# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f626edd6-dc89-4c9e-a953-2b0d7c85b7fa
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. A._ wurde am 18. November 2004 vom Bezirksarzt-Stellvertreter Dr. B._, mittels fürsorgerischer Freiheitsentziehung (FFE) in die Psychiatrische Klinik Z._ eingewiesen. Anlass war eine bereits früher in derselben Klinik diagnostizierte paranoide Schizophrenie, welche wieder akut geworden war. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bezirksgerichtsausschuss Plessur mit Urteil vom 2. Dezember 2004 abgewiesen und auch die hiergegen ergriffene Berufung wies das Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 16. Dezember 2004 ab. Am 27. Mai 2006 wurde A._ erneut mittels FFE in der Psychiatrischen Klinik Z._ zurückbehalten. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess der Bezirksgerichtsausschuss Plessur mit Urteil vom 7. Juni 2006 gut. Am 9. September 2009 trat A._ freiwillig in die Klinik ein und verliess diese am 2. Oktober 2009 wieder. Am 3. April 2010 trat A._ in Begleitung von zwei Kantonspolizisten erneut freiwillig in die Klinik ein, weil sie eigenen Angaben zufolge die letzten sieben Tage nicht mehr geschlafen habe und nicht mehr nach Hause könne, weil ihr Lebenspartner psychotisch und unter anderem gegen sie gewalttätig geworden sei. Gemäss Eintragungen der Klinik Z._ wollte A._ die Klinik Tags darauf bereits wieder verlassen, was der diensthabende Arzt allerdings nicht verantworten konnte, da sie widersprüchliche Aussagen gemacht habe und verwirrt und dysphorisch gewesen sei. Bevor es diesem möglich war, eine FFE auszusprechen, hatte A._ bereits ein Schreiben verfasst, mit welchem sie dagegen Beschwerde erhob. Nach Verfügung der FFE unterzeichnete sie dieses Schreiben, welches umgehend dem Bezirksgerichtsausschuss Plessur übermittelt wurde. Mit Beschluss vom 13. April 2010 nahm die Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur von der derzeit bestehenden ärztlichen fürsorgerischen Freiheitsentziehung Kenntnis und beauftragte die Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik Z._, für A._ nach der Akutphase ein Gutachten gemäss den Fragen im Anhang, insbesondere zum gesundheitlichen Zustand, zur Frage des vernunftgemässen Handelns sowie zur selbständigen Lebensgestaltung und Wohnfähigkeit zu erstellen. Am 19. April 2010 verliess A._ die Klinik vorzeitig und gegen den Rat der behandelnden Ärzte.
2. Das entsprechende Gutachten der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik Z._, datiert vom 22. September 2010 und bestätigte die bereits früher diagnostizierte paranoide Schizophrenie. Weiter wurde darin festgehalten, dass diese Krankheit – insbesondere in akuten Krankheitsphasen – die Urteils- und
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Handlungsfähigkeit dahingehend beeinträchtige, dass die Fähigkeit, vernunftgemäss zu handeln und die Tragweite der Handlungen realistisch einzuschätzen, eingeschränkt sei. Dies manifestiere sich namentlich im Umstand, dass A._ bestreite, krank zu sein und die Notwendigkeit der Medikamenteneinnahme nicht einsehe und diese auch weitgehend verweigere. In stabilen Zeiten könne sie vermutlich selbständig wohnen; bei akuten Krankheitsschüben sei sie jedoch nur eingeschränkt dazu in der Lage. Aus psychiatrischer Sicht wurde empfohlen, A._ einen Vormund oder mindestens einen Beistand zur Seite zu stellen, so dass im Falle einer Exazerbation der Krankheitssymptome oder bei Entgleisen der Stabilität der sozialen Situation zu deren Schutz schnell eingeschritten werden könne, da sie in der Vergangenheit wiederholt aus Uneinsichtigkeit eine adäquate Behandlung im notwendigen Umfang verweigert habe. In Bezug auf finanzielle Angelegenheiten wurde ihr mangelnde Urteilskraft attestiert. In stabilen Phasen könne die Krankheit ambulant behandelt werden, in Phasen der Exazerbation werde jedoch eine stationäre Behandlung notwendig.
3. Nachdem A._ mehrfach bei der Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur angerufen und die sofortige Einsetzung eines Beistands verlangt hatte, ordnete die Vormundschaftsbehörde mit Beschluss vom 27. Oktober 2010 für A._ eine Beistandschaft zur Vertretung, Einkommens- und Vermögensverwaltung (alt Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB) an und ernannte C._ von der Amtsvormundschaft Chur zur Beiständin. Diese wurde insbesondere damit beauftragt, die aktuelle Wohnsituation zu klären, eine adäquate Arbeitsmöglichkeit zu suchen, die Zusammenarbeit und die regelmässige Medikamenteneinnahme zu fördern und zu überwachen sowie die Koordination mit allen Involvierten sicherzustellen.
4. Aus gesundheitlichen Gründen trat A._ am 7. September 2011 auf Anraten ihrer Beiständin sowie Frau Dr. D._ ein weiteres Mal in die Klinik Z._ ein. Gemäss Bericht ihrer Beiständin waren Anzeichen von Verwahrlosung und mangelnder Hygiene erkennbar. Hinzugekommen seien Zwischenfälle mit ihrem Ex-Mann, ihren beiden Söhnen sowie ihrer Schwiegermutter. Ferner habe A._ auf Ende September 2011 ihre Wohnung gekündigt, was aus finanzieller Sicht unumgänglich gewesen sei. Eine neue Wohnung habe allerdings trotz Unterstützung der Amtsvormundschaft noch nicht gefunden werden können. Mit Schreiben vom 27. September 2011 erklärte sich Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty, welcher von A._ kurz zuvor mit der
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Vertretung und Wahrung ihrer Interessen beauftragt worden war, angesichts des schlechten Gesundheitszustands seiner Mandantin und der nach wie vor ungeklärten Wohnsituation bis auf weiteres mit dem Klinikaufenthalt einverstanden.
5. Mit Beschluss vom 6. März 2012 wies die Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur den mit Datum vom 27. Januar 2012 gestellten Antrag von A._ auf Aufhebung der bestehenden Beistandschaft ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bezirksgericht Plessur mit Entscheid vom 25. April 2012 abgewiesen.
6. In einem Zwischenbericht der Amtsvormundschaft des Kreises Chur vom 22. Mai 2012 wurden seit dem Wegzug von A._ aus ihrer Wohnung verschiedene kurzfristige Wohnaufenthalte – bei Bekannten, im Hotel E._, auf der Notschlafstelle – aufgelistet und darauf hingewiesen, dass sie sich in einer psychisch sehr schlechten Verfassung befinde, was die Wohnungssuche weiter erschwere bis verunmögliche. Seit mehr als einem Jahr nehme sie weder regelmässige hausärztliche noch psychiatrische Betreuung wahr. Sie gehe weiterhin keiner Beschäftigung nach und sei eigenen Angaben zufolge zeitweise obdachlos. Die gesundheitliche Verfassung von A._ müsse inzwischen als sehr schlecht bezeichnet werden, weshalb sie nach Ansicht der Beiständin und weiterer (am Rande) beteiligter Personen dringend auf ärztliche Hilfe angewiesen sei. Überdies fühle sich das soziale und insbesondere familiäre Umfeld durch A._ teilweise in erheblichem Masse belästigt und bedroht. Aufgrund der dargelegten Situation sprach die Beiständin die Empfehlung aus, A._ in Bezug auf ihre selbständige Wohnfähigkeit erneut stationär begutachten zu lassen. Als mögliche Option für das weitere Vorgehen kämen nach Ansicht der Beiständin allenfalls ein begleitetes Wohnen und eine ambulante psychiatrische Therapie mit regelmässiger Medikamentenabgabe in Frage. Durch dieses Setting könnte – so die Beiständin weiter – eine Stabilität der gesundheitlichen und sozialen Situation auf tiefem Niveau gewährleistet werden, obschon die Vergangenheit gezeigt habe, dass A._ längerfristig zur Zusammenarbeit weder bereit noch in der Lage sei.
7. Am 26. Mai 2012 liess F._, der Ex-Mann von A._, letztere erneut in die Klinik Z._ einweisen; dies sei aus seiner Sicht die einzige Lösung gewesen. Mit Rückhaltebeschluss der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik Z._, vom 30. Mai 2012 wurde A._ gegen ihren Willen in der Klinik
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zurückbehalten. Zur Begründung führte Dr. med. G._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, im Wesentlichen aus, er sei zum Schluss gekommen, dass ihr Gesundheitszustand so ernsthaft beeinträchtigt sei, dass sie unbedingt eine Behandlung in der Klinik benötige und die nötige persönliche Fürsorge ihr derzeit nicht anders gewährt werden könne. Damit seien bei ihr die Voraussetzungen für das Vorliegen einer fürsorgerischen Freiheitsentziehung gemäss alt Art. 397a-f ZGB erfüllt. In der Folge erklärte sich A._ mit der FFE bzw. dem Rückbehalt in der Klinik zur stationären Behandlung und zwecks Festlegens einer geeigneten Anschlusslösung einverstanden.
8. Am 6. Juni 2012 beschloss die Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur, A._ gestützt auf alt Art. 397a ff. ZGB in der Klinik Z._ zurückzubehalten und beauftragte die Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik Z._, A._ fachärztlich zu behandeln. Zusätzlich wurde die Beiständin beauftragt, mit A._ und den behandelnden Ärzten ein Konzept für die Lebensgestaltung nach deren Entlassung zu erarbeiten sowie alle im Hinblick auf die Entlassung von A._ bzw. auf die Umsetzung des Konzepts nötigen Vorkehrungen zu treffen. Eine dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bezirksgericht Plessur mit Entscheid vom 14. Juni 2012 abgewiesen.
9. Am 19. August 2012 nahm A._ in Begleitung ihrer Bezugsperson an einem „Schnupperabend“ in der Wohngemeinschaft Y._ teil. Dabei gewann die Gruppenleiterin den Eindruck, dass A._ wesentlich mehr Betreuung benötige als dies die Wohngemeinschaft Y._ bieten könne. In Frage käme beispielweise das Wohnheim X._ auf dem Klinikareal der Psychiatrischen Dienste Graubünden. Einer E-Mail der Beiständin vom 23. August 2012 ist jedoch zu entnehmen, dass A._ einen Eintritt in das besagte Wohnheim strikte ablehnte.
B. Am 26. September 2012 fand in der Klinik Z._ ein Standortgespräch statt, an welchem die zuständigen Ärzte, ein Pfleger, der Präsident der Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur, die Beiständin C._, A._ sowie H._, welcher von A._ eingeladen worden war, teilnahmen. Anlässlich dieses Gesprächs bestätigte H._, dass A._ vorübergehend bei ihm unterkommen und von dort aus eine Wohnung suchen könne. Auch er unterstützte aber die von der Vormundschaftsbehörde und ärztlicher Seite vorgeschlagene einzig denkbare Lösung, nämlich den Übertritt in ein Wohnheim unter gleichzeitiger Aufhebung der FFE. Die hierfür erforderliche Zusage von
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A._ blieb in der Folge jedoch aus. Auf einem Papier des Vereins I._ zuhanden der Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur verlangte A._ am 2. November 2012 die sofortige Entlassung aus der Klinik Z._.
C. Mit Beschluss vom 6. November 2012 lehnte die Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur den entsprechenden Antrag ab (Ziffer 1). Gleichzeitig wurde infolge Ausscheidens von C._ die für A._ geführte Beistandschaft auf J._ von der Amtsvormundschaft Chur übertragen (Ziffer 2). Die Ablehnung der Entlassung aus der fürsorgerischen Freiheitsentziehung wurde im Wesentlichen damit begründet, dass sich der aktuelle Zustand von A._ weder gegenüber jenem zum Zeitpunkt des Rückhaltebeschlusses vom 6. Juni 2012 noch gegenüber demjenigen zum Zeitpunkt des Standortgesprächs vom 26. September 2012 wesentlich verändert habe. Auch seien bezüglich Wohnfähigkeit und Selbstversorgung keine massgeblichen Entwicklungen festzustellen. Der Realitätsbezug von A._ sei weiterhin erheblich eingeschränkt. Sie könne ihre eigenen Fähigkeiten nicht adäquat einschätzen und sei leicht beeinflussbar. In ihrer Selbstversorgung sei sie offensichtlich eingeschränkt, weshalb sie auch nicht selbständig wohnfähig sei. Eine Entlassung würde mit grösster Wahrscheinlichkeit – wie in der Vergangenheit mehrfach vorgekommen – zum Absetzen der Medikamente und innert kürzester Zeit zu einer Verwahrlosung führen, mit der sich A._ selbst gefährden würde.
D. Gegen diesen Beschluss reichte die I._ namens von A._ am 8. November 2012 per Fax Beschwerde beim Bezirksgericht Plessur ein und verlangte die sofortige Freilassung von A._. Ergänzt wurde die Beschwerde am 19. November 2012 durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty. Eingereicht wurden alsdann Bestätigungen von H._ und K._, dass A._ bei ihnen wohnen könne.
E. Mit Entscheid vom 6. Dezember 2012, mitgeteilt am 12. Dezember 2012, wies das Bezirksgericht Plessur als erstinstanzliche Aufsichtsbehörde in Vormundschaftssachen die Beschwerde ab. In seiner Begründung hielt das Bezirksgericht Plessur fest, A._, welche aktenkundig an einer paranoiden Schizophrenie leide, könne die nötige persönliche Fürsorge nicht anders als durch Zurückhaltung in der Klinik erwiesen werden, sei sie doch gemäss Dr. med. L._ nicht imstande, selbständig zu leben. Folglich seien die gesetzlichen Voraussetzungen für die fürsorgerische Freiheitsentziehung im Sinne von alt Art. 397a ZGB vorliegend kumulativ erfüllt. Dem Gesundheitszustand von A._
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könne nur mittels therapeutischer Massnahmen begegnet werden, wofür es einer stationären Betreuung oder eines begleiteten Wohnens bedürfe; letzteres lehne sie jedoch vehement ab. Ihr Zustand erlaube aber keine Entlassung in eine Wohngemeinschaft ohne Betreuung, zumal sie bei akuten Krankheitsschüben eine erhebliche Belastung für ihr Umfeld, namentlich für ihre Kinder sowie ihren ehemaligen Ehemann, darstelle. Die Zurückbehaltung von A._ sei zum jetzigen Zeitpunkt somit gerechtfertigt.
F. Gegen diesen Entscheid liess A._ mit Eingabe vom 21. Dezember 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden mit folgendem Rechtsbegehren einreichen:
„1. Der angefochtene Entscheid vom 06./12. Dezember 2012 sei aufzuheben.
2. Der über Frau A._ verhängte FFE sei aufzuheben.
3. Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.“
Zudem wurde die Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragt. In der Begründung der Beschwerde wurde insbesondere kritisiert, dass die Diagnose der paranoiden Schizophrenie seit deren ersten Erwähnung vor zehn Jahren kritiklos weiter verwendet werde und letztmals in dem Gutachten vom 22. September 2010 erwähnt worden sei. Offensichtlich erachteten weder die Vormundschaftsbehörde noch die Vorinstanz es für erforderlich, das gesetzlich statuierte Gutachten, welches den jetzigen Status wiedergebe, einzuholen. Auch dass der Präsident der Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur sich persönlich mit A._ unterhalten habe, vermöge das fehlende Gutachten nicht aufzuwiegen.
G. Die Psychiatrischen Dienste Graubünden hielten in ihrer Vernehmlassung vom 8. Januar 2013 insbesondere fest, angesichts der gering ausgeprägten Krankheits- und Behandlungseinsicht von A._ sei zu erwarten, dass diese ohne die Unterstützung einer betreuten Wohnform relativ rasch die notwendige medikamentöse Behandlung abbreche und erneut psychotisch dekompensiere.
H. Am 28. Januar 2013 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt. Mit Urteil vom 28. Januar 2013, mitgeteilt am 5. Februar 2013, erkannte das Kantonsgericht von Graubünden sodann was folgt:
„1. Die Beschwerde wird dahin gutgeheissen, dass die Ziffern 1 und 2 des angefochtenen Entscheids des Bezirksgerichts Plessur vom 6. Dezember 2012 und die Ziffer 1 des angefochtenen Beschlusses der
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Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur vom 6. November 2012 aufgehoben werden.
2. Unter derzeitiger Aufrechterhaltung der fürsorgerischen Unterbringung von A._ wird die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden angewiesen, innert Monatsfrist ein aktuelles Gutachten über die Betroffene im Sinne der Erwägungen bei einem/r unabhängigen Sachverständigen einzuholen.
3. Nach Vorliegen des Gutachtens hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden unverzüglich einen neuen Entscheid zu fällen.
4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor Bezirksgericht Plessur von Fr. 800.-- gehen zu Lasten der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Plessur, welches A._ hierfür aus der Gerichtkasse mit Fr. 2‘000.-- (inkl. MwSt. und Barauslagen) zu entschädigen hat.
5. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor Kantonsgericht von Graubünden von Fr. 2‘500.-- verbleiben beim Kanton Graubünden. Für das Verfahren vor Kantonsgericht wird A._ mit Fr. 2‘044.20 (inkl. MwSt. und Barauslagen) aus der Gerichtskasse entschädigt.

## Considerations