# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 88101bfe-21e7-491d-b956-3d6fe0fd53a6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A.X. und B.X. heirateten am 19. Juni 1998. Sie sind die Eltern der beiden Töchter C.X., geboren am 1998, und D.X., geboren am 2001. Die Familie nahm Wohnsitz in F.. Im April 2004 trennte sich das Ehepaar. A.X. zog mit den beiden Töchtern nach E.. B.X. verblieb in F..
B. Am 21. Juni 2010 machte B.X. beim Vermittleramt des Kreises G. die Scheidungsklage anhängig. Nachdem die Parteien ein gemeinsames Scheidungsbegehren unterzeichnet hatten, wurde die Angelegenheit dem Bezirksgericht Plessur überwiesen. Da keine Einigung über die Nebenfolgen der Ehescheidung erzielt werden konnte, eröffnete das Gericht den Schriftenwechsel.
C.1. Mit Eingabe vom 12. Januar 2011 liess A.X. beim Einzelrichter des Bezirksgerichts Plessur ein Gesuch um Erlass von vorsorglichen Massnahmen während der Dauer des Scheidungsverfahrens einreichen, wobei folgende Anträge gestellt wurden:
1. Es sei gerichtlich Vormerk zu nehmen, dass die Parteien seit sechs Jahren getrennt leben.
2. Die Obhut für die gemeinsamen Kinder C.X., geboren am 1998, und D.X., geboren am 2001, sei allein der Gesuchstellerin zu übertragen.
3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin an den Unterhalt der Kinder C.X., geboren am 1998, und D.X., geboren am 2001 sowie an ihren eigenen Unterhalt rückwirkend seit dem 10. Januar 2010 und für die künftige Dauer der ehelichen Trennung monatliche, jeweils im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von total CHF 4'365.00, abzüglich der bereits geleisteten Unterhaltsbeiträge von CHF 2'000.00 pro Monat seit dem 10. Januar 2010, zu leisten.
4. Unter Kosten - und Entschädigungsfolge zu Lasten des .
In der Begründung machte die Gesuchstellerin - basierend auf einer  - im Wesentlichen geltend, ihre eigenen  und jene der beiden Kinder beliefen sich auf CHF 6'704.60. Der  habe einen Bedarf von CHF 2'854.40. Bei ihrer teilzeitigen  im Umfang von 40% - ein höheres Pensum sei ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar - erziele sie ein Einkommen von monatlich netto CHF 2'488.70. Das durchschnittliche monatliche Einkommen von B.X. belaufe sich
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demgegenüber auf CHF 7'294.25. Gestützt darauf hätten sie und die beiden Kinder Anspruch auf Unterhaltszahlungen in Höhe von CHF 4'365.20.
2. In seiner Vernehmlassung vom 3. Februar 2011 liess B.X. folgende Begehren stellen:
1. Ziff. 3 und 4 des Gesuchs seien vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zur Begründung wurde ausgeführt, die Parteien lebten bereits seit mehr als sechs Jahren getrennt. Die Gesuchstellerin habe kein Rechtschutzinteresse an der richterlichen Feststellung dieser Tatsache. Gleich verhalte es sich beim zweiten Rechtsbegehren der Gesuchstellerin, nachdem sich die beiden Kinder bereits seit ihrer Trennung in ihrer Obhut befänden. Alsdann hätten sich die Parteien bei der Trennung darauf geeinigt, dass der Gesuchsgegner an den Unterhalt der Familie einen monatlichen Beitrag in Höhe von CHF 2'412.00 inklusive Kinderzulagen leiste. Nachdem die Gesuchstellerin ab November 2009 die Kinderzulagen selbst bezogen habe, sei der Betrag im gegenseitigen Einvernehmen auf CHF 2'000.-- reduziert worden. Die Gesuchstellerin sei beim Abschluss der Vereinbarung von ihrer Schwester und deren Ehemann, die beide als Anwälte tätig seien, beraten worden. Die damals zwischen den Parteien im Eheschutzverfahren getroffene Vereinbarung gelte auch im  weiter. Die Gesuchstellerin habe nicht aufgezeigt,  sich die Verhältnisse erheblich verändert hätten oder offensichtlich  gewürdigt worden seien. Entsprechend bestehe auch keine , die getroffene Vereinbarung abzuändern. Im Übrigen habe die Gesuchstellerin auch keinen Anspruch auf höhere Unterhaltsbeiträge.
D. Mit am 9. März 2011 erlassener und gleichentags mitgeteilter Verfügung erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur:
1. Es wird festgestellt, dass die Parteien berechtigt sind, getrennt zu leben und diese Trennung im April 2004 vollzogen haben.
2. Für die Dauer der Trennung werden die Kinder C.X., geb. 1998, und D.X., geb. 2001, unter die Obhut der Gesuchstellerin gestellt.
3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, weiterhin an den Unterhalt der Familie einen monatlich pränumerando zahlbaren  von CHF 2'000.00 (CHF 750.00 Kind und CHF 500.00 Ehefrau) zu bezahlen.
4. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 800.00 gehen zulasten der gesuchstellenden Partei.
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Die gesuchstellende Partei hat die gesuchsgegnerische Partei mit CHF 700.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.
Da die gesuchstellende Partei mit einer Bewilligung zur  Prozessführung prozessiert, werden die Kosten nach Eintritt der Rechtskraft dieser Verfügung dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt.

## Considerations