# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 67b50cbe-5767-45bd-abbb-85d6be18bd10
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 12
I. Sachverhalt
A. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 18. Januar 2011 wurde A. der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG für schuldig befunden und mit einer Busse von Fr. 300.--, bei schuldhafter Nichtbezahlung derselben mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen, bestraft. Dagegen erhob A. am 25. Januar 2011 bei der Staatsanwaltschaft Graubünden Einsprache, woraufhin diese mit Verfügung vom 22. März 2011 nach Prüfung der Akten und in Anwendung von Art. 309 StPO die Strafuntersuchung gegen ihn eröffnete. Mit Parteimitteilung vom 1. April 2011 wurde A. mitgeteilt, dass die Strafuntersuchung abgeschlossen sei. Gleichzeitig wurde ihm die Anklageerhebung beim Gericht gemäss Art. 324 ff. StPO in Aussicht gestellt. Am 11. Mai 2011 wurde der Strafbefehl gemäss Art. 355 Abs. 3 lit. a und d sowie Art. 356 Abs. 1 StPO an das Bezirksgericht Hinterrhein überwiesen. Die Staatsanwaltschaft Graubünden führte aus, sie halte nach Ergänzung der Untersuchung am Strafbefehl fest, weshalb die Akten dem erstinstanzlichen Gericht zur Durchführung des Hauptverfahrens überwiesen würden, wobei der Strafbefehl als Anklageschrift gelte.
B.1. Im Anschluss an die Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Hinterrhein vom 14. Juni 2011 wurde das Urteil mündlich eröffnet und begründet. Gleichentags erfolgte die schriftliche Mitteilung ohne Begründung. Das Bezirksgericht Hinterrhein erkannte dabei was folgt:
„1. A. wird vom Vorwurf der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG freigesprochen.
2. a) Die Kosten des Strafbefehls von CHF 685.00 sowie der Untersuchungsgebühren der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 1'035.00 gehen zu Lasten des Kantons Graubünden, die Kosten des Gerichtsverfahrens von CHF 2'000.00 hat die Gerichtskasse zu übernehmen.
b) Wird eine schriftliche Begründung verlangt, ist mit Gerichtsgebühren in Höhe von CHF 4'000.00 (statt CHF 2'000.00) und entsprechend höheren Auslagen zu rechnen.
3. Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein begründetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach Zustellung des vorliegenden Dispositivs verlangt oder eine Partei ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 lit. a und b StPO). Andernfalls wird das Urteil ohne schriftliche Begründung rechtskräftig.

## Considerations