# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8a220879-9ce5-4ae0-8cd2-d29d6e089491
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1978 geborene
X._
stürzte an seinem ersten Arbeitst
ag als
Eisen
leger
bei der
Y._
GmbH, dem 1. April 2010, zu
Bode
n (Schadenmeldung UVG vom 20. April 2010, Urk.
9
/
1
). Dabei zog er sich eine minim dislozierte intraartikuläre Radiusfraktur rechts sowie mehrere Kontusionen zu
(Urk.
9/5
).
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen
(Taggeld- und
Heilbehand
lungsleistungen
).
Auf
Veranlassung
des Kreisarztes Dr. med. Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie (
vgl.
Bericht vom 22. September 2010, Urk. 9/57), hielt sich der Versicherte
vom 14. Oktober 2010 bis 26. November 2010 zur stationären Behandlung in der Rehaklinik
A._
auf
(Austrittsbericht vom
29. November 2010
, Urk.
9/68
).
Bei persistierenden Beschwerden am rechten Handgelenk wurde
n
sodann
am 6.
Januar
2012 eine Resektion des distalen
Scaphoidpols
und eine
Teilarthrodese
vorgenommen (Urk.
9/143
)
.
A
m 7. November 2012
wurde der Versicherte
d
urch
Kreisärztin Dr. med.
B._
, Fachärztin für Neurochirurgie, untersucht
(
Bericht vom selben Tag,
Urk.
9/175
), welche
eine
zusätzliche
medizinische
Untersuchung
beim
Operateur Dr. med. C._
, Oberarzt Handchirurgie an der
D._
Klinik,
veranlasste.
Nach Eingang des Berichtes von Dr.
C._
(Bericht vom 7. Januar 2013, Urk. 9/182) kam die Kreisärztin zum Schluss, dass vom Endzustand auszugehen und der Beschwerdeführer in angepassten Tätigkeiten wieder vollständig arbeits
fähig sei (Nachträge vom 1
3.
und 26. Februar 2013, Urk. 9/187 und Urk. 9/190). Des Weiteren bezifferte sie den Integritätsschaden mit 15 % (Nach
trag vom 13. Februar 2013, Urk. 9/188).
Die
SUVA
stellte daraufhin
die
Tag
geldleistungen
p
er Ende Mai 2013 ein (Urk.
9/197
). Mit Verfügung vom 29. April 2013 (Urk.
9/203
)
sprach sie dem Versicherten sodann bei einer
Integ
ri
tätseinbusse
von 15 % eine Entschädigung von Fr. 18‘900.-- zu und verneinte mangels eines anspruchsbegründenden Invaliditätsgrades einen
Rentenan
spruch
. Die vom Versicherten am
30. Mai 2013
erhobene Einsprache (Urk.
9/204
) wies die SUVA mit
Einspracheentscheid vom 26. November 2013
ab
(
Urk. 2
)
.
2.
Dagegen erhob
X._
am
13
.
Januar
2014 Beschwerde (Urk. 1) und bean
tragte, es sei ihm
eine Invalidenrente auf der Basis eines
Invaliditätsgrad
es
von 100 %, mindeste
ns jedoch 56 %, und eine Integritätsents
chädigung von 20 % zuzusprechen, wobei
ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben oder eventualiter die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Erstellung eines externen Gutachtens
zurückzuweisen sei
. In proze
ssualer Hinsicht ersuchte er
um Bestel
lung von Rechtsanwalt Hermann Rüegg zum unentgeltlichen Rechtsbeistand (Urk. 1 S. 1).
Mit
Beschwerdeantwort vom
20. März
2014 (Urk.
8
unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
9
/1-
224
)
schloss
die Beschwerdegegnerin
auf
Abweisung der Beschwerde
, was dem Beschwerdeführer am 28. März 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 10).
Mit Verf
ügung vom 18. März 2015 (Urk. 13
) forderte das hiesige Gericht den Beschwerdeführer auf, zur Substantiierung seines Antrages auf unentgeltliche Rechtsvertretung seine finanzielle Situation darzulegen und entsprechende Un
terlagen einzureichen, worauf der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. April 2014 (Urk. 14)
das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 15) sowie zwei Belege (Urk. 16/1-2) auflegen liess
.
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Ver
fügung vom 11. März 2014 einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Die
vom Versicherten
hiergegen am 1. April 2014 erhobene Beschwerde wurde m
it heutigem Urteil
in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als
dem Beschwerdeführer
eine befristete ganze Rente vom 1.
Januar
2012 bis Ende Februar 2013 zugespro
chen wurde
(Prozess-Nr.
I
V.2014.00
375
).
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingere
ichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gestützt auf die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung
von Dr.
B._
hielt die Beschwerdegegnerin da
für, dem Beschwerdeführer
seien
mittelschwere
Tätig
keit
en
ganztags zumutbar unter der Einschränkung, dass kraftvolle, repetitive Handgelenksbewegungen gemieden und Handgelenksbewegungen allgemein und Zwangshaltungen lediglich manchmal erfolgen sowie Tätigkeiten mit
Vib
rationsbelastung
und Schlägen betreffend die rechte Hand beziehungsweise das rechte Handgelenk unterbl
ei
ben und Tätigkeiten an schwer zugänglichen Stellen gemieden werden
sollten
.
D
as
mittels dokumentierter Arbe
itsplätze (DAP) ermit
telte hypo
thetische Invalideneinkommen von Fr. 65‘
429.80
sei nicht zu bean
stan
den.
G
estützt auf die Lohnangaben zur
zuletzt ausgeübten
Arbeits
t
ätigkeit
bei der
Y._
GmbH
sei sodann von einem
Valideneinkommen
von Fr. 60‘446.
-- auszugehen, weshalb kein A
nspruch auf eine Rente
bestehe. S
elbst wenn
jedoch
zur
Ermittlung des
Valideneinkommens
auf die Tabellenwerte
(für die Branche „Baugewerbe)
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegeben Lohnstrukturerhebungen (LSE)
abgestellt würde
– womit ein Ein
kommen von Fr. 67‘574.20 resultieren würde - ergäbe sich kein
rentenbe
gründender
Invaliditätsgrad.
Schliesslich
könne auch
der
kreisärztliche
n
Beur
teilung,
wonach der Integritätsschaden 15
% betrage,
gefolgt werden
(Urk. 2
, Urk. 8
).
1.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesen
tlichen geltend
,
anläss
lich der kreisärztlichen Untersuchung seien
seine beklagten Schmerzen nicht berücksichtigt und nur ungenügend abgeklärt worden, insbesondere fehle eine eingehende neurologische Untersuchung.
Die von der Beschwerdegegnerin dokumentierten Arbeitsplätze seien ihm sodann nicht zumutbar
und es sei auf die Tabellenwerte gemäss den LSE, Branche „
Beherbungen
“
,
abzustellen
, womit ein Invalideneinkommen von maximal Fr. 32‘000.
--
resultiere. Des Weiteren bemängelte der Beschwerdeführer die Ermittlung des
Valideneinkommens
und wandte ein, er würde ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen
ein
Einkommen von mindestens Fr. 73'000.
--
erzielen, wobei er sich auf die Tabellenwerte gemäss den LSE,
Branche „Hoch- und Tiefbau“
,
stützte und aufgrund dessen, dass er in der
Grossregion
Zürich wohnt,
diese um 3 %
erhöhte.
Schliesslich
wandte er ein, dass a
ngesichts der schweren Beeinträchtigungen seiner domi
nanten rechten Hand und
der bestehenden
Schmerzen
die
Integritätseinbusse
20 %
betrage
(Urk. 1).
2.
2.1
Nach Art. 10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invali
den
rente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortset
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
2.2
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss
Art.
16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
marktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.3
2.3.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.3.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
3.
3.1
Nach dem Sturz am 1. April 2010 diagnostizierten die Ärzte des Spitals
E._
eine distale minim dislozierte intraartikuläre Radiusfraktur rechts, eine
Tho
raxkontusion
rechts, eine Flankenkontusion rechts, eine Kniekontusion rechts sowie eine Unterschenkelkontusion rechts. Die Radiusfraktur behandelten sie kon
ser
vativ mittels fünfwöchiger Unterarmgipsfixation und entliessen den Beschwer
deführer am 3. April 2010 in gutem Allgemeinzustand nach Hause (Urk.
9/5
, Urk.
9/45
).
3.2
Bei weiterhin beklagten Beschwerden am Knie- und Handgelenk rechts fand
nach
dem die behandelnden Fachpersonen eine kreisärztliche Beurteilung res
pektive eine Überprüfung der geklagten Beschwerden als indiziert erachtet hat
ten (Urk.
9
/
39
, Urk.
9/45
, Urk.
9/50
am 21. September 2010 eine kreisärztliche Untersuchung statt (Bericht vom 22. September 2010, Urk.
9/57
). Kreisarzt Dr.
Z._
hielt fest, im Bereich der Radiusfraktur könne kein klinisch sicheres Korrelat für die Schmerzen gefunden werden. Die geäusserte Vermutung einer Pathologie im Bereich des Diskus
triangularis
finde klinisch nur geringe Ent
spre
chung. Es sei therapeutisch zunächst weiter konservativ zu verfahren, wobei eine stationäre Behandlung in der Rehaklinik
A._
angezeigt sei. Bezüglich des rechten Kniegelenks seien keine Unfallfolgen mehr feststellbar. Der geäus
serte Verdacht auf eine Pathologie des lateralen Meniskus könne klinisch nicht bestätigt werden. Es sei von einem unfallfremden
Anterior
Knee
Pain
bei leich
ter
Patellalateralisation
und Verkürzung des
Quadrizeps
auszugehen (Urk.
9/57/4
).
3.3
In der Folge befand sich der Beschwerdeführer vom 14. Oktober 2010 bis am 26. November 2010 zur stationären Behandlung in der Rehaklinik
A._
(Urk.
9/68
), wo auch
ein handchirurgisches (Dr.
C._
,
Urk.
9/70
) sowie ein or
thopädisches Konsilium (Urk.
9/69
) durchgeführt wurden. Die Ärzte hielten im Austrittsbericht vom 29. November 2010 fest, knapp acht Monate nach dem Un
fall bestünden Schmerzen bei der Pro-/
Supination
beziehungsweise der
Pal
mar
-/Dorsalflexion im Handgelenk rechts. Die Radial- und die
Ulnarduktion
bezeichne der Beschwerdeführer ebenfalls als schmerzhaft. Des Weiteren habe er über geringfügig ausgeprägte bewegungs- und lageabhängige Schmerzen im rechten Knie geklagt (Urk.
9/68/2
). Im handchirurgischen Konsilium sei eine
Malunion
diagnostiziert und im Falle von Beschwerdepersistenz ein
Korrektur
ein
griff
in sechs Monaten zur Diskussion gestellt worden. Im orthopädischen Konsilium sei bei Beschwerdepersistenz im Bereich des rechten Knies gegebe
nenfalls eine
arthroskopische
Beurteilung empfohlen worden, im Verlauf habe der Beschwerdeführer jedoch kaum über Knieprobleme geklagt
(Urk. 9/68/3
). Die Ärzte kamen zum Schluss, dass das arbeitsrelevante Problem die Beschwer
den im rechten Handgelenk seien. Als Eisenleger sei der Beschwerdeführer auf
grund der auszuführenden kraftvollen repetitiven Handgelenksbewegungen nicht mehr vollumfänglich arbeitsfähig. Für den repetitiven Einsatz sowie für häufige Handgelenksbewegungen rechts
sowie hinsichtlich
Vibrationsbelastun
g
en
und Schläge bezüglich der rechten Hand sei der Beschwerdeführer einge
schränkt. Mittelschwere Tätigkeiten (selten maximal zu hantierende Lasten: 15-25 kg) erachteten sie als ganztags zumutbar, wobei sie das Zumutbarkeitsprofil aufgrund der Beschwerden an der rechten Hand einschränkten (ohne
Kraftein
satz
und repetitiven Einsatz der rechten Hand, ohne häufige
Handgelenksbewe
gungen
rechts, ohne häufige Zwangshaltung bezüglich der rechten Hand, ohne Tätigkeiten, bei welchen manuell öfters relativ schwer zugängliche Stellen erreicht werden müssen, keine Vibrationsbelastung und Schläge bezüglich der rechten Hand; Urk.
9/68/2-4
). Sie hielten schliesslich fest, dass bei ausbleiben
der Remission der Handgelenksbeschwerden und bestehender Erfolgsaussicht nach Ablauf von sechs Monaten eine operative Sanierung der
Gelenkproblema
tik
in Erwägung
zu ziehen sei
(Urk.
9/68/2
).
3.4
Bei weiterhin g
eklagten Beschwerden konsultierte der Beschwerdeführer auf Veranlassung der
Beschwerdegegnerin
(Urk.
9/96
, Urk.
9/111-113
) ab dem 30. Juni 2011 erneut Dr.
C._
zur Klärung der Frage, ob weitere Massnahmen an der rechten Hand notwendig und sinnvoll
seien
beziehungsweise ob der Endzustand erreicht sei. Dr.
C._
teilte nach durchgeführten Untersuchungen (Urk.
9/118
, Urk.
9/120
) mit, er könne eine Resektion des distalen
Scaphoidpols
und eine
radioscapholunäre
Teilarthrodese
vornehmen, wobei er jedoch darauf hinwies, dass das vom Beschwerdeführer beklagte Ausmass der Beschwerden unter Berücksichtigung der radiologischen Befunde sehr hoch sei, weshalb eine komplette Beschwerdefreiheit auch nach operativer Sanierung fraglich erschei
ne. Am 6. Januar 2012 wurde die vorgeschlagene Operation durchgeführt (Urk.
9/143
). Dr.
C._
attestierte ab dem 6. Januar 2012 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Urk.
9/144/2
).
Nach mehreren Verlaufskontrollen berichtete der Arzt a
m 3. September 2012 (Urk.
9/166
), es bestehe subjektiv nach wie vor eine Restbeschwerdesymp
t
omatik des rechten Handgelenks, weshalb eine CT
Untersuchung veranlasst worden sei. Diese habe eine breite Konsolidierung der
Teilarthrodese
gezeigt und eine Irritation oder Lockerung des eingebrachten
Osteosynthesematerials
habe weitestgehend ausgeschlossen werden können. Die Inspektion habe eine reizlose Narbensituation mit mittlerweile adäquater
Hand
gelenksbeweglichkeit
gezeigt. Nach wie vor bestehe eine
Druckdolenz
über dem
A
r
throdesespalt
. Dass sich die Besch
werdesymptomatik noch verbessern werde
, sei nicht mehr wahrscheinlich, allenfalls sei noch eine Verbesserung im Verlauf der nächsten sechs Monate zu erwarten. Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit hielt Dr.
C._
dafür, eine Beschäftigung im ursprünglichen Tätigkeitsfeld sei nicht mehr möglich, eine angepasste Tätigkeit sollte jedoch ab November 2012 wieder zu 50 % sowie ab Dezember 2012 zu 100 % zumutbar sein, wobei das Handge
lenk nicht
mit
mehr als 5-10 kg belastet werden sollte.
3.5
Am 7. November 2012
wurde der Beschwerdeführer von SUVA-Kreisärztin Dr.
B._
untersucht (Urk.
9/175
). Der Beschwerdeführer klagte über ausgeprägte bewegungsabhängige Schmerzen im rechten Handgelenk. Mitunter sei aufgrund der Schmerzen auch sein Schlaf gestört, wobei die Situation besser sei, wenn er nachts die Handgelenksschiene trage (Urk.
9/175/7
). Die Kreisärztin hielt fest, in der Untersuchung h
ätt
e
n
sich eine eingeschränkte Handgelenksbeweglichkeit rechts nach Teilversteifung sowie ein Druckschmerz im Bereich der
Fossa
radia
lis
manus
und im Bereich des distalen Radius gezeigt. Nach wie vor würden so
dann belastungsabhängige Beschwerden im rechten Handgelenk bestehen. Das
Osteosynthesematerial
sei nicht klar tastbar gewesen und eine Schwellung im Bereich der rechten Hand habe sich nicht gefunden. Bei nur leichten degenera
tiven Veränderungen stelle sich die Frage, ob möglicherweise das
Osteosynthe
sematerial
zu einer gewissen Reizung führe, weshalb zur Beantwortung der Frage, ob durch eine Entfernung dieses Materials eine Verbesserung der Situa
tion zu erreichen wäre, nochmals eine Beurteilung durch Dr.
C._
vorzuneh
men sei. Grundsätzlich sei das volle
Ausmass
der Beschwerden zwar mit einem Reizzustand aufgrund des
Osteosynthesematerials
nicht erklärbar und damit auch eine komplette Beschwerdefreiheit mit einer Materialentfernung sicherlich nicht erreichbar, möglicherweise könne jedoch der Zustand etwas verbessert werden. Die Kreisärztin stellte in Aussicht, nach erfolgter Beurteilung durch Dr.
C._
zu den versicherungsmedizinischen Fragen (Endzustand, Arbeitsfä
higkeit, weitere Heilbehandlung, Integritätsentschädigung) Stellung zu nehmen (Urk.
9/175/11
).
3.6
Am 7. Januar 2013 fand die Untersuchung bei Dr.
C._
statt (Urk.
9/182
)
.
Der Arzt hielt fest, es hätten sich
völlig reizlose Weich
teilverhältnisse ohne Anzei
chen
einer lokalisierten
Synovitis
gezeigt. D
ie Handgelenksbeweglichkeit
sei
zwar eingeschränkt,
jedoch
in dem nach der
vorgenommenen
Arthrodese
zu erwartenden funktionellen Rahmen. Die
Druckdolenzen
seien
sodann nicht klar dem Plattenlager zuzuordnen und eine Einschränkung der Langfingerfunktion durch adhärente Stecksehnen
liege nicht vor
. Auch
sonographisch
hätten
sich unauffällige Weichteilverhältnisse
gezeigt
und eine Irritation der
Streckseh
n
en
fächer
durch das
Osteosynthesematerial
habe
ausgeschlossen werden
können
(Urk. 9/182/1).
Dr.
C._
hielt dafür, aufgrund der unauffälligen
sonographi
schen
Befunde wie auch der breiten Konsolidierung rate er von einem erneuten Eingriff ab. Von einer Materialentfernung erhoffe er sich keine Besserung der vom Beschwerdeführer beschriebenen Beschwerden
(Urk. 9/182/2)
.
3.7
Nach Eingang der Untersuchungsergebnisse von Dr.
C._
hielt Kreisärztin Dr.
B._
am 13. respektive am 26. Februar 2013 (Urk.
9/187, Urk. 9/190
) dafür, die Ausführungen von Dr.
C._
seien nachvollziehbar und es sei von einem stabilen Zustand auszugehen. Die berufliche Tätigkeit als Eisenleger sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, da die Tätigkeit mit dem Heben schwe
rer Gewichte und kraftvollen repetitiven Handbewegungen verbunden sei. Mit
tel
schwere Arbeiten seien dem Beschwerdeführer hingegen ganztags
zumut
bar, unter der Einschränkung, dass kraftvolle, repetitive
Handgelenksbewegun
gen
gemieden würden und Handgelenksbewegungen allgemein und
Zwangshal
tungen
lediglich manchmal erfolgen sollten. Tätigkeiten mit Vibrationsbelastung und Schlägen betreffend
die rechte Hand beziehung
sweise das rechte
Handgelenk sollten unterbleiben und Tätigkeiten an schwer zugänglichen Stellen sol
lten gemieden werden (Urk. 9/190
).
Hinsichtlich der Beurteilung der Integritätsschädigung hielt Dr.
B._
fest (Bericht vom 13. Februar 2013, Urk. 9/188), die Operation vom 6. Januar 2012 sei komplikationslos verlaufen. Im Weiteren Verlauf hätten die Beschwerden trotz breiter Konsolidierung der
Arthrodese
persistiert. Computertomographisch hätten sich leichte degenerative Veränderungen zischen dem Os
lunatum
und dem Os
capitatum
bei ansonsten unauffälligen intracarpalen Gelenken gezeigt,
carpo-metacarpal
habe sich keine Arthrose gefunden. Massgebend zur Bestim
mung des Integritätsschadens sei die Feinrastertabelle
1
„Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten“, wonach eine radiocarpale
Arthrodese
mit 15 % bewertet werde.
4.
4.1
Vorab ist festzuhalten, dass die
z
eitweise aufgetretenen
Kniebeschwerden
(vgl. E. 3.
2;
Urk.
9/175/11-12)
klarerweise
unfallfremd sind und somit diesbezüglich von vorneherein keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht.
4.2
D
ie Beschwerdegegnerin
hat
die
Prüfung
des Rentenanspruchs und
des Anspru
ches auf eine
Integritätsentschädigung
sodann
zu Recht vorgenommen
(E.
2.1).
Der Fallabschluss und damit verbunden die Prüfung eines Rentenanspruchs hat in dem Zeitpunkt zu erfolgen, in dem von der Weiterführung der medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist, was sich namentlich nach
Massgabe
der zu erwartenden Besserung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit - soweit unfallbedingt beeinträch
tigt - bestimmt (BGE 134 V 109
E.
4).
A
nlässlich der Untersuchung bei Dr.
C._
im Januar 2013
zeigten sich
eine breite Konsolidierung des
radio
lunären
und des
rad
i
oscaphoidalen
Spaltes
sowie unauffällige
Weichteilverhält
nisse
, weshalb
Dr.
C._
von einem
weiteren Eingriff
abriet
unter Hinweis darauf, dass er
von einem Eingriff
keine Beschwerdeverbesserung mehr erwarte
(E. 3.6)
.
Kreisärztin Dr.
B._
kam dementsprechend in der Folge zum Schluss, dass
ein stabiler medizinischer Zustand erreicht
sei
und die Voraussetzungen für einen Fallabschluss
gegeben
seien (E. 3.7
).
Dass die Beschwerdegegnerin ange
sichts dessen den Fallabschluss vornahm, ist nicht zu beanstanden
,
lagen denn auch sonst keine Therapieempfehlungen
mehr
vor
und hatte Dr.
C._
bereits im September 2012 eine weitere Verbesserung der
Beschwerdesymtomatik
als unwahrscheinlich bezeichnet (E. 3.4)
.
Soweit der Beschwerdeführer
vorbringt
,
seine Besch
werden seien nicht genügend abgeklärt worden und es hätte
insbe
sondere
zusätzlich eine neurologische Untersuchung
durchgeführt werden müssen (
E. 1.2
), kann ihm nicht gefolgt werden:
Dr.
B._
untersuchte den Beschwerdeführer selber ei
ngehend (Urk. 9/175/8-12) und liess
aufgrund der weiterhin beklagten Beschwerden
bei einer möglichen Reizung durch das
Oste
o
synthesematerial
noch
zusätzliche Abklärungen vornehmen (E. 3.6).
Stellung nehmend zur Notwendigkeit einer neurologischen Abklärung hielt
die
Kreisärz
tin
sodann am
10. Juli 2013
dafür (Urk. 9/208)
, bis auf Gefühlsstörungen im Narbenbereich an der rechten Hand und am Daumen rechts dorsal hätten sich keine Hinweise auf eine neurologische Symptomatik ergeben und in den Akten gebe es keine Hinweise, welche eine neurologische Abklärung erforderlich machen würden. Grundsätzlich könne eine neurologische Abklärung betreffend d
i
e Gefühlsstörung unfallbedingt an der Hand erfolgen, wenn ein entsprechen
der Wunsch
geäussert
werde. Wegweisende Änderungen verspreche sie sich nicht, zumal die Schmerzen belastungsabhängig und nicht typisch neurogen geschildert worden seien
.
Erachtete die Kreisärztin – die über den Facharzttitel in Neurochirurgie verfügt - mithin eine zusätzliche neurologische Untersuchung als nicht notwendig und liegen auch keine anderen ärztlichen Einschätzungen in den Akten, wonach eine solche Abklärung indiziert
gewesen
wäre – insbe
sondere erhoben auch die Ärzte der Rehaklinik
A._
einen unauffälligen Neurostatus (Urk.
9/68/6
) -, ist es nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
auf die Durchführung weiterer Untersuchungen verzichtete.
4.3
Die Beschwerdegegnerin ging im Einspracheentscheid vom
26. November 2013
aus medizinischer Sicht davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer dem von Dr.
B._
am
26. Februar 2013
erstellten Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Tätigkeit ganztags arbeitsfähig sei
(E. 1.1
).
Entgegen den Vorbringen des Be
schwerdeführers (
E. 1.2
) bestehen vorliegend
keine Indizien, welche gegen die Beweistauglichkeit
dieser
Einschätzung von Kreisärztin Dr.
B._
sprechen wür
den.
W
ie bereits dargelegt (E. 4.2)
beruht
die Beurteilung
von Dr.
B._
auf
umfassenden
Untersuchungen.
Die Kreisärztin verfasste den Bericht sodann in Kenntnis der
Vorakten
und begründete ihre Einschätzung
in nachvollziehbarer Weise
. Ihre
Beurteilung
, wonach der Beschwerdeführer in angepasster
Tätigkeit
vollständig arbeitsfähig sei, deckt sich
schliesslich
im Wesentlichen auch mit den Einschätzungen von Dr.
C._
(E. 3.4) sowie der Ärzte der Rehaklinik
A._
(E. 3.3).
Dass sich der Beschwerdeführer
aufgrund
der geklagten Schmerzen an der Hand selber als eingeschränkter erachtet
,
als dies von Dr.
B._
attestiert wurde (Urk. 1 S. 4), vermag die Einschätzung der Kreisärztin nicht in Frage zu stellen.
Infolgedessen
ist davon auszuge
hen, dass der Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Eisenleger vollständig arbeitsunfähig ist, ihm jedoch
mittelschwere Arbeiten ganztags zumutbar
sind
, unter der Einschränkung, dass kraftvolle, repetitive Handgelenksbewegungen gemieden werden und
Handgelenksbewe
gun
gen
allgemein und Zwangshaltungen lediglich manchmal erfolgen, Tätig
keiten mit Vibrationsbelastung und Schlägen betreffend die rechte Hand bezie
hungsweise dem rechten Handgelenk unterbleiben und Tätigkeiten an schwer zugänglichen Stellen gemieden werden.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt anhand des Einkommensvergleichs (E. 2.
2
), wie sich die einge
schränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
5.2.1
Als hypothetisches
Valideneinkommen
gilt das Einkommen, das die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns unter Berücksichti
gung der gesamten Umstände überwiegend wahrscheinlich erzielen würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
5.2.2.
Gemäss
Angaben des Beschwerdeführers und der
Y._
GmbH
absolvierte der Beschwerdeführer am Tag des Unfalls, dem 1. April 2010, bei der
Y._
GmbH einen „
Probetag
“, ohne dass eine schriftliche Vereinbarung oder ähnli
ches vorgelegen hätte. Es sei ein Arbeitsversuch gewesen, wobei einzig verein
bart worden sei, dass der Beschwerdeführer pro Stunde Fr. 28.-- verdiene (Urk.
9/2
, Urk.
9/91
). Die
Y._
GmbH meldete im Juni 2010 Konkurs an (Urk.
9/21
).
5.2.3
Infolge des Konkurses wäre der Beschwerdeführer somit auch ohne gesundheit
liche Beeinträchtigungen Ende Mai 2013 (
Fallabschluss,
Zeitpunkt
mutmassli
cher Rentenbeginn
, vgl. E. 4.2) nicht mehr bei der
Y._
GmbH tätig gewe
sen.
D
as
Valideneinkommen
ist deshalb
anhand der Tabellenwerte gemäss den
LSE
zu ermitteln
.
A
ngesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit in verschiedensten Branchen erwerbstätig gewesen war
(Office Mitarbeiter, Hilfsbäcker, Logistik, Urk.
9/78
),
kann
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass
er
ohne Unfallereignis fortan
in der Baubranche
(
bei einem neuen Arbeitgeber
)
tätig gewesen wäre, zumal der Beschwerdeführer vor dem 1. April 2010 noch nie
in dieser Branche
gearbeitet und lediglich einen einzigen
Probetag
als Eisenleger bei der
Y._
GmbH – wo gemäss seinen Angaben sein Schwager tätig gewesen war - absol
viert hatte (Urk.
9/79/1
).
Bei dieser Sachlage ist – entgegen den Ausführungen der Parteien, welche auf die Tabellenwerte für die Baubranche verwiesen (
E. 1.1, E. 1.2
) -
auf die Tabellenwerte für einfache und repetitive Tätigkeiten, Niveau 4, alle Branchen, abzustellen.
Damit ergibt sich für das Jahr 201
0
ein
V
alideneinkommen
von
Fr.
58‘812.-- (
Fr.
4‘901-- x 12). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Die Volkswirtschaft,
3/4-
201
5
Tab. B10.3 S.
89
; 201
0: 2150 Punkte, 2013
:
2204
Punkte) sowie der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Die Volkswirtschaft,
3/4-2015
Tab. B9.2 S.
88) ergibt sich für das Jahr 2013
ein
Validene
inkommen
von Fr.
62‘851.--
.
5.3
5.3.1
Nach der Rechtsprechung ist für die Festsetzung des Invalideneinkommens pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Zahlen aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der SUVA herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 139 V 593 E. 2.3 je mit weiteren Hinweisen).
Das Abstellen auf DAP-Löhne setzt voraus, dass, zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern, Angaben gemacht werden über die Gesamtzahl
der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumen
tier
ten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tie
fstlohn
sowie über den
Durch
schnitts
lohn
der entsprechenden Gruppe. Al
lfällige Einwendungen der versi
cher
ten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu
erhe
ben. Ist die SUVA nicht in der Lage, den erw
ähnten
verfahrensmässigen
Anfor
derungen zu genügen, kann nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.2, 139 V 592 E. 6.3, E. 7.8 mit weiteren Hin
weisen, Urteil des Bundesgerichts 8C_133/2014 vom 4. Juni 2014 E. 2 mit Hinweis).
5.3.2
Die Beschwerdegegnerin hat der Festsetzung des Invalideneinkommens fünf DAP-Blätter zugrunde gelegt (Urk. 9/202, Urk. 2 S. 7)
.
Bei den angeführten Arbeitsplätzen handelt es sich um Stellen als Hilfsarbeiter (DAP-Nr. 11438), als Lagerangestellter (DAP-Nr. 10729), als Maschinist (DAP-Nr. 340129), als Reini
ger (DAP-Nr. 9368) und als Kontrolleur (DAP-Nr. 8931387). Der
Durchschnitts
lohn
dieser fünf Arbeitsplätze für das Jahr 2013 b
eträgt Fr. 65‘4
30
.-- (Urk. 9/20
2
/1
). Entg
egen den Vorbringen des Beschwerdeführers wählte die Beschwerdegegnerin fünf Arbeitsplätze aus, welche dem von Kreisärztin Dr.
B._
erstellten Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.
7
)
entsprechen
.
A
lle Tätigkei
ten
beinhalten
Heben und Tragen von maximal
(selten)
10-25 kg
(
bis
Lenden
höhe
)
und
erfordern weder schwer/grobmanuelles Hantieren mit Gegenständen noch Handrotationen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Stelle als Lagermitarbeiter (DAP-Nr. 10729) könne er nicht ausüben, da es ihm nicht zumutbar sei, mit einem Handrolli zu hantieren
(Urk. 1 S. 5)
, hält die
Beschwer
degegnerin
zu Recht dafür, dass ein Handrolli auch links bedient werden und die rechte Hand als Hilfshand eingesetzt werden kann (Urk. 8 S. 6).
Dafür, d
ass es sich beim angegebenen Einkommen für die Arbeitsstelle als Reiniger (DAP-Nr. 9368) sodann um einen Soziallohn handeln sollte
(Urk. 1 S. 5)
, gibt es kei
ne
rlei
Hinweise. Was die Stelle als Kontrolleur (DAP-Nr. 8931387) betrifft, so ist Schleifen nur eine von vielen Teiltätigkeiten, wobei auch beim Schleifen hauptsächlich die linke Hand benützt werden und die rechte Hand als Hilfshand eingesetzt werden kann.
Schliesslich
ist der
pauschale
Einwand des Beschwer
deführers, wonach er
über
keine mit der Grundschule in der Schweiz vergleich
bare Schulung
verfüge
, weshalb er
keine der
vorgeschlagenen
Arbeitsstellen
ausführen könne (Urk.
1.
S. 5)
,
unbehilflich
, zumal er in Serbien die Primar- und Sekundarschule absolvierte
und auch in der Vergangenheit ähnliche
Hilfs
arbeitertätigkeiten
ausübte (Urk. 9/100).
F
ür die genannten Arbeitsstellen
sind sodann
auch keine Ausbildungsnachweise notwendig, da
– soweit Fachkennt
nis
se erforderlich sind -
Anlehren
betriebsintern erfolgen.
Soweit der Beschwer
de
führer
schliesslich
einwendet, für die vorgeschlagenen Arbeitsstellen nicht genug gut Deutsch lesen zu können
(Urk. 1 S. 5)
, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hinwies
(Urk. 2 S. 7)
, hatte der Beschwerdeführer angegeben,
sich
vor dem Unfall auf die Prü
fung zum Lastwagenfahrer
vorzubereitet zu
haben (Urk. 9/79/2). Es kann daher
ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass er in der Lage
ist
, deutsche Texte zu lesen und zu verstehen
. Zusammenfassend ist daher festzuhalten
, dass
dem Beschwerdeführer
die von der Beschwerdegegnerin ausgewählten Stellen zumutbar sind.
Die Beschwerdegegnerin
gab die Gesamtzahl der in Anbetracht der
Einschrän
kung des Beschwerdefüh
rers in Frage kommenden Arbeitsplätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil ent
sprechenden Gruppe an. Damit sind vorliegend sämtliche Voraussetzu
ngen, die das damalige Eidgenös
sische Versicherungsgericht an einen
Einkommensver
gleich
gestützt auf die DAP-Löhne stellte (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.2), erfüllt. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem
Einkom
mensvergleich
den sich aus den fünf DAP-Profilen ergebenden
Durchschnitts
lohn
von Fr.
65‘4
30
.-- als Invalideneinkommen zugrunde gelegt hat.
5.4
Bei einem
Valideneinkommen
von
62‘851.--
(E. 5.2) sowie einem
Invalidenein
kommen
von
65‘
430.--
(E. 5.3) resultiert
keine Erwerbseinbusse
, weshalb die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint hat.
6.
Zu prüfen bleibt
schliesslich
die Höhe der In
t
egritätsentschädigung. Die
Be
schwer
degegnerin
stützte sich zur Bestimmung des Integritätsschadens auf den Bericht der Kreisärztin Dr.
B._
, welche
aufgrund der radiocarpalen
Arth
rodese
den
Integritätsschaden auf 1
5
%
bezifferte (E.
3.
7
).
Ihre
Einschätzung ist mit Blick auf die SUVA-Tabelle 1 – gemäss welcher der Integritätsschaden bei einer radiocarpale
Arthrodese
bei 15 % liegt - nachvollziehbar begründet. Ab
wei
chende Einschätzungen liegen nicht vor.
Bei einer Integritätsentschädigung von 15 % hat es damit sein Bewenden.
7.
Zusammenfassend erweist sich damit der Einspracheentscheid der
Beschwerde
geg
nerin
vom 26. November 2013 in allen Teilen als rechtens, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.
8
.
8
.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aus
sichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28 lit. a
GSVGer
i.V.m. Art. 119 ZPO) eingereicht wird (BGE 120
Ia
179 E. 3a), bezie
hungsweise – bei seither eingetre
tenen Veränderungen – in demjenigen der Entscheidfindung (BGE 108 V 265 E. 4, Urteil des Bundesgerichts 8C_777/2012 vom 7. Januar 2013, E. 3.1)
8
.2
Der Beschwerdeführer bezieht gemäss Auskunft der Gemeinde keine wirtschaft
liche Hilfe mehr (Urk. 11). Gemäss Angaben im Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit erzielt er kein Einkommen und verfügt über kein Vermögen. Das Einkommen seiner Ehefrau (aus selbständiger Erwerbstätigkeit) beträgt sodann gemäss eigenen Angaben maximal Fr. 2‘500.--
(Urk. 15 S. 3)
. An
gesichts dessen, dass der Beschwerdeführer mit seiner Ehefrau und zwei minderjährigen Kindern in einem Haushalt lebt, ist es nicht nachvollziehbar, wie die Familie ihre Lebenshaltungskosten mit monatlichen Einnahmen von Fr. 2‘500.-- decken kann, zumal sich bereits die Krankenkassenprämien und der Mietzins auf einen monatlichen Betrag von gut Fr. 2‘200.
belaufen
(Urk. 16/1
2)
.
Der vertretene Beschwerdeführer war mit gerichtlicher Verfügung vom
18. März 2015
(Urk. 1
2
) unmissverständlich zur Darlegung und Substantiierung seiner finanziellen Verhältnisse unter Beilage sämtlicher Belege zur finanziellen Situa
tion (wie Lohnausweise, Bankauszüge, Mietverträge, Versicherungsverträge, Rechnungen, Quittungen, Steuererklärungen etc. [vgl. Urk. 1
2
S. 2 Dispositiv-Ziff. 2]) verpflichtet sowie mit aller Deutlichkeit auf die im Unterlassungsfalle zu gewärtigenden Konsequenzen hingewiesen worden. Er hat abg
esehen vom Mietvertrag sowie den
Krankenkassenpolicen (
Urk. 16/1-2
) keinerlei Belege ein
gereicht. Insbesondere liegen weder Belege zum Einkommen der Ehefrau vor, noch wurden Kontoauszüge eingereicht. Fehlen somit sämtliche Belege zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen, ist androhungsgemäss davon aus
zugehen, dass keine prozessuale Bedürftigkeit besteht. Auf die Ansetzung einer Nachfrist (vgl. Urk. 1
4
)
ist zu verzichten
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_887/2008 vom 28. November 2008, E. 3.2).
Dies führt zur Abweisung des
Gesuchs um Gewährung der unent
geltlichen
Rechts
vertretung
.
D
as Gericht beschliesst:
Das Gesuch des Beschwerdeführers vom
13. Januar 2014
um unentgeltliche
Rechtsver
tretung
wird abgewiesen,
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt Hermann Rüegg
Rechtsanwalt
Dr.
Beat Frischkopf
Bundesamt für Gesundheit
4
.