# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9150334a-db02-4f79-ab44-546c91f06c6c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961, war
von
Juni 2008
bis Ende Januar 2017
(Urk.
8/44)
bei der
Y._
als Industriemaler in einem 100%-Pensum angestellt und da
durch bei der Schweizerischen Unfallver
siche
rungs
anstalt (Suva) gegen die Fol
gen von Un
fäl
len ver
sichert, als ihm am 2.
Sep
tember 2016 bei einem Arbeitsunfall ein Spritzgehäuse auf das rechte Handgelenk
fiel
(vgl. Unfall
meldung vom
5.
September 2016,
Urk.
8/1).
A
m
gleichen Tag
erfolgte
d
ie Erstkonsultation
bei
Dr.
med. Z._
, Allgemeine Medizin FMH,
der
eine Handgelenksdistorsion
sowie ein
en
Verdacht auf eine trau
ma
tisierte Radiocarpalarthrose dia
gnos
tiziert
e
(
Urk.
8/16).
Die
Suva
erbrachte in der Folge die gesetzlichen Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen (
Urk.
8/5
).
Gestützt auf die Beurteilung des be
ratenden Arztes Dr. med. A._
, Fach
arzt für
Radiologie
, vom
1
2.
Februar
2019
(
Urk.
8/123)
und aus
gehend da
von, dass dem Versicherten
unter Berücksichtigung des Zumutbarkeitsprofils ge
wisse Tätigkeiten auch mit den vorhandenen Unfallfolgen zumutbar seien
, stellte die
Suva
ihre
Taggeld
leistungen per
1
.
Juni
2019 ein (vgl.
Schreiben
vom
5
. März
2019
[
Urk. 8/
152], Taggeldübersicht [
Urk.
8/200]
)
und leitete
gestützt auf die Ein
schätzung des Kreisarztes
Dr.
med. B._
, Facharzt für Physika
lische Medizin und Rehabilitation, (
Urk.
8/227)
die Rentenprüfung ein
.
Mit Verfü
gung vom
8.
Mai 2020 verneinte die Suva
sowohl
einen Anspruch auf
eine Invaliden
rente der Unfall
versicherung als auch
einen Anspruch auf
eine Integritäts
ent
schädigung (
Urk.
8/228).
Die dagegen erhobene Ein
spra
che vom
11.
Juni 2020
(Urk. 8/
233
),
wurde mit
Ein
sprache
entscheid
vom
2
6.
August 2020
abgewie
sen (Urk. 8/
241
= Urk. 2).
2
.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
6.
August 2020 (
Urk.
2) erhob der Ver
si
cherte mit Eingabe vom 2
5.
September 2020 Beschwerde (Urk. 1) und be
antragte, die ange
foch
te
ne Verfügung vom 2
6.
August 2020 sei aufzuheben und die Beschwerde
gegnerin sei zu verpflichten, ihm eine angemessene Invali
den
rente sowie eine Integritätsentschädigung auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen
Prozessführung
sowie der un
ent
geltlichen
Rechtsverbeiständung
.
Die prozessuale Bedürftigkeit substan
ti
ierte er mit Eingaben vom
5.
Februar 2021 (
Urk.
12
,
Urk.
13,
Urk.
14
/
1-20
;
Urk.
19,
Urk.
20
).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
2
8.
Oktober
2020 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7, unter Beilage der
A
kten [Urk. 8/1
247
]),
was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
9.
Februar
202
1
zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
15
).
3
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2.
September 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts [ATSG]
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag
geldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicher
ten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
1.4
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.5
1.5.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5.2
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versi
cherungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und
keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid vom 2
6.
August 2020 (Urk. 2)
sowie in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
8.
Oktober 2020 (
Urk.
7)
ging die Beschwerde
gegnerin ge
stützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass der Ver
siche
rungs
fall per
1.
Juni 2019
abzuschliessen sei. Mangels ausgewiesener Er
werbs
einbusse bestehe kein Anspruch auf eine Rente der obligatorischen Unfall
ver
sicherung und die Heilbe
hand
lungskosten seien einzustellen.
Die medizinisch festgehaltene blei
ben
de Einschränkung der körperlichen Integrität liege weit un
ter
halb der
Er
heb
lich
keitsgrenze
, weshalb kein unfallbedingter Inte
gri
täts
schaden auszu
gleichen sei.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 25. Sep
tember 2020 (Urk. 1) zusammengefasst geltend,
aufgrund der medizinischen Aktenlage sei davon auszugehen, dass der unfallbedingte Endzustand noch nicht erreicht sei. Ausserdem sei die Berechnung des Invaliditätsgrades nicht korrekt. Zum einen sei ein deutlich zu hohes Invalideneinkommen berücksichtigt worden, zum anderen
sei ein zu tiefes Einkommen in der angestammten Tätigkeit hinzu
gezogen worden. Schliesslich sei ihm auch eine Integritätsentschädigung zu
zu
sprechen.
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer infolge des Unfallereignisses vom
2.
September 2016
über den
1.
Juni 2019
hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.
3.
3.1
Bei eine
m Arbeitsunfall am
2.
September 2016
zog sich der Beschwerdeführer eine
Handgelenksdistorsion rechts
zu (vgl. Schadenmeldung UVG vom
5.
Sep
tem
ber 2016,
Urk.
8
/1
; vgl. auch
Urk.
8/16
).
Die gleichentags angefertigten
Röntgenbilder zeigten
keine Frakturzeichen und kei
ne Hinweise auf eine Band
ruptur
, jedoch
war
eine beginnende Radio
carpalarthrose ersichtlich (Urk.
8/16
,
Urk.
8/20
).
Der
erst
behandelnde Arzt
Dr.
med.
Z._
, Allge
meine Medizin FMH,
veranlasste eine Ruhig
stel
lung mit einer Handgelenks
schiene sowie eine lokale und perorale NSAR zur Schmerzreduktion resp. Abschwellung.
Er konstatierte, im
Rahmen einer Ver
laufs
kon
trolle am 26.
Sep
tember 2016 hätten sich persistierende Schmerzen bei Flexion und Ex
ten
sion unter Kr
aft
entwicklung sowie in den Seit
enbändern des Hand
ge
lenkes und an den proximalen Ansätzen des
musculus
extenso
carpi
radialis
resp.
carpi
ulnaris
rechts gezeigt.
Trotzdem habe sich der Beschwerde
führer zur Weiter
arbeit
in seiner angestammten Tätigkeit
entschieden (vgl. Urk.
8/20).
Nach einem
Sturz
ereignis
am
6.
No
vem
ber 2016
und einer Kontusion an beiden Händen sowie daraus resultierender
starker Schmerzzunahme im rech
ten Handgelenk
wurde
am 24.
Ja
nuar 2017 ein
Arthro
-MRI des rechten Hand
ge
lenkes durchgeführt. Dieses zeig
t
e mindestens eine Partialruptur des Liga
men
tum inter
kar
pa
le dorsale und eine
höhergradige
Zerrung der
triquetralen
An
satz
zone des Liga
men
tum
radio
triquetrum
dorsale.
Ausserdem
war
eine mässige Arthro
se im distalen
Radioulnar
gelenk
und ein fortgeschrittener fokaler Knorpel
schaden
ulnar
seitig
an der proxi
ma
len Gelenkfläche des Os
lunatums
ersichtlich.
Dr.
med. C._
, Facharzt für Handchirurgie, stellte am 2
7
.
Januar 2017 zudem die
Diagnose eines
ulnocarpalen
Impingement
mit TFCC-Läsion
(Urk. 8/33
,
Urk.
8/35
)
.
Er
führte eine Steroid Infiltration durc
h
(vgl. Arztbe
richt vom 2
7.
Januar 2017, Urk.
8/35) und
verordnet
e
Ergotherapie (vgl.
Urk.
8/46).
Bei nur noch relativ geringen Rest
schmer
zen im rechten Handgelenk wurde die Behandlung im Mai 2017 ab
ge
schlossen.
Dr.
C._
attestierte dem Beschwerdeführer ab dem 11. April 2017 eine 50%ige und ab dem
1.
Juni 2017 wieder eine volle Arbeits
fähig
keit (vgl.
Arztbericht vom 1
3.
Juli 2017,
Urk.
8/57).
3.2
Nach einer Auffahrkollision am 1
0.
August 2017 und
einem
zervikozephalem
Schmerzsyndrom
bei Status nach Beschleuni
gungs
trauma der Halswirbelsäule (HWS)
sowie
unveränderten Schmerzen am rech
ten Handgelenk (vgl. Arztbericht vom 3
1.
Januar 2018,
Urk.
8/180) war der Be
schwer
deführer v
om 2
6.
April bis 3
0.
Mai 2018 in der Rehaklinik
D._
in stationärer Be
handlung (vgl.
Austritts
bericht vom
4.
Juni 2018, Urk. 8/71). Bei persistierenden Schmerzen im rechte
n Handgelenk wurde PD Dr. med. E._
, Facharzt Handchirurgie, konsiliarisch beigezogen.
Dieser
beurteilte eine ungünstige anatomische Variante mit
Ulna
Plus und
Lunatum
Typ II als ursäch
lich für die verbleibenden Beschwer
den und
erachtete eine
Ulnaver
kür
zungs-
Osteotomie
zur Entlastung des
ulnaren
Kompartiments sowie eine
arthrosko
pische
Synoviektomie
als indiziert
(vgl.
Bericht
vom 2
8.
Mai 2018,
Urk.
8/68
), was von
Dr.
med. F._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Fach
arzt Handchirurgie, bestätigt wurde (vgl. Arztbericht
vom
2
0.
Juli 2018,
Urk.
8/97
).
Am 1
7.
August 2018 erfolgte
am
Universitätsspital G._
die Arthroskopie am rechten Hand
gelenk mit
Débridement
des TFCC und
Ulna
ver
kürzungsosteotomie
(vgl. Opera
tions
bericht vom 1
7.
August 2018,
Urk.
8/99).
Der operative Eingriff sei kompli
ka
tionslos verlaufen, sodass der Beschwerde
führer am 1
9.
August 2018 in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wund
ver
hältnissen nach Hause habe ent
lassen werden können (vgl. Austrittsbericht vom 2
4.
August 2018,
Urk.
8/105).
In der Folge wurde dem Beschwerdeführer Ergo- und Physiotherapie verordnet (vgl.
Urk.
8/112,
Urk.
8/115-116), wodurch eine Verbesserung der Schmerz
situation habe erreicht werden können
. Bild
gebende Befunde würden im Ver
gleich zu den präoperativen Bildern eine neutrale
Ulna
zeigen. Der
Osteotomie
spalt
sei jedoch noch recht gut sichtbar
(vgl.
Ver
laufs
beric
hte vom 11.
Ok
tober 2018 [Urk.
8/113], 29. November 2018 [Urk.
8/118]).
Die
sechs Monate post
operativ
noch vorhandenen Restbeschwerden seien auf das zentrale TFCC zurück
zuführen und weitere Fort
schritte seien nicht mehr zu erwarten.
Radiologisch zeige sich ein
Durchbau
der Osteotomie bzw. es
sei
ein kräftiger Kallus nach
weisbar
.
Dr.
F._
erachtete es als wenig realis
tisch,
dass der Beschwerde
führer in seiner angestammten Tätigkeit als Maler oder Gipser wieder arbeiten könne
(vgl. Sprechstundenbe
richt vom 6. Februar 2019, Urk.
8/133).
3.3
Kreisarzt
Dr.
A._
nahm am 1
2.
Februar 2019 Stellung
(
Urk.
8/123)
und äusserte, bereits in den konventionellen Röntgen
aufnahmen des rechten Hand
gelenkes, die am Unfalltag angefertigt worden seien, seien
ossäre
Veränderungen im proximalen
ulnaren
Anteil des Os
lunatum
er
kenn
bar gewesen. Diese seien Ausdruck eines seit langer Zeit bestehenden
Ulna-Im
pak
tions
syndroms
und könnten somit nicht auf den Unfall zurückgeführt werden. Mithin sei die
Ulna-Verkürzungsosteotomie
nicht unfallkausal.
Dr.
A._
formulierte folgendes Zumutbarkeitsprofil: zumutbar seien
Tätigkeiten
ganztags, bei denen die rechte Hand keinen Schlägen oder Vibrationen ausge
setzt sei und nicht für wiederholte kraftvolle Bewegungen eingesetzt werden müsse. Die Masse der einzig mit der rechten Hand zu hebenden/tragenden Lasten sei auf 15 kg zu beschränken.
In seiner Stellungnahme vom 1
3.
März 2019
(Urk.
8/157) präzisierte
Dr.
A._
, am 5. Fe
bruar 2019 habe der
Osteotomiespalt
noch frisch ausgesehen und sei nicht knöchern durchbaut gewesen. Dass es in den letzten Wochen zu einer voll
ständigen Konsolidierung des Knochens gekom
men sei, bezweifle er.
Es sei des
halb noch nicht von einem Endzustand
auszu
gehen.
3.4
Bei persistierenden
belastungsabhängigen
Schmerzen im Bereich des
ulno-carpalen
Gelenkspaltes wurde der Beschwerdef
ührer im G._
vorstellig, wo Dr.
F._
nach durchgeführtem SPECT-CT (
Urk.
8/173) eine
Arthrose
des distalen
Radioulnargelenkes
(DRUG)
rechts diagnostizierte und die Arbeits
fähig
keit auf ca. 50
%
mit max. Gewicht
tragen von 3-5 kg schätzte (vgl. Arzt
be
rich
te vom 1
1.
April 2019 [
Urk.
8/167], 2
3.
April 2019 [Urk. 8/168
]
).
Der radio
logische Befund zeige unverändert regel
rechte Stellungsverhältnisse bei Status nach
Ulna
-Verkürzung rechts. Das
Osteo
synthesematerial
sei intakt, eine Disloka
tion sei nicht ersichtlich und es gäbe stationäre Zeichen der Konsolidation. Der
Osteo
to
miespalt
sei jedoch weiterhin deutlich e
insehbar (vgl.
Urk.
8/184). Dr.
F._
veranlasste eine Infiltration des DRUG-Gelenkes (vgl.
Arztbericht vom 2
4.
Juni 2019 [
Urk.
8/183] und Operations
bericht vom
2
4.
Juli 2019 [Urk. 8/185]
)
.
Diese habe jedoch zu keinerlei Beschwer
de
linderung verholfen
. Angesichts dessen wurde die Behandlung abgeschlossen und dem Beschwerde
führer eine Abklärung durch
einen
Rheumatologe
n
empfohlen
(vgl. Arztbericht vom
7.
Oktober 2019,
Urk.
8/192).
3.5
Am
2.
Oktober 2019 wurde eine
neurologische und
elektrodiagnostische Unter
suchung am
G._
durchgeführt.
Gemäss untersuchendem Arzt
liessen
sich e
lektrodiagnostisch keine Hinweise für eine zusätzliche Kompressionsneuropathie als Ursache der rech
tsseitigen Arm
schmerzen finden
. Zusätzlich zu den post
traumatischen Schmerzen bei DRUG-Arthrose am Handgelenk rechts müsse davon ausgegangen werden, dass der wesentliche Teil
der Schmerzen im Arm
und in den Fingern 4 und 5 durch
die
im Rahmen des
HWS
-Bes
chleunigungs
traumas vom 10.
August 2017 hervorgerufenen
Misssensationen
verursacht wer
den würden. Elektrophysiologisch würden sich die Befunde eines leichten chro
nisch neuro
genen Umbaus in den Kennmuskeln C6 und C7 zeigen, was gut zu den im MRI der HWS dokumentierten
Foraminalstenosen
C5/6 und C6/7 passe (vgl. Bericht vom
2.
Oktober 2019,
Urk.
8/189).
3.6
Bei einer
multilokulären
posttraumatischen Schmerzproblematik des gesamten rechte
n
Armes und intermittierend der Knie erfolgte Ende Oktober 2019 eine rheumatologische Beurteilung in der
Klinik für Rheumatologie am G._
, im Rahmen derer keine Hinweise für eine entzündliche rheumatische Gelenks
erkrankung gefunden werden
konnte
. Die Beschwerden seien auf die posttrauma
tischen degenerativen Veränderungen zurückzuführen (vgl. Arzt
bericht vom 3
0.
Oktober 2019,
Urk.
8/197).
3.7
Gemäss neuer bildgebende
r Befunde - so die Ärzte des G._
- sei der
ulnare
Osteotomiespalt
konsolidiert, jedoch noch flau abgrenzbar. Die Platten
osteo
synthese sei in situ und ohne Lockerungszeichen. Die Weichteile seien unauffällig
und die Artikulation
des
mitabgebildeten Ellenbogen- und Handgelenkes unver
ändert (vgl.
Urk.
8/217).
3.8
Gestützt darauf ging Kreisarzt
Dr.
B._
in seiner aktenbasierten Beurteilung vom
4.
Mai 2020 (
Urk.
8/227) von einem stabilen Gesundheitszustand aus. Bei persistierenden Handgelenksbe
schwerden werde der Fokus im G._
auf eine distale
Radioulnararthrose
ausgerichtet. Die DRUG-Arthrose werde als post
trau
matisch bezeichnet.
Dies sei jedoch
nicht korrekt, da diese Arthrose bereits im Januar 2017, vier Monate nach dem Unfallereignis, in Kontext mit dem vorbe
stehenden
Ulna-Impaktionssyndrom
nachgewiesen worden sei.
Im gesam
ten Ver
lauf habe sich die Arthrose des distalen
Radioulnargelenkes
nicht ver
schlechtert, weshalb nicht davon ausgegangen werden könne, dass das Unfall
ereignis zu einer richtungsgebenden Veränderung dieser Arthrose im Bereich des distalen
Radioulnar
gelenkes
geführt habe.
Ein gewisses Mass an Restbeschwerden auf der rechten Seite sei aufgrund der Befunde jedoch erklärbar und werde im Rahmen des eingeschränkten Zumutbarkeitsprofils berücksichtigt.
Dr.
B._
wieder
holte das bereits von
Dr.
A._
im Februar 2019 formulierte Zumutbar
keits
profil, wonach dem Beschwerdeführer Tätigkeiten, bei denen die rechte Hand keinen Schlägen oder Vibrationen ausgesetzt sei und nicht für wie
der
holte kraft
volle Bewegungen eingesetzt werden müsse, ganztags zumutbar
seien
. Die Masse der einzig mit der rechten Hand zu hebenden/tragenden Lasten sei auf 15 kg zu be
schränken. In Bezug auf eine mögliche Integritätsentschädigung äus
ser
te Dr.
B._
, aufgrund eines fortgeschrittenen
Ulna-Impaktions
syndro
mes
bei
Ulna
-Plus-Variante und einer Aktivierung von Beschwerden durch eine Hand
gelenks
kontusion sei ein
Débridement
im Bereich des TFCC und eine
Ulna-Ver
kürzungs
osteotomie
durchgeführt worden. Die gesamte, durch die Operation teil
weise be
hobe
ne und angegangene Schädigung sei vorbestehend gewesen. Der Zustand nach
Ulna-Verkürzungsosteotomie
stelle keine erhebliche und unfall
be
dingte Schä
di
gung dar, welche ein Integritätsschaden im Sinne des UVG darstellen würde. Die aktuell noch im Fokus der Behandlung stehende distale
Radio
ulnararthrose
sei eindeutig vorbestehend gewesen und habe sich in keinem wirk
lich erkennbaren Ausmass im vierjährigen Verlauf nach dem Unfallereignis ver
schlechtert, sodass auch diesbezüglich kein unfallbedingter Integritätsschaden aus
gewiesen sei.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung, wonach der medizinische End
zu
stand im Zeitpunkt der Leistungseinstellung erreicht gewesen sei, im Wesent
lichen auf die Ste
llungnahme
n der Kreisärzte
Dr.
A._
vom 12. Februar 2019 (vgl. E. 3.3) und
Dr.
B._
vom
4.
Mai 2020 (vgl. E. 3.8)
,
welche den in der Rechtsprechung des Bundesgerichts entwickelten Anforderungen in allen Teilen genügen und als beweiskräftig anzusehen sind (vgl. E.
1.5
) und in diagnos
tischer Hinsicht un
bestritten
verblieben.
Der Beschwerdeführer machte zwar geltend, dass der Endzustand am rechten Handgelenk noch nicht erreicht sei
und verwies auf den
scharf abgrenzbaren
Osteotomiespalt
(
vgl.
U
rk.
1
Ziff.
2.3)
, konstatierte aber auch, dass weitergehende Verbesserungen nicht mehr zu erwarten seien (vgl.
U
rk.
1
Ziff.
2.4).
Angesichts dessen, dass die
Bildgebung
vom
3
.
Februar 2020
den
ulnaren
Osteotomiespalt
konsolidiert
und nur noch flau abgrenzbar zeigte (E. 3.7)
, ist der Einschätzung von
Dr.
B._
vom 2
4.
Februar 2020, wonach von einem unfallbedingten Endzustand am rechten Handg
elenk auszu
gehen sei (vgl. Urk.
8/218), zu folgen. Insbesondere auch vor dem Hinter
grund, dass die behan
delnden Ärzte des G._
mangels Beschwerdelinderung durch die Infiltration des DRUG-Gelenkes rechts am 2
4.
Juli 2019 aus handchirurgischer Sicht keinen Interventionsbedarf mehr sahen und die Behandlung abschlossen (E. 3.4). Ebenso wurden im Rahmen der elektrodiagnostischen Unter
suchung (E. 3.5) und der rheuma
to
logischen Abklärung (E. 3.6) keine weiteren Therapie
mass
nah
men in Bezug auf die Schmerzen im rechten Handgelenk genannt.
Umstritten ist demgegenüber die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.
4.2
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die
Kreisärzte
ist anhand der
Vorakten
nachvollziehbar und das erstellte Zumutbarkeitsprofil nimmt auf die bestehenden
Restbeschwerden
angemessen Rücks
icht.
Die Einschätzung der
Kreisärzte
stimmt
auch mit dem im Austrittsbericht der Rehaklinik
D._
formulierten Belastungsprofil überein, wonach leichte Arbeiten ohne Zwangs
haltungen, ohne Vibrationsbelastung und Schläge
ganztags
zumutbar seien (vgl.
Urk.
8/71 S. 3).
Seine Behauptungen
,
dass schon das Heben und Tragen von Lasten mit der rechten Hand bis 15 kg nicht möglich sei (
Urk.
1
Ziff.
2.1)
,
substantiiert der Beschwerdeführer nicht weiter und sie findet in den medizinischen Akten, soweit sie die Unfallfolgen anbelangen, denn auch keine Stütze.
Der
verminderte
n
Leistungsfähigkeit
wird hinreichend Rechnung getragen
, indem dem Beschwer
deführer nur noch leichte Tätigkeiten
zugemutet werden.
Dass
ihm eine ange
passte Tätigkeit nur noch in einem zeitlich eingeschränkten Umfang zumutbar sein soll (vgl.
Urk.
1
Ziff.
2.1
),
ergibt sich nicht aus den Akten, wurde ihm seitens der Ärzte doch weder ein erhöhter Pausen
bedarf noch eine verminderte
Konzentrationsfähigkeit oder Ausdauer resp. Ein
schränkung der Persönlichkeit oder Psyche attestiert. Insofern ist die von Dr.
F._
attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit
(
vgl.
Urk.
8/168, E. 3.4)
nicht nachvollziehbar, zumal dieser auch nicht ausführte, weshalb
bei leichten, die rechte Hand nicht gross belastenden Tätigkeiten eine zeitliche Ein
schränkung von 50
%
bestehen soll.
Es ist somit festzuhalten, dass für die Beurteilung auf die beweiskräftige Ein
schätzung von
D
res
.
A._
und
B._
abzustellen und somit von einer 100%ige
n
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit unter Beachtung des um
schriebenen Belastungsprofils auszugehen ist.
5.
5.1
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
5.2.1
Der Beschwerdeführer monierte, das von der Beschwerdegegnerin hinzugezogene
Valideneinkommen
sei zu tief (
Urk.
1
Ziff.
2.7).
5.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange
passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
5.2.3
Der Beschwerdeführer war seit Juni 2008 bei der
Y._
als Industriemaler angestellt
und hätte gemäss Angaben der Arbeitgeberin im Jahr 2019 einen Stundenlohn von Fr. 25.29 plus Fr. 2.40 für den 1
3.
Monatslohn und Fr. 3.56 als Ferien/Feiertagsentschädigung erzielt (vgl.
Urk.
8/159). Die Beschwerdegegnerin bemass das
Valideneinkommen
auf
Fr.
57'883.--, wobei sie zusätzlich eine Schichtzulage in der Höhe von Fr. 7'500.-- mitberücksichtigte und
damit
das
massgebende
Valideneinkommen
auf Fr. 65'383.
—
festlegte
(
Urk.
2)
. Ange
sichts dessen, dass ge
mäss Auszug aus dem Individuellen Konto des Beschwerde
führers dieser in den Jahren 2012 bis 2015 ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 64'622.75 (Fr. 60'128.-- [2012],
Fr.
69'705.-- [2013], Fr.
59'851.-- [2014],
Fr.
68'807.-- [2015]; vgl.
Urk.
8/161) erzielte, ist dies nicht zu beanstanden.
5.3
5.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
ge
ge
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herang
ezogen werden (BGE 139 V 592 E.
2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl.
BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu
Art.
28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.3.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das Invalideneinkommen gestützt auf das standardisierte monatliche Einkommen von
Fr.
5'
417
.-- für männl
iche Hilfskräfte gemäss LSE 2018
(TOTAL in der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer), was grundsätzlich nicht strittig ist.
Dieses ist u
nter Berücksichtigung der durch
schnit
t
lichen Arbeitszeit im Jahr 2019
von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszei
t nach Wirtschaftsabteilungen, T
8) sowie der Nominallohnentwicklung (
je 0.5 % für die Jahre 2019 und 2020
) auf ein Jahres
einkommen von
Fr.
68'446.--
hochzurechnen (
Fr.
5'
417
.-- x
12 :
40 x 41,7
x 0.5
%
x
0.5
%
).
Davon nahm die Beschwerdegegneri
n einen leidensbedingten Abzug
von 5
%
vor und errechnete so ein massgebendes Invalideneinkommen von
Fr.
65'024.
—(
Urk.
2).
5.3.3
Dem Einwand des Beschwerdeführers, dass ihm im Rahmen der Bemessung des Invalideneinkommens ein
höherer
Leidensabzug hätte gewährt werden müssen (
Urk.
1
Ziff.
2.6
), kann nicht beigepflichtet werden. Dass der Beschwerdeführer gemäss seinem Zumutbarkeitsprofil auf leichte Tätigkeiten angewiesen ist, recht
fertigt
grundsätzlich
keinen Abzug vom Tabellenlohn, umfasst doch der Tabellen
lohn im Kom
pe
tenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schwe
ren Tätigkeiten (Urteile des Bundesgerichts 9C
_833/2017 vom 2
0.
April 2018 E.
5.1 mit Hin
weisen, 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 1
8.
Sep
tem
ber 2012 E. 5.2).
Indem die Beschwerdegegnerin ihm einen leidens
be
ding
ten Abzug vom Tabel
len
lohn in der Höhe von 5
%
gewährte und das Invalidenein
kommen auf Fr. 65'024.-- (Fr. 68'446.-- x 0.95) bemass, hat sie berücksichtigt,
d
ass ih
m aufgrund des Zumutbarkeitsprofils lediglich ein ein
ge
schränktes Spek
trum an möglichen Tätigkeiten offen
steht
. D
ass das Alter des Beschwerdeführers die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als invaliditätsfremder Faktor grundsätzlich unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_594/2011 vom 2
0.
Oktober 2011 E. 5).
5.4
Der Vergleich des Invalideneinkommens mit dem
Valideneinkommen
ergibt eine vernachlässigbare
Erwerbseinbusse
von Fr. 359.
--.
Selbst wenn
den körperlichen Einschränkungen beim Invalideneinkommen mit einem
Abzug von 10
% Rech
nung getragen werden würde, was vorliegend nicht angezeigt ist, errechnete sich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (
Fr.
65‘383.-- gegenüber Fr. 61‘601.40
[
Fr.
68‘446 x 0.90
] ergibt eine
Erwerbseinbusse
von
Fr.
3‘781.60
resp.
ein Inva
li
ditätsgrad von gerundet 6
%
).
5.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin einen
renten
be
gründenden
Invaliditätsgrad
(vg
l. vorstehend E. 1.3
)
zu Recht verneint hat.
6.
6.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresver
dienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritäts
schadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
6.2
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische
Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teil
weiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritäts
schaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
6.3
Gestützt auf die vorliegenden bildgebenden Befunde wendete
Dr.
B._
in seiner Beurteilung des Integritätsschadens vom 2
4.
Februar 2020
(
Urk.
8/218)
die Suva T
abelle
5 an, wonach
mässiggradige
Handgelenksarthrose
n
mit 5-10
%
bewertet werden, und kam zum Schluss, dass vorliegend zunächst von einer Inte
gritätseinbusse von 5
%
auszugehen sei. Da jedoch keine gesamte unfallbedingte, sondern lediglich eine
radiou
l
nare
Hand
gelenks
arthrose vorliege und aufgrund des zeit
lichen Verlaufs davon auszugehen sei, dass maximal 5
%
der
Arthrose
entwick
lung
auf das Unfallereignis zurückzu
führen sei
, liege nur ein unfall
be
dingter Integri
tätsschaden von ca. 0.25
%
vor, was weit unterhalb der
Erheblich
keits
grenze
liege. Anlässlich seiner Beurteilung vom
4.
Mai 2020 (
Urk.
8/227) bestätigte er, dass die aktuell noc
h im Fokus der Behandlung des G._
stehende distale
Radioulnararthrose
eindeutig vorbestehend sei und sich seit dem Unfall
ereignis in keinem wirklich erkennbaren Ausmass verschlechtert habe, sodass kein unfallbedingter Integritätsschaden gefunden werden könne.
Die Beurteilung des Integritätsschadens bildet
rechtsprechungsgemäss
eine Tat
frage, die von einem Mediziner zu beantworten ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_76/2013 vom 2
3.
Juli 2013 E. 3.4.1 und U 344/01 vom 1
1.
September 2002 E. 6, je mit Hinweisen). Eine die Ansicht des Beschwerdeführers bestätigende, dem Kreisarzt widersprechende ärztliche Einschätzung der
Integritätseinbusse
ist nicht aktenkundig. Es ist daher nicht stichhaltig, wenn der Beschwerdeführer ohne ent
sprechende medizinische Grundlage
eine erneute Überprüfung eines möglichen Integ
r
itätsschadens verlangt
(
Urk.
1
Ziff.
3
). Nach dem Gesagten ist
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die medizinische Beur
teilung von
Dr.
B._
einen unfallbedingten Integritätsschaden ver
neinte.
7.
Zusammenfassend erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 26. August 2020 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
8.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aus
sichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhalts nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (Urteil des Bundesgerichts 9C_617/2009 vom 1
5. Januar 2010 E. 6.2.1 mit Hin
weisen).
Der
Beschwerdeführer ersuchte mit Beschwerde vom
2
5.
September 2020
um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege, insbesondere um Bestellung
eines
unentg
eltliche
n
Rechtsvertreter
s
(Urk.
1 S.
2).
Der Beschwerdeführer bezieht Sozialhilfe (
Urk.
13).
Sein Begehren kann trotz Abweisung der Beschwerde nicht als von Prozessbeginn an als klar aus
sichtslos bezeichnet werden. Aus den Akten ergibt sich
ausserdem
, dass die Rechtsschutzversicherung
nur
einen Teil der Kosten (4 Stunden à
Fr.
250.--) übernimmt (vgl. Urk. 20). Der medizinische Sach
verhalt und insbesondere die Bemessung des Invaliditätsgrades sowie der Inte
gri
täts
entschädigung erweisen sich als hinreichend komplex, um eine unentgeltliche Rechtsvertretung zu rechtfertigen. Damit sind die Voraussetzungen
gemäss
§ 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt und dem Beschwerdeführer ist entsprechend seinem Gesuch vom
2
5.
September
2020 (Urk. 1 S. 2) Rechtsanw
alt Thomas U.K. Brunner
als unentgeltliche
r Rechts
vertreter
für das vorliegende Verfahren zu bestellen.
8.2
Der
unentgeltliche Rechtsvertreter
des unterliegenden Beschwerdeführers ist aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Da dem Gericht keine Honorarnote eingereicht wurde, ist die Entschädigu
ng wie angekündigt (vgl.
Urk.
15
) ermessensweise ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzulegen. Mit Blick auf vergleichbare Fälle
und der fünfseitigen Beschwerdeschrift
ist die Prozessentschädigung bei einem gerichts
üblichen Stundenansatz von
Fr.
220
.--, abzüglich der von der Rechtsschutzver
sicherung übernommenen Teildeckung von Fr. 1‘000.-- (4 x Fr.
250.--),
auf ins
gesamt
Fr.
1'
0
00
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.
8.3
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.