# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cd92a8f5-6655-4344-aeb8-425225ccff31
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 20./21. September 2001 unterzeichnete X. im Namen von Y. und Z. die „Vollstreckbare Ausfertigung“ der Urkundenrolle Nr. 633Jahr 2001 des Notars W., A.. In dieser notariellen Urkunde wurde von Y. und Z. als Schuldner auf dem im Grundbuch von B. eingetragenen Grundstück C. zugunsten der V. als Gläubigerin eine Grundschuld mit Übernahme der persönlichen Haftung dinglicher und persönlicher Zwangsvollstreckungsunterwerfung über den Betrag von DEM 500'000.-- bestellt. Mit notarieller Urkunde vom 12. Oktober 2009 wurde die notarielle Urkunde vom 20./21. September 2001 dahingehend abgeändert, dass nunmehr die U., Rechtsnachfolgerin der V., als Gläubigerin auftrat.
B. Mit Darlehensvertrag Nr. 3406068900 vom 4. Oktober 2001 stellte die V. Y. und Z. DEM 200'000.-- für den Kauf eines 2-Familienhauses an der D. in E. zur Verfügung. Zum Zweck der „Kaufpreiszahlung D., E. + Besparung BSV“ erteilte die V. mit Vertrag Nr. 3406068918 vom 13. Juni 2002 Y. und Z. überdies ein Darlehen von EUR 263'000.--. Mit Schreiben vom 6. Februar 2007 forderte die V. von Y. und Z. die Rückzahlung von EUR 160'257.70 zzgl. Zinsen seit dem 1. Januar 2007 aus dem Darlehensvertrag Nr. 3406068918 und setzte hierfür eine Frist bis zum 20. Februar 2007. Am 21. Februar 2007 kündigte die V. sodann den Darlehensvertrag Nr. 3406068900 mit sofortiger Wirkung unter Fristansetzung bis zum 7. März 2007 zur Rückzahlung des Betrages von EUR 94'890.64 zzgl. Zinsen seit dem 1. Januar 2007.
C. Mit Betreibungsbegehren vom 5. Januar 2010 setzte die U. beim Betreibungsamt Kreis F. gegenüber Y. und Z. die Summen von Fr. 203'494.-- und Fr. 31'632.30.-- zzgl. Zins zu 5.120% seit dem 4. Dezember 2009 in Betreibung. Gegen die am 12. Februar 2010 zugestellten Zahlungsbefehle in den Betreibungen Nr. 21000021 und Nr. 21000022 wurde gleichentags Rechtsvorschlag erhoben.
D. Am 29. April 2010 stellte die U. beim Bezirksgerichtspräsidenten G. zwei Rechtsöffnungsgesuche mit folgenden Anträgen:
„Die vollstreckbare Ausfertigung der öffentlichen Urkunde Nr. 633Jahr 2001 des Notars Uwe Günter Walz, A., sei inzidenter für vollstreckbar zu erklären;
der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 21000021 (bzw. Nr. 21000022) (Betreibungsamt Kreis F.) sei aufzuheben und es sei der Klägerin (recte: Gläubigerin und Gesuchstellerin) definitive Rechtsöffnung über den Betrag von CHF 203'494.00 nebst Zins zu 5.120% seit 4. Dezember 2009 (Grundforderung 1) sowie CHF
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31'632.30 nebst Zins zu 5.120% seit 4. Dezember 2009 (Grundforderung 2), zuzüglich Betreibungskosten, zu erteilen;
eventualiter sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 21000021 (bzw. Nr. 21000022) (Betreibungsamt Kreis F.) aufzuheben und der Klägerin (recte: Gläubigerin und Gesuchstellerin) provisorische Rechtsöffnung über den Betrag von CHF 203'494.00 nebst Zins zu 5.120% seit 4. Dezember 2009 (Grundforderung 1) sowie CHF 31'632.30 nebst Zins zu 5.120% seit 4. Dezember 2009 (Grundforderung 2), zuzüglich Betreibungskosten, zu erteilen;
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten (bzw. der Beklagten) (recte: Schuldners und Gesuchsgegners bzw. Schuldnerin und Gesuchsgegnerin).“
E. Mit Verfügung vom 3. Mai 2010 wurde die mündliche Rechtsöffnungsverhandlung in beiden Verfahren auf den 18. Mai 2010 angesetzt. Gleichzeitig wurde Y. und Z. Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme eingeräumt. An der Rechtsöffnungsverhandlung vom 18. Mai 2010 erschienen die Rechtsvertreterin der U., Rechtsanwältin lic. iur. V., sowie Y. und Z..
F. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 18. Mai 2010, mitgeteilt am 19. Mai 2010 erkannte der Bezirksgerichtspräsident G. wie folgt:
„1. Die Urkundenrolle Nr. 633Jahr 2001 des Notars W. vom 21. September 2001 wird in der Schweiz als für nicht vollstreckbar erklärt.
2. Die Gesuche betreffend Rechtsöffnung in der Betreibungs-Nr. 2100021 des Betreibungsamts Kreis F. und betreffend Rechtsöffnung in der Betreibungs-Nr. 21000022 des Betreibungsamts Kreis F. werden abgewiesen.
3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'400.00 (bestehend aus den Kosten des Exequaturverfahrens von Fr. 1'000.00 und den beiden Rechtsöffnungsverfahren im Betrage von je Fr. 200.00) gehen zulasten der Gesuchstellerin.
Es wird keine Umtriebsentschädigung zugesprochen.
4. Gemäss Art. 263 ZPO kann gegen Entscheide über Vollstreckbarkeit oder Vollzug eines Urteils, soweit nicht Bestimmungen von Staatsverträgen oder von Bundesrecht vorgehen, innert zehn Tagen seit Mitteilung beim Kantonsgerichtspräsidenten (recte: beim Einzelrichter am Kantonsgericht) Beschwerde erhoben werden.
5. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten in Rechtsöffnungssachen können innert 10 Tagen seit der schriftlichen Mitteilung an den Kantonsgerichtsausschuss Graubünden (recte: das Kantonsgericht), Engadinstrasse 24, 7002 Chur, weitergezogen werden. In der Beschwerdeschrift ist mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte angefochten und welche Änderungen beantragt werden.
6. (Mitteilung)“
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G. Dagegen erhob die U. am 28. Mai 2010 Rechtsöffnungsbeschwerde im Sinne von Art. 236 ZPO mit folgenden Rechtsbegehren:
„1. Ziff. 2 des vorinstanzlichen Entscheides sei aufzuheben; eventualiter auch Ziff. 1, falls diese nicht in der parallel eingereichten Beschwerde gemäss Art. 263 ZPO aufgehoben worden ist;
2. die Kosten gemäss Ziff. 3 des vorinstanzlichen Entscheides seien zu reduzieren um die Kosten für das separate Exequaturverfahren;
3. überdies sei – nach inzidenter Vollstreckbarerklärung der notariell beglaubigten vollstreckbaren Ausfertigung der öffentlichen Urkundenrolle Nr. 633Jahr 2001 des Notars W. – der Rechtsvorschlag in den Betreibungen Nr. 21000021 und Nr. 21000022 des Betreibungsamtes Kreis F. aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei definitive Rechtsöffnung über den Betrag von CHF 203'494.00 nebst Zins zu 5.120% seit 4. Dezember 2009 (Grundforderung 1) sowie CHF 31'632.30 nebst Zins zu 5.120% seit 4. Dezember 2009 (Grundforderung 2), zuzüglich Betreibungskosten sowie unter Berücksichtigung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des Rechtsöffungsverfahrens inkl. Beschwerdeverfahrens, in beiden Betreibungen zu erteilen; eventualiter sei der Rechtsvorschlag in den Betreibungen Nr. 21000021 und Nr. 21000022 aufzuheben und der Beschwerdeführerin provisorische Rechtsöffnung über den Betrag von CHF 203'494.00 nebst Zins zu 5.120% seit 4. Dezember 2009 (Grundforderung 1) sowie CHF 31'632.30 nebst Zins zu 5.120% seit 4. Dezember 2009 (Grundforderung 2), zuzüglich Betreibungskosten sowie unter Berücksichtigung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des Rechtsöffungsverfahrens inkl. Beschwerdeverfahrens, in beiden Betreibungen zu erteilen;
4. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten (recte: Beschwerdegegnerin).“
H. Sodann erhob die U. gleichentags auch Beschwerde im Sinne von Art. 263 ZPO und beantragte wie folgt:
„1. Es sei Ziff. 1 des vorinstanzlichen Entscheides aufzuheben und es sei die Urkundenrolle Nr. 633Jahr 2001 des Notars W. inzidenter in der parallel eingereichten Rechtsöffnungsbeschwerde gemäss Art. 236 ZPO als für vollstreckbar zu erklären; eventualiter, für den Fall, dass auch der Kantonsgerichtspräsident (recte: Einzelrichter am Kantonsgericht) der Auffassung ist, dass der Exequaturentscheid separat zu behandeln ist, sei Ziff. 1 des vorinstanzlichen Entscheides aufzuheben und es sei die Urkundenrolle Nr. 633Jahr 2001 des Notars W. als für vollstreckbar zu erklären;
2. die Kosten gemäss Ziff. 3 des vorinstanzlichen Entscheides seien zu reduzieren um die Kosten für das separate Exequaturverfahren;
3. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten (recte: Beschwerdegegnerin).
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I. Am 7. Juni 2010 verzichtete der Bezirksgerichtspräsident G. auf die Einreichung einer Vernehmlassung. Y. und Z. verzichteten ebenso auf eine Vernehmlassung.
Auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihren Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1. a) Gegen Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten in Rechtsöffnungssachen kann gemäss Art. 236 Abs. 1 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO; BR 320.000) in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (GVV zum SchKG; BR 220.100) innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung Rechtsöffnungsbeschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden. Für das Beschwerdeverfahren in Rechtsöffnungssachen gelten die Bestimmungen der Zivilprozessordnung (Art. 24 GVV zum SchKG, Art. 236 Abs. 3 ZPO).
Gegen Entscheide über Vollstreckbarkeit oder Vollzug eines Urteils kann, soweit nicht Bestimmungen von Staatsverträgen oder von Bundesrecht vorgehen, innert zehn Tagen seit Mitteilung Beschwerde beim Einzelrichter am Kantonsgericht erhoben werden (Art. 263 ZPO). Die Beschwerde hat schriftlich zu erfolgen, wobei mit kurzer Begründung anzugeben ist, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen beantragt werden (Art. 233 ZPO).

## Considerations