# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 32ffbf7a-a6bd-4db6-b1a7-afc6a7222ca8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1954, Mutter von zwei Kindern (Jahrgang 1984 und 1988), war zuletzt von 2002 bis 2006 bei der Firma
Y._
mit
einem Pensum von 80
%
als Putzfrau tätig
(
Urk.
10/89 S. 4)
.
Unter Hinweis auf Gelenksleiden und Fingerarthrose
meldete
sich
die Versicherte
am
6.
Dezember 2006
bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/17
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Schaffhausen
, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation
ab und holte zwei
rheumatologische (
Urk.
10/26,
Urk.
10/61)
,
ein psychiatrisches Gutachten (
Urk.
10/45
,
Urk.
10/60
)
sowie einen
Abklärungsb
ericht
Haushalt (
Urk.
10/28) ein.
Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
10/63-67
)
verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 1
7.
Juni 2010 einen Rentenanspruch (
Urk.
10/68)
der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von
9.62
%
.
1.2
Die von der Versicherten dagegen gerichtete Beschwerde vom 1
9.
August 2010 (
Urk.
10/70) wies das Obergericht des Kantons Schaffhausen mit Urteil vom 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
10/74) ab. Das Urteil erwuchs in Rechtskraft.
1.3
Am
2
2.
Februar 2012 meldete sich die Ver
sicherte
erneut
bei der
Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/78) und machte geltend, ihr Zustand habe sich im Verlauf des Jahres 2011 erheblich verschlechtert. Die infolge Wohnortwechsels der Versicherten nun zuständige IV-Stelle des Kantons
Zürich klärte wiederum die medizinische und erwerbliche Situation ab und holte ein psychiatrisches Gutachten ihres Regionalen
Ärztlichen Dienstes (RAD;
Urk.
10/89)
sowie ein
en
Bericht über die Abklärung der beeinträchtigten Ar
beitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (
Urk.
10/92) ein.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
10/95-106) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
7.
April 2013 (
Urk.
10/107 =
Urk.
2)
einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung.
2.
Die Versicherte erhob am 2
1.
Mai 2013
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfü
gung vom
1
7.
April 2013
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben (S. 2
Ziff.
1
) und es sei
das Verfahren bis zum Vorliegen des psychiatrischen Gut
achtens zu sistieren und anschliessend sei mittels eines interdisziplinären
Ar
beitsassessments
ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht bezogen auf den angestammten Beruf sowie bezogen auf eine realistische Verweistätigkeit zu ermitteln.
Danach sei ein zweiter
Schrif
tenwechsel
anzuordnen, in dem zu den neuen Erkenntnissen Stellung ge
nom
men werden könne, und anschliessend neu zu entscheiden (S. 2
Ziff.
2). Even
tuell sei das Verfahren an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit der Auflage, das Vorliegen des psychiatrischen Gutachtens abzuwarten, anschlies
send mittels eines interdisziplinären
Arbeitsassessments
ihre tatsächliche Leis
tungsfähigkeit aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht bezogen auf den angestammten Beruf sowie bezogen auf eine realistische Verweistätigkeit zu ermitteln und erneut zu entscheiden (S. 2
Ziff.
3).
Mit Gerichtsverfügung vom 2
3.
Mai 2013 wurde das Gesuch
der Beschwerde
führerin
um Sistierung des Beschwerdeverfahrens abgewiesen (
Urk.
7).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
7.
Juni 2013
(
Urk.
9
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde
der Beschwerdeführerin am
8.
Oktober
2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11
).
Gleichzeitig wurde der Antrag der Be
schwerdeführerin auf Anordnung eines zweit
en Schriftenwechsels abgewiesen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente
wegen eines
zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana
loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchsbegrün
dende
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Auf
gabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1
7.
April 2013 (
Urk.
2) gestützt auf ihre medizinischen Abklärungen davon aus, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzten Verfügung ver
schlechtert habe. Seit Januar 2011 sei sie in ihrer Arbeits- beziehungsweise Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Die Abklärungen hätten weiter ergeben, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden weiterhin zu 65
%
ihrer Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin nachgehen würde und die restlichen 35
%
in den Aufgabenbereich entfielen. Gestützt darauf errechnete sie einen
In
vali
ditätsgrad
von 30
%
(S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin hielt dem beschwerdeweise (
Urk.
1) entgegen,
die behan
delnde Psychiaterin halte sie aus psychischen Gründen entgegen den Ausführungen des RAD für 100
%
arbeitsunfähig in jedem denkbaren Beruf und auch im Aufgabenbereich (S. 7 f.). Das vom RAD beschriebene
Anforderungs
profil
beschreibe ausserdem keineswegs einen normalen Arbeitsplatz, sondern vielmehr eine geschützte Arbeitsstelle (S. 8 f.). Ebenso sei beim
Invalidenein
kommen
übersehen worden, einen Leidensabzug für die zusätzlichen Einschrän
kungen vorzunehmen (S. 9 oben). Schliesslich sei das Resultat der
Haushaltab
klärung
insgesamt zu überdenken (S. 9 Mitte). Ihr seien ausserdem sinnvolle berufliche Massnahmen zuzusprechen (S. 11 Mitte).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, ob seit dem anspruchsverneinenden
Urteil des Obergerichts Schaffhausen
vom 2
2.
Oktober
20
10
(
Urk.
1
0
/
74
) eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten ist und ihr infolgedessen ein Anspruch auf eine Rente zusteht.
3.
3.1
De
m
ursprünglichen
, rechtskräftigen Urteil des
Obergerichts des Kantons Schaff
hausen vom 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
10/74)
lagen die nachfolgenden m
edizini
schen Berichte zu Grunde:
3.2
Dr.
med
.
Z._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 1
3.
November 2006 (
Urk.
10/13) und nan
nte folgende Diagnose (S. 1):
Fingerpolyarthrosen beidseits mit invalidisierendem Ausmass
Er führte aus, die psychisch
subjektiv und objektiv stabile Beschwerdeführerin leide unter den Folgen der degenerativen Erkrankung der Fingergelenke beider oberen Extremitäten. Dass die Erkrankung zu einer Arbeitsunfähigkeit für sä
mt
liche manuellen, aber auch die
meisten anderen Arbeiten führe, verstehe sich von selbst. Aus rein psychiatrischer Sicht ergebe sich derzeit keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit. Eine
somatoforme
Schmerzstörung oder eine psycho
gene Überlagerung der bestehenden körperlichen Störung liege nicht vor (S. 2 unten).
3.3
Dr.
med.
A._
,
FMH für Physikalische Medizin, speziell
Rheumaer
krankungen
, berichtete am 1
4.
Dezember 2006 (
Urk.
10/20) und nannte fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit (S. 1
lit
. A
):
destruktive Fingerpolyarthrose beidseits
Status nach
Arthrodese
Dig
II und III und IV DIP am 2
4.
August 2006 rechts
Er führte aus,
es bestehe seit dem 1
3.
Februar 2006 bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1
lit
. B).
Die Beschwerdeführerin könne die Hände
wegen der Schmerzen
trotz der Operation nicht ohne Einschränkung der Be
weglichkeit
brauchen
. Aus diesem Grund sei sie im Arbeitsprozess nicht mehr integrierbar (S. 2
lit
. D)
.
3.4
Dr.
med.
B._
,
Physikalische Medizin FMH, und
Dr.
med
.
C._
,
Rheumatologie FMH und Physikalische Medizin,
D._
,
erstat
teten ihr
rheumatologisches
Gutachten am 1
5.
Mai 2007 (
Urk.
10/26) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 1
4.
Mai 200
7.
Sie nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3
Ziff.
4.1):
Fingerpolyarthrose
Status nach
Arthrodese
DIP II, III und V rechts August 2006
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten
s
ie ein
Ver
deutlichungsverhalten
mit anzunehmender Selbstlimitierung, eine Funktions
störung der unteren Brustwirbelsäule (BWS), anamnestisch erhöhte antinukleare Antikörper und BSR, eine milde
Epikondylitis
radialis
beidseits sowie eine
Hyperurikämie
(S. 3
Ziff.
4.2).
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin sei unter Berücksichtigung der
Finger
polyarthrose
für ein schweres und mittelschweres Arbeitsplatzbelastungsniveau per sofort und dauerhaft nicht mehr arbeitsfähig. Per Gutachtendatum bestehe für ein leichtes Arbeitsplatzbelastungs
niveau eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, für ein sitzendes Arbeitsplatzbelastungsniveau
eine volle Arbeitsfähigkeit.
Im zu
letzt ausgeführten Beruf als Raumpflegerin bestehe medizinisch-theoretisch noch eine Arbeitsfähigkeit von 30
%
(S. 4
Ziff.
7).
3.5
Die z
uständige
Abklärerin
führte am 1
6.
August
20
07
bei der Beschwerdeführe
rin zu Hause eine Haushaltabklärung an Ort und Stelle durch, qualifizierte sie als zu
65
%
im Erwerbsbereich und zu
35
%
im Haushalt tätig und ermittelte eine Einschränkung von
27.5
%
im Haushalt
(
Urk.
10
/
28
).
3.6
Dr.
Z._
(vorstehend
E. 3
.2)
berichtete am
1.
Oktober 2007 (
Urk.
10/34)
und nannte folgende Diagnosen (S. 1):
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom
Verdacht auf
somatoforme
Schmerzstörung (
Schmerzverarbeitungsstö
rung
)
Fingerpolyarthrose beidseits mit invalidisierendem Ausmass
Er führte aus, entgegen seiner Einschätzung vor einem Jahr leide die Beschwer
deführerin mittelweile unter einer erheblichen depressiven Störung. Aufgrund der Schwere des psychischen Gesundheitsschadens sowie durch die
gesamtme
dizinische
Situation ergebe sich derzeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Arbeiten. Eine leidensadaptierte Arbeit erscheine derzeit als ebenfalls nicht zumutbar (S. 2).
Am 2
9.
August 2008 führte
Dr.
Z._
aus (
Urk.
10/41), dass es einen direk
ten Zusammenhang der psychischen Verfassung mit der Schmerzausbildung an beiden Händen sowie der damit verbundenen Hilflosigkeit bei alltäglichen Ver
richtungen gebe. Es bestehe seit Juli 2006 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
3.
7
Die Ärzte der
E._
erstatten ihr psychiatri
sche
s
Gutachten am 2
4.
November 2008 (
Urk.
10/45) gestützt auf die Akten so
wie die ambulanten psychiatrischen Untersuchungen der Beschwerdeführerin vom 2
0.
Oktober und vom
3.
November 200
8.
Sie führten aus, die Beschwerde
führerin leide an einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11), welche sich in der Folge einer progredienten beidsei
tigen Fingerpolyarthrose entwickelt habe. Bei weiterer psychotherapeutisch-psychiatrischer Behandlung sowie eventuell einer Optimierung der medika
mentösen Therapie sei mit einer Besserung des psychischen Zustandsbildes zu rechnen (S. 5). Aus psychiatrischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit als
Reini
gungsmitarbeiterin
zirka 6-7 Stunden täglich bei einer leicht verminderten Leistungsfähigke
it zumutbar. Eine psychiatrisch
begründete Arbeitsunfähigkeit bestehe seit zirka August 2007 (S. 6 f.).
Der Beschwerdeführerin seien andere Tätigkeiten mit einem freundlichen Arbeitsklima, mit der Möglichkeit bei Bedarf Pausen zu machen und mit einer leichten Belastung der Hände zirka 8 Stunden pro Tag zumutbar (S. 8).
3.8
Dr.
med.
F._
,
Spezialarzt für Neurologie FMH, berichtete am 1
6.
Dezember 2008 (
Urk.
10/46) und nannte als Diagnose ausgeprägte Hand- und Fingerschmerzen bei Polyarthrose (S. 1). Er führte aus, bei schmerzhafter Arthrose sei es sehr verwunderlich, dass die Greiffunktionen der Hand stark reduziert seien und die Beschwerdeführerin die Dinge auch fallen lasse.
Eine echte, neurogene Parese könne er nicht ausmachen (S. 3).
3.9
Am 1
6.
Juli 2009 nahmen die
E._
-
Gutachter Stellun
g (
Urk.
10/60) und führten aus, die Beschwerdeführerin weise in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von zirka 8 Stunden täglich bei einer leicht verminderten
Leistungsfähigkeit auf, was einer 71.4%igen Arbeitsfähigkeit entspreche. Diese um knapp 30
%
reduzierte Arbeitsfähigkeit stehe nicht im Widerspruch zu der empfohlenen teilstationären oder stationären psychiatrischen Behandlung, weil diese eine Verbesserung des Gesundheitszustandes, der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit bis hin zu einer 100%ige
n
Arbeitsfähigkeit führen könne (S. 1 f.). Eine leicht verminderte Leistungsfähigkeit entspreche einer rund 25%igen Verminderung der Leistungsfähigkeit.
In der angestammten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 50-60
%
arbeitsfähig (S. 2).
3.10
Dr.
B._
und
Dr.
med.
C._
,
G._
, erstatteten ihr rheumatologisches Gutachten am 1
6.
Oktober 2009 (
Urk.
10/61) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 1
5.
Oktober 200
9.
Sie nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 5
Ziff.
4.1):
chronisches und eigentlich generalisiertes Schmerzsyndrom
betont beider Hände
überwiegend im Rahmen der psychiatrischen Problematik
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine
Hyper
urikämie
, anamnestisch leicht erhöhte
antinukleäre
Antikörper und humorale Entzündungsaktivität sowie ein Status nach Karpaltunnel-Op
eration beidseits Februar 2006 (S. 5
Ziff.
4.2).
Sie führten aus
, die Beschwerdeführerin zeige im heutigen Untersuch ein noch mehr auffallendes und sehr ausgeprägtes Schmerzverhalten. Aufgrund der objektivierbaren Befunde in den frisch angefertigten Röntgenbildern und im Status müsse davon ausgegangen werden, dass ein überwiegender Teil der Schmerzen nicht durch eine rheumatologische Problematik, sondern durch die mittelgradige depressive Episode mit
Somatisierung
und auch bei wahrscheinli
cher
somatoformer
Schmerzstörung gesehen werden müsse. Die Röntgenbilder dokumentierten vor allem eine schwere Arthrose der distalen
Interphalangeal
gelenke
beider Hände. In den restlichen Finger- und Handgelenken liessen sich überwiegend leichte degenerative Veränderungen nachweisen, welche jedoch nie das von der Beschwerdeführerin geäusserte Schmerzniveau erklären könn
ten
(S. 6
Ziff.
5)
.
Unter Berücksichtigung der objektivierbaren Befunde, vor allem aufgrund der degenerativen Veränderungen beider Hände, sei die Be
schwerdeführerin dauerhaft nicht mehr arbeitsfähig für ein sehr schweres, schweres oder mittelschweres Arbeitsplatzbelastungsniveau. Für ein leichtes
Ar
beitsplatzbelastungsniveau
sei sie nach wie vor zu 50
%
und im angestammten Beruf als Raumpflegerin zu 30
%
arbeitsfähig. Für ein sitzendes
Arbeitsplatzbe
lastungsniveau
ohne monoton-repetitive und lange dauernde Belastungen der Hände sei nach wie vor eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben (S. 6
Ziff.
6).
4.
4.1
Für die Zeit nach dem rechtskräftigen
Urteil
vom
Oktober 2010
finden sich in den Akten die folgenden medizinischen Berichte:
4.2
Dr.
med.
H._
,
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 2
6.
März 2012 (
Urk.
10/80) und nannte als Diagnose eine schwere depre
s
sive Episode ohne psychotische
Symptome (ICD-10 F32.2).
Sie führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
4.
Januar 2011 in ihrer Behandlung. Seit Beginn der Behandlung habe sich die Verfassung der Be
schwerdeführerin erheblich verschlechtert. Insbesondere bestehe eine schwere Antriebsstörung, infolge derer die Beschwerdeführerin nicht mehr imstande sei, irgendeiner Tätigkeit im Haushalt nachzugehen.
4.3
Dr.
H._
berichtete am 1
5.
Mai 2012 (
Urk.
10/82), nannte die bereits erwähnte Diagnose (S. 1
Ziff.
1.1) und führte aus,
die Prognose sei schlecht, da die körperliche Behinderung nicht beeinflussbar sei beziehungsweise nicht mit einer Besserung derselben zu rechnen sei, so dass der Grund der depressiven Episode weiter dauern werde (S. 2
Ziff.
1.4). Seit Januar 2011 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2
Ziff.
1.6).
4.4
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, erstattete sein psy
chiatrisches Gutachten am
1
7.
Juli 2012 (
Urk.
10/89) gestützt auf
die Akten sowie die Untersuchung der Beschwerdeführerin vom
3.
Juli 201
2.
Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7
Ziff.
9):
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel- bis
schwergra
dige
Episode (ICD-10 F33.1/F33.2)
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)
Er führte aus, seit der letzten materiellen Prüfung vom November 2008 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin graduell verschlechtert. Gegen das Vollbild einer schweren Depression sprächen jedoch die unauffällige Psychomotorik und das Fehlen einer massiven Denkhemmung. Hinzu komme eine relevante Agoraphobie mit Panikstörung
, für deren Symptome in einer Ab
klärung kein somatisches Korrelat habe aufgezeigt werden können. Vielmehr seien die angegebenen Symptome mit der bekannten depressiven Symptomatik in Zusammenhang gebracht und als funktionelle Beschwerden gedeutet worden (S. 8 Mitte).
Psychischen Faktoren werde eine wichtige Rolle für Schweregrad,
Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen beigemessen, jedoch nicht die ursächliche Rolle für deren Beginn. Der Schmerz verursache in klinisch be
deutsamer Weise Leiden und Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen. Es lägen Anhaltspunkte für eine psy
chiatrische
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer vor (S. 8 unten).
Nach Abzug
der
diagnoseunspezifische
n
Überlagerungsfaktoren sei medizi
nisch-theo
retisch ab Januar 2011 bis auf w
eiteres eine 50%ige Arbeitsunfähig
keit
in der
bisherig
en
und
einer
angepasst
en zeitlich flexiblen Tätigkeit ohne permanenten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen, in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre
ausgewiesen
. Auf
grund der
Chronifizierung
und der subjektiven Krankheitsüberzeugung sei nicht mit einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes zu rechnen
(S. 9
Ziff.
11)
.
4.5
Die zuständige Abklär
ungsperson der Beschwerdegegnerin
führte am 2
7.
September 2012 bei der Beschwerdeführerin zu Hause eine
Haushaltabklä
rung
an Ort und Stelle durch, qualifizierte sie als
zu
65
%
im Erwerbsbereich und zu
35
%
im Haushalt tätig und ermittelte eine Einschränkung von
42.5
%
im Haushalt
(
Urk.
10
/
92
).
5.
5.1
Hinsichtlich der gestellten Diagnosen unterscheiden sich die Beurteilungen, welche dem Urteil vom Oktober 2010 zugrunde lagen, und die neueren, im massge
benden Zeitpunkt des Verfügungserlasses im April 2013
vorliegenden Beur
teilungen ei
nzig durch die neu aufgeführte
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
sowie die Agoraphobie mit Panikstörung
.
Ansonsten liegt eine im
Ver
gleich zu den früheren Berichten präziser formulierte Beurteilung des im We
sent
lichen unverändert gebliebenen Sachverhalts vor. Von Bedeutung
war
en und sind
zudem namentlich die
seit Jahren bestehende
Fingerpolyarthrose
sowie die
depressive Episode
. Entscheidend ist in
des, wie sich die diagnostizierten Leiden auf die Arbeitsfähigkeit der Be
schwer
deführerin auswirken.
5
.2
Die angestammte Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Reinigungsmitarbeiterin wurde in den vor 2010 ergangenen Beurteilungen
aus rheumatologischer Sicht
als zu
30
%
(vgl. vorstehend E. 3.4 und E. 3.10) und aus psychiatrischer Sicht als zu 50-60
%
(vgl. vorstehend E. 3.7 und E. 3.9) zumutbar beurteilt.
Der Psychiater
Dr.
I._
attestierte 2012 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und einer angepassten Tätigkeit gemäss beschriebenem Ressourcen- und Belastungsprofil (vgl. vorstehend E. 4.4), die behandelnde Psychiaterin
Dr.
H._
ging hingegen von einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
aus (vgl. vorstehend E. 4.3).
5.3
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin vorwiegend auf das Gutachten von RAD-Arzt
Dr.
I._
vo
m
Juli 2012 (vgl. vorstehend E. 4.4) ab.
Das Gutachten von RAD-Arzt
Dr.
I._
(
Urk.
10/89)
beruht
auf für die strit
tigen Belange umfassen
den und all
seitigen
Untersuchungen der Beschwerdefüh
rerin sowie auf einer ausführ
lichen Anam
nese
und berück
sichtigt die von ihr ge
klagten Beschwerden sowie sämt
liche Befunde in ange
messener Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
erstellt und trägt der konkre
ten medi
zi
ni
schen Situ
a
tion Rechnung. So machte
d
er
Gut
achter ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die Merkfähigkeit und die Kon
zentration der Beschwerdeführerin leicht und die Aufmerksamkeit leicht bis mit
telgradig reduziert seien, sie jedoch offen und kooperativ Auskunft gebe, wobei ihre Schilderungen mit einer Verdeutlichungstendenz erfolgten (S. 5
oben
).
Wei
ter bezog der Gutachter ausdrücklich Stellung zum psychopathologische
n
Befund der Beschwerdeführerin (S. 7 f.) und setzte sich differenziert mit
dem Zustande
kommen der Diagnosestellung auseinander (S. 8).
Er machte zudem auf die gra
duelle Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin seit 2008 aufmerksam und führte aus,
dass die unauffällige Psychomotorik und das Fehlen einer massiven Denkhemmung jedoch gegen das Vollbild einer schweren Depression sprächen (S. 8 Mitte).
Die Ausführungen in de
r
Beur
tei
lung der me
di
zinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die ge
zo
genen Schluss
folge
rungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit wer
den nach
vo
ll
ziehbar begründet. So zeigte
der
Gutachter in nachvollziehbarer Weise auf,
dass nach Abzug der diagnoseunspezifischen Überlagerungsfaktoren
ab Januar 2011 bis auf weiteres eine 50%ige Arbeitsun
fähigkeit in der bisherigen und einer angepassten Tätigkeit gemäss beschriebe
nem Ressourcen- und Belastungsprofil
ausgewiesen sei
(S. 9 Mitte)
.
Überdies begründete er einlässlich und sorgfältig,
dass psychischen Faktoren eine wich
tige Rolle für Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmer
zen, jedoch nicht die ursächliche Rolle für deren Beginn beigemessen würden und bei der Beschwerdeführerin Anhaltspunkte für eine psychiatrische
Komor
bidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer vorliege (S. 8 unten). Schliesslich machte der Gutachter darauf aufmerksam, dass aufgrund der
Chro
nifizierung
und der subjektiven Krankheitsüberzeugung nicht mit einer wesent
lichen Verbesserung des Gesundheitszustandes zu rechnen sei (S. 9 unten).
Das Gutachten
von RAD-Arzt
Dr
.
I._
erweist sich nach dem Gesagten
für die Beantwortung der gestellten
Fragen
als umfas
send und
erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines medizinischen Berichtes (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfänglich, so dass für
die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
5.4
Auf die Beurteilung und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
H._
(vgl. vorstehend E. 4.
2
, 4.
3
), wonach die
Beschwerdeführer
in
zu 100
%
arbeitsunfähig sei, kann demge
genüber nicht abgestellt werden. So nannte sie in ihren Berichten zwar die Diagnosen und legte die erhobenen Befunde dar, machte jedoch keine nachvollziehbar begründete und durch die Befunde unter
mauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit.
Die von
ihr
genannte Arbeitsunfähigkeit von 100
%
kann vor diesem Hintergrund nicht nachvollzogen werden, zumal
die von ihr gestellten Diagnosen einer Grundlage im beschriebenen Befund entbehren und sie sich in ihrer Beurteilung nicht konkret zum Zustandekommen der gestellten Diagnosen
äusserte
.
Ausserdem
begründete sie weder ihre Einschätzung,
noch
machte sie
Angaben zu f
unktio
nel
len Einschränkungen
, sondern
berichtete
lediglic
h von einer schlechten Prognose
und
bezog
sich allgemein auf den
Gesundheitszustand de
r
Beschwer
deführer
in
.
Auch stützte
sie
sich bei
ihren
Ausführungen
auf die subjektiven Angaben der
Beschwerdeführer
in
, welche für die Beurteilung der Arbeitsf
ähig
keit nicht
massgebend
sind. Ihre Ausführungen
vermögen
demnach
die aus
führliche und eingehend begründ
ete Beurteilung durch den Gutachter RAD-Arzt
Dr.
I._
nicht zu entkräften.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die ausführlich begründete Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits
fähigkeit im Gutachten
von RAD-Arzt
Dr
.
I._
aus dem Jahr
2012 umzu
stossen ver
möchten.
5.
5
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen in die Wege zu leiten,
so ist dem
nach dem Gesagten
nicht
beizupflichten
.
Sowohl der physische als auch der psychische Gesundheitszustand der Be
schwer
deführerin wurden in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt. Die Beschwerdeführerin vermochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig wäre. Die vorliegenden medizinischen Akten erweisen sich als ausreichend, weshalb auf weitere Ab
klärungen verzichtet werden kann.
Anzufügen bleibt, dass es im Übrigen unter Beachtung des Unterschieds von medizinischem Behandlungs- und
Abklärungs
auftrag
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; 124 I 170 E.
4.
S. 175; Urteil des Bun
desgerichts 9C_906/2011 vom
8.
August 2012 E. 4.4) nicht angeht, eine medizi
nische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu abweichenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig
ge
äusserten
divergierenden Auffassungen festhalten (Urteile des Bundesgerichts 8C_567/2010 vom 1
9.
November 2010 E. 3.2.2 sowie 9C_710/2011 vom 2
0.
März 2012 E. 4.5).
Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände brachte sie nicht vor.
5.6
Somit ist gestützt auf das Gutachten
von RAD-Arzt
Dr.
I._
von
Juli 2012 davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführer
in
einer
angepassten
Tätigkeit
gemäss beschriebenem Belastungsprofil
zu
5
0
%
arbeitsfähig ist
.
6
.
6
.1
Die Invaliditätsbemessung im engeren Sinn wurde vo
n
der
Beschwerdeführer
in
lediglich insoweit in Frage gestellt, als
sie
einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn
geltend machte
(
Urk.
1 S. 9 oben)
.
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2)
.
6
.2
Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine Schät
zung dar. Bei dessen Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrol
lierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Bei der Unangemessenheit geht es um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht
zweck
mässigerweise
anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das
Sozial
versi
cherungsgericht
sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als nahe
liegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweisen).
6
.3
In der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2 S. 2 unten) nahm die
Beschwerdegeg
nerin
keine Kürzung des Tabellenlohns vor.
Gemäss
Zumutbarkeitsprofil (vgl. vorstehend E. 4.4)
sind der
Beschwerdeführe
r
in sämtliche
zeitlich flexiblen Tätigkeiten ohne permanenten Zeit- und Ter
mindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen, in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre
zu 5
0
%
zumutbar.
Ob es gerechtfertigt war, angesichts des Anforderungsprofils und des Alters der Beschwerdeführerin keinen leidensbedingten Abzug zu gewähren, kann offen gelassen werden. Denn selbst unter Berücksichtigung eines maximal zu gewäh
renden leidensb
edingten Abzugs von 2
5
%
würde – bei ansonsten unveränder
ten Parametern (vgl.
Urk.
10/94 S. 3) – ein
rentenausschliessender
Invaliditäts
grad
resultieren.
6
.4
Es bestehen weiter weder Anhaltspunkte, die auf eine Fehlerhaftigkeit der
Inva
liditätsbemessung
schliessen
lassen würden, noch gibt sie aufgrund der Akten (
Urk.
10
/
93-94
) zu Beanstandungen Anlass, so dass sich weitere Ausführungen erübrigen.
7.
7.1
Weiter machte die Beschwerdeführerin geltend, die Angaben im
Haushaltabklä
rungsbericht
seien insgesamt noch einmal zu überdenken (
Urk.
1 S. 9 f.).
Ausschlaggebend für die Feststellung der Behinderung im anerkannten Aufga
ben
bereich ist nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit, son
dern wie sich der Gesundheitszustand in der nichterwerblichen Betätigung kon
kret aus
wirkt, was durch die Abklärung an Ort und Stelle im Haushalt der versi
cherten Person erhoben wird.
7
.2
Nach der Rechtsprechung stellt der durch die IV-Stelle entsprechend den
Rand
zif
fern
3090 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der In
va
lidenversicherung (KSIH in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung) ein
ge
holte Bericht über die Abklärung vor Ort eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage zur Ermittlung des Invaliditätsgrades von im Haushalt täti
gen Versicherten dar (vorstehend E. 1.5).
Für den Beweiswert eines entsprechenden Berichtes ist analog auf die Recht
spre
chung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 352 E. 3a und b, BGE 122 V 160 E. 1c) zurückzugreifen. Sind die entsprechenden Kriterien (vor
stehend
E 1.5) erfüllt, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift
dies
falls
in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar fest
stellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der
Ab
klärungs
re
sul
tate
(zum Beispiel infolge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet
insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente
Abklä
rungsperson
näher
am konkreten Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall zuständige Gericht.
7
.
3
Die zuständige
Ab
k
lärungsperson
der
Beschwerdegegnerin
am 27. September 2012
die
Haus
haltabklärung
an Ort und Stelle durch (Urk. 1
0
/
92
). Sie qualifi
zierte die
Be
schwerdeführerin als zu 65
% ausserhäuslich erwerbstätig und zu
35
% im Haus
halt tätig und hat dabei unter Berück
sichtigung der von der Beschwerde
führerin geklagten Leiden und Behinderun
gen sowie der
Familien
grösse
,
Wohn
verhältnisse
, technischen Einrichtungen und der örtlichen Lage eine Einschrän
kung der Beschwerdeführerin im
Haus
haltsbereich
von
42
.
5
% festgestellt.
Der von der
Ab
k
lärungsperson
verfasste Bericht vom
2.
Oktober 201
2
befasst sich umfassend mit den einzelnen Haushaltsbereichen und deren prozentualen Gewichtung und umschreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort
und Stelle festgestellten Einschränkungen in diesen Bereichen. Sodann ist er hin
sichtlich des festgestellten Tatbestandes schlüssig und nachvollziehbar. Vor
lie
gend sind keine besonderen Umstände gegeben, welche den
Abklärungsbe
richt
als mangelhaft oder ungeeignet erscheinen liessen; vielmehr entspricht dieser den an ihn gestellten Anforderungen. W
as die einzelnen Einschränkun
gen im
Aufgabenbereich angeht, ist demnach auf die nachvollziehbaren, schlüssigen und
nicht konkret bestrittenen Ausführungen des
Abklärungs
dienstes
zu verweisen (Urk. 1
0/92
), welcher die Gewichtung der einzelnen Tä
tigkeiten und die
Be
messung der Einschränkungen sachgere
cht vor
genommen hat.
Zudem
wurden
auch
die psychischen Beschwerden im Bericht über die
Haushalt
ab
klä
rung
geschildert und die Abklärungsperson gab detailliert an, inwiefern die
Be
schwerdeführerin in den einzelnen Haushaltsbereichen einge
schränkt ist. Weiter
wurde im Bericht umfassend dargelegt, wie die Beschwer
deführerin im
Sinne einer
Schaden
minderungspflicht
von den Familienangehö
rigen unter
stützt
wird. Ausserdem
kann die Tätigkeit im Haushalt im Gegensatz zu einer ausserhäusli
chen Erwerbstätigkeit insbesondere frei ein
geteilt und nach Bedarf
mit Pausen unterbrochen werden. Der Beschwer
deführerin ist es somit zumut
bar,
die
Haus
haltarbeiten
etappenweise zu erledi
gen respektive an den Tagen ohne oder mit weniger Beschwerden auszuführen.
Es bestehen keine
Anhaltspunkte für eine unsachliche oder tendenziöse Abklä
rung, die die Objek
ti
vität des Berichts in Frage stellen würden,
so dass für die
Entscheidfindung
grundsätzlich darauf abgestellt werden kann.
7
.
4
Zusammenfassend bestehen somit keine Anhaltspunkte für Fehleinschätzungen der Abklärungsperson, welche eine gerichtliche Ermessenskorrektur der vor Ort erhobenen gesundheitsbedingten Beeinträchtigungen rechtfertigen, und es kann auf den Abklärungsbericht vom
2.
Oktober 201
2
(
Urk.
10/92)
abgestellt werden. Ergän
zende medizinische Abklärungen sind
auch unter diesem Aspekt
nicht erfor
derlich. Dies insbesondere deshalb, weil sich aus den Akten keine Anhalts
punkte dafür ergeben, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Problematik in der Haushaltführung in grösserem Ausmass eingeschränkt wäre. Es ist nach dem Gesagt
en von einer Einschränkung von 42
.
5
% im
Haushaltsbe
reich
aus
zuge
hen.
8.
Der Einwand der Beschwerdeführerin betreffend berufliche
Massnahmen
(
Urk.
1 S. 10 f.) kann ebenfalls nicht gehört werden.
So
erschienen berufliche
Massnahmen
einerseits nicht mehr angezeigt, nachdem die Beschwerdeführerin seit nunmehr sieben Jahren nicht mehr
gearbeitet hat und a
ndererseits
fühlt sie sich
aufgrund der Ausführungen in der Beschwerde
schrift (
Urk.
1) sowie
in
den bisherigen Abklärungen o
ffenbar auch nicht in der
Lage
, einer Erwerbsarbeit nachzugehen
, womit die subjektive
Eingliederungs
fähigkeit
nicht gegeben ist.
9.
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ver
neint.
Die angefochtene Verfügung vom 17. April 2013 (
Urk.
2) erweist sich somit als rech
tens und ist zu bestätigen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
10
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzu
erlegen.