# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d5c60c86-44cb-49d0-b3e2-f467f463e382
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1958,
war
seit 1991
als wissenschaftlicher Gruppen
leiter
und ist seit Juli 2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter
bei der
Firma Z._
angeste
llt (
Urk.
6/34/1-2
Ziff.
1, 2.1 und
2.7
-8
). Am 2
8.
August 2013 meldete er sich
unter
Hinweis
auf
wiederholte
Hirnschläge bei
der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug
an (
Urk.
6/23
Ziff.
6.2). Die
Sozia
l
versicherungs
an
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerblich
e und medizinische Situation
des Versicherten
ab
und gewährte Unterstützung beim Erhalt
seines
Arbeitsplatzes (
vgl.
Urk.
6/30)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/39-55) sprach die IV-Stelle
dem Versicherten mit Verfügungen vom
7.
und 1
9.
Januar 2015 (
Urk.
6/6
3
,
Urk.
6/6
6,
Urk.
6/57
=
Urk.
2/1-2) ab dem
1.
Mai 2014 eine halbe Rente zu.
2.
2.1
Der Versicherte erhob am
6.
Februar 2015 Beschwerde (
Urk.
1) gegen die Ver
fügungen vom
7.
und 1
9.
Januar 2015 (
Urk.
2/1-2) und beantragte, diese seien aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
März 2015 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
5.
Mai 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7).
2.2
Mit Gerichtsverfügung vom 2
3.
Juni 2015 wurde den Parteien Gelegenheit ge
ge
ben, zu einer allfälligen Qualifikation des Beschwerdeführers als 80
%
-Erwerbs
tätiger ohne Aufgabenbereich Stellung zu nehmen (
Urk.
13 Dispositiv
Ziff.
2).
Der Beschwerd
eführer erklärte sich mit Eingabe vom 2
4.
Juni 2015
un
präjudiziell
b
ereit,
die genannte Qualifikation
zu akzeptieren
, was zu einem An
spruch auf eine
Dreiviertelsrente
führte
(
Urk.
14). Die
Be
schwerdegegnerin
folgte
mit Eingabe vom
3.
Juli 2015 ebenfalls
der Auffassung, der Beschwerdeführer sei als zu 80 % Erwerbstätiger ohne Aufgabenbereich zu qualifizieren, was in Anwendung eines Einkommensvergleichs zu einem Anspruch des Beschwerde
führers auf eine
Dreiviertelsrente
führte
(
Urk.
16). Mit Verfügung vom
6.
Juli 2015 wurden die Eingaben der jeweiligen Gegenpartei zugestellt und die Pen
sions
kasse
Y._
(nachfolgend:
Y._
)
zum Prozess beigeladen (
Urk.
17).
Die
Y._
liess sich am
6.
August 2015 vernehmen (
Urk.
19). Die Stellung
nah
me der
Y._
wurde den anderen Parteien mit Verfügung vom
1.
September 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
20).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weis
e Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den aus
ge
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ne
r im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im
Sozialversi
che
rungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
der
lich
(
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine
vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht
ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
). Ist jedoch anzuneh
men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler
werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsät
zen für Erwerbs
tätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne
Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Vali
denein
kom
me
n
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten
Teilerwerbstätig
keit
festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tat
sächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie besten
falls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert
sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu
haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeits
marktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversi
cherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S.
92 E.
4a). Das
Invaliden
einkommen
bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne ge
sundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invalidi
tätsbe
mess
ungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden
Sta
tusfrage
handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothe
tische
Willensent
scheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Be
einträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer
direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusse
ren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothe
tischer
Gescheh
ens
abläufe
ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch
Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le
benserfahrung mitberück
sich
tigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun
gen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allge
meine Lebenserfahrung gestützt wer
den oder die Frage, ob aus festgestellten In
dizien mit Recht auf bestimmte Rechts
folgen geschlossen worden ist (vgl. Ur
teile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezem
ber 2013
, je
mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte
in der angefochtenen Verfügung
darauf ab, dass der Beschwerdeführer
im
Ge
sundheitsfall
mit einem Anteil von 80
%
erwerbs
tätig
und mit den restlichen 20
%
im Haushalt tätig
wäre
(
Urk.
6/57 S. 2).
Bei einer
gesundheitsbedingten
Einschränkung im Erwerbsbereich von 66.31 % ermittelte
sie
nach der ge
mischten Methode
einen Invaliditätsgrad von 53 % (
Urk.
6/57 S. 2),
so dass ein Anspruch auf eine halbe Rente resultierte.
2.2
Der Beschwerde
führer
beantragte in der Beschwerde die Zusprache einer ganzen Rente (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1 oben). Er
machte
unter anderem
geltend
, die Reduktion seines Arbeitspensums von 100
%
auf 80
%
sei
aus gesu
ndheitlichen Gründen erfolgt
(
Urk.
1 S. 7
Ziff.
13).
2.3
Bezüglich der Qualifikation des Beschwerdeführers stimmen die Parteien nun
mehr
dahingehend überein, dass der Beschwerdeführer als zu 80 % Erwerbs
tä
tiger ohne Aufgabenbereich zu qualifizieren sei und schlossen daraus auf einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Zusprache einer
Dreiviertelsrente
, mithin auf eine teilweise Gutheissung der Beschwerde (Urk. 14, Urk. 16 und Urk. 18).
3.
3.1
Die Qualifikation des 1958 geborenen, verheirateten, kinderlosen Beschwerde
führers (vgl. Urk. 6/23 und Urk. 6/29), der ein Einfamilienhaus bewohnt und als
Hobby das Lesen bezeichnet (vgl. Urk. 6/27/23), als zu 80 % Erwerbstätiger ohn
e eigentlichen Aufgabenbereich steht im Einklang mit der Akten- und Rechts
lage. Der studierte Chemiker (vgl. Urk. 6/23/5 Ziff. 5.3), der seit Januar 1991 bei der
Z._
, Prüfanstalt, in der Forschung arbeitet (Urk. 6/34/1), reduzierte sein
Arbeits
pensum
von 100 % auf 80 % per 1. Mai 2011 – und damit ziemlich genau zwei Jahre vor seinem dokumentierten, am 21. Mai 2013 erlittenen Hirn
schlag (vgl. Urk. 6/27/9 und Urk. 6/27/17) - auf eigenen Wunsch hin (vgl. Be
stä
tigung des Arbeitgebers vom 26. September 2014; Urk. 6/48). Der Arbeit
geber bestätigte ferner, dass der Beschwerdeführer vor Mai 2011 keine längeren
krankheitsbedingten Absenzen gehabt habe (Urk. 6/48, vgl. diesbezüglich auch den Leitfaden Frühgespräch in Urk. 6/21 S. 2, woraus hervorgeht, dass es vor dem
Hirnschlag keine regelmässigen oder wiederholten Kursabsenzen gegeben habe).
3.2
Den Akten ist sodann nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in der nach der Reduktion seines Arbeitspensums frei gewordenen Zeit in einem Auf
ga
benbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG tätig (gewesen) wäre. Die
Beschwerde
geg
ne
rin
verzichtete auch auf eine Abklärung vor Ort und Stelle (vgl. Urk. 6/37/4). Da neben der Teilerwerbstätigkeit kein Aufgabenbereich ersichtlich ist, bemisst sich der Invaliditätsgrad nicht nach der gemischten Methode, sondern aus
schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige, wobei das
Validen
ein
kom
men
nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten
Teilerwerbs
tätig
keit
festzulegen ist (vgl. vorstehende E. 1.3).
4
.
4
.1
Der Beschwerdeführer
erlitt am 2
1.
Mai 2013 einen Hirnschlag
(vgl.
Austritts
be
richt
der erstbehandelnden Ärzte des Spitals
B._
; Urk. 6/27/9-16)
.
Die Ärzte der Rehaklinik
A._
stellten im Austrittsbericht vom 2
4.
Juni 2013
(
Urk.
6/27/17-24) folgende Diagnosen (S. 1):
Ischämie
pontin
links paramedian am 2
1.
Mai 2013 mit/bei
armbetonter Hemiparese rechts und Ataxie
cvRF
: Diabetes mellitus Typ I; arterielle Hypertonie;
Hyperlipidämie
im MRI: linksseitige
periventrikuläre
Läsion älteren Datums sowie frische Ischämie paramedian links
pontin
initial Dysphagie, Kostaufbau bereits im Vorspital abgeschlossen
chronische
vestibulo-cochleäre
Minderfunktion bilateral
mit Gangunsicherheit
Diabetes mellitus Typ I (Erstdiagnose 1985)
insulinabhängig mit OAD
arterielle Hypertonie
paroxysmales Vorhofflimmern (Erstdiagnose 2
3.
Mai 2013)
als mögliche
Stroke
-Ursache
Hyperlipidämie
Schwerhörigkeit beidseits
seit Jugend Hörgeräte
anamnestisch nach rezid
ivierenden unbehandelten Otitiden
Die Ärzte der Rehaklinik
A._
at
testierten
dem Beschwerdeführer
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 30. Juni 2013, hernach eine auf das bei der
Z._
ausgeübte Arbeitspensum von 80 % bezogene 50%ige Arbeitsfähigkeit, zunächst mit halber Leistung, ab 15. Juli 2013 mit voller Leistung. Ab 1. August 2013 sei die Arbeitsfähigkeit neu zu beurteilen (S. 4 ).
4
.2
Dem Verlaufsprotokoll
zur
Eingliederungsberatung der Beschwerdegegnerin ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
nach
der Wiederaufnahme seiner Ar
beit im Juli 2013
die
angestammten
Arbeiten in der Forschung
nicht mehr
aus
üben konnte
. Von Seiten des Arbeitgebers sei ein Tätigkeitsfeld geschaffen worden, das dem Beschwerdeführer entspreche
(
Urk.
6/31 S.
1).
Die Arbeit
gebe
rin gab in einem Schreiben vom
7.
Mai 2014 (
Urk.
6/34/8) hierzu an, man habe
eine Rückstufung
des Beschwerdeführers
von der Funktion als wissenschaft
licher Gruppenleiter in die Funktion als wissen
schaftlicher Mitarbeiter bezieh
ungsweise von der Funktionsstufe 10 in die Stufe 7 vorgenommen.
D
ie aktuelle Präsenzzeit betrage aus medizinischen Gründen 50
%
des bisheri
gen Beschäfti
gungsgrades von 80
%. Die effektive durch
schnittliche Anwesenheit betrage
somit
zirka 40
%
. Dies ergebe einen Jahreslohn von
Fr.
40‘000.--.
5
.
5
.
1
Bei der Bestimmung des ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit erzielbare Erwerbseinkommen ist vorliegend auf die Angaben der Arbeitgeberin abzustellen. Gemäss ihrem Bericht
vom
9.
Mai 2014
hätte
der Beschwerdefüh
rer als wissenschaftlicher Gruppenleiter 2014
mit einem Pensum von 80
%
Fr.
118‘716.-- im Jahr verdient
(Urk. 6/34/ Ziff. 2.10)
.
Als
Valideneinkommen
sind daher
Fr.
118‘716.-- zu veranschlagen.
5.2
Das Invalideneinkommen
ist
nach dem effektiv
erzielten
Einkommen von
Fr.
40‘000.
-- an der speziell auf das Leistungsprofil angepassten Arbeitsstelle bei der
Z._
zu bestimmen
. Damit resultieren eine
Erwerbsein
busse
von
Fr.
78‘716.-- und ein Invaliditätsgrad von rund 66
%
.
5
.3
Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer
bei einem Invalidi
tätsgrad von
rund
66
%
ab dem
1.
Mai 2014 Anspruch auf eine
Dreiviertels
rente
hat. Die Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen.
6
.
6
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
4
00.-- festzusetzen und den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen.
6.2
Nach der Rechtsprechung ist bei bloss teilweisem Obsiegen nur dann eine un
gekürzte Parteientschädigung zuzusprechen, wenn die versicherte Person im Grund
satz obsiegt und lediglich im
Masslichen
(teilweise) unterliegt. In Streitig
keiten um die Höhe einer Invalidenrente trifft dies zu, wenn nicht die bean
tragt
e ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zugesprochen wird (SVR 2011 IV Nr. 38 S. 112, 9C_580/2010 E.
4.1). Dahinter steht die Über
legung, dass eine „
Überklagung
“ eine Reduktion der Parteientschädigung nicht rechtfertigt, soweit das Rechtsbegehren keinen Einfluss auf den Prozessaufwand ausübt (BGE 117 V 401 E. 2c).
Nach Gesagtem ist vorliegend mit dem Beschwerdeführer (vgl. Urk. 18) und ent
gegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk.
16 S.
2) eine ungekürzte
Parteientschädigung zuzusprechen. Diese ist bei einem praxisgemässen
Stunden
ansatz
von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2‘300.-- (inkl.
Baraus
lagen
und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuer
legen.