# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a8a6db6b-252c-4e01-9f6f-a211741d74bf
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Das Ehepaar B._ und A._ meldete sich im April 2013 bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, AHV-
Ausgleichskasse als EL-Stelle (nachfolgend AHV-Ausgleichskasse), für
den Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) an und A._ bezieht seit 1.
Januar 2013 Ergänzungsleistungen.
2. Mit Verfügung vom 18. Dezember 2020 teilte die AHV-Ausgleichskasse
A._ mit, dass eine Vergleichsrechnung aufgrund der per
1. Januar 2021 in Kraft tretenden EL-Reform (Reform des
Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung; ELG) ergeben habe, dass ab
1. Januar 2021 nach dem neuen Recht ein höherer Anspruch bestehe
(CHF 1'185.-- anstatt wie bisher CHF 1'115.--), weshalb sein Anspruch auf
Ergänzungsleistungen zukünftig auf den neurechtlichen Bestimmungen
beruhen werde. Diese Verfügung trat unangefochten in Rechtskraft.
3. Im September 2021 fand die periodische Überprüfung des EL-Anspruchs
statt, wobei der EL-Anspruch von A._ aufgrund einer veränderten
Berechnungsgrundlage per 1. August 2021 auf CHF 1'207.-- angepasst
wurde.
4. Mit Schreiben vom 9. Dezember 2021 (eingegangen am 10. Dezember
2021) teilten die Eheleute AB._ der AHV-Ausgleichskasse mit, dass
sie unvorhergesehen mit einem Vermächtnis bedacht worden seien.
Folglich würden sie vorab eine Akontozahlung von CHF 15'000.-- erhalten
und das amtliche Dokument des Bezirksgerichts Schwyz der AHV-
Ausgleichskasse nachreichen.
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5. Am 28. Dezember 2021 reichten sie die Vermächtnisanzeige des
Bezirksgerichts Schwyz ein, wonach sie ein Vermächtnis in der Höhe von
CHF 50'000.-- aus dem Nachlass des C._, gestorben am 10. Oktober
2021, erhalten werden.
6. Am 29. Dezember 2021 verfügte die AHV-Ausgleichskasse den neuen EL-
Anspruch von CHF 1'065.-- ab 1. Dezember 2021 unter Berücksichtigung
des vorgenannten Vermächtnisses. Es wurden für die bereits verfügten
Monate Dezember 2021 und Januar 2022 insgesamt CHF 284.--
zurückgefordert.
7. Mit Schreiben vom 10. Januar 2022 erkundigte sich A._ in Bezug auf
die Verfügung vom 29. Dezember 2021, ob nicht gemäss dem
Übergangsrecht die jeweils günstigere Regelung angewendet werden
müsste. Die AHV-Ausgleichskasse führte mit Schreiben vom 12. Januar
2022 aus, dass seit 1. Januar 2021 die für ihn günstigeren neurechtlichen
Bestimmungen angewendet werden. Gemäss Rz. 3104 des
Kreisschreibens zum Übergangsrecht der EL-Reform (KS-R EL), bleibe
dieses während der gesamten Übergangsfrist anwendbar, wenn einmal
ein Wechsel auf das neue Recht erfolgt sei. Eine Berechnung nach den
altrechtlichen Bestimmungen sei daher nicht mehr möglich.
8. Daraufhin erhob A._ mit Schreiben vom 29. Januar 2022 Einsprache.
Er führte aus, dass sich die Situation der Eheleute AB._ durch das
erhaltene Vermächtnis im Herbst 2021 in erheblicher Weise geändert
habe. Dazu habe sich der Gesetzgeber in der Wegleitung über die
Ergänzungsleistungen (WEL, Stand 1. Januar 2022) geäussert. Denn
gemäss Rz. 4840.01 und 4840.03 sei die AHV-Ausgleichskasse
verpflichtet, bei einem nachträglich erheblich veränderten Sachverhalt in
der Sache neu zu verfügen.
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9. Die AHV-Ausgleichskasse wies die Einsprache vom 29. Januar 2022 mit
dem vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom 25. Februar
2022 ab. Sie begründete, dass eine Rückführung ins alte Recht nach
einem bereits erfolgten Wechsel nicht mehr vorgenommen werden könne,
ausser bei Heirat, und stützte sich dabei vor allem auf Rz. 3104 bzw. Rz.
3324 KS-R EL.
10. Mit Schreiben vom 11. April 2022 (Datum Poststempel) erhob A._
(nachfolgend Beschwerdeführer) Beschwerde beim Verwaltungsgericht
des Kantons Graubünden gegen den Einspracheentscheid vom
25. Februar 2022 der AHV-Ausgleichskasse und beantragte dessen
Aufhebung. Es sei das bisherige Recht vor Inkrafttreten der EL-Reform per
1. Januar 2021 für die Berechnung der Ergänzungsleistungen
anzuwenden. Der Beschwerdeführer begründete seine Beschwerde im
Wesentlichen damit, dass der Erhalt des Legats im Herbst 2021 die
Situation der Eheleute AB._ erheblich verändert habe. Daher solle
das für den Beschwerdeführer günstigere Recht zur Anwendung
gelangen, welches aufgrund der veränderten Situation nicht (mehr) das
neue, sondern das alte Recht vor Inkrafttreten der EL-Reform per 1.
Januar 2021 sei, so dass die Beschwerdegegnerin die rechtskräftige
Verfügung neu zu beurteilen habe.
11. Die AHV-Ausgleichskasse (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte
mit Vernehmlassung vom 2. Mai 2022 die Abweisung der Beschwerde. Sie
führte aus, dass sie mangels neuer rechtserheblicher Vorbringen seitens
des Beschwerdeführers auf eine Wiederholung ihrer Begründung
verzichte und auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom
25. Februar 2022 verweise, an welchem sie vollumfänglich festhalte.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und
auf den angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die im Recht
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liegenden Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid
der AHV-Ausgleichskasse vom 25. Februar 2022. Gegen solche
Entscheide kann beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons
Beschwerde erhoben werden, in dem der Versicherte zur Zeit der
Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen-
und Invalidenversicherung [ELG; SR 831.30] i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und
Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Beschwerdeführer hat
Wohnsitz in D._ im Kanton Graubünden, womit die örtliche
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden
gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG
i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100), wonach das Verwaltungsgericht als kantonales
Versicherungsgericht Beschwerden gegen Einspracheentscheide und
Verfügungen in Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss
Bundesrecht der Beschwerde unterliegen (vgl. auch Art. 19 des Gesetzes
über kantonale Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung [KELG; BR 544.300]). Damit fällt die Beurteilung
der vorliegenden Beschwerde in die Zuständigkeit des angerufenen
Gerichts. Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen
Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt
und er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung der
Änderung auf (Art. 59 ATSG).
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1.2. Gemäss Art. 60 i.V.m. Art. 41 ATSG ist die Beschwerde innerhalb von 30
Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentscheids einzureichen, wobei
eine versäumte Frist wiederhergestellt wird, wenn die gesuchstellende
Person unverschuldet abgehalten worden ist, binnen Frist zu handeln,
sofern sie unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des
Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt.
Der hier angefochtene Einspracheentscheid erging am 25. Februar 2022
und ging dem Beschwerdeführer am 28. Februar 2022 zu. Somit hätte der
Beschwerdeführer innert 30 Tagen, d.h. bis am 30. März 2022, beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde einreichen
müssen. Der Beschwerdeführer beantragte am 27. März (Faxschreiben)
bzw. am 28. März 2022 per E-Mail eine Fristerstreckung respektive -
verlängerung bei der Beschwerdegegnerin. Gemäss Art. 60 ATSG handelt
es sich bei der dreissigtägigen Frist zur Einreichung der Beschwerde um
eine gesetzliche, nicht erstreckbare Frist. Weiter genügte die E-Mail nicht
den formellen Anforderungen einer Beschwerde gemäss Art. 61 lit. b
ATSG i.V.m. Art. 38 VRG. Der Beschwerdeführer hatte seiner Eingabe
einen positiven Coronavirus SARS-CoV-2 PCR-Test vom 27. März 2022
beigefügt, so dass unter den gegebenen Umständen das
Verwaltungsgericht nach Eingang der weitergeleiteten Eingabe am 31.
März 2022 bereit war, die Eingabe des Beschwerdeführers vom 28. März
2022 als Fristwiederherstellungsgesuch im Sinne von Art. 60 Abs. 2 i.V.m.
Art. 41 ATSG entgegen zu nehmen. Sodann hat der Beschwerdeführer
innert Frist bis zum 11. April 2022 seinen Anfechtungswillen mit
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
kundgetan (Poststempel 11. April 2022). Die Voraussetzungen der
Fristwiederherstellung nach Art. 41 ATSG sind erfüllt. Auf die frist- und
formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 60 und
Art. 61 ATSG).
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1.3. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich
unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist. Letzteres
trifft vorliegend zu, wie nachfolgend vertieft wird.
2. Umstritten ist vorliegend die Berechnungsgrundlage der
Ergänzungsleistungen, d.h. welches Recht bei der Berechnung der
Monate Dezember 2021 und ab Januar 2022 nach Erhalt des
Vermächtnisses von CHF 50'000.-- im Dezember 2021 und nach
Inkrafttreten der EL-Reform am 1. Januar 2021 anwendbar ist.
2.1. Zusammen mit der am 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Reform der
Ergänzungsleistungen (EL-Reform) wurde das Kreisschreiben zum
Übergangsrecht der EL-Reform (KS-R EL) des Bundesamtes für
Sozialversicherungen (BSV) erlassen. Es regelt insbesondere, wie mit den
laufenden EL-Fällen per 1. Januar 2021 zu verfahren ist, wie die EL in
laufenden Fällen während der dreijährigen Übergangsfrist zu berechnen
sind und wie mit den laufenden EL-Fällen per 1. Januar 2024 zu verfahren
ist. Der Beschwerdeführer bezieht seit Januar 2013 Ergänzungsleistungen
(Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 7) und sein Anspruch war somit
aufgrund dieser Übergangsregeln zu überprüfen. Der sachliche
Geltungsbereich der Übergangsbestimmungen beschränkt sich auf
Gesetzesänderungen und die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen,
die eine unmittelbare Auswirkung auf den Anspruch und die Höhe der
jährlichen EL haben können, wie u.a. die Änderungen zu den anerkannten
Ausgaben, anrechenbaren Einnahmen und der Berücksichtigung des
Vermögens. Der zeitliche Geltungsbereich der Übergangsbestimmungen
beschränkt sich auf die laufenden EL-Fälle, was vorliegend gegeben ist.
2.2. Gemäss KS-R EL Rz. 1101 sehen die gesetzlichen
Übergangsbestimmungen vor, dass für Bezügerinnen und Bezüger, für
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welche die EL-Reform eine Verschlechterung zur Folge hat, während einer
Übergangsfrist von drei Jahren das bisherige Recht gilt. Führt die EL-
Berechnung nach neuem Recht im Einzelfall zu einem höheren Betrag der
jährlichen EL oder bleibt der Betrag der jährlichen EL nach neuem Recht
gleich, so wird die EL- Berechnung per 1. Januar 2021 auf das neue Recht
umgestellt (KS-R EL Rz. 1103). Um zu bestimmen, ob das alte oder das
neue Recht vorteilhafter ist, sind die EL bei laufenden Fällen per 1. Januar
2021 einmal nach dem alten und einmal nach dem neuen Recht zu
berechnen (KS-R EL Rz. 2101). Gemäss KS-R EL Rz. 2102 und 2211 hat
für EL-Fälle, bei welchen am 31. Dezember 2020 EL ausgerichtet wird und
der EL-Anspruch am 1. Januar 2021 voraussichtlich immer noch besteht,
eine Vergleichsrechnung zu erfolgen, bei welcher zwei komplette EL-
Berechnungen mit sämtlichen Ausgaben- und Einnahmenelementen zu
erstellen sind. Vorliegend wurde dies mit Verfügung am 18. Dezember
2020 vorgenommen und die Beschwerdegegnerin kam zum Schluss, dass
beim Beschwerdeführer ein höherer Anspruch auf Ergänzungsleistungen
nach den neurechtlichen Bestimmungen ab dem 1. Januar 2021
resultiere, nämlich CHF 1'185.-- anstatt CHF 1'115.-- (Bg-act. 222, 224
und 225). Damit beruhe der Anspruch auf Ergänzungsleistungen des
Beschwerdeführers zukünftig auf den neurechtlichen Bestimmungen. Da
gegen diese Verfügung seitens des Beschwerdeführers keine Einsprache
erfolgte, erwuchs die Verfügung nach Ablauf der 30-tägigen Frist in
Rechtskraft (Art. 52 Abs. 1 ATSG; Art. 18 KELG). Bis zum 31. Juli 2021
wurden somit monatlich ohne Beanstandung Ergänzungsleistungen nach
neuem Recht an den Beschwerdeführer ausbezahlt. Mit Schreiben vom
9. November 2021 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass
aufgrund der periodischen Überprüfung die Ergänzungsleistungen für den
Zeitraum vom 1. August 2021 bis zum 30. November 2021 von monatlich
CHF 1'185.-- auf CHF 1'207.-- angepasst werden und somit eine
Nachzahlung von CHF 88.-- (4 x CHF 22.--) erfolgt (Bg-act. 257).
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2.3. Während der dreijährigen Übergangsfrist bis 31. Dezember 2023 sind
gemäss KS-R EL Rz. 3104 Vergleichsrechnungen ausschliesslich für
Fälle vorzunehmen, die noch nach dem alten Recht berechnet werden. Ist
einmal ein Wechsel auf das neue Recht erfolgt, bleibt dieses während der
gesamten (restlichen) Übergangsfrist anwendbar. Davon ausgenommen
sind einzig Fälle bei Heirat nach Rz. 3324, letzter Satz. Mit rechtskräftiger
Verfügung vom 18. Dezember 2020 wurde vorliegendenfalls per 1. Januar
2021 auf das neue Recht gewechselt, da daraus ein höherer Anspruch für
den Beschwerdeführer resultierte (Bg-act. 222). Somit bleibt das neue
Recht ab 1. Januar 2021 auf den vorliegenden EL-Fall für die gesamte
restliche Übergangsfrist von drei Jahren anwendbar (siehe KS-R EL
Rz. 3104). Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass kein erneuter Wechsel
zur Berechnung nach den altrechtlichen Bestimmungen erfolgen kann,
zumal die einzige vorgesehene Ausnahme einer Vergleichsrechnung bei
Heirat im vorliegenden Fall nicht verfahrensrelevant ist.
3.1. Mit Schreiben vom 9. Dezember 2021, bei der Beschwerdegegnerin
eingegangen am 10. Dezember 2021, teilten der Beschwerdeführer und
seine Ehefrau der Beschwerdegegnerin mit, dass sie unvorhergesehen
mit einem Legat bedacht worden seien und vorab eine Akontozahlung von
CHF 15'000.-- erhalten hätten (Bg-act. 261). Am 27. Dezember 2021, bei
der Beschwerdegegnerin eingegangen am 28. Dezember 2021, schickten
die Eheleute AB._ die Vermächtnisanzeige des Bezirksgerichts
Schwyz vom 22. Dezember 2021, wonach sie ein Vermächtnis im Umfang
von insgesamt CHF 50'000.-- aus dem Nachlass C._ erhielten (Bg-
act. 268). Aufgrund des erhöhten Vermögens und damit geänderter
Berechnungsgrundlagen verfügte die Beschwerdegegnerin am
29. Dezember 2021 einen monatlichen Anspruch auf
Ergänzungsleistungen ab 1. Dezember 2021 im Umfang von CHF 1'065.-
- (Bg-act. 270).
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3.2. Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, dass sich die Situation der
Eheleute mit dem Legat im Herbst 2021 in erheblicher Weise verändert
habe und sie damit in der Lage seien, seit Jahren anstehende
Renovationen am Haus und andere fällige Ausgaben zu tätigen, so dass
die Beschwerdegegnerin nach Rz. 4840.01 und 4840.03 der Wegleitung
über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL) dazu verpflichtet
sei, die rechtskräftige Verfügung vom 18. Dezember 2020 betreffend
Anwendbarkeit der neurechtlichen Bestimmungen neu zu beurteilen und
die EL-Berechnung ab 1. Dezember 2021 nach altem Recht
durchzuführen, so greift dies nicht. Laut KS-R EL sind die Weisungen in
der WEL anwendbar, soweit das KS-R EL keine abweichenden
Bestimmungen enthält (KS-R EL S. 2). Somit geht KS-R EL Rz. 3104 der
WEL vor, wonach bei einem einmal vorgenommenen Wechsel zu den
neurechtlichen Bestimmungen dieses Recht – vorbehältlich bei Heirat - für
die gesamte Übergangsfrist anwendbar bleibt und kein erneuter Wechsel
hin zu den altrechtlichen Bestimmungen vorgesehen ist. Der
Beschwerdeführer rügt nicht den ab 1. Dezember 2021 errechneten
Betrag der Ergänzungsleistungen, sondern möchte seine
Ergänzungsleistungen ab 1. Dezember 2021 nach den altrechtlichen Be-
stimmungen berechnet sehen, weil diese für ihn günstiger seien. Hierzu
ist zunächst festzuhalten, dass es keine Rechtsgrundlage für einen
Wechsel der anwendbaren Bestimmungen per 1. Dezember 2021 gibt,
sondern rechtmässigerweise anhand von Vergleichsrechnungen per 1.
Januar 2021 rechtskräftig bestimmt wurde, dass in casu die
neurechtlichen Be-stimmungen zur Anwendung kommen. Überdies ist
nicht ersichtlich, inwiefern die altrechtlichen Bestimmungen in Bezug auf
das erhaltene Legat für den Beschwerdeführer vorteilhafter gewesen
wären, hätte auch unter dem alten Recht dieser Vermögenszuwachs als
unverteilte Erbschaft zu einer Neuberechnung der Ergänzungsleistungen
derselben geführt (vgl. Bg-act. 224, 225 und 271). Das Legat hat den
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Sachverhalt in Bezug auf die anwendbaren neu- bzw. altrechtlichen
Berechnungsbestimmungen nicht in erheblicher Weise verändert. Damit
besteht für die Beschwerdegegnerin unter keinem Gesichtspunkt eine
rechtliche Pflicht, auf die rechtskräftige Verfügung vom 18. Dezember
2020 zurückzukommen.
4. Der angefochtene Einspracheentscheid ist demnach zu schützen, was zur
Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt
5. Nach Art. 61 Abs. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen
Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht
bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die sich
mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Da das
Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen-
und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) keine Kostenpflicht statuiert
und Mutwilligkeit oder Leichtsinn nicht vorliegen, sind dem
Beschwerdeführer keine Kosten aufzuerlegen.
6. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).
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