# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5389d4ed-2a8c-46f6-8145-a65868925f3a
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Post Immobilien Management und Services AG, Bern, ist Eigentümerin des
Grundstücks Nr. 000, Grundbuch Berneck, das an der Kreuzung Neugass
(Kantonsstrasse 2. Klasse), Gstaldenstrasse (Gemeindestrasse 2. Klasse), Auerstrasse
und Tramstrasse (beide Kantonsstrassen 2. Klasse) liegt. Das Grundstück ist mit einem
zweigeschossigen Postgebäude (Neugass 23) mit Satteldach und ausgebautem
Dachgeschoss überbaut. Es steht giebelseitig zur Neugass hin und weist rückwärtig
einen Garagenanbau auf. Gemäss Zonenplan der Gemeinde Berneck vom 3. März
1989 liegt die Liegenschaft in der dreigeschossigen Kernzone K3 und gemäss Anhang
der Schutzverordnung vom 25. September 2009 (abgekürzt SchVO) im
Ortsbildschutzgebiet "Dorf Neugass". Dazu kommt, dass das Dorf Berneck im
Bundesinventar der schützenwerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung (ISOS)
aufgenommen ist (Anhang zur Verordnung über das ISOS, SR 451.12).
B./ a) Die Sunrise Communications AG, Zürich, reichte am 9. September 2009 ein
Baugesuch für den Neubau einer Mobilfunkanlage auf dem Grundstück Nr. 000 ein.
Das Amt für Umweltschutz und Energie (AFU) nahm dazu am 21. Dezember 2009
Stellung und hielt dabei fest, dass sowohl der Immissions- als auch der
Anlagegrenzwert an allen massgeblichen Orten eingehalten seien. Am OMEN Nr. 01A
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(OMEN = Ort mit empfindlichster Nutzung) gelte dies für den Anlagegrenzwert
allerdings nur, wenn die vorgesehene Dachabschirmung auch tatsächlich realisiert
werde. Für OMEN 03 und 12 werde der Anlagegrenzwert zu über 80 Prozent
ausgeschöpft, weshalb eine Abnahmemessung verlangt werden könne. Der Umkreis
für die Einspracheberechtigten betrage für die geplante Anlage 452 m.
b) Während der nachfolgenden Auflagefrist erhoben zahlreiche Nachbarn Einsprache.
Der Gemeinderat Berneck wies die Einsprachen mit Beschluss vom 7. September 2010
ab und bewilligte das Gesuch mit Auflagen.
c) Dagegen erhoben einige Einsprecher Rekurs beim Baudepartement, wobei sie
sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und die Verweigerung der
Baubewilligung verlangten, eventuell sei die Streitsache zur weiteren Abklärung des
Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. Am 30. November 2010 nahm das
Amt für Kultur, Denkmalpflege, zum Gesuch Stellung (act. 7, Rekursakten 10-6042,
act. 8) und kam dabei zum Schluss, dass die Antenne auf einem ungeschützten Haus
platziert werde und bloss 3 m über den Dachfirst rage. Sie werde in Form eines
Zylinders schlicht gestaltet und mit einer kleinen und tiefliegenden Rundantenne
ergänzt. Der Dachzugang sei klein und auf der strassenabgewandten Seite des
Gebäudes angebracht. Die Erstellung der Antenne sei auf Grund dieser minimalen
Eingriffe, grösstmöglicher Rücksichtnahme auf umliegende geschützte Objekte und in
Beachtung der denkmalpflegerischen Grundsätze konkret möglich. Am 22. Februar
2011 führte das Baudepartement einen Augenschein durch (vgl. act. 7, Rekursakten
10-6042, act. 13). Dabei führte der Leiter Denkmalpflege aus, das Standortgebäude
befinde sich zwar im schützenswerten Ortsbild, es handle sich dabei aber um einen
relativ modernen schlichten Neubau, der schätzungsweise aus den 70er Jahren
stamme. Zudem sei die geplante Antenne nicht hoch und vom Strassenzug aus
gesehen kaum einsehbar. Man müsse direkt suchen, bis man die Antenne finde. Von
der besichtigten Dachterrasse aus sehe man sie zwar besser, weil sie von dort aus
gesehen in den Himmel rage. Vom gegenüberliegenden Rebhang aus gesehen
verschwinde die Antenne im unruhigen Bild des Dorfes aber praktisch vollständig.
Die darauf folgende vorläufige Beurteilung des Baudepartements ergab, dass die
Rekurse an sich unbegründet seien. Davon ausgenommen war einzig die gerügte
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Abschirmung beim OMEN Nr. 01A. Aus diesem Grund regte das Baudepartement ein
Korrekturgesuch an, weshalb es das Rekursverfahren am 15. April 2011 sistierte.
d) Das Korrekturgesuch datiert vom 25. März 2011. Das AFU nahm dazu am
26. September 2011 Stellung. Drei der Einsprecher beantragten mit Eingabe vom
6. November 2011 sinngemäss die Abweisung auch des Korrekturgesuchs. Mit
Beschluss vom 3. April 2012 wies der Gemeinderat die Einsprachen ab und bewilligte
das Korrekturgesuch.
e) Gegen die Bewilligung des Korrekturgesuchs erhob X.Y. wiederum Rekurs beim
Baudepartement mit dem Antrag, es sei der Bauabschlag zu erteilen. Das AFU nahm
am 12. Juli 2012 Stellung zum Vorwurf, dass die Strahlenbelastung der
Mobilfunkanlagen behördlich nicht kontrolliert werde bzw. dass Manipulationen Tür
und Tor offen stehen würden. Die Rekursinstanz vereinigte die beiden hängigen
Verfahren am 12. Februar 2013 und wies sämtliche Rekurse kostenpflichtig ab. Die
differenzierte Kostenverlegung gründete in der Heilung einer Gehörsverletzung der
Baubehörde.
C./ Gegen diesen Rekursentscheid erhob X.Y. am 25. Februar 2013 beim
Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit dem sinngemässen Antrag
Beschwerde, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Baubewilligung zu
verweigern. Eventuell sei die Streitsache zur Ergänzung des Sachverhalts an die
Vorinstanz zurückzuweisen.
D./ Das Baudepartement und die Beschwerdegegnerin beantragten am 25. März 2013
bzw. 11. April 2013, die Beschwerde abzuweisen. Die nachträglich eingeladene
Baubehörde verzichtete am 23. Mai 2013 auf einen Antrag.
E./ Der Beschwerdeführer replizierte am 29. April 2013.
F./ Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird - soweit wesentlich - in den

## Considerations

nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen werden von Amtes wegen abgeklärt.
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1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Seine Eingabe vom 25. Februar 2013 erfolgte rechtzeitig und
erfüllt die formellen Voraussetzungen grundsätzlich (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47
Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
1.2. Einer besonderen Betrachtung bedarf die Beschwerde hinsichtlich der Rüge, das
Qualitätssicherungssystem (QS-System) sei ungenügend.
1.2.1. Die Beschwerde muss begründet werden (Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Die
Begründung ist ein Gültigkeitserfordernis. Fehlt sie oder wird sie nicht innert der
angesetzten Frist nachgereicht, kann auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werden
(Art. 64 und Art. 48 Abs. 3 VRP).
1.2.2. An Qualität und Ausgestaltung der Begründung werden praxisgemäss keine
grossen Anforderungen gestellt. Der Beschwerdeführer muss aber ein gewisses Mass
an Sorgfalt an den Tag legen. Das Verwaltungsgericht lehnt es regelmässig ab, dass
anstelle einer Begründung pauschal auf vor- oder erstinstanzliche Eingaben verwiesen
bzw. diese - wie vorliegend - in der Beschwerdeschrift 1:1 wiederholt werden. Ein
solcher Verweis bzw. eine solche reine Wiederholung ist ungenügend, weil daraus nicht
hervorgeht, in welchen Punkten und weshalb der Entscheid der Vorinstanz
angefochten wird. Es ist aber nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, in
vorinstanzlichen Eingaben nach Gründen zu suchen, weshalb der angefochtene
Entscheid unrichtig sein könnte. Dies hat vielmehr der Beschwerdeführer wenigstens in
groben Zügen zu bezeichnen. Seine Begründung muss dabei weder richtig noch
vollständig sein. Sie ist ausreichend, wenn Argumente vorgebracht werden, nach
denen ein Entscheid oder eine Verfügung auf einer fehlerhaften
Sachverhaltsfeststellung oder Rechtsanwendung beruht. Beziehen sich die Vorbringen
hingegen nicht auf den angefochtenen Entscheid bzw. dessen Motive, genügt die
Begründung den Anforderungen nicht (vgl. zum Ganzen Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, N 921 ff. mit
Hinweisen).
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1.2.3. Nach dem Gesagten ist die Beschwerdebegründung vom 25. Februar 2013
hinsichtlich des gerügten QS-Systems ungenügend. Soweit der Beschwerdeführer
darin einzig auf seine Eingaben an die Vorinstanz verweist und insbesondere auf den
Seiten 4 bis 9 seiner Beschwerde einfach wörtlich die Seiten 2 bis 5 seiner
Rekursergänzung vom 15. Mai 2012 (act. 7, Rekursakten 12-2418, act. 3) an die
Vorinstanz wiederholt, wird nicht klar, inwiefern der nun angefochtene Entscheid falsch
sein soll. Nicht richtig ist, dass sich die Vorinstanz mit seinen Rügen nicht oder zu
wenig auseinandergesetzt habe und deshalb eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
vorliege (vgl. dazu nachfolgend E. 2. und 2.4.). Auf die Beschwerde ist daher bezüglich
der Rüge, das QS-System sei ungenügend, mangels ausreichender Begründung nicht
einzutreten.
1.3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit der
Beschwerdeführer nicht rügt, es sei kein rechtsgenügliches QS-System vorhanden.
2. Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht Gehörsverletzungen geltend.
Nebst seiner Rüge, die Vorinstanz sei nicht auf all seine Ausführungen eingegangen
und habe diese dementsprechend zu Unrecht nicht weiter abgeklärt, behauptet er, der
vom AFU zitierte Bericht betreffend Stichprobenkontrollen bei den
Qualitätssicherungssystemen (QS-Systemen) befinde sich nicht bei den Akten, und
dieser sei ihm auch nicht (unaufgefordert) ediert worden.
2.1. Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch
auf rechtliches Gehör (Art. 15 Abs. 1 und 2 VRP, Art. 29 der Bundesverfassung, SR
101, abgekürzt BV).
2.1.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist einerseits ein persönlichkeitsbezogenes
Verfahrensrecht der Beteiligten und schützt vor Herabminderung zum blossen
Verfahrensobjekt. Andererseits ist er ein Mittel der Sachaufklärung, dient der optimalen
Aufarbeitung der relevanten Entscheidungsgrundlagen und ermöglicht im Rahmen des
Verfahrensrechts die Einführung der Sicht der Betroffenen. Der Anspruch ergibt sich
allein aus dem Verfahren heraus und gilt vorbehaltlos. Inhalt und Umfang des
Gehörsanspruchs sind nicht abstrakt zu umschreiben, sondern am Anspruch auf
wirksame Mitwirkung anhand konkreter tatsächlicher und rechtlicher Gegebenheiten
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nach Fallgruppen und im Einzelfall zu konkretisieren. Voraussetzung der Wahrnehmung
des rechtlichen Gehörs ist eine entsprechende Orientierung der Betroffenen. Sie
bezieht sich auf den zu treffenden Entscheid wie auf den Beizug von Unterlagen und
Gutachten und schliesst geheim geführte Verfahren aus. Das Recht auf rechtliches
Gehör räumt den Betroffenen die Möglichkeit ein, sich vor Erlass eines in ihre
Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern. Mit dem Anspruch auf
effektive Mitwirkung korrespondiert, dass die Behörde die Vorbringen der Beteiligten
tatsächlich hört, prüft und berücksichtigt und ihre Entscheide vor diesem Hintergrund
begründet (G. Steinmann, in: St. Galler Kommentar, 2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2008,
Rz. 21 ff. zu Art. 29 BV).
2.1.2. Der Gehörsanspruch ist formeller Natur. Wird eine Verletzung des Anspruchs
festgestellt, muss der angefochtene Hoheitsakt grundsätzlich aufgehoben werden ohne
Rücksicht darauf, ob die Anhörung für den Ausgang des Verfahrens relevant ist, das
heisst die Behörde zu einer Änderung des Entscheids veranlassen wird oder nicht
(Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 2010, Rz.
1709; BGE 137 I 195 E. 2.2 mit Hinweis). Eine nicht besonders schwerwiegende
Verletzung kann jedoch geheilt werden, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält,
sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die
Rechtslage mit mindestens gleicher Kognition wie die Vorinstanz prüfen kann
(Steinmann, a.a.O., Rz. 32 f. zu Art. 29 BV). So ist die Verweigerung des rechtlichen
Gehörs oder die Verletzung der Begründungspflicht durch die erstentscheidende
Behörde grundsätzlich im Rekursverfahren heilbar, da die Rekursbehörden mit
umfassender Kognition entscheiden (Art. 46 VRP). Demgegenüber ist das
Verwaltungsgericht nur zur Rechtskontrolle befugt (Art. 61 VRP; Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 731 f.).
2.2. Anders als im Zivilverfahren, wo gemäss Art. 131 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung (SR 272, abgekürzt ZPO) Beilagen in genügender Anzahl für alle
Verfahrensbeteiligten einzureichen sind, andernfalls diese auf Kosten der
entsprechenden Partei erstellt werden, um alsdann zusammen mit den Eingaben an
sämtliche anderen Beteiligten verschickt zu werden (Ch. Leuenberger in: Sutter-Somm/
Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, N 5 zu Art. 222 ZPO), wird im
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Verwaltungsverfahren keine den Verfahrensbeteiligten entsprechende Anzahl
Exemplare verlangt. Die Beteiligten werden entsprechend auch nicht mit sämtlichen
Beilagen bedient. Vorakten und Beilagen werden Anwälten regelmässig erst auf
Verlangen zur Einsicht zugestellt. Nicht anwaltlich Vertretene haben die Möglichkeit,
diese Akten auf Wunsch auf der Gerichtskanzlei einzusehen (Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
N 1128). Die Vorinstanz hat demnach keine Gehörsverletzung begangen, weil sie dem
Beschwerdeführer die Beilage zur Stellungnahme des AFU nicht von sich aus zugestellt
hat. Diese Beilage, auf die der Amtsbericht Bezug nimmt, wäre nebenbei gesagt auch
unter www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/ 26023.pdf abrufbar
bzw. über die Google-Suche auffindbar gewesen. Dies gilt insbesondere für den
Beschwerdeführer, der in seinen eigenen Rechtsschriften selbst auf zahlreiche Links
des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) verwiesen hat, wie die Vorinstanz zu Recht
geltend macht.
2.3. Das eben Gesagte gilt auch hinsichtlich des Einwands, die Vorinstanz sei nicht auf
all seine Vorbringen eingegangen, weshalb es zudem den Sachverhalt ungenügend
abgeklärt habe. Art. 29 Abs. 2 BV verlangt zwar, dass die Rechtsmittelinstanz die
Einwände des Beschwerdeführers anhört, prüft und bei der Entscheidfindung
berücksichtigt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich in ihrer schriftlichen
Urteilsbegründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jede
Rüge ausdrücklich widerlegen müsste. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid
wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss in erster Linie so abgefasst
sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben
kann. Zu diesem Zweck müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden,
von denen sich die Rechtsmittelinstanz hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid
stützt (BGer 1C_576/2012 vom 11. Oktober 2013 E. 4.2.).
2.4. Vorliegend hat sich die Vorinstanz mit dem gerügten QS-System in E. 5.3.
auseinandergesetzt und das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers daher nicht
verletzt, auch wenn sie sich nicht mit jedem einzelnen Einwand des Beschwerdeführers
dazu befasst hat. Die Rüge, der vorinstanzliche Entscheid verletze die Teil des
Anspruchs auf rechtliches Gehör bildende Begründungspflicht, ist somit unbegründet
(BGer 1C_338/2012 vom 23. Mai 2013 E. 3.). Davon abgesehen hat die Vorinstanz
hinsichtlich seines Vorwurfs, beim QS-System handle es sich um einen "eigentlichen
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Schwindel", einen Amtsbericht durch die kantonale Fachstelle in Auftrag gegeben, die
das vom Bundesgericht mehrfach anerkannte Kontrollsystem mit ihrer umfassenden
Stellungnahme erneut plausibilisierte (act. 7, Rekursakten 12-2418, act. 8). Aus dem
gleichen Grund liegt auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes gemäss
Art. 12 VRP vor, wie der Beschwerdeführer ebenfalls zu Unrecht behauptet.
2.5. Aus dem Gesagten folgt, dass die Vorinstanz weder das rechtliche Gehör des
Beschwerdeführers verletzt noch den Sachverhalt ungenügend abgeklärt hat.
3. Der Beschwerdeführer rügt, dass kein Ersatzstandort ausserhalb des ISOS-
Perimeters gesucht wurde.
3.1. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (SR
451, abgekürzt NHG) wird durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler
Bedeutung in ein Inventar des Bundes dargetan, dass es in besonderem Masse die
ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs-
oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient. Die
für die Auswahl der Objekte massgebenden Grundsätze sind in den Inventaren
darzulegen. Ausserdem haben diese mindestens die genaue Umschreibung der
Objekte, die Gründe für ihre nationale Bedeutung, die möglichen Gefahren, die
bestehenden Schutzmassnahmen, den anzustrebenden Schutz und die
Verbesserungsvorschläge zu enthalten (Art. 5 Abs. 1 NHG). Dies bedeutet aber nicht,
dass Inventarobjekte überhaupt nicht verändert werden dürfen; die geforderte
ungeschmälerte Erhaltung bezieht sich einzig auf die gemäss Art. 5 Abs. 1 NHG
verlangte Umschreibung der Objekte und vor allem auf die Gründe für ihre nationale
Bedeutung. An Hand der im Inventar enthaltenen Umschreibung des Schutzgehaltes
und der Schutzziele sind die möglichen Beeinträchtigungen des Inventarobjekts zu
messen (BGer 1A.30/2007 vom 9. Oktober 2007 E. 4.2. mit Hinweisen).
3.2. Nach Art. 7 Abs. 2 NHG ist eine Begutachtung durch eine eidgenössische
Kommission im Sinn von Art. 25 Abs. 1 NHG obligatorisch, wenn bei der Erfüllung einer
Bundesaufgabe ein Objekt, das in einem Inventar des Bundes nach Art. 5 NHG
aufgeführt ist, erheblich beeinträchtigt werden kann oder sich in diesem
Zusammenhang grundsätzliche Fragen stellen (BGE 138 II 281 E. 4.3). Die Bewilligung
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einer Mobilfunkanlage stellt nicht bloss ausserhalb, sondern auch innerhalb der
Bauzone eine Bundesaufgabe im Sinn von Art. 78 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR
101) und Art. 2 NHG dar, weshalb das NHG und seine Ausführungserlasse direkt
anwendbar sind (BGer 1C_542/2012 vom 14. Mai 2013 E. 3.). Ob eine solche
Begutachtung notwendig ist, entscheidet die kantonale Fachstelle (Art. 2 Abs. 4 der
Verordnung über den Natur- und Heimatschutz, SR 451.1). Davon abgesehen, dass der
Beschwerdeführer selbst keine Begutachtung verlangt hat, ist die kantonale
Denkmalpflege vorliegend klar zur Auffassung gelangt, dass die nachgesuchte Anlage
am vorliegenden Standort ohne Weiteres errichtet werden könne. Dementsprechend
hat sie eine Begutachtung durch die ENHK nicht in Betracht gezogen, sondern selber
einen Amtsbericht verfasst.
3.2.1. Gemäss Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege vom 30. November 2010
wird die geplante Anlage mit grösstmöglicher Rücksichtnahme auf die geschützten
Objekte und in Beachtung aller denkmalpflegerischen Grundsätze erstellt. Gemäss
Baugesuch ragt die Mobilfunkantenne denn auch bloss 3 m über den Dachfirst hinaus
und wird sehr schlicht gestaltet. Die Fachstelle beurteilte den Eingriff ins Ortsbild
deshalb als sehr minim. Diese Einschätzung bestätigte der anwesende Leiter
Denkmalpflege am Rekursaugenschein vom 22. Februar 2011. Nebstdem, dass die
Antenne den relativ modernen und schlichten Neubau, auf dem die Antenne errichtet
werden soll, nicht störe, werde sie auch sonst vom Strassenzug aus gesehen kaum
wahrnehmbar sein. Sie müsse im Gegenteil direkt gesucht werden. Aber auch vom
gegenüberliegenden Rebhang aus wird die Antenne nach Ansicht des Fachmanns
praktisch nicht erkennbar sein, weil sie im unruhigen Bild des Dorfes verschwinden
wird.
3.2.2. Unbestritten ist zwar, dass die Antenne von der Dachterrasse des
Beschwerdeführers aus sichtbar sein wird, insbesondere wenn sie - je nach Blickwinkel
- den Himmel als Hintergrund hat. Gemäss den Fotos in den Akten verschwindet die
getarnte Antenne jedoch weitgehend vor dem Hintergrund des gegenüberliegenden
Rebhangs (vgl. Augenscheinprotokoll vom 7. März 2011, Fotos in E. 5, act. 7,
Rekursakten 10-6042, act. 13). So oder so wird das darunterliegende geschützte
Ortsbild aber nicht gestört, zumal dessen Schutz nicht soweit geht, dass die Aussicht
aus einem Gebäude innerhalb des geschützten Perimeters ebenfalls unberührt bleiben
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muss, solange das Ortsbild dadurch selbst nicht verletzt wird (vgl. dazu VerwGE B
2012/238 vom 8. November 2013 E. 3.3.3. mit Hinweisen, abrufbar unter:
www.gerichte.sg.ch).
3.3. Das ISOS schützt die Ansiedlung Berneck als "verstädtertes Dorf" (www.sg.ch/
home/kultur/denkmalpflege/ortsbilder_isos/isos_Ortsplanung.html).
3.3.1. Die Vorinstanz hat die im ISOS-Inventar enthaltene Umschreibung des
Inventarobjekts und das Einordnungsgebot gemäss Art. 6 der SchutzVO korrekt
wiedergegeben (act. 2 E. 4.1 f.). Demnach ergibt sich die Einheitlichkeit des Dorfes
Berneck aus der Bebauungsstruktur und nicht etwa aus der Gestaltung der einzelnen
Gebäude (act. 2 E. 4.5). Im betroffenen Gebiet liegt die Qualität des Dorfbildes somit in
erster Linie darin, dass die Hauptachse Züge einer kleinstädtischen Geschäftsstrasse
hat. Unter dieser Prämisse fügt sich die neue Anlage, so wie sie gestaltet werden soll,
besonders gut in das geschützte Ortsbild. Art. 6 SchutzVO verlangt sodann nicht, dass
die neue Anlage ein Gewinn für das optische Bild des Ortes sei. Einzig entscheidend
ist, dass sie den Gesamteindruck des Dorfes nicht stört (B. Zumstein, Die Anwendung
der ästhetischen Generalklausel, Diss. St. Gallen 2001, S. 144 f.), was vorliegend nicht
der Fall ist.
3.3.2. Weder macht der Beschwerdeführer konkret geltend, noch ist sonst ersichtlich,
dass die geplante Antenne am vorliegenden Standort die Schutzziele gemäss ISOS
verletze oder sich sonst nicht gut in das geschützte Ortsbild einordne. Nebst dem,
dass die Anlage für eine Mobilfunkantenne relativ kurz ist, wird der Antennenkörper
zudem mit einer Rohrkonstruktion versehen und damit unsichtbar bleiben, was sonst
auch nicht der Regel entspricht. Die Farbe des Kunststoffrohrs muss mit der
kantonalen Denkmalpflege abgesprochen werden. Dazu kommt, dass sie rückversetzt
und damit möglichst diskret platziert wird. An der guten Einordnung ändert nach
Meinung der Fachstelle auch nichts, dass überdies eine tiefer liegende
Richtfunkantenne angebracht wird.
3.4. Nachdem feststeht, dass die Antennenanlage nicht stärker in Erscheinung tritt, als
es für die Art der Anlage unvermeidlich ist und dass die Schutzziele des Inventars nicht
oder höchstens geringfügig tangiert werden, kann folglich nicht verlangt werden, dass
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Alternativstandorte ausserhalb des ISOS-Perimeters geprüft oder weitergehende
Massnahmen zum Schutz des Ortsbild getroffen werden. Innerhalb der Bauzone
besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung, sofern das
Bauvorhaben - wie vorliegend - zonenkonform ist und die übrigen gesetzlichen
Anforderungen erfüllt. Da auch sonst keine anderen abweichenden Regelungen des
kantonalen oder kommunalen Rechts vorliegen, besteht grundsätzlich kein Raum für
eine umfassende Interessenabwägung unter Berücksichtigung von Alternativstandorten
(BGer 1C_661/2012 vom 5. September 2013 E. 3. mit Hinweisen).
3.5. Der Beschwerdeführer behauptet, dass nebst der als Abluftrohr getarnten
Hochantenne nicht bloss eine, sondern zwei Richtfunkantennen installiert werden
müssten. Die Vorinstanz wendet dazu zu Recht ein, dass die Betreiberin nur eine
Richtfunkantenne zur Bewilligung eingegeben habe, weshalb ein weiteres Baugesuch
nötig wäre, wollte sie tatsächlich eine zweite Richtfunkantenne in Betrieb nehmen. Die
blosse Behauptung des Beschwerdeführers, für den sicheren Betrieb der Anlage seien
zu 99,9 Prozent zwei Spiegel nötig, reicht nicht aus, die Bewilligung zu verweigern bzw.
die Angelegenheit zurückzuweisen, damit die Vorinstanz von Amtes wegen weitere
Abklärungen dazu treffe (Cavelti/Vögeli, a.a.O., N 604 und 611).
4. Hinsichtlich der Rüge das QS-System betreffend ist - wie gesagt - auf die
Beschwerde nicht einzutreten. Allerdings würde sich diese selbst bei gegebenen
Eintretensvoraussetzungen als unbegründet erweisen.
4.1. Wie im Rekursverfahren rügt der Beschwerdeführer, das vorhandene QS-System
genüge dem heutigen Stand der Technik und den heutigen Erkenntnissen nicht, zumal
die bundesgerichtliche Entscheidgrundlage zwischenzeitlich überholt sei. Dazu komme,
dass die Messbarkeit nach wie vor ungenügend sei und dass inzwischen die
Überwachung und Steuerung der Mobilfunknetze im Ausland - dort vor allem in
Billiglohnländern - vorgenommen werde und demnach grundsätzlich nicht überprüfbar
sei. Das Bundesgericht werde dazu demnächst einen Grundsatzentscheid fällen.
4.2. Der damit angesprochene Entscheid des Bundesgerichts 1C_661/2012 datiert vom
5. September 2013. Dort führt das oberste Gericht in E. 4.3. aus, dass es sich nun
bereits mehrfach mit der Frage der Messunsicherheit bei NIS-Abnahmemessungen
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auseinandergesetzt und sich hierbei immer auf die Messempfehlungen des
Bundesamts für Umwelt (BAFU) und des Eidgenössischen Instituts für Metrologie
(METAS) für GSM- und UMTS-Basisstationen 2002 und 2003 gestützt habe. Diese
seien seither durch den Entwurf "NIS-Abnahmemessungen bei GSM-Basisstationen
mit EDGE-Betrieb" vom 28. November 2005 und verschiedene Vergleichsmessungen
und technische Untersuchungen des METAS (2005-2007) ergänzt worden. Im Mai 2012
sei der Technische Bericht "Measurement Method for LTE Base Stations" zur neuen
Generation von Mobilfunkantennen veröffentlicht worden, für die noch keine offizielle
Messempfehlung des BAFU/METAS vorliege. Immerhin gehe aber auch dieser Bericht -
wie schon die Messempfehlungen für UMTS und GSM - davon aus, dass die gesamte
erweiterte Messunsicherheit U den Wert von ±45 Prozent nicht überschreiten dürfe
(unter Berücksichtigung einer Unsicherheit der Probenahme von ±15 Prozent). Dies
lasse darauf schliessen, dass dieser Wert auch heute noch dem Stand der Technik
entspreche, auch unter Berücksichtigung der von den Beschwerdeführern erwähnten
Möglichkeit der Kalibrierung der Messeinrichtung mit einem Signal, das bezüglich
Frequenz, Intensität, Polarisation und Modulation genau dem zu messenden
Mobilfunksignal entspreche. Angesichts der technischen Entwicklung auf dem Sektor
der Telekommunikation in den letzten zehn Jahren erscheine es dennoch angebracht,
sich zu vergewissern, dass die Messempfehlungen noch dem heutigen Stand der
Technik entsprechen. Da die Sache ohnehin an das Verwaltungsgericht
zurückgewiesen werde, rechtfertige es sich, dieses zu verhalten, im weiteren Verfahren
einen Amtsbericht des METAS zu dieser Frage einzuholen.
4.3. Für den vorliegenden Fall heisst das, dass das angewandte QS-System den
Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an eine wirksame Kontrolle
der Emissionsbegrenzung nach wie vor genügt. Der im zitierten Entscheid angeordnete
ergänzende Amtsbericht des METAS war im erwähnten Fall sinnvoll und deshalb auch
noch einzuholen, weil die Sache bereits aus anderen Gründen zur weiteren Abklärung
zurückgewiesen werden musste. Zwingend war der Bericht aber nicht. Dies zeigt sich
insbesondere aus dem späteren BGer 1C_329/2013 vom 23. Oktober 2013, wo das
Bundesgericht in E. 6.1. wiederum festgehalten hat, dass das vom BAFU empfohlene
QS-System eine zulässige Alternative zur Kontrolle durch bauliche Vorkehrungen
darstelle und den Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an eine
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wirksame Kontrolle der Emissionsbegrenzungen grundsätzlich genüge, weshalb es die
Beschwerde der Einsprecher abwies.
4.4. Das Bundesgericht hat zwischenzeitlich auch den Einwand geprüft und verworfen,
dass das QS-System der Mobilfunkbetreiber deshalb ungenügend sei, weil die Steuer-
und Überwachungszentrale des Mobilfunknetzes aus Kostengründen ins Ausland
verlegt worden sei und damit eine Überprüfung der Rohdaten vor Ort nicht mehr
durchgeführt werden könne bzw. nie durchgeführt worden sei. Das Gericht schloss
sich der Meinung des BAFU an, das in seinem im Januar 2012 vorgelegten Bericht
"Stichprobenkontrollen von Mobilfunksendeanlagen und Überprüfung der
Qualitätssicherungssysteme der Mobilfunkbetreiber Orange, Sunrise, Swisscom und
SBB" zum Ergebnis gekommen war, dass für das ordnungsgemässe Funktionieren der
QS-Systeme und deren Kontrolle der Standort der zugehörigen Rechner und
Speichermedien nicht von Belang sei (BGer 1C_661/2012 vom 5. September 2013 E.
5.2 in Verbindung mit E. 5.1; BGer 1C_329/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 6.4).
Nachdem sich damit der Einwand des Beschwerdeführers, das kantonale Amt für
Umwelt könne seine Aufsichtspflicht nicht wahrnehmen, da sich die Steuerungszentrale
von Orange im Ausland befinde, als unbegründet erwiesen hat, könnte selbst im Fall,
dass diesbezüglich auf die Beschwerde eingetreten werden müsste, darauf verzichtet
werden, entsprechende Reisedokumente, Flugbillette, Hotelrechnungen und
Prüfprotokolle von diesen Reisen der kantonalen Beamten nach Rumänien etwa, als
Beweismittel herauszuverlangen (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 136 I 229 E. 5.3
mit Hinweisen).
5. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die errechneten Abstrahlungswerte
beim OMEN 12 seien so nahe an den Grenzwerten, dass diese bei kleinsten
Veränderungen überschritten werden könnten. Diese Nähe zu den Grenzwerten sei
unzumutbar, weil die verwendeten Messgeräte eine Ungenauigkeit von ± 20 bis 42
Prozent aufwiesen statt wie vorliegend nötig von 2,5 Prozent.
5.1. Damit verlangt der Beschwerdeführer dem Sinn nach, dass für die Anlagewerte
eine der Messunsicherheit entsprechende Distanz zu den Grenzwerten vorzusehen sei.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/16
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5.2. Das Bundesgericht lehnt es bei der rechnerischen Strahlungsprognose im
Standortdatenblatt grundsätzlich ab, einen Faktor für die Messunsicherheit zu
berücksichtigen, weil dies sonst auf eine Verschärfung des Anlagegrenzwertes
hinauslaufen würde (BGer 1C_329/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 7.2. mit Hinweis).
5.3. In diesem Zusammenhang ist zudem daran zu erinnern, dass es sich bei den
Anlagegrenzwerten nicht um Gefährdungswerte, sondern um vorsorgliche
Emissionsbegrenzungen handelt, welche die Strahlung auf das technisch und
betrieblich mögliche und wirtschaftlich tragbare Mass reduzieren sollen. Bei solchen
Grenzwerten im Vorsorgebereich kommt gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts
auch bei den konkreten Messungen der Grundsatz zur Anwendung, wonach der
gemessene Wert massgeblich ist und die Messunsicherheit weder dazugerechnet noch
abgezogen wird (BGer 1C_329/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 7.3. mit Hinweis).
6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die geplante Antennenanlage im Einklang mit
dem ISOS-Inventar und der SchVO steht und dass somit kein Alternativstandort
gesucht werden muss. Weiter erweisen sich die Einwände betreffend die
Strahlenbelastung der Anlage als unbegründet. Die Beschwerde ist damit abzuweisen,
soweit darauf einzutreten ist.
7. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht