# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fee1ee1c-a698-43c5-a235-d5d2c95793b1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 195
2, verheiratet,
hat seit seiner
Geburt eine zweiflüge
lige Aorta-Herzklappe
. N
ach Absolvierung einer Lehre als Maschinenschlosser (1972) und einer AKAD-Matura sowie verschiedene
r
(berufsbegleitende
r
) Weiter
bildungen
im Bereich
Unternehmensführung
war er
zunächst in seinem erlernten Beruf tätig, zuletzt
ab
Mitte
des Jahre
s
2001 als selbständigerwerbender Unter
nehmens
berater, ab Juni 2003
führte er zusätzlich die
eigene Firma
Y._
(
Urk.
7/12,
Urk.
7/18,
Urk.
7/20). Am
4.
Juli 2014
erfolgte eine
Aorten
klappenersatz
-Operation mit einem anschliessenden Rehabili
tations
aufenthalt in der Zeit
vom
1
4.
Juli bis zum 2.
August 2014 (Urk.
7/17/11-13,
Urk.
7/32) sowie einer Sternum R
evision bei vorstehender Cercl
age
am
2
9.
September 2014
(
Urk.
7/39/19)
,
und in der Zeit ab
3
0.
Januar bis zum 1
5.
Februar 2015 wurde
der Versicherte stationär
wegen einer akuten Pankreatitis behandelt (
Urk.
7/17/27).
Am
1
8.
August 2015
meldete sich die Versicherte wegen einer
B
eeinträchti
gung der
psychischen Leistungsfähigkeit
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an (Urk. 7/
12
). Die IV-Stelle klärte die medizinischen und beruflichen Ver
hältnisse
ab und sprach dem Versicherten in der Zeit ab
4.
November bis
zum
3.
Dezember 2015 Frühinterventionsmassnahmen in Form von Arbeitsplatz
er
haltung mit einem externen Job-Coaching zu (
Urk.
7/28
-29). Im Weiteren holte sie ein
durch die Gutachterstelle
Z._
zuhanden der
Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG
erstelltes bidisziplinäres kardiologisches-psychiatrisches Gutachten vom 2
8.
Mai 2015
(
Urk.
7/39) sowie von
Dr.
med. A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten
vom 1
2.
Juli 2016 ein (Urk.
7/
4
2
; ergänzende Stellungnahme vom
2.
November 2016,
Urk.
7/61).
Gestützt darauf verneinte
sie
nach durchgeführtem Vo
rbescheidverfahren (Urk.
7/45
, Urk.
7/57,
Urk.
7/65
) mit Verfügung vom 4.
Januar 2017
(Urk. 2) mangels Invalidität
einen Anspruch auf eine Invalidenrente.
2.
Dagegen liess der Versicherte am
6.
Februar 2017 Beschwerde erheben (Urk. 1) mit dem Antrag, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihm eine Inva
lidenrente zuzusprechen; eventualiter sei zur Abklärung der medizinischen Ver
hältnisse ein
Gerichtsg
utachten einzuholen. Der Beschwerde legte er Bericht
e
des
B._
vom
1
0.
Oktober und 2
9.
November 2016
bei (Urk.
3/3-4
). In der Beschwerdeantwort vom
1
0.
Mai 2017 (Urk. 6) schloss die IV-Stelle auf Abwei
sung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
1
1.
Mai
2017 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
ge
mei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatri
-
sche Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich fest
gestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne
W
eiteres gleichbedeutend mit dem
Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beein
träch
tigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätz
lich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass be
stimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei
lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeits
leistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2;
143 V 409
E. 4.2.1).
1.1.3
Geht es um psychische Erkrankungen wie depressive Störungen leicht- bis mit
telgradiger Natur (
BGE 143 V 409 und 143 V 418)
, sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die - unter Berücksich
ti
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompen
sa
tionspotentialen (Ressourcen) anderseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und
E. 4.1 mit Hinweisen
).
Gemäss altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren
dabei
nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen ent
scheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrund
lagen
möglich ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_790/2017 vom 24. Januar 2018 E. 2.1.1 und 9C_191/2017 vom 15. Februar 2018 E. 6.2.1-2)
.
1.2
B
ei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent ergibt sich ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Pro
zent Anspruch auf eine Drei
viertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von min
destens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden
rente hat.
Die IV-Stelle begründete die angefochtene Verfügung
zusammengefasst
damit, gemäss den medizinischen Akten könne ein dauerhafter relevanter kardiolo
gi
scher Gesundheitss
chaden ausgeschlossen werden, und ein erheblicher psychi
scher Gesundheitsschaden liege gemäss dem Gutachten von
Dr.
A._
vom 1
2.
Juli 2016 nicht vor.
2.2
Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer zusammengefasst auf den Stand
punkt,
gemäss den Berichten der behandelnden Ärzte des
B._
vom 10.
Oktober und 2
9.
November 2016 würden eine Depression, eine Per
sönlich
keits
störung und eine posttraumatische Belastungsstörung vorliegen. Dr.
A._
habe
diese
Diagnosen in seinem Gutachten trotz empfohlener Behandlungsbe
dürftigkeit verweigert, was
krass widersprüchlich und mangelhaft sei.
3.
3.1
Der somatische Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers
lässt sich im Wesent
lichen wie folgt darstellen:
Im Zuge einer im Juni 2014 eingetretenen bicuspide
n
Aort
en
klappenstenose
-
mit einer damit verbundenen 100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit des V
ersicherten
ab 16.
Juni 2014 - erfolgte am
4.
Juli 2014
eine Aortenklappenersatz-Operation
(Operations
-
und Austrittsberichte der
C._
vom
5.
und 13.
Juli 2014,
Urk.
7/17/
11-13; Arztzeugnis von
Dr.
med. D._
, Facharzt für Allgemeiner Innere Medizin, vom 2
6.
Juni 2014,
Urk.
7/17/17). Nach dem
anschliessenden Rehabilitationsaufenthalt in der Zeit
vom
1
4.
Ju
li bis zum 2.
August 2014 (
Urk.
7/32)
und einer Sternum R
evision bei vorstehender Cercl
age am 2
9.
September 2014 (
Urk.
7/39/19) sowie einer stationä
ren Behandlung einer akuten Pankreatitis in der Zeit
vom
3
0.
Januar bis zum 1
5.
Februar 2015 (Urk.
7/17/27) diagnostizierte
die
Z._
-Teilgutachterin
Dr. med.
E._
, Fachärztin für Innere Medizin
und Kardiologie
, in ihrem Teilgutachten vom 2
8.
Mai 2015
(
Urk.
7/39/14
)
im Wesentlichen
einen Status nach einer ver
kalkten, bicuspide
n Aortenklappenstenose bei einem
initial konzentris
ch hyper
trophen linken
Ventrikel
mit normaler Funktion
der Ejektionsfraktion (EF;
65
%
), stenosefreien Koronararterien,
bei einem Aortenklappenersatz (
4.
Juli 2014), einer Sternum Revision bei vorstehender Cerclage (2
9.
September 2014)
und
eine ar
te
rielle Hypertonie
.
Zur Arbeitsfä
higkeit gab die
Teilgutachterin
an
(
Urk.
7/39/20 ff.)
,
das operative Ergebnis
sei sehr gut.
Aus internistischer-kardiologischer Sicht bestehe per sofort eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie jed
er
anderen
vergleichbaren Tätigkeit.
3.2
Aus
internistisch-kardiologischer Sicht steht aufgrund des
oben erwähnten, unbestritten gebliebenen
Teilgutachtens von
Dr.
E._
vom 2
8.
Mai 2015 (
Urk.
7/39), sowie der übrigen medizinischen Aktenlage f
est, dass der Beschwerde
führer
spätestens seit 2
3.
März 2015 vollumfänglich respektive uneingeschränkt arbeitsfähig ist. Aufgrund der medizinischen Aktenlage liegt daher in somatischer Hinsicht im massgebenden Zeitraum kein rel
evanter Gesund
heitsschaden vor, was vom Versicherten
unbestritten blieb
(
Urk.
1-2).
4.
4.1
In psychischer Hinsicht basiert die Verfügung vom
4.
Januar 2017 auf dem Gut
achten von
Dr.
A._
vom 1
2.
Juli 2016
(
Urk.
7/42
;
Ergänzung vom 2.
Novem
ber
2016,
Urk.
7/61).
Darin stellte der Gutachter keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fä
higkeit des Versicherten (
Urk.
7/42/27). Ohne Auswirkungen auf die Arbeits
fä
higkeit diagnostizierte er einen
Status nach
einer
Anpassungsstörung (
ICD-10:
F43.2)
bei
Aortenklappenersatz mit
chirurgische
r
Revision
des Sternums
und einer Pankreatitis sowie bei akzentuierten (narzisstischen, leistungsorientierte
n
) Per
sönlichkeits
zügen
. Zur Arbeitsfähigkeit gab er an
(
Urk.
7/42/30 ff
.
)
, aus psychiatri
scher Sicht habe beim Versicherten in der angestammten oder einer
leidens
angepassten Tätigkeit
zu keinem
Zeitraum (auch nicht seit Februar 2015) eine längerfristig andauernd
e
relevante Arbeitsunfähigkeit
bestanden
.
Die Limi
tierung des Aktivitätsniveaus (im Vergleich zu
r Zeit
vor Eintritt der Gesund
heits
schädigung
)
durch
den Versicherten
sei in allen vergleichbaren Leben
sbereichen
(wie Beruf, Freizeit, Haushalt)
vollständig durch
seine
Selbstein
schätzung zu begründen, soweit sie allfällig somatisch begründbare Defizite übersteige
.
4.2
Das psychiatrische Gutachten
von
Dr.
A._
vom 1
2.
Juli 2016 ist
für die strei
tigen Belange umfassend und berücksichtigt die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers. Zudem wurde es in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) erstellt und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen wur
den nachvollziehbar begründet. Damit erfüllt das psychiatrische Gutachten
grundsätzlich
die praxisgemässen Kriterien an ein beweiskräftiges Gutachten (
E.
1.3
)
.
4.3
4.3.1
Der Beschwerdeführer erhebt gegen das Gutachten von
Dr.
A._
verschiedene Einwände
. Er macht zunächst geltend, das Gutachten
sei
infolge
der
darin fehlenden gutachterlichen Diagnostik einerseits und einer empfohlenen Behand
lungsbedürftigkeit andererseits widersprüchlich.
Der Einwand, wonach im Gutachten die Diagnostik fehle, ist aktenwidrig, hat sich doch
der
Gutachter
mit
den
diagnostischen Fragen
ausführlich auseina
nder
ge
s
etzt (
Urk.
7/42/16 ff.). Daran ändert d
er Umstand, dass
die
gestellte
Diagnose eines Status nach einer Anpassungstörung (ICD-10: 43.2)
vom Gutachter
nicht
als
auf die Arbeitsfähigkeit des Versicher
ten auswirkend
beurteilt wurde
, nichts
. Auch
wies
der Gutachter auf
die Schwier
igkeiten des Versicherten hin,
wie eine
innerseelische Verunsicherung
(
Urk.
7/42/20) oder
das Vorliegen von verschiede
nen
ps
ychosoziale
n
Belastungsfaktoren
(
Urk.
7/42/24). Wenn der Gutachter daher in therapeutischer Hinsicht die Beibehaltung der
seit
Januar 2015
durchgeführten Psychotherapie sowie eine angemessene Rezi
divprophylaxe empfahl (
Urk.
7/42
/28),
ist darin
kein Widerspruch
ersichtlich, werden doch
mit solchen Therapie
n
grundsätzlich
gerade
die Verhinderung
des Eintritts
einer Invalidität respektive d
eren
Verminderung angestrebt.
Im Übrigen
ist
die
der
Argumentation des Beschwerdeführers zugrundeliegende Grundannahme,
dass
bei einer psychiatri
schen Therapiebedürftigkeit stets eine die Arbeitsfähigkeit einschrän
kende Diagnose vorliegen müsse, auch
nach
der Rechtsprechung nicht haltbar (Urteil des Bundesgerichts 8C_126/2018
vom 1
9.
Oktober 2018
E. 3.2.2).
4.3.2
Der Beschwerdeführer bringt
im W
eiteren vor, die ihn seit 1
2.
Ja
nuar 2015 behandelnden Ärzte des
B._
hätten in ihren Berichten vom 1
0.
Oktober und 2
9.
November 2016 (
Urk.
3/3-4) eine Depression,
eine
Persönlichkeitsstörung und eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert (
Urk.
1 S. 5). Diese Diagnosen würden im Gutachten von
Dr.
A._
zu Unrecht fehlen. Denn
die
behandelnden Ärzte
hätten
im Lauf der langjährigen Behandlung viel mehr Zeit
gehabt
, um die einzelnen Symptome
zu erfragen und den Kern der Krankheit herauszuarbeiten.
Dieser
Argumentation des Beschwerdeführers
ist
entgegenzuhalten,
dass die be
handelnden Ärzte des
B._
in ihrem Ber
icht vom 2
4.
Januar 2015 ein
zig
eine Anpassungstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10: F43.23) diagnosiziert
hatten
(
Urk.
7/17/31-33). Und auch in ihrem (nicht näher datierten) Bericht von
Ende
Oktober 2015 – als
o
nach einer Behandlung des Versicherten von
fast einem Jahr – diagnostizierten sie in psychiatrischer Hinsicht einzig eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) nach
der
Herzoperation bei multiplen sozialen Belastungssymptomen (
Urk.
7/24). Dass sie
im
rund ein Jahr später zuhanden des Rechtsvertreters
erstellten Bericht
vom
2
9.
November 2016
in diagnostischer Hinsicht
neu von einer
depressiven Episode, zeitweilig mittelgradig, aktuell noch leichtgradig (IDC-10: F32-1 und F32.0), eine
r
kombi
nierte
n
Persönlichkeitsstörung mit vorwiegend narzi
s
stischen sowie emotional-instabilen und auch anderen Anteilen (ICD-10: F61.0) sowie eine
r
posttraumati
sche
n
Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) als Reaktionsmuster auf die Herzopera
tion
ausgingen (im
analogen
Bericht
des
B._
vom 1
0.
Oktober 2016
erfolgten die
Diagnosen
noch ohne die
erforderlichen
klassifikatorische
n
Anga
ben,
Urk.
3/
4) –
mithin ihre
im Oktober
2015
gestellte
Diagnose einer Anpassungs
störung bei multiplen sozialen Belastungssymptomen
insgesamt
deutlich änderten und verschärften -
, begründe
ten
sie nicht näher.
Der Beschwer
de
führer verkennt zudem, dass die
unterschiedliche Natur von Behandlungs
auf
trag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits
es grundsätzlich nicht zulässt,
ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn di
e behandelnden Arztpersonen beziehungsweise
Therapiekräfte zu anderslautenden
Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts 8C_29/2018 vom
6.
Juli 2018 E. 3.2.2). Dies gilt
umso mehr, als der Bericht des
B._
vom 10.
Oktober 2016
,
entsprechend
der Auffassung des Gutachters
Dr.
A._
(ergänzende
Stel
lungnahme vom
2.
November 2016,
Urk.
7/61)
,
welcher vollumfänglich zuzustimmen ist
den Charakter einer allgemein gehaltenen
unstrukturierten
Schilderung
auf der Basis von subjektiven Interpretationen hat.
Dieser Mangel gilt auch für den nachfol
genden Bericht des
B._
vom 2
9.
November 201
6.
Auf konkreten Untersuchungen
basierende und
verankerte o
bjektivierende Befunde
fehlen
in den beiden Berichten
praktisch völlig. Dem en
tspricht auch, dass in beiden Berichten auf die diagnostischen Vorgaben der posttraumatische
n
Belastungsstö
rung
(
gemäss ICD-10: F43.1
;
dazu
Dilling/Mombour/Schmidt, Internationale Klassifikation psychischer Gesundheitsstörungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlin
ien, 1
0.
A., Bern 2015, S. 207
) und deren konkrete Erfüllung nicht näher eingegangen
wurde
. Und auch für die diagnostizierte Persönlichkeits
störung fehlen konkrete und schlüssige Hinweise. Nach dem Gesagten gehen aus den beiden Berichten keine Aspekte hervor, welche das Gutachten von
Dr.
A._
in Frage zu stellen vermögen.
4.4
Weitere substantiierte Einwände gegen das Gutachten von
Dr.
A._
brachte der Beschwerdeführer nicht vor, und auch durch die übrigen medizinischen Akten wird es nicht ernsthaft in Frage gestellt.
Dies gilt auch für das psychiatrische
Z._
-Teilgutachten vom 2
8.
Mai 2015 (
Urk.
7/39)
.
Die
darin
ab 2
3.
März 2015 angenommene,
prognostisch
jedoch bis späteste
ns Mitte Juni 2015 befristete
50%ige Arbeitsunfähigkeit
wurde weder
zureichend mit objektivierten Befunden
belegt noch
schlüssig
begründet
, weshalb sich der Beschwerdeführer zu Recht nicht darauf beruft.
Das Gutachten von
Dr.
A._
genügt auch
den Anforderun
gen an ein
strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 28
1.
Im
Übrigen
bleibt
ein solches
entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit in nachvoll
ziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Ein
schätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (
Urteil des Bundesgerichts 8C_854/2017 vom 2
7.
Juni 2018 E. 4.2)
.
Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Zusammen
hang ohne Weiteres zu bejahen.
G
estützt auf das Gutachten von
Dr.
A._
ist somit
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in psychiatrischer Hinsicht im gesamten massgebenden Zeitraum in der Arbeitsfähigkeit nicht
in
relevant
em Ausmass eingeschränkt gewesen ist
.
5.
Gemäss den obigen Erwägungen liegt weder in somatischer noch in psychiatri
scher Hinsicht eine relevante Invalidität vor.
Abschliessend ist darauf hinzuwei
sen, dass
d
ie Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
zu den beiden Berichten des
B._
vom 1
0.
Oktober und 2
9.
November 2016 Stellung
bezog und auch sonst
klar
darlegt
hat
, von welchen Überlegungen
sie
ausging.
Anhaltspunkte für e
ine mangelhafte
Beg
ründung liegen
daher entgegen des
Einwand
es
des
Beschwerdeführers
nicht vor.
6.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten
pflich
tig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
800
.-- anzusetzen.
Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem
un
terliegen
den Beschwerdeführer
aufzuerlegen.