# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 432bd97f-4a16-4afd-b455-b607058eba16
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Eigentumsübertragung und Forderung
Berufung gegen ein Urteil (begründete Fassung) des Bezirksgerichtes  vom 27. April 2021; Proz. CG200005
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Rechtsbegehren: (act. 30)
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, die Eigentumsübertragung  der im zwischen den Parteien abgeschlossenen und am 15. Oktober 2019 öffentlich beurkundeten  verzeichneten Objekte, welche gemäss Vertrag bis Ende März 2020 hätte erfolgen sollen, bis spätestens 30. Juni 2020 zusammen mit den Klägern vor dem Notariat F._ .
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, den Klägern den ihnen aus der bisher verweigerten Eigentumsübertragung erwachsenen und künftig noch entstehenden Schaden Ersatz im Umfang von Fr. 37'566.– zuzüglich Fr. 1'943.70 pro Monat für die Zeit ab dem 27. April 2021 bis zur Rechtskraft des Urteils zu leisten.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten."
Urteil des Bezirksgerichtes: (act. 45 S. 20 ff.)
1. Die Beklagte wird verpflichtet, den Klägern das Eigentum an den ihnen mit
vom Notariat F._ öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 15. Oktober
2019 verkauften Grundstücken
− Grundregister Blatt 1, Liegenschaft, Kataster 2, EGRID 3, D._;
− Grundregister Blatt 4, Liegenschaft, Kataster 5, EGRID 6, D._;
− Grundregister Blatt 7, Liegenschaft, Kataster 8, EGRID 9, E._;
− Grundregister Blatt 10, Liegenschaft, Kataster 11, EGRID 12, D._;
− Grundregister Blatt 13, Liegenschaft, Kataster 14, EGRID 15, D._;
zu übertragen.
2. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
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Fr. 14'000.– ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 200.– Kosten der Klagebewilligung,
Fr. 260.– Grundbuchkosten, zuzüglich allfällige weitere Kosten des Grundbuchamts.
4. Die Gerichtskosten werden der Beklagten auferlegt.
5. Die Kosten werden aus dem von den Klägern geleisteten Kostenvorschuss
bezogen, sind ihnen jedoch von der Beklagten zu ersetzen.
6. Die Beklagte wird verpflichtet, den Klägern eine Parteientschädigung von
Fr. 20'000.– zu bezahlen.
7. (Schriftliche Mitteilung).
8. (Rechtsmittel/Berufung).
Berufungsanträge:
der Beklagten und Berufungsklägerin (act. 42 S. 2):
1. Das Urteil vom 27. April 2021 des Bezirksgerichts Hinwil sei aufzuhe-
ben und die vor erster Instanz gestellten Rechtsbegehren  gutzuheissen, welche lauten:
1. Die Klage sei abzuweisen;
2. Das Grundbuchamt F._ ZH sei anzuweisen, die be-
treffend der folgenden Grundstücke in der Gemeinde G._ vorgemerkten Verfügungsbeschränkungen im Sinne von Art. 960 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zu löschen:
• Grundregister Blatt 1, Liegenschaft, Kataster 2, 3,
D._; • Grundregister Blatt 4, Liegenschaft, Kataster 5, 6,
D._; • Grundregister Blatt 7, Liegenschaft, Kataster 8, 9,
E._; • Grundregister Blatt 10, Liegenschaft, Kataster 11, 12,
D._; • Grundregister Blatt 13, Liegenschaft, Kataster 14, 15,
D._.
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2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt.) zu
Lasten der Berufungsbeklagten.
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## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Mit öffentlich beurkundetem Kauvertrag vom 15. Oktober 2019 verkaufte die
Beklagte und Berufungsklägerin (Beklagte) den Klägern und Berufungsbeklagten
(Kläger) verschiedene Grundstücke (Wohnhaus, Scheune, Wiesen, Auslauffläche
für Tiere) im Weiler D._ in G._ (act. 3/2). Eine Übergabe der Grundstü-
cke fand bis heute nicht statt.
2. Die Kläger gelangten mit Klage vom 17. Juli 2020 ans Bezirksgericht Hinwil
und verlangten die Eigentumsübertragung der Grundstücke bis spätestens 30.
Juni 2020 sowie Schadenersatz von CHF 37'566.– für Folgekosten wegen ver-
weigerter Eigentumsübertragung. Zudem ersuchten sie vorsorglich, es sei im
Grundbuch eine umfassende Verfügungsbeschränkung über die Grundstücke
vorzumerken (act. 2 und 30). Gestützt auf einen zwischen den Parteien geschlos-
senen Vergleich über das vorsorgliche Massnahmenbegehren wies die Vo-
rinstanz das Grundbuchamt mit Verfügung vom 16. September 2020 an, die be-
gehrte Verfügungsbeschränkung vorzumerken (act. 15 und 16). Nach Einholen
eines Kostenvorschusses, einer Klageantwort sowie Durchführung einer Haupt-
verhandlung mit erfolglos verlaufenen Vergleichsgesprächen (Prot. Vi S. 15 ff.,
act. 24) hiess die Vorinstanz die Klage teilweise gut und verpflichtete die Beklagte
mit zunächst im Dispositiv mitgeteiltem Urteil vom 27. April 2021, die Grundstücke
zu übertragen. Im Übrigen wies sie die Klage ab (act. 35). Auf Verlangen der Be-
klagten wurde das Urteil schriftlich begründet und den Parteien am 25. August
2021 zugestellt (act. 37, act. 39 = act. 45, act. 40).
3. Die Beklagte erhob am 23. September 2021 Berufung und verlangt die Auf-
hebung des angefochtenen Urteils sowie Abweisung der Klage (act. 42). Die Ak-
ten der Vorinstanz (act. 1-40) wurden von Amtes wegen beigezogen. Weiterun-
gen, insbesondere das Einholen der Berufungsantwort, erübrigen sich, weil sich
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die Berufung sogleich als unbegründet und die Sache als spruchreif erweist (vgl.
Art. 312 Abs. 1 ZPO).
II.
1. Die Eintretensvoraussetzungen sind erfüllt. Die Berufung wurde beim Ober-
gericht innert 30-tägiger Rechtsmittelfrist erhoben (act. 40 und 42). Sie enthält
schriftliche Anträge sowie eine Begründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die notwendi-
ge Streitwertgrenze ist erreicht (Art. 308 Abs. 2 ZPO) und der verlangte Kosten-
vorschuss von CHF 15'000.– wurde rechtzeitig bezahlt (act. 170).
2. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-
fungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache,
mithin über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ein-
schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung;
BGer 5A_184/
2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbegründung
(Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstin-
stanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten
ist bzw. an einem der genannten Fehler leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; BGE 138 III
374 E. 4.3.1). Die Berufungsinstanz hat sich - abgesehen von offensichtlichen
Mängeln - grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschrän-
ken, die in der Berufungsschrift in rechtsgenügender Weise erhoben werden
(BGE 142 III 413 E. 2.2.4). Aufgrund der umfassenden Überprüfungsbefugnis ist
die Berufungsinstanz allerdings nicht an die mit den Rügen vorgebrachte Argu-
mentation oder an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden, sondern kann die
Rügen auch mit abweichenden Erwägungen gutheissen oder abweisen (ZK ZPO-
REETZ/THEILER,
3. Aufl. 2016, Art. 310 N 6). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur noch
berücksichtigt werden, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zu-
mutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art.
317 Abs. 1 ZPO). Diejenige Partei, welche vor der Berufungsinstanz das Noven-
recht beanspruchen will, hat die Novenqualität jedes ihrer Vorbringen darzutun
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und zu beweisen (vgl. BGer 5A_330/2013 vom 24. September 2013 E. 3.5.1;
OGer ZH LB170050 vom 22. September 2017 E. II./3; LB170028 vom 30. No-
vember 2017
E. II./1.2).
3.
3.1 Die Kläger begründeten ihre Klage vor Vorinstanz zusammengefasst damit,
gemäss notariell beglaubigtem Kauvertrag hätte die Eigentumsübertragung bis
Ende März 2020 vorgenommen werden müssen. Die Beklagte verweigere dies,
wobei sie sich zu Unrecht auf einen Grundlagenirrtum bei Abschluss des Kaufver-
trags berufe. Es habe ihr bekannt sein müssen, dass ein Revisionsverfahren der
Bau- und Zonenordnung in der Gemeinde G._ im Gange sei und die Schaf-
fung einer Weilerkernzone zur Diskussion stehe, von welcher die gekauften
Grundstücke im Weiler D._ betroffen seien. Das Revisionsverfahren sei da-
mals noch nicht weit gediehen und die öffentliche Auflage sei erst geplant gewe-
sen. Die Beklagte habe das Revisionsverfahren der Bau- und Zonenordnung wäh-
rend den Vertragsverhandlungen nie thematisiert. Sie erwarte wohl eine Wertstei-
gerung der verkauften Grundstücke. Die Kläger hätten nach Treu und Glauben im
Geschäftsverkehr nicht erkennen können, dass die zukünftige Revision der Bau-
und Zonenordnung für die Beklagte notwendige Vertragsvoraussetzung gewesen
sei. Die Beklagte habe sich zudem über einen zukünftigen Sachverhalt geirrt,
dessen Eintreffen die Parteien nicht als sicher erachtetet hätten, weshalb ein Irr-
tum, der zur Anfechtung des Vertrags berechtige, nicht vorliege (act. 2; Prot. Vi S.
15 ff.).
3.2 Die Beklagte bestritt die Klage vor Vorinstanz im Wesentlichen mit der Be-
gründung, sie habe seit vielen Jahren auch wegen ihrer körperlichen Einschrän-
kung den Wunsch gehegt, die Liegenschaft umzunutzen und in der Scheune eine
Wohnung mit Lift einzubauen. Sie habe zuletzt 2016 Abklärungen über die Mög-
lichkeit einer Umnutzung der Scheune getroffen. Damals habe sie sich mit dem
für Umnutzungen in der Landwirtschaftszone zuständigen Mitarbeiter der Baudi-
rektion des Kantons Zürich, H._, sowie einem Mitarbeiter der Gemeinde
G._ vor Ort getroffen. H._ habe ihr sehr bestimmt mitgeteilt, ein Ausbau
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der Scheune sei in Zukunft ausgeschlossen, weil sich diese in der Landwirt-
schaftszone befinde, frühere Bestrebungen zu baulichen Umnutzungen in der
Landwirtschaftszone gescheitert seien und die Regeln immer strenger würden.
Kurz nach dem Verkauf habe sie am 8. Januar 2020 an einer Informationsveran-
staltung der Gemeinde G._ erfahren, dass die Bau- und Zonenordnung ge-
ändert werden solle und der Weiler D._ die Vorgaben für eine Weilerkernzo-
ne erfülle. Sie sei beim Abschluss des Kauvertrags einem Grundlagenirrtum un-
terlegen, indem sie der irrigen Vorstellung gewesen sei, eine Umnutzung der
Scheune sei nicht möglich. Sie hätte den Kaufvertrag bei Kenntnis der wahren
Sachlage nicht abgeschlossen. Angesichts der klaren Äusserungen des zuständi-
gen Mitarbeiters der Baudirektion habe kein Anlass für neue Abklärungen vor Ab-
schluss des Kaufvertrags bestanden (act. 24, Prot. Vi S. 20 ff.).
4. Die Vorinstanz legte die rechtlichen Grundsätze zum qualifizierten Grundla-
genirrtum gemäss Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR, zum fahrlässigen Irrtum gemäss
Art. 26 OR und zur Geltendmachung eines Irrtums gegen Treu und Glauben ge-
mäss Art. 25 Abs. 1 OR ausführlich dar (act. 45 S. 12 f.). Sie kam nach Würdi-
gung der konkreten Sachumstände zum Schluss, die Beklagte habe sich nicht auf
die ihr vom Mitarbeiter der kantonalen Baudirektion erteilte Auskunft aus dem
Jahre 2016 verlassen dürfen, sondern hätte im Hinblick auf den Verkauf ihrer
Grundstücke neue Abklärungen tätigen müssen. Die Kläger hätten annehmen
dürfen, die Beklagte habe sich vor dem Verkauf über die aktuelle Situation und
allfällige Umnutzungsmöglichkeiten erkundigt. Aufgrund der unterlassenen Abklä-
rungen könne sich die Beklagte nach Treu und Glauben nicht darauf berufen, das
Fehlen einer baulichen Entwicklungsmöglichkeit sei objektiv eine notwendige Ver-
tragsgrundlage gewesen (act. 45 S. 14 f.). Die Beklagte wolle sich über die Chan-
cen einer Umnutzung geirrt haben. Chancen seien generell nicht geeignet, Grund-
lage eines Irrtums zu sein, weil sie vom Gegenstand her von unbestimmter Natur
seien. Daran ändere nichts, dass sich die Beklagte nicht über die Chance, son-
dern das Fehlen einer solchen geirrt haben wolle (act. 45 S. 15 f.).
5. Mit der Berufung wirft die Beklagte der Vorinstanz vor, sie verletze Bundes-
recht, indem sie die Trageweite von Art 24 Abs. 1 Ziff. 4 sowie Art. 25 und 26 OR
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verkenne (act. 42 Rz 12 f.). Ihr Irrtum sei nicht auf ihr Verschulden zurückzufüh-
ren, aber auch ein allfälliges Verschulden würde nach Treu und Glauben die An-
nahme des Grundlagenirrtums nicht ausschliessen (act. 42 Rz 14 ff.). Die von der
Vor-instanz zitierten Bundesgerichtsentscheide zu Art. 25 und 26 OR seien nicht
einschlägig. Es könne ihr weder ein widersprüchliches noch treuwidriges Verhal-
ten vorgeworfen werden (act. 42 Rz 28 ff.). Entgegen der Vorinstanz habe sie
nicht spekuliert, was in Zukunft möglich sein werde, sondern sie sei sich sicher
gewesen, dass eine Umnutzung ausgeschlossen sei (act. 42 Rz 38). Die Vo-
rinstanz nehme deshalb fälschlicherweise an, der dem Grundlagenirrtum zugrun-
de liegende Sachverhalt sei zu wenig bestimmt (act. 42 Rz 39 ff.). Die Vorinstanz
habe nicht berücksichtigt, dass den Klägern die anstehende Revision ebenso ha-
be bekannt sein und sie den Irrtum hätten erkennen müssen (act. 42 Rz 46).
5.1 Umstritten ist, ob sich die Beklagte auf einen Grundlagenirrtum, der zur Un-
verbindlichkeitserklärung bzw. Anfechtung des Kaufvertrags vom 15. Oktober
2019 berechtigt, berufen kann.
Den Sachverhalt, über welchen sich die Beklagte geirrt haben will, definiert
sie im erstinstanzlichen wie im Berufungsverfahren folgendermassen: Sie sei irr-
tümlich davon ausgegangen, es fehle auch in Zukunft jede Chance zur Umnut-
zung ihrer Scheune; eine Umnutzung sei ausgeschlossen (act. 24 Rz 10 und 25,
act. 42 Rz 20 f.). Die Kläger bestritten vor Vorinstanz, die Beklagte habe über die
Chancen einer Umnutzung bzw. vom Gemeindeentwicklungskonzept 2018 nichts
gewusst (Prot. Vi S. 16), und damit das Vorliegen eines Irrtums. Ein Beweisver-
fahren dazu wurde vor erster Instanz nicht durchgeführt. Ob ein Irrtum erwiesen
ist, kann jedoch offen bleiben, weil, wie nachstehend erläutert, mit und ohne Irr-
tum das gleiche Ergebnis resultiert.
Der geltend gemachte Irrtum bezieht sich sowohl auf einen gegenwärtigen
als auch zukünftigen Sachverhalt, was die Beklagte im Berufungsverfahren eben-
falls so sieht (act. 42 Rz 44). Denn die Annahme, es fehle eine Umnutzungsmög-
lichkeit, schliesst neben der aktuellen auch die zukünftige Situation der baulichen
Entwicklung mit ein.
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5.2 Befindet sich jemand beim Vertragsschluss in einem wesentlichen Irrtum, ist
der Vertrag für ihn unverbindlich (Art. 23 OR). Ein solch wesentlicher Irrtum liegt
u.a. dann vor, wenn er einen bestimmten Sachverhalt betrifft, der vom Irrenden
nach Treu und Glauben im Geschäftsverkehr als eine notwendige Grundlage des
Vertrags betrachtet wurde (Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR, sogenannter Grundlagenirr-
tum). Vorausgesetzt wird damit nebst einem Irrtum als solchem, dass dieser einen
Sachverhalt beschlägt, der für den Irrenden subjektiv eine unerlässliche Voraus-
setzung (conditio sine qua non) dafür war, den Vertrag überhaupt oder jedenfalls
mit dem betreffenden Inhalt abzuschliessen. Der fragliche Sachverhalt muss aus-
serdem objektiv, vom Standpunkt oder nach den Anforderungen des loyalen Ge-
schäftsverkehrs, als notwendige Grundlage des Vertrags erscheinen (BGE 136 III
528 E. 3.4.1; BGer 4A_345/2016 vom 7. November 2016 E. 3.1 und BGer
4A_461/2016 vom 10. Februar 2017, E. 4. 2). Objektiv wesentlich ist eine falsche
Vorstellung, die notwendigerweise beiden Parteien bewusst oder unbewusst ge-
meinsam und bei objektiver Betrachtung eine unerlässliche Voraussetzung für
den Abschluss des Vertrages gewesen ist. Dabei kommt es auf die Vorstellungen
im Zeitpunkt des Vertragsschlusses an (BGE 132 III 737 E. 1.3; BGer 4A_97/2016
vom 11. August 2016 E. 2.1). Der Irrtum gemäss Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR kann
sich zwar auf eine künftige Tatsache beziehen, jedoch nur, wenn diese Tatsache
im Zeitpunkt des Vertragsschlusses objektiv als sicher angesehen werden konnte
(u.a. BGer 4A_345/2016 vom 7. November 2016 E. 3.1 und BGE 118 II 297 E. 2b
S. 300).
Aus Art. 26 OR lässt sich ableiten, dass ein Grundlagenirrtum i.S.v. Art. 24
Abs. 1 Ziff. 4 OR auch vorliegen kann, wenn der Irrtum auf die Fahrlässigkeit der
irrenden Person zurückzuführen sein sollte. Die Berufung auf Grundlagenirrtum
bleibt hier möglich, führt indes dazu, dass die irrende Person ihrer Gegenseite
nach Massgabe von Art. 26 OR Schadenersatz zu leisten hat (BGE 130 III 49 E.
2.3 und 117 II 218 E. 3b). An die Fahrlässigkeit des Irrenden ist ein strenger Mas-
sstab anzulegen. Es reicht bereits leichte Fahrlässigkeit (BK OR-SCHMIDLIN, Art.
26 Rz 15; GAUCH/SCHLUEP/SCHMID, OR AT I, 11. Auflage, N 851; BGE 113 II 25 E.
2a).
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Eine Schranke für die Berufung auf Grundlagenirrtum bildet der Grundsatz
von Treu und Glauben (Art. 25 Abs. 1 OR), wobei Treu und Glauben bezüglich
des Grundlagenirrtums in Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR zusätzlich betont wird. Dies
bedeutet beispielsweise, dass eine Vertragspartei nicht mit einem unsorgfältigen
Vorgehen der Gegenpartei rechnen muss. Aus dem Handeln einer Partei sind
nach Treu und Glauben gewisse Schlüsse zu ziehen. Kümmert sich jemand bei
Vertragsabschluss nicht um die Klärung einer bestimmten Frage, obwohl es auf
der Hand liegt, dass sich diese stellt, so darf die andere Partei grundsätzlich dar-
aus den Schluss ziehen, dieser Punkt sei für den Partner im Hinblick auf den Ver-
tragsabschluss nicht von Bedeutung. Das sich im Nachhinein nur als fahrlässig
herausstellende Verhalten kann somit bewirken, dass ein bestimmter Umstand
vom Irrenden nicht nach Treu und Glauben als notwendige Grundlage des Ver-
trages betrachtet werden durfte (BGE 117 II 218 E. 3b und 129 III 363 E. 5.3; BSK
OR I-SCHWENZER/FOUNTOULAKIS, 7. Auflage, Art. 24 N 23). Mit einer Berufung auf
Grundlagenirrtum würde sonst die durch das Verhalten des Irrenden hervorgeru-
fene berechtigte Erwartung der anderen Vertragspartei enttäuscht, weshalb die
Geltendmachung eines Grundlagenirrtums in solchen Fällen ausgeschlossen ist
(BGer 4A_162/2014 vom 26. August 2014 E. 1.2 und 4A_408/2007 vom 7. Feb-
ruar 2008 E. 3.2). Ein fahrlässiges Verhalten kann somit, gerade in Verbindung
mit weiteren Umständen, eine Berufung auf Grundlagenirrtum als treuwidrig und
deshalb unzulässig erscheinen lassen (BGE 117 II 218 E. 3b).
5.3 Die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz zur Geltendmachung des
Grundlagenirrtums sind zutreffend (act. 14 E. III/3.1, 3.3 und 3.6). Die Annahme,
das zu verkaufende Grundstück könne baulich nicht weiter entwickelt werden
bzw. konkret, in der Scheune der Beklagten könne keine Wohnung mit Liftanlage
eingebaut werden, könnte zwar grundsätzlich in der Situation der (offenbar kör-
perlich eingeschränkten) Beklagten eine sowohl subjektiv als auch objektiv we-
sentliche Grundlage des Vertrags darstellen. Wie vorstehend rechtlich erläutert,
berechtigt dies indes nicht ohne weiteres zur Anfechtung des Vertrags wegen
Grundlagenirrtums, setzt doch die erfolgreiche Anfechtung voraus, dass die Gel-
tendmachung nicht Treu und Glauben widerspricht. Die Vorinstanz prüfte deshalb
korrekt, ob der irrtümlich angenommene Sachverhalt nach dem Grundsatz von
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Treu und Glauben als notwendige Vertragsgrundlage zu betrachten ist, und ver-
neinte dies mit nachvollziehbarer Begründung (act. 45 S. 14 f.). Die Beklagte wirft
der Vorinstanz vor, die Bedeutung und Tragweite von Art. 25 und 26 OR nicht er-
fasst und insbesondere die Bestimmung zum fahrlässigen Irrtum nicht angewen-
det zu haben (act. 42 Rz 28 ff.). Die für die Beurteilung des fahrlässigen Irrtums
(Art. 26 OR) und der Geltendmachung gegen Treu und Glauben (Art. 25 OR)
massgeblichen rechtlichen und tatsächlichen Aspekte überschneiden sich und
fliessen ineinander. Da die Vor-instanz die Geltendmachung des Grundlagenirr-
tums unter Berufung auf Treu und Glauben ablehnte, musste sie sich nicht explizit
zum fahrlässigen Irrtum äussern. Ob sich die Beklagte treuwidrig auf einen fahr-
lässigen oder nicht fahrlässigen Irrtum beruft, spielt keine Rolle.
5.4 Die Vorinstanz erwog zur Frage von Treu und Glauben, die Beklagte habe
die letzten Abklärungen über die Möglichkeit der Scheunennutzung im Jahr 2016,
demnach drei Jahre vor Vertragsschluss getätigt und sich danach nicht mehr da-
mit befasst. Da es sich bei der Möglichkeit der Umnutzung aus ihrer Sicht um eine
wesentliche Grundlage des Vertrags gehandelt habe, hätte sie sich vor dem Ver-
kauf nochmals darüber informieren müssen (act. 42 S. 15). Diese Argumentation
der Vorinstanz ist schlüssig. Der Beklagten musste auch als Laiin in Bausachen
bekannt sein, dass Bau- und Zonenordnungen als gesetzliche Normen grundsätz-
lich abänderbar bleiben und die Einschätzung von H._ bereits deshalb zu re-
lativieren ist. Die Auffassung der Vorinstanz, es dürfe als allgemein bekannt gel-
ten, dass Ein- oder Auszonungen der Landwirtschaftszone nicht gänzlich ausge-
schlossen seien, ist deshalb nicht zu beanstanden. Die Beklagte wendet zu Recht
nicht ein, nicht gewusst zu haben, dass die Frage der Umnutzung wesentlich von
der betreffenden Rechtsordnung abhänge und diese abänderbar sei. Die letzte
Änderung des Zonenplans erfolgte im Übrigen am 5. November 2015 (act. 26/2).
Aufgrund der ihr bekannten Abänderbarkeit gesetzlicher Regelungen, zu welchen
die Bau- und Zonenordnung der Gemeinde G._ zählt, musste ihr klar gewe-
sen sein, dass es sich bei der damaligen Einschätzung von H._ nur um eine,
zwar auf Erfahrung beruhende, blosse Prognose im Zeitpunkt des Ortstermins
gehandelt haben konnte, welche naturgemäss mit gewissen Unsicherheiten be-
haftet war. Ob und wie sich die gesetzliche Regelung sowie die Praxis der Gerich-
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te im Raum- und Bauplanungsrecht im Kanton Zürich und im Speziellen in Bezug
auf die Bauzonenordnung in G._ entwickeln würden, konnte H._ für die
Beklagte erkennbar nicht mit Sicherheit wissen. Jedenfalls hätte sich trotz ent-
sprechender Auskunft im Jahre 2016 für eine loyale, redlich und gewissenhaft
handelnde Vertragspartei aufgedrängt, sich vor Unterzeichnung des Vertrags über
aktuelle, verkaufsrelevante Umnutzungsmöglichkeiten bei der Gemeinde ins Bild
zu setzen, um Irrtümer auszuschliessen. Dieser Massstab gilt auch für die Beklag-
te.
Der Vorinstanz ist zuzustimmen, wenn sie ausführt, ein einziger Anruf bei
der Gemeindeverwaltung G._ vor der Vertragsunterzeichnung hätte genügt,
um vom Bericht "...-konzept Siedlung" aus dem Jahr 2018 und der realen Chance
auf Umnutzung von Gebäuden im Weiler D._ Kenntnis zu erhalten (act. 45
S. 14). Im Konzept wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Weiler
D._ sämtliche Voraussetzungen gemäss Bundesgerichtspraxis zur Einrich-
tung einer Weilerkernzone erfülle und die Einzonung in eine Weilerkernzone von
der Gemeinde geprüft werde (act. 14/5 S. 29 f. und 35). Im Herbst 2017 fand eine
Online-Befragung der Bevölkerung zur Dorfentwicklung statt (act. 14/5 S. 7) und
der Gemeinderat von G._ erläuterte im April 2018 an einer öffentlichen Ver-
anstaltung das Gemeindeentwicklungskonzept sowie die Strategien, welche er bei
der Revision der Ortsplanung umzusetzen gedachte (act. 31/1.7). Dies lässt auf
eine breite Diskussion in der Bevölkerung schliessen. Es wäre daher für die seit
vielen Jahren in G._ lebende und verankerte Beklagte als gewissenhafte
Vertragspartei leicht gewesen, ihren Irrtum durch Nachfrage bei der Gemeinde-
verwaltung zu erkennen und rechtzeitig zu korrigieren. Mit der Anfrage bei der
Gemeinde hätte sie allfällige Unklarheiten bezüglich des Gemeindeentwicklungs-
konzepts 2018 ausräumen und sich über bauliche Umnutzungsmöglichkeiten im
Weiler D._ erkundigen können. Die Beklagte hat sich die unterlassene Abklä-
rung als Fahrlässigkeit anrechnen zu lassen und ihren Irrtum, die Umnutzung ih-
rer Scheune sei ausgeschlossen, ihrer Unsorgfalt zuzuschreiben. In Ergänzung
der vorinstanzlichen Erwägungen handelt es sich folglich um einen fahrlässigen
Irrtum gemäss Art. 26 OR.
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Die Beklagte brachte vor Vorinstanz nicht vor, die Frage der Umnutzung der
Liegenschaften sei während den Vertragsverhandlungen mit den Klägern thema-
tisiert worden. Auch beruft sie sich nicht darauf, diesen signalisiert zu haben, ihr
Motiv für den Verkauf liege in den fehlenden Umnutzungsmöglichkeiten. Ebenso
wenig behauptet sie, die Kläger über die Einschätzung von H._ informiert zu
haben, noch dass diese anhand der Höhe des vereinbarten Kaufpreises hätten
erkennen können, dass die Beklagte von der falschen Annahme fehlender bauli-
cher Entwicklungsmöglichkeit ihrer Grundstücke ausgehe. Anzeichen für einen
übereilten Verkauf wurden eben so wenig geltend gemacht. Die Kläger konnten
und mussten den Irrtum der Beklagten deshalb nicht erkennen. Sie durften sich
vielmehr darauf verlassen, diese habe die für sie wesentlichen Abklärungen, wozu
im konkreten Fall künftige Umnutzungsmöglichkeiten zählten, vorgenommen.
Dies gilt umso mehr, als es sich offenkundig für die Beklagte beim Verkauf der
Grundstücke nicht um ein alltägliches Geschäft handelte, weshalb eine sorgfältige
Befassung im Vorfeld des Verkaufs erwartet werden durfte. In diesem berechtig-
ten Vertrauen sind die Kläger zu schützen. Es ist folglich mit der Vorinstanz aus
der unterlassenen Abklärung abzuleiten, die Annahme, es fehle an Umnutzungs-
möglichkeiten, habe für die Beklagte nach Treu und Glauben keine notwendige
Vertragsgrundlage gebildet.
Da die Beklagte nicht blindlings darauf vertrauen durfte, die im Jahr 2016
unter den damaligen Umständen erhaltene Information gelte Jahre später unbe-
sehen, würde auch der Vertrauensschutz in die Auskunft von H._ gegenüber
den Behörden nicht greifen. Im privatrechtlichen Verkehr mit den Klägern kann
sich die Beklagte ohnehin nicht auf den Vertrauensschutz zufolge behördlicher
Auskunft berufen, zumal die Kläger von der Auskunft keine Kenntnis hatten und
auch nicht haben mussten. Die gleiche Argumentation gilt für den Einwand der
Beklagten, der Gemeindeangestellte habe anlässlich des Lokaltermins keine wei-
teren Angaben gemacht (act. 42 Rz 24). Dass sich damals die späteren baulichen
Entwicklungsmöglichkeiten in der Gemeinde G._ abzeichneten und der Ge-
meindevertreter davon Kenntnis hatte, ist im Übrigen weder ersichtlich noch wird
dies von der Beklagten behauptet oder belegt. Soweit aus den Akten erkennbar,
begann die interne Planung in der Gemeinde im Frühling 2017 (act. 14/5 S. 5).
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Zusammenfassend widerspricht die Geltendmachung des Irrtums Treu und
Glauben und ist folglich unstatthaft.
5.5 Die Beklagte wendet ein, die Vorinstanz habe sich bei der rechtlichen Wür-
digung auf nicht einschlägige Bundesgerichtsentscheide berufen (act. 42 Rz 29
ff.). Freilich ist ihr insoweit Recht zu geben, dass sich der vorliegende Sachverhalt
von denjenigen in den aufgeführten Entscheiden unterscheidet. Dennoch kann sie
daraus nichts zu ihren Gunsten folgern. Massgebend sind die konkreten Umstän-
de des Einzelfalles, die für sich sowie in ihrer Gesamtheit ermessenweise zu wür-
digen sind. Unter Verweis auf die vorstehenden Erwägungen führt dies vorliegend
dazu, dass die Kläger in ihrem berechtigten Vertrauen zu schützen sind, die Be-
klagte habe sich vor Vertragsunterzeichnung über die subjektiv entscheidenden
Grundlagen, nämlich die fehlende Umnutzungsperspektive, versichert, um einen
folgenschweren Irrtum zu verhindern. Ob durch die unterlassenen Abklärungen
bei der Beklagten eine bewusst gewollte Unkenntnis und damit gar kein Irrtum
anzunehmen ist, braucht unter diesen Umständen nicht geprüft zu werden.
5.6 Zur Frage, ob der Irrtum einen hinreichend bestimmten Sachverhalt betrifft,
ist der Vollständigkeit halber zu ergänzen, dass die Argumentation der Beklagten
nicht zu überzeugen vermag. Es schiene nicht realistisch und wird von ihr nicht
behauptet, dass sie die Grundstücke nur bei (gänzlichem) Fehlen einer Umnut-
zungsmöglichkeit verkaufen wollte, hingegen bei einer bloss minimalen Um-
bauchance behalten hätte. Ab welcher Wahrscheinlichkeit künftiger baulicher
Umnutzung sie nicht mehr zum Verkauf der Grundstücke bereit gewesen wäre,
substantiierte sie vor Vorinstanz nicht. Der Irrtum bezieht sich damit (auch) auf ei-
ne undefinierte Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Umnutzung. Die Überlegung
der Vorinstanz, die Beklagte habe sich über eine Chance bzw. einen nicht hinrei-
chend bestimmten Sachverhalt geirrt (act. 45 S. 13), ist deshalb nachvollziehbar.
Der Irrtum betrifft überdies eine in Zukunft wirkende Chance (Möglichkeit der
Umnutzung). Folglich mussten die Parteien im Zeitpunkt des Vertragsschlusses
diese objektiv als sicher angesehen haben können. Da die Chance undefiniert
blieb, können sie sich beim Abschluss des Kauvertrags über deren Eintritt nicht
sicher gewesen sein. Es gebricht folglich auch an dieser Voraussetzung.
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6. Zusammenfassend erweisen sich die Rügen der Beklagten als unbegründet.
Die Berufung auf Grundlagenirrtum widerspricht in der konkreten Konstellation
Treu und Glauben im Geschäftsverkehr. Der dem Irrtum zugrundliegende Sach-
verhalt ist ferner unbestimmt und einem Irrtum nicht zugänglich. Die Berufung ist
demzufolge abzuweisen.
III.
1. Die Vorinstanz bemass den Streitwert auf CHF 1'037'566.– (act. 42 S. 19),
was im Berufungsverfahren nicht angefochten wurde. Das Berufungsverfahren
beschränkt sich auf die Prüfung von Rechtsfragen. Eine Berufungsantwort musste
nicht eingeholt werden. Gestützt auf §§ 2, 4 Abs. 1 und 2, sowie § 12 Abs. 1 und
2 GebV OG ist die Gerichtsgebühr im Berufungsverfahren auf CHF 10'000.– zu
bemessen.
2. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen; der Beklagten nicht, weil
sie unterliegt, und den Klägern nicht, weil ihnen keine zu entschädigenden Auf-
wendungen entstanden sind.