# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7fff5adb-5bd6-5115-85a3-c34631adafdb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1970 geborene
X._
verfügt über eine kaufmänni
sche Ausbildung und arbeitete ab dem
6.
April 1999 als kaufmännische Ange
stellte bei der
Y._
(
heute:
Z._
AG;
Urk. 7/1/4-5). Am
6.
Juni 2005 meldete sie sich unter Hinweis auf eine seit einem Unfall vom 2
6.
März 2004 mit Mittelhandknochenfraktur II-IV links und Morbus Sudeck bestehende vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bei der Eidgenös
si
schen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1/5-6).
Die
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
tätigte daraufhin beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklärungen, wobei sie namentlich
die
von der Unfallversicherung eingeholte
n
Gutachten des Instituts
A._
vom 17. November 2006 (Urk. 7/23) sowie
vom 1
4.
November
2008
(Urk. 7/59)
zu den Akten nahm.
M
it Verfügungen vom 10.
Februar 2011
sprach sie der Versicherten
für die Zeit vom
1.
März 2005 bis 30. April 2008 eine ganze, für die Zeit vom
1.
Mai 2008 bis am 3
0.
April 2009 eine halbe, für die Zeit vom
1.
Mai 2009 bis am 3
1.
Juli 2009 eine Viertels-, für die Zeit vom
1.
August 2009 bis am 3
1.
Oktober 2009 eine ganze sowie ab dem
1.
November 2009 unbefristet eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zu (Urk. 7/98, Urk. 7/90).
Letzteres gestützt auf das interdisziplinäre Gutachten des
A._
vom 1
4.
November 2008 (vgl. Urk. 7/74/7-8).
1.2
Anlässlich des
im Oktober 2013 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens holte die IV-Stelle bei der Versicherten einen Revisionsfragebogen (Urk. 7/113) sowie bei den behandelnden Ärzten medizinische Berichte ein (Urk. 7/116-117). Nach Vorlage des Dossiers beim Regionalen Ärztlichen Dienst (
RAD;
Urk. 7/118/3-4) teilte sie der Versicherten am 30. Dezember 2013 mit,
dass sie bei einem
Invalidi
tätsgrad
von
40
%
unverändert Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invaliden
versicherung habe
(Urk. 7/119).
1.3
Laut Operationsbericht der
Klinik B._
vom 1
0.
September 2014 wurde bei der Versicherten
am Tag der Berichterstattung
eine Operation
am rechten Fuss
vorgenommen bei den Diagnosen eines Längsrisses und einer Degeneration der
Peroneus
-
brevis
-Sehne rechts sowie einer sehr distal reichenden Muskulatur an derselben Sehne (Urk. 7/140/36).
Wegen
einer posttrau
matischen Arthrose wurde am 28.
September 2016
-
ebenfalls
in der
Klinik B._
-
eine Arthrodese am
Calcaneocuboidal
-Gelenk rechts vorgeno
mmen (Operationsbericht vom 28.
Septem
ber 2016,
Urk.
7/140/34-35).
Vom
9.
bis am 2
3.
November
2016 unterzog sich die Versicherte einer stationären multimodalen Behand
lung/
The
rapie in der Universitätsklinik
C._
(Austrittsbericht vom 23.
November 2016,
Urk.
7/140/38-41).
Am 1
5.
Juni 2017 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an, wobei sie angab, seit dem 1
4.
Juli 2013 vollumfänglich arbeitsunfähig zu sein. Sie habe sich beim Spazieren am Strand den rechten Fuss verdreht (Urk. 7/124).
Die IV-Stelle holte namentlich Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 7/127-128, 7/132-133, 7/140) und liess die Versicherte orthopäd
isch und psychiatrisch durch das
Zent
r
um
D._
begutachten (Gutachten vom 1
2.
Juli 2018,
Urk.
7/146)
. Nachdem der RAD-Arzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie, am 1
9.
Juli 2018 Stellung genommen hatte (Urk. 7/147/9-10), stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 2
3.
Juli 2018 die Einstellung der Invalidenrente per
Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aussicht
(Urk. 7/148).
Dagegen erhob die Versicherte am 31. Juli 2018 (Urk. 7/154-155,
Urk.
7/161),
ergänzt am
4.
September 2018 (Urk. 7/166), Ein
wand. Nach erneuter Vorlage des Dossiers beim RAD (Urk. 7/175/3-4) verfügte die IV-Stelle am 9. November
2018 im angekündigten Sinne (Urk. 6/178 = Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 1
0.
Dezember 2018
unter Bei
lage eines Arztberichts (
Urk.
3)
Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen, insbe
sondere die Invalidenrente, weiterhin zuzusprechen. Eventualiter sei ein gericht
liches Gutachten anzuordnen (
Urk.
1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 3
0.
Januar 2019 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am
4.
Februar
2019 mitgeteilt wurde (
Urk.
8). Am 1
3.
Februar 2020 beantragte die Beschwerdeführerin unter Beilage eines verhaltensneurologisch-neuropsychologischen Berichts vom 9. Dezember 2019 (
Urk.
10) erneut, es sei ihr weiterhin eine Invalidenrente auszurichten (
Urk.
9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 1
8.
März 2020 auf eine Stel
lungnahme dazu (
Urk.
12), was der Beschwerdeführerin am 2
3.
März 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
Auf die Ausführungen der Parteien und die
eingereicht
en Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Än
derung des
Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hin
gegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfe
n sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich im angefochtenen Entscheid vom 9. Novem
ber 2018 auf den Standpunkt, das
D._
-Gutachten habe eine erhebliche Verbesserung der medizinischen Situation zu Tage gefördert. Aus psychiatrischer Sicht lägen keine Einschränkungen mehr vor und auch die Einschränkung in den Fingern habe sich verringert. Die angestammte Tätigkeit sei der Beschwerde
führerin nun wieder zu 90 % zumutbar, weshalb ein nicht mehr renten
be
grün
dender Invaliditätsgrad von
10 % vorliege. Die Einschränkungen der linken Hand seien im Gutachten gewürdigt worden (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin
beanstandete
in ihrer Beschwerde vom 1
0.
Dezember 2018,
dass die Begutachtung nur in zwei anstatt in
- wie in den früheren Be
gut
achtungen -
vier Teilbereichen durchgeführt worden sei. Sie brachte vor, zumin
dest eine neurologische Begutachtung hätte zwingend erfolgen müssen, da es sich beim im Vordergrund stehenden CRPS um eine neurologisch-ortho
pä
disch-trau
matologische Erkrankung handle
. Auf das
D._
-Gutachten dürfe nicht abge
stellt werden
(
Urk.
1 S. 3
und S. 6 f.
).
Aufgrund der Begutachtung lediglich in zwei Fachgebieten sei auch ein Vergleich mit dem Sachverhalt bei der Renten
zusprechung unmöglich. Ihr Gesundheitszustand sei unverändert oder habe sich gar verschlechtert (
Urk.
1 S. 8).
In ihrer Eingabe vom 1
3.
Februar 2020 machte die Beschwerdeführerin
unter Beilage eines Berichts der Fachpersonen des Zentrums
F._
vom
9.
Dezember 2019
geltend,
sie sei aus neurokognitiver Sicht zu 50
%
in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (
Urk.
9 und 10).
3.
3.1
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle des
wegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
auf dem Weg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauffolgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangs
sachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundes
gerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/201
2 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
Die
Viertelsrente
der Beschwerdeführerin wurde letztmals mit Mitteilung vom
30. Dezember 2013
bestätigt (Urk. 7/119). Für
diese Beurteilung
wurden Angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 7/
113)
sowie
F
ormular
b
ericht
e
des behandelnden
Psychiaters (Urk. 7/116) sowie
der
Hausärztin (Urk. 7/117)
zu den Akten ge
nommen. Zwar wurde das Dossier anschliessend dem RAD vorgelegt, doch äusserte sich der RAD-Arzt
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Allgemein
medizin,
einzig
zum Bericht des behandelnden Psychiaters, welcher keine neuen Befunde und Diagnosen vorgebracht habe (Urk. 7/118/3-4).
Diese Beurteilung erfolgte rudimentär und überdies fachfremd. Insgesamt kann nicht von einer rechts
konformen Sachverhaltsabklärung im Sinne von BGE 133 V 108 die Rede sein, welche - wenn sie inhaltlich zu einem anderen Ergebnis geführt hätte - geeignet gewesen wäre, eine Rentenerhöhung, -herabsetzung oder -aufhebung zu be
gründen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_52/2016 vom 23. März 2016 E. 3.1-3.2 und 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 5.2-5.3, je mit Hinweisen).
Folglich
bilde
n
die
rentenzusprechenden Verfügungen vom 10. Februar 2011 (Urk. 7/98 und
Urk.
7/90) den zeitlichen Referenzpunkt
.
3.2
3.2.1
Der
Zusprechung der
Viertelsrente
ab
1.
November 2009
lag in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das interdisziplinäre
Gutachten
des
A._
vom
14.
November 2008
(Urk. 7/59)
zugrunde
.
Darin wurden folgende Diagnosen ge
stellt (Urk. 7/59/31):
-
chronifiziertes Schmerzsyndrom der linken Hand mit
residuellen
dystro
phen Veränderungen bei Status nach CRPS Grad I mit unter anderem ne
uropathischer Schmerzkomponente
und persistierendem Funktions
de
fizit der Hand
-
Femoropatellararthrosen
beidseits
-
intermittierendes leichtgradiges
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
intermittierende leichtgradige laterale Fussschmerzen links bei Status nach konservativ versorgter nicht dislozierter Basisfraktur
metatarsale
V links am 2
0.
Juni 2006
-
residuelle
neuropathische Schmerzen in der linken Hand nach CRPS I infolge Fraktur der
Metacarpalia
II bis IV links durch den Unfall vom 26. März 2004
-
residuelle
Sensibilitätsstörung im linken lateralen
Fussrand
nach Fraktur der
Metatarsale
V am 2
0.
Juni 2006
-
rezidivierende depressive Störung, zum Untersuchungszeitpunkt leicht
gradig ausgeprägt (ICD-10 F33.01)
Der rheumatologischen Beurteilung ist zu entnehmen,
es bestehe
in der klinischen Untersuchung
ein deutliches Funktionsdefizit der linken Hand mit weiterhin deutlichen Hinweisen für neuropathisch bedingte Schmerzen im Handrücken- und Fingerbereich. Hautfarbe und -temperatur, Haarbewuchs und Hautfeuchtig
keit seien mittlerweile im Bereich beider Hände symmetrisch.
Bildgebend habe sich eine
Osteopenie gezeigt.
Aus rheumatologischer Sicht liege in der bisherigen Tätigkeit als kaufmännische Angestellte eine 60%ige Arbeitsfähigkeit vor (Urk. 7/59/18). Prognostisch sei mit anhaltenden Beschwerden und einem anhal
tenden Funktionsdefizit zu rechnen (Urk. 7/59/19).
Anlässlich der neurologischen Untersuchung habe sich die Beschwerdeführerin passiv verhalten und geistig gedämpft gewirkt, möglicherweise aufgrund der zen
tral aktiven Medikamente. Die Breite der linken Hand sei gegenüber rechts deutlich reduziert gewesen, was auf eine Atrophie der intrinsischen Handmus
kulatur hinweise, welche sehr wahrscheinlich durch Schonung entstanden sei. Die Prüfung der Kraft der intrinsischen Muskeln der linken Hand sei
ulnarbetont
deutlich geschwächt gewesen, aber auch die Kraft der Fingerbeuger und Exten
soren sei vermindert gewesen, wobei die Prüfung von Schmerzen begleitet ge
wesen sei. Die Prüfung der Sensibilität habe Regionen verminderter Wahrneh
mung der Reize sowie fehlerhafte Wahrnehmungen (Dysästhesien) ergeben. Im Bereich der MCP Gelenke III, IV und V habe die Beschwerdef
ührerin brennende und stechende
Spontanschmerzen angegeben, welche durch Berührung verstärkt worden seien, was auf einen neuropathischen Charakter hinweise. Kraft und Funktion der unteren
Extremitäten seien unauffällig
gewesen. Am
Fussrist
links habe die Beschwerdeführerin eine leichte Minderung der Berührungswahr
neh
mung angegeben (Urk. 7/59/19).
Diese sei funktionell ohne Auswirkung. Zu einer primären Schädigung der handversorgenden Nerven sei es anlässlich des Unfalls vom 2
6.
März 2004 nicht gekommen. Als Komplikation der damals erlittenen
Metacarpalefraktur
II bis IV habe sich ein CRPS I (
Complex
Regional Pain Syn
drom, Sudeck Dystrophie) eingestellt. Dieser Komplikation seien die neurologi
schen Störungen der linken Hand teilweise zuzuordnen.
Beim
veränderte
n
Men
talstatus mit Energielosigkeit, Schläfrigkeit, Passivität und Ergebenheit in ihre gesundheitliche Situation mit weitgehender Übertragung der Verantwortung für den zukünftigen Verlauf
auf
die Ärzte handle es sich nicht um eine neurologisch erklärbare Verhaltensänderung. Allenfalls stelle sie teilweise eine unerwünschte Wirkung der sedierenden Medikamente dar (Urk. 7/59/20).
In der psychiatrischen Beurteilung wurde ausgeführt, es habe im psycho
patho
logischen Befund eine feststellbar gedrückte, leicht freud- und ratlose Grund
stimmung bei leicht verminderter affektiver Modulationsfähigkeit und leicht verminderte
r
emotionaler Reagibilität vorgelegen. Die ausgeprägte Tagesmüdig
keit sei wahrscheinlich multifunktionell verursacht durch schmerzbedingte Erschöpfung, Medikamente und Depressivität (Urk. 7/59/20). Die chronische Schmerzproblematik und die zum Untersuchungszeitpunkt bestehende depressive Symptomatik würden sich gegenseitig unterhalten beziehungsweise verstärken.
Einerseits senke die depressive Störung die Schmerzschwelle mit vermehrter und fixierte
r
Schmerzwahrnehmung, andererseits triggere die anhaltende Schmerz
prob
lematik das depressive Syndrom
. Aus psychiatrischer Sicht sei der Be
schwer
deführerin eine Erwerbstätigkeit zu 80
%
möglich
(Urk. 7/59/21).
Die Gutachterpersonen hielten fest, aus psychischer und somatischer respektive interdisziplinärer Sicht liege in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähig
keit von 40
%
vor (Urk. 7/59/29,
Urk. 7/59/32).
Aus psychiatrischer Sicht sei die Etablierung einer psychiatrisch-psychotherapeutischen und optimierten medika
men
tösen antidepressiven Therapie geeignet, um das vorliegende depressive Störungsbild zu lindern und die Arbeitsfähigkeit entsprechend zu verbessern (Urk. 7/59/32).
Aus somatischer Sicht sei eine namhafte Verbesserung auf abseh
bare Zeit unwahrscheinlich (Urk. 7/59/33).
Der RAD-Arzt
Dr.
G._
gab in seiner Stellungnahme vom 2
6.
Januar 2009 an, das interdisziplinäre Gutachten sei umfassend und schlüssig (Urk. 7/74/7).
3.2.2
Die Beschwerdegegnerin bemass
gestützt auf die gutachterliche Beurteilung
den Invaliditätsgrad für die Zeit ab 1. November 2009 unter Berücksichtigung einer
Arbeitsunfähigkei
t von 40
%
in der angestammten
Tätigkeit
als Sachbearbeiterin (Urk.
7/90
/2).
3.3
3.3.1
Im Rahmen des aktuellen
, im Juni 2017 eingeleiteten
Revisionsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin zunächst diverse Berichte der behandelnden Ärzte ein.
Die Haus
ärztin
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
berichtete über eine Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, und zwar im Bereich des
rechten
Fusses. Neu liege ein CRPS am rechten Fuss vor. Die Beschwerdeführerin leide an massivsten Schmerzen, sie müsse viel liegen, könne nicht schlafen, nicht lange sitzen und sich nicht kon
zentrieren. Sie sei vollumfänglich erwerbsunfähig (Urk. 7/127/1).
Die Kraft der Hände, die Gang- und die Standsicherheit seien mittel bis stark eingeschränkt (Urk. 7/127/2). Bezüglich des psychiatrischen Teils führte sie aus, der behan
delnde Psychiater sei pensioniert und es sei noch unklar, wie die Betreuung weitergehe, da vor allem der Fuss im Vordergrund stehe (Urk. 7/127/3).
3.3.2
Dr.
med.
I._
, Leitende Ärztin Rheumatologie der
Klinik
B._
, nannte in ihrem Bericht vom 1
3.
Juni 2017
- zusammengefasst wiedergegeben - folgende
Diagnosen
(Urk. 7/140/21):
-
CRPS Typ 1 am Fuss rechts
, Erstdiagnose im November 2016
-
Neuropathie des
Nervus
suralis
rechts
-
Status nach CRPS der linken Hand
-
übermässiger Opiat-Konsum
-
zahlreiche Allergien, namentlich auf Medikamente
-
Depression
Sie hielt fest, labormässig hätten sich abgesehen von diskret erhöhten Entzün
dungswerten keine Auffälligkeiten ergeben. Betreffend die Arbeitsunfähigkeit empfehle sie eine Anmeldung bei der Invalidenversicherung zur Neubeurteilung bei Verschlechterung des vorbestehenden Gesundheitszustands beziehungsweise mit der Frage nach einer Erhöhung der Invalidenrente (Urk. 7/140/23).
3.3.3
Dr.
med.
J._
, Oberärztin Fusschirurgie in der
Klinik
B._
, äusserte am 18. Juli
2017 namentlich den Verdacht auf ein CRPS am rechten Fuss (Urk. 7/128/5). Sie gab an, aufgrund der Schmerzen im Bereich des rechten Fusses sei nach wie vor keine berufliche Tätigkeit möglich (Urk. 7/128/6).
3.3.
4
Dem
Austrittsbericht
der Universitätsklinik
C._
vom
5.
August 2017 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin vom 2
0.
Juli bis am
5.
August 2017 hospitalisiert
gewesen sei
(Urk. 7/133/13). Die Beschwerdeführerin sei ihnen zu
gewiesen worden, weil trotz ausgebauter ambulanter Massnahmen ein therapie
refraktärer Verlauf vorliege. Sie leide weiterhin unter permanente
n
Schmerzen im rechten Fuss.
Schmerzexazerbierend
seien Belastung sowie eine wärmere Um
gebungstemperatur und jeglicher Wetterwechsel
. Die Schmerzen infolge des CRPS der linken Hand würden ebenfalls persistieren und es bestehe eine Beweg
lich
keitseinschränkung in den Langfingern (Urk. 7/133/14). Bei der Erhebung der Befunde habe sich die Flexion in den Fingern III und IV um ein
en
Drittel ein
geschränkt gezeigt
. Die Flexion/Extension des rechten Fusses sei um zwei Drittel eingeschränkt gewesen. Klinisch habe sich die Beschwerdeführerin mit einem CRPS in partieller Remission präsentiert, wobei vor allem der neuropathische Schmerz im Vordergrund gestanden habe. Das Hauptziel sei daher gewesen, eine
erträgliche Analgesie zu erreichen. Unterstützende Gespräche durch den Schm
erz
psychologen habe die Beschwerdeführerin hingegen abgelehnt (Urk. 7/133/15).
Sie habe antriebslos und müde gewirkt
. Es habe noch keine optimale Analgesie erreicht werden können, doch die Beschwerdeführerin habe insgesamt von den vermittelten Copingstrategien profitiert
(Urk. 7/133/16).
3.3.
5
PD
Dr.
med.
K._
, Chefarzt Rheumatologie der Universitätsklinik
C._
, nannte in seinen Berichten vom 1
5.
August, 1
9.
September und 22. November 2017 die Diagnose eines CRPS Typ I am Fuss rechts, in partieller Remission (Urk. 7/133/7, 7/133/9, 7/133/11) und attestierte der Beschwerde
füh
rerin für die Zeit vom 2
0.
Juli bis zum 2
2.
November 2017 eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit (Urk. 7/133/10,
Urk.
7/133/12). Am 2
8.
November 2017 berichtete er zuhanden der IV-Stelle, die medizinische Behandlung sei nach wie vor im Gange, sodass er keine konklusiven Angaben zu ihren Fragen machen könne. Mittel
fristig empfehle er eine vertrauensärztliche Untersuchung beziehungsweise allen
falls eine Begutachtung (Urk. 7/133/6).
Am 1
7.
Januar 2018 führte er aus, die Beschwerdeführerin habe über eine Schmerzzunahme berichtet. Es handle sich um Dauerschmerzen mit Exazerbation bei Bewegung und Belastungen. Die aktuelle Schmerzintensität gebe sie mit 8-9 von 10 an. Die Schmerztherapie in der Klinik
L._
werde weitergeführt (Urk. 7/140/9).
3.3.
6
In ihrem Bericht vom
1
1.
Februar 2018 gab
Dr.
H._
an, die Beschwerdeführerin sei immer wieder sehr intensiv bei ihr in Behandlung gewesen, indes nun seit dem
3.
Oktober 2017 nicht mehr. Die Situation mit dem Fuss habe sich stetig verschlimmert und der Zustand sei nun seit mindestens Oktober 2016 uner
träglich. Es liege durchgehend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten vor (Urk. 7/140/2). Die Beschwerdeführerin kämpfe täglich damit, mit dem Alltag fertigzuwerden. Der rechte Fuss und die linke Hand seien unbrauchbar und es komme eine Depression hinzu, sodass die Belastbarkeit bei null liege (Urk. 7/140/4).
3.3.7
Am 1
2.
Juli 2018 erstatteten die Experten der
D._
ihr
bidisziplinäres
Gut
achten, welches namentlich ein orthopädisch-traumatologisches (Urk. 7/146/
24 ff.
) sowie ein psychiatrisches Teilgutachten (Urk. 7/
146/45 ff.
) und eine
bidisziplinäre
Gesamtbeurteilung (Urk. 7/146/5
ff.
) umfasst.
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Experten eine persistierende Bewegungseinschränkung der Langfinger der linken Hand mit konsekutiv un
vollständigem Faustschluss nach operativ behandelten Mittelhandfrakturen und
algodystrophem
Verlauf sowie eine rezidivierende depressive Störung, nicht näher
bezeichnet (ICD-10 F33.9). Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massen sie der persistierenden Belastungseinschränkung des rechten Fusses nach mehr
fa
chen Operationen, zuletzt
Teilarthrodese
der Fusswurzelknochen und
algody
strophem
Verlauf, sowie der persistierenden Bewegungseinschränkung des rechte
n unteren Sprunggelenkes und der Narbenüberempfindlichkeit zu (Urk. 7/146/6).
Sie führten aus, aufgrund der Funktionsbeeinträchtigung der linken Hand bestehe eine Einschränkung von 10
%
für die bisherige Tätigkeit als Sachbearbeiterin, da die Beschwerdeführerin bei der Bedienung der Computertastatur vermehrte Pausen benötige.
Die Funktionsbeeinträchtigung des rechten Fusses sei versiche
rungsmedizinisch für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht relevant
(Urk. 7/146/
6)
. In psychiatrischer Hinsicht habe sich eine reaktive Depressivität im Sinne einer über längere Zeit leichten depressiven Episode - inzwischen liege nur noch eine
geringgradige depressive Symptomatik vor -
im Übergangsbereich
zu einer nor
malpsychologischen Reaktion auf eine körperliche Erkrankung
entwickelt
. Da
durch,
dass die Konzentration vermehrt ermüdbar sei, ergebe sich eine quan
ti
tative Verminderung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit, in einer optimal adaptierten Tätigkeit sei die Arbeitsfähigkeit hingegen nicht einge
schränkt (Urk. 7/146/6-7). Für die angestammte Tätigkeit liege eine vollzeitliche Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsfähigkeit von 90
%
vor (Urk. 7/146/7-8).
Dass sich die Beschwerdeführerin keinerlei berufliche Tätigkeit zutraue, sei unter Berücksichtigung des Aktivitätenniveaus in den Bereichen Freizeit und Haushalt nicht nachvollziehbar. Die Funktionseinschränkung der linken Hand
sei
nicht gravierend. Die grobe Kraft sei zwar vermindert demonstriert, jedoch inkon
si
stent. Die Zwischenhandmuskulatur sei im Seitenvergleich nicht wesentlich ver
schmächtigt und klinische Hinweise für ein persistierendes chronisches Schmerz
syndrom der linken Hand seien anlässlich der Begutachtung nicht zu finden gewesen. Insofern seien die Beschwerden der linken Hand nicht in Gänze zu objektivieren (Urk. 7/146/7).
Die Schmerzen und Funktionseinschränkungen des rechten Fusses seien aufgrund einer geringen Schwellung sowie Bewegungs
einschränkung des rechten unteren Sprunggelenkes, welche als schmerzhaft bezeichnet worden sei, nachvollziehbar (Urk. 7/146/7-8).
Die zwischenzeitlich mitgeteilt
en Beschwerden der Wirbelsäule
se
ien nicht mehr zu objektivieren
und von der Beschwerdeführerin als nicht mehr vorhanden mitgeteilt worden (Urk. 7/146/8).
Nach der Rentenzusprechung vom
1.
Dezember 2010 (vgl.
Urk.
7/89) sei es zu einer nennenswerten Besserung der Funktion der linken Hand gekommen. Es bestehe eine uneingeschränkte Streckung der Langfinger bei nur geringer Beuge
beeinträchtigung der Finger 2, 3 und 4 und einer resultierenden Einschränkung des aktiven Faustschlusses von einem Zentimeter der Finger 2 bis 5 und einem passiv vollständigen Faustschluss (Urk. 7/146/8
,
Urk.
7/146/10
).
Psychiatrischer
seits
sei aufgrund der Berichterstattung davon auszugehen, dass von Mitte 2013 bis etwa Ende 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
vorgele
g
en habe. Insbe
sondere der Umstand, dass die Beschwerdeführerin sich nach Ende der Behand
lung bei
Dr.
med.
M._
, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie,
Ende
2013
nicht erneut in ambulante psychiatrische Behandlung begeben habe, deute darauf hin, dass die depressive Symptomatik sich gegen Ende 2013 wieder deutlich gebessert habe. Seit 2014 liege nur noch eine Arbeitsunfähigkeit von 10
%
vor (Urk. 7/146/8).
Zur
weiteren
Begründung führten die Gutachter
aus, die Beschwerdeführerin habe in ihrem Beschwerdevortrag hauptsächlich Beschwerden des rechten Fusses an
gegeben. Sie sei beim Gehen behindert und merke eine Schwellung bei warmem
Wetter. Weiterhin bestünden Schmerzen der linken Hand und ein unvollständiger Faustschluss
(Urk. 7/146/5).
3.3.
8
RAD-Arzt
Dr.
E._
schloss sich in seiner Beurteilung vom 19. Juli 2018 den gutachterlichen Schlussfolgerungen an und hielt fest,
die ursprünglich invalidi
sierenden Beschwerden an der linken Hand sowie die psychische Situation hätten sich gebessert, sodass sich der Gesundheitszustand wesentlich verändert habe (Urk.
7/147/9-10
).
3.3.9
Dr.
H._
wies in ihrem Bericht vom 3
1.
Juli 2018 darauf hin, am rechten Bein bestehe ein posttraumatisches CRPS Typ 1, weswegen die Beschwerdeführerin bei verschiedenen Spezialisten in Behandlung gewesen sei
und weiterhin sei sowie
mehrfach hospitalisiert worden sei. Dieses Leiden ma
che ihr am meisten zu schaffen; es
sei indes nicht berücksichtigt worden. In Bezug auf ihre psychische Verfassung habe sie immer wieder Gespräche mit der Beschwerdeführerin geführt. Die Beschwerdeführerin habe sich nicht aufraffen können, einem neuen Arzt die ganze Geschichte von Anfang an zu erzählen. Zudem sei die Schmerzproblematik des rechten Fusses in den Vordergrund gerückt und die Beschwerdeführerin habe bereits viele Arzttermine wahrzunehmen gehabt (Urk. 7/154/1).
Die Depression sei eine Reaktion auf die starken Schmerzen gewesen und eine Therapie der Depression hätte ihr daher wenig geholfen. Ferner sehe man deutlich, dass die Muskeln der linken Hand schwächer seien (Urk. 7/154/2).
3.3.10
RAD-Arzt
Dr.
E._
nahm am
1
5.
Oktober 2018
dahingehend Stellung,
dass die persistierende Belastungs- und Bewegungseinschränkung sowie Narbenüber
emp
findlichkeit des rechten Fusses im Gutachten berücksichtigt worden seien. Die Kriterien für ein CRPS seien indes nicht erfüllt gewesen
. Die psychiatrische Beur
teilung habe sich nicht einzig auf das Fehlen einer psychiatrisch-psycho
thera
peutischen Behandlung gestützt. Sodann seien an beiden Ober- und Unterarmen identische Umfänge gemessen worden als Hinweise auf
eine
seitengleiche Aus
bildung der Muskulatur
. Er fügte an, gewisse Aussagen der Hausärztin liessen jegliche Objektivität missen
(Urk.
7/175/3-4
).
3.3.
11
PD
Dr.
K._
, Chefarzt der Rheumatologie der
Universitätsklinik
C._
,
führte
am 1
9.
September 2018
aus
, die Beschwerdeführerin habe anlässlich der Verlaufskontrolle über unveränderte Beschwerden in Form von invalidisierenden rechtsseitigen Fuss- und linksseitigen Handschmerzen berichtet. Sie habe eine psychologische Begleitung aufgenommen. Ferner sei bei Durchsicht der Akten aufgefallen, dass im Rahmen der elektrophysiologischen Untersuchung vom
5.
Mai 2016 in der
Klinik
B._
eine periphere Impulsleitungsstörung habe objektiviert
werden können. Entsprechend liege formal ein CRPS Typ II am rechten Fuss vor. Dies sei auf der Diagnoseliste entsprechend angepasst worden (
Urk.
3
).
3.3.1
2
Die Neuropsychologin/Psychologin FSP
l
ic.
phil.
N._
und die Verhaltensneurologin
Dr.
med.
O._
berichteten am 9. Dezember 2019
über die gleichentags erfolgte verhaltensneurologisch-neuropsychologische Un
ter
suchung (
Urk.
10
). Zusammenfassend gelangten sie zur Beurteilung, die Beschwer
deführerin ha
b
e eine mittelgradig unterdurchschnittliche verbale Ideen
produk
tion,
eine mittelgradig unterdurchschnittliche
visuo
-ver
b
ale Informations
ver
arbei
t
un
gs
geschwindigkeit sowie bei computergestützten Aufgaben
attentio
nale
Einschrän
kungen im Sinn
e
einer schwer verminderten Reaktionsgeschwin
digkeit sowie
eine
mittelgradig eingeschränkte Fehlerkontrolle aufgewiesen. Sie habe allseits orientiert, indes kognitiv sowie psychomotorisch verlangsamt und leicht antriebs
gemindert gew
irkt. Sie sei vermindert schwingungsfähig
gewesen und habe bereits zu Beginn der Untersuchung einen müden Eindruck gemacht. Trotz der subjektiven Schmerzsymptomatik und den Ermüdungserscheinungen habe sie während der gesamten Untersuchung kooperativ mitgearbeitet. Die erhobenen Befunde entsprächen unter Berücksichtigung der anamnes
t
ischen Angaben ins
gesamt einer mittelgradigen Funktionsstörung vorwiegend
fronto
-limbischer Regelkreise mit Betonung der sprachdominanten Hemisphäre. Diese sei gut im Rahmen der affektpathologischen Symptomatik mit der dafür typischen Hypo
funktion der sprachdominanten Hemisphäre erklär
b
ar. Differentialdiagnos
tisch sei an eine Aggravation durch medikamentöse Faktoren (Opiate), Schmerzinter
ferenzen sowie das Schlafapnoe-Syndrom als zusätzliche leistungslimitierende
Faktoren zu denken. Therapeutisch stehe die Fortführung der fachpsychia
tri
schen/
psycho
therapeutischen Behandlung im Vordergrund. Aus rein neurokognitiver Sicht sei die Arbeitsfähigkeit
aufgrund der obigen Befund
e
um circa 50
%
ein
gesch
r
änkt (
Urk.
10 S. 3).
4.
4.1
Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin die
Viertelsrente
der Beschwerdeführerin zu Recht aufgehoben hat. In diesem Zusammenhang ist zunächst zu klären, ob ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegt. Die Beschwerde
gegnerin bejahte dies mit der Begründung, dass sich sowohl die Einschränkungen in den Fingern verringert hätten als auch jene aus psychiatrischer Sicht nicht mehr vorhanden seien (
Urk.
2). Im Gegensatz dazu argumentierte die Beschwer
deführerin, dass ihr Gesundheitszustand gleich geblieben sei oder sich gege
be
nenfalls verschlechtert habe, weshalb eine Revision nicht zulässig sei. Ein Ver
gleich
sei
überdies
unmöglich, da die Begutachtung nur in zwei Fachgebieten erfolgt sei (Urk. 1 S. 8).
4.2
Die Experten des
A._
erachtete
n
die Arbeitsfähigkeit
primär
aufgrund
des deut
lichen Funktionsdefizits der linken Hand sowie der neuropathisch bedingten Schmerzen im Handrücken- und Fingerbereich als eingeschränkt. Ebenfalls als limitierend erachtet wurde
die zum Untersuchungszeitpunkt leichtgradig ausge
prägte rezidivierende depressive Störung. Die Beschwer
deführerin hatte im Rahmen
der damaligen Begutachtung über
brennende und stechende Spontanschmerzen im Bereich der MC
P Gelenke III, IV und V geklagt
, welche durch Berührung ver
stärkt wurden (E. 3.2
.1
vorstehend). Der Faustschluss gelang mit einer Sperr
distanz der Finger II bis IV von zwei Zentimetern (
Urk. 7/59/12,
Urk. 7/59/18).
Anlässlich der
D._
-Begutachtung betrug der Abstand nur noch einen Zenti
meter (Urk. 7/146/8
, Urk. 7/146/44
), womit eine Verringerung der Beugebeein
trächtigung vorliegt.
Ferner wurde im Jahr 2008 eine sehr diskrete Schwellung von
Digitum
IV fraglich auch V links beschrieben (Urk. 7/59/12), wohingegen
im Jahr 2018 keine klinischen Hinweise für ein persistierendes chronisches Schmerz
syndrom der linken Hand zu finden waren, namentlich keine Zeichen eines
Morbus Sudeck (Urk. 7/146/36)
. Ferner waren
Handbeschwielung
und Gebrauchs
zeichen beider Hände seitengleich diskret ausgebildet und es traten keine augen
fälligen Umfangsdifferenzen der oberen Extremitäten zu Tage (Urk. 7/146/30). Auch die orientierende neurologische Untersuchung ergab keinen auffälligen Befund, sondern die Sensibilität war uneingeschränkt (Urk. 7/146/31). Klinisch
bestand
kein Hinweis für ein CRPS der linken Hand (Urk. 7/146/31). Die Ein
schränkung der groben Kraft der linken Hand
konnte
aufgrund der im Seiten
vergleich nicht wesentlichen Umfangsdifferenz der Unterarme nicht vollum
fän
glich objektiviert werden (Urk. 7/146/35)
. Vielmehr erwiesen sich die gemes
senen Umfangmasse der Arme als identisch (Urk. 7/146/44).
Im
A._
-Gutachten war eine deutlich reduzierte Handbreite der linken Hand beschrieben worden (Urk. 7/59/19). Bezüglich der Handmuskulatur sprach der orthopädische Gut
ach
ter der
D._
von einer
nur geringgradigen
Verschmächtigung
(Urk. 7/146/
31
). Die Hausärztin
führte
hingegen
aus
, man sehe deutlich, dass die Muskeln der linken Hand schwächer seien
(Urk. 7/
154/2).
Diese Angabe erfolgte ohne objek
tive Befunderhebung.
Da indes
anlässlich der
D._
-Begutachtung
identische Armumfange gemessen wurden und
nicht ersichtlich
ist
, inwiefern die Beschwer
deführerin ihren linken Arm ohne die Hand gebrauchen würde,
vermag die Angabe der Hausärztin keine Zweifel an der gutachterlich festgehaltenen
weit
gehenden
Unauffälligkeit der Muskulatur der linken Hand zu erwecken.
Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass im
D._
-Gutachten
eine nennens
werte Besserung der Funktion der linken Hand angegeben wurde (Urk. 7/146/8,
Urk.
7/146/10).
In
psychisch
er Hinsicht leuchtet die Schlussfolgerung des psychiatrischen
D._
-Gutachters
ein
, dass keine leichte depressive Episode, sondern nur noch eine depressive Restsymptomatik vorliege (Urk. 7/146/56
unten
)
,
dies
angesichts der erhobenen Befunde mit nicht reduziertem Antrieb, zwar bedrück
t
-dysphorisch-unzufriedener Stimmungslage, bei jedoch guter
Auflocker
- und Modulierbarkeit bei neutralen Themen, vielfältigen Interessen, positiv besetzten Aktivitäten, ohne erkennbarem Verlust von Interesse und Freude, bei nicht beeinträchtigter affektiver Schwingungsfähigkeit sowie beim Fehlen eines sozialen Rückzugs (Urk. 7/146/52).
Ferner stehen dem keine im Zeitpunkt des Erlasses des ange
fochtenen Entscheids aktuellen gegenteiligen fachärztlichen Beurteilungen ent
gegen.
Ein Vergleich
der gesundheitlichen Situation in den relevanten Zeitpunkten
erweist sich nach dem Gesagten insoweit als möglich, als von einer verbesserten Funktion der linken Hand sowie von einem verbesserten psychischen Gesund
heitszustand im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids auszugehen ist. Demnach liegt ein Revisionsgrund vor. Dass sich gewisse Aspekte der ge
sundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin verschlechtert haben
und be
züglich des rechten Fusses eine
neu
e
Diagnose
hinzugetreten ist
,
steht einer
Rentenrevision beziehungsweise einer
umfassenden
(«
allseitigen
»)
Neuprüfung
des Rentenanspruchs nicht entgegen (BGE
1
41 V 9 Regeste sowie E. 2.3,
5 und 6
).
5.
5.1
Bei der Neubeurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das
D._
-Gutachten vom 1
2.
Juli 201
8.
Dieses
basiert auf einem orthopädisch-traumatologischen (Urk. 7/146/24 ff.) sowie ein
em psychiatrischen Teilgutachten (Urk. 7/146/45 ff.) mit
bidisziplinärer
Gesamtbeur
teilung (Urk. 7/146/5 ff.).
Die Beschwerdeführerin beanstandet diesbezüglich vor allem, dass keine neurologische Begutachtung erfolgte (
Urk.
1 S. 3 und S. 7).
Es trifft zu, dass das Bundesgericht das CRPS als neurologisch-orthopädisch-trau
ma
tologische Erkrankung bezeichnet hat (Urteile des Bundesgerichts 8C_232
/2012 vom 2
7.
September 2012 E. 5.3.1; 8C_1021/2010 vom 19. Februar 2011 E. 7, je mit Hinweis). Jedoch hat das Bundesgericht - entgegen dem Einwand der Be
schwerdeführerin in jenem Verfahren - eine Ärztin mit Facharzttitel in Chirurgie und Schwerpunkt Allgemeinchirurgie und Traumatologie für kompetent befun
den, um das CRPS zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_1021/2010 vom 19. Februar 2011 E. 6).
Beim für die
D._
beurteilenden
Dr.
med.
P._
handelt es sich um einen
Facharzt für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (Urk. 7/146/41). Demnach ist ihm die fachliche Eignung zur Beurteilung der Auswirkungen eines CRPS nicht abzu
sprechen.
Ferner setzten sich die Gutachter mit den geklagten Beschwerden und dem Ver
halten der Beschwerdeführerin auseinander und berücksichtigten die medizi
ni
schen
Vorakten
. Folglich erfüllt das
D._
-Gutachten die rechtsprechungsge
mäss erforderlichen formellen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entschei
dungs
grundlagen (vgl. E. 1.5 vorstehend).
5.2
In materieller Hinsicht ist nachvollziehbar, dass bei nicht wesentlich ver
schmä
chtigter Handmuskulatur klinische Zeichen für ein persistierendes chro
nisches
Schmerzsyndrom verneint wurden (Urk. 7/146/7). Die
D._
-Beurtei
lung, wonach
bei der Tätigkeit als Sachbearbeiterin nur noch ein erhöhter Pau
senbedarf vor
liegt, welcher mit einer Leistungseinschränkung um 10
%
einher
geht (Urk. 7/146/37), ist vor diesem Hintergrund sowie bei überdies verbesserter Hand
funktion plausibel.
D
er
Umstand, dass
an
der linken Hand und am rechten Fuss
Schmerzen
in einem gewissen Umfang persistieren
, wurde gewürdigt
(Urk. 7/146/34)
. Ihm
wurde mittels der Anerkennung eines erhöhten Pausenbe
darfs gebührend Rechnung getragen.
Anlässlich der
D._
-Begutachtung beschrieb
selbst
die Beschwerdeführerin ihr aktuelles Leiden nicht als invalidisierend.
Vielmehr
führte sie aus, im Moment gehe es nicht so gut, was auch durch das warme Wetter bedingt sei (Urk. 7/146/26).
Der rechte Fuss schwelle bei warmem Wetter an, was dann alles auf die Narbe schlage. Sie ertrage dann keine Schuhe auf der Narbe. Daneben erwähnte sie auf Nachfrage Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der linken Hand
(Urk. 7/146/27)
.
Vor diesem Hintergrund erübrigte sich eine detail
liertere Auseinandersetzung mit den dem Gutachten widersprechenden Beurtei
lungen behandelnder Ärzte, wonach invalidisierende Schmerzen bestünden. Hin
zu kommt, dass sich eine fundierte Auseinandersetzung mit einer nicht mit objek
tiven Befunden untermauerten Einschätzung regelmässig als unmöglich erweist (vgl.
Urk.
7/146/
36).
Die Schmerzen und die Funktionseinschränkungen des rechten Fusses konnten aufgrund einer geringen Schwellung sowie bei schmerzhafter Bewegungsein
schränkung nachvollzogen werden (Urk. 7/146/7-8). Punkto Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter dazu fest, die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Versiche
rungs
sachbearbeiterin werde überwiegend im Sitzen ausgeübt und beinhalte die Mög
lichkeit der selbst gewählten Positionswechsel und des kurzfristigen Umherlau
fens. Dies sei als Prophylaxe
gegen
vermehrte Schmerzen
am
rechten Fusses ausreichend (Urk. 7/146/35).
Diese Ausführungen leuchten ein und stehen in Ein
klang mit den Angaben der Ärzte der Universitätsklinik
C._
, wonach primär
die
Belastung zu
einer Schmerzexazerbation führt (Urk. 7/133/14,
Urk.
7/140/9). Daher ist
plausibel, dass die Beschwerdeführerin von Seiten des Fusses ein
Exazerbieren
der Schmerzen während der Arbeit vermeiden kann und demnach keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliegt (Urk. 7/146/37).
Die
D._
-Gutachter haben unter Hinweis auf ihre klinische Untersuchung das Vorliegen eines CRPS mangels entsprechender Zeichen verneint (
Urk.
7/146/34), was angesichts der detailliert beschriebenen unauffälligen Befunde an den unte
ren Extremitäten (
Urk.
7/146/32)
einleuchtet
.
Dabei kommt es
rechtspre
chungs
gemäss
nicht auf die Diagnose an, sondern darauf, welche Auswirkungen eine Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_270/2011 vom 24. August 2011 E. 4.2 mit Hinweis).
Daher steht die Nennung eines
CRPS Typ 1 beziehungsweise eines
partiell remittierten CRPS
s
owie
eines CRPS II am rechten Fuss durch andere Ärzte (vgl. vorstehend
e
E.
3.3.1
-5
,
3.3.9
, 3.3.11
)
- ohne dass
in diesem Zusammenhang
von der Expertise abweichende klinische Befunde geschildert worden wären -
der gutachterlichen Schlussfolgerung nicht entgegen.
Auch die Annahme einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychia
trischer Sicht fällt
ausser Betracht
beim Vorhandensein nur noch einer Restsymp
to
matik, welche nicht mehr den Schweregrad einer leichten depressiven Episode erreicht (vgl. vorstehende E. 4.2).
Denn in Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung können grundsätzlich nur schwere psychische Störungen mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen invalidisierend sein
(BGE 143 V 418 E. 5.2.2, Urteil des Bundesgerichts 9C_303/2018 vom 30. August 2018 E. 4.1). Ein
indikatorengeleitetes
Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 bleibt
aus Gründen der Verhältnismässigkeit entbehrlich, weil im Rahmen fach
ärztlicher Berichte - nämlich des psychiatrischen Teilgutachtens - eine Arbeits
unfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wurde, und
gegen
teiligen Einschätzungen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 418 E. 7.1).
5.3
Der von
lic.
phil.
N._
und
Dr.
O._
verfasste Bericht (E.
3.3.12
vorstehend) bezieht sich auf die Untersuchung vom
9.
Dezember 2019 und lässt keine Rückschlüsse auf den Zeitraum bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
9.
November 2018 zu.
Der
Erlass des angefochtenen Entscheids bildet indes recht
sprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungs
befugnis (vgl. etwa BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 oder BGE 129 V 167 E. 1), weshalb auf den genannten Bericht nicht näher einzugehen ist.
5.4
Zusammengefasst ist festzuhalten, dass das Gutachten den Anforderungen an eine beweiskräftige Entscheidungsgrundlage genügt und darauf abgestellt wer
den kann. Von der Einholung eines Gerichtsgutachtens (vgl. den Antrag in Urk. 1 S. 2 f.
) sind
keine weitergehenden Erkenntnisse zu erwarten (antizipierte Beweis
würdigung; BGE 122 V 157 E. 1d
), weshalb davon abzusehen ist.
Nach dem Gesagten ist gestützt auf das beweiskräftige
D._
-Gutachten von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit auszugehen, was zu einem nicht mehr rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 10
%
führt. Folglich ist die Rentenaufhebung, welche die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vorgenommen hat, nicht zu beanstanden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr. 8
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten
der Beschwer
deführerin
aufzuerlegen.