# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c10312cc-68f4-43e9-a564-b69083afa1dc
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. (geb. 10. Januar 1962) arbeitet als Lokomotivführer bei den SBB. Seit dem 17.
Juli 2009 ist er in zweiter Ehe mit K. Y.-A. (geb. 12. April 1957) verheiratet, mit der er
zuvor schon über zehn Jahre zusammenlebte. Bis vor wenigen Jahren lebten ihre
beiden nicht gemeinsamen Kinder Z.Y. (geb. 8. Dezember 1989) und M. A. (geb. 20.
März 1986) im gleichen Haushalt. M. A. zog zu Hause aus, als das Ehepaar im Jahre
2009 ein gemeinsam erworbenes Eigenheim bezog.
Im Februar 2007 eröffnete die Jugendanwaltschaft St. Gallen ein Strafverfahren gegen
Z.Y.. Zwecks umfassender Abklärung wurde er am 11. Mai 2007 vorsorglich im
Jugendheim Platanenhof untergebracht und am 28. August 2007 (Verfügung der
Jugendanwaltschaft St. Gallen vom 24. August 2007) ins Massnahmenzentrum für
junge Erwachsene Arxhof in Niederdorf (BL) verlegt, wo er aufgrund des Entscheids
des Kreisgerichts St. Gallen vom 20. August 2008 definitiv untergebracht wurde. Am
10. August 2007 erklärte sich X.Y. in einer Vereinbarung mit der Jugendanwaltschaft
bereit, einen monatlichen Beitrag in der Höhe von Fr. 400.-- an die im Arxhof
anfallenden Massnahmekosten zu bezahlen und die Nebenauslagen (Prämien für
Krankenkasse und Versicherungen, Kosten für ärztliche Behandlungen, Kleider und
Schuhe) zu übernehmen. Dieser Berechnung lag ein steuerbares Einkommen in der
Höhe von Fr. 49'400.-- zu Grunde. Die Beitragspflicht dauerte vom 1. September bis 8.
Dezember 2007, dem 18. Geburtstag von Z.Y.. In Ziffer 4 der Vereinbarung wurde
sodann festgehalten, in der Massnahmenplanung sei vorgesehen, dass Z.Y. im
Sommer 2008 eine institutsinterne Ausbildung beginne, womit X.Y. wiederum
beitragspflichtig werde. Die Beitragspflicht sei deshalb im Sommer 2008 erneut zu
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prüfen. Mit Vollzugsverfügung vom 17. März 2009 verpflichtete die Jugendanwaltschaft
X.Y., ab dem 1. Dezember 2007 einen monatlichen Beitrag von Fr. 600.-- an die Kosten
der Massnahme zu leisten, wobei für die Monate Februar, März, September, Oktober
und November 2008 kein Beitrag und für Dezember 2008 nur die Hälfte des
Monatsbeitrags berechnet wurde. Hinzu kamen die Versicherungsprämien
(Krankenkasse, Unfall- und Haftpflichtversicherung) sowie die Kosten für ärztliche
Behandlungen (Arzt, Zahnarzt), Kleider und Schuhe. Die Jugendanwaltschaft ging in
ihrem Entscheid von einem steuerbaren Einkommen im Jahr 2007 von Fr. 78'900.--
und keinem Vermögen aus.
B./ Gegen die als Vollzugsverfügung bezeichnete Anordnung der Jugendanwaltschaft
vom 17. März 2009 erhob X.Y. mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 3. April 2009
Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement. Er beantragte, die angefochtene
Vollzugsverfügung der Jugendanwaltschaft vom 17. März 2009 sei aufzuheben;
eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen; es sei zudem die
unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu
gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung führte er im
wesentlichen an, seine finanziellen Mittel reichten zur Deckung der Verfahrenskosten
und der Kosten der Rechtsvertretung nicht aus; der Rekurs sei zudem nicht
aussichtslos. Die Voraussetzungen für eine Auferlegung der geltend gemachten Kosten
seien nicht gegeben. Sein Sohn sei seit dem 8. Dezember 2008 (richtig: 2007) volljährig
und der Mündigenunterhalt sei nur dann geschuldet, wenn er dem Verpflichteten unter
Berücksichtigung aller Umstände sowohl persönlich als auch wirtschaftlich zumutbar
sei. Unter Berücksichtigung der Nebenauslagen in der Höhe von Fr. 400.-- ergebe sich
eine monatliche Belastung von insgesamt Fr. 1'000.--. Dies sei unzumutbar, denn
monatlich werde ihm lediglich eine Lohnsumme von Fr. 3'099.15 ausbezahlt.
Vergleiche man diesen monatlich zur Verfügung stehenden Betrag mit den im Rahmen
des Notbedarfs zu berücksichtigenden Kosten, sei klar ersichtlich, dass ihm nicht
zuzumuten sei, über die bisher schon getätigten Aufwendungen hinaus
Mündigenunterhalt zu leisten. Zudem handle es sich bei den ihm auferlegten
Massnahmekosten um unvorhergesehene, ausserordentliche Kosten. Deren Bezahlung
könne von den Eltern nur gefordert werden, wenn es die Leistungsfähigkeit des
Belangten unter Berücksichtigung sämtlicher bestehender Beitragspflichten ohne
Eingriff in das Existenzminimum erlaube. Im übrigen sei das der Verfügung zugrunde
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gelegte steuerbare Einkommen noch nicht rechtskräftig veranlagt. Zudem sei es
stossend, dass sich die leibliche Mutter von Z.Y. nicht an den Kosten beteiligen müsse.
Das Sicherheits- und Justizdepartement hiess den Rekurs mit Entscheid vom 20.
September 2010 teilweise gut und verpflichtete X.Y., einen monatlichen Beitrag von
Fr. 400.-- an die Kosten der Massnahmen zu bezahlen. Die Beitragspflicht wurde auf
den Zeitraum von 1. Dezember 2007 bis 31. Juli 2009 beschränkt, wobei für die
Monate Februar, März, September, Oktober und November 2008 kein Beitrag und für
Dezember 2008 nur ein halber Monatsbeitrag gefordert wurde. Im übrigen wies das
Sicherheits- und Justizdepartement den Rekurs ab (Ziff. 1). Das Gesuch um
unentgeltliche Prozessführung wurde bewilligt, ebenso die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung (Ziff. 2). Die Vorinstanz erwog im wesentlichen, unter
Berücksichtigung der Tatsache, dass X.Y. schon bisher die Nebenkosten seines
Sohnes übernommen habe und dieser aus seinem Lehrlingslohn an die
Haushaltskosten hätte beitragen müssen, sei ein monatlicher Unterhaltsbeitrag von
Fr. 400.-- angemessen und zumutbar. Der Beitrag sei ab Dezember 2007 bis 31. Juli
2009 geschuldet. Nach der Heirat sei der Beitrag aufgrund der veränderten finanziellen
Situation und der anhaltenden Weigerung des Sohnes, mit seinem Vater Kontakt
aufzunehmen, nicht mehr zumutbar. Abgeklärt wurde zudem die finanzielle Situation
der ebenfalls wieder verheirateten leiblichen Mutter von Z.Y.. Gemäss Angaben des
Steueramtes Herisau verfügte diese über ein jährliches steuerbares Einkommen von
Fr. 17'750.-- (Hälfte des Familieneinkommens). Unter Berücksichtigung eines Abzugs
von Fr. 250.-- führte dies zu einem monatlichen Beitrag an die Massnahmekosten von
rund Fr. 15.--. Angesichts dieser Umstände wurde auf eine Kostenbeteiligung der
Mutter verzichtet.
C./ Mit Eingabe vom 5. Oktober 2010 erhob X.Y. durch seinen Rechtsvertreter
Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, Ziffer 1 des angefochtenen
Entscheids der Vorinstanz sowie die Vollzugsverfügung der Jugendanwaltschaft vom
17. März 2009 seien aufzuheben; es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung (Befreiung von Gerichtskosten, Kostenvorschüssen und
allfälligen Sicherheitsleistungen) für das Beschwerdeverfahren zu gewähren und
Rechtanwalt M. als Vertreter des Beschwerdeführers zu bestimmen; unter Kosten und
Entschädigungsfolge. Zur Begründung führte er im wesentlichen an, Z.Y. habe seine
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Ausbildung nicht in angemessener Art und Weise verfolgt. Er habe die Lehre mehrfach
unterbrochen, eine verweigernde Haltung eingenommen und die Lehre schliesslich
abgebrochen. So habe er innerhalb von drei Jahren lediglich eine nicht sehr
anspruchsvolle Anlehre absolviert. Somit bestehe zum vorneherein kein Anspruch auf
Mündigenunterhalt bzw. auf eine Kostenbeteiligung. Im übrigen lasse auch seine
finanzielle Lage eine Beteiligung an den Massnahmekosten nicht zu.
Die Vorinstanz liess sich mit Eingabe vom 18. Oktober 2010 zur Beschwerde
vernehmen und beantragte, die Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Zur

## Considerations

Begründung verwies sie auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die
Akten.
Mit Schreiben vom 4. November 2010 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine
Stellungnahme.
Die weiteren Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie die weiteren
Vorbringen des Beschwerdeführers werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 5. Oktober 2010
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Am 1. Januar 2011 trat die Schweizerische Jugendstrafprozessordnung (SR 312.1,
abgekürzt JStPO) in Kraft. Die Übergangsbestimmungen sehen vor, dass Rechtsmittel
gegen Entscheide, die vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes gefällt wurden, nach
bisherigem Recht zu ergreifen sind. Sie werden nach bisherigem Recht, von den nach
bisherigem Recht zuständigen Behörden beurteilt (Art. 51 Abs. 1 JStPO). Der
angefochtene Entscheid erging am 20. September 2010 und ist somit nach bisherigem
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kantonalem Prozessrecht zu beurteilen. Massgebend sind demzufolge das
Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht (SR 311.1, abgekürzt JStG) in seiner bis 31.
Dezember 2010 gültig gewesenen Fassung (AS 2006 3545) und das kantonale
Strafprozessgesetz (nGS 42-31, abgekürzt aStP), das mit Art. 82 des kantonalen
Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Straf- und Jugendstrafprozessordnung vom
3. August 2010 (sGS 962.1, abgekürzt EG zur StPO) aufgehoben wurde. Art. 43 Abs. 4
JStG (aufgehoben durch Anhang Ziff. 1 JStPO) sah vor, dass die Eltern im Rahmen
ihrer Unterhaltspflicht (Art. 276 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [SR 210,
abgekürzt ZGB]) die Kosten der Schutzmassnahmen mitzutragen haben. Das kantonale
Recht ermächtigte den Jugendanwalt sodann, die Kosten des Vollzugs von
Schutzmassnahmen ganz oder teilweise bei den nach den Bestimmungen des ZGB
Unterhaltspflichtigen einzufordern (Art. 340 aStP). Daran ändert sich im übrigen unter
neuem Recht nichts. Art. 45 JStPO übernimmt im wesentlichen den Inhalt von Art
43 JStG (BBl 2006 1373). Somit bildet die zivilrechtliche Unterhaltspflicht der Eltern
weiterhin die Grundlage für die Kostenbeteiligung.
Die erwähnten gesetzlichen Grundlagen sind nicht streitig. Hingegen rügt der
Beschwerdeführer, es sei ihm nicht zuzumuten, Unterhalt für seinen mündigen Sohn zu
bezahlen und einen Beitrag an die Massnahmekosten zu leisten. Es ist deshalb zu
prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausging, der Beschwerdeführer sei
gegenüber Z.Y. über das 18. Lebensahr hinaus unterhaltspflichtig und habe aus
diesem Grunde bis Ende Juli 2009 Beiträge an die Vollzugskosten zu leisten.
2.1. Die Eltern haben für den Unterhalt des Kindes aufzukommen, inbegriffen die
Kosten von Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen. Der Unterhalt wird
durch Pflege und Erziehung oder, wenn das Kind nicht unter der Obhut der Eltern
steht, durch Geldzahlungen geleistet (Art. 276 Abs. 1 und 2 ZGB). Diese Kosten
umfassen auch die Kosten des Strafvollzugs gemäss Art. 43 JStG (C. Hegnauer: ZGB -
Art. 270-295: Die Gemeinschaft der Eltern und Kinder, Die Unterhaltspflicht der Eltern,
Berner Kommentar, 1997, N 37 zu Art. 276 ZGB). Die Unterhaltspflicht dauert
grundsätzlich bis zur Mündigkeit des Kindes (Art. 277 Abs. 1 ZGB). Hat dieses dann
noch keine angemessene Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den
gesamten Umständen zugemutet werden darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis
eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Abs.
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2). Eine weitergehende Unterstützungspflicht besteht im zu beurteilenden Fall somit
nur, wenn Z.Y. nach Vollendung des 18. Lebensjahrs noch keine angemessene
Ausbildung abgeschlossen hatte. Dies ist nachfolgend zu prüfen.
2.2. Angemessen ist eine Ausbildung, wenn das geplante und realistische
Ausbildungsziel erreicht ist (P. Breitschmid, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3.
Aufl., Basel 2006, N 12 zu Art. 277 ZGB). Damit ist nicht ein bestimmter
Ausbildungsgang, eine Lehre oder Schule, sondern ein umfassender, verschiedene
Etappen durchlaufender Prozess gemeint. Er beginnt notwendig schon während der
Unmündigkeit mit der Volksschule und setzt sich fort in Schulen allgemeinbildender
oder berufsbezogener Art, praktische Anlehre oder Berufslehre (Hegnauer, a.a.O., N 29
zu Art. 277 ZGB).
Die Vorinstanz erwog, es sei unbestritten, dass Z.Y. auch nach Erreichen des
Mündigkeitsalters am 8. Dezember 2007 auf die finanzielle Unterstützung seiner Eltern
angewiesen sei, weil er sich weiterhin in einer jugendstrafrechtlichen
Schutzmassnahme befinde. Dort habe er ab 15. Oktober 2007 bis August 2010 eine
Ausbildung absolviert. Damit sei der Beschwerdeführer grundsätzlich weiterhin
unterhaltspflichtig. Daran ändere auch nichts, dass der Sohn in eine
Aussenwohngruppe übergetreten sei; dies sei im Rahmen des stufenweisen Vollzugs
der Schutzmassnahme erfolgt. Für die Dauer der Unterhaltspflicht bestehe keine
absolute Altersgrenze, und Massstab könne nicht ein Idealverlauf des jeweiligen
Bildungsgangs sein.
Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, sein Sohn schöpfe seine individuellen
Fähigkeiten nicht aus und zeige auch keine ernsthaften Bemühungen in der
Ausbildung. Dies sei dem Bericht des Arxhofs vom 14. Juni 2010 zu entnehmen. Sein
Sohn habe die Lehre verschiedentlich unterbrochen, generell eine verweigernde
Haltung eingenommen und die Lehre schliesslich zu Gunsten einer unter seinen
Fähigkeiten liegenden Anlehre abgebrochen. Unter diesen Umständen ende der
Unterhaltsanspruch rasch nach Eintritt der Mündigkeit. Somit bestehe kein Anspruch
auf Mündigenunterhalt. Folglich habe er sich auch nicht an den Massnahmekosten zu
beteiligen. Im übrigen verweigere sein Sohn jeglichen Kontakt mit ihm. Darum habe er
keine Kenntnisse über dessen finanzielle Situation. Er müsse deshalb bestreiten, dass
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Z. immer noch auf seine Hilfe angewiesen sei; er gehe davon aus, dass mit der
Ausbildung ein gewisses Einkommen verbunden sei.
Fest steht, dass Z.Y. seine berufliche Erstausbildung in Form einer Lehre als
Landschaftsgärtner am 1. August bzw. 15. Oktober 2007, also vor dem Erreichen des
Mündigkeitsalters begann. Diese Lehre dauert im normalen Verlauf drei Jahre
(www.berufsberatung.ch) und wäre somit planmässig im Sommer 2010 beendet
worden. Den Akten ist zu entnehmen, dass Z.Y. schon kurz nach Abschluss des
Lehrvertrags den Wunsch äusserte, nur eine Anlehre zu absolvieren. Das Lehrverhältnis
wurde aber erst am 31. Juli 2009 zu Gunsten einer einjährigen Anlehre aufgelöst. Diese
Massnahme verlängerte die Erstausbildungszeit somit nicht. Der Beschwerdeführer
stellt sich auf den Standpunkt, sein Sohn habe sich nicht ausreichend bemüht, seine
Fähigkeiten auszuschöpfen und die Lehre abzuschliessen; mit der Anlehre schöpfe sein
Sohn das Potential nicht aus. Somit falle seine Unterstützungspflicht mit Eintritt der
Mündigkeit dahin. Dabei übersieht er, dass die Änderung der Ausbildung die elterliche
Unterhaltspflicht nicht unzumutbar macht, wenn sie, wie es hier der Fall ist, die
ursprünglich geplante Ausbildungszeit nicht verlängert (Hegnauer, a.a.O., N 119 zu Art.
277 ZGB). Im weiteren ist eine Ausbildung dann angemessen, wenn das geplante und
realistische Ausbildungsziel erreicht ist (Breitschmid, a.a.O., N 12 zu Art. 277 ZGB).
Wenn aufgrund schwieriger persönlicher Umstände des Auszubildenden eine Korrektur
des Ausbildungsziels vorgenommen wird, ist das nicht zum vorneherein
unangemessen. Vorliegend scheint wesentlich, dass Z.Y. überhaupt eine Ausbildung
abschliessen kann, um so die Basis für eine spätere eigenständige Existenz zu
schaffen. Es ist somit festzuhalten, dass der Sohn des Beschwerdeführers erst mit
Abschluss der Anlehre zum Landschaftsgärtner über eine angemessene Ausbildung
verfügte. Folglich müssen grundsätzlich die Eltern für seinen Unterhalt aufkommen. Zu
prüfen ist nachfolgend, inwieweit dies dem Beschwerdeführer zugemutet werden kann.
2.3. Die Zumutbarkeit ist generell unter Würdigung der gesamten Umstände zu prüfen.
Dabei spielt nicht nur die wirtschaftliche Situation des Verpflichteten eine Rolle;
vielmehr sind auch die persönliche Beziehung zwischen den Eltern und ihrem Kind
sowie die Ernsthaftigkeit der Ausbildungsbemühungen zu berücksichtigen (BGE
5A_464/2008 vom 15. Dezember 2008 E. 3.1; Breitschmid, a.a.O., N 14 ff.).
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2.3.1. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des unterhaltsverpflichteten Elternteils
ergibt sich aus einer Gegenüberstellung von familienrechtlichem Notbedarf und
Nettoeinkommen. Der familienrechtliche Notbedarf wird anhand der
betreibungsrechtlichen Richtlinien (Kreisschreiben der Aufsichtsbehörde für
Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons St. Gallen über die Berechnung des
betreibungsrechtlichen Existenzminimums [KS Notbedarf], publiziert in:
www.gerichte.sg.ch) ermittelt und um gewisse Beträge (z.B. die laufende Steuerlast)
erweitert, da die Beitragsfestsetzung - im Gegensatz zur Zwangsvollstreckung - auf
längere Dauer angelegt ist und deshalb Schulden nicht einfach nach ihrer zeitlichen
Priorität berücksichtigt werden können, sondern dem Umstand Rechnung getragen
werden muss, dass Einkommen und Ausgaben auf die Dauer ausgewogen zu sein
haben (BGE 5C.238/2003 vom 27. Januar 2004). Im Grundsatz ist es folglich
gerechtfertigt, Unterhaltsleistungen gegenüber dem mündigen Kind nur dann als
wirtschaftlich zumutbar zu betrachten, wenn dem Unterhaltsberechtigten nach Abzug
der Unterhaltsbeiträge noch ein Einkommen verbleibt, das seinen Notbedarf um
ungefähr 20 Prozent übersteigt. In wirtschaftlicher Hinsicht bildet deshalb der um 20
Prozent erhöhte Notbedarf eines Elternteils die Grenze der Leistungspflicht. Dies ist
allerdings nur als Grundsatz zu verstehen. Im Einzelfall kann davon nach oben oder
unten abgewichen werden, wenn es die konkreten Umstände rechtfertigen. Ein
Unterschreiten dieser Limite könnte sich im Einzelfall rechtfertigen, wenn es
beispielsweise darum geht, nur noch wenige Monate einer Ausbildung zu finanzieren
(BGE 5A_152/2007 vom 24. September 2007 E. 3.3.2; BGE 118 II 97 E. 4b). Zu
beachten ist im weiteren, dass die Richtlinien zur Berechnung des
betreibungsrechtlichen Existenzminimums lediglich als Hilfsmittel zu verstehen sind;
Abweichungen sind daher auch gemäss Kreisschreiben im Einzelfall aufgrund
besonderer Umstände zulässig und geboten (vgl. Ziffer 1.2 KS Notbedarf). Im Rahmen
der Gesamtbeurteilung bietet es sich deshalb an, auch die Richtlinien der
Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) beizuziehen (www.skos.ch).
Allerdings sind diese nicht verbindlich; entsprechend können Pauschalen modifiziert
werden (GVP 2001 Nr. 5).
Die Vorinstanz erwog, nach Art. 285 Abs. 1 ZGB müsse der Unterhaltsbeitrag den
Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern
entsprechen. Den Eltern von mündigen Kindern werde dabei ein grösserer sozialer
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Existenzspielraum gesichert. Nach Art. 286 Abs. 3 ZGB könne das Gericht die Eltern
bei nicht vorhergesehenen ausserordentlichen Bedürfnissen des Kindes zur Leistung
eines besonderen Beitrages verpflichten. Als solch besonderer Beitrag gelte auch die
Beteiligung an den Kosten des Vollzugs jugendstrafrechtlicher Schutzmassnahmen,
soweit sie über die dadurch entfallenden laufenden Unterhaltskosten für Kost und
Logis hinausgingen. Ein ausserordentlicher Beitrag nach Art. 286 Abs. 3 ZGB könne
nur verlangt werden, wenn dies die Leistungsfähigkeit des belangten Elternteils unter
Berücksichtigung sämtlicher bestehender Beitragspflichten ohne Eingriff in sein
Existenzminimum erlaube. Die einweisende Behörde müsse dem Arxhof für den
gestützt auf das Jugendstrafrecht eingewiesenen Sohn des Beschwerdeführers
monatlich rund Fr. 12'000.-- überweisen. Der Beschwerdeführer habe im Jahr 2009
einen monatlichen Nettolohn von rund Fr. 7'000.-- erzielt. Darin enthalten sei eine
Familienzulage im Betrag von Fr. 525.--. Im Jahr 2010 hätten sich die Zahlen, unter
anderem durch den Wegfall der Familienzulage für den Sohn der Frau, etwas
verändert; insgesamt habe der Beschwerdeführer aber wiederum über ein
Nettoeinkommen von knapp Fr. 7'000.-- verfügt. Der Beschwerdeführer habe jahrelang
mit seiner Partnerin und deren Sohn im gemeinsamen Haushalt gelebt und sei für den
gesamten Lebensunterhalt aufgekommen. Seit dem Umzug ins Eigenheim sei der Sohn
der Ehefrau aus dem gemeinsamen Haushalt ausgezogen. Unklar sei, ob die aus
gesundheitlichen Gründen nicht arbeitstätige Partnerin bzw. Ehefrau Sozialleistungen
beziehe bzw. Anspruch auf solche Leistungen hätte. Im weiteren sei nicht geklärt, ob
für ihren Sohn Unterhalt geleistet worden sei bzw. hätte eingefordert werden können
und in welchem Umfang sich der Sohn der Partnerin aus seinem Lehrlingslohn an den
Lebenshaltungskosten beteiligt habe. Zudem seien verschiedene vom
Beschwerdeführer geltend gemachte Ausgaben nicht belegt. Berücksichtige man für
den Beschwerdeführer und seine Partnerin einen erweiterten Grundbedarf von
Fr. 2'136.--, für den Sohn der Partnerin einen solchen von Fr. 690.--, Mietkosten von
Fr. 1'500.--, Krankenkassenkosten von Fr. 1'063.90, Mehrkosten für auswärtige
Verpflegung von Fr. 300.--, Kosten für das Auto von Fr. 300.-- und die Kreditraten für
die Abzahlung des Autos von Fr. 1'018.25, bleibe eigentlich kein Freibetrag übrig, der
es dem Beschwerdeführer erlauben würde, auch nach der Mündigkeit seines
unterhaltsberechtigten Sohns einen Unterhaltsbeitrag zu leisten. Dies habe sich auch
nach dem Bezug des Eigenheims nicht geändert. Immerhin bestünden aber
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Unklarheiten bezüglich der Beiträge der Partnerin und Ehefrau sowie deren Sohn sowie
dessen Vater an die gemeinsamen Kosten. Ausserdem erscheine es missbräuchlich,
wenn der Beschwerdeführer bis zur Heirat im Juli 2009 zwar für den Lebensunterhalt
seiner Partnerin und deren Sohn vollumfänglich aufgekommen sei, für den leiblichen
Sohn aber nur die Bekleidungs-, Arzt- und Versicherungskosten getragen habe. Dem
Beschwerdeführer wären höhere Kosten entstanden, wenn der Sohn zu Hause gelebt
und seine Ausbildung von dort aus absolviert hätte. Berücksichtige man, dass der
Beschwerdeführer schon bisher Nebenkosten für seinen Sohn bezahlt habe und dieser
aus seinem Lehrlingslohn an die Haushaltskosten hätte beitragen müssen, sei ein
monatlicher Unterhaltsbeitrag von Fr. 400.-- zumutbar und angemessen; die Monate
Februar, März, September, Oktober, November und der halbe Dezember 2008 seien
von der Beitragspflicht ausgenommen. Der Beschwerdeführer habe sich deshalb mit
Fr. 5'800.-- (14,5 Monatsbeiträge à Fr. 400.--) zu beteiligen.
Der Beschwerdeführer macht geltend, im Jahre 2009 lediglich über ein
Monatseinkommen von Fr. 6'688.05 verfügt zu haben. Die Vorinstanz habe
fälschlicherweise verschiedene Kosten nicht zum Abzug zugelassen. Dasselbe gelte für
das Jahr 2010. In den massgeblichen Jahren habe sein monatliches Nettoeinkommen
deshalb deutlich weniger als Fr. 7'000.-- betragen. Seine damalige Partnerin und
heutige Ehefrau sei Hausfrau und leiste so ihren Beitrag an die Gemeinschaft. Zudem
sei es ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, darüber hinaus tätig zu werden.
Sozialleistungen, eine IV-Rente oder dergleichen beziehe sie nicht. Somit könne die
Vorinstanz daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Gleiches gelte auch für die nicht
weiter substantiierte Behauptung, der Beschwerdeführer habe im Rekursverfahren
verschiedene geltend gemachte Auslagen nicht belegt. Die Vorinstanz habe hingegen
zu Recht erkannt, dass ihm während der gesamten massgeblichen Zeitperiode kein
Freibetrag übriggeblieben sei. Dass sie trotzdem zum Schluss komme, ein monatlicher
Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 400.-- sei angemessen und zumutbar, erstaune
deshalb. Es bestehe kein Raum für einen Eingriff in das um 20 Prozent erweiterte
Existenzminimum. Hingegen würden zu Recht keine Beiträge für die Monate Februar,
März, September, Oktober und November sowie den halben Monat Dezember 2008
verlangt. In dieser Zeit habe sich Z.Y. nicht im Arxhof aufgehalten.
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Bezüglich Einkommen ist festzuhalten, dass lediglich eine Lohnabrechnung vom
Februar 2009 vorliegt. Sie wird sowohl von der Vorinstanz als auch vom
Beschwerdeführer zur Berechnung des Notbedarfs herangezogen. Streitig ist die Höhe
des Nettoeinkommens. Während die Vorinstanz von rund Fr. 7'000.-- ausging, macht
der Beschwerdeführer geltend, es seien noch weitere Abzüge in der Höhe von
Fr. 352.20 zuzulassen und gelangt so zu einem massgeblichen Nettoeinkommen von
Fr. 6'688.05. Es ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass Beiträge an
Berufsverbände (Fr. 46.20/Fr. 20.50) nicht im monatlichen Grundbetrag enthalten und
folglich dem Notbedarf zuzurechnen sind (Ziff. 4.3 KS Notbedarf). Hingegen sind
Fahrvergünstigungen für das SBB-Personal (Fr. 280.--) und Beiträge an die
Rechtsschutzversicherung (Fr. 5.50) nicht zu berücksichtigen. Es ist nicht davon
auszugehen, dass die Fahrvergünstigungen beruflichen Zwecken dienen, denn der
Beschwerdeführer erfasst im Notbedarf beruflich bedingte, auch von der Vorinstanz
anerkannte Fahrzeugkosten. Unter Berücksichtigung eines Bruttolohnes von
Fr. 7'287.30, einer Familienzulage von Fr. 525.--, des Anteils des 13. Monatslohnes von
Fr. 607.30, der Sozialabzüge in der Höhe von Fr. 1'271.65 sowie der erwähnten
Beiträge an den Berufsverband in der Höhe von Fr. 66.70 ergibt sich somit ein
Nettolohn von Fr. 7'081.25. Diesem Einkommen ist der familienrechtliche Notbedarf
gegenüberzustellen.
Vorerst ist festzuhalten, dass der vom Beschwerdeführer errechnete Notbedarf von
Fr. 10'318.49 rund 50 Prozent über dem von ihm selbst errechneten Nettoeinkommen
von Fr. 6'688.05 liegt. Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch
nicht dargetan, wie diese erhebliche Differenz gedeckt werden soll, um Einkommen
und Ausgaben in Balance zu halten. Da nebst dem Autokredit keine weiteren Schulden
ausgewiesen sind, ist davon auszugehen, dass die vom Beschwerdeführer
aufgeführten Notbedarfskosten fern der Realität liegen. Im weiteren ist davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer, soweit aus den Akten ersichtlich, im hier
relevanten Zeitraum keinerlei finanzielle Verpflichtungen gegenüber seiner damaligen
Lebenspartnerin und ihrem Sohn hatte; trotzdem finanzierte er ihren Lebensunterhalt.
Im Zusammenhang mit der Notbedarfsberechnung ist aber nicht entscheidend, aus
welchen Motiven der Beschwerdeführer keine Haushaltsbeiträge einforderte;
entscheidend ist, dass in der fraglichen Zeitperiode keine entsprechende Verpflichtung
bestand. Folglich können die Beiträge des Beschwerdeführers an seine
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Lebenspartnerin und deren Sohn, soweit sie über die an ihn ausbezahlte
Familienzulage hinausgehen, ausser acht gelassen werden. Im übrigen ist nicht geklärt,
welche Beiträge die Partnerin des Beschwerdeführers und deren Sohn an den
gemeinsamen Haushalt leisteten oder hätten leisten können. Der Beschwerdeführer
legt nicht dar, inwiefern es weder seiner Partnerin noch M.A. möglich war, an die
Haushaltskosten beizutragen. Der einfache Hinweis auf gesundheitliche Probleme
reicht nicht aus. Im 2005 nahm der Beschwerdeführer sodann einen Kredit in der Höhe
von Fr. 50'000.-- auf, um sich ein Auto anzuschaffen. Diese Verschuldung führte zu
einer monatlichen Belastung von Fr. 1'018.25. Dazu ist festzustellen, dass die
berufsbedingten Fahrkosten zwar dem Notbedarf zugerechnet werden können; dies
jedoch nur im Rahmen des unbedingt Notwendigen. Für die Fahrt zur Arbeit benötigt
der Beschwerdeführer kein derart teures Fahrzeug. Durch den Kauf eines den
finanziellen Rahmenbedingungen angepassten Personenwagens für ca. Fr. 25'000.--
hätten die monatlichen Kreditkosten um 40 bis 50 Prozent reduziert werden können.
Die Vorinstanz errechnete einen Notbedarf von rund Fr. 7'000.-- und stellte zu Recht
fest, der Beschwerdeführer habe verschiedene Beträge nicht detailliert nachgewiesen.
Es wäre ihm beispielsweise zuzumuten gewesen, die Berufsauslagen mit den
Berechnungsgrundlagen und nicht nur in Pauschalbeträgen auszuweisen. Deshalb ist
nichts dagegen einzuwenden, wenn die Vorinstanz diese Kosten im Rahmen ihres
Ermessens reduzierte. Im weiteren führt der Beschwerdeführer Beträge auf, die dem
Notbedarf nicht zugerechnet werden dürfen. So ist es nicht möglich, den Grundbetrag
für seinen nicht zu Hause wohnenden Sohn Z.Y. um Fr. 690. zu erhöhen. Ebenfalls
nicht vom Grundbedarf erfasst werden über die obligatorische Krankenversicherung
hinausgehende Zusatzversicherungen (Fr. 227. ). Was die Arztkosten betrifft, so ist
festzustellen, dass den Akten zwar verschiedene Rechnungen beiliegen, aufgrund
fehlender Angaben zur Jahresfranchise ist die Höhe des effektiven Selbstbehalts
jedoch nicht eruierbar. Die ausgewiesenen Heizkosten (Fr. 65.--), die Kosten für die
Hausratversicherung (Fr. 40.--) und die laufenden Steuern (Fr. 670.--) sind dem
Notbedarf hingegen zuzurechnen. Zu berücksichtigen ist weiter, dass die Vorinstanz
den Notbedarf auf der Basis des um 20 Prozent erhöhten Grundbedarfs gemäss dem
KS Notbedarf festlegte. Dieser Ansatz liegt wesentlich über den Empfehlungen der
SKOS-Richtlinien, die bis 31. Dezember 2010 für einen Dreipersonenhaushalt einen
Grundbedarf in der Höhe von Fr. 1'786.-- (nicht indexiert) vorsahen. Wie bereits
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erwähnt, handelt es sich auch bei diesen Ansätzen nur um Empfehlungen, die
wiederum den konkreten Situationen anzupassen sind. Ausgehend von einem auf
Fr. 1'800.-- aufgerundeten SKOS-Ansatz ergibt sich unter Hinzurechnung der Wohn-
und Heizkosten (Fr. 1'565.--), Krankenkassenprämien (Fr. 1'063.90), Prämien für die
Haftpflicht- und Hausratversicherung (Fr. 40.--), Berufsauslagen (Fr. 600.--),
Abzahlungsrate für das Auto (Fr. 1'018.25) und der laufenden Steuern (Fr. 670.--) ein
Notbedarf in der Höhe von rund Fr. 6'750.--. Bei einem Nettoeinkommen von
Fr. 7'000.-- verbleibt eine freie Quote von Fr. 250.--. In diesem Betrag bleiben die
bereits erwähnten Unklarheiten über die Beiträge der Lebenspartnerin und ihrem Sohn
an die Haushaltskosen sowie die mögliche Reduktion der Autokosten unberücksichtigt.
2.3.2. Die Zumutbarkeit ist unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen. Zu
berücksichtigen sind insbesondere auch die persönlichen Beziehungen zwischen dem
Verpflichteten und dem Mündigen sowie die Ernsthaftigkeit der
Ausbildungsbemühungen (vgl. Breitschmid, a.a.O., N 18 ff. zu Art. 277 ZGB).
Der Beschwerdeführer führt an, auch aus persönlicher Sicht sei die Leistung von
Mündigenunterhalt nicht zumutbar, da Z.Y. jeglichen Kontakt zu ihm verweigere. Auch
die Vorinstanz kam in ihrem Entscheid zum Schluss, die Weigerung des Sohnes, mit
dem Beschwerdeführer in Kontakt zu treten, habe Einfluss auf die Unterhaltspflicht. Sie
erwog, ein Beitrag an den Unterhalt von Z.Y. sei nur bis zur Heirat des Vaters zu
entrichten. Danach seien weitere Unterhaltsbeiträge aufgrund des Verhaltens von Z.Y.
nicht mehr zumutbar.
Es ist nicht zu bestreiten, dass ein fruchtbares Zusammenwirken in Ausbildungs- und
Unterhaltsbelangen ein einigermassen funktionierendes persönliches Verhältnis
voraussetzt. Allerdings ist der Mündigenunterhalt nicht von einer harmonischen
Beziehung oder einem funktionierenden Besuchsrecht abhängig (Breitschmid, a.a.O., N
18 f. zu Art. 277 ZGB). Gemäss dem Bericht des Massnahmenzentrums Arxhof vom 10.
Juli 2010 lebt Z.Y. in einem emotional instabilen und mageren sozialen Umfeld. Seine
weitere Entwicklung wird insbesondere aufgrund seiner zwischenmenschlichen und
persönlichen Beziehungen als fragil bezeichnet. Die Gründe für Z.Y.s
Kontaktverweigerung seien mehrfache Kränkungen. Einerseits habe er sich von seinem
Vater und der Stiefmutter gegenüber seinen Stiefgeschwistern benachteiligt gefühlt,
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andererseits habe er Angst vor Auseinandersetzungen mit seinem Vater gehabt; es sei
ihm zudem nicht gelungen, sich abzugrenzen. Die Probleme beschränken sich aber
nicht auf seinen Vater. Wie dem erwähnten Bericht zu entnehmen ist, gestaltet sich
auch die Beziehung zu seinen beiden älteren Geschwistern schwierig und instabil. Es
ist offensichtlich, dass sich Z.Y. in einer schwierigen persönlichen Situation befindet,
die im Massnahmenzentrum Arxhof verbessert werden soll. Unter diesen
aussergewöhnlichen Umständen ist es verständlich, dass sich die Beziehungen zum
familiären Umfeld nicht immer einfach gestalten. Für Z.Y. ist es wesentlich, dass er
nach seinem Aufenthalt im Arxhof auf einer minimalen beruflichen Grundlage aufbauen
und so für seinen eigenen Lebensunterhalt sorgen kann. Angesichts der gesamten
Umstände kann folglich nicht gesagt werden, dass aufgrund der gestörten
persönlichen Beziehung keine Unterhaltszahlungen zu leisten sind. Im übrigen
behauptet der Beschwerdeführer auch nicht, sein Sohn verfolge die Anlehre nicht mit
der notwendigen Ernsthaftigkeit. Dies wird auch im Bericht des Massnahmenzentrums
Arxhof nicht erwähnt; im Gegenteil ist diesem zu entnehmen, dass sich Z.Y. mit der
Umwandlung von der Lehre in die Anlehre im Sommer 2009 vermehrt einzusetzen
begann.
2.3.3. Zusammenfassend ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass sich der Sohn des
Beschwerdeführers bei Erreichen des Mündigkeitsalters in seiner Erstausbildung
befand und es dem Beschwerdeführer unter Würdigung aller Umstände zuzumuten ist,
bis zu seiner Heirat für den Unterhalt von Z.Y. aufzukommen. Zu prüfen ist
nachfolgend, ob ein monatlicher Beitrag in der Höhe von Fr. 400.-- angemessen ist.
2.4. Gemäss Art. 340 aStP kann der Jugendanwalt die Kosten des Vollzugs von
Schutzmassnahmen ganz oder teilweise bei den nach den Bestimmungen des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches Unterhaltspflichtigen einfordern. Diese allgemein
formulierte Bestimmung wird in einer internen Weisung der Staatsanwaltschaft zu Art.
316 aStP konkretisiert. Unter Ziffer 5 lit. a (Finanzierung) der Weisung ist festgehalten,
dass von den nach Massgabe des Zivilrechts Unterhalts- oder
Unterstützungspflichtigen in der Regel Beiträge von monatlich 1,5 Prozent des
steuerbaren Jahreseinkommens an die Massnahmenvollzugskosten zu erheben sind.
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Die Vorinstanz erwog in ihrem Entscheid vom 20. September 2010, aus der
Gegenüberstellung von Notbedarf und Nettoeinkommen des Beschwerdeführers
ergebe sich kein Überschuss. Es bestünden allerdings verschiedene Unklarheiten,
unter anderem bezüglich der Beiträge der Partnerin und Ehefrau sowie deren Sohn und
dessen Vater an die gemeinsamen Kosten (E. 2.3.1.). Unter Berücksichtigung der
Tatsache, dass der Beschwerdeführer schon bisher Nebenkosten für seinen Sohn
bezahlt habe und dieser aus seinem Lehrlingslohn an die Haushaltskosten hätte
beitragen müssen, sei ein monatlicher Unterhaltsbeitrag von Fr. 400.-- angemessen
und zumutbar. Der Beschwerdeführer hielt dagegen, die Vorinstanz argumentiere
widersprüchlich, wenn sie einerseits feststelle, es sei ihm in der massgeblichen Zeit
kein Freibetrag zur Verfügung gestanden und andererseits trotzdem zum Schluss
gelange, ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 400.-- sei angemessen und zumutbar. Es
bestehe kein Raum für einen Eingriff in das erweiterte Existenzminimum.
Gemäss Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramtes vom 28. Mai 2009 betrug
das steuerbare Einkommen des Beschwerdeführers im Jahr 2007 Fr. 71'500.--;
Angaben über das steuerbare Einkommen der Folgejahre sind den Akten nicht zu
entnehmen. Ausgehend von diesem Einkommen sind unter Anwendung der
staatsanwaltlichen Praxis monatliche Beiträge von Fr. 1'072.50 an die
Massnahmenvollzugskosten zu erheben. Davon in Abzug zu bringen sind die vom
Beschwerdeführer zu tragenden Nebenkosten für ärztliche Behandlungen (Fr. 50.--),
Kleider (Fr. 120.--) und Versicherungsprämien (Fr. 250.--) in der Gesamthöhe von
geschätzten Fr. 420.--. Der üblicherweise zu bezahlende Beitrag beläuft sich somit auf
rund Fr. 650.--. Ein Beitrag von Fr. 400.-- liegt demnach innerhalb des vorgesehenen
Rahmens und erscheint angesichts der finanziellen Situation des Beschwerdeführers
angemessen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Beschwerdeführer in der
Vereinbarung mit der Jugendanwaltschaft vom 10. August 2007 auf der Basis eines
deutlich tieferen steuerbaren Einkommens von Fr. 49'400.-- bereit erklärte, monatliche
Beiträge in der Höhe von Fr. 400.-- an die Kosten des Massnahmenvollzugs zu leisten.
Dies kann durchaus als Indiz für die finanzielle Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers gewertet werden. Gegen die entsprechenden Erwägungen der
Vorinstanz ist deshalb nichts einzuwenden, zumal wie erwähnt verschiedene
Unklarheiten bezüglich der tatsächlichen finanziellen Situation des Beschwerdeführers
bestehen.
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2.5. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Vorinstanz zu Recht feststellte, der
Beschwerdeführer sei nach Eintritt des Mündigkeitsalters seines Sohnes Z.Y. weiterhin
unterhaltspflichtig. Ein über die Nebenkosten hinausgehender monatlicher Beitrag von
Fr. 400.-- entspricht den gesetzlichen Vorgaben und ist unter Würdigung aller
Umstände zumutbar. Die Beitragspflicht besteht vom 1. Dezember 2007 bis 31. Juli
2009. Unbestritten ist, dass für die Monate Februar, März, September, Oktober,
November und den halben Monat Dezember 2008 keine Beiträge geschuldet sind. Zu
entrichten sind somit 14,5 Monatsbeiträge à Fr. 400.--, insgesamt Fr. 5'800.--.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.
3. Der Beschwerdeführer stellt ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt M., St. Gallen, für das
Beschwerdeverfahren.
Diesem Begehren ist stattzugeben, zumal die Frage der Bedürftigkeit untrennbar mit
der Hauptsache zusammenhängt und die Beschwerde nicht als geradezu aussichtslos
zu qualifizieren ist (Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 117 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung, SR 272).
Die amtlichen Kosten gehen zufolge der unentgeltlichen Rechtspflege zulasten des
Staates. Eine Gebühr von Fr. 1'500.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95
Abs. 3 VRP).
Als unentgeltlicher Rechtsbeistand ist Rechtsanwalt M., St. Gallen, zu bestimmen. Für
das Beschwerdeverfahren ist der Anspruch des unentgeltlichen Rechtsbeistands auf
Fr. 2'000.-- zuzügl. MWSt festzusetzen (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, in Verbindung mit Art. 31 Abs. 3 des
Anwaltsgesetzes, sGS 963.70).
Demnach hat das Verwaltungsgericht