# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c78c8139-d9a9-4e7d-9276-65e74c48aa34
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, gebo
ren 1958 und ohne Berufsausbildung,
war
von 1973 bis 2010
bei der
Y._
(
ab
2006
Z._
)
als Werk
stattleiter angestellt
(
Urk.
10/
2 f.;
Urk.
10/13;
Urk.
10/63/9)
. Im Anschluss daran bezog er
bis 2012
Taggelder der Arbeitslosenversicherung
und war
zwischenzeitlich
temporär an
gestellt (
Urk.
10/17/1
;
Urk.
10/69 f.
).
Unter Hinweis auf Hörschwierigkeiten
hat
te er sich am
6.
August 2008 zum Bezug von Leistungen der Invaliden
versicherung an
gemeldet
(
Urk. 10/3) und
d
ie Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle,
hat
te in der Folge nach medizinischen Abklärungen
mit Verfügung vom
5.
Dezember 2008
Kostengutsprache für zwei Hörgeräte
erteilt
(
Urk.
10/7-10).
Am
2.
April 2013 ging bei der IV-Stelle eine weitere Anmeldung des Ver
sicherten zum Leistungsbezug ein, wobei er als gesundheitliche Beeinträchti
gungen seine beidseitige Schwerhörig
keit sowie einen Tinnitus
anführte (
Urk.
10/11).
Nebst Auszügen aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
10/2;
Urk.
10/17;
Urk.
10/69 f.) holte die IV-Stelle
verschiedene
Arzt
berichte
ein
(
Urk.
10/14 f.;
Urk.
10/18
;
Urk.
10/28). Mit Vorbescheid vom 2
5.
Februar 2014 stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus
sicht (
Urk.
10/37), wogegen der Versicherte mit Schreiben vom 2
8.
Februar 2014 und Ergänzung vom 1
2.
Mai 2014 Einwand erhob (
Urk.
10/40+47). Die IV-Stelle beauftragte sodann die
Z._
mit der polydisziplinären Untersuchung des Versicherten (
Z._
-Gutachten vom 1
9.
Dezember 2014,
Urk.
10/63).
Dazu nahm der Beschwerdeführer am
20. April 2015 Stellung (Urk. 10
/71). Weitere Stellungnahmen folgten zu ergänzenden Ausführungen
der Gutachter (vgl. Urk. 10/74; Urk. 10/77; Urk. 10/80; Urk. 10/83;
Urk. 10/8
4;
Urk. 10/90).
Mit Verfügung vom
7.
Oktober 2015 wies
die IV-Stelle
das
Leistungsbe
gehren
wie angekündigt ab (
Urk.
10/93 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am
9.
November 2015 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, gegebenenfalls nach weiteren Abklärungen zur ver
bliebenen und noch realisierbaren Leistungsfähigkeit des Versicherten
,
den Invaliditätsgrad neu festzulegen und die entsprechenden Leistungen zu er
bringen. Gleichzeitig stellte er ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltli
che
n Prozessführung und Rechtsvertretung (
Urk.
1 S.
2;
Urk.
6-8;
Urk.
11-15)
.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 1
6.
Dezember 2015 ersuchte die IV-Stelle um
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9). M
it gerichtlicher Verfügung vom
2
1.
März
2016
wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung
abgewiesen (
Urk.
16).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. Novem
ber 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die Abweisung des Leistungsbegehrens in der ange
fochtenen Verfügung (
Urk.
2) zur Hauptsache damit, dass
dem Beschwerde
führer aufgrund der medizinischen Beurteilung - namentlich gestützt auf das polydisziplinäre
Z._
-Gutachten - eine angepasste Tätigkeit zumutbar sei.
Gemäss Belastungsprofil seien
Tätigkeiten mit
Störlärm
oder solche mit An
forderungen an ein normales Gehör zu vermeiden. In Anbetracht der Ein
schränkung des Richtungshörens seien ferner Tätigkeiten, welche das Orten von Gefahrenquellen voraussetzen, nicht geeignet. Infolge eines vermehrten Pausenbedarfs bestehe zudem eine Leistungseinschränkung von 20
%
. Ge
mäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE 2012) betrage der Lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert) für das Jahr 2013 gerundet
Fr.
65‘699.-- (
Fr.
5‘
210.-- / 40 *
betriebsübliche Arbeitszeit [41.7] * 12 * Nominallohnentwicklung [1.008]) beziehungsweise gerundet
Fr.
52‘559.-- bei einer dem Versicherten möglichen Leistung von 80
%
. Ein leidensbedingter Abzug sei nicht angezeigt, da die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bereits mit dem Abzug von 20
%
aufgrund des vermehrten Pausenbedarfs be
rücksichtigt worden seien. Bei einer Erwerbseinbusse von
Fr.
13‘140.-- (
Fr.
65‘699.-- ./.
Fr.
52‘559.--) resultiere ein Invaliditätsgrad von 20
%
, wo
mit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Weitere Abklärungen seien nicht angezeigt, da das Belastungsprofil von medizinischer Seite klar beurteilt worden sei (zum Ganzen
Urk.
2 S. 4).
2.2
Der Versicherte wandte
in seiner Beschwerdeschrift
gegen diese Beurteilung
(
Urk.
1)
im Wesentlichen
ein, dass
die IV-Stelle zu Unrecht auf das
Z._
-Gutachten abges
tellt und sich nicht
mit der daran von fachärztlicher Seite erhobenen Kritik auseinandergesetzt habe. Die effektiv noch verbliebene Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei zudem nicht abgeklärt
worden
und beim Einkommensvergleich
sei
unberechtigterweise kein
Leidens
abzug
be
rücksichtigt worden
(S. 4)
.
Realistischerweise
liege beim Beschwerdeführer nur noch eine sehr reduzierte Leistungsfähigkeit mit erheblich eingeschränktem Anforderungsprofil und zusätzlicher Pausenbedürftigkeit wegen der Müdigkeit und der Depression vor. Die bisherige Tätigkeit als Mechaniker respektive Werkstattleiter ent
spreche diesem Anforderungsprofil jedenfalls nicht mehr, sodass - nach Ab
klärung der noch vorhandenen Ressourcen - zunächst ohnehin eine berufli
che Umstellung stattfinden müsste, um überhaupt eine teilweise Wiederein
gliederung zu ermöglichen (S. 5).
3.
3.1
Anhand der Aktenlage lässt sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh
rers zusammengefasst wie folgt darstellen:
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Otorhinolaryngologie, stellte am
6.
Juni
2008 eine beidseitige linksbetonte Hochtoninnenschwerhörigkeit fest. Der V
er
sicherte sei vor allem in Gruppengespräche
n
auf eine gute
Diskriminati
ons
fähigkeit
angewiesen, weswegen um Kostengutsprache für eine
binaurale
Ver
sorgung ersucht werde (
Urk.
10/7/7).
3.2
Dem Bericht des
B._
vom 2
3.
Oktober 2013 lassen sich sodann die folgenden Diagnosen entnehmen (
Urk.
10/28/1):
An Taubheit grenzende Schwerhörigkeit links
aktuell seit drei Wochen vermehrt Tinnitus links
linksseitig
Anpassung des Hörgerätes
erfolgt
MRI im
C._
im Mai 2013 anamnestisch
bland
Rechts mittelgradige
sensorineurale
Schwerhörigkeit im
Tieftonbe
reich
und eine mittel- bis hochgradige Schwerhörigkeit im
Hochton
bereich
Die Hörproblematik auf der linken Seite bestehe schon seit Jahren, seit Januar 2013 habe der Versicherte aber das Gefühl, dass es noch schlechter ge
worden sei. Seit drei Wochen sei im linken Ohr vermehrt ein Geräusch vor
handen, welches er ebenfalls seit Januar 2013 kenne.
Es best
ehe keine Otalgie oder
Ottorhoe
und der Versicherte
klage
auch
nicht über
Schwindel oder
Schlafprobleme. Er habe eine
intratympanale
Dexamethason
-Injektion zum aktuellen Zeitpunkt abgelehnt (
Urk.
10/28/1 f.).
Nach einer weiteren Untersu
chung am genannten Spital wurde am 1
3.
Dezember 2013 zusätzlich eine unklare chronische Müdigkeit sowie ein habituelles Schnarchen (Diffe
ren
tial
diagnose: obstruktives Schlafapnoe-Syndrom [OSAS]) diagnostiziert (
Urk.
10/38/1).
3.3
Am 1
5.
April 2014 wurde der Beschwer
deführer i
m
D._
pneu
mologisch
untersucht, wobei
er über eine seit Jahren bestehende Müdig
keit mit sofortigem Einschlafen bei passiven Tätigkeiten berichtet habe. Er schlafe jeweils von 00.00 bis 08.00 Uhr ohne aufzuwachen und werde von der Ehefrau geweckt. Nach erfolgter
Pulsoxymetrie
und Polygraphie
habe
nebst einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom eine beidseitige Schwerhö
rigkeit sowie eine arterielle Hyperto
nie festgestellt werden
können
. Es sei eine CPAP-Therapie ein
geleitet
worden (
Urk.
10/63/56 f.).
Gemäss Bericht vom 2
8.
August 2014 sei
der Versicherte in der Folge mehrmals zu einer CPAP-
Verlaufskontrolle erschienen und gut mit der Therapie zurecht
gekom
men
beziehungsweis
e
habe davon
pro
fitiert
(
Urk.
10/63/58 f.).
3.4
Med
.
pract
.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
diagnostizierte beim Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 1
5.
September 2014
eine mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1;
Urk.
10/60/6).
Seit Auftreten der Schwerhörigkeit hätten sich
Selbstunsicher
heiten
und im weiteren Verlauf depressive Symptome entwickelt. Seit dem Stellenverlust sei es dem Versicherten fast nicht mehr möglich gewesen, eine Tagesstruktur aufzubauen. Seit Behandlungsbeginn sei es bisher leider nur zu
einer leichten Verbesserung der depressiven Symptome gekommen (
Urk
.
10/60/7).
Zum aktuellen Zeitpunkt sei der Versicherte zu mindestens 60
bis 70
%
arbeitsunfähig, vor allem aufgrund der dauernden Erschöpfung (
Urk.
10/60/8).
3.5
3.5.1
Dem
Z._
-Gutachten vom 1
9.
Dezember 2014 lassen sich die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen:
An Taubheit grenzende Schallempfindungsstörung links (ICD-10 H90.3
)
Hochtonakzentuierte Schallempfindungsstörung rechts (ICD-10 H90.3)
Dekompensierter
Tinnitus links (ICD-10 H93.1)
Leichtgradige
periphere
vestibuläre
Funktionsstörung links (ICD-10 H81.3)
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei
demgegenüber
eine
An
passungs
störung
mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) sowie ein obstruktives
Apnoehypopnoesyndrom
(
Urk.
10/63/29).
Insgesamt bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
für angepasste Tätigkeiten
(
Urk.
10/63/32).
3.5.2
Im Rahmen der psychiatrischen Exploration habe der Versicherte ausgeführt, dass er zusammen mit seiner Ehefrau und dem
erwachsenen Sohn in einer 4
1⁄2-Zimmer
-
Mietwohnung lebe. Es bestünden regelmässige soziale Kontakte mit sämtlichen in der Schweiz lebenden Familienmitgliedern und diversen Kollegen.
Der Tag-Nacht-Rhythmus sei seit Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sehr unregelmässig geworden. Der Beschwerdeführer stehe jeweils zwischen 08.00 und 12.00 Uhr morgens auf, nehme das Frühstück ein und verrichte die Morgentoilette. Regelmässig nehme er das Mittagessen gemeinsam mit der Familie ein. Am Nachmittag gehe er hä
ufig für mehrere Stunden mit der
Enkel
tochter
spazieren und treffe für gewöhnlich auch Freunde zum Kaffee.
Das Abendessen werde dann wieder gemeinsam mit der Familie, oft auch mit derjenigen der Tochter, eingenommen. Nachher schaue er regelmässig fern und gehe dann zwischen 00.00 und 03.00 Uhr zu Bett. Das Ein- und Durch
schlafen sei dabei stark von der Tinnitus-Belastung abhängig.
Seit circa einem Jahr
sei der Beschwerdeführer bei med.
pract
.
E._
alle zwei bis drei Wochen für 30 bis 45 Minuten in psychiatrischer Behandlung. Es bestehe auch eine Medikation mit
Cipralex
, welche sehr gut gegen Schlafstörungen und Stress wirke. Etwa alle zwei bis drei
Wochen fänden überdies
Termine beim Hausarzt statt. Der Versicherte gehe davon aus, dass er an einem ruhigen Arbeitsort für circa zwei bis drei Stunden pro Tag arbeiten könnte. Hierfür sei er auch sehr moti
viert (
Urk.
10/63/14 f.
).
Während des gesamten Gesprächs sei der Beschwerde
führer affektiv
schwin
gungs
-
, aber wenig introspektionsfähig gewesen. Für Bewusstseins- oder Orientierungsstörungen gebe es keinerlei Hinweise. Abgesehen von häufigem Grübeln über den Tinnitus und den weiteren Krankheitsverlauf sei das formale Denken unauffällig. Aufgrund des Tinnitus seien gemäss dem Versi
cherten auch Phasen von erhöhter Traurigkeit, Gereiztheit und Zukunfts
ängsten vorhanden. Anhaltspunkte für Zwänge, Wahn, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen lägen nicht vor. Unauffällig sei auch der Antrieb und die Interessen seien normal ausgebildet. Es bestehe jedoch eine erhöhte Müdig
keit. Weder ein sozialer Rückzug noch eine akute Suizidalität oder
Fremd
aggressionen
seien vorhanden. Der Appetit sei gut. Ein- und Durchschlaf
störungen würden intermittierend und abhängig vom Tinnitus bestehen. Die Li
bido sei stark reduziert (
Urk.
10/63/15 f.).
Insgesamt seien die Kriterien für die Diagnose einer depressiven Episode ge
mäss ICD-10 nicht erfüllt. Dies werde auch durch die Hamilton Depression
Scale
bestätigt, wo lediglich sieben Punkte erreicht worden seien. Da die vom Versicherten beschriebenen depressiven Symptome dem Gehörverlust sowie dem Tinnitus folgen würden und mit grosser Wahrscheinlichkeit ohne diese somatischen Beeinträchtigungen nicht eingetreten wären, könne diagnostisch von einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) ausgegangen werden. Der Versicherte sei jedoch aus psychiatrischer Sicht
trotzdem
zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
10/63/17 f.).
3.5.3
Aus
otorhinolaryngologischer
Sicht hätten eine hochgradige, an Taubheit
grenzende pantonale Schallempfindungsschwerhörigkeit links sowie eine
hoch
tonakzentuierte
Schallempfindungsschwerhörigkeit rechts objektiviert werden können. Es würden damit auditive Schwierigkeiten im Rahmen von
Gesprächen mit mehreren Personen, unter gesteigertem
Umgebungsge
räusch
pegel
, und sogar bei Einzelgesprächen bestehen. Der konstante Tinni
tus links mit Sekundärproblematik im Sinne von Durchschlafschwierigkeiten, konse
ku
tiver Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten müsse zur
zeit als
dekompensiert
bezeichnet werden. Ferner bestünden diskrete Befunde für eine periphere
vestibuläre
Funktionsstörung. In Bezug auf die Arbeitsfä
hig
keit seien Tätigkeiten, die Anforderungen an ein normales Gehör stellen oder solche unter
Störlärm
mit Zunahme der auditiven Einschränkungen und des Tinnitus für den Beschwerdeführer nicht geeignet. Ebenfalls ungeeignet seien infolge des eingeschränkten Richtungshörens Tätigkeiten, welche das Orten von Gefahrenquellen voraussetzen würden. Dem Versicherten sollten zudem aufgrund der Begleitsymptome des Tinnitus
vermehrt
Ruhepausen zwecks Erholung zugestanden werden, sodass von einer Arbeitsunfähigkeit von 20
%
in einer angepassten Tätigkeit
auszugehen sei (
Urk.
10/63/22 f.).
3.5.4
Gemäss
pneumologischer
Beurteilung führe der Versicherte seit der Diagnose eines obstruktiven, nicht lageabhängigen
Apnoehypopnoesyndroms
eine CPAP-Therapie durch. Trotz sehr lückenhafter Durchführung verspüre er eine deutliche Beeinflussung der Tagesmüdigkeit mit entsprechender Verbesse
rung seiner Lebensqualität. Im Rahmen der respiratorischen Erkrankung könne die dadurch bedingte verstärkte Tagesmüdigkeit bei guter Compliance behoben werden. Es sei aber damit zu rechnen, dass sowohl die
Schlafquali
tät
wie auch eine gewisse Müdigkeit durch zusätzliche
Morbiditäten
wie den Tinnitus beeinflusst würden. Aus
pneumologischer
Sicht sei die Arbeitsfähig
keit in angestammter und adaptierter Tätigkeit jedenfalls nicht eingeschränkt (
Urk.
10/63/27 f.).
3.6
Mit Schreiben vom 2
5.
Februar 2015 erklärte sich med.
pract
.
E._
in keiner Weise mit dem psychiatrischen Gutachten einverstanden.
Er kritisierte nebst der kurze
n
Explorationsdauer
insbesondere die aus seiner Sicht unzu
reichende Erhebung der Befunde sowie die ungenügende Abgrenzung einer Depression von der diagnostizierten Anpassungsstörung.
Diese Diagnose dürfe nach ICD-10
, falls die Störung mehr als zwei Jahre bestehe,
nicht
ge
stellt werden
. Es liege eine mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F.32.1) vor, deren Zustand stationär sei und sich nicht gebessert habe.
Daher sei der Versicherte aus psychiatrischer Sicht teilarbeitsunfähig (
Urk.
10/72/1 f.).
3.7
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Otorhinolaryngologie, äusserte sich in ihrem Bericht vom 1
1.
Juni 2015 dahingehend, dass der Versicherte links gar nichts
mehr höre und zugleich an einem Tinnitus leide, der ihn am Ein
schlafen hindere, den ganzen Tag störe und auch seine Aufmerksamkeit massiv einschränke, sodass er nicht in der Lage sei, seinen Beruf als Mecha
niker auszuüben. Damit verbunden sei
en
auch eine vermehrte
Lärmempfind
lichkeit
und Tagesmüdigkeit (
Urk.
10/84/1). Alleine aus
otorhinolaryngolo
gischer
Sicht ergebe sich
aus u
nfallversicherungsrechtlicher Sicht
für die Gehörseinschränkung ein Integrationsschaden
(richtig:
Integ
ritätsschaden
)
von 40
%
und f
ür den Tinnitus ein solcher
in Höhe von 10
%
, was zu einer Reduktion der Arbeitsfähigkeit
von
50
%
führe
. Die Komponenten Konzen
trationsfähigkeit, Schlafstörung und Depression seien dabei nicht berück
sichtigt. Mit allen Einschränkungen sei eine Arbeitsfähig
keit im Rahmen von zwei bis drei Halbtagen als realistisch
zu
betrachten (
Urk.
10/84/2).
4.
4.1
Zwischen den Parteien ist einerseits strittig, welche Beweiskraft dem
Z._
-
Gut
achten vom 1
9.
Dezember 2014 (
Urk.
10/63) zukommt. Uneins sind sie sich andererseits darüber, in
welchem Ausmass
der Beschwerdeführer noch arbeitsfähig und
ob
der Einkommensvergleich korrekt
durchgeführt worden ist (vgl. E.
2.1 f.)
.
4.2
Das
Z._
-Gutachten vom 1
9.
Dezember 2014 (vgl. E. 3.5), auf welches die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) abgestellt hat,
und die ergänzenden gutachterli
chen Stellungnahmen (Urk. 10/80;
Urk. 10/84
)
basieren
auf
umfassenden psychiatrischen,
otorhinolaryngologischen
und
pn
eu
m
ologischen
Untersuchungen.
So wurde
der Versicherte
in psychiatri
scher Hinsicht eingehend zu diversen Themenbereichen
wie der familiären Situation sowie dem gewöhnlichen Tagesablauf
befragt (vgl. E.
3.5.2) und
konnte sich
ebenso
zu seinen aktuellen Beschwerden äussern (
Urk.
10/63/12).
Die
otorhinolarynologische
Exploration beinhaltete im Weiteren eine eigen
ständige audiologische Untersuchung (
Urk.
10/63/20 f.).
Anlässlich der
pneu
mologischen
Begutachtung
wurde der Versicherte
namentlich zum bis
herigen Verlauf der CPAP-Therapie befragt (
Urk.
10/63/25 f.).
Sämtliche
Teil
gut
achten
wu
rden sodann in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt (vgl.
Urk.
10/63/6-8;
Urk.
10/63/26 f.;
Urk.
10/63/56-66), wobei sich die Gutachter
auch mit den früheren ärztlichen Beurteilungen auseinandersetzten (
Urk.
10/63/18; Urk. 10/63/23 f.;
Urk. 10/63/26 f.
). Ausserdem wurden die gestellten Diagnosen so
wie deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
jeweils unter Berücksichti
gung der vom Versicherten geschilderten Leiden
nachvollziehbar aufgezeigt und erläu
tert (
Urk.
10/63/16 ff.;
Urk.
10/63/21 ff.;
Urk.
10/63/27 f.
).
Die Expertise der
Z._
erfüllt damit
sämtliche
praxis
gemässen
Kriterien an den Beweis
wert von me
dizinischen Gutachten
(
vgl.
E. 1.5).
4.3
4.3.1
Zu prüfen ist
, ob die vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte
seiner
behandelnden Ärzte die Beweiskraft des
Z._
-Gutacht
ens zu schmälern vermögen.
In diesem Zusammenhang ist vorab auf die Erfah
rungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E.
3b/cc).
4.3.2
Die Stellungnahme von med.
pract
.
E._
vom 2
5.
Februar 2015 (
E. 3.6) vermag entgegen der Ansicht des Versicherten nicht zu überzeugen.
Im
Z._
-Gutachten wurde
die Diagnose
einer Anpassungsstörung mit länge
rer depressiver Reaktion
(ICD-10 F43.21)
nachvollziehbar
erläutert
(
E. 3.5.2).
Zwar trifft es zu, dass
diese psychische Störung
als
Reaktion auf eine länger
anhaltende Belastungssituation, die nicht länger als zwei Jahre dauert,
um
schrieben
wird.
Diese Voraussetzung ist indes erfüllt, da sich der Beschwer
deführer erst im Oktober 2013
veranlasst sah, sich
aufgrund des Tinnitus in ärztliche Behandlung
zu begeben
(E.
3.2) und das Gutachten vom 1
9.
Dezem
ber 2014 datiert
(E. 3.5.1)
.
Im Weiteren ist die von med.
pract
.
E._
gestellte Diagnose einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode (ICD-10 F32.1) angesichts der vom Versicherten anlässlich der psy
chia
tri
schen Begutachtung gemachten A
ngab
en nicht schlüssig. So
ist
dessen All
tag
,
abgesehen von den unregelmässigen Schlafenszeiten
,
struktu
riert und das Akt
ivitätsniveau recht hoch
. Auch ein sozialer Rückzug ist nicht erkenn
bar; trifft der Beschwerdeführer doch regelmässig Freunde zum Kaffee, unter
nimmt Spaziergänge mit seiner Enkelin oder ist in Kontakt mit seiner Familie
. Seine Aussage, wonach die Medikation mit
Cipralex
sehr gut an
schlage, widerspricht zudem diametral den Bemerkungen des behan
delnden Psychiaters, welcher den Gesundheitszustand des Versicherten als stationär einordnet und keine Verbesserung erkennt
(vgl.
zum Ganzen
E. 3.5.2).
Selbst wenn von einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode ausge
gangen würde, bleibt anzumerken, dass sich eine solche
gemäss ständiger
bundesgerichtlicher Rechtsprechung
nur
dann in versicherungsrechtlicher Hi
n
sicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirk
t
,
falls sie
sich bei optimaler Aus
schöp
fung der Behandlungsmethoden
als the
rapieresistent erweis
t
(statt vieler BGE 140 V 193 E. 3.3 mit Hinweis).
Diese Voraussetzung
wäre
im konkreten Fall
offenkundig
nicht erfüllt, da die am
bulanten psychiatrischen Behandlungen einerseits in relativ niedriger Fre
quenz alle zwei bis
drei Wochen erfolgen
und
die
bestehende
niedrig
e
Medi
kation
sdosis
(vgl.
Urk.
10/63/34)
gemäss Be
schwerdeführe
r eine sehr gute Wirkung zeigt
(E. 3.5.2)
.
4.3.3
Dr.
F._
geht in ihrem Schreiben vom 1
1.
Juni 2015 von einer Arbeitsfähig
keit von zwei bis drei Halbtagen pro Woche aus. Dabei nimmt sie Bezug auf die Suva-Tabellen 12 und 13 betreffend Integritätsentschädigung
(vgl.
Urk.
1 S. 5). Infolge der Schwerhörigkeit sowie des Tinnitus würde sich der
Integri
tätsschaden
aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht auf insgesamt 50
%
der vollen Integritätsentschädigung belaufen (vgl. E. 3.7).
Die Integritätsentschädigung bezweckt den Ausgleich immaterieller Unbill, welche die versicherte Person
aufgrund eines Unfalls
über den Zeitraum der medizinischen
Behand
lung hinaus fortbestehend
und voraussichtlich das Leben lang erleidet (BGE 133 V 224 E. 5.1). Sie lässt indes keinen Schluss auf die
verbleibende Ar
beitsfähigkeit zu
, beziehungsweise steht damit
nicht in Zusammenhang
.
Ausserdem benennt
Dr.
F._
in ihrem Bericht keine vom Gutachten abwei
chenden Diagnosen und bei ihrer Einschätzung handelt es sich im Wesentli
chen um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts.
Ihre Ausführun
gen zur Depression sind überdies fachfremd und jene zur Schlaflosigkeit und
den
Konzentrationsschwierigkeiten
basieren
auf den sub
jek
tiven Angaben des Beschwerdeführers
(vgl. E. 3.7)
. Aus all diesen Gründen erweist sich der Bericht von
Dr.
F._
als
nicht
überzeugend
, weshalb nicht darauf
abzustellen ist
.
4.3.4
Die Berichte von med.
pract
.
E._
sowie
Dr.
F._
vermögen nach dem Ge
sag
ten
folglich
keine Zweifel am
psychiatrischen Teil des
Z._
-Gutach
ten
s
zu wecken.
Gegen die
otorhinolaryngologische
sowie die
pneumologi
sche
Begutachtung bringt der Beschwerdeführer soweit ersichtlich keine
substanti
ierten
Einwände
vor, weshalb dem
Z._
-Gutachten volle Beweis
kraft zu
kommt.
4.4
Angesichts dessen
ist
somit
von einer Arbeitsunfähigkeit von 20
%
für
behin
derungsangepasste
Tätigkeiten auszugehen (
Urk.
10/63/31), wobei
das Belastungsprofil im
otorhinolaryngologischen
Teilgutachten detailliert um
schrieben
wurde
(
Urk.
10/63/22 f
.+
31; vgl. E.
3.5.3)
.
Aus diesem Grund ist nicht ersichtlich
, inwiefern darüber hinaus noch Abklärungen zur noch rea
li
sierbaren Leistungsfähigkeit des Versicherten erforderlich sein so
llten (vgl.
Urk.
1 S. 2 Antrag 2 und S. 5
Ziff.
15
).
Zu klären bleibt ind
es, ob der
Ein
kommensvergleich
-
unter Einbezug eines allfälligen behinderungs
-
bedingten Abzuges vom Invalide
neinkommen
-
zutreffend
durchgeführt und
basierend darauf
der Invaliditätsgrad
korrekt
ermittelt wurde.
Beide Parteien gehen offenbar von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit aus (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
15;
Urk.
2 S. 4), was angesichts des vorliegenden Belastungsprofils (E. 3.5.3) schlüssig ist.
Falls der Stellenverlust
bei der
Z._
aus rein wirtschaftlichen Gründen erfolgt sein
sollte, erklärt sich der Beschwerdeführer sodann damit einverstanden, dass er bei einem neuen Arbeitgeber vermutlich keine gleich hohen Einkom
men mehr hätte erzielen können (
Urk.
1 S.
5
Ziff.
16).
Für
eine Kündigung aus gesundheitlichen Gründen lassen sich keine Hinweise fin
den;
die Aussa
gen des
Versicherte
n
legen vielmehr eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus wirtschaftlichen Gründen - Schliessung der Werkstatt respektive Ein
stellung der Produktion -
nahe
(vgl.
Urk.
10/13/2
;
Urk.
10/63/13+37).
Die Parteien sind sich ausserdem dahingehend einig, dass für den Beschwerde
führer nur noch Hilfsarbeiten im Rahmen des individuellen Belastungsprofils in Frage kommen (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
16;
Urk.
2 S. 4).
Der Versicherte
rügt denn auch
im Grundsatz
den durch die IV-Stelle getäti
gten Einkommensvergleich nicht, sondern macht geltend, dass die im ursprünglichen Vorbescheid vom 2
5.
Febru
ar 2014
(
Urk.
10/37)
erwähnten Gründe für einen leidensbedingten Abzug immer noch Gültigkeit hätten und nicht
in Form der erhöhten Pausenbedürftigkeit
von der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
ge
mäss
Z._
-Gutachten umfasst seien (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
16).
Gemäss bundesgerichtlicher Praxis wirkt sich eine Hörbehinderung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Bezug auf einfache und repetitive Tätigkei
ten nicht lohnmindernd aus, weshalb sich hierfür kein Abzug vom
Tabellen
lohn
rechtfertigt (Urteil des Bundesgerichts 9C_61/2011 vom
4.
Mai 2011 E.
3.2).
Zusätzlich nimmt im privaten Sektor die Bedeutung der Anzahl
Dienst
jahre ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist (AHI 1999
S. 177 E. 3b
), weshalb mit Blick auf das Anforderungsniveau 4 die lange Betriebszugehö
rigkeit
keinen Abzug zu rechtfertigen vermag
(Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
Analog verhält es sich vorliegend mit dem fortgeschrittenen Alter. I
m
unteren
Anforde
rungs
niveau
wirkt sich dieser Umstand
eher lohnerhöhend aus
.
Zudem hat der Beschwerdeführer während Jahrzehnten als Mechaniker und Werkstattleiter gearbeitet. Diese grosse Berufserfahrung zeichnen ihn als Facharbeiter aus, der über ein solides berufliches Rüstzeug verfügt (vgl.
Urteil des Bundes
ge
richts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2)
.
Dass das Alter die
Stellen
suche
faktisch negativ beeinflussen kann, muss als invaliditätsfremder Faktor unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_808/2013 vom 14.
Februar 2014 E.
7.3).
Der erhöhten Pausenbedürftigkeit wurde sodann bereits bei der Bemessung des Arbeitspensums Rechnung getragen.
4.5
Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass die IV-Stelle zu Recht ge
stützt auf das
Z._
-Gutachten auf eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit in an
gepasster Tätigkeit geschlossen und den Einkommensvergleich korrekt durch
geführt hat. Mangels eines Invaliditätsgrades von mindestens 40
%
sind die Voraussetzungen für die
Zusprache
einer Rente der Invalidenversicherung nicht erfüllt. Demzufolge erweist sich die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
Ergänzend
ist
anzufügen, dass es dem Beschwerdeführer selbstverständlich frei steht, bei der IV-Stelle um Eingliederungsmassnahmen zu ersuchen.
5.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prü
fen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem
Verfahrens
ausgang
und unter Berücksichtigung des abgewiesenen Gesuchs um unent
geltliche Prozessführung
und Rechtsvertretung
(vgl.
Urk.
16) sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.