# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 83d6e5a2-5ebc-48dd-8388-10d650233347
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1974, war seit 2004 als Mitarbeiter im Sicherheits
dienst eines Luftverkehrsunternehmens am Standort Zürich angestellt und bei der
Schweizerische
n
Unfallversicherungsanstalt
(SUVA) unfallversichert, als er am 21. Februar 2010 beim Skifahren ein Distorsionstrauma am linken Knie erlitt (Urk. 10/168).
Nach zweimaliger operativer Versorgung und protrahiertem Heilungsverlauf war nach der Beurteilung von SUVA-Kreisarzt Dr. med.
Y._
, Chirur
gie FMH am 16. Mai 2012 von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Versi
cherten mehr zu erwarten und stellte Dr.
Y._
fest, dass der Versicherte zwar nicht mehr gleich mobil sei wie vor dem Unfall, weshalb er die „berufli
che Tätigkeit als Sicher
heitsbeamter bei einer Fluggesellschaft wohl
gerecht
fertigterweise
nicht mehr aufnehmen“ und zufolge seiner angeborenen Legasthenie auch nicht in den erlernten Beruf des Maschineningenieurs ein
gegliedert werden könne. Gleich
wohl sei der Versicherte aber in der Lage, unter Berücksichtigung der
Mobili
täts
- und Belastungseinschränkungen für das linke Knie weiterhin einfache Kontroll- und Überwachungstätigkeiten ohne grosse Anforderungen an die Schreib- und Lesekompetenz sowie leichte Montage und manuelle Tätigkeiten im bisherigen Umfang vollumfänglich auszuüben. Nicht zumutbar seien
Zusatz
belastungen
statisch über 15 kg und
kurzstreckig
gehend über 10 kg, Stehen mit ausschliesslich axialer Belastung des linken Beins, Zwangshaltungen für das linke Bein, repetitive Stoss-, Zug- und Drehbewegungen, axiales Abstützen und Gehen auf unebenem Unter
grund, repetitives Treppensteigen, Arbeit auf Leitern und Gerüsten, boden
nahe kauernde und kniende Tätigkeiten, Schläge und Vib
rationen (Urk. 10/203).
1.2
1.2.1
Nach Vorliegen dieses Berichts ermittelte die SUVA den versicherten Ver
dienst im Jahr vor dem Unfall (Fr. 97‘717.-- inkl. Fr. 4‘342.85 Kinderzulagen, Urk. 10/229) und errechnete daraus ein mutmassliches
Valideneinkommen
in Höhe von Fr. 94‘904.-- (Fr. 97‘717.-- abzüglich Fr. 4‘342.85 Kinderzulagen = Fr. 93‘374.-- / Lohnindex 2009: 2‘136 x Lohnindex 2011: 2‘171, Urk. 10/235) für das Jahr 2011. Das Invalideneinkommen erhob die SUVA anhand der durchschnittlichen Jahreslöhne von fünf dokumentierten
Arbeitsplätzen, was einen Durchschnitt von Fr. 59‘493.-- ergab (Urk. 10/230). Aus dem
Einkom
mensvergleich
resultierte ein Invaliditätsgrad von 37 % (Urk. 10/235).
1.2.2
In seiner Stellungnahme vom 14. Dezember 2012 zum Einkommensvergleich der SUVA wies der Versicherte darauf hin, dass er im Stundenlohn
entlöhnt
worden sei und dass ihm arbeitsvertraglich eine jährliche Erhöhung des Stun
denlohnes von Fr. 0.50 zugesichert worden sei. Da die Anzahl jährlicher Arbeitsstunden nicht vertraglich fixiert und in den Jahren vor dem Unfall vari
abel gewesen sei, sei das
Valideneinkommen
aufgrund der in den Jahren 2007 bis 2009 durchschnittlich geleisteten Jahresstunden (2‘224.77) zum
Stunden
ansatz
des Berechnungsjahres zu ermitteln. Die
s
ergebe Einkommen von Fr. 97‘733.54 für das Jahr 2010, Fr. 99‘991.82 für das Jahr 2011 und Fr. 102‘456.22 für das Jahr 2012. Sodann seien bei der Festlegung des mut
masslich entgangenen
Valideneinkommens
weitere vom Arbeitgeber
ge
währte Vergünstigungen und Vermögensvorteile, wie verbilligte Flüge,
Bahnabonnemente, Krankenkassenbeiträge, Fitnessabonnemente,
Wäsche
ent
schädigungen
zu berücksichtigen. Daraus ergebe sich ein
Validenein
kommen
von mindestens Fr. 120‘539.82 bzw. im Vergleich mit dem von der SUVA ermittelten
Invaliden
einkommen
ein Invaliditätsgrad von 50.64 % für das Jahr 2011 (Urk. 10/243).
1.2.3
Nach
Beizug
des IK-Auszugs (Urk. 10/249) sowie der Erläuterungen des Ver
si
cherten zur Berechnungsweise der
Valideneinkommen
(Urk. 10/250), teilte die SUVA dem Versicherten
am 8. März 2013
mit, dass sie aufgrund der in den Jahren 2007 bis 2009 durchschnittlich entschädigten Stunden (2‘624) zum Stundenansatz des Jahres 2011 (Fr. 31.88), zuzüglich Überstun
den
zuschläge, Essensentschädigung und Ferienentschädigung ein
Validen
ein
kommen
von Fr. 95‘409.95 ermittelt habe (vgl. Urk. 10/252), welches im Ver
gleich mit dem unstrittigen
Invalidenein
kommen
einen Invaliditätsgrad von gerundet 38 % ergebe.
Da der
Validenlohn
anhand der AHV-pflichtigen Lohn
bestandteile ermittelt werde, könnten Vorzüge wie Flugverbilligungen, Fitness- und
Bahnabonne
mente
nicht berücksichtigt werden (Urk. 10/251). Demgegenüber vertrat der Versicherte mit Schreiben vom 13. Mai 2013 unter Hinweis auf die einschlägi
gen Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenver
sicherung
(AHVG) die Auffassung, bei den von ihm genannten Vorteilen handle es sich durchwegs um AHV-pflichtige
Lohn
bestandteile
(Urk. 10/258).
1.2.4
In der Fallabschlussverfügung vom 4. Juli 2013 ermittelte die SUVA das
Vali
den
einkommen
gestützt auf die mit der AHV abgerechneten Jahreslöhne der letzten fünf Jahre vor dem Unfall (2005-2009), wobei sie den Mittelwert von Fr. 94‘246.-- zeitlich dem Jahr 2007 zuordnete und über die
Lohn
indexwerte
der Jahre 2007 und 2011 auf Fr. 99‘955.-- für das Jahr 2011 hochrechnete. Im Vergleich mit dem unstrittigen Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 59‘493.-- ergab dies eine Lohneinbusse bzw. einen
Invaliditäts
grad
von gerundet 40 % (Urk. 10/268).
In der dagegen erhobenen Einsprache vom 3. September 2013 verlangte der Versicherte unter Hinweis auf das Bundesgerichtsurteil 8C_465/2009 vom 12. Dezember 2010 nebst der Festsetzung eines mutmasslich entgangenen Erwerbseinkommens von Fr. 102‘456.22 die Berücksichtigung von Vergünsti
gungen und Vorteilsgewährungen in Höhe von Fr. 19‘340.--, woraus sich ein
Valideneinkommen
von Fr. 121‘804.22 und ein Invaliditätsgrad von gerundet 51 % ergebe (Urk. 10/272).
1.2.5
Im
Einspracheentscheid
vom 10. September 2013 trug die SUVA den Ein
wän
den des Versicherten betreffend die Ermittlung des
Valideneinkom
mens
teilweise Rechnung, indem sie dem Antrag entsprach, aufgrund der durch
schnittlichen Anzahl von Arbeitsstunden aus den Jahren vor dem Unfall von einem mut
masslich entgangenen Einkommen in Höhe von Fr. 102‘456.22 auszugehen, und die Krankenkassenbeiträge des Arbeitsgebers in Höhe von Fr. 840.--/Jahr als massgebender Lohnbestandteil zu akzep
tieren. Die Berück
sichtigung der übrigen Vergünstigungen und Vorteilsge
währungen, insbe
sondere von Verbilligungen für Flüge im Umfang von Fr. 16‘600.--, lehnte die SUVA ab. Daraus ergab sich in teilweiser Gut
heissung der Einsprache ein Invaliditätsgrad von gerundet 42 % (Urk. 2).
2.
2.1
Mit der dagegen erhobenen Beschwerde vom 9. Oktober 2013 verlangte der Versi
cherte sinngemäss, es sei der Invaliditätsgrad mittels eines
Validenein
kommens
von höher als Fr. 103‘296.-- zu errechnen, welches sich aus der Berücksichtigung von Verbilligungen für Flüge ergebe, wobei das Gericht im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen beim ehemaligen Arbeitgeber anzufragen habe (eventualiter sei die Beschwerdegegnerin hierzu zu verpflichten), in welchem Umfang der Beschwerdeführer von solchen Ver
billi
gungen profitiert ha
be
und im Gesundheitsfall weiter profitieren könnte (Urk. 1 S. 2 in Verbindung mit S. 4 f.).
Dies lehnte die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 31. Januar 2014 ab, unter Hinweis darauf, dass es sich bei den Verbilligungen für Flüge nicht um regelmässig erbrachte Naturalleistungen handle und sich deren Geld
wert nicht ermitteln lasse (Urk. 9).
Replicando
wandte der Beschwerdeführer ein, dass Praktikabilität und Ver
hält
nis
mässigkeit des Verwaltungsaufwands keine zulässigen Argumente seien, um von notwendigen Abklärungshandlungen abzusehen (Urk. 15).
Am 29. September 2014 wurde der Schriftenwechsel mit der Zustellung der Dup
lik an den Beschwerdeführer abgeschlossen (Urk. 22).
2.2
Mit dem Urteil IV.2015.00077 vom
26. November
2015 in Sachen des Beschwer
deführers gegen die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wies
das Sozialversicherungsgericht
die
vom Beschwerdeführer
erhobene Beschwerde vom 19. Januar 2015 gegen die Verfügung der IV
Stelle vom 1. Dezember 2014 ab
(Urk. 32/1).
2.2.1
In besagter Verfügung hatte die IV-Stelle einen Rentenanspruch
aufgrund der Folgen des Unfalls vom 21. Februar 2010
ver
neint.
In dem der ange
fochtenen Verfügung zugrunde gelegenen Einkommensvergleich (vgl. Urteil IV.2015.00077 vom 26. November 2015, Sachverhalt-Ziffer 1.3) ging die IV
Stelle davon aus, dass der Versicherte aufgrund des
Zumut
barkeits
profils
seinen erlernten Beruf als Maschineningenieur ausüben könne. Sie stellte daher zur Ermittlung des
Invali
deneinkommens
auf den
Tätigkeits
bereich: Analysieren, programmieren, Opera
ting, Ziff. 29 in Tabelle
7 zur LSE 2008 ab und konzedierte, dass der Versicherte mangels einschlägiger beruf
licher Erfahrungen mit seinen theoretischen Kennt
nissen in diesem Arbeits
bereich nur einfache und repetitive Tätigkeiten ver
richten könne. Den stan
dardi
sier
ten Bruttolohn für solche Tätigkeiten (Fr. 5‘881.--) rechnete sie unter Berück
sichtigung der betriebsüblichen Arbeits
zeiten und der
Nominal
lohn
ent
wicklung
zu einem Jahreslohn von Fr. 77‘439.65 für das Jahr 2013 um. Die Legasthenie des Versicherten wurde als
lohnmin
dernder
Faktor von 5 % berück
sichtigt, woraus sich ein Invalideneinkommen von Fr. 73‘567.65 ergab.
Da der Versicherte als Sicherheitsbeamter im Stundenlohn angestellt gewesen war und der Auszug aus dem individuellen AHV-Konto zwischen 2004 und 2010 keinen kontinuierlichen Lohnanstieg auswies, stellte die IV-Stelle für die Ermittlung des
Valideneinkommens
auf den Durchschnittslohn der letzten fünf Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens ab (ebenfalls unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung), nämlich Fr. 99
‘235.50.
Dieser
Ein
kommensvergleich
ergab eine Erwerbseinbusse von Fr. 25‘667.85 bzw. einen für einen Rentenanspruch nicht ausreichenden Invaliditätsgrad von 26 %.
2.2.2
Im Rahmen der Überprüfung dieses Einkommensvergleichs
verwarf d
as
Sozial
versicherungsgericht
den Einwand des Beschwerdeführers, dass seine seit Kindheit bestehende Legasthenie stärker als das mögliche
Invalidenein
kommen
mindernder Faktor zu berücksichtigen sei, mit dem Hinweis darauf, dass sich diese Legasthenie bis zum Unfall vom 21. Februar 2010 nicht
sig
nifikant
auf seine berufliche und soziale Karriere ausgewirkt habe
und seine Probleme in der schriftlichen Kommunikation eher auf einen noch unge
nügenden Erwerb der deutschen Sprache als auf eine seit Kindheit beste
hende gesundheitliche Behinderung zurückzuführen sei (E. 2.1). Alsdann
bestätigte es die Angemessenheit der von der IV-Stelle
für das
I
nvalidenein
kommen
angenommenen
Tablellenlohns
(E. 2.2).
Beim
Valideneinkommen
lehnte es
das Gericht
ab
, vom durch die SUVA bereits anerkannten Betrag auszugehen und - mit Ausnahme der
vom Arbeit
geber zu Unrecht nicht als AHV-abgabepflichtig deklarierten
Kranken
kassen
beiträge
(vgl. E. 2.4) -
weitere vom Arbeitgeber gewährte Vergün
sti
gungen und Vermögensvorteile, unter anderem
auch
die gemäss vorstehen
der Ziffer 2.1 im vorliegenden Fall
noch
strittigen Flugverbilligungen
,
zu berück
sichtigen
(E. 2.3).
2.2.3
Gleichzeitig mit dem vorstehend erwähnten Urteil vom 26. November 2015 im Prozess IV.2015.00077 wies das Gericht den Beschwerdeführer im vor
liegenden Prozess darauf hin, dass - wie
der Beschwerdeführe
r selber zutref
fend festgestellt habe - ein Versicherungsträger zwar nicht an die Feststel
lungen gebunden
sei
, welche ein anderer Versicherungs
träger hinsichtlich des zu beurteilenden Sa
chverhalts bereits getroffen habe, d
ie
se
aber als Indiz für eine zuverlässige Beurteilung zu berücksichtigen
seien, weshalb auch das Sozialversicherungsgericht bei seinem Entscheid über die Beschwerde im unfallversicherungsrechtlichen Prozess der Invaliditätsbemessung im Urteil IV.2015.00077 Rechnung zu tragen haben werde (E. 1). Der vom Gericht zu fällende Sachentscheid könne zu einem tieferen
Invali
ditätsgrad
als dem mit dem
Einspracheentscheid
der SUVA festgesetzten führen und damit eine Schlechterstellung des Beschwerdeführers zur Folge haben (
reforma
tio
in
peius
), weshalb ihm Gelegenheit zu geben
sei
, in Kenntnis des
invalidenversi
cherungsrechtlichen
Urteils die Chancen und -risiken des vorliegenden Pro
zes
ses nochmals abzuwägen und dabei eine etwaige nachteilige Abänderung des angefochtenen Entscheides in Betracht zu ziehen. Er
werde
auf die Mög
lichkeit aufmerksam
ge
mach
t
, die Beschwerde zurückzuziehen, womit der angefoch
tene
E
insprachee
ntscheid
in Rechtskraft erwachsen würde
(Beschluss vom 26. November 2015, Urk. 23)
.
Nach Erhalt dieser
reformatio
-in-
peius
-Androhung gelangte der Beschwerde
führer mit Eingabe vom 15. Dezember 2015 an das Gericht und beantragte, das vorliegende Verfahren bis zum Eintritt der Rechtskraft des
invaliden
ver
siche
rungs
rechtlichen
Entscheids (Urteil IV.2015.00077 vom 26. No
vem
ber 2015) zu sistieren (Urk. 25). Diesem Begehren wurde mit
Referenten
ver
fü
gung
vom 4. Januar 2016 entsprochen (Urk. 26).
2.2.4
Mit dem Urteil 8C_45/201
6
vom 16. Juni 2016 hob das Bundesgericht das Urteil IV.2015.00077 auf und stellte fest, dass der Beschwerdeführer (auf
grund eines nicht genau festgelegten, aber jedenfalls 40 % über
steigenden Invaliditätsgrads, vgl. E. 5.4) ab dem von der Verwaltung noch festzu
setzen
den Zeitpunkt des Rentenbeginns Anspruch auf eine
Viertels
rente
der Invali
denversicherung habe (Urk. 14 im Prozess G.-Nr.
IV.2015.00077).
Gestützt darauf gelangte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. Juni 2016 an das Sozialversicherungsgericht und beantragte
die Klärung der „in vorliegender Angelegenheit“ noch offenen Rechtsfragen
unter Berücksichti
gung des durch das Bundesgerichtsurteil vom 16. Juni 2016 veränderten Sachverhalts (Urk. 28).
Diesem Begehren entsprechend wurde zunächst dem Beschwerdeführer Gele
genheit gegeben, in Präzisierung seiner Eingabe darzulegen, inwiefern seiner Meinung nach der dem Beschluss des Sozialversicherungsgerichts vom 26. November 2015 zugrunde gelegene Sachverhalt (Urk. 23 S. 2-5) durch das Bundesgerichtsurteil 8C_45/2015 vom 16. Juni 2016 (Urk. 14 im Prozess G.-Nr. IV.2015.00077) eine Veränderung erfahren habe bzw. welche Schlüsse seiner Meinung nach hinsichtlich des vorliegend zu beurteilenden Sachver
halts aus dem Bundesgerichtsurteil 8C_45/2016 vom 16. Juni 2016 zu ziehen seien.
2.2.5
Nachd
em der Beschwerdeführer seine ergänzende
Stellungnahme
eingereicht hatte (Eingabe vom 18. Oktober 2015, Urk. 31), wurde der
Beschwerde
gegne
rin
unter Zustellung der Urteile des
Sozialversicherungs
gerichts
IV.2015.00077
vom 26. November 2015 (Urk. 32/1) und des Bundesgerichts 8C_45/2016 vom 16. Juni 2016 (Urk. 32/2) sowie der
diesbezüglichen
Stellung
nahmen des Beschwerdeführers (Urk. 28 und Urk. 31) das rechtliche Gehör gewährt (Verfügung vom 21. Oktober 2016, Urk. 33).
2.2.6
Zur Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 8. Februar 2027 (Urk. 37) konnte sich der Beschwerdeführer abschliessend mit seiner Eingabe vom 20. Februar 2017 äussern (Urk. 40)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im vorliegenden Prozess ist einzig die Höhe des
Valideneinkommens
strittig, genauer: die Frage, ob - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht - bei der Festlegung des
Valideneinkommens
zusätzlich zu den im angefochtenen
Einspracheentscheid
berücksichtigten Lohnbestandteilen in der Gesamthöhe von Fr. 103‘296.-- (vgl. Urk. 2 S. 8) noch der Geldwert von
Flugverbilli
gungen
im Betrag von ca. Fr. 16‘000.-- einzubeziehen sei (Urk. 1 S. 3 und S. 5).
1.2
Eben diese Frage war - nebst anderen - auch im Prozess IV.2015.00077 aufge
worfen worden. Das Sozialversicherungsgericht hat in den Erwägungen seines Urteil vom 26. November 2015 dazu Folgendes festgehalten
(E. 2.3.4)
:
„
Mangels allgemeinverbindlicher Festpreise im Linienflugverkehr und man
gels einer arbeitsvertraglichen Regelung zur Bestimmung des AHV-pflichti
gen Betrags bzw. einer effektiv erfolgten
Verabgabung
oder zumindest einer Betragsdeklaration in den monatlichen Arbeitsrapporten des Beschwerde
führers (analog Essensentschädigung, Krankenkassenbeitrag und Wäsche) kann
b
ei den vom Beschwerdeführer und seiner Familie sporadisch konsu
mierten „Flugverbilligungen“ nicht überprüft werden, inwie
weit solche Preis
nachlässe auf den „regulären Preis“ ad
personam
(wegen der Betriebszuge
hörigkeit) und inwieweit ad
situationem
(Auslastung des Flugzeugs beim betreffenden Flug) gewährt wurden. Deshalb könnte der als Lohn AHV-pflichtige Geldwert solcher Vergünstigungen nicht einmal annähernd bestimmt werden und kann es sich nicht um „regelmässige Naturalbezüge“ im Sinne von Art. 7
lit
. f AHVV handeln.
Sodann ist unter Hinweis auf Erwägung 4.1 des vom Beschwerdeführer zitier
ten Bundesgerichtsurteils 8C_465/2009 vom 12. Februar 2010 in beweisrechtlicher Hinsicht zu vermuten, dass der Beschwerdeführer während der Dauer des Anstellungsverhältnisses die von der Arbeitgeberin praktizierte AHV-rechtliche Abrechnung nicht beanstandet hatte, weshalb er es sich sel
ber zuzu
schreiben hat, dass der AHV-pflichtige Geldwert der von ihm und seiner Familie konsumierten Flugvergünstigungen ex
post
nicht mehr ermit
telt werden kann.“
1.3
Das Bundesgericht wies in den Erwägungen seines Urteils 8C_45/2016 unter anderem auf die
im
invalidenversicherungsrechtlichen
Streitfall
zur Plausibi
lisierung der Invaliditätsbemessung taugliche
Bemessung
der SUVA
hin
(E. 5.3) und erwähnte die diskrepanten Schätzungen des
Valideneinkommens
durch die IV-Stelle, das Sozialversicherungsgericht und den Beschwerde
führer, liess aber offen, von welchem der zur Diskussion stehenden Beträge
aus
zugehen sei, da
aufgrund der v
om Bundesgericht vorgenommenen K
orrek
tur
des Invalideneinkommens auf Fr. 59‘255.--
bereits der tiefste dieser Werte
zu einem Invaliditätsgrad von knapp über 40 % und einem Anspruch auf eine Viertelrente der Invalidenversicherung führe (E. 5.4).
2.
2.1
Im zusätzl
ichen Schriftenwechsel
z
ur Klärung der Frage, ob bzw.
inwiefern nach der bundesgerichtlichen Reformation des
invalidenversicherungs
rechtli
chen
Urteils IV.2015.00077 im Hinblick auf den hier zu fällenden
unfall
ver
sicherungsrechtlichen
Entscheid „noch
zu klärende Rechtsfragen
“ verbleiben
und
ein
„
veränderter
Sachverhalt“
zu berücksichtigen ist
(
vgl.
Ein
gabe des Beschwerdeführers vom 30. Juni 2016,
Urk. 28),
machte der Beschwer
de
führer lediglich geltend, dass für den Entscheid über die
AHV
Pflichtig
keit
von Flugverbilligungen
im Jahr 2013 die Rechtsprechung des damaligen Eid
genössischen Versicherungsgerichts über die
AHV
Pflichtig
keit
unentgeltli
cher Anzüge für die Mitarbeiter eines
Kleider
geschäfts
aus dem Jahr 1968 und die freie Verpflegung eines
Zivilschutz
instruktors
aus dem Jahr 1975 als einschlägig zu beachten sei
(Urk. 31 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin wies darauf hin, dass dem
invalidenversicherungs
rechtlichen
Bundesgerichtsurteil vom 16. Juni 2016 keinerlei Anhaltspunkte dafür entnommen werden könnten, dass das
im
unfallversicherungs
rechtli
chen
Verfahren gleichermassen
massgebliche
Valideneinkommen
höher zu veranschlagen sei, als der von der Beschwerdegegnerin im
Ein
sprache
ent
scheid
zugestandene Betrag von Fr. 103‘296.-- (Urk. 37).
Dem hielt der Beschwerdeführer
abschliessend
entgegen, er habe das ihm Mögliche getan, um die Bezüge nachzuweisen. Die Beschwerdegegnerin ver
letze ihre Abklärungspflicht
, wenn sie keine weiteren Auskünfte einhole (Urk. 40).
2.2
In seinen
dem Beschwerdeführer
mit dem Urteil IV.2015.00077 zur Kenntnis gebrachten (und vom Bundesgericht
in dessen Urteil 8C_45/2016 nicht als rechtsfehlerhaft verworfenen)
Überlegungen zur
Frage
der Berücksichtigung von Flugverbilligungen als „regelmässige Naturalbezüge“ im Sinne von Art. 7
lit
. f der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV, vgl. E. 1.2)
hat das Sozialversicherungsgericht klar zum Ausdruck gebracht, dass hierbei das Hauptproblem nicht im Nachweis des Konsums der Flugverbilligungen
für Mitarbeiter und deren Angehörige
liegt, sondern
darin,
dass
in Zeiten, in denen - gerichtsnotorisch - Flugreisen auch für nicht
betriebsangehörige
Passagiere teilweise zu Preisen angeboten werden, welche nur knapp die anfallenden Flughafengebühren decken,
der Geldwert
der kon
sumierten
Flugverbilligungen
nicht
echtzeitlich
deklariert wurde
und eine
nachträgliche
Bestimmung mangels vertraglich vereinbarter Kriterien nicht möglich ist.
Dazu hat sich der Beschwerdefü
hrer
nicht
geäussert. Er hat
nur die For
de
rung nach zusätzlichen Abklärungen zur Verifizierung der von ihm und seiner Familie getätigten Flugreisen wiederholt.
Für das Gericht ist nicht ersicht
lich, was es
dem Vorstehenden
noch beifügen könnte.
Ebenso wenig ist im Lichte der
in Erwägung 1.2 dargelegten
Unterschiede zwischen Flugverbilligungen und
den
anderen
Naturalbezügen
des Beschwer
deführers (Essensentschädigung, Krankenkassenbeitrag und Wäsche, vgl. E. 1.2) ersichtlich, was der Beschwerdeführer aus der diesbezüglichen rund 40
Jahre zurückliegenden Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen
Ver
si
che
rungs
gerichts
zu seinen Gunsten ableiten will. Auch hier
kann nur
auf das dem Beschwerdeführer bereits aus dem U
rteil IV.2015.00077 Bekannte
verw
ie
sen
werden
.
2.3
Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer
auch in seinen
nach
Ergehen des Bundesgerichtsurteils 8C_45/2016 vom 16. Juni 2016 eingereichten Stellung
nahmen
nicht darlegen können, weshalb das
Sozialversiche
rungs
ge
richt
im vorliegenden Prozess hinsichtlich der hier einzig strittigen Frage der Berücksichtigung von Flugverbilligungen bei der Ermittlung des
Validen
ein
kommens
anders entscheiden sollte
als in seinem
invalidenver
siche
rungs
rechtlichen
Entscheid IV.2015.00077 vom 26. November 2016. Aus diesem Grund ist die Beschwerde gegen den diese Flugverbilligungen nicht berück
sichtigenden
Einspracheentscheid
vom 10. September 2013 (Urk. 2) abzu
weisen.