# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cfe3b4be-8976-4dca-beeb-a3717cb01a73
**Court:** BL_SG
**Chamber:** BL_SG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** BL / Northwestern_Switzerland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

Sachverhalt
1. Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2012 vom 11. Dezember 2013 reduzierte
die Steuerverwaltung die geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten von Fr. 20‘270.--
auf Fr. 6‘253.-- mit der Begründung, Architekten- und Ingenieurshonorare könnten nur im Zu-
sammenhang mit einer Renovation abgezogen werden. Der Nachweis sei von der steuerpflich-
tigen Person in geeigneter Form zu erbringen.
2. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2013 erhob die Vertreterin Einsprache gegen diese
Veranlagung mit dem Begehren, die geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten von Fr.
20‘270.-- seien gemäss Selbstdeklaration zuzulassen. Zur Begründung führte sie aus, es hand-
le sich dabei um Unterhaltskosten am bestehenden Gebäude. Innerhalb der erstreckten Frist
wurde mit Schreiben vom 25. Juni 2014 ausgeführt, gemäss beiliegender Bauabrechnung des
zuständigen Architekten seien bisher Kosten von insgesamt Fr. 1‘385‘450.-- angefallen, wovon
Fr. 467‘322.-- auf werterhaltende Liegenschaftsunterhaltskosten entfielen (33.73%). Daher sei
entgegen der eingereichten Einsprache statt Fr. 15'000.-- der Betrag von Fr. 10‘119.-- zusätz-
lich als Liegenschaftsunterhaltskosten zum Abzug zuzulassen.
3. Mit Einsprache-Entscheid vom 20. Oktober 2014 wies die Steuerverwaltung die Einspra-
che betreffend die geltend gemachten Unterhaltskosten ab. Zur Begründung führte sie u.a. aus,
sowohl die Aufwendungen für die Instandstellung eines Grundstückes, welche einer eigentli-
chen Neueinrichtung gleichkomme, als auch die Kosten für Neu- und Anbauten seien wertver-
mehrender Natur. Das alte Wohnhaus sei bis zum Untergeschoss abgebrochen und stattdes-
sen ein Neubau erstellt worden, der in begrifflicher Hinsicht keinen Unterhalt an einem unterge-
gangenen Gebäude beinhalten könne. Der Abbruch sei eine Voraussetzung für die Errichtung
des neuen Anbaus gewesen. Die entsprechenden Kosten dienten somit nicht der Erhaltung des
alten Gebäudes. Der auf Fr. 6'253.-- festgesetzte Pauschalabzug bleibe bestehen.
4. a) Gegen diesen Einsprache-Entscheid erhob die Vertreterin mit Schreiben vom 12.
November 2014 Rekurs mit dem Begehren, der Einsprache-Entscheid vom 20. Oktober 2014
sei aufzuheben und die im Veranlagungsverfahren berücksichtigten Liegenschaftsunterhalts-
kosten seien um Fr. 8‘640.-- zu erhöhen. Eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung an
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die kantonale Steuerverwaltung zurückzuweisen. Zur Begründung führte sie aus, Umbauten,
Anbauten oder Neubauten würden in der Regel auch den bestehenden Teil eines Gebäudes
betreffen, weshalb damit im Zusammenhang stehende Architektenhonorare als Unterhaltskos-
ten anteilsmässig gewährt werden könnten. Das umgesetzte Bauvorhaben habe den teilweisen
Rückbau mit teilweisem Abbruch des alten Einfamilienhauses und dessen Ersatz sowie die
Aufstockung auf dem bisherigen Anbau und auf dem Sockelgeschoss des alten Einfamilienhau-
ses umfasst. Am stehen gebliebenen Sockelgeschoss und Verbindungstrakt zum bestehenden
Anbau seien werterhaltende Renovations- und Sanierungsmassnahmen durchgeführt worden.
Gemäss provisorischer Bauabrechnung (Stand Juni 2014) betrage der werterhaltende Anteil Fr.
467'322.-- von den Gesamtkosten über Fr. 1'397'042.-- (33.45%). Nach Abzug der Umge-
bungskosten würden die werterhaltenden Liegenschaftsunterhaltskosten Fr. 402‘322.--
(28.80%) betragen. Vom Architektenhonorar über Fr. 30'000.-- seien somit Fr. 8'640.-- abzugs-
fähige Liegenschaftsunterhaltskosten.
b) Mit Schreiben vom 11. Dezember 2014 wurde dem Steuergericht durch die Ver-
treterin eine E-Mail der Bau- und Umweltschutzdirektion an die Steuerverwaltung (datiert 9. De-
zember 2014) zugestellt, wonach das Untergeschoss des im Jahr 1946 erbauten Gebäudes im
Bestand erhalten geblieben und saniert worden sei. Auch der linke Teil (Anbau) des Gebäudes
inkl. Untergeschoss sei erhalten geblieben. Das Ehepaar A._ habe etliche Renovationsar-
beiten im Innern vorgenommen und die komplette Fassade erneuert.
5. Mit Vernehmlassung vom 22. Dezember 2014 beantragte die Steuerverwaltung die Ab-
weisung des Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, das Gebäude sei bis zum Unterge-
schoss abgebrochen worden. Deshalb verbleibe kein Raum mehr für Unterhaltsarbeiten, d.h.
solche Kosten könnten in ihrer Gesamtheit nicht vom steuerbaren Einkommen in Abzug ge-
bracht werden.
6. Mit Schreiben vom 17. Februar 2015 reichte die Vertreterin eine aktualisierte provisori-
sche Bauabrechnung (Stand Februar 2015) ein und führte aus, gemäss dieser Abrechnung ha-
be sich das Verhältnis der werterhaltenden Liegenschaftsunterhaltskosten zu den nicht abzugs-
fähigen Investitionskosten verändert. Somit betrage der steuerlich als Liegenschaftsunterhalt
abzugsberechtigte Anteil neu 27.54% (Fr. 421‘438.-- von Fr. 1‘530‘121.--).
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7. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.

## Considerations

Der Präsident des Steuergerichts zieht in Erwägung:
1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu-
ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-
ständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im
vorliegenden Fall Fr. 2'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des Steuerge-
richts als Einzelrichter beurteilt.
Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist
ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten.
2. Im vorliegenden Fall unterliegt der Beurteilung, in welcher Höhe das von der Ver-
treterin geltend gemachte Architektenhonorar als Liegenschaftsunterhaltskosten zum Abzug
zuzulassen ist.
a) Nach § 29 Abs. 1 lit. e StG werden die notwendigen Kosten für die Verwaltung
des Vermögens, dazu bei Liegenschaften die Aufwendungen für den Unterhalt, von den steuer-
baren Einkünften abgezogen. Die Kosten des Unterhalts und der Verwaltung von Grund und
Boden können in ihrem tatsächlichen Umfang, jene von Gebäuden, sofern sie nicht zum Ge-
schäftsvermögen gehören, nach der Wahl des Steuerpflichtigen für jede Veranlagungsperiode
entweder in ihrem tatsächlichen Umfang oder in Form einer Pauschale abgezogen werden. Der
Pauschalabzug beträgt bei über zehnjährigen Gebäuden 30% und bei bis zu zehnjährigen Ge-
bäuden 25% des Mietwerts für selbstgenutzte Liegenschaften oder des Bruttomietertrages (vgl.
§ 29 Abs. 2 StG). Werden sie in ihrem tatsächlichen Umfang geltend gemacht, sind sie als
steuermindernde Tatsachen vom Steuerpflichtigen durch substantiierte Sachdarstellung zu be-
weisen (Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 5. Dezember 2014, 510 14 64, E. 2a; StGE
vom 7. November 2014, 510 14 38, E. 2a; StGE vom 29. Juni 2007, 510 06 66, E. 2b,
www.bl.ch/steuergericht; vgl. Der Steuerentscheid [StE] 1991 B 25.6 Nr. 21).
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b) Als Aufwendungen für den Unterhalt von Liegenschaften gelten gemäss § 6 des
Dekrets zum Steuergesetz vom 19. Februar 2009 (nachfolgend: Dekret) insbesondere die Re-
paratur- und Erneuerungskosten (lit. a), die Prämien für Sachversicherungen, soweit sie sich
auf das Gebäude oder seine Umgebung beziehen (Brand-, Haushaftpflicht-, Wasserschaden-,
Glasschadenversicherung usw.) (lit. b) und die Verwaltungskosten (lit. c).
c) Zur Beurteilung, ob Liegenschaftsunterhaltskosten abzugsfähig sind und ob sie
als wertvermehrend oder werterhaltend zu qualifizieren sind, stellt das Steuergericht nach kon-
stanter Praxis auf das Merkblatt "Liegenschaftsunterhalt, Energiesparmassnahmen, Umwelt-
und Lärmschutzmassnahmen, Denkmalpflege" des Kantons Basel-Landschaft (nachfolgend:
Merkblatt) ab (StGE vom 7. November 2014, 510 14 38, E. 3a; StGE vom 12. April 2013, 510
12 91; StGE vom 26. Februar 2010, 510 09 66, E. 4c). Gemäss Ziffer 10.3 des Merkblatts ist bei
Honoraren von Ingenieuren und Architekten zu unterscheiden, ob sich diese auf abzugsfähigen
Unterhalt oder nicht abzugsfähige Investitionen beziehen. Honorare, welche sowohl An- oder
Umbauten als auch Renovationen betreffen, können im Umfang der werterhaltenden Mass-
nahmen anteilsmässig gewährt werden.
3. a) Eine Totalsanierung, die praktisch einem Neubau gleichkommt, stellt aus steuer-
licher Sicht eine Herstellung dar, weshalb die damit verbundenen Kosten einkommenssteuerlich
nicht absetzbar sind (Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 2C_153/2014 vom 4. September
2014, E. 2.2; BGE 2C_666/2012 vom 18. Dezember 2012, E. 2.1; BGE 2C_63/2010 vom 6. Juli
2010, E. 2.1). Auch ein völliger Um- oder Ausbau einer Liegenschaft kommt wirtschaftlich einem
Neubau gleich. Wird eine Liegenschaft umgebaut und neuen Zwecken zugeführt, liegt Herstel-
lung vor, wenn die Renovation umfangmässig einem Neubau gleichkommt (BGE 2C_153/2014
vom 4. September 2014, E. 2.3; BGE 2C_233/2011 vom 28. Juli 2011, E. 3.2). Steuerlich als
(Teil-) Neubau zu betrachten ist auch der Ausbau von Gebäuden oder Gebäudeteilen, wenn
damit in erster Linie eine Wohnraumerweiterung bezweckt wird. Ein solcher Ausbau mit Wohn-
raumerweiterung kommt wirtschaftlich betrachtet dem An- oder Aufbau zusätzlicher Wohnräu-
me gleich. Als Herstellung zu gelten haben dabei alle Massnahmen, die den Ausbau mit Wohn-
raumerweiterung erst ermöglichen bzw. alle anfallenden Kosten, die durch den Ausbau unmit-
telbar veranlasst werden (BGE 2C_153/2014 vom 4. September 2014, E. 2.4).
b) Gemäss den dem Steuergericht vorliegenden Bauplänen wurde das alte Einfami-
lienhaus bis zum Erdgeschoss abgebrochen und ein Ersatzbau hergestellt. Neu liegt anstelle
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der vorherigen zwei Geschosse ein eingeschossiger Kubus vor. Im Untergeschoss wurden
neue Wände errichtet. Das Unter- und das Erdgeschoss des Anbaus wurden saniert. Beim
ausgeführten Bauprojekt blieb etwa die Hälfte des Liegenschaftsvolumens erhalten. Im Unter-
schied zu BGE 2C_153/2014 vom 4. September 2014 erfolgte im vorliegenden Fall weder eine
Umnutzung noch eine flächenmässige Erweiterung des Wohnraumes. Damit stellt das umge-
setzte Bauvorhaben weder praktisch noch wirtschaftlich einen (Total-) Neubau dar. Die getätig-
ten Arbeiten lassen sich nicht vollumfänglich als werterhaltende oder wertvermehrende Mass-
nahmen qualifizieren und müssen differenziert werden. Beim Teilabbruch und -neubau handelt
es sich um wertvermehrende Massnahmen. Die Kosten für die Sanierung der erhaltenen Ge-
bäudeteile enthalten sowohl Anteile wertvermehrender als auch werterhaltender Natur.
4. a) Im vorliegenden Fall ist die Honorarrechnung des Architekten über Fr. 30‘000.--
für im Jahre 2012 geleistete Aufwendungen zu beurteilen. Das Honorar bezieht sich sowohl auf
wertvermehrende als auch werterhaltende Massnahmen, wobei nur das Honorar für werterhal-
tende Arbeiten berücksichtigt werden kann.
b) Die Abgrenzung zwischen Werterhaltung und Wertvermehrung erfolgt nach ob-
jektiv-technischen Kriterien. Alle Aufwendungen, welche ein Grundstück in einen besseren Zu-
stand versetzen, daher z.B. ein Haus in den Rang eines besser ausgestatteten, wertvolleren
Gebäudes aufrücken lassen, haben wertvermehrenden Charakter. Die Aufwendungen für die
Instandstellung oder Modernisierung eines Grundstückes, welche einer eigentlichen Neueinrich-
tung gleichkommen, sind daher nicht als Unterhaltskosten abzugsfähig (StGE vom 6. März
2015, 510 14 68, E. 8c; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuer-
gesetz, 3. A. Zürich 2013, § 30 N 48 ff.).
c) Häufig kann eine einzelne bauliche Massnahme oder Anschaffung nicht als Gan-
zes entweder dem Aufwand oder den wertvermehrenden Aufwendungen zugeteilt werden, da
sie Elemente beider Kategorien umfasst. In diesen Fällen müssen die Kosten in abzugsfähigen
Aufwand und wertvermehrende Aufwendungen zerlegt werden (StGE vom 6. März 2015, 510
14 68, E. 8d; StGE vom 5. Dezember 2014, 510 14 64, E. 2e; StGE vom 7. November 2014,
510 14 38, E. 2e; Höhn/Waldburger, Steuerrecht, Band II, 9. Auflage, Bern 2002, § 41 N 84).
d) Bei den Unterhaltskosten handelt es sich um Aufwendungen, welche die Erhal-
tung bisheriger Werte bezwecken und die nach längeren oder kürzeren Zeitabschnitten erneut
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zu tätigen sind. Mit anderen Worten sind Unterhaltsarbeiten Aufwendungen, welche ein Gebäu-
de in seiner Gestaltung, Form und Zweckbestimmung unverändert weiterbestehen lassen; es
werden einzig die mangelhaften Teile ersetzt oder instand gestellt (vgl. StGE vom 5. Dezember
2014, 510 14 64, E. 2b; StGE vom 7. November 2014, 510 14 38, E. 2b; StGE vom 2. Juli 2010,
510 10 11, E. 4b; StGE vom 26. Februar 2010, 510 09 66, E. 3b; StGE Nr. 145/2006 vom 10.
November 2006, E. 2b, www.bl.ch/steuergericht). Nicht abzugsfähig sind indessen die Aufwen-
dungen für die Anschaffung und die Verbesserung von Vermögensgegenständen (§ 29 Abs. 3
StG), also diejenigen Aufwendungen, welche zur Wertvermehrung eines Grundstückes führen.
Zur Abgrenzung der abzugsfähigen Unterhaltskosten von den wertvermehrenden Aufwendun-
gen stützt sich die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft auf das Merkblatt.
e) Die dem Steuergericht vorliegende provisorische Bauabrechnung (Stand Februar
2015) wird im vorliegenden Fall hilfsweise beigezogen, um den abzugsfähigen Anteil des Archi-
tektenhonorars zu bestimmen. In dieser erfolgte eine Ausscheidung der Kosten nach den Krite-
rien Unterhalt/Investition. Von den bisher angefallenen Gesamtkosten über Fr. 1‘530‘121.37
wurden Fr. 421‘348.23 als nicht wertvermehrend ausgewiesen. Ob es sich bei diesen Positio-
nen bzw. deren ausgewiesenen Anteil tatsächlich um werterhaltende Aufwendungen handelt,
wird die Steuerverwaltung im Zeitpunkt der konkreten Geltendmachung durch die Pflichtigen im
Detail untersuchen müssen.
Nach summarischer Prüfung wurde unter Berücksichtigung des Merkblatts der
Unterhaltskostenabzug wie folgt angepasst:
Position effektive
Kosten (in Fr.)
Ausscheidung Werterhaltung
(in Fr.)
Merkblatt Abzug als Unterhalt
(in Fr.)
211.0 Beton- und 
64‘804.20 6‘480.42 Neubau --.--
224.1
Plastische u.   (Flachdächer)
55‘788.60 11‘157.72 Neubau --.--
271.1
Spezielle 
10'800.-- 8‘100.-- 1/3 (Ziff. 3.1.1 lit. b)
3'600.--
272.2 Allgemeine  (): Stützenertüchtigung im EG
5‘000.-- 2‘450.-- Neubau --.--
291
Honorar Architekt 160‘000.-- 60‘000.-- Ziff. 10.3 lit. a 40‘000.--
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373
Spezielle 
50‘000.-- 10‘000.-- Neubau --.--
421 Gärtnerarbeiten
110‘000.-- 61‘823.-- Ziff. 8.1.1 --.--
524
Vervielfältigungen, Plankopien
4‘000.-- 2‘000.-- Ziff. 10.4.1 --.--
531
800.-- 400.-- Ziff. 9.2.2 lit. a --.--
532
3‘000.-- 1‘500.-- Ziff. 9.2.2 --.--
91
Beleuchtungskörper
25‘000.-- 7‘500.-- Neubau --.--
Total 171‘411.14 43‘600.--
Von den bisher für das Bauvorhaben angefallenen Gesamtkosten über Fr. 1‘530‘121.37
werden anstatt den in der provisorischen Bauabrechnung ausgewiesenen Fr. 421‘348.23
neu Fr. 293‘537.09 als werterhaltene Unterhaltskosten akzeptiert. Die Berechnung gestaltet
sich wie folgt:
als Unterhalt geltend gemachte Kosten Fr. 171‘411.14
von Steuergericht als Unterhalt akzeptierte Kosten Fr. - 43‘600.00
von Steuergericht nicht als Unterhalt akzeptierte Kosten Fr. 127‘811.14
Total Unterhaltskosten gemäss Bauabrechnung vom Februar 2015 Fr. 421‘348.23
von Steuergericht nicht als Unterhalt akzeptierte Kosten Fr. - 127‘811.14
Total Unterhaltskosten neu
Fr. 293‘537.09
Fr. 293‘537.09 = 19 % der Gesamtkosten über Fr. 1‘530‘121.37
Folglich sind rund 20% am Haus der Pflichtigen getätigten Arbeiten werterhaltender Natur. Vom
Architektenhonorar über Fr. 30‘000.-- kann somit Fr. 6‘000.-- (20% von Fr. 30‘000.--) als ab-
zugsfähiger Unterhalt gewährt werden.
5. Die Rekurrenten machen gemäss folgender Aufstellung zusätzlich Fr. 3‘621.-- als Liegen-
schaftsunterhaltskosten geltend, die von der Steuerverwaltung nicht bestritten worden sind:
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09.01.2012 Unterhalt Sicherheitssystem
Fr. 551.--
17.02.2012 Reparatur Heizung
Fr. 294.--
02.03.2012 Prämie Gebäudeversicherung
Fr. 493.--
03.04.2012 Wartung Sonnensegel
Fr. 467.--
16.07.2012 Unterhalt Sicherheitssystem
Fr. 551.--
04.10.2012 Servicearbeiten Storen
Fr. 268.--
26.10.2012 Glasreparatur
Fr. 118.--
15.10.2012 Wartung Heizung
Fr. 879.--
Total Fr.
3‘621.--
Gemäss § 29 Abs. 2 StG und § 6 lit. a und b des Dekrets sind sämtliche Positionen als werter-
haltende Aufwendungen zu qualifizieren und zum Abzug zuzulassen.
Zusammenfassend ergibt sich, dass sowohl anteilsmässige Architektenkosten über Fr. 6‘000.--
als auch diverse Aufwendungen über Fr. 3‘621.-- als Liegenschaftsunterhaltskosten zu betrach-
ten sind. Damit beläuft sich der als effektiver Liegenschaftsunterhalt abziehbare Betrag auf Fr.
9‘621.-- (= Fr. 6‘000.-- + Fr. 3‘621.--).
Der Rekurs ist aufgrund all dieser Erwägungen teilweise gutzuheissen und anstelle des Pau-
schalabzugs von Fr. 6'253.-- effektive Liegenschaftsunterhaltskosten von Fr. 9‘621.-- zu gewäh-
ren.
6. Es bleibt über die Kosten des Rekursverfahrens zu befinden.
a) Entsprechend dem teilweisen Obsiegen im Umfang von rund 50% sind den Re-
kurrenten anteilsmässige Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.-- aufzuerlegen (§ 130 StG
i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und
Verwaltungsprozessordnung [VPO]).
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b) Nach § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO kann bei Beschwerden in Steuersachen
der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Vertreters eine angemessene
Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Für die beiden Parallel-
verfahren Staats- und direkte Bundessteuer 2012 machte die Vertreterin der Pflichtigen gemäss
ihrer Honorarnote vom 28. Januar 2015 einen Zeitaufwand von 12.25 Stunden zu einem Stun-
densatz von Fr. 270.-- sowie einen Zeitaufwand von 2.25 Stunden zu einem Stundensatz von
Fr. 255.-- geltend, was Fr. 3‘881.25 (exkl. Mehrwertsteuer [MWSt]) und folglich ein Honorar von
insgesamt Fr. 4‘191.75 (inkl. MWSt) ergibt. Der gerichtlich anerkannte Stundensatz für nichtan-
waltliche Vertretungen vor Gericht beträgt Fr. 150.-- (StGE vom 18. Oktober 2013, 510 13 27,
E. 8b; vgl. Entscheid des Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Juni 2009, in:
Basellandschaftliche und baselstädtische Steuerpraxis [BStPra], Bd. XIX, S. 559 ff.). Demnach
ist das Honorar auf Fr. 2'175.-- (= 14.5 h x Fr. 150.--) zu reduzieren und unter Berücksichtigung
der MWSt auf Fr. 2‘349.-- festzulegen. Für das Verfahren der Staatssteuer 2012 ergibt dies so-
mit ein Honorar (inkl. MWSt) von Fr. 1‘174.50 (= Fr. 2‘349.-- : 2). Entsprechend dem hälftigen
Obsiegen wird den Pflichtigen eine reduzierte Parteientschädigung in Höhe von Fr. 587.25 (=
Fr. 1‘174,5 : 2) zu Lasten der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft zugesprochen.
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