# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6bc738ec-84d1-540c-b1bb-2f99873e4475
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1 Mit Verfügungen vom 10. Juli 2008 (Urk. 9/19 und Urk. 9/23) und vom 12. Februar 2009 (Urk. 9/34) sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, X._ bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 100 % mit Wirkung ab 1. Dezember 2007 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu.
1.2 Im April 2009 leitete die IV-Stelle ein Rentenrevisionsverfahren ein (Urk. 9/36 ff.). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 9/49, Urk. 9/57) setzte sie mit Verfügung vom 6. Januar 2011 (Urk. 9/61 und Urk. 9/64 = Urk. 2) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 62 % die bisherige ganze Rente mit Wirkung ab 1. März 2011 auf eine Dreiviertelsrente herab.
2.
2.1 Gegen die Verfügung vom 6. Januar 2011 (Urk. 2) erhob X._ am 4. Februar 2011 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte deren Aufhebung sowie weiterhin die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente, auch über den 28. Februar 2011 hinaus (S. 2 Mitte). Eventualiter beantragte er die Anordnung eines Gutachtens (S. 2 unten, S. 3 oben).
2.2 Mit Beschwerdeantwort vom 4. April 2011 (Urk. 8) beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei im Sinne des Eventualantrages gutzuheissen, und es sei die Sache an sie zurückzuweisen, damit sie nach Eingang der ergänzenden medizinischen Abklärungen (MEDAS-Gutachten) über die strittige Rentenherabsetzung neu verfügen könne (S. 1 unten).

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Der Beschwerdeführer stellte sich beschwerdeweise (Urk. 1) auf den Standpunkt, dass aus den medizinischen Akten nicht ersichtlich sei, wie und wann sich sein Gesundheitszustand zwischen der ersten und der angefochtenen Verfügung verbessert haben solle (S. 7 Mitte). Sein effektiver Gesundheitszustand habe sich nicht verändert oder verbessert, weshalb die angefochtene Verfügung ersatzlos aufzuheben sei (S. 8 oben).
1.2 Die Beschwerdegegnerin ging vernehmlassungsweise (Urk. 8) davon aus, dass zur Beurteilung der strittigen Frage der Rentenreduktion ergänzende medizinische Abklärungen erforderlich seien. Es sei nicht zweifelsfrei ausgewiesen, ob die vom Versicherten im Vordergrund stehenden Ermüdungszustände ein objektivierbares Korrelat haben könnten (S. 1 Mitte).
Daraus folgt, dass auch gemäss Einschätzung der Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Revisionsgrundes zum jetzigen Zeitpunkt nicht erstellt ist. Somit erweist sich die erfolgte und strittige Herabsetzung der ganzen auf eine Dreiviertelsrente im zu beurteilenden Zeitpunkt als unzulässig, was zur Gutheissung der Beschwerde führt.
2.
2.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG) und auf Fr. 400.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
2.2. Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses und bei einem praxisgemässen Ansatz von Fr. 200.-- pro Stunde auf Fr. 2’000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist.