# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d148547a-9f40-44a3-8940-74984402cc3a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1956 geborene
X._
, gelernter Metallbauschlosser,
arbei
tete seit dem
1.
Januar 2001 als
Tankrevisor
bei der
Y._
AG und war
dadurch
bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen
und Berufskrankheiten
versichert,
als er der Suva am
3.
Dezember 2004 Probleme im Zusammenhang mit dem Einatmen von Farbdämpfen meld
ete (Urk.
11/60/741
; vgl. auch Arbeitgeberbe
richt
vom 3
0.
Mai 2006, Urk.
11/14
). Am 2
7.
März 2005 rutschte
X._
mit einer Schleifmaschine ab und verspürte
anschliessend
Schmerzen in der rechten Schulter und im Hüftgelenksbereich. In der Folge
wurde
er arbeitsunfähig
geschrieben
(Unfallmeldung vom 2
2.
April 2005,
Urk.
11/12/172,
Arztzeug
nis
UVG von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, vom 2
0.
Mai 2005, 11/12/17
0
).
Die Suva erbrachte Taggeldleistungen (vgl. Taggeldabrechnungen,
Urk.
11/12/4-13).
Am 1
2.
Dezember 2005 erlitt
der Versicherte
einen Autounfall
, wobei d
er am 2
1.
De
zember 2005
erstbehan
delnde
Dr.
Z._
eine Distorsion der HWS
diagnostizierte
(Unfallmeldung UVG vom 1
2.
Januar 2006,
Urk.
1
1/60/237
, und Arztzeugnis UVG von
Dr.
Z._
vom 2
7.
Januar 2006,
Urk.
11/60/235)
.
Am 1
1.
April 2006 meldete sich
X._
bei der
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungsbezug an (
Urk.
11/
7
).
A
m 2
1.
Mai 2006
erlitt
X._
als Beifahrer erneut einen Autounfall (
vgl. Tele
fonnotiz vom
7.
Juli 2006, Urk.
11/60/186
).
In der Folge wurde er a
m 11.
August 2006
(Bericht vom 1
4.
August 2006, Urk.
11/60/409-414)
und am 2
9.
Mai 2007
(
Bericht vom 2
9.
Mai 2007, Urk.
11/60/668-672)
vom
Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Chirurgie, untersucht
.
Nachdem
der Versicherte versucht
hatte
, mit
Unterstützu
ng der Arbeitslosenversicherung eine selbständige
Erwerbstätig
keit aufzunehmen
(
Schreiben des Amtes für Wirtschaft und Arbeit vom 1
4.
Mai 2007,
Urk.
1
1/32
; vgl. Verlaufsprotokoll Berufsberatung,
Urk.
11/425
) und
ab
1.
Oktober 2007 wieder eine
r
50%ige Erwerbstätigkeit
nachging
, teilte
Dr.
Z._
der Suva am 31.
Januar 2008 mit, dass
der Versi
cherte
wieder
unter
starke
n
Schmerzen
leide
(
Urk.
11/60/608
).
Die Suva stellte m
it Verfügung vom 2
5.
März 2008
(
Urk.
11/47
)
betreffend die Ver
kehrsunfälle vo
m 1
2.
Dezember 2005 und vom 21.
Mai 2006
ihre
Versiche
rungsleistungen
per sofort
ein
. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit Verfügung vom 2
0.
Juni 2008
(
Urk.
11/52)
sprach die
Suva
dem Versicherten
aufgrund
durch den Unfal
l vom 2
7.
März 2005 verursachte
Schulterbeschwerden mit Beginn ab
1.
Juni 2008 eine
auf einer
Erwerbsein
busse
von 21
%
beruhende
Rente und eine auf einer
Einbusse
der Integrität von 7,5
%
basierende
Entschädigung zu.
Nachdem
X._
dagegen
am 1
0.
Juli 2008 Einspr
ache hatte erheben lassen (Urk.
1
1
/60/543
), wurde er am 2
7.
Oktober 2009 von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates, von der Abteilung Versicherungsmedizin der S
uva
unter
sucht (Gutachten vom
3.
November 2009,
Urk.
11/60/283-312
).
Mit Ent
scheid vom 1
1.
Januar 2011 wies die S
uva
die Einsprache ab (
Urk.
11/67
).
Die IV-Stelle gab im Februar 2011 (vgl. Mitteilung vom 1
1.
Februar 2011,
Urk.
11/72) bei der
MEDAS
C._
GmbH
(nachfolgend:
Medas
C._
)
ein
polydisziplinäres
Gutachten in Auftrag, welche
s
am 1
7.
Januar 2012 erstattet wurde (
Urk.
11/84). Mit Vorbescheid vom 2
8.
März 2012 stellte die IV-Stelle in Aussicht,
dem Versicherten
für die Zeit von März 2006 bis August 2006 eine ganze und für die Zeit von September
2006
bis Mai 2007 eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen (
Urk.
11/87). Dagegen erhob
der Versi
cherte
Einwand (Einwand vom
8.
Mai 2012,
Urk.
11/93, und Begründung
vom 2
7.
August 2012,
U
rk.
11/105)
, wobei er
nachträglich
einen Bericht von
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie, einreichte (Bericht vom 2
1.
September 2012,
Urk.
11/110, Ein
gabe vom 1
9.
Oktober 2012, Urk.
11/111)
.
Mit Urteil vom 2
3.
August 2012 wies das hiesige Gericht die von
X._
gegen den
Einspracheentscheid
der Suva vom 1
1.
Januar 2011
erhobene Beschwerde
ab (Prozess Nr. UV.2011.00
0
52)
.
Am 1
4.
(
Urk.
11/118) bzw. am
2
7.
November 2012 (
Urk.
11/117)
antwortete die
Medas
C._
auf Zusatzfragen der IV-Stelle (
Urk.
11/113). Nachdem sich
der Versicherte
dazu
am
9.
August 2013 (
Urk.
11/126) unter Beilage eines Berichts von
Dr.
D._
vom 2
9.
Juli 2013
sowie weiterer Arztberichte
(Urk.
11/125) hatte vernehmen lassen,
gab die IV-Stelle bei der
M
edas
E._
ein
weiteres
polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (Mit
te
i
lung vom 2
3.
April 2014,
Urk.
11/145). Dieses wurde am 2
6.
Juni 2014 erstattet (
Urk.
11/148).
D
er Versicherte
nahm dazu
am 1
7.
Dezember 2014
Stellung
(
Urk.
11/157)
.
M
it Verfügungen vom 1
6.
Juni 2015
sprach die
IV-Stelle dem Versicherten
für die Zeit vom
1.
März bis 3
1.
Oktober 2006 eine ganze und für die Zeit vom
1.
November 2006 bis 3
1.
Juli 2007 eine
Drei
viertelsrente
zu (
Urk.
2/1 und
Urk.
2/2).
2.
Dagegen liess
X._
am 2
4.
August 2015 durch Rechtsanwalt Viktor
Györffy
Beschwerde erheben u
nd beantragen, es sei ihm
auch
ab 1.
November 2006 eine ganze
Invalidenr
ente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantrag
t
e
er
die unentgeltliche Prozessführung und die Bestellung von Rechtsanwalt Viktor
Györffy
als unentgeltlichen Rechtsvertreter (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin beantragt
e mit Beschwerdeantwort vom 30.
September 2015 die Abweisung
der Beschwerde (
Urk.
10), was dem Beschwerdeführer am
5.
Oktober 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
12).
Mit Verfü
gung vom 1
5.
März 2017 (
Urk.
13) wurde dem Beschwerdeführer Frist ange
setzt, um zu erklären, ob er über eine Rechtsschutzversicherung verfüge und um bei bestehender Versicherung anzugeben, aus welchem Grund eine Kos
ten
-
übernahme abgelehnt worden sei. Mit Eingabe vom
4.
April 2017 (
Urk.
16) erklärte der Beschwerdeführer, dass er über eine Rechtsschutzversi
cherung verfüge, welche im Umfang von einem Drittel für die anfallenden Kosten aufkomme (vgl. auch Schreiben der CAP Rechtsschutz-
Versiche
rungs
-
gesellschaft AG vom 3
1.
März 2017,
Urk.
17/1).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer auch
nach Oktober
2006
noch
An
sp
ruch
auf eine ganze Invalidenrente hat.
2.
2.1
Am
1.
Januar 2008 und am
1.
Januar 2012 sind die im Zuge der Revisionen 5 und 6a geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
(ATSG) in Kraft getreten.
Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt hat sich
teilweise vor dem Inkraft
treten der
5.
IV-Revision am
1.
Januar 2008 verwirklicht, weshalb bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab
1.
Januar 2008 auf die neuen Normen der
5.
IV-Revision
abzustellen ist (BGE 130 V 445). Diese Revision hat allerdings keine substanziellen Änderungen bei der Invaliditätsbemessung gebracht (
Urteil 8C_106/2013 vom 3
1.
Mai 2013
E. 2 mit Hinweis)
.
Die Gesetzesbestimmungen werden – soweit nichts anderes vermerkt ist – im Folgenden in der seit dem
1.
Januar 2008 geltenden und mit der Revision 6a am
1.
Januar 2012 unverändert gebliebenen Fassung zitiert.
2.
2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 ATSG
beziehungsweise ab der
5.
IV-Revision
Art.
7
Abs.
1 ATSG, in deren Rahmen
Art.
7 ATSG durch einen zweiten Absatz ergänzt wurde,
gemäss
welchem für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit
ausschliesslich
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen sind und eine Erwerbsunfähigkeit zudem nur vorliegt, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist
).
Gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG in der bis zum 3
1.
Dezember 2007 gültig gewese
nen Fassung beziehungsweise
Art.
28
Abs.
2 IVG in der Fassung gültig ab
1.
Januar 2008 haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70
%
, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60
%
, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50
%
, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40
%
invalid sind.
2.
3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades ein
getreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche
Revi
sionsgrund
gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125
V
413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hin
weisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweiswer
tes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person
auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
3.
3.1
Kreisarzt
Dr.
A._
erklärte mit Bericht vom 1
4.
August 200
6
(
Urk.
11/60/409-414
)
, in
Bezug auf die zwei Verkehrsunfälle (1
2.
Dezember 2005 und 2
1.
Mai 2006) seien di
e heutigen Befunde sehr diskret
. Der Status quo sine sei per
1.
Oktober 2006 festzulegen (Abschluss der physiotherapeu
tischen Behandlungen). Bezüglich der HWS-Symptomatik bestehe somatisch keine Arbeitsunfähigkeit. Die rechte Schulter rechtfertige
hingegen
eine reduzierte Einsatz- und Belastungsfähigkeit. Grundsätzlich sei
jedoch
eine mindestens 50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit gewähr
leistet. Die definitive Beurteilung des Zumutbarkeitsprofils werde auf Anfang 2007 fällig mit Abschluss der Behandlungen an der rechten Schulter.
Das Zumutbarkeitsprofil werde sich jedoch kaum noch ändern. Eine angepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer vollschichtig zumutbar.
Eine solche Tätigkeit müsse wechselbelastend sein. Zusatzbelastungen seien vom Boden bis Hüfthöhe im Umfang von 10 bis 15 Kilogramm vereinzelt, von
Hüfthöhe bis über Schulterhöhe im möglichen Bewegungsumfang abnehmend von
5
bis 2 Kilogramm möglich. In den unteren Bewegungssegmenten bis
Schul
-
ter
höhe
bestehe ein uneingeschränkter Bewegungsumfang. Nicht zumutbar seien
ausschliessliche
Tätigkeiten auf Schulterhöhe oder darüber, kraftvolle
Stoss
-, Zug- und Drehbewegungen, kraftvolles repetitives Zupacken, schwere Arbeiten wie Pickeln, Schaufeln, Bohren, Vibrationen, Schläge und Spitzen sowie Zwangshaltungen.
3.
2
Dr.
A._
untersuchte den Beschwerdeführer am 2
9.
Mai 2007 erneut. Er hielt dazu im Bericht vom gleichen Tag
(Urk.
11/60/668-672)
fest
, er habe beim Beschwerdeführer bereits
im
2006 keine Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit von Seiten der HWS mehr festgestellt. Unterdessen sei wieder eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit im Unfallschein eingetragen. Er könne d
ies
nicht nachvollziehen. Bezüglich HWS-Distorsionstraumata seien keine wesentli
chen somatischen Residuen mehr festzustellen. Sodann bestehe ohne die entsprechende Exposition pulmonal keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit. Betreffend die rechte Schulter sei eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit fest
gelegt. Dies könne er aufgrund der bisherigen beruflichen Tätigkeit nachvoll
ziehen und bestätigen. Das am 1
4.
August 2006 ausformulierte
Zumutbar
keitsprofil
habe weiter Gültigkeit.
3.
3
Dr.
B._
hielt gestützt auf die medizinischen Akten und die Ergebnisse
sei
ner
Unte
rsuchung des Beschwerdeführers mit
Bericht
vom
3.
November 2009
(
Urk.
11/60/283-312
)
als
unfallbedingte
Diagnose
fest
:
-
leicht- bis
mässiggradige
Bewegungseinschränkung des r
echten Schul
tergelenks mit
-
leichtgradiger Minderung der Kraft der an der Bildung der
Rotato
renma
nschette
beteiligten Muskulatur
-
leichtgradigem
coracoidalem
Impingement
Unfallunabhängig bestünden eine Adipositas und eine leichtgradige
Bewe
gungseinschränkung
beider
Hüftgelenke mit
endgradigem
Rotationsschmerz auf der rechten Seite. Subjektiv leide der Beschwerdeführer unter
unregel
mässig
auftretenden Kopfschmerzen, einer Schwindelsymptomatik und
Ohr
geräuschen
(
Urk.
11/60/305
). Eine angepasste Tätigkeit könne ganztags ver
richtet werden
(
Urk.
11/60/
311
).
3.4
Dr.
med.
F._
, FMH Neurologie, vom
O._
stellte im Bericht an
Dr.
Z._
vom 1
2.
September 2011 die folgenden Diagnosen (
Urk.
11/84/81):
-
cerebrale
Kleingefässerkrankung (
supratentoriell
,
pontin
) mit/bei
-
leichter neuropsychologischer Funktionsstörung und
Gangunsicher
heit
-
vaskulären Risikofaktoren: Nikotinkonsum, arterielle Hypertonie, Adipositas
-
Schlafapnoe-Syndrom mit
-
38 Apnoen/h Schlaf von max. 40 Sek. Dauer
-
massiven Sauerstoff-
Desaturationen
-
erhöhter Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche und leichter
neu
rokognitiver
Funktionsstörung
-
Hemispasmus
facialis
links bei neurovaskulärer Kompression des
Ner
vus
facialis
durch eine sehr
elongierte
Arteria
vertebralis und zusätz
lich durch absteigenden AICA-Ast
-
Tinnitus
-
benigner parox
y
smaler Lagerungsschwindel ausgehend vom rechten hori
zontalen und rechten
posterioren
Bogengang
-
Zervikalgien
bei degenerativen Veränderungen der HWS (
foraminale
Einengung C4/5 rechts, weniger ausgeprägt C3/4 links), rechtsbetont mit rechtsbetont eingeschränkter HWS-Rotation, ohne
radikuläre
Ausfälle sowie bei Status nach zweimaligem HWS-Distorsionstrauma
-
leichtgradiges Polyneuropathie-Syndrom, wahrscheinlich
aethyltoxi
scher
Genese
-
leichtgradiges
periodic
limb
movement
-Syndrom (
Polysomnographie
vom 25./26.7.2011)
-
Hepatopathie, wahrscheinlich
aethyltoxischer
Genese
-
Status nach Lösungsmittelexposition 2004
-
physiologisch verstärkte Kopf- und Händetremor
Zu den Auswirkungen der im Bericht näher umschriebenen Untersuchungsbe
funde auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äus
serte sich Dr.
F._
nicht (Urk. 11/84/81-85).
3.
5
Die Gutachter der
M
edas
C._
nannten mit Gutachten vom 17.
Januar 2012 (
Urk.
11/84) als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
11/84/40
; vgl. auch
Urk.
11/117-118
):
-
c
hronische Schulterschmerzen rechts (ICD-10 M75.8) seit 2005 mit/bei
-
Bizepstendinopathie
-
s
ubacromi
ale
m
Impingement
-
Verdacht auf erneute SLAP-Läsion
-
AC-
Gelenksarthropathie
-
a
bgelaufene
r
Schultergelenksdistorsion März 2005
-
a
rthroskopische
r
SLAP-
Refixation
und
Acromioplastik
im Januar 2006
Ohne
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien (
Urk.
11/84/40-41):
-
c
hronisches
zervikobrachiales
und
zervik
o
zephales
Schmerzsyndrom
(ICD-10 M53.0 und M53.1) seit 2006
-
muskuläre
Dysbalance
-
leichtgradige degenerative Veränderungen C3-C5
-
abgelaufene HWS-Distorsion ohne strukturelle Schädigung im Dezember 2005 und im Mai 2006
-
Schlafapnoesyndrom (Erstdiagnose Juli 2011, ICD-10 G47.3)
-
schädlicher Gebrauch von Alkohol, anamnestisch
Abhängigkeitssyn
drom
-
leichtgradige, periphere, distale Polyneuropathie
-
Hepatopathie
-
benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (Erstdiagnose 2001, ICD-10 H81.1)
-
neuroradiologisch nachgewiesene
Mikroangiopathie
(
pontin
,
supraten
toriell
,
Erstdiagnose November 2011, ICD-10 I67.8)
-
kardiovaskuläre Risikofaktoren: Tabakrauchen, arterielle Hyperto
nie
-
Hemispas
mu
s
facialis
links
durch Kompression des
Nervus
facialis
durch
elongierte
Arteria
vertebralis (Erstdiagnose Juli 2011, ICD
-
10 G51.3)
-
Tinnitus
aurium
(Erstmanifestation 2005, ICD-10 H93.1)
-
p
sychische und Verhaltensfaktoren bei
andernorts
klassifizierten Krank
heiten (ICD-10 F54) seit 2005
Bimanuelle
Tätigkeiten auf oder über Schulterhöhe seien
für den Beschwerde
führe
r
nicht mehr möglich. Die bisherige Tätigkeit sei daher überwiegend wahrscheinlich auf Da
u
er nicht mehr zumutbar. Die Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit begründe sich durch ein physisches Leiden (
Urk.
11/84/50).
Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwerdeführer
seit dem 1
4.
August 2006 zu 50
%
und seit dem 2
9.
Mai 2007 zu 100
%
ausüben. Zumutbar seien wechselnd belastende Tätigkeiten in Wechselhaltung, körperlich leicht bis gelegentlich mittelsch
w
er, ohne häufige Tätigkeiten auf oder über Schulter
höhe, ohne Klettern und Bewegen auf Leitern oder Gerüsten (
Urk.
11/84/52
+56
)
.
3.6
Dr.
D._
und
lic
. phil.
G._
, klinische Psychologin, führten im Bericht vom 2
1.
September 2012 als somatische Diagnosen die im Bericht des Zentrums für Neurologie vom 1
2.
September 2011 genannten (vgl. E. 3.4) und als psychiatrischen Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11), eine Störung durch Tabak (ICD-10 F17.1) sowie ein metabolischen Syndrom an. Sie vermuteten, dass die beschriebenen körperlichen Beschwerden wie Schwindel, Gleichgewichtsstö
rungen mit Gangunsicherheit und Druck im Kopf von den Unfällen verur
sacht worden seien. Einen direkten Zusammenhang mit dem phasenweise erhöhten Alkoholkonsum sähen sie nicht. Es sei jedoch offensichtlich, dass der Alkoholkonsum die Beschwerden verstärke. Insgesamt werde die Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten auf 20
%
bis 30 % geschätzt (
Urk.
11/110).
3.
7
Dr.
D._
führte
mit psychiatrischem Verlaufsbericht v
om 29.
Juli 2013 (
Urk.
11/125) als Diagnose
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
eine Persönlichkeits- und Verhaltensstörung (ICD-10 F07.8) in Verbindung mit einer mittelgradigen, aber zunehmenden kog
n
itiven Beeinträchtigung nach ICD-10 F06.7
an
.
Der Beginn dieser komplexeren neuropsychiatrischen Störung sei nicht genau datierbar, eine Entwicklung lasse sich rekonstruieren ab etwa 2005/200
6.
Über die zugrundeliegende
Ätiopathogenes
e
seien zum derzeitigen Zeitpunkt kein
e
detaillierten Aussagen möglich, was jedoch für die Beantwortung der sozialpsychiatrischen und versicherungsmedizinischen Fragestellung unerheblich sei. Das neuropsychiatrische Störungsbild sei
syn
dromal
erfassbar und stehe in engem Zusammenhang mit
einer
cerebralen
Kleingefässerkrankung und
einem
Schlafapnoe-Syndrom
sowie
Zervikalgien
bei degenerativer Veränderung der HWS und Status nach Distorsionstraum
a
. Die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei weiterhin beeinträchtigt durch einen paroxysmalen Lagerungsschwindel unbekannter Genese sowie durch einen physiologisch verstärkten Kopf- und Händetremor; intermittierend komme es zu einer
Visusverschlechterung
, weshalb funktio
nal
-
optometrische
Kontrollen im
H._
durchgeführt würden. Konsekutiv müsse ein
Visualtraining
durchgeführt werden, eine Colorbrille sei verordnet worden. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfäh
i
gkeit seien
eine
rezidivierende depressive Störung, welche gegenwärtig remittiert sei (ICD-10 F33.4)
,
und der Tabak- und Alkoholabusus (ein Abhängigkeitssyndrom liege nicht
vor), welcher weiterhin zu diagnostizieren, aber seit Vorsommer 2013 rückläufig sei (ICD-10 F10.1 und F17.1).
Beim Beschwerdeführer seien die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie die
Durch
haltefähigkeit
mittelschwer bis schwerer eingeschränkt. Leichter bis mittel
schwer beeinträchtigt stellten sich die Funktionsbereiche Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen, Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompete
n
zen, Entscheidungs- und Urteilsfäh
i
gkeit,
Selbstbehauptungsfä
hig
keit
, Kontaktfä
h
i
gkeit zu
D
ritten und Fähigkeit zu familiären bzw. intimen Beziehungen dar. Gar nicht bis nur minim reduziert seien die
Gruppenfähig
keit
, die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten (dies beziehe sich primär auf Tätig
keiten im vertrauten sozialen und häuslichen Umfeld), die Fähigkeit zur Selbstpflege, und die Verkehrsfähigkeit (wobei nur die passive
Verkehrsfä
higkeit
gemeint sei, nicht jedoch die aktive, die deutlich schwerer beein
trächtigt sei
;
Urk.
11/125/28-29)
.
Der Beschwerdeführer sei in seinem angestammten Beruf als Monteur anhal
tend zu 80 bis 100
%
arbeitsunfähig. Die Arbeits
un
fähigkeit in einem
lei
densadaptierten
Tätigkeitsfeld sei ebenfalls als
höhergradig
einzuschätzen. In Prozenten ausgedrückt sei der Grad der Arbeitsunfähigkeit auf etwa 65
%
festzulegen. Die genannten Arbeitsunfähigkeiten seien ab Mai 2007 anzu
nehmen, wobei noch bis etwa Ende 2010 von einer Restarbeitsfähigkeit von 50
%
und etwas mehr ausgegangen werden könne (
Urk.
11/125/29-30)
.
3.
8
Die Gutachter der
M
edas
E._
nannten mit Gutachten vom 2
6.
Juni 2014 (
Urk.
11/148) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
11/148/40)
:
-
c
hronisch
e Schmer
zen und Funktionseinbussen der rechten Schulter und des rechten dominanten Armes bei Status nach
Schulterdistor
sion
im März 2005 durch einen Arbeitsunfall mit SLAP-Läsion (
Dis
cus
glenoidalis
),
arthroskopischer
Refix
ation
und
Acromioplastik
im Jan
u
a
r 200
6.
Daraufhin Komplikationen mit erheblichen
Infektprob
lemen
und der Notwendigkeit einer längeren stationären antibioti
schen Therapie, später in einem MRI Feststellung einer erneuten Läsion mit
Tendinopathie
der langen
Bizepssehne
(ICD-10 M75.0)
-
Störung des
visuo
-optischen Systems wahrscheinlich auf der Grund
lage einer
subkortikalen arteriosklerotische
n
Enzephalopathie
(
bild
morphologisch
)
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gut
achter
(
Urk.
11/148/40-41)
:
-
d
ysfunktionale Krankheitsverarbeitung (ICD-10 F54)
-
r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
als
remittiert zu bezeichnen (ICD-10 F83.4)
-
d
er vorbekannte Tabak- und Alkoholabusus (ein
Abhängigkeitssyn
drom
liegt nich
t vor) ist weiterhin zu diagnostiz
ieren, jedoch seit Vorsommer 2013 rückläufig als Ergebnis der Behandlung seit Oktober 2012 (ICD-10 F10.1 und F17.1)
-
m
inimes Karpaltunnelsyndrom rechts
-
Ausschluss Polyneuropathie
-
l
eichte chronische neurogene Schädigung C6 ohne funktionell-motori
sche Symptome
-
Tinnitus
aurium
-
a
rterielle Hypertonie
-
Adipositas Grad I
-
Status nach Hepatitis 1986, aktuell erhöhte Leberwerte
-
Schlafapnoe-Syndrom
-
c
hronisches
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom rechts bei degenerati
ven Veränderungen der mittleren und unteren H
WS
Seit März 2005
bestehe
in der spezialisieren Tätigkeit als Revisor von unterir
dischen Grosstanks/Pflichtlagertanks des Bundes und deren Beschichtungen sowie im erlernten Beruf als Metallbauschlosser
eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit
(
Urk.
11/148/44).
Körperlich leichtere industrielle Tätigkeiten im Metallbau oder vergleichbare Tätigkeiten ohne stärkere kraftmässige Beanspruchungen des rech
t
en domi
nanten Armes und ohne Tätigkeiten über Schulterhöhe blieben durch die Einschränkungen in der rechten Schulter erschwert, sie füh
r
ten auch zu ver
langsamten Bewegungsabläufen und einem erhöhten Pausenbedürfnis, was zu einer geschätzten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von etwa 20
%
führe, dies bezogen auf ein volles Arbeitspensum (
Urk.
11/148/45). Aus neurologischer Sicht seien
Arbeiten, welche räumliches Sehen umfassten, nicht mehr möglich.
Nicht mehr möglich seien
zudem
Arbeiten auf Leitern und Gerüsten mit Absturzgefahr sowie feinmotorische Arbeiten, die optische Kontrolle benötigten (
Urk.
11/148/38).
Aus
psychiatrisch-versicherungsmedi
zinischer
Sicht sei dem Beschwerdeführer die Willensanstrengung voll zumutbar. Er leide an keiner psychischen Störung von erheblicher Schwere, Intensität und Ausprägung und Dauer, die seine Willensanstren
g
ung bee
i
n
trä
chtigen würde (
Urk.
11/148/46).
3.
9
Am 2
2.
Juli 2014 wurden in der Klinik
I._
MR der LWS und der HWS
des Beschwerdeführers
erstellt. Prof.
Dr.
med.
J._
hielt hierzu mit Bericht vom gleichen Tag
an
Dr.
F._
vom
Zentrum für Neurologie
(
Urk.
3/3)
fest, es zeigten sich keine spinalen Engen zervikal oder
l
um
bal
. In der HWS seien die
Neuroforamina
bei HWK 5/6 und HWK 6/7 leicht bis mit
telgradig eingeengt (passend zu
r
C6 Symptomatik auch Betonung bei HWK 5/6). Dadurch ergebe sich eine leichte C6 Wurzelkompression rechts
neuro
foraminal
.
Im
Vergleich hierzu
jedoch
auch stärkere mittelgradige
neuro
fo
raminale
Engen
lägen
rechts beton
t
bei HWK
3/4
und 4/5 mit Betonung bei HWK
3/4
vor. Dadurch ergebe sich eine stärkere mittelgradige C4 und C5 Wurzelkompression rechts betont im Vergleich zu
r
C6 Wurzel rechts. In der LWS liege eine nur leichte
Bandscheibenaussackung
bei LWK
3/4
und etwas stärker bei LWK 5/SWK 1 links
paramedian, jedoch kein
e
Wurzelkompression vor. Es bestehe keine knöcherne
neuroforaminale
Enge lumbal,
jedoch eine aktivierte
Osteochrondrose
bei LWK
2/
3.
Es liege zudem ein
Pontin
hyperin
tense
T2 Zonen diffus (
Mikroangiopathie
) vor
.
3.
10
Dr.
F._
erklärte
mit Beri
ch
t an
Dr.
D._
vom
4.
September
2014, das 2011 beschriebene Beschwerdebild präsentiere sich im Verlauf im Wesentlichen unverändert. Neben einer
cerebralen
Mikorangiopathie
mit supra- und
infraten
t
o
ri
eller
(
pontiner
) Manifestation mit Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen,
Okulomotorik
und Koordination komme es rezidi
vierend zu einem benigne
n
paroxysmalen Lagerungsschwindel mit Schwin
del und Verstärk
ung der Gangunsicherheit, begün
stigt durch ein chronisches
Zervi
kalsyndrom
nach HWS-Distorsions
traum
a
(zweimalig) und bei
mehr
segmentalen
degenerativen Veränderungen mit leichtgradiger
radikulärer
Ausfallsymptomati
k
C6 rechts und Residuen einer Ar
m
plexus-Läsion rechts. Hinzu k
ämen
ein Tremor-Syndrom mit Eigenschaften eines essentiellen Tre
mors und physiologisch verstärkten Tremors und ein leichtgradiges
Poly
neuropathie-Syndrom
der Beine, überlager
t
von einer leichtgradigen
Druck
neuropathie
der
Plantanerven
(rechts
lateral). Hinweise auf einen
neurodege
nerativen
Prozess, eine metabolische-toxische Enzephalopathie oder eine infektiöse Enzephalopathie ergäben sich nicht. Das Schlafapnoe-Syndrom sei unter CPAP-Therapie
regredient
, gemäss aktuellem
Polysomnograp
hie
-Befund noch besserungsfähig. Es imponierten zudem periodische
Beinbewe
gungen
während des Schlafs
(PLMS)
progredient, wahrscheinlich aufgrund der inzwischen etablierten antidepressiven medikamentösen The
r
apie, unter anderen zur Verbesserung einer Durchschlafstörung, welche in Anbetracht der Konstellation der Befunde (
Ak
t
imetrie
,
Polysomnographie
) sowie der persistierenden Tagesmüdigkeit nach wie vor relevant sei (Urk. 3/4).
3.
11
Mit Bericht vom 2
0.
Juni 2015
(
Urk.
11/189) erklärte
Dr.
D._
, der Beschwerdeführer hab
e seit der Begutachtung in der
M
edas
E._
den Alkoholkonsum deutlich reduzieren könne
n
und auch noch weiter an Körpergewicht
abgenommen
. Die Schlafstörungen seien leicht gebessert, d
as
Allgemein
befinden
sei auf bescheidenem Niveau stabilisiert, insbesondere durch eine
mässiggradige
, aber dauerhafte Anhebung der depressiven
Stim
mungslage
mittels einer geeigneten
Medikaton
. Es ergäben sich jedoch keine substantiell relevanten Veränderungen gegenüber den Aussagen seines Gut
achtens vom
5.
Mai 2014
(vgl.
Urk.
11/148/17-18)
. Im Vordergrund des kli
nischen Bildes stünden
die erheblichen und anhaltenden Defizit
e
in der (selektiven und vor allem geteilten) Aufmerksamkeit, der Konzentration, dem psychophysi
s
chen und auch mentalen Durchhaltevermögen sowie dem Anpassungs- und Umstellungsvermögen.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging
in den angefochtenen Verfügungen
vom
16.
Juni 2015 (
Urk.
2/1 und
Urk.
2/2) davon aus, dass der Beschwerdeführer seit März 2005 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt sei.
Gemäss den ihr – bei Erlass des ersten Vorbescheides vom 2
8.
März 2012 (Urk. 11/87) - vorliegenden medizinischen Unterlagen habe zunächst
auch in einer ange
passten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Von August
2006
bis April 2007
sei der Beschwerdeführer
in einer angepassten Tätigkeit
zu 50
%
arbeitsfähig
gewesen.
Seit Mai 2007 sei eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar. Der Invaliditätsgrad betrage ab März 2006 100
%
, ab August 2006 62 % und ab Mai 2007 23
%
, dies unter Berücksichtigung einer durch die Bewegungs- und Belastbarkeitseinschränkung bedingten
Leis
tungsminderung
von 20
%
auf Seiten des
Invalideneinkommens. Aus dem in Würdigung des Einwandes des Beschwerdeführers in Auftrag gegebenen Gutachten der
Medas
E._
resultiere aus versicherungsmedizinischer Sicht dieselbe Einschätzung wie im Gutachten der
Medas
C._
vom 1
7.
Januar 2012, womit keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Verschlechterung dargestellt worden sei (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer brachte dagegen im Wesentlichen vor, dass das Gutach
ten der
Medas
E._
, auf welches die Beschwerdegegnerin pri
mär abstelle, die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweiskräftige ärztliche Stellungnahmen klar nicht erfülle und deshalb keine Verbesserung seines Gesundheitszustandes ab November 2006 resp. August 2007 belege. Aus der Beurteilung von
Dr.
D._
ergebe sich vielmehr, dass nach wie vor keine verwertbare Arbeitsfähigkeit vorliege (
Urk.
1).
4.2
4.2.1
Gegen das polydisziplinäre Gutachten der
Medas
C._
vom 1
7.
Januar 2012 (
Urk.
11/84) hatte der Beschwerdeführer im Einwand vom 2
7.
August 2012 (gegen den ersten Vorbescheid vom 2
8.
März 2012,
Urk.
11/87) insbe
sondere vorgebracht, entgegen dem Gutachtensauftrag der
Beschwerdegeg
nerin
sei in der
Medas
C._
keine neurologische und
neuropsychiatri
sche
Untersuchung durchgeführt worden. Es beruhe daher nicht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen. Im Übrigen überzeuge es auch in seinen Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht (
Urk.
11/105/3).
4.2.2
Es trifft zu, dass die Beschwerdegegnerin der
Medas
C._
den Auftrag erteilt hatte, eine neurologische Abklärung und eventuell auch eine neu
ropsychologische Abklärung vorzunehmen (
Urk.
11/71; vgl.
Urk.
11/86/8). G
rundsätzlich
blieb es jedoch gleichwohl der
Medas
C._
überlassen,
über Art und Umfang der aufgrund der konkreten ärztlichen
Fragestellung erforderlic
hen Untersuchungen zu befinden
(
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichtes 8C_639/2011 vom
5.
Januar 2012 E. 4.3.4
und
9C_830/2009 vom 2
7.
Januar 2010 E. 3.3
).
Am
7.
und 2
3.
Juni 2011 fanden in der
Medas
C._
internistische resp. rheumatologische und psychiatrische Untersuchungen statt (
Urk.
11/84/1). Während im internistischen und psychiatrischen Teilgutachten kein Hinweis angebracht worden war, dass noch zusätzliche
Abklärungen i
n einem weite
ren medizinischen Fachbereich erforderlich seien, war im rheumatologischen Teilgutachten empfohlen worden, eine neurologische Abklärung vorzuneh
men resp. die Ergebnisse des vom Beschwerdeführers bereits auf den 1
2.
Juli 2011 vereinbarten Termins für eine neurologische Untersuchung im Zentrum für Neurologie abzuwarten (
Urk.
11/84/65; vgl.
Urk.
11/84/2).
Dr.
F._
vom Zentrum für Neurologie hat im betreffenden Bericht vom 12. September 2011 (
Urk.
11/84/81-85, vgl. E. 3.4) detaillierte Angaben zu den vom Beschwerdeführer ihr gegenüber geklagten Beschwerden, den kli
nischen Befunden, den Ergebnissen der von ihr veranlassten
Zusatzuntersu
chungen
(
Laboruntersuchung, MR des Schädels,
Elektroneuromyographie
, neuropsychologische Abklärung, Schlafuntersuchung [vgl.
Urk.
11/84/86-97])
und zu den Diagnosen gemacht. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Gutachter der
Medas
C._
von eigenen neurologischen und neu
ropsychologischen Untersuchungen abgesehen und sich darauf beschränkt haben, die im Bericht von
Dr.
F._
beschriebenen Abklärungsergebnisse zu würdigen (Urk. 11/84/2 und Urk. 11/84/48-49; vgl. auch
Urk.
11/117).
4.2.3
Die Gutachter der
Medas
C._
stellten im Rahmen der
Gesamtbeurtei
lung
– in Übereinstimmung mit der Befundlage - fest, dass aus internisti
scher und allgemeinmedizinischer Sicht keine arbeitsrelevanten pathologi
schen Befunde bestünden (
Urk.
11/84/47). Auf
rheumatologischem Gebiet lägen unverändert eine belastungsabhängige Schmerzsymptomatik und ein
geschränkte Funktion am rechten Schultergelenk vor, wobei anhand der Voruntersuchungen von einer erneuten oder fortbestehenden Läsion des oberen Labrums auszugehen sei. Ausserdem bestünden Hinweise auf eine AC-Gelenksarthrose und eine
Tendinopathie
der langen
Bizepssehne
. Diese Veränderungen stellten ausreichende Korrelate für die Schmerz- und
Funkti
onseinschränkung
dar (Urk. 11/84/47). Zum psychischen Gesundheitszustand führten die Gutachter – ebenfalls in Übereinstimmung mit den im psychiat
rischen Teilgutachten festgehaltenen Befunden und Diagnosen (Alkoholmiss
brauch [ICD-10 F10.1], dysfunktionale Krankheitsverarbeitung [ICD-10 F54]) – aus, aktuell bestehe keine psychische Störung von Krankheitswert. Der chronische Alkoholgebrauch werde - neben anderen ursächlichen Faktoren im somatischen Bereich - als Teilursache der vom Beschwerdeführer
be
-
schriebenen
Allgemeinsymptome (Benommenheit,
Vigilanzstörungen
, kog
nitive Störungen) betrachtet (Urk. 11/84/47-48). Zum Bericht von
Dr.
F._
vom 1
2.
September 2011 bemerkten die Gutachter, dass die darin genannten Diagnosen aus Gutachtersicht nachvollziehbar seien (
Urk.
11/84/53; vgl. auch
Urk.
11/84/48). Ob die leichtgradigen neuropsychologischen Funkti
onsstörungen und die Gangunsicherheit auf die zerebrale
Mikroangiopathie
, wie sie im MRI des
Neurocraniums
dokumentiert sei, zurückgeführt werden könne, müsse aus Gutachtersicht offen bleiben. Es gebe auch zahlreiche andere Gründe für die leichtgradigen kognitiven Einschränkungen und für die Gangunsicherheit, die bei der klinischen Prüfung nicht besonders ausge
prägt gewesen sei (
Urk.
11/84/53), nämlich die genannten psychischen Fak
toren und die Folgen des erhöhten Alkoholkonsums sowie der Schlafapnoe (
Urk.
11/84/48).
Zu den aufgrund der festgestellten Störungen bestehenden Beeinträchtigun
gen hielten die Gutachter der
Medas
C._
fest, dass auf der psychischen Ebene leichtgradige kognitive Einschränkungen vorhanden seien, welche sich einerseits auf Flexibilität sowie Anpassungs- und Umstellungsvermögen hemmend auswirken könnten. Anderseits sei ein verlangsamtes Arbeitstempo vorstellbar. Aus Gutachtersicht bestehe eine Beeinflussbarkeit dieser Beein
trächtigungen, weshalb sich daraus keine relevanten (andauernden) Ein
schränkungen der Arbeitsfähigkeit ergäben (
Urk.
11/84/49; vgl.
Urk.
11/84/48 [Behandlungsmöglichkeiten]). Auf der somatischen Ebene bestünden Beeinträchtigungen am rechten Schultergürtel resp. der rechten oberen Extremität, weshalb der Beschwerdeführer Aktivitäten, die den Ein
satz des rechten Arms auf oder über Schulterhöhe erforderten, nicht mehr ausüben könne. Dazu gehöre auch die früherer Arbeitstätigkeit als Monteur in der Tankrevision. Für andere Tätigkeiten resultierten qualitative Ein
schränkungen. Gangunsicherheit und Schwindelsymptome seien multifakto
riell begründet, behandelbar und durch Modifikation der Risikofaktoren abzubauen. Kurzfristig resultierten Beeinträchtigungen für gefahrengeneigte Tätigkeiten (mit Absturzgefahr, an laufenden Maschinen etc.).
Die Gutachter der
Medas
C._
gelangten, wie erwähnt, zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfä
hig, in einer dem von ihnen formulierten Belastungsprofil entsprechenden angepassten Tätigkeit jedoch seit Mai 2007 zu 100
%
arbeitsfähig sei. Diese Beurteilung erscheint aufgrund der besagten gutachterlichen Feststellungen grundsätzlich nachvollziehbar. Ob die Gutachter der
Medas
C._
die von
Dr.
F._
festgestellten leichten kognitiven Defizite angesichts dessen, dass diese möglicherweise (auch) durch die zerebrale
Mikroangiopathie
bedingt sind, zu Recht als
vorübergehend erachtet haben, kann aufgrund der nachfolgenden Erwägungen offen bleiben (vgl. E. 5.4).
4.2.4
Entgegen der vom Beschwerdeführer im Rahmen des ersten
Vorbescheidver
fahrens
vertretenen Auffassung enthält der Bericht von Dr.
D._
vom 2
1.
September 2012 (vgl. E. 3.6) keine Angaben, welche die von den Gutachtern der
Medas
C._
vorgenommene Beurteilung in Frage stel
len. Aus rechtlicher Sicht gilt dies umso mehr, als leichte bis mittelgradige depressive Störungen in der Regel invalidenversicherungsrechtlich zu keiner relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 8C_813/2016 vom 1
0.
März 2017 E. 4 mit Hinweisen).
4.2.5
Das Gutachten der MEDAS
C._
vom 1
7.
Januar 2012 stellt demnach grundsätzlich eine zuverlässige Grundlage zur Beurteilung des damaligen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers dar. Davon ging gemäss Aktenlage zunächst auch die Beschwerdegegnerin aus, wobei sie aber auf
grund des vom Beschwerdeführer eingereichten Berichtes von
Dr.
D._
vom 2
9.
Juli 2013 (vgl. E. 3.7) letztlich zum Schluss gelangte, dass nun zusätzlich eine neurologische Untersuchung angezeigt sei. Da das Gut
achten der
Medas
C._
bereits zwei Jahre zuvor erstellt worden war, gab sie in der Folge nicht nur eine neurologische Begutachtung, sondern auch eine internistische, rheumatologische und psychiatrische
Verlaufsbegut
achtung
in Auftrag (vgl. Stellungnahmen des Rechtsdienstes vom
6.
Januar 2014 sowie des RAD vom 2. September 2013 und
6.
Januar 2014,
Urk.
11/158/3-4; vgl. auch
Urk.
11/137-138).
4.3
4.3.1
Im Mai 2014 wurde der Beschwerdeführer in der
Medas
E._
internis
tisch, rheumatologisch, neurologisch und psychiatrisch begutachtet (
Urk.
11/148/1).
4.3.2
Zur - vom Beschwerdeführer als vollkommen unzureichend bezeichneten (
Urk.
1 S. 5) - neurologischen Begutachtung (
Urk.
11/148/34-40) ist zu bemerken, dass der neurologische Teilgutachter der
Medas
E._
eine aktuelle Anamnese aus neurologischer Sicht sowie einen vollständigen kli
nischen neurologischen Status erhob (
Urk.
11/148/36), Röntgenuntersuchun
gen der HWS und der Schulter sowie eine elektrophysiologische Untersu
chung veranlasste und einen Bericht der Radiologie
K._
betreffend die
cerebrale
MRI-Untersuchung vom 14. Juli 2011 einholte (
Urk.
11/148/22,
Urk.
11/148/36-37,
Urk.
11/148/49-53). Im Rahmen der von ihm vorgenom
menen Beurteilung verwies er vorab auf die im Jahr 2011 im Zentrum für Neurologie durchgeführte ausgiebige neurologische Diagnostik. In Auseinan
dersetzung damit sowie den von ihm getätigten Untersuchungsergebnissen stellte er fest, dass sich bei der von ihm durchgeführten Untersuchung kein Anhalt auf einen
Hemispasmus
facialis
gefunden habe, wenn auch die
bild
gebende
Diagnostik vom Juli 2011 eine Kompression des
Nervus
facialis
durch eine
elongierte
Arteria
vertebralis ergeben habe. Dies habe durch die in der
Medas
E._
durchgeführte radiologische Nachbegutachtung wei
testgehend nachvollzogen werden können. Der Beschwerdeführer habe von einem unsystematischen Schwindel mit
Schwankgefühl
und Unsicherheit im Rahmen
visuo
-optischer Eindrücke berichtet. Insbesondere beim Fehlen eines räumlichen Eindruckes käme es zu derartigen Schwindelsymptomen. Schwindel im Sinne eines benignen
paroxismalen
Lagerungsschwindels wür
den nicht mehr berichtet. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung seien Lagerungsproben und der Kopfimpulstest negativ gewesen. Der Beschwerdeführer habe über neuropsychologische Störungen mit
Konzentra
tionsstörungen
und verminderter Leistungsfähigkeit im Rahmen von
Mul
titaskaufgaben
berichtet, die bei nachgewiesener
Mikroangiopathie
im Rah
men einer arteriellen Hypertonie entstanden seien und ihn
weiterhin
handi
capierten
. Differentialdiagnostisch sei an einen beginnenden Morbus Wilson zu denken. Darüber hinaus bestünden Schmerzen der HWS mit Ausstrahlung in die rechte Schulter. Zeitweilig komme es zu
Kribbelparästhesien
in den zweiten bis dritten Finger. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung habe der Beschwerdeführer eine Hypästhesie und
Hypalgesie
der Finger II-IV angegeben. Das Hofmann-
Tinel’sche
Zeichen über dem
Nervus
medianus
rechts habe sich positiv gefunden, der
Phalen
-Test sei negativ gewesen. In der neurophysiologischen Untersuc
hung hätten sich ein minimales
K
arpal
tunnelsyndrom
rechts, keine Polyneuropathie sowie eine leichte chronische Schädigung C6 gezeigt. Letztere sei ohne funktionell-motorische Symptome.
Der neurologische Gutachter
l
egte somit unter Bezugnahme auf die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden – schlüssig -
dar, welche der im Bericht von
Dr.
F._
angeführten Befunde sich
im Rahmen der von ihm getätigten - umfassend erscheinenden – neurologischen Abklärungen bestä
tigen resp. nicht bestätigen liessen
und welche n
euen Befunde sich zeigten
.
Dabei gelangte er – wie die Gutachter der
Medas
C._
- zum Schluss, dass (auch) die aktuellen neurologischen Befunde der vollzeitlichen Aus
übung einer angepassten Tätigkeit nicht entgegenstehen. Als angepasst erachtete er aber im Gegensatz zu den Gutachtern der
Medas
C._
nur leichte körperliche Arbeiten ohne Anforderungen an die
visuo
-optische Kon
trolle (
Urk.
11/84/38-39).
4.3.3
Die internistische Gutachterin sowie der rheumatologische und der psychiatri
sche Gutachter der
Medas
E._
knüpften bei ihren Beurtei
lungen an den Feststellungen im Gutachten der MEDAS
C._
an, was nach dem Gesagten nicht zu beanstanden ist (vgl. E. 4.2.5). Die internistische Gutachterin befand, dass ein stabiler Gesundheitszustand vorliege (
Urk.
11/148/43). Der rheumatologische Gutachter
stellte – in hinreichender Auseinandersetzung mit den
Vorakten
- fest, dass sich der Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers seit der Begutachtung im Januar 2012 nicht verändert habe. Übereinstimmend mit dem rheumatologischen Gutachter der
Medas
C._
bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit i
n
angestammter Tätigkeit und im erlernten Beruf, hingegen wären angepasste leichtere Tätig
keiten ohne Belastung des rechten Arms und Tätigkeiten über Schulterhöhe mit gewissen Einschränkungen möglich. Angepasst seien berufsnahe körper
lich leichtere industrielle Tätigkeiten im Metallbau oder vergleichbare Tätig
keiten ohne stärkere kraftmässige Beanspruchungen des rechten dominanten Armes und ohne Tätigkeiten über Schulterhöhe. Auch diese Tätigkeiten blie
ben durch die Einschränkungen in der rechten Schulter erschwert und führ
ten auch zu verlangsamten Bewegungsabläufen und einem erhöhten
Pausen
bedarf
, was zu einer geschätzten Arbeitsunfähigkeit von ca. 20
%
führe, dies bezogen auf ein volles Arbeitspensum (
Urk.
11/148/33). Der psychiatrische Gutachter gelangte – unter expliziter Bezugnahme auch auf die Berichte von
Dr.
D._
vom 2
1.
September 2012 (vgl. E. 3.6), 29. März 2013 (vgl. E. 3.7) und vom
5.
Mai 2014 (
Urk.
11/148/17-18) - zum Schluss, dass seit Januar 2012 ein unveränderter psychopathologischer Zustand bzw. unveränderte Diagnosen vorlägen und aus psychiatrischer Sicht – weiterhin - keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (
Urk.
11/148/25-29).
4.3.4
Eine neuropsychologische Abklärung wurde in der
Medas
E._
nicht durchgeführt.
Ob neuropsychologische Abklärungen erforderlich sind, um den Gesundheitszustand einer versicherten Person beurteilen zu können, liegt
, wie bereits erwähnt,
im Ermessen der begutachtenden Ärzte
(vgl.
E.
4.2.2). Im Übrigen besteht aufgrund der gutachterlichen Feststellungen kein Grund zur Annahme, dass bezüglich der im
Bericht von
Dr.
F._
vom 1
2.
September 2011
sowie im Gutachten der
Medas
C._
vom 1
7.
Januar 2012 beschriebenen leichten kognitiven Defizite eine Verschlech
terung eingetreten sein könnte (vgl.
Urk.
11/148/21 und
Urk.
11/148/24; vgl. auch E. 3.10). Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen ändert sodann am Ergebnis nichts, wenn die von den Gutachtern der
Medas
C._
beschriebenen (möglichen) Auswirkungen der leichten kognitiven Defizite auf die Arbeitsfähigkeit – entgegen deren Beurteilung (vgl. E. 4.2.3) - im Rahmen der Invaliditätsbemessung berücksichtigt werden (vgl. E. 5.4).
4.3.5
Im Rahmen der Gesamtbeurteilung attestierten die Gutachter der
Medas
E._
dem Beschwerdeführer – wie die Gutachter der
Medas
C._
– in der bisherigen Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Beurteilung der MEDAS
C._
, wonach der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit (seit Mai 2007) zu 100
%
arbeitsfähig sei, haben sie grundsätzlich ebenfalls bestätigt. Aufgrund der besagten Feststellungen im neurologischen und rheumatologischen Teilgutachten attestierten sie dem Beschwerdeführer aber weitergehende qualitative Einschränkungen (nur körperlich leichte Tätigkeiten ohne stärkere kraftmässige Beanspruchung des rechten Arms und ohne Arbeiten über Schulterhöhe; keine Tätigkeiten, welche räumliches Sehen erfordern; keine feinmotorischen Tätigkeiten, welche eine optische Kontrolle benötigen) sowie eine quantitative Einschränkung (
Leistungsmin
derung
von 20
%
bezogen auf ein Vollzeitpensum).
4.3.6
Das Gutachten der
Medas
E._
beruht demnach durchaus auf den erfor
derlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in ausreichender Ausei
nandersetzung mit den
Vorakten
erstattet, berücksichtigt die vom Beschwer
deführer geklagten Beschwerden und leuchtet in der Darlegung der medizi
nischen Zustände grundsätzlich ein. Von daher besteht – entgegen der Auf
fassung des Beschwerdeführers - kein Grund, die von den Gutachtern der
Medas
E._
vorgenommene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in Frage zu stellen. Zu den von ihnen attestierten qualitativen Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit ist allerdings anzumerken, dass die visuellen Defizite gemäss Aktenlage 2006/2007 offenbar erfolgreich behandelt worden waren und sich erst im Jahr 2013 wieder verstärkten (
Urk.
11/60/381 und
Urk.
11/125). Ihre – von derjenigen der Gutachter der
Medas
C._
abweichende – Ein
schätzung, wonach wegen der Schulterbeschwerden bezogen auf ein
Voll
pensum
zusätzlich eine quantitative Beeinträchtigung von 20
%
auch in einer angepassten Tätigkeit bestehe, leuchtet sodann nicht ohne weiteres ein. Insofern erscheint die von den Gutachtern der
Medas
E._
vorgenom
mene Beurteilung jedenfalls als äusserst grosszügig.
4.3.7
Die weiteren in den Akten liegenden Arztberichte stehen dieser Schlussfolge
rung nicht entgegen.
Laut den Angaben von
Dr.
F._
im – in Kenntnis des aktuellen MRI der HWS und LWS vom 2
2.
Juli 2014 (
Urk.
3/3; vgl. E. 3.9) erstatteten und unter anderem auch auf aktuellen klinischen neurologischen Untersuchungen beruhenden - Bericht vom
4.
September 2014 (
Urk.
3/4; vgl. E. 3.10) ist das in ihrem Bericht vom 1
2.
September 2011 (vgl. E. 3.4) beschriebene Beschwerdebild im Wesentlichen unverändert geblieben. Namentlich beste
hen gemäss ihrer Beurteilung – weiterhin (vgl.
Urk.
11/84/82) - keine Hin
weise auf einen neurodegenerativen Prozess. Hinweise auf einen - vom neu
rologischen Gutachter der MEDAS
C._
zur
Diskussion gestellten und von ihr abgeklärten – Morbus Wilson verneinte sie (
Urk.
3/4 S. 2). Unter dem Titel „klinische Befunde/Neuropsychologie“ hielt sie sodann fest, dass der Beschwerdeführer im Gespräch und im Verhalten unauffällig sei (
Urk.
3/4
S.
4). Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äusserte sie sich – auch in diesem Bericht – nicht.
Zu den Aussagen von
Dr.
D._
ist vorab zu bemerken, dass b
ei der Würdigung der Einschätzung behandelnder Ärzte der
Erfahrungstatsache
Rechnung getragen werden darf und soll
, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc)
. In Bezug auf
Dr.
D._
kommt hinzu
,
dass er in seinem Verlaufsbericht vom 2
0.
Juni 2015 (vgl. E. 3.11) abschliessend darum ersuchte, den ablehnenden Rentenbescheid noch einmal gründlich zu überdenken und gegebenenfalls
zu revidieren. Ansonsten sei davon auszugehen, dass die strittige Angelegenheit alsdann dem Sozialversicherungsgericht übergeben werde (
Urk.
11/189/6). Damit sind seine Aussagen als jene eines Interessenvertreters und
n
icht als solche eines objektiven medizinischen Experten zu qualifizieren, so dass deren Beweiswert erheblich geschmälert wird (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_725/2016 vom 9. Februar 2017 E. 5.2.1 mit Hinweis). Ausserdem hat
Dr.
D._
in seinem Bericht vom 2
9.
Juli 2013 (
Urk.
11/125) – wie bereits im Bericht vom 21. September 2012 (
Urk.
11/110) - somatische und psychische Befunde nicht klar voneinander getrennt, was zur
Nachvoll
ziehbarkeit
seiner Beurteilung aber erforderlich gewesen wäre (vgl. auch
Urk.
11/117-118). Zu den von ihm im Bericht vom 29. Juli 2013 beschriebe
nen Ergebnissen der in seiner Praxis durchgeführten neuropsychologischen Tests ist zu bemerken, dass diese gemäss Beschrieb der Testanlage
auf der optische
n
Wahrnehmung basierten
(vgl.
Urk.
11/125/21-23). Dass der Beschwerdeführer bei diesen Tests wesentlich schlechter abschnitt als im Juli 2011 im Zentrum für Neurologie (Urk. 11/84/86-89), dürfte demnach - auch - mit den (von den Gutachtern der
Medas
E._
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigten) visuellen Defiziten zu erklären sein. Aus
serdem hatte
Dr.
L._
in seinem Bericht vom 21. September 2012 selbst eingeräumt, dass die körperlichen Beschwerden durch den - laut seinem Bericht vom 2
9.
Juli 2013 weiterhin zu diagnostizierenden – Alko
holabusus verstärkt würden (vgl. E. 3.6 und E. 3.7). Bei den kognitiven Defi
ziten dürfte dies aber fraglos ebenfalls der Fall (gewesen) sein.
4.4
Die Beschwerdegegnerin ging – wie dargelegt (E. 4.1) - davon aus, dass der Beschwerdeführer ab März 2005 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich einge
schränkt
war
, dass in einer angepassten Tätigkeit ab August 2006 jedoch wieder eine 5
0%ige und ab Mai 2007 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
bestan
den habe. Dies
e
Beurteilung steht
zeitlich
in Übereinstimmung mit den Ein
schätzung
en
von
Dr.
A._
(E. 3.1 und E. 3.2), welcher den Beschwerdefüh
rer im August
2006 bzw. Mai 2007
untersucht hatte, und wurde von den Gutachtern der
Medas
C._
ausdrücklich bestätigt. Die Gutachter der
Medas
E._
stellten ihrerseits fest, dass auch seit Januar 2012 in einer angepassten Tätigkeit gemäss dem von ihnen formulierten Belastungsprofil eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, mit einer Minderung der Leistungsfähigkeit von 20
%
, bestehe (
Urk.
11/148/46). Dass sich der Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der Begutachtung in der
Medas
E._
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung verschlech
tert hat, wurde von ihm nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich.
4.5
Demnach kann ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass dem Beschwer
deführer zumindest körperlich leichte
Tätigkeiten ohne stärkere kraftmässige Beanspruchungen des rechten dominanten Armes und ohne Arbeiten über Schulterhöhe, welche kein räumliches Sehen erfordern, nicht auf Leitern und Gerüsten mit Absturzgefahr ausgeführt werden müssen und keine feinmotorische Arbeiten, die optische Kontrolle benötigen, beinhalten, seit August 2006 zu 50
%
, mit einer Leistungsminderung von 10
%
(= 50
%
der von den Gutachtern der
Medas
E._
bezogen auf ein Vollpensums attestierten Leistungsminderung von 20
%
), und seit Mai 2007 zu 100
%
, mit einer Leistungsminderung von 20
%
, zumutbar sind.
5.
5.1
Zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist
ein Einkommensvergleich
vorzuneh
men.
Hierbei gilt es zu beachten, dass für die Berechnung des
Valideneinkommens
nicht
,
wie in der angefochtenen Verfügung
(vgl. Urk.
2/2)
festgehalten
,
das Jahr 2011, sondern hinsichtlich der Herabsetzung der Rente aufgrund einer wiederlangten 50%igen Arbeitsfähigkeit das Jahr 2006 und hinsichtlich
des
Erreichen
s
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit das Jahr 2007
massgebend
ist.
5.2
Das Einkommen des Beschwerdeführers
bei der
Y._
AG
betrug in den Jahren 2003 und 2004 Fr. 5‘900.
--
pro Monat. Zusätzlich erhielt
er
einen 13.
Monatslohn in Höhe von Fr. 2‘9
5
0.--.
Gemäss den Angaben der
Y._
AG im Fragebogen für
Arbeitgebende
vom 3
0.
Mai 2006 hätte der Monatslohn des Beschwerdeführers auch aktuell Fr. 5‘900.-- betragen (
Urk.
11/14). Gestützt auf diese Angaben bemass die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen
2006 mit
Fr.
73‘750.-- (= [Fr. 5‘900.-- x 12] +
Fr.
2‘950.--), was grosszügig erscheint (vgl. Urk. 11/60/637) und denn vom Beschwer
deführer auch nicht beanstandet wurde. Unter Berücksichtigung der
Nomi
nallohnentwicklung
(
von 2‘014 Punkten im Jahr 2006 auf 2‘047 Punkte im Jahr 2007
; vgl.
Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Ent
wicklung der Nominallöhne, Männer, Total, T39)
resultiert für das Jahr 2007 ein hypothetisches
Valideneinkommen
von Fr. 74‘958.40.
5.3
5.3.1
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaus
sich
ten
keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bun
desge
richts 9C_734/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 2.1 mit Hinweis auf SVR 2008
IV
Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 5.1).
Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 290 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts I 273/04 vom 29. März 2005, I 591/02 vom 5. Mai 2004, I 285/99 vom 1
3.
März 2000 und U 176/98 vom 1
7.
April 2000). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozia
len Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteile des Bundesgerichts 9C_95/2007 vom 2
9.
August 2007 E. 4.3 und 9C_98/2014 vom 2
2.
April 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Fak
tor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen
kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die
Selbsteingliederungs
pflicht
nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Mög
lichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt ab von den Umständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind (Urteil
des Bun
desgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 2 mit Hinweisen, insbeson
dere auf BGE 107 V 17 E. 2c).
Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeit
raum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende
Schadenminde
rungspflicht
und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast gebieten grundsätzlich, die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Gemäss BGE 138 V 457 E. 3.4 steht die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige
Sachverhaltsfest
stellung
erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).
5.3.2
Dem Beschwerdeführer stehen selbst unter
Beachtung des
von den Gutach
tern der
Medas
E._
äusserst
grosszügig
formulierten
Zumutbarkeits
profils
(E.
4.3
.6-7
)
durchaus noch
diverse Arbeitstätigkeiten
offen
,
zumal er über
eine abgeschlossene Berufslehre verfügt
(
Urk.
11/7/4)
. In Anbetracht dessen und unter Berücksichtigung, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt, als das Gutachten
der
M
edas
E._
(Urk.
11/148
) erstattet wurde,
noch nicht ganz 58
Jahre alt war, ihm somit
noch mehr als sieben
Jahre bis zur ordentlichen Pensionierung blieben
,
und dass das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen relativ hohe Hür
den entwickelt
hat (vgl. Urteil 8C_345/2013 vom 10. September 2013 E. 4.3.3), ist dem Beschwerdeführer die Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch möglich und zumutbar (vgl. den Einwand des Beschwerdeführers, Urk. 1 S.
9+
10
).
5.4
5.4.1
Das Invalideneinkommen bemass die Beschwerdegegnerin aufgrund der
Tabel
lenlöhne
der
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, wobei sie vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) der Tabelle TA1,
Anfor
derungsniveau
3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt), Männer, Total, ausging
(Urk. 2
).
Dieser betrug im Jahr 2006
Fr.
5‘608.-- (vgl. LSE 2006 S. 25).
Dazu ist zu bemerken, dass der
Beschwerdeführer
gemäss Aktenlage gelernter Metallbauschlosser ist. Als solcher versah er ab 1977 verschiedene Stellen im Metallbau, im Rohrleitungsbau, im Anlagebau und im Bereich Montage. Ab 2001 bis zum ersten Unfall im Jahr 2005 war er als Tankrevisor bei der
Y._
AG tätig (
Urk.
11/60/453-454,
Urk.
11/84/30,
Urk.
11/148/18 und
Urk.
11/14). Diese Tätigkeiten sind dem Beschwerdeführer nicht mehr zumut
bar. Konkrete Erwerbsmög
lichkeiten in einer be
stimmten Branche sind
nicht ersichtlich.
Im Weiteren verfügt er zwar gemäss seinen Angaben unter anderem auch über ein Verständnis für technische Zusammenhänge, PC-Kenntnisse, Erfahrung, Montagegruppen zu leiten und die Fähigkeit, Anweisungen zu geben (Urk. 11/60/456). Mit Blick auf die
bundesgerichtli
che
Rechtsprechung zu den Voraussetzungen, unter welchen sich die Ein
stufung im Anforderungsniveau 3 rechtfertigt (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_386/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 6.2
mit zahlreichen Hinweisen
)
, stellt sich indessen gleichwohl die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht im Anforderungsniveau 3 eingestuft hat. Die Frage kann jedoch aufgrund der nachfolgenden Erwägungen offen bleiben, sind die Schlussfolgerungen der Beschwerdegegnerin doch auch dann zu bestätigen, wenn das Anforderungsniveau 4 herangezogen wird.
5.4.2
Der
monatliche Bruttolohnes (Zentralwert) für im Anforderungsniveau 4 (einfa
che und repetitive Tätigkeiten) im privaten Sektor tätige Männer betrug
im Jahr 2006
Fr.
4‘732.-- (LSE 2006 TA1 Total). Bei einer im Jahr 2006 betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von
41,7 Stunden (
Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit
nach Wirtschaftsabteilungen, T
03.02.03.01.04.01)
resultiert ein Einkommen im Jahr 2006 von
Fr.
59‘197.30 (= Fr. 4‘732.-- : 40 x 41,7 x 12). Für das Jahr 2007 ergibt sich unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung
(von 2
‘
014
Punkten im Jahr 2006 auf 2‘047
Punkte
im Jahr 2007; vgl.
Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Entwicklung der Nominallöhne, Männer, Total, T39)
ein Einkom
men von Fr. 60‘167.30 (=
Fr.
4‘732.-- : 40 x 41,7 x 12 : 2014 x 2047).
Bei einem dem Beschwerdeführer zumutbaren Pensum von 50
%
(ab August 2006) beträgt das hypothetische Einkommen demnach
Fr.
29‘598.65 (= Fr. 59‘197.30 x 0,5), bei einem solchen von 100
%
(ab Mai 2007) Fr. 60‘167.3
0.
Unter Berücksichtigung der von den Gutachtern der
Medas
E._
attestierten quantitativen Leistungsminderung (10
%
bei einem Pensum von 50
%
, 20
%
bei einem Pensum von 100
%
, vgl. E. 4.5) resultiert ab August 2006 ein hypothetisches Einkommen von
Fr.
26‘638.80
(=
Fr.
29‘598.65 x 0,9) und ab Mai 2007 ein solches von
Fr.
48‘133.80
(=
Fr.
60‘167.30 x 0,8).
5.4.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass
der Behin
derung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der Abzug ist unter Würdigung der Umstän
de im Einzelfall nach
pflichtge
mäs
sem
Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen
(BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kö
rperlich leichter Hilfsarbeitertätig
keit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bere
its in der Beurteilung der medi
zini
schen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs
einfliessen
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben G
esichtspunkts führen dürfen (Ur
teil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom
22. März 2017 E. 3.1 mit wei
te
ren Hinweisen).
Wie dargelegt, erscheint die von den Gutachtern der
Medas
E._
beschei
nigte (quantitative) Leistungsminderung von 10
%
(Pensum 50
%
) resp. von 20
%
(Pensum 100
%
) als
äusserst
grosszügig
(vgl. E. 4.5). Ein (zusätzlicher) leidensbedingter Abzug wegen der von den Gutachtern der
Medas
E._
attestierten qualitativen Beeinträchtigungen erscheint daher nicht angezeigt. Die im Gutachten der
Medas
C._
beschriebenen (möglichen) Auswirkungen der kognitiven Defizite (vgl. E. 4.2.3) ändern daran nichts: Einer möglichen Verlangsamung wurde mit der attestierten quantitativen Leistungsminderung hinreichend Rechnung getragen. Im Wei
teren erscheint es zwar denkbar, dass der Beschwerdeführer wegen der kog
nitiven Defizite auf eine
verstärkte Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen
angewiesen ist. Dies ist aber ebenfalls nicht als eigenständi
gen abzugsfähigen
Umstand
zu betrachten
(Urteil des Bundesgerichts 8C_
693/2014 vom 2
2.
Januar 2015 E.
4.4.2 mit Hinweisen).
Ohnehin wirken sich (
bloss
) leichte kognitive Defizite bei Hilfsarbeiten nicht zwingend
lohn
senkend
aus. Gleiches gilt für den Faktor Alter
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_482
/2016 vom 15. September 2016 E.
5.4.3 mit Hinweisen
).
Bei einem
aufgrund der LSE 2006 ermittelten Tabellenlohn anerkennt zwar die Recht
sprechung bei Männern, welche aus gesundheitlichen Gründen nur noch
teil
zeitlich
tätig sein können, einen Abzug vom Tabellenlohn. Der Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige Person krankheitsbedingt ledig
lich reduziert leistungsfähig ist, rechtfertigt hingegen keinen über die Berücksichtigung der eingeschränkten Leistungsfähigkeit hinaus gehenden Abzug (Urteil des Bundesgerichts 9C_380/2015 vom 1
7.
November 2015 E. 3.2.3 mit Hinweis).
Vom ermittelten Einkommen von
Fr.
26‘638.80 (ab August 2006) ist dem
nach nur (aber immerhin) ein Teilzeitabzug von maximal 10
%
vorzuneh
men. Ab August
resultiert demnach ein Invalideneinkommen von
maximal
Fr.
23‘974.90 (=
Fr.
26‘638.80 x 0,9).
Im Vergleich zum ermittelten
Validen
einkommen
2006 von
Fr.
73‘750.-- ergibt sich eine
Erwerbseinbusse
von 49‘
775.10 resp. ein
Invalid
itätsgrad von 67
%.
Für die Vornahme eines Abzuges vom ermittelten Einkommen von 48‘133.80 (ab Mai 2007) besteht nach dem Gesagten demgegenüber kein Anlass. Im Vergleich zum ermittelten
Valideneinkommen
2007 von
Fr.
74‘958.40 resul
tiert somit ab Mai 2007 eine
Erwerbseinbusse
von
Fr.
26‘824.60 resp. ein Invaliditätsgrad von 36
%
.
5.5
Die nach dem Gesagten ab August 2006 resp. ab Mai 2007 ausgewiesene Verbesserung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wurde von der Beschwerdegegnerin ab dem
1.
November 2006 resp. ab dem
1.
August 2007 berücksichtigt. Dies gibt zu keinen Bemerkungen Anlass (
Art.
88a
Abs.
1 IVV; vgl. E. 2.3 und Urteile des Bundesgerichtes 8C_94/2013 vom
8.
Juli 2014 E. 4 und 8C_232/2015 vom 3
0.
September 2016 E. 4.4).
6.
Demnach ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab dem
1.
November 2006 nur noch eine
Dreivier
telsrente
und
ab dem
1.
August 2007 keine Rente mehr zugesprochen hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
7.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist abweichend von
Art.
61
lit
. a ATSG das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei
gerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kosten
pflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt. Vorlie
gend ist die Kostenpauschale auf
Fr.
800
.-- f
estzusetzen
und
ausgangsgemäss
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Der
vorliegende Prozess
kann
nicht als von vornherein
aussichtslos bezeich
net werden. Der Beschwerdeführer verfügt zudem nicht über die finanziellen Mittel um für die Kosten des vorlie
genden Verfahrens aufzukommen (
Urk.
8 und
Urk.
9/1-4). Nachdem seine Rechtsschutzversicherung nur im Umfang von
einem Drittel
für die anfallenden Gerichtskosten aufkommt
(vgl.
Urk.
17
/1
)
, ist
er
im ungedeckten Umfang, das
heisst
für Fr.
533.30
(
zwei Drittel
von Fr.
800
.--)
,
prozessual bedürftig.
In diesem Umfang ist
ihm
a
ntragsgemäss
(
Urk.
1) die unentgeltliche Prozessführung zu
bewilligen (vgl. BGE 100 V 62).
7
.2
Im vorliegenden Verfahren war eine
anwaltliche Vertretung de
s
Beschwerde
führer
s geboten. Rechtsanwalt
Viktor
Györffy
machte mit sein
er Honorarnote
(
Urk.
17/2)
einen Aufwand von 10 Stunden und 5 Minuten sowie
Barausla
gen
von Fr. 50.15 geltend. Bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220.--
resultiert insgesamt ein Entschädigungsanspruch von Fr. 2‘449.95 (
inkl.
MWSt
;
[{10 + 5/60} x Fr. 220.-- + Fr. 50.15] x 1,08;
Urk.
17/2). Die Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers erteilte Kostengutspra
che für F
r.
1‘034.45 (
Urk.
16
und
Urk.
17/1
). I
m ungedeckt verbliebenen Umfang von
Fr. 1‘
415.50
(Fr. 2‘449.95 –
Fr. 1‘034.45)
ist
Rechtsanwalt Viktor
Györffy
, welcher
als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen
ist,
aus der Ger
ichtskasse zu entschädigen
.
7
.3
Kommt d
er Beschwerdeführer
künftig in günstige wirtschaftliche Verhält
nisse, so kann
ihn
das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die
unent
geltlich
e Rechtspflege verpflichten (
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht
,
GSVGer
)
.
Das Gericht
beschliesst
:
In Bewilligung des Gesuchs vom
2
4.
August 2015
wird de
m
Beschwerdeführer Rechtsanw
alt
Viktor
Györffy
, Zürich, als
unentgeltlicher Rechtsvertreter
für das vorliegende Ver
fahren bestellt, und es wird ihm
im von seiner Rechtsschutzversi
cherung nicht gedeckten Umfang
die
unentgeltliche
Prozessführung gewährt,
und erkennt:
1.
Die Beschwerde wird
abgewiesen
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Zufolge
teilweiser
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden die
dem Beschwerdeführer
auferlegten Kosten von
Fr. 800
.
-- im Umfang von Fr.
533.30
einst
weilen auf die Gerichtskasse genommen.
Der Beschwerdeführer
wird
auf
die Nachzahlungspflicht gemäss
§ 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
Rechnung und Ein
zahlungsschein werden
de
m
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Viktor
Györffy
, Zürich
,
wird im Umfang von Fr. 1‘415.50
(inkl. Barauslagen und
MWSt
)
aus der
Gerichtskasse entschädigt
.
Der Beschwerdeführer
wird
auf
die
Nachzahlungs
pflicht
gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Viktor
Györffy
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.