# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c0ed569c-aaf0-4d42-982a-e25b4ca84de7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ (in der Folge: Ehefrau), geboren am _ 1979 in O.1_, Staatsangehörige von L.1_, und X._ (in der Folge: Ehemann), geboren am _ 1987, von O.2_, haben am _ 2009 vor dem Zivilstandsamt O.3_ geheiratet. Aus der Ehe ist das Kind A._, geboren am _ 2011, hervorgegangen. Die Ehefrau ist zudem die Mutter von B._, geboren am_ 2009.
B. Auf Veranlassung der Ehefrau und gestützt auf eine von den Parteien am 1./9. Juli 2011 unterzeichnete Trennungsvereinbarung erliess der Einzelrichter am Bezirksgericht Hinterrhein am 18. Juli 2011 folgenden Eheschutzentscheid:
1. Y._ und X._ sind berechtigt, getrennt zu leben. Die Trennung erfolgte per 1. Juli 2011.
2. Die eheliche Wohnung an der _strasse 10, O.4_, wird für die Dauer des Getrenntlebens Y._ und dem gemeinsamen Kind A._ zugeteilt. X._ wird berechtigt, seine persönlichen Effekten und weitere Effekten sowie weitere Gegenstände nach separater Vereinbarung für sich für die Einrichtung seiner eigenen Wohnung mit sich zu nehmen.
3. Die Obhut über A._, geboren am _ 2011, wird für die Dauer des Getrenntlebens der Mutter zugeteilt.
4. X._ ist berechtigt, A._ jeweils am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats am Samstag von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Zudem hat X._ das Rechts, mit seinem Kind, sobald es das Alter zulässt, maximal drei Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen. Betreffend die Feiertage wie Auffahrt, Ostern, Pfingsten und Weihnachten sowie die Geburtstage des Kindes sprechen sich die Eheleute vorgängig ab und achten auf eine ausgewogene Verteilung und auf die Interessen des Kindes.
5. X._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._ und A._ für die Dauer des Getrenntlebens mit Wirkung ab dem 1. Juli 2011 im Voraus monatlich insgesamt CHF 2'775.00 (für das gemeinsame Kind CHF 500.00 zuzüglich CHF 275.00 Kinderzulage, für die Ehefrau CHF 2'000.00) zu leisten.
X._ wird verpflichtet, weiterhin den Mietzins für die eheliche Wohnung in Anrechnung an die Unterhaltszahlungen zu bezahlen, mit diesen zu verrechnen und somit Y._ den Differenzbetrag zu überweisen.
C. Am 31. Oktober 2013 gelangten die Parteien mit einem gemeinsamen Scheidungsbegehren an das Bezirksgericht Hinterrhein.
D. Nachdem hinsichtlich der Nebenfolgen keine Einigung erzielt werden konnte, erfolgte mit Verfügung vom 18. Juni 2014 der Wechsel ins kontradiktorische
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Verfahren, mit Zuweisung der Klägerrolle an die Ehefrau. Verfügungsgemäss reichten die Parteien am 18. August 2014 (Ehefrau) und am 30. September 2014 (Ehemann) ihre begründeten Anträge wie folgt ein:
Rechtsbegehren Ehefrau: 1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.
2. Der gemeinsame Sohn A._, geb. _ 2011, sei unter die alleinige elterliche Sorge und Obhut der Klägerin zu stellen.
3. Es sei das Besuchs- und Ferienrecht festzulegen.
4. Der Beklagte sei zu verpflichten, einen monatlichen Unterhaltsbeitrag für den Sohn in der Höhe von Fr. 850.00 zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.
5. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'600.00 bis zum 31. Juli 2021 und ab 1. August 2021 bis 31. Juli 2027 Fr. 800.00 zu bezahlen.
6. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei vorzunehmen.
7. Die Teilung der beruflichen Vorsorge sei gemäss Gesetz vorzunehmen.
8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 8% MwSt. zu Lasten des Beklagten.
Rechtsbegehren Ehemann: 1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.
2. Der gemeinsame Sohn A._, geb. _ 2011, sei unter die Obhut der Klägerin zu stellen.
3. Es sei das Besuchs- und Ferienrecht festzulegen.
4. Der Beklagte sei zu verpflichten, an den Unterhalt des Sohnes A._ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von CHF 750.00 zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.
5. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'600.00 bis 31. Juli 2015 zu bezahlen.
6. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei vorzunehmen.
7 Die Verteilung der beruflichen Vorsorge sei gemäss Gesetz vorzunehmen.
8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 8% MwSt zu Lasten der Klägerin.
E.a. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Hinterrhein vom 1. Oktober 2015 hat die Ehefrau ihr Rechtsbegehren in Bezug auf die elterliche Sorge wie folgt geändert:
2. Der gemeinsame Sohn A._, geb. _ 2011, sei unter die gemeinsame elterliche Sorge der Eltern zu stellen. Die Obhut ist der Klägerin zuzuteilen.
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E.b. Der Ehemann beantragte an der Hauptverhandlung vom 1. Oktober 2015, der "Antrag auf Zusprechung von nachehelichen Unterhaltsbeiträgen über die Dauer der Trennung sei abzuweisen" (vgl. Plädoyernotizen des berufungsbeklagtischen Rechtsvertreters in RG act. VI.4 Rechtsbegehren Nr. 5). In seiner Begründung konkretisierte er sodann, dass "eine Begrenzung des nachehelichen Unterhalts bis im Sommer 2015 angemessen" erscheine (vgl. RG act. VI.4 S. 11).
F. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2015, mitgeteilt am 4. Februar 2016, hat das Bezirksgericht Hinterrhein Folgendes erkannt:
1. (Scheidungspunkt)
2. X._ ist verpflichtet, Y._ folgenden nachehelichen Unterhalt gemäss Art. 125 ZGB, zahlbar monatlich vorschüssig je auf den ersten Arbeitstag eines jeden Monats, zu leisten:
– CHF 1'600.00 ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils bis Ende Juli 2021
– CHF 800.00 ab dem 01. August 2021 bis Ende Juli 2027.
3. a.Der gemeinsame Sohn der Parteien, A._, geboren am _ 2011, wird unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien belassen.
b.A._ steht unter der alleinigen elterlichen Obhut der Mutter.
c. Allfällige Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-/ fallen ab 2015 vollumfänglich der Mutter zu. Es ist Sache der Parteien die betroffenen Ausgleichskassen über diese Regelung zu informieren.
d.X._ ist berechtigt:
– A._ jedes 2. Wochenende von Freitag, 19.00 Uhr - Sonntag, 19.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen;
– mit A._ 4 Wochen pro Jahr Ferien während den Schulferien zu verbringen;
– mit A._ neben dem vorstehenden Besuchs- und Ferienrecht jeweils die Hälfte der Feiertage und der Geburtstage von A._ zu verbringen.
Es obliegt dem Vater, im Rahmen der Ausübung seines Besuchs- und Ferienrechts A._ bei der Mutter abzuholen und zu ihr zurück zu bringen.
Im Übrigen bleiben die Parteien frei, Ausmass und Modalitäten das Besuchs- und Ferienrechts im gegenseitigen Einvernehmen anders zu handhaben.
e.X._ ist verpflichtet, ab Rechtskraft des Scheidungsurteils an den Unterhalt seines Sohnes A._ CHF 850.00 zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder vertragliche Kinder- respektive Ausbildungszulagen, soweit und solange er solche bezieht, zu bezahlen. Die Unterhaltspflicht gilt bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung, allenfalls auch über die Volljährigkeit hinaus. Vorbehalten bleibt ein Anspruch nach Massgabe von Art. 286 Abs. 3 ZGB. Die Unterhaltsbeiträge sind
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monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats an die Mutter zahlbar. Die Zahlungsmodalitäten gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange das Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater stellt beziehungsweise keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.
4. (Indexierung)
5. (Pensionskasse)
6. Die Parteien sind güterrechtlich bereits vollständig auseinandergesetzt.
7. a.Die Gerichtskosten von CHF 6'000.00 (inklusive Kosten der Beweisführung) gehen zu 1⁄4 (CHF 1'500.00) zu Lasten von Y._ und zu 3⁄4 (CHF 4'500.00) zu Lasten von X._. Sie werden aufgrund der beiden Parteien gewährten unentgeltlichen Rechtspflege – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden auf die Gerichtskasse genommen.
b.X._ ist verpflichtet, Y._ eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 4'000.00 zu bezahlen.
c. (Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Ehefrau)
d. (Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters des Ehemannes)

## Considerations