# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8c768165-0fe6-585a-b08f-a0c32670dabf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1970 geborene
X._
war
vom
1. Januar 2010 bis am 31. Juli 2012 als Pflegefachfrau im Spital
Y._
tätig und in dieser Eigenschaft bei der
Visana
Versicherungen AG gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 30. Juni 2012 ausrutschte und sich dabei den rechten Fuss brach (
Schaden
meldung
vom 10. Juli 2012, Urk. 8/1). Vor dem Unfall hatte
die Versicherte
letztmals am 2
1
. April 2012 gearbeitet, danach war sie krankheitsbedingt abwesend (depressive Episode, Urk. 8/14
und Urk. 8/1
). Bei einer diagnostizier
ten lateralen
Malleolarfraktur
rechts war sie vom
2.
bis am
9.
Juli 2012 im
Spital A._
stationär hospitalisiert (Urk. 8/9), wo am 3. Juli 2012 eine Osteosynthese durchgeführt wurde (Urk. 8/8). Die
Visana
Versicherungen AG erbrachte bei einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit Taggelder sowie
Heilbe
handlungskosten
.
Gestützt auf die Einschätzung vom
18. Oktober 2012
von
Dr. med.
Z._
, Orthopädische Chirurgie FMH,
wonach
die Versicherte höchstens bis Ende August 2012 unfallbedingt arbeitsunfähig gewesen
sei
(Urk. 8/19), stellte die
Visana
Versicherungen AG die Leistungen per 1. Sep
tember 2012 ein, verzichtete jedoch auf eine Rückforderung der bereits bis am 15. Oktober 2012 ausgerichteten Taggelder (Verfügung vom 7. Dezember 2012, Urk. 8/20-22).
Nach Intervention durch den
behandelnde
n
Physiothera
peut
en
(Urk. 8/32)
kam
die
Visana
Versicherungen AG auf die Verfügung vom 7. Dezember 2012 zurück und
stellte
mit neuer Verfügung vom 17. Dezember 2012 (Urk. 8/33-34) lediglich die Taggeldleistungen per 1. September 2012 ein
, während
sie die Übernahme der
unfallbedingten Heilungskosten
weiterhin zusi
cherte
. Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte am 8. Januar 2013 Ein
sprache (Urk. 8/53-55). Am 24. Januar 2013 erfolgte im
Spital A._
die Entfernung des
Osteosynthesematerials
(Urk. 8/58). Nachdem die Versicherte am 5. April 2013 ihre Einsprache unter Beilage einer medizinischen Beurteilung ihres Operateurs, Dr. med.
B._
, Chefarzt Chirurgie am
Spital A._
, ergänzt hatte (Urk. 8/81-86),
liess
die
Visana
Versicherungen AG
von Dr.
Z._
ein Aktengutachten erstellen (Expertise vom
20
.
September
2013, Urk. 8/107-116).
Gestützt darauf wies der Unfallversicherer
die Einsprache mit Entscheid vom 1. November 2013 ab
(
Urk.
2)
, teilte jedoch gleichzeitig mit, dass
er
vom 24. Januar 2013 bis am 1. Februar 2013 erneut Taggeldleistungen
aus
richte
(Urk.
8/122
; siehe auch die diesbezügliche
Taggelda
brechnung vom 2. November 2013
,
Urk. 8/130-131).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2. Dezember 2013 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien die gesetz
lichen Leistungen zu erbringen, insbesondere seien Taggeldleistungen zwischen
dem 1. September
2012
respektive dem 16. Oktober 2012 und dem 19. Fe
bruar
2013 auszurichten (Urk.
1 S.
2
;
Urk.
13
). Mit Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2014 (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-138) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Replik vom 7. Mai 2014 (Urk. 13) und Duplik vom 13. Juni 2014 (Urk. 18), der Beschwerdeführerin am 16. Juni 2014 zugestellt (Urk. 20), hielten die Par
teien an ihren Anträgen fest.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) dafür, gestützt auf das Aktengutachten von Dr.
Z._
sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als Pflegefachfrau ab dem 20. September 2012 wieder vollständig arbeitsfähig gewesen sei. Da bis am 15. Oktober 2012 Taggelder geleistet worden seien, sei die verfügte Leis
tungseinstellung somit rechtens
. Nach der Metallentfernung habe sodann bis zur Wundkontrolle am 1. Februar 2013 bei Dr.
B._
nochmals eine temporäre Arbeitsunfähigkeit bestanden, weshalb sie für diese Zeit erneut Taggelder ausgerichtet habe (Urk. 2, Urk. 7).
1.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, aufgrund der zusätzli
chen Schädigung des
Kapselbandappartes
anlässlich des Unfalles sowie einer Irritation durch das
Osteosynthesematerial
sei die Heilung etwas protrahiert verlaufen. Das Aktengutachten von Dr.
Z._
vermöge die nachvollziehbare Beurteilung von Dr.
B._
nicht zu erschüttern, wonach sie in der angestamm
ten Tätigkeit nach dem 20. September 2012 weiterhin arbeitsunfähig gewesen sei. Erst nach der Entfernung des
Ostesynthesematerials
sei eine gänzliche Hei
lung erfolgt, die jedoch aufgrund von aufgetretenen Komplikationen im Zusammenhang mit der Ziehung de
r
Redon
drainage
etwas länger gedauert habe. Am 19. Februar 2013 sei schliesslich der Status ante quo erreicht gewesen
und seit dem 20. Februar 2013 arbeite sie
auch
wieder
. Die Beschwerdegegnerin sei somit bis am 19. Februar 2013 leistungspflichtig (Urk. 1, Urk. 13).
2.
2.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
,
ATSG), so hat sie gemäss
Art.
16
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlan
gung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (
Art.
16
Abs.
2 UVG). Das Taggeld der Unfallversiche
rung wird nicht gewährt, solange Anspruch auf ein Taggeld der Invalidenversi
cherung besteht (
Art.
16
Abs.
3 UVG).
2.2
Ist ein obligatorisch Unfallversicherter im Zeitpunkt der Beurteilung seiner
für den Taggeldanspruch massgebenden Arbeitsfähigkeit arbeitslos
,
bestimmt sich die Arbeitsfähigkeit nicht nach Massgabe aller
arbeitslosenversicherungsrecht
lich
zumutbaren Arbeiten, sondern es ist grundsätzlich auf die erwerblichen Auswirkungen des unfallbedingten Gesundheitsschadens im angestammten Beruf abzustellen, ausser es seien die Voraussetzungen für eine berufliche Neu
orientierung gegeben (stabiler Gesundheitszustand, voraussichtlich dauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf sowie Zumutbar
keit einer beruflichen Neueingliederung unter Einräumung einer
Anpassungs
frist
; RKUV
2
004 Nr. U 501 S. 179)
.
2.3
Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht
dürfen
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen mög
lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E.
5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
3.
3.1
Gemäss Operationsbericht vom 6. Juli 2012 (Urk. 8/8) wurde die laterale
Malleolar
fraktur
mit Schrauben und einer Platte stabilisiert. Bei einer gezerrten, jedoch intakten
Syndesmose
wurde sodann auf das Anbringen einer
Syndes
mosenschraube
verzichtet. Die Ärzte des
Spitals A._
berichteten über einen komplikationslosen intra- und postoperativen Verlauf (Austrittsbericht vom 9. Juli 2012, Urk. 8/9). Bei guter Wundheilung habe die Beschwerdeführe
rin am
9. Juli 2012 in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können. Während vier Wochen sei eine Mobilisation mit 20 kg Belastung sowie die anschliessende Steigerung auf 40 kg für weitere zwei Wochen vorzunehmen. Eine entsprechende Verordnung zur Durchführung von Physiotherapie wurde ausgestellt (Urk. 8/25). Eine Arbeitsunfähigkeit als Pflegefachfrau wurde bis am 25. Juli 2012
-
Datum der vorgesehenen Nachkontrolle bei Operateur Dr.
B._
attestiert (Urk. 8/9).
3.2
Am 25. Juli 2012 attestierte
Dr.
B._
weiterhin eine vollständige Arbeits
unfähig
keit (Urk. 8/10) und verordnete weitere Physiotherapie
(Urk. 8/26), wobei er
dafürhielt
, ab dem 25. Juli 2012 könne mit 45 kg sowie ab dem 13. August 2012 voll belastet werden.
3.3
Am 10. September 2012 teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin mit
(Urk. 8/12)
, sie
sei noch immer arbeitsunfähig und
habe
noch keinen neuen Arbeitgeber
.
W
eil
sie
immer noch in Behandlung sei und weiterhin Probleme beim Gehen habe,
könne
sie
sich
noch
nicht bewerben. Am 20. September 2012 finde die nächste Kontrolle bei Dr.
B._
statt.
3.4
Am 17. September 2012 berichtete Dr. med.
C._
-
bei welchem die Beschwer
de
führerin ab dem 15. Mai 2012 zur Behandlung einer depressiven Episode in Therapie gewesen war
-
zuhanden der Beschwerdegegnerin, aus psy
chischer Sicht sei die Beschwerdeführerin wieder vollständig arbeitsfähig, aller
dings sei ihr die Rückkehr an den alten Arbeitsplatz nicht mehr zumutbar (Urk. 8/14).
3.5
Am 20. September 2012 attestierte
Dr.
B._
unverändert
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/15) und verordnete die Durchführung weiterer Physi
otherapie (Urk. 8/27).
3.6
Am 5. Oktober 2012 teilte Dr.
B._
der Beschwerdegegnerin mit (Urk. 8/16-
17)
,
es bestehe
eine
Schwellung sowie eine
Druckdolenz
über dem rechten obe
ren Sprunggelenk. Die Beschwerdeführerin sei voraussichtlich bis am 30. Oktober 2012 weiterhin vollständig arbeitsunfähig. Der
Behandlungsab
schluss
erfolge voraussichtlich ein Jahr postoperativ nach der
Materialentfer
nung
.
3.7
Am 18. Oktober 2012 erfolgte eine Fallbesprechung zwischen der
Beschwerde
gegnerin
und Dr.
Z._
(Urk. 8/19). Dr.
Z._
hielt dafür, eine Vollbelastung sei sechs Wochen postoperativ möglich. Nachdem die Operation am 3. Juli 2012 erfolgt sei, lasse sich
ab
Mitte August, allerspätestens
ab
dem 1. September 2012,
k
eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr begründen.
3.8
Am 7. November 2012 attestierte
Dr.
B._
weiterhin eine vollständige Arbeits
unfähigkeit (Urk. 8/18). Mit Bericht vom 10. Dezember 2012 (Urk. 8/39
44) hielt er fest, bei diagnostizierter Fraktur mit Traumatisierung im Kapselbandapparat
seien in der Folge bei längerer Belastung persistierende Schwellungen im Weichteilbereich
sowie
Beschwerden bei längerem Gehen
aufgetreten
.
A
usser
den
Schwellung
en
und der verminderten Belastbarkeit bei körperlicher Anstren
gung sei
die Heilung normal verlaufen. Hinsichtlich
aktuellem
Befund
notierte er,
es bestehe
eine vollständig in anatomischer Stellung konsolidierte Fraktur mit reizloser Wundheilung, eine gute Beweglichkeit im
Bereich des oberen Sprunggelenkes
sowie eine leichte Restschwellung
lateral und
anterior
. Es
würden
Physiotherapie mit Lymphdrainagen sowie Bewegungstherapie durchge
führt, wobei das Ziel dieser Therapien eine Reduktion der Schwellung sei. Hin
sichtlich Arbeitsfähigkeit hielt er dafür, Büroarbeiten seien seit Septem
ber/Oktober 2012 uneingeschränkt, schwere körperliche Arbeit
en
jedoch voraus
sichtlich erst ab Januar 2013 wieder zumutbar; es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab Januar 2013 als Pflegefachfrau
wieder
voll
stän
dig
arbeitsfähig sei. Bei den vorliegenden persistierenden
Schwellungsverhält
nissen
werde eine
Osteosynthesematerialentfernung
im Dezember 2012 disku
tiert.
3.9
Am 7. Januar 2013 attestierte Dr.
B._
weiterhin eine vollständige Arbeits
unfä
higkeit (Urk. 8/47).
3.10
Am 24. Januar 2013 erfolgte im
Spital A._
die
Osteosynthesematerialent
fernung
(Urk. 8/58). Im Austrittsbericht vom 25. Januar 2013 (Urk. 8/60) wurde über einen unkomplizierten intra- und postoperativen Verlauf berichtet. Die Beschwerdeführerin habe am 25. Januar 2013 in gutem Allgemeinzustand bei reizlosen Wundverhältnissen und unter suffizienter Analgesie nach Hause ent
lassen werden können.
Eine Arbeitsunfähigkeit wurde bis
am 27. Januar 2013 attestiert. Am 1. Februar 2013 erfolgte sodann die Wundkontrolle bei Dr.
B._
(Urk. 8/117).
3.11
In dem von der Beschwerdeführerin bei
Dr.
B._
eingeholten Bericht
notierte
dieser
(Bericht vom 18. März 2013,
Urk. 8/
84-
85), im Rahmen der letzten Kon
trolle am 13. März 2013 habe sich eine reizlose Wundheilung gezeigt und
es seien praktisch keine
Schwellung
en
im
Bereich des oberen Sprunggelenkes
mehr vorhanden gewesen
. Die Beschwerdeführerin
habe
über
keine Beschwerden beim Gehen mehr
geklagt
und habe
auch wie vorgesehen ihre Arbeit am 21. Februar 2013 wieder voll
ständig
aufgenommen.
Hinsichtlich Arbeitsunfä
higkeit sei darauf hinzuweisen, dass d
ie
Fraktur
in der vorgesehenen Zeit, das heisse innerhalb von
zwei bis drei
Monaten
,
vollständig
geheilt gewesen sei
. Bei längerer Belastung hätten
aber die Beschwerden im Ber
eich der
Syndesmose
persistiert. Diese Beschwerden
seien
durch die entsprechende Läsion bei
der
Malleolarfraktur
Typ C bedingt gewesen.
Angesichts der deutlichen Verbesse
rung im Bereich der Weichteile über dem
Malleolus
lateralis
nach der
Entfer
nung des
Osteosynthesematerials
sei
davon
auszugehen
, dass zusätzlich eine
gewisse Irritation durch das
Osteosynthesematerial
vorgelegen habe. Eine Arbeits
fähigkeit von zumindest 50 %
in der angestammten Tätigkeit
als Kran
kenschwester sei vor der Materialentfernung nicht zumutbar gewesen. Schliess
lich hielt Dr.
B._
fest, es sei baldmöglichst
eine
Osteosynthesematerialentfer
nung
geplant geworden, der vorgesehene Termin für anfangs Januar 2013 sei aber aufgrund
der durch die Beschwerdegegnerin eingestellten Zahlungen und damit der
fehlenden Kostengutsprache verschoben worden.
3.12
Dr.
Z._
erstattete sein Aktengutachten am 20. September 2013
(Urk. 8/107
116). Er hielt dafür, gemäss Röntgenuntersuchung vom 20. September 2012 sei die Fraktur zu diesem Zeitpunkt konsolidiert gewesen. Somit seien keine Stöcke zur Entlastung mehr notwendig und eine uneinge
schränkte Belastung zumutbar gewesen, was konsekutiv heisse, dass die Beschwerdeführerin wieder arbeitsfähig gewesen sei (Urk. 8/110).
Der Aussage von Dr.
B._
sei beizupflichten
, wonach die vollständige Frakturheilung nicht vor acht Wochen postoperativ zu erwarten
gewesen
sei. Damit bestätige der Operateur, dass per Ende August
2012
die knöcherne Konsolidation eingetreten sei, was auch radiologisch belegt sei. Dies führe i
m Umkehrschluss dazu, dass die ab 1. September 2012 weiterhin durchgehend attestierte 100%ige Arbeits
unfähigkeit nicht hinreichend durch unfallkausale Pathologien begründet wer
den könne. In Bezug auf die von Dr.
B._
erwähnten Schwellungen im Weichteilbereich bei längerer Belastung notierte Dr.
Z._
,
diese seien weder
in medizinisch nachvollziehbarer Weise quantifiziert worden
noch
sei eine Behandlung von Schwellungen aktenkundig, was jedoch
zur Begründung einer
Arbeitsunfähigkeit
nötig gewesen wäre
. Auch die Ausführungen von Dr.
B._
, wonach bei längerer Belastung persistierende Beschwerden im Bereiche der
Syndesmose
auf
ge
treten
seien
, sei
en
nicht geeignet, das Vo
rliegen einer pro
longierten 100
%igen Arbeitsunfähigkeit hinreichend zu beweisen, da subjektive Schmerzangaben nicht zur Begründung einer Arbeitsunfähigkeit akzeptiert wer
den dürften (Urk. 8/109). Ausserdem habe Dr.
B._
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht beachtet, dass die Beschwerdeführerin arbeitslos gewesen sei und ihr demnach der gesamte Arbeitsmarkt offen gestanden hätte (Urk. 8/108). Dr.
Z._
kam zum Schluss, dass nach der gesicherten
ossären
Konsolidation die Vollbelastung nicht nur zumutbar, sondern erwünscht gewesen sei, dies nicht zuletzt zur Aktivierung der „Muskelpumpe“, um die mögliche postoperative
Ödemneigung
zu reduzieren. Aus diesem Grund sei per 1. September 2012 - spätestens aber mit dem Röntgenbild vom 20. September 2012 - ausgewiesen, dass in Bezug auf den Bewegungsapparat
-
sowohl
ossär
als auch bezüglich der Weichteile
-
keine hinreichend erklärbare
leistungsre
duzierende
Problematik mehr vorgelegen habe (Urk. 8/107). Hinsichtlich der
Osteosynthesematerialentfernung
hielt er schliesslich dafür, es sei davon auszu
gehen, dass bis zur gesicherten Wundheilung erneut eine vollständige Arbeits
unfähigkeit bestanden habe. Weshalb trotz komplikationslosem intra- und post
operativem Verlauf vier Wochen lang eine Arbeitsunfähigkeit bestanden haben sollte, sei durch die aktenkundigen Befunde nicht erklärbar (Urk. 8/108).
3
.1
3
Mit Schreiben vom 29. April 2014 (Urk. 14/2) bestätigte der
ehemals behan
delnde Physiotherapeut
zuhanden der Beschwerdeführerin
, dass die Behandlung vom 7. August 2012 bis am 13. Dezember 2012 abschwellende lymphatische Massagen, aktive Bewegungsübungen zur
Entstauung
des geschwollenen Fus
ses, Lagerung und
Kinesiotaping
zur Aktivierung des lymphatischen Systems sowie Instruktionen zum Anlegen von Kompressionsbandagen zur
Entstauung
beinhaltet habe.
3.14
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von Dr. med.
D._
, Leitender Arzt Neurologe am
Spital
A._
, ein, von welchem sie am 18. Februar 2013 bei aufgetretenen Schmerzen sowie Gefühlsstörungen am Fussrücken nach der Entfernung des
Osteosynthesemate
rials
untersucht worden war (Bericht vom 18. Februar 2013, Urk. 14/3). Dr.
D._
äusserte bei einem p
ositiven Hoffmann-
Tinel
-Zeichen
distal beim Austrittspunkt der
Redondrainage
sowie einem glatt begrenztem
hypästheti
schem
Areal am Fussrücken sowie am distalen Unterschenkel den Verdacht auf eine Läsion eines Hautnervs, verursacht durch das Ziehen der
Redondrainage
.
4.
4.1
Zwischen den Parteien unbestritten ist, dass sich die Arbeitsfähigkeit nach Mass
gabe der Fähigkeit, im angestammten Beruf als Pflegefachfrau tätig zu sein, beurteilt
(Urk. 7 S. 17, Urk. 1 S. 10-11)
, was mit Blick auf die
bundesge
richtliche
Rechtsprechung zu keinen Beanstandungen Anlass gibt (vgl. E. 2.2).
Des Weiteren ist unbestritten, dass
nach dem Unfall vom 30. Juni 2012 zunächst eine
unfallbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit als Pflegefachfrau bestand
en hatte
. Strittig und z
u prüfen ist
jedoch
, ob
die unfallbedingt
e Arbeits
unfähigkeit nach dem 20. September 2012 noch andauerte.
Da es sich bei der Frage, ob die zuvor unfallbedingten Einschränkungen ab diesem Zeit
punkt (teilweise oder ganz) weggefallen sind um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast diesbezüglich bei der Beschwerdegegnerin (
Kieser
,
Kommentar zum ATSG, 2
. Auflage, Zürich u.a. 20
09
,
N 40 zu Art. 43; siehe auch Urteil des Bundesgerichtes 8C_836/2013 E. 4.5)
, wobei
e
in Wegfall der
zuvor bestandenen unfallbedingten Einschränkungen überwiegend wahr
schein
lich sein
muss
(E. 2.3).
4.2
Dass die Fraktur in der
prognostizierten
Zeit konsolidierte, ergibt sich unstrittig aus der Aktenlage. Jedoch berichtete Dr.
B._
in der Folge über persistierende Schwellungen bei längerdauernder körperlicher Belastung
sowie über eine ver
minderte Belastbarkeit bei körperlicher
Anstrengung
und einer damit einherge
henden weiterhin andauernden Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätig
keit als Pflegefachfrau über den 20. September 2012 hinaus bis zur Entfernung des
Osteosynthesematerials
(letztmals vor der Entfernung des
Osteosynthese
materials
am 7. Januar 2013 bis auf Weiteres attestiert, E. 3.9)
.
D
ie andauernden Beschwerden
erklärte der Operateur
durch die erlittene Läsion des
Kapsel
bandapparates
sowie einer durch das
Osteosynthesematerial
hervorgerufenen Irritation und
wies
darauf hin, dass es nach Entfernung des Materials denn auch zu einer deutlichen Verbesserung gekommen sei (E. 3.6, E. 3.8, E. 3.11).
Die Vorbringen der Beschwerdegegnerin, wonach - auf die Einschätzung von
Dr.
Z._
abstellend (E. 3.12) - die Fraktur konsolidiert, eine Vollbelastung nicht nur zumutbar sondern auch erwünscht gewesen sei und spätestens mit dem Röntgenbild vom 2
0.
September 2012 eine hinreichend erklärbare
leis
tungsreduzierende
Problematik nicht mehr vorgelegen habe (Urk.
2 S. 3), ziel
en
ins Leere. So ist für die Frage der Arbeitsfähigkeit nicht die Schwellung im Bereich des rechten Fusses
allein
ausschlaggebend sondern viel mehr die Tatsa
che, dass für körperlich schwere Tätigkeiten über den September 2012 hinaus eine verminderte Belastbarkeit bestand (E. 3.8). Der Operateur, Dr.
B._
, hatte denn auch erklärt, für Büroarbeiten habe ab Herbst 2012 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestanden, während der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als Pflegefachfrau - auch nicht mit einem Teilpensum von 50
%
(E.
3.11) - noch nicht wieder zumutbar gewesen sei (E.
3.8). Angesichts dessen, dass die Tätigkeit einer Pflegefachfrau mit häufigem Stehen und Gehen verbun
den ist sowie oft mit einer erhöhten körperlichen Belastung (Heben, Umdrehen von Patienten) einhergeht, ist die Einschätzung von
Dr.
B._
nicht in Frage zu stellen. Es ist ohne weiteres nachvollziehbar, dass körperliche Belastungen auch über die erfolgte Konsoli
dierung
einer
ossären
Läsion hinaus noch während einer gewissen Dauer zu einschränkenden Beschwerden führen und der Tätig
keit als Pflegefachfrau entgegenstehen können. Weder die gegenteilige pauschale Einschätzung von
Dr.
Z._
(E. 3.7) noch seine erst im Nachhinein - im September 2013 - erfolgte Beurteilung (E.
3.11) vermögen Zweifel an der Einschätzung durch
Dr.
B._
zu begründen. Es wäre der Beschwerdegegnerin unbenommen gewesen, ergänzende, echtzeitliche Abklärungen zu veranlassen, hätte sie an der Begründetheit der durch
Dr.
B._
attestierten Arbeitsunfähig
keit Zweifel gehegt. Nachdem sie darauf verzichtet hat,
vermag die
Beschwerde
gegnerin
den Wegfall von unfallbedingten Einschränkungen und mithin die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Pfle
gefachfrau
vor
der
Entfernung des
Osteosynthesematerials
am 24. Januar 2013 nicht überwiegend wahrscheinlich zu begründen.
4.3
Nach der Entfernung des
Osteosynthesematerials
wurde von den behandelnden Ärzten sodann noch eine Arbeitsunfähigkeit bis am 27. Januar 2013 attestiert (E. 3.
10
). Die Beschwerdegegnerin richtete daraufhin gestützt auf die Aus
führungen von Dr.
Z._
, wonach bis zur gesicherten Wundheilung eine Arbeitsunfähigkeit anzunehmen sei (E. 3.12), Taggelder bis und mit 1. Februar 2013 – dem Tag der Wundkontrolle bei Dr.
B._
(E. 3.10) - aus. Wenn die Beschwerdeführerin unter Berufung auf den Bericht von Dr.
D._
nunmehr geltend macht, es seien ihr über dieses Datum hinaus bis am 20. Februar 2013 Taggelder auszurichten, kann ihr nicht gefolgt werden. Im besagten Bericht von Dr.
D._
wurde keine Arbeitsunfähigkeit attestiert und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern bei
den
von ihm erhobene Befunden die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sein sollte.
Mit Blick auf diese Aktenlage ist davon auszugehen
, dass die Beschwerdeführerin seit dem 2. Februar 2013 in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau wieder vollständig arbeitsfähig war.
5.
Zusammengefasst ist somit festzuhalten, dass mit dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit die unfallbedingten Einschränkungen, welche zuvor zu einer vollständigen Arbeits
un
fähigkeit
geführt hatten
,
per 2. Februar 2013
weggefallen sind. Die Beschwerde ist mithin insofern gutzuheissen, als die Beschwerdeführerin auch nach dem 1. September 2012 bis und mit 1. Februar 2013 Anspruch auf Taggelder der Unfallversicherung hat. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin die für diesen Zeitraum bereits teil
weise ausbezahlten Taggelder in Abzug bringen kann. Soweit die Beschwerde
führerin Leistungen über den 1. Februar 2013 hinaus beantragt, ist die Beschwerde abzuweisen. Da die Beschwerdeführerin ab dem 2. Februar 2013 in der angestammten Tätigkeit wieder vollständig arbeitsfähig
und mithin
von eine
r
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über diesen Zeitpunkt hinaus keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten
war
(
Art.
19
Abs.
1 UVG e
contrario
),
sind
ab diesem Zeitpunkt keine Leistungen mehr geschuldet.
6.
Obwohl die Beschwerdeführerin mit ihrem Beschwerdeantrag nicht vollständig durchdringt, hat sie Anspruch auf eine volle Parteientschädigung, da das „Über
klagen“ den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst hat (Urteil des Bun
desgerichts 9C_889/2011 vom 8. Februar 2012, E. 7 mit Hinweisen). Die
Pro
zessentschädigung
wird vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das
Sozialversicherungsge
richt
,
GSVGer
). Vorliegend ist eine Entschädigung von Fr. 2‘
4
00.-- (inkl. Mehr
wertsteuer und Barauslagen) angemessen.