# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** eed61e80-b58a-43e2-8efa-298c714afbc7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Y._
,
geboren 1960,
arbeitete seit dem 1
2.
Februar 1990 als Supervisor
Traysetting
bei der
X._
(
Urk.
14/7)
und war damit bei der Personalvorsorge
X._
vorsorgeversichert
. Wegen
Coxarthrose
mussten ihm
beidseits
künstlich
e Hüftgelenke eingesetzt werden.
Die Operation am linken Hüftgelenk wurde
am 2
7.
November 2007 (Urk.
14/6/7) und
die Operation am rechten Hüftgelenk
am 2
9.
Mai 2008 (
Urk.
14/
6/13
)
vor
genommen
.
Aufgrund
der Beeinträchtigungen
an seinen Hüftgelenken
meldete sich
Y._
am 3
1.
Oktober 2008 bei der
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
14/2). Mit Verfügungen vom 2
7.
Januar 2009 wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, den Anspruch auf eine Invalidenrente sowie auf berufliche Massnahmen ab, da die Abklärungen erge
ben hätten, dass der Versicherte wieder voll arbeitsfähig sei und keine durchge
hende Arbeitsunfähigkeit von 40
%
während mindestens einem
Jahr
bestanden habe (
Urk.
1
4
/17-18).
1.2
Y._
löste in der Folge sein Arbeitsverhältnis mit der
X._
per 3
1.
März 2009 auf und arbeitete a
b dem
1.
Ap
ril 2009
bei der
Z._
als Geschäftsfüh
rer Stellvertreter, womit er
bei der
GastroSocial
Pensionskasse
vorsorgeversichert
war
(
Urk.
8/48/1-7). Da er an seinen Hüftgelenken wieder Schmerzen verspürte, meldete sich der Versicherte am 2
5.
Juni 2010 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
14/23). Die IV-Stelle holte unter anderem das Gutachten des
A._
vom 1
3.
April 2011 (Urk.
14/43) ein
und sprach schliess
lich
Y._
mit Verfügung vom 26.
Juni 2012 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100
%
mit Wirkung ab dem
1.
Januar 2011 eine ganze Invalidenrente zu. Diese Verfügung wurde der
GastroSocial
Pensionskasse eröffnet (
Urk.
14/73).
1.3
D
ie
GastroSocial
Pensionskasse und die Personalvorsorge
X._
konnten sich
daraufhin
nicht darüber einigen, welche der beiden Vorsorgeeinrichtungen zur Erbringung der Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge für
Y._
zuständig sei. Die
GastroSocial
Pensionskasse erbrachte schliesslich Vorleistungen nach den gesetzlichen Minimal
be
stimmungen, sie hielt jedoch daran fest, dass die Personalvorsorge
X._
leistungspflichtig sei und sie insbesondere für die erbrachten Vorleistungen Rückgriff nehmen könne (
Urk.
3/1-4).
2.
Am 2
4.
Oktober 2013 erhob die
GastroSocial
Pensionskasse gegen die
Per
sonal
vorsorge
X._
Klage mit folgendem
Rechts
begehren
(
Urk.
1 S. 2):
„
1.
Die Beklagte sei zu verurteilen, Herrn
Y._
eine Invalidenrente aus
zurichten.
2.
Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin die von derselben bereits ausge
richteten
Rentenbetreffnisse
in der Höhe von bisher
Fr.
42‘850.-- zu bezahlen.
3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“
Die Personalvorsorge
X._
beantragte mit Klageantwort vom 13. Dezember 2013 die Abweisung der Klage (
Urk.
10). Mit Verfügung vom 17. Dezember 2013 (
Urk.
11) zog das Gericht die Akten der Invaliden
versiche
rung (
Urk.
14/1-87) bei.
Mit Replik vom 1
2.
Februar 2014 (
Urk.
17) bzw. Duplik vom 2
0.
März 2014 (
Urk.
20) hielten die Parteien an ihren jeweiligen Anträgen fest.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Soweit
sich
die Klägerin
in formeller Hinsicht auf
diverse Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialve
rsicherungsrechts (ATSG) stützt
, ist festzuhalten, dass dessen Anwendung im Bereich der berufli
chen Vorsorge durch das
Bundesgesetz über die berufliche
Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenvorsorge (
BVG
)
nicht vorgesehen wird (vgl.
Art.
2
Abs.
2 ATSG).
Es handelt sich aber vorliegend um eine Streitigkeit zwischen
Vorsorge
einrichtungen
im Sinne von
Art.
73
Abs.
1 BVG und die Beklagte hat ihren Sitz im Kanton Zürich (
Art.
73
Abs.
3 BVG). Ein Regressanspruch für erbrachte Vorleistungen ergibt sich sodann aus
Art.
26
Abs.
4 BVG (vgl. auch BGE 136 V 131).
Die Aktivlegitimation der Klägerin sowie die Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zur Behandlung der vorliegenden
Klage sind damit
zu bejahen.
1.2
Der Berufsvorsorgeprozess ist
sodann
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (
Art.
73
Abs.
2 BVG), welcher besagt, dass das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat. Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tra
gen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten
wollte
. Diese
Beweis
regel
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rah
men des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b, vgl. auch BGE 139 V 185 E.
5.2).
2.
2
.1
Invalidenleistungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge werden von der
jeni
gen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, angeschlossen war (
Art.
23
lit
. a BVG). Die Leistungspflicht setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang zwischen der während der Dauer des
Vorsorgever
hältnisses
(einschliesslich der Nachdeckungsfrist nach
Art.
10
Abs.
3 BVG) bestandenen Arbeitsunfähigkeit (Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf von zumindest 20 Prozent; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23; SVR 2008 BVG Nr. 34 S. 143 E. 2.3 mit Hinweisen, 9C_127/2008) und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus (BGE 130 V 270 E. 4.1 S. 275).
2.2
Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, der zur Arbeits
unfähigkeit geführt hat, im Wesentlichen der gleiche ist wie derjenige, auf welchem die Erwerbsunfähigkeit beruht (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22).
2
.
3
Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva
lidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognos
tische Beurteilung durch den Arzt sowie die Beweggründe, welche die versi
cherte Person zur Wiederaufnahme oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit ver
anlasst haben. Zu den für die Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tre
tenden Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, dass ein Versicherter über längere Zeit hinweg als voll vermittlungsfähiger Stellensuchender Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. Allerdings kann solchen Zeiten nicht die glei
che Bedeutung beigemessen werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. Mit Bezug auf die Dauer der den zeitlichen Konnex unterbrechenden Arbeitsfähig
keit kann die Regel von
Art.
88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenver
sicherung (
IVV
)
als Richtschnur gelten. Nach dieser Bestimmung ist eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbs
fähigkeit in jedem Fall zu
berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedau
ert hat und voraussichtlich weiterhin an
dauern wird. Bestand während min
destens drei Monaten wieder volle Arbeits
fähigkeit und erschien gestützt darauf eine dauerhafte Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit als objektiv wahrschein
lich, stellt dies ein gewichtiges Indiz für eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs dar. Anders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit als
Ein
gliederungsversuch
zu werten ist oder massge
blich auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung unwahr
scheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22 mit Hinweisen).
Diese Grundsätze gelten sinngemäss auch, wenn eine Vorsorgeeinrichtung ihre Leistungspflicht mit der Begründung verneinen will, eine
berufsvorsorge
recht
lich
bedeutsame Arbeitsunfähigkeit habe bereits vor Beginn des
Vorsorgever
hältnisses
bestanden und ohne wesentliche Unterbrechung bis zum Beginn der Versicherungsdeckung angedau
ert (Urteil 9C_273/2012 vom 20.
November 2012 E. 4.1.2 mit Hinweis).
2.4
Es wird zwar in der Regel, aber nicht in jedem Fall zwingend eine echtzeitlich ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit zum
rechtsgenüglichen
Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Einbusse an funktionellem Leistungs
vermö
gen verlangt (vgl. Bundesger
ichtsurteile 8C_195/2009 vom 2.
September 2009 E. 5 und 9C_96/2008 vom 1
1.
Juni 2008 E. 3.2.2). Immerhin reichen nachträgli
che Annahmen und spekulative Überlegungen, wie etwa eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähig
keit nicht aus (Bundesger
ichtsurteil 9C_368/2008 vom 11.
September 2008 E. 2 mit Hinwei
sen). Die gesundheitliche Beeinträchtigung muss sich auf das Arbeitsverhältnis sinnfällig auswirken oder ausgewirkt haben; die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen muss mit anderen Worten arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten sein, etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Fest
stellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle (SVR 2008 BVG Nr. 34 S. 143 [9C_127/2008 E. 2.3]; SVR 2008 IV Nr. 11 S. 32 [I 687/06 E. 5.1]; Bun
desgerichtsurteil 9C_362/2012 vom
6.
Juni 2012 E. 5.2.1 mit Hinweis).
3
.
3
.1
Die Klägerin machte zur Begründung ihrer Klage geltend, der Versicherte
Y._
habe vom 1
2.
Februar 1990 bis zum 3
1.
März 2009 bei der
X._
gearbeitet. Diese Stelle habe er selber am 23. Februar 2009 per 3
1.
März 2009 gekündigt und eine neue Stelle im Restaurant
Z._
per
1.
April 2009 angetreten. Die Arbeits
unfähigkeit des Versicherten sei auf sein Hüftleiden zurückzuführen.
Dabei handle es sich um ein vorbestehendes Leiden, welches bereits vor Eintritt des Versicherten in die Klägerin am
1.
April 2009
zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 - 100
%
im Zeit
raum vom 2
6.
November 2007 bis zum 2
1.
September 2008 geführt habe. Nach beidseitiger
Versorgung mit Hüftprothesen
sei
Y._
per 22. September 2008 wieder zu 100
%
arbeitsfähig gewesen und habe diese Arbeitsfähigkeit bei seiner früheren Arbeitgeberin bis zu seinem Austritt per 31. März 2009 voll verwertet. Das von der Invalidenversicherung eingeholte
A._
-Gutachten gehe jedoch von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit seit Anfang 2007 aus. Diese Ein
schätzung decke sich nicht ganz mit den
echtzeitlichen
Arztzeugnissen, welche dem Versicherten erst ab dem 1
3.
August 2009 wieder eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit bescheinigen würden.
Es stelle sich somit unter dem Aspekt, dass der Versicherte seine Arbeitsfähigkeit vom 2
2.
September 2008 bis zum 1
2.
August 2009 und somit während rund 10 1⁄2 Monaten zu 100
%
verwertet habe, die Frage, ob der zeitliche Zusammen
hang zur ursprünglichen Arbeitsun
fähigkeit unterbrochen sei. Dagegen spreche, dass die Gutachter von einer ununterbrochenen 20%igen Arbeitsunfähigkeit ausgingen
(
Urk.
1)
.
Zu beachten sei sodann, dass
Y._
vom 2
2.
September 2008 bis zum 3
1.
März 2009 als Supervisor
Traysetting
eine dem Leiden entsprechend ange
passte Tätigkeit ausgeübt habe, wogegen die ab dem
1.
April 2009
ausgeübte Tätigkeit als Chef de Service eine intensivere Belastung der Hüftgelenke verur
sacht habe. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, dass die schwere
re
Arbeit als Chef de Service zu neuen Hüftproblemen führen würde (Urk. 17).
3.2
Demgegenüber führte die Beklagte aus,
Y._
sei
vo
m 22. September 2008 bis zum 1
2.
August 2009 vollumfänglich arbeitsfähig gewesen.
Wahr
scheinlichste Ursache für die ab dem 1
2.
August 2009 erneut aufgetretene Arbeitsunfähigkeit
sei laut den Gutachtern der molekulare
Metallabrieb der
Hüft
prothesen
, welcher geeignet sei,
synovialitische
Reizzustände zu provo
zieren. Es sei somit bereits fraglich, ob der sachliche Zusammenhang gegeben
sei, da die in den Jahren 2007 und 20
08 bestehende Arbeitsunfähigkeit auf die Hüftarthrose zurückzuführen sei und die im August 2009 aufgetretene Arbeits
unfähigkeit in der Unverträglichkeit des Implantats begründet liege. Durch die während fast einem Jahr bestehende vollständige Arbeitsfähigkeit sei aber der zeitliche Zusammenhang
auf jeden Fall
unterbrochen. Es könne nicht von einem Arbeits
versuch gesprochen werden und der Stellenwechsel sei nicht aus gesund
heitlichen Gründen erfolgt. Ebenso sei nicht vorhersehbar gewesen, dass das Implantat zu einem Reizzustand an der Hüfte und somit zu einer neuerli
chen Arbeitsunfähigkeit führen würde
(
Urk.
10
,
Urk.
20
)
.
4.
4.1
4.1.1
Gemäss dem zu Händen der Invalidenversicherung erstellten Arztbericht des Hausarztes
Dr. B._
, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, vom 27. November 2008 (
Urk.
14/12) besteht beim Versicherten ein Status nach Hüftoperationen beidseits (November 2007, Mai 2008). Der Versicherte sei beschwerdefrei und seit September 2008 wieder voll arbeitsfähig. Die Prognose sei gut.
4.1.2
Im undatierten, bei der IV-Stelle im September 2010 eingegangenen Bericht (
Urk.
14/30/1-4) gab
Dr.
B._
an, der Versicherte leid
e seit August 2009
unter unklaren Hüftschmerzen beidseits.
Die Prognose sei ungewiss, es habe durch die durchgeführten Therapiemassnahmen keine Besserung erreicht wer
den können. Der Versicherte sei in seiner Tätigkeit als Chef de Service seit dem 1
3.
August 2009 zu 50
%
und seit dem 1
8.
September 2009 zu 100
%
arbeits
unfähig.
4.2
Laut dem Gutachten des
A._
vom 1
3.
April 2011 (
Urk.
14/43) besteht beim Versicherten ein Status nach Total-Endo-Prothesen-Versorgung der linken Hüfte am 2
7.
November 2007 und der gegenseitigen rechten Hüfte am 2
9.
Mai 2008 jeweils bei familiärer Disposition und seiner Zeit fortgeschrittener beid
sei
tiger Hüftarthrose, implantierte Metall/Metallpaarung der eingebrachten
Kurz
schaftprothesen
, hochgradiger Verdacht einer Prothesenunverträglichkeit mit reaktiven schmerzhaften
Synovialitiden
. Im Rahmen der polydisziplinären Abklärungen hätten sich ausschliesslich orthopädisch relevante Aspekte gefun
den,
welche die vom Versicherten seit Anfang 2009 vorgetragenen Beschwerden - nach beidseitiger Hüft-TEP-Versorgung - hätten erklären können. Es werde dementsprechend eine Hüftgelenkpunktion mit PE-Entnahme und histologischer Abklärung empfohlen. Sollte sich die nach gutachterlicher Erkenntnis einzig plausible Erklärung einer Prothesenunverträglichkeit infolge
Metallabriebme
chanismen
und nachfolgenden
synovialitischen
Reizzuständen bestätigen, käme eine Prothesenwechseloperation rechts und links in Frage. Aus neurologischer und aus psychiatrischer gutachterlicher Sicht seien keine krank
haften Befunde festgestellt worden.
Vorerst - und bis zur endgültigen Sanierung beider Hüftge
lenke - sei der Versicherte für die Hüftgelenke belastende Tätig
keiten nicht geeignet. Zu meiden seien Tätigkeiten stehend, umhergehend, kniend, hockend und kauernd. Eine zu Fuss zumutbare Gehstrecke sei mit 1000
Metern limitiert. In der bisherigen beruflichen Tätigkeit im
Restaurant
service
einschliesslich als Chef de Service bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0
%
. Da die beidseitigen Hüftschmerzen erheblich seien, sei vorerst auch in einer alter
nativen Verwei
sungstätigkeit eine hinreichende Arbeitsfähigkeit nicht mehr gegeben.
Seit
zumindest Anfang 2007, dem Zeitpunkt der progredient verlaufenden beidseiti
gen Hüftarthrose, bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20
%
. Posto
perativ sei es zunächst zu einer deutlichen
Hüft
besserung
gekommen, so dass der Hausarzt
Dr.
B._
per September 2008 eine Arbeitsfähigkeit
von 100
%
habe attestier
en können. Anfang 2009 sei es zu drastischen
Beschwerdever
schlimmerungen
mit seither anhaltender 100%iger Arbeitsunfähigkeit gekom
men. Bei erfolgreichem Verlauf eines gegebenenfalls beidseitig durchzuführen
den Hüft-Prothesen-Wechsels sei ein Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit nicht auszuschliessen. Es werde eine Re-Evaluation drei Monate nach Abschluss des endgültigen beidseitigen Prothesen-Wechsels empfohlen.
5.
5.1
Wie die Klägerin selber ausgeführt hat (
Urk.
1 S. 4), liegt keine echtzeitliche ärztliche Bescheinigung vor, welche dem Versicherten in der Zeit vom 22. September 2008 bis zum 1
3.
August 2009 eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit attestiert
,
und der Versicherte hat in diesem Zeitraum von gut 10 1⁄2 Monaten zu 100
%
gearbeitet. Unter diesen Umständen scheint es nicht nach
vollziehbar, dass die Ärzte des
A._
dem Versicherten in ihrem Gutachten vom 1
3.
April 2011 (
Urk.
14/43) eine
(ununterbrochene)
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20
%
seit mindestens Anfang 2007 bescheinigen.
Sie
erwähnen denn auch ausdrücklich, dass der Hausarzt
Dr.
B._
dem Versicherten ab September 2008 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hat und setzen sich nicht weiter damit auseinander, inwiefern der Versicherte in diesem Zeitraum trotzdem in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sein soll (Urk. 14/43/18). Die Feststellung im Gutachten, dass die drastischen
Beschwer
deverschlimmerungen
Anfang 2009 eingetreten seien, erweisen sich jedenfalls aufgrund der Akten als eindeutig falsch,
vielmehr sind erst im Juni 2009 wieder zunehmend Beschwerden aufgetreten und der Versicherte hat deswegen im Juli 2009
Dr.
B._
aufgesucht (vgl.
Urk.
14/30/1,
Urk.
14/31/19). Gemäss
Arbeit
geberbescheinigung
der
Z._
vom 19. Mai 2011 (
Urk.
14/48/3) ist der Versicherte erstmals im August 2009 gesundheitsbedingt der Arbeit fernge
blieben. Der Versicherte hat damit in der Zeit vom 22. September 2008 bis zum 1
3.
August 2009 uneingeschränkt gearbeitet und es liegt auch keine
echtzeitli
che
ärztliche Bescheinigung vor, welche ihm für diesen Zeitraum eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Es trifft zwar wohl zu, dass die vom Versicherten ab dem
1.
April 2009 ausgeübte Tätigkeit als Chef de Service in einem Restaurant körperlich anstrengender
war
als die bis zu diesem Zeitpunkt
ausgeübte Tätigkeit als Supervisor
Traysetting
in einem Flug-Catering-Unter
nehmen
.
Der Versicherte hat aber nach den zwei Hüftoperationen seine bereits zuvor seit vielen Jahren ausgeübte Arbeit wieder aufgenommen, er war mithin in seiner angestammten Täti
gkeit wieder voll arbeitsfähig. Es lässt sich sodann auch nicht feststellen, dass die verstärkten Hüftschmerzen ab Mitte Juni 2009 in erster Linie darauf zurückzuführen waren, dass der Versicherte ab dem
1.
April 2009 eine Tätigkeit
ausgeübt
hatte, welche mit mehr Stehen, Gehen, Heben und Hüftrotationen verbunden war. Vielmehr konnten die
Ärzte
für
die vermehrten Schmerzen
keine eindeutige Erklärung finden,
wobei sie unter anderem die Vermutung äusserten, es könnte eine Unverträglichkeit der Impla
ntate dafür verantwortlich sein.
5.2
Nichts zu ihren Gunsten kann die Klägerin auch daraus ableiten, dass gemäss Bericht der
C._
vom 1
7.
März 2008 (
Urk.
14/6/12) auf Wunsch des Versicherten die Arbeitsfähigkeit auf 100
%
belassen wurde. Es ergibt sich zwar aus diesem Bericht, dass der Versicherte mit der zu diesem Zeitpunkt seit zwei Wochen wieder zu 100
%
ausgeübten Arbeit etwas Mühe hatte und sich am Abend müde und
entkräftigt
fühlte. Dies war aber offensichtlich zu einem guten Teil auf die zunehmenden Hüftschmerzen rechts zurückzuführen, dessen total
prothetische Versorgung
daraufhin im Mai 2008 vorgenommen wurde
, wobei anzumerke
n ist, dass der Versicherte bis zu diesem Zeitpunkt
effektiv zu 100
%
gearbeitet hat
(
Urk.
14/7/5)
.
Es
ergibt sich
somit
einerseits aus dem Bericht der
C._
nicht eindeutig, dass die Ärzte die Arbeitsfähigkeit von
Y._
im März 2008 grundsätzlich für eingeschränkt gehalten und die Arbeitsfähigkeit nur auf dessen Wunsch bei 100
%
belassen haben, andererseits ist vorliegend die Frage gar nicht entscheidend, ob der Versicherte zwischen seinen beiden Hüftgelenksoperationen eine volle Arbeitsfähigkeit erlangt hat, sondern ob eine solche nach Ablauf der Rehabilitationsphase der zweiten Ope
ration gegeben war.
5.3
Angesichts der Tatsache, dass der Versicherte während gut 10 1⁄2 Monaten wieder voll arbeitsfähig war, ist der zeitliche Zusammenhang unterbrochen.
Die Prognose war günstig
,
und es war nicht zu erwarten, dass der Versicherte in absehbarer Zeit erneut arbeitsunfähig werden würde. Ebenso wenig
entspricht es der allgemeinen Erfahrung,
dass nach Hüft-Total-Endo-Prothesenversorgung
grundsätzlich
keine vollständige Arbeitsfähigkeit mehr erreicht werden kann.
Eine dauerhafte und vollständige Wiedereingliederung des Versicherten erschien damit als wahrscheinlich
, und der anderweitige Verlauf war nicht vorhersehbar
.
6.
Zusammenfassend
lässt sich damit nicht feststellen, dass beim Versicherten während des Versicherungsverhältnisses mit der Beklagten eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von m
indestens 20
%
eingetreten ist, weshalb diese keine Invalidenleistungen zu erbringen hat. Dies führt zur Abweisung der Klage.
7.
Der Beklagten steht in ihrer Funktion als Trägerin der beruflichen Vorsorge trotz ihres Obsiegens keine Prozessentschädigung zu (§ 34 Abs. 2
GSVGer
; vgl.
BGE 128 V 133 E.
5b, 126 V 150 E. 4a, 118 V 169 E. 7 und 117 V 349 E. 8, mit Hin
weisen; vgl. auch BGE 122 V 125 E. 5b und 320 E. 1a und b sowie 112 V 356 E. 6).