# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 20cacd23-2d9a-4d5c-b178-4aa4283993e5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 5. Juni 2008 erwarb die durch ihren Sohn A._ vertretene X._ von B._ die damals noch zu erstellende Stockwerkeigentumseinheit Nr. _ (51⁄2 - Zimmerwohnung Nr. A3 im 2. und 3 Obergeschoss) am Grundstück Nr. _ im Grundbuch der Gemeinde O.1_ sowie zwei Autoeinstellplätze in derselben Liegenschaft. Der Kaufpreis betrug Fr. 2'800'000.--. In den weiteren Vertragsbestimmungen verpflichtete sich der Verkäufer - in Abweichung von der bisherigen Baubewilligung und den zugehörigen Aufteilungsplänen gemäss Anlage B-1 und der Baubeschreibung gemäss Anlage B-2 - die Bauausführung gemäss den als Anlage C-1 beigefügten Plänen und der als Anlage C-2 beigefügten Änderungsbeschreibung auszuführen. Mit der geänderten Bauausführung sollte die damalige C._AG beauftragt werden. Da der Kaufpreis für die Eigentumswohnung auf Basis der Aufteilungspläne Anlage B-1 und der Baubeschreibung Anlage B-2 kalkuliert war, wurde vereinbart, dass die C._AG die sich allfällig aus den genannten Änderungen ergebenden Baumehr- oder Bauminderkosten sowie die dadurch bedingten Planungsmehrkosten direkt gegenüber der Käuferin abrechnen konnte. Zu diesem Zweck sollte noch eine gesonderte Vereinbarung zwischen der C._AG und der Käuferin abgeschlossen werden. Die sich ergebenden Baumehr- oder Bauminderkosten und Planungsmehraufwendungen sollten von der Generalunternehmerin "unter Vorlage entsprechender Subunternehmerofferten beziehungsweise Abrechnungen sowie Planerabrechnungen" prüfbar aufgelistet werden. Bezüglich Mehrkosten der Fassadenvormauerung in Naturstein wurde vereinbart, dass die Käuferin lediglich den auf die Aussenmauern im Bereich ihrer Sondereigentumseinheit entfallenden Anteil zu tragen habe. Allfällige zusätzliche Sonderausbau- und Änderungswünsche über die Anlagen C-1 und C-2 hinaus sollte die Käuferin direkt an die C._AG übertragen und mit dieser abrechnen.
Am 29. Mai/5. Juni 2008 schlossen die C._AG und X._, letztere als "Käuferschaft" wiederum vertreten durch ihren Sohn, eine Vereinbarung für die Abwicklung und Ausführung der Käuferwünsche, worin X._ die C._AG mit der Planung und der Ausführung ihrer Käuferwünsche beauftragte. Der zweitunterzeichnende Sohn von X._ beschränkte den Anwendungsbereich dieser Vereinbarung handschriftlich auf "Änderungen und Sonderwünsche über die Anlage C-2 zum Kaufvertrag hinaus" und beanspruchte - ebenfalls in
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handschriftlicher Ergänzung der Vereinbarung - die "Abrechnungsmodalitäten gemäss Kaufvertrag".
B. Ende Dezember 2009 wurden A._ informell die Schlüssel der Eigentumswohnung seiner Mutter übergeben. A._ bewohnte darauf erstmals die Eigentumswohnung.
C. Am 21. Juli 2010 sandte die C._AG X._ für den Kostenanteil an der Natursteinfassade und die Sonderausbauten zwei Rechnungen (Nrn. _ und _) über Fr. 142'106.45 sowie Fr. 281'011.45 zu. Nachdem eine Zahlung ausgeblieben war, mahnte die C._AG X._ am 9. September 2010, am 6. Oktober 2010 und am 20. Oktober 2010. Am 9. November 2010 bewirkte die C._AG die Verarrestierung der Stockwerkeinheit von X._ sowie deren Miteigentumsanteile an der Autoeinstellhalle (Arrest-Nr. _ des Betreibungsamts Oberengadin).
D. Am 16. November 2010 liess die C._AG beim Kreisamt Oberengadin ein Vermittlungsbegehren einreichen. Mit Valuta vom 26. November 2010 beglich X._ die Rechnung Nr. _ im Umfang von Fr. 55'224.62 und die Rechnung Nr. _ im Umfang von Fr. 20'783.26. Nach den Sühneverhandlungen vom 17. Dezember 2010 und 4. Mai 2011, welchen X._ fern blieb, bezog die C._AG am 13. September 2011 den Leitschein mit folgenden klägerischen Rechtsbegehren:
„1. Die Beklagte sei in Prosequierung des Arrests Nr. _ Betreibungsamt Oberengadin zu verpflichten, der Klägerin CHF 363'656.02 nebst 7% Zins ab 27. November 2010 zu bezahlen.
2. Die Beklagte sei weiter zu verpflichten, der Klägerin CHF 100'000.00 nebst 7% Zins ab 16. November 2010 zu bezahlen.
3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten.“
E. Mit Prozesseingabe vom 19. September 2011 prosequierte die C._AG die Streitsache an das Bezirksgericht Maloja. Dabei stellte sie das Rechtsbegehren, X._ sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zur Bezahlung von Fr. 360'220.67 nebst Zins von 7% seit dem 27. November 2010 zu verpflichten. Mit Prozessantwort vom 14. Dezember 2011 beantragte X._ die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung der Klage sowie die Aufhebung des Arrests Nr. _. In ihrer Replik vom 6. März 2012 hielt die C._AG an ihren in der Prozesseingabe gestellten Begehren fest und beantragte, auf das gegnerische Begehren um Aufhebung des Arrests sei nicht einzutreten. X._
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duplizierte am 27. März 2012, worauf die C._AG am 30. März 2012 noch eine Stellungnahme gemäss Art. 87 Abs. 2 GR-ZPO einreichte. Nach durchgeführtem Beweisverfahren und Vorladung zur Hauptverhandlung legte die C._AG am 26. Oktober 2012 schliesslich unter Berufung auf Art. 98 Ziff. 1 GR-ZPO neue Urkunden ins Recht.
F. Mit Entscheid vom 13. November 2012, mitgeteilt am 5. März 2013 erkannte das Bezirksgericht Maloja wie folgt:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 284'976.10 zuzüglich Zins von 5% auf CHF 83'572.50 seit 27. November 2010 zu bezahlen.
Die Beklagte wird zudem verpflichtet, der Klägerin den Betrag von Fr. 6'132.10 zuzüglich Zins von 5% seit 17. Dezember 2010 zu bezahlen.
2. Die Kosten des Verfahrens von CHF 30'000.--, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 24'000.--, Schreibgebühren von CHF 1'000.-- und von einem reduzierten Streitwertzuschlag von CHF 5'000.--, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 300.-- werden zu einem Sechstel der Klägerin und zu fünf Sechsteln der Beklagten auferlegt.
3. Die Beklagte hat die Klägerin mit CHF 28'419.50 ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations