# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4ba4f486-c821-4cbd-9b32-33570a34e69f
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend gewerbsmässigen Betrug etc. und Widerruf
- 2 -
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Pfäffikon, 2. Abteilung, vom 12. Dezember 2018 (DG180004)
- 3 -
Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 28. Oktober 2015 ist
diesem Urteil beigeheftet (Urk. D1/48).
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 138 S. 270 ff.)
1. Der Beschuldigte ist schuldig
− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2
StGB,
− der Urkundenfälschung (Gebrauch) im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1
und 3 StGB,
− der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB und
− der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.
2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf des gewerbsmässigen
Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1
und 2 StGB und der mehrfachen Urkundenfälschung (Falschbeurkundung)
im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Der Tatbestand der Unterlassung
der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB ist konsumiert.
3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren, wovon
bis und mit heute 10 Tage durch Haft erstanden sind.
4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten aufgescho-
ben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt.
Im Übrigen (18 Monate, abzüglich 10 Tage [erstanden durch Haft]) wird die
Freiheitsstrafe vollzogen.
5. Der bedingte Strafvollzug der mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich
vom 24.9.2010 ausgefällten Geldstrafe von 45 Tagessätzen à Fr. 160.– wird
nicht widerrufen.
- 4 -
6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Schadenersatz von
Fr. 98'049.80 nebst Zins zu 5% ab dem 31.12.2011 zu bezahlen.
Im Übrigen wird die Zivilforderung der Privatklägerin auf den Zivilweg ver-
wiesen, ohne dass der Beschuldigte diesbezüglich dem Grundsatze nach
schadenersatzpflichtig erklärt wird.
7. Der Privatklägerin wird keine Umtriebs-/Prozessentschädigung zugespro-
chen.
8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatzforderung im Sinne
von Art. 71 StGB den Betrag von Fr. 98'049.80 zu bezahlen.
9. Der vom Beschuldigten erhaltene und/oder im Zwangsvollstreckungsverfah-
ren erhältlich gemachte Betrag der Ersatzforderung gemäss vorstehender
Ziff. 8 wird der Privatklägerin zugesprochen, und zwar in Anrechnung an ih-
ren Schadenersatzanspruch gemäss vorstehender Ziff. 6, womit sich Letzte-
rer in entsprechendem Umfange reduziert.
10. Die am 21.3.2012 von Staatsanwalt lic. iur. Andreas Baumgartner von der
Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich verfügte und am 17.6.2013 von
Staatsanwältin lic. iur. Iris Matzinger von der Staatsanwaltschaft See / Ober-
land abgeänderte Beschlagnahme bzw. Grundbuchsperre hinsichtlich des
hälftigen Miteigentumsanteils des Beschuldigten am Grundstück Grundregis-
ter Blatt 1 (Kataster Nr. 2, C._) und Grundregister Blatt 3 (Kataster
Nr. 4, D._), Im C._ ..., ... E._, wird über die Rechtskraft des
Urteils hinaus aufrecht erhalten, und zwar bis zur vollständigen Tilgung der
Ersatzforderung gemäss vorstehender Ziff. 8 einerseits und der weiteren fi-
nanziellen Forderungen des Staates gegenüber dem Beschuldigten aus
dem vorliegenden Strafverfahren (auferlegte Verfahrenskosten, einschliess-
lich der Kosten der amtlichen Verteidigung) andererseits
oder bis zur Einleitung des Zwangsvollstreckungsverfahrens zur Durchset-
zung dieser Forderungen (SchKG-Verfahren) bzw. bis zur Ablösung der Be-
schlagnahme bzw. Grundbuchsperre durch eine Sicherungsmassnahme im
- 5 -
Zwangsvollstreckungsverfahren (SchKG-Verfahren), jedoch längstens für
die Dauer von zwei Jahren nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids be-
treffend Verpflichtung des Beschuldigten zur Bezahlung dieser Forderungen.
Im Umfang wie die Beschlagnahme wegfällt, wird das Grundstück freigege-
ben.
11. Es wird ein Berufsverbot im Sinne von Art. 67 Abs. 1 StGB angeordnet und
dem Beschuldigten verboten, während fünf Jahren als Treuhänder / Buch-
halter oder in jeder vergleichbaren Art im Finanzbereich tätig zu sein.
12. Eine Veröffentlichung des Urteils im Sinne von Art. 68 Abs. 1 StGB wird
nicht angeordnet.
13. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 25'000.– ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 10'000.– Kosten Vorverfahren,
Fr. 7'130.30 Auslagen MIG, Fr. 18.– Auslagen, Fr. 50.– Entschädigung Zeuge, Fr. 1'260.– Entschädigung Kapo Zürich.
Über allfällige weitere Kosten (Barauslagen etc.) wird die Gerichtskasse se-
parat Rechnung stellen.
14. Die Kosten des Vor- und Hauptverfahrens, ausgenommen diejenigen der
amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
15. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-
nommen. Vorbehalten bleibt die Nachforderung nach Art. 135 Abs. 4 StPO.
Über die Höhe dieser Kosten wird mit separatem Beschluss entschieden.
16. Dem Beschuldigten wird keine Umtriebs-/Prozessentschädigung zugespro-
chen.
- 6 -
17. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
− den amtlichen Verteidiger, im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten,
− die Staatsanwaltschaft See / Oberland, im Doppel,
− den Vertreter der Privatklägerin, im Doppel für sich und zuhanden der
Privatklägerin,
und hernach als begründetes Urteil an
− den amtlichen Verteidiger, im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten,
− die Staatsanwaltschaft See / Oberland, im Doppel,
− den Vertreter der Privatklägerin, im Doppel für sich und zuhanden der
Privatklägerin,
sowie nach Eintritt der Rechtskraft an
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs-
und Vollzugsdienste mit Vermerk der Rechtskraft,
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A,
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular "Löschung des
DNA-Profils",
− das Bundesamt für Polizei, Meldestelle für Geldwäscherei (MROS),
Nussbaumstrasse 29, 3003 Bern,
− das Grundbuchamt E._, F._ ..., ... E._ (im Auszug des
Dispositivs Ziffer 10, mit Vermerk der Rechtskraft).
18. Gegen dieses Urteil kann eine Berufung nach Art. 398 ff. StPO erhoben werden (Art. 398 Abs. 1 StPO). Diese ist innert 10 Tagen seit der  Eröffnung mündlich oder schriftlich beim hiesigen Gericht zu Protokoll
anzumelden (Art. 399 Abs. 1 StPO).
Die Berufung erhebende Partei hat innert 20 Tagen nach Zustellung des begründeten Entscheids dem Obergericht des Kantons Zürich eine schriftli-
che Berufungserklärung einzureichen (Art. 399 Abs. 3 StPO). Sie hat darin anzugeben, ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht, wel-
che Abänderungen sie verlangt und welche Beweisanträge sie stellt. Wer-
- 7 -
den nur Teile des Urteils angefochten, so ist verbindlich anzugeben, auf
welche Teile sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 3 StPO).
Über die Zulässigkeit der Berufung entscheidet die Rechtsmittelinstanz.

## Considerations