# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3a2861f0-f5a8-46fb-bedd-b9b7e6cad658
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

I. Sachverhalt
A. Mit Eingabe an das Regionalgericht Plessur vom 5. November 2019 stellte die B._ gestützt auf Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG ein Arrestgesuch gegen A._, mit den folgenden Rechtsbegehren:
1. In Bewilligung vorliegenden Arrest-Gesuches seien Vermögensgegenstände, Guthaben lautend auf und gehörend der A._, _platz 5, O.1_, bei der C._, IBAN Nr. _ zu verarrestieren.
2. In verfahrensrechtlicher Hinsicht:
Die Verarrestierung (Guthabensperre) sei superprovisorisch sofort zu verfügen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.
Im Arrestgesuch wird unter anderem darauf hingewiesen, dass die B._ bereits ein früheres Arrestverfahren vor dem Regionalgericht Plessur gegen A._ durchgeführt habe, woraufhin ein Arrestbefehl erlassen und dieser auch prosequiert worden sei (Arrest Nr. _). Im Rahmen des darauffolgenden Rechtsöffnungsverfahrens habe das Regionalgericht Plessur definitive Rechtsöffnung erteilt. Dieser Entscheid sei aber durch das Kantonsgericht von Graubünden aus formellen Gründen aufgehoben worden (Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden KSK 19 21 vom 12. September 2019). Auf eine in der Folge gestützt auf Art. 63 ZPO beantragte Weiterführung des Verfahrens sei das Bezirksgericht Zürich mit Verfügung vom 25. Oktober 2019 nicht eingetreten. Da der frühere Arrest (Nr. _) durch die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 25. Oktober 2019 entfalle bzw. verfallen sei, bestehe die akute Gefahr, dass die Schuldnerin die Vermögenswerte transferiere und im Ergebnis dann ohne Substrat zu Gunsten der Gläubigerin dastehe. Als Forderungstitel bezeichnete die B._ drei österreichische Urteile, gemäss welchen ihr A._ umgerechnet insgesamt CHF 440'112.00 zuzüglich 5% Zins seit 17. Juni 2016 schulde.
B. Mit Arrestbefehl vom 7. November 2019 an das Stadtammann- und Betreibungsamt Zürich 1 bewilligte der Einzelrichter in Zivilsachen (SchKG) am Regionalgericht Plessur das Arrestgesuch (Proz. Nr. 335-2019-224).
C. Das Betreibungsamt Zürich 1 hat den Arrest am 8. November 2019 vollzogen und das Guthaben auf dem im Arrestgesuch genannten Konto der Schuldnerin bis zur Deckung der Arrestforderung nebst Kosten und Zinsen, d.h. bis zur Sperrlimite von CHF 630'000.00, verarrestiert (Arrest Nr. _). In der Arresturkunde wird auf den Vorrang des Arrestes Nr. _ für Forderungen im Betrag von ca. CHF 580’0000.00 auf die arrestierten Gegenstände hingewiesen.
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Zudem enthält die Arresturkunde den Hinweis, dass allfällig vom Arrest erfasste Forderungen nach Rechtskraft der Arresturkunde aus dem Arrestbeschlag entlassen würden. Dies wurde damit begründet, dass gewöhnliche Forderungen eines in der Schweiz wohnenden Schuldners nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes als an ihrem Wohnort gelegen gelten würden und die Schuldnerin im vorliegenden Arrestverfahren Wohnsitz in O.1_ habe, weshalb allfällige Forderungen durch das Betreibungsamt ihres Wohnortes zu verarrestieren seien.
D. Gegen den Arrestbefehl vom 7. November 2019 erhob A._ mit Eingabe vom 19. November 2019 (Poststempel) Einsprache beim Regionalgericht Plessur (Proz. Nr. 335-2019-242). Sie rügte nebst dem fehlenden Bestand der Forderung und der Nichtigkeit der präsentierten Titel – unter Beilage der Arresturkunde vom 8. November 2019, welche ihr rechtshilfeweise über das Betreibungsamt Plessur zugestellt worden war – den Erlass eines Arrestbefehls an ein unzuständiges Betreibungsamt.
E. Mit prozessleitender Verfügung vom 22. November 2019 forderte der Einzelrichter in Zivilsachen (SchKG) am Regionalgericht Plessur die B._ zur Stellungnahme auf und setzte A._ eine Frist für die Leistung des Kostenvorschusses von CHF 1‘000.00 an, welcher in der Folge fristgerecht bezahlt wurde.
F. Die B._ beantragte mit Stellungnahme vom 27. November 2019 die Abweisung der Einsprache, soweit auf dieselbe eingetreten werden könne.
G. Am 3. Dezember 2019 liess die B._ dem Gericht ein an ihren Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. iur. Vincent Augustin, adressiertes Schreiben des Stadtammann- und Betreibungsamtes Zürich 1 vom 2. Dezember 2019 überbringen und ersuchte formlos um nochmalige Ausstellung eines Arrestbefehls. Im genannten Schreiben des Stadtammann- und Betreibungsamtes Zürich 1 ("Mitteilung bezüglich Aufhebung des Arrestverfahrens im Sinne der Arresturkunde") wird bestätigt, dass die Arresturkunde vom 8. November 2019 in Rechtskraft erwachsen sei, und nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass die arrestierten Guthaben und Forderungen aus dem Beschlag entlassen würden.
H. Gleichentags entsprach der Einzelrichter in Zivilsachen (SchKG) am Regionalgericht Plessur dem Begehren um nochmalige Ausstellung eines Arrestbefehls und erteilte dem Betreibungsamt Plessur unter derselben
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Verfahrensnummer wie beim Arrestbefehl vom 7. November 2019 (Proz. Nr. -224) einen inhaltlich gleichlautenden Arrestbefehl.
I. Mit Entscheid ohne schriftliche Begründung vom 4. Dezember 2019, mitgeteilt am 5. Dezember 2019, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen (SchKG) am Regionalgericht Plessur was folgt:
1. Auf die Arresteinsprache von A._ vom 19. November 2019 wird nicht eingetreten.
2. Für diesen Entscheid werden keine Kosten erhoben. A._ wird der durch sie geleistete Kostenvorschuss von CHF 1‘000.00 durch den Kanton Graubünden erstattet.

## Considerations