# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 08e9dc83-ba13-5ce7-9773-b5682050325c
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Urban Planning and Environmental

## Facts

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 18. Februar 2010 bei der Stadt Langenthal ein
Baugesuch ein für den Abbruch des bestehenden Gebäudes auf der Parzelle Langenthal
Gbbl.-Nr. I._ und den Neubau eines Wohnhauses mit einem Autounterstand. Die
Parzelle ist der Wohnzone W2/B zugeordnet, liegt im Quartiererhaltungsgebiet Nr. 13
„Moosrain“ und gehört gemäss Bauinventar zur Baugruppe L. Die Stadt Langenthal erteilte
die Baubewilligung, die vom Rechtsvorgänger der Beschwerdeführerin 2 und vom
Beschwerdeführer 3 angefochten wurde. Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des
Kantons Bern (BVE) hiess die Beschwerde teilweise gut: Mit Entscheid vom 23. Januar
2012 erteilte sie dem Bauvorhaben betreffend die Fassadenfarbe und -verkleidung des
Wohngebäudes sowie betreffend den Autounterstand den Bauabschlag. Für das
Wohngebäude und die Erstellung eines ungedeckten Autoabstellplatzes anstelle des
Autounterstandes erteilte die BVE eine Teilbaubewilligung (BDE 110/10/167). Das
Verwaltungsgericht des Kantons Bern bestätigte diesen Entscheid am 28. November 2012
(VGE 100.2012.56). Das Bundesgericht trat mit Urteil vom 9. Juli 2013 auf eine dagegen
gerichtet Beschwerde nicht ein, mit der Begründung, es handle sich um einen nicht
anfechtbaren Zwischenentscheid: Die erteilte Teilbaubewilligung könne vom Bundesgericht
nur zusammen mit der zweiten Teilbaubewilligung beurteilt werden und erwachse daher
nicht in Rechtskraft (BGE 1C_47/2013).
2. Am 15. Januar 2014 reichte die Beschwerdegegnerin bei der Stadt Langenthal das
Baugesuch für die noch nicht bewilligten Teile des Vorhabens ein, nämlich für das
Anbringen der Fassadenverkleidung und der Dacheindeckung sowie das Erstellen eines
Autounterstandes. Die Beschwerdeführenden 1, 2 und 3 erhoben Einsprache. Am 24. Juni
2014 reichte die Beschwerdegegnerin eine Projektänderung betreffend die Fassadenfarbe
ein. Sie reagierte damit auf die Stellungnahme der Bau- und Planungskommission der
Stadt Langenthal (BPK). Mit Entscheid vom 27. Oktober 2014 erteilte die Stadt Langenthal
die Teilbaubewilligung für das Anbringen der Fassadenverkleidung und der
Dacheindeckung sowie für das Erstellen des Autounterstanden. Die Einsprachen wies sie
ab. Diesen Entscheid fochten die Beschwerdeführenden 1, 2 und 3 innert Frist bei der BVE
an. Beschwerdeführer 1 beantragt den Bauabschlag, evtl. die Bewilligung mit anderer
Fassadenfarbe. Die Beschwerdeführenden 2 und 3 beantragen ebenfalls den
Bauabschlag, evtl. die Rückweisung an die Vorinstanz.
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3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den
Schriftenwechsel durch und holte einen Fachbericht der kantonalen Kommission zur Pflege
der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) ein. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zum
Bericht der OLK vom 2. Februar 2015 zu äussern und Schlussbemerkungen einzureichen.
4. Auf die Rechtsschriften und den Fachbericht der OLK wird, soweit für den Entscheid
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann
er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel
angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im
vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide
können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei
der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen
den Gesamtentscheid zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die
Einsprecher im Rahmen ihrer Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde
(Art. 10 KoG in Verbindung mit Art. 40 Abs. 2 BauG).
b) In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2014 bestreitet die
Beschwerdegegnerin die Legitimation der Erbengemeinschaft von H._. Die
Beschwerdeführerin 2 hat als alleinige Grundeigentümerin von Langenthal Gbbl.-Nr.
J._ und als Rechtsnachfolgerin ihres verstorbenen Ehemannes zulässigerweise
Einsprache erhoben. Sie ist zur Beschwerdeführung legitimiert. Die Beschwerdebefugnis
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191). 2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1). 3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721).
4
der Beschwerdeführer 1 und 3 wird nicht bestritten. Auf die form- und fristgerecht
eingereichten Beschwerden ist einzutreten.
c) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht
sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses
hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand.
Sowohl für das Einleiten eines Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und
eine allfällige vorzeitige Beendigung gelten somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime
sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des
Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.4 Anfechtungsobjekt in diesem
Verfahren ist die Baubewilligung der Stadt Langenthal vom 27. Oktober 2014. Der
Streitgegenstand ist somit von vorneherein auf deren Inhalte beschränkt, nämlich die
Fassadenfarbe und -verkleidung des Wohnhauses sowie das Erstellen des
Autounterstandes. Nicht zum Streitgegenstand dieses Verfahrens gehören diejenigen
Elemente des Bauvorhabens, die mit Teilentscheid der BVE vom 23. Januar 2012 bewilligt
wurden: Das sind das Wohnhaus mit Ausnahme der Fassadenfarbe und der
Fassadenverkleidung sowie der Boden des Autounterstandes. Die Bewilligung für diese
Elemente des Bauvorhabens ist zwar nicht in Rechtskraft erwachsen (BGE 1C_47/2013),
aber über sie wurde mit VGE vom 28. November 2012 kantonal letztinstanzlich
entschieden.
Anders als die Beschwerdeführenden 2 und 3 meinen, können sie in diesem Verfahren
keine Rügen mehr gegen die kantonal bereits letztinstanzlich beurteilten Teile des
Vorhabens vorbringen. Insbesondere betrifft diese Abgrenzung die Frage der
"Fassadengestaltung": Einzig Fassadenfarbe und Fassadenverkleidung können
Streitgegenstand dieses Verfahrens sein; über andere Aspekte der Fassadengestaltung,
wie z.B. die Fenster, wurde im vorhergehenden Verfahren kantonal letztinstanzlich
entschieden, und sie wurden bewilligt. Die Fenster können somit nicht Gegenstand dieses
Verfahrens sein, eine Projektänderung wurde ja nicht eingereicht. Anders ist dies bei der
Materialisierung und Farbe des Daches: Zwar wurde das Dach mit Teilentscheid der BVE
vom 23. Januar 2012 auch bewilligt; offengelassen wurde aber, ob eine Anpassung auf
unterer Gestaltungsebene (Farbe, Material) aufgrund der im nachfolgenden Teilbaugesuch
zu definierenden Fassadenverkleidung und Fassadenfarbe notwendig sein werde.
4 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 6 bis 8.
5
Tatsächlich wurde die Farbe des Daches angepasst, so dass dieser Aspekt wieder
mögliches Anfechtungsobjekt im aktuellen Verfahren ist.
d) Die Beschwerdegegnerin schliesslich macht geltend, die von den
Beschwerdeführenden 2 und 3 vorgebrachten Rügen sprengten z.T. den Rahmen ihrer
Einsprachen: Aus diesem Grund dürfe auf ihre Rügen betreffend die Materialisierung und
Farbe der Fassade, den Sockel, den Dachvorsprung und den Waldabstand nicht
eingetreten werden. Beim Waldabstand geht dieser Einwand von vorneherein fehl, da es
dabei um den Vollzug von Bundesrecht geht.5 Im Übrigen genügt in der Praxis auch bei
Rügen, die die Verletzung kantonalen Rechts betreffen, dass der Themenbereich in der
Einsprache angesprochen wurde.6 Unter Ziff. 4 ihrer Einsprache vom 27. Februar 2014
rügen die Beschwerdeführenden 2 und 3 die mangelnde Übereinstimmung des Vorhabens,
insbesondere auch der Dacheindeckung des Wohnhauses, mit den massgebenden
Gestaltungsvorschriften. Damit ist der Themenbereich Ästhetik in der Einsprache
angesprochen und auf entsprechende Rügen in der Beschwerde ist einzutreten. Zudem
wird die Gestaltung des Wohnhauses auch von Beschwerdeführer 1 gerügt und ist daher in
diesem Verfahren zu überprüfen, soweit sie mit dem Autounterstand sowie der
Fassadenfarbe und -Verkleidung zu tun hat.
2. Vereinbarkeit mit den Festlegungen zur Quartiererhaltung
a) Das Bauvorhaben befindet sich im obersten Teil der im Bauinventar der Stadt
Langenthal aufgeführten Baugruppe L „Moosrain“. Das heute noch bestehende Gebäude
auf der Parzelle Langenthal Gbbl. Nr. I._ ist weder als schützenswert noch als
erhaltenswert eingestuft. Die Stadt Langenthal hat auf der Grundlage der Baugruppe L das
Schutzgebiet "Moosrain/Melchnaustrasse" ausgeschieden, wobei sie sich bei der
Umschreibung der Strukturmerkmale am Bauinventar orientiert hat. Das
Verwaltungsgericht ist in seinem Entscheid vom 28. November 2012 (VGE Nr. 2012.56)
zum Schluss gekommen, ein allfälliger Schutz nach Artikel 10b BauG gehe nicht weiter als
der Schutz nach kommunalem Recht. Die hier noch zur Diskussion stehenden Teile des
5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig; Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. , N. 9a. 6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O.
6
Bauvorhabens sind daher ausschliesslich auf ihre Vereinbarkeit mit den kommunalen
Schutzvorschriften zu überprüfen.
b) Auf kommunaler Ebene kommen die Bestimmungen über die Zone für
Quartiererhaltung zur Anwendung. Gemäss Art. 53 GBR7 ist die Quartiererhaltung eine die
Bauzone überlagernde Festlegung und umfasst Gruppen von Einzelbauten mit speziellen
Qualitäten, deren Eigenart wesentlich zum Wohnwert der Quartiere beiträgt und die
deshalb in ihrem Charakter erhalten werden sollen. Art. 54 GBR bestimmt, dass sich alle
baulichen Vorkehren innerhalb dieser Gebiete bestmöglich in die bestehende Bau- und
Quartierstruktur einordnen müssen. Die im Anhang IV beschriebenen Strukturmerkmale
werden als massgeblich erklärt und müssen beachtet werden. Als solche gelten das
Gebäudevolumen (Dachform, Ausrichtung, Materialisierung), die Gebäudestellung (im
Grundstück und in der Topografie), der Garten und die Bepflanzung, das Verhältnis zum
Strassenraum sowie besondere Merkmale. Demgemäss zeichnet sich das Gebiet Nr. 13
„Moosrain / Melchnaustrasse“ aus durch Einfamilienhäuser mit massivem Sockelgeschoss
und hölzernem Oberbau unter Satteldächern (Chalets). Der First verläuft hauptsächlich
quer zum Hang. Die ähnlich ausgerichteten Hauptbaukörper verleihen der Gruppe eine
bemerkenswerte Kompaktheit. Als besonderes Merkmal wird aufgeführt, dass es sich um
schlichte, baumeisterlich geprägte Heimatstilbauten aus der Zwischen- und Nachkriegszeit
handelt. Der Aussenraum wird als einzigartige, von Büschen, Gärten, kleinen
Nebenbauten, Fusswegen, Hecken, Brunnen und Mauern durchsetzte Anlage beschrieben.
Zu prüfen ist, ob die hier zu beurteilende Teile des Vorhabens, nämlich der Autounterstand,
die Fassadenfarbe und die Fassadenverkleidung mit diesen Vorgaben übereinstimmen.
3. Autounterstand
a) Vorgesehen ist, einen offenen Autounterstand aus Sichtbeton zu erstellen. Dessen
Dach, eine Betonplatte, schliesst direkt an die nordseitige Hauswand an. Einzig die
Rückwand des Autounterstandes gegen den Wald hin besteht aus einer Mauer; im Übrigen
stützt sich das Dach auf einen rechteckigen Pfeiler ab. Anders als im ersten, nicht
bewilligten Projekt ragt der Autounterstand nicht in den Vorgarten hinein, sondern endet
auf der Flucht der Fassade des Hauptbaus. Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid
7 Baureglement der Stadt Langenthal vom 30.11.2003 (GBR).
7
zum Schluss gekommen, die im ersten Baubewilligungsverfahren insbesondere von der
OLK angebrachte Kritik am Autounterstand (Durchschneiden des Vorlandes, optische
Abtrennung von Langenthal Gbbl.-Nr. J._) sei nun berücksichtigt. Die
Quartierstruktur werde nicht beeinträchtigt und die Vorgaben der kommunalen
Quartiererhaltungsvorschriften seien damit erfüllt. Auch der von der Vorinstanz eingeholte
Fachbericht der Denkmalpflege vom 24. Februar 2014 kam zum Schluss, durch den
Autounterstand seien weder ortsbild- noch denkmalpflegerische Belange betroffen.
b) Dagegen sind die Beschwerdeführenden 2 und 3 der Ansicht, das Flachdach des
Autounterstandes stehe im Widerspruch zu den massgeblichen
Quartiererhaltungsvorschriften, weil diese Satteldächer vorschreiben. Ein Flachdach aus
Beton widerspreche der speziellen Qualität des Chaletstils. Um eine architektonische
Einheit mit dem Wohngebäude zu erreichen, müsse der Autounterstand mit einem
Satteldach mit gleichem Neigungswinkel wie beim Hauptbau gedeckt werden. Auch
entspreche die offene Betonstruktur des Unterstandes weder dem Chaletstil noch dem
monolithischen Gedanken, der beim Hauptbau leitend sei. Sodann verletze der Sichtbeton
eine weitere Qualität des Quartiers, nämlich die hölzernen Oberbauten. Der Unterstand sei
deshalb zumindest mit Holz zu verschalen.
c) Die Beschwerdeführenden gehen somit davon aus, dass der Autounterstand
entweder historisierend im Chaletstil oder dann - modern - als geschlossene, monolitische
Miniaturausgabe des Hauptbaus ausgestaltet sein müsse, jedenfalls aber ein Satteldach
haben müsse. Sie verkennen damit, dass eine gute Einordnung in den Baubestand nach
heutigem Verständnis nicht durch Stilkopie zu bewerkstelligen ist, und dass für einen
Autounterstand nicht die gleichen gestalterischen Leitlinien gelten können, wie für ein
Wohnhaus. Die OLK hat bereits in ihrem Bericht vom 25. Februar 20118 dargelegt, dass
die im fraglichen Gebiet bestehenden Autounterstände nie als geschlossene Gebäude,
sondern als offene Unterstände auf Stützen ausgestaltet und daher räumlich nur minimal
wirksam seien. Dadurch bleibe der die Siedlung auszeichnende, durchgrünte Charakter
erhalten. Auch hat der Augenschein im vorausgehenden Beschwerdeverfahren gezeigt,
dass die bestehenden Autounterstände und Garagen durchwegs Flachdächer oder flache
Pultdächer aufweisen.9 Vor diesem Hintergrund kam die Vorinstanz zu Recht zum Schluss,
8 Akten BDE 110/10/167, p 54 9 Akten BDE 110/10/167 p 92, 96, 97und 98
8
dass der Autounterstand in der überarbeiteten Fassung mit den massgebenden
Gestaltungsvorschriften im Einklang steht. Dies bestätigt die OLK in ihrem Bericht vom 2.
Februar 2015: Beim Autounterstand handle es sich um eine einfache, unauffällige
Konstruktion, die gut zum Hauptbaukörper passe und die Qualitäten des Vorgartenbereichs
nicht beeinträchtige. Diese Beurteilung der OLK überzeugt. Eine geschlossene,
holzverschalte Konstruktion mit Satteldach würde dagegen optisch wesentlich mehr ins
Gewicht fallen und den Unterschied zwischen Haupt- und Nebenbauten verwischen. Der
offene, auf die wesentlichen Betonelemente reduzierte Autounterstand verträgt sich viel
besser mit den noch bestehenden, schlichten Heimatstilbauten der Zwischenkriegszeit und
dem einzigartigen, durchgrünten und nur mit kleinen Nebenanlagen bestückten
Aussenraum. Die entsprechenden Rügen sind abzuweisen.
4. Fassadenfarbe und -verkleidung, Dachfarbe
a) Vorgesehen ist, das Wohnhaus mit einer horizontalen Wechselfalzschalung aus Holz
zu verkleiden und diese mit Leinöl grau zu lasieren. Das Dach soll mit anthrazitfarbenen
Eternitplatten gedeckt werden. Fassade und Dach sind im gleichen, hellen Grauton
gehalten (RAL 7038), ebenso die äusseren Abschlüsse d.h. Storen, Fenster und Türen.
Die einheitliche Farbgestaltung wurde im vorinstanzlichen Baubewilligungsverfahren durch
die BPK verlangt: Damit soll der monolithische Charakter des Baukörpers, der u.a. aus
dem Wegfallen des Vordaches resultiert, unterstrichen werden. Mit dieser Anpassung
erachtete die Baubewilligungsbehörde die Anforderungen der
Quartiererhaltungsvorschriften als erfüllt. Auch die von der Vorinstanz eingeholten
Fachberichte der Denkmalpflege vom 24. Februar und vom 21. Juli 2014 kommen zum
Schluss, durch die gewählte Gestaltung von Dach und Fassaden seien weder ortsbild-
noch denkmalpflegerische Belange betroffen.
Schliesslich führt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid aus, es entspreche ihrer
langjährigen Praxis, im Gebiet Moosrain, nicht nur Chaletbauten der Kriegs- und
Nachkriegsjahre zuzulassen, sondern auch zeitgemässe und architektonisch moderne
Bauten. Daher verlange sie nicht zwingend ein Sockelgeschoss. In ihrer
Beschwerdeantwort weist sie darauf hin, die besondere Quartierstruktur ergäbe sich vor
allem und in erster Linie aus den ähnlichen Gebäudevolumen, der ähnlichen Ausrichtung
der Hauptbaukörper und der besonderen Umgebungsgestaltung. Neubauten brauchten
9
nicht mit der bestehenden Bebauung identisch zu sein, sondern es genüge, wenn sie
gewisse Strukturmerkmale aufnähmen.
b) Beschwerdeführer 1 ist dagegen der Auffassung, der einheitliche Farbton und der
fehlende Sockel widersprächen den massgebenden Strukturmerkmalen. Die monolithische
Gesamtwirkung sei mit dem Chaletstil nicht zu vereinbaren. Dabei geht der
Beschwerdeführer 1 offensichtlich davon aus, dass die Holzfassade mit Deckfarbe
gestrichen werden soll, was aber nicht der Fall ist: Vorgesehen ist eine Lasur mit Leinöl,
die die Holzstruktur durchschimmern lässt. Auch die Beschwerdeführenden 2 und 3 sehen
durch Fassadenfarbe und -verkleidung die massgebenden Quartiererhaltungsvorschriften
verletzt. Insbesondere fehle ein Sockelgeschoss; als Strukturmerkmal gemäss
Quartiererhaltungsvorschriften müsse ein das gesamte Erdgeschoss umfassendes,
gemauertes Sockelgeschoss angesehen werden. Das Bauprojekt habe mit massivem
Sockelgeschoss und hölzernem Oberbau im Heimatstil der Zwischen- und Nachkriegszeit
erstellt zu werden. Dazu gehöre eine entsprechende Farbgebung, ein Dachvorsprung
sowie entsprechend proportionierte Fenster mit Läden. Schliesslich bringen die
Beschwerdeführenden 2 und 3 in ihren Schlussbemerkungen vor, der Bericht der OLK vom
2. Februar 2015 sei widersprüchlich: In ihrem früheren Berichten sei die OLK zum Schluss
gekommen, dass die Qualität der Baugruppe Moosrain stetig entwertet werde; dennoch
befinde die OLK nun, dass sich das Bauvorhaben gut einfüge. Die OLK gebe dem
zeitgenössischen Bauen den Vorrang gegenüber dem Schutz der historischen Gebäude.
c) Beim Wohnhaus ist Streitgegenstand dieses Verfahrens ausschliesslich die
Fassadenverkleidung und die Fassadenfarbe sowie - weil sie angepasst wurde - die Farbe
der Dacheindeckung. Nicht mehr zu beurteilen sind die Fenster, die Storen bzw. Läden
oder der Dachvorsprung. Sie sind in der vorliegenden Form kantonal letztinstanzlich
beurteilt worden. Ebenso ist die Konstruktion als solche - Backsteinwände mit
Dämmschicht, Hinterlüftung und Verkleidung - kantonal letztinstanzlich beurteilt worden
und damit nicht mehr Streitgegenstand dieses Verfahrens. Vor diesem Hintergrund ist die
Bemerkung in VGE 2012.56 zu lesen: "Im Übrigen kann zumindest eine "Sockelwirkung"
gegebenenfalls auch noch mit der noch nicht bewilligten Fassadengestaltung erzeugt
werden". Die Frage kann einzig noch sein, ob allenfalls mit der Verkleidung - durch einen
Struktur- oder Farbwechsel - ein Sockel bzw. eine Geschossteilung angedeutet werden
soll.
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d) Nach Art. 53 GBR umfasst die Zone für Quartiererhaltung Gruppen von Einzelbauten
mit speziellen Qualitäten, deren Eigenart wesentlich zum Wohnwert der Quartiere beiträgt
und die deshalb in ihrem Charakter erhalten werden sollen. Nach Art. 54 GBR müssen sich
bauliche Vorkehren in diesen Gebieten bestmöglich in die bestehende Bau- und
Quartierstruktur einordnen. Die zu beachtenden und massgeblichen Strukturmerkmale sind
im Anhang IV beschrieben. In Anhang IV werden für das Gebiet Nr. 13, Moosrain,
Aussagen zu "Gebäudevolumen" (Dachform, Ausrichtung, Materialisierung),
"Gebäudestellung" (im Grundstück, in der Topographie), "Garten/Bepflanzung", "Verhältnis
zum Strassenraum" und zu "besonderen Merkmalen" gemacht. Dabei handelt es sich um
eine Beschreibung der bestehenden Einfamilienhäuser aus der Zwischenkriegszeit und
ihrer Qualitäten.
Anzustreben ist also die bestmögliche Einordnung von Neubauten unter Beachtung der
massgeblichen Strukturmerkmale des historischen Bestandes. Nach diesen Vorschriften ist
nicht zwingend, dass Neubauten sämtliche massgeblichen Strukturmerkmale selbst
aufweisen, wie dies die Beschwerdeführenden 2 und 3 verlangen. Die
Quartiererhaltungsvorschriften Moosrain verlangen keine Kopien, sondern lassen Raum für
Neubauten in zeitgenössischer Formensprache. Die Frage ist, wie weit dabei Kontraste
zum Bestehenden möglich sind, ohne dass die verlangte bestmögliche Einordnung aufs
Spiel gesetzt wird. In dieser Frage besteht offensichtlich Spielraum, der unter
Berücksichtigung der Fachmeinungen ausgefüllt werden muss. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass es um die Auslegung kommunaler Vorschriften geht und daher
dieser Beurteilungsspielraum in erster Linie der Vorinstanz zukommt.
e) Die OLK hat sich in ihrem Bericht vom 2. Februar 2015 zu Fassadenverkleidung
sowie zur Farbe geäussert. Sie kommt zum Schluss, es handle sich um zeitgemässe,
unauffällige, zweckmässige Lösungen. Die graue Farbe unterstreiche die angestrebte
Zurückhaltung in der Erscheinung. Punkto Quartiererhaltungsvorschriften führt die OLK
aus, die wesentlichen Strukturmerkmale (architektonische Haltung, Setzung auf dem
Grundstück, Volumetrie, Gebäudestellung, Firstrichtung) seien eingehalten und stünden in
diesem Verfahren auch nicht mehr zur Diskussion. Fassaden- und Dachgestaltung
bezeichnet die OLK als untergeordnete Strukturmerkmale: Der Verzicht auf den
Dachvorsprung, die Farbgebung und die Materialisierung bedeuteten eine Abweichung von
den charakteristischen Merkmalen der bestehenden Gebäude, betonten aber die
architektonische Einheit und seien so im Strassenbild besser akzeptierbar als irgendwie
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vorgetäuschte Blendelemente. Es äussere sich ein einheitlicher, zeitgemässer
Gestaltungswille, der in seiner von Sparsamkeit geprägten Grundhaltung den Charakter
der Baugruppe reflektiere. Mit der horizontalen Holzverschalung und mit der in die
natürlichen Eigenschaften des Holzes sichtbar belassenden, in der Tonalität warmen
grauen Lasur würden Bezüge zum Kontext geschaffen und die Einordnung zusätzlich
verbessert. Die Ausbildung eines Sockelgeschosses hätte in der Bauzeit der bestehenden
Bauten seine Berechtigung gehabt, heute sei das aber weder in konstruktiver noch
gestalterischer Hinsicht notwendig. Aus dem Fehlen eines Sockelgeschosses könne nicht
hergeleitet werden, dass sich der Neubau nicht in die bestehende Bau- und
Quartierstruktur einordne. Auch die Dacheindeckung mit den im Fassadenton gehaltenen
Faserzementplatten führe zu einer stimmigen Gestaltung des Neubaus und sei in Bezug
auf seine Einordnung nicht kritisch. Auch wenn der Neubau eigenständig und zeitgemäss
gestaltet sei und keine Kopie der bestehenden Bauten darstelle, ergebe sich insgesamt
eine gute Gesamtwirkung.
f) Diese Beurteilung durch die OLK stützt somit den Entscheid der Vorinstanz
vollumfänglich. Es ist gerade die eindeutig moderne Gestaltung des Baukörpers, die zu
seiner guten Einordnung in den Bestand beiträgt. Die Übernahme einiger wesentlicher
Strukturmerkmale genügt; die Übernahme sämtlicher untergeordneter Strukturelemente
oder sogar Stilzitate sind unerwünscht. Insbesondere ist ein eigentliches Sockelgeschoss
nicht zwingend: Die BPK hat dargelegt, dass beim Wohnhaus der "monolithische Gedanke"
im Vordergrund steht. Die Architektur soll wie aus einem Guss wirken: Sie hat deshalb klar
definierte Umrisse ohne Vorsprünge und ist mit einer einheitlichen "modernen" Farbe
überzogen. Würde man nun das Erdgeschoss als Geschoss nach aussen sichtbar
machen, z.B. durch einen Wechsel in der Farbe oder in der Verschalung, stünde das dem
architektonischen Grundkonzept entgegen und vertrüge sich auch nicht mit den
Fensteröffnungen. Mit der nun horizontalen Verschalung und der rund 30 cm hohen
verschalungsfreien Zone am Übergang zum Gelände wurde die Einpassung des
Baukörpers ins Geländer wesentlich verbessert und eine gewisse Sockelwirkung erreicht.
Eine weitergehende Anpassung ist unnötig. Schliesslich entspricht es der Praxis der
Vorinstanz, im Gebiet Moosrain, nicht nur Chaletbauten der Kriegs- und Nachkriegsjahre
zuzulassen, sondern auch zeitgemässe und architektonisch moderne Bauten.
g) Der Bericht der OLK vom 2. Februar 2015 steht auch nicht im Widerspruch zu den
früheren OLK-Berichten. Zwar hat die OLK bereits in ihrem Bericht vom 29. Oktober 2001
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die Entwertung der Baugruppe Moosrain durch konzeptlose bauliche Eingriffe festgestellt.
In ihrem Bericht vom 25. Februar 201110 hält die OLK gar fest, die ursprünglichen
Qualitäten der Baugruppe seien weitgehend verschwunden. Die Hauptursache liegt laut
OLK in der völlig anderen Volumetrie mehrerer Neubauten. Dem hier zu beurteilenden
Bauvorhaben bescheinigt aber die OLK die gute Einordnung in das bestehende Gefüge:
Das projektierte Gebäude sei zwar höher als das bestehende, aber nur geringfügig grösser
als die benachbarten Gebäude. Stellung, Dachform und der First blieben unverändert
gegenüber dem Bestehenden. Die Fassadengestaltung sei schlicht und lasse gerade
dadurch einen Bezug zu den einfachen historischen Gebäuden erkennen. Somit füge sich
das Bauvorhaben in die bestehende oberste Reihe ein. Aus den Berichten der OLK folgt
also, dass die Baugruppe zwar durch früher bewilligte bauliche Eingriffe entwertet wurde,
dass aber das hier zu beurteilende Bauvorhaben nicht zur weiteren Entwertung beiträgt,
sondern im Gegenteil zu einer – soweit noch möglich – guten Gesamtwirkung beiträgt. Das
Bauvorhaben steht somit im Einklang mit den Festlegungen der Stadt Langenthal zur
Quartiererhaltung, gerade weil seine Formensprache und Farbgebung einheitlich und
zeitgemäss ist. Somit ergibt sich, dass die entsprechenden Rügen der
Beschwerdeführenden abzuweisen sind.
4. Waldabstand
a) Gegenstand der angefochtenen Baubewilligung ist der Autounterstand. Der
Autounterstand hält eine minimale Distanz von 5 Metern gegenüber der Waldgrenze ein.
Daher ist eine Ausnahmebewilligung nach Art. 26 KWaG für das Unterschreiten des
Waldabstandes nach Art. 25 Abs. 1 KWaG11 nötig. Die Vorinstanz kam in ihrem Entscheid
zum Schluss, dass die Voraussetzungen für die Ausnahmebewilligung gegeben seien: Sie
stützt sich dabei auf den Amtsbericht des KAWA vom 6. Februar 2014. Das KAWA kam
zum Schluss, die Walderhaltung sei gewährleistet, die Waldfunktionen zwar tangiert, aber
kaum entscheidend beeinträchtigt. Es beantragte, dass die Ausnahmebewilligung erteilt
wird. Die Baubewilligungsbehörde hielt fest, dass die bestehende Bebauung auch einen
teils stark verkürzten Waldabstand aufweise und dass die Parzelle ohne Unterschreitung
des Waldabstandes kaum überbaubar wäre.
10 Akten BDE 110/10/167 p 54 11 Kantonales Waldgesetz vom 5. Mai 1997 (KWaG; BSG 921.11)
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b) Die Beschwerdeführenden 2 und 3 rügen die erteilte Ausnahmebewilligung. Nach
ihrem Dafürhalten beeinträchtigt die Unterschreitung des Waldabstandes in diesem Fall
den Wald. Zudem genüge ein rein wirtschaftliches Interesse (Überbaubarkeit) nicht zur
Begründung einer Ausnahme.
c) Die Frage des Waldabstandes war bereits Gegenstand des ersten
Teilbaubewilligungsverfahrens. In Bezug auf den Hauptbaukörper ist sie daher kantonal
abschliessend beurteilt worden. In diesem Verfahren steht einzig noch der Waldabstand
zum Autounterstand zur Diskussion, weil der Autounterstand im ersten Verfahren nicht
bewilligt wurde. Materiell wurde aber auch diese Frage im ersten Verfahren geprüft und der
entscheidende Sachverhalt d.h. die Position des Autounterstandes hat sich nicht geändert.
Das Verwaltungsgericht kam in seinem Entscheid Nr. 2012.56 zum Schluss, die BVE habe
die besonderen Verhältnisse für eine Ausnahme vom Waldabstand zu Recht bejaht. Zum
gleichen Ergebnis gelangte das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das sich im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 1C_47/2013 ausführlich
zur Frage des Waldabstandes geäussert hat, obwohl das Bundesgericht auf die
Beschwerde letztlich nicht eingetreten ist. Gemäss BAFU-Bericht vom 21. März 2013
verstösst die kantonale Beurteilung im konkreten Fall nicht gegen die bundesrechtlichen
Bestimmungen. Es ist kein Grund ersichtlich, warum sich an dieser Beurteilung inzwischen
etwas geändert haben sollte; der Sachverhalt ist derselbe geblieben. Bei dieser
Ausgangslage ist die Beschwerde der Beschwerdeführenden 2 und 3 auch in diesem
Punkt abzuweisen.
4. Zusammenfassung und Kosten
a) Somit ergibt sich, dass die Beschwerden abzuweisen sind, soweit auf sie eingetreten
werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden.
Sie haben die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die Verfahrenskosten
im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für besondere
Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben
werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'200.- pro
Beschwerde (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1
14
GebV12). Die Kosten der OLK (Fr. 500.- gemäss Rechnung vom 2. Februar 2015) werden
gestützt auf Art. 11 GebV zusätzlich erhoben. Die Verfahrenskosten im
Beschwerdeverfahren betragen somit insgesamt Fr. 2'900.-. Sie werden dem
Beschwerdeführer 1 sowie den Beschwerdeführenden 2 und 3 je zur Hälfte auferlegt.
b) Die Beschwerdeführenden haben zudem der Beschwerdegegnerin die Parteikosten
zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Beschwerdegegnerin ist mehrwertsteuerpflichtig13
und kann somit die von ihrem Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer
eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer abziehen. Ihr fällt daher betreffend
Mehrwertsteuer kein Aufwand an und eine Abgeltung der Mehrwertsteuer käme einer mit
Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG unvereinbaren Überentschädigung gleich.
Nach neuer Praxis des Verwaltungsgerichts ist deshalb die in der Kostennote des
Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin aufgeführte Mehrwerteuer bei der Bestimmung
des Parteikostenersatzes nicht zu berücksichtigen.14 Im Übrigen gibt die Kostennote des
Anwaltes der Beschwerdegegnerin zu keinen Bemerkungen Anlass. Der Beschwerdeführer
1 sowie die Beschwerdeführenden 2 und 3 haben der Beschwerdegegnerin somit die
Parteikosten von insgesamt Fr. 5'075.70 je zur Hälfte zu ersetzen.