# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 06c2fd87-1e87-4f2f-8b8b-49b4200138ed
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1979,
war
seit Mai 2000 bei der
Y._
GmbH als Account Manager angestellt und damit bei der SWICA Versicherungen AG (SWICA) versichert, als
er
am 1
6.
September 2013 beim Krafttraining mit einer 120 kg schweren Langhantel einem Fehltritt machte und daraufhin an Schmerzen am linken Oberschenkel und an der linken Ferse litt (
Urk.
6/1,
Urk.
6/4
Ziff.
3).
Nach
getätigten
Abklärungen
stellte die SWICA die bis dahin erbrachten Leis
tungen
mit Verfügung vom
1
6.
April 2015 per 3
0.
November 2013 ein (Urk. 6/44). Die vom Versicherten am 1
5.
Mai 2015 erhobene Einsprache (Urk. 6/48) wies die SWICA am 1
2.
November 2015 ab (Urk. 6/60 = Urk. 2/2).
2.
Der Versicherte erhob am 1
4.
Dezember 2015 beim Versicherungsgericht des Kantons
Z._
Beschwerde (Urk. 2/1) gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
2.
November 2015 (Urk. 2/2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm auch nach dem 3
0.
November 2013 Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 1
6.
September 2013 auszurichten (S. 2
Ziff.
2).
Mit Beschluss vom 2
0.
Januar 2016 (
Urk.
1/1) überwies das Versicherungsge
richt des Kantons
Z._
die Beschwerde zuständigkeitshalber an das hiesige Gericht.
Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
März 2016 (
Urk.
5) beantragte die SWICA
die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 1
6.
August 2016 (
Urk.
11) hielt
der Beschwerdeführer an seine Anträgen fest. Mit Duplik vom
9.
September 2016 (
Urk.
14) hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 1
2.
September 2016 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
15).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
ge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än
de
rung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
16. September 2013
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vor
liegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der einge
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise be
ziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau
sal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittel
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
di
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die ein
ge
tretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Be
grün
dung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis da
nn als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhn
lichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Den gesetzlich umschriebenen Anspruch auf Heilbehandlung hat die versi
cherte Person so lange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung
eine nam
hafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes erwartet werden kann.
Trifft dies nicht mehr zu und sind allfällige Eingliederungsmassnah
me
n der Invali
denversicherung abgeschlossen, geht die Unfallversicherung zur Berentung über, wenn der Unfall eine Invalidität im Sinne von
Art.
8
Abs.
1 ATSG hinter
lässt (
Art.
19
Abs.
1 UVG e
contrario
; BGE 116 V 41 E. 2c). Dem Rentenbezüger werden
Heilbehandlungsleis
tungen gemäss Art. 21 Abs. 1 UVG nur noch unter bestimmten Voraussetzungen ausgerichtet.
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2/2) davon aus, dass die beklagten Beschwerden am linken Fuss nach dem Behandlungs
abschluss im November 2013 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlich
keit auf das Ereignis vom 1
6.
September 2013 zurückzuführen seien und daher per 3
0.
November 2013 kein Anspruch mehr auf weitere Leistungen be
stehe (S. 2, S. 5).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
2/1),
die beiden ihn behandelnden Ärzte kämen klar zum Schluss, dass ein Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfallereig
nis vom 1
6.
September 2013 bestehe. Demzufolge vermöge die Beschwerde
gegnerin den Wegfall der Unfallkausalität nicht mit dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, weshalb sie weiterhin leis
tungs
pflichtig sei (S. 5).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob eine über den Zeitpunkt der erfolgten Leis
tungs
ein
stellung per 30. November 2013 hinaus gehende Leistungspflicht der Beschwerde
gegnerin besteht, mithin ob ein Kausalzusammenhang zwi
schen den zu diesem Zeitpunkt noch vorhandenen Beschwerden und dem Unfall
er
eignis vom 16. September 2013 besteht.
3.
3.1
A
m 1
6. Septem
ber 2013 machte der Be
schwerdeführer beim Ausführen einer Kraftübung mit Langhanteln einen Fehltritt, als er einem Hindernis aus
wei
chen wollte. Daraufhin habe er sofort einen stechenden Schmerz im linken Oberschenkel verspürt. Als Verletzung vermerkte er eine Zerrung des linken Oberschenkels sowie eine Prellung des linken Fussgelenks
(Urk. 6/1 Ziff. 4.6 und 9)
.
Er begab sich bei seinem Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in Erstbehandlung (
Urk.
6/2,
Urk.
6/4 S.
2
Mitte
).
3.2
In der am
4.
Oktober 2013 durchgeführten MRI-Untersuchung des oberen Sprunggelenks (OSG) und des Mittelfusses
ergabe
n
sich
keine Hinweise auf eine Ruptur der
Plantaraponeurose
oder auf frische traumatische
ossäre
oder
oste
ochondrale
Läsionen und auch kein Hämatom und keine ödematösen Verän
derungen in d
en Weichteilen der
Planta
pedis
.
Es
habe sich eine
Tendinopathie
der Achillessehne mit deutlicher Verdickung der Sehne auf maximal 10 mm gezeigt (
Urk.
6/59/4).
3.3
Die
am
5.
April 2014 durchgeführte
MRI-Untersuchung des Rückfusses und des oberen Sprunggelenks (OSG)
ergab
als Befund im medialen dorsalen An
teil des
Musculus
flexor
digitorum
brevis
und der angrenzenden ansatz
nahen
Plantarfaszie
in erster Linie suspekt ein
en
Muskelfaserriss am
muskulo
ten
di
nösen
Übergang, weniger wahrscheinlich als Reaktion auf eine um
schriebene
Fasciitis
plantaris
, eine vorbestehende
Tendinopathie
der Achil
lessehne mit deutlicher Verdickung sowie ein
e
vorbestehend
aufgesplittet
im
ponierende Sehne des
Peroneus
brevis
dorsal vom distalen
Malleolus
lateralis
(
Urk.
6/6).
3.4
Dr.
A._
berichtete am 1
7.
April 2014 (
Urk.
6/2) und führte bezüglich der Konsultation vom 1
5.
April 2014 aus, dass der Befund am Oberschenkel besser sei, jedoch nach wie vor trotz Steroidinfiltration Schmerzen im Be
reich der
Plantarfaszie
links, insbesondere beim Zehengang und –stand und Abdrücken mit dem
Vorfuss
bestünden. Zwischenzeitlich sei ein MRI durch
geführt worden. Als Diagnose nannte er eine Partialläsion des Flexor
digito
rum
brevis
und
hallucis
sowie eine posttraumatische
Plantarfasciitis
(S.
2 Mitte).
Am 1
1.
Juli 2014 führte
Dr.
A._
aus, dass die letzte Konsultation des Beschwerdeführers am 2
0.
Juni 2014 stattgefunden habe (
Urk.
6/10).
3.5
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, berichtete am 1
1.
August 2014 (
Urk.
6/18) über die offene Logenspaltung der kurzen Zehenflexoren,
Tenolyse
der
Plantarfaszie
und Rekonstruktion des linken Fusses vom
5.
August 2014 und führte aus, dass unmittelbar postoperativ mit der Nachbehandlung unter physiotherapeutischer Anleitung und adäquater Analgesie begonnen worden sei. Das Drainagematerial habe am ersten posto
perativen Tag problemlos entfernt werden können. Von da an
könne ein
sukzessiver Übergang zur Vollbelastung gemäss Schmerzen
erfolgen
. Die regel
mässig durchge
führten Verbandwechsel hätten reizlose Wundverhält
nis
se gezeigt.
3.6
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, erstattete am 1
6.
September 2014 sein Gutachten (
Urk.
6/21) gestützt auf die Akten. Er führte aus, dass die Beschwerden am Oberschenkel offenbar zeitgerecht ver
schwunden seien und die Beschwerden im Fussgelenk aktenkundig persistiert hätten, weshalb weitere Abklärungen und Behandlungsmassnahmen erfor
derlich geworden seien (S. 5).
Schmerzen, welche fast drei Monate nach dem inkriminierten Ereignis erst
mals auftreten/geklagt würden
,
könnten - zumal
auch d
as
subjektive und klinisch bestä
tigte Punktum
maximum
an einer andere Stelle liege, als direkt
nach dem Unfall
-
wohl nicht mit Fug und Recht als überwiegend wahr
schein
lich unfallkausal bezeichnet werden (S. 6 unten). Auch das erneute Auftreten von Beschwerden sei medizinisch-theoretisch aus
orthopädisch-traumatolo
gischer
Sicht aus mindestens zwei Gründen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf das initial inkriminierte Ereignis zurück
zuführen. So liege keine überzeugende Brückensymptomatik zwischen dem Ereignis selbst, aber auch nicht seit dem Abschluss der Behandlung im November 2013 und dem erneuten Auftreten der Schmerzen vor. Zudem sei es für einen posttraumatischen Zustand atypisch und mit somatischen Be
funden nicht erklärbar, dass die Schmerzen zunächst nachlassen/verschwin
den wür
den, um dann, aus Sicht des Beschwerdeführers immer noch unfall
kau
sal
,
er
neut aufträten (S. 7 oben). Es werde ausgeblendet, dass allfällig beim
Miss
tritt
eingetretene Weichteilverletzungen beim aktenkundig komplika
tions
lo
sen Verlauf längst ausgeheilt seien. Es könne sich demnach nicht – zumin
dest nicht mehr – um eine überwiegend wahrscheinliche posttrau
ma
ti
sche
Plantarfasziitis
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 1
6.
Septem
ber 2013 handeln. Dass eine mit schulmedizinischen Methoden vorwie
gend im Sinne konservativen Massnahmen und der Reduktion der Trainings
belastung - bis hin zur zeitlichen Sistierung des Trainings während einigen Monaten – zu behandelnde Problematik vorliege, werde dabei nicht verneint, sehr wohl aber ausgeschlossen, dass ein überwiegend wahrscheinlicher Zu
sammenhang mit dem Ereignis vom 1
6.
September 2013 bestehen könne, unter anderem auch deshalb, weil es sich bei der Veränderung wie vorliegend (offenbar frischer Muskelfaserriss sowie
Tendinose
der
Plantarfaszie
) um neue Befunde handle, welche am
4.
Oktober 2013 noch nicht vorhanden ge
wesen seien und unter einer Trainingsintensivierung aufgetreten seien (S. 7 unten).
Anlog
zur Achillessehnenproblematik könnten wiederholte Mikrotraumen (
hier
im Rah
men des Trainings mit hohen Gewichten), überlastungsbedingt entzündliche Veränderungen
,
aber auch iatrogene Inter
ventionen (zum Beispiel durch Steroidinfiltrationen) einer Schädigung an der
Plantarfaszie
und der umge
ben
den Muskulatur sowie Faszien Vorschub leis
ten. Dass hierbei (noch) keine Ruptur eingetreten sei
,
werde in den Akten be
stätigt (S. 8 oben).
Zusammengefasst ergebe sich, dass die seit dem aktenkundigen Behand
lungsabschluss im November 2013 erneut aufgetretenen Beschwerden mit an Sicher
heit
grenzender Wahrscheinlichkeit nicht im Zusammenhang mit dem in
kriminierten Ereignis vom 1
6.
September 2013 stehen könnten (S. 8 Mitte).
Anatomische Untersuchungen von Faszien würden klar zeigen, dass eine trau
matisch bedingte Veränderung sofort auftreten würde. Eine traumatisch bedingte Veränderung könnte beweisen, dass die
Plantarfaszie
den grössten Teil der Energie aufgenommen habe und es dabei zu einem Einriss der Faszie gekommen sei. Da aber offensichtlich im MRI vom
4.
Oktober 2013, also nur drei Wochen nach dem Ereignis, genau dieser Nachweis nicht gelungen sei, sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass es sich 2014 nun um eindeutig unfallfremde Beschwerden, welche notabene nicht verneint wür
den, handeln müsse (S. 9 f.).
3.7
Dr.
B._
berichtete am 1
9.
November 2014 (
Urk.
6/33) und führte aus, dass er mit Erstaunen vom Ablehnungsschreiben der Beschwerdegegnerin Kenntnis genommen habe. Dies erstaune insofern, als dass ein klares Unfall
ereignis vorhanden sei mit plötzlichem, unerwartetem Krafteinfluss, welches zu einer Verletzung der
Plantarfaszie
geführt habe im Sinne eines Teilrisses. Gemäss Bundesgericht sei ein Sehnen-
Teilriss
klar als unfallähnliche Schädi
gung zu bewerten.
3.8
Dr.
A._
berichtete ebenfalls am 1
9.
November 2015 (
Urk.
6/34) und führte aus, dass seit dem Ereignis vom 1
6.
September 2013 Schmerzen im Bereich der Insertion des Flexors
digitorum
brevis
beziehungsweise der
Plan
tar
faszie
bestanden hätten.
Im letzten Quartal des Jahres 2013 seien konservative Therapiemassnahmen für den Oberschenkel und für die
Plantarfaszie
erfolgt. Aufgrund der Thera
pieresistenz seien insgesamt zweimalig Steroidinfiltrationen im Bereich des
Plantarfaszienansatzes
, als auch im Bereich des
Tibialis
posterior
erfolgt, da die Klinik nicht eindeutig gewesen sei. Zwischen den
Kortisoninfiltrationen
habe der Beschwerdeführer eine deutliche Besserung verspürt, wobei eine Ausheilung nie stattgefunden habe. Daher bestehe auch im Jahre 2014 immer
noch der Kausalzusammenhang mit der Traumatisierung im September 201
3
.
Aufgrund der Therapieresistenz im Frühjahr 2014 sei nochmals eine aktuelle Bildgebung erfolgt mit der Diagnose einer Partialruptur und Muskelfaserriss des Flexors
digitorum
brevis
und mit Partialruptur der
Plantarfaszie
und entsprechender Kompression des Nerven. Demzufolge sei die Indikation zur operativen Revision gegeben.
Zusammenfassend müsse also festgehalten werden, dass initial ein Unfall
er
eig
nis vorgelegen
habe
, welches zu einer Therapieresistenz im Bereich der
Plantarfaszie
geführt habe
,
und der Beschwerdeführer hier zuvor nie Prob
leme verspürt habe. Im Rahmen des weiteren Therapieverlaufs sei es zu keiner Verbesserung gekommen, im Gegenteil zu einer akuten Verschlechte
rung im Frühjahr 2014, woraufhin dann die Operation indiziert gewesen sei.
3.9
Dr.
C._
nahm am 3
1.
März 2015 Stellung (
Urk.
6/38) und führte aus, dass die Berichte der behandelnden Ärzte keine neuen oder ergänzenden me
dizinisch verwertbare
n
Erkenntnisse enthalten würden, welche an der von ihm
aufgrund der vorliegenden Akten begründeten Stellungnahme etwas ändern könnten. Während bei
Dr.
B._
gar keine medizinischen Ausführungen vorgelegt würden, fasse
Dr.
A._
den Verlauf lediglich zusammen, begründe aber nicht, weshalb eine Therapieresistenz über Monate bestanden haben soll
e
.
3.10
Dr.
A._
führte am
9.
Juli 2015 (
Urk.
6/59/2) aus, dass sowohl die
Anamnese, als auch die Symptomatik und die dokumentierende Bildgebung fü
r
die Folgen eines eindeutigen Unfallereignisses sprechen würden. Er ver
weise nochmals auf den MRI-Befund vom
5.
April
2014,
wonach
die Diag
no
se
eines Muskelfaserrisses ansatznah an der
Plantarfaszie
darstellbar gewesen sei
.
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer anläss
lich des Ereignisses vom 16. September 2013, als er beim Ausführen einer Übung mit einer Langhantel einen Fehltritt machte, eine Verletzung am lin
ken Oberschenkel und an der linken Ferse erlitt. Der behandelnde Arzt
Dr.
A._
diagnostizierte eine posttraumatische
Tendinopathie
der Fe
rsen
Plantarfasciitis
links und eine Zerrung des
Rectus
femoris
links und der
Tibialis
posterior
links (
Urk.
6/2 S.
1). Die bildgebenden Befunde vom
4.
Oktober 2013 zeigten keine Hinweise auf eine Ruptur der
Plantaraponeu
rose
oder auf frische traumatische
ossäre
oder
osteochondrale
Läsionen und auch kein Hämatom und keine ödematösen Veränderungen in den Weichtei
len der
Planta
pedis
, sondern lediglich eine
Tendinopathie
der Achillessehne mit deutlicher Verdickung der Sehne (vorstehend E. 3.2). Der Heilverlauf ge
staltete sich komplikationslos, der Beschwerdeführer war nie arbeitsunfähig und nahm das Training im November 2013 wieder auf. Eine letzte Verlaufs
kontrolle fand im November 2013 statt (
Urk.
6/2 S.
1; Eintrag vom 2
7.
Novem
ber 2013). Die Behandlung der Unfallfolgen wurde somit abge
schlossen, wobei eine eigentliche Abschlussunter
suchung nicht stattfand.
4.2
Am 3
1.
März 2014 konsultierte der Be
schwer
deführer erneut
Dr.
A._
wegen Schmerzen im linken Fuss, welche seit drei Tagen andauern würden (
Urk.
6/2 S. 2). Es erfolgten wiederum ärztliche Konsultationen sowie eine MRI-Untersuchung am
5.
April 201
4.
Die bildgebenden Befunde vom
5.
April 2014 zeigten einen Muskelfaserriss im medialen dorsalen Anteil des
Muscu
lus
flexor
digitorum
brevis
und in der
Plantarfaszie
sowie eine vorbestehende
Tendinopathie
der Achillessehne mit deutlicher Verdickung (vorstehend E. 3.
3).
4.3
Ungeachtet dessen, ob die vom Beschwerdeführer derzeit geltend gemachten
Beschwerden und die strittige Kostenübernahme für die Behandlung nun no
ch im Rahmen des Grundfalles zu beurteilen oder als Rückfall zu interpre
tieren sind, ist das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs nicht über
wiegend wahrscheinlich. Massgebend ist vielmehr, dass es dem Unfall
ver
si
cherer unbenommen ist, zunächst im Rahmen einer formlosen De
ckungs
an
erkennung Leistungen wie Heilbehandlung und Taggelder zu er
bringen und
diese nach einer eingehenden Prüfung der Anspruchsvorausset
zungen (Un
fa
ll
tatbestand, Kausalität) bei entsprechendem Untersuchungser
gebnis ohne
Be
ruf
ung auf den
Rückkommenstitel
der Wiedererwägung oder der prozes
su
a
len Revision „ex
nunc
et pro
futuro
“ einzustellen (BGE 130 V 380).
Gestützt auf die bildgebenden Befunde kam
Dr.
C._
nachvollziehbar zum Schluss, dass die nach Behandlungsabschluss im November 2013 erneut auf
getretenen Beschwerden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 1
6.
September 2013 stehen könnten (
Urk.
6/21).
Dr.
C._
machte ausdrücklich darauf aufmerksam, dass das erneute Auftreten von Beschwerden Ende März 2014 aus orthopä
disch-
traumatologischer
Sicht aus mindestens zwei Gründen nicht mehr auf das Ereignis vom 1
6.
September 2013 zurückzuführen sei. So liege einerseits keine überzeugende Brückensymptomatik zwischen dem Ereignis selbst, aber auch nicht seit dem Abschluss der Behandlung im November 2013 und dem erneuten Auftreten der Schmerzen vor. Andererseits sei es atypisch und mit somatischen Befunden nicht erklärbar, dass die Schmerzen zunächst nach
lassen und dann
erneut auftreten würden (S.
7 oben). Weiter begründete
Dr.
C._
einläss
lich und sorgfältig, dass allfällig beim Fehltritt vom 1
6.
September 2013 ein
getretene Weichteilverletzungen beim aktenkundig kom
pli
kationslosen Ver
lauf längst ausgeheilt
sei
en (S. 7 unten) und
der spätere
Schmerzverlauf überwiegend wahrscheinlich auf eine nichttrauma
tische Ätiologie, wie zum Beispiel auf eine Überlastung beim Training
,
zu
rückzuführen sei (S.
7 Mitte). Er merkte sodann an, dass von einer ge
wissen Intensität der Trainings des Beschwerdeführers auszugehen sei, da dieser nach eigener Schilderung des Ereignishergangs Übungen mit einer Freihantel von 120 kg durchgeführt habe (S. 6). Schliesslich wies
Dr.
C._
darauf hin, dass auch eine iatrogene Intervention (Infiltrationen) einer Schädigung an der
Plantarfaszie
und der umgebenden Muskulatur sowie Faszien Vor
schub leisten könne (S. 8). Diese Vermutung werde auch im Verlaufsbericht der
O._
geäussert, wonach die im MRI vom
5.
April 2014 fest
ge
stellten Ödeme auf die fünf Tage zuvor vorgenommene Kortison-Infiltration zurückgeführt würden (vgl. hierzu
Urk.
6/11 S. 4).
4.4
Die Beurteilung durch Dr.
C._
vom 1
6.
September 2014 (vorstehend E. 3.6) erfüllt die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräf
tige medizi
ni
sche Ent
scheidungs
grundlage vor
aus
ge
setzten Kri
terien (vgl. vor
steh
end E. 1.6
)
.
Denn einerseits verfügt er a
ls Facharzt für Orthopädische Chirurgie über eine für die Beurteilung des strei
tigen Leidens angezeigte medizinische Weiter
bildung. Andererseits berück
sichtigte er in seiner Beurteilung sämtli
che medizinischen
Vorakten
und be
gründete seine Schlussfolgerungen in
nachvollziehbare
r
Weise
.
Dabei scha
det nicht, dass es sich
beim Gutachten von
Dr.
C._
um
ein
Aktengutachten handelt, da auch reinen Aktengut
achten voller Be
weiswert zukommen kann, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesent
li
chen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden me
dizini
schen
Sachverhalts geht (Urteil
des Bun
desgerichts
8C_641/2011 vom 2
2.
Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen)
. Dies ist vor
liegend der Fall.
Einer Ak
tenbeurteilung stand daher
nichts entgegen.
4.5
Die Berichte der behandelnden Ärzte
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.4, E.
3.8, E. 3.10) und
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.5, E. 3.7) vermögen an der fehlenden überwiegend wahrscheinlichen Kausali
tät der geltend gemachten Beinbeschwerden zum Ereignis vom September 2013 nichts zu ändern. Die behandelnden Ärzte
führt
en zwar
aus
, dass die
aktuelle
n Beschwerden auf das Ereignis vom September 2013 zurückzuführen seien. Ihren Beurtei
lungen können jedoch entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführe
rs weder
medi
zinische Hin
weise
noch anderweitige Begründungen für eine überwie
gend
wahr
schein
liche Unfallkausalität der Beinbeschwerden ent
nommen werden. Viel
mehr führte
Dr.
A._
am 3
1.
März 2014 aus, dass der Beschwer
de
führer eine sehr gute Reaktion auf die
Kortisoninjektion
gezeigt habe und bislang problemlos habe laufen können, nun jedoch seit drei Tagen wieder Schmerzen habe (
Urk.
6/2 S. 2). Auch die Stellungnahme von
Dr.
B._
enthält neben der Aussage, wonach es sich beim Ereignis vom 1
6.
September 2013 klar um ein Unfallereignis handle, bei dem es zu einer Verletzung der
Plantarfaszie
gekommen sei, keine weiteren Informatio
nen oder medizinische Beurteilung.
Sie verkennen somit, dass der natürliche Kausalzusammenhang mit dem Be
weisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit gegeben sein muss und die blosse Möglichkeit der unfallbedingten Verursachung nicht genügt. Ihre Dar
legung sowie deren Beurteilung sind weder plausibel begründet noch ein
leuch
tend und auch die Schlussfolgerun
gen können nicht nachvollzogen werden. Vor diesem Hintergrund vermögen die Ausführungen der behan
deln
den Ärzte die in nach
vollziehbarer Weise aufgezeigten Beurteilungen und Schlussfolgerungen von Dr.
C._
nicht in Frage zu stellen, zumal sie auch keine massgeblichen Kausalitätsaussagen enthalten.
4.6
Zusammenfassend ergibt sich aus den vorhandenen Akten und deren Würdi
gung, dass die geltend gemachten Beschwerden des Beschwerdeführers nicht überwiegend wahrscheinlich kausal auf das Ereignis vom September 2013 zurückzuführen sind. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwer
degegnerin eine weitere Leistungspflicht verneinte.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.