# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c2fc5248-9851-4815-a0fd-b7ef3ca25a10
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
und
Y._
sind als Teilhaber der
Z._
, welche den Handel mit und die Verwaltung von Liegenschaften
bezweckt, der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
Ausgleichs
kasse
, als
Selbständigerwerbende
angeschlossen (vgl.
Urk.
8/
8-
9).
X._
war zudem Inhaber des unter der Firma
A._
auftretenden Einzelunternehm
ens
(vgl. Urk. 8/18/5-8; Internet-Aus
zug - Handelsregister des Kantons Zürich).
Mit
Akonto
b
eitragsverfügung
vom 26. Februar 2002 erhob die Ausgleichskasse von
X._
für das Beitragsjahr 2002 den AHV/IV/EO-Mindestbeitrag, zu
züglich Ver
waltungskosten (Urk. 8/1). In der Folge teilte
X._
der Ausgleichskasse mit Schreiben vom 26. Februar 2007 mit, dass für ihn und
Y._
für
das
Jahr 2002 ein steuerbares Einkommen von je ca. Fr. 20‘000‘000.-- zu e
rwarten sei, weshalb sie Akonto
zahlungen in der Höhe von je Fr. 2‘000‘000.-- leisten wollten (Urk. 8/13). Am 7. März 2007 erhob die Ausgleichskasse, a
usgehend von einem voraussicht
lichen be
i
trags
pflichti
gen Einkom
men 2002 von Fr. 20‘000‘000.--, von
X._
Akontobeiträge
(inkl. Verwaltungs
kosten) in der Höhe von Fr. 1‘911‘399.60 (
Urk.
8/15
).
Am 1
1.
August 2007 teilte das
Kantonale Steueramt Zürich der Ausgleichskasse
mit,
dass bezüglich des Steuerjahrs 2002 noch ein
Einspracheverfahren
hängig
sei, welches längere Zeit dauern könne (
Urk.
8/20/3). Hernach forderte die Ausgleichskasse
X._
mit Schreiben vom 2
1.
November 2007 auf, ihr die für die Festsetzung
seiner
persönlichen Beiträge 2002
notwendigen Angaben bekannt zu geben (
Urk.
8/22). Am 3
0.
November 2007 schrieb die
B._
AG
, Treuhand- und Revisionsgesell
schaft,
der Ausgleichskasse, dass das steuerbare Einkommen 2002 von
X._
Fr.
8‘600‘000.-- und das Eigenkapital per 3
0.
November 200
7
Fr.
36‘866‘561.22 betrage (Urk.
8/23/1).
Gestützt darauf bemass sie die per
sönlichen Beiträge von
X._
für das Beitragsjahr 2002
mit Nach
tragsverfügung vom 1
4.
Dezember
2007 mit Fr.
705‘309.--
,
inklusi
ve Verwaltungskosten (Urk. 8/
24
).
Gestützt auf die Steuermeldung des Kantonalen Steueramtes Zürich vom 16. März 2015 (
Urk.
8/54) setzte die Ausgleichskasse die persönlichen Beiträge von
X._
für das Jahr 2002 mit rektifizierte
r
Beitragsverfügung vom
2.
April
2015 auf Fr. 2‘
748‘238.80
(inkl. Verwal
tungskosten) fest
(
Urk. 8/42
)
. Sodann forderte sie von
X._ mit Ab
rechnung vom 2. April 2015 Ver
zugs
zinsen in der Höhe von Fr.
1‘149‘715.50
(Urk.
8/
52
/7). Dagegen erhob
X._
am 1
1.
Mai 2015 Einsprache (Urk. 8/
51
). In der Folge rektifizierte das Kantonale Steueramt Zürich seine Steuermeldung
für das
Jahr 2002
am 6. August 2015 (
Urk.
8/
70
). Gestützt darauf sowie unter Berücksichtigung der mit BGE 141 V 433 geänderten Rechtsprechung zur Aufrechnung der AHV/IV/EO-Beiträge durch die Ausgleichskassen erliess die Ausgleichskasse am 1
0.
September 2015 eine neue Beitragsverfügung, mit welcher sie die persönlichen Beiträge
2002
von
X._
auf Fr.
1‘855‘806.60
(inkl. Verwal
tungs
kosten) bemass (
Urk.
8/
78
). Die Verzugszinsen setzte sie mit Ve
r
fügung vom 1
1.
September
2015 auf
Fr. 647‘474.50
fest (Urk. 8/
78
). Mit
Ein
spracheentscheid
vom 30. September
2015 hiess sie die Einsprache von
X._
teilweise gut und bestätigte die Beitragsverfügung vom 10. September 2015 und die Verzugszinsverfügung vom 1
1.
September 2015 (Urk. 2).
2.
Dagegen liess
X._
am 2. November 2015 Beschwerde
erheben und beantragen, der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 30. Septem
ber 2015 sei - soweit er die Festsetzung von Verzugszinsen betreffe - aufzu
h
eben und es sei auf die Erhebung von Verzugszinsen für die Nachforderung persön
licher Beiträge aus dem Jahr 2002 gänzlich zu verzichten (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 4. Dezem
ber 2015 Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage der Kassenakten [Urk. 8/1-
83
]), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 7. Dezember 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Vom Einkommen aus selbst
ändiger Erwerbstätigkeit werden Beiträge erhoben
(Art. 3
und 8 f.
des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und
Hinterlassenenver
si
cherung
[AHVG]
;
Art.
2 und 3
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenver
si
che
rung [IVG]
;
Art.
26 und 27
des
Bundesgesetz
es
über den Erwerbsersatz für Dienst
leistende und bei Mutterschaft [
EOG
]).
Gemäss Art. 22 der Verordnung über die Alters- und
Hinter
lassenenversicherung
(AHVV) wer
den die Beiträge
vom Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit für jedes Beitragsjahr fest
gesetzt, wobei das Kalenderjahr
als Beitragsjahr gilt. Die Bei
träge bemes
sen sich aufgrund des im Beitragsja
hr tatsächlich erzielten
Erwerb
seinkom
mens
und des am 31. Dezember im
Betrieb investierten Eigenkapi
tals.
Ermittelt wird das für die Bemessung der Beiträge massgebende
Erwerbsein
kommen
von den kantonalen Steuerbehörden;
dies aufgrund der rechtskräf
ti
gen Veranlagung für die direkte Bundessteuer beziehungsweise für das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden recht
skräftigen kantonalen Veranla
gung unter Berücksichtigung der interkantonalen
Repar
titions
werte
(Art. 23 Abs. 1 AHVV).
Liegt eine rechtskräftige Veranlagung für die direkte Bundessteuer nicht vor, so werden die massgebenden Steuerfaktoren der rechtskräftigen Veranlagung für die kantonale Einkommensteuer, und bei deren Fehlen, der überprüften Deklaration für die direkte Bundessteuer entnommen (
Art.
23
Abs.
2 AHVV).
Die kantonalen Steuer
behörden übermitteln diese Anga
ben für jedes
Steuer
jahr
laufend den Ausgleichskassen (Art. 27 Abs. 2 AHVV).
1.1.2
Können die kantonalen Steuerbehörden keine Meldung erstatten, so haben die Ausgleichskassen das für die Beitragsfestsetzung massgebende
Erwerbs
einkommen
und das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der ihnen zur Verfügung stehenden Daten selbst einzuschätzen.
Die Beitragspflich
tigen haben den Ausgleichskassen die erforder
lichen Auskünfte zu erteilen und auf Verlangen Unterlagen einzureichen (
Art.
23
Abs.
5 AHVV).
Das Bundesamt für Sozialversicherungen
hat
die Anwendung
sfälle
von Art. 2
3
Abs.
5 AHVV mit der Wegleitung über die Beiträge der Selbständig
erwerbenden und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO
(WSN) - für die Ausgleichskas
sen verbindlich (vgl. BGE 137 V 1 E. 5.2.3, 118 V 206 E. 4c, je mit Hinweis; SVR 2016 AHV Nr. 13 E. 1 mit Hinweis) - konkretisiert.
Dem
nach haben die Ausgleichskassen das Einkommen und das im Betrieb inves
tierte Eigenkapital in den folgenden Fällen selbst zu ermitteln (
vgl.
R
z
.
1255
bis 1260 der WSN
in
der ab
1.
Januar 2007 gültig gewesenen Version
und
Rz
. 1251
bis 1255
der WSN in der ab
1.
Januar 2017 gültigen Version):
Die Steuerbehörde kann keine Meldung erst
atten, weil die Be
i
tragspflich
ti
gen weder für die direkte Bundessteuer noch für die kantonale Steuer veranlagt wurden und auch keine überprüfte Deklaration für die direkte Bundessteuer vorliegt.
Die erstattete Steuermeldung ist unbrauchbar, weil im gemeldeten Ein
kommen auch Lohn enthalten ist, oder weil dieses Einkommen gemeinsam von Ehefrau und Ehemann erzielt wurde.
Der Eingang der Steuermeldung kann nicht abgewartet werden, weil
die Zahlungsunfähigkeit der Beitragspflichtigen droht;
die Beitragsforderung in einem Konkurs- oder Nachlassverfahren ein
ge
ge
ben werden muss;
die Beitragspflichtigen Anstalten treffen, die Schweiz zu verlassen, und deshalb der Bezug der Beiträge gefährdet ist.
Die Ausgleichskasse
entdeckt ein Erwerbseinkommen, welches in der Steuermeldung nicht enthalten war.
1.2
Im laufenden Beitragsjahr haben die beitragspf
lichtigen
Selbständigerwer
ben
den
nach Art. 24 AHVV periodisch
Akontobeiträ
ge
zu leisten (Abs. 1). Die Aus
gleichskassen bestimmen die
Akontobe
iträge
aufgrund des voraussicht
li
chen Einkommens des Beitragsjahres. Sie können dabei vom Einkommen aus
gehen, das der letzten Beitragsverfügung zu Grunde lag, es sei denn der Beitragspflichtige mache glaubhaft, dieses entspreche offensichtlich nicht dem voraussichtlichen Einkommen (Abs. 2). Zeigt sich während oder nach Ablauf des Beitragsjahres, dass das Einkommen wesentlich vom
voraussicht
lichen Einkommen ab
weicht, so passen die Ausgleichskassen die
Akonto
bei
träge
an (Abs. 3). Die Bei
tragspflichtigen haben den Ausgleichskassen die für
die Festsetzung der
Akon
tobeiträge
erforderlichen Auskünfte zu erteile
n, Unterlagen auf Verlangen ein
zureichen und wesentliche Abweichung
en vom voraussichtlichen Einkom
men zu melden (Abs. 4).
1.3
Die Ausgleichskassen setzen die für das Beitragsjahr geschuldeten Beiträge – in der Regel nach Eingang der Steuermeldung, vgl. Art. 27 AHVV und E.
1
.1 – in einer Verfügung fest und nehmen den Ausgl
eich mit den geleisteten
Akonto
beiträgen
vor (Art. 25 Abs. 1 AHVV).
Die von den Beitragspflichtigen zu wenig entrichteten Beiträge sind innert 30
Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen. Zuviel entrichtete Beiträge haben
die Ausgleichskassen zurückzuer
statten oder zu verrechnen (Art. 25 Abs. 2
und 3 AHVV). Als Zahlungsperio
den gilt für
Selbständigerwerbende
grund
sätzlich das Vierteljahr (Art. 34 Abs. 1
lit
. b AHVV).
1.
4
Nach Art. 26 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG) – anwendbar gestützt auf Art. 1 AHVG – sind für fällige Beitragsforderungen und Beitragsrückerstattu
ngsansprüche Verzugs- und Ver
gütungszinsen zu leisten. Der Bundesrat kann für geringfügige Beiträge und kurzfristige Ausstände Ausnahmen vorsehen.
Gemäss Art. 41
bis
Abs. 1
lit
. f AHVV haben
Selbständigerwerbende
, Nichter
werbstätige und Arbeitnehmer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber auf aus
zugleichenden Beiträgen, falls die
Akontobeiträge
mindesten 25 Prozent unt
er den tatsächlich geschuldeten Beiträgen liegen und nicht bis zum 1. Januar nach Ablauf des dem Beitrags
jahr folgenden Kalenderjahr ent
richtet werden, ab dem 1. Januar nach Abl
auf des dem Beitragsjahr folgen
den Kalender
jahres Verzugszinsen zu entri
chten. Bei Beitragsnachforderun
gen endet der Zinsenlauf mit der Re
chnungsstellung, sofern die Bei
träge innert Frist bezahlt werden (Art. 41
bis
Abs. 2 Satz 2 AHVV). Der Satz für die Verzugszinsen be
trägt 5 Prozent im Jahr (Art. 42 Abs. 2 AHVV).
2.
2.1
Die Höhe der persönlichen Beiträge aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers für das Beitragsjahr 2002 blieb unbestritten. Er wendet
sich einzig gegen die Verzugszinsforderung als solche (Urk. 1 S. 2).
Abgesehen
vom angewendeten Zinssatz von 5 Prozent (vgl. dazu E.
2.5 nachstehend) werden die Verzugszinsen auf den für das Beitragsjahr 2002 auszugleichen
den persönlichen Beiträge
n in
masslicher
Hinsicht vom Be
schwerdeführer nicht bestritten, weshalb diesbezüglich weitere Ausführungen unterbleiben können.
2.2
Die Beschwerdegegnerin hat gestützt auf Art. 41
bis
Abs. 1
lit
. f AHVV Ver
zugszinsen erhoben. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts werden diese Verzugszinsen unabhängig von jeglichem Verschulden fällig. Nicht entscheidend ist daher namentlich, ob die Ausgleichskasse oder jemand an
deres für die Verspätung bei der Fest
setzung der Beiträge verantwortlich ist. Mit den Verzugszinsen wird einzig die pauschale Ausgleichung der sich aus dem Verzug (potentiell) ergebene
n
Zinsgewinne des Versicherten und
Zins
verluste
der Verwaltung bezweckt (BGE 134 V 202 E. 3.3.1, 134 V 405 E. 7.1, je mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 9C_192/2009 vom 6. April 2009 und 9C_84/2012 vom 2
6.
März 2012 E. 2.1).
2.3
Der Be
schwerdeführer bringt vor, dass der Sachbearbeiter der
Beschwerde
gegnerin
die Nachtragsverfügung vom 1
4.
Dezember 2007 nach Kontakten mit seinem Treuhänder erlassen habe (
Urk.
1 S. 3). Dem Sachbearbeiter sei bekannt gewesen, dass die Akontozahlung ausgehend von einem Einkommen 2002 von
Fr.
20‘000‘000.-- und in Erwartung e
ines ungünstigen Urteils der Ge
richte erfolgt sei. Er habe schliesslich bei seinen Nachforschungen s
elbst er
fahren, dass es noch keine Steuermel
dung gegeben habe und die
Veran
la
gungsverfügung
vor Gericht angefochten worden sei. Indem er die neue Ver
fügung veranlasst und die Rückzahlu
ng der bereits bezahlten
Akonto
bei
träge
eingeleitet habe, habe er ein schweres Verschulden an der Entstehung der Verzugszinsforderung, denn ohne diese Rückzahlung wären die
Verzugs
zinsfolgen
ausgeblieben (
Urk.
1 S.
3-4).
Nachdem die Beschwerdegegnerin beim Kantonale
n
Steueramt Zürich am 1
6.
Juli 2007 die Steuermeldung für das Jahr 2002 angefordert hatte
(Urk. 8/19)
, teilte
ihr
dieses am 11. August 2007 mit, dass bezüglich des Steuerjahrs 2002 noch für längere Zeit nicht mit einem Abschluss des
Einspracheverfahrens
gerechnet werden könne (Urk. 8/20/3).
Unter Berücksichtigung des in E. 1.1.2 zur Kasseneinschätzung Ausgeführten ist f
raglich
, ob die Beschwerdegegnerin bei dieser Aus
gangs
lage
bereits eine
Nachtragsverfügung
hätte
erlassen
müssen
(vgl. auch ZAK 1991 S. 32)
.
Weiterungen
hierzu können allerdings unterbleiben, da
die
Be
schwerdegegnerin
im Jahr 2007
nach der Mitte
ilung des Beschwerdeführers vom
26.
Februar 2007 (Urk.
8/14) so oder anders veranlasst war, die Anpas
sung der
Akontobeiträge
zu prüfen. Zuvor hatte sie
vom Beschwerdeführer mit
Akonto
b
eitragsverfügung
vom 26. Februar 2002 für das Beitrags
jahr 2002 den AHV/IV/EO-Min
destbeitrag
erhoben
(Urk. 8/1).
Weil der Beschwer
deführer mit Schreiben vom 26. Februar 2007 (
Urk.
8/14) neu ein voraus
sichtliche
s
Einkommen
von
Fr.
20‘000‘000.-- geltend
machte,
wäre
es
an ihm
gelegen, d
ies
glaubhaft zu machen (
Art.
24
Abs.
2 Satz 2 AHV
V
)
, auch wenn die Beschwerdegegnerin
in der Folge
gestützt
auf dessen Angaben
am
7.
März 2007
Akontobeiträge
erhoben hat (Urk.
8/15).
In seinem Schreiben vom 26. Februar 2007 (
Urk.
8/14) erwähnte der Beschwerdeführer nichts von einem
hängigen
Steuerverfahren aufgrund dessen er steuerlich höher veran
lagt werden könnte
.
Am 26. April 200
7 forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer
auf,
für die Anpassung der provisorischen Be
iträge 2002 seinen Geschäftsab
schluss 2002 einzureichen (
Urk.
8/
17
)
.
Hernach erhielt sie
vom Beschwerde
führer bezüglich des Jahres 2002 einzig
das Schreiben des Kantonalen Steueramtes Zürich vom 19. April 2007 betreffend Steuerperiode 2002 sowie die Eingangsbilanz des Einzelunternehmens
A._
per 1. Januar
2003
(Urk.
8/18/3-8).
Der Beschwerdeführer hätte
bei
der
Festsetzung der
Akontobeiträge
durch Auskunftserteilung und Einreichung von Unterlagen
mitwirken
müssen
(
Art.
24
Abs.
4 AHVV).
Die damaligen Angaben
des Beschwerdeführers
entspr
a
chen in
betraglicher
Hinsicht
seinen
Angaben vom 3
0.
November 2007
(Urk. 8/23).
Die Angaben vom 30.
Novem
ber 2007 bildeten
die Grundlage für die Nachtrags
verfügung vom 14.
Dezember 2007 (Urk. 8/24). Weil die Beschwerdegegnerin über keine anderen substantiierten Angaben des Beschwerdeführers
zu dessen voraussicht
lichem
Einkommen
verfügte, wäre die Anpassung der
Akontobe
iträge
nicht anders ausgefallen, hätte sie diese
allein
aufgrund der vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen vorgenommen.
2.
4
Eb
enso wenig kann der Beschwerde
führer aus der Stellungnahme des Bundes
rates vom 28. Feb
ruar 2007 zum Postulat des dama
ligen Ständerates Maximilian Reimann vom 18. Dezember 2006 etwas
zu sei
nen Gunsten ab
leiten
(Urk. 1 S.
5).
Darin führte der Bundes
rat zwar aus, dass in den seltenen Fällen
, in
denen die Ausgleichskasse offensichtlich ein Ver
schulden an der Entsteh
ung von Verzugs
zinsen trifft,
einzelfallbezogene Lösungen ge
troffen werden
könnten. E
r bean
tragte a
ber
die Ablehnung des Postulats
(vgl.
http:
//www.
par
lament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/
geschaeft?AffairI
d
=
2006373
6
)
.
Eine
Anpassung der
AHVV erfolgte nicht. Das Bundes
amt für Sozialversicherungen hat mit dem Merkblatt „Mitteilungen an die
AHV-Aus
gleichskassen
und EL-Durchführungsstellen Nr. 200“ vom 30. März 2007 (vgl.
Urk.
3/
9
)
in der Folge
die Ausgleichskassen angewiesen, im Sinne der Antwort des
Bundes
rates einem F
ehlverhalten ihrerseits entspre
chend Rechnung zu tragen
.
Jedoch ist
gemäss der bundesgericht
lichen Rechtsprechung nicht geklärt, was als o
ffensichtliches Selbstverschul
den einer Ausgleichskasse zu gelten hat (SVR 2016 AHV Nr. 13 E.
1; Urtei
l des Bundesgerichts 9C_409/2016
vom 2
1.
Dezember 2016 E. 8.3.1 mit Hinweis). Zu berücksichtigen ist ebenfalls, dass Verwaltungsweisungen nur für die Durchführungsorgane und nicht für die Gerichtsinstanzen verbindlich sind (vgl. BGE 137 V 1 E. 5.2.3, 118 V 206 E. 4c, je mit Hinweis; SVR 2016 AHV Nr. 13 E. 1 mit Hinweis).
2.
5
Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, dass der Zinssatz von 5 Prozent gemäss Art. 42 Abs. 2 AHVV nicht gesetzeskonform sei und zu
einer unzulässigen Bestrafung des Zinspflichtigen führe. Bei einem seit Jahren
herrschenden Zinsniveau von 1 bis 2 Prozent übersteige dieser Verzugszins von 5 Prozent jeglichen Marktzins. Das in
Art.
5
Abs.
1 BV verankerte Lega
litätsprinzip schreibe vor, dass Abgaben für ihre Begründung wie auch das
Mass einer klaren Grundlage in einem formellen Gesetz bedürften. Das AHVG
ermächtige den
Bundesrat zum Erlass der Ausfüh
rungsverordnung. Diese Er
mächtigung erstrec
ke sich aber nicht auf die Fest
setzung eines Ver
zugs
zinses, der über die
reine Ausgleichsfunktion hinaus
gehe. Auch Art. 26 ATSG sei keine gesetzliche Grundlage (
Urk.
1 S. 6 f.). Dem ist entgegenzu
halten, dass der Zinssatz von 5 Prozent gemäss Art. 42 Abs. 2 AHVV laut der bun
desgeri
chtlichen Rechtsprechung gesetz
mässig ist (BGE 139 V 297 E. 3.3.3, 134 V 202 E. 3.5, je m
it weiteren Hin
weisen; Urteile des Bundes
gerichts 9C_531/2015 vom 2
2.
März 2016 E. 4 und 9C_409/201
6
vom 2
1.
Dezember 2016 E.
8.4.2 je mit weiteren Hin
weisen). Aus einem ‘‘seit Jahren herrsch
enden Zinsniveau von 1-2 Prozent‘‘ allein lässt sich noch nicht
auf eine fehlende Gesetzmässig
keit schliessen (BGE 139 V 297 E. 3.3.3; Urteil des Bundesgericht
s 9C_409/2016
vom 2
1.
Dezember 2016 E. 8.4.2). Zudem ist mit
Art.
104 Abs. 1
des Obligationenrechts
formell
gesetzlich
ein
Verzugszins
satz
von 5 Prozent festgelegt. Diese Bestimmung findet im Verwaltungsrecht
bei fehlender Anordnung als allgemeiner Rechtsgrundsatz analog Anwendu
ng (BGE 139 V 297 E. 3.3.3 mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_409/201
6
vom 21. Dezember 2016 E.
8.4.2 mit Hinweis). Inso
weit
die Gesetzmässigkeit der Verzugszinsregelung mit
Art.
26
Abs.
1 ATSG bestritten wird, kann auf BGE 134 V 202 verwiesen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_409/201
6
vom 21. Dezember 2016 E. 8.4.2).
3.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.