# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4983fd2e-f743-45fd-80e3-b539c34fad61
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 24./27. November 2009 schlossen X._ (Arbeitnehmer) und die Y._GmbH (Arbeitgeberin; nachfolgend Y._GmbH) einen Arbeitsvertrag ab, welcher mit Änderungsvertrag vom 25. Januar 2010 angepasst wurde. Gemäss Arbeitsvertrag wurde X._ mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 als Shop-Manager des Y._-Shops in O.1_ angestellt. In der Stellenbeschreibung wurde die betreffende Stelle als Fachverkäufer bezeichnet, dessen Aufgabengebiet in der Umsetzung der strategischen Neuausrichtung des Y._-Shops in O.1_ bestand. Für diese Tätigkeit wurde ein Jahresgehalt in Höhe von Fr. 78'000.-- brutto vereinbart, welches nach Abzug der gesetzlichen Abgaben in 12 gleichen Teilbeträgen (Fr. 6'500.-- brutto pro Monat) ausgezahlt werden sollte. Für den Fall der erfolgreichen Erfüllung der von der Geschäftsführung festzusetzenden Kennziffern oder Schwerpunktaufgaben bestand ab dem Jahr 2010 zudem die Möglichkeit des Erhalts einer Zielprämie von bis zu Fr. 5'000.-- pro Jahr. Mit Schreiben vom 20. Juni 2011 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 30. September 2011. Aufgrund der Sperrfrist infolge Krankheit verlängerte sich dieses bis zum 31. Dezember 2011. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verlangte X._ eine Auszahlung von Überstunden, Überzeit sowie Ferientagen, was von Seiten der Y._GmbH verweigert wurde.
B. In der Folge meldete X._ seine Klage am 14. Dezember 2011 bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja mit folgendem Rechtsbegehren an:
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von CHF 29'900.00 abzüglich Sozialleistungen im gesetzlichen und vertraglichen Umfange zuzüglich 5% Zins seit 1. Oktober 2011 zu bezahlen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, innert 10 Tagen nach Rechtskraft des Urteils eine detaillierte Lohnabrechnung zu erstellen, aus der die Sozialversicherungsabzüge sowie der auf die Beklagte als Arbeitgeberin entfallende Teil der Sozialversicherungsbeiträge hervorgeht. Den auf diese Weise resultierenden Gesamtbetrag habe die Beklagte mit den zuständigen Sozialversicherungsstellen abzurechnen und dem Kläger innert gleicher Frist eine detaillierte Lohnabrechnung zuzustellen.
3. Es sei Vormerk zu nehmen, dass sich der Kläger die Geltendmachung weiterer Ansprüche (insb. Lohn-/Krankentaggelder ab Fälligkeit) gegenüber der Beklagten ausdrücklich vorbehält.
4. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zulasten der Beklagten."
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Da die beklagte Partei zur auf den 9. August 2012 angesetzten Schlichtungsverhandlung nicht erschien, wurde X._ gleichentags die Klagebewilligung erteilt.
C. Am 12. November 2012 legte X._ dem Bezirksgericht Maloja seine unbegründete Klage vor, wobei er seine Forderung gemäss Rechtsbegehren 1 auf Fr. 29'000.-- reduzierte.
D.1. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 29. Januar 2013, zu welcher mit prozessleitender Verfügung vom 14. Januar 2013 vorgeladen worden war und an welcher der Kläger sowie die Rechtsvertreter beider Parteien teilnahmen, bestätigte der Kläger seine Rechtsbegehren. Zudem machte dessen Rechtsvertreter im Rahmen seines Parteivortrags erstmals geltend, dass der Kläger die Stelle bei der Beklagten bereits am 23. November 2009 und nicht erst am 1. Dezember 2009 angetreten habe, infolgedessen ihm für sechs Arbeitstage im November 2009 ein Anspruch auf Lohn von insgesamt Fr. 1'793.10 zustehe. Die Beklagte liess die vollumfängliche Klageabweisung beantragen; unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten des Klägers.
2. Im Anschluss an die Hauptverhandlung erliess das Bezirksgericht Maloja am 30. Januar 2013 die Beweisverfügung und nahm in der Folge weitere Beweismittel ab.
3. Mit Schreiben vom 26. August 2013 teilte der Bezirksgerichtspräsident den Parteien mit, dass das Verfahren ohne ihren Gegenbericht bis zum 6. September 2013 schriftlich weitergeführt werde. Gleichzeitig hielt er fest, dass sie die Gelegenheit erhalten würden, ihre Schlussvorträge zu den Zeugeneinvernahmen und zu den eingeholten Editionen in schriftlicher Form einzureichen.
E. Nachdem die Parteien innert Frist keine Einwände gegen die vorgeschlagene Vorgehensweise angemeldet und ihre schriftlichen Schlussvorträge am 17. Oktober bzw. 11. November 2013 eingereicht hatten, führte das Bezirksgericht Maloja die Hauptverhandlung am 28. Januar 2014 weiter. Mit Entscheid vom selben Tag, mitgeteilt am 10. April 2014, erkannte es wie folgt:
"1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Der Kläger hat die Beklagte mit CHF 11'432.10 (inkl. Barauslagen und MwSt.) ausseramtlich zu entschädigen.
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## Considerations