# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d5d3284e-3414-41bb-a76e-1d3cf6bdbb42
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1966,
arbeitete seit dem
1.
November 1999 als Sachbearbeiterin/Allrounderin bei der
Y._
in Zürich
(
Urk.
7/7)
. Am 3
1.
Januar 2006
stürzte
die Versicherte beim Eislaufen auf dem gefrorenen
Pfäffikersee
und zog sich dabei eine
distale dislozierte
extraartikuläre
Radius
fraktur
links
zu
(
Urk.
7/16/230
und
Urk.
7/21/6
)
.
Wegen
anhaltender
Beschwer
den musste sie in
der Folge sechs
Mal am linken Handgelenk operiert werden, zuletzt am
3.
März 2015 (
Panarthrodese
,
Urk.
7/16
/54-56
). A
m
10.
August 2016 (Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte
unter Hinweis auf ein persistieren
des chronisches Schmerzsyndrom des linken Handgelenks und eine schmerzhafte Neuropathie
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/7). Die IV-Stelle
zog
die Akten der
Unfallversi
cherung AXA Winterthur Versicherungen AG
(nachfolgend: AXA) bei
(
Urk.
7/16)
. Im Weiteren
holte sie d
en Bericht von
PD
Dr.
med.
Z._
, FMH Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie
Handchirurgie,
der
A._
Zürich
vom
5.
September 2016 (
Urk.
7/20),
den an die AXA gerichteten Bericht von
Dr.
med. B._
, FMH Rheuma
tologie und Innere Medizin, vom
6.
September 2016 (
Urk.
7/21)
und den Bericht von
Dr.
med.
C._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, beratender Arzt der AXA, vom
5.
Oktober 2016 (
Urk.
7/31)
ein.
Am 1
2.
Oktober 2016 teilte die IV-Stelle
der Versicherten mit, dass
sie
im Sinne
von
Frühinter
ventionsmassnahme
n
die Kosten
des
Kurs
es
Sachbearbeiterin Immobilien-Bewirtschaftung
vom 2
7.
Oktober 2016 bis zum
7.
September 2017 und
des
Kur
s
es
Assistent Immobilienvermarktung SVIT vom 1
0.
Januar
bis zum 1
8.
April 2017
übernehme
(
Urk.
7/33-34). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
1.
April 2017,
Urk.
7/42, und Einwand vom 1
8.
April respek
tive 2
7.
Juni 2017,
Urk.
7/43 und
Urk.
7/50) verneinte die IV-Stelle mit Verfü
gung vom
2
1.
Juli 2017
(
Urk.
2)
einen Anspruch der Versicherten auf eine Rente.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
2.
September 2017 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angefocht
ene Verfügung aufzuheben und
eine Rente zuzu
spre
chen; eventualiter seien
berufliche Ma
ssnahmen zu gewähren (
Urk.
1 S.
2). Die Beschwerdegegnerin
schloss mit Beschwerdeantwort vom
6.
Oktober 2017 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), w
as der Beschwerdeführerin am 9.
Oktober 2017 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefo
chtene Verfügung damit, dass der
Beschwerdeführerin die Tätigkeit als Allrounderin im Kunsthandel
aufgrund der gesundheitlichen Einschränkung
seit dem
3.
März 2015 (Beginn
der einjährigen Wartezeit) nicht mehr zumutbar sei.
Eine ange
passte leichte Tätigkeit sei ihr
aber zu 100
%
zumutbar. Durch die IV habe die Beschwerdeführerin eine Ausbildung im Immobilienbereich absolvieren können und sei nun fähig, in diesem Bereich selbs
tändig eine Anstellung zu suchen
.
Da durch die
mögliche
neue
Tätigkeit keine Erwerbseinbusse
entstehe, resultiere
ein I
nvaliditätsgrad von 0
%
. Dr
.
Z._
habe im Bericht vom 1
5.
Mai 2017
nicht nachvollziehbar begründet, aus wel
chen Gründen
er die Arbeitsunfähigkeit derart
hoch angesetzt habe
. Es handle sich dabei um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts (
Urk.
2
).
2.2
Die Beschwerde
führerin
machte demgegenüber geltend, dass
sie heute keinesfalls mehr zu 100
%
arbeits- und erwerbsfähig sei.
Über zwei Jahre nach der definiti
ven
Handpanarthrodese
links im Jahr 2015 persistiere nach wie vor ein chroni
sches Schmerzsyndrom mit wahrscheinlich neuropathischen Schmerzen. Der behandelnde
Handchirurge
Dr.
Z._
und der konsiliarisch von der Unfallver
sicherung beigezogene
Dr.
med. D._
, FMH Neurologie,
würden die Gefühlsstörungen im Bereich
des
Handrücken
s
links, welche klinisch in etwa dem
Dermatom
des
Nervus
superficialis
Nervus
radialis
entsprechen würden
, bestäti
gen
.
Dr.
B._
, der einen multifaktoriellen dorsalen Handschmerz festgestellt habe, habe das Vorliegen der von ihr geltend gemachten Einschränkungen mit der Begründung verneint, dass sie ein enges Kleid problemlos habe aus- und anziehen können. Dies bestreite sie. Das betreffende Kleid sei zwar eng, aber aus
Stretchstoff
und einhändig problemlos aus- und anzuziehen. Zudem moniere sie, dass sie in Unterwäsche (Tanga) mehrmals habe hin- und herlaufen müssen und
Dr.
B._
sie dabei in despektierlicher Weise betrachtet habe. Dies sei für eine konsiliarische Untersuchung ein eher aussergewöhnliches Vorgehen, insbeson
dere da es um Handgelenksbeschwerden gegangen sei. Die Beurteilung von
Dr.
B._
sei
deshalb
grundsätzlich unverwertbar.
Einzig
Dr.
Z._
habe zur noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit und zum möglichen Tätigkeitsprofil klar und nachvollziehbar Stellung genommen. Sollte nicht auf die Berichte von
Dr.
Z._
abgestellt werden, müss
t
en die möglichen Tätigkeiten konkret evaluiert wer
den (
Urk.
1 S. 4 ff.).
3.
3.1
Dr.
D._
diagnostizierte im an die AXA gerichteten Bericht zur Untersu
chung vom 2
5.
April 2016 persistierende Restbeschwerden an der linken Hand, vorwiegend nicht peripher-neurogen. Er gab an, dass sich v
om neurologischen Standpunkt her die Frage
stelle, was zur Gefühlsstörung am Handrücken geführt habe
, welche klin
isch in etwa dem
Dermatom
des
Nervus
superficialis
Nervi
radialis
entspreche. Klinisch lasse sich der Läsionsort nicht defi
nieren und inte
ressanterweise auch in der ergänzenden relativ sensitiven sensibel-orthodromen
Radialisneurographie
keine Pathologie detektieren. Das sensible
Areal über
schneide
sich in etwa mit der Region, wi
e sie auch bei einer unteren
Plexusläsion
gesehen werden könne. Im
klinischen Untersuch
fänden sich dafür aber
nicht die geringsten Hinweise. Obwohl in dieser Situation von
fraglichem Nutzen
,
könnte nochmals ein
Qutenza
-Versuch im entsprechenden Hautareal am
Handrücken erfolgen. Er würde hier
allerdings
«invasiver»
vorgehen un
d
das
Qutenza
-Pflaster
quasi hochdosiert
zur Anwendung bringen. Dies unter der Annahme eines neu
ropathischen Schmerzes. Er bezweifle aber, dass dadurch die belastungsabhängi
gen Schmerzen, welche seiner Meinung nach von der Handinnenstruktur her
kommen
würden, wesentlich
bessern
würden
und insgesamt
eine bessere
Gebrauchsfähigkeit der lin
ken Hand
erreicht werden könne
(
Urk.
7/16/6-9
).
3.2
Dr.
B._
führte im Bericht zur Untersuchung vom 1
6.
August 2016 zuhanden der AXA aus, dass aus rheumatologischer Sicht von einem multifaktoriellen dor
salen Handschmerz ausgegangen werden müsse. Eine Einschränkung der linken Hand bestehe vor allem durch die leichtgradig verminderte Greifkraft und durch das
arthrodesierte
Handgelenk
. Beim Drehen auf der Liege könne sich die Beschwerdeführerin nicht mit der linken Hand abstützen. Das An- und Ausziehen ihres engen Kleides gelinge beidhändig aber problemlos, so dass aus funktioneller Sicht nur ei
n
e minime Einschränkung bestehe
(
Urk.
7/21/11
).
3.3
Dr.
Z._
erklärte
im an
Dr.
med.
E._
, FMH Allgemeinme
dizin, gerichtete
n Bericht vom
5.
September 2016,
dass es keine mechanische
, einer Therapie zugängliche
Ursache gebe, welche für das
Restschm
erzsyndrom
(am linken Handgelenk)
verantwortlich wäre. Für die Grobmotorik funktioniere die linke Hand sehr gut. Die Beschwerdeführerin könne ohne Weiteres Taschen tragen und einen kräftigen Faustschluss ausüben. Die Problematik bestehe in der Feinmotorik, welche schon nach kürzester Zeit Schmerzen verursache und es der Beschwerdeführerin
praktisch
verunmögliche, solche Tätigkeit
en
durchzuführen. Dazu würden alle Arbeiten im
Büro mit Schreiben, Bedienen eines
Computers, Näharbeiten usw. gehören. Auf dieser Problematik basiere auch die Einschätzung der Ar
beitsunfähigkeit von 70
%
(Urk.
7/20/9).
3.4
Dr.
med. F._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
führte
in der Stellungnahme vom 1
9.
Januar 2017
aus
, dass der Beschwerdeführerin aus versicherungsmedizinischer Sicht körperlich leichte T
ätigkeiten mit Wechselbelastung,
ohne erhöhte Anforderun
gen an die Kraft der linken Hand und Haltefunktion der Hände, daher auch ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Heben und Tragen von Lasten und ohne Arbeiten mit ungünstigen Hebelwirkungen am Handgelenk (Stielwerk
zeuge, Arbeiten mit ausgestreckten Armen), ohne repetitive Beanspruchung der Hände und ohne erhöhte Anforderungen an das feinmotorische Geschick der Hände, mit nur manchmal (maximal drei Stunden verteilt pro Tag) notwendiger Tätigkeit am PC weiterhin zu 100
%
möglich sei
en
.
Unter Berücksichtigung dieses Belastungsprofils
bestehe seit dem
1.
Oktober 2015
keine Arbeitsunfähigkeit mehr (
Urk.
7/41/5
).
3.5
Dr.
med. G._
, Oberarzt der
H._
,
diagnostizierte im Bericht vom
2.
August 2017
zuhanden von
Dr.
med.
I._
, FMH Allgemeinmedizin,
(1)
neuropathische Schmerzen im Bereich des
Endastes
des
Ramus
superficialis
nervi
radialis
für
Dig
. I-III links und (2) chronische Handgelenksschmerzen bei chronischer
Tenosynovitis
aufgrund post-
arthrodetischer
Überbelastung. Er gab an, dass
zum Untersuchungszeitpunkt leider keinerlei radiologische Untersu
chungsbefunde oder Bildmaterial vorgelegen h
ätten
. Auch die neurophysiologi
sche Untersuchung habe noch nicht vorgelegen.
Die
Arthrodese
im Handgelenk sei in einer 0°-Stellung erfolgt, so dass hier aufgrund der fehlenden Handge
lenksextension eine volle Kraft durch die veränderte Architektur beim Faust
schluss nicht möglich sei.
Des Weiteren sei für
die Arbeit an der
PC-Tastatur und an der Maus
durch die Position
im
Handgelenk in 0°-Stellung eine Überbean
spruchung der Fingerextens
oren nicht zu vermeiden, was mit dem im Ultrasc
hall dargestellten Flüssigkeitss
aum um die
Extensorsehne
vereinbar sei. Ausserdem müsse die Beschwerdeführerin, um die Tastatur bedienen zu können, vermehrt den Arm im Ellbogen- und Schultergelenk anheben, so dass es hier zu einer Überbelastun
g mit Schmerzverstärkung komme
(
Urk.
3/3).
4.
4.1
Aus dem Bericht von
Dr.
Z._
vom
9.
November 2015 (Urk. 7/16/34)
ergibt sich, dass die am
3.
März 2015 durch
geführte
Panarthrodese
des linken Handge
lenks der Beschwerdeführerin
(
Urk.
7/16/54-56
) acht Monate postoperativ knö
chern vollständig konsolidiert u
nd vollumfänglich belastbar war.
In der Folge wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag
der
AXA sowohl in neurologischer Hinsicht (Untersuchung von Dr.
D._
vom 2
5.
Apri
l 2016,
Urk.
7/16/6-9
) als auch in rheumatologischer Hinsicht (Untersuchung von
Dr.
B._
vom 16.
August 2016,
Urk.
7/21/2-11
) eingehend fachärztlich abgeklärt.
4.2
Dr.
D._
hielt im Bericht zur neurologischen Untersuchung vom 2
5.
April 2016 fest
, dass die persistierenden Restbeschwerden an der linken Hand vorwie
gend
nicht p
eripher-neurogen seien.
Er sei der Meinung, dass die
belastungsab
hängigen Schmerzen vo
n der Handinnenstruktur herkämen
. Unter der Annahme eines neu
ropathischen Schmerzes schlug
Dr.
D._
nochmals einen Behandlungsversuch am Handrücken mit
Qutenza
-Pflastern vor, bezweifelte aber, dass es dadurch zu einer wesentlich
en Besserung kommen könne (
Urk.
7/16/6-9
). Gestützt auf die Untersuchungsergeb
nisse von Dr.
D._
kam
Dr.
med
.
J._
,
FMH Neurologie,
beratender Arzt der AXA,
am 2
5.
Mai 2016 zum Schluss, dass sich insgesamt also keine neurologische L
äsion zeige. Die
Belastungsabhängigkeit der Schmerzen
spreche
gegen eine neurologi
sche Läsion und für eine Verursachung der Schmerzen durch die Hand
b
innen
strukturen. Eine weitere neurolo
gische Behandlung erachtete Dr.
J._
daher als nicht mehr gerechtfertigt (
Urk.
7/16/4
; die Behandlung mit
Qutenza
-Pflastern wurde von
der AXA
gleich
wohl noch übernommen; vgl. Urk.
7/31/5
). Diese Beurteilung von
Dr.
J._
ist nachvollziehbar.
4.3
Im Weiteren stellte
Dr.
B._
bei seiner rheumatologischen Untersuchung vom 1
6.
August 2016 einen multifaktoriellen dorsalen Handschmerz fest. Eine totale Berührungsempfindlichkeit an der linken Hand erachtete er als nicht objektivier
bar. Es bestehe zwar eine leichte Dysästhesie, aus rheumatologischer Sicht aber keine
Allodynie
.
Dr.
B._
kam zum Schluss, dass eine leichte wechselbelastende Tätigkeit ohne
unphysiologische
Abläufe mit der linken Hand, mit nur seltenen Kraftaufwendungen der linken Hand, mit nur manchmal (maximal drei Stunden verteilt pro Tag) notwendiger Tätigkeit am PC aus rheumatologischer Sicht ganz
tägig (100
%
) zumutbar sei (
Urk.
7/21/
11
). Diese Einschätzung von
Dr.
B._
, die er in Kenntnis der
Vorakten
abgab,
ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend.
Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass
die Beurteilung von
Dr.
B._
nicht verwertbar sei
, weil sie im Rahmen der Untersuchung vom 1
6.
August 2016 ohne nachvollziehbaren Grund ihr Sommerkleid habe ausziehen müssen und ihre Hand in Unterwäsche un
te
rsucht worden sei (
Urk.
1 S. 5
), vermag nicht zu überzeugen.
Welche Untersuchungen
im Einzelfall
erforderlich sind, steht grundsätzlich im Ermessen des
Arztes bzw.
Gutachters.
Da die Beschwerden und Sensibilitätsstö
rungen am linken Handgelenk der Beschwerdeführerin seit längerem teilweise nicht er
klärbar waren und sie zudem
auch häufige Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich links beschrieb (
Urk.
7/21/7
), war es
vorliegend
sinnvoll, all
fällige Beschwerdeursachen umfassend abzuklären. Die
insbesondere auch
im Bereich d
er Oberarme und des Rückens e
rhobenen Befunde hat
Dr.
B._
in sei
nem Bericht denn auch aufgeführt (
Urk.
7/16/8
). Ferner lieferte der Bewegungs
ablauf der Beschwerdeführerin beim Aus- und Anziehen des Kleides wichtige Hinweise dafür, inwiefern sie ihre linke Hand noch einsetzen kann (wob
ei nicht anzunehmen ist, dass
Dr.
B._
fälschlicherweise angab,
die Beschwerdeführerin
habe
ihr Kleid be
idhändig aus- und angezogen
). Erhebliche Anhaltspunkte dafür, dass
Dr.
B._
die Beschwerdeführerin unfreundlich oder despektierlich behandelt haben könnte, liegen schliesslich nicht vor.
Mit
Dr.
B._
,
auf dessen Beurteilung sich im Wesentlichen auch
RAD-Arzt Dr.
F._
stützte
(
Urk.
7/41/5
),
kann
demnach davon ausgegangen werden, dass spätestens ab dem Zeitpunkt der rheumat
ologischen Untersuchung vom 16.
August 2016 keine Einschränkung in der von
Dr.
B._
detailliert umschrie
benen angepassten Tätigkeit mehr bestand.
4.4
Die
Bericht
e
von
Dr.
Z._
vom
5.
September 2016 (
Urk.
7/20/9) und vom 15.
Mai
2017 (
Urk.
7/49/2-6
), in
welche
n
dieser
der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit
von 70
%
respektive
von 40
%
in einer angepassten Tätigkeit
attestierte
, vermögen
diese Beurteilung
nicht in Zweifel zu ziehen.
Denn
Dr.
Z._
hat
nicht nachvollziehbar begründet, weshalb die Beschwerdeführerin selbst in einer den Beschwerden am linken Handgelenk ideal angepassten Tätigkeit
der
art eingeschränkt sein soll.
Er hat sich
im Wesentlichen lediglich
zur Arbeitsfä
hi
gkeit bei
einer kontinuierlichen Täti
gkeit
am Computer
geäussert
und
hatte
dabei
eine
reine Bürot
ätigkeit (
im Bereich
Immobilienbewirtschaftung/-vermark
tung
)
vor Augen
. Wie
Dr.
Z._
an an
derer Stelle im Bericht vom 1
5.
Mai 2017 (
Urk.
7/49/5) und
RAD-Arzt Dr.
F._
(
Urk.
7/41/6) übereinstimmend bemerkten,
ist eine solche Tätigkeit jedoch
lediglich als
teiladaptiert bzw.
als
nicht optimal angepasst einzustufe
n.
Im Weiteren lässt sich a
ufgrund der im Bericht
von
Dr.
G._
der
H._
vom 2.
August 2017
(
Urk.
3/3
)
genannten Befunde nicht auf eine
erhebliche Ver
schlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigke
it schliessen.
Dr.
G._
hat sich
auch
einzig zur
Frage der
Zu
mutbarkeit
von
Computerarbeit
geäussert
.
Sein Hinweis, d
ass
(auch)
die Bedienung der Maus zu einer Überbeanspruchung führe,
ist
im Übrigen wenig
überzeugend
. Denn die Maus wird in aller Regel mit der dominanten Hand bedient, bei der Beschwerdeführerin ist indes die
Funktion der
adominante
n
lin
ke
n
Hand
eingeschränkt
(vgl. Urteil des Sozialversicherungsgerichts UV.2012.00210 vom 1
2.
Dezember 2013
E. 4.3).
Aufgrund des Gesagten sind
w
eit
ere medizinische Sachverhaltsabklärungen
nicht erforderlich (antizipierte Beweis
würdigung; BGE 124 V 94 E. 4b,
122 V 157
E. 1d).
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerde
führerin in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte
im Rahmen der internen Abklärungen
für das Jahr 2016
ein
Valideneinkommen
von
Fr.
53'026
.30
und ein Inva
lideneinkom
men von
Fr.
61'913.50, wesha
lb eine Erwerbseinbusse von Fr.
0.-- und damit auch ein Invaliditätsgrad von 0
%
resultier
te (
Urk.
7/40 und
Urk.
7/41/6; vgl. E. 1.2).
5.3
Die Grundlagen des
korrekterweise
per 2017, nicht per 2016 (massgeblicher Zeit
punkt für die Invaliditätsbemessung ist der potenzielle Beginn des Rentenan
spruchs sechs Monate nach der Anmeldung vom 1
0.
August
2016, Urk.
7/7
;
vgl.
Art.
29
Abs.
1 IVG) vorzunehmenden
Einkommensvergleichs
wurden von der Beschwerdeführerin ni
cht in Zweifel gezogen (vgl.
Urk.
1
).
Für eine nähere Über
prüfung von Amtes wegen besteht kein
Anlass
(BGE 125 V 413 E. 1b und E. 2c
). Da
rauf hinzuweisen ist einzig
,
dass selbst bei
Gewährung
eines
10%igen
leidens
bedingten Abzug
es
vom
Invalideneinkommen
(vgl.
BGE 126 V 75)
– wie er
bei
Zusprache
der Rente
der Unfallversicherung
per Dezember 2011
berücksichtigt worden war
(vgl.
Urteil des Sozialversicherungsgerichts UV.2012.00210 vom 1
2.
Dezember 2013 E. 4.5)
–
sowie
nach einer allfälligen Parallelisierung der
Ver
gleichseinkommen (vgl.
dazu
Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesge
richts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Gen
f 2014,
Rz
. 122 ff. zu Art. 28a) offensichtlich kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
resultieren würde (vgl. E. 1.3
).
5.4
Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente daher zu Recht verneint.
6.
Soweit die Beschwerdeführerin über den Rentenanspruch hinaus
im Eventualan
trag
die Gewährung von beruflichen
Massnahmen
verlangt (
Urk.
1 S.
2), ist auf die Beschwerde mangels Anfechtungsgegenstandes nicht einzutreten. Denn die angefochtene Verfügung
(
Urk.
2)
, deren Inhalt den beschwerdeweise weiterzieh
baren Anfechtungsgegenstand bestimmt (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a), beurteilt ein
zig das Rentenbegehren.
7
.
Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens
. Die Beschwerde
ist
abzuweisen
, soweit auf sie einzutreten ist.
8.
Die Kosten d
es Verfahrens sind auf Fr. 700
.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).