# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a6510d6f-83e1-4954-87c1-bb2d7fea6810
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1957 und sei Mai 2014 verbeiständet (Urk. 12/4), arbeitete von 1973 bis 2010 beim Y._ beziehungsweise bei der Z._ als dessen Rechtsnachfolgerin (Urk. 12/2/4 Ziff. 5.3, Urk. 12/7). Nach einer Phase der Arbeitslosigkeit und der anschliessenden Vorstellung bei der Sozialhilfebehörde ihres Wohnortes meldete sie sich am 25. Juni 2014 unter Hinweis auf verschiedene seit zirka dem Jahr 2012 bestehende gesundheitliche Beeinträchtigungen (Wasser in den Beinen, Epilepsie, sehr oft Kopfschmerzen, sehr schwache Beine, ständige Schmerzen in beiden Knien und Laufen am Krückstock) und eine Suchtproblematik zum Bezug von Leistungen der Invali
denversicherung an (Urk. 12/2). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (Vorbescheid vom 4. Januar 2016, Urk. 12/24; Einwand vom 4. März und 31. Mai 2016, Urk. 12/31 und Urk. 12/34), in dessen Verlauf der Untersu
chungsbericht des A._, Klinik für Neurologie, Abtei
lung Neuropsychologie, vom 1. April 2016 (Urk. 12/33) aufgelegt wurde, ver
neinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfü
gung vom 14. September 2016 (Urk. 2) einen Leistungsanspruch der Versicher
ten mangels Invalidität.
2.
Hiergegen erhob X._ am 5. Oktober 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 14. September 2016 sei aufzuhe
ben und ihr sei mindestens eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen an die IV-Stelle zurück
zuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltli
chen Prozessführung. Nachdem das Gericht Abklärungen hinsichtlich der Hand
lungsfähigkeit der Beschwerdeführerin getätigt hatte (Urk. 5, Urk. 7-9), ersuchte die IV-Stelle mit Beschwerdeantwort vom 30. November 2016 (Urk. 11) um Ab
weisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1. Dezember 2016 (Urk. 13) zur Kenntnis gebracht wurde.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wie auch Alkoholismus und Medi
kamentenmissbrauch) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Geset
zes
. Dagegen wird sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden ein
getreten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Ge
sundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE
124 V 265 E. 3c). Aus letzterem Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogensucht, die ihrerseits auf einen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditätsbe
gründend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funk
tionelle Einschränkungen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwi
schen psychosozialen oder soziokulturellen Umständen und fachärztlich festge
stellten psychischen Störungen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche in der Drogensucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein inva
lidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn da
von auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei ei
ner (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psychosozialen Problematik wesentlich bessern (und die damit verbundene Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sich entsprechend verringern) würde (Urteil des Bun
desgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.1).
Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rz 51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Drogen
sucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Ge
sundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hin
gegen sind sie gleichermassen IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Drogensucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittelkonsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeitsunfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidisierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittelabhän
gigkeit aufrechterhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt kön
nen die Auswirkungen der Sucht (unabhängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und so
weit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.2 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.2).
Im
erwähnten Urteil 8C_582/2015
vom 8. Oktober 2015
E. 4
hat das Bundesge
richt entschieden, dass die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 psychoso
matische Leiden betrifft und auf Suchtproblematiken nicht anwendbar ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_6/2016 vom 3. Februar 2016 E. 4.2.3 mit Hinweis auf die Kritik
von Liebrenz/Uttinger/Ebner, Sind Abhängigkeitserkrankungen aus höchstrichterlicher Sicht [weiterhin] nicht mit anderen psychischen Störun
gen [z.B. somatoformen Störungen] vergleichbar? - Eine Urteilsbesprechung von BGE 8C_582/2015 im Lichte der theoretischen Anwendbarkeit des ergeb
nisoffenen, strukturierten Beweisverfahrens, in: SZS
2016 S. 96; ferner: Liebrenz et
alii, Das Suchtleiden bzw.
die Abhängigkeitserkrankungen –
Mög
lichkeiten der Begutachtung nach
BGE 141 V 281
[= 9C_492/2014]
, in: SZS 2016 S.
12).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren
te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des
regionalen ärztlichen Dienstes (RAD)
zu entscheiden. Allerdings sind in sol
chen Fällen an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüs
sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen eine versicherungs
externe Begutachtung anzuordnen ist (BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 14. September 2016 (Urk. 2) davon aus, die Arbeitsunfähigkeit sei vor allem durch das Abhängigkeitsverhalten begründet. Die Ergebnisse der neuropsycho
logischen Untersuchung vom 1. April 2016 seien nicht mit ausreichender Wahr
scheinlichkeit als valide zu betrachten. Überwiegend wahrscheinlich sei ein rei
nes Suchtgeschehen anzunehmen, dies bis mit ausreichender Sicherheit eine Be
funderhebung möglich sei, die vom Suchtgeschehen nicht in relevantem Aus
mass beeinflusst werde. Zudem sei eine bewusste Verzerrung der Antworten durch nicht optimales Leistungsverhalten nicht mit ausreichender Sicherheit auszuschliessen vor dem Hintergrund externer Anreize im Sinne von Versiche
rungsleistungen.
2.2
Dem hielt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift vom 5. Oktober 2016 (Urk. 1 S. 10 ff.) entgegen, gemäss Schreiben des A._, Klinik für Neurolo
gie, Abteilung Neuropsychologie, vom 26. September 2016 (Urk. 3/4) seien die festgestellten neuropsychologischen Defizite mit grosser Wahrscheinlichkeit ir
reversibel und Folge des langjährigen Alkoholabusus. Gestützt auf die neu
ropsychologische Untersuchung vom 1. April 2016 verfüge sie lediglich über ei
ne Restarbeitsfähigkeit von 40 %, weshalb die Zusprechung mindestens einer Dreiviertelsrente beantragt werde. Es gebe keine Hinweise, dass die Testergeb
nisse nicht verwertbar beziehungsweise nicht valide seien. Eventualiter sei die Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung (insbesondere Einholung eines neurologischen-neuropsychologischen Gutachtens) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit dem Hinweis, dass ihr diesbezüglich vorgängig keine Mass
nahme in Form einer Alkoholabstinenz aufzuerlegen sei.
3.
3.1
Im Bericht
des
A._
, Klinik für Unfallchirurgie, vom 31. März 2014 (Urk. 12/20) betreffend die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 21. bis 31. März 2014 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (S. 1):
1.
Schädel-Hirn-Trauma vom 20. März 2014
-
RQW (4 cm Länge) mit grossem supragalealem Hämatom occipital rechts
-
tSAB links frontal mit Hauptbefund im Sulcus frontalis superior
-
tSAB (DD: Kontusionsblutung mit SAB-Komponente) am inferioren Aspekt des rechten Temporallappens
2.
Generalisierte Epilepsie
-
Status nach tonisch-klonischem epileptischem Anfall am 31. Juli 2013
-
Status nach generalisiertem Grand-Mal Anfall im November 2012
-
am ehesten provoziert im Rahmen von Diagnose 3
3.
Tonische Pupille mit geringer Anisokorie (links < rechts) bei Adie-Syndrom
4.
Chronischer Alkoholkonsum
-
hyperchromes makrozytäres Blutbild und Leberenzymerhöhung
5.
Arterielle Hypertonie
6.
Dyslipidämie
7.
Cataracta incipiens
8.
Presbyopie
Der Bericht enthält keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Zur Abklärung der Gangunsicherheit wurde eine neurologische Abklärung als erforderlich erachtet.
Ausser
dem wurde eine neurochirurgische Nachkontrolle anberaumt (S. 3). Laut Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2014 (Urk. 12/11) wurde der
entsprechende
Termin von der Beschwerdeführerin nicht wahrgenommen.
3.2
Vom 9. Mai bis 2. Juli 2014 war die Beschwerdeführerin in
B._
, Zentrum für Integrative Psychiatrie, Abhängi
ges Verhalten,
C._
, hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 1. Oktober 2014 (Urk. 12/10) wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 1):
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeits
syndrom, gegenwärtig abstinent in beschützender Umgebung (ICD-10 F10.21)
-
Lokalisationsbezogene (fokale) partielle symptomatische Epilepsie und epileptische Syndrome mit komplexen fokalen Anfällen (ICD-10 G40.2)
-
Generalisierte idiopathische Epilepsie und epileptische Syndrome (ICD-10 G40.3)
-
Pupillenfunktionsstörungen (ICD-10 H57.0)
-
Status nach Schädel-Hirn-Trauma (FT) vom 20. März 2014
Die Ärzte hielten fest, in letzter Zeit sei es zu mehreren Stürzen gekommen, wahrscheinlich im Zusammenhang mit epileptischen Anfällen, darunter auch zu einem Schädel-Hirn-Trauma. Substanzanamnestisch berichte die Beschwerde
führerin von einem Erstkontakt mit Alkohol im Alter von 18 Jahren. Seit fünf Jahren habe der Alkoholkonsum
zugenommen
und sei somit zum Problem für sie geworden. Sie konsumiere eine Flasche Wein pro Tag, hauptsächlich über den Tag verteilt (S. 2).
Die Beschwerdeführerin sei nach abgeschlossener Alko
holentzugsbehandlung von der
B._
, Station A1 für Akutpsychiatrie, zur weiterführenden Entwöhnungsbehandlung sowie zur psychosozialen Stabilisie
rung und zur Teilnahme am alkoholspezifischen Informations- und Motiva
tionsprogramm zugewiesen worden. Sie habe sich gut in das Stationssetting in
tegrieren können und motiviert und regelmässig am Programm teilgenommen. Aufgrund der regelmässigen Atem-Alkoholtests könne ihr eine rückfallfreie Zeit attestiert werden (S. 3).
Die Beschwerdeführerin sei am 2. Juli 2014 in gegensei
tigem Einvernehmen in die
D._
ausgetreten. Die weitere Nachbe
handlung erfolge durch die Hausärztin. Empfohlen werde die Fortführung der Vitamin B-Substitution mit Becozym und Benerva für mindestens zwei bis drei Monate. Bei einem alkoholbedingten Rückfall könne die Beschwerdeführerin nach telefonischer Absprache wieder aufgenommen werden (S. 4).
Zur Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin wurden keine Angaben gemacht.
3.3
Die seit Februar 2012 behandelnde Dr. med.
E._
, Fachärztin FMH für All
gemeine Innere Medizin, nannte in ihrem Bericht vom 10. Dezember 2014 (Urk. 12/13; vgl. auch ergänzende Angaben in Urk. 12/16) an die Beschwerde
gegnerin folgende Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1):
Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Alkoholkrankheit (Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent in beschützender Umge
bung, ICD-10 F10.21)
-
Lokalisationsbezogene (fokale) partielle symptomatische Epilepsie und epileptische Syndrome mit komplexen fokalen Anfällen (ICD-10 G40.2)
-
Generalisierte idiopathische Epilepsie und epileptische Syndrome (ICD-10 G40.3)
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Pupillenfunktionsstörungen (ICD-10 H57.0)
-
Status nach Schädel-Hirn-Trauma März 2014
Die Hausärztin berichtete von einem problematischen Alkoholkonsum seit zirka 15 Jahren. Aktuell sei die Beschwerdeführerin kognitiv unauffällig, sie konsu
miere aber weiter Alkohol in geringer Menge (S. 2 Ziff. 1.4).
Als Einschränkun
gen bestünden eine Konzentrationsschwäche und eine geringe körperliche Be
lastbarkeit. Die bisherige Tätigkeit als Bankkauffrau sei der Beschwerdeführerin nicht mehr beziehungsweise nur noch während maximal zwei Stunden mit verminderter Leistungsfähigkeit zumutbar. Es könnten nur sehr kurze, mental nicht anspruchsvolle Tätigkeiten ausgeführt werden. Eine behinderungsange
passte Tätigkeit mit leichter körperlicher Belastung sei während drei bis vier Stunden möglich (S. 2 f. Ziff. 1.7). Mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tä
tigkeit könne nicht gerechnet werden wegen der Alkoholkrankheit (S. 3 Ziff. 1.9).
3.4
In einem undatierten, am 9. Oktober 2015 bei der Beschwerdegegnerin einge
gangenen Verlaufsbericht (Urk. 12/22) stellte Dr.
E._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.2):
-
Leberzirrhose Child A
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeits
syndrom (ICD-10 F10.2)
Die Hausärztin schilderte einen fortgesetzten Alkoholkonsum mit zirka fünf Bier am Tag und eine fehlende Motivation zur Abstinenz (S. 1 Ziff. 1.3). Sie hielt fest, die seit Jahren arbeitslose Beschwerdeführerin sei in der bisherigen Tätig
keit als Bankkauffrau seit mindestens vier Jahren arbeitsunfähig. Es bestehe ei
ne Verminderung der Leistungsfähigkeit im Umfang von 70-80 % (S. 1 Ziff. 2.1-2.2). Sie lebe in einem Wohnheim für Bewohner mit niedrigem Dro
genkonsum (S. 3 Ziff. 4.4).
3.5
Med. pract.
F._
, Facharzt für Neurologie FMH, vom RAD hielt in seinen Stellungnahmen vom 29. April und 15. Dezember 2015 (Urk. 12/23/3-4) fest, zum gegenwärtigen Zeitpunkt könne nur ein Missbrauch von Genussmitteln (Alkohol) und eine dadurch bedingte Leberzirrhose mit unklaren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit als belegt angesehen werden. Eine eigenständige Epi
lepsie sei nicht dokumentiert. Die Anfälle seien überwiegend wahrscheinlich als Entzugsanfälle im Rahmen der Alkoholabhängigkeit zu sehen.
3.6
Auf Anfrage der Rechtsvertreterin (Urk. 12/29) führte Dr.
E._
am 2. März 2016 (Urk. 12/30) aus, eigenen Angaben zufolge konsumiere die Beschwerde
führerin zwei bis drei Flaschen Bier pro Tag, was sich nicht auf die Arbeitsfä
higkeit auswirken sollte. Sie leide an einer Konzentrationsschwäche und sei zur weiteren Abklärung in der neuropsychologischen Sprechstunde des
A._
ange
meldet.
Es bestehe ein
irreversible
s
cerebelläre
s
Syndrom mit Gangataxie. Dabei handle es sich am ehesten um Folgen der chronischen Alkoholkrankheit. Die Epilepsie sei am ehesten durch die Alkoholkrankheit induziert. Aufgrund des Schädel-Hirn-Traumas vom 20. März 2014 seien keine bleibenden Schäden zu
rückgeblieben. Ein Alkoholentzug wäre sicher sinnvoll, eine Begutachtung be
ziehungsweise neurologische Untersuchung sollte aber auf diesem niedrigen Ni
veau möglich sein.
3.7
Im Bericht des
A._
, Klinik für Neurologie, Abteilung Neuropsychologie, vom 1. April 2016 (Urk. 12/33) betreffend die Standortbestimmung vom selben Da
tum wurden folgende Diagnosen genannt (S. 1):
1.
Chronischer Alkoholkonsum
-
Hyperchromes makrozytäres Blutbild und Leberenzymerhöhung
2.
Generalisierte Epilepsie:
-
Am ehesten im Rahmen der Diagnose 1
-
Status nach tonisch-klonischem Anfall am 31. Juli 2013
-
Status nach generalisierte
m
Grand-Mal-Anfall im November 2012
-
Cerebelläres Syndrom mit Gangataxie und leichter Okulomotoriusstö
rung
-
Therapeutisch: Keppra
3.
Status nach Sturz am 22. November 2015
-
Am ehesten im Rahmen der Diagnose 2
-
Anamnestisch starke frontale Kopfschmerzen
4.
Status nach Schädel-Hirn-Trauma vom 20. März 2014
-
RQW (4 cm Länge) mit grossem supragalealem Hämatom occipital rechts
-
tSAB links frontal mit Hauptbefund im Sulcus frontalis superior
-
tSAB (DD: Kontusionsblutung mit SAB-Komponente) am inferioren Aspekt des rechten Temporallappens
5.
Tonische Pupille mit geringer Anisokorie (links < rechts) bei Adie-Syndrom
6.
Arterielle Hypertonie
7.
Dyslipidämie
8.
Cataracta incipiens
9.
Presbyopie
In der Beurteilung wurde zusammenfassend festgehalten (S. 4), es lägen schwergradige attentionale Beeinträchtigungen sowie leichtgradige mnestische Beeinträchtigungen vor. Ätiologisch beziehungsweise hirnlokalisatorisch seien insbesondere die attentionalen Defizite unspezifisch. Die Gedächtnisdefizite (vor allem für figurale Informationen) könnten mit dem Status nach Schädel-Hirn-Trauma mit links frontaler beziehungsweise rechts temporaler SAB in Zusam
menhang stehen. Aufgrund der neuropsychologischen Defizite sei die Arbeitsfä
higkeit der Beschwerdeführerin um 60 % eingeschränkt, wobei eine auszufüh
rende Tätigkeit keinesfalls zeitsensitiv sein sollte sowie keine Leistungsstabilität und Fehlerfreiheit erfordern dürfe. Es sei darauf hinzuweisen, dass die Leis
tungsfluktuation bei einfachen monotonen Arbeiten noch ausgeprägter ausfal
len dürfte als bei etwas komplexeren Aufgaben. Die Beschwerdeführerin sei auf eine starke externale Strukturierung, Anleitung und Führung angewiesen auf
grund erhöhter Ablenkbarkeit und ansonsten mangelndem Aufmerksamkeitsfo
kus. Nach bereits kurzer Zeit habe sich eine deutliche Ermüdung und ein schneller Abfall der Konzentrationsleistung gezeigt.
3.8
Med. pract.
F._
vom RAD hielt am 25. Juli 2016 fest (Urk. 12/37/3), die neuropsychologische Testung habe verschiedene Defizite gezeigt, vor allem im Bereich der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses, sowie eine schnelle Ermü
dung. Er bat er um ergänzende Beantwortung folgender Fragen:
-
Wurde ein Verfahren zur Beschwerdevalidierung durchgeführt und falls nein, weshalb nicht?
-
Wurde vor der neuropsychologischen Testung eine Atemalkohol-Testung durchgeführt und falls nein, weshalb nicht?
Ein Aufmerksamkeitsdefizit infolge einer akuten Alkoholintoxikation könne ohne Testung der Atem-Alkohol-Konzentration oder einer vergleichbaren Un
tersuchung nicht sicher ausgeschlossen werden. Aufgrund des chronischen Al
koholkonsums sei eine mögliche Testung im alkoholisierten Zustand – die schliesslich nicht verwertbar wäre – als durchaus wahrscheinlich anzusehen.
Gemäss Aktennotiz vom 26. Juli 2016 (Urk. 12/37/3) verneinte Prof. Dr. phil.
G._
, Abteilungsleiter Klinik für Neurologie, Neuropsychologie, auf telefoni
sche Anfrage der Beschwerdegegnerin hin die Vornahme einer Beschwerdevali
dierung wie auch einer Atem-Alkohol-Testung vor der Untersuchung. Verfahren zur Beschwerdevalidierung würden nur bei Begutachtungen durchgeführt oder aber, wenn die Untersuchungsergebnisse nicht nachvollziehbar seien.
Daraufhin hielt RAD-Arzt med. pract.
F._
am 29. August 2016 fest (Urk. 12/37/4), die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung vom 1. April 2016 seien nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit als valide zu be
trachten. Die überwiegend wahrscheinliche Annahme eines reinen Suchtgesche
hens sei somit weiterhin gültig, bis mit ausreichender Sicherheit eine Befunder
hebung möglich sei, die vom Suchtgeschehen nicht in relevantem Ausmass be
einflusst werde (Abstinenznachweis durch Haarprobe, ETG, für die letzten sechs Monate). Zudem sei eine bewusstseinsnahe Antwortverzerrung durch subopti
males Leistungsverhalten vor dem Hintergrund externer Anreize im Sinne von Versicherungsleistungen mit ausreichender Sicherheit auszuschliessen (Be
schwerdevalidierung).
3.9
Im Schreiben des
A._
, Klinik für Neurologie, Abteilung Neuropsychologie, vom 26. September 2016 (Urk. 3/4) hielten PD Dr. med.
H._
, Leitender Arzt, und Prof. Dr. phil.
G._
, Abteilungsleiter Neuropsychologie, zuhanden der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin fest, die
von ihr
gestellten (nicht ak
tenkundigen) Fragen könnten aufgrund der einmaligen Konsultation
(neuropsy
chologische Standortbestimmung)
nicht beantwortet werden. Hierzu sei wohl zusätzlich eine neurologische Begutachtung nötig. Es werde davon ausgegan
gen, dass die konstatierten neuropsychologischen Defizite mit grosser Wahr
scheinlichkeit irreversibel und Folge des langjährigen (seit Jugend) Alkoholabu
sus seien.
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch
der Beschwerdeführerin
auf eine
Rente der Invalidenversicherung
und
in diesem Zusammenhang
insbesondere die Fra
ge, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt
, aufgrund dessen sie in ihrem Leistungsvermögen in einem rentenbegründenden Ausmass eingeschränkt ist.
4.2
Aus den Akten geht hervor, dass bei der Beschwerdeführerin seit vielen Jahr
en
ein
e
Alkohol
abhängigkeit
besteht.
Aktenkundig sind sodann verschiedene
ge
sundheitliche Beeinträchtigungen
(insbesondere Epilepsie, Pupillenfunktionsstö
rung, Status nach Schädel-Hirn-Trauma, Konzentrationsschwäche, geringe kör
perliche Belastbarkeit, Leberzirrhose, cerebelläres Syndrom mit Gangataxie, neuropsychologische Defizite in den Bereichen Aufmerksamkeit und Gedächt
nis)
, welche durch
den missbräuchlichen Alkoholkonsum (mit-)verursacht wor
den sein
o
der aber auch unabhängig von diesem vorliegen könnten.
Wie es sich damit
im Einzelnen konkret
verhält und ob
beziehungsweise
inwieweit die Ar
beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin dadurch in invalidenversicherungsrecht
lich relevanter Weise eingeschränkt ist,
lässt sich
den
vorhandenen
Akten nicht
entnehmen
.
Insbesondere setzte sich auch
med. pract. F._ vom RAD
in sei
nen kurz gehaltenen Stellungnahmen
(vgl. E. 3.5 und E. 3.8 hiervor)
mit den re
levanten Vorakten nur ungenügend auseinander und begründete seine Ein
schätzung, wonach ein reines Suchtgeschehen vorliege, nicht in der gebotenen Weise. Dementsprechend hätte die Beschwerdegegnerin mangels Nachvollzieh
barkeit nicht
unbesehen
darauf abstellen dürfen
, zumal ärztlicherseits irrever
sible Folgeschäden postuliert werden (vgl. E. 3.6 und E. 3.9 hiervor)
.
Auch die übrigen bei den Akten liegenden Arztberichte sind zu wenig auf
schlussreich, um den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin zuverlässig
beurteilen
zu können. Mithin fehlt es an einer ver
lässlichen medizinischen Entscheidungsgrundlage zur Beurteilung
ihres
Leis
tungsanspruch
e
s.
Entgegen
dem von der Beschwerdeführerin vertretenen (Haupt-)Standpunkt
kann namentlich nicht auf
die im Bericht des A._, Klinik für Neurologie, Abteilung Neuropsychologie, vom 1. April 2016 (vgl. E. 3.7 hiervor) attestierte Arbeitsunfähigkeit von 60 % abgestellt werden, da die invol
vierten Fachpersonen gestützt auf die neuropsychologische Standortbestim
mung vom selben Datum keine abschliessende Einschätzung abzugeben ver
mochten und eine zusätzliche neurologische Begutachtung anregten (Bericht vom 26. September 2016, vgl. E. 3.9 hiervor). Zur Beurteilung des
Leistungsan
spruch
es
der Beschwerdeführerin bedarf es
vielmehr
eines fachärztlichen
(versi
cherungsexternen)
Gutachtens, welches über deren Gesundheitszustand Aus
kunft gibt und dazu Stellung nimmt, in welchem Umfang und bezüglich wel
cher Tätigkeiten sie arbeitsfähig ist. Dabei wird auch
das Suchtgeschehen
im Lichte der einschlägigen bundesgerichtli
chen Rechtsprechung (vgl. E. 1.2
hier
vor) zu beleuchten sein. Mithin hat sich das Gutachten auch darüber auszuspre
chen, ob die seit vielen Jahren bestehende Alkoholsucht zu einem Gesundheits
schaden mit Krankheitswert geführt hat oder ob sie selbst Folge eines solchen ist.
4.3
Praxisgemäss können di
e Anordnung einer Entzugsbehandlung und der Nach
weis einer Abstinenz bereits im Abklärungsverfahren unter dem Titel der Mit
wirkungspflicht angezeigt sein, wenn es darum geht, einen invaliditätsfremden Alkoholkonsum bei der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auszublenden. Hängt der Alkoholismus mit einer invalidisierenden Krankheit derart zusam
men, dass eine Abstinenz unabdingbar ist, um die Progression der zusätzlichen Krankheit zu verhindern, kann ein Entzug als Eingliederungsmassnahme unter dem Titel der Schadenminderungspflicht in Frage kommen (beispielsweise bei einer invalidisierenden Leberschädigung, die ohne Abstinenz zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen würde;
Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 4.2.1).
Auch diesbezüglich bedarf es einer fachkundigen Einschätzung. Namentlich ist mit Blick auf die Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht der Beschwerde
führerin fachärztlich zu beantworten, ob eine (weitere) Entzugsbehandlung – al
lenfalls im Vorfeld der anzuberaumenden Begutachtung – angezeigt und zu
mutbar ist und ob diese zu einer (anspruchsrelevanten) Verbesserung der Ar
beits- und Erwerbsfähigkeit führen könnte. Gegebenenfalls bedarf es hierzu
ei
n
es
Mahn- und Bedenkzeitverfahren
s
im Sinne von
Art.
43
Abs.
3 ATSG
bezie
hungsweise Art. 21 Abs. 4 ATSG
.
4.4
Angesichts dessen, dass es die Beschwerdegegnerin im Verwaltungsverfahren bei den bestehenden
Unklarheiten
hinsichtlich des medizinischen Sachverhaltes bewenden liess
respektive
sie die entscheidrelevanten Fragen bisher nicht ernst
haft zu erhellen versuchte, rechtfertigt es sich im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4) nicht, bereits zu diesem Zeitpunkt der Abklärungen ein gerichtliches
G
utachten einzuholen
, was denn auch nicht beantragt wurde
. Vielmehr ist die Sache unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom
14. September 2016 (Urk. 2)
an die Beschwerdegegnerin zu
rückzuweisen, damit sie
die notwendigen Abklärungen veranlasse
und hernach über den Leistungsanspruch de
r
Beschwerdeführer
in
neu verfüge.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
Die Kosten des Verfahrens gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf Fr. 7
00.-- fest
zulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Das Ge
such
de
r Beschwerdeführerin
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh
rung
(Urk. 1 S. 2)
wird damit gegenstandslos
.