# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7e0438c0-6fa7-486c-b7a3-a9d616f55bd9
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Antrag, es sei zur Klärung des medizinischen Sachverhaltes auf Kosten
der B._ ein Gutachten einzuholen und hernach über den
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Leistungsanspruch neu zu entscheiden. Die Beschwerdeführerin rüge die
Beurteilung von Dr. med. F._. Auf die Beschreibung des
Sturzereignisses werde nicht eingegangen. Es treffe nicht zu, dass eine
Ellbogenkontusion nach 10 bis 14 Tagen keine Probleme mehr mache.
Bei der Beschreibung des MRI-Befundes werde der Zustand nach
partieller Avulsion der gemeinsamen Extensorensehne nicht zitiert; dies
sei aber der Befund, der für die Traumagenese spreche. Zudem könne
eine Epicondylitis durchaus auch unfallbedingt durch Kontusion entstehen
und nicht nur bei Überlastungen (Tennisellbogen). Dass der Radiologe
aufgrund vom MRI vom 23. September 2015 einen Zustand nach
partieller Avulsion sehe, bestätige, dass das Trauma an den
persistierenden Beschwerden schuld sei. Sie sei erstmals sechs Wochen
nach dem Trauma beim Arzt gewesen, weshalb dann ein Hämatom und
auch eine grössere Schwellung nicht mehr sichtbar gewesen seien.
7. Mit Vernehmlassung vom 6. September 2016 beantragte die B._
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie
führte insbesondere aus, dass die von Dr. med. D._ diagnostizierte
Avulsionsverletzung des Epicondylus radialis keine Grundlage finde.
Aufgrund der Ergebnisse der MRI-Abklärung vom 23. September 2015
habe Dr. med. E._ auf einen Tennisellbogen (Epicondylus radialis)
geschlossen. Ein solcher sei nicht auf ein Unfallereignis, sondern auf eine
einseitige Beanspruchung, Fehlhaltung oder falsche Technik beim
Tennisspiel zurückzuführen. Ein Zustand nach einer partiellen Avulsion
des Sehnenansatzes sei bloss als Möglichkeit erwähnt worden, nicht aber
nachgewiesen. Die Beurteilung des Vertrauensarztes Dr. med. F._
sei demnach nachvollziehbar.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen
Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht
desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur
Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat die
Beschwerdeführerin Wohnsitz im Kanton Graubünden, weshalb die
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden
gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt
sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das
Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden
gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in
Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der
Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 28. Juni 2016
stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht dar. Als formelle und materielle Adressatin des
angefochtenen Einspracheentscheids ist die Beschwerdeführerin berührt
und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59
ATSG). Auf die überdies frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
ist somit einzutreten.
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungen aus
der obligatorischen Unfallversicherung für die Folgen des Ereignisses
vom 17. Februar 2015 ab dem 7. April 2016 ex nunc et pro futuro zu
Recht eingestellt hat.
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3. a) Bei einer Leistungseinstellung mit Wirkung ex nunc et pro futuro ist die
Berufung auf einen Rückkommenstitel nicht erforderlich, da auf die bisher
gewährten Versicherungsleistungen nicht zurückgekommen wird. Nur
wenn der Unfallversicherer diese zurückfordert, muss er den hiefür
erforderlichen Rückkommenstitel der prozessualen Revision oder der
Wiedererwägung ausweisen. Will er aber nicht so weit gehen, sondern die
bisher zu Unrecht ausgerichteten Leistungen stehen lassen, ist
Verfügungsgegenstand nur die zukünftige Leistungseinstellung, welche –
wenn materiellrechtlich begründet und mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen – der Unfallversicherer ohne
Rückkommensvoraussetzungen und damit ohne Bindung an früher
ausgerichtete Leistungen vornehmen kann (vgl. BGE 130 V 380 E.2.3.1
mit Hinweisen; ACKERMANN, in: SCHAFFHAUSER/KIESER [Hrsg.], Unfall und
Unfallversicherung, St. Gallen 2009, S. 43).
b) Die Beschwerdegegnerin ist auf seine für das Unfallereignis vom 17.
Februar 2015 bisher gewährten Leistungen nicht zurückgekommen und
hat ab dem 7. April 2016 ihre Leistungen ohne
Rückkommensvoraussetzungen und ohne Bindung an die früher
ausgerichteten Leistungen eingestellt, was nach oberwähnter
Rechtsprechung unbestrittenermassen zulässig ist.
4. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit
das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss
Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper,
die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die Leistungspflicht des
Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
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der gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater
Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E.3).
b) Als Ursache im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs gelten alle
Umstände, ohne deren Vorhandensein der in Frage stehende Erfolg nicht
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser
Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige
oder unmittelbare Ursache einer gesundheitlichen Störung ist. Es genügt,
dass er als schädigendes Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen
die körperliche, geistige oder psychische Gesundheit der Versicherten
beeinträchtigt hat, mithin der Unfall nicht weggedacht werden kann, ohne
dass die eingetretene gesundheitliche Beeinträchtigung entfiele (vgl.
BGE 129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b; ARMESTO, in:
STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit,
Basel 2014, Rz. 18.27 ff.).
c) Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage.
Darüber haben die Verwaltung sowie das im Beschwerdefall angerufene
Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden. Die blosse Möglichkeit
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruches nicht (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1 mit Hinweisen;
RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/St. Gallen 2012, Art. 6 S. 54).
Dasselbe gilt für den Wegfall eines einmal bestehenden
Kausalzusammenhangs. Während bei der Frage, ob ein
Kausalzusammenhang existiert, der Versicherte die objektive Beweislast
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trägt, liegt die objektive Beweislast für den behaupteten Wegfall der
Kausalität aufgrund des Erreichens des Status quo sine vel ante beim
Unfallversicherer (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2013 vom
28. Januar 2014 E.4.2.1 mit weiteren Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER,
a.a.O., Art. 6 S. 54).
5. a) Die Beschwerdegegnerin begründet die Einstellung ihrer Leistungen für
das Unfallereignis vom 17. Februar 2015 im angefochtenen
Einspracheentscheid gestützt auf die vertrauensärztliche Beurteilung von
Dr. med. F._ vom 24. Februar 2016 (beschwerdegegnerische Akten
[Bg-act.] 7). So hält sie im angefochtenen Einspracheentscheid fest, dass
der Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 17. Februar 2015
und den geklagten Beschwerden nur möglicherweise gegeben sei. Selbst
wenn man davon ausginge, dass der natürliche Kausalzusammenhang
zwischen dem Ereignis und den geklagten Beschwerden überwiegend
wahrscheinlich bestünde, wäre der Status quo sine gemäss Beurteilung
des Vertrauensarztes nach 10 bis 14 Tagen erreicht. Der erhobene
Befund sei typisch für einen Epicondylus radialis (Tennisellbogen). Ein
solcher sei nicht Unfall-, sondern Krankheitsfolge. Der Einwand der
Einsprecherin, vor dem Ereignis habe sie an keinen Beschwerden am
Arm gelitten und auch keine Behandlungen beanspruchen müssen, lasse
nach der Rechtsprechung nicht auf einen Zusammenhang zwischen dem
Unfall und den Beschwerden schliessen. Gemäss Bericht von Dr. med.
D._ seien anlässlich der Erstbehandlung auch kein Hämatom und
keine Schwellung sichtbar gewesen.
b) Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt,
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung
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der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit
Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder
Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen).
Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien
Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) als vereinbar erachtet, in Bezug auf
bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für
die Beweiswürdigung aufzustellen. So kommt den Berichten und
Gutachten versicherungsinterner Ärzte voller Beweiswert zu, sofern sie
als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon
auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351
E. 3b/ee). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.4; Urteil des
Bundesgerichts 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3). In Bezug auf
Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache
Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E.3a mit Hinweisen).
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c) Der Vertrauensarzt Dr. med. F._ hält fest, dass ein natürlicher
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 17. Februar
2015 und den aktuellen Beschwerden nur möglich und nicht überwiegend
wahrscheinlich ist. Der Status quo sine vel ante sei 10 bis 14 Tagen nach
dem Unfallereignis erreicht worden (vgl. Bg-act. 7). Dr. med. F._
begründet seine Schlussfolgerung in seiner Beurteilung vom 24. Februar
2016 (Bg-act. 7), dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen
den aktuellen Beschwerden und dem Unfall vom 17. Februar 2015 nur
möglich sei, einzig damit, dass keine objektivierbare Verletzung
vorhanden und der Befund typisch für eine Epicondylitis radialis sei, was
einer Krankheit entspreche. Zudem führt er für die von ihm angegebene
Erreichung des Status quo sine vel ante nach 10 bis 14 Tagen seit dem
Unfall keine Begründung an. Dieser Arztbericht des Vertrauensarztes ist
nach dem Gesagten sehr rudimentär ausgefallen, weshalb im Folgenden
zu untersuchen ist, ob die medizinische Aktenlage seine Einschätzung
stützt.
d) Anlässlich der Erstbehandlung am 30. März 2015 berichtete Dr. med.
D._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, von einer massiven
Druckdolenz über dem Radiusköpfchen und im Bereiche des
Radiohumeralgelenks sowie ebenfalls von einer Druckdolenz im Bereiche
der Ansätze der Extensorenloge am Epicondylus radialis. Gemäss Dr.
med. D._ liess sich kein Nachweis eines Hämatoms oder einer
Schwellung feststellen, was aber nicht von grosser Relevanz ist, weil
Zeichen eines Hämatoms oder einer Schwellung vorerst durchaus
vorgelegen haben könnten, dann aber – wie die Beschwerdeführerin
bemerkt – im Zeitpunkt des erstmaligen Arztbesuchs erst sechs Wochen
nach dem Unfallereignis bereits verschwunden sein könnten. Dr. med.
D._ zufolge habe die Röntgenuntersuchung keine ossäre Läsion
gezeigt, im MRI gebe es aber Zeichen eines partialen Knochenrisses am
Epicondylus (vgl. Bg-act. 5). Die Ergebnisse der MRI-Abklärung wurden
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von Dr. med. E._, Facharzt FMH für Radiologie, evaluiert. Dieser
führt in seinem Bericht vom 23. September 2015 (Bg-act. 4) aus, dass die
MRI eine Ansatztendinopathie der gemeinsamen Extensorensehne am
lateralen Epicondylus mit Auftreibung und Signalerhöhung des
Sehnenansatzes zeige. Möglich wäre auch ein Zustand nach partieller
Avulsion des Sehnenansatzes bei aktuell jedoch erhaltener Kontinuität.
Dr. med. E._ schliesst also auf eine wegen Fehl-, Überbelastung
bzw. Verschleiss hervorgerufene Epicondylitis humeri radialis
(Tennisellbogen als Erkrankung der Sehnenansätze; vgl.
Insertionstendinopathie/Ansatztendinopathie und den Oberbegriff
Tendinopathie https://de.wikipedia.org/wiki/Tendopathie [zuletzt besucht
am 7. März 2017]; vgl. auch Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen UV 2013/20 vom 4. März 2014 E.3.2.6;
http://flexikon.doccheck.com/de/Epicondylitis_humeri_lateralis [zuletzt
besucht am 7. März 2017]). Es ist demnach davon auszugehen, dass die
von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden nicht auf die
Verletzung vom 17. Februar 2015 zurückzuführen sind und damit nicht
Unfall-, sondern Krankheitsfolge sind. Aus dem MRI-Befund von Dr.
med. E._ vom 23. September 2015 erhellt nun, weshalb der
Vertrauensarzt Dr. med. F._ in seiner Einschätzung vom 24. Februar
2016 (Bg-act. 7) davon ausgeht, dass ein natürlicher
Kausalzusammenhang zwischen den aktuellen Beschwerden und dem
Unfallereignis vom 17. Februar 2015 nur möglich sei, da keine
objektivierbare Verletzung vorliege und der Befund typisch für eine
krankheitsbedingte Epicondylitis radialis sei. Die blosse Möglichkeit einer
Avulsion – wovon Dr. med. E._ und Dr. med. F._ berichten –
genügt dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht (vgl.
oben E.4c). Wenn somit Dr. med. D._ im Arztzeugnis vom 12.
Januar 2016 (vgl. Bg-act. 5) als Diagnose nebst einem Status nach
Kontusion/Distorsion des rechten Ellbogens mit Sehnenverletzung eine
Avulsionsverletzung des Epicondylus radialis aufführt, so kann ihm
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angesichts der Ausführungen im MRI-Bericht von Dr. med. E._ vom
23. September 2015 nicht gefolgt werden. Seine Auffassung, dass
ausschliesslich Unfallfolgen vorlägen, überzeugt deshalb nicht. Dagegen
ist aufgrund des Gesagten davon auszugehen, dass die von der
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden überwiegend wahrscheinlich
auf eine krankheitsbedingte Epicondylitis radialis (Tennisellbogen) und
eben nicht auf das Unfallereignis vom 17. Februar 2015 zurückzuführen
sind. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin
nur für die Behandlung der Unfallfolgen, d.h. für die Heilungskosten
aufkam, da die Beschwerdeführerin nie arbeitsunfähig war (vgl. Bg-act.
5). Zudem hat sie sämtliche ab dem Unfallereignis vom 17. Februar 2015
ausgerichteten Leistungen stehen gelassen. Deshalb spielt es keine
Rolle, ob hier ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den
Beschwerden und dem Unfallereignis von Anfang an nur möglicherweise
besteht oder ob dieser zunächst sicherlich bzw. überwiegend
wahrscheinlich bestanden hat und nach Erreichung des Status quo sine
am 3. März 2015 (14 Tage posttraumatisch) nur noch möglicherweise
besteht.
e) Nach dem Grundsatz der antizipierten Beweiswürdigung ist auf die
Abnahme weiterer Beweise zu verzichten, wenn ein bestimmter
Sachverhalt als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist und wenn
anzunehmen ist, dass weitere Beweismassnahmen an diesem
feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern können (vgl. BGE 134 I 140
E.5.3, 124 V 90 E.4b,
122 II 464 E.4a).
Vorliegend ist der Sachverhalt genügend abgeklärt und die medizinischen
Berichte − insbesondere der MRI-Bericht von Dr. med. E._ vom 23.
September 2015 (Bg-act. 4) − lassen eine ausreichende Aussage über
die Ursache der geklagten Beschwerden zu. Folglich erübrigt sich in
http://links.weblaw.ch/de/BGE-134-I-140 http://links.weblaw.ch/de/BGE-124-V-90 http://links.weblaw.ch/de/BGE-122-II-464
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Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung die von der
Beschwerdeführerin beantragte Einholung eines Gutachtens zur
medizinischen Klärung des Sachverhalts und anschliessenden
Neubeurteilung, zumal davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind.
6. Zusammenfassend erscheint die Beurteilung des Vertrauensarztes
Dr. med. F._ vom 24. Februar 2016 (Bg-act. 7) trotz der knappen
Begründung nachvollziehbar, zumal sie ihre Grundlage im MRI-Befund
von Dr. med. E._ vom 23. September 2015 (Bg-act. 4) findet. Damit
ist nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin davon ausgeht,
dass der erhobene Befund typisch für eine krankheitsbedingte
Epicondylitis radialis (Tennisellbogen) ist. Zwischen den geklagten
Beschwerden und dem Unfall besteht damit mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit kein natürlicher Kausalzusammenhang. Die
Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht ihre Leistungen für das
Unfallereignis vom 17. Februar 2015 ex nunc et pro futuro eingestellt,
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren werden in Anwendung von Art.
61 lit. a ATSG keine Verfahrenskosten erhoben. Die Beschwer-
degegnerin, die in ihrer Eigenschaft als zuständige Sozialversicherungs-
trägerin obsiegt hat, kann keine Parteientschädigung beanspruchen (Art.
61 lit. g ATSG e contrario).