# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2b832818-6c53-43d5-b72b-b48e9549e36c
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2 f.)
"1. Es sei die Gesuchsgegnerin unter Strafandrohung von Art. 292 StGB gegen ihre Organe im Unterlassungsfall zu verpflichten: a. Rechenschaft über ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit der
möglichen Einzahlung der bis im Mai 2013 in dem vom  gemieteten Safe der C._ gelegenen Bargelder auf die Konten des Gesuchstellers bei der C._ abzulegen und dem Gesuchsteller Kopien sämtlicher diesbezüglicher  mit der C._ und sämtlicher Aufzeichnungen betreffend diesbezügliche Kontakte mit der C._ .
b. Rechenschaft über ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit der Vermittlung des Gesuchstellers an die D._ SA abzulegen und dem Gesuchsteller Kopien sämtlicher diesbezüglicher  mit der D._ SA sowie Herrn E._, und sämtlicher Aufzeichnungen betreffend diesbezügliche Kontakte mit der D._ SA sowie Herrn E._ herauszugeben;
c. sämtliche Zahlungen oder sonstigen geldwerten Vorteile , die der Gesuchsgegnerin oder ihr nahestehenden Personen, insbesondere Herrn F._, in diesem  direkt oder indirekt zugekommen oder zugesichert worden sind und Kopien sämtlicher diesbezüglichen  oder Aufzeichnungen herauszugeben;
d. eine Kopie des im Schreiben der Gesuchsgegnerin an die D._ SA vom 11. Juni 2014 genannten Vertrags zwischen der Gesuchsgegnerin und der D._ SA betreffend Finder's Fees herauszugeben;
e. eine Kopie der im Schreiben der Gesuchsgegnerin an die D._ SA vom 11. Juni 2014 genannten separaten  zwischen der Gesuchsgegnerin und der D._ SA herauszugeben;
f den Inhalt der im Schreiben der Gesuchsgegnerin an die D._ SA vom 11. Juni 2014 genannten "mündlichen " zwischen der Gesuchsgegnerin und der D._ SA offenzulegen;
g. die Höhe der im Schreiben der Gesuchsgegnerin an die D._ SA vom 11. Juni 2014 genannten Finder's Fee  und Kopien sämtlicher Dokumente und  in diesem Zusammenhang herauszugeben;
h. offenzulegen, wer die im Schreiben der Gesuchsgegnerin an die D._ SA vom 11. Juni 2014 genannte "Drittperson" ist und Kopien sämtlicher Dokumente oder Aufzeichnungen in diesem Zusammenhang herauszugeben.
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i. offenzulegen, ob der Gesuchsgegnerin oder ihr nahestehenden Personen, insbesondere Herrn F._, im Zusammenhang mit der "Instruction of Payment" vom 15. Mai 2014 Zahlungen oder sonstige geldwerte Vorteile zugekommen sind oder  zugesichert wurden, und Kopien sämtlicher Dokumente und Aufzeichnungen in diesem Zusammenhang .
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich  zu Lasten der Gesuchsgegnerin."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Prozessverlauf
Der Gesuchsteller [nachfolgend "Kläger"] reichte sein Gesuch am 29. Januar
2016 (Datum Poststempel) ein (act. 1). Mit Verfügung vom 2. Februar 2016 wurde
ihm Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses und der Gesuchsgegnerin [nach-
folgend "Beklagten"] Frist zur Stellungnahme angesetzt (act. 4). Der Kostenvor-
schuss ging fristgerecht ein (vgl. act. 6). Die Beklagte nahm innert erstreckter Frist
mit Eingabe vom 7. März 2016 zum klägerischen Begehren Stellung (act. 7;
act. 11). Mit Eingabe vom 14. März 2016 nahm der Kläger seinerseits hierzu Stel-
lung (act. 13), welche der Beklagten per Einschreiben zugestellt wurde (Prot.
S. 6).
2. Zuständigkeit
2.1. Örtliche Zuständigkeit
2.1.1. Die Parteien haben ihren jeweiligen (Wohn-)Sitz in unterschiedlichen Län-
dern, womit ein internationaler Sachverhalt vorliegt (FELIX DASSER, in: Dasser/
Oberhammer, SHK Lugano Übereinkommen, 2. Aufl. 2011, N 10 zu Art. 1 LugÜ).
Das Investment Advisory Agreement [nachfolgend "Beratungsvertrag"], welche
beide Parteien unterzeichnet haben, enthält eine Gerichtsstandsklausel in Ziff. 17
(act. 3/2, Ziff. 17); ebenso das Investment Management Agreement vom 15. Mai
2014 [nachfolgend "Managementvertrag"] (act. 3/3, Ziff. 19). Deren Zulässigkeit
beurteilt sich vorliegend nach Art. 23 des Übereinkommens über die gerichtliche
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Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zi-
vil- und Handelssachen [LugÜ, SR 0.275.12], da die Schweiz Signatarstaat des
LugÜ ist und für die Anwendung von Art. 23 LugÜ lediglich eine der Parteien
(Wohn-)Sitz in einem LugÜ-Staat haben muss (Art. 23 Abs. 1 LugÜ; vgl. LAURENT
KILLIAS; in: Dasser/Oberhammer, SHK Lugano Übereinkommen, 2. Aufl. 2011,
N 8 zu Art. 23 LugÜ). Der Streit ist überdies als Zivil- und Handelssache im Sinne
von Art. 1 LugÜ zu qualifizieren, weshalb er auch in den sachlichen Zuständig-
keitsbereich des LugÜ fällt. Art. 23 Abs. 1 LugÜ hält Folgendes fest:
"Haben die Parteien, von denen mindestens eine ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet
eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates hat, vereinbart, dass
(...) die Gerichte eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates über
eine bereits entstandene Rechtsstreitigkeit oder über eine künftige aus einem be-
stimmten Rechtsverhältnis entspringende Rechtsstreitigkeit entscheiden sollen, so
sind (...) die Gerichte dieses Staates zuständig. (...) die Gerichte dieses Staates
sind ausschliesslich zuständig, sofern die Parteien nichts anderes vereinbart ha-
ben."
2.1.2 Die identische Gerichtsstandsklausel beider Verträge hält fest, dass für
sämtliche Streitigkeiten die Gerichte in Zürich ausschliesslich zuständig sind:
"[...] the place of exclusive jurisdiction for all proceedings shall be Zurich."
(act. 3/2, Ziff. 17; act. 3/3, Ziff. 19).
Die Vereinbarung wurde für ein bestimmtes Rechtsverhältnis (Anlageberatung
bzw. Vermögensverwaltung) geschlossen. Zudem werden durch die Parteien Ge-
richtsstände in der Schweiz, einem Signatarstaat des LugÜ, prorogiert. Die Vo-
raussetzungen von Art. 23 LugÜ sind damit erfüllt und die Gerichtsstandsverein-
barung ist gültig. Zürcherische Gerichte sind folglich örtlich zuständig.
2.2. Sachliche Zuständigkeit
2.2.1. Im Kanton Zürich ist für handelsrechtliche Streitigkeiten das Handelsgericht
zuständig (Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG ZH). Eine handelsrechtliche
Streitigkeit liegt vor, wenn die geschäftliche Tätigkeit mindestens einer Partei be-
troffen ist, gegen den Entscheid die Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesge-
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richt offen steht und mindestens die beklagte Partei im schweizerischen Handels-
register oder in einem vergleichbaren ausländischen Register eingetragen ist
(Art. 6 Abs. 2 und 3 ZPO).
2.2.2. Vorliegend liegt der Anspruch auf Rechenschaftslegung aus einem behaup-
teten Mandatsverhältnis zwischen den Parteien im Streit (vgl. act. 1 Rz. 11 ff.),
womit die geschäftliche Tätigkeit der Beklagten betroffen ist. Der Streitwert wurde
seitens des Gerichts auf CHF 1 Mio. geschätzt (vgl. Prot. S. 2), womit grundsätz-
lich die Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht offen steht. Die Beklagte
ist weiter im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen (act. 3/6). Es han-
delt sich im Ergebnis um eine handelsrechtliche Streitigkeit, womit die sachliche
Zuständigkeit des Zürcher Handelsgerichts gegeben ist.
3. Unbestrittener Sachverhalt
3.1. Der Kläger ist tschechisch-griechischer Doppelbürger und zur Zeit wohnhaft
in Griechenland. Sein Vater verstarb im Jahre 1975 und hinterliess ihm ein erheb-
liches Finanzvermögen, welches bis im Juni 2014 ununterbrochen bei der Bank
G._, deren Rechtsnachfolgerin G1._ und schliesslich bei der C._
verwahrt wurde. Er finanziert seinen Lebensunterhalt aus dem Ertrag des hinter-
lassenen Vermögens, welches sich heute auf gut EUR 15 Mio. beläuft. Er hat kei-
ne Fachkenntnisse in der Vermögensanlage, weshalb er stets auf externe Berater
angewiesen war (act. 1 Rz. 12 f.; unbestritten in act. 11).
3.2. Die Beklagte wurde am 13. März 2012 unter der Firma "H._ AG" im
Handelsregister eingetragen. Am 1. Juli 2014 änderte sie ihre Firma auf das heu-
tige "B._ AG". Ihr Zweck umfasst insbesondere die Erbringung von Dienst-
leistungen in den Bereichen Vermögens-, Nachlass- und Finanzplanung, Anlage-
beratung und Vermögensverwaltung (act. 1 Rz. 14; unbestritten in act. 11;
act. 3/4).
3.3. F._, gegenwärtig Partner der Beklagten und mit KUZ im Handelsregis-
ter eingetragen, war bis 2012 Kundenberater bei der Bank G1._ AG [nach-
folgend "G1._"] und seit 2004 für die Betreuung des Klägers zuständig. Im
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Verlauf der Finanzkrise im Jahre 2008 war der Kläger angesichts der Turbulenzen
am Finanzmarkt höchst beunruhigt, zog im Herbst 2008 fast sein gesamtes Ver-
mögen vom Markt ab und hinterlegte es in bar in einem Safe bei der G1._.
Im Jahr 2010 zahlte er einen Teil wieder bei der G1._ auf ein Konto ein und
investierte diesen. Im November 2011 hinterlegte er erneut seine Gelder im Safe.
Sein Kundenbetreuer bei der G1._ war nach wie vor F._ (act. 1 Rz.
18 ff.). Im April 2012 fusionierte die G1._ mit der C._ AG [nachfolgend
"C._"]. Damit gingen die Kunden der G1._ auf die C._ über, und
der Kläger war fortan Bankkunde der C._ (act. 1 Rz. 18 ff.; unbestritten in
act. 11 Rz. 8 ff.; act. 3/7-10).
3.4. Als F._ zur Beklagten wechselte, folgte ihm der Kläger und unterschrieb
am 26. Juni 2013 einen Beratungsvertrag (act. 1 Rz. 22; unbestritten in act. 11
Rz. 8 ff.; act. 3/2). Er unterzeichnete weiter eine von der C._ vorbereitete
Vermögensverwaltungs-Vollmacht zugunsten der Beklagten (act. 1 Rz. 24; unbe-
stritten in act. 11 Rz. 8 ff.; act. 3/11).
3.5. Im Mai 2014 begab sich der Kläger zur C._, entnahm dort dem Safe
EUR 15'000.-- in bar und zahlte diesen Betrag auf sein Konto ein. Als sich die
Turbulenzen auf den Anlagemärkten beruhigten, beschloss der Kläger, sämtliche
seiner Vermögenswerte aus dem Safe wieder bei der C._ einzuzahlen. Er
ging davon aus, dass die Beklagte für ihn die Einzahlung der Vermögenswerte auf
das bestehende Bankkonto bei der C._ vornehmen könnte (act. 1 Rz. 26 ff.;
unbestritten in act. 11 Rz. 8 ff.). Die Beklagte teilte ihm jedoch mit, dass es ihr
trotz "mehrmonatigen, intensiven Bemühungen" nicht möglich gewesen sei, die im
Safe bei der C._ liegenden Barbeträge auf die bestehenden Konten des Klä-
gers bei der C._ einzuzahlen (act. 1 Rz. 28; act. 11 Rz. 15).
3.6. Am 12. Mai 2014 eröffnete die D._ SA, Zweigniederlassung Basel
[nachfolgend "D._"], eine auf den Namen des Klägers lautende Kontobezie-
hung. Die Verwaltungsvollmacht des Klägers zugunsten der Beklagten für dieses
Konto bei der D._ datiert ebenfalls vom 12. Mai 2014 (act. 1 Rz. 35 f.; act. 11
Rz. 20; act. 3/17).
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3.7. Am 15. Mai 2014 unterzeichneten die Parteien einen Managementvertrag
(act. 1 Rz. 38; act. 11 Rz. 21; act 3/3). Vom selben Tag datiert die "Instruction of
Payment" [nachfolgend "Zahlungsinstruktion"], welche vom Kläger und seiner
Mutter unterzeichnet wurde. Diese sah vor, dass 2 % der auf die D._ über-
tragenen Vermögenswerte der neuseeländischen Offshore-Gesellschaft I._
Ltd. [nachfolgend "I._"] als Kommission überwiesen werden sollte (act. 1
Rz. 40; act. 11 Rz. 23; act. 3/19). Wirtschaftlich Berechtigter an der I._ ist RA
J._. Dieser wurde dem Kläger von F._ empfohlen. RA J._ beriet
den Kläger u.a. in Steuerfragen bezüglich seiner Vermögenswerte (act. 1 Rz. 45;
act. 11 Rz. 24; act. 3/21).
3.8. Am 10. April 2015 machte der Kläger erstmals bei der Beklagten seinen Re-
chenschafts- und Herausgabeanspruch geltend (act. 1 Rz. 49; unbestritten in
act. 11 Rz. 30 f.; act. 3/22). Mit Antwortschreiben vom 24. April 2015 sandte die
Beklagte dem Kläger eine Reihe von Unterlagen zu (act. 1 Rz. 50; unbestritten in
act. 11 Rz. 30 f.; act. 3/23). Mit Schreiben vom 20. Mai 2015 (act. 3/24) hakte der
Kläger nach und verwies ausdrücklich auf die durch F._ angeblich erfolgte
Vermittlung der Depotbank. Die Beklagte bestritt in ihrer Antwort vom 11. Juni
2015, dass sie den Kläger beim Wechsel der Depotbank beraten habe (act. 1
Rz. 51 f.; unbestritten in act. 11 Rz. 30 f.). Mit Schreiben vom 7. August 2015
(act. 3/25) forderte der Kläger die Beklagte erneut dazu auf, sämtliche Informatio-
nen im Zusammenhang zu ihrer Tätigkeit für den Gesuchsteller, insbesondere zu
den dabei erfolgten Kommissionen, offenzulegen. Mit Schreiben vom 19. August
2015 (act. 3/12) stellte sich die Beklagte auf den Standpunkt, keine weiteren Ent-
schädigungen erhalten zu haben, da sie den Kläger nicht an die D._ vermit-
telt habe. Am 8. Oktober 2015 (act. 3/26) forderte der Kläger erneut eine Rechen-
schaftsablegung und verwies wiederum auf die Tätigkeit der Beklagten im Rah-
men der Vermittlung des Klägers an die D._. Mit Antwort vom 14. Oktober
2015 (act. 3/27) führte die Beklagte aus, dass es keine Unterlagen bezüglich einer
Kommission gäbe (act. 1 Rz. 56 ff.; unbestritten in act. 11 Rz. 30 f.).
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4. Parteivorbringen
4.1. Der Kläger macht geltend, dass der Mandatsvertrag "offenkundig" keinen an-
deren Gegenstand als die Beratung darüber gehabt habe, wann die Bargeldsum-
me wieder auf ein Konto eingezahlt (und investiert) werden solle (act. 1 Rz. 28).
Er äussert daneben grosse Zweifel am beklagtischen Dafürhalten, es sei nicht
möglich gewesen, die im Safe bei der C._ liegenden Barbeträge auf die be-
stehenden Konten des Klägers bei der C._ einzuzahlen (act. 1 Rz. 29).
Der Kläger stellt sich weiter auf den Standpunkt, F._ habe ihn bei der
D._ eingeführt und die Beklagte habe dafür eine Finder's Fee von der
D._ erhalten, was er, der Kläger, jedoch erst viel später erfahren habe (act. 1
Rz. 36 f.). So zeige die Zahlungsinstruktion, dass die Beklagte und nicht etwa die
I._ den Kontakt zur D._ vermittelt habe und dass die Beklagte einen An-
spruch auf eine Finder's Fee gehabt habe (act. 1 Rz. 43). F._ habe zudem
die D._ angewiesen, zulasten des Kontos des Klägers EUR 275'559.08 an
die I._ zu überweisen. Dieser Betrag entspreche genau der vereinbarten
Kommission von 2 % des auf die D._ übertragenen Vermögens (act. 1
Rz. 44), womit erstellt sei, dass (i) eine Provision, die der Beklagten zustand, an
einen Dritten gezahlt worden und dass (ii) eine Kommission in Höhe von
EUR 275'559.08 an die I._ geflossen sei (act. 1 Rz. 46).
Die Beklagte schulde daher dem Kläger Rechenschaft über diese beiden substan-
tiellen Kommissionen, so wie dies Beratungs- und Managementvertrag vorsehen
würden. Die Beklagte weigere sich jedoch, dem Gesuchsteller Rechenschaft ab-
zulegen, verschweige die Existenz der wesentlichen Dokumente, bestreite ihre
Tätigkeit bei der Vermittlung sowie ihren Kommissionsanspruch gegenüber der
D._ und verneine jegliche Beteiligung an der Kommission, welche der
I._ zugeflossen seien (act. 1 Rz. 48).
4.2. Die Beklagte bestreitet, dass der Mandatsvertrag die Wiedereinzahlung des
Bargelds zum Inhalt gehabt habe (act. 11 Rz. 13 ). Auch mündlich hätten die Par-
teien nie derartiges vereinbart. Die Beklagte habe daher den Kläger auch nicht bei
der Suche nach einer geeigneten Depotbank beraten (act. 11 Rz. 17).
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F._, als ehemaliger Arbeitnehmer der C._ sowie langjähriger Berater
und enge Bezugsperson des Klägers, habe sich zwar bereit erklärt, aufgrund der
langen Vorgeschichte mit dem Kläger, sich um eine Bareinzahlung auf das beste-
hende Konto bei der C._ zu bemühen (act. 11 Rz. 15, 36). Nachdem dies je-
doch nicht möglich gewesen sei, habe F._ dem Kläger geraten, für die Rege-
lung seiner Steuerangelegenheiten und die Suche nach der geeigneten Depot-
bank, Spezialisten beizuziehen, da die Regelung der Steuerangelegenheiten un-
abdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Suche nach einer neuen Depot-
bank sei.
Die unentgeltliche Empfehlung für die im transnationalen Steuerrecht spezialisier-
te Anwaltskanzlei "K._" sei zwar von der Beklagten bzw. von F._ ge-
kommen, aber auch nicht mehr. Die Mandatierung und Instruktion von RA
J._ sei indessen durch den Kläger erfolgt. Die Kanzlei von RA J._ sei
denn auch bei der Suche und Einführung des Klägers bei der neuen Depotbank
federführend gewesen (act. 1 Rz. 18 f.). Der Kläger müsse daher die wohl berech-
tigten Fragen betreffend Rechenschaftsablage und gegebenenfalls Herausgabe
einer Vermittlungsprovision an den begünstigten, vom Kläger selbst mandatierten
RA J._ oder an seine Bank D._ richten. Aus der Zahlungsinstruktion er-
gebe sich nichts, was auf eine direkte oder indirekte Begünstigung der Beklagten
oder F._s hindeute (act. 11 Rz. 25).
Nach dem Kenntnisstand der Beklagten und von F._ sei im Zusammenhang
mit der Kontoeröffnung bei der D._ lediglich eine Kommissionszahlung des
Klägers an seinen Anwalt bzw. die von ihm beherrschte I._ im Betrag von
EUR 275'559.08 ausgerichtet worden. Festzuhalten sei, dass an der I._ we-
der die Beklagte noch F._ in irgend einer Form beteiligt oder berechtigt seien
noch dass sonst wie ein Teil der Kommissionszahlung an die Beklagte oder an
F._ persönlich weiter geflossen wären. Von weiteren Zahlungen, d.h. konkret
von einer allfälligen Finder's Fee der D._ bspw. an die erwähnte Drittperson,
habe die Beklagte keine Kenntnis, da sie in allfällige Abmachungen und Vorgän-
ge, die sich zwischen dem Kläger, seinem Anwalt J._, dieser Drittperson und
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der D._ abgespielt haben müssten, nicht involviert gewesen sei (act. 11
Rz. 26 f.).
Die Beklagte sei daher nicht in der Lage, weitergehende Rechenschaft abzule-
gen, zumal sie weder irgend etwas zu Unrecht verschweige (angebliche Existenz
von wesentlichen Dokumenten), bestreite (angebliche weitergehende Tätigkeit bei
der Vermittlung, Kommissionsanspruch gegenüber D._) oder verneine (an-
gebliche Beteiligung an der Kommission an die I._) (act. 11 Rz. 29).
5. Rechtliches
5.1. Das Gericht gewährt nach Art. 257 Abs. 1 ZPO Rechtsschutz im summari-
schen Verfahren, wenn (i) der Sachverhalt unbestritten oder sofort beweisbar
(lit. a) und (ii) die Rechtslage klar ist (lit. b). Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist
auf das Gesuch nicht einzutreten (Art. 257 Abs. 3 ZPO). Die Rechtslage ist dann
klar, wenn sich die Rechtsfolge bei der Anwendung des Gesetzes unter Berück-
sichtigung der Lehre und Rechtsprechung ohne weiteres ergibt und damit die
Rechtsanwendung zu einem eindeutigen Ergebnis führt (BGE 138 III 123, E. 2.1.2
[m.w.H.]).
5.2. Vorliegend macht der Kläger Rechenschafts- und Herausgabeansprüche
nach Massgabe von Art. 400 Abs. 1 OR geltend. Hiernach hat der Beauftragte auf
Verlangen jederzeit über seine Geschäftsführung Rechenschaft abzulegen und al-
les, was ihm infolge derselben aus irgendeinem Grunde zugekommen ist, zu er-
statten. Die Rechenschafts- und Auskunftspflicht des Beauftragten soll dem Auf-
traggeber die Kontrolle darüber ermöglichen, ob der Beauftragte seine Verpflich-
tungen vertragsgemäss erfüllt (WALTER FELLMANN, Berner Kommentar, VI/2/4,
1992, N 14 zu Art. 400 OR m.w.H.). Sie erstreckt sich dabei auf das gesamte Auf-
tragsverhältnis (FELLMANN, a.a.O., N 17 zu Art. 400 OR). Durch das Auftragsver-
hältnis wird die Pflicht des Beauftragten jedoch auch beschränkt: Die Rechen-
schafts- und Auskunftspflicht bezieht sich einzig auf die dem Beauftragten über-
tragenen Geschäfte oder Dienste. Er muss daher nur solche Auskünfte erteilen,
die sich auf das konkrete Auftragsverhältnis beziehen (FELLMANN, a.a.O., N 25 zu
Art. 400 OR).
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Ein Auftrag kann grundsätzlich formfrei geschlossen werden. Das Auftragsver-
hältnis bedarf also nicht zwingend der Schriftlichkeit, sondern kann auch mündlich
oder konkludent zustande kommen (ROLF H. WEBER, in: Honsell/Vogt/Wiegand
[Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N 9 zu Art. 395
OR). Als angenommen gilt ein nicht sofort abgelehnter Auftrag, wenn er sich auf
die Besorgung solcher Geschäfte bezieht, die der Beauftragte kraft obrigkeitlicher
Bestellung oder gewerbsmässig betreibt oder zu deren Besorgung er sich öffent-
lich empfohlen hat (Art. 395 OR).
Ist der Umfang des Auftrags nicht ausdrücklich bezeichnet worden, so bestimmt
er sich nach der Natur des zu besorgenden Geschäfts (Art. 396 Abs. 1 OR).
6. Würdigung
6.1. Es ist vorliegend zwar unbestritten, dass zwischen den Parteien eine auf-
tragsrechtliche Beziehung nach Massgabe von Art. 394 ff. OR bestand, umstritten
ist jedoch der genaue Inhalt dieses Auftrags. Während der Kläger vortragen lässt,
dass das Auftragsverhältnis gerade darum geschlossen worden sei, um ihn da-
hingehend zu beraten, wann und wie sein Bargeld wieder auf ein Konto einge-
zahlt (und investiert) werden solle, bestreitet die Beklagte jegliche vertragliche
Verpflichtung eingegangen zu sein, dem Kläger eine neue Depotbank zu suchen.
Der Inhalt des Auftrags ist mithin nicht unbestritten. Sämtliche Rechtsbegehren
des Klägers erfordern jedoch als Grundlage eine Mandatsbeziehung zwischen
den Parteien, welche (zumindest auch) das Finden einer Depotbank für die ent-
sprechenden Barmittel des Klägers zum Inhalt hatte. Es ist daher zu prüfen, ob
anhand der eingereichten Urkunden erstellt werden kann, dass ein dahingehen-
des Auftragsverhältnis, so wie es vom Kläger vorgetragen wird, zwischen den
Parteien erstellt werden kann.
6.2. Als erstes legt der Kläger hierzu den Beratungsvertrag vom 26. Juni 2013
(act. 3/2) ins Recht (vgl. act. 1 Rz. 27). Dieser hält fest [Hervorhebungen hinzuge-
fügt]:
"[the Clients] hereby appoints H._ Ltd., Zürich (hereinafter "Adviser"), to pro-
vide him with investment advice on the investment of his assets deposited at
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the following banks (hereinafter "Custody Bank") in account(s) under the name of the Client (hereinafter "Account")" (act. 3/2, S. 2).
Es liegt mithin ein gewöhnlicher Anlageberatungsvertrag vor, womit sich die Be-
klagte verpflichtet, den Kläger bei den Investitionen seiner Vermögenswerte, wel-
che sich bereits auf den Konten einer Depotbank befinden, zu beraten. Eine ir-
gendwie geartete Verpflichtung, für klägerische Barschaften eine geeignete De-
potbank zu finden, wird dagegen nicht stipuliert, auch nicht in den darauf folgen-
den "terms and conditions" der Beklagten. Der Beratungsvertrag ist damit nicht
geeignet, den vom Kläger behaupteten Vertragsinhalt, sofort liquide zu beweisen.
6.3. Als nächstes führt der Kläger ein Schreiben der Beklagten an die Rechtsver-
treter des Klägers (act. 3/12) an (act. 1 Rz. 28). Die Beklagte verweist darin zuerst
auf ihre Schreiben vom 24. April 2015 (act. 3/23) und vom 11. Juni 2015
(act. 3/14) und die darin gemachten Angaben zum Sachverhalt. Sie führt zwar
aus, dass sie "mehrmonatige, intensive Bemühungen" unternahm, um eine Ein-
zahlung der Gelder aus dem Safe bei der C._ zu erwirken, führt aber auch
an, dass der Kläger - da dieser Versuch scheiterte - einen Berater mandatierte
und nicht die Beklagte (act. 3/12, Abs. 3). Sie erwähnt wohl, dass sie Beträge
(Retrozessionen) seitens der D._ erhalten habe "im Zusammenhang mit den
zwei Beziehungen bei D._", welche sie dem Kläger offengelegt habe. Sie
weist aber auch darauf hin, dass sie darüber hinaus keine Entschädigungen er-
halten habe, insbesondere nicht für eine Vermittlung von Kunden an die D._,
da sie den Kläger nicht an diese Bank vermittelt habe (act. 3/12, Abs. 4). Mit dem
Schreiben kann der Kläger demnach zwar beweisen, dass die Beklagte eine Ein-
zahlung bei der C._ versuchte. Ob dieser Versuch aufgrund eines geschlos-
senen Mandatsverhältnisses geschah, so wie es der Kläger vorträgt, oder ob es
sich dabei bloss um eine Art Gefälligkeit für einen langjährigen Kunden gehandelt
hat, wie es die Beklagte darstellt, ergibt sich dagegen nicht liquide aus dem
Schreiben. Aus dem Schreiben kann dagegen entnommen werden, dass ein Be-
rater - mithin ein Dritter - beauftragt wurde, eine andere Bankverbindung zu su-
chen und dass die Beklagte den Kläger nicht zur D._ vermittelt haben will.
Sie räumt zwar ein, dass sie im Rahmen "mit zwei Beziehungen bei der D._"
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Retrozessionen erhalten habe, es ergibt sich jedoch nicht liquide aus dem Inhalt
des Schreibens, dass sie diese für die Vermittlung der D._ als Depotbank an
den Kläger erhalten habe; noch viel weniger, dass eine solche Vermittlung auf-
grund eines Mandats mit dem Kläger erfolgt wäre. Der Inhalt des Schreibens
vermag somit die Sachverhaltsdarstellung des Klägers nicht liquide zu beweisen,
sondern spricht im Gegenteil eher für die Darstellung der Beklagten.
6.4. Der Umstand, dass die Beklagte die Wahl einer geeigneten Depotbank als
grundsätzliche Leistung anbietet, wie dies der Kläger unter Hinweis auf den Aus-
zug der Homepage der Beklagten (vgl. act. 3/15) darlegt (act. 1 Rz. 33), vermag
einen dahingehenden Auftrag zwischen den Parteien nicht zu beweisen. Wohl
wäre grundsätzlich ein Fall von Art. 395 OR denkbar, jedoch ergibt sich aus den
eingereichten Urkunden vielmehr, dass die Beklagte kein derartiges Mandat an-
genommen hat, sondern den Kläger aufgrund der bestehenden Schwierigkeiten
an einen externen Anwalt verwies.
6.5. Für die Behauptung, dass F._ den Kläger bei der D._ einführt ha-
be, legt der Kläger weiter den Kundenprüfungs-Report der D._ vom 12. Mai
2014 (act. 3/16; nachfolgend "Prüfungsreport") ins Recht (act. 1 Rz. 34). Dieser
umfasst elf Seiten. Der Kläger unterlässt es auf die genaue Passage hinzuweisen,
welche seiner Ansicht nach sein Dafürhalten belegt. Der Prüfungsreport stammt
von E._, offenbar ein Mitarbeiter der D._, welcher als Senior Account
Manager ausgewiesen wird (act. 3/16, S. 1). Der einzige Hinweis auf die Beklagte
findet sich unter der Rubrik "Origin of the funds: Client History" auf Seite 3. Dort
wird wörtlich ausgeführt [Hervorhebungen hinzugefügt]:
"[...] Both, the son and mother have as relationship manager (independent asset manager) H._ AG in Zuerich. The H._ AG is a kind of Management  of the former G1._ Management. Mr. F._ (coming from Basel) is the relationship manager in H._ and knows the entire family for more than 30 years. The assets, an amount of approx. EUR 26 MLN in total have been with
G1._; due to the integration now with C._; the assets are composed in
different currencies as the family switched for diversifications reasons into different
currencies. The main part will be in EUR [...]".
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Die Beklagte resp. F._ werden zwar genannt, allerdings lediglich als un-
abhängige Vermögensverwalter ("independet asset manager"). Es findet sich
kein Hinweis darauf, dass F._ den Kläger bei der D._ einführte.
Die Beklagte findet hiernach in der "Client History" keine weiter Erwähnung.
Hingegen wird weiter unten auf die Anwaltskanzlei K._ hingewiesen. Die
"Client History" hierzu wörtlich:
"[...] Based on the paper of the law firm K._ all important elements have been discussed and analysed such as PEP, GWG, US, FACTA, Inheritance Tax, Income tax. In the document attached they confirm all aspects in writing.
The mother and son are in negotiation with CH to settle down in the VD area. The
law firm K._ are accompanying the step for the so called lump sum . They (K._) will also ensure that we will get - after having settled down in CH - the regular tax declaration from CH [...]"
Auch der Prüfungsreport vermag hiernach nicht liquid ein Mandatsverhältnis
zwischen den Parteien zu beweisen, welche die Vermittlung einer (neuen)
Depotbank zum Inhalt gehabt hätte. Auch gemäss dieser Urkunde erscheinen
andere Akteure - im vorliegend Fall die namentlich genannte Anwaltskanzlei
K._ - von grösserer Bedeutung gewesen zu sein.
6.6. Weiter stützt der Kläger sein Dafürhalten auf ein Schreiben vom 11. Juni
2014 der Beklagten an die D._ (act. 3/18). Der kurze Inhalt liest sich wie folgt
[Hervorhebungen hinzugefügt]:
"Finders Fee A._ und L._
Sehr geehrter Herr E._
Wir bestätigen Ihnen unsere mündliche Abmachung, dass wir auf die uns  Finders Fee aus dem Vertrag mit der D._, für obige Kunden verzichten. Diese sind an die Ihnen bekannte Drittperson gemäss separater Vereinbarung zu entrichten." (act. 3/18)
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Dem kurzen Schreiben lässt sich zwar entnehmen, dass aufgrund einer vertragli-
chen Beziehung zwischen der Beklagten und der D._ eine finder's fee im Zu-
sammenhang mit dem Kläger und seiner Mutter grundsätzlich geschuldet gewe-
sen wäre, auf welche die Beklagte jedoch aus nicht genannten Gründen zuguns-
ten eines Dritten verzichten würde. Das Schreiben vermag jedoch keinen Beweis
dafür zu erbringen, dass der Kläger die Beklagte mit der Suche nach einer Depot-
bank beauftragte. Das Schreiben vermag generell keine vertragliche Beziehung
zwischen den Parteien liquide zu beweisen, da alleine das Vermitteln eines neuen
Bankkunden noch keine vertragliche Beziehung zwischen dem (möglichen) Neu-
kunden und dem Vermittler voraussetzt.
6.7. Als nächstes legt der Kläger die Zahlungsinstruktion vom 15. Mai 2015
(act. 3/19) ins Recht (act. 1 Rz. 39 f.). Wie das Deckblatt in deutscher Sprache
festhält, handelt es sich um einen Zahlungsauftrag an die D._. Dieser wurde
vom Kläger und seiner Mutter, welche als "Clients" bezeichnet werden, unter-
schrieben. F._, welcher als "Banker" genannt wird, unterzeichnete die Zah-
lungsinstruktion nicht, dafür E._ von der D._. Mit der Zahlungsinstruk-
tion beauftragten der Kläger und seine Mutter F._ erstens, bei der D._
eine Kontoaufstellung sämtlicher Vermögenswerte zu verlangen, welche zur Bank
transferiert wurden, und zwar in der Nominalwährung Euro. Zudem wurde
F._ instruiert, die finder's fee im Betrag von 2 % an die Bank des Agenten,
die I._ Ltd., Neuseeland, zu transferieren. Auch mit dieser Urkunde kann der
Kläger folglich weder liquide beweisen, dass er die Beklagte mit der Suche nach
einer Depotbank betraute, noch dass diese ihn zur D._ vermittelt hätte. Der
Inhalt legt vielmehr nahe, dass die Vermittlung durch die I._ bzw. deren wirt-
schaftlichen Berechtigten, der - wie der Kläger selbst vortragen lässt - der Zürcher
Rechtsanwalt J._ von der Anwaltskanzlei K._ ist, erfolgte (vgl. act. 1
Rz. 45).
6.8. Auch der Managementvertrag vom 15. Mai 2014 (act. 3/3) zwischen den Par-
teien, der ebenfalls im Recht liegt, vermag nicht liquide zu beweisen, dass der
Kläger die Beklagte mit der Findung einer (neuen) Depotbank betraut hätte. Dieser
hält vielmehr fest [Hervorhebungen hinzugefügt]:
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"[The Client] hereby appoints H._ Ltd, Zürich (hereinafter "Adviser"), to
manage his/her assets deposited at the following banks (hereinafter "Custody Bank") in account(s) under the name of the Client (hereinafter "Account")" (act. 3/3 S. 2).
Es liegt damit offenkundig ein Vermögensverwaltungsvertrag vor. Die Beklagte
verpflichtet sich damit, die vom Kläger bei der angegebenen Depotbank (der
D._) auf Konten hinterlegte Vermögenswerte - entsprechend der vereinbarten
Strategie - zu investieren. Auch hier findet sich keine beklagtische Verpflichtung,
für Barschaften des Klägers eine (neue) Depotbank zu finden. Der Management-
vertrag weist ohnehin bereits die D._ als Depotbank aus (act. 3/3 S. 2).
6.9. Auch die von der Klägerin eingereichte weiter Korrespondenz zwischen den
Parteien zwischen dem 10. April 2015 und dem 14. Oktober 2015 (act. 3/22-3/27)
sowie diejenige zwischen der Klägerin und der Anwaltskanzlei K._ (act. 3/21)
vermag keinen entsprechenden Auftrag der Beklagten liquide zu beweisen.
6.10. Im Ergebnis lässt sich mit den Mitteln des summarischen Verfahrens weder
abschliessend eruieren, ob zwischen den Parteien ein entsprechendes Mandats-
verhältnis bestand, noch, ob aufgrund dieses Vertragsverhältnisses die Beklagte
den Kläger bei der D._ tatsächlich einführte. Der hierfür notwendige Sach-
verhalt ist hinsichtlich beider Vorfragen unklar, weshalb kein Rechtschutz in klaren
Fällen gewährt werden kann.
7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Ausgangsgemäss wird der Kläger kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106
Abs. 1 ZPO). Es ist von einem Streitwert von CHF 1 Mio. (vgl. Prot. S. 2) auszu-
gehen. Die vom Kläger zu tragende Gerichtsgebühr ist auf rund zwei Drittel der
Grundgebühr festzusetzen (§ 4 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 8 Abs. 1 GebV OG). Die
Kosten sind aus dem vom Kläger geleisteten Vorschuss zu decken. Ausserdem
ist der Kläger zu verpflichten, der Beklagten eine reduzierte Parteientschädigung
in Höhe von CHF 22'000.-- zu bezahlen (§ 4 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 9 i.V.m. § 11
Abs. 1 AnwGebV).
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Der Einzelrichter verfügt:
1. Auf das Begehren wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 20'000.--.
3. Die Kosten werden dem Kläger auferlegt und aus dem von ihm geleisteten
Kostenvorschuss gedeckt.
4. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von
CHF 22'000.-- (inkl. MwSt.) zu bezahlen.
5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.
6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht,
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-
schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder
Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42
und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-
wert beträgt CHF 1 Mio.

## Considerations