# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ca466ddb-5530-4a3f-a071-479485453f43
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1970 geborene
X._
,
1989
aus der Türkei
in die Schweiz
eingereist, ohne Berufsausbildung
und Mutter
zweier 1990 und 1997 geborener
Kinder
,
arbeitete zuletzt von 1994
bis 2001
als Fabrikarbeiterin
bei
Z._
.
Mit Datum vom 2
2.
Februar 2012
meldete
sie
sich unter Hinweis auf eine Depression sowie psychosomatische Leiden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug vom 1
5.
Oktober 2012, Urk. 7/11)
und
tätigte medizinische Abklärungen
.
Insbe
sondere veranlasste sie das
bidisziplinäre
(Psychiatrie/Rheumatologie) Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medi
zin, und
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 28. Oktober 2013 (
Urk.
7/26 f
.). Mit Schreiben vom
3.
April 2014 forderte die IV
Stelle die Versicherte
unter Hinweis auf die gesetzliche
Mitwirkungs- und
Schadenminderungspflicht sowie Androhung der Säumnisfolgen a
uf, sich zur Verbesserung ihres
Gesundheitszustandes
den
– näher umschriebenen - Mass
nahmen zu unterziehen (Urk.
7/28).
Im
Mai 2015 schloss die IV-Stelle ihre
Bemühungen
in Sachen berufliche Eingliederung
bei fehlender subjektiver Ein
gliederungsfähigkeit
ab
(
Mitteilung vom 2
2.
Mai 2015,
Urk.
7/43
;
Protokoll der Eingliederungsberatung,
Urk.
7/
42
). Im
Hinblick auf die Rentenprüfung
holte sie
die Verlaufsberichte der behandelnden Ärzte ein
. Z
udem beauftragte
die IV-Stelle
ihren Abklärungsdienst mit der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit der Versicherten im Haushalt (Abklärungs
bericht v
om 13
.
März 2017
[
Urk.
8/5
3
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk.
7/58, Urk. 7/65,
Urk.
7/76
)
wies
die IV-Stelle
einen Renten
anspruch der Versicherten
mit Verfügung vom 2
2.
August 2018
ab
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 21
. September 2018 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und
ihr rückwirkend ab August 2012 eine ganze Rente und ab Januar 2014 eine halbe Rente der Invalidenversi
cherung
zuzusprechen
. In prozessualer Hinsicht
ersuchte die
Beschwerdeführer
in
um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung
(Urk. 1 S. 2,
Urk.
3/
3
). Mit Beschwerdeantwort vom
1
.
November 20
18 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
6
), was de
r
Beschwerdeführer
in am 6
.
Novem
ber
2018 zur
Kenntnis gebracht wurde. Zeitgleich wurde
ihr
em Gesuch um Gewährung der
unentgeltliche
n Prozessführung stattgegeben
(
Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 de
s Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, AT
SG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1).
Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diag
nostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2
; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3
).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betä
-
ti
gen
, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
-
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin,
bei der Beschwerdeführerin liege
insgesamt kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. Insbesondere
bestehe
nur ein geringer Leidensdruck und sei das psychische
Leiden behandelbar. Zudem habe sich zuletzt eine Verbesserung eingestellt
(
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein,
es sei gestützt auf das Gutachten vom
2
8.
Oktober 2013
sowie die Einschätzung der behandelnden Ärzte
ab Juli 2011 von einer 100%igen und ab September 2013 von einer 50%igen Arbeits
fähigkeit auszugehen.
F
ür die Zeit ab Januar 2014
sei
aufgrund der
Verlaufsbe
richte der Behandler weiterhin von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszuge
hen. Insbesondere habe sich eine IV-relevante
Chronifizierung
eingestellt
. Das
s
der Leidendruck
gering sei
werde bestritten;
die Beschwerdeführerin
habe sich
von November 2013 bis März 2017 ununterbrochen
in psychiatrischer Behand
lung befunden
.
Im Übrigen stehe
weder
die grundsätzliche Behandelbarkeit einer psychischen Störung
noch
eine lediglich mittelgradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit einer IV-relevanten Gesundheitsschädigung entgegen. Mithin
bestehe
ab August 2012
ein
Anspruch auf eine ganze
und
- mit Blick auf die Verbesserung per März 2017 -
befristet von
Januar 2014
bis Ende Juni 2017
auf eine halbe Rente (
Urk.
2).
3.
3.1
Im
bidisplinären
Gutachten vom 2
8.
Oktober 2013
stellten die begutachtenden Fachärzte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/27/14):
-
Mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (
ICD-
10:
F32.11
), anamnestisch zeitweise
schwergradig
mit psychotischen Symp
tomen (
ICD 10:
F32.3)
-
Erschwerte Schmerzbeschwerdeverarbeitung (
ICD 10:
F54) mit/bei:
-
l
umbospondylogenem
Syndrom links
-
starker
myofaszialer
Komponente
-
Fehlhaltung und
Dekonditionierung
(
Dr.
med.
A._
09/2013)
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie (1) ein
lumbospondylo
genes
Syndrom links mit starker
myofaszialer
Komponente bei Fehlhaltung und
Dekonditionierung
, (2) eine
Epicondylopathia
humeri
radialis
(Tennisarm) links
betont und (3) eine
Achillodynie
links fest (
Urk.
7/27/9).
Der rheumatologische Gutachter hielt fest,
die psychischen Beschwerden und Ein
schränkungen stünden
subjektiv klar im Vordergrund. Eine strukturelle, organi
sche Erkrankung als Ursache der Schmerzproblematik könne aufgrund der durch
geführten Untersuchung und Abklärung weitgehend ausgeschlossen werden. Als körperliche Mitursachen für die zunehmend ausgedehnten Schmerzen kämen die Fehlhaltung und allgemeine
Dekonditionierung
in Frage.
Mangels somatische
r
Diagnosen bestehe aus rheumatologischer Sicht eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeiten (
Urk.
7/27/9 f.).
Gegenüber dem begutachtenden Psychiater habe die
[seit Dezember 2008 geschiedene, vgl.
Urk.
7/3]
Beschwerdeführerin angegeben, als sie noch verheira
tet gewesen sei, habe sie grosse Probleme gehabt. Sie sei von ihrem damaligen Mann oft so schwer geschlagen worden, dass ein Arzt habe kommen müssen. Seitdem habe sie bis heute anhaltende gesundheitliche Probleme. Sie erinnere sich nicht gern an die Ereignisse in der Ehe, sie müsse dann weinen. Es habe 7
oder 8 Jahre gedauert bis
sie
das Erlebte nach der Scheidung habe verarbeiten können. Ihr damaliger Mann habe sie auch wi
e
derholt mit dem Messer bedroht und
mit
dem Tod gedroht. Er habe auch versucht, sie mit einem Kissen zu ersticken, ihren Kopf gegen die Wand geschlagen und sie wiederholt mit dem Stock geschlagen. Es habe wiederholt Situationen gegeben, in denen sie das Gefühl gehabt habe, sterben zu müssen. Sie habe auch schon die Polizei rufen müssen. Nach der Scheidung sei es häufig zu Halluzinationen gekommen; sie habe Menschen gesehen, die in der Wohnung umhergegangen seien, obschon niemand dort gewesen sei. Sie habe mit diesen Menschen jahrelang Gespräche geführt. Sie sehe dies
e Menschen zum Teil immer noch,
wenn sie allein
e
zu Hause sei. Die Me
nschen seien ihr nicht bekannt.
Die Inhalte der Stimmen könne sie nicht schilde
r
n.
Bei den wahrgenommenen Menschen handle es sich ausschliess
lich um Männer; einer davon habe ein Messer und sie habe immer
Angst, dass er sie töten werde
. Die Menschen
würden nur zu Hause auftreten
; auss
er Haus habe sie
demgegenüber
immer
das
Gefühl
,
verfolgt zu werden.
Sie habe sich inzwi
schen an die Wahrnehmung der Män
ner gewöhnt, aber das ständige
B
eo
bachtet
werden
störe sie. Diese Symptome hätten bereits im letzten Jahr der Ehe ange
fangen und sich nach der Scheidung vermehrt. Es sei auch schon vorgekommen, dass sie mit ihrem älteren Sohn in Streit geraten sei, weil sie in diesem das Gesicht ihres Ex-Mannes gesehen habe. Sie habe öfters Albträume, in denen sie verfolgt
, mit dem Tode bedroht werde und
mit Angsterleben auf
schrecke
. Früher habe sie auch szenische Erinnerungen an
die
Gewalterlebnisse in der Ehe gehabt. Solche Bilder seien aber seit mindestens zw
ei Jahren nicht mehr aufgetreten.
Während der Scheid
ungszeit habe sie einmal in suizidaler Absicht Medikamente einge
nommen und ins Spital gemusst. Später habe sie sich auch einmal vor ein Auto werfen wollen, man habe sie aber aufgehalten.
Die Tage verbringe sie meistens
zu Hause. Der ältere Sohn sei ausgezogen, der jüngere wohne noch zu Hause. Sie möge es nicht, die Wohnung zu verlassen. Sie sei zu Hause viel im Bett und schlafe viel. So nehme sie die beschriebenen, bedrohenden Männer nicht war. Nachts könne sie nicht gut schl
afen, morgens stehe sie spät auf
, o
f
t erst gegen Mittag. Sie h
abe weder Energie noch Lust, aufzustehen und gehe nur
aus, wenn Kollegen sie dazu zwingen würden. Sie möge nicht unter Menschen gehen; es fehle ihr an Kraft und was solle sie draussen machen? Auch in der Wohnung sei es sinnlos. Die Zeit müsse einfach vorbeigehen. Tagsüber sei sie oft abwesend und habe das Gefühl, neben sich zu stehen. Es gebe mehrheitlich Momente, in denen sie keine Lust mehr habe zu leben. Ihr Leben habe so keinen Sinn. Sie habe auch regelmässig Suizidgedanken. Der Gedanken an ihre Kinder hindere sie aber an der Umsetzung.
Seit 2011 sei sie 3-4 Mal
monatlich in psychologischer Behand
lung. Zudem nehme sie Antidepressiva (
Trittico
und
Wellbut
r
in
)
. Sie würde gerne wieder zu 100
% arbeiten, aber zurzeit traue sie sich nur «eine halbe Stunde» zu (
Urk.
7/27/6 ff.).
In objektiver Hinsicht hielt der
begutachtende Psychiater
fest, die
adipöse
Beschwerdeführerin sei
anlässlich der Untersuchung b
ewusstseinsklar, vollständig orientiert,
ausreichend gepfle
gt
und ordentlich gekleidet
gewesen
.
Ihre
Auf
fassungs
- und Konzentrationsfähigkeit
seien
herabgesetzt und
die
Gedächt
nis
leistungen kursorisch intakt.
Demgegenüber seien die
kognitive
Leistungsfähig
keit und Bel
astbarkeit
der Beschwerdeführerin
mit fortschreitender Untersu
chungsdauer abfallend.
Sodann sei die Beschwerdeführerin im
Antrieb
herabg
e
setzt und
psychomotorisch angespannt, Belastu
ngserleben vermittelnd. Die
Stimmungslage
sei
dysphorisch
-depressiv und die
affektive Schwingungs
fähig
keit herabgesetzt.
Ferner
bestehe eine e
rhöhte emotionale Labilität mit mehrma
ligem Ausbrechen in Tränen bei belastenden
Themen und eine
deutlich herabge
setzte Belastbarkeit und Stresstoleranz.
Die beschriebenen
halluzinato
rischen
Wahrnehmungen
seien im Rahmen der Untersuchung nicht
auf
getreten und es
fehlten
Hinweise für akutes Wahnerleben, akute Selbst- oder Fremdge
fährdung.
Die
Beschwerdeführerin
sei
bei der Besprechung belas
tender Themen strecken
weise
abwesend und wenig spürbar
gewesen. Sie habe
einen
deutlichen Leidens
druck im Zusammenhang mit Krankheitsentwicklung und aktueller Lebens
situation
vermittelt, den
Wunsch
geäussert
, wieder
zu
arbeiten
und
diesbezüglich auch Motivation
gezeigt
.
Die
Beschwerdeführerin
habe ausserdem
eine beste
hende Teilbelastbarkeit erkennen
lassen
. B
ei
weniger belastenden Inhalten
sei sie
über
weite Strecken stabilisiert und
etwas aufgehellter
gewesen
.
Schliesslich habe d
ie
Beschwerdeführerin
angegeben, die
verordneten Anti
depressiva nicht wie vom Arzt vorgegeben einzunehmen. Korrespondierend dazu
hätten die Werte der verordneten
Antidepressiva bei der laborchemischen
Serumspiegelbestimmung deutlich unter der unteren Grenze des Referenz
bereiches (
Wellbutrin
) beziehungs
weise knapp über der Untergrenze d
es Referenz
bereiches (
Trittico
) gelegen
(
Urk.
7/27/8f.).
Zusammenfassend habe sich
ein mittelgradig ausgeprägtes depressives
Zustands
bild mit depressiv-
dysphorischer
Stimmungslage, reduziertem Antrieb, vermin
derter
Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, herabgesetzter kognitiver Leistungs
fähigke
it, hoher emotionaler Labilität,
Schreckhaftigkeit und berichte
ten wiederkehrenden
halluzinatorischen
Symptomen
ergeben
.
Die
halluzinatori
sche
Symptomatik
könne zwar formal einer
posttraumatischen Belastungsstörung
(PTBS) zugeordnet werden; ein
p
sychotisches beziehungsweise
halluzinatorisches
Geschehen
habe
in der Untersuchung
indes
nicht objektiviert werden
können
.
Diese Diagnose
könne
damit
nicht hinr
eichend sicher bestätigt werden. Demge
genüber
bestehe eine erschwerte
Schmerzverarbeitung im Rahmen des depressi
ven Krankheitsgeschehens und vor dem Hintergrund der erlittenen
Gewalter
fahrungen in ihrer Ehe (
Urk.
7/27/11f.).
Mit Blick auf die
objektivierbaren
,
depressiven Symptome, die erschwerte Schmerzverarbeitung, die phasenweise beobachtbare
Stabilisierung und Aufhel
lung bei wenige
r belastenden Gesprächsinhalten, die formulierte
Mo
tivation
und erkennbaren Teil
r
essourcen für den Wiedereinstieg in einen beruflichen Prozess
bestehe
aus psychiatrischer Sicht maximal
eine
mittelgradige Leistungsbeein
trächtigung hinsichtlich Belastbarkeit, Durchhaltefähigkei
t, kognitivem Leistungs
vermögen,
Anpassungsfähigkeit
und
interpersoneller Flexibilität in Arbeitsprozessen.
Mithin bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für einfache Arbeitstätigkeiten.
Die
se gelte
mindestens ab dem Datum der aktuellen Untersu
chung.
Aktenanamnestisch bestehe die
de
pressive Pathologie seit Juli 2011, wobei
zeitweise
eine
schwer
er
e Ausprägung
mit zeitweiser 100%iger Arbeitsun
fähigkeit dokumentiert
worden sei
. Die seitens der ambulanten Behandler seit 2007 postulierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit sei mit Blick auf die damals erho
benen Befunde indes nicht nac
hvollziehbar. Insbesondere sei
die Beschwerde
führerin
im
C._
nur ein
einziges Mal fachärztlich
untersucht worden. Das
Gespräch
sei zudem nicht im
Beisein einer professionellen Übersetzerin geführt worden. Vielmehr habe eine Kollegin der Beschwerdeführerin als Übersetzerin fungiert.
Der medizinische Endzustand
sei
mit Blick auf die unzureichende
Behandlung und insbesondere nicht korrekt und unterdosiert eingenommener antidepressiver Medikation nicht erreicht
. Damit sei auch eine
abschliessende versicherungsmedizinische Beurteilung hinsichtlich einer andauernden, nicht mehr beeinflussbaren psychischen Erkrankung mit andauernder Einschränkung der Leistungsfähigkeit
aktuell nicht möglich
. Die Beschwerdeführerin sei
auf eine fortgesetzte fachärztlich psychiatrische und psychotherapeutische sowie
insbesondere psychopharmakologisch antidepressive und
- mit Blick auf die zeitweise berichtete
halluzinatorische
Symptomatik
-
ge
gebenenfalls ergänzend
e
neuro
leptische
Behandlung angewiesen.
Im
Zusammen
hang
mit der Medikamenten
einnahme sei sie nochmals
genau
zu instruieren
und
es sei
die Medikamenten-
Compliance
im Rahmen regelmässiger Serum
spiegelbe
stimmungen zu überprüfen.
Unter adäquater psychopharmakologischer Behand
lung
sei
eine Vollremission des depressiven Krankheitsgeschehens
grund
sätzlich
weiterhin möglich.
G
egebenenfalls
sei
eine
intensivierte stationäre
Behandlung zu prüfen
. Aufgrund der Komplexität des Störungsbildes, der
krankheitsfremden,
biographi
schen Belastungsfaktoren und der leider ver
säumten Einleitung inten
sivierter rehabilitativer Schritte seit Erkrankungs
beginn im Hinblick auf eine berufliche Wiedereingliederung
sei
die Prognose im vorliegenden Fall unsicher und es
müsse
leider mit einer
chronifizierenden
F
ehlentwicklung gerechnet wer
den
(Urk.
7/27/12 ff.).
Im Rahmen der
bisdisziplinären
Konsensbeurteilung
kamen die Gutachter zum Schluss
, die Beschwerdeführerin sei
jedenfalls per Datum der
aktuellen Untersu
chung aufgrund ihrer psychischen Leiden zu 50
%
arbeitsunfähig.
Zumutbar seien einfache, wechselbelastende (sitzend/stehend) Tätigkeiten auf Hilfsarbei
terniveau mit der Möglichkeit
,
Pausen einzuschalten.
Zur Umsetzung der per sofort erreichbaren Restarbeitsfähigkeit sei die Beschwerdeführerin auf berufliche Eingliederungsmassnahmen mit dem Zwischenschritt über einen
rehabilitiven
Aufbau im geschützten Rahmen angewiesen.
Bei nicht erreichtem medizinischen Endzustand sei das psychische Störungsbil
d
nach wie vor
behandel- und besser
bar (Urk.
7/27/
13,
Urk.
7/27/
15).
3.2
Mit
Bericht vom 2
4.
Februar 2015 hielten
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, sowie der seit November 2013
im dreiwöchigen Rhythmus
delegiert
behandelnde
lic
. phil.
E._
eine rezidivierende mittelgradige depressive Episode
(
ICD-10: F33.2
) und eine PTBS (
ICD-10: F4
3.1)
fest.
Die Beschwerdeführer
in
le
ide unter depressiven Symptomen, namentlich
innere Unruhe, sozialer Rückzug, Erschöpfung, Angst, Konzentrationsmangel, Schlaf
störungen und starken Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern.
Ihre
Aufmerk
samkeit sei reduziert und die Beschwerdeführerin deutlich vergesslich; manchmal vergesse sie ihre Termine.
Aufgrund ihrer körperlichen Schmerzen und depressi
ven Symptomen
bestehe
seit Behandlungsbeginn (1
3.
November 2013)
hinsicht
lich
eine
r
leichte
n,
«körperangepasste
n» Tätigkeit eine 50
%
ige A
rbeitsfähig
keit
(
Urk.
7/34/1-3)
.
Im Zusammenhang mit der auferlegten Schade
nsminderungspflicht führten Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
auf entsprechende Rückfrage der Beschwer
degegnerin (vgl.
Urk.
7/32)
sodann
aus, die Beschwerdeführerin sei betreffend Einnahme der antidepressiven Medikation korrekt instruiert worden; eine
neuro
leptische
Behandlung sei bei Ausbleiben entsprechender Beschwerden nicht indi
ziert
. Auf eine Überprüfung der Medikamenteneinnahme mittels Serumspiegelbe
stimmungen sei initial verzichtet worden, zumal sich die Beschwerdeführerin stets
positiv
über die Wirkung der Medikamente geäussert habe.
Eine
aufgrund der Rückfrage der Beschwerdeführerin veranlasste
Serumspiegelprüfung im Januar 2015 habe ergeben, dass der Wirkstoff
Duloxetin
(
Cymbalta
) einen niedrigen Wert von 29 gehabt habe. Dazu habe die Beschwerdeführerin erklärt, die Medikamenteneinnahme gelegentlich zu vergessen, was nach ihrer Ansicht eine Folge der depressiven Störung sei. Der Bluttest habe ausserdem einen Vita
min B12-Mangel gezeigt; die Erschöpfung sei zum Teil auch darauf zurückzu
führen.
Gleichzeitig hielten
Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
fest, d
ie Medika
menteneinnahme habe zu einer Verbess
erung der Symptomatik geführt; d
ie Beschwerdeführerin habe ihr Wohlgefühl zurückgewonnen. Es sei ihr deutlich bessergegangen. Ihre Lebensfreude und das Gefühl, etwas bewirken zu können, seien «leicht» zurückgekehrt. Die körperliche
Müdigkeit habe abgenommen und d
ie Beschwerdeführerin sei viel motivierter, etwas zu unternehmen.
Nach eigenen Angaben habe sie immer noch Mühe, den Haushalt ohne Beschwerden zu erledi
gen. Betreffend Wiederaufnehme einer Arbeitstätigkeit sei die Beschwerdeführer positiver eingestellt; aufgrund ihres Wohlgefühls habe sie auch wieder Selbstver
trauen gewonnen. Es wäre denn auch sinnvoll, die Beschwerdeführerin zu einer angepassten Teil
zeitbeschäftigung zu bewegen. Je
nach subjektive
m
Befinden könne
das Pensum
auch allmählich erhöht werden (
Urk.
7/34/8 f.).
3.3
Im
Verlaufsbericht vom
7.
März 2017 hielten Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
keine neuen Diagnosen fest. Die Beschwerdeführerin komme monatlich zu Kon
sultationen. Die Behandlung werde noch länger andauern, zumal die Beschwer
deführerin ressourcenarm sei und ihre Beschwerden eine
chronifizierte
Dimension erreicht hätten. Sie sei bezüglich ihrer Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit eingeschränkt und deshalb weiterhin zu 50
%
arbeitsunfähig.
Mit Blick auf die längere Erwerbslosigkeit sei das Pensum
schrittweise
zu
erhöhen (
Urk.
7/52).
3.4
Der
behandelnde med.
pract
.
F._
diagnostizierte
mit
Bericht vom
6.
Mai 2017
(1)
eine
PTBS, (2) eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symp
tomen, (3) Status nach Suizidversuch im Jahr 2005
und (4) eine Störung durch Tabak. Die Beschwerdeführerin sei adipös, depressiv, im Allgemeinzustand leicht reduziert
, jedoch äusserlich gepflegt. Ihre
Stimmung sei deutlich depressiv. Auf
merksamkeit, Konzentration, Vergesslichkeit und Gedächtnis seien verlangsamt
bzw. deutlich eingeschränkt. Sodann klage die Beschwerdeführerin über diffuse Schlafstörungen, innere Unruhe, ein Morgentief und Pessimismus; gelegentlich habe sie auch Suizidideen, jedoch keine konkreten Pläne hierzu. Aktuell bestehe keine Suizidalität.
Er (
med.
pract
.
F._
) führe stützende ärztliche Gespräche (Einsatz von Medikamenten [
Fluoxetin
20mg täglich], Physiotherapie) mit der Beschwerdeführerin. Es fänden ca. jährlich 4
6
Konsultationen statt. Seiner Ein
schätzung nach sei die
Beschwerd
eführerin insgesamt zu maximal 30
%
arbeits
fähig; auf rein somatischer Ebene sei sie wahrscheinlich höchstens zu 20-30
%
eingeschränkt. Wegen der depressiven Leiden sei ihr indes eine 60-70% Arbeits
unfähigkeit zu attestieren. Als Hausfrau sei die Beschwerdeführerin wahrschein
lich zu ca. 20-30 % eingeschränkt (Urk.
7/56).
3.5
Im
Bericht
vom
1
5.
Mai 2018 hielt
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
C._
eine Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2) mit geringfügiger Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
7/74/4); Einschränkungen bestünden lediglich hin
sichtlich hochkomplexer Aufgaben, übermässiger Stressbelastung und Tätigkei
ten in Nachtschichten.
Die Beschwerdeführerin sei zuletzt
im Oktober 2013 im
C._
behandelt worden
. Am 26. März 2018 sei sie
nunmehr
erneut vorstellig geworden.
Da d
ie Beschwerdeführerin
die
bei
lic
. phil.
H._
wahrgenommene psycho-
und
p
harmakotherapeutische
Therapie
vor einem Jahr eingestellt habe
(vgl. diesbezüglich auch
de
s
sen
Sc
hreiben
vom
7.
September 2018,
Urk.
3/4)
, sei davon auszugehen, dass inzwischen eine ausreichende Stabilisierung eingetreten sei. Die Prognose sei weiterhin günstig (
Urk.
7/74/4 ff.).
4
.
4
.1
Aus den angeführten Unterlagen lassen sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und deren Auswirkungen auf ihre Erwerbsfähigkeit nicht hin
reichend beurteilen.
4
.2
Der angefochtenen Verfügung vom 22. Aug
u
st 2018 lag mit den zitierten Berich
ten kein Sachverhalt zugrunde, welcher eine abschliessende und rechtskonforme Beurteilung der hier zu beurteilenden Fragen erlaubt hätte. Zunächst liegt mit dem
bidisziplinäre
n
Gutachten von
Dr
es
.
A._
und
B._
vom 28. Oktober 2013
keine aktuelle Entscheidungsgrundlage vor.
Ganz abgesehen davon haben die Gutachter
damit
ausdrücklich keine abschliessende Beurteilung abgegeben (vgl.
Urk.
7/27/12). Für die Zeit danach liegen
im Wesentlichen
drei spärlich begründete
und darüber hinaus divergierende
Verlaufsberichte der Behandler vor.
Hervorzuheben ist
auch
, dass es sich weder bei
med.
pract
.
F._
noch Dr.
D._
um psychiatrische Fachä
rzt
e handelt und die
postulierte PTBS
gar
jegliche
Begründung vermissen
lässt. M
it Blick auf die
erhobenen Befunde leuchtet auch die
anfangs 2017
von
Dr.
D._
diagnostizierte mittel
gradige depressive
Episode nicht ohne Weiteres ein
(
Urk.
7/34/1 ff.,
Urk.
7/52
;
vgl. auch der Bericht von
med.
pract
.
F._
,
worin dieser
zeitgleich eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen festhielt,
Urk.
7/56
).
Dies gilt umso mehr mit Blick auf die bereits per Anfang 2018
unbestrittenermassen
eingetretene
Verbesserung ohne wesentliche Residuen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
(
Urk.
1
Ziff.
7, Urk.
7/74/4 ff., E. 3
.5
). Dass
letzteres
für sich allein
jedenfalls
nicht a priori die Schlussfolgerung zu
lässt
, es habe
auch retrospektiv
kein
leistungsbegründende
r
Gesundheitsschaden bestanden
, versteht sich – entgegen der Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
7/77/5) –
von selbst
.
Bei der unzulänglichen Aktenlage
hat
im Übrigen
auch der Regionale Ärztliche Dienst (RAD)
das Vorliegen einer
ausreichende
n
medizinische
n
Entscheidungsgrundlage
zu Recht
in Frage gestellt
(vgl.
Stellung
nahme vom 1
3.
Juli 2018,
Urk.
7/77/4).
4
.3
In Anbetracht dieser Erwägungen ist eine sämtliche Aspekte des vorliegenden Falles umfassende medizinische Abklärung unter Einschluss der Frage, ob und inwiefern sich
ein allfälliger Gesundheitsschaden mit Krankheitswert
mit Blick auf die
einschlägige
Rechtsprechung (
BGE 143 V 418,
BGE 141 V 281
, vgl. E. 1.2 ff.)
auf die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
im zeitlichen Verlauf seit der IV-Anmeldung 2012
aus
ge
wirkt
hat,
angezeigt.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene
Ent-scheid
aufzuheben.
5
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten
sind ermes
sensweise auf Fr. 7
00.-- festzusetzen und (aufgrund der recht
sprechungsgemäss ebenfalls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung) aus
gangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Damit
ist
die Bewilligung
der unentgeltlichen
Prozessführung
(Urk. 8
)
gegenstandslos
geworden
.
Bei den vorliegenden Vertretungsverhältnissen besteht
auch
kein Anspruch auf Prozess
entschädigung