# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5495bb23-57ad-4608-8011-678dd639d55b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 14
I. Sachverhalt
A. Mit Vereinbarung vom 9. Dezember 2008/10. Dezember 2008 wurde die X.
AG von der Y. beauftragt, die Buchhaltung für ihr Bergrestaurant zu führen. Die
Vereinbarung führt drei verschiedenartige Leistungs- bzw. Kostenpunkte auf.
Gemäss diesen verpflichtete sich die Y. zur Zahlung eines einmaligen Betrages
von Fr. 600.- für initiale Arbeiten, Fr. 300.- pro Monat für die monatlich anfallenden
Arbeiten sowie Fr. 2'400.- für den Jahresabschluss und das Anfertigen der
Steuererklärung. Vertragsbeginn war gemäss Vereinbarung der 1. Dezember
2008. Eine Kündigung war jederzeit auf Ende eines Monats möglich.
B. Am 26. Januar 2009/7. Februar 2009 wurde die Vereinbarung durch eine
neue Vereinbarung ersetzt. Gemäss dieser neuen Vereinbarung betrugen die
Kosten für die operativen Monate der Wintersaison (z.B. Dezember-April) Fr.
3'000.- und diejenigen für die operativen Monate der Sommersaison (z.B. Juli-
Oktober) beliefen sich auf Fr. 1'800.-. Während den nicht operativen Monaten, in
welchen der Betrieb geschlossen war, würden der Y. Fr. 500.- auferlegt.
Schliesslich behielt sich die X. AG vor, für den zusätzlichen Aufwand, wie
beispielsweise das Ordnen von Belegen einen Stundenansatz von Fr. 100.- zu
verrechnen. Vertragsbeginn war ebenfalls der 1. Dezember 2008. Eine Kündigung
war jederzeit auf Ende eines Quartals möglich.
C. Mit Schreiben vom 8. Dezember 2008 stellte die X. AG der Y. für die
initialen Arbeiten Fr. 600.- und für die Monatspauschale für den Monat Dezember
2008 Fr. 300.- (insgesamt Fr. 968.40 inkl. Mehrwertsteuer) gemäss der ersten
Vereinbarung vom 9. Dezember 2008/10. Dezember 2008 in Rechnung. Diese
wurde von der Y. am 14. Januar 2009 bezahlt. Am 5. Januar 2009 erhielt die Y.
eine Rechnung für die Monatspauschale für den Monat Januar 2009 von Fr. 300.-
(insgesamt Fr. 322.80 inkl. Mehrwertsteuer), welche ebenfalls am 14. Januar 2009
beglichen wurde. Mit Schreiben vom 28. Januar 2009 wurde der Y. eine
Monatspauschale für den Monat Dezember 2008 gemäss der zweiten
Vereinbarung vom 26. Januar 2009/7. Februar 2009 von Fr. 3'000.- in Rechnung
gestellt. Die bereits am 14. Januar 2009 bezahlte Monatspauschale für den Monat
Dezember 2008 gemäss der ersten Vereinbarung vom 9. Dezember 2008/10.
Seite 3 — 14
Dezember 2008 wurde angerechnet, was zu einem Rechnungsbetrag von Fr.
2'905.20 führte. Dieser Betrag wurde von der Y. am 3. April 2009 bezahlt.
D. Am 24. April 2009 kündigte die Y. die Vereinbarung vom 26. Januar 2009/7.
Februar 2009 mit der X. AG fristlos. Dabei wurde einerseits geltend gemacht, dass
bis zum heutigen Datum weder eine Erfolgsrechnung, noch ein Budgetvergleich,
noch eine Abrechnung der Sozialleistungen gemäss Vereinbarung bei der Y.
eingegangen sei. Andererseits sei man der Meinung, mit den Fr. 3'000.-, welche
die Y. gemäss der zweiten Vereinbarung für die operativen Monate Wintersaison
(z.B. Dezember-April) schulde, die Kosten für die Buchhaltung für den ganzen
Winter 08/09 bezahlt zu haben.
E. Mit dem am 4. Mai 2009 ausgestellten Zahlungsbefehl mit der
Betreibungsnummer _ wurde die Y. vom Betreibungsamt Küblis aufgefordert, die
Forderung in der Höhe von Fr. 12'590.10 nebst Zins zu 5% seit dem 28. Januar
2009 zu begleichen. Als Forderungsgrund wurden die Verträge vom 9. Dezember
2008/10. Dezember 2008 und 26. Januar 2009/7. Februar 2009 angegeben. Der
Zahlungsbefehl wurde der Y. am 20. Juni 2009 zugestellt, welche gleichentags
Rechtsvorschlag erhob.
F. Mit Schreiben vom 31. August 2009 gelangte die X. AG an das
Bezirksgericht Prättigau/Davos und ersuchte um provisorische Rechtsöffnung für
den in Betreibung gesetzten Betrag.
G. Die Y. machte von der Möglichkeit, sich schriftlich vernehmen zu lassen,
keinen Gebrauch. An der Rechtsöffnungsverhandlung vom 22. September 2009
nahmen sowohl Rechtsanwalt Dr. iur. August W. Stolz als Vertreter der Y. sowie
Z. als Vertreter der X. AG teil. Der Vertreter der Gläubigerin verwies dabei im
Wesentlichen auf die beiden Vereinbarungen vom 9. Dezember 2008/10.
Dezember 2008 bzw. 26. Januar 2009/7. Februar 2009. Der Vertreter der
Schuldnerin machte insbesondere geltend, dass die Schuldnerin die Gläubigerin
bereits für sämtliche von ihr geleisteten Arbeiten bezahlt habe.
Seite 4 — 14
H. Das Bezirksgerichtspräsidium Prättigau/Davos verfügte mit
Rechtsöffnungsentscheid vom 22. September 2009 in Sachen X. AG gegen die Y.,
mitgeteilt am 16. Oktober 2009, wie folgt:
„1. Das Gesuch betreffend Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _
des Betreibungsamtes Küblis wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von Fr.
300.00 gehen zulasten der X. AG und sind innert 30 Tagen auf
das PC-Konto 70-3922-1 des Bezirksgerichtes Prättigau/Davos
zu überweisen.
3. Ausseramtlich hat die X. AG die Y. für ihre Umtriebe mit
pauschal Fr. 750.- (inkl. MwSt. und Spesen) zu entschädigen.

## Considerations