# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 19a8bde7-1600-45f3-b50e-516dad27a897
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1944, bezog seit
dem 1. August 2009
Ergänzungs
leistungen
und kantonale Beihilfe
zu seiner Altersrente
(Urk. 6/161)
.
Nachdem
die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
(SVA)
, Zusatz
leistungen zur AHV/IV
,
im Zuge der
gegen Ende 2013 eingeleiteten
Über
prüfung
der Zusatzleistungen (
Urk.
6/96)
erfahren hatte
, dass der Versicherte in der Steuererklärung 2012 (
Urk.
6/86) per Ende 2012 als Vermögen ein
en
Anteil
an der Kommanditgesellschaft
Y._
(
Urk.
6/65) von
Fr.
450‘6
00.- deklariert hatte
– anders als noch in der ursprünglich einge
reichten Steuererklärung 2008 mit einem deklarierten Vermögen per Ende 2008 von
Fr.
0.- (
Urk.
6/178
) -,
nahm
sie
nach weiteren Abklärun
gen rück
wirkend ab
1.
August 2009
ein
e
Neuberechnung der
Zusatzleistungen
vor. Gestützt darauf
stellte sie die Zusatzleistungen und die Vergütung der
Krank
heits
- und Behinderungskosten
infolge
von Einnahmenüber
schüssen
(
Urk.
6/15,
Urk.
6/17,
Urk.
6/19,
Urk.
6/23-24,
Urk.
6/26,
Urk.
6/28-29)
rück
wirkend per 1. August 2009 ein und forderte vom Versicherten
die in der Zeit
vom
1.
August 2009 bis 3
1.
Juli 2015
zu
Unrecht
bezoge
nen Ergän
zungs
leis
tungen
und kantonalen Beihilfen
von
insgesamt
Fr.
53‘490.- sowie die in den Jahren 2010 bis 2013 ausgerichteten
Krank
heits
- und Behinderungskosten
von
insgesamt
Fr.
2‘341.25
zurück
(Verfü
gung
en
vom
3.
Juli
2015,
Urk.
6/30
,
Urk.
6
/32
und Urk. 6/35
).
Die
da
gegen erhobene Einsprache vom
6.
August 2015 (
Urk.
6/8)
wies sie mit Entscheid vom
1
8.
Februar 2015
ab
(
Urk.
2)
.
2.
Dagegen erhob
X._
am 3
0.
März 2016 Beschwerde (Urk. 1) mit dem sinngemässen Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben
und es seien ihm ab 1. August 2009 und weiterhin Zusatzleistungen zu gewähren und Krankheits- und Behinderungskosten zu vergüten
. In der Beschwerde
ant
wort vom 1
2.
Mai 2016 schloss die SVA auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann das verwaltungs
gericht
liche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, das heisst ausserhalb des durch die Verfügung bezieh
ungsweise durch den
Einspracheentscheid
bestimmten Rechtsverhält
nisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tat
bestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501, 122 V 34 E. 2a mit Hinweisen).
1.1.2
Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2
der Bundesverfassung (
BV
)
ver
langt, dass die Behörde
die Vorbringen
des vom Entscheid in seiner Rechts
stellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der
Entscheidfindung
berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu
begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Partei
standpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen aus
drücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiter
ziehen kann. In diesem Sinne müssen
wenigstens kurz
die Überlegungen ge
nannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt
(BGE 136 I 184 E. 2.21 und 229 E. 5.2;
Urteil des Bundesgerichts 8C_215/2016 vom 22. Juni 2016).
1.2
Die Einsprache vom 6. August 2015 (Urk. 6/8) richtete sich ihrem Titel nach
gegen die Verfügungen vom 3. Juli 2015 betreffend die Aufhebung und Rück
forderung der Krankheits- und Behinderungskosten (Urk. 6/32 und 6/35).
Aus der Begründung der Einsprache ergibt sich jedoch, dass sich der Be
schwerdeführer nicht nur gegen die Verfügung betreffend Krankheits- und Behinderungskosten wehrte, sondern auch gegen die gleichentags erlassene
Verfügung, mit der die Zusatzleistungen rückwirkend aufgehoben und zurück
gefordert
wurden.
Auch der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 18. Februar 2015 trägt den Titel „Rückforderung von Krankheits- und Behinderungskosten bei den Zu
satzleistungen“. Jedoch wurde auch hier die Begründung auf den gesamten Anspruch sowohl auf Zusatzleistungen als auch auf Krankheits- und Behin
derungskosten ausgedehnt, und im Dispositiv wurde die Einsprache generell abgewiesen.
Vom Gehalt
h
er bezieht
er sich
somit auf die gesamte
n
zur Diskussion stehen
de
n Leistungen und die
gesamte
Rückerstattung.
Aus
einer allfällig
mangel
haften Begründung ist dem Beschwerdeführer kein R
echtsnachteil er
wachsen, bezie
hen
sich doch
sowohl
sein Antrag
, als auch seine Begründung auf beide Rückerstattungs
forderungen. Zum gleichen Ergebnis kommt man auch, wenn man berück
sichtigt, dass auch die Grundsätze für eine Ausdeh
nung des An
fechtungsge
genstandes aus prozessökonomischen Gründen (BGE 130 V 5
01
) erfüllt wä
ren respektive eine Rückweisung zu
m
Erlass eines weiteren
Ein
spra
che
e
nt
scheides
einem
formalistischen Leerlauf gleich
käme.
Auf die Beschwerde ist daher vollumfänglich einzutreten und die Recht
mässigkeit des
Einspracheentscheids
und der ihm
zugrunde liegenden
Verfü
gungen ist umfassend zu prüfen
, zumal sich die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 12. Mai 2016 grundsätzlich zu ihrem
V
orgehen und zur Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers äusserte (Urk. 5)
.
2.
2
.1
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Vor
aussetzungen nach Art. 4-6 des Bundes
geset
zes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hint
erlassenen- und Invalidenversi
cherung
(ELG) erfüllen, Zu
satzleis
tungen bestehend aus Ergänzungsleistungen, Beihilfen und Zuschüs
sen zur Deckung ihres Exis
tenzbe
darfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 Abs. 1 des
Zusatzleistungsgesetzes,
ZLG).
2
.2
Die Ergänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung, wel
che monatlich ausbezahlt wird (Art. 3 Abs. 1
lit
. a ELG), sowie aus der
Vergü
tung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1
lit
. b ELG
).
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die aner
kannten
Ausgaben (Art. 10 ELG)
die
anrechenbaren Einnahmen (Art. 11 ELG) übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
Personen, die aufgrund eines Einnah
men
überschusses keinen Anspruch auf eine jährliche Ergänzungsleis
tung haben, haben Anspruch auf die Vergütung der Krankheits- und Behin
de
rungskosten, die den Einnahmenüberschuss übersteigen (
Art.
14
Abs.
6 ELG).
2
.3
2
.3.1
Als Einnahmen angerechnet werden nach
Art.
11
Abs.
1
lit
. b ELG unter
an
derem Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen
.
Gemäss
Art.
17
der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung (ELV) ist das anrechenbare Vermögen nach den Grund
sätzen der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten (
Abs.
1).
Nach
Art.
11
Abs.
1
lit
. c dieser Bestimmung wird
zudem
ein Fünfzehntel, bei
Altersrentnerinnen und Alters
rentnern ein Zehntel des Rein
vermögens, so
w
eit es bei allein
ste
henden Per
sonen Fr. 37
‘
500
.--
übersteigt, als Einnahme ange
rechnet.
Ebenfalls al
s Ein
nahmen angerechnet werden Einkünfte und Vermö
genswerte, auf die verzichtet worden ist (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG
, Art. 15 ZLG
); auch dies
bezüglich sind die Bewertungsregeln nach
Art.
17 ELV an
wendbar (BGE 113 V 194 E. 5b, SVR 1996 EL Nr. 20 S. 60 E. 7a).
2
.3.2
Gemäss
Art.
23
Abs.
1 ELV ist in zeit
licher Hinsicht für die Berechnung der jährlich
en Ergänzungsleistung in der Re
gel das am
1.
Januar des Bezugs
jahres vorhandene Vermögen massgebend. Können Personen bei der Neuan
mel
dung od
er auch während der Leistungsbe
rechtigung glaubhaft machen, dass während de
s Zeitraums, für welchen sie Er
gänzungsleistungen begehren, ein wesentlich geringeres Vermögen vorhanden ist, ist auf das Vermögen bei Be
ginn dieses Zeitraums abzustellen (
Art.
23
Abs.
4 ELV; Erwin
Carigiet
/
Uwe
Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV,
2.
Aufl., S. 167). Eine Neuberech
nung
der jäh
rlichen Ergänzungsleistungen we
gen Vermögensverzehrs ist nur einmal jährlic
h möglich (
Art.
25
Abs.
3 ELV)
.
2
.4
2
.4.1
Bei der Anspruchsberechnung sind grundsätzlich nur tatsächlich verein
nah
mte Einkünfte und vorhandene Vermö
genswerte zu berücksichtigen, über die der
Leistungsansprecher unge
schmälert verfügen kann. Dieser Grundsatz gilt nicht
und es liegt eine Verzichtshandlung vor
, wenn die versicherte Per
son ohne rechtliche Verpflich
tung und ohne adä
quate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte
Einkünfte und Vermögens
werte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch mach
t oder ihre Rechte nicht durch
setzt, oder wenn sie aus von ihr zu ver
antwortenden Gründen von der Aus
übung einer möglichen und zu
mutbaren Erwerbstätigkeit absieht (
BGE 121 V 204 E. 4a, AHI 2001 S. 133 E. 1b,
SVR 2011
EL
Nr.
4 S. 11, Urteil des Bundesge
richts 9C_558/2013
vom 12.
Novem
ber 2013 E. 3.1.2
,
je mit Hinweisen)
.
Ob eine adäquate Gegenleistung vorliegt, beurteilt sich nach dem Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung im Zeitpunkt der
Entäusserung
(BGE
120 V 182 E. 4a; Urteil des Bun
desgerichts 9C_198/2010 vom 9. August 2010
E. 3.1).
2
.4.2
Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so trägt der Leis
tungsansprecher die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer rechtli
chen Verpflichtung oder gegen
eine
adäquate Gegenleistung hingegeben worden ist, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt
(Urteil des Bundesgerichts 8C_1039/2008 vom 25. Februar 2009 E. 2 mit Hin
weisen).
2
.4.3
Art. 11 Abs. 1
lit
. g
ELG enthält keine zeitliche Beschränkung in Bezug auf die Berücksichtigung des Vermögensverzichts. Ein hypothetisches Vermögen ist also auch dann anzurechnen, wenn die Verzichts
handlung sehr lange zu
rück
liegt
. Dem Aspekt des Zeitablaufs wird durch die
jährliche Reduktion
gemäss
Art.
17a
ELV
Rechnung getragen.
2
.5
Unrechtmässig bezogene Zusatzleistungen sind vom Bezüger oder
von
der Bezügerin zurückzuerstatten (
Art.
25
Abs.
1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen können
jedoch
nur zurückgefordert werden, wenn
entweder die für die Wiedererwä
gung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erh
ebli
cher Bedeutung der Berichti
gung) oder die für die prozessuale Revision (w
egen vorbestandener neuer Tatsa
chen oder Beweismittel) bestehenden Vo
r
aussetzungen im Sinne von
Art.
53 ATSG
erfüllt sind
. B
ei der Neuberech
nung von Zusatz
leistungen zur Ermittlung des Rückerstattungsbetrages ist
von den
Verhältnis
sen auszugehen, wie sie im Rückerstattungsze
itraum tat
sächlich bestanden ha
ben. Namentlich sind alle anspruchsrelev
anten Tatsa
chenänderungen zu be
rücksichtigen (BGE 122 V
19 E. 3)
.
2
.6
Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbe
schwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, indem Ver
waltung und Sozialversicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhaltes zu sorgen haben. Dieser Grundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt, sondern findet sein Korrelat (unter anderen) in der Mitwirkungspflicht der versicherten Person (BGE 120 V 357 E. 1a mit zahlreichen Hinweisen = RKUV 1995 Nr.
U 209 S. 27 f. E. 1a).
Die Mitwir
kungspflicht der Parteien erstreckt sich auf sämtliche für den Entscheid wesentlichen Tatsachen und gilt insbesondere für Tatsachen, welche d
ie Be
hörde ohne die Mitwir
kung der Partei gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand er
heben könnte (BGE 124 II 365 E
. 2b mit Hinweis; Urteil des
Bun
des
gerichts K 150/03 vom 18. Mai 2004, E. 5.1
mit Hinweisen).
Kommen die versicherte Person oder andere Pe
rsonen, die Leistungen bean
spru
chen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldba
rer Weise
nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen
oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen
. Er muss diese Personen vorher schriftlich mah
nen und auf die Rechtsfolge hin
weisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (
Art.
43
Abs.
3 ATSG).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich
im angefochtenen Entscheid im Wesent
li
chen
auf den Standpunkt
, ausgehend von der Steuererklärung 201
2
und der Bilanz 2013
(korrekt: 2012)
sei bei der rückwirkenden Neuberechnung der
Zusatzleis
tungen
vo
n einem Vermögen von
Fr.
460‘59
8.49 auszugeh
en. Da
raus resul
tiere nach Abzug der uneinbringlichen Forderungen von
insgesamt
Fr.
218‘025.23 –
und der
Einlage der
Stieftochter
von
Fr.
10‘000.-
- ein
über
den g
esamten Zeitraum massgebendes
Vermögen von
Fr.
232‘573.2
6.
Ausgehend von diesem Vermögen
santeil
resultierten
im gesam
ten massge
ben
den Zeitraum Einna
h
menüberschüsse von jeweils über
Fr.
13‘000.-, wes
halb
die
Rückerstattungsforderung
korrekt sei. Aus den
eingereichten Bilan
z
en
per Ende 2014 könne
d
er
Beschwerdeführer
n
ichts ableiten, da gemäss diesen
das Eigenkapital mit
Fr.
493‘022.45 noch höher sei.
3
.2
Der Einsprache
(
Urk.
6/8)
und der Beschwerde
(
Urk.
1) sowie dem E-Mail vo
m 1
4.
Mai 2015 (
Urk.
3/3
)
legte der Beschwerdeführer die Steuer
er
klärung
2014
sowie
verschiedene
Buchhaltungs
unterlagen der Gesellschaft bei
(
Urk.
3/3-
5,
Urk.
6/9-11
). Gestützt darauf macht er zusammengef
asst im Wes
ent
lichen geltend, aus diesen Unterlagen gehe hervor, dass insgesamt Ab
schrei
bungen von Forderungen in der Höhe von
Fr.
1‘166‘523.- vorge
nommen worden seien. S
ein
Bestreben,
diese
Eigenmittel, sowohl die in der Bilanz 2013 aus
gewiesenen als auch die in der Bilanz 2014 v
erbliebenen, beizubringen, sei
bis heute nicht erfolgreich gewesen
. Aus diesem Sach
verhalt ergebe sich, dass alle Vermögenswerte, die in der Jahresrechnung 2014 abgeschrieben w
o
rden
seien,
seit deren Verbuchung nicht werthaltig gewesen seien. Der Umstand, dass letztlich der weitaus grösste Teil der Forderungen habe abge
schrieben werden müssen, zeige, dass die Hauptmasse der Forderungen objek
tiv nicht werthal
tig gewesen sei oder sich letztlich zumindest als wertlos herausgestellt habe. Daher sei es falsch, Bilanzpositionen, die sich am Ende
der Leistungsperiode
als wertlos erweisen würden,
a
ls Vermögen zu betrach
ten. Die
von der Beschwerdegegnerin errechneten Eigenmittel von
Fr.
232‘573.26
würden
nicht dem tatsächlichen Sachverhalt entsprechen.
4
.
4
.1
Der Beschwerdeführer ist einziger unbeschränkt haftender Gesellschafter der Kommanditgesellschaft
Y._
mit Einzelunterschriftsberechti
gung (Handelsregisterauszug,
Urk.
6/65). Er ist somit geschäftsführendes Organ
dieser Gesellschaft, was auch aus seinen Vorbringen hervorgeht (
Urk.
1). Unbestritten ist, dass sein Vermögensanteil an der Gesellschaft grund
sätzlich deren Eigenkapi
t
al abzüglich einer Kommanditsumme von
Fr.
10‘000.- ent
spricht (
Urk.
1-2). Dies geht auch daraus hervor, dass
der
in der Steuer
er
klärung 2012 deklarierte Vermögensanteil an der Firma von gerundet
Fr.
450‘600.- (
Urk.
6/86) dem
in der Bilanz
ausgewiesenen Eigenkapital per
Ende 2012 von
Fr.
460‘598.49 (
Urk.
6/62/21) abzüglich der Kommandit
summe
von
Fr.
10‘000.- entspricht
(
Urk.
6/65)
.
Wie erwähnt macht der Beschwerdeführer nun gestützt auf die vorge
legten Buchhaltungsunterlagen geltend, im Jahr 2014 seien Abschreibungen von Forderungen in der Höhe von
Fr.
1‘166‘523.- vorgenommen worden, welche bei der Berechnung seines Vermögensanteils an der Gesellschaft auch rück
wirkend zu berücksichtigen se
i
en
. Die Zusam
mensetzung dieses Abschrei
bungs
betrages ergibt sich aus dem vom Be
schwerdeführer vorgelegten
A
us
zug des Kontos Nr. 4810 (
Urk.
6/9).
Diese Abschreibungen entsprechen den in der Bilanz 2012 (Urk. 6/62/17-18) ausgewiesenen
Forderungen der Gesell
schaft gegen die
Z._
AG, die
A._
GmbH und die
B._
im Gesamtbetrag von
Fr.
219‘178.35
,
welche die
SVA
im Gesamtbetrag von
Fr.
218‘025.23
als uneinbringlich
berücksich
tigt hat (
Urk.
2
)
-
die geringe Differenz von
Fr.
219‘178.35
gemäss Konto
auszug (Urk. 6/6
-9
)
zu
Fr.
218‘025.23
gemäss Bilanz (Urk. 6/62/17-18)
fällt bei der Berechnun
g der Einnahmenüberschüsse
nicht ins Gewicht
– und der Hauptforderung der Gesellschaft gegen die
D._
SA im Betrag von
Fr.
947‘344.69
(Urk. 6/9)
. Die Forderung gegen die
D._
SA wurde gemäss Kontoauszug per Ende 2014 vollumfänglich abgeschrieben (
Urk.
6/9). Somit zielen
die Vorbringen
des Beschwerdeführers darauf ab, bei der Berechnung seines Anteils an der Gesellschaft
sei
die Abschreibung von
Fr.
947‘344.69 nicht nur ab
1.
Januar 2015 zu berücksichtigen, sondern vielmehr bereits rückwirkend ab
1.
August 2009.
4
.2
4
.2.1
D
ie Beschwerdegegnerin
stützte sich
bei der Ermittlung des anzurechnenden
Anteils auf
die Steuer
er
klärung
des Versicherten für das Jahr
2012
(
Urk.
6/86
)
und
d
i
e vorgelegte
n
Bilanzen der Firma per
Ende 2009
, Ende 2010, Ende
2011, Ende 2012 und Ende 2013 (
Urk.
6/62/9-37)
.
In den
Bilanzen
,
bezüg
lich
er welcher
der Beschwerdeführer
sich
behaften lassen muss,
wurde ein Eigenkapital zwischen Fr. 407‘909.97 (2009) und Fr. 474‘669.93 (2013) ausgewiesen. Obwohl die Forderungen gegenüber der
Z._
AG, der
A._
GmbH und der
B._
erst per Ende 2014 abgeschrieben wurden (Urk. 9/1 und Urk. 3/5), brachte die Be
schwerdegegnerin den Betrag von Fr. 218‘025.23 für den gesamten Zeitraum von 2009 bis 2014 in Abzug, was mindestens fraglich ist. Da dieses Vorgehen sich zwar zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirkt, aber trotz
dem zu einem anrechenbaren Vermögen von Fr. 189‘884.56 (2009) bis Fr.
256‘644.70 (2013) führt, das keinen Anspruch auf Zusatzleistungen oder Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten gibt, kann es bei der Abweisung der Beschwerde für den Zeitraum von 2009 bis 2014 sein Bewen
den haben. Indes besteht kein Anlass, und es wäre aufgrund der einge
reichten Bilanzen für die Jahre 2009-2014 auch nicht
korrekt, auch die per Ende 2014 vorgenommene Abschreibung von Fr. 947
‘
344.69 bereits in den früheren Jahren vom Eigenkapital in Abzug zu bringen, als sie bilanzmässig als Vermögen ausgewiesen wurde.
4
.2
.2
Bezüglich der Ermittlung des Anteils des Beschwerdeführers an der Gesell
schaft ab
1.
Januar 2015 vermag
der
Hinweis
der Beschwerde
gegnerin
,
dass in der Bilanz 2014
trotz der vorgenommenen Abschreibungen der
Forderun
gen
immer noch ein Eigenkapital von
Fr.
493‘022.4
5
ausgewiesen sei (
Urk.
2
; Urk. 3/5
), nicht
zu überzeugen
, zeigt doch bereits eine Plausibilitätskontrolle der Bilanz per Ende 2014 (insbesondere mit Blick auf die darin bilanzierten Akt
iv
en und das Fremdkapital), dass diese Annahme nicht zu
treffen kann.
Letz
t
lich
vermag diese Argumentation der Beschwerdegegnerin nicht zu verdecken, dass die Frage nach dem
anzurechnenden Wert
der Forderung der Gesellschaft gegen die
D._
SA weitgehend ungeklärt ist. Ebenfalls unge
klärt ist die damit ver
bundene und
aufgrund der Akten (
Urk.
6/40)
sich stellende
Frage, ob
im Zu
sammenhang mit
dieser Forderung allenfalls ein Ver
zichts
ver
mögen vorliegt
. Zur abschliessenden Beurteilung
des Anspruchs des Beschwerdeführers auf Zusatzleistungen ab 1. Januar 2015
besteht daher weiterer Abklärungsbedarf.
Die
Beschwerdegegnerin
wird
ergänzende Abklä
rungen zu täti
gen haben, gegebenenfalls
mittels Beweisauflagen
im Rahmen eines Mahn-
und
Bedenkzeitverfahrens
.
Den
Beschwerdeführer
trifft dabei eine entsprechende
Mitwirkungspfl
icht.
Hernach wird
die Beschwerdegegne
rin über
den Anspruch des Beschwerdeführers auf Zusatzleistungen und auf
Krankheits- und Behinderungskosten und über
die
Rückerstattungsforderung
für die Zeit ab
1.
Januar 2015
neu zu verfügen haben.
4
.3
Nach dem Gesagten ist
die Sache bezüglich
des Leistungsanspruchs und
der Rückerstattungsforderung ab
1.
Januar 2015 zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und nochmaliger Verfügung an die Beschwerdegeg
nerin zurückzuweisen. Inso
weit ist
der angefochtene Entscheid
aufzuheben;
im
Übrigen
ist er
zu bestäti
gen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.