# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fea8b442-9559-5dc5-9543-2a0691080645
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965, bezieht seit dem 1. März 2005 eine
halbe Invalidenrente (vgl. Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Zürich, IV-Stelle, vom 5. Oktober
2005, Urk. 7/4/5 und
Urk.
7/4/11-12).
1.2
Nachdem sich der Versicherte im März 2014 zum Bezug
von Zusatzleistun
gen zu
seiner Invalidenrente angemeldet hatte (Urk. 7/1), wies die
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich
,
Ausgleichskasse
(im Folgenden
Durchfüh
rungs
stelle
)
sein Leistun
gsbegehren mit Verfügung vom 30
. Juli 20
14
(Urk.
7
/
25-26) ab, wobei sie ihm
ein hypothetisches Einkommen anrechnete
(vgl. Berechnungsblatt
Urk.
7/27
-28
)
.
Die dagegen erhobene Einsprache (Urk.
7
/31
,
Urk.
7/35
) wies die Durchführungsstelle
mit Entscheid vom
1
0.
November 2014
(Urk.
7
/
43
= Urk. 2) ab.
2.
Gege
n den
Einspracheentscheid
vom 10
. November
20
14
(Urk. 2)
erhob der Ver
si
cherte mit Eingabe vom
2
8.
November 2014
Beschwerde (Urk. 1) und bean
trag
te, dieser sei aufzuheben und es seien ihm
Ergänzungsl
eistungen
aus
zu
rich
ten (S. 2 Ziff. 1 und 2).
Mit Vernehmlassung vom 2
2
. Januar 201
5
er
suchte die Beschwerdegegnerin um Ab
weisung der Be
schwerde (Urk.
6
),
was
dem Beschwerde
führer am
26
.
Januar
201
5
zur Kenntnis ge
bracht
wurde
(
Urk.
8).
Der
Einzelrichter

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Vor
aussetzungen nach Art. 4-6 des Bundesgesetzes über die
Ergänzungs
leistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) erfüllen, Zusatz
leistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 Abs. 1 des Gesetzes des Kan
tons Zürich über die Zu
satzleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ZLG, in den seit 1. Januar 2008 gültigen Fassungen).
1.2
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkann
ten
Ausgaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
1.3
Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art
. 11 ELG ermittelt. Zu den anre
chenbaren Einnahmen gehören unter ande
rem zwei Drittel der Erwerbs
ein
künfte, soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich Fr. 1'000.-- und bei Ehepaaren Fr. 1'500.-- übersteigen
(Art. 11 Abs. 1
lit
. a ELG).
Zeitlich
massgebend
sind in der Regel die während des vorausgegangenen Kalen
derjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen (Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über die
Er
gänzungsleistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ELV). Das zeitlich
massgebende
Einkommen
gemäss
Art. 23 Abs. 1 ELV betrifft vor allem das Erwerbseinkommen. Bei Renten, Pensionen und anderen wieder
kehrenden Leistungen nach Art. 11 Abs. 1
lit
. d ELG sind die laufenden
Betreff
nisse
zu berücksichtigen (Art. 23 Abs. 3 ELV;
Carigiet
/Koch,
Ergänzungsleistun
gen
zur AHV/IV, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009,
S. 185).
Als Einkommen anzurechnen sind unter anderem auch Einkünfte und Ver
mögens
werte, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG).
1.4
Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung auf Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechts
anspruch auf bestimmte Ein
künfte und Vermögenswerte hat, davon aber fak
tisch nicht Ge
brauch macht bzw. ihre Rechte nicht durchsetzt oder wenn sie aus von ihr zu verant
wortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht. Es werden demzufolge nicht nur die tatsächlich er
wirtschafteten Erwerbseinkommen angerechnet. Auch Personen, denen eine Er
werbstätigkeit zugemutet werden kann, müssen ihre Erwerbstätigkeit ausnützen. Das Bundesgericht begründet die Anrechnung eines Einkommensverzichts mit dem allgemeinen Grundsatz der Schadenminderungspflicht im
Sozialversiche
rungsrecht
, welcher bei der Leistungsfestsetzung regelmässig und zwingend zu berücksichtigen sei (
Carigiet
/Koch,
a.a.O.,
S. 151 mit Verweisen).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist einzig, ob und gegebenenfalls ab wann dem Be
schwer
deführer bei der Berechnung der jährlichen Zusatzleistungen ein hy
po
thetisches Erwerbseinkommen anzurechnen ist.
2.2
Dem umstrittenen
Verzichtseinkommen
liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
Der Beschwerdeführer war
vor Eintritt des Gesundheitsschadens
seit Oktober 2001 als Paketbote bei der
Z._
tätig, wobei das Arbeitsverhältnis bis Ende Mai 2011 dauerte (vgl.
Urk.
7/1
Ziff.
6).
Per
1.
März 2005 wurde ihm eine halbe In
validenrente zugesprochen (
Urk.
7/
4/5 und
Urk.
7/4/11-12).
Von August 2011 bis Ende Mai 2013 arbeitete der Beschwerdeführer bei der
A._
, wiederum zu 50
%
(vgl.
Urk.
7/
1
Ziff.
6).
Mit
Revisionsgesuch vom 6. September 2013 machte
der Beschwerdeführer
eine Ver
schlechterung des Gesund
heitszustandes
geltend
, woraufhin die IV-
Stelle
mit Verfügung vom 13. März 2015
eine Erhöhung der Invalidenrente
ablehn
te.
Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Beschwerde vom
27. April 2015
hiess
das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
2.
August 2015 im Verfahren IV.2015.00451
in dem Sinne gut, dass die Sache an die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurück
gewiesen wurde
, damit diese, nach er
folgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. Insbesondere
liess
die medizinische Akten
lage eine abschliessende Beurtei
lung der relevanten Frage nach einer Ver
schlechterung des Gesundheitszustan
des
beziehungsweise an
halte
nden Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit des Be
schwer
deführers in einer
lei
densangepassten
Vor
mittags-Tätigkeit gemäss be
schrie
benem
Zumutbarkeitspro
fil
im relevanten Zeit
raum nicht zu
(Urk. 10)
.
Die entsprechenden Abklärungen bei der IV-Stelle sind noch pendent (vgl. Telefonnotiz vom
1.
Februar 2016;
Urk.
9).
Nachdem sein Begehren um Zusatzleistungen abgewiesen worden war, machte der Beschwerdeführer in seiner Einsprache und Beschwerde geltend,
dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe, weshalb ihm kein hypothetisches
Erwerbseinkommen mehr angerechnet werden könne (Urk.
7
/
31
,
Urk.
7/35
,
Urk.
1
).
3.
3.1
D
er Beschwerdeführer machte im Rahmen der Beschwerde unter anderem gel
tend, dass es ihm nicht möglich sei, das angerechnete Erwerbse
inkommen zu erzielen (Urk. 1 S. 3 f.
). Somit ist in einem ersten Schritt zu überprüfen, ob ihm die Beschwerdegegnerin
zu Recht
ein hypothetisches
Einkommen in der Höhe von Fr. 12
'
140
.-- angerechnet hat (vgl. Berechnu
ngsblatt in der Verfü
gung vom 30
.
Juli
20
14
,
Urk.
7
/
27-28
).
3.2
Gemäss
Art. 14a Abs. 1
ELV
wird bei Teilinvaliden grundsätzlich der Betrag als
Er
werbseinkommen
angerechnet, den sie im
massgebenden
Zeitabschnitt tat
säch
lich verdient haben. Invaliden unter 60 Jahren sind
jedoch mindestens fol
gende Beträge anzurechnen (Art. 14a Abs. 2 ELV):
der um einen Drittel erhöhte Höchstbetrag für den Lebensbedarf von Al
leinstehenden nach Art. 10 Abs. 1
lit
. a Ziff. 1 ELG bei einem
Invali
di
tätsgrad
von 40 bis unter 50 Prozent (
lit
. a)
der Höchstbetrag für den Lebensbedarf nach Buchstabe a bei einem
Invali
ditätsgrad
von 50 bis unter 60 Prozent (
lit
. b)
zwei Drittel des Höchstbetrages für den Lebensbedarf nach Buchstabe a bei einem Invaliditätsgrad von 60 bis unter 70 Prozent (
lit
. c).
Wird der Grenzbetrag in Art. 14a Abs. 2 ELV nicht erreicht, insbesondere wenn keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, gilt die Vermutung eines Verzichts auf Einkünfte im Sinne von Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG. Diese Vermutung kann durch den Nachweis, dass invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbil
dung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die
Arbeitsmarktsitua
tion
die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit
übermässig
erschweren oder ver
unmöglichen, widerlegt werden. Dabei besteht eine verstärkte
Mitwirkungs
pflicht
des Bezügers von Ergänzungsleistungen bei der Sachverhaltsabklärung durch das Durchführungsorgan (Art. 43 Abs. 1 ATSG) in dem Sinne, dass er die Um
stände geltend zu machen hat, welche nach seiner Auffassung geeignet sind, die Vermutung eines Einkommensverzichts
umzustossen
. Werden solche Um
stände nicht geltend gemacht und sind sie auch nicht ohne Weiteres ersicht
lich, oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat der invalide Be
zü
ger von Ergänzungsleistungen die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Ur
teil des Bundesgerichts 9C_600/2009 vom 8. Oktober 2009, E. 3.2 mit Hin
weisen).
3.3
Bei der Festsetzung des anrechenbaren Einkommens Teilinvalider
gemäss
Art. 14a
Abs. 2 ELV haben sich EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte mit
Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit grund
sätzlich an die Invaliditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten
(Urteil des Bundesgerichts 8C_172/2007 vom 6. Februar 2008 E. 7.1).
Aus dem Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
2.
August 2015
(Urk. 10)
geht her
vor, dass
die ursprüngliche
Rentenzusprache
gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Ps
ycho
therapie
,
erfolgte
,
wonach
der B
eschwerdeführer
an ei
ner Vormittagsstelle bei der
Z._
zu 50
%
arbeitsfähig sei
, sofern
der Arbeits
platz nach den Bedürfnissen des
Be
schwerde
führers
eingerichtet sei
und Rück
sichtnahme bezügl
ich der
Ge
ruchs
immissionen
geboten werde
.
Dr.
B._
habe
bereits damals
erwähnt
, dass es bei Umstell
ung
en
und Ver
ände
rung
en
im
Ar
beitsrhythmus
z
u Dekompensationen kommen könne, sich der Beschwerdefüh
rer allerdings
nach ausreichender Erholungszeit wieder auffan
gen und
eine
sol
che Halbtags-Arbeit
wie beschrieben
wieder auf
nehmen
könne (E. 6.1).
Nach der Umstrukturierung bei der
Z._
per April/Mai 2010
sei
es zu einer solchen Dekompensation
gekommen
, wobei es dem Beschwerdeführer unbestrit
te
nermassen
schlechter
gegangen sei
und bei ihm durch Dr.
B._
verschie
dene kognitive Störungen festgestellt
worden seien
. Die Einschätzung durch Dr.
B._
, dass bei stabilen Arbeitsbedingun
gen, ohne grosse Immissionen und
ohne Reizüberflutung
sowie auch nach einer Dekom
pensation
g
rundsätzlich wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
möglich
sei,
habe
sich in der Folge als
richtig heraus
gestellt
.
So
habe
der Beschwerdeführer nach der
Kündigung durch die
Z._
per 31. Mai 2011 - welche nicht aus gesundheitli
chen,
sondern aus betrieblichen Gründen
erfolgte -
seit
dem
1. August 20
11 bei der
A._
wie
der zu 50 %
gearbeitet
, jeweils vormittags und ohne problematische Emis
si
o
nen
.
Vor diesem Hintergrund erscheine
denn auch die Aussage der
Stel
len
vermittle
rin
, dass eine Vermittlung trotz aller Bemühungen nicht realistisch sei
, als sehr pessimistisch.
Immerhin sei
der Beschwerdeführer nich
t lange
ohne
eine
Anstel
lung
gewesen
,
auch wenn er
bereits während
seiner Anstel
lung bei der
Z._
nach einer neuen
Anstellung Ausschau gehalten habe
(E. 6.2).
Nach dem
erneuten
Verlust seiner
Arbeitss
telle bei der
A._
per 31. Mai 2013
sei
es
dem Beschwerdeführer
erwartu
ngsgemäss wieder schlechter
gegan
gen
, was
mit der ursprünglichen Einschätzung durch
Dr.
B._
überein
stimm
e
.
Aus den aktuellen medizinischen Berichten, insbesondere dem Bericht von Dr.
C._
gehe
jedoch nicht hervor, ob sich d
er Ge
sundheits
zustand des Be
schwerdeführers wiederum lediglich vorübergehend verschlechtert ha
be
- wie dies
anhand der Beurteilungen durch Dr.
B._
zu er
warten gewesen sei
- und dem Beschwerdeführer sodann nach dieser erneut erlittenen Dekompensation wieder eine 50%ige Arb
eitsfähigkeit zumutbar sein werde
.
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
habe
im September 2013 zwar von einer langfristigen Arbeitsun
fähig
keit von 100 % auf dem ersten Arbeitsmarkt
berichtet
, dies jedoch vor allem in Zu
sammenhang mit dem gescheiterten Versuch des Beschwerdeführers, eine neue Festanstellung zu erhalten, weshalb es zu einer Verschlechterung des psy
chi
schen Zustandes gekommen sei.
Als Befunde habe
Dr.
C._
Konzentrations- und
Auffassungs
stö
rungen
, eine deprimierte
Stim
m
ungs
lage
, Zukunftsängste und eine Antriebsstö
rung mit massivem sozialem Rück
zug
sowie
eine
verstärkte pa
ranoide Verar
bei
tung
und eine
ge
dankliche Ein
engung und Denkverarmung
beschrieben
. Allein aus den von Dr.
C._
gestell
ten Diag
no
sen und Befunden
könne
jedoch eine relevante Verschlechterung nicht abgeleitet werden, zumal bereits Dr.
B._
im Juli 2010 weitge
hend über die
selben kognitiven Störun
gen des Beschwerd
e
führers berichtet habe
und Dr.
C._
nichts über die Arbeits
fähig
keit in einer an
gepassten Tätigkeit ausgeführt habe
(E.
6.3
).
Das hiesige Gericht erwog, dass
gestützt auf die vorliegenden medizinischen Akten
fraglich und
nicht zu beant
worten sei
, ob die Einschätzung durch Dr.
B._
auch jetzt
, in der vorliegenden Situation des Beschwerd
eführers noch Gültigkeit habe
. Aus dem Bericht von Dr.
C._
vom September 2013
geh
e
nicht hervor, wie es sich bezüglich einer
angepassten Tätigkeit verhalte
, ins
be
sondere ob dem Be
schwerdeführer bei einer geeigneten Vormittagsarbeit nicht
doch
wieder eine
50%
ige Arbeitsfähigkeit zumutbar wäre, nachdem er sich von der Dekompensa
tion
erholt habe
. Immerhin
habe sich
in der Vergangenheit
ge
zeigt
, dass es
zwar
nicht einfach
gewesen sei
,
nach dem Verlust der Arbeitsstelle bei der
Z._
wie
der
eine solche
, leidensangepasste Vormittags-Arbeit
zu
finden, jedoch
sei
es auch nicht un
möglich
gewesen
. Bei ansonsten vergleichbarer Diagnosestellung und
Be
funderhebung
sei
somit von Dr.
C._
nicht nachvoll
zieh
bar dargelegt
worden
, in
wie
fern sich der Gesundheitszustand des Beschwer
de
führers dauerhaft ver
schlech
tert haben soll bezie
hungsweise sich die Auswir
kungen der nach wie vor be
steh
enden Leiden ver
grössert haben sollen. Es
sei
des
halb nicht auszu
schliessen, dass Dr.
C._
ledig
lich eine andere Beurteilung
des im Wesentlichen gleich ge
bliebenen Gesun
dheitszustandes vorge
nommen habe
.
3.4
Nach dem Gesagten vermögen die vorliegenden ärztlichen Berichte (
Urk.
3/4,
Urk.
7/
11
) nichts an den Feststellungen des hiesigen Gerichts im Urteil von August 2015 zu ändern, wurden diese doch im Rahmen der
damaligen
Würdi
gung bereits berücksichtigt
und als nicht genügend befunden, um eine Ver
schlechterung nachzuweisen
. Eine telefonische Anfrage bei der IV-Stelle (vgl. Telefonnotiz vom
1.
Februar 2016;
Urk.
9) hat ergeben, dass noch keine neue Ver
fügung ergangen ist und die
entsprechenden Abklärungen noch
i
m
G
ange
seien.
Demnach ist
gestützt auf die Feststellungen der IV-Stelle nach wie vor von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
in einer Tätigkeit
gemäss
dem beschriebenen Pro
fil
(vgl. vorstehend E. 3.3)
und einem Invaliditätsgrad von 50 % auszuge
hen.
3.5
Aufgrund der Aktenlage sowie der Vorbringen des Beschwerdeführers bestehen keine Anhaltspunkte, dass er das
angerechnete
Mindesteinkommen nicht erzie
len könnte. Im Rahmen der Beschwerde führte er, neben theoretischen Erwä
gungen,
massive Einschränkungen und eine
unwahrscheinliche Vermittlung an, begründete dies jedoch nicht weiter (
Urk.
1 S. 4).
Weshalb es ihm deshalb nicht zumutbar sein sollte, seine Restarbeitsfähigkeit zu verwerten, ist nicht ersicht
lich, zumal er
trotz seines Gesundheitsschadens eine 50
%
ige
Arbeitstätigkeit aus
geübt hat
und auch nach Verlust dieser Stelle wieder eine entsprechende Anstellung hat finden können
.
Bereits im Urteil des hiesigen Gerichts von August 2015 wurde diesbezüglich darauf hingewiesen, dass vor dem genannten Hintergrund die Aussage der Stellenvermittlerin
, wonach eine Vermittlung trotz aller Bemühungen nicht realistisch sei,
auf welche sich der Beschwerdeführer aktuell wieder beruft (vgl.
Urk.
3/5)
,
a
ls sehr pessimis
tisch
einzustufen sei, zumal
der Beschwerdeführer nich
t lange
ohne
eine
Anstel
lung
gewesen
sei
.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beim Beschwerdeführer keine
invalidi
tätsfremden
Beeinträchtigungen der Erwerbsfähigkeit vorliegen, welche ihm
die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit
übermässig
erschweren oder verunmögli
chen
. Demnach ist ihm ein hypothetisches
Erwerbseinkommen im Sinne von
Art. 14a Abs. 2 ELG anzurechnen.
3.6
Im J
ahr 20
14
betrug das
anrechenbare Mindesteinkommen
für Teilinvalide bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis unter 60 Prozent Fr.
1
9
'
210
.--
(vgl. Art. 14a Abs. 2 ELV sowie Statistik des Bundesamtes für Sozialversicherungen der Ergänzungsleistungen zur AHV und IV 20
13
, Tabellenteil, Tabelle T3.1,
Berech
nungsansätze
der EL für alleinstehende Personen und Kinder, 200
4-2014
, S. 2
6
).
Demnach hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer richtigerweise ein Mindest
einkommen in der Höhe von Fr. 19
'
210
.-- respektive Fr. 1
2
'
140
.-- (vgl.
Art. 11 Abs. 1
lit
. a ELG
) angerechnet.
3.7
Im Übrigen bleibt anzumerken, dass d
er Antrag auf eine höhere IV-Rente die EL-berechtigte Person nicht von der Pflicht
entbindet
, sich weiterhin um eine Arbeitsstelle zu bemühen. So würde
Art. 14a Abs. 2 ELV
gemäss
der
bundes
gerichtlichen
Rechtsprechung
seines Sinnes entleert, wenn die versicherte Per
son sich darauf berufen könnte, während eines
hängigen
invalidenversi
che
rungs
rechtlichen
Verfahrens sei es ihr nicht zumutbar, sich im Rahmen ihres von den Invalidenversicherungs-Organen festgestellten
verbliebenen Leistungs
ver
mö
gens um eine Anstellung zu bewer
ben (Urteil des
Bundesgerichts P 3/07 vom 2. Mai 2007 E. 4.2.3 mit Verweisen).
Soweit
das
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren zu einem anderen Er
geb
nis führen würde, könnte dem mit einer neuen, korrigierten Verfügung über den Anspruch auf Zusatzleistungen Rechnung getragen werden.
3.8
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Ver
fü
gung vom
30
.
Juli
20
14
(
Urk.
7
/
25-26
) und
Einspracheentscheid
vom 1
0
. Novem
ber 20
14
(Urk. 2)
zu Recht
ein hypotheti
sches Einkommen
im Sinne von Art. 14a Abs. 2 ELV
in der Höhe von Fr. 1
9
'
210
.-- angerechnet.
Der ange
fochtene Entscheid erweist sich demnach als zutreffend, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.