# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bf6c44b1-b2d0-5788-9992-01d41dd823ff
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. leitet in Muolen einen Landwirtschaftsbetrieb mit einer landwirtschaftlichen
Nutzfläche von rund 27 ha und einem Tierbesatz von rund 83 Grossvieheinheiten. Der
Betrieb befindet sich in der Landwirtschaftszone. Gemäss Gewässerschutzkarte liegt er
im übrigen Bereich (üB). Rund 150 m vom Hauptstall entfernt befindet sich eine Quelle,
die einen kleinen Bach speist.
Am 21. Juli 2010 reichte X.Y. ein Baugesuch betreffend "Abbruch/Neubau Remise,
Erweiterung Ställe" ein. Nachdem gegen das Bauvorhaben keine Einsprachen
eingegangen waren, erteilte der Gemeinderat Muolen die Baubewilligung am
25. August 2010 unter Vorbehalt der Teilverfügung des Amtes für Raumentwicklung
und Geoinformation (AREG), die er zum integrierenden Bestandteil der Bewilligung
erklärte. Am 27. September 2010 reichte X.Y. den Plan VI "Aufstellung Kälberiglu" ein.
Danach sind auf der Wiese vor der Milchkammer drei Reihen bzw. drei Iglu-Standorte
für jeweils neun Iglus vorgesehen, die im Rotationssystem ein Mal im Jahr benutzt
werden sollen. Als vierter Iglu-Standort ist zudem ein Reservestandort für ebenfalls 9
Iglus eingezeichnet. Dieser Plan, der nicht öffentlich aufgelegt wurde, ist den
kantonalen Ämtern mit den anderen Unterlagen zur Beurteilung vorgelegt worden. Am
2. November 2010 stimmte das Amt für Umwelt und Energie (AFU) dem Bauvorhaben
aus gewässerschutzrechtlicher Sicht zu und am 5. November 2010 stellte das AREG
fest, dass das Bauvorhaben im Sinn der Erwägungen der Nutzungszone entspreche.
Das AREG ging davon aus, dass für die Kälber "jeweils 9 Igluboxen an vier
verschiedenen Standorten im Hofbereich aufgestellt werden" sollen. In der Folge, am
19. November 2010, wurde der Entscheid des Gemeinderats Muolen mit den
Teilverfügungen eröffnet.
B./ Am 19. August 2011 führte das AFU eine gewässerschutztechnische Beurteilung
durch. In der Folge, am 1. September 2011, setzte es X.Y. zwecks Sanierung der
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Kälber-Iglu-Anlage bzw. für allenfalls notwendige bauliche Massnahmen Frist bis 30.
September 2012. Das AFU verfügte, das im Liege- und Auslaufbereich der Iglus
anfallende Abwasser müsse vollständig in die Güllegrube eingeleitet werden. Sodann
wurde darauf hingewiesen, die Sanierung bestehender und der Bau neuer Anlagen
setze eine Baubewilligung voraus. Weiter wurde X.Y. in Aussicht gestellt, für den Fall,
dass er der Verfügung nicht nachlebe, werde das Landwirtschaftsamt beauftragt, die
Beiträge entsprechend zu kürzen. Zur Begründung führte das AFU aus, die
Hofdüngerlager würden den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Die Iglus
würden auf einer Wiese stehen, wobei es an einem flüssigkeitsdichten Boden und an
einer korrekten Platzentwässerung fehle. Es handle sich um eine Kombination aus Stall
und permanent zugänglichem Auslauf, weshalb das Abwasser vollständig in eine
Güllegrube einzuleiten sei.
C./ Am 13. September 2011 erhob X.Y. gegen die Verfügung des AFU vom
1. September 2011 Rekurs beim Baudepartement. Er beantragte, die angefochtene
Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin zu gestatten, die Kälber-Iglus auf
dem Wiesland zu platzieren. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er halte
nur neugeborene Kälber bis zu einem Alter von höchstens zwei Monaten in den Iglus,
weshalb der Anteil an Harn und Kot minimal sei, abgesehen davon, dass er
hauptsächlich durch das Stroh am Boden aufgesogen werde. Sodann werde der
Standort der Iglus regelmässig verschoben, womit gewährleistet sei, dass die
Grasnarbe unter den Iglus keinen längerfristigen Schaden nehme.
Der Gemeinderat Muolen beantragte am 25. Oktober 2011, der Rekurs sei
gutzuheissen. Zur Begründung führte er aus, die angefochtene Verfügung sei
unverhältnismässig, weil Kälber nur einen Bruchteil des Düngers einer Grossvieheinheit
produzieren würden. Demgegenüber beantragte das AFU am 8. Dezember 2011, dem
Rekurs sei keine Folge zu geben. Aus Sicht der Fachstelle sind im Freien aufgestellte
Iglus wie jede andere Stallung zu behandeln. Zusammenfassend hielt das AFU fest, aus
diesem Grund sei der Boden gestützt auf Art. 6 des Gewässerschutzgesetzes (SR
814.20, abgekürzt GSchG) abzudichten und die Entwässerung habe in die Güllegrube
zu erfolgen. Anlässlich des Augenscheins, den das Baudepartement am 12. Januar
2012 durchführte, machte X.Y. geltend, das AFU habe der Iglu-Anlage im Rahmen des
Baubewilligungsverfahrens aus gewässerschutzrechtlicher Sicht zugestimmt. In der
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Folge forderte das Baudepartement die Bauakten an und führte einen zweiten
Schriftenwechsel durch. Am 9. Februar 2012 führte das AFU aus, es treffe zu, dass aus
der Verfügung vom 2. November 2010 nicht mit der gewünschten Deutlichkeit
hervorgehe, dass die Iglu-Anlage als Stallung gelte, welche die entsprechenden
Gewässerschutzbestimmungen einzuhalten habe. Das öffentliche Interesse am
Gewässerschutz überwiege aber gegenüber dem privaten Interesse daran, Kälber in
Iglus zu halten. Nachdem auch der Gemeinderat Muolen und X.Y. Stellung genommen
hatten, wies das Baudepartement den Rekurs am 28. Juni 2012 ab (Ziff. 1). Die Frist zur
Entfernung oder Umplatzierung der Kälber-Iglu-Anlage auf eine bestehende oder noch
zu erstellende flüssigkeitsdichte Unterlage mit Entwässerung in die Güllegrube wurde
auf sechs Monate nach Rechtskraft des Entscheides festgesetzt (Ziff. 2). X.Y. wurde
eine anteilsmässige Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- auferlegt (Ziff. 3a), und auf die
Erhebung der amtlichen Kosten von Fr. 1'000.-- für die Verfügung des AFU vom
1. September 2011 wurde verzichtet (3b).
D./ Am 10. Juli 2012 erhob X.Y. gegen den Entscheid des Baudepartements vom
28. Juni 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er stellte das Rechtsbegehren,
der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Kälber-
Iglu-Haltung auch ohne flüssigkeitsdichten Boden bewilligungsfähig sei. Das
Baudepartement nahm am 8. Oktober 2012 Stellung und beantragte, die Beschwerde
sei abzuweisen. Die Eingabe enthält Berechnungen, aus denen aus Sicht des
Baudepartements hervorgeht, warum die Belegung von Wiesland mit Kälber-Iglus lokal
zu einer Überdüngung des Bodens führt. Am 19. November 2012 nahm X.Y. Stellung
und machte Ausführungen dazu, warum die Berechnungen des Baudepartements
bezüglich der Belastung des Bodens unzutreffend seien. Aus seiner Sicht wird der
Boden nicht übermässig belastet, wenn der effektive Nährstoffanteil von 55 Kälbern
pro Jahr auf die ganze Parzelle von 500 m verteilt wird und zwei Drittel der Nährstoffe
zusammen mit dem Stroh über den Mistlagerraum abgeführt werden. Die
Stellungnahme wurde dem Baudepartement am 21. November 2012 zur
Kenntnisnahme zugestellt.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
2. Der angefochtene Entscheid beruht auf der Annahme, bei den Kälber-Iglus, die zur
Diskussion stehen, handle es sich im Verbund um eine baubewilligungspflichtige
Anlage (E. 3.3). Der Beschwerdeführer beantragt, der Entscheid sei ersatzlos
aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Kälber-Iglu-Anlage auch ohne
flüssigkeitsdichten Boden bewilligungsfähig sei. Nicht in Frage gestellt wird somit, dass
diese Art von Tierhaltung im Sinn einer Anlage baubewilligungspflichtig ist.
3. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers handelt es sich bei den Kälber-Iglus um
Kunststoffboxen mit einer Fläche von rund 3 m und einer Höhe von rund 1.2 m. Die
Iglus werden mit Stroh eingestreut. Das Stroh wird regelmässig, mindestens ein Mal je
Woche, mit dem darin aufgefangenen Harn und Kot auf den Mistlagerplatz oder in die
Güllegrube entsorgt. Vor den Iglus befindet sich ein kleiner nicht überdachter Auslauf
von rund 3 m . Dieser ist mit einer Gummimatte bedeckt, damit die Kälber nicht im
Morast stehen müssen. Die Kälber werden unmittelbar nach der Geburt in die Iglus
gebracht, wo sie die ersten 6 Wochen ihres Lebens bzw. höchstens zwei Monate (vgl.
Rekurs vom 13. September 2011) verbringen. Sie werden dort rund 75 kg schwer. Ein
Iglu-Standort wird nur ein Mal im Jahr benutzt und im Sommer wird die Fläche neu
angesät.
4. Strittig ist, ob das im Liege- und Auslaufbereich der Kälber-Iglus anfallende
Abwasser vollständig in die Güllegrube eingeleitet werden muss bzw. ob die Iglus auf
eine flüssigkeitsdichte Unterlage mit Entwässerung in die Güllegrube gestellt werden
müssen.
4.1. Der Beschwerdeführer hält dafür, bei der Aufzucht von Kälbern in Iglus handle es
sich nicht um eine eigentliche Stallhaltung. Deshalb sei es nicht sachgerecht zu
verlangen, dass die Nutzung von Iglus auf befestigten Plätzen mit Entwässerung in eine
Güllegrube zu erfolgen habe. Vielmehr würden Iglus die Anforderungen erfüllen, die
gemäss Wegleitung "Baulicher Umweltschutz in der Landwirtschaft" des Bundesamtes
für Umwelt (BAFU) und des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), Stand Mai 2012,
abrufbar unter www.bafu.admin.ch, (in der Folge: Wegleitung) für Weidestallungen und
Weidezelte sowie Tränk- und Fressplätze gelten würden.
2
2
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Gemäss Ziff. 3 der Indizes der Wegleitung (S. 14) wird unter Stall der Aufenthaltsraum
für alle Nutztierarten verstanden. Weidestallungen und Weidezelte sind demgegenüber
Stallungen und Unterstände, die der Haltung von Raufutterverzehrern dienen und in
enger Verbindung zu einer angrenzenden Weidefläche stehen. Es kann sich sowohl um
feste wie auch mobile Bauten handeln (Wegleitung Ziff. 6.1.3, S. 43).
Die Kälber, die auf dem Betrieb des Beschwerdeführers geboren werden, verbringen
die ersten Wochen ihres Lebens in Iglus, die je nach Bedarf auf der Wiese vor der
Kuhscheune mit Melkstand aufgestellt werden. Dort steht ihnen je eine mit Strohbett
bzw. Gummimatte versehene Fläche von einigen wenigen m zur Verfügung. Während
dieser Zeit werden die Kälber gemäss Angaben des Beschwerdeführers lediglich mit
Milch und Wasser ernährt (vgl. aber Art. 37 der Tierschutzverordnung, SR 455.1,
abgekürzt TSchV). Ein Weidegang verbunden mit Verzehr von Raufutter kann nicht
stattfinden, weshalb sich die Ausscheidungen der Kälber nicht auf einer grösseren
Fläche verteilen können. Weiter wird die Grasnarbe unter dem Strohbett zerstört und
sie wächst nur während der Vegetationsphase wieder nach. Iglus erfüllen somit nicht
die Funktion einer Weidestallung, die regelmässig verlegt wird und zu keiner
dauerhaften Zerstörung der Grasnarbe führt, sondern diejenige einer Kälberbucht. Iglus
sind eine Alternative zur Aufzucht von Kälbern im Innern des Stallgebäudes.
Demzufolge hat die Iglu-Haltung grundsätzlich denselben gewässerschutzrechtlichen
Vorgaben zu entsprechen wie ein Stall.
Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe ihr Ermessen nicht
sachgerecht ausgeübt, weil sie die Haltung von Kälbern in Iglus einer eigentlichen
Stallhaltung gleichsetze, erweist sich deshalb als unbegründet.
4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben, weil er auch in anderer Hinsicht auf einer unrichtigen und unvollständigen
Feststellung des Sachverhalts beruhe. Er werde mit einer rein abstrakten Gefährdung
des Grundwassers begründet. Die Vorinstanz leite aus Art. 3 und Art. 6 GSchG ab,
dass der Betrieb seiner Kälber-Iglu-Anlage die Gefahr von Gewässerverschmutzungen
mit sich bringe und gegen gewässerschutzrechtliche Vorgaben verstosse. Sie habe es
aber unterlassen, den Sachverhalt wissenschaftlich zu analysieren und zu bewerten.
Die Vorinstanz habe darauf verzichtet, anhand konkreter Zahlen über den effektiven
2
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Nährstoffanfall in Form von Harn und Kot in den ersten sechs Wochen im Leben eines
Kalbes abzuklären, inwieweit die Kälberhaltung in Iglus auf unbefestigtem Grund das
Grundwasser gefährde. Auch würden fachliche Grundlagen bezüglich des Anteils an
Nährstoffen fehlen, der durch die regelmässige Entsorgung des Strohs auf den
Mistlagerplatz oder in die Güllegrube gelange bzw. bezüglich des Anteils, der letztlich
im Boden abgelagert werde. Es treffe zwar zu, dass das Pflanzenwachstum nach
Entfernung eines bewirtschafteten Iglus sehr markant sei. Diese Tatsache belege aber,
dass Nährstoffe weder ausgewaschen würden noch ins Grundwasser gelangten.
Vielmehr würden sie im Boden gespeichert und stünden dem Pflanzenwachstum zur
Verfügung. Sodann habe es die Vorinstanz unterlassen, aus einem Urteil des
Bundesgerichts (BGer 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009) die erforderlichen Schlüsse zu
ziehen und in gewässerschutzrechtlicher Hinsicht Vergleiche mit ähnlichen
Tierhaltungsformen - Pouletmast in "Offenhaltung", Schweinehaltung in Iglus -
anzustellen.
4.2.1.Nach Art. 3 GSchG ist jedermann verpflichtet, alle nach den Umständen
gebotene Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige Einwirkungen auf die Gewässer zu
vermeiden. Damit wird eine allgemeine Sorgfaltspflicht statuiert. Art. 3 GSchG verlangt,
dass alles Zumutbare unternommen wird, um eine Gewässerverschmutzung zu
verhindern. Auch wenn keine Gefahr besteht, dass ein Gewässer die Anforderungen an
die Wasserqualität nicht erfüllen kann, muss das Zumutbarevorgekehrt werden, um
eine Verunreinigung zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten (BGer 1C_390/2008
vom 15. Juni 2009 E. 2.1 mit Hinweis auf 1C_43/2007 vom 9. April 2008 E. 2.2, in: URP
2008 S. 576).
Ergänzend zu Art. 3 GSchG verbietet Art. 6 Abs. 1 GSchG generell das mittelbare oder
unmittelbare Einbringen und Versickernlassen von Stoffen, die Wasser verunreinigen
können. Nach Art. 6 Abs. 2 GSchG ist es auch untersagt, solche Stoffe ausserhalb
eines Gewässers abzulagern oder auszubringen, sofern dadurch die konkrete Gefahr
einer Verunreinigung des Wassers entsteht. Damit wird ein generelles
Verunreinigungsverbot statuiert. Die konkrete Gefahr einer Verunreinigung liegt vor,
wenn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge eine Verunreinigung der Gewässer mit
grosser Wahrscheinlichkeit früher oder später, beispielsweise durch Abschwemmen
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
oder Versickern von Gülle, Mistwässern, Silosäften usw., eintreten wird (BGer
1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E. 2.2 mit Hinweis auf BBl 1987 II 1109).
Nach Art. 4 lit. d GSchG liegt eine Verunreinigung bei einer nachteiligen physikalischen,
chemischen oder biologischen Veränderung des Wassers vor. Als "nachteilig" zu
qualifizieren ist jede messbare Mehrbelastung gegenüber dem Ausgangszustand, d.h.
unabhängig vom ursprünglichen Reinheitsgrad des Wassers. Die
Gewässerschutzgesetzgebung verbietet jede Verunreinigung im Sinn von Art. 4 lit. d
GSchG, die nicht ausdrücklich erlaubt ist. Es gilt das gewässerschutzrechtliche
Reinhaltungsgebot (BGer 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE
125 II 29 E. 3a S. 37 und BGer 1C_43/2007 E. 2.4, in: URP 2008 S. 576).
Gemäss Art. 4 lit. g GSchG bedeutet Hofdünger Gülle, Mist und Silosäfte aus der
Nutztierhaltung. Gülle ist Flüssigmist bzw. flüssiger Hofdünger, der aus Harn und Kot
der Nutztiere sowie aus Wasser besteht. Der Gesetzgeber ging bei der Regelung nach
Art. 6 GSchG davon aus, dass Gülle, die versickert oder abgeschwemmt wird,
Gewässer verunreinigen kann, hingegen soll die fachgerechte Verwertung von
Hofdünger nicht als Verunreinigung gelten (BBl 1987 II 1109 ff.). Dementsprechend
verlangt Art. 14 Abs. 2 GSchG, dass Hofdünger umweltverträglich und entsprechend
dem Stand der Technik landwirtschaftlich oder gartenbaulich verwertet wird. Im Betrieb
müssen hinreichende Lagereinrichtungen vorhanden sein, um eine fachgerechte
Verwertung des Hofdüngers zu ermöglichen (Art. 14 Abs. 3 GSchG).
Die Vorgaben des GSchG sind als umfassende Bundesregelung zu verstehen bzw. das
gewässerschutzrechtliche Reinhaltungsgebot stellt abschliessendes Bundesrecht dar.
Es lässt keinen Raum für ergänzendes bzw. strengeres kantonales Recht. Gleich
verhält es sich beim Gesetzesvollzug; die in der Praxis verlangten Standards beim
qualifizierten Gewässerschutz müssen bundesweit einheitlich sein (BGer 1C_390/2008
vom 15. Juni 2009 E. 2.3 mit Hinweisen).
4.2.2. Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 betreffend
einen Laufhof, der von Kühen, Rindern und Kälbern dauernd genutzt werden kann,
ausgeführt, Gülle und Mist seien aufgrund des Nährstoffgehalts für die Erhaltung der
Fruchtbarkeit des Bodens wertvoll. Eine Überdüngung des Bodens habe jedoch
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 9/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
schädliche Auswirkungen auf das Grundwasser. Grundsätzlich seien bei der
Nutztierhaltung anhand dieses Massstabs Schutzmassnahmen zur Vermeidung einer
Mehrbelastung des Grundwassers zu ergreifen (BGer 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009
E. 3.2 mit Hinweis auf BBl 1987 II 1109, 1118 f. und Rausch/Marti/Griffel, Umweltrecht,
Zürich 2004, N. 404 ff.). Weiter hat das Bundesgericht erwogen, ein vollständiges
Versickerungsverbot für Hofdünger sei nur für einzelne Anlagen in
Landwirtschaftsbetrieben vorgeschrieben, so für Lagerbehälter von Hofdünger
einschliesslich Leitungen. Für andere Anlagen - wie Laufhöfe - würden demgegenüber
auf Bundesebene entsprechende gewässerschutzrechtliche Vollzugsvorschriften
fehlen. Für Betriebe ausserhalb besonders gefährdeter Grundwasserbereiche lasse
sich bei derartigen Anlagen ein absolutes Versickerungsverbot für die Abgänge der
Tiere bzw. für deren Hofdünger nicht direkt aus Art. 3 und Art. 6 GSchG ableiten. Die
Vorinstanz gehe deshalb zu weit, wenn sie annehme, dass keinerlei Ausscheidungen
von Rindvieh im Untergrund versickern dürften. Vielmehr sei das Versickern von
Ausscheidungenauf einem Laufhof insofern zulässig, als die Natur grundsätzlich in der
Lage sei, die fragliche Stoffmenge abzubauen. Unter diesen Umständen bleibe die
gesetzlich geforderte Reinhaltung des Grundwassers gewahrt. Mit anderen Worten
müsse der Boden des Laufhofs mit Blick auf die Abbaubarkeit der tierischen
Ausscheidungen nicht weitergehend befestigt oder gar abgedichtet werden, als dies -
zusammen mit anderen Massnahmen - Bewuchs des Bodens, Einstreuung,
periodische Reinigung, Sicherungen gegen Abflüsse in oberirdische Gewässer - nötig
sei. Bei der Beurteilung der Frage, ob eine hinreichende Abbaubarkeit der Stoffmenge
gegeben sei, komme es auch auf weitere Faktoren an wie etwa Anzahl der Tiere,
beanspruchte Bodenfläche, vorgesehene Benutzungsdauer und Grad der
Durchlässigkeit des Bodens (BGer 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E. 3.3 und 3.4).
4.2.3. Nach den Ausführungen im angefochtenen Entscheid (E. 4.2.4) ist unbestritten,
dass der von den Kälbern anfallende Hofdünger kein grosses Ausmass annimmt. Zu
berücksichtigen ist aus Sicht der Vorinstanz aber, dass die Kälberhaltung in Iglus das
ganze Jahr über stattfindet, somit auch während der Vegetationspause im Winter. In
diesem Zusammenhang führt sie aus, während dieser Zeit seien das Ausbringen von
Hofdünger und Weidegänge zu vermeiden, weil die Pflanzen kaum Nährstoffe
aufnehmen würden und der Boden dazu nur begrenzt in der Lage sei. Nährstoffe
würden deshalb vom Regen und vom Schmelzwasser ausgewaschen und in die
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 10/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Gewässer gelangen. Das im Sommer auf alten Iglu-Standorten nachwachsende Gras
sei denn auch viel dunkler als das Gras, das sich im Umfeld befinde. Diese Tatsache
belege, dass der Boden mit Nährstoffen gesättigt, wenn nicht gar übersättigt sei. Weil
nach Art. 6 Abs. 1 GSchG bereits die Gefahr einer Gewässerverschmutzung vermieden
werden müsse, könne aber offen bleiben, ob durch den Betrieb der Kälber-Iglu-Anlage
tatsächlich eine Gefährdung der Gewässer verursacht werde. Zudem gehe aus der
Wegleitung hervor, dass Tränk- bzw. Fressplätze ohne Befestigung und Anschluss an
die Güllegrube nur zulässig seien, wenn eine intakte Grasnarbe sichergestellt werden
könne und im Stall keine Zufütterung stattfinde. Beides treffe auf die Kälberhaltung in
Iglus nicht zu, weshalb es erforderlich sei, die Iglus auf einer befestigten Unterlage mit
Entwässerung in eine Güllegrube zu platzieren. Ohne diese Massnahme würde in Kauf
genommen, dass im ungünstigsten Fall, insbesondere im Winter, eine
Gewässerverschmutzung eintrete.
4.2.4. Wie ausgeführt (vgl. Ziff. 4.1 hiervor) haben Kälber-Iglus die Funktion einer sich
im Stallgebäude befindenden Kälberbucht. Zu prüfen ist deshalb, ob es dennoch
sachlich gerechtfertigt ist, diese Art von Tierhaltung unter gewässerschutzrechtlichen
Gesichtspunkten anders zu behandeln als einen Stall. Anders als Ställe sind Laufhöfe
Anlagen mit beschränktem Platzangebotausserhalb des Stalls, welche die Tiere
permanent oder zeitweise aufsuchen können. Hinzu kommt, dass permanent genutzte
Laufhöfe nach Ziff. 6.1.2 (S. 40/41) der Wegleitung in einen Güllebehälter zu
entwässern sind. Diese Vollzugshilfe stammt aus dem Jahr 2011, lag somit zum
Zeitpunkt, als das Urteil BGer 1C_390/2008 am 15. Juni 2009 gefällt wurde, noch nicht
vor. Vorgaben, die gemäss Wegleitung sogar für Laufhöfe einzuhalten sind, gelten
deshalb ohne weiteres auch für Kälber-Iglus, wo die Tiere keine Möglichkeit haben,
sich auf einer grösseren Fläche frei zu bewegen. Auch Weidestallungen und Weidezelte
sind unter gewässerschutzrechtlichen Gesichtspunkten mit Kälber-Iglus nicht
vergleichbar. Wie ausgeführt (Ziff. 4.1 hiervor) handelt es sich gemäss Wegleitung um
Stallungen und Unterstände, die der Haltung von Raufutterverzehrern dienen und die in
enger Verbindung zu einer angrenzenden Weidefläche stehen. Abgesehen davon, dass
eine derartige Verbindung im Fall von Kälber-Iglus fehlt und die auf diese Weise
gehaltenen Jungtiere kein Gras fressen, verlangt die Wegleitung, dass Zufütterung der
Tiere nicht zu übermässiger Belastung des Weidelandes oder einzelner Weideparzellen
mit Phosphor und Stickstoff führen darf. Erfolgt Zufütterung im Stall oder befindet sich
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 11/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
eine Tränke im Stall, ist erforderlich, dass "der Boden abzudichten und in eine
Güllegrube zu entwässern" ist (Wegleitung Ziff. 1 der Indizes, S. 43). In Betracht fällt
weiter, dass von einer konkreten Gefahr für Gewässerverunreinigungen nach Art. 6
Abs. 1 GSchG auch dann auszugehen ist, wenn eine Verunreinigung der Gewässer
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge mit grosser Wahrscheinlichkeit früher oder
später durch Abschwemmen von Gülle, Mistwasser, Silosäften etc. eintreten wird.
Demzufolge hat die Vorinstanz mit Recht erwogen, weil Kälber-Iglus das ganze Jahr
über bewirtschaftet würden, somit auch im Winter, wenn das Ausbringen von
Hofdünger und Weidegänge zu unterlassen sei, sei es möglich, dass
Gewässerverschmutzungen auftreten. Pflanzen und Boden können während der
Vegetationspause kaum Nährstoffe aufnehmen, weshalb diese vom Regen und vom
Schmelzwasser ausgewaschen werden und in Gewässer gelangen können.
Allgemeiner Lebenserfahrung entspricht weiter, dass Stroh nur dann in der Lage ist,
Harn und Kot aufzunehmen und zurückzuhalten, wenn es nicht bereits nass ist. Auch
geht die Vorinstanz mit Recht davon aus, dass die Frage, welche Menge an
Nährstoffen von Stroh aufgenommen werden kann, davon abhängt, wieviel Stroh
eingestreut und wie oft es ausgewechselt wird. Gemäss Stellungnahme der Vorinstanz
vom 8. Oktober 2012 ist eine intensive Versorgung der Tiere aber nicht Standard, weil
sie mit viel Zeitaufwand verbunden ist und dazu führt, dass grosse Mengen an Stroh
verrottet werden müssen, was nicht angestrebt wird (Flüssigmist und Festmist
"verzogen"). Die unbestritten gebliebene Feststellung der Vorinstanz, wonach das
Gras, das im Sommer auf alten Iglu-Standorten neu nachwachse, wesentlich dunkler
sei als dasjenige auf den umliegenden Flächen, macht deutlich, dass die Aufzucht von
Kälbern in Iglus, die auf der Wiese stationiert sind, den Boden mit Nährstoffen stark
wenn nicht übermässig sättigt, was ebenfalls die Gefahr einer Gewässerverschmutzung
mit sich bringt.
4.3. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass Kälber-Iglus die Funktion eines Stalls
haben und dass die Vorinstanz davon ausgehen durfte, die Aufzucht von Kälbern in
Iglus, wie sie der Beschwerdeführer heute auf Wiesland betreibt, bewirke insbesondere
auch durch Nährstoffe, die durch Regen- und Schmelzwasser in die Gewässer
gelangen können, nicht nur eine abstrakte, sondern die konkrete Gefahr einer
Gewässerverschmutzung. Es erweist sich deshalb als sachgerecht und
verhältnismässig zu verlangen, dass der Beschwerdeführer die Iglus auf eine
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
flüssigkeitsdichte Unterlage mit Entwässerung in die Güllegrube stellt. Demzufolge war
die Vorinstanz nicht gehalten, bezüglich der durch die Kälber-Iglu-Haltung auf der
Wiese bewirkten Belastung des Bodens mit Nährstoffen je nach Vegetationsperiode,
Qualität der Strohmatratze und Witterungsbedingungen weitere Abklärungen
vorzunehmen und Vergleiche mit Haltungsformen bezüglich anderer Tierarten
anzustellen.
Auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens erübrigt es sich deshalb, mittels Analyse
von Bodenproben oder auf andere Weise abzuklären, ob die Belegung von Wiesland
mit Iglus eine Überdüngung des Bodens bewirkt, wie die Vorinstanz in ihrer
Stellungnahme vom 8. Oktober 2012 errechnet hat, und wie es sich diesbezüglich mit
Geflügelhaltung auf der Wiese oder Weidehaltung von Schweinen verhält. Sodann kann
ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass andere Haltungsformen für Kälber
dem Tierwohl ebenso wenn nicht besser entsprechen als die Aufzucht in Iglus auf
Wiesland, abgesehen davon, dass Art. 37 TSchV vorschreibt, dass Kälber jederzeit
Zugang zu Wasser haben müssen und dass Kälbern, die mehr als zwei Wochen alt
sind, Heu, Mais oder anderes geeignetes Futter, das die Rohfaserversorgung
gewährleistet, zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen muss. Stroh allein gilt nicht
als geeignetes Futter.
5. Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf Treu und Glauben und macht geltend,
das AFU habe sich innert Jahresfrist widersprochen, weshalb der angefochtene
Entscheid und damit auch die Verfügung des AFU vom 1. September 2011 aus
Gründen des Vertrauensschutzes aufzuheben seien.
5.1. Zutreffend ist, dass das AFU dem Bauvorhaben des Beschwerdeführers mit
(Teil)verfügung vom 2. November 2010 u.a. auf der Grundlage des Planes VI
"Aufstellung Kälberiglus" vom 27. September 2010 zugestimmt hat. Gleichzeitig ist
aber auch angeordnet worden, Stallungen hätten einen flüssigkeitsdichten Boden
aufzuweisen und seien allseits so zu sichern, dass weder Gülle noch durch die
Tierhaltung bedingtes Abwasser ins Erdreich dringen könne (Ziff. 7 der Verfügung). Wie
sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, hat die Vorinstanz daraus mit Recht
geschlossen, der Rotationsplan bezüglich der Iglus sei bewilligt worden, obwohl er
unter gewässerschutzrechtlichen Gesichtspunkten nicht hätte bewilligt werden dürfen
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 13/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
bzw. die in Rechtskraft erwachsene Verfügung des AFU vom 2. November 2010 sei
ursprünglich fehlerhaft.
5.2. Nach Art. 28 Abs. 1 VRP können Verfügungen durch die erlassende Behörde oder
durch die Aufsichtsbehörde geändert oder aufgehoben werden, wenn der Widerruf die
Betroffenen nicht belastet oder wenn es aus wichtigen öffentliche Interessen geboten
ist. Ein Widerruf kommt nur bei fehlerhaften Verfügungen in Betracht, grundsätzlich
aber auch nach Eintritt der formellen Rechtskraft. Dann sind die Voraussetzungen für
eine Neubeurteilung allerdings strenger, weil dem Gebot der Rechtssicherheit und dem
Vertrauensschutz dann grössere Bedeutung zukommt als vorher (Häfelin/Müller/
Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 994 ff.).
5.3. Aus Sicht der Vorinstanz hat das AFU die Verfügung vom 2. November 2010 nicht
ausdrücklich widerrufen. Vielmehr geht sie davon aus, die Verfügung vom
1. September 2011 diene dazu, dem Reinhaltungsgebot bezüglich der Kälberhaltung in
Iglus zum Durchbruch zu verhelfen bzw. den rechtmässigen Zustand auf dem Hof des
Beschwerdeführers (wieder)herzustellen. Wie sich aus den vorstehenden Erwägungen
ergibt, liegt es im öffentlichen Interesse zu verhindern, dass die Aufzucht von Kälbern in
Iglus auf dem Hof des Beschwerdeführers die Gefahr einer Gewässerverschmutzung in
sich birgt. Demzufolge kann offen bleiben, wie die Verfügung vom 1. September 2011
rechtlich zu qualifizieren ist.
Unbestritten ist sodann, dass der Plan VI "Aufstellung Kälberiglu", der Bestandteil der
Baubewilligung ist, die Eigenschaft einer gewissen Vertrauensgrundlage zukommt. In
Betracht fällt in diesem Zusammenhang, dass dieser Plan wohl mit dem Stempel des
AREG, nicht aber mit demjenigen des AFU versehen ist. Sodann kann
Vertrauensschutz in der Regel nur geltend machen, wer gestützt auf ein Vertrauen eine
Disposition getätigt hat, die ohne Nachteil nicht wieder rückgängig gemacht werden
kann. Dies ist u.a. der Fall, wenn aufgrund einer behördlichen Zusage Investitionen
vorgenommen worden sind (Häfelin/Müller/Uhlmann,a.a.O., Rz. 660). Der
Beschwerdeführer, der die Kälber-Iglus gemäss eigenen Angaben seit 10 Jahren auf
derselben Wiese bewirtschaftet, macht aber nicht geltend, er habe gestützt auf die
Verfügung vom 2. November 2010 in Kälber-Iglus investiert.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
5.4. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich der Beschwerdeführer nicht mit
Erfolg auf ein schützenswertes Vertrauen berufen kann, weil er die Anlage nicht erst
seit Erlass der Verfügung vom 2. November 2010 betreibt und gestützt darauf keine
Dispositionen getroffen hat. Dementsprechend überwiegt das öffentliche Interesse am
Schutz des Wassers als Lebensquelle gegenüber dem privaten Interesse des
Beschwerdeführers, Kälber wie bisher auf der Wiese halten zu können.
6. (...).
6.1. (...).
6.2. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht