# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1ab4d2c1-a79d-4cd0-9cab-ae27122cce2e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Mit schriftlichem Vertrag vom 20. Januar 2006 schenkte C._ das in ihrem Einfamilienhaus an der D._, in E._, befindliche Carigiet-Bild "F._" ihrer Nichte B._. Gemäss Vertrag behielt sich die Schenkerin "die Nutzniessung am Gemälde vor, solange sie im Einfamilienhaus an der D._ wohnt".
B. Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 27. Januar 2006 verkaufte C._ das Einfamilienhaus, D._, in E._, ihrem Enkel A._. Der Kaufpreis betrug CHF 1'148'000.00, was dem Verkehrswert der Liegenschaft gemäss amtlicher Schatzung entsprach. Gleichzeitig begründeten die Parteien eine lebenslängliche Nutzniessung zugunsten der Verkäuferin. Der kapitalisierte Wert der Nutzniessung von CHF 243'000.00 wurde an den Kaufpreis angerechnet. Für den Restbetrag in Höhe von CHF 905'000.00 gewährte C._ dem Käufer ein unbefristetes zinsloses Darlehen.
C. Ziff. 4 der weiteren Vertragsbestimmungen des Grundstückkaufvertrags lautete: "Die Einrichtungsgegenstände sind Gegenstand des vorliegenden Kaufvertrages, soweit diese nicht durch Schenkungen und oder Vermächtnisse Drittpersonen zugewendet werden".
D. Am 3. September 2009 verfasste C._ einen handschriftlichen Testamentszusatz, mit welchem sie A._ sämtliche Möbel, Bilder, Teppiche und sämtliches Inventar vermachte.
E. Am 8. März 2017 zog C._ von der D._ ins Altersheim. B._ ersuchte daraufhin A._ u.a. mit Schreiben vom 14. März 2017, das  ihr als Eigentümerin herauszugeben.
F. Am 13. Dezember 2017 verstarb C._.
G. Da sich B._ und A._ über die Herausgabe des Carigiet Bildes nicht einigen konnten und nachdem die Vermittlungsverhandlung vom 9. Mai 2019 gescheitert war, reichte B._ am 15. August 2019 Klage beim Regionalgericht Imboden ein und verlangte die Herausgabe des Bildes.
H. Mit Entscheid vom 9. Februar 2021, mitgeteilt am 2. Juni 2021, erkannte das Regionalgericht Imboden was folgt:
1. Die Klage wird gutgeheissen und der Beklagte verpflichtet, der Klägerin das Carigiet-Bild "F._" zu unbeschwertem Eigentum herauszugeben.
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2. Im Weigerungsfall steht der Klägerin im Sinne einer direkten Vollstreckungsmassnahme das Recht zu, sich das Bild unter Beizug der Polizei zu beschaffen.
3.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 10'000.00 gehen zu Lasten des Beklagten und werden mit den von der Klägerin und dem Beklagten geleisteten Vorschüssen von insgesamt CHF 8'800.00 verrechnet. Die Restanz in Höhe von CHF 1'200.00 wird dem Beklagten nach Rechtskraft des Entscheids in Rechnung gestellt.
Die Kosten des Vermittleramtes Imboden in Höhe von CHF 500.00 gehen ebenfalls zulasten des Beklagten. Sie werden mit dem von der Klägerin beim Vermittleramt Imboden geleisteten Vorschuss von CHF 500.00 verrechnet.
b) Der Beklagte hat der Klägerin die mit den geleisteten Vorschüssen verrechneten Gerichtskosten in Höhe von CHF 9'100.00 (CHF 8'6000.00 Regionalgericht, CHF 500.00 Vermittleramt) zu ersetzen.
c) Ausseramtlich hat der Beklagte die Klägerin mit CHF 22'394.70 (inklusive Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations