# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** aa9a95d5-e453-5eb4-ba06-e122ad541e27
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_007
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

dass mit der Beschwerde an das Kantonsgericht die Verletzung des Rechts einschliesslich  oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können. Die Rüge der Unangemessenheit ist vorliegend ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG);
dass die zuständigen Behörden nach Art. 64 Abs. 1 AuG eine ordentliche Wegweisungsverfügung erlassen, wenn ein Ausländer eine erforderliche Bewilligung nicht besitzt (lit. a), ein Ausländer die Einreisevoraussetzungen (Art. 5 AuG) nicht oder nicht mehr erfüllt (lit. b) oder wenn einem  eine Bewilligung verweigert oder nach bewilligtem Aufenthalt widerrufen oder nicht verlängert wird (lit. c);
dass nach Art. 64b AuG einer Person, die illegal in die Schweiz eingereist ist, die  mit einem Standardformular eröffnet wird;
dass ferner laut Art. 26b Abs. 2 der Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen (VVWAL; SR 142.291) die Wegweisungsverfügung begründet und mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen sein muss (Abs. 2), und das Staatssekretariat für Migration (SEM) gemäss Art. 26d VVWAL den zuständigen Stellen die notwendigen Standardformulare zur Verfügung stellt;
dass die Vorinstanz in casu die Wegweisung des Beschwerdeführers unter Verwendung des erwähnten Standardformulars anordnete; diese Wegweisung wurde damit begründet, dass der Beschwerdeführer über kein gültiges Visum bzw. keinen gültigen Aufenthaltstitel verfügte (vgl. S. 2 des Standardformulars, Begründung). Überdies wurde dem Beschwerdeführer in Übereinstimmung mit Art. 26e VVWAL zusammen mit dem Standardformular das Informationsblatt in albanischer Sprache ausgehändigt;
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dass damit die Rüge des Beschwerdeführers, wonach die Verfügung nicht begründet sei bzw. dass er der deutschen Sprache nicht mächtig sei – soweit er damit neben der Sistierung des Verfahrens auch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend machen möchte – als  abzuweisen ist, zumal die Begründungspflicht nicht bedeutet, dass sich die Behörde mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss, sondern dass sich die Begründung auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken kann und dem Betroffenen ermöglichen muss, die Tragweite des Entscheides zu erfassen und ihn  an die höhere Instanz weiterzuziehen (BGE 138 IV 81 E. 2.2; 134 I 83 E. 4.1; 133 I 270 E. 3.1). Zudem hat sich vorliegend die Vorinstanz mit Schreiben vom 19. Januar 2018 nochmals zu den Entscheidgründen geäussert und der Beschwerdeführer konnte hierzu umfassend Stellung nehmen (siehe ferner zur Verwendung des Standardformulars auch Urteil KG FR 601 2018 137 vom 10. Juli 2018);
dass nach Art. 5 Abs. 1 lit. a AuG ein Ausländer, der in die Schweiz einreisen will, namentlich über ein für den Grenzübertritt anerkanntes Ausweispapier und über ein Visum verfügen muss, sofern dies erforderlich ist;
dass laut Art. 4 der Verordnung vom 22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumerteilung (VEV; SR 142.204) Staatsangehörige von Staaten, die in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 aufgeführt sind, für die Einreise im Hinblick auf Aufenthalte von höchstens 90 Tagen der Visumpflicht unterstehen (Abs. 1). In Abweichung hiervon sind (unter anderem) Inhaber eines anerkannten und gültigen Reisedokuments sowie eines gültigen Aufenthaltstitels, der von einem Staat, der durch eines der Schengen- gebunden ist (Schengen-Staat), ausgestellt wurde, von der Visumpflicht befreit (Abs. 2 lit. a);
dass sich die Ausgestaltung dieser Aufenthaltstitel grundsätzlich nach der Verordnung (EG) Nr. 1030/2002 des Rates vom 13. Juni 2002 zur einheitlichen Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatenangehörige richtet und diese Aufenthaltstitel in der Liste der von den Mitgliedstaaten ausgestellten Aufenthaltstiteln aufgeführt sind (siehe Visahandbuch I mit SEM Ergänzungen, 13. Aufl. 2018, Teil III Ziff. 2.1.1, online unter www.sem.admin.ch/dam/data/sem/rechtsgrundlagen/ weisungen/visa/bfm/vhb1-version-bfm-d.pdf, im Zusammenhang mit Anhang 2, Liste der von den Mitgliedstaaten ausgestellten Aufenthaltstiteln, online unter www.sem.admin.ch/content/dam/ data/sem/rechtsgrundlagen/weisungen/visa/vhb/vhb1-anh02-d.pdf, beide letztmals besucht am 11. Juli 2018; die vorliegend einschlägigen von Italien ausgestellten gültigen Aufenthaltstitel finden sich auf S. 33 f. dieses Anhangs 2);
dass Kosovo im Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 figuriert und somit dessen  für die Einreise in die Schweiz für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen der Visumpflicht unterstehen, soweit nicht ein Befreiungsgrund im Sinne von Art. 4 Abs. 2 VEV vorliegt;
dass in casu unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer nicht über ein Visum für die Schweiz verfügt, so dass zu prüfen ist, ob ein Befreiungsgrund im Sinne von Art. 4 Abs. 2 lit. a VEV vorliegt (die übrigen Befreiungsgründe nach Art. 4 Abs. 2 lit. b bis g VEV sind vorliegend offensichtlich nicht einschlägig);
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kontrolle vom 14. Dezember 2017 zwar eine  der Republik Kosovo im Original vorgelegt hat, aber bis heute keinen gültigen Aufenthaltstitel eines Schengen-Staates vorweisen konnte. Vielmehr hat er der Vorinstanz gemäss den Akten bis
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heute lediglich eine Fotokopie eines italienischen Titels vorgelegt ("Carta di soggiorno di familiare di un cittadino dell'Unione"), welcher gemäss den Angaben auf dieser Kopie im Jahr 2016  worden sei, wobei jedoch in keiner Weise ersichtlich ist, dass diese Kopie authentisch ist bzw. dass ein entsprechendes Original vorhanden ist, welches zudem den Vorgaben der in der Liste der von den Mitgliedstaaten ausgestellten Aufenthaltstiteln entspricht und mithin einen gültigen Aufenthaltstitel eines Schengen-Staates darstellt. Dabei ist auch zu beachten, dass ein Antragsteller im Rahmen eines Visumantrags grundsätzlich jeden Beleg im Original und als  beizubringen hat (vgl. Visa-Handbuch, Teil II, Ziff. 6.1.1), und es kann nicht sein, dass im Rahmen der Befreiung von der Visumpflicht das Vorzeigen einer (nicht beurkundeten) Fotokopie als genügend erachtet wird. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde behauptet, dass er anlässlich der Polizeikontrolle (rechtsgenügliche) gültige Originaldokumente vorgelegt habe und ihm ein "Aufenthaltsdokument für Italien" bzw. "vermutlich [der] Ausländerausweis" abgenommen worden sei und bei der Vorinstanz deponiert wurde, findet dies in den Akten keine Stütze (vgl. auch die Ausweiskopien in den Akten der Vorinstanz, wobei lediglich bei der vorerwähnten  vermerkt ist, dass diese im Original bei der Vorinstanz hinterlegt worden sei);
dass der Beschwerdeführer ferner in seiner Beschwerde in keiner Weise geltend macht, dass der Vollzug der verfügten Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar wäre; namentlich liegen auch keine Hinweise auf gesundheitliche Probleme oder andere relevante Aspekte vor, welche als Vollzugshindernisse für die Wegweisung bewertet werden könnten;
dass mithin die Vorinstanz mit der angefochtenen Verfügung zu Recht die Wegweisung des Beschwerdeführers verfügte, da dieser über keinen gültigen Aufenthaltstitel verfügte;
dass die Beschwerde damit als unbegründet abzuweisen ist;
dass die Verfahrenskosten auf CHF 800.- festgesetzt werden und dem Verfahrensausgang entsprechend dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und  in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Sie werden mit dem geleisteten  verrechnet;
dass keine Parteientschädigung geschuldet ist (Art. 137 Abs. 1 VRG);
(Dispositiv auf der nächsten Seite)
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## Considerations