# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f69e9c2e-cee6-489c-916e-7d2ee74314cf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1. Mit rechtskräftig gewordenem Urteil vom 12. Juli 2006 schied die Einzelrichterin des Bezirkes A._ die am 20. August 1993 in Mazedonien geschlossene Ehe von V._ (Klägerin) und X._ (Beklagter). Unter Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils erkannte die Einzelrichterin wie folgt (Urk. 2/16 S. 2):
„Das Verhältnis der Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge wird wie folgt aufgeteilt:
Gesuchsteller: 1/2
Gesuchstellerin: 1/2"
Mit Verfügung vom 19. September 2006 überwies die Einzelrichterin des Bezirkes A._ die Streitsache dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und machte folgende Angaben (Urk. 1 S. 2):
Teilungsverhältnis: 1/2 : 1/2
Datum der Eheschliessung: 20. August 1993
Datum der Ehescheidung: 12. Juli 2006
Datum der Rechtskraft der Ehescheidung: 31. August 2006
Berufliche Vorsorgeeinrichtung Klägerin: B._
Berufliche Vorsorgeeinrichtung Beklagter: C._
Austrittsleistung Klägerin per 12. April 2006: Fr. 199'492.05
Austrittsleistung Beklagter per 30. November 2005: Fr. 68'260.40
2. Mit Verfügung vom 27. September 2006 holte das Gericht bei den vom Bezirksgericht A._ genannten Vorsorgeeinrichtungen per Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils (31. August 2006) aktualisierte Abrechnungen über die zu teilenden Austrittsleistungen der Parteien sowie eine Bestätigung der Durchführbarkeit der Teilung ein.
Die B._ bezifferte am 10. Oktober 2006 das Freizügigkeitsguthaben der Klägerin per 31. August 2006 auf Fr. 206'541.80, wovon der Betrag von Fr. 172'478.60 während der Ehe erworben worden sei (Urk. 6/1). Die C._ meldete ihrerseits ein Guthaben des Beklagten per 31. August 2006 von Fr. 68'862.70.
3. Mit Verfügung vom 7. November 2006 (Urk. 8) wurde den Scheidungsparteien Frist angesetzt, um im vorliegenden Verfahren Anträge zu stellen unter dem Hinweis, dass bei Stillschweigen von der Richtigkeit und Vollständigkeit der eingereichten Abrechnungen ausgegangen und die Teilung entsprechend angeordnet werde. Die Parteien liessen sich hierauf nicht vernehmen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Nach Art. 122 Abs. 1 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat jeder Ehegatte Anspruch auf die Hälfte der nach dem Freizügigkeitsgesetz (Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, FZG) für die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des anderen Ehegatten, wenn ein Ehegatte einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge angehört oder beide Ehegatten einer solchen angehören und bei keinem Ehegatten ein Vorsorgefall eingetreten ist. Stehen den Ehegatten gegenseitig Ansprüche zu, so ist nur der Differenzbetrag zu teilen (Art. 122 Abs. 2 ZGB).
1.2 Laut Art. 142 Abs. 1 ZGB entscheidet das (Scheidungs-)Gericht über das Verhältnis, in welchem die Austrittsleistungen zu teilen sind, wenn keine Vereinbarung zustande kommt. Sobald der Entscheid über das Teilungsverhältnis rechtskräftig ist, überweist das Gericht die Streitsache von Amtes wegen dem nach dem Freizügigkeitsgesetz zuständigen Gericht (Art. 142 Abs. 2 ZBG). Gemäss Abs. 3 derselben Bestimmung ist diesem insbesondere der Entscheid über das Teilungsverhältnis (Ziff. 1), das Datum der Eheschliessung und das Datum der Ehescheidung (Ziff. 2), die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, bei denen den Ehegatten voraussichtlich Guthaben zustehen (Ziff. 3), und die Höhe der Guthaben der Ehegatten, die diese Einrichtungen gemeldet haben (Ziff. 4), mitzuteilen.
2. Das Bezirksgericht A._ meldete mit Verfügung vom 19. September 2006 (Urk. 1) alle notwendigen Eckdaten für die Teilung der Austrittsleistungen (Eheschluss: 20. August 1993; Rechtskraft der Scheidung: 31. August 2006; Teilungsverhältnis: 50 % - 50 %; Vorsorgeeinrichtung Klägerin: B._, Vorsorgeeinrichtung Beklagter: C._).
Nach dem Einholen der aktualisierten Angaben der Vorsorgeeinrichtungen über die Höhe der während der Ehe erworbenen Guthaben der Scheidungsparteien (Fr. 172'478.60 zu Gunsten der Klägerin [Urk. 6/1] und Fr. 68'862.70 zu Gunsten des Beklagten [Urk. 7]) sind die Angaben vollständig.
3. Die Scheidungsparteien stellten im vorliegenden Verfahren keine Anträge und liessen sich unter Hinweis, dass bei Stillschweigen von der Richtigkeit und Vollständigkeit der eingereichten Abrechnungen ausgegangen werde (Urk. 8), nicht vernehmen. Da sich auch aus den Akten keine Hinweise auf Unstimmigkeiten ergeben, ist von der Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben der Vorsorgeeinrichtungen auszugehen. Weil der Beklagte erst nach der Eheschliessung in die Schweiz eingereist ist (Protokoll Scheidungsverfahren S. 13, Urk. 2), ist davon auszugehen, dass die gesamte ihm per 31. August 2006 zustehende Freizügigkeitsleistung während der Ehe erworben worden ist.
4. Damit hat die Klägerin Anspruch auf Fr. 34'431.35 und der Beklagte auf Fr. 86'239.30 aus dem jeweiligen Vorsorgeguthaben der Gegenpartei. Die Differenz der Summen beträgt Fr. 51'807.95 zu Gunsten des Beklagten. Demnach ist die Vorsorgeeinrichtung der Klägerin, die B._, zu verpflichten, den Betrag von Fr. 51'807.95 zu Lasten der Klägerin auf das entsprechende Freizügigkeitskonto des Beklagten bei der C._ zu überweisen.