# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** acb076b4-1504-44b5-b257-73cfe76029cd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1977, meldete sich am 1
1.
Juli 2013 bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 5/11). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte nach getätigten Abklärungen mit
Vorbescheid
vom 19. Februar 2014 einen Rentenanspruch (Urk. 5/37).
Nach Einw
ä
nd
en
des Versicherten vom 22. Februar 2014 (Urk. 5/39) und erneuten Abklärungen
stellte
sie ihm
mit Vorbescheid vom 8. Juli 2015
die
Zuspr
a
ch
e
einer ganzen Rente
ab 1. Mai 2014 bis zum 31. Januar 2015
in Aussicht
(Urk. 5/95).
Nach
einem weiteren
Einwand
(Urk. 5/102) verfügte sie
am 22. Dezember 2015
wie mit Vorbescheid vom 8. Juli 2015 angekündigt (Urk. 5/106
+
Urk. 5/134
=
Urk. 2)
.
2.
Der Versicherte erhob am 2
1.
Januar 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. Dezember 2015
(
Urk.
2)
und beantragte deren nochmalige Prüfung
;
e
r beanstandete die Höhe und Befristung der Rente
(
Urk.
1)
. Die IV
Stelle bean
tragte mit Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2016 (Urk. 4) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 13. April 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 6).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbar
e Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vie
r
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis
). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente
(BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig
die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete in
der angefochtenen
Verfügung
(Urk. 2)
die vom 1. Mai 2014 bis 31. Januar 2015 befristete
Zuspr
ache
einer ganzen Invalidenrente damit, dass der Beschwerdeführer
seit Mai 2013 in der bisherigen Tätigkeit zu 100 % und von Februar 2014 bis Ende Oktober 2014 auch in opti
mal angepasster Tätigkeit arbeitsunfähig gewesen sei.
Seit
1.
November 2014
sei er
in einer
- näher umschriebenen -
optimal angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsf
ähig
(S. 4 oben)
.
Gestützt darauf ermittelte sie vo
m
1.
Mai 2014 bis 31. Oktober 2014 einen Invaliditätsgrad von 100
%
und
ab
1.
November 2014 einen solchen von 0 % (S. 4).
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer den Standpunkt
(Urk. 1)
, dass die Rentenleistung zu niedrig sei und er nicht damit einverstanden sei, dass ab dem
1.
Februar 2015 kein Rentenanspruch mehr bestehen solle. Er sei mehrmals operiert worden und aufgrund seines Rückenleidens noch immer
zu
100 % arbeitsunfähig.
2.3
Strittig und zu prüfen ist
die Rechtmässigkeit der Rentenbefristung und die Höhe der zugesprochenen Rente.
3.
3.1
Die Ärzte der Klinik
Y._
nannten im Bericht vom 8. Juli 2013 (Urk. 5/29/2-3) die folgenden Diagnosen:
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom S1 rechts, chronisch rezidivierende Lumbalgie mit/bei:
Diskushernie L5/S1 rechts mit Neurokompression S1 rechts (MRI vom 1
6.
Mai 2013)
Zustand nach Diskushernie L5/S1 rechts, November 2008
Die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden könnten nicht klar mit der Bildgebung in Einklang gebracht werden. Die Schmerzen
schienen
am ehesten
myofaszialer
Genese
zu
sein, auch eine
pseudoradikuläre
Komponente sei bei weitgehend unauffälligen Facettengelenken eher nicht vordergründig. Sie würden dem Beschwerdeführer eine medizinische Trainingstherapie zum Belastungsaufbau mit stufenweiser Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit empfehlen.
3.2
Am 6. Januar 2014 erstattete
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Neurologie,
MEDAS
A._
,
im Auftrag der
Kollektiv-Krankentaggeld-Versicherung
ein Gutachten
(Urk. 5/31).
Er stützte
sich auf die
ihm
überlassenen Akten (S. 2 ff.), die persönliche Befragung und die klinische Untersuchung des Beschwerdeführers (S. 4 ff.).
Sozial- und berufsanamnestisch
führte er
aus, dass der Beschwerdeführer in
B._
geboren sei und dort die obligatorische Schule absolviert habe. Nach verschiedenen Arbeitstätigkeiten sei er im Jahr 2007 in die Schweiz eingereist. Bei der
letzten
Arbeitsstelle
habe
er mit einem Lastwagen Lebensmittel aus
ge
fahren
. Er habe Schwierigkeiten mit den Mitarbeitern
gehabt
, diese hätten ihn in gewisser Weise gemobbt (S. 4 f.).
Der Gutachter nannte folgende Diagnose
n
(S. 11 Mitte)
:
b
reitbasige
rechtsbetonte Diskushernie L5/S1 (MRI
Lendenwirbelsäule
Mai
2013), klinisch-neurologisch gegenwärtig kein Hinweis für relevante Wurzelreizsymptomatik, kein sensomotorisches Defizit
e
rhebliche Hinweise auf versuchte Aggravation und nicht authentische Symptompräsentation sowie negative Antwortverzerrung
Gemäss
der
aktuellen klinischen Untersuchungen könnten gegenwärtig keine sensiblen oder motorischen Defizite verifiziert werden. Insbesondere hätten sich auch keine Defizite in dem strittigen
radikulären
Segment S1 gezeigt
(S. 10 Mitte)
. Es hätten sich zahlreiche erhebliche Inkonsistenzen ergeben, als der Beschwerdeführer aufgefordert worden sei, entsprechende Übungen durchzu
führen (S. 10 Mitte). Insgesamt hätten sich für den klinischen Untersucher
keinerlei Hinweise ergeben, welche die vom Versicherten angegebene
Lumbo
ischialgie
beziehungsweise
gemäss den externen Vermutungen eine Wurzelreiz-Symptomatik S1 oder gar sensomotorische Defizite objektiv zu bestätigen ver
mocht
hätten
(S.
10
unten).
Der Beschwerdeführer sei für eine angepasste Tätigkeit (leicht bis mittelschwere Tätigkeiten, zumindest bis 15 kg Gewichtslimit, idealerweise in
Wechseltätig
keit
) arbeitsfähig (S. 12 oben).
3.3
PD
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, führte in seinem
Überweisungsschreiben
vom 21. Februar 2014 (Urk. 5/38) aus, dass die vom Patienten geltend gemachten Beschwerden 1:1 mit dem Bandscheibenproblem L5/S1 rechts erklärt werden könnten. Die auswärts erfolgten Beurteilungen und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit seien gänzlich nicht nachvollziehbar. Auch das Gutachten von
Dr.
Z._
entbehre jeglicher medizinischer Plausibilität und sei im Lichte der aktuellen klinischen Situation gänzlich unverständlich. Es solle nun rasch möglichst eine operative Dekompression L5/S1 rechts erfolgen (S. 2).
3.4
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, nannte in seinem Bericht vom 24. Juli 2014
(Urk. 5/57)
die folgende Diagnose
(Ziff. 2)
:
Status nach primärer Diskushernie-Operation vom 1
8.
März 2014 L5/S1 rechts mit Re-Diskektomie wegen Rezidi
v L5/S1 rechts am 1
1.
Juli 2014
Der Beschwerdeführer werde für mindestens 3-4 Monate nach dem letzten Ein
griff vom 1
1.
Juli 2014 wegen seiner Rehabilitationsphase nicht arbeitsfähig sein. Danach würde in angepasster Tätigkeit (ohne monotones Stehen/Sitzen, keine Lasten über 10 kg) eine Reintegration in Frage komme
n
(Ziff. 2).
3.5
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurochirurgie, nannte in seinem Bericht vom 17. Februar 2015
(Urk. 5/73/6-8)
die folgende Diagnose (Ziff. 1):
Osteochondrose
L5/S1 mit Rezidiv-Hernie paramedian rechts
Status nach zweimaliger Diskushernien-Operation L5/S1 rechts am 18. März 2014 und 11. Juli 2015
(richtig: 2014)
durch Dr. med.
D._
ventrale Diskektomie und Prothesenimplantation L5/S1 am
7.
Januar 2015
Er behandle den Beschwerdeführer seit
dem
18. November 2014 (Ziff. 1.2).
Der Beschwerdeführer sei vom 18. November 2014 bis zur nächsten Kontrolle am
2.
April 2015 zu 100 % arbeitsunfähig
(Ziff. 1.6)
. Die bisherige Tätigkeit sei noch zumutbar, längerfristig sollte keine verminderte Leistungsfähigkeit beste
hen
(Ziff. 1.7)
.
Mit einer Wi
e
deraufnahme der beruflichen Tätigkeiten könne frühestens ab
3.
April 2015 gerechnet werden (Ziff. 1.9)
Dr.
E._
führte mit Berich
t vom 2. April 2015 (Urk. 5/81)
unter anderem
aus
, dass der Beschwerdeführer nach wie vor an invalidisierenden Rückenschmerzen
thorakolumbal
mit intermittierend auch leichteren Ausstrahlungen in die Beine leide.
Der Beschwerdeführer
sei bis auf weiteres nicht arbeitsfähig
, weshalb er eine ganze Rente mit Neubeurteilung in zwei Jahren empfehle.
3.
6
Dr.
D._
führte mit Bericht vom
9.
April 2015 (Urk. 5/82) aus, dass sich gegenüber
dem
Bericht vom 2
4.
Juli 2014 nicht
s
wesentlich geändert habe. Am 13. Oktober 2014 sei die letzte Konsultation erfolgt. Bei weiteren Beschwerden und Bestätigung einer vermuteten Segmentinstabilität L5/S1 sei vorgesehen gewesen, eine
Spondylodese
L5/S1 in Betracht zu ziehen. Im aktuellen Zustand bestehe ohne durchgeführte
Spondylodese
eine deutliche Verminderung der Belastbarkeit der Wirbelsäule. Monotones Stehen und Sitzen über eine halbe Stunde und Tragen von Gewichten von über 10 kg sowie Rotationen und Inkli
nationen des Oberkörpers seien zu meiden (Ziff. 1.1).
3.
7
Dr. med.
F._
, Facharzt für Neurochirurgie,
nannte mi
t Bericht vom 26. Mai 2015 (Urk. 5/88)
als Diagnose eine
Lumboischialgie
beidseits, Status nach dreimaliger Operation, zuletzt Januar 2015 (S. 1 Mitte), und führte aus,
dass er aktuell keine operativen Möglichkeiten sehe, die Situation zu verbessern. Es bestehe insgesamt eine gewisse Diskrepanz zwischen radiologischem Befund und klinischem Zustand. Er empfehle die Einleitung einer speziellen
Schmerz
therapie
(S. 2 unten).
3.
8
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin
,
und Prof.
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin, diagnostizierten in ihrem Bericht vom 8. Juni 201
5
(Urk. 5/89/3-5)
eine chro
nische belastungsabhängige
Lumboischialgie
rechtsbetont
(S. 3). Die Ursache der vom Beschwerdeführer geschilderten Schmerzsymptomatik sei differential
diagnostisch in der Restdiskushernie L5/S1 rechtsseitig zu sehen (S. 5 unten).
3.
9
Med.
pract
.
I._
, Fachärztin für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD),
nannte in
ihrem Bericht vom 1. Juli 2015 (Urk. 5/91)
gestützt auf eine orthopädische Untersuchung vom
2.
Juni 2015
die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9 Ziff. 8):
schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der
Lendenwir
belsäule
Status nach 2-maliger Diskushernien-Operation L5/S1
Status nach ventraler Diskektomie und Bandscheiben-Prothesen-Implantation
Während der ganzen 42-minütigen Anamnese-Erhebung sei der Beschwerde
führer im Wechsel gesessen und gestanden. Im Sitzen sei er mühelos in de
r Lage gewesen, sich um etwa 60
° zu seinem Rollator zu drehen und Aktenmaterial aus den mitgebrachten Taschen zu nehmen. Beim Aufstehen und beim Absetzen habe er keine Hilfsmittel benutzt. Er
habe
sich mit den Armen nicht abgestützt. Beim Stehen sei er immer wieder spontan auf einem Bein gestanden. Speziell das rechte Bein habe er mehr
fach bis zur Hüftbeugung von 90° bei 90
° gebeug
tem Knie im Stand angehoben um zu zeigen, wo der Schmerz sitze. Das linke Bein habe er bis zu einem Abstand von Fusssohle und Boden von
zirka
20 cm spontan angehoben.
Nach 30 Minuten Gespräch habe der Beschwerdeführer zwei Tabletten
Oxynorm
5 mg eingenommen. Während der gesamten Anamnese und Untersuchungsdauer habe sie keine vegetativen Zeichen von Schmerz, kein Schwitzen, unter Ablenkung keine Abwehr
reaktion, keine Trickbewegungen
festgestellt. Auf die Bitte hin, sich auf die Liege zu legen, habe sich der Beschwerdeführer spontan auf den Bauch gelegt. Dabei sei eine Hyperextension d
er Wirbelsäule um mindestens 10
° bei Abstützen mit den Armen entstanden. Das Umdrehen aus der Bauchlage in die Rückenlage sei problemlos gelungen. Bei
m Aufstehen aus der Seitenlage
am Ende des Untersuchungsganges habe sich der Beschwerdeführer unter Schmerzäusserung aus der Seitenlage hochge
stemmt (S. 4 Ziff. 6).
Das Auskleiden sei flüssig im Stehen erfolgt, teilweise mit Festhalten am Mobi
liar ohne Trickbewegungen. Das Ankleiden sei ebenfalls flüssig zum Teil im Sitzen erfolgt. Dabei habe sich der Beschwerdeführer von seiner Begleitung beim Anziehen der Hose helfen lassen. Beim Anziehen der Hosenbeine habe der Beschwerdeführer sein Bein spontan in die Horizontale gestreckt (S. 5
Ziff.
7).
Die Untersuchung sei von zahlreichen Inkonsistenzen geprägt gewesen. Sie habe keine Hinweise auf
radikuläre
Symptome erhoben. Zudem hätten sich keine objektiven Hinweise auf die Notwendigkeit
,
am Rollator zu gehen
,
gefunden (S. 9 Ziff. 9). Die Labor-Kontrolle habe ergeben, dass die vom Beschwerdeführer angegebenen Schmerzmittel
Oxynorm
,
Celebrex
und Parace
tamol sowie das als
Schlafmittel
angegebene Benzodiazepin nicht nachgewiesen werden konnten. Es habe sich damit ein erhebliches Verbesserungspotential in der Schmerzthera
pie gezeigt (S. 10 Ziff. 9).
5 von 5
Waddell
-Zeichen seien positiv gewesen (S. 9 Mitte).
In seiner bisherigen Arbeitstätigkeit sei der Beschwerdeführer
seit Mai 2013 zu 100 % arbeitsunfähig. In angepasster Tätigkeit (körperlich leichte wechselbe
lastende Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges
Treppensteigen
, ohne
häufige wirbelsäulenbelastende Arbeiten) sei er seit November 2014 zu 100
%
arbeitsfähig (S. 10 Ziff. 10).
3.1
0
Mit Bericht vom 14. September 2015 (Urk. 5/117/7-8) führten
Dr.
G._
und
Dr.
H._
aus, dass gleichentags eine
epidurale
Kortikoid
-Infiltration L4/5 durchgeführt worden sei (S. 7).
3.1
1
Dr. med.
J._
, Facharzt für
Neurochirurgie
, führte mit Bericht vom
2
5.
November
2015
(Urk. 5/124/1-2)
aus, dass
eine neurologische Standortbe
stimmung keine Hinweise für eine direkte Nervenwurzelkompression ergeben habe. Eine MRI-Untersuchung vom 2
9.
Oktober 2015 habe bei
einem
Status nach dreimaliger Operation L5/S1 eine linksbetonte
Foraminalstenose
sowie persistierende enge Platzverhältnisse
rezessal
beidseits, verglichen mit den
Vor
aufnahmen
aber deutlich mehr, gez
eigt
(S. 2)
.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer ist seit
Mai 2013 in de
r bisherigen Tätigkeit zu 100 %
arbeitsunfähig; dies ist unbestritten.
Die Beschwerd
egegnerin ging davon aus, dass
hingegen in angepasster Tätigkeit
lediglich von Februar 2014 bis Ende Oktober 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe und seither
zumindest
leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung unter Ausschluss ungünsti
ger Wetterbedingungen, auch mit gelegentlichem Heben, Tragen und Transpor
tieren von Lasten bis maximal 10 kg körpernah, ohne Verharren in
Zwangs
haltungen
,
möglich sei
en
(vorstehend E. 2.1)
.
Der Beschwerdeführer beanstandete diesbezüglich, dass
er mehrmals operiert worden und aufgrund seines Rückenleidens noch immer
sowohl in ange
stammter als auch in angepasster Tätigkeit zu
100 % arbeitsunfähig
sei (vorste
hend E. 2.2)
.
4.2
Der Beschwerdeführer litt
in den Jahren
2008
und 2013
an einer Diskushernie L5/S1 rechts.
2013 diagnostizierten die Ärzte ein
lumboradikulär
es
Schmerz
syndrom
S1 rechts und eine
chronisch rezidivierende Lumbalgie
. 2015 wurde eine
Osteochondrose
L5/S1 mit Rezidiv-Hernie paramedian rechts
diagnostiziert. Ebenfalls 2015 diagnostizierten die Ärzte eine
chronische belastungsabhängige
Lumboischialgie
rechtsbetont
.
Der Beschwerdeführer unterzog sich drei Diskektomien (März 2014, Juli 2014, Januar 2015), einer
Facettengelenks
infiltration
im
Mai 2015 und einer
Kortikoid
-Infiltration
i
m September 201
5.
4.3
Für die Frage, ob und ab wann eine Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten ist, kann auf die Einschätzung der RAD-Ärztin
med.
pract
.
I._
(vorstehend E. 3.
9
)
abgestellt werden.
Ihre
ärztliche
Beur
teilung
beruht auf für die strittigen Belange umfassenden und allseitigen Untersuchungen des Beschwerdeführers sowie auf einer ausführlichen Anam
nese. Sodann wurde sie in Kenntnis der
Vorakten
erstellt. Die Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung leuchten ein und die Schluss
folgerung ist - wenn auch eher knapp -
nachvollziehbar begründet.
Sie legte
plausibel dar, dass
der Beschwerdeführer z
war
an
eine
r
schmerzhafte
n
Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Lendenwirbelsäule
leide, aber kein
Hinweise auf
radikuläre
Symptome, mit anderen Worten auf eine direkte Nervenwurzelkompression,
bestünden
.
Auch den übrigen Arztberichten
(vorste
hend E. 3.1 ff.)
lässt sich nicht entnehmen, dass die Beschwerden
jedenfalls im vom Beschwerdeführer geklagten Ausmass - auf eine objektivierbare Pathologie zurückzuführen sind. So hat dann auch ein MRI im Oktober 2015 keine Hin
weise auf eine direkte Nervenwurzelkompression ergeben
(vorstehend E. 3.1
1
)
.
Zudem
wies
die RAD-Ärztin
med.
pract
.
I._
zu Recht auf Diskrepanzen
zwischen vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und objektivierbaren Befunden
hin
(vorstehend E. 3.
9
)
.
So gab der Beschwerdeführer an, die Schmer
zen würden in beide Beine von der Leiste bis nach unten strahlen. Das linke Bein könne er kaum heben. Bei der Untersuchung hob er jedoch das linke Bein bis zu einem Abstand von
zirka
20
cm zwischen Fusssohle und Boden spontan an
,
und das An- und Auskleiden erfolgte flüssig.
Beim Anziehen der Socken sass er frei auf der Untersuchungsliege und nahm jeweils ein Bein in den halben Schneidersitz, um die Socken anzulegen.
Trotz geäusserten starken Schmerzen im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule stellte die untersuchende RAD-Ärztin
bei Prüfung der Rotation und
Seitneigung keine Einschränkung der
Spontanbe
weglichkeit
fest. Bei Prüfung der
Reklination
gab der Beschwerdeführer Schmerzen an. Hingegen legte
er
sich auf die Bitte hin, sich auf die Liege zu legen, spontan auf den Bauch, wobei eine Hyperextension der Wirbelsäule um mindestens 10° bei Abstützen der Arme entstand. Schliesslich stellte die RAD
Ärztin ein flüssiges Gangbild des Beschwerdeführers fest. Er gehe frei im Wechselschritt zügig die Treppen hinauf. Zur Toilette sei er ebenfalls ohne Rollator frei und zügig ohne Hinken
und ohne sichtbare Schmerzäusserungen gegangen.
Auch die Ärzte der Klinik
Y._
stellten 2013 fest, dass die geschilderten Beschwerden nicht klar mit der Bildgebung in Einklang gebracht werden konnten (vorstehend E. 3.1). Im Jahr 2014 kam auch der Gutachter
Dr.
Z._
zum Schluss, dass sich keinerlei Hinweise ergeben hätten, welche die vom Beschwerdeführer angegebene
Lumboischialgie
beziehungsweise
gemäss den externen Vermutungen eine Wurzelrei
z
-Symptomatik S1 oder gar
sensomotorische Defizite objektiv zu bestätigen vermochten (
vorstehend E. 3.2
). 2015 stellte auch
Dr.
F._
eine gewisse Diskrepanz zwischen radiologischem Befund und klinischem Zustand fest
(vorstehend E. 3.
7
)
.
Weiter
e
von der
RAD-Ärztin
I._
in nachvollziehbarer Weise
aufgezeigte
erhebliche Inkonsistenzen
bestanden dahin, dass
der Beschwerdeführer
berich
tete
, dass er an permanenten Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und der Beine leide. Er bekomme starke Schmerzen und Schweissausbrüche, wenn er länger als zehn Minuten sitze. Bei der Untersuchung nahm
med.
pract
.
I._
jedoch keine vegetativen Zeichen von Schmerz, kein Schwitzen
und (bei Ablenkung) keine Abwehrreaktion
wahr.
Weiter machte der Beschwerdeführer geltend, er
werde durch die Schmerzen häufig wach. Er könne nur schlafen, wenn er Schlafmittel einnehme. Das als Schlafmittel angegebene Benzodiazepin war jedoch
in
einer Labor-Kontrolle nicht nachweisbar.
Weiter konnten trotz der vom Beschwerdeführer geäusserten permanenten Schmerzen anhand der Labor-Kontrolle keine
s der
von ihm angegebenen Schmerzmittel nachgewiesen werden.
Auch
der Gutachter
Dr.
med.
Z._
kam 2014
zum Schluss, dass
so erhebliche Befundinkonsistenzen und Auffälligkeiten in den anamnestischen Beschwerdeangaben bestünden
(
vorstehend E. 3.2,
im Detail Urk. 5/31 S. 7 ff.)
, dass diese nur durch ein sehr ausgeprägtes Aggravationsverhalten und teilweise b
is hin zu einer bewusstseinsnah
en, nicht authentischen
Symptompräsentation
erklärt werden könnten.
Die RAD-Ärztin
ging gestützt auf die orthopädische Untersuchung des Beschwerdeführers und verschiedene Arztberichte, insbesondere in Anlehnung an die Arztberichte von Dr.
D._
(
vorstehend
E. 3.4, E. 3.
6
)
davon aus, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Chauffeur mit Ladetätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig sei, hingegen in angepasster Tätigkeit mit körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulenbelastende Arbeiten ab
1.
November 2014 zu 100
%
arbeitsfähig ist. Diese Beurteilung ist nach dem Gesagten stringent.
4.
4
Zudem ist der Umstand, dass der festgestellte Medikamentenspiegel nicht mit den Angaben des Beschwerdeführers zur eingenommenen Medikation korre
lierte
(vorstehend E. 3.
9
)
, ein Indiz dafür, dass er doch weniger Schmerzen als geltend gemacht hat,
was die Einschätzung der Zumutbarkeit einer vollen behinderungsangepassten Arbeitsfähigkeit untermauert.
Schliesslich vermögen die
subjektive
n
Angaben
des Beschwerdeführers
die
Schlussfolgerungen
des
RAD
betreffend d
ie
angepasste
Arbeitsfähigkeit
nicht in Frage zu stellen, zumal keiner der übrigen Ärzte
ihm
eine eingeschränkte
ange
passte Arbeitsfähigkeit
attestierte
.
4.
5
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass gestützt auf die Einschätzung
der RAD-Ärztin
med.
pract
.
I._
davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer
seit November 2014 in ein
er
gemäss beschriebenem Zumutbarkeitsprofil
angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig
ist.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt damit die Ermittlung des Invaliditätsgrads.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BG
E 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis
).
Für die Bemessung des
Valideneinkommens
stellte die Beschwerdegegnerin auf die
IK-Auszüge ab
, wonach
der Beschwerdeführer
in seiner anges
tammten Tätigkeit in einem
Pensum
von 100 %
2012
ein Einkommen von Fr. 61‘160.-- erzielt
e
(Urk. 5/103). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
ergab dies
für das Jahr 2014 ein
Valideneinkommen
von
rund
Fr. 62‘081.--.
Die Berechnung ist nachvollziehbar und es ist
vorliegend
darauf
abzustellen.
5.
2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhe
bungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472
E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens für eine gemäss Belastungsprofil zumutbare Tätigkeit errechnete die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhe
bung
(LSE) ein für das Jahr 2014
massgebende
s
Invalideneinkommen von rund Fr. 66‘
158.-- (Fr. 5‘2100.-- : 40 x 41.7 x
12 + NLE 2014)
. Dabei stützte sie sich auf
das Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerkli
cher Art), alle Wirtschaftszweige (TA1, Ziff. 5-96, Männer). Auf diese Berech
nung kann vorliegend ebenfalls abgestellt werden.
5.3
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 62‘081.-- (E.
5.1) sowie einem
Invaliden
einkommen
von Fr. 66‘158.-- (E.
5
.2) resultiert ein rentenausschliessender
Inva
li
ditätsgrad
von 0
%
.
5.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Die Beschwerdegegnerin sah von einem behinderungsbedingten Abzug vom Tabellenlohn mit der Begründung ab, dass die praktisch fehlenden
Deutsch
kenntnisse
, welche eine Stellensuche erschweren würden, als IV-fremd zu erachten seien (
Urk.
5/
92 S. 2 oben). Selbst wenn vorliegend ein
behinderungs
bedingter
Abzug von maximal 25
%
gewährt werden würde, würde bei weitem
kein
Invaliditätsg
rad von mindestens 40
%
resultieren.
6
.
Der Beschwerdeführer bemängelt die Höhe der Rentenleistung
(Urk. 1)
, wobei er dies nicht näher ausführt
e
. Inwiefern die Rentenleistung zu niedrig sein sollte, wurde nicht substantiiert dargetan.
Insbesondere erscheint das ermittelte mass
gebende durchschnittliche Jahreseinkommen als plausibel; dies gibt
angesichts der angerechneten Beitragszeit (6 Jahre, 5 Monate) - auch für die verwendete Rentenskala 1
7.
Der Einwand erweist sich somit nicht als stichhaltig.
Nachdem sich auch die in der Beschwerde angefochtene Befristung der
Renten
zusprache
als zutreffend erwiesen hat (vorstehend E. 5),
erweist sich die ange
fochtene Verfügung insgesamt als rechtens. Dementsprechend ist die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.
7
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.