# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 897fc075-461d-4146-805b-4f6f6cc7cfa0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1954
, meldete sich
erstmals
am
21. Juli 2009 (Urk. 5/16) und nach der rentenverneinenden Verfügung vom 16. März 2010 (Urk. 5/35) erneut am 30. Mai 2012
unter Hinweis auf
eine seit Mai 2005 bestehende rheumatoide Arthritis und eine Depression
bei der Invalidenversicherun
g zum Leistungsbezug an (Urk. 5/47 Ziff. 6.2-3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Ka
ntons Zürich, IV-Stelle, sprach
ihr mit Verfügung vom 25. Juli 2013
bei einem
Invaliditätsgrad von 55 % eine halbe
R
ente ab 1. Dezember 2012 zu (Urk. 5/100 und Urk. 5/109
).
Am
27. Mai 2014
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, der Rentena
nspruch sei unverändert (Urk. 5/123
).
1.2
Mit Eingabe vom 23. August 2014 machte die Versicherte eine Verschlechte
rung ihres Gesundheitszustandes geltend (Urk. 5/124/7). Die IV-Stelle holte unte
r anderem beim Y._
ein polydiszip
linäres Gutachten ein, das am 6. Juli 2015
erstatte
t wurde (Urk. 5/147
). Nach
durch
ge
-
führtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 5/151; Urk. 5/159
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 5. Oktober 2016 einen Anspruch der Versicherten auf Er
höh
ung der bisherigen Invalidenrente (Urk. 5/168
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 7. November 2016
Beschwerde gegen die Verfügung vom
5. Oktober 2016
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihr eine
Dreiviertelsrente
der Invalidenversicherung zuzusprechen (Urk. 1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 15. Dezember 2016 (Urk. 4
)
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 3. Janu
ar
und am 17. März 2017
zur Kenntnis geb
racht (Urk. 6-7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
ver
-
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die ver
sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychia
tri
sche Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich fest
gestellte
psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beein
träch
tigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass be
stimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Mass
stab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso
ma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die
tatsäch
-
liche
Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen
-
behandlungs- und
eingliederungsamamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshin
dernder
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Resso
urcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen
einzu
-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweis
belastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten
be
zügers erheblich, so wird die Rente
von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
-
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung
der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zu
standes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisions
grund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einsprache
ent
-
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
be
messung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Wei
teren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor-akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründetet in ihrer Verfügung (Urk. 2) die Nichter
höhung der Invalidenrente damit, dass sich der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin seit der letzten Rentenrevision im Mai 2014 nicht wesentlich verändert habe. Die von ihr seit Mai 2013 in einem Pensum von 45 % als Leiterin eines Pflegeheims ausgeführte Büro- und Verwaltungstätigkeit stelle eine optimal angepasste Stelle dar. Gemäss dem Y._-Gutachten vom Juli 2015 sei sie aus rheumatologischer Sicht in ihrem Pensum voll arbeitsfähig, und es sei ihr auch aus psychiatrischer Sicht zumutbar, einem Pensum von 45 % wei
ter
hin nachzugehen. In einem Pensum von 100 % sei die Beschwerdeführerin weiterhin zu 55 % erwerbsunfähig, welches dem Invaliditätsgrad entspreche (S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, weder die behandelnden Ärzte noch die Gutachter des Y._ seien auf eine
Leistungsfähigkeit von 45 % gekommen. Teilweise sei von gar keiner verwert
baren Arbeitsfähigkeit mehr ausgegangen worden (S. 5 f. Ziff. 4.1-2). Aus
gehend von der von den Y._-Gutachtern festgestellten Restarbeitsfähigkeit von 40 % resultiere beim Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von 60 %,
welcher zum Bezug einer
Dreiviertelsrente
berechtige (S. 6 ff. Ziff. 4.2-3, Ziff
. 5).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwer
de
führerin seit der letzten umfassenden materiellen Prüfung in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise geändert – namentlich verschlechtert – hat.
3.
3.1
Da die nach der im Februar 2014 eingeleiteten Rentenrevision (vgl. Urk. 5/115) mit Mitteilung vom 27. Mai 2014 erfolgte Bestätigung der halben Invaliden
rente (Urk. 5/123) lediglich gestützt auf die medizinischen Einschätzungen der behandelnden Ärzte erging (vgl. Urk. 5/122/2-4), deren Berichte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdi
gen sind
(vgl. BGE 125 V 351 E.
3b/cc),
ist als Revisionszeitpunkt auf die erstmalige
Zusprache
einer halben Invalidenrente mit Verfügung vom 25. Juli 2013 (Urk. 5/100, Urk. 5/109) abzustellen. Diese erfolgte gestützt auf die nach
folgend aufgeführten medizinischen Berichte (vgl. Urk. 5/77/3-4).
3.2
Dr. med.
Z._
, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere
Medizin, führte in seinem Bericht
vom 2
8.
Juni 2012
(Urk. 5/62) aus, er bestä
tige, dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf ein 90%-Pensum in ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau (entspreche
eigentlich einer angepassten Tätigkeit) aufgrund der intermittierenden Beschwer
den bei bekannter rheumatoider Arthritis nicht möglich
gewesen
sei. Es hätten vor allem eine vermehrte Morgensteifigkeit, rezidivierende
Synovitiden
, bezieh
ungsweise Polyarthralgien mit Müdigkeit im Vordergrund gestanden. Zwar habe durch die medikamentöse Therapie eine Besserung der
Synovitiden
erzielt wer
den können, jedoch keine Remission, und es bestünden Nebenwirkungen. Aufgrund der anhaltenden klinischen Entzündungsaktivität der rheumatoiden Arthritis unter der Medikation erscheine eine 90%ige Arbeitsfähigkeit nicht realistisch
. Aufgrund der Gesamtsituation dürfte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit vorliegen.
In wie weit auch die psychischen Faktoren für die Müdigkeit und gelegentliche depressive Verstimmung mitverantwortlich seien, bleibe
dahin
ge-stellt
.
3.3
Prof. Dr. med. A._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom
1
7.
Juli 2012
(Urk. 5/65) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
-
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
-
längerdauernde depressive Reaktion (ICD-10 F43.21)
-
rheumatoide Arthritis (Kollagenose)
Prof. A._ führte aus, die Beschwerdeführerin leide seit sechs Jahren an rheu
matoider Arthritis (Kollagenose), begleitet von zunehmender depressiver Reak
tion (Ziff. 1.1). Sie sei seit dem 27. Juli 2011 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 11. Juli 2012 erfolgt (Ziff. 1.2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Leiterin Altersheim bestehe seit Juli 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 55 % bezogen auf ein Pensum von 100 %. Die Beschwerdeführerin sei durch die Konzentrationsschwierigkeiten, die schnelle Erschöpfung, die deprimierte Stimmung, die Antriebsminderung und den sozia
len Rückzug eingeschränkt. Mit niedrigem Pensum sei die Arbeit zu leisten, bei Erhöhungsversuchen gerate die Patientin schnell in Überforderung und rasche
Erschöpfung. Zu 50 % des bisherigen 90%-Volumens sei die Arbeit zumutbar (Ziff. 1.7).
Es finde eine tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie, in schlechteren Zeiten vorwiegend alltagsorientiert stützend und eine antidepressive Behand
lung statt (Ziff. 1.5).
3.4
Dr. med. B._, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere
Medizin, erstattete am 27. August 2012 zuhanden der BVK Personalvorsorge des
Kantons Zürich (nachfolgend: BVK) sein rheumatologisches Gutachten (Urk. 5/66)
. Dr. B._ stellte die folgenden Diagnosen (S. 28
lit
. d):
-
rezidivierende depressive Störung anamnestisch
-
chronische Lumbalgien
-
Fehlhaltung und Haltungsinsuffizienz
-
Diskopathie
L5/S1 anamnestisch
-
Status nach
lumboradikulärem
Schmerzsyndrom (
LRS
) L5 rechts 1997
-
rheumatoide Arthritis, Erstdiagnose 2006
-
ohne destruierenden Verlauf
-
aktuell in Remission unter
Actemra
seit August 2011
-
Periarthropathie
der rechten Schulter (PHS)
-
Differenzialdiagnose: AC-Arthropathie
-
Übergewicht 27.7 kg/m
2
-
Autoimmun-Hepatitis 2009 anamnestisch
Dr. B._ führte aus, die Versicherte habe bereits 2009 keine Einsätze in der Pflege mehr realisieren können, so dass die Stellenbeschreibung entsprechend angepasst worden sei, allerdings ohne dass eine Berufsunfähigkeit definiert worden sei. Die Beschwerdeführerin habe bis zu diesem Zeitpunkt gut einen Tag in der Pflege gearbeitet, was so auch im Stellenbeschrieb vorgesehen gewesen sei
. Demnach hätte eine Berufsunfähigkeit von mindestens 20
%
ausgesprochen werden müssen. Gehe die rheumatoide Arthritis ohne eine relevante Verschlech
terung der Gelenkfunktionen einher, gelte diese Aussage auch für heute
(S. 27
lit
. a).
Dr.
B._
führte aus, aufgrund seiner heutigen rheumatologischen Untersu
chung
könne für eine körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeit keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit begründet werden. Allerdings sei die Versicherte glaubhaft eingeschränkt durch ihre psychiatrischen Diagnosen, was jedoch nur durch den entsprechenden Facharzt beurteilt werden könne (S. 27
lit
. b). Aus rein rheumatologischer Sicht sei der Versicherten eine angepasste Tätigkeit uneingeschränkt zumutbar (S. 27
lit
. c).
3.5
Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 21. Januar 2013 zuhanden der BVK sein psychiatrisches Gutachten (Urk. 5/71). Dr. C._ stellte folgende Diagnosen (S. 30 f. Ziff. 2.1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.10)
-
zwanghafte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5)
Dr. C._ führte aus, er habe die Beschwerdeführerin am 11. Oktober und am 6. November 2012 untersucht (S. 1). Ihre Leistungsfähigkeit sei aus psychia
tri
scher Sicht zurzeit eingeschränkt. Diese Einschätzung ergebe sich aus den psychopathologischen Befunden, namentlich der
Deprimiertheit
, dem Antriebs
mangel mit erhöhter Erschöpfbarkeit und der Schlafstörung mit erhöhter Tagesmüdigkeit.
Diese führten zu einer Einschränkung von psychischen Fähig
ke
iten.
In schweren Ausmass reduziert seien die Durchhaltefähigkeit und Spontan-Aktivitäten. Vor allem die Einschränkung der Durchhaltefähigkeit führe zu einer Limitierung der beruflichen Teilhabe als Leiterin Pflegewohnung (S. 33 unten).
Dr. C._ stellte aus gutachterlicher Perspektive fest, dass ein chronisch de
pressiver Krankheitsverlauf bestehe, der sich trotz regelmässiger fachärztlicher Behandlung seit Juli 2011 nur anfänglich nach stationärer Behandlung gebessert und sich auf einem mittelschweren Niveau stabilisiert habe.
Ein Pensum von 45 % sei soweit angemessen, dass sowohl bei der Explorandin als auch objektiv der Eindruck bestehe, dass die anstehenden Aufgaben bewältigt werden könnten. Arbeite sie mehr, komme es zur Erschöpfung und reaktiv zu verstärkter
Deprimiertheit
, so dass in diesem Fall von einer Zunahme der depressiven Störung und damit auch der Gesundheitsschädigung auszu
gehen sei. Aus psychiatrischer Sicht sei demnach aktuell von einer Arbeits
unfähigkeit von 50 % bezogen auf ein Pensum von 90 % als Leiterin Pflegewohnung auszugehen (S. 34 Mitte).
Dr. C._ führte zur Diagnosebegründung der zwanghaften Persönlichkeits
störung aus, dass die Explorandin im strukturierten Interview (SKID-II) angegeben habe, dass sie zeitüberdauernd folgende Eigenschaften oder Verhaltens
weisen zeige: Übermässige Beschäftigung mit Details, Arbeit werde über Freizeit und zwischenmenschliche Aktivitäten gestellt, überhöhte Gewissenhaftigkeit und nur widerwillige Bereitschaft, Arbeiten zu delegieren. Damit sei die Min
destzahl von vier geforderten Kriterien auch nach ICD-10 erfüllt. Auch die allgemeinen Kriterien für eine Persönlichkeitsstörung seien erfüllt. So wichen die charakteristischen und dauerhaften inneren Erfahrungs- und Verhaltens
muster deutlich von den sozialen akzeptierten Normen ab, etwa durch die übermässige Leistungsbezogenheit, die hohen (Perfektions-) Ansprüche an sich, die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse oder die rigide Impulskontrolle. Das Verhalten sei ausgeprägt, unflexibel und teilweise unangepasst und führe immer wieder zu beträchtlichem persönlichem Leidensdruck. Besagtes Verhalten be
zieh
ungsweise die Einstellung sei stabil, von langer Dauer (Jahre) und nicht auf die gegenwärtige depressive Episode begrenzt. Zur Diagnose passend lasse sich anamnestisch eine entsprechend hoch belastete Anamnese nachweisen, die im Sinne einer Entwicklungsstörung zur Ausbildung einer
defizitären Persönlich
keitsstruktur geführt habe (S. 31 f. unten).
3.6
Dr. med. D._, Facharzt für Rheumatologie, für Allgemeine Innere Medizin und für Hämatologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), stellte in seiner Stellungnahme vom 30. Januar 2013 (Urk. 5/77/3-4) zur medizinischen Aktenlage folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
-
zwanghafte Persönlichkeitsstörung
(ICD-10 F60.5)
-
chronische Lumbalgien bei anamnestischer
Diskopathie
-
rheumatoide Arthritis (aktuell seit August 2012 in Remission)
-
Periarthropathie
der rechten Schulter
Dr. D._ führte aus, diese Diagnosen hätten aufgrund der vorliegenden Unter
lagen
(unter anderem rheumatologisches Gutachten
von
Dr. B._
vom 2
7.
August 2012, Psychiatrisches Gutachten von
Dr. C._
vom 2
1.
Januar 2013, Arztbericht von Prof.
Dr. A._
vom 1
7.
Juli 2012, Arztbericht von
Dr. Z._
vom 2
8.
Juni 2012)
erhoben werden können. Es lägen fundierte medi
zinische Unterlagen vor,
insbesondere zwei ärztliche Gutachten, welche beweis
kräftig seien und auf deren wesentliche Aussagen abgestellt
werden könne.
Aus rheumatologischer Sicht bestünden schmerzhafte Bewegungsein
schrä
n
kungen
des rechten Schultergelenks sowie Rückenschmerzen, welche mit einer pflegerischen Tätigkeit nicht vereinbar seien. Aus psychiatrischer Sicht bestehe durch die Depression eine eingeschränkte Durchhaltefähigkeit, Tagesmüdigkeit sowie eine Antriebsminderung. Hierdurch bestünden deutliche Einschränkungen in der freien Wirtschaft. Das Belastungsprofil bestehe in einer körperlich wech
sel
belastenden Tätigkeit.
In der
bisherigen Tätigkeit als Leiterin Pflegewohngruppe bestehe aus rheuma
tologischer Sicht eine Einschränkung von 20
%
.
Diese Arbeitsunfähigkeit ent
spreche dem Anteil von körperlich belastender pflegerischer Tätigkeit an der bisherigen Tätigkeit. In angepasster Tätigkeit gemäss Belastungsprofil bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 0 %.
Aus psychiatrischer Sicht bestehe seit Juli 2011 eine Einschränkung von 55 %, was zusammenfassend sowohl in der bisherigen als auch in angepasster Tätig
keit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 55 % seit Juli 2011 ergebe.
4.
4.1
Im Zusammenhang mit der von der Beschwerdeführerin am 23. August 2014
geltend gemachten Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes (vgl. Urk. 5/124
/7) liegen die folgenden relevanten medizinischen Berichte vor:
Prof.
A._ stellte in seinem undatierten, am 9.
Oktober 2014 bei der Beschwer
degegnerin eingegangen Bericht (
Urk.
5/126)
folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2):
-
rezidivierende depressive Störung, zur Zeit leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0)
-
längerdauernde depressive Reaktion (ICD-10 F43.21)
-
rheumatoide Arthritis
-
Herpes Zoster
Prof. A._ führte aus, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert (Ziff. 1.1). Es finde alle zwei Wochen, in suizidalen Krisen
phasen auch häufiger eine Behandlung statt, und die letzte Kontrolle sei am 18. September 2014 erfolgt (Ziff. 3.1). Leider habe die relative Stabilität unter verminderter Arbeitslast nicht angehalten. Auch bei einer Tätigkeit von 45 % sei es zu rascher Erschöpfung,
Konzentrationsstörungen, vermindertem Antrieb, anhaltender depressiver Stimmungslage und zu intermittierender Suizidalität gekommen (Ziff. 1.3). Die Patientin sei aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht dauerhaft zu 100 % arbeitsunfähig (Ziff. 2). Auch eine irgendwie ange
passte Tätigkeit erscheine aufgrund der chronifizierten Depression und der inter
mittierenden Suizidalität nicht geeignet, wieder eine Arbeitsfähigkeit her
zu
stellen (Ziff. 2.1). Prof. Dr. A._ führte aus, die antidepressive Medikation mit
Efexor
habe wegen verschlechterter Herz-Rhythmusstörungen wieder abgesetzt werden müssen. Sollte die depressive Störung stärker werden oder sich die suizidalen Impulse häufen, würde im Einverständnis mit der Patientin wieder eine psychopharmakologische Behandlung eingeleitet (Ziff. 3.2). Die Sympto
matik sei dauerhaft chronifiziert (Ziff. 3.3).
4.2
Dr. Z._ stellte in seinem Bericht vom 17. Oktober 2014 (Urk. 5/130/1-4 und Urk. 5/130/6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 5/130/6 Ziff. 1.2):
-
Rheumafaktor positive, Anti-CCP positive rheumatoide Arthritis (Erst
diagnose Oktober 2006) bei mit
-
Status nach verschiedenen Basistherapien
-
aktuell
Orencia
(Biological)
-
rezidivierende Tendovaginitiden und Arthritiden
-
Status nach Autoimmunhepatitis (Histologie vom Juni 2009 Kantons
spital Winterthur; KSW)
-
neuropathische Schmerzen S1-S3 links bei/mit
-
Status nach
Varicella
-Zoster
Meningoradikulitis
mit
Kauda
-Betei
li
gung
-
Status nach Autoimmunhepatitis Juni 2006
-
Depression
Dr. Z._ führte aus, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert (Ziff. 1.1). Die Arthitiden inklusive die Tendovaginitiden seien nicht behebbar. Neurologisch bestehe ein Zustand nach
Status nach
Varicella
-Zoster-Infekt im Juni 2014 (Ziff. 1.3).
Eine Arbeitsfähigkeit sei nicht mehr gegeben, maximal zu 30 % (Ziff. 2.1). Die Beschwerdeführerin sei auch psychisch überfordert (Ziff. 4.3).
4.3
Dr. med.
E._
, Facharzt für Kardiologie und für Allgemeine Innere
Medizin, stellte in seinem Bericht vom 11. November 2014 (Urk. 5/133/1-4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2):
-
seropositive rheumatoide Arthritis, bestehend seit Oktober 2006
-
Status nach Autoimmunhepatitis, bestehend seit Juni 2009
-
Depression, bestehend seit 2011
-
komplexe supraventrikuläre
Extrasystolie
, bestehend seit 2013
-
nicht
ausgeschlossenes
paroxysmales Vorhofflimmern
Dr. E._ führte aus, er könne aufgrund seiner Datenlage keine Angaben zu einem Ressourcenprofil für berufliche Tätigkeiten machen (Ziff. 2). Es seien
keine regulären Termine vereinbart worden wegen der Komplikationen durch die
rheumatoide Arthritis. Die letzte Kontrolle sei am 5. Juni 2014 erfolgt (Ziff. 3.1).
Die Prognose sei unklar und abhängig vom rheumatoiden Grundleiden (Ziff. 3.3).
Zur Arbeitsfähigkeit seien keine Angaben aus kardiologischer Sicht möglich (Ziff. 4.1).
4.4
Am 5. Dezember 2014 erstattete Dr. C._ ein weiteres von der BVK veranlasstes psychiatrisches Gutachten (Urk. 5/137). Dr. C._ wiederholte die bereits Anfang 2013 gestellten Diagnosen (S. 21 Ziff. 2.1; vgl. vorne E 3.5):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.22)
-
zwanghafte Persönlichkeitsstörung (ICD-F60.5)
Dr. C._ führte aus, die Leistungsfähigkeit der Explorandin sei aus psychia
trischer Sicht eingeschränkt.
Diese Einschätzung ergebe sich aus den erhobenen psychopathologischen Befunden, namentlich
Deprimiertheit
, Interessemangel, Antriebsmangel, Konzentrations-, und Gedächtnis- und Denkstörungen, Insuffi
zienz- und Schuldgefühle sowie wiederkehrende Gedanken an den Tod (S. 22 unten).
Aus gutachterlich-psychiatrischer Perspektive könne gesagt werden, dass eine berufliche Teilhabe der Explorandin in der bisherigen Tätigkeit aufgrund der voll
ständig eingeschränkten Durchhaltefähigkeit nicht mehr vorhanden sei. Zwar erledige sie den Haushalt noch selber, sei aber selbst dabei erheblich eingeschränkt. Ansonsten bestünden kaum produktive Aktivitäten. Die sozialen Kontakte seien gering und eher selten. Zudem sei die Explorandin durch immer wieder neue, teils schwere körperliche Krankheiten beziehungsweise Funktions
störungen geschwächt und ihre bisherigen Ressourcen - Leistungsorientierung, Perfektionismus, Durchhaltewillen - aufgrund der hohen und anhaltenden gesund
heitlichen Belastung sehr beeinträchtigt, so dass immer wieder suizidale Krisen aufträten, die einer raschen fachärztlich-stützenden Intervention bedürf
ten (S. 23 Mitte). Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit.
In Bezug auf die Berufsfähigkeit als Leiterin Pflegewohnung in einem Pensum von noch 45 % könne festgestellt werden, dass sich die psychische Verfassung der Explorandin trotz Teilberentung (berufliche Entlastung) und fortgesetzter lege
artis
durchgeführter Therapie nicht stabilisiert habe. Im Gegenteil komme es immer wieder zu körperlichen oder psychosozialen Belastungen, die phasen
weise suizidale Krisen auslösten und fachärztliche Interventionen nötig machten
.
Die therapeutischen Optionen seien kurz- bis mittelfristig erschöpft. Ein Wechsel
der antidepressiven Medikation habe zu Herzrhythmusstörungen geführt und wieder sistiert werden müssen. Die Herzrhythmusstörungen bestünden weiterhin und schränkten den
psychopharmakologischen Behandlungsspielraum erheblich ein. Zudem seien weiterhin erhebliche körperliche Beeinträchtigungen vorhan
den, die auch durch Medikation und Psychotherapie kurz bis mittelfristig auch vor dem Hintergrund der zwanghaften Persönlichkeitsstörung, in ihren psychi
schen Auswirkungen nicht überwunden werden könnten. Vielmehr bestehe die erhebliche Gefahr,
dass bei fortgesetzter beruflicher Belastung weitere Ver
sagens- und Ohnmachtserlebnisse
aufträten
, die zum Aufbrechen einer akuten und schweren Suizidalität führten
(S. 23 unten f.)
.
Dr. C._
führte aus, die Berufsfähigkeit der Explorandi
n als Leiterin Pflege
wohnung sei
aus psychiatrischer Sicht daher nicht mehr vorhanden
. Diese Angaben gälten mindestens ab dem 24. Juni 2016 (S. 24 oben).
Auch eine leidensadaptierte Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht (auch teil
zeitig) nicht möglich, weil die Durchhaltefähigkeit der Explorandin vollständig eingeschränkt und die Ressourcen bereits stark belastet seien (S. 24 oben).
4.5
4.5.1
Am 6. Juli 2015 erstatteten Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
the
rapie, Dr. med. H._, Fachärztin für Rheumatologie, Dr. med. I._, Facharzt für Neurologie und Dr. med. J._, Facharzt für Kardiologie, Y._, ihr
polydisziplinäres Gutachten (Urk. 5/147/2-36). Die Gutachter stellten zusamm
en
fassend folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 31 Ziff. 5.1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
-
seropositive rheumatoide Arthritis (Erstdiagnose Oktober 2006)
-
aktuell klinisch und labortechnisch keine Entzündungsaktivität
-
radiologisch keine arthritischen Destruktionen
-
Status nach verschiedenen Basistherapien, aktuell
Orencia
und
Arava
-
intermittierend Steroide, aktuell Prednison 5 mg
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
myostatische
Insuffizienz mit den entsprechenden
muskuloliga
men
tären
Überlastungsreaktionen
-
klinisch keine Hinweise für radikuläre Symptomatik
-
Hypermobilität
-
komplexe supraventrikuläre
Extrasystolie
mit multiplen
atrialen
Schritt
machern Differenzialdiagnose Übergang in paroxysmales Vorhof
flimmern Erstdiagnose 2013
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter einen Status nach
Varicella
-Zoster-Virus-assoziierter
Meningoradikulitis
mit
Kauda
-Beteiligung (
Elsberg
-Syndrom) im August 2014 bei
residuell
leichtem neuropathischem Schmerzsyndrom S4-5 links, einen
Status nach transienter globaler Amnesie im Januar
2015, Übergewicht mit BMI von 27.5 kg/m
2
sowie einen Status nach Autoimmunhepatitis im Jahr 2009, einen Status nach tiefer Venenthrombose links 1996, einen Status nach einem komplizierten
Harn
wegs
-infekt im Juli 2014 sowie einen Status nach
Nephrolithiasis
(S. 31 f. Ziff. 5.2).
Die Gutachter führten aus, b
ei der
psychiatrischen Untersuchung
habe eine
mittel
gradige depressive Episode
diagnostiziert werden können
. Aufgrund
der depressiven Störung
bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
.
Bei der
rheumatologischen Untersuchung
habe
die Diagnose einer seropositiven rheumatoiden Arthritis mit schubförmigem Verlauf bestätigt werden
können
. Unter
der aktuellen Medikation bestehe
sowohl klinisch wie auch labortechnisch keine Entzündungsaktivität. Sämtliche Gelenke
seien bei der Untersuchung reizl
os und frei beweglich
gewesen
.
Es hätten sich keine
Synovitiden
oder
Tendosynovitiden
nachweisen lassen und die durchgeführten Röntgenauf
nahmen der Hände und Füsse hätten keine arthritischen Destruktionen gezeigt.
Als Weiteres
habe
ein chronisches
lumbospondylogenes
Sc
hmerzsyndrom bei
myostatischer
I
nsuffizienz mit entsprec
henden
muskulol
igamentären
Überlas
tungsreaktionen festgestellt werden
können (S. 32 Ziff. 6.2).
Aus
rheumatologischer Sicht
bestehe aufgrund der rheumatoiden A
rthritis und der allgemeinen Hypermobilität keine zumutbare Arbeitsfähigkeit für körperlich mittelschwere und schwere Tätigkeiten.
Für
körperlich leichte, wechselbe
las
tende Tätigkeiten bestehe aus rheumatologischer Sicht ebenso wie für die bis
herige Tätigkeit als Leiterin einer Pflegeeinrichtung eine Arbeits- und Leistungs
fähigkeit von 80
%
. Die Einschränkung von 20
%
ergebe sich aus der reduzierten Arbeits- und Leistungsfähigkeit aufgrund der immer wieder auftretenden Rheumaschübe (S. 33 oben).
Bei der
neurologischen Untersuchung
habe
ein s
ensibles Defizit der
Dermatome
S
4-5 im Bereich der linken Gesässseite festgestellt
und a
namnestisch die Diagnose einer transienten globalen Amnesie im Januar 2015 bestätigt werden
können
. Diesbezüglich
seien
inzwischen die Gedächtnisfunktionen vollständig normal und die weiterführenden Abklärungen der Neurologischen Klinik des
K._ hätten
diesbezüglich keine pathologischen Ergeb
nisse gezeigt. Aus neurologischer Sicht
habe zurzeit
keine Diagnose mehr mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden
können
.
Bei der kardiologischen Untersuchung
habe
die Diagnose einer seit 2013 diag
nostizierten symptomatischen supraventrikulären
Extrasystolie
mit Übergang ins Vorhofflimmern bestätigt werden
können
. A
us kardiologischer Sicht bestehe
keine zumutbare Arbeitsfähigkeit für körperlich schwer belastend
e Tätigkeiten.
Ansonsten bestehe aus kardiologischer Sicht keine weitere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(S. 33 Mitte)
.
Bei der allgemeininternistischen Untersuchung
habe
keine Diagnose mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden
können
.
Die Gutachter führten zusammenfassend aus,
dass bei der Explorandin für die
bisherige Tätigkeit als Leiterin einer Pflegewohnung ebenso wie für andere körperlich leichte, angepasste Tätigkeiten eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 40
%
bestehe
. Psychiatrisch wäre ein halbes Pensum zumu
tbar, rheumato
logisch resultiere
die quantitative Einschränkung aus wiederholten
Ausfällen be
i Schü
ben,
sodass sich ein t
eilweise additiver Effekt ergebe
. Das Pensum könnte über 4-6 Stunden pro Tag umgesetzt werden, je nach Möglichkeit, am Arbeits
platz Pausen einzulegen oder stundenweise zu arbeiten. Für körperlich mittel
schwere und schwere Tätigk
eiten bestehe
keine zumutbare Arbeitsfähigkeit
(S. 33 unten, S. 35 Ziff. 6.9)
.
Zum Beginn und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit
führten die Gutachter aus,
die 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe
seit 201
1. Für den Verlauf davor könne
aus psychiatrischer Sicht auf das Gut
achten von
Dr. C._
abgestützt werden.
Die
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, wie aus rheumatologischer Sicht festge
stellt worden sei, bestehe seit dem Jahr 200
5.
Aus neurologischer Sicht
habe
passager aufgrund eines
Elsberg
-Syndroms von Juli bis Dezemb
er 2014 eine 100%
ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden
.
Die Einschränkung der Arbeitsfähigk
eit aus kardiologischer Sicht kö
nn
e
auf
-
grund der bestehenden Unterlagen auf das Jahr 2013 zurückdatiert werden
. Faktisch habe
sich seit der letzten Rentenrevision im Mai 2014 nichts Wesentliches verändert, insbesondere nicht aus psychiatrischer Sich
t.
Sowohl der behandelnde
Psychiater
als auch
der begutachtende Psychiater hätten Ende 2014 die genau gleichen psychiatrischen Diagnosen wie früher gestellt
und
einfach ohne Plausibilisierung die Arbeitsfähigkeit von 50
%
auf 100
% erhöht
, was in keiner Weise nachvollzogen werden könne.
Die neurologische
, höher
gradige Einschränkung sei nur vorübergehend gewesen (S. 34 Ziff. 6.3).
4.5.2
Der psychiatrische Gutachter Dr. G._ führte in seinem Teilgutachten nach psychiatrischer Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 20. Mai 2015 aus,
laut ihren Angaben zum
Tagesablauf und
zur
Freizeitgestaltung könne sie zum Teil die ganze Nacht nicht schlafen und bleibe dann bis am Mittag im Bett. Zum Teil stehe sie ganz früh auf und brauche dann ein paar Stunden, bis sie sich gut
bewegen könne. Sie sei eigentlich voll beschäftigt mit ihren wenigen Haus
haltsarbeiten. Bis vor kurzem habe sie eine Putzfrau gehabt. Jetzt erhalte sie Hilfe von der Tochter und einer Freundin im Haushalt. Kochen könne sie, tue dies
aber
nur, wenn die Tochter komme und den Hund bringe. Wenn es ihr jeweils besser gehe, fahre sie mit dem Auto einkaufen (S. 16 Mitte). Sie habe ein gutes soziales Umfeld
. Einen Partner habe sie nicht. Sie fühle sich psychisch auch zu wenig stabil für eine Beziehung mit einem Mann. Sie habe aber Freundinnen, die immer wieder mal vorbeikämen und sich möglicherweise mit
einander abgesprochen hätten,
regelmässig
zu ihr zu schauen, da es ja allseits bekannt sei, dass es ihr nicht gut gehe.
Mit dem Hund gehe sie spazieren. Letztmals sei sie am Sonntag bei ihrem Sohn Nachtessen gewesen. Letztmals in den Ferien sei sie im letzten Juli in Meran im Südtirol zusammen mit der Tochter gewesen (S. 16 unten).
Dr. G._ führte aus, bei der Explorandin bestehe diagnostisch eine mittel
gradige depressive Episode, gekennzeichnet durch verminderte Freudempfin
dungsfähigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörung
e
n mit zum Teil frühmorgendlichem Erwachen und vermindertem Selbstwert mit negativen Zukunftsperspektiven (S. 18 Ziff. 4.1.4 oben).
Der Verlauf sei chronisch. Eine schwere psychische Störung, die theoretisch therapeutisch nicht günstig beeinflusst werden könne, bestehe nicht. Es bestehe
keine schwere chronische psychotische Störung und auch keine schwere Persön
lichkeitsstörung
. Deutlich auffällige Persönlichkeitszüge für die Achse-2-
Diag
nose einer Persönlichkeitsstörung bestünden nicht
,
und gegen diese Diagnose spreche vor allem auch der Längsverlauf mit vor der Erkrankung sonst normaler Sozialisation, auch Familiengründung und vor allem voller Leistungsfähigkeit
.
Ein unbewusster Konflikt beziehungsweise primärer Krankheitsgewinn sei nicht erwiesen. Ein schwerer sozialer Rückzug in allen Bereichen des Lebens bestehe nicht. Es bestünden somatische Probleme, zu denen aus somatischer Sicht Stel
lung genommen werden müsse. Eine schwere chronische somatische Erkran
kung bestehe aber nicht. Die therapeutischen Möglichkeiten seien nur zum Teil
nicht ausgeschöpft. Eine volle Arbeitsunfähigkeit könne nicht begründet werden
. Die Prognose sei aber aufgrund des chronischen Verlaufs und der doch deutlich ausgeprägten Krankheits- und Behinderungsüberzeugung ungünstig (S. 18 Ziff. 4.1.4 unten f.).
Dr. G._ führte aus, aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 %. Dies sei durch die vorliegende mittelgradige depressive Episode bei einer rezidivierenden depressiven Störung bedingt. Da
durch komme es bei einer Arbeit vor allem zu einer erhöhten Ermüdbarkeit, was einen vermehrten Pausen- beziehungsweise Erholungsbedarf erfordere. Der Explorandin könne es aus psychiatrischer Sicht zugemutet werden, in einer somatisch angepassten und ihren Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeit zu 50 % zu arbeiten, theoretisch auch ganztags mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen (S. 19 Ziff. 4.1.5).
Zum Beginn und Verlauf der Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht führte Dr. G._ aus
, von der aufgrund der heutigen Untersuchung eingeschätzten mittelgradig eingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit könne auch seit der Rentenzusprechung 2012 beziehungsweise seit 2011
, nachdem vom behan
delnden Psychiater eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden sei, ausgegangen werden. Für den Verlauf davor könne auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C._ abgestützt werden (S. 19 Ziff. 4.1.6).
In seiner Stellungnahme zur
Selbsteinschätzung und zu Inkonsistenzen
hielt Dr. G._ fest, die Explorandin fühle sich überhaupt nicht mehr arbeitsfähig. Diese Selbsteinschätzung könne durch die psychiatrischen
Befunde nicht hin
reichend begründet werden. Im Untersuchungsgespräch habe sie sich durchaus konzentrieren können, wenn auch leichte Konzentrationsstörungen aufgefallen seien. Sie habe auch angegeben, selber Auto zu fahren, wenn auch keine längeren Strecken und wahrscheinlich nur in der gewohnten Umgebung. Auch diese Tatsache spreche gegen das Vorliegen von deutlichen Konzentrations
störungen. Die Beschwerdeführerin sei auch betreffend die Lebensführung
selb
-ständig, kümmere sich um ihren Einpersonenhaushalt in ihrem Einfamilienhaus und organisiere auch Hilfe bei den körperlich anspruchsvolleren Tätigkeiten. Sie könne aber durchaus gewisse Haushaltsarbeiten verrichten. So erledige sie ihre Wäsche selber, gehe auch gerne einkaufen und koche zuweilen, beispielsweise wenn ihre Tochter auf Besuch komme. Sie habe auch sonst Kontakte in ihrem Umfeld. Die antidepressive Medikation könne durchaus intensiviert werden (S. 19 Ziff. 4.1.8).
Zu den früheren psychiatrischen Einschätzungen führte Dr. G._ aus, die Beurteilung durch
Psychiater Prof.
Dr. A._
Jahr 2012 könne
aufgrund der
heutigen Untersuchung nachvollzogen und rückwirkend bestätigt werden, genau
so
wie die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Psychiater Dr. C._ in seinem Gutachten aus dem Jahr 2013 (S. 19 Ziff. 4.1.8 unten f.). Hingegen könne die von ihm gestellte Diagnose
einer Persönlichkeitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsf
ähigkeit nicht bestätigt werden (S. 20 oben).
Die von Prof.
Dr. A._
im Jahr 2014
attestierte vollumfängliche Arbeitsun
fähig
keit
bei
einer rezidivierenden
depressiven
Störung
,
zurzeit leichte
depres
sive Episode
,
sei nicht mehr nachvollziehbar
(S. 20 Mitte)
.
Dr. C._
habe im Jahr 2014 dann die gleichen Diagnosen gestellt, wie in seinem Vorgutachten
,
sei jedoch
nun von keiner Arbeitsfähigkeit
mehr ausge
gangen.
Dr. G._ führte aus, dies kö
nn
e
nicht nachvollzogen werden. Die Diagnose
einer Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 kö
nn
e nicht gestellt werden, da sich eine solche
im Verlauf
und im Schweregrad wenig verändere
. Eine P
ersönlichkeitsstörung entwickele
sich früh und manifestiert
e
sic
h im frühen Erwachsenenalter auf Dauer. Der Verlauf gehe
dann nicht mit Phasen von Verschlechterung und Verbesserung einher. Der Explorandin
sei
es aber vor ihrer Erkrankung möglich
gewesen
, mit voller Leistu
ng zu arbeiten, was vor allem a
uch gegen das Vorl
iegen einer Persönlichkeitsstöru
ng mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit spreche (S. 20 unten)
.
4.6
Dr. med. L._, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 27. August 2015 (Urk. 5/149/4-5) aus, auf das um-fang
reiche und nachvollziehbare MEDAS-Gutachten könne abgestellt werden. Demnach sei die Versicherte für
körperlich schwere und mittelschwere weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. In der bisherigen körperlich leichten Tätigkeit mit der Möglichkeit der Wechselbelastung sei die Versicherte zu 45 % arbeitsfähig, was einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit im bisherigen 90%-Pensum entspreche. Diese bisherige Tätigkeit könne als optimal angepasste Tätigkeit angesehen werden. Die Arbeitsunfähigkeit sei überwiegend durch den psychischen Gesundheits-schaden bedingt.
Eine wesentliche dauerhafte Verschlechterung des Gesund
heits
zu
standes habe somit ausgeschlossen werden können
.
4.7
Dr. C._ nahm in seinem Bericht vom 9. Oktober 2015 (Urk. 5/160) zu der von ihm attestierten vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin und der hiervon abweichenden Einschätzung im psychiatrischen Teilgutachten des Y._ (vgl. vorstehend E. 4.5.2) Stellung.
Dr. C._ führte aus, in Ableitung der psychopathologischen Befunde seien die psychischen Fähigkeiten beziehungsweise Defizite mittels Fremdbeurteilungs
instrument eingeschätzt und mit der Teilhabe an der angestammten beruflichen Tätigkeit und an leidensadaptieren Tätigkeiten abgeglichen worden. Dabei sei er
zur Einschätzung einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit gelangt (S. 1 unten
).
Er habe die Diagnose einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5) mit Hilfe eines strukturierten klinischen Interviews (SKID-II) für die Diagnose von Persönlichkeitsstörungen nach DSM-IV gestellt, was dem Goldstandard in der Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen entspreche. Weiter sei Bezug auf die Lebensgeschichte mit zahlreichen, teils massiven traumatischen Belastungen genommen worden, die die Entwicklung einer Persönlichkeitsstörung begründet hätten (S. 2 Mitte).
Es sei falsch, wie Dr. G._ behaupte, dass sich Persönlichkeitsstörungen allein aus dem Längsverlauf der
Leistungsfähigkeit beziehungsweise –
unfähig
keit
diagnostizieren liessen. Vielmehr müsse auch die Lebensqualität der Be
troffenen beurteilt werden (S. 2 unten). Dr. G._ habe die in Frage stehenden Persönlichkeitseigenschaften gar nicht geprüft, sondern sei von deren schein
baren Fehlen ausgegangen. Dr. C._ führte aus, er habe ausführlich und mehrdimensional dargelegt, weshalb die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeits-fähig sei (S. 3 Mitte). Dr. G._ habe nicht berücksichtigt, dass die Explo
randin zuvor in einem 45%-Pensum an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt gewesen sei, die gesamte Freizeit zur Erholung benötigt habe und dabei immer wieder in suizidale Krisen geraten sei (S. 4 Mitte).
4.8
Am 23. Februar 2016 nahm Dr. G._, Y._, zu den Vorbringen von Dr. C._ Stellung (Urk. 5/164). Dr. G._ führte aus, Dr. C._ bringe nicht Neues vor und bleibe bei seinen diagnostischen Beurteilungen, zu denen bereits im
psy-chiatrischen
Teilgutachten Stellung bezogen worden sei. Die von Dr. C._ zur Begründung der Persönlichkeitsstörung hinzugezogenen
Fremdbeurteilungsin-strumente
seien in der Versicherungsmedizin nur beschränkt beizuziehen. Es sei evident, dass sich die Versicherungsmedizin vor allem auf klinische Befunde, den Längsverlauf und die Anamnese sowie die Exploration der täglichen Akti
vitäten stütze.
Insbesondere müssten auch die vorhandenen Ressourcen, nicht nur die mangelnden Ressourcen berücksichtigt werden.
Im Weiteren sei kaum zu bestreiten, dass eine mittelgradige Depression in der Regel einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit entspreche. Am Y._-Gutachten könne auch weiterhin festge
halten werden, da Dr. C._ nichts Neues vorbringe (S. 1).
5.
5.1
Die ursprünglich rückwirkend ab 1. Dezember 2012 erfolgte
Zusprache
einer halben Invalidenrente bei einem
Invaliditätsgrad von 55 % mit Verfügung vom 25. Juli 2013 (Urk. 5/100 und Urk. 5/109) basierte auf der zusammenfassenden Einschätzung und Würdigung der vorhandenen medizinischen Unterlagen durch Dr. D._, RAD, vom Januar 2013 (vgl. vorstehend E. 3.6). Dieser ging in rheumatologischer Hinsicht insbesondere gestützt auf die Einschätzung durch den BVK-Gutachter Dr. B._ vom August 2012 (vgl. vorstehend E. 3.4) davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit als Leiterin Pflegewohngruppe eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % bestehe, hingegen in einer leich
ten wechselbelastenden Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit gegeben sei. Der In
va
liditätsgrad von 55 % resultierte infolge der psychiatrischen Einschät
zung
en durch BVK-Gutachter Dr. C._ vom Januar 2013 (vgl. vorstehend E. 3.5) und derjenigen des behandelnden Psychiaters Prof. Dr. A._ vom Juli 2012 (vgl. vorstehend E. 3.3). Zusammenfassend wurde diesbezüglich von Dr. D._ festgehalten,
dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Depression eine
einge
-
sch
ränkte Durchhaltefähigkeit habe
und an einer Tagesmüdigkeit sowie an Antriebsminderung leide
.
Die Beschwerdegegnerin verneinte vorliegend in der angefochtenen Verfügung (vgl. vorstehend E. 2.1) das Vorliegen eines Revisionsgrundes respektive einer relevanten Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin gestützt auf das polydisziplinäre Gutachter des Y._ vom Juli 2015 (vgl. vorstehend E. 4.5).
5.2
In somatischer Hinsicht ergibt sich aus dem Y._-Gutachten vom Juli 2015 im Vergleich zur Situation anlässlich der erstmaligen
Rentenzusprache
im Jahr 2013 insofern keine Veränderung, als dass die Y._-Gutachter - gleich wie im Rahmen der erstmaligen
Rentenzusprache
Dr. B._ im August 2012 und Dr. D._, RAD, im Januar 2013 - aus somatischer Sicht von einer Einschrän
kung in der angestammten Tätigkeit von 20 % und von einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in leichter
wechselbelastender Tätigkeit ausgingen (vgl. vor
steh
end E. 4.5.1).
In somatischer Hinsicht erfüllt das Y._-Gutachten vom Juli 2015 die
Anfor-derungen
an eine beweiskräftige Expertise (vgl. vorstehend E. 1.5). So erweist es sich
für die Beantwortung
der gestellten Fragen umfassend, es
beruht auf den
erforderlichen allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Be
schwe
rden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwer
de
-
führerin auseinander.
Schliesslich
wurde die Einschätzung der Gutachter
in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerung
en der Experten sind begründet. Für die
Entscheidfindung
kann daher darauf abgestellt werden
.
Insbesondere wurde festgehalten, dass hinsichtlich der rheumatoiden Arthritis unter der aktuellen Medikation sowohl
klinisch wie auch labortechnisch keine Entzündungsaktivität
bestehe, s
ämtliche Gelenke bei der Untersuchung reizlos und frei beweglich
gewesen seien und sich auch keine
Synovitiden
oder Ten
do
-
synovitiden
gezeigt hätten. Die durchgeführten Röntgenaufnahmen zeigten über
dies keine arthritischen Destruktionen der Hände und Füsse.
Was die anderslautende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin durch den behandelnden Rheumatologen Dr. Z._ vom Oktober 2014 (vgl. vorstehend E. 4.2) anbelangt, ist zu beachten, dass bereits seine im Juni 2012 getätigte Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf einer Vermischung mit psychiatrischen Diagnosen beruhte (vgl. vorstehend E. 3.2). Die von Dr. Z._ im Oktober 2014 attestierte vollumfänglichen Arbeits
unfähigkeit beziehungsweise 30%igen Restarbeitsfähigkeit, ist wohl, abgesehen von seiner auftragsrechtlichen Vertrauensstellung (vgl. vorstehend E. 3.1), auch vor dem Hintergrund zu erklären, dass die Beschwerdeführerin
von Juli bis
Dezember 2014 infolge eines
Elsberg
-Syndroms vorübergehend vollständig arbeits
unfähig war.
In kardiologischer Hinsicht hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin seit der
Rentenzusprache
insoweit verändert, als dass eine komplexe
supraventrikuläre
Extrasystolie
diagnostiziert und auch von den Gutachtern des Y._ bestätigt wurde
.
Dieser massen die Gutachter des Y._ jedoch lediglich eine Unzumutbarkeit
für körperlich schwer belastend
e Tätigkeiten zu, weitere Ein
schränkungen wurden verneint. Solche sind auch dem Bericht des Kardiologen Dr. E._ vom November 2014 (vgl. vorstehend E. 4.3) nicht zu entnehmen.
Zusammenfassend sind zwar seit der erstmaligen
Rentenzusprache
weitere somatische Diagnosen hinzugekommen, und die Beschwerdeführerin war durch eine
Varicella
-Zoster-Virus-assoziierte
Meningoradikulitis
mit
Kauda
-Beteili
gung (
Elsberg
-Syndrom) von Juli bis Dezember 2014 vorübergehend vollständig arbeitsunfähig, insgesamt ist jedoch in somatischer Hinsicht seit der erstmaligen
Rentenzusprache
von einer weitgehend unveränderten Arbeitsfähigkeit auszu
gehen.
5.3
Auch das psychiatrische Teilgutachten von Dr.
G._
(vgl. vorstehend E. 4.5.2
) erfüllt vorliegend grundsätzlich die Anforderungen an eine beweiskräftige Exper
tise (vgl. vorstehend E. 1.5). So berücksichtigte Dr. G._ die von
der
Beschwerdeführer
in
geklagten Beschwerden und setzt
e
sich mit diesen und
ihrem
Verhalten umfassend auseinander.
Das Teilgutachten
wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begründet. Dr.
G._
setzte sich auch umfassend mit der ander
s
lau
ten
den Einschätzung des BVK-Gutachters Dr. C._ auseinander.
Dies betrifft insbesondere
die schlüssigen
Ausführungen
von Dr. G._
, wes
halb die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht bestätigt werden könne und von einer verwertbaren Restarbeitsfähigkeit von 50
%
ausgegangen werde. Zwar wurde die von
Dr. C._
in seinem Gutachten vom Januar 2013
(vgl. vorstehend E. 3.5)
genannte Diagnose einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung (ICD-F60.5) auch von
Dr. D._, RAD,
in seiner Stellungnahme vom
Januar 2013
(vgl. vorstehend E. 3
.6
) aufgeführt, schlussendlich wurde jedoch nur
dem
depressiven Leiden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit zuerkannt. Im Rahmen
seines ersten Gutachtens erachtete
Dr. C._
im Übrigen
selbst
das depressive Leiden als massgeblich verantwortlich für die Einschränkung der Arbeitsfähig
-
keit
und nicht die Persönlichkeitsstörung.
Der behandelnde Psychiater Prof.
Dr. A._
diagnostizierte weder in seinem Bericht vom J
uli 2012 (vgl. vorstehend E. 3.3
) noch in seine
m Bericht vom Oktober 2014 (vorstehend E. 4.1
) eine Persönlichkeitsstörung.
In der Tat lässt
es sich vorliegend
in Anbetracht der Erwerbsbiographie und ins
-
besondere auch des Umstandes,
dass die Beschwerdeführerin jahrelang erfolg
reich in einem Beruf tätig war, welcher ein hohes Mass an sozialer Kompetenz erfordert,
und sie nach wie vor über ein gutes soziales und familiäres Umfeld verfügt, nur schwer nachvollziehen, dass eine relevante Persönlichkeitsstörung vorliegen soll.
Soweit sich
Dr. C._
wiederholt auf sein Testverfahren beruft, mit welchem er die Persönlichkeitsstörung diagnostiziert habe
n soll
, ist zu beachten, dass ge
mäss der Rechtsprechung dem testmässigen Erfassen der Psychopathologie im Rahmen der psychiatrischen Exploration generell nur eine ergänzende Funktion beizumessen ist. Ausschlaggebend bleibt die klinische Untersuchung mit Anam
neseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (
Urteil
des Bun
des
gerichts
9C_344/2013 vom 16. Oktober 2013 E. 3.1.5).
Als nicht nachvollziehbar erweist sich vorliegend die Einschätzung des
behan
-
delnden
Psychiaters Prof.
Dr. A._
in seinem im Oktober 2014 bei der Be
schwer
degegnerin eingegangen
Bericht (vgl. vorstehend E. 4.1
). Obwohl er hinsichtlich der rezidivierenden Störung im Zeitpunkt seines Berichtes lediglich eine leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0)
diagnostizierte
, fiel seine Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit schlechter aus, als in seinem Bericht vom J
uli 2012 (vgl. vorstehend E. 3.5
), wo er noch bei diagnostizierter mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.1) von einer verwertbaren Restarbeitsfähigkeit von 45
%
aus
gegangen ist. Zudem vermag eine leichte depressive Episode
in der Regel
keine vollständige Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Im Übrigen führte Prof.
Dr. A._
auch fachfremde somatische Diagnosen auf.
5.4
Das Teilgutachten von Dr. G._ wurde jedoch im Juli 2015
und demnach vor
der Rechtsprechungsänderung des Bundesgerichts mit zur Publikation vorge
sehenen Urteilen 8C_130/2017 und 8C_841/2016 vom 30. November 2017 erstattet
. Damit verliert es seinen Beweiswert indes nicht per se. Zu prüfen ist vielmehr, ob das
psychiatrische Teilgutachten von Dr. G._
eine schlüssige Beurteilung im Lichte der
massgeblichen
Indikatoren erlaubt oder nicht (vgl.
vorstehend E. 1.2,
BGE 141 V 281 E. 8).
Da die
Beschwerdeführer
in
eine erhaltene Fähigkeit hat, alltägliche Verrich
tungen auszuüben,
insbesondere ihren Haushalt in Stand hält und gegebenen
falls auch Hilfe organisiert,
familiär gut integriert ist und Kontakte zu Freunden pflegt
(vgl. vorstehend E. 4.5.2
)
,
fällt eine schwere Ausprägung des psychischen Leidens
ausser
Betracht (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 7.1).
Es stellt sich deshalb die Frage, ob die mit der psychischen Gesund
heits
beeinträchtigung in Zusammenhang stehenden geltend gemachten Einschrän
kungen und Beeinträchtigungen überhaupt eine invalidisierende Bedeutung annehmen können. Dabei ist von der grundsätzlichen Validität auszugehen und es liegt die materielle Beweislast für Invalidität bei der versicherten Person (BGE 139 V 547 E. 8.1
; zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_130/2017 vom 30. November 2017 E. 6
).
Hinsichtlich des Indikators Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder
–
resi
stenz
lässt sich den Akten und auch dem
Gutachten von Dr. G._ ent
nehmen, dass es sich um ein chronifiziertes Leiden handelt und sich die
Beschwerdeführerin in
regelmässiger
psychiatrischer Behandlung befindet, wobei
sich die Behandlung mit Psychopharmaka aufgrund der aufgetretenen Neben
wirkungen als schwierig gestaltet.
Die möglichen Therapieoptionen werden von der Beschwerdeführerin wahrge
nommen, ohne dass es im Verlauf zu einer Remission des psychischen Leidens gekommen wäre.
Hinsichtlich der
somatischen
Komorbiditäten
leidet die Be-
schwerdeführerin
insbesondere an den Folgen der schubhaft verlaufenden rheu
matoiden Arthritis, jedoch wurde von somatischer Seite her unverändert in
angepasster Tätigkeit eine vollumfängliche und in der angestammten Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiert (vgl. vorstehend E.
5.2).
Im Bereich des Komplexes Persönlichkeit bestehen keine Hinweise auf zu prüfende Merkmale, welche im Rahmen einer umfassenden Ressourcenprüfung ins Gewicht fallen könnten.
Die von Dr. C._ diagnostizierte Persön
lichkeits
störung wurde von Dr. G._ in nachvollziehbarer Weise verneint (vgl. vor
stehend E. 5.3).
In Bezug auf den Indikator des sozialen Kontextes (BGE 141 V 281 E. 4.
3.3) fällt ins Gewicht, dass die
Beschwerdeführer
in
regelmässig
soziale Kontakte zu Familienmitgliedern und Freunden unterhält, weshalb davon auszugehen ist, dass
sie
familiär und sozial gut integriert ist, was sich potenziell günstig auf
ihre
Ressourcen auswirken dürfte.
Zu prüfen gilt es sodann die Kategorie Konsistenz, insbesondere in Bezug auf den Indikator einer
gleichmässigen
Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 281 E. 4.4 und 4.4.1).
Hierzu lässt sich den Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Begut
achtung bei Dr. G._ entnehmen, dass sie bei der Haushaltsführung durchaus eingeschränkt sei und gewisse Tätigkeiten nicht respektive nur verlangsamt erledigen könne, wobei sie Hilfe aus dem Freundeskreis und aus der Familie erhalte. Aktivitäten wie Kochen, Familienmitglieder besuchen oder Autofahren sind zwar noch vorhanden, jedoch in reduziertem
Ausmass
.
Bei dieser Sachlage
erscheint
auch unter Berücksichtigung der beachtlichen
Stand
ardindikatoren
die von Dr. G._ festgehaltene Einschränkung der Arbeits
fähigkeit durch seine gestellte Diagnose im Umfang von 50 % plausibel.
5.5
Soweit die Gutachter des Y._ nun zusammenfassend in ihrer Beurteilung bei von ihnen festgestellter aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht
unverän-derter
gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin einen Additiveffekt zwischen den psychiatrischen und den rheumatologischen Diagnosen berück
sich
tigen und damit zu einer Restarbeitsfähigkeit von 40 % kommen (vgl. vor
stehend E. 4.5.1), handelt es sich dabei um eine aus revisionsrechtlicher Sicht unbeachtliche andere Beurteilung eines an sich gleich gebliebenen Sachver
haltes (vgl. vorstehend E. 1.4).
5.6
Aufgrund des Gesagten hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
füh
rerin seit der rückwirkend ab 1. Dezember 2012 erfolgten Rentenzusprechung mit
Verfügung vom 2
5.
Juli 2013 (Urk. 5/100 und
Urk.
5/109
)
nicht in renten
anspruchsrelevanter Weise verändert. Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert
festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr. 9
00.-- anzusetzen.
Ent
-
sprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwer
deführer
in aufzuerlegen.