# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3aa7f66b-6008-48b0-a175-4420f2227202
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A._, geboren am _2010, ist die Tochter der unverheirateten Eltern Y._ und X._; letzterer anerkannte seine Vaterschaft am 9. Dezember 2010 vor dem Zivilstandsamt Oberengadin. A._ steht unter der alleinigen elterlichen Sorge der Mutter. Da sich die getrennt lebenden Kindseltern über das Besuchsrecht nicht einigen konnten, regelte die Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell dieses mit Beschluss vom 12. September 2011. In der Folge hatten sich das Bezirksgericht Maloja und das Kantonsgericht von Graubünden mit Beschwerden der Eltern zu befassen, da diese mit der konkreten Ausgestaltung des Besuchsrechts nicht einverstanden waren. Im Entscheid vom 14. März 2012 wies das Bezirksgericht Maloja die Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell an, zur Sicherstellung der korrekten Ausübung des im selben Entscheid erneut festgesetzten Besuchsrechts eine Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) zu errichten. Die von Y._ gegen diesen Entscheid erhobene Berufung wies das Kantonsgericht von Graubünden am 9. Oktober 2012 ab.
B. Im November 2012 befasste sich die Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell mit der Errichtung der im Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 14. März 2012 angeordneten Besuchsrechtsbeistandschaft. Mit Schreiben vom 14. November 2012 gab sie den Kindseltern Gelegenheit, vom Vorschlagsrecht bezüglich der Wahl des Beistandes Gebrauch zu machen. Am 26. November 2012 liessen sich die Eltern – nachdem sie sich bezüglich des Besuchsrechts offenbar vorübergehend einigen konnten – gemeinsam dahingehend verlauten, dass sie das Errichtungsverfahren so lange sistieren möchten, bis sie sich bei der Behörde melden würden. Zudem schlugen sie G._ als Beiständin für A._ vor, falls eine Einsetzung dennoch nötig werden sollte. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2012 teilte die Vormundschaftsbehörde Y._ mit, dass die Angelegenheit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Engadin/Südtäler (welche per 1. Januar 2013 an die Stelle der Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell getreten war) übertragen werde und die Errichtung der Beistandschaft deshalb bis zum ersten Quartal 2013 sistiert werde.
C. In der Zwischenzeit gelangte X._ am 19. November 2012 mit einem Gesuch an das Bezirksgericht Maloja, mit welchem er die Vollstreckung des
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Urteils vom 14. März 2012 verlangte. Da sich Y._ offenbar auf den Standpunkt gestellt habe, er dürfe seine Tochter bis zum Einsetzen eines Beistandes nicht mehr sehen, wollte er sie unter Androhung von Straffolgen gemäss Art. 292 StGB gerichtlich verpflichten lassen, ihm die Ausübung des ihm zustehenden Besuchsrechts zu gestatten. Wegen fehlender Prozessvoraussetzungen wurde jedoch auf dieses Gesuch nicht eingetreten (vgl. Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 28. Oktober 2013). Am 13. Dezember 2012 liess X._ durch seinen Rechtsvertreter gegenüber dem Bezirksgericht Maloja bestätigen, dass er trotz Einleitung des erwähnten Vollstreckungsgesuchs mit einer Sistierung des Einsetzungsverfahrens bis Mitte Januar 2013 einverstanden sei.
D. Am 30. Januar 2013 erstattete B._, die Grossmutter von A._, zuhanden der KESB Engadin/Südtäler eine Gefährdungsmeldung. Wegen des unpassenden Verhaltens von X._ seiner Tochter gegenüber sei das Kindeswohl gefährdet und die Besuche müssten begleitet stattfinden oder bis auf weiteres sistiert werden. Daraufhin leitete die KESB ein Abklärungsverfahren ein und hörte die Parteien am 21. Februar 2013 sowohl zur Errichtung der Beistandschaft als auch zur eingegangenen Gefährdungsmeldung gemeinsam an. Am darauffolgenden Tag konkretisierte und ergänzte B._ ihre Gefährdungsmeldung und Y._ reichte zwei ausführliche Schreiben sowie eine Einschätzung der Lage ihres Bekannten C._ nach, was die KESB dazu veranlasste, den Entscheid zwecks eingehender Prüfung dieser neu vorgebrachten Tatsachen in pendenter Sache aufzuschieben. X._ zeigte sich über diese Aufschiebung nicht erfreut und stellte der KESB eine Rechtsverweigerungs- resp. Rechtsverzögerungsbeschwerde in Aussicht. Am 24. Februar 2012 reichte er der KESB Schreiben von D._ und E._ ein, welche sich beide zu seinen Gunsten und damit gegen eine Gefährdung des Kindeswohls aussprachen. Am 7. März 2013 liess Y._ der KESB ihrerseits zwei fachärztliche Berichte des Pädiaters Dr. med. F._ zukommen. Gestützt auf diese Unterlagen sowie auf diverse weitere in der Zwischenzeit erfolgten Eingaben der Eltern errichtete die KESB Engadin/Südtäler mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 11. März 2013 eine Besuchsrechtsbeistandschaft und ernannte G._ zur Mandatsträgerin. Gemäss der Umschreibung des Aufgabenbereichs in Dispositivziffer 2 hatte die Beiständin unter anderem sechs Besuche innert drei Monaten nach Erhalt des Entscheides zu begleiten.
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E. Am 28. August 2013 stellte Y._ bei der KESB ein Gesuch um Abänderung der Regelung des persönlichen Verkehrs. Am 13. November 2013 beantragte sie gar, das Besuchsrecht zwischen A._ und X._ superprovisorisch und hernach im Rahmen vorsorglicher Massnahmen bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Abänderung des Besuchsrechts zu sistieren, worauf die KESB gemäss dem prozessleitenden Entscheid vom 15. November 2013 jedoch nicht eintrat.
F. In der Zwischenzeit reichte X._ am 11. September 2013 beim Kantonsgericht von Graubünden eine Aufsichtsbeschwerde ein, in welcher er beantragte, die Angelegenheit einer anderen KESB zu übertragen oder die KESB Engadin/Südtäler eventualiter darauf hinzuweisen, sich an die Urteile des Bezirksgerichts Maloja resp. des Kantonsgerichts von Graubünden zu halten. Die KESB Engadin/Südtäler sei nämlich fachlich überfordert, setze die gerichtlichen Anweisungen willkürlich um und sei zudem insofern befangen, als Y._ als Präsidentin der ehemaligen Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell tätig gewesen sei. Da sich das Kantonsgericht als nicht zuständig erklärte, wandte sich X._ mit seiner Aufsichtsbeschwerde am 20. September 2013 an das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit (DJSG). Darin führte er wiederum aus, die KESB sei fachlich überfordert, setze die Anweisungen der Gerichte willkürlich um und nehme einseitig die Interessen der Kindesmutter wahr. Den Vorwurf der Befangenheit erhob er indes nicht mehr.
G. Mit Schreiben vom 27. September 2013 beschied das DJSG X._, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden dem DJSG nur administrativ unterstellt und deshalb in der Rechtsanwendung unabhängig seien; aufgrund der fachlichen Unabhängigkeit der KESB seien inhaltliche Weisungen in Einzelfällen durch das DJSG ausgeschlossen. Mangels Zuständigkeit verzichtete das DJSG auf eine formelle Bearbeitung der Beschwerde. Stattdessen forderte das DJSG die KESB Engadin/Südtäler im nämlichen Schreiben vom 27. September 2013 auf, die Begehren von X._ (inklusive dessen Ausstandsbegehren) als justiziable Fragen innert nützlicher Frist zu bearbeiten.
H. Nach Anhörung von Y._ am 24. Oktober 2013 stellte die KESB Engadin/Südtäler in Bezug auf die Beschwerde von X._ im Entscheid der Kollegialbehörde vom 31. Oktober 2013, mitgeteilt am 7. November 2013, folgendes fest:
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"1. Die Vorwürfe an die fachliche Arbeit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Engadin/Südtäler sind unbegründet und entbehren jeglicher sachlicher Grundlage.
2. Es gibt weder objektive Gründe oder andere konkrete Hinweise, die auf eine Befangenheit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Engadin/Südtäler hinweisen würden. Es liegen keine Ausstandsgründe gemäss Art. 47 Ziff. f ZPO vor.

## Considerations