# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f50d30b3-b5b4-4d2f-82d9-ac729b184976
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren am _ 1968, und B._, geboren am _ 1962, haben am _ 2005 geheiratet. Sie sind Eltern der Kinder C._, geboren am _ 1998, D._, geboren am _ 2001, und E._, geboren am _ 2006. Seit 2011 leben die Ehegatten getrennt, wobei die Kinder in der Obhut der Mutter verblieben. Bis anfangs Oktober 2015 bewohnte A._ das im Eigentum des Ehemannes stehende Einfamilienhaus in I._, dessen Kosten von B._ getragen wurden. Danach bezog A._ mit den Kindern eine Mietwohnung in M._.
B. Mit Entscheid vom 20. September 2012 entschied der Präsident des Bezirksgerichts Hinterrhein (ab 1. Januar 2017: Regionalgericht Viamala) über das von B._ gegen A._ eingereichte Eheschutzgesuch (Proz. Nr. 135-). Beide Parteien erhoben gegen diesen Entscheid Berufung (ZK1 12 64 und ZK1 12 65). Anlässlich der Instruktionsverhandlung vor dem Kantonsgericht einigten sich die Parteien auf Vorschlag des Vorsitzenden der I. Zivilkammer u.a. auf einen Unterhaltsbeitrag von insgesamt CHF 3'700.00 zuzüglich Kinder- und Ausbildungszulagen (für die Kinder je CHF 600.00 und CHF 1'900.00 für A._). B._ verpflichtete sich ausserdem, den auf A._ entfallenden Anteil an der Amortisation für die Liegenschaft in F._ von CHF 100.00 pro Monat zu bezahlen. Ferner übernahm er einen Beitrag von CHF 1'000.00 an die Arzt- und Therapiekosten der Kinder des Jahres 2012, während die Höhe der Beteiligung im Jahr 2013 in gegenseitiger Absprache erfolgen sollte. Der Vorsitzende der I. Zivilkammer genehmigte den Vergleich mit Verfügung vom 13. November 2012. Er erkannte ergänzend, dass der angefochtene Entscheid im Übrigen unverändert seine Gültigkeit behalte (Dispositiv-Ziffer 4).
C. Am 18. September 2013 machte B._ beim Bezirksgericht Hinterrhein eine Klage auf Ehescheidung und Regelung der Nebenfolgen (Proz. Nr. 115-) anhängig. Nachdem in diesem Verfahren verschiedene Beweisabnahmen zu den finanziellen Verhältnissen der Parteien erfolgt waren, reichte A._ am 1. Oktober 2015 ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen ein. Sie beantragte, B._ sei in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung des Kantonsgerichts vom 13. November 2012 zu verpflichten, ihr ab dem 1. Oktober 2015 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 8'300.00 (davon je CHF 1'400.00 für die Kinder) zuzüglich Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen.
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D. Am 5. November 2015 beantragte A._, B._ sei superprovisorisch zur Leistung eines Unterhaltsbeitrages von insgesamt CHF 5'200.00 (zusätzliche Zahlung von CHF 1'500.00 zum laufenden Unterhaltsbeitrag von CHF 3'700.00) ab dem 1. November 2015 zu verpflichten. Diesen Antrag hiess die Einzelrichterin am Bezirksgericht Hinterrhein mit Entscheid vom 18. November 2015 teilweise gut und verpflichtete B._ superprovisorisch, an den Unterhalt von A._ und der drei Kinder ab dem 1. Dezember 2015 monatlich CHF 5'200.00 zuzüglich Kinder- und Ausbildungszulagen (für die Kinder je CHF 900.00 und CHF 2'500.00 für A._) sowie den auf A._ entfallenden Anteil an der Amortisation der Liegenschaft in F._ zu bezahlen.
E. Mit Stellungnahme vom 9. Dezember 2015 beantragte B._ die Abweisung des Gesuches von A._ und die Aufhebung der superprovisorischen Anordnung, wobei ihm zu gestatten sei, die gestützt auf den superprovisorischen Entscheid zu viel bezahlten Unterhaltsbeiträge bei den künftigen Unterhaltsbeiträgen in Abzug zu bringen.
F. Mit Entscheid vom 17. Februar 2016 erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Hinterrhein wie folgt:
1. Ziff. 2 des superprovisorischen Entscheides vom 18. November 2015 wird aufgehoben.
2.1. Das Gesuch von A._ wird teilweise gutgeheissen.
2.2. B._ wird in Abänderung von Ziff. 2 des Eheschutzentscheides des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 12 64/65 vom 13. November 2012 verpflichtet, an den Unterhalt von A._ sowie C._, geboren am _1998, D._, geboren am _ 2001 und E._, geboren am _ 2007 [recte 2006], monatlich im Voraus auf den Ersten eines Monats, erstmals auf den 1. Dezember 2015, CHF 4'300.00 (davon je CHF 800.00 für die Kinder und CHF 1'900.00 für die Ehefrau) zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen. Darüber hinaus wird das Gesuch abgewiesen.
2.3. Soweit B._ gestützt auf den superprovisorischen Entscheid vom 18. November 2015 mehr bezahlt hat, als gemäss vorstehender Ziff. 2.2. geschuldet ist, kann er diese Zahlungen bei den künftigen Unterhaltszahlungen in Abzug bringen.
3. Über die Kosten dieses Massnahmeverfahrens wird zusammen mit dem Hauptverfahren entschieden.

## Considerations