# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 32caad6d-797a-4859-b45f-305a1454f4e4
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Arbeitsvertrag vom 31. Mai 2000/5. Juni 2000 stellte A. (DT), heute unter dem Namen Y. (Genossenschaft) geführt, X. als Direktor ein. Stellenantritt war der 1. Oktober 2000. In der Folge ersetzten A. und X. diesen Arbeitsvertrag durch einen neuen Vertrag. Dieser datiert vom 29. Dezember 2003 und wurde rückwirkend auf den 1. Mai 2003 in Kraft gesetzt. Unter Ziffer V dieses neuen Arbeitsvertrags wurde das Folgende vereinbart:
„Ruhe- und Feiertage/Arbeitseinteilung/Ueberstunden/Ferien
Herr X. hat Anspruch auf 2 Ruhetage pro Woche.
Die Einteilung der Arbeitszeit ist Sache des Direktors. Eine Entschädigung und Kompensation von Ueberstunden inkl. Ruhetage wird wegbedungen; sie gilt als im Lohn inbegriffen.
Gesetzliche Feiertage können von Herrn X. kompensiert werden, sofern sie nicht auf Ruhe- oder Ferientage fallen.
Der Ferienanspruch von Herrn X. beträgt 5 Wochen pro Jahr. Bei Bezug der Ferien ist auf die Interessen beider Parteien Rücksicht zu nehmen; grundsätzlich sind die Ferien während der Nebensaisons im Frühling und Herbst zu beziehen.
Das bei Inkrafttreten dieses Vertrags (1. Mai 2003) bestehende Feiertag- und Ferienguthaben von Herrn X. beträgt 42 Tage und bleibt gewährleistet. Im gegenseitigen Interesse wird jedoch vereinbart, dass das jeweilige Feiertag- und Ferienguthaben 50 Tage nicht übersteigen darf. Werden allfällige diese Grenze überschreitende Feiertage und Ferien nicht in dem Kalenderjahr, in dem sie entstehen, bezogen, fallen sie ohne weiteres dahin und sind weder zu kompensieren noch zu entschädigen. Ueber Ausnahmen entscheidet der Verwaltungsrat DT.“
B. Mit Schreiben vom 24. Oktober 2007, der Arbeitgeberin gleichentags zugegangen, kündigte X. den Arbeitsvertrag. Das Arbeitsverhältnis endete unter Berücksichtigung der 6-monatigen Kündigungsfrist am 30. April 2008. X. wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Infolge eines operativen Eingriffs war er jedoch vom 24. Oktober 2007 bis zum 31. Dezember 2007 zu 100% (49 Arbeitstage) und vom 1. Januar 2008 bis zum 16. Januar 2008 zu 50% (11 Arbeitstage) krank geschrieben. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses konnten sich die Parteien über das X. noch zustehende Feiertag- und Ferienguthaben und den daraus resultierenden Ferienabgeltungsanspruch nicht einigen. Während der Arbeitnehmer davon ausging, er habe noch Anspruch auf Entschädigung von 66 nicht bezogenen Ferien- und Feiertagen, berief sich die Arbeitgeberin darauf, dass ein entsprechendes Guthaben bei allfälligem Bestand infolge Kompensation während der Freistellungsdauer untergegangen sei.
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C. Mit Vermittlungsbegehren vom 8. Dezember 2008 gelangte X. an den Kreispräsidenten E.. Gemäss Leitschein vom 30. April 2009 stellten die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung vom 18. Februar 2009 die folgenden Begehren:
„Rechtsbegehren des Klägers:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 225‘000.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 5. Dezember 2008 zu bezahlen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, die auf die vorerwähnte Lohnsumme entfallenden Sozialversicherungsbeiträge an die Ausgleichskasse abzuführen.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. 7.6% MwSt.) zu lasten der Beklagten.
Rechtsbegehren der Beklagten:
A. Zur Klage
1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MWST zu Lasten des Beklagten.
B. Widerklage
1. X. sei zu verpflichten, der Y. (Genossenschaft) Fr. 27‘033.40 zuzüglich 5% Zins seit dem 1. Mai 2008 zu bezahlen.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MWST zu Lasten des Beklagten.“
D. Mit Prozesseingabe vom 22. Mai 2009 prosequierte X. den Leitschein an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Dabei reduzierte er sein Rechtsbegehren auf die Verpflichtung der Beklagten unter Kosten- und Entschädigungsfolge zur Zahlung von Fr. 75‘000.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 5. Dezember 2008. Mit Prozessantwort und Widerklage vom 3. Juli 2009 hielt die Y. (Genossenschaft) an dem von ihr anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren unverändert fest.
E. Mit Replik und Widerklageantwort vom 27. August 2009 reduzierte X. sein Forderungsbegehren erneut, indem er verlangte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihm Fr. 74‘304.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 5. November 2008 zu bezahlen. Die Widerklage sei im Übrigen abzuweisen. Die Y. (Genossenschaft) hielt mit Duplik und Widerklagereplik vom 28. September 2009 an ihrem Rechtsbegehren unverändert fest. Auch X. bestätigte mit Widerklageduplik vom 9. November das vormals gestellte Rechtsbegehren.
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F. Mit Urteil vom 21. Oktober 2010, mitgeteilt am 31. Januar 2011, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung wie folgt:
„1. Die Klage des X. gegen die Y. (Genossenschaft) wird abgewiesen.
2. Die Widerklage der Y. (Genossenschaft) gegen X. wird abgewiesen.
3. Es wird gerichtlich davon Vormerk genommen, dass X. anerkannt hat, der Y. (Genossenschaft) Fr. 696.00 schuldig zu sein. X. wird verpflichtet, der Y. (Genossenschaft) diese Fr. 696.00 zu bezahlen.
4. Die Kosten des Kreisamtes E. in Höhe von Fr. 200.00 gehen zu 3⁄4 (= Fr. 150.00) zulasten des X. und zu 1⁄4 (= Fr. 50.00) zulasten der Y. (Genossenschaft). Die Y. (Genossenschaft) wird verpflichtet, X. diese Fr. 50.00 zu bezahlen.
Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 8‘500.00 - Schreibgebühren von Fr. 1‘300.00 - Barauslagen von Fr. 200.00 total somit von Fr. 10‘000.00
gehen zu 3⁄4 (=Fr. 7‘500.00) zulasten des X. und zu 1⁄4 (=Fr. 2‘500.00) zulasten der Y. (Genossenschaft). Sie werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.
5. X. wird verpflichtet, die Y. (Genossenschaft) ausseramtlich mit Fr. 10‘000.00 (inkl. Spesen, Interessenwertzuschlag und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations