# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 02ab8cc4-2036-46a8-9336-aea3406491d9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Urteil vom 25. Juli 2011 verurteilte das Landgericht Hamburg A., der B. EUR 56'542.42 nebst Zinsen aus EUR 48'647.65 in Höhe von 8 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 13. Januar 2009 zu bezahlen. Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110% des zu vollstreckenden Betrags vorläufig vollstreckbar. Für diese Forderung und die Kosten des entsprechenden Arrestverfahrens zuzüglich der Bertreibungskosten stellte die Gläubigerin am 4. August 2011 beim Betreibungsamt der Gemeinde Davos das Betreibungsbegehren. Darauf erliess das Betreibungsamt Davos-Klosters am 8. August 2011 den Zahlungsbefehl (Betreibung Nr. 01) für Fr. 65'077.35 nebst 8.37% Zins seit dem 1. Juli 2011, Fr. 7'045.10 für den aufgelaufenen Zins bis am 30. Juni 2011, Fr. 954.50 nebst Zins zu 5% seit dem 13. Dezember 2011 (Arrestvollzugskosten), Fr. 2'000.– nebst Zins zu 5% seit dem 12. Mai 2011 (Parteientschädigung Bezirksgericht Prättigau/Davos) und Fr. 800.– nebst Zins zu 5% seit dem 27. Juli 2011 (Parteientschädigung Kantonsgericht Graubünden). Gegen diesen Zahlungsbefehl erhob der Schuldner Rechtsvorschlag.
B. Mit Rechtsöffnungsbegehren vom 29. August 2011 gelangte die Gläubigerin ans Bezirksgericht Prättigau/Davos und ersuchte um Vollstreckbarerklärung des Urteils des Landgerichts Hamburg vom 25. Juli 2011 und um Beseitigung des Rechtsvorschlags und Gewährung der definitiven Rechtsöffnung für die in Betreibung gesetzten Beträge (Betreibung Nr. 01) unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgegners.
C. Mit Verfügung vom 2. September 2011 forderte der Einzelrichter SchKG am Bezirksgericht Prättigau/Davos den Schuldner zur Stellungsnahme auf und setzte die mündliche Rechtsöffnungsverhandlung auf den 7. Oktober 2011 an.
D. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2011 ersuchte der Rechtsvertreter der Gläubigerin um Verschiebung und Neuansetzung des Verhandlungstermins vom 7. Oktober 2011. Zur Begründung des Antrags führte er aus, dass aufgrund eines nicht vorhersehbaren Versäumnisses die Bescheinigung im Sinne von Anhang V in Verbindung mit Art. 54 LugÜ noch nicht vorliege, aber voraussichtlich in nächster Zukunft eintreffen sollte.
E. Mit Verfügung vom 5. Oktober 2011 verschob der Einzelrichter SchKG am Bezirksgericht Prättigau/Davos die mündliche Rechtsöffnungsverhandlung bis auf weiteres. Die Verfügung wurde den Rechtsvertretern der Parteien zugestellt.
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F. Mit Stellungsnahme vom 18. Oktober 2011 beantragte der Schuldner, dass das Gesuch um Vollstreckbarerklärung und das Rechtsöffnungsbegehren zurückgewiesen werde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchstellerin.
G. Mit Schreiben vom 9. Dezember 2011 bat der Rechtsvertreter des Schuldners ausdrücklich um eine Sachentscheidung. In seinem Schreiben wies er erneut darauf hin, dass bereits zum Zeitpunkt der Antragsstellung der Gläubigerin die Voraussetzungen für die beantragte Rechtsöffnung nicht vorgelegen hätten. Die Gläubigerin sei ihrer Ankündigung, diese Voraussetzungen zu schaffen, offensichtlich bis heute nicht nachgekommen und hätte zu ihrer Meinung, die Voraussetzungen nachträglich beibringen zu können, keine Stellung genommen.
H. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2011 reichte der Rechtsvertreter der Gläubigerin dem Bezirksgericht Prättigau/Davos eine Originalausfertigung des Urteils des Landgerichts Hamburg vom 25. Juli 2011 und eine Originalausfertigung der Vollstreckbarkeitserklärung vom 1. Dezember 2011, wonach das Urteil in Deutschland vollstreckbar sei, ein.
I. Mit Schreiben vom 13. Dezember 2011 hielt der Rechtsvertreter des Schuldners erneut fest, dass die Voraussetzungen für eine Vollstreckung des Urteils des Landgerichts Hamburg vom 25. Juli 2011 nach wie vor nicht nachgewiesen seien. Das Urteil sei nur gegen Sicherheitsleistung in der Höhe von 110% des zu vollstreckenden Betrags vorläufig vollstreckbar, wobei die Gesuchstellerin den Nachweis einer solchen Sicherheitsleistung nicht erbracht habe.
J. In seiner Stellungnahme vom 16. Dezember 2011 hielt der Rechtsvertreter der Gläubigerin unter anderem fest, dass die Sicherheit ordnungsgemäss geleistet worden sei, was durch das Vollstreckbarkeitszeugnis des Landgerichts Hamburg vom 1. Dezember 2011 und die beigelegte Prozessbürgschaft vom 5. Oktober 2011 in der Höhe von EUR 74'448.66 ausgewiesen sei.
K. Mit Schreiben vom 10. Januar 2012 machte der Rechtsvertreter des Schuldners noch einmal geltend, dass auf das Gesuch von Anfang an nicht eingetreten werden konnte, weil die Gesuchstellerin im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung weder den Nachweis der Rechtskraft noch der vorläufigen Vollstreckbarkeit des Urteils des Landgerichts Hamburg vorgelegt hätte. Der Rechtsvertreter wies zudem darauf hin, dass das Rechtsöffnungsgesuch am 29. August 2011 gestellt, die Prozessbürgschaft, welche als Sicherheitsleistung für die
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vorläufige Vollstreckung dienen sollte, jedoch erst am 5. Oktober 2011 ausgestellt worden sei. Es sei der Klägerin nicht gestattet, ihre Begehren solange nachzubessern bis sie irgendwann ein den gesetzlichen Voraussetzungen entsprechendes Gesuch zusammengestellt habe.
L. Der Einzelrichter SchKG am Bezirksgericht Prättigau/Davos verfügte mit Rechtsöffnungsentscheid vom 18. Januar 2012, mitgeteilt am 20. Januar 2012, wie folgt:
„1. Es wird die definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. 01 des Betreibungsamtes Davos – Klosters für den Betrag von CHF 65'077.35 nebst Zins zu 8.37 % seit 1. Juli 2011 und CHF 7'045.10 aufgelaufenem Zins bis 30. Juni 2008 [recte: 2011] und CHF 2'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 12. Mai 2011 und CHF 800.00 nebst Zins zu 5 % seit 27. Juli 2011 erteilt.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von CHF 500.00 gehen zulasten des A.. Sie werden bei der B. unter Regresserteilung auf A. erhoben und sind innert 30 Tagen auf das PC-Konto 70-3922-1 des Bezirksgerichtes Prättigau/Davos zu überweisen.
3. Ausseramtlich hat A. die B. für ihre Umtriebe mit CHF 2'500.00 (inkl. MwSt und Barauslagen) zu entschädigen.

## Considerations