# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ac475d43-3b1d-4a50-a0b7-6626dad90723
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt ungenügend erstellt und in pflichtwidriger
Ermessensunterschreitung nicht alle wesentlichen Umstände des
vorliegenden Einzelfalls berücksichtigt. Er habe sich sowohl in sozialer
wie auch in beruflicher Hinsicht gut in die Schweiz eingegliedert.
Ausserdem spreche insbesondere die fehlende
Wiedereingliederungsmöglichkeit in seinem Heimatland für das Vorliegen
eines Härtefalls. Überdies sei sein privates Interesse an der
nachgesuchten Bewilligung sehr gewichtig, zumal damit seine Chancen
auf dem Arbeitsmarkt verbessert würden, was sich auch positiv auf das
(allerdings geringe) Risiko künftiger Fürsorgeabhängigkeit auswirke.
8. In seiner Vernehmlassung vom 7. September 2016 beantragte das DJSG
(nachfolgend Beschwerdegegner) die kostenfällige Abweisung der
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Beschwerde und verwies vollumfänglich auf seine Ausführungen in der
angefochtenen Verfügung.
9. In Ergänzung zu seiner Beschwerdeschrift legte der Beschwerdeführer
am 21. September 2016 replicando einen Anstellungsvertrag mit der
B._ AG ins Recht und teilte mit, dass sein bisher befristetes
Arbeitsverhältnis unterdessen in ein unbefristetes umgewandelt worden
sei.
10. Mit Eingabe vom 27. September 2016 verzichtete der Beschwerdegegner
auf die Einreichung einer Duplik.
Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung sowie in
den Rechtsschriften der Parteien wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung vom
15. Juni 2016, mit welcher der Beschwerdegegner die Verfügung des
AFM vom 26. November 2015 betreffend Abweisung des Gesuchs des
heutigen Beschwerdeführers um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung
aus humanitären Gründen bestätigt hat. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. c des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt
das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide der kantonalen
Departemente, soweit diese nicht nach kantonalem oder
eidgenössischem Recht endgültig sind. Die angefochtene Verfügung des
Beschwerdegegners ist nicht endgültig, weshalb sie ein taugliches
Anfechtungsobjekt darstellt. Die weiteren Prozessvoraussetzungen geben
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zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die frist- und formgerecht
eingereichte Beschwerde einzutreten ist. Streitig und zu prüfen ist im
Folgenden, ob die Abweisung dieses Härtefallgesuchs zu Recht erfolgt
ist.
2. a) Vorliegend geht es um die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an eine
Person, die im Sinne von Art. 83 ff. des Bundesgesetzes über die
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) vorläufig aufgenommen
wurde. Eine vorläufige Aufnahme wird vom Staatssekretariat für Migration
(SEM) – meist auf Antrag einer kantonalen Behörde – verfügt, wenn der
Vollzug einer angeordneten Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig
oder nicht zumutbar ist und kein Ausschlussgrund vorliegt (Art. 83 Abs. 1
und 7 AuG). Das SEM überprüft sodann periodisch, ob die
Voraussetzungen für eine solche noch gegeben sind. Ist dies nicht der
Fall, hebt es die vorläufige Aufnahme auf und ordnet den Vollzug der
Wegweisung an (Art. 84 Abs. 1 und 2 AuG).
b) Halten sich vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer seit
mehr als fünf Jahren in der Schweiz auf, sind deren Gesuche um
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung unter Berücksichtigung der
Integration, der familiären Verhältnisse und der Zumutbarkeit einer
Rückkehr in den Herkunftsstaat vertieft zu prüfen (Art. 84 Abs. 5 AuG).
Die Erteilung einer sog. "Aufenthaltsbewilligung aus humanitären
Gründen" an vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer
erfolgt in der Regel in Abweichung von den Zulassungsvoraussetzungen
gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG. Obschon in Art. 84 Abs. 5 AuG nur
einzelne Aspekte des schwerwiegenden persönlichen Härtefalls gemäss
Art. 31 Abs. 1 der Verordnung über die Zulassung, Aufenthalt und
Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) Erwähnung finden (nämlich wie
erwähnt die Integration, die familiären Verhältnisse und die Zumutbarkeit
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der Rückkehr), stellt Art. 84 Abs. 5 AuG nicht etwa einen eigenständigen
ausländerrechtlichen Zulassungsgrund für vorläufig aufgenommene
Personen dar. Die Formulierung von Art. 84 Abs. 5 AuG ist auch nicht
eine Aufforderung an die Behörden, ein Gesuch sorgfältig zu prüfen –
dies haben sie ohnehin zu tun. Vielmehr unterscheiden sich die
Voraussetzungen für die Anerkennung eines schwerwiegenden
persönlichen Härtefalls bezüglich eines in der Schweiz vorläufig
aufgenommenen Ausländers gemäss Art. 84 Abs. 5 AuG – abgesehen
von der Pflicht zur vertieften Prüfung nach einem Aufenthalt von fünf
Jahren – grundsätzlich nicht von den Kriterien, nach denen einer
Ausländerin oder einem Ausländer in Abweichung der
Zulassungsvoraussetzungen gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m.
Art. 31 Abs. 1 VZAE eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden kann (vgl.
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2240/2010 vom 14. Dezember
2012 E.5.2). Dies ergibt sich auch aus dem Klammerverweis im Titel von
Art. 31 VZAE unter anderem auf Art. 84 Abs. 5 AuG.
c) Auf die Ausführungen des Beschwerdegegners zu den Härtefallkriterien
gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. a-g VZAE ist grundsätzlich zu verweisen.
Demnach stellen diese Kriterien (Integration, Respektierung der
Rechtsordnung, familiäre Verhältnisse, finanzielle Situation sowie der
Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung,
Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, Gesundheitszustand und
Möglichkeit der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat) weder einen
abschliessenden Katalog dar noch müssen sie kumulativ erfüllt sein und
sind insofern restriktiv zu handhaben, als der Härtefallklausel von Art. 30
Abs. 1 lit. b AuG Ausnahmecharakter zukommt (vgl. hierzu angefochtene
Verfügung S. 6 mit Verweis auf Urteil des Bundesgerichts C-2240/2010
vom 14. Dezember 2012 E.5.3). Diese Kriterien beziehen sich einerseits
auf härtefallbegründende Umstände und andererseits auf Aspekte des
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öffentlichen Interesses, die der Erteilung einer Härtefallbewilligung
entgegenstehen können. Wenn es um die Umwandlung einer vorläufigen
Aufnahme in eine Härtefallbewilligung geht, ist angesichts der
Sonderbestimmung von Art. 84 Abs. 5 AuG jedoch zusätzlich zu
beachten, dass eine vorläufig aufgenommene Person die gewichtigen
Härtefallkriterien der "langjährigen Anwesenheit" (nämlich mindestens
fünf Jahre) und die "Unzumutbarkeit der Rückkehr" (welche sich im Status
der vorläufigen Aufnahme manifestiert) grundsätzlich erfüllt (vgl. ILLES, in:
CARONI/GÄCHTER/THURNERR [Hrsg.], Handkommentar zum Bundesgesetz
über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 84 N 26). Vor
diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass mit Art. 84 Abs. 5
und Art. 85 AuG die Stellung der vorläufig Aufgenommenen verbessert
und deren Integration gefördert werden sollte (vgl. BOLZLI, in:
SPESCHA/THÜR/ZÜND/BOLZLI, Kommentar zum Migrationsrecht, 3. Aufl.,
Zürich 2012, Vorb. zu Art. 85-88 N 1 sowie ILLES, a.a.O., Art. 85 N 1 mit
Verweis auf parlamentarische Materialien), vermögen allenfalls fehlende
andere Kriterien die Interessenabwägung laut BOLZLI demnach nur noch
im Ausnahmefall negativ zu beeinflussen. Insbesondere dürfe sich eine
(noch) unzureichende berufliche Integration der vorläufig
Aufgenommenen nicht entscheidwesentlich auswirken, und auch im Falle
einer allenfalls unzureichenden sozialen Integration sei der
Ermessensspielraum der Behörden insofern eingeschränkt, als für die
Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung gewichtige Integrationsdefizite
wie beispielsweise erhebliche Straffälligkeit oder die absichtliche
Nichteinhaltung einer Integrationsvereinbarung vorliegen müssten (vgl.
BOLZLI, a.a.O., Art. 84 N 11 f.). Laut BOLZLI ergibt sich aus der
eigentümlichen Formulierung in Art. 84 Abs. 5 AuG, wonach
Härtefallgesuche von vorläufig Aufgenommenen "vertieft geprüft" werden
müssen, demnach eine Einschränkung des behördlichen Ermessens (vgl.
BOLZLI, a.a.O., Art. 84 N 11 und 13).
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d) Zu beachten ist überdies, dass eine vorläufige Aufnahme dann verfügt
wird, wenn der Vollzug der Wegweisung in den Herkunfts- oder
Heimatstaat nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar ist. Sie
basiert auf der Vorstellung, dass ein temporäres Hindernis vorliegt, die
Wegweisung zu vollziehen und dass bei Wegfall dieses Hindernisses die
vorläufige Aufnahme aufgehoben und der Vollzug der Wegweisung
angeordnet wird (Art. 84 Abs. 2 AuG). Insofern handelt es sich bei der
vorläufigen Aufnahme nicht um eine ausländerrechtliche Bewilligung,
sondern um eine Ersatzmassnahme bei undurchführbarem Vollzug, bei
welcher die materielle Verpflichtung zur Ausreise bestehen bleibt.
Aufgrund des temporären Charakters dieser Ersatzmassnahme sind
vorläufig Aufgenommene im Vergleich zu Personen mit einer
ausländerrechtlichen Bewilligung beachtlichen rechtlichen
Einschränkungen unterworfen (vgl. hierzu Art. 85 AuG sowie STÖCKLI, in:
UEBERSAX/RUDIN/HUGI YAR/GEISER [Hrsg.], Ausländerrecht, Eine
umfassende Darstellung der Rechtsstellung von Ausländerinnen und
Ausländern in der Schweiz, Basel 2009, § 11 Rz. 11.76 und Beschwerde
S. 9 f. m.w.H.). Bei der Beurteilung, ob bei einer vorläufig
aufgenommenen Person ein schwerwiegender persönlicher Härtefall
vorliegt, ist deshalb ein besonderes Augenmerk auf die Frage zu richten,
aus welchen Gründen die vorläufige Aufnahme verfügt worden ist und ob
bzw. wann mit einer Aufhebung derselben gerechnet werden kann. Je
unwahrscheinlicher die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme ist, desto
weniger rechtfertigt es sich, die Betroffenen auf unbestimmte Dauer den
rechtlichen Einschränkungen zu unterwerfen, die mit dem Status der
vorläufigen Aufnahme einhergehen, und umso eher ist vom Vorliegen
eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls auszugehen (vgl. hierzu
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau WBE.2014.35 vom
24. Oktober 2014 E.3.2).
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e) Festzuhalten bleibt, dass es sich dabei (mit den vorstehend erwähnten
Einschränkungen) um einen Ermessensentscheid handelt und die
betroffenen Personen keinen Anspruch auf eine Bewilligungserteilung
haben (vgl. ILLES, a.a.O., Art. 84 N 28). Ausserdem steht die Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung im Sinne von Art. 84 Abs. 5 i.V.m. Art. 30
Abs. 1 lit. b AuG gemäss Art. 40 AuG unter dem Zustimmungsvorbehalt
des SEM (Art. 99 AuG i.V.m. Art. 85 Abs. 1 VZAE). Dementsprechend
hätte die Gutheissung der vorliegenden Beschwerde gegen die
abschlägige Departementsverfügung nicht die unmittelbare Erteilung
einer Härtefallbewilligung zur Folge, sondern würde eine solche einzig
dazu führen, dass das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung
dem SEM zu unterbreiten und dabei dessen Zustimmung zu beantragen
wäre.
3. Der Beschwerdeführer hält sich seit November 2008 in der Schweiz auf
und ist seit 24. März 2010 im Besitze einer vorläufigen Aufnahme (vgl.
Einreisebestätigung vom 5. Dezember 2008 in beschwerdegegnerischer
Beilage [Bg-act.] I/1 sowie Mitteilung des Entscheids betreffend vorläufige
Aufnahme vom 26. März 2010 in Bg-act. I/23). Mit seinem bereits mehr
als acht Jahre dauernden Aufenthalt in der Schweiz erfüllt der vorläufig
aufgenommene Beschwerdeführer die formellen Voraussetzungen zur
Einleitung eines Aufenthaltsbewilligungsverfahrens gestützt auf Art. 84
Abs. 5 AuG i.V.m. Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG und Art. 31 Abs. 1 VZAE. Im
Lichte der vorstehenden Ausführungen ist im Folgenden deshalb zu
prüfen, ob der Beschwerdegegner in seiner Gesamtwürdigung der in
Art. 31 Abs. 1 VZAE aufgeführten Kriterien zu Recht zum Ergebnis
gelangt ist, dass beim Beschwerdeführer kein schwerwiegender
persönlicher Härtefall vorliege, welcher die Erteilung einer
Jahresaufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen rechtfertigen
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würde. Umstritten ist dabei insbesondere die Integration des
Beschwerdeführers in beruflicher (vgl. sogleich Erwägung 4) und sozialer
Hinsicht (vgl. nachfolgend Erwägung 6) sowie die (fehlende)
Berücksichtigung resp. Beurteilung der
Wiedereingliederungsmöglichkeiten im Herkunftsland (vgl. nachfolgend
Erwägung 7).
4. a) In Bezug auf die berufliche Integration hatte das AFM in seiner Verfügung
vom 26. November 2015 ausgeführt, dass von einer solchen auszugehen
sei, wenn ein Gesuchsteller während seiner Anwesenheit in der Schweiz
regelmässig einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, mithin wenn er
70 % des gesamten Aufenthalts einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei
oder drei Jahre ununterbrochen eine Arbeitsstelle inne hatte resp. über
einen unbefristeten Arbeitsvertrag oder eine Zusage für eine Folgesaison
verfügt habe. Diese Voraussetzung sei beim heutigen Beschwerdeführer
zwar erfüllt gewesen, doch seien die verschiedenen Arbeitseinsätze zum
Teil von sehr kurzer Dauer gewesen (der kürzeste Einsatz habe sechs
Tage gedauert). So sei das erste Härtefallgesuch deshalb abgelehnt
worden, weil eine erneute, längere Arbeitslosigkeit aufgrund der häufigen
Stellenwechsel nicht habe ausgeschlossen werden können. Die beiden
weiteren Härtefallgesuche seien sodann aufgrund der bestehenden
Betreibungen bzw. Lohnpfändungen abgelehnt worden (vgl. Verfügung
des AFM vom 26. November 2015 in Bg-act. I/122 S. 5). Obschon die
Ausstände in der Zwischenzeit getilgt worden waren, lehnte das AFM in
der erwähnten Verfügung vom 26. November 2015 auch das vierte
Gesuch um Erteilung einer Härtefallbewilligung aus humanitären Gründen
ab. Dabei schloss es insofern "zwangsläufig auf eine fehlende
Integration", als die erwähnten Betreibungen nicht allein auf die
Arbeitslosigkeit, sondern auf die geringe Arbeitslosenentschädigung
zurückzuführen gewesen seien, welche ihre Ursache wiederum in den
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zahlreichen Einstelltagen gefunden hätten. Es könne zwar nicht eruiert
werden, aus welchen Gründen der heutige Beschwerdeführer in seiner
Anspruchsberechtigung eingestellt worden sei (denkbar seien
selbstverschuldete Kündigungen, Verpassen der Beratungsgespräche,
das Verweigern von zugewiesenen Stellen, unzureichende Bemühungen
um eine neue Stelle etc.). Die Einstelltage seien aber voll und ganz dem
krassen Fehlverhalten des heutigen Beschwerdeführers anzulasten resp.
beruhten offensichtlich auf dessen persönlichem Fehlverhalten, weshalb
dieser an den Betreibungen mit seinem äusserst pflichtwidrigen Verhalten
die Schuld trage (vgl. Verfügung des AFM vom 26. November 2015 in Bg-
act. I/122 S. 5 sowie Schreiben des AFM vom 4. November 2015 in Bg-
act. I/120). Demgegenüber bestritt der Beschwerdeführer, dass es sich
dabei um ein krasses Fehlverhalten seinerseits gehandelt habe. Die
unbestrittenermassen verfügten Einstelltage würden sich überwiegend im
Bereich des leichten Verschuldens bewegen; keine der
Einstellungsverfügungen gehe von einem schweren Fall aus. Ausserdem
verfüge er in der Zwischenzeit über einen leeren
Betreibungsregisterauszug (vgl. Beschwerde vom 23. Dezember 2015
gegen die erwähnte Verfügung des AFM in Bg-act. II/1).
b) Hinsichtlich der Betreibungen erwog der Beschwerdegegner in der
angefochtenen Verfügung, ein krasses Fehlverhalten des
Beschwerdeführers könne weitgehend ausgeschlossen werden. Gemäss
den Abrechnungen der Arbeitslosenkasse seien zwar insgesamt fünfmal
Einstelltage verfügt worden, doch habe nie ein Fall mit schwerem
Verschulden vorgelegen. Zu Ungunsten des Beschwerdeführers sei
jedoch die Tatsache zu werten, dass die fünf Massnahmen in fünf
aufeinanderfolgenden Monaten verfügt worden seien. Ausserdem stellte
der Beschwerdegegner die bisherige berufliche Laufbahn des
Beschwerdeführers bei 13 verschiedenen Arbeitgebern detailliert dar und
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hielt fest, die Vorgabe des AFM, wonach ein Gesuchsteller mindestens
70 % seines gesamten Aufenthalts einer Erwerbstätigkeit nachgegangen
zu sein habe, sei unbestrittenermassen erfüllt. Angesichts der teilweise
sehr kurzen Arbeitsverträge sowie der häufigen Stellenwechsel könne die
berufliche Integration in der Gesamtschau jedoch nur eingeschränkt zu
Gunsten des Beschwerdeführers gewertet werden (vgl. angefochtene
Verfügung S. 8 ff.).
c) Der Beschwerdegegner hat die Auffassung des AFM betreffend das
Verschulden an den Einstelltagen als unzutreffend qualifiziert, zumal
keine der Verfügungen des KIGA auf ein schweres Verschulden des
heutigen Beschwerdeführers abstelle. Zu beachten ist überdies, dass der
Beschwerdeführer bereits Mitte September 2015 über keine
Betreibungseinträge mehr verfügte, nachdem er seine Ausstände teils
direkt, teils via Lohnpfändung beglichen hatte (vgl. Auszüge aus dem
Betreibungsregister vom 17. September 2015 in Bg-act. I/117 sowie vom
21. Mai 2015 in Bg-act. I/111). Ausserdem zeigt der
Betreibungsregisterauszug vom 21. Mai 2015 auffallend viele Ausstände
für Krankenkassenprämien (vgl. Bg-act. I/111), welche wohl mittels
Prämienverbilligungsantrag hätten vermieden werden können. Es ist zwar
nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen den Umstand, dass gegen
den Beschwerdeführer Betreibungen eingeleitet werden mussten,
grundsätzlich negativ gewertet haben. In Anbetracht der raschen und
vollständigen Begleichung der Ausstände und vor allem der zutreffenden
Feststellung des Beschwerdegegners, die Betreibungen seien nicht auf
ein "krasses Fehlverhalten" resp. "äusserst pflichtwidriges Verhalten" des
Beschwerdeführers zurückzuführen, hätte der Beschwerdegegner die
sehr negative Einschätzung der beruflichen und wirtschaftlichen
Integration des Beschwerdeführers durch das AFM nicht einfach ohne
weitere Ausführungen schützen dürfen, sondern differenzierter beurteilen
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müssen. Ausserdem ist nicht nachvollziehbar, weshalb der
Beschwerdegegner die Häufigkeit der Massnahmen (fünf
arbeitslosenrechtliche Massnahmen in den fünf aufeinanderfolgenden
Monaten Januar bis Mai 2014) zu Ungunsten des Beschwerdeführers
gewertet hat (vgl. angefochtene Verfügung S. 10). Die Konzentration
dieser Massnahmen auf eine kurze Zeitspanne deckt sich nämlich mit
dem beschwerdeführerischen Vorbringen eines "vorübergehenden
Engpasses infolge ungenügenden Einkommens" (vgl. Beschwerde vom
23. September 2015 gegen die Verfügung des AFM vom 26. November
2015 S. 3) und spricht demnach nicht dafür, dass der Beschwerdeführer
ein generelles Problem hätte und deshalb als beruflich und wirtschaftlich
nicht integriert zu betrachten wäre. Diesbezüglich wäre demnach eine
vertieftere Auseinandersetzung mit der vorliegenden Angelegenheit
angezeigt gewesen.
d) Gleich verhält es sich mit der Würdigung der häufigen Stellenwechsel,
welche der Beschwerdegegner – wie schon das AFM – ebenfalls zu
Ungunsten des Beschwerdeführers vorgenommen hat (vgl. angefochtene
Verfügung S. 8 f.). Wie der Beschwerdeführer zu Recht moniert, hat es
der Beschwerdegegner nämlich unterlassen, die Gründe für die
oftmaligen Stellenwechsel genügend abzuklären. Wie aus den im Recht
liegenden Arbeitszeugnissen und -bestätigungen hervorgehe, gebe es
dafür nämlich plausible Gründe (vgl. Beschwerde S. 10). In der Tat ergibt
sich aus den im Rahmen der vorliegenden Beschwerde eingereichten
Arbeitszeugnissen, dass einige der Stellenwechsel auf eigenen Wunsch
des Beschwerdeführers erfolgt, auf betriebliche oder organisatorische
Gründe zurückzuführen oder von Beginn weg befristet ausgestaltet waren
(vgl. Beschwerde S. 4 ff. sowie diverse Arbeitszeugnisse in den
beschwerdeführerischen Beilagen [Bf-act.] 6 ff.). Ausserdem scheinen
weder das AFM noch der Beschwerdegegner hinreichend in Erwägung
gezogen zu haben, dass die arbeitsmarktbezogene Situation von vorläufig
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Aufgenommenen zufolge der Unbeständigkeit und erschwerender
administrativer Auflagen mit einschneidenden Nachteilen verbunden ist,
welche sich insbesondere bei der Stellensuche auswirken können (vgl.
hierzu vorstehend Erwägung 2d sowie etwa Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2015.00803 vom 24. Februar
2016 E.2.6). Vor diesem Hintergrund könnten die häufigen Stellenwechsel
auch insofern zu Gunsten des Beschwerdeführers oder zumindest neutral
gewertet werden, als er sich trotz der als vorläufig aufgenommener
Ausländer zu gewärtigenden rechtlichen und faktischen Einschränkungen
jederzeit bemüht hat, sich zu integrieren und auf dem Arbeitsmarkt Fuss
zu fassen. Mit anderen Worten könnten die Stellenwechsel als Ausdruck
seines Willens zur Teilhabe am Wirtschaftsleben im Sinne von Art. 31
Abs. 1 lit. d VZAE interpretiert werden (so auch Beschwerde S. 10).
e) Dass die Vorinstanzen der beruflichen Integration bei einer
Härtefallprüfung offenbar grosses Gewicht beimessen, ist grundsätzlich
nicht zu beanstanden. In Bezug auf den vorliegenden Fall ist jedoch
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die entsprechenden
praxisgemässen Anforderungen insofern erfüllt, als er
unbestrittenermassen 70 % seines gesamten Aufenthalts einer
Erwerbstätigkeit nachgegangen war und zum Erlasszeitpunkt der
angefochtenen Verfügung über einen unbefristeten Arbeitsvertrag verfügt
hatte. Für den Beschwerdegegner haben aufgrund der Betreibungen
sowie der häufigen Stellenwechsel zwar noch gewisse Zweifel bestanden,
ob der Beschwerdeführer mit seinem Einkommen seinen Lebensunterhalt
gut bestreiten könne bzw. ob eine genügende Integration bezüglich der
finanziellen Verhältnisse bestehe (vgl. angefochtene Verfügung S. 11).
Statt die negative Einschätzung der beruflichen Integration des
Beschwerdeführers durch das AFM zu schützen, wäre er im Rahmen
seiner Untersuchungspflicht jedoch gehalten gewesen, diese Zweifel
durch vertieftere Abklärungen auszuräumen zu versuchen. Dies umso
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mehr, als die Betreibungen zum Erlasszeitpunkt der angefochtenen
Verfügung anerkanntermassen nicht mehr bestanden haben. Mit anderen
Worten ist die Härtefallprüfung des Beschwerdegegners insofern zu
beanstanden, als er das Kriterium der beruflichen Integration nicht
hinreichend abgeklärt und diesem – in Anbetracht der vorstehenden
Ausführungen in Erwägung 2c – in der vorliegend zu beurteilenden
Konstellation zu hohes Gewicht beigemessen hat. Aus diesem Grunde ist
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die vorliegende
Angelegenheit an den Beschwerdegegner zurückzuweisen, damit dieser
das Kriterium der beruflichen Integration im Sinne dieser Erwägungen
erneut prüfe und gewichte. Dabei wird der Beschwerdegegner auch zu
berücksichtigen haben, dass der anfänglich noch befristete Arbeitsvertrag
des Beschwerdeführers mit der B._ AG per 1. September 2016 in ein
unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt worden ist (vgl. Replik S. 1
sowie Anstellungsvertrag vom 15. August 2016 in Bf-act. 14).
5. Vor diesem Hintergrund ist die angefochtene Verfügung auch insofern
aufzuheben, als der Beschwerdegegner darin die seitens des AFM
angesetzte "Bewährungsfrist", wonach der Beschwerdeführer erst wieder
im Juni 2018 ein Gesuch um Erteilung einer Jahresaufenthaltsbewilligung
stellen dürfe, sofern er dannzumal über keine gerechtfertigten
Betreibungsregistereinträge verfüge und auch sonst keine
Ausschlussgründe vorlägen (vgl. Schreiben des AFM vom 26. Juni 2015
in Bg-act. I/115), aufgrund der bestehenden Zweifel an der beruflichen
Integration bestätigt hat (vgl. angefochtene Verfügung S. 10). Ohnehin
erscheint fraglich, auf welche gesetzliche Grundlage sich die Ansetzung
einer derartigen Bewährungsfrist stützen liesse. Dessen scheint sich auch
das AFM bewusst gewesen zu sein, hat es doch das vierte
Härtefallgesuch des heutigen Beschwerdeführers vom 18. Oktobers 2015
trotz dieser "Bewährungsfrist" materiell behandelt und in seiner Verfügung
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vom 26. November 2015 – entgegen der Darstellung des
Beschwerdegegners – keine entsprechenden Ausführungen mehr
gemacht.
6. Im Rahmen der erneuten Auseinandersetzung mit der vorliegenden
Angelegenheit wird sich der Beschwerdegegner auch nochmals mit der
sozialen Integration des Beschwerdeführers zu befassen haben. Die
pauschale Schlussfolgerung, wonach keine breite soziale Vernetzung
nachgewiesen sei, welche über die gewöhnlichen beruflichen,
nachbarschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen hinausgehe
(vgl. angefochtene Verfügung S. 7), vermag einer hinreichend vertieften
Prüfung – insbesondere in Anbetracht der langen Aufenthaltsdauer von
mittlerweile mehr als acht Jahren – nicht zu genügen. Dies umso mehr,
als die Vorinstanzen diesbezüglich offenbar keine Abklärungen getroffen
resp. den Beschwerdeführer nie zur Beibringung von entsprechenden
Nachweisen angehalten haben. Dabei wird der Beschwerdegegner nebst
allenfalls angezeigten persönlichen Befragungen zumindest die im
Rahmen des vorliegenden Verfahrens eingereichten Referenz- und
Bestätigungsschreiben (vgl. Bf-act. 4 und 5) sowie dessen Vorbringen
(viele Kontakte und Freundschaften, Engagement in Vereins- und
Integrationsprojekten; vgl. Beschwerde S. 4) in seine Beurteilung
miteinzubeziehen haben. Ohnehin ist vor dem Hintergrund der
vorstehenden Ausführungen in Erwägung 2c festzuhalten, dass der
Ermessensspielraum der Behörden hinsichtlich der sozialen Integration
eingeschränkt ist und dass vorliegend – bis auf die erwähnten
Betreibungen sowie ein geringfügiges Strassenverkehrsdelikt (vgl. Bg-
act. I/74) – keine Hinweise ersichtlich sind, wonach der Beschwerdeführer
die Rechtsordnung in der Schweiz nicht stets beachtet hätte.
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7. a) Schliesslich rügt der Beschwerdeführer insofern eine
Ermessensunterschreitung, als der Beschwerdegegner das Kriterium
"Möglichkeiten für eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat" gemäss
Art. 31 Abs. 1 lit. g VZAE gar nicht geprüft habe. Er stamme aus X._,
und gemäss ständiger bundesverwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung
sei von der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach X._
auszugehen. Ausserdem gehe aus den Akten hervor, dass er einen
Grossteil seiner Kindheit in Flüchtlingslagern verbracht habe und vor über
acht Jahren zum letzten Mal in seinem Heimatland gewesen sei. Aus
diesem Grunde könne er nicht auf ein tragfähiges familiäres
Beziehungsnetz im Heimatland zurückgreifen, obschon noch
Familienmitglieder dort lebten (vgl. Beschwerde S. 8 f.). Diesbezüglich hat
der Beschwerdegegner in der angefochtenen Verfügung erwogen, die
Prüfung der Möglichkeiten der Wiedereingliederung im Herkunftsland
sowie die Zumutbarkeit der Rückkehr erübrige sich in der Gesamtschau
insofern, als die vorläufige Aufnahme in absehbarer Zeit wohl nicht
aufgehoben werde (vgl. angefochtene Verfügung S. 11). Der
Aufenthaltsstatus der vorläufigen Aufnahme impliziere ja gerade, dass die
Situation im Heimatland – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – nicht so
beschaffen sei, dass dem Beschwerdeführer eine Rückkehr zugemutet
werden könne (vgl. Vernehmlassung vom 7. September 2016 S. 2).
b) Der Auffassung des Beschwerdegegners ist insofern zu folgen, als eine
vertiefte Prüfung der Wiedereingliederungsmöglichkeiten im
Herkunftsstaat im vorliegenden Fall unterbleiben kann. Ob der
Wegweisungsvollzug nach X._ zumutbar ist resp. wie sich die
derzeitige Sicherheits- und Menschenrechtslage dort präsentiert, wäre in
einem allfälligen Verfahren betreffend Aufhebung der vorläufigen
Aufnahme zu beurteilen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-
2240/2010 vom 14. Dezember 2012 E.9.5), was hier jedoch nicht
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Streitgegenstand ist. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist
dieser Aspekt denn auch nicht gänzlich ungeprüft geblieben. Vielmehr hat
der Beschwerdegegner die Zumutbarkeit einer Rückkehr – wenn auch
lediglich summarisch resp. ohne vertiefte Prüfung – verneint. In
Anbetracht der aktuellen Lage in X._ resp. der einschlägigen
Rechtsprechung, wonach der Vollzug von Wegweisungen nach X._
aufgrund der andauernden Gewaltsituation, der chaotischen Lage und der
prekären humanitären Situation als generell unzumutbar erachtet wird
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3304/2015 vom 6. August
2015 E.7.5 m.w.H.), kann dieser Einschätzung des Beschwerdegegners
ohne weitere Ausführungen gefolgt werden. Dementsprechend ist auch
auf die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers betreffend die
Unzumutbarkeit der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat (vgl.
Beschwerde S. 8 f.) nicht weiter einzugehen.
c) Obschon dieser Aspekt nicht näher zu prüfen war, hätte die Tatsache,
dass in absehbarer Zeit nicht mit einer Aufhebung des Aufenthaltsstatus
der vorläufigen Aufnahme zu rechnen ist, aber sehr wohl in die
Härtefallprüfung miteinbezogen und zu Gunsten des Beschwerdeführers
gewertet werden müssen. Wie bereits erwähnt, ist das Interesse eines
vorläufig Aufgenommenen an einer ordentlichen ausländerrechtlichen
Regelung seines Aufenthaltsstatus nämlich umso grösser, je länger er
nicht zurückgeschickt werden kann resp. je früher sich ein dauerhafter
Verbleib in der Schweiz abzeichnet (vgl. hierzu vorstehend Erwägung 2d
sowie in diese Richtung auch ILLES, a.a.O., Art. 84 N 24). Insofern ist
hinsichtlich des Kriteriums "Möglichkeiten für eine Wiedereingliederung im
Herkunftsstaat" gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. g VZAE in der Tat von einer
Ermessensunterschreitung seitens des Beschwerdegegners auszugehen,
weshalb dieser Aspekt der Härtefallprüfung im Rahmen der erneuten
- 20 -
Befassung mit der vorliegenden Angelegenheit ebenfalls im Sinne der
vorstehenden Erwägungen zu würdigen sein wird.
8. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die zu beurteilende
Härtefallprüfung nach Art. 84 Abs. 5 AuG i.V.m. Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG
und Art. 31 Abs. 1 VZAE in mehrfacher Hinsicht als unhaltbar zu
qualifizieren ist. In Gutheissung der vorliegenden Beschwerde ist die
angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2016 demnach aufzuheben und
die Angelegenheit an den Beschwerdegegner zurückzuweisen, damit
dieser den Sachverhalt nötigenfalls ergänze und alsdann in Würdigung
sämtlicher relevanter Umstände und im Sinne der vorstehenden
Erwägungen eine erneute Verfügung erlasse. Gegebenenfalls wäre das
streitgegenständliche Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung
alsdann dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten.
b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt
auf Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten des unterliegenden
Beschwerdegegners, zumal eine Rückweisung hinsichtlich der
Auferlegung von Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung
praxisgemäss als vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden
Partei gilt (vgl. BGE 137 V 210 E.7.1). Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird
die im Rechtsmittelverfahren unterliegende Partei in der Regel überdies
verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit
verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Mit seiner Honorarnote
vom 11. Oktober 2016 hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für
das vorliegende Verfahren einen Aufwand von Fr. 1'459.20, bestehend
aus einem stundenmässigen Honorar von 5.35 Arbeitsstunden à Fr. 250.-
-, Auslagen von Fr. 13.60 sowie 8 % Mehrwertsteuer, geltend gemacht.
Dieser Aufwand erscheint dem Gericht für die vorliegende Angelegenheit
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als angemessen, weshalb der Beschwerdegegner den Beschwerdeführer
im Umfang von Fr. 1'459.20 aussergerichtlich zu entschädigen hat.