# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 92ab5e35-7596-4718-bc62-619a03a5e4dc
**Court:** CH_BGer
**Chamber:** CH_BGer_005
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
Die C._ AG leitete am 24. August 2015 gegen B._ die Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes U._ über Fr. 421'185.-- ein. Die D._ AG leitete am 27. Januar 2016 gegen A._ aus Bürgschaftsverpflichtung die Betreibung Nr. yyy des Betreibungsamtes U._ über Fr. 421'088.-- ein.
Am 13. Dezember 2016 zeigte das Betreibungsamt Münchwilen den Schuldnern die am 6. Dezember 2016 von der C._ AG mitgeteilte Abtretung der von der D._ in Betreibung gesetzten Forderung an und machte sie auf ihre Rechte gemäss Art. 77 Abs. 1 und 2 SchKG hin.
Am 21. Dezember 2016 erhoben B._ und A._ nachträglich Rechtsvorschlag mit der (nicht weiter belegten) Begründung, sie hätten mit der C._ AG bereits eine bilaterale Sondervereinbarung getroffen. Diese bestritt in ihrer Stellungnahme vom 22. Februar 2017, mit den Schuldnern eine Vereinbarung, Stundung oder Ähnliches getroffen zu haben.
Mit Entscheid vom 9. März 2017 verweigerte das Bezirksgericht Münchwilen in den genannten Betreibungen die nachträglichen Rechtsvorschläge mit der Begründung, die Sondervereinbarung sei bestritten und von den Schuldnern nicht belegt.
Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid von 20. Juni 2017 ab mit der Begründung, die erst im Beschwerdeverfahren eingereichte Sondervereinbarung sei ein unzulässiges Novum (Art. 326 Abs. 1 ZPO), weshalb nicht weiter zu prüfen sei, ob sie die betriebene oder (wie von der Gläubigerin geltend gemacht) eine andere Forderung betreffe.
Gegen den obergerichtlichen Entscheid haben B._ und A._ am 28. Juli 2017 eine Beschwerde erhoben mit den Begehren, diesen zu revidieren, dem Rechtsvorschlag stattzugeben und die provisorische Rechtsöffnung rückwirkend zu beseitigen bzw. das Verwertungsverfahren einzustellen.

## Considerations

Erwägungen:
1.
Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Entscheid betreffend Bewilligung eines nachträglichen Rechtsvorschlages für eine Fr. 30'000.-- übersteigende Forderung; die Beschwerde in Zivilsachen steht offen (Art. 72 Abs. 2 lit. a, Art. 74 Abs. 1 lit. b und Art. 75 Abs. 1 BGG).
2.
Die Beschwerdeführer machen geltend, ihre Beschwerde sei lediglich aus formellen Gründen abgelehnt worden, was stossend sei, weil die Sondervereinbarung ja materiell existiere. Es sei störend, auf die Verwertung der Liegenschaft zu pochen, und es dürfe nicht dem Grundsatz der schweizerischen Justiz entsprechen, Existenzen zu zerstören.
Im Unterschied zum Berufungsverfahren, wo Beweismittel unter bestimmten Voraussetzungen nachgereicht werden können (vgl. Art. 317 Abs. 1 ZPO), ist dies im Beschwerdeverfahren unzulässig (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Es kann der Vorinstanz nicht zum Vorwurf gereichen, wenn sie die einschlägigen prozessualen Vorschriften beachtet hat. Eine Rechtsverletzung, wie sie mit der Beschwerde in Zivilsachen vorgebracht werden kann (Art. 95 lit. a BGG), wird denn auch zu Recht nicht gerügt.
3.
Die Beschwerde ist im Verfahren gemäss Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG abzuweisen. Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (Art. 66 Abs. 1 BGG).