# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 031e44b8-5d47-5515-8acc-eccd80137046
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 18. Februar 2017 reichten A._ und B._ die Steuererklärung 2016 ein. Sie deklarierten unter anderem ein Erwerbseinkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (Codes 1.110 und 1.120) von CHF 21‘844.- (Ehefrau), ein Einkommen aus Renten der ersten und zweiten Säule (Codes 3.110 und 3.120) von CHF 25‘404.- (Ehemann) bzw. CHF 4‘020.- (Ehefrau), ein Einkommen aus Privatliegenschaften (Code 3.310) von CHF 16‘236.- sowie  (Code 3.340) von CHF 13‘200.-. Weiter deklarierten sie Privatkapitalien (Code 3.210) von CHF 86‘506.- sowie Privatliegenschaften (Code 3.310) im Wert von CHF 791‘000.-.
Am 22. Dezember 2018 reichten die Steuerpflichtigen dieselbe Steuererklärung ein zweites Mal ein.
Mit ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 19. April 2018 setzte die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) das Einkommen aus unselbständiger  (Codes 1.110 und 1.120) auf CHF 21‘844.- (Ehefrau), das Einkommen aus Renten der ersten und zweiten Säule (Codes 3.110 und 3.120) auf CHF 25‘404.- (Ehemann) bzw. CHF 4‘020.- (Ehefrau), das Einkommen aus Privatliegenschaften (Code 3.310) auf CHF 23‘509.- sowie die Mietzinseinnahmen (Code 3.340) auf CHF 13‘200.- fest. Die Privatkapitalien (Code 3.210) wurden auf CHF 86‘605.- und der Wert der Privatliegenschaften (Code 3.310) auf CHF 791‘000.- . Unter Berücksichtigung der übrigen Steuerfaktoren ergab sich ein steuerbares Einkommen (Code 7.910) von CHF 48‘139.- (Bund; satzbestimmend: CHF 48‘224.-; geschuldete Steuer: CHF 198.55) resp. CHF 41‘166.- (Kanton; satzbestimmend: CHF 41‘235.-; geschuldete Steuer: CHF 1‘917.20). Das steuerbare Vermögen (Code 7.910) belief sich auf CHF 257‘652.- (: CHF 292‘342.-) und die darauf erhobene Kantonssteuer auf CHF 618.25.
In der internationalen Steuerausscheidung vom selben Tag wurde unter Code 8.910 ein  von CHF 34‘690.- (9.34 Prozent) und ein Nettoeinkommen von CHF 106.- (0.17 Prozent) ins Ausland ausgeschieden.
B. Mit Eingabe vom 30. April 2018 erhoben die Steuerpflichtigen Einsprache gegen die  Veranlagungsanzeige vom 19. April 2018. Sie machten geltend, seinerzeit den Fragebogen zur Bewertung der Miet- und Steuerwerte der Liegenschaft nicht korrekt ausgefüllt zu haben. Namentlich sei die Zimmereinheit falsch berechnet worden.
Am 10. Dezember 2018 stellte die Steuerverwaltung fest, dass die Entwicklung des Vermögens der Steuerpflichtigen in den Steuerperioden 2016 und 2017 aufgrund der deklarierten Einkommen und den üblicherweise nötigen Ausgaben für den Lebensunterhalt nicht möglich sei. Es ergebe sich ein Manko von CHF 20‘171.- (Steuerperiode 2016) resp. CHF 40‘012.- (Steuerperiode 2017). Die Steuerpflichtigen wurden aufgefordert, die fehlende Liquidität zu erklären und überprüfbare Belege nachzureichen. Weiter wurden sie darauf aufmerksam gemacht, dass auch das  und Vermögen im Ausland vollständig zu deklarieren und eine allfällige ausländische  zu den Akten zu reichen sei.
Im Januar 2019 erklärten die Steuerpflichtigen, die Vermögensveränderung lasse sich auf die  des Jahres 2015 und Ersparnisse (Steuerperiode 2016) resp. auf die Rückzahlung einer Schuld (Steuerperiode 2017) zurückführen.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 9
Mit Schreiben vom 19. Februar 2019 stellte die Steuerverwaltung den Steuerpflichtigen in Aussicht, die Steuerveranlagung 2016 zu ihrem Nachteil abzuändern (reformatio in peius). Es sei vorgesehen, in der internationalen Steuerausscheidung folgende Werte zu berücksichtigen:
Steuerbare Elemente im Ausland (zur Satzbestimmung) Immobilien CHF 100‘000.- Andere Vermögenswerte CHF 500‘000.- Ertrag Immobilien CHF 2‘500.- Unterhaltskosten Immobilien CHF 500.-
Am 22. Februar 2019 erklärten die Steuerpflichtigen, bei der Liegenschaft im Ausland handle es sich um das Elternhaus, das um das Jahr 1900 erbaut worden sei. Es verfüge weder über eine Heizung noch Strom und sei zurzeit unbewohnt. In den CHF 100‘000.- sei auch der Umschwung inbegriffen. Der von der Steuerverwaltung unter dem Titel „andere Vermögenswerte“  Betrag von CHF 500‘000.- sei utopisch. Es sei zwar etwas Bauland verkauft worden, der Erlös sei aber unter den Geschwistern verteilt worden. Zum Ertrag aus Immobilien hätten sie nichts zu sagen. Es sei der Steuerverwaltung bekannt, dass die Immobilie weder bewohnt noch vermietet werden könne.
Mit Einspracheentscheid vom 26. Februar 2019 änderte die Steuerverwaltung die ordentliche Veranlagung vom 19. April 2018 zu Ungunsten der Steuerpflichtigen ab. Sie erwog, dass trotz mehrmaliger Aufforderung und trotz des Hinweises auf die beabsichtigte reformatio in peius keine Belege, Beweismittel oder glaubwürdige Erklärungen abgegeben worden seien. Unter Code 3.410 (Vermögensentwicklung) werde deshalb die fehlende Liquidität von CHF 20‘171.- aufgerechnet, unter Code 3.480 (andere Reinelemente Ausland / nur zur Satzbestimmung) steuerbare  im Betrag von CHF 500‘000.- berücksichtigt.
Am 21. März 2019 erliess die Steuerverwaltung eine definitive Veranlagungsanzeige, aus welcher sich ein steuerbares Einkommen (Code 7.910) von CHF 73‘605.- (Bund; satzbestimmend: CHF 67‘854.-; geschuldete Steuer: CHF 714.25) resp. CHF 71‘216.- (Kanton; satzbestimmend: CHF 65‘465.-; geschuldete Steuer: CHF 4‘554.95) und ein steuerbares Vermögen (Code 7.910) von CHF 459‘602.- (satzbestimmend: CHF 792‘342.-; geschuldete Steuer: CHF 1‘378.80) ergab.
In der internationalen Steuerausscheidung vom selben Tag wurde unter Code 8.910 ein  von CHF 332‘740.- (38.18 Prozent) und ein Nettoeinkommen von minus CHF 5‘751.- ins Ausland ausgeschieden.
C. Gegen den Einspracheentscheid vom 26. Februar 2019 erhoben die Steuerpflichtigen am 22. März 2019 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg, ohne konkrete Anträge zu stellen. Hinsichtlich der fehlenden Liquidität (Code 3.410) machen sie geltend, dass zwischen dem 31. Dezember 2015 und dem 31. Dezember 2016 eine Differenz von CHF 3‘921.- bestehe. Sie seien sich gewohnt, sparsam zu leben. Zudem hätten sie Mietzinseinnahmen von monatlich CHF 2‘200.- kassiert. Im Hinblick auf die Vermögenswerte im Ausland (Code 3.480) wird , dass die elterliche Liegenschaft etwa 120-jährig und unbewohnbar sei, da sie weder über Strom noch eine Heizung verfüge. Dies sei nicht berücksichtigt worden.
Der am 27. März 2019 auf CHF 800.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 3. April 2019 .
Kantonsgericht KG Seite 4 von 9
Da die Beschwerdeschrift nicht unterzeichnet war, wurde den Beschwerdeführern am 27. März 2019 sodann eine Frist und am 29. April 2019 eine Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerde angesetzt. Mit Eingabe vom 2. Mai 2019 reichten die Beschwerdeführer ein unterschriebenes Exemplar der Beschwerdeschrift nach.
In ihren Bemerkungen vom 23. Mai 2019 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde.
Die eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Mit Eingaben vom 14. Juni 2019 und 1. Juli 2019 reichten die Beschwerdeführer unaufgefordert weitere Unterlagen ins Recht.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

Erwägungen
Prozessuales
1.