# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 15988a95-bc79-4f30-acd0-6e4db638c9b7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren im
Februar 1954, war seit
März
2001 hauptberuflich als Hauswart/Reinigungs
kraft im Stundenlohn bei der
Y._
angestellt (
Urk. 8/
Z
180/1 und
8/Z52/3 f.
) und damit obligatorisch bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG gegen Unfälle versichert, als er am 28. März 2011 bei der Arbeit
stürzte
und anschliessend starke Schmerzen an der rechten S
chulter ver
spürte (Urk.
8/Z1
,
8
/Z52/1
und 8/8/1
).
In den bildgebenden
Untersuchungen
zeigte
n
sich
eine Ruptur
der
Supraspinatussehne
sowie
der
la
nge
n
Bi
z
epssehne
(Urk.
8
/ZM2 und
8
/ZM3),
worauf
am 22. Juli 2011
eine Schulterarthroskopie rechts mit
Acromioplastik
,
T
enodese
/Tenotomie der langen
Biz
epssehne
und
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion durchgeführt wurde
(Urk.
8/ZM12
).
Die behandelnden Ärzte attestierten d
em Versicherten
zu
nächst
eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
(Urk.
8/ZM1-3, 8
/ZM6-9,
8
/ZM13
,
8/ZM1
8-20)
. A
b dem 3. Januar 2012
bestätigten sie
–
entsprechend
der
von ihm
in einem reduzierten Arbeitspensum wieder aufgenommenen Tätigkeit bei der
Y._
(Urk. 8/Z52/4)
– noch eine solche von 50 % (Urk. 8/ZM24
, 8/ZM29, 8/ZM
31,
8/Z
33-34 und 8/ZM
3
6
-37
).
Im Mai 2012 nahm
der Versicherte
zusät
zlich
eine seiner
zahlreichen
Nebentätigkeiten
(vgl. dazu Urk. 8/Z179)
, nämlich das Arbeitspensum von
rund
19
%
als
Zeitungsverträger
bei der
Z._
,
wieder
a
uf
(Urk.
8
/Z8, 8/Z52/4 und
8
/ZM33).
1.2
Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG erbrachte n
ach Eingang der
Unfall
meldung vom 29. April 2011 (Urk.
8
/Z1)
zunächst
die gesetzlichen Leistungen (Taggeldleistungen und Heilkosten;
vgl. Urk.
8
/Z2,
8
/Z17 und
8
/Z25).
Am 6. Juni 2012 liess sie den Versicherten
von
Dr. med.
A._
, Fach
arzt FMH für Ortho
pädische Chir
urgie, kon
siliarisch untersuche
n. Gestützt auf dessen Bericht
vom 26. Juni 2012 (Urk. 8/Z
M
32) stellte
sie
die Taggeldleistungen
mit Verfügung vom 19. Juli 2012
per 30. Juni 2012 und die Heil
behandlungskosten per Abschluss
k
on
trolle im Juli 2012 ein (Urk. 8
/Z76).
Die von der
Krankenkasse
des Versi
cher
ten
dagegen erhobene
Einsprache (Urk. 8
/Z85) wies
sie
am
30. Oktober 2012 ab (Urk. 8
/Z92
).
Indessen hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich d
ie vom Versicherten
gegen
d
en
Einspracheentscheid
erhobene Beschwerde (Urk. 8
/Z107
) mit Urteil UV.2012.00275 vom 27. Mai 2014 in dem Sinne gut,
als es
diesen
aufhob
und die Sache an
d
en
Unfallversicher
er
zurückwies, damit
diese
r
den Sachverhalt
weiter abkläre
und
anschliessend
neu
über den Anspruch auf Heilbehandlung un
d Taggelder
verfüge (Urk. 8
/Z111).
1.3
In der Zwischenzeit
wurde dem Versicherten
von seinem
Hausarzt
ab 1.
Juli 2013 bis 30.
Juni 2014 erneut eine volle Arbeitsunfähigkeit
attestiert
, worauf die
Y._
wie
auch die
Z._
das
Arbeitsverhältnis mit
de
m
Versicherten
im ersten Halbjahr 2014 beendeten (vgl. Urk. 8/ZM39/12 f.
;
effektiv gearbeitet
bis Ende Oktober 2013
, Urk. 8/Z134
). Die
Zürich Versicherungs-Ge
sellschaft AG
gab
derweilen
ein Gutachten
bei Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie, in Auftrag
(vgl. Urk.
8
/
Z
121). Dieses
wurde
am 25. Febru
ar 2015
erstattet
(Urk.
8
/ZM39).
Zudem
nahm
sie
den Bericht
zur Untersuchung vom 4. Dezember 2014 durch
med.
pract
.
C._
,
Fachärztin für Chirurgische Orthopädie und Traumatologie
beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der In
va
lidenversicherung
, zu den Akten
(Urk.
8
/ZM40).
Mit Verfügung vom 14. August
2015
stellte die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG die vorübergehenden Leistungen
neu
per 31. Dezember 2012 ein.
Gleichzeitig
sprach sie dem Versi
cherten
eine Integritätsentschädigung bei einer
Integritätseinbusse von 15 %
zu
, verneinte indessen e
inen
Rentenanspruch
(Urk.
8
/
Z
149).
Mit seiner
Einsprache
gegen diese Verfügung
(Urk. 8/
Z
181)
liess
der Versicherte
wei
tere Unterlagen ein
reichen (Urk.
8
/
Z
152-1
79
).
Hierauf tätigte die
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
ergänzende erwerbliche Abklärungen (vgl. Urk.
8
/
Z
185,
8
/
Z
203-208 und
8
/
Z
212-214), bevor sie die Einsprache am
15. April 2016
abwies
(Urk.
8/217
).
Der
Versicherte
gelangte wiederum an das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
(
Urk. 8/222),
das
seine Beschwerde
mit Urteil UV.2016.00122 vom 29.
September 2017
in
dem Sinne gut
hiess
, als es den angefochtenen
E
ntscheid auf
hob und die Sache an den Unfallversicherer zurückwies, damit dieser nach weite
ren Abklärungen neu über den Rentenanspruch verfüge (Urk. 8/232).
1.4
In der Folge klärte d
ie Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
insbesondere das
Stellenprofil
und
die
Einkommen
des Versicherten
bei
seinen
ehemaligen Arbeit
gebern
weiter ab
(Urk. 8/
Z
23
3
-
235)
. Hernach
holte
sie
eine ergänzende gutach
terliche Stellungnahme
bei Dr.
B._
ein
(Urk. 8/
Z
251).
Das neue Gutachten
wurde am 9. November 2018 erstattet (Urk. 8/8) und am 18. März 2019 ergänzt (Urk.
8/15).
Schliesslich verneinte die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG mit Verfügung vom 10. Mai 2019
abermals
einen Rentenanspruch (Urk. 8/17). Die
vom Versich
er
ten
dagegen erhobene Einsprache (Urk. 8/18) wies
sie am
27.
August
2019 ab (Urk. 2).
Es bleibt anzufügen, dass
die Invalidenversicherung dem Versicherten
inzwischen
ab 1. November 2014 eine halbe Invalidenrente
zugesprochen
(vgl. Urteil des Sozial
versicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2016.01141 vom
29.
Septem
ber 2017)
und diese
mit Wirkung ab
1.
November 2018
bis zu seiner Pensio
nie
rung im März 2019
auf eine ganze Rente erhöht
hatte
(Urk. 8/20).
2.
Gegen
den
E
ntscheid der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
vom 27. August 2019
erhob der Versicherte mit Eingabe vom 27. September 2019 Beschwerde (Urk. 1). Darin beantragte er, der Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente
bei einem Invaliditätsgrad von
14 % ab 1. Juli 2012 zuzusprechen; unter Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten der Zürich Versicherungs-Ge
sellschaft AG (Urk.
1 S.
1).
Diese schloss in der Beschwerdeantwort vom 24.
Oktober 2019 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6) und reichte neben den
Vorakten
(Urk. 8/ZM1-40, 8/Z1-257 und 8/5-27) neue Unterlagen (Urk. 7/1-4) ein. Mit Verfügung vom
25. Oktober 2019 ordnete das
Sozialversicherungsgericht
einen zweiten Schriftenwechsel an (Urk. 9). In der Replik vom 27. November 2019 (Urk. 11) sowie
i
m schriftlichen Verzicht auf
eine Duplik
vom 20. Dezember 2019 (Urk. 14) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Sache wurde zuletzt m
it Urteil des Sozialversicherungsgericht UV.2
016.00122 vom 29. September 2017
, Dispositivziffer 1, an die Beschwerdegegnerin zurück
gewiesen, damit diese nach erfolgter Ab
klärung im Sinne der Erwägungen
über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge (Urk. 8/Z232/12). Dabei wurden den Parteien in E. 1 des Rückweisungsentscheids die
rechtlichen Grund
lagen des Rentenanspruchs
bereits
erläutert (Urk. 8/Z232/4-6). Diese sind unver
ändert, weshalb darauf verwiesen werden kann.
1.2
In materieller Hinsicht erwog das
Sozialversicherungsgericht
im Wesentlichen
,
die Hauptarbeitgeberin, die
Y._
,
habe
bei einem ab 1.
Januar 2011
gleichbleibenden
Stundenlohn von Fr. 25.50 e
in jährliches Einkommen von Fr.
66'616.
--
zuzüglich
einer Gratifikation von Fr.
2'000.
--
deklariert.
Aufgrund der
aktenkundigen
Einkommen müsse der Beschwerdeführer bereits seit dem Jahr 2006 ein Arbeitspensum absolviert haben, da
s die in jenem Betrieb übliche Arbeitszeit von
42.
5
Stunden pro Woche regelmässig in beträchtlichem Umfang überschritten habe (vgl. E. 4
.1).
Zusätzlich habe er im Jahr 2005 eine
n Neben
erwerb
bei der
Z._
(vormals
:
D._
) aufgenommen und kurz darauf - bei einem Arbeitspensum von rund 19 % – regelmässig ein jähr
liches Einkommen
von rund Fr.
10'000.
--
erhalten (vgl. E.
4.2)
.
Darüber hinaus habe er g
emäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK) im Jahr 2010, aber auch davor, bei
E._
, der
F._
, der
G._
sowie
der
H._
weitere Erwerbs
einkünfte erzielt,
die im Jahr 2010 insgesamt Fr.
13'900.
--
betragen hätten.
Für
keine dieser Tätigkeiten sei
en
ein Stellenprofil, ein Arbeitspensum, geleistete
Arbeitszeiten oder detaillierte
Angaben zur
Entlöhnung
erhoben worden (vgl. E.
4.3).
Indessen sei
Dr.
B._
bei der Begutachtung offenbar von einem Pensum von 100 % bei der
Y._
ausgegangen
, wobei die ihm zur Verfügung ge
stellten Akten
auch
keinen Aufschluss über die Nebentätigkeiten des Beschwerde
führers
gegeben hätten
. Aus seinen Erörterungen zur Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsanpassten Tätigkeit
lasse sich daher
nicht
folgern
, diese würden au
ch für ein Arbeitspensum von 49.
25 oder mehr Stunden pro Woche gelten.
Andererseits sei dem Gutachten auch nicht zu entnehmen, ein solches sei unzu
mutbar. Insbesondere habe Dr.
B._
keinerlei Ausführungen zur
Zumutbarkeit der Fortführung der Nebenerwerbstätigkeiten
gemacht
(vgl. E. 5.1).
1.3
Zusammenfassend hielt das Sozialversicherungsgericht fest
, es sei noch abzu
klären, ob dem Beschwerdeführer eine den unfallbedingten Beschwerden ange
passte Tätigkeit in einem die
wöchentliche Arbeitszeit von 42.
5 Stunden über
steigenden Umfang zumutbar sei. Bei dieser Gelegenheit sei unter anderem auch zu untersuchen, ob und inwieweit
unter unfallkausalen Gesichtspunkte
n
eine Arbeitsfähigkeit für die Nebentätigkeiten bestehe, deren
Stellenprofile
noch zu konkretisieren seien. Allenfalls sei zu klären, in welchem Umfang die Arbeit als
Zeitungsverträger
durch seine Familie verrichtet worden sei (vgl. E. 5.2).
Ferner
stellte
es
klar, dass seit dem 25. Februar 2015 feststehe, dass der Beschwer
deführer zumindest für eine behinderungsangepasste Tätigkeit mit einer betriebs
üblichen
wöchentlichen
Arbeitszeit von 42
.
5 Stunden ohne Einschränkungen arbeitsfähig sei
(vgl. E. 6.1)
. Angesichts der verbleibenden Aktivitätsdauer von vier Jahren,
der trotz des unfallkausalen Gesundheitsschadens noch bestehenden Betätigungsmöglichkeiten
bei Zumutbarkeit eines Voll
zeitpensums, wobei insbe
sondere
Hilfstätigkeiten
ohne besonderen Umstellungs- oder Einarbeitungsauf
wand
in Frage kämen
,
der bisher gezeigten Flexibilität sowohl bei einem Tätig
keitswechsel
wie auch in zeitlicher Hinsicht und der Zusatzqualifikation als Lenker von Lieferwagen stehe der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit nichts im Wege (vgl. E. 6.3).
2.
2.1
Gestützt auf die
ergänzten
Abklärungen erwog die Beschwerdegegnerin i
n der Verfügung vom 10.
Mai 2019
, der Beschwerdeführer
könne gemäss Dr.
B._
in einer angepassten Tätigkeit
weiterhin
ein wöchentliches Arbeitspensum von
68.25 Stunden
leisten
.
Demnach sei dem
Valideneinkommen
von
Fr. 94'233.
--
(Durchschnitt der
IK-Einträge der
Jahre 2008 bis 2010
)
ein Invalideneinkommen von Fr.
100’
347.97 gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2010 gegenüberzustellen.
Es resultier
e e
in Invaliditätsgrad
von 0 %
(
vgl.
Urk. 8/17/2).
Im
angefochtenen
Einspracheentscheid
erläuterte die Beschwerdegegnerin, wes
halb das gutachterlich definierte Zumutbarkeitsprofil, insbesondere die Ein
schrän
kungen der dominanten Hand, die fehlende Berufserfahrung, das Alter und das Teilzeitpensum für sich allein genommen keinen leidensbedingten Abzug recht
fertigen würden, berücksichtigte aber «aufgrund der gesamten Umstände» dennoch
einen solchen von 10 %
und berechn
ete neu einen
nicht anspruchsbegründenden Inva
liditätsgrad von 4
%
(vgl. Urk.
2 E. 4).
2.2
Der
Beschwerdeführer
hielt
in der Beschwerde dafür
,
Dr.
B._
habe einen vermehrten Pausendarf festgestellt, weshalb kaum von einer vollen Leistungs
fähigkeit ausgegangen werden könne (
vgl.
Urk. 1 Ziff. III.5).
Hinsichtlich des
Invalideneinkommens sei zu beachten, dass s
ein Pensum
bei der
I._
19 % bei einer gesamtarbeitsvertraglichen N
ormalarbeitszeit von 41 Stunden
pro Woche
und damit wöchentlich 7.
79 Stunden
betragen
habe
. Damit sei von einer wöchentlichen Arbeitszeit von insgesamt 67.54 Stunden a
uszugehen (
vgl.
Urk. Ziff. III.6.2).
Der schwierigen Verwertung
d
er
Rest
arbeitsfähigkeit
über die
betriebsübliche
bzw. erlaubte Arbeitszeit im Haupterwerb
hinaus
sowie den leidensbedingten Einschränkungen
sei mit einem leidensbedingten Abzug von 25 % Rechnung zu tragen, zumal N
ebenjobs
auch
nur in
Kleinpensen
angeboten und
ihm
viele
gar nicht
z
u
mutbar
seien
(
vgl.
Urk. 1 Ziff. III.6.3).
Da
er im Vergleich
mit dem Tabellenlohn
gemäss
LSE
2010
, entsprechend einem Stundenlohn von F
r. 28.80,
stets
rund 10 % weniger
verdient
habe, seien die
Vergleichseinkommen
ferner
zu parallelisieren – ausgenommen der Teil des Invalideneinkommens, auf den
ein maximaler
Abzug gewährt werde (
vgl.
Urk. 1 Ziff.
III.6.4).
Er habe daher Anspruch auf eine Rente
bei einem Invaliditätsgrad von
14 % ab
1. Juli 2012
(
vgl.
Urk. 1 Ziff. III.6.5 – 8).
2.3
In der Beschwerdeantwort
fügte
die Beschwerdegegnerin
an
, die rasche Ermüd
barkeit bei Flexion und Abduktion der rechten Schulter führe zu einem einge
schränkten Arbeitsprofil, nicht aber einem erhöhten Pausenbedarf (vgl. Urk. 6 Ziff. 4). Das Pensum von 8.1 Stunden pro Woche beruhe auf den Angaben der
I._
gegenüber der Invalidenversicherung
(vgl. Urk. 6 Ziff. 7).
Ferner
seien auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend angepasste Tätigkeiten vorhanden, um die Restarbeitsfähigkeit zu verwerten (vgl. Urk. 6 Ziff. 8 f.). Auch habe der Beschwerdeführer
nicht unterdurchschnittlich verdient, zumal bei der
Einkom
menparallelisierung
jeweils der branchenübliche Lohn massgebend
sei
(vgl. Urk. 6
Ziff. 10-12).
2.4
In der Replik monierte der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin
nenne
nicht eine konkrete Tätigkeit, die der Arbeitsmarkt in genügender Anzahl abend
s
und an Wochenenden anbiete (Urk. 11 Ziff. 1). Im Übrigen habe er nicht freiwillig auf Lohnbestandteile verzichtet, sondern trotz Einsatz nicht mehr verdient, so dass dies mit seiner Persönlichkeit (Verhandlungsgeschick, Durchsetzungskraft,
Bescheidenheit, Ängstlichkeit etc.)
,
seinen Ressourcen (Sprache, Kognition, Wissen
etc.) oder sonstigen invaliditätsfremden
Faktoren zusammenhängen müsse, die zu einer
Einkommensparallelisierung
führen müssten (Urk. 11 Ziff. 2).
3.
3.1
D
ie
ergänzenden erwerblichen Abklärungen
bei
der
F._
ergaben, d
ass der Beschwerdeführer wöchentlich
2
Stunden
deren
Räumlichkeiten
reinigte.
Gemäss den E-Mail-Auskünften umfasste d
er mündliche
A
uftrag Gestelle
und Tische abstauben, staubsaugen
und den Boden feucht aufnehmen, Lavabo reinigen sowie Abfalleimer leeren.
Das
Abstauben der nicht sehr hohen Gestelle
habe
nicht so viel Zeit
beansprucht. Dem Beschwerdeführer
sei ein Schlüssel zur Verfügung gestellt worden, so dass er sich die Arbeit am Samstag frei habe einteilen können
(Urk. 8/Z233).
3.2
Gemäss
den
Angaben
der
G._
gegenüber
dem Schaden
inspektor der Beschwerdegegnerin
am
21. Dezember 2017
war der Be
schwerdeführer vo
n
Januar 2007 bis Juli 2011
auf mündlicher Basis
als Reini
gungskraft
bei ihr
angestellt. Er
habe
in den auf zwei Stockwerken verteilten
vierzehn
Büroräumen,
zwei
Küchen und
vier
WC-Anlagen
d
ie allgemeine Reini
gung
erledig
t
,
Staub gesaugt und
gewischt
, die
Abfalleimer
geleert
und
ab und zu die Türen und Fenster
gereinigt
.
Dabei schätzte die Arbeitgeberin
den Anteil der Überkopfarbeiten auf durchschnittlich ca. 20 %
, wobei
es mehrheitlich um das Reinigen der Türen und Fenster
gehe
, zumal es i
m Büro nicht viele Regale habe, die man über dem Kopf reinigen müsse.
Wenn nötig habe
er
auch
kleinere technische Arbeiten (z.B. Glühbirne wechseln) erledigt. Sein
Arbeitspensum
habe
insgesamt 6.
5 Stunden pro Woche betragen. Die Arbeitsleistung habe
er
jeweils am Abend, meistens 2
.
5 Stunden am Mittwoch und 4 Stunden am S
amstag erbracht. Er habe allein
gearbeitet. Kontrollen habe es keine gegeben, da man mit der Sauberkeit zufrieden gewesen sei.
Aus diesem Grund habe man
nach dem Unfall
seine Ehefrau angestellt
(Urk. 8/Z234
; ferner auch Urk. 7/Z190
).
3.3
Ebenfalls nur ein mündlicher Vertrag bestand
ab dem Jahr
2009 bis Juli 2011 mit der
H._
. Die Aufgaben des Beschwerdeführers umfassten die allgemeine Reinigung,
Staub
saugen
und
wischen
sowie
Abfalleimer leeren in
zwei
Büros,
einem
Sitzungszimmer und
einer Toilette
. Gegenüber
dem Schaden
inspektor der Beschwerdegegnerin gab die Arbeitgeberin
am
10. Januar 2018 an, die Überkopfarbeiten hätten weniger als 10 % ausgemacht, zumal es kaum Regale habe,
die
solche
Arbeiten
notwendig machten. Der Beschwerdeführer habe ins
gesamt
2
Stunden alle 14 Tage
jeweils
am Wochenende gearbeitet. Mündlich vereinbar
t
gewesen sei ein Stundenlohn von Fr. 30.
--
. Da man mit
der Arbeits
leistung
zufrieden gewesen sei, habe man
ihn
nicht kontrolliert und nach dem Unfall
an seiner Stelle
die
Ehefrau angestellt
.
Die
H._
meldete
der
Sozialversicher
ungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)
sodann
ein schwankendes
AHV-pflichtige
s
Einkommen des
Ehepaares. So erzielte der Be
schwerdeführer im Jahr 2009 ein solches
v
on
Fr.
825.10 und
im Jahr 2010
von
Fr. 1'035.
--
.
Dasjenige der
Ehefrau
betrug
im Jahr 2011 Fr. 2'340.
--
und im Jahr 2012 Fr. 1'560.
--
(vgl. Urk. 8/Z235).
4.
4.1
Zur
um
strittenen Frage des bisherigen
Arbeitspensums ergibt sich aus den neuen Abklärungen
folglich
, dass der Beschwerdeführer
bei
der
F._
, der
G._
und
der
H._
insgesamt in der Regel
9.5 Stunden pro Woche
als
Büroreinigungskraft
tätig war.
Für die Jahre 200
6
bis 2011
ist dem
IK-Auszug ferner ein jährliches Einkommen von
Fr. 1'600.
--
bei
E._
(zuvor
:
J._
)
zu entnehmen (vgl. Urk. 8/Z179/5)
. Die Tätigkeit bei diesem Architekturbüro wurde
nach dem Unfall
ebenfalls
von der Ehefrau
des
Beschwerdeführers
übernommen (vgl. Urk. 8/Z189
und 8/Z208)
. Gemäss
seinen eigenen
Angaben betrug
die
durchschnittliche Arbei
ts
zeit
jeweils
eine Stunde pro Woche
(vgl. Urk.
1 S.
8),
was
einem Stundenlohn von rund Fr. 30.
--
wie bei der
H._
entspricht
.
4.2
Bei der
Y._
wurden keine weiteren Abklärungen getätigt.
Diese gab in der Unfallm
eldung ein Arbeitspensum von 49.
25 Stunden pro Woche an, ohne den bei der Berechnung berücksichtigten Zeitraum zu nennen (vgl. Urk. 8/Z1). Gemäss den Lohnabrechnungen der Monate März 2010 bis März 2011 (vgl. Urk.
8/59 und 8/Z148) arbeitete der Beschwerdeführer in den letzten 13 Monaten vor dem Unfall insgesamt 2'980.75 Stu
nden, also durchschnittlich 229.
28 Stun
den pro Monat (= 2980.75: 13), für seine Hauptarbeitgeberin. Dies entspricht einem wöchentlichen Arbeitspensum
von rund 53 Stunden (= 12 x
229.
28
:
52)
.
Eine vergleichbare Anzahl geleisteter Arbeitsstunden pro Jahr gab die Arbeit
geberin am 24. September 2011 im Fragebogen der Invalidenversicherung an, nämlich 2'915.10 Stunden für das Jahr 2008, 2'766.12 Stunden für das Jahr 2009 und 2’757.30 Stunden für das Jahr 2010 (vgl. Urk. 8/Z180/3). Dies entspricht einem Durchschnitt während der letzten drei Jahre vor dem Unfall von 54 Arbeitsstunden pro Woche. Es fällt
zwar
auf, dass die IK-Einträge der Jahre 2008 bis 2010 von Fr. 70'420.
--
, Fr. 70'656.
--
und Fr. 69'626.
--
(vgl. Urk. 8/Z179/5) nicht
gänzlich
mit den
im Fragebogen
für die entsprechenden Jahre
deklarierten Einkommen von Fr. 71'420.
--
, Fr. 69'053.
--
und Fr. 69'622.
--
zuzüglich Gratifi
ka
tion von Fr. 1'000.
--, Fr.
1'500.
--
und Fr. 2'000.
--
übereinstimmen (v
gl. Urk.
8/Z179/3). Gesamth
aft betrachtet spricht indessen
mit den Parteien
nichts
gegen die Annahme, der Beschwerdeführer habe (mindestens)
49.
25 Stunden pro Woche fü
r die
Y._
gearbeitet,
um
gleichzeitig auch der Höchst
arbeitszeit gemäss Art. 9 Arbeitsgesetz (
ArG
) Rechnung
zu tragen
.
4.3
Bei der
Z._
(vormals:
D._
) betrug das
Arbeitspensum des Beschwerdeführers gemäss deren Schreiben vom 11. Mai 2011 rund 19 % bei einem Verdienst von Fr. 10'324.-- (vgl. Urk. 8/Z8). Gemäss dem IK-Auszug (vgl. Urk. 8/Z179/4 f.) sowie dem von der Beschwerdegegnerin nachgereichten Arbeit
geberfragebogen der Invalidenversicherung (vgl. Urk. 7/1) erzielte der Beschwe
r
deführer seit dem Jahr 2007 ein relativ konstantes Einkommen, nämlich Fr.
9'941.-- im Jahr 2007, Fr. 11'444.
-
- im Jahr 2008, Fr. 11'178.
--
im Jahr 2009 und Fr. 10'242.--
im Jahr 2010. Zusätzlich wurden
im Arbeitgeberfragebogen ein
wö
chentliches Arbeitspensum von 8.
1 Stunden bei einer betriebsüblichen Arbe
its
zeit von 42 Stunden und ein Stundenlohn von brutto Fr. 24.52 angegeben. Die Angaben sind
insoweit
in sich stimmig,
als
der genannte
Stundenlohn beim
angegebenen Arbeitspensum von 8.
1 Stunden pro Woche zu einem Jahreslohn von Fr. 10'324.-
-
respektive umgekehrt bei den IK-Einträgen ab dem Jahr 2008 zu einem Arbeitspensum von
gut
8 Stunden pro Woche führt.
4.4
Aus der Verfügung vom 10. Mai
2019 ist nicht ersichtlich, wie
sich
das Arbeits
pensum
von 68.25 Stunden
pro Woche
zusammensetzt
(Urk. 8/17)
. Mit Blick auf
die dem Gutachter gestellten Fragen Nr. 6.1
lit
. b und c (vgl. Urk. 8/Z250/2) sowie
dessen
Ausführungen
da
zu (vgl. Urk. 8/8/7)
dürfte
eine wöchentliche Arbeitszeit von
49.25 Stunden als Hauswart
,
10.
5 Stunden als Reinigungskraft
und
8.
5 Stun
den als
Zeitungsverträger
berücksichtigt worden sein
.
Der
Beschwerdeführer
stellte
einzig das bei der
Z._
geleistete Arbeitspensum in Frage
,
da
s
nach dem
vorstehend
Ausgeführten
überwiegend wahrscheinlich
8.
1 Stunden pro Woche betrug
.
Es ist deshalb von einer d
urchschnittliche
n
Arbeits
zeit
von
67.85 Stunden pro Woche
auszugehen.
5.
5.1
Basierend auf
d
en Ergebnisse
n
der
erwerblichen
Abklärungen
stellte die Be
schwerdegegnerin Dr.
B._
einen neuen Fragenkatalog zu
(Urk. 8/Z250)
. Dieser untersucht
e
den Beschwerdeführer
a
m 28.
August 2018 nochmals klinisch
(vgl. Urk.
8/8/1) und
verfasst
e
am 9. November 2018
ein zweites
Gutachten (Urk. 8/8).
Darin
kam
er
wiederum zum Schluss, dass alleinige Ursache der Beschwerden an der rechten Schulter
der Unfall
vom 28. März 2011 sei (Urk. 8/8/4 f.)
und die unfallbedingten Befunde bei einer Person im mittleren Alter die gleichen Aus
wirkungen auf die Gesundheit
gezeitigt hätten
(Urk. 8/8/9)
.
Es bestünden eine eingeschränkte Innen- und Aussenrotation sowie eine
l
eicht eingeschr
ä
nkte aktive und passive Flexion.
Die Kraft für die seitliche Abduktion wie auch für die Flexion sei deutlich vermindert. Erschwerend komme die rasche Ermüdbarkeit bei Flexion und seitlicher Abduktion dazu. Diese rasche Ermüdbarkeit schränke das repetitive Heben von Lasten wie auch das Arbeiten über Schulterhöhe ein (Urk.
8/8/6).
5.2
Mit
Bezug auf die
bisherige
n
Tätigkeit
en
erläuterte Dr.
B._
unter Frage 6.1 (Urk. 8/8/6 f.)
,
als Hauswart
bestünden
beim Beschwerdeführer
Einschränkungen beim Arbeiten mit schweren Handmaschinen wie Schlagbohrmaschinen, Schleif
maschi
nen
, etc
.
Er
könne
zudem 8
kg vom Boden auf Tischhöhe heben, dies aber nicht repetitiv. Arbeiten über Schulterhöhe seien nicht möglich
. Aufgrund der
Bewegungseinschränkungen und der Kraftminderung bestehe in dieser Tätigkeit somit eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 50 %.
Als
Reinigungskraft
wirke sich vor allem die rasche Ermüdbarkeit bei repetitiven Kraftanwendungen auf die
Arbeitsfähigkeit aus, wie sie
etwa
beim Reinigen der Fenster,
Aufnehmen des Bodens oder
Staubsaugen
nötig sei
en
. Die
se
rasche Ermüdbarkeit bedinge
vermehrte Pausen. Einschränkungen bestünden auch bei rotierenden Bewegungen mit Kraft mit dem rechten Arm auf Tischhöhe
,
z.B. beim Reinigen von Tischplatten und Fenstern. Reinigungsarbeiten über Schulterhöhe seien nicht möglich.
Die Höhe der
Arbeitsunfähigkeit hänge
von den jeweiligen Tätigkeite
n ab. So betrage diese etwa bei
der
Reinigung von Turnhallenböden mit selbstfahrenden Maschinen 20 %, beim Arbeiten auf Leitern zum Reinigen von Decken, hohen Fenstern und Treppenhäusern 80 %. Berücksichtige man die Ge
samtheit der Arbeiten einer Reinigungskraft, etwa in einer grösseren Arztpraxis, könne man von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgehen
.
Als
Zeitungsverträger
müsse der Beschwerdeführer
die zusammengebundenen Zeitungsbündel von einem Fahrzeug oder Lagerungsplatz auf einen Handwagen umladen. Wegen der Kraftverminderung und raschen Ermüdbarkeit sei
er
bei dieser Tätigkeit eingeschränkt
. Der Beschwerdeführer schätzte seine Arbeits
fähig
keit aufgrund
der Schmerzen –
weniger an der rechten Schulter, sondern an Hüften, Knien und Füssen
–
auf 50 %
, da er den Handwagen (ohne Bremse) mit Zeitungen beladen, bergauf stossen und bergab zurückhalten müsse. Aus gutach
terlicher Sicht werde die Arbeitseinschränkung aufgrund der posttraumatischen Folgen an der rechten Schulter auf 20 %
geschätzt
.
Gesamthaft betrachtet
müsse der Beschwerdeführer bei
einer Wochenarbeitszeit von 68.
25 S
tunden auf sechs Tage verteilt
täglich 11 Stunden
arbeiten
, verteilt auf fünf Tage täglich 13 Stunden.
Bei
einer Wochenarbeitszeit von 68.
25 Stun
den,
verteilt auf 49.
25
Stunden als Hauswart (50 % arbeitsunfähig), 10
.
5 Stunden als Reinigungskraft (50 % arbeitsunfähig) un
d 8.
5 Stunden als
Zeitungsverträger
(20 % arbeitsunfähig)
,
bestehe bei dieser Gesamtbelastung eine Arbeitsunfähig
keit von 46 % (Urk. 8/8/7 f.).
5.
3
Als dem Beschwerdeführer weiterhin ganztä
g
ig zumutbar beurteilte Dr.
B._
leichte Arbeiten auf Tischhöhe, ohne Arbeiten über Schulterhöhe. Mit dem rech
ten Arm könnten repetitiv maximal Lasten von 3 kg vom Boden auf Tischhöhe gehoben werden - gelegentlich, nicht aber repetitiv, solche von 8 kg. Nicht mög
lich seien repetitive Rotationsbewegungen mit Kraftanwendung auf Tischhöhe. In einer optimal
angepassten Tätigkeit (Arbeiten mit dem rechten Arm nur auf Tischhöhe, Heben von Lasten von maximal 8 kg vom Boden auf Tischhöhe, nicht repetitiv, keine Rotationsbewegungen mit dem rechten Arm mit Druck) bestehe keine dauernde Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/8/8).
In
seiner
ergänzenden S
tellungnahme vom 18. März 2019
präzisierte
Dr.
B._
, dass in einer solch optimal angepassten Tätigkeit eine
volle
Arbei
tsfähigkeit
be
stehe. So würden sich die Einschränkungen nicht auf die zeitliche Anwesenheit am Arbeitsplatz, sondern nur auf den Gebrauch des rechten Arms beziehen. In einer optimal angepassten Tätigkeit bestehe daher auch bei einer Anwesenheit von 68.25 Stunden pro Woche bzw.
von jeweils
9.75 Stunden an sieben Tagen die Woche eine volle Arbeitsfähigkeit.
Die
Frage, ob
der Beschwerdeführer
diese Leistung (z.B. konzentriertes Arbeiten bei Kontrollaufgaben) erbringen könne
, stelle
sich zwar, aber nicht im Zusammenhang mit den Unfallfolgen,
sondern der verminderten Leistungsfähigkeit und den vermehrt notwendigen Ruhephasen im Alter (vgl. Urk. 8/14/2).
5.4
Zusammengefasst
konstatierte
Dr.
B._
also
aufgrund
konkreter
Aufgaben
bzw. Bewegungsabläufe
in den bisherigen Tätigkeiten, welche die rechte Schulter rasch ermüden
lassen
oder gar nicht mehr durchführbar
sind
, eine
in
zeitlicher und q
ualitativer
Hinsicht
reduzierte
Leistungsfähigkeit
von 46 %
. Im von ihm
defi
nierten Zumutbarkeitsprofil
schloss
er
solche
Aufgaben indessen gänzlich aus (z.B. keine Arbeiten über Schulterhöhe) respektive
beschränkte sie
auf ein
mühe
los
ausführbares Minimum (z.B. kein repetitives Heben von Gewichten über 3 kg).
Eine
uneingeschränkte Leistungsfähigkeit
in
Tätigkeiten, deren Stellenprofil sich mit dem Zumutbarkeitsprofil deckt
, ist
deshalb
nachvollziehbar, wobei die unfall
fremden Beschwerden
vom Gutachter
korrekterweise ausgeklammert wurden.
D
ie attestierte volle Arbeitsfähigkeit in einer
«
optimal
»
angepassten Tätigkeit ist daher
grundsätzlich
nicht zu beanstanden.
Inwieweit das Zumutbarkeitsprofil das Spek
trum an Verweistätigkeiten auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt über die Massen einschränkt, ist ei
ne
Frage der Invaliditätsbemessung.
Entgegen der Auffassun
g des Beschwerdeführers ist das Ergänzungsgutachten samt präzisierende
r
Stellungnahme
somit
auch i
n
diesem Punkt schlüssig
. Die Beur
teilung von Dr.
B._
erfüllt
damit
insgesamt
die
vom Bundesgericht postu
lierten
beweisrechtlichen Anforderungen
(vgl. dazu BGE 134
V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a), was auch von den Parteien nicht weiter in Frage gestellt wird.
So untersuchte Dr.
B._
die rechte Schulter zweimal
(
vgl. Urk. 8/ZM39/15 f.
; Urk.
8/8/3 f.)
, setzte sich
bereits im
ersten Gutachten vom 25.
Februar 2015 eingehend mit den
Vorakten
ausei
nander (vgl. Urk. 8/ZM39/5
ff. und 8/ZM39/24
),
berücksichtigte die geklagten Beschwerden, wobei er klar zwischen
unfallbe
dingten und
-
fremden
differenzierte
(vgl. etwa Urk. 8/8/7),
und begründete die Arbeitsfähigkeit
nachvollziehbar anhand
der festgestellten Einschränkungen
und
ihm genannten Tätigkeiten
(vgl. E. 5.2).
Es kann vollumfä
nglich darauf abgestellt werden.
6.
6.1
Im
Rückweisungsentscheid UV.2
016.00122 vom 29. September 2017
E. 6.2
wurde
b
ereits
dargelegt,
dass
kein Grund zur Annahme
besteh
t
,
die
Restarbeitsfähigkeit
sei
nicht verwertbar (vgl. E. 1.3).
Weitere Au
s
führungen hierzu erübrigen sich
, zumal der Beschwerdeführer
diesbezüglich
keine Einwände vorbrachte. Er
machte bloss
geltend
, ein
so
hohes Arbeitspensum
, wie das von ihm
bisher
ausgeübte,
sei
aufgrund der
unfallbedingt eingeschr
änkten Betätigungsmöglichkeiten auch auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt
schwierig umzusetzen, was mit einem maximalen leidensbedingten Abzug zu berücksichtigen sei.
6.2
Für den Einkommensver
gleich
sind
die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen
praxisgemäss bis zum
Einspracheentscheid
zu berück
sichtigen sind.
Insbesondere ist jeweils
auf die bei seinem Erlass aktuellste LSE abzustellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_11/2020 vom 13. Mai 2020 E.
6.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 143 V 4.1.2 und 4.1.3).
Hierzu
ist
vorweg
anzumerken, dass am 14. August 2015 der Fallabschluss per 31. Dezember 2012 verfügt (Urk. 8/Z149/2) und dies mit Urteil UV.2016.00122 vom 29
. September 2017
E. 3.1 bestätigt wurde (Urk. 8/Z232/6). Bis dahin hatte der Beschwerdeführer Anspruch auf Taggelder und Übernahme der Heilkosten (vgl. auch Urk. 8/17/1). Der
beantragte,
gleichzeitige Bezug einer Rente
der Unfallversicherung
ab 1. Juli 2012
ist nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes ausgeschlossen (
vgl. Urk. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG). Ein Rentenanspruch ist
demnach
frühestens ab 1. Januar 2013 zu prüfen
.
6.3
6.3.1
Das
Valideneinkommen
ist
so konkret wie möglich - in der Regel gestützt auf das vor Eintritt des Gesundheitszustands zuletzt tatsächlich erzielte Einkommen, bei stark schwankenden Einkommensverhältnissen gestützt auf den vor Eintritt der Invalidität
während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst - zu bestimmen
ist
(
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_298/2013, 8C_340/2013 vom 20. Dezember 2013 E. 5.1 mit Hinweis auf
BGE 139 V 28 E. 3.3.2).
Es ist daran zu erinnern, dass b
e
i der Bestimmung des zuletzt erzielten Ein
kommens grundsätzlich sämtliche Bestandteile des Erwerbseinkommens, mithin Nebeneinkünfte und geleistete Überstunden oder Einkommenszusätze, zu berück
sichtigen
sind
.
D
erartige Zuschläge
sind
auch bei der Berechnung des Invaliden
einkommens miteinzubeziehen, wenn feststeht, dass die versicherte Person
– wie vorliegend -
im Hinblick auf ihren Gesundheitszustand in der Lage ist, Arbeiten zu verrichten, die zu solchen Zuschlägen führen
(vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_922/2012 vom 26.
Februar 2013 E. 5.2 mit Hinweisen).
6.3.2
Dem IK-Auszug (Urk. 8/Z179) lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer haupt- wie nebenberuflich schwankende jährliche Einkommen bei wechselnden Arbeitgebern in den Nebentätigkeiten erzielte. Die Beschwerdegegnerin stellte daher zu Recht auf den während einer längeren Zeitspanne vor dem Unfall vom 28. März 2011 erzielten Durchschnittsverdienst ab. Dieser soll in den Jahren 2008 bis 2010 Fr. 94'233.-- betragen haben (vgl. E. 2.1)
, was vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird (vgl. E. 2.2)
. Bei korrekter Berechnung beläuft sich der f
ragliche Durchschnittsverdienst
auf Fr. 96’
488
.-- (= [
Fr.
100'255
.--
+
Fr.
95'442
.--
+
Fr.
93
'
768
.--
] :
3). In Nachachtung der bundesgerichtlichen Recht
sprechung, gemäss welcher ein Durchschnitt unter Einbezug der Einkommen von fünf Jahren als verlässlich gilt (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 9C_479/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.1 und 8C_508/2011 vom 6. Oktober 2011 E. 4.2.1), ist indessen vom durchschnittlichen Verdienst der Jahre 2006 bis 2010 von Fr. 91‘045.-- (= [
Fr.
100'255
.--
+
Fr.
95'442
.--
+
Fr.
93'768
.--
+
Fr.
82
'
724
.--
+
Fr.
83
'
038
.--
] :
5) auszugehen.
6.3.3
Um eine zeitidentische Vergleichsbasis zu schaffen, ist
der Durchschnittsverdienst
(vgl. dazu nachstehende Erwägungen)
an die Teuerung bis ins Jahr 2016 anzu
passen (vgl. Basis 2010 = 100; Nominallohnindex Männer, 2011: 101.0, 2016: 104.1; im Internet abrufbar unter
http://www.bfs.admin.ch
.). Es ergibt sich ein massgebliches
Valideneinkommen
von Fr. 93’839.--.
6.
4
6.4.1
F
ür die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in
welcher
die versicherte Person konkret steht. Ist kein solch tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich
weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 135 V 297
E. 5.2 und 129 V 472 E. 4.2.1).
6.4.2
Da der Beschwerdeführer nach dem Unfall zunächst in reduziertem Umfang in den nicht optimal angepassten Tätigkeiten weiterarbeitet
e
, im Jahr 2014 arbeits
los und
im
März
2019 pensioniert wurde, ist nicht zu beanstanden, dass
die
Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen anhand eines Tabellenlohns ermitt
elte
. Es ist jedoch die aktuellste LSE
im Zeitpunkt des
Erlass
es
des angefochtenen
Einspracheentscheids
he
ranzuziehen, konkret die am 26.
Oktober 2018 publizierte LSE 2016.
Im Übrigen
nannte
der Gutachter
Altersgebrechen, wie
F
uss-, Knie- und Hüftbe
schwerden
, für
die
der Beschwerdeführer
ab Ende
2014 eine Rente der Invaliden
versicherung bezog
(vgl.
dazu
E. 1.4 und Urk. 8/ZM40
)
,
und
wies auf
eine altersbedingt erschwerte Umsetzung des
hohen
Arbeitspensums (verminderte Leistungsfähigkeit,
vermehrter Pausenbedarf) hin (vgl. E. 5.2.3 und 5.3.2).
In
An
wendung von Art. 28 Abs. 4 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
is
t deshalb
das Einkommen
massgebend,
das eine versicherte Person
im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte.
6.4.
3
In
Anbetracht
des gutachterlichen
Zumutbarkeitsprofils, der geringen Schul
bil
dung und der bisherigen beruflichen Erfahrung des Beschwerdeführers
erscheint es
gerechtfertigt, das
hypothetische Invalideneinkommen ausgehend vom Durch
schnittslohn (Zentralwert) für Männer für einfache Tätigkeiten
körperlicher und handwerklicher Art von Fr. 5‘
340
.-- pro Monat zu ermitteln (vgl. LSE 201
6
, Tabelle TA1
_tirage_skill_level
, Total, Kompetenzniveau
1
, Männer). Unter Berücksichtigung
d
er trotz unfallbedingter Einschränkungen weiterhin zumutba
ren Wochenarbeitszeit von 67.85 Stunden resultiert
ein hypothetisches Einkom
men
2016
von Fr.
108’696
.
--
(
=
Fr.
5‘
340
.--
: 40 x 67.85 x 12).
6.5
6.5.1
Wenn eine versicherte Person in derjenigen Tätigkeit, die sie als Gesunde aus
geführt hat, einen deutlich unterdurchschnittlichen Lohn erzielte, weil ihre per
sönlichen Eigenschaften (namentlich fehlende Ausbildung oder Sprachkennt
nisse, ausländerrechtlicher Status) die Erzielung eines Durchschnittslohnes verun
möglichten, dann ist nicht anzunehmen, dass sie mit einer gesundheitlichen Beein
trächtigung belastet einen (anteilmässig) durchschnittlichen Lohn erzielen könnte (BGE 135 V 297 E. 5.1; 135 V 58 E. 3.4.3). Diesem Umstand ist durch eine sogenannte Parallelisierung der Einkommen Rechnung zu tragen. Diese kann praxisgemäss durch eine Herabsetzung des Invalideneinkommens erfolgen. Die Parallelisierung ist aber nur dann vorzunehmen, wenn der erzielte Verdienst deutlich unter dem branchenüblichen LSE-Tabellenlohn liegt. Die
Erheblich
keits
schwelle
liegt
hiebei
bei 5 %. Zudem ist nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung die Schwelle von 5 % übersteigt (BGE 135 V 297 E. 6; zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2017 vom 14. Mai 2018 E. 3.2.1).
Ein
Valideneinkommen
, das dem Mindestlohn gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) entspricht,
kann
nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht als unterdurchschnittlich bezeichnet werden
,
selbst wenn es erheblich unter dem LSE-Lohnniveau liegt (vgl. SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115, Urteil des Bundesgericht
s
8C_759/2017 vom 8. Mai 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Nicht bundesrechtswidrig ist diesbezüglich das Abstellen auf einen regionalen GAV (vgl. Urteil 8C_662/2019 des Bundesgerichts vom 26. Februar 2020 E. 3.3; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_88/2020 vom 14. April 2020 E. 3.2.2).
6.5.
2
Im allgemeinverbindlich erklärten (v
gl. Bundesratsbeschluss vom 20.
November 2009
, im Internet abrufbar unter www.seco.admin.ch
)
GAV
für die Reinigungs
branche in der Deutschschweiz
wird
zwischen Unterhalts- und Spezialreiniger
n unterschieden.
Zur Unterhaltsreinigung gehören gemäss Arbeitsbeschrieb im Anhang 1 etwa das Entleeren von Abfallbehältern, das Entstauben, das Reinigen von Toiletten und die Bodenreinigung. Zur Spezialreinigung zählen die Reini
gung von Aussenteilen von Gebäuden, die N
eubau- und die Umzugsreinigung.
In der vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geltenden Fassung betrug d
er Min
destlohn für einen Unterhaltsreiniger der
höchsten
Stufe Fr. 17.55 pro Stunden.
Als Zuschläge kamen ein Anteil am
13. Monatslohn
(= Fr. 17.55 x
0.75 :
12)
,
eine
Ferienentschädigung von 1
0
,64 %
(bei fünf Wochen gemäss Art. 15.1)
u
nd
eine
Feiertag
sentschädigung
von 1,2 %
hinzu
(Anhang 5).
Der
GAV-
M
indest
lohn für die
vom Beschwerdeführer
im Nebenerwerb
ausgeübten Tätigkeiten als Büroreini
gungskraft betrug
folglich weniger als Fr. 21.--
pro Stunde. Der diskutierte
Stundenlohn von Fr. 30.-- erweist sich somit als überdurchschnittlich.
Gesamt
haft betrachtet
betrug
der Nebenverdienst
im Jahr 2010 insgesamt Fr. 13'900.--, was bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von
10.5 Stunden
einem
ebenfalls
überdurchschnittlichen
Stundenlohn von Fr. 25.45 entspricht
(vgl. auch Urk.
1
Ziff.
6.4)
.
6.5.3
Im Haupterwerb
ging der
Gutachter
von einer Tätigkeit als Hauswart aus.
Die
Y._
gab als üblichen Arbeitsplatz «Hauswartung/Reinigung» (Urk.
8/Z1) bzw. als übliche Tätigkeit «Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten» (Urk.
8/Z180/7) an.
Letztlich
verfügt der
Beschwerdeführer
weder
über eine Aus
bildung im Bereich Facility-Management
, noch ergeben sich im
Arbeitgeber
f
ragebogen
(vgl. Urk. 8/Z180/7)
Hinweise auf
ein für
das Berufsbild des Haus
warts
typisches Pflichtenheft,
da
s neben der Reinigung
noch andere Aufgaben i
n nennenswertem Umfang
umfasst,
wie die
Wartung der Haustechnik, kleinere
Unterhalts- und
Reparaturarbeiten, Umgebungsarbeiten
(
etwa
die Pflege von Grünanlagen
, Schneeräumen)
oder
Verwaltungs- und
Organisations
aufgaben (vgl.
https://www.sfh.ch/berufsbild-weiterbildung
, besucht am 17. Juli 2020).
Der
Beschwerdeführer
ist auch nicht
im Besitz eine
s
eidgenössischen Fach- oder Fähigkeitsausweises i
m Bereich Spezialreinigung.
Folglich
ist für
d
en Haupterwerb
im für den Beschwerdeführer günstigsten Fall
der Mindestlohn für einen Spezialreiniger der Stufe II
(vgl.
dazu
Art. 4.2)
heran
zuziehen. Dieser betrug im Jahr 2010 Fr. 22.05 pr
o Stunde. Hinzuzurechnen sind ein Anteil am 13.
Monatslohn (= Fr.
22.05
x
1
:
12)
sowie eine Ferienent
schädigung
von 10,64 % (vgl. Anhang 5 des GAV). Es resultiert
ein
Mindestlohn von brutto Fr. 26.4
3 pro Stunde, der
leicht
über dem von der
Y._
im Jahr 2010 bezahlten Stundenlohn von Fr.
25.25 liegt. D
ie
Erheblichkeitsgrenze
von 5 % wird
aber
nicht erreicht.
Wie dem
Lohnbuch
2010, Mindestlöhne sowie orts- und berufsübliche Löhne in der Schweiz, Zürich 2010
, S.
252
zu entnehmen ist, wurde
mit
dem
Stundenlohn von Fr. 25.25 auch die damalige Lohnempfehlung des Mieterinnen- und Mieter
verbandes
Deutschschweiz
für ungelernt
e Hauswarte im Nebenamt von Fr.
20.-- bzw. im oberen Bereich Fr. 25.-- pro Stunde
gewahrt.
6.5.4
Als
Zeitungsverträger
verdiente der Beschwerdeführer
Fr. 24.52
pro Stunde
(vgl. E. 4.3).
Gemäss Art. 5.7 des GAV
Z._
, gültig ab 1. Februar 2014
(Urk. 7/2)
, betrug der Mindestlohn inkl. 13. Monatslohn (exkl. Nacht-, Früh
-
und Sonntagszuschläge, exkl. Ferienzuschläge) Fr. 17.50. Für die Arbeitszeit von 5 bis 8 Uhr wurde werktags ein Zuschlag von 10 % gewährt (Art. 5.3 Ziff. 1).
U
nter Berücksichtigung einer
maximalen
Ferienentschädigung von 10,64
%
(obschon gemäss Art.
7.1
erst ab Vollendung des 60. Altersjahres ein solcher besteht) re
sultiert somit
nur
ein Mindestlohn von Fr. 2
1
.
30
pro Stunde.
Jener GAV wurde per 1. November 2019 durch den GAV Frühzustellung
ersetzt, der
in Art.
2.10.1.1 bei fünf Wochen Ferien
einen Mindestlohn «Werktag» (Montag-Samstag) von brutto Fr. 22.48
pro Stunde
festhielt
.
Noch leicht höher, aber immer noch tiefer als die
Entlöhnung
des Beschwerdeführers waren die Stundenansätze
(inkl. Ferienanteil) von Fr. 2
3.90 auf dem Gebiet des Kantons Zürich bzw. Fr
.
22.25
ausserhalb des
selben, die
ab dem Jahr 2008
für die Grossregion Zürich
gemäss
Vereinbarung zwischen der
D._
und der Gewerkschaft
Syndicom
galten
(vgl.
Lohnbuch
2010,
S.
239
).
Allein
der
Ges
amtarbeitsvertrag Aushilfen der
I._
, gültig ab 1. Januar 2002 in
der revidierten Fassung vom 1.
Januar 2010,
sah
für
ausschliesslich in der Früh
zustellung von Tageszeitung
en
tätige Mitarbeit
er
(vgl.
Ziff.
11c) im Anhang 1
Lohnklasse B
in der höchstmöglichen Funktionsst
ufe 4
(vgl. Anhang 2 zum GAV
I._
,
Funktionstabelle
,
Funktionsbereich
Nr. 104 «Zustellung», GAV der
I._
)
einen Stundenlohn von Fr.
24.15 (inkl. Anteil am 13. Monatslohn
, exklusiv Ferie
n
zuschlag
)
vor,
d
er
jenen
des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der Ferienentschädigung von 10,64 % (vgl. dazu Ziff. 4500) um 8,2 % überstieg.
Der Lohn des Beschwerdeführers entsprach
nur
der zweithöchsten Funktion
sstufe 3 von Fr.
22.15
pro Stunde
zuzüglich Ferienentschädigung
.
Unabhängig davon, wie der Beschwerdeführer letztlich einzustufen gewesen wäre,
wäre e
r
diesem
”GAV”
unterstellt gewesen und nicht demjenigen der
Z._
,
ist festzuhalten, dass der Einkommensanteil respektive das Arbeitspensum als
Zeitungsverträger
zu geringfügig
ist
, um
bei einer Differenz von 8,2 % das Gesamteinkommen
als unterdurchschnittlich erscheinen zu lassen.
6.5.5
Das vor dem Unfall erzielt
e
Einkommen des Beschwerdeführers gibt somit keinen Anlass für eine
Angl
eichung des Invalideneinkommens
, zumal bei der
Ein
kommensparallelisierung
nur die über der
Erheblichkeitsgrenze
von 5 % liegende Di
fferenz zu berücksichtigen wäre.
6.6
6.6.1
Mit Bezug auf den behinderungs- bzw. leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zu
mutbaren Arbeitspensum hinzutretende qualitative oder quantitative Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksich
ti
gung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret
in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkauf
nahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn - auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt - unter Berücksichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2017 vom 14. Mai 2018 E. 5.2.1.1 mit Hinweis).
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (
Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2017 vom 14. Mai 2018 E.3.2.2 mit Hinweis auf
BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
).
6.
6
.2
Aufgrund des
gutachtlichen
Zumutbarkeitsprofils
besteht in einer angepassten Tätigkeit keine
Einschränkung
bezüglich der
zeitlichen
Präsenz am Arbeitsplatz.
In Nachachtung
der «Wegleitung zur Einschätzung der zumutbaren Arbeitstätig
keit nach Unfall und bei Krankheit» der Swiss Insurance
Medicine
(
SIM
; abrufbar unter
www.swiss-insurance-medicine.ch
)
, S
.
10
ist
der Beschwerdeführer
aller
dings selbst
in
der Ausübung
sehr leichte
r
Tätigkeiten
(
bis 5 kg
)
unfallbedingt
eingeschränkt
.
Bei einem normalen Vollzeitpensum mit unverminderten Rende
ment wäre hierfür mit Blick auf die
bundesgerichtliche Kasuistik zur
Einhän
digkeit
/-
armigkeit
(vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_58/2018 vom 7.
August 2018 E. 5.3, 9C_783/2015 vom 7. April 2016 E. 4.6,
8C_971/2008 vom 23. März 2009 E. 4.2.
6.2 und 8C_471/2017 vom 16.
April 2018 E. 5)
allerdings
, wenn überhaupt
,
nur ein geringfügiger Abzug gerechtfertigt.
6.
6
.3
Ein
Arbeitspensum von 67.85 Stunden pro Woche
bedarf indessen bereits
per se einer guten Koordination mehrerer, zeitlich aufeinander
abgestimmter Tätigkei
ten
. Auch wenn
seitens des Beschwerdeführers die gleiche Flexibilität und das gleiche Engagement wie vor dem Unfall erwartet werden durfte
, ist ihm dennoch
darin
beizupflichten,
dass sich die bisherigen Tätigkeiten a
ls
Büroreinigungskraft
und
Zeitungsverträger
in diesem Zusammenhang
als optimal erwiesen
,
insofern
es
in der R
e
gel
eine Vielzahl solcher Beschäftigungen
in der Nähe
gibt
(
kurzer
Arbeitsweg) und diese
regelmässig
ausserhalb der B
ürozeiten ausgeübt werden
. Die vom Bundesgericht bei
Einschränkungen der oberen Extremitäten
oftmals
angeführten
einfache
n
Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie die Bedienung und Überwachung von (halb-) automatischen Maschi
nen oder Pro
duktionseinheiten
wie
auch
die Arbeit als Museums- oder Parkplatzwärter
(statt vieler:
Urteil
des Bundesgerichts
8C_31/2017 vom 30. März 2017 E.
6.2) werd
en
hingegen
erfahrungsgemäss
in Schichten
und nicht bloss an Randstunden
aus
geübt.
Darüber hinaus
ist
der Beschwerdeführer darauf angewiesen,
in
erheb
li
ch
em
Umfang
Neben
beschäftigungen zu finden, die nicht dem
ArG
und den damit verbundenen Höchstarbeitszeiten
unterstehen
(vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_68/2010 vom 12.
Mai
2010 E.
8
; ferner
auch
Urteil des Bundesgerichts 8C_765
/2016 vom 13. September 2017 E. 4, worin die Frage offengelassen wurde, ob die Höchstarbeitszeit nach ARG
generell eine
Schranke der Zumutbarkeit bildet).
Durch die Schulterbeschwerden wird
da
s
bereits
eingeschränkte Spektrum
möglicher
Tätigkeiten weiter verkleinert
(vgl.
auch
«
Wegleitung zum Arbeitsge
setz
,
Wöchentliche Höchstarbeitszeit
»
im Internet abrufbar unter
www.seco.ad
min.ch
).
6.
6
.
4
Zusammenfassend
wurde
dem
aussergewöhnl
ich
hohen Arbeitspensum von 160
%,
welches
dem
Beschwerdeführer
medizinisch-theoretisch weiterhin zumutbar und im Rahmen der Invaliditätsbemessung grundsätzlich auch a
n
zurechnen war
,
s
eitens der Beschwerdegegnerin zu wenig Rechnung getragen.
D
as
beschränkte Spektrum an Tätigkeiten, die sich
innerhalb der arbeitsrechtlichen Vorschriften
entsprechend kombinieren lassen,
wird
durch das g
utachtliche Belastungsprofil
nochmals deutlich eingeschränkt.
Dies
rechtfertigt
einen
Maximalabzug
von 25
%
auf dem Invalideneinkommen,
da
s somit auf Fr.
81’522.--
(=
Fr
.
108'696
.--
x 0.75) festzusetzen ist
.
Der Abzug erfolgt in Würdigung der gesamten U
mstände und bezieht sich daher
auf das ganze Einkommen
.
6.
7
S
tellt man
dem
Valideneinkommen
von Fr. 93'839.--
das
Invalideneinkommen von
Fr.
81’522.--
gegenüber, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von
g
e
rundet
13 %
, der Anspruch auf eine entsprechende Rente gibt
(zu den Rundungsregeln: BGE 130 V 121)
.
7.
Nach dem Gesagten ist
dem Beschwerdeführer
ein maximaler leidensbedingter Abzug
zu gewähren, der
ab 1. Januar 2013
zu einem Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 13 % führt. In diesem Sinne ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Beschwerde
(
teilweise
)
gutzuheissen.
8.
Nach Art. 61
lit
. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten.
Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 1 und 3
GSVGer
). Unter Berück
sichtigung dieser Grundsätze
, insbesondere der Tatsache, dass im nunmehr dritten Verfahren nur wenige Akten
hinzu kamen
,
ist dem Beschwerdeführer eine Pro
zessentschädigung von Fr.
1’900
.– (inkl. Mehrwertsteue
r und Barauslagen) zuzu
sprechen.
Eine Reduktion derselben aufgrund des minimalen ”Überklagens”
recht
f
ertigt sich nicht (BGE 117 V 407
E. 2c).