# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 415c8a09-9848-46b6-b5bf-84a0f2c6b449
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2001
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. Die A AG war Mitte der 80er-Jahre Eigentümerin des später parzellierten Grundstücks mit der damaligen Kat.-Nr. 1 im Gebiet X in der Gemeinde W. Das mehr als 30'000 m
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haltende Grundstück grenzte im Nordosten an die damals noch trottoirlose O-strasse, im Nord- und Südwesten an die Flurwege Kat.-Nr. 2 (heute: R-Strasse) und 3 (heute: S-Strasse) sowie südöstlich an die Strasse T bzw. deren gradlinige Verlängerung an. Das Areal war weder hinsichtlich der Strassen noch der Ver- und Entsorgungsleitungen groberschlossen. Der kommunale Verkehrsplan vom 17. Mai 1982 bezeichnete die erwähnten Flurwege als geplante Sammelstrassen. Der kommunale Erschliessungsplan vom 30. Januar 1984/ 29. Oktober 1985 wies die ganze S-Strasse und den nordöstlichen, an die O-strasse anschliessenden Teil der R-Strasse der zweiten Etappe (1990-94) zu.
Weil die A AG das Grundstück dennoch möglichst bald überbauen wollte, liess sie Erschliessungsstudien erstellen, welchen der Gemeinderat mit Beschluss Nr. 387 vom 5. November 1985 grundsätzlich zustimmte. Mit Be-schluss Nr. 37 vom 28. Januar 1986 unterbreitete der Gemeinderat der A AG und einem weiteren Bauinteressenten (Eigentümer des westlich an die geplante Obstgarten- strasse anschliessenden Areals U , damals Kat.-Nr. 4) einen Vorschlag für die Erschliessung des Gebiets Hägeler/Schwanden. Danach erklärte sich die Gemeinde bereit, auf einen Quartierplan zu verzichten, sofern die beiden Grundeigentümer die Groberschliessung unter Übernahme des überwiegenden Teils der Kosten selbst ausführten und die Strassen samt Kanalisationsleitungen und Beleuchtung nach ihrer Fertigstellung unentgeltlich an die Gemeinde abträten. Die angesprochenen Grundeigentümer stimmten diesem Vorschlag nie ausdrücklich zu. Indessen reichte die A AG im März 1986 ein Projekt für den Bau des hier interessierenden letzten Abschnitts der R-Strasse samt Kanalisation ein. Mit Beschluss Nr. 118 vom 25. März 1986 genehmigte der Gemeinderat W dieses Strassenbauvorhaben. Die A AG liess in der Folge die Strasse bauen, die im Herbst 1987 bis auf den heute noch fehlenden Deckbelag fertig gestellt war und seither von der Öffentlichkeit benutzt wird.
Am 14. Juni 1989 ersuchte die A AG den Gemeinderat W um Rückerstattung der von ihr bezahlten Kosten der Kanalisation in der R-Strasse in der Höhe von Fr. 193'796.75. In der Folge entspann sich eine Korrespondenz zwischen den Rechtsvertretern der Parteien; im Ergebnis lehnte die Gemeinde das Begehren der A AG ab.
Am 28. April und am 8. Mai 1995 ersuchte die A AG den Gemeinderat W erneut um Kostenrückerstattung, diesmal sowohl für die Kosten des Strassen- wie des Kanalisationsbaus, als auch um Entschädigung für eingeworfenes Land. Der Gemeinderat W lehnte dieses Gesuch am 17. Oktober 1995 ab. Im gleichen Beschluss forderte er die A AG auf, bis 30. Juni 1996 für die Behebung der Schäden an der Tragschicht der R-Strasse und den Einbau des Deckbelags besorgt zu sein. Anschliessend habe innert zwei Monaten die unentgeltliche Übertragung ins öffentliche Eigentum zu erfolgen.

## Considerations