# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 05987261-024c-404d-b45a-e497e540648b
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
Der 1976 geborene A
begann bereits während seiner Jugend, als Hobby Schlangen zu halten. Bis vor kurzem war er Inhaber einer Bewilligung für die private Wildtierhaltung und hielt in seiner Wohnung an der D-Strasse 01 in E sowie in gemieteten Kellerräumen in einem Mehrfamilienhaus an der F-Strasse 02 in G zahlreiche Giftschlangen. Am 11. Mai 2008 und in der Nacht auf den 14. Juni 2008 wurde er durch Bissunfälle verletzt und musste notfallmässig hospitalisiert werden. In der Folge führten am 20. Juni 2008 zwei Personen des Veterinäramts zusammen mit mehreren Beamten der Kantonspolizei Zürich an beiden Halteorten eine unangemeldete Kontrolle wegen Verdachts auf mangelhafte Tierhaltung durch. Aus Sicherheitsgründen wurde der gesamte Giftschlangenbestand – insgesamt 105 Tiere – vorsorglich beschlagnahmt. Die beschlagnahmten Tiere werden seither durch verschiedene Personen betreut, die über eine Bewilligung zur Giftschlangenhaltung verfügen.
B.
Am 30. Juni 2008 bestätigte das Veterinäramt die
vorsorgliche
Beschlagnahmung der Giftschlangen im Rahmen einer anfechtbaren Verfügung. Dagegen erhob A Rekurs, den die Gesundheitsdirektion am 15. Oktober 2008 abwies. Mit Entscheid VB.2008.00547 vom 8. Januar 2009 schrieb das Verwaltungsgericht eine gegen den Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion gerichtete Beschwerde als gegenstandslos geworden ab, da inzwischen die
definitive
Beschlagnahmung verfügt worden war (vgl. I.C).
C.
Am 18. Dezember 2008 verfügte das Veterinäramt den Entzug von As Haltebewilligung für Wildtiere sowie die definitive Beschlagnahmung des gesamten Schlangenbestands; die Tiere seien soweit möglich umzuplatzieren oder sonst zu euthanasieren. Begründet wurden diese Anordnungen in erster Linie mit dem starken Verdacht, dass A keine Gewähr für die Einhaltung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit seinen Giftschlangen bieten könne.
II.
A.
Mit Eingaben vom 22. Dezember 2008 und 15. Januar 2009 erhob A bei der Gesundheitsdirektion Rekurs gegen die Verfügung des Veterinäramts vom 18. Dezember 2008.
B.
Im Rahmen eines selbständig anfechtbaren Zwischenentscheids wies die Gesundheitsdirektion am 13. Januar 2009 das Gesuch As ab, die vom Veterinäramt entzogene aufschiebende Wirkung allfälliger Rechtsmittel wieder herzustellen. Eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht mit Zirkularentscheid vom 28. Januar 2009 teilweise gut und verfügte, die aufschiebende Wirkung werde in Bezug auf die angeordnete Umplatzierung und Euthanasierung der beschlagnahmten Giftschlangen – nicht aber in Bezug auf die Beschlagnahmung als solche – wieder hergestellt (VGr, 28. Januar 2009, VB.2009.00013, www.vgrzh.ch).
C.
Mit Verfügung vom 29. April 2009 wies die Gesundheitsdirektion den Rekurs As in der Sache ab.
Sie begründete die Beschlagnahmung der Schlangen und den Bewilligungsentzug in erster Linie mit der Verletzung von Auflagen und tierschutzrechtlichen Vorschriften, der erhöhten Fremdgefährdung aufgrund früherer und aktueller Vorfälle sowie der beeinträchtigten Gesundheit As.
III.
A.
Am 3. Juni 2009 erhob A beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion vom 29. April 2009.
B.
Im Rahmen dieser Beschwerde stellte A unter anderem das Begehren, das Veterinäramt sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, für die Dauer des vorliegenden Verfahrens den beschlagnahmten Schlangenbestand vorläufig wieder in die Obhut und Pflege des Beschwerdeführers zu übergeben, allenfalls unter Anordnung zusätzlicher Auflagen. Er begründete dies damit, die beschlagnahmten Tiere würden unsachgemäss betreut, so dass bereits mindestens 17 zum Teil äusserst seltene und wertvolle Schlangen verendet seien. Mit Verfügung vom 13. August 2009 entzog der Abteilungspräsident des Verwaltungsgerichts der Beschwerde die aufschiebende Wirkung in Bezug auf die definitive Beschlagnahmung des Giftschlangenbestandes und auf den Entzug der Wildtierhaltebewilligung. Zur Begründung führte der Abteilungspräsident an, im Rahmen einer summarischen Prüfung könne nicht ausgeschlossen werden, dass Drittpersonen gefährdet seien und dass der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers einer Schlangenhaltung entgegenstehe.
C.
In der Sache beantragte A die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügungen, die Beendigung der Beschlagnahmung des Schlangenbestandes, die Rückgabe der beschlagnahmten Tiere sowie die Anweisung an den Beschwerdegegner, dem Beschwerdeführer die Haltebewilligung für Giftschlangen wieder zu erteilen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er ferner die Einräumung einer Gelegenheit zur Replik, die Durchführung einer mündlichen Verhandlung sowie die Einholung eines Gutachtens zur Abklärung der gesundheitlichen Befähigung des Beschwerdeführers zur Haltung von Wildtieren. Dem Beschwerdegegner seien ausserdem die Verfahrens- und Parteientschädigungskosten aufzuerlegen.
Das Veterinäramt beantragte mit Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2009 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Die Vorinstanz stellte am 20. Juli 2009 ebenfalls den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen.
D.
Am 7. September und 12. Oktober 2009 reichte der Beschwerdegegner beim Verwaltungsgericht mehrere Dokumente der  Zollbehörden ein. Demzufolge war der Beschwerdeführer am 6. September 2009 von einer Reise nach Malaysia zurückgekehrt. Bei der Gepäckkontrolle am Flughafen Zürich fanden die Zollbehörden im Gepäck des Beschwerdeführers drei Giftschlangen, die vom Bundesamt für Veterinärwesen beschlagnahmt wurden.
Mit Stellungnahmen vom 21. September und 19. Oktober 2009 beantragte der Beschwerdeführer, die beiden im September und Oktober 2009 erfolgten Eingaben des Beschwerdegegners seien aus dem Recht zu weisen. Der behauptete Vorfall vom 6. September 2009 und die damit verbundenen Vorwürfe seien nicht rechtsgenüglich dargetan worden und aufgrund des Novenverbots dürften diese Eingaben ohnehin nicht berücksichtigt werden. Der Beschwerdeführer hielt ferner fest, er verzichte auf die im Rahmen der Beschwerdeschrift beantragte Replik anlässlich einer mündlichen Verhandlung im Beisein der Parteien.
Die Kammer

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19b Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten.
1.2
Nicht einzugehen ist auf die Rüge des Beschwerdeführers, die Behörden hätten sich im Rahmen der Hausdurchsuchung vom 10. Juni 2008 nicht korrekt verhalten und seien auf unangemessene Weise vorgegangen. Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung dieser Vorbringen nicht zuständig, denn es hat gegenüber den Verwaltungsbehörden keine Aufsichtsfunktion (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 41 N. 16). Ebenso wenig ist auf die Rüge des Beschwerdeführers einzutreten, die Behörden hätten mehrere Ärzte zur Verletzung des Berufsgeheimnisses angestiftet; entsprechende Beanstandungen sind nicht auf verwaltungsrechtlichem, sondern auf strafprozessualem Weg geltend zu machen.
2.