# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4ac66b2d-f9d1-4955-9abb-0180656683b7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene
X._
war seit dem 1. Juli 2008 als Vorarbeiter bei der
Y._
GmbH angestellt und im Rahmen dieser
Tätigkeit
bei der Suva obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert (Urk. 8/1). A
m 14. Juli 2016
erlitt der Versicherte
einen Unfall, als er von einer Leiter ab
steigen wollte, dabei eine Stufe verpasste und
runterfiel (Urk. 8/1).
Nach einer Konsultation bei Dr. med.
Z._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom
23. August 2016
(
Urk. 8/7
)
wurden
im Institut für Radiologie des Spitals
A._
am 24.
August 2016
Röntgenaufnahmen (Urk. 8/29) und am 30. September 2016 ein MRI des
oberen Sprunggelenks (
OSG
)
rechts erstellt, welches eine Partial
ruptur der kurzen
Peronealsehne
ergab (Urk. 8/18).
Die Suva
erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 8/5
, vgl.
detaillierte Taggeldübersicht in
Urk. 8/
200
).
Nach einer
sonographisch
gesteuerten Infiltration im Bereich der
Peronealsehnen
rechts vom 12. Dezember 2016 (Urk. 8/24, Urk. 8/30) fand a
m
3. Februar 2017 in der Orthopädischen Klinik des Spitals
A._
eine operative Revision der
Peronealsehnen
rechts
statt
(Urk. 8/38).
Ein am 18. Mai 2017 durch
geführtes MRI des rechten OSG zeigte eine
Partialruptur beider
Peroneals
ehnen
(Urk. 8/50-51)
, woraufhin am 20. Oktober 2017 erneut eine operative Revision der
Peronealsehnen
(
Debridement
Peroneus
brevis
Sehne, Ersatzplastik der
Pero
neus
longus
Sehne) durchgeführt wurde (Urk. 8/73/4-6).
Am 13. Februar 2018 führte die Suva beim Versicherten zu Hause eine Aussendienstabklärung durch (Urk. 8/90).
Nach Vorlage an ihren Kreisarzt Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates (Stellungnahme vom 14. Januar 2019 [Urk. 8/138])
,
schloss die Suva den Fall mit Verfügung vom 24. Januar 2019
(Urk. 8/144) respektive
– nach Korrektur eines Schreibfehlers
(vgl. Urk. 8/152-153) –
mit
Verfügung vom 15. Februar 2019 (Urk. 8/155)
per 31. Januar 2019 ab.
Nachdem der Versicherte dagegen am 21. Februar 2019 Ein
sprache erhoben hatte (Urk. 8/158,
Einsprachebegründung
vom
21. März 2019 [Urk. 8/164]), legte die Suva das Dossier erneut ihrem Kreisarzt Dr.
B._
zur
medizinischen Beurteilung
vor (
Stellungnahme
vom 28. März 2019 [Urk. 8/168]). Mit Verfügung vom 10. April 2019 zog die Suva
ihre
Verfügung vom 15. F
ebruar 2019 zurück
, hielt in Bezug auf die Rückenbeschwerden aber am Fallabschluss per 31. Januar 2019 fest. H
insichtlich der
Fussbeschwerden rechts
verfügte
die Suva
vorerst
die Weiter
ausrichtung der Unfalltaggelder
(Urk. 8/169)
und stellte diese
m
it Schreiben vom 11. April 2019 per 30. Juni 2019
ein
.
Es werde per
1. Juli 2019 geprüft, ob der Versicherte Anspruch auf langfristige Versicherungs
leis
tungen habe (Urk. 8/173
). Nachdem die Suva weitere medizinische und erwerb
liche Abklärungen getätigt hatte (
Urk. 8/180, Urk. 8/202, Urk. 8/205, Urk. 8/209, Urk. 8/211-212, Urk. 8/215), sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom
15. November 2019 ab dem 1. Juli 2019 eine Invalidenrente auf Grundlage eines Invaliditätsgrades von 29 % zu (Urk. 8/220).
Dagegen erhob der Versicherte am
3. Januar 2020
Einsprache
(Urk. 8/226
, ergänzende
Einsprachebegründung
vom 20. April 2020 [Urk. 8/239]
)
. Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 14. April 2020
ab Septem
ber 2018
eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Urk.
3/4
). M
it
Einspra
cheentscheid
vom 7. Mai 2020
hiess die Suva die Einsprache des Versicherten
teilweise gut und setzte die Invalidenrente auf Grundlage eines Invaliditätsgrades von 30 % fest. Im Übrigen
wies sie
die Einsprache a
b
(
Urk. 2 =
Urk. 8/241).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 8. Juni 2020 Beschwerde und beantragte, der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 7. Mai 2020 sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente von 41 % beziehungsweise mindestens 35 % auszurich
ten (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2020 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (vgl. Urk. 9) hielten die Parteien jeweils an ihren Anträgen fest (Replik vom 12. Oktober 2020 [Urk. 12]; Duplik vom 16. November 2020 [Urk. 15], dem
Be
schwer
deführer
zugestellt mit Verfügung vo
m 19. November 2020 [Urk. 16]).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
bro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
14. Juli 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG das Vorliegen eines Unfalls oder einer unfallähnlichen Körper
schädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) voraus.
1.3
Wird die versicherte Person infolge
eines Unfalles zu mindestens 10
% invalid (Art. 8
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungs
rechts
,
ATSG
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Inva
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung
entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Ge
sund
heitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergangenen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für
die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenom
men
wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle ander
seits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne wei
teres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heits
schaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Un
falles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamt
wür
digung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
-
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
-
körperliche Dauerschmerzen;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beur
tei
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den
schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem
schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr.
U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auf
fallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwie
rigen Heilungs
verlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungs
weise ausschlag
gebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Krite
rien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispiels
weise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenz
bereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu be
rücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusam
men mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psy
chisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V
133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff
., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
ver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erheb
liche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukomm
t, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
hielt im angefochtenen Entscheid fest,
gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung
von Dr.
B._
vom 28. März 2019 seien die geltend gemachten Beschwerden am Rücken nach derzeitigem medizinischen Wissens
stand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Ereignis vom 14. Juli 2016 zurückzuführen. Mit Blick auf das Fussgelenk rechts sei der Endzustand erreicht. Die bisherige sehr schwere Tätigkeit sei dem
Beschwerdeführer
nicht mehr zumutbar. Indes wäre ihm eine
leichte bis schwere Tätigkeit
ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten vollschichtig zumutbar, wobei beim Arbeiten Schuhe mit hohem Schaft und Schaftverstärkung zu tragen seien (Urk. 2 S. 3
Rn
2.1).
Für die Erhebung des Invalideneinkommens sei von der zwischenzeitlich publizierten Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) für das Jahr 2018 auszugehen. Anwendbar sei das Kompetenzniveau 2,
da
der
Beschwerdeführer
in der Lage
gewesen sei, einen eigenen Betrieb
(Umbauten/Renovationen) zu führen und sich einen seiner Position angepassten Lohn auszuzahlen. Auch habe er zeitweise zwei Angestellte beschäftigt, die Funktion als Vorarbeiter ausgeübt und daneben noch das Rechnungswesen und die Kostenvoranschläge gemacht. Handwerkliche Arbeiten könne er trotz der Unfallfolgen weiterhin ausführen. Mangels Faktoren, die sich lohnsenkend auswirkten, sei kein leidensbedingter Abzug vorzunehmen. Aus einer Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiere eine Erwerbs
einbusse von 30 %. In diesem Umfang stehe dem
Beschwerdeführer
eine Inva
lidenrente zu. Da der
Beschwerdeführer
aufgrund des Ereignisses keine erhebliche und dauernde Schädigung der körperlichen Integrität erlitten habe, werde keine Integritätsentschädigung ausgerichtet (Urk. 1 S. 3 ff.).
2.2
Der
Beschwerdeführer
führte demgegenüber aus,
das
vom
Kreisarzt formulierte
Zumutbarkeitsprofil sei insofern nicht schlüssig, als trotz der Fussbeschwerden gar noch schwere Arbeiten möglich sein soll
t
en, solange er nicht Leitern besteigen oder auf Gerüsten gehen müsse. Aufgrund der unfallbedingten Fussbeschwerden sei eine angepasste Tätigkeit zwar noch theoretisch möglich, doch bloss gemäss dem Zumutbarkeitsprofil von Dr.
C._
. Der
Beschwerdeführer
habe zwar ohne entsprechende administrative Kenntnisse eine eigene Unternehmung aufgebaut, er habe jedoch bloss teilweise und vor allem wenige Angestellte gehabt. Vielmehr habe es sich um ein kleines Unternehmen gehandelt, welches von der Arbeitskraft des
Beschwerdeführer
s abhängig gewesen sei.
Durch die jahrelange Tätigkeit auf dem Bau habe er zwar selbst die Offerten gestellt, zumal seine Auftraggeber auch den direkten Kontakt zu ihm gewünscht hätten, sämtliche anspruchsvolleren administrativen Tätigkeiten seien aber vom Treuhänder ausgeführt worden. Somit
sei entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin vom Kompetenz
ni
veau
1 gemäss
LSE
2018 auszugehen. Durch die Gegenüberstellung mit dem
Validenein
kommen
ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 35 %, selbst wenn kein Leidens
abzug gewährt werde. Ein Leidensabzug sei vorliegend aber unerlässlich, um der tatsächlichen Situation Rechnung zu tragen. Der
Beschwerdeführer
leide immer noch stark unter den Unfallbeschwerden. Obwohl unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung davon auszugehen sei, dass die theoretische Arbeits
fähigkeit in einer angepassten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit noch umgesetzt werden könne, sei zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer
bis heute keine solche Stelle gefunden habe, zumal er unabhängig von den krankheitsbedingten Folgeerscheinungen im Vergleich zu gesunden Arbeitnehmern insofern benach
teiligt sei, als er sich nicht schmerzfrei bewegen
könne, was für jeden potentiellen Arbeitgeber sichtbar sei.
Ferner sei die
Anzahl Dienstjahre zu berücksichtigen, da er sich nach langjähriger Bautätigkeit vollkommen neu orientieren müsse.
Unter Berücksichtigung der Beschwerdeproblematik und der beruflichen Merkmale sei ein leidensbedingter Abzug von mindestens 10 % angemessen, womit ein Inva
liditätsgrad von 41 % ausgewiesen sei. Selbst wenn vom Kompetenzniveau 2 aus
gegangen werde, betrage der Invaliditätsgrad noch immer mindestens 36 % (Urk. 1).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort ergänzte die
Beschwerdegegnerin
, die Einschätzung der Zumutbarkeit durch Dr.
B._
sei unter Berücksichtigung der bildgebenden und klinischen Befunde absolut nachvollziehbar. Daran würden auch die vom
Beschwerdeführer
a
n
gesprochenen Berichte der
Universitätsk
linik
D._
nichts ändern, zumal im Bericht vom 16. August 2019 lediglich zur Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf Stellung genommen werde und das Zumutbarkeitsprofil im ärztlichen Zeugnis vom 6. Dezember 2019 mit keinem Wort begründet werde
. Anzufügen sei zudem, dass der
Beschwerdeführer
am 25. Juni 2019
noch neu
rologisch und neurophysiologisch abgeklärt worden sei, sich daraus aber keine nachweisbare spezifische neurogene Ausfallsymptomatik ergeben habe und damit auch diese Abklärung keine Auswirkung auf das von Dr.
B._
formulierte Zumutbarkeitsprofil habe. Wie dem
Aussendienstrapport
vom 13. Februar 2018 entnommen werden könne, habe der
Beschwerdeführer
administrative Aufgaben in Form von Rechnungswesen und Kostenvoranschlägen ausgeführt. Einzig für das Lohn- und Versicherungswesen sei der Treuhänder zuständig gewesen.
A
uch
sei er
in all den Jahren in seinem Betrieb in der Lage gewesen, ein deutlich höheres Einkommen zu erzielen, als er als Angestellter hätte verdienen können, was der IK-Auszug eindrücklich belege. Dementsprechend sei davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer
über die erforderlichen, im Sinne der Rechtsprechung besonderen F
ähigkeiten verfüge und rechtfertige sich
die Anwendung
von
K
om
pe
tenzniveau
2.
Zum geltend gemachten Leidensabzug sei darauf hinzuweisen, dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnehme, je niedriger das
Anforderungsprofil sei. Dass dies vorliegend lohnmindernden Einfluss haben soll
te
, sei nicht ersichtlich, zumal der
Beschwerdeführer
auch in einer den Unfall
folgen angepassten Tätigkeit noch handwerklich tätig sein könne (Urk. 7).
2.4
Replicando
führte der
Beschwerdeführer
aus, es sei nicht schlüssig, wie er trotz
den Fussbeschwerden noch schwere Arbeiten
soll
te
verrichten
können. Dr.
B._
widerspreche sich selbst, wenn er die bisherige Vorarbeitertätigkeit nicht mehr als zumutbar erachte, eine andere schwere Tätigkeit
aber dennoch
möglich sein soll
te
. Aufgrund der Unfallschädigung und de
r
B
erichte
der behandelnden Ärzte
sei ausgewiesen, dass der
Beschwerdeführer
bloss noch eine leichte Tätigkeit, vor
wiegend im Sitzen ausüben könne. Sobald eine im weitesten Sinne notwendige Buchhaltung habe geführt werden müssen, habe der
Beschwerdeführer
diese Aufgaben abgegeben, wie dies auch in den Suva-Akten vermerkt sei. Aufgrund des Spesenwesens und der beruflichen Fähigkeiten in mehreren Bereichen (vor
wiegend Abriss, Vorarbeiten für Sanitär und Küchenbauer; Gipserarbeiten etc.) habe der
Beschwerdeführer
ein leicht höheres Einkommen
gehabt als das Durch
schnittseinkommen eines Hilfsarbeiters. Er habe somit nicht deutlich mehr
ver
dient, als ein Angestellter mit den gleichen
Arbeiten. Gerade diese Fähigkeiten könne er nun nicht mehr anwenden, zumal bloss noch vorwiegend sitzende Tätig
keiten zumutbar seien. Somit komme bei der Berechnung des Invalidenein
kommens das Kompetenzniveau 1 zum Tragen. Ein Leidensabzug von 10 % sei auch unter Berücksichtigung, dass der
Beschwerdeführer
keine handwerklichen Arbeiten mehr ausüben könne, nicht zu hoch gegriffen (Urk. 12).
2.5
Duplicando
hielt die
Beschwerdegegnerin
fest, es liege auf der Hand, dass dem
Beschwerdeführer
insbesondere aufgrund
der unfallfremden
Rückenbeschwerden nur noch leichte Tätigkeiten möglich seien. Angesichts der objektivierbaren Un
fallfolgen sei die Einschätzung der Zumutbarkeit von Dr.
B._
jedoch
absolut nachvollziehbar. Auch mit der Replik würden keine objektivierbaren Unfallfolgen genannt, die diesem Zumutbarkeitsprofil widersprechen würden (Urk. 15).
2.6
Umstritten und zu klären ist vorliegend
der Anspruch des
Beschwerdeführer
s auf eine Invalidenrente
und dabei insbesondere die Höhe des
Invalideneinkommens (Urk. 1 S. 4
Rn
3
, Urk. 7 S. 3
Rn
7
).
Ein
Anspruch auf eine
Integritätsentschä
di
gung wurde beschwerdeweise nicht mehr geltend gemacht (Urk. 1
, vgl. auch Urk. 8/239
), weshalb der
Einspracheentscheid
diesbezüglich
unangefochten in Rechtskraft erwachsen
ist
und dementsprechend nicht Teil
des vorliegend zu beurteilenden
Streitobjektes
bildet
.
3.
3.1
In ihrem Bericht
vom 9. September 2016 führte Dr.
Z._
aus,
die Erstbehandlung habe am 23. August 20
16 stattgefunden, nachdem der
Beschwerdeführer
bereits im
E._
im
Notfall gewesen
sei
, wobei hiervon kein Bericht vorliege
. Dr.
Z._
diagnostizierte eine OSG-Distorsion des rechten Fusses. Als objektive Befunde erhob sie
eine OSG
-
Schwellung sowie Bewegungseinschr
änkungen in allen Rich
tungen
. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 14. Juli voraussichtlich bis Mitte September 2016
(Urk. 8/7).
3.2
Gestützt auf
ein
am
30. September 2016
erstellte
s
MRI des OSG rechts
dia
gnos
tizierte
Dr. med.
F._
eine Partialruptur der kurzen
Peronealsehne
auf Höhe des
Malleolus
medialis
. Eine vorbestehende
Tendinopathie
sei durchaus möglich. Ansonsten habe sich kein Hinweis auf eine
ligamentäre
oder
ossäre
Ver
letzung ergeben
(Urk. 8/18).
3.3
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
hielt
in seinem Bericht vom
14. Oktober 2016
am rechten OSG eine deutliche
Druckdolenz
im Verlauf der
Peronealsehne
knapp proximal des
Malleolus
medialis
beginnend bis zum
Ansatz der kurzen Sehne fest.
Supinations
- und Dorsalextensionsbewegung geg
en Widerstand seien schmerzhaft, ansonsten sei die Sensibilität und Durchblutung unauffällig. Das Integument sei intakt und es bestehe keine wesentliche Schwel
lung
.
Durch den
Misstritt
im Juli 2016 habe sich d
er
Beschwerdeführer
eine Par
tialruptur der kurzen
Peronealsehne
zugezogen,
welche
drei Monate posttrau
ma
tisch immer noch Beschwerden
verursache
. Als erste Massnahme sollte eine Ruhigstellung eingeleitet werden, hierzu werde dem
Beschwerdeführer
heute ein Unterschenkelgips angepasst.
I
n sechs Wochen finde eine stockfreie klinische Kontrolle statt. Sollte es nicht zu einer wesentlichen Beschwerdeverbesserung gekommen sein, müss
t
e allenfalls eine Revision der Sehne diskutiert werden (Urk. 8/13).
3.4
Nachdem sowohl am 3. Februar (Urk. 8/38) als auch am 20. Oktober
2017 (Urk. 8/73/4-6) eine operative Revision der
Peronealsehnen
rechts durchgeführt
worden war
, zeigte ein MRI des rechten OSG vom
16. November 2018
gemäss Dr.
F._
eine nach
Peronealsehnennaht
und Augmentation mittels
autologem
Sehnentransplantat
verdickte und etwas signalerhöhte lange und kurze
Peroneal
sehne
distal des
Malleolus
lateralis
und keine Sehnen-
Dehiszenz
.
Es würden
reiz
lose Verhältnisse nach
Dwyer
-Osteotomie
bestehen und es
sei keine knöcherne Stressreaktion aufgetreten
(Urk. 8/134
).
3.5
Dr.
B._
führte in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 28. März 2019 aus,
die geltend gemachten Beschwerden am Rücken seien nach derzeitigem medi
zinischem Wissensstand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Ereig
nis vom 14. Juli 2016 zurückzuführen. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit sei unfallbedingt nicht mehr ausgewiesen, in Bezug auf das rechte Fussgelenk sei der Endzustand am 16. November 2018 erreicht worden, mehr als ein Jahr nach der zuletzt durchgeführten Operation. Der klinische Befund vom 7. November 2018 habe ein reizloses Hautkolorit attestiert. Die Restschwellung
perimalleolär
bezie
hungsweise
retromalleolär
lateral sowie die
Druckdolenz
dorsal der Inzision im distalen Anteil entspreche der physiologischen Narbenbildung und Schmerz
haftigkeit von Narbengewebe.
Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand sei e
ine namhafte Besserung von Narbenschmerzen nach 365 Tagen nicht zu erwarten, es handle sich um eine chronische Schmerzstörung. Unfallkausal sei die Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit in der nicht mehr existierenden Firma nicht mehr zumutbar, die Arbeit sei zu schwer. Eine vollzeitig zumutbare leidensangepasste Tätigkeit sei eine leichte bis schwere Tätigkeit ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten. Beim Arbeiten seien Schuhe mit hohem Schaft und Schaftverstärkung zu tragen.
Die im Verlauf erstmalig am 15. Januar 2019, mehr als ein Jahr nach der zuletzt durchgeführten Operation, attestierten
Hypästhesien
im Bereich des
Nervus
infrapatellaris
und
Nervus
suralis
beruhten auf den sub
jektiven Symptomen des
Beschwerdeführer
s und seien nicht limitierend für die zumutbare Arbeitsfähigkeit. Der
Beschwerdeführer
sei in der Lage
,
ohne un
mittelbaren Schaden für die Gesundheit und ohne zumutbare Schmerzen körper
lich schwere Tätigkeiten auszuüben. Die Osteotomie sei reaktionslos verheilt und die Ersatzplastik der
Peroneus
longus
-Sehne sei bildgebend dokumentiert erhal
ten (Urk. 8/168).
3.6
Am 25. Juni 2019 fand im Zentrum für Paraplegie der Universitätsklinik
D._
eine n
eurologische und neurophysiologische Untersuchung
statt. Prof. Dr. med.
H._
, Facharzt FMH für Neurologie sowie Chefarzt und Direktor des Zentrums für Paraplegie, hielt in seinem Bericht vom 25. Juni 2019 fest
,
eine spezifische neurogene Läsion lasse sich klinisch-neurologisch nicht nachweisen. Die geklagten Sensibilitätsstörungen würden den medialen und lateralen Fuss
rand sowie auch den Fussrücken umfassen, teilweise werde auch ein Taubheits
gefühl angegeben bei Testung der Fusssohle. Diese Sensibilitätsstörungen seien einem peripheren Nerven nicht sicher zuzuordnen. Bei der Willküraktivierung zeige der
Beschwerdeführer
eine eingeschränkte Aktivierung. Bei ablenkenden Untersuchungen könnten die Kennmuskeln jedoch ausreichend aktiviert werden. Somit ergebe sich neurologisch keine nachweisbare spezifische neurogene Aus
fallsymptomatik
(Urk. 8/209).
3.
7
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Bewegungsapparates
sowie Leiter der technischen Orthopädie
der Uni
ver
sitätsklinik
D._
, führte in seinem Bericht
vom
16. August 2019
aus, es würde ein
e
therapie
re
fraktäre Schmerzsituation im Bereich des rechten Rück
fusses bestehen. Neurologisch hätten keine Nervenläsionen nachgewiesen werden können. Als notwendige Behandlung müsste noch eine optimale
orthoschuhtech
nische
Versorgung durchgeführt werden. Es sei
nicht
damit zu rechnen, dass durch
diese Massnahme eine substantielle Verbesserung des Beschwerdebildes erzielt werden könne. Der
Beschwerdeführer
werde
als Bauarbeiter
zweifelsohne
nicht mehr arbeitsfähig werden. Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100 %
(Urk. 8/202).
3.
8
In seinem Bericht
v
om 1
. November 2019
hielt Dr.
C._
fest, der
Beschwer
de
führer
habe grundsätzlich ein gutes Gefühl angegeben durch die vermehrte Stabi
lität im
Künzlischuh
. Die orthopädieschuhtechnische Versorgung sei zu über
arbeiten. Es müsse ein einfacherer Verschluss angebracht werden, der Schaft gepols
tert sowie die Fussbettung rechts im Bereich der medialen Abstützung
reduziert werden.
In
vier Wochen
finde
eine Kontrolle des Beschwerdeführer
s
statt
, unabhängig davon müsse davon ausgegangen werden, dass die Versorgung nicht zu einer derartigen
Beschwerdelinderung führe, dass an eine Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit gedacht werden könne. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsun
fähigkeit von 100 %
(Urk. 8/215).
3.9
In seinem ärztlichen Zeugnis
vom
6.
Dezember 2019
attestierte Dr.
C._
dem
Beschwerdeführer
eine seit dem 1. Juli 2019 bestehende volle Arbeitsfähigkeit und formulierte
dafür
folgendes Belastungsprofil: Leichte,
vorwiegend sitzende Tätigkeit
ohne Stehen, nur kurze Strecken gehend, kein Tragen von Lasten oder Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten
(Urk. 3/3).
4.
4.1
Einigkeit besteht unter den Parteien darüber, dass die
Rückenbeschwerden
des
Beschwerdeführer
s
einer Unfallkausalität entbehren und dementsprechend bei der Beurteilung der unfallbedingt eingeschränkten funktionellen Leistungsfähigkeit
nicht zu berücksichtigen
sind (Urk. 1 S. 3
Rn
2, Urk. 7 S. 4
Rn
8.2, Urk. 12 S. 2).
Dies ist
auch mit Blick darauf, dass
der Beschwerdeführer erstmals am 21. Novem
ber 2018
Beschwerden im Bereich des Rückens
beklagte (Urk. 8/133, Urk. 8
/168
/6) und das MRI der LWS vom 30. November 2018 zahlreiche dege
nerative Ver
schleisserscheinungen
dokumentierte
(Urk. 8/135/2, Urk. 8/139)
,
nicht zu hinter
fragen
.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützt sich im angefochtenen Entscheid
auf die Beur
teilung ihres
Kreisarzt
es Dr.
B._
vom 28. März 201
9.
Der Beschwerdeführer
stellt sich insofern gegen die Beweiskraft der
betreffende
n
Beurteilung
,
als er
das
darin enthaltene
Zumutbarkeitsprofil
als mangelhaft erachtet (vgl. Urk. 1 S. 2 ff.
Rn
II.
3.
und
Rn
III.3, Urk. 12 S. 2 f.)
.
Dementsprechend ist vorab zu prüfen, ob die kreisärztliche Beurteilung von Dr.
B._
vom 28. März 2019 die recht
sprechungsgemässen Voraussetzungen an eine beweiskräftige
Entscheidgrund
lage
erfüllt
(vgl. E. 1.6
) und hinsichtlich der Einschätzung des Belastungsprofils für
eine
leidensangepasste Tätigkeit darauf abzustellen ist.
4.
3
4.3.1
In Bezug auf die Beschwerden am rechten Fuss
er
achtete
Dr.
B._
den End
zustand in seiner
Stellungnahme vom
28. März 2019
als erreicht, was vom
Beschwerdeführer
nicht in Zweifel gezogen wurde.
Als objektivierbare Unfall
folgen hielt Dr.
B._
Hypästhesien
im Bereich des
Nervus
infrapatellaris
und des
Nervus
suralis
sowie eine Restschwellung
perimalleolär
beziehungsweise
retromalleolär
lateral
fest
(E. 3.5
).
Die Schmerzhaftigkeit des Narbengewebes
(
Druckdolenz
)
begründete Dr.
B._
mit einer ch
ronischen Schmerzstörung (E. 3.5
), ohne ein organisches Korrelat
für die darüber hinaus geklagten Fuss
schmerzen
zu nennen.
Auch aus den weiteren medizinischen Akten
ergibt
sich
bezüglich der vom Beschwerdeführer weiterhin geklagten Schmerzen im Bereich Fussrücken und am lateralen
Fussrand
kein unfallbedingtes organisch objektiv ausgewiesenes
Substrat im Sinne einer bildgebend oder sonst klar nachweis
baren strukturellen Veränderung
(
vgl.
E. 3.6
-3.8, Urk. 8/75/2, Urk. 8/78, Urk. 8/97/2, Urk. 8/116, Urk. 8/121-123, Urk. 8/130/2,
Urk. 8/134,
Urk. 8/138
, Urk. 8/142
)
.
Das
MRI des rechten OSG vom 16. November 2018
zeigte
bis auf eine verdickte und etwas signalerhöhte lange und kurze
Peronealsehne
einen radiologisch un
auf
fälligen Befund mit reizlosen V
erhältnissen nach durchgeführter
Osteotomie, ohne Sehnen-
Dehiszenz
und ohne knöcherner Stressreaktion (
E. 3.4
)
.
E
ine neu
rogene Läsion liess sich
im Rahmen der am 25. Juni 2019 vorgenommenen neu
rologischen und neu
rophysiologischen Untersuchung
nicht nachweisen (E. 3.6)
. Klinische
Befunde wie
Druckdolenzen
lassen rechtsprechungsgemäss nicht auf ein klar fassbares unfallbedingtes organisches Korrelat der geklagten Beschwer
den schliessen (Urteil des Bundesgerichts 8C_223/2008 vom 9. März 2009 E. 3.3 mit Hinweis). Die geltend gemachten Beschwerden am rechten Fuss stellen dem
entsprechend keine
objektiv organisch ausgewiesene
Gesundheitsstörung dar
(BGE 138 V 248 E. 5.1)
.
Im Zusammenhang mit der Schmerzproblematik im Fuss liegen damit
organisch nicht hinreichend nachweisbare B
eschwerden
vor,
bei denen –
anders als bei Gesundhei
tsschädigungen mit einem klaren
unfallbe
dingten
organischen Substrat, bei welchen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel mit dem natürlichen bejaht werden kann
(
BGE 134 V 109 E. 2.1
) – eine besondere Adäquanzprüfung vorzunehmen ist
(E. 1.5)
.
Da keine
schleuder
traumaähnliche
Verletzung vorgelegen hat, ist die Adäquanzprüfung nicht nach den Regeln der Schleudertrauma-Praxis
, sondern
nach
den Kriterien
gemäss BGE 115 V 133 vorzunehmen, was praxisgemäss
die Ausklammerung
psychischer respektive nicht organisch nachweisbarer Beschwerden bei der Be
urteilung zur Folge hat (Urteil
des Bundesgerichts
8C_542/2020 vom 13. November 2020 E. 5.2 mit Hinweis
).
4.3.2
Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 6.1; Urteil
des Bundesgerichts 8
C_184/2017 vom 13. Juli 2017 E.
2.2), was
mit der
Leistungseinstellung
per 30. Juni 2019
der Fall war
(Urk. 8/173)
.
4.3.3
Das Ereignis vom 14
. Juli 2016, bei welchem der
Beschwerdeführer
gemäss Unfallmeldung
eine Leiter runtersteigen wollte, dabei eine Stufe verpasste und nach unten fiel (Urk. 8/1, Urk. 8/7)
,
ist aufgrund des augenfälligen Geschehens
ablaufs und den sich dabei entwickelnden Kräften grundsätzlich im Bereich eines leichten Unfalles anzusiedeln
(E. 1.5)
, insbesondere auch, da keine Hinweise auf eine erhebliche Fa
llhöhe, sonstige dramatische Begleitumstände oder eine beson
dere Eindrücklichkeit des Unfalls bestehen.
Vielmehr erscheint der Unfall ver
gleichbar
mit
den vom Bundesgericht
beurteilten Fällen, in denen
eine
versicherte Person auf einem schneebedeckten Gerüst ausrutschte, stürzte und sich am Knie verletzte (Urteil des Bundesgerichts
8C_454/2014
vom 2. September 2014 E. 6.3),
eine
versicherte Person bei Eisregen stürzte und sich einen Schenkelhalsbruch zuzog (Urteil des Bundesgerichts
U 145/02
vom 2. Dezember 2002 E.
3.2)
oder
als
eine
versicherte Person beim Aussteigen aus dem Auto ausrutschte, stürzte und eine Fraktur am linken Handgelenk erlitt (Urteil des Bundesgerichts 8C_887/2009 vom 21. Januar 2010 E. 5.2).
Ein Grund, die Adäquanzbeurteilung ausnahms
weise in Anwendung der von der Rechtsprechung für mittelschwere Unfälle entwickelten Kriterien vorzunehmen, ist nicht gegeben
,
denn ein Ausnahmefall in dem Sinne, dass die unmittelbaren körperlichen Unfallfolgen die psychische Fehlentwicklung
respektive des Schmerzsyndroms
nicht mehr als offensichtlich unfallunabhängig erscheinen lassen, liegt nicht vor
(vgl. Urteil des
Bundes
ge
richts 8C_887/2009 vom 21. Januar 2010 E. 5.2 mit Hinweisen).
Selbst wenn man aber
(
in Analogie zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung
bezüglich
Treppen
stürzen
[
vgl. dazu
Urteil des Bundesgerichts 8C_899/2013 vom 15. Mai 2014 E. 5.1.2 mit weiteren Hinweisen
])
von einem mittelschweren Unfall – im Grenz
bereich zu einem leichten Unfall – ausgehen würde, hätte dies für die Beurteilung des vorliegenden Falles keine Auswirkungen, wie die nach
folgende
Kriterien
prü
fung
zeigt, zumal
für die Bejahung der adä
quaten Kausalität
bei dieser Unfall
schwere
praxisgemäss – sofern keines in
ausgeprägter Form vorhanden ist – mindestens vier Kriterien gegeben sein müssten
(BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
; Urteil des Bundesgerichts 8C_691/2013 vom 1
9.
März 2014 E. 8
).
Wie bereits erwähnt
,
hat sich d
er Unfall objektiv betrachtet weder unter besonders
dramatischen Begleitumständen ereignet, noch ist er als besonders eindrücklich anzusehen.
Der Kontakt zum abfallenden Untergrund
(hier: Leiter)
setzt die Ge
schwindigkeit herab, was die auf den Körper einwirkenden Kräfte reduziert (Urteil des
Bundesgerichts
8C_899/2013
vom 15. Mai 2014 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
Z
u beachten ist
ferner
, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kri
teriums ausreichen kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_372/2013 vom 28. Okto
ber 2013 E. 7 mit Hi
nweis auf die nicht publizierte
E. 3.5.1 des Urteils BGE
137 V 199
).
Die partielle Sehnenruptur, welche sich der Beschwerdeführer beim Unfall zuge
zogen hat,
ist nicht von besonderer Art und es liegen keine E
rfahrungen vor,
wonach diese speziell geeignet wäre, psychische Fehlentwicklungen auszulösen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_899/2013 vom 15. Mai 2014 E. 5.2.2 [wo eine komplexe Fraktur des OSG links zu beurteilen
war]). Das
Kriterium der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung
ist somit nicht erfüllt
.
Die Heilbehandlung umfasst vorliegend
eine Infiltration im Bereich der
Peroneal
sehnen
(Urk. 8/24, Urk. 8/30)
, zwei operative
Revisionen der
Peronealsehnen
(Urk. 8/38, Urk. 8/73/4-6)
sowie Physiotherapie (
Urk. 8/14, Urk. 8/16, Urk. 8/42-43, Urk. 8/45, Urk. 8/53, Urk. 8/60, Urk. 8/79-80, Urk. 8/88, Urk. 8/96, Urk. 8
/105, Urk. 8/117
).
Nach der zw
eiten Revisionsoperation vom 20. Oktober 2017 zeigte
n sich regelrechte Stellungsverhältnisse
mit einem
reizlose
n Zustand (Urk. 8/78, Urk. 8/97/2, Urk. 8/116/2, Urk. 8/122/1, Urk. 8/123/1, Urk. 8/134)
, womit eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung der organisch ausgewie
senen Unfallfolgen
– in Nachachtung
der praxisgemäss an dieses Kriterium ge
stellten deutlich
höheren Anforderungen (
Urteil des Bundesgerichts 8C_546/2013 vom 24. September 2013 E. 3.3.1 mit Hinweisen) –
nicht gegeben ist
. D
ass trotz regelmässiger Physiotherapie keine subjektive Bes
chwerdefreiheit
erreicht werden konnte
,
genügt nicht für die Erfüllung des Kriteriums eines schwierigen Heilungs
verlaufs und erheblicher Komplikationen
(Urteile des Bundesgerichts
8C_252/200
7 vom 16. Mai 2008 E.
7.6 und 8C_57/2
008 vom 16. Mai 2008 E. 9.6.1).
Was das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen anbelangt, konnten diesel
be
n spätestens
nach dem regelrechten Heilungsverlauf nach der zweiten Revi
sions
operation vom 20. Oktober 2017
nicht mehr einem organischen Korrelat zu
geord
net werden
(
E. 3.5-3.8
,
Urk. 8/75/2, Urk. 8/78, Urk. 8/97/2, Urk. 8/116, Urk. 8/
121-123, Urk. 8/130/2,
Urk. 8/138)
, weshalb auch dieses Kriterium nicht erfüllt ist
,
zumal
daran zu erinnern ist, dass
die Kriterien bei psychischen Fehlent
wicklun
gen
nach Unfall im Rahmen von
BGE 115 V 133
einzig unter Berücksichtigung der somatischen Aspekte des Gesundheitsschadens geprüft
werden
(Urteil des Bun
desgerichts
8C_66/2021
vom 6. Juli 2021 E. 8.3
).
Aus demselben Grund ist auch das Kriterium
der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung
zu ver
neinen
(Urteil des Bundesgerichts
8C_903/2009 vom 2
8.
April 2010 E. 4.6
)
und bestand auch keine langdauernde Arbeitsunfähigkeit aufgrund der objektivier
baren Befunde
.
H
inreichende Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung
sind nicht auszumachen,
womit auch dieses Adäquanzkriterium
nicht erfüllt ist.
4.3.
4
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass keines der praxisgemässen Kriterien als erfüllt erachtet werden kann, weshalb der adäqu
ate Kausalzusammenhang zwi
schen dem Unfallereignis und den anhaltend geklagten,
organisch nicht hinrei
chend nachweisbaren Beschwerden zu verneinen ist.
4.4
D
ie beklagten Schmerzen im Bereich des rechten Fusses
sind dementsprechend
nicht unfallkausal
, womit
als
ausgewiesene
Unfallfolgen
ausschliesslich
ein St
atus nach
zweifacher
Revisionsoperation der
Peronealsehnen
mit
Hypästhesien
im Bereich des
Nervus
infrapatellaris
sowie
Nervus
suralis
und
eine Restschwellung verbleiben.
D
as von Dr.
B._
in seiner Beurteilung vom 28. März 2019
formu
lierte Belastungsprofil
, wonach dem
Beschwerdeführer
leichte bis schwere Tätig
keiten ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten mit Schuhen mit hohem Schaft und Schaftverstärkung vollzeitig zumutbar, die bisherige Tätigkeit, welche
unter anderem das Besteigen
von Treppen, Gerüsten und Leitern mit der Notwendigkeit eines sicheren Standes zur
Ausübung
der sehr schweren Arbeiten
beinhaltete
(Urk. 8
/90/2), unter Berücksichtigung der
Hypästhesien
aber
nicht mehr möglich sind
(E. 3.5), vermag vor diesem H
intergrund zu überzeugen.
4.5
Die weiteren bei den Akten liegenden Berichte vermögen das kreisärztliche Belas
tungsprofil nicht in Frage zu stellen. Das
s
sich die von Dr.
C._
in seine
n
Be
rich
t
en
vom
16. August
2019
(E. 3.7) un
d vom 1. November 2019 (E. 3.8)
attes
tierte vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit ausschliesslich auf die bisherige Tätig
keit des
Beschwerdeführer
s bezog, ist spätestens seit
seinem
ärztlichen Zeugnis vom 6. Dezember 2019
(E. 3.9)
nicht mehr zu hinterfragen. Inwiefern
dem
Beschwer
de
führer
nur noch vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne Stehen, nur kurze Strecken gehend und ohne Tragen von Lasten zumutbar sein sollen (E. 3.9) wurde von Dr.
C._
nicht begründet. So nannte er insbesondere keine konkreten objek
tiven Befunde, welche sein – im Vergleich zu demjenigen des Krei
sarztes deutlich eingeschränkteres
– Belastungsprofil zu stützen vermöchten und ist
angesichts
der Diagnosestellung in
seinen Berichten
davon auszugehen, dass er
bei seiner Einschätzung auch
unfallfremde Leiden berücksichtigte (Urk. 8/202, Urk. 8/
215).
Bekräftigt wird dies dadurch,
dass der
Beschwerdeführer
ausführte, das Belas
tungs
profil von Dr.
C._
werde durch die
Beurteilung des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD
) gestützt
Urk. 1 S. 3
Rn
III.2.).
Vor diesem Hintergrund vermögen die Berichte von Dr.
C._
die Beurteilung von Dr.
B._
nicht in Zweifel zu ziehen
(vgl. E. 1.6
).
Nach dem Gesagten sind Zweifel an der
medizinischen
Beurteilung von Dr.
B._
nicht angebracht, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere medizinische Abklärungen zu verzichten ist
(BGE
127 V 491 E. 1b mit Hinweisen).
Dementsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der
Beschwerdeführer ab dem
Zeitpunkt des Fallabschlusses in einer ange
passten Tätigkeit gemäss dem von
Dr.
B._
definierten Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.
5
) zu 100 % arbeitsfähig war.
5.
5.1
Zu prüfen bleiben
die erwerblichen Auswirkungen der in unfallkausaler Hinsicht eingeschränkten Leistungsfähigkeit.
Die für den Einkommensvergleich massge
ben
den rechtlichen Grundlagen wurden im angefochtenen
Einspracheentscheid
zutreffend wiedergeben (Urk. 2 S. 3 f.). Darauf wird verwiesen.
5.2
Das von der
Beschwerdegegnerin
anhand
des
vom
Beschwerdeführer
vor dem Unfall effektiv erzielten Einkommens
ermittelte
Valideneinkommen
von Fr.
100’985.--
(Urk. 8/179/4, Urk. 8/218/3, Urk. 2 S. 6)
blieb unbestritten (Urk. 1 S. 5) und ist angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (
BGE 144 I 103 E. 5.3, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1)
nicht zu beanstanden.
5.3
Da
der Beschwerdeführer
nach
dem Unfall vom 14. Juli 2016
keiner Arbeits
tätigkeit mehr nachgegangen ist
(
vgl.
Urk. 1 S. 6)
, sind zur Bestimmung des Inva
lideneinkommens Tabel
lenwerte der LSE heranzuziehen. Unbestrittener
massen ist dabei auf
die Tabelle
TA1 LSE 2018 abzustellen
(E. 2.1-2.2)
.
Der
Beschwerde
führer
verfügt über keine abgeschlossene Berufsausbildung (Urk. 8/211/3). Seit 1980 war
er
als Arbeitskraft im Baugewerbe tätig. Ab dem Jahr 2008 war der
Beschwerdeführer
für seine GmbH
(
Y._
GmbH
)
tätig (Urk. 1 S. 4
Rn
4, Urk. 8/179).
Dass die
Beschwerdegegnerin
unter diesen Gegebenheiten zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf den Totalwert der TA1 LSE 2018 – als aktuellste bei Erlass des
Einspracheentscheides
publizierte
Tabelle
(vgl. BGE 143 V 295 E. 4.1.3)
– abgestellt hat, ist nicht zu beanstanden. Uneinigkeit besteht unter den Parteien in Bezug auf die Frage des anwendbaren Kompetenzniveaus (
vgl.
E. 2).
Wenn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität – wie hier – nicht auf einen angestammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt sich die Anwendung von LSE-Kompetenzniveau 2 nach der bundesgerichtlichen Praxis nur dann, wenn sie über beson
dere Fertigkeiten und
Kenntnisse verfügt (Urteil des Bundesgerichts 8C_5/2020 vo
m 22. April 2020 E. 5.3.2
mit Hinweis
). Der
Beschwerdeführer
arbeitete ab dem Jahr 2008 für seine GmbH und erzielte in den letzten fünf Jahren
dieser Tätigkeit
(2012-2016) ein Durchschnittseinkommen von Fr.
97'585.40
(Fr. 100'960.-- + Fr. 99'669.-- + Fr. 99'669.-- + Fr. 95'627.-- [Fr. 88'671.-- + Fr. 6'956.--] + Fr. 92'002.--
= Fr. 487'
927 :
5
; Urk. 8/179
).
Stellt man dies dem
in den fünf Jahren vor Arbeitsantritt bei
eben dieser
GmbH
(2002-2006)
erzielten Jahreseinkommen von durchschnittlich Fr.
73'980.40
gegenüber
(Fr. 56'576.-- [Fr. 38'450.-- + Fr. 18'126.--] + Fr. 100'000.-- + Fr. 70'032.-- [Fr. 16'858.-- + Fr. 6'679.-- + Fr. 43'438.-- + Fr. 3'057.--] + Fr.
56'366.--
[Fr. 10'378.-- + Fr. 7'244.-- + Fr. 26'815.-- + Fr. 10'377.--
+ Fr. 1'552.--] + Fr. 86'928.-- = Fr. 369'902.-- : 5
; Urk. 8/179
), so
ist nicht von der Hand zu weisen, dass der
Beschwerdeführer
im Rahmen der Tätigkeit für seine GmbH ein deutlich höheres Einkommen
erwirtschaftete
, als
er als Angestellter hätte
erzielen
können.
Mit der Erstellung von Offerten/Kostenvoranschlägen (Urk. 1 S. 5, Urk. 8/90/2) und der Auslösung von Zahlungen (Urk. 12 S. 3) erledigte
der
Be
schwerdeführer
sodann
auch administrative Arbeiten und gegenüber seinen zwei Angestellten
(Urk. 8/90/2, Urk. 8/211)
hatte er
Führungsaufgaben wahrzuneh
men
.
Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass
d
er
Beschwerdeführer
über die im Sinne der Rechtsprechung für die Anwendung
von Kompetenzniveau 2 erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt (
Urteil
des Bundesger
ichts 8C_368/2021
vom 22. Juli 2021 E. 10 mit Hinweis auf
Urteil
e
8C_732/
2018
vom 26. März 2019 E. 8.2.2
und 8C_534/2019 vom 18. Dezember 2019 E.
5.3.3.2
,
vgl. auch
Urteil
e
8C_5/2020 vo
m 22. April 2020 E. 5.3.2 und
8C_457/2017 vom 11. Oktober 2017 E.
6.3
)
. Das von der
Beschwerdegegnerin
unter Anpassung an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stun
den
(vgl. Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsab
teilungen, T03.02.03.01.04.01, TOTAL)
sowie an die Teuerung bis ins Jahr 2019 ermittelte Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 71'022.-- (Urk. 2 S. 5)
erweist sich damit als
korrekt
.
5.4
Vor dem Hintergrund, dass dem Beschwerdeführer
mit Ausnahme von
sehr schweren Tätigkeiten und Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten
sämtliche Tätigkeiten zumutbar sind (E. 3.5), fällt ein leidensbedingter Abzug vom Tabel
lenlohn ausser Betracht.
So beinhaltet der ausgeglichene Arbeitsmarkt i
m Kom
petenzniveau 2 zweifellos ausreichend Arbeitsstellen, die dem
kreisärztlichen
Zumutbarkeitsprofil entsprechen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_5/2020 vom 22. April 2020 E. 5.3.2
[wo ein weitaus eingeschränkteres Belastungsprofil
vor
lag
, vgl. E. 3.2.2]
). Dementsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die
Be
schwer
degegnerin keinen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen vorgenom
men hat.
5.5
Damit erweist sich die
Invaliditätsbemes
sung der Beschwerdegegnerin insgesamt als zutreffend. Dem
Beschwerdeführer
steht eine Invalidenrente auf der Grund
lage eines Invaliditätsgrades von 30 % zu (Urk. 2 S. 6).
6.
Der
Einspracheentscheid
vom 7
. Mai 2020 (Urk. 2) erweist s
ich damit als rechtens, was zur
Abweisung der Beschwerde führt.