# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 26e6c1e0-8a8f-4a74-ba54-733d68a548cc
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A begann im Herbst 2007 ein Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich und wurde davon im März 2011 endgültig ausgeschlossen; in diesem Zusammenhang strengte er erfolglos verschiedene Rechtsmittelverfahren an
(siehe die verwaltungsgerichtlichen Geschäfte VB.2010.00288, VB.2010.00453, VB.2011.00293, RG.2011.00004, RG.2011.00005, RG.2011.00006 [alles auf www.vgrzh.ch nicht veröffentlicht] sowie die bundesgerichtlichen 2D_54/2010,
2D_68/2010, 2F_1/2011, 2F_2/2011, 2F_16/2011, 2F_17/2011; das alles leugnet er unerfindlicherweise).
Im Frühlingssemester vergangenen Jahres trat A dennoch zu den Modulprüfungen in Privatrecht I und in Strafrecht I an, durch welche er indes gemäss Leistungsausweis vom 23. September 2016 mit den Noten 2,0 sowie 1,5 fiel. Seine Einsprache dagegen nahm der Vorstand der Rechtswissenschaftlichen Fakultät mit Entscheid vom 9. Dezember 2016 nicht an die Hand; denn A habe trotz einschlägiger Androhung und Aufforderung, eine genügende bzw. klare Begründung nachzureichen, keine solche geliefert (Letzteres bestreitet er ebenso). Im Übrigen heisst es dort, weil zum einen A vom Rechtsstudium ausgeschlossen worden sei, liessen sich ihm erfolgreich absolvierte Module ohnehin nicht anrechnen; da er zum anderen seit 2009 systematisch eine hohe Anzahl aussichtsloser Verfahren verursacht habe, bleibe vorbehalten, weitere gleichartige Eingaben ohne förmliche Erledigung abzulegen. Er empfing diesen Entscheid, der als Weiterzugsmöglichkeit den binnen 30 Tagen ab Zustellung bei der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen zu erhebenden Rekurs angab, am 19. nämlichen Monats.
Postwendend retournierte A den Einspracheentscheid mit der auf ihm angebrachten handschriftlichen Kritik, "da ich nicht einverstanden bin" und Ähnlichem mehr; damit will er um Revision (laut Rekurskommission allenfalls um Wiedererwägung) ersucht haben; das Fakultätsdekanat schickte dieses Dokument – angeblich im Sinn des ausgesprochenen Vorbehalts informellen Ablegens – kommentarlos zurück an A, der es am 30. Dezember 2016 erhielt und gleichentags versehen mit einer weiteren Bemerkung wieder der Universität sandte.
II.
A rekurrierte gegen den Einspracheentscheid unterm 30. Januar 2017, aber mit Postaufgabe erst am nächsten Tag, und forderte eine wenigstens genügende Note für die Prüfung in Privatrecht I. Hierauf teilte ihm die Rekurskommission der Zürcher Hochschulen mit, die Rechtsmittelfrist scheine verpasst; er könne allerdings den Nachweis für deren Wahrung erbringen. Mit Eingaben vom (9./)10. Februar 2017 machte A einerseits geltend, er habe "den Revisionsentscheid am [Freitag,] 30. 12. 2016 [...] erhalten. Also beginnt die Frist erst am [Dienstag,] 03. Januar zu laufen" und sei "eingehalten"; anderseits ersuchte er, weil er das bislang angenommen habe, eventualiter um Fristwiederherstellung, wobei er "[z]usätzlich [...] in der Zeit vom 03. [...] bis zum 17. Januar 2017 mit einer starken Grippe im Bett" gelegen habe; "[d]ie Gesuchsfrist von 10 Tagen ist somit eingehalten. Zudem war mir nicht bewusst, dass für die Rekursverfahren keine Gerichtsferien gelten."
Die Rekurskommission trat mit Präsidialverfügung vom 23. Mai 2017 unter Kostenfolge zu Lasten von A auf das Rechtsmittel nicht ein, weil es verspätet erhoben worden sei und eine Fristwiederherstellung ausser Betracht falle; als Anfechtungsmöglichkeit nannte sie die binnen 30 Tagen ab – dann am 2. des nächsten Monats erfolgter – Zustellung einzureichende Beschwerde beim Verwaltungsgericht.
A verlangte noch am 2. Juni 2017 die Revision der Präsidialverfügung. Mit weiterer Präsidialverfügung vom 7. Juni 2017 trat die Rekurskommission auch auf das Gesuch um Revision nicht ein; denn eine solche setze gemäss § 86a Ingress des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) eine rechtskräftige Anordnung voraus, was auf die Präsidialverfügung vom 23. Mai 2017 noch nicht zutreffe.
III.
A führte beim Verwaltungsgericht am 29./30. Juni 2017 in ein und derselben Eingabe gegen die zwei Präsidialverfügungen vom 23. Mai bzw. 7. Juni 2017 Beschwerde; mit Bezug auf die ältere der beiden beantragte er, der Rekurs sei nach Wiederherstellung der First für diesen an die Hand zu nehmen und gutzuheissen bzw. die Einsprache hinsichtlich der Prüfung in Privatrecht I zu schützen. In der Folge wurden die Vorakten beigezogen und für die Präsidialverfügung vom 23. Mai 2017 das vorliegende sowie für jene vom 7. Juni 2017 das Geschäft VB.2017.00425 angelegt.
Die 4. Kammer wies mit Urteil vom 18. Juli 2017 das Rechtsmittel betreffend das Revisionsgesuch ab (VB.2017.00425, auf www.vgrzh.ch nicht publiziert), und der Einzelrichter nahm mit Verfügung vom 23. August 2017 die Eingabe von A vom 19./21. August 2017 gegen dieses Urteil nicht an die Hand (RG.2017.00007, auf www.vgrzh.ch ebenso wenig veröffentlicht).
Zum Rechtsmittel betreffend die Präsidialverfügung vom 23. Mai 2017 liess sich die Rekurskommission am 18./20. Juli 2017 mit dem Schluss auf Abweisung vernehmen, während das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät am 18./21. jenes Monats auf eine Beschwerdeantwort verzichtete. A hielt am 19./21. August 2017 an seinem Antrag fest.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
Hier fehlt es an einem Tatbestand im Sinn des § 38b Abs. 1 VRG, welcher gerichtsintern einzelrichterliche Kompetenz bewirken würde. Die Sache gilt es deshalb und weil es ebenso wenig um einen Erlass geht, in Dreierbesetzung zu erledigen (siehe §§ 38 und 38a je Abs. 1 VRG).
Das Verwaltungsgericht prüft seine Zuständigkeit als solches nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG von Amts wegen. Sie ist gemäss § 46 Abs. 2 und 5 des Universitätsgesetzes vom 15. März 1998 (LS 415.11) in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a sowie Abs. 3 Satz 1, §§ 19a, 41 und §§ 42–44 e contrario VRG gegeben für Rechtsmittel gegen Rekursentscheide der Vorinstanz. Die weiteren Eintretensbedingungen erscheinen ebenso erfüllt – bis auf ein zweifelhaftes Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers insofern, als sich diesem ein bestandenes Modul Privatrecht I nicht anrechnen lassen sollte (siehe § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VRG; VGr, 25. Januar 2017, VB.2016.00633, E. 2; oben I Abs. 2); bezüglich der vorinstanzlichen Nebenfolgenregelung dürfte es sich immerhin anders verhalten (§ 44 Abs. 3 VRG und dazu Regina Kiener in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 44 N. 33 f.; ferner Kaspar Plüss, Kommentar VRG, § 13 N. 94). Die Legitimationsfrage kann aber unbeantwortet bleiben, weil es die Beschwerde jedenfalls selbst bei Eintreten abzuweisen gilt, wie sich alsbald zeigt.
Im Übrigen darf der Beschwerdeführer insbesondere beantragen, was er schon bei den Vorinstanzen verlangt hat, nämlich eine zumindest genügende Note für die Prüfung in Privatrecht I; denn nach § 63 in Verbindung mit § 64 je Abs. 1 VRG
kann
das Verwaltungsgericht die Angelegenheit zurückweisen, wenn etwa zu Unrecht auf die Sache nicht eingetreten wurde,
muss
das also nicht tun, sondern
ist befugt
, darüber sogar unter Ermessensausübung selbst zu entscheiden (Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 50 N. 70–72, § 63 N. 17 f., § 64 N. 7 und 13; statt vieler VGr, 15. Juli 2015, VB.2015.00180, E. 1 – 23. März 2016, VB.2015.00339, E. 3.3 – 9. Februar 2017, VB.2016.00572, E. 2.3 – 5. April 2017, VB.2016.00042, E. 2.3; gleicher Meinung die Beschwerde; gegenteilig ohne Begründung bzw. Auseinandersetzung mit §§ 63 f. je Abs. 1 VRG Martin Bertschi, Kommentar VRG, § 19a N. 14; unter Zitieren auch von Steuerrechtsfällen, für deren Verfahren §§ 63 f. VRG nicht gelten [vgl. § 73 VRG; Plüss, § 73 N. 1 ff.], zum Beispiel VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00230, E. 2.2, sowie 6. Juni 2017, VB.2016.00817, E. 1.3; ebenso die angefochtene Verfügung).
2.
2.1
Der Beschwerdeführer bestreitet vor Verwaltungsgericht mit gutem Grund nicht mehr, dass die dreissigtägige Rekursfrist am 20. Dezember 2016 als dem Tag nach Zustellung des Einspracheentscheids zu laufen anfing und am (Mittwoch,) 18. Januar 2017 unbenutzt endete (siehe oben I Abs. 2, II Abs. 1 f.; § 11 [auch zum folgenden Absatz] sowie § 22 Abs. 1 f. VRG).
Selbst wenn man mit dem Beschwerdeführer vor Vorinstanz annähme, der zweite Empfang des von jenem glossierten und durch die Beschwerdegegnerin kommentarlos wieder zurückgeschickten Einspracheentscheids am 30. Dezember 2016 habe am (Samstag,) 31. jenes Monats – und nicht etwa erst am (Dienstag,) 3. Januar 2017 nach dem Neujahrs- sowie dem Berchtolds- je als Feiertag – eine neue Frist in Gang gesetzt, wäre eine solche am (Montag,) 30. Januar 2017 abgelaufen und der am Letzten gleichen Monats zur Post gegebene Rekurs verspätet (vgl. vorn I Abs. 3, II Abs. 1; VGr, 10. Februar 2012, VB.2011.00803, E. 2.3; Plüss, § 11 N. 12 sowie 33 f.).
Und jedenfalls abwegig machte der Beschwerdeführer im Rekursverfahren noch geltend, die Frist habe am 6. oder 7. Januar 2017 "zum zweiten Mal neu zu laufen" begonnen; denn die Beschwerdegegnerin hätte ihm den mit zusätzlichen Notizen angereichert zum zweiten Mal zurückgesandten Einspracheentscheid wieder zugehen lassen müssen, sodass dieser bei ihm "um den 07. Januar 2017" eingetroffen wäre; "[v]on da aus gerechnet besteht eine 30-tägige Frist, die erst am 06. Februar endet. Aufgrund dieses Sachverhaltes habe ich die Frist nicht verpasst" (siehe oben I Abs. 3).
2.2