# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 35f08bac-1fce-4532-a273-8bf1e6c69733
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. 1. Am 23. Februar 1989 schlossen sich V., U., Y., T., die aus S., R., Q., P. und O. bestehende einfache Gesellschaft N. sowie Dr. L. zur Baugesellschaft M. zusammen, einer einfachen Gesellschaft mit dem allein oder im Zusammenwirken mit anderen Partnern zu verfolgenden Zweck: Erwerb und Überbauung von Grundstücken sowie Begründung von Stockwerkeigentum und Verkauf der Stockwerkeinheiten. Nach dem Tod von Dr. L. wurde die Baugesellschaft M. mit dessen Erben fortgesetzt (unter ihnen lic. iur. K.). Ebenso wenig führten offenbar andere personelle Änderungen innerhalb der Baugesellschaft M. – so das Ausscheiden von V. am 22. Dezember 1992 und von Y. am 19. August 2003 – zu deren Auflösung. Gleiches gilt für die einfache Gesellschaft N. (später N. II).
Mit Kaufvertrag vom 07. Februar 2002 erwarb die Baugesellschaft M. von der J. SA mit Sitz in I. zum Preis von Fr. 1000.00 das Stück 435 der 500 Namenaktien der W. SA mit Sitz in I.. Letztere war schon damals und ist anscheinend auch heute noch Eigentümerin der an der A. in I. gelegenen, mit dem Hotel W. überbauten Parzelle Nr. 18 Plan 4 des Grundbuches der Gemeinde I..
Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 17. Oktober 2003, der indessen nie ins Grundbuch eingetragen wurde, verkaufte die W. SA die genannte Hotelparzelle zum Preis von 3,45 Millionen Franken an die am 25. Juli 2003 gegründete, im Liegenschaftenhandel tätige H. mit Sitz in I.. Für die Käuferin handelte ihr Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift G., für die Verkäuferin deren Verwaltungsratspräsident mit Einzelunterschrift lic. iur. K.. In Ziffer 4 der weiteren Vertragsbestimmungen hielten die Parteien fest:
„Die Käuferin ist berechtigt, vorgängig des Grundbucheintrages auf eigene Verantwortung und in eigenem Namen Baugesuche für das Kaufobjekt einzureichen und alle notwendigen Abklärungen zu treffen. Die Verkäuferin verpflichtet sich nötigenfalls zur Mitunterzeichnung von Baugesuchen, jedoch ohne Übernahme von irgendwelchen Verantwortlichkeiten oder Kosten.
Die Käuferin verpflichtet sich, bis Ende Oktober 2003 das Baugesuch einzureichen. Weiter verpflichtet sich die Käuferin, unmittelbar nach Vorliegen der Baubewilligung das Gesuch um Globalbewilligung betreffend BewG einzureichen. Sollte die Baubewilligung und/oder die Globalbewilligung mit einer Ausländerquote von 30 % bis 30.04.2004 nicht erteilt werden, ist die Käuferin berechtigt, vorliegenden Vertrag entschädigungslos aufzuheben, womit die bereits geleisteten Kaufpreisanzahlungen zinslos zurückerstattet werden.“
Den Bestrebungen der H., die Hotelliegenschaft W. in ein Mehrfamilienhaus mit Zweitwohnungen umzubauen oder wenigstens das Restaurant im
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Erdgeschoss zu belassen und einzig in den oberen Stockwerken Wohnungen einzurichten, erwuchs von Seiten der Gemeinde I. und dem Kanton Widerstand. Überdies erhob ein F. Einsprache gegen das entsprechende Baugesuch vom 17. Oktober 2003. Da sich nach Einschätzung der Käuferin die geplante Umnutzung nicht würde erreichen lassen, traf sie am 08. Juni 2004 mit der Gemeinde I. eine Vereinbarung, wonach sie gegen eine Abfindung in der Höhe von Fr. 150'000.00 bereit sei, ihr Baugesuch wieder zurückzuziehen und die Unterschutzstellung des Hotels W. hinzunehmen. In der Folge schrieb die Gemeinde I. mit Verfügung vom 28. Juli 2004 sowohl das Baugesuch wie die hiergegen erhobene Einsprache als erledigt ab (Ziffern 1 und 2 des Dispositivs). Ausserdem ordnete sie in Ziffer 3 des Dispositivs an, dass das Hotel W. unter Denkmalschutz gestellt werde; die Umnutzung der Liegenschaft zu anderen Zwecken als dem Betrieb eines Gasthauses sei verboten; das Haus solle weiterhin der Öffentlichkeit als Hotel bzw. Restaurant zugänglich bleiben; insbesondere müssten das Restaurant im Erdgeschoss sowie die beiden Stuben im ersten Obergeschoss der Bewirtung und dem Aufenthalt von Gästen vorbehalten bleiben.
Bereits am 06. Mai 2004 hatten sich die W. SA und die H. auf die Aufhebung ihres am 17. Oktober 2003 abgeschlossenen Kaufvertrages geeinigt. Überdies wurden im Verlauf des Jahres 2004 offenbar die Aktien der W. SA durch die F. Stiftung übernommen.
2. Die durch ihren Verwaltungsrat Y. handelnde Y. AG will gemeinsam mit Z. und X. gestützt auf einen entsprechenden Auftrag, der ihnen über die Baugesellschaft M. durch die W. SA erteilt worden sei, nach Kaufinteressenten für die Hotelparzelle Nr. 18 Plan 4 des Grundbuches der Gemeinde I. gesucht haben. Sie seien dabei erfolgreich gewesen und hätten der Eigentümerin der Liegenschaft unter anderem als möglichen Erwerber G. genannt, mit dessen H. es dann zum Abschluss des Kaufvertrages gekommen sei. Bei dieser Sachlage hätten sie Anspruch auf eine Maklerprovision in der üblichen Höhe von 3 % des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer.
B. Am 02. Dezember 2004 machten Z., die Y. AG und X. beim Kreispräsidenten Oberengadin als Vermittler eine gegen die W. SA gerichtete Forderungsklage anhängig. Laut dem Leitschein vom 27. Januar 2005 hatten die Parteien an der Sühneverhandlung vom gleichen Tag die folgenden Anträge gestellt:
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Klägerisches Rechtsbegehren:
„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, den Klägern CHF 112'980.00 zuzüglich 5 % Zins seit 21.04.2004 zu bezahlen.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“
Beklagtisches Rechtsbegehren:
„1. Abweisung der Klage.
2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 7.6 % MwSt. unter solidarischer Haftung zulasten der Klägerschaft.
C. Mit Prozesseingabe vom 15. Februar 2005 unterbreiteten Z., die Y. AG und X. die Streitsache dem Bezirksgericht Maloja, wobei sie an ihrem Rechtsbegehren gemäss Leitschein festhielten.
In ihrer Prozessantwort vom 18. April 2005 bestätigte auch die Beklagte ihre an der Sühneverhandlung gestellten Anträge.
Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.
D. An der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 18. Januar 2006 reduzierten Z., die Y. AG und X. ihre Forderung geringfügig auf einen Betrag von CHF 111'360.00 zuzüglich Zins. In der Folge erkannte das Bezirksgericht Maloja mit Urteil vom gleichen Tag, mitgeteilt am 06. Februar 2006:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 8000.00, einem Streitwertzuschlag von CHF 1500.00 und Schreibgebühren von CHF 500.00, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 220.00 werden den Klägern auferlegt unter solidarischer Haftung eines jeden für den gesamten Betrag.
3. Die Kläger werden verpflichtet, die Beklagte mit CHF 15'070.45 ausseramtlich zu entschädigen unter solidarischer Haftung eines jeden für den gesamten Betrag.

## Considerations