# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3c8ccbd7-98a3-472f-bd59-ef1a0cc487a8
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
B._ (geb. 1962) ist Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina. Am 2. März
1992 reiste er in die Schweiz ein und ist seit dem 7. Mai 2002 im Besitz der
Niederlassungsbewilligung. Seine Ehefrau A._ (geb. 1963), ebenfalls Staatsangehörige
von Bosnien und Herzegowina, reiste am 22. Dezember 2002 in die Schweiz ein und
erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung, letztmals
verlängert bis 21. Dezember 2015. Aufgrund offener Schulden in Form von
Verlustscheinen im Gesamtbetrag von CHF 56'500 (Beträge jeweils gerundet) wurde ihr
Gesuch um Erteilung der Niederlassungsbewilligung mit Verfügung vom 23. Februar
2009 abgewiesen. Das Ehepaar hat zwei – mittlerweile erwachsene – Töchter (geb.
1987 bzw. 1999), welche beide in der Schweiz leben.
B._ gründete in der Schweiz die B._ GmbH, deren alleiniger Gesellschafter und
Geschäftsführer er war. Über dieses Unternehmen wurde am 13. September 2013 der
Konkurs verhängt; das Konkursverfahren wurde am 7. Oktober 2013 mangels Aktiven
eingestellt. Zu den von B._ gegründeten Unternehmen gehörte auch die C._ GmbH.
Am 23. September 2014 verwarnte ihn das Migrationsamt des Kantons St. Gallen
ausländerrechtlich, und zwar unter Hinweis auf verschiedene strafrechtliche
Verurteilungen. Weiter wies es darauf hin, dass B._ als Privatperson im
Betreibungsregister zehn Verlustscheine von total CHF 64'500, Lohnpfändungen von
total CHF 45'900, Rechtsvorschlägen von total CHF 20'000 und Zahlungsbefehlen von
total CHF 6'000 aufweise. Zudem sei er als früherer Inhaber der Firma B._ GmbH in
Liquidation mit 19 Verlustscheinen in der Höhe von CHF 161'200 und Betreibungen in
der Höhe von CHF 127'400 sowie als Inhaber der Firma C._ GmbH mit Pfändungen
von über CHF 25'400 und CHF 29'100 verzeichnet. B._ wurde deshalb aufgefordert,
sich künftig in jeder Beziehung klaglos zu verhalten, ansonsten er damit rechnen
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müsse, dass gegen ihn fremdenpolizeiliche Massnahmen verfügt würden. Mit
Strafbefehl des Untersuchungsamts St. Gallen vom 24. April 2015 wurde B._ wegen
Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
im Zusatz zu einem Urteil der Staatsanwaltschaft Winterthur vom 22. November 2013
und zu einem Urteil des Untersuchungsamts St. Gallen vom 13. Juni 2014 zu einer
unbedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 30 verurteilt. Mit Strafbefehl
vom 11. Januar 2017 verurteilte das Untersuchungsamt St. Gallen B._ sodann wegen
Verfügens über mit Beschlag belegten Vermögenswerten, Unterlassung der
Buchführung sowie des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen zu
einer unbedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je CHF 70 und einer Busse von
CHF 500.
B.
Das Migrationsamt widerrief mit Verfügungen vom 1. März 2016 die
Niederlassungsbewilligung von B._, verweigerte die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung von A._ und wies beide aus der Schweiz weg. Das Sicherheits-
und Justizdepartement des Kantons St. Gallen wies die von B._ und A._ dagegen
erhobenen Rekurse mit Entscheid vom 30. Juli 2018 ab. Die amtlichen Kosten des
Verfahrens von CHF 1'500 wurden unter Verrechnung des Kostenvorschusses von
CHF 2'000 B._ und A._ auferlegt. Gegen diesen Entscheid erhoben A._ und B._ mit
Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 29. August 2018 und Ergänzung vom 1. Oktober
2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit dem
Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien der angefochtene
Entscheid aufzuheben und von der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der
Beschwerdeführerin sowie vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung des
Beschwerdeführers abzusehen. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde mit
Entscheid B 2018/194 vom 13. Dezember 2018 ab und auferlegte die amtlichen Kosten
von CHF 2'000 unter Verrechnung des in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschusses
A._ und B._.
C.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 17. Januar 2019
beantragten B._ und A._, unter Aufhebung des Entscheids des Verwaltungsgerichts
des Kantons St. Gallen vom 13. Dezember 2018 sei auf einen Widerruf der
Niederlassungsbewilligung von B._ zu verzichten und die Aufenthaltsbewilligung von
A._ zu verlängern. Eventualiter fordern B._ und A._, die Sache sei zur Vornahme
weiterer Sachverhaltsabklärungen und zu neuem Entscheid an das Verwaltungsgericht
des Kantons St. Gallen zurückzuweisen (Verfahren 2C_58/2019). Mit Urteil vom
31. Januar 2020 hiess das Bundesgericht die Beschwerde teilweise gut. Der Entscheid
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des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Dezember 2018 wurde soweit
damit die von der Beschwerdeführerin beantragte Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung abgewiesen worden war, aufgehoben, und das Migrationsamt
des Kantons St. Gallen angewiesen, der Beschwerdeführerin die
Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Im Übrigen wies das Bundesgericht die
Beschwerde ab.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Gemäss Dispositivziffer 4 des Bundesgerichtsurteils 2C_58/2019 vom 31. Januar 2020
sind noch die Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens neu
festzusetzen. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde insoweit teilweise gut, als der
verwaltungsgerichtliche Entscheid B 2018/194 vom 13. Dezember 2018, soweit damit
der Beschwerdeführerin die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert
worden war, aufgehoben wurde. Das Migrationsamt wurde angewiesen, der
Beschwerdeführerin die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Die Beschwerde des
Beschwerdeführers betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung wurde dagegen
abgewiesen (a.a.O., E. 9 und Dispositivziffer 1 in fine).
2.
Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, VRP)
hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen Begehren
ganz oder teilweise abgewiesen werden. Die Entscheidgebühren belaufen sich im
Beschwerdeverfahren auf CHF 2'000 (für beide Beschwerdeführer), im Rekursverfahren
auf CHF 1'500 (für beide Beschwerdeführer) und im Verfahren vor dem Migrationsamt
auf CHF 260 (je separate Verfügungen).
Die Beschwerdeführerin obsiegt mit ihrem Antrag, die Aufenthaltsbewilligung zu
verlängern, weshalb ihr im Beschwerde- und im Rekursverfahren keine amtlichen
Kosten aufzuerlegen sind. Der Anteil der auf die Beschwerdeführerin entfallenden
Kosten der kantonalen Verfahren (CHF 1'000 für das Beschwerdeverfahren, CHF 750
für das Rekursverfahren, insgesamt somit CHF 1'750) sind daher dem Staat
aufzuerlegen; auf die Erhebung der Kosten ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Der Beschwerdeführer unterliegt hingegen mit seinem Rechtsbegehren, vom Widerruf
der Niederlassungsbewilligung abzusehen. Dementsprechend hat er den auf ihn
entfallenden Anteil der amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens vor
Verwaltungsgericht (CHF 1'000) und des Rekursverfahrens vor dem Sicherheits- und
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Justizdepartements (CHF 750), insgesamt CHF 1'750 zu bezahlen.
Der auf den Beschwerdeführer entfallende Anteil der Entscheidgebühren von
CHF 1'000 für das Beschwerdeverfahren bzw. CHF 750 für das Rekursverfahren wird
mit den geleisteten Kostenvorschüssen von jeweils CHF 2'000 verrechnet. Die
Restbeträge im Umfang von CHF 1'000 für das Beschwerdeverfahren und CHF 1'250
für das Rekursverfahren sind den Beschwerdeführern zurückzuerstatten.
3.
Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht
Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten, welche den am Verfahren Beteiligten
gemäss Art. 98 VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt werden. Die
Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) über die
Parteientschädigung finden sachgemäss Anwendung (Art. 98 VRP). Nach Art. 98
Abs. 2 VRP werden im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten entschädigt, soweit sie
aufgrund der Sach- oder Rechtslage notwendig und angemessen erscheinen.
Der Beschwerdeführer hat mangels Obsiegens weder im Rekurs- noch im
Beschwerdeverfahren Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten. Hingegen ist
die Beschwerdeführerin ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98
VRP). Ihr Rechtsvertreter hat keine Kostennoten eingereicht. Gemäss Art. 30 der
Honorarordnung (sGS 963.75, HonO) wird das Honorar für die Instanz, bei der das
Verfahren bei Vollzugsbeginn dieses Nachtrags anhängig ist, nach neuem Recht
bemessen. Daraus folgt, dass vorliegend sowohl für das Beschwerde- als auch
Rekursverfahren die Ansätze in der bis 31. Dezember 2018 gültigen Fassung der
Honorarordnung anzuwenden sind. Gemäss aArt. 22 Abs. 1 Ingress HonO betrug das
Honorar in der Verwaltungsrechtspflege pauschal CHF 500 bis CHF 6'000 vor
Verwaltungsbehörden (lit. a) und CHF 1'000 bis CHF 12'000 vor Verwaltungsgericht,
Verwaltungsrekurskommission und Versicherungsgericht (lit. b). Innerhalb des für eine
Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen
Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des
Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO
sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG). Die Pauschale in
ausländerrechtlichen Verfahren, in denen über das Anwesenheitsrecht zu befinden ist,
bewegt sich in der Regel für das Rekursverfahren in der Grössenordnung von
CHF 1'500 bis CHF 2'000 (vgl. B 2018/194 act. 2/1 E. 9b) und für das
Beschwerdeverfahren in der Höhe von CHF 2'000. Mit diesen Pauschalansätzen wird
auch Art und Umfang der üblicherweise erforderlichen Bemühungen Rechnung
getragen (vgl. VerwGE B 2019/2 vom 23. Mai 2019 E. 5). Gründe, um im vorliegenden
bis
ter
bis
bis
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Fall davon abzuweichen, liegen nicht vor. Der Staat (Migrationsamt) hat die
Beschwerdeführerin dementsprechend für das Rekursverfahren mit CHF 1'500 und für
das Beschwerdeverfahren mit CHF 2'000, zuzüglich CHF 60 bzw. CHF 80 Barauslagen
zu entschädigen (Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 HonO). Hinzuzuzählen ist – nach altem
Recht auch ohne ausdrücklichen Antrag – jeweils die Mehrwertsteuer (aArt. 29 HonO).
4.
Für diesen Entscheid werden weder amtliche Kosten erhoben (Art. 97 VRP) noch
ausseramtliche Kosten entschädigt.