# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7684fbe5-2360-4cc3-9285-2fcbd688fc02
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1973,
war seit
1.
Dezember 2010 bei der
Y._
als Verkaufsassistent tätig und dadurch bei der SWICA Kran
kenversicherung AG (nachfolgend SWICA) im Rahmen einer
Kollektiv-Kran
kentaggeldversicherung
nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) gegen Erwerbsausfall bei Krankheit versichert (
Urk.
14/2;
Urk.
14/7). Ab
6.
Dezember 2011 war er vollständig arbeitsunfähig
und bezog Taggelder der SWICA (
Urk.
14/33a). Mit Schreiben vom
1.
Februar 2013 (
Urk.
14/20) stellte die SWICA die Taggeldleistungen per
6.
Februar 2013
ein
und hielt in der Folge daran fest (
Urk.
14/31).
Mit
Mitteilung
vom
3.
September 2013 erteilte die Invalidenversicherung dem Versicherten Kostengutsprache für eine Umschulung zum Musikpädagogen im Zeitraum vom 1
8.
Februar 2013 bis 3
1.
Juli 2015 (
Urk.
7/7) und sprach ihm
dafür
mit Verfügung vom 2
4.
September 2013
IV-Taggelder zu (
Urk.
7/6).
2.
Am 3
0.
August 2013 erhob
X._
Klage gegen die SWICA mit dem Antrag,
diese
sei zu verpflichten,
Krankentaggelder im Zeitraum vom
6.
Februar bis 3
0.
Juni 2013 in Höhe von
Fr.
28‘620.-- nebst Zins von 5
%
p. a. seit dem
5.
April 3013 zu erbringen. Des Weiteren seien volle Krankentaggelder für jeden nachfolgenden Tag
ab
1.
Juli 2013, an welchem
eine Arbeitsunfähig
keit von 50
%
und mehr bestehe, im Umfang von
Fr.
198.75 pro Tag, und halbe Taggelder für Tage mit Arbeitsunfähigkeit zwischen 25 und 50
%
im Umfang von
Fr.
99.40 pro Tag nebst Zins von 5
%
seit dem jeweiligen Fälligkeitsdatum zu bezahlen (
Urk.
1 S. 2).
Die SWICA beantrag
t
e mit Klageantwort vom
2.
Oktober 2013 die Abweisung der Klage (
Urk.
6). Mit Eingabe vom 1
0.
Oktober 2013 (
Urk.
10) hielt der Kläger an seinen Anträgen
fest. Nachdem das Gericht einen zweiten Schriftenwechsel angeordnet hatte (
Urk.
15), verzichtete der Kläger auf eine Replik (
Urk.
16). Die Duplik der Beklagten (
Urk.
19) wurde dem Kläger am 1
2.
Dezember 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
20).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesge
setz über die Krankenversicherung (KVG) unterstehen nach
Art.
12 Abs. 3 KVG dem Bun
des
gesetz über den Versicherungsvertrag (VVG). Die Kantone können ge
stützt auf
Art.
7 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) ein Gericht be
zeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten in diesem Gebiet sach
lich zuständig ist. Im Kanton Zürich liegt die Zuständigkeit beim
Sozialver
siche
rungsgericht
(§ 2 Abs. 2
lit
. b des Gesetzes über das
Sozial
ver
siche
rungsgericht
,
GSVGer
). Das Verfahren richtet sich nach der ZPO, wobei das ein
fache Ver
fah
ren zur Anwendung gelangt (
Art.
243 Abs. 2
lit
. f ZPO) und die Klage direkt beim Gericht anhängig zu machen ist (BGE 138 III 558 E. 3.2 und
4.6).
Die sachliche und örtliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zur Beurteilung der eingereichten Klage ist gegeben.
1.2
Streitigkeiten aus den Zusatzversicherungen gemäss VVG sind dem Privatrecht zuzuordnen (BGE 124 III 46 E. 1a). Das Schweizerische Obligationenrecht (OR) gilt immer subsidiär, wenn das VVG, das hinsichtlich des
Versicherungsver
trages
zahlreiche vom OR abweichende oder dieses ergänzende Bestimmungen enthält, eine Frage nicht regelt (vgl. Art. 100 Abs. 1 VVG).
1.3
Das Gericht stellt den Sachverhalt unabhängig vom Streitwert von Amtes we
gen fest (
Art.
247
Abs.
2
lit
. a ZPO). Der Untersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht alle rechtserheblichen Sachverhaltselemente zu berücksichtigen hat, die sich im Verlaufe des Verfahrens ergeben, auch wenn die Parteien diese nicht angeführt haben, gilt nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mit
wirkungspflichten
der Parteien. Er entbindet die Parteien nicht davon, Beweise beizubringen und bei der Erstellung des Sachverhalts mitzuwirken (BGE 125 III 231 E. 4a;
Mazan
in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord
nung,
2.
Auflage, 2013, N 9 und N 13 zu
Art.
247). Ebenso
schliesst
er die anti
zipierte Beweiswürdigung nicht aus (Urteil des Bundesgerichts 5C.206/2006 vom
9.
November 2006 E. 2.1) und verleiht den Parteien keinen Anspruch, dass alle möglichen Beweise abgenommen werden, und auch keinen Anspruch auf ein bestimmtes Beweismittel (BGE 125 III 231; Urteil des Bundesgerichts 5C.34/2006 vom 2
7.
Juni 2006 E. 2a).
1.4
Gemäss Art. 8 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu bewei
sen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch
geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden beziehungsweise rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des An
spruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestreitet. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung müssen im
Privatversicherungs
recht
die anspruchsbegründenden Tatsachen lediglich mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwiesen sein (BGE 130 III 321 E. 3.1 und 3.5). Das gilt auch für den Beweis von anspruchshindernden Tatsachen
(Praxis 80/1991, Nr. 230, S. 964 f. E. 3b [Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 1990])
.
2.
2.1
Der Kläger begründete seine Klage
damit, dass er seine Arbeit bei der
Y._
infolge psychischer Beschwerden verloren habe (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3).
Seit dem
1.
Juli 2013 werde ihm eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
attestiert, wobei als Arbeitsbereiche nur solche ohne soziale Interaktionen in Frage kämen. Da er keine weiteren Einkünfte als diejenigen aus der Lehrtätigkeit für zwei Schüler im privaten Perkussionsunterricht habe, habe er sich zur Arbeitsvermittlung an
gemeldet (S. 5
Ziff.
10). Auf das von der Beklagten eingeholte Gutachten ihres Vertrauensarztes
Dr.
med.
Z._
könne aus näher dargelegten
Grün
den nicht abgestellt werden,
zumal die
ihn
behandelnden Spezialärzte von einer voll
en Arbeitsunfähigkeit ausgingen
(S. 6 ff.). Vom
1.
Februar bis 3
0.
Juni 2013 sei eine volle Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen, danach sei nach Beurteilung der behandelnden Ärzte von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit
und einem entspre
chenden Taggeldanspruch auszugehen (S. 10 ff.). Selbst wenn man von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausginge, wäre die Beklagte gehalten gewesen, während einer Übergangsfrist weiterhin Taggelder zu entrichten (S.
12
f.).
Die relevante Arbeitsunfähigkeit zeige sich aus
seinem
Anspruch auf Einglie
derungsmassnahmen der I
nvalidenversicherung
(
Urk.
10 S. 2).
2.2
Dazu führte die Beklagte aus, der Kläger habe seit
1.
November 2012 einen Unter
richtsraum, in welchem er seit
7.
November 2012 unterrichte. Zudem befinde er sich in der Weiterbildung zum Musikpädagogen, welche von der
Invalidenversicherung
zusammen mit einem Taggeld bezahlt werde. Er sei s
omit nicht mehr arbeitsunfähig (
Urk.
6). Die Weiterbildung belege, dass der Kläger für eine angepasste Tätigkeit voll arbeitsfähig sei und seine Arbeitsfähigkeit in die Weiterbildung investiere (
Urk.
19).
3.
Unter den Parteien ist unbestritten, dass Ansprüche aus der Kollektivtaggeld
versicherung strittig sind. Vereinbart wurde gemäss Police (
Urk.
14/2) ein
Kran
kentaggeld
von 100
%
des Nettolohnes vom
1.
bis 6
0.
Tag jedes
Krankheitsfal
les
, danach 90
%
des versicherten Lohnes mit einer Leistungsdauer von 730 Tagen pro Fall und einer Wartefrist von 0 Tagen. Als versicherter Lohn gilt der AHV-pflichtige Verdienst bis zu einem Höchstbetrag von
Fr.
100‘000.-- über dem maximal versicherbaren UVG-Lohn (S. 2). Die
Allgemeinen
Versiche
rungs
bedingungen
(AVB)
der Beklagten
für die kollektive Taggeldversicherung nach VVG, Ausgabe 2006
, gelten als integrierender Bestandteil der Police (S.
4
).
Gemäss
Art.
II 3-4 der
AVB
(
Urk.
14/1)
, ist Krankheit jede Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeits
unfähigkeit zur Folge hat. Sind Gesundheitsschäden nur zum Teil auf versi
cherte Krankheiten zurückzuführen, werden die Leistungen aufgrund ärztlicher Gutachten verhältnismässig festgesetzt.
Die Versicherung gilt als Schadenversicherung (
Art.
II 6 AVB).
Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten.
Nach drei Monaten Arbeitsunfähigkeit wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt
(
Art.
III 16 AVB).
Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Be
hand
lung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesse
rung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden (
Art.
VI 56 AVB). Sofern ein in seinem angestammten Beruf arbeitsunfähiger Versicherter nicht innerhalb des Betriebs eingegliedert werden kann, ist er ge
hal
ten, innert drei Monaten Arbeit in einem anderen Erwerbszweig zu suchen und sich bei der Invaliden- und Arbeitslosenversicherung anzumelden. Wird die Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, so erfolgt die Taggeldberechnung unter Be
rücksichtigung der Schadenminderungspflicht des Versicherten (
Art.
VI 57-58).
4.
4.1
Am
6.
Dezember 2011 meldete die Versicherungsnehmerin eine volle Arbeitsun
fähigkeit des
Klägers
ab dem gleichen Datum (
Urk.
14/7).
Vom
5.
Januar bis
4.
Mai 2012 wurde der Kläger in der
A._
stationär behandelt. Mit
Schlussbericht vom
2
3.
April 2012 (
Urk.
14/10) wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 1):
Störungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig absti
nent, aber in beschützender Umgebung (ICD-10 F10.21)
Störungen durch Benzodiazepine, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in beschützender Umgebung (ICD-10 F13.21)
Störungen durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger
Sub
stanz
gebrauch
(ICD-10 F17.24)
Persönlichkeitsakzentuierung (
Borderline
)
Es habe sich um den ersten stationären Alkoholentzug in der
A._
gehandelt. Der Kläger habe berichtet, bisher Alkohol und Benzodiazepine zur Reduktion von soziophobischen Symptomen konsumiert zu haben. Seit seiner Jugend sei Alkohol für ihn ein Mittel gewesen, um mit seiner Schüchternheit und seinen Ängsten, wie der Angst zu erröten oder der Angst vor Menschen zu sprechen, umzugehen.
Im Umgang
mit depressiven Verstimmungen
sei es ihm gelungen, Sport und Bewegung als Ressource zu benennen. Zu Beginn der Behandlung habe der Kläger seine aktuelle Arbeitssituation und die Tätigkeit als regionaler Verkaufsleiter in verantwortungsvoller Position als belastend emp
funden. Die Ausübung seines gewünschten Berufs als Musiker und Schlagzeuger habe er zugunsten eines gesicherten Berufs für seine Familie aufgegeben. Als er die Kündigung erhalten habe, habe er erleichtert gewirkt (S. 1 f.). Bei Austritt sei noch keine Arbeitsfähigkeit gegeben gewesen, was im weiteren Verlauf über
prüft werden solle. Eine Anmeldung bei der Arbeitsvermittlung bis spätestens Ende Mai 2012 werde empfohlen (S. 4).
4.2
Der behandelnde Psychiater
Dr.
med.
B._
,
Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte mit Bericht vom 2
1.
September 2012 (
Urk.
14/12) folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
3):
krankhaftes, grundloses Erröten, krankhafte
Erythrophobie
(gemäss
Dr.
C._
,
Bericht vom 2
0.
Juli 2004)
spezifische P
hobie (
Erythrophobie
, Angst zu e
rröten; ICD-10 F40.2) kom
biniert mit sozialer Phobie (ICD-10 F40.1)
depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4)
Status nach Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwär
tig abstinent (ICD-10 F10.20)
Status nach Störung durch Sedativa oder Hypnotika (Benzodiazepine, in Funktion als
Anxiolytika
)
Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F13.20)
Die Arbeitsfähigkeit betrage 0
%
. Versuchsweise sei eine Arbeitsintegration ab Februar 2013 möglich mit einer kleinen Steigerung. Eine zu frühzeitige
Ar
beits
integration
könne zu einer Wiederaufnahme von Suchtsubstanzen führen und kontraproduktiv sein. Generell sei der Kläger in keiner Tätigkeit einge
schränkt, solange er nicht einer sozialen Interaktion ausgesetzt werde
. Ab Januar 2013 wäre eine 40%
-Tätigkeit möglich (
Ziff.
7).
4.3
D._
,
Fachpsycholog
e für Psychotherapie SBAP (vgl.
Urk.
14/12 S. 3), nannte mit Bericht vom 1
9.
November 2012
zuhanden von
Dr.
Z._
(
Urk.
2/12) folgende Diagnosen (S. 1):
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
spezifische Phobie (
Erythrophobie
, Angst zu erröten; ICD-10 F40.2) kombi
niert mit sozialer Phobie (ICD-10 F40.1)
Status nach Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwär
tig abstinent (ICD-10 F10.20)
Status nach Störung durch Sedativa oder Hypnotika (Benzodiazepine, in Funktion als
Anxiolytika
)
Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F13.20)
Status nach Störung durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F17.20)
Status nach phobischer Störung des Kindesalters (ICD-10 F93.2) kombi
niert mit sozialer Ängstlichkeit des Kindesalters (ICD-10 F93.1) mit Beginn in der Kindheit und Jugend
Symptomatisch berichte der Kläger über seine soziale Phobie und die Unfähig
keit, sich in der Öffentlichkeit normal bewegen zu können. Er erlebe eine sehr starke Beklemmung und Ängste bezüglich des Rotwerdens. Wenn er in einem Team arbeiten müsse, bestehe die permanente Angst, dass er blossgestellt wer
den könnte und er dann wieder das Erröten und die Erregung erlebe. Auch wolle er nach nun 12jähriger Einnahme von Psychopharmaka einen anderen Weg finden und versuchen diese abzusetzen. Die aktuell erlangte Unabhängig
keit zum Alkohol und den Benzodiazepinen wolle er beibehalten (S. 2 oben).
Der psychopathologische Befund
nach AMDP vom 1
0.
September 2012
habe schwere Phobien in Bezug auf soziale Interaktionen und der Angst zu erröten sowie aktuell ein leichtes Zwangsdenken und -handeln ergeben. Die Affektivität sei gestört durch ein
schwergradiges
Ge
fühl der Gefühlslosigkeit, eine leichte Affektarmut, eine
mittlere
bis schwere Störung der Vitalgefühle, eine leichte
Deprimiertheit
, eine leichte
Hoffnungslosig
keit, sporadisch wiederkehrende leichte innere Unruhe und starke Insuffizienzgefühle
. Es bestehe eine leichte Antriebslosigkeit und es zeige sich ein mittelgradiger sozialer Rückzug. Die
Testung habe eine mittlere bis schwere Depression ergeben (S. 2 Mitte).
Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100
%
seit
5.
Mai 2012 (S. 3 oben).
Aktuell komme es beispielsweise zu Erregung, sobald gemeinsam über einen
Berufswiederein
stieg
gesprochen werde. Davor habe
d
er
Kläger
sehr grosse Ängste, da er nicht wieder in die alte Abhängigkeit geraten wolle. Geplant sei ein
e
schrittweise Wiederein
führung
in die Arbeitswelt mit Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zwischen Mai und Juli 2013 (S. 3).
4.4
Im Auftrag der Beklagten erstattete
Dr.
med.
dipl.
psych.
Z._
,
Gynä
kologie FMH, Psychosomatische und psychosoziale Medizin (S
APPM), Vertrauensarzt SGV, am 1
2.
Dezember 2012 ein psychiatrisches Gutachten (
Urk.
14/18) und
stellte keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen
ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit lägen vor (S. 14)
:
Status nach mittelgradiger Depression, remittiert (ICD-10 F32.4) bei
geringgradiger
spezifischer Phobie (
Erythrophobie
, Angst zu erröten, ICD-10 F40.2, kombiniert mit Sozialphobie, ICD-10 F40.1,
geringgra
dig
)
Status nach Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegen
wär
tig abstinent, ICD-10 F10.20
Status nach Störung durch sedative Autohypnotika, Benzodiazepine in Funktion als
Anxiolytika
Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F13.20)
Status nach Störung durch Tabakabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, ICD-10 F17.20
Status nach phobischer Störung des Kindesalters, ICD-10 F93.2
, kombi
niert mit sozialer Ängstlichkeit des Kindesalters (ICD-10 F93.1) mit Beginn in der Kindheit und Jugend
leichtes Schlafapnoe-Syndrom
DD: psychische und Verhaltensstörung bei multiplem
Substanzmiss
brauch
(ICD-10 F19.20)
DD: Persönlichkeits- und Verhaltensstörung bei multiplem
Substanz
missbrauch
(zur Zeit abstinent; ICD-10 F19.71)
Sollte eine mittelgradige depressive Episode vorgelegen haben, so sei diese aktuell remittiert. Es fänden sich noch
geringgradige
Störungen, die eine Arbeits
unfähigkeit nicht mehr rechtfertigen könnten. Aktuell seien Hinweise zur Selbstlimitierung („es geht nicht, ich kann nicht arbeiten“) festzustellen. Die verordnete antidepressive Medikation sei k
aum mehr nachweisbar
. Die
Erythro
phobie
habe sich aktuell nicht nachweisen lassen. Differentialdiagnostisch sei zu erwägen, ob die vom Kläger noch aufgeführten,
geringgradigen
Störungen Folgen des multiplen Substanzgebrauches und die phobischen Störungen
sowie
die Traurigkeit Folgen des Entzugs seien (S. 15).
Die Diagnose des behandelnden Therapeuten, wonach eine mittelgradige Depression vorgelegen haben solle, könne nicht nachvollzogen werden. Im Austrittsbericht der
A._
würden
ausschliesslich der Substanzmissbrauch und seine Folgen diagnostiziert
. In den 17 Wochen des Entzuges sei keine Depression aufgetreten. Im Bericht von
Dr.
B._
vom 2
1.
September 2012 werde eine Remission einer mittelgradigen Depression angenommen, aber n
i
cht erläutert, weshalb die Diagnosen der
A._
um eine mittelgradige Episode ergänzt worden seien. Dasselbe gelte für die
Erythrophobie
, welche im
Austritts
bericht
der
A._
nicht erwähnt werde.
Ein Hinweis, dass keine namhafte depressive Störung mehr vorliege, ergebe sich aus dem Umstand, dass der Klä
ger de facto ohne Antidepressiva auskomme; auch sei der aktuelle psychopa
thologische Befund weitgehend unauffällig (S. 15 unten f.).
Es sei mit einer namhaften Besserung des Gesundheitsschadens zu rechnen. Aus rein psychiatrischer Sicht sei der Kläger als Betriebsmitarbeiter spätestens ab
1.
Januar 2013 zu 100
%
arbeitsfähig
(S. 16)
.
4
.5
Dazu nahm
Dr.
B._
am 1
2.
April 2013 (
Urk.
14/27) wie folgt Stellung:
Dr.
Z._
habe keine Tests durchgeführt und ihn nicht kontaktiert. Die medizi
nische Relevanz der Beschreibung der Bekleidung des Klägers im Gutachten sei nicht ersichtlich. Die Befunderhebung sei nicht lege
artis
erfolgt. Es sei nach wie vor eine
Komorbidität
der verschiedenen Diagnosen mit starkem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Klägers gegeben. Dessen Erkrankung sei
behandlungs
bedürftig
und verursache
zur Z
eit
eine volle Arbeitsunfähigkeit.
Die Testung zeige eine mittlere bis schwere depressive Störung (S. 1 ff.).
Die aktuelle
n
Diagnose
n
laute
ten
wie folgt (S. 4):
krankhaftes, grundloses Erröten, krankhafte
Erythrophobie
(gemäss
Dr.
C._
,
Bericht vom 2
0.
Juli 2004)
spezifische Phobie (
Erythrophobie
, Angst zu erröten; ICD-10 F40.2) kom
bi
niert mit sozialer Phobie (ICD-10 F40.1)
depressive
Episode
, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4)
DD: mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) (siehe Psycho
diagnos
tik)
Status nach Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegen
wärtig abstinent (ICD-10 F13.20)
zudem gemäss
A._
Persönlichkeitsakzentuierung (
Borderline
)
zudem gemäss Endokrinologie funktionelle partielle
Hypophysenin
suffizienz
nach Stresssituation
schwere Angststörung mit Panikattacken
Es sei von einer längerfristigen Besserung auszugehen, allerdings mit einem grösseren Zeithorizont. Die aktuellen Testresultate würden zeigen, dass der Kläger in jeglicher Tätigkeit, welche soziale Interaktionen
erfordere, psychisch ein
geschränkt sei. Zum aktuellen Stand des Rehabilitationsprozesses sei fest
zu
hal
ten, dass der Kläger bisher alle alten Medikamente abgesetzt habe und
über
gangsweise
ein pflanzliches Präparat nehme. Die Therapie werde regelmässig mehrheitlich zweimal pro Woche durchgeführt und der Kläger kümmere sich aktiv um seine medizinische Versorgung und um eine Ausbildung als Musik
lehrer (S. 6 f.).
4
.6
Mit Stellungnahme vom 2
2.
April 2013 (
Urk.
14/29) führte
Dr.
Z._
aus, es sei auffällig, dass bislang die behandelnden Ärzte den seit dem 1
6.
Lebensjahr be
stehenden Alkoholmissbrauch nicht erwähnt hätten.
Dr.
B._
habe diesen zwar erwähnt, jedoch keine Kontrollen durchgeführt, um die Abstinenz zu be
stätigen. Anlässlich der Begutachtung seien keine
psychologischen
Tests durch
geführt worden, weil die Begutachtung drei Tage nach der letzten Testung durch
Dr.
B._
erfolgt sei und keine neuen Resultate zu erwarten gewesen seien. Psychologische Testverfahren könnten die klinische Diagnose nicht erset
zen, sondern allenfalls ergänzen.
Nicht nachvollziehbar sei die Annahme, die seit mehr als 25 Jahren andauernde
Erythrophobie
sei der massgebende Grund für eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit, habe diese Erkrankung doch den Kläger nie gehindert, all die Jahre über arbeitsfähig zu sein (S. 2 ff.).
4
.7
Dr.
med.
E._
,
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstattete im Auftrag der Beklagten am 1
8.
Oktober 2013 ein
Aktengut
achten
(
Urk.
14/38) und hielt fest,
Dr.
Z._
habe in seinem Gutachten den psy
chopathologischen Befund vollständig erhoben, korrekt dokumentiert und an die fachlichen Vorgaben angelehnt. Beschreibungen zum Erscheinungsbild des Exploranden gehörten grundsätzlich zum Gutachten, seien aber nicht Bestand
teil des psychopathologischen Befundes. Vordergründige depressive Symptome hätten weder zum Zeitpunkt der Begutachtung beim Kläger vorgelegen, noch habe sich eine depressive Symptomatik im Denken, Handeln oder im
Aktivitäts
niveau
wiedergespiegelt.
Dr.
Z._
sei von einer Remission ausgegangen. Streng genommen hätte man die Diagnose einer Depression in der Vergangenheit bei
konkomittierender
Alkohol- und Substanzabhängigkeit nicht ohne Vorbehalt attestieren dürfen. Die Diagnose einer Depression sei nur dann eindeutig zu stellen, wenn geklärt werden könne, dass sie nicht Folge langjähriger
Alkohol
abhängigkeit
oder unabhängig davon als eigenständige Erkrankung bestanden habe.
Den Berichten sei dazu keine ausreichende Information zu entnehmen (S.
2). Im Bericht der
A._
werde festgehalten, dass der Kläger Sport und Bewegung als Ressourcen im Umgang mit der depressiven Verstimmung ge
nannt habe, was bei einer klinisch relevanten Depression zur
Coupierung
der Symptomatik nicht ausreichend wäre. Insofern sei in Übereinstimmung mit den in der
A._
gestellten Diagnosen davon auszugehen, dass eine relevante, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende depressive Störung nie bestanden habe und nicht bestehe
. Auch das Tagesprofil des Klägers lasse nicht auf eine Depression schliessen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum
Dr.
B._
im September 2012 von einer Remission der Depression spreche und im November 2012 eine mittelgradige Depression attestiere, denn eine solche sei nie hinrei
chend begründet worden
(S. 4 oben).
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe
Dr.
Z._
unter anderem eine soziale Phobie und eine spezifische Phobie genannt. Die Sympto
ma
tik sei im Rahmen der Begutachtung nicht objektivierbar gewesen, dennoch habe der Gutachter die Aussagen des Klägers gewürdigt und in der Diagnose diesen Sachverhalt als „
geringgradig
“ wiedergegeben, obwohl hierzu eigentlich keine objektivierbaren Befunde vorgelegen hätten ausser den Angaben des Klä
gers. Es müsse grundsätzlich in Frage gestellt werden, ob es sich bei der ange
gebenen Symptomatologie und den in der Vergangenheit dokumentierten Diag
nosen wirklich um psychiatrische Krankheitsbilder gemäss ICD-10 handle (S. 4). Die Kriterien für eine soziale Phobie oder eine spezifische isolierte Phobie wür
den vom Kläger gesamthaft nicht erfüllt: Gemäss seiner Aussagen liege kein Vermeidungsverhalten und Auftreten in einer spezifischen Situation vor
, und konkrete vordergründige schwerwiegende vegetative Symptome würden nicht beschrieben. Die thorakale
Sympathektomie
im Jahr
2004
sei denn auch auf
grund des nach Einschätzung des behandelnden Arztes krankhaften übermässi
gen Schwitzen und Erröten am Kopf erfolgt und nicht infolge einer pathologi
schen
Erythrophobie
im psychiatrischen Sinn. Wie es sich damit verhalte sei unklar, ändere jedoch an der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nichts (S. 5 f.).
Im Gutachten von
Dr.
Z._
sei die Arbeitsfähigkeit mit 100
%
korrekt beurteilt; der Kläger sei spätestens seit der Begutachtung voll arbeitsfähig. Eine
Erythro
phobie
könne aufgrund der Akten nicht bestätigt werden. Eine soziale Phobie sei weder ausgewiesen noch seien die Kriterien dafür erfüllt. Gesichert sei ledig
lich die Alkoholabhängigkeit (S. 6). Der Kläger sei über zwanzig Jahre voll arbeitsfähig gewesen und es sei nicht nachvollziehbar, warum jetzt eine dauer
hafte Arbeitsunfähigkeit aus Gründen, welche schon seit Jahren bekannt seien
und nie Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gehabt hätten
, eingetreten sein solle
.
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
hätten beide einen psychopathologischen Befund gemäss AMDP erstellt, wobei
Dr.
Z._
keine Hinweise für eine manifeste Depression gefunden habe,
Dr.
B._
hingegen eine Depression dokumen
tiere. Da
sie
,
Dr.
E._
,
die Befunderhebung nicht selbst durchgeführt habe, lasse sich
nicht sagen, welcher von den beiden Befunden korrekt sei. Beide Ärzte berücksichtigten nicht, dass der Kläger seit Jahren alkoholabhängig sei. Eine Abstinenz sei nie dokumentiert worden, so dass keine von der
Alko
hol
abhängigkeit
unabhängige Depression attestiert werden könne; als psychiat
rische Störung verbleibe lediglich die Alkoholabhängigkeit (S. 9).
4
.8
Dr.
B._
attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit
vom
1.
Februar
bis 3
0.
Juni 2013 und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
vom
1.
Juli bis 3
1.
August 2013 (
Urk.
2/9-11).
5
.
5
.1
Der Kläger beantragt Taggelder
über den
6.
Februar 2013
hinaus
(
Urk.
1 S. 2). Es ist somit zu prüfen, wie es sich zu diese
m Zeitpunkt mit seiner Arbeits
fähig
keit verhält.
5
.2
Dr.
B._
ging in seinem Bericht vom 2
1.
Septem
ber 2012 (vgl. vorstehend E. 4.2
) davon aus, dass der Kläger nicht arbeitsfähig sei. Gleichzeitig vertrat er die Auffassung, der Kläger sei in keiner Tätigkeit eingeschränkt, solange er nicht einer sozialen Interaktion ausgesetzt werde. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass dem Kläger eine behinderungsangepasste Arbeit - ohne soziale Inter
aktionen - voll zumutbar ist. Diese Zumutbarkeit wird durch den Umstand be
stätigt, dass der Kläger gemäss den Angaben auf seiner Homepage (
Urk.
7/1-2)
bereits
seit
7.
November 2012
in einem externen Kurslokal
Musikunterricht
erteilt
und sogar Hausbesuche anbietet.
Dass er gleichzeitig gegenüber seinen Therapeuten geltend machte, unter sozialen Phobien und
der
Unfähigkeit, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, z
u leiden (vgl. vorstehend E. 4.2
), lässt sich damit nicht vereinbaren und legt den Schluss nahe, dass er
Dr.
B._
und Psychologe
D._
nichts von diesen Aktivitäten erzählte, zumal
Dr.
B._
mit Bericht vom 2
1.
September 2012 noch von einer zu frühzeitigen
Arbeits
integration
abriet. Die von den Therapeuten gestellten Diagnosen, insbesondere diejenige der nach ihrer Meinung arbeitsunfähigkeitsverursachenden spezifi
schen Phobie und der mit
telgradigen depressiven Episode
,
sind deshalb nic
ht
schlüssig
begründet, was
den Beweiswert der Beurteilungen durch
Dr.
B._
und
Psychologe
D._
e
ntscheidend herab
setzt
.
Dies gilt auch für d
en Bericht von
Dr.
B._
vom 2
2.
Apr
il 2013 (vgl. vorstehend E. 4.6
) sowie die von ihm ausgestellten Arbeitsunfä
higkeitsatteste (vorstehend E. 4
.8
)
, wo eine volle und teilweise Arbeitsunfähigkeit attestiert wird.
Entgegen
dieser Beurteilung bietet d
er Kläger nicht nur
aktiv Musikunterricht an
,
sondern
ist
auch fähig, seit 1
8.
Februar 2013 eine Umschulung an einer Fachhochschule zu absolvieren, wo sich soziale Kontakte
wohl
nicht vermeiden lassen.
Auch erfordert die Teil
nahme am Unterricht substantielle psychische Ressourcen, was die Diagnose
einer mittelgradigen depressiven Episode in Frage stellt.
Darüber hinaus ist
das
Unterrichtslokal
des Klägers
von Dienstag bis Samstag jeweils
von 9 bis 18 Uhr geöffnet
,
was einer Präsenzzeit von 45 Stunden entspricht und ebenfalls auf eine volle Arbeitsfähigkeit schliessen lässt.
5
.3
Unter Berücksichtigung dieser Informationen ist nicht zu beanstanden, dass die Beklagte
gestützt auf die medizinischen Einschätzungen von Dr.
Z._
und Dr.
E._
(E. 4.4, 4.6-4.7)
von einer vollen Arbeitsfähigkeit des Klägers ausging
; eine solche ist überwiegend wahrscheinlich (vgl. vorstehend E. 1.3-4)
.
Dr.
Z._
vermochte denn auch keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit
zu stellen (vgl. vorstehend E. 4
.4).
Er
begründete seine Beurteilung aus
führlich und differenziert und versäumte es auch nicht, den behandelnden Therapeuten zu konsultieren (vgl. den zuhanden von
Dr.
Z._
erstellten Bericht von
Psychologe
D._
vom 1
9.
November 2012;
Urk
.
2/12).
Dr.
Z._
stellte fest, dass der Kläger ohne
Antidepressiva auskommt
und aktuell ein weitgehe
nd unauffälliger Befund vorliegt
,
was nach dem vorstehend Gesagten
mit
den tat
sächlichen Gegebenheiten
und
Aktivitäten
des Klägers
übereinstimmt
. Dass
Dr.
Z._
keine Tests durchführte, ist angesichts der kurz
vor der Begutachtung
erfolg
t
en Testung (
Urk.
2/12/1-3)
und der unauffälligen Befunde
vertretbar, zu
mal
psychiatrische Testverfahren grundsätzlich nur ergänzende Funktion haben (Urteil 9C_344/2013 vom 1
6.
Oktober 2013 E. 3.1.5 mit Hinweisen).
Die Schlüs
sigkeit der Beurteilung durch
Dr.
Z._
und der Annahme einer vollen Arbeits
fähigkeit wurde von
Dr.
E._
in ihrem Aktengutachten bes
tätigt (vgl. vorstehend E. 4
.7). D
arauf kann verwiesen werden.
5
.4
Der Kläger macht geltend, es sei selbst bei Annahme einer vollen Arbeitsfähig
keit eine
Übergangsf
rist zu gewähren (
Urk.
1 S. 12). Dem ist entgegenzuhalten, dass der Kläger bereits seit
7.
November 2012 Unterricht anbietet (vgl.
Urk.
7/1 S. 2), mithin zu einem Zeitpunkt, als er gemäss
Dr.
B._
zu 100
%
arbeits
unfähig war (vgl. vorstehend E. 3.3). Er hat
te
somit bereits wieder eine Berufs
tätigkeit aufgenommen, weshalb keine Übergangsfrist notwendig war.
5
.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ab
6.
Februar 2013 keine eine Arbeits
unfähigkeit verursachende Krankheit mehr festzustellen war. Der Kläger hat keine weiteren Ansprüche aus der Kollektivtaggeldversicherung der Beklagten.
Demnach ist die Klage abzuweisen.
6
.
6
.1
Gemäss
Art.
114
lit
. e ZPO ist das Verfahren kostenlos.
6
.2
Nach der zu
alt
Art
.
47
Abs.
3 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) ergan
genen, weiterhin gültigen höchstrichterlichen Rechtsprechung hat der ob
siegende Versicherungsträger Anspruch auf eine Parteientschädigung, falls er durch einen externen Anwalt vertreten ist (Urteil des Bundesgerichtes 4A_194/2010 vom 1
7.
November 2010, E. 2.2.1, nicht publiziert in: BGE 137 III 47; Urteil des Bundesgerichts 5C.244/2000 vom
9.
Januar 2001, E. 5 mit Hin
weisen).
Nachdem die
obsiegende
Beklagte nicht durch einen externen Anwalt vertreten ist, steht ihr keine Parteientschädigung zu.