# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 40dc700d-743c-52aa-8b61-1fa70d7f68ad
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren
1985
, meldete sich am 3
0.
März 2006
insbesondere
wegen einer symptomatischen Epilepsie
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug
(Berufsberatung)
an (
Urk.
11/21
und
Urk.
11/19/1
). Die IV-Stelle nahm berufliche und medizinische Abklärun
gen vor und erteilte dem Versicherten am
2.
Juli
bzw.
3.
Dezember 2007
Kos
tengutsprache
für
eine erstmalige berufliche
Ausbildung als
Sanitärm
onteur
(
Urk.
11/39 und
Urk.
11/47)
.
Im letzten Lehrjahr war
X._
wegen Rückenbeschwerden
längere Zeit
k
rankgeschrieb
en (
Urk.
11/64/13), konnte die
Lehre im
Sommer 2010
aber dennoch erfolgreich abschliessen (
Urk.
11/54/
6). Daraufhin war er stellenlos
(
Urk.
11/64
/4
).
1.2
In der Folge zog
die IV-Stelle
den Bericht von
Dr.
med.
Y._
,
Facharzt für O
rthopädische Chirurgie FMH, vom
5.
August 2010 (
Urk.
11/54/6) bei
und gab beim
Z._
ein
polydiszip
linäres
Gutachten in Auftrag, das am
7.
Februar 2011 (
Urk.
11/71) erstattet wurde.
Weiter
holte
sie
den Bericht des
A._
vom 2
9.
April 2011 (
Urk.
11/81/1-6), den Bericht von
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, vom
7.
Juli 2011 (
Urk.
11/83/1-5) und die Stellungnahme des
Z._
vom 1
7.
Oktober 2011 (
Urk.
11/87) ein
. Mit Vorbescheid v
om 2
7.
Oktober 2011 stellte die IV-Stelle
X._
die
Verneinung
eines
Rentenanspruchs
in Aussicht (
Urk.
11/90), wogegen der Versicherte a
m 3
1.
Oktober
2011 Einwand erhob
(
Urk.
11/93).
Die IV-Stelle
zog
den Bericht der Klinik
für Neurochirurgie des
C._
vom 3
1.
Januar 2012
(
Eingangsdatum;
Urk.
11/99/1-
12
)
bei,
und Prof.
Dr.
med.
D._
,
Direktor ad
interim
der
K
linik für Neurochirurgie des
C._
,
reichte
die Stellungnahme vom 2
8.
Februar 2012 (
Urk.
11/100)
ein
.
Am 1
1.
April 2012 fand ein Gespräch mit dem Versi
cherten betreffend seine berufliche Situation statt (
Urk.
11/101 und
Urk.
11/104).
Schliesslich wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren von
X._
m
it Verfügung vom
1.
Juni 2012
mit
der Begründung
ab,
dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege
, der einen Anspruch auf Ren
tenleistungen begründe,
und der Versicherte zurzeit nicht an beruflichen Mass
nahmen interessiert sei (
Urk.
2).
2.
Hiergegen
erhob
X._
,
vertreten durch
den Rechtsdienst
Integration Handicap, am 2
7.
Juni 2012 Beschwerde und beantragte, es sei
die Verfügung vom
1.
Juni 2012
aufzuheben und
es sei
ihm eine Rente der Invalidenversi
cherung zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Anordnung eines zweiten
Schriften
wechsels
(
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
August 2012 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10).
Mit Verfügung des hiesigen Gerichts vom 2
3.
August 2012 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung bewilligt (
Urk.
12). In seiner
Replik vom 2
5.
September 2012
stellte der Beschwerdeführer den abgeänderten Antrag
, die Angelegenheit sei zur ergänzenden Abklärung und anschliessenden
Neuverfü
gung
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
14). Mit Du
plik vom 1
1.
Oktober 2012 erklärte die Beschwerdegegnerin, a
uch der neue Antrag bezüglich Rückweisung zu weiteren Abklärungen sei abzuweisen
(
Urk.
18
). Der Beschwerdeführer legte die Stellungnahme vom
2
2.
März 20
13
ins
Recht (
Urk.
20),
woraufhin die Beschwerdegegnerin
am
2.
September 2013 erneut
die
Abweisung der Beschwerde
beantragte
(
Urk.
24).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.
2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebe
nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125
V
351 E. 3a).
Auch auf Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) kann nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteile des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 1
4.
Juli 2009 E. 4.3.1; I_142/07 vom 2
0.
November 2007 E. 3.2.3; I_362/06 vom 1
0.
April 2007 E. 3.2.1).
1.
5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
2.
2.1
Die
Z._
-
Gutachter nannten in ihrer E
xpertise vom
7.
Februar 2011 folgende
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
11/71/23)
:
(1)
eine Pharmakotherapie-resistente symptomatische Epilepsie mit einfach- und
komplex-fokalen Anfällen sowie seltener sekundärer Generalisierung (ICD-10
G40.2)
-
eine
Heterotopie
mit links
mesiobasaler
temporaler Dysplasie einschliesslich des
posterioren
Hippokampus
sowie kleiner
Thalamusläsion
links (MRI)
(2)
eine sprachgebundene verbale und fi
gurale
mnestische
und
attention
ale
neur
o
psychologische Beeinträchtigung bei leicht reduzie
rter allgemeiner
kogn
itiver Leistungsfähigkeit sowie Lese-/Schreibstörung (ICD-10 F07.8/F80.0)
(3)
ein
en
Status nach
Ar
t
hrodese
Daumengrundgelenk links am 1
6.
Mai 2006 (ICD-10
Z98.1)
-
Status nach zwei Voreingriffen bei Ruptur der
palmaren
Platte nach
Hyperext
ensi
onstrauma 1998 mit chronisc
her Instabilität (ICD-10 T92.3/Z
98.8)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie fest
(
Urk.
11/
71/23)
:
e
ine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
(ICD-10 F45.4)
a
namnestisch
ein
chronisches lumbal betontes panverte
brales Schmerzsyndrom
ohne
radikul
äre
Symptomatik (ICD-10 M54.80)
klinisch und bildgebend keine Hinwei
se auf wesentliche strukt
urelle Alteratio
nen
In
der angestammten Tätigkeit als Sanitärinstallateur
würden sich
-
auch retro
spektiv
-
rein aufgrund der
eindeutig
objektivierbaren medizinischen Befunde keine relevanten Einschr
änkun
gen
begründen lassen
. Die
medizinisch-theore
tische Arbeits- und Leistungsfähigkeit
betrage daher
100
%
.
Auch u
nter Ber
ücksichtigung der anamnestisch angegebenen
chronischen
Rückenb
e
schwerden
bestehe zumindest für leichte bis mittelschwere, adaptierte Tätigkei
ten eine zumutbare Leistungs-
und Arbeitsfähigkeit von 100
%
(
Urk.
11/71/26
)
.
2.2
Die behandelnden Ärzte des
A._
führten in ihrem Bericht vom 2
9.
Apri
l 2011
im Wesentlichen
– abgesehen von
der Diagnose einer
A
npas
sungsstörung
(ICD-10 F43.24)
– im Vergleich zu den
Z._
-
Gutachtern
keine neuen Diagnosen an
(vgl. E. 2.1)
.
Sie erklärten, dass
aus
epileptologischer
Sicht
h
insichtlich der angestammten Tätigkeit als Sanitärinstallateur lediglich quali
tative Einschränkungen (keine Arbeiten an gefähr
lichen Maschinen,
auf Leitern und Gerüsten, kein Führen von Kraftfahrzeugen) bestehen
würden
. Bezüglich der
Einschränkungen aufgrund der Rückenschmerzen verwiesen sie auf die
Beurteilungen
von
Dr.
B._
sowie der weiteren Spezialisten
(
Urk.
11/81/1-3
).
2.3
Dr.
B._
hielt
in ihrem Bericht vom
7.
Juli 2011
als Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
(1)
ein chronisch rezidivierendes und
exa
cerbiertes
Lumbovertebralsyndrom
bei Segmentdegeneration L4/5 (MRI), wahr
scheinlich mec
hanisch/überlastungsbedingt
,
und (2) einen Stat
us nach Skabies (Dezember 2005)
fest.
Des Weiteren
nannte sie keine Diagnosen, die
nicht bereits von den
Z._
-
Gutachtern
(vgl. E. 2.1)
oder
d
en
Ärzten des
A._
(vgl. E. 2.2)
erwähnt worden
wären
.
Dr.
B._
gab an
, dass
dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Sanitärmonteur nicht mehr zumut
bar sei
(
Urk.
11/83/1-3
)
.
2.4
Die
Z._
-
Gutachter legten
in ihrer Stellungnahme vom
1
7.
Oktober 2011 dar
, dass
die ihnen
in der Zwischenzeit vorgelegten, neuen Arztberichte
nichts an den Schlussfolgerungen im Gutachten vom
7.
Februar 2011
aus neurologischer Sicht
ändern würden.
Eine
neuropsychologische Begutachtung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht indiziert
. N
ach
Durchführung des vom
A._
vorge
schlagenen epilepsiechirurgischen Eingriffs
sei eine solche
wahrscheinlich aber
sinnvoll und notwendig. Auch aus orthopädischer Sicht würden sie
nach Ein
sicht in die
neuen Arztberichte
an ihrer Beurteilung der Ar
beitsfähigkeit
im Gutachten vom
7.
Februar 2011
festhalten (
Urk.
11/87).
2.5
Die Ärzte der Klinik für Neurochirurgie des
C._
berichteten am 3
1.
Januar 2012
wie folgt
über die epilepsiechirurgische Behandlung
des Beschwerdefüh
rers
(
Urk.
11/99/1)
:
-
2
9.
Juni 2011: Osteoplastische
pterionale
Kraniotomie links und
mesiotemporale
Resektion von
Uncus
,
Amyg
dala
, part.
a
nt
.
Hippok
amp
us
unter
ECoG
(
fecit
PD
Dr.
D._
)
-
1
3.
Juli 2011: Osteoplastische links param
ediane
suboccipitale
Kraniotomie,
Exstirpation
der Dysplasie
temporo-mes
ial
und
tempor
o-occipital
li
nks unter
Neur
o
navigation und
Ne
u
romon
i
toring
(
fecit
PD
Dr.
D._
)
-
ein
Status nach Frem
dkörper
-assoziiertem
Kalotteninfekt
occ
ipital
links mit SKN
August 2011
-
3
0.
J
uli 2011: Wundrevision links
occi
pital
(
fecit
Dr.
E._
/
Dr.
F._
)
-
1
8.
August 2011: Explantat
ion einer
Palakosplastik
occipital
(
f
ecit
Dr.
G._
)
-
1
0.
Oktober 2
011: Knochendeckelexplantation
pterional
link
s bei chronischer
Osteomyelitis im
pterionalen
Zugangsbereich
(
fecit
Dr.
G._
)
-
postoperativ seit dem 1
3.
Juli 2011 anfallsfrei
-
aktuell klinisch: Kopf- und Augenbewegungsschmerz links, konzentrische
Gesichtsfeldeinschränkung links
-
a. e. funktionell
Die Ärzte des
C._
gaben an, dass der Beschwerdeführer
in seiner zuletzt au
sge
übten Tätigkeit als Sanitärm
onteur
seit dem 2
2.
Juni 2011 bis auf
Weiteres
zu 100
%
arbeitsunfähig sei (
Urk.
11/99/3).
2.6
Prof.
D._
von der
Kl
inik für
Neurochirurgie des
C._
hielt
in seiner Stellung
nahme vom 2
8.
Februar 2012
fest
, dass der ausgeübte Beruf des Beschwer
deführers im Bericht des
C._
vom
Januar 2012 (vgl. E. 2.5) zu wenig berücksichtigt worden sei. Bis zur erfolgreichen Operation der
Kalottenimplan
tation
, welche voraussichtlich im Herbst 2012 stattfinden könne, sei der Beschwerdeführer als Sanitärmonteur weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig, da das Risiko in dieser handwerklichen Tätigkeit im Baugewerbe zu gross sei. Durch die bisherigen Operationen habe der Beschwerdeführer von epileptischen Anfällen befreit werden können, weshalb er eine volle berufliche Tätigkeit ab Anfang 2013 bei günstigem Verlauf der
Kalottenimplantation
als realistisch erachte (
Urk.
11/100).
2.7
Dr.
med.
H._
,
Leitender Arzt des
A._
,
führte im Bericht vom 1
4.
März 2013 aus
, dass die epilepsiechirurgischen Eingriffe vom 2
9.
Juni
und 1
3.
Juli 2011 zwar insofern erfolgreich verlaufen seien, als der Beschwerdefüh
rer seither
unter antiep
ileptischer Monotherapie anfalls
frei geblieben sei.
Die
Eingriffe
seien allerdings
komplikationsträchtig gewesen
.
A
m
1.
Juni 2012
hätte ein ausgedehnter
Schädelkalottendefekt
vorgelegen
, der einen Einsatz in ei
nem Baustellenbereich verbiete. Bei einem derartigen
Kalottendefekt
könne
n
ur das Anstossen mit dem Kopf an einer Kante zu gefährlichen,
lebensbedroh
lichen
Komplikationen führen. Das Tragen eines Helmes sei ebenfalls proble
matisch. Somit sei ein Einsatz als Sanitärinstallateur bis zur Sanierung des
Kalottendefektes
am
6.
November 2012 bzw. bis zum vollständigen Einheilen des damals eingesetzten PEEK-
Synthes
-Implantats nicht möglich
gewesen
. Hinzu komme, dass die Einheilung des Implantats wiederum
komplikations
trächtig
verlaufen sei, so dass am 2
9.
Januar 2013 in der Neurochirurgie des
C._
eine
Refixation
erforderlich
gewesen
sei.
Ab März 2012
habe allenfalls eine
Arbeitsfähigkeit in einem Büroumfeld
bestanden, nicht jedoch als
Sani
tärinstallateur
(
Urk.
21).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
1.
Juni
2012 davon aus,
dass kein invalidisierende
r Gesundheitsschaden vorliege
, der einen Anspruch auf Rentenleistungen
begründe
(
Urk.
2).
Sie stützte sich dabei einerseits auf das polydisziplinär
e Gutachten des
Z._
vom
7.
Februar 2011
(E. 2.1
) sowie die Stellungnahme des
Z._
vom 1
7.
Oktober 2011 (
E. 2.4
) und andererseits auf die Stellungnahme
n
von RAD-Ärztin
Dr.
med.
I._
,
Fachärztin für Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin FMH, vom
3.
Februar, 2
3.
März und 1
3.
April 2012 (
Urk.
11/105/3-4).
3.2
Die Expertise des
Z._
vom
7.
Februar 2011
basiert auf allseitigen Untersuchun
gen
(internistisch, orthopädisch
, neurologisch und psychiatrisch) und wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
verfasst. Die Gut
achter haben die geklagten Beschwerden berücksichtigt
und
sich mit dem Ver
halten des Beschwerdeführe
rs auseinandergesetzt (
Urk.
11
/71
).
3.2.1
In der orthopädischen Beurteilung erklärten die
Z._
-
Gutachter,
dass das
Gang
bild
des Beschwerdeführers
auf der Treppe und ebenem Terrain unauffällig sei, mitsamt
den geprüften Gangvarianten. Dabei falle
insbesondere ei
n sehr tiefer Kauergang auf
, der eine wesentliche Pathologie an den un
teren Extremitäten ausschliesse. Ein solcher sei
auch für eine wesentliche Schmer
zproblematik an der
unteren Rumpfhälfte
als eher untypisch anzusehen
. Bei der
U
ntersuchung des Rumpfes zeige sich eine insgesamt sehr gute Beweglichkeit in sämtlichen Abschnitten bei kräftig entwickelter paravertebraler Muskulatur. Ausser bei der
Reklination
im Stehen ä
ussere der
Beschwerdeführer
nie Schmerzen unmittelbar im Zusammenhang mit einem bestimmten Untersuchungsschritt.
An den unte
ren Extremitäten bestehe eine freie und schmerzlose Beweglichkeit sämtlicher Gelenke bei sehr guter Kraftentfaltung. Auffallend sei eine verkürzte
ischiokrurale
Muskulatur, so dass die Hüftflexion des im Knie gestreckten Bei
nes naturgemäss etwas reduziert sei. Die Ursache der anamnestisch
angege
-
be
nen
Leistenschmerzen sei heute nicht erkennbar bei allerding
s
auffallend gu
ter Rotationfähigkeit beider
Hüf
t
en, was auf eine eher flache Pfannenkonfiguration hinweise. Auch an den oberen Extremitäten bestehe eine praktisch freie und schmerzlose
Beweglichkeit sämtlicher Gelenk
e bei sehr guter Kraftentfaltung und sehr schön konfigurierter Muskulatur. Hier falle lediglich ein Zustand nach
Arthrodese
d
es Daumengrundgelenks links auf. Die Nar
benverhältnisse seien jedoch
reizlos
und
die
Globalfunktion an der linken Hand bei fehlender
Fle
xionsfähigkeit
im genannten Gelenk
lediglich leicht eingeschränkt
.
Die
MR-Tomographie der Lendenwirbelsäule zeige sehr diskrete Strukturalteratio
nen an den beiden untersten
Bandscheiben, welche die anamnestisch angegebenen Beschwerden kaum plausibel erklären könnten
. Mit Sicherheit könne eine
Kom
promittierung
neuraler Strukturen ausgeschlossen werden. Zusammenfassend könne gesagt werden, dass sich die vom Beschwerdeführer angegebenen Rückenbeschwerden anlässlich der heutigen Untersuchung durch objektivier
bare Befunde nicht ausreichend erklären lassen würden.
Der
klinische Befund sei weitestgehend unauffällig mit einer freien Rumpfbeweglichkeit und einer gut erh
altenen Rückenmuskulatur. A
uch die vorliegenden Bilddokumente dürf
ten als normal bezeichnet werden (
Urk.
11/71/16-17).
Die
Z._
-
Gutachter kamen daher zum Schluss, dass es rein anhand der objektivier
baren Befunde am Bewegungsapparat aus orthopädischer Sicht schwierig zu erklären sei, weshalb die angestammte Tätigkeit als
Sanitärinstal
lateur
nicht mehr möglich sein sollte, wenngleich sie sicherlich als intermittie
rend körperlich schwer zu bezeichnen sei
.
Auch retrospektiv könnten sie f
ür die angestammte Tätigkeit und vergleichbare Tätigkeiten
keine
länger dauernde, durch eindeutig objektivierbare medizinische Befunde begründbar
e
Einschrän
kung de
r Arbeitsfähigkeit erkennen. Aus
internistischer Sicht würden sich
im Übrigen keine Diagnosen mit Krankheitswert erheben lassen
(
Urk.
11/71/24
-25
). Diese Einschätzung der
Z._
-
Gutachter ist angesichts
der weitgehend unauffälli
gen objektiven Befunde
und der Erläuterungen dazu
ohne
Weiteres
nachvoll
ziehbar.
Zum Bericht des Orthopäden
Dr.
Y._
vom
5.
August 2010
legten
die
Z._
-
Gutachter
schlüssig dar
, dass
dieser für körperlich belastende Tätigkeiten eine
Arbeitsunfähigkeit attestiert
habe
,
ohne aber eine
konkrete Diagnose oder eindeutige klinische Befunde
genannt zu haben
. Im Bericht vom
8.
Juli 2010 hätte
Dr.
Y._
darauf hingewiesen, dass die Veränderu
ngen der Band
scheibe L4/5 zwar sehr dezent
seien, jedoch sehr gut zu den klinischen Symp
tomen des Beschwerdeführers im Sinne eines
diskogenen
Schmerzen passen würden. Diese Einschätzung könne aufgrund der heutigen Untersuchung nicht nachvollzogen werden,
zumal
die fassbaren
,
sehr geringen
Struktur
alterationen an der Wirbelsäule
kaum eine über Monate anhaltende Schmerzproblematik er
klären könnten
,
die zudem offenbar auf keine der
bisher applizierte
n
Thera
pie
massnahmen
reagiert hätte
(
Urk.
11/71/18).
Im Bericht vom 2
2.
November 2011 räumte
Dr.
Y._
dann
ein, dass
weder die Facettengelenke noch die Bandscheibe L4/5 für das chronische Schmerzproblem verantwor
tlich gemacht werden könnten
(
Urk.
11/95).
Weiter erklärten die
Z._
-
Gutachter, dass a
uch die von
Dr.
B._
und
Dr.
med.
J._
geäusserte Einschät
z
ung be
treffend Arbeitsfähigkeit
nicht
plausibel nachvollzogen werden
könne
, da sich anlässlich der Untersuchungen beim
Z._
keine relevanten pathologi
schen Be
funde am Rumpf hät
ten objektivieren lassen. Es könne daher nur ver
mutet wer
den
, dass die
Dres
.
B._
und
J._
in ihrer Funktion als empathisch tätige behandelnde Ärzte bei ihr
er Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers dessen subjektiven Angaben übermässige Bedeutung geschenkt hätten (
Urk.
11/87/2).
3.2.2
In der neurologischen Beurteilung
führten die
Z._
-
Gutachter aus, dass beim Beschwerdeführer eine fokale Epilepsie vorliege, welche sich einerseits mit iso
lierten Auren, also einfach-fokalen Anfällen äussere, andererseits aber auch mit Anfällen, während denen das Bewusstsein gestört sei, komplex-fokalen Ereig
nissen entsprechend. Bisher drei Mal sei es sekundär zu einer Generalisierung gekommen,
nach den
Akten am 2
6.
September 2005, am 2
3.
Dezember 2008 sowie am
1.
Juli 200
9.
Gemäss mitgebrachte
m
Anfallkalender
sei es im Jahr
2010 etwa jeden zweiten Tag zu einer Aura und etwa einmal pro Woche zu einem komplex-partiellen Anfall gekommen. Die Epilepsie sei unter der Voraussetzung einer guten Medikamenten-Compliance als wahrscheinlich
p
harmakotherapie
-resistent zu beurteilen. Dies dürfte auch der Grund
dafür sein, dass aktuell vons
eiten des
A._
weitergehende Abklä
rungen im Hinblick auf einen
ep
ilepsiechirurgischen Eingriff vorgesehen seien
.
Die Epilepsie sei symptomatisch: Kernspintomographisch
zeige sich eine
Mal
formation
der kortikalen Entwicklung mit links
mesiobasal
temporo
-
occipital
einer Dysplasie, welche den
posterioren
Hippokampu
s
miteinbeziehe; z
usätzlich sichtbar sei auch eine kleine Läsion zentral im linken Thalamus. EEG-Ableitun
gen hätten offenbar links temporal
epileptoforme
Potenziale ergeben. Weiter sei beim Beschwerdeführer ein allgemein leicht reduziertes kognitives Leistungsni
veau
festgestellt worden, wobei die entsprechende Testung im
A._
vom 2
8.
November 2005 sprachgebundene, verbale und figurale
mnes
tische
und
attentionale
neuropsychologische Beeinträchtigungen sowie eine Lese- und Rechts
chreibestö
rung ergeben hätte
. Schon in der Schulzeit sei eine Legasthenie diagnostiziert und auch behandelt worden. Eine erste Lehre als Elektromonteur habe offenbar aus kognitiven Gründen vorze
itig abgebrochen werden müssen. Dem Beschwerdeführer sei es in der Folge
aber gelungen, eine L
ehre als Sanitärmonteur im Jahr
2010 – laut Eigenangabe mit einer Note von 4,8 – abzuschliessen.
Was die vom Beschwerdeführer beklagten Kreuzschmer
zen betreffe, sei aus neurologischer Sicht relevant, dass weder klinisch noch bildgebend Hinweise auf eine neurale Mitbeteiligung bestehen würden
(
Urk.
11/71/21
-22
).
Die
Z._
-
Gutachter kamen zum Schluss, dass aus neurologischer Sicht aufgrund der Epilepsie Einschränkungen für Tätigkeiten mit Selbst- oder
Fremdgefähr
dung
bestehen würden, so dass der Beschwerdeführer nicht auf Gerüsten oder Leitern, aktiv im Strassenverkehr oder im Einflussbereich gefährlicher Maschi
nen eingesetzt werden könne. Als Folge der neurokognitiven Defizite seien zudem nur intellektuell nicht sehr anspruchsvolle Tätigkeiten möglich. Unter Berücksichtigung
dieser Einschränkungen sei
die Tätigkeit als
Sanitärinstalla
teur
grundsätzlich
jedoch
weiterhin zumutbar. Dies l
asse sich vor allem auch damit
begründen, dass die erwähnten Erkrankungen bereits seit Jahren beste
hen würden und der Beschwerdeführer die Lehrabschlussprüfung dennoch erfolg
reich
bestanden h
abe. Fraglich sei allerdings, ob sich diese Tätigkeit in der Prax
is
umsetzen lasse
, zumal der Beschwerdeführer nicht selber Auto fahren könne
. Andere Tätigkeiten seien unte
r Berücksichtigung der beschriebenen
Einschränkungen ebenfalls möglich
(
Urk.
11/71/24
-25
)
.
Auch diese
Beurteilung
der
Z._
-
Gutachter ist
aufgrund
der genannten Befunde
plausibel
. Sie deckt sich
im Wesentlichen
a
uch mit der
Einschätzung d
er behandelnden Ärzte de
s
A._
im Bericht vom 2
9.
April 2011
(
Urk.
11/81/3)
.
3.2.3
In der psychiatrischen Beurteilung legten die
Z._
-
Gutachter dar, dass der Beschwerdeführer wegen Rückenbeschwerden
seit Mai 2010
keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehe. Er fühle sich
aber
in der Lage, eine
körperlich wenig b
elastende Tätigkeit auszuüben
. Das Ausmass seiner geklagten Beschwerden lasse sich durch die somatischen Befunde nicht vollständig objektivieren, so dass eine gewisse psychische Überlagerung angenommen werden müsse. Der Beschwerdeführer leide seit der Kindheit unter einer Anomalie des
Gehirns und
unter Lernschwierigkeiten
. Eine Lehre habe er
nur mit gross
em
Einsatz abschliessen können.
Die psychische Überlagerung der geklagten Beschwerden könne v
or dem Hintergrund dieser jahrelangen Belastungssituation gesehen werden. Es könne
somit
eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung diag
nostiziert werden.
Eine weitere psychische Störung liege nicht vor. Ein ausge
prägter sozialer Rückzug
lasse sich nicht feststellen, s
chwere
lebensgeschichtli
che
Belastungen fänden sich nicht. Auch Hinweise auf einen therapeutisch nicht mehr angehbaren innerseelischen Verlauf
einer missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn)
lägen nicht vor
(
Urk.
11/71/12). Schliesslich erklärten die
Z._
-
Gutachter, dass die anhal
tende
somatoforme
Schmerzstörung ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bleibe (
Urk.
11/71/24) – was
aufgrund des Gesagten
ohne
Weiteres
einleuchtet.
3.2.4
Das
polydisziplinäre Gutachten des
Z._
vom
7.
Februar 2011
sowie die Stellung
nahme des
Z._
vom 1
7.
Oktober 2011
stell
en daher
zuverlässige
Beur
teilungsgrundla
ge
n
dar
.
Es ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerde
führer bis zum Beginn der epilepsiechirurgischen Behandlung im Juni 2011 in seiner angestammten Tätigkeit als Sanitärinstallateur –
unter Vermeidung von
Sel
bst- oder Fremdgefährdungen
(vgl. E. 3.2.2)
– zu 100
%
arbeitsfähig war. Trotz dieser
Einschränkung
und
des Entzugs des
Führerausweises
für Perso
nenwagen
wäre es
ihm
sodann
bei
rein hypothetisch
ausgeglichener
Arbeits
markt
lage
grundsätzlich
möglich gewesen
, eine Stelle
auf seinem Beruf
zu fin
den
, namentlich in einem
grösseren Unternehmen.
3.3
Zur Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
s
eit
Beginn
de
r
epilepsiechirurgi
sche
n
Behandlung
konnten
die
Z._
-
Gutachter naturgemäss nicht
Stell
ung nehmen,
da der erste Eingriff erst
am 2
9.
Juni 2011 erfolgte
(
Urk.
11/99/1)
. Im Weiteren stellt sich
deshalb
die Frage,
ob hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab Juni 2011
auf die Stellungnahmen der
RAD-Ärztin
Dr.
I._
vom
3.
Februar, 2
3.
März und 1
3.
April 2012
abgestellt werden kann
(
Urk.
11/105/2
-4).
3.3.1
RAD-Ärztin
Dr.
I._
erklärte
in
den erwähnten
Stellungnahmen
zusammen
gefasst
, dass der Beschwerdeführer
gemäss den aktuellen
Arztbe
richten
in
seiner bisherigen Tätigkeit im Baugewerbe seit Juni 2011 wegen einer Kraniotomie und einer Knochendeckelexplantation nach Infekt zu 100
%
arbeitsunfähig sei.
Die
Aufnahme einer
optimal angepasste
n Tätigkeit
(körper
lich leichte
,
wechselbelastende
Tätigkeiten, bei denen s
chweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten vermieden werden
könne
)
sei
ab März bzw. April 2012
aber möglich gewesen
(
Urk.
11/105/2-5).
3.3.2
RAD-Ärztin
Dr.
I._
hat den Beschwerde
füh
rer nicht selbst untersuch
t
, was an sich
auch keinen
Grund
dar
stellt
, um
ihren
Bericht in Frage zu stellen.
G
emäss
Art.
49
Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
führen die RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzun
gen des Leistungsanspruchs nur „bei Bedarf“
selber ärztliche Untersuchungen dur
ch. In den übrigen Fällen stütz
en sie ihre Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab.
Vorliegend
hat sich allerdings
keiner der
Ärzte, die den Beschwerdeführer
untersuchten
,
zur Zumutbarkeit
einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit nach Beginn der epilepsiechirurgischen Behandlung
Ende Juni 2011
geäussert.
D
ie Ärzte der Klinik für Neurochi
ru
r
gie des
C._
erklärten einzig
, dass
in der angestammten Tätigkeit als Sanitärinstallateur
seit dem 2
2.
Juni 20
11 eine 100
%
ige A
rbeitsunfähigkeit bestehe
und eine volle berufliche Tätig
keit b
ei
günstigem Verlauf der
Kalottenimplantation
ab Anfang 2013 realistisch sei (
Urk.
11/99/3 und
Urk.
11/100
).
Dr.
H._
vom
A._
gab
in seinem
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht vom 1
4.
März 2013
an
,
dass
der
Beschwerdeführer
in seiner angestammten
Tätigkeit
frühes
tens ab Januar
2013 wieder arbeitsfähig gewesen sei
(
Urk.
21/2).
Zudem
erklärte er
, dass der Beschwerdeführer
mit einem
offene
m
Schädelkalottende
fekt
(allenfalls)
im Bürobereich
arbeitsfähig
gewesen wäre, ohne die
s jedoch
näher
zu begründen
(
Urk.
21/2-3).
A
uf die Frage
,
inwiefern
der
offenbar
aus
ge
dehnte
Schädelkalottendefekt
des Beschwerdeführers
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit hat
te
und
– wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht (
Urk.
1 S. 5) -
wie eine solche
Tätig
keit
überhaupt
hätte aussehen können
, ist keiner der involvierten Ärzte einge
gangen
.
Ob
die
im Zusammenhang mit den ep
il
epsiechirurgischen Eingriffen
entstandenen
, aktenkundigen
Kopf- und Augenbewegungsschmerz
en
sowie
die
konzentrische
Gesichtsfeldein
schränkung
einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in einer behinde
rungsangepassten Tätigkeit hatten
,
wurde ebenfalls nicht erör
tert
.
Dem Bericht der Klinik für Neurochirurgie des
C._
vom 3
1.
Januar 2012 ist
diesbezüglich
nur
zu entnehmen, dass die Gesichtsfeldeinschränkung voraussichtlich im langfristigen Verlau
f bessern werde (
Urk.
11/99/2)
.
Weiter liegen auch zu
den
nach den
chirurgischen Eingriffen
anscheinend
mehrfach aufgetretene
n
Schwächezustände
n
sowie
dem
Fieber
mit zeitweiser CRP-Erhö
hu
ng,
welche im Sommer 2012
infektiologisch
abgeklärt wurden
(
Bericht des
A._
vom 25. Juni 2012, Urk.
3/6/2)
,
und deren allfälligen Auswir
kung
auf
die Arbeitsfäh
igkeit des Beschwerdeführers in
einer
behinderungs
angepassten
Tätigkeit keine
rlei
ärztliche
Auskünfte vor
.
Unter diesen Umständen
erscheint die
von RAD-Ärztin
Dr.
I
._
geäusserte Ein
schätzung
, wonach dem Beschwerdeführer ab März bzw. April 2012 eine behinderungsangepasste Tätigkeit wieder voll zumutbar ge
wesen sei, nicht nachvollziehbar
.
4
.
Aufgrund der vorliegenden Akten ist eine zuverlässige Beurteilung des Gesund
heitszustands des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
ab Juni 2011
somit nicht möglich.
Berufliche Massnahmen standen im Frühling 2012 gar nicht zur Diskussion
(
Urk.
11/104 und
Urk.
11/105/4).
D
ie Argumentation der Beschwerdegegnerin,
der
Beschwerde
führer
sei
nicht
daran
interessiert gewesen und sein Gesuch (auch) deshalb abzuweisen
(
Urk.
2),
vermag
demnach
ebenfalls
nicht zu überzeugen
.
Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die
Beschwerdegeg
nerin
zurückzuweisen, damit sie den medizinischen Sachverhalt
ab Juni 2011
rechtsgenüglich
selber abklärt od
er gutachterlich abklären lässt. Danach hat sie
über den Leistungsanspruch
des Beschwerdeführers
neu zu entscheiden.
Die Beschwerde ist somit
gutzuheissen.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.
-- anzusetzen.
Ausgangsgemäss
sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3
GSVGer
Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro
zesses auf
Fr. 2‘0
00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.