# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8af90806-da78-4c63-b354-0ec58293bcff
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

und bemängelte die Sachverhaltsfeststellung durch die
Militärversicherung. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, wie die
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Militärversicherung ohne weitere Untersuchung zum Schluss komme,
dass seine Beschwerden nichts mit dem Vorfall im WK 2003 zu tun
hätten.
9. Die Haftung der Militärversicherung für das belastungsabhängige
Femoropatellarsyndrom links wurde mit Einspracheentscheid vom 12.
Juni 2013 abgelehnt mit der Begründung, dass – unter Hinweis auf die
medizinischen Berichte – das Fallenlassen auf die Knie höchstens eine
Kontusion bewirkt habe. Eine bleibende Schädigung habe das
Geschehen im Dienst sicher nicht bewirkt, was anhand einer Arthroskopie
nachgewiesen worden sei. Die Kontusion sei bei einem mehrjährigen
beschwerdefreien Intervall auf jeden Fall abgeheilt und es lägen
spätestens seit dem Jahr 2004 keine Brückensymptome mehr vor.
A._ sei in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig gewesen,
funktional habe er ausser bei knienden Tätigkeiten keine
Einschränkungen gehabt. Die allfälligen heutigen Kniebeschwerden links
ständen in keinem überwiegend wahrscheinlichen Zusammenhang mit
dem Dienst im Jahr 2003, mithin seien es keine Spätfolgen dieses WK’s
2003. Da es vorliegend um die Beurteilung des kausalen
Zusammenhangs von Kniegelenksschmerzen und den Einwirkungen des
Geschehens während des WK‘s 2003 gehe, habe die Militärversicherung
gemäss ständiger Rechtsprechung keine weitere persönliche
Untersuchung durchführen müssen. Die objektiven Befunde und die
Beschwerden seien gut dokumentiert und unbestritten. Gestützt auf diese
Akten habe der Kreisarzt durchaus eine ärztliche Beurteilung des
Kausalzusammenhangs vornehmen können. Auch würden die
Arztberichte den Ausführungen und Beurteilung des
versicherungsinternen Arztes nicht widersprechen.
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10. Gegen diesen Einspracheentscheid vom 12. Juni 2013 erhob A._
(nachfolgend Beschwerdeführer) am 17. August 2013 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte sinngemäss
die Aufhebung des Einspracheentscheids sowie die Überprüfung der
Leistungspflicht der Militärversicherung. Weiter beanstande er die
Sachverhaltsfeststellung durch die Militärversicherung, er habe bloss
etwa 15 m2 Boden abdecken müssen. Zudem habe Dr. med. B._ die
Behandlung erst abgeschlossen, als alle Untersuchungen keine
eindeutigen Ergebnisse zu Tage gebracht hätten. In seiner Notlage habe
er eine Beschäftigung annehmen müssen, bei welcher er nicht knien
müsse. Der Arthroskopie-Bericht schliesse nicht auf eine Beschädigung
des Knorpels, sondern auf einen beschädigten Nerv oder eine
beschädigte Sehne. Sein krampfartiger Schmerz könne nicht von einem
Knorpel herrühren. Er habe seit dem WK 2003 bei knieenden Arbeiten
ständig Probleme. Das Brückensymptom komme in seinem Fall nicht zu
tragen. Er sei bereit, sich einer Begutachtung durch einen unabhängigen
Spezialisten zu unterziehen.
11. Mit Vernehmlassung vom 16. September 2013 beantragte die
Militärversicherung die Abweisung der Beschwerde, soweit drauf
eingetreten werden könne. Sie räumte ein, dass die Rechtmittelbelehrung
versehentlich dem Einspracheentscheid vom 12. Juni 2013 nicht
angeheftet gewesen sei. Auf Ersuchen des Beschwerdeführers sei diese
am 28. Juni 2013 nachgereicht worden. Demnach dürfte die Beschwerde
verspätet sein. Dem Beschwerdeführer wäre es möglich gewesen, das
einschlägige Gesetz zu konsultieren und zudem sei er nicht völlig
rechtsunkundig, habe er doch den Friststillstand im Sommer gekannt. Die
Anwendung des Vertrauensschutzes sei deshalb zu verneinen.
Schliesslich dürfte der Beschwerdeführer aber mit der Annahme, dass die
erneute Zustellung des Entscheids eine neue Frist auslöse, einem
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wesentlichen Rechtsirrtum unterlegen sein. Auf die Beschwerde sei somit
einzutreten. Zur Haftungsfrage führte die Militärversicherung im
Wesentlichen aus, dass der Vorwurf der unrichtigen
Sachverhaltsfeststellung ins Leere ziele. Die Arthroskopie des linken
Kniegelenks vom 15. Juli 2003 zeige im gesamten Knieinnenraum
unauffällige Verhältnisse, weshalb der Facharzt eine Tendinitis des
Ligamentums patellae oder eine Insertionstendinopathie des
Ligamentums patellae im Bereich der Patellaspitze vermutet habe. Eine
Verletzung eines Nervs oder einer Sehne sei aufgrund der Arztberichte
auszuschliessen. Der Kreisarzt habe schliesslich darauf hingewiesen,
dass zwar im MRI eine Signalstörung im retropatellären Knorpel
diagnostiziert worden sei. Anlässlich der Arthroskopie sei dann aber der
Knorpel überall unauffällig gewesen. Deshalb sei er zum Schluss
gekommen, dass es während des WK’s 2003 zu keiner nachhaltigen
Schädigung des retropatellären Knorpels am linken Kniegelenk
gekommen sei. Selbst der Umstand, dass die Schmerzen erstmals im WK
2003 aufgetreten seien, beweise für sich allein nichts. Eine allfällige
Knorpelschwäche sei anlagebedingt und habe demnach bereits
vordienstlich bestanden, weshalb die Militärversicherung hierfür nicht
hafte. Eine vorübergehende Haftung habe dagegen für die
vorübergehende Verschlimmerung bestanden. Unter Schonung sei die
Gesundheitsschädigung abgeheilt und der Status quo sine erreicht
worden. Die heutigen Beschwerden seien nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit auf die Einflüsse während des Dienstes im Jahr 2003
zurückzuführen.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie auf den angefochtenen
Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, im Rahmen der
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Beschwerdeobjekt im vorliegenden Verfahren bildet der
Einspracheentscheid der Militärversicherung vom 12. Juni 2013. Das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund von Art. 58
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 57 ATSG in
Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung
der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Der Beschwerdeführer ist
als Adressat des Einspracheentscheids beschwert und folglich zur
Erhebung der Beschwerde legitimiert. Zu prüfen bleibt, ob die formgerecht
eingereichte Beschwerde innert Rechtsmittelfrist erhoben wurde.
2. a) Vorliegend ist unbestritten, dass der Einspracheentscheid vom 12. Juni
2013 dem Beschwerdeführer am 14. Juni 2013 zugestellt wurde und die