# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 621b40e1-512a-4941-9ee7-0e4fb71b0150
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Der Berufungsklägerin wurde im Februar 1999 in einem Hotel in A. ihr Pelzmantel gestohlen. In der Folge beauftragte sie den Berufungsbeklagten mit der Geltendmachung von Zivilansprüchen gegenüber dem Hotel. Mit Urteil vom 29. August 2000 wies das Bezirksgericht Maloja die gegen das Hotel erhobene Schadenersatzklage im Betrage von Fr. 45'000.-- nebst Zins zu 5% seit 18. Februar 1999 mit der Begründung ab, dass der gestohlene Mantel zwischenzeitlich aufgefunden werden konnte. Die gegen dieses Urteil an das Kantonsgericht Graubünden erhobene Berufung wurde wegen Nichtbezahlung der Vertröstung abgeschrieben.
B. Am 16. April 2002 reichte der Berufungsbeklagte im Namen und Auftrage der Berufungsklägerin im gegen die des Diebstahls bezichtigten Person laufenden Strafuntersuchungsverfahren eine Adhäsionsklage im Betrage von Fr. 52’000.-- nebst Zins zu 5% seit 18. Februar 1999 ein. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Maloja vom 4. Juli 2002 wurde diese Klage auf den Zivilweg verwiesen.
C. Am 14. Mai 2002 beauftragte die Berufungsklägerin den Berufungsbeklagten, den inzwischen an das Untersuchungsrichteramt Samedan überbrachten Pelzmantel für sie in Empfang zu nehmen und aufzubewahren. Am 13. Juni 2002 nahm der Berufungsbeklagte den Pelzmantel entgegen und bewahrte ihn in seiner Kanzlei auf. Als die Berufungsklägerin den Pelzmantel im Dezember 2002 abholen wollte, konnte der Mantel nicht mehr aufgefunden werden.
D. Da sich die Parteien über die Entschädigungsfrage nicht einigen konnten, liess die Berufungsklägerin die vorliegende Streitsache am 14. Juni 2004 beim Kreisamt Oberengadin zur Vermittlung anmelden. Die Sühneverhandlung vom 2. September 2004 blieb erfolglos. So bezog die Berufungsklägerin am 17. September 2004 den Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren:
„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von Fr. 52'000.-- zuzüglich 5% Verzugszins seit 1. Januar 2004 zu bezahlen.
2. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MWST zulasten des Beklagten.“
E. Mit Prozesseingabe vom 11. Oktober 2004 prosequierte die Berufungsklägerin die Streitsache an das Bezirksgericht Maloja. Dabei reduzierte sie die strittige Forderung auf Fr. 45'000.-- zuzüglich Verzugszins seit 1. Januar 2004. Mit Prozessantwort vom 14. Dezember 2004 beantragte der Berufungsbeklagte was folgt:
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„1. Die Klage sei in der Höhe eines Betrages nach richterlichem Ermessen gutzuheissen, sofern nicht die Verjährungseinrede geschützt wird.
2. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MWST zulasten der Klägerin.“
F. Mit Urteil vom 17. August 2005, mitgeteilt am 26. August 2005, erkannte das Bezirksgericht Maloja was folgt:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 2'197.-- zuzüglich 5% Schadenszins seit 1. Januar 2004 zuzüglich Verzugszins von 5% auf Fr. 2'197.-- samt aufaddiertem Schadenszins zu zahlen.
2. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.--, einem Streitwertzuschlag von Fr. 900.-- und Schreibgebühren von Fr. 500.--, sowie die vermittleramtlichen Kosten von Fr. 220.-- werden der Klägerin auferlegt.
3. Die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten mit Fr. 700.-- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations