# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8d67ee75-b05f-4f99-b585-b86bfd44b12c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1963, war von Juni 1989 bis Oktober 2016 bei der Ge
nossenschaft
Z._
als Fachmitarbeiter Warenlogistik angestellt (Urk. 7/15
Ziff. 2.1, Ziff. 2.7) und meldete sich am 8. April 2016 bei der Invaliden
ver
si
che
rung an (Urk. 7/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Kran
ken
taggeldversicherung bei (Urk. 7/14/1-29). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
ver
fahren
(Urk. 7/22; Urk. 7/26; Urk. 7/31; Urk. 7/48) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 20. November 2017 einen Rentenanspruch des Versicherten (Urk. 7/51 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 20. Dezember 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 20. November 2017 (Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung und die Rück
weisung der Sache zur Neubeurteilung (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2018 (Urk. 6) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 20. Februar 2018 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) wie folgt: Die angestammte Tätigkeit in der Warenlogistik sei seit Dezember 2015 nicht mehr zumutbar. In einer körperlich angepassten Tätigkeit bestehe hingegen keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Einzig das Belastungsprofil sei quali
tativ insofern eingeschränkt, als dass nur noch körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere und wechselbelastende Tätigkeiten ausgeführt werden dürften. Dabei solle das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg vermieden werden. Unter Beachtung dieses Belastungsprofils bestehe in einer Hilfstätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Der Einkommensvergleich ergebe einen Invalidi
täts
grad von 8 % (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte geltend (Urk. 1), er sei zu 100 % arbeitsunfähig, es werde ihm aber eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert, damit er Arbeits
losen
taggeld beziehen könne. Sein Invaliditätsgrad betrage 92 %. Die Beschwerde
gegnerin erkläre ihn zu 100 % arbeitsfähig, nenne aber keine entsprechenden Stellen (S. 2 f.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers.
3.
3.1
Dr. med. A._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheuma
tologie, erstattete am 18. Juni 2016 (Urk. 7/14/4-13) ein rheumatologisches Gut
achten zuhanden der Krankentaggeldversicherung und stellte folgende Diag
nosen (S. 7):
-
vorwiegend
myofasciales
cervicospondylogenes
Syndrom links
-
geringe degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule (HWS) von C3 bis C6
-
Fehlhaltung und
Fehlform
der Wirbelsäule
-
im MRI des linken Schultergelenkes geringe Partialläsion der Supra
spinatussehne und Bursitis
subacromialis
, ohne eindeutiges klinisches Korrelat
Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei aus rheumatologischer Sicht ledig
lich eingeschränkt durch eine verminderte Belastbarkeit des linken Armes für repetitive Tätigkeiten infolge der klinisch objektivierbaren muskulären Dys
balance. Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Staplerfahrer, bei welcher er offenbar keine Lasten heben oder transportieren müsse, sei deshalb somatisch nur schwer nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer selbst führe die Einschränkung darauf zurück, dass er das Steuerrad des Staplers ständig mit der linken Hand bedienen müsse. Dies sei schwer abschätzbar und vor Ort abzuklären. Aktuell sei die Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht für Tätigkeiten mit wiederholter, repetitiver Belastung des linken Armes zu 50 % eingeschränkt. Alle anderen wechselbelastenden Tätigkeiten ohne repetitive Belastung des linken Arms seien voll zumutbar (S. 9 unten f.). Unter intensiver Physiotherapie sei auch in der angestammten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit innert drei bis maximal vier Monaten zu erreichen (S. 10).
3.2
Dr. med. B._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem am 8. Juni 2016 ebenfalls zuhanden der Taggeldversicherung erstatteten Gutachten (Urk. 7/14/14-29) keine psychiatrische Diagnose (S. 13 Ziff. 5). Aus psychiatrischer Sicht bestehe volle Arbeitsfähigkeit (S. 14 Ziff. 9).
3.3
Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte mit Bericht vom 7. November 2016 (Urk. 7/16/2) eine
Cervicobrachialgie
links bei
cer
vi
covertebralem
Schmerzsyndrom und möglichem
Impingementsyndrom
Schulte
r links. Da der Beschwerdeführer bei seiner Arbeit im Früchte- und Ge
müsemarkt auf die volle
Belastbarkeit der Schultern und Arme sowie Wirbelsäule bei schwerer körperlicher Arbeit angewiesen sei, rechtfertige sich die vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 2).
3.4
Dr. med. D._, Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie des Be
wegungsapparats, erstattete am 30. November 2016 ein Gutachten zuhanden der Taggeldversicherung (Urk. 7/18/3-13) und stellte folgende Diagnosen (S. 9):
-
altersentsprechende Funktion aller drei Abschnitte der Wirbelsäule ohne sicheres nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit
-
ausgeprägte Fehlstatik und Haltungsinsuffizienz in Kombination mit mus
kulärem Hartspann bei völlig
verschmächtigter
Rumpfmuskulatur, Fehl-und Überbelastung des Bewegungsapparates bei Übergewicht, erheb
lich verkürzte Muskelstrukturen
-
endphasige Funktionseinschränkungen der linken Schulter bei Schmerzen
, bildgebend beginnende degenerative Veränderungen ohne Indikation zu operativer Sanierung
-
unklare Schmerzen an der seitlichen Halsmuskulatur links
Bei einer Teil- Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten Tätigkeit seien die Taggelder eingestellt und die Tätigkeit gekündigt worden. Bei ausgeprägter Fehl
statik und Haltungsinsuffizienz, negativ beeinflusst durch muskuläre Dysba
lan
cen und deutliches Übergewicht, seien rezidivierende Beschwerden am Bewe
gungsapparat nachvollziehbar. Bei nachgewiesenen Veränderungen der linken Schulter ergebe sich ausschliesslich die Indikation zu konservativen Thera
pie
massnahmen. Sollte dem Versicherten eine ambulante Rehabilitation für die Dauer von drei Wochen genehmigt werden, so bestehe für diesen Zeitraum eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Ansonsten sei ab sofort die Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung möglich. Bei freier Funktion der grossen und kleinen Gelenke der oberen und unteren Extremitäten und erhaltener grober Kraft sowie altersentsprechender Funktion der Wirbelsäule sei eine durchschnittlich mittel
schwere Tätigkeit aus wechselnder Ausgangslage in vollem Umfang zumutbar (S. 10). Diese Einschätzung gelte auch für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (S. 12 oben).
3.5
Dr. med. E._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt mit Schreiben vom 21. Februar 2017 (Urk. 7/30/4 = Urk. 3/2) fest, der Be
schwer
deführer leide an einer mittelschweren Depression und an Diskushernien und sei seit 27. Februar 2016 regelmässig in psychiatrischer Behandlung. Er sei sehr kooperativ, nehme die Antidepressiva, es sei eine leichte Besserung der Depres
sion eingetreten. Leider sei
kein positiver Einfluss auf die Diskushernien und das entsprechende Schmerzsyndrom gegeben.
3.6
In seinem Bericht vom 6. März 2017 (Urk. 7/30 = Urk. 3/3) stellte Dr. C._ folgende Diagnosen (S. 1):
-
Cervikobrachialgie
linksbetont und
cervikobrachiales
Schmerzsyndrom mit möglichem
Impingementsyndrom
Schulter links
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
depressive Entwicklung
Der Patient sei aktuell beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) auf der Suche nach einer leichten körperlichen Arbeit mit leidensangepasster Ein
satzfähigkeit zu 100 %. Im Verlauf habe die depressive Entwicklung zuge
nommen. Die volle Arbeitsunfähigkeit habe vom 14. Dezember 2015 bis 31. Dezem
ber 2016 gedauert (S. 1). Die Prognose sei schlecht, da die Schmerzen chronifiziert seien. Es zeigten sich zwar keine neurologischen Ausfälle, jedoch nähmen anamnestisch die Schmerzen bei körperlicher Belastung stark zu, wes
halb das Heben von Lasten über Beckenhöhe sowie das längere Stehen, Gehen oder Sitzen nicht möglich sei (S. 2).
3.7
Dr. E._ stellte in einem undatierten Bericht (Urk. 7/35) folgende Diag
no
sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
-
schwere Depression (ICD-10 F32.2)
-
Diskushernien C5/6 etc.
-
Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10 F62.80
)
Der Beschwerdeführer sei als Hilfsarbeiter und Gabelstaplerfahrer seit zirka November 2015 zu 100 % arbeitsunfähig (Ziff. 1.6). Dies, da sein Hals nicht mehr "
wendbar
" sei. Körperliche Arbeit sei nicht möglich (Ziff. 1.7). Ohne körperliche Anstrengung sei er zirka eine bis zwei Stunden pro Tag arbeitsfähig (Ziff. 1.7).
3.8
Dr. med. F._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Klinik G._, diagnostizierte mit Bericht vom 22. Mai 2017 (Urk. 7/40 = Urk. 7/41) ein therapieresistentes, belastungsbedingtes
lumbospondylogenes
Syndrom mit jeweils Dysästhesie untere Extremität links sowie auch
Brachialgie
links. Bild
gebend seien in der HWS kleine
Diskusprotrusionen
C5/6 und
osteophytäre
ven
trale Ausziehungen Th3/4 ersichtlich, im MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) seien eine geringe Facettenarthrose insbesondere L5/S1 links sowie ein geringgradiger Facettengelenkserguss L4/5 beidseits festgestellt worden (Ziff. 1.1). Eine Arbeits
unfähigkeit sei nicht attestiert worden (Ziff. 1.6). Der Patient sei im Alltag nicht beeinträchtigt. Es müsse jedoch darauf geachtet werden,
dass er keine schweren Lasten von über 10 kg hebe oder trage, dies insbesondere in vorgeneigter Haltung. Ebenso müsse die Tätigkeit wechselbelastend sein. Die Maximaldauer in mono
toner Position betrage etwa 30 Minuten (Ziff. 1.7).
3.9
Dr. med. H._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), hielt am 28. Juli 2017 (Urk. 7/47/7) fest, es sei hinsichtlich der angestammten Tätigkeit als Fachmitarbeiter Warenlogistik entgegen der Beurteilung durch Dr. D._ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 2015 durchgehend bis auf Weiteres auszugehen, da diese Tätigkeit mit dem von Dr. F._ nach
vollziehbar beschriebenen Belastungsprofil nicht vereinbar sei. Für eine entspre
chend angepasste Tätigkeit sei von einer zwar qualitativ, aber nicht quantitativ eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen, sofern das folgende Belastungs
profil beachtet werde: Körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechsel
belastende Arbeiten ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, insbesondere in vorgeneigter Haltung, ohne repetitives Verharren in einer Körperposition länger als maximal 30 Minuten. Die Angabe einer nur maximal ein bis zwei Stunden täglich möglichen angepassten Tätigkeit seitens der Psychiaterin Dr. E._ werde fachfremd mit somatischen Beschwerden begründet.
3.10
Dr. C._ attestierte am 18. Dezember 2017 (Urk. 3/4) zuhanden des RAV eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres aufgrund einer aktuellen Verschlech
terung. Nach wie vor gelte für die 50%ige Arbeitsfähigkeit: leichte körperliche Tätigkeiten (kein Heben von Lasten über 10 kg, keine Arbeiten über Schulterhöhe, kein repetitives Bücken oder Verharren in derselben Position, keine Akkordarbeit, keine Arbeit unter Zeitdruck).
4.
4.1
Dr. A._
und
Dr. D._
gingen zunächst davon aus, dass der Be
schwer
deführer auch in der angestammten Tätigkeit - allenfalls nach intensivierter Behandlung - wieder voll arbeitsfähig sei
(vgl. vorstehend E. 3.1 und 3.4)
. Diese Einschätzung wurde
jedoch
durch
Dr. F._
entkräftet, welcher
auf
grund aktueller Bildgebung und mit nachvollziehbarer Begründung
zum Schluss kam, dass aufgrund der festgestellten somatischen Veränderungen ein Belas
tungsprofil einzuhalten sei
(vgl. vorstehende E. 3.8)
.
Dr. H._
erachtete deshalb die angestammte Tätigkeit als nicht mehr zumutbar, da sie diesem Profil nicht entspreche
(vgl. vorstehend E. 3.9)
. Dies ist
schlüssig
. Die angestammte Tätigkeit als Lagermitarbeiter ist somit seit Dezember 2015 nicht mehr zumutbar.
4.2
Hingegen ist aufgrund der medizinischen Akten von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit, bei der das von
Dr. F._
und
Dr. H._
umschriebene Belastungsprofil eingehalten werden kann, auszu
gehen. So hielt
bereits Dr. A._
fest, dass dem Beschwerdeführer wechsel
belastende Tätigkeiten ohne repetitive Belastung des linken Armes voll zumutbar seien (vgl. vorstehend E. 3.1).
Dr. D._
hielt
grundsätzlich
eine durchschnittlich mittelschwere Tätigkeit aus wechselnder Ausgangslage in vollem Umfang für zumutbar (vgl. vorstehend E. 3.4).
Auf die Berichte von
Dr. C._
kann mangels genügender Begründung nicht abge
stellt werden. So stützte
Dr. C._
seine Beurteilung auf psychische Beeinträch
tigungen ab
(vgl. vorstehend E. 3.6, E. 3.10)
.
A
ufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte – beziehungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/06 vom
2.
April 2007 E. 4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte
denn auch
nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
Dr. C._ schien jedoch implizit ebenfalls der Auffassung zu sein, dass der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei, hielt doch er unter Nennung eines Belastungsprofils fest, dass sein Patient auf der Suche nach einer körperlich leichten Arbeit mit leidensangepasster Einsatzfähigkeit zu 100 % sei (vgl. vorstehend E. 3.6).
Der
Vorwurf der fachfremden Beurteilung muss auch
Dr. E._
gemacht werden, da sie als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie auch die somatischen Diagnosen mit in die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung einbezog
(vgl. vorstehend E. 3.5 und E. 3.7)
. Im Übrigen begründete sie die von ihr gestellte Diagnosen einer schweren Depression und einer Persönlichkeitsänderung nicht
(vgl. vorstehend E. 3.7)
.
4.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Mass
gabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesund
heits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE
140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2
). Für die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Be
weisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und all
fälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5
.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1).
Wie vorstehend gezeigt, liegt keine fachärztlich genügend begründete psychia
trische Diagnose vor und es kann daher auf den Bericht von Dr. C._ nicht abge
stellt werden. Es ist deshalb kein strukturiertes Beweisverfahren durchzuführen.
Somit ist mit der Beschwerdegegnerin von einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer behinderungsangepassten Tätigkeit auszugehen.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der
Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das hypothetische Validen- und Invalidenein
kommen in nicht zu beanstandender Weise (Urk. 2 S. 2; Urk. 7/46). Dagegen bringt der Beschwerdeführer keine Einwände vor. Der Invaliditätsgrad beträgt somit 8 %, was keinen Leistungsanspruch zu begründen vermag. Nicht gefolgt werden kann dem Argument, wonach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde
führer entsprechende Stellen zu nennen habe; dies ist nicht Aufgabe der Inva
lidenversicherung. Zudem ist sowohl angesichts des Alters des Beschwerdeführers wie auch aufgrund der vollen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine Selbsteingliederung zumutbar.
Die bundesgerichtliche Rechtspre
chung hat wiederholt darauf hingewiesen, dass körperlich leichte und wech
sel
belastende Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus vorhan
den sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 3.2 und 6.3 mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer war im massgeblichen Zeitpunkt
(BGE 143
V 431 E. 4.5.1) 54 Jahre alt und damit noch nicht in einem Alter, in dem eine Verwertbarkeit nicht mehr als realistisch erscheint: Selbst e
ine ver
blei
bende Aktivitätsdauer von rund fünf Jahren bis zum Erreichen des AHV-Pen
sionsalters schliesst die Verwertbarkeit der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit für sich alleine nicht aus (vgl. BGE 143 V 431 E. 4.5.2 mit Hinweis; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2017 vom 19. Juni 2017 E. 5.2 mit Hinweis).
5.3
Der angefochtene Entscheid ist nach dem Gesagten rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 6
00.-- anzusetzen. Ent
spre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen
.