# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e910a92e-26a3-4e8a-8b5f-045ad659c9f4
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M. G., türkischer Staatsangehöriger, geboren am 5. Februar 1983, reiste am
23. März 1994 im Rahmen der Familienvereinigung zusammen mit seiner Mutter und
den Geschwistern F., M. und I. in die Schweiz ein, wo er am 17. Mai 1994 Asyl erhielt.
Seit dem 13. Juni 1995 ist er im Besitz der Niederlassungsbewilligung.
Am 29. Juli 2002 heiratete M. G. in der Heimat seine Landsfrau S. S., eine Schwester
eines Schwagers, geboren am 30. März 1981. Am 23. November 2005 stellte er das
Gesuch, es sei ihm der Familiennachzug der Ehefrau zu bewilligen. Am 22. September
2006 lehnte es das Ausländeramt ab, dem Gesuch zu entsprechen. Der Entscheid wird
damit begründet, M. G. habe versucht, das Ausländeramt zu täuschen und die
Bewilligung zu erschleichen, indem er gefälschte Lohnabrechnungen vorgelegt habe,
und seine Behauptung, es habe sich um einen Irrtum gehandelt, sei nicht glaubwürdig.
Hinzu komme, dass auch eine Schwester des Gesuchstellers, M. G., auf dieselbe
Weise versucht habe, für ihren Ehemann I. C. eine Aufenthaltsbewilligung zu
erschleichen.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramtes vom 22. September 2006 erhoben M.
und S. G. am 6. Oktober 2006 Rekurs beim Justiz- und Polizeidepartement (heute:
Sicherheits- und Justizdepartement). Dieser wurde mit Entscheid vom 21. September
2007 abgewiesen. Die Rekursinstanz gelangte ebenfalls zur Überzeugung, M. G. habe
im Zusammenhang mit dem Gesuch um Familiennachzug seiner Ehefrau versucht, das
Ausländeramt zu täuschen, indem er nicht zutreffende Lohnabrechnungen eingereicht
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habe. Sodann erachtete sie es nach den gesamten Umständen als verhältnismässig,
dass S. G. die Aufenthaltsbewilligung nicht erteilt worden war.
C./ Am 8. Oktober 2007 erhoben M. und S. G. gegen den Entscheid des Justiz- und
Polizeidepartements vom 21. September 2007 Beschwerde beim Verwaltungsgericht.
Sie stellten die Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, es sei
dem Familiennachzugsgesuch von M. G. zu entsprechen und S. G. sei die
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.
Das Justiz- und Polizeidepartement nahm am 4. Dezember 2007 Stellung und
beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen. Mustafa und S. G. machten am
17. Dezember 2007 von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen tatsächlichen und
rechtlichen Argumenten zu äussern.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP), und
Mustafa und S. G. sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Sodann entsprechen die Beschwerdeeingabe vom
8. Oktober 2007 und ihre Ergänzung vom 19. November 2007 zeitlich, formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs.
1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Seit 1. Januar 2008 ist das Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer (AuG),
mit Ausnahme weniger Bestimmungen, in Vollzug (AS 2007 IV 5437 ff.). Auf Gesuche,
die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, bleibt nach Art. 126
Abs. 1 AuG das bisherige Recht anwendbar.
3. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer über die Niederlassungsbewilligung
verfügt. Damit hat seine Ehefrau Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen wohnen (Art. 17 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer, SR 142.20,
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abgekürzt ANAG). Sodann gewährleisten Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (SR
101) die Achtung des Privat- und Familienlebens. Diese Garantien können verletzt sein,
wenn einem Ausländer, dessen Familienangehörige hier weilen, die Anwesenheit
untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird. Voraussetzung ist, dass der sich
hier aufhaltende
Angehörige über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügt. Dies ist der Fall, wenn ihm
die Niederlassungsbewilligung erteilt worden ist (BGE 130 II 285 mit Hinweisen).
Der Familiennachzug darf verweigert werden, wenn der Gesuchsteller umgehend
wieder ausgewiesen werden dürfte, d.h. wenn ein Ausweisungsgrund nach Art. 10
Abs. 1 ANAG vorliegt. Dies ist nach Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG der Fall, wenn der
Ausländer oder eine Person, für die er zu sorgen hat, der öffentlichen Wohlfahrt
fortgesetzt und in erheblichem Mass zur Last fällt. Nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung genügen blosse finanzielle Bedenken nicht. Es muss die konkrete
Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit gegeben sein (BGE
125 II 641 E. 3c mit Hinweis auf BGE 122 II 1 E. 3c und 119 Ib 81 E. 2).
4. Nach Art. 3 Abs. 2 ANAG sind der Ausländer und sein Arbeitgeber verpflichtet, der
Behörde über alles, was für den Bewilligungsentscheid massgebend sein kann,
wahrheitsgetreue Auskunft zu geben. Eine Aufenthaltsbewilligung kann gestützt auf Art.
9 Abs. 2 lit. a ANAG widerrufen werden, wenn der Ausländer sie durch falsche
Angaben oder wissentliches Verschweigen wesentlicher Tatsachen erschlichen hat.
Der Widerruf setzt voraus, dass der Betroffene wissentlich falsche Angaben gemacht
oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat, in der Absicht, gestützt darauf die
Bewilligung zu erhalten (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2002, 2A.57/2002, mit
Hinweis auf BGE 112 Ib 475 f.). Wesentlich sind nicht nur solche Tatsachen, nach
denen sich die Behörden im Hinblick auf die Bewilligungserteilung ausdrücklich
erkundigen, sondern auch solche, von denen der Gesuchsteller wissen muss, dass sie
für den Bewilligungsentscheid relevant sind. Von der Pflicht zu wahrheitsgetreuer bzw.
vollständiger Auskunftserteilung ist der Ausländer selbst dann nicht befreit, wenn die
Ausländerbehörde die fragliche Tatsache selbst hätte ermitteln können.
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Die Auskunftspflicht trifft gegebenenfalls nicht nur den Ausländer, welcher in den
Genuss der Bewilligung kommen soll; die Bewilligung kann auch gestützt auf das
Verhalten einer Person widerrufen werden, zu welcher der Ausländer für das Erteilen
der Bewilligung in einer erheblichen Beziehung steht, sofern sie im
Bewilligungsverfahren massgeblich in Erscheinung getreten ist, so etwa, wenn sie das
Gesuch eingereicht hat (BGE 2A.756/2004 vom 27. Januar 2005 E. 2.1 mit Hinweis auf
BGE 112 Ib 477). Der Widerrufstatbestand ist regelmässig erfüllt, wenn eine dieser in
das Bewilligungsverfahren involvierten Personen falsche Auskünfte erteilt oder
wissentlich massgebliche Tatsachen verschweigt und die Behörde dadurch über die
tatsächlichen Verhältnisse in einen Irrtum versetzt wird. Es kommt grundsätzlich auch
nicht darauf an, ob derjenige, der das Gesuch einreicht, seinerseits die Behörden
wissentlich falsch oder unvollständig informiert oder ob allein der Ausländer, für den
das Gesuch gestellt wird, die für ihn an die Behörde gelangende Person über die
wahren Gegebenheiten täuscht (BGE 2A.488/2005 vom 24. August 2005 E. 2.2.1).
Nicht erforderlich für einen Bewilligungswiderruf ist, dass die Bewilligung bei richtigen
und vollständigen Angaben notwendigerweise zu verweigern gewesen wäre. Das
Vorliegen eines Widerrufsgrunds führt aber auch nicht zwingend dazu, dass die
Bewilligung tatsächlich zu widerrufen ist. Zu beachten ist das
Verhältnismässigkeitsgebot. Beim Widerrufsentscheid muss den besonderen
Umständen des Einzelfalls angemessen Rechnung getragen werden (BGE 112 Ib 473
und 475 ff.; BGE 2A.488/2005 vom 24. August 2005 E. 2.2.1 mit Hinweisen).
Ist beim Vorliegen bestimmter Umstände ein Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung
zulässig, so ist auch die Verweigerung von deren Verlängerung gerechtfertigt (GVP
1998 Nr. 22 und GVP 1996 Nr. 9). Demzufolge ist es ebenfalls möglich, das Gesuch um
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs abzuweisen.
5. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe die Aufenthaltsbewilligung
für die Beschwerdeführerin zu erschleichen versucht, weil er mit dem Gesuch um
Familiennachzug Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin, der C. GmbH, St. Gallen, für
die Monate August bis November 2005 eingereicht habe, die einen Bruttolohn von
Fr. 3'800.-- je Monat ausweisen. Abklärungen bei der Ausgleichskasse hätten indessen
ergeben, dass die Arbeitgeberin für den Beschwerdeführer in der Zeit von August bis
Dezember 2005 einen Bruttolohn von Fr. 14'000.-- abgerechnet habe, was einem
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Bruttoeinkommen von Fr. 2'800.-- je Monat entspreche. Sodann habe der
Beschwerdeführer in der Steuererklärung 2005 für seine Tätigkeit bei der C. GmbH für
diese Zeitspanne ebenfalls einen Bruttolohn von Fr. 14'000.-- deklariert.
Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei unbewiesen geblieben, dass er gegenüber
dem Ausländeramt bezüglich seines Einkommens mit Wissen und Willen falsche
Angaben gemacht habe, um für die Beschwerdeführerin eine Aufenthaltsbewilligung zu
erschleichen. Sodann habe die Vorinstanz sein rechtliches Gehör verletzt. Obschon die
Untersuchungsmaxime gelte, habe sie seine Beweisofferten, an denen er festhalte,
ignoriert und in antizipierter Beweiswürdigung zu seinen Ungunsten entschieden.
5.1. Im Verwaltungsverfahren gilt grundsätzlich die Untersuchungsmaxime. Die
Verwaltungsbehörden haben den rechtserheblichen Sachverhalt somit richtig und
vollständig zu ermitteln (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St.
Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 589 mit Hinweisen). Es sind indessen lediglich die von den
Beteiligten angebotenen und leicht zugänglichen Beweise über erhebliche Tatsachen
abzunehmen, wenn zur Wahrung des öffentlichen Interesses keine besonderen
Erhebungen notwendig sind (Art. 12 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 VRP).
Die Untersuchungsmaxime wird sodann durch die Mitwirkungspflicht der Parteien
relativiert. Diese kann sich aus dem Gesetz oder aus der Natur des zu beurteilenden
Rechts ergeben. Kann von den Privaten nach den Umständen eine Äusserung oder
eine Handlung erwartet werden und bleibt eine solche aus, so haben die Behörden
nicht nach Tatsachen zu forschen, die nicht aktenkundig sind. Eine Mitwirkungspflicht
besteht insbesondere für die Beschaffung von Unterlagen, welche nur die Parteien
liefern können, und für die Abklärung von Tatsachen, welche eine Partei besser kennt
als die Behörden. Verweigern die Parteien in einem Verfahren, das durch ihr Begehren
eingeleitet worden ist, die notwendige und zumutbare Mitwirkung, so muss die
Behörde auf das Begehren nicht eingehen (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 1626 ff. mit Hinweisen; BGE
124 II 365).
5.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dient das rechtliche Gehör
einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes
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Mitwirkungsrecht der Parteien dar (GVP 2001 Nr. 12; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O.,
Rz. 1673 mit Hinweis auf BGE 129 I 232, 236; 127 I 54, 56; 124 I 241, 242). Der
Anspruch auf rechtliches Gehör beinhaltet das Recht des Betroffenen, Beweisanträge
stellen zu können, verbunden mit dem Anspruch, dass die beantragten Beweise auch
abgenommen werden, es sei denn, diese betreffen nicht den rechtserheblichen
Sachverhalt oder die angebotenen Beweismittel sind offensichtlich nicht geeignet, über
die streitige Tatsache Beweis zu erbringen. Über unbestrittene oder notorische
Tatsachen braucht kein Beweis geführt zu werden. Im Weiteren kann auf ein
beantragtes Beweismittel verzichtet werden, wenn bereits Feststehendes bewiesen
werden soll, wenn der Richter aufgrund abgenommener Beweise seine Überzeugung
bereits gebildet hat oder wenn von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis
keine Klärung herbeizuführen vermag oder wenn die Behörde den Sachverhalt gestützt
auf eigene Sachkenntnis bzw. jene fachkundiger Mitarbeiter zu würdigen vermag
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 988 mit Hinweisen und M. Albertini, Der verfassungsmässige
Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Diss.
Bern 2000, S. 372 ff.).
5.3. Das Verwaltungsverfahren ist bestimmt vom Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Freie Beweiswürdigung bedeutet, dass die Bewertung der einzelnen
Beweismittel nicht starren Regeln folgt. Die Gewichtung der einzelnen Beweismittel soll
sich somit aus ihrer inneren Qualität ergeben und nicht durch deren äussere Eigenart
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 615 und 616 mit Hinweisen). Der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung bedeutet im Weitern, dass der Richter frei darüber befindet, ob das
gesetzlich geforderte Beweismass erreicht ist. Dabei ist grundsätzlich davon
auszugehen, dass es für den Nachweis einer Tatsache erforderlich ist, dass diese zur
vollen Überzeugung dargetan wird (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 619 mit Hinweis).
5.4. Die antizipierte Beweiswürdigung nimmt das Ergebnis weiterer Beweiserhebung
vorweg, indem festgestellt wird, dass aufgrund des bereits vorliegenden
Beweisergebnisses auszuschliessen sei, dass weitere Beweiserhebungen daran etwas
ändern könnten. Das Bundesgericht erachtet eine antizipierte Beweiswürdigung als
zulässig, wenn aufgrund der bereits abgenommenen Beweise der rechtlich erhebliche
Sachverhalt für genügend geklärt erachtet wird und ohne Willkür vorweg die Annahme
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getroffen werden kann, die rechtliche Überzeugung würde durch weitere
Beweiserhebungen nicht geändert (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 622 mit Hinweisen).
5.5. Der Beschwerdeführer ist seiner Mitwirkungspflicht insofern nachgekommen, als er
dem Ausländeramt im Zusammenhang mit dem Gesuch um Familiennachzug der
Beschwerdeführerin eine von der C. GmbH unterzeichnete Rückseite des Formulars B1
"Arbeitsmarktliche Angaben", datiert vom 7. Dezember 2005, eingereicht hat. Damit
wird bestätigt, der Beschwerdeführer arbeite seit 1. August 2005 für diese Firma als
Verkäufer und verdiene einen Bruttolohn von Fr. 3'800.-- je Monat. Weiter wird
festgehalten, dass dort insgesamt drei Personen beschäftigt sind. Sodann hat der
Beschwerdeführer drei mit "Lohnabrechnung 2005" betitelte nicht unterzeichnete
Blätter zu den Akten gegeben, wonach er bei der C. GmbH in den Monaten August bis
November 2005 jeweils Fr. 3'800.-- brutto bzw. Fr. 3'407.85 netto verdient hat.
Unbestritten ist, dass die Ermittlungen des Ausländeramtes demgegenüber ergeben
haben, dass die Arbeitgeberin für den Beschwerdeführer bei der Ausgleichskasse für
die Zeit von August bis Dezember 2005 einen Bruttolohn von Fr. 14'000.- abgerechnet
und dass der Beschwerdeführer beim Steueramt Wil für diese Zeitspanne ebenfalls
einen Bruttolohn von Fr. 14'000.-- angegeben hatte. Aus diesem Umstand hätte die
Vorinstanz bereits folgern dürfen, der Beschwerdeführer habe gegenüber dem
Ausländeramt wissentlich ein wesentlich höheres Einkommen angegeben, als er erzielt
hatte, in der Absicht, diese Behörde über den rechtserheblichen Sachverhalt zu
täuschen und für die Beschwerdeführerin eine Aufenthaltsbewilligung zu erschleichen.
Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführer in der Rekursbegründung vom
20. Oktober 2006 zu Recht ausführen, der Beschwerdeführer habe die Steuererklärung
unterschrieben und damit formell die Verantwortung für deren Inhalt übernommen.
Zudem ist davon auszugehen, dass es ihm aufgefallen wäre, wenn im Lohnausweis
fälschlicherweise ein wesentlich zu tief angegebener Bruttolohn verzeichnet gewesen
wäre.
Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführern dennoch die Möglichkeit eingeräumt, den
Vorwurf der Erschleichung einer Aufenthaltsbewilligung zu entkräften. Mit Schreiben
vom 14. November 2006 wurden sie aufgefordert, Belege für die Lohnzahlungen in der
behaupteten Höhe (z.B. Kontoauszüge) nachzureichen und über die Erwerbstätigkeit
des Beschwerdeführers (Arbeitgeber, Lohn) ab Dezember 2005 zu informieren und
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entsprechende Belege einzureichen. Dieses Vorgehen war sachgerecht, zumal die
Frage, welche Einkünfte einer bestimmten Person effektiv zur Verfügung stehen, weil
sie ihr ausbezahlt oder überwiesen werden, anhand von sachdienlichen schlüssigen
Unterlagen wie Arbeitsverträge, Lohnausweise, Bank- bzw. Postbelege sowie
Amtsauskünfte zu klären ist (VerwGE vom 15. März 2007 i.S. Y. A.). Am 4. Dezember
2006 machten die Beschwerdeführer geltend, der Beschwerdeführer erhalte seinen
Lohn jeweils bar ausbezahlt. Sie liessen der Vorinstanz folgende Unterlagen
zukommen: ein Schreiben der C. GmbH vom 17. September 2006, wonach der
Beschwerdeführer, wie alle anderen Mitarbeiter, den Lohn Ende Monat jeweils bar
ausbezahlt erhält; einen Kontoauszug für die Zeit vom 1. Januar 2006 bis
16. November 2006, welcher lediglich eine Gutschrift (Allianz Suisse: Fr. 2'850.--)
aufweist; zehn mit "Lohnabrechnung 2006" betitelte nicht unterzeichnete Blätter,
wonach der Beschwerdeführer bei der C. GmbH in den Monaten Januar bis Oktober
2006 jeweils Fr. 3'800.-- brutto bzw. Fr. 3'407.85 netto verdient hat. Damit vermochten
die Beschwerdeführer die berechtigte Annahme, der Beschwerdeführer habe das
Ausländeramt mit falschen Angaben bezüglich seines Einkommens täuschen wollen,
nicht zu widerlegen, zumal sich im Verlauf des Verfahrens bestätigt hat, dass die mit
"Lohnabrechnung" bezeichneten Blätter als Beweismittel untauglich sind. Dafür
spricht, dass die Arbeitgeberin dem Beschwerdeführer gemäss Rekursbegründung
vom 20. Oktober 2006 "jeweils keine monatlichen Lohnabrechnungen schriftlich
zugestellt" hat. Sodann hat der Beschwerdeführer im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens für die Zeit von Januar bis Oktober 2006 ebenfalls mit
"Lohnabrechnung 2006" betitelte Blätter eingereicht. Abgesehen davon, dass diese
Blätter nun plötzlich mit der Unterschrift des Beschwerdeführers versehen sind, tragen
sie alle andere Daten als diejenigen, die im Rahmen des Rekursverfahrens zu den
Akten gegeben wurden. Unbestritten geblieben ist im weiteren die Feststellung der
Vorinstanz, wonach die Daten, die sich auf den im Rahmen des Rekursverfahrens
beigebrachten Blättern befinden, teilweise auf Sonn- und Feiertage fallen. Sodann führt
der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang selber aus, er sei
überrascht, dass nun plötzlich quittierte Lohnabrechnungen vorliegen würden. Davon
habe er keine Kenntnis gehabt, als er der Vorinstanz die verlangten Abrechnungen im
Rahmen des Rekursverfahrens am 4. Dezember 2006 eingereicht habe. Erst als im
Verlauf des Rekursverfahrens die Zweifel an der Barauszahlung des Lohns wieder
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aufgekeimt seien, habe er bei der Treuhänderin der Arbeitgeberin des
Beschwerdeführers, der T. Treuhand AG, nachgefragt, worauf "säuberlich gelochte und
abgelegte Quittungen zum Vorschein" gekommen seien. Die voneinander
abweichenden Daten führt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer auf das
Computerprogramm bzw. auf das "Nachdrucken von Lohnabrechnungen" zurück. Die
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers habe manuell die entsprechenden Zahlen des
aktuellen Monats eingesetzt, was sie wohl besser unterlassen hätte. Diese Erklärung
von offensichtlichen Ungereimtheiten ist unglaubwürdig und trägt demzufolge nicht
dazu bei, die berechtigte Annahme, das Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers
entspreche nicht demjenigen, das auf den vielen mit "Lohnabrechnung" betitelten
Blättern vermerkt sei, zu entkräften. Dasselbe gilt für den Hinweis, nicht die C. GmbH,
sondern deren Treuhänderin, die T. Treuhand AG, habe den Lohn des
Beschwerdeführers bei der Ausgleichskasse falsch deklariert. Die Beschwerdeführer
führen in diesem Zusammenhang selber aus, es sei unklar, warum die T. Treuhand AG
von einem Lohn von Fr. 2'800.-- statt vom tatsächlich ausbezahlten Lohn von
Fr. 3'800.-- ausgegangen sei. Hinzu kommt, dass die Treuhänderin mit Schreiben vom
16. August 2006 gegenüber der Ausgleichskasse bestätigt hat, die C. GmbH habe ihr
betreffend das Jahr 2005 für den Beschwerdeführer "falsche Lohnangaben" gemacht,
weshalb die Lohnabrechnung zu berichtigen sei. Mit Schreiben vom 3. Oktober 2007
an die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers hält die T. Treuhand AG demgegenüber
fest, es habe sich um ein "Missverständnis" gehandelt bzw. der Lohn des
Beschwerdeführers sei "falsch berechnet" worden. Sie habe den Fehler erst im August
2006 entdeckt, nachdem die Lohnabrechnungen eingegangen und geprüft worden
seien. Abgesehen davon, dass sich diese beiden Erklärungen widersprechen, haben
die Beschwerdeführer in der Rekursbegründung vom 20. Oktober 2006 ausgeführt, die
C. GmbH habe erst aufgrund des Schreibens des Ausländeramtes vom 24. Juli 2006
festgestellt, dass sowohl für die AHV-Abrechnung wie auch für den Lohnausweis
irrtümlich von einem um Fr. 1'000.-- je Monat zu tiefen Lohn ausgegangen worden sei,
worauf sie sich zwecks Berichtigung mit ihrer Treuhänderin in Verbindung gesetzt
habe. In Anbetracht der Tatsache, dass die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers
damals gemäss Formular B1 drei bzw. gemäss Rekursbegründung vom 20. Oktober
2006 einen weiteren Mitarbeiter beschäftigte, erscheint dies nicht glaubhaft. Die
divergierenden Darstellungen bezüglich der Berichtigung der ursprünglichen
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Lohndeklaration gegenüber der Ausgleichskasse und auf dem Lohnausweis sprechen
dagegen, dass es sich dabei lediglich um ein Missverständnis bzw. um ein Versehen
gehandelt haben könnte, wie behauptet wird. Schliesslich wird mit dem Hinweis, ein
Bruttolohn von Fr. 3'800.-- bewege sich eher an der unteren Grenze, weil der
Beschwerdeführer als stellvertretender Geschäftsführer tätig sei, über die
Niederlassungsbewilligung, den Führerausweis und gute Deutschkenntnisse verfüge
und ausserdem eine Lehre als Konstrukteur abgeschlossen habe, nicht dargetan, dass
er zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung entgegen den Angaben bei der
Ausgleichskasse und beim Steueramt einen Bruttolohn in der von ihm behaupteten
Höhe erzielt hat.
6. Zusammenfassend muss als erwiesen gelten, dass der Beschwerdeführer im
Zusammenhang mit dem Gesuch um Familiennachzug der Beschwerdeführerin
gegenüber dem Ausländeramt wissentlich falsche Angaben bezüglich seines
Erwerbseinkommens gemacht hat, um für sie eine Aufenthaltsbewilligung zu
erschleichen. Bei dieser Sachlage bestand und besteht kein Anlass, die von den
Beschwerdeführern beantragten Beweise abzunehmen, und der Vorwurf, die
Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig und unvollständig abgeklärt, erweist sich als
unbegründet. Hinzu kommt, dass die Befragung anderer Mitarbeiter der C. GmbH zu
den Modalitäten der Lohnauszahlung offensichtlich nicht geeignet wäre, über die Höhe
der Einkünfte des Beschwerdeführers Aufschluss zu geben. Auch eine Bestätigung des
vom Beschwerdeführer betrauten Treuhänders bezüglich der Vorbereitung seiner
Steuererklärung würde keine entscheidrelevanten Erkenntnisse bringen.
7. Zu prüfen bleibt, ob sich die Verweigerung des Familiennachzugs der
Beschwerdeführerin nach den gesamten Umständen als verhältnismässig erweist. Der
heute 25-jährige Beschwerdeführer hält sich seit 14 Jahren in der Schweiz auf, wo er
die Schulen besuchte und eine Lehre absolvierte. Es kann indessen davon
ausgegangen werden, dass ihm Kultur und Sprache seiner Heimat nach wie vor
vertraut sind. Am 29. Juli 2002 hat er in der Türkei die Beschwerdeführerin, eine
Landsfrau, geheiratet und er arbeitet bei der C. GmbH, einem Betrieb, der von
Landsleuten geführt wird und zu dessen Kunden wohl in erster Linie Landsleute zählen.
Dem Beschwerdeführer wäre eine Rückkehr in die Heimat somit zumutbar. Die
Beschwerdeführerin hat sich, soweit ersichtlich, noch nie in der Schweiz aufgehalten,
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sollte nach ihrer Einreise in die Schweiz indessen bei der A. GmbH, St. Gallen, einem
Betrieb der ebenfalls von Landsleuten geführt wird, in einem Teilzeitpensum als Putz-
und Küchenhilfe arbeiten. Ihr ist der Verbleib in der Heimat zumutbar.
8. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht