# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 330a5582-fb49-525e-84c2-44d0fb93426c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1970 geborene X._, kaufmännisch Angestellte mit Eidgenössi
schem Fähigkeitszeugnis (Urk. 10/53/3), litt seit ihrer Kindheit an einer an Hän
den und Füssen betonten Schwäche ohne Fühlstörungen. Von 1990 bis zu ihrer Rückkehr in die Schweiz im Mai 2013 lebte sie in Y._ (Urk. 10/29/27), wo sie zuletzt bis Januar 2013 in einem Buchhaltungsbüro tätig war (Urk. 10/53/2). Mit Datum vom 9. Dezember 2013 beantragte die Versicherte bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Kostengutsprache für Hilfsmit
tel in Form von orthopädischen Massschuhen (Urk. 10/15), welche die IV-Stelle mit Mitteilung vom 18. März 2014 für den Zeitraum von 10. Dezember 2013 bis 31. Dezember 2018 erteilte (Urk. 10/24). Mit Datum vom 23. Mai 2014 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug (Berufliche Massnahmen/ Rente) an (Urk. 10/30+31). Die IV-Stelle zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug vom 13. Juni 2014, Urk. 10/41) bei und tätigte medizinische und berufliche Abklärungen. Mit Schreiben vom 24. September 2014 teilte sie der Versicherten mit, zurzeit seien keine berufli
chen Massnahmen möglich (Urk. 10/55). Daraufhin
beauftragte
die IV-Stelle
ihren Abklärungsdienst mit der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit im Haushalt (Abklärungsbericht vom 2
7. Januar 2015, Urk. 10/61). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 28. Januar 2015, Urk. 10/67; Einwand vom 13. Februar 2015, Urk. 10/72) sprach die IV-Stelle der Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 40 % ab dem 1. Januar 2015 eine
Viertelsrente
zu (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob X._ am 7. Mai 2015 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihr mit Wirkung ab 1. Juli 2014 eine ganze Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie
um
Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels sowie um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
und
um Bestellung von Rechtsanwalt
Michael
Ausfeld
zum unentgeltlichen Rechtsbeistand
(Urk. 1 S. 2)
.
Ausserdem reichte sie einen weiteren Arztbericht zu den Akten (Urk. 3). Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9), was der Beschwerdeführerin am 15. Juni 2015 zur Kenntnis gebracht wurde. Gleichzeitig teilte ihr das Gericht mit, ein zweiter Schriftenwechsel werde nicht als erforderlich erachtet (Urk. 11).
Mit Eingabe vom
12. Oktober
2015 wies die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte
ins Recht (Urk. 12, Urk. 13/1-3
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheidfin
dung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen
(vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, ihre Abklärun
gen hätten ergeben, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1. Januar 2014 (Beginn der einjährigen Wartezeit) in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich ein
geschränkt. Hinsichtlich einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe hingegen eine 60%ige Arbeitsfähigkeit.
Der darauf gestützt nach Massgabe der allgemei
nen Methode eruierte Einkommensvergleich ergebe einen
Invaliditätsgrad von 40 %, womit ab dem 1. Januar 2015 ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
bestehe. Dass bereits vorher eine Anmeldung für Sachleistungen erfolgt sei, sei für die Bestimmung des Versicherungsfalles unerheblich (Urk. 2 Erwägungen).
2.2
Dagegen brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, an ihren Einwän
den im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
werde vollumfänglich fest
gehalten. Insbesondere sei das Gesuch vom 9. Dezember 2013 massgebend für den Rentenentscheid, womit sie bereits mit Wirkung ab dem 1. Juli 2014 Anspruch auf Ausrichtung einer Rente habe (Urk. 1 S. 2). Sodann habe die Beschwerdegegnerin den Bericht des Z._ vom 30. Juni 2014 nicht umfassend gewürdigt. Insbesondere sei die Annahme einer 60%igen Arbeitsfähigkeit gestützt auf die im besagten Bericht festgehaltene Einschrän
kung von 50 % hinsichtlich ihrer manuellen Fähigkeiten resp. 70 % betreffend Tätigkeiten im Gehen und Stehen völlig unrealistisch. Auch Dr. A._ halte in seinem Bericht vom 4. Mai 2015 fest, die von der Beschwerdegegnerin angenommene Arbeitsfähigkeit sei aus medizinisch-theoretischer Sicht unrea
listisch.
So nehme sie (die Beschwerdeführerin) drei Mal pro Woche an einem Muskelaufbautraining teil und habe wöchentliche Kontrolltermine in der B._. An eine Arbeitsaufnahme sei momentan nicht zu den
ken. Zwar mache sie sukzessiv kleine Fortschritte. Es bestehe aber nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Vor diesem Hintergrund sowie unter Hinweis auf die angeordnete Langzeitphysiotherapie mit einer weiteren Verlaufskontrolle nach sechs Monaten könne keinesfalls von stabilen Verhältnissen ausgegangen werden, womit der angefochtene Entscheid zu früh ergangen sei. Klar sei einzig, dass sie (die Beschwerdeführerin) aufgrund des bisherigen Verlaufs zu 100 % arbeitsunfähig sei, womit ihr eine ganze Rente zuzusprechen sei (Urk. 1 S. 3 f.). Eventualiter sei ihr für den Fall, dass eine Erwerbsfähigkeit bejaht werde, ein Leidensabzug in maximaler Höhe zu gewähren (Urk. 1 S. 4).
2.3
Strittig und zu prüfen ist einerseits der Beginn des Rentenanspruchs und anderer
seits, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. Die versicherungsmässigen Voraussetzungen eines Rentenanspruchs sind im vorliegenden Verfahren nicht strittig und wurden von der Beschwerdegegnerin aufgrund der Beitragsjahre in der Schweiz (1988/1989) sowie in Y._ (insbesondere in den Jahren 2009 bis 2011) bejaht (Urk. 10/65/1), was unter Hinweis auf den IK-Auszug vom 13. Juni 2014 (Urk. 10/41) sowie das EU-Formular
E 205
(Urk. 10/51/2) nicht zu beanstanden ist. Weitere Erwägungen diesbezüglich erübrigen sich.
3.
Die medizinische Aktenlage stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
3.1
Vom 31. Januar bis 16. Juni 2014 wurde die Beschwerdeführerin betreffend die
an Händen und Füssen
beklagte
Schwäche
in der Klinik für Neurologie des Z._ ambulant abgeklärt (Urk. 10/43/1-16). Im Bericht vom 30. Juni 2014 hielten die beurteilenden Fachärzte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnose fest (Urk. 10/43/1):
Verdacht auf eine (distale) hereditäre sensomotorische Neuropathie, HMSN (Charcot-Marie-
Tooth
CMT) bei
Familienanamnese: unauffällig (2 Geschwister, Eltern aus grossen Fami
lien, keine Konsanguinität)
Suralisbiopsie
1975 (C._): Verdacht auf chronische Neuropathie
Lumbalpunktion 1974: Normalbefund
NLG 1974: Verlangsamte
Tibialis
-NLG
ENMG 01/2014:
schwergradige
,
axonale
bis intermediäre (NLG 22-43m/s), vorwiegend motorische Polyneuropathie
dhPNP
-Multigen-Panel (D._) 04/2014: Ohne Mutationsnachweis [untersucht wurden Gene (CMT-Variante): ATP7A, BSCL2 (dHMN5B&C), DCTN1 (HMN7B), DNAJB2 (CMT2D), GARS (CMT2D), HSPBI (CMT2F), HSPB3 (CMT2C), HSPB8 (CMT2L), PLEKHG5 (
rez
.
intermed
. CMT C), SETX, TRPV4 (CMT2C)]
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie (1) ein Mela
nom, Exzision 2008 (kurativ), (2) eine
Rückfussarthrodese
vor ca. 20 Jahren in Y._ sowie (3) eine Distorsion im oberen Sprunggelenk (OSG) links 19.11.2013 (Urk. 10/43/1).
Im Lebensalter von 2 Jahren habe die Beschwerdeführerin „hohes Fieber“ gehabt. Ein Notfallarzt habe ihr eine Spritze gegeben, woraufhin sie nicht mehr gut habe gehen können und keine Kraft in den Händen mehr gehabt habe. Diese Beschwerden seien progredient gewesen.
Vorbefundlich
sei die Diagnose einer neuralen Muskelatrophie gestellt worden; eine
Suralisbiopsie
1975 habe Zeichen einer Neuropathie ausgewiesen (Urk. 10/43/2).
Im Rahmen der Befunderhebung hielten die beurteilenden Fachärzte des Z._ Atrophien der Unterarm- und Handmuskeln beidseits sowie der Unterschenkel- und Fussmuskeln
fest. Weiter bestünden Paresen unterschiedlicher Ausprägung beim Armbeuger und –
strecker
, bei den Handextensoren, beim Fingerstrecker und –
beuger
sowie Kniestrecker und Fussheber resp. –
senker
. Die
Muskeleigen
reflexe
an den Beinen seien seitengleich nicht auslösbar und an den Armen beidseits schwach (Urk. 10/43/2). Aufgrund der deutlichen Krafteinschränkung in den Händen und Fingern seien die manuellen Fähigkeiten (tippen, schreiben, Maschinen bedienen) der Beschwerdeführerin eingeschränkt. Sie könne wenig Druck/Kraft in den Händen und Fingern aufbringen. Auch beim Gehen und Ste
hen sei sie aufgrund der Schwäche in den Füssen deutlich eingeschränkt. Kon
kret sei ihre Leistungsfähigkeit für manuelle Tätigkeiten etwa auf 50 % redu
ziert. Für Tätigkeiten im Gehen und Stehen sei die Beschwerdeführerin etwa im Umfang von 70 % eingeschränkt. Daraus resultiere für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte sowie für jede behinderungsangepasste Tätigkeit in vorwiegend sitzender Position mit wenig manuellem Kraftaufwand seit mindestens 31. Januar 2014 und bis auf weiteres eine 40%ige Arbeitsunfä
higkeit in einem zeitlichen Rahmen von 6 Arbeitsstunden am Tag (Urk. 10/43/3).
3.2
Die orthopädische Massschuhversorgung (vgl. Sachverhalt Ziff. 1) sowie eine anschliessende Physiotherapie erfolgten in der B._. Im Bericht vom 30. Juni 2014 stellte der beurteilende Facharzt der B._ folgende Diagnosen (Urk. 10/44/5):
OSG-Kontusion links am 19.11.2013 bei
Status nach OSG- und USG-
Arthrodese
beidseits, ca. 1993
Status nach Erysipel Unterschenkel links am 20.11.2013
Hereditäre motorische Neuropathie bei
Status nach
Suralisbiopsie
1975 im Verlauf dann chronische Neuropa
thie
Lymphödem links betont
Anlässlich der geplanten Verlaufs- und Versorgungskontrolle am 20. Mai 2014 habe sich die Beschwerdeführerin mit der aktuellen Massschuhversorgung sehr zufrieden geäussert, insbesondere, da sich ihr Gangbild nach der letzten Kor
rektur deutlich stabilisiert habe. Auch mit der Physiotherapie mache sie deutli
che Fortschritte und sei sie entsprechend zufrieden. Die Arbeitsunfähigkeit werde vom Hausarzt festgelegt. Es könnten diesbezüglich keine Angaben gemacht werden (Urk. 10/44/6).
3.3
Mit Datum vom 30. Juli 2014 hielt der seit 22. Februar 2013 behandelnde Dr. med. A._, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, folgende Diagnosen fest (Urk. 10/46/6):
Verdacht auf hereditäre sensomotorische Neuropathie seit 1974
DD (Differenzialdiagnose): Charcot Marie
Tooth
Krankheit
Status nach OSG und USG-
Arthrodese
beidseits
Muskelschwäche
Gangstörung, Kraftverminderung obere Extremitäten (OE) und untere Extremitäten (UE)
Lymphödem linksbetont
Status nach
Maligenem
Melanom OS rechts
Die Beschwerdeführerin habe berichtet, mit den orthopädischen Schuhen könne sie drinnen gut gehen. Draussen sei vor allem das Bergablaufen das Haupt
problem. Dr. A._ stellte fest, die Beschwerdeführerin zeige ein „
gstabi
ges
“ Gangbild mit unsicheren Schritten und steifen Gelenken im OSG (Urk. 10/46/6). Zum Gehen benutze sie Gehstöcke. Die Beschwerdeführerin fre
quentiere regelmässig eine Physiotherapie. Ausserdem schwimme und „laufe“ sie. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100 % bis andauernd. Die Beschwerdeführe
rin könne noch keine, auch nicht kleinere Strecken mit den Stöcken zurückle
gen. Somit könne sie sich auch nicht mittels öffentlichen Verkehrs oder vom Parkplatz des Autos bis in ein Büro bewegen. Eventuell könne sie frühestens in 6 bis 12 Monaten wieder teilweise (evtl. zu 50 %) in einem Büro arbeiten. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit werde durch die B._ festgelegt (Urk. 10/46/7).
3.4
Im Verlaufsbericht vom 7. Oktober 2014 stellte Dr. A._ keine neuen Diag
nosen (Urk. 10/57/1). Die Situation habe sich zwischenzeitlich leicht ver
bessert. Die Beschwerdeführerin gehe aber noch immer an Stöcken und sei nach wie vor in Behandlung in der B._ (Gehtraining sowie 1x/Woche Physiotherapie). Ausserdem trainiere sie bis zu 2 Stunden am Tag zu Hause (Velofahren/ Übungen am Boden/ Gleichgewicht und Muskelaufbau). Ausser
dem gehe die Beschwerdeführerin spazieren und auch 1x pro Woche ins Rheu
maschwimmen. Im Moment sei sie voll mit ihrem Aufbautraining beschäftigt und könne keiner Arbeit nachgehen. Letzteres rein aus zeitlichen Gründen, aber auch aus Kraftgründen. Trotz leichter Besserung könnten grundsätzlich keine grossen Verbesserungen erwartet werden, da es sich wahrscheinlich um eine kongenitale Krankheit, welche schon seit Jahrzehnten bestehe, handle. Ziel sei eine Arbeitsaufnahme im Frühling bis Sommer 2015 (Urk. 10/57/1+2).
4.
4.1
Festzuhalten ist zunächst, dass die beschriebene Symptomatik und Befundlage in sämtlichen Arztberichten miteinander korrelieren und von der Beschwerde
führerin unbestritten blieben. Die genaue Diagnose kann vor diesem Hinter
grund sowie mangels Relevanz für das Beurteilungsergebnis offen gelassen werden.
Strittig und zu prüfen sind die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
4.2
Gemäss Feststellungsblatt zum Beschluss stellte die IV-Stelle ihren Entscheid im Wesentlichen auf den Bericht der beurteilenden Fachärzte des Z._ vom 30. Juni 2014 ab.
Der fachärztliche Bericht vom 30. Juni 2014 beruht auf den umfangreichen Untersuchungen und Abklärungen vom 31. Januar bis Mitte Juni 2014, berück
sichtigt
die gekl
agten Beschwerden und ist
in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben worden. Er leuchtet
in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge sowie
in der Beurteilung der medizin
ischen Situation ein und liefert nachvollziehbare Schlussfolgerungen. Insbesondere haben die beurteilen
den Fachärzte zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin detailliert Stellung bezogen und ihre Einschätzung aufschlussreich begründet. Zusammenfassend erfüllt der Bericht die Anforderungen an eine beweiskräftige
Entscheidungs
grundlage
(vgl. E. 1.6).
Die Beschwerdeführerin wandte ein, die IV-Stelle habe den besagten Bericht nicht umfassend gewürdigt. Dem ist entgegenzuhalten, dass dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin in ihrer manuellen Leistungsfähigkeit (so etwa beim Tippen, Schreiben, Maschinen bedienen etc.) zu 50 % sowie betreffend Tätig
keiten im Gehen und Stehen im Umfang von 70 % eingeschränkt ist, im Rah
men der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung adäquat Rechnung getragen worden ist und sich mit der festgestellten Arbeitsfähigkeit von 60 % bei einem zeitlichen Rahmen von 6 Stunden am Tag ohne Widerspruch in Einklang bringen lässt.
Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin erging die Arbeitsfähigkeits-
be
urteilung
der beurteilenden Fachärzteschaft des Z._ auch nicht unter der Voraussetzung einer Hilfsmittelanpassung (vgl. Urk. 1 S. 3). Vielmehr hielten erstere fest, die bestehenden Einschränkungen liessen sich gegebenenfalls mit-
tels
speziellen Schreibern, einer Arbeitsplatzadaption und dergleichen (
zusätz-lich
) vermindern (Ur. 10/43/3). Ebenso wenig erging
die Arbeitsfähigkeits
-
b
eurteilung
unter Vorbehalt der Ergebni
sse weiterer
Verlaufs
kontrollen
, womit auch der Einwand, der angefochtene Entscheid sei zu früh erfolgt, ins Leere geht (Urk. 1 S. 4, E. 2.2).
Inwiefern die
einwandweise
eingereichten Berichte der B._ vom 20. November 2014 und 16. Januar 2015 (Urk. 10/71 ff.), wonach die Beschwerdeführerin an zwei Unterarmgehstöcken gehe, ein kleinschrittiges Gangbild zeige und weiterhin eine Physiotherapie frequentiere, das medizini
sche Belastungsprofil resp. die medizinisch-theoretisch festgestellte Arbeitsfä
higkeit
konkurrenziert
, ist nicht einsichtig und hat die Beschwerdeführerin auch nicht dargetan (vgl. auch Einwand vom 13. Februar 2015, Urk. 10/72/2). Jedenfalls leuchtet nicht ein, inwiefern ihr deshalb eine vorwiegend sitzende Tätigkeit mit wenig manuellem Kraftaufwand im Umfang von 60 % nicht zuzumuten wäre. Insbesondere wurde der
Einschränkung
ihrer Leistungsfähig
keit – wie bereits ausgeführt - angemessen Rechnung getragen, indem der Beschwerdeführerin bei einer zumutbaren Präsenzzeit von 6 Stunden am Tag (lediglich) eine 60%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde.
Die beweiskräftige Einschätzung der Fachärzteschaft des Z._ vermag auch durch die Berichte von Dr. A._ (vgl. E. 3.3, E. 3.4, Urk. 3), worin er vor
nehmlich gestützt auf die subjektiven Angaben der Beschwerdegegnerin jeweils eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit postulierte, nicht in Zweifel gezogen zu wer
den. Insbesondere ist die im Bericht vom 30. Juli 2014 festgehaltene Arbeits
unfähigkeit von 100 % zufolge gänzlicher Unbeweglichkeit (insbesondere das Unvermögen, mittels öffentlichen Verkehrs oder vom Parkplatz des Autos bis in ein Büro zu gelangen) in Anbetracht des gleichzeitig festgehaltenen
Aktivitäts
niveaus
mitunter regelmässiger Physiotherapie, Schwimmen und „Laufen“ (vgl. Urk. 10/46/7, E. 3.4) nicht einsichtig. Diskrepant dazu gab die Beschwerdefüh
rerin anlässlich des Standortgesprächs bei der IV-Stelle vom 13. Juni 2014 denn auch an, sie sei mit Krücken „relativ gut unterwegs“. Zu Hause laufe sie sogar „ganz alleine“ (Urk. 10/36/3, vgl. auch Abklärungsbericht vom 27. Januar 2015, wonach die Beschwerdeführerin täglich am Laufband trainiere, 30-60 Minuten spaziere und Velofahre, Urk. 10/61/2). Damit korrelierend notierte der beurtei
lende Facharzt der B._ in seinem Bericht vom 30. Juni 2014 ein deutlich stabilisiertes Gangbild und wies er deutliche Fortschritte aus (vgl. E. 3.2, Urk. 10/44/5). Das Aufbau- und Trainingsprogramm tangiert die medizi
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht, weshalb eine damit begründete vollständige Arbeitsunfähigkeit ebenfalls nicht sticht, zumal die Unfähigkeit, daneben noch den eigenen Haushalt zu besorgen, irrelevant ist (vgl. E. 5.1; vgl. Bericht vom 7. Oktober 2014, E. 3.4). Dasselbe gilt für den beschwerdeweise eingereichten Bericht vom 4. Mai 2015 (Urk. 3). Kommt hinzu, dass den Berichten von Dr. A._ kaum
objektive Befunde zu entnehmen
sind und
das Geri
cht der Erfahrungstatsache Rech
nung zu tragen
hat
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau
ensstellung in Zweifelsfä
llen eher zu Gunsten ihrer Pati
entinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Die von der
Beschwerdeführer
in
nachträglich zu den Akten gegebenen
Arztbe
richte
(Art. 12, Urk. 13/1-3) beziehen sich auf einen Zeitraum, der sich nach Erlass der angefochtenen Verfügung ereignete
. Nach ständiger Rechtsprechung be
urteilt das Sozialversicherungs
gericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids demgegenüber in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des
Abschlusses des Verwaltungsver
fahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 12
1 V 362 E. 1b). Davon abgesehen widerspricht die Darstellung einer chronisch progredienten Erkrankung gemäss Stellungnahme von Dr. A._ vom 30. September 2015 (Urk. 13/1) seinen früheren Berichten vom 7. Oktober 2014 (vgl. E. 4.5) und 4. Mai 2015 (Urk. 3), worin er jeweils eine Verbesserung - wenn auch nur kleinen Schritten - auswies. Gegen die Annahme einer progredienten
Krank
heitsentwicklung
sprechen ferner die positiven Verlaufskontrollen in der B._ (zuletzt mit Bericht vom 20. Juli 2015, Urk. 13/3).
4.3
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwer
deführerin jedenfalls seit dem
3
1.
Januar 2014
in einer
behinderungsangepass
te
n
Tätigkeit i
n vorwiegend sitzender Position und
mit wenig
manuellem Kraft
aufwand in einem zeitlichen Rahmen von 6 Stunden am Tag zu 60 % arbeitsfä
hig ist.
5.
5.1
Gestützt auf den
Abklärungsbericht vom 2
7.
Januar
2015 (Urk. 10/61
)
ging die IV-Stelle unbestrittenermassen davon aus
, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer vollzeitli
chen Erwerbstätigkeit nachginge, was aufgrund ihrer Berufsbiographie sowie eigenen Aussagen anlässlich der
Haushaltsabklä
rung
nicht zu beanstanden ist (Urk. 10/61/3).
Bei dieser Ausgangslage kommt die allgemeine Methode der Invaliditätsbemessung zur Anwendung
(vgl. E. 1.4)
.
5.2
Der Beschwerdeführerin wurde in ihrer bisherigen Tätigkeit mindestens seit dem 31. Januar 2014 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. E. 3.1). Damit bestand für die Dauer des Wartejahres bis zum 31. Januar 2015 eine durch
schnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % (vgl. E. 1.2). Für den Beginn der sechsmonatigen Anmeldefrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG bildet die Anmeldung zum Leitungsbezug datierend vom 23. Mai 2014 (Urk. 10/30+31) den relevanten Bezugspunkt. Die Anmeldung für Hilfsmittel mit Datum vom 9. Dezember 2013 (vgl. Urk. 10/15) enthält ausschliesslich Angaben zu den diesbezüglichen Anspruchsvoraussetzungen und ist – entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdeführerin – selbstredend nicht massgeblich im Rahmen der
Ren
tenprüfung
. Somit bestand frühestens ab dem 1. Januar 2015 ein Rentenan
spruch (Art. 29 Abs. 3 IVG).
5.3
Aus dem Bericht der Fachärzteschaft des Z._ vom 30. Juni 2014 geht
weiter
hervor, dass die Beschwerdeführe
rin
seit dem
31. Januar 2014
für die bisherige Täti
gkeit als kaufmännische Angestellte sowie für jede andere Tätigkeit
i
n vor
wiegend sitzender Position,
mit wenig manuellem Kraftaufwand zu 60
%
arbeitsfähig ist
(vgl. E. 3.1). Mit anderen Worten ent
spricht die Tätigkeit als
kaufmännisch
e
Angestellte
dem positive
n Leistungsprofil
. Indem die ange
stammte Tätigke
it einer optimal behinderungsan
gepassten Tätigkeit entspricht, kann zur Bestimmung des Invaliden- und des
Valideneinkommens
auf densel
ben Lohn abgestellt werden. Damit erübrigt sich ein ziffernmässiger
Einkom
mensvergleich
und es kann eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen vor
genommen werden. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische
Erwerbsein
kommen
ist alsdann mit 100
%
zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprech
end kleineren Prozentsatz veran
schlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sogenannter
Prozentver
gleich
; BGE 114 V 310 E. 3a S. 313; Urteil I 921/05 vom 2
4.
November 2006 E. 5.2).
5.4
Die Beschwerdeführerin stellte sich unter Hinweis auf die krankheitsbedingt versäumte Berufskarriere, die
erhebliche zeitliche Belastung
zufolge diverser
therapeutische
r
Massnahmen
sowie die psychische Belastung aufgrund der unklaren gesundheitlichen Entwicklung, welche sich negativ auf die
Stellensu
che
auswirken würde, auf den Standpunkt, es sei ihr ein leidensbedingter Abzug in der maximalen Höhe zu gewähren (Urk. 1 S. 4, E. 2.2).
Zunächst sind den vorliegenden Akten keine k
onkrete
n Anhaltspunkte dafür zu entnehmen
, dass
die Beschwerdeführerin
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein
en
ber
uflichen Aufstieg erzielt und
tat
sächlich
ein entsprechend höheres Ein
kommen
realisiert hätte. Insbesondere hat sie entsprechende
Absicht
en nicht
durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Ablegung von Prüfungen usw
. kund
getan. Aktenkundig ist vielmehr, dass sie nach Abschluss der obligatorischen Schulpflicht sowie einer Lehre zur kaufmännischen Angestellten im Jahre 1990 nach Y._ auswanderte und dort 20 Jahre allgemeine Sekretariatsarbeiten ausübte resp. zuletzt im Bereich der Buchhaltung tätig war (Urk. 10/36/2, Urk. 10/53/1).
Die theoretisch vorhandenen beruflichen Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind
demgegenüber
nur dann zu berücksichtigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 96 V 29; AHI 1998 S. 166 E. 5a, I 287/95; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97 E. 3b, U 110/92; Urteil des Bundesgerichts 9C_787/2010 vom 24. November 2010 E. 4.2 mit Hinwei
sen
). Weiter ist es der Beschwerdeführerin in Anbetracht der quantitativen Ein
schränkung der ihr attestierten Restarbeitsfähigkeit zuzumuten, die therapeuti
schen Massnahmen auf die arbeitsfreie Zeit zu verlegen. Ohne entsprechende medizinische Diagnose mit Krankheitswert rechtfertigt auch die geltend gemachte psychische Belastung keinen Abzug vom Tabellenlohn.
Dasselbe gilt
im Übrigen auch
für das zeitlich zumutbare Arbeitspensum. Kann sich doch eine bloss teilzeitlich ausgeübte Beschäftigung im Vergleich zu einer
Vollzeit
beschäftigung
bei Frauen sogar proportional lohnerhöhend auswirken. So wei
sen die Statistiken 2008 und 2010 bei Frauen im Anforderungsniveau 4 für Teilzeitarbeit zwischen 50
%
und 89
%
höhere Löhne als für Vollbeschäftigung aus (Urteil des Bundesgerichts 8C_712/2012 vom 3
0.
November 2012 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
5.5
Nach
Ablauf der einjährigen Wartezeit am 31. Januar 2015
ergibt sich aufgrund des Prozentvergleichs
somit
ein rentenbegr
ündender Invaliditätsgrad von 40 % (100 % - 60%), woraus ab dem 1. Januar 2015
(
Art.
29
Abs.
3 IVG) ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
resultiert.
Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens, womit die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
6.1
Da der Prozess indes nicht als aussichtslos betrachtet werden kann und die übri
gen Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtsp
flege erfüllt sind (vgl. Urk. 7, Urk. 8
/1-
9
), ist das
entsprechende
Gesuch vom
7. Mai 2015 zu bewilligen und Rechtsanwalt Michael
Ausfeld
, Zürich, zum unentgeltlichen Rechtsbeistand
zu bestellen.
Die
Beschwerdeführer
in
ist darauf hinzuweisen, dass
sie
zur Nachzahlung der Gerichtskosten sowie der Entschädigung verpflichtet ist, sobald
sie
dazu in der Lage ist (§ 16 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
6
.2
Die gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG auf Fr. 600
.-- festzusetzenden Gerichtskos
ten werden ausgangsgemäss de
r
Beschwerdeführer
in
auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
6.3
Rechtsanwalt Michael
Ausfeld
machte mit Honor
arnote vom 2. September 2016 (Urk. 14)
einen Aufwand von
285 Minuten, zuzüglich 60 Minuten für die Urteilslektüre und Schlussbesprechung,
sowie Barauslagen
von Fr. 52.50
gel
tend, was angemessen erscheint. In Anwendung des gerichtsübli
chen
Stunden
ansatzes
von Fr. 22
0.-- ist
er
mit Fr.
1‘422.90
(inkl. Barauslagen und MWST) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.