# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 67292f4f-5e9d-4b6c-93d2-89d8e131f485
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. X._ (ehemals X._), L.1_ Staatsangehörige, geboren am _1970, und Y._, L.2_ Staatsangehöriger, geboren am _1979, lernten sich anlässlich eines Ferienaufenthaltes von X._ in L.2_ kennen und heirateten am 15. Oktober 2010 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe ging das gemeinsame Kind A._, geboren am _2010, hervor. Bei den nachgeburtlichen Untersuchungen ergab sich beim Kind der Verdacht auf eine Trisomie 21, welcher sich in der Folge bestätigte. Ausserdem wurde ein kleiner Herzfehler (Vorhofseptumdefekt) festgestellt, welchem nach fachärztlicher Einschätzung allerdings kein Krankheitswert zukommt.
2. Bereits wenige Tage nach der Geburt des Kindes kam es zwischen den Parteien zu Auseinandersetzungen, in deren Folge sich X._ mit dem Kind für rund zehn Tage auf der Mutter-Kind-Station der Psychiatrischen Klinik B._ aufhielt. Noch während des Klinikaufenthaltes versuchte sie mit anwaltlicher Unterstützung beim zuständigen Zivilstandsamt eine Namensänderung für ihren Sohn durchzusetzen. Zudem informierte sie die Fremdenpolizei über die Trennung und beabsichtigte Scheidung, was dazu führte, dass die Aufenthaltsbewilligung des Ehemannes mit Verfügung vom 18. April 2011 wiederrufen wurde und ihm nach erfolglos gebliebener Anfechtung bis vor Bundesgericht schliesslich Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 17. Juli 2012 angesetzt wurde. Da Y._ dieser Aufforderung keine Folge leistete, wurde er am 27. November 2012 in Ausschaffungshaft genommen, welche zwischenzeitlich wiederholt verlängert wurde.
3. Am 7. Dezember 2010 stellte X._ gegen den Ehemann Strafantrag wegen Drohung und Missbrauch einer Fernmeldeanlage. Gemäss Strafbefehl vom 27. September 2012 soll Y._ in der Zeit vom _2010 bis 7. Dezember 2010 seiner Frau mehrfach gesagt haben, den Sohn nach L.2_ mitzunehmen, und sie in der Zeit vom 27. November 2010 bis 5. Dezember 2010 mit einer Vielzahl von Anrufen und SMS belästigt haben. Schuldig gesprochen wurde Y._ sodann wegen Ungehorsams gegen die im Eheschutzverfahren angeordnete Verpflichtung zur Löschung der im Namen der Ehefrau geführten Facebook-Seite, was X._ am 10. Juli 2012 zur Anzeige gebracht hatte. Y._ hat gegen den Strafbefehl Einsprache erhoben, weshalb das Strafverfahren noch hängig ist.
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B.1. Am 9. Dezember 2010 gelangte Y._ mit einem sinngemässen Gesuch um Erlass von Eheschutzmassnahmen an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Nach Einholung einer Stellungnahme der Ehefrau stellte das Bezirksgerichtspräsidium Prättigau/Davos das gemeinsame Kind A._ mit superprovisorischer Verfügung vom 29. Dezember 2010 unter die alleinige elterliche Obhut von X._ und ersuchte das Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden, bezüglich des Geburtseintrags des Kindes A._ mit sofortiger Wirkung eine Datensperre im Sinne von Art. 46 Abs. 1 der Zivilstandsverordnung zu erlassen. Nach Fortsetzung des Schriftenwechsels und Durchführung einer mündlichen Verhandlung erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos mit Verfügung vom 25. März 2011 was folgt:
„1. Es wird gerichtlich festgestellt, dass Y._ und X._ seit dem 23. November 2010 getrennt leben und weiterhin berechtigt sind, getrennt zu leben.
2. Das bisher eheliche Wohnhaus S.1_ in O.2_ wird X._ sowie dem Sohn A._, geb. _2010, welcher unter die alleinige Obhut von X._ gestellt wird, zur alleinigen Benutzung zugeteilt.
3. Y._ wird bezüglich seines Sohnes A._ ein begleitetes Besuchsrecht im Rahmen der vom Verein für familienergänzende Kinderbetreuung organisierten begleiteten Besuchstage Graubünden von zwei Tagen pro Monat, beginnend ab April 2011, eingeräumt (vgl. Beilage). Dabei ist Y._ verpflichtet, während der Ausübung des Besuchsrechtes seinen Reisepass der zuständigen Aufsichtsperson auszuhändigen.
4. Es wird vorerst davon abgesehen, Y._ zur Leistung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen an seinen Sohn A._ zu verpflichten.
5. In Bestätigung der superprovisorischen Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Prättigau/Davos vom 29. Dezember 2010 wird das Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden ersucht, bezüglich des Geburtseintrages des Kindes A._, geb. _2010, weiterhin eine Datensperre im Sinne von Art. 46 Abs. 1 der Zivilstandsverordnung aufrechtzuerhalten.
6. Zwischen Y._ und X._ wird mit Wirkung ab 23. Dezember 2010 die Gütertrennung angeordnet.
7. Im Übrigen werden die Anträge von X._ und Y._ abgewiesen.
8. (Kosten).
9. (Ausseramtliche Kosten).

## Considerations