# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 50fb1c32-48ae-5556-87e4-47465e79a1b9
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Der schweizerisch-britische Doppelbürger X.Y. ist seit 31. März 2006 mit der
russischen Staatsangehörigen A.Y. verheiratet. Vom 1. August 2003 bis 31. Januar
2006 war X.Y. in der Schulgemeinde N. als Real- bzw. Sekundarlehrer angestellt. Seit
dem 1. Februar 2006 war er Verantwortlicher für das Risikomanagement bei der Q.
Bank AG (Q. Bank), mit Arbeitsplatz in O. Ab 1. Januar 2004 war X.Y. unbeschränkt
steuerpflichtig in P., wo er Eigentümer eines Einfamilienhauses ist. Per 30. Juni 2006
meldete sich das Ehepaar X.Y. und A.Y. nach U., Russische Föderation, ab. In der
Steuererklärung vom 22. Juli 2006 deklarierte das Ehepaar für die Zeit von Januar bis
Juni 2006 unter anderem ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit von Fr.
6‘689.-- (Schulgemeinde N.) sowie eine Hypothek bei der St. Galler Kantonalbank von
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Fr. 400‘000.-- mit Schuldzinsen von Fr. 14‘400.-- (act. G 10/6 II). Die
Steuerveranlagung vom 22. August 2006 erfolgte auf der Basis eines steuerbaren
Einkommens und steuerbaren Vermögens von Fr. 0.-- (act. G 10/6 II/1). In einer
weiteren Steuererklärung für 2006 vom 23. April 2007 deklarierte das Ehepaar X.Y. und
A.Y. unter anderem ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes
von Fr. 73‘800.-- als Mathematiker (Zeitraum von Juli bis Dezember 2006) sowie die
Hypothek von Fr. 400‘000.-- mit Schuldzinsen (act. G 10/6 III). Die Steuerveranlagung
2006 vom 18. September 2007 basierte auf einem steuerbaren Einkommen von Fr.
50‘800.-- zum Satz von Fr. 107‘900.-- (Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte
Bundessteuer) und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 32‘000.-- (Kantons- und
Gemeindesteuern). Das Kantonale Steueramt verfügte in der Folge am 9. September
2008, dass X.Y. am 31. Dezember 2006 Wohnsitz in P. gehabt habe und die
Abmeldung nach U. demzufolge zu Unrecht erfolgt sei. Er sei somit rückwirkend ab
dem Jahr 2006 unbeschränkt steuerpflichtig, wobei dies selbstverständlich auch für die
Folgejahre gelte. Mit Entscheid vom 26. November 2008 wies das Kantonale Steueramt
die hiergegen erhobene Einsprache ab. Mit Rekursentscheid vom 20. August 2009
bestätigte die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen den
Einspracheentscheid. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das
Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 15. April 2010 (B 2009/171) ab.
b. In einer weiteren Steuererklärung für 2006 vom 7. Juni 2010 deklarierte das Ehepaar
X.Y. und A.Y. unter anderem ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit des
Ehemannes (Q. Bank) von Fr. 200‘322.--, ein solches aus selbständiger
Erwerbstätigkeit des Ehemannes von Fr. 8‘264.--, die Hypothek bei der St. Galler
Kantonalbank (private Schulden) mit den entsprechenden Schuldzinsen sowie ein
Darlehen von Fr. 1‘750‘000.-- (Geschäftsschulden) mit Schuldzinsen von Fr. 131‘250.--
(act. G 10/6 IV). Aufgrund der Abweichungen zu den früher eingereichten
Steuererklärungen für 2006 eröffnete das Kantonale Steueramt am 8. Dezember 2010
ein Nachsteuerverfahren und bestätigte mit Nachsteuerverfügungen vom 7. Dezember
2012 (act. G 10/6 I/10) ein steuerbares Einkommen von Fr. 176‘800.-- zum Satz von
Fr. 191‘400.-- (Kantons- und Gemeindesteuern) bzw. Fr. 174‘500.-- zum Satz von
Fr. 189‘000.-- (direkte Bundessteuer) sowie ein steuerbares Vermögen von Fr.
469‘000.-- zum Satz von Fr. 1‘890‘000.-- (Kantons- und Gemeindesteuern). Das
Darlehen von Fr. 1‘750‘000.-- sowie die daraus resultierenden Schuldzinsen liess das
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Steueramt nicht zum Abzug zu. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies
es mit Entscheiddispositiv vom 10. Oktober 2013 ab. Im Ergebnis hiess es die
Einsprache jedoch teilweise gut, indem es das Darlehen anerkannte und das
steuerbare Vermögen (Kantons- und Gemeindesteuern) auf Fr. 69‘000.-- zum Satz von
Fr. 140‘000.-- festlegte; die Schuldzinsen von Fr. 131‘250.-- liess es nach wie vor nicht
zum Abzug zu (act. G 10/6 I/1). Die hiergegen erhobenen Rechtsmittel (act. G 10/1) -
Rekurs (Kantons- und Gemeindesteuern) und Beschwerde (direkte Bundessteuer) -
wies die Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 30. September 2014 ab
(act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob X.Y. mit Eingabe vom 14. Oktober 2014 Beschwerde
mit dem Rechtsbegehren, es seien die Schuldzinsen für 2006 von Fr. 131‘250.-
vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen zum Abzug zuzulassen; das steuerbare
Einkommen sei entsprechend neu festzusetzen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners (act. G 1).
b. In der Vernehmlassung vom 3. November 2014 beantragte die Vorinstanz
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen
Entscheid (act. G 7). Der Beschwerdegegner teilte am 20. November 2014 den Verzicht
auf eine Vernehmlassung mit und verwies auf den Entscheid der Vorinstanz vom 30.
September 2014 (act. G 10). Die Beschwerdebeteiligte verzichtete stillschweigend auf
eine Vernehmlassung.
c. Mit Eingaben vom 5. Januar 2015 reichte der Beschwerdeführer eine Bestätigung
der R. GmbH vom 21. November 2014 sowie weitere Unterlagen nach (act. G 12 f.).
Von der ihnen mit Schreiben vom 6. Januar 2015 eingeräumten Möglichkeit zur
Stellungnahme (act. G 14) machten die Verfahrensbeteiligten keinen Gebrauch.
d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
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## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur
Veranlagung des Einkommens aus unselbständiger Erwerbstätigkeit hinsichtlich der
Einkünfte und des Abzugs von Schuldzinsen vereinheitlicht sind, hat die Vorinstanz den
Rekurs betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern einerseits und die Beschwerde
betreffend die direkte Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Urteil, aber mit
getrennten Dispositivziffern erledigt; unter diesen Umständen durfte auch der
Beschwerdeführer die Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE
135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die
Beschwerden im gleichen Akt entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10.
Oktober 2014 E. 1.2; VerwGE B 2014/222 und 223 vom 25. Februar 2016, E. 1;
www.gerichte.sg.ch).
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in Verbindung
mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2
der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145
des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer
ist zur Beschwerde legitimiert, und seine Eingabe vom 14. Oktober 2014 entspricht
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 in Verbindung
mit Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in
Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerden ist somit einzutreten.
Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; die
beschwerdeführende Person kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene
Verfügung oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder
unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP). Nachdem das
Verwaltungsgericht im Steuerrecht nicht an die Begehren der Verfahrensbeteiligten
gebunden ist (Art. 196 Abs. 2 StG) und das Novenverbot im Sinne von Art. 61 Abs. 3
VRP in diesem Rechtsbereich nicht gilt (vgl. VerwGE B 2007/218 vom 13. März 2008
E. 2.1, www.gerichte.sg.ch), sind die vom Beschwerdeführer nachgereichten
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Aktenstücke (act. G 3 Beilagen 1-3, G 12 f.) grundsätzlich in die Beweiswürdigung des
vorliegenden Verfahrens mit einzubeziehen.
2.
2.1. Streitig ist, ob die Vorinstanz zu Recht den Einspracheentscheid des
Beschwerdegegners vom 10. Oktober 2013 bestätigte, mit welchem dieser im Rahmen
eines Nachsteuerverfahrens das Darlehen von Fr. 1‘750‘000.-- für den Schuldabzug
anerkannte, die Schuldzinsen von Fr. 131‘250.-- jedoch nicht zum Abzug zuliess (act. G
10/6 I/1). - Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der
Steuerbehörde nicht bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben
oder eine rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, oder ist eine unterbliebene oder
unvollständige Veranlagung auf ein Verbrechen oder Vergehen gegen die
Steuerbehörde zurückzuführen, so wird die nicht erhobene Steuer samt Zins als
Nachsteuer eingefordert (Art. 199 Abs. 1 StG; Art. 151 Abs. 1 DBG). Als nicht bekannt
im Sinn der gesetzlichen Tatbestände gelten Tatsachen und Beweismittel, die zum
Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden haben, aber während des ordentlichen
Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls sich daran anschliessenden
Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig waren, d.h. also erst nach der rechtskräftigen
Veranlagung eines Steuerpflichtigen zum Vorschein gekommen sind. Was dagegen bei
der ordentlichen Veranlagung aus den Steuerakten ersichtlich war, gilt als bekannt,
selbst wenn die Steuerbehörde aus irgendeinem Grund davon keine Kenntnis
genommen haben sollte. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige seine
Steuererklärung vollständig und genau ausgefüllt hat. Dabei gilt als Zeitpunkt der
Aktenkundigkeit in der Regel der Termin, an dem eine Information verarbeitet wird. Die
Kenntnisnahme durch das betreffende Amt darf sich jedoch nicht über Gebühr
verzögern. Eine Information muss auch bei Berücksichtigung der erforderlichen Zeit zur
Verarbeitung ein Jahr nach Eintreffen als aktenkundig gelten (vgl. Zigerlig/Oertli/
Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. A. 2014, VII. Rz. 110 mit Hinweisen; Höhn/
Waldburger, Steuerrecht, Band I, 9. Aufl., Bern 2001, S. 985 f.; VerwGE B 2013/245
und 246 vom 23. Januar 2015, E. 3.1; www.gerichte.sg.ch). Im Nachsteuerverfahren
müssen grundsätzlich auch den Steuerpflichtigen entlastende Tatsachen - vorliegend
Schuldzinsen - berücksichtigt werden, auch wenn sie nicht neu sind (Richner/Frei/
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Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, Rz. 16 und 45 zu Art. 151
DBG).
2.2. In der Steuererklärung 2006 vom 23. April 2007 deklarierte das Ehepaar X.Y.
und A.Y. unter anderem ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit des
Beschwerdeführers von Fr. 73‘800.-- als Mathematiker (Zeitraum von Juli bis Dezember
2006) sowie die Hypothek von Fr. 400‘000.-- mit Schuldzinsen. Beilagen dieser
Steuererklärung bildeten unter anderem eine Aufstellung über Einkünfte aus
selbständiger Erwerbstätigkeit - resultierend aus einem Vertrag zwischen dem
Beschwerdeführer und dem Bankhaus S. (act. G 10/6 III Beilage 3). Ein Einkommen aus
unselbständiger Erwerbstätigkeit fand in dieser Steuererklärung (act. G 10/6 III) ebenso
wenig Erwähnung wie das Darlehen von Fr. 1‘750‘000.-- mit Schuldzinsen. Von der in
diesem Zusammenhang ergangenen Feststellung im vorinstanzlichen Entscheid,
wonach kein Lohnausweis (der Q. Bank) und auch das vom Beschwerdeführer
erwähnte Excel-Datenblatt im Rahmen dieser Steuererklärung nicht eingereicht worden
seien (act. G 2 S. 6 Mitte), ist nachstehend auszugehen, zumal aus den Akten keine
gegenteiligen Anhaltspunkte ersichtlich sind und in der Beschwerde auch nicht
behauptet werden. Die gestützt darauf ergangene Steuerveranlagung 2006 vom
18. September 2007 (act. G 10/6 III/1) erwuchs in Rechtskraft. Erst nachdem in der
Folge die unbeschränkte Steuerpflicht der Ehegatten X.Y. und A.Y. für 2006 in der
Schweiz rechtskräftig bestätigt worden war (VerwGE B 2009/171 vom 15. April 2010,
a.a.O.), reichten sie am 7. Juni 2010 eine weitere Steuererklärung für 2006 ein, in
welcher sie neu ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit des
Beschwerdeführers (Q. Bank) von Fr. 200‘322.--, ein solches aus selbständiger
Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers von Fr. 8‘264.-- sowie das Darlehen von Fr.
1‘750‘000.-- (Geschäftsschulden) mit Schuldzinsen von Fr. 131‘250.-- deklarierten (act.
G 10/6 IV/1). Somit erfolgte die Eröffnung des Nachsteuerverfahrens zu Recht.
2.3.
2.3.1. Im Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2013 anerkannte der
Beschwerdegegner „ohne Präjudiz“ das Darlehen von Fr. 1‘750‘000.-- für den
Schuldabzug (act. G 10/6 I/1 S. 4 zweiter Absatz). Diese Anerkennung erfolgte mit
Hinweis auf den Darlehensvertrag vom 22. Oktober 2014 (act. G 10/2 Beilage 9). Im
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vorliegenden Verfahren stellt der Beschwerdeführer fest, das Darlehen sei aus
geschäftlichen Gründen, d.h. für die Entwicklung und Vermarktung der Software „K.“
aufgenommen worden (act. G 1). Nicht näher untersucht und aktenmässig nicht
dokumentiert blieb, ob - und wenn ja, in welcher Form - das gewährte Darlehen dem
Beschwerdeführer tatsächlich zufloss, in welcher Weise es in der Folge von ihm
konkret verwendet wurde und zu welchem Resultat (Gewinn/Verlust) die
Darlehensverwendung im Rahmen der vom Beschwerdeführer behaupteten
geschäftlichen Tätigkeit führte. In der in diesem Verfahren nachgereichten Bestätigung
der Liquidatoren der russischen Gesellschaft „GmbH R. und Partner, U., C.,
M.“ (nachstehend R. GmbH) vom 10. Oktober 2014 wird unter anderem festgehalten,
zur Finanzierung der in Russland durchzuführenden Projekte 1-5 habe der Gegenwert
des Darlehens von Fr. 1‘750‘000.-- in Rubel in (vom Fortgang der Programmierarbeiten
abhängigen) Tranchen bereit gestellt werden müssen. Dies sei grundsätzlich, wie im
Fall des übrigen Geschäftsaufwands der R. GmbH, durch einen Bilanzausgleich über
den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 13. April 2006 geschehen. Die
T. Bank, mit welcher der Beschwerdeführer zusammengearbeitet habe, habe der R.
GmbH am 10. Mai 2006 für die Dauer der Projektarbeiten eine Liquidationslinie im
Gegenwert von Fr. 656‘250.-- gewährt; diese sei durch ein Treuhandkonto bei der
Zürcher Kantonalbank gesichert gewesen. Die vom Beschwerdeführer auf dieses
Konto einbezahlten Darlehenszinsen hätten der R. GmbH umgehend für die Investition
in die Anpassungsarbeiten an der Software K. zur Verfügung gestanden, ohne dass die
Gelder nach U. hätten transferiert werden müssen (act. G 3 Beilage 1 S. 4 f.). - Diese
Darlegungen vermögen die Hintergründe der Darlehensaufnahme und die vom
Beschwerdeführer behauptete geschäftliche Verwendung des Darlehens nicht
vollumfänglich plausibel und für Aussenstehende ausreichend transparent zu machen.
Für das Verwaltungsgericht besteht jedoch kein Anlass, die Frage der Rechtmässigkeit
des zwischen den Parteien nicht streitigen Schuldabzugs weiter zu diskutieren,
nachdem dieser auch im vorinstanzlichen Verfahren unbestritten geblieben und im
Rekursentscheid bestätigt worden war.
2.3.2. Während das in der Steuererklärung 2006 vom 23. April 2007 (Periode 1. Juli
bis 31. Dezember 2006) deklarierte Einkommen des Beschwerdeführers aus
selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 73‘800.-- nach seinen Angaben aus drei
Projekten für das Bankhaus S. resultierte, an welchen er je 15‘000 Euro verdiente (vgl.
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act. G 10/6 III Beilage 3), ergab sich dieses SE-Einkommen gemäss dem zusammen
mit der Steuerklärung 2006 vom 7. Juni 2010 (Periode 1. Januar bis 31. Dezember
2006) eingereichten Excel-Datenblatt zum Teil aus seiner eigenen selbständigen
Erwerbstätigkeit (im Betrag von Fr. 44‘705) und zum Teil aus derjenigen der Ehefrau (im
Betrag von Fr. 29‘095.--; vgl. act. G 10/6 IV Beilage 7). Diese beiden Angaben lassen
sich nicht plausibel miteinander in Einklang bringen, zumal überdies das Einkommen
des Beschwerdeführers aus selbständiger Nebenerwerbstätigkeit in der
Steuererklärung vom 7. Juni 2010 mit Fr. 8‘264.-- deklariert wurde. Wenn die
Vorinstanz in diesem Zusammenhang festhielt, dass ein Zusammenhang (des
vorerwähnten Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit) mit der nachträglich
deklarierten unselbständigen Erwerbstätigkeit bei der Q. Bank nicht ersichtlich sei (act.
G 2 S. 6 unten), so erscheint dieser Schluss berechtigt. Nachvollziehbare
Anhaltspunkte, aufgrund welcher diese Feststellung in Frage zu stellen wäre, werden
weder geltend gemacht noch ergeben sich solche aus den Akten.
2.4. Die streitige Frage, ob die Schuldzinsen auf dem Darlehen von Fr. 1‘750‘000.--
in Anwendung von Art. 45 Abs. 1 lit. a StG und Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG zum Abzug
zuzulassen sind, beantwortet sich nach Massgabe der im Steuerrecht geltenden
Beweislastverteilung. Nach dieser trägt die Steuerbehörde die Beweislast für
Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen oder mehren, die steuerpflichtige
Person für Tatsachen, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (Zigerlig/Oertli/
Hofmann, a.a.O., VI. Rz. 15, VII. Rz. 23). Gegenstand von Art. 45 Abs. 1 lit. a StG und
Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG bilden lediglich private Schuldzinsen. Für geschäftliche
Schuldzinsen kommt Art. 27 Abs. 2 lit. d DBG bzw. Art. 40 Abs. 2 lit. e StG zur
Anwendung. Die Frage, ob geschäftliche oder private Schuldzinsen vorliegen, ist
danach zu beurteilen, ob die Schulden, für welche die Zinsen bezahlt wurden, im
geschäftlichen oder im privaten Interesse begründet wurden bzw. wofür die Mittel
verwendet wurden (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 33 DBG).
Beweisbelastet für den Umstand, dass und in welcher Höhe Schuldzinsen im Jahr 2006
angefallen sind, ist konkret somit der Beschwerdeführer.
Im Steuerverfahren kommt der Untersuchungsgrundsatz zur Anwendung (Art. 176 StG).
Die Veranlagungsbehörde ist verpflichtet, die für die Besteuerung relevanten Tatsachen
von Amtes wegen abzuklären (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 19), wobei sie
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die steuerpflichtige Person auffordert, die erforderlichen Sachdarstellungen und
Beweismittel beizubringen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 7 zu Art. 123
DBG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien
relativiert. Eine Mitwirkungspflicht besteht insbesondere für die Beschaffung von
Unterlagen, welche nur die Parteien liefern können, und für die Abklärung von
Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörde (vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 123 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII.
Rz. 25). Die Mitwirkungspflicht besteht ungeachtet der Verteilung der objektiven
Beweislast. Die steuerpflichtige Person ist auch hinsichtlich steuererhöhender
Tatsachen mitwirkungspflichtig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 5 zu Art.
126 DBG). Nach der Rechtsprechung sind besonders strenge Beweiserfordernisse zu
beachten, wenn es um internationale Geschäfts- und Rechtsbeziehungen geht, weil
sich die Verhältnisse des ausländischen Leistungsempfängers der Kontrolle durch die
inländischen Steuerbehörden entziehen. Bei Zahlungen ins Ausland ist somit nicht nur
der Empfänger zu nennen, sondern es sind die gesamten Umstände darzulegen, die im
konkreten Fall zu deren Ausrichtung geführt haben. Es sind die Verträge der jeweiligen
Grundgeschäfte vorzuweisen sowie allfällige schriftliche Vereinbarungen, ferner die
Korrespondenz mit den Zahlungsempfängern und den allenfalls involvierten Banken.
Die geschäftsmässige Begründetheit muss auch in einem solchen Fall derart
nachgewiesen werden, dass sich die Steuerbehörde vergewissern kann, dass
geschäftliche Gründe und nicht die engen persönlichen und wirtschaftlichen
Beziehungen für die geldwerte Leistung ausschlaggebend waren (BGer 2C_797/2012
vom 31. Juli 2013, E. 2.2.2 mit Hinweisen).
2.5. Dem Darlehensvertrag zwischen der E. AG (Darlehensgeberin) und dem
Beschwerdeführer vom 22. Oktober 2004 (act. G 10/2 Beilage 9 S. 4 oben) und der
Übernahmeerklärung vom 10. Mai 2006 (act. G 10/2 Beilage 16) ist zu entnehmen, dass
sich die (über die mehrjährige Laufzeit aufsummierten) Darlehenszinsen von Fr.
656‘250.-- sowie das Darlehen selbst (Fr. 1‘750‘000.--) am 30. Dezember 2010 auf
einem Treuhandkonto der Zürcher Kantonalbank (ZKB) zur Überweisung an die
Darlehensgeberin befinden sollten. Die Darlehenszinsen waren somit erst am 30.
Dezember 2010 und nicht im Jahr 2006 fällig. Nach Angaben des Beschwerdeführers
trat die Darlehensgeberin das Darlehen in der Folge an die R. GmbH ab; letztere wurde
dadurch Gläubigerin des Darlehens (act. G 10/2 Beilagen 16 und 44). Aus den bei den
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Akten liegenden Kontoauszügen der St. Galler Kantonalbank (SGKB), lautend auf den
Beschwerdeführer, ergibt sich sodann, dass die Q. Bank im Jahr 2006 - mit dem
Vermerk „Salärzahlung“ - dreizehnmal Fr. 10‘000.-- auf dieses Konto überwies (act. G
10/2 Beilage 42 a-l). Ein weiterer Zahlungsbeleg weist den Beschwerdeführer selbst als
Auftraggeber für die Zahlung von Fr. 10‘000.-- (an sich selbst) aus (act. G 10/2 Beilage
42 k). Der Beschwerdeführer macht dabei geltend, dass er die auf dem Konto SGKB
aufgelaufenen Beträge für die R. GmbH gehalten habe. Ende 2010 seien diese Beträge
auf ein Konto bei der ZKB transferiert worden (act. G 10/2 Beilage 44 S. 1 unten). Dem
bei den Akten liegenden Kontoauszug der ZKB - als Kontoinhaber ist wiederum der
Beschwerdeführer angegeben - lässt sich per Ende Dezember 2010 ein Saldo von
Fr. 656‘250.60 entnehmen. Per 1. November 2013 (Datum des Kontoauszuges) belief
sich der Kontosaldo auf rund 3‘000.-- Franken (act. G 10/2 Beilage 20).
2.6.
2.6.1. Im angefochtenen Entscheid führte die Vorinstanz unter anderem aus, nicht
belegt sei, ob und wann das Geld vom Konto der SGKB auf dasjenige der ZKB
überwiesen worden sei. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Geldflüsse
seien unter diesen Umständen schwer nachvollziehbar und würden als unüblich
erscheinen. Ein lückenloser Nachweis über die Bezahlung der Schuldzinsen liege
jedenfalls nicht vor. Da begründete Zweifel an der Bezahlung der Schuldzinsen
bestehen würden, sei unerheblich, dass die Zinsen Ende 2006 fällig gewesen seien. Es
könne auch offenbleiben, ob zwischen dem Beschwerdeführer und der
Darlehensgeberin eine für Steuerzwecke gültige Treuhandvereinbarung abgeschlossen
worden sei. Im Weiteren sei die Verwendung der Schuldzinsen widersprüchlich (act. G
2 S. 10 mit Hinweis auf G 10/2 Beilagen 23-30 und 44). Sodann sei das Darlehen nach
Angaben des Beschwerdeführers dafür vorgesehen gewesen, die Weiterentwicklung
und Kommerzialisierung der von ihm entwickelten Risikomanagement- und
Vermögensverwaltungssoftware zu finanzieren. Das Darlehen sei demnach aus
geschäftlichen Gründen aufgenommen worden und die Darlehenszinsen seien zum
vornherein nicht als private Schulden abziehbar. Indem der Beschwerdeführer geltend
mache, die Fr. 73‘800.-- Einkommen würden aus einer „Verrechnung“ des Lohnes der
Q. Bank mit den Schuldzinsen und weiteren Abzügen resultieren, mache er damit
sinngemäss auch geltend, dass neben der Tätigkeit bei der Q. Bank keine selbständige
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Tätigkeit vorgelegen habe. Somit bestehe keine Grundlage, von welcher die
Schuldzinsen als Geschäftsschulden in Abzug gebracht werden könnten. Insgesamt
werde der Beweis der Zinszahlung von Fr. 131‘250.-- als nicht erbracht erachtet (act. G
2 S. 11).
2.6.2. Der Beschwerdeführer legt in der Beschwerde unter anderem dar, in der
Bestätigung vom 10. Oktober 2014 (act. G 3 Beilage 1) bescheinige die
Darlehensgeberin die fristgerechte Rückzahlung der Darlehenszinsen. Darin würden die
Geldflüsse und deren Notwendigkeit aus operativen oder wirtschaftlichen
Beweggründen der Darlehensgeberin ausführlich belegt. Es sei richtig, dass diese
Geldflüsse durch versicherungsmathematische Berechnungen (mit der Software K.)
zustande gekommen seien und ohne die entsprechenden Kenntnisse schwer
nachvollziehbar seien. Er reiche daher zu diesen Geldflüssen eine einfache
Beschreibung des verwendeten risikotheoretischen Modells und das dazugehörende
Wörterbuch ein. Der Umstand, dass die Zinszahlungen jeweils für Investitionen in die
Projekte 1-5 zur Verfügung gestanden hätten, stehe entgegen den Ausführungen im
vorinstanzlichen Entscheid nicht im Widerspruch zu den Aussagen betreffend die
spätere Verwendung der Schuldzinsen (act. G 1 mit Hinweis auf act. G 3 Beilage 2).
Dass das Darlehen aus geschäftlichen Gründen aufgenommen worden sei, sei
unbestritten und aus den Ausführungen der Darlehensgeberin (act. G 3 Beilage 1)
ersichtlich. Dass er im Jahr 2006 und in den Folgejahren eine selbständige
Erwerbstätigkeit als Zahlstelle und Vermögensverwalter (Treuhänder) ausgeübt habe,
sei mehrfach bestätigt, ebenso der direkte Bezug dieser Tätigkeit zur Software K. bzw.
zu deren Weiterentwicklung unter Inanspruchnahme des Darlehens. Ziel dieser
Tätigkeit sei die Weiterentwicklung und direkte Vermarktung des K. gewesen. Seine
selbständige Tätigkeit sei in allen von ihm und seiner Frau eingereichten
Steuererklärungen ausgewiesen worden. Bei der Tätigkeit bei der Q. Bank vom 1.
Februar 2006 bis zum 31. März 2011 habe es sich um eine selbständige
Erwerbstätigkeit gehandelt. Für seinen gegenteiligen Standpunkt (unselbständige
Tätigkeit) sei der Beschwerdegegner beweispflichtig (act. G 1).
2.7.
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2.7.1. Die Hintergründe der Darlehensaufnahme und die Verwendung des Darlehens
durch den Beschwerdeführer lassen sich mit Blick auf die geschilderten Verhältnisse,
wie bereits erwähnt (vorstehende E. 2.3.1), nicht ohne Weiteres plausibel
nachvollziehen. Der Beschwerdeführer ist für seine Behauptung, dass die Schulden im
geschäftlichen Interesse aufgenommen wurden (act. G 1), beweispflichtig (vgl. Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 33 DBG). In der von ihm im vorliegenden
Verfahren eingereichten Bestätigung vom 10. Oktober 2014 wird von Seiten der
Liquidatoren der R. GmbH die geschäftliche Verwendung des Darlehens sowie der
Umstand bescheinigt, dass sowohl das Darlehen als auch die Darlehenszinsen von Fr.
656‘250.-- an die R. GmbH zurückbezahlt worden seien. Hierbei wird zur Begründung
auf die dem Schreiben vom 6. März 2013 (act. G 10/2 Beilage 43) beiliegenden
Aufstellungen vom Juli 2012 sowie auf die Bankauszüge der ZKB verwiesen (act. G 3
Beilage 1 S. 1). Die R. GmbH bestätigte im vorerwähnten Schreiben vom 6. März 2013,
dass das Darlehen vollständig zurückbezahlt worden sei. Eine Begleichung der Zinsen
ergibt sich aus diesem Schreiben nicht (act. G 10/2 Beilage 43). Aus der Tatsache der
Darlehensrückzahlung im Jahr 2010 allein kann nicht abgeleitet werden, dass auch die
Zinsen im Jahr 2006 beglichen wurden. Überweisungen auf das erwähnte Konto der
ZKB, lautend auf den Beschwerdeführer, wie sie in der Bestätigung der R. GmbH vom
3. Juli 2012 (act. G 10/2 Beilage 44 Anhang 2) bescheinigt werden, genügen für sich
allein nicht als Zahlungsnachweis für Schuldzinsen an eine Drittperson. Der
Beschwerdeführer macht jedoch geltend, dass er das ZKB-Konto lediglich
treuhänderisch für die R. GmbH gehalten und verwendet habe. Er legt in diesem
Zusammenhang entsprechende Treuhandvereinbarungen (act. G 3 Beilage 1) ins
Recht.
2.7.2. Wenn - mit dem Beschwerdeführer - die geschäftliche Verwendung des
Darlehens als bewiesen angenommen und davon ausgegangen würde, dass das
Darlehen der Weiterentwicklung/Vermarktung der von ihm entwickelten Software „K.“
diente (vgl. Bestätigung R. GmbH vom 3. Juli 2012; act. G 10/2 Beilage 44 Anhang 2)
und zudem das vom Beschwerdeführer geäufnete ZKB-Konto von ihm lediglich
treuhänderisch für die Darlehensgeberin gehalten wurde (vgl. dazu Treuhandvertrag in
act. G 3 Beilage 1), so bliebe die Frage zu klären, in welcher Weise und zu wessen
Gunsten der per Ende Dezember 2010 bestehende Saldo des auf den
Beschwerdeführer lautenden ZKB-Kontos von Fr. 656‘250.60 (vorstehende E. 2.5 und
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act. G 10/2 Beilage 20) verwendet wurde. Der Beschwerdeführer macht (mit Hinweis
auf act. G 10/2 Beilage 23-30) geltend, dass die Gelder im Auftrag der
Darlehensgeberin als Prozesskostenvorschüsse sowie für Anwaltskosten verwendet
worden seien. Die Liquidatoren der R. GmbH (Darlehensgeberin) bestätigen in diesem
Sinn in der Stellungnahme vom 10. Oktober 2014, dass der Beschwerdeführer im Jahr
2011 von der R. GmbH gebeten worden sei, eine aussergerichtliche Einigung zwischen
F. und der Q. Bank zu unterstützen und den Saldo auf dem ZKB-Konto für Prozess-
und Anwaltskosten zu verwenden (act. G 3 Beilage 1 S. 5 f.). Die Darlehensgeberin hielt
anderseits jedoch in der Bestätigung über die Zinszahlungen vom 3. Juli 2012 auch
fest, dass der Gegenwert der Zinszahlungen (russische Rubel) in die Projekte 1-5
(Anpassungsarbeiten an der Software K.) investiert worden sei (act. G 10/2 Beilage 44
Anhang). Diese Gegebenheiten lassen sich inhaltlich nicht miteinander in Einklang
bringen; die Verwendung des Zinssaldos auf dem ZKB-Konto bleibt daher unerklärt.
Hieran vermag der Hinweis des Beschwerdeführers auf die Ausführungen der
Darlehensgeberin in act. G 3 Beilage 1 und auf den Umstand nichts zu ändern, dass
Lombardkredite zur Finanzierung von privaten und geschäftlichen Aktivitäten üblich
seien (act. G 1 S. 2), indem diese Gegebenheiten den erwähnten Widerspruch nicht zu
erklären vermögen.
2.7.3. Was im Weiteren die Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Q. Bank im Jahr
2006 betrifft, ist festzuhalten, dass diese in der Steuererklärung von 2010 ausdrücklich
als unselbständig-erwerbend deklariert und die Q. Bank als Arbeitgeberin angegeben
wurde (act. G 10/6 IV/1). Zudem machte der Beschwerdeführer Benzinkosten für
Fahrten vom Wohnort nach Z. geltend und legte den Lohnausweis 2006 sowie die
Lohnabrechnung per 31. Dezember 2006 der Q. Bank der Steuererklärung 2006 bei
(act. G 10/6 IV/2). Wenn der Beschwerdeführer nunmehr behauptet, die Tätigkeit bei
der Q. Bank im Jahr 2006 sei selbständigerwerbend gewesen, und beim „Lohn der Q.
Bank“ habe es sich um seinen „Anteil an den Lizenzgebühren für das in U. durch die
Darlehensgeberin unter Verwendung der Rechenzentren (Betriebsstätten) meiner Frau
A.Y. für die Q. Bank gehostete K.“ gehandelt (act. G 1 S. 4 Mitte), so stehen diese
Ausführungen zum einen im Widerspruch zu seinen eigenen Angaben in der erwähnten
Steuererklärung und zu den beigelegten Dokumenten. Zum anderen lassen sie sich
inhaltlich für Aussenstehende nicht plausibel nachvollziehen, weshalb sie sich nicht
eignen, den behaupteten Sachverhalt schlüssig zu beweisen. Auch aus dem E-
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Mailverkehr zwischen dem Beschwerdeführer und dem CFO der Q. Bank (act. G 3
Beilage 3) ist eine selbständige Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers für die Bank
im Jahr 2006 nicht ersichtlich, zumal der dort bestätigte Einsatz der vom
Beschwerdeführer entwickelten Software in der Q. Bank eine unselbständige Tätigkeit
für die Bank nicht ausschliesst. In der in diesem Verfahren nachgereichten Bestätigung
der R. GmbH vom 21. November 2014 werden Kundenprojekte aufgeführt, welche der
Beschwerdeführer in den Jahren 2006 bis 2010 für die Q. Bank akquirierte. Sodann
wird bescheinigt, dass die Q. Bank die Software K. in den Jahren 2006 bis 2010 für die
Beratung einer grossen Anzahl eigener Kunden eingesetzt habe (act. G 12). All dies
belegt noch keine selbständige Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2006,
zumal er seine Tätigkeit im Rahmen der Infrastruktur der Q. Bank in Zusammenarbeit
der R. GmbH wie ein Unselbständigerwerbender ausübte (zu den Abgrenzungskriterien
vgl. BGer 9C_1094/2009 vom 31. Mai 2010, E. 2.2 mit Hinweisen). Damit in Einklang
stehend erfolgte auch die Steuerdeklaration durch den Beschwerdeführer (act. G 10/6
IV/1). Insbesondere gelingt dem Beschwerdeführer der Nachweis nicht, dass er für die
vom Beschwerdegegner anerkannte Schuld im Jahr Steuerjahr 2006 einen Zins von Fr.
131‘250.-- an die Darlehensgeberin geleistet hatte. Insgesamt ist festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer die von ihm oder in seinem Umfeld geschaffenen komplexen
wirtschaftlichen Strukturen auch im vorliegenden Verfahren nicht nachvollziehbar und
widerspruchsfrei zu erklären vermochte. Vor diesem Hintergrund lässt es sich nicht
beanstanden, dass die Vorinstanz den vom Beschwerdegegner verweigerten Abzug
von Darlehenszinsen als rechtmässig bestätigte.
3.
3.1. (...).
3.2. (...).