# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 10ce7359-0906-4a20-b35d-82b87cac94f8
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. A. Am 30. November 1994 beschloss der Regierungsrat als Sparmassnahme eine Änderung von § 29 der Schulleistungsverordnung vom 10. September 1986 (SchulleistungsV, LS 412.321; vgl. OS 52, 988). Die Änderung trat am 1. Januar 1995 in Kraft; sie beschränkte den kantonalen Anteil an den Kosten der Stütz- und Fördermassnahmen sowie des Deutschunterrichts für fremdsprachige Volksschülerinnen und ‐schüler auf eine jährliche Pauschale pro Schulkind (Abs. 1); die Pauschale für Stütz- und Fördermassnahmen wurde zudem für höchstens 10 % des Schülerbestands der Schulgemeinde angerechnet (Abs. 2). Mit Beschluss vom 1. März 2000 (RRB 255/2000) hiess der Regierungsrat Rekurse der Stadt Zürich gegen die Beitragsverfügungen für die Bemessungsjahre 1996 bis 1998 gut, im Wesentlichen mit der Begründung, für die Plafonierung der Beiträge gemäss § 29 Abs. 2 SchulleistungsV in der Fassung vom 30. November 1994 (aSchulleistungsV) fehle es an einer genügenden gesetzlichen Grundlage, weshalb die Bestimmung nicht anzuwenden sei. Der Regierungsrat änderte deshalb mit Beschluss vom 23. August 2000 (RRB 1318/2000) § 29 SchulleistungsV; namentlich wurde die Plafonierung nach Abs. 2 der Bestimmung gestrichen. Die Änderung trat rückwirkend auf den 1. Juli 2000 in Kraft (OS 56, 292). Laut den Erwägungen von RRB 1318/2000 waren nur an die Stadt Zürich, nicht aber an die übrigen Gemeinden Nachzahlungen zu leisten, da die kantonalen Beitragsverfügungen nach unbenütztem Ablauf der jeweiligen Rechtsmittelfristen rechtskräftig geworden seien.
B. Die Stadt X hatte aufgrund ihrer entsprechenden Gesuche für die Jahre 1994 bis 1998 von der Bildungsdirektion (früher: Erziehungsdirektion) folgende Beiträge für Stütz- und Fördermassnahmen zugesprochen erhalten: Fr. 105'880.- für das Bemessungsjahr 1994 am 20. Juni 1995, Fr. 103'088.- für 1995 am 18. Juni 1996, Fr. 110'706.- für 1996 am 20. Juni 1997, Fr. 105'524.- für 1997 am 5. Oktober 1998 und Fr. 108'376.- für 1998 am 19. Mai 1999. Die Anzahl Schulkinder, welche die beitragsberechtigten Massnahmen in Anspruch genommen hatte, hatte in diesen Jahren jeweils den nach § 29 Abs. 2 aSchulleistungsV anrechenbaren Anteil von 10 % der Volksschulkinder überstiegen. Diese Festsetzungen waren den Gemeinden jeweils in den Auszahlungsanzeigen mitgeteilt worden, die in Tabellenform alle Staatsbeiträge an die Aufwendungen der Volksschule auflisteten. Sie waren von der Stadt X nicht angefochten worden.
C. Am 27. Dezember 2000 liess die Stadt X bei der Bildungsdirektion um nachträgliche Ausrichtung von Staatsbeiträgen für Stütz- und Fördermassnahmen (nicht aber für den Deutschunterricht fremdsprachiger Schulkinder) in der Höhe von Fr. 170'000.- ersuchen, weil die entsprechenden Festsetzungen für die Bemessungsjahre 1994 bis 1998 keine genügende Rechtsgrundlage aufgewiesen hätten. Die Bildungsdirektion wies das Gesuch am 22. Januar 2001 ab mit der Begründung, die fraglichen Verfügungen seien in Rechtskraft erwachsen.
II. Gegen diese Verfügung der Bildungsdirektion liess die Stadt X am 4. Februar 2001 Rekurs an den Regierungsrat erheben. Mit Beschluss vom 30. Oktober 2002 wies der Regierungsrat den Rekurs ab, im Wesentlichen mit der Begründung, die angefochtenen Verfügungen seien in Rechtskraft erwachsen und die Voraussetzungen einer Revision seien nicht gegeben.
III. Am 4. Dezember 2002 liess die Stadt X gegen den Beschluss des Regierungsrats Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben. Die Anträge lauten:
I. Der Beschluss des Regierungsrates Nr. 1638 vom 30. Oktober 2002 ... sei aufzuheben.
II. Der Kanton Zürich ... sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin einen zusätzlichen Staatsbeitrag an die Aufwendungen für Stütz- und Fördermassnahmen in den Bemessungsjahren 1994 bis 1998 im Gesamtbetrag von Fr. 169'098 [recte: Fr. 167'933.-] inkl. Zins von 5 % seit der jeweiligen Fälligkeit auszurichten.
III. Der Beschwerdeführerin sei eine angemessene Prozess- und Umtriebsentschädigung auszurichten.
IV. Im vorliegenden Verfahren sei das ausreichende Rechtliche Gehör durch Komplettierung der Verfahrensakten, durch zusätzliche Akteneinsicht und durch die Möglichkeit einer ergänzenden Stellungnahme durch den Vertreter der Beschwerdeführerin zu gewähren."

## Considerations