# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f96ca530-7717-4e29-8a10-d3fa4799f69c
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend
mehrfache, versuchte vorsätzliche Tötung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf, Einzelgericht, vom 23. April 2012 (GG110025)
- 3 -
Da die Privatkläger 1 - 3 am 2. Mai 2012 gegen das Urteil des Bezirks-
gerichts Dielsdorf, Einzelgericht (nachstehend: Vorinstanz), vom 23. April 2012
mündlich Berufung anmeldeten (Prot. I S. 23),
da das begründete Urteil der Vorinstanz dem Privatkläger 2 am 13. Juni
2012 zugestellt wurde (Urk. 58),
da die Privatkläger 1 und 3 das ihnen zugestellte begründete Urteil der
Vorinstanz nicht abholten, weshalb es in Anwendung von Art. 85 Abs. 4 lit. a
StPO am 19. Juni 2012 als dem Privatkläger 1 und am 20. Juni 2012 als dem
Privatkläger 3 zugestellt gilt (Urk. 63/1 und 63/2),
da die Privatkläger 1 - 3 innerhalb der in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegten
gesetzlichen Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Urteils - mithin
bis zum 3., 9. bzw. 10. Juli 2012 - keine schriftlichen Berufungserklärungen
einreichten,
da die Einreichung einer Berufungserklärung praxisgemäss eine Gültigkeits-
voraussetzung darstellt und bei deren Nichteinreichung auf die Einholung von
Stellungnahmen im Sinne von Art. 403 Abs. 2 StPO verzichtet wird (ZR 110
[2011] Nr. 69),
da allein aufgrund der Berufungsanmeldung dem Beschuldigten im
Berufungsverfahren keine wesentlichen Aufwendungen entstanden, die zu ent-
schädigen wären,
unter Hinweis auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO, Art. 428 Abs. 1 StPO
und Art. 436 Abs. 1 StPO
- 4 -

## Considerations