# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7abbab74-9c94-5e73-9e11-e2640f248ca1
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ R.Z. meldete sich auf den 31. März 2009 in A. SG, wo er seit dem 1. September
1996 Wohnsitz gehabt hatte, nach B. TI ab und per 1. April 2009 als
Wochenaufenthalter in der Gemeinde C. SG an. Ab dem 1. April 2009 mietete er dort
mit seiner Lebenspartnerin eine 21⁄2-Zimmer-Wohnung. Am 23. Juli 2009 erwarb seine
Lebenspartnerin eine im März 2010 bezugsbereite 31⁄2-Zimmer-Wohnung in B. Bereits
seit dem 1. Dezember 2007 hatte sie in D. TI eine möblierte Wohnung gemietet. Per 23.
November 2009 meldete R.Z. sich von C. nach D. ab. Mit Steuerdomizilverfügung vom
12. März 2010 stellte das kantonale Steueramt fest, dass R.Z. für das Jahr 2009 in C.
aufgrund persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig sei. Die gegen die
Feststellungsverfügung mit Schreiben vom 10. April 2010 erhobene Einsprache wurde
mit Entscheid des kantonalen Steueramtes vom 14. April 2010 abgewiesen. Den
dagegen erhobenen Rekurs wies die Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom
29. März 2011 ab (act. G 7/9 III/15). Auf eine hiegegen erhobene Beschwerde trat das
Verwaltungsgericht mit Urteil B 2011/107 vom 7. Dezember 2011 wegen Unzulässigkeit
des Antrags nicht ein, wies jedoch darauf hin, dass die Beschwerde im Fall einer
materiellen Beurteilung abzuweisen gewesen wäre (act. G 7/9 III/15 Beilage).
Am 20. April 2012 reichte R.Z. dem Steueramt C. ein nicht ausgefülltes
Steuererklärungsformular 2010 mit einer Kopie seiner Tessiner Steuererklärung 2010
ein. In einem Begleitschreiben hielt er fest, dass in B. sein Hauptsteuerdomizil sei und
er dort mit seiner Lebenspartnerin im Jahr 2010 deren Eigentumswohnung bezogen
habe. In C. sei er lediglich Wochenaufenthalter ohne Steuerpflicht. Sämtliche weiteren
Lebensumstände hätten sich im Vergleich zu 2009 nicht verändert (act. G 7/9 IV). In der
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Feststellungsverfügung vom 8. Mai 2012 führte das kantonale Steueramt aus, der
steuerrechtliche Wohnsitz des Pflichtigen habe sich auch ab dem Jahr 2010 nach wie
vor in C. befunden (act. G 7/9 VI/5). Die von R.Z. dagegen erhobene Einsprache wies
das Steueramt mit Einspracheentscheid vom 21. Juni 2012 ab (act. G 7/2). Den
hiegegen erhobenen Rekurs wies die Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom
26. Februar 2013 ab (act. G 2).
B./ In der Beschwerde vom 12. April 2013 liess R.Z. durch seinen Rechtsvertreter
beantragen, der Rekursentscheid vom 28. Februar 2013 sei vollumfänglich aufzuheben
(Ziff. 1). Es sei festzustellen, dass er für das Jahr 2010 nicht im Kanton St. Gallen
steuerpflichtig sei, sondern im Kanton Tessin (Ziff. 2). Die Kosten des vorinstanzlichen
Verfahrens seien dem Beschwerdegegner aufzuerlegen bzw. auf die Staatskasse zu
nehmen, und dem Beschwerdeführer sei für das erstinstanzliche Verfahren eine
angemessene Parteientschädigung zuzusprechen (Ziff. 3). Die Kosten des vorliegenden
Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen, und dem Beschwerdeführer sei eine
angemessene Parteientschädigung zuzusprechen (Ziff. 4).
In der Vernehmlassung vom 30. April 2013 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde; zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des vorinstanzlichen
Entscheids (act. G 6).
Der Beschwerdegegner stellte in der Vernehmlassung vom 16. Mai 2013 den Antrag,
die Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Zur Begründung verwies er auf die
Darlegungen im angefochtenen Entscheid und äusserte sich ergänzend zu den
Vorbringen des Beschwerdeführers (act. G 9).
Auf die Darlegungen der Parteien in den erwähnten Eingaben wird, soweit für den
Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der Beschwerdeführer ist zur
Ergreifung der Beschwerde legitimiert, und die Eingabe seines Rechtsvertreters vom
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12. April 2013 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 196 Abs. 1 und Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf
die Beschwerde ist daher einzutreten. Soweit der Beschwerdeführer jedoch auf seine
Darlegungen im Rekursverfahren verweisen lässt (act. G 1 S. 4), ist festzuhalten, dass
ein solcher pauschaler Verweis auf vorinstanzliche Eingaben zur
Rechtsmittelbegründung nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts als
ungenügend erachtet wird, weil aus ihm nicht hervorgeht, in welchen Punkten und
weshalb der Entscheid der Vorinstanz angefochten wird (vgl. statt vieler VerwG B
2012/19 vom 29. August 2012, E. 2.3; publiziert in: www.gerichte.sg.ch).
2. Nach Art. 13 Abs. 1 StG sind natürliche Personen aufgrund persönlicher
Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder
Aufenthalt im Kanton St. Gallen haben. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist
umstritten, ob der Beschwerdeführer im Jahr 2010 in der Gemeinde C. Wohnsitz hatte.
Im interkantonalen Verhältnis steht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum
Doppelbesteuerungsverbot die Besteuerung des Einkommens und Vermögens einer
unselbständig erwerbstätigen Person demjenigen Kanton zu, in dem die Person ihren
steuerrechtlichen Wohnsitz hat. Nach Art. 13 Abs. 2 StG hat eine Person
steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton St. Gallen, wenn sie sich hier mit der Absicht
dauernden Verbleibens aufhält bzw. wenn sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen
hier befindet (vgl. BGE 132 I 29 E. 4.1). Diese Regelung entspricht den Vorgaben in Art.
3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der
Kantone und Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt StHG) und lehnt sich eng an den
zivilrechtlichen Wohnsitzbegriff an (Art. 23 Abs. 1 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches, SR 210).
2.1. Bei einem Wohnsitzwechsel innerhalb der Schweiz besteht die Steuerpflicht für
das ganze laufende Steuerjahr in demjenigen Kanton, in welchem die Person am Ende
der Steuerperiode ihren steuerrechtlichen Wohnsitz hat. Stichtag ist somit der
31. Dezember des Steuerjahres (Art. 68 StHG). Der Wechsel von einem alten zu einem
neuen Wohnsitz ist dann vollzogen, wenn die Absicht des dauernden Verbleibs am
neuen Wohnort tatsächlich gelebt und durch diesen Aufenthalt eine Verschiebung des
Lebensmittelpunktes stattfindet. Der Lebensmittelpunkt bestimmt sich nach der
Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, aus denen sich die ideellen
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(Angehörige, Freundes- und Bekanntenkreis) und materiellen Lebensinteressen
erkennen lassen, nicht nach bloss erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person. In
Bezug auf die Beweislast gilt, dass steuerbegründende Tatsachen von der
Steuerbehörde nachzuweisen sind, während den Steuerpflichtigen die Beweislast für
Tatsachen trifft, die die Steuerschuld aufheben oder mindern (vgl. Weidmann/
Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 1999, S. 379f.).
Die Steuerbehörde hat demnach den steuerlichen Wohnsitz, der die persönliche
steuerrechtliche Zugehörigkeit begründet, als Voraussetzung der Besteuerung
nachzuweisen. Der Hauptbeweis gilt in der Regel als erbracht, wenn der von der
Steuerbehörde angenommene Wohnsitz als sehr wahrscheinlich erscheint. Diesfalls
obliegt es dem Pflichtigen, den Nachweis für den von ihm behaupteten
Lebensmittelpunkt ausserhalb des Kantons zu erbringen (BGer 2P.186/2004 vom
15. Februar 2005 E. 2.3). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt eine
Steuerpflicht dann als sehr wahrscheinlich, wenn sich das Hauptsteuerdomizil bereits
seit längerer Zeit unangefochten in diesem Kanton befand. Im Zweifel, d.h. wenn der
Nachweis der Wohnsitzverlegung nicht erbracht ist, ist das bisherige Domizil als
fortbestehend zu betrachten. Der blosse Wille zur Wohnsitzverlegung genügt nicht zur
Begründung des neuen steuerrechtlichen Wohnsitzes; dieser muss vielmehr in die Tat
umgesetzt sein, d.h. der Pflichtige muss für die betreffende Zeit den Mittelpunkt seiner
Lebenstätigkeit schon an den neuen Ort verlegt haben (vgl. BGer 2P.186/2004 vom 15.
Februar 2005 E. 2.3; BGer 2P.203/2006 vom 1. März 2007 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.2. Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid, das Verfahren betreffend den
Beschwerdeführer und dasjenige betreffend seine Lebenspartnerin nicht zu vereinigen,
damit, dass diese nicht verheiratet seien und ausschliesslich die Lebenspartnerin
Eigentümerin der Wohnung in B. sei. Des Weiteren seien sie an unterschiedlichen
Arbeitsorten tätig. Allein die Tatsache der gleichen Vertretung, Argumentation sowie die
gemeinsame Beweisaufnahme vermöchten eine Vereinigung der Verfahren nicht zu
rechtfertigen (act. G 2 S. 4). Diese Sichtweise erscheint vertretbar und sachlich
begründet, weshalb es sich rechtfertigt, es auch vorliegend bei einer getrennten
Behandlung der anhängig gemachten Beschwerden zu belassen, zumal auch nichts
anderes beantragt ist.
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2.3. In materieller Hinsicht führte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid unter
anderem aus, der Beschwerdeführer habe insbesondere nicht geltend gemacht, dass
er sich in B. aktiv am Dorf- bzw. Vereinsleben beteilige oder anderweitig intensive
persönliche Beziehungen unterhalte. Zum Nachweis des Lebensmittelpunktes genüge
es nicht, dass am Wochenendort eine Wohnung zur Verfügung stehe, in der er sich
regelmässig aufhalte. Beziehungen oder Kontakte, welche über das an einem
Feriendomizil übliche Mass hinausgingen, würden vom Beschwerdeführer nicht
behauptet. Er habe im Jahr 2010 seinen Arbeitsort von C. aus erreicht. Seine
persönliche Korrespondenz habe er sich ebenfalls zu einem erheblichen Teil nach C.
zustellen lassen. Hinsichtlich der Beziehung zum Arbeitsort und des Charakters der
Wohnung im Tessin als Ferien- und Freizeitdomizil lägen keine wesentlich veränderten
Verhältnisse vor. Auch sei nicht zu prüfen, wie es sich bei einem Wohnungswechsel
nach E. in den nahe gelegenen Kanton Thurgau verhalten hätte. Unter objektiver
Würdigung aller Umstände stehe fest, dass sich der Lebensmittelpunkt und damit der
steuerrechtliche Wohnsitz des Beschwerdeführers für das Jahr 2010 in der politischen
Gemeinde C. befunden habe (act. G 2 S. 10f).
Der Beschwerdeführer lässt in diesem Verfahren unter anderem einwenden, er sei 54
Jahre und seine Lebenspartnerin 62 Jahre alt. Sie stehe kurz vor der Pensionierung und
werde sich spätestens nach der Pensionierung ausschliesslich im Tessin aufhalten.
Ihrer Arbeit komme deshalb nicht (mehr) die Bedeutung eines auf Dauer gerichteten
Zwecks zu. Es liege mithin ein aussergewöhnlicher Fall vor. Auch aufgrund der
angestrebten Arbeitsstelle bzw. Versetzung in den Tessin (vgl. act. G 7/5/6, 7/5/7) sei
der Arbeitsort St. Gallen bzw. Frauenfeld nur mehr eine temporäre Erscheinung. Der
Beschwerdeführer beteilige sich weder am einen noch am anderen Aufenthaltsort am
gesellschaftlichen Leben, so dass sich hieraus für die Frage der Steuerpflicht nichts
ableiten lasse (act. G 1 S. 5f). Er und seine Lebenspartnerin hätten die 41⁄2-Zimmer-
Eigentumswohnung in A. verkauft, wo sie zuvor gelebt hätten. Als Ersatz dafür hätten
sie die Wohnung in B. gekauft. Mit dem Bezug dieser luxuriösen Wohnung sei die
dauernde Aufenthaltsmöglichkeit gegeben; darin befänden sich die persönlichen
Effekten des Beschwerdeführers und seiner Lebenspartnerin sowie die Gegenstände,
die ihnen etwas bedeuten würden. Angesichts des finanziellen Aufwands für den
Erwerb dieser Wohnung und der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers und
seiner Lebenspartnerin handle es sich offensichtlich nicht um eine Ferienwohnung (act.
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G 1 S. 9f). Die Absicht des dauernden Verbleibens in B. manifestiere sich vor dem
Hintergrund, dass die 62 Jahre alte Lebenspartnerin mit ihm zusammen ihren
Lebensabend im Tessin verbringen wolle. Sie verbrächten dort jede freie Minute und
hätten auch Kontakte knüpfen und einen Freundes- und Bekanntenkreis aufbauen
können. In C. halte er sich nur arbeitsbedingt zum Schlafen und zum Essen auf in einer
nur mit dem Nötigsten ausgestatteten dürftigen kleinen Behausung (act. G 1 S. 10-12).
Der Beschwerdegegner hält diesbezüglich in seiner Vernehmlassung unter anderem
fest, dass das Herunterspielen der Bedeutung des Arbeitsortes St. Gallen bzw.
Frauenfeld ("nur temporäre Erscheinung") steuerrechtlich unbeachtlich sei. Es genüge
beim Kriterium der Absicht dauernden Verbleibens, den Ort (hier: C. SG) bis auf
weiteres zum Mittelpunkt der Lebensverhältnisse zu machen und ihm dadurch eine
gewisse Stabilität zu verleihen, selbst wenn mit der Möglichkeit des Wechsels aus
bestimmten Gründen zu rechnen sei oder sogar feststehe, dass der Aufenthalt nach
einiger Zeit aufhöre (act. G 9 S. 2f).
2.4. Hinsichtlich des für die Wohnsitzbestimmung massgebenden Mittelpunktes der
Lebensinteressen kommt es auf die gefühlsmässige Bevorzugung eines Ortes nicht an;
der steuerrechtliche Wohnsitz ist insoweit nicht frei wählbar. Dem polizeilichen Domizil,
wo die Schriften hinterlegt sind oder wo die politischen Rechte ausgeübt werden,
kommt ebenfalls keine entscheidende Bedeutung zu; das sind bloss äussere
Merkmale, die ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden können, wenn auch
das übrige Verhalten der Person dafür spricht (vgl. BGer 2C_175/2008 vom 22. August
2008 E. 3.1). Hält sich eine Person abwechselnd an zwei Orten in der Schweiz auf, ist
für die Ermittlung des Steuerwohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem sie stärkere
Beziehungen unterhält (vgl. BGE 125 I 54, 132 I 29 E. 4.2; BGer 2C_26/2012 E. 3.1). Bei
Unselbständigerwerbenden ist der Lebensmittelpunkt in der Regel jener, von dem aus
während der Woche der täglichen Arbeit nachgegangen wird, ist doch der Zweck des
Lebensunterhaltes dauernder Natur (zum Ganzen statt vieler BGer 2C_178/2011 vom
2. November 2011 E. 2.2). Hinsichtlich der Beweisführung ist zu beachten, dass der
Umstand, wonach ein unverheirateter Steuerpflichtiger vom Ort aus, an welchem er
sich während der Woche aufhält, einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachgeht,
eine natürliche Vermutung begründet, dass er dort seinen Lebensmittelpunkt und
mithin sein Hauptsteuerdomizil hat. Diese Vermutung lässt sich entkräften, wenn er
sich regelmässig an einem Ort aufhält, mit welchem er aus bestimmten (vorab
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familiären) Gründen besonders eng verbunden ist, und wo er persönliche und
gesellschaftliche Beziehungen pflegt. Gelingt dem Steuerpflichtigen der Nachweis
solcher Beziehungen am betreffenden Ort, obliegt es dem Kanton des
Wochenaufenthalts- oder Arbeitsorts nachzuweisen, dass der Betreffende gewichtige
wirtschaftliche und allenfalls persönliche Beziehungen zu diesem Ort unterhält. Dies
entbindet den Steuerpflichtigen aber nicht von der üblichen Mitwirkungs- und
Auskunftserteilungspflicht bezüglich der für die Besteuerung massgebenden Umstände
(zum Ganzen BGer 2C_178/2011 vom 2. November 2011 E. 2.3; VerwG B 2012/25 vom
13. November 2012, E. 2.2).
2.4.1. Fest steht, dass der Beschwerdeführer während gut zwölf Jahren
steuerrechtlichen Wohnsitz in A. gehabt hatte, als er sich dort per 31. März 2009
abmeldete und in B. TI anmeldete. Gleichzeitig meldete er sich als Wochenaufenthalter
in der ca. 5 km entfernten Gemeinde C. an, wo er zusammen mit seiner
Lebenspartnerin auf den 1. April 2009 eine 21⁄2-Zimmer-wohnung mietete. Kurze Zeit
danach (am 23. Juli 2009) erwarb seine Lebenspartnerin in B. eine damals noch im Bau
befindliche Eigentumswohnung (act. G 7/5/11). Per 23. November 2009 meldete er sich
von C. (offenbar bezüglich des Wochenaufenthalts) nach D. ab (vgl. act. G 7/9 II/13). Im
Vergleich zur Situation, wie sie dem verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 7. Dezember
2011 (B 2011/107) zugrunde lag, ergab sich insofern eine tatsächliche Veränderung der
Verhältnisse, als der Beschwerdeführer die im Jahr 2009 von der Lebenspartnerin
erworbene Wohnung im Verlauf des Jahres 2010 zusammen mit ihr bezog. Die
Besteuerung für das Jahr 2010 erfolgte durch die Gemeinde B. (vgl. act. G 7/9 IV/2).
Damit stellt sich die Frage, ob aufgrund der von 1996 bis 2009 entstandenen örtlichen
Bindungen davon ausgegangen werden konnte, dass der Lebensmittelpunkt sich auch
noch im Jahr 2010 in dieser Region des Kantons St. Gallen befand.
2.4.2 Bei der geschilderten Ausgangslage ergibt sich eine natürliche Vermutung, dass
sich der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers, welcher in der Steuerperiode 2010
eine soweit ersichtlich vollzeitliche Tätigkeit bei Q. (Januar; Arbeitsort Zürich) bzw. der
W. AG (Februar bis Dezember; Arbeitsort Frauenfeld) ausübte (vgl. Lohnausweise in
act. G 7/9 IV/2), im Kanton St. Gallen befand, zumal er dieser Tätigkeit von seiner
zusammen mit der Konkubinatspartnerin bewohnten Wohnung in C. aus nachging. In
dieser Situation liegt die Beweislast hinsichtlich einer Verlegung des
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Lebensmittelpunktes in den Kanton Tessin beim Beschwerdeführer. Die Abmeldung
aus dem Kanton St. Gallen stellt dabei lediglich ein (für sich allein nicht ausreichend
beweiskräftiges) Indiz für eine Wohnsitzverlegung dar (vgl. vorstehende E. 2.4). Zu
klären ist anhand der konkreten Umstände, welche tatsächlichen Beziehungen zu den
beiden Aufenthaltsorten bestanden bzw. ob Anhaltspunkte bezüglich des
Wochenendwohnorts in einer Weise nachgewiesen werden, die so gewichtig und
überzeugend sind, dass sie geeignet sind, die Domizilvermutung zu entkräften (zum
Ganzen BGer 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.4.2 mit weiteren Hinweisen).
2.4.3. Die vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten Abrechnungen und Auszüge
(Einkäufe, Hotel- und Restaurantrechnungen, Mietvertrag vom 24. August 2010 für eine
Ferienwohnung; act. G 7/5/12, G 7/5/13) weisen für die Steuerperiode 2010 vereinzelte
Aufenthaltstage im Tessin aus. Damit ist lediglich erstellt, dass sich der
Beschwerdeführer während eines kleineren Teils des Jahres 2010 im Tessin aufhielt.
Diese Aufenthalte fanden im Wesentlichen in den Ferien und an Wochenenden statt,
zumal der Arbeitsort des Beschwerdeführers in Frauenfeld von B. aus nicht innert
nützlicher Frist zu erreichen gewesen wäre und damit im Jahr 2010 - wie auch bei
unveränderten beruflichen Verhältnissen im 2011 (vgl. Lohnausweis für 2011 in act. G
7/9 V) - ein selbst nur gelegentliches oder ausnahmsweises "Pendeln" zwischen B. und
Frauenfeld ausser Betracht fiel. Sodann erlaubt die Tatsache, dass die Wohnung im
Tessin grösser und luxuriöser als die Mietwohnung in C. ist, als solche nicht den
Schluss, dass der Bezug zum Tessiner Aufenthaltsort im Jahr 2010 stärker war als
derjenige zum St. Galler Arbeits- und Aufenthaltsort (vgl. dazu Pra 87/1998 Nr. 4, S.
25f.). Unbestritten ist zwar, dass der Beschwerdeführer einen erheblichen Teil seiner
Freizeit in B. verbrachte und sich hier zuhause fühlt. Jedoch vermag die vereinzelte
Inanspruchnahme von lokalen Einrichtungen eine besonders enge Verbindung zu
diesem Ort nicht darzulegen. Zureichende Anhaltspunkte für den Umstoss der
erwähnten Domizilvermutung lassen sich aus dem geschilderten Sachverhalt jedenfalls
nicht ableiten. Vielmehr deuten die Umstände - bezogen auf die Jahre 2010 und 2011 -
insgesamt auf eine Ferien- und Wochenenddestination im Tessin hin. Die vom
Beschwerdeführer eingereichten Bestätigungen des Hauswarts, eines Nachbarn und
des Liegenschaftsverwalters (act. G 7/5/3 bis G 7/5/5) vermögen - soweit sie sich
überhaupt auf den streitigen Zeitraum beziehen - nichts anderes zu belegen. In
dieselbe Richtung weist auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer sich in den
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Jahren 2010 und 2011 einen erheblichen Teil der Korrespondenz (Krankenkasse,
Steuerunterlagen betreffend den Kanton Tessin, Lohnausweise, Bankauszüge; act. G
7/9 IV/2, V/1) nach C. zustellen liess. Der von der Vorinstanz aus dieser Aktenlage
gezogene Schluss, der Beschwerdeführer habe in C. auch die administrativen Arbeiten
erledigt (act. G 2 S. 10), lässt sich damit nicht ohne Weiteres von der Hand weisen,
auch wenn der Beschwerdeführer dies bestreiten lässt (act. G 1 S. 9). Er lässt jedoch
immerhin ausführen, dass er zeitnah über gewisse administrative Belange orientiert
sein müsse, was nur möglich sei, wenn gewisse Korrespondenz nach C. gesandt
werde (act. G 1 S. 8).
2.4.4. Die Feststellung des massgebenden Sachverhalts und die Abnahme der Beweise
obliegt der kantonalen Steuerbehörde (vgl. Art. 166 und 176 StG). Der Zeugenbeweis
ist im st. gallischen Steuerrecht nicht vorgesehen (GVP 1993 Nr. 19; VerwGE B
2011/243 vom 15. Oktober 2012, E. 2.1.1, in: www.gerichte.sg.ch). Der
Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass selbst bei Fehlen einer
Zeugnispflicht im Steuerverfahren die zuständige Behörde gleichwohl gehalten sei, zur
Abklärung des Sachverhalts von Amtes wegen Dritte zu befragen (act. G 1 S. 7). Die
vom Steuerpflichtigen angebotenen Beweise müssten nach Art. 41 Abs. 2 StHG in
Verbindung mit Art. 72 Abs. 2 StHG abgenommen werden, soweit sie geeignet seien,
die für die Veranlagung erheblichen Tatsachen festzustellen. Die Kantone seien zur
Abnahme der angebotenen Beweise somit ohne Einschränkung verpflichtet. Wenn die
Vorinstanz die eingereichten Bestätigungen als "nicht spezifisch" oder "nicht eindeutig"
erachte, sei sie gehalten, weitere Abklärungen zu treffen. Dies sei unterblieben (act. G 1
S. 6). Dazu ist festzuhalten, dass das Recht auf Beweisabnahme insofern nicht
unbeschränkt ist, als sich die offerierten Beweismittel nicht nur auf rechtserhebliche
Tatsachen beziehen, sondern auch geeignet sein müssen, das Vorhandensein dieser
Tatsachen zu beweisen. Auf die Abnahme der offerierten Beweismittel kann unter
anderem dann verzichtet werden, wenn zum Voraus gewiss ist (antizipierte
Beweiswürdigung), dass das offerierte Beweismittel nicht beweistauglich ist (Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Auflage, N 4, 5 und 8 zu Art. 115
DBG). Eine Befragung der Kinder und der Schwester der Lebenspartnerin des
Beschwerdeführers (act. G 1 S. 10f), inwiefern die familiären Kontakte von B. aus
gepflegt und ob sich der Beschwerdeführer und seine Lebenspartnerin dort während
ihrer ganzen Freizeit aufhalten würden, vermöchte insofern keine bisher nicht
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bekannten Umstände zu belegen, als für das Jahr 2010 die massgebenden Umstände
betreffend Freizeitgestaltung des Beschwerdeführers bereits zu Tage liegen und soweit
unbestritten geblieben sind (vorstehende E. 2.4.3.). Dies gilt auch hinsichtlich der vom
Beschwerdeführer angeführten persönlichen Kontakte zu den Nachbarn in der
Überbauung im Tessin (vgl. act. G 1 S. 6).
Sodann vermag der Einwand der Arbeitssuche im Tessin (act. G 1 S. 12) an den
tatsächlichen erwerblichen Umständen im streitigen Zeitraum nichts zu ändern (vgl.
BGer 2C_178/2011 vom 2. November 2011 E. 3.4 erster Absatz am Schluss): Aus dem
Umstand, dass gemäss Bestätigung vom 18. August 2012 Abklärungen laufen
betreffend eine Versetzung des Beschwerdeführers in den Tessin spätestens mit der
Pensionierung seiner Lebenspartnerin (vgl. act. G 7/5/7), können für die Steuerperiode
2010 keine verwertbaren Rückschlüsse gezogen werden. Was das Vorbringen betrifft,
dass seine Lebenspartnerin mit 62 Jahren kurz vor der Pensionierung stehe und ihren
Lebensabend mit ihm zusammen im Tessin verbringen wolle (act. G 1 S. 5 und 10), ist
festzuhalten, dass es konkret einzig um die Steuerpflicht im Jahr 2010 geht. In diesem
Jahr war der Beschwerdeführer 51 Jahre und seine Lebenspartnerin 59 Jahre alt, so
dass noch einige Jahre Berufstätigkeit vor ihnen lagen. Nicht konkretisierte Absichten,
die Erwerbstätigkeit in den Tessin verlegen zu wollen, stellen für die vorliegend streitige
Frage keinen zureichenden Anknüpfungspunkt dar. Im Jahr 2010 stand denn auch
keine andere Erwerbstätigkeit konkret zur Diskussion als die vom Beschwerdeführer in
Frauenfeld effektiv ausgeübte Tätigkeit. In diesem Zusammenhang erscheint auch
erwähnenswert, dass er diese Tätigkeit auch im Folgejahr (2011) nach wie vor
unverändert ausübte (vgl. Lohnausweis vom 27. Januar 2012 in act. G 7/9 V).
3. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen lässt sich die Schlussfolgerung im
vorinstanzlichen Entscheid, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz des
Beschwerdeführers im Jahr 2010 unverändert im Kanton St. Gallen, konkret in C.,
befunden habe, nicht beanstanden. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen. Mit der
Vorinstanz ist im Übrigen hinsichtlich der in Rechtskraft erwachsenen Tessiner
Steuerveranlagung 2010 festzuhalten, dass eine allfällige Doppelbesteuerung vor
Bundesgericht gerügt und die Aufhebung der Veranlagung verlangt werden kann (BGer
2C_26/2012 vom 8. Mai 2012, E. 1.2).
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Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12); sie wird mit dem Kostenvorschuss in gleicher
Höhe verrechnet. Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Der
Beschwerdeführer ist unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdegegner hat
keinen Anspruch auf Kostenersatz (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).
Demnach hat das Verwaltungsgericht