# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 53d51e09-b9cc-4ed1-bc5f-fe5a9c1c15a5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die X._AG, Y._ sowie dessen Gesellschaft, die A._, schlossen am 8. Mai 2012 einen Mandatsvertrag ab. Gegenstand dieses Vertrages war die Emission von Anleihen in Zusammenhang mit dem sogenannten KLU-Alaska Projekt. Im Einzelnen ging es darum, Bohr- und Förderrechte an einem Erdöl- und Erdgasfeld in Alaska, welche die A._ besass, zu finanzieren. Hierzu schlossen die Parteien den vorerwähnten Vertrag, gemäss welchem sich die X._AG verpflichtete, sämtliche Massnahmen für die Emission einer Anleihe oder eines ähnlichen Wertpapiers für institutionelle Anleger mit einem Volumen von mindestens EUR 200'000'000.-- in die Wege zu leiten. Im Rahmen des Vertrages sollte die von Y._ geführte B._AG – eine Holdinggesellschaft, welche im Öl- und Gasgeschäft tätig ist und 100% der Anteile der A._ hält – durch die Ratingagentur C._ in Bezug auf das Ausfall- und Insolvenzrisiko bewertet werden. Als es in der Folge zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien kam, wurde der Mandatsvertrag sowohl durch Y._ als auch durch die X._AG im November 2012 gekündigt. Y._ leitete am 20. Dezember 2012 einen Zivilprozess gegen die X._AG ein und erhob beim Landgericht F._ Klage auf Rückerstattung von EUR 375'000.--, woraufhin die X._AG am 12. Februar 2013 Wider- und Drittwiderklage erhob. Der zwischen den Parteien aufgrund des Mandatsvertrages entstandene Rechtsstreit konnte am 22. Februar 2013 durch einen Vergleich beigelegt werden. Gemäss diesem Vergleich verpflichteten sich die A._ und Y._ gesamtschuldnerisch zur Zahlung von insgesamt EUR 2'000'000.--, wobei die erste Rate von EUR 750'000.-- unverzüglich fällig war, die zweite Rate von EUR 750'000.-- per 30. April 2013 und die letzte Rate von EUR 500'000.-- per 30. Juni 2013 zu leisten war. Die erste Rate wurde bezahlt, währendem die Zahlung der weiteren Raten ausblieb. Infolgedessen leitete die X._AG das Arrest- und Betreibungsverfahren ein.
B. Das Bezirksgericht Maloja stellte am 25. Juli 2013 den Arrestbefehl aus, woraufhin der Arrest vom Betreibungsamt Oberengadin/Bergell am nachfolgenden Tag vollzogen wurde. Zwecks Arrestprosequierung reichte die X._AG am 8. August 2013 das Betreibungsbegehren ein. Am 9. August 2013 stellte das Betreibungsamt Oberengadin/Bergell unter der Betreibungsnummer _ einen Zahlungsbefehl über die Forderungssumme von CHF 1'563'847.65 nebst Zins zu 5% seit dem 20. Juli 2013 aus mit Y._ als Schuldner und der X._AG als
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Gläubigerin. Nach Zustellung des Zahlungsbefehls erhob Y._ bzw. dessen Rechtsvertreter fristgerecht Rechtsvorschlag.
C. Die X._AG ersuchte den Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja mit Eingabe vom 15. Oktober 2013 um Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung in der Betreibungsnummer _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell für den Forderungsbetrag von CHF 1'563'847.65 zuzüglich 5% Zins seit dem 20. Juli 2013 sowie für die Arrest- und Betreibungskosten. Zur Begründung verwies die X._AG nebst dem Mandatsvertrag vom 8. Mai 2012 hauptsächlich auf den zwischen ihr und der A._ sowie Y._ am 22. Februar 2013 geschlossenen Vergleich. Y._ führte demgegenüber aus, dass der Vergleich sowohl durch ihn als auch seine Gesellschaft mit Schreiben vom 1. Juli 2013 wegen widerrechtlicher Drohung angefochten worden und diesbezüglich zurzeit ein Verfahren am Landgericht F._ hängig sei. Die Gesuchstellerin habe ihm bereits in ihrem Schreiben vom 20. November 2012 mit einer Negativpresse gedroht, was sich auf die Bewertung der B._AG durch die Ratingagentur und auf den Anleihenszins niedergeschlagen und letztlich die Finanzierung des D._ gefährdet hätte. Alsdann habe die Gesuchstellerin im Rahmen ihrer Wider- und Drittwiderklage vom 12. Februar 2013 schwerwiegende ruf- und geschäftsschädigende Vorwürfe erhoben, weshalb sich der Gesuchsgegner angesichts der Drohungssituation gezwungen sah, den Rechtsstreit mit dem Vergleich vom 22. Februar 2013 zu beenden. Einen Tag vor Unterzeichnung des Vergleichs sei das erpresserische Vorgehen der X._AG in einer eidesstattlichen Erklärung des damaligen Rechtsvertreters des Gesuchsgegners und der A._, Rechtsanwalt E._, bestätigt worden. Der Bestand der Forderung bzw. der provisorische Rechtsöffnungstitel könne vorliegend durch die glaubhaft gemachten Willensmängel, welche auf die widerrechtliche Drohung zurückzuführen seien, entkräftet werden.
D. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja erkannte mit Rechtsöffnungsentscheid vom 17. Dezember 2013, mitgeteilt am 6. Januar 2014, was folgt:
„1. Das Rechtsöffnungsbegehren in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell (Zahlungsbefehl vom 9. August 2013) wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von CHF 1'000.- werden der Gesuchstellerin auferlegt.
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Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, den Gesuchsgegner ausseramtlich mit CHF 2'000.- zu entschädigen.

## Considerations