# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f042250b-568c-4f36-b705-754cfec0c625
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967, arbeitete sei 1. September 1998
bei der
Y._
, wo er als Chauffeur beim
Beladen
von
Flug
zeuge
n
mit Cateringbehältern
eingesetzt
wurde
(
Urk. 9/1,
Urk. 9/16,
Urk.
9/96).
In dieser
Eigenschaft
war
er
bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt
(
Suva
)
gegen die Folgen von Unfällen ver
sichert (Urk. 9/1). Am 13. Februar 2007
rutschte
d
er
Versicherte
am Flughafen Zürich auf einer Treppe aus und fiel auf den linken Ellbogen und die linke Schulter (Urk. 9/1,
Urk.
9/16). Die Erst
be
handlung
fand
gleichentags im Airport Medical Center
statt
, wo eine Kontusion des linken Ellbogens diagnostiziert wurde (
Urk.
9/2,
Urk.
9/9). Die weitere Be
handlung erfolgte durch die Haus
ärztin des Versicherten, welche ihm Physio
therapie verordnete und ih
n
vom
1
3.
Februar bis 1
2.
März 2007 arbeitsunfähig
schrieb (
Urk.
9/3-5
)
.
Die Suva er
brachte Heilbehandlungs- und Taggeld
leis
tungen
.
1.2
Ab 2
7.
April 2007 wurde der
Versicherte w
egen Schmerzen im linken Ellbogen
durch
Dr.
med.
Z._
, FMH Physikalische Medizin
,
und die Ärzte der
Ortho
pädie der
A._
behandelt
(
Urk.
9/7
,
Urk.
9/10).
Am 2
9.
August
2007 liess er der Suva
sodann
einen Rückfall bezüglich der Ellbogenbe
schwer
den melden (
Rückfall-Datum:
6.
Juli 2007 [Urk. 9/8]
).
Die Suva erbrachte wieder Versicherungsleistungen.
Weil
in der Folge
durch die Behandlung mittels
kon
ser
vativer Massnahmen keine Ver
besserung der Beschwerden eintr
a
t, wurde dem Versicherten
bei der Untersuchung in der
A._
vom 9.
April 2008
ein operativer Eingriff empfohlen (Urk. 9/20).
Danach
wurden der Suva jedoch keine weitere Behandlungen oder Unter
suchungen gemeldet, weshalb sie den Fall formlos
abschloss
.
1.3
Nach Unter
suchungen in der
A._
vom 26. August 2013 wegen Schmerzen im linken Ellbogen und linken Arm (Urk. 9/22, Urk. 9/36) gelangte der Versicherte
im Sommer 2013
wieder
mit einem
Kostengutsprachegesuch
an die Suva
(Urk. 9/21). Alsdann
liess er
ihr
am 17. September 2013 einen
Rückfall
bezüglich Beschwer
den am linken Ellbogen
melden
(
Rückfall-Datum: 2
3.
August
2013 [Urk. 9/24]
).
Der Versicherte unterzog sich
in der
A._
a
m 26. September 2013
be
ziehungsweise 15. Mai 2014 einer
Dekompression des Nervus ulnaris links (Urk. 9/29)
respektive
eine
r
sub
kutane
n
Vorverlagerung des Nervus ulnaris im linken Ellbogen (Urk. 9/103 S.
1).
Noch v
or der zweiten Operation
hatte
die Suva dem Versicherte
n
-
nach durch
ge
führten Abklärungen zur Rückfallkausalität (vgl. Urk. 9/68)
-
mit Schreiben vom
2
0.
Februar 2014
mit
geteilt
, dass
er
erneut
Anspruch auf Versicherungs
leistun
gen habe und ihm mit Wirkung ab 2
5.
September
2013 wieder
Taggelder
ausbezahlt würden
(
Urk.
9/69).
Ab 1
.
Septem
ber 2014
arbeitete der
Versicherte
wiederum zu 50 %
(
Urk.
9/1
16
).
Am 2
5.
März 2015 untersuchte die Suva-Kreisärztin
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Chirurgie FMH,
den Versicherten
(
Urk.
9/145).
Hernach verfügte die Suva am 1
3.
Mai 2015, dass sie die Taggeldleistung per 3
1.
Juli 2015 ein
stelle
n w
erde (
Urk.
9/154).
Mit Verfügung vom
2.
Juni 2015 änderte
s
ie diese Verfügung insoweit ab, als sie die Einstel
lung der Taggelder auf den 3
0.
September 2015 festsetzte (
Urk.
9/157).
Dagegen liess der Ver
sicherte am 2
9.
Juni 2015 Einsprache erheben (
Urk.
9/165).
Zuvor hatte
Dr.
Z._
ihn
am 1
0.
Juni 2015 wieder zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben (
Urk.
9/166 S. 2; vgl.
Urk.
9/167).
Die
Suva
teilte dem Versicherten
mit Schrei
ben vom
7.
August 2017 mit, dass sie die aufgrund der für den Zeitraum
vom 1
0.
Juni bis 1
2.
Juli 2015
attestierten 100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit Taggelder ausrichte
(
Urk.
9/171).
In der Folge hiess sie
am 6. Oktober 2015 zudem
dessen
Ein
sprache
vom 29. Juni 2015 gut und kündigte an, dass
sie die
Versicherungs
leistungen ab 1.
Oktober 2015
prüfen
werde
(
Urk.
9/177).
Mit Verfügung vom 2. November 2015
verneinte die Suva einen Anspruch des
Versicherten
auf eine Invalidenrente und eine Integritätsent
schä
digung (Urk. 9/185
).
Dagegen liess der Versicherte am 2
6.
November 2015
wiederum
Einsprache erheben (Urk. 9/188
).
Mit Eingabe vom 1
4.
Januar 2016 liess er seine Einsprache ergänzend begründen (
Urk.
9/191) und unter anderem
den
“Ä
rztlichen Bericht
“
von
Dr.
med.
C._
, Vertrauens
arzt
Sympany
Ver
sicherungen AG, vom 1
1.
November 2015 (
Urk.
9/192) und
den Bericht von
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Neurologie, vom
8.
Dezember 2015 (
Urk.
9/194)
einreichen
.
Am 1
0.
Februar 2016 untersuchte Suva-Kreisarzt Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
to
lo
gie, den Versicherten (
Urk.
9/206).
Dieser
liess
sodann
mit Eingabe vom 22.
Juni 2016 (
Urk.
9/215 S. 1-2) das
rheumatologisch-psychiatrische
Gutachten der
F._
zu Händen der Helsana Versicherungen AG
vom
6.
Juni 2016 (Urk.
9/215 S. 3 ff.)
einreichen
.
Mit Ein
spracheentscheid vom 20. Juli 2016 wies die Suva die Einsprache
des Ver
sicher
ten vom 26. November 2015
ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 12. September 2016 Beschwerde und beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbesondere eine Rente in der Höhe von 22 % zuzu
sprechen und eine Integritätsentschädigung von 15 % zu gewähren (Urk. 1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2016 Abweisung der Beschwerde (Urk. 8, unter Beilage der Suva-Akten
[Urk. 9/1-122]), was dem Beschwerdeführer am 24. Oktober 2016 zur Kennt
nis gebracht wurde (Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invali
denrente und/oder eine Integritätsentschädigung
der Beschwerdegegnerin
hat.
1.2
Mit angefochtenem Einspracheentscheid vom 20. Juli 2016 erwog die Beschwer
degegnerin,
b
ei der Prüfung des Rentenanspruchs des Beschwerde
füh
rers sei zu berücksichtigen, dass das Zumutbarkeitsprofil
von
Dr.
B._
vom 26. März 2015 (ganztags leichte bis mittel
schwere manuelle Tätigkeit ohne repetitive Zug-, Stoss-, Umwendbewegungsbelastung für das linke Ellbogenge
lenk, kein
Bedie
nen von vibrieren
den Maschinen mit links) von Dr.
E._
am 10. Februar
2016 dahingehend ergänzt worden
sei
, dass Schläge auf den linken Arm auch als un
günstig angesehen würden. Im
F._
-
Gutachten sei sodann festgehalten worden, dass dem Beschwerdeführer nur noch eine leichte Tätigkeit in einem Pensum von 100 % zumutbar sei, wobei keine Lasten von mehr als 15 kg ge
hoben und getragen werden könnten und keine Lasten von mehr als 10 kg beid
händig und mehr als 3 kg linksseitig über Kopfhöhe gehoben werden
sollten (Urk. 2 S.
10). Beim Einkommensvergleich (Valideneinkommen: Fr. 65‘068.--;
Invalideneinkommen: Fr. 60‘047.--) resultiere ein Invaliditäts
grad von 8 %, wo
mit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe (Urk. 2 S. 11-12).
Zudem
sei gestützt auf die Einschätzungen der Dres.
B._
und
E._
ein Anspruch des Beschwerde
führers auf eine Integritätsent
schädigung ebenfalls
zu verneinen (Urk. 2 S. 12-14).
1
.3
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass ihm gemäss
Dr.
C._
nur noch leichte Arbeiten ohne Hebe
n
von Lasten über 10 kg zumutbar seien (Urk. 1 S. 6). Sodann habe der Neurologe Dr.
D._
nach der Untersuchung vom 7. Dezember 2015 festgehalten, dass eine resi
duelle,
senso-
motorische
Parese des Ulnarisnerven, zusätzlich mit Irria
tionsbe
schwerden
vor
lieg
e
.
Des Weiteren
sei für Dr.
D._
wahrscheinlich, dass der
Nervus cu
tea
nus antebrachii medialis bei einem der operativen Eingriffe verletzt worden sei
.
A
uch Dr.
G._
habe
im
F._
-Gutachten
vom 6. Juni 2016 als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine residuelle
senso
moto
rische Ulnarisparese links mit Irritationsbeschwerden
angeführt
. Laut Dr.
G._
be
stehe
in
d
er zuletzt ausge
übten Tätigkeit eine 100
%
ige
A
rbeitsun
fähig
keit
, hinsichtlich körperlich leichter Tätigkeiten ohne höhere Ansprüche an einen Einsatz des linken Arms aber
eine
100%ige
A
rbeitsfähig
keit
(Urk. 1 S. 7).
Hin
sichtlich des Einkommensvergleichs sei festzuhalten, dass u
nter Berück
sich
ti
gung
seines
bisherigen Verdienstes samt Zulagen das Valideneinkommen rich
tigerweise Fr. 68‘731.-- betragen
müsste
(Urk. 1 S. 12-15). Beim Invaliden
einkommen sei ein Abzug vom Tabellenlohn von 20 % angemes
sen, womit von einem Invalideneinkommen von Fr. 53‘375.20 auszugehen sei (Urk. 1 S. 9-12). Beim Einkommensvergleich resultiere
so
ein Invaliditätsgrad von 22 % (Urk. 1 S.
15).
Zum Anspruch auf eine Integritätsentschädigung sei schliesslich zu
bemerken
, dass er seinen linken Arm nicht mehr frei bewegen
könne und ihm
jede Anstrengung grosse Schmerzen
verursache
und eine Schwellung seines Ell
bo
gens
zur Folge habe
. Er werde seinen Arm nur noch sehr einge
schränkt be
nützen können und leide unter Lähmungserscheinungen. Er wer
de sein Leben lang Medikamente gegen die Schmerzen einnehmen müs
sen (Urk. 1 S. 8). Gemäss den Dres.
C._
und
G._
liege eine
Ulnaris
läh
mung
vor. Dies führe zu einer Integritätsentschädigung von 15 % (Urk. 1 S. 9).
2
.
2
.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestim
mungen des Bundesge
set
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verord
nung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
3.
Februar 2007
ereigne
t
(
Urk.
9/1)
.
Am 29. August 2007 und 17. September 2013 liess der Beschwerdeführer der
Beschwerdegegnerin jeweils
einen Rückfall
bezüglich der Ellbogenbeschwerden melden (Rückfall-Datum:
6.
Juli 2007 [Urk. 9/8] respektive 2
3.
August 2013 [Urk. 9/24]).
A
uf
den vorliegenden Fall
finden de
shalb die bis 31. Dezember
2016 gültig gewesenen Normen
Anwendung. Sie werden
in
dieser Fassung zitiert
.
2
.2
Gemäss
Art.
6
Abs.
1 UVG werden - soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.
2.3
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
2.4
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behand
lung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsun
fähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungsrechts
[ATSG]
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlos
sen
sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag
geld
leistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
2.
5
2.
5
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditäts
grades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.
5
.2
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art.
16 ATSG das Er
werbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbs
ei
n
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.
5
.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
ge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffent
lich
ten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalidenein
kom
mens aufgrund und nach Mass
gabe der konkreten Gegebenheiten des Einzel
falles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin
weisen auf die Recht
spre
chung).
2.
5
.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheits
schadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende
durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprün
g
lich nur bei Schwerarbeitern zuge
lassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zu
gehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits
markt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen
(vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
2.
6
2.
6
.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integri
tätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
Integritätsschäden die gemäss der Skala
in Anhang 3 zur UVV 5
%
nicht er
reichen, geben keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.
2.
6
.2
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integri
täts
schaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung unterscheidet sich daher von der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nachteil indi
viduell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird. Es lassen sich im Gegensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht (vgl. BGE 112 II 131 E. 2) ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizinischer Grundlage allgemein gültige Regeln zur Bemessung des Integri
-
tätsschadens aufstellen; spezielle Behinderungen der Betroffenen durch den Inte
gritätsschaden bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des Integri
täts
schadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 218 E. 4b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 445 S.
555 ff.).
2.
7
2.
7
.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sich
tigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi
nischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
7
.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversi
che
rungs
recht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
3.
3.1
In
ihre
m
Bericht zur kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 2
5.
März 2015
diagnostizierte
Dr.
B._
belastungsabhängige Restbeschwerden im Bereich des linken Ellbogen
s
/Unterarm
s
bei Status nach Ellbogenkontusion 2007, Häma
tom ulnarseitig am Olecranon im Verlauf des Muskulus flexor carpi ulnaris
mit Entwicklung eines Sulcus u
l
n
aris-Syndroms bei Status nach endos
kopisch assis
t
ierter Dekompression des Nervus ulnaris links im September 2013 und subku
taner Vorverlagerung des Nervus ulnaris Ellbogen links im Mai 2014 (Urk. 9/145 S. 5).
Zur Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
hielt
Dr.
B._
unter anderem
fest, dass aufgrund des Jobprofils (bei der
Y._
) und der klinischen Untersuchung eine gewisse Einschränkung für schwere manuelle körperliche Tätigkeiten, wie eine Zugbelastung oder Stossbelastung des linken Arms
,
nachvollziehbar sei
(Urk. 9/145 S. 5)
.
3.
2
A
m
1
1
.
Novem
ber 2015
hielt
Dr.
C._
die
folgenden
Diagnose
n
fest
(Urk.
9/192
S. 1)
:
-
Zustand nach Unfall 2007 mit Läsion des Nervus ulnaris links mit persistentem sensomotorischem Ausfall- und Schmerz
s
yndrom
.
Zustand nach Nervus ulnaris-Revision
und Umlagerung 2007 in der
A._
. Aktuell Parese der ganzen Unterarmmuskulatur und chronische Schmerzen im Ellenbogengelenk links
-
Cervical skapulär Syndrom rechts, zur Zeit in Abklärung
-
Arterielle Hypertonie
-
Hypercholesterinämie
-
Zustand nach zerebrovaskulärem Insult 2011
Dr.
C._
schrieb weiter, dass der Beschwerdeführer i
m angestammten Beruf höchstens zu 50
%
arbeitsfähig
sei
(
Urk.
9/192 S. 1).
Jedoch
wären
ihm
leichte Arbeiten zumut
bar
. Hierbei bestünden beim Gehen und Sitzen keine Einschrän
kungen. Das Tragen von Lasten sei dem Beschwerdeführer aber maximal bis 10
kg möglich (
Urk.
9/192 S. 1-2).
3.
3
Der Beurteilung von
Dr.
D._
vom
8.
Dezember 2016
ist zu entnehmen
, dass von den zwei Ulnaris-Eingriffen
vom 2
6.
September 2013 und 1
5.
Mai 2014
eine residuelle,
senso-motorische
Parese des Nervus ulnaris, mit
zusätzlich Irriationsbeschwer
den,
geblieben sei
en
(
Urk.
9/194 S. 1-2)
.
Neurographisch seien die Befunde am Nervus ulnaris links im Wesentlich unauffällig, so dass sich eine relevante Schädigung nicht nachweisen lasse. Die zusätzlich geklagte Gefühlsstörung am linken Vorderarm medial bis dorsol entspreche dem sensib
len Versorgungs
gebiet des Nervus cutaneus antebrachii medialis. Es sei zu ver
muten, dass dieser Nerv bei einem dieser Eingriffe verletzt worden sei
(
Urk.
9/194 S. 2).
3.
4
Nach der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
0.
Februar 2016 stellte
Dr.
E._
die folgenden Diagnosen
(
Urk.
9/206 S. 6)
:
-
Belastungsabhängige Restbeschwerden Ellbogen und Unterarm links nach Ellbogenkontusion 13.02.2007, St. n. endoskopisch assistierter Dekom
pression
N.
ulnaris links 26.09.2013 bei Sulcus ulnaris-Syndrom sowie schliesslich Subkutanverlagerung des
N.
ulnaris links 15.05.2014 bei persistierender Irritation des
N.
ulnaris links durch Luxation über den medialen Epikondylus
-
Gefühlsstörung im Versorgungsgebiet
N.
cutaneus antebrachii medialis links (gemäss anamnestischer Angabe bei Operation 15.05.2014)
-
Status nach schwerer Handverletzung links 1984 in Argentinien mit Amputation Kleinfinger und schwerer Schädigung des Zeigefingers links, überliefert ist auch eine damalige Rekonstruktion des
N.
ulnaris
(siehe Operationsbericht
A._
26.09.2013)
Der Beurteilung durch
Dr.
E._
ist zu entnehmen, dass beim Beschwerde
führer erhebliche Vorschäden mit Amputation des Kleinfingers links sowie aus
geprägter Schädigung des Zeigefingers links best
ünd
e
n
. Daneben
bestünden
eine Psoriasis und ein Zustand nach operativer Behandlung mit Divertikulose des Dickdarms mit offenbar schwierigem Verlauf. Nach Kontusion des linken Ell
bogens 2008 (richtig: 2007) sei ein therapeutisch schlecht beurteilbares Sulcus ulnaris-Syndrom links aufgetreten. Dieses habe eine zweimalige opera
tive Behandlung erfordert. Bei der Untersuchung vom 1
0.
Februar 2016 habe der Beschwerdeführer über eine vermehrte Schmerzhaftigkeit ulnar im linken
Unterarm sowie im Ellbogenbereich links geklagt. Neben eines Ruhe
schmerzes habe der Beschwerdeführer auch eine Verstärkung der Beschwerden durch Be
lastungen, nicht zuletzt auch durch die Physiotherapie angegeben
. Diese sek
un
däre Verschlimmerung widerspreche allgemeinen ärztlichen Erfah
rungen nach Unfall oder Operation. Es hand
le sich um eine reine Weichteil
sympto
matik. Progrediente Gelenkveränderungen, die einen solchen Verlauf erklären könnten
,
würden nicht bestehen.
Bei der Untersuchung vom 10. Februar 2016 sei der Muskelstatus an den Armen bei Rechtsdominanz im Wesentlichen unauf
fällig gewesen. Die Differenz der Umfangmasse zur früheren kreis
ärzt
lichen Unter
suchung durch
Dr.
B._
könne er (
Dr.
E._
) nicht erklären. Sie betreffe aber auch nur den Umfang des Oberarms in erheblichem Ausmass.
Die Hypäs
thesie ulnar am Unterarm sei unfallkausal erklärbar
(Urk. 9/206 S. 7).
Inwieweit die Hypä
sthesie ulnarseitig am Ringfinger durch das aktuelle Unfall
ereignis 2008 (richtig: 2007) und nicht durch den früheren Unfall in Argentinien
bedingt sei, sei schwierig zu beurteilen. Funktionell spiele dies aber keine wesentliche Rolle. Der reduzierte Faustschluss sei mindestens teilweise gut erklärbar. Eine Rolle
spiele hier auch der frühere Unfall mit Amputation des Kleinfingers und schwerer Schädigung des Zeigefingers
(Urk. 9/206 S.
8
)
.
Eine erhebliche Änderung seit der Beurteilung durch
Dr.
B._
im März 2015 sei nicht
zu erkennen. Das damals aufgestellte Zumutbarkeitsprofil würde die Einschränkungen
des Beschwerdeführers
vollumfänglich berücksichtigen. Zu
ergän
zen sei einzig, dass Schläge auf den linken Arm ungünstig seien (Urk. 9/206
S.
8
)
.
3.
5
Im rheumatologischen Teilgutachten zum
F._
-Gutachten vom
6.
Juni 2016
führte
Dr.
med.
G._
, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH,
die
folgenden
Diagnosen
an
(
Urk.
9/215 S. 38 f.)
:
-
Residuelle sensomotorische Ulnarisparese links mit Irritationsbeschwer
den (ICD-10: G56.2)
-
Endoskopisch assistierte Dekompression des Nervus ulnaris links am 26.
September 2013 und subkutane Vorverlagerung des Nervus ulnaris links am 1
5.
Mai 2014
-
Persistierende Gefühlsstörung im Versorgungsgebiet des Nervus cutan
eus antebrachii medialis bei dynamisch aktivierter ne
u
ropathischer Kompo
nente
-
Unfall 2007 mit Läsion des Nervus ulnaris links
-
Trauma des linken Armes vor 33 Jahren mit Amputation Digi 5 und Replantation
beziehungsweise partiell
e Replantation Digi 4 und 3,
Re
kon
struktion Digi 2 links, ohne erkennbare funktionelle Einschrän
kung
-
Arterielle Hypertonie, aktuell tachykarder Sinusrhythmus
Gemäss
Dr.
G._
ist dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit bei der
Y._
nicht mehr zumutbar, da diese
- insbesondere auch unter hohem Zeitdruck -
das Anheben von Lasten bis 30 kg er
fordere.
Nicht leidensgerecht seien Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sowie Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten über Kopfhöhe von 10 kg (beidhändig) und 3 kg (linksarmig). Aus rheumatologischer Sicht bestehe daher für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit auf Dauer eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit (
Urk.
9/215 S.40).
Für körperlich leichte Tätigkeiten ohne höherer Ansprüche an einen Einsatz des linken Arms sei jedoch eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
anzunehmen. Gut geeignet seien zum Beispiel Arbeiten an Pforten, Rezeptionen oder in Wach
diensten (
Urk.
9/215 S. 40).
4.
4.1
Die
Magnetresonanz-Tomographie-Untersuchung des linken Ellbogens
des Beschwer
deführers
im Röntgeninstitut Oerlikon vom 10. Mai 2007
ergab
eine normale Knochen
struktur sowie
intak
te Kollateralbänder
. Die Untersuchung erbrachte insbesondere
kein
en
Nachweis
für ein ossäres Kontu
sionsödem
oder
eine chondrale und osteochon
drale Läsion. Gleiches galt für eine
Sehnenruptur
,
eine Epikondylitis humeri ulnaris und eine Bursitis (Urk.
9/51). Hinzuweisen ist zudem auf die Röntgen
untersuchung des linken Ell
bogens des Beschwerde
füh
rers in der
A._
vom 25. Juli 2007, welche regelrechte Stellungs
verhältnisse im linken Ellenbogengelenk, kein grösse
rer Gelenkerguss, keine Fraktur und
keine relevanten Arthrosezeichen ergab (Urk. 9/11).
Unfallbe
dingte
ossäre
Verletzungen
sind mithin keine dokumentiert.
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Chirurgie FMH, Suva-Ver
sicherungsmedizin,
hielt in ihrer chirurgischen Beurteilung vom 19. Februar 2014
dafür, dass aufgrund der nachgewiesenen strukturellen Läsion im MRT (Häma
tom
mit Kontakt zum Nervus ulnaris) vom 10. Mai 2007 nach Kontusions
trau
ma vom 13. Februar 2007 mit bereits primär neurologisch diag
nostiziertem leich
ten Sulcus Nervus ulnaris-Syndrom
seitens der Beschwerde
gegnerin die
Rück
fall
kausalität im Sinne einer Te
ilkausalität aner
kannt werden
müsse (Urk. 9/68 S. 4).
Den
Bericht
en
von
Dr.
B._
und
Dr.
E._
vom 2
5.
März 2010
respektive
10. Februar 2016
ist sodann zu entnehmen, dass unfallbedingte Einschrän
kungen beim Einsatz des linken Arms bestehen (Urk. 9/145 S. 5
,
Urk.
9/206 S. 8
).
Dr.
E._
hielt zudem fest, dass die Hypästhesie ulnar am Unterarm unfallkausal erklärbar sei (
Urk.
9/206 S. 7).
4.2
4.2.1
Der Beschwerdeführer
ist jedoch der Meinung, dass nicht auf die Unter
su
chungsberichte der Kreisärzte abgestellt werden könne. Er
stellt sich
im Wesent
lichen
auf den Standpunkt, dass eine Ulnarisparese vorliege (
Urk.
1 S.
6). Er stützt sich dabei auf den
“Ärztlichen Bericht“
von Dr.
C._
vom 11. November
2015 (Urk. 9/192)
,
den Bericht von Dr.
D._
vom 8. Dezember 2015 (Urk. 9/194)
sowie das rheumatologische Gutachten von Dr.
G._
vom 6. Juni
2016 (
Urk.
9/215 S. 13 ff.)
.
4.2.2
Hierzu ist zunächst festzu
halten, dass
sich dem
Bericht von
Dr.
C._
nicht ent
nehmen lässt, auf welche Grundlage (Akten, persönliche Untersuchung) er seine Beurteilung stützt.
Weil er
sodann
keine
B
efunde an
gegeben hat, ist seine
Diag
nose “Aktuell Parese der ganzen Unterarm
musku
la
tur und chr
onische
Schmer
zen im Ellenbogen links“ (
Urk.
9/192 S.
1)
nicht nach
vollziehbar begrün
det
.
Auf
seinen
“Ärztlichen Bericht“
vom 1
1.
November 2015 (Urk. 9/192)
kann bereits deswegen nicht abgestellt werden.
4.2.3
Nach seiner Untersuchung des Beschwerdeführers vom 7.
De
zember 2015 diag
nostizierte
Dr.
D._
eine “
residuelle
senso
-motorische
Ulnarisparese
links mit Irritationsbeschwerden bei Status nach end
oskopisch assistierter Dekom
pression des
N.
ulnaris links am 26.09.2013 und Status nach subkutaner Vor
ver
lagerung des
N.
ulnaris links am 15.05.2014“ sowie “Gefühls
störungen im Versorgungsgebiet des
N.
cutaneus antebrachii medialis (sensibler Nerv aus dem Plexus brachialis, Fasciculus medialis)“
. Er stützte sich dabei auf seine Anam
nese sowie seine eigene neurologische und neurographische Unter
suchung des Beschwerdeführers (
Urk.
9/194 S. 1-2). Gemäss
Dr.
D._
haben die “
Ulnaris
-Eingriffe
“
vom 26. September 2013 und 15. Mai 2014 eine residuelle,
senso-motorische
Parese des Nervs, mit zusätzlich Irriationsbeschwerden,
verursacht. Gleichzeitig hält er jedoch fest, dass
sich
eine relevante Schädigung
dieses Nervs
nicht nach
weisen lasse, weil neurographisch
die Befunde am Nervus ulnaris links im Wesentlichen unauffällig seien
(Urk. 9/194 S. 1-2).
Die
vom Beschwerdeführer geklagte Gefühlsstörung am linken Vorderarm schreibt
Dr.
D._
sodann einer Verletzung des
Nervus cutaneus antebrachii medialis zu, ohne jedoch ob
jektivierbare
Befunde
anzugeben
.
Zudem
“
vermutet
“
Dr.
D._
nur, dass
dieser Nerv bei einem der operativen Eingriffe vom 26. September 2013 und 15. Mai 2014 verletzt worden sei.
Auch diesbezüglich führt er keine Be
gründung
an. Seine Beurteilung vermag bereits deswegen nicht zu überzeugen.
Sodann setzte sich
Dr.
D._
auch nicht m
it den Vorakten auseinander. Diesen kann insbesondere entnommen werden, dass der Beschwerdeführer
n
ach dem Unfall vom 1
3.
Februar 2007
vor allem
über
deutlich elektrisierende Schmer
zen im Bereich des Ellenbogens mit Aus
strahlung in den ulnaren Bereich der linken Hand
klagte
(
Urk.
9/7 S. 1).
Er wurde deswegen am 25. Juli 2007 von
Dr. med.
I._
, Oberarzt Orthopädie
A._
, untersucht.
Dr.
I._
hielt zwar fest, dass
der
Nervus ulnaris beim Unfall vom 13. Februar 2007 neu traumatisiert worden sei und dieser Befund nunmehr im Vordergrund zu stehen scheine (Urk. 9/7 S. 2).
Seine Diagnose lautete jedoch
wie folgt
(
Urk.
9/7 S. 1)
:
“
Verdacht auf Sulcus ulnaris-Syndrom bei Status nach Trauma
tisierung des linken Armes vor 20 Jahren in Argentinien mit Rekonstruktion des Nervus ulnaris sowie Ampu
tation Dig V und Replantation beziehungsweise partielle Replantation Dig IV und III Rekonstruktion Dig II
“
.
Zudem
ist dem Bericht
der Ärzte der Orthop
ädie der
A._
zu
entnehmen, dass seit diesem Un
fall in Argentinien beim
3.
und
4.
Finger der linken Hand persistierende Sen
sibili
täts
störungen unklarer Genese bestünden (
Urk.
9/22 S. 1).
In der Beurtei
lung zur neurologischen und
neurophysiologischen Untersuchung in der
A._
vom 26. August 2013 wurde
sodann
festgehalten, dass der B
e
-
schwer
de
führer über ein elektrisches Gefühl im Bereich des linken Ellbogens sowie über eine Taubheit des Ringfingers und des ulnaren Unterarms links be
richte. Bei fehlendem 5. Finger ergebe sich neurophysiologisch eine erschwerte Beurteilung hinsichtlich eines Sulcus-ulnaris-Syndroms links. Es zeige sich keine sichere Verlangsamung der motorischen Nervenleitgeschwin
digkeit über dem Sulcus ulnaris links, jedoch ein inkompletter Leitungsblock des Nervus ulnaris links über dem Sulcus. Auch die sensible Neurographie des Nervus ulna
ris links sei nicht erhältlich
(Urk. 9/36 S. 2).
Nach der Verlaufskont
rolle vom 1
8.
Dezember 2013 in der
A._
schrieb deren Oberarzt Dr.
m
ed.
J._
im Bericht vo
m 27. Dezember 2013
, dass d
ie anhaltenden Beschwerden sicher zu einem Teil durch eine persistierende Irritation des Nervus ulnaris aufgrund des Sub
luxierens hervorgerufen
würden
. Unklar seien jedoch die Sensibilitäts
störungen, welche nicht einem einzelnen Nerv zugeordnet und auch nicht in den Zusam
menhang mit dem Operationsgebiet gebracht werden könnten. Zudem hätten sich sowohl gemäss Dokumentation
wie
Aussagen des Beschwer
defüh
rers diese Sensibilitätsstörungen erst einige Wochen nach dem Eingriff ent
wickelt (Urk. 9/58 S. 2). Prof. Dr. med.
K._
, Chefarzt und Direktor Zentrum für Paraplegie,
A._
, hielt nach seiner Unter
suchung des Beschwerde
führers vom 3. April 2014 fest, dass sich klinisch-neurologisch und neuro
physiologisch kein Hinweis für ein manifestes Sulcus ulnaris-Syndrom links zeige. Die Sensibili
tätsstörungen im Bereich des linken Ellbogens würden sich eher auf Hautäste beziehen. Es bestünde keine Hinweise für eine radikuläre oder Plexus-Störung. In der EMG-Untersuchung würde sich ebenfalls kein Hinweis für eine Denerva
tion im Bereich der intrinsischen Hand
muskulatur zeigen (Urk. 9/94).
Schliesslich schrieb
Dr.
J._
am
29. September 2014
, es komme
weiterhin nur
zu einer
zögerliche
n
Verbes
serung. Durch die Vorverlage
rung des Nervus ulnaris
vom 15. Mai 2014
(
vgl.
Urk. 9/103 S. 1)
habe der Beschwerde
führer insofern pro
fitiert, als dass der Nerv lokal jetzt nicht mehr irritiert sei und die elektri
sierenden Schmerzen beim Bewegen des Ell
bogens nicht mehr ausgelöst würden. Es würden jedoch eine Schwäche und belastungs
abhängige Schmerzen bei schwerster körperlicher beruflicher Tätig
keit persistieren. Nach wie vor bleibe die Ursache für die streckseitigen Sensi
bilitäts
störungen, welche sich im Verlauf in keinster Weise verändert hätten, unklar. Auch hätten sich bei der neurolo
gischen Unter
suchung in der
A._
im April keine Hinweise für eine Problematik im Bereich des Plexus oder eine Radikulopathie gezeigt (Urk. 9/120 S. 2).
Dr.
D._
, welcher die von ihm diagnostizierte
n
Ulnarisparese
und Verletzung des Nervus cutaneus antebrachii medialis
als Folge der Operationen vom 2
6.
September 2013 und 1
5.
Mai 2014 ansieht (Urk. 9/194 S. 2), setzt
sich
mit diesen Berichten nicht auseinander. Er nimmt weder darauf Bezug, dass der Beschwer
deführer schon vor diesen Operationen über Sensibili
tätsstörungen klagte
,
noch ging er auf die Berichte der behandelnden Ärzte der
A._
, welche namentlich die Ursache
der streckseitigen Sensibili
tätsstö
rungen nicht erklären konnten,
ein
.
Es
kann
mithin
auch
nicht auf den Bericht von
Dr.
D._
vom 8. Dezember 2015
(
Urk.
9/194)
abgestellt werden.
4.2.4
Dr.
G._
übernahm in seinem Gutachten die Diagnosen von
Dr.
D._
(vgl.
Urk.
9/215 S.
38 f.)
,
ohne sich zur Kausalität der einzig von ihm festge
haltenen Sensibilitätsstörung zu
äussern.
Auch
sein
Gutachten
vom 6. Juni 2016 (Urk. 9/215 S. 13 ff.)
weist
daher
keine
u
nfallbedingte
Ulnarisparese
aus
.
4.2.5
Die Suva-Kreisärzte berücksichtigten in ihren Berichten die bei ihren Unter
suchungen erho
benen Befunde, die Vorakten sowie die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und gaben jeweils eine schlüssige und nachvollziehbar
begründete Beurteilung ab.
Die
o
bjektiven Befundungen der behandelnden Ä
rzte weichen
hiervon nicht ab.
Nach dem Gesagten
vermögen die vom Beschwerde
führer angeführten Berichte und Gutachten keinen Zweifel an den Beurtei
lungen von Dr.
B._
und Dr.
E._
zu begründen.
5.
5.1
Zu prüfen ist weiter, ob der Beschwerdeführer ab
1.
Oktober 2015 Anspruch auf
eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin hat
(vgl.
Urk.
2 S. 10;
Urk.
1 S.
9, 12;
s. a.
Urk.
9/216 S. 2, wonach die Eingliederung durch
die
Eidg. Invaliden
ver
sicherung abgeschlossen ist.)
.
5.2
5.2.1
Bezüglich der unfallbedingten Einschränkungen des Beschwerdeführers for
mu
lierte Dr.
B._
folgendes Zumutbarkeitsprofil (
Urk.
9/145 S. 5): “Eine leichte bis mittelschwere manuelle Tätigkeit ohne repetitive Zug-, Stoss-, Umwendbe
wegungsbelastung für das linke Ellbogengelenk, sollte ganztags möglich sein. Des Weiteren ist das Bedienen von vibrierenden Maschinen mit links nicht ideal.“
Dr.
E._
führte nach seiner Untersuchung des Beschwerdeführers vom 10. Februar 2016 aus, dass das Zumutbarkeitsprofil von Dr.
B._
die Ein
schränkungen
des Beschwerdeführers
vollumfänglich berücksichtigen
würde. Zu
ergänzen sei einzig, dass Schläge auf den linken Arm ungünstig seien (Urk. 9/206
S.
8
)
.
5.2.2
Dr.
G._
hielt in seiner rheumatologischen Beurteilung
vom 6. Juni 2016
fest, dass er die Beur
teilung von
Dr.
B._
zur Limitation des Beschwerde
führers bestätigen könne
(
Urk.
9/215 S. 40)
.
Er führte
in seiner Beurteilung namentlich aus, dass in der klinischen Unter
suchung ein nicht eingeschränktes Bewegungsbild mit frei zu prüfendem
Bewegungsumfang
in passiver und akti
ver Durchführung und ohne Zeichen einer Hypotrophie der Muskeln imponiert habe
(
Urk.
9/215 S. 39)
.
Gemäss
Dr.
B._
war die Beweglichkeit im Ellbogen
gelenk und den angren
zenden Gelenken frei.
Bezüglich Muskelstatus, Konturen, Trophik, Tonus zeige sich kein Seitenunter
schied. Auch aufgrund der erhobenen Umfangmasse sei eine Muskelatrophie rechts (gemeint ist wohl: links) auszu
schliessen (
Urk.
9/145 S. 5).
Dr.
G._
hielt weiter fest, dass sich i
m Ruhe
zu
stand
im Ver
sorgungs
gebiet des Nervus cutaneus antebrachii medialis eine Hypäs
thesie
gefunden habe
. Eine Symptomaktivierung am Unterarm lasse sich durch Elevation des linken Armes erzeugen und sei reproduzierbar, mit beri
ch
teter Dysästhesie im Nervenver
sorgungsgebiet
(
Urk.
9/215 S. 39)
.
Dr.
B._
schrieb, es
könne weiterhin eine verminderte Sensibilität im Bereich des Unter
arms ulnarseitig dokumentiert werden.
Bei der Handkraft zeige sich eine Ver
min
derung links um knapp 2/3 im Seitenvergleich bei Rechtsdominanz (Urk. 9/145 S.
5).
Dr.
G._
führte aus, es
lasse sich beim rechtshändig domi
nanten Beschwerde
führer eine leichte (1/3) Kraftminderung des Faust
schlusses links sowie eine allenfalls minime Minderung der Bizepskraft links erheben (Urk.
9/215 S. 39).
Anders als für
Dr.
B._
, sind dem Beschwer
de
führer g
emäss Dr.
G._
jedoch nur noch körperlich leichte Tätigkeiten ohne höhere Ansprüche an einen Einsatz des linken Arms möglich. Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sowie Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten über Kopfhöhe von 10 kg
(
beidhändig) und 3 kg (linksarmig) seien nicht leidensgerecht (
Urk.
9/215 S. 40).
Dr.
G._
begrün
dete nicht, weshalb er
trotz vergleichbarer Beurteilung
vom Zumutbar
keitsprofil von
Dr.
B._
abge
wichen ist.
Insbesondere nannte er keine weiteren Befunde, die für eine zusätz
liche Einschränkung sprechen würden.
Diesbezüglich gilt es auch zu berück
sichtigen, dass
Dr.
G._
sein Gutachten für die Krankentaggeldver
sicherung erstellte (vgl.
Urk.
9/215 S. 1).
Mit der Unfallkausalität der vom Beschwerde
führer geklag
ten Be
schwerden setzte sich
Dr.
G._
in seiner Beurteilung nicht auseinander (vgl.
Urk.
9/215 S. 39-40), wes
halb seiner Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im vor
liegenden Zusam
menhang auch deswegen kein Beweiswert zukommt.
Auf die Beurteilung
von
Dr.
C._
vom 1
1
.
Novem
ber 2015 (
Urk.
9/192) kann - wie festgehalten (E. 4.2.2) - nicht a
b
gestellt werden. Gleiches gilt für den Bericht von
Dr.
D._
vom
8.
Dezember 2015 (Urk. 9/194), welcher sich zur Arbeits
fähig
keit des Beschwerdeführers auch gar nicht geäussert hat.
5.2.3
Demnach ist auf das Zumutbarkeitsprofil der Kreisärzte abzustellen.
5.3
5.3.1
Zum Valideneinkommen bringt der Beschwerdeführer vor,
dass die variablen Zu
lagen ein wesentlicher Bestandteil seines Lohnes gewesen seien. Seit dem Rückfall im Jahr 2013 hätten sich diese aber verringert, weil er seine Arbeit nicht mehr zu 100
%
habe aufnehmen können. Abzustellen sei daher auf seinen Verdienst im Jahr 201
2.
Gestützt darauf ergebe sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ein Valideneinkommen 2015 von
Fr.
68‘413.60 (Urk.
1 S. 13).
5.3.2
Dem ist entgegenzuhalten, dass sich die Lohnangaben der ehemaligen Arbeitge
berin
des Beschwerdeführers
auf ein 100%-Pensum bezogen haben (vgl.
Urk.
9/182 S.
3).
Zudem bemerkte sie, dass der Beschwerdeführer
gemäss Ge
samtarbeitsvertrag in seiner Funktion
bereits den Höchstlohn erreicht hatte (
Urk.
9/182 S.
1).
So oder anders ist jedoch davon auszugehen
, dass die varia
blen
monatlichen
Zulagen zum Lohn des Beschwerdeführers ge
hörten (vgl. Urk. 3/4,
Urk.
9/1,
Urk.
9/181).
Gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitge
berin des Beschwerde
führers setzte sich dessen Lohn
aus
dem
Grund
lohn (x 13), den variablen monat
lichen Zulagen (x 12) sowie Familienzulagen zusammen (Urk. 9/181 S.
1).
Dass diese Zulagen allein von der
körper
lichen
Leistungs
fähig
keit des Beschwerdeführers abhängig waren, lässt sich den Angaben seiner ehemaligen Arbeitgeberin nicht entnehmen
, denn die Zulagen waren vor dem Unfall vom 1
3.
Februar 2007 tiefer als im Jahr 2012
(vgl.
Urk. 3/4,
Urk.
9/1). Es kann daher nicht
einzig
auf
die Zulagen des
Jahr
es
2012
(vgl.
Urk.
3/4)
abge
stellt werden.
Es rechtfertigt sich vielmehr,
von einem Durchschnittswert auszu
gehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_744/2012 vom 2
0.
Dezember 2012 E. 2 betreffend Über
stunden).
Nach Angaben der Arbeitgeberin vom 1. Juli 2015 betrugen die variablen Durchschnittszulagen monatlich Fr. 331.75 (Urk. 9/181 S. 1).
Des Weiteren wurden d
ie im Jahr 2012 ausbezahlte Erfolgsbeteiligung
von
Fr.
500.--
sowie der Kranken
kassenbeitrag
von
Fr.
1‘200.--
(
Urk.
3/3)
von der ehemaligen Arbeit
geberin des Beschwerdeführers
zwar
nicht erwähnt
(vgl. Urk. 9/181 S. 1)
, sind zu Gunsten des Beschwerdeführers
aber
zu berücksich
tigen
, weshalb sich we
itere Abklärungen hierzu (vgl.
Urk.
1 S. 14)
erübrigen
.
Selbst
redend sind die
Familienzulagen
nicht zu berücksichtigen
(Urteile des
Bundes
ge
richts 8C_316/2010 vom 6. August 2010 E. 5 mit Hinweis, 8C_58/2010
vom 28. Juni 2010
E. 3.2).
Unter Berücksichtigung der Angaben der Arbeitgeberin zum Grundlohn und den durchschnittlichen variablen Zulagen, des Krankenkassenbeitrages sowie der Erfolgsbeteiligung ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 66‘768.-- (13 x Fr.
4‘699.-- + 12 x 331.75 + Fr. 1‘200.-- + Fr. 500.--), welches als Validenein
kommen herangezogen werden kann.
5.
4
5.4.1
Hinsichtlich des Invalideneinkommens stellte
die
Beschwerde
gegnerin
mit ange
foch
tenem
Einspracheentscheid vom 2
0.
Juli 2016
auf den Tabellenlohn
TA1
gemäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 des
Bundesa
mt
es
für Statistik
(BFS)
ab (
Urk.
2 S. 11), was als solches unbestritten blieb (
Urk.
1 S. 9).
Ge
m
äss der Tabelle TA1 LSE 201
4
(monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirt
schafts
zweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor), Kom
pe
tenz
niveau 1, Männer, ergibt sich ein Lohn von Fr. 5‘
312
.--. Auf
ge
rechnet auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit 201
4
von 41,7 Stunden (vgl.
die
Tabelle
T03.02.03.01.04.01 “Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei
lungen“ des
BFS) resultiert ein Wert von monatlich Fr.
5‘
537
.-- beziehungs
weise ein Jahres
einkommen von Fr. 6
6
‘
444
.--. Bereinigt um die Nominal
lohnentwick
lung/Männ
er (201
4
:
127.3; 2015
:
127.7
, vgl. die Tabelle T1.93 “Nominallohnin
dex 1993-201
6
“ des BFS) führt dies zu einem hypothetischen Invalideneinkom
men von
Fr. 66‘
65
3
.--
.
5.4.2
Im Einspracheentscheid vom 2
0.
Juli 2016 führte die
Beschwerdegegnerin
noch aus, dass ein sog. leidensbedingter Abzug
vom Tabellenlohn
(vgl. dazu E. 2.5.4 vorstehend)
von 10
%
ange
messen sei. Zu berücksichtigen sei nämlich, dass der Beschwerdeführer mit beiden Armen immerhin noch Lasten bis 15 kg heben könne (
Urk.
2 S. 12).
Damit stellte sie auf das Gutachten von
Dr.
G._
vom 6. Juni 2016 (
Urk.
9/215 S. 40) ab, was aber nicht angeht (E. 5.2.2 vorstehend).
Im vorliegenden Verfahren
vertritt
die Beschwerde
gegnerin
nunmehr
den Stand
punkt, dass beim Invalidenein
kommen nur ein Leidensabzug von 5 % sachge
recht wäre (
Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2016 [
Urk. 8 S. 9
]
).
Gemäss dem Zumutbarkeitsprofil von
Dr.
B._
und
Dr.
E._
beziehen sich die unfall
bedingten Einschränkungen des Beschwer
deführers einzig auf die vermin
derte Einsatzfähigkeit seines
linken Arms (vgl. E. 5.2
.1
vorstehend).
In diesem Zusam
menhang ist darauf hinzu
weisen,
dass
gemäss
d
er Rechtspre
chung
des Bundes
gerichts
auf dem ausge
glichenen Arbeitsmarkt genügend realistische Betäti
gungsmöglichkeiten selbst für Personen bestehen, die funk
tionell als Ein
armige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können. Zu
denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontroll
tätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-) automa
tischen Maschi
nen oder Produktionseinheiten sowie die Arbeit als Museums-
oder Park
platzwärter
.
In diesem Rahmen ist für funktionell einarmige Ver
sicherte praxis
gemäss nicht von einer generellen
beziehungsweise
einheitlichen proportionalen Kürzung des LSE-Tabellenlohns auszugehen. Viel
mehr ist die Einsch
ränkung der Arbeitsfähigkeit in jedem konkreten Einzelfall aufgrund der medi
zinischen Vorgaben festzustellen und gestützt hierauf die massgebende
LSE-Tabelle heranzuziehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_31/2017 vom 30. März
2017 E. 6.2 mit weiteren Hinweisen
).
Dies ist vorliegenden mit Bezug auf den
angewandten
Tabellenlohn
“TA 1 Total“
der Fall. Ein Abzug vom Tabellenlohn unter dem Titel “Leidens
abzug“
(vgl.
Urk.
1 S. 10 f.)
rechtfertigt sich daher nicht, zumal gemäss dem Zumutbarkeitsprofil von
Dr.
B._
und
Dr.
E._
(E.
5.2
.1
vorstehend) keine weiteren unfallbedingten körperlichen Einschrän
kungen bestehen.
Der Beschwerdeführer
macht geltend
, er sei “in der Schweiz 20 Jahre lang im gleichen Betrieb“ tätig gewesen (Urk. 1 S. 10-11). Dies führt
vorliegend
nicht zu einem Abzug vom Tabellenlohn, denn nach der Recht
sprechung des Bundes
gerichts
nimmt die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor ab, je niedri
ger das Anforderungsprofil ist (Urteil des Bundesgerichts
8C_477/2016 vom 23. November
2016 E.
4.2)
.
Sodann
ist auch wegen der geltend
ge
machten
“Schwierigkeiten bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz“
(
Urk.
1 S.
11)
kein
Abzug vom Tabellenlohn
zu gewähren
(
vgl.
Urteil des Bun
des
gerichts 8C_10/2011 vom 1
0.
August 2011 E.
7). Gleiches gilt
schliesslich
für
das
Vorbringen
des Beschwerdeführers
,
wonach
er
über
keine abgeschlossene berufliche Ausbil
dung
verfüge (
Urk.
1 S.
12). Dem wurde bereits Rechnung getragen indem
beim Tabellenlohn auf
das Kom
petenzniveau 1
abgestellt wurde
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_427/2011 vom 15.
September 2011 E. 5.2).
5.
5
Beim Einkommensvergleich (Valideneinkommen: Fr. 66‘
768
.--, Invalidenein
kommen:
Fr. 66‘
65
3
.--) resultiert keine Erwerbseinbusse beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 0
%
.
Damit hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Integritätsent
schädigung hat.
6.2
Dr.
B._
hielt am 2
5.
März 2015
fest, dass aufgrund der klinischen Untersu
chung der Integritätsschaden aktuell das entschädigungspflichtige Ausmass von 5
%
noch nicht erreiche (
Urk.
9/145 S. 6).
Dr.
E._
führte am 1
0.
Februar 2016
sodann aus, dass a
ngesichts der organisch nachgewiesenen unfallkausalen Schädigung der Integritätsschaden das Limit von 5
%
nach wie vor nicht
erreiche
(
Urk.
9/206 S. 8).
6.3
Die Dres.
C._
,
G._
und
D._
, auf welche der Beschwerdeführer im vor
liegenden Verfahren Bezug nimmt,
äussern sich
allesamt
nicht
zum Inte
gri
tätsschaden. Der Beschwerdeführer
selbst
schliesst aufgrund der von Dr.
D._
diagnosti
zierten
Ulnarisparese
auf einen Anspruch auf eine Integritätsentschä
digung bei einer Integritätseinbusse von 15
%
(
Urk.
1 S. 9). Wie festgehalten
(E.
4.2.3),
kann
jedoch nicht auf den Bericht von
Dr.
D._
vom 8. Dezember 2015 (Urk.
9/194) abgestellt werden. Zudem vermögen die Berichte und Gutach
ten der Dres.
C._
,
G._
und
D._
keinen Zweifel an den Berichten der Kreisärzte zu
begründen (E. 4.2.5 vorstehend), weshalb sich weitere Abklärun
gen erübrigen.
Mit den Dres.
B._
und
E._
ist daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch keinen Anspruch auf eine Integritätsent
schä
digung hat.
7.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.