# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** be376080-eeb6-576f-8160-4d0748811f89
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Der Steuerpflichtige lebt zusammen mit seiner Konkubinatspartnerin in B._ und arbeitet bei der C._ in D._.
In der Steuererklärung, welche er am 5. März 2016 für die Steuerperiode 2015 einreichte, deklarierte der Steuerpflichtige ein Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit im Betrag von CHF 77‘955.-. Als Berufsauslagen machte er unter anderem einen Abzug für Fahrkosten (Privatfahrzeug) im Betrag von CHF 18‘840.- geltend (220 Arbeitstage mit zwei täglichen Fahrten à 72 km von B._ nach D._).
Gemäss ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 20. Mai 2016 setzte die Kantonale Steuerverwaltung (nachfolgend: Steuerverwaltung) den Abzug für Fahrkosten auf CHF 3‘655.- fest. Unter Berücksichtigung der übrigen Steuerfaktoren ergab sich für den Steuerpflichtigen ein steuerbares Einkommen von CHF 58‘125.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 5‘090.10) bzw. CHF 61‘089.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 754.45). Die Abweichungen gegenüber der Steuererklärung begründete die Steuerverwaltung wie folgt: „2110: GA in Abzug gebracht.“
B. Gegen diese Veranlagung reichte der Steuerpflichtige am 10. Juni 2016 Einsprache ein. Er beantragte, es seien die Fahrkosten im vollen Umfang (CHF 18‘840.-) zum Abzug zuzulassen. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass er mit seiner Konkubinatspartnerin zwei Fahrzeuge besitze, deren Kosten je hälftig geteilt würden. Zudem bestätige sein Arbeitgeber, dass er für den Arbeitsweg von B._ nach D._ auf ein Fahrzeug angewiesen sei.
Im Rahmen des Einspracheverfahrens wurde der Steuerpflichtige aufgefordert, verschiedene Unterlagen betreffend die geltend gemachten Gewinnungskosten einzureichen. Dieser Aufforderung kam der Steuerpflichtige am 22. Juni 2016 nach.
Mit Einspracheentscheid vom 30. Juni 2016 hiess die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache teilweise gut, indem sie den Abzug für Fahrkosten neu auf CHF 4‘791.- festsetzte. Dies mit der Begründung, dass dem Steuerpflichtigen von seiner Konkubinatspartnerin ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt werde. Die Auslagen des Fahrzeuges seien grundsätzlich von der Konkubinatspartnerin, welche Halterin des Fahrzeugs sei, zu bestreiten. Da der Benutzer eines geliehenen Fahrzeugs in der Regel die Kosten für den Treibstoff zu tragen habe, würden lediglich die Kosten für den Treibstoff zu Lasten des Steuerpflichtigen anfallen. Ferner wies die Steuerverwaltung darauf hin, dass gemäss gültiger Rechtsprechung die Fahrkosten nach der kürzesten Strecke berechnet würden.
C. Mit Eingabe vom 2. August 2016 reichte der Steuerpflichtige beim Kantonsgericht eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 30. Juni 2016 ein. Er stellt das Begehren, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Fahrkosten für ein Privatfahrzeug im Umfang von CHF 18‘840.- zum Abzug zuzulassen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Steuerverwaltung zurückzuweisen. Zudem seien ihm die Kosten für die fachliche Beratung durch einen Treuhänder im Betrag von CHF 1‘500.- von der Steuerverwaltung zu ersetzen. In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie des Untersuchungsgrundsatzes geltend. In materieller Hinsicht wird erneut vorgebracht, dass er seit sieben Jahren im Konkubinat lebe. Er und seine
Kantonsgericht KG
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Konkubinatspartnerin würden zwei Fahrzeuge besitzen, welche aus wirtschaftlichen Gründen auf den Namen seiner Konkubinatspartnerin eingelöst seien. Dies ändere aber nichts daran, dass der Kaufpreis des von ihm täglich benutzten Fahrzeuges je hälftig auf die beiden Konkubinatspartner aufgeteilt worden sei und er sich auch an allen weiteren Kosten (Fahrzeugsteuern, Versicherungskosten) je zur Hälfte beteilige. Wenn die Vorinstanz alleine auf die zivilrechtlichen Eigentumsverhältnisse abstelle, missachte sie die tatsächlich gelebte, wirtschaftliche Struktur sowie den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
Der mit Verfügung vom 10. August 2016 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 600.- wurde fristgemäss bezahlt.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. September 2016 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Es wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt, anlässlich dessen beide Parteien an ihren Standpunkten festhielten.

## Considerations

Erwägungen