# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 683a58cc-a0a2-452e-9a51-ac3290343da9
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M.H., geb. 1981, ist Staatsangehöriger von Malaysia. Er reiste am 18. April 2005 als
Tourist in die Schweiz ein und heiratete am 23. Juni 2005 die in St. Gallen wohnhafte
niedergelassene thailändische Staatsangehörige S. Im Rahmen des Familiennachzugs
erhielt M.H.am 9. November 2005 eine Aufenthaltsbewilligung.
Im Jahr 2007 trennten sich die Eheleute.
Am 10. Januar 2008 gebar S das Kind C. M.H.ist nicht dessen Vater.
Mit Verfügung vom 23. Oktober 2008 lehnte das Ausländeramt die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung von M.H.ab mit der Begründung, seine Ehegemeinschaft mit S.
habe weniger als drei Jahre gedauert, weshalb er auf die kraft Eheschliessung
erhaltene Aufenthaltsbewilligung keinen Anspruch mehr habe. Der Gesuchsteller halte
an der nur noch formell bestehenden Ehe lediglich fest, um seine
Aufenthaltsbewilligung behalten zu können; sodann bringe der Gesuchsteller keine
wichtigen persönlichen Gründe vor, die einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz
erforderlich machten. Da das Kind C. nicht seine leibliche Tochter sei, bestehe für den
Gesuchsteller auch aus diesem Grund keine Notwendigkeit, in der Schweiz zu bleiben.
Das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Gesuchstellers überwiege dessen
privates Interesse, in der Schweiz bleiben zu können.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramtes erhob M.H. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 7. November 2008 Rekurs, der vom Sicherheits- und
Justizdepartement mit Entscheid vom 26. Januar 2009 abgewiesen wurde.
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C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 10. Februar und 6. März 2009 erhob
M.H. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom
26. Januar 2009 bzw. die Verfügung des Ausländeramtes vom 23. Oktober 2008 seien
aufzuheben und es sei die verfügende Behörde anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung
zu verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung wird im
wesentlichen vorgebracht, der Beschwerdeführer habe einen gesetzlichen Anspruch
auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Er sei zum Zeitpunkt, als er das
Gesuch um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung stellte, nicht davon
ausgegangen – und habe auch nicht davon ausgehen müssen –, dass seine Ehe mit
der in der Schweiz niedergelassenen Ehegattin definitiv gescheitert sei. Zudem sei er
sowohl beruflich als auch sozial bestens in der Schweiz integriert, weshalb eine
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung unverhältnismässig sei.

## Considerations

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie auf die weiteren in der
Beschwerde vorgebrachten Ausführungen wird, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
In ihrer Vernehmlassung vom 11. März 2009 beantragt die Vorinstanz unter Hinweis auf
die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die kostenfällige Abweisung der
Beschwerde.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 10. Februar und
6. März 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe aus Art. 43 Abs. 1, Art. 49 und Art. 50
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20,
abgekürzt AuG) einen Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung.
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2.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Personen mit
Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des
Zusammenwohnens im Sinne von Art. 43 Abs. 1 AuG besteht gemäss Art. 49 AuG
dann nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden
und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Art. 50 Abs. 1 AuG bestimmt weiter, dass
der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft weiter besteht, wenn entweder
die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche
Integration besteht (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren
Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b).
2.2. Die Vorinstanz ging davon aus, dass die eheliche Gemeinschaft höchstens bis
August 2007 gedauert hat. Der Beschwerdeführer bestreitet dies. Seine Ehegattin gab
anlässlich der Meldung ihrer Adressänderung am 3. März 2008 an, sie lebe seit Februar
2007 von ihrem Ehemann getrennt. Die Ehegatten unterzeichneten am 28. Februar
2008 im Eheschutzverfahren vor dem Kreisgericht St. Gallen eine Vereinbarung, in der
sie unter anderem festhielten, die Ehefrau lebe seit einem Jahr zusammen mit ihrem
neuen Lebenspartner, und sie seien sich einig, dass der Ehemann nicht der Vater des
am 10. Januar 2008 geborenen Kindes sei.
Dass sich der Beschwerdeführer darum bemüht hätte, nach dem Zeitpunkt der
Trennung persönlichen Kontakt zu seiner Ehefrau zu pflegen, um die eheliche
Gemeinschaft wieder herzustellen, ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde
nicht geltend gemacht. Die Vorinstanz hat daher zutreffend festgestellt, dass die
eheliche Gemeinschaft spätestens seit August 2007 aufgelöst war. Als der
Beschwerdeführer am 5. Oktober 2007 sein Gesuch um Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung stellte, konnte er somit gestützt auf Art. 43 Abs. 1 AuG keinen
Anspruch auf Verlängerung der Bewilligung mehr geltend machen. Die Vorinstanz hat
daher dem Beschwerdeführer den Anspruch aus Art. 43 Abs. 1 AuG auf Verlängerung
seiner Aufenthaltsbewilligung zu Recht verweigert.
Der Beschwerdeführer wendet ein, seine Ehegattin habe erst im März 2008 – und nicht
etwa unmittelbar nach ihrem Auszug – ihre Adressänderung dem Einwohneramt
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St. Gallen bekannt gegeben. Daraus habe er schliessen können, seine Ehegattin
betrachte die Ehe als noch nicht definitiv gescheitert. Umso weniger habe er selbst
davon ausgehen müssen, dass der Ehewille seiner Ehegattin erloschen sei. Aus der
Tatsache, dass die Ehegattin ihre Adresse beim Einwohneramt nicht umgehend nach
dem Auszug ändern liess, kann der Beschwerdeführer aber nichts zu seinen Gunsten
ableiten. Dasselbe gilt für sein Argument, die Ehegattin habe lediglich um
Eheschutzmassnahmen nachgesucht und nicht etwa unmittelbar Scheidungsklage
angehoben. Nachdem die Ehefrau aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war,
mit einem anderen Mann zusammenlebte und ein Kind von diesem gebar, musste der
Beschwerdeführer in objektiver Hinsicht davon ausgehen, dass die Ehe definitiv
gescheitert war. Im übrigen hat er keine Vorkehrungen getroffen, die Ehegemeinschaft
wieder herzustellen. Dem Beschwerdeführer hätte damit spätestens bei der
Unterzeichnung der Vereinbarung im Eheschutzverfahren klar sein müssen, dass eine
Fortführung der Ehegemeinschaft nicht mehr möglich war.
2.3. Der Beschwerdeführer stellt – wie bereits im Rekursverfahren – den Antrag, es sei
seine Ehegattin zu befragen bzw. von ihr eine Stellungnahme zur Frage einzuholen, ob
für sie die Ehe mit dem Beschwerdeführer unwiderruflich gescheitert war.
Wie der Beschwerdeführer zu Recht festhält, wurde die Ehegattin zu dieser Frage
bisher während des gesamten Verfahrens noch nicht befragt. Eine Befragung kann
jedoch – wie bereits die Vorinstanz zutreffend feststellte – unterbleiben, da die
Ehegattin keine neuen und entscheidrelevanten Tatsachen ins Verfahren einbringen
kann. Selbst wenn die Ehegattin einen Ehewillen mit dem Beschwerdeführer bestätigen
würde, könnte daraus angesichts ihres Verhaltens nicht zugunsten des
Beschwerdeführers abgeleitet werden.
2.4. Da der Anspruch des Beschwerdeführers aus Art. 43 Abs. 1 AuG nicht mehr
besteht, ist zu prüfen, ob Art. 49 und 50 AuG zur Anwendung kommen.
Als wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AuG gilt etwa häusliche Gewalt (vgl. M.
Spescha, in: Spescha/Thür/ Zünd/Bolzli, Kommentar Migrationsrecht, Zürich 2008, N 2
zu Art. 49 AuG). Solche Gründe für getrennte Wohnorte werden nicht geltend gemacht.
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Auch bestand die Familiengemeinschaft nicht weiter. Der Beschwerdeführer kann sich
daher nicht auf Art. 49 AuG berufen.
2.5. Ist die Trennung definitiv und die Familiengemeinschaft aufgelöst, bestimmt sich
das weitere Aufenthaltsrecht nach Art. 50 AuG. Die in Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG
genannten Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein (so auch Spescha, a.a.O., N 5 zu
Art. 50 AuG).
Die Ehe wurde am 23. Juni 2005 geschlossen. Wie erwähnt, musste der
Beschwerdeführer spätestens im Februar 2008 von einer definitiven Trennung
ausgehen. Die zeitliche Bedingung, wonach die Ehegemeinschaft mindestens drei
Jahre bestanden haben muss, ist daher nicht erfüllt. Die Vorinstanz sah daher zu Recht
davon ab, zusätzlich eine allfällige erfolgreiche Integration zu prüfen.
Wie die Vorinstanz sodann ebenfalls zutreffend festgestellt hat, bestehen auch keine
wichtigen persönlichen Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG, die einen weiteren
Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Schweiz erforderlich machen würden. Der
Beschwerdeführer kann somit weder aus Art. 43 AuG noch aus Art. 50 AuG einen
Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung ableiten.
Das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 der
Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101), welches u.a. die Beziehung zu
einem minderjährigen Kind schützt, verschafft dem Beschwerdeführer ebenfalls kein
Anwesenheitsrecht, da er nicht der Vater des Kindes seiner Ehefrau ist. Einen solchen
Anspruch macht er daher zu Recht nicht geltend.
2.6. Der Beschwerdeführer macht geltend, eine allfällige Nichtverlängerung bzw. der
Widerruf der Aufenthaltsbewilligung müsse angesichts der gesamten Umstände des
Einzelfalls als unverhältnismässige Massnahme bezeichnet werden.
Gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG berücksichtigen die zuständigen Behörden bei der
Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse
sowie den Grad der Integration der Ausländerinnen und Ausländer. Das
Verwaltungsgericht übt demgegenüber lediglich eine Rechtskontrolle aus (vgl. Art. 61
Abs. 1 und 2 VRP). Somit kann im vorliegenden Verfahren nur geprüft werden, ob die
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Verwaltung ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hat und damit rechtswidrig
handelte, als sie die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigerte (vgl. statt
vieler GVP 1996 Nr. 9 und 1998 Nr. 71).
Zunächst besteht ein öffentliches Interesse, dass Ausländer, bei denen nach kurzem
Aufenthalt in der Schweiz die familiären Voraussetzungen für die Erteilung der
Aufenthaltsbewilligung wegfallen, die Schweiz wieder verlassen (vgl. VerwGE B
2004/163 vom 25. Januar 2005 und VerwGE B 2006/52 vom 8. Juni 2006, publ. in:
www.gerichte.sg.ch).
Der Beschwerdeführer reiste am 18. April 2005 in die Schweiz ein und verfügt seit dem
5. November 2005 über eine Aufenthaltsbewilligung. Die eheliche Gemeinschaft
dauerte weniger als drei Jahre. Gemeinsame Kinder haben die Eheleute nicht. Wie die
Vorinstanz zutreffend festhielt, kann nach einem Aufenthalt von rund vier Jahren in der
Regel weder in sozialer noch in beruflicher Hinsicht von einer fortgeschrittenen
Integration gesprochen werden. Der Beschwerdeführer ist als Hilfskraft in einem
Restaurant tätig, weshalb in wirtschaftlicher und arbeitsmarktlicher Hinsicht keine
zwingenden Gründe für eine Verlängerung der Bewilligung bestehen. Der
Beschwerdeführer verbrachte den grössten Teil seines Lebens im Heimatland. Mit den
dortigen Verhältnissen ist er deshalb gut vertraut. Somit kann ihm eine Rückkehr ins
Heimatland durchaus zugemutet werden. Da er keinen Unterhaltspflichten
nachkommen muss, hat der Beschwerdeführer die Möglichkeit, auch nach einem
vierjährigen Aufenthalt in der Schweiz im Herkunftsland wieder Fuss zu fassen. Zudem
hat er mit seiner mittlerweile mehrjährigen Erfahrung im Gastgewerbe vergleichsweise
gute Aussichten, sich im Herkunftsland eine Existenz aufzubauen.
Unter den gegebenen Umständen durfte die Vorinstanz das öffentliche Interesse an der
Verweigerung des weiteren Aufenthalts höher gewichten als das private Interesse des
Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Dabei hat sie das ihr gemäss Art. 96
Abs. 1 AuG zustehende Ermessen weder überschritten noch missbraucht. Folglich ist
die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
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Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht