# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6fcaf0be-0257-587c-99ef-d8aaae3d3845
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1959,
arbeitete vo
m
1.
Februar 2001 bis 29.
Fe
bruar
2012 bei der
Y._
und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Un
fällen versichert (
Urk.
10/1). Am 2
4.
Februar 2012 stürzte er mit seinem
Fahrrad
(
Urk.
10/1).
Die Erstbehandlung erfolgte am selben Tag durch med.
pract
.
Z._
,
Allgemeinmedizin
, welcher eine
Prellung der Hüfte und Schulter links
fest
stellte
(
Urk.
10/9).
Die SUVA gewährte Heilbehandlung und Taggeld.
Med.
pract
.
Z._
veranlasste im
A._
e
ine
MR
Arthrographie
Schulter links
und
ein
MRI der Halswirbelsäule (HWS) und des
zervikotho
rakalen
Übergangs vom
2
5.
April 2012 (
Urk.
10/28
)
.
Am
4.
Juli 2012 fand eine
kreisärztliche Untersuchung
statt
(Urk. 10/32)
.
Mit Verfügung vom 17.
Juli 2012 stellte
d
ie
SUVA
ihre Versicherungs
leistungen (Taggeld und
Heil
kosten
) per
3
1.
Au
gust 2012 ein (
Urk.
10/34),
wo
gegen
X._
am
1
3.
August 2012 Einsprache erhob
(
Urk.
10/41, mit
Einspracheergänzung
vom 30. Au
gust 2012,
Urk.
10/42).
Der Versicherte konsultierte die Ärzte der
B._
(
Urk.
10/60
,
Urk.
10/6
7
).
Mit Eingabe vom 1.
Februar 2013 liess
X._
um Kostengutsprache für die von
Dr.
med.
C._
, Ober
arzt
B._
,
vorge
sehene
Spondylodese
C3/4 ersuchen (Urk.
10/68).
Der Versicherte reichte der SUVA
sodann
die ergänzende
Einspra
che
be
gründung
vom 1
4.
März 2013 (
Urk.
10/75)
ein
.
Mit Entscheid vom 2
4.
April
2013 wies die SUVA die Einsprache von
X._
ab
(
Urk.
2).
2
.
Dagegen
erhob
X._
am
1
4.
Mai 2013 Beschwerde und bean
trag
te
, in Aufhebung des
Einspracheentscheids
vom 2
4.
April 2013 sei die
Be
schwer
de
gegnerin
zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen über den 3
1
.
August 2012 hinaus zu erbringen. In prozessualer Hinsicht stellte er das Ge
such um Bestell
ung
eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes in der Person von Rechtsanwalt
Dr.
André
Largier
(
Urk.
1 S.
2).
Mit Beschwerdeantwort vom
7.
August 2013 be
antragte die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
9 S.
2, unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
10/1-85)
, was dem Be
schwerdeführer mit Mitteilung vom 1
9.
August 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11).
Mit Verfügung vom
6.
März 2014 wurde dem Beschwerdeführer Frist zur Sub
stantiierung seines Gesuchs um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbei
stan
des angesetzt (
Urk.
1
3
). Der Beschwerdeführer reichte dem Gericht mit
Ein
gabe vom
31
.
März
2014 das ausgefüllte Formular zur Abklärung der pro
zessualen Be
dürftigkeit und ein
zelne Belege ein (Urk.
16
, Urk.
17/2-7).
Der
Be
schwerde
geg
nerin
wurde je eine Kopie des mit dieser Eingabe eingereichten Unfallscheins
samt Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 2
8.
März 2014 (
Urk.
17/5) und de
s
Be
richt
s
des
A._
zum MRI
der
Lenden
wirbelsäule
(
LWS
)
nativ vom 1
3.
März 2014 (
Urk.
17/6)
zur Kenntnisnahme zugestellt
(
Urk.
18)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfall
folgen, nämlich auf die ambulante Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder auf deren Anordnung durch eine medizinische Hilfsperson sowie im
wei
te
rn
durch den
Chiropraktor
(
lit
. a), die vom Arzt oder Zahnarzt verordneten Arznei
mittel und Analysen (
lit
. b), die Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung eines Spitals (
lit
. c), die ärztlich verordneten Nach- und Badekuren (
lit
. d) und die der Heilung dienlichen Mittel und Gegen
stände (
lit
. e).
1.2
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
[ATSG]
), so hat sie gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er er
lischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn ei
ner
Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (
Art.
16
Abs.
2 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem ein
getretenen Schaden (Krankheit,
In
validität, Tod) ein natürlicher Kausalzu
sam
menhang besteht. Ursachen im Sin
ne
des natürlichen Kausalzusam
menhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vor
handensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise be
ziehungs
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht
wer
den kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
tür
li
chen Kau
salzusam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini
ge oder
unmittelbare Ursache gesund
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
di
gende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
per
liche oder geis
tige Inte
grität der ver
sicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern
Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene ge
sund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E.
3.1, 406 E.
4.3.1, 123 V 45 E.
2b, 119 V 335 E.
1, 118 V 289 E.
1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E.
3.1, 119 V 335 E.
1, 118 V 286 E.
1b, je mit
Hinwei
sen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf
der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges
also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2
, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h
. rechtser
hebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt
erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ur
sa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige
Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften
Vor
zustandes
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publi
ziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheits
scha
dens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S.
45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich
hiebei
um eine
anspruchsaufhe
bende
Tatfrage
handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang ge
geben ist
–
nicht bei
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E.
3b, 1992 Nr. U 142 S.
76).
1.6
1.6
.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist ent
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseiti
gen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden be
rücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
men
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob
die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach
vollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
ver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte
Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungs
träger steht, lässt nicht
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
viel
mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erheb
liche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozial
versiche
rungsrecht
zu
kommt,
ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin aller
dings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E.
1c; vgl. auch 123 V 331 E.
1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die nach wie vor ge
klagten Beschwerden auch über den 3
1.
August 2012 hinaus leistungspflichtig
ist, mithin ob diese Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kau
sal
zusammenhang
zum Unfall vom 2
4.
Februar 2012
stehen.
2.2
Die Beschwerdegegnerin führt
e
im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 24. April 2013
im Wesentlichen
aus, dass
a
n der linken Schulter und der linken
Hüfte keine Beschwerden mehr bestehen (
Urk.
2 S.
10).
Sie
erwog weiter
, die Be
schwerden
der
HWS
seien durch die degenerativen Veränderungen erklärbar, nicht
aber durch das stattgefundene Unfallereignis. Eine richtungge
bende Ver
schlimmerung des Vorzustandes sei weder klinisch noch radiolo
gisch festzu
stellen gewesen (
Urk.
9 S.
4). Die vorbestehenden Beeinträchtigun
gen durch eine ausgeprägte degenerative Verän
derung der HWS seien erheblich ge
wesen. Die Ak
tivierung der
Osteochondrose
sei von der SUVA-Kreisärztin keineswegs über
sehen worden. Nach ihrer Beurteilung
sei aber 4
,
5 Monate
nach dem
Un
faller
eignis
vom
S
tatus quo sine auszugehen (
Urk.
9 S. 5).
2.3
Der Beschwerdeführer
stellt sich
dagegen
auf den Standpunkt
,
der Unfall vom
24.
Fe
bruar 2012 habe
die vorbestehenden
Osteochondrosen
sowohl auf der Höh
e HWK 5/6 als auch 3/4 aktiviert und somit bildgebend nachweisbar verän
dert (
Urk.
1 S.
6).
An den Nachweis für das Dahinfallen jeder kausalen Be
deutung
von unfallbedingten Ursachen seien erhöhte Anforderungen zu stellen, wenn der
Vorzustand vor dem Unfall trotz täglicher körperlicher Belastung stumm ge
we
sen sei und der
S
tatus quo ante unbestrittenermassen jedenfalls bis anhin nicht mehr erreicht worden sei (
Urk.
1 S. 7). Umstritten sei, ob sich die Be
schwerden
in der linken Schulter vollständig zurückgebildet hätten, wie dies die
SUVA-Kreis
ärztin
be
haupte, oder ob sich d
iese nur etwas zurückgebildet hätten
. Dies
be
züglich seien weitere Abklärungen vorzunehmen
(
Urk.
1 S. 8).
3.
3.1
Med.
pract
.
Z._
stellte im Arztzeugnis vom
9.
März 2012 die Diagnose Prellung
Hüfte und Schulter links. Als Befund nannte er:
Druckdolenz
über Trochanter
major
links und Oberschenkel links, Schonhaltung, schmerzbedingte
Bewe
gungs
einschränkung
, leichtes Häma
tom.
Druck
dolenz
und schmerzbedingte
Be
we
gungs
einschränkung
Schulter links und
Clavicula links. Bei der Rönt
genun
ter
suchung der Schulter und Clavicula links sowie des Beckens und der Hüfte links
wurden
keine
ossären
Läsionen
festgestellt
(
Urk.
10/9)
. Im ärztlichen
Zwi
schen
bericht
vom 1
3.
April 2012 diagnostizierte med.
pract
.
Z._
eine
Kontusion der Hüfte
und Schulter links nach Sturz vom Fahrrad am 24. Februar 201
2.
Die Schmer
zen in der Hüfte seien
regredient
, die Schmerzen in der Schulter links/
Clavicula und
Trapezius
hingegen noch persistierend
(
Urk.
10/15).
3.2
Bei der
MR
Arthrographie
der
Schulter links
vom 2
5.
April 2012 wurde eine leichte
aktivierte AC-Arthrose mit begleitender
Synovitis
, eine gelenkseitige
Partial
läsion
am Ansatz der
Supraspinatussehne
sowie gering auch am
superio
ren
An
satz der
Infraspinatussehne
bei kleinen
infraossären
Ganglien dorsal
i
m
Hume
ruskopf
erhoben. Die übrige
Rotatorenmanschette
sowie die lange
Bi
zeps
sehne
seien intakt (
Urk.
10/28 S.
1).
3.3
Gemäss
der
Beurteilung zum
MRI
der
HWS und des
zervikothora
kalen
Über
gang
s
vom 2
5.
April 2012
zeigten sich bei dieser Untersuchung
ausge
prägte de
gene
ra
tive Veränderungen der HWS mit aktivierten
Osteochondrosen
in Höhe von HWK 5/6 sowie HWK 3/4,
s
pondylogen
und
diskogen
bedingte
foraminale
Enge
in Höhe von HWK 3/4 beidseits mit möglicher Kompression der Wurzel C4 rechts
mehr als links
foraminal
in Höhe von HWK 5/6 mit möglicher Komp
res
sion der
Wurzel C6 links, punktförmige
Gliose
im Vo
r
derhorn paramedian links im
Myelon
in der Höhe von HWK 3/4, ansonsten jedoch kein Nachweis einer Myelo
pathie
(
Urk.
10/28
S. 2
).
3.
4
In ihrem Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 4. Juli 2012 führte Dr. med.
D._
,
Fachärztin für Chirurgie FMH, zur Unfallkausalität der Beschwerden des Beschwerdeführers aus, bezü
glich der linken Schulter seien
aufgrund der Befunde der kreisärztlichen Untersuchung zur Zeit keine Be
schwer
den
dokumentierbar
. Die dokumentierte Partialruptur der
Supraspinatus
- und
Infraspinatussehne
sei klinisch stumm. Der Beschwerde
führer gebe be
züg
lich der
linken Hüfte keine Beschwerden mehr an. Er klage bezüglich der HWS noch
über massivste Beschwerden, mit Ausstrahlungen in die Arme, mit Amei
sen
laufe
n und Kraftverlust in beiden Armen. Klinisch habe kein pathologischer Befund erhoben werden können. In der durchgeführten MRI-Untersuchung der HWS hätten sich ausgeprägte degenerative Verän
derungen gezeigt. Eine struk
turelle traumatische Läsion sei nicht nachweisbar gewesen bzw. beschrieben worden, so dass mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit
4,5 Monate nach
dem
Unfall
ereignis
bei Ausschöpfung aller konservativen Massnahmen ohne Verbesserung der Nackenbeschwerden von einem Status quo sine ausge
gangen werden könne, denn die beklagten Nackenbeschwerden seien aus
reichend durch die dokumen
tieren degenerativen Veränderungen der HWS erklärbar (
Urk.
10/32 S. 6).
3.
5
PD
Dr.
med.
E._
, Teamleiter
Wirbelsäulenchirurgie, und
Dr.
C._
,
Ober
arzt,
B._
,
stellten im Bericht vom 2
3.
November 2012 die Dia
gno
sen degenerative Veränderungen C3/4 und C5/6 mit Diskushernie und Ein
en
gung des Spinalkanals mit Verdacht auf
symptomatische Myelopathie C3/4 sowie
Zervikobrachialgie
rechtsbetont C
8.
Als Nebendiagnosen
bezeich
neten sie
eine AC-Arthrose links
(
Urk.
10/60
S.
1)
. Aufgrund des Verdachts auf
eine
Myelo
pathie C3/4 mit
progredienten
Schmerzen werde dem Beschwerde
führer eine
Spondylodese
C3/4 mit Dekompression des Spinalkanals
empfohlen
(
Urk.
10/60
S.
1-2). Im Bericht vom 1
0.
Januar 2013
diagnostizierte
Dr.
C._
eine
symp
tomatische
My
elopathie C3/4
bei
algiformer
Zerviko
bra
chialgie
rechtsbetont mit C8-betontem Sensibilitätsdefizit links im Rahmen ei
ner Instabilität C3/4 und C4/5 mit Diskushernie und Spinalkanaleinengung so
wie als Nebendiagnose eine AC-
Arthrose
links
(Urk. 10/67 S. 1
).
4.
In
ihrem Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung
vom 4. Juli 2012
berücksich
tigt
e
Dr.
D._
die
bei
dieser
Untersuchung
erhobene
n
Befunde, die
Vorakten
–
ins
besondere die
Berichte zu den
vorangegangen bildgebenden Untersuch
ung
en
–, so
wie die vom Be
schwerdeführer geklagten Beschwerden und gab eine schlüssige und nachvollziehbar begründete Beurteilung ab.
Darin führte sie aus
,
dass der Beschwerde
führer keine Hüftbeschwerden
mehr
angebe. Die Hüft
schmer
zen werden bereits im
Zwischenbericht von med.
pract
.
Z._
vom 1
3.
April 2012
als
regredient
be
schrieben
(E.
3.1) und d
er Beschwerdeführer macht im vor
lie
genden Verfahren auch keine
Hüftbeschwerden mehr geltend
, so dass Weite
rungen hierzu unterbleiben können
.
Zu den Schulterbeschwerden ist festzu
hal
ten
,
dass b
ei den von med.
pract
.
Z._
nach
dem Unfall vom 24.
Februar 2012
ver
an
lassten
Röntgen
untersuchungen
keine
o
ssären
Läsionen
erhoben
wurden (E.
3
.
1
)
.
Zur Behand
lung der Schulterbeschwerden verordnete
er
auch
Physiotherapie (insbes.
Urk.
10/
23)
.
Dr.
D._
berücksichtig
t
, dass bei der MRI-U
ntersu
chung der Schulter vom 25.
April 2012 eine leicht akti
vierte AC-Arthrose sowie eine Partialläsion der
Supraspinatus
- und
Infraspi
natussehne
sichtbar wurden
.
Der Umstand, d
ass
im weiteren Verlauf
bei
der
kli
nischen
Unter
suchung
durch Dr.
D._
vom
4.
Juli 2012
bezüglich
der
Parti
alruptur
der
Supraspinatus
- und
Infraspinatussehne
ein stummer Befund fest
gestellt
wurde, mithin
durch
Dr.
D._
keine
Schulter
be
schwerden
mehr erho
ben
werden konnte
n
,
steht
nicht im Widerspruch
zu den
genannten
Be
fun
den
der
MR
Arthrographie
der Schulter links vom 25. April 201
2.
Die Begrün
dung von
Dr.
D._
, dass sich die Läsion der
Supra
spinatus
- und
Infraspinatussehne
auf
grund der durchge
führ
ten Physio
therapie
wieder normalisiert habe,
ist überzeu
gend
(
Urk.
10/32 S.
6).
Auch die Berichte von
Dr.
C._
(Urk.
10/60,
Urk.
10/67)
führen dies
be
züglic
h zu keiner anderen Beurteilung.
An
der
HWS
sind ausge
prägte degene
ra
tive Veränderungen, mithin unfallfremde
Befunde erhoben wor
den (E.
3.3)
.
Der Beschwerdeführer macht geltend, im Be
richt zum MRI der HWS und des
zervi
kothorakalem
Übergangs werde be
stätigt, dass die
Osteochondro
sen
in Höhe von
HWK 5/6 und HWK 3/4 akti
viert seien (Urk. 1 S.
6). Dieses Vorbringen ist
je
doch
unbehilflich, denn
durch
die
Befunde der MRI-Untersu
chung vom 25. Apri
l 2012 (Urk. 10/28)
sind
weder eine Kontusion der Wirbel
säule noch strukturelle Läsionen der HWS nachgewiesen worden und
nach der Recht
sprechung des Bun
desgerichts kann eine signifikante und damit dauernde Ver
schlim
merung einer vorbestanden
en
degenerativen Schädigung der Wirbel
säule nur dann als durch einen Unfall hervorgerufen angesehen werden, wenn die
Radio
skopie
ein
plötzliches Zusammensinken
der Wirbel sowie das Auf
tre
ten und Verschlim
mern
von Verletzungen aufgrund eines Traumas, z. B.
unfall
bedingter
Wirbelkör
per
frak
turen
oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäule, aufzeigt.
Auch
von einer
vorübergehenden Verschlimmerung
ist medizinisch le
diglich dann
auszu
gehen, wenn nach einer unfallbedingten Kontusion der Wir
belsäule eine bisher stumme, vorbestehende
Spondylarthrose
, Spondylose oder eine andere dege
ne
ra
tive Wirbelsäulenerkrankung symptoma
tisch wird (Urteil des Bundes
gerichts 8C_726/2010 vom 19. November 2010 E. 3.4 mit weiteren Hinweisen
).
Es
ist
da
her
nicht zu beanstanden, dass Dr.
D._
nach ihrer
Unter
su
chung des Be
schwer
deführers
vom
4.
Juli 2012 –
rund 4
,
5 Monate nach dem Unfall
vom 24. Feb
ruar 2012 –
unter Berücksichtigung aller Befunde
konsta
tierte
, dass
der Status quo sine
erreicht
sei
(
Urk.
1 S.
5)
.
Schliesslich spricht sich
auch
Dr.
C._
nicht dafür aus, dass der Unfall vom 24. Februar 2012 über
wie
gend wahrscheinlich Ursache für die HWS-Beschwerden sei. Er äusserte sich vielmehr dahingehend, dass
die Befunde der HWS
sowohl
degenerativ
als
auch
u
nfall
bedingt sein könnten (
Urk.
10/67 S. 1
)
.
Weder die Berichte von med.
pract
.
Z._
und von Dr.
C._
noch die Vorbringen des Beschwerdeführers ver
mögen
somit
Zweifel an der
Kausali
tätsbeurteilung
von Dr.
D._
zu be
gründen.
Die
Beschwerde
gegnerin
konnte somit auf de
ren
Bericht vom 4. Juli 201
2
(
Urk.
10/32)
abstellen, womit die Einstellung der
Heilbehandlungs- und
Tag
geldleistungen
per 31. August 2012 rechtens ist
.
Bei diesem Ergebnis erübri
gen sich weitere Abklärungen.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
5
.
5
.1
Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung
wird in ers
ter Linie durch das kantonale (Prozess-)Recht geregelt (vgl. Art. 61
lit
. f ATSG). Unabhängig davon besteht ein solcher Anspruch unmittelbar aufgrund von
Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) (BGE 127 I 204 f.). Gemäss § 16 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) wird einer Partei auf Gesuch hin in kostenpflichtigen Verfahren die Bezahlung der
Ver
fahrenskosten
erlassen, wenn ihr die dazu nötigen Mittel fehlen und der Prozess nicht als offen
sichtlich aussichtslos erscheint; laut § 16 Abs. 2
GSVGer
wird ihr überdies eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Nach Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf un
entgeltliche
Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht als aussichtslos er
scheint; soweit es
zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf un
entgeltlichen Rechtsbeistand. Als bedürftig gilt, wer nicht in der Lage ist, für die Prozess- und Anwaltskosten aufzukommen, ohne dass er Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für ihn und seine Familie notwendig sind (BGE 127 I 205
E. 3b mit weiteren Hinweisen
).
Der Nachweis der Bedürftigkeit hat die gesuchstellende Person zu erbringen. Da
zu hat sie ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzu
stellen und soweit möglich zu belegen (SVR 1998 UV Nr. 11 S. 31 f. E. 4c;
Ran
dacher
, in
: Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Aufl., 2009, N 5 zu § 16
SVGer
).
5
.2
Unter Berücksichtigung der Angaben des Beschwerdeführers im ”Formular zur Ab
klärung der prozessualen Bedürftigkeit” (Urk. 16) und der damit aufgelegten
Akten (Ur
k. 17/2-7) präsentieren sich seine wirt
schaftlichen Verhältnisse
wie folgt:
Zum Grundbetrag (alleinstehend
) gemäss
Kreis
schreiben
der
Verwaltungs
kom
mission
des Obergerichts des Kantons Zürich betreffend Richtlinien für die Be
rechnung des betreibungsrechtlichen Existenz
minimums vom 16. September 2009
von Fr. 1‘200.-- sind Zu
schläge für „Wohnen“ Fr. 639.-- (Urk. 17/2/4), „Heizung“ Fr. 28.-- (
Fr.
341.-- : 12,
Urk.
17/2/5
)
und
„Krankenkasse“ Fr.
519
.-- (Urk.
17/2/7
)
vorzunehmen, womit ein Existenz
mini
mum von Fr.
2‘386
.-- re
sul
tiert.
Nicht beleg
t sind die vom Beschwerdeführer
geltend gemachten
Billag
-
G
ebühren von
(jährlich)
Fr.
480.-- (
Urk.
16 S.
5). Weil der Beschwerde
führer keine
r
Erwerbstä
tigkeit nachgeht (
Urk.
16 S. 3), sind ihm auch
die
geltend ge
machten
Kosten von monatlich
Fr.
91.-- für den Arbeitsweg
(
Urk.
16 S.
6)
nicht
an
zu
rechnen
. Nicht berücksichtigt wurde
ferner
die
bestehende
Haus
haltsge
mein
schaft
des Beschwerdeführers mit seiner Mutter (Urk. 16 S.
4), was sich aber zu
gunsten des Beschwerdeführers auswirkt (höherer Grundbetrag, keine Anrech
nun
g eines Mietzinsanteils der Mutter
etc.
).
5
.
3
Dem Aufwand von
Fr. 2‘386.--
stehen
–
nach Abzug
einer
monatlichen
Steuer
rate
, welche aufgrund eines steuerbaren Einkommens für die Bundes
steuer im Jahr
2012 von
Fr.
37‘900.-- (vgl.
Urk.
17/2/8) für die Staats- und Gemeinde
steuern
sowie die Bundessteuer zusammen
rund
Fr.
255
.--
betragen dürfte,
–
E
in
künfte
aus Unfalltaggeld
(Unfallereignis vom 8.
Januar 2014, Urk.
17/5)
von rund
Fr. 3‘387.--
gegenüber (30 x 112.90 pro Tag,
Urk.
17/2/
2
)
. Abzüglich des Frei
betrages von Fr.
3
00.-- verfüg
t
der Be
schwerdeführer über monatlich Fr.
446
.--, bzw. jährlich Fr.
5
‘
352
.-- über dem Existenzminimum.
Zu seinen Vermögensverhältnissen reichte der Beschwerdeführer keine Belege ein.
A
ufgrund der Einkünfte über dem Existenzminimum ist er
jedoch
ohne Wei
teres in der Lage für die Kosten seiner Rechtsvertretung aufzu
kommen, wes
halb sein Ge
such um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbei
standes mangels Be
dürftigkeit abzuwei
sen ist.