# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 151e2807-5ade-5475-a1ca-cbb78b9fbe53
**Court:** SO_OG
**Chamber:** SO_OG_004
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SO / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

In Sachen
1.
A._
,
2.
B._
,
Beschwerdeführer
gegen
C._ GmbH
,
vertreten durch
D._
GmbH
,
Beschwerdegegnerin
betreffend
Ausweisung und Vollstreckung
zieht die Zivilkammer des Obergerichts in
Erwägung
:
1. Mit Urteil vom 2. Dezember 2020 wies der Amtsgerichtspräsident von Olten-Gösgen A._ und B._ (im Folgenden die Gesuchsgegner) aus der von ihnen gemieteten Wohnung in [...] aus.
2. Dagegen erhoben die Gesuchsgegner am 17. Dezember 2020 fristgerecht Einsprache beim Richteramt Olten-Gösgen und ersuchten sinngemäss um einen Aufschub der Ausweisung. Das Richteramt hat die Einsprache zuständigkeitshalber an das Obergericht überwiesen. Die Einsprache ist als Beschwerde zu behandeln.
3. Die Gesuchsgegner schildern die Schwierigkeiten, mit einem kleinen Sohn während der Coronapandemie in kurzer Zeit eine neue Wohnung zu finden. Sie legen der Beschwerde drei Zahlungsquittungen für Monatsmietzinse bei und versichern, die gesamten Mietrückstände bis im April 2021 zu bezahlen.
4. Die Beschwerde ist ein unvollkommenes ausserordentliches Rechtsmittel, mit welchem unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden kann (Art. 320 ZPO). Sie ist begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerdebegründung ist u.a. darzulegen, auf welchen Beschwerdegrund sich der Beschwerdeführer beruft und an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet. Es besteht eine Rügepflicht (Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich Basel Genf 2016, N 15 zu Art. 321).
5. Der Amtsgerichtspräsident hat die Gesuchsgegner gestützt auf die Mahnung und Kündigungsandrohung vom 14. Juni 2020 sowie die anschliessende Kündigung vom 27. August 2020 ausgewiesen. Er hat festgestellt, dass die Kündigung unangefochten geblieben und somit rechtswirksam sei. Deshalb hat er es in sachverhaltsmässiger und rechtlicher Hinsicht als klar erachtet, dass die Gesuchsgegner seit dem 1. Oktober 2020 keinen Rechtstitel zum Verbleib im Mietobjekt mehr besitzen und deshalb das Mietobjekt zu verlassen und zurückzugeben haben.
6. Auf diese Erwägungen gehen die Gesuchsgegner in keiner Weise ein und zeigen dementsprechend auch nicht auf, was daran falsch sein sollte. Vielmehr begründen sie ihre Einsprache mit den Schwierigkeiten, welche ihnen das angefochtene Urteil und die darin ausgesprochene Ausweisung bereitet. Damit stellen sie die Richtigkeit des angefochtenen Urteils auch selbst nicht in Frage. Das zeigt sich schon in dem von ihnen gestellten Antrag. Jedenfalls ist den Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde nicht Genüge getan. Im Übrigen wird die Gültigkeit der Kündigung vom 27. August 2020 durch eine nachträgliche Bezahlung von Mietzinsausständen – die Quittungen datieren vom November und Dezember 2020 – nicht aufgehoben.
7. Die Beschwerde erweist sich demnach im Sinne von Art. 322 ZPO als offensichtlich unzulässig und es kann deshalb sogleich ohne Stellungnahme der Gegenpartei nicht darauf eingetreten werden. Ausnahmsweise wird auf eine Erhebung von Gerichtskosten verzichtet.
Demnach wird
beschlossen
:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.

## Considerations