# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5b6ed1fd-cafb-4efd-9cbf-06022a6b8ac1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1958 geborene
X._
meldete sich am 12. April 1988 erst
mals zum Bezug von Leistungen (Rente) der Eidgenössischen Invalidenversi
che
rung (IV) an (Urk. 10/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Y._
,
IV
-Kommission
, traf daraufhin berufliche, erwerbliche sowie medizi
nische Ab
klä
rungen und verfügte am 24. November 1988
– unter Hinweis da
rauf, dass die Wartezeit von 360 Tagen noch nicht erfüllt sei – die Abweisung des Renten
be
gehrens (Urk. 10/8).
1.2
Nachdem die Versicherte sich am 2. Oktober 1990 erneut zum Leistungsbezug
(Berufsberatung, Rente) angemeldet hatte (Urk. 10/11), sprach ihr die IV-Kommi
s
sion des Kantons
Y._
– nach Durchführung einschlägiger Ab
klärun
gen – für die Dauer vom 1. September bis
31. Oktober 1990
eine auf einem
In
va
liditätsgrad
von 50 % beruhende halbe
Rente zu (Urk. 10/17
f.
; vgl.
Verfü
gung Ausgleichskasse des Kantons Zürich vom 22. August 1991 [Urk. 10/19])
.
1.3
Am 25. Juni 1996 ersuchte
X._
abermals um Leistungen
(Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Rente) der IV (Urk. 10/24).
Die aufgrund des zwischenzeitlich erfolgten Umzugs der Versi
cherten (Urk. 10/22) neu zuständige IV-Stelle des Kantons Zürich
tätigte
in der Folge entsprechende Abklärungen und sprach ihr mit Verfügung vom 21. November 1997 (Urk. 10/37) mit Wirkung ab 1. Ju
n
i 1995 eine auf einem Invaliditätsgrad von 42 % beruhende
Viertel
s
rente
zu (Urk. 10/37).
Dabei ging sie davon aus, dass die Versicherte als Hausfrau aufgrund eines manisch-de
pressiven Krank
heits
bilds mit
schizoaffektivem
Charakter und einer paranoiden Depression in ihrer Tätigkeit im Haushalt zu 41,8 % eingeschränkt sei (Urk. 10/30).
1.4
M
it Verfügung vom 4. Februar 1998
(Urk. 10/43; vgl. auch
Urk. 10/40 und
Urk. 10/42) erhöhte die IV-Stelle die
Viertelsrente
– ausgehend davon, dass die
an einer
schizoaffektiven
Störung leidende
Versicherte im Gesundheitsfall per August
1997 eine ausserhäusliche Tätigkeit im Pensum von 25 % aufgenommen hätte
und im Erwerbsbereich zu 100 % arbeits
un
fähig sei
–
mit Wirkung ab 1. November 1997
auf eine auf einem Invaliditätsgrad von 56 % basierende halbe Rente.
1.5
Anlässlich der
im Oktober 2000
(Urk. 10/45) beziehungsweise im Juni 2003
(Urk. 10/52)
von Amtes wegen veranlassten Revisionsverfahren holte die IV-Stelle
jeweils
aktuelle medizinische Berichte ein und bestätigte den Anspruch auf eine halbe Rente daraufhin mit Mitteilung
en
vom 12. Januar 2001 (Urk. 10/50)
respektive vom 8. Oktober 2003 (Urk. 10/59)
.
1.6
Am 1. Juni 2004 stellte die Versicherte ein Gesuch um berufliche Massnahmen (Urk. 10/60). Nach entsprechenden Abklärungen teilte ihr die IV-Stelle mit Ver
fügung vom 25. August 2004 (Urk. 10/69) mit, dass eine Arbeitsvermittlung zur
zeit nicht möglich sei.
1
.
7
Im
Rahmen des im Februar 2007 von Amtes wegen initiierten
Revisionsverfah
rens
(Urk. 10/86) holte die IV-Stelle einen IK-Auszug (Urk. 10/87) sowie einen Bericht der behandelnden Ärztin (Urk. 10/88) ein und bestätigte den Anspruch auf eine halbe Rente daraufhin mit Mitteilung vom 2. April 2007 (Urk. 10/90).
1.8
Das von der Versicherten in der Folge im Sommer 20
10
gestellte
(undatierte)
Rentenerhöhungsgesuch (Urk. 10/92) wies die IV-Stelle – nach
Vornahme
ein
schlägiger Abklärungen und nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 10/103) – mit Verfügung
vom 8. Juni 2011 (
weiterhin Anspruch auf bis
herige halbe Rente;
Urk. 10/105) ab.
1.
9
Im Mai 2013 initiierte die IV-Stelle ein
weiteres
Revisionsverfahren (Urk. 10/111).
Im Rahmen ihrer daraufhin getroffenen Abklärungen liess sie die Versicherte am 11. November 2013 von Prof. Dr. med. habil.
Z._
, Fach
arzt FMH für Neurologie, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
Interventionelle
Schmerztherapie SSIPM, Vertrauensarzt SGV, Zertifizierter Me
dizinischer Gut
ach
ter SIM, untersuchen (vgl. Gutachten vom 15. November 2013, Urk. 10/122) und h
olte einen Haushaltabklärungsbericht (Urk. 10/128) ein. In Bestätigung ihres Vorbescheids vom 14. Juli 2014 (Urk. 10/131) verfügte die IV-Stelle in der Folge – ausgehend von einer 44%igen Einschränkung im
(neu)
mit 80 % zu wertenden Erwerbsbereich und von einer
rund
23%igen Ein
schränkung im
Haus
haltbereich
beziehungsweise einem Gesamtinvaliditätsgrad von 40 % - am 17. Dezember 2014 die Herabsetzung der halben auf eine
Vier
telsrente
mit Wirkung ab 1. Februar 2015 (Urk. 2
, Urk. 10/138)
.
2.
Gegen diese Verfügung (Urk. 2) liess
X._
am 31. Januar 2015 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):
"1.
Die Verfügung vom 17. Dezember 2014 sei aufzuheben.
2.
Der Beschwerdeführerin sei eine
Dreiviertelsrente
der Invalidenversiche
rung auszurichten.
3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der
Beschwerdegeg
nerin
.
4.
Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewäh
ren.“
Die IV-Stelle schloss am 9. März 2015 auf Abweisung der Beschwerde (vgl.
Be
schwerdeantwort
, Urk. 9), was der Beschwerdeführerin am 11. März 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
enanntes
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog
enanntes
Valideneinkom
men
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Einkom
mensdifferenz
der Invalidi
tätsgrad bestimmen lässt (sogenannte
allgemeine Methode des
Ein
kommensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die
Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
ben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der un
ent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im
Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und er
werb
lichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufga
ben
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Gesamt
invalidität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewich
teten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
1.4.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG)
. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit
Hin
weisen).
Ein Revisionsgrund kann unter Umständen auch dann gegeben sein,
wenn in dem für die Invaliditätsbemessung massgeblichen hypothetischen Sach
verhalt wesentliche Änderungen eingetreten sind (Statuswechsel; Veränderung der Tätigkeitsanteile
; vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 8C_823/2013 vom 15. April
2014 E. 2.1 mit Hinweisen auf BGE 130 V 343 E. 3.5 am Ende; 117 V 198 E. 3b)
.
Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich geblie
bener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kung
en eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar
.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer mate
riellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsab
klä
rung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht
(BGE 133 V 108; vgl.
auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.4.2
Liegt ein Revisionsgrund vor, so hat nach der Rechtsprechung eine umfassende Prüfung des Rentenanspruchs zu erfolgen, mithin auch eine erneute ärztliche Beurteilung der gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit (Urteil
des Bundesgerichts
9C_427/2012
vom 5. Dezember 2012 E. 3.4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die
Rentenreduktion
damit, dass die –
ab Januar 2011 neu
als zu 80 % erwerbs- und
lediglich noch
zu 20 %
im Haushaltsbereich tätig zu qualifizierende – Beschwerdeführerin
gemäss dem Gutachten von
Prof.
Dr.
Z._
vom 15. November 2013 (Urk. 10/122) in einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei.
Im Erwerbsbereich ergebe sich daher – unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % – eine
Ein
kommenseinbusse
von 44 %.
Unter
Einbezug
der Einschränkung von 23,10 % im Aufgabenbereich resultiere ein IV-Grad vom 40 % und damit Anspruch
auf
nur noch
eine
Viertels
r
ente
(Urk. 2 S. 2 f., Urk. 9, Urk. 10/138 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
zwar sei die IV-Stelle zu Recht
davon ausgegangen, dass sie, wäre sie gesund,
neu
zu 80 % erwerbs- und
dementsprechend
nur noch zu 20 % im Haushalt tätig wäre
(Urk. 1 S. 5)
. Seit dem (massgebenden) Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 8. Juni 2011 (Urk. 10/105) sei es indes zu keiner erheblichen
gesundheitli
chen Besserung
gekommen
(
Urk. 1
S. 6 f.)
. Dass sie, wie dies der Gutachter Prof. Dr.
Z._
angenommen habe, bereits seit Jahren zu 50 % arbeitsfähig sei, sei unzutreffend. Dies habe sich denn auch im Rahmen der versuchten beruflichen Wiedereingliederung gezeigt. Mit ihrem effektiv als Masseurin geleisteten
Ar
beitspensum
schöpfe
sie
ihre Restarbei
tsfähigkeit vollumfänglich aus, weshalb
bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads für das Invalideneinkommen auf das dabei
erzielte Salär
abzustellen
sei
(
S. 7 ff.)
.
Aufgrund des folglich mit 64 % zu beziffernden
Teilinvaliditätsgrad
s
im Erwerbsbereich
und
der im Aufgabenbe
reich
bestehenden Beeinträchtigung ergebe sich ein
–
d
en Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
begründender –
Gesamtinvaliditätsgrad vo
n
68,62 %
(S.
10 f.)
.
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin war von der IV-Stelle seit der am 4. Februar 1998 ver
fügten erneuten
Rentenzusprache
(Urk. 10/43) stets
als zu 75 % im Haushalts-
und zu
25 % im Erwerbsbereich tätig taxiert worden (Urk. 10/42 S. 2, Urk. 10/50,
Urk. 10/59, Urk. 10/89 f., Urk. 10/105).
Angesichts der Tatsache, dass
sie gemäss Scheidungsurteil
vom 9. März 2006 (Urk. 10/83)
nur für
die Dauer von fünf Jahren
Anspruch auf
ein
en nachehelichen
Unterhalt
hatte und ihr 1993 gebo
rener Sohn
Anfang Januar 2011
volljährig wurde
(
Urk. 10/128 S. 3
f
), ist – i
n Übereinstimmung mit den Parte
ien (Urk. 1 S. 5, Urk. 2 S. 2, Urk. 9 S. 1) – davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihr
Arbeitspen
sum
bei guter Gesund
heit Anfang 2011
(hypothetisch)
von 25 auf 80 % erhöht hätte.
3.2
Da die Änderung der Qualifikation
(Statusfrage, Veränderung der Tätigkeitsan
teile)
einen Revisionsgrund darstellt
(E. 1.4.1)
, hat – unab
hängig davon, ob es zusätzlich auch zu einer Veränderung des Gesundheitszu
standes gekommen ist
(Urk. 1 S. 7 ff.)
–
eine umfassende Neuüberprüfung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin zu erfolgen (E. 1.4.
2
).
4.
4.1
Betreffend den
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
im Zeitpunkt der von der IV-Stelle am 17. Dezember 2014 per Februar 2015 verfügten
Renten
herabsetzung
(Urk. 2)
geht aus den medizinischen Akten im Wesentlichen Fol
gendes hervor:
Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte am 14. Mai 2013 eine rezidivierende Depression
. Die Beschwerdeführerin konsul
tiere sporadisch Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für
Kinder- und
Jugendpsychi
atrie
und -psychotherapie
, und unterziehe sich einer medikamentösen Behand
lung mit
Lithiofor
und
Effexor
.
Sie arbeite derzeit wenige Stunden pro Tag (Urk. 10/110 S. 1).
4.2
Dr.
B._
sah sich am 17. Juni 2013 ausserstande, einen Verlaufsbericht zu erstellen, da ihn die Beschwerdeführerin seit Juni 2011 lediglich zweimal – am 18. Juli 2011 für 25 Minuten und am 25. Januar 2012 für 20 Minuten – wegen Durchschlafstörungen aufgesucht habe (Urk. 10/113 S. 1).
4.3
Gestützt auf die Ergebnisse der psychiatrischen Untersuchung vom 11. Novem
ber 2013 stellte Prof.
Dr.
Z._
in seinem Gutachten vom 15. November 2013
nachstehende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit (Urk. 10/122 S. 21):
Schizophrenes Residuum mit mittelgradigen Fähigkeitsstörungen, ICD-10 F20.05
Ängstlich vermeidende (selbstunsichere) Persönlichkeitsstörung, ICD-10 F60.6
In einer behinderungsangepasste
n
Tätigkeit, wie es auch diejenige als Masseurin sei,
bestehe – nach wie vor - eine
50%
ige Arbeitsfähigkeit (S. 22 ff.)
.
4.4
In seiner – auf den Akten beruhenden – Stellungnahme vom 16. Januar 2014 (Urk. 10/130 S. 3 f.) gelangte Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Anästhesiologie, Zertifizierter Medizinischer Gutachter SIM,
zum Schluss,
dass auf das Gutachten von Prof.
Dr.
Z._
vom 15. November 2013 (Urk. 10/122) abgestellt werden
könne. Der Gesundheitszustand habe sich seit der Verfügung vom 4. Februar 1998
insofern verbessert, als die
schizoaffektive
Störung nicht mehr nachweis
bar sei
. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsfähig
keit.
4.5
Am 28. November 2014 hielt der RAD-Arzt Dr.
C._
fest, aufgrund der Verän
derung der Lebenssituation in der Ehe der Beschwerdeführerin sei es zu einer gesundheitlichen Verbesserung gekommen. Es seien keine Hinweise auf pro
duktiv-psychotische Episoden mehr dokumentiert. Es gebe keine Anhalt
s
punkte mehr für eine wahnhafte Psychopathologie und
für
führende manische Symp
tome. Anlässlich der Begutachtung durch Prof.
Dr.
Z._
seien weder eine Hyperaktivität noch Aufmerksamkeitsstörungen vorhanden gewesen. Es bestehe kein Anlass, von der – plausibel begründete
n
– Arbeitsfähigkeits
einschätz
ung
des genannten Experten abzuweichen (Urk. 10/136 S. 2).
5.
5.1
5.1.1
Nach Lage der Akten steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführe
rin nach wie vor an (ausschliesslich
[vgl.
hiezu
insbesondere Urk. 10/122 S. 18]
) psychischen Beschwerden leidet
und deshalb – sowohl im Erwerbs- als auch im Haushaltsbereich – in
ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist (Urk. 1, Urk. 2, Urk. 9, Urk. 10/122 S. 21 ff., Urk. 10/128
, Urk. 10/130 S. 3 f., Urk. 10/136 S. 2
).
5.1.2
Betreffend die
konkreten
Auswirkungen der fraglichen Symptomatik auf das Leistungsvermögen im Erwerbsbereich gin
g die IV-Stelle gestützt auf die
psy
chia
trische
Expertise
von Prof. Dr.
Z._
vom 15. November 2013
(Urk. 10/122)
davon aus, dass der Beschwerdeführerin
(die zuvor noch nie be
gut
achtet worden war)
eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 50 % zumut
bar sei (Urk. 2 S.
3, Urk. 9 S. 2
). Die Expertise
von Prof. Dr.
Z._
enthält eine um
fassende Stellungnahme zu den vorhande
nen gesundheitlichen Beein
träch
tigungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
10/122 S.
21 ff.
), beruht auf einer fundierten, unter
Beizug
einer Dol
metscherin
(Urk. 10/122 S. 8
und S. 15
)
durchgeführten Untersuchung
(Urk. 10/122 S.
15 ff.)
, berücksichtigt die geklagten Beschwerden (Urk.
10/122 S. 12 f.)
und erging in Kenntnis der
Vor
akten
(Urk.
10/122 S. 5
ff.
; zum Beweiswert eines medizinischen Gutachtens vgl. BGE 125 V 351 E.
3a,
122 V 157 E. 1c).
Prof.
Dr.
Z._
legte dabei einleuchtend
dar, dass die Beschwerdeführerin
– aufgrund eines schizophrenen Residuums mit mittelgradigen
Fähigkeitsstörun
gen
und einer ängstlich vermeidenden (selbstunsicheren) Persönlichkeitsstörung – eine verminderte Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit aufweise.
Aufgrund der – un
ter Zuhilfenahme des
„
Mini-ICF
-Ratings für Psychische Störungen“ – ermittelten Aktivitäts- und Partizipationsbeeinträchtigungen (Urk. 10/122 S. 20 ff.) gelangte er zum überzeugenden Schluss, dass die Beschwerdeführerin (weiterhin)
lediglich in der Lage
sei
, im Pensum von 50 % einer Verweistätigkeit (einfache, nicht stressbesetzte Arbeit
in wenig hierarchisch gegliedertem Um
feld,
ohne Wechsel- und Nachtschicht,
ohne besondere Anforderungen an
die
Handlungsplanung
s
-, Entscheidungs- und Anpassungsfähigkeit
,
ohne
Leis
tungs
aufgaben
) nachzugehen. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Masseurin
be
trach
tete Prof. Dr.
Z._
als
weitgehend adaptiert (Urk. 10/122 S. 22).
Eine
höhergradige
Einschränkung der Arb
eitsfähigkeit als die von Prof.
Dr.
Z._
attestierte ist weder gestützt auf die weiteren medizinischen Be
richte noch aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin selbst anzuneh
men.
Während der Hausarzt Dr.
A._
den
zeitlichen
Umfang der
von der Be
schwer
deführerin
tatsächlich
ausgeübten Tätigkeit als Masseurin dokumen
tierte, ohne sich zu deren Restarbeitsfähigkeit zu äussern
(vgl. Bericht vom 14. Mai 2013, Urk. 10/110 S. 1), sah sich Dr.
B._
am 17. Juni 2013 ange
sichts der Tat
sache, dass er in den letzten rund zwei Jahren lediglich zweimal (wegen Schlaf
störungen) von der Beschwerdeführerin konsultiert worden war, gar gänzlich ausserstande, Angaben zu
r
Arbeitsfähigkeit zu machen (Urk. 10/113 S. 1).
An
zumerken ist, da
ss die Beschwerdeführerin, der
von der damals behandeln
den Ärztin
schon
im Sommer 2004
eine 50%ige Arbeitsfähig
keit attestiert worden war (vgl. Bericht
Dr. med.
D._
, Fachärztin FMH für Kinder- und
Jugendpsy
chia
trie
,
vom 8. Juli 2004, Urk. 10/63)
, zu jenem Zeit
punkt aktenkundig auch selbst von einer Arbeitsfähigkeit in diesem Umfang ausging. Dass es dann zum Ab
bruch der beruflichen Massnahmen kam, ist nicht etwa mit einer weiter
gehenden Leistungseinbusse, sondern damit zu erklären, dass die
Beschwerde
führerin
auf die Unterstützung der IV-Stelle bei der
Stel
lensuche
verzichtete und sich selbständig „auf den Weg Massage“
(vgl.
hiezu
entsprechendes Diplom vom 18. Februar 2000, Urk. 10/65 S. 7)
konzentrieren wollte (
Urk. 10/69 S. 1, Urk. 10/70 S. 1 und S. 3
f.). Dass sie
nun
(in einer
Ge
meinschaftspraxis
) ledig
lich an zwei bis drei Tagen pro Woche jeweils zwei bis vier Stunden arbeitet, begründete die Beschwerdeführerin anlässlich der Begut
achtung durch Prof. Dr.
Z._
mit der
für ein höheres Pensum
unzureichen
den Anzahl
Patienten (Urk. 10/122 S. 11; vgl. auch S. 14). Offensichtlich im Hinblick auf eine Er
höhung ihres
(Gesamt-)
Arbeitspensums
sucht sie
indes
nach eigenen Angaben vom 9. April 2014 (mithin einem Zeitpunkt
noch
vor der von der IV-Stelle
am 17. Dezember 2014
verfügten Rentenherabsetzung) – mit Hilfe des zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV)
nach einer zu
sätzlichen
Tätigkeit im Anstellungsverhältnis (vgl. Haushaltsabklärungsbericht vom 14. Juli
2014, Urk. 7/128 S. 2 f.).
Insofern besteht kein Anlass, die von Prof.
Dr.
Z._
attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit in Zweifel zu ziehen.
5.
1.
3
In Bezug auf die Leistungsfähigkeit im Aufgabenbereich legte die zuständige Mitarbeiterin der IV-Stelle gestützt auf ihre einschlägigen Abklärungen vor Ort
einleuchtend dar, dass – unter Berücksichtigung der zumutbaren Mitwirkung de
s
im gleichen Haushalt lebenden Sohns – eine insgesamt rund 23%ige Einschrän
kung bestehe (Urk. 10/128 S. 7). Dies wurde von der Beschwerde
führerin zu Recht als zutreffend anerkannt (Urk. 1 S. 11).
5.2
Bei
der Berechnung des
Validen-
wie auch des
Invalideneinkommen
s stellte die IV-Stelle angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin über keine Be
rufsausbildung verfügt
(Urk. 10/65, Urk. 10/70 S. 2)
, zu Recht
auf
den
Tabel
len
lohn
für Hilfsarbeitertätigkeiten für das Jahr 2010 ab. Unter Berücksichti
gung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit, der bis 2014 eingetretenen Nominallohnentwicklung, der Restarbeitsfähigkeit von 50 % und eines – auf
grund der konkreten Gegebenheiten als angemessen erscheinenden
leidensbe
dingten
Abzugs von 10 %
–
ermittelte sie
im Erwerbsbereich einen
Invaliditäts
grad
von 4
4
% beziehungsweise – gewichtet – von 35 % (0,8 x 4
4
%), was nicht zu beanstanden ist.
U
nter Berücksichtigung der Einschränkung im
Haushalts
bereich
von
23,10 % respektive – gewichtet –
5 %
(0,2 x 23,1 %)
resultiert ein Gesamtinvaliditätsgrad von rund 40 %
(vgl.
Urk. 10/138
S.
1 f.
)
.
5.3
Die
(
per 1. Februar 2015
)
verfügte Herabsetzung der halben auf eine
Viertelsrente
(Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
6.1
Angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin über ein Vermögen von über Fr. 200‘000.-- verfügt (
vgl. Kontoauszüge [
Urk.
8/3] und Steuererklärung 2013 [Urk. 8/4]
)
ist ihre Bedürftigkeit zu verneinen
und ihr Gesuch um unent
geltliche
Rechtspflege
(Urk. 1 S. 2)
folglich
abzuweisen (BGE 103 V 47, 100 V 62,
98 V 117).
6.2
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 800.-- de
r
Beschwerdeführer
in
aufzuer
legen.