# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f59bc632-6636-4e03-b420-7b929e8f9265
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1979
, war als
Detailhandelsangestellter des
Y._
Stores
obli
gatorisch bei der Helsana Unfall AG gegen die Folgen von Unfällen ver
sichert, als er am 2
7.
Mai 2012 auf der Gartenlounge
stehend
ausrutschte und
stürzte. Dabei verdrehte er den
linken Fuss
und schlug damit auf dem Boden auf
(
vgl.
Urk.
8/K1 und
8/K4
).
A
m
6.
Juni 2012
begab er sich zur
ärztlichen Behandlung in die
Z._
, wo
Dr.
med. A._
,
Fachärztin FMH für Innere Medizin
, ein traumatisiertes Os
tibiale
externum
links diagnostizierte (
Urk.
8/M1
).
Die Arbeitgeberin des Versicherten reichte am 18.
Juni 2012
eine Schadenmeldung
für das Ereignis vom 2
7.
Mai 2012
bei der Helsana Unfall AG
ein
(
Urk.
8/K1
).
Diese tätigte darauf medizinische Abklärungen (vgl.
Urk.
8/M2 ff.). Am 1
3.
Mai 2013 unter
zog sich der Versicherte einer Fussoperation, bei der eine Resektion des Os
tibiale
externum
u
nd eine
Refixation
der
Tibialis
posterior
-Sehne links vorge
nommen wurden (Urk. 8/M6).
1.2
Im Auftrag der Helsana Unfall AG nahm Prof.
Dr.
med. B._
, Fach
arzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa
rates,
am 1
3.
Jun
i 2013 zur
medizinischen
Aktenlage Stellung (
Urk.
8/M8
). Ge
stützt
auf
dessen
Beurteilung
stellte
die Helsana Unfall AG mit Verfügung vom 1
4.
Juni 2013 ihre Leistungspflicht per
Ende
Juli 2012
ein
(Urk.
8/K8
). Dagegen erhob
der Versicherte mit Schreiben vom 1
0.
Juli 2013 Einsprache (Urk.
8/K1
). Am 18.
Juli 2013 erhob auch die
Sanitas
Grundversicherungen AG
als
Kran
kenversicherer
Einsprache gegen die Verfügung vom 1
4.
Ju
ni 201
3
und
bean
tragte die Ausrichtung weitergehender Unfallversicherungsleistungen
, ins
beson
dere die
Übernahme der Kosten
für die Operation vom 1
3.
Mai 2013
samt
Nach
behandlungen (
Urk.
8/K14).
Zur
Begründung
verwies sie
auf die
Ausfüh
rungen
ihres Vertrauensarztes
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Ortho
pädie und Traumatologie (
vgl.
Urk.
8/K14
und 8/M9
)
.
Dazu
äusserte sich
Dr.
B._
am 19. August 2013 schriftlich (Urk. 8/
M10
).
Mit
Einsprache
entscheid
vom 3
0.
August 2013 wies die Helsana Unfall AG die Einsprachen ab (Urk. 2 =
8/K16
).
2.
Dagegen erhob die
Sanitas
Grundversicherungen AG mit Eingabe
vom 1.
Oktober 2013 (Urk. 1) Be
schwerde mit dem Antrag, der
Einspracheentscheid
vom 3
0.
August 2013 sei aufzuheben und es seien die gesetzlichen
Unfallversi
cherungsleistungen
über den 3
1.
Juli 2012 hinaus zu vergüten.
Zusammen mit der Beschwerdeschrift
reichte sie
unter anderem
weitere
Stellungnahmen
von
Dr.
C._
vom
1
1.
und
25.
September 2013 ein (
vgl.
Urk.
3/6).
Die
Be
schwer
degeg
nerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom 3
0.
Oktober 2013 auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 7 S. 2)
und
verwies auf die beigelegte
Beur
teilung von
Dr.
B._
vom 2
6.
Oktober 2013
(Urk.
8/M13)
. Mit Verfügung vom 3
1.
Oktober 2013 wurde
X._
zum Prozess beigeladen
(
Urk.
9).
Dieser liess sich nicht vernehmen,
was
den
Parteien
mit Schreiben vom 11. Dezember 2013
mitgeteilt wurde
(
Urk.
11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die
neu
eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
siche
rungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher
und ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit einge
treten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
gen
den Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b,
je mit Hinweisen).
1.2
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge
meinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
ge
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereig
nis
allgemein als begünstigt erscheint (
BGE 129 V 177 E. 3.2,
40
2 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen orga
nischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausali
tät weit
gehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
Wird durch den Unfall ein krank
hafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natür
liche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der
Gesundheits
schaden
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Un
fall bestanden hat (
status
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (
status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Be
deutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Be
weis
grad
der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs-auf
he
bende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammen
hang ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallver
si
cherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76). Der Unfall
versicherer hat jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbrin
gen, sondern nur, dass die unfallbedingten Ursachen des
Gesundheits
schadens
ihre kausale Be
deutung verloren haben (Urteile des Bundesgerichts U 381/04 vom 2. Februar 2006 E. 3.1 und
8C_354/2007
vom
4.
August 2008
E. 2.2, je
mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt, gestützt auf die Beurteilung von
Dr.
B._
vom 1
2.
Juni und 1
9.
August 2013
sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszuge
hen, dass
der
Status quo sine
vel
ante
für das Ereignis vom 2
7.
Mai 2012 per 3
1.
Juli 2012
eingetreten
sei respektive
ab diesem Zeitpunkt
keine Unfallfolgen mehr
vorhanden
gewesen seien
. Urs
ächlich für die
danach geklagten
Beschwer
den
und die Operation vom 1
3.
Mai 2013
sei eindeutig der
Vorzustand eines
Knick-Senkfuss
es
.
M
it dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
könne ein Trauma als Ursache
für die noch bestehenden Beschwerden
ausgeschlossen werden
(Urk. 2 S.
8
f.).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
wendet dagegen ein
,
aus der Beurteilung von
Dr.
C._
vom 1
0.
Juli 2013 mit den Nachträgen vom 1
1.
und 2
5.
September 2013 folge, dass die Verknöcherungsanomalie im Bereich der Fusswurzel (Os
tibiale
externum
) bei
2
bis 14
%
der Bevölkerung auftrete und meist keine Beschwerden verursache respektive einen Befund ohne
Krankheits
wert
darstelle. Wenn die Beschwerdegegnerin davon ausgehe, dass bereits der leichte Knick-Senkfuss eine eindeutige Ursache für die geltend gemachten Beschwerden sei, so sei dem entgegenzuhalten, dass es sich nicht etwa um einen
dekompensierten
oder gar fixen Senkfuss handle. Demen
t
sprechend werde
in den medizinischen Unterlagen
auch
keine entsprechende Diagnose aufgeführt. Zudem werde auf den Knick-Senkfuss bei der Beurteilung und Nachbehandlung nicht weiter eingegangen. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass kein grosses Überbein mit Schuhdruckbeschwerden vorliege und kein erheblicher Knick-Senkfuss für die Beschwerden verantwortlich gemacht werden könne. Ursäch
lich für die Beschwerden verbleibe eine Traumatisierung beziehungsweise Lockerung der
Synchondrose
durch den Unfall (
Urk.
1 S. 3).
3
.
Die Diagnose eines
symptomatischen Os
tibiale
externum
links
ist unbestritten und ergibt sich aus den Akten
(
Urk.
8/K14/2,
8/M1 und
8/M
5-9
).
Die
Beschwer
degegnerin
anerkannte
die
Beschwerden am
Os
tibiale
externum
als Folge des Unfalls vom
27. Mai 2012
bis Ende Juli 2012
und bejahte für diesen Zeitraum
eine Leistungspflicht
(Urk. 2).
Strittig und zu prüfen ist, ob der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerd
en
im Bereich des Os
tibiale
externum
und dem
Unfaller
eignis
vom 2
7.
Mai
2012
bis
Ende Juli
201
2
dahingefallen ist, weil
sie
ab dann nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen be
ruhte
n
. Dies wäre der Fall, wenn
Ende Juli 2012
wieder derjenige Ge
sund
heits
zustand vorlag, wie er unmittelbar vor dem
Unfall bestand (
status
quo ante), oder wenn ein Gesundheits
zustand eingetreten ist, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf des krankhaften Vorzustandes auch ohne den Unfall frü
her oder später eingestellt hätte (
status
quo sine).
Die
Beweislast für das Dahinfallen des natürli
chen Kausal
zusammenhangs
liegt
bei der Beschwerdegegnerin (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_895/2010 vom
1.
Februar 2011 E. 5.1 mit Hinweis).
4
.
4
.1
Am
8.
Juni 2012 wurde der
linke
Fuss
des Versicherten
computertomographisch untersucht. Als Befund erhob
Dr.
med. D._
, Facharzt FMH für Radio
logie,
die
Nearthrose
eines
breitbasigen
auf dem medialen Os
naviculare
aufsit
zenden Os
tibiale
externum
. Dieses zeige randständig eine erhebliche
Osteo
phytose
und basal kleiner
e
in der Nähe
der
Arthrose liegende
sklerosierte
Ossikel
.
Dr.
D._
gelangte zur Beurteilung, dass eine Formvariante des Fussskelettes mit grossem Os
tibiale
externum
vorliege. Dieses bilde eine
breitbasige
dem medialen Os
naviculare
aufsitzende
Nearthrose
mit deutlicher
Randosteophytose
und kleinen
,
wahrscheinlich
abgescherten
Ossikeln
. Eine eindeutige frisch erlit
tene Frak
t
ur könne nicht
nachgewiesen werden. Aufgrund der Untersuchung dürfte es sich um eine frisch traumatisierte alte
Nearthrose
eines ausseror
dentlich grossen Os
tibiale
externum
handeln (
Urk.
8/M2).
4.2
Dr.
med. E._
, Facharzt FMH für Fusschirurgie
in
der
F._
Klinik
,
untersuchte den Versicherten am
8.
Januar 2013
und verfasste dazu am 9. Januar 2013 einen Bericht (
Urk.
8/M3)
. Als Befund erhob er eine leichte Knick-
Sen
k
füssigkeit
des linken Rückfu
sses
.
Überdies vermerkte e
r eine deutli
che Druckschmerzhaftigkeit im Bereich des Os
tibiale
e
xternum
links,
welches
sehr prominent palpabel sei. Allerdings werde auch über Druckschmerzen im Bereich der
Tibialis
posterior
-Sehne geklagt.
Die Röntgenaufnahme des linken Fusses zeige ein Os
tibiale
externum
, das als sehr prominent ersche
ine.
Überdies seien eine
Exstosenausbildung
für den vent
ralen Gelenksspalt des oberen Sprunggelenkes und eine
osteochondrale
Läsion des medialen
Talusdoms
ersichtlich. Ansonsten sei der knöcherne Befund altersentsprechend (
Urk.
8/M3).
In der Folge wurden Infiltrationen in den Bereich des Os
tibiale
externum
ange
ordnet (vgl.
Urk.
8/M3/2 und 8/M4/1). Diese beeinflussten
die Schmerzen des
Versicherten
e
inem weiteren
Bericht von
Dr.
E._
vom
5.
März 2013
(
Urk.
8/M5)
zufolge
nicht wesentlich
.
Dr.
E._
zog
auch in Betracht, dass d
ie
am
1
4.
Januar 2013 erstellte
MRI-Aufnahme des linken Mittelfusses
eine deutliche Aktivierung im Bereich des Os
tibiale
externum
mit ödematösen Ver
änderungen des Os
naviculare
bei sonst intakter
Tibialis
posterior
-Sehne
zeige
.
Da der Patient für die geklagten persistierenden Beschwerden eine definitive Lösung wünsche, empfehle er eine Resektion des Os
tibiale
externum
.
Diese wurde gemäss dem Operationsbericht von
Dr.
E._
am 1
3.
Mai 2013 durchgeführt und überdies eine
Refixation
der
Tibialis
posterior
-Sehne vorge
nommen (
Urk.
8/M6).
5
.
5
.1
Dr.
B._
legte
am
1
3.
Juni
2013
dar
, dass
es sich beim Os
tibiale
exter
num
um ein sogenanntes akzess
orisches Knochenelement handle.
Das seien Abweichungen im Bereich des Skelettes, die nur in Ausnahmefällen zu wesent
lichen Beschwerden führten.
Im Zusammenhang mit dem
Misstritt
vom 2
7.
Mai 2012 sei das vorbest
ehende Os
tibiale
externum
symp
t
o
matisch geworden. Der Versicherte habe am 2
2.
Juli 2012 wieder gearbeitet. Im Anschluss an diesen Zeitpunkt könnten die Symp
tome und der operative Eingriff nicht mehr mit dem Ereignis in einen natürli
chen Kausalzusammenhang gebracht werden
(
Urk.
8/M
8
)
.
5
.2
In seiner Stellungnahme vom 1
0.
Juli 2013 (
Urk.
8/
M9
)
hielt
Dr.
C._
fest, dass der Versicherte vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei.
Das Os
tibiale
externum
komme, je nachdem, ob man auch kleine oder nur die grösseren zähle, bei
2
bis 14
%
der Bevölkerung vor. Meistens mache es keine Beschwer
den. Beschwerden könnten auftreten durch
:
1.
Ein g
rosses Überbein (Schuhdruckbeschwerden)
2.
Einen z
unehmende
n
Knick
-S
enkfuss
3.
Ein
Trauma
.
Die Ursachen 1 und 2 seien nicht vorhanden. Die Beschwerden seien durch den Unfall ausgelöst worden. Ohne
diesen
seien die Beschwerden nicht denkbar, da anderweitige Ursachen nicht vorhanden seien.
5
.3
Dr.
B._
wies in seiner Stellungnahme vom 1
9.
August 2013 (
Urk.
8/M10) darauf hin, dass der Vorzustand eines Knick-Senkfusses als
ätiopathogenetische
Möglichkeit des Beschwerdebeginns zu berücksichtigen sei.
Ein entsprechender Befund
werde im Arztbericht vom
9.
Januar 2013 (
Urk.
8/M3) erwähnt
.
Es sei unwahrscheinlich, dass der Knick-Senkfuss traumatischen Ursprungs gewesen sei. Im Übrigen spreche auch die anlässlich der CT-Untersuchung vom
8.
Juni 2012
festgestellte
Osteophytose
für einen aktiven Krankheitsprozess, der schon subklinisch vor dem Ereignis vom 2
7.
Mai 2012 strukturelle Veränderungen bei einem aussergewöhnlich grossen Os
tibiale
externum
hervorgerufen habe.
5
.4
Am 1
1.
September 2013 führte
Dr.
C._
aus, er habe den Knick-Senkfuss sehr wohl berücksichtigt. Dem diesbezüglichen ärztlichen Bericht sei zu ent
nehmen, dass eine leichte Knick-
Senkfüssigkeit
des Rückfusses bestehe, welche sich im Zehenstand gut redressiere. Dies sei in der Regel ein Befund ohne Krankheitswert. Es handle sich nicht etwa um einen
dekompensierten
oder gar fixierten Senkfuss. Deswegen erscheine der Befund auch nicht unter den Diag
nosen und es werde auf ihn bei der Beurteilung und
der
Nachbehandlung nicht weiter eingegangen.
Erst von einer gröberen, also nicht leichten Deformität würde man eine grössere Belastung der
Tibialis
posterior
-Sehne erwarten und damit eine mögliche Irritation des Os
tibiale
externum
. Der Argumentation, dass der leichte Knick-Senkfuss schon eine eindeutige Ursache
sei
, könne
er
nicht folgen. Die Diagnose eines traumatisierten Os
tibiale
externum
beim Unfall vom 2
7.
Mai 2012 sei unbestritten. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier das Überbein destabilisiert und in der Folge symptomatisch geworden sei, sei gut nachvoll
ziehbar, vor allem bei einem davor absolut beschwerdefreien Patienten (
Urk.
3/6
S. 2
).
Nach Einsichtnahme in die CT-Aufnahme vom
8.
Juni 2012 und die MRI-Auf
nahme vom 1
4.
Januar 2013 hielt
Dr.
C._
in einer weiteren Stellung
nahme vom 2
5.
September 2013 daran f
est, dass die Operation vom 13.
Mai 2013 auf den Unfall vom 2
7.
Mai 2012 zurückzuführen sei (
Urk.
3/6
S. 3
). Zur Begründung
führte er an
, dass es sich beim symptomatisch
en Os
tibiale
exter
num
vor alle
m um ein Krankheitsbild des späten K
indes
alters mit Häufung zwischen 12 und 16 Jahren
(überwiegend bei Mädchen)
handle.
Im Erwachse
nenalter sei die traumatische Auslösung durch eine Lockerung der
Synchond
rose
häufiger.
Beschwerden seitens de
s Os
tibiale
externum
, bedingt dur
ch einen Knick-Senk
fuss, seien bei schweren Deformitäten denkbar. Entweder als
Schuhdruckbe
schwerden
durch verstärktes Vors
p
ringen des Os
tibiale
externum
oder durch die dann grössere Belastung der
Tibialis
posterior
-Sehne. Im Fall des Versicher
ten seien aber keine Schuhdruckbeschwerden beschrieben und auch keine gröbere Deformität.
Zusammenfassend sei festzuhalten, dass weder ein grosses Überbein mit
Schuh
druckbeschwerden
noch ein erheblicher Knicksenkfuss
vorlägen
, die für die Beschwerden verantwortlich gemacht werden könnten. Als Ursache verbleibe eine Traumatisierung beziehungsweise Lockerung der
Synchondrose
durch den Unfall
(
Urk.
3/6/3)
.
5
.5
Dr.
B._
vertrat
in seiner Stellungnahme vom
2
6.
Oktober 2013
(Urk. 8/M13)
den Standpunkt, dass es sich bei den Ausführungen von
Dr.
C._
über die Altershäufigkeit des Os
tibiale
externum
um allgemeines Wissensgut innerhalb des orthopädischen Fachgebietes handle. Sie würden das Auftreten von Beschwerden in anderen Altersgruppen indessen nicht aus
schliessen. Der Umstand, dass im Erwachsenenalter ein Trauma am Fuss beim Vorliegen eines Os
tibiale
externum
beschwerdeauslösend sein könne, spreche nicht auch grundsätzlich gegen einen Beschwerdebeginn ohne Trauma aufgrund anderer Faktoren.
Sofern sich am Os
tibiale
externum
degenerative Veränderungen abspielten, könnten diese Beschwerden verursachen, müssten es aber nicht. Insofern sei der Vergleich von
Dr.
C._
mit einem
arthrotischen
Gelenkschaden zutreffend. Im Röntgenbild erkennbare degenerative Veränderungen müssten
zutreffender
weise
keine Symptome verursachen. Wenn aber Symptome und
eine
Arthrose vorhanden seien, dann werde in aller Regel ein kausaler Zusammenhang anzu
nehmen sein. Dies treffe
auf die im vorliegenden Fall vorhandenen degenerati
ven Veränderungen ebenso zu.
Unabhängig davon, ob
der Knick-Senkfuss sehr ausgeprägt sein müsse, um im Sinne der Prädisposition beschwerdeauslösend zu wirken, wie es
Dr.
C._
vermute, oder nicht, lege
die Tatsache, dass diese Abweichung der
Fussform
vom Normalen im Bericht der
F._
-Klinik vom
9.
Dezember 2013 nur am linken Fuss beschrieben werde (auf der gleichen Seite wie das Vorkommen des Os
tibiale
externum
), lege einen kausalen Zusammenhang nahe.
Das CT vom
8.
J
u
ni 2012 habe ein ausserordentlich gross
es Os
tibiale
als Befund ergebe
n
, welcher sich mit der Feststellung von
Dr.
C._
, dass keine gröbere Deformität vorliege, nicht in Einklang bringen lasse.
Gesamthaft sei festzuhalten, dass der linke Fuss durch das Ereignis vom 2
7.
Mai 2012 nicht derart zusätzlich im Sinne von strukturellen Veränderungen geschä
digt worden sei, dass eine traumatisch zu begründende Verletzungsfolge etabliert worden wäre, die eine andauernde Versicherungsleistungspflicht der Beschwerdegegnerin nach sich ziehen würde. Das fragliche Ereignis sei in
versi
cherungsmedizinischer
Hinsicht als austauschbarer Zufallsanlass zu bewerten, da alltägliche Stressoren (z.B. Sport) zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Symptomatik hätten bewirken können.
6
.
6
.1
Es ist unbestritten und ergibt sich aus den Akten, dass
der Versicherte
bereits vor dem Unfallereignis vom 2
7.
Mai 2012 ein
Os
tibiale
externum
aufwies
, das – der
Regel entsprechend – weder symptomatisch war noch Beschwerden ver
ursachte
(
Urk.
8/M2
, 8/M8 und 8/M9
)
.
Gemäss den insoweit übereinstimmenden Ausführungen von
Dr.
C._
und
Dr.
B._
können bei einem
Os
tibiale
externum
Beschwerden auftreten
durch
ein grosses Überbein
(
Schuh
druckbeschwerden
)
, ein
en
zunehmende
n
Knick-Senkfuss oder ein Trauma
(
Urk.
8/M8,
8/M9 und
8/M10
)
.
6
.2
Au
fgrund der computertomographischen Untersuchung vom
8.
Juni 2012
gelangte
Dr.
D._
zum
nachvollziehbaren
Schluss, dass eine Traumatisierung stattgefunden habe
(Urk. 8/M2)
. Er stellte jedoch weder eine Fraktur noch anderweitige strukturelle Verletzungen,
sondern lediglich
vorbestehende
dege
nerative Veränderungen
fest. Insbesondere ergaben sich keine Anhalt
s
punkte für
eine Lockerung der
Synchondrose
, welche
Dr.
C._
als
traumatische Ursa
che
für ein Fortbestehen der Beschwerden anführt
(vgl. Urk.
3/6/2 und 3/6/3)
. Ein entsprechender Befund wurde denn auch nicht
im Rahmen der MRI-Auf
nahme vom 1
4.
Januar 2013
erhoben
(
Urk.
8/M5)
.
6
.3
Es ist deshalb
im
Einklang mit
Dr.
B._
davon auszugehen, dass das Os
tibiale
externum
durch das Unfallereignis vom 1
6.
Februar 2012 zwar sympto
matisch wurde
. Ein Andauern der durch das Trauma verursachen Beschwerden bis zum operativen Eingriff vom 1
3.
Mai 2013
lässt sich
mit den erhobenen Befunden aber nicht
erklären
(
Urk.
8/M9)
.
Ab dem 2
2.
Juli 2012 (vgl.
Urk.
8/M1) bis zum Januar 2013
(vgl.
Urk.
8/M3)
sind
denn auch
keine Beschwerden mehr durch ärztliche Berichte dokumentiert.
Solche ergeben sich erst wieder aus dem Bericht von
Dr.
E._
vom
9.
Januar 2013, in welchem
als Befunde
auch die leichte Knick-
Senkfüssigkeit
und ein prominen
tes
respektive ausserordentlich grosses Os
ti
b
iale
externum
erhoben wu
rden
(Urk.
8/M3). Damit
fallen nebst den vorhandenen degenerativen Veränderungen
nach den dargelegten
und unbestrittenen
ätiopathogenetischen
Möglichkeiten
nur diese Befunde
als Ursache der
nach dem 22.
Juli 2012 (neu) geäusserten Beschwerden in Betracht
.
6
.4
Nach dem Gesagten ist nicht zu bean
stan
den, dass die Beschwerdegegnerin
die
rund
zehn
Monate nach dem Unfall ge
klagten Beschwerden nicht mehr einer
unfall
be
dingten
Ursache zuordnete, sondern nur noch auf unfallfremde Ursa
chen zurück
führte. Die
Beschwerdegegnerin ging
unter Berücksichtigung des geschilderten zeitlichen Ablaufes auch
zu Recht davon aus, dass ab Ende Juli 2012 der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 16. Februar 2012 und den ab Januar 2013 dokumentierten Beschwerden über
wiegend wahr
scheinlich nicht mehr ausgewiesen respektive weggefallen war.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
3
0.
August 2013
(Urk. 2) ist folg
lich rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.