# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** db1b4310-5014-405c-bb4f-d444e23c1af8
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A.B., geboren am 29. Juni 1999, wohnhaft in Q., ist der Sohn von X.Y., Q., und T.B.,
St. Gallen. Im Schuljahr 2011/12 absolvierte er das Sekundarschul-Vorbereitungsjahr
an der Z. Schule in St. Gallen. Seit dem Schuljahr 2012/13 besucht A.B. die
Sekundarschulstufe I in K. (Rz. 27 der Beschwerdeergänzung vom 27. Juni 2013).
B./ Am 23. März 2012 stellten X.Y. und T.B. dem Schulrat der Schulgemeinde Q.
bezüglich der Beschulung von A.B. im Schuljahr 2012/13 den Antrag, es sei der
Besuch der Oberstufe in K. anzuordnen und die Schulgemeinde Q. habe die Kosten für
den auswärtigen Schulbesuch zu tragen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen
geltend gemacht, für A.B. sei eine Oberstufe, welche die fächerspezifische
Durchlässigkeit zwischen Sekundar- und Realschulniveau gewährleiste, die einzige
geeignete Beschulungsform (act. 3a/1 der Vorinstanz). In der Folge, am 3. April 2012,
wurde A.B. beim Schulpsychologischen Dienst (SPD) für eine schulpsychologische
Abklärung angemeldet. Dem Bericht des SPD vom 19. September 2012 (in der Folge:
Bericht SPD) kann entnommen werden, dass die Kriterien, welche den Besuch einer
Kleinklasse oder Sonderschule notwendig machen würden, aktuell nicht erfüllt seien
(act. 3a/2 der Vorinstanz). Gestützt auf den Bericht und im Sinn der Gleichbehandlung
aller Schülerinnen und Schüler wies der Schulrat Q. die Anträge von X.Y. und T.B. am
27. September 2012 ab. Er hielt fest, es stehe ihnen selbstverständlich frei, A.B. auf
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privater Basis in der kooperativen Oberstufenschule in K. zu beschulen. In diesem Fall
beteilige sich die Schulgemeinde mit dem Beitrag für Privatschulen, zur Zeit
Fr. 9'675.--, am Schulgeld (act. 1a/1 bzw. 3a/3 der Vorinstanz).
C./ Gegen diesen Entscheid erhoben X.Y. und T.B. am 29. September 2012 Rekurs
beim Erziehungsrat. Sie stellten folgende Anträge: Der angefochtene Entscheid vom
27. September 2012 sei aufzuheben (Ziff. 1), der Schulrat Q. sei anzuweisen, für A.B.
den Besuch der Oberstufe in der Gemeinde K. anzuordnen und die Kosten dafür zu
tragen (Ziff. 2 und 3), unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziff. 4). Am 24. April
2013 wies der Erziehungsrat den Rekurs ab und auferlegte X.Y. und T.B. eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'000.--.
D./ Am 9. Mai 2013 erhob X.Y. gegen den Entscheid des Erziehungsrates vom 24. April
2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie stellte die Anträge, der angefochtene
Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1), der Schulrat Q. sei anzuweisen, für A.B. den Besuch
der Oberstufe in der Gemeinde K. anzuordnen und die Kosten dafür zu tragen (Ziff. 2
und 3) unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziff. 4). Innert erstreckter Frist liess X.Y.
die Beschwerde durch Rechtsanwalt MLaw Dominik Sennhauser, Herisau, ergänzen.
Dieser stellte das zusätzliche Begehren, eventuell sei die Angelegenheit zur neuen
Beurteilung an den Schulrat Q. zurückzuweisen. Am 22. Juli 2013 liess sich der
Erziehungsrat, vertreten durch den Dienst für Recht und Personal des
Bildungsdepartements, vernehmen und beantragte, die Beschwerde sei unter
Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. Am 7. August 2013 nahm
der Schulrat Q. Stellung und hielt fest, A.B. sei zum jetzigen Zeitpunkt in der Lage, die
Anforderungen einer Regelklasse zu bewältigen, und es sei möglich, für ihn eine
geeignete Beschulung zu finden. Deshalb bestehe kein Grund, das Schulgeld für den
Besuch der Oberstufe in K. zu tragen. Am 16. August 2013 machte der Rechtsvertreter
von X.Y. von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu den Vernehmlassungen zu äussern.
Diese Eingabe wurde dem Erziehungsrat und der Schulgemeinde Q. zur
Kenntnisnahme zugestellt.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
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2. Für das Schulwesen sind die Kantone zuständig (Art. 62 Abs. 1 der Schweizerischen
Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV). Sie müssen einen ausreichenden und
unentgeltlichen Grundschulunterricht gewährleisten (Art. 19 BV). Die Anforderungen,
die Art. 19 BV in Berücksichtigung des weiteren verfassungsrechtlichen Kontextes (Art.
62 Abs. 2, Art. 41 Abs. 1 lit. f und g sowie Art. 67 Abs. 1 BV) an den obligatorischen
Grundschulunterricht stellt, belassen den Kantonen einen erheblichen
Gestaltungsspielraum. Die Grundschulung hat aber für den Einzelnen angemessen und
geeignet zu sein bzw. zu genügen, um ihn angemessen auf ein selbstverantwortliches
Leben vorzubereiten (BGer 2P.150/2003 vom 16. September 2003 E. 4.2). Ein darüber
hinausgehendes Mass an individueller Betreuung, das theoretisch immer möglich wäre,
kann mit Rücksicht auf das staatliche Leistungsvermögen nicht gefordert werden. Der
Anspruch auf Grundschulunterricht ist nicht gleichbedeutend mit dem Anspruch auf die
optimale bzw. geeignetste Schulung des Kindes (BGE 138 I 162 E. 3.2 und E. 3.3 mit
zahlreichen Hinweisen; vgl. auch VerwGE B 2013/53 vom 12. Juni 2013 E. 3.1, abrufbar
unter www.gerichte.sg.ch). Er wird nur verletzt, wenn die Ausbildung des Kindes in
einem Masse eingeschränkt wird, dass die Chancengleichheit nicht mehr gewahrt ist
bzw. wenn das Kind Lehrinhalte nicht vermittelt erhält, die in der hiesigen Wertordnung
als unverzichtbar gelten (BGer 2P.150/2003 vom 16. September 2003 E. 4.2 mit
Hinweis).
Nach Art. 51 des Volksschulgesetzes (sGS 213.1, abgekürzt VSG) hat das im Kanton
wohnhafte Kind das Recht, jene öffentliche Schule oder anerkannte private
Sonderschule zu besuchen, die seinen Fähigkeiten entspricht und deren
Anforderungen es erfüllt. Die Schülerinnen und Schüler haben grundsätzlich die
öffentliche Schule am Ort zu besuchen, wo sie sich aufhalten (Art. 52 VSG). Wenn an
einem Ort keine Oberstufe besteht, muss die Primarschulgemeinde ihren Schülerinnen
und Schülern durch Vertrag mit benachbarten Oberstufenträgern den unentgeltlichen
Besuch der öffentlichen Oberstufe ermöglichen (Art. 8 Abs. 3 VSG). Die
Beschwerdegegnerin verfügt über keine eigene Oberstufe. Der unentgeltliche
Grundschulunterricht wird durch Verträge gewährleistet, die sie mit der Politischen
Gemeinde St. Gallen (öffentliche Oberstufenschulen einschliesslich Kleinklassen) und
dem Katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen (Katholische
Kantonssekundarschule KKSS) abgeschlossen hat (vgl. act. 5a/1 und 5a/2 der
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Vorinstanz). Unbestritten ist denn auch, dass A.B. die Oberstufe grundsätzlich in der
Stadt St. Gallen besuchen muss.
Nach Art. 53 Abs. 1 VSG kann der Schulrat den auswärtigen Schulbesuch gestatten
oder anordnen, wenn besondere Gründe, wie unzumutbare Schulwege oder eine
sinnvolle Klassenbildung, es rechtfertigen. In diesem Fall trägt die Schulgemeinde am
Ort, wo sich die Schülerin oder der Schüler aufhält, das Schulgeld für den auswärtigen
Schulbesuch (Art. 53 Abs. 3 VSG). Art. 53 Abs. 1 VSG begründet keinen Anspruch auf
freie Schulwahl. Es handelt sich um eine "Kann-Bestimmung", die dem Schulrat einen
erheblichen Ermessenspielraum einräumt und es ihm ermöglicht, ausnahmsweise vom
Territorialprinzip abzuweichen und den auswärtigen Schulbesuch zu gestatten, wenn
besondere Gründe vorliegen. Besondere Gründe für einen auswärtigen Schulbesuch
sind nach der Praxis der Vorinstanz aber nicht leichthin anzunehmen (GVP 2009 Nr. 93,
2006 Nr. 119, 1999 Nr. 83).
3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sowohl die Vorinstanz als auch die
Beschwerdegegnerin hätten ihr rechtliches Gehör verletzt, weil sie auf ihr Gesuch um
auswärtige Regelbeschulung von A.B. nicht eingegangen seien und sich blindlings auf
das Ergebnis des Berichts SPD abgestützt hätten, dem überdies die falsche
Fragestellung zugrunde liege, ob A.B. die Kriterien für eine Sonder- oder
Kleinklassenbeschulung erfülle.
3.1. Zutreffend ist, dass die Eltern von A.B. dem Schulrat nicht beantragt haben, es sei
zu prüfen, ob bei A.B. die Voraussetzungen für eine Kleinklassen- oder
Sonderbeschulung erfüllt seien. Vielmehr vertraten sie bereits damals den Standpunkt,
eine Oberstufe mit fächerspezifischer Durchlässigkeit zwischen Sekundar- und
Realschulniveau, wie sie in K. geführt werde, sei die einzige für A.B. geeignete
Beschulungsform, weshalb der auswärtige Schulbesuch von A.B. an dieser Schule
anzuordnen und die Kosten dafür durch die Beschwerdegegnerin zu übernehmen
seien. Sie begründeten ihr Gesuch damit, A.B. sei ein hypersensibles, hypersensitives
Kind, das die Möglichkeit erhalten müsse, selbständig Filter zu entwickeln, um zu
verhindern, dass es von äusseren Eindrücken regelrecht erdrückt werde. Sodann
ersuchten sie um erneute schulpsychologische Abklärung für den Fall, dass dies als
Entscheidgrundlage erforderlich sei (act. 3a/1 der Vorinstanz). Dem Bericht SPD, der in
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der Folge erstellt wurde, kann entnommen werden, dass die Schulpsychologin im
Einverständnis mit den Eltern von A.B. vom Schulrat der Beschwerdegegnerin den
Auftrag erhalten hat, abzuklären, ob beim Jugendlichen die Kriterien für eine Sonder-
oder Kleinklassenbeschulung erfüllt seien, weil der Schulrat nur unter dieser
Voraussetzung bereit sei, das volle Schulgeld für eine Beschulung an der kooperativen
Oberstufe in K. zu übernehmen. Auch kann dem Bericht SPD entnommen werden,
dass die Schulpsychologin den Sachverhalt anlässlich eines Gesprächs vom
6. September 2012 mit der Beschwerdeführerin, ihrem Ehemann, dem Vater von A.B.
und dem Schulleiter dargelegt hat (act. 3a/2 der Vorinstanz). Anschliessend wurde der
Bericht SPD den Eltern von A.B. zugestellt und am 27. September 2012 wies der
Schulrat der Beschwerdegegnerin das Gesuch mit der Begründung ab, nach dem
Bericht SPD sei A.B. grundsätzlich in der Lage, die Anforderungen, die in einer
Regelklasse gestellt würden, zu bewältigen. Der Schulrat hielt fest, er sei überzeugt,
dass sich in den Schulen, mit denen die Beschwerdegegnerin Beschulungsverträge
abgeschlossen habe, für A.B. eine geeignete Beschulung finden lasse, da diese
Schulen in allen Bereichen qualitativ hochstehende Beschulungsmöglichkeiten auf
verschiedenen Niveaus anbieten würden. Weiter geht aus der unbestritten gebliebenen
Stellungnahme des Schulrats der Beschwerdegegnerin an die Vorinstanz vom
19. November 2012 (act. 5 der Vorinstanz) hervor, dass der Schulrat der
Beschwerdeführerin unverzüglich mitgeteilt habe, dass die Kriterien für eine volle
Schulgeldübernehme aufgrund der Angaben im Gesuch nicht erfüllt seien und dass
demzufolge nur der Privatschulbeitrag ausbezahlt werde. Nachdem die
Erziehungsberechtigten an ihrem Gesuch um Schulgeldübernahme festgehalten hätten,
sei die schulpsychologische Abklärung des Kindes angeordnet worden, weil einzig ein
Antrag des SPD auf Sonderbeschulung Anlass hätte geben können, das Schulgeld für
die Oberstufe in K. zu übernehmen.
Somit ergibt sich, dass die Fragestellung, die dem Bericht SPD zugrunde liegt, der
Klärung diente, ob aus Sicht des Schulrats im konkreten Fall ein besonderer Grund im
Sinn von Art. 53 Abs. 1 VSG vorliegen könnte (vgl. dazu auch E. 4 hiernach). Fest steht
sodann, dass die Beschwerdeführerin vom Schulrat nach Eingang des Gesuchs
darüber ins Bild gesetzt worden ist, unter welchen Voraussetzungen dem Anliegen
gegebenenfalls entsprochen werden könnte. Es war ihr bekannt, dass der Schulrat die
Auffassung vertritt, unter den öffentlichen Oberstufenschulen, die gemäss
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Beschulungsverträgen zur Verfügung stehen, lasse sich für A.B. eine geeignete
Beschulungsmöglichkeit finden, vorausgesetzt er sei aus schulpsychologischer Sicht in
der Lage, die Anforderungen zu bewältigen, die in einer Regelklasse gestellt würden.
Unwidersprochen geblieben sind sodann die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in
der Stellungnahme vom 19. November 2012 (act. 5 der Vorinstanz), wonach die von
den Eltern von A.B. im Gesuch angebotene Abklärung durch den SPD in ihrem
Einverständnis in die Wege geleitet worden sei, nachdem der Schulrat seine (negative)
Beurteilung der Lage gegenüber den Gesuchstellern zum Ausdruck gebracht hatte. Die
Rüge, die Beschwerdegegnerin habe in diesem Zusammenhang das rechtliche Gehör
der Beschwerdeführerin verletzt, erweist sich somit als unbegründet.
3.2. Weiter hat auch die Vorinstanz keine Gehörsverletzung begangen. Abgesehen
davon, dass sie den Bericht SPD im Zusammenhang mit der Frage, ob die
Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinn von Art. 53 Abs. 1
VSG zu Unrecht verneint habe, als Entscheidgrundlage heranziehen durfte, gibt die
Schulpsychologin damit keine Empfehlung bezüglich eines konkreten Schultyps ab. Im
Bericht wird in allgemeiner Form festgehalten, aus schulpsychologischer Sicht
benötige A.B. "vor allem haltgebende, selbstwertdienliche Strukturen, damit er sich den
an ihn gestellten Erwartungen aus mangelndem Selbstvertrauen nicht entziehen" könne
(act. 3a/2 der Vorinstanz). Weiter wird eine fachgerechte Beratung zur Verbesserung
der Konzentrationsfähigkeit als Grundlage für jegliches Lernen sowie eine
Unterstützung im Erlernen von effizienten Lernstrategien empfohlen. Entgegen der
Auffassung der Beschwerdeführerin hat sich die Vorinstanz sodann mit der
schulpsychologischen Einschätzung auseinandergesetzt (E. 4b des angefochtenen
Entscheids) und ist zum Ergebnis gelangt, es sei den Rekurrenten nicht gelungen
darzutun, dass primär der Schultyp bzw. die Art, wie eine Oberstufenschule geführt
werde, für die Entwicklung von A.B. verantwortlich sei bzw. warum keine
Vertragsschule der Beschwerdegegnerin in der Lage sein sollte, den Jugendlichen
adäquat zu fördern und ihm Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.
4. Die Beschwerdeführerin beruft sich weiter darauf, der Anspruch auf
Gleichbehandlung sei verletzt, weil die Beschwerdegegnerin gemäss Beschluss des
Schulrats vom 8. Februar 2012 (act. 6a/1 der Vorinstanz) das Schulgeld u.a. für den
Besuch der kooperativen Oberstufenschule in K. für Schülerinnen und Schüler mit
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Kleinklassenindikation übernehme, nicht aber für Schülerinnen und Schüler mit
Regelklassenindikation. Sie begründet dies damit, vorliegend seien zwei gleiche
Situationen rechtsungleich beurteilt worden, weil die Frage, ob die Voraussetzungen für
eine auswärtige Regelbeschulung im Sinn von Art. 53 Abs. 1 VSG erfüllt seien, auf der
Grundlage der Voraussetzungen für eine Kleinklassen- oder Sonderbeschulung
beurteilt worden sei.
4.1. Der Anspruch auf Gleichbehandlung verlangt, dass Rechte und Pflichten der
Betroffenen nach dem gleichen Massstab festzusetzen sind. Gleiches ist nach
Massgabe seiner Gleichheit gleich, Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit
ungleich zu behandeln (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl.,
Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 495).
4.2. Kleinklassen sind ein höherschwelliges, separatives Mittel zur Förderung von
Kindern mit Schulschwierigkeiten. Schulkinder, die auch mit Therapien und
Stützunterricht in der Regelklasse nicht adäquat gefördert werden können, verlassen
diese und treten in einen besonderen, grundsätzlich auf Sonderpädagogik
ausgerichteten Klassenverband ein. In Kleinklassen wird der Stoff dem Lernvermögen
bzw. dem Verhalten der Schulkinder angepasst. Dies wird insbesondere durch
Klassenverbände ermöglicht, die im Vergleich zu den Regelklassen markant tiefer sind
und es der Lehrkraft erlauben, vermehrt individuell auf die Schülerinnen und Schüler
einzugehen (Schulrecht der Volksschule im Kanton St. Gallen, 2. Aufl., St. Gallen 2008,
S. 150; H. Plotke, Schweizerisches Schulrecht, Bern 2003, S. 129). Der Besuch einer
Kleinklasse wird durch den Schulrat nach Anhören der Eltern und der Lehrkraft auf der
Basis des Berichts des SPD als Abklärungsstelle verfügt (Schulrecht der Volksschule
im Kanton St. Gallen, a.a.O., S. 152).
4.3. Die Tatsache, dass der Schulrat die Übernahme von Schulgeld für einen
auswärtigen Schulbesuch im Fall einer Schülerin oder eines Schülers mit
Kleinklassenindikation anders handhabt als im Fall einer Schülerin oder eines Schülers
mit Regelklassenindikation, deren Eltern einen auswärtigen Schulbesuch ihres Kindes
wünschen, verletzt den Gleichbehandlungsgrundsatz nicht, handelt es sich doch um
zwei Ausgangslagen, die nicht zu vergleichen sind. Zudem behauptet die
Beschwerdeführerin gerade nicht, A.B. erfülle die Voraussetzungen, um einer
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Kleinklasse zugeteilt zu werden. Auch im Bericht SPD wird festgestellt, der Jugendliche
sei in der Lage, die Anforderungen der Regelklasse zu bewältigen, bzw. die Kriterien,
welche den Besuch einer Kleinklasse oder Sonderschule notwendig machen würden,
seien aktuell nicht erfüllt. Demzufolge hat die Beschwerdeführerin aus Gründen der
rechtsgleichen Behandlung keinen Anspruch auf Übernahme des Schulgeldes für die
Beschulung von A.B. an der Oberstufe in K.
5. Die Beschwerdeführerin beruft sich schliesslich darauf, es würden besondere
Gründe im Sinn von Art. 53 Abs. 1 VSG vorliegen, wenn die auswärtige Beschulung
zum Wohle des Jugendlichen erfolge. Die Massnahmen, die im Bericht SPD
vorgeschlagen würden, seien unabdingbar, damit A.B. sein Potential ausschöpfen
könne und sich nicht negativ entwickle. Die Schulleitung der Schule K., wo A.B. seit
dem Schuljahr 2012/13 die Sekundarstufe I besuche, habe mit Schreiben vom 20. Juni
2013 (act. 7 der Beschwerdeführerin) bestätigt, dass er gut integriert sei und gerne zur
Schule gehe. Die klare Organisationsstruktur komme ihm sehr entgegen und die
kleinen Niveaugruppen würden es ermöglichen, die Schülerinnen und Schüler
individuell zu begleiten und zu unterstützen. A.B. werde mittels Lerncoaching und
individueller Lernbegleitung gezielt gefördert, was sich positiv auf seine
Selbstwirksamkeitsüberprüfung auswirke. Im zu Ende gehenden Schuljahr habe sich
A.B. insbesondere in der Selbst- und Sozialkompetenz deutlich steigern können. Er
komme motiviert zur Schule und fühle sich wohl, was insbesondere seinem
Selbstwertgefühl zu Gute komme. Somit sei erwiesen, dass A.B. in der
Oberstufenschule in K. exakt von den im Bericht SPD geforderten Massnahmen
profitieren könne, weshalb sich offensichtlich bereits positive Entwicklungen
abzeichnen würden. Weil Vertragsschulen diese Massnahmen nicht oder nicht in
demselben Mass anbieten würden wie die Oberstufenschule in K., würden besondere
Gründe im Sinn von Art. 53 Abs. 1 VSG vorliegen. Hinzu komme, dass ein erneuter
Schulwechsel für A.B. mit nicht abschätzbaren negativen Konsequenzen verbunden
und somit unzumutbar wäre.
5.1. Wie ausgeführt ist der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltlichen
Grundschulunterricht nicht gleichbedeutend mit dem Anspruch auf optimale bzw.
geeignetste Beschulung des Kindes, und besondere Gründe im Sinn von Art. 53 Abs. 1
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VSG sind im Sinn der Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler nicht leichthin
anzunehmen (vgl. E. 2 hiervor).
5.2. Die Beschwerdeführerin vertritt den Standpunkt, eine Oberstufenschule, welche
die fächerspezifische Durchlässigkeit zwischen Sekundar- und Realschulniveau
gewährleiste, sei für A.B. die einzige geeignete Beschulungsform, weshalb er auf
Kosten der Beschwerdegegnerin (weiterhin) an der Oberstufenschule in K. zu
beschulen sei. Wie ausgeführt gibt die Schulpsychologin im Bericht SPD keine
Empfehlung bezüglich eines konkreten Schultyps ab. Vielmehr werden im Bericht SPD
in allgemeiner Form Rahmenbedingungen umschrieben, die aus schulpsychologischer
Sicht zu einer positiven Entwicklung von A.B. beitragen (vgl. E. 3.2 hiervor). Somit kann
aus den Einschätzungen der Schulpsychologin nicht geschlossen werden, das
kooperative Modell mit heterogenen Stammklassen und drei Leistungsniveaus in den
Fächern Mathematik, Französisch und Englisch an der Oberstufenschule in K. sei als
einzige Beschulungsform geeignet, diesen Anforderungen zu genügen. Daran ändert
nichts, dass A.B. auf Initiative und (zum Teil) auf Kosten der Eltern - die
Beschwerdegegnerin machte das Angebot, einen Betrag von Fr. 9'675.-- zu leisten,
vgl. act. 1a/1 und 3a/3 der Vorinstanz - seit Beginn des Schuljahres 2012/13 die
Oberstufenschule in K. besucht und dass sich der Jugendliche gemäss Bestätigung
der Schulleitung vom 20. Juni 2013 dort gut integriert hat und dass er sich in seiner
Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz deutlich steigern konnte. Vielmehr ist mit der
Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass sich eine für A.B. geeignete Beschulung
auch in einer öffentlichen Oberstufenschule der Stadt St. Gallen oder der Katholischen
Kantonssekundarschule KKSS hätte finden lassen und nach wie vor finden liesse,
zumal unbestritten geblieben ist, dass diese Schulen in allen Bereichen qualitativ
hochstehende Beschulungsmöglichkeiten auf verschiedenen Niveaus anbieten. Auch
der Umstand, dass die Beschwerdeführerin und T.B. ihren Sohn in der
Oberstufenschule in K. eingeschult haben, obschon die Zustimmung der
Beschwerdegegnerin dazu nicht vorlag, führt zu keinem anderen Ergebnis. Es
widerspricht Treu und Glauben, wenn sich die Beschwerdeführerin nun auf den
Standpunkt stellt, die Beschwerdegegnerin habe das Schulgeld für den auswärtigen
Schulbesuch (rückwirkend) zu übernehmen, weil es dem Jugendlichen nicht zumutbar
sei, die Schule erneut zu wechseln.
6. (...).
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6.1. (...).
6.2. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht