# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f204329a-e1eb-45a7-9f7a-0996a755bb11
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren1968, war bei der AXA Versicherungen AG (nachstehend AXA) obligatorisch unfallversichert, als er am 1
2.
Juli 2013 mit dem Fahrrad in
ein Tramgeleise
geriet und auf das linke Handgelenk stürzte (Urk.
10
/A1).
Mit Verfügung vom
3.
April 2019 stellte die AXA die bisher erbrachten Leistun
gen ein, sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 15
%
zu und verneinte bei einem Invaliditätsgrad von 4
%
einen Rentenanspruch (
Urk.
10
/A139). Die vom Versicherten am 2
7.
Mai 2019 erhobene Einsprache (
Urk.
9/A154) wies sie mit
Einspracheentscheid
vom 1
0.
Juli 2020 im Sinne der Erwägungen ab (Urk.
10
/A
170
=
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
0.
Juli 2020 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 1
1.
September 2020 Beschwerde mit den Anträgen (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
I), dieser sei aufzuheben (
Ziff.
1), die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm weiter
hin Pflegeleistungen zu vergüten und Taggeldleistungen zu erbringen, und ab Erreichen des medizinischen Endzustands eine ganze unbefristete Invalidenrente zuzusprechen (
Ziff.
2), sowie ihm eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 30
%
zu bezahlen (
Ziff.
3). Ferner sei eine polydis
ziplinäre Begutachtung zu veranlassen (
Ziff.
II).
Die AXA beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
November 2020 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde. Am 1
1.
Januar 2021 erstat
tete der Beschwerdefüh
rer
- unaufgefordert - eine Replik (
Urk.
15).
Am
1
6.
März 2021
erstattete die Beschwerdegegnerin eine Duplik (
Urk.
19
).
3.
Das ebenfalls den Beschwerdeführer betreffende Verfahren Nr. IV.2020.00345 wurde mit Urteil vom heutigen Tag abgeschlossen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
2.
Juli
2013
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht;
ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.3
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.4
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger
therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In die
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prog
nostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
sondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
1.5
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16
ATSG
das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.
6
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt und dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen (BGE 134 V 64 E. 4.2.1, BGE 110 V 273 E. 4b; vgl. auch BGE 141 V 351 E. 5.2, 141 V 343 E. 5.2). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1 und 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die versicherte Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbs
fähigkeit zu verwerten, und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; Meyer/
Reichmuth
, Bundesge
setz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
131 zu Art. 28a).
1.7
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens können
, wenn
die versicherte Per
son nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat,
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe
nen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
herangezogen werden
(BGE 139 V 592 E. 2.3 ).
1.8
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
davon aus, aus näher dargelegten Gründen sei der medizinische Endzustand erreicht (S. 5
Ziff.
2.3.2.5). Aufgrund des Einkommensvergleichs resultiere ein Invaliditätsgrad von 2.8
%
, womit kein Rentenspruch bestehe (S. 9
Ziff.
2.3.4.15). Der Integritäts
schaden sei vom beratenden Arzt
Dr.
Y._
begründeterweise
mit 15
% beziffert worden, woran festzuhalten sei (S. 10
Ziff.
2.3.5.3).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1), gegen die Zuverlässigkeit der Stellungnahmen von
Dr.
Y._
bestünden aus näher dargelegten Gründen starke Indizien (S. 7
lit
. i). Dadurch, dass die Beschwerdegegnerin dennoch keine zusätzliche Beurteilung veranlasst habe,
habe sie
sein
en
Gehörsanspruch
verletzt
(S. 9
lit
. n). Auch habe die Beschwerde
gegnerin aus näher dargelegten Gründen den Sachverhalt falsch und unvollstän
dig festgestellt (S. 10 ff.). Der medizinische Endzustand sei noch nicht erreicht (S. 11
lit
. e). Die behauptete volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sei nicht schlüssig (S. 11 f.).
Die Beschwerdegegnerin habe es zu Unrecht unterlassen, bei der Bemessung des Invalideneinkommens näher genannte
(ausdrücklich als sol
che bezeichnete)
invaliditätsfremde Faktoren zu berücksichtigen (S. 12
lit
. h). Die dem Belastungsprofil entsprechenden Verweistätigkeiten seien ihm nicht zumut
bar (S. 13 ff.) und es sei jedenfalls der maximale Leidensabzug von 25
%
zu berücksichtigen (S. 15
lit
. n). Der Integritätsschaden sei mit mindestens 30
%
zu beziffern (S. 15 f.
lit
. p). Die entscheidenden Kernpunkte für die Verweigerung einer Rente seien nicht einmal ansatzweise behandelt worden; der Entscheid sei deshalb wegen Verletzung der Begründungspflicht aufzuheben (S. 16 f.).
2.3
Strittig
sind der Zeitpunkt des Fallabschlusses, ein allfälliger Rentenanspruch und die Höhe der Integritätsentschädigung.
3.
3.1
Am 1
2.
Juli 201
3
geriet der Beschwerdeführer mit dem Fahrrad in ein Tramgeleise und stürzte auf das linke Handgelenk (
Urk.
10/A1).
Laut Bericht der Ärzte der
Z._
vom 2
5.
Juli 2013 (Urk. 9/M1) stellte sich der Beschwerdeführer 10 Tage nach dem Unfallereignis zur Verlaufskontrolle vor und es wurde folgende Diagnosen genannt (S. 1):
-
Handgelenksdistorsion links
-
Verdacht auf Fraktur der 1
0.
Rippe links lateral
Nach erfolgter Bildgebung nannten die Ärzte der
Z._
mit Bericht vom 1
3.
August 2013 (
Urk.
9/M3) als Diagnose eine
foveale
Läsion TFCC (t
riangulärer
fibrokartilaginärer
Komplex
)
links (S. 1 Mitte).
Am
8.
Oktober 2013 erfolgte ein operativer Eingriff am linken Handgelenk (Urk. 9/M10).
Mit Bericht vom 1
8.
Februar 2014 (
Urk.
9/M23) führten die Ärzte der
Z._
aus, im Bereich des DRUG (distales
Radioulnargelenk
) bestün
den weiterhin Beschwerden, als Hilfskoch s
ei der Patient weiterhin zu 100
% arbeitsunfähig (S. 2 oben).
Am 1
5.
April 2014 erfolgten eine Handgelenksarthroskopie, eine
Ulnaverkür
zungsosteotomie
, ein TFC-
Débridement
sowie Naht und Rekonstruktion links (
Urk.
9/M29 S. 1 Mitte).
Am 2
3.
September 2014 wurde eine Handgelenksprothese implantiert (
Urk.
9/M38 S. 1 Mitte)
.
3.2
Mit Bericht vom 1
4.
November 2014 (
Urk.
9/M43
) nannten die Ärzte der
Z._
folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
Status nach Implantation Totalprothese DRUG und Metallentfernung
ulnar
links am 2
3.
September 2014 bei
-
DRUG-Arthrose und Stabilität (richtig wohl: Instabilität)
-
Status nach
Ulnarverkürzungsosteotomie
und TFC-
Rekonstruk
-
tion
links bei chronischer DRUG-Instabilität nach TFC-Ruptur und DRUG-Arthrose links.
Prinzipiell sollte eine Wiederaufnahme als Hilfskoch möglich sein (S. 2 oben).
Am
1.
Dezember 2015 wurde eine Exstirpation eines Ganglions am Handgelenk links dorsal zentral vorgenommen (
Urk.
9/M55
).
Am 1
9.
April 2016 wurde eine
radio
l
unäre
Arthrodese
und Beckenkammspon
giosa vorgenommen (
Urk.
9/M62 S. 1 Mitte
).
Mit Bericht vom 1
1.
Juli 2016 (
Urk.
9/M70
) führten die Ärzte der
Z._
aus, am Handgelenk und Beckenkamm bestehe eine schmerzakzen
tuierte postoperative Situation (S. 1 unten). Es sei eine Umschulung jetzt schon ins Auge zu fassen (S. 2 oben).
Mit Bericht vom
5.
Oktober 2016 (
Urk.
9/M81
) führten die Ärzte der
Z._
aus, aus handchirurgischer Sicht sei der Verlauf stationär. Eine Umschulung sei empfehlenswert, da die linke Hand auch in Zukunft nur für unbelastete Tätigkeiten eingesetzt werden könne (S. 2 Mitte).
3.3
Mit Bericht vom
6.
Mai 2017 (
Urk.
9/M94
) führten die Ärzte der
Z._
aus
, d
as Handgelenk betreffend bestehe ein chronisches Schmerzsyn
drom, weitere operative Behandlungen könnten sie dem Patienten momentan nicht anbieten (S. 2 Mitte).
Mit Bericht vom 1
0.
Juli 2017 (
Urk.
9/M98
) führten die Ärzte der
Z._
aus, es bestünden nach wie vor massivste Schmerzen. Sollte sich nach letztmaliger Infiltration eine (richtig wohl: keine) deutliche
Beschwerdenbesse
rung
zeigen, wäre gegebenenfalls lediglich operativ noch eine
Handgelenksarth
rodese
möglich (S. 2 Mitte).
3.4
Dr.
Y._
, Facharzt für Chirurgie und beratender Arzt der
Beschwerde
gegnerin
, erstattete am 1
7.
Juli 2017 einen Bericht über seine
chirurgisch-trau
matologische
Untersuchung (
Urk.
9/M97
). Er führte aus, es zeige sich bei gerings
ter Bewegung ein stark schmerzhaftes linkes Handgelenk. Die Funktion der linken Hand sei
dadurch stark eingeschränkt. Eine gewisse Restfunktion bestehe nur bei Ruhigstellung des Handgelenks in der Schiene (S. 8 Mitte).
Als Hilfskoch bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr, für die Tätigkeit als
Zeitungs
verträger
bestehe im Pensum von 18
%
keine Einschränkung. (S. 7 Ziff. 4).
Für eine leidensangepasste Tätigkeit bestehe ab dem Untersuchungstag vom 17. Juli 2017 unter Beachtung des Belastungsprofils wieder eine volle Arbeitsfä
higkeit (S. 8
Ziff.
5.1). Das Belastungsprofil umschrieb er wie folgt: «Für die linke Hand sind nur sehr leichte Tätigkeiten, ohne repetitive
Umwendbewegungen
, ohne festes Zupacken mit einem Gewichtslimit von 2 kg zumutbar. Es entfallen alle Tätigkeiten, die mit dem Besteigen von Leitern und Gerüsten wegen der erhöhten Absturzgefahr verbunden sind, und Tätigkeiten an stossenden, schla
genden und vibrierenden Maschinen sind ebenfalls nicht zumutbar. Tätigkeiten, die höhere Ansprüche an die Feinmotorik der linken Hand stellen sind
,
ebenfalls zu vermeiden.» (S. 8
Ziff.
5.2).
Eine Beschwerdeminderung und im besten Fall eine Beschwerdefreiheit könne ausschliesslich durch eine
Arthrodese
des Handgelenks erreicht werden. Die Prog
nose dahingehend sei gut. Die Einschränkung der Gebrauchsfähigkeit der Hand werde nach dieser Operation voraussichtlich deutlich weniger gravierend ausfal
len als bei der heutigen Untersuchung. Mit einem Endzustand nach
Arthrodese
sei bei gutem Heilungsverlauf nach 6-9 Monaten nach der Operation zu rechnen (
S.
9
Ziff.
7).
3.5
Mit Bericht vom 1
8.
August 2017 (
Urk.
9/M99
) führten die Ärzte der
Z._
aus, es bestehe unverändert ein stark ausgeprägter Leidens
druck bei unter Belastung
exazerbierenden
Schmerzen. Bei 50%ige
m
Ansprechen auf die in der diagnostischen Phase durchgeführte Infiltration könne ein massgeb
licher Teil der Symptomatik dem Radiokarpalgelenk zugeschrieben wer
den. Aufgrund dessen werde die Indikation zur
Handgelenksarthrodese
gestellt und es sei ein entsprechender Operationstermin vereinbart worden (S. 2 Mitte).
3.6
Am 2
6.
September 2017 wurde die in Aussicht genommene
Panarthrodese
des linken Handgelenks vorgenommen (
Urk.
9/M100
S. 1 unten).
Mit Bericht vom 2
8.
Dezember 2017 (
Urk.
9/M109
) führten die Ärzte der
Z._
aus, es zeige sich drei Monate postoperativ noch ein leicht protrahierter Verlauf, und sie empfahlen die Mobilisation mit Hilfe von Ergo- und Physiotherapie (S. 2 oben).
Mit Bericht vom 2
3.
Oktober 2018 (
Urk.
9/M123
) nannte die Ärzte der
Z._
als Diagnose einen Status nach Dekompression
Sulcus
ulnaris
offen links,
Osteosynthesematerialentfernung
(OSME)
Handgelenk links, sowie
Arthrodese
hamato-triquetral
sowie
hamato-capital
am
2.
Oktober 2018
(S.
1 Mitte). Es zeige sich ein regelrechter postoperativer Verlauf (S. 2 oben).
Dies führten sie auch mit Bericht vom
7.
Dezember 2018 drei Monate postoperativ aus (
Urk.
9/M124
S. 2 oben).
Mit Bericht vom
6.
Februar 2019 (
Urk.
9/M126
=
Urk.
9/M131/4
) nannten sie wieder einen regelrechten Verlauf 5 Monate postoperativ. Bezüglich des schmerz
hafte
n
CMC
I
II-Gelenkes seien sie abwartend, und gegenüber weiteren operativen Massnahmen seien sie sehr zurückhaltend eingestellt (S. 2 Mitte).
3.
7
Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.
4
) führte mit Bericht vom 2
5.
Februar 2019 über seine chirurgisch-
traumatologische
Untersuchung (
Urk.
9/M128
) aus, bei der heutigen Untersuchung zeige sich ein gegenüber der letzten Untersuchung deutlich gebes
serter Befund. Die Funktion der linken Hand werde stark eingeschränkt gezeigt. Bei der Funktionsuntersuchung falle auf, dass der Versicherte angeblich nicht in der Lage sei, einen kompletten Faustschluss zu zeigen. Die Beweglichkeit in allen Fingergelenken sei jedoch passiv frei. Hier müsse eine massive Selbstlimitierung vermutet werden, da der Versicherte beim Über-Kopf-Ausziehen des Sweatshirts beide Hände benutze und beim Ausziehen des rechten Ärmels die linke Hand dafür einsetze. Zumindest der
Pinchgriff
werde dabei mit deutlich sichtbarem Kraftaufwand eingesetzt. Die eingeschränkte Beweglichkeit im linken Ellenbo
gengelenk und im linken Schultergelenk sei einem massiven Trainingsmangel geschuldet. Der Versicherte gebe selbst zu, dass er ausserhalb der Ergotherapie- und der Physiotherapiebehandlung selbst keinerlei Übungen zu Hause durchge
führt habe. Er gehe spazieren oder sitze zu Hause herum (S. 11 oben).
Aufgrund des dokumentierten Verlaufs und der Ergebnisse der chirur
gisch/
traumatologischen
Untersuchung bestehe weiterhin für die bisherige Tätig
keit als Hilfskoch keine Arbeitsfähigkeit und es werde auch voraussichtlich keine Arbeitsfähigkeit mehr erreichbar sein. Für eine leidensangepasste Tätigkeit besteh
e
weiterhin unter Beachtung des Belastungsprofils eine volle Arbeitsfähig
keit. Die Tätigkeit als
Zeitungsverträger
könne als leidensangepasst gesehen wer
den und sei mit einem Pensum von 18
%
zumutbar (S. 11
Ziff.
5.1).
Das Belastungsprofil formulierte
Dr.
Y._
wie folgt: «Für die linke Hand sind nur sehr leichte Tätigkeiten, ohne repetitive
Umwendbewegungen
, ohne festes Zupacken mit einem Gewichtslimit von 5 kg zumutbar. Es entfallen alle Tätigkei
ten, die mit dem Besteigen von Leitern und Gerüsten wegen der erhöhten Absturzgefahr verbunden sind, und Tätigkeiten an stossenden, schlagenden und vibrierenden Maschinen sind ebenfalls nicht zumutbar. Tätigkeiten, die höhere
Ansprüche an die Feinmotorik der linken Hand stellen, sind ebenfalls zu vermei
den. Die linke Hand ist inzwischen jedoch sehr gut als Hilfshand einzusetzen.» (S. 11
Ziff.
5.2).
Inzwischen sei ein Endzustand erreicht. Von weiteren Behandlungen könne keine namhafte Besserung mehr erwartet werden. Insbesondere erscheine es inzwischen als nicht mehr zielführend, Physiotherapie und Ergotherapie weiterzuführen. Bei dem Versicherten fehle die nötige Compliance für die Notwendigkeit der
Eigen
beübung
, und somit sei eine Weiterführung der Therapie sinnlos (S. 11 Ziff. 5.3).
Es liege eine unfallbedingte Einschränkung einer Körperfunktion vor, welche die entschädigungspflichtige
Erheblichkeitsgrenze
gemäss
Art.
24 UVG erreiche. Gemäss Feinrastertabelle 1, Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten, müsse hier als Referenzwert die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Arms heran
gezogen werden, die mit 50
%
bewertet werde. Es ergebe sich also in Relation hierzu ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden von 15
%
(S. 11
Ziff.
5.4).
Die Prognose sei schlecht, beim Versicherten fehle es an der nötigen Compliance für die Notwendigkeit einer intensiven
Selbstbeübung
. Ihm sei ausserdem nicht verständlich zu machen, dass für eine erfolgreiche Suche auf dem Arbeitsmarkt gute Deutschkenntnisse unabdingbar seien. Er lebe seit 18 Jahren in der Schweiz, sei Schweizer Staatsbürger und spreche immer noch schlecht Deutsch. Er scheine sich auch mit seiner Behinderung gut eingerichtet zu haben, im Haushalt werde ihm von seiner Frau und seinen Kindern alles abgenommen. Alle diese Faktoren zusammengenommen stünden einer erfolgreichen Arbeitssuche diametral entge
gen. Lediglich die
traumatologische
Prognose sei gut. Die
Arthrodese
sei fest und somit wäre das Handgelenk belastbar (S. 12
Ziff.
7).
3.
8
Mit Bericht vom
9.
August 2019 (
Urk.
9/M131/3) führten die Ärzte der
Z._
aus, aufgrund der persistierenden Schmerzen im CMC III Gelenk sei eine Infiltration erfolgt (S. 2 Mitte).
Mit Bericht vom 2
8.
November 2019 (
Urk.
9/M131/1) führten
sie
aus, in der neu
rographischen Untersuchung hätten sich normale Werte des
Nervus
ulnaris
gezeigt, jedoch eine Luxation desselben über den
Epicondylus
medialis
bei maximaler Flexion im Ellbogen, wofür vorerst eine Therapie mit einer Ellbogen
manschette vorgesehen sei. Eine Verlaufskontrolle sei in 6 Monaten geplant, der Patient werde bis auf Weiteres zu 80
%
arbeitsunfähig geschrieben (S. 2 Mitte).
3.
9
Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.4) beantwortete am 2
3.
Mai 2020 ihm von der Beschwerdegegnerin unterbreitete Fragen (
Urk.
9/M132 letzte Seiten).
Zur vom Beschwerdeführer ständig getragenen Vorderarm-Schiene, zu der die behandeln
den Ärzte der
Z._
im Dezember 2018 ausführten, sie könnte zunehmend
wegelassen werden (vgl.
Urk.
9
/
M
124), führte er aus, d
as ständige Tragen einer Schiene
sei
sicher nicht mehr notwendig
gewesen
, dies beleg
e
der erhobene Untersuchungsbefund.
Durch die «
konsequente
»
Schienen
therapie in Eigenregie, ohne die Empfehlung der
Z._
einzuhalten,
sei
eine weitere Verbesserung
durch den Beschwerdeführer sicher verhindert wor
den (
Ziff.
1). D
as
Tragen einer Schiene
über das notwendige Mass hinaus
sei
aus medizinischer Sicht von bedeutendem Nachteil. Die Muskulatur
nehme
dadurch ab und die Beweglichkeit in den nicht versteiften Gelenken verminder
e
sich dadurch zusehends
(
Ziff.
2).
D
urch das dauernde Tragen der Schiene
verschlech
tere sich
die Gesamtsituation und damit auch die Arbeitsfähigkeit in einer lei
densangepassten Tätigkeit. Die
Gewichtslimiten
gingen
nach unten, die Geschick
lichkeit der Hand
nehme ab (
Ziff.
3).
B
ei angelegter Schiene verminder
e
sich das Gewichtslimit nicht wesentlich, auf
grund der abnehmenden Muskulatur jedoch ohne Anlegen der Schiene um
zirka
die Hälfte gegenüber einem trainierten Unterarm
respektive einer untrainierten
Hand beim Zustand nach den
erfolg
ten Operationen. Tätigkeiten, die eine kraftvolle
Umwendbewegung
im Bereich des Unterarms verlang
t
en, könn
t
en nicht
aus
geführt werden.
D
as
im Feb
ruar 2019 formulierte
Zumutbarkeitsprofil
habe ferner
weiterhin Gültigkeit. Auch mit Schiene
sei
die Hand weiterhin gut als Hilfshand einzusetzen. Aufgrund der Schiene
sei
nicht mit einer Einschränkung des zeitlichen Limits und auch nicht m
it vermehrten Pausen zu rechnen (
Ziff.
4).
4.
4.1
Die vermeintlich formellen Rügen des Beschwerdeführers (Gehörsverletzung, fal
sche und unvollständige Sachverhaltsfeststellung, Verletzung der Begründungs
pflicht) beruhen weitestgehend darauf, dass er mit dem Inhalt der ärztlichen Beurteilung durch
Dr.
Y._
, auf welche sich die Beschwerdegegnerin gestützt hat, nicht einverstanden ist. Sie
gehör
en daher
zu
r materiellen Prüfung de
s
angefochtenen
Entscheides
.
4.2
Was das Erreichen des medizinischen Endzustands anbelangt (
Urk.
1 S. 6
lit
. e), verkennt der Beschwerdeführer, dass es nicht darauf ankommt, ob noch irgend
welche therapeutischen Bemühungen unternommen werden,
sondern darauf, dass diese eine namhafte Besserung erwarten lassen müssen, was sich wiederum auf eine Steigerung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit bezieht (vor
stehend E. 1.4).
Mithin ist der medizinische Endzustand im vorliegenden Fall i
n de
m Zeitpunkt eingetreten, ab welchem weitere therapeutische Bemühungen nicht mehr erwar
ten liessen, dass eine Arbeitsfähigkeit für ein weniger restriktiver formuliertes Belastungsprofil als das
aktuell
festgehaltene (vorstehend E.
3.
7
)
erlangt werden könnte. Dies war gemäss der schlüssig begründeten Feststellung von
Dr.
Y._
im Februar 2019 der Fall. Dass danach von behandelnder Seite noch eine Verla
gerung des
N.
ulnaris
in Erwägu
ng gezogen wurde (vorstehend E.
3.
8
), ändert daran - entgegen der Annahme des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 10
lit
. c)
-
nichts, denn damit wurde lediglich eine Verbesserung der Schmerzproblematik inten
diert, ohne dass dies die bereits festgestellte eingeschränkte Gebrauchsfähigkeit der linken Hand
beeinflusst hätte. Der hypothetische Charakter der betreffenden therapeutischen Überlegungen zeigt sich im Übrigen auch daran, dass vorerst lediglich eine Ellbogenmanschette verordnet und eine erneute Kontrolle erst nach Ablauf von 6 Monaten geplant wurde.
4.
3
Was vom Beschwerdeführer
hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit
als widersprüchlich gerügt wurde, gründet darin, dass
Dr.
Y._
- anders als der Beschwerdeführer - klar zwischen der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Hilfskoch und derjenigen in einer leidensangepassten Tätigkeit unterschieden ha
t
. In der angestammten Tätigkeit bestand seit dem Unfall eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
, darin stimmten die Ärzte der
Z._
und Dr.
Y._
überein.
4.
4
Als leidensangepa
sst erachtete
Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.
7
) für
die linke Hand nur sehr leichte Tätigkeiten, ohne repetitive
Umwendbewegungen
, ohne festes Zupacken mit einem Gewichtslimit von 5 kg
,
als
zumutbar.
A
ls Hilfshand
lasse sich die (
adominante
) linke Hand sehr gut einsetzen. Z
u vermeiden
seien
Tätig
keiten, die höhere Ansprüche an die Feinmotorik der linken Hand stell
t
en
,
mit dem Besteigen von Leitern und Gerüsten verbunden
e
Tätigkeiten und
solche
an stossenden, schlage
nden und vibrierenden Maschinen.
Indem
Dr.
Y._
- und mit ihm die Beschwerdegegnerin - eine volle Arbeitsfä
higkeit in leidensangepasster Tätigkeit erst ab Mitte Februar 2019 als gegeben erachtete
,
trug
er
dem Umstand Rechnung, dass bis dahin bezüglich der linken Hand noch mannigfache therapeutische Bemühungen unternommen worden waren
,
und gewichtete dies offenbar höher als den Umstand, dass ein annähernd gleiches Anforderungsprofil wie im Februar 2019 von ihm schon im Juli 2017 formuliert worden war (vorstehend E. 3.4). Der Plausibilität der erfolgten Ein
schätzung tut dies keinen Abbruch.
Ebenfalls
unbehelflich
ist der Versuch,
Dr.
Y._
mangelnde Objektivität anzu
lasten, dies mit Hinweis darauf, dass er «Vertrauensarzt SGV» ist
.
Dabei handelt es sich um einen Fähigkeitsausweis, der von der S
chweizerische
n
Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte
(SGV
) nach Absolvieren des entsprechenden Lehrgangs ausgestellt wird (siehe http://www.vertrauensaerzte.ch); mit dem Schweizerischen Gewerbeverband hat dies
entgegen der Annahme des Beschwer
deführers (
Urk.
1 S. 8 f.
lit
. k)
nichts zu tun.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Annahme einer vollen Arbeitsfä
higkeit in - näher umschriebenen - leidensangepassten Tätigkeiten ab Februar 2019 auf nachvollziehbar und überzeugend begründeten ärztlichen Beurteilun
gen beruht, welche den in der Beschwerde richtig wiedergegebenen praxisgemäs
sen Anforderungen (
Urk.
1 S. 5
lit
. d) vollumfänglich genügen.
Der medizinische Sachverhalt ist vollständig
entscheidreif
abgeklärt und es steht zweifelsfrei fest, inwiefern die gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers in angepassten Tätigkeiten tangieren. Vor die
sem Hintergrund ist nicht ersichtlich, inwiefern noch ein - zudem polydisziplinä
res - Gutachten erforderlich sein könnte. Der entsprechende Antrag (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
II) ist unbegründet.
4.
5
Dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall einen rel
ativ tiefen Lohn erzielte (Urk.
1 S.
12
lit
. h), liegt daran, dass er in einem Wirtschaftszweig mit notorisch tiefem Lohnniveau tätig war, und nicht daran, dass sein Lohn deutlich tiefer gewesen wäre als der Medianlohn der Branche. Die Beschwerdegegnerin hat somit zur Bestimmung des
Valideneinkommens
zu Recht darauf abgestellt.
Weitere vom Beschwerdeführer angeführte,
bei der Bestimmung des Invaliden
einkommens
angeblich zu Unrecht nicht berücksichtigte Umstände wie schlechte Sprachkenntnisse, fehlende berufliche Ausbildung
und sein
Alter (Urk.
1 S.
15
lit
. n
)
,
sind nachgerade Klassiker der invaliditätsfremden Gründe, die zwar ein erwerbliches Handicap darstellen, für die aber die
Unfall
versicherung
gerade
nicht einzustehen hat (vgl. BGE 107 V 17 E. 2c).
Dass die dem Beschwerdeführer attestierte Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht verwertbar sein sollte (
Urk.
1 S. 13 f.
lit
. k ff.), ist eine Behauptung, welche die Bedeutung des - beschwerdeweise durchaus erwähnten - ausgeglichenen Arbeitsmarkts (vorstehend E. 1.7) verkennt, weshalb
sie nicht zu überzeugen vermag, dies insbesondere,
da
gemäss
ständige
r
Rec
htsprechung des Bundesgerichts sogar
Personen, die funktionell als Einarmige zu betrachten sind und nur noch leichte Arbeit verrichten können, auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen
(Urteil
e
8C_744/2017 vom 1
4.
Mai 2018 E. 5.1,
8C_31/2017 vom 3
0.
März 2017 E. 6.2
)
.
Die Beschwerdegegnerin hat vom Tabellenlohn einen Abzug von 10
%
vorge
nommen (
Urk.
10/A139).
Gründe für einen
vom Beschwerdeführer
darüber hinaus
geltend gemachte
n
Abzu
g
(
Urk.
1 S. 15
lit
.
n
)
sind nicht ersichtlich, hat doch das Bundesgericht etwa im Fall einer
vermindert
en
Belastbarkeit des linken
adomi
na
n
ten
Arms
mit voller Arbeitsfähigkeit i
n einer angepassten Tätigkeit
festgehal
ten, dass d
iese auf d
em ausgeglichenen Arbeitsmarkt
durchaus realisiert werden
könne, so in
Kontroll- und Überwachungstätigkeiten oder auch leichte
n,
auf Tischhöhe ausgeübt
en
Montagearbeiten,
und hat gar keinen Abzug zugelassen, da das
einge
schränkte Belastbarkeitsprofil nicht mit
einer faktischen
Einarmigkeit
zu vergleichen
sei (Urteil 9C_238/2018 vom 3
0.
April 2018 E. 5.2)
.
Vor diesem Hintergrund erweist sich der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Abzug von 10
%
als durchaus angemessen.
4.
6
Die
Integritätseinbusse
wurde v
on
Dr.
Y._
mit 15
%
beziffer
t.
Er ging dabei vom Referenzwert von 50
%
für die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Armes aus (vorstehen
d
E. 3.
7
). Berücksichtigt man, dass beim Beschwerdeführer keines
wegs der ganze Arm völlig gebrauchsunfähig, sondern die Verwendbarkeit der Hand in näher genannter Weise beeinträchtig
t
ist, so
erweist sich
die Beurteilung durch
Dr.
Y._
als nachvollziehbar. Was beschwerdeweise dagegen eingewen
det wurde
(
Urk.
1 S. 15
f.
lit
. p)
, ist mangels fachlich-medizinischer Abstützung nicht stichhaltig.
4.
7
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer gegen den angefochtenen Entscheid erhobenen Einwände nicht durchzudringen vermögen. Dieser erweist sich vielmehr als rechtens und ist zu bestätigen, was zur Abwei
sung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.