# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e66ce530-f071-4984-b990-bdcacb895de6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1958 geborene
X._
, zuletzt ab 1. Juni 1997 als Chauffeur bei der
Z._
AG tätig gewesen (Urk. 7/10), meldete sich am 31. August 1999 unter Hinweis auf eine Diskushernie zum Bez
ug von Leistungen der Invaliden
versicherung an (Urk. 7/3). Nach erwerblich-beruflichen und medizinischen Ab
klä
rungen sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, ab 1. Juli 2000 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine
Viertelsr
ente
zu, welche sie ausgehend von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und einem Invaliditätsgrad von 100 % per 1. März 2001 auf eine ganze Rente erhöhte (Urk. 7/37, Urk. 7/49, Urk. 7/64-66).
Im Zuge von amtlichen Revisionen wurde der Anspruch auf eine ganze Rente mit Mitteilungen vom 27. Mai 2002 (Urk. 7/56), 7. September 2004 (Urk. 7/71) und 10. Februar 2009 (Urk. 7/89) bestätigt.
1.2
Nach Zugang einer Verdachtsmeldung betreffend ungerechtfertigten Leistungs-bezug am 28. März 2014 (Urk. 7/109 S. 1, Urk. 7/110/1) leitete die IV-Stelle im Mai 2014 (Urk. 7/94-95) ein weiteres Revisionsverfahren ein, in dessen Verlauf sie eine Observation des Versicherten veranlasste (Urk. 7/107) und deren
Ergeb
nisse durch den regionalen ärztlichen Dienst (RAD; Stellungnahme vom 21. März 2015 [Urk. 7/113 S. 3 f.]) beurteilen liess. Am 5.
Juni 2015 (Urk. 7/124
) verfügte die IV-Stelle
die
vorsorgliche
Rentensistierung
.
Die dagegen am 8.
Juli 2015 (Urk. 7/
135/3-7
) erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht am
28. September 2015
(Urk. 7/
145
, Verfahren IV.2015.00744) ab.
Im Rahmen des Revisionsverfahrens tätigte die IV-Stelle medizinische sowie erwer
b
liche Abklärungen und holte unter anderem bei der
A._
ein poly
disziplinäres Gutachten ein, das am 18. August 2016 (Urk. 7/153) erstattet sowie am 22. Dezember 2016 (Urk. 7/156) ergänzt wurde.
Nach durchgefüh
rtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk.
7/16
1 und Urk.
7/165)
verfügte
die IV-Stelle am
13. Juni
201
7
, dass
der Versicherte
ab 2008 zu 80
%
erwerbsfähig
gewesen sei
und
seither
kein Anspruch auf eine Invalidenrente best
anden habe
. Die in der Zeit ab Dezem
ber 2011 bis zur Sistierung der Invalidenrente zu Unrecht bezogenen Leitungen
seien
zurückzuerstatten (
Urk.
2).
2.
Dagegen
erhob
der Versicherte
am
29
.
Juni
2017 (Urk.
1) Beschwerde
mit den An
trägen, es sei die Verfügung vom
13. Juni 2017
aufzuheben
,
ihm sei weiterhin eine Rente auszurichten
,
auf eine Rückerstattung der bisher ausgerichteten Leis
tungen sei zu verzichten
,
ihm seien die sistierten Rentenzahlungen seit April 2015
nachzuzahlen und es sei, sofern nicht auf die Berichte der behandelnden Ärzte abgestellt werde, eine weitere Begutachtung in Auftrag zu geben
,
um den medi
z
inischen Sachverhalt abzuklären
. Zudem beantragte er die unentgeltliche Pro
zessführung (S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 4. September 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 8. September 2017 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
)
. Sie kann Folge von Geburts
ge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung [
IVG
]
)
. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
ab
gesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beein
flussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind,
auch bei an sich gleich geblie
benem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgaben
bereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinn ein
Rückkommenstitel
vor, gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex
nunc
et pro
futuro
einen rechtskonformen Zustand herzustellen. Dabei ist auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung über die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente zu ermitteln (SVR 2017 IV Nr. 4 S. 7, 9C_770/2015 E. 2.2).
1.5
Die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente erfolgt rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn der Bezüger die Leistung zu Un
recht erwirkt hat oder der ihm nach Art.
77 der Verordnung über die Inva
liden
versicherung (IVV) zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. b IVV, sowohl in der bis Ende 2014 als auch in der seither geltenden Fassung). Jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen ist von den Bezügerinnen und Bezügern, ihren Angehörigen oder Dritten, denen die Leistung zukommt, dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden (Art.
31
Abs.
1 ATSG). Der Berech
tigte oder sein gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte, denen die Leis
tung zukommt, haben jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, ins
besondere eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbs
fähig
keit sowie der persönlichen und gegebene
nfalls der wirtschaftlichen Ver
hältnisse des Versicherten unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen (
Art.
77 IVV). Für den Tatbestand der Meldepflichtverletzung ist ein schuldhaftes Fehlverhalten erfor
der
lich, wobei nach ständiger Rechtsprechung bereits eine leichte Fahrlässigkeit genügt (BGE 118 V 214 E. 2a
mit Hinweisen
).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
legte in
ihre
r
Verfügung vom
13. Juni 2017
(Urk.
2)
dar
,
dass das Gutachten der
A._
beweiskräftig sei, sodass darauf abgestellt werden könne. D
er Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
habe sich
verbessert
.
Spä
tes
tens
ab 2008
könne
von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in
einer angepassten Tätigkeit
ausgegangen werden
(S. 2). Die durchgeführte
Observation
sei verwert
bar (
vgl. auch
Urk. 6)
.
D
er
Invaliditätsgrad
liege bei 25 %
(
Urk. 2 S.
2) und
e
in leidensbedin
gter Abzug sei nicht angezeigt
.
Zudem habe der
Beschwerdeführer seine Meldepflicht verletzt (S.
3
).
2.2
Der Beschwerdeführer
stellte sich
in seiner Beschwerde vom
29
.
Juni
2017 (Urk.
1)
auf den Standpunkt
,
er habe keine Meldepflicht
verletzung
begangen. Die unter
schiedliche Einschätzung der behandelnden Ärzte und der
A._
-Gutachter rechtfertige keine Rückforderung
(S. 7 f.
).
Massgeblicher Vergleichszeitpunkt für die vorliegende Revision sei die
Zusprache
der Invalidenrente 2001 und nicht 2009 (S. 9). Weiter brachte er vor, das
A._
-Gutachten weise eine Arbeitsun
fähigkeit von 100 % bis Mai 2016 aufgrund eines Blasentumors aus, weshalb keine rückwirkende Verbesserung bis 2008 attestiert werden könne. Zudem seien wegen des
osteosklerotischen
Herdbefundes im distalen Femur weitere Abklä
rungen notwendig (S. 10). Da der Zeitpunkt der Verbesserung des Gesund
heits
zu
standes nicht klar sei, müsse auf den Zeitpunkt des Gutachtens abgestellt werden (S. 11).
Hinsichtlich des Invalideneinkommens stütze sich die Beschwer
de
gegnerin auf den falschen Sektor der Lohnstrukturtabelle des Bundesamtes für Statistik (LSE
; vgl.
S. 11 f.). Zudem sei ihm ein leidensbedingter Abzug zu ge
währen (S. 12). Ferner müssten vor der Aufhebung der Rente Eingliederungs
mass
nahmen geprüft werden (S. 14 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in einer sich auf die Invalidenrente auswirkenden Weise verbessert
(Revisions
grund)
und
ob er seine Meldepflicht verletzt
hat
und damit eine Rückforderung für zu Unrecht ausgerichtete Leistungen statthaft ist.
Im
Fall einer Melde
pflicht
verletzung
erfolgt eine Herabsetzung nicht pro
futuro
, sondern auf den Zeitpunkt
der gesundheitlichen Verbesserung hin, weshalb
für den Vergleich
der Gesund
heits
zustand
i
m
Jahr 2008
massgebend
ist
.
Vergleichszeitpunkt für die im Revisionsverfahren relevante Veränderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers bildet
– in Übereinstimmung mit der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 1 S. 9) -
die Verfügung vom
3
.
Dezem
ber
2001
(Urk. 7/49)
, mit welcher
die
Beschwerdegegnerin ihm ab
1. März 2001
eine ganze Rente zugesprochen hatte.
Die rentenbestätigende
n
Mitteilung
en vom
2. Mai 2002 (Urk. 7/
56
) und vom 23. August 2004 (Urk. 7/7
1
) beruhten lediglich auf Formularbericht
en
der behandelnden Ärztin (Urk. 7/
54
und Urk.
7/70
) bezieh
ungsweise die Mitteilung vom 10. Februar 2009 (Urk. 7/89) auf
medizinischen Berichten ohne Einschätzung der Arbeitsfähigkeit respektive ohne umfassende Beurteilung sowie
konkrete
Aussagen über die Veränderung des Gesundheits
zustandes oder Funktionseinschränkungen (vgl. Urk. 7/
79-80, Urk. 7/81/1-11 und
15-18
).
Von
eine
r
materiellen Prüfung mit rechtkonformer
Sachverhaltsab
klärung
kann nicht die Rede sein
(vgl
.
BGE 133 V 108
und
Urteil des Bundesgerichtes 8C_441/2012 E. 6.2 vom 2
5.
Juli 2013)
.
3.
Die Verfügung vom
3. Dezember 2001 (Urk. 7/49)
stützte sich
zur Hauptsache auf
das im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstellte Gutachten
vom 20. November 2001 (Urk. 7/45)
von Dr. med.
B._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (vgl. Feststellungsblatt vom 22. Novem
ber 2001 [Urk. 7/46/1-2 S. 2]).
Dr.
B._
nannte
folgende Diag
nosen
(S. 3)
:
-
Lumboradikuläres
Reizsy
nd
rom bei
Rezidivhernie
L4/L5 links
-
Zustand nach Diskushernie L5/S1 links mit Operation im Oktober 1999
-
Zustand nach Rezidiv
Diskushernienoperation
L4/L5 links am 1
1.
April 2001
-
Erneutes
Diskushernienrezidiv
L4/L5 links und
foraminale
Hernie L5/S1 links
Er
führte aus
,
s
pätestens ab März 2001
sei
mit Auftreten des neuen
Diskusher
nienrezidives
mit einer
Verschlechterung zu rechnen. Ab diese
m Zeitpunkt be
stehe medizinisch
-theoretisch eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Der Krank
heits
zustand sei sowohl operativ wie konservativ behandlungsfähig. Aus diesen Gründen werde man wohl die Festsetzung der Rente noch überdenken oder allen
falls sehr früh nach Erreichen eines stabilen Zustandes eine allfällige Revision des doch gefällten Rentenentscheides durchführen müssen (S. 3).
In einer der Behinderung angepassten Tätigkeit, nach erfolgreich durchgeführter operativer oder konservativer Behandlung, solle ein beruflicher Einsatz in einer abwec
hselnd sitzenden, stehenden und
/oder gehenden Haltung möglich sein
(S. 4)
.
4.
4.1
Die Verfügung vom
13. Juni 2017
(Urk.
2) beruhte im Wesentlichen auf nach
stehenden medizinischen
Unterlag
en:
4.2
4.2.1
Im Bericht vom 1. Juli 2014 (Urk. 7/101) stellte Dr. med.
C._
, Fachärztin für physikalische Medizin FMH,
in Bestätigung ihres Berichts vom 11. November 2008 (Urk. 7/80)
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
-
Chronisches
lumboradikuläres
Reizsyndrom L5 beidseits bei Status nach dreimaliger
Diskushernienoperation
L4/5 links
-
Status nach Dekompression und
Spondylodese
bei
Massenluxat
L4/5 mit sensomotorischem Ausfall L5 rechts
-
Chronisches
Cervicovertebralsyndrom
bei medianer Diskushernie C6/7, aktivierte Facettenarthrose C4/5 rechts und C5/6 rechts
-
Papilläres
Urothelkarzinom
der Harnblase 2008
-
Status nach
TUR
-B (
transurethrale
Blasenresektion)
-
Status nach wiederholten Rezidiven und
Urosepsis
2012 (seit Septem
ber
2013
rezidivfrei
, vgl. S.
2 Ziff.
1.4)
Dr.
C._
hielt dafür, dem Beschwerdeführer könne keine A
rbeit mehr zuge
mutet werden (S.
2 Ziff.
1.7 und S.
3 Ziff.
1.9),
bezeichnete jedoch im nämlichen Formular eine wechselbelastende Tätigkeit für möglich (Urk. 7/101/5).
4.2.2
In Ergänzung zu ihrem Bericht vom Juli 2014 führte
Dr.
C._
in einem an die Beschwerdegegnerin gerichteten Schreiben vom 14. März 2016 (Urk. 7/151) ge
stützt auf einen Bericht
von Dr. med.
D._
vom
I
nstitut
E._
vom
10.
März 2016 (Urk. 7/152)
aus, in der letzten Zeit seien vermehrte
Z
ervi
kal
gien
/
Z
ervi
k
obrachialgien
aufgetreten, die eindeutig auf die recht fortgeschrittenen dege
nerativen Veränderung
en
der Halswirbelsäule (HWS), insbesondere auf die
Diskushernie
C6/7 zurückgeführt werden könnten. Neuerdings bestünden
bewe
gungs
- und belastungsabhängige Schmerzen zwischen den Schulterblättern mit einschiessendem Charakter, jeweils
durch Drehbewegungen ausgelöst bei neu
aufgetretener
medianer
Diskushernie
Bru
stwirbelkörper (B
WK
) 6/7.
4.3
4.3.1
Im von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen polydisziplinären inter
nis
tischen, urologischen, chirurgischen un
d neurologischen Gutachten der
A._
vom 18. August 2016 (Urk. 7/153
) nannten Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Ortho
pädie FMH
, Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Neurologie FMH, Dr.
med.
H._
, Facharzt für Innere Medizin FMH, Dr. med.
I._
, Facharzt für Chirurgie FMH,
und Dr.
med.
J._
, Facharzt für Urologie FMH, folgende Diagnosen mit Auswirku
ng auf die Arbeitsfähigkeit (S.
45
):
-
Chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom bei/mit:
-
6. Oktober 1999
:
Interlaminotomie
L4/L5 von links, Dekompression,
subligamentäre
Massenluxatentfernung
L4/L5 von links,
interkor
po
relle
Nachdekompression L4/L5 von links
-
11. April 2001
:
Revision
Interl
aminotomie
peridurale
Narbenpannus
de
kompression
,
subligamentäre
Rezidivmassenluxatentfernung
L4/L5 von links,
interkorporelle
Nachdekompression L4/L5 von links
-
30. September 2002:
Revisionsinterlaminotomie
L4/L5 von links mit
transligamentärer
Rezidivmassenluxatentfernung
L4/L5 von links,
inter
korporelle
Revisionsdekompression L4/L5 von links
-
21. Dezember 2006
dorsolaterale
und
interkorporelle
Spondylodese
L4/L5, Dekompression L4/L5 rechts,
interkorporelle
Abstützung mit zwei Titan-
Mesh
-Cages,
pedikuläre
Instrumentation mit
polyaxiaten
Schrauben und Knochenentnahme Beckenkamm links
-
residuellem
motorischem Defizit L5 rechts distal und proximal, sowie sensiblem Defizit L4 und L5 rechts proximal und distal
-
Chronische
Zervikalgien
mit eingeschränkter Beweglichkeit der Hals
wirbel
säule bei Facettengelenksarthrose C4/C5 rechts ohne Nervenwurzel
kompression rechts. Mediale Diskushernie C6/C7 ohne neuronale Kom
pression. M
ä
ssige
Atlantodentalarthrose
Zudem nannten sie
unter anderem
folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 46):
-
Knieschmerzen links bei neu festgestelltem
osteosk
lerotischem
Herdbe
fund im distal
en Femur: dringend weiter abzuklären
-
Hüftschmerzen beidseits ohne radiologisches Korrelat
-
Rezidivierendes
Urothelkarzinom
der Harnblase
Die
Gutachter führten
in ihrer Konsensbeurteilung
aus,
aus den Fachgebieten Innere Medizin, Allgemeinchirurgie und Urologie erg
ä
ben sich keine Diagnosen mit Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit. Aus den Fachgebieten Neurologie und Orth
opädie ergä
ben sich durch die Rücken-Problematik
bei gestellter Diagnose
mit 4-maliger Rückenoperation
l
etztmalig am 21.
Dezember
2006
,
Diagnosen
mit Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit. Das neu
rologische Fachgebiet beurteile eine 30%
ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Chauffeur wegen
der Behinderung im Sitzen und
sei
damit federführend
. Im Konsens
ergebe
sich zu
dem folgendes Zumutbarkeitsprofi
l
: Arbeiten in kniender und kauernder
und gehockter Haltung
seien
nicht zumutbar, wie auch Arbeiten mit ausschliesslich
Treppensteigen, Besteigen von Gerüsten, in Höhen und auf unebenem Gelände.
Rein gehende
, rein stehende und rein sitzende Arbeiten
seien
nicht zumutbar
wie auch Arbeiten mit monotonen Haltunge
n des Oberkörpers und ständige Ü
ber
kopf
arbeiten.
Gehen mit Tragen von schweren Gewichten über 5 kg
beidseits sei
nicht
zumutbar. Arbeiten in kalten, feuchten Bedingungen
seien
zu vermeiden.
In einer
Verweistätigkeit im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils
werde
eine Ar
beits
fähigkeit
von 80
% postuliert
(S. 40)
.
Retrospektiv werde die postulierte Arbeitsunfähigkeit ab 2008 aus orthopädisch/
neurologischen Gründen abgelöst durch die urologischen Probleme, welche im
mer wieder zu
Hospitalisationen
und längeren Krankheitsphasen mit Arbeitsun
fähig
keiten angestammt
und in Verweistätigkeit geführt
hätten. Es könne postuliert werden, dass spätestens ab Mai 2016 wiederum alleine die postulierte Arbeits
fähigkeit von 30 % in der angestammten und von 80
% in Verweistätigkeit im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils anwendbar sei. Während der neuen gutachter
lichen Untersuchung sei ein Knie-Röntgen veranlasst worden wegen einer lokalen
Druckdolenz
im linken Knie. Radiologisch habe sich ein
osteosklerotischer
Herdbefund im distalen Femur ergeben, welcher dringlich
der weiteren Abklärung bedürfe
(S. 41).
4.3.2
Die Gutachter führten auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin am 22. Dezember 2016 (Urk. 7/156) ergänzend aus,
es sei eine Veränderung des Gesundheitszu
standes eingetreten, indem der Beschwerdeführer seit Mai 2008 mit der Erst
diagnose eines Blasentumors unter einem rezidivierenden
Urothelkarzinom
leide.
Betreffend das
Rückenleiden lumbal und
cervi
c
al
könne von einem stationären Gesundheitszustand ausgegangen werden
. Der Beschwerdeführer sei seit 2008 wegen ein
es
Urothelk
ar
z
inoms
mit zweimaligem Rezidiv und Nachoperationen und verschiedenen Komplikationen wie Harnwegsinfekten bis hin zu
Hospitali
sa
tionen
wegen
Urosepsis
mehrfach und immer wieder hospitalisiert worden. Da
durch sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Gesundheitszu
standes
gekommen
,
welcher sich punkto des Blasen-K
arz
inoms seit Mai 2016 wieder auf den Vorzus
tand eingependelt habe
(S. 2
Antwort zu Frage 1
). E
s fänden sich zwischen Februar 2009 und 2014 keine ärztlichen Berichte, sodass es schwierig sei, einen korrekten Arbeitsfähigkeitsverlauf aufzuzeigen. Rein ortho
pädisch sei die Arbeitsfähigkeit von 50 % halbtags in der angestammten Tätigkeit und von 80 % in Verweistätigkeit sicherlich spätestens ab 2008 anwendbar. Das Zumutbarkeitsprofil sei ebenfalls ab dann anwendbar
(S. 3).
5.
5.1
Das polydisziplinäre Gutachten der Fachärzte der
A._
vom
18.
August 2016
mit Ergänzung vom 22. Dezember 2016
(E
. 4.
3)
ist hinsichtlich der
zu beur
teilenden
somatischen Leiden des Beschwerdeführers umfassend
. Es
beinhaltet
internistische, neurologische, urologische, orthopädische und chirurgische Unter
suchung
en
.
Es beruht mit den klinischen und bildgebenden
auf den notwendigen
allseitigen Untersuchungen (vgl.
Urk.
7/153 S.
19-22, Urk. 7/153/51-55 S.
3
f., Urk. 7/153/56-59 S. 2, Urk.
7/153/60-71 S.
65, Urk.
7/153/72-84 S.
8-10
).
Das Gut
achten
wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet
(vgl. Urk. 7/153 S. 6-14, S. 25 f., S. 44
, Urk. 7/153/60 S. 1 und Urk. 7/153/72-84 S.
12
)
, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander
(Urk. 7/153 S. 15, Urk. 7/153/51-55 S. 1, Urk. 7/153/56-59 S.
1, Urk.
7/153/60-71 S.
4, Urk. 7/153/72-84 S.
4
f.)
.
Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuch
tend dargelegt und ihre Schlussfolgerung nachvollziehbar begründet.
Sie
zeigten
schlüssig
auf
, dass
sich aus den Fachgebieten der Inneren Medizin, der Allge
meinchirurgie und der Urologie
gestützt auf die klinischen und bildgebenden Untersuchungen
keine Diagnosen mit
Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit
ergeben
(vgl. E. 4.3)
.
Der internistische Untersuchungsbefund war unauffällig (vgl. Urk. 7/153/51-55 S. 3 f.)
, d
er
chirurgische
Teilguta
chter konnte zusätzlich zu den
aus
orthopädisch
er
aufgezeichneten
Gebrechen
keine zusätzlichen
fassen (vgl.
Urk. 7/153/56-59 S. 2)
.
H
insichtlich des
rezidivierenden
Urothelkarzinom
s
konnte
n
histologisch keine malignen Veränderungen festgestellt werden, wobei bis Ende April 2016 ein
e
unauffällige Tumornachsorge erfolgte
und
der
vom
urologischen
Teilgutachter erhobene Befund unauffällig
war
(Urk. 7/153
/62-71 S. 4 und S. 6
)
.
Überzeugend legten
die Gutachter
dar, dass einzig
wegen des Rückenleidens aus neurologischer und orthopädischer Sicht funktionelle Einschränkungen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Chauffeur sowie in angepasster Tätigkeit bestehen (E. 4.3).
Der neurologische Teilgutachter legte plausibel dar
, dass der
Beschwerdeführer aufgrund de
r
persistierenden
lumbalen
und zervikalen Rückenbeschwerden in
der angestammten Tätigkeit als Buschauffeur wegen der Notwendigkeit des längeren Sitzens maximal zu 30 % und in angepasster Tätigkeit nur gemäss
genau um
schriebenem
Zumutbarkeitsprofil arbeitsfähig ist (vgl. Urk. 7/153 S. 38).
Ebenso zeigte der orthopädische Teilgutachter
einleuchtend
auf, dass
der Be
sch
wer
deführer
aus orthop
ädischer Sicht aufgrund der 1999 erstmalig
apparenten
Diskushernie L4/L5,
den chronischen
Zervikalgien
mit eingeschränkter Beweg
lichkeit der HWS bei Facettengelenkarthrose C4/C5 rechts ohne Nervenwurzel
kompression rechts, medialer Diskushernie C6/C7 ohne ne
uronale Kompression mit mässiger
Atlantodentalarthrose
und klinisch keinen
radikulären
Anzeichen in seiner bisherigen Tätigkeit als Chauffeur nur noch zu 50 % und unter Beach
tung des exakt umschriebenen Zumutbarkeitsprofils in einer angepa
ssten Tätig
keit wegen vermehrten
Pausenbedarf
s
zu 80 % arbeitsfähig ist (vgl. Urk. 7/153
S. 39 f.).
Er führte aus, dass die Einschränkung ein Jahr nach der letzten Rücken
operation ab 2008 - und damit nach erfolgter Stabilisierung
und
damit
verbun
de
ner
gesundheitlicher Verbesserung hinsichtlich der Diskushernie L4/L5
–
Anwen
dung finden kann (Urk. 7/153 S. 30
Ziff.
2.6.8).
Die
Gutachter
begründeten
nach erfolgter Konsensbeurteil
ung
ihre Schlussfol
gerung
nachvollziehbar; es
ist
dass der Beschwerdeführer
aus interdisziplinärer Sicht
retrospektiv ab 2008
(ein Jahr nach erfolgter Operation)
aus orthopädischen und neurologischen Gründen in
angestammter Tätigkeit zu 30 % und in
ange
passter
Tätigkeit zu 80 % im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils arbeitsfähig war
-
wobei zwischen 2008 und Mai 2016 urologische Probleme
zu
Arbeitsun
fähig
keiten führten
(vgl. E. 4.3)
.
Somit
entspricht
das Gutachten
den bundesge
richt
lichen Vorgaben an ein beweiskräftiges
Gutachten (vgl. E. 1.
6
).
5.2
In diagnostischer Hinsicht bestehen zwischen den vorliegenden Berichten
der
behandelnden Ärzte und dem
A._
-Gutachten
keine
Differenzen
. Abwei
chungen liegen einzig in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor.
Dr.
C._
brachte in ihren Berichten vom 1. Juli 2014 und vom 11.
November 2008
(vgl. E. 4.2
) ebenso wenig wie Dr. med.
K._
in seinem Bericht vom 17. Dezember 2008 (Urk. 7/81/1-5) etwas vor, was von den
A._
-Gutachtern
nicht berücksichtigt worden wäre und somit das Gu
tachten in Frage stellen könnte
.
Ihre Untersuchung
en
sind
im Gegensatz zu
jener
der
A._
-
Gutachter nicht bildunterstützt
;
eine Funktionsdiagnose, welche
r
bei somatisch begründeten
E
inschränkungen zentrale Bedeutung zukommt (Urteil des Bu
ndesgerichts 9C_335/2015 vom 1.
September 2015 E. 4.2.2),
haben
sie im Gegensat
z zu den Gutachtern, welche die geklagten Beschwerden klinisch
eingehend prüften (vgl.
Urk. 7/153 S. 20-22)
,
nicht im Detail vorgenommen. Die
A._
-Gutachter zei
gten
gestützt auf die radiologische Bildgebung
auf
, dass sich im Bereich L4/L5 kein Nachweis einer
Rezidivhernie
findet
, keine relevante Spinalkanal- oder
Neurofo
ra
menstensoe
bestehen
und dass
keine
K
ompression
en
vor
liegen
(vgl. Urk.
7/153 S. 28). I
nsbesondere Dr.
C._
stützte sich
praktisch
ausschliesslich auf
die vom
Beschwerdeführer
geschilderte
n
Rückenschmerzen (
Lumboischialgie
n
,
Dy
sästhe
sien
, Parästhesien, Aufrichteschmerzen) und berichtete von einer Blockierung der Wirbelsäule. Die
A._
-
Gutachter gaben
indes
an, dass die vom
Beschwerde
führer
angegebenen Beschwerden durch klinische und radiologische Befunde
nur
teilweise erklärbar si
nd
(vgl. Urk.
7/153 S.
31).
Ins Gewicht fällt sodann, dass
selbst
Dr.
C._
eine Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit nicht
gänzlich
ausschloss
, sondern im Einklang mit der späteren gutachterlichen Beurteilung eine wechselbelastende Tätigkeit als zumutbar bezeichnete
(E. 4.2.1). Die abwei
chende Beurteilung von Dr.
K._
ist hingegen in keiner Weise begründet,
weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Es
ist zudem auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte aufgrund des Vertrauensverhältnis
s
es
in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (Urteil des Bun
desgerichts 8C_609/2017 vom 27.
März 2018 E.
4.3.3
).
Im Bericht vom 14.
März
2016 (
E. 4.2.2
)
führte
Dr.
C._
an,
in der letzten Zeit seien vermehrte
Cervicalgien
/
Cervicobrachialgien
aufgetreten,
welche
auf deg
ene
rative Veränderungen der H
WS
,
insbesondere auf die Diskushernie C6
/7
,
zu
rück
geführt werden könnten
und
neuerdings
bestünden bewegungs- und be
las
tungsabhängige Schmerzen zwischen den Schulterblättern bei neu aufgetre
tener medianer Diskushernie BKW 6/
7.
Ihr Bericht beruht
auf
einem MRI der
HWS
und B
WS
vom 10.
März 2016 (Urk.
7/152)
des I
nstitut
s
E._
.
I
n diesem
werden
keine Veränderung
der
HWS seit 5.
Oktober
2015
– und damit vor der
A._
-Begutachtung - ausgewiesen
.
Allfällige diesbezügliche
Befunde und
funk
tionelle Einschränkungen wurden
im
Gutachten berücksichtigt. Hinsichtlich der
mediane
n
Diskushernie T6/7
ist darauf hinzuweisen, dass
diesbezüglich in besagtem MRI kein
e Kompression
en
(weder de
r
Myelon
- noch der Nervenwurzel sowie ebenfalls keine Myelopathie) festgestellt werden konnte
n
(vgl. Urk. 7/152 S. 2)
.
Schmerzen im
Schulterblatt
-/Schulterbereich und
die
damit zusammenhän
gende Funktionalität wurden von den Gutachtern berücksichtigt (
Urk. 7/153/56-59 S.
2 Ziff.
2.2).
Aus dem
Bericht von
Dr.
C._
geht
zudem
nicht hervor, dass
diesbezüglich zusätzliche funktionelle Einschränkungen mit
Auswirkung auf Leistungsfähigkeit
zu erwarten wären
.
5.3
Der Beschwerdeführer brachte vor, dass er
laut Gutachten
aufgrund des Blase
n
tumors bis Mai 2016 zu 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 1 S. 10 Ziff. 11). Zwar
führten die Gutachter aus, dass die Arbeitsunfähigkeit 2008 aus orthopä
disch/
neurologischen Gründen durch die urologischen Probleme abgelöst worden sei, sie stellten diesbezüglich nur
fest, dass bis Mai 2016 gewisse
Arbeitsun
fähig
keiten bestanden hätten (vgl. E. 4.3).
Dass diese jeweils länger angedauert hätten, ist je
doch nicht ersichtlich
. So findet sich im urologischen Teilgutachten denn auch keine Stellungna
h
me zur retrospektiven Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urk. 7/153/60-71) und die Gutachter stellten in ihrer Ergänzung vom 22. Dezem
ber 2016 hier
über klar, dass es ledig
lich zu vorübergehenden Verschlimmerungen des Gesund
heitszustandes gekommen sei (E. 4.3.2). Zur Frage inwiefern deswegen eine Arbeits
unfähigkeit
bestanden hab
e, äusserten sie sich nicht. Die Angaben
des
ur
o
logischen Gutachter
s
hinsichtlich des Blasentumors beruht für die Zeit ab
2009 ausschliesslich auf den Angaben des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 7/153
/60-71 S. 4 Ziff.
2.1, wo statuiert wird, dass
sich unter Ziff.
2.1.1
Angaben des Be
s
chwer
deführers finden
,
und Ziff.
2.1.1
)
.
Im Bericht vom
11.
November 2008 (Urk. 7/79) führte
der Urologe
Dr.
med.
L._
aus, dass lediglich während der
Hospitalisation
vom
5.
bis
6.
Mai und 1
7.
bis
20.
Juni 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit be
stan
den habe
,
der Beschwerdeführer beschwerdefrei sei
und
keine Einschrän
kungen
bestünden
(
S.
3
Ziff.
1.6 und 1.7). Eine
bleibende oder längere Zeit dau
ernde ganze oder teilweise
Arbeits
un
fähigkeit aufgrund des Blasentumors
ist
zeit
nah
nicht
ausgewiesen. Selbst die vom Beschwerdeführer gegenüber de
m urologi
sch
en Gutachter
angegebene
ambulante En
tfernung eines kleinen
Rezidivtu
mors
im Januar 2009
sowie im Oktober 2013 oder die Harnwegsinfektionen im Septem
ber 2009
, im
Juli
201
4
und Dezember 2015 (vgl. Urk. 7/153/60-71 S. 4 Ziff. 2.1.1)
führten ausweislich der Akten zu keinen längeren Arbeitsunfähigkeiten.
Der Beschwerdeführer machte weiter geltend, im
Zusammenhang mit dem
osteosklerotischen
Herdbefund
bedürfe es weitere
r
Abklärungen
(Urk.
1 S.
10
Ziff.
14
). Zwar wird von den Gutachtern darauf hingewiesen, dass diesbezüglich noch weitere Abklärungen vorzunehmen seien, weil es sich um ein verkalktes
Encho
ndrom
handeln könnte (vgl. Urk. 7/153 S.
22)
D
e
r
Diagnose wird jedoch klar
keine
Auswirk
ung auf die
Arbeitsfähigkeit
zugeschrieben
(
E. 4.3.1
). Zudem wurde
von den Gutachtern
eine Abklärung im
Universitätsspital
M._
empfohlen, diese ist jedoch bis 12.
September
2016 nicht erfolgt (vgl. Urk.
7/160 S.
4 unten).
Ebenso wenig liegen dies
bezüglich irgendwelche medizinischen Bericht
e
oder Nachweise einer weiteren Abklärung vor respektive
sind
solche vom Beschwerdeführer eingereicht worden.
Auf eine Arbeitsunfähigkeit beziehungs
weise eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes wegen der Knieschmerzen kann unter diesen Umständen nicht mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit geschlossen werden.
5.4
Nach
dem Gesagten ist das
A._
-Gutachten (E. 4.3) voll beweiskräftig und es kann darauf abgestellt werden.
5.5
Ist
das Revisionsverfahren auf Grund einer Meldepflichtverletzung eingeleitet worden, so könn
en die Voraussetzungen von Art.
88a
Abs.
1 IVV
betreffend die Änderung des Anspruchs
retrospektiv be
urteilt werden (Urteil des Bund
esgerichts 9C_1022/2012 vom 16.
Mai 2013 E.
3.3.1).
Die
mit der Rentenerhöhung im Jahr 2001 gestützt auf das Gutachten von Dr.
B._
angenommene
100%ige Arbeitsunfähigkeit
in angestammter und angepasster Tätigkeit
bestand aufgrund der Diskushernie L4/L5 (vgl. E. 3). Dies
bezüglich hat sich nach
erneuter Rückenoperation im Jahr 2002 und nach
er
folgter
Spondylodese
L4/L5 (operative Versteifung der Wirbelsäule)
im Dezem
ber
2006 (vgl.
Urk. 7/81/6-8
)
und nach
deren
Ausheilung eine
wesentliche Ver
än
de
rung
eingestellt
.
Die
A._
-Gutachter konnten denn auch keine
Rezidiv
hernie
, keine relevante Spinalkanal- oder
Neuroforamenstenose
L4/L5 mehr nach
weisen (vgl. Urk. 7/153 S. 22
Ziff.
2.3)
, womit
sicherlich
auch keine andere Beur
teilung
des gleichen Sachverhaltes vorliegt
.
Eine Verbesserung des Gesundheitszustan
des des Beschwerdeführers von 2001 zu 2008 und den darauffolgenden Jahren ist
da
mit
ausgewiesen. Somit
liegt
ein Revisionsgrund für das Jahr 2008
vor
.
Anhalt
s
punkte für eine seither eingetretene wesentliche Änderung des Gesundheitszu
standes sind nicht auszumachen.
5.6
Zusammenfassend liegt aus
medizinischer Sicht
gestützt auf das
A._
-Gut
achten
aufgrund des Rückenleidens
seit
2008 eine Arbeitsfähigkeit in ange
stammter Tätigkeit von 30 % und in angepasster Tätigkeit von 80 % vor (vgl. E. 4.3, E. 5.1-3).
6.
6.1
In der Folge bleiben die erwerblichen Auswirkungen
dieser Einschränkung zu prüfen,
w
obei dies aufgrund der
geltend gemachten
Meldepflichtverletzung
rück
wirkend
auf das Jahr 2008 respektive aufgrund der Rückforderung auf das Jahr 2011 hin zu erfolgen hat.
6.2
Hinsichtlich des Vorbringens des Beschwerdeführers, sein Zumutbarkeitsprofil sei so umfassend eingeschränkt, dass seine Restarbeitsfähigkeit
nicht
verwertbar sei (Urk. 1 S. 13 f.
Ziff.
23-25), ist auf den Umstand hinzuweisen, dass männliche Hilfsarbeiter und gelernte Arbeiter, die wegen der Behinderung ihre angestammte manuelle Tätigkeit nicht mehr ausüben können, in der Regel für Handlanger- und andere körperliche Tätigkeiten eingestellt werden. Der diesen Versicherten offen
stehende Arbeitsmarkt ist allerdings nicht ausschliesslich auf solche Tätigkeiten beschränkt. In Industrie und Gewerbe werden Arbeiten, welche physische Kraft erfordern, in zunehmendem Masse durch Maschinen verrichtet, während den körperlich weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukommt; auch in diesen Bereichen stehen somit
männlichen Hilfsarbeitern Stellen offen, ebenso im Dienstleistungssektor (Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage, Zürich/
Basel/Genf 2014, N 142 zu
Art.
28a mit Hinweisen). Gar nicht zumutbar sind dem Beschwerdeführer
insbesondere
Tätigkeit
en in
kniender, kaue
rnder oder hocken
der Haltung
.
Angesichts
d
es
formulierten
Zumutbarkeitsprofils
(vgl. E. 4.3.1)
ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten aus
zugehen, auch wenn der Beschwerdeführer über keine Berufsausbildung ver
füg
t. So ist es ihm etwa
möglich
,
Bedienungs- und Überwachungsfunktionen zu übernehmen,
wenn er dabei
gelegentlich
aufstehen oder abzusitzen
kann
.
6.3
6.3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Bemessung des
Valideneinkommens
– was vom Beschwerdeführer
unbestritten blieb (vgl. Urk.
1) -
auf die vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
auf die
Tabelle 17, Ziffer
83 [
Fahrzeugführen und
B
edienen mobiler Anlagen
]
zitiert nach LSE 2014 und herausgegeben 2016
ab (vgl. Urk. 2 S. 2 und Urk. 7/159 S. 1
)
.
Dies ist aufgrund
Tatsache, dass die letzte Arbei
tgeberin des Beschwerdeführers (
Z._
AG)
wegen Fusion aufgelöst wurde und
da
der Beschwerdeführer auch bei intakter Gesundheit noch als Chauffeur tätig wäre,
grundsätzlich
nicht zu beanstanden
.
Allerdings
ist das
Valideneinkommen
aufgrund der geltend gemachten Melde
pflichtverletzung auf das Jahr 2008
zu berechnen,
weshalb auf die LSE 2008
zurückzugreifen ist. Die Tabelle TA1 (S. 26) weist im Bereich Verkehr (Ziff. 60-64),
Anforderungsniveau 4 (der Beschwerdeführer verfügt über keine Berufsaus
bildung [Urk. 7/3/4]), für Männer einen Monatslohn von Fr. 4'827.-- aus. Um
gerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Tabelle T03.02.03.01.04.01) resultiert im Jahr 2008 ein
Valideneinkommen
von Fr. 60'386.-- (Fr. 4'827.-- x
12 :
40 x 41.7).
6.3.2
Der Beschwerdeführer
ging seit
Jahren
keiner Arbeit mehr nach, weshalb
die Beschwerdegegnerin zu Recht
für die Bestimmung des Invalideneinkommens
auf die Tabellenlöhne gemäss LSE
abgestellt hat
(BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hin
weisen
)
.
Rechtsprechungsgemäss sind die Löhne für
Männer
(LSE 2008
TA1,
Anforde
rungsniveau 4
) in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder h
andwerklicher Art heranzuziehen. Der Einwand des Beschwerdeführers, dass die Tabelle TA1, unter Ausschluss der Tätigkeiten von Sektor 2
(Produktion)
anzuwenden sei, weil darin nur Tätigkeiten aufgeführt seien, welche seinem Zumutbarkeitsprofil (Vermeiden
von Tätigkeiten in kalten und feuchten Bedingungen) entgegenstehen würden (vgl
. Urk. 1 S. 11 f.
Ziff.
17-19), verfängt nicht. So sind darin überwiegend Tätigkeiten enthalten, welche
an vor Kälte und
Feuchtigkeit geschützten Orten
wie Fabrik
hallen
ausgeübt werden; b
eispielsweise fallen darunter Tätigkeiten wie Herstel
lung von Nahrungsmitteln, Textilien, Holzwaren, Papier, von pharmazeutischen Erzeugnissen, Gummi- und Kunststoffwaren, etc. (vgl. LSE TA1 Sektor 2). Die Berechn
ung des Invalideneinkommens ist
ebenfalls auf das Jahr 2008 respektive Jahr 2011 vorzunehmen.
Die Beschwerdegegnerin sah bei der Berechnung des Invalideneinkommens von einem Tabellenlohnabzug ab (vgl. Urk. 2 S. 3). Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die
Beurteilung des Tabellenlohnabzuges geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle
desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Ein solcher ist nicht ersichtlich. Der Bes
chwerdeführer brachte vor, es sei
ein leidens
bedingter Abzug von mindestens 15 % vorzunehmen. Er begründete dies mit seinem Alter, den Einschränkung
en im Belastungsprofil sowie den
mangelnden Deutschkenntnisse
n
(vgl. Urk. 1 S. 13 Ziff.
22).
Allfällige bereits in der Beurtei
lung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschrän
kungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzuges einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunktes führen (Urteil des Bundesgerichts 9C_833/2017 vom 20. April 2018 E. 2.2). Die
A._
-Gutachter legten dar, dass die Einschränkung von 20 % in angepasster Tätigkeit auf den vermehrten Pausenbedarf wegen des eingeschränkten Zumut
barkeitsprofils zurückzuführen ist, womit
grundsätzlich k
ein leidensbedingter Abzug angebracht ist (vgl. Urk. 7/153 S. 40).
Aber selbst ein Abzug von 15 % würde am Ergebnis nichts ändern, wie im Folgenden ausgeführt wird.
Die LSE 2008 Tabelle TA1, Total, Anforderungsniveau 4, weist für Männer einen Monatslohn von Fr. 4'806.-- aus. Umgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit resultiert unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 15 % bei einer Arbeits
fähigkeit von 80 % ein massgebendes Inval
ideneinkommen von Fr. 40’883.--
(Fr.
4'806.-- x 12 / 40 x 41.7 x 0.85 x 0.8).
6.3.3
Nach dem Gesagten steht dem
Validene
inkommen
im Jahr 2008 von Fr. 60
'
386
.
--
ein zumutbares Invalideneinkommen von
Fr.
4
0
’
883
.--
im Jahr 2008 gegenüber. Damit resultiert ein rentenausschliessender gerundeter Invaliditätsgrad
von 32
%.
An dieser Invaliditätsbemessung ändert sich in Bezug auf das Jahr 2011 (Beginn der Rückforderung) nichts, da sich sowohl das Validen- als auch das Invaliden
einkommen nach dem nämlichen Nominallohnindex entwickelt haben.
7.
7.1
Der Beschwerdeführer
wurde in den Jahren 2001 bis 2008 in den Verfügungen und Mitteilungen der Beschwerdegegnerin
mehrfach auf seine
Meldepflicht hin
sichtlich Veränderungen in seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhält
nissen hingewiesen, so explizit auch
bezüglich
«Änderungen im Gesundheits
zustand»
(vgl.
Urk.
7/47
,
Urk.
7/56
, Urk.
7/64-66
, Urk. 7/71 und
Urk.
7/81)
.
Dr.
B._
wies in seinem Gutachten
vom 20.
November
2001 (
E. 3
)
– welches der ursprünglichen
Zusprache
einer ganzen Rente
zugrunde lag – aus
drücklich
darauf hin
,
dass
bei
einer Operation
eine Verbesserung eintreten könnt
e.
Der Beschwerdeführer meldet sich
nie bei
der Beschwerdegegnerin
, obwohl 2006
die
entsprechende
Operation
durchgeführt
wurde
. Dass
er
in den
Revisions
frage
b
ö
gen 2008 (
vgl.
Urk.
7/76)
und
2014 (
vgl.
Urk.
7/100) angegeben
hatte
, eine
Versteifung
habe
stattgefunden
,
vermag daran nichts zu ändern, eben so wenig, dass die
Beschwerdegegnerin
diesbezüglich
keine
weitere
Prüfung durchgeführt hat
te
.
Eine leichte
Fahrlässigkeit
seitens des Beschwerdeführer
genügt
, um eine Meldepflichtverletzung zu begehen
(BGE 118 V 214 E. 2a).
Dem Beschwer
de
führer musste bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit bewusst sein, dass er nicht zur gleichen Zeit eine ganze Rente, basierend auf einem Invalidi
tätsgrad von 100 %, beziehen konnte, wenn es ihm zeitgleich ohne
Weiteres
möglich war, die im Rahmen der Observation dokumentierten
Reinigungsarbeiten oder Einkäufe
selb
ständig und ohne sichtbare Einschränkungen psychischer und/
oder physischer Art zu bewältigen
(Urk. 7/1074, 7/17/14-15) und an den auf Facebook einsehbar gemachten Veranstaltungen teilzunehmen (Urk. 7/111). Auch waren offenbar längere Autofahrten beispielsweise nach Mailand (Urk. 7/114/9) möglich.
Er hat den verbesserten Gesundheitszustand aber nicht nur nicht gemeldet, son
dern er hat - wie mit Blick auf die Ergebnisse der Überwachung feststeht - bei der Befragung durch die
Beschwerdegegnerin im Juli 2014 verschiedene
w
ahr
heits
widrige Ausführungen gemacht, obschon er gestützt auf Art. 28 und 43 ATSG
zu wahrheitsgetreuen Angaben gegenüber den Sozialversicherern ver
pflich
tet war (Urteil
des Bundesgerichts
9C_258/2014 vom 3. September 2014 E. 4.4). So hat er
behauptet
,
er könne höchstens 15-20 Minuten gehen und müsse sich danach unbedingt hinlegen, er lebe sehr zurückgezogen und liege abends auf dem Sofa; das (zum Kaufpreis von Fr. 22'000.-- angeschaffte; Urk. 7/114/5) Auto benutze er nur für kurze Strecken für Arzt- oder Spitalbesuche (Urk. 7/100/3-6). Die im Gegensatz dazu belegten effektiven Aktivitäten (vgl. dazu auch das Urteil des hiesigen Gerichts vom 28. September 2015, Urk. 7/145 E. 4.2) sind mit einer
vollständigen
Erwerbsunfähigkeit
nicht vereinbaren. Unter diesen Umständen ist eine schuldhafte Meldepflichtverletzung ohne Zweifel gegeben.
Damit ist die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen, dass der Be
schwerdeführer seine Meldepflicht spätestens 2008 verletzte, indem er sie über seinen
allfällig
verbesserten Gesundheitszustand nach überstandener
Rückenope
ration
und erfolgter Nachheilung nicht informierte.
7.2
Betreffend
d
i
e
Kritik
des Beschwerdeführers
,
vor der Renteneinstellung
müssten
zuerst Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden, da er sowohl das 55
.
Altersjahr bereits überschritten als auch über 15 Jahre ein
e
Rente bezogen habe (vgl. Urk. 1 S. 14 f.
Ziff.
26-30), ist
zu bemerken,
dass er
zum massgeblichen Zeitpunkt der Aufhebung
im Jahr
2008
(BGE 143 V 431)
erst 50 Jahre alt
war
,
und
erst seit acht J
ahre
n
ein
e
Rente
bezog, weshalb sein
Vorbringen
nicht verfängt
.
7.3
Demnach
sind
die rückwirkende Rentenaufhebung per
Dezember 2011 u
nd die
- erst im Grundsatz
angeordnete
-
Rückerstattung
mit Blick auf Art. 25 ATSG nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8
.
Das Verfahren ist kostenpflichtig und die Gerichtskosten sind dabei nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG)
,
vorliegend auf Fr. 1'0
00.-- anzusetzen
und
dem
unterliegenden
Be
schwer
de
führer
aufzuerlegen
.
Die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss § 16
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) sind vorliegend erfüllt (vgl. Urk. 1 S. 2 und Urk. 3), weshalb dem Beschwerdeführer antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen ist. Zufolge Ge
wäh
rung der unentgeltlichen Prozessführung sind die ihm auferlegten Gerichts
kosten einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.