# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 927d6032-51d3-430e-ae97-9361c1c21856
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_004
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Am 3. Februar 2020 stellte die B._ A._ für das Jahr 2019 Abfall-,
Wasser- und Abwassergebühren von insgesamt CHF 580.10 in
Rechnung. Als Berechnungsgrundlage für die Grundgebühren wurde der
indexierte Neuwert des Einfamilienhauses verwendet.
2. Mit Einspracheentscheid vom 1. September 2020 wies der
Gemeindevorstand die dagegen erhobene Einsprache ab.
3. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 14.
September 2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden. Der Beschwerdeführer bemängelte die Festsetzung der
Gebühren auf Basis des Gebäudeneuwertes und verlangte die
Anwendung einer anderen Berechnungsgrundlage.
4. In der Vernehmlassung vom 15. Oktober 2020 beantragte die B._
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde.
5. In der Replik vom 13. November 2020 beantragte der Beschwerdeführer,
die Beschwerdegegnerin sei auf eine gerechte und korrekte
Grundrechnung der Wasser, Abwasser und Abfallbeseitigung
hinzuweisen.
6. Mit Schreiben vom 12. Oktober 2020 reichte der Beschwerdeführer eine
Beilage ein.
7. Duplizierend hielt die Beschwerdegegnerin am 24. November 2020 an
ihren Anträgen fest.
8. Am 16. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer eine Triplik ein.
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9. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2020 verzichtete die
Beschwerdegegnerin auf eine Quadruplik.
10. Am 8. Januar 2021 reichte der Beschwerdeführer eine weitere
Stellungnahme ein.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid vom 1. September 2020.
Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig
(Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
BR 370.100). Im Einspracheentscheid wurde die Rechnung vom 3.
Februar 2020 über CHF 580.10 für Wasser-, Abwasser- und
Abfallentsorgungsgrundgebühren bestätigt. Der Streitwert überschreitet
somit nicht CHF 5'000.00, weshalb der Einzelrichter hierfür zuständig ist,
zumal auch keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist (vgl. Art. 43 Abs. 3
lit. a und Art. 43 Abs. 2 e contrario VRG). Die Legitimation des
Beschwerdeführers ist ohne Weiteres gegeben (Art. 50 VRG). Auf die
Beschwerde wird somit eingetreten.
2. Strittig sind die Abwasser-, Wasser- und Abfallgrundgebühren für 2019.
Nicht strittig sind hingegen die Mengengebühren für Wasser und
Abwasser, da laut Art. 36 Abs. 2 des kommunalen Gesetzes über die
Wasserversorgung (WvG) und Art. 39 Abs. 2 des kommunalen Gesetzes
über die Abwasserentsorgung (AeG) für das Jahr 2019 lediglich
Grundgebühren erhoben werden.
3. Zunächst werden die formellen Rügen des Beschwerdeführers behandelt.
3.1. Dass die Beschwerdegegnerin unterlassen hat, dem Beschwerdeführer
ein für den vorliegenden Fall einschlägiges Bundesgerichtsurteil zu
übermitteln, stellt noch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar,
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zumal auch von Laien verlangt werden kann, dass sie bei juristischen
Unklarheiten fachliche Unterstützung aufsuchen. Im Übrigen ist der
Beschwerdeführer auf die Suchmaschine unter folgendem Link zu
verweisen:
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang
=de. Das soeben Gesagte gilt ebenfalls für die Suche der jeweiligen
Gebührenreglemente auf der Webseite der beschwerdegegnerischen
Gemeinde. Ausserdem hat der Beschwerdeführer im
Beschwerdeverfahren alle nötigen kommunalen Erlasse in Kopie erhalten.
Der Beschwerdeführer hat zudem gerügt, dass ihm die Offenlegung der
Kosten zur Gebührenüberprüfung verweigert worden sei. In ihrer
ausführlichen Vernehmlassung hat die Beschwerdegegnerin jedoch
darauf hingewiesen, dass die Jahresrechnungen auf der Webseite der
Gemeinde zugänglich sind. Darauf sind für die Wasserversorgung und die
Abwasser- und Abfallentsorgung die Gesamterträge und -aufwände
ersichtlich. Insoweit schadet nicht, dass die Beschwerdegegnerin ihrem
Einspracheentscheid lediglich die Jahresrechnungen 2016, 2017 und
2018 beigelegt hat. Im Übrigen kann auf die Ausführungen in der
Vernehmlassung verwiesen werden. Eine Verletzung der
Begründungspflicht der Beschwerdegegnerin ist jedenfalls nicht
auszumachen.
3.2. Der Beschwerdeführer behauptet ferner, die Beschwerdegegnerin habe
die Hauseigentümer über den Grund ihrer Entscheidung zur Erhebung von
Grundgebühren für Wasser, Abwasser und Abfallentsorgung auf der Basis
des Neuwerts für 2019 nicht informiert. Mit dieser Kritik übersieht der
Beschwerdeführer, dass die einschlägigen Gesetze, die als
Bemessungsgrundlage den Neuwert vorsehen (dazu s. nachstehende
Erwägungen), von der Gemeindeversammlung genehmigt wurden und per
1. Januar 2019 in Kraft traten. Das durchgeführte
Gesetzgebungsverfahren impliziert, dass die Bürger darüber informiert
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wurden (vgl. Art. 31 der kommunalen Verfassung). Vom
Beschwerdeführer als Zweitwohnungsbesitzer, der in der
Zweitwohnungsgemeinde nicht stimmberechtigt ist, kann zudem erwartet
werden, dass er sich z.B. durch Besuch der Webseite der Gemeinde über
verabschiedete Erlasse auf dem Laufenden hält. Insoweit als der
Beschwerdeführer ferner einwendet, die Beschwerdegegnerin habe am
17. Dezember 2018 den Eigentümern die neuen Tarife für 2019 bezüglich
Wasser-, Abwasser- und Abfallgebühren mitgeteilt, die jedoch tiefer
gewesen seien als die schliesslich herangezogenen, angeblich nicht
verkündeten Promilleansätze, ist festzustellen, dass sich in den Akten
keine Beweise zur Untermauerung dieser Aussage finden. Die hier
angewandten Promilleansätze wurden ohnehin von der
Gemeindeversammlung genehmigt, weshalb diese Rüge ins Leere zielt.
4. Sodann ist auf die materielle Bestreitung der Grundgebühren einzugehen.
4.1. Der Beschwerdeführer verlangt zunächst, dass das Gericht die
gesetzliche Grundlage zur Erhebung der Grundgebühren für Wasser,
Abwasser und Abfall auf ihre Rechtgültigkeit hin überprüft. Ihm zufolge
wäre es in Nachachtung des Verursacherprinzips gerechter, wenn die
Grundgebühren nicht auf der Basis des Neuwerts, sondern anhand einer
gleichmässigen Verteilung der Jahresgesamtkosten auf alle
Liegenschaften in der Gemeinde bzw. Region mit einem Wasserzähler
ermittelt würden. Durch Abstellen auf den Neuwert würden kleine
Liegenschaften neueren Datums mit einem hohen Neuwert im Vergleich
zu grösseren Liegenschaften mit einem niedrigeren Neuwert
unzulässigerweise benachteiligt. In der Replik hat der Beschwerdeführer
ausserdem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die anfallenden
Jahreskosten und der Verteilerschlüssel zwischen Grund- und
Mengengebühr nicht Beschwerdegegenstand sind (vgl. Replik S. 4)
Deshalb ist auf die Einhaltung des Äquivalenz- und
Kostendeckungsprinzips sowie des Verursacherprinzips insoweit, als es
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das Verhältnis zwischen Grund- und Verbrauchsgebühr betrifft, nicht
einzugehen.
4.2. Gemäss Art. 127 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) bedürfen öffentliche Abgaben einer
formell-gesetzlichen Grundlage, welche in den Grundzügen die
Ausgestaltung der Steuern, namentlich der Kreis der Steuerpflichtigen, der
Gegenstand der Steuer und deren Bemessung (Höhe der Abgabe), regelt.
4.2.1. Gemäss Art. 30 WvG ist für alle an die öffentlichen Anlagen der
Wasserversorgung angeschlossenen Liegenschaften eine jährlich
wiederkehrende Grundgebühr zu entrichten (Abs. 1).
Bemessungsgrundlage der Grundgebühr bilden der Neuwert des
angeschlossenen Gebäudes und die vom Gemeindevorstand periodisch
innerhalb des Gebührenrahmens gemäss Anhang festgelegten
Gebührensätze (Abs. 2). Massgeblich für die Veranlagung ist der Neuwert
gemäss letzter amtlicher Schätzung im Zeitpunkt der Fälligkeit. Entspricht
dieser offensichtlich nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, veranlasst
der Gemeindevorstand eine neue Schätzung (Abs. 3). Gemäss Ziff. 2.1
Anhang zum WvG beträgt der Gebührenansatz für Wohngebäude
(Objektklasse 4) 0.15 ‰ bis 0.35 ‰.
Nach Art. 32 AeG ist für alle an die öffentlichen Abwasseranlagen
angeschlossenen Objekte eine jährlich wiederkehrende Grundgebühr zu
entrichten (Abs. 1). Bemessungsgrundlage der Grundgebühr bilden der
Neuwert des angeschlossenen Gebäudes und die vom
Gemeindevorstand periodisch innerhalb des Gebührenrahmens gemäss
Anhang festgelegten Gebührenansätze (Abs. 2). Massgeblich für die
Veranlagung ist der Neuwert gemäss letzter amtlicher Schätzung im
Zeitpunkt der Fälligkeit. Entspricht dieser offensichtlich nicht den
tatsächlichen Gegebenheiten, veranlasst der Gemeindevorstand eine
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neue Schätzung (Abs. 3). Gemäss Ziff. 2.1 Anhang zum AeG beträgt der
Gebührenansatz für Wohngebäude (Objektklasse 4) 0.15 ‰ bis 0.35 ‰.
Gemäss Art. 28 des kommunalen Gesetzes über die Abfallwirtschaft
(AwG) ist für Gebäude, die Wohnungen, Ferien- und Arbeitsstätten oder
Produktionsbetriebe enthalten oder bei denen regelmässig Abfälle
anfallen, eine jährlich wiederkehrende Grundgebühr zu bezahlen (Abs. 1).
Bemessungsgrundlage der Grundgebühr bilden der Neuwert des
Gebäudes und die vom Gemeindevorstand periodisch innerhalb des
Gebührenrahmens gemäss Anhang zu diesem Gesetz festgelegten
Gebührensätzen (Abs. 2). Massgeblich für die Veranlagung ist der
Neuwert gemäss letzter amtlicher Schätzung im Zeitpunkt der Fälligkeit.
Entspricht dieser offensichtlich nicht den tatsächlichen Gegebenheiten,
veranlasst der Gemeindevorstand eine neue Schätzung (Abs. 3). Gemäss
Ziff. 1 Anhang zum AwG beträgt der Gebührenansatz für Wohngebäude
(Objektklasse 4) 0.15 ‰ bis 0.35 ‰.
Schuldner der Gebühren sind die im Zeitpunkt der Fälligkeit im Grundbuch
eingetragenen Eigentümer (Art. 25 Abs. 1 WvG; Art. 27 Abs. 1 AeG und
Art. 27 Abs. 1 AwG).
4.2.2. In den oben geschilderten Gesetzesgrundlagen werden die pflichtigen
Steuersubjekte, das Steuerobjekt und die Bemessungsgrundlage
ausreichend bezeichnet. Somit liegt eine genügende gesetzliche
Grundlage für die Erhebung der Wasser-, Abwasser und
Abfallgrundgebühren vor.
4.3. Zur Bestimmung der Gebührenrechnung stützte sich die
Beschwerdegegnerin korrekterweise auf die innerhalb des
Gebührenrahmens festgelegten Promillesätze des Neuwerts gemäss
Tarifordnungen des Gemeindevorstandes, nämlich 0.33 ‰ bei den
Wassergebühren (Ziff. 2.1 Anhang zum WvG i.V.m. Art. 2 der Tarifordnung
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zum WvG 2019), 0.34 ‰ bei den Abwassergebühren (Ziff. 2.1 Anhang
zum AeG i.V.m. Art. 2 der Tarifordnung zum AeG) und 0.26 ‰ bei den
Abfallgebühren (Ziff. 1 Anhang 1 zum AwG i.V.m. Art. 1 der Tarifordnung
zum AwG). Die Beschwerdegegnerin zog als Neuwert einen Betrag von
CHF 589'300.00 entsprechend einem (negativ) indexierten
Gebäudeneuwert von CHF 600'600.00 gemäss amtlicher Schätzung vom
18. November 2013 heran (vgl. Rechnung vom 3. Februar 2020 [Bf-act.
2]). Da der Beschwerdeführer einwendet, der Neuwert betrage gestützt auf
die GVG-Police 291-07041 vom 8. Januar 2020, die infolge
Indexanpassung ausgestellt wurde (Bf-act B10), CHF 599'619.00, mithin
mehr als von der Beschwerdegegnerin veranschlagt, erübrigen sich
weitere Ausführungen zum massgebenden Neuwert. Beizufügen ist, dass
beim nichtindexierten Neuwert die Beschwerdegegnerin in der
Stellungnahme fälschlicherweise einen Betrag von CHF 661'300.00
erwähnte, was auf eine Verwechslung mit dem Verkehrswert
zurückzuführen ist. Die Beschwerdegegnerin hat aber stets zutreffend
angegeben, dass die Grundgebühren auf der Basis eines index-
bereinigten Betrags in Höhe von CHF 589'300.-- veranschlagt wurden.
Nachfolgend zu prüfen ist lediglich, ob die Gebührenbemessung anhand
des Gebäudeneuwerts gemäss amtlicher Schätzung rechtens ist.
4.4.1. Das Verursacherprinzip besagt, dass die Kosten einer staatlichen
Massnahme von derjenigen Person zu tragen sind, die sie verursacht hat.
Nach der Lehre ist das Verursacherprinzip ein eigenständiges Prinzip.
Ausserhalb von Ersatzvornahmen gilt es nur, soweit es spezialgesetzlich
vorgesehen ist; dies folgt aus dem in Art. 5 Abs. 1 BV verankerten
Legalitätsprinzip. Bedeutsam ist das Verursacherprinzip vor allem im
Umweltrecht und bei Polizeieinsätzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
2C_995/2012 vom 16. Dezember 2013 E. 5.2 m.H.). Bezüglich
Wassergebühren ist das Verursacherprinzip weder auf Bundes- noch auf
Kantonsebene normiert. Die Beschwerdegegnerin erhebt jedoch gemäss
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Art. 23 Abs. 1 WvG zur Deckung ihrer Auflagen für den Bau, den Betrieb,
den Unterhalt und die Erneuerung (Sanierung und Ersatz) von öffentlichen
Wasserversorgungsanlagen kostendeckende und verursachergerechte
Gebühren. Dasselbe hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf das
bereites auf Bundes- (Art. 60a Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Schutz der Gewässer [GSchG; SR 814.20]) und Kantonsebene (Art. 21
Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den Schutz der
Gewässer [Kantonales Gewässerschutzgesetz, KGSchG; BR 815.100])
vorgeschriebene Verursacherprinzip hinsichtlich der Finanzierung von
öffentlichen Abwasseranlagen in Art. 25 Abs. 1 AeG vorgesehen.
Schliesslich hat die Beschwerdegegnerin auch bezüglich der Finanzierung
der Bewirtschaftung der Siedlungsabfälle das ebenso bereits auf
Bundesebene festgeschriebene Verursacherprinzip (Art. 32a Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Umweltschutz [Umweltschutzgesetz, USG; SR
814.01]) in Art. 25 Abs. 1 AwG wiedergegeben.
4.4.2. Die mengenunabhängige Grundgebühr ist namentlich für die
Aufrechterhaltung der Infrastruktur zu bezahlen (Bereitstellungsgebühr).
Da die Grundgebühr damit der Deckung der Fixkosten dient, die
unabhängig von der Wasser-, Abwasser- oder Abfallmenge anfallen,
widerspricht es dem Verursacherprinzip nicht, wenn sie mit einem
gewissen Schematismus, z.B. pro Wohnung, bemessen wird. Zulässig ist
zudem die Bemessung nach Nutzfläche, umbautem Raum oder Anzahl
Wohnräumen (vgl. hinsichtlich Abfallentsorgung: BGE 138 II 111 E. 5.3.4
m.H.). Für die Grundgebühr kann die Gemeinde aber auch den
Gebäudeversicherungswert (bzw. Gebäudeneuwert) heranziehen (vgl.
BGE 128 I 46 E. 4a; Urteile des Bundesgerichts 2C_995/2012 vom 16.
Dezember 2013 E. 6.5, 2P.266/2003 vom 5. März 2004 E. 3.3,
2C_816/2009 vom 3. Oktober 2011 E. 4.1.1). Der
Gebäudeversicherungswert ist für die Festsetzung der Grundgebühr
solange ein vertretbares Kriterium, als er die Grösse der Liegenschaft und
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damit das Ausmass deren möglicher Nutzung zum Ausdruck bringt, von
der auch die mutmassliche (wahrscheinliche oder maximal zu erwartende)
Inanspruchnahme der öffentlichen Versorgungs- und
Entsorgungseinrichtungen abhängt, welche wie gesagt durch die
Grundgebühr (als Bereitstellungsgebühr) pauschal abgegolten werden
darf. Dieser Zusammenhang besteht dann nicht mehr, wenn die Höhe des
Gebäudeversicherungswertes durch Besonderheiten der Baute bedingt ist
und nicht das mögliche Ausmass der entsorgungs- bzw.
versorgungsrelevanten Nutzung zum Ausdruck bringt (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 2P.266/2003 vom 5. März 2004 E. 3.3).
4.4.3. Soweit der Beschwerdeführer im Sinne einer inzidenten Normenkontrolle
die gesetzliche Verankerung des Gebäudeneuwertes als
Bemessungsgrundlage kritisiert, ist auf die oberwähnte Rechtsprechung
zu verweisen, wonach der Gebäudeversicherungswert (und damit der
Gebäudeneuwert) ein zulässiges Kriterium für die Festsetzung der
Grundgebühr darstellt. Beizufügen ist, dass im Rahmen der pauschalen
Erhebung der Grundgebühr ein Schematismus unumgänglich ist. Dieser
zieht zwangsläufig gewisse hinzunehmende Ungleichbehandlungen mit
sich. Die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Lösung, wonach die
Jahresgesamtkosten auf die Anzahl der Gesamtliegenschaften
gleichmässig zu verteilen seien, würde die mit dem Schematismus
verbundenen Ungleichbehandlungen nicht beheben. Wenn nämlich jede
Liegenschaft – wobei wohl eher jeder Haushalt resp. Wohneinheit gemeint
sein dürfte – mit einem Wasserzähler unabhängig von der Wohnfläche
die gleiche Grundgebühr zahlte, würden zwar die vom Beschwerdeführer
angeführten Ungleichbehandlungen beseitigt, handkehrum entstünden
dann neue Ungleichbehandlungen, indem kleinere Haushalte gegenüber
grössere gemessen an ihrer Inanspruchnahme der öffentlichen
Infrastruktur proportional stärker belastet würden. Das heisst indessen
nicht, dass der Bemessungsvorschlag des Beschwerdeführers resp. eine
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Veranlagung nach Wohneinheit ausgeschlossen ist. Denkbar ist z.B. auch
eine Veranlagung pro Kopf, wie in etlichen Bündner Gemeinden bei den
Kehrichtgrundgebühren der Fall ist. Das Gericht hat sich aber nicht zur
Angemessenheit der Bemessungsgrundlage zu äussern. Die Wahl des
Gebäudeneuwertes als Bemessungsgrundlage für die Wasser-,
Abwasser- und Abfallgrundgebühren ist angesichts der (Finanz-
)Autonomie der Gemeinde und der zitierten Rechtsprechung vertretbar
und kann vom Gericht nicht beanstandet werden. Vorbehalten bleibt
indessen eine Überprüfung der Verhältnismässigkeit im Einzelfall.
4.4.4. Im konkreten Fall liegen bei der Baute des Beschwerdeführers keine
Besonderheiten, wie etwa besondere Bauweise oder Baumaterialien, vor.
Sein Wohnhaus ist auch nicht als Luxusvilla mit Unternutzung zu
bezeichnen. Demnach ist davon auszugehen, dass der Gebäudeneuwert
das mögliche Ausmass der entsorgungs- und versorgungsrelevanten
Nutzung zum Ausdruck bringt, weshalb die Anwendung des
Gebäudeneuwertes zur Festsetzung der betreffenden Grundgebühren im
vorliegenden Fall rechtens ist.
4.5. Soweit der Beschwerdeführer noch eine unberechtigte Miteinbeziehung
der Gemeinschaftsgarage auf Parzellen 7040 und 6951 (alt Nr. 1040 und
951) zu bemängeln scheint, ist ihm zu entgegnen, dass die hier strittige
Veranlagung aufgrund des Neuwertes des Gebäudes (Ass.-Nr. 4-0219B)
auf seiner Parzelle erfolgte. Die Gemeinschaftsgarage ist darin nicht
eingeschlossen. Ausserdem geht aus dem vom Beschwerdeführer ins
Recht gelegten Schreiben der Beschwerdegegnerin samt Rechnung vom
3. November 2020 (Bf-act. B7) hervor, dass die Gemeinschaftsgarage
mangels Anschluss an die Kanalisation bei den Abwassergebühren nicht
(mehr) mitberücksichtigt wurde. Soweit der Beschwerdeführer die
Veranlagung von (Frisch-)Wasserversorgungs- und
Abfallentsorgungsgebühren für die Gemeinschaftsgarage, an deren
Kostentragung er sich beteiligt, beanstandet, so kann er nicht gehört
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werden, da diese Frage hier nicht Streitgegenstand bildet. Im Übrigen ist
er auf die Begründung im von ihm beigelegten Schreiben der
Beschwerdegegnerin vom 3. November 2020 zu verweisen.
5. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen und der angefochtene
Einspracheentscheid zu bestätigen.
6. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten des
Beschwerdeführers (Art. 73 Abs. 1 VRG). Der Beschwerdegegnerin steht
gemäss der Regel in Art. 78 Abs. 2 VRG keine aussergerichtliche
Entschädigung zu, da sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis
obsiegt.
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