# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1bd7fef5-0b1b-52b2-84be-09dfa4e98e94
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1958
,
war in den Jahren 2009 bis 2011
als
selbstän
dige Werbeartikelverkäuferin im Aussendienst
tätig
(
Urk.
10/4
Ziff.
6.3).
Unter Hinweis auf
eine Diskushernie, eine Spinalkanalverengung sowie eine künstliche Bandscheibe
meldete sich die Versicherte am
2.
April 2013
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/4
). Die
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerb
liche Situation ab, zog Akten de
s
Krankentaggeldversicherers
bei (
Urk.
10/11
) und holte ein
internistisch-rheumatologischen
Gutachten ein, das am
28. Au
gust 2014
erstattet wurde (
Urk.
10/3
8
).
Nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
10/45
) sprach die IV-Stelle mit Verfügung vom
7. Juli 2015
der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von
70
%
eine
ganze
Rente ab
1. Oktober 2013 bis 30. April 2014
zu (
Urk.
10/81-85
=
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
14. August 2015
Beschwerde gegen die Verfügung vom
7. Juli 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr
vom 1. Oktober 2013 bis 10. Februar 2014 eine ganze, vom 11. Februar 2014 bis 31. März 2015 eine Dreiviertels- und ab 1. April 2015 wieder eine ganze Rente
zuzusprechen
.
E
ventuell sei
die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese eine polydisziplinäre Begutachtung veranlasse und hernach über den Rentenanspruch neu verfüge. Subeventuell habe das hiesige Gericht eine polydisziplinäre Begutachtung zu veranlassen und über eine über den 30. April 2014 hinausgehende Rente zu entscheiden
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
November 2015
(
Urk.
8
) die
teilweise Gutheissung und Rückweisung
der Beschwerde
zu weiteren medizinischen Abklärungen
. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
17. No
vember 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11
).
Mit Stellungnahme vom 19. No
vember 2015
lehnte
die Beschwerdeführerin
die von der Beschwerdegegnerin beantragte
Rückweisung zu weiteren medizinischen Abklärung ab und bean
tragte
zugleich
, die Verfügung vom 7. Juli 2015
sei aufzuheben und es sei ihr
vom 1. Oktober 2013 bis 10. Februar 2014 eine ganze, vom 11. Februar 2014 bis 31. März 2015 eine Dreiviertels- und ab 1. April 2015 wieder eine ganze Rente
zuzusprechen
. Eventuell habe das hiesige Gericht eine polydisziplinäre Abklärung zu veranlassen und anschliessend die Frage eines Anspruchs auf eine über den 30. April 2014 hinausgehende Rente zu entscheiden
(
Urk.
12)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
min
-
des
tens
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung
der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzu
sehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst
beförderlichen
Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (vgl. zum Ganzen BGE 137 I 195 E. 2.3.2; BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2; BGE 133 I 201 E. 2.2).
Be
i
ungenügenden Abklärungen
durch den Versicherungsträger holt
die Be
schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein
, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine
Administrativ
expertise
in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der
–
anschliessend
reformatorisch entscheidenden
–
Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E
ine Rückweisung an den Versicherungsträger
bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten
Frage begründet
ist.
Ausserdem
bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück
zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE
137 V 210
E.
4.4.1.
4 mit Hin
weisen; Urteil des Bundesgerichts
8C_815/2012 vom 21.
Oktober 2013 E.
3.4
,
publi
ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S.
3)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abkl
ärungen, insbesondere das
internistisch-
rheumatolo
gische Gutachten vom 28. August 2014
(
Urk.
10/3
8
)
, davon aus,
dass
der
Be
schwerdeführerin
ihre bisherige Tätigkeit
per November 2013 wieder zu 70
%
zumutbar gewesen sei und ab Januar 2014 keine Arbeitsunfähigkeit mehr be
standen habe. Gestützt darauf sprach sie der Beschwerdeführerin von Oktober 2013 bis und mit April 2014 eine ganze Rente zu.
2.2
Die Beschwerdeführerin bestritt beschwerdeweise (
Urk.
1) die von der
Be
-
schwerde
gegnerin
angenommene
Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit und machte im Wesentlichen geltend,
dass sich die durch die Beschwerdegegnerin verfügte Aufhebung der ganzen Invalidenrente selbst gestützt auf das
inter
nistisch-rheumatologische
Gutachten nicht begründen lasse (S. 10 Mitte). Ent
gegen dem Gutachten
s
auftrag habe keine
Evaluation der funktionellen Leis
tungsfähigkeit
(
EFL
)
stattgefunden. Das Gutachten sei deshalb unvollständig und nicht verwertbar
, weshalb der rechtserhebliche Sachverhalt nicht ausrei
chend abgeklärt sei
(S. 10 unten). Obwohl die Beschwerdegegnerin
vor
Verfü
gungs
-
erlass
über die neuen pathologischen Befunde umgehend informiert wurde, habe sie es unterlassen, den diesbezüglichen rechtserheblichen Sachver
halt abzuklären
(S. 11 unten)
. Der rechtserhebliche Sachverhalt sei gestützt auf die durch
Dr.
Y._
attestierten
und durch
Dr.
Z._
bestätigten
Arbeitsunfä
higkeitsbeurteilungen
festzustellen
(S. 12 Mitte)
.
Aufgrund der neurologischen
Ausfälle und des
cervikalen
Schmerzsyndroms sei eine polydisziplinäre Abklä
rung angezeigt (S. 14).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin verhält und ob die Rentenbefristung rechtens war. In die
sem Zusammenhang stellt sich insbesondere die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine abschliessende Beurteilung zulässt.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Rheumatologie und für Allge
meine Innere Medizin, nannte im internistisch-rheumatologischen Gutachten vom 28. August 2014 (
Urk.
10/3
8
) als
rheumatologische
Diagnose
mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der Lendenwirbelsäule (LWS) bei Status nach vier lumbalen Operationen
(S. 38)
:
25. April 2012: mikrochirurgische Dekompression L5/S1 links wegen
lumboradikulärem
Syndrom S1 links bei medio-lateraler Diskushernie L5/S1 links und
11. Oktober 2012: Diskektomie L5/S1 mit ventraler
Spondylodese
L5/S1 und
13. Juni 2013: dorsale
Spondylodese
L4 bis S1 mit Schraubenfehllage L4 rechts mit
Fussheberparese
M4-5 rechts mit
Replazierung
der Schraube L4 rechts am 18. Juli 2013 und deutlichen Verbesserung der Fusskraft rechts und
bildgebend guten postoperativen Verhältnissen bei diskreter
epifusio
neller
Stenose L3/4, leichter Verengung der
Recessi
laterale L4 beid
seits sowie kleine Diskushernien L3/4 links und L4/5 rechts mit leichter Einengung der
Neuroforamen
L3/4
linkgs
und L4/5 rechts ohne Kompression neuraler Strukturen (MRI Juni 2014 und Röntgen Februar 2014)
Zusammenfassend kam sie zum Schluss, dass bei der Beschwerdeführerin struktu
relle Veränderungen im Bereich der LWS bestehen würden, die ihre Leistungsfähigkeit einschränke
n würden
. Eine angepasste Tätigkeit könne sie jedoch zu 100
%
ausüben (S. 39 unten).
Die Beschwerdeführerin könne Lasten bis 10 kg heben oder tragen, was einem leichten Belastungs
profil entspreche (S. 41 oben).
Im Medikamentenspiegel
habe
trotz gegenteiliger Angaben keine Schmerzmitteleinnahme nachgewiesen werden
können
(S. 39).
Zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeiten führte sie aus, dass d
ie Beschwerdeführe
rin vom
2.
April 2012 bis 31. Oktober 2013 in jeglicher Tätigkeit zu 100
%
ar
beitsunfähig gewesen
sei
. Ab
1.
November 2013
habe
sie eine angepasste Tätig
keit zu 30
%
ausüben
können
, mit rascher Steigerungsmöglichkeit
.
Ab dem
19. Januar 2014, somit spätestens sechs Monate nach der letzten lumbalen
Opera
tion am 18. Juli 2013, sei sie in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 100
%
arbeitsfähig gewesen
(S. 4
2
oben
, S. 43 unten)
.
Vom 8. Juli bis 1
2.
Au
-
gust
2014 war sie aufgrund einer Perikarditis wiederum in jeglicher Tätigkeit arbeitsunfä
hig (S. 4
2
oben
, S. 44 oben).
Schliesslich hielt die Gutachterin fest, dass sie aufgrund des aktuellen
absoluten
Sportverbots auf die Durchführung der am 15. September 2014 geplanten Eva
luation der funktionellen Leistungsfähigkeit verzichtet habe. Aufgrund der ein
deutigen Befunde und Unterlagen habe sie die Leistungsfähigkeit dennoch be
urteilen können (S. 44 unten).
3.2
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
nannte in sei
ner orthopädischen Beurteilung vom 23. Dezember 2014 (
Urk.
10/59 =
Urk.
3/5) die folgenden Diagnosen (S. 5
Ziff.
9):
g
lobale Insuffizienz der Wirbelsäulenmuskulatur und chronisches Schmerzsyndrom lumbal nach vier Eingriffen L4- S1
d
egen
e
rative LWS-Veränderungen mit grenzwert
i
gem
Spinalkanaldurch
messer
L3/4 u
nd
Spondylarthrose
L2/3
und
L3/4 (sogenannt kleine
In
stabilitätsze
i
chen
)
l
eichte globale Parese rechtes Bein für Hüftflexion, Extens
i
on, Abduk
t
i
on und Dorsalextension F
uss
rechts (PD
Dr.
B._
, FMH Neurologie)
Hypästhesie, Dysästhesie links im S1 Gebiet
Status nach
Repla
t
zierung
Schraube L4 rechts 1
8.
Juli
2013
Status nach
dorsaler
Spondylodese
L4-S1 mit
transped
i
kulärer
Fixat
i
on L4, L5 und S1 sowie
interkorporeller
Abstützung
transforaminal
links mit
Trabecular
metal
C
age 1
3.
Juni
2013
Status nach
ventraler Diskektomie u
nd
Spondylodese
L5/S1 mit
Synfix
mit
ChronOs
und
Putty
1
2.
Oktober
2012
Status nach Mikrodiskektomie L5/
S1 links 2
5.
April
2012
l
eichte
Epikondylitis
humeri
radialis
rechts
Status nach
Excision
eines
Mammatumors
1985
Bei dem von der Beschwerdeführerin angeregten Gutachten gehe es um die noch
malige Evaluation der Arbeitsunfähigkeit.
Die von der Beschwerdeführerin gemachten Angaben, dass sie etwa eine halbe Stunde aktiv sein könne und dann wieder Positionswechsel, Ruhe oder Übungen durchführen müsse, seien plausibel und erachte er als korrekt (S. 5 unten). Seiner Einschätzung nach sei die von
Dr.
Y._
attestierte Arbeitsfähigkeit von 40
%
realistisch, korrekt und wahrscheinlich auf die nächsten Monate nicht veränderbar (S. 6 oben). Eine selbständige Tätigkeit mit individuellem Gestalten des Tagesablaufes sei bereits der ideal angepasste Zustand und etwas noch
A
ngepassteres
sei nicht vorstell
bar. Man könne lediglich noch die Koffer oder die Auswahlsendungen
,
die die Beschwerdeführerin bei ihrer Arbeit mitnehme
,
im Gewicht reduzieren, dann hätte sie aber wieder nicht mehr die gleiche Qualität in ihrer Kol
lektion und dies wäre beruflich
keine Verbesserung (S.
6 Mitte). Die Begründungen im rheuma
tologischen Gutachten würden nicht dem klinischen Alltag entsprechen, wes
halb er sich der Meinung von
Dr.
Y._
anschliesse, dass die Beschwerdefüh
rerin im Moment mindestens 50 bis 60
%
arbeitsunfähig sei (S. 7 unten).
3.3
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtet
e
am
1.
April 2015 (
Urk.
10/66) neu von zer
vikalen Schmerzen
und beidseitigen Rotationseinschränkungen
und attestierte der Beschwerdeführerin e
ine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
3.4
Die Ärzte des
C._
berichteten nach radiologischer Untersu
chung und MRI der Halswirbelsäule (HWS) am 2
9.
April 2015
(
Urk.
10/67)
von zervikalen Rückenschmerzen mit vermehrten muskulären
Triggerpunkten
sowie muskulären Verspannungen und
Myogelosen
. Die Einschränkung der Beweg
lichkeit im Bereich der HWS sei im Rahmen der muskulären
Dysbalance
sowie der Haltungsinsuffizienz zu bewerten.
Zudem
seien in den konventionell-radi
ologischen Bildern der HWS eine Verschmälerung des
Intervertebralraumes
auf mehreren Etagen, vor allem C4/5 und C5/6, sowie
spondylophytäre
Anbaute
ventralseitig
und generalisierte
Unkar
t
h
rosen
festgestellt worden. Im MRI der HWS habe sich eine dorsalseitige Diskushernie auf mehreren Höhen mit
forami
naler
Einengung vor allem rechts sowie auch links gezeigt. Die radiologischen und klinischen Befunde
würden eine degenerative sowie
foraminale
Einengung und Affektions-Kompression der Nervenwurzel, vor allem C5 und 6 rechts, aber auch C7 links zeigen (S. 3 Mitte f.). Anhand der Anamnese und der körperlichen Untersuchung würden keine Hinweise für eine entzündlich rheumatische Er
krankung aus dem Formenkreis einer Kollagenose, einer Spondylarthritis oder einer Arthritis/Polyarthritis bestehen (S. 3 unten).
3.5
Dr.
Y._
berichtete am 2
9.
Juni 2015 (
Urk.
10/76) von einer weiteren Opera
tion und legte den entsprechenden Bericht bei (
Urk.
10/77). In einem weiteren
Bericht vom 1
1.
August 2015 (
Urk.
10/90)
nannte er
als Diagnose einen Status nach
Spondylodese
C4/5 und C5/6 am 2
9.
Juni 2015 und berichtet
e
von einem ordentlichen Verlauf.
Mit einem weiteren Bericht gleichen Datums (
Urk.
3/15)
führte er alle von ihm seit Beginn der Behandlung attestierten Arbeitsunfähigkeiten auf:
100
%
vom
1
0.
Oktober
2012 bis
2.
Januar
2013, 60
%
am
3.
Januar
2013, 100
%
vom
4.
Januar
bis 3
0.
Oktober
2013, 70
%
vom
1.
November
bis 1
0.
Dezember
2013,
50
%
vom
1
0.
Februar
bis 2
8.
März
2014, 60
%
vom
2
9.
März
2014 bis 3
1.
März
2015
sowie
100
%
vom
1.
April
bis 2
9.
September
2015
.
4.
4.1
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass die Be
schwerdeführerin von April 2012 bis und mit Oktober 2013 in jeglicher Tätig
keit zu 100
%
arbeitsunfähig war.
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre An
nahme einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ab November 2013 und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ab 1
9.
Januar 2014 der Beschwerdeführerin auf die Beurteilung durch
Dr.
A._
vom 2
8.
August 2014 (vorstehend E. 3.1).
Dementsprechend sprach
sie
der Beschwerdeführerin ab Oktober 2013
(sechs Monate nach Anmel
dung; Art. 29
Abs.
1 IVG) bis und mit April 2014 (drei Monate nach Verbesse
rung; Art. 88a
Abs.
1 IVV) eine ganze Rente zu.
Demgegenüber erachteten die behandelnden Ärzte eine teilweise Arbeitsunfähigkeit
weiterhin
als angemessen (vgl. vorstehend E. 3.2
-3
, E. 3.5).
Die Höhe und der Beginn der
zugesprochenen
befristeten Rente sind unbestritten; zu prüfen ist jedoch, ob von einer
revisi
onsrelevanten
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit per Januar 2014 auszugehen ist (vgl. vorstehend E. 1.3).
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten
ergibt, dass das
internistisch-rheu
-
mato
logische
Gutachten von
Dr.
A._
vom 2
8.
August 2014 (vorste
hend
E. 3.1) für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist. Es be
ruht auf den für die strittigen Belange umfassenden und allseitigen Untersu
chungen sowie einer ausführlichen Anamnese und berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden sowie sämtliche Befunde in ange
messener Weise. Sodann wurde das Gutachten in Kenntnis der und in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
erstellt und trägt der konkreten medizini
schen Situation Rechnung.
So machte
Dr.
A._
darauf aufmerksam, dass die ausgedehnte Blutuntersuchung keinen nennenswerten pathologischen Be
fund gezeigt habe und entgegen der Angabe der Beschwerdeführerin kein Schmerzmittel im Urin oder im Blut nachweisbar gewesen sei. Das Gutachten
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vor
genommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigte
Dr.
A._
in nachvollziehbarer Weise auf,
dass
strukturelle Veränderungen im Bereich der LWS bestehen, wel
che die Leistungsfähigkeit der Beschwerdefü
hrerin einschränken würden. Die
Beschwerdeführerin könne Lasten bis zu 10 kg heben oder tragen
und sei in ei
ner Tätigkeit, welche diesem Profil entspreche
,
zu 100
%
arbeitsfähig.
Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines medizinischen Berichts (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
4.3
Auf die abweichende Beurteilung und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
Z._
(vgl. vorstehend E. 3.2) und
Dr.
Y._
(vgl. vorstehend E. 3.3 und E. 3.5) kann demgegenüber
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
1 S. 12)
nicht abgestellt werden.
Es ist Aufgabe des Arztes, den Ge
sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Die genannten Berichte bieten hierfür keine genügende Grundlage,
lassen
sich
daraus weder Angaben zu funktionellen Einschränkun
gen noch zu möglichen adaptierten Tätigkeiten entnehmen.
Der pauschale Ver
weis von
Dr.
Z._
, wonach eine selbständige Tätigkeit mit individuellem Ge
stalten des Tagesablauf
s
bereits der ideal angepasste Zustand sei
(vgl. vorste
hend E. 3.2)
, stellt keine hinreichende und umfassende medizinisch-theoretische Einschätzung der
(adaptierten)
Arbeitsfähigkeit dar
auf welche abgestützt wer
den kann
und vermag daher die gutachterliche Beurteilung nicht zu entkräften.
Eine
unterschiedliche Schwerebeurteilung einer Symptomatik durch Gutachter und behandelnde Ärzte ergibt sich indessen aus deren unterschiedlicher
auf
tragsrechtlicher
Situation. Denn bei behandelnden Ärzten gehört die Beurtei
lung der Auswirkungen von Krankheitssymptomen auf die Arbeitsfähigkeit zum therapeutischen Auftrag. Sie müssen daher ihre Beurteilung - soweit medizi
nisch nur vertretbar - mit der Selbsteinschätzung des Patienten in Einklang bringen können und gegebenenfalls - aus Rücksicht auf das für den
Therapie
erfolg
wichtige Vertrauensverhältnis - bei der Bewertung der
krankheitsbeding
ten
Funktionseinschränkungen dessen Einschätzung folgen. Demgegenüber hat der von einem Sozialversicherungsträger oder von einem Gericht beauftragte Gutachter die Krankheits- bzw. Behinderungsüberzeugung des Exploranden zwar auch in seine Beurteilung einzubeziehen, ist aber verpflichtet, die Schwere der (von ihm selbst klinisch festgestellten oder von anderen - insbesondere be
handelnden - Ärzten berichteten) Symptomatik aufgrund aller aktenkundigen Informationen über Defizite und Ressourcen des Exploranden zu validieren.
Wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungs- und
Begutachtungsauf
trag
ist es
rechtsprechungsgemäss
nicht geboten, ein Gutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan
delnden Ärzte zu anderen Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine klärende Ergänzung des medizinischen Dossiers
oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige,
nicht rein subjektiver
ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_252/2012 vom
7.
September 2012 E. 8.4). Solches liegt hier nicht vor, berücksichtigt
Dr.
A._
doch sämtliche von der Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung geklagten Beschwerden sowie die von den behandelnden Ärzten erhobenen Befunde.
So hält auch
Dr.
Z._
in seinem Bericht fest, dass es sich dabei um eine nochmalige Evaluation der Arbeitsunfähigkeit, angeregt
durch den
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, handle (vorstehend E. 3.2).
4.4
So vermögen auch die
weiteren
Vorbringen der Beschwerdeführerin
zum
Beweis
wert
des Gutachtens
nicht zu überzeugen
.
Weshalb nur
ein
Facharzt für Orthopädische
n
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und nicht auch ein
Rheumatologe die Beschwerden der
Beschwerdeführerin
beurtei
len können soll
(vgl.
Urk.
1 S. 14 unten)
, ist nicht nachvollziehbar, bilden doch (chronische) Schmerzen des Bewegungsapparates Gegenstand sowohl der
Rheu
-
matologie
als auch der Orthopädie (Urteile
des Bundesgerichts
9C_547/2010 vom 2
6.
Januar 2011 E. 4.1;
9C_547/2010 vom 2
6.
Januar 2011 E. 4.1; 9C_203/2010 vom 2
1.
September 2010 E. 4.1).
Diesbezüglich hält med.
pract
.
D._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates,
Regionaler Ärztlicher Dienst (
RAD
),
zutreffend fest, dass zur Erhebung des Funktionszustandes des Bewegungsapparates und der sich daraus ergebenden Leistungsfähigkeit eine rheumatologische Untersu
chung ausreichend sei (
Urk.
10/72 S. 4 oben).
Ebenso wenig kann die Beschwerdeführerin aus dem Urteil des Bundesgerichts 9C_207/2012 vom
3.
Juli 2013 etwas zu ihren Gunsten ableiten
(vgl.
Urk.
1
S. 14 Mitte)
, wird darin doch ebenfalls ausgeführt, dass
i
n begründeten Fällen
-
auch bei einer a
dministrativen Erstbegutachtung -
von einer polydisziplinären Begutachtung abgesehen und eine mono- oder
bidisziplinäre
durchgeführt wer
den
kann
, sofern die medizinische Situation offenkundig
ausschliesslich
ein
oder zwei Fachgebiete beschlägt (E.
3.2).
Diesbezüglich ist zu bemerken, dass es
Aufgabe
des
RAD ist, eine umfassende Einordnung vorzunehmen, welche
Fach
disziplinen
an
einer
Begutachtung zu beteiligen sind (Urteil 9C_344/2012 vom 2
4.
Oktober 2012 E. 4.2 mit Hinweis).
Somit
lag
es
in der Kompetenz des RAD, die Fachrichtung
der
Rheumatologie
ohne weitere Fachrichtungen
für
vorlie
gende
Begutachtung vorzusehen,
wobei er dies in nachvollziehbarer Weise be
gründete (
Urk.
10/72 S. 3 unten). Im Übrigen brachte
Dr.
A._
keine Hin
weis
e
an, dass noch zusätzliche Abklärungen in einem weiteren medizinischen Fachbereich für eine
umfassende Beurteilung
erforderlich
seien
.
4.5
Schliesslich ändert a
n der Vollständigkeit und Verwertbarkeit des Gutachtens entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin
(vgl.
Urk.
1 S. 10 unten)
auch der Umstand nichts, dass die Gutachterin auf eine
EFL
verzichtete.
Eine EFL ist nur
dann
in Betracht zu ziehen, wenn sich die beteiligten Fachärzte
ausser
Stande sehen, eine
zuverlässige Einschätzung des
leistungsmässig
Machbaren vorzu
nehmen, und deshalb
eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als
zweckmässigste
Massnahme
ausdrücklich empfehlen (
Urteil des Bundesge
richts
8C_976/2010
vom
2
3.
Februar
2011
E. 5.5).
Dr.
A._
hielt diesbezüg
lich ausdrücklich fest, dass sie die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin aufgrund der Befunde und Unterlagen eindeutig beurteilen konnte (vgl. vorste
hend E. 3.1). Eine EFL war vorliegend folglich nicht notwendig, weshalb eine solche auch trotz entsprechendem Auftrag nicht durchgeführt werden musste.
4.6
Zusammenfassend ist gestützt auf das
internistisch-rheumatologische
Gutachten von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab
Mai 2014 in dem Sinne auszugehen, dass ihr eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar ist. Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Einkommens
vergleich
(vgl.
Urk.
2 S. 3 Mitte) ist nicht zu beanstanden und wird im Übrigen auch nicht bestritten. Hinsichtlich des daraus resultierenden rentenausschlies
senden Invaliditätsgrades von 0
%
war die Rentenbefristung per April 2014 so
mit korrekt.
5.
5.1
Den medizinischen Akten lässt sich
sodann
entnehmen, dass
sich der
Gesund
-
heits
zustand
der Beschwerdeführerin vor Erlass der angefochtenen Ver
fügung in dem Sinne verschlechtert hat,
dass im Juni 2015 ein weiterer operati
ver Eingriff
notwendig wurde
(vgl.
Urk.
10/76-77).
Obwohl d
ie
se
neue
n
medizinische
n
Tatsachen
(vgl. vorstehend
E. 3.3-5)
bereits im Verfügungszeitpunkt
vorlagen,
wurden sie
in der angefochtenen Verfügung in
keinster
Art und Weise
berücksichtigt oder gewürdigt
.
Offenbar wurden
sie
selbst dem RAD nicht zur Würdigung unterbreitet,
so stammt die letzte Stel
lungnahme des RAD
vom 2
4.
Februa
r 2015 (
Urk.
10/72 S. 4 unten).
5.2
Im Rahmen der ihr obliegenden Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist es Aufgabe der Beschwerdegegnerin, im Hinblick auf die sich konkret stellenden Fragen aussagekräftige medizinische Berichte einzuholen und so die Grundlage für die
Entscheidfindung
zu schaffen.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
November 2015 (
Urk.
8) vertritt
die Beschwerdegegnerin
nunmehr
die Auf
fassung,
dass
die medizinische Aktenlage
diesbezüglich
nicht
rechtsgenüglich
abgeklärt wurde und eine zeitweise rentenrelevante Verschlechterung nicht aus
geschlossen werden könne.
Da d
ie diesbezüglich vorliegenden medizinischen
Berichte
überwiegend vom behandelnden Arzt
Dr.
Y._
stammen, welche
aus den bereits dargelegten Gründen
(vgl. vorstehend E. 4.3)
jedoch
keine hinrei
chende Grundlage
zur Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit darstellen, und somit eine
abschliessende
Beurteilung der seit April 2015 dokumentierten neuen Be
funde im Verfügungszeitpunkt nicht möglich war, erweist sich auch eine mate
rielle Prüfung durch das Gericht als verfrüht und die Sache als nicht spruchreif.
Hinsichtlich der neuen medizinischen Tatsachen ist
daher
d
em
Antrag der
Be
schwerdegegnerin
folgend die Sache an sie zurückzuweisen, damit sie
bezüglich der seit April 2015 dokumentierten neuen medizinischen Tatsachen
die erfor
derlichen Abklärungen treffe und
im Sinne von
Art.
29
bis
IVV
über de
n
An
spruch der Beschwerdeführerin
auf eine Rente der Invalidenversicherung
ab April 2015
neu verfüge. Für die Einholung eines Gerichtsgutachtens besteht vorliegend kein Raum, ist es im Rahmen der ihr obliegenden Abklärungspflicht doch Aufgabe der Beschwerdegegnerin, die medizinische Grundlage für die
Entscheidfindung
zu schaffen, und eine solche nach dem Gesagten noch nicht besteht.
Diese Vorgehensweise steht im Einklang mit der höchstrichterlichen Praxis, da es sich um eine notwendige Erhebung einer bisher ungeklärten Frage handelt
(vgl. vorstehend E. 1.5)
.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig.
Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen und,
da die Rückweisung an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6, mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3),
ausgangsgemäss
von der
Beschwer
degegnerin
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
6.2
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert.
Gemäss
§ 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der seit 1. Juli 2011 in Kraft stehenden Verordnung über die Ge
bühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
6.3
Der von Rechtsanwalt
Roger Peter
mit Eingabe vom
3
0.
November
201
5
geltend gemachte Aufwand von 18
.1
Stunden und Fr.
162.90
Barauslagen (Urk. 16) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
nicht
ange
messen
.
Da der Rechtsvertreter bereits im Verwaltungsverfahren involviert war und die Akten somit bereits kannte, erscheint der
in verschiedenen Positionen geltend gemachte
Aufwand für das Aktenstudium
als überhöht
. Ebenfalls als
über
höht erscheint der Aufwand für das Abfassen der Beschwerdeschrift
, zumal diese
aus gut
sechs
Seite
n zusammenfassende
r
Wiedergabe
der Akten
besteht, was angesichts des überschaubaren Zeitraums und Umfangs der Akten nicht in diesem
Ausmass
nötig war
.
Des Weiteren erscheint der nach
Beschwerdeerhe
bung
geltend gemachte Umfang
für diverse Korrespondenzen und Telefonate mit der Beschwerdegegnerin
nach Beschwerdeerhebung
als nicht gerechtfertigt.
Vorliegend
erscheint deshalb
gesamthaft
ein Aufwand von
12
Stunden und
36
Minuten
als
angemessen
, womit sich eine Kürzung
von rund
5.
5
Stunden ergibt
.
Bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 2
20
.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist die Entschädigung somit auf Fr.
3
‘
170
.--
(inklusive
Baraus
lagen
und Mehrwertsteuer) festzusetzen.