# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 05214366-3cdf-4cd5-900e-a409a3e7da8d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1 Der 1985 geborene X._ arbeitet sei dem 1. Juli 2005 bei der Y._ als Schreiner. Am 10. Mai 2007 liess er durch seine Arbeitgeberin der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) eine Schulterverletzung rechts vom 23. September 2006 melden, welche er sich bei einem Unihockey-Turnier zugezogen habe (Urk. 10/1). Die medizinischen und administrativen Abklärungen der SUVA ergaben, dass die Erstbehandlung am 4. Januar 2007 bei Dr. med. Z._, Facharzt für Allgemeinmedizin, stattgefunden hatte (Arztzeugnis UVG vom 21. Mai 2007, Urk. 10/2). Vom 19. bis am 22. April 2007 war der Versicherte im Spital D._ hospitalisiert. Gemäss Austrittsbericht vom 22. April 2007 war er bei Infektion des rechten Schultergelenks nach wiederholten Injektionen notfallmässig zugewiesen worden (Urk. 10/4). Gestützt auf die ärztliche Beurteilung von Kreisarzt Dr. med. A._, Facharzt für Chirurgie-Phlebologie, (Urk. 10/25) verneinte die SUVA mit Verfügung vom 26. Juli 2007 einen Leistungsanspruch des Versicherten (Urk. 10/26/1-2).
1.2 Am 13. August 2007 erhob X._, vertreten durch die CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG, Einsprache (Urk. 10/27), welche am 30. November 2007 durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring ergänzt wurde (Urk. 10/37). Nachdem Dr. med. B._, Facharzt für Chirurgie, Arzt am Zentrum Versicherungsmedizin der SUVA, am 30. Januar 2008 eine Beurteilung der Schulterbeschwerden des Versicherten vorgenommen hatte (Urk. 10/40), reichte der Versicherte mit Eingabe vom 6. Februar 2006 (Urk. 42) einen Bericht von Dr. med. C._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom 29. November 2007 ins Recht (Urk. 10/41). Am 8. Februar 2008 wies die SUVA schliesslich die Einsprache des Versicherten ab (Urk. 2).
2. Hiergegen erhob der Versicherte, weiter vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring, am 12. März 2008 Beschwerde und beantragte, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere seien die Heilbehandlungskosten zu übernehmen sowie Taggelder zuzusprechen (eventuell später weitere Leistungen); eventualiter seien weitere Abklärungen vorzunehmen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 2008 ersuchte die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christian Schürer, um Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Der Beschwerdeführer hielt in der Replik vom 3. September 2008 an den gestellten Anträgen fest (Urk. 13). Nachdem die Beschwerdegegnerin am 10. November 2008 auf die Einreichung einer Duplik verzichtet hatte (Urk. 18), wurde der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 12. November 2008 als geschlossen erklärt (Urk. 19).
3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin für die ihr erstmals am 10. Mai 2007 gemeldeten Schulterschmerzen leistungspflichtig ist.
2.
2.1 Grundvoraussetzung für einen Leistungsanspruch gegenüber der Unfallversicherung ist, dass das geltend gemachte Ereignis, vorliegend der Sturz des Beschwerdeführers am 23. September 2006 auf die rechte Schulter, glaubhaft nachgewiesen ist. Die Schilderung des Sturzes vom 23. September 2006 durch den Beschwerdeführer - "ich war Torwart bei diesem Turnier, und bei einer Abwehraktion fiel ich dumm auf meine rechte Schulter" (Urk. 10/6) - ist glaubhaft und gibt zu keinen Weiterungen Anlass.
2.2 Weiter ist Voraussetzung, dass das geltend gemachte Ereignis den rechtlichen Unfallbegriff erfüllt. Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 Erw. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 118 Erw. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 Erw. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 Erw. 3.1).
Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 Erw. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 Erw. 3.2).
2.3 Der Beschwerdeführer spielte am 23. September 2006 als Unihockey-Torhüter. Dieser Sportart ist immanent, nach dem Ball zu hechten und dabei auf die Schulter zu fallen. Ein Aufschlagen auf die Schulter ist daher normal und kann nicht als in der Aussenwelt begründeter „programmwidriger“ Ablauf erachtet werden. Der Sturz des Beschwerdeführers am 23. September 2006 auf die rechte Schulter erfüllt daher die Voraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Art. 4 ATSG nicht.
3.
3.1 Selbst wenn es sich beim Sturz vom 23. September 2006 um ein versichertes Unfallereignis handeln würde, gilt für eine Bejahung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin, dass die erstmals im Januar 2007 behandelten Schulterschmerzen in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Sturz vom 23. September 2006 stehen müssen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 123 V 45 Erw. 2b, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
3.2 Bildgebende Abklärungen (Röntgen, MRI) über den Zustand der Schulter des Beschwerdeführers erfolgten erst im Januar 2007 (MRI-Befund des Spitals D._ vom 19. Januar 2007, Urk. 10/3). Über den Zustand der Schulter des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des fraglichen Ereignisses ist nichts bekannt, ausser dass der Beschwerdeführer unmittelbar nach dem „Sturz“ an Schmerzen litt, die durch Schonung abklangen und keine Arbeitsunfähigkeit bewirkten (Urk. 10/2). Echtzeitliche ärztliche Befunde liegen keine vor.
3.3
3.3.1 Dr. Z._ hielt in seinem Arztzeugnis vom 21. Mai 2007 fest, der Beschwerdeführer sei am 23. September 2006 auf den ausgestreckten rechten Arm und die rechte Schulter gestürzt. Initial hätten sich die Schmerzen durch Schonung gebessert, ab Januar seien wieder vermehrte Schmerzen aufgetreten. Die erste Behandlung habe am 4. Januar 2007 stattgefunden. Es bestehe ein Reizzustand der Schulter, eine Bursitis subacromialis nach einem Trauma (Urk. 10/2).
Am 7. Juni 2007 diagnostizierte Dr. Z._ einen Reizzustand des rechten Schultergelenks nach Trauma und späterem, vermutetem, aber nicht bewiesenen Infekt. Es liege aktiv wie passiv eine stark verminderte Beweglichkeit der Schulter vor. Das Gelenk sei nicht überwärmt. Subjektiv verspüre der Beschwerdeführer starke Schmerzen, Bewegen der Schulter sei kaum möglich (Urk. 10/11).
3.3.2 Das Spital D._ stellte im MRI-Befund vom 19. Januar 2007 eine unauffällige Darstellung der Supra- und Infraspinatussehne ohne Riss, keine Muskelathrophie, eine unauffällige Darstellung der langen Sehnen des Musculus biceps und des Musculus subscapularis ohne Riss, eine nach kranial gerichtete AC-Gelenkkapsel-Hypertrophie, ein konkaves Akromion, geringgradige Flüssigkeit im subakromialen Raum, eine regelrechte Darstellung der Labrumstrukturen, altersentsprechende ossäre Strukturen der Schulter und keine frischen traumatischen ossären Läsionen fest. Es würden eine regelrechte Darstellung der Rotatorenmanschette ohne Nachweis einer Ruptur, eine mässiggradige Einengung des subakromialen Raumes bei Akromiontyp II, eine mässiggradige AC-Gelenksarthrose mit vor allem Kapselhypertrophie und Zeichen einer Bursitis subacromialis vorliegen (Urk. 10/3).
3.3.3 Das Spital D._ diagnostizierte beim Austritt des Beschwerdeführers nach der Hospitalisation vom 19. bis am 22. April 2007 einen Infekt der rechten Schulter bei Status nach subacromialer Infiltration am 14. April 2007, bei Schulterüberlastung am 14. April 2007 und bei MRI vom 19. Januar 2007, gemäss welchem eine mässiggradige AC-Gelenksarthrose mit Kapselhypertrophie und Bursitis subacromialis festgestellt worden war. Laut Röntgenbefund vom 19. April 2007 sei die Artikulation im Schultergelenk erhalten, es bestehe weder eine Luxation noch eine Subluxation. Es seien keine röntgenpositiven Verkalkungen in Projektion auf die Rotatorenmanschette und keine pathologische Konturunterbrechung im Sinne einer Fraktur festgestellt worden (Urk. 10/4).
3.3.4 Am 25. Mai 2007 wurde im Spital E._ eine Skelettszintigraphie durchgeführt. Es zeigte sich rechts ohne eigentliche synoviale Zeichnung lediglich ein sehr früh sichtbarer Knochenumbau des Tuberculum majus und in der Spätphase massive Aktivität des gesamten Tuberculum majus rechts humeral. Im übrigen Befund lag eine deutliche Reaktion humeroscapulär und des AC-Gelenkes rechts, bei bis auf vermehrtem Umbau femorotibial medial beider Kniegelenke sonst praktisch altersentsprechendem Skelettszintigramm. Es lägen eine hoch aktive Fibroostose am Rotatorenansatz am Tuberculum majus rechts humeral und ein leichter Reizzustand der rechten Schulter ohne eigentliche Synovitis vor, dies bei Adipositas Zeichen der mechanischen Belastung mit vermehrtem Umbau der Kniegelenke femorotibial medial beidseits (Urk. 10/19).
3.4
3.4.1 Kreisarzt Dr. A._ gelangte am 20. Juli 2007 zum Schluss, ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 23. September 2006 und den medizinischen Befunden sei allenfalls möglich, jedoch nicht im erforderlichen Ausmass wahrscheinlich. Strukturelle Läsionen wie Bandläsionen, Hämatome, Sehnenläsionen oder Frakturen seien im Bereich des Schultergelenks rechts bis dato nicht nachgewiesen worden. Der szintigraphische Befund ebenso wie der kernspintomographische Befund sprächen für degenerative Veränderungen am genannten Gelenk. Ausgehend von einem von der Unfallversicherung anerkannten Unfallereignis sei davon auszugehen, dass es hier zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes gekommen sei und der Status quo sine sechs bis acht Wochen nach dem Ereignis erreicht worden sei (Urk. 10/25).
3.4.2 Dr. C._ teilte am 29. November 2007 dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, die Unfallkausalität sei seines Erachtens aus mehreren Gründen gegeben. Vor dem Unfallereignis sei der Beschwerdeführer beschwerdefrei gewesen und erst nach dem Unfall seien Beschwerden aufgetreten. Die primär in Betracht gezogene Infektion habe nie nachgewiesen werden können und dürfte deshalb hypothetisch sein. Degenerative Veränderungen als Ursache für Beschwerden bei einem so jungen Patienten anzunehmen, dürfte doch eher abwegig sein. Er denke deshalb, dass die SUVA leistungspflichtig sei. Der Verlauf zeige auch, dass sich durch physiotherapeutische und antiphlogistische Behandlung die Situation deutlich verbessert habe und der Beschwerdeführer bis auf leichte Restbeschwerden fast beschwerdefrei und wieder voll arbeitsfähig sei (Urk. 10/41).
3.4.3 Dr. B._ gelangte am 30. Januar 2008 wie Dr. A._ ebenfalls zum Schluss, dass eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden rechts nur möglich sei. Nach allgemeiner Lebenserfahrung schmerze ein geprellter Körperteil sofort. Nachher komme es innerhalb von wenigen Tagen bis höchstens Wochen zu einer spontanen Heilung. Eine sekundäre Verschlimmerung, welche erst über drei Monate später zum Arzt führe, sei ohne unfallbedingtes Substrat nicht mehr plausibel. Ursache seien damals vielmehr ein krankhaftes entzündliches Problem an der Schulter bei mässiggradiger AC-Gelenksarthrose mit Kapselhypertrophie sowie eine Bursitis subacromialis gewesen. Diese Befunde seien weder am 23. September 2006 entstanden, noch seien sie richtungsgebend verschlimmert worden. Wie Dr. A._ gehe er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass am 4. Januar 2007 keine echten Unfallfolgen mehr vorgelegen hätten. Keiner der erhobenen klinischen und radiologischen Befunde erlaube einen zwingenden Rückschluss auf einen früheren Unfall. Der Hausarzt mache wie üblich eine rein zeitliche Kausalattribution „post hoc“. Auch der Orthopäde Dr. C._ könne ausser der nachträglichen Hypothese eines „auslösenden Mechanismus beim Unfall“ medizinisch nichts Schlüssiges beitragen. Eine eindeutige Diagnose könne er nicht stellen. Er nehme einen unspezifischen entzündlichen Prozess an, wofür auch die Szintigraphie vom 23. Mai 2007 gesprochen habe. Konkret seien aber die Arbeitsunfähigkeit ab 13. April 2007 und die Hospitalisation vom 19. bis 22. April 2007 eindeutig durch eine Therapie-Komplikation bedingt. Wenn die SUVA schon primär nicht für die Behandlung ab dem 4. Januar 2007 zuständig gewesen sei, dann sei sie es logischerweise auch nicht für deren Nebenwirkungen. Entsprechend habe das Spital D._ den Fall als Krankheit beurteilt. Medizinisch sei der Sachverhalt zweckmässig geklärt. Weitere Untersuchungen seien weder notwendig noch sinnvoll, da keine neuen Erkenntnisse zu erwarten wären. Die Behandlung sei bereits abgeschlossen, und seit Ende August 2007 bestehe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/40).
4.
4.1 Sowohl Dr. A._ wie auch Dr. B._ zeigen nachvollziehbar auf, dass es zwar möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich ist, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers in der rechten Schulter auf das Ereignis vom 23. September 2006 zurückzuführen sind. Keiner der erhobenen klinischen und radiologischen Befunde erlaubt einen zwingenden Rückschluss auf eine natürliche Kausalität zwischen dem Ereignis vom 23. September 2006 und den ab dem 4. Januar 2007 behandelten Schulterbeschwerden. So kann eine Bursitis subacromialis auch durch wiederholte Mikrotraumen, Stoffwechselerkrankungen oder eine rheumatoide Arthritis entstehen. Da jeglicher echtzeitlicher Befund fehlt, ist es nicht möglich festzustellen, welche Schädigungen der fragliche Sturz überhaupt verursacht hat. Wie Dr. A._ und Dr. B._ ging auch das Spital D._ sowohl bei Ein- als auch bei Austritt des Beschwerdeführers von krankhaften und nicht unfallbedingten Beschwerden aus (Urk. 10/4, und Eintrittszeugnis vom 19. April 2007, Urk. 10/7). Die Beurteilung von Dr. C._ vermag ebenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einen Kausalzusammenhang zu begründen. Seine Argumentation erschöpft sich im Wesentlichen in der Beweisfigur „post hoc ergo propter hoc“, welche den Beweisanforderungen nicht genügt. Er setzt sich zudem nicht mit den Argumenten von Dr. A._ und Dr. B._ auseinander.
4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, Kreisarzt Dr. A._ habe am 20. Juli 2007 zumindest eine vorübergehende Verschlimmerung für sechs bis acht Wochen als Unfallfolge anerkannt. Damit habe die Beschwerdegegnerin anerkannt, dass zumindest während einer gewissen Zeit unfallkausale Beschwerden bestanden hätten und somit auch eine Leistungspflicht vorgelegen habe. Nach konstanter Praxis des Bundesgerichts zu Art. 43 ATSG müsse bei einer in Aussicht gestellten Einstellung beziehungsweise Herabsetzung von Versicherungsleistungen diejenige Partei den Beweis für den Wegfall der leistungsbegründenden Tatsachen erbringen, welche daraus Rechte ableiten wolle (Urk. 1 S. 8). Die Beschwerdegegnerin hat nie Leistungen erbracht, somit erfolgte auch keine faktische Anerkennung, ganz abgesehen davon dass eine solche nicht bindend wäre. Eine rechtliche Anerkennung der Leistungspflicht ist ebenfalls nie erfolgt und gehört im Übrigen nicht in den Zuständigkeitsbereich eines Kreisarztes. Wenn überhaupt, müsste das Ereignis vom 23. September 2006 als Bagatellunfall qualifiziert werden - immer unter der Hypothese, dass ein Unfall im Rechtssinne vorliegt -, welcher derart geringe Störungen verursachte, die keiner ärztlichen Behandlung bedurften und durch Schonung spontan heilten. Diesfalls müssten die Beschwerden, welche erstmals am 4. Januar 2007 ärztlich behandelt wurden, als Rückfall oder Spätfolgen gewertet werden. Dafür, dass diese in einem natürlichen Zusammenhang mit dem Unfall stehen, wäre der Beschwerdeführer "beweisbelastet". Soweit er im vorliegenden Verfahren geltend macht, nach dem Ereignis vom 23. September 2006 seien die Beschwerden unter Einnahme von Schmerzmitteln zwar leicht zurückgegangen, doch habe er durchgehend bis zur ersten ärztlichen Konsultation regelmässig an Schulterbeschwerden gelitten, so ist das eine blosse und überdies nicht glaubhafte Behauptung, nachdem Dr. Z._ wie auch das Spital D._ einen günstigen Verlauf bis Ende 2006 festgehalten hatten (Urk. 10/2-3). Wenn der Beschwerdeführer nach dem Ereignis vom 23. September 2006 keine schweren Arbeiten mehr ausführen konnte (vgl. Beschwerde, Urk. 1 S. 5), widerspricht es jeglicher Lebenserfahrung, dass erst über ein Vierteljahr danach ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wurde.
4.3 Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, soweit ihm nicht ohnehin die gesetzlichen Leistungen zugesprochen würden, sei zumindest eine medizinische Begutachtung anzuordnen (Urk. 1 S. 7). Wie Dr. B._ zutreffend ausführte, sind weitere Untersuchungen weder notwendig noch sinnvoll, da keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Die rechte Schulter des Beschwerdeführers wurde umfassend untersucht. Ein Gutachten über den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 23. September 2006 und den Beschwerden des Beschwerdeführers kann zu keinen neuen Erkenntnissen führen und wäre rein spekulativ, da jegliche echtzeitliche Befunderhebung beziehungsweise Diagnose fehlt.
5. Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass es sich beim Ereignis vom 23. September 2006 nicht um einen Unfall im Rechtssinn handelt. Selbst wenn das Ereignis als Unfall erachtet würde, so würde nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen diesem Ereignis und den ab dem 4. Januar 2007 behandelten Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers bestehen. Die Beschwerde erweist sich demzufolge als unbegründet und ist abzuweisen.