# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 586679f2-7de9-40f6-ac35-d80a6f567a64
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Gestützt auf einen mündlich geschlossenen Vertrag führte Y. an der Aussenfassade der der A. gehörenden Gewerbehallen 1 und 2 in der Gewerbezone B. (Gemeinde C.) Sanierungsarbeiten aus. Die Arbeiten erfolgten zur Hauptsache in den Monaten Februar und März 2009. Mit Rechnung vom 9. März 2009 verlangte Y. für das Schiften der Aussenfassade und das Anbringen der Putzträgerplatten eine Akontozahlung von Fr. 32'280.-- (inkl. MWST), die beglichen wurde. Zusätzlich zu den vereinbarten Fassadenarbeiten wurde eine Unterkonstruktion an der Giebelwand und eine Restlattung für die anzubringenden Platten vorgenommen. Am 8. September 2009 stellte Y. X. die Schlussrechnung über Fr. 10'119.30 zu.
B. Mit Schreiben vom 23. September 2009 verweigerte X. die Bezahlung des geltend gemachten Restbetrages und forderte seinerseits Y. auf, ihm Fr. 5'262.30 zu bezahlen. Die geltend gemachte Gegenforderung setzte sich aus angeblichen Entsorgungskosten für das in der Gewerbehalle 2 ausgebaute Holzmaterial, Mängelbehebungskosten infolge nicht korrekt ausgeführter Arbeiten (zusätzliche Netzeinlagen wegen zu grosser Abstände der Aquapanels und nachträgliche Leibung), Kosten für das Anbringen einer neuen Fenstersicherung sowie aus angeblichen Kosten im Zusammenhang mit Beschädigungen, die im Zuge der Arbeitsausführung erfolgt sein sollen (unter anderem Reparatur des Staplers und der Aussen-Überwachungskamera) zusammen.
C. Da sich zwischen den Parteien keine einvernehmliche Lösung abzeichnete, reichte Y. am 6. November 2009 beim Kreisamt D. ein Vermittlungsbegehren ein. Nach erfolgloser Sühneverhandlung bezog er am 9. Dezember 2009 den Leitschein mit folgenden klägerischen Rechtsbegehren:
„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 8'752.50 zuzüglich 5% Zins seit 08.10.2009 zu bezahlen.
2. Der Beklagte sei zu verpflichten, die Kosten des Kreispräsidenten D. in der Sache F. (vorläufige Vormerkung von Bauhandwerkerpfandrechten) in Höhe von CHF 495.- (inkl. CHF 145.- Grundbuchgebühren) zu bezahlen und den Kläger für jenes Verfahren ausseramtlich mit CHF 1'785.60 inkl. Mehrwertsteuer zu entschädigen.
3. Das Kreisamt D. sei bei Gutheissung vorliegender Klage gerichtlich anzuweisen, den vom Beklagten sichergestellten Betrag von CHF 8'752.50 dem Kläger im Umfang des gutgeheissenen Betrages an Zahlungsstatt für den Handwerkerlohn direkt auszubezahlen.
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4. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer für vorliegendes Verfahren.“
Das beklagtische Rechtsbegehren lautete auf vollumfängliche und kostenpflichtige Abweisung der Klage, soweit darauf eingetreten werden könne.
D. Mit Prozesseingabe vom 15. Januar 2010 prosequierte Y. die Streitsache an das Bezirksgericht E.. Dabei hielt er an den anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren grundsätzlich fest, reduzierte jedoch die in den Ziffern 1 und 3 der Anträge geltend gemachte Forderung auf Fr. 8'742.50. Mit Prozessantwort vom 11. März 2010 beantragte X. die vollumfängliche Klageabweisung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.
E. Mit Beweisverfügung vom 28. April 2010 bezeichnete der Bezirksgerichtspräsident E. die zu den Verfahrensakten zu nehmenden Urkunden sowie die als relevant zu erklärenden Zeugen. Zudem wurde aus den Händen von X. die Edition des Protokolls betreffend Bauabnahme und sämtlicher von diesem eingeholter Offerten betreffend Mulden verfügt. Da X. die geforderten Dokumente nicht innert gesetzter Frist edierte, wurde er am 25. Mai 2010 nochmals aufgefordert, die entsprechenden Unterlagen bis zum 7. Juni 2010 einzureichen. Mit Schreiben vom 7. Juni 2010 liess X. verlauten, eine Bauabnahme sei gar nicht erfolgt. Sodann hätten mangels Verfügbarkeit keine anderweitigen Grossmulden beschafft werden können.
F. Mit Urteil vom 21. Oktober 2010, mitgeteilt am 11. Mai 2011 erkannte das Bezirksgericht E. wie folgt:
„1.Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger Fr. 8'742.50 nebst Zins zu 5% seit 6. November 2009 zu bezahlen.
2. Zudem hat der Beklagte die Kosten des Kreispräsidiums D. im Zusammenhang mit der vorläufigen Vormerkung des Bauhandwerkerpfandrechts (Verzeichnis Nr. F.) vollumfänglich zu übernehmen und dem Kläger den Betrag von Fr. 247.50 zu erstatten.
3. Das Kreisamt D. wird nach Rechtskraft dieses Urteils verpflichtet, dem Kläger Y. direkt den von X. im Verfahren Verzeichnis Nr. F. (Y. / X. betreffend vorläufige Vormerkung eines Bauhandwerkerpfandrechtes) hinterlegten Betrag von Fr. 8'742.50 auszubezahlen.
4. Die Kosten des Bezirksgerichts E., bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von CHF 3'600.00
- einer Schreibgebühr von CHF 974.90
- Barauslagen von CHF 425.10
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total somit CHF 5'000.00
gehen zu 1/5 zu Lasten des Klägers und zu 4/5 zu Lasten des Beklagten.
Ausseramtlich hat der Beklagte den Kläger mit CHF 4'288.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations