# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2b17ea77-2021-5109-bf8c-54912bb470d2
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y., der am 8. März 1984 in der Schweiz geboren wurde, ist Staatsangehöriger von
Italien. Er verfügt über die Niederlassungsbewilligung EU/EFTA.
X.Y. wurde wie folgt verurteilt: (...)
B./ Am 7. Januar 2009 gewährte das Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden
X.Y. das rechtliche Gehör im Hinblick auf einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung
(act. 517-518 des Migrationsamtes). Gemäss Mutationsmeldung für Ausländer vom
14. April 2009 war er zu diesem Zeitpunkt in Mels angemeldet (act. 546 des
Migrationsamtes), und gemäss Mutationsmeldung vom 13. April 2012 (act. 11 der
Vorinstanz) ist X.Y. am 5. März 2012 von Mels nach Sargans zugezogen.
C./ Am 6. April 2011 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von
X.Y. und ordnete an, er habe die Schweiz nach der Entlassung aus dem Strafvollzug zu
verlassen.
Am 21. April 2011 erhob X.Y., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. A.Z., Chur, gegen die
Verfügung des Migrationsamtes vom 6. April 2011 Rekurs beim Sicherheits- und
Justizdepartement. Er stellte die Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und es sei vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen (Ziff. 1),
eventualiter sei der Rekurrent zu verwarnen (Ziff. 2), dem Rekurs sei die aufschiebende
Wirkung zu erteilen und es sei dem Rekurrenten zu gestatten, den Rekursentscheid in
der Schweiz abzuwarten (Ziff. 3). Sodann sei dem Rekurrenten für das Rekursverfahren
die unentgeltliche Rechtspflege mit dem Unterzeichneten als Rechtsvertreter zu
gewähren (Ziff. 4), unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8 %
Mehrwertsteuer (Ziff. 5).
Am 22. November 2011 wurde dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung im Rekursverfahren entsprochen. Am 14. Dezember 2011sprach
dieStaatsanwaltschaft Graubünden X.Y. der Hehlerei (Übernahme eines entwendeten
iPhones) sowie der Übertretung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig und bestrafte
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ihn mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- und einer Busse von
Fr. 200.-- (act. 9 der Vorinstanz). Am 17. Juli 2012(Tatzeit: 2. April 2012)sprach die
Staatsanwaltschaft Graubünden X.Y. der Übertretung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG
(Besitz von 0.5 g Heroin) schuldig, wobei von einer Bestrafung abgesehen wurde
(act. 16 der Vorinstanz). Am 2. Oktober 2012wies das Sicherheits- und
Justizdepartement den Rekurs von X.Y. ab und lud das Migrationsamt ein, ihm eine
neue Frist zur Ausreise anzusetzen (Ziff. 1). Die Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- wurde
X.Y. auferlegt, sie wurde zufolge unentgeltlicher Rechtspflege aber vom Kanton
getragen (Ziff. 2). Weiter wurde das Gesuch um Ersatz der ausseramtlichen Kosten
abgewiesen (Ziff. 3) und der Kanton St. Gallen wurde verpflichtet, Rechtsanwalt
Dr. A.Z., Chur, mit Fr. 1'600.-- zuzüglich MWSt ausseramtlich zu entschädigen (Ziff. 4).
D./ Am 18. Oktober 2012 erhob X.Y. durch seinen Rechtsvertreter gegen den Entscheid
des Sicherheits- und Justizdepartements vom 2. Oktober 2012 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht. Er stellte die Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben und vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei abzusehen (Ziff. 1),
Ziff. 4 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben und der unentgeltliche
Rechtsbeistand sei für das vorinstanzliche Verfahren mit Fr. 2'112.-- zuzüglich MWSt
ausseramtlich zu entschädigen (Ziff. 2). Sodann stellte X.Y. das Gesuch, der
Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, es sei ihm zu gestatten, den
Entscheid in der Schweiz abzuwarten (Ziff. 3) und es sei ihm für das
Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit dem Unterzeichneten als
Rechtsvertreter zu gewähren (Ziff. 4), unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich
8 % Mehrwertsteuer (Ziff. 5).
Am 6. November 2012 gewährte der Präsident des Verwaltungsgerichts X.Y. die
unentgeltliche Prozessführung und bestimmte Rechtsanwalt Dr. A.Z., Chur, als
unentgeltlichen Rechtsbeistand.
Am 7. November 2012 verzichtete das Sicherheits- und Justizdepartement auf eine
Stellungnahme und beantragte, die Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen.
In der Folge gab das Migrationsamt verschiedene neue Unterlagen zu den Akten: (...)
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Die neuen Dokumente wurden dem Rechtsvertreter von X.Y. zur Kenntnisnahme
zugestellt. Dieser reichte am 16. April 2013 eine Honorarnote im Betrag von Fr. 2'295.--
ein.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. (...).
3. (...).
4.
4.1. Für ausländische Personen gilt das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und
Ausländer (SR 142.20; abgekürzt AuG), soweit keine anderen Bestimmungen des
Bundesrechts oder von der Schweiz abgeschlossene völkerrechtliche Verträge zur
Anwendung gelangen. Für Angehörige der EU- und EFTA-Staaten und ihre
Familienmitglieder kommt es subsidiär zur Anwendung, soweit nicht das Abkommen
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (SR
0.142.112.681, abgekürzt FZA) bzw. die entsprechenden Assoziierungsabkommen mit
den EFTA-Staaten abweichende Bestimmungen enthalten oder wenn es günstigere
Bestimmungen vorsieht (Art. 2 AuG; Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Migrationsrecht,
3. Auflage, Zürich 2012, Rz. 2 zu Art. 2 AuG).
4.2. Auf den Beschwerdeführer, der italienischer Staatsangehöriger ist, ist das FZA
anwendbar. Die Niederlassungsbewilligung EU/EFTA wird dabei nach Massgabe des
nationalen Rechts erlassen und entzogen (vgl. Art. 2 Abs. 2 AuG, Art. 5 und Art. 23
Abs. 2 der Verordnung über die schrittweise Einführung des freien Personenverkehrs
[SR 142.203]). Mit Blick auf das FZA ist zu berücksichtigen, dass eine strafrechtliche
Verurteilung nur insoweit als Anlass für einen Bewilligungswiderruf herangezogen
werden darf, als die ihr zu Grunde liegenden Umstände ein persönliches Verhalten
erkennen lassen, das eine gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen Ordnung darstellt.
Art. 5 Anhang I FZA steht aufenthaltsbeendenden Massnahmen - anders als das
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Landesrecht - entgegen, die aus generalpräventiven Gründen allein verfügt werden
(BGer 2C_221/2012 vom 19. Juni 2012 E. 3.3.2). Damit kommt es wesentlich auf das
Rückfallrisiko an. Verlangt wird eine nach Art und Ausmass der möglichen
Rechtsgüterverletzung zu differenzierende, hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass der
Ausländer auch künftig die öffentliche Sicherheit und Ordnung stören wird. Je schwerer
die möglichen Rechtsgüterverletzungen wiegen, desto niedriger sind die
Anforderungen, welche an die hinzunehmende Rückfallgefahr zu stellen sind (BGer
2C_839/2011 vom 28. Februar 2012 E. 2.3). Zwar sieht Art. 121 Abs. 3 der
Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) neu vor, dass ein Ausländer unabhängig
von seinem ausländerrechtlichen Status sein Aufenthaltsrecht sowie alle
Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz verliert, wenn er wegen eines
vorsätzlichen Tötungsdelikts, wegen einer Vergewaltigung oder eines anderen
schweren Sexualdelikts, wegen eines anderen Gewaltdelikts wie Raub, wegen
Menschenhandels, Drogenhandels oder eines Einbruchsdelikts rechtskräftig verurteilt
worden ist oder missbräuchlich Leistungen der Sozialversicherungen oder der
Sozialhilfe bezogen hat. Diese Bestimmung ist aber nicht direkt anwendbar, weil zuerst
über die gesetzliche Umsetzung dieser Verfassungsbestimmung befunden werden
muss. Mit Blick auf die Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der
Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, abgekürzt EMRK) muss trotz dieser
Verfassungsbestimmung eine Interessenabwägung vorgenommen und dabei den
Aspekten Rechnung getragen werden, die mit den Auswirkungen der
Aufenthaltsbeendigung auf das Privat- und Familienleben verbunden sind (BGer
2C_828/2011 vom 12. Oktober 2012 E. 4.3.4 und 5.3). Allerdings dürfen bei dieser
Interessenabwägung die mit dieser Verfassungsbestimmung zum Ausdruck
kommenden Wertungen insoweit berücksichtigt werden, "als dies zu keinem
Widerspruch zu übergeordnetem Recht bzw. zu Konflikten mit dem
Beurteilungsspielraum führt, den der EGMR den einzelnen Konventionsstaaten bei der
Umsetzung ihrer Migrations- und Ausländerpolitik im Rahmen des Rechts auf Schutz
des Privat- und Familienrechts belässt" (BGer 2C_348/2012 vom 13. März 2013 E. 3.2).
5. Die Niederlassungsbewilligung kann unter anderem widerrufen werden, wenn der
Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, somit zu einer solchen von mehr als
einem Jahr verurteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht kumuliert
werden (Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG; BGE 137 II 297 E. 2). Dabei spielt
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es keine Rolle, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen
wurde (BGer 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1).
5.1. Der genannte Widerrufsgrund gilt selbst bei Niederlassungsbewilligungen
ausländischer Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und
ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten (Art. 63 Abs. 2 AuG). Auch bei einem
Ausländer, der bereits hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der
Schweiz verbracht hat (Ausländer der zweiten Generation), sind fremdenpolizeiliche
Massnahmen nicht ausgeschlossen; bei schweren bzw. wiederholten Straftaten,
insbesondere bei Gewalt-, Sexual- und Betäubungsmitteldelikten, besteht hieran ein
wesentliches öffentliches Interesse (BGer 2C_371/2012 vom 20. Dezember 2012 E. 2.3
mit Hinweisen).
5.2. Am 18. März 2010 hat das Bezirksgericht Plessur den Beschwerdeführer wegen
"Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz etc." zu einer Freiheitsstrafe von
20 Monaten verurteilt (act. 555-596 des Migrationsamtes) und am 9. September 2010
hat die Strafkammer des Kantonsgerichts Graubünden die dagegen erhobene
Berufung abgewiesen (act. 642-665 des Migrationsamtes). Bereits am 12. Dezember
2006 hatte die Strafkammer des Kantonsgerichts Graubünden den Beschwerdeführer
wegen "Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc." mit 18 Monaten
Gefängnis bestraft, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer
Probezeit von 3 Jahren aufgeschoben worden war (act. 248-285 des Migrationsamtes).
Auch hatte das Kreisgericht Werdenberg-Sargans den Beschwerdeführer am
11. September 2008 der qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG, der
mehrfachten Übertretung des BetmG, der Hehlerei, des geringfügigen
Vermögensdelikts durch Sachbeschädigung, der Entwendung eines Motorfahrzeuges
zum Gebrauch und des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges trotz
Ausweisentzugs schuldig erklärt und mit einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten bestraft.
Sodann wurde die mit Urteil des Kantonsgerichts Graubünden vom 12. Dezember 2006
unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren bedingt ausgefällte Freiheitsstrafe von
18 Monaten vollstreckbar erklärt (act. 485-488 des Migrationsamtes). Somit hat der
Beschwerdeführer den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit
Art. 62 lit. b AuG gesetzt.
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5.3. Zu prüfen ist weiter, ob beim Beschwerdeführer eine Rückfallgefahr besteht bzw.
ob seine Wegweisung aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit und
Gesundheit gerechtfertigt ist (Art. 5 Anhang I FZA).
Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang geltend, eine gegenwärtige
und zukünftige Gefährdung der öffentlichen Ordnung sei nicht im Entferntesten
gegeben, weil die Straftaten, die er begangen habe, auf eine schwere
Betäubungsmittelabhängigkeit zurückzuführen seien, die er während des Strafvollzugs
überwunden habe. Dies ergebe sich daraus, dass er seine Termine einhalte, einer
Arbeit nachgehe, in einer Beziehung lebe und Kontakte zu seiner Familie pflege. Auch
seien die seit Dezember 2011 abgegebenen Urinproben negativ ausgefallen. Er sei
zwar im Anschluss an den Strafvollzug wegen geringer Drogenmengen verzeigt
worden, wegen des geringen Verschuldens sei aber von einer Bestrafung Umgang
genommen worden (act. 16 der Vorinstanz).
Die Vorinstanz kam aufgrund umfangreicher Erwägungen zum Ergebnis, die Delinquenz
des Beschwerdeführers stehe in engem Zusammenhang mit seiner
Drogenabhängigkeit. Aufgrund des Vorlebens, des neuerlichen Drogenbesitzes im April
2012 und in Berücksichtigung der im Gutachten (act. 645 des Migrationsamtes)
angeführten Rezidivrate könne nicht davon ausgegangen werden, der
Beschwerdeführer habe seine langjährige und schwere Drogenabhängigkeit definitiv
überwunden. Solange dies aber nicht der Fall sei, müsse aufgrund seines bisherigen
Verhaltens von einer erheblichen Rückfallgefahr ausgegangen werden, die den
Anforderungen an eine schwere und gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen
Ordnung gemäss Art. 5 Anhang I FZA entspreche.
Der Beschwerdeführer wurde am 18. September 2008 verhaftet und verbüsste die
Freiheitsstrafen vorerst in der Justizvollzugsanstalt S. und anschliessend in der
Justizvollzugsanstalt R., bis er am 19. August 2011 bedingt aus dem Strafvollzug
entlassen wurde. Bereits am 9. September 2011 kaufte er bei einem Dealer in Chur
rund 5 g Kokain. Davon konsumierte er gleichentags zwei Linien. Auch hat er sich in
der Nacht vom 27. auf den 28. August 2011 im Zusammenhang mit einem
entwendeten Handy der Hehlerei schuldig gemacht (Strafbefehl vom 14. Dezember
2011, Beilage zu act. 9 der Vorinstanz). Gemäss Bericht der Bewährungshilfe vom
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30. November 2011 (Beilage zu act. 7 der Vorinstanz) ist die ambulante Behandlung
des Beschwerdeführers bei Dr. med. D.E., Buchs, nach der Entlassung aus der
Strafanstalt R. regelmässig weitergeführt worden, Abstinenzkontrollen mittels
Urinproben wurden aber keine durchgeführt. Gemäss Bericht des Therapeuten vom
6. Dezember 2011 (Beilage zu act. 7 der Vorinstanz) hat im September und Oktober
2011 je eine Sitzung stattgefunden, und der Beschwerdeführer hat berichtet, dass er
ohne Drogen zufrieden sei und nicht mehr in das alte Fahrwasser kommen wolle.
Aktenkundig ist allerdings, dass er im März 2012 in Chur 0,5 g Heroin kaufte, das er am
2. April 2012, anlässlich einer polizeilichen Kontrolle in Chur, auf sich trug (Strafbefehl
vom 17. Juli 2012, act. 16 der Vorinstanz). Dr. med. D.E. hält in seinem Bericht vom
17. August 2012 (Beilage zu act. 19 der Vorinstanz) fest, der Beschwerdeführer, dessen
Umfeld sich weiter stabilisiert habe, arbeite temporär und er habe im Jahr 2012 bisher
fünf Therapiegespräche zuverlässig wahrgenommen. Anlässlich der Gespräche habe
es keine Hinweise auf Drogenkonsum oder illegale Aktivitäten gegeben, und auch eine
Suchtmittelverlagerung zum Alkohol sei nicht zu beobachten gewesen. Er denke nach
wie vor, dass sich der Beschwerdeführer der Konsequenzen eines erneuten Rückfalls
bewusst sei. Am 22. August 2012 (Beilage zu act. 19 der Vorinstanz) führte die
Bewährungshilfe bezüglich "Sucht/Straffälligkeit" u.a. aus, der Beschwerdeführer sage
aus, er konsumiere keine Drogen, und er sei zu allen 10 Gesprächen nüchtern
erschienen. Sodann hätten die Urinproben gemäss den "Urinkontrollblättern" seit
Beginn des Jahres 2012 durchwegs ein negatives Ergebnis gezeigt.
Zutreffend ist, dass die Berichte des Therapeuten und der Bewährungshilfe sowie die
Resultate der Urinproben nahelegen, dass es dem Beschwerdeführer gelungen sein
könnte, seine Abhängigkeit von Drogen in den Griff zu bekommen und dass er deshalb
nunmehr in der Lage sein könnte, ein Leben zu führen, das die öffentliche Sicherheit
und Ordnung in der Schweiz nicht mehr gefährdet. Fest steht allerdings, dass die
Tatsache, dass der Beschwerdeführer seit März 2009 therapiert wird, nicht verhindert
hat, dass er einige Tage nach der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug erneut
straf- bzw. rückfällig geworden ist. Am 9. September 2011 kaufte und konsumierte er
Kokain. Wie ausgeführt, hat ihn die Staatsanwaltschaft Graubünden am 14. Dezember
2011 zudem der Hehlerei - begangen in der Nacht vom 27. bis 28. August 2011 - und
der Übertretung des BetmG schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe verurteilt.
Ausserdem wurde der Beschwerdeführer verwarnt (act. 9 der Vorinstanz). In Betracht
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fällt weiter, dass er auch am 2. April 2012, als er polizeilich kontrolliert wurde, 0,5 g
Heroin auf sich trug. Diese Umstände machen deutlich, dass der Beschwerdeführer die
Suchtproblematik nicht überwunden hat. Berücksichtigt man zusätzlich, dass die
Strafkammer des Kantonsgerichts Graubünden im Urteil vom 9. September 2010 (act.
642-665 des Migrationsamtes) festgestellt hat, gemäss Gutachten sei aus
suchtmedizinischer Sicht die Gefahr, dass der Beschwerdeführer nach der Entlassung
aus der Justizvollzugsanstalt und ohne entsprechende Tagesstruktur rasch wieder in
alte Konsumgewohnheiten verfallen könnte, als hoch einzustufen, durfte es die
Vorinstanz ohne Recht zu verletzen als hinreichend wahrscheinlich erachten, dass die
Gefahr, dass der Beschwerdeführer rückfällig wird, erheblich ist bzw. dass er die
öffentliche Sicherheit und Ordnung auch künftig in einem Ausmass stören wird, die den
Anforderungen von Art. 5 Anhang I FZA entspricht.
Während der Dauer des Beschwerdeverfahrens hat sich die Annahme, dass beim
Beschwerdeführer von einem erheblichen Rückfallrisiko auszugehen ist, bestätigt. Er
wurde am 24. Dezember 2012 verhaftet und steht in Verdacht, in den letzten Monaten
gegen 200 g Heroin verkauft und in mehreren Malen Betäubungsmittel konsumiert zu
haben. In diesem Zusammenhang hat das Zwangsmassnahmengericht des Kantons
Graubünden am 27. Dezember 2012 wegen Kollusions- und Wiederholungsgefahr
Untersuchungshaft bis längstens 23. März 2013 angeordnet. Gemäss Kriminalrapport
vom 4. Januar 2013 gehört der Beschwerdeführer zudem zu den Beschuldigten im
Zusammenhang mit einem Vorfall (Tötungsdelikt, Raufhandel, einfache
Körperverletzung, Tätlichkeiten, Drohung, Hausfriedensbruch), der sich am
9. November 2012 an der Wohnadresse seiner Freundin in Chur zugetragen hat. Ein
weiterer Kriminalrapport vom 27. November 2012 betreffend Urkundenfälschung gibt
Aufschluss darüber, dass der Beschwerdeführer im Oktober 2012 mit Ausweisschriften
einer Drittperson ein Motorfahrzeug gemietet und damit nach Italien ausgereist ist.
Schliesslich hat das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden die
Untersuchungshaft des Beschwerdeführers am 22. März 2013 wegen Kollusions- und
Verdunkelungsgefahr bis zum 23. Juni 2013 und am 11. Juni 2013 bis zum 27. Juli
2013 verlängert. Der Beschwerdeführer steht in Verdacht, nach seiner Entlassung aus
dem Strafvollzug am 19. August 2011 gegen 200 g Heroin sowie eine unbekannte
Menge Kokain und Methadon abgegeben zu haben, seit der letzten Verzeigung am
9. September 2012 in mehreren Malen Betäubungsmittel konsumiert zu haben, am
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22. Oktober 2012 eine Urkundenfälschung begangen zu haben, zwischen dem 22. und
dem 30. Oktober 2012 mehrere Male trotz Entzugs des Führerausweises ein
Motorfahrzeug gelenkt zu haben, ein Vergehen gegen das Waffengesetz begangen zu
haben und am 9. November 2012 an einem Raufhandel beteiligt gewesen zu sein.
5.4. Der Beschwerdeführer hält weiter dafür, sein privates Interesse am Verbleib in der
Schweiz überwiege aufgrund der aktuellen Sachlage das öffentliche Interesse an seiner
Fernhaltung, und der angefochtene Entscheid verstosse gegen Art. 7 BV
(Menschenwürde), Art. 9 BV (Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und Glauben),
Art. 10 Abs. 2 BV (persönliche Freiheit) und Art. 29 BV (Allgemeine Verfahrensgarantien)
und gegen Art. 8 Ziff. 1 EMRK. Er begründet dies damit, er sei in der Schweiz geboren
und aufgewachsen, weshalb sich sein ganzes Beziehungsnetz hier befinde. Auch habe
er eine enge Beziehung zu seiner Mutter und er pflege Kontakt zu seinen drei Brüdern.
Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, zur Stabilisierung seiner
Lebensumstände trage ebenfalls bei, dass er mit B.C. in einer Lebensgemeinschaft
lebe.
5.4.1. Das Gericht verkennt nicht, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung
den Beschwerdeführer hart trifft. Er ist in der Schweiz geboren und lebt seither, somit
seit rund 29 Jahren, hier. Der Beschwerdeführer, der eine Lehre als Koch
abgeschlossen hat, ist schon früh mit illegalen Drogen in Kontakt gekommen und
dadurch mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Unbestritten ist, dass er Drogenhandel
nicht primär aus Gewinnsucht, sondern zur Finanzierung seiner eigenen Sucht
betrieben hat. Der Beschwerdeführer, der gemäss Bericht der Bewährungshilfe vom
22. August 2012 (Beilage zu act. 19 der Vorinstanz) seit der bedingten Entlassung aus
dem Strafvollzug verschiedene Arbeitseinsätze über Temporärbüros absolviert hat,
begründet nicht näher, warum er hier beruflich gut integriert und über ein
Beziehungsnetz verfügen sollte, das ihm helfen könnte, von seiner Suchtproblematik
und den damit zusammenhängenden wiederkehrenden Verstössen gegen die
Sicherheit und Ordnung wegzukommen. Auch B.C. und seine Mutter waren dazu
offensichtlich nicht in der Lage. Der Beschwerdeführer stellt weiter nicht in Frage, dass
gegen ihn Verlustscheine im Betrag von rund Fr. 59'000.-- vorliegen und dass es ihm
nicht möglich war, seine Schulden zu sanieren (vgl. dazu Bericht der Bewährungshilfe
vom 22. August 2012, Beilage zu act. 19 der Vorinstanz). In Betracht fällt weiter, dass
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der Beschwerdeführer die Tatsache, dass er das Niederlassungsrecht in der Schweiz
verliert, dem Umstand zuzuschreiben hat, dass er über Jahre hinweg immer wieder
straffällig geworden ist und dass ihn weder eine länger andauernde Freiheitsstrafe noch
der am 6. April 2011 erfolgte Widerruf der Niederlassungsbewilligung davon abgehalten
haben, weiterhin mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Dem 29-jährigen
Beschwerdeführer ist es deshalb zumutbar, sich in Italien niederzulassen, zumal sich
die Lebensumstände dort nicht wesentlich von denjenigen in der Schweiz
unterscheiden, und den Kontakt zu seinen Angehörigen in der Schweiz von dort aus zu
pflegen.
5.4.2. Art. 8 EMRK gewährleistet den Schutz des Familienlebens, verschafft aber kein
Recht auf Aufenthalt in einem bestimmten Konventionsstaat. Hat der Ausländer nahe
Verwandte in der Schweiz und ist diese familiäre Beziehung intakt und wird sie
tatsächlich gelebt, kann es hingegen das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV
garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzen, wenn ihm die Anwesenheit
in der Schweiz untersagt wird. Das geschützte Familienleben beschränkt sich dabei
grundsätzlich auf die Kernfamilie, bzw. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren
minderjährigen Kindern (BGE 129 II 11 E. 2). Nach der neueren Rechtsprechung des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte kann der Begriff "Familienleben" das
Zusammenleben ausserhalb der Ehe umfassen, wobei unter anderem zu
berücksichtigen ist, ob und wie lange die Partner zusammenleben und ob sie
gemeinsame Kinder haben. Das Bundesgericht hat für die Berufung auf Art. 8 Ziff. 1
EMRK in diesem Zusammenhang stets vorausgesetzt, dass die Partner
zusammenleben, wobei die Dauer von eineinhalb Jahren grundsätzlich nicht genügt.
Lebt das Paar nicht seit längerer Zeit in einer echten eheähnlichen Gemeinschaft, sind
konkrete Heiratspläne notwendig, welche sich beispielswiese in der Bekanntmachung
der Eheschliessung äussern können (BGer 2C_856/2012 vom 25. März 2013 E. 6.3 mit
Hinweisen).
Wie ausgeführt, wurde der Beschwerdeführer, der gemäss Mutationsmeldung am
5. März 2012 nach Sargans zugezogen ist, am 19. August 2011 bedingt aus der
Justizvollzugsanstalt R. entlassen und am 24. Dezember 2012 erneut verhaftet. In der
Folge wurde Untersuchungshaft angeordnet, die bis zum 27. Juli 2013 andauert. Somit
war der Beschwerdeführer weniger als eineinhalb Jahre bei B.C. in Chur wohnhaft.
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Nach dem Bericht der Bewährungshilfe vom 22. August 2012 (Beilage zu act. 19 der
Vorinstanz) hält er sich "derzeit bei seiner Freundin, B.C. am H.-weg 0 in Chur auf",
nachdem er lange versucht hatte, in der Region Buchs/Sargans eine Wohnung zu
finden. Weil er im Moment aber nicht über die finanziellen Mittel verfüge, um eine
eigene Wohnung finanzieren zu können, teile er sich die Kosten mit seiner Freundin.
Von einer echten eheähnlichen Gemeinschaft zwischen dem Beschwerdeführer und
B.C. ist somit nicht auszugehen. Sodann trifft die Behauptung des Beschwerdeführers,
B.C. habe zur Stabilisierung seiner Lebensumstände beigetragen, offensichtlich nicht
zu. Die Rüge, der angefochtene Entscheid verstosse gegen Art. 8 Ziff. 1 EMRK erweist
sich somit als unbegründet. Im Weiteren ist nicht ersichtlich, und es wird auch nicht
näher begründet, warum von einer Verletzung von Art. 7, Art. 9, Art. 10 Abs. 2 und Art.
29 BV ausgegangen werden sollte.
5.5. Zusammenfassend erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des
Beschwerdeführers unter dem Gesichtspunkt der Vorgaben des FZA und des AuG als
recht- und verhältnismässig. Das öffentliche Interesse an der Ausweisung des
Beschwerdeführers aus der Schweiz überwiegt sein privates Interesse, weiterhin hier
leben zu können. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.
6. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers stellt - sinngemäss im eigenen Namen -
das Begehren, Ziff. 4 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben, und er sei für das
vorinstanzliche Verfahren mit Fr. 2'112. -- zuzüglich MWSt ausseramtlich zu
entschädigen. Er begründet dies damit, wie sich aus der beiliegenden Honorarnote
ergebe, sei die Entschädigung von Fr. 1'600.-- (zuzüglich MWSt), die ihm die
Vorinstanz zugesprochen habe, unzureichend. Die Vorinstanz habe wiederholt
Unterlagen verlangt, ohne ihn aufzufordern, eine Honorarnote einzureichen.
6.1. Im Kanton St. Gallen wird das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege auf der
Grundlage von Honorarpauschalen festgesetzt. Nach Art. 22 Abs. 1 lit. a der
Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGS 963.75, abgekürzt HonO),
die ihre Rechtsgrundlage in Art. 42 Abs. 1 lit. b des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70,
abgekürzt AnwG) hat, beträgt das Honorar vor Verwaltungsbehörden pauschal
Fr. 500.-- bis Fr. 6'000.--. Innerhalb des für die Pauschale gesetzten Rahmens wird das
Grundhonorar nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der
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Bemühungen, der Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der
Beteiligten bemessen (Art. 19 HonO). Bei unentgeltlicher Prozessführung wird das
Honorar zudem um einen Fünftel herabgesetzt (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Den Behörden
kommt bei der Festlegung der ausseramtlichen Entschädigung ein erheblicher
Ermessensspielraum zu (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 202). Die Parteien können
eine Kostennote einreichen (Hirt, a.a.O., S. 208 und A. Urwyler, in: Brunner/Gasser/
Schwander, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen
2011, Art. 105 N 6). Wird eine solche eingereicht, müssen darin die
Berechnungsgrundlage und die angewendeten Bestimmungen der HonO angegeben
werden (Art. 4 HonO). Wird keine eingereicht, werden Parteikosten nach Ermessen
zugesprochen (Art. 6 HonO).
6.2. Mit Verfügung des Leiters Rechtsdienst der Vorinstanz vom 22. November 2011
wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung im Rekursverfahren gewährt. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers hat der Vorinstanz keine Kostennote für das Rekursverfahren
eingereicht und eine solche für den Zeitraum vom 21. April 2011 bis 4. Oktober 2012
erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zu den Akten gegeben. Damit hat er in
Kauf genommen, dass die Entschädigung nach Ermessen festgesetzt wird und den
Aufwand unter Umständen nicht deckt (VerwGE B 2006/38 vom 8. Juni 2006 E. 3,
abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Die Vorinstanz war nicht gehalten, beim
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Kostennote einzufordern, und es ist nicht
zu beanstanden, dass sie das Honorar gestützt auf die Vorgaben von Art. 19 HonO
bemessen und ihm für die Ausarbeitung der Rekursschrift und die Einreichung von fünf
weiteren kurzen Eingaben eine Entschädigung von Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen,
zuzüglich MWSt) zugesprochen und diese entsprechend Art. 31 Abs. 3 AnwG um einen
Fünftel herabgesetzt hat. Mit Blick zusätzlich auf Art. 26 HonO, wonach grundsätzlich
noch eine weitere Reduktionsmöglichkeit für das Honorar in (schriftlichen)
Rechtsmittelverfahren besteht, hat die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen nicht
überschritten. Demzufolge ist der Antrag, wonach dem Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers für das Rekursverfahren Fr. 2'112.-- (zuzüglich 8 % MWSt)
zuzusprechen seien, abzuweisen.
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Aktenkundig ist zudem, dass dem Beschwerdeführer am 12. Oktober 2010 die
unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch
Rechtsanwalt Dr. A.Z. auch für das Verfahren vor dem Migrationsamt gewährt worden
ist (Beilage zum Rekurs vom 21. April 2011).
7. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die amtlichen Kosten für das
Beschwerdeverfahrens grundsätzlich zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 95 Abs. 1
VRP). Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss
verfahrensleitender Verfügung vom 6. November 2012 trägt sie aber der Staat. Eine
Gebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 7, Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, abgekürzt GKV). Auf die Erhebung der Kosten
ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die amtlichen Kosten betreffend die
Geltendmachung von Entschädigungsforderungen im Rekursverfahren durch den
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zu dessen Lasten (Art. 94 Abs. 1 bzw. Art. 95
Abs. 1 VRP). Rechtsanwalt Dr. A.Z. hat das Begehren, er sei für das Rekursverfahren
mit einem höheren Betrag zu entschädigen als ihm zugesprochen worden ist, im
eigenen und nicht im Interesse seines Mandanten gestellt. Es würde den Interessen
des Beschwerdeführers sogar zuwiderlaufen, wenn dieser entsprechend dem Ausgang
des Verfahrens in diesem Zusammenhang grundsätzlich für die amtlichen Kosten
aufkommen müsste. Eine Gebühr von Fr. 300.-- ist angemessen (Art. 7, Ziff. 222 in
Verbindung mit Art. 5 GKV).
8. Weiter wurde dem Beschwerdeführer mit verfahrensleitender Verfügung vom 6.
November 2012 die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Dr. A.Z.
gewährt. Nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO beträgt das Honorar vor Verwaltungsgericht
pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat
eine Honorarnote im Betrag von Fr. 2'295.-- eingereicht.
Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eingereichte Honorarnote beinhaltet
unter dem Titel "Besprechung, Beschwerde" Fr. 1'750.-- (7 Arbeitsstunden zu Fr.
250.--; vgl. dazu Art. 24 Abs. 1 HonO). In Betracht fällt, dass er sich bereits im
Verfahren vor dem Migrationsamt und im Rekursverfahren - ebenfalls als
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unentgeltlicher Rechtsbeistand - mit der Angelegenheit befasstund den Fall und die
Akten deshalb gekannt hat. Dementsprechend beinhaltet die Beschwerdeschrift keine
wesentlich neuen Elemente. Der Betrag von Fr. 1'750.-- steht deshalb in keinem
vernünftigen Verhältniszur Leistung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vor
Verwaltungsgericht. Unter dem Gesichtspunkt der Sorgfaltspflicht ist er in dieser
Grössenordnung nicht gerechtfertigt. Deshalb ist es sachgerecht, das Honorar in
Anwendung von Art. 19, Art. 26 und Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO ermessenweise pauschal
auf Fr. 2'000.-- (zuzüglich MWSt) festzusetzen und davon gestützt auf Art. 31 Abs. 3
AnwG einen Fünftel in Abzug zu bringen, so dass sich eine Entschädigung des Staates
an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für das Beschwerdeverfahren von Fr.
1'600.-- (zuzüglich MWSt) ergibt.
(...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht