# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 857b2387-78f6-56c2-b53d-1ad7d9a194c6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1957 geborene
X._
war als Berufschauffeur tätig und
meldete sich am 6. Februar
2014
(Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau zum Leistungsbezug an (
vgl.
Urteil des Bundesverwaltungsge
richts vom 1
3.
Oktober 2016, Urk. 7/77/2). Nachdem
X._
seinen Wohnsitz nach Thailand verlegt hatte, wurde die Sache an die zuständige Invali
denversicherungsstelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) über
wiesen. Diese klärte die persönlichen, beruflichen und medizinischen Verhältnisse ab und verneinte gestüt
zt darauf mit Verfügung vom 30.
April 2015 einen Ren
tenanspruch von
X._
(Urk. 7/77/2 und Urk.
7/44
)
. Die dagegen von
X._
erhobene Beschwerde, hiess das Bundesverwaltungsge
richt mit Urteil vom 13. Oktober 2016 teilweise gut und wies die Sache an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung zurück (Urk. 7/77/21).
In der Folge veran
lasste die IVSTA eine polydisziplinäre Begutachtung. Die Medizinische Abklä
rungsstelle
Y._
(nachfolgend MEDAS) erstattete das Gutachten am 22. November 2017 (Urk. 7/133).
Nachdem
X._
wieder in der Schweiz Wohnsitz
genommen hatte
, wurde die Angelegenheit an die IV-Stelle Zürich überwiesen (Urk. 7/163). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 1. Februar 2019, Urk. 7/179; Einwand vom 12. Februar
2019, Urk. 7/185) verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom
4.
Juni 2019
einen An
spruch von
X._
auf
Invalidenversicherungsleistungen
(Urk. 2)
. Zu
gleich wurde
X._
im Sinne einer Schadenminderungspflicht die Durchführung einer Behandlung zur Erhaltung des Gesundheitszustands aufer
legt (
Schreiben vom
4.
Juni 2019
Urk. 7/196).
2.
Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom 3. Juli 2019 (Urk. 1) Be
schwerde beim
hiesigen Gericht
erheben und beantragen, es sei ihm unter Auf
hebung der Verfügung vom 4. Juni 2019 eine ganze Rente zuzusprechen. Even
tualiter sei die Angelegenheit zwecks Ergänzung der medizinischen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Subeventualtier sei die Beschwerde
gegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer berufliche Massnahmen anzu
bieten. Im Übrigen ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unent
geltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung. Mit Beschwerdeantwort vom 22. August
2019 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. August
2019 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverläs
sige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er
ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge
ben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische Th
ese abstellen (BGE 125 V 351 E.
3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125
V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, die medizinischen A
bklärungen hätten ergeben,
dass
dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Berufschauffeur
seit 3
0.
November 2012
nicht mehr zumutbar
sei
. Gestützt auf das beweiskräftige polydisziplinäre Gutachten der MEDAS
Y._
vom 2
2.
November 2017 sei
aber
in angepasster Tätigkeit von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen.
Bei einem
Einkommensvergleich unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Ab
zugs
resultiere ein
rentenausschliessender
Invaliditätsgrad von 27 %.
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1),
dass
ein Wechsel in eine neue Berufstätigkeit
aus gesundheitlichen Gründen
nicht
realistisch sei (
Urk. 1
S. 7-8). Auf
das Gutachten der MEDAS
Y._
, insbesondere auf das psychiatrische Teilgutachten, könne
überdies
nicht abgestellt werden
. Es seien nicht alle relevanten
Vorakten
beigezogen worden und das Gutachten erweise sich als veraltet, habe sich doch der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers
zwischenzeitlich verschlechtert, was aktuellere
Arztberichte
belegen wür
den
(
Urk. 1
S. 8-11).
Im Übrigen erscheine fraglich, ob dem Beschwerdeführer eine Selbsteingl
iederung zugemutet
werden könne
und
ob er nicht Anspruch auf berufliche
Eingliederungsm
assnahmen hätte (
Urk. 1
S. 12).
3.
3.1
3.1.1
Im MEDAS-Gutachten vom 22. November 2017 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/133/28):
-
Hypertensive Herzkrankheit mit ausgeprägter Linksherzhypertrophie und diastolischer Relaxationsstörung
-
DD ischämische Herzkrankheit oder Speicherkrankheit (zum Beispiel Amyloidose nicht auszuschliessen)
-
Aktue
ll keine Hinweise für Vorliegen
einer kardialen Dekompensation NYHA I (NT-ProBNP 293
ng
/l)
-
Langjähriger Bluthochdruck
-
Zustand nach schweren globalen kardialen Dekompensation
en
2012, 2013, und 2016 wahrscheinlich bei intermittierenden Blutdruckkrisen mit systolischer und diastolischer Dekompensation
-
Langjähriger unzureichend therapierter Diabetes mellitus Typ 2 (HbA1c aktuell 9,8 %)
-
Medikamentöse und ärztliche
Malcompliance
(versicherungsfremd, aber relevant für die kardiale und diabetische Gesundheitsstörung)
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit würden folgende Diagnosen vorliegen (Urk. 7/133/29):
-
Diskrete Retinopathie bei Diabetes mellitus
-
Hyperphorie
links
-
Astigmatismus
hyperopicus
, Presbyopie
-
Anamnestisch zweimal periphere
Facialisparese
rechts
-
Noch nicht sehr ausgeprägte diabetische Spätkomplikationen (Nieren
insuffizienz KDIGO 3a, leichte diabetische Re
t
inopathie, Mediasklerose peripherer Fussarterien)
-
Stress, nicht anders klassifiziert bei körperlichen und psychischen Belas
tungen (ICD-10: Z73.3)
-
Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10: Z73.1)
-
Wiede
rkehrende
Gonalgien
rechts bei S
tatus nach
patellazentrierender
Operation 1978 mit im MRI vom 2
8.
Juni 2017 nicht transmuraler Un
terflächenläsion des Innenmeniskus und breitflächiger
osteochondraler
Läsion der medialen
Femurkondyle
ohne klinische Me
niskuszeichen
-
Wiederkehrende
Zervikalgien
und Lumbalgien bei geringer linkskonvexer
Wirbersäulenseitausbiegung
-
Senk-Spreizfuss und
Hallux
valgus beidseits
Aus interdisziplinärer Sicht ergebe sich eine Arbeitsunfähigkeit in
der ange
stammten Tätigkeit von 10
0
%
, hingegen bestehe in
einer Verweistätigkeit
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, wobei eine konsequente Therapie un
d Kontrolle erfor
derlich seien
. Dabei gelte folgendes Fähigkeitsprofil:
Aufgrund der rechtsseitigen Kniegelenksbefunde sollten Tätigkeiten, welche ausschliesslich im Ste
hen und Gehen zu verrichten seien
und solche mit Stoss- und Stauchungsbelastungen ver
mieden werden. Kniende Tätigkeiten seien nicht mehr möglich
und Arbeiten ver
bunden mit Gehen oder Stehen auf Leitern, Treppen sowie in unebenem Geländen
seien nicht mehr zumutbar. Tätigkeiten unter Exposition gegenüber Nässe, Kälte und Zugluft sollten nicht mehr zugemutet werden. Aus orthopädischer und kar
diologisch-internistischer Sicht sollten Tätigkeiten nur im leichten bis allenfalls selten mittelschweren Bereich durchgeführt werden und müssten stärker körper
lich anstrengende und stressanfällige Tätigkeiten, Schicht- und Nachtdienste ver
mieden werden (Urk.
7/133/29 f.).
3.1.2
In der Beurteilung des objektivierbaren medizinischen Sachverhalts,
der
Funk
tionen und Arbeitsfähig
keit aus Sicht aller beteiligter
Gutachter wurde im Zusam
menhang
mit der Herzerkrankung und dem
Diabetes mellitus Folgendes fest
gehalten (Urk. 7/133/23):
Beim Beschwerdeführer bestehe eine hypertensive Herz
erkrankung mit zurzeit systolischer und diastolischer Insuffizienz NYHA. Im Ver
lauf der Herzerkrankung sei es bereits 2012, 2013 und 2016 zu akuten Dekom
pensationen mit schwergradiger beidseitiger Herzinsuffizienz gekommen. Am ehesten liege ein intermittierend entgleister Bluthochdruck mit nachfolgender Linksherzhypertrophie zugrunde. Differentialdiagnostisch käme als Ursache auch eine vorbestehende kardiale Speichererkrankung oder auch eine ischämische Herzerkrankung in Betracht. Eine weitere Abklärung des Krankheitsbildes wäre wünschenswert, allerdings sei die Bereitschaft des Beschwerdeführers zur Durch
führung einer Herzkatheteruntersuchung oder eines Kardio-MRT nicht gegeben. Prinzipiell sei die Herzerkrankung des Beschwerdeführers medikamentös gut be
herrschbar, wenngleich sie nicht komplett zu beseitigen sei. Besonders problema
tisch sei die ausgeprägte
Malcompliance
des Beschwerdeführers hinsichtlich einer konsequenten und dauerhaften ärztlichen Behandlung und einer regelmässigen Medikamenteneinnahme.
Anlässlich des
durchgeführten kardiologischen Zusatz
gutachten
s
habe sich ein normales EKG gezeigt. Im Echokardiogramm seien
Aortenwurzel
, Aorta
ascendens
und Aortenklappe normal gewesen. Der linke Ven
tri
kel sei normal gross und konzentrisch hypertroph. Die linksventrikuläre systoli
sche Funktion sei mit einer Auswurfsfraktion von 70 % ebenfalls normal. Die diastolische linksventrikuläre Dysfunktion sei mässig. Die Mitralklappe erweise sich als zart und normal beweglich und es liege keine Mitralinsuffizienz vor. Der linke Vorhof sei leicht erweitert, das rechte Herz und Perikard sei
en
normal. Im Rahmen des Belastungs-EKG habe sich unter Belastung eine mässige Belastungs- und leichte Ruhe-Hypertonie mit einem maximalen Blutdruckanstieg auf 210/100
mmHg
, ausgehend von 150/90
mmHg
in Ruhe
,
ein regelrechtes Herzfrequenzver
halten gezeigt. Subjektiv sei der Beschwerde
führer betreffend das Herz
beschwer
defrei geblieben. Auch im EKG seien keine pathologischen Verän
de
rungen auf
getreten.
Aus gutachterlich-kardiologischer Sicht liege eine hyper
ten
sive Kardio
pathie mit konzentrischer linksventrikulärer Hypertrophie i
n Folge ungenügend eingestellten
Blutdruck
s
vor. Im Übrigen habe sich ein nor
maler kardialer Befund mit normaler körperlicher Leistungsfähigkeit gezeigt und wür
den keine Hinweise auf eine koronare Herzkrankheit vorliegen.
Aus kardialer Sicht sei der Beschwer
deführer daher normal arbeitsfähig, wobei die anti
hype
r
ten
sive Therapie ausge
baut werden sollte.
Der Beschwerdeführer leide seit vielen Jahren (Erstdiagnose 2002) an Diabetes mellitus Typ 2, welcher immer nur kurzfristig medikamentös, auch mit Insulin, behandelt worden sei. Bei allen entsprechenden Krankenhausaufenthalten hätten
stark entgleiste Langzeit-Zuckerwerte festgestellt werden können. Auch bei der jetzigen Untersuchung habe sich mit 9,8 % ein entgleister HBA1c-Wert gezeigt. Der Beschwerdeführer sei gegenüber medikamentösen Massnahmen sehr kritisch und
habe
keine medikamentöse Langzeittherapi
e durchgeführt
.
Aufgrund der lan
gen Diabetesdauer würden diabetische Folgeerkr
ankungen mit einer milden Nie
ren
insuffizienz (KDIGO 3a), eine Mediasklerose der peripheren Fussarterien und eine leichtgradige diabetische Retinopathie vorliegen. Diese diabetischen Folge
erkrankungen seien bisher noch nicht stark ausgeprägt
.
Zusammenfassend würden zurzeit eine nicht wesentlich eingeschränkte körperli
che Belastbarkeit, keine Herzinsuffizienzzeichen und keine Hinweise für eine be
lastungsabhängige Koronarischämie oder für pathologische Rhythmusstörungen bestehen. Allerdings müsse jederzeit bei diesem Krankheitsbild wieder mit einer intermittierenden schweren Dekompensation gerechnet werden, insbesondere auch bei mangelhafter Compliance
(Urk. 7/133/23 und 24)
.
3.1.3
Aus dem Gutachten geht weiter hervor
(Urk. 7/133/24)
, dass ophthalmologisch nie eine Einschränkung bestanden habe.
Aus ophthalmologischer Sicht soll
t
e der Diabetes mellitus besser kontrolliert und be
handelt werden. Regelmässige au
gen
ärztliche Konsultationen mit
Fundusuntersuchung
seien bei der jetzt bescheide
nen aber doch beginnenden Retinopathie unerlässlich. Fern- und
Na
hvisus
seien gut, die leichte H
öhenabweichung sei gut auskorri
giert
und der Beschwerdeführer fühle sich wohl.
3.1.4
Anlässlich der ortho
pädischen Untersuchung habe
an den Kniegelenken ein sei
tengleich vollumfänglich unauffälliger klinischer Befund erhoben werden kön
nen. Hinweise für ein
en
Kniebinnenschaden hätten sich nicht finden lassen.
Die
MRI-Au
fnahmen des rech
t
en Kniegelenks
hätten eine nicht transmurale Unter
flächenläsion im Hinterhorn des Innenmeniskus und eine
osteochondrale
Läsion an der medialen
Femurkondyle
gezeigt. Der Beschwerdeführer habe belastungs- und bewegungsabhängig wiederkehrend auftretende, kurzfri
s
tig anhaltende stechende Schmerzen geschildert, w
elche über die MRI-bildmorpholo
g
i
schen Gege
ben
heiten
nachvollziehbar geworden seien.
Hieraus resultiere eine gewisse
,
aber nicht für den Alltag des Beschwerdeführers bedeutsame Funktions
ein
schrän
kung (Urk. 7/133/24).
Bis auf eine subkutan ge
legene kirschgrosse Intumeszenz
, welche auf eine durchgeführte Spaltung zurückzuführen sei, habe sich an der gesamten Wirbelsäule ein vollumfänglich unauffälliger Befund erheben lassen. Auch der körperliche Befund am Thorax sei unauffällig und die wiederkehrend
auf
getrete
nen
Schmerzen im Bereich der linksseitigen Rippen
könnten
or
tho
pädisch nicht erklärt werden
,
würden aber
vom Beschwerdeführer
auch eher auf die Herzsen
sationen
zurückgeführt
. Objektivier- und nachvollziehbar seien die
belas
tungs
- und bewegungsabhängigen Schmerzen im rechten Kniegelenk des Be
schwer
de
führers. Aufgrund dieser Befunde sei
es dem Beschwerdeführer
nicht mehr zu
mutbar, aussch
liessl
ich i
m Stehen und Gehen zu arbeiten.
Stoss- und Stau
chung
s
belastungen
am rechten Knie seien zu vermeiden. Kniende Tätigkeiten seien nicht mehr möglich und Arbeiten verbunden mit Gehen oder Stehen auf Lei
tern, Treppen oder unebenem Gelände seien nicht mehr zumutbar. Mehr als gelegentliche mittelschwere und alle schweren
,
körperlichen Tätigkeiten seien auch nicht mehr möglich und Arbeiten unter Exposition von Nässe, Kälte und Zug
luft sollten nicht mehr zugemutet werden. Aus orthopädische
r Sicht
wäre eine körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit mit Stehen, Gehen und einem überwiegenden Anteil an Sitzen, ideal. Bei einer solch ideal dem Leiden angepassten Tätigkeit seien die Leistungsfähigkeit und die täglich mögliche Ar
beitspräsenz nicht eingeschränkt (Urk. 7/133/25).
3.1.5
Der psychiatrische Gutachter hielt fest, beim Beschwerdeführer hätten sich bis auf anankastische und narzisstische Akzentuierung
en
der Persönlichkeit mit der An
nahme einer Bindungsschwäche keine Hinweise für eine sonstige Persönlichkeits
auffälligkeit ergeben. Der Beschwerdeführer besitze ausreichende Fähigkeiten zur Affekttoleranz, könne mit Impulsen durchaus steuernd umgehen und die Folgen seiner Handlungen antizipieren. Eine Persönlichkeitsstörung könne nicht dia
gnostiziert werden. Der Beschwerdeführer sei über viele Jahre hinweg bis ins Jahr 2012 in einer verantwortungsvollen Tätigkeit im Strassenverkehr beschäftigt ge
wesen, ohne dabei in irgendeiner Form negativ aufgefallen zu sein. Bis zu diesem Zeitpunkt habe er auch keine psychischen Probleme geschildert, was dem Schrei
ben der ehemaligen Arbeitgeberin entnommen werden könne. Auch wenn gegen
wärtig keine erkennbare Depressivität beim Beschwerdeführer bestehe, seien im Rahmen der schwierigen Partnerbeziehung des Beschwerdeführers bis 2002/2007 jedoch auch passagere affektive Symptome mit themenbezogenen Suizidgedan
ken oder Suizidwünschen möglich gewesen, welche jedoch spätestens nach der Trennung wieder abgeklungen seien
(Urk. 7/133/25)
.
Hinweise für eine p
osttrau
matische
Belastungsstörung würden nicht vorliegen. Bedeutsame psychische Be
schwerden habe der Beschwerdeführer nicht geschildert, auch wenn er sich durch seine Stimmungsschwankungen zeitweilig beeintr
ächtigt fühle
. Der Beschwerde
führer habe über eine verminderte psychische Belastbarkeit geklagt, welche er jedoch vor allem auf seine Herzbeschwerden zurückführe. Weiter habe er Zu
kunftsängste und Sorgen beschrieben, Hinweise für phobische oder generalisierte Ängste, Panikattacken, Depersonalisationszustände, ein selbstdestruktives Ver
halten oder eine Somatisierung hätten sich nicht ergeben. Gegenwärtig würden auch keine psychotischen Phänomene oder Suizidgedanken beim Beschwerde
führer bestehen. Die HDRS17 Skala mit 17 Items habe mit 6 Punkten kein
en
Hin
weis auf eine Depression
geliefert
und erweise sich als klinisch unauffällig oder remittiert.
Aktuell
liege
aus psychiatrischer Sicht keine versicherungspsychia
trisch relevante
Störung
vor
(Urk. 7/133/
26
).
3.2
Der RAD-Arzt
Dr.
Z._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie
,
führte in der Stellungnahme vom 22. Januar 2018 (Urk. 7/147) aus,
das psychiatrische Gutachten erfülle alle Qualitätsanforderungen: Es beruhe auf eingehender Kennt
nis der
Vorakten
und einer ausführlichen Untersuchung, die Schlussfolgerungen seien nachvollziehbar und plausibel begründet. Das Diktat des Gutachtens sei im Beisein
des Beschwerdeführers erfolgt und er habe somit K
orrektur
en anbringen können. Deshalb
sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit dem psy
chiatrischen Gutachten einverstanden gewesen sei
(Urk. 7/147/1). Aus dem Gut
achten und dem gesamten Dossier gehe hervor, dass der Beschwerdeführer unter
keiner massgeblichen psychi
schen Störung leide. Es würden nur geringfügige Hin
weise auf passagere Stimmungsschwankungen und bis
auf
nachvollziehbare Zukunftssorgen keine Ängste im psychiatrischen Sinn bestehen. Es liessen sich einzig akzentuierte Persönlichkeitszüge feststellen, eine eigentliche Persönlich
keitsstörung bestehe aber nicht. Die Jugend des Beschwerdeführers sei glücklich und nicht traumatisch gewesen und sein beruflicher Werdegang regelmässig und nicht durch Unterbrüche gekennzeichnet. Der Beschwerdeführer verfüge über eine Persönlichkeit, die es ihm ermögliche, auf die allgemeinen Schwierigkeiten im Leben adäquat zu reagieren (Urk. 7/147/2).
3.3
Aus dem Kurzbericht des Stadtspitals
A._
vom 2
3.
Oktober
2018 (Urk. 7/170/4 f.) geht hervor, nach notfallmässiger Überweisung vom Spital
B._
bei Verdacht auf Vorderwandinfarkt habe
sich gezeigt
, dass die EKG
Veränderungen im Vergleich zum notfallmässigen Aufenthalt anfangs Oktober 2018 mehr oder weniger vorbestehend gewesen sei
en
. Anlässlich der kardiologi
schen Abklärung im August 2018 habe sich eine hypertensive Herzkrankheit mit noch normaler Pumpfunkt
i
on gezeigt. In mehreren Arzt
berichten sei eine kom
plette
Noncompliance
des
Beschwerdeführers bezüglich Hy
per
tonie und Diabe
testherapie dokumentiert. Die Koronarangiographie zeige eine Koronarsklerose ohne akuten G
efässverschluss. Die
Ventrikulo
graphie
zeige nun eine schwer ein
geschränkte LV Funktion
(EF 30 %)
mit deutlich erhöhtem LVEDP (
Wedgedruck
), wobei die nach wie vor unbehandelte schwere Hypertonie
Ursache sein dürf
e. Die vom Beschwerdeführer geklagten Oberbauchbeschwerden und
das
Unwohlsein könnten auch durch die vorliegende Herzinsuffizienz be
dingt sein. Formal sei eine dringliche antihypertensive, respektive
H
erzinsuf
fizienztherapie indiziert
. Eine Blutzuckereinstellung sei ebenfalls dringlich.
3.4
Im Bericht des Stadtspitals
A._
vom 4. Februar 2019
(Urk. 7/182)
wur
den fol
gende Diagnosen festgehalten:
-
Schwere, hypertensive Herzkrankheit bei unbehandelter arterieller Hyper
tonie
-
DD dilatative Kardiomyopathie
-
Aktuell biventrikuläre kardiale Dekompensation mit
Pleuragüssen
beidseits und Aszites
-
Aszitespunktion
am 21.02.2019: Transsudat, Zytologie: kein Nach
weis maligner Zellen (SAAG: 12, de
Ritis
0.82)
-
TTE 22.01.2019: schwer eingesch
r
änkte LV Funktion (EF 25 %)
bei dif
f
u
s
er Hypo- bis Akin
esie. Im linksventrikulären Apex Thrombus (1.1 x 1.1 cm). Diastolische Dysfunktion Grad III. Rechter Ventrikel dilatiert und mit schwer eingeschränkter Funktion. Leichte Mitral- und Tri
kuspidalinsuffizienz bei
Anulusdilatation
.
-
Koronarsklerose ohne signifikante Stenose
-
kvRF
: Diabetes mellitus, Hypertonie, Status nach Nikotinabusus (kumulativ ca. 30py)
-
Kardialer Thrombus linker Ventrikel mit/bei
:
-
Unklare Ursache, konservativ behandelt
-
TTE 22.01.2019
-
Milzinfarkt (CT Abdomen 23.01.2019)
-
Thrombozytopenie
DD HIT
-
DD bei Milzinfarkt
-
Insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ 2, ED unklar
-
Malcompliance
, leichte Hyponatriämie (
Pseudohyponatriämie
, resp
.
renaler Verlust i.R. osmotischer Diurese), Verdacht auf Stauungsgast
ropathie/
Enteropathie
-
HbA1c 10/2018:11.5 %
-
Mikro-/makrovaskuläre Komplikationen: diabetische Nephropathie (Albuminurie 1g/24h im
Spoturin
), Koronare Herzkrankheit
-
Harnverhalt
-
Solide Raumforderung rechter Nierenunterpol, ED 1.10.2018
-
Erosive Gastritis, ED 2.11.2018
-
Verdacht auf leichte Kognitionsstörung DD vaskulär/degenerativ bei
Leu
kenzephalopathie
-
Akzentuierte Persönlichkeit
-
Fehlende Krankheitseinsicht und Medikamenteneinnahme, Insulinver
weigerung
-
MRI Schädel 5.12.2018: beginnende chronische
mikroangiopathische
Veränderungen
Fazekas
Grad I/II
-
Intermittierend symptomatische Leistenhernie links
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Beurteilung, wonach in angepasster Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % gegeben sei, vorwiegend auf das MEDAS-Gutachten (
vgl. Verfügung vom 4. Juni 2019, Urk. 2 und Feststellungs
blatt vom 4. Juni 2019, Urk. 7/195
)
. Das MEDAS-Gutachten wu
rde unter Ein
bezug aller relevanten
medizinischen Disziplinen (Kardiologie, Ophthalmologie, Orthopädie, Psychiatrie und allg
emeine innere Medizin) erstellt,
erging unter Be
rücksichtigung der
Vorakten
, der Anamnese sowie der vom Beschwerdeführer geklag
ten Beschwerden (
Urk. 7/133/6-11 und 21 f.
)
.
Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach dem Gutachten der MEDAS man
gels Vollständigkeit die Beweiswertigkeit abzuerkennen sei (E. 2.2), stossen ins Leere.
So legte der psychiatrische Gutachter unter Bezugnahme auf die dokumen
tierten Belastungsfaktoren sowie unter Hinweis auf die Biographie des Beschwer
deführers dar, weshalb gegenwärtig eine
psychische Störung mit Relevanz
für die Arbeitsfähigkeit nicht festzustellen gewesen sei (vgl. E. 3.1.5). Es trifft zudem nicht zu, dass sich der Beschwerdeführer seit 2001 in regelmässiger psychiatri
scher Behandlu
ng bei
Dr.
med.
C._
befinde
t
. Gemäss den Angaben des Be
schwerdeführers wurde er im Jahre 2002 von
Dr.
C._
behandelt und nahm danach erst rund einen Monat vor der psychiatrischen Begutachtung
durch die
MEDAS erneut die Behandlung bei
Dr.
C._
auf (Urk. 7/133/13 und 17).
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Anamneseerstellung
im Diktat und im Beisein des Beschwerdeführers
erfolgte
und
der Beschwerdeführer somit
die Möglichkeit
hatte
,
jederzeit Korrekturen anzubringen (Urk. 7/133/11).
Dem psychiatrischen Gutachter l
agen zudem vier Atteste von Dr.
C._
vor
(Urk. 7/133/19)
.
Im
Attest au
s dem Jahr 2006 hielt
Dr.
C._
zwar
die Codierung
eine
r
Diagnose – Anpas
sungsstörungen (ICD-10: F43.22)
-
fest,
begründete indessen nicht, weshalb diese psychische Störung vorliege und machte auch keine anderweitigen diesbezügli
chen Ausführungen. Es ist daher nicht zu beanstanden, d
ass der Gutachter ange
sichts der aktuell erhobenen Befunde und Untersuchungsergebnisse die von
Dr.
C._
aus
dem Jahr 2006 festgehaltene Diagnose nicht bestätigen konnte, zu
mal auch psychosoziale Faktoren (Alter, körperliche Leiden, niedriger beruflicher Bildungsstand) von Bedeutung sind (Urk. 7/133/18)
beziehungsweise waren (schwierige Partnerbeziehung)
. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers v
er
mag er auch aus der
blosse
n
Verdachtsdiagnose einer Persönlichkeitsstörung
, welche im
provisorischen Austrittsbericht vom 11. Dezember 2017 des Stadtspi
tals
A._
, Klinik für Urologie,
festgehalten wurde,
nichts an der vorliegenden Ausgangslage zu ändern.
Zunächst einmal handelte es sich dabei lediglich um einen Verdacht u
nd um keine gesicherte Diagnose und stammt diese Verdachts
diagnose nicht von einem psychiatrischen Facharzt (vgl. Urk. 3/3).
Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer kurz nach der Begutachtung not
fallmässig behandelt werden musste, vermag die Beweiskraft des Gutachtens nicht in Zweifel zu ziehen. So hielten die Gutachter denn auch fest, dass beim Krankheitsbild des Beschwerdeführers und insbesondere auch bei mangelhafter Compliance jederzeit wieder mit einer intermittierenden schweren Dekompensa
tion gerechnet werden müsse (vgl. E. 3.1.2 hiervor).
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erweist sich das Gutachten der MEDAS als beweiskräftig.
4.2
Seit der Begutachtung durch die MEDAS lässt sich anhand der Akten eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers feststellen. Anlässlich einer Hospitalisation
im Stadtspital
A._
vom 21. Januar bis 4.
Febru
ar 2019 wurde eine schwer eingeschränkte Funktion des linken Ventrikels mit einer Ejektionsfraktion von 25 % bei diffuser Hypo- bis Akinesie festgestellt (Urk. 7/182/1).
Danach wäre gemäss dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Oktober 2016, C-3143/2015
, welches
sich
in diesem Zusammenhang
auf die (deutschen) Leitlinien für die sozialmedizinische Begutachtung der Leistungs
fähigkeit bei koronarer Herzkrankheit stützt
e
, von einer massiven Einschränkung auszugehen (vgl. Urk. 7/77/16).
Inwieweit sich diese Verschlechterung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkt, ist indessen unklar. Aus dem Bericht des Stadtspitals
A._
gehen keine diesbezüglichen Ausführungen her
vor. Es wurde lediglich festgehalten, dass der Bes
chwerdeführer selbständig mobil
mit
Spitexunterstützung
nach Hause
entlassen worden sei.
Im Bericht wurde
weiter
festgehalten, dass in drei Monaten eine Kontrolle im kardiologischen Am
bulatorium erfolge und falls sich dabei erneut eine Ejektionsfraktion von weniger als 35 % zeige
,
eine ICD-Implantation in Erwägung gezogen werden müsse (Urk. 7/182/4).
Ein
solch
tiefer Ejektionsfraktionswert von 30 % lässt sich bereits dem Kurzbericht des Stadtspitals
A._
vom 23. Oktober
2018 (Urk. 7/170/5) sowie dem Bericht des
Spitals
B._
vom 7. November
2018 (Urk. 7/170/11)
entnehmen
.
Der RAD hielt in seiner Stellungnahme vom 25. April 2019 fest, es
sei keine massgebliche dauerhafte Veränderung ausgewiesen, allerdings könne auf
grund der zunehmenden Häufigkeit der notwendigen stationären Behand
lungen wegen der
Malcompli
ance
des Beschwerdeführers von einer Verschlech
terung gesprochen werden (Urk. 7/195/6).
Zu diesen
deutlich
tieferen Ejektions
frak
tions
werte
seit der
MEDAS-
Begutachtung
(
im Gutachten
war
ein Ejektions
frak
tions
wert von 70 % ermittelt
wo
rden
,
vgl. E. 3.1.2
hiervor
)
machte der RAD indessen k
eine konkreten Ausführungen.
V
or diesem Hintergrund ist fraglich
,
ob nach wie vor von einer 100%igen Ar
beitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit a
uszugehen ist und ob
beziehungsweise inwieweit
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mittels zumutbarer Behandlung verbessern lässt.
Damit
erweist sich der medizinische Sachverhalt vorliegend
als nicht hinreichend abgeklärt, weshalb d
ie angefochtene
Verfügung vom 4. Juni 2019
aufzuheben und die Sache zur
ergänzenden
Abklärung an
die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen ist.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Die Kosten des Verfahrens sind gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG auf Fr. 7
00.--festzusetzen und
ausgangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
5.2
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
5.3
Dem
obsiegenden und anwaltlic
h vertretenen Beschwerdeführer
steht damit eine Prozessentschädigung zu, die beim praxi
sgemässen Stundenansatz von Fr.
220.
- (zuzüglich Mehrwer
t
steuer) ermessensweise auf Fr. 1’8
00
.-- (inklusive Baraus
lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen ist.