# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 474b38dd-0956-592e-adc5-046275373ea4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1970,
aufgewachsen in
Y._
,
absolvierte keine berufliche Ausbildung und war
seit seiner Einreise in die Schweiz als Hilfsarbeiter für
verschiedene Arbeitgeber tätig.
A
ls Arbeitsloser
war er
bei der Suva
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am
8.
Februar 2012 während eines Umzuges im Treppenhaus au
s
rutschte und sich am rechten Knie verletzte (
Urk.
8/1).
Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (
Urk.
8/5 f.)
. Am
3.
Mai 2012 wurde eine Kniegelenks
arthroskopie rechts mit Resektion des medialen
Meniskushinterhornes
und der
Plica
infrapatellaris
durchgeführt (
Urk.
8/24). In der Folge wurde die Behandlung abgeschlossen und der Versicherte war
ab Ende Juni 2012
wieder voll arbeitsfähig (
Urk.
7/
34).
Am
2
6.
Septem
ber 2013
erfolgte aufgrund einer Schwellung an beiden Knien
eine Rückfallmeldung (
Urk.
8/38).
Nachdem die Suva weitere Abklärungen durchge
führt hatte, anlässlich derer der Versicherte geäussert hatte, bereits direkt nach dem Unfallereignis vom
8.
Februar 2012 unter Beschwerden an beiden Knien gelitten zu haben (
Urk.
8/55), an
erkannte sie
den Rückfall und erbrachte wiede
rum Taggeldleistungen und übernahm die Kosten für die Heilbehandlung (
Urk.
8/60). In deren Rahmen wurde am 1
9.
Dezember 2013 eine Kniegelenks
arthroskopie mit
Refixation
des medialen
Meniskushinterhornes
am linken Knie
durchgeführt (
Urk.
8/62)
. Am 2
3.
April
und am
1
1.
August 2014
erfolgte
n
kreis
ärztliche Untersuchung
en
bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie (
Urk.
8/78
,
Urk.
8/105
), worauf
die Suva die Taggeldleistungen
laut Schreiben vom 1
3.
August 2014
ab dem
4.
August 2014 ein
stellte
(Urk.
8/106)
1.2
Am
2.
Oktober 2015 erlitt der Versicherte, der seit dem
5.
Mai 2015 als Monteur bei der
A._
AG
angestellt und weiterhin durch die Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert war, einen weiteren Unfall
,
als er beim Motor
radfahren durch ein links abbiegendes, nicht vortrittberech
tigtes Auto angefahren wurde
und sich einen Bruch am linken Unterschenkel zuzog
, der gleichentags operativ versorgt werden musste
(
Urk.
7/1). Die Suva erbrachte wiederum die g
e
setz
lichen Leistungen (
Urk.
7/23
).
Am 1
8.
September 2017 erfolgte eine kreisärzt
liche Untersuchung bei
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation (
Urk.
7/96).
Da der
Versicherte
wiederum unter Beschwerden am linken Knie litt, legte die Suva die Sache am
1.
März 2018
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Chirur
gie, vor, die zum Schluss kam, dass diese Beschwerden auf das Unfall
ereignis vom
8.
Februar 2012 zurückgeführt werden könnten (
Urk.
8/119).
Ent
sprechend erbrachte die Suva weitere Leistungen im Rahmen des Rückfalls (
Urk.
8/120) unter anderem
für
eine am 1
5.
März 2018
durchgeführte
Kniege
lenks
arthroskopie links mit Resektion am medialen
Meniskushinterhorn
und
Synovektomie
(
Urk.
8/128).
Am
9.
Januar 2019 erfolgte eine
k
reisärztliche Unter
suchung durch
Dr.
C._
(
Urk.
7/158
), worauf die Suva dem Versicherten mit Mitteilung vom 1
4.
Januar 2019 den Fallabschluss per 2
8.
Februar 2019 anzeigte (
Urk.
7/161).
Mit Verfügung vom
4.
Februar 2019 verneinte die Suva bei einem Invaliditätsgrad vom 5.13
%
einen Anspruch auf eine Invali
denrente sowie auf eine Integritätsentschädigung (
Urk.
7/172). Nachdem der Versicherte am
7.
März 2019
dagegen
Einsprache erhoben (
Urk.
7/181) und diese am 2
0.
Mai 2019 be
gründet hatte (
Urk.
7/192), nahm
Dr.
C._
gestützt auf eine aktuelle MRI-Unter
suchung (
Urk.
7/196) eine
Neubeurteilung des Integritäts
schadens vor (
Urk.
7/198)
. Mit
Einspracheentscheid
vom
2.
März 2020 wies die Suva die
Ein
sprache
ab (
Urk.
7/205 = Urk.2)
.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch
Rechtsanwalt Martin Hablützel, am 2
1.
April 2020 Beschwerde mit den Anträgen, der
Einspracheentscheid
v
om
2.
März 2020 und die diesem zugrunde liegende Verfügung vom
4.
Februar 2019 seien aufzu
heben und es seien
die Leistungen aus der obligatorischen U
nfall
ver
sicherung zu gewähren; d
ie Beschwerdegegnerin sei zu verpflichte
n,
ihm eine Rente sowie eine angemessene Integritätsentschädigung zuzusprechen
, eventua
liter liess er ergänzende Abklärungen beantragen
(
Urk.
1). Mit Beschwerde
ant
wort vom
3.
Juni 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
6), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom
9.
Juni 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen
die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor
, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereig
net haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangs
bestimmungen).
Die hier zu beurteilenden Unfälle haben sich am
8.
Februar 2012 und
2.
Oktober 2015 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Für die Bestimmung des Inva
li
di
tätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Ein
tritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erheb
liche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Inte
gritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschä
di
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er vor
aussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des An
hanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erheb
liche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt,
ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einsprache
entscheid
vom
2.
März 2020 erwog die Be
schwer
degegnerin
, dass
für die Bemessung des
Valideneinkommens
vom im Zeitpunkt des zweiten Unfalls am
7.
Oktober 2015 tatsächlich erzielten
Lohn bei der
A._
AG
auszugehen sei. Dort habe
der Beschwerdeführer
im Jahr 2015
einen Stundenlohn von
Fr.
32.31 erzielt
, wobei dieser
gemäss Auskunft des Arbeitgebers in d
en Jahren 201
8
und 2019 nicht erhöht worden wäre.
Daraus ergebe sich ein
mutmassliches Jahreseinkommen von
Fr.
71'405.10
für das Jahr 2019
(
Urk.
2 S. 6).
Kreisärztin
Dr.
C._
habe zur Zumutbarkeit einer beruflichen Tätigkeit nach dem Unfall festgehalten, der Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit ganztags arbeitsfähig. Diese Beurteilung stimme mit
derjenigen
de
s
behandelnden Arzt
es
überein und auch ansonsten bestehe kein Anlass, davon abzuweichen (
Urk.
2 S. 8).
Für die Ermittlung des Invalideneinkommens sei
en die Tabellenlöhne der Lohn
strukturerhebung
2016
her
an
izuziehen
. Ausgehend vom Totalwert für das Kom
pe
tenzniveau 1
für Männer der Tabelle TA1 (
TA1_tirage_skill_level, Zentralwert, nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, herausgegeben vom Bundesamt für Statistik),
ergebe dies ein Invalideneinkommen
im Jahr 2019
von
Fr.
67'738.0
5.
Ein leidensbedingter Abzug sei nicht vorzunehmen. Aus dem Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr.
71'405.-- mit dem Invalidenein
kom
men von
Fr.
67'738.-- resultiere eine Einkommenseinbusse von
Fr.
3'667.--
,
was einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 5.14
%
entspreche (
Urk.
2 S. 9).
Betreffend die Integritätsentschädigung sei
Dr.
C._
zum Schluss gekommen, dass die
Erheblichkeitsgrenze
einer Einbusse
weder für das rechte Kniegelenk noch für das linke Kniegelenk
/
den linken Unterschenkel erreicht sei.
In den Akten fä
nden sich weder anderslautende ärztliche Stellungnahmen noch andere Gründe für ein Abweichen von dieser Beurteilung, weshalb darauf abzustellen sei (
Urk.
2 S. 12).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen
im Wesentlichen
vor, die Invaliden
ver
sicherung gehe gestützt auf den
B
ericht von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
von einem Invaliditätsgrad von 20
%
aus. Die
Be
schwer
degegnerin sehe hingegen
keine Diskrepanz zwischen den
Zumutbar
keits
profile
n
der Kreisärztin
und
de
s
behandelnden Ar
zt
es
. Trotz der bild
gebend fest
ge
stellten Verschlechterung beider Kn
ie erhebe sie ein besseres Zumutbarkeits
p
rofil als im Jahr 2017, die Differentialdiagnose
einer Bursitis
berücksichtige sie nicht. Dies verlange eine unabhängige Beurteilung
(
Urk.
1 S. 8).
Für die Bemessung des
Validenlohns
sei auf die letzte länger dauernde
Tätigkeit
abzustellen, vorliegend au
f jene b
ei der
E._
AG in den Jahren 2008 bis 201
0.
Aufgerechnet auf das Jahr 2018 ergebe dies ein
Validenein
kommen
von
Fr.
74'215.--. S
elbst wenn auf den Lohn bei der
A._
AG abzu
stellen wäre, wäre d
ieser
der Nominallohnentwicklung anzupassen (
Urk.
1 S. 9).
Aufgrund seines eingeschränkten Zumutbarkeitsprofils, weitere
r
hinderliche
r
Umstände wie der fehlenden Ausbildung, de
s
fortschreitenden Alter
s
, de
s
ge
bro
chenen
Deutschs
und der fehlenden Kerntätigkeit sowie der langjährigen unfall
bedingten Arbeitsausfälle und der Aussteuerung könne nicht mehr von einer ver
wertbaren Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden
(
Urk.
1 S. 17 f.)
. A
uch die Ein
gliederungsmassnahmen und die unzähligen Bewerbungen
hätten
gezeigt, dass er sich nicht mehr in den Arbeitsmarkt integrieren könne.
Werde bestritten, dass ihm auch auf dem konjunkturell ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Anstellung offenstehe, sei ein Grundsatzgutachten zu dieser systemrelevanten Fragestellung einzuholen
(
Urk.
1 S. 14)
. Gehe das Gericht
dennoch von einer Verwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit aus
, seien die genann
ten Umstände zumindest bei der Bemessung des Invalideneinkommens mit einem
leidensbedingten Abzug von mindestens 15 - 20
%
zu berücksichtigen
(Urk.1 S.
18
)
. Ferner
sei festzuhalten, dass die LSE 2016 auf unzulänglichen Grundlagen basiere, welche generell zu optimistis
ch seien (
Urk.
1 S. 15) und
praktisch
aus
schliesslich
die
Löhne von gesunden Erwerbstätigen
wiederspiegelten
, die
über
durchschni
ttlich hoch sein
dürften
(
Urk.
1 S. 16).
We
rde auf die LS
E 2016 ab
gestellt
, so
resultiere
unter Einrechnung eines leidensbedingten Abzugs von 20
%
ein Jahreslohn von
Fr.
54'194.--, würde auf den Medianwert einer ausgesteuerten Person abgestellt, so wäre als Invalideneinkommen ein Betrag von
Fr.
52'042.-- anzunehmen (
Urk.
1 S. 18).
Ferner seien für die Be
messung der Integritätsentschäd
igung die verschiedenen Beschwerden je einzeln gutachterlich zu bemessen und nach Massgabe der Fach
ärzte für Orthopädie und Rheumatologie zu addieren oder aber eine Gesamt-Inte
gritätsentschädigung festzulegen (
Urk.
1 S. 20).
2.3
Die Beschwerdegegnerin entgegnete in der Beschwerdeantwort,
die Invaliditäts
schätzung der Invalidenversicherung habe für die Unfallversicherung keine Bin
dungswirkung, der Beschwerdeführer könne daher aus deren Berechnung nichts zu seinen Gunsten ableiten (
Urk.
6 S. 2).
Aus der Beurteilung von
Dr.
D._
lasse sich sodann nicht mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine reduzierte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ableiten und auch
darüber, welche Tätigkeiten den Unfallfolgen angepasst seien, seien sich
Dr.
C._
und
Dr.
D._
weitgehend einig. Wenn
aufgrund
einer Magnetresonanz
to
mografie differenzialdiagnostisch eine Bursitis
anserina
in Betracht gezogen werde und darüber hinaus keine Symptome einer solchen Diagnose dokumentiert seie
n
, bestehe keine Veranlassung zu weiteren Abklärungen (
Urk.
6 S. 3).
Die Anstellung bei der
E._
AG habe der Beschwerdeführer lange vor dem ersten Unfall aufgegeben, so dass keine Wahrscheinlichkeit bestehe, dass er heute bei diesem Betrieb tätig wäre. Es bestehe kein Anlass, auf diesen Lohn abzustellen (
Urk.
6 S. 3 f.). Werde zugunsten des
Beschwerdeführers
davon aus
gegangen, dass er weiterhin bei der
A._
AG tätig gewesen sei, obwohl es sich dabei um ein befristetes Arbeitsverhältnis gehandelt habe, sei von den kon
kreten Angaben zur Einkommensentwicklung auszugehen und nicht von statisti
schen Werten (
Urk.
6 S. 4).
Die Einschränkungen aufgrund der Unfallfolgen seien nicht so massiv, dass der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes überstrapaziert werde. Dies gelte selbst unter Berücksichtigung der
mangelhaften
Sprachkenntnisse und der fehlenden Ausbildung. Die Rechtsprechung zum Alter stamme aus der Invalidenver
siche
rung und komme ni
cht zum Tragen. Auch das Ausblei
ben einer tatsächlichen Eingliederun
g könne nicht massgebend sein (
Urk.
6 S. 4).
Da es sich bei der Anwendung der Löhne der LSE nur um einen Ausgangspunkt für die Bestimmung des Invalideneinkommens handle und eine Korrektur über den Abzug erfolge, falls es aufgrund der unfallbedingten Beeinträchtigungen erfor
derlich sei, sei es unerheblich, dass die LSE in erster Linie die Löhne von Gesunden abbilden würden. Es sei nicht nachvollziehbar
,
wieso auf den Median
lohn für Ausgesteuerte abgestellt werden sollte. Der fehlenden Ausbildung
werde mit der Einrechnung des
Wert
es
für das Kompetenzniveau 1 Rechnung getragen, wo weder die mangelhaften Sprachkenntnisse noch die längere Abwesenheit vom Arbeitsmarkt eine massgebende Rolle spiel
t
en. Die Einschränkung des Zumut
barkeitsprofils berechtige nicht zu einem Abzug (
Urk.
6 S. 5).
Betreffend die Integritätsentschädigung sei unbestritten, dass es sich
bei den
Unfallfolgen am rechten und am linken Knie um separate Schäden handle, bei den
vom Beschwerdeführer aufgezählten Schäden handle es sich dagegen um ver
schiedene Aspekte der gleichen beiden Schäden. Es würden keine substan
ti
ierten Einwände gegen die Beurteilung von
Dr.
C._
erhoben, so dass sich wei
tere Abklä
r
ungen erübrigen würden (
Urk.
6 S. 6).
2.4
Unstrittig ist, dass die Beschwerdegegnerin für die gesundheitlichen Folgen der Unfälle vom
8.
Februar 2012 und
5.
Oktober 2015 an beiden Knie
n
sowie am linken Unterschenkel grundsätzlich leistungspflichtig ist und dass die zum Zeitpunkt des
Einspracheentscheids
noch vorliegenden gesundheitlichen Be
schwerden an diesen Köperteilen durch diese Unfälle verursacht wurden (
Urk.
7/158/8, vgl.
Urk.
2).
Ebenso
wenig
wurde
n
der
Fallabschluss und die
Ein
stellung der
Heilungskosten- und
Tag
geldleistungen per 2
8.
Februar 2019
gerügt
(vgl.
Urk.
7/160)
.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch des B
eschwerdeführers auf eine
Invalidenrente
und
auf eine
Integritätsentschädigung verneint hat.
3.
3.1
Nach dem Ereignis vom
8.
Februar 2012 begab sich der Beschwerdeführer am 1
7.
April 2012 aufgrund von Schmerzen im medialen Bereich des rechten Knies und an
der Kniekehle, wo er auch eine Schwellung verspür
te,
in die chirurgische Klinik des Spi
tal
s
F._
in Behandlung. Gemäss
Dr.
med.
G._
, F
ach
arzt für Chirurgie,
habe
d
er
Beschwerdeführer
geschildert, dass die Beschwerden seit Januar 2012 bestü
nden
,
als er beim
Umzug
ein schweres Gewicht habe tragen müssen, wobei ein unklarer
Verdrehmechanismu
s
stattgefunden habe
.
D
er Arzt
diagnostizierte
eine wahrscheinlic
h symptomatische
Bakerzyste
(
Urk.
8/19/1).
3.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, stellte in seinem Bericht vom 2
7.
April 2012 die Diagnose einer medialen
Meniskushinter
horn
läsion
und einer
osteochond
r
alen
Läsion am lateralen
Kondy
l
rechts und empfahl dring
end
ein
operatives Vorgehen
(
Urk.
8/22/1).
A
m
3.
Mai 2012
führte
Dr.
D._
ei
ne Kniegelenksarthroskop
ie rechts mit Resektion des medialen
Meniskushinterhornes
und der
Plica
infrapatellaris
durch
(
Urk.
8/2
4). Bei einer Verlaufskontrolle
vier Wochen postoperativ am
4.
Juni 2012 stellte
Dr.
D._
einen guten Verlauf fest und attestierte dem Beschwerde
führer eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 1
9.
März bis am
1.
Juni 2012 und von 50
%
vom
2.
bis am 1
6.
Juni 2012 (
Urk.
8/32).
3.3
Anl
ässlich einer K
ontrolle am 2
6.
September 2013 hielt
Dr.
D._
fest, von Seiten des operierten rechten Knies sei der Beschwerdeführer weitgehend be
schwer
defrei, neu aufgetreten seien hingegen Knieschmerzen links
popli
t
eal
, seit er vor fünf Wochen eine neue Arbeitsstelle begonnen habe
. Er diagnostizierte eine Baker-Zyste links bei Verdacht auf
femoropatelläre
Chondromalazie
und ordnete weitere Abklärungen an (
Urk.
8/37/1).
Am 1
9.
Dezember 2013
führte
Dr.
D._
bei Diagnose einer medialen
Menis
kushinterhornläsion
am linken Knie eine Kniegelenksarthroskopie mit
Refixation
des medialen
Meniskushinterhornes
durch (
Urk.
8/62/1). Vier Wochen postope
rativ am 2
7.
Januar 2014 notierte
Dr.
D._
einen regelrechten Verlauf (
Urk.
8/68/2).
Auch am 1
1.
März 2014 habe der Beschwerd
eführer noch über
be
-
lastungsabh
ängige
Schmerzen am
Patellaunterpol
und beim Knien berichtet, der Verlauf sei indessen weiterhin regelrecht. Er diagnostizierte neu eine
Ansatz
tendinopathie
des Ligamentum
patellae
am linken Knie (
Urk.
8/79
/2
).
3.4
Am 2
3.
April 2014 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie
. Er hielt fest, der Beschwerdeführer klage immer noch über Beschwerden im linken Kniegelenk
,
und kam zum Schluss
,
der Beschwerdeführer
sei für die bisherige Tätigkeit als Mechaniker nicht arbeitsfähig, auf dem
allgemeinen
Arbeitsmarkt sei in etwa zwei Monaten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für wechselbelastende Tätigkeiten ohne Tragen von Lasten auf unebenem Gelände, ohne repetitives Besteigen von Leitern, Gerüsten und Treppen und ohne hockende, kniende und kauernde Arbeiten zu erwarten. Der Endzustand sei noch nicht erreicht (
Urk.
8/78/6).
3.5
Ein halbes Jahr postoperativ zeigte sich gemäss Bericht von
Dr.
D._
vom
3.
Juli 2014 ein sehr guter Verlauf
(
Urk.
8/91/1). Eine Verbesserung des weiterhin bestehenden muskulären Defizits sei noch bis ein Jahr postoperativ möglich, in
wieweit sich die
femoropatellären
Beschwerden noch bessern könnten, sei schwie
rig abzuschätzen. In einer angepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten über 30 kg und ohne kniende und sitzende Tätigkeiten sei der Beschwer
deführer wieder zu 100
%
arbeitsfähig. Weitere Verlaufskontrollen seien nicht vorgesehen (
Urk.
8/91/2).
3.6
Anlässlich einer weiteren kreisärztlichen Untersuchung vom 1
1.
August 2014 hielt
Dr.
Z._
fest, der Beschwerdeführer arbeite seit dem
1.
August 2014 wieder zu 100
%
als Operation Manager, was ab und zu
zu
Sch
wellungen am linken Knie führe (
Urk.
8/105/3 f.). Für die aktuelle Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit
von 100
%
, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelte weiterhin die Beurteilung vom
2
3.
April 201
4.
Der Endzustand sei nun erreicht
. Ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden sei nicht entstanden
(
Urk.
8/105/6).
3.7
Nachdem der Beschwerdeführer am
2.
Oktober 2015 bei
m
Motorradfahren von einem Auto angefahren worden war, stellte er sich auf der Notfallstation des
Spital H._
vor. Bei Diagnose einer
erstgradigen
Unterschenkel
fraktur links mit
Kompartmentsyndrom
der Unterschenkellogen lateral und einem beginnenden Logensyndrom am Unterschenkel lateral wurde
n
ihm gleichentags ein
Tibiamarknagel
links eingesetzt und eine subkutane Logenspaltung am Unter
schenkel links-lateral durchgeführt. Am
6.
Oktober 2015 erfolgte sodann eine Sekundärnaht der Logenspaltung und eine Blasenabtragung. Die Operation verlief gemäss den behandelnden Ä
rzten komplikationslos, der Beschwerdeführer habe
am 1
5.
Oktober 2015
in gebessertem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wund
verhältnissen entlassen werden könne
n
(
Urk.
7/18/2).
3.8
Im weiteren Verlauf bestanden drei
und sechs
Monate postoperativ
am 2
5.
Januar
beziehungsweise am 2
5.
April
2016
gemäss
Dr.
I._
, Oberarzt an der chirurgischen Klinik d
es
Spitals H._
, Schmerzen und eine Schwe
l
lung
am Unterschenkel
,
(
Urk.
7/37/3,
Urk.
7/51/2
) und
e
ine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Urk.
7/51/3). Am
6.
September
2016
sei der Beschwerdeführer endlich ohne Gehstock in die
Sprechstunde
gekommen. Die Fraktur sei mehrheitlich kon
solidiert gewesen, wobei
medialseits
noch ein kleiner Spalt flau einsehbar ge
we
sen sei (
Urk.
7/59/2). Aufgrund einer ausgeprägten
Druckdolenz
über dem Köp
fchen
der Verriegelungsbolzen entfernte
Dr.
I._
die
se am
7.
September 2016 teilweise (
Urk.
7/59/3 f.
).
Am 1
5.
Mai
2017 entfernte
Dr.
I._
sodann
den
Tibia-
Expertnagel
(
Urk.
7/79).
Auch am 1
8.
September 2017 habe der Beschwerdeführer
schliesslich
noch von persistierenden Schmerzen im Bereich des Ligamentum
patellae
und dem
Femurcondylus
medialis
berichtet, wobei es ihm bezüglich Schmerzen und Beweglichkeit deutlich
besser gehe
(
Urk.
7/101/1).
Eine
Teilarbeitsfähigkeit
sei
durchaus möglich. Diese sollte im Bereich von 25
%
bis 50
%
liegen und leicht
e
körperliche Tätigkeiten ohne Knien umfassen
,
mit wechselnder Belastung und wechselnden Tätigkeiten (
Urk.
7/101/2).
3.9
Kreisarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, untersuchte den Beschwerdeführer am
1
8.
September 2017 und diagnostizierte eine verminderte Belastungstoleranz der linken unteren Extremi
tät nach Unterschenkelfraktur vom
2.
Oktober 2015
,
die mit inzwischen ent
fern
tem
Osteosynthes
ematerial
versorgt worden sei (
Urk.
7/96/4). Er hielt fest, vom klinischen Befund her habe sich ein adäquates Ergebnis eingestellt, die Funk
tion sei mittlerweile gut, es bestünden keine relevanten funktionellen Einschrän
kun
gen mehr. Er sehe keine konkreten Hinweise für einen erneuten Kniebinnen
schaden, der Be
schwerdeführer habe jedoch noch
relevante Kniegelenks
be
schwer
den angegeben. Ferner bestehe noch eine deutliche Atrophie der
Quadrizeps
mus
kulatur
. Für die Beurteilung der Frage nach einem stabilen Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei die Durchführung eines Verlaufs-MRTs erforderlich. Mit dem a
ktuellen klinischen Befund bestehe für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit
,
mit
morgens und nachmittags je
weils 90 Minuten sitzender Tätigkeit ein
e
100%ige Arbeitsfähigkeit
. Aus gegen
wärtiger versicherungsmedizinischer Sicht lieg
e kein Integritätsschaden vor (
Urk.
8/96/5).
3.10
Im Bericht vom
2.
November 2017 hielt
Dr.
D._
fest, der Beschwerdeführer habe sich zu einer Beurteilung des rechten Kniegelenks
gemeldet
. Im Rahmen des Motorradunfalls vor zwei Jahren habe er sich auch eine
Distorsion
des rechten Kniegelenks zugezogen, die jedoch nie beurteilt oder abgeklärt worden sei (
Urk.
7/106/3). Insg
esamt zeige er
noch ein deutliches Rehabilitationsdefizit der linken unteren
Extremität
n
ach der langen Entlastungsphase.
Auch di
e immer wieder auftretenden
Beschwerden
des oberen Sprunggelenks sei
en wohl auf eine Überlastung der lokalen Strukturen und eine Überlänge der Verriegelungsbolzen distal zurückzuführen. Diesbezüglich sei mit einem guten Resulta
t zu rechnen.
Rechts habe der B
eschwerdeführer ebenfalls einen stabilen Bandapparat, jedoch
zeige sich eine
deutliche
femoro
patelläre
Chondromalazie
. Die K
norpelverän
de
rungen hätten im Vergleich zu den Voraufnahmen vor dem Unfall deutlich zuge
nommen, was durchaus auf das Trauma am linken Knie zurückzuführen sei, mit Überlastung rechts und direkten traumatischen Schäden an beiden Kniegelenken. Da die Beschwerden aktuell noch gut kompensiert seien, könnten derzeit keine operativen Massnahmen angeboten werden (
Urk.
7/106/4).
3.11
Am 1
5.
März 2018 führte
Dr.
D._
bei
Diagnose e
iner medialen Meni
s
kus
läsion und
grosser
Plic
a
mediopatellaris
am linken Knie eine Kniegelenks
arthros
kopie mit Resektion am medialen
Meniskushinterhorn
und
Synovektomie
durch (
Urk.
8
/128
/1
)
. Fünf Monate postoperativ am 2
8.
August 2018 war der Beschwer
deführer gemäss
Dr.
D._
sehr gut mobil und gab keine Schmerzen mehr an. Er kam zum Schluss, in einer wechselhaften Tätigkeit ohne Heben und Tragen von schweren Lasten sei
der Beschwerdeführer
wieder zu 80
%
bis 100
%
arbeits
fähig (
Urk.
8/141).
Einem Eintrag in die Krankengeschichte von
Dr.
D._
vom 1
3.
November 2018 ist schliesslich zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer sich aufgrund von Schmerzen im rechten Kniegelenk, die beim Schneiden eines Baumes aufgetreten seien, bei ihm gemeldet habe. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hielt er fest,
es be
stehe sicher eine 80%
ige Arbeitsunfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten und ohne längeres Sitzen (
Urk.
7/151).
3.12
Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom
9.
Januar 2019 hielt
Dr.
C._
Restbeschwerden im Bereich der linken unteren Extremität und am Kniegelenk sowie am rech
ten Kniegelenk fest
.
Sie schätze den Beschwerdeführer in einer leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangs
stellung für beide Kniegelenke und nur manchmal knienden / kauernden Tätig
keiten als ganztags arbeitsfähig ein (
Urk.
7
/158/7). Die derzeit beklagten R
estbe
schwerden im Bereich des linken Unterschenkels und des linken Kniegelenks seien nachvollziehbar und kausal auf den Unfall vom
2.
Oktober 2012 zurück
zu
führen. Die beklagten Restbeschwerden im Bereich des rechten Kniegelenks seien auf das Ereignis vom
8.
Februar 2012 zurückzuführen (
Urk.
7/158/8). Aufgrund der aktuellen Untersuchung und de
r
vorliegenden MRI-Bilder sei aus ihrer Sicht die
Erheblichkeitsgrenze
bezüglich einer Arthrose noch nicht erreicht (
Urk.
7/158/8).
3.13
Dem der Beschwerde beigelegten Bericht von
Dr.
D._
vom
7.
Februar 2019 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer bei Diagnose einer medialen
Chondroma
lazie
am linken Knie und einer
femoropatellären
und medialen
Chondromalazie
und intrasubstantieller Meniskusläsion medial am rechten Knie, an belastungsabhängigen Schmerzen mit rezidivierenden Kniegelenksschwel
lun
gen bei grösseren Belastungen leide. Eine Verbesserung der Situation sei auf
grund der posttraumatischen
arthrotischen
Veränderungen nicht zu erwarten (
Urk.
3/3 S. 2). In einer angepassten,
vorwiegend
sitzenden
Tätigkeit mit wechsel
hafter Belastung ohne Heben und Tragen von schweren Lasten, ohne Arbeiten auf Leitern und Treppen und ohne Gehen auf unebenem Gelände sei der Be
schwerdeführer zu 80
%
arbeitsfähig (
Urk.
3/3 S.
3).
3.14
Nachdem am 2
8.
Juni 2019 eine MRI-Untersuchung beider Knie erfolgt war (
Urk.
7/196), beurteilte
Dr.
C._
den Integritätsschaden am 2
6.
Juli 2019
gestützt darauf sowie auf die anlässlich der Untersuchung vom
9.
Januar 2019 erhobenen Befunde
neu.
Im Hinblick auf das linke Kniegelenk und
d
en linken Unterschenkel hielt sie fest, es sei klinisch kein der Suva-Tabelle 2.2 (Integri
tätsschaden bei Funktionsstörung an der unteren Extremität) entsprechender pathologischer Befund zu dokumentieren. Ebenso
wenig seien nennenswerte
Arthro
sezeichen
oder eine Instabilität im Bereich des linken Kniegelenks/Sprung
gelenks dokumentiert. Die Narben seien sodann reizlos abgeheilt und sicherlich weniger auffallend als der Verlust des Fingers oder
der Grosszehe, was für eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Hautschädigung die untere Grenze dar
stelle (
Urk.
7/198/1). Das rechte Kniegelenk sei stabil und voll beweglich. Zwar zeige sich ein kleiner fokaler Knorpeldefekt mit
subchondralem
Knochenmark
ödem und kleinem
Osteophyten
medial, dies entspreche
jedoch
bildmorpholo
gisch einer beginnenden Arthrose und n
o
ch keiner mässigen Arthrose, so dass aus ihrer Sicht die
Erheblichkeitsgrenze
von 5
%
nicht erreicht sei. Die Stich
in
zisionen seien reizlos abgeheilt und würden die untere Grenze des zu ent
schä
digenden Hautschadens ebenfalls nicht erreichen.
Insgesamt
sei aus ihrer Sicht w
eder für das rechte Kniegelenk noch für das linke Kniegelenk / den linken Unter
schenkel die
Erheblichkeitsgrenze
für eine Integritätsentschädigung erreicht (
Urk.
7/198/2).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging
basierend auf dem
kreisärztlichen Unter
su
chungs
bericht vom
9.
Januar 2019
von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer ange
pa
ssten Tätigkeit aus (
Urk.
2 S. 8
), während der Besc
hwerdeführer mit Verweis auf den Bericht
von
Dr.
D._
vom
7.
Februar 2019
- gestützt worauf die Invalidenversicherung eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
angenommen habe -
und die MRI-Untersuchung vom 2
8.
Juni 2019
die Ansicht vertrat
, dass auf die kreisärztliche Beurteilung nicht abgestellt werden k
önne (
Urk.
1 S. 7 f.
).
4.2
Vorab ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer - wie von der Beschwer
de
gegnerin richtig dargelegt (
Urk.
6 S. 2) - aus der Tatsache, dass die Invaliden
ver
sicherung von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen ist, nichts für das vorliegende Verfahren ableiten kann, da
die Invaliditätsschätzung d
er Invalidenversicherung
keine Bindungswirkung für die Unfallversicherung
entfaltet (BGE 133 V 549 E. 6).
4.3
Basierend auf einer umfassenden Untersuchung (
Urk.
7/158/6 f.) und unter Ein
bezug der für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit relev
anten medizinischen Akten (
Urk.
7/158/1 ff.) kam
Dr.
C._
zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in einer leichten bis mitte
l
schweren wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangs
stellung für beide Kniegelenke und nur manchmal knienden oder kauernden Tätigkeiten ganztags arbeitsfähig sei (
Urk.
7/158/7).
Da
der Beschwerdeführer im Wesentlichen noch unter belastungsabhängigen Schmerzen beider Knie leidet und
im genannten Zumutbarkeitsprofil jegliche
die Knie
übermässig
belastende Tätigkeiten ausgeschlossen werden, ist es schlüssig und einleuchtend, dass der Beschwerdeführer derart angepasste Tätigkeiten ohne zeitliche Einschränkung ausüben kann.
Dem vom Beschwerdeführer angeführten Bericht von
Dr.
D._
vo
m
7.
Febru
ar 2019
lässt sich dagegen entnehmen, dass der Beschwerdeführer
in einer ange
passten
, vorwiegend sitzenden
Tätigkeit
mit wechselhafter Belastung
zu 80
%
arbeitsfähig
sei
(
Urk.
3/3 S. 3)
. Dazu ist festzuhalten, dass diese Einschätzung auf einer Untersuchung vom 2
6.
November 2018 beruhte, wobei
Dr.
D._
nur
zwei Wochen zuvor
in einem der Beschwerdegegnerin zugestellten Eintrag in die Krankengeschichte
davon ausgegangen war, längeres Sitzen sei dem Beschwer
deführer nicht zumutbar
(
Urk.
7/151). Dieser Widerspruch ist
nicht erklärbar, zumal eine Veränderung des Gesundheitszustandes zwischen den beiden Unter
suchungsterminen nicht ersichtlich ist. Eine solche ist ferner auch seit dem Kran
kengeschichteneintrag vom 2
8.
August 2018, als
Dr.
D._
noch von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
bis 100
%
ausging (
Urk.
7/141)
,
nicht ausgewiesen, beruht die abweichende Einschätzung vom 1
3.
November 2018 doch soweit ersichtlich einzig auf der subjektiven Schmerzangabe des Beschwerdeführers und nicht auf objektiven Untersuchungsbefunden (vgl.
Urk.
7/151).
Die in diesem Zeitpunkt aufgetretenen Schmerzen im rechten Kniegelenk hatten sich sodann gemäss Beschreibung des Beschwerdeführers anlässlich der kreisärztlichen Unter
suchung vom
9.
Januar 2019 nach mehreren Bewegungen wieder verflüchtigt, von einem erneuten Auftreten der Schmerzen sprach er nicht (
Urk.
7/158/5).
Insgesamt erweist sich der Bericht von
Dr.
D._
vom
7.
Februar 2019 daher nicht als schlüssig. U
nter zusätzlicher Berücksichtigung der Erfahrungstatsache
, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 4
65 E.
4.5, 125 V 351 E.
3b/cc)
,
ist er nicht
geeignet, auch nur geringe Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung vom
9.
Januar 2019 zu wecken.
4.4
Was die vom Beschwerdeführer weiter vorgebrachte Abweichung von der kreis
ärztlichen Beurteilung vom 1
8.
September 2017 betrifft, ist festzuhalten, dass zwischenzeitlich am 1
5.
März 2018 eine weitere Operation des linken Knies durchgeführt wurde und der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung vom
9.
Januar 2019 selbst angab, es gehe ihm sehr viel besser als bei der kreis
ärztlichen Untersuchung vom September 201
7.
Da
die funktionellen Einschrän
kungen
entscheidend
sind und
nicht s
o sehr die bildgebenden Befunde
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_484/2013 vom 1
2.
August 2013)
, kann auch aus den vom
Beschwerdeführer angeführten
,
bildgebend festgestellten Verschlechterungen
in
klusive der lediglich differentialdiagnostisch ohne entsprechende klinische Be
funde erwähnten Bursitis
(
Urk.
1 S. 8)
nichts
zu seinen Gunsten
abgeleitet werden
.
Dass die
kreisärztliche
Beurteilung im Jahr 2019 von derjenigen im Jahr 2017 abweicht
,
ist daher nachvollziehbar.
4.5
Insgesamt vermögen die Einwendungen des Beschwerdeführers keine auch nur geringen Zweifel an der beweiswerten Beurteilung von
Dr.
C._
zu erwecken. Es ist daher von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
in einer angepassten Tätigkeit auszugehen
und gestützt darauf
der Invaliditätsgrad zu bestimmen.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer machte weiter geltend, aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung in Kombination mit seinem fortgeschrittenen Alter, der fehlen
den Ausbildung, seinem Migrationshintergrund mit sprachlichen Einschränkun
ge
n sowie der fehlenden Kerntätigkeit mit längerer Abwesenheit vom Arbeits
markt könne er die attestierte Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits
markt nicht mehr verwerten (
Urk.
1 S.
11 ff.).
5.2
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss
Art.
16 des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt und dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von Stellen und der Nach
frage nach solchen. Andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 2
3.
September 2014 E. 3.1 mit Hinweisen). Das heisst, für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch soge
nannte Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen und Arbeitsangebote, bei wel
chen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeit
gebers rechnen können. (Urteil des Bundesgerichts 8C_1050/2009 vom 2
8.
April 2010 E. 3.3 mit Hinweisen).
5.3
Zunächst ist festzuhalten,
da
ss
in der Unfallversicherung die Rechtsprechung,
wonach die Unverwertbarkeit einer verbleibenden medizinisch-theoretischen Rest
arbeitsfähigkeit wegen des fortgeschrittenen Alters der versicherten Person zu berücksichtigen wäre, nicht gilt (Urteil des Bundesgerichts 8C_732/2018 vom 2
6.
März 2019, vgl. Urteil 8C_212/2017 vom
1.
Februar 2018 E. 4.3 mit Hin
weisen, insb. auf das Urteil 8C_307/2017 vom 2
6.
September 2017 E. 4.2.2)
;
aus dem Alter des Beschwerdeführers kann mithin von
v
ornherein nicht auf eine
Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit geschlossen werden.
Gemäss dem kreis
ärztlichen Belastungsprofil sind dem Beschwerdeführer
sodann
leichte bis mittel
schwere
,
wechselbelastende Tätigkeiten weiterhin zumutbar. Solche sind gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt durc
h
aus vorhanden (Urteil des Bundesgerichts 9C_469/2016 vom 2
2.
Dezember 2016 E. 3.2 und 6.3 mit Hinweisen). Auch aus dem Umstand, dass dem Beschwer
de
führer
Tätigkeiten mit Zwangshaltung der Knie nicht und
kniende oder kauernde Tätigkeiten
nur noch manchmal
zumutbar sind
, kann nicht auf eine Unver
wert
barkeit der Restarbeitsfähigkeit geschlossen werden, ist diese doch erst anzu
neh
men, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers mög
lich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts
8C_
582/2015 vom
8.
Oktober 2015 E. 5.11 mit Hinweis; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_712/2017 vom 1
2.
Januar 2018 E. 4.2.2 mit Hinweisen). Dies ist hier nicht der Fall.
Zudem kom
men für den Beschwerdeführer in erster Linie ungelernte Tätigkeiten in Frage. Derartige Tätigkeiten erfordern keine spezifischen Berufskenntnisse und sind in der Regel auch nicht mit einem besonderen Umstellungs- oder Einarbeitungs
aufwand verbunden. Einfache Tätigkeiten erfordern sodann weder gute Sprach
kenntnisse noch ein besonderes Bildungsniveau (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_535/2017 vom 14. Dezember 2017 E. 4.5.2 mit Hinweisen). Im Lichte dessen sowie der relativ hohen Hürden betreffend
Unverwertbarkeit
der Restarbeits
fähig
keit ist
von der Verwertbarkeit
der Restarbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_117/2018 vom 31. August 2018 E. 3 mit diversen Hin
weisen, 9C_847/2015 vom 30. Dezember 2015 E. 4 mit Hinweisen).
5.4
Da für die Invaliditätsbemessung nicht
massgebend
ist
, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen be
stünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversi
cherung, 3. Auflage 2014,
Rn
132 zu Art. 28a)
, ist das vom Beschwerdeführer beantragte Gutachten zum Strukturwandel des Schweizerischen Arbeitsmarktes und zur Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf diesem Arbeitsmarkt (
Urk.
1 S. 14 f.) nicht geeignet, die Frage nach der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit zu beantworten. Von der Einholung eines solchen Gutachtens ist daher abzusehen.
Ferner
können aus
demselben Grund aus den
bisherigen erfolglosen Bemühungen um eine Stell
e keine Schlüsse gezogen werden
.
Ein
Beizug
der Akten der Arbeits
losenversicherung erübrigt sich daher.
6.
6.1
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfällige
n
Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
6.2
6.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 144 I 103 E. 5.3, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
6.2.2
Die Beschwerdegegnerin ging für die Bemessung des
Valideneinkommens
davon aus, dass der Beschwerdeführer nach wie vor in der im Zeitpunkt des zweiten Unfalls am
5.
Oktober 2015 ausgeübten Tätigkeit bei der
A._
AG
tätig wäre
(
Urk.
2 S. 6)
.
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, es sei auf die letzte länger dauernde Tätigkeit vor dem ersten Unfallereignis im Februar 2012 bei der
E._
AG abzustellen, da er danach nur noch ein Invalidenein
kommen in einer berufsfremden Tätigkeit erzielt habe
(
Urk.
1 S. 9).
6.2.3
Der Beschwerdeführer
verfügt gemäss seinem eigenen Lebenslauf und der beruf
lichen Standortbestimmung in der Rehaklinik
J._
vom 2
2.
Juli 2014 über keinen Bildungsabschluss, war jedoch in vielen Bereichen berufstätig, vor allem in der Metallbranche und als Mechaniker in verschiedenen Berufszweigen (
Urk.
8/97). Von
einem
eigentlichen
angestammten Beruf und damit von berufs
fremder Tätigkeit
kann
daher nicht gesprochen werden, vielmehr war er – der sich selber als Autodidakt bezeichnet (
Urk.
8/107) – in zahlreichen Unterneh
mungen in verschiedenen Bereichen
als Angelernter
arbeitstätig. Gemäss
seinem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug)
war er
von September 2007 bis März 2010 für die
E._
AG tätig (
Urk.
7/154/3). Das Arbeitsver
hältnis war im Zeitpunkt des ersten Unfallereignisses am
8.
Februar 2012 mithin bereits seit knapp zwei Jahren beendet. Hinweise dafür, dass der Beschwerde
führer ohne das Unfallereignis wieder angestellt und auch aktuell noch für diesen Arbeitgeber tätig wäre, sind keine ersichtlich. Es kann daher nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerde
führer im Gesundheitsfalle für die
E._
AG tätig wäre, auf das dort erzielte Einkommen kann daher für die Bemessung des
Valideneinkommens
nicht abgestellt werden.
6.2.4
Wie dem IK-Auszug weiter zu entnehmen ist, war der Beschwerdeführer nach der Anstellung bei der
E._
AG bis zum Unfallereignis vom
8.
Februar 2012 als
arbeitslos gemeldet.
Im Zeitpunkt des zweiten Unfalls am
5.
Ok
tober 2015 war er sodann seit dem
5.
Mai 2015
für die
A._
AG tätig
(
Urk.
7/154/3)
. Es sind keine Umstände ersichtlich, die darauf hindeuten
,
dass der Beschwerdeführer bei dieser Anstellung unfallbedingt ein niedrigeres Einkommen erzielt hätte
,
als ohne die Gesundheitsschädigung, solche werden von ihm denn auch nicht geltend gemacht.
Ferner war der Beschwerdeführer in seiner wechsel
haften Berufsbiographie hauptsächlich als Monteur tätig, diese Tätigkeit übte er auch bei der
A._
AG aus.
Sodann handelte es sich gemäss Aus
kunft des Arbeitgebers zwar um einen temporären Einsatz auf der Baust
elle, der Arbeitsvertrag war in
dessen gemäss Unfallmeldung auf unbefristete Dauer abge
schlossen, so dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegan
gen werden muss, dass der Beschwerdeführer nicht mehr in dieser Anstellung tätig wäre.
Dass die Beschwerdegegnerin zu Gunsten des Beschwerdeführers - d
ie
Bemessung des
Valideneinkommen
s
gestützt auf die LSE 2016 hätte
gemäss kor
rekter Berechnung der Beschwerdegegnerin zu
einem tieferen Einkommen geführt
(vgl.
Urk.
2 S. 7)
- vom dort erzielten Einkommen ausgegangen ist, ist daher nicht zu beanstanden.
Für
eine Anrechnung der Nominallohnentwicklung besteht an
gesichts der Angabe der Arbeitgeberin, dass eine
solche
Anpassung nicht statt
gefunden hätte
(
Urk.
7/155/5)
, kein Raum.
Das
Valideneinkommen
ist somit auf
Fr.
71'405.10 (
Fr.
32.31 x 42.5 Wochenarbeitsstunden x 52 Arbeitswochen) festzusetzen.
6
.3
6.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
ge
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reich
muth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
6.3.2
Die Beschwerdegegnerin stellte
beim Invalideneinkommen auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2016 (TA1_tirage_skill_level, nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Kompetenzniveau 1, Zen
tralwert, herausgegeben vom Bundesamt für Statistik) ab
(
Urk.
2 S. 9
).
Der Be
schwerdeführer bringt dagegen zunächst vor, die Lohnstrukturerhebung 2016 basiere auf unzulänglichen Grundlagen, da die Erhöhung der Löhne zwischen der Lohnstrukturerhebung 2010 und 2012 einzig auf eine andere Erhebung zurück
zuführen seien und nicht auf eine entsprechende Nominallohnentwicklung (
Urk.
1
S. 15).
6.3.3
Den vom Beschwerdeführer angeführten
statistischen Effekt erkannte das Bun
desgericht in
BGE 142 V 178
E. 2.5.7 und E. 2.5.8.1 zwar an, kam indessen zum Schluss, dass die LSE 2012 unter anderem im Rahmen einer erstmaligen Ren
tenbemessung zur Festlegung der Vergleichseinkommen nach Art. 16 ATSG dennoch grundsätzlich als Beweis geeignet
ist
(
BGE 142 V 178
E. 2.5.7 und E. 2.5.8.1
). Dies gilt auch für die nach demselben Verfahren erstellte LSE 201
6.
Es ist nicht ersichtlich, wieso davon abweichend vom Medianstundenlohn für aus
gesteuerte Arbeitskräfte auszugehen sein sollte. Dem Umstand, dass behinde
rungs
bedingt allenfalls mit einem niedrigeren Einkommen gerechnet werden mus
s, ist sodann falls erforderlich im Rahmen des leidensbedingten Abzuges Rech
nung zu tragen.
6.3.4
Aufgrund der fehlenden Ausbildung des Beschwerdeführers sowie angesichts des individuellen Belastungsprofils ist
- entsprechend dem Vorgehen der Beschwerde
gegnerin -
auf den monatlichen Bruttolohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art männlicher Angestellter von
Fr.
5‘340.-- abzustellen. Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stun
den pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, A-S) und angepasst an die Entwicklung der Nominal
löhne für männliche Arbeitskräfte von 2239 Punkten im Jahr 2016 auf 2279 Punkte im Jahr 2019 ergibt dies ein Invalideneinkommen von
Fr.
67‘997.-- (
Fr.
5‘340.-- / 40 * 41.7 * 12 / 2239 * 2279).
6.4
6.4.1
Die Beschwerdegegnerin hielt einen leidensbedingten Abzug vom Invaliden
ein
kommen nicht für gerechtfertigt (
Urk.
2 S. 9). Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, es sei ein Abzug von mindestens 15-20
%
vorzunehmen (
Urk.
1 S. 18).
6.4.
2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnit
ts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kun
gen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversi
che
rungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemä
ss BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137
V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerde
instanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bun
desgericht
s
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
6.4.
3
Rechtsprechungsgemäss ist der Umstand allein, dass nur noch leichte bis mittel
schwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 E. 3.3.3.2 mit Hinweisen).
Eine ungenügende Ausbildung ist sodann
nicht abzugsrelevant, da diesem Aspekt
bei der Wahl des Kompetenzniveaus Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7).
Was das Alter des Be
schwerdeführers
betrifft, ist -
soweit dieses Merkmal in der obligatorischen Unfallversicherung überhaupt einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_587/2019
vom 3
0.
Oktober 2019 E
.
7.3) - darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Verfügungszeitpunkt noch unter 50 Jahre alt war, weshalb ein darauf basie
ren
der Abzug von
v
ornherein nicht gerechtfertigt wäre, zumal
Hilfsarbeiten
auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt
werden
(BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen).
Die lange Abwesenheit vom Arbeits
markt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_223/2020 vom 25. Mai 2020 E. 4.3.5 mit Hinweisen)
und die mangelnden Sprachkenntnisse (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.3.4 mit Hinweis) rechtfert
i
gen
bei Hilfstätigkeiten im untersten Kompetenzniveau
sodann
rechtsprechungs
gemäss keinen Abzug.
Damit besteht keine Veranlassung, in die Ermessensaus
übung der Beschwerdegegnerin einzugreifen.
6.5
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr.
71'405.--
mit dem Invalidenein
kommen von
Fr.
67‘997.-- ergibt einen nicht rentenbegründenden Invaliditäts
grad
von gerundet 5
%
.
Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenanspruch des Beschwe
r
deführers somit zu
Recht
verneint.
7.
7.1
Z
u prüfen bleibt
, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwer
de
führers auf eine Integritätsentschädigung zu Recht verneint hat.
Gestützt auf die kreisärztlichen Untersuchungsbefunde vom
9.
Januar 2019
(
Urk.
8/157)
sowie MRI-Untersuchungen beider Knie vom 2
8.
Juni 2019
(
Urk.
8/184)
war
Dr.
C._
(
Urk.
8/185)
zum Schluss gekommen, dass die
Erheb
lichkeitsgrenze
für eine Integritätsentschädigung weder für das rechte Kniegelenk noch das linke Kniegelenk /
den linken Unterschenkel erreicht sei. Der Beschwer
deführer hielt dagegen, dass die durch seine Beschwerden verursachten Ein
schränkungen je einzeln
gutachterlich
zu bemessen und zu addieren seien oder aber eine Gesamt-Integritätsentschädigung festzulegen sei (
Urk.
1 S. 20).
7.2
Die Beurteilung des Integritätsschadens bildet
rechtsprechungsgemäss
eine Tat
frage, die von einem Mediziner zu beantworten ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_76/2013 vom 23. Juli 2013 E. 3.4.1 und U 344/01 vom 11. September 2002 E. 6, je mit Hinweisen).
Dr.
C._
hat überzeugend dargelegt, dass in Bezug auf das
endgradige
Flexionsdefizit im linken Knie und die leichte Fesselung der linken Patella
beziehungsweise die freie Beweglichkeit im rechten Knie bei beidseits guter Bandstabilität
weder eine Funktionsstörung der unteren Extre
mit
ät im Sinne von Suva Tabelle 2
noch eine Gelenksinstabilit
ät im Sinne von Suva Tabelle 6
vorliegt. Da ferner
gestützt auf das MRI der Kniegelenke vom 2
8.
Juni 2019 links
keine nennenswerten
Arthrosezeichen
nachweisbar seien
und rechts eine beginnende und noch keine
mässige
Arthrose auszumachen sei
, fällt
- da leichte Arthrosen
gemäss
Suva Tabelle 5 nie entschädigungspflichtig sind -
laut
Dr.
C._
auch ein Integritätsschaden bei Arthrose
ausser
Betracht.
Gemäss
Suva Tabelle 18 sind sodann Hautschäden, die unter dem Schweregrad des Ver
lustes einer
Grosszehe
oder eines F
ingers lie
gen, nicht entschädigungs
pflichtig. Diese Grenze ist vorliegend
gemäss
Beurteilung von
Dr.
C._
i
n Bezug auf die
nach den Operationen des linken Kniegelenks und linken Unterschenkels zurück
ge
bliebenen Narben
sowie die Stichinzisionen am rechten Knie
, die
allesamt
reiz
los abgeheilt seien, nicht erreicht.
Dr.
C._
hat somit insgesamt alle verblei
benden Beeinträchtigungen gewürdigt, ihre Einschätzung, dass keine entschädi
gungspflichtige Integritätsschäd
igung vorliegt, ist überzeugend und es ist darauf abzustellen.
Eine
ihr
widersprechende ärztliche Einschätzung der
Integritätsein
busse
ist
sodann
nicht aktenkundig.
7.3
Die Höhe eines allfälligen Integritätsschadens ist, wie
es
der Beschwerdeführer
geltend macht, nach der gesamten Beeinträchtigung festzusetzen. Dies ändert indes nichts daran, dass verschiedene klar unterscheidbare und sich gegenseitig nicht beeinflussende Beeinträchtigungen separat hinsichtlich
des
Vorliegens eines Integritätsschadens zu prüfen sind und allfällig vorhandene Integritätsschäden grundsätzlich zu addieren wären (
Urteil des Bundesgerichtes 8C_19/2017 vom 2
2.
Mai 2017 E. 4.4 m
it weiteren Hinweisen
).
Da
Dr.
C._
indessen
in
korrekter Anwendung der
Suva
Tabellen festgestellt
hat
, dass weder bezüglich
des linken Kniegelenks und Unterschenkels noch bezüglich des rechten Kniegelenks ein
abzugeltender Integritätsschaden vorliegt
, erübrigt sich eine Addition
.
Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zum Schluss kam, es sei keine Integritätsentschädigung auszurichten.
8.
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
2.
März
2020 (
Urk.
2) als rechtens. Von weiteren
Beweismassnahmen
– wie etwa der beantragten Einholung eines Gerichtsgutachtens (Urk. 1 S. 2) – sind keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d).
Dies führt
zu
r Abweisung der Beschwerde
.