# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** eeab0424-111c-5b42-8735-1f119d6a0a56
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_011
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

dass mit der Beschwerde an das Kantonsgericht die Verletzung des Rechts einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 77 VRG) und die Rüge der Unangemessenheit vorliegend ausgeschlossen ist (Art. 78 Abs. 2 VRG);
dass streitig und zu prüfen ist, ob die Sozialkommission dem Beschwerdeführer zu Recht ab dem 1. Januar 2018 einen Mietzinsanteil von CHF 1‘050.- ausrichtete; zwar wurde der Mietzinsanteil per 1. Juni 2019 auf CHF 955.50 angepasst, diese Anpassung bildete aber nicht Gegenstand der dem angefochtenen Einspracheentscheid zugrunde liegenden Verfügung vom 21. Dezember 2017, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist;
dass das Kantonsgericht bereits in seinem Urteil 605 2018 21 vom 8. März 2018, welches vom Bundesgericht mit Urteil 8C_302/2018 vom 15. März 2019 bestätigt wurde, die Fragen zu beurteilen hatte, ob die Sozialkommission vom Beschwerdeführer zu Recht die Kündigung seiner Wohnung per 30. September 2017 verlangt und ihm für die Monate Juni bis September 2017 einen Betrag an die Mietkosten von CHF 1‘150.- bzw. ab Oktober 2017 einen Betrag von CHF 1‘050.- ausgerichtet hat;
dass das Kantonsgericht in diesem Urteil die der Beurteilung des Streitgegenstands zugrunde liegenden kantonalrechtlichen Bestimmungen umfassend dargelegt hat (E. 3a-e; vgl. auch das Urteil BGer 8C_302/2018 E. 2.2), worauf zu verweisen ist;
dass das Kantonsgericht dabei zum Schluss gekommen ist, dass dem Beschwerdeführer, obschon er seit 22 Jahren in derselben Wohnung lebe, ein Umzug durchaus zumutbar sei; er sei 52 Jahre alt, alleinstehend und nicht erwerbstätig und ein Wohnungswechsel stehe seiner Reintegration auf dem Arbeitsmarkt nicht entgegen; ausserdem habe er keine Kinder und keine besonderen gesundheitlichen Probleme (E. 4b); dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Auflage erteilt habe, den Mietvertrag per 30. September 2017 zu kündigen, sei auch im Hinblick auf das Verhältnismässigkeitsprinzip nicht zu beanstanden, liege doch sein Mietzins mit CHF 1‘398.-
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(Monate Juni bis September 2017) resp. CHF 1‘171.- (ab Oktober 2017) massiv über dem von der Vorinstanz erwähnten Höchstansatz für Wohnkosten von CHF 800.- (inkl. Nebenkosten); so habe auch das Kantonsgericht in ständiger Rechtsprechung und seiner Praxis im Jahr 2017 bestätigt, dass der Betrag von CHF 750.- für eine Einzelperson der Wohnungsmarktsituation der Stadt Freiburg entspreche (E. 4b);
dass das Kantonsgericht weiter feststellte, dass der Beschwerdeführer der zu Recht erteilten Auflage, seine Wohnung per 30. September 2017 zu kündigen, bislang keine Folge geleistet habe, weshalb die Vorinstanz die anrechenbaren Wohnkosten auf jenen Betrag habe reduzieren können, der durch den Bezug einer günstigeren Wohnung entstanden wäre; indem die Vorinstanz die Wohnkosten in den Monaten Juni bis September 2017 im Umfang von monatlich CHF 1‘150.- (inkl. Nebenkosten) und ab Oktober 2017 im Umfang von CHF 1‘050.- (inkl. Nebenkosten) vergütet und namentlich darauf verzichtet habe, eine Kürzung der Wohnkosten auf CHF 800.- (inkl. Nebenkosten) zu verfügen, falle die angefochtene Verfügung klar zugunsten des Beschwerdeführers aus (E. 4d);
dass die Frage, ob die Vorinstanz den Betrag an die Mietkosten zu Recht per Oktober 2017 auf CHF 1‘050.- gesenkt hat, somit für die Periode vom 1. Oktober 2017 bis 31. Dezember 2017 bereits rechtskräftig entschieden wurde und an der Argumentation des Kantonsgerichts, wie sie dem Urteil 605 2018 21 zu Grunde gelegt und vom Bundesgericht mit Urteil 8C_302/2018 bestätigt wurde, auch für den vorliegend streitigen Zeitraum ab Januar 2018 festzuhalten ist, zumal sich am für die Mietkosten ausgerichteten Betrag (CHF 1‘050.-) ab Januar 2018 nichts geändert hat;
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. August 2018 die Durchführung einer Parteiverhandlung beantragt und sich dabei auf Art. 91 Abs. 1 VRG beruft;
dass gemäss dieser Bestimmung das Kantonsgericht, sofern es die Parteien verlangen oder es die Erledigung der Beschwerdesache erfordert, eine mündliche Verhandlung anordnet;
dass mündliche Verhandlungen aber nicht verlangt werden können, wenn die Sache offensichtlich begründet oder unbegründet erscheint (Art. 91 Abs. 1bis VRG; vgl. auch Urteil BGer 2E_2/2016 vom 23. Juni 2016 E. 2 und BGE 122 V 47 E. 3b/dd betreffend die Rechtsprechung zu Art. 6 EMRK);
dass sich sowohl das Kantonsgericht (Urteil 605 2018 21 vom 8. März 2018) wie auch das Bundesgericht (Urteil BGer 8C_302/2018 vom 15. März 2019) bereits mit der Frage auseinandergesetzt haben, ob die Vorinstanz den Mietzinsanteil zu Recht per Oktober 2017 auf einen Betrag von CHF 1‘050.- gekürzt hat;
dass, da sich die Sozialhilfe auch über den 1. Januar 2018 hinaus mit einem Betrag von CHF 1‘050.- an den Mietkosten beteiligt, die vorliegende Angelegenheit unter den gegebenen Umständen als offensichtlich unbegründet erscheint, weshalb dem Antrag auf Durchführung einer Parteiverhandlung nicht stattzugeben ist;
dass der persönlichen Situation des Beschwerdeführers im Verfahren 605 2018 21 sehr wohl Rechnung getragen wurde (E. 4b);
dass, da sich aus den Akten nach wie vor keine genügenden Hinweise ergeben, dass der vom Beschwerdeführer verlangte Wohnungswechsel seiner Reintegration in den Arbeitsmarkt entgegensteht, und Integrationsbemühungen allein keine zu hohen Wohnkosten rechtfertigen können (vgl. Urteil 605 2018 21 E. 4b), auf die beantragte Einholung eines Berichts des
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Integrationspools über den Verlauf der Integrationsmassnahme verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung);
dass, wenn der Beschwerdeführer rügt, es werde der Situation auf dem Wohnungsmarkt keine Rechnung getragen, er darauf hinzuweisen ist, dass die Höchstsätze für Wohnungskosten nach eingehender Analyse des Wohnungsmarktes, welche periodisch vom Finanzamt der Stadt Freiburg durchgeführt werden, festgelegt werden (vgl. hierzu die Eingabe der Vorinstanz vom 9. Juli 2018 mitsamt Beilage) und der Beschwerdeführer weder bestreitet, dass Wohnungen in dem ihm zur Verfügung stehenden Preissegment (CHF 800.- inkl. Nebenkosten) ausgeschrieben sind (Eingabe vom 23. August 2018, S. 4), noch geltend macht, er habe sich vergeblich um eine entsprechende Wohnung bemüht;
dass der Beschwerdeführer, soweit er sich einmal mehr auf seine vertraglichen Pflichten (namentlich auf den Kündigungstermin) beruft, darauf hinzuweisen ist, dass er das Recht hat, seine Wohnung auch ausserterminlich zu kündigen, wenn er einen für den Vermieter zumutbaren neuen Mieter vorschlägt, der zahlungsfähig und bereit ist, den Mietvertrag zu den gleichen Bedingungen zu übernehmen (Art. 264 Abs. 1 OR);
dass auch die im Rahmen des Verfahrens betreffend Herabsetzung des Mietzinses (bis anhin) erreichte Senkung des Mietzinses auf CHF 990.- per 1. Oktober 2017 resp. CHF 963.25 per 1. Oktober 2018 (ohne Nebenkosten) dem Beschwerdeführer nicht zum Vorteil zu gereichen vermag, liegt doch der Mietzins nach wie vor weit über dem Höchstansatz von CHF 800.- (inkl. Nebenkosten) für eine alleinstehende Person; dies gilt selbst im Fall, sollte dem Beschwerdeführer bereits per 1. Oktober 2017 ein Mietzins von CHF 963.25 zugestanden werden, was vom Kantons- und gegebenenfalls Bundesgericht noch zu entscheiden sein wird;
dass der Beschwerdeführer auch aus dem Umstand, dass der Höchstbetrag für Mietkosten per Juni 2019 auf CHF 900.- erhöht wurde (vgl. das Schreiben der Sozialkommission vom 16. Mai 2019), nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, ist doch vorliegend die Zeitperiode ab 1. Januar 2018 zu beurteilen, als der Höchstbetrag für Mietkosten (noch) bei CHF 800.- (inkl. Nebenkosten) lag;
dass zudem, obschon nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, festzustellen ist, dass die Mietkosten des Beschwerdeführers auch nach Erhöhung des Höchstbetrages auf CHF 900.- (inkl. Nebenkosten) mit CHF 1‘101.- (inkl. Nebenkosten) weit über dem Höchstbetrag liegen;
dass schliesslich auch das Argument des Beschwerdeführers nicht greift, das Verfahren werde von der Sozialkommission „absichtlich diffus“ gehalten, war er doch durchaus in der Lage, sowohl die Verfügung vom 21. Dezember 2017 wie auch den Einspracheentscheid vom 9. Mai 2018 sachgerecht anzufechten;
dass der angefochtene Einspracheentscheid der Sozialkommission vom 9. Mai 2018 nicht zu beanstanden ist, weshalb er zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist (605 2018 148);
dass der Beschwerdeführer bedürftig ist und die Beschwerde, soweit sie die anwaltlichen Aufwendungen anbelangt, welche vor dem Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2018 vom 15. März 2019 erbracht wurden, nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden kann (Art. 142 Abs. 1 und 2 VRG);
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dass sich aufgrund der sich stellenden Rechtsfragen auch eine Verbeiständung des Beschwerdeführers rechtfertigt (Art. 143 Abs. 2 VRG);
dass das Gesuch um vollständige unentgeltliche Rechtspflege deshalb gutzuheissen und Rechtsanwalt Patrik Gruber zum amtlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers zu ernennen ist (605 2018 149);
dass die Gerichtskosten zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers auf CHF 600.- festgesetzt werden, von deren Erhebung aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege aber abzusehen ist;
dass Rechtsanwalt Patrik Gruber am 5. September 2019 eine Kostenliste zu den Akten reichte, in welcher er einen Aufwand von CHF 2‘812.20 (11 Stunden 15 Minuten à CHF 250.-), Auslagen von CHF 140.60 (5 Prozent von CHF 2‘812.20) sowie eine Mehrwertsteuer von CHF 227.35 (7,7 Prozent von CHF 2‘952.80), ausmachend total CHF 3‘180.15, geltend machte;
dass der geltend gemachte Aufwand angesichts der gegeben Umstände als zu hoch erscheint, war doch der Beschwerdeführer bereits im Verfahren 605 2018 21, in welchem sich im Wesentlichen die gleichen Rechtsfragen stellten, durch Rechtsanwalt Patrik Gruber vertreten, und die geltend gemachten Auslagen (5 Prozent) darüber hinaus nicht dem Tarif der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz vom 17. Dezember 1991 (Tarif VJ; SGF 150.12) entsprechen;
dass die Parteientschädigung folglich ex aequo et bono festzusetzen und Rechtsanwalt Patrik Gruber für seine anwaltlichen Aufwendungen, welche vor dem Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2018 vom 15. März 2019 erbracht wurden, zu Lasten des Staates Freiburg eine Entschädigung von CHF 1‘200.- (Honorar und Auslagen), zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 92.40 (7,7 Prozent von CHF 1‘200.-) zuzusprechen ist;
(Dispositiv auf der nächsten Seite)
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## Considerations