# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d36dc141-ed96-41f4-89a8-866a4a1e799a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A/a. Am 16. April 2019 reichte X._, geboren am _1963, gegen ihren Ehemann Y._, geboren am _1955, beim Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur ein Gesuch auf Erlass von Eheschutzmassnahmen ein (Proz. Nr. 135-2019-283). Die Ehefrau stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Es sei festzustellen, dass die Parteien zum Getrenntleben berechtigt sind.
2. Dem Ehemann sei unter Strafdrohung von Art. 292 StGB zu verbieten, die Liegenschaft an der _strasse, in O.1_, und im Speziellen die dortige 51⁄2-Zimmer-Wohnung zu betreten.
3. Der Ehemann sei unter Strafdrohung von Art. 292 StGB zu verpflichten, sämtliche Schlüssel (Wohnung, Briefkasten, Garage) der 51⁄2-Zimmer-Wohnung an der _strasse, in O.1_, innert 5 Tagen dem Unterzeichneten auszuhändigen.
4. Dem Gesuchsgegner sei unter Strafandrohung von Art. 292 StGB zu verbieten, in persönlichen, schriftlichen und telefonischen Kontakt mit der Gesuchstellerin zu treten.
5. Dem Gesuchsgegner sei unter Strafandrohung von Art. 292 StGB zu verbieten, sich der Gesuchstellerin auf eine Distanz von unter 300m zu nähern.
6. Es sei die Gütertrennung anzuordnen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer.
8. Verfahrensantrag:
Die Massnahmen gemäss Ziff. 2 bis 5 seien superprovisorisch zu erlassen.
A/b. Mit Entscheid vom 16. April 2019, mitgeteilt am 17. April 2019, hiess der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur das Gesuch auf Erlass superprovisorischer Massnahmen gut.
A/c. Der Ehemann beantragte in seiner Stellungnahme vom 1. Mai 2019, was folgt:
1.1. Die Androhung von Sanktionen gemäss Art. 292 StGB sei aufzuheben.
1.2. Eventualiter sei die Androhung von Art. 292 StGB auf das Betreten der Wohnung zu beschränken.
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2. Dem Gesuchsgegner seien von der Gesuchstellerin die persönlichen Effekten sowie Möbel zur Einrichtung einer Einzimmerwohnung auf Verlangen auszuhändigen.
3. Kosten- und Entschädigungsfolge sei die Gesetzliche.
B. Am 14. Mai 2019 fand die Anhörung vor dem Präsidenten des Regionalgerichts Plessur statt, wobei die Ehefrau aus gesundheitlichen Gründen von der Teilnahme dispensiert worden war. Die Rechtsvertreter der Parteien gaben anlässlich der Anhörung übereinstimmend an, dass ihre Mandanten die Scheidung ihrer Ehe anstreben. Ausserdem erklärte der Rechtsvertreter des Ehemannes, von der Ehefrau im kommenden Scheidungsverfahren mangels wirtschaftlicher Selbständigkeit einen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'000.00 pro Monat zu verlangen. Der Rechtsvertreter der Ehefrau bestritt einen Unterhaltsanspruch des Ehemannes, wobei er in diesem Zusammenhang unter anderem ausführte, dass er den Wohnkostenanteil der Ehefrau noch abklären werde. In der Folge wurde ihm eine Frist von 10 Tagen für die entsprechenden Abklärungen eingeräumt.
C. Mit Entscheid vom 14. Mai 2019, ohne schriftliche Begründung mitgeteilt am 23. Mai 2019, mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 11. Juli 2019, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur wie folgt:
1. Das Eheschutzverfahren (Proz. Nr. 135-2019-283) wird infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.
2. Das Gesuch um den Erlass von vorsorglichen Massnahmen im Ehescheidungsverfahren wird gutgeheissen.
3. X._ und Y._ werden für berechtigt erklärt, getrennt voneinander zu leben. Es wird Vormerk davon genommen, dass sie seit dem 04.04.2019 getrennt voneinander leben.
4. Die eheliche Wohnung an der _strasse in O.1_ wird für die Dauer des Verfahrens X._ zugeteilt.
5. Die Parteien sind anlässlich der Anhörung übereingekommen sich bezüglich Mobiliar und Hausrat einvernehmlich zu einigen.
6. Y._ wird (recte: bis) auf weiteres verboten,
- die Liegenschaft an der _strasse, in O.1_, und im Speziellen die dortige 5 1⁄2-Zimmerwohnung zu betreten.
- in persönlichen, schriftlichen oder telefonischen Kontakt mit X._ zu treten,
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- sich X._ auf eine Distanz von 20 Meter zu nähern.
7. Das Verbot gemäss Ziff. 6 ergeht unter dem ausdrücklichen Hinweis auf Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Straffolgen dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
8. X._ wird verpflichtet, ab 15.05.2019 für die Dauer des Verfahrens an den Unterhalt von Y._ monatlich im Voraus, jeweils auf den ersten eines jeden Monats, CHF 1'000.00 zu bezahlen.
9. Zwischen X._ und Y._ wird per 15.05.2019 die Gütertrennung angeordnet.
10. X._ wird nach Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Entscheids eine neue Frist gesetzt, um ihre Klagebegründung im vorliegenden Scheidungsverfahren einzureichen.
11. a) Die Gerichtskosten von CHF 1'500.00 gehen je hälftig zu Lasten von X._ und Y._.
b) Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.
c) Die Y._ auferlegten Gerichtskosten von CHF 750.00 gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

## Considerations