# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fa5bb8eb-021c-402b-a63e-66019adca503
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 2. April 2010 liess die X._GmbH der Y._AG eine Offerte für Schalungsarbeiten auf zwei Baustellen in O.1_ zugehen. Die Y._AG bekundete am 30. April 2010 ihr Interesse am Angebot und übermittelte der X._GmbH das gesamte Ausmass der Schalungsarbeiten. Am 1. Mai 2010 antwortete die X._GmbH, das Material sei "ok", jedoch müsse sie noch abklären, ob sie genügend Arbeiter habe, die im A._ arbeiten möchten. Gleichzeitig brachte sie auf dem Ausmass gewisse Vorbehalte und Bemerkungen an. Am 6. Mai 2010 unterzeichnete die Y._AG die Offerte vom 2. April 2010.
B. Die X._GmbH nahm die Arbeiten am 9. Juni 2010 auf. Schnell kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien über die Qualität und die Quantität der Arbeitsleistung. Schliesslich übermittelte die Y._AG der X._AG am 8. Juli 2010 eine „Kündigung des Schalauftrages“, mit welcher sie die Zusammenarbeit per Ende der nächsten Betonetappe für beendet erklärte. In der Folge konnten sich die Parteien über die Modalitäten der Vertragsauflösung nicht einigen.
C. Nachdem eine gütliche Einigung zwischen den Parteien ausblieb, stellte die X._GmbH am 11. Februar 2011 bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja ein Schlichtungsgesuch. Gemäss Protokoll der Schlichtungsverhandlung vom 14. April 2011 stellten die Parteien die folgenden Anträge:
„Rechtsbegehren der klagenden Partei gemäss Gesuch vom 11. Februar 2011
1. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin den Betrag von Fr. 64‘601.10 nebst Zins zu 5% seit wann rechtens sowie Betreibungskosten zu bezahlen.
2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin, Chesa Rupanner, 7503 Samedan gegen die Beklagte sei für den in Ziff. 1 genannten Betrag inkl. Verzugszins und Betreibungskosten aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Rechtsbegehren der beklagten Partei vom 14. April 2011
1. Abweisung der Klage, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann.
2. Widerklage Die X._GmbH sei zu verpflichten, der Firma Y._AG den Betrag von CHF 8‘127.20 nebst Zins zu 5% seit 18.08.2010 zu bezahlen.
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3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 8% MWSt zulasten der X._GmbH.“
D. Nach erfolglos verlaufener Schlichtungsverhandlung wurde der X._GmbH die Klagebewilligung erteilt (mitgeteilt am 15. April 2011). Mit Eingabe vom 14. Juli 2011 unterbreitete die X._GmbH die Streitsache mit unverändertem Rechtsbegehren dem Bezirksgericht Maloja. Am 26. September 2011 reichte die Y._AG ihre Klageantwort und Widerklage ein. Auch sie liess dabei ihr Rechtsbegehren unverändert. Schliesslich übermittelte die X._GmbH am 9. November 2011 dem Gericht ihre Widerklageantwort.
E. Am 16. Dezember 2011, mitgeteilt am 19. Dezember 2011, erliess der Bezirksgerichtspräsident Maloja die Beweisverfügung, in welcher er unter anderem die von der Y._AG anbegehrten Zeugen für relevant erklärte (die X._GmbH hatte keine Zeugen benannt) und eine Parteibefragung von B._, Geschäftsführer der X._GmbH, vorsah. Weiter hielt er fest, dass über die Einholung einer Expertise nach Vorliegen der Zeugeneinvernahmen entschieden werde. Die Beweisverfügung blieb unangefochten. Mit Eingabe vom 27. Februar 2012 beantragte die X._GmbH die Einvernahme von drei namentlich genannten Zeugen, welche für sie als Schaler auf der Baustelle in O.1_ gearbeitet hätten. Des Weiteren stellte sie den Antrag, es sei durch einen gerichtlich bestimmten Experten ein Gutachten zur Qualität der Schalung zu erstellen. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2012, mitgeteilt am 19. Dezember 2012, lehnte das Bezirksgerichtspräsidium Maloja sämtliche Beweisanträge ab. Die Verfügung blieb unangefochten.
F. Am 11. September 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja statt, welches mit Entscheid vom 11. September 2013, mitgeteilt am 12. Dezember 2013, wie folgt erkannte:
„1. Die Klage wird infolge Anerkennung im Betrag von CHF 12‘722.20 zuzüglich 5% Zins seit 5. Oktober 2010 teilweise gutgeheissen.
2. Die Widerklage wird im Umfang von CHF 9‘798.40 zuzüglich 5% Zins seit 14. April 2011 gutgeheissen.
3. Der Klägerin wird in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell über den Betrag von Fr. 2‘923.80 nebst Zins zu 5% seit dem 5. Oktober 2010 die definitive Rechtsöffnung erteilt.
4. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 8‘000.- gehen zu drei Vierteln zu Lasten der Klägerin und zu einem Viertel zu Lasten der Beklagten. Diese werden mit dem klägerischerseits geleisteten Vorschuss verrechnet, unter Erteilung des Regressrechts an die Klägerin im Umfang von einem Viertel der Gerichtskosten.
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## Considerations