# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 20c75c76-f797-5899-b224-0831af5f84bd
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_007
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

dass mit der Beschwerde an das Kantonsgericht die Verletzung des Rechts einschliesslich  oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 77 VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn die Angelegenheit das Gebiet der  Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft, wenn sie der Beschwerde an eine zur  dieser Rüge befugte Bundesbehörde unterliegt oder ein Gesetz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 VRG). Dies ist vorliegend nicht der Fall; entsprechend ist in casu die Rüge der Unangemessenheit ausgeschlossen;
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde namentlich vorbringt, dass sie am 27. Januar 2014 die Prüfung CH.2212 antrat, obwohl sie sich damals gesundheitlich sehr schlecht fühlte; sie habe sich ein erneutes Nichtbestehen nicht leisten können und habe in der Absolvierung der  die allerletzte Chance gesehen, ihr Studium weiterzuführen. Zu diesem Zeitpunkt habe sie nicht gewusst, dass das Reglement die Möglichkeit vorsehe, eine Prüfung aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig nicht anzutreten, ohne dass dies einen Studienausschluss zur Folge hat.  ihres schlechten Gesundheitszustands habe sie an der Prüfung lediglich die Note 3.0 . Daraufhin, also noch bevor sie die weiteren in dieser Prüfungssession vorgesehenen  absolvierte, habe sie einen Arzt aufgesucht, der bestätigt habe, dass sie nicht in der Lage sei, zu dieser Periode ein Examen an der Universität abzulegen. Entsprechend sei auch die für den 4. Februar 2014 vorgesehene Prüfung BC.0114 auf den 26. August 2014 verschoben worden. Aus dem Arztbericht von Dr. med. B._ gehe hervor, dass sie zu diesem Zeitpunkt an  Hypothyreose und akuten Schlafstörungen gelitten habe. Es handle sich demnach nicht einzig um den allen Studenten bestens bekannten normalen Prüfungsstress, sondern ganz klar um eine Krankheit. Diese habe unter Anwendung von Medikamenten bekämpft werden müssen;
dass die Rekurskommission der Universität im angefochtenen Entscheid zu Recht darlegte, dass gemäss konstanter Rechtsprechung Prüfungshindernisgründe grundsätzlich nur vor oder während
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den Prüfungen geltend gemacht werden können (Urteil BVGer B-2597/2010 vom 24. Februar 2011 E. 2.6.1). Zieht sich ein Kandidat nicht zurück oder tritt er gar nicht zur Prüfung an, so gilt die  als abgelegt, auch wenn ein ärztliches Zeugnis im Nachhinein die Prüfungsunfähigkeit  (BAUMANN, Die Rekurskommission der Universität Freiburg – Organisation, Verfahren und  Fragen, in FZR 2001, S. 235 ff., 269). Ausnahmen von diesem Grundsatz hat die  jeweils nur unter strengen, kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen zugelassen. So muss sich a) die Krankheit erst zum Zeitpunkt der Prüfung bemerkbar gemacht haben, ohne dass vorher Symptome zu erkennen gewesen wären, dürfen b) während der Prüfung keinerlei  sichtbar sein, muss c) der Kandidierende unmittelbar nach der Prüfung einen Arzt aufsuchen, muss d) der Arzt unmittelbar eine schwere und plötzliche Erkrankung konstatieren, die, obwohl keine sichtbaren Symptome vorliegen, zweifelsfrei den Schluss nahelegt, dass ein  zum Prüfungsmisserfolg besteht und muss e) der Prüfungsmisserfolg einen Einfluss auf das Bestehen oder Nichtbestehen der gesamten Prüfungssession haben (Urteil BVGer /2010 vom 24. Februar 2011 E. 2.6.1; B-6063/2009 vom 12. November 2009 E. 2.2; beide mit weiteren Hinweisen);
dass es vorliegend – wie die Rekurskommission der Universität ebenfalls darlegte – bereits an einem Arztzeugnis fehlt, welches für den Prüfungstermin vom 27. Januar 2014 die  attestiert. Die Beschwerdeführerin legte vorliegend einzig ein kurzes Arztzeugnis von Dr. med. B._ vom 4. Februar 2014 vor, den sie offenbar an diesem Tag konsultiert hatte. Der Arzt diagnostizierte darin eine akute situationsabhängige Schlafstörung und eine präklinische Hypothyreose. Er führte aus: "Letzte Woche an Prüfung Blackout gehabt. Darauf starke Schlafprobleme gehabt. Die letzten Nächte nicht mehr eingeschlafen trotz Baldrian-Dragees. Hätte heute eine weitere Prüfung absolvieren müssen, ist wegen Nausea nicht gegangen. Spannungskopfschmerz". Weiter bestätigte er für den Tag der Konsultation, d.h. (einzig) für den 4. Februar 2014, eine Arbeitsunfähigkeit ("100 % vom 4.2.2014 bis 4.2.2014");
dass der Arzt damit in keiner Weise bestätigt, dass die Beschwerdeführerin bereits am 27. Januar 2014 prüfungsunfähig gewesen wäre, und dass für diesen Schluss auch sonst keine  Anhaltspunkte vorliegen;
dass somit die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Prüfungsunfähigkeit für den 27. Januar 2014 in keiner Weise nachgewiesen ist;
dass ferner die Rekurskommission der Universität im angefochtenen Entscheid auch schlüssig darlegte, dass – selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die Beschwerdeführerin am 27. Januar 2014 aus gesundheitlichen Gründen prüfungsunfähig gewesen wäre – die  nicht erfüllt sind, um vom Grundsatz abzuweichen, wonach Prüfungshindernisgründe grundsätzlich nur vor oder während den Prüfungen geltend gemacht werden können. So hat die Beschwerdeführerin namentlich nicht unmittelbar nach der Prüfung einen Arzt aufgesucht, und es liegt kein Arztbericht vor, welcher zweifelsfrei den Schluss nahelegt, dass ein  zwischen der Krankheit und dem Prüfungsmisserfolg besteht;
dass die Beschwerdeführerin ferner aus ihrer Argumentation, dass sie nicht gewusst habe, dass das Reglement die Möglichkeit vorsehe, eine Prüfung aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig nicht anzutreten, nichts zu ihren Gunsten ableiten kann, da grundsätzlich niemand Vorteile aus seiner eigenen Rechtsunkenntnis ableiten kann (vgl. BGE 111 V 402 E. 3);
dass die Rekurskommission der Universität überdies auch überzeugend ausführte, dass in casu nicht, wie von der Beschwerdeführerin vorgebracht, gestützt auf Art. 13 des Reglements vom
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2. Februar 2004 für die Erlangung der Bachelor of Science und der Master of Science ( Sammlung 4.5.0.1) der Dekan zuständig war, über die Annullierung der Prüfung vom 27.  2014 zu entscheiden; dies namentlich, weil die Beschwerdeführerin die Frage der  aus gesundheitlichen Gründen betreffend die Prüfung CH.2212 vom 27. Januar 2014 zum ersten Mal in ihrer Beschwerde vom 25. Oktober 2014 gegen den Entscheid des  über ihren definitiven Ausschluss vortrug, und weil sie sich zudem nicht an den  gewandt und diesen (schriftlich) über die Gründe für den Rückzug bzw. die gewünschte  informiert hatte, sondern die Prüfung vorbehaltlos angetreten war; es dürfte davon  sein, dass zu diesem Zeitpunkt – rund neun Monate nach vorbehaltloser Absolvierung der entsprechenden Prüfung – die Möglichkeit, beim Dekan unter Vorlage eines Arztzeugnisses die Annullierung dieser Prüfung zu beantragen, ohnehin verwirkt war. Es oblag bei dieser  der Rekurskommission der Fakultät, über die vorgebrachten Beschwerdegründe und damit über den definitiven Studienausschluss zu entscheiden (vgl. insbesondere Art. 24 des  für die Erlangung der Bachelor of Science und der Master of Science);
dass demnach der Argumentation der Beschwerdeführerin, wonach der Dekan über die  der Prüfung hätte entscheiden müssen bzw. dass dieser verpflichtet war, sie aufzufordern, ihren Rückzug entsprechend zu begründen, nicht gefolgt werden kann;
dass ferner die Beschwerdeführerin – wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren – in der  vorbringt, dass von einem Härtefall auszugehen sei: Sie habe den an der Prüfung CH.2212 geprüften Stoff eigentlich vollumfänglich beherrscht; die schlechte Note sei einzig auf ihre schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden anlässlich des Prüfungstermins zurückzuführen. Sie habe zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst, dass sie kurzfristig von der Prüfung zurücktreten könne. Auch handle es sich vorliegend um eine ausserordentlich minime Notendifferenz von 0.03 Punkten (bei einem Notendurchschnitt von 3.97), welche zum Studienausschluss führe. Dieser Ausschluss bedeute folglich – insbesondere wegen ihrer gesundheitlichen Probleme während der Prüfung – eine übertriebene Härte, und es sei ihr im Sinne eines Härtefalls zu erlauben, die  CH.2212 zu wiederholen;
dass es hinsichtlich der Anwendung einer Härtefallklausel bereits daran mangelt, dass die  für den Prüfungstermin vom 27. Januar 2014 in keiner Weise nachgewiesen ist. Zudem sieht Art. 19 Abs. 2 lit. a des Reglements für die Erlangung der Bachelor of Science und der Master of Science vor, dass die ECTS-Punkte einer Unterrichtseinheit als ECTS-Kredite einer Anrechnungseinheit anerkannt werden, sofern das ungerundete Mittel der mit den ECTS-Punkten gewichteten Noten mindestens 4.0 beträgt, was vorliegend bei dem erzielten Notendurchschnitt von 3.97 nicht der Fall ist, und es besteht vorliegend kein Grund, dieses Mittel ausnahmsweise aufzurunden. Weiter kann auch hinsichtlich der Härtefallklausel auf die schlüssigen Ausführungen der Rekurskommission der Universität verwiesen werden;
dass die Beschwerde mithin abzuweisen und der angefochtene Entscheid zu bestätigen ist;
dass die Verfahrenskosten, die auf CHF 800.- festgelegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden, dem Verfahrensausgang entsprechend der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 131 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der  und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]);
dass keine Parteientschädigung geschuldet ist (Art. 137 Abs. 1 VRG);
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## Considerations