# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 03066c12-9c87-49cf-a91a-20a66a9506eb
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. A.Y. und B.Y. sind Miteigentümer des Grundstücks Nr. 0000, Grundbuch Q. Das
Nachbargrundstück Nr. 0002 steht im Miteigentum von D.X. und E.X. Der am 14. März
1984 vom Gemeinderat Q. erlassene Überbauungsplan K. mit besonderen Vorschriften
(besV) umfasst unter anderen die erwähnten beiden Grundstücke. Am 30. August 1994
hatte die Baukommission Q. die Erstellung eines Einfamilienhauses auf Grundstück Nr.
0000 bewilligt. Dabei wurde die Erdgeschosskote, abweichend von den besV des
Überbauungsplans, auf einer Höhe von 1.52 m ab gewachsenem Terrain bewilligt,
obwohl nur eine Erdgeschosskote von 1.2 m über dem Niveaupunkt zulässig gewesen
wäre. Vom Erdgeschoss führt eine Tür auf den Sitzplatz. Die Baute wurde in der Folge
gestützt auf die in Rechtskraft erwachsene Baubewilligung erstellt. Im Jahr 2001
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reichte A.Y. ein Baugesuch zur Überdachung des Sitzplatzes auf Grundstück Nr. 0000
ein. Die hiergegen von D.X. und E.X. erhobene Einsprache wies die Baukommission mit
Beschluss vom 10. September 2001 ab und bewilligte die Sitzplatzüberdachung. Nach
Rückzug des hiergegen erhobenen Rekurses erwuchs der Beschluss in Rechtskraft.
b. Im Frühling 2012 wurden auf Grundstück Nr. 0000 umfangreiche Gartenbauarbeiten
vorgenommen. Auf Anfrage von D.X. und E.X. teilte ihnen die Gemeinde mit Schreiben
vom 10. April 2012 mit, dass eine Neubepflanzung der Böschung erfolge und im
südwestlichen Bereich die Böschung durch eine Mauer ersetzt werde, wobei die
Aufschüttung 0.8 m nicht übersteige. Mit Schreiben vom 10. Mai 2012 gab der
Bausekretär bekannt, dass die Erdgeschosskote für die Terraingestaltung nicht
massgebend sei und die neue Stützmauer nicht direkt an das Grundstück von D.X. und
E.X. grenze. Am 25. Juli 2012 teilte er mit, dass die Gartengestaltung abgenommen
und nach Plan ausgeführt worden sei. Eine hiergegen von D.X. und E.X. erhobene
Rechtsverweigerungsbeschwerde hiess der Gemeinderat Q. mit Beschluss vom 29.
Januar 2013 gut und wies die Baukommission an, eine Feststellungsverfügung
betreffend die Baubewilligungspflicht der realisierten Gartenbauarbeiten zu erlassen.
Mit Verfügung vom 15. Juli 2013 stellte die Baukommission fest, dass die
Gartengestaltung auf Grundstück Nr. 0000 nicht bewilligungspflichtig sei, da keine
eingreifenden Geländeveränderungen im Sinn von Art. 78 Abs. 2 lit. g des Baugesetzes
(sGS 731.1; BauG) vorgenommen worden seien (act. G 8/9/7). Den gegen diese
Verfügung erhobenen Rekurs hiess das Baudepartement des Kantons St. Gallen mit
Entscheid vom 24. Februar 2014 gut, hob die Verfügung auf und wies die Sache zur
Durchführung des Baubewilligungsverfahrens an die Baukommission zurück (act. G
8/9/8).
c. Gegen das in der Folge von A.Y. und B.Y. eingereichte nachträgliche Baugesuch
vom 18. Juni 2014 (act. G 8/6/1) erhoben D.X. und E.X. innerhalb der Auflagefrist
öffentlich- und privatrechtliche Einsprache. Mit Beschluss vom 9. Februar 2015 wies
die Baukommission die Einsprache sowohl in öffentlich-rechtlicher als auch in
privatrechtlicher Hinsicht ab, erteilte die Baubewilligung und auferlegte den
Einsprechern die Entscheidgebühr von Fr. 500.--. Zur Begründung wurde dargelegt,
dass gemäss Art. 11 besV Böschungen einen Winkel von 30° a.T. nicht überschreiten
dürften. Die Bestandesaufnahme des Geometers vom 5. Dezember 2015 zeige, dass
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die Böschung auf der Ost- und Südseite des Sitzplatzes ein Gefälle von maximal 27°
a.T. aufweise und somit regelkonform sei. Aufgrund von Art. 11 besV sei nur das
Terrain im Bereich der gemeinsamen Grundstücksgrenzen und nicht auf dem gesamten
Grundstück weich anzupassen, weshalb Stützmauern nicht generell ausgeschlossen
seien. Die Gabionenmauer befinde sich nicht im unmittelbaren Grenzbereich zum
Nachbargrundstück und daher ausserhalb des Wirkungsbereichs von Art. 11 besV (act.
G 8/1 Beilage). Den gegen diesen Einspracheentscheid von D.X. und E.X. erhobenen
Rekurs hiess das Baudepartement mit Entscheid vom 18. Juni 2015 im Sinn der

## Considerations

Erwägungen gut, hob den Einspracheentscheid sowie die Baubewilligung auf und wies
die Streitsache zum Entscheid über die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands
an die Baukommission zurück (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Rekursentscheid erhoben A.Y. und B.Y. mit Eingabe vom 25. Juni
2015 Beschwerde. Sie beantragten sinngemäss, dass die ihnen im angefochtenen
Entscheid auferlegten amtlichen und ausseramtlichen Kosten des Rekursverfahrens
(vgl. act. G 2 S. 11) der Beschwerdebeteiligten aufzuerlegen seien (Forderungen Ziff. 1).
Sei der Rückbau nicht zu umgehen, sei er auf Kosten der Beschwerdebeteiligten
durchzuführen. Zudem seien ihnen im Fall des Rückbaus die Erstellungskosten der
Gabionenmauer von Fr. 10‘000.-- von der Beschwerdebeteiligten zurückzuerstatten
(Forderungen Ziff. 2; act. G 1).
b. In der Vernehmlassung vom 10. September 2015 beantragte die Vorinstanz
Abweisung der Beschwerde (act. G 7). Am 6. Oktober 2015 nahm die
Beschwerdebeteiligte Stellung (act. G 12). In der Beschwerdeantwort vom 16. Oktober
2015 beantragten die durch Rechtsanwältin lic. iur. Iris Zindel, St. Gallen, vertretenen
Beschwerdegegner Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. G
14).
c. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 25. Juni 2015 (act. G
1) entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde,
soweit sie den Kostenspruch des vorinstanzlichen Entscheids betrifft (Ziff. 1 des
Rechtsbegehrens; act. G 1), ist einzutreten. Soweit die Beschwerdeführer in Ziff. 2 des
Rechtsbegehrens beantragen, die Rückbaukosten seien der Beschwerdebeteiligten
aufzuerlegen, sofern der Rückbau unvermeidlich sei, ist festzuhalten, dass Gegenstand
des vorliegenden Verfahrens nur sein kann, was bereits Gegenstand des
vorinstanzlichen Entscheids gebildet hatte. Die Frage des Rückbaus wurde im
angefochtenen Entscheid nicht geprüft, sondern zur materiellen Prüfung an die
Beschwerdebeteiligte zurückgewiesen. Auf die Beschwerde ist somit insoweit nicht
einzutreten.
Hinsichtlich der im vorinstanzlichen Entscheid bestätigten Aufhebung der
Baubewilligung machen die Beschwerdeführer keine Ausführungen. Hierauf ist somit
auch nachstehend nicht einzugehen. Festzuhalten ist immerhin, dass der
vorinstanzliche Entscheid in dem von der Beschwerdebeteiligten anhängig gemachten
Parallelverfahren B 2015/125 vom Verwaltungsgericht materiell bestätigt wird.
2.
2.1. Im vorinstanzlichen Entscheid wurden den Beschwerdeführern amtliche Kosten
von Fr. 3‘000.- sowie ausseramtliche Kosten von Fr. 2‘750.-- auferlegt. Ihr
Rechtsbegehren, diese Kosten seien der Beschwerdebeteiligten aufzuerlegen,
begründen sie mit der Feststellung, dass sie nicht für die Einhaltung der Anordnungen
der Beschwerdebeteiligten (Bauverwaltung) bestraft werden könnten. Im
vorinstanzlichen Verfahren seien sie keine Rekursgegner gewesen. Sie hätten nur die
Weisungen eingehalten und die verlangten Unterlagen bereitgestellt. Nun würden sie
für die Fehlentscheidungen - Schreiben der Bauverwaltung vom 10. April 2012 und
weitere - bei der Freigabe der Erstellung der Gabionenmauer (Kosten Fr. 10‘000.--)
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bestraft. Sie hätten sich auf die schriftlichen Bestätigungen der Bauverwaltung
verlassen (act. G 1).
2.2. Gemäss Art. 95 Abs. 1 VRP hat jene Partei grundsätzlich die Kosten eines
Rekursverfahrens zu tragen, deren Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden.
Nach Art. 95 Abs. 2 VRP gehen Kosten, die ein Beteiligter durch Trölerei oder anderes
ungehöriges Verhalten oder durch Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften
veranlasst, zu seinen Lasten. Ferner hat jeder Beteiligte die Kosten zu übernehmen, die
durch nachträgliches Vorbringen von Begehren, Tatsachen oder Beweismitteln
entstehen, deren rechtzeitige Geltendmachung ihm möglich und zumutbar gewesen
wäre. Im Rekursverfahren werden ausseramtliche Kosten gemäss Art. 98 Abs. 2 VRP
entschädigt, soweit sie aufgrund der Sach- oder Rechtslage notwendig und
angemessen erscheinen. Die ausseramtliche Entschädigung wird den am Verfahren
Beteiligten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 98 VRP).
Ausgehend von dem vorstehend unter A. geschilderten Sachverhalt ist festzuhalten,
dass dem Beschwerdeführer das Schreiben vom 10. April 2012 (act. G 8/9/3) in Kopie
zugestellt wurde. Aufgrund dieses Schreibens war den Beschwerdeführern bekannt,
dass die Beschwerdegegner die zuvor begonnenen Gartenarbeiten als
baubewilligungspflichtig erachteten. Gleichwohl liessen sie die Arbeiten - mit
Unterstützung der Beschwerdebeteiligten (act. G 8/9/5) - ohne Einreichung einer
Baubewilligung fertigstellen. Nachdem die Beschwerdebeteiligte eine
Rechtsverweigerungsbeschwerde der Beschwerdegegner am 29. Januar 2013
gutgeheissen hatte, stellte die Baukommission mit Verfügung vom 15. Juli 2013 fest,
dass die Gartengestaltung auf Grundstück Nr. 0000 nicht bewilligungspflichtig sei (act.
G 8/9/7). In der Folge bestätigte die Vorinstanz im Rekursentscheid vom 24. Februar
2014 die Baubewilligungspflicht (act. G 8/9/8). Im Rekursverfahren gegen die in der
Folge erlassene Baubewilligung (act. G 8/1 Beilage) liess die Vorinstanz den
Beschwerdeführern die vorläufige Beurteilung vom 18. Mai 2015 in Kopie zukommen,
in welcher auf die Kostenpflicht der Beschwerdeführer im Fall des Entscheids über den
Rekurs hingewiesen wurde (act. G 8/12). Auch in diesem Zeitpunkt hätten die
Beschwerdeführer, wie die Beschwerdegegner zu Recht festhalten lassen (act. G 14 S.
6), ihr Baugesuch noch zurückziehen und auf diese Weise die Auferlegung von
amtlichen Kosten vermeiden können. Der Beschwerdebeteiligten kann vorliegend keine
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Trölerei, ungehöriges Verhalten oder eine Verletzung wesentlicher
Verfahrensvorschriften im Sinn von Art. 95 Abs. 2 VRP vorgeworfen werden. Allein der
Umstand, dass sie die rechtlichen Gegebenheiten hinsichtlich der Notwendigkeit einer
Baubewilligung anders einschätzte als die Rechtsmittelinstanz, kann nicht als
ungehöriges oder anderweitig rechtswidriges Verhalten gelten. Der
Beschwerdebeteiligten können deshalb praxisgemäss keine Kosten des
Rekursverfahrens auferlegt werden (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 800 f.).
Den Beschwerdeführern wurden angesichts der geschilderten Verhältnisse die aus dem
Rekursverfahren resultierenden Kosten in Anwendung von Art. 95 Abs. 1 und 98 VRP
zu Recht auferlegt. Der Umstand, dass sie dieses Verfahren nicht anhängig gemacht
bzw. sich nicht daran beteiligt hatten, vermag an ihrer Parteistellung im
Rekursverfahren und der daran resultierenden Kostenpflicht nichts zu ändern. Die
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.--, die den Beschwerdeführern auferlegt wurde, liegt im
Bereich, den der Gebührentarif für die Kantons- und Gemeindeverwaltung (sGS 821.5)
dafür vorsieht (Ziff. 10.01: Fr. 50.-- bis 5'000.--). Ein Anlass für eine Gebührenreduktion
bzw. für einen Eingriff ins Ermessen der Vorinstanz ist nicht dargetan (vgl. auch
VerwGE B 2012/136 vom 30. Juni 2013, E. 3). Ebenfalls besteht kein Anlass für eine
Korrektur der ausseramtlichen Entschädigung.
3. (...).
(...).