# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ddb7a7a1-d0b2-4324-91f7-a63d01df555f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1982, leidet seit ihrer Geburt an schweren perinatalen Geburtsschäden physischer Art, die in der ersten Lebens
woche auftreten, auf ein pathologisches Ereignis bei der Geburt zurückzuführen sind und besondere Mass
nahmen erfordern, welche als Geburtsgebrechen ge
mäss Ziff. 496 der Liste der Geburtsgebrechen im Anhang der Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV) anerkannt sind, an angeborenen zerebralen Lähmun
gen, Athetosen und Dys
ki
nesien im Sinne von Ziff. 390 des Anhangs der GgV, an einem Hydro
cephalus cong. im Sinne von Ziff. 386 des Anhangs der GgV, an einem Strabismus con
comitans monolateralis, wenn eine Amblyopie von 0.2 oder weniger (mit Kor
rektur) vorliegt, der als Geburtsgebrechen gemäss Ziff. 427 anerkannt ist, sowie an einer angeborenen Epilepsie im Sinne von Ziff. 387 des Anhangs der GgV (vgl. Urk. 8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erbrachte der minderjährigen Versicherten verschiedene Leistun
gen wie medizi
nische Massnahmen, Hauspflege
beiträge, Massnahmen pädago
gisch-therapeu
tischer Art, Sonderschulmass
nah
men, Pflegebeiträge für eine Hilf
losigkeit schweren Grades und Hilfsmittel (vgl. Urk. 8/1).
Am 23. Dezember 2000 wurde
X._
von ihren Eltern bei der Invali
den
versicherung zum Bezug von Leistungen für Erwachsene (Hilfsmittel, Rente) angemeldet (Urk. 8/10). Die IV-Stelle sprach der Versicherten daraufhin mit Verfügungen vom 4. Mai bzw. 27. August 2001 rückwirkend ab 1. Novem
ber 2000 eine ganze ausserordentliche Invalidenrente (Urk. 8/13) und eine Hilflo
senentschädigung schweren Grades (Urk. 8/15) zu – welche sie mit Mit
teilun
gen vom 18. Dezember 2008 (Rente, Urk. 8/70) und 19. De
zember 2008 (Hilflo
sen
entschädigung, Urk. 8/69) revisionsweise bestätig
te – und er
brachte weiter
hin Hilfsmittelleistungen (vgl. Urk. 8/17; Urk. 8/20; Urk. 8/29; Urk. 8/34
36; Urk. 8/39; Urk. 8/46; Urk. 8/58; Urk. 8/62; Urk. 8/78; Urk. 8/90).
1.2
Am 30. Oktober 2010 stellte die Mutter der Versicherten das Gesuch um Kosten
gutsprache für einen Treppensteiger s-max (Urk. 8/94), worauf die IV-Stelle eine fachtechnische Beurteilung
beim Zentrum Z._
ein
hol
te (Beurteilungsbericht vom 26. November 2010, Urk. 8/96). Mit Vorbescheid vom 29. Dezember 2010 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass ihr Leis
tungs
be
gehren bezüglich Kostengutsprache für einen Treppensteiger mangels Gebrauch an ihrem Wohnort abgewiesen werde (Urk. 8/98). Nachdem die Mutter der Versicherten mit Schreiben vom 6. Januar 2011 gegen den Vorbescheid Einwand erhoben hatte, worin sie die IV-Stelle erneut um vollständige Über
nah
me der Kosten bat (Urk. 8/100), wies die
IV-Stelle mit Verfügung vom 25. März 2011 das Begehren um Kostengutsprache wie angekündigt ab (Urk. 2).
2.
Hiergegen liess die Versicherte vermittelst ihrer Mutter durch den Rechtsdienst der Procap,
Rechtsanwältin Pascale Hartmann, mit Eingabe vom 10. Mai 2011 Beschwerde mit dem folgenden Rechtsbegehren erheben (Urk. 1):
„1.
Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 25.03.2011 aufzuheben.
%1.
Es sei Kostengutsprache für das Hilfsmittel „Treppensteighilfe“ und Anpassungen an Roll
stuhl im Umfang von CHF 9'628.75 zu erteilen.
%1.
Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und sie sei von allfälligen Vorschuss- und Sicherheitsleistungen zu befreien. Zudem sei ihr die unent
geltliche Rechtsverbeiständung durch die Unterzeichnende zu gewähren.
%1.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.“
Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2011 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwer
deführerin mit Brief vom 20. Juni 2011 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Der Einzelrichter

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versi
cherte, die infolge ihrer Invali
dität für die Fortbewe
gung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedür
fen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel.
Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) an das Eidgenössische De
partement des Innern übertragen, welches die Verord
nung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufge
führter
Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fort
bewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbst
sorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeich
neten Hilfsmittel hingegen besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätig
keit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2; BGE 122 V 212 E. 2a).
1.2
Art. 21 IVG beschränkt den Leistungsanspruch ausdrücklich auf Hilfsmittel, die in der entsprechenden Liste enthalten sind. Der Gesetzgeber hat dem Bundesrat damit die Kompetenz übertragen, in der aufzustellenden Liste aus der Vielzahl zweckmässiger Hilfsmittel eine Auswahl zu treffen. Dabei nahm er in Kauf, dass mit einer solchen Aufzählung nicht sämtliche sich stellenden Bedürfnisse ge
deckt werden. Der Bundesrat oder das Departement sind daher durch das Gesetz nicht verpflichtet, sämtliche Hilfsmittel, derer ein Invalider zur Eingliederung bedarf, in die Hilfsmittelliste aufzunehmen. Vielmehr kann der Verordnungs
ge
ber eine Auswahl treffen und die Zahl der Hilfsmittel beschränken; dabei steht ihm ein weiter Gestaltungsspielraum zu, da das Gesetz keine weiter
führenden Auswahlkriterien enthält. Die Liste der von der Invali
den
versiche
rung abzuge
benden Hilfsmittel ist insofern abschliessend, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittelkategorien aufzählt; dagegen ist innerhalb der einzelnen Kategorien jeweils zu prüfen, ob die Aufzählung der einzelnen Hilfsmittel ebenfalls abschliessend oder bloss exemplifikatorisch ist. Lässt sich ein Hilfs
mittel keiner der im HVI Anhang aufgeführten Kategorien zuordnen, ist es nicht zulässig, den Anspruch auf Kostenübernahme durch die Invaliden
versicherung direkt aus der Zielsetzung des Gesetzes abzuleiten, da damit das dem Bundesrat bzw. dem Departement eingeräumte Auswahlermessen durch dasjenige der Verwaltung und des Gerichts ersetzt würde (Urteil des Bundes
gerichts I 246/06 vom 13. April 2007 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.3
Ziff. 14 HVI Anhang trägt den Titel „Hilfsmittel für die Selbst
sorge”. Diese Hilfs
mittel werden unter den Voraussetzungen in Art. 21 Abs. 2 IVG gewährt
und müssen lediglich der Sozialrehabilitation dienen (vgl. BGE 127 V
121 E. 3b). Solche Hilfsmittel für die Selbstsorge sind gemäss Ziff. 14.05 HVI Anhang „
Treppenfahrstühle und Rampen
für Versicherte, die ohne einen solchen Behelf ihre Wohnstätte nicht verlassen können
”. Treppensteiger sind nicht aufgeführt.
1.4
Wenn sich ein Versicherter, der Anspruch auf ein in der Liste des Anhangs aufge
führtes Hilfsmittel hat, mit einem anderen, kostengünstigeren Hilfsmittel begnügt,
das dem gleichen Zweck dient, so ist ihm dieses gemäss Art. 2 Abs. 5 HVI selbst dann abzugeben, wenn es in der Liste nicht aufgeführt ist. Das Eid
genössische Versicherungsgericht hat dazu folgenden Grundsatz aufgestellt: Umfasst das vom Versicherten selber angeschaffte Hilfsmittel auch die Funktion eines ihm an sich zustehenden Hilfsmittels, so steht einer Gewährung von Amor
tisations- und Kostenbeiträgen nichts entgegen; diese sind alsdann auf der Basis der Anschaffungskosten des Hilfsmittels zu berechnen, auf das der Versi
cherte an sich Anspruch hat (Austauschbefugnis) (Urteil des Bundes
gerichts I 246/06 vom 13. April 2007 E. 3.4 mit Hinweisen; vgl. auch Bun
desamt für Sozial
versicherungen [BSV], Kreis
schreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI], Stand: 1. Januar 2011, Rz 1035).
1.5
Die Hilfsmittel werden zu Eigentum oder leihweise in einfacher und zweck
mässi
ger Ausführung abgegeben oder pauschal vergütet (Art. 21 Abs. 3 IVG, Satz 1). Es besteht nur Anspruch auf Hilfsmittel in einfacher und zweckmässiger Ausführung. Durch eine andere Ausführung bedingte zusätzliche Kosten hat der Versicherte selbst zu tragen (Art. 2 Abs. 4 HVI, Sätze 1 f.). Das Kriterium der Zweck
mässigkeit verlangt insbesondere, dass das Hilfsmittel bestimmt und ge
eignet ist, dem gesundheitlich beeinträchtigten Versicherten in wesentlichem Umfang zur Erreichung eines der gesetzlich anerkannten Ziele zu verhelfen (
vgl. BGE 122 V 212 E. 2.c mit Hinweis). Mit der Beschränkung auf
Hilfsmittel in einfacher Ausführung wird dem allgemeinen Grundsatz der Verhältnismässig
keit Rechnung getragen. Danach ist die Eingliederung nur soweit sicherzu
stel
len, als sie im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist. Die versicherte Person hat dementsprechend in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Ferner muss der voraussichtliche Erfolg einer Eingliederungsmassnahme in einem vernünftigen Verhältnis zu ihren Kosten stehen (vgl. BGE 124 V 108 E. 2a mit weiteren Hin
weisen oder auch BGE 131 V 19 E. 3.6.1).
2.
2.1
Zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Übernahme der Kosten für einen Treppensteiger
für Besuche an Drittorten
hat.
Die Beschwer
de
geg
nerin lehnte das Gesuch um Kostengutsprache für einen Trep
pensteiger für Besuche an Drittorten ab, da eine solche den Grundsatz der Einfachheit und Zweckmässigkeit sprenge (vgl. Urk. 2 S. 1).
2.2
2.2.1
Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Grundrechts auf Familie und Achtung des Familienlebens (Art. 14 BV und Art. 8 EMRK; vgl. Urk. 1 S. 5 ff.).
Die Grundrechte richten sich in erster Linie als Abwehrrechte gegen den Staat und geben nur ausnahmsweise und punktuell verfassungsunmittelbare Leis
tungs
ansprüche. Namentlich liegt keine Verletzung von Grundrechten darin, dass die Sozialversicherung nicht alle durch die Behinderung verursachten Kosten übernimmt. Auch aus dem Grundrecht auf Achtung des Familienlebens kann grundsätzlich kein direkter Anspruch auf positive staatliche Leistungen abgeleitet werden, welche die Ausübung des Familienlebens ermöglichen. Jedoch ist bei der Auslegung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsnormen sowie bei der Ermessenshandhabung den Grundrechten und verfassungsmäs
si
gen Grundsätzen Rechnung zu tragen, soweit dies im Rahmen von Art. 190 BV, wonach Bundesgesetze und Völkerrecht für die rechtsanwendenden Behör
den massgebend sind, möglich ist
.
Es ist alsdann abzuwägen zwischen den grund
rechtlich geschützten Positionen des Versicherten und dem Anliegen der Ein
fachheit und Zweckmässigkeit. Auch unter grundrechtlichem Aspekt besteht demzufolge kein Anspruch auf eine bestmögliche Eingliederung (Urteil des Bun
des
gerichts BGE 134 I 105 E. 6 mit Hinweisen).
2.2.2
Die Beschwerdeführerin hat indes einen durch das Grundrecht auf Familie geschützten Anspruch auf Verkehr mit ihren beiden Eltern, dies auch dann, wenn die Beziehung zwischen den Eltern beendet ist, die Eltern nicht mehr zusammenleben oder geschieden sind (BGE 134 I 105 E. 7 mit Hinweisen). Der Anspruch kann faktisch nicht ver
wirklicht werden, wenn die Beschwerdeführe
rin infolge ihrer Behinderung in der Wohnung ihrer Mutter nicht leben kann.
2.2.3
Die Grundsätze der Einfachheit, Angemessenheit und Verhältnismässigkeit der Hilfsmittelversorgung sind aber auch im Lichte einer grundrechtlichen Wür
di
gung zu beachten, ebenso der Grundsatz der zumutbaren Schaden
min
de
rungs
pflicht (BGE 134 I 105 E. 8.1).
2.2.4
Als Richtschnur gilt, dass die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Inva
lidenversicherung in Frage steht. Wo es hingegen um die Zusprechung oder Anpassung einzelner Eingliederungsleistungen im Rahmen von Verhältnissen geht, welche auf grundrechtlich geschützte Betätigungen des Versicherten zurück
zuführen sind, ist bei der Berufung auf die Schadenminderungspflicht Zurückhaltung geboten. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen die Dispositionen des Versicherten
nach den Umständen als geradezu unvernünftig oder rechts
missbräuchlich betrachtet werden müssen (BGE 134 I 105 E. 8.2 mit Hinweisen).
2.2.5
Im Lichte dieser Rechtsprechung kann die Eingliederungsmassnahme nicht verwei
gert werden, wenn ohne sie der grundrechtlich geschützte Aufenthalt der Beschwerdeführerin bei der Mutter völlig verunmöglicht würde. Nicht zumutbar wäre auch, wenn die Mutter für die Besuche der Tochter jeweils eine behinder
tengerechte Wohnung oder ein Hotelzimmer mieten müsste. Umgekehrt ist der Umstand zu berücksichtigen, dass der Aufenthaltsort bei der Mutter nicht der dauernde Wohnsitz ist. Rechtsprechungsgemäss können Familienangehöri
gen im Rahmen der familienrechtlichen Beistandspflicht im Einzelfall umfang
reiche Hilfestellungen zugemutet werden. Dies gilt umso mehr, wenn die behinderte Tochter nicht regelmässig bei der Mutter lebt. Dieser können in dieser beschränkten Zeit tendenziell mehr Hilfeleistungen zugemutet werden als den Eltern eines ständig bei ihnen lebenden behinderten Kindes (BGE 134 I 105 E. 8.3 mit Hinweisen).
2.6
Das Gesetz will die Eingliederung soweit sicherstellen, als sie im Einzelfall not
wen
dig, aber auch genügend ist und zudem der voraussichtliche Erfolg der Ein
glie
derungsmassnahme in einem vernünftigen Verhältnis zu ihren Kosten steht (vgl. E. 1.5). Angesichts des Umstands, dass es sich bei der Wohnung der Mutter um die zweite von der Beschwerdeführerin benutzte Wohnung handelt, besteht aber nur Anspruch auf ein Hilfsmittel in einfachster Ausführung, welches unter Berücksichtigung der der Mutter zumutbaren Hilfe
stellungen der Beschwerde
führerin den Aufenthalt in deren Wohnung gerade noch ermöglicht. Das
Zentrum Z._
erachtet den beantragten und mit Fr. 10'613.50 veran
schlagten Treppensteiger als die kosten
günstigste Vari
ante, um die Treppen mit einem Rollstuhl zu überwinden (Urk. 8/96). Da die Beschwerdeführerin ohne Hilfsmittel zur Überwindung der Eingangstreppe nicht in die Wohnung der Mutter gelangen kann, besteht eine Notwendigkeit für ein entsprechendes Hilfsmittel. Eine kostengünstigere Variante besteht vorliegend offenbar nicht und die erwachsene Be
schwerde
führerin über die Treppe zu tragen ist der Mut
ter zweifelsohne nicht zumutbar.
2.7
Ein Treppensteiger ist demnach das einfachste Hilfsmittel, das der Beschwerde
führerin den Besuch ihrer Mutter gerade noch ermöglicht.
3.
Demnach hat
in Gutheissung der Beschwerde die Beschwerdegegnerin die Kos
ten für den beantragten Treppensteiger gemäss Empfehlung
Z._
vom 26. November 2010 (Urk. 8/96) zu übernehmen.
4.
Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei
ge
rung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versi
che
rungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rah
men von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung). Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 500.-- als angemessen, welche gemäss dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist.
5.
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
Mit Schreiben vom 24. November 2011 machte Rechtsanwältin Pascale Hart
mann Aufwendungen von 7,7 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 170.-- sowie Auslagen von Fr. 50.-- geltend (Urk. 10). Dieser geltend gemachte Auf
wand erscheint angemessen. Zu einem gerichts
üblichen Stundenansatz für nicht freiberuflich tätige Anwälte von Fr. 170.-- ergibt dies ein Honorar von Fr. 1'467.70 (inklusive 8 % Mehrwertsteuer).