# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d6e20314-1fb7-4a0a-a5ab-cf7a98fa0db1
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Mit Strafbefehl vom 17. November 2017 sprach die Staatsanwaltschaft Graubünden A._ der groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 35 Abs. 2 und 4 SVG in Verbindung mit Art. 90 Abs. 2 SVG sowie der Führerflucht gemäss Art. 51 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 2 SVG schuldig und bestrafte sie mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 110.00, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren und einer Busse von CHF 1'700.00, bei schuldhafter Nichtbezahlung derselben mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen. Dem Strafbefehl lag folgender Sachverhalt zugrunde.
Am O._ 2017, um ca. 12.05 Uhr, fuhr die Beschuldigte mit dem Personenwagen B._, Kontrollschild GR D._, auf dem E._weg, Gemeinde C._, in Richtung H._ Strasse. Oberhalb des I._ überholte sie einen Personenwagen. Als sie am Überholen dieses Fahrzeugs war, näherte sich von der Gegenrichtung J._ mit dem Personenwagen K._, Kontrollschild GR F._, mit einer Geschwindigkeit von ca. 70 – 80 km/h, gefolgt von einem Motorrad L._, Kontrollschild GR G._, gelenkt von M._. Um der Beschuldigten das Wiedereinbiegen auf ihre Spur zu ermöglichen, musste J._ ihr Fahrzeug stark abbremsen. Dabei kollidierte M._ mit dem Heck ihres noch rollenden Fahrzeugs und zog sich an der rechten Hand eine Wurzelknochenfraktur zu. Die Beschuldigte führte das Überholmanöver grob pflichtwidrig durch, obwohl die Sichtweite ungenügend war und ohne sich zu vergewissern, dass sie rechtzeitig und ohne andere Verkehrsteilnehmer zu behindern oder zu gefährden wieder auf ihre Spur einbiegen kann. Nach dem Wiedereinbiegen hörten die Beschuldigte wie auch die in ihrem Fahrzeug mitfahrende Tochter ein Geräusch, ähnlich einem Bremsgeräusch. Trotzdem fuhr sie pflichtwidrig und ohne anzuhalten weiter, ohne sich zu vergewissern, ob jemand verletzt worden war.
B. Gegen diesen Strafbefehl erhob A._ am 1. Dezember 2017 fristgerecht Einsprache. Mit Verfügung vom 27. April 2018, mitgeteilt am 2. Mai 2018, überwies die Staatsanwaltschaft den Strafbefehl an das Regionalgericht Landquart.
C. Mit Urteil vom 8. August 2018, gleichentags mündlich eröffnet und im Dispositiv mitgeteilt, erkannte das Regionalgericht Landquart was folgt:
1. A._ ist schuldig der groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 35 Abs. 2 und 4 SVG in Verbindung mit Art. 90 Abs. 2 SVG sowie der Führerflucht gemäss Art. 51 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 2 SVG.
2. Dafür wird A._ bestraft mit:
a) einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 110.00.
b) einer Verbindungsbusse von CHF 1'700.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 15 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
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c) Der Vollzug der Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben.
3. Die Verfahrenskosten, bestehend aus - der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 1'775.00
- den Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 262.00
- der Gerichtsgebühr des Regionalgerichts Landquart CHF 5'000.00
- total somit CHF 7'037.00
werden vollumfänglich der Verurteilten auferlegt, welcher keine Prozessentschädigung ausgerichtet wird.

## Considerations