# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a741e548-e294-4306-8056-66a8a3c5f781
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
absolvierte die Ausbildung zur Sozialpädagogin (HFS) an der Schu
le für Sozialarbeit
D._
. Seither
begleitet
sie
als Sozialpädagogin
E._
Familien in ihrer Landessprache und ist zudem im Bereich transkulturelle Arbeit tätig (
Urk.
8/3). Am 2
3.
Juni 2013 meldete sie sich als
Selbständigerwer
bende
„im Nebenamt“ bei der Ausgleichskasse der Sozialversicherungsanstalt
des Kanto
ns Zürich mittels entsprechenden
Fragebogen
s
an (
Urk.
8/1). Nachdem
X._
die verlangten diversen Unterlagen
der Ausgleichskasse
einge
reicht hatte, gelangte diese zum Schluss, dass „Anschluss und Registrierung als
Selbständigerwerbende
nicht möglich“ seien und wies das en
tsprechende Ge
such mit Verfügung vom
4.
Februar 2014
ab. Gleichzeitig hob sie die
(
Akon
t
o
-)
Beitrags
v
erfügun
gen
vom 2
7.
Dezember 2013 für die Jahre 2012 und 2013 und die Verfügung vom 2
7.
Januar 2014 für das Jahr 2014 deshalb ersatzlos auf (
Urk.
8/14 S. 2
und Urk. 37/1-2
).
Gegen die Verfügung vom
4.
Februar 2014 erhob
X._
Einsprache (
Urk.
8/
17). M
it
Einspracheentscheid
vom 2
2.
Mai 2014 (
Urk.
8/34)
wies die Ausgleichskasse diese
ab.
2.
Mit Beschwerde vom 2
3.
Juni 2014 (
Urk.
1) gelangte
X._
daraufhin
an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und beantragte, es sei der
Einspracheentscheid
vom
2
2.
Mai 2014
aufzuheben
und sie als
Selbständiger
werbende
ab
1.
Januar 2012 zu registri
e
ren.
In der Begründung legte sie detail
liert dar, weshalb bei gesamthafter Betrachtung ihrer Tätigkeit die Elemente für eine selbständige Erwerbstätigkeit überwiegen würden. Die Ausgleichskasse
ver
trat demgegenüber in d
er Vernehmlassung vom 3
1.
Juli 2014 die gegentei
lige Ansicht und
stellte den Antrag auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7).
Weil das vom hiesigen Gericht zu fällende Urteil auch Rechtswirkungen gegen
über dem Verein
Y._
, der Gemeinde
Z._
und den Städten
A._
und
B._
, für welche die Beschwerdeführerin in der fraglichen Zeit tätig gewesen war, entfalten werde, lud das Gericht sie mit Verfügung vom 1
2.
März 2015 (
Urk.
10) zum Prozess bei. Ebenfalls beigeladen wurde die Gemeinde
C._
(Verfügung vom 1
1.
Juni 2015
,
Urk.
28
).
Nur die Beigeladenen Stadt
A._
und Stadt
B._
liessen sich in der Folge vernehmen (
Urk.
20 bzw.
Urk.
25). Die Beschwerdeführerin liess dem Gericht
überdies weitere Eingaben mit Unter
lagen (vom 1
5.
April 2015 [
Urk.
18 und 19], und vom 1
0.
September 2015 [
Urk.
33
und 34]
) zukommen.
Auf entsprechende Anfrage des Gerichts ergänzte die Beschwerdegegnerin
ihre
Akten am
9.
Mai 2016 mit den
(
Akonto
-)
Beitragsv
erfügungen vom 2
7.
Dezem
ber 2013 für die Jahre 2012 und 2013 und
vom 2
7.
Januar 2014 für das Jahr 2014 (
Urk.
36 und 37/1-2).
3.
Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegnerin sowie der Beigeladenen ist, soweit für den Entscheid erford
erlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
49
Abs.
2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozi
al
versicherungsrechts
[
ATSG
]
ist dem Begehren um Erlass einer
Feststel
lungs
verfügung
zu entsprechen, wenn die gesuchstellende Person ein schützenswer
tes Interesse glaubhaft macht. Zur Zulässigkeit von Feststellungsverfügungen über das Beitragsstatut von versicherten Personen hat das Bundesgericht in seiner bisherigen Rechtsprechung festgehalten, dass das Beitragsstatut für sich
al
lein zum Gegenstand einer Kassenverfügung gemacht werden kann, sofern ein schutzwürdiges Interesse an seiner vorgängigen Abklärung besteht. Diesen Fall erachtete das Gericht als gegeben bei komplizierten Verhältnissen, wo der mit der Abrechnung über paritätische Beiträge verbundene Arbeitsaufwand oft nur dann zumutbar ist, wenn bereits feststeht, dass eine unselbständige Erwerbstä
tigkeit ausgeübt wird und die als Arbeitgeber angesprochene Person wirklich abrechnungs- und beitragspflichtig ist. Als ausnahmsweise zulässig wurde ein vorgängiger Entscheid über das Beitragsstatut von versicherten Personen des Weitern betrachtet bei einer grossen Zahl von Versicherten und wenn die Rechtsfrage nach dem Beitragsstatut wegen besonderer Verhältnisse neuartig ist (BGE 131 V 97 E. 1, 129 V 289 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.2
Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger richtet sich un
ter anderem danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum erzielte
Erwerbsein
kommen
als solches aus selbständiger oder aus unselbständiger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist (
Art.
5 und 9
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hin
terlassenenversicherung
[
AHVG
]
sowie
Art.
6 ff.
der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
[
AHVV
]
). Nach
Art.
5
Abs.
2 AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; als Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit gilt nach
Art.
9
Abs.
1 AHVG jedes Einkom
men, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt.
Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirt
schaftlicher beziehungsweise arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt.
Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftli
chen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zutage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen (BGE 123 V 161 E. 1, 122 V 169 E. 3a, 283 E. 2a, 119 V 161 E. 2 mit Hinweisen).
2.
Strittig und
folglich
vom hiesigen Gericht zu entscheiden ist, ob
dem Begehren der Beschwerdeführerin um Anschluss und Registrierung als
Selb
ständiger
werbende
in Bezug auf ihren
Nebenberuf als sozialpädagogische Be
gleiterin für
(vorwiegend)
E._
Familien
, Jugendliche und Kinder
, welche Tätigkeit sie für diverse Stellen der öffentlichen Hand (siehe Beig
eladene 2-5) ausübt, statt
zugeben
ist.
Daneben bietet die Versicherte auch Workshops,
El
ternbildungs
veranstaltungen
sowie Veranstaltungen für Fach- und Lehrperso
nen an (zum
Ganzen siehe
Urk.
1 S. 2
–6
).
Grundlagen des zu f
ällenden Urteils sind die Vor
bringen der Parteien und Beigeladenen,
diverse Abrechnungen und Bestäti
gungen (
Urk.
3/6
-13
);
Verträge liegen hingegen keine vor.
3.
Die Beschwerdegegnerin listet in ihrem
Einspracheentscheid
(
Urk.
8/34 S. 2) die – der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherung über den massgeben
den Lohn in der AHV, IV und EO (WML) en
tnommenen bzw. dort
aufgeführten - Merkmale für das Bestehen eines Unternehmerrisikos (
WML
Rz
.
1014
)
und eines Abhängigkeitsverhältnisses (
WML
Rz
.
1015
)
auf
.
Dann führt sie aus, die er
teilten Aufträge würden sich auf eine konkrete sozialpädagogische Situation be
ziehen, in welcher zum gegebenen Zeitpunkt planmässig die verlangte Bera
tung, Betreuung oder Bildung im Rahmen der Erziehungs-, Jugend- und Fami
lienberatung zu erbringen sei. Da die Familienberaterin aufgrund ihrer bis
he
rigen Erfahrung und ihren Fachkenntnissen beauftragt worden sei
(vgl. Be
stä
tigung der
F._
vom 2
4.
Juli 2013;
Auf
trags
bestätigungen der Kinder-
und Jugendhilfezentren
G._
und
H._
)
,
gin
gen die Auftraggeberinnen von der persönlichen Aufgabenerfüllung durch die Beschwerdeführerin aus. Für die in einem vorbestimmten Zeitraum zu einem im Voraus bestimmten Thema zu erbringende Dienstleistung werde ihr die Infra
struktur zur Verfügung gestellt und sie habe über den Verlauf bzw. den Aus
gang einen Zwischen- und Abschlussbericht zu erstatten (
Urk.
8/34 S. 3).
Entgegen der Meinung der Besch
w
erdege
gnerin dräng
t sich
a
us
diese
n
Aus
füh
runge
n
der Schluss auf
eine
unselbständige Erwerbstätigkeit
nicht auf
.
D
ie er
wähnte Beauftragung der Beschwerdeführerin in ausgesuchten (Einzel-)fällen
aufgrund ihrer speziellen Berufskenntnissen/Erfahrung
(
deshalb
persönliche
Auf
gabenerfüllung
) deutet vorliegend
eher auf eine selbständige Tätigkeit bzw. einen A
uftrag im eigentlichen
(obligationenrechtlichen)
Sinne
hin
. Dass die
Familienbegleitung üblicher
weise
in der Wohnung der betreffenden Familie stattfindet
sowie
bezüglich Bil
dung das Thema vorgegeben ist und
jeweils
in
einem
von der Auftraggeberin
zur Verfügung gestellten Raum
stattfindet, die Beschwerdeführerin somit über keine eigenen Geschäftsräumlichkeiten verfügt,
ändert daran nichts. Denn Ers
teres ergibt sich aus der Natur der Arbeit (
Familienbegleitung) und L
etzteres daraus, dass die Beschwerdeführerin
natur
ge
mäss
nur für Bildungsangebote
bzw. Themen
angefragt wird, die ihrer spe
ziel
len fachlichen Kompetenz entspre
chen (
u.a.
Sozialpädagogik, Migration
s
fragen,
E._
S
prache); der Ort ergibt sich häufig zwangsläufig
aus
dem Angebot.
Dies
zeigt
sich
gerade auch bei der
oben bereits erwähnten
F._
,
wobei
das dortige Team
(wozu die Beschwer
deführerin nicht gehört)
„im
Auftragsver
hältnis
mit interkulturellen Vermit
tle
rinnen und Vermittlern zusammen
arbeitet
, die sich sowohl in der Community ihrer Landsleute als auch in der Schwei
zer Gesellschaft gut auskennen“, und z
u den A
ngeboten dieses Vereins
u.a. „Informationsveranstaltungen in
Migrations
vereinen
- und -organisationen, Treff
punkten, Begegnungszentren, relig
iösen Ein
richtungen, an Schulen (z.B. Elternabende) und bei weiteren
Institutionen in verschiedenen Sprachen“
gehö
ren
.
Wenn nun die Beschwerdegegnerin
ausführt, die Beitragspflichtige
erbringe
die gemäss Auftrag umschriebenen Dienstleis
tungen nicht in ihren eigenen Ge
schäftsräumen
, sondern
sie
sei
für i
hre Beratung auf die Infrastrukt
ur am
Ar
beitsort
angewiesen
, und daraus
auf eine unselbständige
Erwerbstätigkeit schliess
t, so kann dieser Argumentation nach dem Gesagten nicht gefolgt wer
den
.
Bezüglich der
einspracheweise
geltend gemachten Kosten und Investitionen hat die Beschwerdegegner
in zutreffend dargelegt, dass sie beitragsrechtlich nicht von entscheidender Relevanz sind (
siehe
Einspracheentscheid
,
Urk.
8/34 S.
3). Denn rechtsprechungs- und praxisgemäss erfordern Tätigkeiten wie sie die Be
schwerdeführerin ausführt, naturgemäss kaum „erhebliche Investitionen“ und das Abhängigkeitsverhältnis tritt in den Vordergrund (so auch WML
Rz
. 1018).
Ein Abhängigkeitsverhältnis sieht die Beschwerdegegnerin darin gegeben, dass die Beschwerdeführerin regelmässig über den Stand ihrer Tätigkeit Bericht zu erstatten habe
.
Zudem werde sie nicht für die erbrachte Arbeit als solche, son
dern für die geleisteten Arbeitsstunden entschädigt
. Erwähnt wird in diesem Zusammenhang auch die
„
Einbindung in die Organisation und den gesetzlichen Rahmen des Kinder- und
Jugendhilfegesetzes
, Vereinsstatuten bzw. den Leis
tungsauftrag der Gesundheitsdirektion
“
(
Urk.
8/34 S. 3 und 4).
Aus den
in den Akten vorhandenen Abrechnungen der Beschwerdeführerin geht hervor, dass sie jeweils die für die pädagogische Familienbegleitung aufgewen
deten Stunden
bzw. sog. Zeittarife (vgl.
Urk.
1 S. 3 oben)
inklusive der für die Vor- und Nachbereitung sowie
für
den Weg benötigte Zeit in Rechnung gestellt hat (so
Urk.
3/9 und
11a). Daraus abzu
leiten, sie werde nicht für
erbrachte Arbeit, sondern nur für geleistete Arbeitsstunden entschädigt, ist somit
gerade
nicht zutreffend
. Dass sie Zwischen- und Endberichte zu Händen des Auftrag
gebers erstatten muss, ist richtig, hat aber vor allem darin seinen Grund, dass dieser die Infor
mationen braucht, um eine allfällige Weiterführung der Mass
nahme bei der vorgesetzten Stelle zu beantragen
(so explizit
Urk.
3/11), und hat
nichts mit ei
ner arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit im AHV-rechtlichen Sinn
zu tun. Dass die Familienbegleitung im gesetzlichen Rahmen des Kinder- und
Jugend
gesetzes
(KJHG, LS 852.1) zu erfolgen hat – damit dürfte gemeint sein, die Be
schwerdeführerin habe sich an die gesetzlichen Vorschriften dieses Ge
setzes zu
halten
– ist eine S
elbstverständlichkeit und taugt nicht als
Kriterium für die Ab
grenzung der unselbständigen von der selbständigen Tätigkeit.
Gemäss
Rz
. 1015 WML kommt das wirtschaftliche bzw. arbeitsorganisatorische Abhängigkeitsverhältnis Unselbständiger namentlich zum Ausdruck beim Vor
handensein eines Weisungsrechts, eines Unterordnungsverhältnisses, der Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung, eines Konkurrenzverbots und einer Prä
senz
pflicht. Dass der Beschwerdeführerin von den Auftraggebern jeweils Weisungen erteilt würden, wie sie die
einzelnen
Familienbegleitungen
konkret
durc
hzuführen habe, bringt die
Beschwerdegegnerin
nicht vor und findet auch
keine Stütze in den Akten
(siehe hierzu
Urk.
34/2).
Und i
nwiefern ein
Unterord
nungsverhältnis
, ein Konkurrenzverbot und eine
Präsenzpflicht vorliegen
, ist
nicht ersichtlich; b
ezüglich der persönliche
n Aufgabenerfüllung kann auf das bereits Ausgeführte
in
obigen Erwägungen
verwiesen werden.
Zusam
mengefasst ist folglich
die Tätigkeit
(im Nebenerwerb)
, die die Beschwer
deführerin im Rahmen von Familienbegleitungen (für die Beigeladenen
2-5) aus
führt,
als selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren.
Dasselbe trifft ebenfalls auf
die für die
F._
erbrachten Leistungen
zu
.
4.
Die Beschwerdegegnerin erwähnt in ihrem
Einspracheentscheid
überdies auch den Verein
Y._
(
Urk.
3/34 S. 5; Beigeladene 1)
.
Bezüglich dieser Tätigkeit scheint die Beschwerdeführerin den
unselbständige
n
Status
zu akzeptieren
(
siehe
Urk.
8/1/5
).
D
ie Beschwerdeführerin
hat
Einsitz
im Vorstand des Vereins bzw. wird in des
sen Statuten
(
sogar
)
als „Leiterin
Y._
“ erwähnt
.
E
inem Schreiben vom
2
4.
Januar 2013 (
Spesenentschädigung für Monat Dezember,
Urk.
3/7
, siehe auch
Urk.
8/1/8
)
ist zu entnehmen
, dass
gemäss
Vorstandsbeschluss vom
5.
Septem
ber 2012
die Beschwerdeführerin
eine monatliche
Spesenentschädi
gung
von
Fr.
500.-- für ihre soziokulturellen Leistungen im Rahmen des Vereins
Y._
erhä
lt
, womit grundsätzlich von einer unselbständigen Erwerbstätig
keit auszugehen ist. Dass die Beschwerdeführeri
n
in
ihrer Betriebsrechnung
für das
Jahr 2012 (
Urk.
3/5)
Fr.
6‘000.--
vom Verein
Y._
(Januar – Dezember 2012)
als Ertrag
auf
führt, ändert daran nichts, lässt sie doch
i
m
Beilagenver
zeichnis
zur Beschwerdeschrift
in Ziffer 7 dazu
ausführen
: „Rechnung Verein
Y._
vom 2
4.
Januar 2013: Hier handelt es sich nicht um Spesen oder Pauschalspesen sondern eindeutig um Honorar. Spesen konnte Frau
X._
zu
sätzlich dem
Ve
rein verrechnen. Auskunft Frau
I._
Verein
Y._
“
(
so
gleichlautend Einsprache vom
5.
März 2014,
Urk.
8/17 S. 3)
.
Und i
m Schreiben vom 2
3.
August 2013 durch den damaligen Rechtsvertreter liess die Beschwer
deführerin
der
Beschwerdegegnerin Folgendes mitteilen: „
Die Entschädigung von CHF
6000 jährlich übersteigt den normalen Spesenbetrag. Somit handelt es sich bei der Entschädigung nicht um Spesen sondern um Lohn. Die Kassiererin des Vereins Frau
I._
ist sich darüber im
klaren
, dass Sie diese Entschädi
gung als Lohn hätte abrechnen müssen. Dies wird in Zukunft auch so gemacht“
(
Urk.
8/1/5).
Für das
Geschäftsjahr 2013
(
Urk.
19) verbuchte
die Beschwerde
führerin
keine
Einnahmen
vom Verein
Y._
mehr
.
Es kann folglich davon
ausgegangen we
rden, dass sie den Status als
Unselbständigerwerbende
diesbe
züglich akzeptiert hat. Jedenfalls ist ihre Beschwerde in diesem Punkt abzuwei
sen.
5.
Na
ch dem Gesagten ist
somit
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 2
2.
Mai 2014 mit der Fest
st
el
lung,
dass der Beschwerdeführerin
Anschluss und
Registrierung als
Selb
ständi
g
erwerbende
im Sinne der Erwägung 3
zu gewähren
ist, abzuändern
.
Bezüg
lich ihrer Tätigkeit für den Verein
Y._
ist die Beschwerde hingegen
ab
zuwei
sen.
6.
Die teilweise obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine
Prozessent
schädigung
. Dies
e ist auf
Fr.
2‘000.--
festzulegen und ausgangsgemäss der
Be
schwerdegegnerin
aufzuerlegen.