# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ed6b065d-9938-4a4c-8b43-89fdd4c3a10c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Verfügung vom 17. März 2017 wurde A._ im Eheschutzverfahren gegen B._ vom Einzelrichter des Regionalgerichts Maloja die unentgeltliche Prozessführung mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt X._ bewilligt.
B. Im Schreiben an das Regionalgericht Maloja vom 27. Juni 2017 teilte A._ mit, nicht mehr anwaltlich vertreten zu sein. Er verzichte auf die unentgeltliche Rechtspflege und werde mit Rechtsanwalt X._ eine Einigung betreffend die in der Zwischenzeit entstandenen Kosten suchen.
C. Am 29. Juni 2017 stellte Rechtsanwalt X._ gestützt auf den Entscheid vom 17. März 2017 dem Regionalgericht Maloja für seine anwaltschaftlichen Bemühungen den Betrag von CHF 5'562.00 in Rechnung.
D. Das Regionalgericht Maloja setzte am 9. August 2017 Rechtsanwalt X._ darüber in Kenntnis, dass der Verzicht seitens A._ ohne weiteres zum Erlöschen der entsprechenden Wirkung der unentgeltlichen Rechtspflege führe. Demnach habe er sein Honorar direkt gegenüber seinem Mandanten A._ geltend zu machen.
E. Am 14. August 2017 erhob Rechtsanwalt X._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden gegen die Verfügung des Regionalgerichts Maloja vom 9. August 2017 und stellte folgende Anträge:
"1. Die angefochtene Verfügung des Einzelrichters in Zivilsachen des Regionalgerichtes Maloja vom 09.08.2017 sei aufzuheben und es sei die Honorarrechnung von RA X._ zu genehmigen.
2. Eventualiter sei die Angelegenheit an den Einzelrichter in Zivilsachen des Regionalgerichtes Maloja zum Entscheid über die Honorarrechnung zurückzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Zur Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die unentgeltliche Verbeiständung ein öffentlich-rechtliches Verhältnis zwischen dem Staat und Rechtsanwalt darstelle und damit einen Honoraranspruch des Rechtsanwalts gegenüber dem Staat, nicht aber gegenüber dem Mandanten begründe. Dieser sei denn auch nicht legitimiert, das Vertragsverhältnis zwischen Staat und Rechtsanwalt aufzulösen. Ohnehin könne ein Verzicht der Partei auf die unentgeltliche Rechtspflege nur Wirkung für die Zukunft entfalten, bereits erbrachte Leistungen seien davon nicht betroffen.
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F. Auf die weitergehenden Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen das Schreiben des Regionalgerichts Maloja vom 9. August 2017 betreffend Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters für dessen Bemühungen im Rahmen eines Eheschutzverfahrens. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers handelt es sich bei diesem Schreiben nicht um einen Entscheid betreffend Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege, gegen welchen gemäss Art. 121 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) in Verbindung mit Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO Beschwerde geführt werden könnte (vgl. KG act. A.1, S. 3). Die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege stellt eine verwaltungsrechtliche Verfügung dar, die grundsätzlich bis zum Abschluss des Hauptverfahrens wegen ursprünglicher oder nachträglicher Fehlerhaftigkeit abänderbar ist (Stefan Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV]; Daniel Wuffli, Die unentgeltliche Rechtspflege in der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Diss. Bern, Zürich 2015, Rz. 626). Ein Entzug kommt in Frage, wenn im Laufe des Prozesses die Bedürftigkeit dahingefallen ist oder wenn sich herausstellt, dass sie gar nie bestanden hat (Lukas Huber, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich 2016, N 3 zu Art. 120 ZPO). Vom Entzug ist das Erlöschen der unentgeltlichen Rechtspflege durch Ausscheiden der Person aus dem Prozess oder infolge Verzichts der berechtigten Person zu unterscheiden (Lukas Huber, a.a.O., N 28 zu Art. 118 ZPO, N 3 zu Art. 120 ZPO). Im vorliegenden Fall wurde die Bedürftigkeit von A._ nicht in Zweifel gezogen. Vielmehr stützte sich das Regionalgericht Maloja auf das Schreiben von A._ vom 27. Juni 2017, mit welchem er ausdrücklich auf die unentgeltliche Rechtspflege verzichtete (KG act. B.3). Abgesehen davon ist anzumerken, dass dem Beschwerdeführer im Falle eines Entzugs der unentgeltlichen Rechtspflege vorliegend gestützt auf Art. 121 ZPO keine Beschwerdelegitimation zukommen würde. Diese steht in erster Linie der Person zu, die um unentgeltliche Rechtspflege ersucht hat oder der sie entzogen worden ist (Lukas Huber, a.a.O., N 6 zu Art. 121 ZPO). Der Rechtsvertreter ist im Rahmen von Art. 121 ZPO nur zur Beschwerde im eigenen Namen berechtigt, sofern seine Einsetzung als
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## Considerations