhaft zu machen; dabei trifft sie eine weitreichende Mitwirkungspflicht. Allgemein
gehaltene Behauptungen oder Hinweise auf punktuelle Spannungen genügen nicht; wird
häusliche Gewalt in Form psychischer Oppression behauptet, müssen die Systematik der
Misshandlung bzw. deren zeitliches Andauern und die daraus entstehende subjektive
Belastung objektiv nachvollziehbar konkretisiert und beweismässig unterlegt werden (Urteil
des Bundesgerichts 2C_314/2019 vom 11. März 2020; BGE 138 II 229 E. 3.2.2).
Dasselbe gilt, soweit damit verbunden geltend gemacht werden soll, bei einer Rückkehr in
die Heimat erweise sich die soziale Wiedereingliederung als stark gefährdet. Auch hier
genügen allgemeine Hinweise nicht; die befürchtete Beeinträchtigung muss im Einzelfall
aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft erscheinen. Nur in diesem Fall und beim Beste-
hen entsprechender Beweisanträge, die nicht in antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen
werden können, wobei aber allfälligen sachinhärenten besonderen Beweisschwierigkeiten
Rechnung zu tragen ist, rechtfertigt es sich, ein ausländerrechtliches Beweisverfahren
durchzuführen (BGE 138 II 229 E. 3.2.3). Hat der Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und
wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft, lässt sich ein Anspruch auf weiteren
Verbleib nicht begründen, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen
Probleme darstellt (BGE 139 II 393 E. 6). Entscheidend ist, ob die persönliche, berufliche
und familiäre Wiedereingliederung als stark gefährdet zu gelten hat und nicht, ob ein Leben
in der Schweiz einfacher wäre (Urteil des Bundesgerichts 2C_216/2009 vom 20. August 2009
E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt aufgrund der konkreten Umstände eine
erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und Familienleben der ausländischen
Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der Anwesenheitsbe-
rechtigung verbunden ist (BGE 137 II 345 E. 3.2.3).
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5.1 Die Vorinstanz kommt im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass keine Hinweise auf
eine relevante Gewaltanwendung des Gatten vorlägen. Vielmehr müsse davon ausgegangen
werden, dass die Ehepartner unter falschen Voraussetzungen geheiratet und sich dann
auseinandergelebt hätten. Es möge zutreffen, dass eine Rückkehr in die Heimat mit
Schwierigkeiten verbunden sei. Doch sei diese Rückkehr zumutbar, zumal davon auszuge-
hen sei, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Alter nach wie vor über ein Beziehungsnetz
in ihrer Heimat verfüge.
5.2 Die Beschwerdeführerin führt dazu in der Beschwerde aus, dass der Ehemann bereits bald
nach der Eheschliessung eine Seite gezeigt habe, die sie zuvor nicht gekannt habe. Er habe
die Beschwerdeführerin bei jedem ihrer Schritte kontrollieren wollen und gewünscht, dass
diese ihn den ganzen Tag umsorge und insbesondere keine Arbeitstätigkeit aufnehme. Der
Ehegatte habe ein Verhalten an den Tag gelegt, das eine psychische Erkrankung vermuten
lasse. Zudem sei sie es als Witwe mit zwei Kindern gewohnt gewesen, selbständig
Entscheidungen zu treffen und ein eigenes Einkommen zu erzielen. Die Beschwerdeführerin
habe erkannt, dass C. sie wohl nur deshalb geheiratet habe, weil er jemanden gebraucht
habe, der ihm unentgeltlich den Haushalt führe und ihn pflegen könne. Als er festgestellt
habe, dass er eine selbständige Frau geheiratet habe, die nicht jeden seiner Wünsche
befolge, sei er teilweise handgreiflich geworden, habe sie vor die Tür gesetzt und schliesslich
beim Migrationsamt angezeigt. Seit April 2020 habe sich die Beziehung der Beschwerde-
führerin zu dem in [...] wohnhaften D. weiter vertieft. Sie würden beab-sichtigen, nach der
Scheidung von C. zu heiraten. Dieser sei jedoch nicht bereit, die Zustimmung zur Scheidung
zu erteilen, obwohl er die Scheidung wolle. Auch dies erstelle deutlich, dass C. offensichtlich
der Beschwerdeführerin schaden möchte. Müsste die Beschwerdeführerin die Schweiz
verlassen, so müsste sie in der Heimat neu Fuss fassen. Tatsache sei, dass sie in ihrer
Heimat ihre Wohnung aufgelöst und ihre Stelle aufgegeben habe. Eine Rückkehr in ihre
Heimat sei ihr angesichts ihres Alters, der fehlenden Aussichten, sich wieder im Arbeitsmarkt
zu integrieren zu können und des Umstands, dass sie hier über ein grosses und intaktes
Beziehungsnetz verfüge, nicht zumutbar.
5.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Rückkehr in die Heimat sei ihr nicht
zumutbar und sie sei Opfer ehelicher Gewalt geworden, belegt sie dies - entgegen ihrer
Begründungspflicht - nicht. Was sie schildert, ist nicht geeignet, eine hinreichend schwere
psychische Beeinträchtigung durch den Ehegatten glaubhaft zu machen. Es bestehen keine
Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin während der Dauer der ehelichen Gemein-
schaft einer systematischen Misshandlung des Ehegatten, mit dem Ziel, Macht und Kontrolle
über sie auszuüben, unterworfen gewesen wäre. Dagegen spricht vielmehr, dass die
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Beschwerdeführerin nach unbestrittener Aussage des Ehegatten während des Zusammenle-
bens jeden Tag gearbeitet hat (act. 10/132). Es ist daher nicht davon auszugehen, dass sie
während der Ehe isoliert war und in ihrer Bewegungsfreiheit wesentlich eingeschränkt wurde.
Die Behauptung, wonach der Ehemann teilweise handgreiflich geworden sei, erweist sich mit
Blick auf einen nachehelichen Härtefall als nicht genügend substantiiert, so dass nicht weiter
darauf einzugehen ist. Dass sie nun einen anderen Schweizer zu heiraten gedenkt, ist im
Zusammenhang mit Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG nicht von Belang. Zurzeit ist sie immer noch mit
C. verheiratet. Ob eine künftige Heirat mit ihrem neuen Lebenspartner einen allfälligen
Aufenthaltsanspruch auslöst, wäre im Rahmen eines separaten Gesuchs erstinstanzlich von
der zuständigen Migrationsbehörde zu prüfen (vgl. Art. 42 AIG). Die Beschwerdeführerin
kann sich folglich nicht auf einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch berufen.
5.4 Die 54-jährige Beschwerdeführerin lebte bis zum 30. Juli 2019 in Nordmazedonien. Sie hält
sich damit erst seit relativ kurzer Zeit in der Schweiz auf, wobei zudem mehr als ein Aufent-
haltsjahr auf die aufschiebende Wirkung der Rechtsmittel zurückzuführen ist. Zuvor hat sie
ihr ganzes Leben in Nordmazedonien verbracht, weshalb keineswegs von einem langen und
lebensprägenden Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz gesprochen werden
kann. Zwar kann nicht in Abrede gestellt werden, dass sie sich um Integration in die
schweizerischen Verhältnisse bemüht, doch ist ihre soziale und berufliche Integration in der
Schweiz nicht so weit fortgeschritten, dass ihre Reintegration in Nordmazedonien unsicher
wäre. Ihre zwei volljährigen Kinder leben gemäss den Akten in Nordmazedonien (act. 10/82),
wobei die Beschwerdeführerin nicht aufzeigt, was einer Kontaktaufnahme mit diesen
entgegenstehen sollte. Auch wenn die Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin im
Heimatland mit Schwierigkeiten verbunden ist, kann deshalb die Schlussfolgerung gezogen
werden, dass ihrer Rückkehr keine unüberwindlichen Hindernisse entgegenstehen. Wie die
Vorinstanz vernehmlassungsweise korrekt ausführt, ist ihr auch zuzumuten, die Scheidung
und auch die Ehevorbereitungen für eine allfällige neue Eheschliessung in Nordmazedonien
abzuwarten. Eine Rückkehr nach Nordmazedonien erscheint daher aufgrund der gesamten
Umstände als zumutbar.
6. Zusammenfassend ergibt sich damit, dass der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung der
Beschwerdeführerin und ihre Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten. Die
Beschwerde ist damit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
7. Da die der Beschwerdeführerin durch die Vorinstanz angesetzte Frist zum Verlassen der
Schweiz schon lange abgelaufen ist, gilt es eine angemessene neue Ausreisefrist anzuset-
zen (Art. 64d Abs. 1 AIG). Im vorliegenden Fall erscheint eine Ausreisefrist bis zum 31. Mai
2022 als gerechtfertigt. Sollte ein Weiterzug dieses Urteils an das Bundesgericht erfolgen
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und Letzteres dem Rechtsmittel aufschiebende Wirkung verleihen, hat die Beschwerdefüh-
rerin sich binnen zweier Monate ab dem Datum eines den Wegweisungspunkt nicht
ändernden bundesgerichtlichen Endentscheids aus der Schweiz zu entfernen.
8. Nach Art. 19 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 VRPG ist im Beschwerdeverfahren vor
Obergericht gebühren- und kostenpflichtig, wer ganz oder teilweise unterliegt oder auf
dessen Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Der Beschwerdeführerin ist ausgangsgemäss
eine Entscheidgebühr aufzuerlegen, wobei eine Gebühr von Fr. 1‘500.-- als angemessen
erscheint (Art. 4a des Gesetzes über die Gebühren in Verwaltungssachen (bGS 233.2). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1‘500.-- ist anzurechnen. Auf die Zusprechung einer Parteient-
schädigungen besteht kein Anspruch (Art. 53 Abs. 3 VRPG).
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