# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2261cbb7-1bfb-5d82-aa05-26ed3212a0d1
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. , geb. 1949, wohnt mit seiner Lebenspartnerin, geb. 1935, in S.. Am 19. März
2007 beantragte er beim Sozialamt finanzielle Unterstützung. Das Sozialamt sprach
ihm mit Verfügung vom 21. März 2007 monatliche Leistungen von Fr. 1'838.90 zu
(Fr. 735.-- Grundbedarf für den Lebensunterhalt in einem Zweipersonenhaushalt,
Fr. 875.-- anteilige Wohnkosten, Fr. 228.90 für die Prämien der Krankenkasse sowie
der Hälfte der Prämien für Hausrat- und Haftpflichtversicherung). X.Y. wurde darauf
hingewiesen, dass die Mietkosten von Fr. 1'750.-- für einen Zweipersonenhaushalt zu
hoch seien und der hälftige Anteil längstens bis am 30. September 2007 übernommen
werde. Danach würden Mietkosten nach dem Ansatz der Praxishilfe der st. gallischen
Konferenz für Sozialhilfe von höchstens Fr. 1'100.-- anerkannt.
Mit Verfügung vom 17. Juli 2007 rechnete das Sozialamt X.Y. eine Entschädigung für
die Haushaltführung von Fr. 700.-- als Einkommen an und kürzte die
Unterstützungsleistung um diesen Betrag. Die Kürzung wurde vom Gemeinderat
bestätigt. Das Departement des Innern hiess den dagegen erhobenen Rekurs von X.Y.
mit Entscheid vom 15. Januar 2008 gut, soweit er die Anrechnung einer
Haushaltsentschädigung beanstandete. Im übrigen wies es den Rekurs ab,
insbesondere in bezug auf die Reduktion des Anteils der Wohnkosten.
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Mit Verfügung vom 26. Februar 2009 legte das Sozialamt die monatliche Unterstützung
für X.Y. neu fest. Dabei ermittelte es den Bedarf und die Einkünfte nach den für ein
Ehepaar geltenden Grundsätzen. Es bezog das um einen monatlichen Steueranteil
gekürzte Renteneinkommen der Lebenspartnerin im Betrag von Fr. 2'374.-- in die
Bedarfsberechnung von X.Y. ein und errechnete für ihn monatliche Leistungen von
Fr. 107.50 ab 1. März 2009.
Gegen die Verfügung des Sozialamts erhob X.Y. mit Eingabe vom 2. März 2009
Einsprache (richtig: Rekurs), der vom Gemeinderat mit Entscheid vom 31. März 2009
abgewiesen wurde. Der Gemeinderat erwog, ein Konkubinatspaar dürfe gegenüber
einem Sozialhilfe beziehenden Ehepaar nicht besser gestellt werden. Aufgrund der
Dauer des Konkubinats seit 2002 sei die Beziehung gemäss der Rechtsprechung als
stabil und gefestigt zu betrachten, und es sei korrekt, die Sozialhilfe für X.Y. unter
Berücksichtigung des Renteneinkommens seiner Lebenspartnerin zu berechnen.
B./ Gegen den Entscheid des Gemeinderates erhob X.Y. mit Eingabe vom 9. April
2009 Rekurs beim Departement des Innern und beantragte, die Sozialhilfeleistungen
seien zu überprüfen. Seine Lebenspartnerin beziehe eine AHV-Rente, BVG- und
Ergänzungsleistungen von Fr. 2'450.-- und bezahle den Hauszins von Fr. 1'790.--,
Krankenkasse, Versicherungen, TV-Radio, Strom etc. Sie habe ihm bereits gedroht, ihn
aus der Wohnung zu werfen, wenn sich seine finanzielle Situation nicht bessern sollte.
Dies käme die Gemeinde sicher teurer zu stehen, als ihm eine angemessene Hilfe von
ca. Fr. 1'250.-- zu bezahlen.
Mit Entscheid vom 2. Juli 2009 hiess das Departement des Innern den Rekurs von X.Y.
teilweise gut. Es ermittelte einen Lebensbedarf von Fr. 735.-- als Hälfte des
Grundbetrags für den Unterhalt im Zweipersonenhaushalt, einen Anteil an den
Wohnkosten von Fr. 550.--, Krankenkassenprämien für die obligatorische
Grundversicherung von Fr. 261.60, was monatlich einen Bedarf von Fr. 1'546.60 ergab.
Vom Einkommen der Lebenspartnerin seien ihm maximal Fr. 162.-- anzurechnen. Dies
ergebe einen monatlichen Fehlbetrag von mindestens Fr. 1'384.60. Weil sowohl die
Prämien für die Grundversicherung von Fr. 261.60 als auch die Prämien für die
Zusatzversicherungen von Fr. 87.50 offenbar direkt der Krankenkasse von X.Y.
überwiesen würden, ergebe dies einen auszuzahlenden monatlichen Betrag von
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mindestens Fr. 1'035.50. Die Anrechnung des Gesamteinkommens der
Lebenspartnerin in der Bedarfsrechnung des Rekurrenten und die Berechnung eines
Gesamtbedarfs wie bei einem Ehepaar sei nicht zulässig. Es sei eine Bedarfsrechnung
für den nicht unterstützten Partner zu machen und daraus der Betrag zu ermitteln, der
dem unterstützten Partner als Einkommen anzurechnen sei. Weil aufgrund der
vorliegenden Akten nicht sämtliche Beträge bekannt seien, sei die Angelegenheit im
Sinn der Erwägungen an die Gemeinde zurückzuweisen. Der Rekurs wurde bezüglich
der grundsätzlichen Mitberücksichtigung des Einkommens der Lebenspartnerin
abgewiesen (Ziff. 1 lit. a), bezüglich der Höhe des zu berücksichtigenden
Konkubinatsbeitrags (maximal Fr. 162.--) und des Unterstützungsbedarfs von X.Y.
(mindestens Fr. 1'384.60) wurde die Angelegenheit zur genauen Berechnung an die
Gemeinde S. zurückgewiesen (Ziff. 1 lit. b).
C./ Mit Eingaben vom 17. Juli und 14. August 2009 erhob der Gemeinderat S.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, Ziff. 1 lit. b des Entscheids des
Departements des Innern vom 2. Juli 2009 sei aufzuheben und der
Unterstützungsbedarf von X.Y. sei auf Fr. 763.40 festzusetzen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Der Gemeinderat bringt im wesentlichen vor, der im
Rekursentscheid angerechnete Grundbedarf für den Lebensunterhalt von Fr. 735.--
entspreche den SKOS-Richtlinien. Die im Rekursentscheid mit Fr. 1'200.--
berücksichtigten Wohnkosten seien auf Fr. 550.-- herabzusetzen. Bei der
Unterstützung einer Person in einem stabilen Konkubinat müsse sich auch der nicht
unterstützte Partner anrechnen lassen, dass eine überhöhte Miete nur so lange
beachtet werden könne, bis eine günstigere Lösung zur Verfügung stehe. Der
Wohnanteil der Lebenspartnerin sei daher auf Fr. 550.-- festzusetzen. Da die
Lebenspartnerin Ergänzungsleistungen beziehe, werde eine allfällige Beteiligung für
Franchise und Selbstbehalte der obligatorischen Grundversicherung von der EL
übernommen, ebenso eine allfällige zahnärztliche Behandlung. Diese Positionen seien
daher nicht im erweiterten SKOS-Budget der Lebenspartnerin zu berücksichtigen. Eine
Police bzw. Prämienrechnung für Hausrat oder Haftpflichtversicherung sei nie
eingereicht worden. Erfahrungsgemäss würden sich die Kosten dafür zwischen
Fr. 30.-- und Fr. 50.-- bewegen. Der monatliche Bedarf von X.Y. betrage Fr. 1'546.40.
Nach Abzug des Beitrags der Lebenspartnerin von Fr. 783.-- sei der
Unterstützungsbeitrag auf Fr. 763.40 festzusetzen. Dabei sei vorzumerken, dass
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sowohl die Prämien für die Grundversicherung der Krankenkasse von Fr. 261.60 als
auch die Prämien für die Zusatzversicherungen nach VVG von Fr. 87.50 vom Sozialamt
direkt der Krankenkasse überwiesen werden. Der auszuzahlende Betrag belaufe sich
somit auf monatlich Fr. 414.30.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 1. September 2009 unter
Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der
Beschwerde.
X.Y. beantragt in seiner Vernehmlassung vom 12. September 2009 sinngemäss die
Abweisung der Beschwerde.
Der Gemeinderat S. hält in seiner Stellungnahme vom 22. September 2009 an seinem
Antrag fest.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Politische Gemeinde S. ist in ihren eigenen finanziellen Interessen berührt und daher
gemäss Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP zur Beschwerde legitimiert.
Die Beschwerdeeingaben vom 17. Juli und 14. August 2009 wurden rechtzeitig
eingereicht und entsprechen formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die
Beschwerde ist daher einzutreten.
Der Beschwerdegegner wurde gestützt auf Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 53
VRP eingeladen, zur Beschwerde der Gemeinde S. Stellung zu nehmen. In seiner
Eingabe vom 12. September 2009 hält er fest, er erhebe fristgerecht Einsprache gegen
den Entscheid bezüglich Sozialhilfe und weise darauf hin, dass der Entscheid des
Departements des Innern fair und gerecht sei und er damit einverstanden sei. Seinen
Ausführungen ist zu entnehmen, dass er den Entscheid des Departements nicht
anfechten will. Eine solche Anschlussbeschwerde wäre im übrigen gar nicht zulässig
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(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz.
945).
2. Nach Art. 9 des Sozialhilfegesetzes (sGS 381.1, abgekürzt SHG) hat Anspruch auf
finanzielle Sozialhilfe, wer für seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht
rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Nach Art. 11 Abs. 1 SHG wird
finanzielle Sozialhilfe so bemessen, dass die hilfebedürftige Person die laufenden
Bedürfnisse für den Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln decken kann.
2.1. In der Praxis richtet sich die Bemessung der finanziellen Sozialhilfe nach den
Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien). Diese sind
allerdings für die Gemeinde nicht verbindlich. Insbesondere sind die Gemeinden nach
der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts befugt, die Ansätze der SKOS-Richtlinien
bezüglich einzelner Leistungsansätze zu modifizieren und gewisse Pauschalen zu
unterschreiten (GVP 2001 Nr. 5). Die Richtlinien sehen für den Grundbedarf eine
Pauschale nach Massgabe der Haushaltsgrösse vor. Hinzu kommen die
Aufwendungen für Miete, Krankenkassenprämien und Krankheitskosten sowie weitere
situationsbedingte Leistungen.
2.2. Aus Art. 11 SHG lässt sich keine konkrete betragsmässige Höhe der finanziellen
Sozialhilfe ableiten; insbesondere ergibt sich aus Art. 11 Abs. 2 SHG, dass innerhalb
des Kantons abweichende Ansätze zulässig sind. Die Politische Gemeinde hat daher
im konkreten Einzelfall, d.h. im Rahmen der Rechtsanwendung, zu bestimmen, welche
(Geld-) Leistung für den notwendigen Lebensunterhalt erforderlich ist. Dazu kann sie im
Interesse eines einheitlichen und rechtsgleichen Gesetzesvollzugs Weisungen erlassen,
wobei sich diese an den SKOS-Richtlinien orientieren können.
2.3. Im vorliegenden Fall steht fest, dass der Beschwerdegegner mit seiner
Lebenspartnerin in einem stabilen Konkubinat lebt. Die Lebenspartnerin bezieht eine
AHV-Rente sowie Ergänzungsleistungen, aber keine Sozialhilfe.
Nach der Rechtsprechung ist in einem stabilen Konkubinat das Einkommen des
Lebenspartners einer von der Sozialhilfe unterstützten Person bei der Bemessung der
finanziellen Sozialhilfe anzurechnen (grundlegend GVP 1999 Nr. 11 mit Hinweisen auf
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die Rechtsprechung). Dieser Rechtsprechung liegt die Vermutung zugrunde, dass der
nicht unterstützte Partner dem Unterstützten gewisse Leistungen zukommen lässt.
Darüber sind sich Vorinstanz und Beschwerdeführerin im Grundsatz einig. Streitig ist
im vorliegenden Fall aber, wie die anrechenbaren Wohnkosten des
Beschwerdegegners zu bemessen sind.
Das Sozialamt und der Gemeinderat haben in ihren Entscheiden die Wohnkosten für
die aus zwei Personen bestehende Haushaltsgemeinschaft auf Fr. 1'100.-- festgelegt.
Der Gemeinderat erwog in seinem Entscheid vom 31. März 2009, ein Konkubinatspaar
solle gegenüber einem Ehepaar, welches Sozialhilfe beziehe, nicht besser gestellt sein.
Bereits in der ersten Verfügung sei festgestellt worden, dass die 4 1⁄2-Zimmerwohnung
mit einer Miete von Fr. 1'750.-- eindeutig zu teuer sei und eine billigere Wohnung
gesucht werden müsse.
Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin hätte nicht eine Bedarfsrechnung für ein
Ehepaar erstellen dürfen, sondern zunächst für die Lebenspartnerin ein erweitertes
Budget gemäss den SKOS-Richtlinien (Ziff. H-10) erstellen müssen. Dieses ergäbe
einen monatlichen Lebensbedarf von Fr. 2'342.-- (Grundbedarf für den Lebensunterhalt
Fr. 735.-- [Hälfte des Betrags eines Zweipersonenhaushalts]), Anteil Wohnungskosten
Fr. 1'200.-- (tatsächliche Wohnkosten ohne Abstellplatz von Fr. 1'750.-- abzüglich
Fr. 550.-- für die anrechenbaren Wohnkosten des Beschwerdegegners),
Krankenkassenprämien Fr. 277.--, allenfalls, d.h. falls diese Kosten nicht über die
Ergänzungsleistungen beglichen würden, Pauschale für Franchise und Selbstbehalte
der obligatorischen Grundversicherung (1/12 der maximalen Kostenbeteiligung),
Steueranteil Fr. 130.--, Versicherungsprämien für Hausrat und Haftpflichtversicherung,
allenfalls Zahnbehandlungskosten bei Fälligkeit. Zum monatlichen Gesamtbedarf von
Fr. 2'342.-- hinzuzurechnen seien die anteilmässigen Versicherungsprämien sowie
allfällige situationsbedingte Leistungen. Der so ermittelte Betrag sei vom
Gesamteinkommen der Lebenspartnerin abzuziehen. Somit müsste diese den
Beschwerdegegner mit weniger als Fr. 162.-- unterstützen. Dieser bzw. der nach
Abzug der erwähnten weiteren Aufwandpositionen noch reduzierte Betrag wäre dem
Beschwerdegegner als Einkommen anzurechnen. Der Unterstützungsbedarf des
Beschwerdegegners ergäbe sich durch die Gegenüberstellung des anrechenbaren
Einkommens und seinem Lebensbedarf. Der Lebensbedarf von X.Y. setze sich
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folgendermassen zusammen: hälftiger Anteil des Grundbedarfs für den
Lebensunterhalt Fr. 735.--, Anteil Wohnungskosten Fr. 550.--. Der Anteil
Wohnungskosten entspreche zwar nicht dem hälftigen Anteil der tatsächlichen
Wohnkosten von Fr. 1'790.-- (inkl. Nebenkosten sowie Abstellplatz). Das Departement
habe im rechtskräftigen Rekursentscheid vom 15. Januar 2008 festgehalten, dass die
Reduktion des auszurichtenden Anteils an die Wohnungskosten auf Fr. 550.-- ab
1. Oktober 2007 gerechtfertigt sei und einen diesbezüglichen Rekurs von X.Y.
abgewiesen.
Die Beschwerdeführerin führt aus, der Rekursentscheid berücksichtige den von der
Lebenspartnerin anzurechnenden Beitrag an den Unterstützungsbedarf des
Beschwerdegegners falsch. Die im Entscheid mit Fr. 1'200.-- berücksichtigten
Wohnkosten seien auf Fr. 550.-- herabzusetzen. Bei Unterstützung einer Person in
einem stabilen Konkubinat müsse sich auch der nicht unterstützte Partner anrechnen
lassen, dass eine überhöhte Miete nur so lange beachtet werden könne, bis eine
günstigere Lösung zur Verfügung stehe (vgl. SKOS-Richtlinien H.10-4). Das
Konkubinatspaar bewohne seit seinem Zuzug nach S. eine 4 1⁄2-Zimmer-Wohnung mit
einem monatlichen Mietzins von Fr. 1'790.-- (inkl. Nebenkosten und Abstellplatz). Das
Departement des Innern habe mit rechtskräftigem Entscheid vom 15. Januar 2008 die
vom Sozialamt vorgenommene Reduktion der Miete auf Fr. 1'100.-- ab 1. Oktober
2007 geschützt. Obwohl entsprechender Wohnraum auch in S. verfügbar und das
Konkubinatspaar weder aus beruflichen noch aus persönlichen Gründen an den
Standort S. gebunden sei, erachte es das Paar nicht als notwendig, entsprechende
Räumlichkeiten zu beziehen. Es könne nicht Sache der Gemeinde sein, mittelbar Luxus
zu finanzieren. Der Wohnanteil der Lebenspartnerin sei daher auf Fr. 550.-- festzulegen.
Anerkannt würden anrechenbare Krankenkassenprämien von Fr. 277.-- sowie Steuern
von Fr. 130.--.
Der Streit dreht sich somit um die Frage, welcher Anteil an Leistungen bei der
Bedarfsberechnung des Beschwerdegegners anzurechnen ist. Zutreffend weist die
Beschwerdeführerin darauf hin, dass nach den SKOS-Richtlinien bei einem gefestigten
Konkubinat eine überhöhte Miete nur so lange angerechnet wird, bis eine zumutbare
günstigere Lösung zur Verfügung steht.
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Im Grundsatzurteil des Verwaltungsgerichts vom 1. Juli 1999 (GVP 1999 Nr. 11)
bewohnte das Konkubinatspaar eine bescheidene Liegenschaft mit einem amtlichen
Mietwert von Fr. 800.-- pro Monat, wobei der Lebenspartner der sozialhilfebedürftigen
Person Mitglied der Erbengemeinschaft war, der die Liegenschaft gehörte. Jenem
Urteil lassen sich somit bezüglich der Anrechnung der Wohnkosten keine wegleitenden
Grundsätze entnehmen. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz von den Wohnkosten
von Fr. 1'750.-- (ohne Abstellplatz) den hälftigen Anteil des Beschwerdegegners für
Wohnkosten von Fr. 550.-- abgerechnet. Dabei stellte sie nicht in Frage, dass
Wohnkosten von Fr. 1'750.-- für zwei Personen im Lichte der sozialhilferechtlichen
Bedürfnisse übersetzt sind. Allerdings beruht die gegenseitige Anrechnung bei
Lebensgemeinschaften, bei denen lediglich eine Person unterstützt wird, auf der
Tatsachenvermutung, dass die nicht unterstützte Person der Sozialhilfe beziehenden
Person Leistungen zukommen lässt. Bewohnt die nicht unterstützte Person eine
Wohnung, welche mehr als das sozialhilferechtlich anrechenbare Minimum kostet, so
kann nicht generell von der Fiktion ausgegangen werden, der unterstützten Person
fliesse Einkommen in Form von übersetzten Wohnkosten zu. In solchen Fällen ist auch
der Umstand zu berücksichtigen, dass das Wohnen eine Naturalleistung darstellt, die
nicht ohne weiteres mit finanziellen Aufwendungen verrechnet werden kann. Die
unterstützte Person kann zwar nicht Sozialhilfe für einen hälftigen Anteil einer
kostspieligen Wohnung beanspruchen. Anderseits kann der Umstand, dass die nicht
unterstützte Lebenspartnerin den Beschwerdegegner in ihrer Wohnung aufnimmt, der
Lebenspartnerin nicht als Geldleistung zugunsten ihres Partners angerechnet werden.
Im Grundsatz ist es zutreffend, dass Konkubinatspartner bei der Sozialhilfe nicht
besser gestellt werden dürfen als Eheleute. Auch bei der Ermittlung des anrechenbaren
Einkommens bei der Alimentenbevorschussung dürfen Leistungen des
Konkubinatspartners berücksichtigt werden (GVP 2002 Nr. 46). Anderseits darf im
Rahmen der Anwendung der sozialhilferechtlichen Normen keine im Gesetz nicht
vorgesehene Unterstützungspflicht begründet werden. Insbesondere ist die Art der
Leistungen zu berücksichtigen. Es geht daher nicht an, der nicht unterstützten Person
generell fiktive Leistungen an den Partner anzurechnen, sobald ihre Wohnung mehr als
das sozialhilferechtliche Minimum kostet. In den Richtlinien wird festgehalten, es werde
derjenige Mietzinsanteil angerechnet, welcher nicht im Budget der unterstützten Person
berücksichtigt werde. Bei nicht unterstützten Personen kann aber nicht jede Miete,
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welche nur geringfügig über dem sozialhilferechtlich anrechenbaren Betrag liegt, als
überhöht qualifiziert werden. Die Lebensgemeinschaft mit einer Person, die Sozialhilfe
bezieht, darf den nicht unterstützten Lebenspartner nicht automatisch verpflichten,
seinen Wohnaufwand auf das sozialhilferechtliche Minimum zu reduzieren. Die
Beschwerde erweist sich daher in diesem Punkt als unbegründet. Soweit die
Beschwerdeführerin festhält, das Konkubinatspaar sei weder aus beruflichen noch aus
persönlichen Gründen an den Standort S. gebunden, ist sie mit Nachdruck auf das in
Art. 25 SHG verankerte Verbot der Abschiebung hinzuweisen.
2.4. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Lebenspartnerin des
Beschwerdegegners beziehe Ergänzungsleistungen, weshalb eine allfällige Beteiligung
für Franchise und Selbstbehalte der obligatorischen Grundversicherung von der EL
übernommen werde, ebenso eine allfällige zahnärztliche Behandlung. Diese Positionen
seien daher nicht im erweiterten SKOS-Budget der Lebenspartnerin zu
berücksichtigen. Diese Vorbringen sind gerechtfertigt. Vorinstanz und
Beschwerdegegner erheben dagegen keine Einwendungen. Werden gewisse Auslagen
von Sozialversicherungseinrichtungen übernommen, sind sie bei der Ermittlung der
Lebenshaltungskosten nicht zu berücksichtigen. In dieser Beziehung ist die
Beschwerde gutzuheissen. Dabei handelt es sich aber um einen untergeordneten
Punkt.
2.5. Hinsichtlich der Prämien für die Hausrat- und/oder Privathaftpflichtversicherung ist
dem Beschwerdegegner im Rahmen der neuen Ermittlung der Sozialhilfeleistungen
Gelegenheit zu geben, Policen oder Rechnungen vorzulegen, um die tatsächlichen
Kosten feststellen zu lassen.
2.6. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Beschwerde überwiegend unbegründet ist. Die Aufhebung des gemeinderätlichen
Entscheids durch die Vorinstanz und die Rückweisung an die Gemeinde sind im
Grundsatz rechtmässig. Insbesondere ist die Anrechnung der Wohnkosten durch die
Vorinstanz rechtlich nicht zu beanstanden. Als begründet erweist sich die Beschwerde
einzig hinsichtlich der Ermittlung des Budgets im Zusammenhang mit Franchise und
Selbstbehalten für die obligatorische Grundversicherung. Im übrigen ist die
Beschwerde abzuweisen.
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3. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen. Die Beschwerdeführerin ist
unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdegegner hat keinen ensprechenden
Antrag gestellt; auch ist ihm kein nennenswerter Aufwand erwachsen (Art. 98ter VRP in
Verbindung mit Art. 263 Abs. 3 des Zivilprozessgesetzes, sGS 962.1).
Demnach hat das Verwaltungsgericht