# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 27bbe047-76ed-4e4a-9dea-95bf7aa43a28
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 197
6
geborene
X._
arbeitete seit dem
1.
Januar 2011
als
Schrei
nermonteur für die
Y._
GmbH
und war damit bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er
sich
am
8.
Februar
2016
beim Versuch
,
eine
von den Abreissblöcken rutschende
Türe aufzu
halten
,
an der rechten Schulter
verletzte
(
Urk.
8
/1).
Der am
9.
Februar 2016 erstbehandelnde Arzt Dr.
med.
Z._
, Facharzt Allgemein Innere Medizin, diagnostizierte in seinem Arztzeugnis vom
4.
März 2016 eine Schulterdistorsion rechts
(Urk.
8/10).
Die Suva trat auf den Schaden ein und erbrac
hte di
e gesetzlichen Leistungen (Urk.
8/14).
Am 7. April 2016 wurde der Versicherte a
ufgrund
seiner
weiterhin
bestehenden Arbeitsunfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit
durch
Dr.
med.
A._
, Facharzt Chirurgie
, untersucht
(
Urk.
8/27)
. Dabei veranlasste Dr.
A._
erstmals eine MR-Abklärung
an der rechten Schulter
,
wobei die Befunde als eine
Verletzung
des oberen Labrum-
Bizepsanker
-K
ompl
exes mit Rissbildung,
eine
Te
n
dinopa
t
h
ie
am Ansatz der Sup
raspinatussehne bei
Impingement
-Kons
tellation mit
aktivierter
AC-Gelen
ksarth
r
ose und
eine
geringe
begleitende
Bursitis
beurteilt wurden
(Urk.
8/26)
.
Am 1
0.
Mai 2016 diagnostizierten die Ärzte des Spitals
B._
eine
neu zur SLAP-Läsion an der Schulter rechts hinzugetretene
Dystrophe
Reaktion der
rechten Hand
(Urk.
8/34). Nach deutlicher Besserung der Handreaktio
n wurde beim Versicherten am 9.
August 2016 im Spital
B._
an
der rechten Schulter eine Arthroskopie durchgeführt (Operationsbericht vom
9.
August 2016, Urk.
8/58).
Nach der
arthroskopische
n
Supraspinatussehnen
n
aht
und
der
Bizepssehnentenotomie
und
Tenodes
e
an der Schulter rechts
entwickelte sich eine Schultersteife
und
die Ärzte des Spital
s
B._
verordneten
weiterhi
n Physiotherapie
(
Bericht vom 2
1.
November 2016,
Urk.
8/68).
Die
im Januar 2017 angestrebte
Arbeitsplatzerhaltung bei der
Y._
GmbH
erwies sich mangels geeig
neter Tätigkeiten als aussichtslos
(
Urk.
8/82).
Am 2
1.
März 2017 gab Dr.
A._
wegen
der weiterhin bestehenden Arbeitsunfähigkeit in
der bisherigen
Tätigkeit
nach der Untersuchung des
Versicherten
erneut eine medizinische Stellungnahme ab
, in welcher
er
unter and
e
rem
zur Einholung einer Zweitmeinung
des Teams Schulter
/
Ellbogen
der
Universitätsklinik
C._
riet (Urk.
8/98).
Die
Behandlung
wurde
im
C._
fortgesetzt
und
dem
Versicherten
neu eine Wassertherapie verordnet (Bericht vom 2
1.
April 2017,
Urk.
8/112
ff.
).
Zur Standortbestimmung fand am
27.
Oktober 2017
eine kreisärztliche Unter
suchung bei
Dr.
med.
D._
, Fachärztin Neurochirurgie, statt (
Urk.
8/144). Dr.
D._
erachtete den Versicherten
in seiner angestammten Tätigkeit dauerhaft als nicht mehr arbeitsfähig
und empfahl eine Fortsetzung der
medizinischen
Thera
pien (Urk.
8/144/ S. 4)
.
Aufgrund wieder
zunehmende
r
Schmerzen bei objektiv etwas
verbesserter
Beweglichkeit wurde
die Behandlung
im
C._
abgeschlossen und
der
Versicherte
in
die Sprechstunde für komplementär
e
Medizin
am Univer
s
i
tätsspital
E._
überwiesen
(Bericht vom 1
7.
Januar 2018, Urk.
8/183
ff.
).
Mit Aufhebungsvereinbarung vom 1
6.
Februar 2018 wurde schliesslich das Arbeitsverhältnis mit der
Y._
GmbH
per 3
1.
Januar 2018
aufge
löst (Urk. 8/262 S. 2).
Mit Bericht vom
2
3.
Februar 2018
wurde nach durch
geführtem
ärztliche
n
Triagekonsilium
eine
a
rbeitsorientierte
Rehabilitation
in der
Rehaklinik
F._
abgelehnt sowie die Intensivierung physiotherapeutischer Mass
nahmen empfohlen
(
Urk.
8/200)
.
Die Suva
holte
aufgrund
der
Verschlech
terung des Gesundheitszustandes
des Versicherten
eine
erneute medizinische Beurteilung im
C._
ein
(
Bericht vom 2
7.
Juli 2018, Urk. 8
/26
7
).
Mit Mittei
lung vom 10.
August 2018 schloss die IV-Stelle
der
Sozialversicher
ungsanstalt des Kantons Zürich zwischenzeitlich
ihre beruflichen Massnahmen ab, da der Beschwerdeführer gemäss seinen Angabe
n aus gesundheitlichen Gründen
nicht in der Lage
dazu sei (Urk. 8/272)
.
Am 6.
September 2018 wurde am
E._
eine Schmerztherapie begonnen
(
Urk.
8/282
ff
.
). Anlässlich der kreisärztlichen Abschluss
untersuchung vom 1
3.
Februar 2019
bei med.
pract
.
G._
, Fachärzt
i
n Anästhesiologie,
berichtete der Versicherte, dass er
anlässlich eine
s
neuen Unfallereignis
ses
am
31
.
Januar 2019
den rechten
Daumen angeschlagen
und einen Schlag in die
rechte
Schulter
erlitten
habe
(Urk.
8/315)
, weshalb die Suva
eine erneute
medizinische
Beurteilung
der Ärzte im
C._
ein
holte
(Bericht vom 1
2.
März 2019, Urk.
8/327).
Bezüglich de
s
rechten Daumen
s
fand nach der Konsultation vom 31.
März 2019 bei seinem
Hausarzt
keine weitere
n Konsultationen
mehr statt (Ur
k.
9/1-
7)
.
Am
6.
und
7.
Juni 2019
fand schliesslich
die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL)
des Beschwerdeführers in der Reh
a
klinik
F._
statt (Bericht vom 1
6.
Juli 201
9
,
Urk.
8/349)
und a
m
2
2
. Juli 201
9
nahm
Kreisärztin
med.
pract
.
G._
eine medizinische Aktenbeurteilung, samt Schätzung des
Integritätsschaden
s
,
vor
(Urk.
8
/
3
5
3
).
Mit Schreiben vom 29.
Juli 2019
stellte
die Suva
gestützt auf die
se
Beurteilung und ausgehend davon,
dass ein Endzustand eingetreten sei, da sich der unfallbedingte Gesundheitszustand an der rechten Schulter mit weiteren Behandlungen und/oder Therapien nicht mehr wesentlich verbessern lasse und der Beschwerdeführer in angepassten Tätigkeiten gemäss Belastungsprofil voll arbeitsfähig sei, d
ie Hei
lungskosten
, bis auf die genannte Leistungszusicherung,
per 1.
September 2019 und die Taggeldleistung
en per
1.
November 2019
ein
(Urk.
8/356
). M
it Ver
fügung vom 1
9.
September 2
0
19
sprach die Suva
dem Versicherten
mit Wirkung ab
1.
November 2019
eine Rente gestützt au
f eine Erwerbsunfähigkeit von 11
%
und
eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Einbusse von
15
%
zu (Urk.
8/366
).
Mit Einsprache vom
16.
Oktober 2019
(
Urk.
8/376
) beantra
gte der Versicherte
, es sei eine Begutachtung i.S.v
.
Art.
44 ATSG
durchzuführen un
d danach sei über die unfallver
s
icheru
n
g
srech
tlichen Ansprüche neu zu entsch
e
i
den (
Urk.
8/376).
Mit
Einspracheentscheid
vom
12. März 2020
wies die Suva die
dagegen erhobene
Einsprache ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 2
3.
April 2020 Beschwerde und bean
tragte, es seien ihm in Aufhebung des
Einspracheentscheids
ab dem 11. Novem
ber 2019 eine höhere Invalidenrente sowie eine höhere Integritätsentschädigung zuzusprechen. Im Übrigen sei
vom
Gericht ein medizinisches Gutachten einzu
holen, eventualiter sei die Sache der Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung
verbunden
mit der Auflage
, ein
versicherungsexterne
s
Gutachten
einzuholen,
zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um eine öffentliche Ver
handlung sowie eine persönliche Befragung (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin beantragt
e mit Beschwerdeantwort vom 29.
Mai 2020 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 9.
Juni 2020 angezeigt wurde (
Urk.
1
0
).
Mit Eingabe vom 2
4.
Juni 2020
ergänzte der Beschwerdeführer die Beschwerde bezüglich der
Beweisofferte einer persönlichen Befragung
(
Urk.
11)
und zog schliesslich mit Eingabe vom
2
5.
Mai 2021
das
Gesuch um Durchführung einer
öffentlichen
Verhandlung vorbehaltslos zurück (
Urk.
13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
brochen sind,
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
8.
Februar 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden
.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag
geldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstel
lungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befan
genheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versiche
rungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit,
in der kreisärztlichen Beurteilung vom 2
5.
Juli 2019, in welcher
Kreisärztin
G._
den aktenmässigen Verlauf, insbesondere auch den
Bericht der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
der Rehaklinik
F._
mit der darin enthal
tenen Zumutbarkeitsbeurteilung
,
zusammengefasst habe, sei sie zum Schluss gekommen, dass nach aktueller Datenlage und den zahlreich durchgeführten, erfolglosen Therapien aktuell von einem medizinischen Endzustand
auszugehen
sei. Eine wesentliche Besserung, welche die aktuelle Zumutbarkeit
verändern
würde, sei nicht mehr zu erwarten. Es bestehe kein Anlass, die
Zumutbarkeits
beurt
e
i
lung der Rehaklinik
F._
, welche vo
n der Suva-Versicherungsmedizi
n
erin med.
pract
.
G._
letztlich
bestätigt worden sei, in Frage zu stellen, weshalb d
a
rauf ohne
weiteres
abgestellt werden könne. Ihre Einschätzung, worin auf die klinisch und bildgebend erhobenen Befunde
sowie
die beklagten Beschwerden Bezug genommen werde, sei in
Kenntnis
der gesamten Aktenlage erfolgt. Medizinische Berichte, welche dem widersprechen würden,
lägen
d
en
Akten
nicht bei
. Aus dem Einkommens
vergleich
resultiere ein Invaliditätsgrad von 11
%
und demnach kein Anspruch auf eine
höhere
Invalidenrente. Sodann erweise sich auch die kreisärz
t
liche Einschätzung bezüglich der Integritäts
entschädigung als korrekt. Es bestehe kein Hinweis auf eine dauerhafte und
erhebliche
Funkt
i
onseinschrä
n
kung eines and
e
ren Kö
rpergl
i
e
des des Beschwer
deführers wie etwa der rechten Hand oder des rechten
Armes
.
Demnac
h sei ihm zu Recht eine Integri
tä
t
sentschädigung von 15
%
zugesprochen worden
.
Soweit
der
Beschwerdeführer
die Fachkompetenz der
Kreisärztin
G._
in Frage stellen lasse, sei dem
entgegenzuhalten, dass Kreisär
z
tinnen
und Kreisärzte der Suva
nach
ihrer
Funktion
und beruflichen Stellung
Fachärzte
im
Bereich
der Unfallmedizin
seien
. Da sie
ausschliesslich
Unfallpatienten, unfallähnliche Kör
per
schädigungen und B
erufskrankheiten
diagnostisch
b
eurteilten
und
thera
peutisch
begleite
te
n, verfügten sie über
besonders
ausgeprägte traumatolo
g
i
sche Kenntnisse un
d
Erfahrungen, dies
unabhängig
von ihrem
ursprünglich
erwor
benen
Facharzttitel.
Die Kreisärztin
G._
verfüge
über
eine langjährige
Erfahrung
als Versich
e
rung
s
medizinerin und sei
daher
durchaus
in der Lage gewesen, die
vorliegenden
Unfallfolgen
fachkundig
zu
beurteilen
.
Im Übrigen sei darauf
hinzuweisen, dass nicht
die Kreisärztin
G._
die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit beurteilt und das dies
bezügliche Zumutbarkeitsprofil formuliert habe, sondern die
Medizinal
personen
der Rehaklinik
F._
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die Beschwer
degegnerin
habe
bezüglich
seiner
zumutbaren Restarbeitsfähig
keit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
eine willkürliche Beweiswürdigung vor
ge
nommen. Sie habe in Verletzung von
Art.
43 ATSG den rechtsmassgebenden medizinischen Sachverhalt nicht rechtsgenüglich erstellt. Die von der Beschwer
degegnerin im
Einsprache
e
ntscheid
vom 1
2.
März 2020 aufgeführten Zitate aus den massgebenden Akten seien lediglich rudimentär und auszugweise und
zugunsten der Beschwerdegegnerin zitiert worden
.
Sodann werde bezüglich
die Verletzung
des rechten Daumens
beziehungsweise
der
r
echten Hand durch das Unfallereignis vom 3
1.
Januar 2019 mit einem rudimentären Verweis auf die
vorliegenden
Akten von der Beschwerdegegnerin behauptet, dass
zufolge
der
allei
nigen
Tatsache, dass
er
sich nicht mehr zu einem Arzt begeben habe, davon aus
zugehen sei, dass die Beschwerden folgenlos
abgeheilt
seien
,
weshalb
sie
gegen
über
den
Medizinalpersonen
der Rehaklinik
F._
auch nicht erwähnt worden seien. Diesbezüglich sei doch
darauf
hinzuweisen, dass letztmals
im
Verlaufs
bericht vom 3
0.
April 2019
des Hausarztes
der rechte Arm des Beschwer
deführers erwähnt worden sei. Nach
Rechtsprechung
des Bundesgerichts sei der gesamte medizinische Sachverhalt bis zu diesem Zeitpunkt zu beurteilen. Es
sei
somit Auf
gabe der Beschwerdegegnerin, allfällige weitere Beschwerden im Zusam
menhang mit dem Unfallereignis vom 3
1.
Januar 2019 gestützt auf
Art.
43
abzuklären
(
Urk.
1
Ziff.
2.4)
. Ferner hätte die Bes
c
hwerdegegnerin
eine ver
sicherungsexterne medizinische Begutachtung im Sinne von
Art.
44 ATSG durch
führen müssen, um abzuklären, ob die im
Bericht
vom 1
2.
März 2019
des
C._
erwähnte Ver
dachtsdiagnose eines
CRPS
an der
Schulter/Arm rechts
bestätigt
werden könne oder nicht (
Urk.
1
Ziff.
2.5). Auch habe die
Kreisärzt
i
n
G._
ihn gar nicht persönlich zur Beurteilung des
Zumutbarkeitsprofils sowie der Integritätsentschä
digung
untersucht
, weshalb
auch
deshalb
eine
Verlet
zung
von
Art.
43 ATSG zu rügen sei. Hinzu komme, dass er seit geraumer
Zeit an
psy
chischen Beschwerden leide. Dies werde beispielswiese
im Verlaufsbericht der Physiotherapie
vom
1
1.
Januar 2019
ausdrücklich
erwähnt. Auch
enthielten die
Akten
Telefonnotizen
vom 2
6.
April
und 2
1.
Mai 2019
über seine Anrufe
, in welchen
er berichtet
habe
, an psychischen
Beschwerden
zu leiden. Somit
seien die psychischen
Komponen
ten ebenfalls nicht
rechtsgenüglich abgeklärt worden.
Da
er
eine
ganztäg
ige
Arbeitsfähigkeit
in einer leidensbedingten
Tätigkeit
bestreite
,
werde auch das Invalideneinkommen von
Fr.
71'624.
90 bestritten.
Sodann rechtfertige sich auf
grund des Unfallereignisses und den unfallbe
dingten Einschränkungen
der
Arbeitsfähigkeit
ein Leidensabzug
von
15
%
(
Urk.
1
Ziff.
2.6 ff.).
3.
3.1
Der
am
9.
Februar 2016
erstbehandelnde Arzt
und zugleich Hausarzt des Beschwerdeführers
Dr.
Z._
stellte im UVG-Arztzeugnis vom
4.
März 2016
die Diagnose
einer Schulterdistorsion rechts mit
painfull
arc
bei 90° Abduktion
und attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit seit dem
9.
Februar 2016 (
Urk.
8/10).
3.2
Dr.
A._
hielt in seiner
von der Suva in
Auftrag
gegebenen
medizinischen Stel
lung
nahme vom
7.
April 2016
nach der gleichentags erfolgten Untersuchung des Bes
chwerdeführers fest,
die Hauptläsion scheine eine
prox
imale
Bizeps
sehnen
ruptur
zu sein
, die auch in Abgrenzung zu möglichen Begleitverletzungen bei diesem jungen Rechtshänder und Handwerker unbedingt abzuklären sei.
Die Arbeitsfähigkeit sei in diesem Zustand nicht gegeben und auch nicht absehbar. Aufgrund der Abwesenheit des Hausarztes und der persistierenden
Beschwerden
meldete
Dr.
A._
den Beschwerdeführer zur MR
T-
Abklärung an
und empfahl
zeit
nah
ein schulterchirurgisches Konsilium
(Urk.
8/21).
3.3
Am
1
1.
April 2016 erfolgte
ein
e
MR
T
der Schulter rechts
in der
H._
. Die Befunde wurden
als Verletzung des oberen Labrum-
Bizepsanker
-Komplexes mit Rissbildung,
Tendinopathie
am Ansatz der Supraspinatussehne bei
Impingement
-Konstellation mit aktivierter AC-Gelenksarthrose und geringer begleitender Bursitis beurteilt
(
Urk.
8/
26
).
3.4
Die Ärzte der Orthopädie des Spitals
B._
stellten im
Bericht
vom 21.
April 2016
die
Diagnose
einer SLAP-Läsion der Schulter rechts sowie die Verdachts
diagnose auf
eine
sudekoid
e
Reaktion
des
Unterarm
s
/
der
Hand rechts und überwiesen den Beschwerdeführer in die Schmerz- und Komplementärmedizin (
Urk.
8/31).
3.5
Im Bericht vom 2
7.
Mai 2016
der Schmerz- und Komplementärmedizin
wurde ausgeführt, die dystrophe Reaktion habe sich zwischenzeitlich stabilisiert, klinisch zeigten sich höchstens minimste dystrophe Veränderungen im Bereich der rechten Hand bei normaler Beweglichkeit. Der Beschwerdeführer gebe ledig
lich Schmerzen im Schulterbereich an. Eine operative Revision könne unter
peri
und postoperativer
Plexus
anästhesie
sowie engmaschiger Betreuung durch Anästhesie und Schmerztherapie gewagt werden (
Urk.
8/37).
3.
6
Am
9.
August 2016 wurde
im Spital
B._
in der Klinik Orthopädie
eine diag
nostische Arthroskopie, eine LBS-Tenotomie
,
Tenodese
und eine
Supraspinatus
sehnennaht
an der Schulter rechts durchgeführt. Der Subsc
a
pularis se
i
mit leichter Aufhellung
insgesamt intakt.
Der Eintritt der langen Biz
epssehne in das Gelenk
präsentiere sich
regelrecht.
Ventralseitig
zeigten sich Aus
fransungen im
S
upraspinatussehnenbereich
sowie
eine SLAP-Läsion Typ
ll
mit Ausfransungen nach ventral wie dorsal. Auch
unter dem Labrum
zeige
sich
eine grossflächige Ablösung vom
Glenoid
. Im
S
u
p
raspinatu
s
berei
ch
sei vor allem eine
ventralseitige
Defektzone von 4 mm
vorhanden
. Bei handwerklicher Tätigkeit als Schreiner mit hohem Kraftanspruch sei die Indikation zum
Repair
gegeben (
Urk.
8/58).
3.
7
Im
Sprechstundenb
ericht
v
om 2
1.
November 2016
der Orthopädie
wurde eine in Besserung befindliche Schultersteife nach arthroskopischer
Supraspinatus
seh
nen
n
aht
und
Bize
pssehnentenotomie
und
Tenodes
e
an der Schulter recht
s
diag
nostiziert. Subjektiv zeige der Beschwerdeführer eine ordentliche Besserung. Die Schmerzm
edikamente habe er schon absetz
en können. Eine Kortison
therapie
zur Entzündungsreduktion
lehne der Beschwerdeführer ab. Dies auch mit dem Hin
weis, dass er am Abend seit ca. drei Wochen immer wiederkehrendes Ziehen in der Herzgegen
d
gehabt habe, welches er durch Meditation wieder habe zurück
drängen können. Der Beschwerdeführer habe ein weiteres Rezept für eine Physio
therapie erhalten (
Urk.
8/68
S. 2
).
3.
8
Im Bericht vom
9.
Januar 2017 ergänzten die Ärzte
der Orthopädie
, die
Flexion
habe
etwas gebessert, dafür
präsentiere sich
die A
ussenro
tationsfunktion ver
schlechtert. En
d
gradig bestünden
weiterhin
Schmerzen, so dass auch objektiv keine Besser
u
ngstendenz zu erkenne sei. Die dystrophen Hautreaktionen der Hand seien weiterhin im tol
er
ablen Bereich
v
orhanden
. Die orale Kortisontherapie zur Entzündungsreaktion sei nochmals angesprochen worden. Der Beschwerde
führer möchte hierauf zwingend verzichten, da sein Körper dies nicht vertrage. Bei einer Infiltration subacromial und intraartikulär komme es ebenfalls häufig zu Systemreaktionen durch das Kortison. Es sei dem Beschwerdeführer ein weiteres Rezept für Ph
ysiotherapie mitgegeben worden und es
bes
tehe weiterhin eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit (
Urk.
8/88
S. 2
).
3.
9
Am 2
3.
Februar 2017
erfolgte
erneut ein
e
MRT der Schulter rechts
im MRI-Zentrum des Spitals
B._
.
Die Befunde wurden
als
(1)
nach SSP-Naht
residuelle
intramurale und
artikularseitige
Sehnenveränderungen, differenzialdiagnostisch als persistent fassbarer Riss,
(2)
Flüssigkeitsnachweis in der Bursa subacromialis,
differentialdiagnostisch h
äufig
asymptomatisch nach
Rotatorenmanschetten
operation
,
oder eine Bursitis im Rahmen
extrins
;
(3)
Impingment
be
i leicht ein
geengtem
acromiohumeralem
Ab
stand und ACG-Arthrose mit
osteophytären
Anbauten, konseku
tiv
Tendinose
, betont der
bursa
seitigen
SSP
sowie (4)
nach
operativem
Eingriff
resi
duell
leichter Reizzustand des vo
rderen
Rotatoreninter
v
alls
,
bzw
.
residuel
l
und kaum mehr
abgrenzbares
Knochenmarkoedem
am Humeruskopf im OP-Gebiet
interpretiert
(
Urk.
8/
130
S. 1
).
3.1
0
Dr.
A._
hielt
in einer weiteren von der Suva in Auftrag gegebenen medizinischen Stellungnahme vom 2
1.
März 2017 nach der gleichentags erfolgten Unter
suchung
des
Beschwerdeführers
folgendes fest: A
nhaltende Beschwerden
sieben Monate nach der Schulterarthroskopie rechts
und nach
auch schon auffälligem Frühverlauf gemäss Bericht nach sechs Wochen, gefolgt von Stagnation nach dr
ei Monaten sowie intermittierende
Beschwerden eines CRPS an der
r
echten Hand. Der Beschwerdeführer stehe einer medikament
ö
s-in
v
asi
v
en Behandlung mit i.a. Steroidapplikation und auch schon gar einer oralen Steroidtherapie
ablehnend
gegenüber und begründe dies mit einer allgemeinen Medikamentena
v
ersion und der Bereitschaft zu
r
Unverträglichkeit
bzw. allergischen
Reaktion im Mund und
Magen
u.a. auf NSAR. Daneben b
estünde
auch ein mildes CRPS der
gleichseitigen
rechten Hand. Die
Arbeitsfähigkeit
sei nicht gegeben und es sei durchaus mit weiteren drei bis
zwölf
Monaten zu rechnen, bis eine solche allenfalls eintrete
n werde
.
Dr.
A._
empf
a
hl
eine Zweitmeinung des Te
a
ms
Schulter
-Ellbogen
i
m
C._
einzuholen (
Urk.
8/98).
3.1
1
Der Oberarzt PD
Dr.
med.
I._
des
C._
führte in seinem Bericht vom 2
1.
April 2017 aus, klinisch imponiere das Vollbild einer postoperativen
f
rozen
shoulder
m
it deutlich
passiver Bewegungseinschränkung. Typischerweise
werde
eine Tripelkombination mit
Miacalcic
,
C
e
lebrex
und
Redoxon
v
erschrieben. Der Beschwerdeführer wünsche aber bei multipler Medikamentenun
v
erträglich
keit momentan nur das
Redoxon
als Therapie. Zusätzlich habe er eine Wasser
therapie
verordnet bekommen
. Die nächste klinische
Ve
rlaufskontrolle
finde
in drei Monaten
statt
(
Urk.
8/112
S. 2-3
).
3.1
2
Dr.
D._
diagnostizierte in ihrem
kreisärztlichen
Bericht
vom 3
1.
Oktober 2017
(
Urk.
8/144) eine
frozen
shoulder
rechts bei Status nach einer Schulterarthro
skopie rechts, einer Tenotomie und
Tenodese
der langen Bizepssehne sowie einer
Supraspinatussehnennaht
rechts am
9.
August 2016 bei einer
Supraspinatus
sehnenläsion
und SLAP
ll
-Läsion an der rechten Schulter.
Bei
der Untersuchung
am 2
7.
Oktober 2017
habe
sich
im Seiten
v
ergleich
noch eine Bewegu
n
g
s
einschränkung im rechten Schultergelenk gezeigt. Die aktuelle Elevation sei mit 120° etwas schle
ch
ter als bei der letzten Untersuchung im
C._
anfangs Oktober 2017 (Flexion 130°). Der
Beschwerdeführer
berichte, dass je nach Tages
form und vorangehenden Übungen die Beweglichkeit mal etwas besser mal etwas s
ch
l
e
chter sei. Die Aussenro
tation s
e
i
mit 45° unverändert. Die angestammte Tätig
keit als Schre
i
nermonteur sei dem Beschwerdeführer aufgrund der
Verlet
zung
der rechten
Schulter nicht mehr
zuzumuten
, da es sich
dabei
um eine schul
terbelastende
Tätigkeit
handle.
Dr.
D._
rechnete noch mit einer
Verbesserung
der Belastbarkeit der rechten
Schulter
, weshalb s
ie
das
definitive Zumutbarkeits
pro
fi
l
noc
h
nicht definierte
. Zum jetzigen Zeitpunkt
seien
dem Beschwerdeführer jedoch bereits wieder ganztags leichte Tätigkeiten, ohne Überkop
far
beiten oder Arbeiten in/über Brusthöhe zumutbar. Gewichte
sollten
ausschliesslich
körpernah und bis Lei
stenhöhe
gehoben und getragen werden
(
Urk.
8/144 S. 4)
.
3.1
3
PD.
Dr.
I._
führte im Bericht
v
om 1
7.
Januar 2018 aus, leider bestünden seit Weihnachten wieder zunehmend Schmerzen bei objektiv verbesserter Beweg
lichkeit. Aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer die herkömmlichen antiinflammatorischen Medikamente
nicht
gut vertrage (inkl.
Kortison
)
,
habe er dem Beschwerdeführer die
V
orstellung in der Sprechstunde für komplementäre Medizin am
E._
empfohlen. Aufgrund der Tatsache, dass schulmedizinisch aktuell nichts angeboten
werden
könne, werde vorerst auch
keine weitere Ver
laufskontrolle
in der Schultersprechstunde geplant (
Urk.
8/183).
3
.1
4
Am
1
8.
Juni 2018
erfolgte ein
e
MRT der Schulter rechts in der
H._
.
Dabei wurde festgehalten,
b
ildmorphologisch bestehe bei gegebener Anamnese unverändert der Verdacht auf
eine
f
r
o
zen
shoulder
bei im Befund erwähnten Veränderungen. Nach der
Supraspinatussehnennaht
bestehe kein neu fassbarer Sehnenriss sowie e
ine weitgehend stationäre
Tendi
n
o
se
der ansatz
nahen Supraspinatus- und
Subscapularissehne
.
Der schmale
akromi
ohumerale
Abstand bei
der
AC-Gelenksarthrose und
Akromion
-Typ 2 nach
Bigliani
bestehe unverändert
.
Differentialdiagnostisch
könne
bildmorphologisch ein extrinsisches
Impingement
bei geringem Reizzustand der Bursa subacromialis/
subdeltoidea
nicht
ausgeschlossen
werden. Sodann
bestünden
postoperative
Irregulari
täten
/Ver
än
derungen am ehemaligen
Bize
pssehnenanker
-K
omplex ohne neu fass
bare Rissbildung und
v
orbesteh
e
nd
e geringe Knorpelirregular
i
t
äten (
Urk.
8/249).
3.1
5
Im Bericht
des
C._
vom 2
7.
Juli 2018 wurde neu die zur
frozen
shoulder
hinzukommende Verdachtsdiagnose eines
CRPS
an der
Schulter rechts erhoben. De
r
auswärts
gestellte
Verdacht auf
ein
CRPS könne anamnestisch bestätigt werden. Klinisch
lägen
eine diskrete livide
Verfärbung
der Haut sowie eine Hyperalgesie der rechten oberen
Extremität
vor. Bei anamnestisch multipler Medikamentenun
v
erträglichkeit
bestehe im Moment keine Möglichkeit der Ver
besserung der Situation durch
eine
medikamentöse Therapie. Möglicherweise könne noch eine Schmerzlinderung durch komplementärmedizinische Methoden wie Akkupunktur erreicht werden. Es sei keine weitere Kontrolle mehr in der Schultersprechstunde geplant (
Urk.
8/267).
3.1
6
Der Leitende Arzt
PD
Dr.
med
.
J._
des
Schmerzambulatorium
s
des
E._
diagnostizierte im Bericht vom
6.
September 2018 chronische Schulterschmerzen. Unter Zusammenschau der zur Verfügung
stehenden
Unterlagen, der Anamnese und des klinischen Befundes prä
sentiere sich das Bild einer
fro
zen
shoulder
. Das Stadium
der
Capsulitis
werde als subak
u
t
beurteilt. In der Untersuchung habe sich eine mechanische Komponente im Bere
i
ch des anterioren Humeru
skopfes mit begleitender starker
Druckdolenz
, welche über die bei einer normalen
C
apsulitis
zu
erwartende
Symptomatik
hinausgehe
, präsentiert
. Es sei davon
auszugehen
, dass die
aktuelle
Schmerzproblematik
nicht
nur als Folge des muskuloskelettalen Impacts der
Capsulit
i
s
selbst verursacht werde
,
sondern
allenfalls
eine
strukturelle
Komponente die
Symptomatik
aufrechterhalte
. Es
werde daher eine
diagnostische Block
a
de des
N.
suprasc
apu
laris
durchgeführt
(
Urk.
8/
282
S. 1
).
3.1
7
Im Bericht vom
2
5.
Oktober 2018 des
E._
wurde festgehalten,
die zweite durch
geführte diagnostische
Blockade des
N.
suprascapularis
sei erneut
negativ
gewesen.
Der extreme
Druckschmerz
über dem
Akro
m
ion
bleibe bestehen. Es sei
von einer mechanisch
strukturellen Ursache im Rahmen des Unfalls auszugehen. Zur Installation
von medikamentösen Optionen sch
e
i
ne der Leidensdruck im
Moment
zu
wenig
gross
(
Urk.
8/
294
).
3.1
8
In der kreisärztlichen Beurteilung vom 1
4.
Februar 2019 (
Urk.
8/315) nannte med.
pract
.
G._
die Diagnose einer
frozen
shoulder
rechts bei Status nach einer Schulterarthroskopie rechts, einer Tenotomie und
Tenodese
der langen Bizeps
sehne sowie
einer
Supraspinatussehnennaht
am
9.
August 2016 bei einer
Supraspinatussehnenläsion
und SLAP
ll
-Läsion an der rechten Schulter
. Bei der
aktuellen Untersuchung zeige sich eine deutliche Verschlechterung der Beweg
lichkeit im Vergleich
zur
kreiszärtlichen Untersuchung vom 2
7.
Oktober 201
7.
Die aktive Ele
v
ation und Abduktion sei
en
nur bis
maximal
90° möglich, die Aussenrotation liege b
ei zirka 25°. Bei den Schulter-Tests habe sich eine deut
lich reduzierte Kraf
t
entwicklung rechts gezeigt.
Zusammenfassend
zeige sich nach mehr als zwei Jahr
en seit der Feststellung der
fro
zen
s
houlder
keine Besse
rungstenden
z
. I
m Gegenteil
erscheine
der aktuelle Zustand
eher verschlechtert. In den medizinischen Berichten sei immer wieder der
Verdacht
auf ein CRPS
geäus
sert
worden. Diese
Diagnose sei jedoch eine Ausschlussdia
g
n
ose und könne nur gestellt werden,
wenn keine
andere
Ursache für die
Beschwerden
in Frage
komme
. Im vorliegenden Fall könnten die Beschwerden jedoch, zumindest teilweise, durch die
frozen
shoulder
erklärt werden. Zudem seien bei der heutigen
Untersuchung
di
e
formalen CRPS-Kriterien
nicht
erfüllt gewesen. Aufgrund dieses Befun
des und
des erneuten Sturzes v
om 3
1.
Januar
2019
sei eine erneute
V
orstellung im
C._
zu
veranlassen
. Wenn die erneute Untersuchung zu keinen neuen Erk
enntnissen führe,
dann wäre als nächstes eine
Evaluation
der Funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) zur Bestimmung der Zumutbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sinnvoll. Die angestammte Tätigkeit sei, wie schon in der kreisärzt
lichen Untersuchung vom 2
7.
Oktober 2017 beurteilt worden sei, nicht mehr z
umutbar (
Urk.
8/315 S.
5).
3.1
9
Im Bericht
der Orthopädie
des
C._
vom 1
2.
März 2019 wurde festgehalten, klinisch fände sich eine Insertions-
Tendinopathie
des Deltoideus, welche gut im Rahmen des Sturzes Ende Januar
2019
erklärt werden könne. Es
würden
dafür analgetische Massnahmen sowie Dehnung durch die
Physiotherapie
verordnet
. Bezüglich der
f
r
o
zen
shoulder
zeige
sich
ein mehr oder weniger stationärer
V
er
lauf mit leichter
Besserungstendenz
. Diesbezüglich erfolge keine Änderung des Procederes (U
r
k.
8/327 S. 2)
.
3.2
0
Oberarzt
K._
und
dipl.
Physiotherapeutin FH
L._
der Arbeits
orientierten Rehabilitation der Rehaklinik
F._
führten in
ihrem
Bericht vom 1
6.
Juli 2019 aus (
Urk.
8/349), i
m Vordergrund stehe ein chronifiziertes Schmerz
syndrom der rechten
Schulter mit erheblicher Bewegu
n
g
seinschr
ä
nkung bei klinisch
frozen
shoulder
. Die Bewegungseinschränkung sei durch die a
d
häsi
ve Kapsulitis
zu erklären
. Das
chronische Schmerzsyndrom könne allerdings allein durch die heute objektivierbaren Unfallfolgen in seinem ganzen Ausmass nicht erklärt werden. Das im
Verlauf
diagnostizierte CRPS der rechten Schulter
könne
aufgrund der Untersuchung
gesamthaft
nicht bestätigt werden. Es seien lediglich Teilaspekte nach den Budapester
Kriterien
erfüllt. Es könne nicht
ausgeschlossen
werden, dass die ausgesprochene
Unzufriedenheit
mit der fehlenden Kosten
übernahme verschiedener Institutionen
nach
dem
vermeintlichen
Unfall 2001
des Beschwerdeführers (Fall auf den Rücken) sich auf die
aktuelle Schmerz
proble
matik
auswirke
. Bei der EFL-Testung habe sich der Beschwerdeführer im Rahmen
seiner Einschränkung leistu
n
g
sbereit gezeigt
und
gut mitgemacht. Das formu
lierte Zumutbarkeitsprofil
berücksichtige
die objektiven
Befunde
an der rechten Schulter und formuliere entsprechende
Einschränkungen
. Es werde
v
on einem medizinischen Endzustand
ausgegangen
, der sich durch weitere medizinische
Mass
nahmen
nicht mehr
verbessern
lasse
. So
wie sich der Beschwerdeführer prä
sentiert habe
,
bestehe eine Skepsis, ob
er sich
im Rahmen der
formulierten
Zumut
barkeit ganztags
arbeitsfähig
sehe.
Sollte dies bedauerlicherweise nicht der Fall sein, wäre eine weitere Frustration durch eine Institution die Folge. Die
bisherige Tätigkeit als Schreiner/Chefmonteu
r
sei
ihm nicht mehr
zumutbar
. Möglich sei
eine
ganztags leichte bis mittelschwere Arbeit. Dabei
könne er
insbe
sondere
keine Tätigkeiten über
Kopfhöhe
mit
wiederholte
r
Arbeit über Schulter
höhe
und
mit Schlägen
sowie
Vibrationen
ausüben
. Mit der rechten Hand sei
das
Tragen bis 7.5
kg selten möglich (Urk. 8/349 S. 2-4
).
3.21
In der kreisärztlichen Beurteilung
vom 2
5.
Juli 2019
fügte med.
pract
.
G._
ihrer Beurteilung
vom 1
4.
Februar 2019 (E. 3.15)
hinzu, dass b
ei vorliegender
frozen
shoulder
im Verlauf ein breites Spektrum von konservativen Massnahmen angewendet worden
sei
. Es zeige sich trotz der Fortführung der konservativen Therapie keine greifbare Besserungstendenz. Bei chronischen Schulterschmerzen sei eine Schmer
z
therapie im Sch
merzambulat
o
riu
m
E._
eingeleitet
worden
, welche ebenfalls keine Besserung habe
erzielen können, sodass das Sch
m
e
rz
ambu
lato
ri
um von einer
mechanischen
strukturellen
Ursache
ausgehe
. Bei anam
nestischen Angaben eines erneuten
Sturzes
im Januar 2019 sei eine erneute Abklärung im
C._
veranlasst worden, welche
zu keinen
neuen Erkenntnisse
n geführt habe
. Die behandelnden Orthopäden der
Klinik
C._
hätten erneut die Fortführung der bisherigen konservativen Massnahmen empfohlen. Das beurtei
lende Team der
Rehaklinik
F._
, welches die EFL
durchgeführt
habe, sei
v
on einem medizinischen
Endzustand
ausgegangen
, der sich durch weitere medizi
nische Massnahmen
nicht
mehr verbessern lasse. Nach
aktueller
Datenlage und zahlreichen
erfolglosen Therapien sei aktuell v
on einem Endzustand
auszugehen
. Eine
wesentliche
Besserung, welch
e
die
aktuelle Zumutbarkeit verändern würde, sei nicht mehr zu erwarten. Die Beurteilung des Integritätsschadens
e
rfolge
sepa
rat neben dem EFL-Profil der Rehaklinik
F._
.
Aufgrund der aktuell
vorlie
genden
deutlichen
Einschränkungen
seien folgende Leistungen nach dem Fallab
schluss zu empfehlen:
bis 3 Arz
tkontrollen jährlich, bis 4
Serien
Physiotherapie
jährlich
, bis 3 Serien Wassertherapie jährlich, Schmerzmittel
aufgrund
Schmerzen der rechten Schulter (
Urk.
8/352).
In der
Begründung
zur Beurteilung des Integritätsschadens hielt med.
pract
.
G._
fest, b
ei der EFL in der
Rehaklinik
F._
am
6.
u
nd
7.
Juni 2019 sei folgender
klinischer
Befund dokumentiert worden: «Aktive Schulterflexion rechts 100°, links 160°, Schulterabduktion rechts 90
°, links 160°, Schulteraussenro
t
at
ion rechts 30°, links 80°, Schulterinnenrotation rechts
Sacrum
, links Th8
». Die
konser
vativen
Massnahmen
seien aktuell
ausgeschöpft,
eine we
sentliche
Besse
rung der
aktuellen
Funktio
n
seinschränkung sei nicht mehr zu
erwarten
. Der
Integrit
ä
t
s
schaden werde auf 15
%
geschätzt.
Massgebend für die Einschätzung der Inte
g
rität
sentschädigung im
konkreten
Fa
l
l sei die Tabelle 1 UVG, hierin
werde
für eine Schulterbeweglichkeit bis zur Horizontale die Integritätsent
schädigung mit 15
%
und für eine Schulterbeweglichkeit bis 30° über Horizontale mit 10
%
eingeschätzt. Im konkreten Fall
liege eine Flexion von 100° und Abduktion v
on 90°
vor
, sodass die Schulterbeweglichkeit funktionell nicht
wesentlich
über die
Horizontale
hinausgehe, insofern
erscheine
die Integritäts
en
t
schädigung von 15
%
als angemessen
(
Urk.
8/353)
.
4
.
4
.1
Dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf
den Bericht
der kreisärztlichen Beur
teilung vom 2
5.
Juli 2019 (E. 3.2
1
)
mit Schreiben vom
29.
Juli 2019
(Urk.
8/356
)
die Heilungskosten
,
bis
auf die genannt
e Leistungszusicherung, per 1.
September und die Taggeldl
eistungen per
1.
November 2019
einstellte
und die Renten
prüfung einleitete,
wurde
nicht
moniert
und
ist
aufgrund der medizinischen
Akten
lage nicht zu beanstanden
.
4
.2
Sodann ist u
nbestritten und
steht
aufgrund der medizinischen Akten fest, dass
in den
zuletzt ausgeübten Tätigkeiten
des Beschwerdeführers
als
Schrei
ner/Chef
monteur
keine Einsatzfähigkeit mehr besteht
. Zu prüfen ist dagege
n, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer
in einer angepasste
n Tätigkeit arbeits- bzw.
leistungsfähig ist. Dabei stützte sich die Beschwerdegegnerin
massgeblich auf
die
kreisärztlichen Beurteilungen
von
med.
pract
.
G._
vom 1
4.
Februar
(
E.
3.1
9
) und vom 2
5.
Juli 2019 (
E. 3.2
1
)
sowie die im Juni 2019 durchgeführte EFL (E. 3.20)
.
4.3
Bei der kreisärztlichen Beurteilung berücksichtigte
med.
pract
.
G._
sämt
liche medizinische
Vorakten
sowie die geklagten Beschwerden
und setzte sich ausführlich mit den radiologisch sowie intraoperativ erhobenen Befunden und den biomechanischen Zusammenhängen auseinander
.
Damit vermag die kreis
ärztliche Beurteilung die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen (E. 1.4) vollumfänglich zu erfüllen und es kommt ihr voller Beweis
wert zu.
4.
4
Bezüglich des beschwerdeweise vorgebrachte
n
Argument
s
, dass bereits im Bericht
vom 1
2.
März 2019 des
C._
ein Verdacht auf ein CRPS an der Schulter bzw. am Arm rechts gestellt worden
sei
, weshalb die Beschwerdegegnerin somit eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Sinne von
Art.
44 ATSG hätte durchführen müssen um abzuklären, ob hier in der Tat
ein CRPS vorliege
(
Urk.
1 S. 9
Ziff.
2.5
)
,
gilt es darauf hinzuweisen, dass
der Verdacht
auf ein CRPS
lediglich in den Berichten des
C._
erwähnt wurde (
Urk.
8/267 und
Urk.
8/327), jedoch
in sämtlichen
übrigen
Arztberichten
der Verdacht
nicht hatte bestätigt werden können.
Hinzu kommt, dass
d
ie Kreisär
z
t
in
in
ihrer Beurteilung vom 14.
Februar
2019
einlässlich begründete
,
weshalb
sie
unter Berücksichtigung der
Untersuchung des Beschwerdeführers vom
13.
Februar 2019
das
Vorliegen eines CRPS nicht
bescheinigen
konnte
(Urk.
8/315/
S.
4
-5
).
Diese Ausführungen sind nachvollziehbar und konkludent
. Sodann
werden
sie
bestätigt durch
,
die
später erfolgten
EFL-
Untersuchungen vom
6.
u
nd
7.
Juni 2019 an der Rehaklinik
F._
, wo
die Diagnose eines CRPS der rechten Schulter
ebenfalls
nicht erho
ben werden konnte (E. 3.2
0
).
Dass sich der Beschwerdeführer durch ein weiteres Unfallereignis am 3
1.
Januar 2019 den
rechten
Daumen
bzw.
die rechte
Hand
verletzte, ist
vorliegend
ohne
Belang
, da es sich dabei um einen Bagatellunfall handelte
.
Unmittelbar nach dem Unfallereignis suchte der Beschwerdeführer keinen Arzt auf. Erst
in der am
8.
März 2019 aufgrund des
erneuten
Unfalls veranlassten Untersuchung
durch die Beschwerdegegnerin
im
C._
gab er
Schmerzen
an, jedoch nur
im A
nsatzbereich des M. deltoideus
(
Urk.
8/327 S. 1)
.
Am
22.
März 2019
begab
er sich dann wegen
Beschwerden an der rechten Hand
noch
zu seinem Hausarzt in
Behandlung. Dieser hielt im Verlaufsbericht vom
3
1.
März 2019
jedoch
fest, dass
das rechte Handgelenk
inspektorisch
unauffällig
sei
(Urk.
9/6)
.
Am 2
9.
April 2019 stellte sich der Beschwerdeführer aufgrund pro
gred
ienter Armschmerzen rechts ohne erneut erlittene
s
Trauma
abermals
beim Hausarzt vor.
Dieser fand den Arm jedoch
inspektor
isch
und palpat
o
r
isch unauf
fällig vor.
Er
vermute
te
eine vegetative Störung, da die Diagnose eines CRPS nie gestellt worden sei. Er
empfahl die Armtrageschlinge stundenw
e
i
se wegzulassen und
ordnete keine
weiteren Massnahmen
an
(
Urk.
9/7).
N
ach
dieser ärztlichen Konsultation waren keine weiteren mehr notwendig,
weshalb nicht zu bean
standen ist, dass die Beschwerdegegnerin davon ausging, dass die Beschwerden
des Unfallereignisses vom 3
1.
Januar 2019
folgenlos
abgeheilt
waren, zumal
weder
in der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung
vom 14.
Februar 2019
noch in der am
C._
veranlassten Untersuchung
am
8.
März 2019
neue gesund
heitliche Beeinträchtigungen aufgrund des Unfalls vom 3
1.
Januar 2019 erhoben werden konnten
(E. 3.18) und der Beschwerdeführer
auch
in de
n
nachfolgenden Untersuchungen an der Rehaklinik
F._
keine Beschwerden am
rechten
Arm
bzw. am rechten Daumen mehr erwähnte (
Urk.
8/349
/2
)
.
An dieser Stelle ist bezüglich de
s
Untersuchungsgrundsatz
es
(
Art.
61
lit
. c
und
Art.
43 ATSG
), wonach die Verwaltung und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen ha
ben
, darauf hinzuweisen, dass dieser eben nicht uneingeschränkt gilt; sondern sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien findet (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2).
Der Unfallversicherer muss nicht den negativen Beweis erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit ist (Urteil des Bundes
gerichts 8C_840/2019 vom 1
4.
Februar 2020 E. 3.2 mit Hinweisen).
Im Übrigen
stimmt
der Einwand, dass die psychische Komponente des vorliegenden Falles nicht rechtsgenüglich abgeklärt wurde,
ebenso wenig
. So kann b
ei banalen Unfällen
,
wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses
,
und bei leichten Unfällen
,
wie z.B. einem gewöhnlichen Sturz oder Aus
rutschen
,
der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel
ohne weiteres verneint werden
(BGE 115 V 133 E. 6a)
,
was vorliegend der Fall ist,
insbesondere da sich
vorliegend
in den Akten keine
psychiatrischen Diagnosen
finden.
4.
5
Im Weiteren
ist di
e Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
die Rehaklinik
F._
anhand der
Vorakten
nachvollziehbar und das
nach eingehender klinischen Untersuchung des Beschwerdeführers und den durchgeführten EFL-Tests
erstellte Zumutbarkeitsprofil nimmt auf die
unfallkausalen
bestehenden Einschränkungen
des Beschwerdeführers
angemessen Rücksicht.
Demnach konnte sich die Kreis
ärztin
G._
aus versicherungsmedizinischer Sicht
ohne
w
eiteres
dieser Beurteilung
anschliessen
(
Urk.
8/352 S. 2)
.
Die Einschätzung stimmt insbesondere auch mit dem
am
3
1.
Oktober 2017
angegebenen Belastungsprofil von
Dr.
D._
überein, wonach
dem Beschwerdeführer bereits zu diesem Zeitpunkt wieder ganz
tags leichte Tätigkeiten, ohne Überkopfarbeiten oder Arbeiten in/über Brusthöhe zumutbar waren, wobei Gewichte auss
chliesslich körpernah und bis Leis
tenhöhe
gehoben und getragen werden sollten
(
E. 3.12
).
Die fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erscheint
angesichts der vom Beschwerdeführer geschil
der
ten Alltagsaktivitäten (vgl.
Urk.
8/349 S. 7
) umso begründeter.
Schliesslich ver
mag der Beschwerdeführer
auch
mit seinem Vorbringen
,
er könne eine leidens
angepasste Tätigkeit nicht ganztags ausüben, da er massiv eingeschränkt sei, indem er beim Gehen an
einer
Schmerzzunahme
l
eide
(
Urk.
1 S.
8
)
,
nichts zu s
einen Gunsten abzuleiten. In der
EFL
wurde
die eingeschränkte Gehfähigkeit
explizit berücksichtigt
,
indem
dem Beschwerdeführer in
der Schätzung der Belast
barkeit
das
Gehen während der Arbeit nur manchmal
zugemutet wurde
(
Urk.
8/349/S. 5)
.
Ferner
handelt es
sich
bei der Schmerzzunahme beim Gehen
um eine
subjektive Schmerzangabe des Beschwerdeführers
,
welche
in Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss ergebenden Beweisschwierig
keiten für die Begründung einer teilweisen Invalidität allein nicht ausreichend
ist
(BGE 130 V 352 E. 2.2.2).
Soweit der Beschwerdeführer dem EFL-Bericht
vom 1
6.
Juli 2019
die Beweistauglichkeit für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit absprechen will, da er das erneute Unfall
ereignis
gemäss Diagnoseliste
nicht berücksichtige, ist darauf hinzuweisen,
dass die
diagnostische Einord
nung eines Gesundheitsschadens
nicht entscheidend
ist
, sondern dessen konkreten Auswirkungen auf die
Arbeits- und Leistungsfähigkeit
(vgl. BGE 136 V 279 E. 3.2.1).
M
assgebend ist
demnach die
Einschränkung der Bew
eglichkeit der rechten Schulter. Da die EFL-Untersuchungen rund vier Monate nach dem Unfallereignis im Jun
i 2019 stattfanden, würden sie
ohnehin allfällig verbliebene Einschränkungen vom Unfall a
m 3
1.
Januar 2019 mitbe
rücksich
t
i
gen.
4.
6
Zusammenfassend ergeben sie keine begründete
n Zweifel an den Beurteilungen der
Kreisärztin
. Von weiteren Abklärungen, wie
vom
Beschwerdeführer gefordert, sind
keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinwiesen) zu verzichten ist.
Mithin ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer jedenfalls seit
Juli 2019
(Zeitpunkt Rentenprüfung) in einer – näher umschriebenen - leidensangepassten Verweistätigkeit
voll
arbeitsfähig ist.
5.
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.1
Das von der Suva ermittelte
Valideneinkommen
von
Fr.
76'050.
--
wird nicht bestritten und aufgrund der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwer
deführers, dass er im Jahr 2019 einen Monatslohn von
Fr.
5
’
850.--zuzüglich eine
s
1
3.
Monatslohn
es
erzielen könnte (
Urk.
8/310), besteht
kein Anlass im vorliegenden Verfahren hiervon abzuweichen
.
5.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statis
tischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.3
Das Invalideneinkommen bemass die Suva aufgrund von Tabellenwerten der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE
2016
; die Ausgabe 2018 wurde erst nach Erlass des angefochtenen Entscheides, am 2
1.
April 2020, publiziert
), wobei sie aufgrund
der
besonderen Fertigkeiten und Kenntnissen des Beschwerdeführers - er verfügt
gemäss EFL-Bericht vom 1
6.
Juli 2017
über eine
abgeschlossene
Berufslehre von mindestens drei Jahren,
über eine höhere
Berufsausbildung
als Bau- und Möbeltischler, Wand-Deckenmontage und als
dipl.
Kaufmann (Urk.
8/349 S. 6)
- auf das
Kompetenzniveau 2 für praktische Tätigkeiten
abstellte und daraus ein Invalideneinkommen für das Jahr 201
9
von
Fr.
71'624.90
ermit
telte.
Es besteht kein Anlass
,
im vorliegenden Verfahren hier
von abzuweichen
. Da
der Beschwerdeführer
keine Erwerbstätigkeit mehr
a
ufgenommen hat
,
sind
zur
Ermittlung des Invalideneinkommens rechtsprechungsgemäss Tabellenlöhne gemäss de
r
LSE
heranzuziehen
. Sodann
ist der Beschwerdeführer aufgrund der
im EFL-Bericht aufgeführten
beruflichen
Qualifikationen, welche unbestritten blieben, in das Kompetenzniveau 2 einzustufen
(
Urk.
8/376 S. 6,
Urk.
2 S. 12 und
Urk.
1 S. 11
Ziff.
2.8)
.
Diese
Annahme
wurde vom Beschwerdeführer dahingehend kritisiert, als er sich aufgrund der gesundhe
itlichen Beeinträchtigung grund
sätzlich nicht mehr in der Lage sieht, ein Erwerbseinkommen zu erzielen (
Urk.
1
Ziff.
2.8
). Nach dem hiervor Gesagten lässt sich dies jedoch weder in medizi
nischer noch in
beruflichlicher
Hinsicht begründen.
5.
4
Ferner
gewährte
die Suva
dem Beschwerdeführer einen leidensbedingten Abzug von 5
%
, da
er
gemäss
ärztlichem
Zumutbarkeitsprofil immerhin noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten verrichten könne
und dadurch auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt
für ihn
genügend
realistische
Bet
ätigungsmöglichkeite
n vorhanden seien (
Urk.
2 S. 12). Der Beschwerdeführer hält dafür, dass zusätzlich ein Abzug von
1
5
% vom Tabellenlohn zu berücksichtigen sei (
Urk.
1
S. 12
).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermes
sensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabel
lenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_113/2015 vom 2
6.
Mai 2015 E. 3.2 und 8C_808/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen)
. Vorliegend sind keine solche
Aspekte oder Merkmale zu erkennen,
daher ist der
leidensbedingte Abzug von 5
%
zu belassen.
Demn
ach
ist das von der Suva berechnete
Invalidenein
kommen von rund
Fr.
68’044.—nicht zu beanstanden.
5.
5
Wird das
Valideneinkommen
von rund
Fr.
76’050
.-- dem Invalideneinkommen von rund
Fr.
68’044
.-- gegenübergestellt,
ist nach
dem
G
esagten
der
von der Beschwerdege
g
nerin
errechnete
Invaliditätsgrad von 11
%
korrekt
.
6
.
Strittig und zu prüfen ist
schliesslich
die Festsetzung des Integritätsschadens.
6
.1
Med.
pract
.
G._
beurteilte den Integritätsschaden am 22 Juli 201
9
gestützt auf die Aktenlage und mithin auf
die zuletzt erfolgte Erhebung bei
den EFL-Untersuchungen am
6.
u
nd
7.
Juni 2
019 in der Rehaklinik
F._
und
über
nahm folgende klinische Befunde
(
Urk.
8/353
):
«
Aktive Schulterf
l
e
xion rechts 100°, links 160°, Schulterabduktion rechts 90°, links 160°, Schulteraussenrotation rechts 30°, links 80°, Schulterinnenrotation rechts
S
a
crum
, links Th8
»
. Mass
gebend im konkreten Fall sei die Tabelle 1 UVG, hierin werde für eine Schulter
beweglichkeit bis zur Hori
zontale die Integritätsentschäd
i
gung mit 15
%
und für
eine S
c
h
ulterbeweglichkeit bis 30° über
Horizontale
mit 10
%
eingeschätzt
. Im konkreten Fall liege eine Flexion von 100° und
eine
Abduktion von 90° vor, sodass die Schulterbeweglichkeit funktionell nicht
wesentlich
über die
Hori
zon
tale
hinausgehe, insofern erscheine die Integritätsentschädigung von 15
%
ange
messen
(E. 3.21)
.
6.2
Was den Einwand des Beschwerdeführers betrifft, die Kreisärztin habe ihren Ent
scheid betreffend Integritätsentschädigung lediglich nach einer Durchsicht des EFL-Berichtes verfasst, was nicht gehe, da die Integritätsentschädigung abstrakt und egalitär zu bemessen sei und daher gerade eine persönliche Untersuchung unabdingbar sei, ist darauf zu verweisen
, dass die Kreisär
z
t
in den Integritäts
schaden
zeitnah zu den EFL-Untersuchungen am
6.
und
7.
Juni 2019 in der Reha
klinik
F._
beurteilte
(E. 3.21). Ferner zeigten sich in
diesen
klinischen Befunden auch keine grosse Abweichung zu den von ihr erhobenen Befunden vom 1
3.
Februar 2019
, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass sie die rechte Schulter nicht nochmals erneut untersuchte, sondern die im Bericht vom 1
6.
Juli 2019 dokumentierten Befunde übernahm.
Darüber hinaus finden sich bei den Akten keine Arztberichte, welche an ihrer schlüssigen Einschätzung des Integri
tätsschadens
Zweifel aufkommen lassen.
6.3
Damit ist gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung davon auszugehen, dass hinsichtlich der als unfallkausal anzuerkennenden Schädigungen des
rechten Schulter
gelenks
ein Integritätsschaden von insgesamt
15
%
ausgewiesen ist
.
7
.
Nach diesen Erwägungen sind hinsichtlich der Folgen des Unfalles vom
8.
Februar 2016
weder eine höhere Invalidenrente noch eine höhere Integritäts
entschädigung geschuldet, weshalb die Beschwerde insgesamt abzuweisen ist.