# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 29dc2709-34a6-40cb-9c3f-e65a93b27d7b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1981, arbeitete seit 2005 bei der
Y._
AG und war in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufs
unfälle versichert. Mit Schadenmeldung vom 1
8.
April 2011 wurde der Suva angezeigt, dass der Versicherte am 1
5.
April 2011 mit dem Elektrostapler gegen ein anderes
Stahlpalett
gefahren sei und sich dabei den Fuss eingeklemmt habe
(
Urk.
8/1). Anlässlich der Erstbehandlung vom 1
5.
April 2011 im Spital
Z._
wurde eine Kontusion des oberen Sprunggelenkes rechts diagnostiziert (
Urk.
8/23). Die Suva trat auf den Schaden ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (
Urk.
8/2). Nachdem der Versicherte im
Juni 2011 wieder voll arbeits
fähig war (
Urk.
8/6)
,
wurde der Suva im September 2012 mitgeteilt, dass der Ver
sicherte einen Rückfall erlitten
habe
bzw. unter Restbeschwerden am oberen Sprunggelenk rechts medial nach Quetschtrauma leide
(Bericht von
Dr.
med.
A._
vom 1
7.
September 2012,
Urk.
8/11), woraufhin die Suva erneut Leistungen für die Behandlungen erbrachte und den Fall mit Schreiben vom 2
4.
J
uni 2013 abschloss (
Urk.
8/34). Der Versicherte meldete am
5.
Februar 2014 erneut einen Rückfall (
Urk.
8/37), woraufhin die Suva
Abklärungen tätigte und nach Einhole
n der Beurteilung von Prof.
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie und Gefässchirurgie, vom 2
4.
Juni 2014 (
Urk.
8/92)
,
wiederum Leistungen erbrachte (
Urk.
8/96).
Am
6.
April 2018 setzte die Suva den Versicherten darüber in Kenntnis, dass sie sich für das Jahr 2018 ohne Präjudiz mit
Fr.
300.00 an einem
Fitnessabo
beteiligen werde (
Urk.
8/364).
Mit Schreiben vom 1
5.
Januar 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass der medizinische Endzustand erreicht sei und kein Anspruch auf eine Invaliden
rente der Suva bestehe, womit auch kein Anspruch auf weitere Heilbehandlung bestehe. Die Suva sei jedoch bereit, Analgetika wie bisher benötigt entgegen
kommend und ohne Präjudiz zu vergüten, wobei die weitere Kostenübernahme periodisch geprüft werde (
Urk.
8/393). Mit der gleich
en
tags erlassenen Verfügung sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von
Fr.
25'200.-- zu basierend auf einer Integritätseinbusse von 20
%
und verneinte einen An
spruch
auf
eine Invalidenrente
(
Urk.
8/397).
Mit E-Mail vom
5.
Juni 2019 ersuchte der Versicherte um die Teilübernahme des
Fitnessabos
, da er seine Schadensminderungspflicht vorbildlich wahrnehme (
Urk.
8/406). Mit Schreiben vom
6.
Juni 2019 teilte die Suva mit, dass vorwiegend neurologische und vasku
läre und keine muskuläre
n
Probleme vorhanden seien, so dass keine Bete
iligung
an einem
Fitnessabo
indi
ziert sei (
Urk.
8/407). Der Versicherte ersuchte daraufhin um eine
einsprachefähige
Verfügung betreffend
Fitnessabo
(
Urk.
8/408), worauf
hin die Suva mitteilte, dass die Beteiligung an einem
Fitnessabo
eine freiwillige Leistung der Suva sei, so dass keine Verfügung erstellt werden könne (
Urk.
8/409).
Hierauf ersuchte der Versicherte am 1
0.
August 2019 erneut um Erlass einer Verfügung (
Urk.
8/410), woraufhin die Suva am 2
6.
November 2019 verfügte, dass keine Versicherungsleistungen für die medizinische Trainings
therapie erbracht werde (
Urk.
8/426). Die hiergegen erhobene Einsprache vom
6.
Januar 2020 (
Urk.
8/427; ergänzende
Einsprachebegründungen
vom
4.
und 1
1.
Februar 2020,
Urk.
8/430 und
Urk.
8/432) wies die Suva mit
Einsprache
entscheid
vom 2
3.
April 2020 ab (
Urk.
2).
2.
Am
5.
Mai 2020 erhob der
Versicherte
dagegen
Beschwerde und beantragte, es sei der angefochtene
Einspracheentscheid
aufzuheben und es sei ihm weiterhin die medizinische Trainingstherapie zu vergüten (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
Juni 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-440)
, woraufhin der Beschwerdeführer am
8.
und 2
4.
Juli 2020 erneut Stellung nahm (
Urk.
10-11 und
Urk.
13-14), worüber die Beschwerdegegnerin jeweils in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
12 und
Urk.
15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt dafür, dass der Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom
1
5.
Januar 2019 rechtskräftig vernei
nt worden sei (vgl.
Urk.
8/397). Die
Kosten für die
Heilbeha
ndlungen nach Fallabschluss bzw. Fest
setzung einer Rente seien
durch die Unfallversicherung lediglich zu übernehmen, wenn die Voraussetzung
en nach
Art.
21
des
Bundesgesetz
es
über die Unfall
versicherung (UVG)
gegeben seien
.
Art.
21 UVG setz
e voraus, dass die Lei
stungen nach der Festsetzung einer
Rente ausgerichtet würden - der Beschwerdeführer habe allerdings keinen Anspruch auf eine Invalidenrente nach UVG, womit die Verneinung der Kostenbeteiligung an einem
Fitnessabo
zu Recht
erfolgt
sei (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenü
ber im Wesentlichen vor, dass «n
ach der Festsetzung der Rente» in
Art.
21 UVG eigentlich
«nach dem Fallabschluss» bedeute
und unabhängig v
on der
Zusprache
der Rente die Heilbehandlung weiterhin übernommen werden
müsse
, falls dies notwendig sei zur Beibehaltung der vollen Arbeitsfähigkeit. Hinzu komme, dass es in
casu
auch um die bedarfs
abhängige B
esitzstandsgarantie gehe, da die Suva
die teilweise Kostenübernahme des
Fitnessabos
seit Jahren geleistet habe (
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
Juni 2020 führte die Beschwerdegegnerin ergänzend aus, dass
mangels Rechtsgrundlage für die Gewährung von Heil
behandlung nach Fallabschluss ohne Rentenanspruch nicht zu prüfen sei, ob die Massnahme zweckmässig und wirtschaftlich sei.
Selbst davon ausgehend, dass ein Anspruch auf Heilbehandlung gegeben sein sollte, so sei die Therapie in einem Fitnesscenter nicht als wirksame, zweckmässige und wirtschaftliche Heilbehand
lung anzusehen
(
Urk.
7).
Der Beschwerdeführer ergänzte in seinen Stellungnahmen vom
8.
und 2
4.
Juli 2020 (
Urk.
10 und
Urk.
15), dass die von den behandelnden Ärzten unterstützte Trainingstherapie an den geführten Geräten am effizientesten für die Job
erhaltung sei. Die gegenteiligen Ausführungen des Kreisarztes seien nicht nach
vollziehbar.
2.
2.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
5.
April 2011
ereignet
und der Rück
fall wurde im Februar 2014 mitgeteilt
, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig
gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.2
2.2.1
Den gesetzlich umschriebenen Anspruch auf Heilbehandlung hat die versicherte Person so lange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu und sind allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invaliden
versicherung abgeschlossen, geht die Unfallversicherung zur Berentung über, wenn der Unfall eine Invalidität im Sinne von
Art.
8
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
hinterlässt (
Art.
19
Abs.
1 UVG e
contrario
; BGE 116 V 41 E. 2c). Dem Rentenbezüger werden Heilbehandlungsleistungen gemäss Art. 21 Abs. 1 UVG nur noch unter bestimm
ten Voraussetzungen ausgerichtet.
Da die Heilbehandlung gemäss
Art.
10 UVG eine unfallbedingte Behandlungs
bedürftigkeit, nicht aber eine Arbeitsunfähigkeit voraussetzt, vermag die trotz des Unfalls uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit allein ein Dahinfallen des Anspruchs auf Heilbehandlung nicht zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_354/2014 vom 1
0.
Juli 2014 E. 3.2).
2.2.2
Nach
Art.
21 UVG werden dem Bezüger nach
der Festsetzung der Rente die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen gewährt, wenn er:
-
an einer Berufskrankheit leidet
;
-
unter einem Rückfall oder an Spätfolgen leidet und die Erwerbsfähigkeit durch medizinische Vorkehren wesentlich verbessert oder vor wesentlicher Beein
t
rächtigung bewahrt werden kann;
-
zur Erhaltung seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung und Pflege bedarf
;
-
erwerbsunfähig ist und sein Gesundheitszustand durch medizinische Vor
kehren wesentlich verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt werden kann.
3.
Die relevante medizinische Aktenlage zur Beurteilung der strittigen Frage nach
(teilweiser)
Kostenübernahme eines
Fitnessabos
stellt sich folgendermassen dar:
3.1
Prof.
Dr.
med.
C._
, Facharzt f
ür Radiologie, notierte in seine
m Bericht vom 1
2.
November 2018 folgende Diagnosen
(
Urk.
8/385)
:
-
Zustand nach Quetschtrauma rechter Unterschenkel, im MRT Nachweis einer grössenprogredienten Gefässfehlbildung am distalen Unterschenkel und der Fusssohle
-
Zustand nach perkutaner
Sklerosierung
der Anteile im Bereich der Fuss
sohle am 2
3.
M
ä
rz 2016 sowie zudem der Anteile im Bereich des Sprung
gelenkes am 1
2.
Mai 2016, jeweils mittels
Äthoyxsclerol
-
Zustand nach perkutaner
Sklerosierung
der Anteile im Ber
e
ich des Sprunggelenks mittels
Äthoyxsclerol
und
Sclerogel
(gelierter Alkohol) am 2
2.
Dezember 2016
Der Beschwerdeführer berichte, dass es zuletzt zu einer Zunahme der belastungs
abhängigen Schmerzen gekommen sei, insbesondere bei der Arbeit, sodass er mittlerweile sehr regelmässig Analgetika einnehmen müsse. Abends seien die Beschwerden bei 7-8/10 auf der visuellen
Analogsskala
(VAS) im Maximum, durchschnittlich
lägen sie
bei 6-7/1
0.
Die Lokalisation sei zu 60
%
im Knöchel und zu 40
%
auf der Fusssohle.
Duplexsonographisch
zeige sich ein praktisch unveränderter Befund im Vergleich zur letzten Untersuchung im Juni 2018 bei bekannter partieller
Revaskularisation
der Anteile insbesondere im Knöchelbereich. Weiterhin seien mehr als die Hälfte der Gefässmalformationsanteile sowohl im Knöchelbereich als auch in der Fuss
sohle ausgeschaltet. Auch im Fusssohlenbereich seien jedoch wieder relevante Anteile der Gefässmalformation
reperfundiert
. Es bestehe kein relevante
s
sub
kutanes Ödem. Unter der Operationsnarbe z
eige sich der
N.
tibialis
erheblic
h ein
geschnitten durch eine
hyperechogene
Struktur die teilweise bis zwischen die Faszikel hinreiche. Dies entspreche am ehesten Narbengewebe.
3.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Neurologie, hielt in seinem Bericht vom
5.
November 2018 folgende Diagnosen fest (
Urk.
8/384):
-
Läsion des
Nervus
tibialis
, posttraumatisch mit sekundärer Entwicklung einer vaskulären Malformation
,
die in den
N.
tibialis
eingewachsen ist
,
mit chr
o
nischem neuropathischen Schmerzsyndrom
-
Status nach mehrfachen Revisionsoperationen
Es liege unverändert eine Läsion des
Nervus
tibialis
rechts am
Malleolus
medialis
vor. Die Läsion sei deutlich und führe zu einem glaubhaften neuropathischen Schmerzsyndrom. Objektiviert sei sie durch den eindrücklichen Befund der
Sonografie sowie den klinischen Befund. Infolge der Schmerzschonung sei es so
gar zu einer leichten Atrophie der Wadenmuskulatur rechts gekommen. Im bisherigen Verlauf sei keine Besserung des
Schmerzsyndromes
festzustellen. Übereinstimmend mit den Voruntersuchern seien die therapeutischen Optionen weitgehend ausgeschöpft, so dass ein neuropathisches Schmerzsyndrom vorliege, welches konservativ medikamentös behandelt sei. Als sekundäre, typische Folge eines chronischen Schmerzsyndroms habe der Beschwerdeführer eine sub
depressive Symptomatik entwickelt, die erschwerend hinzukomme. Ausdrücklich erwähnen möchte er, dass der Beschwerdeführer trotz
dieser von mehreren Untersuchern
bestätigen Beeinträchtigung weite
r
hin arbeite
und keinerlei Anhalt dafür biete, dass eine Aggravation vorliege.
3.3
Kreisarzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Radiologie, führte am 2
2.
November 2018 aus, dass bezüglich des
Fitnessabos
festzuhalten sei, dass dies keine Aufgabe der Versicherungsmedizin sei. Darüber hinaus lägen beim Beschwerdeführer vorwiegend neurologische und vaskuläre und nicht muskuläre Probleme vor (
Urk.
8/386; vgl. auch Stellungnahmen von
Dr.
E._
vom
2.
September und 1
2.
Dezember 2019,
Urk.
8/415 und
Urk.
8/419).
3.4
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, hielt in seinem Bericht vom 1
1.
Februar 2020 über die Telefonkonsultation vom
3.
Februar 2020 fest, dass davon auszugehen sei, dass
die erheblich reduzierte Belas
t
u
ngsfähigkeit des rechten Fusses dauerhaft bestehen bleibe. Insbesondere zum Erhalt der Vollzeit
tätigkeit als Helikoptertechniker sei der Beschwerdeführer auf eine gut ausge
bildete Beinmuskulatur und auf einen sicheren Stand angewiesen, da er doch regelmässig mit zum Teil schweren Gewichten in die zu wartenden Helikopter ein- und aussteigen müsse. Aufgrund der Befunde sei es plausibel, dass er keine Impacts mehr auf seinen rechten Fuss ausüben könne. Somit sei eine Kräftigung der Beinmuskulatur beziehungsweise der Kraft mittels Joggen, Wandern oder ähnlichem nicht möglich. Die Beschwerden erlaubten hingegen ein Training an geführten Geräten. Zum Erhalt des Gesundheitszustandes und insbesondere zum Erhalt der vollen Arbeitsfähigkeit sei er auf einen regelmässigen Besuch im Fitnesscenter angewiesen. Er trainiere 4-5mal wöchentlich (
Urk.
3/4).
4.
Mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2019
(
Urk.
8/397)
wurde der Fall abgeschlossen, eine Integritätsentschädigung in Höhe von
Fr.
25'200.-- bzw. 20
%
festgesetzt und ein Rentenanspruch rechtskräftig und vorliegend auch unstrittig verneint.
Strittig und zu prüfen bleibt
lediglich, ob die Beschwerdegegnerin weiterhin eine
(
teilweise
)
Kostenübernahme für ein
Fitnessabo
zu leisten hat.
4.1
Die teilweise Kostenübernahme für ein
Fitnessabo
stellt klarerweise kein Hilfs
mittel im Sinne von
Art.
11 UVG dar. Ob es sich vorliegend um eine
von der Beschwerdegegnerin zu übernehmende
unfallkausale Heilbehandlung im Sinne des Gesetzes handelt, kann - wie folgend gezeigt wird -
offen bleiben
:
Im vom Beschwerdeführer herangezogenen
BGE 143 V 148 geht es lediglich um die Frage, ob die im Rahmen der Heilbehandlung zugesprochenen Hilfsmittel auch ohne
Rentenzusprache
nach Fallabschluss weiterhin zu gewähren sind, was das Bundesgericht im Rahmen einer bedarfsabhängigen Besitzstandsgarantie bejaht. Gleichzeitig hielt das Bundesgericht ausdrücklich fest, dass das Dahin
fallen einer Leistung in
Art.
19
Abs.
1 Satz 2 UVG nur für Heilbehandlung und Taggelder vorgesehen sei, aufgrund der gesetzlichen Systematik bestehe kein Anlass, diese Regelung auf weitere Leistungsansprüche auszudehnen (BGE 143 V 143 E. 6.2) und stellte klar, dass die Heilbehandlung mit dem Fallabschluss logischerweise dahinfalle, da zu diesem Zeitpunkt von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden könne (BGE 143 V 148 E. 5.3.1). Entsprechend liegt in Bezug auf die Heilbehandlung und das Taggeld - entgegen den vom Beschwerdeführer gemachten Ausführungen - keine bundesgerichtliche Praxisänderung vor, welche eine bedarfsabhängige Besitz
standsgarantie über den Fallabschluss hinaus bejahen würde
(vgl. hierzu BGE 134 V 109 E. 4.2
; BGE 144 V 418 E. 2.2
).
E
ine weitergehende teleologische oder systematische Auslegung von
Art.
19
Abs.
1 Satz 2
i.V.m
.
Art.
21 UVG
ist
mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rech
tsprechung (vgl. BGE 143 V 148 E. 5.3.1; BGE 134 V 109 E. 4.2
) s
owie den klaren Gesetzeswortlau
t
bezüglich Heilbehandlung
hinfällig.
4.2
Da eine über den Fallabschluss hinausgehende Pflicht zur Übernahme von Heil
behandlungen durch die Beschwerdegegnerin über
Art.
21 UVG hinaus zu ver
neinen ist, erübrigt sich auch die Diskussion, ob die Kostenbeteiligung an einem
Fitnessabo
bzw. das selbständige Training in einem Fitnesscenter in
casu
als wirk
same, zweckmässige und wirtschaftliche Heilbehandlung im Sinne des Gesetzes zu qualifizieren wäre. Dabei ist allerdings nicht in Abrede zu stellen, dass die Schmerzen und der daraus resultierende subjektive Leidensdruck des Beschwerdeführers anhand der objektiven Befunde gut nachvollziehbar sind, was
durch die Beschwerdegegnerin
auch durch die
unpräjudizielle
Übernahme der Kosten für die Analgetika über den Fallabschluss hinaus
sowie die
Zusprache
einer Integritätsentschädigung von 20
%
durchaus anerkannt wird
(vgl.
Urk.
8/393
und
Urk.
8/389
).
Darüber hinaus ist
dem Beschwerdeführer dahingehend beizupflichten
, dass die heute geltende gesetzliche Regelung, nach derer nur Versicherte, welche auch eine Rente beziehen
,
allenfalls Anspruch auf weitergehende Heilbehandlung im Sinne von
Art.
21 UVG geltend machen können,
zu
zweifelhaft
anmutenden Ergebnissen führen kann
(vgl.
Urk.
1 S. 4). Allerdings ist dies vom Gesetzgeber entsprechend vorgesehen und es würde die Kompetenz des Rechtsanwenders bzw. der Judikative bei Weitem überschreiten, entgegen der klaren gesetzlichen Grund
lage Heilbehandlungen nach Fallabschluss auch ohne
Zusprache
einer Rente zu gewähren.
4.3
Zusammenfassend erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
5.
Das vorliegende Verfahren ist kostenlos (Art. 61
lit
. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).