# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4960d0a8-f0e2-495a-89fe-e0afe9dc7ab6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt und Erwägungen
1. Am 23. Februar 2021 ersuchte B._ das Regionalgericht Plessur, gegen A._ ein superprovisorisches Kontakt-, Annäherungs- und Rayonverbot nach Art. 28b ZGB zu erlassen. Das Regionalgericht Plessur hiess das Gesuch am 24. Februar 2021 gut. Die superprovisorische Verfügung wurde mit Entscheid vom 15. April 2021 bestätigt. Die Prosequierungsklage datierte vom 14. Juli 2021. Sie enthielt folgendes Rechtsbegehren:
1. Es sei dem Beklagten unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB im Unterlassungsfalle und der Androhung einer Ordnungsbusse in Höhe von CHF 3'000.00 gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO im Unterlassungsfalle, richterlich gemäss Art. 28b ZGB zu verbieten, sich dem Kläger auf weniger als 100 Meter in irgend einer Weise anzunähern.
2. Es sei dem Beklagten unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB im Unterlassungsfalle und der Androhung einer Ordnungsbusse im Höhe von CHF 3'000.00 gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO im Unterlassungsfalle, richterlich gemäss Art. 28b ZGB zu verbieten, den Kläger in irgend einer Art und Weise (direktes Gespräch, Briefeinwurf, Telekommunikation, E-Mail, Social Media, etc.) zu kontaktieren.
3. Die hiervor erwähnten Schutzmassnahmen in Ziffer 1 und 2 seien auf zwei Jahre, mithin bis Juli 2023, zu befristen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des Beklagten.
2. Mit Entscheid vom 19. Januar 2022 hiess das Regionalgericht die Klage dem Grundsatz nach gut und erkannte Folgendes:
1. A._ wird bis zum 01.07.2023 verboten:
a. sich B._ auf weniger als 100 Meter anzunähern. Davon ausgenommen sind:
i. die Annäherung zur Übergabe/Übernahme seiner Kinder zur Ausübung des gewährten bzw. vereinbarten persönlichen Verkehrs am Wohnort der Kinder auf üblichem Weg;
ii. die unterbruchsfreie Durchfahrt auf der Hauptstrasse zwischen C._ und D._ im Bereich von E._;
iii. die Annäherung am Arbeitsplatz von A._ (Bahnhof F._) durch A._ zu notwendigen, vorgesehenen beruflichen Verrichtungen.
b. mit B._ telefonisch, elektronisch oder sonstwie Kontakt aufzunehmen.
2. Das Verbot gemäss Ziff. 1 hiervor wird mit dem ausdrücklichen Hinweis auf Art. 292 StGB verbunden, wonach mit Busse bestraft wird, wer von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten
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unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
3. a. Die Gerichtskosten von CHF 3'000.00 gehen zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b. A._ hat B._ eine Parteientschädigung von CHF 3'255.24 (inkl. Barauslagen und MwSt.) auszurichten. Da die Parteientschädigung uneinbringlich ist, gehen die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Klägers, Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli, von CHF 5'425.40 unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
c. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Beklagten, Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Schlegel, von CHF 3'297.20 (inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

## Considerations