# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 09a4053d-3adf-4986-a9ca-379d5c2e150e
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Abänderung Scheidungsurteil (vorsorgliche Massnahmen)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 7. Abteilung, vom 29. Juni 2022 (FP190051-L)
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Nach Einsicht in die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 29. Juni 2022
(Urk. 2), mit welcher der Klägerin insbesondere bewilligt wurde, den Aufenthalts-
ort der gemeinsamen Kinder nach London zu verlegen (Disp.-Ziff. 2),
nach Einsicht in die dagegen erhobene Berufung des Beklagten vom 11. Juli
2022, mit welcher er primär beantragt, es sei die vorinstanzliche Verfügung in Be-
zug auf Disp.-Ziff. 2 aufzuheben, und ein Gesuch um Erteilung der aufschieben-
den Wirkung stellte (Urk. 1 S. 2),
mit dem Hinweis, dass mit Verfügung vom 28. Juli 2022 der Berufung die auf-
schiebende Wirkung hinsichtlich der vorinstanzlichen Disp.-Ziff. 2 erteilt wurde
(Urk. 21), mithin der Klägerin bis zu einem anderslautenden Entscheid untersagt
wurde, den Aufenthaltsort der gemeinsamen Kinder nach London zu verlegen,
nach Einsicht in die von den Parteien am 18. bzw. 19. August 2022 geschlosse-
nen und am 19. August 2022 der Vorinstanz (Urk. 25) und der Kammer (Urk. 23)
eingereichte Vergleichsvereinbarung, mit welcher sie den im vorliegenden Beru-
fungsverfahren umstrittenen Punkt definitiv geregelt haben (Urk. 24), mithin der
Beklagte sich einverstanden erklärt, dass die Klägerin den Aufenthaltsort der Kin-
der per sofort nach London verlegt,
nach Einsicht in die Stellungnahme des Kindsvertreters an die Vorinstanz vom
23. August 2022, mit welcher er die Vergleichsvereinbarung als zum Wohl der
Kinder erachtet und das dem Gericht beantragte Vorgehen unterstützt (Urk. 27),
sowie nach Einsicht in das Urteil der Vorinstanz vom 29. August 2022, mit wel-
chem das vorinstanzliche Verfahren abgeschlossen wurde (Urk. 28/277),
da das die vorsorglichen Massnahmen betreffende vorliegende Berufungsverfah-
ren infolge des Endentscheids der Vorinstanz vom 29. August 2022 und des Um-
stands, dass keine rückwirkenden Verhältnisse zu regeln sind, gegenstandslos
geworden und entsprechend abzuschreiben ist (Art. 242 ZPO),
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mit dem Hinweis, dass dies auch der Ansicht der Parteien entspricht, haben diese
doch im Vergleich festgehalten, dass das vorliegende Berufungsverfahren und
das Berufungsverfahren LY220040-O mit Abschluss des Vergleichs gegenstands-
los würden und abzuschreiben seien (Urk. 24 S. 4),
da die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren unter Berücksichtigung des
Verfahrens um Erteilung der aufschiebenden Wirkung auf Fr. 1'200.– festzuset-
zen ist (§ 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1, § 8 Abs. 1, § 10 Abs. 1 und § 12 GebV OG),
da die Gerichtskosten auch die Kosten für die Vertretung der Kinder umfassen
(Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO),
da der vom Kindsvertreter Rechtsanwalt lic. iur. Z._ geltend gemachte Auf-
wand von Fr. 1'109.85 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) ausgewiesen ist,
als angemessen erscheint und von den Parteien nicht beanstandet wurde
(Urk. 29 bis 31), weshalb Rechtsanwalt lic. iur. Z._ entsprechend zu ent-
schädigen ist,
da sich die Parteien im Vergleich nicht über die Kosten- und Entschädigungsfol-
gen der Berufungsverfahren geeinigt haben (vgl. Urk. 24), womit die Kosten nach
den Art. 106-108 ZPO zu regeln sind (Art. 109 Abs. 2 lit. a ZPO),
da die Prozesskosten grundsätzlich nach dem Verfahrensausgang aufzuerlegen
sind (Art. 106 ZPO), in familienrechtlichen Verfahren jedoch davon abgewichen
werden kann (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO), da diesen Verfahren regelmässig ein
Paarkonflikt zugrunde liegt, welcher von beiden Parteien mindestens teilweise
verursacht wurde, und dies insbesondere für Kinderbelange gilt,
da es sich vorliegend rechtfertigt, die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens
beiden Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und dementsprechend für das Beru-
fungsverfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind,
da beide Parteien für das Berufungsverfahren ein Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege sowie um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung stellen
(Urk. 1 S. 2 und Urk. 18 S. 3),
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da die Voraussetzungen von Art. 117 ZPO erfüllt sind, weshalb beiden Parteien
für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und
ihnen je die beantragte unentgeltliche Rechtsvertretung zu bestellen ist,

## Considerations