# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8c54a3ae-0349-4bd2-8954-5ff7a525dda2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1962 und zuletzt tätig als Sortiererin in einem Vollzeit
pensum, meldete sich am 2
8.
Januar 2004 (Eingangsdatum) erstmals bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zum Leistungsbezug an
(
Urk.
8
/1).
Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen
verneinte die IV
Stelle mit Verfügung vom 10. August 2004 einen Anspruch der Versicherten auf I
nvalidenrente mangels Vorliegen
eines rentenbegründe
nden Invaliditäts
grades (Urk. 8/12
). Die hiergegen am 23
. August 2004 erhobene (Urk. 8/17
) und am 14. September 2004 (Urk.
8/28
) sowie am 17. Januar 2005 (Urk.
8/42
) ergänzte Einsprache wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 20. Januar 2005 ab
(
Urk.
8/45)
.
Zuvor hatte die IV-Stelle mit Verfügung vom
2.
September 2004 die Arbeits
vermittlung nach einem Gespräch sowie einer Arbeitsplatzbesichtigung abge
schlossen
(
Urk.
8/24).
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
0.
Januar 2005 erhob die Versicherte am hiesigen Gericht Beschwerde (
Urk.
8/51/3 ff.)
. M
it Urteil IV.2005.00254 vom 3
1.
Januar 2006
hob das hiesige Gericht den angefochtenen
Einspracheentscheid
auf und wies die Sache zur weitergehenden Abklärung und neuen Entscheidung
über den Rentenanspruch an die IV-Stelle zurück
(
Urk.
8/57).
Die IV-Stelle tätigte im Anschluss weitere Abklärungen und holte insbesondere das pol
ydisziplinäre Gutachten des Y._
vom 2
5.
Juni 2007 ein (
Urk.
8/73). Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
3.
August 2007,
Urk.
8/76; Einwand vom 2
4.
September 2007,
Urk.
8/81) wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit Verfügung vom 1
7.
Oktober 2007 ab (
Urk.
8/86). Mit Verfü
gung vom
4.
März 2008 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf U
mschulung
(
Urk.
8/93)
, gewährte mit
Mitteilung
vom
2.
Juni 2008 allerdings Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (
Urk.
8/104), welche mit Verfügung vom
9.
Oktober 2008 abgeschlossen wurde (
Urk.
8/117).
1.2
Am 1
6.
Juni 2020 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/121
). Die IV-Stelle trat a
uf das Gesuch ein (
Urk.
8/131) und
tätigte weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen. Am 1
4.
Septem
ber 2020 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass aufgrund des Gesundheits
zustandes keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien und ein Renten
an
spruch geprüft werde (
Urk.
8/139).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(Vorbescheid vom 2
4.
März 2021,
Urk.
8/161; Einwand vom 1
0.
Mai 2021,
Urk.
8/162; ergänzende
Einwandbegründung
vom 1
1.
Juni 2021,
Urk.
8/175)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
7.
September 2021 einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess die Versicherte am
6.
Oktober 2021 Beschwerde erheben und stellte folgende Anträge:
«
1.
Die angefochtene Verfügung vom
7.
September 2021 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei mindestens eine halbe IV-Rente zu gewähren.
2.
Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei eine polydisziplinäre Abklärung in Auftrag zu geben, woraufhin neu zu entscheiden sei.
3.
Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ein Mahn- und
Bedenkverfahren
zu initialisieren, um die Begutachtung und die beruflichen Massnahmen nach Massgabe der gesetzlichen Bestimmungen durchzuführen.
4.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer zu Lasten der
Beschwerdegegnerin. »
Mit Beschwerdeantwort vo
m 1
0.
November 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-185), worüber die Beschwerdeführerin am 1
3.
Dezember 2021 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür (
Urk.
2), dass die Beschwerdeführerin seit Januar 2017 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Verkäuferin arbeiten könne. Eine angepasste Tätigkeit sei aller
dings unter Berücksichtigung des entsprechenden Belastungsprofils voll zumut
bar. Stelle man den Tabellenlohn
der
vom Bundesamt für Statistik herausge
gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
als Verkäuferin dem Tabellen
lohn als Hilfsarbeiterin in einer angepassten Tätigkeit gegenüber
,
resul
tiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 1
%
.
Die Beschwerdeführerin brachte demgegenüber vor (
Urk.
1),
dass mit Verfügung vom 1
7.
Oktober 2007 ein Invaliditätsgrad von 30
%
festgesetzt worden sei. Gestützt darauf beziehe sie eine Rente der zuständigen Pensionskasse
, aber wohl nicht mehr
lange, da sich die Pensionskasse der neuen Beurteilung anschliessen dürfte. Der
Herabsetzung des Invaliditätsgrades hätte ein Hinweis auf eine
refor
matio
in peius vorausgehen müssen. Entsprechend werde eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und der Begründungspflicht geltend gemacht
. Die Beschwerdegegnerin stütz
e sich des Weiteren auf die Begutachtung durch
Dr.
PD
Dr.
med. Z._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabili
tation/Rheu
matologie
,
womit
allerdings
die somatischen Beschwerden ungenü
gend erhoben und die psychischen Beschwerden gar nicht
evaluiert
worden seien. Insbesondere seien die neu hinzugetretenen Nervenwurzelirritationen und die damit einhergehenden Rückenschmerzen nicht thematisiert und berücksichtigt worden. Dementsprechend könne nicht darauf abgestellt werden und es seien umfassende Abklärungen vorzunehmen.
Die Beschwerdegegnerin ergänzte in der Beschwerdeantwort (
Urk.
7), dass aus den aktuellen Unterlagen keinerlei Hinweise he
rvorgingen, dass ein psychisches
Leid
en mitbeteiligt sei. Das von der Beschwerdeführerin
angesprochen
e
«Krebs
leiden» sei darüber hinaus ein gutartiger Tumor im Oberschenkel gewesen
.
S
oweit aus den Akten ersichtlich sei die
Behandlung diesbezüglich am 23.
M
ärz 2004 abgeschlossen worden. Es werde an der Abweisung der Beschwerde festgehalten.
2.
2.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
2.2
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraus
setzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revi
sionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der ver
sicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der ver
sicherten Person glaubhaft gemachte Ver
änderung des Invaliditätsgrades
auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (
Urteil des Bundes
gerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das
heisst
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflicht
gemäss
zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver
fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).
3.
Die aktuelle medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgender
massen:
3.1
Die Ärzte der Orthopädie der Universitätsklinik
A._
hielten im Bericht vom 1
4.
Januar 2020 (1) eine Gonarthrose, betont
retropatellär
links und (2) eine AC-
Gelenksarthropathie
links mit PASTA-Läsion der Supraspinatussehne Schulter links nach Schulterkontusion Mai 2012 fest. Als Nebendiagnosen notierten sie folgende (
Urk.
8/137/11 f.):
-
Mazabraud’s
Syndrom (fibröse Dysplasie) der linken Tibia und des linken Femurs mit Myxom im Bereich des
Vastus
medialis
-
Status nach Stanzbiopsie am 1
9.
März 2003
-
Status nach Tumorresektion
Vastus
medialis
links am
6.
Mai 2003
-
Status nach
Cholezystektomie
(ca. 1998)
Die Ärzte liessen e
in Röntgen Kniestatus links, ein
Orthoradiogramm sowie ein MRI des linken Knies durchführen und konstatierten,
dass die Beschwerdeführerin si
ch mit Gonarthrose präsentiere, welche vor allem
retropatellär
betont links sei. Sie besprächen mit ihr die Aufdehnung der Muskulatur, sowie die Infiltration des
Kniegelenkes zur Reduktion der Entzündung. Bei noch milder Gonarthrose besprächen sie ein zuwartendes Verhalten bezüglich einer Totalendoprothese. Bei zusätzlich deutli
cher Schmerzangabe links lumbal
bäten sie die Kollegen der Wirbelsäulenchirurgie sie aufzubieten. Die Beschwerdeführerin werde sich bei ihnen drei Monate nach der Infiltration ins Kniegelenk wieder vorstellen.
3.2
Im Bericht vom 1
5.
April 2020 über die tags zuvor durchgeführte Telefon-Sprech
stunde notierten die behan
delnden Ärzte der Orthopädie der
Universitätsklinik
A._
insbesondere
eine
Glutealgie
rechts, Ischialgie links und im Vordergrund stehende Lumbalgie bei
Osteochondrose
L5/S1,
Retrolisthese
L5/S1 Meyerding Grad 1 mit
rezessaler
Stenose S1 rechts und
Foramenstenose
L5 rechts. Es habe sich init
i
al ein sehr gutes Ansprechen auf die intraartikuläre Infiltration des linken Kniegelenkes mit Beschwerdefreiheit für sechs Wochen gezeigt. Radio
logisch zeige sich passend zu den geschilderten Beschwerden eine
retropatellär
betonte Gonarthrose. Bei entsprechendem Leidensdruck könnte bei Bedarf im Verlauf die Implantation einer Knietotalprothese zu einer Beschwerdelinderung führen. Aktuell wünsche
die Beschwerdeführerin
vorgängig den Rücken zu behandeln, so dass keine Verlaufskontrolle vereinbart werde (
Urk.
8/137/10).
3.3
Die Beschwerdeführerin befand sich in der Folge in chiropraktischer Behandlung in der Universitätsklinik
A._
, wo ihr eine Lumbalstützbandage verordnet wurde (
Urk.
8/130). Am 1
7.
Juni 2020 fand eine Facetteninfiltration L5/S1 links und rechts statt (
Urk.
8/129/2).
3.4
Die zuständige Krankentaggeldversicherung liess bei d
er B._
eine
funktionsorientierte medizi
nische Abklärung (FOMA) vornehmen
(Bericht vom 1
6.
Juli 2020)
. Med.
pract
. C._
,
Fachärztin für physi
kalische und rehabilitative Medizin, PD
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Physikalische Medizin und
Rehabilitation/Rheu
matol
ogie, und Frau D._
, Physiotherapeutin, hielten folgende Diag
nosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
8/134/4):
-
Lumbales und gluteales Schmerzsyndrom mit/bei:
-
Osteochondrose
L5/S1
-
Retrolisthese
L5/S1 Meyerding Grad 1 mit
rezessaler
Stenose S1 rechts
-
Foraminastenose
L5 rechts (Röntgen Lendenwirbelsäule [LWS]
a.p.
/lateral und MR LWS vom 1
0.
Februar 2020)
-
Gonarthrose
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit notierten sie folgende Diagnosen:
-
AC-
Gelenksarthropathie
links mit PASTA-Läsion der Supraspinatussehne nach Schulterkontusion Mai 2012
-
Status nach Tumorresektion
vastus
medialis
links am
6.
Mai 2003
-
Mazabraud’s
Syndrom (fibröse Dysplasie) der linken Tibia und des linken Femurs mit Myxom im Bereich des
Vastus
medialis
-
Status nach Stanzbiopsie am 19.03.2003
-
Status nach
Cholezystektomie
ca. im Jahr 1998
-
Adipositas Klasse II, BMI 37kg/m
2
(Körpergrösse 166.5 cm, aktuelles Gewicht 99.2 kg)
Die Beschwerdeführerin leide bereits seit vielen Jahren unter Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine beidseits und Schmerzen im Bereich des linken Knie
gelenkes. Die Beschwerden führe sie auf eine im Jahre 2003 durchgeführte Ober
schenkeloperation links zurück, seitdem habe sie ihre Körperhaltung sowie ihre Gangart angepasst, wovon vermutlich die heutigen Beschwerden resultieren würden. Postoperativ und bis heute anhaltend verspüre sie weniger Kraft im linken Bein, dies vor allem im Bereich des Oberschenkels. Die Beschwerdeführerin versuche die linke Seite zu entlasten und man habe zudem nach der Operation herausgefunden, dass das linke Bein kürzer sei. Sie habe all die Jahre stets die Schmerzmedikation eingenommen, dazu habe sie schmerzlindernde Salben sowie Pflaster verwendet und sie sei trotz anhaltender Beschwerdeproblematik arbeiten gegangen. Ihre berufliche Tätigkeit als Verkäuferin werde ausschliesslich im Stehen ausgeführt und sei auch mit häufigem Bücken und Tragen von Lasten verbunden, wie z.B. bei der Anlieferung der Waren, beim Tragen von Obst- sowie Getränkekisten. Sie gebe an, dass sich im Laufe der Zeit unter Ausübung der angestammten Tätigkeit die Beschwerd
en deutlich verstärkt hätten. I
m
Herbst 2019 hätten sich die Kreuz- und Knieschmerzen links stark verstärkt, weshalb sie bei einem Spezialisten vorstellig geworden sei. Sie sei seit November 2019 arbeitsunfähig. Ein Arbeitsversuch im März 2020 sei nach
zwei
Stunden wegen Schmerzen im Kreuz und Knie abgebrochen worden. Nach frustranem Verlauf der Physio- sowie medikamentösen Therapie seien der Beschwerdeführerin Infiltra
tionen im Lendenbereich und i
m Bereich des linken Knies vera
breicht worden. Die Knieinfiltration sei erfolgreich verlaufen und die Beschwerdefreiheit habe ca.
2 Monate angehalten. Im Lendenbereich sei der Erfolg noch abzuwarten (vor einer Woche verabreicht).
In letzte
r
Zeit verspüre sie zudem Schmerzen im Bereich der Hüftgelenke beid
seits, welche besonders stark im Liegen
, insbesondere nachts, vorhanden seien.
Die
Einnahme
de
r Schmerzmedikation sei
mit Nachteilen verbunden
, da unter der
Einnahme entweder der Blutdruck abfalle oder der Puls ansteige. Anamnestisch sei die operative Versorgung im Lendenbereich sowie im Bereich des linken Knies auch schon im Raum gestanden. Sie verspüre auch bei Status nach Tumor-OP am linken Oberschenkel noch Restbeschwerden.
Subjektiv gehe es um Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine beidseits, bis in die Zehen und linksseitige Knieschmerzen sowie um eine Kraftminderung im linken Bein. In der letzten Zeit seien zudem Schmerzen in beiden Hüftgelenken vorhanden.
Objektiv sei bei der aktuellen klinischen Untersuchung bei der Beschwerde
führerin mit ausgeweitetem Schmerzverhalten ein linkshinkender Gang, eine Kraftminderung im linken Oberschenkel bei nicht durchführbarem Zehen- und Fersenstand beidseits, eine ausgeprägte Schmerzsymptomatik im Lendenbereich und im Bereich des linken Knies eruiert worden.
Bei der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit bei Selbstlimitierung mit demonstrativem Schmerzverhalten und mit erheblicher Symptomausweitung sowie nicht zuverlässiger Leistungsbereitschaft und schlechter Konsistenz lasse sich die Beschwerdeführerin nur im minimalen Bereich belasten.
Zusammengefasst bestünden
radiologisch und klinisch bestätigte strukturell-organische Veränderungen im Lendenwirbelsäulenbereich und im Bereich des linken Knies, welche eine gewisse Leistungsminderung medizinisch begründen würden. Das Ausmass der Beschwerden und die Symptomausweitung seien aber aus medizinischer sowie rheumatologisch-orthopädischer Sicht nicht erklärbar. Aufgrund des demonstrativen Schmerzverhaltens und der Selbstlimitierung der Beschwerdeführerin werde die Zumutbarkeit der Arbeitsfähigkeit medizinisch-theoretisch erfolgen.
Die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin sei als mittelschwer zu taxieren. Die Arbeit werde ausschliesslich im Stehen und Gehen ausgeführt und häufiges Bücken sowie Tragen von Lasten sei nötig. Aus medizinisch-theoretischer und rein rheumatologisch-orthopädischer Sicht, unabhängig vom Verhalten der Beschwerdeführerin bei der EFL, bei bestehender strukturell-organischer Verän
derung im linken Knie und im LWS-Bereich liege die Zumutbarkeit unter den Anforderungen der angestammten Tätigkeit. Entsprechend bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit.
Eine mindestens leichte wechselpositionierende und teilweise sitzende/stehende sowie gehende Tätigkeit, ohne Einnahme von rückenbelastenden Körperposi
tionen oder häufiges Treppen-/Leitersteigen, sei der Beschwerdeführerin medizi
nisch-theoretisch und aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht ganztags zumut
bar.
3.5
Dr.
med. E._
, Facharzt für Innere Medizin, hielt in seinem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom
8.
September 2020 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
8/137/7):
-
Lumbales Schmerzsyndrom (LSS)
-
Gonarthrose
Als ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er (1) eine Hypertonie und (2) eine Adipositas. Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei schlecht, die Beschwerdeführerin lehne Arbeit ab.
An Funktionseinschränkungen lägen Knie- und Rückenschmerzen vor, gemäss der Beschwerdeführerin sei die Arbeit nicht mehr möglich.
3.6
Dr.
med. F._
, Assistenzärztin Orthopädie an der Universitätsklinik
A._
,
schrieb
im von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom 1
7.
Oktober 2020, dass die Beschwerdeführerin vom 1
4.
Januar bis 1
4.
April 2020 bei ihnen in Behandlung gewesen sei. Sie hätten eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 1
4.
Januar bis zum
2.
Februar 2020 attestiert. Es bestünden belastungs
abhängige, insbesondere
retropatellär
betonte Knieschmerzen links. Körperlich schwere oder knieende Tätigkeiten, Treppensteigen und langes Sitzen seien nicht möglich. Bezüglich der linksseitigen Kniebeschwerden werde sie auf Dauer keine körperlich schweren Tätigkeiten durchführen können, insbesondere Treppen
steigen, aber auch längeres Sitzen sei nicht möglich. Bei der letzten Konsultation im April 2020 seien die Rückenbeschwerden im Vordergrund gestanden, zur Evaluation der Arbeitsfähigkeit seien diese daher miteinzubeziehen (
Urk.
8/144/7 ff.).
3.7
Die Beschwerdeführerin wurde durch die Chiropraktik erneut in die Orthopädie überwiesen. Die behandelnden Ärzte der Orthopädie der Universitätsklinik
A._
notierten in ihrem Bericht vom 1
2.
November 2020 nach erneuten bild
gebenden Abklärungen tags zuvor, dass die Beschwerdeführerin sich weiterhin mit einer Gonarthrose, welche vor allem
retropatellär
betont linksseitig sei, präsentiere. Sie besprächen bei Hauptfokus
auf
der muskulären Schwäche den Wiederbeginn der physiotherapeutischen Übungen zur Kräftigung der knie
umfassenden Muskulatur sowie
Dehnübungen. Eine entsprechende
Verordnung hätten sie abgegeben. Da der Hauptfokus nicht auf den Schmerzen liege, besprä
chen sie ein zuwartendes Prozedere bezüglich Totalendoprothese. Bei
Schmerz
exacerbation
melde sie sich wieder mit anschliessender Durchführung einer Knie
gelenksinfiltration.
Bezüglich der unklaren nodulären Läsion, welche im MRI sichtbar sei, hätten sie ein
expectatives
Vorgehen mit dem leitenden Arzt der Tumororthopädie bespro
chen. Eine planmässige Kontrolle sei nicht vorgesehen (
Urk.
8/145).
3.8
Dr.
med. G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Regionalen Ärztlichen Dienstes, nahm unter Berücksichtigung der vor
liegenden medizinischen Aktenlage am 1
8.
Januar 2021 eine Beurteilung vor (
Urk.
8/160/6 f.). Er konstatierte, dass zwei somatische Gesundheitsschäden aus
gewiesen seien einschliesslich einer sich daraus ableitenden Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit:
-
Gonarthrose links, betont retropatellar, bei
-
Zustand nach Tumorresektion aus dem
Vastus
medialis
links bei f
i
brö
ser Dysplasie der Tibia und des Femurs links sowie Myxom im Bereich des
Vastus
medialis
-
Chronische Lumbalgie mit/bei
-
Glutealgie
rechts und Ischialgie links
-
Osteochondrose
L5/S1 mit
Retrolisthese
L5 und
rezessaler
Stenose S1 rechts sowie foraminaler Stenose L5 rechts
Diese Gesundheitsschäden seien seit längerem unverändert.
Hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeits-Bewertung gebe es aktenkundig kaum Angaben, welche sich wie üblich primär auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Ver
käuferin bezögen.
Die gemäss Angaben des Hausarztes offenbar ab
7.
Januar 2019 bestehende und später in der FOMA bestät
igte Arbeitsunfähigkeit von 100
% sei aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht insofern plausibel, als es sich dabei um eine doch vorwiegend bis ausschliesslich stehende Tätigkeit handle. Eine wesentliche Besserung sei medizintheoretisch dabei nicht zu erwar
ten.
Für eine leidens- bzw. behinderungsangepasste Tätigkeit gebe es - ausser in der FOMA - keine Angaben, aber rein medizintheoretisch sei ab spätestens Januar 2020 (Kniegelenksinfiltration) von einer überwiegend wahrscheinlich mindestens 50%igen Arbeitsfähigkeit und ab Juni 2020 von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen bei Beachtung des folgenden Belastungsprofils:
Körperlich leicht, ohne Heben und Tragen von Lasten grösser als 5-6 kg, wechsel
belaste
n
d und dabei vorwiegend sitzend, wobei Zeitpunkt und Dauer der Positions
wechsel selbst wählbar sein sollten, ohne häufiges Bücken oder längeres Stehen in vornüber gebeugter Haltung, ohne Knien, Kauern oder Hocken, Gehen auf unebenem Boden oder häufiges Treppensteigen oder Besteigen von Leitern/Gerüsten. Für den Zeitraum von Januar 2019 bis Januar 2020 gebe es keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit, aber im Hinblick auf die beschriebenen Befunde sei medizintheoretisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass zumindest eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
zumutbar und möglich gewesen sei.
4.
4.1
Gestützt auf die vorliegende medizinische Aktenlage sind sich sämtliche Behand
ler, die Untersucher der FOMA sowie Kreisarzt
Dr.
G._
einig, dass die Gonarth
rose als auch die chronische Lumbalgie Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitigen und die zuletzt ausgeübte bzw. angestammte Tätigkeit als Verkäuferin nicht mehr zumutbar
ist
(vgl. E.
3
).
Darüber hinaus sind sich die in den Fall involvierten Mediziner - soweit sie sich zur Arbeitsfähigkeit äusserten - bis auf
Dr.
E._
unstrittig einig, dass der Beschwerdeführerin eine an das Knie- und Rückenleiden angepasste Tätigkeit vollumfänglich zumutbar ist.
Dr.
E._
notierte eine volle Arbeitsunfähigkeit
,
stellte gleichzeitig
aber
klar, dass die Beschwerdeführerin Arbeit ablehne.
Zur Frage der
konkreten Funktions
einschränkungen
notierte er, dass Knie- und Rückenschmerzen bestünden,
und
gemäss
der Beschwerdeführerin
“
Arbeit nicht mehr möglich
” sei
.
Diese Einschät
zung vermag allerdings gerade mit Blick auf die Erfahrungstatsache, dass behan
delnde Ärzte und Therapeuten
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V
465 E. 4.5,
125 V 351 E. 3b/cc), die vom B._
attestierte Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit nicht in Zweifel zu ziehen, zumal die Berichte der anderen Behandler dieser Einschätzung nicht widersprechen.
4.2
Zusammenfassend ist gestützt auf die FOMA, die Berichte der Universitätsklinik
A._
sowie
Dr.
G._
(vgl. E. 3.1-3.2; E. 3.4, E. 3.6-3.7
) davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit
spätestens ab Juni 2020 wieder voll arbeitsfähig war.
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dass ihre psychischen Beschwerden sowie das «Krebsleiden» nicht bzw. zu wenig berücksichtigt worden seien, ist fest
zuhalten, dass keine aktuellen Arztberichte vorliegen, welche eine allfällige Ein
schränkung in psychischer Hinsicht oder gestützt auf das «Krebsleiden» nahelegen würden. Insbesondere
geht aus keinem Arztbericht hervor, dass das
Mazabraud’s
Syndrom (fibröse Dysplasie) der linken Tibia und des linken Femurs mit Myxom im Bereich des
Vastus
medialis
bei
Status nach Stanzbiopsie am 1
9.
März 2003
sowie
Status nach Tumorresektion
Vastus
medialis
links am
6.
Mai 2003
noch irgendwelche Auswirkungen bzw. Behandlungen nach sich zöge. So führten die Ärzte der Universitätsklinik
A._
im Bericht vom 1
4.
Januar 2020 aus, dass in Rücksprache mit dem Tumor-Chirurgen bezüglich fibröser Dysplasie kein Bedarf einer fixen Verlaufskontrolle bestehe, falls keine Beschwerdesymptomatik beste
hen sollte (
Urk.
8/137/12). Und im Bericht vom 1
2.
November 2020 hielten sie dafür,
dass bezüglich der (neu entdeckten) unklaren nodulären Läsion, welche im MRI ersichtlich sei, nach Rücksprache mit dem leitenden Arzt der Tumorortho
pädie und ohne Anh
altspunkt auf Malignität ein
ex
pe
k
tatives
Vorgehen empfoh
len sei (
Urk.
8/145/2).
4.4
Der Vollständigkeit
halber ist festzuhalten, dass die Anmeldung am 1
6.
Juni 2020 eingegangen ist, womit der Rentenanspruch frühestens per Dezember 2020 zu laufen begann (
Art.
29
Abs.
1 IVG). Entsprechend kann eine weitere und genau
ere Abklärung der vorangehenden Arbeitsunfähigkeiten unterbleiben, da ab Juni 2020
-
und damit bereits vor
dem
erstmöglichen
rentenrelevanten Zeitpunkt -
eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit vorlag.
Demnach sind v
on weiteren Abklärungen, wie von der Bes
chwerdeführerin gefordert,
keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizi
pierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen) verzichtet wird.
5.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der
in qualitativer Hinsicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
5
.1
Die Beschwerdegegnerin zog zur Bestimmung des
Valideneinkommens
für das Jahr 2020 den Lohn
für Frauen im Detailhandel Kompetenzniveau 1
gemäss Schweizerische
r
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik
2018 [LSE] in Höhe von
Fr.
4'425.-- heran und bereinigte dieses um die betriebsübliche Wochenarbeitszeit sowie die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2020 (Ein
kommensvergleich vom 2
4.
März 2021,
Urk.
8/159).
Als Invalideneinkommen zog die Beschwerdegegnerin den Tabellenlohn als Hilfs
arbeiter
in
in Höhe von monatlich
Fr.
4'371.--
heran und bereinigte diesen um die
betriebsübliche Wochenarbeitszeit sowie die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2020, woraus ein Invalideneinkommen in Höhe von
Fr.
55'229.39
bei
vollem Pen
sum resultierte (LSE 2018, TA1, Monatlicher Bruttolohn
[
Zentralwert
]
nach Wirt
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Total, Kom
pe
tenzniveau 1 Einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art,
Frauen
).
Die qualitativen Einschränkungen der Beschwerdeführerin vermögen keinen Leidensabzug zu begründen - was auch seitens der Beschwerdeführerin unbe
stritten blieb.
Stellt man das
Valideneinkommen
in Höhe von Fr.
55'911.70
dem Invaliden
einkommen von
Fr.
55'229.39
gegenüber, so resul
tiert daraus eine Einkommens
einbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von rund
1
%
,
Ergänzend sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass auch ein maximal möglicher Leidensabzug in Höhe von
25 % zu keinem einen Rentenanspruch begründenden Invaliditätsgrad führen würde.
5
.2
Demnach ist überwiegend wahrscheinlich erstellt, da
ss sich seit der letzten materi
ellen Beurteilung mit Verfügung vom
1
7.
Oktober 2007
(Urk.
8/86
) keine anspruchsb
egründende
Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ergeben hat, da es der Beschwerdeführerin weiterhin zumutbar ist, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Die angefochtene Verfüg
ung erweist sich damit als rech
tens und die Beschwerde ist abzuweisen.
Die Rente der Pensionskasse bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Verfah
rens, so dass sich Weiterungen
hiezu
erübrigen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang
des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.