# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7cbb229e-2036-4c22-b0a1-11ffd42f2a6c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 24
I. Sachverhalt
A. Die Liegenschaft Nr. _ an der _strasse in O.1_ ist in Stockwerkeigentumseinheiten aufgeteilt. X._ ist Eigentümerin der Stockwerkeinheit Nr. _. Diese umfasst das Sonderrecht am  Nr. _ im Erdgeschoss im Haus A, am Kellerabteil Nr. _ sowie das ausschliessliche und alleinige Benützungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. _ und einen Miteigentumsanteil von 540/100000 an der Parzelle Nr. _. Die A._AG wurde mit Beschluss vom 26. November 2011 als Verwalterin der Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._ (nachfolgend StWEG Y._) bestellt.
B. Mit Eingabe vom 1. Mai 2014 ersuchte die StWEG Y._ den Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva um vorläufige Eintragung eines Pfandrechts gemäss Art. 721i ZGB in der Höhe von CHF 6'112.30 zzgl. 5 % Zins seit dem 26. September 2013 zulasten der Stockwerkeinheit von X._, Grundstück Nr. _ im Grundbuch O.1_. Begründend machte die StWEG Y._ geltend, X._ habe die Nebenkosten für das Jahr 2012 in der Höhe von CHF 1'662.75 sowie für das Jahr 2013 in der Höhe von CHF 4'449.55 nicht beglichen, weshalb sie Anspruch auf Errichtung eines Pfandrechts für die ausstehenden Beiträge habe. Zur Glaubhaftmachung des Anspruchs reichte die StWEG Y._ dem Gericht diverse Unterlagen ein.
C. Das Gesuch wurde X._ am 5. Mai 2014 per Einschreiben nach .2_ zugestellt, verbunden mit der Aufforderung ihre Stellungnahme bis zum 21. Mai 2014 einzureichen. Mit Schreiben vom 20. Mai 2014 ersuchte ihr Sohn, B._, um Erstreckung der Frist zur Stellungnahme. Innert erstreckter Frist reichten X._ und ihr Ehemann, C._, ihre schriftliche Stellungnahme ein. Darin führten sie u.a. aus, sie hätten vor einigen Jahren gegenüber der damaligen Verwaltung der StWEG Y._ erklärt, sie würden sich an der damals vorgesehenen und durchgeführten Balkonsanierung nicht beteiligen. Daraufhin hätten sie ihren Balkon selber und auf ihre Kosten saniert. Solange nicht geklärt sei, welche Kosten u.a. unter dem Titel Erneuerungsfond in Rechnung gestellt würden, würden sie keine Beiträge in den Erneuerungsfond mehr leisten und deshalb solange ihre Zahlungen einstellen. Falls sie wirkliche Nebenkosten schulden würden, würden sie diese sofort begleichen. Um ihre Ausführungen zu belegen, reichten sie zahlreiche Schreiben aus der Korrespondenz zwischen ihnen und der Verwaltung der StWEG Y._ sowie einige Fotoaufnahmen ihres Balkons ein.
Seite 3 — 24
D. Mit Entscheid vom 13. Juni 2014 entschied der Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva was folgt:
„1. Das Gesuch wird gutgeheissen und das Grundbuchamt E._ wird im Sinne von Art. 712i in Verbindung mit Art. 961 ZGB angewiesen, zugunsten der Gesuchstellerin auf der der Gesuchsgegnerin gehörenden Stockwerkeinheit Nr. _, Gemeinde O.1_ ein gesetzliches Pfandrecht für eine Pfandsumme von CHF 6'112.30. zuzüglich Zins von 5 % seit 26. September 2013 vorläufig einzutragen.
2. Der gesuchstellenden Partei wird zur Anhebung des Hauptprozesses Frist bis zum 15. September 2014 gesetzt, verbunden mit der Androhnung, dass nach unbenutztem Fristablauf die Vormerkung im Grundbuch gelöscht wird.
3. a)Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 1'500.00 (Entscheidgebühr inkl. Grundbuchgebühren) werden der Gesuchstellerin auferlegt und mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet. Der spätere abweichende Entscheid im Verfahren betreffend definitive Eintragung des Stockwerkeigentümerpfandrechts bleibt vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Ziffer 2 des Dispositivs die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Gerichtskosten definitiv auferlegt.
b)Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im Verfahren betreffend definitive Eintragung des Stockwerkeigentümerpfandrechts vorbehalten. Sofern die Gesuchstellerin die ihr in Dispositiv-Ziffer 2 hiervor angesetzte Frist versäumt, wird davon Vormerk genommen, dass die Gesuchsgegnerin keine Parteientschädigung verlangt hat.
4. a)Gegen diesen Entscheid kann zivilrechtliche Beschwerde geführt werden (Art. 319 ff. ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden, Poststrasse 14, Postfach, 7002 Chur, innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 321 Abs. 2 und 3 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).
b)Der Kostenentscheid ist selbständig nur mit Beschwerde anfechtbar (Art. 110 i.V.m. Art. 319 ff. ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden, Poststrasse 14, Postfach, 7002 Chur, innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 321 Abs. 2 und 3 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).
5. [Mitteilung]“
Dieser Entscheid wurde am 13. Juni 2014 als eingeschriebene Sendung der schweizerischen Post übergeben, zur Zustellung an X._ an der _strasse in DE-O.2_. Nachdem die Sendung am 17. Juni 2014 nicht zugestellt werden konnte, wurde diese am 22. Juli 2014 wieder an den Absender, das Bezirksgericht Surselva, retourniert.
Seite 4 — 24
E. Am 3. September 2014 reichte die StWEG Y._ beim Bezirksgericht Surselva Forderungsklage sowie Klage auf definitive Eintragung des Stockwerkeigentümerpfandrechts in der Höhe von CHF 6'112.30 nebst Zins seit dem 26. September 2014 ein. Am 4. September 2014 ersuchte das Bezirksgericht Surselva in Anwendung des Haager Übereinkommens über die Zustellung gerichtlicher und aussergerichtlicher Schriftstücke im Ausland in Zivil- oder Handelssachen vom 15. November 1965 das Amtsgericht O.2_ in Deutschland um Zustellung der Klage inkl. Beilagen und des Schreibens des Bezirksgerichts Surselva vom 4. September 2014 betreffend Aufforderung zur Stellungnahme an X._ in DE-O.2_. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2014 übermittelte das Amtsgericht O.2_ dem Bezirksgericht Surselva das Zustellungszeugnis vom gleichen Datum, worin bescheinigt wurde, dass der Zustellungsantrag vom 4. September 2014 am 26. September 2014 erledigt respektive die entsprechenden Dokumente an X._ zugestellt worden seien. In der Zwischenzeit hatte die StWEG Y._ dem Bezirksgericht Surselva mit Schreiben vom 11. September 2014 mitgeteilt, dass sich der Forderungs- und Pfandbetrag infolge der eingegangener Zahlung von X._ in der Höhe von CHF 4'652.80 auf CHF 1'459.50 reduziert habe.
F. Mit Schreiben vom 27. September 2014 (Poststempel), eingegangen am 30. September 2014, erhob X._ (nachfolgend Beschwerdeführerin) beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde. Sie führte u.a. aus, die Abrechnungen über die strittigen Nebenkostenabrechnungen seien teilweise falsch (z.B. hinsichtlich der Haushaltsversicherung). Weiter hätte sie die Sanierung ihres Balkons selber vorgenommen und bezahlt. Sie sei deshalb nicht bereit, über die Beiträge an den Erneuerungsfond diese Sanierung noch einmal mitzufinanzieren. Ferner seien die Wohnungen während der Sanierung während ca. sieben Monate nicht benutzbar gewesen. Ihr Sohn, B._, habe entgegen den Behauptungen der A._AG keine Akteneinsicht erhalten. Weiter habe sie sich an die Vorgaben des Stockwerkeigentümerreglements und des Grundbuches gehalten. Danach müssten einem Stockwerkeigentümer, falls ihm Veränderungen aufgezwungen würden, die er nicht wolle, die Kosten vergütet und Schadenersatz geleistet werden. Im Anschluss an ein Treffen vom 16. Juni 2014 zwischen ihr, ihrem Ehemann und einem Vertreter der A._AG habe sie die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2014 beglichen. In den Jahren 2006 bis 2011 sei fast ausschliesslich am Plattenbelag gearbeitet und der Erneuerungsfond belastet worden. Für die Sanierung von ein paar Balkonen seien über 1.5 Millionen aufgewendet worden, obwohl dafür wesentlich tiefere Beträge
Seite 5 — 24
budgetiert gewesen seien. Die Unterlagen und Abrechnungen zu diesen Sanierungen seien trotz Nachfrage ihrerseits nicht offen gelegt worden. Laut ihren Berechnungen seien für die Balkonsanierung jedoch massiv überhöhte Preise verlangt worden. Sie fordere von der StWEG Y._ die Rückerstattung ihrer Beiträge an den Erneuerungsfond ohne Gegenleistung, Schadenersatz für die sieben Monate, in denen sie die Wohnung nicht habe benutzen können und die Erstattung der Kosten, die durch falsche Angaben und Ähnlichem entstanden seien, wobei diese Forderungen unter Umständen verhandelbar seien. Sie könne zurzeit nicht alle Unterlagen zur Verfügung stellen, da sich diese in O.1_ befänden. Schliesslich führte sie aus, ihr Wohnsitz befinde sich nicht in .2_.
G. Am 30. September 2014 wies der Kantonsgerichtspräsident und vorsitzende Richter die Beschwerdeführerin darauf hin, dass sie ihrer Beschwerde den angefochtenen Entscheid beizulegen habe und forderte sie auf, diesen nachzureichen.
H. Dieser Aufforderung kam die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 22. Oktober 2014 nach und reichte den Entscheid vom 13. Juni 2014 des Einzelrichters am Bezirksgericht Surselva betreffend vorläufige Eintragung eines Pfandrechtes gemäss Art. 712i ZGB ein. In ihrem Schreiben führte sie, nun vertreten durch ihren Ehemann, u.a. ergänzend aus, ihr sei anlässlich des Treffens vom 16. Juni 2014 vom Vertreter der A._AG angeboten worden, dass keine Forderungen mehr gegen sie bestünden, wenn sie die Nebenkosten für das Jahr 2014 sowie weitere CHF 1'000.-- bezahlen würde. Daraufhin habe sie CHF 4'652.80 überwiesen und erklärt, sie würde die weiteren CHF 1'000.-- leisten, sobald ihr das Vereinbarte schriftlich bestätigt werde.
I. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2014 machte der Kantonsgerichtspräsident und vorsitzende Richter die Beschwerdeführerin darauf aufmerksam, dass der angefochtene Entscheid vom 13. Juni 2014 des Einzelrichters am Bezirksgericht Surselva laut Vollstreckbarkeitsbescheinigung des Bezirksgerichts Surselva seit dem 26. August 2014 vollstreckbar sei. Die Beschwerdeführerin habe jedoch ihre Beschwerde erst am 27. September 2014 und somit verspätet der Post übergeben, da nicht davon auszugehen sei, dass sie den angefochtenen Entscheid erst Mitte August zugestellt erhalten habe. Angesichts dieser Umstände werde auf die formelle Eröffnung eines Verfahrens und eine Kostenerhebung verzichtet. Sollte sie jedoch auf eine Beschwerdeführung bestehen, so habe sie dies bis spätestens 10. November 2014 mitzuteilen.
Seite 6 — 24
J. In ihrer Eingabe vom 7. November 2014 erläuterte die Beschwerdeführerin, vertreten durch ihren Ehemann, die Rechtsvertreterin der A._AG würde immer die falsche Wohnanschrift nennen, obwohl man sie schon mehrmals darauf hingewiesen habe. Dadurch könne es insbesondere während der Urlaubszeit zu Fehlern kommen. Ein Bekannter würde für ihn den Briefkasten leeren, der sei allerdings auch im Urlaub gewesen. So sei es möglich, dass etwas schief gelaufen sei. Er habe dem Gericht von allem, was er erhalten habe, eine Kopie zugestellt. In der Sache selbst wiederholte er, die Beschwerdeführerin verlange eine fehlerfreie Abrechnung der Nebenkosten, eine Vergütung der Kosten für die Balkonsanierung und die Löschung des Eintrages im Grundbuch.
K. Mit Kostenvorschussverfügung vom 10. November 2014, zugestellt per Einschreiben an C._ in DE-O.2_ am 15. November 2014, wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, bis zum 21. November 2014 einen Kostenvorschuss von CHF 1'500.-- zu leisten. Mit Verfügung vom 25. November 2014, zugestellt per Einschreiben an C._ in DE-O.2_, wurde der Beschwerdeführerin eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 8. Dezember 2014 gesetzt. Am 4. Dezember 2014 wurde dem Gericht die Kopie des entsprechenden Zahlungsauftrages vom 18. November 2014 zugestellt.
L. Mit Verfügung vom 10. November 2014 wurde das Bezirksgericht Surselva aufgefordert, dem Kantonsgericht von Graubünden sämtliche Akten sowie die Bescheinigung über die Inempfangnahme des angefochtenen Entscheids durch die Beschwerdeführerin einzureichen. Mit Schreiben vom 12. November 2014 reichte das Bezirksgericht Surselva die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens betreffend der provisorischen Eintragung des Pfandrechts und zudem das Zustellungszeugnis des Amtsgerichts O.2_ vom 8. Oktober 2014 betreffend der Forderungsklage sowie Klage auf definitive Eintragung des Stockwerkeigentümerpfandrechts der StWEG Y._ vom 3. September 2014 ein. Das Bezirksgericht Surselva führte – ohne Anträge zu stellen – hinsichtlich der Rechtzeitigkeit der vorliegenden Beschwerde aus, die Beschwerdeführerin habe aufgrund der zuvor mit dem Gericht geführten Korrespondenz mit der Zustellung des Entscheids vom 13. Juni 2014 rechnen müssen, weshalb nach Ablauf der Abholfrist die Zustellfiktion zum Tragen komme, womit die vorliegende Beschwerde verspätet eingereicht worden sei. Doch selbst wenn die Zustellfiktion in casu nicht eingetreten sein sollte, müsse die Beschwerdeschrift dennoch als verspätet erachtet werden, da gemäss dem Zustellungszeugnis des Amtsgerichts O.2_ vom 8. Oktober 2014 die Klage vom 3. September 2014 auf definitive Eintragung des Stockwerkeigentümerpfandrechts inkl. Beilagen, also inkl.
Seite 7 — 24
Entscheid vom 13. Juni 2014, der Beschwerdeführerin am 26. September 2014 zugestellt worden sei. Die Beschwerde hätte somit spätestens am 8. Oktober 2014 der Post übergeben werden müssen, um als rechtzeitig erfolgt zu gelten.
M. Am 27. November 2014 reichte die Beschwerdeführerin, vertreten durch ihren Ehemann, weitere Unterlagen zur Ergänzung der bereits eingereichten Akten ein und wiederholte ihre bereits in den vorangehenden Eingaben vorgebrachten Ausführungen.
N. Die StWEG Y._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) reichte am 11. Dezember 2014 innert Frist ihre Beschwerdeantwort ein mit dem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Begründend führte sie zur von der Beschwerdeführerin sinngemäss geltend gemachten falschen Zustellung u.a. aus, sie habe auf die im Grundbuch eingetragene Adresse der Beschwerdeführerin in DE-O.2_ abgestellt. Es sei stets sämtliche Korrespondenz an die Adresse in DE-O.2_ adressiert gewesen und die Beschwerdeführerin habe (teils in Vertretung) an dieser Adresse stets die Post entgegengenommen und jeweils auf die entsprechenden Schreiben geantwortet. In der Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 10. Juni 2014 zum Gesuch um provisorische Pfandeintragung seien die geltend gemachten Positionen der Beiträge der Gemeinschaft nicht fundiert bemängelt und die dem Gesuch beigelegten Dokumente nicht beanstandet worden. Auch der Einwand der falschen Adresse sei nicht erhoben worden. Ferner habe am 14. Juni 2014 die 32. Eigentümerversammlung stattgefunden, wo die Eheleute X.C._ anwesend gewesen seien. Dabei sei die Jahresrechnung 2013 abgenommen worden und die Eheleute X.C._ hätten der Verwaltung Prozessvollmacht erteilt, um die Nebenkostenbeiträge 2012 und 2013 gegen sie pfandrechtlich sichern zu lassen (Traktandum 15). Unter Traktandum 18 habe sich die Beschwerdeführerin nach der Kostendifferenz bezüglich der Balkonsanierung erkundigt. Herr D._ (Ausschlussmitglied) habe die Sachlage ausführlich erklärt und sei auf die Fragen eingegangen. Gegen das Protokoll zur Eigentümerversammlung sei kein Einwand erhoben worden. Weiter habe der Sohn der Beschwerdeführerin als ihr Vertreter während drei Stunden Einblick in die Unterlagen erhalten. Es treffe somit nicht zu, dass der Beschwerdeführerin das Auskunftsrecht verweigert worden sei. Weiter wurde ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe die Rechtzeitigkeit der Beschwerde vom 27. September 2014 zu beweisen. Gemäss Empfangsbestätigung des Amtsgerichts O.2_ sei der angefochtene Entscheid am 18. Juli 2014 bei der Beschwerdeführerin eingegangen, womit die zehntätige Beschwerdefrist am 28. Juli 2014 geendet habe, weshalb auf die Beschwerde
Seite 8 — 24
nicht einzutreten sei. Die Beschwerdeführerin könne sich ferner nicht auf eine falsche Adresse berufen. Schliesslich wurde bestritten, dass die Beitragsabrechnungen Telefonabrechnungen, Versicherungsgebühren oder Gerichtsgebühren enthalten sollen. Die Jahresrechnungen und die Budgets seien an den StWEG-Versammlungen akzeptiert worden und die Beschwerdeführerin habe die Beschlüsse nie angefochten. Die Balkonsanierungen seien von jedem Eigentümer einzeln bezahlt worden. Abgesehen davon gelte im Summarverfahren die Glaubhaftmachung.
O. Auf die weitergehenden Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und der Stellungnahme der Vorinstanz sowie auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1.a) Beim vorliegend angefochtenen Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Surselva vom 13. Juni 2014 über die vorläufige Eintragung eines Pfandrechts für die Beitragsforderungen im Sinne von Art. 712i des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) im Grundbuch handelt es sich um eine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 261 ff. der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272; vergleiche dazu: Jürg Schmid, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., Basel 2011, N 7 zu Art. 961 ZGB). Nach Art. 319 lit. a ZPO sind nicht berufungsfähige erstinstanzliche Endentscheide, Zwischenentscheide und Entscheide über vorsorgliche Massnahmen mit Beschwerde anfechtbar. Im vorliegenden Fall ist eine Pfandsumme von CHF 6'112.30 zuzüglich Zins von 5 % seit dem 26. September 2013 strittig, weshalb die Streitwertgrenze von CHF 10'000.-- gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO nicht erreicht ist und eine Berufung nicht in Frage kommt. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde richtet sich nach Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Nach Art. 249 lit. d ZPO gilt das summarische Verfahren in Angelegenheiten betreffend vorläufige Eintragung gesetzlicher Grundpfandrechte (Art. 712i, 779d, 779k und 837-839 ZGB).
b) Die Frist zur Einreichung der Beschwerde gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 und Art. 322
Seite 9 — 24

## Considerations