# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** dfc8e969-c0f5-5f06-b4d6-07eacb4b5c0e
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
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A./ X. und Y. sind Eigentümer des Grundstücks Nr. xxxx, Politische Gemeinde W.. Das
Grundstück ist im Unterhaltsperimeter Läui- und Mühlbach Oberschan mit 94 von
3'344 Punkten erfasst (2,81 %). Am 4. Juni 2007 ereignete sich im W.er Berggebiet ein
starkes Gewitter, worauf der Läui- und der Mühlbach anschwollen und grosse Mengen
Holz und Geschiebe mitrissen. Danach wurden verschiedene Aufräumarbeiten
durchgeführt.
Am 24. August 2007 stellte die Politische Gemeinde W. X. und Y. eine Rechnung für
die Grundsteuer sowie die Kehrichtgrundgebühr für die Liegenschaft Nr. 2307 sowie
einen Unterhaltsbeitrag an den Läui- und Mühlbachperimeter von Fr. 3'091.-- (2,81 %
von Fr. 110'000.--) zu. Am 5. September 2007 erhoben X. und Y. gegen die Rechnung
für den Läui- und Mühlbachperimeter Rekurs beim Gemeinderat W. und beantragten,
die Rechnung sei aufzuheben, eventuell auf 10 % zu reduzieren. Mit Entscheid vom
12. August 2008 wies der Gemeinderat W. den Rekurs ab und auferlegte X. und Y.
amtliche Kosten von Fr. 100.--.
B./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 29. August und 27. Oktober 2008 erhoben
X. und Y. Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, der Entscheid
des Gemeinderats W. vom 12. August 2008 (Dispositiv Ziff. 1 und 2) sei aufzuheben,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Der Gemeinderat W. verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Im Rahmen der Bearbeitung des Rekursverfahrens wurden verschiedene zusätzliche
Akten eingeholt, welche den Rekurrenten zur Kenntnisnahme zugestellt wurden.
Die Verwaltungsrekurskommission entschied am 10. Dezember 2009 über die
Streitsache. Sie hob die angefochtene Verfügung des Gemeinderats vom 12. August
2007 sowie die dieser zugrundeliegende Rechnung vom 24. August 2007 auf und wies
die Streitsache zur Veranlagung des Unterhaltsbeitrags der Rekurrenten im Sinne der
Erwägungen an die Verwaltungskommission des Läui- und Mühlbachperimeter-
Unternehmens zurück (Ziff. 1). Die amtlichen Kosten von Fr. 1'200.-- wurden zu einem
Drittel den Rekurrenten und zu zwei Dritteln der Politischen Gemeinde W. auferlegt
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(Ziff. 2 und 3), welche überdies verpflichtet wurde, die Rekurrenten mit Fr. 1'148.85
(inkl. MWSt Fr. 81.15) ausseramtlich zu entschädigen (Ziff. 4).
C./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 18. Januar 2010 erhoben X. und Y.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission sei in Ziff. 1 des Dispositivs teilweise aufzuheben und es
sei dieses insofern zu ändern, als der Rekurs vollumfänglich gutgeheissen werde.
Ziff. 2 bis 4 seien insoweit aufzuheben bzw. abzuändern, als die Politische Gemeinde
W. zu verpflichten sei, die amtlichen Kosten von Fr. 1'200.-- vollumfänglich zu
bezahlen, den Beschwerdeführern den gesamten Kostenvorschuss von Fr. 800.--
zurückzuerstatten und ihnen eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 5'328.15
zuzügl. MWSt, insgesamt Fr. 5'733.10, auszurichten, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten der Politischen Gemeinde W.. In ihrer
Beschwerdeergänzung vom 19. Februar 2010 hielten die Beschwerdeführer an ihrem
Antrag fest.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 15. März 2010 die Abweisung
der Beschwerde.
Die Politische Gemeinde W. liess sich zur Beschwerde nicht vernehmen.
Die Beschwerdeführer erhielten Gelegenheit, zur Vernehmlassung der Vorinstanz
Stellung zu nehmen. Dies taten sie mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 10. Mai
2010.
Die Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie die Vorbringen der
Beschwerdeführer und der Vorinstanz werden, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 18. Januar und
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19. Februar 2010 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren ist die Kostenverlegung im Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission vom 10. Dezember 2009.
2.1. Im Kanton St. Gallen werden die Verfahrenskosten im öffentlich-rechtlichen
Verfahren bzw. im Verwaltungsjustizverfahren den Beteiligten grundsätzlich nach dem
Erfolgsprinzip auferlegt. In diesem Sinn bestimmt Art. 95 Abs. 1 VRP, dass die
amtlichen Kosten demjenigen aufzuerlegen sind, dessen Begehren ganz oder teilweise
abgewiesen werden. Art. 98bis VRP sieht vor, dass die ausseramtliche Entschädigung
den am Verfahren Beteiligten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt wird. Für die
Frage des Obsiegens und Unterliegens ist dabei in erster Linie entscheidend, in
welchem Ausmass dem Begehren eines Verfahrensbeteiligten gefolgt wird. Ohne
Belang ist hingegen, mit welcher Begründung dieses Ergebnis erreicht wird (R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St.
Gallen 2004, S. 93 ff.; GVP 1985 Nr. 53). Demgemäss ist ein Verfahrensbeteiligter nur
dann von der Übernahme von amtlichen Kosten vollständig zu befreien und ihm eine
ungekürzte ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen, wenn er vollumfänglich
obsiegt. In den übrigen Fällen, in denen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen
werden, hat der Beteiligte nach Massgabe seines Unterliegens auch amtliche Kosten
zu tragen bzw. wird die ausseramtliche Entschädigung reduziert. Ob ein
Rechtsbegehren ganz oder teilweise gutgeheissen wird, ist nach dem Ergebnis des
Rechtsmittelentscheids im Vergleich mit dem Hauptantrag zu beurteilen (Hirt, a.a.O., S.
96 mit Hinweisen; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St.
Gallen 2003, Rz. 758 ff.).
2.2. Wird eine Streitsache dadurch erledigt, dass der angefochtene Entscheid
aufgehoben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz
zurückgewiesen wird, ist diejenige Partei als obsiegend zu betrachten, welche die
Fehlerhaftigkeit des Entscheids geltend gemacht und die Rückweisung erwirkt hat.
Grundsätzlich ist auch hier stets das Rechtsbegehren der Massstab des Obsiegens.
Wird in einem Rechtsmittelverfahren gegen die Verweigerung einer Bewilligung nicht
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nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, sondern auch die Erteilung der
Bewilligung bzw. die Rückweisung zur Erteilung der Bewilligung beantragt, so obsiegt
der Rechtsmittelkläger nur teilweise, wenn der Entscheid beispielsweise wegen
mangelnder Sachverhaltsabklärung aufgehoben und an die Vorinstanz zurückgewiesen
wird (vgl. Hirt, a.a.O., S. 98 f. mit Hinweisen; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 764 mit
Hinweisen).
2.3. Die Vorinstanz erwog, die von der Gemeindeverwaltung ausgestellte Rechnung
vom 24. August 2007 enthalte keine Unterschrift. Ausserdem fehle in der
ursprünglichen Rechnung, in welcher der streitige Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'091.--
den Rekurrenten erstmals zur Kenntnis gebracht worden sei, eine Begründung. Der
Rechnung könne lediglich entnommen werden, dass unter dem Titel "Läui- und
Mühlbachperimeter" 2,81 % von Fr. 110'000.-- zu bezahlen seien. Wofür dieser
Gesamtbetrag verwendet worden sei und woraus er sich zusammensetze, gehe aus
der Rechnung in keiner Weise hervor. Es sei den Rekurrenten auch im Nachhinein
keine detaillierte Abrechnung unterbreitet worden. Nach Eingang des Rekurses gegen
die Rechnung habe am 5. November 2007 eine Verhandlung mit dem damaligen
Vertreter der Rekurrenten stattgefunden. Ein Protokoll davon existiere nicht. Die
Verletzung des rechtlichen Gehörs sei bereits im Verfahren vor der Vorinstanz geheilt
worden. Allerdings sei es bei dieser Sachlage nicht gerechtfertigt, für den
Rekursentscheid eine Gebühr von Fr. 100.-- aufzuerlegen. In materieller Hinsicht erwog
die Verwaltungsrekurskommission, für den Unterhalt des Läui- und Mühlbachs bestehe
ein rechtskräftiger Perimeter. Die Verwaltungskommission sorge für die Beschaffung
der zur Durchführung des Unternehmens notwendigen Mittel. Ihr obliege die
Festsetzung und Überwachung des Einzugs der Perimeterbetreffnisse. Als
Rechnungsführer amte der Gemeindekassier der Politischen Gemeinde W. Ihm obliege
der Einzug der Perimeterbetreffnisse und die Rechnungsführung nach den Weisungen
der Verwaltungskommission. Für den Erlass der Beitragsverfügung sei zwingend die
Verwaltungskommission zuständig. Eine Delegation an den Gemeinderat oder das
Gemeindekassieramt sei nicht zulässig. Daran vermöge die Tatsache nichts zu ändern,
dass der Gemeinderat für die Behandlung der Rekurse gegen Verfügungen des
Perimeterunternehmens zuständig sei. Eine Verfügung der Verwaltungskommission
über Festsetzung und Verlegung der Unterhaltskosten der Jahre 1999 bis 2007
gegenüber den einzelnen Perimeterpflichtigen existiere nicht. Mangels konkreter
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Veranlagung der Unterhaltsbeiträge durch die Verwaltungskommission habe für den
Gemeindekassier somit keine Grundlage zur Rechnungstellung bestanden. Der
Gemeinderat hätte die angefochtene Rechnung daher aufheben und die Streitsache zur
Veranlagung des Perimeterbeitrages an die Verwaltungskommission Läui- und
Mühlbachperimeter zurückweisen müssen. Der angefochtene Rekursentscheid vom
12. August 2008 sowie die diesem zugrundeliegende Rechnung vom 24. August 2007
seien daher aufzuheben, und die Streitsache sei zur Veranlagung des Perimeterbeitrags
an die Verwaltungskommission zurückzuweisen. Diese werde sich bei der Festsetzung
des Perimeterbeitrags mit den Einwänden der Rekurrenten auseinandersetzen müssen.
Ausserdem werde die Perimeterkommission zu prüfen haben, welche Kosten den
Perimeterpflichtigen überbunden werden können. Der Grund eines Teils der Kosten sei
unklar. Weiter gelte abzuklären, worum es sich bei den von der Ortsgemeinde W. in
Rechnung gestellten Arbeiten genau gehandelt habe und ob andere Perimeterpflichtige
ebenfalls zu entschädigende Unterhaltsarbeiten erbracht hätten. Schliesslich stelle sich
die Frage, ob die Organisation des Perimeterunternehmens für die Zukunft noch mit
den gesetzlichen Bestimmungen vereinbar sei. Eine neue Organisation im Sinne des
Gesetzes über die gemeinschaftlichen Unternehmen (sGS 153.1) scheine unerlässlich
zu sein.
In der Vernehmlassung zur Beschwerde hält die Vor-instanz fest, der Rekursantrag
habe auf ersatzlose Aufhebung des angefochtenen Entscheids gelautet. Diesem Antrag
sei nicht entsprochen worden. Der angefochtene Entscheid sei zwar aufgehoben,
jedoch zur neuen Entscheidung im Sinn der Erwägungen an die zuständige
Verwaltungskommission des Perimeterunternehmens zurückgewiesen worden. Dieses
Ergebnis entspreche praxisgemäss einer teilweisen Gutheissung, bei der die amtlichen
Kosten in der Regel je hälftig verlegt würden.
Das Verwaltungsgericht kann die Auffassung der Vorinstanz nicht teilen. Im Grundsatz
wurden der angefochtene Entscheid des Gemeinderats und die diesem
zugrundeliegende Rechnung aufgehoben. Grund für die Aufhebung bildeten formelle
und materielle Mängel, namentlich eine fehlende Begründung sowie eine
unvollständige Feststellung des Sachverhalts. Auch mit den zusätzlichen Abklärungen
der Vorinstanz konnte offenbar das erforderliche Tatsachenfundament nicht
vervollständigt werden. Wohl entspricht es der Praxis, dass bei einer Rückweisung in
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der Regel nicht von einem vollumfänglichen Obsiegen ausgegangen wird (vgl. Hirt,
a.a.O., S. 98). Diese Praxis kommt aber im wesentlichen dann zur Anwendung, wenn
die Verweigerung einer Bewilligung streitig ist und der Hauptantrag auf Aufhebung
einer verweigernden Verfügung auch einen Antrag auf Erteilung der Bewilligung enthält.
Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz keinen Teilentscheid gefällt, der die
Abgabepflicht der Beschwerdeführer im Grundsatz bejaht. Aufgrund der
vorzunehmenden Abklärungen scheint offen zu sein, ob und mit welchem Anteil die
Beschwerdeführer allenfalls an den Unterhalt einen Beitrag zu leisten haben. Zu prüfen
ist weiter, ob allenfalls eine teilweise Verjährung gewisser Ansprüche eingetreten ist.
Die Beschwerdeführer haben somit grundsätzlich die Möglichkeit, dass sie aufgrund
der zu tätigenden Abklärungen vollumfänglich von Unterhaltsbeiträgen befreit werden.
Bei dieser Sachlage sind die Beschwerdeführer als obsiegende Verfahrensbeteiligte zu
betrachten, und es rechtfertigt sich nicht, ihnen im Rückweisungsentscheid amtliche
Kosten zu überbinden. In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen.
2.4. Zu prüfen bleibt die Regelung der ausseramtlichen Kosten. Dabei gelangen
dieselben Grundsätze zur Anwendung wie bei der Verlegung der amtlichen Kosten (Art.
98bis VRP; Hirt, a.a.O., S. 183). Vorliegend ist zudem unbestritten, dass der Beizug
eines Rechtsanwalts im Rekursverfahren vor der Vorinstanz notwendig im Sinn von Art.
98 Abs. 2 VRP war.
Der Rechtsvertreter hat für die Beschwerdeführer sowie für zwei weitere Rekurrenten
nach Abschluss des Schriftenwechsels eine Kostennote mit einem Aufwand von 30,5
Stunden zuzügl. Barauslagen und MWSt eingereicht. Nachdem ihm die Vorinstanz
diese Kostennote sowie weitere Akten zur Kenntnis- und allfälligen Stellungnahme
zugestellt hatte, reichte er weitere Kostennoten mit einem zusätzlichen Aufwand von 3
bzw. 7,5 Stunden zuzügl. Barauslagen und MWSt ein. Insgesamt stellte er für beide
Verfahren 41 Stunden à Fr. 250.-- zuzügl. Barauslagen von Fr. 406.30 zuzügl. 7,6 %
MWSt in Rechnung.
Die Verwaltungsrekurskommission erwog, innerhalb des Honorarrahmens nach Art. 22
Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGS 963.75,
abgekürzt HonO) werde das Honorar nach den besonderen Umständen, namentlich Art
und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des Falles und der wirtschaftlichen
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Verhältnisse der Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO). Der geltend gemachte Aufwand
von 41 Stunden für die zwei beinahe identischen Fälle erscheine angesichts der sich
stellenden Rechtsfragen und der Streitwerte zu hoch. Angemessen sei ein Aufwand
von 24 Stunden für beide Fälle, was für die Beschwerdeführer 12 Stunden à Fr. 250.--
ausmache. Dazu komme die Hälfte der ausgewiesenen Barauslagen sowie die MWSt.
Nach der Praxis müssen Gerichte und Verwaltungsbehörden eingehend begründen,
wenn sie die Honorarpauschalen nach Art. 22 Abs. 1 HonO unterschreiten oder wenn
sie sich über die Vorbringen, mit denen ein ausserordentlicher Aufwand geltend
gemacht wird, hinwegsetzen. Ansonsten müssen die Gründe für Kürzungen der
Kostennote nur summarisch dargelegt werden, und der Vertreter braucht nicht
vorgängig angehört zu werden (vgl. Hirt, a.a.O., S. 208).
In der Honorarnote wurden zwar einzelne Aufwandpositionen vermerkt, aber keine
Zeitangaben. Der Aufwand ist daher nicht konkret nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass
im vorliegenden Fall ein Honorar von Fr. 10'250.-- bzw. Fr. 5'125.-- für die
Beschwerdeführer aufgrund des Streitwerts von Fr. 3'091.-- sowie der Schwierigkeit
des Falles im Lichte der Bandbreite der Honorarpauschale für das Rekursverfahren von
Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.-- (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO) übersetzt erscheint. Zu Recht
ging die Vorinstanz davon aus, dass die beiden Verfahren weitgehend dieselben Sach-
und Rechtsfragen zum Gegenstand hatten. Die beiden Rekurseingaben sind denn auch
weitgehend identisch. In der Rekurseingabe für die Beschwerdeführer wurden sogar
wiederholt die Namen der anderen Rekurrenten aufgeführt (Rekursergänzung vom
27. Oktober 2009, S. 11 und 12). Auch wurde im Rekurs der Beschwerdeführer eine
Zusicherung der Beitragsbefreiung geltend gemacht, welche lediglich die anderen
Rekurrenten vorgebracht hatten (S. 19 f.). Die unterschiedlichen Verhältnisse wurden
somit in den Rechtsschriften nur ungenügend berücksichtigt. Die von der Vorinstanz
vorgenommene Reduktion auf 24 Stunden für beide Verfahren bzw. 12 Stunden für das
Verfahren der Beschwerdeführer liegt im Rahmen des Ermessens. Somit ist das
Honorar auf Fr. 3'000.-- festzusetzen. Hinzu kommen die Hälfte der ausgewiesenen
Barauslagen von Fr. 406.30, somit Fr. 203.15, sowie 7,6 % MWSt. Folglich ist die
Beschwerde in diesem Punkt teilweise gutzuheissen.
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2.5. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Beschwerde teilweise gutzuheissen ist. Der Rekursentscheid vom 10. Dezember 2009
ist in Ziff. 1 insoweit abzuändern, als der Rekurs vollumfänglich gutzuheissen ist.
Sodann sind Ziff. 2 bis 4 des Rekursentscheids aufzuheben. Die amtlichen Kosten des
Rekursverfahrens von Fr. 1'200.-- sind vollumfänglich der Politischen Gemeinde W.
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Auf die Erhebung ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs.
3 VRP). Den Beschwerdeführern ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.--
zurückzuerstatten. Die Politische Gemeinde W. ist ausserdem zu verpflichten, die
Beschwerdeführer für das Rekursverfahren mit Fr. 3'203.15 zuzügl. MWSt
ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 2 und Art. 98bis VRP).
3. Der Ausgang des Beschwerdeverfahrens entspricht einem teilweisen Obsiegen der
Beschwerdeführer. Das Rechtsbegehren der Beschwerdeführer hinsichtlich der
amtlichen Kosten wird vollumfänglich, hinsichtlich der ausseramtlichen Entschädigung
teilweise gutgeheissen. Es rechtfertigt sich daher, die amtlichen Kosten zu drei Viertel
der Politischen Gemeinde W. und zu einem Viertel den Beschwerdeführern
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist
angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- ist zu verrechnen und der Rest von Fr. 1'125.-- den
Beschwerdeführern zurückzuerstatten. Auf die Erhebung des Anteils der Politischen
Gemeinde W. ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Die Beschwerdeführer haben grundsätzlich Anspruch auf eine ausseramtliche
Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Bei einem Obsiegen zu drei Vierteln
beläuft sich ihr Anspruch auf die Hälfte einer ordentlichen Entschädigung (vgl. Hirt,
a.a.O., S. 183). Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht, weshalb die
Entschädigung ermessensweise festzulegen ist (Art. 6 HonO). Im vorliegenden Fall
erscheint nach Art. 19 und 22 Abs. 1 lit. b HonO eine Entschädigung von Fr. 3'000.--
inkl. Barauslagen für beide Beschwerdeverfahren angemessen. Je Verfahren ergibt dies
eine hälftige Entschädigung von Fr. 750.-- zuzügl. MWSt.
Demnach hat das Verwaltungsgericht
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