# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** aff557f1-f189-543c-af4b-59da885d3f3c
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Q. AG ist nach eigenen Angaben Eigentümerin der Parzelle Nr. 0000, Grundbuch
X. Daneben hat die Politische Gemeinde X. ihr resp. ihrem Rechtsvorgänger ein
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selbständiges und dauerndes Baurecht für die Erstellung eines Betriebes für
Altmetallhandel und Maschinenabbruch auf dem Grundstück Nr. 0001
(Baurechtsgrundstück Nr. 00002), Grundbuch X., eingeräumt (act. 10/14, S. 6 Ziff. III/
3a, act. 10/29, S. 3 lit. B/2c). Nach dem rechtskräftigen Zonenplan der Politischen
Gemeinde X. sind die Parzellen Nrn. 0001 und 0000 der Gewerbe-Industrie-Zone GI-A
zugeteilt (www.geoportal.ch). Die Q. AG nutzt diese Grundstücke nach eigenen
Angaben für die Entsorgung von Schrott, Altmetall und anderen Altstoffen, für den
Umschlag und die Bearbeitung von (Recycling-)Material und als Muldendepot (act.
10/14, S. 4 f. Ziff. III/1c).
B. Mit Schreiben vom 24. August 2011 beantragte A.Y. durch ihren Rechtsvertreter
beim Gemeinderat X., die Q. AG aufzufordern, innert einer Frist von einem Monat ein
Baugesuch für die Umnutzung, Zweckänderungen und bauliche Anpassung auf der
Parzelle Nr. 0001 einzureichen (act. 7/5). Mit Schreiben vom 5. Oktober 2011 stellte der
Sekretär der Bau- und Umweltkommission X. aufgrund eines Augenscheins fest, dass
auf Parzelle Nr. 0000 ohne Baubewilligung unter anderem Terrainanpassungen
vorgenommen worden seien und in unregelmässigen Abständen Arbeiten mit einem
Shredder ausgeführt würden. An der Südwestseite der Parzelle Nr. 0001 seien nicht
bewilligte Abgrabungen erfolgt (act. 10/3/6). Mit Schreiben an A.Y. vom 19. Dezember
2013 (act. 10/1/1) stellte die Bau- und Umweltkommission X. fest, dass die
Grundstücke Nrn. 0001 und 0000 bereits vor 1972 als Altstoffumschlag- und
Verarbeitungsplatz genutzt worden seien und in den Jahren 1973 und 1975
Baubewilligungen für den Bau einer Lagerhalle sowie eine Überdachung des
Schrottplatzes erteilt worden seien. Durch die Übernahme dieses Areals durch die Q.
AG sei keine Zweckänderung erfolgt.
C. Dagegen rekurrierte A.Y. durch ihren Rechtsvertreter am 3. Januar 2014 beim
Baudepartement (act. 10/1). Am 27. Januar 2014 ergänzte sie ihren Rekurs mit einer
Begründung und dem Rechtsbegehren, es sei die angefochtene Verfügung unter
Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und die Angelegenheit an die Politische
Gemeinde X. zur Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens
zurückzuweisen. Eventuell sei die Angelegenheit als Rechtsverweigerungsbeschwerde
entgegenzunehmen bzw. als Anzeige an die Aufsichtsbehörde und die Politische
Gemeinde X. anzuweisen, umgehend ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren in
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Gang zu setzen (act. 10/3). Mit Stellungnahme vom 20. März 2014 reichte die Bau- und
Umweltkommission X. durch ihren damaligen Rechtsvertreter die Baubewilligung vom
27. September 1973 für den Neubau einer Lagerhalle und jene vom 28. Januar 1975 für
die Überdachung des Schrottplatzes auf Parzelle Nr. 0001 (ehemals: Parzelle Nr.
0003/0004) ein und beantragte, auf den Rekurs sei nicht einzutreten bzw. die
Rechtsverweigerungsbeschwerde sei abzuweisen und der aufsichtsrechtlichen Anzeige
keine Folge zu geben (act. 10/13). Mit Vernehmlassung vom 20. März 2014 beantragte
die Q. AG durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Stadelmann, Gossau, die kostenpflichtige
Abweisung des Rekurses, soweit darauf einzutreten sei. Eventualiter sei auf die
Rechtsverweigerungsbeschwerde nicht einzutreten (act. 10/14). Mit
Zwischenverfügung vom 18. Juli 2014 qualifizierte das Baudepartement das Schreiben
der Bau- und Umweltkommission X. vom 19. Dezember 2013 (act. 10/1/1) als
Feststellungsverfügung (act. 10/15). Diese verfahrensleitende Verfügung blieb
unangefochten. Am 17. September 2014 führte das Baudepartement einen
Augenschein durch (act. 10/25 f.). Am 5. Dezember 2014 reichte die Politische
Gemeinde X. drei Baubewilligungen aus den Jahren 1980 und 1981 betreffend die
Parzelle Nr. 0000 (ehemals: Nr. 0005) nach (act. 10/28). Mit Stellungnahme vom 8.
Dezember 2014 bestätigte die Q. AG ihre Anträge und Ausführungen (act. 10/29). Mit
Vernehmlassung vom 19. Januar 2015 zog A.Y. ihren Rekurs insoweit zurück, als
Bestand, Ausdehnung und grundsätzliche Nutzungsart des heutigen Areals der Q. AG
bestritten wurden. Gleichzeitig hielt sie daran fest, dass für die Aufstellung und den
Betrieb des Shredders ein Bewilligungsverfahren durchzuführen sei (act. 10/32). Mit
Stellungnahme vom 29. Januar 2015 reichte der Rechtsvertreter von A.Y. eine
Kostennote vom 28. Januar 2015 ein (act. 10/33). Am 16. Februar 2015 setzte das
Baudepartement der Politischen Gemeinde X. eine Frist bis 6. März 2015 an, um die Q.
AG schriftlich zur Eingabe eines Baugesuchs für den mobilen Shredder einzuladen.
Gleichzeitig stellte es der Q. AG die Vernehmlassung von A.Y. vom 19. Januar 2015 zu
(act. 10/34). Am 23. Februar 2015 forderte die Politische Gemeinde X. die Q. AG auf,
bis 31. März 2015 ein Baugesuch für das Aufstellen und Betreiben des Shredders auf
ihrem Werkgelände einzureichen (act. 10/35). Am 20. März 2015 liess sich die Q. AG
abschliessend vernehmen (act. 10/38). Mit Verfügung vom 24. April 2015 schrieb der
Leiter des Rechtsdienstes des Baudepartements den Rekurs vom 3. Januar 2014
zufolge Rückzugs bzw. Gegenstandslosigkeit ab (Ziff. 1). Die Politische Gemeinde X.
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und die Q. AG verpflichtete er, A.Y. ausseramtlich mit je CHF 1718 zuzüglich
Mehrwertsteuer zu entschädigen (Ziff. 4). Den Antrag der Q. AG auf ausseramtliche
Entschädigung wies er ab (Ziff. 5).
D. Gegen die Verfügung des Baudepartements (Vorinstanz) vom 24. April 2015 erhob
die Q. AG (Beschwerdeführerin) durch ihren damaligen Rechtsvertreter am 11. Mai
2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1) mit dem Rechtsbegehren, Ziffer 4
der angefochtenen Verfügung sei insoweit unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
aufzuheben, als sie darin zur Leistung einer ausseramtlichen Entschädigung
verpflichtet worden sei (Ziff. 1 und 5). Ziffer 5 der angefochtenen Verfügung sei
vollumfänglich aufzuheben (Ziff. 2). Es sei A.Y. (Beschwerdegegnerin), eventuell die
Politische Gemeinde X. (Beschwerdebeteiligte), zu verpflichten, sie für das
Rekursverfahren nach richterlichem Ermessen, eventuell mit CHF 2600 zuzüglich CHF
104 Barauslagen und Mehrwertsteuer, ausseramtlich zu entschädigen. Eventualiter sei
die Angelegenheit zur Neubeurteilung der Festlegung der ausseramtlichen
Entschädigung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 4). Am 4. Juni 2015 ergänzte die
Beschwerdeführerin ihre Beschwerde mit einer Begründung (act. 6). Mit
Vernehmlassung vom 29. Juni 2015 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der
Beschwerde (act. 9). Mit Stellungnahme vom 3. Juli 2015 beantragte die
Beschwerdebeteiligte die Abweisung der Beschwerde (act. 12). Am 24. August 2015
liess sich die Beschwerdegegnerin durch ihren Rechtsvertreter mit dem
Rechtsbegehren vernehmen, Ziff. 2 und 4 des Rechtsbegehrens der
Beschwerdeführerin seien unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen,
insoweit die Beschwerdeführerin darin beantrage, sie hätte sie für das Rekursverfahren
ausseramtlich zu entschädigen (act. 15). Am 21. September 2015 nahm die
Beschwerdeführerin abschliessend Stellung (act. 18). Am 20. Oktober 2015 teilte der
damalige Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit, dass er die Beschwerdeführerin
nicht mehr vertrete (act. 21).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1; VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Sie ist Adressatin der angefochtenen Verfügung,
mit welcher das von ihr im Rahmen des Rekursverfahrens gestellte
Entschädigungsbegehren abgewiesen wurde und sie zur Leistung einer
ausseramtlichen Entschädigung an die Beschwerdegegnerin verpflichtet wurde. Die
Beschwerdeeingabe vom 11. Mai 2015 (act. 1) wurde rechtzeitig eingereicht.
Zusammen mit der Ergänzung vom 4. Juni 2015 (act. 6) entspricht sie formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Die Beschwerdegegnerin rügt dem Sinn nach, der ehemalige Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin habe die Berufsregeln (vgl. Art. 12 lit. a und c des Bundesgesetzes
über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte, Anwaltsgesetz; SR 935.61, BGFA)
oder spezielle Verbandspflichten bzw. Standesregeln (vgl. Art. 11 f. der
Schweizerischen Standesregeln, www.sav-fsa.ch) verletzt (act. 15, S. 4 f. Ziff. 4). Das
Verwaltungsgericht ist zur erstmaligen Behandlung dieser Rüge nicht zuständig (vgl.
Art. 34 Abs. 1 BGFA in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 des st. gallischen Anwaltsgesetzes
(sGS 963.70, AnwG). Überdies hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin sein
Mandat am 20. Oktober 2015 niedergelegt (act. 21). Auch widerrief die
Beschwerdebeteiligte im Beschwerdeverfahren B 2015/36 am 14. Januar 2016 Auftrag
und Vollmacht an ihren Rechtsvertreter (B 2015/36 act. 40).
3. Die Beschwerdeführerin beantragt zunächst, es sei ein Augenschein durchzuführen
(act. 6, S. 8 Ziff. III/6, S. 12 Ziff. IV/4). Darauf kann verzichtet werden, da sich die
vorliegend in erster Linie prozessrechtliche Fragen stellen und sich die entscheidenden
tatsächlichen Verhältnisse aus den Verfahrensakten, insbesondere aus dem
Augenscheinprotokoll vom 6. November 2014 (act. 10/25 f.), und dem öffentlich
zugänglichen Geoportal (www.geoportal.ch) ergeben (vgl. zur antizipierten
Beweiswürdigung BGE 141 I 60 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 136 I 229 E. 5.3 und
Waldmann/Bickel, Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, Art.
29 N 88, sowie G. Steinmann, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender, Die
schweizerische Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N 48).
bis
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4. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, ihr verfassungsmässiger Gehörsanspruch sei in
zweierlei Hinsicht verletzt. Ihr sei die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 29.
Januar 2015 vor dem Versand der angefochtenen Verfügung nicht zugestellt worden.
Überdies sei die angefochtene Verfügung hinsichtlich ihres Antrags auf ausseramtliche
Entschädigung nicht konkret begründet worden (act. 6, S. 9 f. Ziff. III/9 und IV/1).
4.1. Die Vorinstanz hat in E. 3 der angefochtenen Verfügung (act. 2, S. 3 f.) ausführlich
begründet, wieso sie die Beschwerdebeteiligte und die Beschwerdeführerin zur
Übernahme je der Hälfte der ausseramtlichen Kosten der Beschwerdegegnerin
verpflichtet hat. Damit hat sie sich auch eingehend mit der Frage auseinandergesetzt,
warum der Beschwerdeführerin kein Anspruch auf Entschädigung der ausseramtlichen
Kosten zusteht. Eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs
auf rechtliches Gehör durch die Vorinstanz liegt nicht vor (vgl. Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV, Art. 58 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP und BGer 1C_218/2015 vom 2. Juni 2016 E.
4.3 mit Hinweis auf BGE 136 I 229 E. 5.2 und BGE 140 II 262 E. 6.2 mit Hinweis).
4.2. Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung ergibt sich auch im
verwaltungsinternen Rekursverfahren aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf
rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV das Recht der Verfahrensbeteiligten,
zu jeder Eingabe von Vorinstanz oder Gegenpartei Stellung zu nehmen, und zwar
unabhängig davon, ob diese neue und erhebliche Gesichtspunkte enthalten (vgl.
VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 138 I
154 E. 2.5, www.gerichte.sg.ch, siehe auch Art. 53 und Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 15 Abs. 1 VRP). Die Verfahrensbeteiligten sind insbesondere berechtigt, zu der von
der anderen Partei eingereichten Kostennote (Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 105
Abs. 2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO)
Stellung zu nehmen (vgl. D. Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.],
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 105 N 8). Die
Geltendmachung des Anspruchs steht freilich unter dem Vorbehalt des Handelns nach
Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV). Eine Partei darf deshalb nicht untätig bleiben,
wenn sie weiss, dass die Gegenpartei eine Rechtsschrift oder einen Beleg bei Gericht
eingereicht hat oder noch einreichen wird. Es obliegt ihr, sich sofort gegen die
Berücksichtigung der Eingabe zu verwahren, deren Zustellung gegebenenfalls unter
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Ansetzung einer Frist zur Stellungnahme zu verlangen oder vorsorglich dazu Stellung
zu nehmen. Hat sie die zur Wahrung ihrer eigenen Rechte notwendigen Schritte zu
unternehmen versäumt, kann sie mit einer Verfahrensrüge im Zeitpunkt, in dem das
Urteil zu ihrem Nachteil ausgefallen ist, nicht mehr gehört werden (vgl. BGer
5A_121/2013 vom 2. Juli 2013 E. 4.2 mit Hinweisen).
Der Gehörsanspruch ist formeller Natur. Wird eine Verletzung des Anspruchs
festgestellt, muss der angefochtene Hoheitsakt grundsätzlich aufgehoben werden ohne
Rücksicht darauf, ob die Anhörung für den Ausgang des Verfahrens relevant ist, das
heisst die Behörde zu einer Änderung des Entscheids veranlassen wird oder nicht (vgl.
VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2.2 mit Hinweis, a.a.O.). Eine nicht
besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs, worunter auch die
Verletzung des Replikrechts hinsichtlich der von der Gegenpartei eingereichten
Kostennote fällt (vgl. BGer 5A_1022/2015 vom 29. April 2016 E. 5.4 mit Hinweis), kann
ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält,
sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die
Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. BGer 1C_393/2014 vom 3. März 2016 E. 3.3 mit
Hinweisen, insbesondere auf BGE 137 I 195 E. 2.3.2).
Den Behörden kommt bei der Verlegung und Bemessung von ausseramtlichen Kosten
ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die Ermessenskontrolle ist dem
Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren verwehrt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP, vgl.
VerwGE B 2013/178 vom 12. Februar 2014 E. 2.2, siehe auch VerwGE B 2014/70 vom
27. November 2015 E. 2.4, www.gerichte.sg.ch).
4.3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin die Stellungnahme der
Beschwerdegegnerin vom 29. Januar 2015 mitsamt Kostennote vom 28. Januar 2015
(act. 10/33), auf welche sie in E. 4a der angefochtenen Verfügung (act. 2, S. 4) abstellte,
erst zusammen mit der angefochtenen Verfügung vom 24. April 2015 (act. 2) zugestellt.
Damit hat sie den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt. Die
im Kanton St. Gallen bisher offenbar bestehende Praxis, die Honorarnote der
entschädigungspflichtigen Gegenpartei grundsätzlich nicht von Amtes wegen zur
Stellungnahme zuzustellen, sofern keine ausserordentlichen – über den für eine
Pauschale gesetzten Rahmen hinaus gehende (vgl. Art. 22 Abs. 1 der Honorarordnung
http://www.gerichte.sg.ch
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für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, HonO) – Kosten geltend gemacht
werden, die nicht unberechtigt erscheinen (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach
st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 209), steht in
Widerspruch zur hiervor unter E. 4.2 zitierten verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung
(siehe auch VerwGE B 2015/14 vom 20. Januar 2017 E. 4, in welchem offen gelassen
wurde, ob diese Rechtsprechung auf das erstinstanzliche Einspracheverfahren zu
übertragen ist, www.gerichte.sg.ch). Daraus kann die Vorinstanz nichts zu ihren
Gunsten ableiten. Dasselbe gilt für Art. 7 HonO, wonach Einsicht in die Honorarnote
der Gegenpartei verlangt werden kann (vgl. hierzu den Entscheid des Kantonsgerichts
BE.2013.46 vom 20. Dezember 2013 E. II.1b, wonach gemäss Art. 7 HonO die Einsicht
in die Honorarnote der Gegenpartei verlangt werden muss, www.gerichte.sg.ch). Selbst
wenn der kantonsgerichtlichen Interpretation von Art. 7 HonO gefolgt würde, hätte die
Vorinstanz der Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall zumindest die Stellungnahme
vom 29. Januar 2015 zur Kenntnis bringen müssen (vgl. hierzu BGE 138 I 484 E. 2.4 mit
Hinweisen). Unter dem Blickwinkel von Treu und Glauben kann der
Beschwerdeführerin nicht vorgeworfen werden, sie hätte im Rekursverfahren nach
Erhalt der verfahrensleitenden Anordnung vom 16. Februar 2015 (act. 10/34) genügend
Anlass und ausreichend Gelegenheit gehabt, bei der Vorinstanz zu verlangen, ihr eine
Frist zur Stellungnahme zu einer allfälligen Kostennote bzw. zusätzlichen Eingabe der
Beschwerdegegnerin anzusetzen (vgl. hierzu Eingabe der Beschwerdeführerin vom
5. März 2015, act. 10/36), selbst wenn sie damals anwaltlich vertreten war. Ihr war
nicht bekannt, dass die Beschwerdegegnerin eine Stellungnahme mitsamt einer
solchen Kostennote eingereicht hatte. Auch bestand für die Vorinstanz nach
Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 ZPO keine Pflicht, die
Verfahrensbeteiligten vor Abschluss des Rekursverfahrens zur Einreichung einer
Kostennote einzuladen (vgl. VerwGE B 2014/167 vom 27. Oktober 2015 E. 2.1 mit
Hinweisen).
Wegen der eingeschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts fällt eine Heilung der
nicht besonders schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs im
Beschwerdeverfahren grundsätzlich ausser Betracht. Allerdings anerkennt die
Beschwerdeführerin die konkrete Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung
durch die Vorinstanz im Betrag von CHF 3250 zuzüglich Barauslagen von CHF 130 und
Mehrwertsteuer und damit die von der Vorinstanz ermessensweise vorgenommene
ter
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Kürzung der Kostennote der Beschwerdegegnerin ausdrücklich (vgl. act. 6, S. 9 Ziff. III/
8). Diesbezüglich erübrigt sich eine erneute Ermessensausübung durch die Vorinstanz
von vornherein. Überdies unterliegen die von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen
Fragen, ob die angefochtene Verfügung auf einer unrichtigen und unvollständigen
Sachverhaltsfeststellung beruht (vgl. E. 5 hiernach) und ob die Vorinstanz den
Tatbestand von Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO vorliegend zu Unrecht als erfüllt betrachtet
hat und dadurch in Willkür verfallen ist (vgl. E. 6 hiernach), der verwaltungsgerichtlichen
Kontrolle. Unter diesen Umständen kann vorliegend der Verfahrensmangel
ausnahmsweise als geheilt betrachtet und von einer Rückweisung an die Vorinstanz zur
korrekten Verfahrensabwicklung abgesehen werden. Die Beschwerde ist aber insofern
teilweise gutzuheissen, als festzustellen ist, dass die Vorinstanz den Anspruch der
Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt hat.
5. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz im Weiteren eine unrichtige und
unvollständige Sachverhaltsfeststellung vor (act. 6, S. 6-9, Ziff. III/1-7).
Das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 24. August 2011 (act. 7/5) bezog sich
zwar nur auf die Parzelle Nr. 0001. Die Beschwerdebeteiligte war jedoch an das
Begehren der Beschwerdegegnerin nicht gebunden (Art. 21 Abs. 2 VRP). Die Verfügung
der Beschwerdebeteiligten vom 19. Dezember 2013 (act. 10/1/1) beschlug
dementsprechend sowohl das Grundstück Nr. 0001 als auch auf die Parzelle Nr. 0000,
was die Beschwerdeführerin selbst anerkennt (act. 6, S. 8 Ziff. III/6). Damit konnte die
Beschwerdegegnerin – entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin – bei
Anhebung des Rekursverfahrens nicht über alle erforderlichen Unterlagen und
Informationen verfügen, da die Beschwerdebeteiligte die drei Baubewilligungen aus
den Jahren 1980 und 1981 betreffend die Parzelle Nr. 0000 erst im Verlauf des
Rekursverfahrens am 5. Dezember 2014 einreichte (act. 10/28).
Weiter ist das (anteilige) Mass des Unterliegens oder Obsiegens aufgrund der
gestellten Anträge zu beurteilen (vgl. E. 6.2 hiernach). Die Beschwerdegegnerin
beantragte in der Rekursergänzung vom 27. Januar 2014 (act. 10/3) im Hauptpunkt die
kostenpflichtige Aufhebung der Verfügung der Bau- und Umweltkommission X. vom
19. Dezember 2013 (act. 10/1/1) und die Rückweisung an die Politische Gemeinde X.
zur Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens. Dieser Antrag wäre
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nach den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in E. 3 der angefochtenen
Verfügung (act. 2, S. 3 f.) gutzuheissen gewesen, da die Vorinstanz die
Bewilligungspflicht für den Einsatz des mobilen Shredders bejaht hätte. Entgegen der
Auffassung der Beschwerdeführerin wäre sie im Rekursverfahren mit ihrem Antrag
(kostenpflichtige Abweisung des Rekurses, act. 10/14) demnach vollumfänglich
unterlegen, wenn das Verfahren nicht zufolge Rückzugs und Gegenstandslosigkeit
abgeschrieben worden wäre. Für die Frage des Obsiegens und Unterliegens tut nichts
zur Sache, dass die Rückweisung der Sache lediglich mit dem Einsatz des mobilen
Shredders begründet worden wäre.
Darüber hinaus unterstellte die Vorinstanz in E. 3a der angefochtenen Verfügung (act.
2, S. 3 f.) der Beschwerdeführerin mitnichten, im Besitze aller für die von ihr
ausgeübten Nutzung des Grundstücks Nr. 0000 erforderlichen Bewilligungen zu sein.
Vielmehr hielt sie ihr – allerdings ohne Auswirkungen auf den Kostenspruch – lediglich
vor, sich vor Anhebung des Rekursverfahrens durch die Beschwerdegegnerin bei der
Vorinstanz nicht nach diesen über dreissigjährigen, ihrem Rechtsvorgänger
ausgestellten Bewilligungen erkundigt zu haben.
Insgesamt stösst der Vorwurf der unrichtigen und unvollständigen
Sachverhaltsfeststellung ins Leere (vgl. hierzu Art. 57 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art.
12 VRP und Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen –
dargestellt an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, N 587).
6. Die Beschwerdeführerin vertritt ferner die Auffassung, die vorgenommene Verlegung
der ausseramtlichen Kosten sei offensichtlich unhaltbar, ja willkürlich. Sie habe keinen
Anlass zur Anhebung des Rekursverfahrens gegeben. Auch lägen keinerlei besondere
Umstände vor, welche ein Abweichen von der normalen Kostenregel rechtfertigen
würden. Allfällige Versäumnisse seitens der Beschwerdebeteiligten dürften keinen
Einfluss oder gar kostenmässigen Nachteil für sie haben (act. 6, S. 10-12 Ziff. IV/2-6,
act. 18, S. 2 f.).
6.1. Nicht umstritten ist, dass die konkreten Umstände des Falles keinen Verzicht auf
eine Entschädigung und keine Reduktion der Entschädigung gestützt auf Art. 98 Abs. 2
VRP nahelegen würden (vgl. hierzu VerwGE B 2011/88 vom 18. Oktober 2011 E. 2.2.4
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mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, und GVP 1993 Nr. 53). Dementsprechend erhielt
die Beschwerdegegnerin von der Vorinstanz eine volle ausseramtliche Entschädigung
zugesprochen. Zudem wird die konkrete Bemessung der ausseramtlichen
Entschädigung im Betrag von CHF 3250 zuzüglich Barauslagen von CHF 130 und
Mehrwertsteuer von der Beschwerdeführerin nicht bestritten (vgl. act. 6, S. 9 Ziff. III/8).
Die Fahrtkosten für die Benützung eines Personenwagens gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. c
HonO von CHF 56 sind ausgewiesen (vgl. Kostennote vom 28. Januar 2015, act. 10/33)
und in den geltend gemachten pauschalen Barauslagen gemäss Art. 28 HonO nicht
enthalten. Zu prüfen bleibt, ob die ausseramtliche Entschädigung zu Unrecht der
Beschwerdegegnerin und nicht der Beschwerdeführerin zugesprochen resp. die
Beschwerdeführerin zu Unrecht zur Bezahlung der Hälfte dieser ausseramtlichen
Entschädigung an die Beschwerdegegnerin verpflichtet wurde. Dabei ist zu beachten,
dass die Abschreibung des Rekurses im vorliegenden Fall zum einen wegen dessen
Teilrückzugs und zum andern wegen Gegenstandslosigkeit erfolgte (vgl. Ziff. 1 des
Dispositivs der angefochtenen Verfügung, act. 2, S. 5).
6.2. Gemäss Art. 98 VRP wird die ausseramtliche Entschädigung den am Verfahren
Beteiligten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (vgl. auch Art. 98 VRP in
Verbindung mit Art. 95 Abs. 1 lit. b und Art. 106 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Inwiefern ein
Beteiligter obsiegt, ist aufgrund der gestellten Anträge zu beurteilen (vgl. VerwGE B
2011/88 vom 18. Oktober 2011 E. 2.2.2, a.a.O). Hat keine Partei vollständig obsiegt, so
werden die ausseramtlichen Kosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art.
98 VRP in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 ZPO). Bei einer Abschreibung infolge
Gegenstandslosigkeit (Art. 242 ZPO) gilt die Grundregel, dass derjenige als
unterlegener Beteiligter zu betrachten ist, der die Gegenstandslosigkeit verursacht hat,
falls der Grund für das Gegenstandsloswerden des Prozesses dem Verhalten einer
Partei zuzuschreiben ist. Ansonsten ist auf den mutmasslichen Prozessausgang
abzustellen (vgl. Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO, Entscheid
des Kantonsgerichts BE.2014.5 vom 25. Juni 2014 E. 3a, www.gerichte.sg.ch,
M. H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen
Privatrecht, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, Art. 107 N 18,
Cavelti/Vögeli, a.a.O., N 773, und R. Hirt, a.a.O., S. 101). Bei Rückzug des
Rechtsmittels (Art. 241 ZPO) gilt im Regelfall die Rekurrentin oder Beschwerdeführerin
als unterliegend (Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 Satz 2 ZPO). Von
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diesem Verteilungsgrundsatz entsprechend dem Erfolg der Parteien im Prozess kann
insbesondere dann abgewichen werden und die ausseramtliche Entschädigung nach
Ermessen verteilt werden, wenn eine Partei in guten Treuen zur Prozessführung
veranlasst war und wenn andere besondere Umstände vorliegen, die eine Verteilung
nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen (Art. 98 VRP in
Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 lit. b und f ZPO). Demgegenüber ist der
Ausnahmetatbestand von Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO auf einen Rechtsmittelrückzug und
damit auf die „Gegenstandslosigkeit im weiteren Sinn“ nicht anwendbar (vgl.
M. H. Sterchi, a.a.O., Art. 107 N 17, und V. Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.],
Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, Art. 107 N 8). Die Regelung zur
Prozessführung in guten Treuen nach Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO umfasst beispielsweise
Fälle, in welchen sich die massgebenden tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse
nach Einleitung des Prozesses zuungunsten des Klägers veränderten. Prozessführung
in guten Treuen kann ferner etwa vorliegen, wenn die obsiegende Partei vorprozessual
und für die unterliegende Partei unerwartet Einreden und Einwendungen nicht
vorgebracht hat, die schlussendlich zum Obsiegen im Prozess führen. Sie setzt nicht
per se das fehlerhafte Verhalten der anderen Partei voraus (vgl. Entscheid des
Obergericht des Kantons Zürich RD120001 vom 12. Juni 2012 E. II/2, siehe auch V.
Rüegg, a.a.O., Art. 107 N 5 mit Hinweisen, insbesondere auf BGer 1A_166/2011 vom
23. Mai 2011). Der Auffangtatbestand von Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO greift einerseits bei
erheblicher wirtschaftlicher Disparität der Parteien und andererseits, wenn und soweit
die nicht unterlegene Partei durch ihr Verhalten ungerechtfertigten Aufwand zu
verantworten hat (vgl. BGE 139 III 33 E. 4.2).
6.3. Was den Teilrückzug anbelangt, wäre die Beschwerdegegnerin, die den Rückzug
erklärte, nach dem Erfolgsprinzip grundsätzlich kostenpflichtig. Zu untersuchen ist, ob
besondere Umstände vorliegen, welche eine Verlegung der ausseramtlichen Kosten
nach Ermessen resp. Billigkeitserwägungen rechtfertigen.
Die Vorinstanz erachtete in Erwägung 2 und 3a der angefochtenen Verfügung (act. 2, S.
2-4) eine Abweichung vom Erfolgsprinzip und damit die Zusprechung einer
ausseramtlichen Entschädigung an die Beschwerdegegnerin anstelle der
Beschwerdeführerin insofern als gerechtfertigt, als der Rekursrückzug Folge der erst im
Rahmen des Rekursverfahrens erfolgten Einreichung der zum Grundstück Nr. 0000
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ergangenen Baubewilligungen aus den Jahren 1980 und 1981 gewesen sei und die
Beschwerdebeteiligte selbst bis zum Erlass der Verfügung vom 19. Dezember 2013
(act. 10/1/1) davon ausgegangen sei, dass für einen Teil der auf den Grundstücken
Nrn. 0001 und 0000 ausgeübten Nutzung und der baulichen Massnahmen keine
ausreichende Bewilligung vorlag. Dieser Schluss der Vorinstanz ist nach dem Gesagten
nicht zu beanstanden, selbst wenn sie fälschlicherweise den Auffangtatbestand von
Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO und nicht den Tatbestand von Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO zur
Anwendung brachte. Der Beschwerdegegnerin konnte unter diesen Umständen nach
Treu und Glauben nicht vorgeworfen werden, sie hätte den Sachverhalt vor Eingabe
des Rekurses nicht abgeklärt (vgl. bereits E. 5 hiervor). Im Übrigen wurden der
Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang keine ausseramtlichen Kosten
auferlegt. Ob sie sich widersetzen durfte, sich um den Erhalt der entsprechenden
Bewilligungen zu bemühen, kann daher offen bleiben (vgl. zur Mitwirkungspflicht der
Beteiligten Art. 17 VRP sowie Cavelti/Vögeli, a.a.O., N 598 ff.).
6.4. Wie die Vorinstanz in Erwägung 3b der angefochtenen Verfügung (act. 2, S. 4)
nachvollziehbar ausgeführt hat, hat die Beschwerdebeteiligte mit der Aufforderung vom
23. Februar 2015 (act. 10/35) an die Beschwerdeführerin, ein Baugesuch für den
Shredder einzureichen, die Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens verursacht.
Das Gegenstandsloswerden ist jedoch der Beschwerdeführerin zuzuschreiben, welche
den Shredder ohne entsprechende Baubewilligung einsetzte. In dieser Hinsicht ist es
nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die ausseramtliche Entschädigung in
Anwendung von Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO nach dem
Verursacherprinzip verteilte und der Beschwerdegegnerin eine ausseramtliche
Entschädigung zusprach.
6.5. Sodann erscheint es nicht willkürlich, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin
und die Beschwerdebeteiligte gleichmässig je zur Hälfte zur Bezahlung der
ausseramtlichen Entschädigung an die Beschwerdegegnerin verpflichtete. Sowohl die
Beschwerdeführerin (vgl. E. 5 hiervor) als auch die Beschwerdebeteiligte, welche
Nichteintreten auf den Rekurs beantragt hatte (vgl. Stellungnahme vom 20. März 2014,
act. 10/13), wären im Rekursverfahren mutmasslich vollständig unterlegen (vgl. R. Hirt,
a.a.O, S. 83 f. und 180 f.).
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Insgesamt liegt keine Rechtsverletzung vor, die durch das Verwaltungsgericht zu
korrigieren wäre.
7. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens gehen nach dem
Verursacherprinzip zu Lasten der Vorinstanz, welche die festgestellte Gehörsverletzung
zu vertreten hat (Art. 95 Abs. 2 VRP). Angemessen ist eine Entscheidgebühr von CHF
1500 (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist
zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der Beschwerdeführerin ist der geleistete
Kostenvorschuss in gleicher Höhe zurückzuerstatten.
Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten hat die Beschwerdeführerin
Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten für das Beschwerdeverfahren, die von
der Vorinstanz zu bezahlen sind (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98 VRP). Ihr
Rechtsvertreter hat sein Mandat am 20. Oktober 2015 niedergelegt (act. 21). Damit war
die Beschwerdeführerin bis zum Abschluss des Schriftenwechsels berufsmässig
vertreten. Sie kann daher eine Parteientschädigung beanspruchen. Eine Kostennote
liegt nicht vor. Angemessen ist ein Kostenersatz von CHF 2000 zuzüglich vier Prozent
pauschale Barauslagen (Art. 96 und Art. 105 Abs. 2 ZPO, Art. 6, Art. 19, Art. 22 Abs. 1
lit. b, Art. 28 HonO). Weil die zu entschädigende Beschwerdeführerin selber
mehrwertsteuerpflichtig ist (www.uid.admin.ch), kann sie die der Honorarrechnung
ihres ehemaligen Anwalts belastete Mehrwertsteuer von ihrer eigenen Steuerschuld
abziehen, ohne dass ihr dadurch eine Mehrbelastung entsteht. Die Mehrwertsteuer
muss bei der Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung deshalb nicht zusätzlich
berücksichtigt werden (vgl. VerwGE B 2014/107 vom 25. Mai 2016 E. 18, VerwGE B
2015/273 vom 27. April 2016 E. 4.3 mit Hinweis auf VerwGE B 2013/206 vom 3.
Dezember 2013 E. 3, www.gerichte.sg.ch, und R. Hirt, a.a.O., S. 194).