# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 851e2ddd-b7a9-4f56-8e59-0840498c47b4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1966,
Mutter von drei Kindern (
Jahrgang 1991, 1993, 1995
)
, meldete
sich am
2.
März 2012 bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
8/6,
Urk.
8/
10-
11 und
Urk.
8/13).
Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
holte medizinische Berichte (
Urk.
8/15-16,
Urk.
8/19,
Urk.
8/27
) und
einen Ausz
ug
aus dem individuellen Konto (IK-Aus
zug;
Urk.
8/14) ein. Mit Vorbescheid vom
5.
November 2012 (
Urk.
8/34) stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, dass kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe. Dagegen erhob die
Versicherte am
7.
Dezember 2012, am
6.
Februar und am
3.
Juni 2013 Einwände (
Urk.
8/48
-49
,
Urk.
8/55,
Urk.
8/60
=
Urk.
8/76
)
und reichte weitere medizinische Berichte (
Urk.
8/61-66) ein.
Mit Verfügung vom 1
3.
September 2013 (
Urk.
8/87 =
Urk.
2) verneinte die IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung.
2.
Die Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 1
3.
September 2013 (
Urk.
2) am 1
7.
Oktober 2013 Beschwerde (
Urk.
1/1) und beantragte, das Verfahren sei zur Durchführung beruflicher Massnahmen und neuem Entscheid an die IV
Stelle zurückzuweisen. Eventuell sei ihr als berufliche Massnahme der Besuch des Pflegehelferinnenkurs SRK zu bewilligen und es sei ihr für die Dauer der Massnahme ein (reduziertes) Taggeld der Invalidenversicherung zuzuspre
chen. Subeventuell sei ihr eine ordentliche Invalidenrente zuzusprechen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
November 2013 (
Urk.
7) beantragte die IV
Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom
6.
Januar 2014 (
Urk.
17) wurde das Gesuch der Beschwerdeführeri
n um unentgeltliche
Pro
zessführung
und Rechtsvertretung
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
5)
bewilligt
. Im Übrigen
wurde
das Gesuch um einen zweiten Schriftenwechsel
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
4)
abgelehnt
und der Schriftenwechsel
geschlossen
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Invalide oder von einer Invalidität (
Art.
8 ATSG) unmittelbar bedrohte Versi
cherte haben Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben
bereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (
Art.
8
Abs.
1 IVG). Die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art bestehen in Berufsbera
tung, erstmaliger beruflicher Au
s
bildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe (
Art.
8
Abs.
3
lit
. b IVG).
1.5
Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in wesentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der Versicherten ent
spricht. Als erstmalige berufliche Ausbildung gilt gemäss Art. 5 Abs. 1
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
jede Berufslehre oder
Anlehre
sowie, nach Abschluss der Volks- oder Sonderschule, der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule und die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf die Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte.
Der erstmaligen beruflichen Ausbildung gleichgestellt ist laut Art. 16 Abs. 2
lit
. b IVG die berufliche
Neu
ausbildung
invalider Versicherter, die nach dem Eintritt der Invalidität eine ungeeignete und auf die Dauer unzumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen haben.
Andererseits hat die versicherte Person nach Art. 17 Abs. 1 IVG
Anspruch auf Umschulung
auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert werden kann. Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit gleichgestellt ist laut Abs. 2 derselben Bestimmung die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf. Als Umschulung gelten gemäss Art. 6 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erst
maligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder wesentlichen Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen (Abs. 1). Als Umschulungsmassnahmen gelten auch Ausbildungsmassnahmen, die zu einer höherwertigen als die vorhandene Ausbildung führen, sofern sie zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit notwendig sind (
Abs.
1
bis
).
Musste eine erstmalige berufliche Ausbildung wegen Invalidität abgebrochen werden, so ist eine neue berufliche Ausbildung der Umschulung gleichgestellt, wenn das während der abgebrochenen Ausbildung zuletzt erzielte Erwerbseinkommen höher war als das Taggeld nach
Art.
23
Abs.
2 IVG (Abs. 2).
1.6
Für die Abgrenzung der Leistungsansprüche nach
Art.
16 IVG (
Kosten
ver
gütungs
anspruch
in Bezug auf die erstmalige berufliche Ausbildung) und
Art.
17 IVG (Naturalleistungsanspruch in Bezug auf die Umschulung) kommt es nach Gesetz und Rechtsprechung entscheidend darauf an, ob der Versicherte vor Eintritt der Invalidität im Sinne des für die jeweilige berufliche Massnahme spezifischen Versicherungsfalles bereits erwerbstätig war oder nicht. Als Umschulung im Sinne von
Art.
17 IVG kann nur diejenige berufliche Ausbildung gelten, welche die Invalidenversicherung einem schon vor Eintritt der Invalidität - im Sinne des für die Eingliederungsmassnahme spezifischen Versicherungsfalles - erwerbstätig gewesenen Versicherten nach dem Eintritt der Invalidität und wegen dieser Invalidität schuldet. Ein im Sinne der Recht
sprechung ökonomisch relevantes Einkommen muss daher nicht nur vor Beginn der Eingliederungsmassnahme, sondern vor Eintritt der Invalidität im Sinne des
spezifischen Versicherungsfalles erzielt worden sein. Nur auf diese Weise wird eine Abgrenzung der Umschulung nach
Art.
17 IVG einerseits von der berufli
chen Neuausbildung nach
Art.
16
Abs.
2
lit
. b IVG andererseits erreicht (BGE 118 V 14 E. 1c/cc in
fine
).
Ein ökonomisch relevantes Erwerbseinkommen als Voraussetzung für einen Umschulungsanspruch liegt vor, wenn der Versicherte bereits während sechs Monaten drei Viertel der minimalen vollen einfachen ordentlichen Invaliden
rente erzielte und dieses Einkommen invaliditätsbedingt verlor. Für die Abgren
zung der Leistungsansprüche nach
Art.
16 und 17 IVG ist nicht entscheidend, ob ein Versicherter im Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalles noch erwerbstätig ist oder nicht; vielmehr kommt es einzig darauf an, ob er nach Abschluss seiner erstmaligen beruflichen Ausbildung jemals ein im Sinne der Rechtsprechung relevantes Einkommen erzielte. Damit im Einklang steht
Art.
6
Abs.
1 IVV. Als Umschulung gelten nach dieser Bestimmung
Ausbildungsmass
nahmen
, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbil
dung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder zur wesentlichen Ver
besserung der Erwerbsfähigkeit benötigen. Nach Wortlaut und Sinn dieser Bestimmung muss die Invalidität ursächlich für die Notwendigkeit der
Ausbil
dungsmassnahmen
sein, nicht aber für die Aufgabe des Erstberufes oder der Erwerbstätigkeit ohne berufliche Ausbildung (Urteil des
Bundesgerichts
I 301/02
vom
2
9.
Oktober 2003
).
1.7
Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumut
baren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbsein
busse
von etwa 20 Prozent erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 f. E. 2a und b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 488 f. E. 4.2; AHI 2000 S. 27 E. 2b und S. 62 E. 1 je mit Hinweisen).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass seit Oktober 2009 keine Einschränkung
mehr
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ungelernte Hilfsarbeiterin
,
wie auch für angepasste leichte Arbeiten bestehe. Invaliditätsfremde Faktoren wie mangelnde Sprachkenntnisse, die
Arbeits
marktlage
oder das Alter
begründeten
kein Rentenanspruch. Da keine psychi
sche Beeinträchtigung mit invalidisierender Wirkung vorliege, bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit und folglich kein Anspruch auf Leistungen der
Invaliden
versicherung (S. 1 f.
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (
Urk.
1
/1
) geltend, ihre Arbeitssuche habe sie in die Reinigungsbranche geführt, in welcher sie nun kör
perlich anstrengende Arbeiten verrichten müsse, was sich negativ auf ihren Morbus
Bechterew
auswirke
,
und ihr nicht in einem vollen Pensum zumutbar sei
(
S. 4 f
f
.
Ziff.
6,
S. 14 Mitte
).
Ihre
Hausärztin
habe ihr
keine volle Arbeitsfä
higkeit bescheinigt, sondern gehe von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
in ange
passter Tätigkeit
aus (S. 17 unten).
Längerfristig sinnvol
l sei es daher, dass sie die SRK
-Ausbildung zur Pflegehelferin absolviere (S. 7 oben
,
S. 9 oben).
Eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
wäre angezeigt gewesen (S. 18 f
.). In einer angepassten Tätigkeit bestehe derzeit mindestens eine Arbeitsunfä
higkeit von 40
%
und u
nter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10
%
resultiere ein Anspruch auf eine halbe
,
mindestens jedoch auf eine
Viertelsrente
(S. 22 Mitte
, S. 25 f.
Ziff.
4)
.
3.
3.
1
Die Ärzte des
Y._
stellten in ihrem Bericht vom 2
8.
März
2012
(
Urk.
8/16/6-8)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (
Ziff.
1.1)
:
Morbus
Bechterew
(
seronegative
Spondyloarthropathie
) mit/bei:
subakut bis chronischer Spondylitis
anterior
L2 bis L4, akute Spon
dyli
tis
anterior
L4
bandförmiger
subchondraler
Hyperintensität im Os
sakrum
rechtsbe
tont
entlang dem
I
liosakralgelenk
(I
SG
)
-Gelenksspalt, Differenzialdi
agnose: Subakut bis chronische ISG-Arthritis,
sklerosiere
nd
iliosakrale
Arthropathie
, eventuell
nach Geburten (MRI der LWS vom 2
2.
April 2008)
ISG-Dysfunktion rechts
Wirbelsäulenfehlhaltung, muskulärer
Dysbalance
HLA-B27 negativ (September 2008)
Humira
40mg (TNF-Alphablocker) alle 2 Wochen seit 2
0.
März 2009
Bulbitis
duodeni
Status nach
Eradikation
2005
depressive Anpassungsstörung mit/bei:
psychosozialer Belastungssituation
Perimenopause
latente Tuberkulose
(
Elispot
positiv)
Rimifon
-Behandlung Juli 2008 bis April 2009
Status nach Hepatitis B
nicht replizierend
(HBV-DNS-PCR-Reaktion November 2008)
Die Ärzte des
Y._
führten aus, die Beschwerdeführerin sei
seit
Juni 2008 bei ihnen in Behandlung
und
die letzte Kontrolle
sei
am
7.
März 2012 erfolgt (
Ziff.
1.2). Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin seit
dem 1
5.
Oktober 2009
für leichte Arbeiten
mit maximalem
Heben von 5 bis 10 kg zu 100
%
arbeitsfähig. Weitere Arbeitsunfähigkeiten müssten psychiatrisch begründet werden (
Ziff.
1.6). Die Beschwerdeführerin sei stellenlos. Es bestehe eine klare Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule. Somit sei die Beschwerdeführe
rin für die oben beschriebenen leichten Tätigkeiten arbeitsfähig. Für
Haushalt
arbeiten
sei sie aus rheumatologischer Sicht zu 25
%
eingeschränkt (
Ziff.
1.7).
In ihrem Verlaufsbericht vom
8.
Mai 2013 (
Urk.
8/64/1-2) führten die Ärzte des
Y._
aus,
eine
am
3.
Mai 2013
durchgeführte
MRI-Untersuchung
habe
,
wie auch die Klinik
,
ein gutes Ansprechen auf die TNF-
Alphablocker-Behandlung gezeigt
. Bei der Kontrolle am
8.
Mai 2013 habe die Beschwerdeführerin über Schmerzen am rechten Fuss geklagt, wobei objektiv keine entzündliche Verän
derung bestanden habe (S. 1). Bei der Beschwerdeführerin bestehe ein Morbus
Bechterew
, welcher unter regelmässiger Applikation von
Humira
alle 2
Wochen seit dem 2
0.
März 2009 bezüglich entzündlicher Aktivität gut supprimi
ert sei. Hingegen bestehe subjektiv weiterhin eine Tendenz zur Schmerzgeneralisierung. Neben der rheumatologischen Problematik bestehe eine depressive
Anpas
sungsstörung
bei psychosozialer Belastungssituation als stellenlose alleiner
ziehende Mutter und offenbar nun drohender Ausweisung (S.
2 Mitte).
Aus rheumatologischer
Sicht bestehe seit dem
1.
Apri
l 2010 für leichte Arbeiten mit maximalem Heben von 5 bis 10 kg eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Weitere allfällige Arbeitsunfähigkeiten müssten psychiatrisch begründet werden. Für Haushaltsarbeiten sei die Beschwerdeführerin zu 25
%
eingeschränkt. Für eine genauere Bestimmung des Belastungsprofils wäre die Durchführung einer Eva
luation der funktionellen Leistungsfähigkeit indiziert (S. 2 unten).
3.
2
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
,
nannte in seinem
Bericht vom 2
6.
Mai 2
012 (
Urk.
8/19)
als Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
seronegative
Spondylarthropathie
und als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine
Dysthymie
(ICD
10 F34.1).
Dr.
Z._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
8.
November 2006 bei ihm in Behandlung, wobei die letzte Kontrolle am 1
4.
Mai 2012 erfolgt sei (
Ziff.
1.1-2). Aus psychiatrischer Sicht bestehe
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hausfrau und ungelernte Hilfsarbeiterin
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.7).
In seinem
Bericht vom 2
6.
Mai 2013 (
Urk.
8/65 =
Urk.
3/15
A
)
ergänzte
Dr.
Z._
seine gestellte Diagnose einer seit Jahren bestehenden
Dysthymie
(ICD-10 F34.1) um eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion (ICD-10 F43.22) gemischt, bestehend seit Anfang 2013
(S. 1
Ziff.
1)
.
Dr.
Z._
führte aus, rein psychiatrisch gesehen habe bis Ende 2012 eine volle Erwerbsfähigkeit bestanden
,
d
ies trotz einer immer bestehenden
leichtgradigen
depressiven Verstimmung (
Dysthymie
). Grund für die Verstimmung seien die sozialen Probleme, das Leiden an der körperlichen Erkra
nkung Morbus
Bech
terew
sowie auch
Persönlichkeitsmerkmale gewesen.
Seit Anfang 2013 bestehe
eine
tiefgreifendere
depressive Problematik, da die Besc
hwerdeführerin mit der angedroh
ten Nichtverlängerung der Aufenthaltsbe
willigung nicht
zurechtkomme
und auch keinerlei Möglichkeiten sehe, etwas unter
nehmen zu können. Die Bedrohung
,
ihre Existenz und ihre familiären Bezüge aufgeben zu müssen, habe zu einer klaren Zunahme der psychischen Beeinträchtigungen geführt. Es habe sich nun eine An
passungsstörung mit ängstlichen und depressiven Symptomen manifestiert. Seit Anfang 2013 sei die Beschwerdeführerin daher aus psychischen Gründen nur noch zu 50
%
arbeits
fähig (S. 1
Ziff.
2).
Längerfristig erhoffe er sich wieder eine volle Arbeitsfähig
keit. Gelinge eine Integration, dürfte es von psychischer Seite her rascher zur Gesundung kommen. Ohne Integration könnte sich der psychische Gesundheits
zustand weiter verschlechtern, da der Dr
u
ck auf die Beschwerdeführerin zu
nehmen dürfte. Eine Integrationsmassnahme sei klar angezeigt, da die Beschwerdeführerin auch motiviert sei, etwas zu unternehmen (S. 2
Ziff.
4).
3.
3
Hausärztin
Dr.
med.
A._
nannte
in ihre
r
Stellungnahme
vom 2
9.
Mai 2013 (
Urk.
8/61 =
Urk.
3/14)
zum Vorbescheid
folgende Hauptd
iagnosen (S. 2):
Morbus
Bechterew
-
Spondylitis
ankylosans
(gemäss Arztberic
hten von
Dr.
med.
B._
, Rheumatologin)
anamnestisch 15-jährige Krankheitsgeschichte,
Exacerbation
vor 5
Jahren
mit Notfalleinweisung in das
Y._
, Notfallarzt
typisches Leitsymptom der chronisch-entzündlichen Rückenschmer
zen mit
Sakroilitis
mit Verdacht auf
Uveitis
, aktuell persistierend
kausale Behandlung mit
Humira
zeig
t
ein Sistieren der Erkrankung
cervico
- und
lumbospondy
logenes
Schmerzsyndrom rechtsbe
tont
breitbasige
Diskushernie C2/3 rechts (gemäss radiologischem Bericht)
Streckstellung der HWS,
Kyphosierung
chronisches Schmerzsyndrom des oberen Sprunggelenkes rechts, nach Infil
trati
on deutliche Besserung, Mai 2013
Depression und Angstzustände bei chronischer psychosozialer und körper
licher Belastung und bei kumulierend behördlichen
Druckmass
nahmen
Dr.
A._
stellte folgende Nebendiagnosen:
Status nach Leistenschmerz bei Status nach Ovarialzyste November 2012
latente Tuberkulose, Therapie 2008 und April 2009
Status nach Hepatitis B
schwere familiäre Belastungssituation, auch in ihrer Heimat
behördliche
agg
ravierende
Belastungssituation
Dr.
A._
führte aus, sie betreue die Beschwerdeführerin seit dem 2
0.
März 2013 als Hausärztin. Sie sei wegen zunehmender Erschöpfung bei unspezifi
schen starken Schmerzan
gaben verteilt in der Wirbelsäu
l
e
, Becken, Fersen, Nacken und Armen rechtsbetont mit
radikulärer
ausstrahlender Komponente, was zu der Diagnose des Morbus
Bechterews
passe
, zu ihr gekommen
. Ferner klage die Beschwerdeführerin über Schlaflosigkeit, Angstzustände und Ratlosig
keit bis hin zu Suizidgedanken (S. 1).
Die markante gesundheitliche Einschränkung, verbunden mit psychosozialer Belastung, erschwere eine rasche Eingliederung der Beschwerdeführerin in das Arbeitsleben. Ihr Wunsch und das Be
dürfnis nach einer gelingenden Eingliede
rung verspreche für arbeitspraktische Massnahmen der Invalidenversicherung dennoch Aussicht auf Erfolg (S. 3 oben). Zusätzlich zur körperlichen
Grunder
krankung
(Morbus
Bechterew
) machten der aktuelle berufliche Bildungsstand und das jahrelange Wegbleiben vom Arbeitsmarkt durch das Arbeiten zu Hause und die Kindererziehung eine Arbeitsintegration auf Eigeninitiative sehr schwierig. Eine Hilfe zur Arbeitsaufnahme mit Schulungen erscheine daher gerechtfertigt. Durch weitere psychosoziale Auflagerung manifestiere sich nun eine Anpassungsstörung mit ängstlichen und depressiven Symptomen, so dass die Umsetzung eines vollen Arbeitspensums langfristig im Arbeitsleben zu zunehmenden Einschränkungen führen und die Beschwerdeführerin gesund
heitlich physisch und psychisch
dekompensieren
würde (S. 3
Mitte).
Dr.
A._
führte ferner aus, dass sie eine Eingliederung ins Arbeitsleben für förderlich halte, auch aus therapeutischer Hinsicht. Für die erfolgreiche Eingliederung ins Arbeitsleben sei ein stufenweises Vorgehen mit mindestens 40 und höchste
ns
50
%
erstrebenswert. Es sei a
uch der psychosoziale und kulturelle Hintergrund zu berücksichtigen.
Von grosser Bedeutung wäre eine Teilrente von mindestens 50
%
mit einer begleitenden Integrationsmassnahme und beruflicher Eingliederung mit leichten Arbeiten bis zu 50
%
Auslastung. Zusammenfassend werde die Beschwerde
führerin aus den genannten Gründen als zu 50
%
arbeitsunfähig eingestuft (S. 3 unten). Nach dem Gespräch m
it der Beschwerdeführerin seien
die Arbeitsberei
che Altenbetreuung, floristische Tätigkeiten und Hilfsarbeiten im Spital wie
Room
-Service, Essenverteilung, OP-Räume-Reinigung, Materialversorgung etc. in Betracht zu ziehen (S. 4 oben).
4.
4.1
Vorliegend stellte die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung
der somatischen Beschwerden
auf die Einschätzung der
seit Juni 2008 aufgrund des Morbus
Bechterew
behandelnden Ärzte des
Y._
(vorstehend E. 3.1) ab,
welche bereits
seit
Oktober 2009
für leichte Arbeiten mit maximalem Heben von 5 bis 10 kg von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgingen
, was sie auch auf Anfrage sei
tens der Beschwerdeführerin
(
Urk.
8/62)
und des Migrationsamtes (vgl.
Urk.
8/54/3)
abermals
bestätigten.
Bezüglich der EFL-Testung sahen die Ärzte des
Y._
diese lediglich für eine genauere Bestimmung des Belastungsprofils indiziert, was
die
generell attestierte vollständige Arbeitsfähigkeit in leichten Tätigkeit
en nicht in Frage stellt.
Hinsichtlich des psychiatrischen Gesundheitszustandes sprach der behandelnde Psychiater
Dr.
Z._
(vorstehend E. 3.2) im Mai 2012 von einer
Dysthymie
und attestierte bis Ende 2012 keine Arbeitsunfähigkeit. Die dann in seinem ein Jahr später erstellten Bericht vom Mai 2013 diagnostizierte Anpassungsstörung, wel
che er durch die angedrohte Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung ver
ursacht sah, und aus welcher er eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ableitete,
vermag als vorübergehendes Leiden keine längerfristige Einschränkung der Arbeits
unfähigkeit zu begründen.
In Bezug auf den Bericht von
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.3)
, welche auch in ange
passter Tätigkeit
von einer
Arbeitsunfähigkeit von 50
%
a
usging
, hat das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte und
Hausärz
tinnen
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
Im Übrigen
führte
Dr.
A._
verschiedene
psychosoziale
Belastungsfaktoren auf, ohne diese bei der vorgenommenen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit genauer abzugrenzen.
4.2
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass die Beschwerdeführerin in einer leichten angepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung der
Gewichtslimite
von 5 bis 10 kg zu 100
%
arbeitsfähig ist.
5.
Hinsichtlich des vorzunehmenden Einkommensvergleiches
kann offen bleiben, ob die Voraussetzungen für die Ermittlung des Invaliditätsgrads durch
Prozent
vergleich
gegeben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_10
0/2010 vom 2
3.
März 2010 E. 2.1
). Aufgrund der Akten können jedenfalls weder Validen- noch Invalideneinkommen anhand des tatsächlich erzielten Verdienstes vor und nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung
bestimmt werden.
So
war
die Beschwerdeführerin vor Eintritt
des Gesundheitsschadens
nicht
erwerbstätig
,
respektive
hat
letztmals
in den Jahren
1997 und 1998 ein
(geringes)
Einkom
men erzielt (vgl. IK-Auszug;
Urk.
8/14,
Urk.
8/39/1
)
.
Grundsätzlich ist für die Festsetzung des Invalideneikommens nach der Rechtspre
chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 135 V 267 E. 5.2). Nicht das hypothetische Einkommen im Invaliditätsfall soll mithin für die Ermittlung des Invalideneinkommens massgebend sein, sondern im Regelfall der tatsächlich erzielte Verdienst. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidität jedoch nur dann überein, wenn kumulativ drei Bedingungen erfüllt sind. Diese Bedingungen sind gemäss konstanter Recht
sprechung, dass besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen, die versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, bei welcher anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpfe und das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn e
rscheint
(BGE 135 V 297 E. 5.2; ). Vorliegend kann das seit Juni 2013 von der Beschwerdeführerin effektiv erzielte unregelmässige Einkommen (
Urk.
3/8,
Urk.
3/10/1-2,
Urk.
3/11,
Urk.
14) nicht als bestmögliche Verwertung ihrer Arbeitsfähigkeit
eingestuft
werden, weshalb zur Ermittlung des Invalideneinkommens ebenfalls auf
Tabel
lenlöhne
abzustellen ist.
Die beiden Einkommensgrössen sind daher ausgehend vom
gleichen
Tabellen
lohn
(Durchschnittslohn für Frauen für
sämtliche
Hilfstätigkeiten)
zu ermitteln
. Unter diesen Umständen entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeits
unfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn
gemäss BGE 126 V 75 (Urteil des Bundesgerichts 9C_100/2010 vom 2
3.
März 2010 E. 2.3.2.2 mit Hinweisen). Bei einem - höchstens gerechtfertigten - leiden
sbedingten Abzug von 10
%
resultiert
ein diesem entsprechender
Invali
ditätsgrad
von 10
%
, bei welchem Ergebnis kein Anspruch auf eine Invaliden
rente besteht.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche Eingliede
rungsmassnahmen.
Die Übernahme von Ausbildungskosten
der gewünschten
Pfl
egehelferinnenausbildung
ist entweder unter dem Titel der erstmaligen beruflichen Ausbildung beziehungsweise der beruflichen Neuausbildung (
Art.
16 IVG) oder der Umschulung (
Art.
17 IVG) möglich.
6.2
Ein allfälliger Anspruch der Beschwerdeführerin auf
Umschulung im Sinne von
Art.
17 IVG
ist einerseits zu verneinen,
weil
darunter nur
diejenige berufliche Ausbildung
fällt
, welche die Invalidenversicherung eine
r
schon vor Eintritt der Invalidität - im Sinne des für die Eingliederungsmassnahme spezifischen Versi
cherungsfalles - erwerbstätig gewesenen Versicherten nach dem Eintritt der Invalidität und wegen dieser Invalidität schuldet
(vorstehend E. 1.6)
.
V
or Eintritt des Gesundheitsschadens
erzielte die Beschwerdeführerin
nie ein
ökonomisch relevantes Erwerbseinkommen
(vgl. IK-Auszug; Urk. 8/14)
.
Andererseits ist der Anspruch
auf Umschulung
schon allein aufgrund dessen zu verneinen, da bei einem Invaliditätsgrad von 10
%
(vorstehend E.
5) die
Erheblichkeitsschwelle
von
rund
20
%
(vorstehend E.
1.7
) nicht erreicht wurde.
6.3
Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführerin Leistung
en nach
Art.
16 IVG zusteh
en.
D
ie Leistungsgewährung im Sinne einer beruflichen Neuausbildung gestützt auf
Art.
16
Abs.
2
lit
. b IVG setzt voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine ungeeignete und auf die Dauer unzumutbare Erwerbstätig
keit aufgenommen hat, wobei die Unzumutbarkeit unmittelbar durch das Leiden im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG verursach
t sein muss (AHI 1998 S. 117 E
. 3b).
Des
weiteren
unterliegt der Anspruch auf konkrete berufliche Massnahmen
nebst den speziellen Voraussetzungen der einzelnen Massnahme - den allge
meinen Anspruchsvoraussetzungen gemäss
Art.
8 IVG, namentlich der Geeig
net
heit, Erforderlichkeit und Eingliederungswirksamkeit
(vorstehend E. 1.4)
. Es muss gewährleistet sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussicht
lich von einer gewissen Dauer ist; zudem muss der zu erwartende Erfolg in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungs
massnahme stehen; schliesslich muss die konkrete Massnahme dem Betroffenen auch zumutbar sein (BGE 122
V 214 f. E. 2c in Verbindung
mit 79 f. E. 3b/
bb
und cc, 108 V 213 E
. 1d,
Urteil des Bundesgerichts
I 794/02
vom 1
9.
November 2003
E
. 2).
Ob die erst seit Mai 2013 begonnene Tätigkeit als Reinigungsfrau (vgl.
Urk.
14
)
als u
nzumutbar zu qualifizieren ist, kann offen gelassen werden. Fachärztliche medizinische Berichte, die dies bestätigen würden
,
liegen nicht vor.
Hinsichtlich des Erfordernisses der Geeignetheit ist zu beachten,
dass
es sich bei der von der Beschwerdeführerin gewünschten Tätigkeit als
Pflegehelfe
rin
nicht
um eine weniger
körperlich
belastende
Tätigkeit
als die derzeit ausge
übte Reinigungstätigkeit handelt (vgl.
Urk.
8/67). Demnach ist auch ein Anspruch auf berufliche Neuausbildung im Sinne von
Art.
16
Abs.
2
lit
. b IVG zu verneinen.
7
.
Zusammenfassend ist festzuhalten
, das
s die Beschwerdegegnerin
den Anspruch auf berufliche Massnahmen sowie den Anspruch auf eine Rente zu Recht ver
neint hat. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
8
.
8
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen
Pro
zessführung
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
8
.2
Mit Kostennote vom
8.
Januar 2014 (
Urk.
20/1) machte die unentgeltliche
Rechts
vertreterin
der Beschwerdeführerin einen Aufwand von insgesamt 6.67
Stunden und Barauslagen von
Fr.
70.-- geltend, was als angemessen erscheint (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Dem
gemäss ist Rechtsanwältin Pia Dennler mit
Fr.
1‘732.30 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.