# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 36ce20eb-1156-4fcc-a39c-94ec9a4e19f0
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Z. ist als Apotheker bei der A. Apotheke in M. angestellt; seine Ehefrau geht
keiner Erwerbstätigkeit nach. Gemäss Lohnausweis 2010 betrug sein Nettolohn im
entsprechenden Jahr Fr. 157'956.--; ausserdem wurden ihm pauschale
Repräsentationsspesen von Fr. 6'000.-- und übrige Pauschalspesen von Fr. 3'150.--
ausgerichtet. Am 11. April 2011 reichten X. und Y.Z. die Steuererklärung für das Jahr
2010 ein. Darin deklarierten sie den Nettolohn von Fr. 157'956.-- und wiesen
Berufsauslagen von total Fr. 19'048.-- aus, wovon Fr. 13'048.-- für Fahrtkosten zum
Arbeitsplatz, Fr. 3'200.-- für Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung, Fr. 400.-- für
Fachliteratur und Fr. 2'400.-- für übrige Berufsauslagen (Pauschale).
Das Kantonale Steueramt rechnete demgegenüber in der Veranlagung vom 26. Juli
2011 die Repräsentationsspesen von Fr. 6'000.-- beim Einkommen auf, liess sie
indessen im gleichen Umfang wieder als tatsächliche Berufskosten zum Abzug zu.
Zudem reduzierte es den Abzug für Fahrtkosten auf Fr. 11'250.--. Die geltend
gemachten Kosten für auswärtige Verpflegung und Weiterbildung wurden
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/5
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
entsprechend der Deklaration zum Abzug zugelassen. Entsprechend wurden
insgesamt Berufsauslagen in Höhe von Fr. 20'850.-- angerechnet.
B./ Gegen die Veranlagung erhoben die Pflichtigen mit Eingabe vom 25. August 2011
Einsprache. Dabei verlangten sie höhere Abzüge für Fahrten zum Arbeitsplatz und für
auswärtige Verpflegung. Ausserdem machten sie effektive Spesen von (netto)
Fr. 2'850.-- (Fr. 6'000.-- abzüglich der von der Arbeitgeberin erhaltenen übrigen
Pauschalspesen von Fr. 3'150.--) geltend.
Das Kantonale Steueramt nahm im Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2011 eine
reformatio in peius vor. Es liess zwar neu Berufsauslagen in Höhe von total Fr. 22'125.-
zum Abzug zu, indem höhere Auslagen für Fahrten zum Arbeitsplatz und für übrige
Berufskosten angerechnet wurden, gleichzeitig rechnete es jedoch die gesamten
Pauschalspesen von Fr. 9'150.-- beim Einkommen auf.
C./ Gegen den Einspracheentscheid erhoben X. und Y.Z. Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragten, es seien Kosten für den Arbeitsweg
von Fr. 12'962.-- und Auslagen für ein Arbeitszimmer von Fr. 4'500.-- zu gewähren.
Die Verwaltungsrekurskommission hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 19. Juni
2012 teilweise gut, indem sie höhere Kosten für den Arbeitsweg zum Abzug zuliess;
dem Arbeitszimmerabzug gab sie hingegen nicht statt.
D./ Dagegen liessen X. und Y.Z. (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom
19. Juli 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben mit dem Antrag, es sei der
Abzug für das Arbeitszimmer im Betrag von Fr. 4'500.- zu gewähren.
Die Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend Vorinstanz) und das Kantonale
Steueramt (nachfolgend Beschwerdegegner) erklärten mit Schreiben vom 28. August
2012 beziehungsweisse vom 31. August 2012 Verzicht auf eine Vernehmlassung. Die
Vorinstanz beantragte zudem die Abweisung der Beschwerde. Die Eidgenössische
Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.
Auf die Begründung der Beschwerdeführer sowie auf die Ausführungen im

## Considerations

angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen
eingegangen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/5
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Im Streit liegt einzig, ob die Kosten für ein Arbeitszimmer in der Privatwohnung von
Fr. 4'500.-- in Abzug gebracht werden können. Die Beschwerdeführer machen geltend,
dem Ehemann stünde in der Apotheke kein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung.
Zudem sei er dort mit seinen täglichen Aufgaben wie Abgabe der Medikamente,
Rezeptkontrolle, Kundenberatung und Schulung des Personals ausgelastet.
Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid aus, der Beschwerdeführer habe
keine Bestätigung ins Recht gelegt, dass ihm die Arbeitgeberin keinen geeigneten
Arbeitsplatz zur Verfügung stelle; ohne entsprechende Bestätigung sei die berufliche
Notwendigkeit der geltend gemachten Raumkosten nicht gegeben. Entsprechend
verweigerte sie den geltend gemachten Abzug für ein Arbeitszimmer in der
Privatwohnung. Dies ist nicht zu beanstanden. Die vorinstanzliche Beurteilung gründet
einerseits auf der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach ein Abzug für ein
Arbeitszimmer in der Privatwohnung nur gewährt werden kann, wenn ein Pflichtiger
regelmässig einen wesentlichen Teil seiner beruflichen Arbeit zu Hause erledigen muss,
weil der Arbeitgeber ein geeignetes Arbeitszimmer nicht zur Verfügung stellt
(BGer 2C_681/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 3.5.1 mit Hinweisen), und andererseits
auf der im Steuerrecht allgemein geltenden Beweislastregel, dass steuermindernde
Tatsachen von den Pflichtigen nachzuweisen sind (BGer 2C_154/2009 vom 28.
September 2009 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer erbringen auch im
Verfahren vor Verwaltungsgericht den Nachweis nicht, dass dem Ehemann am
Arbeitsplatz kein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Zudem ist nicht
ersichtlich, inwiefern die von den Beschwerdeführern vorgebrachten Gründe für die
Notwendigkeit der Erledigung der Arbeiten zu Hause sprechen sollten. Die Beschwerde
erweist sich dementsprechend als unbegründet.
3. (...)
Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht beantragt, weshalb darüber auch nicht zu
befinden ist.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/5
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Demnach hat das Verwaltungsgericht