# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d23dbb39-f867-4380-8a4b-d661c00ac24e
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Auskunft und Einsicht gemäss Art. 802 OR
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2 f.)
"1. Die Gesuchgegnerin sei unter Androhung der Bestrafung von D._ und E._ als Organe der Gesuchgegnerin gemäss Art. 292 StGB zu verpflichten, den Gesuchstellern Einsicht in die folgenden Dokumente zu gewähren:
a. Monatliche Bankauszüge aller Bankverbindungen der  für die Periode vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021;
b. Sämtliche Verträge der Gesuchgegnerin mit ihren Organen, Mitarbeitern sowie Dritten, welche die Gesuchgegnerin in der Periode vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021  hat oder welche für diese Perioden vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021 gelten, insbesondere , Leasingverträge und Kommissionsverträge;
c. Lohnausweise aller Mitarbeiter für das Jahr 2020; d. Abrechnungen und Zahlungsbestätigungen betreffend Be-
zahlung aller Sozialversicherungsbeiträge für die Periode vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021;
e. Korrespondenz betreffend allfällige Streitigkeiten aus ;
f. Protokolle aller Geschäftsführersitzungen sowie aller  in der Periode vom 5. Mai 2020 bis 30. Juni 2021;
g. Geschäftsabschluss der Gesuchgegnerin für das  2020; und
h. Steuererklärungen der Gesuchgegnerin der Jahre 2019 und 2020.
2. Eventualiter, d.h. für den Fall, dass die nachfolgend aufgeführten Dokumente bei Rechtskraft des Urteils noch nicht vorliegen , sei die Gesuchgegnerin unter Androhung der Bestrafung von D._ und E._ als Organe der Gesuchgegnerin gemäss Art. 292 StGB zu verpflichten, den Gesuchstellern innert 10 Tagen nach deren Fertigstellung Einsicht in die folgenden  zu gewähren:
a. Geschäftsabschluss für das Geschäftsjahr 2020; und b. Steuererklärungen der Gesuchgegnerin des Jahres 2019
und 2020. 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Ge-
suchgegnerin."
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Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Sachverhaltsüberblick
1.1. Die Gesuchsteller sind Gesellschafter der Gesuchsgegnerin. Sie haben die
Gesuchsgegnerin am tt.mm.2019 - gemeinsam mit F._ - gegründet und dann
am 4. November 2019 die Stammanteile von F._ übernommen. Zu jenem
Zeitpunkt hielten die Gesuchsteller somit je 50% der Stammanteile der Gesuchs-
gegnerin.
1.2. Die Gesuchsgegnerin ist eine GmbH mit Sitz an der G._-Strasse ... in
Zürich. Die Gesellschaft bezweckt den An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen und
dessen Zubehör aller Art im In- und Ausland.
1.3. Am 6. Mai 2020 haben die Gesuchstellerin 55% der Stammanteile der Ge-
suchsgegnerin unentgeltlich auf D._ (101 Stammanteile) und E._ über-
tragen (9 Stammanteile). Seither und bis heute halten die beiden Gesuchsteller
gemeinsam 45% (entsprechend je 45) der 200 Stammanteile der Gesuchsgegne-
rin (act. 3/1).
1.4. Die Gesuchsteller machen im Wesentlichen geltend, sie seien von D._
und E._ unzulässig von der Geschäftsführung ausgeschlossen worden, ob-
wohl ihnen (in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter mit einem Anteil von insgesamt
45% der Stammanteile) Geschäftsführungsbefugnisse zustünden. Sie stellen da-
her ein Einsichts- und Auskunftsbegehren.
1.5. Die Gesuchsgegnerin hält die Voraussetzungen für das Einsichts- und Aus-
kunftsrecht für nicht gegeben.
2. Prozessgeschichte
2.1. Am 22. Juli 2021 reichten die Gesuchsteller das Gesuch mit dem obgenann-
ten Rechtsbegehren ein (act. 1).
2.2. Am 28. Juli 2021 ging der Gerichtskostenvorschuss ein (act. 6).
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2.3. Am 16. August 2021 erstattete die Gesuchsgegnerin die Stellungnahme und
beantragte, auf das Gesuch sei nicht einzutreten; eventualiter sei es abzuweisen
(act. 7 S. 2).
2.4. Wie zu zeigen sein wird, ist das Gesuch der Gesuchsteller gutzuheissen,
weshalb es sich erübrigt, den Gesuchstellern zur Wahrung des rechtlichen Ge-
hörs die Stellungnahme der Gesuchsgegnerin vorgängig zur Kenntnisnahme zu-
zustellen. Vielmehr ist die Stellungnahme diesem Urteil beizulegen. Die Sache ist
spruchreif.
3. Formelles
3.1. Für Streitigkeiten betreffend das Auskunfts- und Einsichtsrecht von Gesell-
schaftern nach Art. 802 OR gilt das summarische Verfahren (Art. 250 lit. c Ziff. 7
ZPO).
3.2. Die örtliche Zuständigkeit des Einzelgerichts am Handelsgericht Zürich ist zu
bejahen, da die Gesuchsgegnerin ihren Sitz in Zürich hat (Art. 10 lit. b ZPO). Die
örtliche Zuständigkeit ist unbestritten (act. 1 Rz. 4 [Gesuchsteller], act. 7 Rz. 8
[Gesuchsgegnerin]).
3.3. Hingegen ist die sachliche Zuständigkeit des Einzelgerichts am Handelsge-
richt umstritten. Für Streitigkeiten nach Art. 250 lit. c ZPO (wozu wie erwähnt auch
das vorliegende Auskunfts- und Einsichtsbegehren zählt [E. 3.1]), ist das Einzel-
gericht des Handelsgerichts sachlich zuständig, wenn der Streitwert mindestens
CHF 30'000.00 beträgt (§ 45 lit. c GOG). Die Gesuchsteller gehen davon aus,
dass der Streitwert CHF 30'000.00 übersteige (act. 1 Rz. 5 ff.), während die Ge-
suchsgegnerin bestreitet, dass der Streitwert von CHF 30'000.00 erreicht werde
(act. 7 Rz. 9). Das Auskunfts- und Einsichtsbegehren ist eine vermögensrechtli-
che Streitigkeit. Allerdings lautet das Rechtsbegehren nicht auf eine bestimmte
Geldsumme, weshalb das Gericht den Streitwert zu schätzen hat, sofern sich die
Parteien nicht auf den Streitwert einigen bzw. ihre Angaben offensichtlich unrich-
tig sind (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Wie erwähnt sind sich die Parteien über den Streit-
wert nicht einig, weshalb dieser vom Gericht zu schätzen ist. Das Gericht hat sich
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bereits in der Verfügung vom 23. Juli 2021 zum Streitwert geäussert. Daran ist
auch nach den Ausführungen der Gesuchsgegnerin festzuhalten und darauf ist zu
verweisen (act. 4 S. 2 E. 3). Im Zweifelsfall ist es ohnehin angebracht, dass das
Einzelgericht seine sachliche Zuständigkeit zwecks Vermeidung von unnötigen
Kompetenzkonflikten, die der summarischen Natur des Verfahrens widersprechen
würden, bejaht. Immerhin ist zu ergänzen, dass der Wert des Auskunftsbegeh-
rens nicht mit dem Wert des in Frage stehenden zugrunde liegenden Anspruchs
gleichgesetzt werden kann, sondern nur eine Bruchteil von 10-40% davon einge-
setzt werden kann (BGer 4A_542/2017, Urteil vom 9. April 2018, E. 4.2.2). Bei ei-
nem schätzungsweise zugrunde liegenden Anspruch von CHF 300'000.00 er-
scheint es angemessen, den Auskunfts- und Einsichtsanspruch mit ca. 33% des
zugrunde liegenden Anspruchs bzw. CHF 100'000.00 zu bewerten. Die Streit-
wertgrenze von CHF 30'000.00 ist somit erreicht und die sachliche Zuständigkeit
des Einzelgerichts des Handelsgerichts zu bejahen.
4. Materielles
4.1. Jeder Gesellschafter einer GmbH kann von den Geschäftsführern Auskunft
über alle Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen (Art. 802 Abs. 1 OR). Wenn
die Gesellschaft auf die Revision verzichtet hat, kann jeder Gesellschafter unein-
geschränkt in die Bücher und Akten der Gesellschaft Einsicht nehmen (Art. 802
Abs. 2 Satz 1 OR).
Im vorliegenden Fall sind die Gesuchsteller Gesellschafter der Gesuchsgeg-
nerin. Die Gesuchsteller 1 und 2 halten zusammen 90 - bzw. einzeln je 45 - von
200 Stammanteilen der Gesuchsgegnerin. Ferner hat die Gesuchsgegnerin keine
Revisionsstelle, weshalb jeder Gesellschafter Anspruch auf uneingeschränktes
Einsichtsrecht in die Bücher und Akten hat.
4.2. Nach der Rechtsprechung des Einzelgerichtes setzt die klageweise Durch-
setzung des Auskunfts- und Einsichtsrechts aus Art. 802 OR - im Unterschied
zum Auskunfts- und Einsichtsrecht des Aktionärs nach Art. 697 OR - keinen ab-
weisenden Beschluss der Gesellschafterversammlung voraus. Der klagende Ge-
sellschafter muss jedoch über ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse verfügen.
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Diese Voraussetzung ist gegeben, wenn ein entsprechendes vorprozessuales
Begehren erfolglos geblieben ist (ZR 117/2018 Nr. 65).
Im vorliegenden Fall haben die Gesuchsteller mit Schreiben vom 24. Juni
2021 ihr Auskunfts- und Einsichtsrecht geltend gemacht (act. 3/5). Dieses vorpro-
zessuale Begehren ist erfolglos geblieben. Das Auskunfts- und Einsichtsrecht
wurde nicht gewährt. Damit kann das Auskunfts- und Einsichtsrecht gerichtlich
geltend gemacht werden. Der Hinweis der Gesuchsgegnerin, frühere Schreiben
vom 25. November 2020 (act. 3/2) und 11. Dezember 2020 (act. 3/4) seien na-
mens der C1._ AG und nicht im Namen der Gesuchsteller verfasst worden
(act. 7 Rz. 12), ändert daran nichts. Aufgrund der erwähnten Schreiben war der
Gesuchstellerin schon seit Monaten klar, dass die Gesuchsteller, welche die
C1._ AG beherrschen, Auskunfts- und Einsichtsrechte beanspruchen. Spä-
testens mit dem Schreiben vom 24. Juni 2021 hätte der Gesuchsgegnerin klar
werden müssen, dass sie den Gesuchstellern hätte Auskunft und Einsicht zu ge-
währen hat. Daran ändert auch der Hinweis der Gesuchsgegnerin nichts, dass die
Gesuchsteller am 17. Juni 2021 zu einer ausserordentlichen Generalversamm-
lung vom 26. Juli 2021 eingeladen worden seien und bei dieser Gelegenheit das
Auskunfts- und Einsichtsrecht unter "Varia" hätten geltend machen können (act. 7
Rz. 13). Es scheint zwar eine Einladung vom 17. Juni 2021 zu einer ausseror-
dentlichen Gesellschafterversammlung gegeben zu haben (act. 3/5), doch sind
weder die Traktanden noch das Datum der Gesellschafterversammlung bekannt,
so dass kein Grund zur Annahme besteht, dass das Gebot der schonenden
Rechtsausübung verletzt sein könnte.
4.3. In Bezug auf den Umfang des Auskunfts- und Einsichtsrechts ist nochmals
darauf hinzuweisen, dass die Gesellschafter bei einer Gesellschaft ohne Revisi-
onsstelle uneingeschränkt Einsicht in die Bücher und Akten nehmen können
(Art. 802 Abs. 2 Satz 1 OR). Hinsichtlich der einzelnen Begehren bedeutet dies
folgendes:
a. Monatliche Bankauszüge aller Bankverbindungen der Gesuchsgegnerin für
die Periode vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021:
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Das uneingeschränkte Einsichtsrecht umfasst diese Dokumente. Soweit die
Gesuchstellerin geltend macht, die Gesuchsteller hätten bis zu ihrem formel-
len Ausscheiden als Geschäftsführer der Gesuchsgegnerin uneingeschränk-
ten Zugang zu den Bankverbindungen gehabt (act. 7 Rz. 15.2), heisst dies
nicht, dass sie diesen Zugang auch heute noch haben.
b1. Sämtliche Verträge der Gesuchsgegnerin mit ihren Organen, Mitarbeitern
sowie Dritten, welche die Gesuchsgegnerin in der Periode vom 1. Januar
2020 bis 30. Juni 2021 abgeschlossen hat oder welche für diese Perioden
vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021 gelten, insbesondere Arbeitsverträge,
Leasingverträge und Kommissionsverträge:
b.2 Lohnausweise aller Mitarbeiter für das Jahr 2020:
Das uneingeschränkte Einsichtsrecht umfasst diese Dokumente. Soweit die
Gesuchstellerin geltend macht, die Gesuchsteller hätten von den selbst ab-
geschlossenen Verträgen Kenntnis, es gebe keine Verträge mit Organen
und nur einen Arbeitsvertrag mit D._ (act. 7 Rz. 15.3 und Rz. 15.4),
schliesst dies das Einsichtsrecht nicht aus. Der Umstand, dass die Gesuch-
steller Verträge möglicherweise selbst abgeschlossen haben, heisst nicht,
dass sie heute noch Zugang dazu haben. Der Arbeitsvertrag mit D._
könnte seit dem Ausscheiden der Gesuchsteller angepasst worden sein.
Und wenn keine Verträge mit Organen abgeschlossen wurden, liegt es in
der Natur der Sache, dass in ein nicht existierendes Dokument keine Ein-
sicht genommen werden kann, wobei im Fall einer Verheimlichung Art. 292
StGB relevant werden könnte.
c. Abrechnungen und Zahlungsbestätigungen betreffend Bezahlung aller Sozi-
alversicherungsbeiträge für die Perioden vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni
2021:
Das uneingeschränkte Einsichtsrecht umfasst diese Dokumente. Der Hin-
weis der Gesuchsgegnerin auf eine Passage im Schreiben ihres Anwaltes
vom 30. Juni 2021, wo festgehalten wird, dass die Sozialversicherungsbe-
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träge abgerechnet seien (act. 7 Rz. 15.5 mit Hinweis auf act. 3/6), hilft nicht
weiter, weil es nicht (nur) darum geht, ob, sondern auch wie abgerechnet
wurde.
d. Korrespondenz betreffend allfällige Streitigkeiten aus Leasinggeschäften:
Das uneingeschränkte Einsichtsrecht umfasst diese Dokumente. Sofern der
Hinweis der Gesuchsgegnerin zutreffend ist, dass keine solche Korrespon-
denz besteht (act. 7 Rz. 15.6), liegt es in der Natur der Sache, dass in nicht
vorhandene Dokumente keine Einsicht gewährt werden kann. Wenn Doku-
mente jedoch verheimlicht würden, könnte die Strafandrohung nach Art. 292
StGB relevant werden.
e. Protokolle aller Geschäftsführersitzungen sowie aller Gesellschafterver-
sammlungen in der Periode vom 5. Mai 2020 bis 30. Juni 2021:
Das uneingeschränkte Einsichtsrecht umfasst diese Dokumente. In Bezug
auf den Hinweis der Gesuchsgegnerin, die Protokolle der Gesellschafterver-
sammlungen vom 23. Juni 2020 und 26. Juli 2021 seien schon zugestellt
worden (act. 7 Rz. 15.7), ist festzuhalten, dass sich der Antrag auch auf Pro-
tokolle der Geschäftsführersitzungen bezieht und auf allfällige noch nicht
zugestellte Protokolle von allfälligen (a.o.) Gesellschafterversammlungen.
f.1. Geschäftsabschluss der Gesuchsgegnerin für das Geschäftsjahr 2020:
f.2. Steuererklärungen der Gesuchsgegnerin der Jahre 2019 und 2020:
Das uneingeschränkte Einsichtsrecht umfasst diese Dokumente. Allerdings
ist davon auszugehen, dass der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2020 noch nicht vorliegt und dass für die Einreichung der Steuererklärungen
der Jahre 2019 und 2020 eine Fristerstreckung bis am 30. November 2021
gewährt wurde (act. 7 Rz. 15.8 und Rz. 15.9). Deshalb ist diesbezüglich nur
das Eventualbegehren gutzuheissen.
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4.4. Aus diesen Gründen ist das Auskunfts- und Einsichtsbegehren der Gesuch-
steller gutzuheissen. Bei den vorliegenden Verhältnissen ist eine Frist von
30 Tagen zur Einsichtserteilung angemessen.
5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Da das Gesuch gutzuheissen ist, wird die Gesuchsgegnerin als unterliegende
Prozesspartei kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Bei ei-
nem geschätzten Streitwert von CHF 100'000 ist unter Berücksichtigung der
summarischen Natur des Verfahrens die Gerichtsgebühr auf CHF 5'000.00 (§§ 4
und 8 Abs. 1 GebV OG) und die Parteientschädigung ebenfalls auf CHF 5'000.00
festzusetzen (§§ 4 und 9 AnwGebV).
Der Einzelrichter erkennt:
1. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, den Gesuchstellern innert 30 Tagen
ab Zustellung des vorliegenden Urteils uneingeschränkte Einsicht in folgen-
de Dokumente zu geben:
a. Monatliche Bankauszüge aller Bankverbindungen der  für die Periode vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021;
b. Sämtliche Verträge der Gesuchsgegnerin mit ihren Organen,  sowie Dritten, welche die Gesuchsgegnerin in der  vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021 abgeschlossen hat  welche für diese Periode vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021 gelten, insbesondere Arbeitsverträge, Leasingverträge und Kommissionsverträge;
c. Lohnausweise aller Mitarbeiter für das Jahr 2020; d. Abrechnungen und Zahlungsbestätigungen betreffend Bezahlung
aller Sozialversicherungsbeiträge für die Perioden vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021;
e. Korrespondenz betreffend Streitigkeiten aus Leasinggeschäften; f. Protokolle aller Geschäftsführersitzungen sowie aller Gesellschaf-
terversammlungen in der Periode vom 5. Mai 2020 bis 30. Juni 2021.
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2. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, den Gesuchstellern innert 30 Tagen
nach deren Fertigstellung uneingeschränkte Einsicht in folgenden Dokumen-
te zu geben:
a. Geschäftsabschluss für das Geschäftsjahr 2020; und b. Steuererklärungen der Gesuchsgegnerin des Jahres 2019 und
2020.
3. Die Einsicht erfolgt am Sitz der Gesuchsgegnerin zu den gewöhnlichen Ge-
schäftszeiten, soweit sich die Parteien nicht auf andere Erfüllungsmodalitä-
ten einigen. Die Gesuchsteller sind berechtigt, auf eigene Kosten Abschrif-
ten oder Kopien zu erstellen. Die Gesuchsgegnerin ist berechtigt, eine un-
terschriftliche Bestätigung der Gesuchsteller über die gewährte Einsicht zu
verlangen.
4. Für den Fall der Widerhandlung gegen Ziffer 1 bis 3 wird D._ und
E._ als Organe der Gesuchsgegnerin die Bestrafung wegen Ungehor-
sams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB (Busse bis
CHF 10'000) angedroht. Diese Bestimmung hat folgenden Wortlaut:
Art. 292 StGB Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen  unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn  Verfügung nicht Folge leistet, wird mit Busse bestraft.
5. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 5'000.00.
6. Die Kosten werden der Gesuchsgegnerin auferlegt, jedoch vorab aus dem
von den Gesuchstellern geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Den Gesuch-
stellern wird für die aus dem Vorschuss bezogenen Kosten das Rückgriffs-
recht auf die Gesuchsgegnerin eingeräumt.
7. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, den Gesuchstellern insgesamt eine
Parteientschädigung von CHF 5'000.00 zu bezahlen.
8. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsteller unter Beilage
des Doppels von act. 7 und act. 9/2-14.
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9. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht,
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-
schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder
Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42
und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-
wert beträgt CHF 100'000.00 (geschätzt).

## Considerations