# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0bd25d1a-c3fd-458f-8e8e-20fe55173893
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._ erlitt am _ 2007 einen Auffahrunfall. Da er gemäss eigenen Aussagen seitdem Schmerzen hat und sowohl privat als auch beruflich eingeschränkt ist, macht er gegenüber der Motorfahrzeughaftpflichtversicherung des Unfallverursachers bzw. des Halters des Fahrzeuges – der C._ AG – zahlreiche Schadensposten sowie eine Genugtuung geltend.
B. Nachdem sich A._ und die C._ AG an der Schlichtungsverhandlung vom 22. Juni 2012 vor dem Vermittleramt des Bezirks Inn nicht einigen konnten, stellte dieses die Klagebewilligung mit den folgenden Rechtsbegehren aus:
Rechtsbegehren klagende Partei
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 760'000.00 zu bezahlen, zuzüglich 5 % Verzugszins ab dem 31. Oktober 2010.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.
Rechtsbegehren beklagte Partei
1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers.
C. Nachdem A._ (nachfolgend Kläger) seine Klage mit Eingabe vom 9. Juli 2012 beim Bezirksgericht Inn mit unveränderten Rechtsbegehren prosequierte, verlangte die C._ AG (nachfolgend Beklagte) in Abänderung ihres vormaligen Rechtsbegehrens die Abweisung der Klage, "soweit sie den Betrag von CHF 5'000.00 (fünftausend) übersteig[e]."
D.a. Nach Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (jeweils mit unveränderten Rechtsbegehren) wurde am 26./30. Januar 2014 die Beweisverfügung erlassen und insbesondere ein Gutachten betreffend den Gesundheitszustand des Klägers angeordnet. Gleichzeitig wurde den Parteien Gelegenheit zur Nennung von Gutachterpersonen und Gutachterfragen eingeräumt. Mit Verfügung vom 26. März/7. April 2015 wurde Dr. med. G._, J._, K._, mit der Ausarbeitung eines rheumatologisch orthopädischen Gutachtens betreffend Hyperlaxität zur Feststellung unfallkausaler Beschwerden nach dem 3. März 2010 und ihrer Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit in Bezug auf Hyperlaxität betreffend den Kläger betraut (nachfolgend erstes J._-Gutachten).
D.b. Das erste J._-Gutachten vom 13. Oktober 2014 wurde in der Folge auf Verfügung des Bezirksgerichts Inn hin zwei Mal ergänzt (Ergänzungen vom
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23. März 2015 und 9. September 2015; nachfolgend zweites bzw. drittes J._-Gutachten).
E. Mit zweiter Beweisverfügung vom 31. Mai/8. Juni 2016 wurden die klägerischen Anträge auf Einholung eines Betriebs- und Haushaltsgutachtens sowie eines pharmakologischen Gutachtens über die Langzeitwirkung der Schmerzmedikamente abgewiesen sowie das ins Recht gelegte Schreiben von Dr. med. H._ vom 31. Juli 2015 (RG act. II.148/3) aus dem Recht gewiesen.
F. Der Kläger änderte seine Rechtsbegehren gemäss Klagebewilligung und Klageschrift an der Hauptverhandlung vom 23. Juni 2016 wie folgt ab (RG act. I.153/1):
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 426'786.00 zu bezahlen, zuzüglich 5 % Verzugszins ab dem 31. Oktober 2010.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.
Der Kläger beantragte zudem die Aufnahme des Berichts von Dr. med. H._ vom 20. Juni 2016 und reichte neue Berechnungstabellen zum geänderten Rechtsbegehren ein (RG act. II.153/2-4).
G. Mit Entscheid vom 23. Juni 2016, mitgeteilt am 15. Dezember 2016, erkannte das Bezirksgericht Inn was folgt:
1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen.
2. Die C._ AG wird verpflichtet, A._ den Betrag von CHF 33'653.20 als bisheriger Erwerbsschaden für die Zeit vom 3. August 2007 bis 31. Oktober 2010 zu bezahlen. Der von der C._ AG bereits bezahlte Betrag von CHF 32'588.75 für Lohnausfall kann mit dem noch zu bezahlenden Betrag verrechnet werden, weshalb der C._ AG ein noch zu bezahlender Betrag von CHF 1'064.45 verbleibt, welcher mit einem jährlichen Schadenszins von 5 % ab 3. August 2007 und mit einem Verzugszins von 5 % ab Rechtskraft des Urteils zu verzinsen ist.
3. Die C._ AG wird verpflichtet, A._ den Betrag von CHF 6'971.25 als Haushaltschaden zu bezahlen. Der von der C._ AG bereits bezahlte Betrag von CHF 6'971.25 für Haushaltsschaden kann mit dem noch zu bezahlenden Betrag verrechnet werden.
4. Die C._ AG wird verpflichtet, A._ den Betrag von CHF 20'046.65 an die vorprozessualen Anwaltskosten zu bezahlen. Der von der C._ AG bereits bezahlte Betrag von CHF 16'224.00 für vorprozessuale Anwaltskosten kann mit dem noch zu bezahlenden Betrag verrechnet werden, weshalb der C._ AG ein noch zu bezahlender Betrag von CHF 3'822.65 verbleibt.
5. Die C._ AG wird verpflichtet, A._ den Betrag von CHF 5'000.00 als Genugtuung zu bezahlen.
6. Im Übrigen werden die Anträge abgewiesen.
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7. Beim vorliegenden Verfahrensausgang belaufen sich die Gerichtskosten auf total CHF 16'422.00 (inkl. Kosten gerichtliches Gutachten von CHF 6'422.00). 2/3 der Gerichtskosten, nämlich CHF 10'948.00, gehen zu Lasten von A._ (Art. 107 Abs. 1 lit. a ZPO) und 1/3, nämlich CHF 5'474.00, gehen zu Lasten der C._ AG. Die gesamten Gerichtskosten werden mit dem geleisteten Vorschuss von A._ von CHF 16'422.00 verrechnet (Art. 111 Abs. 1 ZPO). A._ wird für den Betrag von CHF 5'474.00 ein Regressrecht gegenüber der C._ AG eingeräumt (Art. 111 Abs. 2 ZPO).
8. A._ hat die C._ AG mit 1/3 ihrer Honorarnote, entsprechend CHF 9'931.00 (inkl. Spesen und MWST), aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations