# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0cba8deb-9aae-4890-8726-7b13583df32e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _1971, und X._, geboren am _1969, haben am 16. April 1990 in O.1_, in ihrem Heimatland L.1_, geheiratet. Beide besitzen unterdessen nebst der L.1_ die schweizerische Staatsbürgerschaft. Aus ihrer Ehe sind die Kinder A._, geboren am 4. Mai 1992, B._, geboren am 2. Februar 1994, und C._, geboren am _2001, hervorgegangen, welche ebenfalls schweizerisch-L.1_ Doppelbürger sind.
B. Am 22. August 2012 ersuchte Y._ das Bezirksgericht Prättigau/Davos um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen. Mit Entscheid vom 12. Dezember 2012 erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht, dass die Parteien seit dem 1. Oktober 2012 getrennt leben würden und hierzu berechtigt seien. Die Tochter C._ werde für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der Mutter gestellt. Das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters solle unter den Parteien einvernehmlich sowie unter Berücksichtigung der Wünsche von C._ geregelt werden. Für den Fall fehlender Einigkeit legte die Einzelrichterin eine Minimalregelung fest. Im Übrigen verpflichtete sie X._, an den Unterhalt seiner Ehefrau ab dem 20. Dezember 2012 bis zum 30. April 2013 einen Betrag von CHF 2'500.-- zu bezahlen. Der Unterhaltsbeitrag für C._ wurde auf CHF 550.--, für B._ auf CHF 600.-- und jener für A._ auf CHF 780.-- (zzgl. Kinder- bzw. Ausbildungszulagen) festgesetzt, wobei diese Regelung befristet für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 30. April 2013 gelten solle. Anschliessend sollten die Parteien erneut zusammenkommen, um die finanziellen Belange für die Zukunft zu regeln. Ferner ordnete die Einzelrichterin rückwirkend per 1. Oktober 2012 die Gütertrennung an.
C. Mit Entscheid vom 10. Juli 2013 ergänzte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Prättigau/Davos die getroffenen Regelungen insofern, als dass X._ verpflichtet werde, an den Unterhalt von Y._ und C._ für den Monat August 2013 CHF 2'000.-- (zzgl. Kinderzulagen) zu leisten. Dadurch seien die Ehegatten bis und mit Ende August 2013 hinsichtlich der während der Trennungsphase geschuldeten Unterhaltszahlungen auseinandergesetzt. Mit Vereinbarung vom 23. bzw. 29. August 2013 kamen die Parteien überein, dass der Ehemann die vorgenannten Unterhaltsbeiträge auch für die Dauer vom 1. September 2013 bis zum 31. Dezember 2013 zu entrichten habe.
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D. Am 23. Dezember 2013 folgte ein weiterer Entscheid, mit welchem die Einzelrichterin anordnete, dass X._ verpflichtet werde, sowohl an den Unterhalt seiner Ehefrau als auch seiner Tochter C._ für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2014 monatlich je CHF 1'000.-- (zzgl. Kinderzulagen) zu bezahlen. Mit Entscheid vom 9. Juli 2014 wurde ergänzend bestimmt, dass X._ auch für die Dauer vom 1. Juli 2014 bis zum 31. Dezember 2014 jeweils Unterhaltszahlungen von je CHF 1'000.-- zu erbringen habe.
E. Y._ machte mit Eingabe vom 3. Dezember 2014 die Scheidungsklage beim Bezirksgericht Prättigau/Davos anhängig. Am 18. Dezember 2014 reichte sie sodann ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ein mit den Anträgen, die gemeinsame Tochter C._ sei für die Dauer des Scheidungsverfahrens unter ihre alleinige Obhut zu stellen und es sei ein angemessenes Besuchs- und Ferienrecht für den Vater festzulegen. Dieser sei zudem zu verpflichten, an den Unterhalt von C._ ab dem 1. Januar 2015 monatlich CHF 1'000.-- (zzgl. Kinderzulagen) zu bezahlen. Des Weiteren ersuchte die Ehefrau mit Wirkung ab dem 1. Januar 2015 um persönliche monatliche Unterhaltszahlungen von CHF 1'500.-- bzw. eventualiter von CHF 1'700.--, falls ein tieferer Kinderunterhaltsbeitrag zugesprochen würde. In seiner Stellungnahme vom 16. Januar 2015 beantragte X._, auf die Anträge betreffend Obhut und persönlicher Verkehr wie auch auf das Unterhaltsbegehren betreffend die Tochter C._ sei nicht einzutreten. Eventualiter sei er zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Tochter ab 1. Januar 2015 monatlich CHF 800.-- (inkl. Kinderzulagen) zu leisten. Die weiteren Anträge der Gesuchstellerin seien abzuweisen. Dabei stellte sich der Gesuchsgegner auf den Standpunkt, dass die Ehe der Parteien bereits aufgrund des am 15. September 2014 gefällten Urteils des Grundgerichts in O.2_ (Republik L.1_) seit dem 10. November 2014 rechtskräftig geschieden sei und darin auch die Kinderbelange abschliessend geregelt worden seien. Das Bezirksgericht Prättigau/Davos habe indessen noch über die güterrechtlichen Ansprüche, die Teilung der Vorsorgeguthaben sowie den nachehelichen Unterhalt zu entscheiden.
F. Am 21. Januar 2015 fand sowohl die mündliche Hauptverhandlung im Verfahren um vorsorgliche Massnahmen als auch die Einigungsverhandlung im Scheidungsverfahren statt. Die Ehefrau liess sich aufgrund gesundheitlicher Beschwerden von einem persönlichen Erscheinen dispensieren. Die Parteien gaben dem Gericht am 21. bzw. 28. Januar 2015 die Erklärung zu Protokoll, dass beide Ehegatten die Ehe scheiden lassen möchten und das Bezirksgericht
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Prättigau/Davos die Scheidung aussprechen solle, zumal die Ehefrau das in L.1_ ausgefällte Urteil nicht anerkenne. Sie kamen zudem überein, dass das Bezirksgericht auch für die Beurteilung der Nebenfolgen zuständig sein und schweizerisches Recht anwenden soll. Offen bleibe die Zuständigkeit betreffend die Kinderbelange. Jedenfalls sollen die Anordnungen für C._ gemäss dem Entscheid der Einzelrichterin vom 9. Juli 2014 fortbestehen.
G. Mit vorsorglichem Massnahmeentscheid vom 21. Januar 2015, mitgeteilt am 29. Januar 2015, erkannte der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos wie folgt:
„1. Es wird vorfrageweise festgestellt, dass das Urteil des Grundgerichts in O.2_ _ vom 15. September 2014, ergangen in einem Verfahren zwischen X._ und Y._ betreffend Ehescheidung, in der Schweiz nicht anerkannt wird.
2. Die Tochter der Eheleute X.Y._, C._, geboren am _2001, verbleibt für die Dauer des Scheidungsverfahrens in der Obhut der Kindsmutter Y._. C._ hat ihren Wohnsitz am Wohnsitz ihrer Mutter.
3. Das Besuchs- und Ferienrecht des Kindsvaters X._ regeln die Eheleute X.Y._ flexibel und im gegenseitigen Einvernehmen, unter Wahrung des Kindeswohls und unter Berücksichtigung der Wünsche C._s.
Können sich die Eheleute X.Y._ nicht einigen, gilt Folgendes: X._ ist berechtigt und verpflichtet, seine Tochter C._ auf eigene Kosten jedes zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis Sonntag, 18:00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen sowie vier Wochen Ferien pro Jahr mit ihr zu verbringen. X._ ist verpflichtet, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus anzumelden beziehungsweise mit Y._ abzusprechen.
4. X._ wird mit Wirkung ab dem 1. Januar 2015 verpflichtet, an den Unterhalt seiner Tochter C._ einen monatlichen je im Voraus auf den ersten des Monats zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'000.00 zu bezahlen, zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen.
Diese Unterhaltsbeiträge für C._ sind an die Kindsmutter Y._ zu bezahlen.
5. X._ wird mit Wirkung ab dem 1. Januar 2015 verpflichtet, an den Unterhalt von Y._ einen monatlichen je im Voraus auf den ersten des Monats zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'071.00 zu bezahlen.
6. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'000.00 gehen hälftig je zu Lasten der Eheleute X.Y._. Der Anteil von Y._ von CHF 500.00 geht mit Rücksicht auf den Entscheid der Einzelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 23. September 2014 betreffend unentgeltliche Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2012-411) – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons
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Graubünden und wird auf die Gerichtskasse genommen. Der Anteil von X._ von CHF 500.00 geht mit Rücksicht auf den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 27. Januar 2015 betreffend unentgeltliche Rechtspflege – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – ebenfalls zu Lasten des Kantons Graubünden und wird auf die Gerichtskasse genommen (Proz. Nr. 135-2015-14).
7. Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen. Die Aufwendungen der unentgeltlichen Rechtsvertreterinnen werden in separaten Verfahren reguliert (ad Proz. Nr. 135-2012-411 und -14).

## Considerations