# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 64e2365a-0b78-4832-8ce7-d92a2fb79e1c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wuchs in A. und B. bei seinen Eltern auf. Dort besuchte er auch sechs Jahre die Primar- und drei Jahre die Sekundarschule. Danach absolvierte er eine dreijährige Kochlehre im Hotel C. in D.. Nach Abschluss der Lehre war er auf dem erlernten Beruf in verschiedenen SaisonsteIlen tätig. Es folgte eine ca. sechsjährige Tätigkeit als Chauffeur bei der Firma E. in F. und bei der Firma G. in H.. Von 1982 bis am 31. August 2003 war der Angeklagte als I. bei der J., angestellt. Das Arbeitsverhältnis wurde per 31. Januar 2004 in gegenseitigem Einverständnis aufgelöst. Seit Februar 2003 ist X. krank geschrieben. Vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der J. verdiente der Angeklagte Fr. 5'500.-- netto pro Monat. Gemäss eigenen Angaben hat der Angeklagte Hypothekarschulden in Höhe von ca. Fr. 350'000.--.
Im Jahr 1978 verheiratete sich X. mit V.. Aus dieser Ehe gingen ein Sohn (geboren 1979) sowie eine Tochter (geboren 1981) hervor.
Im schweizerischen Zentralstrafregister ist X. nicht verzeichnet. Gemäss dem Führungsbericht der Kantonspolizei St. Gallen vom 27. August 2004 ist über ihn nichts Nachteiliges bekannt.
Am 24. Februar 2003 wurde X. in K. festgenommen und noch am gleichen Tag der Kantonspolizei Graubünden zugeführt. Die Entlassung aus der Haft erfolgte am 27. Februar 2003, nachdem der Haftrichter des Bezirksgerichtes Plessur dem Ersuchen der Staatsanwaltschaft Graubünden auf Anordnung von Untersuchungshaft nicht stattgegeben hatte.
B. X. wurde mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 14. Oktober 2004 wegen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie des unvollendeten Versuchs dazu gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB in Anklagezustand versetzt.
Dem vorliegenden Verfahren liegt gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 14. Oktober 2004 folgender Sachverhalt zu Grunde:
„1. Am Mittwoch, 18. September 2002, zwischen 16.00 Uhr und 16.30 Uhr, sprach der Angeklagte in L. bei der Verzweigung R.-Weg / S.-Weg die damals zehn Jahre alte M. an. Er sagte ihr, dass das "Pfiffli" so dick werden könne. Dabei beschrieb er mit seinen Händen den Durchmesser. Weiter fragte er das zehnjährige Mädchen, ob sie zwischen den Beinen schon Haare und ob sie schon Brüste hätte. Er stellte ihr für den Fall, dass sie ihm diese
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zeigen würde, Fr. 10.-- in Aussicht. Da das Mädchen seinem Ansinnen nicht nachkam, entfernte er sich von ihm und verliess die Umgebung mit seinem in der Nähe parkierten Fahrzeug.
2. Am Montag, 11. November 2002, zwischen 15.00 Uhr und 15.45 Uhr, fragte der Angeklagte in N., Höhe Bushaltestelle "T.-Strasse" aus seinem Fahrzeug heraus die damals knapp siebenjährige O., wo sie wohne. Nachdem sich letztere seinem Fahrzeug genähert hatte, stellte sie fest, dass er sein Geschlechtsteil in der Hand hielt. Gleichzeitig wollte der Angeklagte vom Mädchen wissen, ob sie sein Geschlechtsteil ("Knett") anfassen wolle. Ohne auf diese Frage einzugehen, begab sich das Mädchen sofort nach Hause.“
C. Mit Urteil vom 10. März 2005, mitgeteilt am 25. Mai 2005, erkannte das Bezirksgericht Hinterrhein:
"1. X. ist schuldig der sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie des unvollendeten Versuchs dazu gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB.
2. Dafür wird X. mit 20 Tagen Gefängnis bestraft, unter Anrechnung der erstandenen Polizeihaft von vier Tagen.
3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden Fr. 7'014.00
- Gerichtsgebühr Fr. 3’600.00 total somit Fr. 10’614.00 gehen zu Lasten von X..
5. Die Kosten der angerechneten Polizeihaft sowie eines allfälligen Strafvollzuges gehen zu Lasten des Kantons Graubünden.

## Considerations