# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c1699d56-dbd1-5678-af1f-d997b5cf0076
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. T.S. (1988) stammt aus dem Kosovo, wo er im Juli 2010 die seit dem Jahr 1999 in
der Schweiz lebende und hier niedergelassene Landsfrau B.S. heiratete (Doss. B.S.,
Dok. Nr. 16). Im Rahmen des Familiennachzugs reiste er am 12. November 2010 in die
Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung (Doss. T.S., Dok. Nr. 10).
Am 29. Januar 2011 intervenierte die Kantonspolizei beim Ehepaar T.S. und B.S.
wegen häuslicher Gewalt, was zu einer Verurteilung des Ehemannes wegen einfacher
Körperverletzung, mehrfacher Tätlichkeit und Raub zu einer bedingten sechsmonatigen
Freiheitsstrafe und zu einer Busse von Fr. 1‘000.-- führte. T.S. hatte seiner Ehefrau im
Zuge eines Streits ganze Haarbüschel ausgerissen, sie mit einem Messer bedroht und
ihr Fr. 2‘250.-- abgenommen (vgl. Doss. T. S., Dok. Nrn. 13-16). Das heutige
Migrationsamt verwarnte ihn deswegen am 17. Mai 2011 und verlängerte die
Aufenthaltsbewilligung nur unter der Bedingung, dass er sich künftig in jeder Beziehung
klaglos verhalte (Dok. Nrn. 24 und 25).
Wenige Tage später – am 22. Mai 2011 – kam der gemeinsame Sohn K. in der
28. Schwangerschaftswoche zur Welt. Nachdem das Verhalten der Eltern gegenüber
dem Frühgeborenen von nahezu völligem Desinteresse geprägt war, wurde K. nach
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seiner Entlassung aus dem Spital fremdplatziert. An diesem Obhutsentzug hat sich bis
heute nichts geändert (vgl. vi-act. 6/2 und act. 8).
Im Folgejahr 2012 intervenierte die Polizei erneut beim Ehepaar wegen häuslicher
Gewalt und wies den Ehemann für zehn Tage aus der gemeinsamen Wohnung weg.
Der Vorfall hatte die Verurteilung zu einer Busse von Fr. 400.-- wegen Tätlichkeiten zur
Folge (Dok. Nrn. 32, 36 und 47). Zudem beging T.S. ein geringfügigeres
Strassenverkehrsdelikt (Busse Fr. 200.--). Das Migrationsamt verlängerte die
Aufenthaltsbewilligung mit Blick auf diese Vorkommnisse und auf Betreibungen in der
Höhe von ca. Fr. 32‘000.-- am 26. November 2012 nur unter jedem Vorbehalt und auf
Zusehen und Wohlverhalten hin um ein weiteres Jahr (Dok. Nr. 45).
Nach Prüfung seines erneuten Verlängerungsgesuches (Dok. Nr. 63) zeigte das
Migrationsamt T.S. am 28. November 2013 die Absicht an, die Aufenthaltsbewilligung
nicht mehr zu verlängern. Sein Gesamtverhalten habe zu schweren Klagen Anlass
gegeben. Das Migrationsamt verwies auf die ergangenen strafrechtlichen
Verurteilungen, den Anstieg der offenen Betreibungen von Fr. 32‘000.-- auf
Fr. 43‘820.-- und Sozialhilfeschulden von mittlerweile über Fr. 60‘000.--. In seinem Fall
müsse von einem gravierenden Negativverhalten ausgegangen werden, das ernsthafte
Bemühungen zur Verbesserung der Lage und Integration vermissen lasse. Auch als
Arbeitskraft habe er sich nicht bewährt. Sein erst kurzer, dreijähriger Aufenthalt und die
mit einer niedergelassenen Landsfrau geschlossene Ehe stünden der
Verhältnismässigkeit der Ausreise nicht entgegen (Dok. Nr. 69).
Am 30. Januar 2014 sprach das Untersuchungsamt E. T.S. der Verfügung über mit
Beschlag belegte Vermögenswerte, des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen
sowie des Fahrens in fahrunfähigem Zustand (qualifizierter Blutalkoholgehalt und
andere Gründe) schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à
Fr. 30.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von vier Jahren, sowie zu einer
Busse von Fr. 1‘500.-- (Dok. Nr. 76). Aus den Akten ergibt sich weiter, dass die Polizei
im April 2014 bereits wieder Ermittlungen wegen Betreibungs- bzw. Pfändungsdelikten
aufnahm (vgl. Doss. T.S., Nr. 83), was schliesslich zu einer weiteren – nunmehr
unbedingten – Geldstrafe in der Höhe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- wegen
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Verfügung über mit Beschlag belegte Vermögenswerte führte (Strafbefehl des
Untersuchungsamtes Uznach vom 10. Juli 2014 in Dok. Nr. 97).
Mit Verfügung vom 4. Juli 2014 verlängerte das Migrationsamt die
Aufenthaltsbewilligung von T.S. im Wesentlichen mit der ihm bereits Ende November
2013 in Aussicht gestellten Begründung nicht mehr und forderte ihn auf, die Schweiz
bis 21. September 2014 zu verlassen (vgl. vi-act. 1/1).
B. Den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs wies das Sicherheits- und
Justizdepartement mit Entscheid vom 18. August 2015 ab (act. 2).
C. Gegen den Rekursentscheid erhob T.S. (Beschwerdeführer) mit Eingabe seines
Rechtsvertreters (Rechtsanwalt lic.iur. Vedat Erduran, Sargans) vom 7. September
2015 und Ergänzung vom 2. November 2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht
(act. 1 und 8). Er beantragte, der Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements
(Vorinstanz) vom 18. August 2015 sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung des
Beschwerdeführers sei zu verlängern; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die
Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 10. November 2015 Abweisung der
Beschwerde; zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Entscheid. Der
Beschwerdeführer und das Migrationsamt wandten sich in der Folge mit weiteren
Eingaben an das Gericht (vgl. act. 14, 17, 20, 23 und 28).
Auf den angefochtenen Entscheid, die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die
Akten wird – soweit notwendig – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2. Der Beschwerdeführer beantragte, er sei im Beschwerdeverfahren als Partei
persönlich anzuhören, seine Ehefrau sei als Zeugin zu befragen und es sei von der
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) F. eine Amtsauskunft einzuholen.
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Aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2
der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) ergibt
sich für die Parteien das Recht, Beweisanträge zu stellen, und für die Behörden die
Pflicht, rechtzeitig und formgültig angebotene Beweisbegehren entgegenzunehmen
und zu berücksichtigen (BGE 127 I 54 E. 2b). Das Gericht kann jedoch Beweisanträge
ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs ablehnen, wenn es aufgrund bereits
abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in
vorweggenommener, antizipierter Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine
Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde. Ebenso müssen
keine Beweise abgenommen werden, wenn die Anträge nicht erhebliche Tatsachen
betreffen (BGE 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3; 130 II 425 E. 2.1, je mit Hinweisen).
Auf die Befragung des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau kann im vorliegenden
Fall verzichtet werden, weil sich die für die Nichtverlängerung der Bewilligung und die
Beurteilung der Verhältnismässigkeit dieser Massnahme massgeblichen Tatsachen aus
den Akten ergeben. Diesen lassen sich die strafrechtlichen Verurteilungen sowie die
finanzielle und familiäre Situation des Beschwerdeführers hinreichend entnehmen.
Zusätzlicher und entscheidender Erkenntnisgewinn ist von den beantragten
Befragungen nicht zu erwarten. Gleich verhält es sich mit der beantragten
Amtsauskunft von der zuständigen KESB. Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer
hat das Verwaltungsgericht während des Verfahrens laufend über mutmasslich zu
seinen Gunsten sprechende neue Ereignisse orientiert. Gleich hätte er sich auch in
Bezug auf die entzogene Obhut über seinen Sohn verhalten (müssen), nachdem er
Partei eines offenbar bei der KESB anhängigen Verfahrens ist. Entscheidend sind im
Übrigen nicht seine (bisher vergeblichen) Anstrengungen, die Obhut über den Sohn zu
erhalten, sondern, wie zu zeigen sein wird, der Umstand, dass bisher nicht von einer
tatsächlich gelebten, intensiven affektiven Beziehung auszugehen ist.
3.
3.1. Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet und kann verlängert werden, wenn keine
Widerrufsgründe vorliegen (Art. 33 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die
Ausländerinnen und Ausländer, SR 142.20, AuG). Bewilligungserteilung und -
verlängerung liegen im Ermessen der zuständigen Migrationsbehörden, es sei denn
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eine Sondernorm des Landesrechts oder eines bi- oder multilateralen Staatsvertrags
räume der betreffenden Person einen Anspruch auf Aufenthalt ein (vgl. z.B. Zünd/Hugi
Yar, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht,
insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, in: EuGRZ 40/2013,
S. 1 ff., Ziff. 7 mit Hinweisen).
Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen mit
Niederlassungsbewilligung haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 43 Abs. 1 AuG).
Dieser Grundsatz ergibt sich bereits aus der völker- bzw. verfassungsrechtlich
garantierten Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, SR 0.101, EMRK und Art. 13 Abs. 1
BV). Es kann die entsprechenden Garantien verletzen, wenn einem Ausländer, dessen
Familienangehörige hier leben, die Anwesenheit untersagt und damit das Familienleben
vereitelt wird. Der sich in der Schweiz aufhaltende Angehörige muss dabei aber
seinerseits über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist der Fall, wenn er
das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzt oder über eine
Aufenthaltsbewilligung verfügt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch
beruht (BGE 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen). Das geschützte Recht ist berührt, wenn
eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und
tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt
anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser – besondere
Umstände vorbehalten – ohne Schwierigkeiten möglich bzw. von vornherein zuzumuten
wäre, das entsprechende Familienleben andernorts zu pflegen (BGE 139 I 330 E. 2.1
mit Hinweisen und 135 I 153 E. 2.1; vgl. auch VerwGE B 2013/247 vom 24. März 2015
E. 2.1, www.gerichte.sg.ch).
Die Ehefrau des Beschwerdeführers verfügt über die Niederlassungsbewilligung. Der
Beschwerdeführer lebt mit ihr im gleichen Haushalt, woraus sich grundsätzlich ein
Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ergibt.
3.2. Dieser Anspruch gilt indessen nicht absolut: Liegt eine aufenthaltsbeendende oder
-verweigernde Massnahme im Schutz- und Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK,
erweist sich diese als zulässig, falls sie gesetzlich vorgesehen ist, einem legitimen
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Zweck im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK entspricht und zu dessen Realisierung in einer
demokratischen Gesellschaft «notwendig» erscheint. Sowohl bei positiven als auch bei
negativen staatlichen Massnahmen muss im Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK
jeweils ein angemessener Ausgleich zwischen den widerstreitenden Interessen des
Einzelnen und jenen der Gemeinschaft beachtet werden. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist
ein Eingriff in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er einen Akt
bildet, der sich in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die
öffentliche Ruhe und Ordnung, für das wirtschaftliche Wohl des Landes und zur
Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral
sowie der Rechte und Freiheiten anderer als nötig erweist. Die Konvention verlangt,
dass die individuellen Interessen an der Erteilung bzw. am Erhalt des
Anwesenheitsrechts und die öffentlichen Interessen an dessen Verweigerung
gegeneinander abgewogen werden. Das öffentliche Interesse überwiegt, wenn die
Massnahme durch ein «herausragendes soziales Bedürfnis» gerechtfertigt und in
Bezug auf das rechtmässig verfolgte Ziel verhältnismässig erscheint bzw. einer «fairen»
Interessenabwägung entspricht (BGE 139 I 330 E. 2.2 mit Hinweis auf Zünd/Hugi Yar,
a.a.O., Ziff. 17 mit Hinweisen).
4.
4.1. Der Anspruch nach Art. 43 Abs. 1 AuG auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung erlischt, wenn ein Widerrufsgrund vorliegt, namentlich wenn die
Ausländerin oder der Ausländer erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche
Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese
gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet (Art. 51 Abs. 2 Ingress
und lit. b in Verbindung mit Art. 62 lit. c AuG). Ein solcher Verstoss liegt u.a. vor, wenn
gesetzliche Vorschriften und behördliche Verfügungen missachtet oder öffentlich- oder
privatrechtliche Verpflichtungen mutwillig nicht erfüllt werden (Art. 62 lit. c AuG in
Verbindung mit Art. 80 Abs. 1 lit. a und b der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt
und Erwerbstätigkeit [SR 142.201, VZAE]). Tatbestandsmässig ist demnach bereits eine
erhebliche, mutwillige Verschuldung; strafrechtliche Verurteilungen werden nicht
zwingend vorausgesetzt (BGer 2C_526/2015 vom 15. November 2015 E. 3.1 mit
Hinweisen). Mutwilligkeit in diesem Sinn setzt absichtliches, böswilliges oder zumindest
leichtfertiges Handeln voraus (S. Hunziker, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.],
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Handkommentar zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern
2010, N 37 zu Art. 62 AuG). Von Mutwilligkeit ist nicht leichthin auszugehen, zumal die
Beendigung des Aufenthalts kein taugliches Instrument zur Eintreibung bestehender
Schulden ist. Eine Wegweisung aus der Schweiz führt regelmässig dazu, dass die
Gläubiger keine reellen Aussichten auf Befriedigung ihrer Forderungen mehr haben.
Andererseits bringt ein weiterer Aufenthalt die Gefahr mit sich, dass weitere
uneinbringliche Schulden geäufnet werden (BGer 2C_780/2013 vom 2. Mai 2014
E. 3.4.2; 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010 E. 3.3; 2C_329/2009 vom 14. September
2009 E. 4.2.5.). Nach der Rechtsprechung kann eine Verschuldung in bedeutendem
Umfang zudem auf die Unfähigkeit der ausländischen Person hinweisen, sich der
geltenden Ordnung anzupassen, und ihre Wegweisung rechtfertigen, wenn sie nichts
unternimmt, um ihr Verhalten zu ändern (BGE 131 II 339 E. 5 in fine; 122 II 385 E. 3b;
BGer 2C_305/2007 vom 6. November 2007 E. 2.4 und 3.1; VerwGE B 2013/247 vom
24. März 2015 E. 3.3; B 2014/184 vom 14. Februar 2015 E. 4.1 sowie B 2017/73 vom
30. Juni 2013 E. 3.2, www.gerichte.sg.ch). Von einer Gefährdung der öffentlichen
Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 62 lit. c AuG ist auszugehen, wenn konkrete
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Aufenthalt der ausländischen Person in der
Schweiz mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu einem Verstoss gegen die öffentliche
Sicherheit und Ordnung führen wird (Art. 80 Abs. 2 VZAE). Der Widerrufsgrund kann
deshalb auch erfüllt sein, wenn einzelne strafbare Handlungen für sich allein betrachtet
noch keinen Widerruf indizieren, deren wiederholte Begehung aber darauf hinweist,
dass die betreffende Person nicht bereit ist, sich an die geltende Rechtsordnung zu
halten (BGE 139 I 16 E. 2.1; 137 II 297 E. 3). Das Interesse an der Verhütung weiterer
Straftaten ist dabei ebenfalls zu berücksichtigen.
4.2. Die Rechtsprechung hat den Widerrufsgrund von Art. 62 lit. c AuG beispielsweise
bejaht bei einer Person, gegen die 57 Betreibungen in der Höhe von Fr. 143'327.60
sowie 26 offene Verlustscheine von insgesamt Fr. 97'213.35 vorlagen und gegen die
sechs Strafverfügungen und nach einer Verwarnung weitere zwei strafrechtliche
Verurteilungen ergingen, vorwiegend wegen Verkehrsdelikten im Bagatellbereich (BGer
2C_17/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 2.3); ebenso bei einer Person, gegen die
innerhalb von elf Jahren sieben Verurteilungen hauptsächlich wegen
Strassenverkehrsdelikten ergingen, wovon die höchste Strafe eine Gefängnisstrafe von
drei Monaten war (BGer 2C_161/2013 vom 3. September 2013 E. 2.4.2). Die
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Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung einer Person, welche wegen mehrfachen
Betrugs zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen und einer Busse von
Fr. 1'200.-- verurteilt wurde und gegen welche 34 Betreibungen über Fr. 75'373.65
sowie 46 Verlustscheine in der Höhe von Fr. 84'970.31 verzeichnet waren, wurde
ebenfalls als gerechtfertigt beurteilt (BGer 2C_253/2015 vom 9. September 2015 E. 3.1;
zum Ganzen vgl. BGer 2C_526/2015 vom 15. November 2015 E. 3.1).
4.3. Der Beschwerdeführer wurde bereits mehrfach ausländerrechtlich verwarnt: Kurz
nach seiner Einreise – am 17. Mai 2011 – wurde er mit Verweis auf die ergangene
strafrechtliche Verurteilung angehalten, sich künftig klaglos zu verhalten, ansonsten die
Bewilligung nicht mehr verlängert werde (Dok. Nr. 25). Die Aufenthaltsbewilligung
wurde am 26. November 2012 (d.h. zwei Jahre nach der Einreise) überdies nur unter
der Bedingung verlängert, dass er künftig seinen finanziellen Verpflichtungen
nachkomme, die bestehenden Schulden tilge und keine neuen mehr verursache
(Dok. Nr. 45). Die Eingriffsschwelle im Rahmen von Art. 62 lit. c AuG wurde damit
gegenüber einem erstmaligen Setzen von Widerrufsgründen herabgesetzt (vgl. BGer
2C_526/2015 vom 15. November 2015 E. 4.6 mit Hinweisen): Bei Fortsetzung des
Fehlverhaltens ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts dann eine definitive
Fernhaltemassnahme anzuordnen, wenn keine wesentliche Besserung erkennbar ist
bzw. das verpönte Verhalten ungeachtet der Verwarnung fortgesetzt wurde. Dabei ist
ein Vergleich zu ziehen zwischen der Ausgangslage im Zeitpunkt der Verwarnung und
der Situation, in der die angedrohte Massnahme verwirklicht werden soll. Das frühere
Verhalten ist zwar nicht unbedeutend, kann für sich allein die definitive Massnahme
jedoch nicht begründen. Das Fehlverhalten muss vielmehr angedauert haben oder
wiederholt worden sein. Erforderlich ist somit eine Gesamtbetrachtung unter
Einschluss des früheren Fehlverhaltens, womit die Wirkungslosigkeit der (blossen)
Androhung nahegelegt werden muss. Soll die Aufenthaltsbewilligung der
ausländischen Person wegen Schuldenwirtschaft widerrufen bzw. nicht mehr verlängert
werden, muss diese deshalb auch nach der Androhung ausländerrechtlicher Folgen
weiterhin mutwillig Schulden gemacht haben. Entscheidend ist auch hier der
Gesichtspunkt der Mutwilligkeit einer allfälligen Neuverschuldung. Wer einem
betreibungsrechtlichen Verwertungsverfahren, insbesondere der Lohnpfändung,
unterliegt, hat von vornherein keine Möglichkeit, ausserhalb des Betreibungsverfahrens
Schulden zu tilgen. Dieser Umstand muss zusätzlich berücksichtigt werden. In solchen
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Fällen kann es nämlich zu weiteren Betreibungen kommen bzw. der betriebene
Gesamtbetrag kann angewachsen sein, ohne dass allein deswegen Mutwilligkeit
anzunehmen wäre. Es kommt vielmehr darauf an, welche Anstrengungen zur Sanierung
unternommen worden sind (zum Ganzen vgl. BGer 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010
E. 3.4 und VerwGE B 2014/184 vom 19. Februar 2015 E. 4.2, a.a.O.).
4.4. Die Vorinstanz warf dem Beschwerdeführer vor, er habe regelmässig delinquiert,
seine Mitwirkungs- und Auskunftspflichten gegenüber den Behörden nicht
pflichtgemäss erfüllt und mutwillig in erheblichem Umfang seine öffentlich-rechtlichen
und privatrechtlichen Verpflichtungen nicht erfüllt. Damit habe er erheblich und
wiederholt gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit verstossen. Aufgrund seines
bisherigen Verhaltens sei nicht davon auszugehen, dass er in Zukunft gewillt und fähig
sei, seine Verhaltensweise zu ändern. Vielmehr sei mit erheblicher Wahrscheinlichkeit
mit weiteren derartigen Verstössen zu rechnen, weshalb er den Widerrufsgrund von Art.
62 lit. c AuG nicht nur hinsichtlich der Verletzung, sondern auch der Gefährdung der
öffentlichen Sicherheit und Ordnung erfülle (vgl. die Zusammenfassung in E. 3c des
angefochtenen Entscheids).
4.5. Dieser Auffassung widerspricht der Beschwerdeführer: Zwei der sechs erwirkten
strafrechtlichen Verurteilungen seien seinen heute überwundenen ehelichen Problemen
zuzuschreiben. Seine Ehefrau habe ihn eingestandenermassen zu Unrecht belastet, ihr
gewaltsam Fr. 2‘250.-- weggenommen zu haben. Richtigerweise hätte er nur wegen
einfacher Körperverletzung bzw. Tätlichkeiten verurteilt werden dürfen, was keine
Freiheitsstrafe, sondern lediglich eine Geldstrafe nach sich gezogen hätte. Die erste
Verwarnung durch das Migrationsamt sei mithin zu Unrecht erfolgt. Bei den vier
weiteren Delikten (Strassenverkehrs- und Betreibungsdelikte) handle es sich nicht um
besonders schwere Delikte. Er habe durch das verpönte Verhalten keine «individuellen
Rechtsgüter von Drittpersonen verletzt, sondern lediglich das Rechtsgut (körperliche
Unversehrtheit) seiner Ehefrau» (act. 8, S. 6). Die Pfändungsdelikte seien im Übrigen
seiner sprachlichen Unkenntnis zuzuschreiben. Heute werde er in dieser Hinsicht von
seiner Ehefrau unterstützt und laufe keine Gefahr mehr, weitere derartige Delikte zu
begehen. Seine letzte strafrechtliche Verurteilung datiere vom Juli 2014 und
sanktioniere ein Verhalten vom November 2013. Seither sei er nicht mehr straffällig
geworden; es sei ihm eine günstige Prognose zu stellen. Entgegen der vorinstanzlichen
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Darstellung habe die Verwarnung vom 17. Mai 2011 eine wesentliche Verbesserung
seines Verhaltens bewirkt.
In finanzieller Hinsicht ist nach Auffassung des Beschwerdeführers zu bedenken, dass
es ihm aufgrund der bestehenden Lohnpfändung nicht möglich sei, zusätzlich für die
Kosten der Fremdplatzierung seines Sohnes aufzukommen. Darin seien die
Sozialhilfeschulden von über Fr. 80‘000.-- begründet. Sobald er zusammen mit seiner
Frau die Obhut über K. erlange, würden diese nicht mehr weiter anwachsen. Derzeit
erzielten sie ein Einkommen von ca. Fr. 7‘500.-- und würden sich anteilig an den
Betreuungskosten beteiligen. Das Betreibungsamt könne zudem monatlich ca.
Fr. 2‘000.-- von ihren Löhnen pfänden. In der Zeit von August 2012 bis Dezember 2014
habe er seinen Gläubigern über Fr. 30‘000.-- zurückbezahlt. Fehlende Bestrebungen
zur Sanierung seiner Schulden könnten ihm nicht vorgeworfen werden. Innert zweier
Jahre sei es ihm möglich, die Schulden vollständig zurückzuzahlen. Derentwegen sei er
im Übrigen gar nie verwarnt worden. In der Gesamtbetrachtung sei der Widerrufsgrund
von Art. 62 lit. c AuG nicht erfüllt.
4.6. Das über längere Zeit dauernde deliktische Verhalten des Beschwerdeführers ist
aufgrund der Akten ausgewiesen: Zweieinhalb Monate nach seiner Einreise in die
Schweiz wurde er zum Nachteil seiner Ehefrau erheblich straffällig und wurde wegen
einfacher Körperverletzung, mehrfacher Tätlichkeit und Raub zu einer bedingten
sechsmonatigen Freiheitsstrafe und zu einer Busse von Fr. 1‘000.-- verurteilt. Die
Vorbringen des Beschwerdeführers während des Beschwerdeverfahrens, wonach er
seine Frau nicht beraubt habe, widersprechen deren anderslautenden Schilderungen
während des Strafverfahrens und sind nicht zu hören. Dies gilt umso mehr, als die
Angaben des Beschwerdeführers, wonach er nachts um halb drei Uhr mit dem von
seiner Frau als Tatwaffe bezeichneten 12cm langen Küchenmesser drei Fotos
zerschnitten (statt ihr damit gedroht) habe, nicht glaubhaft sind. Es besteht damit kein
Anlass, heute von der Beurteilung durch den Strafrichter abzuweichen, zumal der
Strafbefehl offenbar nicht wie in Aussicht gestellt revidiert worden ist.
Ferner kam es gegen den Beschwerdeführer im Zeitraum vom 29. November 2012 bis
10. Juli 2014 zu fünf weiteren strafrechtlichen Verurteilungen, unter anderem weil er
erneut gegenüber seiner Ehefrau tätlich geworden war, Strassenverkehrsdelikte
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begangen und in deliktischer Weise (Lohn-)Pfändungen vereitelt hatte. Er wurde
deswegen zu zwei Geldstrafen von 80 und 60 Tagessätzen verurteilt, wobei ihm zuletzt
der bedingte Vollzug nicht mehr gewährt wurde. Weiter wurde er in diesem
Zusammenhang mit Fr. 200.--, Fr. 400.-- und Fr. 1‘500.--, insgesamt Fr. 2‘100.--,
gebüsst (Strafbefehle in Dok. Nrn. 32, 47, 76 und 97). Die Serie der begangenen
Strafdelikte ist nicht zu verharmlosen, auch wenn es sich bei den
Strassenverkehrsdelikten um Verstösse im Bagatellbereich gehandelt haben mag. Dass
sich seine deliktische Tätigkeit bisweilen gegen das Rechtsgut der körperlichen
Integrität seiner Ehefrau richtete, ist nicht geeignet, das ausländerrechtliche
Verschulden geringer erscheinen zu lassen. Die Straftaten des Beschwerdeführers
stellen einen wiederholten Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im
Sinn von Art. 62 lit. c AuG dar. Zuletzt wurde ihm der bedingte Vollzug nicht mehr
gewährt, was gegen die vom Beschwerdeführer behauptete günstige Prognose und
damit für eine künftige Gefährdung der öffentlichen Ordnung spricht. Weder die
Verurteilungen noch die in Aussicht gestellten ausländerrechtlichen Konsequenzen
konnten sein Verhalten nachhaltig ändern. Der Widerrufsgrund ist auch in dieser
Hinsicht erfüllt.
4.7. Für einen wiederholten Verstoss gegen die öffentliche Ordnung spricht auch die
finanzielle Situation des Beschwerdeführers: Knapp zwei Jahre nach seiner Einreise,
am 19. September 2012, lagen gegen ihn bereits vier Betreibungen in der Höhe von
total Fr. 32‘413.-- vor, darunter eine Forderung aus Privatkredit in der Höhe von über
Fr. 20‘000.-- (vgl. Dok. Nr. 41). Per 2. Juli 2013 waren zehn Forderungen von insgesamt
Fr. 54‘619.-- in Betreibung gesetzt worden, darunter der erwähnte Privatkredit, aber
auch Mietzinsausstände, Steuerschulden, Verfahrenskosten und eine Forderung seines
ehemaligen Arbeitgebers von knapp Fr. 10‘000.-- (vgl. Dok. Nr. 53). Am 19. September
2013 waren elf laufende Betreibungen in der Höhe von ca. Fr. 55‘000.-- registriert. Per
19. März 2014 bestanden zwei Verlustscheine von ca. Fr. 23‘000.-- und offene
Betreibungen von Fr. 57‘744.-- (darunter eine Verlustscheinforderung von ca.
Fr. 20‘000.--; vgl. Dok. Nr. 83). Nach dem Wohnsitzwechsel nach A. kam es dort per
19. Juni 2014 bereits wieder zu Betreibungen in der Höhe von ca. Fr. 19‘000.--,
darunter eine neue Forderung des ehemaligen Vermieters in B. von knapp Fr. 17‘000.--.
Per 13. Mai 2015 beliefen sich die am neuen Wohnort registrierten Betreibungen auf
insgesamt über Fr. 70‘000.-- (vgl. vi-act. 11/7). Am 19. Oktober 2015 reichte der
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Beschwerdeführer erneut einen Betreibungsregisterauszug ein. Daraus wird ersichtlich,
dass für Forderungen von ca. Fr. 68‘000.-- offene Betreibungen bestanden, zu deren
Tilgung die freie Quote seines Einkommens (Fr. 1‘670.-- pro Monat) gepfändet worden
war. Zwischenzeitlich hatte das Betreibungsamt C. vier Verlustscheine für Forderungen
von insgesamt ca. Fr. 24‘000.-- ausgestellt (vgl. act. 9/10 f.). Die Darstellung der
Ehefrau des Beschwerdeführers, wonach sie aus Rache zeitweise Rechnungen
versteckt und die Betreibungen absichtlich herbeigeführt habe, erscheint angesichts
der Höhe und Art der Schulden nicht glaubhaft (vgl. act. 9/4).
4.8. Der Beschwerdeführer macht geltend, er und seine Ehefrau seien derzeit über zwei
verschiedene Personalvermittlungsunternehmen am selben Ort eingesetzt; zusammen
würden sie ein monatliches Nettoeinkommen von mind. Fr. 7‘500.-- erzielen, was zu
einer pfändbaren Einkommensquote von ca. Fr. 2‘000.-- bei ihm führe. Im Zeitraum
vom 6. August 2012 bis 30. Dezember 2014 habe er (im
Zwangsvollstreckungsverfahren) Schulden in der Höhe von Fr. 32‘853.30
zurückbezahlt. Innert zweier weiterer Jahre könne er sich voraussichtlich gänzlich von
seiner Schuldenlast befreien. Seine Ehefrau habe die schwierige finanzielle Situation
absichtlich mitverursacht, weil er sich ihr gegenüber schlecht benommen habe.
4.9. Was die Erwerbssituation bzw. die Anstrengungen des Beschwerdeführers, die
finanzielle Situation zu sanieren, betrifft, kann im Wesentlichen auf die zutreffenden und
aktenmässig belegten Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (E. 3.b.bb des
angefochtenen Entscheids mit Hinweisen): Vom 1. Februar 2011 bis mindestens
3. November 2012 hatte der Beschwerdeführer eine Arbeitsstelle beim Gipsergeschäft
W.T., wo er monatlich über Fr. 3‘500.-- netto verdiente. In der Folge bezog er einige
Zeit Arbeitslosentaggeld (November 2012 bis Januar 2013). Am 1. Februar 2013 trat er
eine Arbeitsstelle bei der Firma M. Gipsergeschäft GmbH an und verdiente rund
Fr. 3‘800.-- netto pro Monat. Von Oktober 2013 bis 11. November 2013 war der
Beschwerdeführer erneut arbeitslos, trat dann aber eine Stelle bei der U. AG an und
verdiente monatlich netto rund Fr. 3‘700.-- (vgl. vi-act. 7, Beilagen 4 und 5). Aus den
der Vorinstanz vorgelegten Lohnabrechnungen ergibt sich, dass er in den Monaten Mai
bis August 2014 sogar einen Nettolohn von ca. Fr. 4‘000.-- erzielte, wovon ab Juni
2014 je Fr. 1‘000.-- gepfändet wurden. Per Anfang 2015 wurde sein Bruttolohn um
Fr. 100.-- erhöht (vgl. Lohnabrechnungen Januar bis April 2015, vi-act. 11/6). Während
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des Beschwerdeverfahrens (14. Oktober 2015) schloss der Beschwerdeführer einen
Einsatzvertrag mit der Adecco Human Resources AG ab; er wurde in der Folge bei der
R. AG in O. eingesetzt (act. 9/5). Im November 2015 erzielte er daraus ein Einkommen
von Fr. 2‘753.35 (netto; act. 15/14); dieses wurde in der Folge – soweit es sich anhand
der eingereichten Belege nachvollziehen lässt – unregelmässig (vgl. act. 24.1). Der
Einsatzvertrag wurde auf den 6. April 2016 wieder gekündigt (vgl. act. 18.1). Ab 1. April
2016 arbeitete der Beschwerdeführer wieder bei der U. AG zu einem Bruttolohn von
Fr. 4‘500.-- (act. 18).
Insgesamt amortisierte der Beschwerdeführer durch Lohnpfändungen und direkte
Zahlungen an das Betreibungsamt von August 2012 bis Dezember 2014 Schulden in
der Höhe von Fr. 32‘853.30 (Kontoauszug Betreibungsamt B. vom 16. Oktober 2015,
act. 9/8). Weitere knapp Fr. 5‘000.-- leistete er im Zeitraum vom März bis Juli 2015 an
das Betreibungsamt C. (Kontoauszug vom 19. Oktober 2015, act. 9/12). Aktuellere
Belege über die Tilgung seiner Schulden hat der Beschwerdeführer nicht eingereicht.
4.10. Trotz dieser teilweise erfolgreichen Bemühungen kann nicht davon ausgegangen
werden, der Beschwerdeführer habe nach der (formlosen) Verwarnung im Jahr 2012
die notwendigen Konsequenzen gezogen und sich wirtschaftlich wohlverhalten. Es
wurden im Gegenteil in erheblichem Umfang zusätzliche Schulden geäufnet, deren
Abbezahlung aufgrund des bescheidenen Einkommens zögerlich verläuft. Der
grossteils arbeitstätige Beschwerdeführer hat offensichtlich über seinen Verhältnissen
gelebt und diese beträchtlichen Schulden während des erst wenige Jahre dauernden
Aufenthalts mutwillig verursacht. Ob der Widerrufsgrund allein der Verschuldung wegen
zu bejahen ist, kann indessen offenbleiben. Dass der bereits bestätigte Widerrufsgrund
– wiederholter Verstoss gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit – vorliegt, wird
durch die erhebliche und mutwillig verursachte Verschuldung jedenfalls unterstrichen.
5.
5.1. Gemäss Art. 62 lit. e AuG kann eine Aufenthaltsbewilligung zudem widerrufen
(bzw. nicht mehr verlängert) werden, wenn der Ausländer oder eine Person, für die er
zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau
haben bis 30. April 2014 Sozialhilfe im Betrag von Fr. 89‘455.60 bezogen (Doss. T.S.,
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Dok. Nr. 84). Praxisgemäss ist der Widerruf von Niederlassungsbewilligungen – hierzu
ist vorausgesetzt, dass die Fürsorgeabhängigkeit dauernd und erheblich ist (vgl. Art. 63
Abs. 1 Ingress und lit. c AuG) – bei einem Sozialhilfebezug von mehr als Fr. 80'000.--
während mindestens zwei bis drei Jahren gesetzmässig (vgl. Weisungen und
Erläuterungen Ausländerbereich des Bundesamtes für Migration, Stand 13. Februar
2015, Ziff. 8.3.2 lit. d, www.bfm.admin.ch; BGE 123 II 529 E. 4; BGer 2C_268/2011
vom 22. Juli 2011 E. 6 mit Hinweisen und 2C_958/2011 vom 18. Februar 2013 E. 2.3.).
Bei sozialhilfeabhängigen Personen mit Aufenthaltsbewilligung ist diese Grenze tiefer
anzusetzen (vgl. S. Hunziker in: Handkommentar AuG, a.a.O., N 50 zu Art. 62 AuG). Mit
dem Widerruf sollen vorab künftige Belastungen der öffentlichen Hand vermieden
werden, weshalb eine vorübergehende Lösung von der Fürsorgeabhängigkeit einem
Widerruf (und erst recht einer Nichtverlängerung) der Aufenthaltsbewilligung nicht
zwingend entgegensteht. Falls ein Rückfall in die Sozialhilfeabhängigkeit in Anbetracht
sämtlicher Umstände, insbesondere auch der finanziellen Leistungsfähigkeit aller
Familienmitglieder, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, ist die
Nichtverlängerung jedenfalls möglich (Hunziker, a.a.O., N 49 zu Art. 62 AuG). Die
Hintergründe, warum eine Person sozialhilfeabhängig wurde, müssen unter dem
Aspekt der Verhältnismässigkeit in die Beurteilung miteinbezogen werden. Denn
unverschuldete Sozialhilfeabhängigkeit soll nicht zu einem Widerruf bzw. zu einer
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung führen (BGer 2C_255/2014 vom
9. Oktober 2014 E. 2.3.2; Hunziker, a.a.O., N 51 zu Art. 62 AuG).
5.2. Die Vorinstanz liess offen, ob dieser Widerrufsgrund konkret auch erfüllt ist. Der
Beschwerdeführer und seine Ehefrau seien derzeit nicht auf Sozialhilfeleistungen
angewiesen. Hingegen müssten die Kosten der Fremdplatzierung ihres Sohnes K. von
der öffentlichen Hand getragen werden. Der Beschwerdeführer habe bislang keine
Anstalten gemacht, auch nur einen Teilbetrag mitzufinanzieren. Dieser selbst machte
beschwerdeweise geltend, er könne nichts dafür, dass für seinen Sohn
Kindesschutzmassnahmen hätten angeordnet werden müssen. Er legte ferner eine vom
17. November 2015 datierte Vereinbarung mit dem Sozialamt der Gemeinde B. ins
Recht, in der er sich verpflichtete, sich mit monatlichen Raten von Fr. 500.-- an den
laufenden Kosten der Fremdbetreuung von K. zu beteiligen (act. 15/17).
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5.3. Nach Art. 307 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210; ZGB) hat
die Kindesschutzbehörde die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes zu
treffen, wenn dessen Wohl gefährdet ist und die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe
sorgen oder dazu ausserstande sind. Gemäss Art. 276 ZGB haben die Eltern für den
Unterhalt des Kindes aufzukommen, inbegriffen die Kosten von Erziehung, Ausbildung
und Kindesschutzmassnahmen (Abs. 1). Der Unterhalt wird durch Pflege und Erziehung
oder, wenn das Kind nicht unter der Obhut der Eltern steht, durch Geldzahlung
geleistet (Abs. 2). Falls das Gemeinwesen für den Unterhalt aufkommt, so geht der
Unterhaltsanspruch mit allen Rechten auf dieses über (Art. 289 Abs. 2 ZGB). Die Eltern
sind gegenüber dem Gemeinwesen grundsätzlich zur Rückerstattung verpflichtet (vgl.
BGer 8D_4/2013 vom 19. März 2014 E. 5.4).
5.4. Nach dem Normtext von Art. 62 lit. e AuG ist der Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung (auch) zulässig, wenn eine Person, für die der Ausländer oder
die Ausländerin zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist. Deren Aufenthaltstitel
steht aber regelmässig nicht gleichzeitig in Frage. Vor diesem Hintergrund kann der
fragliche Widerrufsgrund nicht nur dann erfüllt sein, wenn es darum geht, künftige
Belastungen der öffentlichen Hand zu vermeiden. Vielmehr muss einer ausländischen
Person auch zur Last gelegt werden können, dass sie es in vorwerfbarer Weise dem
Gemeinwesen überlassen hat, für Dritte aufzukommen, deren Unterhalt eigentlich
durch sie selbst zu bestreiten gewesen wäre. Vor dem Hintergrund dieser
Bestimmungen ist der Sozialhilfebezug von knapp Fr. 90‘000.-- (auch) dem
Beschwerdeführer zuzurechnen. Entgegen seinen Ausführungen tragen er und seine
Ehefrau die direkte Verantwortung für die Fremdplatzierung von K., wie aus dem
Entscheid des Departements des Innern vom 8. März 2012 eindrücklich hervorgeht
(vgl. vi-act. 7/2): Bereits unmittelbar nach seiner (Früh-)Geburt zeigten sie mangelndes
Interesse und eine grosse Gleichgültigkeit ihm gegenüber. Ihr passives Verhalten
verhinderte, dass eine tragfähige Eltern-Kind-Beziehung entstand. Dieses änderten sie
nicht, nachdem K. bei Pflegeeltern untergebracht worden war. Die Eltern nahmen ihr
Besuchsrecht nicht zuverlässig wahr. In ihrem Verhalten spiegelte sich, dass sie sich
ihrer Verantwortung als Eltern nicht bewusst waren und ihrem Sohn nicht den
Stellenwert im Leben einräumen wollten, den das eigene Kind verdient. Es kann
deshalb nicht davon ausgegangen werden, die von der Sozialhilfe getragenen Kosten
der Fremdbetreuung seien unverschuldet entstanden. Der Beschwerdeführer erfüllt
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auch den Widerrufsgrund von Art. 62 lit. e AuG, woran nichts ändert, dass er sich
mittlerweile verpflichtet hat, sich an K.s laufenden Unterhaltskosten von ca. Fr. 2‘200.--
pro Monat mit jeweils Fr. 500.-- zu beteiligen (vgl. act. 15/17).
6.
6.1. Die gesetzten Widerrufsgründe führen nicht zwingend zur Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers. Die Fernhaltung einer ausländischen
Person rechtfertigt sich nur, wenn auch die im Einzelfall vorzunehmende
Interessenabwägung dafür spricht. Die öffentlichen Interessen an seiner Wegweisung
und die persönlichen Interessen des Ausländers sowie der Grad seiner Integration sind
zu berücksichtigen (Art. 96 AuG). Wird in das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte
Rechtsgut eingegriffen, ist zudem eine konventionsrechtliche
Verhältnismässigkeitsprüfung nach Ziff. 2 vorzunehmen (vgl. E. 3.2 hiervor). Diese
entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG und kann in einem einzigen Schritt erfolgen
(vgl. BGer 2C_872/2013 vom 1. Mai 2014 E. 2.2.3).
6.2. Die Vorinstanz hielt fest, der Beschwerdeführer sei während seines kurze Zeit
dauernden Aufenthaltes bereits mehrfach strafrechtlich verurteilt worden, komme
seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nach und zeige auch keine Bereitschaft, sich
in der Schweiz sprachlich zu integrieren. Das öffentliche Interesse an seiner
Fernhaltung sei deshalb erheblich. Der erst Ende 2010 im Alter von knapp 22 Jahren in
die Schweiz eingereiste Beschwerdeführer habe die prägenden Kinder- und
Jugendjahre in seinem Heimatstaat verbracht, mit dessen Sitten und Gebräuchen er
vertraut sei. Eine berufliche oder soziale Integration in der Schweiz sei nicht ersichtlich.
Dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Kosovo gemessen an schweizerischen
Verhältnissen ungünstiger seien, ändere an der Zumutbarkeit seiner Rückkehr nichts.
Als nicht obhutsberechtigter Vater könne er aus dem Recht auf Achtung des
Familienlebens keine Aufenthaltsansprüche ableiten, zumal er weder in wirtschaftlicher
noch in affektiver Hinsicht ein besonders enges Verhältnis zu K. pflege und sich in der
Schweiz nicht tadellos verhalten habe. Es genüge im konkreten Fall, dass er das
Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her wahrnehmen könne.
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Die in der Schweiz niedergelassene Ehefrau sei im Alter von rund elf Jahren im Juni
1999 in die Schweiz gekommen. Dass sie mit ihrem Heimatland nach wie vor vertraut
sei, zeige sich daran, dass sie dort im Jahr 2010 den Beschwerdeführer geheiratet
habe. Da dieser kein Deutsch gelernt habe, spreche sie mit ihm in der Sprache ihres
Heimatlandes. Sie sei ohne Arbeit und auch sonst nicht gut in die Schweiz integriert. Es
könne ihr zugemutet werden, ihre Ehe im Heimatland zu führen, auch wenn es sie
zweifellos hart treffe. Sie sei jedoch nicht verpflichtet, dem Beschwerdeführer in die
Heimat zu folgen, habe aber unter den gegebenen Umständen die Trennung
hinzunehmen. Der im Jahr 2011 geborene Sohn könne – die notwendigen
Kindesschutzmassnahmen vorausgesetzt – seinen Eltern ebenfalls in den Kosovo
folgen. Die aufenthaltsbeendende Massnahme verletzte den konventions- und
verfassungsmässigen Anspruch auf Achtung des Familienlebens konkret nicht. Das
öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers überwiege ausserdem
sein privates an einem weiteren Verbleib in der Schweiz.
6.3. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, das private Interesse an
seinem weiteren Aufenthalt überwiege das geringe Interesse an seiner Fernhaltung.
Sein privates Interesse decke sich mit jenem seiner Gläubiger, deren Forderungen er
allmählich tilge. Zurzeit würden er und seine Ehefrau den Sohn jedes zweite
Wochenende für ein paar Stunden bei den Pflegeeltern in D. besuchen. Es sei
anzunehmen, dass die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) F.
dieses Besuchsrecht in absehbarer Zeit ausdehnen werde. Der Ehefrau könne nicht
ohne weiteres zugemutet werden, an der Seite des Beschwerdeführers in den Kosovo
zurückzukehren. Dies gelte erst recht für K., der seit fünf Jahren bei Pflegeeltern
untergebracht sei, die Muttersprache seiner leiblichen Eltern nicht spreche und der
voraussichtlich «nicht vor 2017» in deren Obhut gegeben werden könne. Angesichts
dessen sei von einer Beendigung des Aufenthalts abzusehen, die
Aufenthaltsbewilligung erneut zu erteilen und der Beschwerdeführer zu verwarnen (vgl.
act. 8, S. 10 f.). In einer weiteren Eingabe vom 24. November 2015 teilte der
Beschwerdeführer mit, dass die KESB offenbar bereit sei, dem Beschwerdeführer und
seiner Ehefrau ein (weiteres) begleitetes Besuchsrecht für K. im Rahmen von vier bis
fünf Stunden jeden zweiten Montag zu gewähren (act. 14). Der entsprechende
Massnahmenentscheid wurde indessen trotz entsprechender Ankündigung nicht
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nachgereicht. Am 7. Oktober 2016 teilte der Beschwerdeführer mit, seine Ehefrau
erwarte das zweite Kind (act. 28).
6.4. Zunächst ist der Frage nachzugehen, welche verfassungs- und
konventionsrechtlichen Garantien im konkreten Fall berührt sind (vgl. E. 2 hiervor).
Art. 8 Ziff. 1 EMRK (bzw. der inhaltlich identische Art. 13 Abs. 1 BV) schützt im
Zusammenhang der Bewilligung resp. Beendigung des Aufenthalts in erster Linie die
Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern
(BGE 135 I 143 E. 1.3.2; 129 II 11 E. 2). Der sich im Land aufhaltende Angehörige muss
über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht, etwa über das Schweizer Bürgerrecht oder die
Niederlassungsbewilligung, verfügen (BGE 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen; 139 I 330
E. 2.1). Ist es dieser Person ohne Schwierigkeiten möglich bzw. zumutbar, das
Familienleben zusammen mit der von der Wegweisung betroffenen Person andernorts
zu pflegen, liegt kein Eingriff in ein konventionsrechtlich geschütztes Rechtsgut vor
(BGE 139 I 330 E. 2.1 mit Hinweisen).
6.4.1. Der Beschwerdeführer lebt mit einer in der Schweiz niederlassungsberechtigten
Landsfrau in ungetrennter Ehe. Sie verfügt damit über ein gefestigtes
Anwesenheitsrecht. Obwohl sie wirtschaftlich nicht gefestigt integriert ist, offensichtlich
Kontakte in den Herkunftsstaat unterhält (anders ist die Beziehung mit dem
Beschwerdeführer nicht erklärbar) und mit diesem (zwangsläufig) die dortige Sprache
spricht, ergibt sich die Notwendigkeit einer Interessenabwägung im Sinne von Art. 8
Ziff. 2 EMRK. Dass es der Ehefrau gänzlich ohne Schwierigkeiten möglich wäre, mit
dem Beschwerdeführer auszureisen, nachdem sie sich seit dem zwölften Lebensjahr in
der Schweiz aufgehalten hat, ist nicht ersichtlich. Wenn aber deren Ausreise mit
offensichtlichen Schwierigkeiten verbunden ist und nicht von vornherein ohne weiteres
zumutbar erscheint, ist der Schutzbereich berührt und eine Interessenabwägung nach
Art. 8 Ziff. 2 EMRK geboten (BGE 135 I 153 E. 2.1; BGer 2C_147/2014 vom 26.
September 2014 E. 5.3 und 2C_155/2014 vom 28. Oktober 2014 E. 5.3; VerwGE B
2014/73 vom 30. Juni 2015 E. 4.3, www.gerichte.sg.ch).
6.4.2. Anders sieht es hinsichtlich der Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem
Sohn K. aus: Ein nicht sorge- bzw. obhutsberechtigter Elternteil kann die familiäre
Beziehung mit seinem Kind von vornherein nur in beschränktem Rahmen pflegen, und
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zwar durch Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen
zu können, ist es in der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil
dauerhaft im selben Land wie das Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht
verfügt. Unter dem konventions- und verfassungsrechtlichen Gesichtspunkt des
Anspruchs auf Familienleben ist es grundsätzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht
im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei
allenfalls dessen Modalitäten entsprechend auszugestalten sind.
Nach der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung konnte ein weitergehender
Anspruch nur dann in Betracht fallen, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht
eine besonders enge Beziehung zum Kind bestand, diese Beziehung wegen der
Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrecht erhalten werden
konnte und das bisherige Verhalten des Ausländers in der Schweiz zu keinerlei Klagen
Anlass gegeben hat (sog. «tadelloses Verhalten»; vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3c; 120 Ib 22 E.
4; BGer 2C_586/2013 vom 3. Dezember 2013 E. 3.2.6; 2C_329/2013 vom 27.
November 2013 E. 3.2; 2C_757/2013 vom 23. Februar 2014 E. 4.2). Bei nicht sorge-
bzw. obhutsberechtigten ausländischen Elternteilen eines hier aufenthaltsberechtigten
Kindes, die aufgrund einer inzwischen aufgelösten bzw. getrennten ehelichen
Gemeinschaft mit einer in der Schweiz heimat- oder niederlassungsberechtigten
Person bereits eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz besassen, gilt das
Erfordernis der besonderen Intensität der affektiven Beziehung heute bereits dann als
erfüllt, wenn der persönliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab
üblichen Besuchsrechts ausgeübt wird. Das formell bestehende Ausmass des
Besuchsrechts ist nur insoweit entscheidend, als dieses von den Beteiligten auch
tatsächlich wahrgenommen wird (BGE 139 I 315 E. 2.5). Diese Massstäbe sind auch
anzulegen, wenn das Kind nicht unter Obhut eines Elternteils steht.
Das Besuchsrecht des Beschwerdeführers ist noch immer auf begleitete Besuche
beschränkt, die ein bei getrennt lebenden Eltern übliches Mass nicht erreichen. Ein
Recht auf gemeinsame Ferien besteht offenbar nicht. Auch bestehen Anhaltspunkte
dafür, dass das Besuchsrecht nicht reibungslos ausgeübt wird; gerade von Seiten des
Beschwerdeführers. Dieser spricht im Übrigen nicht oder nur schlecht, K. hingegen
ausschliesslich Deutsch, was eine enge affektive Beziehung zusätzlich erschwert.
Zudem leistete der Beschwerdeführer für seinen Sohn bislang keinen Unterhalt. Wie es
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sich in affektiver und finanzieller Hinsicht genau verhält, kann aber letztlich
offenbleiben, nachdem gegen den Beschwerdeführer Widerrufsgründe vorliegen, die
belegen, dass er sich alles andere als tadellos verhalten hat. Anspruch auf sog.
«umgekehrten Familiennachzug» besteht deshalb ohnehin nicht.
6.5. Das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers ist erheblich
und in seinem gravierenden Negativverhalten begründet, das weite Teile seiner
öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen beschlägt. Es kommt in
seiner wiederholten und nicht zu verharmlosenden Straffälligkeit (auch und gerade
seiner Ehefrau gegenüber), der beträchtlichen Schuldenwirtschaft, der
Sozialhilfeabhängigkeit, dem Verhalten gegenüber seiner Familie und der fehlenden
Bereitschaft, sich sprachlich zu integrieren, zum Ausdruck. Es entspricht (auch aus
zulässigen generalpräventiven Gründen) einem herausragenden sozialen Bedürfnis,
ausländischen Personen, die derartige Anstände verursachen, den weiteren Aufenthalt
zu untersagen. Nachdem der Beschwerdeführer bereits mehrfach verwarnt wurde und
die Verlängerung seines Aufenthaltes an Bedingungen und Auflagen geknüpft worden
ist, denen er in der Folge nicht nachkam, ist eine weitere Verwarnung keine den
Umständen angemessene Rechtsfolge. Die angekündigten Massnahmen sind heute zu
vollziehen.
Die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in der
Schweiz vermögen die genannten öffentlichen Interessen nicht zu überwiegen. Der
Beschwerdeführer reiste vor ca. sechs Jahren im Erwachsenenalter in die Schweiz ein,
wo er sich offensichtlich nur schlecht integriert hat. Bis zu seiner Heirat lebte er im
Kosovo; er ist demnach mit den dort herrschenden sozio-kulturellen Gegebenheiten
und der Sprache bestens vertraut. Der Reintegration steht nichts im Weg, was über die
allgemeinen und vom Verwaltungsgericht durchaus auch anerkannten Schwierigkeiten
einer Rückkehr in ein wirtschaftlich weniger entwickeltes Land hinausgeht. Zu prüfen
bleiben die Auswirkungen des angefochtenen Entscheids auf die familiären
Beziehungen. Zwar fällt die Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Ehefrau
zweifellos in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK. Der Beschwerdeführer und seine
Ehefrau kannten die Voraussetzungen, unter denen das Recht auf Familiennachzug
gewährt wird, indessen genau. Das entsprechende Bewilligungsverfahren erwies sich
als verhältnismässig langwierig, weil das Auskommen der Familie in der Schweiz als
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nicht gesichert erschien. Bereits im auf die Einreise folgenden Jahr wurden dem
Beschwerdeführer Fernhaltemassnahmen angedroht. Das Ehepaar durfte in der Folge
nicht mehr davon ausgehen, dass das fortgesetzte Fehlverhalten des
Beschwerdeführers folgenlos sein werde und er längerfristig in der Schweiz werde
bleiben können, um hier sein Familienleben zu führen. Dass das Ehepaar während des
hängigen Verfahrens ein weiteres Kind zeugte, kann unter den gegebenen Umständen
nicht zu einem überwiegenden privaten Interesse am weiteren Verbleib in der Schweiz
führen. Der ebenfalls aus dem Kosovo stammenden Ehefrau des Beschwerdeführers
wäre es zumutbar, allenfalls gemeinsam mit diesem in das Heimatland zurückzukehren.
Es steht ihr aber auch frei, in der Schweiz zu verbleiben und den Kontakt mit dem
Beschwerdeführer im Rahmen von Besuchen aufrecht zu erhalten.
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung
zu Recht nicht mehr verlängert hat. Die Rückkehr in den Kosovo (und die damit
allenfalls verbundene Trennung von seiner Ehefrau) ist dem Beschwerdeführer
zuzumuten. Die Beschwerde ist abzuweisen. Das Migrationsamt wird dem
Beschwerdeführer eine neue Frist zur Ausreise ansetzen.
8. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten vom Beschwerdeführer zu
tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (vgl.
Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten
Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Der Anspruch auf
Parteientschädigung entfällt (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP; Cavelti/
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren
vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 832).