# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 07587297-8eed-4516-9d23-cab0a5bc9058
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Ehescheidung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 22. Dezember 2016 (FE130094-I)
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Rechtsbegehren:
Rechtsbegehren der Klägerin: (Urk. 1 S. 2 f.; Urk. 49 S. 2 ff.)
"1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 112 ZGB in  mit Art. 290 ff. ZPO zu scheiden.
2. Es sei die aus der Ehe hervorgegangene Tochter C._, geb. tt.mm.2007, unter die alleinige elterliche Sorge der Klägerin zu stellen.
3. Es sei der persönliche Umgang des Beklagten mit C._ wie folgt zu regeln:
- Wöchentlich von Mittwoch nach Schulschluss bis 17.00 Uhr - Jedes zweite Wochenende von Freitag nach Schulschluss
bis Sonntagabend 17.00 Uhr - Weihnachten: 24.12. oder 25.12. oder 26.12. mindestens je
einen Tag, nach gemeinsamer Absprache - Ferner in den Jahren mit gerader Jahreszahl an Ostern je-
weils 2 Tage (alternierend mit der Klägerin), und in den  mit ungerader Jahreszahl über Pfingsten (von  bis Montagabend), wobei eine Erweiterung dieser Regelung in gemeinsamer Absprache der Eltern dem  angepasst wird
- Weiter sei der Vater berechtigt zu erklären, C._  2 x jährlich eine Woche während der Schulferien zu sich oder mit sich zu nehmen. Nach Möglichkeiten sei das Ferienrecht mindestens 2  im Voraus durch die Eltern abzusprechen.
4. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin an die Kosten der  und des Unterhalts der Tochter C._ gestützt auf Art. 285 ZGB einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'000.–, zuzüglich vertragliche oder gesetzliche Kinderzulagen zu bezahlen, zahlbar  im Voraus je auf den Ersten eines jeden Monats, ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Abschluss der Erstausbildung des , auch über die Mündigkeit hinaus, zahlbar an die Klägerin solange das Kind bei ihr lebt und nicht eigene Ansprüche an den Beklagten stellt.
5. Die ausserordentlichen Kinderkosten gemäss Art. 286 Abs. 3 ZGB (wie kieferorthopädische Massnahmen, chirurgische Eingriffe, , Musikunterricht, Schullager etc.). seien beiden Eltern je zur Hälfte aufzuerlegen, sofern dafür keine Leistungen von Dritten (von Kranken- und Zahnversicherungen oder der öffentlichen Hand)  sind.
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6. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin gestützt auf Art. 125 ZGB einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'798.– zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, ab Rechtskraft des Scheidungsurteils, bis zum 18. Altersjahr des Kindes.
7. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 und 6 seien zu indexieren. 8. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei gemäss der folgenden Be-
gründung vorzunehmen: Die Liegenschaft am D._ ..., ... E._, die im Eigentum beider
Parteien je zur Hälfte steht, sei der Klägerin im Sinne von Art. 121 Abs. 3 ZGB ins Alleineigentum zu übertragen. Das Gericht wird ersucht, die entsprechende Anweisung an das  Notariat vorzunehmen.
Zudem sei die 3a Säule der Klägerin nach Gesetz zu teilen. 9. Es sei das Freizügigkeitsguthaben des Beklagten nach Gesetz zu tei-
len und es sei seine Vorsorgeeinrichtung entsprechend anzuweisen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten des Beklagten."
Rechtsbegehren des Beklagten: (Urk. 67 S. 2 ff. und Urk. 84)
1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden. 2. Es sei die vorehelich geborene Tochter C._, geb.
tt.mm.2007, unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der  zu belassen.
Eventualiter sei C._ unter die alleinige elterliche Sorge des Beklagten zu stellen.
3. Es sei die alternierende Obhut über C._ mit einem  von 60 zu 40 % (Klägerin/Beklagter) anzuordnen, wobei sich die Parteien über die Modalitäten der Betreuung grundsätzlich selbständig einigen.
Für den Fall der Uneinigkeit sei der Beistand bzw. die Beiständin von C._ zu ermächtigen, die Betreuungsanteile sowie die Modalitäten von deren Ausübung mit den Parteien zu erarbeiten, den Parteien entsprechende Weisungen zu erteilen bzw. einen Antrag an die Kindesschutzbehörde zur Festlegung der konkreten Betreuungsanteile zu stellen (vgl. nachstehend Ziff. 4 lit. c und lit. h).
Es sei gerichtlich festzustellen, dass mit zunehmendem Alter von C._ und/oder in Berücksichtigung ihrer eigenen Wünsche das Betreuungsverhältnis den Gegebenheiten angepasst werden
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kann, dies falls notwendig unter Zuzug und Beratung durch die Beiständin bzw. den Beistand.
Die Betreuungsanteile des Beklagten seien im Mindesten wie folgt auszugestalten:
- zwei Tage jedes Wochenende (entsprechend Trennungsvereinbarung vom 22.12.2011), sowie
- einen weiteren Tag während der Arbeitswoche (inkl. ), mit Beginn nach der Schule bis am nächsten Morgen zum Schulbeginn (hat C._ schulfrei, soll die  jeweils um 12.00 Uhr beginnen und um 12.00 Uhr des Folgetages enden);
- ein Feiertagsbetreuungsrecht gemäss der  vom 22.12.2011;
- ein Ferienbetreuungsrecht gemäss der  vom 22.12.2011.
4. Für C._ sei eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB anzuordnen, wobei der Beiständin bzw. dem Beistand die folgenden Aufgaben übertragen werden sollen:
a) Die Eltern mit Rat und Tat zu unterstützen (Art. 308 Abs. 1 ZGB);
b) für den Fall, dass sich die Eltern in Bezug auf die Erziehung nicht einigen können, diese bei der Lösungsfindung zu , wobei der Beiständin bzw. dem Beistand auch eine entsprechende Weisungsbefugnis zu erteilen und die elterliche Sorge in diesem Umfang zu beschränken sei (Art. 308 Abs. 2 ZGB);
c) für den Fall der Uneinigkeit der Parteien die konkreten  sowie die Ausübungsmodalitäten der  mit den Parteien zu erarbeiten, nötigenfalls diese auch ohne Zustimmung eines oder beider Parteien , wobei der Beiständin bzw. dem Beistand eine  Weisungsbefugnis zu erteilen und die elterliche  im Umfang zu beschränken sei (Art. 308 Abs. 2 ZGB);
d) die Kindsmutter fachlich und unter allfälligem Zuzug von  Fachpersonen zu beraten, um dieser damit zu helfen, die Behinderung ihrer Tochter besser akzeptieren zu können (Art. 308 Abs. 2 ZGB);
e) dem zuständigen Gericht bzw. der zuständigen  dann Mitteilung zu machen, sollte sich , dass das Verhalten der Kindsmutter dem Wohl von C._ abträglich ist (Art. 308 Abs. 2 ZGB);
f) dafür und in geeigneter Weise dafür besorgt zu sein, dass C._ einen zumindest gleichbleibenden, intensiven Kon-
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takt zu beiden Elternteilen behalten kann (Art. 308 Abs. 2 ZGB);
g) mit den involvierten schulischen, therapeutischen und  Fachleuten zugunsten von C._ zusammen zu arbeiten (Art. 308 Abs. 2 ZGB) die Eltern fachlich zu  und zu beraten, sollten künftig schwerwiegende  hinsichtlich der Unterbringung, der Beschulung und/oder der medizinischen Versorgung von C._  werden (Art. 308 Abs. 2 ZGB);
h) nötigenfalls Anträge bezüglich Kindesschutzmassnahmen (inkl. Regelung der Betreuungsanteile bzw. -modalitäten) an die zuständige Behörde zu stellen.
5. Auf die Festsetzung von nachehelichen Unterhaltszahlungen zwischen den Parteien sei zu verzichten.
6. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen Betrag von CHF 1'000.00 pro Monat (zzgl. Kinderzulagen) zum Ausgleich der momentan unterschiedlichen Betreuungsanteile hinsichtlich der Tochter C._ zu bezahlen.
Eventualiter sei die Klägerin zu verpflichten, dem Beklagten  im Zeitpunkt der Auszahlung der Hilflosenentschädigung 40% (entsprechend seinem Betreuungsanteil) davon unverzüglich zu überweisen. Sie sei zudem zu verpflichten, ihm bezüglich  Entschädigungen auf erstes Verlangen hin sämtliche  Auskünfte und Belege unverzüglich zur Verfügung zu stellen.
7. Die güterrechtliche Auseinandersetzung sei wie folgt :
a) Die Liegenschaft D._ ..., ... E._ (Kat.Nr. ..., GBBl ..., Grundbuchamt F._), sei einstweilen im Miteigentum beider Ehegatten zu belassen, jedoch befristet bis Ende 2016. Für den Fall des späteren Verkaufs des Grundstücks sei im Scheidungsurteil festzuhalten, dass der Beklagte am Verkaufserlös (mindestens) einen Anspruch gemäss Ziff. 7 lit. c nachstehend besitzt.
b) Eventualiter sei das Miteigentum an der Liegenschaft D._ ..., ... E._ (Kat.Nr. ..., GBBl ..., Grundbuchamt F._), aufzuheben und sie sei entweder freihändig zu veräussern (im Falle des entsprechenden Einverständnisses der Parteien) oder es sei vom Gericht anzuordnen, diese  zu versteigern.
c) Es sei festzustellen, dass dem Beklagten im Falle der  des Grundstücks (vgl. vorstehend Ziff. 7 a-b) vom Netto-Erlös (Verkaufspreis minus Hypothek, Rest-Darlehen G._, Grundstückgewinnsteuer, Maklergebühren, Han-
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dänderungskosten usw.) ein Betrag von mindestens CHF 14'494.00 zuzüglich 1⁄2 des Betrags zusteht, der einen Netto-Erlös von CHF 520'000.00 übersteigt und es sei der Beklagte zu berechtigen, diesen Betrag nach der  des Grundstücks von der Person, die über den  verfügt, heraus zu verlangen.
d) Für den Fall der Übernahme des Grundstücks in das  der Klägerin sei diese zu verpflichten, dem  einen Betrag im Sinne von Ziff. 7 lit. c vorstehend als Entschädigung für die Übernahme zu bezahlen.
e) Die Klägerin sei zusätzlich zu verpflichten, dem Beklagten nach Rechtskraft des Scheidungsurteils einen Betrag von CHF 5'984.90 zu bezahlen.
f) Eine Änderung bzw. Neubezifferung der vorstehenden  zum Güterrecht wird für den Zeitpunkt des Vorliegens sämtlicher massgeblicher Unterlagen sowie eines allfälligen Verkehrswertgutachtens ausdrücklich vorbehalten.
g) Die Klägerin sei schliesslich zu verpflichten, dem Beklagten einen Betrag von CHF 24'000.00 an während der Dauer des Getrenntlebens zu viel bezahlten Unterhaltsbeiträgen .
8. Die während der Ehe geäufneten Guthaben der Parteien bei der Pensionskasse seien im Sinne von Art. 122 ZGB zu teilen.
9. [...]. 10. Anderslautende Rechtsbegehren der Klägerin seien abzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) zu Lasten der Klägerin.
Urteil und Verfügungen des Einzelgerichts am Bezirksgericht Uster vom 22. Dezember 2016:
(Urk. 307 S. 102 ff. = Urk. 311 S. 102 ff.)
Es wird verfügt:
1. Das Gesuch des Beklagten um Sistierung des Verfahrens wird abgewiesen.
2. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit nachfolgendem Entscheid.
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3. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der
Zustellung an in je einem Exemplar für das Gericht und für jede Gegenpartei
sowie unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zü-
rich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Beschwer-
deschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden
sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
Der Beschwerde kommt keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 325 Abs. 1
ZPO).
Es wird weiter verfügt:
1. Das Gesuch des Beklagten um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen
wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
2. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit nachfolgendem Entscheid.
3. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustel-
lung an in je einem Exemplar für das Gericht und für jede Gegenpartei sowie
unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivil-
kammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Berufungsschrift sind
die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit zwei-
fachem Verzeichnis beizulegen.
Der Berufung kommt keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 315 Abs. 4 lit. b
ZPO).
Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO).
Sodann wird verfügt:
1. Das Gesuch des Beklagten um unentgeltliche Rechtspflege wird bewilligt.
2. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit nachfolgendem Entscheid.
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3. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der
Zustellung an in je einem Exemplar für das Gericht und für jede Gegenpartei
sowie unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zü-
rich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Beschwer-
deschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden
sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
Der Beschwerde kommt keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 325 Abs. 1
ZPO).
Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO).

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