# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7aaf6dbe-fb81-4834-b814-4afeaa236474
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
D
ie 1959 geborene
X._
war zuletzt
bis Juni 2014
als Pächte
rin/selbständige Wirtin im
Y._
in
Z._
tätig
(
Urk. 10/15, Urk.
10/58/2,
Urk.
10/59/3)
.
Mit Datum vom
3.
Juni 2013
meldete sich die Versi
cherte
erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung
zum Leistungsbe
zug an (
Urk.
10/1
). Die Sozialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich
, IV-Stelle,
zog
die Akten der Krankentaggeldversicherung (
Urk.
10/6/1-32
) bei und
tätigte medi
zinische und berufliche Abklärungen. Nach durchgeführtem
Vorbescheid
ver
fahren
(
Urk.
10/24
) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom
11
.
Februar 2014
ab
und begründete dies damit, die gesu
ndheitliche Beein
trächti
gung führe
nicht zu
einer voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit
andauernden Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit
(
Urk.
10/25)
. Diese Verfü
gung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Mit Datum vom 1
2.
Mai 2015
meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungs
bezug bei der IV-Stelle an (
Urk.
10/37
). Die IV-Stelle
zog einen aktuellen Auszug aus dem Individuellen Konto
(IK-Auszug vom 2
4.
August 2016, Urk. 10/62) bei und
tätigte
erneut
medizinische
und berufliche
Abklärungen. I
ns
besondere ver
anlasste
sie
eine
bidisziplinäre
(A
llg
emeinmedizin/Orthopädie)
Unter
suchung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD, Untersuchungs
bericht
e
vom 1
8.
August 2016,
Urk.
10/58
,
Urk.
10/59
). Nach durchgeführtem
Vor
bescheidver
fahren
(
Urk.
10/70,
Urk.
10/71,
Urk.
10/77 ff.) sprach die IV-Stelle der Versicher
ten mit Verfügung vom
2
2.
März 2017
b
efristet für die Periode vom 1. November 2015 bis 31
.
August 2016
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von
66 % eine
Drei
viertelsrente
zu
. Darüber hinaus verneinte sie einen Rentenanspruch (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
unter Beilage d
es Arztberichts von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, vom 3
0.
März 2017 (
Urk.
1/2)
am
30. März 2017
Beschwerde
(
Urk.
1
/1
). Innert gerichtlich anges
etzter Nachfrist zur
Verbesserung ihres Rechtsbegehrens (Verfügung vom
6.
April 2017,
Urk.
3) legte die Beschwerdeführerin erneut den Bericht von
Dr.
A._
vom 3
0.
März 2017 sowie
weitere Unterlagen auf und beantragte damit (sinngemäss), es sei ihr eine unbefristete ganze Rente zuzusprechen
(
Urk.
5,
Urk.
6/1-5)
.
Mit Beschwerde
antwort vom
1
6.
Juni 2017
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
(Urk.
8) und verwies hierfür
auf die bisherigen Akten sowie die ergänzende
Stellungnahme
von
Dr.
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie,
RAD
,
vom
7.
Juni 2017 (
Urk.
9).
Mit
Eingabe
vom 1
4.
Juni 2017
ergänzte
die Beschwerdeführ
erin
ihr Vorbringen und legte weitere Unterlagen auf
(
Urk.
11,
Urk.
12/1-4)
.
Mit Verfügung vom
1
3.
Juni
2017 wurde
n
den Parteien das Doppel
von
Urk.
8 sowie
je eine Kopie
von
Urk.
9,
Urk.
11 sowie
Urk.
12/1-4 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG
,
BGE 139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatri
sche Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich fest
gestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätz
lich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein.
Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beur
teilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl.
BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2
).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämt
liche psychischen
Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungs
hindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations
potenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungs
vermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines rentenbe
gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit
(zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün
dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in
Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert rechtspre
chungs
ge
mäss allenfalls zu kürzen. Damit trägt die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung, dass persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellen
lohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
1.7
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwend
baren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV festzusetzen ist (vgl.
BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbe
ginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbe
stritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.8
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hil
febedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Auf
hebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem ange
nommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter
brechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozial
ver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlich
keit (BGE 119 V 7 E.
3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.
9
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.10
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Bes
chwerdegegnerin
erwog in der angefochtenen Verfügung
im Wesentli
chen
,
die Beschwerdeführerin sei seit Juli 2014
zu 100
%
arbeitsunfähig
. Unge
achtet dessen habe die Beschwerdeführerin gemäss IK-Auszug im Jahre 2015 ein Erwerbseinkommen erzielt. In Anrechnung dessen resultiere aus dem Ein
kom
mensvergleic
h ein Invaliditätsgrad von 66
%
, womit u
nter Berück
sichtigung der sechsmona
tigen Anmeldefrist seit dem 1.
November 2015 ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
bestehe
. Ab Mai 2016 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert. Seither sei von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aus dem Einkommensvergleich resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 27
%
, womit
der Rentenanspruch
per 3
1.
August 2016 (Drei
monatsfrist) entfalle (
Urk.
2).
In ihrer Beschwerde
antwort führte die Beschwerde
gegnerin ergänzend aus, selbst wenn – nebst den somatischen Diagnosen – eine mittelgradige depressive Episode gemäss
Ein
schätzung des behandelnden Psychiaters
bestehen sollte, so sei diese gemäss Bundesgerichtspraxis
mangels Therapieresistenz von v
ornherein nicht invali
disierend. Von weitere
n
Abklärun
gen diesbezüglich sei daher zu Recht abgesehen worden (
Urk.
8).
Gemäss der ergänzenden Stellungnahme von
Dr.
B._
vom
7.
Juni 2017 seien von Mai 2015 bis Mai 2016 umfassende therapeutische Massnahmen eingeleitet worden, so dass es zu der im Untersuchungsbericht vom 1
8.
August 2016 dokumentierten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Beschwer
de
führerin gekommen sei (
Urk.
9).
2.2
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin
(sinngemäss)
ein,
sie
sei
seit November 2012
zu 100
%
arbeitsunfähig, weshalb sie
rückwirkend seit
November 2012
Anspruch auf eine unbefristete ganze Rente der Invalidenversicherung
habe
(
Urk.
1/1
,
Urk.
11
).
3.
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten.
Aufgrund der
Liquidation der von ihr bis dahin gepachteten und selbständig betriebenen Gast
wirtschaft im Juni 2014 sowie der
i
m
April/
Mai 2015
diagnostizierten
Periatro
pathie
humeroscapularis
links mit Partialruptur der
Suprspinatussehne
(
Frozen
Shoulder
)
sowie
Polyarthrose
der Fi
nger
(aktivierte Arthrose DIP 5 beidseits)
sind
seit der rechts
kräftigen
anspruchsverweigernde
n
Verfügung
vom 1
1.
Februar 2014
wesentliche Veränderung
en in den tatsächlichen und gesund
heitlichen Ver
hältnissen der Beschwerdeführerin
eingetreten.
Strittig und zu prüfen
sind die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und damit zusammen
hängend,
ob die Beschwerdegegnerin die
ab
1. November 2015 zugesprochene
R
ente
zu Recht per
3
1.
August 2016
eingestellt hat, mithin, ob s
ich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin
bis zu diesem Zeitpunkt in rentenausschliessender Weise ver
bessert und diese Besserung ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate ange
dauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Dabei
sind
mit Verweis auf die eingan
gs erläuterte Rechtslage (E.
1.7
) auch di
e zuvor befristet zugespro
chene Rente und die für de
ren
Zusprache
massgeblichen Umstände zu prüfen.
4.
4.1
Im Rahmen der Neuanmeldung stellt sich die medizinische Aktenlage im Wesent
lichen wie folgt dar:
4.2
Im Bericht des
C._
, Klinik für Rheumatologie, vom 2
3.
August 2016 stellten die behandelnden Ärzte folgende Hauptdiagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/64/6 ff.):
-
Multilokuläre
Schmerzen EM ca. 2011
-
Erosiv
-destruktive Polyarthrose der Finger
-
Frozen
Shoulder
links
-
Belastungsabhängige Kieferschmerzen links
-
Epicondylopathie
beidseits
-
Lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
Zervikovertebrales
Schmerzsyndrom
-
Periarthropathie
coxae
beidseits
-
Beginnende Gonarthrose beidseits und
Periarthropathie
beidseits
-
Faszilitis
plantaris
beidseits
-
Symptomatischer Knicksenkfuss
-
Belastungsdyspnoe unklarer Ursache
-
Depression
-
Kopftremor
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende Diagnosen festge
halten (
Urk.
10/64/8 f.):
-
Nikotin-Konsum 30
py
-
Rezidivierende pulmonale
Konsilidationen
-
Normale Knochendichtewerte bei anamnestisch Status nach zweimaliger fraglicher
atraumatischer
Rippenfraktur
-
Vitamin-D-Mangel
Die
Beschwerdeführerin habe berichtet, überall Schmerzen zu haben. S
eit 3-4 Jahren seien diese immer schlimmer geworden. Besonder
s schmerzhaft sei
die
linke Schulter mit
Ausbreitung auf den ganzen Arm. D
ie Schmerzen seien so stark, dass sie
sich kaum noch
die Haare w
aschen könne. Die Schmerzen seien
sowohl
bei Ruhe als auch
bei Belastung
vorhanden
,
wobei Belastung
en
die Schmerzen
deutlich verstärkt
en
.
Die z
ervikale
n Rü
ckenschmerzen
seien ebenfalls belastungsabhängig
. Weiterhin schlimm seien
auch die
belastungsabhängige
n Knieschmerzen beidseits bzw. Oberschenkelschmerzen beidseits
(
Urk.
10/64/9)
.
Im Rahmen
der rheumatologischen Untersuchung
des Bewegungsapparates
sei
en
im Bereich der oberen Extremitäten eine Achsen
fehlstellung der PIP-Gelenke sowie
Druckdolenz
en
aufgefallen. Sodann bestehe eine
Gelenkfehlst
ellung im Bereich von DIP V beidseits
so
wie IV links und PIP V links
, ohne palpable
syno
viale
Verdi
ckungen. Hinsichtlich der linken Schulter habe
sich eine
Frozen
Shoul
der
feststellen lassen. Ferner bestünden
ein positives Ganslenzeichen beider Füsse
auf der
Höhe
der MTP-Gelenke sowie verschiedentlich
Druckdolenz
en
im Bereich der Waden-
,
Oberschenkel-
und Hüftmuskulatur.
Im
Bereich
der
Wirbelsäule
liege
eine Fehlhaltung
un
d
-
form mit Streckhaltung der Lendenwirbelsäule
(LWS)
und thorakal linkskonvexer Skoliose mit
myofaszialen
Befunden im Bereich der Beckenkämme
vor. Ausserdem bestünden
eine Haltungsinsuffizienz und eine leicht eing
eschränkte Beweglichkeit der Hals- und Lendenwirbelsäule (
HWS,
Urk.
10/64/9).
Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin hinsichtlich körperlich belastender Tätigkeiten zu 100
%
arbeitsunfähig. Für leichte wechselbelastende, angepasste Tätigkeiten sei sie unter Berücksichtigung eines erhöhten Pausen
be
darfs indes zu höchstens 60
%
arbeitsfähig. Durch therapeutische Massnahmen (Psychotherapie, Physiotherapie, medikamentöse Therapie) sei eine prozentuale Steigerung der Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich nicht möglich (
Urk.
10/64/10 f.).
4.3
Die seit November 2014 beklagte und nach eigenen Angaben der Beschwerde
führerin zunehmende
Belastungsdispnoe
sowie das anamnestisch mehrmals täg
lich auftretende
Herzrasen wurden
am
C._
spezialärztlich untersucht. Ausser einem leicht eingeschränkten Gasaustausch als mögliche
m
Hinweis auf eine Herz
insuffizienz ergab sich aus
pneumologischer
Sicht keine den Beschwerden zu Grunde liegende Pathologie.
Aufgrund
der daraufhin veranlassten
kardiolo
gi
schen Untersuchung
en
hielt der beurteilende Kardiologe fest, klinisch
habe sich
die Beschwerdeführerin
kardial kompensiert und
normoton
präsentiert
.
Im EKG (Elektrokardiogramm) habe sich ein leicht
bradykarder
Sinusrythmus
mit inkom
plettem Rechtsschenkelblock ohne signifikante
Repolarisierungsstörungen
gezeigt. Die Auswertung der Doppler-Echokardiographie ergab Normalbefunde.
Hinsichtlich der
beklagten
Dispnoe
zog
der beurteilende Kardiologe
schliesslich
eine psychiatrische Genese im Zusammenhang mit Trainingsmangel
in Erwägung
(vgl. Bericht des
C._
, Klinik fü
r Pneumologie, vom
6.
Mai 2015,
Urk.
10/48/18 ff.;
Bericht des
C._
, Universitäre
s
Herzzentrum, vom 2
4.
März 2016,
Urk.
10/55/2 ff.
).
4.4
Im
bidisziplinären
Untersuchungsbericht vom
1
8.
August 2016
stellten die beur
teilenden RAD-Ärzte (Dipl. med.
D._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, sowie
Dr.
B._
) folgende Diagnosen
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit
(
Urk.
10/58/5,
Urk.
10/59/8):
-
Frozen
Shoulder
links mit/bei
-
Partialruptur der
Supraspinatusseh
ne
links
-
Bewegungseinschränkung bei Abduktion und Aussenrotation
-
Polyarthros
e der Finger beidseits mit/bei
-
Achsenfehlstellung im Bereich der Mit
telgelenke
Dlll
und DV
beidseits
-
aktiviert
e
r
Arthrose Endgelenke DV und
Dl
ll
beidseits
-
LWS-Syndrom mit/bei
-
Ha
ltungsinsuffizienz
-
Fehlhaltung der LWS und
linkskonvexer Skoliose der
Brustwirbelsäule (
BWS
)
-
Fehlfunktion bei Seitneigung
-
HWS-Syndrom mit/bei
-
Fehlfunktion der
HWS
-
Fehlhaltung
der
HWS
-
degenerative
Veränderungen der HWS mit diskreten ventralen
spondy
lophytären
Randanbauten
-
Halswirbelkörper (
HWK
)
3-6,
Unkovertebralgelenksarthrosen
mit Beto
nung auf den mittleren Abschnitt
-
Erguss rechtes Knie mit Bewegungsschmerz
-
Belastungsschmerz links Oberschenkelgelenk (
OSG
)
-
Endgradiger
Rotationsschmerz rechtes Hüftgelenk
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit notierten sie folgende Diagnosen (
Urk.
10/58/5,
Urk.
10/59/8):
-
Schlafapnoe-Syndrom
-
Konsolidation Oberlappensegment rechts
-
Postthrombotisches Syndrom rechtes/r Bein/Fuss bei Status nach
Lungen
embolie und tiefer Venenthrombose 2006
-
Epicondylopathie
beidseits
-
Status nach
Zoster
ophthalmicus
links 11/2012
-
Kopftremor
-
Status
nach kompletter Unterarmfraktur mit
Olecranonbeteilung
und Osteosynthese als Kind
Im Rahmen der allgemeinmedizinischen Untersuchung
(Lunge, Herz, Abdomen, Kopf/Hals/Sinnesorgane)
zeigten sich durchwegs Normalbefunde (
Urk.
10/58/4).
In rheumatologischer Hinsicht
habe sich hinsichtlich der HWS eine deutlich schmerzhafte Bewegungseinschränkung in alle Richtungen gezeigt. Im Bereich der BWS stellte
Dr.
B._
im Wesentlichen eine ger
inge linkskonvexe Skoliose,
eine deutliche Haltungsinsuffi
zienz sowie
ein deutlich
es
muskuläres Defizit fest. Sodann notierte er hinsichtlich der linken Schulter schmerzhafte Bewegungseinschränkungen, insbesondere eine Einschränkung der Abduktion bei 90°
resp. 30° bei der Aussenrotation. Betreffend die Finger
hielt
er im Wesentlichen
beidseitige
Reizzustände, Druckschmerzen, Schwellungen, mithin eine deutliche
Aktivität der Entzündung in den Fingerendgelenken
Dll
,
Dlll
und DV
fest. Schliesslich habe
sich
im rechten Kniegelenk
im Wesentlichen
eine Kapselschwellung, ein Erguss sowie eine schmerzhafte
Patellaverschieblichkeit
gezeigt
(
Urk.
10/59/4 ff.).
Im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
kam
Dr.
B._
zum Schluss
, die Beschwerdeführerin sei seit dem
1.
Juli 2014 in ihrer angestammten Tätigkeit als Wirtin zu 100
%
arbeitsunfähig.
Sodann ergebe sich
aufgrund der festgestell
ten
Schädigung
en
der
HWS und LWS
ein
e verminderte Belastbarkeit für
regel
mässiges
,
mi
ttelschweres und schweres Heben,
Trage
n und Transportieren von Lasten,
für Arbeiten
über Kopf- und
auf Schulterhöhe,
auf
Leitern und Gerüsten,
ferner für Arbeiten
mit Schlag- und Vibrationsbelastu
ngen des Schultergürtels sowie
für aussc
hliesslich stehende Tätigkeiten und
für häufiges Bücken
und
für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen.
Aufgrund der festgestellten
Schädigung
en im Bereich des
Knie- und Sprunggelenkes bestehe
ausserdem
eine verminderte Belastba
rkeit für
regelmässiges
,
mittelschweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen wie Knien, Kriechen, Hocken, für Arbeiten mit erhöhten Anforderungen an die Stand- und Gangsicherheit und für dauerhaftes Gehen und Stehen auf unebenem Grund.
Unter Berücksichtigung der
vorgeschä
digten
Schulter
seien
ausserdem
Tätigkeiten mit häufigen Schlägen und Vibra
tionseinwirkunge
n auf die linke Schulter sowie Ü
berkopfarbeiten und Arbeiten in ständiger Armvorhalteposition, insbesondere repetitive Tätigkeiten mit Belastung des linken A
rmes nicht mehr zumutbar
. Das Heben, Tragen und Trans
portieren von Lasten über 5- 8 kg (unter ungünstigen Hebeln), in günstiger Belastungsposition (körpernah, bis Lenden
höhe) über 20 kg
sei zu vermeiden
.
Dasselbe gelte für m
ittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten, insbeson
dere solche mit überwiegender Belastung der Hand
gelenke und mit erhöhten
Anforderungen an die Kraft der Hände sowie mit Kälte-/Nässe-Exp
osition
.
Dem
gegenüber sei eine
angepasste Tätigkeit im Sinne
eine
r
überwiegend sitzend aus
geübte
n
Arbeit mit leichter Wechselbelastung, teils sitzend, teils ebenerdig gehend, auch mit gelegentlichem Heben und Tragen von Lasten bis 15kg körper
nah medi
zinisch-theoretisch weiterhin im Umfang von
50
%
zumutbar
. Es bestehe
indes
ei
ne erhöhte Pausennotwendigkeit (
Urk.
10/59/9).
In seiner ergän
zenden Stellungnahme von
7.
Juni 201
7 hielt
Dr.
B._
schliesslich im Wesentlichen
fest,
v
on Mai 2015 bis Mai 2016 seien umfangreiche therapeutische Massnahmen eingeleitet worden, so dass es zu
der im Untersuchungsbericht vom
1
8.
August 2016 dokumentierten Verbesserung der Erwerbsfähigkeit gekommen sei (
Urk.
9).
4.5
I
n psychiatrischer Hinsicht notierte
med. prakt. H.
F._
,
Psychiatrie und Psychotherapie,
RAD, in d
er internen Ste
llungnahme vom
3.
März 2016
, im Ver
gleich zur Situation aus dem Jahre 2014 zeige sich keine wesentliche Verände
rung des Gesundheitszustandes (
Urk.
10/68/2).
4.6
In dem
einwandweise
eingereichten Bericht vom 2
9.
November 2016 hielt der seit August 2013 behandelnde
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
fest, die Beschwerdeführerin leide an einer mittelgradig depressiven rezidivierenden Episode (ICD-10: F33.1). Aufgrund der dazu kommenden teilweise schwerwiegenden somatischen Erkrankungen sei
sie
zu 100
% arbeitsunfähig (
Urk.
10/77).
4.7
In dem beschwerdewe
ise eingereichten Bericht vom 3
0.
März 2017 führte der seit Juli 2000 behandelnde Hausarzt
Dr.
A._
aus, die Beschwerdeführerin leide immer noch an belastungsunabhängigen Schmerzen an der Schulter beidseits sowie an beiden Füssen und Knien. Ausserdem bestünden an beiden Händen Arthrosen
. Die Nackenschmerzen würden sich bis zu den Ohren ziehen. Auch im Kreuz verspüre die Beschwerdeführerin Schmerzen. Gemäss
seiner
ärztlichen Ein
schätzun
g sei die Beschwerdeführerin auch
für leichte Arbeiten zu 100
%
arbeits
unfähig (
Urk.
1/2 =
Urk.
5).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung
auf den
bidisziplinären
Untersuchungsberi
cht des RAD vom 1
8.
August 2016
(
Urk.
10/58,
Urk.
10/59
) sowie auf die
internen
St
ellungnahmen von med.
pract
.
F._
, RAD
, vom
3.
März 2016 (
Urk.
10
/68/2)
und
Dr.
B._
, RAD,
vom
7.
Juni 2017
(
Urk.
9
)
.
5.
2
Nach Art. 49 Abs. 1 IVV beur
teilen die
RAD die medizinischen Voraussetzun
gen des Leistungsanspruchs.
Gemäss
Art. 49 Abs. 2 IVV führen die RAD für die
Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen durch. Den RAD-Berichten, die zu den sogenannten versicherungsinternen Beurteilungen gehören, kann
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün
det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs
sigkeit bestehen
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014
vom 3.
Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E.
5.2;
135 V 465
E.
4.4
und E.
4.7).
5.3
Der
bidisziplinäre
Untersuchungsbericht des RAD
beruht auf den
Untersuchung
en
vom 2
5.
Mai 2016, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der relevanten
Vorakten
abgegeben worden. Er
leuchtet
in der Darlegung der medizinische
n Zusammenhänge ein und erweist sich hinsichtlich der darin fest
gehaltenen
Schlussfolgerungen als nachvollziehbar und begründet. Insbesondere steht das festgestellte Belastungsprofil im Einklang mit den erhobenen Befunden und kann die 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten – näher umschriebenen – Verweistätigkeit im Zeitpunkt der Untersuchung vom
2
5.
Mai 2016 nachvollzogen werden.
Darüber hinaus
stimmen
die Feststellungen von
Dr.
B._
im Wesentlichen m
it denjenigen
der
beurteilenden
Fachärzte des
C._
überein
(
Urk.
10/64
, vgl. E. 4.2
)
. Mithin ergeben sich betreffend die diagnos
tische Interpretation sowie
aktuelle
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
keine
fach
ärztlichen Differenzen.
In retrospektiver Hinsicht attestierte
Dr.
B._
der Beschwerdeführerin
von Juli 2014 bis
2
4.
Mai 2016 eine
100
% Arbeits
un
fähig
keit für sämtliche Tätigkeiten
(
Urk.
10/59/9,
Urk.
9).
Dies
gibt keinerlei Anlass zur gerichtlichen
Überprüfung
und es kann im Folgenden zugunsten der Beschwer
deführerin darauf abgestellt werden.
Selbstredend
kann
der
diskrepanten
Stellungnahme des behandelnden Hausarztes
Dr.
A._
vom 3
0.
März 2017 (
Urk.
1/2, vgl. E
. 4.7), worin dieser ausschliesslich
die subjektiven Leiden der Beschwerdeführerin schilderte und mit Bezug auf sämtliche Tätigkeiten
(unbe
gründet)
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit postulierte, bereits aufgrund der Begründungsdichte nicht Folge geleistet werden.
Kommt hinzu, dass das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen hat, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5).
5.4
Aus
psychiatrischer Sicht
ist
zusammen mit der Beschwerdegegnerin
keine wesentliche Veränderung seit
der
rentenabweisenden Verfügung vom
1
1.
Februar
2014 festzustellen
(
vgl. Stellung
n
ahme von med.
pract
.
F._
vom
3.
März 2016,
Urk.
10/68/2
, E. 4.5
).
Sowohl mit Bericht vom
9.
November 2013 (
Urk.
10/21) als auch im Bericht vom 2
9.
November 2016 hielt
Dr.
E._
eine mittelgradig depressive rezidivierende Episode fest (
Urk.
10/77
, vgl. E. 4.6
).
Entsprechend ist
dem zuletzt genannten Bericht
zu entnehmen, die depressive Symptomatik halte
unverändert an (
Urk.
10/77).
Im Übrigen
lassen sich dem
Bericht vom 2
9.
No
vember 2016
weder erhobene
Befunde
noch
eine n
achvollziehbare Begründung
der darin postulierten 100%igen Arbeitsfähigkeit
entnehmen
.
Dr.
E._
hielt einzig fest,
die Beschwerdeführerin
sei
aufgrund ihrer psychischen und somatischen Beschwerden zu 100
%
arbeitsunfähig. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist er jedoch zur Frage einer allfälligen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus somatischen Gründen nicht ausreichend qualifizi
ert. Zudem ist fraglich
, ob er bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit die
gemäss
RAD
Untersuchungsbericht vom 1
8.
August 2016 bestehende psychosoziale Belas
tungssituation (
Scheidung,
Beziehungsprobleme
in der aktuellen Lebens
partner
schaft
, Gefühl der Einsamkeit, finanzielle Schwierig
keiten, vgl.
Urk.
10/58/1,
Urk.
10/59/3, vgl. auch
die interne
Stellung
nahme von
Dr.
B._
vom
8.
Dezember 2016,
wonach die Beschwerde
führerin zwar berichtet habe, sich psychisch angeschlagen zu fühlen, hierfür aber in erster Linie psychosoziale Belastungsfaktoren angeführt habe,
Urk.
10/82/2
) mitbe
rücksichtigte.
Schliess
lich
bleibt i
n diese
m Zusammenhang
erwähnenswert, dass selbst die Beschwer
deführerin weder ihre Neuanmeldung noch die vor
liegende Beschwerde mit einer Verschlechterung ihres psychischen Gesundheits
zustandes begründet hat (vgl.
Urk.
10/37,
Urk.
1/1,
Urk.
11).
Vor diesem Hintergrund
bot sich der Beschwerdegegnerin auch unter Berück
sich
tigung der
mit Urteil vom 3. Juni 2015 neu ergangene
n
Rechtsprechung des Bun
desgerichts zu den somatoformen Schmerzstörungen (BGE 141 V 281)
, welche gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 30.
November 2017
(BGE 143 V 418) grundsätzlich auf sämtliche psychischen Erkra
nkungen anzuwenden ist
(
E. 1.2
),
keinerlei
Anlass
zu Weiterungen.
Es b
leibt
in diesem Zusammenhang
immerhin
festzuhalten,
dass sich im Rahmen der
bidisziplinären
Untersuchung durch den RAD keine Hinweise auf eine schwerwiegende psychische Erkrankung ergaben (
Urk.
10/58
/5,
vgl. auch
Urk.
10/82/2)
.
D
ie Beschwerdeführerin
verfügt
nach eigenen Angaben
über
einen geordneten Tagesablauf mit ausserhäuslichen Tätigkeiten (Spazieren/Einkaufen)
sowie Tätigkeiten mit Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit («Gehirntraining» im Sinne von Kreuzworträtsel lösen, Fernsehen)
und
ist
auch in der Lage
,
den
eigenen
Haushalt – wenn auch mit Pausen – selbständig
zu bewältigen
. Zusätzlich erledigt sie die Wäsche (waschen und bügeln, wöchentlich 2-3 Stunden)
für eine Privatperson
. Sodann bereitet die Be
schwerdeführerin
regelmässig
die Mahlzeiten für sich und ihren Lebenspartner zu und bezeichnet das Kochen als ihr Hobby. Einschränkungen in ihren übrigen Freizeitbeschäftigungen (Lesen, Handarbeiten) begründete sie mit einer Sehmin
derung. Weiter fallen Inkonsistenzen auf, in dem sie etwa einerseits darüber klagte, sich einsam zu fühlen. An
dererseits
füh
rte die Beschwerdeführerin
aus,
einsam fühle sie sich nicht, es gefalle ihr so
,
wie es gerade sei (
Urk.
10/58/2 ff,
Urk.
10/59/3). Schliesslich erweist sich die im ca. zweiwöchigen
Behandlungs
rythmus
wahrgenommene Psychotherapie als wenig intensiv, womit ein erhebli
cher Leidensdruck
jedenfalls nicht ausgewiesen ist
.
Bei dieser Sachlage
sind
auch unter Berücksichtigung der im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren keine erheblichen funktionellen Auswirkungen der mediz
inisch festgestellten Diagno
sen ersichtlich.
5.
5
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwer
de
führerin
seit dem
1.
Juli
2014
in ihrer bisherigen Tätigkeit als Wirtin
zu 100
% arbeitsunfähig war und sich ihr Gesundheitszustand im Nachgang umfangreicher therapeutischer Massnahmen in erheblicher Weise wieder verbesserte, so dass
ihr
jedenfalls seit
dem 2
5.
Mai 201
6
eine leidensangepasste Verweistätigkeit mit ver
mehrtem Pausenbedarf im Umfang von 50 % zuzumuten ist.
6.
6.1
Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens (
Vali
deneinkommen
) ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflicher Fähigkeiten und persönlichen Umstände mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber sonst bei unveränderten Ver
hältnissen verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b mit Hinweisen).
Aufgrund der aktenkundigen
Buchhaltungsunterlagen
(
Urk.
10/15,
Urk.
10/61)
erlitt die Beschwerdeführerin als selbständige
W
irtin seit 2009 stets Verluste. Seit 2010 bis zu
r
Aufgabe der selbständigen Tätigkeit als Wirtin
im Juni
2014
figu
rieren die Verluste
durchgehend im zweistelligen Bereich. Gleichzeitig ist
der Ein
tritt des Gesundheitsschadens
nach Lage der
vorliegenden Akten
frühestens
im November 2012 ausgewiesen
(
Urk.
10/6/17,
Urk.
10/6/19,
Urk.
10/40/5)
. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit als selbständige
W
irtin
– ungeachtet ihrer gesundheitli
chen Situation -
aus wirtschaftlichen Gründen
hätte
aufgeben müssen. Damit
können
zur Ermittlung des
Valideneinkommens
die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhe
bungen (LSE) herangezogen werden
.
Die Beschwerdeführerin absolvierte nach eigenen Angaben eine Hotelfachschule (Fernkurs)
und
eine
Wirtefachschule
(
Urk.
1/1/4
,
Urk.
10/59/3
). Es ist somit gestützt auf die LSE 2014
vom Tabellenlohn für
Tätigkeiten im Gastgewerbe
in Höhe
von
Fr.
4’127.-- (LSE 2014,
Tabelle TA1,
Gastgewerbe/Beherbergung und
Gastronomie
,
Ziff.
55-56,
Kompetenzniveau 2
) auszugehen. Unter Berücksichti
gung der betriebsü
blichen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 42.4
Stunden pro Woche
(
vgl.
Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei
lungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-201
6
, A-S 01-96)
sowie der
Nominallohnentwicklung für Frauen
bis ins massgebliche Jahr 2015
(Indexstand 2673 [2014]
2686 [2015]
und 2709 [2016]
; vgl. Bundes
amt für Statistik, Schwei
zerischer Lohnind
ex, Landesindex der Konsumenten
preise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne,
1976-2016, Nominal
löhne Frauen)
ergibt sich für ein 100%-Arbeitspensum somit ein Jahresein
kommen von rund Fr.
52’751
.--
(Fr.
4
’
127
.
-- :
40 x 42.4
x 12 :
2673 x 2686
)
im Jahr 2015
und von
Fr.
53'202.—(
Fr.
4'127.-- : 40 x 42.4 x 12 : 2673 x 2709) im Jahr 201
6.
6.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er-werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Vorliegend hat die Beschwerdeführerin
ungeachtet der
ihr
medizinisch
attestier
ten
100%igen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit
gestützt auf den IK-Auszug vom 2
4.
August 2016 im Jahre 2015 (von März bis Dezember) ein Erwerbseinkommen von
Fr.
12'788.
--
erwirtschaftet
(
Urk.
10/62)
.
Es
ist daher von einem
auf ein Jahreseinkommen hochgerechneten
Invalideneinkommen
von
Fr. 15'346.-- (Fr. 12'788.
-- :
10 x 12) a
uszugehen.
6.3
Der Beschwerdeführerin wurde für ihre bisherige Tätigkeit eine
100%ige Arbeits
unfähigkeit seit
dem
1.
Juli 2014 attestiert (
Urk.
10/59/9)
. Damit bestand für die Daue
r des Wartejahr
s bis zum
1.
Juli 2015
eine durchschnittliche Arbeitsunfähig
keit von mindestens 40 % (vgl. E. 1.3).
6.4
6.4.1
Nac
h Ablauf der Wartezeit am
1.
Juli
2015 w
ar die Beschwerdeführerin
zu 10
0
%
arbeitsunfähig hinsichtlich einer adaptierten Verweistätigkeit
.
Aus der Gegen
überstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert eine Erwerbsein
busse von rund Fr.
3
7
'
405
.--
, was einen Invaliditätsgrad von
7
0,91
%, gerundet
7
1
%, ergibt.
U
nter Berücksichtigung der Anmeldefrist
(
Art.
29
Abs.
1 IVG
)
hat die Beschwerdeführerin somit
ab dem
1.
November 2015 (Art. 29 Abs. 3 IVG) A
nspruch auf eine ganze Rente.
6.4.2
Seit dem 2
5.
Mai 2016 wurde der Beschwerdeführerin im Sinne einer
relevanten Verbesserung
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
attestiert.
Da die Beschwerdeführer
in
die ihr medizinisch attestierte (Rest-)Arbeitsfähigkeit nicht
(vollständig)
verwertet
(nach eigenen Angaben erledigte sie die Wäsche für
eine Privatperson à ca. 2-3 Stunden wöchentlich,
Urk.
10/59/3)
.
Da die Beschwer
deführerin die ihr medizinisch attestierte (Rest-)Arbeitsfähigkeit nicht vollständig verwertet (nach eigenen Angaben erledigte sie die Wäsche für eine Privatperson à ca. 2-3 Stunden wöchentlich, Urk. 10/59/3), ist zur Bestimmung des Invaliden
einkommens ein statistischer Tabellenlohn heranzuziehen. Aus medizinischer Sicht ist der Beschwerdeführerin eine wechselbelastende, körperlich eher leichte Tätigkeit (vgl. zum detaillierten Zumutbarkeitsprofil vorne E. 4.4) mit einem Pen
sum von 50 % zumutbar. Auf dem hypothetischen, als ausgeglichen unter
stellten Arbeitsmarkt finden sich genügend Tätigkeiten, welche diesem Zumut
barkeits
profil entsprechen und der Beschwerdeführerin unter Berück
sichtigung ihrer Fähigkeiten
offen stehen
. Entsprechend ist vom nicht nach Branchen differen
zierten standardisierten monatlichen Bruttolohn (inklusive 13. Monats
lohn, basierend auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40
Stunden) für weibliche Arbeitskräfte an Arbeitsplätzen des niedrigsten Kompetenzniveaus (das heisst des Kompetenzniveaus 1) von Fr. 4'300.
—
auszu
gehen (Tabelle TA1 der LSE 2014).
Dieses monatliche Einkommen ist unter Berü
cksichtigung der durch
schnittli
chen Arbeitsze
it im Jahr 2016
von 41.
7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-201
6
, A-S 01-96
) sowie der Nominallohnentwick
lung bis ins Jahr 201
6
(Indexstand 2673 [201
4] auf
2709
[2015]; vgl. Bundes
amt für Statistik, Schweizerischer Lohnind
ex, Landesindex der Konsumenten
preise, T
39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2016, Nominallöhne Frauen) auf ein Jahreseinkommen für eine
50
%ige Tätigkeit hochzurechnen. Es resultiert somit ein I
nvalideneinkommen von rund
Fr.
27’259
.-- (
Fr.
4‘
300
.-- x
12 :
40 x 41.
7: 2673 x
2709
x 5
0
%
).
V
or dem Hin
tergrund des qualitativ eingeschränkten Tätigkeitsspektrums
ist der Beschwerde
führerin sodann
unter Berücksichtigung sämtlicher massgebender Faktoren
ein leidens
bedingter Abzug im Umfang von 1
0
%
zu gewähren
(
Urk.
E. 1.6)
.
Unter Berü
cksichtigung eines Abzugs von 1
0
% beträgt das Invalideneinkom
men somit rund Fr.
2
4
'
533
.
-
.
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen
(im Jahr 2016)
resultiert eine Erwerbseinbusse von rund Fr.
2
8
'
669
.--
, was einen Invalidi
tätsgrad von
5
3,89
%, gerundet
5
4
%, ergibt.
Damit hat die Beschwerdeführerin ab dem
1.
September 2
016 (Art. 88a Abs. 1 IVV, E. 1.8
) Anspruch auf eine halbe Rente.
6
.5
In
teilweiser
Gutheissung der Beschwerde
ist
die angefochtene Verfügung
vom
2
2.
März 2017
aufzuheben
und es ist
festzustellen
,
dass die Beschwerdeführerin vom
1.
November 2015 bis 3
1.
August 2016 Anspruch auf eine ganze Rente und
ab dem
1.
September 2016 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenver
siche
rung hat.
7.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Verfahren für die unterliegende Partei kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem
Verfah-rensaufwand
festzulegen und vorliegend auf Fr.
7
00.-- anzusetzen.
Da die Beschwerdeführerin bezüglich des Rentenanspruchs an sich obsiegt, sind die Kosten vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.