# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0ca6b3f9-b65b-4803-9f87-cbaaebc546c7
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") mit Entscheid vom 18. Ju-
li 2012 die Auslieferung von A. an Polen für die dem Auslieferungsersuchen
des polnischen Justizministeriums vom 6. April 2011, ergänzt am 8. Sep-
tember 2011 und am 5. Juli 2012, zugrunde liegenden Straftaten bewilligte
(act. 2.1);
- A. hiergegen am 30. Oktober 2012 durch Rechtsanwalt Andrzej Hoffmann
bei der Schweizerischen Botschaft in Warschau zu Handen der Beschwer-
dekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erheben liess (act. 1, 1.1,
1.2);
- die Beschwerdekammer diesbezüglich das BJ am 22. November 2012 um
Einreichung der Akten ersuchte (act. 4) und A. aufforderte, bis 27. Dezem-
ber 2012 ein Zustelldomizil zu bezeichnen, ansonsten weitere Zustellungen
durch das Bundesstrafgericht grundsätzlich unterbleiben würden (act. 5);
- A. diese Frist ungenutzt verstreichen liess;
- die Beschwerdekammer A. am 10. Januar 2013 unter Androhung des
Nichteintretens einlud, bis 28. Januar 2013 einen Kostenvorschuss von
Fr. 2'000.-- zu leisten, und ihn erneut aufforderte, in der Schweiz ein Zu-
stelldomizil zu bezeichnen (act. 7);
- A. auch diese Frist ungenutzt verstreichen liess bzw. innerhalb der ange-
setzten Frist auf dem Konto der Bundesstrafgerichtskasse kein entspre-
chender Zahlungseingang zu verzeichnen war.

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen Auslieferungsentscheide des BJ innerhalb von 30 Tagen nach Eröff-
nung des Entscheids bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Beschwerde geführt werden kann (Art. 55 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 1
IRSG; Art. 12 Abs. 1 IRSG i.V.m. Art. 50 Abs. 1 VwVG);
- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten
das VwVG sowie die Bestimmungen der einschlägigen Rechtshilfeerlasse
anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG);
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- die Beschwerdekammer vom Beschwerdeführer einen Kostenvorschuss in
der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten erhebt (Art. 63 Abs. 4
Satz 1 VwVG);
- zu dessen Leistung dem Beschwerdeführer eine angemessene Frist anzu-
setzen ist unter Androhung des Nichteintretens (Art. 63 Abs. 4 Satz 2
VwVG; vgl. auch Art. 3 Abs. 2 des Reglements des Bundesstrafgerichts
vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in
Bundesstrafverfahren [BStKR, SR 173.713.162]);
- innerhalb der vorliegend angesetzten Frist der verlangte Kostenvorschuss
nicht geleistet wurde, weshalb auf die Beschwerde androhungsgemäss
nicht einzutreten ist;
- eine Partei oder ihr Rechtsbeistand, die im Ausland wohnen, gemäss
Art. 80m Abs. 1 lit. b IRSG i.V.m. Art. 9 IRSV ein Zustelldomizil in der
Schweiz benennen müssen, ansonsten die Zustellung unterbleiben kann;
- der Beschwerdeführer den beiden erfolgten Aufforderungen zur Bezeich-
nung eines Zustelldomizils in der Schweiz nicht nachgekommen ist, wes-
halb ihm dieser Entscheid androhungsgemäss nicht formell eröffnet wird
bzw. die Zustellung an den Beschwerdeführer ad acta erfolgt;
- auf Grund des fehlenden, vom Beschwerdeführer zu bezeichnenden Zu-
stelldomizils in der Schweiz ausnahmsweise von der Erhebung von Ge-
richtskosten abzusehen ist (Art. 63 Abs. 1 Satz 3 VwVG);
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