# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e48ffa11-61f6-425d-9a8e-0b5903c23ed9
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend versuchte vorsätzliche Tötung (Rückweisung des  Bundesgerichtes)
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Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 11. November 2015 (DG150153), Urteil des Obergerichtes des Kantons , II. Strafkammer, vom 3. Oktober 2019 (SB150505), Urteil des , Strafrechtliche Abteilung, vom 19. November 2020 (6B_1363/2019)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 8. Mai 2015
ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 36).
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte ist schuldig der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne
von Art. 111 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 7 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 321 Tage
durch Untersuchungshaft erstanden sind. Es wird davon Vormerk genom-
men, dass sich der Beschuldigte seit dem 5. Januar 2015 im vorzeitigen
Strafvollzug befindet.
3. Die Strafe wird vollzogen.
4. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger aus
dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach vollumfänglich schadener-
satzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadener-
satzanspruches wird der Privatkläger auf den Weg des Zivilprozesses ver-
wiesen.
5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger CHF 25'000 zuzüglich
5 % Zins ab 18. Februar 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag
wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte bereits
CHF 20'000 bezahlt hat.
6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
vom 11. Mai 2015 beschlagnahmten Kleidungsstücke des Beschuldigten
− Jacke, schwarz, „s.Oliver“, A006‘862‘971 − T-Shirt, schwarz, „GREYSTONE“, A006‘862‘982 − Jeanshose, blau, „TOMMY HILFIGER“, A006‘863‘009
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− 1 Paar Sportschuhe, schwarz/weiss, „adidas SAMBA“, A006‘863‘010 − 1 Strick Handschuh, schwarz, A006‘863‘043
werden nach Eintritt der Rechtskraft dem Beschuldigten auf erstes Verlan-
gen herausgegeben. Bei Nichtabholung innert drei Monaten ab Eintritt der
Rechtskraft werden die Kleidungsstücke durch die Lagerbehörde vernichtet.
7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
vom 11. Mai 2015 beschlagnahmten Kleidungsstücke des Privatklägers
− Jacke, schwarz, „ZARA MAN“, A006‘863‘065 − Pullover, schwarz, „H&M“, A006‘863‘076 − Jäckchen, hellgrau, “H&M”, A006’863’087 − Träger-Unterleibchen, weiss, Gr. 8, A006‘863‘098 − Hose, schwarz, „CLOCKHOUSE“, ohne Gürtel, A006‘863‘101 − Gürtel, kariert, pastellgelb, schwarz, rot, „BURBERY“ A006'863'123 − Unterhose, schwarz, „HOMBRE“, A006‘863‘134 − 1 Paar Socken, schwarz, A006‘863‘145 − 1 Paar Sportschuhe, weiss mit roter Umrandung, „CONVERSE“
A006'863'156
werden nach Eintritt der Rechtskraft durch die Lagerbehörde vernichtet.
8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 8'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 5'000.00 Gebühr Anklagebehörde Fr. 26'971.25 Auslagen Untersuchung Fr. 2'145.00 Auslagen Stellungnahme Gutachter Fr. 12'748.30 unentgeltlicher Rechtsbeistand Fr. 16'000.00 amtliche Verteidigung (Akontozahlungen) Fr. 13'230.55 amtliche Verteidigung
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive
diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie des unentgeltlichen Rechtsbei-
standes des Privatklägers, werden dem Beschuldigten auferlegt.
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10. Rechtsanwalt lic. iur. X2._ wird für seine Bemühungen und Barausla-
gen als amtlicher Verteidiger (unter Berücksichtigung der bereits erhaltenen
Akontozahlungen in der Höhe von CHF 16'000) mit CHF 13'230.55
(inkl. Mwst.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
11. Rechtsanwalt lic. iur. Y._ wird für seine Bemühungen und Barauslagen
als unentgeltlicher Rechtsbeistand des Privatklägers mit CHF 12'748.30
(inkl. Mwst.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
Berufungsanträge erstes Berufungsverfahren:
a) Der Verteidigung des Beschuldigten:
(Urk. 105 S. 35; Urk. 163 S. 1)
1. A._ sei zufolge Schuldunfähigkeit freizusprechen.
2. Für den Fall, dass Sie die Schuldunfähigkeit wider Erwarten verneinen,
sei er eventualiter wegen versuchter Tötung mit einer teilbedingten
Freiheitsstrafe von 30 Monaten zu bestrafen, wovon 12 Monate unbe-
dingt auszufällen und 18 Monate bedingt zu gewähren seien.
3. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, dem Geschädigten eine Genug-
tuung von Fr. 25'000.– zuzüglich 5% Zins ab dem 18. Februar 2014 zu
bezahlen und es sei vorzumerken, dass er bereits eine Zahlung von
Fr. 20'000.– geleistet hat. Die Schadenersatzpflicht des Beschuldigten
gegenüber dem Privatkläger sei nach den Grundsätzen der Billigkeit
durch das Gericht zu beurteilen und zu entscheiden; eventualiter sei
das Schadenersatzbegehren des Privatklägers zufolge Illiquidität auf
den Zivilweg zu verweisen.
4. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu
nehmen und es sei dem Beschuldigten für das Berufungsverfahren ei-
ne vom Gericht festzusetzende Entschädigung für die angefallenen
Verteidigungskosten auszurichten.
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5. Das erstinstanzliche Kostendispositiv sei aufzuheben und die Kosten
der psychiatrischen Begutachtung, die Kosten sämtlicher Gutachten
des Institutes für Rechtsmedizin (pharmakologisch-toxikologischen
Gutachten des Institutes für Rechtsmedizin [act. 17/7 und 18/7], der
ärztlichen Berichte zur Blutalkoholanalyse [act. 17/11 und 18/9] und
des morphometrischen Gutachtens vom 5.3.2015 [19/17]) sowie die
Kosten der amtlichen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu neh-
men. Die übrigen Untersuchungs- und Gerichtskosten seien dem Be-
schuldigten aufzuerlegen.
6. Für die erlittene Haft sei der Beschuldigte angemessen zu entschädi-
gen. Darüber hinaus sei er aus der Sicherheitshaft zu entlassen.
b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich:
(Urk. 101/2+3)
1. Die Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil des Bezirksgerichts
Zürich vom 11. November 2015 sei vollumfänglich abzuweisen und das
Urteil der Vorinstanz sei zu bestätigen.
2. Die Beweisanträge des Beschuldigten vom 15. April 2016 seien abzu-
weisen.
c) Des Vertreters des Privatklägers:
(Urk. 102 S. 1; Urk. 158/1 S. 1)
1. In Abänderung von Ziff. 5 des angefochtenen Urteils sei der Beschul-
digte zu verpflichten, dem Privatkläger CHF 40'000.00 zuzüglich 5%
Zins ab 18. Februar 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Es sei davon
Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte bereits CHF 20'000.00 be-
zahlt hat.
2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive diejenigen des unent-
geltlichen Rechtsbeistandes des Privatklägers, seien dem Beschuldig-
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ten aufzuerlegen und RA lic. iur. Y._ sei für seine Bemühungen
und Barauslagen im Berufungsverfahren mit einem gemäss heute ein-
gereichter Kostennote unter Berücksichtigung der heutigen tatsächli-
chen Verfahrensdauer festzusetzenden Betrag aus der Gerichtskasse
zu entschädigen.
Urteil und Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 3. Oktober 2019
(Urk. 168)

## Considerations