# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c7835822-7d0b-42a1-8d49-a76cd48934d2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
2 / 66
I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _ 1969, und Y._, geboren am _ 1974, heirateten im Jahr 2005 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus ihrer Ehe gingen die Kinder A._, geboren am _ 2005, und B._, geboren am _ 2008, hervor. Mit Ehe- und Erbvertrag vom 23. November 2005 vereinbarten die Ehegatten unter anderem rückwirkend auf den Zeitpunkt ihrer Eheschliessung den Güterstand der Gütertrennung. Am 7. Dezember 2014 verliess X._ mit den Kindern das Familienwohnhaus in O.1_. Ab dem 11. Januar 2015 bewohnten sie und die Kinder eine ehemalige Familienwohnung in O.1_, bis X._ schliesslich im November 2015 mit den Kindern von O.1_ nach O.2_ umzog.
B.a. Am 1. Dezember 2014 machte X._ am Bezirksgericht O.3_ ein Eheschutzverfahren anhängig. Auf Antrag von X._ erliess der Einzelrichter am Bezirksgericht O.3_ mit Urteil vom 10. Juli 2015 zur Sicherung der Unterhaltsbeiträge Verfügungsbeschränkungen betreffend die Stockwerkeigentümerparzellen Nr. _, Nr. _, Nr. _, Nr. _, Plan Nr. _, und die Parzelle Nr. _, Plan Nr. _, in O.1_. Mit Urteil vom 27. November 2015 regelte der Einzelrichter sodann das Getrenntleben der Parteien. Soweit hier interessierend ordnete er Folgendes an: Er stellte die beiden Kinder unter die Obhut von X._ (Dispositivziffer 2). Y._ erhielt an jedem zweiten Wochenende ein Besuchsrecht, wobei das Besuchsrecht während drei Phasen kontinuierlich ausgedehnt werden sollte (Dispositivziffer 6). Zudem wies der Einzelrichter die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden (fortan KESB Nordbünden) an, einen (neuen) Beistand für die Kinder zu ernennen, insbesondere um den Beistand mit der Überwachung sowie der näheren Ausgestaltung der festgesetzten Besuchsrechtsregelung zu betrauen (Dispositivziffer 4). Die von Y._ geschuldeten Kinderunterhaltsbeiträge setzte der Einzelrichter für A._ ab dem 1. Dezember 2015 auf CHF 1'295.00 sowie ab dem 1. Januar 2028 [recte wohl: 2018] auf CHF 1'595.00 und für B._ ab dem 1. Dezember 2015 auf CHF 1'295.00, ab dem 1. Oktober 2021 auf CHF 1'595.00 sowie ab dem 1. Februar 2023 auf CHF 1'770.00 fest. Die Kinderunterhaltspflicht beschränkte der Einzelrichter bis zur Mündigkeit der Kinder (Dispositivziffer 7). Des Weiteren verpflichtete der Einzelrichter Y._, X._ monatliche Ehegattenunterhaltsbeiträge ab dem 1. Dezember 2015 von CHF 11'704.00, ab dem 1. November 2018 von CHF 10'504.00, ab dem 1. Februar 2021 CHF 9'704.00 sowie ab dem 1. November 2024 bis zum 27. November 2034 von CHF 7'704.00 zu bezahlen (Dispositivziffer 8). Darüber
3 / 66
hinaus wies der Einzelrichter Y._ an, zur Sicherung der Unterhaltsansprüche für X._ und die Kinder CHF 2.3 Millionen auf ein Sperrkonto einzubezahlen, wobei die Verfügungsbeschränkung für diese CHF 2.3 Millionen aufzuheben sei (Dispositivziffer 10). Alle weiteren Anträge wies der Einzelrichter ab (Dispositivziffer 11).
B.b. Gegen dieses Urteil erhob Y._ am 10. Dezember 2015 Berufung beim Kantonsgericht O.4_. Am 15. Juli 2016 reichte Y._ zudem ein Gesuch um Erlass vorsorglicher bzw. superprovisorischer Massnahmen ein und ersuchte um Anordnung von Erinnerungskontakten zwischen den Kindern und ihm. Mit Entscheid vom 8. September 2016 entsprach das Kantonsgericht O.4_ seinem Massnahmegesuch und ordnete vierteljährliche Erinnerungskontakte an. Die KESB Nordbünden bzw. der Beistand wurde mit dem Vollzug und der Umsetzung der Erinnerungskontakte betraut.
B.c. Mit Urteil vom 30. Dezember 2016 änderte das Kantonsgericht O.4_ in teilweiser Gutheissung der Berufung des Ehemannes das Urteil des Bezirksgerichts O.3_ vom 27. November 2015, soweit hier interessierend, wie folgt:
[...]
6. Die zwischen Y._ und den Kindern A._, geb. _ 2005, und B._, geb. _ 2008, vorsorglich angeordneten vierteljährlichen Erinnerungskontakte im Beisein einer Fachperson aus dem psychosozialen Bereich sind weiterzuführen.
Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden bzw. der Beistand der Kinder, Benjamin Boss (Berufsbeistandschaft Landquart) wird mit dem Vollzug und der Umsetzung der Erinnerungskontakte betraut.
Ab dem 1. Januar 2018 besteht folgendes Besuchsrecht zwischen Vater und Kindern:
Das Besuchsrecht zwischen Vater und Kindern erfolgt an jedem zweiten Wochenende (jeweils die Wochen mit ungeraden Zahlen; 1, 3, 5, 7 usw.).
Das Besuchsrecht wird kontinuierlich ausgedehnt und zwar in folgenden Phasen (wobei die genaue Ausgestaltung dem Beistand überlassen wird, der im eigenen Ermessen die nächste Phase einzuleiten hat):
(1) Vom Beistand oder einer geeigneten Drittperson begleitete stundenweise Besuche in Graubünden mit Übergabe an einem vom Beistand bestimmten Zeitpunkt;
(2) Unbegleitete stundenweise Besuche in Graubünden mit Übergabe an einem vom Beistand bestimmten Zeitpunkt in Anwesenheit einer Drittperson;
4 / 66
(3) Besuchsrecht beim Kindsvater zu Hause (jedes zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr; O.1_ oder O.5_).
Der Kindsvater kann ausserdem, sobald die Phase 3 der Besuche wieder möglich ist, nach Vereinbarung mit der Kindsmutter und dem Beistand, seine Kinder während insgesamt drei Wochen Ferien zu sich nehmen. Die Ferienzeit ist jeweils mindestens einen Monat im Voraus anzukündigen. Die Feiertage an Ostern oder Pfingsten, Weihnachten oder Neujahr werden im jährlichen Wechsel beim Vater resp. der Mutter verbracht. Die Kindsmutter kann in den geraden Jahren, der Kindsvater in den ungeraden Jahren frei wählen, ob es Ostern oder Pfingsten, resp. Weihnachten oder Neujahr sein soll. Auch diese Regelung gilt erst ab Eintritt der Phase 3.
X._ bringt und holt die Kinder bei der Besuchsrechtsausübung.
X._ wird verpflichten [sic!], kooperativ und konstruktiv mit dem Beistand der Kinder zusammen zu arbeiten, die Erinnerungskontakte zu Y._ und die Besuchsrechtsausübung zuzulassen. Zuwiderhandeln wird mit Busse gemäss Art. 292 StGB bestraft.
[...]
8. Der Ehegatte schuldet der Ehegattin folgende Unterhaltsbeiträge:
 Ab 1. Dezember 2015 bis zum 31. Oktober 2018 monatlich Fr. 9'824.–
 Ab 1. November 2018 bis zum 31. Januar 2021 monatlich Fr. 8'624.–
 Ab 1. Februar 2021 bis zum 31. Oktober 2024 monatlich Fr. 7'824.–  Ab 1. November 2024 bis 27. November 2034 monatlich Fr. 5'824.–
Die Ehegattenunterhaltsbeiträge werden jeweils auf den 1. des Monats geschuldet und zwar bis zum Erreichen des 65. Altersjahres der Kindsmutter.
9. [...]
10. Die im Verfahren Z2 15 34 angeordneten Verfügungsbeschränkungen betreffend die Stockwerkeigentümerparzellen Nr. _, Nr. _, Nr. _, Nr. _, Plan Nr. _ und die Parzelle Nr. _, Plan Nr. _ in O.1_ bleiben bestehen.
[...]
C. Mit Eingabe vom 11. Januar 2017 erhob Y._ beim Regionalgericht Landquart die Scheidungsklage (Proz. Nr. 115-2017-1). Dieses Verfahren ist noch pendent.
D. Am 20. Februar 2017 (Datum Poststempel) reichte X._ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Landquart ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren ein. Sie stellte folgende Rechtsbegehren:
1.
5 / 66
a. Es sei Ziffer 6 des Urteils des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 aufzuheben.
b. Es sei auf die Durchführung von Erinnerungskontakten zu verzichten, bis das Strafverfahren gegen den Gesuchsgegner betreffend Drohung und Körperverletzung zum Nachteil seiner Kinder A._ und B._ rechtskräftig abgeschlossen ist.
c. Es sei eine Begutachtung der Kinder bezüglich Zumutbarkeit von Erinnerungskontakten gerichtlich anzuordnen.
2.
a. Es sei die Bank, auf welche die Mieteinnahmen aus der Vermietung der privaten Liegenschaften des Gesuchsgegners in der Gemeinde O.1_ (Parzelle Nr. _, _, _, _ jeweils Plan _ und Parzellen Nr. _ Plan _) [recte wohl: fliessen,] anzuweisen, die eingehenden Mietzinsen auf das Bankkonto der Gesuchstellerin bei der C. _, IBAN: _, lautend auf X._, zu überweisen.
b. Es sei die Bank, auf welche die durch die D._, die E._, sowie die F._ generierten Mieteinnahmen fliessen, anzuweisen, monatlich den gemäss Urteil des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 in Verbindung mit dem Urteil des Bezirksgerichts O.3_ vom 27. November 2015 geschuldeten Unterhaltsbeitrag in der Höhe von CHF 12'414.00 direkt der Gesuchstellerin auf das Bankkonto von ihr bei der C. _, IBAN: _, lautend auf X._, zu überweisen.
c. Eventualiter sei die D._, die E._, sowie die F._ anzuweisen, von den erhaltenen Provisionen für den Verkauf von Liegenschaften sowie vom Gewinn aus dem Betrieb des G._, monatlich den gemäss Urteil des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 in Verbindung mit dem Urteil des Bezirksgerichts O.3_ vom 27. November 2015 geschuldeten Unterhaltsbeitrag in der Höhe von CHF 12'414.00 direkt der Gesuchstellerin auf das Bankkonto von ihr bei der C. _, IBAN: _, lautend auf X._, zu überweisen.
d. Subeventualiter seien die Arbeitgeber des Gesuchsgegners, insbesondere die D._, die E._, die F._, sowie allenfalls weitere Arbeitgeber des Gesuchsgegners, anzuweisen, vom Einkommen des Gesuchsgegners monatlich den gemäss Urteil des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 in Verbindung mit dem Urteil des Bezirksgerichts O.3_ vom 27. November 2015 geschuldeten Unterhaltsbeitrag in der Höhe von CHF 12'414.00 direkt der Gesuchstellerin auf das Bankkonto bei der C. _, IBAN: _, lautend auf X._, zu überweisen.
3. Die D._, die E._, die F._, allenfalls weitere Arbeitgeber des Gesuchsgegners, sowie der Gesuchsgegner selbst, seien unter Androhung von Bestrafung gemäss Art. 292 StGB für den Weigerungsfall zu verpflichten, Belege über die Mieteinnahmen, die erhaltenen Verkaufsprovisionen sowie über das Einkommen und die finanzielle Situation des Gesuchsgegners herauszugeben.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge inklusive MWST zulasten des Gesuchsgegners.
6 / 66
E. Mit Eingabe vom 3. März 2017 (Datum Eingang: 6. März 2017) stellte Y._ seinerseits ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Es sei Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils des Bezirksgerichts O.3_ vom 27. November 2015 aufzuheben und der Gesuchsteller sei – solange die Verfügungsbeschränkungen bestehen – zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin ab Rechtshängigkeit des vorliegenden Massnahmeverfahrens bis zur Obhutsumteilung der beiden Kinder auf ihn an den Unterhalt der Kinder A._, geb. _ 2005, und B._, geb. _ 2008, monatliche Kinderunterhaltsbeiträge von CHF 379 (Barunterhalt) pro Kind zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
2. Es sei Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils des Bezirksgerichts O.3_ vom 27. November 2015 aufzuheben und der Gesuchsteller sei – nach sechs Monaten nach Aufhebung der Verfügungsbeschränkungen – zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin bis zur Obhutsumteilung der beiden Kinder auf ihn an den Unterhalt der Kinder A._, geb. _ 2005, und B._, geb. _ 2008, monatliche Kinderunterhaltsbeiträge von CHF 1'200 (Barunterhalt) pro Kind zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
Der Gesuchsteller sei weiter zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin nach sechs Monaten nach Aufhebung der Verfügungsbeschränkungen bis zur Obhutsumteilung der beiden Kinder auf ihn bzw. längstens bis zum 30. September 2020 für die beiden Kinder A._ und B._ einen monatlichen Betreuungsunterhalt von insgesamt CHF 625 zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
3. Es sei Dispositiv-Ziffer 3.8 des Urteils des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 ab Rechtshängigkeit des vorliegenden Massnahmeverfahrens vollumfänglich aufzuheben und es sei festzustellen, dass kein Ehegattenunterhaltsbeitrag geschuldet ist.
4. Es sei Dispositiv-Ziffer 3.10 des Urteils des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 aufzuheben und es seien die Verfügungbeschränkungen betreffend die Stockwerkeigentümerparzellen Nr. _, Nr. _, Nr. _, Nr. _, Plan Nr. _und die Parzelle Nr. _, Plan Nr. _ in O.1_ vollumfänglich zu löschen und es sei das Grundbuchamt O.6_ entsprechend anzuweisen, die Löschung im Grundbuch vorzunehmen.
5. Es sei der Gesuchsgegnerin zu verbieten, das Verwertungsbegehren betreffend Grundbuch O.6_, Liegenschaftsparzelle _, "H._" (Casa _), Plan Nr. _, zu stellen und es sei das Betreibungsund Konkursamt des Bezirkes O.3_ anzuweisen, einem allfällig im Namen der Gesuchsgegnerin gestellten Verwertungsbegehren betreffend Grundbuch O.6_, Liegenschaftsparzelle _, "H._" (Casa _), Plan Nr. _, einstweilen keine Folge zu leisten.
6. Ziffer 5 sei superprovisorisch zu verfügen;
7 / 66
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% Mehrwertsteuer) zulasten der Gesuchsgegnerin.
F. Mit prozessleitender Verfügung und superprovisorischer Anordnung vom 7. März 2017 vereinigte der Einzelrichter die beiden Gesuche um Erlass von vorsorglichen Massnahmen im Ehescheidungsverfahren. Zudem entsprach er Ziffer 5 des Gesuchs von Y._ superprovisorisch.
G. Am 9. März 2017 fand die Einigungsverhandlung statt. Diese verlief erfolglos.
H. X._ nahm mit Eingabe vom 28. März 2017 zum Gesuch von Y._ Stellung und beantragte, was folgt:
1. Das Gesuch vom 3. März 2017 um Erlass von vorsorglichen Massnahmen sei abzuweisen.
2.
a. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, lückenlose Auszüge sämtlicher auf den Gesuchsteller, die F._, die E._ und die D._ lautenden Kreditkarten ab 1. Januar 2013 bis dato zu edieren.
b. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, lückenlose Detailauszüge sämtlicher Konto- und/oder Depotbeziehungen, an denen der Gesuchsteller alleine und/oder zusammen mit weiteren natürlichen und/oder juristischen Personen (direkt oder indirekt) beteiligt oder sonst wie wirtschaftlich berechtigt war und/oder ist ab dem 1. Januar 2013 bis dato zu edieren.
3. Die Verpflichtung zur Edition gemäss vorstehend Ziffer 2 seien unter Androhung der Strafdrohung nach Art. 292 StGB anzuordnen.
4. Im Säumnisfall seien die Unterlagen gemäss vorstehend Ziffer 2 durch das Gericht direkt bei der I._, der J._, der K._ sowie der L._ einzuholen.
5. Das mit Prozessleitender [sic!] Verfügung mit superprovisorischer Anordnung vom 7. März 2017 erteilte Verbot an die Gesuchsgegnerin, das Verwertungsbegehren betreffend Grundbuch O.6_, Liegenschaftsparzelle _, "H._" (Casa _), Plan Nr. _, zu stellen, sei sofort aufzuheben.
6. Ziffer 5 sei superprovisorisch zu verfügen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zulasten des Gesuchstellers.
I. In der Folge erstattete Y._ die Stellungnahme zum Gesuch von X._ sowie die Stellungnahme zur Stellungnahme von X._ bzw. die Replik zu seinem Gesuch. Sodann folgten die Duplik von X._ und die Triplik von Y._. Auf das Einreichen einer Quadruplik verzichtete X._.
8 / 66
J. Mit Verfügung vom 12. Juni 2017 entsprach das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden dem Namensänderungsgesuch von X._, und bewilligte ihr fortan als Familien- und Ledignamen X._ zu führen. Mit Schreiben vom 3. Juli 2017 setzte X._ den Einzelrichter über die Namensänderung in Kenntnis.
K. Mit Noveneingabe vom 7. September 2017 samt Beilagen informierte Y._ den Einzelrichter über den Wegzug von X._ mit den gemeinsamen Kindern aus O.2_ nach O.7_ sowie über eine neue Erwerbstätigkeit von X._ als Betreiberin und Geschäftsführerin des Restaurants "M._" in O.7_. In ihrer Stellungnahme vom 23. Oktober 2017 zur Noveneingabe bestätigte X._ den Wegzug und die Eröffnung eines Restaurants in O.7_. Es folgten von Y._ eine Stellungnahme zur Stellungnahme bzw. Replik, datierend vom 15. November 2017, sowie eine weitere Noveneingabe, datierend vom 27. Februar 2018. Beide Eingaben wurden X._ zugestellt. Diese verzichtete mit Schreiben vom 5. März 2018 auf eine Stellungnahme hierzu.
L. Auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichtete der Einzelrichter (Art. 256 Abs. 1 ZPO).
M. Darüber hinaus kann der Prozessverlauf vor dem Einzelrichter am Regionalgericht Landquart dem angefochtenen Entscheid sowie den Akten entnommen werden.
N. Mit Entscheid vom 26. März 2018, mitgeteilt am 29. März 2018, erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Landquart, wie folgt:
1. Das Gesuch der Ehefrau wird abgewiesen.
2. Das Gesuch des Ehemannes wird teilweise gutgeheissen.
3. Ziff. 6 Abs. 2 und 3 des Dispositivs des Urteils des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 wird in dem Sinne von Amtes wegen angepasst:
 dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde O.8_ bzw. der Beistand der Kinder mit dem Vollzug und der Umsetzung der Erinnerungskontakte betraut wird und
 dass das vom Kantonsgericht O.4_ geregelte Besuchs- und nach Abschluss der drei Phasen verfügte Ferienrecht nach vier erfolgreichen Erinnerungskontakten ausgeübt werden kann.
4. Ziff. 7 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts O.3_ vom 27. November 2015 wird mit Wirkung ab 1. März 2017 aufgehoben und ab diesem Zeitpunkt durch folgende Regelung ersetzt:
Y._ wird verpflichtet, mit Wirkung ab 1. März 2017 an den Unterhalt der Kinder A._ und B._ monatlich im Voraus einen
9 / 66
Unterhaltsbeitrag von je CHF 1'295.00 sowie einen Betreuungsunterhalt von monatlich CHF 1'410.00 vom 1. März 2017 bis 30. Oktober 2018 sowie von monatlich CHF 310.00 vom 1. November 2018 bis 31. Januar 2021 zu bezahlen.
5. Ziff. 3.8 des Dispositivs des Urteils des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 wird mit Wirkung ab 1. März 2017 aufgehoben und ab diesem Zeitpunkt furch [sic!] folgende Regelung ersetzt:
 Y._ schuldet X._ für die Zeit vom 1. März 2017 bis 30. Oktober 2018 keinen Ehegattenunterhalt.
 Y._ schuldet X._ einen jeweils im Voraus zahlbaren Ehegattenunterhalt von monatlich CHF 1'100.00 vom 1. November 2018 bis 31. Januar 2021 und von monatlich CHF 1'410.00 vom 1. Februar 2021 bis 30. Oktober 2024.
 Danach endet die Ehegattenunterhaltspflicht.
6. Ziff. 3.10 des Dispositivs des Urteils des Kantonsgerichts O.4_ vom 30. Dezember 2016 wird teilweise aufgehoben und es werden die Verfügungsbeschränkungen betreffend die Stockwerkeigentümerparzellen Nr. _, Nr. _, Nr. _, Plan _, und die Parzelle Nr. _, Plan _, alle in O.1_, gelöscht. Das Grundbuchamt O.6_ wird gerichtlich angewiesen, die Löschungen im Grundbuch vorzunehmen.
Die auf Stockwerkeigentümerparzelle Nr. _, Plan _ in O.1_, eingetragene Verfügungsbeschränkung bleibt bestehen.
7. Das mit superprovisorischer Anordnung des Einzelrichters des Regionalgerichts Landquart vom 7. März 2017 verfügte Verwertungsverbot betreffend Grundbuch O.6_, Liegenschaftsparzelle _, "H._" (Casa _), Plan _, wird hiermit aufgehoben.
8. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5'000.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten beider Parteien und werden mit dem geleisteten Vorschuss von je CHF 2'500.00 verrechnet.
9. Es sind gegenseitig keine Parteientschädigungen geschuldet.
10. Der unentgeltliche Rechtsbeistand von X._, Rechtsanwalt MLaw Andri Hotz, wird – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 3'337.20 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations