# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1d339574-f853-5560-8e05-99e7f368d141
**Court:** AR_OG
**Chamber:** AR_OG_003
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** AR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A_ (nachfolgend: Beschwerdeführer) kollidierte am 6. Mai 2009 mit seinem
Personenwagen in Zürich mit einem Tram der Zürcher Verkehrsbetriebe. Dadurch wurde
sein Auto in das Heck eines stehenden Lastwagens geschoben und eingeklemmt. Die
SUVA (nachfolgend: Vorinstanz), bei der der Beschwerdeführer obligatorisch gegen Unfälle
versichert war, kam in der Folge für diverse Heilbehandlungskosten auf und richtete dem
Beschwerdeführer Taggelder aus.
B. Nachdem die Vorinstanz ihre gesetzlichen Taggeldleistungen per 1. November 2011
eingestellt hatte (SUVA-act. 158), verneinte sie mit Verfügung vom 20. Februar 2012
(SUVA-act. 189) die Adäquanz der Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers
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und stellte die Versicherungsleistungen per 16. Januar 2012 ein. Mangels Vorliegen
adäquater Unfallfolgen wurde der Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer
Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung verneint. Daran hielt die Vorinstanz
mit Entscheid vom 11. Mai 2012 auf Einsprache hin fest (SUVA-act. 213).
C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Beschwerdeführer mit Schreiben vom
13. Juni 2012 Beschwerde ans Obergericht. Mit Entscheid vom 12. Dezember 2012 wurde
diese Beschwerde teilweise gutgeheissen, der angefochtene Einspracheentscheid
aufgehoben und die Sache zur Einholung eines den bundesgerichtlichen Vorgaben
entsprechenden poly-/interdisziplinären Gutachtens und zu neuer Verfügung an die
Vorinstanz zurückgewiesen (Verfahren O3V 12 21).
D. In der Folge wurde der Beschwerdeführer von der Vorinstanz mit Schreiben vom 9. Juli
2013 zu einer otoneurologischen Untersuchung aufgeboten (SUVA-act. 254). Mit Schreiben
vom 18. Juli 2013 (SUVA-act. 259) liess der Beschwerdeführer der Vorinstanz durch seinen
Rechtsvertreter mitteilen, diese Untersuchung sei nicht geeignet, die sich stellenden
Sachfragen zu klären. Das Obergericht habe die Vorinstanz vielmehr angewiesen, ein
unabhängiges polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Der Beschwerdeführer schlug der
Vorinstanz aus diesem Grund vor, ihn bei der UMEG in Zürich begutachten zu lassen und
machte zudem drei weitere alternative Vorschläge für Gutachterstellen, sollte die von ihm
primär vorgeschlagene Gutachterstelle nicht über die notwendigen Kapazitäten verfügen.
Mit Schreiben vom 30. Juli 2013 (SUVA-act. 262) teilte die Vorinstanz dem
Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf diese Stellungnahme mit, sie beabsichtige eine
interdisziplinäre Begutachtung mit vorgängiger otoneurologischer Untersuchung in der
SUVA Luzern; es sei vorgesehen, Dr. C_, Facharzt für Neurologie FMH, Zertifizierter
med. Gutachter SIM, mit der Begutachtung zu beauftragen (Hauptverantwortung und
Federführung) und zwar mit den Fachrichtungen Neurologie (Dr. C_), Orthopädie (Dr.
D_, Basel bzw. Dr. E_, Zürich) und Psychiatrie (Dr. F_, Basel bzw. Dr. G_,
Zürich). Gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme
eingeräumt zur Notwendigkeit der Begutachtung an sich, zur vorgeschlagenen
Begutachtungsstelle und der Fragestellung gemäss beigelegtem Fragenkatalog. Mit
Schreiben vom 9. September 2013 (SUVA-act. 267) lehnte der Beschwerdeführer das von
der Vorinstanz vorgeschlagene Vorgehen ab und schlug erneut alternative Gutachterstellen
vor. Ausserdem reichte er eine Liste mit Zusatzfragen an die Gutachter ein. Die Vorinstanz
teilte dem Beschwerdeführer hierauf mit Schreiben vom 28. November 2013 (VI-act. 268)
mit, sie habe seine Einwände gegen die Begutachtung durch Dr. C_ und die ergänzten
Zusatzfragen geprüft und begründete, weshalb sie an der vorgeschlagenen Begutachtung
festhalte und die Zusatzfragen nicht in den Fragekatalog integrieren werde und räumte dem
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Beschwerdeführer erneut Gelegenheit ein, Stellung zu nehmen. Hierauf hielt der
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 4. Dezember 2013 (SUVA-act. 269) an der Kritik an
Dr. C_ fest und forderte die Vorinstanz ein weiteres Mal auf, stattdessen eine seiner
vorgeschlagenen Gutachterstellen auszuwählen; ausserdem sei es sinnvoll, die
otoneurologischen Untersuchungen ebenfalls bei der Gutachterstelle selbst vorzunehmen.
An seinen Zusatzfragen hielt der Beschwerdeführer fest. Am 15. April 2014 (SUVA-act.
275) ging die Vorinstanz insoweit auf die Vorbringen des Beschwerdeführers ein, als sie
anstatt einer otoneurologischen Untersuchung bei der SUVA Luzern neu beabsichtigte, den
Beschwerdeführer im Rahmen der vorgesehenen interdisziplinären Begutachtung
zusätzlich bei Dr. H_ in St. Gallen begutachten zu lassen und diesen mit einem
otoneurologischen Teilgutachten zu beauftragen. Der Beschwerdeführer lehnte mit
Schreiben vom 22. April 2014 (SUVA-act. 278) Dr. H_ als Gutachter ab und verwies auf
die von ihm bereits vorgeschlagenen Gutachterstellen; ausserdem verlangte er die
Unterbreitung von drei Zusatzfragen im otoneurologischen Gutachten. Mit
Zwischenverfügung vom 6. Mai 2014 (SUVA-act. 279) teilte die Vorinstanz dem
Beschwerdeführer mit, dass sie wie bereits mitgeteilt Dr. C_ federführend mit der
Erstellung des Gutachtens beauftrage und im Übrigen an den von ihr bereits genannten
Gutachtern festhalte. Die Zusatzfragen gemäss Schreiben des Beschwerdeführers vom 9.
September 2013 würden den Experten nicht unterbreitet; die Zusatzfragen gemäss
Schreiben vom 22. April 2014 wurden mit einer Änderung zugelassen.
E. Gegen diese Zwischenverfügung richtet sich die vom Beschwerdeführer am 10. Juni 2014
erhobene Beschwerde ans Obergericht (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 16. September
2014 (act. 5) verlangte die Vorinstanz deren Abweisung und Bestätigung der
Begutachtungsanordnung vom 6. Mai 2014. Mit Schreiben vom 14. Oktober 2014
verzichtete der Beschwerdeführer auf eine ausführliche Replik und verwies auf seine
Vorbringen in der Beschwerdeschrift. Gleichzeitig stellte er den Antrag, Oberrichter H.P.
Fischer habe wegen Befangenheit in Ausstand zu treten (act. 9). Diesem Antrag wurde
formlos stattgegeben und den Parteien die neue voraussichtliche Gerichtsbesetzung mit
Oberrichter Dr. M. Winiger anstelle von H.P. Fischer mitgeteilt (act. 13), wogegen der
Beschwerdeführer keine Einwände erhob. Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom
7. November 2014 unter Festhaltung am Antrag auf Abweisung der Beschwerde auf eine
ausführliche Duplik (act. 14). Am 18. Februar 2014 wurde die Sache in der dritten Abteilung
des Obergerichts in Abwesenheit der Parteien abschliessend beraten und darüber
entschieden.
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F. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den SUVA-Akten sowie auf die Vorbringen
der Parteien in den Rechtschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden
Erwägungen näher eingegangen.

## Considerations

Erwägungen
1. Formelles
Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen.
Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31)
beurteilt das Obergericht Beschwerden gegen solche Entscheide. Die örtliche Zuständigkeit
ist gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG).
Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen
ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der
Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung [UVG, SR 832.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b
ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRPG, bGS 143.1).
Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Materielles
2.1 Vorbemerkungen
Es handelt sich im vorliegenden Fall um ein unfallversicherungsrechtliches Verfahren.
Streitig ist die Zwischenverfügung vom 6. Mai 2014, welche einerseits die Anordnung des
Gutachtens bei Dr. C_ (Hauptverantwortung und Federführung, Neurologie), Dr. D_
bzw. Dr. E_ (Orthopädie), Dr. F_ bzw. Dr. G_ (Psychiatrie) sowie Dr. H_
(Otoneurologie) zum Gegenstand hat und sich andererseits zu den vom Beschwerdeführer
verlangten Zusatzfragen an die Gutachter äussert.
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Während in den einschlägigen unfallversicherungsspezifischen Gesetzesgrundlagen (UVG
und Unfallversicherungsverordnung [UVV, SR 832.202]) - anders als dies beispielsweise im
Bereich der Invalidenversicherung mit Art. 72bis der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) der Fall ist - keine speziellen Bestimmungen im
Zusammenhang mit der Einholung von ärztlichen Gutachten existieren, ist die Vorinstanz
bei der Anordnung von Gutachten im Rahmen der Sachverhaltsabklärung an die
grundsätzliche Regelung in Art. 44 ATSG gebunden (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 44
ATSG). Art. 44 ATSG lautet wie folgt: „Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des
Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen,
so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus
triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen.” Mit dieser Bestimmung,
die sich auf den Versicherungsträger bezieht, wird das Gutachterrecht nicht umfassend
geordnet, sondern es sind weitere Bestimmungen, etwa bezüglich des Anspruchs auf
rechtliches Gehör oder Mitwirkungspflichten einzubeziehen (KIESER, ATSG-Kommentar,
2. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2009, N 2 ff. zu Art. 44).
Der Beschwerdeführer nimmt in der Beschwerdeschrift insbesondere Bezug auf diese
allgemeine Bestimmung von Art. 44 ATSG und auf die Rechtsprechung des
Bundesgerichts zur Gutachterbeauftragung im Bereich der Sozialversicherungen und rügt
zum einen, die Vorinstanz sei gar nie auf seine Vorschläge betreffend Gutachterstellen
eingegangen, sondern habe die jeweiligen Gutachter einseitig bestimmt (im Einzelnen dazu
nachfolgend, E. 2.2). Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang zum
anderen geltend, die Vorinstanz habe sein rechtliches Gehör verletzt, weil sie sich weder
ausdrücklich mit den Einwänden des Beschwerdeführers gegen die Gutachter
auseinandergesetzt noch die Gründe angegeben habe, weshalb die von ihm
vorgeschlagenen Gutachterstellen nicht berücksichtigt wurden (dazu nachfolgend, E. 2.3).
Im übrigen zweifelt der Beschwerdeführer sowohl die Unabhängigkeit (dazu nachfolgend,
E. 2.4) als auch generell die fachliche Qualifikation der Gutachter (dazu nachfolgend, E.
2.5) an und rügt abschliessend, infolge der interdisziplinären Konsensbesprechung dränge
sich eine einzige Begutachtungsinstitution auf (dazu nachfolgend, E. 2.6). Wie es sich mit
diesen Vorbringen im Einzelnen verhält, wird nachfolgend im Einzelnen geprüft. Ferner ist
zu prüfen, ob die Ablehnung der vom Beschwerdeführer verlangten Zusatzfragen
rechtmässig ist oder nicht (nachfolgend, E. 2.7).
Bei der Überprüfung des angefochtenen Entscheides ist das Gericht frei und an die
Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG).
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2.2 Zum sog. Einigungsverfahren
Der Beschwerdeführer beruft sich insbesondere auf den Grundsatzentscheid BGE 137 V
210 und geht unter Hinweis darauf und auf weitere Rechtsprechung davon aus, dass über
die Gutachtenseinholung zwingend ein Einigungsversuch zu erfolgen habe (Ziff. 23
Beschwerde). In der Vorgehensweise der Vorinstanz könne aber nicht ansatzweise ein
solcher Einigungsversuch gesehen werden (Ziff. 25 Beschwerde).
In BGE 137 V 210 hat das Bundesgericht - in einer invalidenversicherungsrechtlichen
Angelegenheit - im Zusammenhang mit der Einholung von Administrativ- und
Gerichtsgutachten bei Medizinischen Abklärungsstellen MEDAS erwogen, nach Möglichkeit
sollten sich IV-Stelle und versicherte Person über die Vergabe des Auftrages zur
Begutachtung einigen (E. 3.1.3.3) bzw. es sei zunächst das Bestreben um eine
einvernehmliche Gutachtenseinholung in den Vordergrund zu stellen (E. 3.4.2.6); kommt
keine Einigung zustande, ist die Begutachtung durch eine anfechtbare Zwischenverfügung
anzuordnen (E. 3.4.2.6 und 3.4.2.7). In BGE 138 V 318 hat das Bundesgericht
entschieden, diese Rechtsprechung solle auch im Bereich der Unfallversicherung gelten,
d.h. auch im unfallversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahren sei bei Uneinigkeit über
die Vergabe des Begutachtungsauftrags eine anfechtbare Zwischenverfügung anzuordnen;
für die vorgängig zu wahrenden Mitwirkungsrechte seien die in BGE 137 V 210 diskutierten
Modalitäten sinngemäss anwendbar (E. 6.1.3 f.).
Es ist anzumerken, dass sich das Verfahren der Invalidenversicherung gemäss aktuellem
Stand von Gesetzgebung und Rechtsprechung von demjenigen der Unfallversicherung in
einem wesentlichen Punkt unterscheidet. Im Bereich der Invalidenversicherung gelten
nämlich, anders als für die Unfallversicherung, mit der Einführung des seit 1. März 2012
gültigen Art. 72bis IVV weitergehende konkrete Bestimmungen zur Gutachtensvergabe als
der allgemein im Sozialversicherungsrecht geltende Art. 44 ATSG. Nach Art. 72bis IVV
haben polydisziplinäre medizinische Gutachten bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit
welcher das Bundesamt eine Vereinbarung getroffen hat; die Vergabe der Aufträge hat
zwingend nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen. Gemäss Rechtsprechung des
Bundesgerichts bleibt aufgrund dieser Verordnungsbestimmung bei polydisziplinären
Gutachten im invalidenversicherungsrechtlichen Bereich für eine einvernehmliche
Benennung der Experten kein Raum mehr. Das Bundesgericht hat erwogen, zwar könnte
eine einvernehmliche Einigung im Einzelfall grundsätzlich geeignet sein, die Akzeptanz bei
den Versicherten zu erhöhen. Dies sei indes kein Grund, von der zufallsbasierten
Zuweisung abzusehen oder nur dann auf diese zurückzugreifen, wenn eine Einigung der
Parteien auf eine Gutachterstelle misslinge. Die Gutachterwahl habe bei polydisziplinären
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Gutachten vielmehr immer nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen (BGE 140 V 507, E. 3.2.1,
m.w.H.). Aus diesem Entscheid geht hervor, dass Konsensbestrebungen auch im Bereich
der Invalidenversicherung nicht hinfällig geworden sind mit der Einführung der
Zufallsvergabe von Gutachten (vgl. BGE 140 V 507, E. 3.1: die Beteiligten sollen sich mit
Einwendungen auseinandersetzen, welche sich aus dem konkreten Einzelfall ergeben),
aber gleichzeitig hat das Bundesgericht auch klargestellt, dass keine Partei - weder die
versicherte Person noch die Versicherung - zu einer einvernehmlichen
Gutachtenseinholung verpflichtet werden kann, da hierfür stets eine nicht verbindlich
durchsetzbare übereinstimmende Willenskundgebung erforderlich wäre (BGE 140 V 507,
E. 3.2.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_512/2013 vom13. Januar 2014, E. 3.5). Diese
letzteren Schlüsse lassen sich, unabhängig davon, dass den unfallversicherungs-
spezifischen Gesetzesgrundlagen bisher ein Korrelat zu Art. 72bis IVV fehlt, unter
Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgericht in BGE 137 V 210, auch auf den
Bereich der Unfallversicherung übertragen.
Der oben beim Sachverhalt unter lit. D aufgezeigte tatsächliche Ablauf der Korrespondenz
zwischen dem Beschwerdeführer und der Vorinstanz macht deutlich, dass beide Parteien
gegenseitig einlässlich die Gründe für die eigenen Gutachtervorschläge dargelegt haben.
Die Vorinstanz hat schliesslich das Anliegen des Beschwerdeführers, die otoneurologische
Begutachtung nicht bei der SUVA Luzern durchzuführen, berücksichtigt, und stattdessen
Dr. H_ als Gutachter vorgesehen. Eine Einigung über die Gutachterstelle fand aber nicht
statt, weil weder der Beschwerdeführer noch die Vorinstanz sich auf die Vorschläge der
jeweils anderen Partei einliess. Selbstverständlich wäre ein Konsens über die
Gutachterstelle auch im vorliegenden Fall erstrebenswert gewesen, gerade auch, weil eine
auf beiderseitigem Einverständnis beruhende Begutachtung in der Regel bei der
betroffenen Person auf bessere Akzeptanz stösst (BGE 137 V 210, E. 3.4.2.6), es besteht
jedoch darauf kein Rechtsanspruch. Zumal es im Verfahren der Unfallversicherung an
Vorschriften zur Durchführung eines besonderen Einigungsverfahrens wie auch an einer
mit Art. 72bis Abs. 2 IVV vergleichbaren Bestimmung fehlt, kann ein Gericht weder die
Parteien zu einer einvernehmlichen Bestellung der Gutachterstelle verpflichten noch eine
solche autoritativ festlegen (vgl. auch Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich
UV.2013.00003 vom 19. März 2013). Naturgemäss kann daher ein Einigungsversuch
leidglich eine Obliegenheit darstellen (BGE 138 V 271, E. 3.4; BGE 139 V 349, E. 5.2), da
weder die versicherte Person noch die zuständige Sozialversicherung zu einer Einigung
gezwungen werden kann. Insbesondere kann die zu begutachtende Person nicht
verlangen, dass die zu beauftragende Gutachterstelle nur noch mit ihrem Einverständnis
bezeichnet werden dürfe, sobald sie personenbezogene Einwendungen vorbringt. Eine so
weitgehende Priorisierung der einvernehmlichen Gutachtenseinholung käme nämlich einem
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Vetorecht der versicherten Person gleich; selbst wenn ein Einwand begründet wäre, würde
dies nicht bedeuten, dass Gegenvorschlägen der versicherten Person ohne weiteres zu
folgen wäre. Ansonsten drohte nämlich wiederum eine - unter umgekehrten Vorzeichen -
ergebnisorientierte Auswahl der Gutachterstelle (BGE 139 V 349, E. 5.2.1).
Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass es zwar wünschenswert gewesen wäre, die
Vorinstanz wäre konkret auf die Vorschläge des Beschwerdeführers eingegangen und hätte
- gerade angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer sogar mehrere alternative
Gutachterstellen vorgeschlagen hatte - sich mehr darum bemüht, einvernehmlich eine
Gutachterstelle festzulegen. Ein Rechtsanspruch auf eine solche einvernehmliche
Gutachterbestellung besteht aber nicht, weshalb das Vorgehen der Vorinstanz zwar als
nicht besonders sinnvoll, aber noch nicht als unrechtmässig bezeichnet werden kann. Es
bleibt aber dennoch zu betonen, dass anzunehmen ist, dass ein anderes Vorgehen der
Vorinstanz zu einer Verfahrensbeschleunigung und damit auch -vereinfachung geführt
hätte, dies gerade auch angesichts der Tatsache, dass Gutachten von einvernehmlich
festgelegten Begutachtungsstellen regelmässig eine höhere Akzeptanz geniessen dürften.
Eine Überdenkung der eigenen Praxis der Vorinstanz wäre damit letztlich auch in deren
eigenem Interesse. Auch wenn im Vorgehen der Vorinstanz im vorliegenden konkreten Fall
noch keine eigentliche Rechtsverletzung erblickt werden kann, wäre daher eine
diesbezügliche Praxisänderung aus Sicht des Gerichts durchaus zu begrüssen.
2.3 Verletzung des rechtlichen Gehörs; Begründungsp flicht
Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe keine Argumente vorgebracht,
weswegen seine Vorschläge für die Gutachterstellen nicht in Frage kommen sollen (Ziff. 25
Beschwerde). Sie habe damit ihre Pflicht, ihre Entscheide zu begründen, verletzt. Die
Vorinstanz wäre nach Ansicht des Beschwerdeführers verpflichtet gewesen, sich
ausdrücklich mit seinen Einwänden auseinanderzusetzen oder mindestens die Gründe
anzugeben, weshalb die von ihm vorgeschlagenen Gutachterstellen nicht berücksichtigt
werden können (Ziff. 26 Beschwerde).
Mit dieser Argumentation verkennt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz sehr wohl
Stellung genommen hat zur Kritik an den von ihr vorgeschlagenen Gutachtern. So heisst es
im Schreiben vom 28. November 2013 (SUVA-act. 268): „Die von Ihnen gegen die von uns
vorgeschlagene Begutachtung [...] geltend gemachten Einwände [...] haben wir geprüft.
[...] Juristische Einwände insbesondere Ausstandsgründe werden nicht vorgebracht. Das
vorgeschlagene Gutachterteam arbeitet nicht das erste Mal interdisziplinär und verfügt über
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grosse versicherungsmedizinische Erfahrungen. Dass Dr. C_ häufig als Gutachter
beauftragt wird zeugt von seiner Qualität, nicht von Abhängigkeit. Es gibt seitens der Suva
keine Bindung zu Dr. C_. Weiter werden Gutachter nur nach der Fragstellung im
einzelnen Fall gesucht und beauftragt.“ In der angefochtenen Zwischenverfügung vom 6.
Mai 2014 (SUVA-act. 279) führte die Vorinstanz erneut aus: „Ihre Einwendungen gegen
den von uns vorgeschlagenen federführenden Experten stellen keine Ablehnungsgründe im
Sinne von Art. 36 ATSG dar. Unzutreffend ist insbesondere die Behauptung, Dr. med. C_
habe lange Zeit für die Suva gearbeitet. Er war nur gerade während knapp sechs Monaten
für die Suva tätig, und dieses Anstellungsverhältnis wurde überdies bereits vor mehr als
fünf Jahren wieder aufgelöst. Rechtsprechungsgemäss stellt die Tatsache, dass ein Arzt
wiederholt Gutachten für irgendwelche Sozialversicherer erstellt oder für diese als Berater
tätig war, keinen Ausstandsgrund dar. [...] Nachdem Ihre Gegenvorschläge für uns nicht in
Betracht kommen, beauftragen wir [...] Dr. med. C_ federführend mit dem Erstellen des
Gutachtens [...]. Wenn Sie einwenden, die otoneurologische Begutachtung sei wegen
Sicherstellung des interdisziplinären Austauschs zwingend am gleichen Zentrum
durchzuführen wie die restliche Begutachtung, ist dies absolut unzutreffend. Bei den heute
gegebenen technischen Mitteln der Kommunikation ist die Verständigung zwischen den
Experten auf vielfältigste Art möglich [...].“
Mit diesen Ausführungen hat die Vorinstanz konkret Stellung genommen zur Kritik an den
von ihr vorgeschlagenen Gutachtern und hat diese als nicht stichhaltig befunden und daher
an ihrem Gutachtervorschlag festgehalten. Während sich aus dem Anspruch auf rechtliches
Gehör lediglich ergibt, dass die Partei sich zur vorgesehenen sachverständigen Person
äussern kann, stärkt die Regelung von Art. 44 ATSG die Stellung der Partei, indem sie
zusätzlich das Recht erhält, Gegenvorschläge zu machen. Soweit die Partei
Gegenvorschläge macht, hat der Versicherungsträger - falls der zunächst vorgeschlagene
Sachverständige abgelehnt werden kann - diese Vorschläge unvoreingenommen zu prüfen.
Dies hebt jedoch nicht die Zuständigkeit des Versicherungsträgers auf, die sachverständige
Person zu bestimmen; nach der Rechtsprechung besteht nämlich kein Recht der Partei auf
einen Sachverständigen ihrer Wahl (KIESER, ATSG-Kommentar, N 19 zu Art. 44 ATSG).
Zusammengefasst bedeutet dies für den vorliegenden Fall was folgt: Die Vorinstanz hat
sich mit den Einwendungen des Beschwerdeführers gegen die vorgeschlagenen Gutachter
auseinandergesetzt und war, da sie diese Einwendungen nicht als stichhaltig befunden hat,
nicht darüber hinaus verpflichtet, konkret zu begründen, weshalb sie nicht die vom
Beschwerdeführer vorgeschlagenen Gutachter ernennt. Es ist durchaus möglich, dass die
vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Gutachterstellen ebenfalls in Frage kommen
würden. Die Vorinstanz ist aber zur Auffassung gelangt, dass dies bereits bei den selbst
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vorgeschlagenen Gutachtern der Fall ist. Kommen - was der Regelfall sein dürfte - mehrere
Gutachter in Frage, kann auch unter dem Aspekt des rechtlichen Gehörs nicht verlangt
werden, dass ein Versicherungsträger die Nichtwahl eines vom Versicherten
vorgeschlagenen Gutachters explizit begründen muss; dies würde ansonsten tatsächlich zu
einem Veto-Recht des Versicherten führen, der einfach einen anderen geeigneten
Gutachter vorschlagen könnte, auch wenn der vom Versicherungsträger selbst
vorgeschlagene Gutachter ebenfalls geeignet wäre (vgl. in diesem Sinn auch BGE 140 V
507, E. 3.2.1; BGE 139 V 349, E. 5.2.1).
2.4 Unabhängigkeit eines Gutachters
Der Beschwerdeführer rügt, Dr. C_ sei vor fünf Jahren bei der Vorinstanz angestellt
gewesen und erziele heute sein Einkommen ausschliesslich aus Gutachteraufträgen,
welche ihm die Versicherungen erteilten. Er erhalte nur so viele Aufträge von
Versicherungen, weil er regelmässig in deren Sinn urteile; deshalb halte ja auch die
Vorinstanz partout in ihm als Gutachter fest (Ziff. 31 Beschwerde). Dr. C_ sei für seine
versicherungsfreundlichen Einschätzungen bekannt (Ziff. 32 Beschwerde).
Dem ist entgegenzuhalten, dass nach gefestigter Rechtsprechung weder der regelmässige
Beizug eines Gutachters durch den Versicherungsträger, die Anzahl der beim selben Arzt
in Auftrag gegebenen Gutachten und Berichte noch das daraus resultierende
Honorarvolumen für sich allein genommen zum Ausstand führen (BGE 137 V 210, E. 1.3.3,
m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 9C_1032/2010 vom 1. September 2011, E. 4.1). Selbst
eine ausgewiesene wirtschaftliche Abhängigkeit von Dr. C_ zur Vorinstanz - wobei offen
gelassen werden kann, ob überhaupt von einer solchen auszugehen ist oder nicht - würde
nicht zu einem formellen Ausstandsgrund führen. Formelle Ausstandsgründe sind nur dann
gegeben, wenn eine persönliche Befangenheit vorliegt (Urteil des Bundesgerichts
8C_978/2012 vom 20. Juni 2013, E. 5.2.3, m.w.H.). Eine solche persönliche Befangenheit
ist im vorliegenden Fall nicht belegt. Die blosse Vermutung, Dr. C_ gebe ausschliesslich
versicherungsfreundliche Gutachten ab, genügt nicht.
2.5 Fachliche Qualifikation der Gutachter
Der Beschwerdeführer zweifelt an, dass die von der Vorinstanz ernannten Gutachter die
nötige fachliche Qualifikation bzw. genügend Erfahrung in der Beurteilung der in Frage
stehenden Beschwerden mitbringen (Beschwerde Ziff. 27, 30 und 33).
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Gemäss Art. 44 ATSG kann ein Gutachter „aus triftigen Gründen“ abgelehnt werden. Der
Beschwerdeführer geht sinngemäss davon aus, dass der von ihm gerügte angebliche
Mangel an fachlicher Qualifikation einen solchen triftigen Grund darstellt. In der
Rechtsprechung wurde zu dieser Frage wiederholt festgehalten, dass Bedenken materieller
Natur gegen die Fachkompetenz eines in Aussicht genommenen Gutachters allenfalls im
Rahmen der materiellen Würdigung des Gutachtens vorzubringen sind und noch nicht
einen Grund zur (vorgängigen) Ablehnung des Gutachters darstellen (vgl. z.B. Urteile des
Bundesgerichts 9C_67/2007 vom 28. August 2007, E. 2.1; U 553/06 vom 22. Februar 2008,
E. 3.3; BGE 136 V 156, E. 3.2; je m.w.H.).
Zusammengefasst sind gemäss dieser gefestigten Rechtsprechung von Art. 44 ATSG zwar
nicht nur die klassischen Ausstandsgründe erfasst, sondern die Bestimmung geht weiter
und erfasst auch weitere triftige Gründe. Nach ständiger Rechtsprechung führen Einwände
gegen die fachliche Qualifikation eines Sachverständigen trotzdem nicht zu einer
selbständigen Anfechtbarkeit (was in der Literatur teilweise kritisiert wird, vgl. KIESER,
a.a.O., N 17 zu Art. 44, m.w.H.). Das Bundesgericht hat eine diesbezügliche Änderung der
Rechtsprechung bis heute aber ausdrücklich abgelehnt: Fehlende Sachkunde eines
Gutachters bildet danach keinen Umstand, der Misstrauen in die Unparteilichkeit eines
Gutachters wecken würde; erst bei der Würdigung des Gutachtens wird allenfalls in
Betracht zu ziehen sein, dass ein Gutachter nicht genügend sachkundig war. Das
Bundesgericht begründet diese Rechtsprechung damit, dass auch unter Anwendung von
Art. 44 ATSG kein Anlass bestehe, die Beurteilung von Rügen, welche über die
gesetzlichen Ausstandsgründe hinausgehen und Fragen beschlagen, die zur
Beweiswürdigung gehören, vorzuverlegen. Es gelte zu vermeiden, dass das
Verwaltungsverfahren um ein kontradiktorisches Element erweitert und das medizinische
Abklärungsverfahren judikalisiert werde, was vor allem in Fällen mit komplexem
Sachverhalt zu einer Verlängerung des Verfahrens führen würde, welche in ein
Spannungsverhältnis zum einfachen und raschen Verfahren trete (BGE 132 V 93, E. 6.4 f.;
BGE 137 V 210, E. 3.4.1.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_678/2014 vom 23. Oktober 2014,
E. 3.3.1; je m.w.H.).
Unter Berücksichtigung dieser klaren, wiederholt bestätigten Rechtsprechung ist somit auf
die Rüge des Beschwerdeführers betreffend angebliche mangelnde Fachkompetenz gar
nicht einzutreten. Die vom Beschwerdeführer unter diesem Aspekt vorgebrachten Rügen
betreffen Aspekte der materiellen Fallerledigung, denen im Rahmen der Beweiswürdigung
Rechnung zu tragen sein wird; auf solche Rügen wird gegebenenfalls zusammen mit dem
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Endentscheid zurückzukommen sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_678/2014 vom
23. Oktober 2014, E. 3.3.1 und 3.3.2).
2.6 Interdisziplinarität; Frage nach der Erforderli chkeit einer einzigen
Begutachtungsinstitution
Der Beschwerdeführer macht geltend, bei derart komplexen Beschwerdebildern wie dem
vorliegend gegebenen sei eine interdisziplinäre Konsensbesprechung wichtig und
unverzichtbar. Es sei zu bezweifeln, dass ein Austausch per Telefon, Mail oder Postweg
genüge. Daher sei zwingend eine Begutachtungsinstitution zu wählen, welche alle
notwendigen Fachdisziplinen unter einem Dach anbiete (Beschwerde, Ziff. 34).
Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Abgesehen davon, dass bereits die
Vorinstanz den Beschwerdeführer zu Recht darauf hingewiesen hat, dass es sich für einen
interdisziplinären Austausch bei den heutigen technischen Möglichkeiten (Mail-Verkehr,
Telefonkonferenzen etc.) kaum als zwingend notwendig erweisen dürfte, dass alle
Gutachter „unter einem Dach“ arbeiten (SUVA-act. 279), betrifft auch diese Rüge keine
formelle Einwendung (vgl. E. 2.5 oben). Soweit im vorliegenden Verfahren überhaupt auf
die entsprechende Rüge einzutreten ist, ist diese überdies nicht begründet.
2.7 Ergänzungsfragen
Der Beschwerdeführer verlangte mit Schreiben vom 9. September 2013 (SUVA-act. 267),
den Gutachtern vier Zusatzfragen zu unterbreiten. Die Vorinstanz hat dies mit Schreiben
vom 28. November 2013 (SUVA-act. 268) abgelehnt, weil ihrer Auffassung nach die
Beantwortung der Zusatzfragen keine Bedeutung habe. Daran hat sie in der
Zwischenverfügung vom 6. Mai 2014 festgehalten (SUVA-act. 279). Die vom
Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der otoneurologischen Begutachtung
vorgeschlagenen weiteren drei Zusatzfragen (SUVA-act. 278) hat die Vorinstanz hingegen
mit einer Änderung zugelassen (SUVA-act. 279). Der Beschwerdeführer ist weder mit der
Nichtberücksichtigung noch mit der Abänderung der Zusatzfragen einverstanden und
verlangt, die von ihm gestellten Ergänzungsfragen seien den Gutachtern in seiner
Formulierung zu unterbreiten.
Im Sozialversicherungsrecht erfolgt die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es
im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln
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diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser
Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von
medizinischen Erhebungen zu (Urteil des Bundesgerichts 9C_1037/2010 vom 10. Oktober
2011, E. 5.1). Vor Inkrafttreten des ATSG bestand grundsätzlich keine Verpflichtung von
Bundesrechts wegen, bei der Formulierung von Expertenfragen den versicherten Personen
Mitwirkungsrechte einzuräumen. Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht in BGE 137
V 210 aufgegeben, auch wenn Art. 44 ATSG jedenfalls nicht ausdrücklich ein Recht der
versicherten Person, den Experten vorgängig zur Erstellung des Gutachtens
Ergänzungsfragen zu unterbreiten, enthält. Das Bundesgericht ist in seinen Erwägungen zu
jenem die Invalidenversicherung betreffenden Fall zum Schluss gelangt, der versicherten
Person sei neu ein Anspruch einzuräumen, sich vorgängig zu den Gutachterfragen zu
„äussern“ (E 3.4.2.9); gleichzeitig hat es aber auch festgehalten, dass es nicht Sinn und
Zweck von Art. 44 ATSG sein kann, dass sich die Parteien vor oder zusammen mit der
Gutachtensanordnung über die Fragen zuhanden der medizinischen Sachverständigen zu
einigen haben (E. 3.4.1.5), da sämtliche partizipatorischen, auf präventive Mitwirkung im
Rahmen der Gutachtensbestellung abzielende Verfahrensrechte automatisch in einem
Spannungsverhältnis zum Gebot eines raschen und einfachen Verfahrens (Art. 61 lit. a
ATSG) stehen und ein vernünftiges Verhältnis zwischen den Mitwirkungsrechten im
Verwaltungsverfahren und dem Ziel einer raschen und korrekten Abklärung anzustreben
sei. Diese in BEG 137 V 210 erwähnten grundsätzlichen Überlegungen gelten auch im
Bereich der Unfallversicherung (BGE 138 V 318, E. 6.1.4).
Werden der versicherten Person die vorgesehenen Expertenfragen zur Stellungnahme
unterbreitet und ihr Gelegenheit eingeräumt, Ergänzungsfragen vorzuschlagen, so ist dies
durchaus geeignet, zur gutachterlichen Qualität wesentlich beizutragen (BGE 137 V 210,
E. 3.4.2.9, m.w.H.). Gleichzeitig bleibt es aber die Aufgabe des Versicherungsträgers, das
Verwaltungsverfahren zu führen und die Fragestellung zu verantworten, mithin obliegt ihm
die Verfahrensleitung (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und es liegt somit weiterhin in seinem
Ermessen, zu entscheiden, welche Fragen notwendig sind und welche nicht (vgl. auch
Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich IV.2014.00541 vom 7. Juli 2014, E. 2.6,
m.w.H.). Mit anderen Worten ist es der Vorinstanz aus diesem Grund auch nicht verwehrt,
nach Einräumung der Gelegenheit zur Stellung allfälliger Ergänzungsfragen durch den
Beschwerdeführer schliesslich davon abzusehen, die vorgeschlagenen Ergänzungsfragen
den Experten zu unterbreiten. Mit einem solchen Vorgehen werden die Mitwirkungsrechte
des Beschwerdeführers nicht verletzt, solange dieser - was vorliegend der Fall ist -
jedenfalls Gelegenheit hatte, sich zu äussern und Ergänzungsfragen vorzuschlagen.
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Selbstverständlich wird die Vorinstanz nach Vorliegen des Gutachtens erneut das
rechtliche Gehör des Beschwerdeführers zu wahren haben. Liegt das Gutachten vor,
beinhaltet das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers insbesondere das Recht, Kenntnis
vom Inhalt dieses Gutachtens zu nehmen und den Experten ergänzende Fragen zu stellen.
Gegebenenfalls kann auch in diesem Zeitpunkt eine antizipierte Beweiswürdigung dazu
führen, dass vom Beschwerdeführer verlangte Ergänzungsfragen nicht unterbreitet werden,
sollten davon keine neuen oder wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten sein (Urteile des
Bundesgerichts 8C_834/2013 vom 18. Juli 2014, E. 5.1; 8C_386/2014 vom 6. Oktober
2014, E. 4.3; 8C_738/2014 vom 15. Januar 2015, E. 6.3, je m.w.H.). Wie es sich damit
verhält, wird jedoch, sollte der Beschwerdeführer mit konkreten Zusatzfragen auch in jenem
Zeitpunkt nicht zugelassen werden, erst nach dem Vorliegen des Gutachtens zu
entscheiden sein.
Zusammenfassend verkennt der Beschwerdeführer, dass es im jetzigen Zeitpunkt letztlich
im Ermessen der Vorinstanz liegt, welche der vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen
Zusatzfragen sie den Gutachtern unterbreiten will. Es besteht kein Recht des
Beschwerdeführers, von der Vorinstanz verbindlich zu verlangen, dass von ihm
vorgeschlagene Ergänzungsfragen in den Fragekatalog an die Gutachter aufgenommen
werden. Entscheidend für die Wahrung seiner Mitwirkungsrechte im jetzigen
Verfahrensstadium ist, dass dem Beschwerdeführer die Möglichkeit eröffnet wurde, sich zu
den Gutachterfragen zu äussern und Ergänzungsfragen vorzuschlagen. Führt diese dem
Beschwerdeführer im vorliegenden Fall gewährte Mitwirkungsmöglichkeit zu einer
einzelfalladäquaten Fragestellung an die Experten, wird die Vorinstanz in eigenem
Interesse bereits jetzt die Vorschläge des Beschwerdeführers berücksichtigen. Insoweit sie
auf seine Vorschläge nicht eingeht, kann sie dazu jedoch vorläufig nicht verpflichtet
werden. Erst nach Erhalt des Gutachtens wird der Beschwerdeführer von der Vorinstanz
erneut zu hören sein und diese wird erneut zu entscheiden haben, ob von ihm in diesem
Zeitpunkt gegebenenfalls weiterhin vorgeschlagene Ergänzungsfragen zuzulassen sind
oder nicht.
3. Kosten und Entschädigung
Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art.
61 lit. a ATSG).
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet, da der Beschwerdeführer unterliegt (Art. 1
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG e contrario) und da die obsiegende Vorinstanz wegen des
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Prinzips der Kostenlosigkeit des Verfahrens gemäss Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich
keinen Anspruch auf eine solche haben kann (KIESER, a.a.O., N 33 und N 114 zu Art. 61,
sowie Art. 24 Abs. 3 lit. a i.V.m. Art. 59 VRPG).