# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41c56b5e-e249-405f-bf50-c78219ecfe43
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
Gegen die Vergabe der Stadt Dietikon betreffend die Schwimmbadtechnik für das Freibad F hat die A GmbH mit Beschwerde vom 4. Juli 2012 sinngemäss beantragt, den Zuschlagsentscheid aufzuheben. Mit Präsidialverfügung vom 9. Juli 2012 wurde der Stadt Dietikon (Beschwerdegegnerin) und der mitbeteiligten E AG Frist zur Beantwortung der Beschwerde angesetzt. Mit Eingabe vom 10. Juli 2012 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie den Vertrag mit der Mitbeteiligten gleichentags abgeschlossen habe.
II.
Die Beschwerdeführerin beantragte am 17. Juli 2012, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen, der Beschwerdegegnerin zu verbieten, den Vertrag mit der Mitbeteiligten abzuschliessen, bzw. – superprovisorisch – Vollziehungsvorkehren zu treffen und der Mitbeteiligten zu verbieten, irgendwelche vertragliche Arbeiten aufzunehmen oder zu erbringen. Dazu äusserte sich die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 18. Juli 2012 unaufgefordert. Am 20. Juli 2012 wies das Gericht das superprovisorische Begehren ab und setzte der Beschwerdeführerin Frist, um sich zur unaufgeforderten Eingabe der Gegenpartei vom 18. Juli 2012 zu äussern. Zudem wurde der Beschwerdeführerin Gelegenheit gegeben, um am Begehren im Sinne einer gewöhnlichen vorsorglichen Massnahme – unter Anhörung von Gegenpartei und Mitbeteiligten – festzuhalten.
III.
Mit Eingabe vom 13. August 2012, hierorts eingegangen am 15. August 2012, hielt die Beschwerdeführerin an ihren Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und um Anordnung von vorsorglichen Massnahmen zur Verhinderung der Vertragsvollziehung fest. In der Beschwerdeantwort vom 20. August 2012 äusserte sich die Beschwerdegegnerin erneut auch zu diesen Verfahrensanträgen, weshalb der Beschwerdeführerin hierzu wiederum Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wurde. Mit Eingabe vom 28. August 2012 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und um Anordnung von Massnahmen zur Verhinderung der Vertragsvollziehung fest. Weiter hielt sie an ihrem Antrag fest, der Beschwerdegegnerin zu verbieten, den Vertrag mit der Mitbeteiligten abzuschliessen. Schliesslich beantragte sie neu, die Ungültigkeit des am 10. Juli 2012 unterzeichneten Vertrags zwischen der Beschwerdegegnerin und der Mitbeteiligten festzustellen.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
Der Beschwerde gegen Vergabeentscheide kommt nach Art. 17 Abs. 1 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB) keine aufschiebende Wirkung zu; diese kann aber erteilt werden, wenn die Beschwerde als ausreichend begründet erscheint und keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen (Art. 17 Abs. 2 IVöB).
2.
2.1
Die Begehren der Beschwerdeführerin um Gewährung der aufschiebenden Wirkung und um Anordnung von Massnahmen zur Verhinderung der Vertragsvollziehung zielen darauf ab, den allfälligen Zuschlag an sie zu sichern. Nach erfolgtem Vertragsschluss besteht jedoch grundsätzlich nur noch ein Anspruch auf Feststellung der allfälligen Widerrechtlichkeit der Vergabe. Von diesem Grundsatz kann abgewichen werden, wenn sich der Vertragsschluss als verfrüht erweist.
2.2
Der Vertrag mit der Anbieterin darf nach dem Zuschlag nach Ablauf der Beschwerdefrist abgeschlossen werden, es sei denn, die Beschwerdeinstanz habe der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt (Art. 14 Abs. 1 IVöB). Zudem gilt ein Vertragsschluss als verfrüht, solange die Vergabebehörde noch damit rechnen muss, dass eine Beschwerde eingeht oder einer eingegangenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt wird.
2.3