# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 93f7e965-434d-4b78-88a3-5ffb789a23c2
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
Mit zwei Beschlüssen vom 9. April 2019 erteilte der Gemeinderat Knonau der A AG und der B AG die baurechtliche Bewilligung für den Abbruch des ehemaligen Restaurants Adler und den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf dem Grundstück Kat.-Nr. 01 an der Dorfstrasse 1 in Knonau.
II.
Dagegen erhob der Zürcher Heimatschutz ZVH mit Eingabe vom 17. Mai 2019 Rekurs beim Baurekursgericht das Kantons Zürich und beantragte die Aufhebung der Abbruch- und der Baubewilligung. Das Baurekursgericht hiess den Rekurs mit Entscheid vom 29. Oktober 2019 gut und hob die beiden angefochtenen Beschlüsse auf.
III.
Hiergegen erhoben die A AG und die B AG mit gemeinsamer Eingabe vom 16. November 2019
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich und beantragten
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Wiederherstellung der Abbruch- und der Baubewilligung. Mit Schreiben vom 4. Dezember 2019 beantragte das Baurekursgericht ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Am 14. Januar 2020 beantragte der Zürcher Heimatschutz ZVH unter Kosten- und Entschädigungsfolgen die Abweisung der Beschwerde; darüber hinaus sei der Präsident des Zürcher Heimatschutz ZVH in den Jahren 2009–2012 als Zeuge zu befragen. Der Gemeinderat Knonau ersuchte am 20. Januar 2020 um Gutheissung der Beschwerde. Am 3. Februar 2020 hielten die
A AG und die B AG und der
Zürcher Heimatschutz ZVH in separaten Eingaben an
ihren Anträgen fest. Auch der Gemeinderat Knonau hielt am 6
. Februar 2020 an seinen Anträgen fest. D
er
Zürcher Heimatschutz ZVH gab am 17. Februar 2020 eine weitere Stellungnahme ab, worauf die
A AG und die B AG mit Schreiben vom 26. Februar 2020 sowie der Gemeinderat Knonau mit Eingabe vom 2. März 2020 erwiderten. Nach Eingabe des
Zürcher Heimatschutz ZVH vom 4. März 2020 verzichteten der
Gemeinderat Knonau sowie die A AG und die B AG mit separaten Eingaben (hier eingegangen am 25. und am 26. März 2020) auf eine weitere Stellungnahme.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zuständig.
2.
2.1
Der streitbetroffene Gasthof Adler, bestehend aus Hauptbau und Saalbau, auf dem Grundstück Kat.-Nr. 01 befindet sich gemäss der geltenden Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Knonau vom 11. September 2012 (BZO) in der Kernzone Dorf (KD). Er wurde im Juli 1984 ins kommunale Inventar der schützenswerten Bauten aufgenommen, wobei die Erhaltung der historischen Bausubstanz sowie des Gartenrestaurants als Schutzzweck aufgeführt sind. Mit Schreiben vom 23. März 2011 stellten die damaligen Eigentümer des Restaurants Adler ein Provokationsbegehren im Sinn von § 213 des  Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) und beantragten dabei die Inventarentlassung. Darauf gestützt erliess die Mitbeteilige am 16. Mai 2011 folgendes Verfügungsdispositiv:
1.
Es wird festgestellt, dass das Gebäude Assek.-Nr. 02 (Gasthof Adler) [...] im Umfang des Hauptbaus ein Schutzobjekt im Sinn von § 203 PBG ist. Kein Schutzobjekt bildet hingegen der Saalbau (Tanzsaal). Auch die Umgebung auf Kat.-Nr. 03 ist kein Schutzobjekt im Sinn von § 203 PBG.
2.
Der Hauptbau von Assek.-Nr. 02 wird nicht aus dem Inventar der schützenswerten Bauten entlassen. Für diesen Gebäudeteil wird festgehalten, dass der denkmalpflegerische Schutz durch die bestehenden Kernzonenvorschriften über die Ersatzbaupflicht genügend gewährleistet ist.
3.
Der Saalbau (Tanzsaal) und die Umgebung des Gebäudes Assek.-Nr. 02 (Fläche Gartenrestaurant) werden aus dem Inventar der schützenswerten Bauten entlassen.
4.