# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3c774a68-d536-575c-b34b-8450bfcc0eed
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der am 30. Dezember 1983 geborene P.H. ist Staatsangehöriger von Sri Lanka. Er
heiratete am 19. Mai 2005 in seiner Heimat die am 6. Mai 1979 geborene Schweizer
Bürgerin C.H. In der Folge reiste er am 7. November 2005 in die Schweiz ein, wo ihm
am 11. November 2005 im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung
zum Verbleib bei seiner Ehefrau erteilt wurde. Diese Bewilligung wurde letztmals am 2.
September 2008 bis zum 6. November 2010 verlängert.
C.H. ersuchte das Kreisgericht Untertoggenburg-Gossau am 18. August 2008 um
Erlass von Eheschutzmassnahmen. Am 11. September 2008 teilte sie dem
Ausländeramt mit, sie habe sich von P.H. getrennt und sei am 25. August 2008 aus der
gemeinsamen Wohnung ausgezogen.
Mit Eheschutzentscheid des Kreisgerichts Untertoggenburg-Gossau vom 24.
September 2008 wurde unter anderem festgestellt, dass C.H. zur Aufhebung des
gemeinsamen Haushalts berechtigt sei. Die eheliche Wohnung wurde ihr zur alleinigen
Nutzung zugewiesen und P.H. verpflichtet, ihr die Wohnung samt Wohnungsschlüsseln
bis zum 30. September 2008 zu übergeben. Am 17. Oktober 2008 teilte das
Einwohneramt der Politischen Gemeinde G. dem Ausländeramt mit, dass P.H. von
seiner Ehefrau getrennt lebe.
Nach der Gewährung des rechtlichen Gehörs am 17. November 2008 widerrief das
Ausländeramt mit Verfügung vom 12. Dezember 2008 die Aufenthaltsbewilligung von
P.H. und wies ihn an, die Schweiz bis spätestens 22. Februar 2009 zu verlassen. Zur
Begründung führte es im wesentlichen an, P.H. erfülle keine der Voraussetzungen für
den Beibehalt des Anspruchs auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung trotz
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Auflösung der Ehegemeinschaft. Diese habe weniger als drei Jahre gedauert, und für
die Ehefrau komme eine Wiederaufnahme der Ehe nicht mehr in Frage. Die öffentlichen
Interessen an der Fernhaltung von P.H. überwögen deshalb dessen privates Interesse
an einem Verbleib in der Schweiz.
B./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 29. Dezember 2008 und 28. Januar 2009
erhob P.H. beim Sicherheits- und Justizdepartement Rekurs gegen die Verfügung des
Ausländeramts vom 12. Dezember 2008 mit dem Begehren, die Verfügung sei
aufzuheben und vom Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung abzusehen. Mit Entscheid
vom 18. März 2009 wies das Sicherheits- und Justizdepartement den Rekurs von P.H.
ab. Es wies das Ausländeramt an, diesem eine neue Frist zur Ausreise anzusetzen. Im
wesentlichen erwog es, P.H. habe nicht einmal drei Jahre in ehelicher Gemeinschaft
mit C.H. gelebt. Eine Rückkehr ins Heimatland sei ihm ohne weiteres zuzumuten, da
nicht von einer fortgeschrittenen Integration in der Schweiz gesprochen werden könne.
Die privaten Interessen von P.H. an einem weiteren Verbleib in der Schweiz
vermöchten die öffentlichen Interessen am Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung nicht
zu überwiegen.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 2. April 2009 und Ergänzung vom 8. Mai
2009 erhob P.H. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Begehren, der
Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements vom 18. März 2009 sowie die
Verfügung des Ausländeramts vom 12. Dezember 2008 seien aufzuheben, und es sei
vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung abzusehen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Zudem stellte er den Antrag, die Akten des Ausländeramts zum
Fall Ref. Nr. 90817975541 seien zu edieren und ihm zur Einsicht und Stellungnahme
zuzustellen. Zur Begründung führte er im wesentlichen an, das Ausländeramt habe die
Verfügung rund vier Monate zu früh getroffen und damit eine Wiederaufnahme der
Ehegemeinschaft verunmöglicht. Massgebend seien die Fakten zum Zeitpunkt des
Erlasses der Verfügung und nicht des Rekursentscheids. Er habe sich in der relativ
kurzen Zeit seines Aufenthalts mustergültig in der Schweiz integriert. Sein privates
Interesse an einem Verbleib in der Schweiz überwöge die öffentlichen Interessen an
seiner Fernhaltung, weshalb der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung
unverhältnismässig sei. Schliesslich sei auch der Grundsatz der Rechtsgleichheit
verletzt, da Vorinstanz und Ausländeramt in vergleichbaren Fällen unterschiedliche
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Massstäbe anlegten. Auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Mit Vernehmlassung vom 13. Mai 2009 beantragte das Sicherheits- und
Justizdepartement die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde und verwies zur
Begründung auf den angefochtenen Entscheid sowie die Akten.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 2. April 2009 sowie
ihre Ergänzung vom 8. Mai 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Streitgegenstand ist der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers
durch das Ausländeramt.
2.1. Nach Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit
diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 AuG
besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden
und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG). Wichtige Gründe für eine
Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können gemäss Art. 76 der
Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, abgekürzt
VZAE) insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende
Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Die zuständige Behörde
kann Bewilligungen, ausgenommen die Niederlassungsbewilligung, widerrufen, wenn
der Ausländer eine mit der Bewilligung verbundene Bedingung nicht einhält (Art. 62 lit.
d AuG). Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht nach Art. 50
Abs. 1 AuG der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und
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Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG weiter, wenn die
Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche
Integration besteht (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren
Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Eine erfolgreiche Integration nach
Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG liegt vor, wenn der Ausländer namentlich die rechtsstaatliche
Ordnung und die Werte der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt BV) respektiert und den Willen zur Teilnahme
am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache
bekundet (Art. 77 Abs. 4 VZAE). Wichtige Gründe für einen weiteren Aufenthalt in der
Schweiz nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG können namentlich vorliegen, wenn der Ehegatte
Opfer ehelicher Gewalt wurde und die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland
stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG).
2.2. Unter Ermessen versteht man einen gesetzlich eingeräumten
Entscheidungsspielraum, der nach herrschender Auffassung dadurch entsteht, dass
die Rechtsfolge einer Rechtsnorm nicht eindeutig festgelegt ist. Dieser Spielraum soll
der rechtsanwendenden Behörde das Treffen einer sachgemässen Entscheidung im
Einzelfall ermöglichen. Das Verwaltungsgericht hat sich nach Art. 61 Abs. 1 VRP indes
auf die Rechtskontrolle zu beschränken, so dass ihm die Überprüfung des durch die
Vorinstanz und das Ausländeramt ausgeübten Ermessens grundsätzlich nicht zusteht.
Im konkreten Fall prüft es allein, ob Vorinstanz und Ausländeramt ihr Ermessen
allenfalls überschritten oder missbraucht haben könnten. Eine
Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die Behörde Ermessen walten lässt, wo für
dieses nach Gesetz kein Raum ist. Ein Ermessensmissbrauch wird demgegenüber
angenommen, wenn sich die Behörde zwar an den Rahmen des ihr vom Gesetz
eingeräumten Ermessens hält, dieses jedoch missbräuchlich anwendet (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 739 ff.).
2.3. Der Beschwerdeführer rügt zunächst einen Verstoss gegen den Grundsatz der
Rechtsgleichheit und beantragt die Edition der Akten des Ausländeramts zum Fall
Ref. Nr. X. In diesem Fall sei die Aufenthaltsbewilligung einer schlecht integrierten
ausländischen Ehefrau nach einem Zusammenleben von nur etwas mehr als zwei
Jahren nicht widerrufen worden. Die Vorinstanz habe zu Unrecht auf den beantragten
Aktenbeizug verzichtet und bei den beiden vergleichbaren Fällen offensichtlich
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unterschiedliche Massstäbe angelegt. Einem Entscheid des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft sei zu entnehmen, dass einem Gesuch auf Akteneinsicht stattzugeben sei,
wenn Indizien vorlägen, die auf eine rechtsungleiche Behandlung hinwiesen (vgl. hierzu
SJZ 105/2009 Nr. 8, S. 196).
Gegenstand des Entscheids des Kantonsgerichts Basel-Landschaft ist das
Akteneinsichtsrecht bei Rechtsanwaltsprüfungen gestützt auf die Rüge, die
Notengebung sei in rechtsungleicher Weise erfolgt. Das Akteneinsichtsrecht ermöglicht
dem Prüfungskandidaten grundsätzlich einen direkten Vergleich seiner Resultate mit
denjenigen der anderen Kandidaten. Der Beschwerdeführer verkennt indes, dass ein
direkter Vergleich im konkreten Fall nicht möglich ist. Während die Resultate einer
Prüfung aufgrund von objektiven, für alle Kandidaten identischen Kriterien zustande
kommen, fehlt es zwischen dem zitierten Fall Ref. Nr. X und dem vorliegenden an
einem unmittelbaren Zusammenhang, der einen solchen Vergleich ermöglichen würde.
Nur mit der Behauptung allein, im Falle einer angeblich schlecht integrierten
ausländischen Ehefrau sei die Aufenthaltsbewilligung nicht widerrufen worden, kann
der Beschwerdeführer die Akteneinsicht nicht rechtfertigen. Auch macht er nicht
geltend, inwiefern das Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 Abs. 1 BV verletzt worden
sein sollte. Das Rechtsgleichheitsgebot verlangt keine absolute, sondern nur eine
relative Gleichbehandlung, so dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich,
Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln ist (B. Weber-
Dürler, Rechtsgleichheit, in: Verfassungsrecht der Schweiz, Zürich 2001, § 41 Rz. 11).
Vorliegend stellt sich die Vorinstanz mit Verweis auf Art. 96 AuG vielmehr zu Recht auf
den Standpunkt, der Entscheid über den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung falle ins
behördliche Ermessen, wobei der Entscheid verhältnismässig sein müsse. Auf den
Beizug der Akten zum Fall Ref. Nr. X ist unter den gegebenen Umständen deshalb zu
verzichten.
2.4.
2.4.1. Der Beschwerdeführer macht im weiteren geltend, das Ausländeramt habe den
Widerruf der Aufenthaltsbewilligung bereits rund zwei Monate nach der Auflösung des
gemeinsamen Haushalts und damit rund vier Monate zu früh verfügt. Auch habe es
offensichtlich nur auf die Aussagen der Ehefrau abgestellt. Richtigerweise hätte es das
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Ehepaar frühestens nach sechs Monaten kontaktieren und sich über den weiteren
Bestand der Ehe erkundigen dürfen. Erfahrungsgemäss könnten sich Ehegatten kurz
nach der Trennung eine Wiederaufnahme des Ehelebens nicht vorstellen, doch sei eine
solche nach einer Wartezeit von einigen Monaten und dem Abklingen der Emotionen
häufig. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz seien die Fakten im Zeitpunkt des Erlasses
der Verfügung und nicht des Rekursentscheids massgebend. Anderenfalls könnte die
Rekursinstanz mit dem Entscheid bis zum Ablauf der Frist zuwarten. Die am 19. Mai
2005 geschlossene Ehe sei bis zu seiner Einreise in die Schweiz durch mehrere längere
Besuchsaufenthalte der Ehefrau in Sri Lanka gelebt worden, weshalb die Dreijahresfrist
im Zeitpunkt der Trennung bereits abgelaufen sei. Stelle man hingegen auf das
Einreisedatum des Beschwerdeführers ab, würde diese Frist nur um wenige Wochen
verfehlt. Die zuständigen Behörden hätten bei der Ermessensausübung insbesondere
auch seine persönlichen Verhältnisse und den Grad der Integration zu berücksichtigen.
Er sei mustergültig in der Schweiz integriert, verfüge über sehr gute Deutschkenntnisse
und pflege durch den Volleyballclub G. intensiven Kontakt mit Schweizern. Auch habe
er einen tadellosen Leumund und sei beruflich mit einer sehr anspruchsvollen und
komplexen Aufgabe betraut.
2.4.2. Das Ausländeramt widerrief die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers
am 12. Dezember 2008, nachdem dessen Ehefrau den gemeinsamen Haushalt am 25.
August 2008 aufgehoben und das Kreisgericht Untertoggenburg-Gossau am 24.
September 2008 die Auflösung des gemeinsamen Haushalts für zulässig erklärt hatten.
Der Beschwerdeführer verkennt, dass sich weder Art. 49 AuG noch Art. 76 VZAE zu
den zeitlichen Modalitäten des Getrenntlebens äussern. Auch ergeben sich aus den
besagten Bestimmungen keine konkreten Anknüpfungspunkte für die Unterscheidung,
wann eine Trennung der Ehegatten als vorübergehend oder dauerhaft zu gelten habe.
Die von ihm vorgebrachte Trennungsfrist von sechs bis zwölf Monaten als
Voraussetzung für die Annahme eines anhaltenden Getrenntlebens der Ehegatten ist
deshalb nicht verbindlich, sondern gibt vielmehr die Ansicht eines Teils der Lehre
wieder (vgl. Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Kommentar Migrationsrecht, Zürich 2008, Rz. 3
zu Art. 49 AuG). Der Entscheid, nach welchem Zeitraum sich eine vorübergehende
Trennung der Ehegatten zu einem anhaltenden Getrenntleben wandelt, liegt deshalb im
Ermessen der zuständigen Behörden. Bei der Ermessensausübung haben diese
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gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen Interessen und die persönlichen
Verhältnisse sowie den Grad der Integration des Ausländers zu berücksichtigen.
Dem besagten Eheschutzentscheid ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
seine Ehefrau mit dem Messer bedroht, sie mit den Händen am Hals gewürgt und ihr
beim Auszug aus der gemeinsamen Wohnung angedroht habe, sie und sich selbst
umzubringen. Auch habe die Ehefrau an der Verhandlung bestätigt, dass dessen
Verhalten bei ihr zu grossen Ängsten vor weiteren Übergriffen geführt habe, weshalb
sie weder gewillt noch länger in der Lage sei, mit diesem zusammenzuleben. Das
Kreisgericht betrachtete den Trennungswillen der Ehefrau unter diesen Umständen als
gefestigt und hob den gemeinsamen Haushalt des Ehepaars deshalb auf. Nach Ansicht
des Beschwerdeführers war das Ausländeramt in der Folge jedoch nicht berechtigt,
dessen Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen. Dieser wendet zwar grundsätzlich
zutreffend ein, bei anhaltendem Getrenntleben der Ehegatten sei aufgrund der Art der
ehelichen Kontakte zu eruieren, ob die Trennung definitiv und die Familiengemeinschaft
als aufgelöst zu betrachten sei. Der Beschwerdeführer verkennt indes, dass die
eheliche Gemeinschaft mit der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts durch die
Ehefrau endete. So legt er keine Hinweise für seine Behauptung dar, zwischen ihm und
seiner Ehefrau bestünde ein Wille zur Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft. Im
Beschwerdeverfahren macht er lediglich geltend, die Ehegatten hätten wieder Kontakt
miteinander und beide wollten diesen Schritt sorgfältig angehen. Auch sei unter
anderem offen, ob sie sich auf seinen Wunsch hin doch noch einer Ehetherapie
unterzögen. All dies würde verhindert und die Trennung durch das Ausländeramt
besiegelt, wenn er aus der Schweiz ausgewiesen würde. Weder den Vorbringen des
Beschwerdeführers noch den Akten ist indes zu entnehmen, dass auch die Ehefrau
ihren Willen zur Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft kundgegeben hätte. Die
Vorinstanz durfte unter diesen Umständen deshalb zu Recht davon ausgehen, die
eheliche Gemeinschaft zwischen den Ehegatten habe am 25. August 2008 endgültig
geendet und ein anhaltendes Getrenntleben sei eingetreten. Inwieweit sie mit dieser
Feststellung ihr Ermessen überschritten oder gar missbraucht haben sollte, ist nicht
ersichtlich. Zwar ist dem Beschwerdeführer zuzugestehen, dass regelmässige eheliche
Kontakte, wozu namentlich auch der Besuch einer Ehetherapie gehört, trotz
Getrenntlebens der Ehegatten grundsätzlich für einen Weiterbestand der ehelichen
Gemeinschaft sprechen können (vgl. Spescha/ Thür/Zünd/Bolzli, a.a.O., Rz. 3 zu Art.
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49 AuG). Wie ausgeführt, sind solche Kontakte im konkreten Fall jedoch nicht erwiesen,
so dass die Vorbringen des Beschwerdeführers unbegründet sind.
Der Beschwerdeführer ist zudem darauf hinzuweisen, dass bei der Prüfung der
materiellen Rechtmässigkeit eines fremdenpolizeilichen Entscheids gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung in der Regel die tatsächlichen Verhältnisse
massgebend sind, wie sie zum Zeitpunkt des Entscheids des letztinstanzlichen
kantonalen Gerichts herrschen (BGE 128 II 149 E. 1.1.3; 127 II 63 E. 1b; 125 II 221 E.
3a). Auf sein Vorbringen, es seien entgegen der Ansicht der Vorinstanz die Fakten im
Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung und nicht des Rekursentscheids massgebend, ist
unter diesen Umständen deshalb nicht näher einzugehen.
2.4.3. Wie in E. 2.1. ausgeführt, besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Sinne von Art. 42 AuG nur weiter, wenn die
Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche
Immigration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG). Im Unterschied zur Regelung nach dem
inzwischen aufgehobenen Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer vom 26. März 1931 (BS 1, 121 mit seither ergangenen Änderungen) werden
die Familiennachzugsrechte gemäss Art. 42 AuG neuerdings vom Zusammenwohnen
und damit vom Bestehen einer Haushaltsgemeinschaft abhängig gemacht (Zünd/
Arquint Hill, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/ Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel
2009, Rz. 8.47). Im Fall von aus objektivierbaren Gründen getrennt lebenden Ehegatten
ist vom Fortbestand der Ehegemeinschaft auszugehen, solange die Ehe nicht definitiv
als gescheitert anzusehen ist (Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, a.a.O., Rz. 4 zu Art. 50 AuG).
Auch die konstante verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zum neuen Recht verlangt
ein Zusammenleben der Ehegatten als Grundlage für die Erteilung und die
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (VerwGE B 2008/205 vom 24. März 2009 E.
2.2.; VerwGE B 2008/194 vom 24. März 2009 E. 3.2.; VerwGE B 2008/150 vom 5.
November 2008 E. 2.2., publiziert in: www.gerichte.sg.ch). Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers ist somit die Zeit zwischen dem Eheschluss am 19. Mai 2005 und
dessen Einreise in die Schweiz am 11. November 2005 für die Bestimmung der
dreijährigen Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG unbeachtlich. Die eheliche
Gemeinschaft bestand somit nur zwischen dem 11. November 2005 und dem Auszug
der Ehefrau aus der gemeinsamen Wohnung am 25. August 2008. Selbst wenn man für
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die Berechnung dieser Frist auf den Zeitpunkt des Eheschutzentscheids des
Kreisgerichts Untertoggenburg-Gossau vom 24. September 2008 abstellte, würde dies
am Resultat nichts ändern, erreichte die Dauer des Zusammenlebens doch den
erforderlichen Zeitraum von drei Jahren ebenfalls nicht.
2.4.4. Schliesslich ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a
AuG erfolgreich integriert ist. Grundsätzlich hat sein Verhalten – sieht man von seinem
Verhalten als Ehemann ab – während des bisherigen Aufenthalts in der Schweiz zu
keinen Klagen Anlass gegeben. Auch weisen die Schreiben seines Arbeitgebers sowie
des Volleyballclubs G. auf eine gewisse berufliche und soziale Integration hin. Dennoch
verkennt er, dass Ausländer im allgemeinen keine Vorteile aus ihrem klaglosen
Verhalten ziehen können. Vielmehr darf von ihnen ein reibungsloses Einfügen in die
geltende Rechtsordnung ohne weiteres erwartet werden. Auch ist die Behauptung des
Beschwerdeführers, er verfüge über einen tadellosen Leumund, nicht glaubwürdig,
gestand dieser doch im vorinstanzlichen Verfahren ein, seine Ehefrau zumindest am
Unterkiefer festgehalten zu haben. Die Schilderungen der Ehefrau des
Beschwerdeführers über die gewalttätigen Ausbrüche sind detailliert und glaubwürdig.
Gemäss Entscheid vom 24. September 2008 betreffend Eheschutzmassnahmen gab
der Beschwerdeführer auch zu, seine Ehefrau gewürgt und mit dem Dolch bedroht zu
haben. An dieser Feststellung vermögen auch die an sich zutreffenden Vorbringen des
Beschwerdeführers, er habe nie Sozialhilfe bezogen und sei auch nie betrieben
worden, nichts zu ändern. Überdies geht aus den Akten auch nicht hervor, dass der
Beschwerdeführer eine besonders qualifizierte berufliche Tätigkeit ausüben würde, die
seinen Verbleib in der Schweiz zwingend erforderte. So stellte die Vorinstanz zutreffend
fest, der Beschwerdeführer sei gemäss Arbeitsvertrag als gewöhnlicher
Produktionsmitarbeiter angestellt worden und verfüge über keine spezifische oder
hochqualifizierte Ausbildung. Auch übt er keine besonders qualifizierte Tätigkeit aus,
die aus wirtschaftlicher Sicht eine Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung
rechtfertigen würde. Überdies sind keine Gründe ersichtlich, dass nicht auch ein
anderer Arbeitnehmer berufsbegleitend für diese Position ausgebildet werden könnte.
In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist das öffentliche Interesse an einer Rückkehr
des Beschwerdeführers ins Heimatland deshalb als gewichtiger zu bewerten als
dessen Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. Auch ist die Rückkehr zumutbar,
zumal dieser in Sri Lanka den grössten Teil seines Lebens verbracht hat und dort über
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ein soziales Umfeld verfügt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind folglich auch
in diesen Punkten unbegründet, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
2.5. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Vorinstanz die
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu Recht widerrufen hat. Die
Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 50 Abs. 1
lit. a AuG sind nicht gegeben, da die eheliche Gemeinschaft weniger als drei Jahre
gedauert hat und keine Integration des Beschwerdeführers besteht, die einen Verbleib
in der Schweiz rechtfertigte. Dessen Rückkehr ins Heimatland liegt unter den
gegebenen Umständen im öffentlichen Interesse und ist zumutbar, so dass die
Beschwerde abzuweisen ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht