# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** dd680a25-2a01-4cc3-b83d-4c0bfd592347
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, war nach ihrer Einreise aus
Y._
in die Schweiz (1991) ab September 1995 im Teilpensum an verschiedenen
Stellen tätig, zuletzt ab
1.
September 1997 bis 2
9.
September 2004 (effektiv letz
ter Arbeitstag) als Raumpflegerin im
Z._
(
vergleiche zum Sach
verhalt im Folgenden
das
Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2010.00381 vom 3
0.
März 2012,
Urk.
11/112)
.
Am 3
0.
Dezember 2004 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung
zum Ren
tenbezug an
. Die Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Zürich, IV-Stelle
, klärte die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab und zog dabei unter anderem ein polydisziplinäres Gutachten des
A._
vom 2
5.
April 2006 sowie einen Abklärungsbericht Haushalt vom
2
5.
September 2006 bei. Gestützt darauf sprach sie der Versicherten ab
1.
Septem
ber 2005 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 41
%
eine
Viertels
rente
der Invali
denversicherung zu (Verfügung
vom 1
5.
Februar 200
7
). Nach
dem die Versicherte am 2
7.
Februar 2007 dagegen Beschwerde erhoben und die IV-Stelle die Verfügung vom 1
5.
Februar 2007 wiedererwägungsweise aufgeho
ben hatte, schrieb das hiesige Gericht den Prozess mit Verfügung vom 3
0.
Septem
ber 2008 als gegenstandslos geworden ab (Proz
ess Nr. IV.2007.00315
).
Nach ergänzenden Abklärungen sowie Einholung eines weiteren
Abklärungsbe-richtes
Haushalt vom
5.
August 2009 verneinte die IV-Stelle bei einem
Invali
ditätsgrad
von 30
%
respektive von 39
%
einen Anspruch auf eine Invaliden
rente (
Verfügung vom 1
6.
März 2010
).
In teilweiser Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde hob das Sozialversicherungsgericht die Verfügung vom 1
6.
März 2010 für den Zeitraum ab
1.
Oktober 2006 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese nach erfolgter Ab
k
lärung im Sinne der Erwä
gungen über den Rentenanspruch ab
1.
Oktober 2006 neu verfüge (Urteil
des Sozialversicherungsgerichts
IV.2010.00381 vom 3
0.
März 2012,
Urk.
11/112).
1.2
In Nachachtung dieses Urteils holte die IV-Stelle einen weiteren
Abklärungsbe
richt
Haushalt vom 1
2.
April 2013
(
Urk.
11/137)
sowie vom
A._
ein ergänzen
des Gutachten vom 1
3.
Mai 2013 (
Urk.
11/129) ein.
Gestützt darauf sprach die
IV-Stelle der Versicherten nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
11/133
)
-
bei Invaliditätsgrad
en
von
40
%
ab
1.
Oktober 2006, 43
%
ab
1.
Oktober 2008, 45
%
ab
1.
Juli 2012 und 47
%
ab
1.
August 2013)
-
ab
1.
Oktober 2006 eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zu (Verfü
gung
en vom 2
4.
April und
8.
Mai 2014,
Urk.
2/1-2).
2.
Dagegen liess die Versicherte am
2
7.
Mai 2014
Beschwerde erheben
(
Urk.
1)
mit dem Rechtsbegehren, es sei ihr eine
höhere Invalidenrente zuzuspre
chen
. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Gewährung der
unentgeltlichen
Pro
zessführung
.
Mit Eingabe vom 2
8.
Juli 2014 substantiierte sie das Gesuch um
unentgeltliche
Prozessführung (
Urk.
7-9). In der Beschwerdeantwort vom 1
2.
August
2014 (
Urk.
10)
schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde.
Mit
Verfügung vom 1
6.
Juni 2015
ordnete das Sozialversicherungsgericht einen zweiten Schriftenwechsel an
(
Urk.
12)
.
Am 2
7.
Oktober 2015 teilte die Vertrete
rin der Beschwerdeführerin die Mandatsniederlegung mit (
Urk.
16).
Die
Versi
cherte
verzichte
te in der Folge auf eine Replik
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
;
BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.2.2
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Be
messung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf abgestellt, in wel
chem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2 IVG in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E.
3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemein
nützige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27
der Verordnung über die Inva
li
den
versicherung,
IVV).
1.2.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich
mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozia
len und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.3
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.4
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil
des Bundesgerichts
9C_201/2011 vom 5. September 2011 E.
2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushalt
führung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der ver
si
cher
ten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bun
desgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hin
weisen
).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb
seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren
kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grund
sätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S.
137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre ge
wohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stel
lung
nahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die
Haushaltsab
klärung
, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschrän
kungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014
E. 5.1,
9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Im Rückweisungsurteil IV.2010.00381 vom 3
0.
März 2012 (
Urk.
11/112) führte das Sozialversicherungsgericht aus (E. 4.2.2), die Sache sei an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen, damit sie vom
A._
eine Ergänzung
des
Gutachtens vom 25. April 2006 z
ur Frage des Gesundheitszustand
s der Versicherten respek
tive deren Arbeitsfähigkeit insbesondere in einer leidensangepassten Tätigkeit im Zeitraum ab Oktober 2006 einhole
. Zudem sei
wahrscheinlich auch erneut eine Haushaltsabklärung durchzuführe
n
.
Hernach werde
die IV-Stelle
über den
Rentenanspruch in der Zeit ab Oktober 2006 neu zu verfügen hab
en, unter Be
rücksichtigung der Erwägungen zum
Valideneinkommen
.
Streitig und zu prüfen ist
somit
der Anspruch der Bes
chwerdeführerin auf eine Invali
denrente für den Zeitraum ab
1.
Oktober 2006.
2.2
Bei der gestützt
auf das Rückweisungsurteil
durchgeführten
ergänzenden
A._
-Begutachtung (Gutachten vom 1
3.
Mai 2013,
Urk.
11/129) wurde die Beschwer
de
führerin am 2
8.
und 3
0.
Januar 2013 allgemeininternistisch, orthopädisch,
gas
troenterologisch
und psychiatrisch untersucht. Dabei diagnostizierten die Ärzte (Urk. 11/129/21) eine
symptomatische
Pan
gonarthrose
rechts mehr als links
mit einem Status nach einer
arthros
kopischen
medialen
Teilmeniskek
tomie
und
Shaving
rechts
(6. Februar 2003), einer
Femurkondyl
en
nekrose
rechts (Frühjahr 2003), einer
radiologisch medial und
femoropatellär
betonten
Pango
narthrose
rechts mehr als links,
ein chro
nisches
lumbovertebrales
Schmerzsyn
drom
ohne fassbare
radikuläre
Symptomatik
bei einer
radiologisch
festgestellten
mässigen
Osteochondrose
und einer guten Beweglichkeit der L
endenwirbelsäule sowie eine mor
bide Adipositas (Bodymassindex [BMI] 92 kg/m2).
Ferner diag
nosti
zier
ten sie ein metabolisches Syndrom mit
einem Diabetes mellitus Typ II (mit
medikamentöser
Behandlung ungenügend eingestellt), einer arteriellen Hy
per
tonie (medikamentös behandelt), einer morbiden Adipositas (Bodymassindex [BMI]
92 kg/m2), einer
Dyslipidämie
und einer
Hyperurikämie
, eine
geringgra
dige
chronische He
patitis B, einen
sonographisch
erhobenen
Verdacht auf eine Lebersteatose und anamnestisch eine
Helicobacter
-Gastritis, wobei sie diesen Befunden keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beimassen.
Bei der
Gesamtbe
urteilung
der Arbeitsfähigkeit kamen die Ärzte zusammenfassend zum Schluss (Urk.
11/129/22
ff.)
, im angestammten Beruf bestehe seit dem 30. September 2004 eine
andauernde
Arbeitsunfähigkeit.
In einer
leidensangespasste
n
Tätig
keit,
das heisst eine
r
körperlich leichte
n
,
vorwiegend sitzenden Tätigkeit,
sei
die
Beschwerdeführerin zu 50 %
arbeit
s
- und leistungsfähig
.
In Bezug auf die
lei
densangepasste
Tätigkeit habe sich die Arbeitsfähigkeit gegenüber der letzten Untersuchung
im Jahr 2006
nicht verändert. Bei der Haushaltstätigkeit bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40
%
.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) auf den Standpunkt, gestützt auf das
A._
-Gutachten vom 1
3.
Mai 2013 bestehe in einer leidensangepass
ten Tätigkeit eine Arbeitsfähig
keit von 50 %. Gestützt darauf und die
(
sich
stufenweise
erhöhenden
)
Einschränkungen im Haushalt gemä
ss
dem
Haushaltabklärungsbe
richt vom 1
2.
April 201
3
resultiere
im Rah
men der gemischten Methode bei einem Erwerbsanteil von 70 % und einem Haushaltsanteil von 30 % ab Oktober 2006 ein Invaliditätsgrad von 40 %, ab Oktober 2008 ein solcher von 43
%
, ab Juli 2012 ein solcher von 45
%
und ab August 2013 ein solcher von 47
%
.
3.2
Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) gel
tend, es sei unstimmig, seit Oktober 2006 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen und gleichzeitig wegen eines sich verschlechternden Gesundheitszustandes eine zunehmende Einschränkung im Haushalt anzunehmen.
4.
4.1
Unbestritten und nicht zu beanstanden
sind
der Status der Versicherten mit ei
nem Erwerbsanteil von 70 % und einem Haushaltsantei
l von 30 % und die
Be
weistaug
lichkeit
des
A._
-Gutachtens vom
1
3.
Mai 2013 (
Urk.
11/129
)
mit der darin festge
stellten 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit 30. September 2004 und einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensan
ge
passten
Tätigkeit (im umschriebenen Sinne) im massgebenden Zeitraum
. Die
im
Haushaltsbericht vom 1
2.
April 2013 – unter Bezugnahme auf die früh
eren Haushaltsberichte vom
2
5.
September 2006 und
5.
August 2009
(
Urk.
11/52,
Urk.
11
/100) – vorgenommene zusammenfassende
Beurteilung der
Einschrän
kung im Haushaltsbereich
von 36,
75
%
ab Oktober 2006
, von 49,75
%
ab Juli 2008
, von 56,25
%
ab April 2012
und von 62,
75
%
ab Mai 2013
(
Urk.
11/137/6) ist an sich ebenfalls nicht bestritten. Jedoch macht die Versicherte geltend
, die
A._
-Beurteilung, wonach seit Oktober 2006 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen sei
,
sei mit der zunehmenden Einschränkung im Haushalt
nicht vereinbar
.
Es trifft zu, dass sich die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gemäss der
A._
-Beurteilung vom 1
3.
Mai 2013 seit dem letzten Gutachten vom
2
5.
April 2006 nicht verändert hat (
Urk.
11/129/23).
Das
A._
-Gutachten vom 1
3.
Mai 2013 – auf
das
die Beschwerdeführerin bei ihrer
oben erwähnten
Ar
gu
mentation keinen ausdrücklichen Bezug nimmt (
Urk.
1 S.
4) – erfüllt die recht
sprechungsgemäss
en
Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a)
und es ist – wie eingangs erwähnt – darauf abzustellen
.
Indessen stützen sich die erwähnten
Änderungen
der Einschränkung im Haus
halt auf
Verminderungen
im Bereich der
Schadenmin
derungspflicht
respektive der zu berücksichtigenden Mithilfe von
Familienange
hörigen (BGE 113 V 504 E.
4.2
). Zudem ist nicht zu übersehen, dass sich die Adipositas der Versicherten gemäss der
A._
-Beurteilung vom 1
3.
Mai 2013 ge
genüber der letzten Beurtei
lung vom 2
5.
April 2006 deutlich verschlechtert hat (
Urk.
11/129/22 in Ver
bindung mit
Urk.
11/48/15)
; in
soweit liegt daher trotz
der
an sich
unbe
stritte
nen und nicht zu beanstandenden
Annahme einer
unver
ändert gebliebenen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von 50
%
dennoch eine Verschlechterung eines
einzelnen somatischen Befundes vor
.
Unter B
erücksich
tigung dieser Umstände
ist kein
Widerspruch zwischen
dem
Hausha
ltsbericht
vom 1
2.
April 2013
und der
A._
-Begutachtung vom 1
3.
Mai 2013
ersichtlich
.
4.2
Nach dem Gesagten ist
im Folgenden auf diesen Grundlagen zu prüfen, ob
für den massgebenden Zeitraum
ab
1.
Oktober 2006
ein Rentenanspruch besteht.
5.
Für die Zeit ab Oktober 2006 ist die Invaliditätsbemessung nach der gemisch
ten Methode vorzunehmen (E. 1.2
.3
). Die Einschränkung im erwerblichen Bereich ist dabei im Rahmen e
ines Einkommensvergleichs
zu ermitteln
. Massgebend dafür ist das Jahr 2006 (hypothetischer Rentenbeginn).
In
der angefochtenen Verfü
gung (
Urk.
2)
,
auf welche
zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen wird
, hat die Beschwerdegegnerin
die Berechnung
im Einzelnen – insbesondere die
Teilinvaliditätsgrad
e
im Erwerbsbereich und im
Haushal
t
sbereich respektive
die
daraus resultierenden
Invaliditätsgrade
ab
1.
Oktober 2006 von
40
%
bis 47
%
-
einlässlich dargelegt
.
Dieses Vorgehen
ist
unbestritten und mangels
konkreten
Anhaltspunkten für Berechnungsfehler zu bestätigen.
6.
Dies
e Erwägungen führen
zur Abweisung der Beschwerde.
7.
7.1
In
ihrer
Beschwerde beantragt die Versicherte, es sei ihr die unentgeltliche
Pro
zessführung
zu gewähren.
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Pr
ozess
führung erfüllt, wenn der Prozess nicht
aus
sichtslos und
die Partei bedürftig ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt
(Urk. 9/1)
. Dem Gesuch um unent
gelt
liche Prozessführung ist somit stattzugeben.
7.2
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
500
.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des
Verfahrens sind die Kosten der
unterliegenden Beschwerde
führer
in
aufzuerlegen.
Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sind sie jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen
.