# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 74a72282-a7ef-4ff9-9551-850c65f1d8b9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, meldete sich am 21. April 2016 u
nter Hinweis auf
Rücken- und Beinschmerzen sowie eine Fibromyalgie bei der Invalidenver
siche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des
Kan
tons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
und zog Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 7/8; Urk. 7/17; Urk. 7/27
). Am 13. Februar 2017 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, es seien zurzeit aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine beruflichen Eingliederungsmass
nah
men möglich (Urk. 7/24). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/33; Urk. 7/35; Urk. 7/41) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren
der Versicherten
mit Verfügung vom 16. März 2018 (Urk. 7/48 = Urk. 2)
ab.
2.
Die Versicherte erhob am
30. April 2018
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 16. März 2018 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen in Form einer Rente zu gewähren, eventuell sei die Sache an die IV-Stelle zur Vornahme weiterer Abklärungen zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-2).
Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juni 2018 (Urk. 6) beantragte die Beschwerde
gegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen. Damit erklärte sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 12. Juli 2018 (Urk. 10) einverstanden, worüber die Beschwerde
gegnerin am 16. Juli 2018 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 11).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Unter
suchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).
In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stelle, wenn
die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unter
lagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit be
stimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe bei
ziehen kann.
1.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02
vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin wies das Leistungsbegehren in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf ihre medizinischen Abklärungen ab und hielt fest, dass in der Invalidenversicherung nur solche Krankheiten versichert seien, die sich mit einer gewissen Schwere und über eine gewisse Dauer auf die Arbeits
fähigkeit auswirken könnten. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Beschwer
deführerin an
eine
r solchen Erkrankung leide. Die D
iagnose einer posttrauma
ti
schen Belastungsstörung
habe
nicht nachvollziehbar hergeleitet werden können
, denn d
ie erhobene Anamnese sei unzureichend und es
würden Inkonsistenzen überwiegen
. Somit bestehe
kein Anspruch auf Leistungen d
er Invalidenver
siche
rung
(S. 1 ff.).
In der Bes
chwerdeantwort
(Urk. 6)
hielt die Beschwerdegegnerin demgegenüber fest, dass
sich
dem beschwerdeweise eingereich
ten Bericht von Dr. A._
, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, vom 23. April 2017 (richtig: 2018; vgl. Urk. 3/4) eine ausführliche Anamnese entnehmen lasse und im Weiteren Symptome beschrieben
würden. Die medizinische Aktenlage sei deshalb unzureichend, um die Rentenfrage abschliessend zu beurteilen, weshalb die Sache zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen sei (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin erklärte sich mit Eingabe vom 12. Juli 2018 (Urk. 10) mit der Rückweisung zu weiteren Abklärungen einverstanden.
2.3
Nachdem
in Bezug auf die Rückweisung zu
weiteren Abklärung
en
übereinstimmende Anträge vorliegen
(Urk. 6 und Urk. 10)
und
diese mit der
Akten- und Rechtslage in
Einklang stehen, ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene
Verfügung vom 16. März 2018
(Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese die not
wen
digen Abklärungen vornehme und hernach über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.
3.
3.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert fest
zu
legen (Art. 69 Abs.
1
bis
IVG) und auf Fr.
2
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
3.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver
wal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Die Prozessentsch
ädigung ist gemäss Art. 61
lit
.
g ATSG in Verbindung mit §
34
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen.
Die Vertreterin der Beschwerdeführerin
machte mit
Eingabe vom 12. Juli
2018 (Urk.
10
) einen Gesamtaufwand von
15
Stunden und Barauslagen von Fr.
135.--
geltend. Dieser Aufwand ist dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache ange
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Ausgangsgemäss
ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
der Beschwerdeführerin
eine Entschädigung in der Höhe von Fr.
3‘699.50
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) auszurichten
.