# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bf92ccf4-a53c-4925-b461-d04fcba82e36
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart vom 24. Juni 2011(Proz. Nr. _), gleichentags mitgeteilt, wurde die Ehe zwischen Y._ und X._ geschieden. In Ziffer 2 des Dispositivs wurde erkannt:
„2. X._ wird gerichtlich verpflichtet, seiner geschiedenen Ehefrau Y._ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils gestützt auf Art. 125 ZGB einen monatlich pränumerando je auf den ersten fälligen Unterhaltsbeitrag von Fr. 750.-- zu bezahlen, befristet bis zum 31. Mai 2016.
Falls Y._ mehr als achtzehn Monate in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt, reduziert sich die Frauenrente auf Fr. 300.-- pro Monat und entfällt ab dem 24. Monat der eheähnlichen Gemeinschaft. Falls die eheähnliche Gemeinschaft aufgelöst wird, lebt die Unterhaltsverpflichtung gemäss der Regelung hiervor für die vereinbarte Dauer und Höhe wieder auf."
B. Unter der Betreibungsnummer _ wurde X._ mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes O.1_ vom 21. Oktober 2013 aufgefordert, Y._ ausstehende Unterhaltsbeiträge in Höhe von CHF 3'600.-- für die Monate Mai 2013 bis Oktober 2013 nebst Zins zu 5% seit dem 1. Oktober 2013 zu bezahlen. Der Zahlungsbefehl wurde X._ am 25. Oktober 2013 zugestellt. Dieser erhob dagegen am 30. Oktober 2013 fristgerecht Rechtsvorschlag.
C. Mit Gesuch vom 23. Januar 2014 gelangte der Rechtsvertreter von Y._ an das Bezirksgericht Prättigau/Davos und ersuchte um definitive Rechtsöffnung für die in Betreibung gesetzten Unterhaltsbeiträge für die Monate Mai 2013 bis Oktober 2013 in Höhe von CHF 3'600.-- nebst Zins zu 5% seit dem 1. Oktober 2013, zuzüglich der Kosten des Zahlungsbefehls von CHF 73.--, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8% MWSt) zu Lasten von X._.
D. Mit Stellungnahme vom 26. Februar 2014 beantragte der Rechtsvertreter von X._ die kosten- und entschädigungsfällige Abweisung des Gesuchs vom 23. Januar 2014. Begründend wurde ausgeführt, in Ziffer 3.2 der Ehescheidungskonvention sei festgehalten worden, dass ab dem 24. Monat des Bestehens einer eheähnlichen Gemeinschaft von Y._ die Verpflichtung zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen entfalle. Y._ habe seit dem 1. März 2011 in einer eheähnlichen Gemeinschaft mit A._ gelebt. Somit habe die Verpflichtung zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen am 28. Februar 2013 geendet. Unbestrittenermassen habe X._ indessen auch die Unterhaltsbeiträge für die
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Monate März 2013 und April 2013 bezahlt. Y._ sei sich nicht ganz im Klaren darüber, wann das Konkubinat begonnen und wann es genau geendet habe. Sicherlich habe das Konkubinat jedoch seit dem 1. April 2011 bestanden. Gedauert habe es mehr als 2 Jahre, unabhängig davon, ob als Beginn der 1. März 2011 oder der 1. April 2011 angesehen werde. Geendet habe das Konkubinat am 22. Mai 2013 beziehungsweise Ende April 2013. Nicht abzustellen sei auf die im Gesuch vom 23. Januar 2014 erstmals vorgebrachte Behauptung, das Konkubinat sei bereits Ende März 2013 beendet worden. Im Übrigen werde bestritten, dass Y._ das Konkubinatsverhältnis mit A._ tatsächlich beendet habe. Die Angabe verschiedener Daten zur Beendigung des Konkubinatsverhältnisses zeige deutlich auf, dass es nur darum gehe, weiterhin Unterhaltszahlungen zu erhalten, obwohl diese nicht geschuldet seien.
E. Mit Replik vom 18. März 2014 führte der Rechtsvertreter von Y._ aus, es werde bestritten, dass nach der Aufhebung des Konkubinats kein Unterhalt mehr geschuldet sei, und beabsichtigt werde, Unterhaltszahlungen zu erhalten, obwohl diese nicht geschuldet seien. Es sei absolut unbedeutend, wann die eheähnliche Gemeinschaft eingegangen worden sei. Entscheidend sei, dass das Konkubinat per Ende März 2013 aufgelöst worden sei. Gemäss Ziffer 2 des Entscheids des Bezirksgerichtes Landquart vom 24. Juni 2011 sei ein monatlicher Unterhaltsbeitrag von CHF 750.--, befristet bis am 31. Mai 2016 festgelegt worden, wobei die Unterhaltspflicht ab dem 24. Monat einer von Y._ gelebten eheähnlichen Gemeinschaft entfalle. Damit gehe der Unterhaltsanspruch jedoch entgegen der Auffassung von X._ ab dem 24. Monat nicht endgültig unter. Dies gehe aus Ziffer 2 des Entscheids vom 24. Juni 2011 ausdrücklich hervor. Es sei dort festgehalten worden, dass die Unterhaltsplicht bei Auflösung der eheähnlichen Gemeinschaft gemäss der Regelung hiervor für die vereinbarte Höhe und Dauer (CHF 750.-- bis zum 31. Mai 2016) wieder auflebe. Diese klar verständliche Regelung sei weder interpretations- noch auslegungsbedürftig. Entgegen der Auffassung von X._ lebe somit der Unterhaltsanspruch von monatlich CHF 750.-- ab dem 1. April 2013 wieder auf.
F. Mit Duplik vom 10. April 2014 führte der Rechtsvertreter von X._ aus, die Regelung bezüglich Wiederaufleben des Unterhalts nach Dahinfallen der eheähnlichen Gemeinschaft sei zwar klar und eindeutig, sie werde jedoch von der Gegenpartei falsch interpretiert. Es sei vereinbart worden, dass die Unterhaltspflicht nach einer Konkubinatszeit von 24 Monaten entfalle, was bedeute, dass die Verpflichtung erlösche. Eine erloschene Unterhaltspflicht könne nicht wiederaufleben. Die Bestimmung bezüglich des Wiederauflebens des
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Unterhalts nach Dahinfallen der eheähnlichen Gemeinschaft gelte nur für die Frauenrente, welche nach 18 Monaten eheähnlicher Gemeinschaft um CHF 300.-- reduziert werde, nicht aber für die Rente, welche ab dem 24. Monat der eheähnlichen Gemeinschaft entfalle, also erlösche. Sowohl X._ als auch Y._ seien bei Unterzeichnung der Ehescheidungskonvention der Ansicht gewesen, dass die Unterhaltspflicht entfalle, sobald Y._ mehr als 24 Monate in einer eheähnlichen Gemeinschaft gelebt habe, und danach nicht wieder auflebe, wenn das Konkubinatsverhältnis aufgelöst werde. Dies entspreche auch der klaren Praxis sämtlicher Gerichte. Wenn die Parteien die Ansicht vertreten hätten, der Unterhaltsbeitrag sei nach Auflösung der eheähnlichen Gemeinschaft wieder geschuldet, so hätten sie in der Vereinbarung festhalten müssen, dass der nacheheliche Unterhaltsbeitrag nach der zweijährigen Konkubinatszeit sistiert werde und wiederauflebe, wenn das Konkubinatsverhältnis beendet werde. In der Ehescheidungskonvention sei jedoch bewusst die Formulierung gewählt worden, dass der Unterhaltsanspruch erlösche. Ein zweijähriges Konkubinatsverhältnis werde somit einer Ehe gleichgestellt. Auch dort erlösche der Unterhaltsanspruch (im Normalfall, wenn nichts anderes geregelt werde) und lebe nicht wieder auf, auch wenn diese Ehe geschieden werde.
G. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos erkannte mit Rechtsöffnungsentscheid vom 12. Mai 2014 (Proz. Nr. _), mitgeteilt am 13. Mai 2014, wie folgt:
„1. Es wird die definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes O.1_ für den Betrag von CHF 3'600.00 nebst Zins zu 5% seit 1. Oktober 2013 erteilt.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von CHF 150.00 gehen zulasten des X._. Sie werden bei Y._ unter Regresserteilung auf X._ erhoben und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3. Ausseramtlich hat X._ Y._ für ihre Umtriebe mit pauschal CHF 800.00 zu entschädigen.

## Considerations