# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 74b58bde-af36-439f-891a-6c742642e529
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (nachfolgend «BAZG») mit Ge-
such vom 9. Dezember 2021 der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts hauptsächlich beantragte, es sei zu ermächtigen, die am 23. Novem-
ber 2021 bei der A. AG an ihrem Sitz in Gewahrsam genommenen und ver-
siegelten Datenträger zu entsiegeln und die enthaltenen Daten zu durchsu-
chen (act. 1);
- das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ»), die A. AG und B. mit Ge-
suchsantworten vom 28. Dezember 2021 und 24. Januar 2022 zum Entsie-
gelungsgesuch Stellung nahmen (act. 6, 12 und 13);
- die Beschwerdekammer mit Zwischenentscheid RR.2021.290 vom 17. Feb-
ruar 2022 Verfahrensanträge behandelte und der A. AG und B. Fristen an-
setzte (act. 14);
- B. und die A. AG am 21. März 2022 je eine weitere Eingabe einreichen lies-
sen (act. 19, 20);
- das BAZG mit Eingabe vom 29. April 2022 auf die Einreichung einer Ge-
suchsreplik verzichtete (act. 24);
- die Beschwerdekammer das Gesuch des BAZG vom 23. Mai 2022 um Sis-
tierung des Entsiegelungsverfahrens mit Zwischenentscheid RR.2021.290b
vom 9. Juni 2022 guthiess und das Verfahren für die Dauer von zwei Mona-
ten ab Entscheiddatum sistierte (act. 26, 31);
- die Beschwerdekammer das Gesuch des BAZG vom 4. August 2022 um
Verlängerung der Sistierung um einen Monat mit Zwischenentscheid
RR.2021.290c vom 16. August 2022 guthiess und das Verfahren bis zum
9. September 2022 sistierte (act. 32, 39);
- das BAZG, die A. AG und B. sich mit Vereinbarung vom 7./8. September
2022 einigten, B. sowie die A. AG mit Eingaben vom 8. September 2022 ihre
Siegelungsanträge zurückzogen und das BAZG mit Eingabe vom 13. Sep-
tember 2022 die Abschreibung des Verfahrens RR.2021.290 beantragte
(act. 40, 41 und 42); die Eingaben den Verfahrensbeteiligten mit Schreiben
vom 14. September 2022 zur Kenntnis gebracht wurden (act. 43).
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## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- in Verfahren der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit in Strafsachen für die
Durchsuchung von Aufzeichnungen und die Siegelung die Art. 246–248
StPO sinngemäss gelten (Art. 9 IRSG);
- die Zuständigkeit der Beschwerdekammer zum Entscheid über das vorlie-
gende Entsiegelungsgesuch sich aus Art. 12 Abs. 1 Satz 2 IRSG i.V.m.
Art. 25 Abs. 1 und Art. 50 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974
über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) ergibt, nachdem die sinn-
gemässe Anwendung von Art. 248 Abs. 3 lit. a StPO hinsichtlich der Zustän-
digkeit zu keinem Ergebnis führt (BGE 138 IV 40 E. 2.2; Beschlüsse des
Bundesstrafgerichts BE.2012.1 vom 21. März 2012 E. 1; BE.2012.3 vom
18. Juli 2012; vgl. zuletzt u.a. Beschluss des Bundesstrafgerichts
RR.2020.195 vom 22. September 2020 E. 1);
- mit dem Rückzug der gegen die Durchsuchung gerichteten Einsprachen das
vorliegende Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben ist (statt vieler: Be-
schluss des Bundesstrafgerichts BE.2018.18 vom 23. Januar 2019);
- unter den vorliegenden Umständen keine Gerichtskosten zu erheben sind
(vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG analog [vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3]);
- dem in seinem amtlichen Wirkungskreis handelnden Gesuchsteller keine
Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 68 Abs. 3 BGG analog);
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