# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 093d727a-85c3-5b89-a9b1-75d979636968
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959,
zuletzt seit 1980 als Eisenleger tätig,
zog sich b
ei einem Unfall am 1
4.
Dezember 20
07 eine Fussverletzung zu (
Urk.
8
/11/35) und meldete sich am
6.
November 2008 (
Urk.
8
/5) bei der Invalidenver
sicherung zum Leistung
sbezug an.
Mit Verfügung vom 2
3.
Mai 2011
verneinte
die
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
bei einem Inva
liditätsgrad von 26
%
einen Rentenanspruch (
Urk.
8
/67
)
.
Die
vom Versicherten
da
gegen am 2
3.
Juni 2011
erhobene
Beschwerde
wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 3
1.
Oktober 2011
ab
(Verfahren
Nr. IV.2011.00706;
Urk.
8/76)
.
Auf die
gegen diesen Entscheid
erhobene Be
schwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 8C_945/2011 vom 1
1.
Januar 2012 nicht ein (
Urk.
8/78).
1.2
Am
3.
September
2012
meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
8/81). Mit Vorbescheid vom 2
7.
Septem
ber 2012 (
Urk.
8/84) stellte die IV-Stelle ein Nichteintreten auf die Neuanmeldung in Aussicht, wogegen der Versicherte am 3
0.
Oktober 2012 Ein
wände erhob (
Urk.
8/87). Am
1
3.
Juni 2013 (
Urk.
8/91) und
am
2
2.
August 2013 (
Urk.
8/92)
auferlegte die IV-Stelle dem Versicherten eine
Schadenminde
rungspflicht
. Sodann veranlasste sie ein
e rheumatologisch-psychiatrisc
he Be
gut
ach
tung
.
Die Gutachter erstatteten ihre Gutachten sowie ihre
interdiszi
plinäre
Zu
sammenfassung am
2
5.
Juni
2014
(
Urk.
8/99)
und am 1
1.
Juli
2014 (
Urk.
8/104
).
Nach durchgeführtem
Vorbes
cheid
verfahren
(
Urk.
8/108-109) verneinte die IV-Stelle mit
Verfügung
vom
1.
Dezember 2014 (
Urk.
8/115 =
Urk.
2)
bei einem Invaliditätsgrad von 17
%
einen Rentenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am
5.
Januar 2015
Beschwerde gegen die Verfügung vom
1.
Dezember 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärun
gen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 1 unten). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
2.
Januar 2015 (
Urk.
7)
die Ab
weisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
2
4.
Februar 2015 (
Urk.
12) wurde
antragsgemäss
(vgl.
Urk.
1 S.
1 unten) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt
,
und
es wurde
dem Beschwerdeführer die Be
schwerdeantwort zugestellt.
3.
Der Unfallversicherer
sprach
dem
Beschwerdeführer
ab
1.
Juni 2009 eine Invali
denrente entsprechend einer Erwerbeinbusse von 26
%
und eine
Integritätsent
schädigung
entsprechend einer Integritätseinbusse von 20
%
zu (
Urk.
8/
30,
Urk.
8/47), was vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 3
1.
Oktober 2011 bestä
tigte wurde (Verfahren Nr. UV.2010.00103). Auf die vom Beschwerdeführer da
gegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 8C_496/2011 vom 1
1.
Januar 2012 nicht ein.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV), so ist im
Beschwerdever
fahren
zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17
des Bundesgesetzes über den All
gemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
eine für den Renten
an
sp
ruch re
levante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198
E. 3a mit Hinweis).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
sprache
ent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs
mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
be
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.
1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfü
gung (
Urk.
2) davon aus, dass unverändert eine volle Arbeitsfähigkeit in
einer - näher umschriebe
nen - angepassten
Tätigkeit
bestehe. D
ie aktuelle Beurteilung der
Arbeitsfähig
keit weiche nicht von
jener
gemäs
s Verfügung vom 2
3.
Mai 2011 ab.
Mit dem d
amit
erzielbaren Einkommen
resultiere ein nicht rentenbegründender
Invalidi
tätsgrad
von
17
%
(S. 2
). Die vom Beschwerdeführer nach Erstattung des
G
ut
achtens eingereichten Berichte
hätten bereits zuvor vorgelegen. Kardiolo
gisch/
neurologisch seien keine weiteren Abklärungen erforderlich und die
gas
triti
schen
Beschwerd
en seien nicht IV-relevant (S. 3 oben
).
2
.
2
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde (
Urk.
1) demgegenüber gel
tend, seit 2007 hätten sich die Unfallfolgen verschlimmert, sodass er heute ohne Hilfe eines Gehstockes nicht mehr gehen könne.
Der konsultierte
Orthopäde habe bestätigt, dass er beim Gehen massiv eingeschränkt und eine Operation notwendig sei.
Deshalb hätte eine orthopädische Begutach
tung durchgeführt wer
den müssen;
die Beurteilung eines Rheumatologen sei nicht ausreichend.
Auch sein Hausarzt habe bestätigt, dass er wegen anhaltender Schmerzen nicht gehen und stehen könne und dass er zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Weiter sei die vom Hausarzt festgestellte Gastritis zu Unrecht nicht abgeklärt worden. Gemäss Einschätzung der ihn
wegen seiner psychischen Erkrankung
behandelnden Ärzte
sei er
aufgrund einer mittelgradigen depressiven Episode
schliesslich
auch aus psychisc
hen Gründen nicht arbeitsfähig. Auf das von der
Beschwerdegeg
nerin
eingeholte psychiatrische Teilgutachten könne nicht abgestellt werden. Da die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der Fachärzte divergierten, sei eine neutrale Begutachtung erforderlich (S. 2 ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
sich der Gesundheitszustand und damit einher
gehend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
seit
Erlass der Verfügung
vom
2
3.
Mai 2011 (
Urk.
8/67)
beziehungsweise des
Urteil
s des hiesigen Gerichts
vom
3
1.
Oktober 2011 (
Urk.
8/76) ans
pruchsrelevant
verschlechtert haben
(vgl. vorst
ehend E.
1.3) und ob eine entsprechende Beurteilung gestützt auf die vor
handenen Akten möglich ist.
3
.
3
.1
Am 1
4.
Dezember 2007 wurde dem Beschwerdeführer beim Hantieren mit einem Anhänger der rechte Fuss eingeklemmt (
Urk.
8/11/35
Ziff.
4 und 6).
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte am
9.
Janu
ar 2008 (
Urk.
8/11/30) nach am Unfalltag erfolgter Erstbehandlung (
Ziff.
1) als Diagnosen eine Trümmerfraktur des Os
cuboideum
ohne wesentliche Disloka
tion der einzelnen Fragmente und eine nicht dislozierte Fraktur plantar am Os
cuneiforme
laterale sowie
Flake
-Frakturen am Os
naviculare
(
Ziff.
5). Er atte
stierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab 1
4.
Dezember 2007 (
Ziff.
8).
3.2
Vom 1
3.
August bis 2
4.
September 2008 weilte der Beschwerdeführer in der Reh
a
klinik
A._
, worüber am
3.
Oktob
er 2008 berichtet wurde (
Urk.
8/8/7-11
).
Dabei wurden
folgende Diagnosen genannt (S.
1):
Unfall vom 1
4.
Dezember 2007: Dorsalextensionstrauma des rechten Fusses mit
minim dislozierter Trümmerfraktur des Os
cuboideum
nicht dislozierter Fraktur plantar Os
cuneiforme
lateral
Fl
ake
Fraktur am Os
naviculare
konservative Therapie mittels Unterschenkelgips über drei Monate, im Verlauf:
Rehabilitationsdefizit des rechten Fusses
Ferner wurde festgehalten, die Tätigkeit als Eisenleger sei aktuell un
d in Zu
kunft nicht zumutbar (S.
1 unten).
Leichte - vorwiegend sitzende - Arbeiten oh
ne Zwangshaltungen für den rech
ten Fuss seien ganztags zumutbar. Eine weitere Verbesserung der Belastb
arkeit sei noch zu erwarten (S. 2 oben).
Die versuchte Stockentwöhnung sei nicht gelungen, weil der Beschwerdeführer dies nicht zugelassen habe; objektive Befunde für diesen Umstand
seien nicht gefunden worden (S. 2 unten).
3.3
Dr.
Z._
führte in seinem Beri
cht vom 2
1.
Januar 2009 (
Urk.
8
/15
/6-7
) aus, dass er de
n Beschwerdeführer seit dem 1
4.
Dezember 2007 behandle (
lit
.
D.1)
und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit (
lit
.
A):
Dorsalextensionstrauma des rechten Fusses mit
minim dislozierter Trümmerfraktur des Os
cuboideum
nicht dislozierter Fraktur plantar Os
cuneiforme
laterale
Flake
Fraktur
am Os
naviculare
Ferner attestierte er
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
seit dem 1
4.
Dezember 2007 (
lit
.
B).
3.4
Auf Zuweisung von
Dr.
Z._
untersuchte
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie, am 1
6.
September 2009 den Beschwer
de
führer, worüber er gleichentags ber
ichtete (
Urk.
8
/44/1-2
)
.
Er führte aus, der Beschwerdeführer zeige klinisch nach wie vor deutliche Hin
weise für einen aktiven Morbus
Sudeck
. Es sei glaubhaft, dass der Fuss nach wie vor ungenügend belastbar sei, und er teile die Meinung des zuweisenden Arztes, dass e
ine Restarbeitsfähigkeit von 74
%
auch in leichter und wechselnd belastender beruflicher Tätigkeit zu optimistisch eingeschätzt worden sei. Ent
sprechend habe er dem Beschwerdeführer gesagt, er solle seinen Rekurs zeitge
rec
ht einreichen (S.
1 unten). Ferner
habe er weitere bildgebende Abklärun
gen veranlasst und werde danach den Beschwerdefüh
rer noch einmal untersuchen (S.
1 f.).
Dementsprechend berichtete
Dr.
B._
am 2
1.
Oktober
2009 (nach am 2
3.
Septem
ber erstelltem
MRI), die Fraktur sei radiologisch wie auch im MRI schön verheilt und bisher sei noch keine Arthrose aufgetreten, allerdings deut
liche Stufenbildungen, aber andererseits auch kein
ossäres
Spongiosaödem
. Der Beschwerdeführer habe aber immer noch ein
perimalleoläres
Weichteilödem beidseits und klinisch Hinweise für einen immer noch aktiven Morbus
Sudeck
. Dies erkläre die Beschwerden hinreichend. Aus seiner Sicht könnte er höchstens für eine rein sitzende Tätigkeit teilweise arbeitsfähig geschrieben werden, die
s
würde allerdings eine Umschulung bedingen, was im vorliegenden Fall kaum
praktikabel sein dürfte. Der Morbus
Sudeck
so
llte weiterhin (physiotherapeu
tisch,
analgetisch, abschwellend und orthopädietech
nisch) behandelt werden. Knapp
zwei
Jahre nach dem Unfall sollte auc
h eine Berentung erfolgen (
Urk.
8
/44/3
).
3.5
Am
4.
November 2009 berichtete der
Oberarzt orthopädische und
hand
chirurgi
sche
Rehabilitation, Rehaklinik
A._
, über seine am Vorta
g erfolgte Untersu
chung (
Urk.
8
/54/7-10).
Er führte aus, er habe während des statio
nären Aufenthaltes des Beschwer
de
führers dessen Füsse mindestens einmal
wöchentlich untersucht und abge
sehen von einer
paraachillären
Schwellung sei der Fuss stets reizlos gewesen; Zeichen für ein CRPS hätten damals
nie bestanden (S. 1 Mitte).
Zur aktuellen Untersuchung berichtete er
über Gegenspannen bei der
Bewe
gungsprüfung
am rechten Bein auch bei der Knieuntersuchung, und über die Angabe von Schmerzen am Fuss, die auf Befragen im Bereich des
ventrolatera
len
oberen Sprunggelenks (OSG) und lateralen
Lisfranc
lokalisiert würden. Am gesamten Fuss und distalen Unterschenkel bestehe eine undifferenzierte leichte
Druckdolenz
. Die Motorik sei symmetrisch, die
Trophik
bis auf die leichte Schwel
lung unauffällig (S.
2 unten).
Zusammenfassend führte er aus, klinisch liege fü
r ihn mehr das Bild einer ausge
prägten Schonung als eines CRPS vor. Es best
ünden objektivierbare
Schonungs
zeichen
, ein gewisser Verdacht bestehe aber auch auf eine
faktiziöse
Komponente der Schwell
ung (S.
4).
3.6
Am 3
0.
April
2010 berichtete
Dr.
med
.
C._
, Spezialarzt
für ortho
pädische Chirurgie, über seine am Vort
ag erfolgte Untersuchung des Be
schwer
deführers (
Urk.
8
/52/6
)
. Dabei nannte er folgende Diagnosen:
Status nach Fraktur Os
cuboideum
, Os
naviculare
, Os
cuneiforme
laterale rechts
Verdacht auf
Sudeck
Dystrophie
Er führte aus, rein aus klinischer Sicht lasse sich nicht entscheiden, ob eine
Su
deck’sche
Dystrophie vorliege. Er sei der Meinung, dass, wenn eine solche mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden könne, unbedingt eine
Arthrodese
gemacht werden müsste, damit der Fuss wieder belastbar werde.
3.7
Nach Vorliegen der von ihm veranlassen Skel
ettszintigraphie berichtete
Dr.
C._
am
6.
Juli 2010 ein weiteres Mal
(
Urk.
8/52/7)
. Er führte aus, diese habe keine Hinweise auf einen Morbus
Sudeck
geliefert, so dass diesbe
züglich für ihn kein Operationshindernis bestehe. Er habe in der Zwischenzeit auch Infiltrationen vorgenommen, die zu keiner Beschwerdeänderung geführt hätten. Im Moment habe der Beschwerdeführer eine vorwiegend sitzende Arbeit in Aussicht. Er habe ihm geraten, diese au
f jeden Fall anzutreten.
3.8
In einem Zeugnis vom
8.
Juli
2010
(
Urk.
8/69/13
)
führte
Dr.
Z._
aus, der Beschwerdeführer könne nicht länger auf dem rechten
Fuss stehen. Zum Gehen brauche er einen Stock zur Entlastung und könne dadurc
h auch keine Lasten tragen.
Dr.
Z._
empfahl, halbtags anzufangen.
In seinem Bericht vom 2
4.
August
2010 a
n die Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/52/5)
führte
Dr.
Z._
aus, es sei
leider keine Verbesserung einge
treten. Seit
A._
sei ei
n Stillstand eingetreten (
Ziff.
1.4); seit dem Unfall be
stehe keine verwertbare Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.6).
3.9
Dr.
C._
berichtete am
4.
Oktober 2010 über die gleichenta
gs erfolgte Konsultation (
Urk.
8
/63
). Zum Befund hielt er fest, heute komme der Beschwer
deführer mit einem Spazierstock. Es zeige sich nach dem Ausziehen keine Schwellung des rechten Fusses im
Malleolenbereich
und auf dem Fussrücken, der rechte Fuss sei auch leicht wärmer als der linke. Wie bei früheren Untersu
chungen finde sich eine eingeschränkte und teilweise
schmerzhafte Beweglich
keit (S.
1 unten). Die Szintigraphie habe keine Hinweise auf eine über das
Chopartgelenk
hinausreichende Pathologie gegeben. Da der heutige Zustand mit massiv eingeschränkter Gehfähigkeit und sogar Schmerzen im Sitzen nicht akzeptiert werden könne, schlage er die Versteifung des
calca
neo-cuboidalen
Ge
lenkes vor (S.
2 oben).
3.10
Am 1
5.
u
nd 2
8.
September
2010 nahm
Dr.
med.
D._
, Fach
arzt für Innere Medizin, Regionaler Ärztl
icher Dienst (RAD) der
Beschwer
de
gegnerin
, zu den vor
handenen Akten Stellung (
Urk.
8
/60/5). Er führte aus, die Arbeitsfähigkeit für leichte, vorwiegend s
itzende Tätigkeiten ohne
Zwangs
hal
tungen
f
ür den rechten Fuss betrage 100
%
, dies seit der Beendigung des statio
nären Aufenthalts Ende September 2008.
3.11
In seinem
die abschlägige Rentenverfügung
vom 2
3.
Mai 2011 (
Urk.
8/67)
bestätigenden
Urteil
vom
3
1.
Oktober 2011 (
Urk.
8/76
)
erwog das hiesige
Ge
richt,
aus den vorhandenen Akten ergebe sich, dass (seit dem Unfall) Schwierig
keiten mit dem rechten Fuss das Beschwerdebild dominierten und sich auf die
Arbeitsfähigkeit auswirkten. Wohl habe der Beschwerdeführer auch Bezug genommen auf psychische Schwierigkeiten, unter denen er leide; offensichtlich hätten diese jedoch nicht zu einer Diagnose, Verdachtsdiagnose oder auch nur zur Empfehlung weiterer Abklärungen Anlass gegeben (E. 4.2).
Nach Auseinan
dersetzung mit der
medizinischen Aktenlage
und den Vorbringen des Be
schwer
deführers gelangte das Gericht zu folgendem Schluss
(E. 4.4)
:
„
Würdigt man die vorhandenen Äusserungen zur Arbeitsfähigkeit in einer dem Fussleiden ange
passten Tätigkeit, so ist diejenige der Ärzte der Rehaklinik
A._
die am
wenigsten von therapeutischer Fürsorge beeinflusste Beurteilung, und sie ist über
dies mit derjenigen des zweiten konsiliarisch tätigen Orthopäden vereinbar.
Daraus ergibt sich, dass die vom RAD-Arzt festgehaltene volle Arbeitsfähigkeit für leichte,
vorwiegend sitzende Tätigkeit [...]
dem entspricht, was auch aus der
Sicht der Rechtsanwendung aus den vorangegangenen B
eurteilungen zu schliessen
ist.
Somit ist der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass für leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit besteht.
“
4
.
4
.1
Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens ergingen
folgende Berichte:
4
.2
Dr.
Z._
(vorstehend E.
3.1)
berichtete
am
3.
Februar
2012,
der Beschwer
de
führer könne aufgrund der 2007 erlittenen Fusswurzelfraktur immer noch nicht gehen und stehen. Im Winter seien die Schmerzen stärker. Bereits wenn er 15 Minuten oder einen Kilometer gehe oder länger stehe entstehe ein
Reiz
zustand
, der bis in die Nacht anhalte. Damit die Schmerzen erträglich wür
den, müsse er dann jeweils ein Spiralgin 500 nehmen, welches bei Einnahme von mehr al
s
einer Tablette pro Tag aber
gastritische
Magenschmerzen verursa
che. Trotz mehrerer Versuche sei es dem Beschwerdeführer nicht möglich ge
wesen, eine geldwerte Arbeit zu ve
rrichten, auch im Sommer nicht
(
Urk.
8/80/1
).
4
.3
Am
6.
August 2012
berichteten die Ärzte des
E._
, wo der Beschwerdeführer vom 1
5.
Februar bis 1
1.
Juli 2012 in
tagesklinischer Behandlung stand
(
Urk.
8/80/3-7)
. Sie nannten folgende
psy
chia
trische
Diagnosen (S. 1 Mitte):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1)
somatoforme
anhaltende Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Des Weiteren diagnostizierten
die Ärzte
Restbeschwerden
am rechten
Fuss
.
Sie führten aus, d
er Beschwerdeführer habe in leicht gebessertem Zustand aber weiterhin zu 60
%
arbeitsunfähig aus der Rehabilitationsbehandlung entlassen werden können. Die Tagesstruktur habe verbessert, die Depression reduziert und ein besserer Umgang mit
den
Schmerzen erlernt werden können (S. 4 Mitte).
4
.4
Am
2
8.
Januar 2014
berichteten
die Ärzte des
E._
(
Urk.
8/94)
, der Beschwerde
führer stehe seit August 2013 in ihrer
ambulanten
Behandlung (
Ziff.
1.2).
Zwei
mal wöchentlich fänden psychiatrisch-psychother
a
peutische Sitzungen statt (
Ziff.
1.5).
Die Ärzte
nannten folgende Diagnosen (
Ziff.
1.1):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig ausgeprägt (ICD-10 F33.1)
somatoforme
anhaltende Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
emotional
-
instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typus (ICD-10 F60.30)
Sie
führten aus, da von einer massiven
Chronifizierung
auszugehen sei, sei die Prognose schlecht. Der Beschwerdeführer sei von starken Fussschmerzen ge
plagt, die in die Beine ausstrahlten. Die Depression sei mehr oder minder per
manenter Begleiter, es gehe ihm nur in seltenen Momenten besser. Zukunfts
ängste seien vorhanden und es bestehe ein Gefühl des Ausgeliefertseins. Durch die Erkrankung sei eine narzisstische Kränkung erfolgt, denn er könne nicht mehr wie früher der Mann sein, der das Geld für die Familie verdiene und stark sei. Die emotional instabile Persönlichkeitsstörung äussere sich durch wütende, verbal aggressive Ausbrüche seinen
N
ächsten gegenüber
so
wie auch in inadä
quatem Verhalten in verschiedenen Situatio
nen, begleitet von
Schuld- und Schamgefühlen (
Urk.
8/94/7 Mitte).
W
egen den starken Fussschmerzen und den psychiatrischen Beeinträchtigungen sei keine angepasste Tätigkeit mehr möglich (
Ziff.
1.7).
4.5
Am
2.
Juni 2014
berichtete
Dr.
Z._
, die im Bericht vom
3.
Februar 2012 (vorstehend E. 4.2) geschilderte Behinderung habe in den letzten Jahren auch zu einer psychischen Dekompensation geführt, die trotz psychiatrischer Behand
lung unbefriedigend gebessert habe (
Urk.
8/112).
4
.6
Am
2
5.
Juni 2014 erstattete
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für
All
gemeine Innere Medizin und
für
Rheuma
tologie
, ein Gutachten im Auftr
ag der
Be
schwerdegegnerin
(
Urk.
8/99)
. Sie stützte sich auf die ihr
überl
assenen Akten (S.
5 ff.) und ihre am
1
1.
Juni 2014
durc
hgeführte
Exploration inklusive
Laborun
tersuchungen
(vgl. S.
2 oben).
Dr.
F._
nannte folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 48
Ziff.
9.1):
Status nach Unfall am 1
4.
Dezember 2007 mit Verletzung des rechten Fusses mit
Frakturen des Os
cuboideum
, Os
naviculare
und Os
cuneiforme
late
rale jedoch sonst intakte Fussbinnenstrukturen (MRI vom August 2008) mit
konservativer Therapie und fraglichem passagerem CRPS und voll
ständiger knöcherner Konsolidation in anatomisch richtigen
Stel
lungsverhältnissen
mit
leichter Arthrose zwischen Os
naviculare
und Os
cuneiforme
laterale und
leichter
Osteopenie
des Fuss-Skeletts rechts
ohne Nachweis fokal vermehrter Knochenumbauprozesse
Szintigraphie mit
CT
und SPECT vom Juni 2014
(vgl.
Urk.
8/99/57)
Als Diagnosen ohne Auswirkung nannte die Gutachterin einen
Nikotinabusus
, eine Hypercholesterinämie mit adäquater medikamentöser Therapie und einen Status nach medikamentöser
Eradiktion
einer
Helicobacter
pylori
-Infektion im April 2014 (S. 48
Ziff.
9.2).
Die Gutachterin berichtete von
zahlreiche
n
- näher beschriebenen - Diskrepan
zen anlässlich der durchgeführten Untersuchung
.
Sie führte weiter aus,
r
adiku
läre
Zeichen seien nicht vorhanden und
alle
grossen peripheren Gelenke
, ins
besondere die oberen und unteren Sprunggelenke beidseits
,
seien normal
be
weglich. Gelenksergüsse,
Synovitiden
oder überwärmte Gelenke bestünden
nicht
.
Der minimale Knöchelumfang sei beids
eits gleich. Eine Schwellung des Sprung
gelenks
rechts sei nicht vorhanden. Beide Füsse wiesen eine normale Tempe
ratur und Farbe auf. Der maximale Wadenumfang sei rechts einen Zen
timeter kleiner als links. Die Bioimpedanz-Analyse zeige eine erfreulich grosse
Muskel
masse
von 52
%
, welche den Normwert von 40
%
weit übertreffe. Eine lang andauernde körperliche Schonung könne daraus nicht abgeleitet werden. Die Ganzkörper-Skelettszintigraphie mit CT und SPECT des rechten Fusses vom Juni 2014 zeige nirgends vermehrte Aktivität. Die Frakturen des rechten Fusses seien in guter Stellung vollständig konsolidiert. Es sei eine leichte Arthrose zwischen dem Os
naviculare
und dem Os
cuneiforme
laterale sichtbar, die
szin
tigraphisch
nicht aktiviert sei. Ausserdem sei eine leichte
Os
teopenie
des rechten Fuss-Skelett
s erkennbar, die auf eine Entlastu
ng des rechten Fusses hinwiese (S.
49 Mitte).
Obwohl der Beschwerdeführer berichte, für jeden Schritt sowohl draussen wie
auch in seiner Wohnung einen Handstock zu verwenden, den er stets in der lin
ken
Hand halte, wiesen beide Hände keine Gebrauchsspuren auf. Ein lang andauernder wirksamer Gebrauch eines Handstocks habe offensichtlich nicht
stattgefunden. Der Beschwerdeführer verwende den Stock eher wie einen Regen
schirm, falls es stimme, dass er ihn stets mit sich trage. Seine Angabe, dass er nur 150 Meter weit gehen könne, sei nicht verifiziert und könne aus den Be
funden nicht abgeleitet werden. Die Frakturen am rechten Fuss seien in guter Stellung vollständig verheilt (S. 50 Mitte).
Die
strukturelle
n
Veränderungen im Berei
ch des rechten Fusses schränkten die
Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers ein
. Die vorhandenen
Befunde er
klärten das Ausmass der
Beschwerden nicht (S.
4
9 unten). Bei
einer
Sprung
g
e
lenks
arthrose
könnten - in Abhängigkeit des Schweregrades - Einschränkungen für das Gehen in unebenem Gelände, das Kauern und Knien vorliegen. Für im Sit
zen zu verrichtende und wechselbelastende Tätigkeiten bestünden meist keine Einschränkungen. Relative Einschränkungen könnten für die Bedienung
von Pedalen vorhanden sein (Chauffeurtätigkeit, Differenzierung rechts/links). We
gen der zusätzlichen statischen Belastung sollten auch Arbeiten, die mit dem Heben und Tragen von Lasten über 15 kg verbunden seien, vermieden werden. Funktionseinschränkungen der Füsse hätten meist Auswirkungen auf im Stehen und im Gehen zu verrichtende Tätigkeiten, das Arbeiten auf Leitern und even
tuell auch auf kniend zu verrichtende Tätigkeiten. Tätigkeiten, die diesem Profil entsprächen, könne der Beschwerdeführer zu 100
%
ausüben (S. 51 unten).
4
.7
Am 1
1.
Juli 2014 erstattete
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, e
in Gutachten im Auftr
ag der
Beschwerdegegne
rin
,
welches zug
leich die interdisziplinäre (psychiatrisch-
somatische
) Zusam
menfassung und Beurteilung
enthält
(
Urk.
8/104).
Dr.
G._
stützte sich auf
die ihm über
lassenen Akten (S. 3 f.) sow
ie seine am
2
4.
Juni 2014
durchge
führte
Exploration inklusive testpsychologischer Untersuchung
(
S. 4 ff.; vgl. S. 1
Mitte).
Der Gutachter nannte keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6
Ziff.
5.1). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Anpassungsstörung mit Sorgen, Anspannungen, Stimmungseinbrüchen und Existenzängsten (ICD-10 F43.23; S. 7
Ziff.
5.2).
Dr.
G._
führte aus, der am 1
4.
Dezember 2007 erlittene Arbeitsunfall habe objektiv zu den gravierenden Lebensveränderungen geführt. Nach 27 Jahren habe der Beschwerdeführer die Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter nicht mehr ausü
ben können, was bei schmerzbedingter Schon- und Vermeidungshaltung zum Verlust der Tagesstruktur und
gemäss
Akten Anfang 2012 zu einer depressiven Entwicklung geführt habe. Bei fehlenden Hinweisen auf eine genetische Vulne
rabilität und Persönlichkeitsfaktoren für die Entwicklung psychiatrische
r Er
krankungen sowie prämorbiden
(vor Anfang 2012) psychischen Problemen mit Krankheitswert könne die vom Beschwerdeführer geschilderte und im
Arztbe
richt
des
E._
vom
6.
August 2012 dokumentierte mittelgradige depressive Symp
tomatik auf die veränderte Lebenssituation zurückgeführt und damit nach ICD-10 einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion zugeordnet werden. Im Arztbericht des
E._
vom August 2012 sei eine mittelgradige depressive Symptomatik postuliert worden, die sich laut Bericht im Rahmen der
Rehabili
tationsbehandlung
vom 1
5.
Februar bis 1
1.
Juli 2012 insgesamt
verbessert habe.
Die im Bericht dokumentierte Medikation bei der Entlassung mit 10 mg
Tryp
tazol
abends bestätige die Verbesserung der depressiven Symptomatik. Im Be
richt des
E._
vom 2
8.
Januar 2014 sei erneut eine mittelgradige depressive Störung postuliert und dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1
4.
Dezember 2007 attestiert worden. Die im Bericht angegebene Me
dikation entspreche - aus näher dargelegten Gründen - allerdings nicht den
Richtlinien der Behandlung von depressiven Störungen. Sodann habe die an
lässlich der gutachterlichen Untersuchung durchgeführte Blutanalyse vom 1
1.
Juni
2014 gezeigt, dass vom Beschwerdeführer keines der verordneten Psy
chop
harmaka eingenommen worden sei
(S. 7 f.
Ziff.
6).
Die von den Ärzten des
E._
postulierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstö
rung
könne
bei fehlender Dokumentation eines Verdacht
s
auf schwerwiegende bewusste/unbewusste emotionale Konflikte oder eine schwerwiegende belas
tende psychosoziale Situation nicht betätigt werden. Die postulierte emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ müsse ebenfalls klar verneint werden. Eine Persönlichkeitsstörung werde durch dauerhafte und tief
grei
fende Auffälligkeiten im Verhaltensmuster mit deutlichen Abweichungen von den gesellschaftlichen Normen betreffend Kognition, Affekt- und
Impuls
kon
trolle
sowie sozialen Fertigkeiten, beginnend im frühen Erwachsenenalter, cha
rakterisiert, was beim Beschwerdeführer ganz klar ausgeschlossen werden könne. Anlässlich der Exploration habe sich der Beschwerdeführer einerseits in
konsistent bezüglich der anamnestischen Angaben und andererseits wider
sprüchlich in Bezug auf die von ihm geschilderte Unbeholfenheit und die ob
jektiv fast vollständig erhaltenen psychokognitiven Funktionen verhalten. Die veränderte Lebenssituation habe beim Beschwerdeführer aber sehr glaubhaft zu
einer Anpassungsstörung mit Sorgen, Anspannungen, Existenzängsten und
Stimm
ungseinbrüchen
geführt, die bei objektiv erhaltenen psychokognitiven Funk
tionen seine Arbeitsfähigkeit jedoch nie
nachhaltig eingeschränkt habe
. Zudem
schliesse
auch der fehlende Bedarf nach einer
regelmässigen
Psycho
pharmakotherapie
gravierende psychische Probleme aus (S.
8 oben). Der Be
schwer
deführer sei aus psychiatrischer Sicht sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig und nie über längere Zeit arbeitsunfähig gewesen (S. 8
Ziff.
7.1-3).
In ihrer interdisziplinären Beurteilung gelangten
Dr.
F._
und
Dr.
G._
zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in einer seinem somatischen Leiden
angepassten
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei (S. 11
Ziff.
9.2.3-4).
4
.
8
Dr.
D._
, RAD, sprach sich in seiner Stellungnahme vom 1
8.
August 2014
(
Urk.
8/107 S. 5)
für das Abstellen auf das eingeholte
bidisziplinäre
Gutachten aus. Gestützt darauf sei seit jeher von einer vollen Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte
,
der eingeschränkten Funktion des rechten Fusses und einer
Ge
wichtslimite
von 15 kg Rechnung
tragende
Tätigkeit auszugehen.
4.9
In ihrer zu
Handen
des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers verfassten Stellungnahme vom 1
7.
Oktober 2014 (
Urk.
3/1) führten die Ärzte des
E._
aus, die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich seit August
2012 deutlich verschlechtert. Man habe es mit einer
chronifizierten
Depression und einer anhaltenden Schmerzstörung zu tun, die ihn invalidisierten. Die Symp
tome der Persönlichkeitsstörung hätten sich ebenfalls verschlechtert (
Ziff.
3).
5.
5.1
Aus den im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens ergangene
n Berichten
ergibt sich, dass in somatischer Hinsicht weiterhin Schwierigkeiten mit dem rechten Fuss das Beschwerdebild dominieren
. Im Rahmen ihrer im Juni 2014 durchge
führten Begutachtung (vorstehend E.
4.6)
setzte
sich
Dr.
F._
einlässlich mit dem Fussleiden des Beschwerdeführers
auseinander
. Ihre auf allseitigen Untersuchungen beruhende
und
in
Kenntnis der
Vorakten
abgegebene
Beurtei
lung erweist sich als umfassend. Die geklagten Beschwerden wurden berück
sichtigt und
die
Schlussfolgerungen unter Bezugnahme auf die Befundlage, die Angaben des Beschwerdeführers
sowie
die Beobachtungen anlässlich der Untersuchungssituation nachvoll
ziehbar begründet. Damit erfüllt
das
Gutachten die praxisgemässen Kriterien hinsichtlich des Beweiswertes einer medizinischen Expertise (vorstehend E.
1.
4
)
.
G
estützt auf die Beurteilung durch
Dr.
F._
ist
daher
davon auszugehen,
dass die strukturellen Veränderungen im Bereich des rechten Fusses des Be
schwer
deführer
s
seine Arbeitsfähigkeit insofern einschränken, als
insbesondere
im Stehen und im Gehen zu verrichtende Tätigkeiten sowie Tätigkeiten, bei welchen Lasten über 15 Kilogramm zu heben und zu tragen sind, ungeeignet sind. Für sitzende sowie auch wechselbelastende Tätigkeiten attestierte
Dr.
F._
dem Beschwerdeführer hingegen eine volle Arbeitsfähigkeit.
Hin
sichtlich des Fussleidens ist damit
eine
seit dem Jahr 2011 eingetretene
Ver
schlechterung
nicht ausgewi
e
sen,
w
urde
doch
- gestützt auf die Beurteilung
en
der
Ärzte der
Rehaklinik
A._
(vorstehend E. 3.2
, E. 3.5)
und des RAD-Arztes
Dr.
D._
(vorstehend E.
3.10)
-
auch
anlässlich des abschlägigen
Rentenent
scheids
im Jahr 2011 davon aus
gegangen,
dass für leichte, vorwiegend si
tzende Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit
besteht (vgl. vorstehend E. 3.11).
5.2
Die Berichte des Hausarztes
Dr.
Z._
(vorstehend E. 4.2, E. 4.5)
sind
nicht geeignet, das Gutachten von
Dr.
F._
in Frage zu stellen.
Dr.
Z._
beschränkte sich darauf, die subjektiven Beschwerden des Beschwerdeführers wi
e
der zu geben, ohne objektive Befunde anzuführen, welche die vom Be
schwer
deführer geltend gemachte voll
ständige
Arbeitsunfähigkeit unter
mauern würden.
Dr.
F._
hat demgegenüber
nachvollziehbar darg
e
legt, dass die Angabe des Beschwerdeführers, wonach er nur 150 Meter weit gehen könne, nicht verifiziert
sei und aus den von ihr erhobenen Befunden nicht abgele
itet werden könne.
D
en
aufgrund der Befundlage zu attestierenden
Einschränkun
gen beim Gehen und Stehen
trug sie
sodann
insofern Rechnung, als sie dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit nur für im Sitzen zu verrichtende sowie wechselbelastende Tätigkeiten attestierte.
5.3
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, ohne Hilfe eines Gehstockes nicht mehr gehen zu können, ist zu bemerken, dass
im Jahr 2008
bereits die Ärzte der Rehaklinik
A._
die Verwendun
g eines Stockes als nicht medizinisch indi
ziert erachtet hatten, der Beschwerdeführer aber die versuchte
Stockentwöhung
nic
ht zuliess (vorstehend E. 3.3). Im Jahr 2014 wies
Dr.
F._
s
odann darauf hin, dass die Hände des Beschwerdeführers k
eine Gebrauchsspuren aufwiesen, womit
ein lang andauernder wirksamer Gebrauch eines Handstocks offensicht
lich nicht stattgefunden habe
(vorstehend E. 4.6)
.
Vor diesem Hintergrund lässt a
llein die Tatsache, dass der Beschwerdeführer - zumindest seinen Angaben zu
folge -
(weiterhin) ein
en Geh
stock verwendet, nicht den Schluss auf eine Ver
schlechterung
seines
Gesundheitszustands zu.
5.4
Betreffend das vom Beschwerdeführer ins Feld geführte Argument der aus ortho
pädischer Sicht bestehenden Operationsindikation kann auf die Ausfüh
rungen im Urteil des hiesigen Gerichts vom 3
1.
Oktober 2011 verwiesen
werden, wonach ein operatives Vorgehen so oder so nicht die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin beschlägt und für die Beu
r
teilung einer allfälligen
Leis
tungs
pflicht
(nur) die Arbeitsfähigkeit, die
zumutbarerweise
trotz gesund
heit
licher Beeinträchtigung angenommen werden kann, entscheidend ist (
Urk.
8/76 E.
4.2-3). Abgesehen davon ist den im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens ergan
genen Berichten nicht zu entnehmen, dass ein operatives Vorgehen weiter
hin Thema gewesen wäre. Nicht zuletzt deshalb drängt sich entgegen der Auffas
sung des Beschwerdeführers auch keine orthopädische Begutachtung auf bezie
hungsw
eise ist die erfolgte internist
i
s
ch-rheumatologische Begutachtung durch
Dr.
F._
als ausreichend zu taxieren.
5.5
Kein
en
Anlass zu weiteren Abklärung geben auch d
ie vom Beschwerdeführer
ange
gebenen
gastritische
n
Beschwerden, welche offenbar als Nebenwirkung bei
Schmerzmittelkonsum auftreten (vgl. vorstehend E.
4.2 sowie
Urk.
8/114 S.
2 Mitte).
Diesbezüglich ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass sich diese Beschwerden nicht IV-relevant auswirken.
5.
6
Ausweislich der Akten hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit
dem abschlägigen Renten
e
nt
scheid im Jahr 2011
insofern verändert, als
im Verlauf eine
psych
ische Problematik hinzugetreten ist,
welche dazu führte, dass sich der Beschwerdeführer im Jahr 2012 in die tagesklin
ische Behandlung des
E._
begab (vorstehend E. 4.3) und er von den dortigen Ärzten seit August 2013
auch ambulant beha
ndelt wird (vorstehend E. 4.4).
Im Rahmen seiner im Juni 2014 durchgeführten
Begutachtung (vorstehend E.
4.7
)
setzte sich
Dr.
G._
einlässlich mit dem
psychischen Leiden des Be
schwer
deführers auseinander.
Das
Gutachten von
Dr.
G._
basiert
auf allsei
tigen Untersuchungen, wurde
in Kenntnis
und in Auseinandersetzung mit den
Vor
akten
sowie unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwer
den
abgegeben
und e
s
enthält nachvollziehbar begründete Schluss
folgerungen sowohl hinsichtlich der zu stellenden Diagnosen als auch hin
sicht
lich der Arbeitsfähi
gkeit aus psychiatrischer Sicht
.
Damit erfüllt auch
das Gut
achten
von
Dr.
G._
die
praxisgemässen Kriterien hinsichtlich des
Beweis
wertes
ei
ner medizinisc
hen Expertise (vorstehend E. 1.4
)
.
Gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
G._
ist daher davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer kein die Arbeitsfähigkeit einschränkendes psychisches Leiden besteht.
5.7
Soweit der Beschwerdeführer unter
Berufung auf die Berichte der Ärzte des
E._
(vorstehend E. 4.3-4)
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit auch aus psychischen
Gründen geltend machte,
kann auf die schlüssigen Ausführungen von
Dr.
G._
verwie
sen werden
, wonach sich beim Beschwerdeführer entgegen der Beurteilung der Ärzte des
E._
weder die Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung noch einer emotional instabilen
Persönlichkeits
störung
rechtfertige und die von den Ärzten des
E._
beschriebene Depressivität im Rahmen einer Anpassungsstörung zu sehen sei, welche bei objektiv erhalte
nen psychokognitiven Funktionen und fehlendem Bedarf nach einer regelmäs
sigen Psychopharmakotherapie nie über längere Zeit zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt habe (vorstehend E. 4.7).
Eine Anpassungsstörung
gilt
denn auch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
als vorübergehendes und damit grund
sätzlich nicht
invalidisierend
es psychisches Leiden (Urteil des Bundesge
richts 8C_322/2010 vom
9.
August 2010 E. 5.2 mit Hinweisen).
5.8
Die nach
Erstattung
des Gutachtens verfasste
Stellungnahme
der Ärzte des
E._
vom Oktober 2014 (vorste
hend E. 4
.9)
steht einem Abstellen auf das
Gutachten von
Dr.
G._
nicht
entgegen
. Die Ärzte des
E._
beschränkten sich darauf,
erneut
die von
Dr.
G._
in nachvollziehbarer
Weise
verneinten Diagnosen zu
nennen
, ohne diese nachvollziehbar zu begründen
und
ohne sich mit der gut
achterlichen Kritik
, insbesondere auch betreffend die ungenügende Medikation und die mangelnde Compliance des Beschwerdeführers bei der Medikamenten
einnahme,
auseinanderzusetzten.
Die
postulierte
Verschlechterung und die at
te
stierte vollständ
ige Arbeitsunfähigkeit
vermögen daher nicht zu überzeugen.
5.9
Zusammenfassend
ist der medizinische Sachverh
alt
al
s
dahingehend erstellt zu erachten, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht
für
sitzende
und
wechselbelastende Tätigkeiten unter Beachtung einer Hebe- und
Tragelimite
von 15 kg
voll arbeitsfähig ist und er an keiner sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden psychischen Störung leidet. Sein Gesundheitszustand hat sich somit seit der letzten Rentenabweisung nicht verschlechtert.
Da bezüglich der
Einkommensparameter
keine
Änderungen ersichtlich sind und diese somit – an
gepasst an die Nominallohnentwicklung – gleichbleiben, kann auf einen neuer
lichen
Einkommensvergleich
verzichtet werden. Der Beschwerdeführer kann weiterhin ein
rentenausschliessendes
Einkommen erzielen.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
6
.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (
IVG
)
sind ermessensweise auf
Fr.
800.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
(
GSVGer
).