# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** edb1f38b-29de-48c1-b6f2-d78baccd3ce5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 15
I. Sachverhalt
A. Am 1. Juni 2012 verstarb in X. die am 24. Mai 1919 geborene und zuletzt in S. wohnhaft gewesene C.. Als gesetzliche Erben hinterliess sie ihre beiden Kinder A., geb. 1954, und B., geb. 1955.
B. Beim Bezirksgericht Surselva reichte am 4. Juni 2012 F., Heimleiter des Alters- und Pflegeheims Z. in X., ein handschriftliches Testament der Erblasserin, datierend vom 20. April 2012, ein. Darin bestimmte die Testatorin in romanischer Sprache sinngemäss, dass das Geld, welches sie jetzt besitze und der Verwalter des Heims „Z.“ für sie verwalte, nach ihrem Tode dem besagten Heim zufallen solle, sofern dann noch Geld auf dem Konto (152.228.000) übrig sei. Am 9. Juni 2012 (Poststempel) liess Rechtsanwalt lic. iur. J. demselben Gericht ein undatiertes, ebenfalls handschriftliches Testament sowie ein nicht handschriftliches, aber unterzeichnetes Schreiben der Erblasserin vom 24. April 2010 zur Eröffnung zukommen. Während ersteres praktisch denselben Wortlaut wie das Testament vom 20. April 2012 aufweist, enthält letzteres nebst der Reservierung eines Betrages von Fr. 10‘000.-- für Grabkreuz, Sarg und Grabunterhalt verschiedene betragsmässig bestimmte Zuwendungen an ihre vier nicht namentlich genannten Enkel und Urenkel sowie an drei katholische Vereinigungen; das verbleibende Geld soll zwischen A. und B. geteilt werden.
C. Mit Entscheid vom 22. Juni 2012 erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Surselva was folgt:
„1. Das Testament vom 20. April 2012 sowie das undatierte Testament werden zuhanden der gesetzlichen und der eingesetzten Erben eröffnet.
Je eine Abschrift (Fotokopie) des Testaments vom 20. April 2012, des undatierten Testaments sowie des Schreibens vom 24. April 2010 wird den gesetzlichen und eingesetzten Erben zugestellt. Die Originale bleiben im Gerichtsarchiv aufbewahrt.
2. Das Geschäft wird als erledigt abgeschrieben.
3. Die amtlichen Kosten von Fr. 446.00 (Kosten der Eröffnung Fr. 100.00; Kosten Dokumente Zivilstandsamt Fr. 61.00, Gebühren/Barauslagen Fr. 85.00, Mitteilung an die Beteiligten Fr. 200.00) gehen zulasten des Nachlasses und werden von Z., Y. 109, 7142 X., bezogen.

## Considerations