# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3a74be52-a4cb-445c-885f-2361f47fcff9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1964 geborene
X._
war seit 1. Juli 2001 bei der
Y._
AG als
Bauarbeiter
angestellt und dadurch bei der
Suva
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert.
Am 1. Dezember 20
17 wurde er vom Rückschlag eines
verstopften
Schlauches einer
Betonpumpe getroffen und stürzte durch die Wucht vom Gerüst auf den Betonboden
(Unfallmeldung vom 6. Dezember 2017 [
Urk.
17/1])
.
Er wurde
notfallmässig mit dem Rettungsdienst
ins Kantonsspital
Z._
eingeliefert, wo
beidseits
distale Radiusfrakturen, eine mehrfrag
mentäre dislozierte Nase
nbeinfraktur, eine
Hämatobursa
a
m linken Knie, eine
Thoraxkontusion
links sowie eine Schall
l
eitungsstörung im linken Oh
r
diagnos
tiziert
wurden (
Urk.
17/13
). Die gleichentags durchgef
ührte CT-Untersuchung von
Neuroc
ranium
und HWS zeigte ein
Subgalealhämatom
frontal rechts
und
eine dislozierte Nasenbeinfraktur
; es fanden sich jedoch keine
Hinweis
e
auf Trauma
folgen intrakraniell od
er im Bereich der HWS (
Urk.
17/75
).
Am 5
.
Dezember 2017 erfolgte eine geschlossene Nasenbei
n
reposition
sowie
eine Osteosynthese der distalen
Radiusfrakturen. Am
11. Dezember 2017
wurde der Versicherte wieder
aus dem S
pital entlassen (
Urk.
17/12-13
). Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen
Versicherungsleis
tungen (
Urk.
17/9
). Vom 18. Juni bis 24. Juli 2018
befand sich der Versicherte in der Rehaklinik
A._
zur stationären Rehabili
tation
(Urk. 17/116)
. Anlässlich der dort durchgeführten psychosomatischen Untersuchung wurde eine mittelgradige depressiv
e Episode diagnostiziert (
Urk.
17/117
). Im Rahmen des
ebenfalls vorgenommenen neurologischen
Konsi
liums
wurden die Schwindelbeschwerden untersucht
(
Urk.
17/115
).
Im August 2018 wurde der Versicherte am Interdisziplinären Zentrum für Schwindel und ne
urologische Sehstörungen des Universitätsspitals
B._
weiter abgeklärt
, wobei
sich
keine Hinweise für eine peripher-vestibuläre Unte
rfunktion
finden liessen
(
Urk.
17/145). Am 7.
September 2018
unterzog sich
X._
eine
r
Malleos
tapedotomie
am linken Ohr
(
Urk.
17/149
), woraufhin sich i
n der Folge
der linksseitige Hörverlust von 80 % auf 20 %
verbesserte
(
Urk.
17/196
).
Am
28.
Februar 2019
berichtete Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
zu Händen der Invalidenversicherung
über die bei ihm
seit dem 18. Mai 2018
durchgeführte psychiatrische Behandlung
des Versicherten
und attestierte gestützt auf eine mittelschwere depressive Episode und eine posttraumatisch
e
Belastungsstörung eine vollständige Arbeitsunfähig
keit
(
Urk.
17/208
)
.
Gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen
von Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
vom 5. November 2018 und
von Dr. med.
E._
, Facharzt für Allgemeinmedizin (D), vom
15. April 2019
(
Urk.
17/170 und 17/215
)
sowie
die Ei
nschätzung
der Suva-Ärztin Dr. med.
F._
, Fachärztin FMH für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie,
vom 25
.
/26
. Februar 2019
(
Urk.
17/202)
teilte
die Suva mit Schreiben vom 30. April 2019
(
Urk.
17/221
) die Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per 31. Mai 2019 mit und verneinte mit Verfügung vom 10. Mai 2019
(
Urk.
17/
232
) den Anspruch auf eine Invalidenrente
und
Integritätsentschädigung.
Die gegen die Verfügung erhobene Einsprache
(Urk. 17/244)
wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 17. September 2019 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 17
. Oktober 2019 Beschwerde und beantragte
die Aufhebung des Einspracheentscheides sowie die Zusprache einer Rente
(
Urk.
1). Mit Verfügung vom 22. Oktober 2019 wurde dem Beschwerdeführer Frist zur Verbesserung der Beschwerde angesetzt (
Urk.
3). Innert Frist reichte Rechtsanwalt Peter Egli als Vertreter des Beschwerdeführers eine verbesserte Beschwer
deschrift
ein und beantragte die Rückweisung der Sache an die Vor
instanz, damit diese die Rentenberechnung unter Berücksichtigung der unfallkausalen psychischen Störungen vornehme. Eventualiter sei die Vorinstanz zu verpflich
ten, das Ausrichten einer Integritätsentschädigung zu prüfen. In prozessualer Hinsicht stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung
(
Urk.
5
S. 2
).
Am
13. November 2019
forderte das Gericht den Beschwerdeführer
zur Ein
reichung einer
genügenden
schriftlichen Vertretungsvollmacht
auf (
Urk.
8)
, welche am 20. November 2019 einging (
Urk.
12
).
Mit Verfügung vom
21. November 2019 wurde der Beschwerdegegnerin Frist zur Bes
chwerdeantwort angesetzt und dem Beschwerdeführer
das Formular zur Abklärung der pro
zes
sualen Bedürftigkeit zugestellt und Frist angesetzt, um das Formular vollständig und wahrheitsgetreu ausgefüllt sowie unter Beilage sämtlicher Belege zur aktu
el
len finanziellen Situation einzureichen (
Urk.
13). Die Beschwerdegegnerin bean
tragte mit Beschwerdeantwort vom 18. Dezember 2019 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
16).
Mit Schreiben vom 3. Januar 2020 teilte der Beschwerde
führer mit,
dass er auf die Geltendmachung
der une
ntgeltlichen Prozessführung und
die Beigabe
eines unentgeltlichen Rechtsvertreters verzichte (
Urk.
19). Mit Verfügung vom 7. Januar 2020 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (
Urk.
20).
Am 12. Februar 2020 reichte der Beschwerdeführer seine
Replik ei
n (
Urk.
21
). Die Bes
chwerdegegnerin erstattete am 24
.
Februar 2020 die Duplik (
Urk.
24
)
, welche dem Beschwer
deführer am 27
. Februar 2020 zur Kenntnis gebracht
wurde (
Urk.
25
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden
– soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
1.4.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V
177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4.3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergange
nen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versiche
rungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis
anzuknüpfen, wobei
– ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorge
nommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich
(BGE
115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.4.4
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen massgebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
1.4.5
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
1.4.6
Bei schweren Unfällen ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6b; RKUV 1995 Nr. U 215 S. 90 E. 3b).
1.4.7
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwür
digung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
-
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
-
körperliche Dauerschmerzen;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurtei
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwierigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezo
gene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.5
1.5.1
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder
stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integri
tätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträch
tigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraus
sehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
1.5.2
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrät
lichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicher
ten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid (
Urk.
2) im Wesent
lichen damit,
dass dem Beschwerdeführer allein im Bereich seiner beiden Handgelenke sowie des linken Ohr
s
Unfallfolgen verblieben seien.
Diese führten
bei Vornahme eines Einkommensvergleichs
unter Berücksichtigung eines leidens
bedingten Abzugs von 5 % zu einem rentenausschliessenden IV-Grad von 4,65 %.
Die psych
i
s
chen Beschwerden seien
demgegenüber
nicht adäquat
-
k
ausal zum Unfallereignis vom 1.
Dezember 201
7.
De
nn de
r Unfall sei als mittelschwerer Unfall
im engeren Sinne
zu qualifizieren und vorliegend
sei
h
öchstens eines
der bundesgerichtlich erstellten Kriterien
, in nicht besonders ausgeprägter Weise,
erfüllt. Folglich habe die Suva nicht für die Kosten der entsprechenden psychiat
r
ischen Behandlung aufzukommen.
2.2
Dageg
en machte der Beschwerdeführer
in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
der
Unfall sei als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Unfällen einzuord
nen, weshalb
es
zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs
rechtsprechungsgemäss genüge, wenn
nur eines der adäquanzrechtlich massge
benden Kriterien nach BGE 115 V 133
,
nicht notwendigerweise in besonders ausgeprägter Weise
, erfüllt sei
.
Vorliegend seien
gar
fünf der wichtigsten Kriterien als erfüllt zu betrachten. Deshalb habe die Beschwerdegegnerin die psychischen Beschwerden als unfallkausal in ihre Rentenberechnung einfliessen zu lassen.
Zudem sei ein leidensbedingter Abzug in der Höhe von 15 %
sowie eine vertiefte Auseinandersetzung mit einem allfälligen Anspruch auf eine Integritätsentschä
digung
vorzunehmen
.
3.
3.1
Kreisarzt Dr.
D._
legte
in seiner ärztlichen Beurteilung vom 5. November 2018
(
Urk.
17/170)
dar
, dass aktuell keine
behandlungsbedürftigen
somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Von weiteren Therapiebehandlungen könne keine namhafte
Ve
rbesserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mit mindestens überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden.
In Anbetracht der Unfallfolgen seien leichte bis mittelschwere ganztä
g
ige Arbeiten zumutbar
mit speziellen Einschränkungen in Bezug auf die Handgelenke und
eine
allfällige
Sturzgefahr.
3.2
Kreisarzt Dr.
E._
bestätigte
in seiner
Einschätzung
vom
15.
April 2019 (
Urk.
17/215) das Vorliegen
eines stabilen medizinischen Endzustandes im Hinblick auf die somatischen Unfallfolgen
. Er führte aus, dass die beiden Hand
gelenksfrakturen bereits langfristig knöchern ausgeheilt seien mit einer im Wesentlichen anatomisch gut beschriebenen Stellung
, zufriedenstellend erreich
ten Handgelenksbeweglichkeit
und bereits abgeschlossener handchirurgischer Behandlung. Die noch diffus und inkonsistent beschriebenen Restbeschwerden hätten in mehreren fachärztlich chirurgischen Beurteilungen nicht
pathomor
phologisch
als somatische Verletzungsfolgen eingeordnet werden können. Dementsprechend sei auch auf die Entfernung des
Osteosynthesematerials
bei fehlendem
Benefit
verzichtet worden.
Nach neurologischer Ausschlussdiagnostik und den Untersuchungsberichten des Interdisziplinären Schwindelzentrums am
B._
vom 9. August 2018 liege sodann keine vestibuläre unfallkausale Störung und damit auch
hierzu
kein Behandlungsbedarf vor.
Eine darüberhinausgehende differenzialdiagnostische Abklärung einer orthostatischen oder gefässbezogenen krankhaften, nicht unfallkausalen, Ursache liege nicht in der Zuständigkeit der Suva.
Schliesslich habe das Hörvermögen des linken Ohres mi
ttels
Malleostape
dotomie
vom 7.
September 2018 wieder gut gebessert werden
können
, weshalb auch diesbezüglich kein Behandlungsbedarf mehr gegeben sei.
In Anbetracht der Unfallverletzungsfolgen sei dem Beschwerdeführer die ange
stammte, langjährig ausgeübte berufliche Tätigkeit als angelernter Bauarbeiter auf Dauer nicht mehr
möglich
. Bezogen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt seien
aber
körperlich leichte bis anteilig mittelschwere, wechselbelastende Arbeitstätig
keiten
weiterhin vollzeitig
mit einem 100 %-
Pensum zumutbar. Der Umgang mit stossenden und vibrierenden Arbeitswerkzeugen, monotone handwerkliche Tätigkeiten mit der Notwendigkeit eines s
ehr kräftigen Händedrucks oder
-
z
ugs, häufige Handgelenks
(dreh)
bewegungen
sowie sturzgefähr
dete Arbeiten auf Leitern und Ge
rüsten
seien auszuschliessen.
4.
4.1
Die Stellungnahmen der Kreisärzte
Dr.
D._
und Dr.
E._
inklusive festgelegtem Belastungspro
fil wurden in Kenntnis der Vorakten erstattet, sind für die streitigen Belange umfassend, setzen sich mit den
Befunden, den
geklagten Beschwerden sowie dem Verhalten der untersuchten Per
son auseinander und leuchten in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein.
Damit erfüllen sie die Anforderungen an eine beweiskräf
tige medizinische Entscheidungsgrundlage, weshalb auf sie abgestellt werden kann
. Der Beschwer
deführer bringt denn auch keine konkreten
und begründeten
Einwendungen gegen die kreisärztlichen Beurteilungen vor.
Insbesondere entbehren
sein
e Ausfüh
rungen
, wonach
die
Schwindelbeschwerden nicht rechtsgenüglich abg
e
klärt worden seien (Urk. 21 S.
5),
einer Grundlage
.
Diesbezüglich
fanden verschiedene medizinische Abklärungen, insbesondere auch am Interdiszipli
nären Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen des Universitäts
spitals
B._
statt (Urk. 17/83,
17/108, 17/115, 17/145), ohne dass ein
unfallkausales,
organisches Korrelat nachgewiesen werden konnte
(vgl. E. 3
.2
)
.
4.2
Folglich
ist mit überwiegender Wahrscheinlich
keit
davon auszugehen, da
ss der Beschwerdeführer aus soma
tischer Sicht jedenfalls seit 1. Juni 2019
in einer
leidens
angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Bei der insoweit hin
reichend aufschlussreichen Aktenlage besteht – entgegen der An
sicht des Beschwerde
füh
rers (Urk. 5 S. 2, Urk. 21 S. 5)
–
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Be
weiswürdi
gung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.
2.2 mit Hinweisen).
5.
5.1
Es bleibt zu prüfen, ob ein adäquater Kausalzusammenh
ang zwischen dem Unfall vom 1
.
Dezember 2017
und den psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers beziehungsweise den organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden zu bejahen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_691/2013 vom 19. März 2014 E. 7.1).
Die Frage, ob die natürliche Kausalität gegeben ist, kann praxisgemäss
of
fen bleiben
(vgl. Urteil
8C_234/2012 vom 2
6.
Juli 2012 E. 5.3 mit Hinweis), da die Adäquanz
- wie nachfolgend gezeigt wird
- zu verneinen ist.
5.2
Gemäss der Schadenmeldung vom 6. Dezember 2017 (Urk. 17/1) sowie den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber dem Aussendienstmita
rbeiter der Beschwerdegegnerin vo
m 18. April 2018
(Urk. 17/39) stand der
Versicherte
a
m
1. Dezember 2017
auf einem Baugerüst
und hielt einen Betonschlauch
fest
.
Nach
dem der Pumpvorgang anfänglich nicht funktionierte, floss
plötzlich und unverhofft Beton
durch den Förderschlauch, wodurch
dieser
einen heftigen Ruck
erlitt
. Durch den Rückschlag auf den Beschwerd
eführer fiel dieser vom Baug
erüst auf den Boden.
Der
Beschwerdeführer
nannte eine Sturzhöhe von
etwa drei Metern,
wohingegen die an den Unfallort ausgerückte Polizei
die
Gerüsthöhe
mit
1.95 Metern angab
.
Ein Polizeirapport sei mangels Missachtung von Sicherheits
vorkehrungen nicht erstellt worden
(
vgl. Telefonnotiz vom 6. Juni 2018 [
Urk. 17/86
]
).
Die Beschwerdegegnerin hat den Unfall zutreffend dem Bereich der mittelschwe
ren Unfälle im engeren Sinne zugeordnet
(
Urk.
2 S. 10
, 16 S. 4
). Diese Ein
schätzung steht in Übereinstimmung mit anderen ver
gleichbaren, vom Bundes
gericht beurteilten Fällen
und ist daher nicht zu beanstanden:
Praxisgemäss werden Stürze aus einer Höhe zwischen etwa zwei (vgl.
Urteil des Bundesge
richts U 410/00 vom 14. Februar 2002 E.
2c) und etwa vier Metern (vgl.
Urteil des Bundesge
richts
8C_316/2009 vom 8.
Juni 2009) in die Tiefe noch als im engeren Sinne mittelschwere Unfälle qualifiziert (vgl.
Urteile des Bundesge
richts 8C_496/2014 vom 21. November 2014 E. 4.2.3,
8C_584/2007 vom 9. September 2008 E. 4.1, U 3/03 vom 4.
September 2003 E.
3.4 und U 41/06 vom 2. Februar 2007 E.
9); landet die versicherte Person auf den Füssen, so ist selbst bei einer Sturzhöhe von fünf Metern nicht ein Unfall im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen anzunehmen (vgl. Urteil
des Bundesge
richts U 11/07 vom 27.
Februar 2008 E. 4.2.2).
Insoweit der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, dass
das Ereig
nis
den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den
schweren Unfällen zuzuordnen sei
, da die Fallhöhe
drei Meter betragen habe und
der Beschwerde
führer
kopfüber auf den Boden geprallt sei
(
Urk.
5 S. 7 f.,
Urk.
21
S.
2
), kann ihm nicht gefolgt werden. Die Polizei
ist an den Unfallort ausgerückt und hat
eine
Sturzhöhe von 1.95 Metern
festgehalten
(
Urk.
17/86).
Selbst wenn
sie
die Gerüst
höhe nicht selbst gemessen haben sollte, wovon aber grundsätzlich auszugehen ist, so hat sie die Höhe doch zumindest als plausibel erachtet. Auch ohne Messgerät kann eine Höhe von
knapp zwei Metern, welche
der Körpergrösse
einer
grossgewachsenen
Person
entspricht, ganz klar von einer Höhe von drei Metern unterschieden werden.
Zudem würde auch eine
Fallhöhe von drei Metern gemäss der Rechtsprechung nichts an der Einordnung des Unfalles als mittelschwer im engeren Sinne ändern
.
Dies zumal auch
keineswegs
erstellt
ist
, dass der
Sturz
kopfüber auf den Boden
erfolgt sei.
Im Austrittsbericht des erstbehandelnden Ka
ntonsspitals
Z._
vom 18.
Dezember 2017
wurde
hierzu vielmehr vermerkt, dass der Beschwerdeführer beim Sturz nach vorne gefallen sei. Beim Anpra
ll habe er sich mit beiden Hand
gelenken abgefangen. Zudem habe er sich den Kopf angeschlagen (Urk. 17/13
, vgl. auch Urk. 17/244 S. 2 f.
).
5.3
Bei einem mittelschweren Unfall im engeren Sinne kann die Adäquanz nur bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben Adäquanzkriterien in einfacher Form erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt (Urteil des Bundes
gerichts 8C_897/2009 vom 29.
Januar 2010 E. 4.5).
Bei der Prüfung dieser Kriterien sind entgegen der Ansicht
de
s Beschwerdeführers (Urk. 5 S. 7 ff.
) weder seine früheren Unfälle noch der Unfalltod des Sohnes seines Arbeitgebers zu berücksichtigen.
Die früheren Unfallereignisse hatten keine organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden zur Folge und die zugezogenen Verletzungen waren
jeweils relativ rasch und
folgenlos abgeheilt. Insbesondere bestand unmittelbar vor dem Unfall
vom 1. Dezember 2017
keine Vorschädigung, aufgrund welcher der Beschwerdeführer mindestens teilweise arbeitsunfähig gewesen wäre
(vgl. Urk. 18)
. Mithin lassen sich die verschiedenen Unfälle gut voneinander abgrenzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_414/2017 vom 26. Februar 2018 E. 2.3 und 3.2).
5.3.1
Ob besonders dramatische Begleitumstände vorliegen oder eine besondere Ein
drücklichkeit des Unfalls gegeben ist, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund
des subjektiven Empfindens beziehungsweise
Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein
drücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteri
ums ausreichen kann. Es wird nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei erlittene Verletzung betrachtet. Der nachfolgende Heilungsprozess wird nicht ein
bezogen (Urteil des Bundesgerichts 8C_137/2014
vom
5.
Juni 2014
E. 7.1 mit weiteren Hinweisen).
Auch wenn dem Unfall vom
1. Dezember 2017
eine gewisse Eind
r
ücklichkeit nicht abgesprochen werden kann, liegen jedoch
mit Blick auf die Kasuistik (vgl. insbesondere Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_496/201
4 vom 21. November 2014
, 8C_4
37/2015 vom 5.
September 2015
)
nicht Umstände vor, die zur Bejahung einer besonderen Dramatik oder besonderen Eindrücklichkeit der Begleit
umstä
nde des Unfalls führen könnten.
5.3.2
Entgegen den Ausführung
en des Beschwerdeführers (
Urk.
5
S. 9) ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen
ebenfalls
nicht erfüllt.
Sowohl die Gesichtsverletzungen als auch die Verletzungen am Gehör und an den Händen sind
alle relativ gut
verheilt und erscheinen
aufgrund ih
rer besonderen Art und Schwere
nicht als geeignet, psychische Fehlreaktionen auszulösen
(vgl. hierzu auch Urteile des Bundesgerichts 8C_197/2009 vom 19. November 2009, 8C_825/2008 vom 9. April 2009).
Und s
elbst bei
deutlich
schwereren Handverletzungen, welche für
manuell tätige Versicherte erfah
rungs
gemäss oft besonders traumatisierend
sein können, wäre
für die Beurteilung der besonderen Art der Verletzung auf die gesamten Umstände des
Einzelfalles abzustellen und
das Behandlungsresultat
– welches vorliegend objektiv gut ist
–
zu berücksichtigen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts U 82/00 vom 22. April 2002)
.
5.3
.3
Aus der ärztlichen Behandlung und
den
zeitweise
erheblichen Beschwerden kann nicht schon auf ein Erfüllen des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufes und der erheblichen Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben
(Urteil des Bundes
gerichts
8C_496/2014 vom 21.
November 2014
)
.
Hierunter
fallen
augenscheinlich
nicht schon
häufige
Arztbesuche
oder
ein
Rehaaufenthalt
von
fünf Wochen
.
Ebenso wenig kann
das zusätzliche Auftreten von Gicht und
Hypertonie (Urk. 5 S. 9)
,
da
ein Zusammenhang mit dem Unfall
nicht überwiegend wahrscheinlich ist (
vgl.
Urk. 17/113)
, als erhebliche Komplikation angesehen werden. D
ie Schwindelbeschwerden konnten
sodann
nicht als
unfallkausal beziehungsweise
organisch
bedingt
nachgewiesen werden (vgl. E. 3.2 und 4.1
).
Und a
uch d
er Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine
Beschwer
defreiheit erreicht werden kann, reicht allein f
ü
r die Bejahung des Kriteriums nicht aus (Urteile
des Bundesgerichts
8C_963/2009 vom 1
1.
M
ä
rz 2010 E. 5.6 und 8C_124/2008 vom
17.
Oktober 2008 E.
10.6).
Des Weiteren
ist
vorliegend
auch k
eine ärztliche Fehl
behandlung
ausgewiesen
.
5.3.4
Mit Blick auf das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung somatischer Beschwerden ist
gemäss der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen
festzuhalten, dass dieses nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesund
heitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinu
ier
liche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesund
heits
zustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gegeben sein.
Manualtherapeutische
Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes, ärztliche Verlaufskontrollen sowie medikamentöse Schmerz
bekämpfung allein genügen diesen Anf
orderungen nicht (vgl. Urteil U
480/06 vom 5.
Oktober 2007
E.
4.2.2 mit Hinweis). Auch kommt einzig der Abklärung des Beschwerdebildes dienenden Vorkehren nicht die Qualität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu (Urteil 8C_7
47/2009 vom 2.
Dezember 2009 E. 6.2 mit diversen Hinweisen). Zudem sind
nur die körperlichen, nicht jedoch die psychischen Beschwerden zu berücksichtigen. Hinsichtlich der somatischen Beschwerden war die ärztliche Behandlung
des Beschwerdeführers
im November 2018 zumindest
zu einem grossen Teil
abgeschlossen
(
Urk.
17/170)
.
Danach nahm der Beschwerdeführer insbeson
dere noch Medikamente und absolvierte
neben einigen Kontrollterminen noch
E
r
gotherapie
, Physiotherapie
und Psychotherapie.
Damit
liegt keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung vor
.
5.3.5
Ebenso ist das Merkmal der körperlichen Dauerschmerzen nicht erfüllt.
Insbeson
dere
haben
die Schmerzen am Handgelenk, welche gemäss den medizinischen Akten nicht einem organischen Substrat zugeordnet werden können
(vgl.
Urk.
17/184)
, ausser Acht zu
bleiben
(vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_123/2018 vom 18.
September 2018 E.
5.2.2.1):
Gemäss dem Bericht des Kantonsspitals
Z._
vom 7.
Dezember 2018 seien die Schmerzen am Handgelenk diffus und
hätten
nicht wirklich auf das
Osteosynthesematerial
zurückgeführt werden
können
. Es
habe
sich konventionell-radiologisch eine anatomische Gelenk
stellung
gezeigt
,
wobei kleinere Gelenkdefekte nicht
hätten
ausgeschlossen werden können. Dies passe jedoch nicht zu der starken Bewegungseinschränkung und den Schmerzen, die der Patient angebe. Es
sei
d
eshalb auch auf eine Entfer
nung des
Oste
o
synthesematerials
verzichtet
worden
(
Urk.
17/184).
Bei den Beschwerden am Ohr sowie den Schwindelbeschwerden handelt es sich entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 21 S. 3)
sodann
nicht um Schmerzen.
5.3.6
Im Zusammenhang mit dem unfallbezogenen Kriterium der langdauernden Arbeits
un
fähigkeit ist ebenfalls darauf hinzuweisen, dass bei dessen Beurteilung nur die körperlich bedingte Arbeitsunfähigkeit massgebend ist (
Urteil
U
19/06 vom
18.
Oktober 2006).
Zudem bezieht sich dieses Kriterium
nicht allein auf das Leis
tungsverm
ö
gen im angestammten Beruf
(RKUV 2001 Nr. U 442 S.
544 [U
56/00]; Urteil
8C_744/2009
vom
8.
Januar 2010
E.
11.7).
Bereits im Juli 2018 und damit
einige Zeit vor dem Fallabschluss
wurde
dem Beschwerdeführer von der Rehaklinik
A._
– zumindest aus somatischer Sicht
–
eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit attestiert (Urk. 17/116).
Dies wurde am 5. November 2018 von Dr.
D._
(Urk. 17/170) und am 15. April 2019 von
Dr.
E._
(Urk.
17/
215) bekräftigt.
Vor diesem Hintergrund
kann die langdau
ernde Arbeitsunfähigkeit nicht
a
ls erfüllt betrachtet werden
.
5.3.7
Gestützt auf das Dargelegte ist keines der Adäquanzkriterien erfüllt. Damit hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die Adä
quanz z
wischen dem Unfallereignis vom 1
.
Dezember 2017
und den psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers ver
neint.
Di
es bedeutet, dass bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers lediglich die aus somatischer Sicht bestehenden Einschrän
kungen z
u berücksichtigen sind (vgl. E.
3
).
6.
6.1
Da der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht unfallbedingt nicht mehr in seinem angestammten Beruf als
Bauarbeiter
arbeits
fähig ist, hat die Beschwerde
gegnerin
den
Rentenanspruch aufgrund eines Einkommensvergleichs
geprüft
.
Dabei blieben sowohl die Ermittlung des Validen- als auch
die Berechnung
des Invalideneinkommens
aufgrund der LSE-Tabelle TA 1 (LSE 2016, Tabelle TA l, TOTAL, Kom
petenzniveau l, Männer)
unbestritten und geben zu keinen weiteren
Bemerkungen
Anlass.
6.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (
BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemä
ss BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgericht
s
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
6.3
Die Beschwerdegegnerin gewährte aufgrund der unfallbedingten
körperlichen
Einschränkungen
(insbesondere in Bezug auf die Handgelenke
und die Sturzge
fahr
)
einen leidensbedingten Abzug von 5 % (
Urk.
2 S. 14 f.
). Dies erscheint
gerechtfertigt
. Denn d
ie gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer V
erminderung
des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind,
selbst
bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbe
dingten Abzug, weil der Tabellenlohn im
vorliegend anwendbaren
Kompetenz
niveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4) bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 19. September 2019 E. 6.3.2).
Den
darüber hinaus bestehenden
Einschränkungen hinsichtlich stossender und vibrierender Arbeitswerkzeuge, monotoner handwerklicher Tätigkeiten mit der Notwendigkeit eines sehr kräftigen Händedrucks oder
-
zugs, häufige
r
Handgelenks
(dreh)
bewegungen
sowie sturzgefährdete
r
Arbeiten auf Leitern und Gerüsten wurde mit dem Abzug von 5 %
hinreichend Rechnung getragen. Demgegenüber sind f
ehlende Aus
bil
dung und ungenügende Deutschkenntnisse als unfallfremde Faktoren prinzipiell nicht abzugsrelevant
und ist diesen Aspekten im Übrigen bei der Wahl des Kompetenzniveaus Rechnung zu tragen (Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 2
6.
November 2019 E. 7.7)
. Sodann führt
auch
das fortge
schrittene
Alter nicht automatisch zu einem Abzug, zumal sich dieses im Anfor
derungsniveau 4 (resp. Kompetenzni
veau 1 gemäss LSE 2016) sogar eher lohner
höhend auswirkt (Urteil des Bundes
gerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2).
Schliesslich nimmt auch die Bedeutung der Anzahl Dienstjahre im priva
ten Sektor ab, je niedriger das Anfor
derungsprofil ist (AHI 1999 177 E. 3b S. 181), weshalb mit Blick auf das Kompe
tenzniveau 1 die lange Betriebszugehörigkeit keinen Abzug zu rechtfertigen ver
mag (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.1 mit Hin
weisen).
Nach dem Gesagten besteht vorliegend kein Anlass, von dem von der Beschwer
dege
gnerin vorgenommen Abzug von 5
% abzuweichen. Da
die
Ermittlung
des Valideneinkommens von
Fr. 67'494.--
und
des
Invalideneinkommens
(ohne Abzug) von
Fr. 67'743.
--
wie erwähnt
nachvollziehbar ist und
nicht bestritte
n wurde, bleibt es somit bei dem
von der Beschwerdegegnerin berechn
eten
renten
ausschliessenden
IV-Grad von 4.65
%.
7
.
Hinsichtlich des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung ist auf
die Einschätzung von Dr.
F._
vom
25
.
/
26. Februar 2019 (Urk. 17/202) und die
Stellungnahme des Kreisarztes Dr.
E._
vom 15. April 2019
(
Urk.
17/215
)
abzustellen.
Die Suva-Ärzte
führte
n
aus, dass
ke
in unfallbedingter Integritäts
schaden, welcher die
Erheblichkeitsgrenze
überschreite, entstanden
sei
. Funktio
nell seien keine
höhergradigen
Behinderungen
des
Hörvermögen
s, des
Gleichge
wicht
s, der Bewegungsfähigkeit und
der nasalen Atmung
sowie
auch keine körperliche Entstellung der Nase
unfallkausal
eingetreten. Bei einer weites
t
gehend anatomischen Stellung der Handgelenke nach Plattenosteosynthese, mit einer allenfalls minimalen Stufenbildung,
sei
zudem
auch langfristig kei
n
e
höhergradige
Arthrosen-Entwicklung zu erwarten.
Diese Einschätzung
en sind
nicht zu beanstanden, zumal ein Vergleich mit den Richtlinien des Anhanges 3 zur UVV sowie den Suva-Tabellen zeigt, dass die Unfall
folgen beim Beschwerdeführer (vgl. E. 3
) viel weniger einschneidend als die in den erwähnten Tabellen aufgeführten Gesundheitsbeeinträchtigungen sind.
Die geltend gemachten Schwindelbeschwerden können
zudem
nicht berücksichtigt werden, da
trotz umfangreicher medizinischer Abklärungen (Urk. 17/83,
17/108, 17/115, 17/145) kein
organisch
es
Korrelat nachgewiesen werden konnte
(vgl.
auch
E. 3
.2
und E. 4.1
).
Bezüglich de
s
Tinnitus berichtete der Beschwerdeführer bereits in der Ohrsprechstunde ORL vom 22. Januar 2019 über eine Verbesserung (Bericht der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie vom 31. Januar 2019 [
Urk.
17/19
6]). In
der Sprechstunde vom 15. Oktober 2019
wurde
der Tinnitus
dann
gar
nicht mehr thematisiert
(Urk. 1
7/278), was deutlich gegen eine
e
inschneidende Beeinträchtigung
beziehungsweise einen grossen Leidens
druck spricht.
Schliesslich
ist auch die vom Beschwerdeführer beklagte Arthrose in den beiden Handgelenken
(Urk. 21 S. 6)
nicht medizinisch belegt.
Die Beschwerdegegnerin hat sich
hinreichend
mit der Frage eines allfälligen Anspruches auf eine Integritätsentschädigung auseinandergesetzt und in der Verfügung vom 10. Mai 2019
(Urk. 17/232)
auf die entsprechenden
medizi
nischen
Abklärungen und Schlussfolgerungen Bezug genommen
(Urk. 17/170, 17/202, 17/215
).
Ebenso hat sie sich in der Beschwerdeantwort nochmals ausführlich zur Frage der Integritätsentschädigung geäussert (Urk. 16 S. 7 ff.). Hierz
u konnte der Beschwerdeführer
, welcher sowohl
einsprache
- (vgl. Urk.
7/244) als auch beschwerdeweise (Urk. 1) darauf verzichtete, sein Vorbringen zu substantiieren,
mit
seiner Replik Stellung beziehen, was er auch getan hat (Urk. 21 S. 5 f.).
Folglich zielt
der
von ihm
eingebrachte
Vorwurf der Gehörsverletzung
von
v
ornherein ins Leer
e.
8
.
Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. September 2019 (
Urk.
2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.