# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ede790b2-8b8d-430c-8455-9c7f717cfdaf
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. ist am 14. Mai 1916 in A. geboren und am 10. Dezember 2007 in B. verstorben. Sie war zuletzt in C. wohnhaft. X. war mit Z. verheiratet, welcher bereits vor ihr verstorben ist. Sie hinterlässt als einzige gesetzliche Erbin ihre Adoptivtochter Y.. Am 26. Juli 2001 hatte die Erblasserin in einem eigenhändigen Testament über ihren Nachlass verfügt und dabei mehrere Vermächtnisse ausgesetzt. Das Testament wurde am 10. August 2001 von Rechtsanwalt und Notar E. zur Hinterlegung beim Kreisamt Ilanz eingereicht. Am 22. Januar 2008 wurde das Testament im Beisein von Y. amtlich eröffnet. Als Willensvollstrecker hat die Erblasserin Rechtsanwalt und Notar E. eingesetzt. Das Kreisamt Ilanz bestätigte mit Bescheinigung vom 25. Januar 2008, dass dieser das Mandat angenommen hat.
B. Mit dem am 11. Mai 2011 ausgestellten Zahlungsbefehl mit der Betreibungsnummer 2110580 wurde Y. vom Betreibungsamt des Kreises Surselva aufgefordert, die Forderung in der Höhe von Fr. 172‘930.85 nebst Zins zu 5% seit dem 1. April 2011 zu begleichen. Als Forderungsgrund wurde der Erbteilungsvertrag über den Nachlass Z. genannt. Der Zahlungsbefehl wurde Y. am 16. Mai 2011 zugestellt, welche gleichentags Rechtsvorschlag erhob.
C. Mit Eingabe vom 23. Mai 2011 gelangte E. als Willensvollstrecker für den Nachlass von X. an das Bezirksgerichtspräsidium Surselva und ersuchte um provisorische Rechtsöffnung für den in Betreibung gesetzten Betrag. Dabei reichte er nebst dem Erbteilungsvertrag betreffend Feststellung und Teilung des Nachlasses Z. vom Dezember 2010 und dem Willensvollstreckerzeugnis des Kreisamtes Ilanz vom 25. Janaur 2008 zwei Schreiben an die Gesuchsgegnerin vom 23. März 2011 beziehungsweise 14. April 2011 ein.
D. Mit Eingabe vom 8. Juni 2011 unterbreitete die Rechtsvertreterin von Y. dem Bezirksgericht Surselva eine schriftliche Stellungnahme. Dabei wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass die einzigen werthaltigen Aktiven im Nachlass von X. eine güterrechtliche Forderung an den Nachlass des vorverstorbenen Ehemannes Z. sowie die Beteiligung an dessen Nachlass seien. Der Nachlass von Z. habe neben einigen landwirtschaftlichen Flächen von untergeordnetem Wert praktisch ausschliesslich aus der Liegenschaft Nr. D. in C. bestanden. Diese Liegenschaft sei mit Erbteilungsvertrag vom Dezember 2010 der Gesuchsgegnerin zu einem Anrechnungswert von Fr. 554‘000.-- zugewiesen worden. Dieser Anrechnungswert sei durch die Gesuchsgegnerin unter anderem durch die Übernahme der Güterrechtsforderung von X. an Z. in der Höhe von Fr. 69‘661.-- sowie einer Ausgleichsforderung der „Erben X. an Y.“ im Umfang von Fr.
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103‘269.50 beglichen worden. Diese beiden Beträge würden dem zur Rechtsöffnung beantragten Betrag von Fr. 172‘930.-- entsprechen. Den Aktiven im Nachlass von X. ständen gemäss der vom Gesuchsteller selber verfassten Schuldensituation geschätzte Passiven von Fr. 183‘966 gegenüber, an denen die Gesuchsgegnerin selbst mit Fr. 173‘146.-- als Gläubigerin beteiligt sei. Der vom Gesuchsteller präsentierte Rechtsöffnungstitel beinhalte eine Forderung der Erben X. gegen Y.. Da Y. Alleinerbin von X. sei, existiere diese Forderung nicht mehr, sondern sei durch Vereinigung untergegangen. Die im Rechtsöffnungstitel bezeichnete Forderung habe somit keinen Bestand. Sollte der Rechtsöffnungsrichter wider Erwarten der Ansicht sein, die Forderung sei nicht durch Vereinigung untergegangen, sei diese durch Verrechnung getilgt worden. Die Gesuchsgegnerin habe mit den (vom Gesuchsteller verfassten) Steuererklärungen glaubhaft dargelegt, dass sie selbst über namhafte Forderungen gegenüber dem Nachlass ihrer Mutter verfüge. Dabei handle es sich um Forderungen aus Rückerstattungen von Auslagen, die Bezahlung der Erbgangsschulden sowie eine Lidlohnforderung.
E. Der Einzelrichter SchKG des Bezirksgerichtes Surselva erkannte mit Rechtsöffnungsentscheid vom 12. Juli 2011, mitgeteilt am 13. Juli 2011, in Sachen des Willensvollstreckers E. beziehungsweise des Nachlasses von X. gegen Y. wie folgt:
„1. Das Gesuch wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von Fr. 500.00 gehen zulasten des Gesuchstellers und sind innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein dem Bezirksgericht Surselva zu überweisen.
Ausseramtlich hat der Gesuchsteller die Gesuchsgegnerin für ihre Umtriebe mit CHF 500.00 zu entschädigen.

## Considerations