# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 846e3d8b-a2e3-42f4-9542-67fe4c8e8ddd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der mit
Y._
(
geboren
2
5.
März 1954
)
verheiratete
X._
(
geboren 24.
Oktober 1948
)
war bis
Ende Oktober
2007 b
ei
der
Firma Z._
an
gestellt
. Der Austritt erfolgte per 1. November 2007 im Rahmen einer flexib
len Alterspensionier
ung
(vgl. Urk.
6/10 S. 2)
.
Gestützt auf die Steuermeldungen des Steueramtes des Kantons Zürich, Abteilung direkte Bundessteuer, vom 20. August 2011
über Renteneinkommen und Vermögen Nichterwerbstätiger
betreffend die Jahre 2008 und 2009
(Urk. 6/36-37 bzw. Urk. 7/20)
setzte die
So
zialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, Ausgleichskasse,
mit
Beitragsver
fügungen
vom 7. Mai 2012
die
persönliche
n
Beiträge
von
X._
und
Y._
als
Nichterwerbstätige
für die Jahre 2008 und 2009
auf
je
Fr.
1‘976.60
fest. Gleichentags erliess sie
Beitragsverfügungen
a
konto
für
das Jahr
2010
,
ebenfalls in H
öhe von
je
Fr.
1‘976.60
,
sowie
für die Jahre 2011 und 2012 in Höhe von
je
Fr. 2‘054.80
(
jeweils einschliesslich Verwaltungskosten; Urk.
6
/29
und Urk.
7/18
)
.
M
it Beitragsverfügungen
a
konto
vom 15.
April 2013
forderte
die Ausgleichskasse
alsdann persönliche Beiträge
für
Nichterwerbstä
tige
von
X._
für
die Zeit von Januar bis Oktober
2013
in Höhe von Fr.
1
‘
712.50
und von
Y._
für Januar bis Dezember 2013 in Höhe
von
Fr.
2‘054.80
(
jeweils einschliesslich Verwaltungskosten;
Urk.
6/9 und Urk. 7/5
).
Gege
n die
Verfügungen
betreffend
die
Beiträge 2008 bis 2012
erhob
X._
- auch im Namen seiner Ehefrau -
am 3
1.
Mai 2012 (Urk. 6/27)
, ergänzt durch Schreiben
der Eheleute X._ und Y._
vom 26.
Dezember 2012
(Urk. 6/19
)
und
vom
2
6.
Februar 2013 (
Urk.
6/15) sinngemäss Einsprache
. Am 9. Mai
2013
erhoben
die
Eheleute
auch
gegen die Verfügung
en
vom 15.
April 2013
Einsprache
(Urk. 6/8)
.
Am 2
8.
Oktober 2013 erliess die Ausgleichskasse einen Einspracheentscheid, mit welchem sie die Einsprache
n
der Eheleut
e
X._ und Y._
in Bezug auf die
Jahre 2008 und 2009 abwies.
Demgegenüber hob sie die in Bezug auf die Jahre 2010 bis 2013 erlassenen
Akonto
-Beitrags
verfügungen
(„vorläufig“)
wieder
auf
und schrieb
die
Einsprache
n
betreffend die
Jahre
2010 bis 2013
als gegenstandslos geworden ab (Urk. 2).
1.2
Gegen d
e
n Einspracheentscheid
vom
28. Oktober 2013
erh
o
ben die Eheleute
X._ und Y._
hierorts mit Eingabe vom 2
1.
November 2013 Beschwerde mit dem
sinngemässen Antrag
auf
Aufhebung des angefochtenen Entscheides
mit der
Fest
stellung, dass keine Beitragspflicht
als Nichterwerbstätige bestehe;
even
tuell
auf
Reduk
tion der Beiträge um die
auf den
in die Pensionskasse bezahlten Betrag bereits entrichteten
AHV-
(Lohn-)
B
eiträge (Urk. 1). Dieser Prozess wurde
hierorts
unter der Prozess-Nr. AB.
2013.00079 angelegt. Die Ausgleichskasse be
antra
gte mit Vernehmlassung vom 12.
Dezember 2013 Abweisu
ng der Beschwer
de (Urk.
5). Im Rahmen des
am 1
6.
Dezember 2013
angeordneten
zweiten
Schrif
tenwechsels
(Urk.
8)
hielten die Beschwerdeführenden zur Hauptsache an ihren
Anträgen und
Vorbringen fest (
Replik
vom 10.
Januar 2014;
Urk.
10
)
.
D
ie Ver
waltung
verzichtete am 23.
Januar 2014
auf Duplik (
Urk.
14), was den Be
schwerdeführenden
am
27.
Januar 2014
zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
15
)
.
2.
2.1
Nachdem
am 2
2.
November 2013 auch
die Steuermeldungen des Steueramtes des Kantons Zürich, Abteilung direkte Bundessteuer, bet
reffend die Jahre 2010
und 2011
ergangen waren
(
Urk.
16/6/23-24), setzte die Ausgleichskasse mit
Nach
tragsv
erfügung
en
vom 25.
Juli 2014 die persönlichen Beiträge der Eheleute
X._ und Y._
als Nichterwerbstätige für das Jahr 2010
je auf Fr.
1‘872.60
fest
(
Urk.
16/6/27 und
Urk.
16/7/27), wogegen diese am
14.
August 2014 Einsprache erhoben
(Urk.
16/7/29). Mit Nachtragsverfügungen vom 29
.
August 2014 setzte die Ausgleichskasse alsdann
auch
die persönlichen Beiträge als
Nichterwerbstä
tige
für das Jahr 2011
auf je Fr. 1
‘
947.00
fest (Ur
k.
16/6/29 und
Urk.
16/7/31)
. Auch dagegen erhoben
die Eheleute am
26.
Septe
mber 2014 Einsprache (vgl. Urk.
2, E.
2).
Mit E
insprachee
ntscheid vom 29.
Oktober 2014 wies die
Aus
gleichs
kasse
die Einsprachen ab (Urk. 16/2).
2.2
Auch gegen
den
Einspracheentscheid
vom 29. Oktober 2014
erh
o
ben die Ehe
leute
X._ und Y._
hierorts mit Eingabe vom 27.
November 2014 Beschwerd
e (Urk.
16/1). Dieser Prozess wurde hierorts unter der
Prozes
s-Nr. AB.2014.00062 angelegt. Die Verwaltung beantr
agte mit Vernehmlassung vom 26.
Januar 2015 Abweisung der Beschwerde (Urk. 16/5), was den Beschwerde
führenden am 27. Janu
ar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 16/8).
3.
Auf
die
Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
In
beiden Beschwerdeverfahren
sind die
gleichen Parteien
beteiligt und
es
sind
die nämlichen Fragen streitig, namentlich
,
ob in den Jahren 2008
und
2009
(Prozess
Nr.
AB.2013.00079)
beziehungsweise 2010
und
2011
(
Prozess
Nr. AB.2014.00062
)
eine Beitragspflicht als Nichterwerbstätige besteht und ge
gebe
n
en
falls, ob
auf den
geschuldeten
Beiträgen
bereits bezahlte (Lohn-)Bei
träge anzurechnen sind. Es r
ech
t
f
ertigt
sich
daher
die
Vereinigung der
beiden
Verfahren
. Der Prozess Nr.
AB.2014.00062
ist daher mit dem vorliegenden Pro
zess
Nr. AB.2013.00079
zu vereinigen und als dadurch erledigt abzuschreiben. Dessen Akten werden im
vorliegenden Prozess als Urk. 16
/0-
10
geführt.
2.
2.1
Gemäss
Art.
1a
Abs.
1
lit
. a
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlas
senenversicherung
(AHVG) sind
ob
ligatorisch v
ers
ichert die natürlichen Perso
nen
mit
Wohnsitz
in der Schweiz
. Gemäss
Art.
3
Abs.
1
AHVG
sind
die Versi
cherten beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Für Nicht
erwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am
1.
Januar nach Vollendung des 2
0.
Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in
welchem
Frauen das 6
4.
und Männer das
6
5.
Altersjahr vollendet haben
.
Gemäss
Art.
3
Abs.
3
lit
. a AHVG gelten b
ei nichterwerbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen Ver
sicher
ten
die eigenen Beiträge als bezahlt, sofern der Ehegatte Beiträge von mindes
tens der doppelten Höhe d
es Mindestbeitrages bezahlt hat
.
2
.2
Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des Einkom
mens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt (
Art.
4
Abs.
1 AHVG). Nichterwerbstätige bezahlen
je nach ihren sozialen Verhältnissen
einen Be
i
trag
von
370
(Jahr 2008) bzw.
382 (Jahre 2009 und 2010)
respektive
387
(Jahr 2011)
bis 8400
Franken
pro Jahr
(vgl.
Art.
10
Abs.
1 Satz 1
AHVG
)
. Erwerbstätige, die im Kalenderjahr, gegebenenfalls mit Einschluss des
Arbeitge
berbeitrags
, weniger als
den Mindestbeitrag
entrichten, gelten als
Nichter
werbs
tätige
. Der Bundesrat kann den Grenzbetrag nach den sozialen Verhält
nissen des
Versicherten erhöhen, wenn dieser nicht dauernd voll erwerbstätig ist (
Art.
10
Abs.
1 AHVG).
Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften über den Kreis der Personen, die als Nichterwerbstätige gelten, und über die Bemessung der Beiträge. Er kann be
stimmen,
dass vom Erwerbseinkommen bezahlte Beiträge auf Verlangen des Ver
sicherten an die Beiträge angerechnet werden, die dieser als
Nichterwerbstä
tiger
schuldet (
Art.
10
Abs.
3 AHVG).
2.3
Nichterwerbstätige, für die nicht der jährliche Mindestbeitrag vorgesehen ist,
be
zahlen die Beiträge aufgrund ihres Vermögens und Renteneinkommens (
Art.
28
Abs.
1 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversiche
rung
; AHVV).
Verfügt ein Nichterwerbstätiger gleichzeitig über Vermögen und
Rentenein
kommen
, so wird der mit 20 multiplizierte jährliche Rentenbetrag zum Ver
mögen hinzugezählt (
Abs.
2). Ist eine verheiratete Person als
Nichterwerbs
tätige
beitragspflichtig, so bemessen sich ihre Beiträge aufgrund der Hälfte des ehe
lich
en Vermögens und Renteneinkommens (
Abs.
4 Satz 1).
2.4
Personen, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind, leisten die Beiträge wie
Nicht
erwerbstätige
,
wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zusammen mit denen
ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des Bei
trages nach
Art.
28 entsprechen. Ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen müssen auf jeden Fall den Mindestbeitrag nach Artikel 28 erreichen (
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV). Besteht eine Beitragspflicht wie für Nichterwerbstätige, so ist Artikel 30 anwendbar (
Art.
28
bis
Abs.
2 AHVV).
2.
5
Versicherte, die für ein Kalenderjahr als Nichterwerbstätige gelten, können ver
lan
gen, dass die Beiträge von ihrem Erwerbseinkommen, die für dieses Jahr be
zahlt wurden, an die Beiträge angerechnet werden, die sie als
Nichterwerbs
tätige
zu entrichten haben (
Art.
30
Abs.
1 AHVV).
2.
6
Der Begriff der Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 AHVG setzt die Aus
übung einer auf die Erzielung von Einkommen gerichteten best
immten (persönlichen) Tätigkeit
voraus, mit welcher die wirtschaftliche Leistungsfähig
keit erhöht werden soll (vgl.
dazu etwa
BGE 106 V 131
E. 3a
).
Ob ein
Versi
cher
ter dem Beitragsstatut eines Erwerbstätigen oder Nichterwerbstätigen un
ters
teht
,
hängt davon ab
,
ob er im Zeitraum
,
auf den sich die Beitragserfassung bezieht, eine Erwerbstätigkeit mit gewissen Beiträgen auf dem Arbeitserwerb (
Art.
10
Abs.
1 Satz 2 AHVG) und von bestimmtem Umfang (
Art.
10
Abs.
1 Satz 3 AHVG
in Verbindung mit
Art.
28
bis
AHVV) ausübte oder nicht. Massgebliches
Abgren
zungskriterium
von
Art.
10 AHVG ist die tatsächliche Erwerbstätigkeit. Fehlt
diese
,
liegt Nichterwerbstätigkeit vor und es be
steht eine Beitragspflicht aus
Nicht
erwerbstätigkeit (
vgl.
E
.
4.2
und 4.3
sowie
5.2 von
BGE 139 V 12
)
.
3.
3.1
Die Ausgleichskasse
führt
zur Begründung ihres Standpunktes
zur Hauptsache
aus
, dass
X._
bei der Frühpensionierung das 65. Altersjahr noch nicht vollendet hatte, weshalb die Eheleute als Nichterwerbstätige beitragspflichtig seien.
Bezüglich
der vom
seinerzeitigen
Arbeitgeber
anlässlich der
Alterspensio
nierung
in die Pensionskasse geleisteten
Zahlungen könne alsdann keine An
rechnung von
(Lohn-)Beiträgen
stattfinden (
Urk.
2
und
Urk.
5 sowie
Urk.
16/2).
3
.2
Die Beschwerdeführenden bringen dagegen zur Hauptsache vor,
dass sie
bereits während 44 Jahren als Erwerbstätige Beiträge geleistet
hätten
(plus 11
Erzie
hungsgutschriften
). Dass für Nichterwerbstätige die Beitragspflicht erst nach 45 Beitragsjahren ende, stelle eine Ungleichbehandlung dar, weshalb sie
-
aus
Gründen der Rechtsgleichheit -
nicht als Nichterwerbstätige zu erfassen seien. Sollten sie tatsächlich als Nichterwe
rbstätige gelten,
sei zu berücksichtigen, dass
Leistungen des Arbeitgebers, die infolge Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus
gerichtet würden, nicht zum massgebenden Renteneinkommen gehör
ten
(
Urk.
10
, S.
4). Alsdann
seien die (Lohn-)B
eiträge, welche auf den
v
om früheren Arbeit
geber in die Pensionskasse geleisteten Zahlungen erhoben wor
den seien,
anteil
mässig
auf die als Nichterwerbstätige zu entrichtenden Beiträge anzu
rech
nen (Urk. 1
und Urk. 16/1 unter Hinweis auf Urk.
1
).
4.
In sachverhalt
s
mässiger Hinsicht ergibt sich aus den Akten
und ist zwischen den Parteien
denn auch
nicht streitig
, dass
der Beschwerdeführer per
1.
Novem
ber 2007 in den vorzeitigen Ruhestand trat.
Gemäss
einem
auszugsweise
in den Akten lie
genden
Schreiben der seinerzeitigen Arbeitgeberin (
Firma Z._
) betreffend
eine
zwischen dem Beschwerdeführer und
der Arbeitgeberin
abge
schlossenen Vereinbarung
leistete
die Arbeitgeberin
i
m Rahmen d
er flexiblen
Alterspensio
nierung
von
X._
zu dessen Gunsten
freiwillig eine
Zahlung in Höhe von Fr.
85‘000.
--
an die mit dem vorzeitigen Rücktritt ver
bu
ndenen Kosten der Pensionskasse.
Gemäss
weiterem Inhalt
des Schreibens
wurden
die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge für AHV und ALV durch
die
Arbeitgeberin
über
nommen
und sollten
d
er Arbeitnehmerbeitrag sowie die
Kapi
tal
leistung
Be
standteil des massgebenden Bruttolohnes im Lohnausweis
bilden
(vgl.
Urk.
6/10
).
Aus dem Auszug
aus dem individuellen Konto des Beschwer
defüh
rers
ist
denn auch
ersichtlich, dass im Jahr 2007
Lohnbeiträge
auf einem Ein
kommen von Fr. 207‘929.
--
entrichtet wurden, welches deutlich höher ist als
die Einkommen der vorausgegangenen Jahre (vgl. etwa 2006:
Fr.
136‘490.--, 2005:
158‘299.--, 2004: 139‘194.--;
Urk.
11/2).
Aus den Akten ist
weiter
nicht
ersicht
lich und wird vom Beschwerdeführer
auch
nicht geltend ge
macht, dass er
in
der Folgezeit
n
o
c
h einer E
rwerbstätigkeit nachgegangen wäre (
vgl. ent
sprech
end
auch der von ihm
ins Recht gereichte
Auszug
aus dem individuellen Konto
mit letztem Eintrag
von Erwerbseinkommen
im
Oktober 2007
; Urk. 11/2
)
.
Au
ch die Beschwerdeführerin macht
in Bezug auf
die
vorliegend
streitigen
Beitr
ag
s
jahre
2008 bis 2011
keine Erwerbstätigkeit geltend.
A
u
s den Akten
ergibt sich
diesbe
züglich
, dass
sie
in den Jahren 2008 bis 2010 in
unbe
de
utendem
Ausmass
einer Erwerbstätigkeit nachging
und dabei
nur geringfügige Beiträge entrichtete bzw
. jedenfalls
keine Beiträge, die den Mindestbeitrag erreichten
(vgl.
Verfü
gung
en der Beschwerdegegnerin
vom 7.
Mai 2012
betr.
Anrechnung von
Lohn
beiträgen
in Höhe von
Fr.
40.05 (2008),
Fr.
33.60 (2009) und
Fr.
50.05 (2010)
so
wie die effektive Anrechnung gemäss Rechnung
vom
7. Mai 2012
, Urk.
16/7
/
2
-3
)
.
5.
5.1
Soweit
die
Beschwerdeführenden
bezüglich der
Jahre 2008 bis 2011
ihre
Bei
tragspflicht
als
N
ichterwerbstätige
zunächst grundsätzlich
in Frage stellen, ist ihnen nicht zu folgen.
Wie sich aus dem
vorstehend
Dargelegten
(E.
2
hie
r
vor)
ergibt
, sind
die Beschwerdeführenden
(
aufgrund ihres Wohnsitzes in der Schweiz
)
obligatorisch versichert und somit
beitragspflichtig, solange si
e eine Erwerbs
tätig
keit ausüben
beziehungsweise
-
bei
Nichterwerbstätigkeit
-
bis zum Ende des
Monats, in welchem
die Beschwerdeführerin
das 6
4.
und
der Be
schwerde
führer
das 6
5.
Altersjahr vollendet
hat
.
Der
Beschwerdeführer
ging
nach Aufgabe sei
ner Erwerbstätigkeit bei der
Firma Z._
per Ende
Oktober
2007
in
den Jahren 2008 bis 2011
keiner Erwerbstätigkeit
mehr nach.
Alsdann
war
d
ie Beschwerde
führerin
nach Lage der Akten
in
nur
unbedeutendem
Aus
mass
erwe
r
bstätig
und
entrichtete auf den von ihr
in den Jahren 2008 bis 2010
erzielten
Einkünften
nur
geringfügige
(Lohn-)B
eiträge, die den Mindes
tbeitrag
nicht
erreichten
(v
gl. E. 4 hiervor)
;
auch galten
ihre Beiträge nach Aufgabe der Erwerbstätigkeit ihres Ehegatten nicht
(
mehr
)
als bezahlt
(vgl. E.
2.1
hie
r
vor)
.
Vor d
ies
em Hintergrund
haben
daher
beide
Beschwerdefüh
r
ende
n
als Nichter
werbstätige
zu
gelten, was
auch
mit Blick darauf
gilt,
dass
– wie
sie
geltend mach
en
(
Urk.
1 S. 3) -
die vo
m Be
schwerdeführer
im fraglichen Zeitraum
bezo
gene Rente
aus der Pensionskasse
im Zusammenhang
mit seiner früh
eren Ar
beitstätigkeit steht
;
so
ist
– wie vorne dargestellt
–
massgebliches
Abgrenzungs
kriterium
von
Art.
10 AHVG die
(hin
rei
chende)
effektive
Erwerbstätigkeit im Zeitraum
,
auf den sich die
Beitrags
er
fassung
bezieht
(vgl. E. 2.6
hievor
).
Schliesslich
ha
tt
en
die Beschwerdefüh
ren
den
in
der fraglichen Zeit
die massge
benden Altersgrenzen noch nicht erreicht
(der Beschwerdeführer vollendete das 6
5.
Altersjahr erst im
Oktober
2013 und
die Beschwerdeführerin wird das 6
4.
Altersjahr erst im Jahr 2018 vollenden)
. Mit
hin kommt
die Beitragspfli
c
ht
für Nic
hterwerbstätige zum Tragen
.
Angesichts der klaren gesetzlichen Regelung
von
Art.
3
Abs.
1 AHVG
änderte
auch
nich
ts, wenn
– wie
die Beschwerdeführenden geltend machen
- sie
bereits während 44 Jahren Beiträge
aufgrund von
Erwerbstätigkeit
geleistet haben
und
Erziehungsgutschriften ausweisen
sollten. Insbesondere
ist nicht ersichtlich
,
in
wiefern
hier eine Ungleichbehandlung der
Nichterwerbstätigen
(wohl:)
gegen
über den Erwerbstätigen anzunehmen sein
soll. Dies umso weniger, als
vielmehr die Erwerbstätigen auch nach Erreichen der
entsprechenden
Altersgrenzen (64 bzw
.
65 Jahre)
und unabhängig davon, ob die Beiträge überhaupt rentenbildend sind,
weiterhin beitragspflichtig sind, wenn sie auch
in den Genuss eines jährli
chen
Freibetrags gelangen
, bis zu welchem sie auf ihrem Erwerbseinkommen keine Beiträge zu entrichten haben (
Art.
4
Abs.
2
lit
. b AHVG in Verbindung
mit
Art.
6
quater
AHVV).
So
weit sich die Kritik der
Bes
chwerdeführenden
gegen die
gesetzliche Regelung als solche richte
t
, ist darauf hinzuweisen, dass Bun
des
ge
setze für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden mass
gebend sind (
Art.
190 BV).
N
ach dem Gesagten
erweist es sich
als gesetzmässig, dass die Verwaltung von den
Beschwerdeführenden für die
hier zu
r
B
eurteil
ung stehenden
Jahre 2008 bis 2011 Beiträge als Nichterwerbstätige gefordert hat.
5.2
S
oweit
die
Beschwerdeführenden
sodann in
masslicher
Hinsicht
mit Blick
auf
das
den
Beiträgen zugrunde
liegende
Renteneinkommen
(
ausschliesslich
) bean
stande
n
, da
ss nach der Rechtsprechung Leistungen des Arbeitgebers, die infolge Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgerichtet würden, nicht zum massge
ben
den Renteneinkommen gehören würden (Replik,
Urk.
10 S.
4)
,
kann ihnen
ebensowenig
beigepflichtet werden
.
D
ieser Einwand
verfängt
schon daher nicht,
weil
es sich bei
den (
höher ausfallenden
)
Pensionskassenrenten nicht um eine
Ar
beitgeberleistung
,
sondern um solche der zweiten Säule handelt.
Nicht
beige
pflichtet kann ihnen
auch
in
s
oweit
, als
sie
in diesem Zusammenhang sinn
gemäss eine beitragsrechtlich doppelte Berücksichtigung des nämlichen Sub
strats gel
tend machen
wenn
sie vorbringen, dass
es nicht sein
könne
, dass Bei
träge zweimal zu bezahlen seien (einerseits auf der Arbeitgeberleistung [Ein
zah
lung in die Pensionskasse] als massgebendem Lohn und andererseits auf der
[dadurch höher ausfallenden] Pensionskassenrente im Rahmen der
Beitrags
pflicht
als Nichterwerbstätiger; vgl.
Urk.
10 S.
3
). So
k
nüpft
die beitragsrechtliche Be
las
tung des Erwerbseinkommens einerseits und – zu einem späteren Zeitpunkt - diejenige der (nicht vom Arbeitgeber ausgerichteten) Rente der zweiten Säule andererseits an zwei von einander unterscheidbare sachverhaltsmässige Vor
gänge an (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts H 242/04 vom
8.
September 2005
E. 2.2).
6.
6.1
Der Beschwerdeführer beanstandet
schliesslich
die angefochtenen
E
insprache
e
nt
scheide
unter Hinweis auf
Art.
10
Abs.
3
Satz 2
AHVG
sowie die höchst
rich
terliche Rechtsprechung
insbesondere
auch insoweit
,
als
die Verwal
tung
die
(an
teils
mässige)
Anrechnung
derjenigen
Lohnbeiträge
an die
von ihm
als Nicht
erwerbstätiger geschuldeten persönlichen Beiträge
verweigerte, welche
auf de
m
durch die
seinerzeitige Arbeitgeberin in
die Pensionskasse bezahlten
Betrag von Fr.
85‘000.--
geleistet worden waren.
6.2
Wie
vorstehend (E. 2.5)
ausgeführt,
können Versicherte, die für ein Kalenderjahr
als Nichterwerbstätige gelten, gemäss
Art.
30
Abs.
1 AHVV verlangen, dass die Beiträge von ihrem Erwerbseinkommen, die für dieses Jahr bezahlt wurden, an
die Beiträge angerechnet werden, die sie als Nichterwerbstätige zu entrichten ha
ben. Diese Bestimmung soll die Kumulierung von
Nichterwerbstätigenbeiträ
gen
und Lohnbeiträgen verhindern (Urteil des damaligen Eidgenössischen
Versi
cherungsgerichts
[heute: Bundesgericht] H 134/03 vom 14. Dezember 2004 E.
2.2).
Wie der Beschwerdeführ
er geltend macht
und aufgrund der Akten
nicht in Frage zu stellen ist
,
bildete
der
von d
er Arbeitgeberin
bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
im Jahr 2007
freiwillig in die Pensionskasse geleistete Be
trag in Höhe von Fr.
85‘000.
--
B
estandteil
des massgebenden
Lohns
und wurde als solcher
im Jahr 2007
dem
individuellen Konto
des Beschwerdeführers
gutge
schrieben
.
Demgemäss wurden die
dar
auf entrichteten
Lohnb
eiträge
für das
Jahr
2007
bezahl
t
,
weshalb
n
icht ersichtlich
ist
, i
nwieweit in
den vorliegend strei
ti
gen
J
ahren
(
2008 bis 2011
)
eine
Kumulation
der fraglichen Lohnbeiträge mit
den geschuldeten
Nichterwerbstätigenbeiträgen
stattfinden
könnte, welche eine Anrechnung
nach
Art.
30
Abs.
1 AHVV
rechtfertigen würde.
Daran ändert auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf den
-
in BGE 139 V 12 publizierten
-
Entscheid
des Bundesgerichts
9C_
356/2012
vom 2
4.
Januar 2013
nichts
. So wurde
im fraglichen Urteil (trotz Hinweises auf
Art.
10
Abs.
3 AHVG; vgl. nicht publizierte E. 7) nicht über eine Anrechnung im Sinne von
Art.
10
Abs.
3 AHVG in Verbindung mit
Art.
30
Abs.
1 AHVV als solche entschieden.
Gegenstand dieses Entscheides
bildete
– so
auch
die
Regeste
–
vielmehr
d
as Beitragsstatut
eine
r
sich im Vorruhestand befindlichen
versicherten Person
(E. 6.3
von BGE 139 V 12
)
;
auch
wurde
die Frage
beantwortet
, in welchem Jahr
die für diese Zeit
vom Ar
beitgeber
ausbezahlten
Entgelte
im individuellen Konto
einzutragen waren
(E. 6.4
von BGE 139 V 12
)
.
7.
Unter weiteren
beitragsrechtlichen
Aspekten
wurden
die
angefochtenen
Verfügun
gen bzw. die
diese bestätigenden
Einspracheentscheide
nicht bean
stan
det
, weshalb kein Anlass für eine nähere Prüfung von Amtes wegen besteht.
Zu
sa
mmenfassend
sind
die angefochtenen Entscheide
daher zu
bestätigen
und die dagegen e
rhobenen Beschwerden abzuweisen
.