# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cf388b65-8ee0-4220-844d-ee40ed188c87
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y., geboren am 00. Januar 1967, serbischer Staatsangehöriger, reiste am 6. März
1994 als Saisonnier in die Schweiz ein und verfügt seit dem 16. Mai 2000 über die
Niederlassungsbewilligung. Er ist mit S.Y., geboren am 00. August 1968, verheiratet.
Das Ehepaar hat zwei Kinder: F.Y., geboren am 00. Mai 1992, und V.Y., geboren am
00. September 1993. Auch S.Y., F.Y. und V.Y. verfügen über die
Niederlassungsbewilligung.
B./ X.Y. wurde wie folgt verurteilt:
1) Urteil des Kreisgerichtes Rheintal vom 8. April 2008:
Verurteilung wegen Gehilfenschaft zur versuchten und vollendeten Brandstiftung, zu
mehrfachem Hausfriedensbruch und zur Sachbeschädigung zu einer unter Ansetzung
einer Probezeit von zwei Jahren bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 12
Monaten;
2) Strafbefehl des Untersuchungsamtes Altstätten vom 13. Mai 2011:
Verurteilung wegen mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz (SR 514.54;
abgekürzt WG) durch unrechtmässigen Besitz von Waffen, Übertretung des WG durch
unsorgfältiges Aufbewahren einer Waffe und Nichtanzeigen eines Fundes zu einer unter
Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 90
Tagessätzen à je Fr. 90.-- und zu einer Busse von Fr. 500.--;
3) Strafbefehl des Untersuchungsamtes Altstätten vom 15. Juni 2011:
Verurteilung wegen mehrfacher Übertretung gegen das Gastwirtschaftsgesetz (sGS
553.1; abgekürzt GWG) durch Missachtung der Pflichten als Patentinhaber zu einer
Busse von Fr. 500.--.
Nach der ersten Verurteilung drohte das Ausländeramt (heute: Migrationsamt) X.Y. mit
Verfügung vom 29. Oktober 2008 den Widerruf der Niederlassungsbewilligung an
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(act. 113-117 des Migrationsamtes). Zur Begründung wurde im Wesentlichen
ausgeführt, er habe den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes
über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20, abgekürzt AuG) gesetzt.
C./ Am 17. Oktober 2011 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung
von X.Y., nachdem ihm das rechtliche Gehör gewährt worden war. Es wurde
angeordnet, X.Y. habe die Schweiz bis spätestens 5. Januar 2012 zu verlassen. Aus
Sicht des Migrationsamtes stand fest, dass der Ausländer durch sein Verhalten das
Gastrecht in der Schweiz in schwerwiegender Weise missbraucht und die
Widerrufsgründe nach Art. 63 Abs. 1 lit. a und lit. b AuG gesetzt hatte.
D./ Am 2. November 2011 erhob X.Y., vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bruno
Bauer, St. Gallen, gegen die Verfügung des Migrationsamtes vom 17. Oktober 2011
Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement. Er beantragte, die angefochtene
Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen
(Ziff. 1), und er sei zu verwarnen (Ziff. 2), unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Am
8. März 2012 stellte das Migrationsamt dem Sicherheits- und Justizdepartement einen
Auszug aus dem Amtsblatt vom 5. März 2012 betreffend die Eröffnung und die
Einstellung des Konkursverfahrens der I. GmbH, R., zu, deren einziger Gesellschafter
und Geschäftsführer X.Y. war, ebenso wie den entsprechenden Internet-Auszug aus
dem Handelsregister (act. 7 der Vorinstanz). In der Folge ersuchte dieses das
Untersuchungsamt Altstätten und das Betreibungsamt R. um Auskunft im
Zusammenhang mit X.Y. Am 24. August 2012 wurde der Rekurs abgewiesen und das
Migrationsamt wurde eingeladen, X.Y. eine neue Frist zur Ausreise zu setzen.
E./ Am 11. September 2012 erhob X.Y. durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim
Verwaltungsgericht und beantragte, die Entscheide der Vorinstanzen seien aufzuheben
(Ziff. 1), und die Niederlassungsbewilligung sei ihm zu belassen (Ziff. 2). Am 8. Oktober
2012 verzichtete das Sicherheits- und Justizdepartement auf eine Stellungnahme und
beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen. Am 13. Dezember 2012 teilte das
Migrationsamt mit, gegen X.Y. sei ein polizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet
worden, und am 23. Januar 2013 wurde ein Strafbefehl des Untersuchungsamtes
Altstätten vom 11. Dezember 2012 eingereicht. Darin wird X.Y. der mehrfachen
Übertretung des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR
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831.10, abgekürzt AHVG) durch Verletzung der Auskunftspflicht gemäss Art. 88 AHVG
schuldig erklärt und mit einer Busse von Fr. 500.-- bestraft. Diese Unterlagen wurden
dem Rechtsvertreter von X.Y. zur Kenntnisnahme zugestellt. Am 29. April 2013 teilte
das Migrationsamt mit, X.Y. sei für die Zeit vom 1. bis 31. Mai 2013 ein Rückreisevisum
ausgestellt worden.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Der Beschwerdeführer macht geltend, im Gegensatz zur Annahme der Vorinstanz
habe er den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG nicht gesetzt.
2.1. Nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen
werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer in schwerwiegender Weise gegen
die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat
oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet. Nach Art.
80 Abs. 1 lit. a der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR
142.201, abgekürzt VZAE) liegt ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und
Ordnung unter anderem bei der Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und
behördlichen Verfügungen vor. Von einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und
Ordnung im Sinn von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG ist auszugehen, wenn konkrete
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Aufenthalt des Ausländers in der Schweiz mit
erheblicher Wahrscheinlichkeit zu einem Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und
Ordnung führt (Art. 80 Abs. 2 VZAE).
Eine Person verstösst in der Regel dann in schwerwiegender Weise gegen die
öffentliche Sicherheit und Ordnung, wenn durch ihre Handlungen besonders
hochwertige Rechtsgüter wie namentlich die körperliche, psychische und sexuelle
Integrität eines Menschen verletzt oder gefährdet werden. Vergleichsweise weniger
gravierende Pflichtverletzungen können beispielsweise dann als schwerwiegend
bezeichnet werden, wenn sich eine ausländische Person von strafrechtlichen
Massnahmen nicht beeindrucken lässt und damit zeigt, dass sie auch künftig weder
gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten (BGE 137 II 304 E. 3.3 mit
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Hinweis auf BBl 2002 3709 zu Art. 62 AuG). Ob der Ausländer willens und in der Lage
ist, sich in die hier geltende Ordnung einzufügen, kann nur anhand einer
Gesamtbetrachtung seines Verhaltens beurteilt werden. Hieraus folgert das
Bundesgericht, dass auch eine Summierung von Verstössen, die für sich allein
genommen für einen Widerruf nicht ausreichen würden, einen Bewilligungsentzug
rechtfertigen könne; sogar das Bestehen privatrechtlicher Schulden könne
gegebenenfalls einen schwerwiegenden Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und
Ordnung darstellen, wenn die Verschuldung mutwillig erfolgt sei (BGE 137 II 304 E.
3.3).
2.2. Die Vorinstanz gelangte zum Ergebnis, der Beschwerdeführer habe im Sinn von
Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit
und Ordnung in der Schweiz verstossen, weil er innerhalb von vier Jahren wiederholt
straffällig geworden sei und weil er seinen finanziellen Verpflichtungen nicht
nachkomme. Auch hätten ihn verwaltungs- und strafrechtliche Massnahmen
unbeeindruckt gelassen.
2.2.1. Der angefochtene Entscheid wird vorab damit begründet, als Inhaber des
Restaurants "P." in R. habe der Beschwerdeführer im Jahr 2006 Kundschaft und
Umsatz an das in der Nähe gelegene Restaurant "A." verloren, worauf er sich darüber
bei seinem Neffen M.Y. beklagt habe. Zu Beginn des Jahres 2007 habe letzterer
vorgeschlagen, das "A." durch Brandstiftung auszuschalten. In der Folge habe sich der
Beschwerdeführer insofern an einem Brandstiftungsversuch vom 29. März 2007 und
einer vollendeten Brandstiftung vom 1. April 2007 beteiligt, als er sowohl die
Brandstiftungen als auch den damit zusammenhängenden mehrfachen
Hausfriedensbruch und die Sachbeschädigung in Gehilfenschaft geduldet habe. Aus
diesem Grund sei er vom Kreisgericht Rheintal am 8. April 2008 zu einer unter
Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren bedingt aufgeschobenen Freiheitsstrafe
von 12 Monaten verurteilt worden (act. 75-99 des Migrationsamtes).
Der Beschwerdeführer wendet in diesem Zusammenhang ein, die Vorinstanz habe dem
Umstand zu wenig Rechnung getragen, dass er es lediglich unterlassen habe, seinen
Neffen von diesen Taten abzuhalten, weshalb er nur wegen Gehilfenschaft verurteilt
worden sei. Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG verlange aber ein "aktives Tun", weshalb ihm nicht
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vorgeworfen werden könne, er habe gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
verstossen. Unter den gegebenen Umständen sei es daher gerechtfertigt, lediglich auf
das Urteilsdispositiv vom 8. April 2008 abzustellen und nicht auch auf die Begründung.
Abgesehen davon, dass ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
nicht voraussetzt, dass der Ausländer wegen Täterschaft oder Mittäterschaft verurteilt
worden ist, hat sich die Behörde mit den Erwägungen des Strafrichters und dessen
Würdigung des Verschuldens auseinanderzusetzen, um zu einer eigenen
Gefahrenprognose gelangen zu können (Nägeli/Schoch, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/
Geiser, Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 22.188). Das Kreisgericht Rheintal hat
erwogen, es gebe durchaus Indizien, die für eine weitergehende Tatbeteiligung des
Beschwerdeführers sprechen würden als blosses Dulden, zumal er, soweit ersichtlich,
der einzige Profiteur der Aktion gewesen sei. Dazu würden die intensiven Kontakte
zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Neffen in der Phase vor, während und
nach der versuchten bzw. vollendeten Brandstiftung gehören, ebenso wie sein
(anfängliches) Aussageverhalten und der offensichtliche Versuch des Neffen, den
Beschwerdeführer nicht allzusehr zu belasten. Schliesslich müsse sich der
Beschwerdeführer auch entgegenhalten lassen, dass er, obschon er hätte erkennen
können, dass sein Neffe das Vorhaben aufgegeben hätte, wenn von ihm, seinem Onkel
ein "Nein" gekommen wäre, keine Einwendungen erhoben habe (act. 83 des
Migrationsamtes). Im Zusammenhang mit der Strafzumessung hat das Gericht
wiederum ausgeführt, soweit ersichtlich sei der Beschwerdeführer der einzige Profiteur
einer Aktion gewesen, die das Vermögen Mehrerer erheblich geschädigt habe. Es
möge zwar zutreffen, dass ihn der stetig sinkende Umsatz des "P." beunruhigt und ihm
das Gefühl gegeben habe, gegen den schlechten Geschäftsgang etwas unternehmen
zu müssen. Das Verschulden könne aber nicht mehr als leicht angesehen werden,
wenn das Konkurrenzunternehmen mittels Brandstiftung ausgeschaltet werden solle
(act. 82 des Migrationsamtes). Das strafrechtlich relevante Verhalten des
Beschwerdeführers mit dem Zweck, den Betrieb eines unliebsamen geschäftlichen
Gegenspielers aus dem Weg zu räumen, stellt somit zweifellos einen Verstoss gegen
die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar.
2.2.2. In Betracht fällt weiter, dass sowohl die Untersuchungshaft im September 2007
als auch die Androhung des Migrationsamtes vom 29. Oktober 2008, bei erneutem
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Fehlverhalten werde ihm die Niederlassungsbewilligung entzogen, den
Beschwerdeführer offensichtlich unbeeindruckt liessen. In der Folge ist er erneut
straffällig geworden. Anlässlich einer Hausdurchsuchung, die am 29. März 2011 im
Restaurant "M." in S., das der Beschwerdeführer damals als Patentinhaber führte, im
Zusammenhang mit dem Verdacht auf Förderung der Prostitution durchgeführt wurde,
wurden im Servicebuffet zwei Teleskopschlagstöcke, ein verbotenes Messer mit einer
einhändig mechanisch auslösbaren Klinge und ein (nicht illegaler) Pfefferspray
sichergestellt. In zum Restaurant gehörenden Räumlichkeiten - im Schlafzimmer unter
dem Bett - fanden die Polizeibeamten sodann einen Revolver der Marke Rossi vor, der
mit sechs Patronen geladen war. Beim Revolver lag zudem eine Munitionsschachtel mit
44 Patronen (act. 171 des Migrationsamtes). Dies alles hatte eine Verurteilung des
Beschwerdeführers wegen mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz (SR
514.54) zur Folge. Er wurde mit einer unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren
bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 90 Tagesansätzen à je Fr. 90.-- und mit einer
Busse von Fr. 500.-- bestraft. Die Pistole, das Messer und die Schlagstöcke wurden
vernichtet (act. 166-171 des Migrationsamtes). Sodann führte das Verhalten des
Beschwerdeführers am 15. Juni 2011 zu einer Verurteilung wegen mehrfacher
Übertretung von Vorschriften des Gastwirtschaftsgesetzes (sGS 553.1) zufolge
Missachtung von Pflichten als Patentinhaber. Er wurde deswegen mit einer Busse von
Fr. 500.-- bestraft (act.172-174 des Migrationsamtes).
Aus Sicht des Beschwerdeführers sind die Vorkommnisse, die diesen Urteilen
zugrunde liegen, zwar nicht zu beschönigen, stellen aber für sich allein keinen
schwerwiegenden Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar.
Die Frage, ob dies zutrifft, kann offen bleiben, zumal die gesamten Umstände darauf
schliessen lassen, der Beschwerdeführer sei weder willens noch in der Lage, sich in die
hier geltende Ordnung einzufügen und ein Leben zu führen, das zu keinen Klagen
Anlass gibt. Dafür spricht auch, dass der Beschwerdeführer während der Dauer des
Beschwerdeverfahrens mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes Altstätten vom 11.
Dezember 2012 wegen Verletzung der Auskunftspflicht der mehrfachen Übertretung
gegen das AHVG schuldig erklärt und zu einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt worden
ist. Dem Beschwerdeführer wird zur Last gelegt, er habe Lohnunterlagen für das Jahr
2011 für das Restaurant "M." und Lohnunterlagen für die Jahre 2011 und 2012 für die
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I. GmbH nicht fristgerecht eingereicht. Nach den unbestritten gebliebenen
Feststellungen der Vorinstanz bestehen gegen den Beschwerdeführer zudem offene
Betreibungen im Betrag von Fr. 142'011.--. Diese haben sich innerhalb eines knappen
Jahres fast verdoppelt (act. 11 der Vorinstanz, act. 176 des Migrationsamtes). Der
Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang zwar geltend, wenn er die
Schweiz verlassen müsse, sei es ihm nicht mehr möglich, Schulden abzutragen.
Abgesehen davon, dass dieser Umstand nicht geeignet ist, den Widerruf der
Niederlassungsbewilligung als unverhältnismässig erscheinen zu lassen, bezahlte er
gemäss Schreiben des Betreibungsamtes R. vom 2. Juli 2012 bis zu diesem Zeitpunkt
monatlich jeweils lediglich Fr. 600.-- bis Fr. 1'000.-- ab (act. 11 der Vorinstanz). Hinzu
kommt, dass über die I. GmbH, deren einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der
Beschwerdeführer war, der Konkurs eröffnet und dieser mangels Aktiven am
23. Februar 2012 eingestellt worden ist (act. 7 der Vorinstanz). Offen ist zudem, ob der
Beschwerdeführer zur Zeit einer Erwerbstätigkeit nachgeht bzw. wie er seinen
Lebensunterhalt bestreitet.
2.3. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Rüge, die Vorinstanz habe zu
Unrecht angenommen, der Beschwerdeführer habe den Widerrufsgrund nach Art. 63
Abs. 1 lit. b AuG gesetzt, unbegründet ist.
3. Der Beschwerdeführer begründet seinen Standpunkt weiter damit, der angefochtene
Entscheid sei unverhältnismässig, weil er seit 18 Jahren in der Schweiz lebe und
während langer Zeit ein unbescholtenes Leben geführt habe. Sodann erweise sich die
Ausweisung aus der Schweiz aufgrund der Familienstruktur als unzumutbar. Auch
wenn die beiden Kinder volljährig seien, würden sie der Betreuung durch den Vater
bedürfen. Die Ehefrau und Mutter sei nicht in der Lage, ihn diesbezüglich zu ersetzen.
3.1. Art. 63 AuG gewährt der zuständigen Behörde einen gewissen
Ermessenspielraum. Der Widerrruf der Niederlassungsbewilligung ist anzuordnen,
wenn er bei sorgfältiger Abwägung der sich widersprechenden Interessen
verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101). Dabei
berücksichtigen die Behörden nach Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen Interessen und
die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration, wobei namentlich die
Schwere des Verschuldens, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem
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Ausländer und seiner Familie drohenden Nachteile ins Gewicht fallen (BGer
2C_295/2009 vom 25. September 2009 E. 4.3). Ausschlaggebend ist die
Verhältnismässigkeit der Massnahme im Einzelfall, die praxisgemäss gestützt auf die
gesamten wesentlichen Umstände geprüft werden muss (BGer 2C_733/2012 vom 24.
Januar 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 135 II 112 E. 2.1; BGer 160/2009 vom 1. Juli
2009 E. 3.1, BGer 2A.71/2007 vom 7. Mai 2007 E. 3.2).
3.2. Das durch Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101,
abgekürzt EMRK) geschützte Familienleben beschränkt sich in erster Linie auf die
Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern
(BGE 135 I 146 E. 1.3.2, 129 II 11 E. 2). Neben der eigentlichen Kernfamilie werden
auch weitere familiäre Verhältnisse erfasst, sofern eine genügend nahe, echte und
tatsächlich gelebte Beziehung besteht (BGE 135 I 148 E. 3.1).
Der Anspruch auf Achtung des Familienlebens im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gilt nicht
absolut. Gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das durch Ziff. 1 geschützte
Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen
Gesellschaft für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl
des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum
Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten
anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt eine Abwägung der sich
gegenüberstehenden Interessen an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen
Interessen an deren Verweigerung, wobei letztere in dem Sinn überwiegen müssen,
dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 135 I 147 E. 2.1 mit Hinweisen). Bei
der Interessenabwägung sind insbesondere die Schwere des begangenen Delikts, der
seit der Tat vergangene Zeitraum und das Verhalten der ausländischen Person
während dieser Periode zu berücksichtigen. Zu beachten ist auch die Qualität der
sozialen, kulturellen und familiären Beziehungen zum Gast- bzw. zum Heimatland
(BGer 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 8.4 mit Hinweis auf BGE 2C_711/2011
vom 27. März 2012 E. 4.2). Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des
Verschuldens ist die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe (BGE 129 II 216 E. 3.1).
3.3. Was das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers aus der
Schweiz anbetrifft, fällt in Betracht, dass sein strafrechtliches Verhalten in
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ausländerrechtlicher Hinsicht schwer wiegt, auch wenn er während langer Zeit in der
Schweiz strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten ist. In den letzten Jahren ist der
Beschwerdeführer dann aber mehrmals straffällig geworden, wobei seine Absicht,
einen unliebsamen Konkurrenten durch Brandstiftung ausschalten zu lassen, in
höchstem Mass verwerflich erscheint. In Betracht fällt weiter, dass der
Beschwerdeführer in hohem Mass verschuldet ist. Aufgrund der gesamten Umstände
kann ihm bezüglich seines Verhaltens im Hinblick auf Verletzungen der öffentlichen
Sicherheit und Ordnung keine gute Prognose gestellt werden.
Bei der Würdigung der privaten Interessen des Beschwerdeführers fällt zu seinen
Gunsten in Betracht, dass er sich seit rund 18 Jahren in der Schweiz aufhält, wenn
auch vorerst als Saisonnier. Der Beschwerdeführer macht aber nicht geltend, und es
bestehen auch keine Anhaltspunkte, dass er sich hier in sozialer und beruflicher
Hinsicht besonders gut integriert haben könnte. Aus den Akten geht hervor, dass sich
der Beschwerdeführer im Kreis von Landsleuten bewegt. Wie ausgeführt (vgl. Ziff.
2.2.2), ist zudem offen, wie er seinen Lebensunterhalt zur Zeit bestreitet. In Betracht
fällt weiter, dass die Kinder des Beschwerdeführers volljährig sind. F.Y. ist rund 21,
V.Y. rund 20 Jahre alt. Als junge Erwachsene sind sie auf eine enge persönliche
Betreuung durch den Beschwerdeführer nicht mehr angewiesen. Zu berücksichtigen ist
auch, dass der Beschwerdeführer mit S.Y., die ebenfalls aus Serbien stammt und die er
in die Schweiz nachgezogen hat, verheiratet ist. Allerdings hat er eine Freundin, die
nicht in der Schweiz wohnhaft ist (act. 128-132 und act. 144 des Migrationsamtes).
Fraglich ist deshalb, inwieweit die eheliche Gemeinschaft noch gelebt wird. Hinzu
kommt, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers wie die Kinder über eine
Niederlassungsbewilligung verfügt, weshalb sie die Schweiz nicht verlassen muss. Es
ist dem Beschwerdeführer und seinen Familienangehörigen deshalb zumutbar, den
Kontakt mittels Besuchen, Briefen oder via Internet und Telefongespräche zu pflegen.
Unbestritten geblieben ist sodann, dass der Beschwerdeführer über enge Beziehungen
zu seinem Herkunftsland verfügt, wo Verwandte leben. Es kann davon ausgegangen
werden, dass er mit den dort herrschenden Verhältnissen nach wie vor vertraut ist und
die Sprache des Herkunftslandes spricht. Somit ist es ihm in Anbetracht aller
Umstände zumutbar, in sein Herkunftsland zurückzukehren. Die damit verbundenen
Nachteile, insbesondere die allfällige Trennung von in der Schweiz zurückbleibenden
Familienangehörigen, hat er sich durch sein Verhalten selbst zuzuschreiben.
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4. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht