# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b0527321-50e1-4169-ad2a-09aa4b70f88d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1964, arbeitete seit dem 1. März 2006 als Gärtner bei der
Y._
GmbH und war in dieser Eigenschaft bei der Helsana Un
fall AG (nachfolgend: Helsana) obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 3. September 2010 erlitt
der Versicherte
einen Unfall, als er beim
Hecken
schneiden
auf der Brüstung ausrutschte und aus vier Metern Höhe auf den
Beton
boden
fiel
(Urk. 12/K9).
Dabei zog er sich eine
Commotio cerebri sowie eine
leicht
gradige
Kompressionsfraktur
der Lendenwirbelsäule (LWS)
LWK
2 zu
(Urk. 12/M1
-M2
)
.
Am 1.
Mai 2011 rutschte
er
zudem auf der Treppe aus
.
E
r
habe
sich mit
den Händen auffangen wollen und dabei einen stechenden Schmerz in der linken Schulter
verspürt
(Urk. 12/K
S
1)
.
Im Bericht vo
m
8. Juni 2011 sprach
Dr.
med.
Z._
, FMH für Allgemeine Medizin,
im
Hinblick auf den Unfall vom 1.
Mai 2011 von einer posttraumatischen AC-Gelenksproblematik
(Urk. 12/M4)
.
Die Helsana erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen.
1.2
Mit
Verfügung
en
vom
29. Dezember 2011 (Urk. 12
/
K40
, Urk. 12/KS4
)
schloss die
Helsana
den
Fall
bezüglich der Rückenproblematik
per
3
. September 2011
be
ziehungsweise hinsichtlich der Schulterproblematik links per
3
1.
Dezember
201
1
ab
und stellte die Versicherungsleistungen
(
Heilungs
kosten
und Taggelder)
gleichen
tags
ein. Die von der Krankenkasse des Versicherten am
18
. Januar 2012 (Urk. 12/K44)
hie
gegen
erhobene vor
sorgliche
Einsprache zog diese am
14. Februar 2012 (Urk. 12/K47) zurück
. Die vom Versicherten am
5
.
Januar
20
12
(Urk. 12/K43
, Urk. 12/K
S
6
)
erhobene
n
Einsprache
n
wies die
Helsana
mit Ent
scheid vom
19. Juni 2012
(Urk. 2) ab.
2
.
Dagegen erhob der
Versi
cherte am
20. August
20
12
(Urk. 1
S. 2
) Beschwerde
und be
antragte, in Au
fhebung des
Einspracheentscheide
s
der
Beschwerde
geg
nerin
vom 19. Juni
2012 seien ihm die gesetzlichen Leistungen (
Heilungs
kosten
und Taggelder) auch über den Zeitpunkt vom 3. September 2011 zu er
bringen. Eventuell sei er im Auftrag des angerufenen Gerichtes orthopädisch und neuro
logisch zu begutachten, wobei ihm vor der definitiven Erteilung des
Gutach
tens
auftrages
die Möglichkeit zur Stellung von Ergänzungsfragen ein
zu
räumen sei. Subeventuell sei der vorliegende Fall zur weiteren
Sach
verhalts
abklärung
an die Beschwerde
gegner
in zurückzuweisen.
Am 30. August 2012 reichte er einen Arztbericht nach (
Urk.
7-8).
Mit
Beschwerdeantwort vom
25
.
September 2012
(Urk. 1
1 S. 8 Ziff. 5
) schloss die
Beschwer
degeg
nerin
auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerde
führer am
26
.
September 2012
(Urk. 12) zur Kenntnis
gebracht wurde.
3.
Mit Urteil vom heutigen Datum hob das hiesige Gericht die Verfügung der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 15. August 2013 betreffend
Zusprache
einer von November bis Dezember 2011
befristeten
Drei
viertelsrente
auf und wies die Sache zu ergänzenden Abklärungen und
Neuent
scheid
an die Verwaltung zurück (Prozess IV.2013.00836).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie in
folge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
).
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich
hiebei
um eine
anspruchsaufhe
bende
Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4
1.4.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2)
gestützt auf den ärztlichen Bericht vom 21. Dezember
2011 (Urk.
12/M12
) von
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
beratender Arzt der Helsana,
davon
aus, dass bezüglich der aktuell noch ge
klagten
Lenden
wirbel
säulen
be
schwer
den
des Beschwerdeführers der S
tatus quo
sine ein Jahr nach dem Unfall erreicht worden sei (S. 6
Ziff.
3.7)
; d
ie n
atürliche Kausalität
sei somit
per 4. Septe
mber 2011 nicht mehr gegeben
.
In Be
zug auf die
linksseitige
Schulter
problematik
hielt sie
schliesslich
fest,
dass die Aus
füh
rungen von
Dr.
A._
, wonach
der S
t
atus quo ante spätestens am 31.
De
zem
ber 2011 erreicht wor
den sei, nachvollziehbar seien und darauf ab
zu
stel
len
sei. D
ie Leistungs
ein
stellung hin
sichtli
ch der linken Schulter
sei somit zu Recht
per 1.
Januar 2012 erfolgt
(S. 6 f.
Ziff.
4.3 f.).
In der Vernehmlassung vom 2
5.
September 2012 führte sie aus, dass auf die Beurteilungen von
Dr.
A._
abzustellen sei; daran ändere auch der nachträg
lich eingereichte Bericht von
Dr.
B._
nichts (
Urk.
11)
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise (Urk. 1) auf den Standpunkt,
die Beurteilung von
Dr.
A._
vermöge
in mehrfacher Hin
s
icht nicht zu überzeugen
(S. 5
Ziff.
9)
. Er befinde sich nach wie
vor
in medizi
nischer Behandlung; entsprechend sei der Fallabschluss durch die
Be
schwerde
gegnerin
verfrüht erfolgt
(S. 5
Ziff.
9.1)
. Unzutreffend sei ferner, dass er an
Vor
zuständen
gelitten habe. Seine Restbeschwerden seien
unfall
bedingt
(S. 6 f.
Ziff.
9.2 f.)
. Er sei nach wie vor seit
2.
April 2012 bis auf
weiteres zu 50
% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
(S. 7
Ziff.
9.4)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit,
ob die Leistungseinstellung
betreffend
Rücken
problematik
ab dem
4.
September 2011 und
betreffend
Schulter
verletzung
ab dem
1.
Januar 2012 rechtens ist.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer macht geltend,
nach wie vor
unter Rücken- und
Schulter
beschwerden
links zu leiden.
3.2
Nach seinem Sturz durch das Dach vom
3.
September 2010 wurde der Be
schwerde
führer
zunächst im
Spital C._
behandelt. Im
Aus
tritts
bericht
vom
6.
September 2010 (Urk. 12/M1) diagnostizierten
Dr.
med.
D._
, Leitende Ärztin
,
und
Dr.
med.
E._
, Assistenzärztin, nach einem Sturz vom Dach aus zirka vier Metern Höhe eine Commotio cerebri und eine
L
WS-Kontusion.
3.
3
Im Bericht vom 2
4.
Dezember
2010 (Urk. 12/
M2
) er
wähnte
Dr.
med.
F._
, Fachärztin
FMH für Radiologie,
Klinik
G._
,
eine frischere,
leichtgradige
Kom
pressionsfraktur
vom
LWK2 ohne Stufenbildung in der
Hinter
kante
und
ohne Ein
engung des Spinalkanals
,
eine
Osteochondrose
Grad II nach
Modic
L2/L3 mit leichter
zirkumferentieller
Diskusprotrusion
sowie einen Verdacht auf einen Statu
s nach
einem Morbus Scheuermann
. An
halts
punkte für eine
Neuro
kom
pres
sion
oder
akute oder subakute Frakturen
thoracal
hätten keine be
stan
den.
3.
4
Im Bericht vom
8.
Juni 2011 (Urk. 12/M4
, vgl. dazu auch Urk
. 12/M3
) nannte
Dr.
Z._
als Diagnose einen Status nach einem Sturz aus vier Metern Höhe am
3.
September 2010 mit einer leicht
gradigen
Kompressions
fraktur
im
LWK2
ohne Stufen
bildung mit
einem
posttraumatisch per
sistierende
n
Lumbo
ver
tebralsyndrom
und einen Status nach einem Sturz auf die linke Schulter mit posttraumatischer
AC-Gelenks
problematik
.
Er
attestierte vom
3.
September 2010 bis
4.
Januar 2011
eine Arbeits
unfähigkeit von 100
%
und
vom
5.
Januar bis Ende Juli
2011
von 60 % mit anschliessend
notwendiger
Neu
beur
teilung
.
Dif
ferential
diagnostisch
nannte er ein
Impingement
und eine Bursitis
sub
acro
mialis
links, welche a
m
1.
Mai 2011
i
m
Rahmen
eine
r
Schulterverletzung links
neu
hinzugekommen
seien
.
Der Beschwerdeführer
sei ausgerutscht und habe sich dabei mit dem linken Arm nach hinten abgestützt und in der Folge Schmerzen und eine
Bewegungs
ein
schränkung
in der linken Schulter verspürt.
Es gehe
aber
schon wieder etwas besser. Klinisch seien Elevation und Abduktion endphasig leicht
do
lent
, der
Jobe
Test sei negativ und
der Schürzen- und
Na
ckengr
iff
sowie
der Lift-off-
Test
seien ohne Befund
. Im AC-Gelenk
bestehe eine leichte
Druckdolenz
.
Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule sei bei der Rotation nach rechts leicht ein
geschränkt, ansonsten seien die obere
Brust
wirbel
säule
(BWS)
und die
LWS
frei und indolent beweglich. Der Finger-Boden-Abstand betrage 0 cm.
Es be
stünden muskuläre Verspannungen v
or allem
nuchal
und
paravertebral lumbal rechts
.
Er habe eine spezialärztliche Beurteilung in der Klinik
H._
in die Wege ge
leitet.
3.5
3.5.1
Im Bericht vom
8.
September 2011 (Urk. 12/M5) diagnostizierten
PD
Dr.
med.
I._
, Chefarzt Neuro
chirurgie/Wirbelsäulenchirurgie, Klinik
H._
,
Wir
belsäulenzentrum
,
und Dr. med.
J._
, Assistenzarzt,
ein lumbales
Schmerz
syndrom
mit/bei einem Status nach einer Kompressions
-
fraktur im LWK
2 bei einem Sturz aus vier Metern Höhe am 3. September 201
0.
Als
Neben
diagnosen
äusserten s
ie
einen Verdacht auf einen Status nach einem Morbus Scheuer
mann (Magnetresonanztomographie vom 2
3.
Dezember 2010).
In ihrer Beurteilung hielten
die Ärzte der Klinik
H._
fest,
soweit
beurteil
bar
zeige die durchgeführte Rönt
genuntersuchung keine Anhaltspunkte für Komplikationen bei einem Status nach einer LWK2-Kompressionsfraktur. Die von der Klinik
G._
angefertigten
Magnetresonanztomographien
hätten ihnen nicht vorgelegen
.
3.5.2
Nach
Studium
der Magnetresonanzunt
ersuchungen der BWS
und der L
WS
vom 2
3.
Dezember 2010 der Klinik
G._
hielten
Dr.
I._
und
Dr.
J._
am 2
0.
September 2011 (
Urk.
12/
M6)
fest
, in den bildgebenden Unter
suchungen
zeige sich
die beschriebene LWK2-Deckplatten-Fraktur sowie
eine
Diskopathie
der Band
scheibe L3/
4.
Darüber hinaus bestünden keine An
haltspunkte für sig
nifika
nte degenerative Veränderungen
.
3.
6
Am 2
9.
November 2011 (Urk. 12/M10
) hielt
Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH für Radiologie, Klinik
G._
, in seiner Beurteilung eine Traumatisierung des AC
-Gelenkes mit
Knochen
marködem
ohne Stufen
, ein
Acromion
T
y
p II mit etwas vermehrtem
down
slope
, Zeichen
von
Tendinitis der
Supra
spinatus
sehne
auf einer Länge von etwa 16 mm, keine Ruptur mit ansonsten regel
rechten
Ro
tatoren
, fest. Anderweitige posttraumatische Veränderungen
habe
er keine fest
stel
len
können
. Schliesslich
seien leichte
Zeiche
n einer
retraktilen
Kap
sulitis
vorhanden gewesen.
3.
7
Im
Bericht vom 30.
November 2011 (
Urk.
12/
M11, vgl. dazu auch Urk. 12/M9)
diagnostizierten
Dr.
med.
L._
, Orthopädie FMH, und PD
Dr.
med.
M._
, FMH
Orthopädie und
Hand
chirurgie
,
Klinik
H._
,
persistierende post
t
rau
matische
Impinge
ment
beschwerden
nach Traumatisierung des linken Schulter
gürtels bei
intakter
Rotatoren
manschette
(
arthro-magnet
resonanz
tomo
graphisch
dokumentiert [
Un
fall vom
1.
Mai 2011
]
), eine traumatisierte
AC-Gelenks
arthrose
links (
arthro-magnet
resonanz
tomo
graphisch
dokumentiert [
Un
fall vom
1.
Mai 2011])
und eine
un
fall
bedingte
Tendinitis der langen
Biceps
sehne
links.
Als Befund hielten die Ärzte der Klinik
H._
im Vergleich zur Vor
unter
suchung vom 2
5.
Oktober 2011 keine neuen Aspekte fest. Damals
hatten
sie fol
genden Befund auf
geführt
(vgl. dazu Urk. 12/M9): „47-jähriger, athletischer Mann. 178 cm, 83 kg. Rechtshänder. Schultergelenksbeweglichkeit rechts
alters
ent
sprechend
frei. Links Abduktion 95°, Vorwärts-/Rückwärtsheben 170/0/45°, Aussen-/Innenrotation
in Neutralstellung 65/0/knapp80°
, in Ab
duktion 80/0/60°. Klinisch keine pathologischen
Rotatorenmanschetten
-Zeichen links fass
bar, AC-Gelenk links klinisch frei. Lange
Bicepssehne
links diskret
druck
dolent
mit angedeutet positivem Palm-
up
-Test links (?).“
Dr.
L._
und
Dr.
M._
hielten weiter
fest, es liege keine Indikation für eine
arthroskopische
Intervention an der linken Schulter vor. Es brauche eine ge
zielte Physiotherapie in der Nähe des Wohn- und Arbeitsortes des Beschwerde
führers. Es sei anzunehmen, dass die Restbeschwerden in vier bis sechs Monaten wieder weitgehend abklingen w
ü
rden. Substanzielle Läsionen im linken Schul
tergürtel könnten auch in der
Arthro-Magnet
resonanz
tomo
graphie
nicht aus
gemacht werden.
3.
8
In seiner Stellungnahme vom
2
1.
Dezember 2011
(Urk. 12/M12)
hielt
der
be
ratende Arzt
der
Helsana,
Dr.
A._
,
F
olgendes fest:
3.
8
.1
Hinsichtlich des Ereignisses vom
3.
September 2010 nannte
Dr.
A._
eine
LWK
2-Kompressionsfraktur ohne
Hinterkantenbeteiligung
. Weiter führte er aus, dass das lumbale Schmerzsyndrom bei einem Status nach einer
Kompressions
fraktur
des L
WK
2 in einem überwiegend wahr
scheinlichen kausalen Zusam
men
hang zum Ereignis vom
3.
September 2010 stehe. In der nach drei Monaten nach dem Trauma durchgeführten
Magnet
resonanz
tomo
graphie
seien noch Restzeichen der damals frischen
Kom
pres
sions
fraktur
zu erkennen gewesen.
Eine
Hinterkantenbeteiligung
und eine Ein
engung des Spinalkanals hätten da
mals allerdings nicht bestanden. Gemäss radio
logischem Bericht sei bereits eine vorbestehende
Osteochondrose
in diesem Be
reich (Segment nicht näher be
zeichnet) ersichtlich gewesen.
Als unfallfremde Faktoren nannte er eine leichte linkskonvexe Skoliose, leichte
Spon
dylarthrosen
in L4/5 und L5/S1,
multiple
Schmorl’sche
Knötchen in den
Grund- und Deckplatten
und
leichte
Keilwirbelbildungen in Th7 bis T
h10, pas
send zu einem Status nach einem Morbus Scheuermann.
Es handle sich um eine vorübergehende Verschlimmerung, da nach der
Fraktur
kon
solidation
aufgrund einer intakten
Wirbelkörperhinterkante
wieder stabile
ossäre
Verhältnisse vorlägen.
Der S
tatus quo sine sei erreicht, da ein Jahr nach dem Trauma die Folgen der LWK2-Fraktur abgeheilt seien. Die vom Beschwerdeführer geäusserten Be
schwer
den seien – bei überdies
weit
gehend unauffälligen objektivierbaren Be
funden – nicht mehr auf das Unfallereignis zurückzuführen,
da
ein
Vor
zu
stand
(Morbus Scheuermann mit korrespondierenden Veränderungen in der
Brust
wir
belsäule
sowie eine
Osteochondrose
der Lendenwirbelsäule)
bestanden habe.
Konkrete Anhaltspunkt
e
für eine Nichtübereinstimmung der objektiven Befunde mit den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers bestünden nicht, es müsse aber konstatiert werden, dass die objektivierbaren Untersuchungsbefunde der be
handelnden Ärzte überwiegend Normalbefunde erfassen würden.
Die unfallbedingte Behandlung sollte abgeschlossen werden.
Es sei voraussichtlich nicht mit einer unfallbedingten, bleibenden Be
ein
trächti
gung zu rechnen; eine magne
tresonanztomographische
Verlaufs
unter
suchung
könne zum sicheren Ausschluss hilfreich sein.
3.
8
.2
Bezüglich
des Ereignisses
vom
1.
Mai 2011
nannte
Dr.
A._
persistierende post
traumatische
Impingementbeschwerden
nach einer Traumatisierung des lin
ken Schultergürtels bei einer intakten
Rotatorenmanschette
(
arthro
magnet
re
so
nanz
tomographisch
dokumentiert), eine traumatisierte AC-Gelenksarthrose links (
arthromagnetresonanztomographisch
dokumentiert) und eine
unfall
be
dingte
Tendi
ni
tis der langen
Bicepssehne
.
Laut
Dr.
A._
st
ehen
die im Zusammenhang mit der Schulter angegebenen Be
schwerden aus den
oben genannten Diagnosen
in einem überwiegend wahr
schein
lich kausalen
Zusammenhang zum Ereignis vom
1.
Mai 201
1.
Sub
stan
zielle Läsionen
der linken Schulter
hätten
am 2
9.
November 2011
arthro
mag
net
resonanztomographisch
ausgeschlossen werden können.
Als unfallfremde Faktoren nannte
Dr.
A._
eine
AC-Gelenksarthrose und ein
Acromion
Typ II als Prädisposition für ein
subacromiales
Impingement
.
Es bestehe eine vorübergehende Verschlimmerung, da die pos
t
traumatische
Tendi
ni
tis der langen
Bicepssehne
bei
auf der Magnetresonanztomographie si
cher aus
ge
schlossenen s
ubstanziellen Schäden derselben
mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit folgenlos abheile.
Der Status quo ante sei mit Ausnahme der Tendi
ni
tis der langen
Bicepssehne
erreicht. Bezüglich der
Bicepssehnentendinitis
sollte der Status quo ante bis spätestens am 3
1.
Dezember 2011 erreicht sein.
Der Heilungsverlauf sei zwar verzögert, aber nicht ungewöhnlich.
Die weitere Behandlung sei unfallbedingt nur noch zur Behandlung der Ten
dini
tis der langen
Bicepssehne
ausgewiesen. Das AC Gelenk
habe
sich be
reits am 2
5.
Oktober 2011 bei der Konsultation bei PD
Dr.
M._
asymptoma
tisch
präsentiert
.
Die aktuelle Arbeitsunfähigkeit als Landschaftsgärtner sei seither immer noch zu 40
%
ausgewiesen. In Anbetr
acht der körperlichen Tätigkeit
bei längerer Zeit
be
standenen
Beschwerden im Rahmen der
Bicepssehnentendi
nitis
könne dies ge
rechtfertigt sein, um durch eine bestmögliche Schonung den
Ent
zündungs
prozess
rasch zur Ausheilung zu bringen. Ab dem
1.
Januar 2012 müsse jedoch die volle Arbeitsfähigkeit wieder gegeben sein.
Mit einer unfallbedingten bleibenden Beeinträchtigung sei nicht zu rechnen.
Die krankheitsbedingten könnten von den unfallbedingten Befunden nicht klar ab
gegrenzt werden, da ohne das Trauma mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zum jetzigen Zeitpunkt keine derartigen Beschwerden eingetreten wären.
3.
9
Am 1
4.
Februar 2012 (Urk. 12/M14, vgl.
dazu auch Urk. 12/13) wiederholten PD
Dr.
I._
und
Dr.
J._
die Diagnose eines lumbalen
Schmerz
syndroms
mit/bei einem Status nach einer
Kom
pres
sions
fraktur
im
LWK2
bei einem Sturz aus vier Metern Höhe am
3.
September 201
0.
Ferner äusserten sie einen Ver
dacht auf einen Status nach einem Morbus Scheuermann (
Magnet
resonanz
tomo
graphie
vom 2
3.
Dezember 2010).
Die Ärzte der Klinik
H._
hielten fest, der Beschwerdeführer habe sich zur
Ver
laufskontrolle
in ihrer Sprechstunde vorgestellt und über fortbestehende
para
vertebrale
Schmerzen rechts, welche teils bewegungs- und vor allem
be
las
tungs
abhängig
aufgetre
ten
seien
, berichtet.
Ausstrahlende Schmerzen oder senso
motorische Defizite seien weiterhin nicht aufgetreten.
Schmerz
medi
ka
mente
wür
den gegenwärtig nur selten eingenommen. Aufgrund der be
stehenden
Schmerz
symptomatik
, welche unter Belastung
exazerbiere
, sei der Be
schwerde
führer weiterhin nur zu 40
%
arbeitsfähig.
Zum Untersuchungszeitpunkt hätten keine Anhaltspunkte für ausstrahlende Schmer
zen oder sensomotorische Defizite bestanden. Die Darstellung der
Deck
platten
fraktur
LWK
2 sei unverändert. Es bestünden weder Anhaltspunkte für eine zunehmende
Kyphosierung
im betroffenen Segment noch für
eine
An
schluss
segmentdegeneration
. Soweit beurteilbar bestehe im Vergleich zur Vor
unter
suchung ein unveränderter Befund.
Beim Beschwerdeführer bestehe nach oben genannter Fraktur eine
Rest
schmerz
symptomatik
auf der Höhe des frakturierten Segmentes. Eine chirurgische The
rapie sei derzeit nicht indiziert.
3.1
0
In Ergänzung zu seiner Stel
lungnahme vom 2
1.
Dezember 2011
zu den neu auf
gelegten
medizinischen Unter
lagen
hielt
Dr.
A._
am 2
9.
März 2012 (Urk. 12/M17)
fest, dass die
se
nichts an seiner da
maligen
Stel
lung
nahme än
der
te
n
. Gemäss dem Rein
tegrationsleitfaden Unfall von 2010
sei bei lumbalen Deckplattenimpressionen eine maximale
Behandlungs
dauer
von 16 Wochen in
diziert. Eine Arbeitsunfähigkeit für schwere körperliche Tätig
keit sei
für sechs Wochen
zu 100
%
und
für weitere zwei Wochen
zu 50
%
indiziert.
Es sei eineinhalb Jahre nach der Deckplattenimpressionsfraktur zu keiner zu
nehmenden
Kyphosierung
gekommen. Gemäss dem Bericht vom
9.
Februar 2012 bestünden weder Anhaltspunkt
e
für eine Anschlusssegmentdegeneration noch für ausstrahlende Schmerzen oder sensomotorische Defizite. Somit sei der Status quo ante spätestens am
9.
Februar 2012 erreicht. Es sei mit keiner blei
benden Beein
trächtigung zu rechnen.
3.1
1
Im Bericht vom 2
8.
August 2012 (
Urk.
8
, vgl. dazu Urk. 12/M
7-
8
, Urk. 12/M3
)
nannte der behandelnde
Dr.
Z._
einen Status nach einer LWK2-Kom
pres
si
ons
fraktur ohne
Hinterkantenbeteiligung
nach einem Sturz am 3. September 2010 mit chronischem,
belastungs
ab
hängigem
postraumatischem
lumbo
ver
te
bralem
Syndrom und persistierende
post
raumatische
Im
pinge
ment
be
schwerden
nach Traumatisierung des linken Schulter
gürtels bei intakter
Rotatoren
man
schette
mit traumatisierter
AC-Ge
lenks
arthrose
und Tendi
ni
tis der langen
Biceps
sehne
links (
arthro
magnet
resonanz
tomographisch
dokumentiert).
Aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers beste
he eine Arbeitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer
berichte nach wie vor über belastungsabhängige
para
verte
brale
Schmerzen im lumbalen Bereich ohne Ausstrahlun
g oder senso
moto
rische Defizite (v
or allem bei repetitiven Arbeiten
wie beispielsweise in gebück
ter Haltung oder in kniender Position). Auch das Heben von Gewichten über
20 kg führe zu Rücken
schmerzen.
Diese Beschwerden seien in letzter Zeit un
verän
dert. Auch von Seiten der Schulterschmerzen bestehe eine Ein
schränkung vor allem bei
Über
kopfarbeiten
. Wichtig erscheine die Tatsache, dass trotz der Be
funde in den
bild
gebenden
Verfahren – welche allesamt nach dem Unfall ange
fertigt worden seien (Magnetresonanztomographien) – vor dem Unfall keine Rücken und
Schulter
beschwerden
angegeben worden seien.
Die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner angestammten Tä
tigkeit be
trage
seit dem
Unfallereignis vom
3.
September 2010 bis
3.
Januar 2011 100
%
, vom
4.
Januar 2011 bis 3
0.
März 2012 60
%
und ab dem
1.
April 2012 50
%
.
Der Beschwerdeführer leide immer noch unter chronischen Schmerzen im
Rücken
bereich
, vor allem bei rückenbelastenden Arbeiten
,
zum Beispiel bei Ar
beiten in gebückter Haltung sowie Arbeiten mit repetitiven Bewegungen. Solche Arbeiten seien stark schmerzfördernd und würden auf der visuellen Skala 0-10 (O=keine Schmerzen, 10=maximale Schmerzen) mit maximal 8 an
ge
geben. Ge
wichte über 20 kg heben, sei nicht mehr möglich. Dazwischen habe er aber auch Tage
mit
deutlich weniger Schmerzen. Das hänge ganz von den zu ver
richten
den Arbeiten ab. Von Seiten der Schulterbeschwerden träten diese vor allem bei Überkopfarbeiten auf. Auch hier hätten vor dem Unfall keine Be
schwer
den be
standen.
4.
4.1
4.1.1
Unmittelbar nach dem Unfallereignis im September 2010 standen beim Be
schwer
de
führer Beschwerden im Bereich der LWS im Vordergrund. Die
erstbe
handelnden
Ärzte des
Spitals C._
diagnostizierten am 6. September
2010 (E. 3.2) eine Commotio cerebri sowie eine LWS-Kontusion. Mit
tels eine
s
in der
Folge am 2
3.
Dezember 2010 angefertigten
MRI der BWS und LWS (E.
3.3)
konnte eine frischere,
leichtgradige
Kompresssionfraktur
von LWK2 ohne
Stu
fenbildung
in der
Hinterkante
und ohne Einengung des
Spinal
kanals
eruiert werden. Akut
e oder subakute Frakturen
thorac
al
sowie
Neuro
kom
pressionen
konnten ausgeschlossen werden. Auch eine
Neuro
kom
pression
wurde verneint. Hingegen förderte die Bildgebung multiple
Schmorl’sche
Knötchen in den Grund- und Deckplatten sowie leichte
Keil
wirbel
bildungen
Th7-Th10, passend zu einem Status nach
Morbus
Scheuermann,
eine leichte
links
konvexe
Skoliose mit einem Scheitelpunkt auf der Höhe L2/3, eine
Osteo
chon
drose
Grad II nach
Modic
L2/3 und eine
leichtgradige
zirkum
ferentielle
Diskus
pr
otrusion
im glei
chen Seg
ment
und
leichte
Spondylarthrosen
i
n
L4/5 und L5/S1 sowie eine leichte
Splenomegalie
mit einem Längsdurchmesser von
14 cm zu Tage
(
Urk.
12/M2 und
Urk.
12/M12 S. 1)
.
Dr.
J._
und
Dr.
I._
des
Wirbelsäu
lenzentrums
der Klinik
H._
hielten
aufgrund des
am
8.
September 2011
(E. 3.5.1)
an
ge
fertigten
Röntgen
bildes der LWS
einen
Status nach einer LWK2-Kompressionsfraktur mit leichtem Ein
sinken der Deckplatte ohne Anhaltspunkte
für
Kyphosierung
in dem betroffenen Segment
sowie
leichtgradige
degenerative Veränderungen mit
Osteo
chondr
ose
in den BWK 11/
12 und LWK2/3
fest
.
Ferner
führten sie
aus, aufgrund der
durch
geführte
n
Röntgen
untersuchung
liessen sich
– soweit beurteilbar – keine An
ha
lts
punkte für Komplikationen bei einem Status nach einer LWK2-Kom
pressions
fraktur finden.
Gestützt auf die bildgebende Unter
suchung vom 2
3.
Dezember 2010 f
ührten
sie
ergänzend aus
(E.
3.5
.2)
, dass sich die beschriebene LWK2-Deckplattenfraktur sowie eine
Diskopathie
der Bandscheibe L3/4 gezeigt habe. Darüber hinaus be
stünden keine Anhaltspunkte für signifik
ante degenerative Veränderungen
.
Nach der Zusatzuntersuchung vom
9.
Februar 2012 konstatierten
Dr.
J._
und PD
Dr.
I._
im Bericht vom 1
4.
Februar 2012 (E. 3.9) eine unveränderte Dar
stel
lung der
Deck
platten
fraktur
im LWK
2.
Anhaltspunkte für eine zunehmende
Kyphosierung
im be
trof
fenen Segment sowie für zunehmende
An
schluss
degeneration
bestünden nach wie vor nicht. Im Vergleich zur Vor
untersuchung sei der Befund unverändert.
4.
1.2
Gemäss
der
Stellungnahme
des die Helsana beratenden
Dr.
A._
(E. 3.8.1)
st
and
das lumbale Schmerzsyndrom bei einem Status nach einer
LWK2-
Kom
pres
sions
fr
aktur
in einem überwiegend wahrscheinlichen kausalen Zusammen
hang zum Ereignis vom
3.
September 2010 und i
n der
drei Monate nach dem Trauma
durch
ge
führten Magnetresonanztomographie (MRI)
ware
n noch die Restzeichen der damals frischen
Kompressions
frakturen
zu erkennen gewesen
. Er hielt indes fest,
der Status quo sine sei ein Jahr nach dem Trauma erreicht, da die Folgen der LWK2-Fraktur abgeheilt seien. Die vom Beschwerdeführer ge
äusserten Beschwerden seien
-
bei
weit
gehend un
auffälligen objektivierbaren Befunden
-
nicht mehr auf das Unfallereignis
, sondern auf einen Vorzustand (Morbus Scheuermann mit kor
respondierenden Veränderungen in der BWS so
wie
Osteochondr
ose
der LWS) zurück
zuführen
.
Gestützt auf diese medizinische Einschätzung ist davon auszugehen, dass beim Be
schwerdeführer im Bereich der LWS bereits vor dem Unfallereignis ein krank
hafter Vorzustand (E. 1.2.2) bestand, welcher das Beschwerdebild diesbezüglich mass
geblich mitbestimmt.
4.1.3
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die Stellungnahme von
Dr.
A._
(E. 3.8.1)
hinsichtlich der LWS-Problematik
für die Beantwortung der gestellten Frage umfassend ist und d
en
von der Rechtsprechung konkreti
sierten Anforderungen
entspricht
(E. 1.4.1-2), so dass da
rauf abgestellt
werden kann.
Die Schlussfolgerungen
leuchten
ein und sind nach
voll
ziehbar begründet.
Insbesondere konstatierte
Dr.
A._
weitgehend un
auf
fällige objektivierbare
Befunde.
Einleuchtend ist in diesem Zu
sammenhang
namentlich
die
Argumen
tation,
dass die Folgen der LWK2-Fraktur nach einem Jahr ab
geheilt und die
geklagten Beschwerden nicht mehr
auf den Unfall, sondern auf unfallfremde Faktoren
zurückzuführen
s
eien
.
D
ie Ein
schätzung
von
Dr.
A._
wird denn auch
durch die Berichte
der Klinik
H._
vom 8. September 2011 (E. 3.5.1) respektive vom 1
4.
Februar 2012 (E. 3.9)
g
estützt,
konnten doch
die behandeln
den Ärzte aufgrund des am
8.
September 2011 durch
ge
führten Röntgenbildes der LWS keine An
halts
punkte für Komplikationen bei einem Status nach einer LWK2-Kom
pressions
fraktur respektive für eine zunehmende
Kyphosierung
im be
troffenen Segment sowie für eine zunehmende
An
schluss
seg
ment
de
genera
tion
erkennen
.
4.1.4
Somit ist festzuhalten, dass die rein unfallbedingten Beschwer
den des Be
schwer
deführers im Bereich der Lendenwirbelsäule spätestens
ein Jahr
nach dem Unfallereignis abgeheilt waren, weshalb die
Be
schwerde
gegnerin
zu Recht davon ausging, dass diesbezüglich im Zeitpunkt der
Leistungs
einstellung
per
3
.
September 2011 der S
tatus quo sine erreicht war. Die nach diesem Zeit
punkt noch bestehenden Beschwerden des Be
schwerde
führers im Bereich der
Lenden
wirbelsäule
waren nicht mehr unfall- sondern aus
schliesslich
krank
heitsbedingt
.
Dass
Dr.
A._
in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 2
1
.
Dezember
201
1
(E. 3.1
0
)
festgehalten hat, dass
hinsichtlich der LWS-Problematik
der Status quo ante spätestens am
9.
Februar 2012 erreicht sei, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern, fiel
doch
der natürliche Kausalzusammenhang schon mit
Er
reichen des zuvor konstatierten Status quo sine dahin.
4.2
4.2.1
Unmittelbar nach dem Unfallereignis im Mai 2011 klagte der Beschwerdeführer über Schulterbeschwerden.
Im Bericht vom
8.
Juni 2011 (Urk. 12/M4)
diagnosti
zierte der behandelnde
Dr.
Z._
eine
n Status nach einem Sturz auf die linke Schulter mit posttrau
matischer AC-Gelenksproblematik. Differential
diagnostisch nannte er ein
Impingement
sowie eine Bursitis
subacromialis
links
.
Mit
tels eine
s
in der Folge am 2
5.
Oktober 2011
angefertigten
Rönt
gen
bildes
der linken Schulter sowie eines Ultraschalls der rechten und linken Schul
ter
(
Urk. 12/M9
)
wurden persistierende posttraumatische Restbeschwerden nach einer Traumati
sierung des linken Schultergürtels, möglicherweise mit kurz
fristiger
glenohu
meraler
Subluxation
,
diagnostiziert und ein
Verdacht auf Irritation der langen
Bicepssehne
lin
ks (
unfall
bedingt
) geäussert. Die
Rotatorenmanschetten
waren unauffällig.
Die
magnet
resonanz
tomographische
Untersuchung am 2
9.
Novem
-
ber
2011 (Urk. 12/
M
10) förderte eine Traumatisierung des AC-Gelen
kes mit einem
Knochen
marködem
(keine Stufen), ein
Acromion
Typ II und ei
nen etwas vermehrten down
slope
sowie Zeichen der Tendinitis der
Supraspi
natussehne
auf einer Länge von etwa 16 mm zu Tage. Eine Ruptur konnte aus
geschlossen
wer
den. Anderweitige posttraumatische Veränderungen wurden ebenfalls ver
neint. Ferner wurden leichte Zeichen einer
retraktilen
Kapsulitis
festgehalten. Gestützt auf die
bild
gebende
magnetresonanztomographische Un
tersuc
hung diagnostizierten
Dr.
L._
und PD
Dr.
M._
im Bericht vom 3
0.
November 2011 (E. 3.7)
per
sistierende posttraumatische
Impingement
be
schwerden
nach einer Trauma
tisierung des linken Schulter
gürtels bei einer in
takten
Rotatoren
man
schette
(
arthro
magnettomographisch
dokumentiert, Unfall vom
1.
Mai 2011), eine traumatisierte AC-Gelenksarthrose links (
arthro
magnet
tomographisch
dokumentiert, Unfall vom
1.
Mai 2011) und eine unfallbedingte
Tendinitis der langen
Bicepssehne
links.
Substanzielle Läsionen im linken Schulter
gürtel konnten die Ärzte der
Klinik
H._
auch
arthro-magnetreso
nanztomographisch
nicht ausmachen.
4.2.2
Gemäss Stellungnahme
von
Dr.
A._
(E. 3.8.
2
, Schulterproblematik
)
st
a
nden
die Beschwerden (
im Rahmen der
von
Dr.
L._
und
Dr.
M._
ge
nannten Diagnosen) zwar zunächst in einem überwiegend wahrscheinlich kausalen Zu
sammen
hang zum Ereignis vom 1.
Mai 201
1.
Laut
Dr.
A._
war
der Status quo ante
aber
mit Ausnahme in Bezug auf die Tendinitis der langen
Bicepssehne
im Dezember 2011
er
reicht. Bezüglich der
Bicepssehne
sollte der Status quo ante bis spätestens am 3
1.
Dezember 2011 erreicht sein.
Ferner wies er darauf
,
dass
a
ufgrund des
Arthro
-
MRI
der linken Schulter vom 2
9.
November 2011 substanziellen Läsionen
hätten
aus
ge
schlos
sen werden können.
Endlich hielt
er fest, die
krank
heitsbedingten
Befunde
(
AC
-
Gelenk
arthrose
,
Acromion
Typ II als Prädisposition für ein
subacromiales
Im
pinge
ment
)
könnten
von den
un
fall
bedingten
Be
funden nicht klar ab
ge
grenzt werden, da ohne das Trauma mit über
wiegender Wahr
schein
lich
keit zum jetzigen Zeitpunkt keine derartigen Beschwerden eingetreten wären.
Gestützt auf diese medizinische Einschätzung ist
auch in Bezug auf diese Proble
matik
davon auszugeh
en, dass beim Be
schwerdeführer
im Bereich der
linken Schulter
bereits vor dem
Unfall
ereignis
ein krank
hafter Vorzustand (E.
1.2.2) bestand, welcher das
Be
schwerde
bild
diesbezüglich mass
geblich mit
bestimmt.
4.2.3
Auch in diesem Zusammenhang ergibt
d
ie Wü
rdigung der medizinischen Akten
, dass die Stellungnahme von
Dr.
A._
(E. 3.8.
2
) für die Beantwortung der ge
stellten Frage umfassend ist und
d
ie
von der Rechtsprechung konkretisierten An
forderungen
erfüllt
(E. 1.4.1-2), so dass da
rauf abgestellt werden
kann.
Die Schluss
folgerungen
leuchten ebenfalls
ein und sind nach
voll
ziehbar begründet. Ins
bes
ondere konstatierte
Dr.
A._
, dass
sich das AC-
Gelenk bereits anlässlich der Konsultation bei
Dr.
M._
am 25. Oktober 2011 asymptomatisch präsen
tiert habe und auch
arthromagnetresonanztomographisch
substanzielle Läsio
nen hätten ausgeschlossen werden
können.
Plausibel ist denn auch die Argu
mentation, dass die posttraumatische Te
ndinitis der langen
Bicepssehne
bei im MRI sicher ausgeschlossenen substanziellen Schäden derselben mit über
wiegen
der Wahrscheinlichkeit folgenlos abheile.
Ab
1.
Januar 2012 attestierte er dem Beschwerdeführer wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
Dass das AC-
Gelenk bereits am 2
5.
Oktober 2011 anlässlich der Konsultation bei PD
Dr.
M._
asymptomatisch war und substantielle Läsionen in der linken Schulter ausge
schlossen werden konnten, wird denn auch durch d
e
n Bericht
der Klinik
H._
(E. 3.7)
untermauert.
4.2.4
Somit ist festzuhalten, dass die rein unfallbedingten Beschwerden des Be
schwer
deführers im Bereich der linken Schulter spätestens am
1.
Januar 2012 ab
ge
klungen sind, weshalb die
Be
schwerde
gegnerin
zu Recht davon ausging, dass diesbezüglich im Zeitpunkt der
Leistungs
einstellung
per 3
1.
Dezember. 2011 der Status quo sine erreicht war. Die nach diesem Zeit
punkt noch be
ste
henden Beschwerden des Be
schwerde
führers im Bereich der linken Schulter sind mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr unfall- sondern aus
s
chliess
lich
krank
heitsbedingt
.
4.
3
4.3.1
Der Beschwerdeführer monierte, es sei unzutreffend, dass er unter Vorzuständen ge
litten habe.
Selbst wenn es sich bei den erwähnten Befunden um Vorzustände han
deln sollte, hätten diese keinerlei Einfluss auf seine Arbeitsfähigkeit gehabt. Jeden
falls könne mit der Diagnose einer leichten degenerativen Veränderung der Wirbelsäule sicherlich auch das von der Beschwerde
gegnerin
behauptete Er
reichen des Status quo sine per
3.
September 2011 beziehungsweise des Status quo ante per
9.
Februar 2012 nicht in
rechtsgenüglicher
Art und Weise
nach
ge
wiesen werden.
In Bezug auf diesen Kritikpunkt ist auszuführen, dass
im Bericht vom 24. Dezembe
r 2010 (Urk. 12/M2) aufgrund des
MRI
der BWS und der LWS vom 2
3.
Dezember 2010
– nebst der Fraktur - multiple
Schmorl’sche
Knötchen in
den Grund- und Deckplatten sowie leichte
Keil
wirbel
bildungen
in Th7-Th10, passend zu einem Status nach
Morbus
Scheuermann, eine leichte linkskonvexe Skoliose mit einem Scheitelpunkt auf der Höhe L2/3, eine
Osteo
chondrose
Grad II nach
Modic
L2/3 und eine
leichtgradige
zirkum
ferentielle
Diskusprotrusion
im gleichen Segment
sowie leichte
Spondylo
arthrosen
in L4/5 und L5/L6 doku
mentiert sind.
Im Bericht vom
8.
September 2011 (E. 3.5.1) erwähnten
Dr.
J._
und PD
Dr.
I._
auch noch
leichtgradige
degenerative Veränderungen mit einer
Osteochondrose
in BWK11/12 und LWK
2/
3.
Die
Osteochondrose
erachtete
Dr.
A._
als vorbestehend und die
links
konvexe
Skoliose sowie die
Spon
dylarthrosen
in L4/5 und L5/S1 als
un
fall
fremd
(E. 3.8.1).
Schliesslich sind auch in den Berichten vom
2
9.
respektive
3
0.
November 2011 (E. 3.
6-
7) im Bereich der Schulter Vorzustände dokumentiert, d
ie
Dr.
A._
als
un
fallfremd
taxierte.
Insoweit sind Vorzustände
sowohl
im Bereich der LWS und BWS
als auch in der Schulter
dokumentiert.
4.3.
2
Was den
im Beschwerdeverfahren
aufgelegten Bericht vom
2
8.
August 2012
(E. 3.1
1
)
an
belangt, so ist
diesbezüglich anzumerken, dass
Dr.
Z._
dem Be
schwerde
führer zwar eine Arbeitsunfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit seit dem
Un
fall
ereignis
vom
3.
September 2010 bis
3.
Januar 2011 von 100
%
, vom
4.
Januar 2011 bis 3
0.
März 2012 von 60
%
und seit dem
1.
April 2012 von 50
%
attestierte, objektivierbare Befunde sind dem Bericht hin
gegen keine
zu entnehmen
.
Die Einschränkung der Arbeits
fähigkeit führte er
nicht
auf
seine ei
gene Beurteilung, sondern auf
die vom Beschwerdeführer angegebenen Schmer
zen zurück. Überdies nimmt er auch keine Stellung zur Kausalität der vom Be
schwerdeführer angegebenen
Beschwerden
.
Damit drängt sich keine abwei
chende Einschätzung auf.
Daran vermag auch nichts zu ändern, dass er in nämlichen Bericht konstatierte, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall weder Rücken- noch
Schulter
be
schwerden
angegeben habe. Denn diesbezüglich ist anzumerken, dass es das Eidgenössische
Ver
sicherungs
gericht
in konstanter Recht
sprechung ab
ge
lehnt hat, eine Schädigung be
reits deshalb als durch einen Unfall verursacht zu er
achten, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/
bb
).
4.4
Da die vorliegenden medizinischen Akten die strittige Kausalitätsprüfung
rechts
genüglich
zulassen,
sind ergänzende
medizinische Ab
klärungen
nicht mehr notwendig
und angezeigt
.
5.
Zusammenfassend
ist erstellt, dass der Status quo sine betreffend die
Rückenprob
lematik
am 3. September 2011 und betreffend die
Schulterproble
matik
am 31. Dezember 2011 eingetreten war, weshalb die Beschwerdegegnerin nicht mehr leistungspflichtig ist. Dies
führt zur Abweisung der Beschwerde.