# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 874e5dc8-51cc-4252-bc53-9e92ecb11968
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1962 geborene
X._
war ab dem 3. Oktober 1996 bei der
Y._
– deren Inhaber und alleiniger Geschä
ftsführer er ist (vgl. Urk. 7/2
) –
in einem 100%-Pensum
im Aussendienst
angestellt und dadurch bei
der
Swica
Versicherungen AG (nachfolgend:
Swica
)
gegen die Folgen von Unfällen versichert
.
Am
2. Oktober 2014
meldete er einen Unfall vom 3. September 2014 und gab an,
seit dem 6. September 2014 nur noch zu 10 % arbeitsfähig zu sein (
Urk. 7/1).
Telefonisch gab er am 13. Oktober 2014 zur Auskunft, er sei am
3. September 2014
beim Ausladen angelieferter Ware über eine Rampe
gestolpert
und zu Boden
gefallen
. Dabei habe er
zahlreiche Schürfungen am Handgelenk und am Unterarm erlitten und
sich de
n linken Daumen ausgekugelt
. Er sei ausserdem
mit beiden Knien heftig auf dem
Boden
aufgeprallt
(Urk. 7/2).
Im Bericht vom 26. November 2014 von Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, über die
Erstbe
hand
lung
vom 9. September 2014 wurde als Diagnose ein Status nach Sturz
mit Kon
tusion beider Hand- und Kniegelenke aufgeführt (Urk. 7/6).
Dr.
Z._
at
testierte dem Versicherten
ab dem 17. Dezember 2014 wieder eine v
olle Ar
beitsfähigkeit
. Einschränkungen bestünden noch bei gewissen Tätig
keiten wie Heben, Tragen, Verschieben von grösseren Gewichten (Urk. 7/9
/1
).
Der Versicherte nahm die Arbeit am 17. Dezember 2014 wieder voll auf (Urk. 7/7).
Die
Swica
ka
m für die Heilkosten auf und erbrachte
Tag
geld
leis
tungen
(Urk. 7/14)
.
Sie
zog diverse medizinische Berichte, insbeson
dere
die Akten der
A._
,
bei (Urk. 7/15-17) und legte diese
dem beraten
den Arzt,
Dr.
med.
B._
, Facharzt FM
H
für Allgemein- und Un
fallchirurgie, zur Beurteilung vor. Dieser nahm in seiner
Aktenbeur
teilung
vom 27. Mai 2015 Stellung (Urk. 7/19A). Mit Verfügung vom 8. Juni 2015 stellte die
Swica
die Leistungen aus der Unfallversicherung per 1. Februar 2015 ein und schloss den Fall ab. Sie verzichtete allerdings auf eine Rückfor
derung bereits erbrachter Versicherungsleistungen über diesen Zeitpunkt hinaus (Urk. 7/21).
Die dagegen erhobene Einsprache des Ver
sicher
ten vom 8. Juli 2015 (Urk. 7/25) wies die
Swica
mit Entscheid vom 1. Februar 2016 (Urk. 2 [= Urk. 7/29]) ab.
2.
Dagegen erhob der
Versicherte am
3. März 2016 Beschwerde und beantragte
,
die
Beschwerde
gegnerin
sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen
auch für die Zeit ab 1. Februar 2015
auszu
richten
; eventuell sei
der
Beschwerde
führer
medizinisch zu begutachten
(Urk. 1
S. 2 und S. 5
). Mit
Beschwerdeant
wort
vom
22. April 2016 s
chloss die Beschwerdegegnerin auf Ab
weisung der
B
eschwerde (Urk. 6) und legte
eine
weitere
Aktenbeurteilung von Dr.
B._
vom 18. April 2016 (Urk. 7/41)
auf
. Nach erstreckter Frist (Urk. 11
f.) erstat
tete der Beschwerdeführer die Replik
(Urk. 13). Dieser legte er die
Anfrage
an Dr. med. C._
, Spezialarzt FMH für Chirurgie, speziell Handchirurgie,
vom 27
. Mai 2016 (Urk. 14/1) sowie dessen Stellungnahme
vom 23. Juni 2016
(Urk. 14/2) bei. Am 16. September 2016 reichte die Beschwerdegegnerin die
Duplik ein (Urk. 17), was dem Beschwerdeführer
mit Verfügung vom
19. Septem
ber 2016
angezeigt wurde (Urk.
1
8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
ge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfal
l
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än
de
rung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am 3. September 2014
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % inva
lid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi
che
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, In
va
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es ge
nügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass
auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3
.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Be
gründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfall
bedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese
Beweis
grundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfol
gen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine
Teilursächlich
keit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch
Pflege
leistungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
behandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der natür
lichen Unfallkausalität trägt, greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61
lit
. c
ATSG) und der
Beweis
wür
digung
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die über
wie
gende Wahr
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b in
fine
S. 264 mit Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.7
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztin
nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit
schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen
. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
führte
im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
1. Februar 2016
zusammengefasst aus
(Urk. 2)
,
streitig und zu prüfen sei die Leistungspflicht betreffend die Hände/Handgelenke.
Diesbezüglich sei festzu
halten, dass am 13.
Januar 2015 im
D._
zum Vergleich mit den konv
entionellen Voraufn
ahmen vom 9.
September 2014 ein MRT
der beiden Handgelenke
angefertigt worden sei
.
Gemäss schlüssiger
Aktenbeurteilung
von Dr.
B._
vom 27.
Mai 2015
sei
der Status quo ante bezüglich der
Verletzungen an Händen, Handgelenken und Ellbogen spätestens Ende Ja
nu
ar 2015 erreicht gewesen
.
W
eitere
Beschwerden darüber hinaus seien
auf die älteren Läsionen beidseits bzw. die Degenerationen beidseits zurückzu
führen und nicht unfallbedingt.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber in seiner Eingabe vom 3. März 2016
(Urk. 1)
vor, Dr.
B._
habe die nach wie vor störenden,
belastungs
abhängigen
Beschwerden an den beiden Händen/Handgelenken überhaupt nicht diskutiert. Dass der Sehnenriss per Ende Januar 2015 hätte ausgeheilt sein sollen, sei nicht zutreffend. Zwar sei dem Beschwerdeführer von seinem behandelnden Hausarzt Dr.
Z._
ab dem 17. Dezember 2014 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Doch sei seinem Bericht vom 22. Februar 2015
auch
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer trotz nicht
mehr eingeschränkter Arbeitsfähigkeit unter belastungsabhängigen Be
schwer
den
an beiden Händen leide. Es sei sodann aktenkundig, dass der Be
schwerdeführer bis Mitte März 2015 Physiotherapie beansprucht habe. Damit sei erstellt, dass weder der Status quo sine noch der Status quo ante per Ende Ja
nuar 2015 erreicht worden sei.
2.3
Die Beschwerdegegnerin führte
in ihrer Beschwerd
eantwort vom 22. April 2016 aus
, sie habe auf
die
Vorbringen des Beschwerdeführers hin eine
weitere
Stellungnahme bei Dr.
B._
eingeholt. Dieser sei zum Schluss gelangt, hinsichtlich der Beschwerden der Hände/Handgelenke sei davon
aus
zugehen, dass der
status
quo sine allerspätestens
per
Ende März 2015 mit Abschluss der Behandlung erreicht gewesen sei (Urk. 6 S. 7 f.).
2.4
Replicando
machte der Beschwerdeführer
am 24. August
2016 geltend (Urk. 13), der Beurteilung von Dr.
B._
könne nicht gefolgt werden. Dies ergebe sich auch daraus, dass er seine Einschätzung zwischenzeitl
ich revi
diert habe
. Auch die ergänzende Aktenbeurteilung von Dr.
B._
vermöge nicht zu überzeugen, was sich aus dem mit der Replik eingereichten Bericht von
Dr.
C._
ergebe.
2.5
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Duplik vom 16. September 2016 (Urk. 17) aus, die Beurteilungen von Dr.
B._
und
Dr.
C._
würden im Wesentlichen übereinstimmen. Nicht nachvollziehbar sei einzig die Schluss
folgerung von Dr.
C._
, der
status
quo sine sei Ende März 2015 noch nicht erreicht
gewesen
.
3.
3.1
Dr.
Z._
hielt in seinem Bericht über die Erstbehandlung vom 9. Septem
ber 2014 fest, es bestünden Kontusionsmarken und
Druckdolenzen
über den Handgelenken und den Kniegelenken beidseits sowie am Ellenbo
gen links. Der Röntgenbefund beider Handgelenke sei unauffällig. In den Röntgenbil
dern beider Kniegelenke würden sich leichte
Gonarthrosen
zeigen (Urk. 7/6).
3.2
Im Bericht
des
D._
vom 13. Januar 2015
(Urk. 7/9/3)
über die gleichentags durchgeführte MR-Untersuchung der Handgelenke rechts und links wurde folgendes ausgeführt: Im Bild der MR-Untersuchung der Hand rechts sei eine u
mschriebene
subchondrale
Reizung in den
Ossa
capitatum
,
hamatum
,
lunatum
und
triquetrum
sichtbar
, ohne dass sich bei gegebener Auflösung ein
höhergradiger
angrenzende
r Knorpelschaden abgrenzen lasse. Es zeige
sich aber eine leichte Reizung des Kapselbandapparates in Höhe des
Ligamentum
intercarpale dorsale.
Es bestehe ein r
egelrecht
er
signalarmer
Discus
triangularis
.
Sichtbar sei eine l
ängsverlaufende, im Querschnitt lineare Signalanhebung in der Sehne des
Musculus
extensor
carpi
ulnaris
in Höhe des PSU
(
Processus
styloideus
ulnae
)
und etwas weiter distal.
Im Bild der MR-Untersuchung der Hand links bestünden – d
ie Feindiagnostik deutlich einschränkende
–
Bewegungsunschärfen
. Sichtbar sei ein u
mschriebenes
sub
chondrales
Knochenödem im Os
capitatum
angrenzend an das Os
lunatum
, welches
palmar
und dorsal jeweils eine leicht sklerotis
che Konturirregularität aufweise
.
Es bestehe eine d
iskrete Signalanhebung in den
flüssigkeitssensi
tiven
Sequenzen, ebenfalls den dorsalen Kapselbandapparat in Höhe des Liga
mentum intercarpale dorsale betreffend; angrenzend
zeige sich
etwas vermehrt Flüssigkeit in der Sehnenscheide der Extensoren des Zeige-
und Mit
telfingers,
was
nicht sicher pathologisch zu werten
sei
.
Differen
tial
diag
nos
tisch
bestehe eine
Tendovaginitis.
Der
TFCC
(
triangu
läre
fibrokartilaginäre
Komplex
) sei
bei gegebenen
Bewegungsunschärfen
nicht zuverlässig
beur
teilbar
.
Der Radiologe gelangte zum Schluss, es bestehe ein
Anhalt für ältere Läsio
nen des dorsalen karpalen Kapselbandapparates beidseits sowie einen
Längs
riss
der Sehne des rechten
Musculus
extensor
carpi
ulnaris
.
Es bestehe weder
ein Nachweis
für
eine (frischere) knöcherne
Verletzung
noch ein
Anhalt für eine
Gefügestörung
. Am ehesten
seien die Befunde als
degenerativ
e
Signala
lterationen
in den
obgenannten
Handwurzelknochen beidseits
einzustufen
.
3.3
Dr.
Z._
hielt in seinem Bericht vom 22. Februar 2015 (Urk. 7/9/1) folgende Diagnose fest:
Status nach Sturz von einer Rampe am 3. September 2014
Kontusion Kniegelenke beidseits links mehr als rechts
Kontusion/Distorsion Handgelenke beidseits
Kontusion Ellbogen links
Weiter führte er aus, klinisch habe initial eine mässige, im Verlauf
regre
diente
Schwellung der bezeichneten Gelenke bestanden. Im Januar 2015 seien
noch Dauerschmerzen im rechten Handgelenk, vor allem dorsal, bei Bewe
gungen und insbesondere beim Heben und Tragen von Gewichten von eini
gen Kilogramm sowie Schmerzen im linken Ellbogen im Bereich des
Epi
condylus
ulnaris
beim Tragen von Gewichten sowie Schmerzen im rechten Kniegelenk beim Treppengehen beklagt worden. Dr.
Z._
attestierte dem Beschwerdeführer sodann ab dem 17. Dezember 2004
eine 100%ige Arbeits
fähigkeit und führte
zudem
aus, es bestünden noch Einschränkungen bei gewissen Tätigkeiten (Heben, Tragen, Verschieben von grösseren Gewichten). Die gegenwärtigen Tätigkeiten seien zumutbar, auch wenn bei gewissen be
son
deren Belastungen noch Restbeschwerden vorhanden seien. Jedenfalls habe
der Beschwerde
führer anlässlich der letzten Konsultation vom 26. Januar 2015 keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit geltend gemacht.
3.4
Dr.
B._
hielt in seinem Bericht über die Aktenbeurteilung vom 27. Mai 2015 fest (Urk. 19A), g
emäss
den vorliegenden Unterlagen seien
alle Verlet
zungen im R
ahmen des Ereignisses vom 3. September
2014 abgeheilt
,
mit Ausnahme des rechten
Kniegelenkes.
Die durch den Unfall verursachte Ver
schlimmerung einer vorbeste
henden Gesundheitsschädigung sei
abgeheilt,
der
status
qu
o sine am rechten Kniegelenk sei
spätestens 6 Wochen nach
dem
Unfallereignis erreicht. Der
status
quo ante bezügl
ich der
anderen Ver
letzungen sei
spätestens Ende Januar 2015 erreicht
gewesen
.
3.
5
In seiner Aktenbeurteilung vom 18. April 2016 (Urk. 7/41)
führte Dr.
B._
aus:
Die vom
Beschwerdeführer
subjektiv be
klagten Hand-/
Hand
gelenks
be
schwerden
seien
im Rahmen der durchgeführten Untersu
chungen nicht mehr vollumfänglich zu objektivieren, ü
berwiegend wahr
scheinlich seien
sie auf
leichte degenerative Veränderungen in beiden Hand
gelenken zurückzu
führen
. Mit einer namhaften Besserung der
Hand- /Handgelenksbeschwerden könne
nicht gerechnet werden. Der
Beschwerde
führer sei
vollumfänglich arbeits
fähig. Gemäss
den vorliegenden Unterlagen werde
auch keine Therapie mehr durchgeführt. W
eitere spezielle Massnah
men seien
nicht notwendig.
Der Unfall vom
3.
September 2014 sei
nicht die einzige Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störu
ng. Im Rahmen dieses Unfalls sei
es gemäss den vorliegenden medizi
nischen Unterlagen zu einer Kont
usion beider Hand
ge
lenke
gekommen
. Klinische Angaben mit ob
jektivierbaren ärztlichen B
efun
den an den Handgelenken gebe
es im Rahmen der vorliegenden medizini
schen Berichte
aber nicht. Alles stütze sich ledig
lich auf die MRI-
Be
funde vom 13. Januar
201
5.
Von medizinischer Seite
her sei
e
s absolut unbe
stritten, das MRI-
Befunde ausschliesslich im Kontext mit objektivierbaren kl
inischen Befunden zu werten seien. Das MRI zeige
sehr oft Befunde,
welche von keinerlei klinischer Relevanz seien. Die Aussagekraft sei
zudem gerade bei Detailbefund
en nicht immer zu 100 % aussagekräftig. Mit Sicherheit könne
man sagen, dass in diesem MRI keine gesicherte traumati
sche Läsion
am Knochen, Knorpel oder Bandapparat habe festgestellt werden können. Auch
bestünd
en keinerlei Anhaltspunkte für eine Fehlst
ellung in den Gelen
ken. Es bestünden
hingegen
Anhaltspunkte für leichte degenerative Verände
rungen mit unspezifischer verm
ehrter Flüssigkeitsansammlung,
was auf eine Reizung bei degenerativen Läsionen, jedoch nicht auf eine trauma
tische Läsion hinweis
e
. Ob die Signalanhebung in der Sehne des
Musculus
extensor
carpi
ulnaris
effektiv eine
r
Lä
ngsspaltung der Sehne entspreche,
sei fraglich. Es sei
zudem unwahrscheinlich, dass eine solche Längsspaltung der Sehne auf ein Kontusionstrauma des
Handgelenkes zurückzuführen sei. Viel wahr
scheinlicher handle
es sich hier lediglich um eine anlagebedingte Vari
ante ohne jegliche klinische Bed
eutung. Auf der rechten Seite,
wo die
Sympto
matik stärker ausgeprägt sei, sei
eine solche Längsspaltung der Sehne zudem nicht
nachzuweisen. Der Unfall vom
3.
September 2014 sei
eine überwiegend wahrscheinliche Mitursache der Gesundheitsstö
rung. Die durch den Unfall
vom
3.
September
2014 verursachte Verschlimmerung einer
vor
beste
henden
Gesundheitsschädigung sei
a
bgeheilt. Man könne mit überw
ie
gender Wahr
scheinlichkeit davon ausgehen, dass es im Rahmen
des
Kontusi
onstrauma
s
der beiden Handgelenke lediglich zu einer vorüber
gehenden, je
doch nicht richtung
gebenden Verschlimmerung von leichten degenerativen Verände
rung
en
in den Handgelenken gekommen sei. Diese seien
im Rahmen dieses Traumas lediglich symptomatisch geworden. Im Rahmen
der
letzten Beur
teilung
sei er
(Dr.
B._
)
davon aus
gegangen
, der
status
quo sine
sei
per Ende
Januar 2015 erreicht. Nachdem
die Behandlung aber bis Mitte März fortgesetzt
worden sei, würde er
in Änderung
seiner
primären Beurteilung davon ausgehen, dass der
status
quo sine allerspätestens Ende März
2015
mit Abschluss der
Behandlung erreicht gewesen sei.
3.6
Dr.
C._
führte in seinem als "Gutachten" bezeichneten Bericht vom 23. Juni
2016 (Urk. 14/2) aus, der Beschwerdeführer habe heute beim Abstützen schon
mit mässiger Kraft, beispielsweise beim Steuern seines Personen
wagens oder bei Lagerarbeiten Schmerzen "im Handgelenk beidseits rechtsbetont". Das Beladen seines Autos mit Heben von Gewichten bis zu 30 kg verursache ihm deutliche Schmerzen. Auch beim Benützen des Hometrainers oder beim
Mountainbiken
entstünden Schmerzen "im Handgelenk beidseits". Auf beiden
Seiten lokalisierten sich die Schmerzen vor allem im
Ulnocarpalbereich
. Die kombinierte Bewegung Dorsalextension
Ulnarduktion
verursache Schmerzen im Handgelenk
ulnocarpal
betont, diese seien aber auch
radiocarpal
vor
handen. Auf Zugbelastung würden die Schmerzen besser. Schon früher habe der Beschwerdeführer beim Velofahren gelegentlich
Parästhesien
im Bereich der
Medianusfinger
verspürt. Seit dem Unfall kämen die
Parästhesien
schon nach 30 Minuten. Dr.
C._
berichtete weiter, er finde heute keine Schwel
lung mehr. Es werde eine normale
Trophik
gezeigt, Faustschluss und
Finger
extension
seien voll. Die Kraft bei Faustschluss rechts betrage 40 kg und links 42 kg. Die Handgelenksbeweglichkeit betrage F/E rechts 58/0/68 und links 52/0/80, die Radial-/
Ulnarduktion
rechts 26/0/36 und links 28/0/40 und die Pro-/
Supination
rechts 80/0/62 und links 70/0/70. Links und rechts seien
Druckdolenzen
und Verschiebeschmerzen
ulnocarpal
dorsal und etwas weniger auch volar vorhanden. Auf der rechten Seite lasse sich eine
Druck
dolenz
und ein Verschiebeschmerz im Sattelgelenk, im STT-Gelenk und im Bereich des
Radiostyloids
finden. Auf der linken Seite lasse sich eine
Druck
dolenz
im Bereich des
Radiostyloids
im Gelenkspalt finden. Im Sattelgelenk rechts träten mässige Schmerzen und Verschiebeschmerzen auf. Da auf dem MRI vom 13. Januar 2015 die Läsion des TFCC nicht deutlich sichtbar sei,
habe er ein
Arthro
-MRI beidseits veranlasst. Das neue MRI vom 24. Juni 2016
zeige beidseits einen Riss des
Fibrocartilago
triangularis
. Sodann sei eine radiocarpale Arthrose beidseits sichtbar und man sehe einen Knochensplitter, welcher sich dorsal auf den
Hamatumbereich
projiziere.
4.
4.1
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass
weder in den von Dr.
Z._
angefer
tigten Röntgenbildern (E. 3.1) noch in den MR-Bildern des
D._
(E. 3.2) eine unfallbedingte strukturelle Läsion an den Handgelenken festge
stellt werden konnte. Es bestand
jedoch
Anhalt für ältere Läsionen sowie für degenerative Veränderungen (E. 3.2).
In diesem Sinne er
scheint die Beurtei
lung von Dr.
B._
, welcher von einer durch den Unfall vom
3.
September
2014 verursachte
n
Verschlimmerung einer vorbeste
henden
Gesundheitsschä
digung
ausging,
schlüssig und
nachvollziehbar.
Konsistent
ist auch
seine
Einschätzung, wonach mit überwiegender Wahrsch
einlichkeit davon auszu
gehen sei
,
im Rahmen des
Kontusionstrauma
s
der beiden Handgelenke
sei es
lediglich zu einer vorüber
gehenden, jedoch nicht zu einer richtung
gebenden Verschlimmerung von
degenerativen Veränderungen
in den Handgelenken gekommen
(E. 3.5)
.
4.2
Die von Dr.
C._
erhobenen Befunde vermögen die Einschätzung von Dr.
B._
nicht in Frage zu stellen. Auch Dr.
C._
geht davon aus, dass bildgebende Befunde nur im Kontext mit objektivierbaren klinischen Befun
den zu werten sind. Sodann räumt er ein, dass vorbestehende degenerative Ver
änderungen durch ein Trauma symptomatisch werden können; ent
spre
chend
ist nicht zu beanstanden, wenn bei nachgewiesenen degenerativen Befunden angenommen wird, dass der Status quo sine spätestens bei
Be
hand
lungsabschluss
eingetreten ist. Wenn der Beschwerdeführer meint, die bei grösserer Belastung auftretenden Beschwerden - beispielsweise beim
Mountainbiken
- seien unfallbedingt, geht er fehl. Wenn Dr.
C._
die Unfallkausalität der geklagten Beschwerden im Wesentlichen mit dem Um
stand begründet, der Beschwerdeführer sei vor dem Unfallereignis beschwer
de
frei gewesen, argumentiert er mit der Beweisregel "
post
hoc, ergo
propter
hoc". Diese natürliche Vermutung, wonach Beschwerden unfallbedingt sein müssten, wenn eine vorbestehende Erkrankung bis zum Unfall schmerzfrei war, ist allerdings unfallmedizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich unzulässig (vgl. dazu SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, insb. E. 4.2; BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteile des Bundesgerichts 8C_590/2007 vom 6. Oktober
2008
E. 7.2.4, 8C_46/2010 vom 26. April
2010 E. 4.3 und 8C_332/2013 vom 25. Juli
2013 E. 5.1). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass Dr.
C._
an beiden Händen und Handgelenken weitgehend normale Befunde erheben konnte und sich nicht veranlasst sah, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu postulieren oder weitere Behandlungsmassnahmen vorzuschlagen.
4.3
Der Beschwerdeführer war seit 17. Dezember 2014 wieder zu 100 % arbeits
fähig und es wurden nach Abschluss der Physiotherapie im März 2015 auch keine Heilbehandlungsmassnahmen mehr durchgeführt. Da die
Beschwerde
gegnerin
trotz Fallabschluss per Ende Januar 2015 die Behandlungskosten bis Ende März 2015 übernahm (Urk. 7/21 und Urk. 17), ist der
Einsprache
ent
scheid
nicht aufzuheben.
5.
Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.