# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6345dd20-931d-4297-89c2-76c56746aa1f
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Die politische Gemeinde M._/AR ist Eigentümerin der Grundstücke Nrn. 00_ f.,
Grundbuch M._/AR. Auf den Grundstücken befinden sich die Grundwasserfassungen
Q._ (Grundstück Nr. 00_) und Y._ (Grundstück Nr. 01_); diese liegen südlich der
Kantonsstrasse und ungefähr 135 m voneinander entfernt. Nordöstlich dieser
Grundwasserfassungen, auf der st. gallischen Seite der Kantonsstrasse, liegt das in der
Landwirtschaftszone gelegene, 62‘894 m grosse Grundstück Nr. 02_, Grundbuch
K._. Eigentümer des Grundstücks ist A._.
Die Wasserversorgung M._/AR arbeitete nach 1990 für die beiden der
Trinkwasserversorgung dienenden Wasserfassungen Grundwasserschutzzonen aus.
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1995 wurde den zuständigen Stellen der Kantone Appenzell-Ausserrhoden und
St. Gallen ein Entwurf des Umgrenzungsplans und des Schutzzonenreglements
vorgelegt; eine rechtsverbindliche Ausscheidung der Schutzzonen erfolgte danach
jedoch nicht. Das Gebiet der beiden Fassungen wurde lediglich einer provisorischen
Grundwasserschutzzone zugeteilt.
b. Die X._ AG erstellte in der Folge am 2. Mai 2012 einen hydrogeologischen/
technischen Bericht (nachstehend: Bericht X._; act. G 18/13/1 und G 18/13/3) mit dem
Entwurf der Schutzzonen- und Schutzarealpläne (nachstehend: Umgrenzungsplan)
sowie das Schutzzonen-/Schutzarealreglement (nachstehend: Schutzzonenreglement).
Hierzu äusserten sich das Amt für Umwelt des Kantons Appenzell Ausserrhoden (AFU
AR) und das Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen (AFU SG) am
7. Oktober 2013 und 21. Mai 2014 bzw. 4. Oktober 2013 und 15. Mai 2014. Der Bericht
X._ hatte unter anderem ergeben, dass einige Wasserproben der Fassung Y._
erhöhte Chlorid- und Bakterienwerte enthielten, zwischen den Fassungen Y._ und
Q._ eine hydraulische Verbindung bestehe und bei der Fassung Q._ das
Gefahrenpotential wegen bestehender Bauten und Anlagen deutlich geringer sei. Die
Wasserversorgung M._ entschied sich daher, künftig lediglich noch die Fassung Q._
zu nutzen und für diese eine Grundwasserschutzzone zu erlassen. Zur Erhaltung des
Wasserförderungspotentials im Gebiet Y._ wurde die Ausscheidung eines
Grundwasserschutzareals vorgesehen. Gegen den in der Folge öffentlich aufgelegten
Umgrenzungsplan und das Schutzzonenreglement erhob A._ am 12. Mai 2015 sowohl
beim Gemeinderat K._ als auch beim Departement Bau und Volkswirtschaft des
Kantons Appenzell Ausserrhoden Einsprache mit dem Antrag, auf das
Grundwasserschutzgebiet Q._/Y._ sei zu verzichten; das Grundwasser dieses
Gebiets sei wegen ungenügender Wasserqualität nur noch als Notwasser zu
gebrauchen.
c. Nachdem der Gemeinderat K._ einen ersten Einspracheentscheid am 31. August
2015 (act. G 18/13/20) erlassen und, nach Rekurserhebung durch den Gemeinderat
M._ vom 17. September 2015, am 28. September 2015 widerrufen hatte, wies das
Departement Bau und Volkswirtschaft (AR) die Einsprache von A._ ab. Der
Gemeinderat K._ hiess demgegenüber die Einsprache von A._ mit Beschluss vom
19. September 2016 gut und verzichtete auf den Erlass eines Schutzzonenreglements
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und eines Umgrenzungsplans (act. G 18/1 Beilage). Den gegen diesen Beschluss von
der politischen Gemeinde M._, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Steiner, St.
Gallen, erhobenen Rekurs vom 11. Oktober 2016 (act. G 8/1) hiess das
Baudepartement des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 29. August 2017 im Sinn

## Considerations

der Erwägungen gut und hob den Beschluss (Einspracheentscheid) auf (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob A._ mit Eingabe vom 7. September 2017
Beschwerde (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 27. November 2017 (act. G
13) beantragte Rechtsanwalt lic. iur. Bernhard Oberholzer, LL.M., St. Gallen, für A._
Aufhebung des Rekursentscheids vom 29. August 2017 (Ziff. 1) und Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 19. September 2016; dem Schutzzonenplan sei die
Bewilligung zu verweigern (Ziff. 2a). Eventualiter sei das Verfahren zur Durchführung
eines mit den zuständigen Amtsstellen des Kantons Appenzell Ausserrhoden
koordinierten Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 2b). Alles unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin, eventualiter
zulasten des Staates (Ziff. 3).
b. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 11. Dezember 2017
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen
Entscheid (act. G 17). Die Beschwerdegegnerin gab am 18. Dezember 2017 den
Verzicht auf eine Vernehmlassung bekannt (act. G 20). In der Vernehmlassung vom
29. Januar 2018 beantragte Rechtsanwältin Dr. Ursula Schmid, St. Gallen, für die
Beschwerdebeteiligte Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und
es sei der angefochtene Entscheid zu bestätigen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (act. G 23).
c. Mit Eingabe vom 29. August 2018 teilte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
mit, er habe soeben erfahren, dass offenbar gar kein Beschluss der
Beschwerdebeteiligten existiere, welcher sie zum Rekurs gegen den
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin legitimiert hätte. Die Einleitung eines
Rechtsverfahrens und die Beauftragung eines Anwaltes zu diesem Zweck bedürfe
zwingend eines entsprechenden Beschlusses des Gemeinderates. Dieser (und nicht
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die Gemeindepräsidentin) vertrete die Gemeinde nach aussen (act. G 28). Am
18. September 2018 nahm die Beschwerdebeteiligte zur Eingabe des
Beschwerdeführers vom 29. August 2018 Stellung (act. G 34).
d. Mit Schreiben vom 31. August 2018 hatte die Beschwerdegegnerin mitgeteilt, die
von der X._ AG erstellten Grundlagenpapiere (Grundwasserschutzzonenbericht vom
25. Juli 1994, Markierversuch im Gebiet Y._ vom Jahr 2009, hydrogeologische
Abklärungen aus dem Jahr 2010, Grundwasserevalutation Gebiet Q._ von 2012) seien
ihr nicht zugestellt worden. Ohne diese Basisdaten sei ihr die Erstellung eines
geologischen Gutachtens nicht möglich (act. G 30). Auf entsprechende Anweisung des
Verwaltungsgerichts (act. G 31) liess die Beschwerdebeteiligte der
Beschwerdegegnerin die erwähnten Unterlagen am 17. September 2018 zukommen
(act. G 33). Mit Eingabe vom 8. Oktober 2018 reichte die Beschwerdegegnerin eine
hydrogeologische Stellungnahme der F._ AG, beratende Geologen und
Hydrogeologen, vom 31. Oktober 2017 zum Stand der Vorprüfung 2014 (act. G 37.1)
sowie eine hydrogeologische Stellungnahme vom 5. Oktober 2018 zu den im
September 2018 zugestellten Akten (act. G 37.2) ein und nahm dazu Stellung (act.
G 36).
e. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben dieses Verfahrens
wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2. Nach Art. 18 Abs. 3 lit. e Gemeindegesetz Appenzell Ausserrhoden (bGS 151.11)
und Art. 21 Abs. 3 lit. m der Gemeindeordnung M._ vertritt der Gemeinderat die
Gemeinde nach aussen. Der Beschwerdeführer stellt sich mit Hinweis auf die
erwähnten Normen auf den Standpunkt, dass der gestützt auf eine durch die
Gemeindepräsidentin und den Gemeindeschreiber unterzeichnete Anwaltsvollmacht,
jedoch ohne Gemeinderatsbeschluss erhobene vorinstanzliche Rekurs gegen den
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Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin nicht rechtsgültig anhängig gemacht
worden sei (act. G 28).
Gemäss den Protokollen der Sitzungen vom 6. Oktober und 1. November 2016 wurde
der Gemeinderat M._ darüber informiert, dass im Zusammenhang mit der
Grundwasserschutzzone Q._/Y._ Rechtsmittel ergriffen würden und man sich
anwaltlich vertreten lassen wolle (act. G 35/3 f.). Aus den späteren Protokollen geht
hervor, dass der Gemeinderat jeweils über das laufende Rechtsmittelverfahren
orientiert wurde und er dagegen soweit ersichtlich keine Einwände erhob (act. G
35/5-10). Den Beschluss zur Rechtsmittelergreifung am 6. Oktober 2016 bestätigte der
Gemeinderat am 4. September 2018 zudem noch explizit bzw. erteilte die
diesbezügliche Genehmigung (act. G 35/10). Vor diesem Hintergrund hat die
Rekurserhebung als (nachträglich) genehmigt zu gelten (vgl. VerwGE B 2013/138 vom
16. September 2014, E. 1). Die Beschwerdebeteiligte war somit zur Rekurserhebung
legitimiert, weshalb die Vorinstanz zu Recht darauf eintrat.
3.
3.1. In materieller Hinsicht ist streitig, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid
die Rechtmässigkeit der Ausscheidung der Grundwasserschutzzone Q._ und des
Grundwasserschutzareals Y._ sowie das entsprechende Schutzzonenreglement zu
Recht bestätigte. Gemäss Art. 20 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer
(Gewässerschutzgesetz; SR 814.20, GSchG) scheiden die Kantone Schutzzonen für die
im öffentlichen Interesse liegenden Grundwasserfassungen und -anreicherungsanlagen
aus; sie legen die notwendigen Eigentumsbeschränkungen fest (Abs. 1). Die Inhaber
von Grundwasserfassungen müssen die notwendigen Erhebungen für die Abgrenzung
der Schutzzonen durchführen (Abs. 2 lit. a). Nach Art. 21 Abs. 1 GSchG scheiden die
Kantone Areale aus, die für die künftige Nutzung und Anreicherung von
Grundwasservorkommen von Bedeutung sind. In diesen Arealen dürfen - vergleichbar
einer raumplanungsrechtlichen Planungszone - keine Bauten und Anlagen erstellt oder
Arbeiten ausgeführt werden, die künftige Nutzungs- und Anreicherungsanlagen
beeinträchtigen könnten. Gemäss Art. 31 Abs. 2 der Gewässerschutzverordnung
(SR 814.201, GSchV) sorgt die Behörde dafür, dass bei bestehenden Anlagen in den
Gebieten nach Art. 31 Abs. 1 GSchV, bei denen die konkrete Gefahr einer
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Gewässerverunreinigung besteht (d.h. besonders gefährdete Bereiche nach Art. 29
Abs. 1 GschV sowie Grundwasserschutzzonen und -areale), die nach den Umständen
gebotenen Massnahmen zum Schutz der Gewässer, insbesondere diejenigen nach
Anhang 4 Ziffer 2 GSchV, getroffen werden (lit. a). Zudem sorgt sie dafür, dass
bestehende Anlagen in den Grundwasserschutzzonen S1 und S2, die eine
Grundwasserfassung oder -anreicherungsanlage gefährden, innert angemessener Frist
beseitigt werden und bis zur Beseitigung der Anlagen andere Massnahmen zum Schutz
des Trinkwassers, insbesondere Entkeimung oder Filtration, getroffen werden (lit. b).
Anhang 4 GSchV enthält eine Detailregelung der Grundwasserschutzzonen S1 bis S3
(Ziff. 12) und der Grundwasserschutzareale (Ziff. 13). Für Grundwasserschutzareale
gelten die gleichen Schutzanforderungen wie für Grundwasserschutzzonen (Anhang 4
Ziff. 23 GSchV). Ein unterirdisches Gewässer gilt als nutzbar bzw. für die
Wassergewinnung geeignet, wenn das Wasser die Anforderungen der
Lebensmittelgesetzgebung an Trinkwasser - nötigenfalls nach Anwendung einfacher
Aufbereitungsverfahren - einhält und im natürlichen oder angereicherten Zustand in
einer Menge vorhanden ist, dass eine Nutzung in Betracht fällt. Dabei bleibt der
tatsächliche Bedarf unberücksichtigt. Das quantitative Kriterium ist erfüllt, wenn das
Vorkommen bei nachhaltiger Nutzung einen Beitrag zur regionalen oder kommunalen
Versorgung leisten kann oder wesentlich zur Speisung eines stromabwärts liegenden
nutzbaren Grundwasservorkommens beiträgt. Zu berücksichtigen ist auch die Eignung
für die Trinkwasserversorgung in Notlagen (zum Ganzen vgl. Anhang 4 GSchV, Ziff. 111
Abs. 1 und 2 sowie Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft [BUWAL, heute
Bundesamt für Umwelt, BAFU], Wegleitung Grundwasserschutz, Bern 2004, Ziff. 2.2.2,
S. 34). Die Kantone stützen sich bei der Bezeichnung dieser Gewässerschutzbereiche
auf hydrogeologische Kenntnisse; reichen diese nicht aus, sorgen sie für die
Durchführung der erforderlichen hydrogeologischen Abklärungen (vgl. Art. 29 Abs. 4
GSchV). Namentlich die Gewässerschutzbereiche gehen aus den durch die Kantone zu
erstellenden Gewässerschutzkarten hervor (vgl. Art. 30 Abs. 1 GSchV).
Grundwasserschutzzonen bestehen aus den Zonen S1 und S2 und bei Lockergesteins-
und schwach heterogenen Karst- und Kluft-Grundwasserleitern aus der Zone S3
(Anhang 4 Ziff. 121 Abs. 1 lit. a GSchV). Die Zone S1 erstreckt sich mindestens 10
Meter um die Fassung sowie um Fassungsstränge, Sickergräben, Stollen usw.
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(Wegleitung Grundwasserschutz, S. 43). Die Zone S2 soll verhindern, dass
Grundwasserfassungen durch unterirdische Arbeiten, Zuflüsse von unterirdischen
Anlagen oder durch Krankheitserreger und verunreinigende Stoffe gefährdet werden
(Anhang 4 Ziff. 123 GSchV). Die Zone S3 bildet eine Pufferzone um die Zone S2. Sie
soll gewährleisten, dass bei unmittelbar drohenden Gefahren (z.B. Unfällen)
ausreichend Zeit für die erforderlichen Massnahmen zur Verfügung steht. Der Abstand
vom äusseren Rand der Zone S2 bis zum äusseren Rand der Zone S3 ist in der Regel
mindestens so gross wie der Abstand von der Zone S1 bis zum äusseren Rand der
Zone S2 (Anhang 4 Ziff. 124 GSchV).
3.2. Zu klären ist im vorliegenden Zusammenhang die - im vorinstanzlichen Entscheid
bestätigte - Verhältnismässigkeit der Nutzungsbeschränkungen im
Grundwasserschutzareal Y._ bzw. des daraus resultierenden Eingriffs ins Eigentum
des Beschwerdeführers. Sein Grundstück Nr. 02_ wird durch die streitigen
Schutzzonen S2 und S3 sowie die Schutzareale SA2 und SA3 überlagert. Soweit die
streitigen Unterschutzstellungen einen Eingriff in das Eigentum des Beschwerdeführers
darstellen, ist ein solcher nur zulässig, wenn er auf einer gesetzlichen Grundlage
basiert, durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt ist und sich als verhältnismässig
erweist (Art. 36 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft, BV; SR 101). Dabei sind die in Betracht fallenden öffentlichen und
privaten Interessen zu erfassen und im Hinblick auf die anzustrebende räumliche
Entwicklung und im Lichte der Ziele und Grundsätze der Raumplanung gegeneinander
abzuwägen (Art. 1 und 3 des Raumplanungsgesetzes, RPG [SR 700]; Art. 2 und 3 der
Raumplanungsverordnung, RPV [SR 700.1]). Ob die Interessen vollständig erfasst
worden sind, ist eine Rechtsfrage. Die relative Gewichtung der potenziell
widerstreitenden Interessen ist dagegen weitgehend Ermessensfrage (vgl. BGer
1C_398/2015 vom 9. August 2016 E. 4.2 mit Hinweisen).
In den Zonen S3 und SA3 sind Anlagen und Nutzungen, von denen eine Gefahr für das
Grundwasser ausgeht, nicht zulässig (Art. 8 Schutzzonenreglement; Anhang 4 Ziff. 211
und 221 GSchV). Bauten und Anlagen sind nach Art. 9 Schutzzonenreglement über
dem höchstmöglichen Grundwasserspiegel, bei Quellfassungen über den
wasserführenden Schichten, zu errichten (Abs. 1). Für die Versickerung von
Dachwasser sind die einschlägigen Richtlinien massgebend (Abs. 2). Bei Bauarbeiten
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sind besondere Schutzmassnahmen zu treffen (Abs. 4). Lageranlagen für Hofdünger
sind gemäss Art. 13 Schutzzonenreglement nach den geltenden Vorschriften und
Richtlinien zu erstellen und zu betreiben (Abs. 1). Güllenbehälter sind mit einem
Leckerkennungssystem auszurüsten; deren Dichtheit ist mindestens jährlich zu
überprüfen (Abs. 2). Unter Beachtung der Bodenbelastbarkeit sowie der geltenden
Vorschriften und Richtlinien sind Bodenbewirtschaftung und Düngung erlaubt (Art. 16
Abs. 1 Schutzzonenreglement). In den Zonen S2 und SA2 gilt ein allgemeines Bau- und
Grabungsverbot (Art. 18 Schutzzonenreglement; Anhang 4 Ziff. 222 GSchV).
Bodenbewirtschaftung und Düngung richten sich nach dem Bundesrecht und den
ergänzenden Richtlinien. Ackerbau ist nicht zulässig (Art. 19 Schutzzonenreglement).
4.
4.1. Die Beschwerdebeteiligte gab als zuständige Instanz die Ausarbeitung der
planerischen Grundlagen in Auftrag und zog das AFU AR als kantonale Fachstelle zur
Vorprüfung bei (vgl. Art. 7 und 8 UGsG AR [bGS 814.0]). Für die teilweise auf St. Galler
Kantonsgebiet befindlichen Schutzzonen und -areale wurde auch das AFU SG als
kantonale Vorprüfungsinstanz beigezogen (vgl. zum Verfahrensablauf act. G 2 S. 3
[unter B.]). Die Sicherstellung des koordinierten Vorgehens in dieser Angelegenheit
bedingte eine Zusammenarbeit der beiden kantonalen Ämter (vgl. Art. 46 GSchV). Das
AFU SG führte in der Stellungnahme vom 9. Februar 2017 aus, dass der
hydrogeologisch/technische Bericht X._ fachgerecht und auf der Basis der Wegleitung
Grundwasserschutz erstellt worden sei. Im Weiteren erfülle die Dimensionierung der
Grundwasserschutzzone und des -areals die Anforderungen an die
Gewässerschutzgesetzgebung. Eine Gefahr für das Grundwasser bestünde, wenn der
Deckel des Fassungsschachtes so tief liegen würde, dass durch das Ausbringen von
flüssigem Hofdünger verunreinigtes Oberflächenwasser in die Fassungen gelangen
könnte. Diese Gefahr sei indessen bei normalen Niederschlagsverhältnissen gering, da
der Deckel einen ausreichenden Überstand aufweise. Nötigenfalls könnten zusätzliche
Massnahmen (z.B. örtliche Anhebung des Geländes bei der Fassung) getroffen werden.
Durch die Beschränkung der Bewirtschaftung im Umfeld der beiden
Grundwasserfassungen werde die Grundwasserqualität längerfristig verbessert. Eine
allenfalls verbleibende Keimbelastung könne mit einfacher Aufbereitung (UV-
Behandlung) beseitigt werden. Der hydrogeologische/technische Bericht sei inhaltlich
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korrekt und zweckmässig (act. G 18/15). Für die Fassung Q._ werde eine
Grundwasserschutzzone ausgeschieden, da diese Fassung an das öffentliche
Wasserversorgungsnetz angeschlossen werde. Das Grundwasserschutzareal für das
Gebiet Y._, das vorläufig nicht mehr genutzt werde, sei dagegen ausgeschieden
worden, um das Grundwasservorkommen in diesem Bereich vorsorglich planerisch zu
sichern. Eine im Gebiet vorhandene Kantonsstrasse führe nicht dazu, dass eine
Trinkwasserfassung aufgehoben werden müsse, auch wenn in einer Zone S2 keine
neuen Strassen gebaut werden dürften. Hingegen seien Schutzmassnahmen gemäss
Schutzzonenreglement zu ergreifen. Mit der Ausscheidung von
Grundwasserschutzzone und -areal würden die erforderlichen Schutzmassnahmen
festgelegt (act. G 18/15). Das Wasser der Fassung Q._ solle künftig ins
Wasserversorgungsnetz eingespeist werden, weshalb die Nutzung dieser Fassung
ohne Weiteres im öffentlichen Interesse liege. Die Fassung Y._ sei gegenwärtig in
Betrieb, solle jedoch künftig als Reservefassung dienen und mit der zur Nutzung
notwendigen Infrastruktur bestehen bleiben. Die Wasserversorgung M._ decke rund
20 Prozent ihres Trinkwasserbedarfs mit Wasser aus den beiden
Grundwasserfassungen. Das Bestreben, Trinkwasser unterschiedlicher Herkunft zu
sichern, werde vom AFU unterstützt. Die blosse Tatsache, dass die Gemeinde M._
einen beträchtlichen Teil des Trinkwasserbedarfs durch Seewasser oder aus anderen
Quellen abdecke, spreche nicht gegen die Nutzung kleinerer Vorkommen. Das im
Gebiet bezogene Wasser sei von guter Qualität (im Sinn von Anhang 4 Ziff. 111
GSchV), weil zur Entkeimung lediglich eine UV-Behandlung notwendig sei. Die
Genehmigungsfähigkeit des Umgebungsplans sowie des Schutzzonenreglements
könne in Aussicht gestellt werden (act. G 18/15).
4.2. Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid gestützt auf den Bericht X._
und die vorerwähnten Feststellungen des AFU SG unter anderem aus, dass die
Grundwasserfassungen Q._ und Y._ bereits aufgrund ihrer Zweckbestimmung - sie
dienten seit Jahrzehnten der Trinkwasserversorgung der Gemeinde M._ - im
öffentlichen Interesse liegen würden. Schüttmenge und Grundwasserqualität würden
zusätzliche Kriterien für die Ausscheidung von Schutzzonen und -arealen darstellen
(Verweis auf Art. 35 Abs. 2 lit. a der Umwelt- und Gewässerschutzverordnung des
Kantons Appenzell (bGS 814.01; UGsV). Ein öffentliches Interesse könne somit nur
angenommen werden, wenn das Grundwasser gewisse Qualitäts- und
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Mengenvoraussetzungen erfülle. Unbeanstandet geblieben sei die Feststellung im
Bericht X._ (S. 3 f.), wonach die Grundwasserfassungen Q._ und Y._ im
Durchschnitt der Jahre 1997 bis 2005 etwa 31‘000 m je Jahr geliefert hätten, wobei
sich mit der Einstellung der Fassung Q._ im Jahr 2005 die Fördermenge auf rund
24‘000 m reduziert habe. Weder das AFU AR noch das AFU SG hätten in ihren
Vorprüfungen/Vernehmlassungen Vorbehalte wegen zu geringer Schüttmenge
gemacht. Es könne ungeachtet der Frage, ob die Schüttmenge 39.8 oder 173.6 Liter je
Minute betrage, von einer für die Nutzung ausreichenden Wassermenge ausgegangen
werden. Zwar sei nach Art. 35 Abs. 2 lit. b UGsV ein öffentliches Interesse bei einer
Fördermenge von 100 Litern pro Minute gegeben. Art. 35 Abs. 2 lit. a UGsV verlange
hingegen lediglich 10 Liter pro Minute, falls es sich um Wasser von guter Qualität
handle. Das im Gebiet Y._ und Q._ vorkommende Wasser genüge gemäss Bericht
X._ den Qualitätsanforderungen von Anhang 4 Ziffer 111 Abs. 2 lit. b GSchV und sei
von einwandfreier Qualität. Der Bericht X._ enthalte eine Zusammenfassung der
Trinkwasseranalysen der Jahre 1989 bis 2011. Vom Grundwasser der Fassungen Q._
und Y._ seien je vier chemische und 33 bzw. 38 bakteriologische Trinkwasseranalysen
durchgeführt worden. Die maximal gemessene Chloridkonzentration habe 19.1 mg je
Liter betragen, wobei die Toleranzgrenze bei 20 mg liege (Bericht X._, Anhang 3;
Anhang 4 der Verordnung des Eidgenössischen Departementes des Innern über
Fremd- und Inhaltsstoffe in Lebensmitteln [SR 817.022.102; EDI-Verordnung]). Die
Proben für die Fassung Y._ hätten die Toleranzgrenze für Chlorid mit Ausnahme von
vier Messungen stets überschritten, wofür der Bericht X._ die Strassensalzung und die
landwirtschaftliche Bewirtschaftung im weiteren Umfeld als verantwortlich erachte. Das
Grundwasser beider Fassungen könne jedoch mit UV-Bestrahlung zu einer
einwandfreien Trinkwasserqualität geführt werden. Zudem gehe der Bericht X._ davon
aus, dass durch die Umgrenzung der beiden Fassungen mit einer Schutzzone und
einem Schutzareal die Wasserqualität verbessert werden könne. Sowohl der Bericht
X._ als auch das AFU AR und das AFU SG attestierten, dass das Grundwasser der
beiden Fassungen mit einfachen Aufbereitungsverfahren den Toleranzwerten der
Lebensmittelgesetzgebung für Trinkwasser entspreche. Das Überflutungsrisiko im
Fassungsbereich sei mit der Schachthöhe und den Bodenschichten über dem
Grundwasser berücksichtigt; die entsprechenden Befürchtungen seien unbegründet
(act. G 2 S. 13-17).
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Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Gemeindegebiet von M._ (Art. 1 f.
des Wasserversorgungsreglements [WasserR]) gehöre auch die strategische
Wasserversorgungsplanung, welche auch Notlagen berücksichtigen müsse (Art. 6
WasserR). Es bedürfe deshalb keiner Wirtschaftlichkeitsberechnung, um ein
öffentliches Interesse an der Grundwasserschutzzone Q._ und des
Grundwasserschutzareals Y._ zu begründen (act. G 2 S. 17). Im Weiteren seien die
geologischen Bedingungen gemäss Anhang 4 Ziff. 121 Abs. 1 lit. a GSchV und der
Wegleitung Grundwasserschutz, S. 39, laut dem Bericht X._ und der Vernehmlassung
des AFU vom 9. Februar 2017 gegeben (act. G 2 S. 17 f.).
Der Umgrenzungsplan der Schutzzone und des Schutzareals seien nicht zu
beanstanden. Um die Zuströmgeschwindigkeiten zu erheben und die Abgrenzungen
der Gewässerschutzzonen S1-S3 vornehmen zu können, seien zwischen November
2009 und September 2010 mehrere Markierversuche durchgeführt worden. Diese
hätten ergeben, dass zwischen den umliegenden Oberflächengewässern keine
hydraulische Verbindung zu den beiden Grundwasserfassungen bestünden. Einzig vom
Standort des ehemaligen Schützenhauses (ca. 20 m westlich der Grundwasserfassung
Q._) und vom Brunnenschacht der Fassung Y._ habe eine Verbindung zur
Grundwasserfassung Q._ nachgewiesen werden können (Bericht X._ S. 7 ff., S. 10).
Die Terrainneigung und die Fliessrichtung der Oberflächengewässer im Gebiet würden
deutlich machen, dass die Zuströmbereiche grundsätzlich nördlich, südlich und östlich
der Fassungen liegen müssten. Folglich müsse die Grundausrichtung der Schutzzonen
und -areale die generellen Zufliessrichtungen aus Norden, Osten und Süden abdecken.
Aufgrund der topographischen Verhältnisse seien genauere Untersuchungen der
Zuströmrichtungen nicht nötig (Verweis auf Art. 29 Abs. 4 GSchV und Wegleitung
Grundwasserschutz, S. 41). Überprüft worden sei, ob die umliegenden
Oberflächengewässer allfällige Verunreinigungen in die Grundwasserfassungen tragen
würden. Gemäss den Markierversuchen vom November 2009 hätten weder die
Farbimpfung im Landgraben noch jene im Seitenbach in den Fassungen
ausgeschlagen. Folglich seien weder Ausdehnungen der Schutzzonen und -areale
noch spezielle Schutzmassnahmen im Schutzzonenreglement nötig, um die Fassungen
vor Verunreinigungen durch Oberflächengewässer zu schützen. Zudem sei im April
2010 geprüft worden, ob der Güllenbehälter östlich des Wohnhauses auf dem
Grundstück des Beschwerdeführers und der Scheibenstand im Südosten des Gebiets
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eine Gefährdung des Grundwassers in der Fassung Y._ darstellen würden. Beide
Markierversuche seien negativ gewesen (Bericht X._, S. 8 und Anhang 5). Folglich sei
es nicht nötig gewesen, diese Gefahrenquellen bei der Ausscheidung der Schutzzonen
und -areale zu berücksichtigen. Im September 2010 sei ein weiterer Markierversuch
westlich der Grundwasserfassung Y._ durchgeführt worden. Die Farbimpfung beim
Standort des ehemaligen Schützenhauses sei in die Grundwasserfassung Q._ gelangt;
eine weitere Farbimpfung ca. 20 m in Fliessrichtung des Landgrabens habe jedoch
nicht nachgewiesen werden können. Folglich seien die Schutzzonen S2 und S3 nach
Westen ausgedehnt worden, obwohl die Fliessrichtung nach Westen verlaufe und sich
somit von der Fassung entferne. Die Zuströmrichtungen seien somit entgegen der
Auffassung der Beschwerdegegnerin und des Beschwerdeführers ausreichend
abgeklärt worden. Die Zone S1 sei als Quadrat um die Grundwasserfassungen Q._
gezeichnet worden. Die Fassung liege minimal 10 m von den Zonengrenzen der S1
entfernt. Das Mindestmass gemäss Wegleitung Grundwasserschutz (S. 54) sei damit
eingehalten. Da vorliegend die Grundwasserfassung bereits bestehe, sei eine
detaillierte Ausscheidung des Areals in SA1, SA2 und SA3 zweckmässig gewesen. Die
Umgrenzung des Schutzareals definiere die maximale Ausdehnung einer Schutzzone.
Das Areal SA1 um die Fassung Y._ entspreche den Massen der S1; diese beschränke
sich auf das Minimum gemäss Wegleitung Gewässerschutz (act. G 2 S. 19-22). Das
Areal SA2 sei analog zur Zone S2 umgrenzt worden. Gegen Norden betrage der
Abstand ca. 100 m, gegen Osten ca. 105 m und gegen Süden ca. 75 m. Die
Ausscheidungen entsprächen den Vorschriften der GSchV (Anhang 4 Ziff. 123 Abs. 3
lit. a GSchV). Die Distanz der Zone S2 zum äussersten Punkt der Zone S3 messe in
nördlicher Richtung 100 m, in östlicher Richtung 120 m und gegen Süden 110 m. Im
Schutzareal würden die Abstände zwischen SA2 und SA3 in Richtung Norden ca.
105 m, gegen Osten ca. 110 m und in südlicher Richtung ca. 120 m betragen. Diese
Distanzen entsprächen der Vorschrift in Anhang 4 Ziff. 124 GSchV. Die Umgrenzungen
der Grundwasserschutzzonen und des -areals seien damit rechtmässig (act. G 2 S.
19-21).
Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid schliesslich aus, die Nutzungs- und
Baubeschränkungen gemäss Schutzzonenreglement (Art. 8, 9, 13, 16, 18, 19) seien
nötig, um den Zweck des Grundwasserschutzes (Gewährleistung der
Trinkwasserversorgung) zu erreichen, da sie qualitativen Verunreinigungen des
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Grundwassers vorbeugen würden. Die Schutzzonen und -areale seien in drei
Intensitätsstufen unterteilt, so dass die generellen Nutzungs- und Bauverbote räumlich
auf das Notwendige beschränkt seien. Zudem hätten sich die Planungsbehörden bei
der Bemessung der Ausdehnung der Zonen und Areale an das bundesrechtliche
Minimum gehalten. Die Geeignetheit und die Erforderlichkeit der
Nutzungsbeschränkungen seien folglich zu bejahen. Die Scheune und das Wohnhaus
auf Grundstück Nr. 02_ lägen vollständig im Areal SA2, in welchem ein Bauverbot
herrsche (Art. 18 Schutzzonenreglement, Anhang 4 Ziff. 22 GSchV).
Ausnahmebewilligungen würden nur bei Vorliegen von wichtigen Gründen, und wenn
eine Gefährdung der Trinkwassernutzung ausgeschlossen werden könne, gewährt
(Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. a GSchV). Solche Gründe (im Sinn eines
nachvollziehbaren Sachzwangs) seien nicht leichthin anzunehmen (Wegleitung
Grundwasserschutz, S. 59). Betriebliche Erweiterungsmöglichkeiten seien ohnehin
bereits aufgrund der Zonenordnung (Grundstück Nr. 02_ in der Landwirtschaftszone)
eingeschränkt (Art. 22 Abs. 2 i.V.m. Art. 16a RPG; Art. 34 RPV); Erweiterungen kämen
nur unter den Voraussetzungen von Art. 24c RPG in Frage. Das öffentliche Interesse an
der Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen Trinkwasserversorgung sei gross. Da
der Beschwerdeführer lediglich pauschal geltend mache, in seiner Freiheit zur
Realisierung von Neubauten und Erweiterungen seiner Betriebe eingeschränkt zu sein,
sei nicht nachvollziehbar, inwiefern private Interessen die öffentlichen Interessen am
Schutz der Grundwasserfassungen überwiegen könnten. Die
Eigentumsbeschränkungen, die sich durch die Ausscheidung der
Grundwasserschutzzonen und -areale ergeben würden, seien als verhältnismässig, d.h.
als geeignet, erforderlich und zumutbar zu qualifizieren, Verunreinigungen des
Grundwassers zu vermeiden (act. G 2 S. 23 f.).
4.3. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass die Anforderungen von
Art. 20 GSchG für das im Gebiet Y._ ausgeschiedene Grundwasserschutzareal nicht
erfüllt seien. Durch Grundwasserschutzareale seien nur Fassungen zu schützen,
welche in überschaubarer Zukunft genutzt werden sollen. Die Grundwasserfassung
Y._ solle in Zukunft in Tat und Wahrheit gar nicht mehr der Trinkwasserfassung
dienen, was aufgrund der schlechten Wasserqualität auch keinen Sinn machen würde.
Der einzige Grund für die Aufrechterhaltung der Fassung bestehe darin, dass diese
Fassung als Transportvehikel dienen solle, um die Fassung Q._ mit dem Reservoir
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B._ zu verbinden, damit die Beschwerdegegnerin nicht für teures Geld eine Leitung
zum Anschluss der Grundwasserfassung Q._ an das Reservoir B._ finanzieren müsse
(act. G 13 S. 4-6). Auf dem Grundstück Nr. 03_, Grundbuch M._, direkt vis-à-vis der
Liegenschaft des Beschwerdeführers, stehe das Areal des ehemaligen Baugeschäfts
R._ AG. Die sich auf dieser Parzelle befindliche Liegenschaft sei im definitiven Plan
plötzlich aus dem Schutzareal SA2 herausgenommen und neu der Zone SA3 zugeteilt
worden. Und dies obwohl die Liegenschaft auf Grundstück Nr. 03_ in der Ost/West-
Strömungsrichtung des Grundwassers liege, und damit ein gegenüber der Liegenschaft
des Beschwerdeführers massiv erhöhtes Gefährdungspotential für das Grundwasser
aufweise. Weil die Beschwerdegegnerin gewusst habe, dass die Nutzungen auf
Parzelle Nr. 03_ (Parkplatz für Fahrzeuge, Reinigungsunternehmen) im Schutzareal
SA2 unmöglich wären, habe sie die Liegenschaft kurzerhand dem Schutzareal SA3
zugeordnet. Stehe damit fest, dass die Grundwasserfassung Y._ in Wahrheit gar nie
zur Förderung von Wasser für die öffentliche Wasserversorgung genutzt werden solle,
sei die Ausscheidung eines Wasserschutzareals im Gebiet Y._ mangels öffentlichem
Interesse zum vornherein unzulässig (act. G 13 S. 6-8).
Der Beschwerdeführer wendet im Weiteren ein, die Qualität des Grundwassers der
Fassung Y._ entspreche offenkundig nicht den Vorgaben der
Lebensmittelgesetzgebung. Die von der X._ AG gemessenen Chloridwerte im
Grundwasser lägen zum Teil über dem Grenzwert von 40mg/l. Diese Beeinträchtigung
des Grundwassers führe nach der Rechtsprechung dazu, dass kein öffentliches
Interesse an der Ausscheidung einer Grundwasserschutzzone mehr gegeben sei.
Neben der mangelnden Qualität würden aber auch zahlreiche weitere Gefährdungen
gegen eine Nutzung insbesondere der Fassung Y._ für die Förderung von Trinkwasser
sprechen. Die in Dammlage verlaufende Kantonsstrasse stelle eine wesentliche
Gefährdung dar. Solche Strassen seien in Schutzzonen S1 und S2 nicht zulässig. Die
darauf verkehrenden Fahrzeuge würden grosse Mengen Benzin und Dieselöl im Tank
mitführen, wobei in der Schutzzonen S2 bzw. im Schutzareal SA2 lediglich 10 Liter
Dieselöl gelagert werden dürfe. Die Gebiete Y._ und Q._ würden sodann bei starken
Regenfällen regelmässig überflutet; der Hochwasserschutz sei nicht gewährleistet. Die
Zuflüsse des Grundwassers seien unbekannt und hätten in der hydrogeologischen
Analyse nicht nachgewiesen werden können. Der kontaminierte Boden beim
Schützenhaus, welcher nachweislich mit der Fassung Q._ verbunden sei, stelle eine
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massive Gefährdung des Grundwassers dar. All diese Gefährdungen (insbesondere die
Kantonsstrasse) könnten unmöglich ausgeschaltet werden. Eine Sanierung der
Kantonsstrasse sei technisch nicht machbar (Schneeräumung, Spritzwasser,
Überflutung). Im Weiteren betrage die massgebliche Schüttmenge entgegen der
Auffassung der Beschwerdegegnerin im Gebiet Y._ 39.8 Liter pro Minute. Damit liege
die Schüttmenge angesichts der mangelnden Qualität des Grundwassers unterhalb
jeder ein öffentliches Interesse begründenden Menge (act. G 13 S. 8-13).
Sodann rügt der Beschwerdeführer, die Umgrenzung der Schutzzone, insbesondere
des Schutzareals Y._, sei willkürlich gewählt worden. Praktisch sämtliche
Impfversuche seien unbestrittenermassen erfolglos gewesen. Mit erfolglosen
Impfversuchen würden sich auch Zuströmverhältnisse nicht genügend abklären lassen.
Damit habe nicht nachgewiesen werden können, woher die Zuströme zu den
Grundwasserfassungen kommen würden und welche Gebiete entsprechend noch in
der Schutzzone verortet werden müssten und welche nicht. Auf dieser nicht
nachgewiesenen hydrogeologischen Grundlage einen Schutzzonenplan aufzuzeichnen,
sei offenkundig willkürlich und könne nicht einen Grundrechtseingriff legitimieren, wie
ihn die Zuweisung der Liegenschaft des Beschwerdeführers in das Schutzareal SA2
bedeute. Die Impfversuche hätten eindeutig gezeigt, dass zwischen der Liegenschaft
des Beschwerdeführers und der Grundwasserfassung Y._ keine hydrologische
Verbindung bestehe. Auch aus diesem Grund sei dem Schutzzonenplan die
Bewilligung zu verweigern (act. G 13 S. 13-16).
Der Beschwerdeführer beanstandet schliesslich die fehlende Koordination zwischen
den beteiligten Kantonen. Nach dem Erlass des Entscheids der Beschwerdegegnerin
habe die vom Bund verlangte interkantonale Koordination nicht mehr stattgefunden.
Statt auch auf Stufe der zweiten Instanz eine Koordination des Verfahrens anzustreben,
habe die Vorinstanz im Ergebnis einfach den Entscheid des Regierungsrates des
Kantons Appenzell Ausserrhoden übernommen. Dies habe mit Koordination nichts zu
tun, sondern stelle reine Willkür dar. Auch aus diesem Grund seien der angefochtene
Entscheid aufzuheben und das Verfahren - eventualiter, wenn dem angefochtenen
Schutzplan nicht ohnehin die Bewilligung versagt würde - zur Koordination mit dem
Kanton Appenzell Ausserrhoden an die Vorinstanz zurückzuweisen (act. G 13 S. 16).
5.
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5.1. Gemäss Art. 12 VRP ermittelt die Behörde oder das von ihr beauftragte
Verwaltungsorgan den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen durch
Befragen von Beteiligten, Auskunftspersonen und Zeugen, durch Beizug von
Urkunden, Amtsberichten und Sachverständigen, durch Augenschein sowie auf andere
geeignete Weise. Dieser Grundsatz gilt (mit Einschränkungen hinsichtlich
Behauptungs- und Beweisführungslast) auch im Rechtsmittelverfahren (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 610). Nach dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung hat die Behörde alle Beweismittel - ungeachtet
ihrer Herkunft - objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob diese eine
zuverlässige Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhalts erlauben. Dabei erachtet
es die Rechtsprechung als zulässig, für die Würdigung von (verwaltungs- bzw.
gerichtsexternen) Sachverständigengutachten von der Richtlinie auszugehen, nicht
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des Experten abzuweichen, dessen
Aufgabe es gerade ist, seine Kenntnisse in den Dienst von Verwaltungsbehörden und
Gerichten zu stellen. Eine Abweichung vom Gutachten kommt in Betracht, wenn die
Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist.
Bestehen Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens, muss eine ergänzende Abklärung
angeordnet werden. In der Praxis wird sodann auch amtlichen Stellungnahmen von
Fachstellen, die vom Gesetzgeber als sachkundige Beurteilungsinstanzen eingesetzt
wurden, ein erhöhter Beweiswert zugemessen, sofern diese den Charakter eines
Gutachtens (amtliche Expertise) aufweisen (vgl. Waldmann/Weissenberger [Hrsg.],
Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2009,
Rz. 21 zu Art. 19 VwVG mit Hinweisen). Auch hier gilt dementsprechend, dass bei
Zweifeln an der Richtigkeit der Feststellungen in der amtlichen Expertise weitere
Abklärungen vorzunehmen sind.
Der Beschwerdeführer beantragt einen Augenschein (act. G 13 S. 6). Der Augenschein
ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch die entscheidende
Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob ein Augenschein
durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden Instanz.
Unbestrittene Tatsachen brauchen nicht durch einen Augenschein überprüft zu
werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen geboten ist
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 966). Die tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich im
vorliegenden Fall aus den massgebenden Plänen und den übrigen Verfahrensakten
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sowie aus dem Geoportal. Auf einen Augenschein ist daher zu verzichten, zumal die
materiellen Gegebenheiten - wie sich nachstehend ergeben wird - sich gestützt auf die
erwähnten Datenquellen beurteilen lassen.
Im Weiteren beantragt der Beschwerdeführer verschiedentlich die Anordnung einer
Expertise (act. G 13 S. 6, 9-12 und 14 f.). Hierzu ist nachstehend einzelfallbezogen
Stellung zu nehmen. Sodann ist anzumerken, dass auf die vier in diesem Verfahren
edierten Dokumente (vgl. act. G 38) bereits im hydrogeologisch/technischen Bericht
X._ in Anhang Nr. 1 verwiesen wurde (act. G 18/13/3). Insofern resultierten daraus
keine neuen bzw. bislang nicht verarbeiteten Erkenntnisse. Das Vorbringen der
Beschwerdegegnerin, dass seit 1994 weder technisch noch hydrogeologisch
Anpassungen erfolgt seien (act. G 36 S. 1), wird durch die im hydrogeologisch/
technischen Bericht X._ in Anhang Nr. 1 erfolgten Auflistung der später getätigten
Erhebungen (Markierversuche, Trinkwassererhebungen) widerlegt.
5.2. Beim Vorbringen des Beschwerdeführers, dass die Fassung Y._ künftig nicht zur
Trinkwassergewinnung, sondern lediglich als Transportvehikel (Verbindung der
Fassung Q._ mit dem Reservoir B._) vorgesehen sei (act. G 13 S. 5 f.), handelt es
sich um eine nicht weiter belegte Vermutung. Als dargetan zu gelten hat, dass die
Fassung Y._ in einem Zustand gehalten werden soll, welcher die künftige
Reaktivierung jederzeit erlaubt. Der Zweck der Ausscheidung des
Grundwasserschutzareals Y._ besteht mithin in der Sicherung des
Wasservorkommens für die künftige Trinkwassernutzung im Sinn einer strategischen
Wasserversorgungsplanung. Nach Sanierung des Leitungsnetzes ist für die Fassung
Y._ im Fall einer künftigen Nutzung ein eigener (von der Fassung Q._ unabhängiger)
Anschluss an das Verteilnetz vorgesehen.
Zu den Vorbringen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Liegenschaft
auf Parzelle Nr. 03_ in M._ ist festzuhalten, dass sich diese - wie die
Beschwerdebeteiligte mit Verweis auf den Schutzzonenplan darlegt (act. G 23 S. 5) - in
erheblich grösserer Distanz zur Grundwasserfassung Y._ befindet als die Liegenschaft
Nr. 02_ des Beschwerdeführers in K._. Die diesbezüglichen Ausführungen der
Beschwerdebeteiligten blieben unbestritten. Für die unterschiedliche Behandlung
dieser Liegenschaften - Grundwasserschutzareal SA3 für die Parzelle Nr. 03_, M._,
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und SA2 für die Liegenschaft des Beschwerdeführers - liegt dementsprechend ein
sachlicher Grund vor. Eine Expertise, wie sie der Beschwerdeführer beantragt (act. G
13 S. 6), vermöchte in dieser Situation aller Voraussicht nach keine veränderten
Gegebenheiten zu Tage zu fördern. Soweit sich der Beschwerdeführer auf Einteilungen
im provisorischen Schutzplan beruft (act. G 13 S. 6), hilft das vorliegend nicht weiter,
zumal damals keine rechtskräftige Grundwasserschutzzone ausgeschieden war. Die
Frage, ob die Liegenschaft auf Parzelle Nr. 03_ industriell oder gewerblich genutzt
wird und ob die gegenwärtigen Nutzungen zonenkonform sind (act. G 13 S. 6 f.),
braucht insofern nicht geklärt zu werden, als Sanierungen von Liegenschaften gemäss
Schutzzonenreglement (vgl. Art. 9, 18 und 21; act. G 18/13/2) im Fall von künftigen
Erneuerungen von Bauten und Anlagen sowohl im Areal SA2 als auch im Areal SA3
(Parzelle Nr. 03_) gleichermassen erforderlich sind.
5.3.
5.3.1. Die bundesrechtlich in quantitativer Hinsicht lediglich pauschal vorgegebene
Schüttmenge (Menge, die für eine Nutzung in Betracht fällt, ohne Berücksichtigung des
Bedarfs; vgl. Anhang 4 Ziff. 111 Abs. 2 lit. a GSchV) beträgt für die Fassung Y._
konkret nach den Berechnungen der Beschwerdegegnerin 173.6 Liter/Minute (act. G 2
E. 5.3.1; vgl. auch Zusammenstellung Fördermengen 2015, act. G 15/7/8). Der vom
Beschwerdeführer angeführte Wert von 39.8 Litern je Minute ergab sich - wie die
Beschwerdebeteiligte zu Recht anmerkt (act. G 23 S. 10) - bezogen auf eine Förderung
„rund um die Uhr“ (vgl. act. G 18/11 S. 3); letzteres entspricht den wirklichen
Verhältnissen nicht. Aber selbst wenn die Schüttmenge mit dem Beschwerdeführer
(act. G 13 S. 12) mit 39.8 Liter je Minute (Mittelwert der Jahre 1997 bis 2011 bei einer
Förderung „rund um die Uhr“) angenommen würde, wäre von einer für die Nutzung
ausreichenden Wassermenge auszugehen. Ein öffentliches Interesse an der Fassung
lässt sich dementsprechend von der Fördermenge her nicht in Abrede stellen.
5.3.2. Der hydrogeologisch/technische Bericht X._ (act. G 18/13/3 S. 4) und das AFU
SG (act. G 18/15) bestätigten - einheitlich für die Kantone St. Gallen und Appenzell
Ausserrhoden - eine gute Trinkwasserqualität der Fassung Y._. Hinsichtlich der
Qualität des Wassers ist gemäss Anhang 2 Ziff. 22 Abs. 1 GSchV verlangt, dass es
nach Anwendung einfacher Aufbereitungsverfahren die Anforderungen der
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Lebensmittelgesetzgebung einhält. Der Bericht X._ bestätigt, dass das Wasser mit
UV-Bestrahlung aufbereitet und dadurch in mikrobiologischer Hinsicht eine
einwandfreie Trinkwasserqualität erreicht werden kann (act. 18/13/3 S. 6 E. 4.2.3). Das
AFU SG kam in der Vernehmlassung vom 9. Februar 2017 zum gleichen Schluss (act.
G 18/15).
Die erhöhte Chloridkonzentration führt der Bericht X._ in erster Linie auf die
Strassensalzung zurück (vgl. act. G 18/13/3 S. 6 E. 4.2.2). Ausgangspunkt der
Beurteilung der qualitativen Eignung des Grundwassers bildet jedoch dessen
(unbelasteter) natürlicher Zustand, weshalb temporäre Belastungen des Wassers (wie
Altablagerungen) nicht zu berücksichtigen sind (BGer 1C_258/2015 vom 22. März
2016, E. 6). Auch chloridbelastetes Wasser befindet sich nicht im natürlichen Zustand
und kann dementsprechend nicht den Qualitätsmassstab bilden. Folge der vorliegend
zur Diskussion stehenden Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen und -arealen
wird aller Voraussicht nach eine Verbesserung der Chloridwerte sein, indem die
Verkehrsanlage (Kantonsstrasse) mittelfristig zu sanieren sein wird (vgl. Art. 11 f., 25
und 27 Schutzzonenreglement; act. G 18/13/2). Das Grundwasser wird auf diese Weise
die Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung für Trinkwasser (im Sinn von Anhang
4 Ziffer 111 der GSchV) noch besser erfüllen können. Auch von daher wurde ein
öffentliches Interesse am Schutz der Fassung Y._ für die künftige Nutzung im
vorinstanzlichen Entscheid zu Recht bejaht. Das Vorbringen des Beschwerdeführers,
dass eine Sanierung der Kantonsstrasse technisch nicht machbar sei (act. G 13 S. 12),
blieb ohne nährere Begründung. Die von ihm in diesem Zusammenhang beantragte
Expertise (vgl. act. G 13 S. 9-11) wäre unter den geschilderten Umständen nicht
geeignet, einen für seinen Standpunkt sprechenden Sachverhalt zu belegen. Dies umso
weniger, als gemäss unbestritten gebliebener Feststellung der Beschwerdebeteiligten
Strassen/Autobahnen häufig durch Schutzzonen S2 führen (act. G 23 S. 10) und bei
bestehenden Bauten und Anlagen, somit auch bei Strassen, Schutzmassnahmen
gemäss Schutzzonenreglement zu ergreifen sind (act. G 18/15).
Hinsichtlich der Lebensmittelgesetzgebung des Bundes ist sodann zu beachten, dass
bis 30. April 2017 die Verordnung des EDI über Trink-, Quell- und Mineralwasser (SR
817.022.102) in Kraft war. Gemäss Art. 3 Abs. 2 lit. a dieser Verordnung muss
Trinkwasser die Anforderungen gemäss der Hygieneverordnung des EDI vom
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23. November 2005 (SR 817.024.1) erfüllen. Ab 1. Mai 2017 gilt die Verordnung des EDI
über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlichen Bädern und Duschanlagen (SR
817.022.11). Dort ist für Chlorid ein Höchstwert von 250 mg/l und für Bakterien ein
Toleranzwert von Null festgeschrieben. Dagegen wird in Ziffer 22 in Anhang 2 zur
GSchV (SR 814.201) ein Grenzwert für Chlorid von 40 mg/l genannt (vgl. dazu
Ausführungen in act. G 2 S. 15 f.). Vorliegend ist der Grenzwert gemäss GschV
massgebend (vgl. auch Merkblatt "Höchstwerte für Trinkwasser" des Amtes für
Verbraucherschutz und Veterinärwesen, St. Gallen; https://www.avsv.sg.ch/home/
downloads). Daraus folgt, dass das Wasser den Höchstwert von 40 mg/l nicht
überschreiten darf. Soweit dieser Wert gemäss den auf die Trinkwasseranalysen in den
Jahren 1989 bis 2011 gestützten Feststellungen im Bericht X._ überschritten wurde
(vgl. act. G 18/13/3 Anhang 3), ist festzuhalten, dass der planerische Schutz die
Verbesserung der Chloridwerte wie dargelegt erst möglich macht (vgl. auch AFU-
Bericht vom 9. Februar 2017 (act. G 18/5 S. 5); eine künftige durchgehende Einhaltung
der Werte setzt m.a.W. die Unterschutzstellung voraus.
Im Weiteren ist - wie im vorinstanzlichen Entscheid dargelegt (act. G 2 S. 17) - das
Überflutungsrisiko im Fassungsbereich mit der Schachthöhe und der Bodenschichten
über dem Grundwasser berücksichtigt (act. G 2 S. 16 f.). Hierbei ergibt sich aus Fotos
7b und 7c (am linken oberen Rand; act. G 15 Beilagen) zudem, dass die leicht erhöhte
Lage der Fassung Y._ von den geltend gemachten Überschwemmungssituationen
nicht berührt ist; Foto 7a zeigt die Situation bei der Fassung Q._.
5.4.
5.4.1. Hinsichtlich der Beanstandungen des Beschwerdeführers bezüglich
Schutzzonendimensionierung (act. G 13 S. 13-16; vorstehende E. 3.3.3) stellt sich die
Beschwerdebeteiligte auf den Standpunkt, dass auf diesen Rügepunkt nicht
einzutreten sei (act. G 23 S. 13). Hierzu ist festzuhalten, dass die Tatsache der
eingeschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts (Art. 61 VRP) für sich allein keinen
Grund dafür bildet, auf die materielle Prüfung einer Rüge nicht einzutreten.
5.4.2. In der hydrogeologischen Stellungnahme der F._ AG vom 31. Oktober 2017
wurde unter anderem vermerkt, dass im hydrogeologisch/technischen Bericht der X._
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zur Dimensionierung der Schutzzonen (GWF Q._ und Y._) nicht die Fliessdistanz
gemäss Markierversuch berücksichtigt, sondern nur der gesetzliche Minimalwert von
100 m in Zuströmrichtung angenommen worden sei. Die seitlichen Abstände der
Zonenumgrenzungen S2 und SA2 seien (mit über 180 m Breite und rund 140-150 m
Länge) hingegen relativ gross gewählt worden; hierfür sei jedoch keine Begründung
aufgeführt worden, und es lägen zu den Fliessgeschwindigkeiten in diese Richtungen
auch keine auswertbaren Markierversuche vor. Ebenfalls nicht nachvollziehbar bei der
Dimensionierung sei die gegen Norden stärker ausgedehnte Form der Zonen S2 und
SA2; hierdurch implizierte höhere Fliessgeschwindigkeiten vom nördlichen Hang her
seien nicht begründet (act. G 37.1 S. 3).
Aus dem hydrogeologisch/technischen Bericht X._ ergibt sich, dass aufgrund von vier
Markierversuchen mit 12 Impfstellen zwei Verbindungen (beim ehemaligen
Schützenhaus und in der Fassung Q._ bezüglich Impfung in der Fassung Y._)
nachgewiesen wurden (act. 18/13/3, Ziff. 5 und Anhänge 4-8). Die
Beschwerdebeteiligte hält mit Hinweis auf die Geoportal-Karte Höhenkurven (act. G
24/2) fest, dass aufgrund der Topografie das Wasser, welches das Grundwasserlager
im Gebiet Q._/Y._ bilde, nur aus diesem Gebiet (östlich, nördlich, südlich der beiden
Fassungen) stammen könne. Dass Impfversuche grösstenteils erfolglos verlaufen
seien, liege offensichtlich daran, dass das Wasser aufgrund nicht- bzw.
schwerdurchlässiger Lehmschichten sehr viel mehr Zeit benötige, bis es in den Bereich
der Grundwasserfassungen gelange. Entscheidend sei, dass mit Schutzzonen und -
arealen nicht das Nährgebiet geschützt werde, sondern das Gebiet des
Grundwasserabflusses der letzten 20 Tage Verweildauer vor Grundwasserförderung.
Im Weiteren würden gemäss Anhang 4 Ziff. 123 Abs. 3 GSchV
Grundwasserschutzzonen (und -areale) so dimensioniert, dass der Abstand von der
Zone S1 (bzw. SA1) bis zum äusseren Rand der Zone S2 (bzw. SA2) in
Zuströmrichtung mindestens 100 m betrage; er könne kleiner sein, wenn durch
hydrologische Untersuchungen nachgewiesen sei, dass die Grundwasserfassung oder
Anreichungsanlage durch wenig durchlässige und nicht verletzte Deckschichten
gleichwertig geschützt sei. Die Liegenschaft des Beschwerdeführers mit Wohn- und
Ökonomiegebäude läge eindeutig innerhalb dieses Mindestabstandes (act. G 23 S.
11-13).
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Diese Feststellungen erscheinen nachvollziehbar und begründet. Insbesondere ist
festzuhalten, dass eine Verkleinerung des Abstandes im Sinn von Anhang 4 Ziff. 123
Abs. 3 GSchV („Kann-Bestimmung“) grundsätzlich in Betracht kommt. Wenn die
Vorinstanz ihr nicht eingeschränktes Ermessen (Art. 46 VRP) in Anwendung von
Anhang 4 Ziff. 123 Abs. 3 GSchV dahingehend ausübte, dass sie die durch die
Fachstellen festgelegte Dimensionierung von Schutzzone und Schutzareal bestätigte,
so hat das Verwaltungsgericht, dessen Kognition sich auf Sachverhalts- und
Rechtsfragen beschränkt (Art. 61 VRP), keine Möglichkeit für eine veränderte
Festlegung der Dimensionierung. Hierzu bestünde nach Lage der Akten auch kein
begründeter Anlass. Auszugehen ist überdies vom Grundsatz, dass der
Detailierungsgrad der hydrogeologischen Abklärungen im Verhältnis zum
Gefährdungspotential und zur Komplexität des Einzugsgebietes sowie zur Bedeutung
der Fassung stehen sollte (Wegleitung Grundwasserschutz, S. 41). Wenn die
Beschwerdegegnerin behauptet, im Bericht der F._ AG vom 5. Oktober 2018 würden
die Markierversuche kritisch hinterfragt (act. G 36 S. 4), so trifft dies insofern nicht zu,
als der erwähnte Bericht die hydrogeologischen Abklärungen mit Markierversuchen als
nachvollziehbar bezeichnet (act. G 37.2 S. 3 unten). Für weitere Abklärungen bezüglich
Schutzzonendimensionierung bzw. für das Abstellen auf eine alternative (wohl ebenfalls
in Betracht kommende) Methode anstelle des von der Vorinstanz bestätigten
Vorgehens (vgl. act. G 2 E. 6.2.2) fehlt es vorliegend an einem konkreten Anlass. Der
Bericht der F._ AG vom 5. Oktober 2018 enthält denn auch lediglich Empfehlungen
zur Schutzzonenausscheidung (act. G 37.2 S. 5), welche überdies zum Teil bereits
realisiert sind (Langzeitpumpversuche; vgl. hydrogeologisch/technischer Bericht X._,
act. G 18/13/3 Ziff. 6).
5.5. Der weitere Vorwurf des Beschwerdeführers betreffend mangelnde materielle
Koordination zwischen den Amtsstellen beider Kantone (act. G 13 S. 16) trifft insofern
zu, als die Beschwerdegegnerin und das Departement Bau und Volkswirtschaft des
Kanton AR trotz übereinstimmender Entscheidgrundlagen zwei gegenläufige
Einspracheentscheide fällten. Dies erkannte bereits die Vorinstanz im angefochtenen
Entscheid. Sie verzichtete aus verfahrensökonomischen Überlegungen bzw. zur
Vermeidung von Verfahrensleerläufen auf eine Rückweisung an die
Beschwerdegegnerin und prüfte die Angelegenheit - mit voller Kognition (Art. 46 VRP) -
in Abstimmung mit dem parallel geführten Ausserrhoder Verfahren in materieller
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Hinsicht, woraus eine Heilung des Verfahrensmangels resultierte (act. G 2 S. 10 f.).
Dieses Vorgehen erweist sich vorab deshalb als sachgerecht, weil keine gesetzliche
Regelung der beteiligten Kantone für ein interkantonales Koordinationsverfahren (im
Sinn eines Differenzbereinigungsverfahrens oder einer Zuständigkeitsregelung für den
Erlass eines einheitlichen Einspracheentscheids) besteht. Mit Blick darauf, dass
Umsetzungsbestimmungen der beteiligten Kantone zu Art. 46 GSchV fehlen, war im
Verwaltungs- und Einspracheverfahren ein dem Koordinationsgrundsatz angepasstes
Vorgehen in Form der erwähnten Zusammenarbeit der beteiligten Stellen (vorstehende
E. 3.1) nötig.
5.6. Zusammenfassend hat als dargetan zu gelten, dass das Grundwasser der Gebiete
Q._ und Y._ zumindest nach entsprechender Aufbereitung über eine genügende
Trinkwasserqualität verfügt. Ein öffentliches Interesse an der Nutzung des Trinkwassers
(Fassung Q._) bzw. an der Sicherstellung einer künftigen Nutzung (Fassung Y._) ist
zu bejahen. Die Dimensionierung der Zonen lässt sich ebenfalls nicht beanstanden.
Eine Rechtsverletzung kann nicht als dargetan gelten.
6.
6.1. (...).
6.2. (...).