# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e33d4f9b-1309-484c-b88d-6d8b4b9a6de2
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_004
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. A._ vermietete seit dem Jahr 1995 die Chesa B._ in C._ an
D._. Seit dem Jahr 2003 bezahlte dieser den Mietzins, wenn
überhaupt, nur noch sporadisch, wobei die vertraglich vereinbarten
Mietzinsen jeweils trotzdem von A._ in seiner Steuererklärung
deklariert und von der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden
versteuert wurden. Ende Mai 2018 wurde die Betreibung der
Mietzinsausstände eingeleitet, woraufhin am 29. Oktober 2019 durch das
zuständige Betreibungsamt eine Pfändungsurkunde als Verlustschein
über CHF 1'818'900.15 ausgestellt wurde.
2. Parallel zu einer Korrespondenz zu den ausgebliebenen Mietzinsschulden
zwischen dem Steuervertreter von A._ und dem zuständigen
Steuerkommissär der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden
zwischen Februar und April 2019 wurde die definitive
Veranlagungsverfügung des Jahres 2016 am 25. März 2019 sowie des
Jahres 2017 am 18. Februar 2020 eröffnet. In beiden Verfügungen, welche
unangefochten in Rechtskraft erwuchsen, wurde der Ertrag aus privaten
Liegenschaften der Chesa B._ folglich auf CHF 0.-- festgesetzt.
3. Mit Eingabe vom 11. November 2019 reichte A._ der
Steuerverwaltung des Kantons Graubünden ein Revisionsgesuch ein. Er
beantragte sinngemäss, die in Rechtskraft erwachsenen
Veranlagungsverfügungen für die direkten Bundes-, die Kantons- und die
Gemeindesteuern der Jahre 2007 bis 2015 seien zu revidieren und die
Mieterträge für die Chesa B._ in C._ seien mangels Bezahlung
nicht als Einkommen zu berücksichtigen. Begründend wurde ausgeführt,
dass der Mieter ab dem Jahr 2003 keine Mieten mehr bezahlt und den
Vermieter mit Schuldanerkennungen und leeren Versprechungen
vertröstet habe. Trotz langem Zuwarten seien diese Mietzinseinnahmen
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deklariert und versteuert worden. A._ habe keine Kenntnisse von der
scheinbar allgemein schlechten Zahlungsmoral des Mieters gehabt.
4. Mit Revisionsentscheid vom 15. Juli 2020 trat die Steuerverwaltung auf
das Revisionsgesuch vom 11. November 2019 nicht ein. Begründend
wurde im Wesentlichen festgehalten, es sei A._ ohne weiteres
zumutbar gewesen, innerhalb der Frist Einsprache gegen die einzelnen
Veranlagungsverfügungen ab 2007 zu erheben und geltend zu machen
sowie zu belegen, dass der Mietertrag der Chesa B._ nicht bezahlt
wurde und somit in den entsprechenden Veranlagungen nicht als
Einkommen zu berücksichtigen war.
5. Am 14. August 2020 erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer)
gegen den Revisionsentscheid vom 15. Juli 2020 Beschwerde an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er beantragte, der streitige
Revisionsentscheid der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei betreffend die Kantons- und
Gemeindesteuern (2007 – 2015) aufzuheben sowie auf das
Revisionsbegehren sei im jetzigen Beschwerdeverfahren vor
Verwaltungsgericht einzutreten. Die Revision der Steuerperioden 2007 -
2015 (Kantons- und Gemeindesteuern) sei im jetzigen Verfahren im Sinne
der vorliegenden Beschwerde vorzunehmen oder anzuordnen.
Gleichzeitig wurde wie bereits im besagten Revisionsgesuch im
Wesentlichen geltend gemacht, dass er im Zeitpunkt der Deklaration keine
Kenntnis über die tatsächlichen finanziellen Verhältnisse des Mieters
gehabt und es deshalb keinen Grund für eine Einspracheerhebung
gegeben habe.
6. Mit Vernehmlassung vom 25. September 2020 beantragte die
Beschwerdegegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde,
soweit darauf eingetreten werden könne. Die definitiven
Veranlagungsverfügungen der Steuerperioden 2007-2015 seien schriftlich
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## Considerations