# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2063632c-da16-5551-a871-d9000f25236d
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geb. C._ im 1973, und B._, geb. im 1957, haben im 2003 geheiratet. Sie sind die Eltern von D._, geb. im 2001, und E._, geb. im 2003.
Im Rahmen von Eheschutzmassnahmen genehmigte der Gerichtspräsident des Seebezirks mit Entscheid vom 9. Oktober 2014 den zwischen den Parteien am 3. Oktober 2014 geschlossenen Vergleich. Darin verpflichtete sich B._ insbesondere, seiner Ehefrau an den Unterhalt ihrer gemeinsamen Kinder einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von je CHF 1‘250.-, zzgl. allfällige Kinder- und Familienzulagen zu bezahlen (Ziff. 5) und an den Unterhalt von A._ selber einen solchen von CHF 2‘600.- pro Monat, zzgl. die Hälfte des Nettobetrages des von seinem Arbeitgeber ausgerichteten Bonus (Ziff. 6).
B. Am 25. November 2016 reichte B._ beim Zivilgericht des Seebezirks eine  ein. In seiner Klagebegründung vom 5. Dezember 2017 bzw. in seiner Stellungnahme vom 15. Mai 2018 und Klageänderung an der Sitzung vom 8. Juni 2018 verlangte er insbesondere, er sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner beiden Kinder folgende Unterhaltsbeiträge, zzgl. allfällige Kinder-, Familien-, Betreuungs- und Arbeitgeberzulagen zu bezahlen:
für D._: - CHF 608.- bis 31. Juli 2018; für E._: - CHF 1‘060.- bis 31. Juli 2019; - CHF 300.- bis 31. Juli 2019; - CHF 600.- bis 31. Juli 2020; - CHF 100.- bis 31. Juli 2020. - CHF 300.- bis 31. Juli 2021;
- CHF 100.- bis 31. Mai 2022.
Weiter sei festzustellen, dass kein nachehelicher Unterhalt geschuldet ist. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei wie folgt vorzunehmen (Ziff. 10):
1. Die eheliche Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F._ (Sektor G._) sei B._ zu Alleineigentum zuzuweisen. Folglich ist der Miteigentumsanteil von A._ an B._ zu übertragen. Der Grundbuchverwalter des Grundbuches des Seebezirks sei anzuweisen, B._ als Alleineigentümer von Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F._ (Sektor G._) einzutragen. Der Anrechnungswert der Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F._ (Sektor G._) sei auf CHF 852'000.00 festzusetzen. Die Kosten der Eigentumsübertragung seien B._ aufzuerlegen.
2. Es sei festzustellen, dass die H._ Kantonalbank mit schriftlicher Bestätigung vom 3. November 2016 A._ von der Solidarhaftung in Bezug auf den Hypothekarkredit im Umfang von CHF 476'000.00 befreit hat, soweit B._ im Zuge des Scheidungsverfahrens Alleineigentümer der Liegenschaft wird.
3. Der Grundbuchverwalter des Grundbuches des Seebezirks sei anzuweisen, den auf Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F._ (Sektor G._) vorgemerkten BVG-Vorbezug für Wohneigentumsförderung von A._ zu löschen.
4. B._ sei zu verpflichten, A._ eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in der Höhe von CHF 18‘541.00 zu bezahlen. Diese Ausgleichszahlung werde 30 Tage nach Rechtskraft des Scheidungsurteils zur Zahlung fällig.
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5. Es sei festzustellen, dass jede Partei Eigentümerin derjenigen Gegenstände und  werde, welche sich im Zeitpunkt des Scheidungsurteils in ihrem Besitze befinden.
6. Unter Vorbehalt der vorgenannten Regelungen sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich vollständig auseinandergesetzt sind.
In ihrer Klageantwort vom 29. März 2018 bzw. in ihrer Replik vom 7. Juni 2018 sowie in ihrer Stellungnahme an der Sitzung vom 8. Juni 2018 verlangte A._ insbesondere, dass B._ verpflichtet werde, an den Unterhalt der beiden Kinder einen monatlichen Betrag von je CHF 2'000.- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Ende der ersten ordentlichen  der beiden Kinder zu bezahlen, zzgl. allfällige Kinder- und Familienzulagen, und dass er sich ausserdem an ausserordentlichen Bedürfnissen der Kinder (wie Zahnkorrekturen, schulische Fördermassnahmen usw.) nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen zur Hälfte beteiligt, soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für die Kosten aufkommen (Art. 286 Abs. 3 ZGB).
An ihren eigenen Unterhalt verlangte sie einen monatlichen Betrag von CHF 2'600.- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 31. Dezember 2020 und danach einen Betrag von CHF 2‘000.- bis sie in das ordentliche AHV-Rentenalter eintritt. Zusätzlich sei B._ zu verpflichten, ihr jährlich die Hälfte des Nettobetrages des von seinem Arbeitgeber ausgerichteten Bonus jeweils am 31. März des Folgejahres zu überweisen.
In Bezug auf die von B._ beantragte güterrechtliche Auseinandersetzung (Ziff. 10) nahm A._ nach letztmalig an der Sitzung vom 8. Juni 2018 erfolgter Änderung wie folgt Stellung:
1. Abzuweisen. Primär: Es sei anzuordnen, dass die eheliche Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F._ (Sektor G._) freihändig zum bestmöglichen Preis, mindestens aber zu CHF 852'000.00, veräussert wird. Eventualiter sei sie öffentlich zu versteigern. Der Verkaufserlös diene primär zur Rückzahlung der Hypothekarschulden und der Vorbezüge zur Wohneigentumsförderung der Parteien. Darüber hinaus seien die Aufwendung für den Verkauf sowie allfällige damit zusammenhängende Steuern und Abgaben in Abzug zu bringen. Ein allfällig verbleibender Saldo sei zwischen den Parteien zu teilen. Subsidiär: Die eheliche Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F._ (Sektor G._) sei B._ zu Alleineigentum zuzuweisen. Der Grundbuchverwalter des Grundbuches des Seebezirks sei anzuweisen, B._ als Alleineigentümer von Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F._ (Sektor G._) einzutragen. Es sei festzustellen, dass die H._ Kantonalbank mit schriftlicher Bestätigung vom 3. November 2016 A._ von der Solidarhaftung befreit hat, soweit B._ im Zuge des Scheidungsverfahrens Alleineigentümer der Liegenschaft wird. B._ wird daher Alleinschuldner des Hypothekarkredites im Umfang von CHF 476'000.00. Die Kosten der  seien B._ aufzuerlegen. Es sei festzustellen, dass der Kläger der Beklagten für die Übernahme der Liegenschaft einen Betrag von CHF 122'323.30 schuldet.
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Der Kläger sei zu verpflichten, den Vorbezug der Beklagten zur Wohneigentumsförderung in der Höhe von CHF 3'083.00 an das Freizügigkeitskonto der Beklagten bei der Freizügigkeitsstiftung der I._ AG (Nr. jjj) zu überweisen.
2. Einverstanden. 3. Einverstanden. 4. Abzuweisen.
Unter Vorbehalt des Primärbegehrens von Ziff. ad 10.1 sei B._ zu verpflichten, A._ einen Betrag von CHF 159'473.30 aus Güterrecht zu bezahlen.
5. Abzuweisen. Primär: Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten ihren Ehering auszuhändigen. Im Übrigen sei festzustellen, dass jede Partei Eigentümerin derjenigen Gegenstände und  wird, welche sich im Zeitpunkt des Scheidungsurteils in ihrem Besitz befinden. Subsidiär: Für den Ehering bezahle der Kläger der Beklagten einen Betrag von CHF 11‘000.00. Im Übrigen sei festzustellen, dass jede Partei Eigentümerin derjenigen Gegenstände und  wird, welche sich im Zeitpunkt des Scheidungsurteils in ihrem Besitz befinden.
6. Einverstanden (unter Vorbehalt der vorliegend vorgenannten Bedingungen).
Am 21. September 2018 entschied das Gericht des Seebezirks insbesondere nachfolgendes, wobei der Betrag in Ziffer 6.2. mit Entscheid vom 15. Oktober 2018 entsprechend berichtigt wurde:
1. Die zwischen B._ und A._ im 2003 vor dem Zivilstandsamt in F._ geschlossene Ehe wird durch Scheidung aufgelöst.
2. [gemeinsame elterliche Sorge] 3. [Obhut] 4. [Besuchsrecht von B._] 5. Kinderunterhalt 5.1 B._ wird verpflichtet, A._ an den Unterhalt von D._ einen Betrag von
CHF 800.00 zu bezahlen. 5.2 B._ wird verpflichtet, A._ an den Unterhalt von E._ folgende Beiträge
zu bezahlen:  CHF 3‘966.00 bis 31. Dezember 2018;  CHF 1‘872.00 ab 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019;  CHF 1‘200.00 ab 1. Januar 2020.
5.3 Die Unterhaltsbeiträge sind ab Rechtskraft dieses Entscheids jeweils am Ersten eines jeden Monats vorauszahlbar. Sie sind auch über die Mündigkeit von D._ und E._ hinaus geschuldet, und zwar bis zum Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums, dies gemäss den Vorgaben von Art. 277 Abs. 2 ZGB. Allfällige an B._ entrichtete Kinder- und Ausbildungszulagen für D._ und E._ sind zusätzlich zu überweisen.
6. Güterrecht 6.1 Die Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F._, Sektor G._,
wird B._ zugewiesen. Das Grundbuchamt des Seebezirks wird angewiesen, die Übertra-
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gung des hälftigen Miteigentumsanteils an diesem Grundstück von A._ an B._ im Grundbuch einzutragen. Nutzen und Gefahr der Liegenschaft gehen mit Rechtskraft des Scheidungsurteils auf B._ über. Die mit der Eigentumsübertragung verbundenen  und Gebühren werden von B._ übernommen. Auf eine marchzählige Abrechnung über Versicherungen, Steuern und sonstige mit der Liegenschaft zusammenhängende Lasten wird verzichtet.

## Considerations