# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fea458c8-360f-4102-92a6-389a5071871d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1966,
arbeitet seit Februar 1997 als Hauptimam und Re
ligionslehrer beim
Dzemat
der I
slamischen Gemeinschaft
Y._
(
Urk.
8/40).
Am
1
5.
Oktober 2013 (Eingangsdatum) meldete sich der Versi
cherte
unter Hinweis auf bei einem Skiunfall
am 1
6.
Februar 2013
erlittene Hüft- und Schulterprellungen
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/24).
Die IV-Stelle zog die Akten der zuständigen Unfallversicherung AXA Versicherungen AG (na
chfol
gend: AXA,
Urk.
8/30) bei und holte einen
Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug v
om 2
3.
Oktober 2013,
Urk.
8/33),
den Auszug aus der Krankenge
schichte
der Klinik
Z._
vom 3
1.
Oktober 2013 (
Urk.
8/
34) und
den Bericht von Dr.
med.
A._
, FMH Innere Medizin, vom 2
1.
Dezember
2013 (
Urk.
8/38) ein. Daraufhin nahm sie den Arbe
itgeberbericht des
Dzemats
der I
slamischen Gemeinschaft
Y._
vom
8.
Januar 2
014 (
Urk.
8/40), den Bericht von
Dr.
med.
B._
, FMH O
rthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates
, vom 1
3.
Januar 2014 (
Urk.
8/41) und den Bericht
von KD
Dr.
med.
C._
, stellvertretender
Teamleiter der Abteilung
für
Hüftchirurgie
der
Klinik
D._
,
betreffend
die
Untersuchung des Versicherten in der Hüftsprechstunde vom 2
1.
Oktober 2013
(Urk.
8/45
;
E
in
gang bei der IV-Stelle am 2
6.
Februar 2014 [
vgl. Aktenverzeichnis zu
Urk.
8/1-63
]
) zu den Akten. Am 2
7.
Februar 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass berufliche
Eingliederungsmassnahmen
zurzeit nicht
nötig
seien, da er zu 50
%
bei seinem bisherigen Arbeitgeber tätig und somit optimal eingeglie
dert sei (
Urk.
8/46). In der Folge zog
sie
weitere Akten der AXA
,
namentlich
das
von der AXA veranlasste Gutachten von
Dr.
med.
E._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom
1.
März 2014
,
bei
(
Urk.
8/48 und
Urk.
8/50)
.
N
ach entsprechendem
Vorbescheid vom 2
8.
April 2014 (
Urk.
8/53) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
0.
Juni 2014
(
Urk.
2)
einen Anspruch des Versicherten au
f eine Invalidenrente. Sie begründete dies damit, dass
der
Versicherte ab dem 1
6.
Februar 2013 zwar vorübergehend unfallbedi
ngt arbeitsunfähig gewesen sei. S
pätestens seit Mai 2013
sei ihm die angestammte Tätigkeit als Hauptimam bzw. Vorbeter und Rel
igionslehrer aber wieder zu 100
% zumutbar.
Am 1
8.
Juni 2014 stellte die AXA der
IV-Stelle
noch
weitere Akten
,
insbesondere
das von der AXA in Auf
trag gegebene Ergänzungsgutachten von
Dr.
E._
vom 1
0.
Mai 2014
,
zur Kenntnisnahme zu
(
Urk.
8/56
).
2.
Gegen die Verfügung vom 1
0.
Juni 2014
erhob der Versicherte am
9.
Juli 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen gemäss Bundesgesetz über die Invaliden
versicherung (IVG) zu gewähren; eventuell sei die Sache zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts, insbesondere zur Einholung eines
bidisziplinären
Gutachtens, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
4.
September 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwer
deführer am 1
0.
September 2014 angezeigt wurde (
Urk.
9).
3.
Die AXA stellte mit Verfügung vom 1
8.
Juni 2014 die wegen des Unfalls vom 1
6.
Februar 2013 ausgerichteten Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) per Ende Mai 2014 ein und stellte weiter fest, dass weder infolge dieses Unfalls noch infolge der früheren Unfälle vom 2
7.
Dezember 2005 und vom
7.
Februar 2011 ein Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung bestehe (
Urk.
8/56/2-5). Die von
X._
dagegen erhobene Einsprache wies die AXA mit Entscheid vom 2
3.
Juni 2015 ab, wogegen er am 2
5.
August 2015 beim hiesigen Gericht Beschwerde einlegte. Diese wurde mit heutigem Urteil abgewiesen (Prozess Nr. UV.2015.00153).
4.
Zur Vervollständigung der Akten wurden Kopien aus den Akten der Unfall
versi
cherung (Prozess Nr. UV.2015.00153) erstellt (Urk. 10/1-2).
5
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invali
denrente.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommens
vergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht
erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Dr.
A._
hielt im Bericht vom 2
1.
Dezember 2013 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine Schulterkontusion, (2) eine Hüftkontusion
rechts
und (3) eine Kontusion
der Lendenwirbelsäule (LWS)
fest. Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbe
itsfähigkeit nannte er nicht.
Dr.
A._
gab an
, dass der Beschwerdeführer
in der Tätigkeit
als Relig
ionslehrer und Imam vom 16.
Februar bis zum
2.
April 2013 zu 100
%
arbeitsunfähig
gewesen sei
und seit dem
4.
April 2013
bis auf
Weiteres
noch
zu 50
%
arbeitsunfähig
sei
(Urk.
8/38/1-2).
2.2
Dr.
C._
von der
Klinik
D._
berichtete
über eine ambulante Untersu
chung
in der Hüftsprechstunde aufgrund
eine
r
Selbstzu
weisung
des Beschwerdeführers
vom
2
1.
Oktober 2013
wegen
persistierender Schmer
zen.
D
ie Beschwerden
hätten sich
seit der letzten Konsultation
(vom 2
8.
August 2013)
leicht verändert und
würden
sich zurzeit als
gluteale
und laterale Hüft- und Oberschenkelschmerzen, welche im Zusammenhang mit einer primären und reaktiven Insuffizienz der Hüftabduktoren zu sehen seien
, zeigen. Dies
bei möglicher Überlagerung durch degenerative Verän
derungen der LWS
und infolge dessen
pseudo
radikulären
Beschwerden
. Auch sei eine
Radik
ulopathie
nicht vollständig
auszuschliessen
, da die Beschwerden bis zum Fuss reichen
würden, jedoch nicht ganz
derma
tomspezifisch
seien. Das
femoro
acet
abuläre
Impingement
sei zurzeit
oligosymptomatisch
. In einer ersten Phase soll
t
e
n
eine
spezifische Physiotherapie und ein entsprechendes Heimprogramm über zwei Monate durchgeführt werden. Sollte dieses Regime nicht den gewünschten Erfolg bringen, werde sich der Beschwerdeführer melden. D
ann würde
n
vor
gängig an die nächste Sprechstunde ein Röntgen
der LWS
ap
/seitlich und ein MRI der LWS durchgeführt. Bei Bedarf werde Analgesie verabreicht (
Urk.
8/45/6-7).
2.3
Dr.
E._
stellte in seinem Gutachten vom
1.
März 2014
zuhanden der AXA
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arb
eitsfähigkeit (
Urk.
8/50/
56-59
):
(1)
Funktionsbeschwerden im rechten Schultergelenk (ICD-10 M25.51) mit folgender
Symptomatik:
leichte Schultereckgelenk
s
arthrose rechts
sowie beginnende Schultergelenk
s
-
arthrose rechts (ICD-10 M19.91)
leichte Schultereckgelenk
s
instabilität
etwa entsprechend
Rockwood
I-II
leichter Hoch
stand des inneren Schlüsselbein
s rechts und beginnende Brust-bein-Schlüsse
lbeinarthrose (
Sterno
c
laviculargelenk
s
a
rthrose
)
grenzwertig schmerzhafter Bogen und mässig ausgeprägte
Impingement-Kon-stellation
(ICD-10 M75.4) sowie
ansatznahe
Tend
inopathie
der Obergrätenmuskelsehne (
Supraspinatuss
ehne
; ICD-10 M77.9) mit geringer Verkalkung (ICD-10 M65.89) bei ansonst
en intak
ter
Rotatorenmanschette
Formvariante des Schulterdaches entsprechend Stadium II nach
Bigliani
nach fol
gender Entwicklung:
am 2
7.
Dezember 2005
Schlittelu
nfall
mit Distorsion/Stauchung im rechten Schultergelenk (ICD-10 S43.5) und Kapselläsion am Schultereckgelenk (ICD-10 T14.3VZ)
im MRI vom 1
8.
September 2008 erstmaliger Nachweis einer v
orbestehenden Schultereckgelenk
s
arthrose rechts (Unfallfolge vom 2
7.
Dezember 2005?), einer Steilstellung des
Akromions
und einer ansatznahen Si
gnalerhöhung der
Supra
spinatuss
ehne
am
7.
Februar 2011 Skiunfall mit Prellung des rechten Schultergelenks (ICD-10 S43.5) und nachfolgend diagnostiziertem schalenförmigem Knochenbruch an der Unterseite des inneren Schlüsselbeindrittels rechts (ICD-10 S42.01Z) sowie Verdacht auf nicht verschobene Fraktur am
Rippen-Knorpel-Übergang der 1.
Rippe rechts (ICD-10 S42.0). Länger anhaltende Beschwer
den im Schlüssel
bein-Brustbeing
elenk rechts und Entwicklung eines leichten
myofaszialen
Schmerz
syndroms
(ICD-10 M79.19)
am 1
6.
Februar 2013 erneuter Skiunfall mit:
1.
Distorsion des Schultergelenks (ICD-10 S43.5) und Aktivierung der
vorbe
-
stehenden Arthrose des Schultereckgelenks rechts (ICD-10 M19.89)
2.
Hüftgelenk
s
prellung rechts (siehe unten) sowie
3.
Aktivierung einer schlummernden
diskogenen
Lumbago (siehe unten)
(2)
Schmerzen und Funktionsbeschwerden im rechten Hüftgelenk (ICD-10 M25.55)
nach Hüftprellung am 1
6.
Februar 2013 (ICD-10 S70.0Z) mit folgendem
Abklä
rungsergebnis
:
Manifestierung einer vorbestehenden CAM-Konst
ellation mit Neigung zum
femo
ro
acetabulä
ren
Impingement
(ICD-10 M24.85)
Nachweis einer Degeneration der knorpeligen Gelenklippe mit Einriss (ICD-10 M24.19) ohne bildtechnisch nachweisb
are posttraumatische Schädigung
beidseitige Hüftgelenk
s
dysplasie (ICD-10 Q65.8) und
beidseitiger Status nach leichtem jugendlichem Hüft
kopf
gleiten (
Epiphysiolysis
capitis
femoris
; ICD-10 M93.9) mit
Bewegungseinschränkung vorwiegend für die Einwärtsdrehung beidseits
(3)
ein
zeitweiliges, wechselhaftes diskogenes
Vertebralsyndrom
(ICD-10 M54.5
)
mit
muskulären
Dysbalancen
(ICD-10 M62.99) aufgrund folgender Entwicklung:
Osteochondrose
und
Spondylosis
deformans
an der Halswirbelsäule (HWS) im Segment C5/6 (ICD-10 M42.92)
Leichte,
zunehmende
Uncovertebralarthrose
und Streckhaltung der HWS (ICD-10 M47.82)
Osteochondrose
und
Spo
ndylosis
deformans
der Brustwirbelsäule (
BWS
)
und LWS (
ICD-10 M93.8, M47.9) und
mittig liegender Bandscheibenvorfall
Th
12/L1 (ICD-10 M51.2) ohne
neuromo
torische
Ausfallerscheinungen
gering
e linkskonvexe Skoliose der LWS
Grad I (ICD-10 M41.99)
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
E._
ein deutliches körperli
ches Übergewicht (
ICD-10 E66.9,
Urk.
8/50/59
).
In der - im Aussendienst-Bericht der AXA vom
5.
April 2013 - beschriebenen Tätigkeit als Religionslehrer und Imam sowie bei Hausbesuchen unter Benutzung des Perso
nenwagens lägen seit Anfang April 2013 keine unfallbedingten Beeinträchti
gungen mehr vor (Urk. 8/50/67-68). Der Beschwerdeführer könne also seither im Hinblick auf die Kausalität zum Unfallereignis vom 1
6.
Februar 2013
voll
schichtig
arbeiten. Soweit Beeinträchtigungen beispielsweise beim Anheben von schweren Gegenständen, bei längerfristigem Knien oder bei vergleichbaren Belastungen einträten, seien diese nicht auf das Ereignis vom 16. Februar 2013 zurückzuführen, sondern mit den Vorzuständen begründet. Da die Tätigkeit des Beschwerdeführers einer eventuell anzustrebenden leidensangepassten Tätigkeit
entspreche, lägen dem Grundsatz nach keine Beschränkungen bezüglich der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit vor. Der Beschwerdeführer habe hier erklärt, dass er
bei längeren Gebeten, die mit kniender Position (gegebenenfalls mit weitem Rumpfvorbeugen) verbunden seien, einen Vertreter einsetz
en könne
. Vorsichtig sein soll
e der Beschwerdeführer beim Besteigen von Treppen (sich beispielsweise
imm
er am Handlauf absichern), und zudem
solle er grundsätzlich auf Sprünge aus grösserer Höhe verzichten
(
Urk.
8/50/68). Ausserdem solle der Beschwerdeführer nach Möglichkeit keine längerfristigen Arbeiten über Schul
terhöhe ausführen und auch keine schweren Gegenstände (mehr als 10 kg bis 15 kg) in die Schulterhöhe und darüber anheben (
Urk.
8/50/69). Eine
krank
heitsbedingte
Arbeitsunfähigkeit (in der bisherigen und in angepasster Tätigkeit) bestehe nicht
(
Urk.
8/50/70
).
2.4
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Bewegungsapparates,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
erklärte in
seiner gestützt auf die medizinischen Akten erstellten
S
tellungnahme vom 2
3.
April 2014,
dass es sich vorliegend überwiegend um unfallfremde Gesundheitsschäden handle, welche inzwischen stabil seien.
F
ür die bisherige bzw. die ausgeübte Tätigkeit
des Beschwerdeführers
(Hauptimam bzw. Vorbeter und
Religionslehrer)
sei die angegebene Arbeitsunfähigkeit von 100
%
retro
spektiv für den Zeitraum vom 1
6.
Februar 2013 (Unfalltag) bis Anfang April 2013
plausibel
, ebenso vielleicht
noch
die angegebene 50%ige Arbeitsunfähig
keit
für einen Zeitraum von etwa vier
weitere
n
Wochen
. D
ie seitdem durchge
hend angegebene 50%ige Arbeitsunfähigkeit
sei
aber sicher nicht
plausibel
. Hier seien
vielmehr
die Au
sführungen im Gutachten von Dr.
E._
, der für die ausgeübte Tätigkeit, welche einer angepassten Tätigkeit entspreche, bereits seit
April 2013
von einer
100%ige
n
Arbeits
fähigkeit
ausgegangen sei
, unein
geschränkt nachvollziehbar
. Das Belastungsprofil sehe
folgendermassen
aus
: Zumutbar sei eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne langes Knien oder Kauer
n/Hocken, ohne häufiges Bücken und ohne
Arbeiten in Sc
hulterhöhe oder Treppensteigen
(
Urk.
8/51/
4-
5)
.
3.
3.1
Die
rentenablehnen
de
Verfügung vom 1
0.
Juni 2014
(
Urk.
2)
beruht
in medizi
nischer Hinsicht im Wesentlichen auf
dem
von der AXA
in Auftrag gegebenen
Gutachten von
Dr.
E._
vom
1.
März 2014 (
Urk.
8/
50/2-77)
, der den Beschwerdeführer am
2.
Dezember 2013 in orthopädisch-chirurgischer Hinsicht eingehend untersucht hatte.
Die von ihm dabei – unabhängig ihrer Ursache – erhobenen klinischen Befunde wurden im Gutachten detailliert wiedergegeben und erläutert (
Urk.
8/50/32-45). Gleiches gilt hinsichtlich der Vorakten sowie der sich daraus ergebenden Ergebnisse der bildgebenden Abklärungen (
Urk.
8/50/45-54).
3.2
Da der Beschwerdeführer bei der AXA nicht nur unfall-, sondern auch
kranken
taggeldversichert
ist, umfasste d
er Fragenkatalog der AXA an Dr.
E._
nicht nur Fragen
zur
unfallbedingte
n
Behandlungsbedürftig
keit, Arbeitsfähigkeit und
zu einem allfälligen
Integritätsschaden, sondern
auch
Frage
n betreffend
krank
heitsbedingte
Einschränkung
en
des Beschwerdeführer
s
in der Tätigkeit als Imam und Religionslehrer und
in
einer
allfälligen
angepassten Tätigkeit
(vgl.
Urk.
8/50/70
).
Dr.
E._
beschränkte sich im Rahmen d
er Begutachtung denn auch nicht nur auf die Beurteilung der Unfallfolgen, sondern nahm
auch
Stel
lung
zu
r
krankheitsbedingten
Arbeitsfähigkeit
des
Beschwerdeführers
.
Dass
sich die Beschwerdegegnerin unter diesen Umständen nicht veranlasst sah,
Dr.
E._
noch
Zusatzfragen
zu stellen
, ist daher – entgegen dem Vorbringen de
s Beschwerdeführers (
Urk.
1 S.
4
)
–
grundsätzlich
nicht zu beanstanden.
3.3
3.3.1
Vorwegzunehmen ist, dass sich – entgegen der vom Beschwerdeführer offenbar vertretenen Auffassung
–
radiologisch resp. computertomographisch erhobene Veränderungen im Bereich der Schulter, der Hüfte sowie des Rückens allein nicht notwendigerweise im Ausmass der funktionellen Einschränkung nieder
schlagen; vielmehr sind derartige Befunde jeweils anhand der Klinik zu über
prüfen (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 9C_68/2014 vom
2.
Juni 2014 E. 3.3)
.
3.3.2
Im Rahmen der – insoweit entscheidenden – körperlichen Untersuchung stellte
Dr.
E._
fest, d
ass der Beschwerdeführer bei der Untersuchung vom
2.
Dezember 2013 beide Arme etwa gleich weit nach vorne habe anheben kön
nen. Die Bewegungsausschläge seien beidseits insgesamt etwas eingeschränkt gewesen (bezogen auf die Altersnorm), während die Armhebung zur Seite (vor der Frontalebene) beidseits
un
eingeschränkt und auch die Rotationsfähigkeit an beiden Schultergelenken etwa gleichartig ausgeprägt gewesen sei
en
(bei eher
überdurchschnittlicher Innendrehfähigkeit
[
Urk.
8/50/69]). Bei den
Bewegungs
prüfungen
im Bereich der Hüftgelenke sei kein sicheres Weichteilschnappen oder Knacken tast- oder hörbar gewesen. Bei der passiven Prüfung seien am Untersuchungstag bewegungsabhängige Schmerzen verneint worden. Die
Hüft
gelenksbeugung
sei rechts grenzwertig bis zum Normalwert gelungen, links eher etwas geringer. Die
Abspreizung
liege beidseits im physiologischen Rahmen, die
Anspreizung
sei leicht eingeschränkt messbar. Die Aussenrotation erreiche phy
siologische Werte, die Innenrotation sei dagegen beidseits um etwa die Hälfte eingeschränkt. Bei gestreckten Beinen würden Zug- und
Stauchschmerzen
beid
seits verneint. Bei einer Beugung der Hüft- und Kniegelenke um jeweils 90 Grad würden Stossschmerzen ebenfalls verneint. In der gleichen Position habe der Beschwerdeführer aber deutliche Zugschmerzen am rechten Hüftgelenk bei ruckartigem Anheben durch ihn - Dr.
E._
- angegeben (links verneint). Bei der sogenannten Diagonaldehnung rechts seien heftige Schmerzen an der Rückseite des Hüftgelenkes angegeben worden (links nicht). Bezüglich der Knie
gelenke seien irgendwelche Vorerkrankungen/
Unfallfolgen und
Funktions
be
schwerden
ausdrücklich verneint worden (
Urk.
8/50/39-40). Bezüglich der Wir
belsäule stellte
Dr.
E._
im Wesentlichen fest, dass beim
Langsitz
die Fin
ger
spitzen die Fersensohlenebene rechts um 30 und links um ca. 27 Zenti
meter verfehlt hätten. Im Stehen sei der Fussbodenabstand deutlich geringer gewesen, jedoch entsprechend der Verkürzung der an der Oberschenkelrückseite liegen
den
ischiocruralen
Muskulatur. Rumpfseitneigen im Stehen und
Rumpf
rotation
im Sitzen erfolge im altersphysiologischen Rahmen; nur die Entfaltung nach vorn sei etwas eingeschränkt; dabei bestünden aber keine massgeblichen
bewe
gungsabhängigen
Schmerzen, kein Klettergriff und kein Rumpf-Auswei
chen nach rechts oder links. An der Halswirbelsäule bestehe eine teilweise leicht
sei
ten
unterschiedliche
, jedoch insgesamt unauffällige Beweglichkeit; bei der Kopfseitneigung und –
drehung
nach links habe er
endgradig
Beschwerden an der rechten Seite der HWS (Urk. 8/50/37-38). Neurologische Ausfallerscheinun
gen fanden sich laut
Dr.
E._
nicht (Urk. 8/50/34-35 und
Urk.
8/50/59).
3.3.3
Wie unter E. 2.3 dargelegt, kam
Dr.
E._
zum Schluss, dass der Beschwerde
-
führer
in der Tätigkeit als Imam
und Religionslehrer
grundsätzlich weder aufgrun
d des Unfallereignisses vom 16.
Februar 2013 noch
krankheitsbe
dingt
eingeschrän
kt sei.
3.4
Diese
Beurteilung
von
Dr.
E._
, die er in Kenntnis und Ausei
nandersetzung mit den Vorakten
abgab,
ist angesichts der genannten
klinischen
Befunde
und der dazugehörigen Erläuterungen
nachvollziehbar.
Wie
dem Arbeitgeberbericht
des
Dzemats
der Islamischen Gemeinscha
ft
Y._
vom
8.
Januar 2014 zu ent
nehmen ist
, umfasst die Tätigkeit des Beschwerdeführer
s
sehr unterschied
liche
Aufgaben
bereiche
, nämlich das
Leiten von Gebeten
,
Erteilen von Anwei
sun
gen,
Religionsunterricht/Seelsorge,
das
Halten von
Vorträge
n
(inkl.
Freitags
gebet
),
die
Teilnahme an divers
en Sitzungen, diver
se Empfänge und Vertretun
gen sowie
diverse Sozialaufgaben
(
Urk.
8/40/5; vgl. auch die detailliertere Auflis
tung in
Urk.
8/40/6). Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber dem Aussendienstmitarbeiter der AXA vom
5.
April 2013 arbeitet er zusammen mit einem Stellvertreter. Feste Arbeitszeiten habe er nicht. Das Vorbeten finde zu unterschiedlichen Zeiten statt. Körperlich anstrengend seien vor allem die Gebete. Man stehe da, müsse sich vorbeugen und niederknien und sitzen und wieder aufstehen. Ein Gebet dauere 20 bis 60 Minuten, an speziellen Anlässen sogar bis zu zwei Stunden. Das Freitagsgebet dauere zum Beispiel eine Stunde. Oftmals müsse er dabei lange Zeit auf den Knien bleiben (
Urk.
8/30/10).
In kör
perlicher Hinsicht
handelt es sich bei der Tätigkeit als Imam und Religionslehrer
fraglos
um eine wechselbelastende
,
leichte Tätigkeit, da
der Beschwerdeführer
gemäss
dem erwähnten
Arbeitgeberbericht
oft sitzen,
manchmal stehen, selten gehen und
– lediglich -
selten leichte Gewichte
heben oder
tragen
muss
(
Urk.
8/40/5).
Hinzu kommt
noch
, dass die
von ihm
zu leitenden
Gebete
teils im Knien
mit weitem, tiefem
Rumpfvorbeugen auszuführen
sind. Gemäss seinen Angaben anlässlich der Begutachtung ist ihm solches nur kurzfristig möglich; bei langen Gebeten müsse er im Gemeindedienst den Stellvertreter bitten (
Urk.
8/50/30). Wie sich aus dem Gutachten von Dr.
E._
ergibt, kann die beim Beschwerdeführer bestehende Konstellation im Bereich der Hüfte zu Funktionsbeschwerden bei längerfristigem Knien bzw. Hocken führen (
Urk.
8/50/62,
Urk.
8/50/68 und
Urk.
8/50/74-75). Es ist jedoch zu bemerken, dass es dem Beschwerdeführer trotz der – erst (
Urk.
8/30/23 und
Urk.
8/50/20) – seit dem Unfall vom 16. Februar 2013 bestehenden Hüftbeschwerden möglich war, seine Tätigkeit als Religionslehrer und Imam am
3.
April 2013 wieder zu 50 % aufzunehmen. Dabei erklärte er am 5. April 2013 gegenüber dem Aussen
dienst-Mitarbeiter der AXA, er mache noch nicht alle Gebete. Aber er mache zumindest wieder die wichtigen Arbeiten, zum Beispiel das (eine Stunde dau
ernde) Freitagsgebet (
Urk.
8/10/10). Im Bericht der
Klinik
D._
vom 9. September 2013 betreffend die Untersuchung in der Hüftsprechstunde vom 23. August 2013 war unter dem Titel „Anamnese“ festgehalten worden, dass es sich bei den seit dem Unfall vom 1
6.
Februar 2013 andauernden Hüftschmerzen um einen Dauerschmerz handle, welcher durch längeres Gehen aber auch Sport, wie Schwimmen, verstärkt werde. Bei längerem Sitzen verspüre er ebenfalls ein Druckgefühl. Die Ausübung des Berufes sei nicht tangiert. Der Leidensdruck sei mässig (
Urk.
8/30/23). Es ist nicht aktenkundig, dass sich die objektiven klini
schen Befunde im Bereich der rechten Hüfte seither verschlechtert haben. Viel
mehr waren im Bericht der
Klinik
D._
vom 9. September 2013 wie auch im Folgebericht dieser Klinik betreffend die neuerliche Untersuchung in der Hüftsprechstunde vom 2
1.
Oktober 2013 (
Urk.
8/45/6-7; vgl. E. 2.2) die Mög
lichkeiten betreffend die Hüftgelenksbewegung rechts geringer angegeben wor
den als sie bei der Untersuchung durch
Dr.
E._
im Dezember 2013 gefunden wurden (
Urk.
8/50/21). Abgesehen davon dürfte es dem Beschwerdeführer
auch erlaubt sein,
Haltungen
, die bei ihm zu Beschwerden
im Bereich der Hüften
füh
ren würden, falls nötig
zuweilen
zu vermeiden.
Denn es ist kaum vorstellbar, das
s ein Imam allein
angesichts dessen, dass er eine bestimmte
Zwangsh
altung nicht mehr
beschwerdefrei
über längere Zeit einnehmen kann, das Leiten von Gebeten
aufgeben
m
üsste
.
Solches ist denn auch dem vorliegenden
Arbeitge
berbericht
in keiner Weise zu entnehmen (vgl.
Urk.
8/40/5 unten). Im Übrigen war es nicht
Dr.
E._
, sondern der Beschwerdeführer selbst, der angegeben hat, er „müsse“ sich bei langen Gebeten vertreten lassen (
Urk.
8/50/30).
Dr.
E._
seinerseits hat lediglich darauf hingewiesen, dass sich der Beschwerdeführer laut seinen Angaben bei längeren Gebeten mit kniender Position vertreten lassen „könne“ (
Urk.
8/50/68).
Dass der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Tätigkeit Arbeiten über Schulter
höhe auszuführen, schwere Gegenstände in die Schulterhöhe und darüber anzu
heben und/oder Sprünge aus grösserer Höhe vorzunehmen hat, ist nicht ersicht
lich und wurde denn von ihm auch nicht geltend gemacht.
Schliesslich ist dem Beschwerdeführer
laut Dr.
E._
auch das – vorsichtige – Treppensteigen nach wie vor mög
lich.
3.5
Im Weiteren gab
Dr.
E._
in seinem Gutachten zwar
an
, dass
zwecks Abklä
rung der Frage,
ob
die vom Beschwerdeführer beklagte Müdigkeit
durch die
schmerzbedingte
n
Schlafstörungen zu erklären
oder
allenfalls (auch)
auf
psy
chische Faktoren wie Stress, Unruhe und überfordertes Verantwortungsbe
wusstsein
zurückzuführen sei
, eine psychiatrische Untersuchung erforderlich wäre
. Im gleichen Abs
chnitt erklärte
Dr.
E._
aber auch, dass derartige (psy
chische) Probleme vom Beschwerdeführer im Rahmen der Anamneseerhebung nicht artikuliert worden se
ien (
Urk.
8/50/56). Zudem wurde
von keinem der vorliegend involvierten Ärzte eine psychiatrische Diagnose
gestellt
– auch nicht verdachtsweise
–
,
und der Beschwerdeführer war ausweislich der Akten auch noch nie in psychiatrischer Behandlung.
Hinreichend Anhaltspunkte dafür, dass er unter einem invalidenversicherungsrechtlich relevanten psychiatrischen Gesundheitsschaden leiden könnte, waren damit nicht gegeben. Entgegen den Darlegungen des Beschwerdeführers
(
Urk.
1 S. 5
)
war vorliegend daher eine zusätzliche psychiatrische Abklärung nicht angezeigt.
3.6
Ebenfalls nicht zu beanstanden ist
sodann
, dass die Beschwerdegegnerin das Ergänzungsgutachten von
Dr.
E._
vom 1
0.
Mai 2014 (
Urk.
8/56
/8-16
; vgl.
Urk.
10/1
[
= vollständige Version
]
)
nicht abgewartet hat.
Denn in
diesem
Ergänzungsgutachten
von
Dr.
E._
geht
es im Wesentlichen
lediglich
um
unfallversicherungsrechtlich relevante
Zusatzfragen
hinsichtlich der
Unfaller
eignis
se
vom 2
7.
Dezember 2005 und vom
7.
Februar 2011, die für das vorlie
gende invalidenversicherungsrechtliche Ve
rfahren nicht von Belang sind.
3.7
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht daher kein Grund, die gutachterliche Feststellung, wonach in der Tätigkeit als Religionslehrer und Imam sowie in (anderen) angepassten Tätigkeiten im Begutachtungszeitpunkt (Dezember 2013) weder unfall- noch krankheitsbedingt eine – massgebliche – Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, in Zweifel zu ziehen. Dass sich der Gesund
heitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit Dezember 2013 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1
0.
Juni 2014 massge
blich verschlechtert haben, wurde von ihm nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich.
3.
8
Aufgrund des Gesagten
steht demnach fest
, dass der Beschwerdeführer
in der Arbeitsfähig
keit als Imam
und Religionslehrer
spätestens
ab dem Zeitpunkt der Untersuchung
bzw. Begutachtung
bei
Dr.
E._
am
2.
Dezember 2013
– und
damit
auch im Zeitpunkt des frühes
tmöglichen Rentenbeginns im April
2014 (sechs Monate nach der Anmeldung bei der Beschwerdegegn
erin vom 15.
Oktober 2013, vgl.
Art.
29
Abs.
1 IVG)
–
nicht
mehr
massgeblich
einge
schränkt war. Da
mit
erübrigen sich
Ausführungen zum
sogenannten Wartejahr
(vgl. E. 1.4
).
3.9
Anzufügen bleibt, dass die vorstehenden Schlussfolgerungen namentlich auch im seitens des Beschwerdeführers im Verfahren gegen die AXA (vgl. Sachver
halt Ziffe
rn 3 und 4) ins Recht gelegten
Schreiben von
Dr.
med.
G._
, FMH Rheumatologie, Sport und Innere Medizin, vom 2
4.
August 2015 (
Urk.
10/2) Bestätigung finden. So hielt
Dr.
G._
darin ausdrücklich fest, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Ende Dezember 2013 stationär sei. Ausserdem bemerkte er, dass die unfallfremden Beschwerden im Bereich des Gesässes die Arbeitsfähigkeit – lediglich – leicht beeinträchtigten, insofern, als die Mobilität dadurch etwas eingeschränkt sei und das Einnehmen von gewissen Stellungen (Beten, langes Stehen) Mühe bereite. Aus rheumatolo
gischer oder orthopädischer Sicht aber eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit daraus abzuleiten, sei schwierig nachvollziehbar.
4.
Die angefochtene Verfügung vom 1
0.
Juni 2014
(
Urk.
2)
, mit der ein Rentenan
spruch des Beschwerdeführers verneint wurde, erweist sich damit als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.