# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 72cc7395-7b45-4e0a-8045-33bd4cc37f45
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Erbschein
im Nachlass von B._, geboren tt. Februar 1925, von C._ ZH,  tt.mm.2014, wohnhaft gewesen D._-Str. ..., E._,
Berufung gegen einen Erbschein des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 22. November 2017 (EM170348)
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Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf: (act. 13)
1. Im Nachlass des Erblassers wird bescheinigt:
a) Gemäss urkundlicher Feststellung hat der Erblasser als gesetzliche
Erben hinterlassen: A. die Ehefrau:
F._, geb. tt.9.1931, von C._,
whft. D._-str. ..., E._, Zustelladresse: Gesundheitszentrum
G._, ... [Adresse] B. die Nachkommen:
H._, geb. tt.12.1954, von C._,
whft. ... [Adresse] I._, geb. tt.11.1956, von E._,
whft. ... [Adresse] A._, geb. tt.3.1958, von C._,
whft.... [Adresse]
b) Gemäss dem am 18. Februar 2014 amtlich eröffneten Erbvertrag vom
27. Februar 2012 gelangen ausser den gesetzlichen Erben keine wei-
teren Personen zur Erbfolge.
c) Bis heute ist weder eine Einsprache erhoben noch die Ausschlagung
der Erbschaft erklärt worden, so dass die gesetzlichen Erben- unter
dem Vorbehalt allfälliger erbrechtlicher Klagen - zur Erbfolge gelangen
und als anerkannt gelten.
2. Es werden keine Gerichtsgebühren erhoben.
3. [Mitteilung]
4. [Rechtsmittelbelehrung]
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Berufungsanträge: (act. 14 S. 2)
1. Es seien die Erwägungen wegzulassen und der Wegfall der  per 12.12.2014 im Dispositiv zu ergänzen oder eventualiter sei der unrichtig festgehaltene und rechtsverletzende Sachverhalt in den Erwägungen richtigzustellen, d.h. es seien nur Fakten im Zusammenhang mit der Erbbescheinigung zu . (Bereits am 12. Februar 2015 habe ich infolge Wegfall der Willensvollstreckung um die Ausstellung eines angepassten  ersucht unter Rückgabe von 4 der 9 ausgefertigten  vom 1. April 2014 (Geschäfts-Nr. EM140086). Die Angelegenheit der Willensvollstrecker-Bescheinigungen tut nichts zur Sache).
2. Ebenso sei die im Dispositiv unter Ziffer 1. lit. a) A. aufgeführte Adresse der Ehefrau zu aktualisieren (Vorschlag: F._, geb. tt.9.1931, von C._ ZH, gesetzlicher Wohnsitz in E._, Aufenthaltsadresse: Gesundheitszentrum G._, ... [Adresse]).
Dies unter Kostenfolge zulasten des Bezirksgerichtes Dielsdorf.

## Considerations

Erwägungen:
1.
Im Nachlass von B._, geboren am tt. Februar 1925, gestorben am
tt.mm.2014, erliess das Bezirksgericht am 22. November 2017 einen Erbschein,
der denjenigen vom 1. April 2014 ersetzt. Der Erbschein vom 22. November 2017
wurde der Berufungsklägerin zusammen mit einem erläuternden Schreiben vom
10. Januar 2018 (Postaufgabe: 11. Januar 2018) zugestellt (act. 10 und act. 16/1).
Am Montag 22. Januar 2018 (Datum Poststempel) erhob die Berufungsklägerin
rechtzeitig Berufung. Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen. Das Verfah-
ren ist spruchreif.
2.
Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, mit Urteil vom 18. Februar 2014 sei der
Erbvertrag vom 27. Februar 2012 eröffnet worden. Am 1. April 2014 sei ein Erb-
schein ausgestellt worden. Rechtsanwalt Dr. J._ sei als Willensvollstrecker
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aufgeführt worden. Am 12. Dezember 2014 habe dieser mitgeteilt, dass er das
Willensvollstreckermandat niederlege. Als Ersatzwillensvollstreckerin sei die
K._ GmbH in Frage gekommen. Der Streit darüber, ob diese Gesellschaft
Willensvollstreckerin geworden sei, sei letztinstanzlich vom Bundesgericht im Ent-
scheid 5A_702/2016 beendet worden. Das Bundesgericht sei zum Schluss ge-
kommen, die K._ GmbH habe das Mandat nicht rechtswirksam angenom-
men. Auf Gesuch der Berufungsklägerin hin sei ein neuer Erbschein auszustellen.
3.
Die Berufungsklägerin vertritt die Auffassung, ein Erbschein müsse nicht begrün-
det werden. Die Erwägungen zur Willensvollstreckung seien überflüssig. Da der
Erbschein zur Legitimation insbesondere gegenüber Banken verwendet werde
und auf diesem Weg Dritten zur Kenntnis gelange, liege eine Verletzung daten-
schutzrechtlicher Bestimmungen sowie des Persönlichkeitsrechts der Berufungs-
klägerin vor. Weiter bemängelt die Berufungsklägerin, die Adresse von F._
sei unzutreffend, da E._ lediglich der Wohnort sei. Aufenthaltsort von
F._ sei das Pflegeheim des Gesundheitszentrums G._ in ....
4.
Die Vorinstanz zog mit dem Erbschein vom 22. November 2017 den früheren in
Wiedererwägung, was zu Recht begründet wurde. Die Erwägungen bringen das
Wesentliche auf den Punkt und sind nicht zu beanstanden. Von einer Persönlich-
keitsverletzung oder einer Missachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen
kann keine Rede sein, auch dann nicht, wenn der Erbschein zu Legitimations-
zwecken Dritten wie etwa Banken vorgelegt wird. Dass eine Begründung Elemen-
te enthält, die den Sachverhalt – hier insbesondere hinsichtlich der Willensvoll-
streckung – näher beleuchten, liegt in der Natur der Sache.
Die Berufungsklägerin beanstandet die im Dispositiv aufgeführte Adresse von
F._. Die Vorinstanz erwähnte als Wohnadresse die D._-strasse ... in
E._ und vermerkte die Zustelladresse "Gesundheitszentrum G._, Pfle-
gewohngruppe ..." in .... Dass dies fehlerhaft sein soll, ist nicht ersichtlich und
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ergibt sich insbesondere nicht aus den Rügen der Berufungsklägerin. Sie führt
selber aus, die D._-strasse ... in E._ sei der gesetzliche Wohnsitz von
F._, während sie sich tatsächlich im Gesundheitszentrum in ... aufhalte. Ge-
nau dies steht im Erbschein.
Der angefochtene Entscheid weist keine Mängel auf. Da nur ein Entscheid, nicht
aber dessen Begründung angefochten werden kann, ist auf die Berufung in Bezug
auf die erstgenannte Rüge nicht einzutreten. Hinsichtlich der Rüge der falschen
Adresse im Dispositiv ist die Berufung abzuweisen.
5.
Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens der Berufungskläge-
rin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).