# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 038c6604-d4d7-4b61-98be-3f3c739435ec
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 25. November 1999, mitgeteilt am 27. Januar 2000, wurde die Ehe zwischen X._ und Y._ geschieden. Die Kinder A._, geboren am _1990, und B._, geboren am _1992, wurden unter die alleinige elterliche Gewalt der Mutter gestellt und der Vater zu monatlichen Unterhaltszahlungen von je Fr. 600.00 zuzüglich Kinderzulagen bis zur wirtschaftlichen Selbständigkeit, längstens jedoch bis zur Mündigkeit der Kinder verpflichtet.
B. Am 10. August 2002 heiratete Y._ die pakistanische Staatsangehörige Z._. Aus dieser Verbindung gingen die drei Kinder C._, geboren am _2004, D._, geboren am _2005, und E._, geboren am _2007, hervor.
C. Da Y._ seiner Unterhaltsverpflichtung nur ungenügend nachkam, stellte X._, welche in der Zwischenzeit ebenfalls wieder geheiratet hatte, am 5. November 2007 beim Bezirksgerichtspräsidium Imboden ein Gesuch um Anweisung an den Schuldner (Proz-Nr. 130-2007-164). Nach Einreichung einer Vernehmlassung durch Y._ erfolgte am 5. Dezember 2007 die Gutheissung des Gesuchs. Die Arbeitgeberin des Gesuchsgegners, die F._AG, wurde angewiesen, mit Wirkung ab Dezember 2007 jeweils den Betrag von Fr. 1'200.00 direkt auf das Konto der Gesuchstellerin zu überweisen.
D. Nachdem Y._ am 24. Januar 2008 beim Bezirksgericht Imboden eine Klage um Abänderung der an seine Töchter aus erster Ehe zu leistenden Kinderunterhaltsbeiträge eingereicht hatte, wurde die Gegenpartei zur Einreichung ihrer Prozessantwort aufgefordert. Diese blieb aus, sodass das Verfahren seinen Fortgang fand und das Bezirksgericht mit Urteil vom 27. Januar 2009, mitgeteilt am 23. März 2009 (Proz-Nr. 110-2008-16), auf Abweisung der Klage erkannte, mit der Begründung, die Leistungsfähigkeit des Kindsvaters (die Tochter A._ war zwischenzeitlich mündig geworden und Y._ von seiner Unterhaltspflicht befreit) reiche trotz Familienneugründung aus, um der jüngeren Tochter B._ weiterhin Unterhalt in Höhe von Fr. 600.00 zu entrichten. B._ erreichte am 9. Juli 2010 das Mündigkeitsalter.
E. Nachdem Y._ die für seine Tochter B._ bestimmten Unterhaltsbeiträge auch über die Mündigkeit hinaus an X._ geleistet hatte, reichte er am 6. Oktober 2011 beim Bezirksgerichtspräsidium Imboden ein
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Gesuch um sofortige Aufhebung der Schuldneranweisung ein. Diesem wurde mit superprovisorischer Verfügung vom 7. Oktober 2011, mitgeteilt am gleichen Tag, entsprochen (Proz-Nr. 135-2011-301). Mit Verfügung vom 3. November 2011 wurde die Anordnung bestätigt und die F._AG definitiv angewiesen, ab sofort keine unterhaltsbedingten Lohnabzüge mehr zu tätigen.
F. Am 30. September 2011 meldete Y._ die vorliegende Streitsache beim Vermittleramt des Bezirks Imboden an. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 23. November 2011 bezog der Kläger am 30. November 2011 die Klagebewilligung, welche er mit Klage vom 27. Februar 2012 frist- und formgerecht an das Bezirksgericht Imboden prosequierte. Die Rechtsbegehren lauteten:
"A. Erste Stufe
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, sämtliche Unterlagen zur Beurteilung des Unterhaltsanspruches ihrer Tochter B._, insbesondere Unterlagen über die Absolvierung einer Ausbildung, die berufliche Tätigkeit, die Einkommens- und Vermögensverhältnisse, die Lebenshaltungskosten, etc. seit deren Abschluss der obligatorischen Schulzeit bis deren Mündigkeit herauszugeben.
B. Zweite Stufe
2. Hauptantrag
Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger die zu Unrecht bezogenen Unterhaltsbeiträge seit Abschluss der obligatorischen Schulzeit ihrer gemeinsamen Tochter, B._, nebst Zins zu 5 % seit Rechtshängigkeit des Verfahrens zurück zu erstatten. Als Streitwert für die Rückforderung sei von CHF 30'000.00 auszugehen.
Nach Abschluss des Beweisverfahrens sei dem Kläger Gelegenheit zur genauen Bezifferung des Forderungsanspruches zu geben.
3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten."
G. In ihrer Klageantwort vom 29. Mai 2012 beantragte die Beklagte die kostenfällige Abweisung der Klage, soweit darauf eingetreten werden könne. In der Folge erhielten die Parteien Gelegenheit, ihre Standpunkte im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels zu präzisieren. Am 24. September 2012, mitgeteilt am gleichen Tag, erliess der Bezirksgerichtspräsident die Beweisverfügung. Darin wurde die Beklagte aufgefordert, sämtliche Unterlagen im Zusammenhang mit der allfälligen Absolvierung einer Ausbildung durch B._ sowie Urkunden über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse einzureichen. Dem Kläger wurde der Hauptbeweis unter anderem dafür auferlegt, dass seine Tochter B._ bereits seit Abschluss ihrer obligatorischen Schulzeit wirtschaftlich selbständig war.
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H. Mit Verfügung vom 6. Februar 2013 forderte der Bezirksgerichtspräsident den Kläger zur Bezifferung seiner Forderung auf. Mit Schreiben vom 27. Februar 2013 modifizierte Y._ seinen Hauptantrag insoweit, als er den Forderungsbetrag definitiv auf Fr. 15'648.00 festlegte. Die Beklagte beantragte in der Folge mit Eingabe vom 22. April 2013 die Abweisung der Klage.
I. Mit Entscheid vom 7. Mai 2013, mitgeteilt am 8. Juli 2013, erkannte das Bezirksgericht Imboden was folgt:
"1. Die Klage wird gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, dem Kläger CHF 15'648.00 zuzüglich 5% Zins seit 30. September 2011 zu bezahlen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5'000.00 gehen zu Lasten der Beklagten und sind dem Bezirksgericht Imboden mittels des beiliegenden Einzahlungsscheines innert 30 Tagen zu überweisen.
Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine ausseramtliche Entschädigung von CHF 12'104.95 (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

## Considerations