# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4c5aad8f-2e6d-4be9-8382-f87c55daba7a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _ 1977, und Y._, geboren am _ 1983, schlossen am _ 2009 in O.1_ die Ehe. Sie sind Eltern von A._, geboren am _ 2009. Aus ihrer ersten Ehe hat X._ drei Kinder, nämlich B._, geboren am _ 1996, C._, geboren am _ 1999, und D._, geboren am _ 2002. Die Ehegatten X._/Y._ sind seit 2009 je hälftige Miteigentümer eines Einfamilienhauses in O.1_. Seit 2011 ist Y._ Inhaber des Einzelunternehmens Y._, das mit Fahrzeugen handelt und Werkstattarbeiten ausführt. Im November 2015 erfolgte die Trennung der Ehegatten X._/Y._.
B/a. Am 19. November 2015 stellte X._ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart ein Gesuch auf Erlass von Eheschutzmassnahmen (Proz.Nr. 135-2015-353). Mit Verfügung vom 23. November 2015 ordnete der Einzelrichter superprovisorisch an, dass die gemeinsame Tochter A._ vorläufig unter die alleinige Obhut von X._ gestellt werde und das Wohnhaus in O.1_ sowie das Fahrzeug vorläufig der Ehefrau und ihren Kindern zur alleinigen Benutzung zugewiesen würden. Im Weiteren wurde ein einstweiliges Annäherungs- und Rayonverbot erlassen. Y._ nahm mit Eingabe vom 14. Dezember 2015 zum Eheschutzgesuch Stellung.
B/b. Anlässlich der mündlichen Eheschutzverhandlung vom 17. Dezember 2015 schlossen die Parteien folgende gerichtliche Teil-Trennungsvereinbarung:
1. Aufhebung des gemeinsamen Haushalts
Die Parteien vereinbaren, ab 19. November 2015 auf unbestimmte Zeit getrennt zu leben.
2. Elterliche Sorge und Obhut
Die elterliche Obhut für das Kind A._, geboren am _ 2009, sei für die Dauer der Trennung X._ zuzuteilen. Das Kind A._ wird demzufolge bei X._ wohnen.
Die elterliche Sorge bleibt für die Dauer des Getrenntlebens bei beiden Elternteilen. Entsprechend sind sie verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung des Kindes miteinander abzusprechen.
3. Besuchsrecht
Y._ ist berechtigt, das Kind A._ jedes erste und dritte Wochenende eines Monats von Samstagmorgen, 09.00 Uhr, bis Sonntagabend 19.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf
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Besuch zu nehmen. Y._ ist ausserdem berechtigt, das Kind A._ für die Dauer von drei Wochen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Y._ verpflichtet sich, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus anzumelden beziehungsweise mit X._ beziehungsweise dem Beistand abzusprechen. Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder Ferienkontakte nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten.
[Regelung für Weihnachten 2015]
Für die Tochter A._, geboren am _ 2009, sei eine Beistandschaft in Erziehungs- und Besuchsrechtsangelegenheiten im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB zu errichten und die zuständige KESB Nordbünden sei anzuweisen, die Beiständin oder den Beistand zu ernennen und mit folgenden Aufgaben zu betrauen:
1. Die Entwicklung der Tochter zu überwachen und dafür besorgt zu sein, dass eine angemessene, dem Kindeswohl konforme Pflege und Erziehung der Tochter durch die Mutter gewährleistet ist.
2. Koordination und Unterstützung der Eltern bei der Regelung und Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts.
4. Wohnung
Y._ überlässt X._ und ihren Kindern die eheliche Wohnung am _weg in O.1_ zur vorläufigen Benützung während der Trennungszeit. Y._ hat die Wohnung bereits verlassen.
5. Mobiliar und Hausrat sowie Auto und Mobiltelefon
Mobiliar und Hausrat bleiben in der ehelichen Wohnung. Y._ ist jedoch berechtigt, seine persönlichen Gegenstände abzuholen. Zudem ist Y._ berechtigt, das Bettsofa (aktueller Standort im Untergeschoss), einen Fernseher, sowie je eine weisse Kommode des Schlafzimmers und des Spielzimmers und das rote Fernsehmöbel mitzunehmen.
X._ verpflichtet sich, das Fahrzeug der Marke Skoda Octavia Kombi TSi RS, GR _, Stammnummer _, inklusive sämtliche Autoschlüssel und Fahrzeugunterlagen Y._ zurück zu geben. Im Gegenzug händigt ihr Y._ ein gleichwertiges, betriebssicheres und eingelöstes Fahrzeug (Kombi) aus. Er ist verpflichtet, ihr immer ein entsprechendes Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.
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Y._ erklärt sich bereit, die nötigen Informationen/Account Codes bekannt zu geben, damit die Ehefrau die Daten auf ihrem Mobiltelefon und IPod sowie des Mobiltelefons ihrer Mutter wieder herstellen kann.
6. Unterhalt
Y._ verpflichtet sich, sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem ehelichen Wohnhaus (insbesondere Hypothekarzinsen, Neben- und Unterhaltskosten) zu übernehmen und X._ die Kinderzulagen in der Höhe von CHF 220.00 ab Dezember 2015 jeweils monatlich im Voraus zu überweisen. Über eine weitergehende Unterhaltsverpflichtung von Y._ konnten sich die Parteien nicht einigen. Der Bezirksgerichtspräsident wird ersucht, diesbezüglich einen Entscheid auszufällen. Die Parteien sind sich dahingehend einig, dass bei den Kosten für das Wohnhaus von einem Betrag von CHF 1'400.00 auszugehen ist und beim Ehemann von Mietkosten in der Höhe von CHF 1'100.00.
Y._ informiert X._ vierteljährlich über die erfolgten Zinszahlungen bezüglich des Darlehensvertrages mit E._.
Y._ verpflichtet sich, die Rechnung der Firma F._ in Höhe von CHF 624.30 zu übernehmen und rechtzeitig zu bezahlen.
7. Gütertrennung
Die Parteien beantragen dem Gericht übereinstimmend die Anordnung der Gütertrennung per 19. November 2015.
8. Rayon- und Kontaktverbot
Der diesbezügliche Antrag von X._ wird zurückgezogen.
9. Erklärung
Die Parteien erklären, hiermit – mit Ausnahme eines allfälligen zusätzlichen Unterhaltsanspruchs – vorläufig sämtliche Punkte geregelt zu haben.
10. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung.
B/c. Mit Eheschutzentscheid vom 19. August 2016, mitgeteilt am 23. August 2016, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart wie folgt:
1. Die Trennungsvereinbarung vom 17. Dezember 2015 wird genehmigt.
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2. X._ und Y._ sind berechtigt, seit 19. November 2015 getrennt zu leben.
3. Es wird die Gütertrennung per 19. November 2015 angeordnet.
4. Die Tochter A._, geboren am _ 2009, wird für die Dauer der Trennung unter die Obhut von X._ gestellt. Die elterliche Sorge bleibt für die Dauer des Getrenntlebens bei beiden Elternteilen. Entsprechend sind sie verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung des Kindes miteinander abzusprechen.
5. Y._ ist berechtigt, das Kind A._ jedes erste und dritte Wochenende eines Monats von Samstagmorgen, 09.00 Uhr, bis Sonntagabend 19.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
Y._ ist ausserdem berechtigt, das Kind A._ für die Dauer von drei Wochen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
Y._ verpflichtet sich, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus anzumelden beziehungsweise mit X._ beziehungsweise dem Beistand abzusprechen.
Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder Ferienkontakte nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten.
6. Für die Tochter A._, geboren am _ 2009, ist eine Beistandschaft in Erziehungs- und Besuchsrechtsangelegenheiten im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB zu errichten und die zuständige KESB Nordbünden wird angewiesen, die Beiständin oder den Beistand zu ernennen und mit folgenden Aufgaben zu betrauen:
1. Die Entwicklung der Tochter zu überwachen und dafür besorgt zu sein, dass eine angemessene, dem Kindeswohl konforme Pflege und Erziehung der Tochter durch die Mutter gewährleistet ist.
2. Koordination und Unterstützung der Eltern bei der Regelung und Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts.
7. Y._ wird verpflichtet, sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem ehelichen Wohnhaus (insbesondere Hypothekarzinsen, Neben- und Unterhaltskosten) zu übernehmen und X._ die Kinderzulagen in der Höhe von CHF 220.00 ab Dezember 2015 jeweils monatlich im Voraus zu überweisen.
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8.a) Die Kosten des vorliegenden Verfahrens in der Höhe von CHF 2'500.00 gehen je zur Hälfte zulasten der Parteien. Da beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist, werden sie unter Vorbehalt der Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die Parteien haben gegenseitig auf eine Parteientschädigung verzichtet.
c) Der unentgeltliche Rechtsbeistand von X._, Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann, wird – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zulasten des Kantons Graubünden mit CHF 8'530.80 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) entschädigt.
Der unentgeltliche Rechtsbeistand von Y._, Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, wird – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zulasten des Kantons Graubünden mit CHF 6'245.65 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) entschädigt.
Die Entschädigungen werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations