# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 40223ef1-d57d-4f31-a371-c439837ed16f
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt willkürlich erhoben. Zudem habe sie das kommunale
Baugesetz qualifiziert falsch auf den nicht richtig erhobenen Sachverhalt
angewandt. Schliesslich habe die Gemeinde auch unverhältnismässig
entschieden, indem sie es zu Unrecht abgelehnt habe, vom
Beschwerdeführer selber vorgeschlagene Auflagen zu verfügen.
8. Nach Eingang der Stellungnahmen der Gemeinde (Beschwerdegegnerin)
und B._ (Beschwerdegegner) zur beantragten aufschiebenden
Wirkung erteilte der Instruktionsrichter am 1. Oktober 2018 der Beschwerde
die aufschiebende Wirkung.
- 5 -
9. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Oktober 2018 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Der
Gemeindevorstand habe sich bereits vor rund neun Jahren mit der
Beleuchtungsanlage befasst. Diese sei nicht verändert worden, weshalb
der Vorwurf, sie habe den Sachverhalt unzureichend erhoben, nicht
zutreffe. Sie setze sich im angefochtenen Entscheid sorgfältig mit dem
Sachverhalt und den kommunalen Vorschriften auseinander. Dabei sei sie
zum Schluss gekommen, dass die strittige Beleuchtungsanlage nicht
zurückhaltend im Sinne der kommunalen Gesetzgebung sei. Zu beurteilen
gewesen sei die Beleuchtungsanlage gemäss Baugesuch und nicht
mögliche Anpassungen derselben.
10. Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Vernehmlassung vom 30.
Oktober 2018 ebenfalls kostenfällig die Abweisung der Beschwerde. Der
Beschwerdeführer missachte seit neun Jahren den für ihn negativen
Entscheid der Gemeinde betreffend Aussenbeleuchtung. Der
Beschwerdeführer habe zudem vor Jahren sechs weitere Leuchtkörper an
der Hausfassade angebracht, nämlich je zwei Leuchten im Terrassen- und
Eingangsbereich sowie bei der Garageneinfahrt. Diese Leuchtkörper
würden die Zufahrt und den Hausaufgang bereits ausreichend illuminieren.
Es treffe somit nicht zu, dass die sieben strittigen Leuchten einer
Wegbeleuchtung dienen würden und nur für kurze Dauer eingeschaltet
seien; letztere dienten nur einer in dieser Waldsiedlung deplatzierten
Ambientebildung. Darüber hinaus betreibe der Beschwerdeführer eine
extensive Weihnachtsbeleuchtung auf seinem Grundstück, welche täglich
bis im April in Betrieb bleibe und während des ganzen Jahres befestigt
bleibe; somit diene auch die Weihnachtsbeleuchtung mehr als
Umgebungsbeleuchtung und zeige den unbelasteten Umgang des
Beschwerdeführers mit Lichtemissionen und der Natur per se. Die hier
strittigen sieben Leuchtkörper seien Starklichtanlagen, welche die
- 6 -
Hausfassade und die Umgebung ausgeprägt beleuchteten. Eine solche
Beleuchtungsanlage sei gesetzeswidrig, was die Gemeinde zu Recht
festgestellt habe. Der Entscheid sei auch verhältnismässig, zumal der
Beschwerdeführer weder im Baugesuch noch im Schriftenwechsel Antrag
auf eine moderatere Aussenbeleuchtung beantragt habe.
11. In seiner Replik vom 19. November 2018 bestätigte der Beschwerdeführer
seine Anträge und Argumentation. Bezüglich der Fotobilder über die
Weihnachtsbeleuchtung beantragte er, dass diese aus den Akten zu
weisen seien. Die temporäre Weihnachtsbeleuchtung bilde gar nicht
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und sei deshalb auch rechtlich
nicht relevant; die Bilder dienten einzig dazu, gegen den Beschwerdeführer
Stimmung zu machen. Zudem sei stark zu vermuten, dass der
Beschwerdegegner oder Hilfspersonen zur Anfertigung der eingelegten
Fotos das Grundstück des Beschwerdeführers unbefugt betreten hätten,
weshalb die Bilder ohnehin rechtwidrig entstanden seien.
12. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 30. November
2018 auf eine Duplik.
13. Der Beschwerdegegner führte in seiner Duplik vom 3. Dezember 2018 aus,
dass der Wald öffentlich zugänglich sei, weshalb von einem unbefugten
Betreten des Grundstückes des Beschwerdeführers keine Rede sein könne
und die beanstandeten Bilder im berechtigten Rahmen entstanden seien.
Zudem sei es der Beschwerdeführer gewesen, der die
Weihnachtsbeleuchtung thematisiert habe; weil er die strittige
Aussenbeleuchtungsanlage mit einer bewilligungsfreien
Weihnachtsbeleuchtung verglichen habe, könne die
Weihnachtsbeleuchtung ohne Weiteres zum Streitgegenstand
hinzugerechnet werden.
- 7 -
14. Am 11. und 13. Dezember 2018 reichten die Rechtsvertreter der Parteien
ihre Honorarnoten ein. Der Beschwerdeführer beanstandete mit Schreiben
vom 21. Dezember 2018 die Kostennote des Beschwerdegegners als zu
hoch und beantragte deren Reduktion auf ein vernünftiges Verhältnis für
den Fall einer Kostenauferlegung.
15. Am 10. Januar 2018 fand der beantragte Augenschein statt. Das Gericht
liess sich dabei die Beleuchtungsanlage zeigen und erläutern. Weiter
wurde die Liegenschaft des Beschwerdeführers aus der Distanz in
Augenschein genommen. Der Beschwerdeführer liess dem Gericht zudem
die Liegenschaften und deren Beleuchtung in der näheren Umgebung
zeigen (D._ [Parzelle 1764] und E._ [Parzelle 1801]). Das Gericht
forderte die Beschwerdegegnerin auf, die Bewilligungspflicht der
Aussenbeleuchtung dieser Gebäude darzulegen bzw. allfällige
Bewilligungen einzureichen.
16. Am 11. Januar 2018 liess der Beschwerdeführer Fotos zur Beleuchtung der
E._ und der Liegenschaft F._ – welche allerdings am
Augenschein nicht gezeigt wurde – einreichen.
17. Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Eingabe vom 21. Januar 2019 zur
E._ aus, dass das Wohnhaus anfangs der 50er-Jahre erbaut und 1969
sowie 1979 erweitert worden sei; der letzte Umbau, welcher im Rahmen
eines Baubewilligungsverfahrens bewilligt worden sei, sei 1998/99 erfolgt.
Bei keinem der Baugesuche sei die Aussenbeleuchtung Gegenstand des
Verfahrens gewesen, weshalb auch nie eine Beleuchtung bewilligt worden
sei. Entsprechend sei nicht bekannt, wann die während des Augenscheins
festgestellte Beleuchtung errichtet worden sei und wie sie sich konkret
auswirke. Ohne weitere Abklärung sei keine Prognose möglich zur Frage,
wie diese Beleuchtung baurechtlich zu beurteilen sei.
- 8 -
Die D._ sei 1987 mit einem Einfamilienhaus überbaut worden,
welches 1989 mit einer unterirdischen Garage erweitert worden sei.
Danach seien keine weiteren Baubewilligungsgesuche mehr verzeichnet.
Auch hier sei die Aussenbeleuchtung nie Gegenstand des Verfahrens
gewesen und diese entsprechend auch nie bewilligt worden. Es sei nicht
bekannt, wann der einzelne Scheinwerfer angebracht worden sei. Wie er
sich konkret auswirke, könne nur vermutet werden. Um die Situation
beurteilen zu können, seien deshalb auch hier weitere Abklärungen
notwendig. Es bestehe allerdings der Eindruck, dass der Scheinwerfer
mehr dazu diene, den Vorplatz der Garage kurzzeitig auszuleuchten, und
weniger dazu, die Liegenschaft selbst oder deren Umgebung mit Hilfe von
Licht in Szene zu setzen.
18. Das Augenscheinprotokoll wurde den Parteien am 23. Januar 2019
zusammen mit der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 21. Januar 2019
und der Eingabe des Beschwerdeführers vom 11. Januar 2019 zur
Stellungnahme zugestellt.
19. Der Beschwerdeführer äusserte sich dazu am 29. Januar 2019. Dabei
bestritt er, dass die Haushälterin des Beschwerdeführers angeblich gesagt
haben soll, dass die Gäste des Beschwerdeführers die Liegenschaft durch
die Garageneinfahrt betreten würden und nicht über den (verschneiten)
externen Fussweg; ein Abstützen auf so eine Aussage sei zudem auch
nicht zulässig. Was die Aussenbeleuchtung der anderen Liegenschaften
betrifft, falle es schwer zu glauben, dass die Beschwerdegegnerin von
diesen erst anlässlich des Augenscheins erfahren haben will und keine
Aussagen über deren Bewilligungsfähigkeit machen könne. Es sehe
danach aus, als wolle die Gemeinde die Aussenbeleuchtung an den
Nachbarliegenschaften auch in Zukunft ohne weitere Abklärungen dulden,
währenddessen beim Beschwerdeführer ein Wiederherstellungsverfahren
angestrebt werde, was allerdings gegen das Rechtsgleichheitsgebot
- 9 -
verstosse. Es gehe somit nicht um eine Gleichbehandlung im Unrecht.Vor
diesem Hintergrund zeigte der Beschwerdeführer anhand von
Vergleichskriterien auf, wie seine Beleuchtungsanlage auch zu bewilligen
sei.
20. Die Beschwerdegegnerin brachte in ihrer Eingabe vom 4. Februar 2019
keine inhaltlichen Korrekturen zum Augenscheinprotokoll vor; die vom
Beschwerdeführer am 11. Januar 2019 eingereichte Fotodokumentation
wollte sie wegen Verspätung und unklaren Umständen ihres
Zustandekommens aus dem Recht gewiesen haben. Zur neu
thematisierten Liegenschaft F._ auf Parzelle 1763 ergänzte sie, dass
diese Parzelle 1953 erstmals überbaut und das darauf errichtete Gebäude
1980 erstmals umgebaut und daran 1989 eine Garage angebaut worden
sei. 1996 habe die Gemeinde die Installation einer Satellitenantenne
bewilligt und 2017 den Ausbau des Dachgeschosses. Eine
Aussenbeleuchtung sei in keinem der Baubewilligungsverfahren ein
Thema gewesen.
21. Innert erstreckter Frist beklagte sich der Beschwerdegegner am 22.
Februar 2019 darüber, dass die strittige Aussenbeleuchtung nach wie vor
die ganze Nacht hindurch angeschaltet bleibe, mitunter sogar während
mehreren Tagen und Nächten hintereinander, wie z.B. ab der Nacht vom
14. Januar 2019. Der Augenschein habe weiter gezeigt, dass die
Liegenschaft neben der strittigen Aussenbeleuchtung über eine
zusätzliche, zurückhaltendere Aussenbeleuchtung verfüge. Anlässlich des
Augenscheins habe sich zudem auch die Weihnachtsbeleuchtung um
18:30 Uhr eingeschaltet, wie auch sonst jeden Abend im Winter; diese
müsse als integraler Bestandteil der Hausbeleuchtung betrachtet werden.
Das Gericht habe zudem Kenntnis von den an diversen Bäumen fixierten
Kabelrollen genommen. Eingeschlagene Eisen- und Kupfernägel würden
den Baum gefährden, weshalb das Einschlagen von Nägeln in die
- 10 -
Baumrinde verboten sei. Streitgegenstand seien vorliegend die
Aussenleuchten an der Liegenschaft des Beschwerdeführers und nicht
einzelne Leuchten bei weiteren Häusern im Gebiet "C._". Die Mehrheit
der in diesem Gebiet vorhandenen Liegenschaften weise keine
Aussenbeleuchtung auf wie die vom Beschwerdeführer angeführten
Beispiele. Der wesentliche Unterschied zwischen der Liegenschaft des
Beschwerdeführers und den von ihm angeführten Vergleichsbeispielen sei,
dass Erstere nach dem Inkrafttreten der heute geltenden Bestimmungen
zum GGP "C._" erstellt bzw. umgebaut wurde, die Letzteren hingegen
vor Inkrafttreten dieser Bestimmungen; aus diesem Grund könnten die
angetroffenen Situationen der Aussenbeleuchtungen nicht direkt
verglichen werden.
22. Mit Zuschrift vom 26. Februar 2019 verzichtete der Beschwerdeführer auf
eine weitere Stellungnahme.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Für die Beurteilung des angefochtenen Bau- und Einspracheentscheids
vom 3. September 2018, mitgeteilt am 4. September 2018, ist das
Verwaltungsgericht zuständig (Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Als Adressat des
angefochtenen Entscheids ist der Beschwerdeführer zur
Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 50 VRG). Zudem wurde die
Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 52 Abs. 1 und Art. 38
VRG). Damit sind die Verfahrensvoraussetzungen erfüllt, weshalb auf die
Beschwerde einzutreten ist.
2. Streitgegenstand bildet hier die Frage, ob das nachträgliche Baugesuch
des Beschwerdeführers für die bereits installierte Aussenbeleuchtung zu
- 11 -
bewilligen ist. Nicht Streitgegenstand dieses Verfahrens ist hingegen die
Weihnachtsbeleuchtung des Beschwerdeführers.
3.1. Der Beschwerdegegner hat Fotografien zur Installation der
Weihnachtsbeleuchtung ins Recht gelegt, um die problematische Haltung
des Beschwerdeführers zu Lichtemissionen und der Natur per se zu
zeigen. Der Beschwerdeführer verlangt, dass sie aus dem Recht gewiesen
werden, da sie hier nicht relevant seien und zudem zu vermuten sei, dass
zu deren Aufnahme sein Grundstück in unbefugter Weise betreten worden
sei.
3.2. Die Frage, ob zur Anfertigung der fraglichen drei Fotos den in der
Wohnzone befindenden Umschwung des Beschwerdeführers betreten
wurde, kann nicht vollständig geklärt werden. Ein allfälliges Betreten des
(privaten) Waldbodens scheint angesichts von Art. 699 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210), der das freie
Betretungsrecht des Waldbodens gewährleistet, aber unproblematisch zu
sein. Ob aber auch eine Berechtigung zur fotografischen Aufnahme
fremden Eigentums auf privatem (Wald-)Boden besteht, bleibt fraglich,
kann hier aber dahingestellt bleiben: Denn Tatsache ist, dass der
Beschwerdeführer bereits der Einsprache vom 16. Juli 2018 (BGin-act. 11)
Fotos zur Weihnachtsbeleuchtungsinstallation beilegte, weshalb diese
Installation längst aktenkundig ist. Ob die Weihnachtsbeleuchtung
ganzjährig installiert ist oder nicht und wie genau diese angebracht wurde,
ist wie gesagt nicht Streitgegenstand dieses Verfahrens. Die strittigen
Fotos werden hier deshalb ohnehin nicht verwertet, weshalb sich die Frage,
ob diese tatsächlich widerrechtlich erlangt wurden und damit aus dem
Recht zu weisen sind, schliesslich erübrigen kann.
4. Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine fehlende bzw. willkürliche
Erhebung des Sachverhalts seitens der Beschwerdegegnerin.
- 12 -
4.1. Dazu legt er dar, dass die Installation der Aussenbeleuchtung gestalterisch
sehr zurückhaltend erfolgt sei; die sieben Leuchten seien nämlich unter
dem Vordach in die Dachkonstruktion eingelassen und somit als solche von
aussen praktisch nicht sichtbar. Die Lichtkegel der Beleuchtung seien
zudem zur Erde gerichtet und leuchteten nicht auf andere Grundstücke. Die
Beleuchtung diene nicht dazu, das Wohnhaus während der Nachtzeit von
aussen zu beleuchten und werde auch nicht so eingesetzt. Diese werde
vielmehr sporadisch und nur während kurzen Perioden angeschaltet, wenn
der Besitzer Gäste erwartet oder sich selber zur Nachtzeit ins Freie begibt.
Gegenteilige Behauptungen der Beschwerdegegnerin würden ohne
Kenntnis der effektiven Sachlage vor Ort erfolgen; ein Augenschein vor Ort
sei nie durchgeführt worden. Bloss aufgrund der vom Beschwerdeführer im
Gesuchsverfahren eingereichten Fotodokumentation der installierten
Lampen lasse sich der Gesamtcharakter der Anlage und deren Wirkung
auf die Umgebung nicht beurteilen. Auch über die Stärke der verwendeten
Leuchtmittel lasse sich aus den dem Bauamt eingereichten Unterlagen
nichts entnehmen, weshalb die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen
hätte vornehmen müssen. Stattdessen sei die Beschwerdegegnerin in
Verletzung ihrer Pflicht zur Erhebung des rechtserheblichen Sachverhaltes
davon ausgegangen, das ausgestrahlte Licht der strittigen
Aussenbeleuchtung sei zu stark und somit unvereinbar mit den
Gestaltungsvorschriften "C._".
Die Beschwerdegegnerin bringt dazu vor, dass es für die Beurteilung ihrer
Auswirkungen keine Rolle spiele, ob die Leuchtkörper selbst unter dem
Dachvorsprung sichtbar seien oder nicht. Der Gemeindevorstand habe sich
bereits mehrfach mit Anlage zu befassen gehabt, ohne dass diese
verändert worden sei; dies ergebe sich einerseits aus dem mit dem
Baugesuch 2018 eingereichten Beleuchtungsplan der G._ AG vom
24. August 2009 und der Fotodokumentation. Der angefochtene Entscheid
sei in voller Kenntnis der Sachlage ergangen.
- 13 -
Der Beschwerdegegner verweist vorab auf die rechtskräftigen
Bauentscheide der Beschwerdegegnerin von 2007 und 2009. Der
Sachverhalt sei derselbe wie damals, lege der Beschwerdeführer doch
seinem Baugesuch 2018 einen Beleuchtungsplan 2009 bei. Er hebt zudem
hervor, dass der Beschwerdeführer zusätzlich zu den hier strittigen sieben
Beleuchtungskörpern – ebenfalls ohne Bewilligung – sechs weitere
angebracht habe, nämlich zwei im Terrassenbereich, zwei im
Eingangsbereich und zwei für die Garageneinfahrt. Damit diene die strittige
Aussenbeleuchtung gar nicht der Wegbeleuchtung, sondern einzig der
Schaffung einer besonderen Atmosphäre.
4.2. Vor Verwaltungsgericht kann u.a. die unrichtige oder unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 51
Abs. 1 lit. b VRG). Das Verwaltungsgericht ist somit zur uneingeschränkten
Kontrolle der Sachverhaltsermittlung durch die Vorinstanz ermächtigt.
Die Baubehörde hat nach dem Untersuchungsgrundsatz den Sachverhalt
von Amtes wegen zu ermitteln. Die am Verfahren Beteiligten sind
verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken. Weiter
erhebt die Baubehörde die notwendigen Beweise, wobei sie an Begehren
zur Ermittlung des Sachverhalts nicht gebunden ist (vgl. Art. 11 VRG). Aus
dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt, dass die Behörde rechtzeitig und
formrichtig angebotene erhebliche Beweismittel abzunehmen hat. Dies
verwehrt es ihr indessen nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn sie
ohne Willkür in freier, antizipierter Würdigung der beantragten zusätzlichen
Beweise zur Auffassung gelangen durfte, dass weitere Beweisvorkehren
an der Würdigung der bereits abgenommenen Beweise voraussichtlich
nichts mehr ändern würden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI,
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl.,
2013, Rz. 153; ZIBUNG/HOFSTETTER, in: WALDMANN/WEISSENBERGER
[Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl., 2016, Art. 49 N 38; je m.H.).
- 14 -
4.3. In seiner Stellungnahme vom 16. Mai 2018 auf die Aufforderung der
Gemeinde zur Einhaltung der ablehnenden Baubescheide von 2009 hin
erläuterte der Beschwerdeführer unter Beilegung des Plans
Aussenbeleuchtung vom 24. August 2009 (BGin-act. 6 und 7), dass sich
an der Gestaltung der Aussenbeleuchtung seit dem Jahr 2009 nichts
geändert habe. Im Gegensatz zu 2009 sei aber heute die Beleuchtung nicht
mehr automatisiert und auf dauerhaften Gebrauch ausgerichtet, sondern
nur zur kurzzeitigen Beleuchtung der unmittelbaren Umgebung des
Gebäudes zu Orientierungszwecken in der Nachtzeit. Mit dem nachträglich
eingereichten Baugesuch reichte der Beschwerdeführer auch eine
Fotodokumentation der Aussenbeleuchtung ein (vgl. BGin-act. 8 und 9).
Wenn die Beschwerdegegnerin aus ihrer Vorkenntnis, d.h. aus den
früheren Entscheiden, und den Unterlagen, die mit dem aktuellen
Baugesuch eingereicht wurden (vgl. BGin-act. 6-9), zur Erkenntnis gelangt,
dass die strittigen Aussenleuchten nicht senkrecht auf den Boden gerichtet
sind, sondern in einem Winkel von 30-60 Grad von der Fassade weg in die
Umgebung strahlen, und zwar mit beträchtlicher Leuchtkraft, so kann ihr
nicht der Vorwurf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des
Sachverhalts gemacht werden. Von der Bauart der sieben Scheinwerfer
her durfte die Beschwerdegegnerin nämlich auf eine starke Leuchtkraft
schliessen und aufgrund deren aus den Fotos erkennbarer Neigung eine
Abstrahlung in die Umgebung annehmen. Die Beschwerdegegnerin
erkennt gestützt auf die Fotodokumentation auch korrekt, dass nur einer
der Leuchtkörper auf den Eingangsbereich gerichtet ist, bei allen anderen
aber keine eigentliche Funktion erkannt werden könne, wie etwa eine
Beleuchtung der Terrasse.
Diese Schlussfolgerungen hat die Beschwerdegegnerin zulässigerweise
aus den ihr vorliegenden Unterlagen ziehen dürfen ohne die Situation
zusätzlich vor Ort prüfen zu müssen.
- 15 -
Die Beschwerdegegnerin ist bei der Erhebung des Sachverhalts demnach
nicht in Willkür verfallen. Diese formelle Rüge ist nach dem Gesagten
abzuweisen.
5. Weiter rügt der Beschwerdeführer eine falsche Anwendung des
kommunalen Baugesetzes (BG).
5.1. Laut dem Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin ihre eigenen
Bauvorschriften für künstliche Beleuchtung völlig falsch und damit
willkürlich angewandt. Indem sie in E.3c des angefochtenen Entscheids
behaupte, die strittigen Lampen strahlten in einem Winkel von 30-60 Grad
von der Fassade weg in die Umgebung, suggeriere sie, dass es sich um
gemäss Art. 49ter Abs. 3 BG von vornherein unzulässige Leuchtkörper
handle gleichsam Skybeamer, Laserscheinwerfer, Reklamescheinwerfer
oder dergleichen. Schon der behauptete Winkel entbehre jeglicher
Grundlage, noch mehr aber die Annahme der Gemeinde, es handle sich
bei den strittigen Leuchtkörpern um Scheinwerfer, d.h. Flut- oder
Starklichtanlagen; in Tat und Wahrheit habe der Beschwerdeführer
einfache Lampenspots installieren lassen wie sie auch im Gebäudeinneren
vorkämen. Der zurückhaltende und lokal begrenzte Leuchtkreis dieser
Lampen entspreche vollumfänglich den Gestaltungsvorschriften, zumal
andere Arten von vorübergehender Beleuchtung wie z.B. die elektrische
Dekorations-Beleuchtung eines Baumes im Winter ebenfalls
bewilligungsfrei erfolgen könne.
Die Beschwerdegegnerin entgegnet, sie habe sich im angefochtenen
Entscheid sorgfältig mit dem Sachverhalt und den kommunalen
Vorschriften auseinandergesetzt. Der Beschwerdeführer gehe darauf in
seiner Beschwerde – mit Ausnahme der Themen Abstrahlungswinkel und
Stärke der Beleuchtung – nicht ein. Aufgrund der Fotos könne aber nicht
ernsthaft bezweifelt werden, dass die Lichtquellen von der Fassade weg
und in den angrenzenden Wald hineinstrahlten, wobei auch der Winkel von
- 16 -
30 – 60 Grad als Grössenordnung korrekt sei. Der Leuchtkreis sei gerade
nicht beschränkt, sondern strahle direkt oder indirekt in die Umgebung. Die
Anlage leuchte einzeln und in der Summe aller Leuchten kräftig und hell.
Der Beschwerdeführer hält fest, dass es sich bei der strittigen Beleuchtung
nicht um Weihnachtslichter oder um Beleuchtungskörper vorübergehender
Natur handle. Bei den sieben Leuchten handle es sich um
Starklichtanlagen, welche die Hausfassade und die Umgebung ausgeprägt
beleuchteten.
5.2. Auf den vorliegenden Fall kommen primär die spezifisch für das Gebiet
"C._" erlassenen Bestimmungen zur Anwendung; diese gehen im
Konfliktfall den allgemeinen Bestimmungen im BG als lex specialis vor.
Gemäss Art. 49ter BG sind Beleuchtungseinrichtungen von Bauten und
Anlagen einschliesslich historischer Gebäude und Anlagen
bewilligungspflichtig (Abs. 1). Zulässig sind nur solche
Beleuchtungseinrichtungen, deren Auswirkungen eine gute
Gesamtwirkung der gebauten und natürlichen Umgebung nicht
beeinträchtigen (Abs. 2). Der Betrieb von himmelwärts gerichteten
Anlagen, welche keine Sicherheits- oder Beleuchtungsfunktion von Bauten
erfüllen (Skybeamer, Laserscheinwerfer, Reklamescheinwerfer oder
ähnliche künstliche Lichtquellen) ist untersagt (Abs. 3). Die Baubehörde ist
befugt, ein Beleuchtungskonzept für das ganze Gemeindegebiet oder Teile
davon zu erlassen. Sämtliche Beleuchtungseinrichtungen haben sich in
dieses Konzept einzufügen (Abs. 4). Bestehende
Beleuchtungseinrichtungen, welche dieser Bestimmung nicht entsprechen,
sind innert 5 Jahren zu sanieren oder zu entfernen (Abs. 5).
Die Gestaltungsvorschriften der Teilgebietsplanung "C._"
(Vorschriften zum GGP und zum GEP, Stand 24. Februar 2008) enthalten
in Art. 2 Ziff. 4 folgende Regelung: Künstliche Beleuchtungen sind
zurückhaltend einzusetzen und dürfen den Waldsiedlungscharakter nicht
beeinträchtigen.
- 17 -
Damit konkretisiert Art. 2 Ziff. 4 der Vorschriften zur Teilgebietsplanung
"C._" die allgemeine Vorgabe betreffend Aussenbeleuchtungen
gemäss Art. 49ter Abs. 2 BG.
5.3. Wie die Beschwerdegegnerin am Augenschein bestätigt hat, existiert kein
Beleuchtungskonzept nach Art. 49ter Abs. 4 BG. Ausserdem ist die
vorliegende Beleuchtungsanlage nicht als himmelwärts gerichtet zu
qualifizieren, weshalb sie nicht unter das entsprechende Verbot von Art.
49ter Abs. 3 BG fällt. Die strittige Anlage ist somit unter dem Blickwinkel von
Art. 2 Ziff. 4 Teilgebietsplanung "C._" und Art. 49ter Abs. 2 BG zu
prüfen. Demnach muss sie zurückhaltend eingesetzt werden und darf den
Waldsiedlungscharakter sowie die gute Gesamtwirkung der gebauten und
natürlichen Umgebung nicht beeinträchtigen.
5.4. Entgegen Art. 51 Abs. 1 lit. a VRG kommt hier dem Verwaltungsgericht als
erster Beschwerdeinstanz in Baubewilligungssachen grundsätzlich volle
Kognition zu (vgl. Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes über die
Raumplanung [RPG; SR 700]). Die von der Beschwerdegegnerin
angewandten kommunalen Vorschriften sind aber autonomes
Gemeinderecht. Der diesbezügliche Ermessensspielraum
(Gemeindeautonomie) kommt dabei gleichermassen bei der
Rechtssetzung wie bei der Rechtsanwendung zum Tragen (vgl. VGU R 13
187 E.4c). In diesem Ermessensspielraum greift das Verwaltungsgericht
nicht ohne Not ein.
5.5. Gestützt auf die Erkenntnisse des Augenscheins schliesst sich das Gericht
der Ansicht der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Auswirkungen der
Beleuchtungsanlage des Beschwerdeführers an. Die strittige
Beleuchtungsanlage lässt aufgrund ihrer Konzeption und Leuchtkraft die
Liegenschaft des Beschwerdeführers im Vergleich mit den übrigen Bauten
im Gebiet "C._" wie eine Lichtinsel stark hervortreten, wodurch die
- 18 -
Gesamtwirkung der Umgebung negativ beeinträchtigt und es insbesondere
dem Charakter einer Waldsiedlung widersprochen wird. Unter Beachtung
der Gemeindeautonomie kann ferner die Auffassung der
Beschwerdegegnerin, wonach sich der Beschwerdeführer aufgrund der
besonderen baulichen und landschaftlichen Umgebung im Gebiet
"C._" diesbezüglich grössere Einschränkungen gefallen lassen muss
als im übrigen Gemeindegebiet, geschützt werden. Daran ändert auch der
Umstand nichts, dass der Beschwerdeführer seine Aussenbeleuchtung
künftig nur zurückhaltend einsetzen wolle. Der Augenschein hat in Bezug
auf die Aussenbeleuchtung nämlich gezeigt, dass diese – entgegen den
Ausführungen in der Beschwerde – weniger für die "kurzzeitige
Beleuchtung der unmittelbaren Umgebung des Gebäudes zu
Orientierungszwecken" konzipiert ist, zumal es aufgrund der verwendeten
Energiesparlampen rund 10 Minuten dauert, bis die Lampen ihre volle
Leuchtkraft entwickelt haben. Im Weiteren zeigte sich, dass für eben diesen
Zweck eine weitere, diskrete und ausreichende Aussenbeleuchtung zur
Verfügung steht, und zwar die sechs Lampen an den Hausfassaden und in
der Garageneinfahrt. Die Ansicht der Beschwerdegegnerin, wonach die
strittige Beleuchtungsanlage den Gestaltungsvorschriften widerspreche,
erscheint demnach als vertretbar.
6. Der Beschwerdeführer beruft sich ferner auf den Anspruch auf
Gleichbehandlung.
6.1. Laut dem Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin nie bekundet,
dass sie die Aussenbeleuchtungen an den Nachbarliegenschaften als
problematisch erachte. Wenn sie diese Anlagen offenbar als nicht
bewilligungspflichtig und damit als mit den Gestaltungsvorschriften in
"C._" als vereinbar beurteile, so sei auch die Aussenbeleuchtung des
Beschwerdeführers an dieser Praxis zu messen.
- 19 -
6.2. Ein Entscheid verletzt das Rechtsgleichheitsgebot, wenn er rechtliche
Unterscheidungen trifft, für die ein vernünftiger Grund in den tatsächlichen
Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlässt, die
sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen, wenn also Gleiches nicht nach
Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nicht nach Mass-gabe
seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Vorausgesetzt ist, dass sich
die ungerechtfertigte Gleich- bzw. Ungleichbehandlung auf eine
wesentliche Tatsache bezieht (BGE 131 I 394 E.4.2 m.H.).
6.3. Die Ansicht des Beschwerdeführers, wonach die Beschwerdegegnerin die
Aussenbeleuchtungen der Nachbarliegenschaften (D._, E._ und
F._) dulde, trifft nicht zu. Die Beschwerdegegnerin hat vielmehr
mitgeteilt, dass für diese drei Beleuchtungsanlagen keine Bewilligungen
bestünden und weitere Abklärungen notwendig seien, um sie beurteilen zu
können. Der Beschwerdeführer kann sich (zurzeit) somit nicht auf das
Gebot der Gleichbehandlung – sei es, wie beantragt, im Recht sei es
allenfalls im Unrecht – berufen, da die genannten Beleuchtungsanlagen
überhaupt noch nicht auf ihre Bewilligungspflicht bzw. -fähigkeit hin
überprüft wurden. Die Beschwerdegegnerin hat weder eine gefestigte
Praxis, wonach Anlagen wie die erwähnten Beispiele rechtskonform seien,
noch weicht sie hinsichtlich dieser Beispiele bewusst vom Gesetz ab, was
allenfalls eine Gleichbehandlung im Unrecht begründete.
Die Beschwerdegegnerin wird aber die notwendigen Abklärungen im
gesamten Gebiet "C._" vorzunehmen haben, um eine einheitliche
Beurteilung der Aussenbeleuchtung in der Nachbarschaft zu erreichen.
7. Der angefochtene Entscheid sei dem Beschwerdeführer zufolge
ausserdem unverhältnismässig.
7.1. Die Beschwerdegegnerin habe es unzulässigerweise abgelehnt, vom
Beschwerdeführer selber vorgeschlagene Auflagen zur Vermeidung
- 20 -
negativer Auswirkungen auf die Umgebung zu verfügen. Das gänzliche
Verbot für die strittige Aussenbeleuchtung zur Erhaltung des
Waldsiedlungscharakters in "C._" sei die härteste Variante zur
Durchsetzung von Gestaltungsvorschriften zu Lasten eines privaten
Grundeigentümers. Die Beschwerdegegnerin hätte die Baubewilligung
auch mit Auflagen bewilligen können, etwa betreffend Ausrichtung der
Lampen, deren Leuchtkraft bzw. –farbe oder Einschränkungen für die Ein-
und Ausschaltzeiten. Mit ihrem Vorgehen habe die Beschwerdegegnerin
das Verhältnismässigkeitsprinzip gemäss Art. 5 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) sowie den Anspruch
des Beschwerdeführers auf Erteilung der Baubewilligung gemäss Art. 22
RPG verletzt.
Die Beschwerdegegnerin wendet ein, dass nur die strittige
Beleuchtungsanlage zu beurteilen sei, nicht mögliche andere
Anwendungen. Es sei zudem völlig unklar, wie der Beschwerdeführer die
bestehende Anlage anpassen und betreiben wolle, um die Anforderungen
an die Bestimmungen des kommunalen Rechts zu erfüllen. Es sei nicht
Sache der Bewilligungsbehörde, von sich aus alle denkbaren Varianten der
Beleuchtungsanlage zu prüfen. Es sei deshalb weder das Gebot der
Verhältnismässigkeit noch der Anspruch auf Erteilung einer Baubewilligung
verletzt.
Bezüglich der Verhältnismässigkeit hält der Beschwerdegegner fest, dass
der Beschwerdeführer weder im Baugesuch noch im Einspracheverfahren
eine moderatere Aussenbeleuchtung beantragt habe. Abgesehen davon
habe die Gemeinde zu Recht keine mildere Massnahme ins Auge gefasst,
existierten doch neben den strittigen sieben Leuchtkörpern bereits
genügend andere Beleuchtungen. Das öffentliche Interesse am Schutz des
Waldsiedlungscharakters im Gebiet "C._" überwiege das private
Interesse des Beschwerdeführers an einer Fassaden- und
Umgebungsbeleuchtung bei Weitem; es könne dem Beschwerdeführer
durchaus zugemutet werden, sich an die gesetzlichen Bestimmungen
- 21 -
halten zu müssen und auf die seit Jahren unerlaubt betriebene
Aussenbeleuchtung zu verzichten.
7.2. Es trifft zu, dass sich der Beschwerdeführer im Einspracheverfahren offen
gezeigt hat, eine Baubewilligung unter Auflagen zu akzeptieren; konkret
genannt hat er Einschränkungen betreffend Ausrichtung der Lampen,
deren Leuchtkraft bzw. -farbe oder Einschränkungen betreffend die Ein-
und Ausschaltzeiten. Diese materielle Bereitschaft, Auflagen zu
akzeptieren ist aber zu unspezifisch. Die Beschwerdegegnerin hat über ein
konkretes Baugesuch zu entscheiden und ist nicht gehalten, die maximal
bewilligbare Variante eines Baugesuches zu eruieren und zu behandeln.
Das Vorbringen des Beschwerdeführers zeigt nicht konkret auf, wie der
Beschwerdeführer die Anlage anpassen will, um die Vorgaben des
kommunalen Rechts zu erfüllen. Wie die Beschwerdegegnerin ausserdem
zutreffend ausführt, handelt es sich vorliegend nach wie vor um dieselben
Leuchten unter dem Vordach, mit denen sich der Gemeindevorstand
bereits 2009 beschäftigt hat. Geändert hat sich im Laufe der Zeit einzig der
vom Beschwerdeführer angeführte Zweck, dem diese Leuchten dienen
sollten. Anfänglich sollte es darum gehen, die Fassade auszuleuchten (vgl.
ablehnender Baubescheid vom 29. Juni 2009 [BGin-act. 2]), dann sollte die
Installation als sogenannte Schockbeleuchtung abschrecken (vgl.
ablehnender Baubescheid vom 14. September 2009 [BGin-act. 3]) und
heute soll damit eine sporadische Beleuchtung bezweckt werden, wenn der
Beschwerdeführer Gäste erwarte oder sich selbst ins Freie begebe.
Dennoch soll es sich angeblich nicht um eine Aussenbeleuchtung handeln
und soll auch nicht so eingesetzt werden. Wofür eine Beleuchtungsanlage
dient, kann jedoch nicht alleine davon abhängen, wofür sie die
Bauherrschaft angeblich verwenden will, sondern vor allem davon, wofür
die Anlage von ihrer Konzeption und Möglichkeiten her eingesetzt werden
kann. Wie oben dargelegt, ist die Beleuchtung so konzipiert und
ausgestaltet, um das Wohnhaus und seine Umgebung in Licht zu tauchen.
- 22 -
Hätte die Anlage einen anderen Zweck, insbesondere den vom
Beschwerdeführer angegebenen, so wäre sie anders auszugestalten und
vor allem weniger umfangreich. Wie oben bereits erwähnt, hat sich im
Übrigen gezeigt, dass zu diesem Zweck bereits die sechs Lampen an den
Hausfassaden und in der Garageneinfahrt dienen.
Im Vorgehen der Gemeinde ist nach dem Gesagten keine Verletzung des
Verhältnismässigkeitsprinzips erkennbar.
8. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt im
Baugesuchs- und Einspracheverfahren korrekt festgestellt. Zudem hat sie
die baurechtlichen Normen korrekt angewandt. Schliesslich ist der
angefochtene Entscheid auch nicht unverhältnismässig. Die Beschwerde
ist somit abzuweisen.
9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten (bestehend
aus einer Staatsgebühr von Fr. 5'000.-- zzgl. Kanzleiauslagen) zu Lasten
des unterliegenden Beschwerdeführers. Ausserdem hat der
Beschwerdeführer den Beschwerdegegner aussergerichtlich zu
entschädigen. Im Zeitpunkt der Entscheidfällung lag eine Honorarnote des
Rechtsvertreters des Beschwerdegegners vom 13. Dezember 2018 über
Fr. 5'091.75 (zusammengesetzt aus einem Honorar von 17 h 10 min à
Fr. 270.--, Spesen von Fr. 137.70 und 7.7 % MWST) vor. Diese wird vom
Beschwerdeführer als im Umfang von rund sechs Stunden zu hoch
beanstandet. Unter Berücksichtigung des Aufwandes für die Vorbereitung
und die Durchführung des Augenscheins sowie Studium und Äusserung zu
den nachfolgend zugestellten Dokumenten erachtet das Gericht eine
pauschale Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 7'000.-- inkl. Spesen
und MWST für angemessen.
Gemäss der Regel in Art. 78 Abs. 2 VRG steht der in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegenden Beschwerdegegnerin dagegen keine
Parteientschädigung zu.
- 23 -