# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 95f65d4d-2d1d-4811-bc77-34dadb347315
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Mit Einspracheentscheid vom 4. August, mitgeteilt am 7. August 2020, wies
der C._ der Gemeinde B._ die Einsprache von A._ gegen
die Rechnung 12'000'052 vom 20. Mai 2020 betreffend Rückzahlung von
zu Unrecht bezogenen Sozialhilfeleistungen für die Monate März und April
2020 im Umfang von CHF 1'734.70 zzgl. 4% Zins seit dem 20. Juli 2020 ab
und bestätigte damit die entsprechende Rechnung, unter Auferlegung von
Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 300.--. Zur Begründung führte die
Gemeinde im Wesentlichen aus, dass die eigentlichen Beträge, welche der
Rückzahlungsforderung zugrunde lägen (Grundbedarf, Wohnkosten,
medizinische Versorgung, Anrechnung von Erwerbseinkommen und div.
Rückerstattungen etc.), vom Einsprecher nicht hinterfragt und somit nicht
weiter untersucht werden müssten. Eine unrechtmässig bezogene
Unterstützung müsse von Gesetzes wegen zurückerstattet werden. Auf
Grund der besonderen Umstände im Zusammenhang mit der Corona-
Pandemie seien die Sozialdienste angehalten worden, Gesuche um
Sozialhilfe schnell und pragmatisch zu behandeln, selbst wenn zum
Zeitpunkt des Entscheids über die Ausrichtung von Sozialleistungen noch
nicht alle relevanten Unterlagen zur Klärung des Anspruchs vorgelegen
hätten. Trotz wiederholter Aufforderung (letztmals per Einschreiben vom 7.
Mai 2020) zur Einreichung der vollständigen Kontoauszüge für die Monate
März und April 2020 sowie die Belege für die Zahlung der Mietzinse für
denselben Zeitraum und unter Hinweis auf die Konsequenzen im Falle der
Weigerung, an der gesetzlichen Pflicht zur Klärung der
Anspruchsberechtigung mitzuwirken, habe der Einsprecher die verlangten
Unterlagen nicht resp. nicht vollständig eingereicht. Die Behauptung des
Einsprechers – er habe doch umfassend Auskunft erteilt – widerspreche
den Fakten. Zwar habe er am 17. März 2020 Kontoauszüge eingereicht,
diese deckten aber logischerweise den relevanten Zeitraum (März-April
2020) nicht ab und seien überdies unvollständig, da für den Monat März
2020 nur Belastungen aber keine Gutschriften aufgeführt worden seien,
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obwohl anhand der Kontosaldi Gutschriften vorhanden sein müssten.
Ebenso wenig habe der Einsprecher die Belege zur (angeblich) erfolgten
Bezahlung der in sein Budget gestellten Mietkosten von CHF 930.-- pro
Monat (inkl. NK) vorgelegt. Laut eigenen Abklärungen sei der Einsprecher
bereits per 29. Februar 2020 aus der gemieteten Wohnung ausgezogen
und habe somit nicht länger Miete bezahlt. Der Einsprecher habe der
Vermieterin mit Schreiben vom 15. März 2020 selber mitgeteilt, dass er den
Mietvertrag per Ende Februar 2020 kündige. Folglich habe er die dafür
vorgesehene Unterstützung zu Unrecht erhalten. Die nach Abzug der
Zahlungseingänge (Erwerbseinkommen, Prämienverbilligung etc.) von der
Gemeinde noch bezahlte Unterstützungsleistung für die Monate März und
April 2020 im Umfang von CHF 1'734.70 sei demnach unrechtmässig
erfolgt und zurückzubezahlen zzgl. Verzugszins. Damit sei auch
klargestellt, dass die Gemeinde – entgegen der Behauptung des
Einsprechers – nicht etwa seinen Lohn sowie andere ihm zustehende
Gutschriften einbehalten und gleichzeitig die bezahlte Sozialhilfe
zurückgefordert habe, sondern eben nur den zu Lasten der Gemeinde noch
verbliebenen Betrag. Da die Einsprache unbegründet sei, habe der
Einsprecher die angefallenen Verfahrenskosten laut Gebührengesetz zu
tragen. Der zuvor mit Verfügung vom 24. März 2020, mitgeteilt am 27. März
2020, ermittelte Fehlbetrag für Sozialhilfe habe sich auf monatlich CHF
1'927.-- belaufen (bestehend aus: Grundbedarf für Lebensunterhalt CHF
997.-- und Miete inkl. NK CHF 930.--); im Einspracheentscheid vom 4./7.
August 2020 wurde dieser Betrag – unter Berücksichtigung der
Gutschriften (Verrechnung mit Zahlungseingängen) – auf CHF 1'734.70
korrigiert und die geleistete Sozialhilfe in diesem Umfang von A._
zurückverlangt.
2. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 10. August
2020 (Poststempel 14. August 2020) Beschwerde beim Verwaltungsgericht
des Kantons Graubünden mit den Anträgen: (1) Die angefochtene
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Verfügung der Beschwerdegegnerin [Einspacheentscheid Gemeinde] vom
7. August 2020 sei zur Gänze aufzuheben; (2) Die Beschwerdegegnerin
sei zu verurteilen, die zu Unrecht vereinnahmten Beträge in der Höhe von
CHF 2'204.70 innerhalb von 14 Tagen ab Rechtskraft des Urteils an den
Beschwerdeführer herauszugeben; (3) Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur
Begründung der Anträge brachte der Beschwerdeführer zur Hauptsache
vor, er habe im März 2020 infolge der Corona-Pandemie um finanzielle
Unterstützung bei der Beschwerdegegnerin nachgesucht. Trotz
ungekündigtem und unbefristetem Arbeitsvertrag mit der damaligen
Arbeitgeberin (Kongresshotel B._) seien von dieser nach dem
Corona-Lockdown keinerlei Zahlungen mehr geleistet worden. Der
Beschwerdeführer habe alle für den Bezug von Sozialhilfe erforderlichen
Unterlagen der Beschwerdegegnerin vorgelegt, was bereits die Tatsache
belege, dass sein Leistungsbezug mit Verfügung vom 27. März 2020
anerkannt worden sei. Gerade weil die Kündigung des Mietvertrags per 29.
Februar 2020 von der Vermieterin verneint worden sei, sei der
Leistungsbezug geboten gewesen. Der Empfang von Sozialhilfe in den
Monaten März und April 2020 sei daher rechtmässig erfolgt. Anstatt dem
Beschwerdeführer für sein Engagement dankbar zu sein, wonach seit dem
1. Mai 2020 keine Sozialhilfe mehr bezahlt werden müsse, versuche die
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung eineinhalb Monate
nach dem tatsächlichen Wegzug aus der Gemeinde B._
"nachzutreten". Weil der Beschwerdeführer mit der damaligen
Arbeitgeberin erreicht habe, dass die Lohnzahlungen bis zum 30. Juni 2020
geleistet werden sollten, habe er seinen Leistungsbezug auf Sozialhilfe per
30. April 2020 abmelden können. Die angefochtene Verfügung sei daher –
weil rechtsgrundlos, willkürlich und mutwillig – zur Gänze aufzuheben.
Weiter habe die Beschwerdegegnerin Gelder von Dritten für sich
vereinnahmt und zugleich in derselben Verfügung wider besseres Wissen
Unwahres vorgetragen, indem sie einen unrechtmässigen Bezug von
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Sozialhilfe vorgegaukelt habe. Trotz Widerrufs der Abtretungserklärung
rückwirkend ab 1. Mai 2020 habe die Beschwerdegegnerin noch danach
mehrere Zahlungen für sich vereinnahmt, die von der früheren
Arbeitgeberin geleistet worden seien. So die beiden Lohnabrechnungen für
die Monate März 2020 (CHF 1'122.35) und April 2020 (CHF 1'082.35) vom
4. Mai 2020 in der Höhe von CHF 2'204.70. Die Beschwerdegegnerin
müsse sich vorhalten lassen, dass sie durch ihr aktives Verschweigen ihr
bekannter Unterlagen und Tatsachen den wahrheitswidrigen Eindruck
erweckt habe, dass es per 29. Februar 2020 einen Wegzug aus der
Gemeinde gegeben habe – um auf dieser frei erfundenen Grundlage einen
unrechtmässigen Sozialhilfebezug zu konstruieren und damit einen
Rückzahlungsgrund zu erfinden, der im Nachhinein auch die grundlose
Vereinnahmung von Zahlungen Dritter nach Widerruf der
Abtretungserklärung begründen sollte.
Mit weiteren als Beschwerde bezeichneten Eingaben vom 12. August 2020
(Poststempel 16. August 2020), 15. August 2020 (Poststempel 16. August
2020), 17. August 2020 (Poststempel 18. August 2020), erneut 15. August
2020 (Poststempel 25. August 2020), Schreiben an die Instruktionsrichterin
vom 20. August 2020 (Poststempel 25. August 2020), als Beschwerde
bezeichnete Eingabe vom 12. September 2020 (Poststempel 14.
September 2020), 17. September 2020 (Poststempel 19. September 2020)
und zuletzt 21. September 2020 (Poststempel 22. September 2020)
ergänzte, präzisierte, vertiefte und teils auch wiederholte der
Beschwerdeführer seine Anträge und Ausführungen in der Beschwerde
vom 10. August 2020 (Poststempel 14. August 2020) gegen den kritisierten
Entscheid vom 4./7. August 2020 betreffend Rückzahlung der gewährten
Sozialhilfe. In seiner Eingabe vom 21. September 2020 (Seite 9) führte er
zur Zustellung der eingeschriebenen Post noch aus: Und selbst wenn es
am 29. April 2020 einen Zustellungsversuch in B._ gegeben hätte, so
hätte der Kläger (recte hier Beschwerdeführer) dieses Einschreiben nicht
abholen können, weil er nach der Freistellung während des Lockdowns
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infolge der Corona-Pandemie bei seinen Eltern in F._ gewesen sei,
um diese zu pflegen. Aufgrund der geschlossenen Landesgrenzen hätte er
auch in diesem rein hypothetischen Fall keine Möglichkeit gehabt, um in
die Schweiz zu reisen, um in B._ ein Einschreiben in Empfang zu
nehmen.
3. Mit Vernehmlassung vom 7. Oktober 2020 beantragte die Gemeinde
B._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; unter Kostenfolge zu Lasten
des Beschwerdeführers. Die Beschwerdegegnerin hielt fest, es gehe
formell nicht an, dass nach eingereichter Beschwerde zur Ergänzung
ständig neue Eingaben und Beweismittel nachgereicht würden, selbst
wenn die gesetzliche Rechtsmittelfrist noch nicht abgelaufen wäre,
weshalb sämtliche Eingaben des Beschwerdeführers nach dem 10. August
2020 aus dem Recht zu weisen seien. In der Sache stellte die
Beschwerdegegnerin klar, dass sie bei der Gesuchsprüfung um Sozialhilfe
festgestellt habe, dass auf den vom Beschwerdeführer eingereichten
Kontoauszügen der X._ per 7. Februar 2020 eine Gutschrift der
Sozialkommission D._ aufgeführt sei, obwohl der Beschwerdeführer
angegeben hatte, in den letzten 12 Monaten keine Sozialhilfe erhalten zu
haben. Erst jetzt habe sich der Beschwerdeführer daran erinnert, dass er
bereits einen Monat zuvor schon Sozialhilfe erhalten hatte. Weiter seien
auf den von ihm eingereichten Kontounterlagen für den laufenden Monat
März keine Gutschriften verzeichnet gewesen, der Saldo per 10. März 2020
habe dann aber nicht CHF 835.12 wie vom Beschwerdeführer im Gesuch
an die Beschwerdegegnerin um Ausrichtung von Sozialhilfe selber
vermerkt, sondern CHF 3'474.17 betragen. Und plötzlich habe der
Beschwerdeführer halt doch noch Geld gehabt, das er auf das Konto
einbezahlt haben wollte, obwohl keine entsprechenden Gutschriften auf
den Auszügen erschienen. Zudem habe der Beschwerdeführer bis heute
nicht belegen können, dass er die ihm für die Monate März und April 2020
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ausbezahlten CHF 930.-- pro Monat auch zweckentsprechend zur
Begleichung der Wohnungsmiete verwendet habe. Er behaupte es, aber
könne dazu keinen einzigen Beleg vorlegen. Mit Erklärung vom 27. März
2020 habe der Beschwerdeführer den Lohn für den Monat März 2020 an
den Sozialdienst der Gemeinde bis zum ausdrücklichen Widerruf
abgetreten. Mit Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 24. März 2020 sei
dem Gesuch des Beschwerdeführers um Sozialhilfe entsprochen worden,
wobei im Unterstützungsbudget u.a. monatlich CHF 930.-- für
Wohnungsmiete ausgewiesen wurden. Schon im (Kündigungs-)Schreiben
vom 15. März 2020 per 29. Februar 2020 an die Wohnungsvermieterin
habe der Beschwerdeführer als neuen Wohnort "E._, F._"
angegeben. Die Wohnung sei bereits geräumt, gesäubert und stehe der
Vermieterin ab sofort in beanstandungsfreiem Zustand zur freien
Verfügung. Am 5. Mai 2020 habe der Beschwerdeführer seinen Verzicht
auf die weitere Ausrichtung von Sozialhilfe erklärt und die
Abtretungserklärung an den Sozialdienst der Gemeinde rückwirkend per 1.
Mai 2020 widerrufen. Nachdem der Beschwerdeführer die für seine
Anspruchsberechtigung auf Sozialhilfe notwendigen Unterlagen nicht
vorlegen konnte oder wollte und seine Bedürftigkeit somit nicht feststellbar
bzw. hinsichtlich der Mietkosten als nicht gegeben erachtet werden musste,
habe die Beschwerdegegnerin die dem Beschwerdeführer für die Monate
März und April 2020 ausgerichtete Sozialhilfe – unter Anrechnung der bei
ihr aus den Abtretungen eingegangenen Beträge – zurückverlangt. Gegen
die entsprechende Rechnung habe der Beschwerdeführer am 25. Mai 2020
Einsprache erhoben, worauf die Beschwerdegegnerin den Entscheid vom
4. August 2020 erlassen habe.
4. In seiner Beschwerde (recte Replik) vom 15. Oktober 2020 (Poststempel
16. Oktober 2020) machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen noch
geltend, dass die vorgelegte Rechnung in ihrer Höhe unrichtig sei, weil
darin keineswegs alle Zahlungen zu seinen Gunsten berücksichtigt worden
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seien. Die Voraussetzungen für eine Rückzahlung der Sozialhilfe seien
zudem nicht erfüllt. Die Wohnungsvermieterin habe dem Versuch einer
vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses (mit Mindestlaufzeit bis 30.
November 2020) nicht zugestimmt, was der Beschwerdeführer der
Beschwerdegegnerin so mitgeteilt habe. Während der Lockdown-Phase zu
Beginn der Corona-Pandemie habe er die Mietsache genutzt und sei
ebenda auch gesehen worden. Auch seine Kontoauszüge belegten
eindrucksvoll, dass er im März und April 2020 in B._ konsumiert und
bezahlt habe, weshalb er auch zu Recht Sozialhilfe bezogen habe. Die
Annahme der Beschwerdegegnerin, dass er per 29. Februar 2020 von
B._ weggezogen sei, sei falsch und ein Anspruch auf Sozialhilfe daher
gegeben. Der Beschwerdeführer sei noch im Mai 2020 mit Mietforderungen
in B._ konfrontiert worden, wie sich aus den Nachrichten der
Vermieterin ergebe. Daraus folge logischerweise, dass diese Forderungen
auch zuvor im Leistungszeitraum der Monate März und April 2020
bestanden hätten. Selbst wenn es einen Rückzahlungsgrund gäbe, wäre
die Rechnungshöhe falsch. Denn die Betriebe der Beschwerdegegnerin
schuldeten ihm noch CHF 2'633.40 an ausstehenden Lohnzahlungen bis
Vertragsende am 30. Juni 2020. Auch die abgetretenen Lohnzahlungen der
Monate März und April 2020 betrügen CHF 1'716.50 pro Monat – was in
der Summe nicht nur CHF 2'204.70 ergäbe. Der Beschwerdeführer habe
die ihm zur Verfügung stehenden Kontoauszüge vollständig mitgeteilt. Er
habe nicht "halt doch noch Geld" gehabt, wie die Beschwerdegegnerin
unrichtig fabuliere. Vielmehr habe er lediglich eigenes Geld auf ein eigenes
Konto umgebucht, um wegen der damals begonnenen Corona-Pandemie
bargeldlos zahlen zu können – so wie das vom Bundesrat zum Schutz vor
Ansteckung mit Sars-CoV-2 empfohlen worden sei. Selbst wenn er aber
CHF 3'474.17 auf dem Konto gehabt hätte, hätte er dennoch zu Recht
Sozialhilfe bezogen, weil der Freibetrag von CHF 4'000.-- noch nicht
überschritten worden wäre. Seine Kontoauszüge belegten zweifelsfrei,
dass er in den beiden Monaten März und April 2020 bargeldlos bezahlt
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habe und somit in B._ gewesen sei. Die Ausführungen der
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung stünden auch in
diametralem Widerspruch zum Inhalt einer Austrittsmeldung, mit der die
Beschwerdegegnerin im April 2020 hantiert habe und in der wider besseres
Wissen unwahr vorgetragen worden sei. Zutreffend sei, dass derzeit ein
weiterer arbeitsrechtlicher Rechtsstreit am Regionalgericht G._
hängig sei, wozu die Klagebewilligung erteilt worden sei. Diese
Vorkommnisse hätten den Beschwerdeführer in seinem Entschluss
bestärkt, seine Arbeits- und Lebensleistung künftig nicht mehr in der
Gemeinde der Beschwerdegegnerin einbringen zu wollen.
5. Mit Schreiben vom 30. Oktober 2020 teilte die Beschwerdegegnerin dem
Gericht – mit Verweis auf die Anträge und Ausführungen in der
Vernehmlassung vom 7. Oktober 2020 – ihren Verzicht auf die Einreichung
einer Duplik mit.
6. Mit (freiwilligen) Eingaben vom 5. November 2020 (Poststempel 11.
November 2020, samt Zeitungsbeilagen über die wirtschaftlichen
Auswirkungen infolge Covid-19 für die Gemeinde) und vom 5. Juni 2021
(Poststempel 7. Juni 2020, samt Nachweisen wie
Arbeitgeberbescheinigung, Abmeldebestätigung, Austrittsmeldung)
äusserte sich der Beschwerdeführer nochmals einlässlich zur hängigen
Streitsache vor Verwaltungsgericht.
Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien in ihren
Rechtsschriften mitsamt den eingereichten Beweismitteln und den
Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1.1. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsgericht in
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht
überschreitet und keine Fünferbesetzung (Art. 43 Abs. 2 VRG)
vorgeschrieben ist. Streitwert bildet vorliegend die Rückzahlung der
geleisteten Sozialhilfe in der Höhe von total CHF 1'734.70 für die
Unterstützungshilfe des Beschwerdeführers in den Monaten März und April
2020, nebst 4% ab dem 20. Juli 2020. Die Streitwertgrenze von CHF 5'000.-
- wird daher konkret nicht erreicht, womit die einzelrichterliche
Spruchkompetenz zu bejahen ist.
1.2. Anfechtungsobjekt ist hier der Einspracheentscheid vom 4. August 2020,
mitgeteilt am 7. August 2020 (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.]
21), worin die Beschwerdegegnerin die Rechnung vom 20. Mai 2020
betreffend Rückforderung von zu Unrecht bezogenen Sozialleistungen für
die Monate März und April 2020 im Umfang von CHF 1'734.70 zzgl. 4%
Zins seit dem 20. Juli 2020 bestätigte und somit die dagegen erhobene
Einsprache (Bg-act. 20) abwies, wogegen sich der Beschwerdeführer mit
Beschwerde vom 10. August 2020 und zahlreichen zusätzlichen
(Beschwerde-)Eingaben zur Wehr setzte. Vorliegend gilt es, die
Rechtmässigkeit dieser Rückzahlungsforderung zu beurteilen.
1.3. Die Legitimation zur Beschwerde nach Art. 50 VRG, wonach insbesondere
legitimiert ist, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist oder ein
schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat, ist
angesichts der finanziellen Konsequenzen für den Beschwerdeführer zu
bejahen, zumal die Absicht und Stossrichtung der gestellten
Rechtsbegehren von Seiten des Beschwerdeführers für das Gericht
erkennbar und nachvollziehbar sind und bei Laieneingaben grundsätzlich
keine allzu hohen Formanforderungen – so wie in Art. 38 Abs. 1 VRG
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festgelegt – gestellt werden. In formeller Hinsicht sei hier erwähnt, dass
innerhalb der Rechtsmittelfrist von 30 Tagen seit Mitteilung des
angefochtenen Entscheids nach Art. 52 Abs. 1 VRG Ergänzungen und
Präzisierungen der Beschwerde vom 10. August 2020 zulässig gewesen
und nicht vom streitberufenen Gericht aus dem Recht zu weisen sind.
Inhaltliche Richtschnur sowie Grenze für nachgeschobene Ergänzungen
und Konkretisierungen der Beschwerde bildet überdies Art. 51 Abs. 2 VRG,
wonach die Parteien die Rechtsbegehren, die sie im vorinstanzlichen
Verfahren gestellt haben, nicht ausdehnen können.
1.4. Nicht eingetreten werden kann auf das Rechtsbegehren unter Ziff. 2 in der
Beschwerde, wonach die Beschwerdegegnerin zu verurteilen sei, die zu
Unrecht vereinnahmten Beträge in der Höhe von CHF 2'204.70 innert 14
Tagen ab Rechtskraft des Urteils an den Beschwerdeführer
herauszugeben, da diese Beträge nicht Gegenstand des angefochtenen
Entscheids waren und diese Forderung daher auch nicht Streitgegenstand
des jetzigen Beschwerdeverfahrens betreffend Rückzahlung von
Sozialhilfeleistungen sein kann.
2.1. Die Grundlage für die öffentlich-rechtliche Unterstützung findet sich in der
Bundesverfassung (BV; SR 101). Nach Art. 12 BV hat, wer in Not gerät und
nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung
und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.
Dieses Grundrecht wird im Unterstützungsgesetz des Kantons
Graubünden (UG; BR 546.250) konkretisiert. Nach Art. 1 UG ist bedürftig
und damit unterstützungsberechtigt, wer für seinen Lebensunterhalt [...]
nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen
kann. Gemäss Art. 2 Abs. 1 Satz 1 UG bestimmt die zuständige
Sozialbehörde Art und Mass der Unterstützung nach dem ausgewiesenen
Bedarf unter Würdigung der örtlichen und persönlichen Verhältnisse. Die
Sozialhilfe ist aber grundsätzlich subsidiär. Das heisst, sie muss nur dann
gewährt werden, wenn sich die bedürftige Person nicht selbst helfen kann,
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oder wenn Hilfe von dritter Seite nicht oder nicht rechtzeitig erhältlich ist.
Dabei hat die um Sozialhilfe nachsuchende Person alles Zumutbare zu
unternehmen, um eine Notlage aus eigenen Kräften abzuwehren, zu
beheben oder zu mildern (BGE 142 I 1 E.7.2, 139 I 218 E.3.1, 130 I 71
E.4.1; PVG 2009 Nr. 18 E.3b). Im Zuge der Bedürftigkeitsabklärung ist der
Antragssteller auf Sozialhilfe zur Mitwirkung verpflichtet (Art. 4 Abs. 1 UG;
vgl. Bg-act. 13 S. 2 Ziff. 4; PVG 1994 Nr. 78). Werden die sachdienlichen
Auskünfte nicht erteilt und die notwendigen Dokumente nicht vorgelegt,
lässt sich die Anspruchsberechtigung nicht ermitteln. Bereits ausgerichtete
Sozialhilfe muss in solchen Fällen mit Zinsen zurückerstattet werden (Art.
11 Abs. 3 UG; vgl. auch Bg-act. 13 S. 2 Ziff. 7; vgl. zur Mitwirkungspflicht
Urteil des Verwaltungsgerichts [VGU] U 19 98 vom 7. Januar 2020 E.4.2).
2.2. Nach Auffassung des Gerichts ist der Beschwerdeführer seiner Auskunfts-
und Dokumentationspflicht bezüglich der zweckgebundenen Verwendung
der für die beiden Monate März 2020 und April 2020 gewährten
Mietwohnungskosten von jeweils CHF 930.-- pro Monat nicht ausreichend
und somit nicht zuverlässig genug nachgekommen (siehe Bg-act. 9, S. 1 in
fine). Der Kündigungsversuch per 29. Februar 2020 (Bg-act. 15; Beilagen
des Beschwerdeführers – Korrespondenz mit Vermieterin [Bf-act. 1-3])
scheiterte zwar offenkundig am Verhalten der Vermieterin und die
Auflösung des Mietvertrags wurde daher gegen den Willen des
Beschwerdeführers nicht möglich. Diese Tatsache ändert aber nichts
daran, dass dem Beschwerdeführer weiterhin für die Monate März und April
2020 eine Mietwohnung zur Verfügung stand und diese Unterkunft von der
Beschwerdegegnerin mittels der Sozialhilfebeiträgen bezahlt wurde (Bg-
act. 18; Abrechnungsblatt Mietkosten für März/April 2020). Den Nachweis,
dass er die Mietzinse damit tatsächlich bezahlt hätte, erbrachte der
Beschwerdeführer – trotz mehrfacher Aufforderung dazu (Bg-act. 14 S. 2)
– aber zu keinem Zeitpunkt, was die Schlussfolgerung nahelegt, dass er
die entsprechenden Unterstützungsgelder nicht für die Mietwohnung
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einsetzte, sondern anderweitig und somit eben zweckentfremdet (Bg-act.
9). Auch der Umstand, dass die Vermieterin den Beschwerdeführer am 5.
Mai 2020 per E-Mail darauf hinwies, dass drei Monatszinse (März bis Mai
2020) fehlten (Bf-act. 2), spricht dafür, dass die Sozialhilfeleistungen nicht
bestimmungsgemäss eingesetzt wurden. Die Rückzahlung der
Mietzinskosten ist deshalb rechtens und zu schützen.
2.3. Was die Verwendung und den Nachweis der Sozialhilfeleistungen für die
Deckung des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt des
Beschwerdeführers betrifft, so muss dieser sich vorliegend bei seinen
eigenen Worten behaften lassen, indem er in seiner (Zusatz-)Eingabe vom
21. September 2020 (auf Seite 9) ausdrücklich einräumte, seit Anfang März
2020 infolge beruflicher Freistellung zufolge Covid-19-Pandemie zu seinen
pflegebedürftigen Eltern nach F._ gereist zu sein und deshalb allfällige
Einschreiben per 29. April 2020 nicht hätte abholen können, weil die
Landesgrenzen zu dieser Zeit geschlossen gewesen seien und er
deswegen auch nicht mehr in die Schweiz hätte einreisen können. Mit
dieser Aussage des Beschwerdeführers ist für das Gericht hinreichend klar
erstellt, dass sich der Beschwerdeführer in der fraglichen Zeitspanne von
März 2020 bis April 2020 hauptsächlich in H._ und eben gerade nicht
in B._ aufgehalten hat. Die Lebenshaltungskosten für die
Grundversorgung sind folgerichtig somit auch nicht in der Schweiz bzw. in
B._, sondern in F._ angefallen. Soweit der Beschwerdeführer für
die fragliche Zeitspanne auf Kontoauszüge und Kartenbelege für
Einkäufe/Konsumationen in der Gemeinde der Beschwerdegegnerin
verweist (Auflistung Beschwerde S. 10-11), ist er den stichhaltigen Beweis
dafür schuldig geblieben, dass er sich tatsächlich in den Monaten März und
April 2020 in der Schweiz (in B._) – und nicht wie von ihm selbst mit
Eingabe vom 21. September 2020 schriftlich behauptet – in H._
aufgehalten hat. Dazu passt, dass der Beschwerdeführer ab März 2020
keine Arbeit mehr hatte und daher nach H._ reiste, was sich mit
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seinem Kündigungsversuch der Wohnung per Ende Februar 2020 deckt
(Bg-act. 1). Die Rückforderung des ausbezahlten Grundbedarfs für die
Monate März 2020 und April 2020 erweist sich daher ebenfalls als inhaltlich
begründet und rechtens.
2.4. Wie der Differenz zwischen der Verfügung vom 24. März 2020 (Bg-act. 13)
über Sozialhilfeleistungen in der Höhe von monatlich CHF 1'927.--
(gegliedert in Grundbedarf für Lebensunterhalt CHF 997.-- und Miete inkl.
NK CHF 930.--) und der im angefochtenen Entscheid (Bg-act. 21) in Ziff. 2
des Dispositivs zur Rückzahlung der ermittelten Sozialhilfe in der Höhe von
CHF 1'734.70 zu entnehmen ist, wurden die von der Beschwerdegegnerin
erhaltenen Gutschriften – insbesondere der damaligen Arbeitgeberin
infolge Abtretung der Löhne für März und April 2020 (vgl. dazu Bg-act. 10,
11 und 12) an die Beschwerdegegnerin aufgrund der bis zum 1. Mai 2020
gültigen Abtretungserklärung des Beschwerdeführers (Bg-act. 17 Widerruf
der Abtretungserklärung; Bg-act. 16 Abmeldung für weiteren Bezug von
Sozialleistungen vom 5. Mai 2020) – rechtmässigerweise mitberücksichtigt
bzw. abgerechnet (vgl. Bg-act. 18 Abrechnungsblatt der Gemeinde
B._; Bg-act. 19 Rechnungstotal der Gemeinde B._), weshalb die
Rückerstattungssumme von CHF 1'734.70 korrekt ermittelt worden ist.
2.5. Zusammengefasst ist der strittige Einspracheentscheid betreffend
Rückzahlung der Sozialhilfe über CHF 1'734.70 nicht zu beanstanden, was
zur Abweisung der Beschwerde führt, soweit darauf einzutreten ist.
3.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 73 Abs. 1 VRG dem Beschwerdeführer aufzulegen. Das Gericht
erachtet dabei eine Staatsgebühr von CHF 500.-- (zzgl. Kanzleiauslagen)
als angemessen.
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3.2. Der Beschwerdegegnerin steht nach Art. 78 Abs. 2 VRG keine
aussergerichtliche Entschädigung zu, da sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegt hat.