# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 10f5842e-1b0c-579c-b1aa-62782ebcafdd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1973 geborene
X._
arbeitete seit dem
1.
Februar 2000
als Reini
ger
in
bei der
Y._
und war dadurch bei der Schweize
rischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten vers
ichert, als sie der SUVA am 13.
Juni 2001
ein Handekzem
melden liess (
Urk.
8/1)
. Mit Bericht vom 1
4.
August 2001 diagnostizierten
Dr.
med.
Z._
,
Leitender Arzt, und
Dr.
med.
A._
,
Assistenzarzt, von der Dermatologischen Klinik des
B._
,
ein
hyperkeratot
isch-rhagadiformes
Handekzem bei
epikutaner
Sensibili
sierung gegen Eigenproben (Universal, Geschirrspülmittel, Duschmittel,
Wa
sch
lotion
Dove Cream, Haarsham
p
oo
) und verminderter Alkaliresistenz
nach Prof.
C._
und attestierten der Versicherten ab 2
4.
Mai 2001 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/9).
In der Folge wurden umfangreiche medizinische
Abklärungen
betreffend die Ursache de
s
Ekzem
s
der Versicherten
durchgeführt (u.a. Berichte der Dermatologischen Klinik des
B._
vo
m 24.
September 2001,
Urk.
8/10, vom 1
0.
Juni 2002,
Urk.
8/22, vom 3
1.
Oktober 2002,
Urk.
8/30
,
und
vom
1
9.
März 2004,
Urk.
8/58
;
Berichte von
Dr.
med.
D._
,
Facharzt FMH für Innere Medizin und Arbeitsmedizin, von der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA
vom
4.
Juli 2002,
Urk.
8/24+25, vom 29.
November 2002,
Urk.
8/31,
und
vom 1
2.
Dezember 2003,
Urk.
8/45+46
,
sowie
Bericht von
Dr.
med.
E._
,
Fachärztin FMH für Innere Medizin und Arbeitsmedizin, von der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA vom 2
8.
Februar 2002,
Urk.
8/17)
. Im Rahmen dieser Abklärungen war
die Versic
h
erte
vom 1
7.
bis 3
0.
Mai 200
4
i
m
B._
hospitalisiert (Bericht vom
18.
Juni 2004,
Urk.
8/70).
Nachdem
Dr.
D._
die Versichert
e am
1.
Februar 2005 untersucht
hatte und dabei zum Schluss kam, dass von einer überwiegend wahrscheinlichen beruflichen Verursachung der Hautkrankheit auszugehen sei (Bericht vom
4.
Februar 2005,
Urk.
8/84), unterstellte die SUVA die Versicherte mit Nichteignungsverfügung vom 2
2.
Februar 2005 der arbeitsmedizinischen Vorsorge und erklärte sie für Tätig
keiten mit regelmässigem Nass- und Feuchtkontakt als nicht geeignet (
Urk.
8/86).
Mit Schreiben vom
7.
März 2005 teilte die SUVA der Versicherten mit, dass sie sie mit Ausnahme der in der Nichteignungsverfügung festgehalte
nen Tätigkeiten
ab
1.
Februar 2005 für
als voll arbeits- und vermittlungsfähig halte.
Die Taggeldleistungen würden
per 3
1.
Januar 2005 eingestellt (
Urk.
8/87).
Mit Verfügung vom
8.
April 2005 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, bei einem Invaliditätsgrad von 24
%
einen
Leistungs
anspruc
h
der Versicherten (
Urk.
8/88).
1.2
Mit Schreiben vom 2
3.
April 2007 gelangte die Versicherte an
die
SUVA und ersuchte um Ausrichtung einer
unfallversicherungsrechtlichen
Invalidenrente,
basierend
auf dem von der IV-Stelle festgestellten Inval
iditätsgrad von 24
%
(
Urk.
8/94).
Am 2
8.
Juni 2007
(Datum gemäss Aktenverzeichnis)
meldete sich die Versicherte zudem erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an und machte eine Verschlechterung ihres Ges
undheitszustandes geltend (Urk.
8
/105/
13). Die SUVA und die IV-Stelle nahmen in der Folge medizinische Abklärungen vor (
u.a.
Bericht von
Dr.
D._
vom
9.
November
2007
,
Urk.
8/102, Bericht
e
der Rheumaklinik des
B._
an die IV
-
Stelle vom 1
8
.
Juli 2007, Urk.
8
/105/
17,
vom
8./
1
7.
Juli 2008,
Urk.
8/132/22,
und vom
8.
April 2010,
Urk.
8/132/45/6-9,
Bericht
e
von
Dr.
med.
F._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, an die I
V-Stelle vom
6.
Juli 2007, Urk.
8
/105/
16
,
und undatierter Bericht,
Urk.
8/132/44,
Berichte der Dermatolo
gischen Klinik des
B._
an die SUVA vom 2
4.
Juni 2008,
Urk.
8/108, und vom 1
2.
Januar 2009,
Urk.
8/118,
Arbeitsassessment
der Rheumaklinik des
B._
vom 2
6.
September 2008,
Urk.
8/111,
Stellungnahme von
Dr.
D._
vom
4.
Fe
bruar 2009,
Urk.
8/121,
sowie
Gutachten von
Dr.
med.
G._
,
Fach
arzt FMH für Psychiatrie und Psychoth
erapie, vom 1
1.
Juli 2009, Urk.
8/132/34). Mit
Verfügung vom 1
5.
November 2010 verneinte die IV-Stelle bei einem
Inva
liditätsgrad
von 20
%
einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente (
Urk.
8/126). Die hiergegen am 1
7.
Dezember 2010 erhobene Beschwerde (
Urk.
8/132/48/3-
9
) wies das hie
sige Gericht mit Urteil vom 23.
Dezember 2011 ab
(Prozess-Nr.
IV.2010.01225)
.
Am 2
1.
Juni 2011 wurde die Versicherte von
Dr.
med.
H._
,
Fach
ärz
tin
für Arbeitsmedizin, von der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA (Bericht vom 2
4.
Juni 2011,
Urk.
8/143) untersucht. Diese wandte sich darauf
hin an die Dermatologische Klinik des
B._
(
Urk.
8/144), welche am 9.
August 2011 (
Urk.
8/149) und am 2
1.
Okto
ber 2011 (
Urk.
8/153)
berichtete
. Am 1
4.
No
vember 2011 nahm
Dr.
H._
eine Beurteilung des Integritätsschadens vor (
Urk.
8/156). Mit Verfügung vom 1
8.
Juni 2012 lehnte die SUVA die Aus
richtung einer Übergangsen
tschädigung für die Zeit vom 1.
Juni 2005 bis längstens 3
1.
Mai 2009 ab (
Urk.
8/158). Hiergegen erhob die Versicherte am 2
0.
August 2012 Einsprache (
Urk.
8/161). Mit Verfügung vom 3
1.
August 2012 sprach die SUVA der Versicherten eine auf einer Integritätseinbusse von 10
%
basierende Entschädigung
in Höhe von Fr. 10‘680.--
zu und verneinte gleich
zeitig einen Rentenanspruch (
Urk.
8/165). Mit
Einspracheentscheid
vom
1
1.
September 2012
wies die SUVA die gegen die Verneinung der
Übergangs
entschädigung
erhobene Einsprache ab (
Urk.
8/171). Am
3.
Oktober 2012 erhob die Versicherte Einsprache gegen die Abweisung des Rentenbegehrens
(
Urk.
8/173). Diese Einsprache wies die SUVA mit
Einspracheentscheid
vom 1
5.
Oktober 2012 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am 1
5.
November 2012 Beschwerde und bean
tragte, es sei ihr mit Wirkung ab
1.
Februar 2005 eine Invalidenrente auszu
richten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
7.
Januar 2013 die
Abweisung der Beschwerde (Urk.
7), was der Beschwer
deführerin am
9.
Jan
uar 2013 mitgeteilt wurde (Urk.
9). Am
8.
Februar 2013 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein
(
Urk.
12)
und hielt dabei ebenso an ihren Anträgen fest wie die Beschwerdegegnerin mit Duplik vom
8.
März 2013 (
Urk.
16). Die Duplik wurde der Beschwerdeführerin am 1
1.
März 2013 zur
Kenntnisnahme zug
e
stellt (Urk.
17).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Die Beschwerdegegnerin bringt zur Verneinung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin vor
(
Urk.
2
,
Urk.
7 und
Urk.
16
)
, die Beschwerdeführerin sei unter Vorbehalt der in der Nichteignungsverfügung
vom 2
2.
Februar 2005
genannten nicht geeigneten Arbeiten vollumfänglich arbeitsfähig.
Es sei, auch angesichts der multiplen berufskrankheitsfremden Beschwerden, davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch ohne die Berufskrankheit keiner Arbeitstätigkeit mehr nachge
h
en würde.
So habe sie, nachdem sie am 6.
Juli 2001 ihr zweites Kind geboren habe, trotz Möglichkeit keine
Arbeitstä
tigkeit
mehr aufgenommen.
Selbst wenn
jedoch
davon ausgegangen würde, dass
sie
ohne die berufskrankheitsbedingten Beschwerden noch einer Erwerbs
tätigkeit nachgehen würde, hätte sie keinen Rentenanspruch. Da die ehemalige Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin keine konkreten Lohnauskünfte habe erteilen können und der Lohn der Beschwerdeführerin variiert habe, sei das
Valideneinkommen
gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) zu berechnen, wobei das Anforderungsniveau 3
(Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt)
der Tabelle TA7 (Grossregion
Zürich) massgebend sei. Hieraus resultiere für das Jahr 2005 ein Einkommen von Fr. 53‘785.--.
Das Invalideneinkommen sei ebenfalls gestützt auf Tabellenlöhne zu berechnen, wobei auf den Durchschnittswert zwischen Anforderungsniveau 3 und 4
(einfa
che und repetitive Tätigkeiten)
der Tabelle TA1
abzustellen sei. Ein Abzug vom Tabellenlohn sei nicht vorzunehmen. Hieraus resultiere ein Einkommen im Jahr 2005 von Fr. 55‘228.--.
Die Beschwerdeführerin erleide durch das Handekzem also keine Einkommenseinbusse.
1
.2
Die Beschwerdeführerin bringt hiergegen
im Wesentlichen
vor
(
Urk.
1
und Urk.
12
)
, sie wäre ohne die Berufskrankheit weiterhin zu 100
%
erwerb
stätig gewesen. Ein Statuswechsel sei unfallversicherun
gsrechtlich ohnehin irrelevant.
Sie sei aus
dermatologischer
Sicht in der angepassten Tätigkeit nicht zu 100
%
arbeitsfähig. Es bestünden erhebliche qualitative Einschränkungen und sie benötige vermehrt Zeit für die Handpflege, was zumindest einen Leidensabzug auf dem Invalideneinkommen indiziere
.
Sie habe keine Berufsausbildung. J
ede unter Berücksichtigung der Nichteignungsverfügung zumu
tbare Tätigkeit sei für sie neu. Es sei deshalb
das Anfo
rderungsniveau 4
massgebend
.
Das
Valideneinkommen
sei gestützt auf das von ihr zuletzt erzielte Einkommen zu berechnen, woraus
sich
ein Einkommen von mindestens Fr. 68‘500.
--
ergebe
. Insgesamt resultiere so ein
Invaliditätsgrad von
mindestens
28
%
.
2.
2.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
2.2
Als Berufskrankheiten gelten Krankheiten (
Art.
3
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind (
Art.
9
Abs.
1 UVG).
2.3
Wird die versicherte Person infolge
einer Berufskrankheit
zu mindestens 10
%
invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
si
cherte Person nach Eintritt der
berufskrankheitsbedingten
Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin leidet aus dermatologischer Sicht an einem
(
Urk.
8/149)
h
yperkeratotisch-rhagadiformen
Handekzem bei/mit
e
pikutaner
Sensibilisierung gegen Eigenproben (Universal,
Geschirr
spülm
ittel
, Duschmittel, Waschlotion
Dove
Cream
, Haarshampoo)
v
erminderter Alkaliresistenz nach Prof.
C._
Status nach Lichttherapie UVB 311nm vom
7.
Mai 2003 bis 3
0.
Juni 2003
a
topischer
Diathese (Status nach Ast
h
ma bronchiale in der Kindheit,
Soforttyp-
Sensibilisierung auf Hundehaar)
Gestützt auf die Akten (
u.a.
Urk.
8/153,
Urk.
8/149,
Urk.
8/143,
Urk.
8/118, Urk.
8/108 und
Urk.
8/84
)
steht fest, und es wird weder von der Beschwerde
führerin noch von der Beschwerdegegnerin in Frage gestellt, dass dieses
Hand
ekzem
berufsbedingt
ist
. Es handelt sich hierbei somit um eine Ber
ufskrankheit im Sinne von
Art.
9 UVG.
3.2
Neben de
m
Handekzem leidet die Beschwerdeführerin an multiplen anderen Beschwerden, so insbesondere
an
einer undifferenz
i
erten
Spon
dyl
arth
r
opathie
(
Bericht der Rheumaklinik des
B._
vom
6.
März 2011,
Urk.
8/145,
Urk.
8/132/45/6
-9
,
Urk.
8/111
und
Urk.
8
/105/
17
)
.
Dies
e
ist
-
wie sämtlic
he weitere Beschwerden der Beschwerdeführerin
-
weder unfall- noch
b
erufs
krank
heits
bedingt
, was
sowohl
von der Beschwerdeführerin
wie auch v
on der Beschwerdegegnerin
nicht
in Frage gestellt
wird
. Die Beschwerdegegnerin ist dementsprechend hierfür nicht leistungspflichtig.
3.3
Strittig und zu prüfen ist
hingegen
im F
olgen
den
, inwieweit die Beschwer
deführe
rin durch das
hyperkeratotische-rhag
ad
iforme
Handek
z
em in der Arbeits
fähigkeit eingeschränkt ist und welches die erwerblichen Folgen dieser Einschränkung sind.
4.
4.
1
Dr.
D._
erklär
t
e mit Bericht vom
4.
Februar 2005 (
Urk.
8/84), der heutige Hautzustand sei so, dass mit einer guten rückfettenden Pflege nahezu eine völlige Beruhigung der Verhältnisse erwartet werden dürfe. Er sei der Meinung, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr geeignet sei, ei
ne Tätigkeit mit regel
mässigen N
ass- und Feuchtkontakten auszuführen. Er empfehle ihr, eine tro
ckene und möglichst
I
rritanzi
en
freie Arbeit anzunehmen.
4.
2
Mit Bericht vom
9.
November 2007 erklärte
Dr.
D._
(
Urk.
8/102), die erlas
sene Nichteignungsverfügung für Tätigkeiten mit regelmässigem Nass- und Feuchtkontak
t sei weiterhin gerechtfertigt.
4.
3
Am
4.
Februar 2009
(
Urk.
8/121)
führte
Dr.
D._
aus
,
für
Tätigkeiten, welche die Anforderungen der Nichteignungsverfügung vom 2
2.
Februar 2005 erfüll
ten,
sei von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit
auszugehen
.
4.4
Prof.
Dr.
med.
I._
,
Leitende Ärztin, und
Dr.
med.
J._
,
Assistenz
arzt,
von
der Dermatologischen Klinik des
B._
,
erklärten mit Bericht vom 2
1.
Oktober 2011, unter optimaler Hautpflege und intermittierend
antient
zündlicher
Therapie mit
topischen
Steroiden gingen sie von einer vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus. Wenn möglich
,
sollte von
irritati
ven
Tätigkeiten wie Feuchtarbeiten oder massiver mechanischer Beanspruchung der Hände abgesehen werden (
Urk.
8/153).
5.
Aus den genannten Berichten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin keine Tätigkeiten mit regelmässigen Feucht- und Nasskontakten mehr ausüben kann. Eine Beeinträchtigung für Tätigkeiten, welche diese Einschränkungen
berück
sichtigen,
wird in den Berichten jedoch nicht dargetan
. Insbesondere
ist die Behandlung de
s
Handekzem
s
auch nicht,
wie von der Beschwerdeführerin sinn
gem
ä
ss geltend gemacht (vgl.
Urk.
1 S. 6), mit einem
massgebenden
zeitlichen Aufwand verbunden, besteht die Pflege doch im Wesentlichen aus
eincrèmen
(vgl.
Urk.
8/1
53
). Nach dem Gesagten ist von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Reinigerin, hingegen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit ohne regelmässige
m
Nass- und Feuchtkontakt
auszugehen
.
6
.
6.1
6.1.1
Z
ur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen.
Für die Bestimmung des
Valideneinkommens
wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, dass die bis
herige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt
worden
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E
.
4.1).
Arbeitete die versicherte Person vor dem Unfall nur teilzeitlich, so wird der Lohn auf ein 100%-Pensum umgerechnet. Demgegenüber
ist ein
Nebenerwerbs
einkommen
zu berücksichtigen, sofern es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin erzielt worden wäre, wenn die Versicherte gesund geblieben wäre (
vgl.
Rumo-Jun
go
/Holzer in:
Murer
/Stauffer
[Hrsg.]
, Rechtsprechung des Bun
desgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
UVG, 4. Auflage,
S. 127 mit Hinwei
se
n;
Urteil des Bundesgerichts vom 2
9.
November 2002 U 130/02 E. 3.2.1).
6.1.2
Die Beschwerdeführerin arbeitete im Zeitpunkt der
A
nzeig
e
ihre
s
Handekzem
s
an die Beschwerdegegnerin am 1
3.
Juni 2001 seit
1.
Februar 2000 bei der
Y._
.
Auf der Meldung der Berufskrankheit machte die
Y._
(
Urk.
8/1)
keine
Angaben z
ur Höhe des
Einkommen
s
der Beschwerdeführerin
,
auch nicht
auf dem Arbeitgeberfragebogen zuhanden der IV-Stelle vom 2
6.
Oktober 2004 (
Urk.
8/132/4)
.
Aus dem Auszug aus dem indi
viduellen Konto (IK-Auszug) vom
6.
Januar 2004 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin
, nachdem sie zuvor nie mehr als Fr. 34‘575.-- pro Jahr ver
dient hatte,
bei der
Y._
von Februar bis Dezember 2000 Fr. 58‘849.-- und von Januar bis April 2001 Fr. 28‘901.-
-
verdient
e
(Urk.
8/17
3 Beilage
).
Sowohl in der Meldung der Berufskrankheit als auch im Arbeitgeber
fragebogen erklärte die
Y._
,
dass die Beschwerdeführerin in (sehr) unterschiedlichen
Pensen
gearbeitet habe. Entsprechend geht denn auch aus den Lohnabrechnungen der Beschwerdeführerin für die Monate Februar bis Apr
il 2001 (
Urk.
13) hervor, dass ihr
Einkommen variierte. Gestützt auf welche Parameter (Anzahl Stunden, Grundlohn) der Lohn der Beschwerde
führerin jeweils ermittelt wurde, geht auch aus diesen Lohnabrechnungen nicht hervor.
Es ist daher nicht klar, in welchem Pensum die Beschwerdeführerin bei der
Y._
arbeitete
. Eine Umrechnung
auf ein 100%-Pensum
wäre jedoch sowohl erforderlich, wenn die Beschwerdeführerin in einem klei
neren Pensum als 100
%
gearbeitet hätte (vgl.
E. 6.1.1
), wie auch wenn sie in einem höheren als einem 100%-Pensum tätig gewesen wäre. Nachdem
die Beschwerdeführerin
am
6.
Juli 2001 ihr zweites Kind geboren hat (vgl. Anmel
dung bei der IV-Stelle vom 1
8.
Dezember 2003,
Urk.
8/132/1), kann nämlich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sie ohne Berufskrankheit weiterhin wesentliche Überstunden geleistet hätte. Dies gilt umso mehr, als sie auch vor Antritt der Arbeitsstelle bei der
Y._
nie ein grosses Arbeitspensum
geleistet hat (vgl.
Urk.
8/17
3 Beila
gen
)
.
Es ist
desha
l
b
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen
der Beschwerdeführerin gestützt auf
Tabellenlöhne
ermittelt hat
(vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, a.a.O.
, S. 129 mit Hinweisen).
6.1.3
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Berechnung des
V
a
lideneinkommens
auf die Tabelle TA7, Grossregion Zürich ab, wobei sie das Anforderungsniveau 3
(Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt)
als massgebend erachtete, da die Beschwerdeführerin bei der
Y._
Gruppenleiterin war
(vgl.
Urk.
2 S. 8,
Urk.
8/4). Dies ist nicht zu beanstanden. Gemäss der Tabelle TA7, Grossregion Zürich, ergibt
sich für das Jahr 2004 für Frauen, welche in der
Rei
nigungsbranche
Tätigkeiten des Anforderungsniveaus 3 verrichte
te
n,
ein monatliches Einkommen von Fr. 4‘267.--. In Anpassung an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit
im Jahr 2005 von 41,9 Stunden (vgl. Die Volkswirt
schaft, 7/8-2014, Tabelle B9.2, S
. 92
)
und an die Nominallohnentwicklung
(Nominallohnindex des Bundesamtes für Statistik, Tabelle T1.2.93, M, N, O)
entspricht dies im Jahr 2005, dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin, einem Einkommen von Fr.
54‘105.--
(Fr. 4‘267.-- x
12 :
40 x 41,9 : 114,4 x 115,4)
.
6.2
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr erzielte Verdienst als
Invali
denlohn
. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b). Vorliegend rechtfertigt es sich, auf die
Tabellen
löhne
abzustellen, da die Beschwerdeführerin keiner Tätigkeit mehr nachgeht
.
Die Beschwerdegegnerin berechnete das Invalideneinkommen anhand des Durch
schnittswerts der Anforderungsniveaus 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) und 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten). Dies scheint nicht sachgerecht, da die Beschwerdeführerin mit Ausnahme ihrer angestammten Tätigkeit weder über wesentliche Berufs- noch
Fachkenntnisse verfügt.
Massge
bend ist daher d
as Anforderungsniveau
4.
A
us
der
LSE
für das
Jahr
20
04
ergibt
sich für Arbeitnehmer
innen
des Anforderungsniveaus 4 im privaten Sektor ein Bruttomonatslohn von
Fr.
3‘893
.-- (Tabelle TA1 S.
53
). In Anbetracht der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 20
05
für alle Sektoren von 41,7 Stunden
(vgl. Die Volkswirtschaft, 7/8-2014, Tabelle B9.2,
Total
) und in Anpassung an die Nominallohnentwicklung
(
Nominallohnindex des Bundes
amtes für Statistik, Tabelle T1.2.93, Total
) ergibt dies für das Jahr 20
05
ein Jahreseinkommen von
Fr.
49
‘
244
.
--
(
3‘893
.-- x
12 :
40 x 41,7 :
116,6
x
117,9)
.
D
a der Beschwerdeführerin noch eine weite Palette von möglichen Tätigkeiten offen steht, besteht kein Anlass, einen Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen. Das Invalideneinkommen beläuft sich demzufolge auf
Fr.
49‘244.--.
6.3
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr. 54‘105.--
und einem
Invalideneinkom
men
von
Fr. 49‘244.--
resultiert eine Einkommenseinbusse von
Fr. 4‘861.--
und ein Invaliditätsgrad von
auf
gerundet 9
%
(Fr. 4‘861.
-- :
54‘105.--)
. Die Beschwerdeführerin hat daher keinen Rentenanspruch.
7.
Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet und ist abzu
weisen.