# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 245b7b4c-7013-479c-bd24-392db3533bc3
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. C._ einerseits und die Eheleute D._ und E._ andererseits sind Stockwerkeigentümer der Parzelle Nr. _ mit den StWEG-Parzellen Nr. _ (C._) und Nr. _ (D._ und E._) mit Wertquoten von 389/1000 (C._) und 611/1000 (D._ und E._) in der Gemeinde O.1_. A._ und B._ sind gegenwärtig Eigentümer der Parzelle Nr. _ in O.1_. Auf dieser Parzelle lastet ein als Grunddienstbarkeit eingetragenes "Mitbenützungsrecht an Heizanlage mit besonderer Unterhaltsregelung" und ein "Anschluss- und Durchleitungsrecht für Werkleitungen" zu Gunsten der vorerwähnten Parzelle Nr. _, wobei sich die Heizanlage sowie der Kontrollschacht für Werkleitungen und weitere Installationen im Heizungsraum im Keller des Hauses auf Parzelle Nr. _ befinden. Im Weiteren ist im Grundbuch zu Lasten von Parzelle Nr. _ ein "Fusswegrecht mit besonderer Unterhaltsregelung" sowie ein "Benützungsrecht am Keller Nr. 1" und ein "Benützungsrecht am Keller Nr. 2" zu Gunsten der StWEG-Nr. _ und _ eingetragen. Am _. Dezember 2011 brachten A._ und B._ an der Türe zum Heizungs- und Technikraum ein Schloss an und verwehren C._ und den Eheleuten D._ und E._ damit seither den Zutritt zu diesem Raum. In der Folge war deshalb die Zutrittsberechtigung von C._ und den Eheleuten D._ und E._ zum Heizungs- und Technikraum streitig; im Gegensatz zu A._ und B._ sind C._ und die Eheleute D._ und E._ der Ansicht, dass die Dienstbarkeiten "Mitbenützungsrecht an Heizanlage" und "Anschluss- und Durchleitungsrecht für Werkleitungen" zwingend auch ein Zugangsrecht zur Heizanlage bzw. zum Technikschacht beinhalten.
B. Zur umgehenden Durchsetzung des Zugangsrechts zum Heizungs- und Technikraum stellten C._ und die Eheleute D._ und E._ (nachfolgend Gesuchsteller) beim Einzelrichter des Bezirksgerichts Inn mit Eingabe vom 7. Oktober 2013 ein Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen. Darin beantragten sie was folgt:
"1. Die Gesuchsgegner seien unter Androhung der Strafandrohung nach Art. 343 Abs. 1 ZPO und Art. 292 StGB zu verpflichten, den Zugang zum Heizungs- und Technikraum in der Liegenschaft auf dem Grundstück O.1_, Gbbl.-Nr. _, für die Gesuchsteller zu allen Zeiten und uneingeschränkt zu ermöglichen und offen zu halten, unter Abgabe je eines Schlüssels an den Gesuchsteller 1 und
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an die Gesuchsteller 2 zur Tür zum Heizungsraum innert angemessener, vom Gericht anzusetzender Frist, oder unter Entfernung des an der Tür zum Heizungsraum angebrachten Schlosses innert angemessener, vom Gericht anzusetzender Frist.
2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 8% Mehrwertsteuer, zu Lasten der Gesuchsgegner, wobei die Prozesskosten im Prozess über die Hauptsache zu verlegen sind."
Begründend führten die Gesuchsteller aus, zur Ausübung der fraglichen Dienstbarkeiten, namentlich für die Bedienung, den Unterhalt, die Kontrolle und allenfalls die Reparatur der Heizungsanlage, sei ein Zugang zu den Leitungen und zum Kontrollschacht erforderlich. Dies ergebe sich auch aus der Auslegung der Dienstbarkeiten. Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil bestehe insofern, als jederzeit eine technische Störung, ein Defekt oder ein Brand bei der Heizanlage auftreten könne, welche einen raschen Zugang zum Heizungs- und Technikraum notwendig machen würde. Obwohl bislang noch kein derartiges Ereignis eingetreten sei, begründe die latente Gefahr eines solchen die Dringlichkeit, den Zugang vorsorglich zu ermöglichen.
C. In der Stellungnahme vom 31. Oktober 2013 beantragten A._ und B._ die Abweisung dieses Gesuchs unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zu Lasten der Gesuchsteller. Aus den fraglichen Dienstbarkeiten lasse sich kein uneingeschränktes Zugangsrecht zum Heizungs- und Technikraum ableiten und die geforderte Dringlichkeit sei nicht gegeben, da sie die Ehegatten F._, welche in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnen, mit der Überwachung der Heizungsanlage beauftragt hätten. Zudem sei in den vergangenen Jahren noch nie eine Störung oder ein Defekt aufgetreten und die Gesuchsteller hätten mit der Einreichung des Gesuches um Erlass vorsorglicher Massnahmen seit ihrer erstmaligen Beanstandung über eineinhalb Jahre und damit zu lange zugewartet.
D. In der Folge wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. In der Replik vom 7. November 2013 resp. der Duplik vom 20. November 2013 hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.
E. Mit einzelrichterlichem Entscheid vom 27. Dezember 2013, mitgeteilt am 17. Januar 2014, erkannte das Bezirksgericht Inn was folgt:
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"1. Das Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen wird vollumfänglich gutgeheissen.
2. Die Gesuchsgegner werden unter Strafandrohung nach Art. 292 StGB verpflichtet, innert 10 Tagen seit Rechtskraft des vorliegenden Urteils den Zugang zum Heizungs- und Technikraum in der Liegenschaft auf dem Grundstück, Parzelle Nr. _, Grundbuch O.1_, für die Gesuchsteller zu allen Zeiten und uneingeschränkt zu ermöglichen und offen zu halten, unter Abgabe je eines Schlüssels an den Gesuchsteller 1 und 2 zur Tür zum Heizungsraum oder unter Entfernung des an der Tür zum Heizungsraum angebrachten Schlosses.
3. Den Gesuchstellern wird eine Frist von 60 Tagen seit Zustellung des vorliegenden Urteils zur definitiven Klärung des Inhalts und Umfangs des "Mitbenützungsrecht an Heizungsanlage" sowie des "Anschluss- und Durchleitungsrechts für Werkleitungen" zu Gunsten Parzelle Nr. _ und zu Lasten Parzelle Nr. _, Grundbuch O.1_, angesetzt. Bei unbenutztem Ablauf der Frist zur definitiven Klärung des Inhalts und Umfangs des "Mitbenützungsrecht an Heizungsanlage" sowie des "Anschluss- und Durchleitungsrechts für Werkleitungen" im ordentlichen Verfahren fällt die provisorische Anordnung in Ziff. 2 des Dispositivs ohne weiteres dahin.
4. (Gerichtskosten)
5. (Aussergerichtliche Entschädigung)
6. Gegen diesen Entscheid kann zivilrechtliche Berufung geführt werden (Art. 308 ff. ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden, Poststrasse 14, 7002 Chur, innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 311 und Art. 314 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).

## Considerations