# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3ccc70b7-b40a-4622-8aa8-2039ab0b3e02
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1968 geborene
X._
war seit dem 1. Oktober 2006 bei der
Y._
als Gipser angestellt un
d dadurch bei der Suva obligato
risch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 4. Januar 2012 geriet ihm gemäss Schadenmeldung
vom 16. Januar 2012
beim Vorbereiten der Gipsmaschine Grundputz ins rechte Auge (Urk. 10/1). Noch am gleichen Tag
wurde in der Augenklinik des
Z._
eine Verätzung (Schwe
regrad 3) durch Zement mit/bei
Tot
a
lerosio
und deutlicher
Limbusischämie
fest
gestellt und eine
ophtalmologische
Therapie
installiert
(Urk. 10/46
)
.
Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Urk. 10/3).
Am 5. März 2012 wurde der Versicherte
erstmals
operiert (Amniondeckung Konjunktiva und Lim
bus unter Aussparung d
er zentralen Hornhaut [Urk. 10/34
]),
i
m Verlauf folgten verschiedene
weitere
Operationen
(unter anderem Hornhau
ttransplantationen und Katarakt-
Operation)
.
Am 24. April 2015 sprach die Suva dem Versicherten eine befristete Rente
von 20 %
vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2016 zu
(Urk. 10/243)
. Nach erfolgter Einsprache
(Urk. 10/254)
und weiteren Operationen
wurde die Verfügung vom 24. April 2015
am 22. Dezember 2015
mit der Begrün
dung
, da
ss
der Abschlus
s zu früh erfolgt sei
,
vollumfänglich zurückgenommen
(Urk. 10/302
).
Am 14. März 2018
sprach die
Suva dem Versicherten
schliesslich
ab dem 1.
September 2017 eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfä
higkeit von 32 %
sowie eine I
ntegritätsentschädigung von Fr.
25'200.-- (20 %)
zu (Urk. 10/438
). Hiegegen erhob der Versicherte am 25. April 2018
Einsprache (Urk. 10/457
). Am 23.
August 2018 erfolgte wiederum eine Operation (
lamelläre
posteriore
Hornhauttransplantation), welche die Suva als Rückfall behandelte und entsprechend Taggelder
ausrichtete (Urk. 10/462 ff.
, 10/481 ff.
).
Mit Ein
sprache
entscheid vom 4. Februar 2019 hiess die Suva die Einsprache des Ver
si
chert
en teilweise gut und erhöhte den Invaliditätsgrad
auf 33 %.
Zudem hielt sie fest, dass über die Höhe des Integritätsschadens zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werde.
Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 8. März 2019 Beschwerde mit dem Antrag, es sei die Suva zu verpflichten, ab dem 1. September 2017 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von mindestens 47 % und eines versicherten Verdienstes von mindestens Fr. 94'900.80 zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juli 2019 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9), wovon der Be
schwerdeführer mit Verfügung vom 12. Juli 2019 in Kenntnis gesetzt wurde
(Urk.
11
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 4. Januar 2012 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts [ATSG]
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Unter dem sogenannten Valideneinkommen ist rechtsprechungsgemäss jenes Ein
kommen zu verstehen, welches die versicherte Person im Zeitpunkt des Renten
beginns
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich erzielen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigen
falls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver
dienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müs
sen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 280 E. 3.3.2, 134 V 322 E. 4.1 und 129 V 222 E. 4.3.1; Urteil 8C_530/2009 vom 1. Dezember 2009 E. 7.2 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung kann ein Nebeneinkommen dann als
Validenlohn
berücksichtigt werden, wenn ein solches bereits im Gesundheitsfall erzielt wor
den ist und weiterhin erzielt worden wäre, wenn die versicherte Person keinen Gesundheitsschaden erlitten hätte (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 9C_766/2011 vom 30. Dezember 2011 E. 3.1 und 8C_125/2009 vom 27. April 2009 E. 4.1.1, je mit Hinweisen). Ebenso sind geleistete Überstunden und sons
tige Erwerbszusätze zu berücksichtigen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_922/2012 vom 26. Februar 2013 E. 5.2 mit Hinweisen).
1.5
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
si
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gege
ben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung namentlich Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Sta
tistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen wer
den. Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 372 E. 4.2.1).
Nebeneinkünfte und geleistete Überstunden sind auch bei der Berechnung des Invalideneinkommens miteinzubeziehen, wenn feststeht, dass die versicherte Per
son im Hinblick auf ihren Gesundheitszustand in der Lage ist, Arbeiten zu ver
richten, die
zu solchen Zuschlägen führen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_922/2012 vom 26. Februar 2013 E. 5.2 mit Hinweisen).
1
.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/aa). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät
zen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/bb-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein
geschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/bb). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hin
weisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
1.7
Gemäss
Art.
15 UVG werden Taggelder und Renten nach dem versicherten Ver
dienst bemessen (
Abs.
1). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Taggelder der
letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (
Abs.
2).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin aller
dings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass weder die
Einstellung der Taggelder und der Heilbehandlungen per 31. August 2017 noch der damit verbundene Fallabschluss durch den Beschwerdeführer in Frage gestellt
werden
(Urk. 1 S. 4). Die Leistungen aus dem im August 2018 eröffneten Rückfall sind sodann nicht Gegenstand des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheides.
Der Beschwerdeführer ficht einzig die Berechnung des Invaliditätsgrads und des versicherten Verdienstes an
und macht in diesem Zusammenhang
unter anderem
geltend, dass
er
in ange
passter Tätig
keit zwischen
September 2017
und
August 2018 nicht voll arbeits
fähig war (Urk. 1 S. 6 f.)
.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
hierzu in
ihrem
Einspracheentscheid vom
4
.
Februar
2019 (Urk. 2),
dass
der Beschwerdeführer eine vollschichtige Tätigkeit mit den im Belastungsprofil genannten Einschränkungen ausüben könne.
Nach
der auf
medizinischer Erkenntni
s beruhenden Praxis beeinträcht
ig
e Einäugigkeit nur selten
die E
rwerbsfähigkeit, da auch
der
Einäugige nach einer gewissen Anpassung
szeit räumlich zu sehen vermöge
und in vielen
beruflichen Tätigkeiten
Binoku
larsehen
nicht zwingend erforderlich sei
.
Aufgrund der unfallbedingten Einschränkungen sei allerdings ein leidensbedingter Abzug von 20 % gewährt worden. Hierbei sei auch eine allfällige Leistungseinbusse aufgrund der Ange
wöhnung enthalten
(Urk.
2 S
.
10)
.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer
am 8. März 2019
geltend (Urk. 1), dass
er sich
unbestrittenermassen beruflich neu orientieren und eine neue Arbeit erlernen müsse, weshalb nach übereinstimmender Meinung der Suva-Ärzte eine Leistungseinbusse von in der Rege
l
10 bis 20
%
,
terminiert
auf ein bis zwei Jahre
,
bestehe. Dabei sei noch offen, welchen Einfluss der erhöhte Zeitaufwand zur Pflege des Auges auf die Arbeitsfähigkeit habe. Diesbezüglich bedürfe es ergän
zender Abklärungen
(Urk. 1 S.
7).
3.
Der Beschwerdeführer wurde mehrfach
von den beratenden Fachärzten der Beschw
erdegegnerin beurteilt
. Dr. med.
A._
, Facharzt
FMH
für Oph
thalmologie
und
Ophthalmochirurgie
, und Dr.
med.
B._
, Facharzt für Ophthalmologie
,
knüpften am 21.
Oktober 2016 an das bereits a
m 3.
Juli 2015 von Dr.
med.
C._
, Fachärztin
FMH für Ophthalmologie und
Ophthalmochirurgie
,
definierte Zumutbarkeitsprofil an
. Sie hielt
en
fest, dass auf
grund der durch die Hornhauttrübung bedingten
Visusminderung
am
rechten Auge ein Befund bestehe, der mit einer funktionellen
Monokelsituation
vergleich
bar sei. Deshalb seien folgende Einschränkungen zu beachten: Tätigkeiten, die ein hohes räumliches Auflösungsvermögen voraussetz
t
en, seien nicht zumutbar. Unter dem Aspekt der Gefährdung seien auch Tätigke
iten auf Leitern (höher als 1.5
Meter) oder ungesicherten Gerüsten, an rotierenden Maschin
en, Fahr- und Steuertätigkeiten
sowie Tätigkeiten mit erhöhter Eigen- oder Fremdgefährdung zu vermeiden. Auch seien Tätigkeiten, die eine überdurchschnittliche Verlet
zungsgefahr für das linke, gesunde Auge darstellten, nicht geeignet. Ferner soll
ten Tätigkeiten mit erhöhtem Zeitdruck vermieden werden.
Zusammengefasst seien alle Tätigkeiten, die für einen Einäugigen geeignet seien, dem Beschwerde
führer zumutbar, solange keine übermässige Staubexposition vorliege. Arbeiten mit Kontakt zu gefährlichen oder reizenden Substanzen sollten vermieden und die Arbeitszeit an den erhöhten Zeitaufwand zur Pflege des Auges angepasst wer
den. Falls eine neue Arbeit erlernt werden müsse, sei eine Leistungseinbusse mög
lich. Diese betrage in der Regel 10 bis 20 %, terminiert auf ein
bis zwei Jahre (Urk.
10/
344).
4.
4.1
Die Stellungnahmen der beratenden Ärzte inklusive festgelegtem B
elastungspro
fil wurden in Kennt
nis der
Vorakten
erstattet, sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, setzen sich mit den geklagten Beschwerden sowie dem Verhalten der untersuchten Per
son auseinander und leuch
ten in der Darlegung der medizi
nischen Zustände und Zusammenhänge ein. Damit erfüllen sie die Anforderungen an eine beweiskräf
tige medizinische Entscheidungsgrundlage, weshalb auf sie abgestellt werden kann, was unter den Parteien denn auch unumstritten blieb.
4.2
Die Beschwerdegegnerin
stellte
fest, dass der Beschwerdeführer mit den genann
ten Einschränkungen
nach wie vor
eine vollschichtige Tätigkeit ausüben könne, gewährte aufgrund der unfallbedingten Einschränkungen am rechten Auge (Ein
äugigkeit) aber einen leidensbedingten Abzug von 20 %
(Urk. 2 S. 10)
.
Dies ist mit Blick auf die
auf med
izinischer Erkenntnis beruhende
Praxis
, wonach
Einäu
gigkeit nur selten die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt, da auch der Einäugige nach einer gewissen Anpassungszeit räumlich zu sehen vermag und in vielen berufli
chen Tätigkeiten
Binokularsehen
nicht zwingend erforderlich ist (
Urteile des Bun
desgerichts
8C_474/2011
vom 26.
Oktober 2011
und
8C_508/2014
vom 4.
November 2014
,
SVR 2004 IV Nr. 13 S. 37, I 29/02 E. 4.2 und E.
6 mit zahl
reichen
Hinweisen), nicht zu beanstanden.
I
nsbesondere auch angesichts der Tat
sache, dass
gesundheitliche
Einschränkungen nicht doppelt – sowohl bei der
medizinischen
Arbeitsfähigkeit
inklusive
Belastungsprofil als auch beim leidens
bedingten Abzug –
angerechnet
werden dürfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_61/2018 vom 23. März 2018 E. 6.5.2 mit Hinweisen)
, rechtfertigt sich die Vor
gehensweise der Beschwerdegegnerin
. Würde mit dem Beschwerdeführer von einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit aufgrund der Einäugigkeit
ausgegangen
, könnte
dieselbe
Anpassungsproblematik
nicht nochmals als abzugsrelevant her
angezogen werden,
womit sich am rechnerischen Ergebnis des Invaliditätsgrades nichts ändern würde.
Dasselbe gilt für den erhöhten Zeitaufwand
zur Pflege des Auges
(vgl.
zum Ganzen
E. 4.5
)
.
4.3
Strittig und zu klären sind
somit
die erwerblichen Auswirkungen der medizini
schen Einschränkungen. Diese sind anhand eines Einkommensvergleichs zu ermitteln (vgl. E. 1.3),
wobei von den Verhältnissen im Jahr 2017 (hypothetischer Renten
beginn
gemäss
Art. 19 Abs. 1 UVG als
massgeblicher
Vergleichszeitpunkt: BGE 128 V 174; vgl. E. 3) auszugehen ist.
4.4
Zur
Festlegung
des Valideneinkommens ist unbestrittenermassen auf das vor Ein
tritt des Gesundheitsschadens zuletzt erzielte Einkommen abzu
stellen (vgl. E. 1.4).
4.4.1
Für die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Gipser bei der
Y._
ermittelte die Beschwerdegegnerin für das Jahr 2017 ein Validenein
kommen von
aufgerundet
Fr. 80'000.--. Hierfür stützte sie sich auf die
Lohnjour
nale der Jahre 2011 und 2012 (Urk. 10/58), die schriftlichen Angaben der
Y._
betreffend
der Löhne
fü
r die Jahre 2013 und 2014 (Urk.
10/200) sowie die
E
-
mail
-
Auskünfte
der
D._
vom
9.
und 17.
Februar 2017
hinsichtlich der Löhne für die Jahre 2015 bis 2017 (Urk. 10/370) und berechnet
e daraus
für das
Jahr 2017
einen Grundl
ohn von Fr.
77'311.-- (Fr.
5'947.-- x 13). Zusätzlich berücksichtigte
die Beschwerdegeg
nerin
den Durchschnitt der Überstunden der Jahre
2015 und 2016 in der Höhe von Fr.
1'749.40
(
Fr. 46.28 x 37.8 [
Urk. 10/439
]
)
.
4.4.2
Hiegegen
wandt
e der Beschwerdeführer
ein,
dass die
D._
auf den 1.
Januar 2015 allen Mitarbeitern aufgrund einer GAV-Änderung bezie
hungsweise Auflage des Verbandes
eine Lohnerhöhung von Fr. 60.--
gewährt habe, weshalb der Grundlohn im Jahr 2017
nicht Fr.
77'311.--, sondern
Fr. 78'091.-- (
Fr.
6'007
.
--
x 13)
betragen habe
(Urk.
1 S. 4).
Dieser Einwand erweist sich als korrekt. Die Lohnerhöhung wurde mit
E
-
mail
der
D._
vom 6.
März 2019 (Urk. 10/504) bestätigt und ergibt sich zudem aus dem Kumulativjournal
von Januar 2015 bis Dezember 2017 (Urk. 10/369):
Für ein 80
% Pensum
wurde
ein Salär von Fr.
4'806.-- aufgeführ
t, was für ein 100 %-Pensum einen Lohn von
rund
Fr.
6'007.-- ergibt.
Dies
e Berechnungsweise wurde von der
Beschwerdegegnerin in der Besch
werdeantwort vom 3.
Juli 2019 eben
falls
anerkannt (Urk. 9 S. 4).
Allerdings
wirkt sich die ausgewiesene Lohnerhö
hung
von
jährlich
Fr.
780.
-- (Fr. 60.-- x 13)
nicht auf das im Einspracheentscheid berechn
ete Valideneinkommen aus, da die Beschwerdegegnerin
dieses bereits um einen höheren Betrag vo
n Fr. 79'060.-- auf Fr. 80'000.--
aufgerundet hatte.
4.4.3
Des Weiteren beanstandete der Beschwerdeführer hinsichtlich der Überstun
denentschädigungen, dass die Beschwerdegegnerin beim Valideneinkommen von einer viel geringeren Anzahl Überstunden als beim Taggeldansatz und beim ver
sicherten Verdienst ausgegangen sei (Urk. 1 S. 4 f.).
Dabei verkennt er allerdings,
dass a
us dem Wortlaut der gesetzlichen Regelung des versicherten Verdienstes in
Art. 15 Abs.
2 UVG
in Verbindung mit
Art.
22
Abs.
1 und 2 UVV
klar hervor
geht
, dass dieser
nicht identisch ist mit de
m Erwerbseinkommen im Sinne von
Art.
16 ATSG
. Im
Unterschied
zum versicherten
Verdienst
, der (grundsätzlich) nach Mass
gabe des tatsächlich ausgerichteten AHV-Lohnes zu bemessen ist (
Art. 22 Abs.
2 UVV
), ist das
Valideneinkommen
stets eine hypothetische Einkommens
grösse, weil sie sich danach bemisst, was die versicherte Person im Zeitpunkt
des Rentenbeginns (hier 1.
September 2017
) bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage und als Gesunde mit überwiegender Wahrscheinlich
keit tatsächlich verdient hätte
(Urteil des Bundesgerichts 8C_49/2008 vom 3. September 2008).
4.4.4
Rechtsprechungsgemäss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_744/2012 vom 20. Dezember 2012) dürfen geleistete Überstunden bei der Bemessung des Vali
deneinkommens lediglich dann berücksichtigt werden, soweit sie auch für die Zukunft zu erwarten gewesen wären. Mit anderen Worten sind Überzeiten beim Valideneinkommen (erst) dann zu berücksichtigen, wenn sie
erstens
vor dem Unfallereignis regelmässig geleistet und ausbezahlt wurden, und
zweitens
auch nach dem Unfallereignis voraussichtlich erbracht und ausbezahlt worden wären. Zu Letzterem sind Auskünfte der damaligen Arbeitgeberin in die Entscheidfin
dung mi
t
einzubeziehen (vgl. Urteile U
11/07 vom 27. Februar 2008 E. 9.3; U 245/97 vom 10. Juni 1998 E. 5a; I 658/99 vom 29. Mai 2000 E. 3).
Für den wie vorliegend gegebenen Fall, dass Überstundenentschädigungen zu be
rücksichtigen sind, ist in einem zweiten Schritt nach dem Umfang zu fragen. Der Erfahrungstatsache Rechnung tra
gend, dass ausbezahlte Überzeit
ent
schädigun
gen oftmals grösseren Schwankungen unterworfen sind (vgl. dazu etwa Urteil
9C_159/2010 vom 1. Juli 2010 E.
6.4), darf daher nicht unbesehen auf den in den letzten zwölf Monaten vor dem Unfallereignis erzielten (Zusatz-)Verdienst abge
stellt werden. Vielmehr ist, vorbehältlich ganz besonderer Umstände, der Durch
schnittswert vergangener Jah
re zu berücksichtigen (Urteil
e des Bundesgerichts
U
431/06 vom 4. Oktober 2007 E. 5.1 mit Hinweis auf RKU
V 2000 Nr. U 400 S. 381 E. 2 [U
297/99 vom 14. Juli 2000]; siehe auch AHI 2002 S. 155 E. 3b [I 357/01 vom 17. Dezember 2001] und I
124/05 vom 7. Dezember 2005 E.
5.2).
Ein unbe
sehenes Abstellen auf den versicherten Verdienst, der die Überzeitentschädigung miteinschliessenden Lohnbezüge der letzten zwölf Mo
nate widerspiegelt (RKUV 2006 U
584 S. 247 E. 3 f.
[U 469/05 vom
2.
Februar 2006]; Urteil
des Bundesge
richts
8C_125/2009 vom 2
7.
April 2009 E. 5.5), erweist sich dergestalt als unzu
lässig.
4.4.
5
Gemäss den Angaben de
r Arbeitgeberin in der
E
-
mail
vom 9.
Februar 2017
(Urk. 10/369
)
lagen die durchschnittlichen
Überstunden im Jahr 2015 bei 17 Stunden
und 40
Minuten und im Jahr 2016 bei
58 Stunden und 20
Minuten, insgesamt also we
sentlich tiefer al
s im Jahr 201
1.
Die Beschwerdegegnerin
s
tellte in ihrer Verfügung vom 14. März 2018
b
ez
i
e
hungswei
se im Einspracheentscheid vom 4. Februar 2019
folgerichtig
auf
den Durchschnitt dieser Beträge ab und begründete
in der Beschwerdeantwort vom
3.
Juli 2019 (Urk. 9 S. 4 f.)
, dass
die ausbezahlten Überstundenentschädigungen oftmals grösseren Schwankungen aufgrund von Konjunktur/Auftragslage, Mitarbeiterbestand oder Pflicht zu
m
Ausgleich von Überstundenarbeit durch Freizeit
unterworfen
seien
, weshalb nicht auf den in den letzten zwölf Monaten vor dem Unfallereignis erzielten (Zusatz-)Verdienst beziehungsweise versicherten Verdienst abgestellt werden könne,
bei welchem
hohe 180 Überstun
den im Betrag von Fr.
7'676.50 berücksichtigt wor
den seien.
Wie sich
aus
d
er
E
-
mail
vom 9
.
Februar 2017
ableiten
lässt, waren in den Jahren
2015 und 2016
– also unmittelbar
vor dem Rentenbeginn
-
derart hohe Überstundenzahlen
tatsächlich
nicht
üblich
. Zudem ist dem Kumulativjour
nal von Januar 2010 bis Dezember 2011
(Urk. 10/200
)
zu entnehmen, dass
selbst
im Jahr 2010
– mithin vor dem Unfallereignis -
lediglich 30 Überstunden ausbe
zahlt wurden. Folglich wurden
offenbar weder vor noch nach dem Unfallereignis
standardmässig Überstunden in einer Grössenordnung von 180 Stunden
geleistet beziehungsweise
vergütet
. Vor diesem Hintergrund erscheint die Berechnung der Beschwerdegegnerin, welche einen Durchschnittswert der Jahre 2015 und 2016 errechnete und diesen mit d
em Stundenlohn multiplizierte
,
durchaus gerechtfer
tigt. Der Vollständigkeit halber
sei
aber
erwähnt
, dass der korrekte Durchschnitts
wert 38 Stunden beträgt, was
sich
vorliegend
aufgrund des aufgerundeten Vali
deneinkommens
aber nicht
auf dessen Höhe auswirkt
(3
8 x Fr. 46.28
= Fr.
1'758.64
).
Insofern der Beschwerdeführer
diesbezüglich
geltend macht, dass
auf
die Aus
kunft der Arbeitgeberin nicht
abgestellt werden könne
,
zumal diese
auch ange
geben habe, dass der Monatslohn in den Jahren 2015 bis 2017 im Gesundheitsfall nicht erhöht worden wäre, was sich im Nachhinein als falsch erwiesen habe (Urk. 1 S.
5), vermag er nicht durchzudringen.
A
us der
E
-
mail
vom 6.
März 2019
ergibt sich
, dass
die Arbeitgeberin
die Frage
nach der Lohnentwicklung
in Bezug auf
die
persönliche
Leistung und das Verhalten
des Beschwerdeführers verstanden hatte.
Da sie diese Faktoren aufgrund der Abwesenheit nicht beurteilen konnte, hatte sie eine Lohnerhöhung verneint. I
n der
E
-
mail
vom 6.
März 2019 stellte sie
allerdings
richtig,
dass per 1.
April
2011 und 1.
Januar 2015 allen Mitarbeitern
aufgrund einer GAV-Änderung
eine Lohnerhöhung
zugute gekommen
sei
(Urk. 10/504)
. Aus diesem
ursprünglichen
Missverständnis zu schliessen, dass die Angaben der Arbeitgeberin grundsätzlich nicht
verlässlich
seien, geht selbstre
dend nicht an.
Auch ist es entgegen den Vorbrin
gen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S.
5) nicht
denkbar beziehungsweise zumindest nicht
wahrscheinlich
, dass
sich
die von der Arbeitgeberin aufgeführten 17 Stunden und 40 Minuten
auf die
vom Beschwerdeführer tatsächlich geleisteten Überstunden zwischen Januar und April 2015
beziehen
.
Denn z
um einen lag der
E
-
mail
vom 9.
Februar
2017
die
unmissverständliche
Frage der Beschwerdegegnerin zugrunde, was der Beschwer
deführer in seiner angestammten Tätigkeit als Gipser in den Jahren 2015 bis 2017
-
im Gesundheitsfall
,
ohne zeitliche und leistungsmässige Einbusse
,
rein hypo
thetisch
-
verdient hätte
(Urk. 10/368)
.
Zum anderen würde es dem
Grundgedan
ken
des zwischen Januar und April
2015 in einem eingeschränkten Pensum von 80 % durchgeführten Arbeitsversuches zuwiderlaufen, gleichzeitig Überstunden zu generieren. Und
schliesslich
liesse sich
diesfalls
die Überstundenzahl von 58 Stunden und 20
Minuten für das Jahr 2016, in welchem der Beschwerdeführer gar keinen Arbeitseinsatz
tätigte
, nicht erklären.
4
.5
Da dem Beschwerdeführer die bisherige Arbeitstätigkeit nicht mehr zumutbar ist, sind zur Bemessung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016 heranzuziehen. Mit Blick auf das medizinische Belas
tungsprofil ist zusammen mit der Beschwerdegegnerin auf den Tabellenwert in der Höhe von Fr. 5’340.-- (LSE 2016, Tabelle TA l, TOTAL, Kom
petenzniveau l, Männer) abzu
stellen. Unter Berücksichtigung der betriebsü
bli
chen Arbeitszeit im Jahr 2017
von 41.7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden p
ro Woche, 2004-2018, A-S 01-96) und
der Nominallohnentwicklung für Männer bis ins massgebliche Jahr
2017
ergibt sich ein Invalideneinkomm
en von rund Fr. 67’071
.-- für ein zumutbares Pensum von 100 % (Fr. 5'340.
-- :
40
x 41.7 x 12 x 1.004 [2017]
).
A
ufgrund der unfallbedingten Einschränkungen am rechten Auge (Einäugigkeit)
sowie einer allfälligen Leistungseinbusse aufgrund
der Angewöhnung in eine
r
neue
n
Tätigkeit berücksichtigte die Beschwerdegegnerin einen Leidensabzug von 20 %.
Dies erscheint gerechtfertigt. Denn auch wenn – wie erwähnt -
Einäugigkeit nur selten die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt,
so ist im Hinblick auf die Anpas
sungsproblematik sowie den erhöhten
Zeitaufwand zur Pflege des Auges
doch
zumindest vorübergehend
mit gewissen Einsch
ränkungen zu rechnen (vgl. E. 3
). Der Abzug liegt sodann am oberen Rand der von den beratenden Ärzten aufgrund der Anpassungsschwierigkeiten
vorübergehend erwarteten
Einschränkungen von 10 bis
20 %
und vermag
damit
auch
dem erhöhten Zeitaufwand zur Pflege des Auges genügend Rechnung zu tragen.
Fehlende Aus
bildung und ungenügende Deutschkenntnisse sind
hingegen
als unfallfremde Faktoren prinzipiell nicht abzugsrelevant. Sodann führt das fortge
schrittene
Alter nicht automatisch zu einem Abzug, zumal sich dieses im Anfor
derungsniveau 4 (resp. Kompetenzni
veau 1 gemäs
s LSE 2016
) sogar eher lohner
höhend auswirkt (Urteil des Bundes
gerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2).
Schliesslich nimmt auch die Bedeutung der Anzahl Dienstjahre im priva
ten Sektor ab, je niedriger das Anfor
derungsprofil ist (AHI 1999 177 E. 3b S. 181), weshalb mit Blick auf das Kompe
tenzniveau 1 die lange Betriebszugehörigkeit keinen Abzug zu rechtfertigen ver
mag (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.1 mit Hin
weisen).
Nach dem Gesagten besteht vorliegend kein Anlass, von dem von der Beschwer
dege
gnerin vorgenommen Abzug von 20
% abzuweichen.
Damit reduziert sich das Invalideneinkommen auf Fr. 53
’
657.-
-
(0.8 x Fr. 67’071.--).
4.6
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert
eine Erwerbseinbusse von Fr. 26’343
.
-- (Fr. 80'000.-- - Fr. 53’657.--)
, was einem Invaliditätsgrad
von gerundet 33
% entspricht.
Von weiteren Abklärungen sind weder in medizin
i
scher noch erwerblicher Hinsicht neue Erkenntnisse zu erwar
ten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichtet werden kann.
5.
5.1
Bei Vollinvalidität beträgt die Invalidenrente 80 % des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG).
5.2
Als Grundlage für die Bemessung der Renten gilt der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf
die ein Rechtsanspruch besteht
(vgl. E. 1.7
).
Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall, so ist der Lohn massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall im Jahre vor dem Ren
tenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der Beru
fskrankheit erzielte Lohn (Art. 24 Abs.
2 UVV).
5.3
Im Jahr vor dem Unfall
,
also
vom 4. Januar 2011 bis 3. Januar 2012,
erzielte der Besc
hwerdeführer einen Lohn von Fr.
89’683.
-- (Urk. 10/201)
. Dieser Lohn ist
gemäss Art. 24 Abs.
2 UVV
auf
das Jahr vor
dem Rentenbeginn, mithin das Jahr 2016,
aufzurechnen.
Ausgehend vom Jahr 2012
resultiert dabei
unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung
ein Betrag von Fr.
90'864.
-- (vgl. Urk.
10/376)
.
Darauf ist abzustellen.
Die
Einwendungen des Beschwerdeführers, wonach die im Februar 2012 nachbe
zahlten Überstunden von Fr. 2'563.35, welche in der Zeit von November 2011 bis 4. Januar 2012
erwirtschaftet
worden seien, zum Valideneinkommen hinzuzu
rechnen seien (Urk. 1 S. 5),
zielen
ins Leere. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht feststellte (Urk. 9 S. 6), wurden bei der Berechnung des Einkommens im Jahr vor dem Unfall die im Februar 2011 nachbezahlten Überstunden in der Höhe von Fr. 2'977.-- (Urk. 10/201) berücksichtigt – obwohl sie zu einem grossen Teil im Jahr 2010 geleistet
worden waren
, weshalb die im Februar 2012 nachbezahlten Überstunden nicht zusätzlich einberechnet werden können. Da die Beträge zudem in einer ähnlichen Grössenordnung liegen beziehungsweise die Berechnungs
weise der Beschwerdegegnerin zugunsten des Beschwerdeführers ausfällt, erüb
rigt sich eine genauere Aufschlüsselung der Überstunden auf die einzelnen Monate.
6.
Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 4. Februar 2019 (Urk. 2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.