# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1d4d3390-518a-481a-9c01-5f10f633027f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1961, meldete sich am 1
8.
November 2006
unter Hinweis auf
verschiedene B
eschwerden
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/2
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/34-42) verneinte d
ie Sozialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 1
0.
Juli 2008 einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
7/43).
Die gegen die Verfügung vom 1
0.
Juli 2008 erhobene Beschwerde vom 1
4.
Juli 2008 (
Urk.
7/44/3-5) wies das
hiesige Gericht im Verfahren IV.2008.00770 mit Urteil vom 1
7.
November 2009 ab
(
Urk.
7/48).
1.2
Am 2
3.
Januar 2010 meldete sich die Versicherte erneut bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/52). Die
IV-Stelle
sprach ihr mit Ver
fügung vom 2
1.
Dezember 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 68
%
eine
Drei
vier
tels
rente
ab
1.
August 2010 zu (Urk. 7/98,
Urk.
7/105
-114
).
1.
3
Nach Eingang
d
es Revisions
gesuchs der Versicherten
vom 12.
April
2013
(Urk.
7/125
) holte die IV-Stelle weitere Arztberichte (
Urk.
7/127,
Urk.
7/130) ein.
Nach
durchgeführ
tem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/132-138
)
verneinte
d
ie IV-Stelle mit Verfü
gung vom 1
0.
Februar 2014
eine Erhöhung der Rente (Urk. 7/139
=
U
rk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 1
4.
März 201
4
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfü
gung vom 1
0.
Februar 2014
(
Urk.
2) und beantragte,
diese sei aufzuheben
und es sei
ihr ab
1.
Juni 2013 eine ganze Invalidenrente auf der Basis eines
Invali
ditätsgrades
von mindestens 70
%
zuzusprechen
(Urk. 1
S. 2
Ziff.
1
).
Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Auflage, auf Kosten der Beschwerdegegnerin eine neuerliche medizinische Begutachtung durchführen zu lassen (S. 2
Ziff.
2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
9.
April 2014
(
Urk.
6
) die Abwei
sung der Beschwerde. Dies wurde
der
Beschwerdeführerin am 1
9.
Mai 2014
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende g
anze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2
des
Bundesgesetz
es
über
die Invalidenversicherung
,
IVG
).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zu
kunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG)
. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesent
lichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn
sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund
heitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinwei
sen).
Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich ge
blie
bener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Inten
sität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts
9C_261/2009 vom 11. Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kung
en
eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
an
spruchserheblichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräf
tige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder
welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechtskon
for
mer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Gemäss Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) is
t b
ei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Au
f
gabenbereich zu betätigen oder bei einer Zunahme der Hilflosigkeit oder Er
höh
ung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes
oder Hilfebedarfs die
an
spruchs
beeinflussende
Änderung zu berücksi
chtigen, sobald sie ohne wes
ent
liche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29
bis
IVV ist sinn
ge
mäs
s anwendbar.
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1
0.
Februar 2014 (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen
von einem unverän
der
ten Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin aus. Sie sei lediglich vom 2
3.
April bis 2
9.
Juli 2013 aufgrund einer
Hüftprothesenpfannenwechselopera
tion
zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Aus medizinischer Sicht sei ihr eine an
ge
passte Tätigkeit seit dem 3
0.
Juli 2013 wieder zu 60
%
zumutbar (S. 2 oben).
2.2
Die Beschwerdeführe
rin machte demgegenüber geltend,
ihre gesundheitliche Ver
fassung habe sich seit der letztmaligen Zusprechung von Leistungen erheb
lich
und dauerhaft verschlechtert. Es hätten sich progrediente Schmerzen in der rech
ten Hüfte entwickelt, so dass sie ihre Arbeit nur noch unter
s
tärksten Be
schwer
den ausüben könne (
Urk.
1 S.
3).
Die rheumatoide Arthritis bewirke für sich allei
ne eine Einschränkung von über 60
%
. Hinzu kämen noch die
Hüftbe
schwer
den
und Depressionen, welche diesen Wert ohne Zweifel noch steigern würden. Es sei
ihr ausserdem ein Leidensabzug von mindestens 20
%
zu ge
währen (S. 6 un
ten).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für eine revisionsweise Anpas
sung der Rente gegeben sind.
Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpu
nkt de
r
Rentenzusprache
mit
Verfügung
vom 21
. Dezember 20
11
(Urk.
7
/
98,
Urk.
7/105
-114
) mit demjenigen, welcher der hier ange
fochtenen Verfü
gung zugrunde liegt.
3.
3.1
Der Verfügung vom 21. Dezember 2011 (Urk. 7/98,
Urk.
7/105) lagen im Wesent
li
chen die nachfolgenden Arztberichte zu Grunde.
3.2
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheu
mato
logie,
berichtete
am 2
5.
Juni 2008 (
Urk.
7/58/1-6
) zuhanden der Pensions
kasse der Beschwerdeführerin und nannte folgende Diagnosen (S. 1):
rheumatoide Arthritis
Rheumafaktor- und Anti-CCP positiv
Basistherapie mit
Humira
seit Juni 2008
Status nach Hüft-
Totalprothese (
T
P
)
beidseits bei
Hüft-Dysplasie
i
ntermittierendes
Lumbovertebralsyndrom
Er führte aus,
die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
2.
Oktober 2007 zu 100
%
arbeitsunfähig
(S. 1)
.
Bezüglich des Wiedererlangens einer Arbeitsfähigkeit als Pflegefachfrau sei die Prognose schlecht. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Teilarbeitsfähigkeit
im Umfang von 80 – 100
%
, wobei die Quantifizierung dieser Restarbeitsfähigkeit aufgrund der jetzigen Beschwerden schwierig sei und von der erst kürzlich begonnenen Therapie mit
Humira
eine deutliche Besserung der Beschwerden zu erwarten sei (S. 4 unten
, S. 6
).
3.3
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Rhe
u
matologie, berichtete am
9.
September 2008 (
Urk.
7/58/7) und führte aus, die Be
schwerdeführerin leide nach wie vor unter polyarthritischen Beschwerden vor allem im Bereich der Hände und Füsse
und sei diesbezüglich in ihren tägli
chen Tätigkeiten eingeschränkt. Auch wenn die Beschwerdeführerin auf die neue
n
Therapiemassnahmen mit
Orencia
anspreche, sei sie für ihre Tätigkeit als Kran
kenschwester nicht mehr arbeitsfähig. Einerseits seien die Gelenksentzün
dungen einschränkend, andererseits auch die vorbestehenden Beschwerden
nach
Hüft
to
tal
prothesen
beidseits bei Hüftdysplasie. So sei es ihr mit all diesen Be
schwer
den sicher nicht mehr möglich, Patienten zu heben, umzulagern und ähnliche
Arbeiten durchzuführen, wie es in einem Pflegeheim notwendig sei. Hingegen sei
die Beschwerdeführerin für eine wechselbelastende Tätigkeit, bei der es immer
wieder Möglichkeiten zu sitzen,
gehen und stehen gebe und keine sch
weren Ge
wichte getragen
und ebenfalls keine gehäuften repetitiven Tätigkeiten durchge
führt werden müssten, zu 50
%
ar
b
e
itsfähig.
Dr.
Z._
berichtete erneut am 2
1.
Januar 2009 (
Urk.
7/58/8)
und führte aus,
trotz der neuen Medikation mit
Orencia
sei es weiterhin nicht zu einer Besse
rung der Schmerzen gekommen. Im Gegenteil seien zwischenzeitlich sogar noch
mehr Schmerzen vor allem im Bereich der Hände aufgetreten. Zusätzlich bestün
den auch starke Schmerzen seitens der zweiten Zehe, welche
weder
auf die In
fil
tration in das Zehengrundgelenk noch auf die Basistherapeutika oder Schmerz
mittel ansprechen würden. Aus diesem Grund sei die Beschwer
deführerin zurzeit 100
%
arbeitsunfähig, insbesondere sei eine Tätigkeit in der Pflege undenkbar.
Dr.
Z._
berichtete sodann am 1
2.
Februar
2010 (
Urk.
7/58/9-10) und führte
aus,
die Beschwerdeführerin habe immer an schubweise verstärkten Schmerzen gelitten, wobei nicht immer klinische Veränderungen hätten gefun
den
werden können (S.
1).
Zwischenzeitlich sei es neben den häufigsten Schmer
zen im Bereich der Arme auch zu vermehrten Schmerzen im Bereich der Füsse ge
kommen, wo sich einerseits Spreizfüsse mit ausgedehnter
Hallux-Va
lgusbildung
gezeigt hätten, es aber auch zu einer Subluxation des
Zehengrund
gelenks
III
und
Hammerzehenbildung gekommen sei. Im Bereich des linken Fusses habe sich
zudem eine ausgeprägte Destrukti
on des
Metatarsopha
langeale-Köpf
chens
gefun
den, was wahrscheinlich einem M
orbus
Köhler ent
spreche (S.
1 unten).
Hinzu komme
auch ein Status nach Hüftdysplasie mit
Co
xarthrosen
beidseits, wobei hier
Hüft-TP durchgeführt worden seien. Zusätzlich bestehe auch ein chroni
sches
Lumbovertebralsyndrom
mit rezidivierenden Exazerbationen von Schmer
ze
n, jedoch nie mit einer
radikulären
Symptomatik
(S. 2 oben).
Die Beschwerden seitens der rheumatoiden Ar
th
ritis
hätten in den letzten Monaten zu einer voll
ständigen Arbeitsunfähigkeit geführt. Bezüglich der Hüftgelenke bestehe eine Einschränkung für vorwiegend stehende Tätigkei
ten mit Gewichtsbelastungen, während bezüglich der rheumatoiden Arthritis ei
nerseits die stehenden Tätig
kei
ten eingeschränkt sei
e
n und andererseits auch pflegerische Tätigkeiten im Bereich
mit den Armen nicht mehr durchgeführt werden könnten
(S. 2 Mitte)
.
Aufgrund der Gesamtsituation und des
Nichta
n
sprechens
auf sämtliche Basismedikamente sei eine Arbeitsfähigkeit im Pflege
beruf nicht mehr möglich. Rein administrative Tätigkeiten könnten allenfalls intermittierend durchgeführt werden, aber nur in
vermindertem Ausmass, da die Beschwerdeführerin immer wieder unter
Schmerz
schüben
leide. In einem ange
passten Bereich bestehe maximal eine Arbeits
fähig
keit von 25
%
(S. 2 unten).
3.4
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berich
tet
e am 1
7.
April 2010 (
Urk.
7/65) und nannte folgende Diagnosen mit Auswir
kung
auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2)
Persönlichkeit mit übergrossen Leistungsansprüchen an sich selbst
Er führte aus,
es hätten drei ambulante Behandlungen mit der
Beschwerdeführe
rin
stattgefunden
(S.
1
Ziff.
1.2)
.
Die Beschwerdeführ
erin habe sich nach einer Zeheno
peration wieder melden wollen, was leider nicht geschehen sei (S.
2
Ziff.
1.5).
Er kenne den Verlauf nicht, aber eventuell sei eine teilzeitliche ex
terne
Tagesstruktur sinnvoll (S. 2
Ziff.
1.5). Eine angepasste Tätigkeit ohne kör
perlich belastende Arbeiten (
Somatik
) sei 2-3 Stunden pro Tag möglich (S. 3
Ziff.
1.7).
3.5
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Rheu
matologie, erstattete ihr rheumatologisches Gutachten am 3
0.
Dezember 2010
(
Urk.
7/79) gestützt auf die Untersuchung der Beschwerdeführerin vom
1.
Dezember 2010 sowie die Akten. Sie nannte folgende Diagnosen
mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 40
Ziff.
7.1):
rheumatoide Arthritis (
seropositiv
,
Anticitrullin
-positiv, ANA-
neg
)
Erstsymptomatik Oktober 2007
gegenwärtig in Remission
ohne medikamentöse Behandlung seit August 2009 bei ungenügender Wirkung/Nebenwirkungen zahlreicher Basismittel
bisher ohne sichere
erosive
Veränderungen
kongenitale beidseitige Hüftdysplasie mit
multiplen Hüftoperationen beidseits in der frühen Kindheit sowie
Status nach Implantation einer Hüfttotalprothese rechts am 2
7.
Novem
ber 1996 wegen Dysplasie-
Coxarthrose
und
Hüftprothesenpfannenwechsel wegen Lockerung am 1
6.
April 1998 und
Status nach Implantation einer Hüfttotalprothese links am
8.
Mai 2000
wegen Dysplasie-
Coxarthrose
Sie nannte folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S.
40
Ziff.
7.2):
Nikotinabusus
serologischer Nachweis von Tuberkulose
Status nach operativer Behandlung eines
Hallux
valgus
beidseits am 1
9.
Februar 2010 mit
gleichzeitiger operativer Behandlung einer aseptischen
Knochennek
rose
MTP III rechts und einer Luxation des MTP II-Gelenks rechts mit Korrektur einer Hammerzehe
mit gutem Operationserfolg
Sie führte aus,
dass die Beschwerdeführerin bezüglich der rheumatoiden Arthri
tis
schon seit anderthalb Jahren keine Medikamente mehr gebraucht habe. Da
ss
trotz
dem keine erheblichen entzündliche
n
erosive
n
Veränderungen aufgetreten seien und sich die Beschwerdeführerin gegenwärtig sogar in Remission befinde,
weise auf einen sehr milden Krankheitsverlauf hin. Es sei sogar denkbar, dass die
Krankheit jetzt geheilt sei.
Die von der Beschwerdeführerin angegebenen Be
schwer
den würden nicht mit den objektivierbaren Befunden korrelieren.
Auf
grund
der Klagen, der Anamnese, der klinischen Untersuchung sowie den Re
sul
taten der bildgebenden und Labor
ab
klärungen könne die Beschwerdeführerin eine
adaptierte Tätigkeit zu 100
%
ausüben (S. 41).
Als Krankenschwester/Pflegefachfrau sei die Beschwerdeführerin nie langfristig
arbeitsfähig gewesen. Für eine adaptierte Tätigkeit sei sie dagegen nie langfris
tig
arbeitsunfähig gewesen. In adaptierten Tätigkeiten bestehe eine Arbeitsfä
higkeit von 100
%
(S. 42).
Die Beschwerdeführerin sei durch die eingeschränkte Funktion beider Hüftge
lenke sowie durch die rheumatoide Arthritis limitiert. Die Einschränkungen der Hüftgelenksfunktion wirkten sich auf ausschliesslich gehend oder stehend zu verrichtende Tätigkeiten aus. In der Regel bestünden keine Einschränkungen für im Sitzen zu verrichtende oder wechselbelastende Tätigkeiten
(S.
43)
.
Bei der Be
schwerdeführerin seien bisher keine entzündlichen Gelenkdestruktionen auf
getreten. Temporäre entzündliche Schubsituationen könnten die Leistung ver
mindern, wobei es wahrscheinlich sei, dass der Einsatz geeigneter Medikamente die Schubsituationen bessern würde. Die Beschwerdeführerin benötige eine vor
wiegend sitzende oder eine wechselbelastende Tätigkeit. Sie könne Lasten bis zeh
n Kilogramm heben und tragen (S. 43).
3.6
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein psychiatrisches Gutachten am 2
7.
Januar 2011 (
Urk.
7/81) gestützt auf die
Untersuchung der Beschwerdeführerin am
7.
Dezember 2010 sowie die Akten. Er
nannte folgende Di
agnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
6
Ziff.
5.1):
leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F32.01)
Er führte aus,
dass sich weder aktenmässig noch anamnestisch Hinweise auf schwer
wiegende bewusste oder unbewusste emotionale Konflikte oder schwer
wie
gend belastende psychosoziale Situationen ergäben, so dass trotz jahrelanger
Schmerzen die psychiatrische Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerz
störung
nicht gestellt werden könne (S. 6 unten).
Aufgrund der anam
nes
tischen Angaben könne davon ausgegangen werden, dass es bei der Be
schwer
de
führerin im Oktober 2009 zur ersten psychischen Krise in Form von
Stim
mungs
einbrüchen
, Angstzunahme, Selbstwertproblematik und negativen Gedanken ge
kommen sei, was auf die Entwicklung einer Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt hindeute. Trotz der medikamentösen Be
handlung habe sich der psychische Zustand weiterhin verschlechtert und im Ja
nuar 2010 sei es zum Ausbruch einer schweren depressiven Episode gekommen
. Die Beschwerde
füh
rer
in habe
d
ie ambulante Gesprächstherapie nach drei Sit
zungen abgebrochen, aber
weiterhin die antidepressive Medikation in Anspruch genommen, so dass es in der Zwischenzeit zur merklichen Linderung der de
pressiven Symptome ge
kommen sei
(S.
6
f.)
.
Anlässlich der aktuellen Untersu
chung habe die Beschwer
de
führerin die Symptome einer leichten d
epressiven Episode aufgewiesen, die ihre
Arbeitsfähigkeit gegenwärtig aufgrund der redu
zierten psychischen Belastbar
keit,
Gedankeneinengungen auf die Schmerzen und Zukunftslosigkeit, Antriebsstö
rung
en und Störungen der Psychomotorik um 40
%
einschränke (S.
7 Mitte).
Die
anhaltenden Schmerzen und objektiven
Be
wegungseinschränkungen
sowie die
damit verbundene Selbstwertproblematik würden in der Zukunft den Verlauf der
depressiven Störung
negativ beeinflus
sen, so dass die vollständige Rückbildung der depressiven Symptomatik und damit die Verbesserung der 60%igen Ar
b
e
i
ts
fähigkeit auch unter intensiven therapeutischen Massnahmen im nächsten Jahr nicht zu erwarten sei
(S. 7)
.
In der bisherigen sowie einer angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht seit Dezember 2010 zu 60
%
arbeitsfähig (S. 7 unten).
Dr.
B._
und
Dr.
C._
führten sodann in der interdisziplinären Zusam
men
fassung und Beurteilung aus
(S.
9 f
f
.)
,
dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Krankenschwester/Pflegefachfrau zu 100
%
arbeits
un
fähig sei. Nach der Konsensbesprechung sei der Beschwerdeführerin eine an
haltende 40%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrisch-rheumatologischer Sicht ab Dezember 2010 auch für adaptierte Tätigkeiten attestiert worden (S. 9 unten).
3.7
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am 2
8.
April 2011 Stellung (
Urk.
7/88/7)
und führte aus,
dass das Gutachten detailliert auf die Aktenlage eingehe und um
fassend selbsttätig Befunde erhebe. Die Beschwerdeführerin sei demnach in der bisherigen Tätigkeit als Leiterin eines Pflegeheims bis zum 1
1.
Oktober 2007 zu 100
%
arbeitsfähig gewesen und ab dem 1
2.
Oktober 2007 zu 100
%
arbeits
un
fähig. In einer angepassten Tätigkeit habe bis zum 3
1.
Dezember 2009 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, ab dem
1.
Januar 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit, ab dem
1.
Juli 2010 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit und ab dem
1.
Dezem
ber
2010 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung im Wesentlichen auf die nachfolgenden Berichte.
4.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Rheumatologie und Physikalische
Me
di
zin und Rehabilitation, berichtete am
4.
September 2012
(
Urk.
3/5) und nannte
folgende Diagnosen:
rheumatoide Arthritis
Rheumafaktor und Anti-CCP positiv
bisher
anerosiv
Status nach mehreren Basistherapien
wechselnde tageweise Schmerzschübe mit Schwellungen
chronische Hüftschmerzen beidseits bei
kongenitaler Hüftdysplasie
Status nach multiplen Hüftoperationen
Status nach Hüft-TP links Mai 2000, rechts November 1996,
Pfannen
wechsel
rechts April 1998
Spreizfuss beidseits mit
Status nach
Hallux
valgus
-Operation beidseits
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
bei
Fehlform
und Fehlhaltung der Wirbelsäule (Skoliose, Flachrücken)
Epicondylopathia
humeri
radialis
beidseits, rechtsbetont
Er führte aus,
dass sich bei der klinischen Untersuchung
Synovitiden
im Bereich mehrerer
Fingergrundgelenke (
MCP
)
und
Fingermittelgelenke
(
PIP
)
beidseits
,
im rechten Kniegelenk sowie in beiden Sprunggelenken gezeigt hätten. Die
Hüftge
lenksbeweglichkeit
sei beidseits massiv eingeschränkt. Laborchemisch zeigten sich eine
leichtgradig
erhöhte
Blutsenkungsregulation
(
BSR
)
und eine leichte Leu
kozytose. Der Rheumafaktor und das Anti-CCP seien massiv positiv. Die Rönt
gen
bilder beider Hände und Füsse zeigten nach wie vor keine sicheren entzünd
lichen Veränderungen. Insgesamt sei nicht an der Diagnose ei
ner rheumatoiden Arthritis zu zweifeln, allerdings sei das Auftreten und der Verlauf eher atypisch
(S. 3 Mitte)
.
Die therapeutischen Möglichkeiten der rheu
matoiden Arthritis seien bei der Beschwerdeführerin weitgehend ausgeschöpft. Im Weiteren habe er eine psy
chotherapeutische Begleittherapie angesprochen, worauf die Beschwerde
füh
rerin zum jetzigen Zeitpunkt unbedingt verzichten möchte (S. 3 unten).
4.3
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am
3.
Juni 2013 (
Urk.
7/127) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
Status nach Hüftprothesenpfannenwechseloperation
rechts
am 2
4.
April 2013
Status nach Hüft-TP beidseits am
8.
Mai 2000
Er führte aus,
die Arbeitsfähigkeit könne frühestens sechs Monate nach der letz
te
n
Operation beurteilt werden.
Es sei dazu die
Klinik
G._
anzu
fragen, wo die Beschwerdeführerin noch behandelt werde (S. 3
Ziff.
1.11).
4.
4
Die Ärzte der
G._
berichteten am 3
0.
Oktober 2013
(
Urk.
7/130/5-7) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
Status nach Pfannen- und Kopfwechsel rechts vom 2
4.
April 2013 bei
ausgeprägten
Knochenosteolysen
acetabulär
mit ausgeprägtem Gra
nulom und Durchbruch gegen das kleine Becken bei
Status nach Hüftprothesenpfannenwechsel-Operation rechts vom 1
6.
April
1998
Hüftpfannenlockerung nach primärer Hüftprothesenimplantation rechts vom 2
7.
November 1996 bei
dysplasiebedingter
Coxarthrose
Status nach Hüft-TP links vom
8.
Mai 2000
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin klage über seit mehreren Wochen be
stehende deutlich progrediente Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte. In der radiologischen Diagnostik hätten sich ausgeprägte
osteolytische
Veränderungen mit Zystenbildung im Bereich des rechten
Acetabulums
gezeigt.
Somit sei ein
Pfannen- und Kopfwechsel im Bereich der rechten Hüfte erfolgt. Eine erste kli
ni
sche und radiologische Kontrolle habe acht Wochen postoperativ stattgefun
den
und h
ab
e einen zufriedenstellenden Verlauf gezeigt.
Eine weitere klinisch radio
logische Verlaufskontrolle drei Monate postoperativ habe weiterhin einen erfreu
li
chen Verlauf gezeigt. Die Beschwerdefüh
r
erin klage praktisch über keine Schmer
zen mehr.
Vom 2
3.
April bis 2
9.
Juli 2013 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestan
den
. Die Beschwerdeführerin sei körperlich aufgrund der Hüft-TP beidseits und der
rheu
matoiden Erkrankung körperlich eingeschränkt. Die Tätigkeit als
Pfle
ge
fach
frau
sei der Beschwerdeführerin aus aktueller medizinischer Sicht noch zu 40
%
zumutbar. Dabei bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit.
Die Be
schwerde
führerin sollte im Rahmen ihrer Tätigkeit als Pflegefachfrau zu 40
%
einer Wechseltätigkeit nachgehen, die teilweise gehend/stehend und teilweise sitzend sei
(S. 2 unten)
.
4.5
Die Beschwerdeführerin reichte sodann ein undatiertes „Feedback“ der
H._
ein. Daraus geht im Wesent
li
chen hervor, dass die Versicherte Dr.
E._
letztmals am 15. Oktober 2013
aufgesucht ha
t
. Weiter enthält das „Feedback“, von welchem nicht ersicht
lich ist, ob es durch einen Arzt geschweige denn Facharzt verfasst wurde, da es keinerlei Unterschrift enthält, und jegliche
r
erklärende
r
Ausführungen entbehrt,
lediglich zwei Tabellen mit verschiedenen Wertangaben
und ein
Kurvendia
gramm
betreffend den Krankheitsverlauf (Urk. 3/4; vgl. 1 S. 4).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin stellte
zum Zeitpunkt der
Rentenzusprache
im Dezem
ber 2011
betreffend die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vorwiegend auf die Gutachten von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
sowie deren
interdisziplinäre Zusammenfassung von
Dezember 2010 beziehungsweise Januar
2011
(vgl. vorstehend E.
3
.
5 und E. 3.6
, vgl. auch Urk.
7
/
79,
Urk.
7/81
) ab.
Die Beschwerdeführerin machte sinngemäss geltend, ihr Gesundheitszustand habe
sich dauerhaft verschlechtert, was insbesondere den Berichten von Dr.
E._
zu
entnehmen sei
.
5.2
Hinsichtlich der gestellten Diagnosen sind zwischen den Beurteilungen, welche der Verfügung von 20
11
zugrunde lagen, und den neueren Beurteilungen keine wesentlichen Unterschiede ersichtlich. Von Bedeutung waren und sind nament
lich d
ie seit langer Zeit bestehende
rheumatoide Arthritis, die kongenitale beid
seitige Hüftdysplasie sowie die depressive Symptomatik.
Selbst wenn jedoch exakt dieselben Diagnosen gestellt werden wie bei der ur
sprüng
lichen
Rentenzusprache
, würde dies eine Rentenrevision nicht grund
sätz
lich
ausschliessen
, da jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver
hält
nissen, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen, Anlass zur Rentenrevision gibt (BGE 125 V 368 E.
2, BGE 105 V
29 mit weiteren Hinweisen).
Invalidenversicherungs
rechtlich
erheb
lich ist ein
zig,
ob und in welchem
Mass
eine Beeinträchtigung der Erwerbs
fähigkeit - und zwar
unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbese
hen der Ätiologie
–
aus
gewiesen ist (Urteil des Bundesgerichts I 815/05 vom 5. Februar 2007 E.
7.2.2 mit
weiteren Hinweisen). Unabhängig von den gestell
ten Diagnosen ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzt
ma
ligen Prüfung im Jahre 20
11
verschlechtert hat.
5.3
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass
die Gutachten von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
von Dezember 2010 und Januar 2011 (
vgl. vor
steh
end E.
3
.
5 und E. 3.6
) auf allseitigen Unter
suchungen der Beschwerdeführe
ri
n beruh
en
, die von ihr geklag
ten Beschwerden in angemessener Weise
be
rück
sichtigen
, in Kenntnis der und in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
erstatt
et
wurde
n
und der konkreten medi
zinischen Situation Rechnung
tra
g
en
. So machte
Dr.
B._
darauf aufmerksam, dass
bezüglich der
rheumatoide
n
Arthritis
kein
e entzündlichen Veränderungen aufgetreten seien, obwohl die Be
schwerde
führerin schon seit
längerer Zeit keine Medikamente mehr eingenom
men habe,
was auf einen sehr milden Krankheitsverlauf hindeute (
Urk.
7/79 S.
41). Sie zeigte
zudem in nachvollziehbarer Weise auf, dass
die von der Be
schwerdeführerin angegebenen Beschwerden nicht mit den objektivierbaren B
efunden korrelierten (S.
41)
,
und
bezog ausdrücklich Stellung zu den anderen ärztlichen Einschätz
ungen (S.
45).
Dr.
C._
zeigte sodann in nachvollziehba
rer Weise auf, dass es bei der Beschwerdeführerin im Oktober 2009 zur ersten psychischen Krise k
a
m
und sich ihr psychischer Zustand trotz medi
kamentöser Behandlung weiterhin ver
schlechtert
e
, wobei es im Januar 2010 zum Ausbruch einer schweren depressi
ven Episode
kam
(
Urk.
7/81 S.
6
f.).
Weiter machte
Dr.
C._
ausdrücklich
da
rauf aufmerksam, dass es in der Zwischenzeit zur Linderung der depressiven Symptome gekommen
ist
und die Beschwerdeführerin anlässlich der aktuellen Untersuchung lediglich noch die Symptome einer leichten depress
iven Episode auf
wies (S. 6 f.).
Die Gutachten von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
leuchten
in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerun
gen
zu Gesund
heitszustand und Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
wer
den aus
führlich und nachvollziehbar be
gründet. So zeigte Dr.
B._
in nachvoll
zie
h
barer Weise auf,
dass die Beschwerdeführerin durch die einge
schränkte Funk
tion
beider Hüftgelenke sowie durch die rheumatoide Arthritis in ihrer ange
stam
m
ten Tätigkeit als Krankenschwester/Pflegefachfrau nie langfris
tig arbeits
fähig
war
, hingegen keine Einschränkungen für im Sitzen zu verrichtende Tätig
keiten
be
st
eh
en
(
Urk.
7/79 S.
42 f.)
.
Dr.
C._
begründete überdies einlässlich und sorg
fältig, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin
sowohl in der bis
he
rigen
wie auch in einer angepassten Tätigkeit
auf
grund der reduzierten psy
chischen Belastbarkeit, der Gedankeneinengungen auf die Schmerzen und die
Zukunfts
losig
keit
, Antriebsstörungen und der Störungen der Psychomotorik um 40
%
ein
geschränkt w
i
rd (
Urk.
7/81 S.
7).
Schliesslich führten die Gutachter in
der inter
disziplinären Zusammenfassung in nachvoll
ziehbarer Weise
aus, dass der
Be
schwerdeführerin ab Dezember 2010
aus psy
chiatrisch-rheumatologischer Sicht
eine anhaltende 40%ige Arbeitsunfähigkeit
auch für angepasste Tätigkeiten
zu attestieren
ist
(
Urk.
7/81 S. 9).
Die Gutachten
sind
demnach für die Beantwor
tung der gestellten Fragen um
fassend und erfüll
en
damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Berichts (vgl. vorstehend E.
1.5) vollumfäng
lich, so dass
betreff
end
den
Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der
Rentenzusprache
darauf abgestellt werden
kann.
5.4
Eine objektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdefüh
rerin geht entgegen ihrer Auffassung aus den angeführten Berichten nicht her
vor.
S
o kann dem Bericht der Ärzte der
G._
(vgl. vorste
hend E. 4.4) lediglich eine vorübergehende
vollständige
Arbeitsunfähigkeit auf
grund der im April
2013
durchgeführten Hüftoperation entnommen werden.
Die Ärzte der
G._
führten
weiter
aus, dass der postoperative Verlauf erfreulich sei und die Beschwerdeführer
i
n praktisch
über
keine Schmer
zen mehr
klage
.
In Bezug auf d
ie von ihnen erwähnte Arbeitsunfähigkeit von
60
%
als
Pfle
gefachfrau
ist darauf hinzuweisen, dass Dr.
B._
und Dr.
C._
in ihrem Gutachten von 2011 bereits von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Pflegefachfrau ausgingen (vgl. E. 3.6). Damit ergibt sich aus der Einschätzung der Ärzte der
G._
keine wesentliche Ver
schlechterung des Gesundheitszustands.
Weiter kann auch
aus den eingereichten Berichten von
Dr.
E._
(vgl. vorstehend E.
4.2
und 4.5
)
keine
objektive
Verschlechterung
be
züglich
der rheu
matoiden Arthritis
abgeleitet
werden
.
Vielmehr waren der
Rheuma
faktor und die
Anticitrullin
-Antikörper
der Beschwerdeführerin bereits zum Zeitpunkt der Be
gut
achtung durch
Dr.
B._
im Dezember 2010
erhöht vorhanden,
und so
woh
l
Dr.
B._
wie auch
Dr.
E._
wie
sen
diesbe
züglich
auf einen
atypischen Verlauf
hin.
Es kann i
nsbesondere
nicht
ohne
w
eiteres aus der sub
jek
tiven Schmerzzunahme
gemäss
dem
„Feedback“
der
H._
auf eine wesent
liche und zu be
rücksich
tigende Verschlechterung geschlossen werden
(vgl. E. 4.5
)
.
Auch aus den weiteren Angaben im
Scoreboard
des „Feedbacks“ des
H._
er
geben sich unter Zuhilfenahme der Erläuterungen auf der Homepage des
H._
keine Hinweise auf eine
entscheid
relevante
, wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwer
de
führerin. So ist daraus ersichtlich, dass sie nach wie vor keine relevante Medi
kation einnimmt, und der CRP-Wert seit Jahren unverändert ist. Der BSR-Wert lag 2013 sodann tiefer als anlässlich der Begutachtung durch Dr.
B._
im Dezember 2010 (vgl. Urk. 7/79 S. 40). Der DAS28bar- und DAS28(3)
crp
-Wert hat sich sodann zwischen den Jahren 2010 und 2013 entweder gar nicht oder nur unwesentlich verändert, womit keine relevante Verschlechterung ausge
wie
sen ist. Des Weiteren ergibt sich aus den (
R
heumatoi
d
A
rthritis
D
isease
A
ctivity
I
n
d
ex) RADAI- und (
H
ealth
A
ssessment
Q
uestionnaire
) HAQ-Werten, auf deren
medizinische Aussagekraft nicht weiter eingegangen werden muss, gar eine Ver
besserung der Werte im Jahr 2013 im Vergleich zu 2010. So war der HAQ-Wert 2010 mit 2.25, im Jahr 2013 jedoch mit 1.5 beziffert worden.
Dabei kann d
er
In
d
ex (gemäss oben genannter Homepage) Werte zwischen 0 – 3 annehmen, wo
bei
0 keine Einschränkung un
d
3 eine maximale Einschränkung
d
er physischen Funktionsfähigkeit be
d
eutet
(vgl. Urk. 3/4). Insgesamt ergeben sich somit auch aus dem „Feedback“ der
H._
keine Hinweise auf eine relevante Verschlech
te
rung der Erkrankung.
Schliess
lich
bleibt zu beachten, dass die in der interdiszip
linären Zusammen
fassung von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
attestierte 40%ige Arbeitsunfähigkeit entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht
bloss
au
f
rheumatolo
gi
sche
n
, sondern v
ielmehr auf
rheumatologisch-psychiatrische
n
Gründe
n beruht
, wo
bei den psychischen Einschränkungen trotz der
Diagnose einer
ledi
glich leich
ten depressiven Episode offensichtlich mehr Gewicht beige
messen wurden
(vgl.
vorstehend E.
3.6)
.
So
war
Dr.
B._
der
Auffassung, dass aus rein rheu
ma
tologischer Sicht für angepasste Tätigkeiten
eine 100%ige Arbeitsfähig
keit
bestehe
(vgl.
vorstehend
E.
3.5)
.
Eine
Zunahme der psychischen Beschwerden
, welche
eine ausgeprägte Verschlech
terung des Gesundheitszustandes zu begrün
den vermöchte,
ist ebenfalls nicht ersichtlich, zumal
die Beschwerdeführerin aus
drücklich und unbedingt auf eine entsprechende Begleittherapie verzichten
wollte
(vgl. vorstehend E. 4.2).
Die Beschwerdeführerin vermochte
demnach zusammenfassend nicht
darzutun,
dass sich ihr Gesundheitszustand wesentlich verschlechtert hat und
in
wiefern die
Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist.
D
a
sich
selbst aus den Berichten der Beschwerdeführerin keine ausreichenden Hinweise auf
eine rele
van
te Verschlechterung des Gesundheitszustands ergeben, ist auf weitere Abklä
rungen zu verzichten
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
5.5
N
ach der Würdigung der medizinischen Akten
ist
somit
nicht ersichtlich, dass sich
der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin im
Februar
201
4
gegen
über
dem Zeitpunkt der Untersu
chungen
und
der
Begutachtung
in den Jahren bis 20
11
wesentlich ande
r
s
präsentiert hat
.
Damit
ist
nach wie vor
davon aus
zu
gehen, dass die Beschwerdeführerin
in einer angepassten Tätigkeit
zu
6
0 % ar
beits
fähig ist. Die erneute Ermitt
lung des Invaliditätsgrades mittels
Einkommens
vergleichs
erübrigt sich unter diesen Umständen.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht eine revisionsrelevante Sachverhaltsänderung und somit beim gleich bleibenden Invaliditätsgrad von
62
% einen höheren Rentenanspruch verneint hat.
Die angefochtene Verfügung vom
10
.
Februar
201
4
erweist sich somit als rech
ten
s und ist zu bestätigen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzu
erlegen.