# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 740cfe89-4ee3-4f6b-8ad6-acdfc1ab6942
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Criminal
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 18. Februar 2015 kam es im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses A._ in O.1_ im Eingangsbereich zur dortigen Wohnung "B._" zwischen den Anwohnern Y._ und X._ zu einer verbalen Auseinandersetzung. Am folgenden Tag stellte Letzterer bei der Kantonspolizei Graubünden in diesem Zusammenhang Strafantrag wegen Drohung gegen seinen Kontrahenten.
B. Die in der Folge eingeleitete Strafuntersuchung ergab, dass Y._ während der erwähnten Meinungsverschiedenheit mit erhobener rechter zu einer Faust geballten Hand ein paar wenige Schritte in Richtung von X._ ging. Etwas später sagte er während der erwähnten Auseinandersetzung zum Privatkläger ein- oder mehrfach sinngemäss: "Ich hoffe, es erschiesst dich irgendwann jemand." X._ quittierte diese Aussage(n) mit dem Hinweis, dass man ja einen Auftragskiller einsetzen könne. Dies negierte der Beschuldigte sogleich mit der Bemerkung, er sei nicht bei der Mafia. Hinweise dafür, dass sich der Beschuldigte während der Meinungsverschiedenheit durch weitere Aussagen und/oder Verhaltensweisen in allenfalls drohendem Sinne verhalten habe könnte, ergaben die Abklärungen nicht.
C. Mit Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 21. September 2015, mitgeteilt am 24. September 2015, wurde Folgendes verfügt:
"1. Das Strafverfahren gegen Y._ wegen Drohung wird eingestellt.
2. Die Kosten des Verfahrens werden auf die Staatskasse genommen.
3. Es wird keine Entschädigung zugesprochen."
Zur Begründung wurde ausgeführt, dass gestützt auf die Aussagen des Antragsstellers und des Beschuldigten sowie in Berücksichtigung der Schilderungen des Zeugen C._ die Voraussetzungen für die Verurteilung des Beschuldigten wegen Drohung nicht gegeben seien und folglich die Strafuntersuchung einzustellen sei (zum Ganzen vorinstanzliche Akten, act. 1.10).
D. Gegen diese Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 21. September 2015 erhob X._ am 25. September 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden mit dem sinngemässen Antrag um Aufhebung der angefochtenen Einstellungsverfügung. Zudem verlangte er die Bewilligung zum Tragen einer Schusswaffe, da er die ergangene Einstellungsverfügung nicht akzeptiere. Da die Eingabe den formellen
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Anforderungen an eine Beschwerdeschrift nicht zu genügen vermochte, wurde ihm von Seiten des Kantonsgerichts von Graubünden mit Schreiben vom 29. September 2015 gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO eine Frist zur Verbesserung der Eingabe bis zum 12. Oktober 2015 eingeräumt (act. D.1).
E. Mit Eingabe vom 12. Oktober 2015 präzisierte X._ seine Eingabe daraufhin. Zudem verlangte er Sicherheit dafür, dass der Beschuldigte nicht plötzlich ausrasten werde (act. A.2).
F. Das Kantonsgericht von Graubünden forderte die Staatsanwaltschaft Graubünden mit Schreiben vom 14. Oktober 2015 zur Aktenzustellung bis zum 22. Oktober 2015 auf (act. D.2). Obwohl auf die Einholung von Vernehmlassungen verzichtet wurde, beantragte die Staatsanwaltschaft Graubünden im Rahmen der Überweisung der Akten am 16. Oktober 2015, die Beschwerde sei abzuweisen (act. A.3).
G. Auf die weitergehenden Ausführungen in der angefochtenen Einstellungsverfügung sowie in der Beschwerde von X._ wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1. Gemäss Art. 322 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO kann gegen eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Beschwerde erhoben werden. Beschwerdeinstanz ist nach Art. 22 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; BR 350.100) das Kantonsgericht von Graubünden. Die Beschwerdefrist gegen eine staatsanwaltschaftliche Einstellungsverfügung beträgt zehn Tage (vgl. Art. 322 Abs. 2 StPO). Gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Beschwerde schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Die Beschwerde vom 12. März 2015 (vgl. act. A.1) erweist sich als fristgerecht. Zu prüfen ist, ob diese dem Begründungserfordernis der Beschwerde genügt.
a) Die Rechtsmittelschrift muss von Gesetzes wegen eine Begründung enthalten. Der Beschwerdeführer hat genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides er anficht (vgl. Art. 385 Abs. 1 lit. a StPO). Der Beschwerdeantrag muss auf Änderung oder Aufhebung einer oder mehrerer Dispositivpunkte lauten, sofern solche vorhanden sind. Beschwerde kann nur gegen das Dispositiv der angefochtenen Verfahrenshandlung, nicht aber gegen die Erwägungen geführt
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werden. Dabei hat der Beschwerdeführer zum Ausdruck zu bringen, in welchem Sinne er die angefochtene hoheitliche Verfahrenshandlung geändert haben möchte. Die Beschwerde hat sich insbesondere darüber zu äussern, welche Gründe einen anderen Entscheid nahe legen (vgl. Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO). In der Begründung ist schlüssig zu behaupten, dass und weshalb ein Beschwerdegrund gegeben ist. Die Anforderungen an die Beschwerdebegründung dürfen zwar nicht überspannt werden, doch hat sich die Begründung zumindest in minimaler Form mit der angefochtenen hoheitlichen Verfahrenshandlung auseinanderzusetzen (vgl. Patrick Guidon, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 392 mit Hinweis auf BGE 131 II 449 E. 1.3). Daran mangelt es, wenn die Richtigkeit der tatsächlichen oder rechtlichen Erwägungen der angefochtenen Handlung nur pauschal bestritten wird. Schliesslich ist genau anzugeben, welche Beweismittel angerufen werden (vgl. Art. 385 Abs. 1 lit. c StPO; zum Ganzen auch Patrick Guidon, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Art. 196-457 StPO, 2. Aufl., Basel 2014, N 9 ff. zu Art. 396 StPO [zit. Basler Kommentar zur StPO] und Martin Ziegler/Stefan Keller, in: Basler Kommentar zur StPO, a.a.O., N 1 ff. zu Art. 385 StPO).

## Considerations