# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4663b3b4-3621-412b-958d-70d44a87633a
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Mit Urteil vom 3. Februar 2006 wurde die Ehe von A._ und B._ geschieden und
deren Tochter C._, geb. 1999, unter die gemeinsame elterliche Sorge gestellt. Die
Obhut wurde der in M._ wohnhaften Mutter übertragen. Auf deren Begehren hin
errichtete die Vormundschaftsbehörde M._ am 14. April 2009 eine Beistandschaft für
C._. An Ostern 2014 zog C._ zu ihrem Vater nach P._ (heute X._). Mit
Genehmigung der Beiständin einigten sich die Eltern am 28. Juli 2014 auf die
Umteilung der Obhut zum Vater. Gleichzeitig beantragten sie die Unterstellung von
C._ unter die alleinige elterliche Sorge des Vaters (act. 11/5-3b), bestätigten jedoch
am 22. September 2014 die gemeinsame elterliche Sorge (act. 11/5-3d). Nach einer
Eskalation zu Hause kam C._ am 16. Juni 2015 auf Empfehlung des Kinder- und
Jugendpsychiatrischen Dienstes T._ und im Einverständnis mit dem Vater und der
Beiständin im Kinderschutzzentrum W._ unter. Am 18. Juli 2015 trat sie für
unbefristete Zeit in das vom Verein „Y._“ in Z._/AR geführte „Wohnen E._“ ein.
B. Die Verbindungsstelle der Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen
des Kantons Appenzell-Ausserrhoden ersuchte die entsprechende Verbindungsstelle
des Kantons St. Gallen am 13. August 2015 um Leistung einer
Kostenübernahmegarantie. Das zuständige Amt für Soziales stellte in der Folge mit
Verfügung vom 15. Januar 2016 die Pflicht der Politischen Gemeinde X._ zur Tragung
der Kosten des Aufenthalts von C._ im Verein Y._ seit 18. Juli 2015 fest. Zur
Begründung wurde ausgeführt, C._ lebe mit dem sorgeberechtigten Vater in
häuslicher Gemeinschaft, wenn sie nicht in einer Einrichtung untergebracht sei. Der
Lebensmittelpunkt habe sich vor dem Heimeintritt beim Vater befunden und befinde
sich heute noch dort, sofern sie die Wochenenden und Ferien ausserhalb der
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Einrichtung verbringen dürfe. Gesamthaft befinde sich C._ in der Obhut des
sorgeberechtigten Vaters, von dessen Wohnsitz sich ihr Wohnsitz ableite. Mit dem
Eintritt in den Verein Y._ habe sie keinen neuen Wohnsitz begründet. Sie halte sich
ausschliesslich zum Sonderzweck der Unterbringung, Betreuung und Beschulung in
Z._ auf. Auch ohne Obhut des Vaters hätte sie dort keinen Wohnsitz begründet. Eine
ganzheitliche Auslegung der Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtung
verbiete die Anwendung des grundsätzlichen Wohnsitzprinzips in Fällen, in welchen
Betreuungsbedürftige allein aufgrund ihres Aufenthalts in einer Einrichtung im
Standortkanton Wohnsitz begründen würden. Eine solche Praxis hätte besonders bei
Kantonen wie St. Gallen oder Appenzell-Ausserrhoden, die über ein vielfältiges
Angebot mit vielen ausserkantonalen Leistungsnutzenden verfügten, Fehlanreize zur
Folge.
Das Departement des Innern wies den gegen die Verfügung vom 15. Januar 2016 von
der Politischen Gemeinde X._ erhobenen Rekurs am 1. Februar 2017 ab mit der
Begründung, im Zeitpunkt der Platzierung im Y._ habe sich die Obhut im Sinn der
Wohnsitzbestimmungen beim Vater befunden. C._ habe damit am Wohnsitz ihres
Vaters über einen abgeleiteten Wohnsitz verfügt. Da dem Aufenthalt im Y._ keine
behördliche Unterbringung mit Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie der
aus der Obhut fliessenden Befugnisse zugrunde liege, sei die für die Wohnsitzregelung
massgebende formelle Obhut beim Vater verblieben. Wo C._ Wochenenden und
Ferien ausserhalb des Y._s verbrachte, sei nicht von Bedeutung. Dass sie sich
freiwillig und für eine unbefristete Dauer im Y._ aufgehalten habe, könne die
Vermutung, dass sie am Sitz der Einrichtung keinen Wohnsitz begründet habe,
mangels weiterer Hinweise für die Verlegung des Lebensmittelpunktes dorthin nicht
umstossen.
C. Die Politische Gemeinde X._ (Beschwerdeführerin) erhob gegen den
Rekursentscheid des Departements des Innern (Vorinstanz) vom 1. Februar 2017 mit
Eingabe vom 16. Februar 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem
Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene
Entscheid aufzuheben und festzustellen, dass C._ seit ihrer Unterbringung im Y._
ihren zivilrechtlichen Wohnsitz an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort habe und die
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Beschwerdeführerin somit für die Leistungsabgeltung für den Aufenthalt im Y._ in
Z._/AR seit 18. Juli 2015 örtlich nicht zuständig sei.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 7. Juli 2017 die Abweisung der
Beschwerde. Die Beschwerdeführerin nahm am 8. August 2017 zur vorinstanzlichen
Vernehmlassung Stellung. Die Vorinstanz äusserte sich dazu am 19. September 2017.
Auf die Ausführungen der Beschwerdebeteiligten zur Begründung ihrer

## Considerations

Rechtsbegehren und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Politische
Gemeinde X._, deren Rekurs gegen die von der Verbindungsstelle nach der
Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (sGS 381.31, IVSE) festgestellte
Verpflichtung zur Tragung der Kosten für den Aufenthalt von C._ seit 18. Juli 2015 im
betreuten Wohnen des Vereins Y._ in Z._/AR mit dem angefochtenen Entscheid der
Vorinstanz vom 1. Februar 2017 abgewiesen worden war, ist zur Erhebung der
Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP; Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 446). Die
Beschwerde wurde mit Eingabe vom 16. Februar 2017 rechtzeitig erhoben und erfüllt in
formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist deshalb
einzutreten.
2. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, der für die Leistungsabgeltung
massgebliche zivilrechtliche Wohnsitz von C._ habe sich während ihres Aufenthalts im
betreuten Wohnen E._ des Vereins Y._ am Standort der Einrichtung in Z._ im Kanton
Appenzell-Ausserrhoden befunden.
2.1. Nach Art. 41 lit. a des Sozialhilfegesetzes (sGS 381.1, SHG) erhalten Heime und
Einrichtungen ausserhalb des Kantons für st. gallische Betreuungsbedürftige Beiträge
nach der Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (sGS 381.31, IVSE).
bis
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Der Kanton St. Gallen trat der Vereinbarung im Bereich der stationären Kinder- und
Jugendeinrichtungen (Art. 2 Abs. 1 lit. A IVSE) per 1. Januar 2006 bei (vgl. die
Beschlüsse der Regierung vom 16. August 2005 und des Kantonsrats vom 24. Januar
2006, sGS 381.30 und 381.3). Die sozialpsychiatrischen Angebote des Vereins Y._ in
Z._/AR sind seit Januar 2009 von der Vereinbarung anerkannt (vgl. die IVSE-
Datenbank unter http://www.sodk.ch). Gemäss Art. 19 Abs. 1 IVSE sichert der
Wohnkanton der Einrichtung des Standortkantons mittels der
Kostenübernahmegarantie die Leistungsabgeltung zugunsten der Person für die zu
garantierende Periode zu. Als Wohnkanton gilt nach Art. 4 Abs. 2 lit. d IVSE derjenige
Kanton, in dem die Person, welche die Leistungen beansprucht, ihren zivilrechtlichen
Wohnsitz hat. Standortkanton ist nach Art. 4 Abs. 2 lit. e IVSE der Kanton, in dem die
Einrichtung ihren Standort hat.
Der Wohnsitz einer Person befindet sich gemäss Art. 23 Abs. 1 Satzteil 1 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) an dem Orte, wo sie sich mit der
Absicht dauernden Verbleibens aufhält. Nach Art. 23 Abs. 1 Satzteil 2 ZGB begründet
der Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung oder die Unterbringung einer Person in einer
Erziehungs- oder Pflegeinrichtung, einem Spital oder einer Strafanstalt für sich allein
keinen Wohnsitz. Diese Bestimmung wurde im Zuge der Revision des
Vormundschaftsrechts mit Wirkung ab 1. Januar 2013 eingefügt. Zuvor war der
Aufenthalt zu Sonderzwecken unter dem Randtitel „Aufenthalt in Anstalten“ in aArt. 26
ZGB geregelt. Dessen Inhalt ist nun – systematisch richtig – unmittelbar im Anschluss
an die Definition des Wohnsitzes eingereiht. Eine materielle Änderung des geltenden
Rechts wurde nicht vorgenommen, lediglich eine redaktionelle Überarbeitung. Mit der
Formulierung „für sich allein“ wird klargestellt, dass die Begründung eines neuen
Wohnsitzes am Ort der Anstalt (heute vorab Einrichtung) nicht per se ausgeschlossen
ist, wenn der dortige Aufenthalt nicht nur dem Sonderzweck dient (vgl. BGE 141 V 255
E. 4.1 mit Hinweisen). Als Wohnsitz des Kindes unter elterlicher Sorge gilt gemäss
Art. 25 Abs. 1 ZGB der Wohnsitz der Eltern oder, wenn die Eltern keinen gemeinsamen
Wohnsitz haben, der Wohnsitz des Elternteils, unter dessen Obhut das Kind steht; in
den übrigen Fällen gilt sein Aufenthaltsort als Wohnsitz. Der einmal begründete
Wohnsitz bleibt gemäss Art. 24 Abs. 1 ZGB bis zum Erwerbe eines neuen Wohnsitzes
bestehen. Diese Regel gilt auch für den abhängigen Wohnsitz nach Art. 25 ZGB (BGE
61 II 65; Hausheer/ Aebi-Müller, Das Personenrecht des Schweizerischen
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Zivilgesetzbuches, 4. Aufl. 2016, Rz. 09.46). Grundsätzlich nicht bestehen bleibt der am
Aufenthaltsort anknüpfende und damit dem wechselnden Aufenthaltsort folgende
Wohnsitz gemäss Art. 25 Abs. 1 Satzteil 2 ZGB (vgl. D. Staehelin, in: Basler
Kommentar, ZGB I, 5. Aufl. 2014, N 8 zu Art. 25 ZGB).
2.2. Im Zeitpunkt ihres Eintritts in das betreute Wohnen „E._“ des Vereins Y._ in Z._/
AR am 18. Juli 2015 stand C._ entsprechend der zwischen den Eltern und der
Beiständin am 15./20./28. Juli 2014 getroffenen und von der KESB G._ am 18. August
2014 zur Kenntnis genommenen Verständigung (act. 4/9-3b, c und d) unter der Obhut
des – gemeinsam mit der Mutter sorgeberechtigten – Vaters. Sie verfügte
dementsprechend am Wohnsitz des Vaters in X._ über einen abgeleiteten Wohnsitz im
Sinn von Art. 25 Abs. 1 Satzteil 1 ZGB. Umstritten ist, ob dieser abgeleitete Wohnsitz
auch nach dem freiwilligen Eintritt für eine nicht befristete Dauer in die genannte
Einrichtung weiter Bestand hatte, sei es, weil die Obhut im Sinn von Art. 25 Abs. 1
Satzteil 1 ZGB des Vaters damit nicht endete, sei es, weil die Obhut des Vaters zwar
endete, der abgeleitete Wohnsitz aber im Sinn von Art. 24 Abs. 1 ZGB mangels
Begründung eines neuen weiter bestand.
Die unterschiedlichen Auffassungen der Verfahrensbeteiligten beruhen vorab auf einem
unterschiedlichen Verständnis des Begriffs der Obhut in Art. 25 Abs. 1 Satzteil 1 ZGB.
Ob von der formellen Obhut – im Sinn des Aufenthaltsbestimmungsrechts gemäss
Art. 301a Abs. 1 ZGB – oder von der „faktischen“ Obhut – im Sinn der Befugnis zur
täglichen Betreuung des Kindes und der Ausübung der Rechte und Pflichten im
Zusammenhang mit seiner Pflege und laufenden Erziehung (BGE 142 III 612 E. 4.1) –
ausgegangen wird, vermag indessen am Ergebnis nichts zu ändern: Endete mit dem
Eintritt von C._ in das betreute Wohnen die tatsächliche väterliche Obhut im Sinn von
Art. 25 Abs. 1 Satzteil 1 ZGB, ist von einer Weiterführung des abgeleiteten Wohnsitzes
entsprechend Art. 24 Abs. 1 ZGB auszugehen. Knüpft Art. 25 Abs. 1 Satzteil 1 ZGB an
der formellen Obhut an, galt der abgeleitete Wohnsitz am Wohnsitz des Vaters
weiterhin, da den sorgeberechtigten Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht
entzogen war. Allerdings erscheint fraglich, ob der Begriff der Obhut in Art. 25 Abs. 1
Satzteil 1 ZBG an der Obhut im Sinn des Aufenthaltsbestimmungsrechts als Teil des
Inhalts der elterlichen Sorge anknüpft. Die Regel soll in jenen Fällen Klarheit schaffen,
in denen ein Wohnsitz des Minderjährigen nicht abgeleitet werden kann, weil die
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gemeinsam sorgeberechtigten Eltern keinen gemeinsamen Wohnsitz haben. Wäre die
Obhut als Aufenthaltsbestimmungsrecht und damit als Teil des Inhalts der elterlichen
Sorge zu verstehen, hülfe die Regelung in genau jenen Fällen, in denen sie Klarheit
schaffen sollte, nicht weiter.
2.3. Zu prüfen bleibt damit noch, ob eine Ausnahme vom Grundsatz von Art. 23 Abs. 1
Satzteil 2 ZGB vorliegt, wonach der Aufenthalt zur Ausbildung oder die Unterbringung
in einer Erziehungs- oder Pflegeeinrichtung für sich allein keinen Wohnsitz begründet.
Begründete C._ mit dem Eintritt in das betreute Wohnen „E._“ in Z._/AR einen
selbständigen Wohnsitz im Sinn von Art. 23 Abs. 1 Satzteil 1 ZGB, erübrigt sich die
Weiterführung des abgeleiteten Wohnsitzes gestützt auf Art. 24 Abs. 1 ZGB.
C._ lebte ab 18. Juli 2015 in einer Einrichtung des Vereins Y._ in Z._/AR. Ihr
Aufenthalt war insoweit freiwillig, als er mit Zustimmung der Betroffenen und ihrer
Eltern geplant worden war und nicht auf einer Unterbringung gemäss Art. 23 Abs. 1
Satzteil 2 ZGB im Sinn einer autoritativen behördlichen Anordnung beruhte. Die Eltern
haben damit ihr Recht zur Bestimmung des Aufenthaltsortes gemäss Art. 301 Abs. 3
und Art. 301a ZGB ausgeübt, das auch die Möglichkeit umfasst, das Kind aus eigener
Veranlassung zeitweise oder auf längere Dauer ausserhalb der häuslichen
Gemeinschaft (z.B. im Heim, Internat oder bei Pflegeeltern) unterzubringen (vgl. P.
Breitschmied, in: Breitschmied/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer
Privatrecht, Personen- und Familienrecht, 3. Aufl. 2016, N 7 zu Art. 301 ZGB,
Schwenzer/Cottier, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 9 zu Art. 301 ZGB). Der Wohnsitz
der Jugendlichen bleibt in diesen Fällen gemäss Art. 24 Abs. 1 ZGB unverändert (P.
Breitschmied, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 1 zu Art. 310 ZGB).
Der Verein Y._, in dessen betreuter Wohneinrichtung „E._" sich C._ ab 18. Juli 2015
aufhielt, bezeichnet sich als „Übergangsorganisation“. Sie versteht sich als „Brücke“,
die zu gestärkter Autonomie, grösserem Selbstvertrauen und höherer Lebensqualität
führen soll, und betreut Menschen mit psychischen und sozialen Beeinträchtigungen,
die sich zum Ziel gesetzt haben, weniger betreut oder selbständig wohnen, arbeiten
und Beziehungen gestalten zu können (www. ... .org Über uns/Leitbild). Rund zwei
Drittel der Austritte erfolgen denn auch nach Hause oder in die eigene Wohnung
(www. ... .org Downloads Jahresberichte 2013-2017). Auch C._ trat in die Einrichtung
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ein mit dem Ziel, dem Sonderzweck des Vereins entsprechend wieder zu einem
sorgeberechtigten Elternteil zurückzukehren oder aber eine selbständige
Anschlusslösung zu finden. Dass sie sich nach ihrem Eintritt im "E._" jedenfalls im
Jahr 2015 möglicherweise nie mehr bei ihrem Vater aufgehalten hat, führt deshalb aber
nicht dazu, dass sie sich am 18. Juli 2015 mit der Absicht dauernden Verbleibens im
Sinn von Art. 23 Abs. 1 ZGB in diese Einrichtung begeben hätte. Deshalb ist nicht
davon auszugehen, dass C._ mit ihrem Eintritt ins „E._“ zivilrechtlichen Wohnsitz in
Z._/AR begründet hat.
2.4. Unter diesen Umständen kann offenbleiben, ob ein anderes Ergebnis der
Auslegung und Anwendung der zivilrechtlichen Wohnsitzregeln unter Berufung auf den
Zweck der sachgemäss anwendbaren Interkantonalen Vereinbarung über die sozialen
Einrichtungen, nämlich mit der Regelung der Kostenübernahme die Angebotsoffenheit
zu sichern (vgl. Präambel der Vereinbarung), im Sinn einer funktionalisierenden
Auslegung des Wohnsitzbegriffs zu korrigieren wäre.
3. Dementsprechend ist die Beschwerde abzuweisen.
4. (...).