# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1d2f9eaa-5951-47ce-8744-12eb05abc3a7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1944, war seit 1985 bei der
Y._
AG als Bauarbeiter angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
versichert, als er am
2.
März 2001 von einer Leiter
stürzte und sich dabei
mul
ti
ple
Verletzungen
zuzog.
Nach getätigten Abklärungen stellte die SUVA die bis dahin erbrachten Leistun
gen
per
2
3.
April 2001
ein
(vgl.
Urk.
6/37 S.
2)
.
1.2
Seit April 2009 ist der Versicherte pensioniert. Am
4.
Juli 2012 teilte er der SUVA telefonisch mit, er habe nun Probleme mit dem Gehör rechts
(
Urk.
6/1).
Nach getätigten Abklärungen anerkannte die SUVA mit Schreiben vom
3.
Dezem
ber 2012 die Schwerhörigkeit des Versicherten als Berufskrankheit und teilte mit, dass sie die Kosten des Hörgeräts
binaural
und der
damit verbunde
nen ärztlichen Abklärungen
übernehme (
Urk.
6/13).
1.3
Mit Schreiben vom
6.
Januar 2012 (richtig 2013) beantragte der Versicherte so
dann die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung (
Urk.
6/15).
Mit Verfügung vom 1
4.
März 2013 (
Urk.
6/24)
verneinte die SUVA einen An
spruch auf Integritätsentschädigung.
Die vom
Versicherten am
2
6.
März 2013
erhobene Einsprache (Urk.
6/25
) wies die SUVA am
2
4.
Juni 2013
ab (Urk.
6/33 =
Urk.
6/37
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 2
5.
Juli 2013
Beschwerde (Urk. 1) geg
en den
Einspra
cheentscheid
vom 2
4.
Juni 2013
(Urk. 2) und beantragte
sinngemäss
,
dieser sei aufzuheben und
es
sei ihm eine Integritätsentschädigung auszurichten.
Mit Beschwerdea
ntwort vom 1
2.
September 2013 (
Urk.
5
) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer
am
3
0.
Septem
ber 2013
zur Kenntnis gebracht (Urk.
7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 24 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
hat
die versicherte Person Anspruch auf eine ange
mes
sene
Integritätsent
schädi
gung
,
wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde er
hebliche Schädigung der körper
lichen,
geistigen oder psychischen Integrität er
leidet. Die
Inte
gritätsentschädigung
wird in Form einer
Kapital
leistung
gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden
Höchstbetrag des versi
cherten
Jahresver
dienstes
nicht übersteigen und wird ent
sprechend der Schwere des
Integritäts
schadens
abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Abs.
1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein
In
tegritätsschaden
als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen
Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die kör
per
liche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, au
gen
fällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemes
sung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen meh
rere körper
liche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Un
fällen zusam
men, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Be
einträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.2
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
In
tegri
tätsschäden
aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typi
sche Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin ge
nannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem an
gegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte
Integri
täts
schä
den
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2).
In
te
gritätsschäden
, die gemäss der Skala 5 Prozent nicht erreichen, ge
ben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige
Gebrauchs
unfähigkeit
eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teil
weisem Verlust und teil
weiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer,
wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der
Integritäts
schaden
weni
ger als 5 Prozent des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2
).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid davon aus (Urk. 2),
ge
mäss Beurteilung ihres Arbeitsmediziners bestehe keine entschädigungs
pflich
tige Integritätseinbusse.
Bei der diagnostizierten Schwerhörigkeit handle es sich
nicht um eine Folge des Sturzereignisses aus dem Jahre 200
1.
Sie stehe viel
mehr,
aber nicht ausschliesslich
,
mit der früheren Berufstätigkeit des Be
schwerde
füh
rers
in Zusammenhang. Bei der Abnahme des Gehörs im tiefen und mittleren Fre
quenzbereich bis 1000 Hz handle es sich um ein unfall- und be
rufsfremdes Ge
schehen. Jener Anteil der Hörstörung, der ursächlich mit der früheren Berufs
tätigkeit in Zusammenhang stehe, erreiche das Ausmass der Er
heblichkeit nicht, weshalb keine Integritätseinbusse vorliege (S. 6 ff.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise auf den Stand
punkt (Urk. 1),
er habe über 25 Jahre unter schlimmen Umständen mit dem Kom
pressor gearbeitet und sei einem unerträglichen Lärm ausgesetzt ge
wesen
.
Indem die Beschwerdegegnerin die Kosten für die Hörgeräte übernehme, hin
ge
gen
einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung verneine, handle sie wider
sprüchlich.
2.3
Streitig und zu prüfen ist demnach der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Spezialärztin FMH für Ohren-, Nasen-, Halskrankhei
ten,
berichtete am 1
1.
Juli 2012 (
Urk.
6/2) und führte aus, dass die ORL-Unter
su
chung einen normalen Befund ergeben habe.
Die Audiometrie zeige eine beid
seitige Innenohrschwerhörigkeit über alle Frequenzen mit besonders be
troffe
nem
Hochtonbereich. Aufgrund der beiliegenden Audiogrammkopien, wel
che zwi
schen
1995 und 2005 erstellt worden seien, könne man eine starke
Ge
hörsver
schlechterung
feststellen. Die jetzige Audiogramm-Kurve weise neben der alters
bedingten Verschlechterung des Gehörs auch eine durch Lärm bedingte
Gehörs
ab
nahme
auf.
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Ohren-, Nasen-, Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie FMH, Versicherungsmediziner der SUVA, berichtete am 2
4.
Oktober 2012 (
Urk.
6/12) und führte aus,
aus der Berufsanamnese gehe her
vor, dass der Beschwerdeführer bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2009 wäh
rend
insgesamt 31 Jahren einem durchschnittlichen Berufslärmbelastungspegel von 90 dB ausgesetzt gewesen sei. Im Rahmen des Audiomobilprogramms sei sein Gehör in den Jahren 1991, 1995 und 2001 kontrolliert worden. Zwischen
1991 und 2001 habe sich eine bilaterale c
5
-Senke weiterentwickelt. Der
Hörver
lust
habe ausschliesslich den Frequenzbereich oberhalb 1000 Hz betroffen. Die aktuelle Messung zeige ebenfalls die ausgeprägte
Senkenbildung
im hohen Fre
quenzbereich, zusätzlich bestehe aber auch ein Hörverlust im tiefen und mittle
ren Frequenzbereich bis 1000 Hz.
Aufgrund der Berufsanamnese und der guten
audiometrischen Dokumentation des Verlaufs der Hörstörung könne gesagt werden,
dass es sich bei diesem Leiden sicher nicht um eine Folge des
Sturzer
eignisses
aus dem Jahr 2001 handle. Hingegen bestehe eine grosse Wahrschein
lichkeit dafür, dass die Schwerhörigkeit ursächlich vorwiegend
,
aber nicht aus
schliesslich
,
mit der früheren Berufstätigkeit des Beschwerd
eführers in Zusam
men
hang stehe. Er empfehle daher, eine Berufskrankheit anzuerkennen. Di
e
di
agnostizierte Schwerhörigkeit gehe jedoch nicht ausschliesslich auf die frühere
Berufstätigkeit zurück. Es könne davon ausgegangen werden, dass es sich bei der
Abnahme des Gehörs im tiefen und mittleren Frequenzbereich bis 1000 Hz um ein unfall- und berufsfremdes Geschehen handle. Jener Anteil der
Hörstö
rung
, der ursächlich mit der früheren Berufstätigkeit des Beschwerdeführers in Zu
sammenhang stehe, erreiche das Ausmass der Erheblichkeit nicht. Eine
In
tegri
tätseinbusse
liege somit nicht vor.
3.3
Dr.
A._
nahm
am 1
9.
Februar 2013
Stellung
(
Urk.
6/21)
und führte aus, dass die Schlussexpertise von
Dr.
Z._
vorliege, wonach die
Hörgeräteversor
gung
erfolgreich habe abgeschlossen werden können. Am
2.
März 2001 habe der
Beschwerdeführer einen Unfall erlitten. Vier Monate nach diesem Unfall sei sein Gehör im Rahmen des Audiomobilprogramms untersucht worden. Der entspre
chen
de Befund vom 1
2.
Juli 2001 zeige, dass das
G
ehör damals im tiefen und mittleren Frequenzbereich normal gewesen sei und ausschliesslich die
Hoch
ton
schwerhörigkeit
mit
Senkenbildung
bestanden habe, welche
ursächlich auf die
Berufstätigkeit des Beschwerdeführers zurückgeführt werden könne. Wie das
Au
dio
gramm
vom
4.
Juli 2012 zeige, müsse sich im weiteren Verlauf zwi
schen Juli 2001 und Juli 2012 das Gehör auch im tiefen und mittleren Fre
quenzbereich an beiden Ohren deutlich verschlechtert haben. Dieser Anteil der
Gehörsver
schlech
terung
sei jedoch weder berufs- noch unfallbedingt. Der durch diesen Anteil der Hörstörung verursachte Anteil der Gehörseinbusse sei daher nicht entschädi
gungs
pflichtig.
3.4
Dr.
A._
berichtete am 1
7.
April 2013 (
Urk.
6/28) und führte aus,
es sei sehr unwahrscheinlich, dass die beschriebene Abnahme des Gehörs im tiefen und mittleren Frequenzbereich nach dem Juli 2001 lärmbedingt sei. Dies lasse sich aus der ISO-Norm 1999:1990 herleiten, in welcher aufgelistet sei, bei welcher Lärmexposition und bei welcher Expositionsdauer in welcher Frequenz mit wel
chem Hörverlust gerechnet werden könne. Diese Liste führe nicht nur Durch
schnittswerte auf, sondern auch die statistische Verteilung des zu erwartenden Hörverlusts von der 1
0.
bis zur 9
0.
Perzentile (S.
2 oben).
Dass der Beschwer
de
führer unter einer berufsbedingten Einbusse des Hörvermögens im hohen Fre
quenzbereich leide, sei unstrittig. Die Schwerhörigkeit des Beschwerdefüh
rers, wi
e
sie sich aktuell darstelle, gehe allerdings ursächlich nicht alleine auf seine früh
ere
Berufstätigkeit zurück. Neben diesem berufsbedingten Anteil der Schwer
hörig
keit bestehe auch eine Hörschwäche im tiefen und mittleren Fre
quenz
bereich, die sich nach 2001 entwickelt habe.
Dieser Anteil sei jedoch be
rufsfremd und wahrscheinlich endogener,
degenerativer Natur. Jener Anteil der Hörstörung, der ursächlich mit der früheren Berufstätigkeit des Beschwerdefüh
rers
in Z
usam
menhang
stehe, erreiche gemäss der Tabelle 12 das Kriterium der Erheblichkeit
nicht. Unter Berücksichtigung des berufsbedingten Anteils der Höreinbusse er
gebe
sich gemäss Tabelle 12 ein Integritätsschaden von 0
%
(S. 3).
4.
4.1
Bei der Beurteilung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine
Integritäts
ent
schädigung
stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die ärztlichen Beurtei
lung
en
durch
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E.
3.2-
3.
4) sowie
durch
Dr.
Z._
(vgl. vorstehend E. 3.1).
Gestützt auf
die Ausführungen von Dr.
A._
ging sie davon aus, dass beim Beschwerdeführer keine entschädigungspflichtige
Integ
ri
tätseinbusse
vorliege
.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die ärztlichen
Beurteilun
gen von
SUVA-Versicherungsmediziner
Dr.
A._
(vorstehend E.
3.
2
-3.
4
) für die
Beantwortung der gestellten Frage umfassend sind. Die Beurteilungen be
rück
sicht
igen die medizinischen
Vorakten
,
und d
ie Darlegung der medizinischen
Befunde sowie deren Beurteilung leuchten ein
. Ausserdem sind die Schlussfol
ge
rungen
nachvollziehbar begründet.
D
ie
Beurteilungen
wurden sodann
in Kennt
nis
der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt und tragen der kon
kre
ten me
dizinischen Situation Rechnung.
So machte der
Versiche
rungs
mediziner
darauf aufmerksam,
dass
der Beschwerdeführer während ins
gesamt 31 Jahren
einem durchschnittlichen Berufslärmbelastungspegel ausge
setzt gewesen sei und
anlässlich der Gehörskontrollen in den Jahren 1991,1995 und 2001 ein
Hörver
lust
im Frequenzbereich oberhalb von 1000 Hz ha
be festgestellt werden können.
Er legte ausserdem plausibel dar, dass
die Schwerhörigkeit im hohen Frequenz
bereich ursächlich vorwiegend mit der früheren Berufstätigkeit des Beschwerde
führers in Zusammenhang stehe, es sich hingegen bei der Abnahme des Gehörs im tiefen und mittleren Frequenzbereich um ein unfall- und berufsfremdes Ge
schehen handle.
Der
Versicherungsmedizi
ner
zeigte zudem in nachvollziehbarer Weise auf, dass
jener Anteil der
Hörstö
rung
, der ursächlich mit der früheren Be
rufstätigkeit des Beschwerdeführers in Zusammenhang stehe, das Ausmass der
Erheblichkeit nicht erreich
t
(vgl. vor
stehend E.
3.2).
Weiter bezog er ausdrück
lich
Stellung zu
r Hörschwäche im tie
fen und mittleren Bereich und führte aus, dass sich diese nach 2001 entwickelt habe
und
wahrscheinlich endogener, degene
ra
tiver Natur sei (vgl. vorstehend E. 3.4).
Seine Stellungnahmen sind in der Da
rlegung
der medizinischen Zusammen
hänge
einleuchtend
und die vorgenommenen Schlussfolgerungen
werden schlüssig und
ausführlich begründet. So zeigte d
er Versicherungsmediziner in nachvoll
zieh
barer Weise auf, dass
es sich bei der Hörstörung nicht um eine Folge des Un
falls vom
2.
März 2001, sondern teilweise um eine Berufskrankheit handle.
Schliesslich begründete er einlässlich und sorgfältig, dass
neben dem berufs
be
dingten Anteil der Schwerhörigkeit auch eine Hörschwäche endogener, degene
ra
tiver Natur bestehe und bezüglich des berufsbedingten Anteils der
Hö
rein
busse
der Integritätsschaden 0
%
betrage.
Die Berichte erfüllen damit die
praxisgemässen
Kriterien (v
gl. vorstehend E. 1.3
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
un
d insbesondere die Ein
schät
z
ung des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung des Beschwerde
füh
rers
darauf abgestellt werden kann.
Zudem wird die Beurtei
lung von Versicherungsmediziner
Dr.
A._
durch den Bericht von
Dr.
Z._
(vgl. vorstehend E. 3.
1
) gestützt; so ging auch diese davon a
us, dass
die jetzige Audiogramm-Kurve
eine altersbedingte
Ver
schlech
te
rung des Gehörs
und
eine lärmbedingte Gehörsabnahme aufweise.
4.3
S
oweit der Beschwerdeführer geltend machte, dass
sich die Beschwerdegegnerin widersprüchlich verhalte, wenn sie die Kosten für ein Hörgerät übernehme, aber keine Integritätsentschädigung ausrichte,
kann dem
nach dem Gesagten
nicht
gefolgt werden
.
So stellte
Dr.
A._
überzeugend dar,
dass
beim Beschwerde
führer neben einer berufsbedingten
Einbusse
des Hörvermögens im hohen Fre
quenzbereich auch eine Hörschwäche im tiefen und mittleren Frequenzbereich
bestehe, die sich nach 2001 entwickelt habe und endogener, degenerativer Na
tur
sei. Somit kann aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die Schwer
hörig
keit als Berufskrankheit anerkannt hat, nicht automatisch ein An
spruch auf eine Integritätsentschädigung abgeleitet werden. Vielmehr wird eine
Inte
gri
tätsentschädigung
nur ausgerichtet, wenn die im Gesetz umschriebenen Voraus
setzungen erfüllt sind (vgl. vorstehend E. 1.1-1.2).
So verlangt
Art.
24
Abs.
1 UVG eine durch Unfall oder Berufskrankheit verur
sachte dauernde er
hebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Integrität. Versicherungsmediziner
Dr.
A._
zeigte unter Bezugnahme
auf die Tabelle 12 nachvollziehbar auf, dass der berufsbedingte Anteil der Schwerhörigkeit des Beschwerdeführers das Kriterium der Erheblichkeit nicht erreiche und sich dies
bezüglich ein Integritätsschaden von 0
%
ergebe
(vgl. vor
stehend E. 3.4).
Dieses Vorgehen von
Dr.
A._
entspricht
Art.
36
Abs.
2 UVG und gibt somit kein Anlass zu Beanstandungen.
Sodann liegen keine anders
lautenden Beurteilungen vor, welche eine abweichende
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen
liessen
.
4.4
Auch s
oweit
der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachver
halt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen, insbe
sondere ein unabhängiges Gutachten in die Wege zu leiten, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Die
Gehörsschädigung
des Beschwer
deführers
wurde
in den Beurteilungen ge
bührend berücksichtigt. Der Beschwerdeführer vermochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreichende medizinische Einschätzungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorliegenden medizinischen
Akten als ausrei
chend. Auf weitere Abklärungen kann deshalb verzichtet wer
den
(
BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d).
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen
sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Einwände brachte er nicht vor.
4.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die überzeugende, nachvollziehbare
und ausführlich begründete Einschätzung
von Versicherungsmediziner
Dr.
A._
abzustellen und von
einem Integritätsschaden von 0
%
auszugehen ist.
Die Verneinung des Anspruchs auf eine
Integritätsentschädigung und damit der angefochtene Entscheid
erweisen sich
als rechtens
, was zur
Abweisung der Beschwerde
führt
.