# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4953b535-2b33-59ea-9abb-d65b43bdcf02
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, ist seit Mai 1994 für die
Y._
GmbH tätig (
Urk.
11/11
Ziff.
1 und 2.1). Unter Hinweis auf
eine
Arthrose in den Kniegelenken und in der Hüfte meldete sich die Versicherte am 1
2.
September 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
11/3
Ziff.
6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medizinisc
he und erwerbliche Situation ab.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
11/26-30) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 2
9.
Oktober 2014 ab
1.
März befristet bis 3
0.
November
2013 eine
Dreiviertelsrente
zu und verneinte a
b dem
1.
Dezember 2013 einen Rentenanspruch (
Urk.
11/37,
Urk.
11/32 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
1.
Dezember 2014 Beschwerde (
Urk.
1) gegen die Verfü
gung
vom 2
9.
Oktober 2014 (
Urk.
2) und beantragte, es sei ihr
auch ab
1.
Dezember 2013 eine Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1).
Am 1
5.
Januar 2015 (
Urk.
7) reichte
sie
eine Ergänzung
zur Eingabe
vom
1.
Dezember 2014 ein.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
Februar 2015
(
Urk.
10) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 2
4.
März 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich auf den Standpunkt
, dass sich der Gesund
heitszustand der Be
schwerdeführerin verbessert ha
t
.
In den Erwägungen der
angefochtenen Verfügung vom 2
9.
Oktober 2014
stellte sie
fest
, der Beschwer
deführerin
sei i
m März 2013 keine Erw
erbstätigkeit zumutbar gewesen
. Jedoch sei ihr
seit
August 2013
eine überwiege
nd sitzend ausgeübte Tätigkeit
mit l
eichter Wechselbelastung zu 100
% zumutbar (
Urk.
2
S. 4).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend, die neuesten Befunde und ärztlichen Einschätzungen seien nicht in die Beurteilung der Beschwerdegegnerin eingeflossen (
Urk.
7
S. 5
Ziff.
3.1).
2.3
Strittig ist, ob die Beschwerdeführerin über den 3
0.
November 2013 hinaus Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
3.
3
.1
Dr.
med. Z._
, Oberarzt Rheumatologie,
A._
Klinik, stellte in einem Bericht vom
6.
September 2012
(
Urk.
11/9/7-8)
folgende
Diagnosen (
S. 1
):
symptomatische
Coxarthrose
links
belastungsabhängige Schmerzen Oberschenkel beidseits
am ehesten rein
myofaszial
Status
nach Knie-
Totalprothesen links November 2011, rechts
Mai 2011
chronisches
lu
mbospondyloge
nes
Schmerzsyndrom
Dr.
Z._
führte weiter aus
, b
ei der Patientin
bestehe
eine längere Vorgeschichte mit ausgeprägten belastungsabhängigen Kniegelenkschmerzen beidseits
. Bei Nachweis einer Gonarthrose sei beidseits eine Knie-Totalprothese eingelegt worden
(S. 1). Im Bereich des linken Hüftgelenkes zeige sich eine fortgeschrittene
Coxarthrose
(S. 2).
Weitere Operationen erfolgten a
m
1
4.
Januar
2013
(
minimalinvasive
anteriore
Hüfttotalarthroplastik
links
) und a
m 1
5.
April 2013
(
Knieto
talprothesen-Wechsel rechts,
vgl.
Urk.
11/14/11-12,
Urk.
11/14/19-20).
3
.2
Med.
pract
.
B._
, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Regionalärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), nahm am 2
6.
Juni 2013
zu den medizinischen Akten Stellung
(
Urk.
11/18 S. 4).
Sie
erklärte
,
der Verlauf der
Arbeitsunfähigkeit sei mit den durch
g
eführten Operationen begründet und
nachvollziehbar.
Nach prothetische
m
Ersatz der Kniegelenke und eines Hüftgelenkes bestehe aus medizinisch-theoretischer Sicht eine verminderte Belastbarkeit für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben, Trage
n und Transportieren von Lasten, für Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen, wie Knien, Kriechen, Hocken, für Arbeiten mit erhöhten Anforderungen an die Stand- und Gangsicherheit und für dauerhaftes Gehen und Stehen auf unebenem Grund. Damit sei die angestammte Tätigkeit
in Bezug auf Hauswartungsarbeiten nicht mehr zumutbar. Administrative Tätigkeiten seien
aus medizinischer Sicht
mit Ausnahme der Nachbehandlungsphasen nach den Operationen
indes
weiterhin zumutbar.
Als angepasste Tätigkeit
gelte
eine überwiegend sitzend ausgeübte Arbeit mit leichter Wechselbelastung
, teils sitzend, teils ebenerdig gehend, auch mit gele
gentlichem Heben und Tragen von Lasten bis 15 kg körpernah
.
M
edizinisch-theoretisch
könne eine solche Tätigkeit
bei regelrechtem Verlauf voraussichtlich ab Juli 2013 zu 100
%
zugemutet werden.
3.3
Dr.
med.
C._
, Leitender Oberarzt Orthopädie,
A._
Klinik, attestierte der Beschwerdeführerin in einem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 1
4.
August 2013 ab dem 1
4.
August 2013 für die Dauer eines Monates eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(
Urk.
11/17 S. 1).
3.4
Med.
pract
.
B._
gab
in einer weiteren Stellungnahme vom
29
.
August
2013
an
,
aus medizinischer Sicht sei
m
it den berichteten Befunden eine
volle
Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit nicht mehr ausgewiesen. Die mitgeteilte Kniefunktion reiche aus, um eine leichte
Tätigkeit bewältigen zu können
. Eine angepasste Tätigkeit sei ab 1
4.
August 2013 zumutbar
(
Urk.
11/24 S. 5 f.).
3.
5
Die Beschwerdeführerin reichte
sodann
im vorliegenden Verfahren einen Bericht von
Dr.
med. D._
, Oberarzt Orthopädie,
U
ntere Extremitäten,
A._
Klinik, vom 1
7.
Dezember 2014 (
Urk.
8
/3) ein.
Dr.
D._
nannte
darin
als Diagnosen
:
Status nach Knie-TP links
Innex
vom 2
8.
Januar 2011
mässige Hot
patella
, Szintigraphie vom 2
2.
April 2014
Kniegelenkspunktat links vom 1
2.
Juni 2014 mit normaler Zellzahl, kein Bakteriennachweis
Status nach ein
s
eitigem Knie-TP-Wechsel rechts auf
Legion-Revisions
pro
these
, 1
5.
April 2013 bei Prothesenlockerung mit Low grade-Infekt mit
Propionibakterium
acnes
, 1
5.
April 2013
starke Hot
patella
rechts (Szintigraphie vom 2
2.
April 2014)
Als Nebendiagnosen nannte
Dr.
D._
einen Status nach
Hüft-TP links, 1
4.
Januar 2013 mit Saumbildung proximal um den Zementmantel, keine Progredienz seit April 2014, einen Status nach Hepatitis B und eine arterielle Hypertonie.
Dr.
D._
erklärte, die
Patientin stelle sich vor zur Rekapitulation ihrer
Gesamtsi
tuation
. Insbesondere scheine die Einstufung durch die IV der aktuell möglichen Belastungstoleranz nicht zu entsprechen. Im Hinblick auf eine korrekte Einstufung der Alltagsbelastbarkeit scheine eine weiterführende Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit angezeigt.
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin
ging
hinsichtlich der
Statusfrage davon aus
, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 50
%
erwerbsfähig und zu 50 % im Haushalt tätig wäre
(
Urk.
2 S. 4)
.
Sie stützte sich dabei
auf den
Abklärungsb
ericht
vom
5.
August 2014 (
Urk.
11/22) über
eine
am 2
7.
November 2013
am Wohnort der Beschwerdeführerin
erfolgte
Haushalt
abklärung
.
Die Beschwerdegegnerin
wies
darin
eine Einschränkung
im Haushalt
von 33.25
% aus (S. 8
Ziff.
7).
Die Beschwerdeführerin br
achte gegen die Qualifikation
vor, die Annahme, dass sie heute ohne Gesundheitsschaden lediglich zu 50
%
arbeiten würde, treffe nicht zu. Vielmehr sei davon auszugehen, dass sie ein 100
%
-Pensum ausüben würde (
Urk.
7 S. 6
Ziff.
3.2).
4.2
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach
Massgabe
des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt
dar (Urteil 9C_201/2011 vom 5.
September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu
äussern
hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
4.3
Die Beschwerdeführerin betreibt mit ihrem Ehemann die
Y._
GmbH,
welche
im
Bereich Hauswartungen und
Liegenschaftsunterhalt
tätig ist
(
Urk.
11/22 S. 2
Ziff.
2.3).
Gemäss
dem
Abklärungsbericht
vom
5.
August 2014
gab die Beschwerdeführerin gegenüber der Abklärungsperson
an
, dass sie die Büroarbeit im Familienbetrieb wieder teilweise erledige. Sie arbeite zirka 25
%
. Ihr Wunschpensum betrage jedoch weiterhin 50
%
. Hauswartarbeiten könne sie beschwerdebedingt
nicht
ausführen
.
Bis zum
1.
Januar 2004 seien nur sie und ihr Ehemann im Betrieb tätig gewesen, sie selber mit einem Pensum von 50
%
, ihre Ehemann vollzeitlich (S. 2
Ziff.
1 und
2.3).
Die Beschwerdeführerin beteuere, dass sie
ihr 50
%
-Pensum
bei guter Gesundheit
unverändert weitergeführt hätte. Die Reduktion ihres Arbeitspensums und die Aufgabe des Hauptaufgabenbereiches, der Hauswartarbeit, sei
en
einzig beschwerdebedingt erfolgt (S. 4
Ziff.
2.7).
4.4
Der
B
ericht
vom
5.
August 2014
erfüllt die Anforderungen
an den Beweiswert über eine Haushaltabklärung
.
Die Beschwerdegegnerin
erklärte
anlässlich der Abklärung
, dass sie
heute
im Gesundheitsfall
mit einem Pensum von 50
%
erwerbstätig wäre
.
Dies deckt sich mit den Angaben im Arbeitgeberfragebogen vom
4.
Januar 2013
betreffend d
a
s Arbeitspensum vor Eintritt des Gesundheitsschadens
(
Urk.
11/11
Ziff.
2.9).
Auch der Umstand, dass
die Beschwerdeführerin
ihren Angaben zufolge bereits seit zirka 14 Jahren an Kniebeschwerden leidet (
Urk.
11/22 S. 1
Ziff.
1), ändert an der Qualifikation mit einem Anteil von je 50 % im Erwerbsbereich und im Haushalt nichts.
5.
5.1
Der RAD der Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass der Beschwerdeführerin eine angepasste, überwiegend s
itzende Tätigkeit
seit August 2013
wieder zu 100
% zumutbar
sei
.
Dr.
D._
sprach sich im Bericht vom 1
7.
Dezember 2014 jedoch g
egen die Beurteilung des RAD aus, wobei er
neu eine mässige Hot
patella
links und eine starke
Hot
patella
rechts
diagnostizierte
. Die zugrunde liegenden Untersuchungen (Szintigraphie)
fanden
am 2
2.
April 2014
statt
(vgl.
E. 3.5 hiervor). Sie fallen daher in den massgeblichen Zeitra
um der angefochtenen Verfügung und sind im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen.
5.2
Das Gericht kann die Angelegenheit z
u neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
5.3
Mit dem
ak
tu
ellen
Arztbericht von
Dr.
D._
kann der Beurteilung d
urch den
RAD der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden.
Stattdessen ist abzuklären, ob und inwiefern die Beschwerdeführerin
vor dem Hintergrund der
neu gestellten Diagnosen
in einer angepassten Tätigkeit
massgeblich
eingeschränkt
ist
.
Hierfür erscheint eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL), wie von
Dr.
D._
vorgeschlagen, angezeigt. Eine Begutachtung ist nicht erforderlich.
Die angefochtene Verfügung vom 2
9.
Oktober 2014 ist daher aufzuheben und die Sache an die Beschwerd
egegnerin zurückzuweisen. Nach den
erwähnten
Abklärungen hat die Beschwerdegegnerin über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu zu verfügen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6
.
6
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6
.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
220.-- (zuzüglich
MWSt
) auf
Fr.
2‘000
.-- festzusetzen.