# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 31d697ae-873e-58d4-aa70-e9586120faf1
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
1. Der Beschwerdeführer ist Landwirt. Sein Landwirtschaftsbetrieb liegt auf der Parzelle
Wohlen Grundbuchblatt Nr. B._. Die Parzelle befindet sich in der
Landwirtschaftszone nördlich der Ortschaft Uettligen. Der Hof umfasst ein Wohnhaus mit
Scheune, einen Pferdestall und eine Remise. Dem Beschwerdeführer gehören weitere
landwirtschaftliche Grundstücke, unter anderen die Landparzelle Nr. C._ und die
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Waldparzelle Nr. D._. Diese liegen rund 800 m westlich vom Betriebszentrum
entfernt. Die direkteste Verbindung zwischen dem Betrieb und den Parzellen Nr.
C._ und Nr. D._ führt über den E._weg. Er mündet auf der Höhe
des H._quartierts in die F._strasse1. Der E._weg ist teilweise
eine Naturstrasse und als selbständige Strassenparzelle (Wohlen Grundbuchblatt Nr.
G._) ausgeschieden. Die Gemeinde Wohlen ist Eigentümerin der Strassenparzelle
und plant, den bestehenden Anschluss des E._wegs an die F._strasse
aufzuheben und rund 150 m nach Nordosten zu verlegen. Dagegen erhob der
Beschwerdeführer erfolglos Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 24. Januar 2017 erteilte
das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland für das Strassenbauvorhaben die Bau- und
das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) die Ausnahmebewilligung für das Bauen
ausserhalb der Bauzone.
2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 21. Februar 2017 Beschwerde bei der
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Der Beschwerdeführer
verlangt vor allem, es sei mit dem Entscheid über die Umlegung des E._wegs
zuzuwarten, bis ein definitiver Entscheid über die geplante Signalisation
(Verkehrsmassnahmen) im H._quartier vorliege. Zudem stellt der
Beschwerdeführer die Zweckmässigkeit der geplanten Umlegung des E._wegs
infrage.
3. Die Gemeinde Wohlen beantragt in ihrer Stellungnahme vom 28. Februar 2017 die
Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen Gesamtentscheids
vom 24. Januar 2017. Auch das AGR schliesst in seiner Stellungnahme vom 6. März 2017
auf Abweisung der Beschwerde. Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland teilte mit
Schreiben vom 10. März 2017 unter Verweis auf die Akten mit, dass es auf das Einreichen
einer förmlichen Vernehmlassungseingabe verzichte.
1 Kantonsstrasse Nr. 235.4 Innerberg - Säriswil - Ortschwaben - Kirchlindach - Oberzollikofen
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4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, führte den
Schriftenwechsel durch und holte beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland die
Baubewilligungsakten ein. Danach führte es im Beisein der Parteien und einer Vertreterin
des AGR eine Instruktionsverhandlung durch. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zum
Protokoll der Instruktionsverhandlung und zum Sistierungsantrag des Beschwerdeführers
zu äussern. Davon machten der Beschwerdeführer und die Gemeinde Gebrauch. Auf die
Rechtsschriften sowie auf das Ergebnis der Instruktionsverhandlung wird, soweit für den
Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG3. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann
er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel
angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im
vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide
können nach Art. 40 Abs. 1 BauG4 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei
der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen
den Gesamtentscheid zuständig.
b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in
Verbindung mit Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Vorinstanz bejahte die Einsprachelegitimation
des Beschwerdeführers. Sie führte im angefochtenen Entscheid aus, der
Beschwerdeführer besitze in der J._ das Grundstück Nr. I._. Um auf
direktem Weg von seinem Landwirtschaftsbetrieb K._ 1 zu seinem
Landwirtschaftsland in der J._ zu gelangen, befahre er mit landwirtschaftlichen
Fahrzeugen den E._weg. Er sei somit einerseits als Nachbar aber auch als
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191) 3 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 4 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)
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regelmässiger Benutzer des E._wegs mehr als jedermann betroffen vom
Bauvorhaben.
c) Einspracheberechtigt sind gemäss Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG Personen, die durch
ein Bauvorhaben unmittelbar in eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen sind. Nach
Lehre und Rechtsprechung ist eine Person in schutzwürdigen Interessen berührt, wenn sie
durch ein Bauvorhaben in höherem Mass als die Allgemeinheit betroffen ist und zum
Streitgegenstand eine besondere Beziehungsnähe hat. Naturgemäss stehen die Nachbarn
des Baugrundstücks in einer besonders nahen Beziehung zur Streitsache des
Baugrundstücks. Die Einsprachebefugnis des Nachbarn ist in der Regel zu bejahen, wenn
dessen Liegenschaft unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt oder allenfalls nur durch
einen Verkehrsträger davon getrennt wird.5 Nach der bundesgerichtlichen Praxis sind
Nachbarn im Abstand von etwa 100 m in der Regel noch zu Beschwerden gegen
Bauvorhaben legitimiert.6 Vorliegend kann der Beschwerdeführer nicht als Nachbar
bezeichnet werden. Die Distanz von seiner Wohnliegenschaft zum geplanten Bauvorhaben
beträgt über 700 m; dazwischen befinden sich mehrere Parzellen mit Gebäuden (z.B.
Parzellen Wohlen Grundbuchblatt Nrn. L._ und M._). Auch führt der
Beschwerdeführer aktiv keinen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb mehr. Er erklärte an
der Instruktionsverhandlung, er habe die landwirtschaftlichen Parzellen seinem Neffen
abgetreten. Er helfe aber in der Landwirtschaft aus, solange es ihm seine Gesundheit
erlaube. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer problemlos über die N._strasse
zu seinen Parzellen gelangen kann; der E._weg ist nicht die einzig mögliche
Erschliessung der Parzellen. Bei dieser Ausgangslage ist der Beschwerdeführer entgegen
der Auffassung der Vorinstanz vom Bauvorhaben nicht besonders betroffen. Auf die
Beschwerde kann nicht eingetreten werden. Selbst wenn auf die Beschwerde eingetreten
werden könnte, wäre sie, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, unbegründet.
2. Sistierung
a) Die Gemeinde plant, das westliche Teilstück des E._wegs umzulegen und
den Anschluss an die F._strasse um rund 150 m nach Nordosten in Richtung
5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art.  N. 16 und 17. 6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 35-35c N. 17a.
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Uettligen zu verschieben. Ziel der Umlegung ist es, den landwirtschaftlichen
Durchgangsverkehr nicht mehr direkt durch das Wohnquartier J._ zu leiten. Dies
soll einerseits die Verkehrssicherheit innerhalb des H._quartiers verbessern.
Andererseits sollen mit der neuen Linienführung des E._wegs die Lärm- und
Staubimmissionen im H._quartier reduziert werden.
b) Neben der Umlegung des E._wegs soll bei der westlichen Ein- und Ausfahrt
aus dem H._quartier in die F._strasse auf der Höhe E._weg die
Signalisation geändert werden. Die Gemeinde verfügte in einem separaten
verwaltungsrechtlichen Verfahren eine neue Signalisation (Verkehrsmassnahme).7 Weil die
Sichtweiten ungenügend sind, soll die Ausfahrt vom H._quartier in die
F._strasse untersagt werden. Diese Verkehrsmassnahme dient der
Verkehrssicherheit auf der F._strasse. Gegen die neue Signalisation, d.h. die
Verkehrsmassnahme, wurde beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland ebenfalls
Beschwerde erhoben. Dieses Verfahren ist zurzeit beim Regierungsstatthalteramt Bern-
Mittelland noch hängig.
c) Der Beschwerdeführer beantragt, mit der Umlegung des E._wegs sei
zuzuwarten, bis ein Entscheid über die geplante Signalisation bei der Ausfahrt aus der
J._ in die F._strasse vorliege. Verfahrensrechtlich handelt es sich um
einen Sistierungsantrag. Die Verfahrensbeteiligten erhielten mit Instruktionsverfügung vom
24. März 2017 Gelegenheit, sich zur Sistierung zu äussern. Die Gemeinde lehnt eine
Sistierung ab. Das AGR und das Regierungsstatthalteramt haben sich zur Frage der
Sistierung nicht geäussert.
d) Die instruierende Behörde kann von Amtes wegen oder auf Antrag das Verfahren
einstellen oder sistieren, wenn dessen Ausgang vom Entscheid eines andern Verfahrens
abhängt oder wesentlich beeinflusst wird oder wenn im andern Verfahren über die gleiche
Rechtsfrage zu befinden ist (Art. 38 Abs. 1 VRPG8).
e) Die Voraussetzungen nach Art. 38 Abs. 1 VRPG für eine Sistierung des
Beschwerdeverfahrens sind hier nicht erfüllt: Der Verfahrensausgang über die Umlegung
des E._wegs hängt nicht vom Verfahrensausgang über die Signalisation ab. Die
7 Vgl. Signalisationsplan "Einfahrt verboten" Langematte vom 24. Februar 2016 im Mst. 1:500 als Beilage zur Eingabe der Gemeinde vom 13. März 2017 8 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
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beiden Massnahmen, d.h. die Umlegung des E._wegs und die Signalisation bei
der Ausfahrt J._, lassen sich unabhängig voneinander realisieren. Dass zwischen
den beiden Massnahmen kein rechtlich relevanter Sachzusammenhang besteht, kommt
auch durch die unterschiedlichen Ziele der Massnahmen zum Ausdruck: So bezweckt die
Umlegung des E._wegs die Erhöhung der Verkehrssicherheit innerhalb des
Wohnquartiers und die Reduktion der Lärm- und Staubimmissionen. Demgegenüber soll
mit der neuen Signalisation die Verkehrssicherheit im Bereich der Ausfahrt J._ in
die F._strasse erhöht werden. Es besteht somit keine gegenseitige Beeinflussung.
Auch stellen sich in beiden Verfahren nicht die gleichen Rechtsfragen. Der
Beschwerdeführer bringt keine stichhaltigen Argumente vor, die hier für eine Sistierung des
Beschwerdeverfahrens sprechen. Aus rechtlicher Sicht besteht keine Veranlassung, das
Beschwerdeverfahren zu sistieren, bis ein Entscheid über die Signalisation vorliegt. Der
Sistierungsantrag des Beschwerdeführers ist abzuweisen.
3. Zweckmässigkeit der neuen Linienführung
a) Umstritten ist zudem, ob die Umlegung des E._wegs zweckmässig ist. Der
E._weg ist eine ca. 490 m lange Strasse. Gemäss dem Verkehrsrichtplan
"motorisierter Individualverkehr" der Gemeinde Wohlen vom 3. November 2009 handelt es
sich beim E._weg um einen Weg ohne Erschliessungsfunktion. Er dient in erster
Linie der Bewirtschaftung des umliegenden Landwirtschaftslandes. Nach den
Ausführungen der Gemeinde soll der E._weg teilweise auch als Abkürzung oder
Schleichweg nach Meikirch genutzt werden. Der E._weg mündet im Osten in die
N._strasse und im Westen in die F._strasse. Dort befindet sich ebenfalls
die Ein- und Ausfahrt in das H._quartier. Heute leitet der E._weg den
landwirtschaftlichen Verkehr direkt durch das H._quartier weiter in den
P._weg oder auf die F._strasse in Richtung Birchi-Säriswil, wo sich
diverse landwirtschaftsnahe Betriebe und Dienstleister befinden. Bei trockener Witterung
führt der Verkehr auf dem E._weg im angrenzenden Wohnquartier zu
Staubimmissionen.
b) Bauvorhaben sind nach Art. 2 Abs. 1 BauG zu bewilligen, wenn sie den bau- und
planungsrechtlichen Vorschriften und den nach anderen Gesetzen im
Baubewilligungsverfahren zu prüfenden Vorschriften entsprechen, die öffentliche Ordnung
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nicht gefährden und wenn ihnen keine Hindernisse der Planung im Sinne der Art. 36 und
62 BauG entgegenstehen.
c) Nach den Akten stehen die betroffenen Fachämter dem Vorhaben positiv gegenüber:
Das AGR erteilte mit Verfügung vom 16. Dezember 2016 die Ausnahmebewilligung nach
Art. 24c RPG9. Im Amtsbericht vom 15. September 2016 stellte der Oberingenieurkreis II
(OIK II) den Antrag, die erforderliche Strassenanschlussbewilligung könne erteilt werden. In
den Akten finden sich keine Anhaltspunkte und es wird vom Beschwerdeführer auch nicht
behauptet, dass die Umlegung des E._wegs in Widerspruch zu den bau- und
planungsrechtlichen Vorschriften steht. Der angefochtene Gesamtentscheid des
Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland wäre somit nicht zu beanstanden.
d) Die Planung, der Bau und der Betrieb von Gemeindestrassen ist Sache der
Gemeinde (Art. 41 SG10). Beim geplanten Umbau des E._wegs steht der
Gemeinde ein grosser Ermessensspielraum zu. Zudem geht es hier um die Würdigung von
örtlichen Verhältnissen, die die kommunalen Behörden besser kennen und überblicken.
Die BVE als Rechtsmittelinstanz auferlegt sich bei der Beurteilung solcher
Angelegenheiten praxisgemäss eine gewisse Zurückhaltung. Vorliegend sind die Gründe
der Gemeinde für die Umlegung des E._wegs plausibel und nachvollziehbar: Es
soll damit die Verkehrssicherheit innerhalb des Wohnquartiers J._ erhöht sowie
die Lärm- und Staubimmissionen verringert werden. Demgegenüber steht das Interesse
des Beschwerdeführers an einer möglichst direkten und einfachen Verbindung zu seinen
Land- und Waldparzellen westlich der F._strasse. Durch die geplante Umlegung
und die neue Einmündung in die F._strasse verlängert sich zwar der Weg des
Beschwerdeführers zu seiner Landparzelle Nr. C._. So muss er ca. 150 m länger
auf der Kantonsstrasse fahren. Die Anfahrt zur Waldparzelle Nr. D._ wird
demgegenüber nur unwesentlich länger. Der neue Strassenanschluss leitet den Verkehr
zudem direkt auf den P._weg und führt nicht mehr durch die Quartierstrasse
J._. Das wirkt sich für den Beschwerdeführer sogar positiv aus, da ausserhalb von
Wohnquartieren erfahrungsgemäss mit weniger heikleren Verkehrssituationen zu rechnen
ist. Zutreffend verweist der Beschwerdeführer auch daraufhin, dass durch die Umlegung
des E._wegs der gesamte landwirtschaftliche Verkehr auf dem E._weg in
Richtung Birchi-Säriswil rund 150 m früher auf die Kantonsstrasse verlagert wird.
9 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) 10 Strassengesetz vom 4. Juni 2008 (SG; BSG 732.11)
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Angesichts der Gesamtdistanz von rund 1.8 km auf der Kantonsstrasse bis Birchi-Säriswil
fällt das aber kaum ins Gewicht. Durch die neue Linienführung wird die
bestimmungsgemässe Nutzung des E._wegs weder verunmöglicht noch in
unzumutbarer Weise erschwert. Von einer Unzweckmässigkeit kann unter diesen
Umständen nicht gesprochen werden. Kommt dazu, dass der Beschwerdeführer keinen
Anspruch darauf hat, dass ein Strassenanschluss unverändert bleibt und dass er auf dem
kürzesten und einfachsten Weg zu seinen Land- und Waldparzellen gelangen kann. Soweit
der Beschwerdeführer Einwände zugunsten anderer Landwirte und möglicher
Benutzerinnen und Benutzer des E._wegs vorbringt, ist festzuhalten, dass er, falls
auf seine Beschwerde hätte eingetreten werden können, nur seine eigenen Interessen
wahren könnte, nicht aber diejenigen anderer (potentiell) Betroffener.
e) Nach dem Gesagten wäre die Beschwerde somit abzuweisen. Anzumerken ist, dass
sich nach den Akten auch das Departement Bau und Planung der Gemeinde Wohlen
positiv zum Vorhaben äusserte und die Darstellungen des federführenden Departements
Gemeindebetriebe zum Stassenbauvorhaben vorbehaltslos stützte.
4. Kosten
a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für
besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren
erhoben werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf
Fr. 600.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 GebV11). Für die
Instruktionsverhandlung vom 21. März 2017 wird gestützt auf Art. 20 Abs. 1 GebV eine
zusätzliche Gebühr von Fr. 300.00 erhoben. Die Verfahrenskosten im
Beschwerdeverfahren betragen somit Fr. 900.00. Bei diesem Ausgang des Verfahrens
unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die Verfahrenskosten von Fr. 900.00 zu tragen
(Art. 108 Abs. 1 VRPG).
b) Parteikosten werden keine gesprochen. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist
die Gemeinde bei der Durchführung eines Strassenbauvorhabens nicht wie eine
11 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21).
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Privatperson betroffen.12 Sie hat als Behörde im Sinn von Art. 2 Abs. 2 Bst. b VRPG keinen
Anspruch auf Parteikostenersatz und war anwaltlich auch nicht vertreten.
12 VGE 100.2012.16 vom 12. Februar 2013, E. 5
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