# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9af7ce23-f5e9-46ac-8a49-1b734815ac45
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend
einfache Verkehrsregelverletzung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 26. Oktober 2011 (GC110209)
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Strafverfügung:
Die Strafverfügung des Stadtrichteramts Zürich vom 9. April 2010 ist diesem Urteil
beigeheftet (Urk. 2).
Entscheid der Vorinstanz: (Urk. 34 S. 17 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Der Einsprecher ist schuldig der einfachen Verkehrsregelverletzung im Sinne von
Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 19 Abs. 2a VRV
sowie Art. 30 Abs. 1 SSV.
2. Der Einsprecher wird bestraft mit einer Busse von Fr. 150.–.
Bezahlt der Einsprecher die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine
Ersatzfreiheitsstrafe von zwei Tagen.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1000.–.
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
4. Die Gerichtskosten werden dem Einsprecher auferlegt. Über diese Kosten stellt die
Bezirksgerichtskasse Zürich Rechnung.
Die Kosten des Stadtrichteramts Zürich von Fr. 690.– (Fr. 198.– Verfügungskosten
[Spruch-, Schreib- und Zustellgebühren] gemäss Bussenverfügung vom 9. April 2010
sowie Fr. 492.– nachträgliche Kosten der Untersuchung) werden dem Einsprecher
auferlegt. Über diese Kosten sowie die Busse von Fr. 150.– stellt die Kasse des
Stadtrichteramts der Stadt Zürich Rechnung.
5. (Mitteilung)
6. (Rechtsmittel)"
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Berufungsanträge:
a) des Beschuldigten:
(sinngemäss; Urk. 35)
Es sei der Beschuldigte von Schuld und Strafe freizusprechen, unter aus-
gangsgemässer Kosten- und Entschädigungsregelung.
b) des Stadtrichteramts Zürich:
(schriftlich; Urk. 40 S. 2)
1. Es sei auf die Berufung des Berufungsklägers vom 6. Februar 2012
nicht einzutreten.
2. Eventualiter sei die Berufung, sofern darauf eingetreten wird, abzu-
weisen.

## Considerations

Erwägungen:
I. Verfahrensgang
1. Mit Verfügung Nr. ... vom 9. April 2010 (Urk. 2) bestrafte das Stadtrichter-
amt Zürich A._ (nachfolgend Beschuldigter) wegen Parkierens innerhalb des
signalisierten Halteverbots bis 60 Minuten als Lenker des Personenwagens ...,
Marke ..., in B._, gegenüber C._-Strasse, ..., am 9. Oktober 2009, ge-
stützt auf Art. 90 Ziff. 1 SVG mit einer Busse von Fr. 150.–. Ausserdem wurde er
verpflichtet, die Verfahrenskosten (Spruchgebühr sowie Schreib- und Zustel-
lungsgebühren) in Höhe von Fr. 198.– zu bezahlen. Dagegen erhob der Beschul-
digte innert Frist Einsprache (Urk. 3; Urk. 4; Urk. 5).
2. Nach Durchführung der ergänzenden Untersuchungshandlungen hielt das
Stadtrichteramt an seiner Bussenverfügung fest (Urk. 20; Urk. 22) und überwies
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die Verfahrensakten an das Bezirksgericht Zürich (nachfolgend Vorinstanz). Am
26. Oktober 2011 bestrafte die Vorinstanz den Beschuldigten mit einer Busse von
Fr. 150.– unter Auferlegung der Verfahrenskosten (Urk. 30 = 34). Gegen das
schriftlich eröffnete Urteil meldete der Beschuldigte Berufung an und reichte innert
Frist die Berufungserklärung ein (Urk. 32; Urk. 35).
3.1 Mit Präsidialverfügung vom 16. Februar 2012 des Obergerichts wurde dem
Stadtrichteramt Zürich die Berufungserklärung zugestellt und Frist angesetzt, um
sich der Berufung anzuschliessen oder begründet ein Nichteintreten auf die Beru-
fung zu beantragen (Urk. 38). Dagegen erhob der Beschuldigte 'Einsprache'
(Urk. 44). In der Folge stellte das Stadtrichteramt einen Nichteintretensantrag
(Urk. 40). Die entsprechende Stellungnahme des Beschuldigten ging sodann
innert Frist ein (Urk. 42; Urk. 43; Urk. 48).
3.2 Mit Beschluss vom 15. März 2012 wurde die schriftliche Durchführung des
vorliegenden Verfahrens angeordnet und dem Beschuldigten gleichzeitig Frist
angesetzt, um abschliessend Berufungsanträge zu stellen und zu begründen
(Urk. 46), was der Beschuldigte mit Eingabe vom 2. April 2012 getan hat
(Urk. 50). Eine weitere Eingabe ging am 21. Juni 2012 ein (Urk. 58). Das Statt-
halteramt – wie im Übrigen auch die Vorinstanz – verzichtete sinngemäss auf die
Berufungsantwort resp. Vernehmlassung (Urk. 52-55), weshalb sich das vor-
liegende Verfahren heute als spruchreif erweist.
II. Prozessuales
1.1 Der Beschuldigte bestreitet die örtliche und sachliche Zuständigkeit des
hiesigen Gerichts (anstelle vieler: Urk. 50 S. 12 f.). Die diesbezüglichen Ausfüh-
rungen im angefochtenen Entscheid sind indes zutreffend und benötigen keinerlei
Ergänzungen (Urk. 34 S. 2 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Im vorliegenden Berufungs-
verfahren ist gemäss § 49 GOG (Gesetz über die Gerichts- und Behördenorgani-
sation im Zivil- und Strafprozess) das Obergericht des Kantons Zürich zuständig.
1.2 Zurecht wandte die Vorinstanz das bisherige Prozessrecht - die StPO/ZH
bzw. das GVG/ZH - an. Auf die zutreffenden Ausführungen kann verwiesen
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werden (Urk. 34 S. 2; Art. 82 Abs. 4 StPO). Das vorinstanzliche Urteil erging
sodann am 26. Oktober 2011, mithin nach der am 1. Januar 2011 in Kraft ge-
tretenen Schweizerischen Strafprozessordnung. In Anwendung von Art. 454
Abs. 1 StPO regelt sich das vorliegende Berufungsverfahren somit nach neuem
Recht (StPO; SR 312.0, GOG; LS 211.1).
2.1 Das Stadtrichteramt begründet seinen vorerwähnten Nichteintretensantrag
damit, dass die Berufungserklärung des Beschuldigten nicht den Formerforder-
nissen und der Begründungspflicht gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO entsprechen
würde. Er habe sich mit dem vorinstanzlichen Entscheid weder konkret befasst
noch angegeben, welche Punkte des Entscheides er mit seiner Berufung anfechte
oder welche Beweismittel er anrufe (Urk. 40).
2.2 Auch wenn die Berufungserklärung sowie die abschliessende Berufungs-
begründung des Beschuldigten sehr ausschweifend sind (Urk. 35; Urk. 50), geht
daraus hervor, dass der Beschuldigte das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich
anficht und von Schuld und Strafe freigesprochen werden will. Sinngemäss macht
er eine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung sowie Rechtsverletzung durch die
Vorinstanz geltend. Auf die Berufung ist somit einzutreten.
3.1 Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erst-
instanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlos-
sen worden ist. Im Rahmen einer Berufung überprüft das Obergericht den
vorinstanzlichen Entscheid üblicherweise frei bezüglich sämtlicher Tat-, Rechts-
und Ermessensfragen (Art. 398 Abs. 3 StPO). Bildeten jedoch ausschliesslich
Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen Hauptverfahrens, so schränkt
Art. 398 Abs. 4 Satz 1 StPO die Kognition der Berufungsinstanz ein. In diesen
Fällen darf das angefochtene Urteil lediglich dahingehend überprüft werden, ob es
rechtsfehlerhaft ist, d.h. ob eine Rechtsverletzung durch die Vorinstanz vorliegt,
oder ob eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes durch die
Vorinstanz gegeben ist. Relevant sind dabei klare Versehen bei der Sach-
verhaltsermittlung, wie namentlich Versehen, Irrtümer oder offensichtliche
Diskrepanzen zwischen der sich aus den Akten sowie der Hauptverhandlung
ergebenden Akten- sowie Beweislage und der Urteilsbegründung. Weiter in
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Betracht kommen insbesondere Fälle, in denen die gerügte Sachverhalts-
feststellung auf einer Verletzung von Bundesrecht, in erster Linie von Verfahrens-
vorschriften der StPO selbst, beruht. Gesamthaft gesehen dürften regelmässig
Konstellationen relevant sein, die als willkürliche Sachverhaltserstellung zu quali-
fizieren sind (vgl. Schmid, StPO - Praxiskommentar, Zürich 2009, Art. 398 N 12 f.;
Eugster in Basler Kommentar, StPO, Basel 2011, Art. 398 N 3). Willkür bei der
Beweiswürdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich
unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht.
Dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar
vorzuziehen wäre, genügt nicht (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.4 mit Hinweisen). Eine
vertretbare Beweiswürdigung ist daher noch nicht willkürlich, auch wenn die
Berufungsinstanz anstelle des Vorderrichters allenfalls anders entschieden hätte.
An dieser Stelle ist festzuhalten, dass – im Gegensatz zur bisherigen zürcheri-
schen Regelung – nach der seit 1. Januar 2011 geltenden eidgenössischen Straf-
prozessordnung neue Behauptungen und Beweise im Berufungsverfahren nicht
mehr vorgebracht werden können, wenn – wie hier – ausschliesslich Übertretun-
gen Gegenstand des erstinstanzlichen Hauptverfahrens bildeten (Art. 398 Abs. 4
Satz 2 StPO). Auf sämtliche Beweisanträge des Beschuldigten ist somit nicht wei-
ter einzugehen.
Das Obergericht hat somit zu überprüfen, ob die vom Einsprecher vorgebrachten
Beanstandungen von der Überprüfungsbefugnis gemäss Art. 398 Abs. 4 StPO
gedeckt sind. In einem allfälligen nicht von der genannten Befugnis umfassten
Umfang kann auf die Einwendungen nicht eingegangen werden. Es ist somit fest-
zustellen, ob das vorinstanzliche Urteil im Bereich der zulässigen Kognition Fehler
aufweist.
3.2 Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende
Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und
jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (vgl. Entscheid des
Bundesgerichtes vom 9. September 2002, 1P.378/2002, Erw. 5.1 sowie Entscheid
des Kassationsgerichtes des Kantons Zürich vom 2. Februar 2004, AC030110,
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Erw. III. 1 b aa). Die Berufungsinstanz kann sich somit auf die für ihren Entscheid
wesentlichen Punkte beschränken.
III. Schuldpunkt
1.1 Die Vorinstanz hielt vorab den dem Beschuldigten angelasteten Sachver-
halt fest (Urk. 34 S. 4 mit Verweis auf Urk. 2). Sodann wurde korrekt festgehalten,
dass der Beschuldigte einerseits bestreite, dass es sich beim falsch parkierten
Fahrzeug um ein in seinem Einflussbereich stehendes Fahrzeug handle und
andererseits, dass an besagter Stelle überhaupt ein Halteverbot existiere. Weiter
bestreite der Beschuldigte, dass er vorliegend als Lenker des Fahrzeuges in
Frage komme (Urk. 34 S. 4). An der Haltung des Beschuldigten hat sich im Beru-
fungsverfahren nichts geändert (Urk. 50, beispielsweise S. 3 ff. Ziff. 4., 9. und 14).
1.2 Sodann führte die Vorinstanz sämtliche bei den Akten liegenden Beweis-
mittel auf und machte Ausführungen zu den Beweisführungsregeln; auch hierauf
kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden (Urk. 34 S. 4 ff.;
Art. 82 Abs. 4 StPO).
1.3 Zu den Ausführungen des Beschuldigten ist vorab festzuhalten, dass er
sich nicht darauf beschränkt geltend zu machen, inwiefern die Vorinstanz eine
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes, mithin eine willkürliche
Beweiswürdigung, vorgenommen haben soll. Vielmehr kritisiert er in seiner
Berufungsbegründung über mehrere Seiten die vorinstanzliche Sachverhalts-
erstellung pauschal (Urk. 34 S. 7-15; Urk. 50 S. 11-37). Den als Zeugen einver-
nommenen Stadtpolizisten D._ bezichtigt der Beschuldigte der Lüge (Urk. 50
S. 19; „ich bestreite hiermit die Glaubwürdigkeit des wirren, geisteskranken,
sofort nach ... versetzten Polizisten D._“), die bei den Akten liegenden Doku-
mente der Polizei werden als Fälschungen bezeichnet (Urk. 50 S. 27; „Demzufolge ist bei der Stadtpolizei Zürich eine Urkundenfälscher-Equipe tätig, die solche
Fälschungen [...] fälscht“ sowie S. 34; „...ist erstellt, dass die Fälschung von  oder Google-Maps nachträglich ausgedruckt wurden mit krimineller, falscher
Beweisinszenierung“), wie auch die Skizze auf der Ordnungsbusse (Urk. 50 S. 29;
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„Die Skizze auf der Ordnungsbusse ist ebenfalls untauglich und alles ist nicht gerichts-
verwertbar und ein Unsinn [...]“). Schlussendlich stellt er auch die Entscheide des
Bundesgerichts in Frage, diese seien zu 99 % falsch (Urk. 50 S. 19 und S. 21).
1.3.1 Bezüglich der Identität des Fahrzeuges hielt die Vorinstanz fest, dass es
sich beim kontrollierten Auto um einen ... [Automarke] mit der Wechselnummer ...
gehandelt habe, lautend auf die E._ AG und dass dieses zum inkriminierten
Zeitpunkt an der besagten Stelle gestanden sei. Weiter wird festgehalten, dass
sich der Polizist bezüglich des Fahrzeugtypen aufgrund der optischen Ähnlichkeit
der Personenwagen ... und ... [Typen derselben Automarke] offensichtlich geirrt
haben müsse (Urk. 34 S. 7-9), weshalb es sich beim Auto um den auf die
E._ AG eingelösten ... [Automarke] gehandelt habe. Dabei hat sich die Vo-
rinstanz auf die Zeugenaussagen des Polizisten (Urk. 17), die ausgestellte Ord-
nungsbusse und die Übertretungsanzeige vom 17. November 2009 (Urk. 1/2-3)
sowie die Angabe des Strassenverkehrsamts F._ gestützt. Gemäss den An-
gaben des Strassenverkehrsamts F._ handelt es sich beim Kennzeichen ...
um ein Wechselschild, welches auf die E._ AG eingelöst ist und auf welche
ein ... und ein ... [Automarken] eingetragen sind (Urk. 1/9). Weiter wird im vo-
rinstanzlichen Entscheid auf eine Aktennotiz des Stadtrichteramts verwiesen, in
welcher festgehalten wird, dass gemäss Telefonat mit Vertretern von ... [Autofir-
ma] zwischen dem ... und ... [Typen derselben Automarke] eine starke Ähnlich-
keit bestehe (Urk. 18).
Die vorinstanzliche Sachverhaltsermittlung überzeugt; offensichtliche Diskrepan-
zen zwischen der sich aus den Akten sowie der vorinstanzlichen Hauptverhand-
lung ergebenden Beweislage und der Urteilsbegründung sind keine ersichtlich.
Daran können auch die Einwände des Beschuldigten nichts ändern; er beschränkt
sich darauf, der Würdigung der Vorinstanz seine eigenen Sicht der Dinge gegen-
über zu stellen. Zu ergänzen bleibt einerseits, dass der Wagen mit dem Wechsel-
schild ... versehen war, welches unbestrittenermassen (Prot. I S. 5) der E._
AG zuzuordnen ist. Dass das Nummernschild der E._ AG abhanden
gekommen oder (unrechtmässigerweise) an Dritte abgegeben worden sei, ist
nicht aktenkundig und wurde seitens des Beschuldigten auch nie geltend ge-
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macht. Andererseits ist festzuhalten, dass entgegen den Ausführungen des Be-
schuldigten (Urk. 50 S. 20) Ähnlichkeiten zwischen den Wagentypen evident sind
(vgl. hierzu Urk. 19); die Vorinstanz durfte somit willkürfrei als erstellt
erachten, dass der Wagen der E._ AG zuzuordnen ist.
1.3.2 Hinsichtlich der Frage des Halteverbots hielt die Vorinstanz fest, dass für
das Gericht keine Zweifel daran bestehen, dass an der Örtlichkeit "gegenüber
C._-Strasse, ..." am 9. Oktober 2009 ein gültiges Halteverbot existiert habe
resp. existiere (Urk. 34 S. 9-12). In ihrer Sachverhaltserstellung stützt sie sich
wiederum auf die Zeugenaussagen des Polizisten (Urk. 16; Urk. 17) und hielt fest,
dass der Zeuge folgerichtig und glaubhaft geschildert habe, dass sich das Fahr-
zeug zur Tatzeit in einem Halteverbot befunden habe und demzufolge eine Busse
zu erteilen gewesen sei. Weiter stützt sie sich auf die vom Polizisten erstellte
Skizze auf der Ordnungsbusse (Urk. 1/2) sowie auf die nachträglich erstellten
Aufnahmen der Örtlichkeit, auf welchen die dort stehende Signalisationstafel
(Halten verboten, [2.49] mit Wiederholungstafel [5.04]) klar ersichtlich ist
(vgl. Urk. 10/2).
Wiederum vermögen die pauschalen Einwände des Beschuldigten, es handle sich
bei der Skizze sowie den Aufnahmen (Urk. 1/2; Urk. 10/2) um nicht verwertbare
Fälschungen (vgl. vorstehend Ziff. III. 1.3 S. 7), die vorinstanzliche Beweiswürdi-
gung nicht in Zweifel zu ziehen. Zudem führt der Beschuldigte selbst an, der
Wagen ('das Phantomauto ...') sei an keinem der eingezeichneten Orte
(Urk. 10/2) gestanden, jedoch knapp am Geländer vier Meter dahinter auf einem
nicht markierten Parkplatz (Urk. 50 S. 32). Ein Halteverbot gilt indes bis zum
entsprechenden Ende-Signal, höchstens aber bis zum Ende der nächste Ver-
zweigung und erstreckt sich, wenn das Halteverbot am Fahrbahnrand steht, auf
das angrenzende Trottoir (Art. 16 Abs. 2 Satz 2 sowie Art. 30 Abs. 2 SSV). Wie
auch immer der Wagen parkiert war, stand dieser somit im ausgeschilderten Hal-
teverbot.
1.3.3 Zuletzt überprüfte die Vorinstanz die Frage der Täterschaft, wobei festge-
halten wurde, dass die E._ AG (auf welche das parkierte Auto zugelassen
gewesen sei) gemäss Handelsregisterauszug des Kantons F._ vom 16. De-
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zember 2009 (Internetauszug; Urk. 1/12) durch den Beschuldigten als alleiniges
Mitglied des Verwaltungsrates mit Berechtigung zur Einzelunterschrift vertreten
worden sei. Es sei somit davon auszugehen, dass die E._ AG zur Tatzeit
vom Beschuldigten beherrscht worden und dieser folglich grundsätzlich alleine
berechtigt gewesen sei, das auf die Firma zugelassene Fahrzeug zu gebrauchen
oder einem anderen zum Gebrauch zu überlassen. Weiter wurde festgehalten,
dass dieser belastende Umstand dringend eine Erklärung seitens des Beschuldig-
ten erfordert hätte, welche dieser jedoch weder bei der stadtrichteramtlichen noch
bei der gerichtlichen Befragung abzugeben bereit gewesen sei. Vielmehr sei er
den Fragen bezüglich Registrierung des falsch parkierten Fahrzeuges ausge-
wichen, nämlich generell bezüglich der auf die E._ AG lautenden Fahrzeuge
sowie bezüglich der möglichen Lenkerschaft zum Tatzeitpunkt. Es würden Aus-
sagen zu einer allfällig anderen Täterschaft fehlen, ohne dass er sich auf ein Aus-
sageverweigerungsrecht berufen würde (Urk. 34 S. 12-15). Damit habe der Ein-
sprecher die ihn belastenden Momente keineswegs entkräften können.
Diese Argumentation überzeugt und entspricht der aktuellen höchstrichterlichen
Rechtsprechung, auf welche die Vorinstanz vorab verweist (Urk. 34 S. 12; Urteile
6B_439/2010 vom 29. Juni 2010 E. 5.1; 6B_1053/2010 vom 29. März 2010 E. 2.4;
sowie 6B_628/2010 vom 7. Oktober 2010 E. 2.4). Nach dieser ist die Haltereigen-
schaft bei einem Strassenverkehrsdelikt, das von einem nicht identifizierten Fahr-
zeuglenker begangen worden ist, ein Indiz für die Täterschaft. Dieses Verdachts-
moment vermag der Beschuldigte nicht zu entkräften, im Gegenteil: Offenbar war
dem Beschuldigten der Standort des 'Phantomauto ...' bestens bekannt („knapp
am Geländer vier Meter dahinter auf einem nicht markierten Parkplatz“; vorste-
hend Ziff. III. 1.3.2). Dies lässt sich einzig dadurch erklären, dass der
Beschuldigte selbst den Wagen der E._ AG ebenda parkierte. Die Vorinstanz
durfte somit ohne Willkür davon ausgehen, dass der Beschuldigte Lenker des be-
sagten Fahrzeuges war und dieses im Halteverbot hinstellte.
1.4 Abschliessend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte keine relevanten
Argumente vorbringt, welche die vorinstanzlichen Erwägungen als willkürlich
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erscheinen lassen würden. Für die Berufungsinstanz besteht somit kein Anlass, in
die ermessensgemässe Tatsachenfeststellung der Vorinstanz einzugreifen.
2.1 Selbiges gilt für die rechtliche Würdigung; es kann zur Vermeidung von
Wiederholungen auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 34
S. 15). Wiederum stellt der Beschuldigte den rechtlichen Erwägungen seine
eigene Sicht der Dinge gegenüber resp. übt generelle Kritik an den rechtlichen
Bestimmungen, weshalb diese Argumentation ins Leere zielt.
2.2 Der vorinstanzliche Schuldspruch ist deshalb zu bestätigen und der
Beschuldigte der einfachen Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 1
SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 19 Abs. 2a VRV sowie Art. 30
Abs. 1 SSV schuldig zu sprechen.
IV. Sanktion
Die vor Vorinstanz ausgefällte Busse in Höhe von Fr. 150.– erscheint dem
Verschulden und den finanziellen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen,
es besteht wiederum kein Anlass in das Ermessen der Vorinstanz einzugreifen.
Auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid kann verwiesen werden
(Urk. 34 S. 16 f.). Bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse ist indes in
Korrektur des angefochtenen Entscheides eine Ersatzfreiheitsstrafe von lediglich
einem Tag festzusetzen.
V. Kosten
1. Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kostenregelung (Dispositivziffer 3.
und 4.) zu bestätigen.
2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf Fr. 1'000.– zu veranschlagen
(Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 16 Abs. 1 und § 14 der Gebührenverordnung des
Obergerichts, LS. 211.11). Der Beschuldigte unterliegt mit sämtlichen Anträgen,
weshalb ihm die Kosten des Berufungsverfahrens vollumfänglich aufzuerlegen
sind.
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