# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ef373ced-aa6e-4f93-b778-5e0e52ee2c39
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ wurde am _1976 in der Republik A._ geboren. Er wuchs dort zusammen mit sechs Geschwistern bei seinen Eltern auf und besuchte die Schule während neun Jahren. Da sich die Familie aus finanziellen Gründen einen weitergehenden Schulbesuch des Angeklagten nicht leisten konnte, verrichtete er in der Folge Hausarbeiten und zog mit 19 Jahren von der Insel auf das B._ Festland, wo er eine Anstellung als Fabrik- und Bauarbeiter fand. In der Wintersaison 2009/2010 kam er erstmals in die Schweiz und arbeitete im Skigebiet C._ im Kanton Graubünden in der Gastronomie, bis er über die Sommermonate wieder nach B._ zurückkehrte, wo er jedoch keine Arbeit mehr finden konnte. Dies sollte sich während der folgenden zwei Jahre wiederholen. Von April 2013 bis November 2013 konnte X._ schliesslich in O.1_ eine Tätigkeit in einer Gärtnerei verrichten, wo ihm in Aussicht gestellt wurde, ihn auch ab dem kommenden April wiederum für einen Stundenlohn von Fr. 21.00 beziehungsweise einen Nettomonatslohn von rund Fr. 3'500.00 zu beschäftigen.
Vor gut 15 Jahren hatte X._ in A._ Z._ geheiratet, mit welcher er schon seit seiner Kindheit bekannt war. Mit seiner Frau hat er heute drei Kinder: Die mittlerweile siebzehnjährige Tochter Y._, die elfjährige Tochter D._ und den zweijährigen Sohn E._.
X._ ist zusammen mit seiner Frau Eigentümer eines Hauses in B._, das mit einer Hypothek belastet ist. Gemäss den Angaben der Vertreterin der Adhäsionsklägerinnen beträgt der Wert des Hauses ca. EUR 70'000.00.
X._ befand sich zum Zeitpunkt seiner Festnahme, Ende Januar 2014, in einem Programm des regionalen Arbeitsvermittlungszentrums O.2_; bis zu diesem Datum erhielt er jedoch noch keine Arbeitslosengelder ausbezahlt. Bis zu seiner Verhaftung unterstützte der Beschuldigte seine in A._ lebenden Eltern mit rund EUR 200.00 pro Monat.
B. Im schweizerischen Zentralstrafregister ist X._ mit einem Eintrag vom 15. Mai 2010 wegen Vergehens gegen das Waffengesetz verzeichnet. Er wurde damals von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Zweigstelle Flughafen, mit einer bedingt zu vollziehenden Geldstrafe von 30 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 600.00 bestraft. Offenbar hatte er versucht, eine Handfeuerwaffe
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aus der Schweiz nach B._ auszuführen, was bei einer Kontrolle am Flughafen Zürich festgestellt worden war.
C. Am 29. Januar 2014 verfügte die Staatsanwaltschaft nach Prüfung der Akten und in Anwendung von Art. 309 StPO die Eröffnung der Strafuntersuchung gegen X._ wegen Vergewaltigung etc.
D. Mit Parteimitteilung vom 26. August 2014 teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass die Strafuntersuchung gegen X._ wegen Vergewaltigung etc. abgeschlossen sei und stellte die Anklageeinreichung beim Gericht gemäss Art. 324 ff. StPO in Aussicht.
E. Die Staatsanwaltschaft legt ihrer Anklageschrift vom 25. September 2014 den nachstehenden Sachverhalt zu Grunde:
"1.1 Mehrfache Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB, mehrfache sexuelle Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB und mehrfacher Inzest gemäss Art. 213 Abs. 1 StGB
Der Beschuldigte lebt seit der Wintersaison 2009/2010 zumindest teilweise in der Schweiz. Per August 2013 zogen seine Ehefrau Z._ und die gemeinsamen Töchter, Y._, geb. _1998, und D._, geb. _2004, im Rahmen des Familiennachzugs ebenfalls in die Schweiz. Die Familie lebte fortan in einer Dreizimmerwohnung an der _strasse in O.1_.
Vom 14. bis zum 25. September 2013 war Z._ im Zusammenhang mit der Geburt des dritten Kindes (E._, geb. _2013) in O.2_ und O.3_ im Spital. In dieser Zeit vollzog der Beschuldigte gegen den Willen von Y._ mit dieser etwa sechs Mal den Geschlechtsverkehr. Zudem kam es in der Zeit vom 25. September 2013 bis im November 2013 zwischen X._ und Y._ ein weiteres Mal zu sexuellen Handlungen.
Im Einzelnen geht es um folgende Ereignisse:
A. mehrfache Vergewaltigung, mehrfache sexuelle Handlungen mit Kindern, mehrfacher Inzest
Um den 15. September 2013 rief der Beschuldigte an einem späten Nachmittag Y._ in das Elternschlafzimmer der erwähnten Wohnung in O.1_ und schloss den Raum von innen ab. Er packte die Arme seiner Tochter, warf das Mädchen aufs Bett und kniete auf das nun auf dem Rücken liegende Kind. In der Folge zog der Beschuldigte Y._ die Bluse aus und zog deren Hose und Unterhose nach unten. Das Mädchen versuchte erfolglos, sich durch Bewegungen zu befreien. Trotz der Aufforderung von X._, ruhig zu bleiben, schrie Y._ um Hilfe und ersuchte ihren Vater, sie los zu lassen und "das" nicht zu tun. Der Beschuldigte erklärte, dass sie nicht zu wollen brauche und stellte seiner Tochter in Aussicht, bei weiterem Schreien ihr den Mund mit einem Tuch abzudecken und den Hals
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"anzubinden". Der Aufforderung des Beschuldigten, seinen Penis mit dem Mund zu berühren, kam Y._ nicht nach. X._ wollte nun stattdessen gegen den Willen des Mädchens den Geschlechtsverkehr vollziehen. Während er das Mädchen auf den Hals küsste, drang er mit dem Penis in die Vagina seiner Tochter ein, obwohl Y._ ihn wiederholt ersuchte, dies nicht zu tun. Sodann forderte der Beschuldigte das noch immer auf dem Rücken liegende Mädchen auf, sich umzudrehen, um Analsex zu vollziehen. Dieser Aufforderung kam Y._ nicht nach, worauf X._ erneut bewusst gegen den Willen des Mädchens den Geschlechtsverkehr vollzog, wobei er nun auf dem Mädchen lag. Zum Tatzeitpunkt hielt sich neben dem Beschuldigten nur D._ in der Wohnung auf.
In den folgenden Tagen vollzog X._ in der erwähnten Wohnung bis am 25. September 2014 in vergleichbarer Weise weitere etwa fünf Male mit Y._ bewusst gegen deren Willen den Geschlechtsverkehr. Jedes Mal packte er das Mädchen und legte es unter Anwendung von Kraft auf das Sofa in der Stube oder das Bett im Elternschlafzimmer, um auf ihr liegend mit seinem Glied vaginal einzudringen. Weil sich Y._ jeweils durch entsprechende Aufforderungen, Schreien, Bewegungen und teilweise Zusammendrücken ihrer Beine zu wehren versuchte, zeigte der Beschuldigte ihr mitunter Plastikhandschellen und stellte ihr in Aussicht, sie damit bei weiterer Gegenwehr zu fesseln. Die Zimmertüre hatte er von innen jeweils abgeschlossen. Zu den Tatzeitpunkten hielt sich neben dem Beschuldigten und Y._ nur deren kleine Schwester in der Wohnung auf.
Y._ wurde anlässlich der erwähnten Übergriffe von ihrem Vater schwanger und musste ihr Kind anfangs Februar 2014 tot gebären.
B. sexuelle Handlungen mit Kindern
Zwischen dem 25. September 2013 und November 2013 berührte der Beschuldigte in der Familienwohnung in O.1_ bewusst die Brüste von Y._ und küsste das Mädchen auf den Nacken. Gleichzeitig rieb er seinen Genitalbereich mit angezogener Unterhose an ihr.
1.2 Mehrfache Nötigung gemäss Art. 181 StGB
Nach dem erwähnten ersten sexuellen Kontakt zwischen dem Beschuldigten und seiner Tochter wies X._ Y._ an, niemandem etwas vom Vorgefallenen zu erzählen. Anderenfalls würde sie sehen, was passiere, was Y._ als Todesdrohung wahrnahm. Bis am 26. Januar 2014 wiederholte der Beschuldigte diese Aussage mehrfach und sagte zu Y._ wiederholt, dass er sie töten werde, falls sie jemandem vom Vorgefallenen erzählen würde. Zudem fragte er seine Tochter in der erwähnten Zeitspanne einmal, ob sie seine Pistole sehen möchte. Y._ wurde durch diese Aussagen in grosse Angst versetzt, weshalb sie sich bis am 27. Januar 2014 an die Anweisung hielt.
Nachdem X._ die Schwangerschaft seiner Tochter festgestellt hatte, wiederholte er bis am 26. Januar 2014 gegenüber Y._
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immer wieder, dass er sie töten werde, wenn die Mutter bzw. das Umfeld erfahren würde, was geschehen sei. Aus Angst vor einer Umsetzung dieser Drohung verschwieg Y._ die Schwangerschaft gegenüber ihrem Umfeld, bis ihre Mutter am 26. Januar 2014 den Bauch feststellte. Nun gab Y._ aus Angst vor ihrem Vater an, von einem Jungen in B._ schwanger zu sein. Als in der Folge Z._ und ihre Verwandten den Kindsvater ausfindig machen wollten, geriet Y._ – unter Berücksichtigung der bekannten letzten Monatsblutung – in einen Erklärungsnotstand und erzählte am 27. Januar 2014 schliesslich das Vorgefallene. Unmittelbar zuvor hatte sie noch erklärt, dass sie lügen müsse, weil die betroffene Person sie mit dem Tod bedrohe.
Die erwähnten Drohungen sprach der Beschuldigte in der Regel in der Familienwohnung in O.1_ aus. Während eines einmonatigen Ferienaufenthaltes zwischen Dezember 2013 und Januar 2014 machte er die Aussagen jeweils telefonisch von B._ aus, wobei sich Y._ stets in O.1_ aufhielt.
1.3 Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB
Ungefähr Mitte Januar 2014 trat der Beschuldigte seiner Ehefrau Z._ anlässlich einer verbalen Auseinandersetzung in der Familienwohnung in O.1_ mit dem Fuss bewusst gegen den Oberschenkel und packte seine Frau am Handgelenk.
1.4 Nichtanzeigen eines Fundes gemäss Art. 332 StGB
Ungefähr im Frühjahr 2013 fand X._ in O.1_ auf der Strasse ein Portemonnaie mit Ausweispapieren und Kundenkarten. Weil aus seinem Bekanntenkreis niemand die auf den Dokumenten genannte Person kannte, deponierte er das Portemonnaie inkl. Inhalt in seiner Wohnung und meldete den Fund niemanden. Im Frühjahr 2014 konnten die Gegenstände von der Polizei sichergestellt und dem Geschädigten erstattet werden.
F. Mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Graubünden vom 3. Oktober 2014 wurde gegen X._ wegen Fluchtgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO und Wiederholungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO Sicherheitshaft bis längstens am 24. Dezember 2014 angeordnet.
G. Die Hauptverhandlung fand am 27. November 2014 vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos statt. Die Parteien stellten die folgenden Schlussanträge:
"Anträge der Staatsanwaltschaft Graubünden:
1. X._ sei schuldig zu sprechen der mehrfachen Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB, der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB, des mehrfachen Inzests gemäss Art. 213 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB, der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB sowie des Nichtanzeigens eines Fundes gemäss Art. 332 StGB.
2. Dafür sei er zu verurteilen:
a) Zu einer Freiheitsstrafe von 5 1⁄2 Jahren.
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b) Zur Bezahlung einer Busse von CHF 200.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 2 Tagen.
3. Die erstandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft sei an die Freiheitsstrafe anzurechnen.
4. X._ sei gestützt auf Art. 231 Abs. 1 lit. a StPO in Sicherheitshaft zu behalten.
5. Die beschlagnahmten Plastikhandschellen seien gestützt auf Art. 69 StGB einzuziehen.
6. Kostenfolge sei die gesetzliche."
"Anträge von X._:
1. In Bezug auf X._ sei ein Gutachten im Sinne von Art. 20 StGB anzuordnen.
2. X._ sei für die angeklagten Taten schuldig zu sprechen.
3. Dafür sei er mit einer Freiheitsstrafe von maximal dreieinhalb Jahren (somit 42 Monaten) sowie einer Busse zu bestrafen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.
a) In Bezug auf das Rechtsbegehren 1 [der Zivilklage] sei die [Zivil-] Klage abzuweisen.
b) In Bezug auf das Rechtsbegehren 2 [der Zivilklage] sei der Angeklagte und Adhäsionsbeklagte zu verpflichten, der Adhäsionsklägerin eine Genugtuung nach Ermessen des Gerichts zu bezahlen.
c) In Bezug auf das Rechtsbegehren 3 [der Zivilklage] sei die [Zivil-] Klage abzuweisen.
d) In Bezug auf das Rechtsbegehren 4 [der Zivilklage] sei die [Zivil-] Klage abzuweisen.
5. Kostenfolge gemäss Gesetz."
"Anträge der Privatklägerschaft:
1. Der Adhäsionsbeklagte sei unter dem ausdrücklichen Vorbehalt eines Nachklagerechts zu verpflichten, der Adhäsionsklägerin Schadenersatz in der Höhe von CHF 6'874.00 zuzüglich 5% Zins auf CHF 4'761.00 seit 20.6.14, auf CHF 552.00 seit 1.7.2014 und auf CHF 1'426.00 ab 10.9.2014 zu bezahlen.
2. Der Adhäsionsbeklagte sei zudem zu verpflichten, der Adhäsionsklägerin eine Genugtuung von CHF 30'000.00 zuzüglich 5% Zins seit 25.9.2013 zu bezahlen.
3. Der Adhäsionsbeklagte sei zu verpflichten, den der Adhäsionsklägerin entstandenen Aufwand durch anwaltliche Vertretung im Umfang, in welchem dieser der Adhäsionsklägerin nicht als prozessuale Kosten zugesprochen wird, als weiteren Schaden zu ersetzen.
4. Es sei dem Adhäsionsbeklagten unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 StGB zu verbieten, sich der Adhäsionsklägerin näher als 500 m anzunähern bzw. sich im Umkreis von 500 m vom Wohnort der
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Adhäsionsklägerin aufzuhalten, mit ihr Kontakt aufzunehmen oder sie in anderer Weise zu belästigen.
5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Adhäsionsbeklagten."
H. Gegen das am 27. November 2014 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und am 2. Dezember 2014 im Dispositiv mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Landquart meldete X._ mit Eingabe vom 4. Dezember 2014 Berufung an (vgl. act. A.1), woraufhin das Bezirksgericht Landquart den Parteien am 5. Mai 2015 das schriftlich begründete Urteil mitteilte (vgl. act. E.1). Darin erkannte es wie folgt:
"1. X._ ist schuldig der mehrfachen Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB, der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB, des mehrfachen Inzests gemäss Art. 213 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB, der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB und des Nichtanzeigen eines Fundes gemäss Art. 332 StGB.
2. Dafür wird X._ verurteilt zu
a) einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Die erstandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft wird an die Freiheitsstrafe angerechnet.
b) einer Busse von CHF 200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt zwei Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit diese schuldhaft nicht bezahlt wird.
3. X._ wird gestützt auf Art. 231 Abs. 1 lit. a StPO in Sicherheitshaft behalten.
4. Die anlässlich der Hausdurchsuchung vom 2. April 2014 in den Räumlichkeiten des Beschuldigten gefundenen Handschellen werden gestützt auf Art. 69 StGB eingezogen und vernichtet.
5. a) Es wird festgestellt, dass X._ gegenüber Y._ für die Folgen der ihr gegenüber begangenen Straftaten vollumfänglich schadenersatzpflichtig wird.
b) X._ wird verpflichtet, Y._ eine Genugtuung von CHF 30'000.00 zuzüglich 5 % Zins seit dem 25. September 2013 zu bezahlen.
c) Im Übrigen wird die Zivilklage von Y._ auf den Zivilweg verwiesen.
6. Es wird X._ unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer einer amtlichen Verfügung keine Folge leistet, verboten, sich Y._ näher als 500 Meter anzunähern, sich im Umkreis von 500 Metern vom Wohnort von Y._ aufzuhalten oder mit ihr auf irgendwelche Weise in Kontakt zu treten (insbesondere auf brieflichem oder telefonischem Wege oder über sonstige elektronische Kommunikationsmittel).
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7. Die Kosten des Verfahrens von CHF 19'647.70 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 11'647.70 und Gerichtsgebühren CHF 8'000.00) gehen nach Art. 426 Abs. 1 StPO zu Lasten von X._.
Die Höhe der Entschädigung der amtlichen Verteidigung wird in einem separaten Beschluss festgelegt. Sie geht – unter dem Vorbehalt der Rückerstattungspflicht der beschuldigten Person gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt.
Die Kosten der angerechneten Untersuchungs- und Sicherheitshaft betragen CHF 63'082.00. Die beschuldigte Person hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
X._ schuldet dem Bezirksgericht Prättigau/Davos folglich:
Busse CHF 200.00
Verfahrenskosten CHF 19'647.70
Total CHF 19'847.70
In Rechtskraft erwachsene Bussen und Verfahrenskosten sind innert 30 Tagen nach der Zustellung des Entscheids mit beiliegendem Einzahlungsschein zu überweisen.
8. Die Kosten der unentgeltlichen Verbeiständung von Y._ gehen – unter dem Vorbehalt der Rückerstattungspflicht der beschuldigten Person gemäss Art. 426 Abs. 4 StPO und Art. 138 Abs. 2 StPO – im Betrag von CHF 4'930.40 zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt.
9. Die Kosten der Übersetzung gehen zu Lasten der Gerichtskasse (Art. 426 Abs. 3 lit. b StPO).

## Considerations