# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b11d1187-1c85-4c30-afb8-b07c766df8ed
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren am _ 1963, ist die Tochter von B._ und von C._. Die Mutter war bei der Geburt noch mit D._ verheiratet gewesen, und der letztere galt daher rechtlich als Vater (Art. 255 revZGB, gleich nach Art. 252 Abs. 1 ZGB in der Fassung, die bis 31. Dezember 1977 in Kraft war [nachfolgend: aZGB]). Auf Klage von D._ gegen Mutter und Kind stellte das zuständige Gericht am 10. Juli 1964 fest, "dass das Kind A._ ... nicht das eheliche Kind des D._ ist, sondern das uneheliche Kind der Frau B._" (RG act. II/3). In der Folge klagten die Mutter und das Kind gegen C._ auf Feststellung von dessen Vaterschaft. Im Laufe des Verfahrens anerkannte C._ seine Vaterschaft und verpflichtete sich zu Unterhalts-Zahlungen für das Kind. Die Vormundschaftsbehörde genehmigte die Vereinbarung, und das Gericht schrieb sein Verfahren am 17. August 1966 ab (RG act. II/4). C._ wurde nicht als Vater von A._ im Zivilstandsregister eingetragen (RG act. II/4). C._ starb am 1. oder 2. März 2021.
B. Am 1. März 2022 wandte sich A._ mit einer "Berichtigungsklage nach Art. 42 ZGB" an das Regionalgericht Surselva mit dem Rechtsbegehren (RG act. I/1):
Es sei der Ausweis über den registrierten Familienstand von C._, geboren am _ 1935 in E._, gestorben zwischen dem 1. und 2. März 2021 in F._, Bürger von G._, Sohn der H._, Vater unbekannt, dahingehend zu ergänzen, als dass die Klägerin als dessen Tochter aufgeführt wird.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Staatskasse.
Das Gericht nahm das kantonale Amt für Migration und Zivilrecht als Gegenpartei ins Verfahren auf und holte eine Stellungnahme ein. Das Amt stellte Antrag auf Abweisung der Klage (RG act. I/2), wozu sich A._ vernehmen lassen konnte; sie hielt an ihrem Antrag fest (RG act. I/3).
Am 13. April 2022 entschied der Vizepräsident des Gerichts als Einzelrichter was folgt (RG act. IV = act. B.1):
1. Das Gesuch um Berichtigung des Zivilstandsregisters im Sinne von Art. 42 ZGB wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 1'500.00 (Entscheidgebühr) gehen zu Lasten der Gesuchstellerin und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
Es werden keine ausseramtlichen Entschädigungen zugesprochen.

## Considerations