# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b58e3e89-c674-4570-b12a-7db057bd959b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1983,
absolvierte eine kaufmänni
sche Lehre und
war
zuletzt von August 2006 bis Oktober 2008 bei der Firma
Y._
AG in
Z._
tätig, wobei der letzte Arbeitstag am 17. Oktober 2008 war
(Urk. 7/1 Ziff. 3
, Urk. 7/12 Ziff. 2
).
Unter Hinweis auf psychische Beschwer
den meldete sich der Versicherte a
m
29. März 2010 bei
der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/6
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch
e und erwerbliche Situation ab und holte bei Dr. med.
A._
ein p
sychiatrisches
Gutachten ein
, das am 24. Mai 2013 erstattet wurde (Urk. 7/70
).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk. 7/72-76
)
verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom
2.
September 2013 einen Rentenanspruch (Urk. 7/77
= Urk. 2
/1
)
.
2.
Der Versicherte erhob am 3. Oktober 2013
Beschwerde (Urk. 1)
g
egen die Verfü
gung vom
2.
September 2013
(Urk. 2
/1
) und beantragte, diese sei aufzuheben
(S. 2
Ziff. 1
) und es sei
ihm
ab dem 1. September 2012 eine halbe Rente auszurich
ten
(S. 2
Ziff. 2
), eventuell
habe das Gericht ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben
(S. 2
Ziff. 3
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
5. November 2013
(Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 13. Februar 2014
zur Kenntnis gebracht (Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person so
zial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2/1) davon aus, ihre medizinischen Abklärungen, insbesondere die Begutachtung vom
17. April 2013, hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit, welche einer optimal leidensangepassten Tätigkeit entspreche, zu 20
%
arbeitsunfähig sei. Die Voraussetzungen für eine
Inva
-
lidenrente
seien da
her nicht erfüllt (S. 1).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med.
A._
könne nicht ab
gestellt werden. Das Gutachten sei hinsichtlich der Diagnosestellung wider
sprüchlich
(S. 4 f.)
. Weiter werde bezüglich der
Vorakten
nur global auf das Aktendossier der Beschwerdegegnerin verwiesen und insbesondere
fehlten
Ak
tenstelle
n
zu den Integrationsmassnahmen
.
Es fehle sodann auch an einer Aus
einandersetzung mit den Abschlussberichten zu den Integrationsmassnahmen, was unentbehrlich sei
(S. 5 Mitte
)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, mit
hin der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.
3.
3.1
Dr. med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 10. April 2010 (Urk. 7/10) und nannte folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 1
Ziff.
1.1):
bipolare affektive Störung, seit mindestens 2003
Zwangsstörung
soziale Phobie leichteren Grades
Reizdarm
Er führte aus, er behandle den Beschwerdeführer seit Januar 2010 (S. 1
Ziff.
1.2). Der Beschwerdeführer habe schon mehrere manische und depressive
Krisen gehabt. Ab dem Jahre 2003 habe er sich für zirka zwei Jahre von
Dr. med.
C._
, Psychiater,
behandeln lassen. Der Beschwerdeführer leide auch unter gewissen Ängsten und gehe am liebsten nicht aus dem Haus, da es ihm unangenehm sei, Bekannte zu treffen. Der Beschwerdeführer wirke
initial
etwas skeptisch und behalte im Gespräch einen leicht ironischen Touch. Das leicht submanische sei d
urchaus andeutungsweise spürbar, indem
nicht etwa Sorge oder Scham über seine Lebenssituation spürbar
sei
.
Vielmehr scheine es, als wolle der Beschwerdeführer ausdrücken, dass er speziell und originell sei. Die Prognose sei sowohl in Bezug auf den Krankheitsverlauf wie auch auf die Arbeitsfähigkeit zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu beurteilen. Eine gute Prog
nose liege aber durchaus im Bereich des denkbaren (S. 2
Ziff.
1.4).
Der Be
schwerdeführer werde gegenwärtig psychiatrisch-psychotherapeutisch und psychopharmazeutisch behandelt. Es fänden regelmässige Sitzungen statt (S. 2
Ziff.
1.5).
Die aktuelle Arbeitsfähigkeit als kaufmännischer Angestellter sei schwer abzu
schätzen. Sicher sei, dass der Beschwerdeführer wegen gewissen Ängsten sozi
alphobischer Art und gewissen Zwängen im Moment nicht zu 100
%
arbeitsfä
hig sei. Seine Stimmungslage sei gegenwärtig ausgeglichen, diesbezüglich be
stehe aktuell keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit.
Es bestehe zweifels
ohne eine gewisse Arbeitsfähigkeit, aktuell sei diese auf zirka 30-40
%
einzu
schätzen.
Der Beginn der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei ebenfalls schwer zu bestimmen, da der Beschwerdeführer seine Arbeitslosigkeit im Okto
ber 2008 freiwillig gewählt habe und bis dahin wohl mehr oder weniger zu 100
%
arbeitsfähig gewesen sei
(S. 3
Ziff.
1.6)
.
3.2
Dr. med.
D._
, Allgemeinde Medizin und Sportmedizin, berichtete am 24. Juni 2010 (Urk. 7/21
/6-9
) und
nannte folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
bipolare psychische Erkrankungen
Er führte aus, der Beschwerdeführer sei nicht belastbar und habe deswegen auch das Gymnasium und eine kaufmännische Lehre abbrechen müssen (S. 2
Ziff.
1.7).
3.3
Dr. med.
C._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am
24. August 2010 (Urk.7/22) und
nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2
Ziff.
1.1):
bipolare affektive Störung (mittelgradig depressiv wahrscheinlich ab Juni bis November 2003, leicht manisch ab zirka Februar bis März 2004; ICD-10 F31)
Adoleszentenkrise
Er
führte aus, der Beschwerdeführer habe sich vom 14. Oktober 2003 bis 1. Juli 2004 in seiner ambulanten
psychiatrischen Behandlung befunden
(S. 1)
.
Er habe den Beschwerdeführer vom 29. September bis 17. Dezember 2003 und vom
4. März bis 6. Juni 2004 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben (S. 2 Mitte).
3.4
Die zuständigen Personen
der
E._
,
berichteten am 8. April 2011 (Urk. 7/37) über das Belastbarkeitstraining des Beschwerde
führers vom 10. Januar bis 8. April 2011 und führten aus,
das Hauptziel des Beschwerdeführers sei gewesen, den Anforderungen der Stundenpräsenz gerecht zu werden (S. 1
Ziff.
3).
Der Beschwerdeführer habe keine zusätzlichen Pausen gebraucht. Er sei interes
siert in den Kurs eingestiegen, habe zu Beginn jedoch starke Ermüdungserschei
nungen, vor allem gegen Ende der Woche, gezeigt. Im Modul Bewegung, wel
ches draussen stattgefunden habe, habe der Beschwerdeführer nie teilgenom
men, weil er Angst gehabt habe, bei Bedarf keine Toilette zur Verfügung zu ha
ben
(S. 2
Ziff.
5 und 6)
.
Der Beschwerdeführer habe zu Beginn des
Belastbar
keitstrainings
abwartend und beobachtend gewirkt. Er habe seine Motivation deutlich verbessern können und Verantwortung für sein Lern- und
Arbeitsver
halten
übernommen. Er habe auch grosse Fortschritte in der Handhabung mit seinen erlebten Stresssituationen gemacht (S.
2
Ziff.
7).
Die in der Zielvereinbarung genannten Ziele bezüglich Präsenz- und Fehlzeiten habe der Beschwerdeführer erreicht (S. 3
Ziff.
7). Während der Massnahme habe eine Präsenzzeit von vier Stunden täglich aufgebaut werden können. Eine Stei
gerung der Präsenzzeit in den nächsten Monaten auf sieben Stunden pro Tag sei gut vorstellbar (S. 3
Ziff.
9).
3.5
Am 7. Oktober 2011 berichteten d
ie zuständigen Personen
der
E._
(Urk. 7/49) über das Aufbautraining des Beschwerdeführers vom 11. April bis 7. Oktober 2011 und führten aus,
der Beschwerdeführer habe die Anforderungen an die Präsenz gut erreicht. Nach sechs Monaten Aufbau
training habe er eine Präsenz von 50
%
erreicht (S. 1
Ziff.
3).
Es sei beobachtet worden, dass nach jeder Thematisierung eines baldigen Prakti
kums die Grundstimmung des Beschwerdeführers schlechter geworden sei und er sich bedrückt gezeigt habe.
Die Suche nach einem Praktikumsplatz habe den Beschwerdeführer sichtbar belastet.
Im Vorfeld des Arbeitstrainings sei der Beschwerdeführer sehr nervös gewesen, habe über rege Reizdarmaktivitäten und Stimmungsschwankungen geklagt. Nach dem Einstieg ins Praktikum habe er geäussert, deutlich erleichtert zu sein.
In den Standortgesprächen habe der Be
schwerdeführer geschildert, nach den Arbeitstagen jeweils sehr müde zu sein und gut schlafen zu können. Der Beschwerdeführer habe in den letzten drei Monaten vermehrt unterstützende und motivierende Gespräche gebraucht. Der
Beschwerdeführer habe sehr gut mit seinem Psychiater zusammengearbeitet
(S. 2
Ziff.
6).
Der Beschwerdeführer habe die verlangte Präsenzzeit seit zwei Mo
naten stabil erreicht (S. 3
Ziff.
8).
Der Beschwerdeführer habe seine Leistungsfähigkeit deutlich steigern können. Sein Leistungsgrad, welcher noch nicht stabil erreicht sei, liege aktuell bei 50
%
(S. 4
Ziff.
9).
Der Beschwerdeführer habe während der gesamten
Integrations
massnahme
kontinuierliche, jedoch langsame Fortschritte gemacht. Er brauche genügend Zeit für die Integration. Die Arbeitsfähigkeit müsse behutsam auf 50
%
stabilisiert und dann weiter aufgebaut werden (S. 4
Ziff.
10).
3.6
Am 27. Februar 2012 berichteten d
ie zuständigen Personen der
E._
(Urk. 7/52) über das Arbeitstraining des Beschwerde
führers vom 8. Oktober 2011 bis 4. März 2012 und führten aus,
zu Beginn des Praktikums habe der Beschwerdeführer sehr stabile Leistungen gebracht. Er habe über sehr gute kognitive Fähigkeiten verfügt. Nach einer zweimonatigen Einarbeitungszeit habe er eine zufriedenstellende Leistung erbracht. Der Be
schwerdeführer habe sehr genau, aber eher langsam gearbeitet.
Mit der ver
stärkten depressiven Symptomatik seien seine Leistungen schlechter geworden. Er habe ungenauer gearbeitet und sei noch langsamer geworden. Die in der Zielvereinbarung genannten Ziele hätten bis jetzt nicht erreicht werden können (S. 2
Ziff.
7).
Der Beschwerdeführer habe im Moment eine Präsenzzeit von 60
%
erreicht. Eine Leistungsstabilität sei im Moment nicht gegeben (S. 3
Ziff.
1).
3.7
Am 31. August 2012 berichteten di
e zuständigen Personen der
E._
(Urk. 7/58) über den Arbeitsversuch mit Job Coaching des Beschwerdeführers vom 5. März bis
2.
September 2012 und führten aus
,
im März 2012 habe sich der Beschwerdeführer verstimmter gefühlt. Er habe ver
mehrt über Reizdarmsymptome, Lustlosigkeit und vermehrte Zwänge geklagt und habe sich vermehrt über die Mitarbeiterinnen im Betrieb geärgert.
Als sich der Beschwerdeführer im April 2012 wieder kräftiger gefühlt habe, sei seine Ar
beitszeit auf 25.2 Stunden
wöchentlich
erhöht worden.
Es habe sich jedoch be
reits Anfang Mai 2012 gezeigt, dass er mit einem Pensum von 60
%
über seine Grenze gestossen sei.
Schon kurz nach der Reduktion des Pensums auf 50
%
habe sich der Beschwerdeführer wieder besser und kräftiger gefühlt. Die letzten drei Monate habe der Beschwerdeführer zu 50
%
gearbeitet (S. 2
Ziff.
6).
Seit der Beschwerdeführer zu 50
%
arbeite, bringe er eine gute, stabile Leistung und fühle sich wohl im Betrieb (S. 3
Ziff.
7). Der Beschwerdeführer habe eine
Prä
senzzeit
und Stabilität von 50
%
erreicht (S. 3
Ziff.
1).
3.8
Dr.
B._
berichtete am 21. Dezember 2012 (
Urk.
7/68), nannte die bekannten Diagnosen und führte aus, nach wie vor leide der Beschwerdeführer unter er
heblichen Stimmungsschwankungen und es komme immer wieder zu depressi
ven Verstimmungen. Auch der
Reizdarm
und die Zwangssymptomatik seien nach wie vor vorhanden. Die berufliche Massnahme habe zu einer erheblichen Verbesserung seiner psychischen Befindlichkeit insgesamt geführt, was auch die Prognose deutlich verbessere. Mit einer Vollremission sei allerdings nicht zu rechnen, insbesondere nicht kurzfristig. Die Arbeitsfähigkeit lasse sich momen
tan nicht steigern (S. 2
Ziff.
1.4). Dank der Integrationsmassnahme habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit erreicht werden können. Auch auf lange Sicht bleibe es bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit (S. 3
Ziff.
1.6). Eine Steigerung der Arbeits
fähigkeit über 50
%
hinaus sei nicht möglich (S. 3
Ziff.
1.7).
3.9
Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstat
tete sein psychiatrisches Gutachten am 2
4.
Mai 2013 (
Urk.
7/70) gestützt
auf die Untersuchung des Beschwerdeführers vom 1
7.
April 2013, die
fremd
anamnestischen
Angaben des behandelnden Psychiaters Dr.
B._
sowie die Akten. Er nannte folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8):
Zwangsstörung, vorwiegend Zwangshandlungen (ICD-10 F42.1)
rezidivierende depressive Störung, derzeit am ehesten
leichtgradige
depres
sive Episode (ICD-10 F33.0)
Reizdarm
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er akzentuierte ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge (CID-10 F61.1).
Er führte aus,
aktuell liege beim Beschwerdeführer eine
leichtgradige
Zwangs
-
stö
rung
mit verschiedenen Kontrollzwängen vor, die sich im Alltag und an der Arbeit auswirkten. Daneben bestehe eine bipolare Störung mit derzeit
leichtgr
adiger
depressiver Symptomatik. Es bestünden eine leicht gedrückte Stimmungslage und eine am ehesten ebenfalls
leichtgradige
Antriebsminderung (S. 9 oben).
Auf der einen Seite habe die Teilintegration in die Arbeitswelt dem Beschwerdeführer gut getan und die Insuffizienzgefühle rührten nach eigenen Angaben nicht zuletzt daher, dass er beruflich und sozial nur partiell integriert sei. Andererseits wirke es, als ob sich der Beschwerdeführer in seiner Situation eingerichtet habe.
In diesem Zusammenhang seien auch die zum Teil wider
sprüchlichen und verdeutlichenden Verhaltensweisen in der Untersuchung zu sehen (S. 9 Mitte).
Aufgrund der lediglich
leichtgradigen
klinischen Symptomatik und den mit den bisherigen Massnahmen erzielten Erfolgen könne die Vermeidungshaltung des Beschwerdeführers aus medizinischer Sicht mit der psychiatrischen Symptoma
tik nicht gerechtfertigt werden. Die Persönlichkeitszüge seien einerseits im
Rahmen einer auf sie fokussierenden Therapie als behandelbar und andererseits bezogen auf berufliche Tätigkeiten als überwindbar anzusehen (S. 9 f.).
An
haltspunkte für die von Dr.
B._
genannten abhängigen Persönlichkeitszüge hätten sich in der Untersuchung nicht gefunden
(S. 10 oben)
.
Das aktuelle therapeutische Setting mit einer Konsultation pro Monat sei aus gutachterlicher Sicht nicht geeignet, den Beschwerdeführer zu den jetzt anste
henden und möglichen therapeutisch-rehabilitativen Schritten zu befähigen. Während sich die klinische Symptomatik und d
i
e Desintegration verbessert hätten, seien jetzt persönliche Faktoren wie angstbedingte Vermeidung, die schwankende Motivation und das teils schwierige interpersonelle Verhalten mit Reizbarkeit und latenter Aggressivität mindestens mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit relevante limitierende Faktoren. Um diese zu bearbeiten, müsse eine dafür
spezifische,
höherfrequente
Therapie durchgeführt werden.
Auch be
züglich der medikamentösen Therapie scheine aus gutachterlicher Sicht noch ein
unausgeschöpftes
Potential zu liegen (S. 10 Mitte).
Es bestehe eine deutliche Diskrepanz zwischen der subjektiv empfundenen Ar
beitsfähigkeit von derzeit 50
%
und der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähig
keit, die deutlich höher liege. Dies ergebe sich daraus, dass die klinische Achse-I-Symptomatik (Zwänge, Depression,
Reizdarm
) jeweils nur
leichtgradig
ausge
prägt sei. Insbesondere die bipolare Störung sollte in den Rezidiven zu keiner Arbeitsunfähigkeit führen. Selbst zum momentanen Zeitpunkt, wo eine
leicht
gradige
depressive Episode angenommen werden könne, sei diesbezüglich eine Überwindbarkeit der Symptomatik zu postulieren. Die Zwangsstörung sei eben
falls nur
leichtgradig
vorhanden, selbst zum momentanen Zeitpunkt, in dem nach Angaben des Beschwerdeführers auch diese Symptomatik ausgeprägter sei als zuvor. Selbst wenn der Beschwerdeführer die Zwangshandlungen ausführe, s
ei
allenfalls die Leistungsfähigkeit etwas herabgesetzt, nicht jedoch die prinzi
pielle Möglichkeit, ganztags zu arbeiten. Bezüglich seiner ganztägigen Anwe
senheit trotz Zwängen sei eine Überwindbarkeit medizinisch-theoretisch zu postulieren. Das Reizdarmsyndrom beschränke den sozialen Aktionsradius des Beschwerdeführers. So könne er keine Aussendiensttätigkeiten ausführen. Er könne jedoch wie bisher in einem Büro arbeiten (S. 10 f.).
Werde die Einschrän
kung der Leistungsfähigkeit insbesondere durch die Zwangsstörung berücksich
tigt, ergebe sich bei grosszügiger Rechnung eine medizinisch-theoretische Ar
beitsfähigkeit von 80
%
(S. 11 oben).
Der eher chronisch verlaufende Therapieprozess und die Diskrepanz zwischen subjektiver und medizinisch-theoretischer Arbeitsfähigkeit ergäben sich aus Sicht des Gutachters im Wesentlichen durch persönliche Faktoren wie
angstbe
dingte
Vermeidung, schwankende Motivation und das teils schwierige inter
personelle Verhalten mit Reizbarkeit und latenter Aggressivität. Die
Persönlich
keitszüge
und das interpersonelle Verhalten seien medizinisch-theoretisch be
handelbar. Versicherungsmedizinisch sei auf sie und auf die
Gesamtsymptoma
tik
bezogen die Überwindbarkeit der Symptomatik zu postulieren.
Medizinisch-theoretisch sei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit im bisherigen Arbeitsverhältnis ge
geben. Jedoch sollte dem Beschwerdeführer die Möglichkeit eingeräumt werden, sich auf die höhere Arbeitsfähigkeit im therapeutischen Prozess vorzubereiten und damit einhergehende Emotionen und Symptome zu bewältigen. Dafür wäre aus gutachterlicher Sicht eine Frist von drei Monaten geeignet (S. 11 Mitte).
Die derzeitige kaufmännische Tätigkeit sei als angepasste Tätigkeit zu betrach
ten. Medizinisch-theoretisch gelte diese Einschätzung bereits seit Jahren. Be
rücksichtigt werden müsse hier jedoch die Aussage des Therapeuten, dass die Störung früher stärker ausgeprägt gewesen sei und dass die bisher geglückte Teilintegration bereits als grosser Erfolg gewertet werden könne. Dem sei aus gutachterlicher Sicht trotz des in der Beurteilung kritisch Gesagten zuzustim
men.
Hinzuzufügen sei jedoch, dass aus gutachterlicher Sicht das
Rehabilita
tionspotential
des Beschwerdeführers noch nicht ausgeschöpft sei (S. 11 unten).
Das klinische Bild sei in den bisherigen Berichten gut nachvollziehbar darge
stellt worden. Nicht herausgearbeitet worden seien die Persönlichkeitsfaktoren, die jedoch zunehmend verlaufsbestimmend geworden seien. Der Therapeut schliesse sich bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Meinung des Beschwerdeführers an, obwohl er selbst in seinem Bericht von April 2010 auf die schwankende und zum Teil wenig ausgeprägte Motivation hingewiesen habe. Aus oben genannten Gründen könne diesem nicht gefolgt werden (S. 12 Mitte).
Die Achse-I-Symptomatik sei medizinisch-theoretisch als überwindbar und als therapierbar zu betrachten. Dass dies vom Beschwerdeführer so nicht umgesetzt werde, sei hauptsächlich eine Folge von persönlichen Faktoren ohne eigenen Krankheitswert, wie angstbedingter Vermeidung, schwankender Moti
vation und des teils schwierigen interpersonellen Verhaltens (S. 12 unten).
Me
dizinisch-theoretisch dürfe von einer Eingliederung in die freie Wirtschaft aus
gegangen werden. Eine nicht erfolgte Steigerung der Arbeit wäre nicht medizi
nisch rechtfertigbar (S. 13 oben).
3.10
Dr.
B._
berichtete am 2
8.
September 2013
(
Urk.
3) und führte aus, der Be
schwerdeführer stehe seit Januar 2010 in seiner Behandlung. Die Hauptdiagnose sei eine bipolare affektive Störung mit gegenwärtig leichter depressiver Episode (ICD-10 F31.3) unter Langzeitbehandlung mit Lithium.
Im Gegensatz zum Gut
achter halte er den Beschwerdeführer für nur 50
%
arbeitsfähig. Dies aufgrund
der Einschätzung der zuständigen Personen von
E._
und aufgrund der bisherigen Therapie des Beschwerdeführers
(S. 1)
.
Er habe detailliert mitverfolgen können, dass mit 50
%
die Obergrenze der Ar
beitsfähigkeit des Beschwerdeführers erreicht gewesen sei. Der Beschwerdefüh
rer habe mit Nervosität, Unruhe, Überforderung und vermehrten Zwangshand
lungen auf die Versuche, das Arbeitspensum auf 60
%
zu steigern, reagiert (S. 2 oben).
Es sei ausserordentlich schwierig gewesen, den Beschwerdeführer zu ei
ner Veränderung seines Verhaltens zu bewegen. Die seither durchlaufene Ent
wicklung des Beschwerdeführers sei gross und er habe in dieser Zeit viel er
reicht. In Bezug auf die Arbeitsintegration habe der Beschwerdeführer jetzt die Grenze des Möglichen erreicht (S. 2 Mitte).
Aufgrund dessen halte er die Auffassung des Gutachters, wonach unter Intensi
vierung der Psychotherapie sowie Erhöhung der
Psychopharmakadosen
inner
halb von drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
zu erreichen sei, für vollkommen unrealistisch beziehungsweise realitätsfremd (S. 2 unten).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des
Be
-
schwer
deführers
vorwiegend auf das psychiatrische Gutachten von Dr.
A._
vom 2
4.
Mai 2013 (vgl. vorstehend E.
3.9) ab.
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das psychiatrische Gutach
ten von Dr.
A._
vom 2
4.
Mai 2013 (
Urk.
7/70) für die Beantwortung der ge
stellten Fragen umfassend ist. Es beruht auf den für die strittigen Belange um
fassenden und allseitigen Untersuchungen sowie einer ausführlichen Anamnese und berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sowie sämtliche Befunde in angemessener Weise. Sodann wurde das Gutachten in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt und trägt der konkreten medizinischen Situation Rechnung. Entgegen den Aussagen des Be
schwerdeführers
waren dem Gutachter
auch
die Unterlagen zu den
Integra
tionsmassnahmen
bei der Erstellung des Gutachtens
bekannt
. So finden diese
denn im Gutachten auch mehrfach Erwähnung (
vgl.
Urk.
7/70
S.
1, S. 5 Mitte, S. 6 unten, S. 7 unten, S. 8 Mitte, S. 9 Mitte, S. 12 oben).
So machte der Gut
achter
darauf aufmerksam, dass beim Beschwerdeführer aktuell eine leicht
-
gradige
Zwangsstörung sowie eine bipolare Störung mit derzeit
leichtgra
diger
depressiver Symptomatik vorliege und ihm die Teilintegration in die Ar
beitswelt gutgetan habe (S. 9).
Weiter bezog der Gutachter ausdrücklich Stellung zu
den zum Teil widersprüch
lichen und verdeutlichenden Verhaltensweisen des Beschwerdeführers in der Untersuchung und führte aus, dass aufgrund der lediglich
leichtgradigen
klini
schen Symptomatik und den bisher erzielten Erfolge
n
die Vermeidungshaltung des Beschwerdeführers aus medizinsicher Sicht mit der psychiatrischen Symp
tomatik nicht gerechtfertigt werden könne (S. 9).
Der Gutachter zeigte zudem
in nachvollziehbarer Weise
auf,
dass jetzt persönli
che Faktoren wie angstbedingte Vermeidung, schwankende Motivation und das teils schwierige interpersonelle Verhalten relevante limitierende Faktoren seien, während sich die klinische Symptomatik und die Desintegration verbessert hät
ten (S. 10).
Ausserdem setzte er sich differenziert mit der Diskrepanz der sub
jektiv empfundenen Arbeitsfähigkeit und der deutlich höher liegenden medizi
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit auseinander
(S. 10 f.).
Das psychiatrische Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge ein und die von Gutachter vorgenommene Schlussfolgerung zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit wird ausführlich begründet.
So zeigte er in nachvollziehbarer Weise auf, dass
sich bei Berücksichtigung der Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähig
keit von 80
%
ergebe
und die derzeitige kaufmännische Tätigkeit als angepasste Tätigkeit zu betrachten sei
(S. 11). Überdies führte er einlä
sslich und sorgfältig aus, dass
die Achse-I-Symptomatik medizinisch-theoretisch als überwindbar und therapierbar zu betr
achten sei. Dass dies vom Beschwerdeführer so nicht umgesetzt werde, sei hauptsächlich eine Folge von persönlichen Faktoren ohne eigenen Krankheitswert (S. 12).
Schliesslich wies der Gutachter darauf hin
, dass das Rehabilitationspotential des Beschwerdeführers aus seiner Sicht
noch nicht ausgeschöpft sei und eine nicht erfolgte Steigerung der Arbeit medizinisch nicht rechtfertigbar wäre (S. 11, S. 13).
Das psychiatrische Gutachten von
Dr.
A._
erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines medizinischen Berichtes (vgl. vorstehend
E. 1.5) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
4.2
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers bestehen in den zu
wür
-
digen
den
Berichten keine unüberbrückbaren Diskrepanzen beziehungsweise Widersprüche.
Dass der Gutachter die bipolare Störung nicht bei den Diagnosen aufzählte, sondern
lediglich
in seiner Würdigung ausführte, dass beim Be
schwerdeführer daneben eine bipolare Störung mit
leichtgradiger
depressiver Symptomatik bestehe, vermag den Beweiswert seines Gutachtens nicht zu min
dern.
So ist eine genaue Diagnosestellung im Ergebnis nicht relevant, zumal
i
n
va
lidenversicherungs
rechtlich
einzig erheblich
ist
,
ob und in wel
chem Mass
e
eine
Be
ein
trächtigung der Erwerbsfähigkeit - und zwar unabhängig von der Dia
gno
se
und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie - ausgewiesen ist (Ur
teil des Bundes
gerichts I 815/05 vom 5. Februar 2007 E.
7.2.2 mit weiteren Hinweisen).
Ausserdem
sind sich der behandelnde Psychiater
Dr.
B._
(vgl. vorstehend
E. 3.8 und 3.10)
und der Gutachter
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E. 3.) darüber einig, dass beim Beschwerdeführer zurzeit lediglich eine leichte depressive Episode besteh
e
.
Auch wenn sich der Gutachter nicht explizit zu den Abschlussberichten betreffend die
Integrationsmassnahmen
(vgl. vorstehend
E. 3.4-3.7)
äusserte
, setzte er sich detailli
ert und nachvollziehbar mit der
von den Verantwortlichen bei der
E._
– wie auch dem Beschwerdeführer selber sowie dem behan
delnden Psychiater
Dr.
B._
– vertretenen Ansicht
, wonach der Beschwer
deführer nur zu 50
%
arbeitsfähig sei,
auseinander
.
So erklärte der Gutachter in nachvollziehbarer Weise, dass
die Differenz auf persönliche
Faktoren
ohne Krankheitswert
zurückzuführen sei. Weiter betonte er mehrfach, dass die Ar
beitsfähigkeit von 80
%
medizinisch-theoretischer Natur sei und blendete die Frage der Umsetzbarkeit aufgrund der persönlichen Faktoren ohne eigenen Krankheitswert nicht aus. Die vom Gutachter
Dr.
A._
aufgezählten ein
schränkenden Persönlichkeitsfaktoren stellen jedoch keine gesundheitliche Be
einträchtigung dar, weshalb sie auch keine Erwerbsunfähigkeit im Sinne von
Art.
7 ATSG zu begründen vermögen.
Andererseits kann auf die Beurteilung und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
B._
(vgl. vorstehend E. 3.1, 3.8, 3.10) nicht abgestellt werden. So
entspricht seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vielmehr
einer anderen Beur
tei
lung des gleichen Sachverhalts, zumal keine neuen medizinischen
Tatsachen aus den
Bericht
en
hervorgehen und
auch k
eine nachvollziehbar begründete und durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beur
teilung der Arbeits
fähigkeit vorgenommen wird.
Die dargelegten Befunde sowie die angeführten Gründe, weshalb dem Beschwerdeführer lediglich ein 50%iges Pensum zumut
bar sei,
beruhen im Wesentlichen auf den subjektiven Angaben des Beschwer
deführers, welche jedoch für die Beurteilung der Ar
beitsfähigkeit nicht massge
bend sind. Abgese
hen davon
machte
Dr.
B._
weder nähere Angaben zu funktionellen
Ein
schränkungen, noch äusserte
er
sich zu mö
glichen adaptierten Tätigkeiten. Schliesslich vermag
auch
der erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung ver
fasste Bericht von
Dr.
B._
(vgl. E. 3.10) nichts an den über
zeugenden Schlussfolgerungen des Gutachters zu ändern, zumal
das Gericht der beschwerdeweisen Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde legt, wie er sich der Verwaltung bot (
vgl.
BGE 130 V 64 E. 5.2.5).
Zusammenfassend wurden keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die ausführ
lich begründete Beurteilung im Gutachten von
Dr.
A._
umzustossen ver
möchten.
4
.
3
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen in die Wege zu leiten, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Sowohl der physische als auch der psychische Gesundheitszustand des
Be-schwer
deführers
wurden in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt. Der Beschwerdeführer vermochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Ak
tenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig
sei
.
Da
die
diverg
ente
Einschätzung der für die Integrationsmassnahmen
bei der
E._
Verantwort
lichen
in der umfassenden Begründung des Gutachters ihre Erklärung findet
, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten als ausreichend, weshalb auf weitere Abklärungen
, insbesondere auf das Einholen einer expliziten gut
achterlichen Stellungnahme
zur
erwähnten
Diskrepanz
,
verzichtet werden kann.
Anzufügen bleibt
auch
, dass es im Übrigen unter Beachtung des Unterschieds von medizinischem
Behand
lungs
- und
Abklärungs
auftrag
(BGE 125 V 351
E. 3b/cc S. 353; 124 I 170 E.
4.
S. 175; Urteil des Bun
desgerichts 9C_906/2011 vom
8.
August 2012 E.
4.4) nicht angeht, eine medizi
nische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass für weitere Ab
klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu abweichenden Ein
schätzungen gelan
gen oder an vorgängig geäus
serten divergierenden Auf
fassungen festhalten (Urteile des Bundesgerichts 8C_567/2010 vom 1
9.
No
vem
ber 2010 E.
3.2.2 sowie 9C_710/2011 vom 20.
März 2012 E. 4.5).
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Einwände brachte er nicht vor.
4.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sowohl in Bezug auf die Diagnosen wie auch in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf
das psychiatrische Gutachten von
Dr.
A._
vom 2
4
.
Mai 2013
abzustellen und somit von einer
80%igen Arbeitsfä
higkeit in seiner bisherigen Tätigkeit im kaufmännischen Be
reich
auszugehen ist.
4.5
Die Invaliditätsbemessung im engeren Sinn wurde vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt und gibt aufgrund der Akten
(vgl.
Urk.
7/71)
zu keinen Bean
standungen An
lass, so dass sich weitere Ausführungen erübrigen.
Die angefochtene Verfügung vom 2.
September
201
3
(Urk. 2
/1
) erweist sich daher als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzu
erlegen.