# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cd1f5b90-aab9-4595-8895-2b67b8e6c185
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

veranlasst, womit sie den massgeblichen Sachverhalt unzureichend
abgeklärt habe.
5. In der Vernehmlassung vom 26. Februar 2015 beantragte die IV-Stelle die
Abweisung der Beschwerde. Die Einschätzungen von Dr. med. E._
und von Dr. med. C._ vermöchten die Beurteilung des RAD-Arztes,
Dr. med. F._, vom 21. Juli 2014 nicht zu erschüttern. Aus den Akten
ergäben sich keine Hinweise auf eine seit Juli 2014 eingetretene
Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin. Bei
den Einschätzungen von Dr. med. E._ und Dr. med. C._ handle
es sich somit um andere Beurteilungen eines im Wesentlichen
unverändert gebliebenen Gesundheitszustands. Die fraglichen ärztlichen
Einschätzungen unterschieden sich im Übrigen von der Einschätzung von
Dr. med. F._ lediglich in Bezug auf die Auswirkung der
gesundheitlichen Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin. Derartige Diskrepanzen in der Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit seien durchaus nicht ungewöhnlich. Insbesondere Dr.
med. E._ liefere vorliegend als Hausarzt der Beschwerdeführerin
eine Einschätzung, die sich an den tatsächlichen, also auch IV-fremden
Gegebenheiten, einschliesslich der Selbsteinschätzung der
Beschwerdeführerin und psychosozialer Faktoren orientiere.
Bezeichnenderweise begründe er die von ihm attestierte
Arbeitsunfähigkeit auch damit, dass die Arbeitssuche für die unter
Schmerzen leidende Beschwerdeführerin schwierig sei. Demgegenüber
sei Dr. med. F._ auf eine objektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
spezialisiert. Er habe die Kompetenz, sich aus medizinisch-theoretischer
Sicht zu der verbleibenden Arbeitsfähigkeit zu äussern. Dessen
Beurteilung führe zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in einer
behindertengeeigneten Tätigkeit ab dem 1. November 2014 zu 100 %
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arbeitsfähig sei. Der Vergleich des unter Verwertung dieser
Arbeitsfähigkeit erzielbaren Invalideneinkommens von Fr. 49'158.48 mit
dem Valideneinkommen der Beschwerdeführerin zeige, dass sie infolge
ihres Gesundheitszustands offenkundig keine rentenrelevante
Erwerbseinbusse erlitten habe. Demzufolge könne sie selbst dann keine
Invalidenrente beanspruchen, wenn das Wartejahr entgegen der in der
angefochtenen Verfügung vertretenen Auffassung als erfüllt anzusehen
wäre.
6. In der Replik vom 10. März 2015 hielt die Beschwerdeführerin an ihren
Anträgen fest und nahm zu den Ausführungen der IV-Stelle Stellung. Mit
Schreiben vom 19. März 2015 verzichtete die IV-Stelle auf die
Einreichung einer Duplik.
7. Auf entsprechende Aufforderung hin stellte das KIGA dem
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden am 20. August 2015 die
Stellungnahme von Dr. med. C._ vom 8. Dezember 2014 zu. Die
Verfahrensparteien äusserten sich dazu am 25. August 2015
(Beschwerdeführerin) bzw. 28. August 2015 (IV-Stelle). Die
Beschwerdeführerin nahm mit Schreiben vom 3. September 2015
überdies zu den fraglichen Vorbringen der IV-Stelle Stellung.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten
Beweismittel wird, sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-
Stelle des Kantons Graubünden vom 12. Dezember 2014. Eine solche
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Anordnung, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das
Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle unterliegt, kann beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden angefochten werden (vgl.
Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG;
BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] und Art. 57 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]). Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde fällt folglich in
die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als formelle und materielle
Verfügungsadressatin ist die Beschwerdeführerin von der angefochtenen
Verfügung überdies unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung. Demnach ist sie zur
Beschwerdeführung berechtigt (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG).
Schliesslich hat die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde frist- und
formgerecht beim Verwaltungsgericht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m.
Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). Auf die vorliegende Beschwerde ist damit
einzutreten.
2. a) Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die IV-Stelle den Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente in der Verfügung vom
12. Dezember 2014 zu Recht verneint hat. Anspruch auf eine
Invalidenrente hat, wer in rentenbegründendem Umfang invalid ist. Bei
erwerbstätigen Versicherten – wie der Beschwerdeführerin – gilt als
Invalidität die durch einen körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m.Art. 8 Abs. 1 ATSG),
welche die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung sowie Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeit auf dem in Betracht
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kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen, die
aus objektiver Sicht nicht überwindbar sind (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss
Art. 28 Abs. 1 IVG liegt ein rentenbegründender Invaliditätsgrad vor, wenn
eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern
kann, während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich zu mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Sind diese
Voraussetzungen erfüllt, steht der versicherten Person nach Ablauf von
sechs Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs, frühestens
indessen im Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1
IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und
bei einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2
IVG). De rentenbegründende Invaliditätsgrad ist bei erwerbstätigen
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen
(Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG).
b) Die Verwaltung und das im Streitfall angerufene
Sozialversicherungsgericht haben den rechtserheblichen Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen (Art. 43 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Diese
Untersuchungspflicht dauert so lange an, bis über die für die Beurteilung
des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichend Klarheit
besteht oder alle zur Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts zur
Verfügung stehenden Beweismittel ausgeschöpft wurden. Um die
medizinischen Voraussetzungen eines geltend gemachten
Leistungsanspruchs beurteilen zu können, hat die IV-Stelle unter
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anderem die Möglichkeit, auf den regionalen ärztlichen Dienst (RAD)
zurückzugreifen. Dieser bezeichnet die einer Versicherten zumutbaren
Tätigkeiten und die unzumutbaren Funktionen unter Angabe einer
allfälligen medizinisch begründeten zeitlichen Schonung aufgrund einer
objektiven Beurteilung in einer schriftlichen Stellungnahme (Art. 59
Abs. 2bis IVG). Gestützt auf diese Angaben darf die IV-Stelle die
Arbeitsfähigkeit einer Versicherten freilich nur festlegen, wenn der RAD-
Bericht die von Rechtsprechung und Lehre entwickelten Anforderungen
erfüllt, die beweiskräftige ärztliche Stellungnahmen zu respektieren haben
(Urteil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E.4.2 m.w.H.).
Dazu muss der RAD-Bericht in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden sein, in der Beschreibung der medizinischen Situation
und Zusammenhänge einleuchten sowie in den daraus gezogenen
Schlussfolgerungen begründet sein (Urteil des Bundesgerichts
9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E.4.3.1 = SVR 2009 IV Nr. 56; ULRICH
MEYER / MARCO REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.],
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich /
Basel / Genf 2014, Art. 59 N. 5). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die
im Einzelfall erforderliche Fachqualifikation verfügen (Urteile
Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 142/07 vom 20. November
2007 E.3.2.3, I 362/06 vom 10. April 2007 E.3.2.1). Nicht unerlässlich ist,
dass der RAD-Arzt die Versicherte untersucht. Nach Art. 49 Abs. 2 der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) hat der
RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des
Leistungsanspruchs nur bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen
durchzuführen. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die
vorhandenen ärztlichen Unterlagen. Das Absehen von einer eigenen
Untersuchung bildet für sich allen folglich keinen Grund, um die
Beweiskraft eines RAD-Berichts in Frage zu stellen. Dies gilt
insbesondere, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines
feststehenden medizinischen Sachverhalts geht und die direkte
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Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil
des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E.4.3.1). In
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren besteht nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung kein Anspruch auf eine
versicherungsexterne Begutachtung. Eine solche ist allerdings bereits
anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und
Schlüssigkeit eines RAD-Berichts als versicherungsinterne Beurteilung
bestehen (BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4, 122 V 157 E.1d).
c) Die IV-Stelle hat die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aufgrund der
RAD-Beurteilung von Dr. med. F._, Facharzt für Rheumatologie
FMH, Facharzt für physikalische Medizin und Rehabilitation FMH,
Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 21. Juli 2014 bestimmt (IV-act. 52
S. 11). Dieser beurteilte die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf
der Grundlage der seinerzeitigen medizinischen Berichte, ohne die
Beschwerdeführerin persönlich zu untersuchen. Die ihm vorliegenden
Arztberichte fasste er dahingehend zusammen, als dass die Versicherte
seit mehr als einem Jahr an verstärkten Nackenschmerzen mit
Ausstrahlung in den Kopf sowie Schmerzen in der gesamten Wirbelsäule
mit Ausstrahlung in den Schultergürtel beidseits und in die Arme bis zu
den Händen mit rezidivierendem Einschlafgefühl an den Armen leide.
Zudem bestünden lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die
Beine (IV-act. 52 S. 11). Während des stationären Aufenthalts in der
Klinik Valens vom 8. Januar bis zum 4. Februar 2014 sei die cerviko-
cephale und –brachiale Symptomatik im Vordergrund gestanden. Das
MRI der Halswirbelsäule vom 8. Mai 2014 habe breitbasige
Diskusprotrusionen von C5/6 und C6/7 ohne neurale Kompression
ergeben. Die Symptomatik habe auf eine eingeschränkte Haltefähigkeit
der Rückenmuskulatur, vor allem im Schultergürten/Nackenbereich
zurückgeführt werden können. Dadurch bestünden qualitative
Einschränkungen für Tätigkeiten über Schulterhöhe. Diese funktionellen
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Beeinträchtigungen könnten durch eine weitere konsequente
Physiotherapie indessen deutlich verbessert werden. Die bisherige
Tätigkeit sei der Versicherten weiterhin möglich. Der behandelnde
Psychiater, Dr. med. G._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
gehe sodann von einer aktuell leichten depressiven Episode
(Differentialdiagnose: Dysthymie) aus. Dadurch ergebe sich eine
Einschränkung der Leistungsfähigkeit von ca. 30 %. Diese Einschränkung
könne durch Arbeitstraining behoben werden. Der Hausarzt attestiere der
Versicherten eine 50 % Krankschreibung, weil sich die Arbeitssuche
aufgrund der Schmerzproblematik schwierig gestalte (IV-act. 52 S. 11). In
Würdigung dieser medizinischen Beurteilungen gelangte Dr. med.
F._ zur Überzeugung, bei der Versicherten bestünden derzeit
Einschränkungen für Tätigkeiten über Schulterhöhe infolge der
muskulären Problematik im Schulter- / Nackenbereich. Diese
funktionellen Beeinträchtigungen liessen sich durch eine konsequente
Physiotherapie verbessern (IV-act. 52 S. 11). Aus psychiatrischer Sicht
würden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit aufgrund einer leichten
depressiven Störung geltend gemacht. Diese würden mit ca. 30 %
beziffert, wobei sie mit einem Arbeitstraining behoben werden könnten.
Sollte bei der Versicherten tatsächlich eine Dysthymie vorliegen, so würde
diese psychische Krankheit für sich allein noch keine Arbeitsunfähigkeit
begründen. Sollte es sich hierbei um eine leichte depressive Episode
handeln, so müsste diskutiert werden, inwieweit diese psychische
Krankheit nicht in die ebenfalls diagnostizierte chronische
Schmerzstörung einfliesse, was meistens der Fall sei. In diesem Fall
würde die psychische Erkrankung die Arbeitsfähigkeit der Versicherten
nicht zusätzlich beeinträchtigen. Eine abschliessende Beurteilung dieser
Frage sei jedoch nicht erforderlich, da der behandelnde Psychiater zum
einen festhalte, die fragliche Beeinträchtigung würde in den nächsten
Monaten wegfallen, zum anderen bereits aufgrund der somatischen
Beschwerden derzeit nur von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen
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sei. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt könne demzufolge von einer 70%igen
Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten ausgegangen werden, die nicht mit
repetitiven Arbeiten über Schulterhöhe verbunden seien. Sowohl
somatisch wie auch psychiatrisch sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit
durch die entsprechende Behandlung bzw. durch Arbeitstraining in den
nächsten Monaten freilich möglich und zu erwarten. Die vom Hausarzt
darüber hinausgehend attestierte Arbeitsunfähigkeit werde mit einer
Schmerzproblematik begründet, die sich so nicht objektivieren lasse und
damit nicht beachtlich sei (IV-act. 52 S. 11).
d) Diese Beurteilung von Dr. med. F._ stützt sich sowohl hinsichtlich
der diagnostizierten Krankheiten als auch bezüglich der daraus
resultierenden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit auf den
Verlaufsbericht der Klinik Valens vom 13. Mai 2014 betreffend den
dortigen knapp einmonatigen stationären Rehabilitationsaufenthalt (IV-
act. 12 S. 1 ff.), den diesen Aufenthalt betreffenden Austrittsbericht der
Klinik Valens vom 17. März 2014 (IV-act. 20 S. 11 f.) sowie die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch deren
behandelnden Psychiater, Dr. med. G._, vom 2. Juni 2014 (IV-
act. 21). Die von diesen Beurteilungen abweichende Einschätzung des
Hausarztes der Beschwerdeführerin, Dr. med. E._, im Arztbericht
vom 14. Mai 2014 (IV-act. 20 S. 1-3) erachtet Dr. med. F._ nicht für
überzeugend. Dr. med. E._ führte darin im Wesentlichen aus, die
Patientin habe sich erstmals im Juni 2012 bei ihm wegen seit langem
bestehender Rückenbeschwerden bei dazumal schwerer körperlicher
Arbeit vorgestellt. Die getätigten Abklärungen hätten keine Hinweise auf
ein rheumatologisches Grundleiden ergeben. Eventuell als mögliche
Folge der chronischen Schmerzen, möglicherweise aber auch als deren
Ursache, seien im Krankheitsverlauf immer wieder depressive Symptome
mit wechselnden somatischen Beschwerden ohne entsprechende
organische Korrelate aufgetreten (IV-act. 20 S. 2). Eine ambulante
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psychiatrische Behandlung bei Dr. med. G._ sei im Gang. Obwohl
der Patientin in Valens formal eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert
worden sei, gestalte sich die Arbeitssuche sowie das Arbeiten auch
aktuell beim RAV aufgrund der Schmerzproblematik als sehr schwierig bis
nicht durchführbar. Deshalb habe er die Patientin auf den 25. April 2014
hin wieder zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben (IV-act. 20 S. 2).
e) Bezüglich dieser Einschätzung der Arbeitsfähigkeit weist Dr. med.
F._ zutreffend darauf hin, dass sie allein auf den subjektiven
Angaben der Beschwerdeführerin zu Art und Umfang ihrer Beschwerden
beruht, die Dr. med. E._, ohne sie einer kritischen Würdigung zu
unterziehen, einfach übernimmt. Er begründet denn auch nicht, inwiefern
sich die gesundheitliche Verfassung der Beschwerdeführer in den knapp
drei Monaten seit Beendigung des Rehabilitationsaufenthalts in der Klinik
Valens verschlechtert haben soll. Freilich ist erstellt, dass die
Beschwerdeführerin im Einsatzprogramm Mittelbünden X._, welches
sie nach dem Rehabilitationsaufenthalt vom 5. März bis zum
5. September 2014 besuchte, mehrfach krankheitsbedingt fehlte und
deshalb die gesetzten Ziele nur zu 86 % erreichen konnte (vgl.
Schlussbericht vom 2. September 2013 S. 3 [IV-act. 35 S. 3]). Im
betreffenden Schlussbericht vom 2. September 2014 wird die Versicherte
jedoch als aktive Person beschrieben, die es gewohnt sei, unter Zeit- und
Leistungsdruck zu arbeiten. Sie sei in ihrer Arbeitsweise speditiv gewesen
und habe ihre Arbeitsabläufe selbständig organisiert. Sie sei zuverlässig
und habe sich rasch auf neue Aufgaben einstellen können (IV-act. 23
S. 2). Bedauerlicherweise leide sie an einer Fybromyalgie. Diese
Krankheit sei für die Versicherte nicht so leicht zu akzeptieren. Es falle ihr
schwer, ihr Arbeitstempo zu drosseln. Sie sei es gewohnt, zu
funktionieren, wenn Arbeit zu erledigen sei. Leider bringe sie diese
Haltung immer wieder an ihre körperlichen Grenzen. Nach einigen
Reinigungseinsätzen unter voller Leistung sei sie jeweils ein paar Tage
krank gewesen. Ausserdem sei die Versicherte öfters nicht im
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Einsatzprogramm erschienen. Die Medikamente reduzierten ihre
Wachsamkeit und so habe sie des Öftern verschlafen (IV-act. 35 S. 2).
Soweit diese Ausführungen Rückschlüsse auf das objektive
Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin zulassen, lässt sich daraus
nichts Relevantes betreffend deren Arbeitsfähigkeit ableiten. Offenbar war
die Beschwerdeführerin immer in der Lage, die ihr zugewiesenen Arbeiten
zu erledigen. Sie erschien jedoch bisweilen zu spät oder meldete sich
krankheitshalber ab. Dagegen wurde nicht beobachtet, dass sie
Tätigkeiten aufgrund vorhandener gesundheitlicher Beschwerden und
Beeinträchtigungen nicht oder verlangsamt ausführen konnte. Die von Dr.
med. E._ als Grund für die angenommene Verschlechterung der
gesundheitlichen Verfassung der Beschwerdeführer angeführten
Schwierigkeiten bei der Arbeit im RAV-Einsatzprogramm lassen sich
folglich nicht objektivieren.
f) Soweit Dr. med. E._ bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführer sodann die Situation auf dem Arbeitsmarkt
miteinbezieht, nimmt er auf einen invaliditätsfremden Faktor Bezug. Die
Invalidenversicherung bietet ausschliesslich Versicherungsschutz für
gesundheitlich bedingte Erwerbseinbussen (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG,
vorne E.2a). Für die Invaliditätsbemessung kommt es daher nicht darauf
an, wie die Beschäftigungslage tatsächlich ist. Konjunkturelle
Entwicklungen, der Verlauf der gesamtwirtschaftlichen Beschäftigung
usw. sind deshalb für die Invaliditätsbemessung unerheblich. Für die
Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine Versicherte
unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann,
sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit noch
wirtschaftlich nutzen könnte, wenn auf dem für sie nach ihren Fähigkeiten
und Möglichkeiten in Betracht fallenden Teil des Arbeitsmarkts die
verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprächen.
Es wird also bei der Ermittlung des rentenbegründenden Invaliditätsgrads
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im Sinne einer abstrakten Annahme ein ausgeglichener Arbeitsmarkt
unterlegt, von dem angenommen wird, es bestehe eine Nachfrage nach
Arbeit, wie sie die Versicherte trotz ihres Gesundheitsschadens noch zu
leisten vermag (vgl. statt vieler BGE 130 V 343 E.3.3; MEYER/REICHMUTH,
a.a.O., Art. 28a N. 132; GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER,
Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 11 N. 40). Wenn
Dr. med. E._ die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin mit Blick
auf die praktischen Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin bei der
Arbeitssuche begründet, orientiert er sich an den konjunkturellen
Bedingungen auf dem realen Arbeitsmarkt, die als invaliditätsfremde
Faktoren bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit ausser Betracht zu
bleiben haben. Die Beurteilung von Dr. med. E._ im Arztbericht vom
14. Mai 2014 vermag daher weder Zweifel an der Zuverlässigkeit sowie
Schlüssigkeit der Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. F._ noch
am im Wesentlichen feststehenden medizinischen Sachverhalt zu
begründen (vgl. dazu vorne E.2b).
g) Zu demselben Schluss gelangt die IV-Stelle in Bezug auf die
Stellungnahme von Dr. med. C._, Leitender Arzt Rheumatologie,
vom 8. Dezember 2014, die dieser im Auftrag des KIGA verfasste (vgl. die
vom KIGA edierte Stellungnahme von Dr. med. C._). In der
fraglichen Stellungnahme weist Dr. med. C._ vorab darauf hin, die
Versicherte bereits am 12. November 2014 im Auftrag von Dr. med.
E._ (X._) persönlich untersucht zu haben. Deshalb habe er sich
erlaubt, sie nicht zu einer zweiten Untersuchung aufzubieten. An
Unterlagen seien ihm ein Bericht der Klinik Valens über die Rehabilitation
im Januar 2014 sowie ein Bericht des Hausarztes, Dr. med. E._, zur
Verfügung gestanden. Der Gesundheitszustand der Versicherten habe
sich seit dem Rehabilitationsaufenthalt vom Januar 2014 insgesamt
wesentlich verschlechtert und verschiedene zwischenzeitlich
durchgeführte Arbeitsversuche seien aufgrund von Schmerzexazerbation
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gescheitert. Medizinisch leide die Versicherte seit Jahren an chronischen
Rückenschmerzen, die sich zwischenzeitlich zu einem generalisierten
Schmerzsyndrom ausgeweitet hätten. Trotz intensiver therapeutischer
Massnahmen inklusive einer stationären Rehabilitationsbehandlung
hätten sich die Beschwerden der Versicherten nicht gebessert. Was die
Arbeitsfähigkeit betreffe, so bestehe aktuell für eine leichte Tätigkeit mit
Wechselbelastung eine Arbeitsfähigkeit von 60 %. Die Einschränkungen
seien einerseits bedingt durch einen erhöhten Pausenbedarf, wobei die
Versicherte bei einem acht Stunden Arbeitstag Zusatzpausen von
insgesamt mindestens zwei Stunden pro Tag benötige. Andererseits sei
damit zu rechnen, dass Tätigkeiten allenfalls aufgrund von
Schmerzexazerbationen unterbrochen werden müssten, was zusätzlich
zu den benötigen Pausen zu einem verlangsamten Arbeitstempo führe.
h) Diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführer hat Dr. med.
C._ als Vertrauensarzt für das KIGA vorgenommen, mit dem Zweck,
der zuständigen Arbeitslosenkasse zu ermöglichen, über die
Versicherungsansprüche der Beschwerdeführerin aufgrund einer
objektiven Beurteilung ihres Gesundheitszustandes und ihrer
Arbeitsfähigkeit zu entscheiden (vgl. Art. 15 Abs. 3 des Bundesgesetzes
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die
Insolvenzentschädigung [ALV; SR 837.0]). Allerdings war Dr. med.
C._ zugleich als behandelnder Arzt der Beschwerdeführerin tätig. In
dieser Funktion durfte er das Vorhandensein der von der
Beschwerdeführerin beklagten gesundheitlichen Beschwerden und
funktionellen Beeinträchtigungen grundsätzlich voraussetzen, während er
als Vertrauensarzt insbesondere auch zu prüfen hatte, ob die geltend
gemachten Beeinträchtigungen in der behaupteten Form überhaupt
existieren (vgl. CHRISTOPH BODMER, Wenn der Gutachter nicht gut achtet,
in: MURER [Hrsg.], Möglichkeiten und Grenzen der medizinischen
Begutachtung, Freiburger Sozialrechtstage 2010, Bern 2010, S. 195,
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S. 197). Wegen dieser ganz unterschiedlicher Herangehensweise kann
ein behandelnder Arzt grundsätzlich nicht als Gutachter eigener Patienten
tätig sein (vgl. statt vieler: Qualitätsrichtlinien für psychiatrische Gutachten
in der Eidgenössischen Invalidenversicherung, Februar 2012, S. 3,
abrufbar unterhttp://www.swiss-insurance-medicine.ch/de/Leitlinien_ IV-
Gutachten. html; besucht am 5. April 2016). Der Stellungnahme von Dr.
med. C._ vom 8. Dezember 2014 ist deshalb nicht derselbe
Stellenwert beizumessen wie einem vom Versicherungsträger eingeholten
verwaltungsexternen oder –internen Gutachten. Dies bedeutet allerdings
nicht, dass der fraglichen Stellungnahme von vornherein jeder
Beweiswert abzusprechen ist. Vielmehr hat das Gericht diese – wie jede
substantiiert vorgetragene Einwendung eines behandelnden Arztes –
nach den von der Rechtsprechung entwickelten
Beweiswürdigungsgrundsätzen dahingehend zu prüfen, ob sie in
rechtserheblichen Fragen den RAD-Bericht vom 21. Juli 2014 derart zu
erschüttern vermag, dass an dessen Schlüssigkeit und Richtigkeit oder
am im Wesentlichen feststehenden medizinischen Sachverhalt zu
zweifeln ist (vgl. dazu vorne E.2b).
i) Diesbezüglich ist mit der IV-Stelle zunächst festzuhalten, dass Dr. med.
C._ keine neue Diagnose stellt, sondern in der Stellungnahme vom
8. Dezember 2014 diagnostisch unscharf von chronischen
Rückenschmerzen spricht, die sich zwischenzeitlich zu einem
generalisierten Schmerzsyndrom ausgeweitet hätten. Soweit er
unmittelbar anschliessend an diesen medizinischen Befund festhält, trotz
intensiver therapeutischer Massnahmen, inklusive einer stationären
Rehabilitationsbehandlung, hätte keine Besserung der Beschwerden
erreicht werden können, steht diese Aussage im Widerspruch zum
Schlussbericht der Klinik Valens vom 17. März 2014 (IV-act. 20 S. 12).
Diesem Bericht zufolge ist es den behandelnden Ärzten während des
knapp einmonatigen stationären Rehabilitationsaufenthalts durch ein
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intensives, multimodales Therapiekonzept gelungen, die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit
Wechselbelastung vollständig wiederherzustellen (IV-act. 20 S. 12). Im
Übrigen ist auch der behandelnde Psychiater der Beschwerdeführerin, Dr.
med. G._, davon überzeugt, die gesundheitliche Verfassung der
Beschwerdeführerin liesse sich durch eine geeignete Therapie und ein
Arbeitstraining verbessern (IV-act. 21). Weshalb diese Annahmen
unzutreffend sind und die von der Beschwerdeführerin beklagten
Beschwerden einer Therapie nicht zugänglich sein sollen, begründet Dr.
med. C._ nicht. Ebenso wenig legt er dar, inwiefern sich die
gesundheitliche Verfassung der Beschwerdeführerin seit dem
Rehabilitationsaufenthalt verschlechtert haben soll. Sofern er die
angenommene Verschlechterung mit den gescheiterten Arbeitsversuchen
begründen sollte, so vermag diese Schlussfolgerung – wie bereits im
Zusammenhang mit dem Arztbericht von Dr. med. E._ vom 14. Mai
2014 (IV-act. 20 S. 1-3) festgehalten – in Bezug auf die Teilnahme der
Beschwerdeführerin am RAV-Einsatzprogramm Mittelbünden X._
nicht zu überzeugen. Sollte er das Scheitern des von der
Invalidenversicherung finanzierten Arbeitstrainings als Küchengehilfin im
Restaurant D._ als Indiz für eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin ansehen, so ist
diesbezüglich aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin das fragliche
Arbeitstraining nach einem guten Gespräch mit der dortigen
Geschäftsführerin positiv startete, jedoch bereits nach wenigen Tagen
nicht mehr im Restaurant erschien. Weder habe sie sich abgemeldet noch
sei sie telefonisch erreichbar gewesen. Deshalb sei das Arbeitstraining
abgebrochen worden (IV-act. 45 S. 3). Soweit aktenkundig nahm sie erst
am 13. Oktober 2014 mit der IV-Stelle Kontakt auf und teilte mit, nicht in
der Lage zu sein, das Aufbautraining durchzuführen. Den
vorgeschlagenen Wechsel in eine andere Institution, bei welcher auf
einem tieferen Niveau mit dem Arbeitstraining hätte begonnen werden
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können, lehnte sie ab, da sie sich für jegliche Tätigkeit nicht arbeitsfähig
fühle (IV-act. 45 S. 3). Bei dieser Aktenlage lässt das Scheitern des
Arbeitstrainings im Restaurant D._ aus objektiver Sicht keine
Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu. Aus
den genannten Gründen vermag die Stellungnahme von Dr. med.
C._ vom 8. Dezember 2014 keine begründeten Zweifel an der RAD-
Beurteilung von Dr. med. F._ vom 21. Juli 2014 zu wecken. Auch
dürfte nach wie vor von einem an sich feststehenden medizinischen
Sachverhalt auszugehen sein, weshalb eine Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ohne persönliche Exploration
aufgrund der vorhandenen ärztlichen Unterlagen zulässig gewesen sein
dürfte (vgl. dazu vorne E.2b). Letztlich kann diese Frage indessen
offengelassen werden. Denn selbst wenn die Beschwerdeführerin – wie
von Dr. med. C._ in seiner Stellungnahme vom 8. Dezember 2014
postuliert – in einer leichten Arbeitstätigkeit mit Wechselbelastung nur
mehr zu 60 % arbeitsfähig wäre, hätte sie, wie aus den nachfolgenden
Ausführungen hervorgeht, keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.
3. Hinsichtlich des für die Bestimmung des Invaliditätsgrads der
Beschwerdeführerin massgeblichen Einkommensvergleichs gehen die
Parteien übereinstimmend davon aus, dass der von der
Beschwerdeführerin im 2012 als Gesunde erzielte Validenlohn auf der
Grundlage des von ihr bei der B._ AG erzielten Einkommens zu
bestimmen ist. Danach hätte sie im 2014 unter Anpassung an die
zwischenzeitliche Nominallohnentwicklung mit einer vollzeitlichen
Erwerbstätigkeit einen Jahreslohn von Fr. 38'622.50 erzielen können
(38'049.65 [vgl. IV-act. 25 S. 9] x 1.007 [2013] x 1.008 [2014; abrufbar
unter www.bfs.admin.ch > Themen > 03 > Arbeit und Erwerb > Löhne,
Erwerbseinkommen > Detaillierte Daten > Lohnentwicklung, besucht am
31. März 2016]; vgl. dazu BGE 134 V 322 E.4.1). Diesem
Valideneinkommen ist das Einkommen gegenüberzustellen, welches die
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Beschwerdeführerin bei Ausschöpfung ihrer Arbeitsfähigkeit im 2014 auf
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt hätte erzielen können (sog.
Invalideneinkommen). Diesbezüglich gehen die Verfahrensparteien
übereinstimmend davon aus, dass die Beschwerdeführerin ihr
Arbeitspotential derzeit nicht ausschöpft. Unter diesen Umständen ist das
Invalideneinkommen aufgrund der LSE-Tabellenlöhne zu bestimmen (vgl.
BGE 135 V 297 E.5.2, 126 V 75 E.3b/aa). Nach den LSE 2012 betrug der
standardisierte, monatliche Bruttoverdienst von Frauen (TA1) im
Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeit körperlicher oder handwerklicher
Art) im privaten Sektor durchschnittlich Fr. 4'112.--. Auf der Basis der
durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 41.7 Stunden (abrufbar
unter http://www.bfs.admin.ch/ > 03-Arbeit und Erwerb > Erwerbstätigkeit
und Arbeitszeit > Indikatoren > Arbeitszeit > Normalarbeitsstunden,
besucht am 31. März 2016) und unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung ergibt sich daraus bei einer vollzeitlichen
Erwerbstätigkeit für das Jahr 2014 ein monatliches Bruttoeinkommen von
Fr. 4'351.30 (Fr. 4'286.75 [Fr. 4'112.-- : 40 x 41.7] x 1.007 [2013] x 1.008
[2014]). Wird, der Meinung von Dr. med. C._ folgend, angenommen,
die Beschwerdeführerin sei in einer leichten Tätigkeit mit
Wechselbelastung zu 60 % arbeitsfähig, so könnte sie bei Ausschöpfung
dieses Arbeitspotentials ein monatliches Bruttoeinkommen von
Fr. 2'610.80 (Fr. 4'351.30 x 0.6) bzw. ein jährliches Bruttoeinkommen von
Fr. 31'329.60 (12 x Fr. 2'610.80) erzielen. Dass die Beschwerdeführerin
dieses Lohnniveau aus gesundheitlichen Gründen nicht erreichen könnte
und ihr deshalb ein leidensbedingter Abzug zuzugestehen wäre, wurde
nicht geltend gemacht und ist nicht ersichtlich (vgl. zum Ganzen BGE 134
V 322 E.5 und 6, 126 V 75 E.5). Folglich wäre die Beschwerdeführerin in
der Lage, mit einer leichten Tätigkeit mit Wechselbelastung bei einem
Pensum von 60 % jährlich Fr. 31'329.60 zu verdienen. Wird dieses
Erwerbseinkommen dem massgeblichen Valideneinkommen der
Beschwerdeführerin gegenübergestellt, so resultiert eine
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Erwerbseinbusse von Fr. 7'292.90 (Fr. 38'622.50 – Fr. 31'329.60), was
einem Invaliditätsgrad von 19 % (18.8825 %, BGE 130 V 121 E.3)
entspricht.
4. Selbst wenn im vorliegenden Fall, der Auffassung von Dr. med. C._
folgend, anzunehmen wäre, die Beschwerdeführerin könne seit dem
12. November 2014 infolge ihrer gesundheitlichen Verfassung nur mehr
eine leichte Arbeitstätigkeit mit Wechselbelastung ausüben und das
Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG entgegen der
angefochtenen Verfügung als erfüllt angesehen würde, hätte sie demnach
bei einem Invaliditätsgrad von 19 % keinen Anspruch auf eine
Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG). An diesem Ergebnis würde sich selbst
dann nichts ändern, wenn der Beschwerdeführerin entgegen der hier
vertretenen Auffassung ein leidensbedingter Abzug von 10 %
zuzugestehen wäre. Dass die Einholung des von der Beschwerdeführerin
beantragten polydisziplinären Gutachtens zu einem rentenbegründenden
Invaliditätsgrad führen und damit einen Anspruch auf eine Invalidenrente
begründen würde, kann unter den gegebenen Umständen in antizipierter
Beweiswürdigung ausgeschlossen werden (BGE 137 V 64 E.5.2, 134 I
140 E.5.3, 124 V 90 E.4b; Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2015 vom
17. August 2015 E.6.3.2). Der entsprechende Beweisantrag der
Beschwerdeführerin ist daher abzuweisen. Die IV-Stelle hat den
rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt im vorliegenden Fall
demzufolge hinreichend abgeklärt und den Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente auf der Grundlage der
getätigten Sachverhaltsabklärungen zu Recht verneint. Die angefochtene
Verfügung erweist sich folglich jedenfalls im Ergebnis als rechtens, was
zu deren Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen
Beschwerde führt.
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5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung
von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren
kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen.
Diese werden für den vorliegenden Fall, der mit einem durchschnittlichen
Aufwand verbunden war, ermessensweise auf Fr. 700.-- festgelegt und
entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdeführerin als
unterliegender Partei zur Bezahlung auferlegt (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die
obsiegende IV-Stelle hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung
(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).
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