# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 57bfaacb-d45b-4632-bbef-cfe0895fbfc2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Criminal
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Urteil des Jugendgerichts des Bezirks Hinterrhein vom 1. Juni 2011 wurde X._ des Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruchs, der Störung des öffentlichen Verkehrs, der Störung des Eisenbahnverkehrs, der mehrfachen Verletzung von Verkehrsregeln sowie der mehrfachen Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen. Es wurde eine Unterbringung im Sinne von Art. 15 Abs. 1 JStG sowie eine ambulante psychotherapeutische Behandlung im Sinne von Art. 14 Abs. 1 JStG angeordnet.
B. Der Vollzug der angeordneten Unterbringung erfolgte anfänglich bei einer Pflegefamilie und ab dem 23. Mai 2011 im Jugendheim O.1_. X._ wurde im gleichen Zeitraum im Sinne einer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung vom heiminternen psychologischen Dienst des Jugendheims O.1_ betreut. Anlässlich der Abschluss-Standortbestimmung vom 24. Juni 2015 wurde festgestellt, dass X._ die Lehrabschlussprüfung als Maler bestanden hatte und Aussicht auf einen temporären Arbeitseinsatz habe, welcher sodann bewilligt wurde. Weiter wurde entschieden, dass eine Aufhebung der Unterbringung erst in Frage komme, wenn X._ über ein geregeltes Arbeitsverhältnis mit entsprechenden Tagesstrukturen verfüge.
C. Am 6. Juli 2015 konnte X._ eine Arbeitsstelle im Malergeschäft A._ in O.2_ antreten. Seit einem Verkehrsunfall am 9. August 2015 ist er vorübergehend arbeitsunfähig. Er ist seit Antritt der Arbeitsstelle bei seiner Mutter in O.3_ wohnhaft.
D. Nach Durchführung einer weiteren Standortbestimmung verfügte die Jugendstaatsanwaltschaft Graubünden mit Verfügung vom 23. September 2015 wie folgt:
"1. Die gegenüber X._ angeordnete Unterbringung gemäss Art. 15 Abs. 1 JStG wird per 31. August 2015 aufgehoben.
2. Gestützt auf Art. 13 JStG wird eine persönliche Betreuung angeordnet. Mit der persönlichen Betreuung wird B._, Amt für Justizvollzug Graubünden, beauftragt.
3. Die gegenüber X._ angeordnete ambulante Behandlung gemäss Art. 14 JStG wird weitergeführt.
4. Das mit Verfügung vom 28. November 2012 angeordnete und mit Schreiben vom 16. Juli 2013 reduzierte Rayonverbot wird aufgehoben.
5. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
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## Considerations