# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** aae67b24-816b-4663-8b71-971e7b4e8f96
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960,
Mutter zweier
Kinder (geboren 1986 und 1989),
mel
dete sich am
2.
Dezember 1996 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf eine schwere Herzkrankheit mit anschliessender Herztransplantation bei der Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/2)
.
Mit Verfügung vom
6.
November 1997 sprach die IV-Stelle der Versicherten
bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 41
%
mit Wirkung ab dem
1.
Januar 1997 eine
Viertelsrente
zu (
Urk.
8/12). Im Rahmen
zweier
Revisionsverfahren bestä
tigte die IV-Stelle den
Anspruch der Versicherten auf eine
Viertelsrente
mit Mit
teilungen vom 3
0.
April 1999 und vom
8.
November 2001
(
Urk.
8/17
und
Urk.
8/21).
Im Oktober 2006 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren ein
(Urk.
8/28
) und
erhöhte die bisherige
Viertelsrente
der Versicherten
m
it Verfü
gung
en
vom 1
1.
Septe
mber 2008
gestützt auf einen Inval
iditätsgrad von 64
%
mit Wirkung ab dem
1.
Oktober 2006
auf eine
Dreiviertelsrente
(
Urk.
8/41 und
Urk.
8/43).
Ebenfalls mit
Verfügung vom 1
1.
September 2008
sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung
ab dem
1.
September 2007
ei
ne
Hilflosenentschä
digung
leichten Grades zu (
Urk.
8/40 und
Urk.
8/44).
Im
Rahmen eines im
Juni
2012
eingeleiteten
Revisionsverfahren
s
(
Urk.
8/48-49)
teilte die IV-Stelle der Versicherten
mit Mitteilung vom
2
8.
Februar 2013
(
Urk.
8/55)
mit
, dass sie wei
terhin Anspruch auf die bisherige Entschädigung we
gen leichter Hilflosigkeit habe.
Mit Mitteilung vom 1
1.
April 2013 bestätigte die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf die bisherige Dreiviertelsrente (
Urk.
8/58).
1.2
Am
1
8.
Dezember 2018
(Eingangsdatum)
reichte die Versicherte
der IV-Stelle
ein Rentenerhöhungsgesuch
ein (
Urk.
8/66
)
, unter Beilage der Berichte
von
Dr.
med. Y._
, FMH Allgemeine Innere Medi
zin, vom
3.
Dezember 2018 (Urk.
8/64)
und von Prof.
Dr.
med.
Z._
,
von der
Klinik
A._
vom 2
1.
November 2018 (
Urk.
8/65).
Mit Vorbescheid vom 3
1.
Januar 2019 stellte di
e IV-Stelle
ihr
das
Nichteintreten auf das neue
Leistungsgesuch in Aus
sicht (
Urk.
8/68). Dagegen erhob die Versicherte am
2
0.
Februar 2019 Einwand (Urk.
8/70). Am
1.
April 2019 führte die IV-Stelle
zwecks Abklärung
der beein
trächtigten Ar
beitsfähigkeit im Haushalt
und
der Hilfsbedürftigkeit der
Versicher
ten ein
en Hausbesuch durch (
Urk.
8/74-75). Am 2
5.
April 2019 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass sie weiterhin Anspruch auf die bisherige Entschädi
gung wegen leichter Hilflosigkeit habe
(
Urk.
8/77). Mit Verfügung vom 2
5.
April 2019 wies die IV-Stelle das Rentenerhöhungsgesuc
h ab (
Urk.
2
;
vgl. auch
Urk.
8/78
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
3.
Mai 2019 Beschwerde und beantragte
sinngemäss
, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die bisherige Dreiviertelsrente auf eine ganze Rente zu erhöhen (
Urk.
1). Die Beschwerdegeg
nerin
schloss mit Besch
werdeantwort vom 2
7.
August 2019
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 3
0.
August 2019 angezeigt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Ver
bindung mit Art. 8 Abs. 3
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinnge
mäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.
1.2
Die seit dem 1. Januar 2004
massgeblichen
Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Renten
revision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentli
chen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch eine Aktenbeurteilung ohne eigene Untersuchung kann beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fach
ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stel
lungnahmen der
Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD;
Urteile des Bundesgerichts 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1 und 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1 mit Hinweisen).
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des Art. 69 Abs. 2
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV; vgl. auch
Rz
. 3081 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, gültig ab 1. Januar 2015) stellt für gewöhn
lich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar.
Hinsichtlich des Beweiswerts der entsprechenden Berichterstattung ist wesent
lich, dass sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich
ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Ein
schränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobe
nen Angaben stehen.
Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushalt
führung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicher
ten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit weiterhin keiner Erwerbstätigkeit nach
gehen würde, sondern zu 100
%
als Hausfrau tätig wäre. Die Einschränkungen im Haushalt seien erneut vor Ort überprüft worden. Die Invalidität habe sich seit der letzten Abklä
rung insofern verändert, als die Beschwerdeführerin
heute
im Haushalt zu 63,6
%
eingeschränkt sei. Dies ändere j
edoch nichts am Anspruch auf eine Dreiviertelsrente
(
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass
sich ihr Gesund
heitszustand verschlechtert habe.
Wegen ihrer schweren Krankheiten sei sie nicht in der Lage zu arbeiten.
Der Invaliditätsgrad betrage nunmehr 100
%
(
Urk.
1).
3.
3.1
3.1.1
Der Mitteilung
vom 1
1.
April 2013
(
Urk. 8/58), mit welcher
die Beschwerdegeg
nerin einen Invaliditätsgrad von 61
%
ermittelte und den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine
Dreiviertelsrente
bestätigte
, lag in medizinischer Hinsicht
im Wesentlichen die Stellungnahme von
RAD-Ärztin
Dr.
med.
B._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
vom 3
1.
August 2012 (
Urk.
8/57/2-3
)
zugrunde.
3.1.2
RAD-Ärztin
Dr.
B._
erklärte in dieser
Stellungnah
me,
dass bei der Beschwer
deführer
in am 1
8.
Juni 1996 eine
orthotope
H
erztransplantation bei
dilatativer
K
ardiomyopathie durchgeführt worden sei. Am 1
2.
Mai 2010 sei es zu einer akuten zellulären
Abstossung
gekommen, bei einer Ejektionsfraktion des linken
Ventrikels von 62
%
. Am 2
1.
September 2007 sei eine Nierentrans
plantation vor
genommen worden. Im Januar 2008 sei
ein
Reflux
aufgetreten. Am
2
7.
März 2008
seien eine
Eigennieren
ne
phrektomie
und eine
Eigenuretherpyelostomie
durchgeführt worden.
Weiter lägen
eine
A
dipositas mit BMI 44
kg/m2, eine
hereditäre
Sph
ä
rozyose
und eine
Femurkopfnekrose
links (MRI vom 1
9.
Au
gust 2010) vor und es werde
ein
Diabetes mellitus (Erstdiagnose vor drei Jahren) ausgewiesen.
Gemäss
den Angaben
im
Revisionsfragebogen von
Dr.
med. C._
vom Universitätsspital
D._
werde die
Femurkopfnekrose
links als progredient beurteilt.
Dr.
C._
habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Aus Sicht des RAD sei mit der
Femurkopfnekrose
zeitnah ein Leiden ausgewiesen, welches die Tätigkeit im Haushalt weitergehend einschränken könne.
Im Rahmen der Operation vom 2
7.
März 2008 sei von einer temporären Einschränkung auszugehen. Ebenfalls eine mögliche und nur temporäre Ver
schlechterung sei im Rahmen der akuten zellulären
Abstossung
vom 1
2.
Mai 2010 anzunehmen (
Urk.
8/57/2-3
).
3.1.3
Dem
Haushalta
bklärungsbericht vom
1
2.
April 2013
(
Urk.
8/56
; vgl.
auch Urk.
8/
33
)
ist zu entnehmen
, dass die Beschwerdeführerin
nie einer
ausserhäus
lichen
Tätigkeit nachgegangen
sei
. Es müsse weiterhin
davon ausgegangen werden, dass sie im Gesundheitsfall zu 100
%
im Haushalt tätig wäre
.
Die
Beschwer
deführerin
lebe
mit dem Ehemann, Sohn, der
(nicht erwerbstätigen)
Schwieger
tochter und dem Enkel
zusammen.
Im Bereich der Haushaltführung (Gewichtung 4
%
) sei die Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt.
Den
Bereich Ernährung (Gewichtung 46
%
) übernehme grundsätzlich die Schwie
gertochter. Dieser sei es zuzumuten, an drei Tage
n pro Woche das Kochen
zu
übernehmen
. Für das Frühstück sei jeder selber verantwortlich. Der Ehemann nehme sein Essen von zu Hause zur Arbeit mit. Es sei zumutbar, dass die Beschwerdeführerin
im Sitzen
beim Zubereiten der Speisen
mithelfe. Auch eine Mithilfe bei der oberflächlichen Reinigung sei
ihr
zumutbar.
Demgemäss
sei hier von einer Einschränkung von 53
%
auszugehen.
Den Bereich
Wohnungspflege (Gewichtung
20
%
)
übernehme
ebenfalls die Schwiegertochter
. Aufgrund der Hüftproblematik sei es der Beschwerdeführerin nicht mehr möglich,
herumzugehen, stehende
Tätigkeiten auszuführen
und sich zu bücken.
Sitzende, leichte Tätigkeiten,
wie zum Beispiel den Tisch ein
wenig zu putzen, sei der Beschwerdeführerin weiterhin zumutbar. Der Schwiegertochte
r sei es zuzumuten, ihr eigenes Zimmer und
einmal wöchentlich die Bad- und WC-Reinigung
zu übernehmen
. Hier sei von einer Einschränkung von 72
%
auszuge
hen.
Hinsichtlich des Einkaufs
und
der
weiteren Besorgungen (Gewichtung 10
%
)
sei darauf hinzuweisen, dass der Sohn oder der Ehemann
am
Wochenende
einkaufe.
Unter der Woche kaufe
die Schwiegertochter ein. Es könne davon ausgegangen werden, dass einmal pro Woche ein
Grosseinkauf
und zwei bis drei Mal pro Woche kleinere Einkäufe getätigt würden. Die administrativen Angelegenheiten habe immer der Ehemann erledigt. Die Kleineinkäufe seien der Schwiegertochter zuzumuten.
In diesem Bereich sei von einer Einschränkung von 60
%
auszuge
hen.
Beim
Bereich Wäsche und Kleiderpflege
(Gewichtung 20
%
) übernehme die Schwiegertochter das Bügeln. Da die Beschwerdeführerin in der Nacht sehr stark schwitze, müsse sie oft die Wäsche wechseln. Nur für die Eheleute
seien
wöchent
lich ca. drei bis vier
Waschgänge nötig
. Die Beschwerdeführerin lege kleine Wäschestücke wie Unterwäsche oder Socken zusammen und lege diese auf den Tisch.
Die übrigen
Tätigkeiten in diesem Bereich
erledige die
Schwiegertochter.
Das Sortieren der Kleider sei der Beschwerdeführerin aufgrund der Hüftproble
matik nicht mehr zuzumuten. Das Tragen der Wäschezaine, das Sortieren sowie Versorgen der Wäsche s
eien der Schwiegertochter
zuzumuten. In diesem Bereich sei von einer Einschränkung von 79,7
%
auszugehen.
Gesamthaft
errechnete der Abklärungsdienst
eine Ein
schränkung im Haushalt von 60,72
%
.
3.2
3.2.1
Im Rahmen des im
Dezember 2018
eingeleiteten Revisionsverfahrens sind im
Wesentlichen folgende
Beurteilungen aktenkundig:
3.2.
2
Prof.
Z._
von der
Klinik
A._
stellte im Bericht vom 2
1.
November 2018 zuhanden von
Dr.
Y._
folgende Diagnosen (
Urk.
8/65):
(1)
orthotope
Herztransplantation bei
dilatativer
Kardiomyopathie (1
8.
Juni 1996)
(2)
Fussschmerzen
links nach Trauma
(3)
Lebendnierentransplantation 2
1.
September 2007
ili
a
kal
rechts
(4)
rezidivierende
Thr
o
mboembolien
(5)
Diabetes mellitus
(6)
Femurkopfnekrose
links > rechts
(7)
Status nach
Panni
k
ulitis
Beckenkamm rechts und oberes Sprunggelenk links im
Sinne einer tiefen
Morphea
(8)
Periarthropathia
genu
links
> rechts
(9
)
Osteoporose/
Osteopenie
(10
)
Adipositas
(11
)
Depression
(12
)
Katarakt beidseits
(13
)
Ciproxin
,
Clopidogrel
(14
)
aktuell:
bronchopulmonaler
Infekt und persistierender Harnwegsinfekt
3.2.3
Dr.
Y._
gab im Bericht vom
2
0.
Februar 2019
an, dass bei der herz- und nierentransplantierten Beschwerdeführerin mit vielen anderen massiv ein
schränkenden Diagnosen lebenslang eine 100%ige Invalidität bestehe. Sie werde zu keiner Zeit im Stande sein, irgendeiner Tätigkeit
, weder beruflich noch zu Hause,
nachzugehen
. Sämtliche Haushaltsarbeiten würden durch die Familie übernommen und ausgeführt (
Urk.
8/69
).
3.2.4
Aus dem Haushalta
bklärungsbericht vom
2
3.
April 2019
(
Urk.
8/74)
geht hervor, dass
die Beschwerdeführerin nach wie vor mit dem
Eh
emann,
Sohn,
der
(nicht erwerbstätigen) Schwiegertochter
und
dem Enkel
am gleichen Wohnort
respek
tive im gleichen Haushalt
lebe.
Die Beschwerdeführerin habe in der Schweiz nie gearbeitet und gegen die Verfügungen der Beschwerdegegnerin auch nie Einwand/Beschwerde erhoben. Sie sei nun 58/59 Jahre alt. Die Beschwerde
führerin sei weiterhin als Hausfrau zu qualifizieren.
Der Ehemann sei in der Zwi
schenzeit pensioniert. Er sei in schlechter psychischer Verfassung und es werde auch eine psychiatrische Behandlung diskutiert. Die Schadenminderungspflicht, wie sie im Vorbericht beschrieben werde, könne der Schwiegertochter weiterhin zugemutet werden. Dem Sohn könne zusätzlich das zu
gemutet werden, was der Ehemann
aufgrund seiner psychischen
Verfassung nicht mehr erledigen könne.
Was den Bereich
Ernährung (Gewichtung 46
%
)
betreffe,
würden der Sohn und die Schwiegertochter am Morgen alles vorbereiten (Tee, Tassen etc.). Jeder ver
sorge sich dann selbst. Das Mi
ttag- und Abendessen bereite die S
chwiegertochter
zu
. Die Beschwerdeführerin könne nicht lange stehen. Einfach
e
Rüstarbeiten in sitzender Position könne sie übernehmen und es sei ihr auch möglich, für sich selbst abzuräumen oder sich ein Sandwich zuzubereiten. Etwas auf Körperhöhe punktuell wegzuwischen, sei ihr möglich. Im Weiteren tische und räume jeder für sich selber ab.
Der Beschwerdeführerin sei es möglich, etwas in den Geschirrspü
ler zu legen oder herauszunehmen. Im
Grossen
und Ganzen müsse das Ein- und Ausräumen des Geschirrspülers und
das
Versorgen des Geschirrs aber von jemand anderem übernommen werden. Die Reinigungsarbeiten übernehme generell die Schwiegertochter.
Die Situation im Bereich Ernährung sei im Ver
gleich zum Vorbericht unverändert. Es sei nach wie vor von einer Einschränkung von 53
%
auszugehen.
Hinsichtlich des Bereichs
Wohnung
s- und Hauspflege
(Gewichtung 24
%
)
sei zu bemerken, dass
die Schwiegertochter
sämtliche Grobarbeiten (Bodenpflege feucht/trocken, Fenster putzen, Badreinigung/WC, Bett beziehen)
übernehme
, da
die Beschwerdeführerin gesundheitsbedingt nicht dazu in der Lage sei. Die Beschwerdeführerin lege mal das
Duvet
zurück. Das tägliche Betten sei ihr
aber
nicht möglich. Auch den täglichen Kehr und das Abstauben übernehme die Schwiegertochter. Die Familie habe keine Haustiere oder Pflanzen. Auch hier werde die Einschränkung (72
%
) analog zum Vorbericht übernommen, aufgrund der im
Grossen
und Ganzen unveränderten Situation.
Betreffend den Bereich
Einkäufe
und weitere Besorgungen
(Gewichtung 10
%
)
sei
darauf hinzuweisen
, dass der Sohn
einkaufe
und neu auch die administrativen Angelegenheiten
erledige
.
Gelegentlich
begleite die Beschwerdeführerin den Sohn bei den Einkäufen
. Es komme auf ihr Befinden an. Manchmal sei ihr schwindlig und es gehe ihr schlecht.
Hier
sei nach wie vor von einer Einschrän
kung
von 60
%
auszugehen.
Im Bereich Wäsche und Kleiderpflege
(Gewichtung 20
%
)
kämen für die Beschwerdeführerin und ihren Ehemann pro Woche vier Ladungen zusammen, weil sie viel schwitze und die Kleider öfter wechseln müsse. Einmal pro Woche
kümmere sich die Schwiegertochter um den gesamten Wäscheprozess
. Die Beschwerdeführerin könne einfache Wäschestücke, wie zum Beispiel Unter
wäsche und Socken, zusammenlegen. In diesem Bereich sei
unverändert
von einer Einschränkung von 79,7
%
auszugehen.
Gesamthaft errec
hnete der Abklärungsdienst
– aufgrund der
im Vergleich zur Haushaltabkl
ärung vom 1
2.
April 2013
(
Urk.
8/56)
leicht
veränderten
Gewich
tung der
v
erschiedenen Bereiche
-
eine Ein
schränkung im Haushalt von 63,6
%
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung in medizi
nischer Hinsicht auf die Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Inner
e Medizin, vom 1
5.
Januar 2019 (
Urk.
8/67/2-3).
In dieser Stellungnahme legte RAD-Arzt
Dr.
E._
dar,
dass der Gesundheits
zustand der Beschwerdeführerin im Vergleich zur RAD-Einschätzung vom 3
1.
August 2012 im Wesentlichen unverändert sei. Im Rahmen der aktuellen
Hospitalisation
in der Klinik
A._
vom 2
1.
November 2018 sei kein neuer Befund dok
umentiert worden.
4.2
Diese Beurteilung von RAD-Arzt
Dr.
E._
ist einleuchtend und plausibel.
Dass die Beschwerdeführerin unter diversen gravierenden gesundheitlichen Beschwer
den leidet, ist nicht in Abrede zu stellen.
Dass es
seit der RAD-Einschätzung vom 3
1.
August 2012
(
Urk.
8/57/2-3)
zu einer erheblichen Verschlechterung des
Gesundheitszustands mit Auswirkungen auf die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe
reich zu betätigen,
gekommen
ist
,
geht aus den Berichten von Prof.
Z._
von der Klinik
A._
vom 2
1.
November 2018 (
Urk.
8/65) und von
Dr.
Y._
vom
2
0.
Februar 2019 (
Urk.
8/69
)
indes
nicht hervor.
Insbesondere litt die Beschwerdeführerin bereits im August 2012 unter Her
z-, Nieren- und Hüftbeschwerden.
Nach der am
4.
Mai 2018 durchgeführten Hüft-Totalprothe
senimplantation (
Urk.
8/65)
haben
sich
die
Schmerzen
gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltabklärung vom
1.
April 2019
gebes
sert
(
Urk.
8/74/2).
4.3
Die
Haushaltabklärung
vom
1.
April 2019 (
Urk.
8/74)
wurde sodann
von einer qualifizierten
Person des Abklärungsdienstes
am Wohnort der Besch
werdeführe
rin durchgeführt.
Die Abklärungsperson hat dabei nachvollziehbar begründet, weshalb die Beschwerdeführerin nach wie vor als zu 100
%
im Aufgabenbereich zu qualifizieren ist. Im Weiteren hatte die Abklärungsperson
- ihren Darlegung
en im Abklärungsbericht
zufolge -
Kenntnis
von den
Diagnosen
und den sich daraus ergebenden
Einschränkungen
der Beschwerdeführerin
.
Sie hat
detailliert
begrün
det
, in welchen Bereichen des Haushalts
die
Beschwerdeführerin in
welchem Umfang eingeschränkt ist.
Zudem hat s
ie insbesondere auch erklärt
, welchen im selben Haushalt lebenden Familienangehörigen
im Rahmen der
Schadenminde
rungspflicht zuzumuten ist, die Beschwerdeführerin zu unterstützen.
Inwiefern diese Darlegungen unzutreffend sein sollen,
hat die Beschwerdeführerin nicht dargetan
und ist auch nicht ersichtlic
h. Der Abklärungsbericht vom 2
3.
April 2019
ist somit voll beweiskräftig, weshalb auf
die darin festgehaltene Einschrän
kung von
aufgerundet 64
%
abgestellt werden kann.
4.4
Angesichts dessen, dass der Invalidität
sgrad der Beschwerdeführerin 64
%
beträgt, hat sie nach wie vor Anspruch auf die bisherige Dreiviertelsrente.
5.
Die angefochtene Verfügung vom
2
5.
April 2019
(
Urk.
2)
, mit der ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine höhere Rente verneint wurde, erweist sich somit als rechtens. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.