# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5791091a-0611-4770-9bc2-50278484c2ab
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Am 25. Dezember 2005 unternahmen A. und ihr Lebenspartner B. mit dem Hund von A., einer Hovawart-Hündin von ca. 25 kg, ausserhalb von G. einen Spaziergang. Die Hündin war nicht angeleint und A. warf einen Hundeball, welchen die Hündin jeweils apportierte. Nachdem A. und B. ein Stück weit den Weg vom Dorf in Richtung Wald gegangen waren, bemerkten sie in Richtung Dorf das Ehepaar C. und D. E., welches den Greyhound von F., einen Rüden mit einer Schulterhöhe von ungefähr 90 bis 100 cm und einem Gewicht von etwa 40 kg, spazieren führte. A. hat ausgeführt, sie habe ihre Hündin daraufhin zunächst an die Leine genommen, anschliessend jedoch wieder frei gelassen, als sie gesehen habe, dass der andere Hund unangeleint gewesen sei, um den Hunden die Kontaktaufnahme zu ermöglichen. C. E. erklärte, sie habe den Greyhound von der Leine gelassen, als sie gesehen habe, dass der andere Hund mit einem Hundeball gespielt habe. In der Folge nahmen die Hunde Kontakt auf und es kam zwischen A. und B. sowie dem Ehepaar E. zu einem Gespräch. A. macht geltend, sie habe im Laufe des Gesprächs ihre Hündin wieder angeleint, was F. bestreitet. Den weiteren Verlauf schildert A. dergestalt, dass der Greyhound sich unbemerkt von der Gruppe entfernt habe und plötzlich in vollem Lauf auf die Gruppe zugerannt sei. Er sei in sie hineingerannt, worauf sie zu Fall gekommen sei und sich Verletzungen am linken Bein zugezogen habe. F. macht geltend, der Greyhound habe sich etwas oberhalb der Personengruppe befunden, sei dann auf die Gruppe zugelaufen und habe A. touchiert, worauf diese hingefallen sei. Gemäss Arztbericht erlitt A. am linken Bein eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes sowie einen Fibulakopfbruch.
B. Nachdem sich A. und F. über die Frage der haftpflichtrechtlichen Folgen des Ereignisses nicht einigen konnten, gelangte A. am 21. Dezember 2006 an den Vermittler des Kreises Ramosch. Die Sühneverhandlung fand am 31. Oktober 2007 statt. Am 22. Februar 2008 wurde der Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt:
„Klägerisches Rechtsbegehren
1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin eine Schadenersatzsumme von Fr. 34'000.00 sowie eine Genugtuungssumme von Fr. 50'000.00 nebst Zins zu 5 % ab 25.12.2005 für beide Summen zu bezahlen.
2. Der Klägerin sei ein Nachklagerecht für den Ersatz von allfällig zukünftigen Schäden ab Rechtshängigkeit einzuräumen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.“
C. Am 13. März 2008 prosequierte A. ihre Klage an das Bezirksgericht Inn, wobei sie die Schadenersatzforderung auf Fr. 30'473.-- reduzierte. F. hielt in seiner Prozessantwort vom 14. Mai 2008 am beklagtischen Rechtsbegehren fest. Es wurde kein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt.
D. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Inn vom 9. März 2010 nahmen die beiden Rechtsvertreter teil. Im Rahmen seines Plädoyers reduzierte Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Peter Beck die eingeklagte Genugtuungssumme auf Fr. 30'000.--.
Mit Urteil vom 9. März 2010, mitgeteilt am 10. Juni 2010, erkannte das Bezirksgericht Inn wie folgt:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreisamtes Ramosch von CHF 300.00 sowie die Kosten des Bezirksgerichts Inn, bestehend aus
- einer Gerichtsgebühr (inkl. Streitwertzuschlag) von CHF 9'000.00 - Schreibgebühren von CHF 940.00 - Barauslagen (inkl. Expertise) von CHF 5'090.00 Total somit von CHF 15'030.00
gehen zulasten der Klägerin.
3. Die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten ausseramtlich mit CHF 14'000.00 inkl. Spesen und 7.6% Mehrwertsteuer zu entschädigen.

## Considerations