# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b7c5b11d-e081-5385-91a5-f9c5fff6c8dc
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 26. Oktober 2020 reichte die Steuerpflichtige die Steurterklärung 2019 ein. Sie deklarierte unter anderem ein Einkommen aus unselbständiger Haupterwerbstätigkeit von CHF 103’640.- (Code 1.110), ein Einkommen aus unselbständiger Nebenerwerbstätigkeit von CHF 1’400.- (Code 1.120) sowie einen Verlust aus selbständiger Nebenerwerbstätigkeit von CHF 16’846.- (Code 1.220). Das steuerbare Einkommen belief sich auf CHF 73’377.- (Code 7.910).
Mit ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 15. April 2021 setzte die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) das steuerbare Einkommen auf CHF 81’707.- (Kanton; satzbestimmendes Einkommen: CHF 85’694.-; geschuldete Steuer: CHF 6’134.35) bzw. CHF 92’364.- (Bund; geschuldete Steuer nach Steuerabzug: CHF 1’332.-) und das steuerbare Vermögen auf CHF 424’033.- (satzbestimmendes Vermögen: CHF 434’026.-; geschuldete Steuer: CHF 1’060.-) fest. Zu der selbständigen Nebenerwerbstätigkeit findet sich auf der  folgende Bemerkung:
1220 Der geltend gemachte Verlust wird als Verlust aus Hobby/Liebhaberei angesehen und wird nicht zum Abzug zugelassen. Wir verweisen auf unsere Bemerkung auf der  2018.
Gegen diese Veranlagungsanzeige erhob die Steuerpflichtige am 18. Mai 2021 Einsprache. Sie stellte den Antrag, es sei ihr Verlust aus selbständiger Nebenerwerbstätigkeit von CHF 16’846.- zu berücksichtigen. Zur Begründung führte sie aus, dass sie – unterstützt durch ihre Tochter – eine kleine Reitschule betreibe. Diese biete nicht nur tägliche Reitstunden und begleitete Ausritte an, sondern auch Reitausbildungen auf fortgeschrittenem Niveau. Zudem würden kombinierte Reit- und Sprachlager stattfinden. Für diese Angebote würden sie und ihre Tochter täglich mehrere Stunden und auch einen Grossteil der Ferien aufwenden. Da die räumlichen und finanziellen Ressourcen, die zur Verfügung stehende Zeit und die Anzahl Pferde beschränkt seien, könne kein grösserer Betrieb aufgezogen werden, obschon die Nachfrage deutlich höher sei als das Angebot. Weiter weist die Steuerpflichtige darauf hin, dass es ihrer Hauptaktivität zu verdanken sei, dass sie den  überhaupt nach und nach habe aufbauen können. Auch verstehe es sich von selbst, dass die Reitschule, die sie seit dem Jahr 2013 im Nebenerwerb betreibe, nicht bereits nach wenigen Jahren Gewinne abwerfen könne. Immerhin aber seien die Verluste über die Jahre deutlich . Insgesamt handle es sich beim Reitbetrieb nicht um ein «Hobby», geschweige denn um eine «Liebhaberei», sondern um eine sinn- und wertvolle Dienstleistung an der Allgemeinheit, die vielen Kindern und Jugendlichen zu Gute komme und von der auch die Gemeinde und der Kanton . Umso mehr sei sie enttäuscht darüber, dass die Steuerbehörden nicht bereit seien, den  Verlust anzuerkennen.
Mit Einspracheentscheid vom 25. Mai 2021 wies die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache ab. Sie erwog, dass – wie von der Steuerpflichtigen selbst festgehalten – das mit vollem Einsatz  wertvolle Dienstleistungsangebot nur dank privater Querfinanzierung ausgeübt werden könne. Eine klare Absicht der Gewinnerzielung sei trotz grossen Investitionen an Zeit, Material und Finanzen nicht zu erkennen.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Steuerpflichtige mit Eingabe vom 22. Juni 2021 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellt den Antrag, es sei der angefochtene  aufzuheben und der im Steuerjahr 2019 erzielte Verlust aus selbständiger Nebener-
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werbstätigkeit von CHF 16’846.- zu berücksichtigen. Ergänzend zu den bereits anlässlich des Einspracheverfahrens vorgebrachten Argumenten wies die Beschwerdeführerin darauf hin, dass sie – zusammen mit ihrem Ex-Mann – in den Jahren 2005 bis 2013 einen ähnlichen Betrieb in B._ erfolgreich geführt habe. Nach der Trennung sei sie mit ihrer Tochter und einem Teil der Reitschulpferde in ein leerstehendes Bauernhaus in C._ gezogen, wo sie nach und nach den Betrieb neu aufgebaut habe. Allerdings habe sie als alleinerziehende Mutter ihre Haupterwerbstätigkeit, die ihr ein sicheres Einkommen garantiere, leicht erhöhen müssen. Komme hinzu, dass die vor Ort in C._ existierende Infrastruktur erst einmal auf die neue Funktion hin habe ausgerichtet und aufgebaut werden müssen und auch nicht mehr dieselben Arbeitskräfte wie in B._ für den Reitbetrieb zur Verfügung gestanden hätten. Aus all diesen Gründen habe der Reitbetrieb nicht im gleichen Umfang wie bisher weitergeführt werden können. Nichts desto trotz hätten bereits im Sommer 2013 das erste Reit- und Sprachlager durchgeführt und  vermietet werden können. Obschon die Erträge des Betriebs in den letzten Jahren stetig gestiegen seien, hätten sie die Betriebskosten und die langfristig angelegten, ausserordentlichen Investitionen noch nicht wettmachen können, zumal deren Amortisationen auch auf 5 bis 20 Jahre ausgelegt seien und damit langfristig zu Buche schlagen würden. Komme hinzu, dass ihre Tochter einen Velounfall und zwei Reitunfälle erlitten habe, was beispielsweise zur Folge gehabt habe, dass im Jahr 2019 ein Reit- und Sprachlager weniger habe durchgeführt werden können und auch die von der Tochter durchgeführten Reitbegleitungen und Reitstunden hätten zurückgefahren werden müssen. Entsprechend seien in den Jahren 2018 und 2019 die Verluste wieder höher ausgefallen. Es sei jedoch geplant, dass die Tochter den Reitbetrieb nach Abschluss der Ausbildung an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften in Agronomie mit Vertiefung in  übernehme und das Angebot des Reitbetriebs ausbaue, womit auch die  steigen würden und interessante Gewinne erzielt werden könnten. Sie selbst werde sich dann aus dem Betrieb mehr und mehr zurückziehen und voraussichtlich nur noch die Sprachkurse der Reit- und Sprachlager verantworten. Dass das Konzept markttauglich sei, habe sie bereits in B._ bewiesen und davon würden auch heute schon die langen Wartelisten für die  und die Reit- und Sprachlager zeugen.
Der mit Verfügung vom 25. Juni 2021 einverlangte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde am 6. Juli 2021 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 25. August 2021 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der Beschwerde.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.

## Considerations

C. Die weiteren Elemente des Sachverhalts finden sich, soweit für die Urteilsfindung , in den folgenden rechtlichen Erwägungen.
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Erwägungen
Prozessuales
1.