# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4af30d30-2b07-4680-af54-cf948b15c3bf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1986 geborene
X._
,
seit
1.
September 2002 als Bauzeichnerin bei
der
Y._
angestellt
und
in dieser Eigenschaft
bei
der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von U
n
fällen versichert,
verletzte
sich
gemäss Bagatell-Unfallmeldung vom 23. Juli 2009
(Urk. 7/3)
am 16. Juli 2009 an der Nase, als sie beim Baden in der Donau aus dem Wasser auftauchte und vo
m Fuss
eine
s
Unbekannten
am Kopf
ge
trof
fen
wurde
.
Die SUVA kam für die Heilbehandlung auf und schloss den Fall
form
los ab,
nachdem
sie am 2. November 2009 (Urk.
7/1) durch den H
aus
arzt über den er
folgten Behandlungsabschluss in Kenntnis gesetzt worden war.
A
m 20. September 2012 (Urk. 7/2)
ersuchte
der behandelnde Facharzt
die SUVA um Kostengutsprache für eine
bevorstehende Nasenoperation in Form einer
funktionellen geschlossenen
Septorhinoplastik
/
Turbinoplastik
.
Diese verneinte
mit
Verfügung vom 1.
Februar 2013 (Urk.
7/21)
i
hre Leistungspflicht für die gel
tend gemachten Beschwerden mangels eines
rechtsgenüglichen
Kausal
zu
sammenhang
e
s zum Unfall
ereignis
vom 16. Juli 200
9.
Die dagegen am 2. März 2013 erhobene Einsprache
der Versicherten
(Urk. 7/22) wies die SUVA mit Ent
scheid vom 11. April 2013 (Urk. 2) ab.
2.
Hiergegen erhob
X._
mit Eingabe vom 11. Mai 2013 Beschwerde (Urk.
1) und beantragte,
der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 11. April 2013
sei aufzuheben und die Leistungspflicht der SUVA sei zu bejahen.
Die SUVA
schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
17. Juni 2013 (Urk. 6
) auf Ab
weisung der Beschwerde, wa
s der Beschwerdeführerin am 18.
Juni 2013
(Urk. 8)
zu
r Kenntnis gebracht wurde
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten wird, soweit für die
Entscheid
findung
erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (
UVG
)
setzt
nebst anderem
voraus, dass zwischen dem
Un
fallereignis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein na
tür
licher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kau
salzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der ein
ge
tretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ur
sache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
ge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung ent
fiele (BGE 129 V 177 E.
3.1, 406 E.
4.3.1, 123 V 45 E.
2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E.
1b, je mit Hinweisen).
O
b zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
an
spruches
nicht (BGE 129 V 177 E.
3.1, 119 V 335 E.
1, 118 V 286 E.
1b, je mit
Hinwei
sen).
1.2
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung, UVV). Rückfälle und Spät
folgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entspre
chend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
men
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a
, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt
Beweis
wert
zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit beste
hen (BGE 125 V 351 E.
3b/
ee
mit Hinweis). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt
lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4
mit Hinweis
).
1.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die
Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung
–
da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert
–
abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den
Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine
Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren über
haupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheid
rele
vante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt i
st (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S.
69).
2.
2.1
Strittig
und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin aus dem Unfallereignis vom
16. Juli 2009 für die geltend gemachten Nasenatmungsbeschwerden
leis
tungs
pflichtig
ist.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
hielt
gestützt auf die
Einschätzung der
versicherungs
internen
Ärzte
insbesondere
dafür
,
ein
Kausalz
usammenhang zwischen den
unter
dem Blickwinkel eines Rückfall
e
s zu prüfenden
B
eschwerden
an der Nase
und dem Badeunfall vom 16. Juli 2009
sei
nicht mit dem
massgebenden
Be
weis
grad
der überwieg
enden Wahrscheinlichkeit belegt
.
Der
abweichende
Standpunkt
des behandelnden Facharztes sei nicht hinreichend begründet und stehe im Wider
spruch zur unfallnah
en medizinischen Aktenlage, welche
weder eine
Nasen
bein
fraktur
noch eine
Septumdeviation
ausweise.
Sodann laufe d
ie Argumen
ta
tion des Hausarztes auf eine rein zeitliche
Kausalattribution
hinaus, was
un
be
helflich
sei
(Urk. 2 S. 5 ff.
, Urk. 6 S. 2 ff.).
2.3
D
agegen brachte
die Beschwerdeführerin im Wesentlichen
vor
,
dass sie
nach
dem
Unfa
ll vom 16. Juli 2009
ununterbrochen
an
Nasenat
mungsbeschwerden gelitten
habe und am 17. Februar 2011
i
n
einer Röntgen
untersuchung
ein Bruch des Na
senrückens ersichtlich geworden
sei
.
Schliesslich habe sie ihr Hausarzt
am
27.
August 2012
wegen persistierenden Beschwerden an den nunmehr be
han
deln
den Facharzt überwiesen.
Dieser habe
drei Tage später
festgestellt, dass die
jetzige Nasenrückenverkrümmung und die daraus resultierenden
Atmungs
be
schwer
den
nicht ohne äussere Einwirkung
hätten
zustande kommen können (Urk.
1
S.
1
, vgl. auch Urk. 3
).
3.
3.1
I
m Arztzeugnis vom 18. Oktober 2012 (Urk. 7/5 S. 1)
führte Dr. med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie, aus, er habe die
Be
schwerde
führer
in
im Nachgang zum Unfall vom 16. Juli 2009
am 22. Juli 2007 (richtig: 2009) wegen einer Kontusion der Nase und des Kopfes mit anamnes
tisch kurzzeitiger Bewusstlosigkeit
einmalig
behandelt
.
Die Beschwerdeführerin habe damals – nachdem
die Nase
ihren Angaben zufolge
initial
sehr geschmerzt habe und blau gewe
sen sei –
vor allem noch
über
eine Verstopfung der Nase ge
klagt
, bezüglich welcher er eine konservative Therapie mit Nasenspray
veran
lasst
habe.
Der Hausarzt
nannte
als Befund eine Schwellung des Nasenrückens
rechtsseitig mit Vortäuschung einer Deviation der Nase nach rechts und
hielt fest
,
dass die Röntgenuntersuchung weder eine Nasenbeinfraktur noch eine
Septum
de
viation
zur Darstellung gebracht habe.
Die
angegebenen
Beschwerden seien plausibe
l und vereinbar mit dem Unfall
.
Er habe keine Arbeitsunfähigkeit atte
stiert und die Behandlung gleichentags abgeschlossen.
3.2
Dr. med.
A._
,
Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie (ORL),
welcher die Beschwerdeführerin
am 30. August und 19. September 2012
auf
hausärztliche
Zuweisung
hin
untersucht hatte, diagnostizierte
im
Bericht vom 20.
S
eptember 2012
(Urk.
7/
2)
einen
Status nach Nasentrauma
im Jahr 2010 mit Nasenbein-Fraktur und seither bestehender Nasenatmungsbehinderung sowie äusserlichem Schiefstand der Nase.
Da die konservativen therapeutischen Möglichkeiten hin
sich
tlich der seit dem Unfall persistierenden Beschwerden ausgeschöpft seien, empfehle er
nunmehr
ein operatives
Prozedere in Form einer funktionellen ge
schlossenen
Septor
hinoplastik
und
Turbinoplastik
. Da die
Beschwerdeführerin
ein
solches Vorgehen befürworte, ersuch
e
er
um Kosten
gutsprache
durch die
Un
fall
versicherung
.
3.3
Gestützt auf die
Stellungnahmen
des SUVA-Kreisarztes Dr. med.
B._
, Fach
arzt
für Chirurgie, welcher
am 24. Oktober 2012 eine unvollständige Aktenlage moniert und am 31. Oktober 2012 die Unfallkausalität der
in Frage stehenden
Beschwerden und insbesondere die unfallbedingte Notwendigkeit der Operation ohne
Begründung verneint hatte
(Urk. 7/7-8), lehnte
die Beschwerdegegnerin
mit Schreiben vom 1. November 2012 (Urk. 7/10)
ihre
diesbezügliche
Leistungs
pflicht
ab.
3.4
In der Folge bekräftige Dr.
A._
am
27. November 2012 (Urk. 7/13) seine
vormalige
Ei
nschätzung und hielt fest, dass
zwischen dem Unfall vom 16. Juli 2009 und den aktuellen Nasenbeschwerden ein
Kausalz
usammenhang bestehe. Die Veränderungen im Bereich
von Nasenbein
und
-
septum
seien eindeutig auf ein Trauma zurückzuführen. Die Beschwerdeführerin
sei
nach dem
Ereignis
vom 16. Juli 2009 bei ihrem Hausarzt
vorstellig geworden
und leide
seit dem Unfall
an einer Nasenatmungsbehinderung
sowie
einem äusserlichen Schiefstand der Nase.
3.5
Mit Schreiben vom 7. Dezember 2012 (Urk. 7/14) hielt auch Dr.
Z._
fest, dass
die Beschwerdeführerin seit dem Unfall
ereignis
vom 16. Juli 2009 über eine an
haltende Behinderung der Nasenatmung klage
, wogegen zuvor
keine solche Be
schwerden vorgelegen hätten.
3.6
Am 12. Dezember 2012 (
Urk.
7/15) konstatierte der SUVA-Kreisarzt Dr.
B._
, das
s keine Fraktur nachgewiesen und demzufolge ein Zusammenhang der gel
tend gemachten Beschwerden und dem Unfall höchstens möglich sei. Eine kon
stitutionelle Nasenatmungsbehinderung sei häufig.
An dieser Einschätzung hielt
Dr.
B._
am 19. Dezember 2012
(Urk. 7/18) mit unveränderter Begründung fest, nachdem die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 12. Dezember 2012 (Urk. 7/17)
Fotoaufnahmen von sich eingereicht hatte,
welche vor dem Unfallereignis angefertigt worden waren
.
3.
7
Die SUVA-Arbeitsmedizinerin
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für
Oto
-
Rhino
-La
ryngologie mit Weiterbildung in Hals- und Gesichtschirurgie, führte in
ihrer
im
Einspracheverfahren
verfassten
Aktenbeurteilung vom
18.
März 2013 (
Urk.
7/27)
aus,
angeblich leide die
Beschwerdeführerin unter einer chronischen
Nasenat
mungs
störung
seit dem Unfallereignis vom 16. Juli 2009, als sie unter Wasser einen Schlag gegen die Nase erhalten habe, danach kurz bewusstlos ge
wesen sei und anschliessend Epistaxis und eine Schwellung der Nase mit
Na
se
n
at
mungs
behinderung
erlitten habe. Die Erstvorstellung bei ihrem Hausarzt Dr.
Z._
sechs Tage später habe eine rechtsseitige Schwellung der Nase mit subjektiv ver
stopfter Nase ergeben, ohne dass radiologisch Frakturen oder
pal
patorisch
Krepitationen oder Instabilitäten der Nase nachweisbar gewesen seien. Die Be
schwerdeführerin habe abschwellende Nasensprays erhalten. Eine Ver
laufs
kon
trolle oder erneute Behandlung sei nicht notwendig geworden. Offenbar seien ein
Schädel- und Nasen-Röntgen angefertigt worden, wobei diese
Auf
nahmen nicht im Dossier abgelegt seien und bei Dr.
Z._
noch angefordert werden müssten.
Drei Jahre später sei die Beschwerdeführerin erstmals bei
Dr.
A._
be
treffen
d ihre persistierende Nasenat
mungsstörung vorstel
lig geworden, welcher eine
Sept
umdeviation
und eine äussere Narbe über dem Nasenrücken
festgestellt
habe
. Die
rhinomanometrischen
Befunde
hätten
eine beidseitige
Nasenatmungs
behinderung
ohne signifikante Seitendifferenz
ergeben
, auch nicht nach Ab
schwellung der Nasenschleimhäute.
Der Facharzt
habe eine funktionelle
Septo
rhinoplastik
und Nasenmuschelbehandlung
stationär
empfohlen.
Betreffend
die
Unfallkausalität seien widersprüchliche Befunde vorhanden. Die
äussere Nasenverletzung mit fotografisch dokumentierter Nar
b
e über dem Na
sen
rücken
sei
in
der Erstbeurteilung des Hausarztes fünf
(richtig: sechs)
Tag
e nach dem Unfall nicht erwähnt und auch von der Beschwerdeführerin anam
nestisch nicht
festgehalten
worden. Diesbezüglich wäre –
so Dr.
C._
– eine
Fotodo
ku
mentation
vor dem Unfall eine wegweisende Hilfe für die
Kausalitäts
be
urteilung
. Im Übrigen sei weder die äussere Devia
tion fotografisch
festzustel
len
noch habe die Funktionalität der Nasenatmung in der
Rhinomanometrie
eine
aus
geprägte pathologische Seitendifferenz
aufgewiesen
. Eine
vor dem Un
fall vom
16. Juli 2009 erstellte
Fotodokumen
t
ation
habe die
Beschwerdefüh
rerin bis heute
nicht vorgelegt
. Radiologisch sei nach dem Unfall keine Fraktur fest
stellbar ge
wesen.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit sprächen diese klinischen Be
funde
gegen
eine unfallkausale Grundlage für die von der Beschwerdeführerin
g
eklagte
Nasen
atmungsstörung
und sei daher
das Beschwerdebild
nicht auf den Unfall vom
Sommer 2009 zurückzuführen. Bei intraoperativ eindeutig
en und
un
fall
kausalen
Befunden wie
zum Beispiel
histologischem
Reparationsfaser
knorpel
beziehungsweise -
knochen sei das Dossier noch einmal vorzulegen. Zu
dem bitte
sie den Operateur um einen ausführlichen Operationsbericht mit ex
pliziter Stellung
nahme betreffend direkten unfallkausalen, intraoperativen Ver
ände
rung
en, welche die Unfallkausalität von 2009 eindeutig begründeten. Schliesslich
sei sie auch bereit, die Beschwerdeführerin für eine Zweitmeinung im ORL-La
bor der Beschwerdegegnerin zu untersuchen.
4.
4.1
Prozessthema bildet die Frage
, ob
die geltend gemachten Beschwerden an der Nase
in einem natürlichen K
ausal
zusammenhang zum
Unfall vom 16.
Juli 2009
steh
en
.
4.2
Die
Beschwerdegegnerin verneinte dies
im Wesentlichen
gestützt
auf
die
ver
siche
rungsinterne
Aktenbeurteilung von Dr.
C._
vom 18. März 2013 (vgl.
E. 3.7 hiervor)
. Diese stellt
indes
keine hinreic
hende medizinische
Entschei
dungs
gru
ndlage
dar, da der SUVA-Arbeitsmedizinerin – wie sie selber ausführte – nicht
die vollständigen Akten vorgelegen haben.
So hielt Dr.
C._
fest, dass die an
gefertigten Röntgenaufnahmen des Schädels und der Nase nicht im Dossier abgelegt seien und bei Dr.
Z._
noch angefordert werden müssten
.
Im Wei
te
ren
hielt
die SUVA-Arbeitsmedizinerin
dafür, dass eine vor dem Unfall erstellte
fotografische Dokumentation der Nase eine "wegweisende Hilfe" für die
K
ausali
tätsbeurteilung
darstellen würde
, wobei
jedoch die Beschwerdeführe
rin keine solche vorgelegt habe.
Offenbar entging Dr.
C._
, dass mit Eingabe vom
12. Dezember 2012 (Urk. 7/17) entsprechende Aufnahmen zu den Akten
gereicht
wurden
. Zusätzliche Erkenntnisse hinsichtlich der Kausalitätsfrage ver
sprach sich
Dr.
C._
sodann auch vom Operationsbericht, welchen die
Be
schwerdegeg
ne
rin
indes nicht abwartete. Sie beliess es in diesem Zusammen
hang beim Hin
weis
,
dass sie ihren abschlägigen
E
insprachee
ntscheid
gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG
in Revision ziehen
würde (Urk. 2 S. 8 Ziff. 3), falls all
fällige intraoperative Be
funde wider Erwarten den histologisch zu führenden Nachweis von
Repara
tions
faserknorpel
/-knochen erbrächten.
Damit
leidet die Aktenbeurteilung
von Dr.
C._
an einem
gewichtigen Mangel
, weshalb
ihr kein Beweiswert
(vgl. E. 1.3 hiervor)
zugeschrieben
werden kann
.
Ob die
geklagten Nasen
beschwerden
unter dem Blickwinkel eines Rückfalls (vgl.
dazu
hievor
E.
1.2)
in einem natürlichen Kausalzusammen
hang zum
Unfall
ereig
nis
vom 16. Juli 2009
stehen, lässt sich nach
dem
Ausge
führten
anhand der un
vollständigen medizinischen Aktenlage nicht
zuverlässig
beurteilen.
Mithin
kann
für die
Ent
scheid
findung
auch
nicht ohne Weiterungen
auf die
von der
Akten
be
urteilung
der SUVA-Arbeitsmedizinerin
abweichende
Einschätzung der
Dr
es
.
A._
und
Z._
abgestellt werden.
Vielmehr
ist
die Sache an die
Be
sc
hwerdegegnerin
zurückzuweisen
, damit diese
bezüglich der
Frage der
Unfall
kausalität
der
geltend gemachten
Nasenb
eschwerden
die erforderlichen Abklä
rungen
tätige
–
etwa
bei den behandelnden Ärzten
die Krankengeschichte, das angefertigte Bildmaterial sowie
einen ausführlichen Be
richt einschliesslich des
Operationsbericht
s
einhole
und allenfalls
ein externes Gutachten
veranlasse
– und
gestützt darauf über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu
ver
füge
.
Dabei wird sie sich
auch mit der
Fotodoku
mentation
und etwaigen
anders
lautenden ärztlichen Kausalitätseinschätzungen auseinanderse
tzen
.
In diesem Sinne ist die Beschwerde
g
utzuheissen.