# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b43c6842-a4a1-448c-9999-7b3ceac9d21a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1955, bezieht seit einem Unfall im Jahr 2006
von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
und der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, eine ganze Invaliden
rente sowie von der SUVA eine Hilflosenentschädigung wegen Hilflosigkeit leichten Grades (vgl. Urk. 7/4/A, Urk. 7/4/4, Urk. 7/4/4A und Urk. 7/4/4b) und
beantra
gte mit Gesuch vom 29. März
2010
bei der
Stadt Zürich, Amt für
Zusatzleistungen zur AHV/IV,
Zusatzleistungen zur Invalid
en
rente (vgl. Urk. 7/4/6a und Urk. 7/4/6
).
Die
Stadt Zürich, Amt für Zusatz
leistungen zur AHV/IV
berechnete mit Verfügungen vom 12. November
2010 (Urk. 7/1/1), 15. Oktober 2012 (Urk. 7/1/3), 13. Dezember 2012
(Urk. 7/1/4), 5. Dezember 2013 (Urk. 7/1/5) und vom 17. Juni 2014 (Urk. 7/1/6
)
den
An
spruch auf Ergänzungs
leistungen jeweils neu
und legte ihn entsprechend fest.
Mit
V
erfügung vom 1
1. Dezember 2014 (Urk. 7/1/7
) teilte die Stadt Zürich, Amt für
Zusatzleistungen zur AHV/IV, dem
Versicherten m
it, dass
ab 1. Januar 2015
keine Zusatzleist
ungen ausbezahlt werden könnten.
Die dagegen vo
m Ver
sicherten am 13. Januar 2015 erhobene Einsprache (Urk. 7/4/87) wies
die Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV
, mit Einspracheentscheid vom 22. April 2015
ab (Urk. 7/1/9 = Urk. 2)
.
2.
Der Versicherte erhob am 27. Mai 2015 Beschwerde gegen den Einsprache
entscheid vom 22. April 2015
(Urk. 2) und beantragte, dieser
sei
aufzuheben, und es sei
en die gesetzlichen Zusatzleistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
22. Juni 2015
beantragte die Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, die Abweisung
der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer
am 26. Juni 2015
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
4 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (
Art.
13 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) in der Schweiz, die eine Altersrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung beziehen oder Anspruch auf eine Rente oder eine Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung haben, Anspruch auf Ergänzungsleistungen.
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anerkannten Einnahmen übersteigen (
Art.
9 Abs. 1 ELG)
.
1.2
Art.
11 ELG hält fest, welche Einnahmen
angerechnet werden. Zu den an
rechen
baren Einnahmen
zählen unter anderem zwei Drittel der Erwerbsein
künfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich 1‘000.-- Franken und bei Ehepaaren jährlich 1‘500.-- Franken übersteigen (lit.
a) sowie Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (lit. b). Sodann ist ein Fünf
zehntel des Reinvermögens anzurechnen, soweit es bei alleinstehenden Personen 37'500.-- Franken und bei Ehepaaren 60‘000.-- Franken übersteigt (lit. c). Weiter sind Renten, Pensionen und andere wieder
kehrende Leistungen anzurechnen (lit. d) sowie Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist (lit. g).
1.3
Ein
Verzicht i
m Sinne von
Art.
11 Abs. 1 lit. g ELG liegt
unter anderem
vor,
wenn der Ehegatte einer berechtigten Person auf die Ausnützung der Erwerbs
fähigkeit verzichtet, obwohl er nach
Art.
163 des Schweizerischen Zivilgesetz
buches (ZGB) dazu verpflichtet ist
. Übt der rentenberechtigte Ehegatte keine Erwerbstätigkeit mehr aus,
kann vom nicht invaliden Ehegatten, der bis anhin nicht oder nur beschränkt erwerbstätig war, verlangt werden, eine Erwerbs
tätigkeit aufzunehmen oder die bisherige auszudehnen
(BGE 117 V 287; Erwin Carigiet/Uwe Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. überarbeitete und ergänzte Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, S. 157).
In jedem Einzelfall ist zu prüfen, ob vo
m
nicht invaliden Ehegatten unter den gegebenen Umständen verlangt werden kann, einer Erwerbstätigkeit nachzu
gehen, zu wie viel Prozent es ihm zumutbar ist, einer Erwerbstätigkeit nachzu
gehen, und wie hoch der Lohn wäre, den er bei gutem Willen erzielen könnte. Massgebende Faktoren bei der Beurteilung der Frage, ob ein hypothetisches Einkommen anzurechnen ist, sind
praxisgemäss unter anderem Alter, Abwesen
heit vom Berufsleben, Gesundheitszustand, Pflege- oder Betreuungs
aufgaben, Kinderbetreuung, konkrete Arbeitsmarktlage und Vermittelbarkeit.
Für die Fest
setzung der Höhe des zu berücksichtigenden hypothetischen Ein
kommens ist auf die
„Schweizerische Lohnstrukturerhebung“ abzustellen, dabei handelt es sich um Bruttolöhne.
Die persönlichen Umstände wie das Alter, der Gesund
heitszustand, die Sprachkenntnisse, die Berufsausbildung, die bisher ausgeübten Tätigkeiten, die Dauer der Erwerbslosigkeit oder Familienpflichten (z.B. die Betreuung von Kleinkindern) sind bei der Festsetzung zu berücksichtigen (Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL), gültig ab
1.
April 2011, Stand
1.
Januar 2015, Rz 3482.04; Carigiet/Koch, S. 158 f.).
Dabei ist zu vermuten, dass es dem Ehegatten grundsätzlich möglich und zumut
bar ist, seine Erwerbsfähigkeit zu verwerten. Diese Vermutung kann er aber umstossen,
indem er erfolglose Stellenbemühungen
einreicht.
Dem Ehe
gatten ist eine angemessene Frist zu setzen, in der er sich auf die neue Situation einstellen kann, und welche bis zu sechs Monate dauern kann
(Carigiet/Koch, S.
159).
1.4
Die Pflicht des im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehepartners der Ergän
zungs
leistungen beziehenden Person, die ihm verbleibenden Ein
kunfts
mög
lichkeiten tatsächlich zu realisieren, ist auch Ausdruck der bei der Leistungs
festsetzung im Sozialversicherungsrecht regelmässig und zwingend zu
beachten
den Schadenminderungspflicht (Urteile des Bundesgerichts
8C_380/2008 vom 17. September 2008, E. 3.2, sowie P 6/04 vom 4. April 2005, E. 2, je mit Hinweisen).
Bemüht sich der Ehegatte trotz (teilweiser) zumutbarerweise verwertbarer Arbeitsfähigkeit nicht um eine Stelle, verletzt er dadurch die ihm obliegende Schadenminderungspflicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_717/2010 vom 26. Januar 2011 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.5
Von einem hypothetisch ermittelten Einkommen der Ehefrau des EL
An
sprechers sind sodann - ebenso wie bei den
hypothetische
n
Einkommen nach Art. 14a und 14b
der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter
lassenen- und Invalidenversicherung (ELV)
- gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG bei Ehepaaren jährlich insgesamt Fr. 1’500.- abzuziehen und vom Rest zwei Drittel anzurechnen. Insofern sind
hypothetische
Einkünfte in gleicher Weise zu privilegieren wie tatsächlich erzielte (Urteile des Bundesgerichts P 18/02 vom 9. Juli 2002 E. 1c und P 51/03 vom 22. März 2004 E. 2.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im
Einspr
acheentscheid (Urk. 2) fest
,
das hypo
thetische Einkommen der Ehefrau des Beschwerdeführers sei korrekterweise in der Berechnung der Ergänzungsleistungen berücksichtigt worden. So sei dem Ehepaar seit 2010 bekannt, dass die Ehefrau einer Erwerbstätigkeit nachgehen sollte, und das hypothetische Einkommen von Fr. 24‘000.-- sei bis anhin auch akzeptiert worden. Die Ehefrau stehe nicht derart kurz vor dem ordentlichen AHV-Alter, dass sie ihre Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwerten könne. Der inzwischen 15jährige Sohn sei nicht auf eine 24-Stunden Betreuung abge
wiesen. Auch der Beschwerdeführer müsse nicht dauernd betreut werden, und es lebten noch zwei weitere erwachsene Personen in der Wohnung. Aufgrund der Sprachschwierigkeiten und der fehlenden Ausbildung wie auch der fehlenden Arbeitserfahrung in der Schweiz, fielen vorliegend nur rudimen
täre, repetitive Hilfsarbeiten in Betracht, die keine oder nur höchst einfache mündliche Kommunikation bedingten. Das Alter und gewisse Betreu
ungs
aufgaben der Ehefrau seien berücksichtigt worden, indem lediglich ein Lohn für ein 50%-Pensum angerechnet worden sei. Damit sei ein
hypothe
tisches
Einkommen von Fr. 24‘000.--, priviligiert angerechnet noch Fr. 15‘000.--, bis zur
tatsächlichen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gerechtfertigt (S. 2 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, seine Ehefrau sei im Jahr 2010 bereits 51 Jahre alt und ohne Arbeitserfahrung und Deutschkenntnisse gewesen. Dazumal sei der Sohn 10 Jahre alt gewesen und habe die Betreuung und Erziehung der Ehefrau benötigt. Zudem habe er selbst im Jahr 2010 mehr Betreuung benötigt, als im Jahr 2014 (S. 5 Ziff. 12).
Es sei nicht zutreffend, dass alle im gleichen Haushalt lebenden Personen eine Schadenminderungspflicht aufwiesen (S. 5 Ziff. 15).
Die Ehefrau sei 56 Jahre alt, das jüngste Kind noch minderjährig. Die Ehefrau sei seit ihrer Einreise in die Schweiz bislang noch keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen, sei vollumfänglich Familienfrau und habe sich seit seinem Unfall vollumfänglich seiner Pflege gewidmet. Sie verfüge lediglich über sehr rudimentäre Deutschkenntnisse und weder über eine Ausbildung noch über Berufserfahrung. Ihre Arbeitsfähigkeit sei nicht verwertbar (S. 5 f. Ziff. 16).
2.3
Strittig un
d zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Zusatz
leistungen und in diesem Zusammenhang insbesondere die Anrechnung und die Höhe ein
es hypothetischen Einkommens der Ehefrau
.
3.
3.1
Massgebende Faktoren bei der Beurteilung der Frage, ob ein hypothetisches Einkommen anzurechnen ist, sind praxisgemäss unter anderem
das
Alter, die Dauer der Abwesenheit vom Berufsleben,
der
Gesundheitszustand, Pflege- oder Betreuungsaufgaben,
die
Kinderbetreuung, die konkrete Arbeitsmarktlage und
die
Vermittelbarkeit des nicht invaliden Ehegatten
(vgl. vorstehend E. 1.3)
.
Ferner ist bei der Festlegung eines hypothetischen Einkommens zu berück
sichtigen, dass für die Aufnahme und Ausdehnung der Erwerbstätigkeit eine gewisse Anpassungsperiode erforderlich ist (vgl. Urs Müller, Rechtsprechung des Bundesgeri
chts zum ELG, Art. 11 Rz. 517).
3.2
Mit dem am 21. Oktober 2010 sowohl vom Beschwerdeführer als auch von seiner Ehefrau unterzeichneten Merkblatt der Beschwerdegegnerin wurde aus
drücklich darauf hingewiesen, dass Ehegatten ohne eigenen Rentenanspruch, für die eine Erwerbstätigkeit zumutbar ist, alles zumutbare zu unternehmen hätten, um so rasch als möglich eine geeignete Arbeitsstelle zu finden. Ins
besondere wurde ausgeführt, dass eine Anmeldung beim zuständigen Regiona
len Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu erfolgen habe und Personen ohne oder mit ungenügenden Deutschkenntnissen verpflichtet seien, sich für die ge
eignete Stelle die notwendigen Deutschkenntnisse anzueignen. Weiter wurde darauf aufmerksam gemacht, dass nach einer Frist von sechs Monaten ein hypo
thetisches Erwerbseinkommen angerechnet werde (vgl. Urk. 7/4/19).
In der Folge wurde in den Verfügungen der Stadt Zürich, Amt für
Zusatz
leistungen zur AHV/IV, ein hypothetisches Erwerbseinkommen von Fr. 24‘000.--
, privilegiert Fr. 15‘000.--, angerechnet (vgl. Urk. 7/1/1 S. 3, Urk. 7/1/3 S. 3, Urk. 7/1/4 S.3, Urk. 7/1/5 S. 3, Urk. 7/1/6 S. 3). Der Versicherte und seine Ehe
frau mussten daher Kenntnis von der Anrechenbarkeit eines hypothetischen Einkommens haben. Zu prüfen ist, ob nunmehr die persönlichen Verhältnisse der Ehefrau gegen diese Anrechenbarkeit sprechen.
3.3
Die im Zeitpunkt
des Erlasses des angefochtenen E
ntscheides knapp 56-jährige Ehefrau des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 7/4/3/2)
steht nicht derart kurz vor dem ordentlichen AHV-Rentenalter, dass sie ihre Restarbeitsfähigkeit nicht mehr
in einer
Hilfstätigkeit verwerten könnte.
So ist
laut
Art. 14a ELV auch
Invaliden bis zum 60. Geburtstag ein Mindesterwerbs
einkommen
anzurechnen.
Zudem
stehen weder
die fehlende Ausbildung der Beschwerdeführerin
der Aus
übung einer Hilfsarbeit entgegen, noch
die nicht vorhandenen Deutsch
kennt
nisse, zumal sie schon im Jahr 2010 angehalten wurde, sich genügende Deutsch
kenntnisse anzueignen
(vgl.
auch
Urteil des Bundesgerichts P 40/03 vom 9. Februar 2005).
3.4
Die objektive Beweislast dafür, dass kein Einkommensverzicht im Sinn von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG vorliegt, weil die Arbeitskraft auf dem konkreten Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist, liegt beim Leistungsansprecher (Urteil des Bundesgerichts 9C_326/2012 vom 2. Juli 2012 E. 4.4).
Wie ausgeführt (vorstehend E. 1.3), gilt die Vermutung,
dass es dem Ehegatten grundsätzlich möglich und zumutbar ist, seine Erwerbsfähigkeit zu verwerten. Diese Vermutung kann er aber umstossen, indem er erfolglose Stellenbe
mühungen einreicht.
Der
Nachweis
, dass das hypothetische Erwerbseinkommen aufgrund
der per
sönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage nicht erzielt werden kann,
erbrachte der Beschwerdeführer nicht. So liegen keinerlei Beweise vor, dass sich die Ehefrau des Beschwerdeführers überhaupt um eine Stelle bemüht hat. Da der Beschwerdeführer und seine Ehefrau bereits im Jahr 2010 darauf hingewiesen wurden, dass sich die Ehefrau um eine Stelle zu bemühen habe (vgl. vorstehend E. 3.2), ist vorliegend auch keine Frist zur Einstellung auf die neue Situation anzusetzen (vgl. vorstehend E. 3.1).
Es ist
weiter - mangels entsprechender Hinweise - auch nicht
davon auszu
gehen, dass der
Ehefrau des Beschwerdeführers
aus
gesundheitlichen Gründen eine
Arbeitstätigkeit
nicht möglich wäre
. Damit bl
eibt zu prüfen, ob die weite
ren
zu berücksichtigenden Faktoren
- namentlich allfällige Betreuungs
pflichten -
einer Arbeitstätigkeit entgegenstehen.
3.5
Der
Sohn des Ehepaares ist mittlerweile 15 Jahre alt
, schulpflichtig und dem
nach aus dem Alter heraus, wo er eine ganztägige umfassende Betreuung benötigen würde, welche der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit durch die Ehe
frau des Beschwerdeführers entgegen stehen würde. Dies umso mehr im Hin
blick auf
die familienrechtliche Rechtsprechung, w
onach eine Teilzeitarbeit grundsätzlich
zumutbar ist, sobald das jüngste Kind zehn Jahre alt
ist
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_916/2011 vom 3. Fe
bruar 2012, E. 1.3 und E. 3.1 und
Urteil des Bundesgerichts 5P.424/2001 vom 4. März 2002 E. 3a
).
Was die
Betreuung des Ehemannes
angeht, lässt sich den Akten entnehmen, dass, wie die Beschwerdegegnerin ausführte, einerseits lediglich eine Hilf
losigkeit leichten Grades vorliegt (vgl.
Urk.
7/4/4A
), andererseits der Beschwer
de
führer bereits im Jahr 2010 an drei Tagen die Woche in einem Therapie
zentrum weilte und demnach zumindest an diesen Tagen nicht auf die Betreuung durch seine Ehefrau angewiesen ist (vgl. Urk. 7/2, Urk. 7/1/32-33).
3.6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine Umstände vorliegen, welche geeignet sind, die Vermutung eines
Einkommen
s
verzichtes umzustossen. Die Folge
n dieser Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer
zu tragen. Damit erweist sich die
Anrechnung
eines
hypothetische
n
Einkommen
s
als rechtens.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt damit die Höhe des anrechenbaren Einkommens.
4.2
Die Höhe des zumutbaren
Erwerbseinkommen
s wird in der Regel anhand der Durchschnittslöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) festgelegt (Carigiet/Koch, a.a.O., S. 159 Mitte).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruktur
er
hebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/bb, 124 V 321 E. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der LSE kann
aus
nahmsweise
der Lohn eines einzelnen Sektors („Produktion" oder „Dienstleistungen") oder gar einer bestimmten Branche herangezogen werden, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerbli
chen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen, namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit im betreffenden Bereich tätig gewesen waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E.
5.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 5.3).
Es besteht kein Grundsatz, wonach stets auf die Tabelle TA1 abzustellen ist. So kann es sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls rechtfertigen, anstatt auf die Tabelle TA1 auf die Tabelle TA7 („Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Tätigkeit, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen") abzu
stellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und dem Versicherten der entsprechende Sektor offen steht und zumut
bar ist (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E. 5.1). Ferner kann bei qualifi
zierten Berufsleuten mit Fach- und Hochschulabschluss das Heranziehen der Tabelle TA11 („Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert und Quartilbereich] nach Ausbildung, beruflicher Stellung und Geschlecht - Privater Sektor und öffentli
cher Sektor [Bund] zusammen") angezeigt erscheinen (SVR 2011 IV Nr.
55 S. 163, 8C_671/2010 vom 25. Februar 2011 E. 6.4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_841/2013 vom 7. März 2014 E. 4.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_660/2014 vom 5. November 2014 E. 4).
4.3
Der
Ehefrau
des Beschwerdeführers
stünde
n in erster Linie einfache Hilfs
arbeiten
offen. Es rechtfertigt sich deshalb, für die Bemessung des
hypo
theti
sche
n
Einkommens auf den standardisierten Durchschnitt für einfache und repetitive Tätigkeiten in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors abzustellen (LSE 2012 S. 35 Tabelle
TA1, Niveau 1
, Total
).
Ausgehend von dem
im Jahr 2012 von Frauen im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätig
keiten erzielte
n
Einkommen
von Fr. 4‘112.-- resultiert
u
nter Berück
sichtigung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7
Stunden (Die Volks
wirt
schaft 3/4-2015 S. 88 Tabelle B9.2)
sowie der Nominallohn
ent
wicklung
von 0.7 %
im Jahr 2013
und 1.0 %
im Jahr 2014
(Bundesamt für Statistik, Ent
wicklung der Nominallöhne, der Konsumenten
preise und der Real
löhne
1976
2014, Nominallöhne Frauen)
und eines Arbeits
pensums von 50 %
für das Jahr 2014 ein Bruttoeinkommen
von rund Fr. 26‘160
.-- (
Fr.
4'112.-- x 12
: 40 x 41.7
x 1.007 x 1.01
x 0.5
).
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung der jährlichen Zusatzleistungen ein
hypothetische
s
Erwerbs
einkommen
der
Ehefrau des Beschwerdeführers von Fr. 24
'000.-- berücksichtigt hat.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer beantragt die unentgeltli
che Prozessführung und Rechts
vertretung für das Be
schwerdeverfahren vor dem Sozialversicherungs
gericht
(vgl. Urk. 1 S. 2)
.
5.2
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozess
führung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän
dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Die unentgeltliche Rechtspflege kann nur gewährt werden, wenn die Rechts
vorkehr nicht aussichtslos ist. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtli
chen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaus
sichten (ex ante betrachtet) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Ge
winnaussichten und Verlust
gefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 mit Hinweisen).
5.3
Die
Beschwerdegegnerin hat in ihrem Einspracheentscheid (Urk. 2) ausführlich begründet, dass vom nichtinvaliden Ehegatten
die Aufnahme
einer
Erwerbs
tätigkeit verlangt werden könne.
Bereits im Jahr 2010 wurden der Beschwerde
führer und seine Ehefrau darauf hingewiesen, dass die Aufnahme einer Erwerbs
tätigkeit aufgrund der Schadenminderungspflicht erwartet wird und in diesem Zusammenhang auch Bemühungen, sich Deutschkenntnisse anzueignen.
Aufgrund der Akten war ersichtlich, dass
zu diesem Zeitpunkt die Töchter bereits erwachsen waren, der 10jährige Sohn schulpflichtig
und demnach zuminde
st jeden Morgen ausser Haus war. Damit bestand für die Ehefrau des Beschwerdeführers bereits zu diesem Zeitpunkt
kein aufwändiger Betreuungs
aufwand
mehr, womit ihr gemäss Rechtsprechung
mindestens eine Teilerwerb
s
tätigkeit zugemutet werden konnte
.
Auch geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2010 rund drei Mal pro Woche in einer Tagesbetreuung war (vgl. vorstehend E. 3.4).
Die Argumente d
es Beschwerdeführers, wonach sowohl er als auch der bereits 15jährige Sohn einen Betreuungsbedarf hätten, welcher der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit der Ehefrau im Umfang von 50 % entgegen stehen würden, erscheinen damit - insbesondere angesichts des bereits jahrelang angerechneten hypothetischen Einkommens - als derart wenig überzeugend, dass sie als aussichtslos bezeichnet werden müssen.
Aus dem Gesagten und den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers offensichtlich aussichtslos ist.
Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung im Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht ist demnach zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen.
Das G
eric
ht beschliesst:
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung
wird abgewiesen.
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt Christoph Erdös
Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV
Bundesamt für Sozialversicherungen
Sicherheitsdirektion Kanton Zürich
4.