# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f5017958-979e-5780-b0f4-e7af06cf8ea1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1966 geborene
X._
war vom 16. November 1998 bis
zum
31. Mai
2006 bei der
Firma
Z._
(
Getränke-, Wein
-
und
Spirituosenhan
del
)
als
Chauffeur / Lagerist
tätig.
Das Arbeits
verhältnis wurde
v
on Seiten des Arbeitgebers wegen
Rückenproblemen
des Versicherten
gekün
digt
(Urk. 12/11)
.
Seit dem 1. Juni 2006
arbeitete
der Versicherte
beim Restau
rant
A._
als
Office- und Küchenhilfe
(Urk. 12/10).
A
m 26. März
2007
meldete
er sich unter Hinweis auf ein Rückenleiden
erstmals
bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungsbe
zug
an (Urk. 12/2).
Die I
V-Stelle klärte
die medizinischen und erwerblichen Ver
häl
tnisse ab und liess einen Auszug aus dem Individuellen
Konto des Versi
cher
ten
erstell
en (IK-Auszug, Urk. 12/6).
Der Versicherte wurde daraufhin
in der
B._
poly
disziplinär
be
gutachtet (Gutachten vom 11.
März 2009, Urk. 12/26).
Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
27. Oktober 2009
bei einem Invaliditätsgrad 38 % einen Leistungsanspruch des Versicherten (Urk. 12/32).
Diese Verfügung blieb unangefochten.
1.2
Am 20
. Januar 2010 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum
Leistungsbezug an (Urk. 12/
33-35).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
trat diese
unter Hinweis darauf, dass eine wesentliche
V
eränderung des Ge
sundheitszustandes nicht glaubhaft gemacht worden sei,
m
it Verfügung vom
11. November 2010
auf das Leistungsbegehren nicht ein
(Urk. 1
2/49
).
Auch dies
e Verfügung blieb unangefochten.
1.3
Am 18. April 2011 stellte der Versicherte
bei der IV-Stelle
ein weiteres
Leis
tungs
begehren
(Urk. 12/50 und Urk. 12/52
).
Nach
Rückfragen beim Regionalen Ärzt
lichen Dienst (RAD, Urk. 12/59/2-3) und
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
sprach
ihm
die IV-Stelle
, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 %
,
mit
Verfügung
vom 1
.
Februar
201
2
eine ganze Rente der Invalidenversicherung
samt
Kinderrenten
mit Wirkung ab 1. Mai 2011
zu (
Urk. 12/77 und
Urk.
12/
73
[Be
gründung]
).
1.4
Im März 2012 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein Revisionsverfahren ein
(Urk. 12/82)
. Sie zog einen aktuellen IK-Auszug
(Urk. 12/83)
des Versicherten bei und holte medizinische Berichte ein. Am 28. August 2012 wurde der Versi
cherte von RAD-Arzt
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Orthopädische Chi
rur
gie und Traumatolo
gie, untersucht (Urk. 12/91).
In der Folge wurde die Durch
führung von Massnahmen beruflicher Art geprüft (Urk. 12/94 und Urk. 12/99).
Am 31. Januar 2013 wurde die Arbeitsvermittlung abgeschlossen (Urk. 12/98).
Nach
durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
wurde die bisherige Rente mit Ver
fü
gung vom
3. Juni
2013
per 1. Juli 2013
auf eine
Dreiviertel
srente
herabge
setzt
(Urk. 12/111
= Urk. 2
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe
n
vom
12. Juni 2013 (Urk. 1) und
4. Juli 2013 (Urk. 6)
Beschwerde und beantragte,
die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und es sei ihm
weiterhin
rückwirkend ab 1. Juni 2013 eine ganze Rente
zuzusprechen
. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zu
rückzu
weisen und ein
aktuelles
unabhängiges Gutachten anzuordnen (Urk. 6 S. 2).
Mit
Be
schwerdeantwort
vom 4. September 2013 beantragte die
Beschwer
degegnerin
die Abw
eisung der Beschwerde (Urk. 11), was dem Beschwerde
führer am 9. September 2013 mitgeteilt wurd
e (Urk. 13). Mit Eingabe vom
1.
Oktober 2013 reichte der Beschwerdeführer einen
Bericht der
D._
vom 17. September 2013 ein (Urk. 14-15), welcher der Beschwerdegegnerin am 7. Oktober 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesent
lichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn
sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund
heits
zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine
Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Aus
wir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts
9C_261/2009
vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkung
en eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechtskon
former
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung be
ruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundes
ge
richts
9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
blei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über
die Invalidenversicherung, IVG
).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125
V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all
seitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BG
E 125 V 351 E. 3a, 122 V 157
E.
1c).
1.6
D
en Stellungnahmen des RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 3 der Verordnung übe
r
die Invalidenversicherung (IVV) kommt Beweiswert zu, wenn sie den all
gemei
nen
beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genü
gen (BGE 125
V 351; vgl. E.
1.5). Die RAD-Ärzte resp. Ärztinnen müssen sodann über die im Einzel
fall gefragten persönlichen und fachlichen Quali
fika
tionen verfügen (vgl.
Urteile des Bundes
gerichtes 9C_724/2011 vom 23. Februar 2012 E. 3.2 und 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 3.1 mit Hin
weisen).
1.7
Weder aus Art. 29 Abs. 1 und 2 BV (vgl. Art. 4 der alten Bundesverfassung,
aBV
) noch aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK folgt eine Regel
,
wonach bei streitigen
Leis
tungsansprüchen
stets auch versicherungsexterne medizinische
Entscheidungs
grund
lagen
einzuholen sind. Im Rahmen der freien Beweiswürdigung ist es grundsätzlich somit zulässig, dass Verwaltung und Sozialversicherungsgerichte den Entscheid allein auf versicherungsinterne Entscheidungsgrundlagen stützen.
An die Unparteilichkeit und Zuverlässigkeit solcher Grundlagen sind jedoch strenge
Anforderungen zu stellen (BGE 122 V 157 E. 3).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die
Beschwerdegegnerin
,
aufgrund der Ab
klä
rungen bestehe seit dem 2. Mai 2012 in optimal behinderungsangepasster
Tä
tigkeit (mit körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne Arbeiten auf
Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne die
Lendenwir
bel
säul
e
oder häufig das rechte Kniegelenk belastende
Zwangshal
tungen
und Tätig
kei
ten
)
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit.
Trotz der Angaben von
Dr.
E._
sei aus ver
sicherungsmedizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 50 % für angepasste Tätigkeiten realistisch und umsetzbar
.
Der Invaliditätsgrad betrage bei einem
Vali
deneinkommen
von Fr. 69‘828.-- und einem
Invaliden
ei
nkommen
von Fr. 26‘517.-- 62 %
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen im Wesentlichen geltend, die Abklärun
gen, auf welche sich die Beschwerdegegnerin stütze, seien veraltet und gäben nicht den aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wieder. Seit dem Zeitpunkt der Beurteilung des RAD habe sich sein Gesundheitszustand drastisch
verschlechtert.
Die Beschwerdegegnerin stütze sich bei der Herabsetzung der
Rente
allein auf den Bericht des RAD nach
der Untersuchung
vom 28. August 201
3
(richtig: 2012)
.
Dies
,
obwohl der behandelnde Arzt
Dr.
E._
in seinem Schreiben vom 12. Juni 2013 an die Beschwerdegegnerin detaillierte Ausfüh
rungen zum Ge
sundheitszustand und damit auch zur Arbeitsfähigkeit gemacht habe. Er habe eine 100%ige IV-Bedürftigkeit attestiert. Die Beschwerdegegnerin habe in der angefochtenen Verfügung
zu
der
von
Dr.
E._
attestierten
100%igen Ar
beitsunfähigkeit
materiell
nicht
Stellung genommen. Es sei sach
lich nicht be
gründbar, weshalb der einzige aktuelle Bericht keinen Eingang in das
Abklä
rungsergebnis
gefunden habe
(Urk. 6
S. 9 ff.
)
.
3.
3.1
Streitig und zu
prüfen ist, ob eine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, welche eine Rentenherabsetzung rechtfertigt (BGE 130 V 71
E.
3.2.3). Insbesondere ist zu
prüfen
, ob
seit
der Ver
fügung der Beschwerdegegnerin vom 1. Februar 2012 (Urk. 12/77) mit welcher dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Mai 2011 eine ganze Rente zuge
sprochen worden war,
eine
wesent
liche
Veränderung
des Gesundheitszustandes
und der sich daraus ergebenden Arbeitsunfähigkeit stattgefunden hat.
3.2
3.2.1
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
vom 1. Februar 2012
(
Urk. 12/7
7
) beruhte in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf
den
folgenden
Berichten der
D._
und
des
Dr.
med.
E._
,
Facharzt FMH für Allgemeine Medizin
(Urk
. 12/50):
Im Bericht der
D._
vom 5. Oktober 2010 stellte
Dr.
med.
F._
,
Oberärztin Wirbelsäulenchirurgie
,
folgende Diagnose:
Chronisches
lumbo-spondylogenes
Schmerzsyndrom beidseits rechtsbetont bei
Diskopathie
L4/5
erosiver
Osteochondrose
L5/S1
Status nach Sakralblock am 03.05.2007
Status nach diagnostisch-therapeutischer Facettengelenksinfiltration L5/S1 beidseits am 05.11.2009
Status nach diagnostisch-therapeutischer Facettengelenksinfiltration L4/L5 beidseits am 23.11.2009
Status nach diagnostisch-therapeutischer
Facettengelenksinfiltration L4/L5 und L5/S1 beidseits am 25.01.2010
In der Wirbelsäulen-Ganzaufnahme sehe man eine leichte
rotatorische
Fehl
stellung
im lumbalen Bereich mit ge
ringer thorakaler Gegenkrümmung sowie
einem
leichte
n
Schulterhochstand links. Im sagittalen Profil sei
die
Wirbelsäule nach ventral aus dem Lot. Es bestehe ein Verdacht auf
einen
Morbus Scheuer
mann. Eine richtige Sch
eue
rmann Kyph
ose könne im sagittalen Profil aber
auf
der
Wirbelsäulenauf
nahme
nicht bestätigt werden. Es liege eher an der
Schon
hal
tung
, dass der Be
schwerdeführer leicht vornübergebeugt stehe (Urk. 12/50/4 f.)
.
Am 14. Februar 2011 führte
Dr.
F._
eine dorsale
Spondylodese
L5/S1 durch (Urk. 12/50/2 f.).
Dr.
E._
hielt in seinem Bericht vom 15. April 2011 fest, zwei Monate nach der Operation bestehe nach wie vor ein Schmerzsyndrom trotz Physiotherapie und Ausschöpfung aller konservativen Massnahmen.
Der
Lasèg
u
e
links sei nach wie vor positiv bei 70 Grad. Die Hüftbeweglichkeit sei unauffällig. Es bestünden
ausgeprägte muskuläre Verspannungszustände. Der Beschwerdeführer sei seit dem
13. Februar 2011 zu 100 % arbeitsunfähig. Als gelernter
Magaziner
sei er in einem körperlich belastenden Arbeitsprozess nicht mehr
reintegrierbar
.
Für eine Bürotätigkeit komme er aufgrund seiner schlechten Ausbildung nicht in
Frage.
Vor dem 13. Februar 2011 habe ein 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestan
den.
3.2.
2
RAD-Arzt Dr
.
C._
führte in seiner Stellungnahme vom 5. Mai
2011
aus, mit der Diag
nose eines
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms bei Status nach lumbaler
Spondylodese
L5/S1 liege seit
13. Februar 2011 ein
relevanter
Gesund
heits
schaden
vor, der die Arbeitsfähigke
it in angestammter Tätigkeit be
ein
träch
tige. Die Arztberichte seien schlüssig und weitgehend deckungsgleich bezieh
ungs
weise sich ergänzend
. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei seit 13. Februar 2011 eingetreten. Die Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätig
keit be
trage 50 % bis zum 12. Februar 2011 und seit dem 13.
Februar 2011 bestehe 0 % Arbeitsfähigkeit für die bisherige als auch für angepasste Tätigkeiten. Me
dizinisch theoretisch werde der
Beschwerdeführer
auf Dauer keine schwere oder mittel
schwere Tätigkeit mehr ausüben können
. Bei
b
esserungsfähigem Gesund
heits
zustand sollte
in einem halben Jahr eine vorzeitige medizinische Über
prü
fung erfolgen
(Urk. 12/59/2).
In seiner Stellungnahme vom 7. Juni 2011
verwies
RAD-Arzt
Dr.
C._
auf
seine Beurteilung vom 5. Mai 2011 und hielt erneut fest
,
dass
nach entsprech
en
der Rekonvaleszenz wieder eine Arbeitsfähigkeit für ange
passte Tätigkeiten zu erwarten
sei
(Urk. 12/59/3).
3.2.3
In den Akten lagen im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 1. Februar 2012
im Weiteren die Berichte von Dr.
F._
von der
D._
vom 8. Juni und
18. August 2011 (Urk. 12/53 und Urk. 12/66).
Im genannten Bericht
vom 8. Juni 2011 führte Dr.
F._
aus
, in Anbetracht dessen, dass der Beschwerdeführer wieder im Service arbeiten wolle, könne sie
ihn noch nicht arbeitsfähig schreiben.
Es habe noch keine komplette knöcherne
Durchbauung
stattgefunden.
Insgesamt sei der Beschwerdeführer
schon
eher zufrieden, berichte aber immer wieder über rezidivierende Rückenschmerzen
. Momentan bestehe jedoch ein normaler, leicht prolongierter Heilungsverlauf (Urk. 12/53).
In ihrem Bericht vom 18. August 2011 hielt
Dr.
F._
fest, bezüglich des Rü
ckens
gehe es dem Beschwerdeführer
relativ
gut, er habe nur noch gelegentlich Rü
cken
schmerzen, insbesondere unter längerer Belastung beziehungsweise beim Tragen von leichteren Gegenständen. Das Knie habe sich lokal deutlich ver
schlechtert. Der Beschwerdeführer habe einen punktuellen Schmerz, welche
r
unter Belas
tung einschiessend sei. Das Röntgen der LWS
vom 16.
August 2011 zeige eine weiterhin zunehmende knöcherne Konsolidierung, ein kompletter knöcherner
Durchbau
sei
auch heute
nur ansatzweise erkennbar. Das Röntgen des Knie
s
rechts, Patella rechts axial
,
vom 16. August 2011 zeige einen medial minimal verschmälerten Gelenkspalt im Vergleich zur Aussenseite. Bis zur Kontrolle des Kniegelenks bestehe aufgrund der Beschwerden weiterhin eine Arbeitsun
fähig
keit im Gastronomiebereich (Urk. 12/66).
3.3
3.3.1
Im Rahmen des im März 2012 eingeleiteten
Revisionsverfahrens holte die
Be
schwerdegegnerin
Verlaufsberichte
der
D._
sowie von Dr.
E._
ein
und liess den Beschwerdeführer
von RAD-Arzt
Dr.
C._
orthopädisch/
rheu
matologisch
untersuchen
.
3.3.2
Im Bericht der
D._
vom
9. September 2011 wurde festgehalten, klinisch und im MRI zeige sich eine mediale Meniskusläsion, die dem Be
schwer
deführer stechende Schmerzen mit rezidivierenden Reizergüssen bereite. Die Indikation zur Kniearthroskopie und medialen
Teilmeniskektomie
sei gege
ben (Urk. 12/85/7
-8
).
3.3.3
Dr.
E._
führte in seinem Bericht vom 22. März 2012 aus,
der Beschwerde
führer beklage weiterhin Rückenschmerzen mit muskulären
Triggerpunkten
vor allem links. Er sei
in seiner körperlichen Leistungsfähigkeit (Lasten heben, Her
umgehen, Tragen auch von kleinen Lasten) behindert. Da er eine schlechte Aus
bildung habe, sei er kaum in einem
anderen Job zu inte
grieren.
Er sei latent de
pressiv und ängstlich. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (Urk. 12/85/3).
3.3.4
Dr.
F._
stellte in ihrem Bericht vom 26. April 2012 die Diagnose
rezidivierend ausstrahlender Beinschmerzen rechts bei Status nach dorsaler
Spondylodese
L5/S1 in TLIF-Technik am 14. Februar 2011 bei
Osteochondrose
L5/S1 sowie die
Nebendiagnose eines Status nach Kniearthroskopie rechts mit medialer
Teil
meniskektomie
am 15. September 2011 bei Innenmeniskus-
Hinterhornläsion
Knie rechts. Als Befund hielt sie Folgendes fest: Reizlose Narbe,
Gangbild
flüs
sig, Zehen- und Hackengang beidseits möglich, keine sensomotorischen Defi
zite, aber deutlicher Druckschmerz in der rechten Wade oberhalb der Kniekehle rechts und bei Fussextension Schmerzen
.
Der Beschwerdeführer habe berichtet, dass die Rückenschmerzen gut seien, er habe auch keine permanent ein
schiess
ende
n
Beinschmerzen mehr. Vor drei Tagen habe er aber wieder einen einschiess
en
den Schmerz ins Bein gespürt. Diese Schmerzen nähmen im Sitzen zu. Aus diesem Grunde sei gegebenenfalls auch eine
nervale
Reizung möglich. Deshalb sei nochmals eine MRI-Untersuchung vereinbart worden insbesondere auch zur Beurteilung der Etage oberhalb der Fusion
(Urk. 12/87).
3.3.5
In ihrem Schreiben
an die Beschwerdegegnerin
vom 2.
Mai 2012 führte
Dr.
F._
in Bezug auf die Fra
ge, welche Tätigkeiten zumutbar
seien, aus, der Be
schwer
deführer solle wenn möglich
nicht über 10-15 Kilogramm heben
. Bezüglich des Rückens seien wechselbelastende Tätigkeiten
erforderlich. Bezüglich der
Knie
problematik
sollte ein entsprechender Spezialist kontaktiert werden. Es
könne
generell gesagt we
rden, dass knie
nde Tätigkeiten nicht durchgeführt werden sollte
n
(Urk. 12/88
).
3.3.6
In ihrem Bericht
an Dr.
E._
vom 15. Mai 2012 diagnostizierte
Dr.
F._
eine rezidivierende ISG-Irritation links bei Status nach dorsaler
Spondylodese
L5/S1
in TLIF-Tech
nik am 1
4.
Februar 2011 bei
Osteochondrose
L5/S1 und inter
mit
tie
rende Schmerzen im rechen Bein überwiegend Oberschenkel und rechte Wade. Sie führte aus, in den MRI-Untersuchungen zeige sich bei L4/5 eine leichte
Band
scheibenprotrusion
und insgesamt
minimale Spinalkanaleinengung ohne ein
deutige Kompression neuronaler Strukturen. Die rechte L5er-Schraube liege so
wohl am lateralen als auch am unteren Rand des
Pedikels
. Soweit es bei den
Artefakten beurteilbar sei, sei auch hier keine Irritation der Strukturen erkenn
bar.
Es handle sich überwiegend um ISG-Irritationen bei Status nach L5/S1-Fu
sion (Urk. 12/90/17).
3.3.7
Am 28. August 2012 wurde der Beschwerdeführer von RAD-Arzt
Dr.
C._
orthopädisch/rheumatologisch untersucht. In seinem Bericht vom 11. September 2012
nannte
Dr.
C._
folgende Diagnosen:
Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der LWS bei
Status nach TLIF-
Sp
o
ndylodese
L5/S1 am 14.2.2011 bei symptomati
scher
Osteochondrose
L5/S1
Belastungseinschränkung des rechten Kniegelenkes bei
Status nach
transarthroskopischer
Innenmeniskusteilresektion 15.
9
.2011
Zervikovertebrales
Schmerzsyndrom bei
Blockierung C
3
/4 links
Dr.
C._
führte aus,
gemäss den Angaben des Beschwerdeführers sei
nach der Operation vom 14. Februar 2011 eine Besse
rung von ungefähr 50 % einge
tre
ten.
Er
habe immer noch Schmerzen und ein Ziehen im rechten Oberschenkel. Deswegen mache er seit der Operation immer noch Physiotherapie. Die Schmer
zen im rechten Bein seien jedoch seit März 2011 im Wesentlichen unverändert. Auch verspüre er ein Kraftdefizit im rechten Bein bei längerem Gehen.
Berg
aufgehen
bereite ihm mehr Schmerzen im rechten Bein als auf der Ebene oder
beim
Bergabgehen. Beim Treppengehen benutze er wegen der Schmerzen immer den Handlauf. Heben könne er drei bis vier Kilogramm. Wetterwechsel führe zu Schmerzverstärkung.
Gehen könne er circa ein
en
Kilome
ter ohne wesentliche Schmerzen, dann müsse er eine Pause einlegen. Stehen sei für 30 bis 40 Minu
ten möglich. Sitzen auf ei
nem Stuhl bereite ihm keine wesentlichen Probleme, tiefes Sitzen sei für etwa 60 Minuten möglich, dann müsse er aufstehen und sich bewegen oder sich hin
legen
(Urk. 12/91/1)
.
Beim Beschwerdeführer sei anhand der vorliegenden medizinischen Berichter
stattung und der körperlichen Untersuchung vom 28. August 2012 ein somati
scher Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 0 % als
Getränkeausliefe
rungs
chauffeur
. Die Arbeitsfähigkeit von bisher 60 % a
ls Buffetmitarbeiter sei ab 13.
Februar 2011 aufgehoben
worden
. Beide Tätigke
i
ten seien auf Dauer nicht mehr zumutbar. In
optimal behinderungsangepasster Tätigkeit
(mit kör
perlich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten,
ohne häufiges Treppensteigen, ohne die Lendenwirbelsäule oder häufig das rechte
Kniegelenk belastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten [
b
ücken, hocken, knien,
Überkopfarbeit, Arbeiten in weiter Armvorhalte],
ohne Witterungseinflüsse
)
be
stehe
eine
Arbeitsfähigkeit
von 50 %
seit 2. Mai 2012
.
Da der Gesundheits
zu
stand weiterhin besserungsfähig sei, sollte eine medizinische
Reevaluation
in einem Jahr erfolgen (Urk. 12/91/6; vgl. Urk. 12/104/3-4).
3.3.8
Dr.
F._
nannte in ihrem Ber
icht vom 14.
November 2012
dieselben
Diagnosen
wie in ihrem Bericht vom 15. Mai 2012
und führte aus, der
Beschwerdeführer berichte, dass
die Beschwerden durch Physiotherapie relativ gut in
den
Griff zu kriegen seien
, dass er jedoch wetterfühlig sei und es immer wieder Tage gebe, an denen er B
lo
ckaden habe, welche sich nach ein bis zwei Tagen wieder lösten. Sensomotorische Defizite bestünden nicht. In der durchgeführten CT-Unter
such
ung zeig
t
e
n
sich eine regelrechte Schraubenlage, keine Lockerung,
ossäre
Brücken
zwischen L5/S1,
eine
leichte Spinalkanalstenose L4/5 und
eine
mässige
epifusionelle
Degeneration (Urk. 12/92).
3.3.9
Dr.
E._
führte in seinem
V
erlaufsb
ericht vom 5. Februar 2013 aus, trotz Status nach
Spondylodese
klage der Beschwerdeführer momentan wieder zum Teil über hef
tige einschiessende Schmerzen in den Oberschenkel rechts lateral bis in die Wade. Er sei leicht gebückt in die Sprechstunde gekommen, habe vom Sitzen kaum aufstehen und das Bein nicht alleine heben können.
Die Schmerzen seien besser, aber es bestehe immer noch eine Fehlhaltung links. Anamnestisch sei er
zu
100 % arbeitsunfähig seit Mai 201
1.
Er sei unfähig
,
einer körperlichen Arbeit nachzugehen. Selbst Sitzen sei im Moment problematisch.
Der Beschwer
de
führer sei psychisch angeschlagen.
Selbst eine wechsel
belastende Tätigkeit sei in diesem Zustand nicht zumutbar (Urk. 12/100
/2-7
).
3.3.10
RAD-Arzt
Dr.
C._
hielt
in seiner Stellungnahme vom 22.
März 2013 f
est,
Dr
.
E._
berichte am 5.
Februar 2013 über
eine Arbei
tsunfähigkeit
von 100 %
für jegliche Täti
gkeiten bei den bekannten Diagn
osen. Begründende
Be
funde liefere er nicht
,
und es
erfolge keine Auseinandersetzung mit den bisheri
gen Untersuchungen. Versicherungsmedizinisch liege anhand der objektiven Be
funde
im Vergleich zur Stellungnahme des RAD vom 6. November 2012
keine rele
vante Änderung des Gesundheitszustandes vor
(Urk. 12/104/4-5
)
.
4.
4.1
Im angefochtenen Entscheid stützte sich die Beschwer
degegnerin in erster Linie auf den Bericht
des
RAD-Arzt
es
Dr.
C._
vom
11. September 2012
, welcher
für die streitigen Belange umfassend ist, auf
einer fachärztlichen Untersuchung
be
ruht,
in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben wurde und die
vom Beschwerde
füh
rer
geklagten Beschwerden
berücksichtigt.
Die
Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge
ist einleuchtend
und
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nach
vollziehbar
.
Der Bericht von RAD-Arzt Dr.
C._
genügt demnach den allge
mei
nen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (vgl. E. 1.5, E. 1.6 und E. 1.7).
4.2
Aus sämtlichen
medizinischen B
erichten geht übereinstimmend hervor, dass dem Beschwerdeführer seine bisherigen Tätigkeiten nicht mehr zumutbar sind.
So
verhält es sich
auch
beim
Beric
ht vom Hausarzt
Dr.
E._
vom 22. März 2012
, worin dieser festhält, dass
der Beschwerdeführer
in seiner körperlichen Lei
stungsfähigkeit (Lasten heben, herumgehen, t
ragen auch von kleinen Lasten) behindert
sei. Seine
weiteren
Ausführungen, wonach der Beschwerdeführer
eine schlechte Ausbildung
habe und
ka
um in einem anderen Job zu inte
grieren
sei, sind
in
dessen
aus medizinischer Sicht nicht relevant und begründen auch keine Ar
beitsunfähigkeit
(Urk. 12/85/3).
Dr.
F._
gab in ihrem Schreiben vom 2. Mai 2012 an, das
s
wechselbelastende Tätigkeiten mit Heben von nicht über 10-15 Kilo
gramm und ohne Knien zumutbar seien (Urk. 12/
88
). Dies stimmt mit dem
von
Dr.
C._
ge
n
annten Belastungsprofil überein, wonach eine körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeit, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne lendenwirbelsäulenbelastende oder häufig das rechte Kniegelenk belastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten
(bücken,
hocken, k
nien, Überkopfarbeit, Arbeiten in weiter Armvorhalte), ohne Witte
rungs
einflüsse zumutbar
s
ei.
Für eine solche Tätigkeit attestierte er dem Be
schwerdeführer eine 50%ige Arbeitsfähigkei
t seit dem 2. Mai 2012. Dr.
F._
hat im genannten Schreiben vom 2. Mai 2012 zum Pensum, welches der Be
schwerdeführer in der von ihr beschriebenen behinderungsangepassten Tätigkeit versehen könnte, keine Angaben gemacht. Die sich aus ihren Berichten vom
26.
April, 15. Mai und 14. November 2012 (Urk. 12/87, Urk. 12/90 und Urk.
12/92
) ergebenden objektiven Befunde stehen der Einschätzung von RAD-Arzt Dr.
C._
aber nicht entgegen, sondern lassen diese vielmehr als äusserst grosszügig erscheinen.
Dem widerspricht lediglich
Dr.
E._
in seinem Bericht vom 5. Februar 2013, wo er festhält, der Beschwerdeführer sei anam
nestisch seit Mai 2011 100 % arbeitsunfähig. Er sei unfähig, einer körperlichen Arbeit nach
zugehen – was unbestritten ist – und im Moment sei selbst sitzen proble
ma
tisch. Eine wechselbelastende Tätigkeit sei in diesem Zustand nicht zumutbar (Urk.12/100/
3 f.). Er führt zwar ausdrücklich aus, dass Sitzen lediglich im Moment problematisch sei, attestiert aber
dennoch
seit Mai 2011 eine 100%ige Arbeitsunf
ähigkeit in jeglicher Tätigkeit.
M
it de
r
Einschät
zung von
Dr.
C._
setzt
er sich nicht
auseinander
. Er stützt seine Beurteilung
lediglich auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers, ohne
diese
mit objektiven Befun
den zu untermauern
resp. – nachvollziehbar
–
zu begründen
.
Bei der
Würdigung der
Einschätzung
von
Dr.
E._
ist
im Übrigen
der Erfahrungstatsache Rech
nung zu tragen, dass diese
r
als Hausarzt
mitunter im Hinblick auf seine
auf
tragsrechtliche
Vertrau
ensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten
seines Pati
enten aussagt (BGE 125 V 351 E. 3a/cc
mit weiteren Hinweisen).
Er vermag denn
auch keine
medizini
schen
Aspekte
zu nennen, welche von
Dr.
C._
un
erkannt oder ungewürdigt geblieben worden wären.
Aus den Akten
, insbe
son
dere auch aus
seiner Einsprache bezüglich IV
-Verfügung vom 12. Juni 2013,
geht hervor, dass nach Ansicht von
Dr.
E._
für den Beschwerdeführer
eine leichte wechselbelastende Tätigkeit
in erste
r
Linie aufgrund
der
mangelnden schulischen Ausbildung nicht in Frage kommt und
er
deshalb
– und nicht aus medizinisch-theoretischer Sicht –
von einer
100
%
igen
IV-
Bedürftigkeit
ausgeht
(vgl. Urk. 1).
Insgesamt vermag die
Einschätzung von
Dr.
E._
die Beurtei
lung
von
Dr.
C._
somit
nicht in Zweifel zu ziehen
.
4.3
Objektive Anhaltspunkte dafür, dass sich der Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der Untersuchung im RAD vom
28. August 2012 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3. Juni 2013 massgeblich verschlechtert haben, liegen nicht vor.
Soweit der Beschwerde
führer geltend macht,
die Beschwerdegegnerin habe im Verlaufsprotokoll
vom 31. Januar 2013
betreffend Eingliederungsberatung ausgeführt, dass sich die ge
sundheitliche Situation des Beschwerdeführers seit der RAD-Untersuchung im August 2012 verschlechtert habe
(Urk. 12/99)
, dies jedoch bei der Herabsetzung der Rente nicht berücksichtigt
(Urk. 6 S. 10
und S.19
)
, kann er
daraus
nichts zu seinen Gunsten ableiten, da es sich dabei nicht um eine medizinische Beurtei
lung einer Fachperson handelt, sondern um
die Wiedergabe der
subjektive
n
Angaben des Beschwer
deführers anlässlich der Eingliederungsberatung. Die Arbeits
vermittlung wurde denn auch abgeschlossen, weil sich der Beschwer
de
führer
subjektiv
nicht ar
beitsfähig fühlte (Urk. 12/97).
Angesichts dieser Akten
lage ist auch der vom Beschwerdeführer implizit erhobene Vorwurf mangelnder beruflicher
Einglie
derungsbemühungen
(Urk. 6 S. 19) unbegründet. Es steht dem Beschwerdeführer
im Übrigen
frei, jederzeit bei der Beschwerdegegnerin ein Gesuch um berufliche Eingliederung
smassnahmen
zu stellen.
4.4
Bei der von Dr.
F._
in ihrem
– vom Beschwerdeführer im Rahmen des
Be
schwer
deverfahrens
eingereichten
–
Bericht vom 17. September 2013 (Urk. 15)
neu
diagnostizierten beginnenden Anschlussdekompensation handelt es sich um eine Problematik, welche
laut Dr.
F._
”neu” aufgetreten ist und sich demnach
erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung manifestiert hat. Massgebend ist jedoch der Sachverhalt im Zeit
punkt des Verfügungserlasses (BGE 130 V 138 E. 2.1). Dieser Arztbericht kann somit im vorliegenden Verfahren nicht berück
sichtigt werden.
4.5
Zusammenfassend ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit erstellt, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für angepasste Tä
tigkeiten nunmehr 50 % beträgt. Somit ist eine anspruchsrelevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleic
h
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruf
lich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon
kret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich wei
l die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zogen werden (BGE 126 V 75 E.
3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472
E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hin
weis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochen
arbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
5.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der
Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
5.4
5.4.1
Das von der Beschwerdegegnerin
gestützt auf die
betreffenden Angaben in der
rentenzusprechende
n
Verfü
gung vom 10. Oktober
2011 (Urk. 12/73
,
vgl.
Urk.
12/58
)
ermittelte und an die
Nominallohn
entwicklung
angepasste
Vali
den
einkommen
2012
von Fr.
69‘828
.
-- (Urk. 12/103 und Urk. 2)
ist
nicht zu be
an
standen
und wurde auch nicht bestritten.
5.4.2
Mangels eines tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens stützte sich die
Be
schwerdegegnerin
bei der Berechnung des Invalideneinkommens auf die Schwei
zerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010, Tabelle TA 1,
Anforderungs
niveau
4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) und ging vom stand
ardisierten, nicht nach Branchen differenzierten monatlichen Bruttolohn
für Männer im privaten Sektor
von
Fr. 4‘901.-- pro Monat
aus
.
Unter Berücksichtigung
der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit im Jahr 2010 von 41.6 Stunden sowie
der Nominallohnentwicklung ermittelte sie für das Jahr 2012
bei
einem
zumutbaren
Pensum von 50 %
ein
Einkommen
von Fr.
31‘197
.--
und
gewährte einen
lei
dens
bedingten
Abzug von 15 %, was in Anbetracht
des noch zumutbaren
Be
schäf
tigungsumfanges
sowie
sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände als
gross
zügig
erscheint.
Somit resultiert ein Invalideneinkommen von
Fr.
26‘517.--.
5.4.3
Bei einem solchermassen festgelegten Invalideneinkommen von
Fr. 26‘517.--
resultiert im Vergleich zum
Valideneinkommen
von
Fr. 69‘828.--
eine
Erwerbs
einbusse
von Fr.
43‘311.--
,
was einem Invaliditätsgrad von gerundet 62 % ent
spricht.
5.5
Demnach hat die Beschwerdegegnerin die mit Verfügung vom 1. Februar 2012 zu
gesprochene ganze Rente zu Recht auf eine
Dreiviertelsrente
herabgesetzt (vgl. E.
1.3). Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass gemäss Art. 88
bis
Abs. 2 der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) die Herabsetzung einer Rente frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden
Monats an erfolgt. Die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2013 (Urk.
2) wurde
dem Beschwerdeführer im Juni 2013 zugestellt (Urk. 6 S.
3). Die Herabsetzung auf eine
Dreiviertelsrente
hätte daher nicht, wie in der Verfügung festgehalten wurde, per 1. Juli 2013, sondern erst per 1. August 2013 erfolgen dürfen. Es ist deshalb in teilweiser Gutheissung der Beschwerde festzustellen, dass der Be
schwerdeführer bis Ende Juli 2013 (statt Ende Juni 2013) Anspruch auf eine
ganze Rente hat. Im Übrigen (Anspruch auf eine ganze Rente ab 1. August 2013)
ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und
angesichts des
bloss
margin
alen
Obsiegens vollumfänglich
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG).
Entsprechend ist auch keine Prozessentschädigung zuzu
sprechen.