# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4395d5b6-ee57-4048-8abf-839c8b60d87d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1965 geborene
X._
, Mutter dreier 1988, 1992 und 1994 gebore
ner Kinder, reiste im September 1988 aus der
Y._
in die Schweiz ein und war zuletzt bis Juni 2003 als Mitarbeiterin in der Produktion bei der
Z._
tätig (Urk.
2/
7/13/2, Urk.
2/
7/33/2, Urk.
2/
7/16/3). Zwi
schenzeitlich bezog sie Leistungen der Arbeitslosenversicherung resp. Sozial
hilfe (Urk.
2/
7/16). Mit Datum vom 9. Januar 2013 meldete sie sich unter Hinw
eis auf eine schwere Depression/
psychische Krankheit zum
Leistungsb
e
zug
bei der Eidgenössischen Invaliden
versicherung an (Urk.
2/
7/13). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug vom 8. Februar 2013, Urk.
2/
7/16) bei und tätigte medizinische Abklärungen. I
ns
be
sondere veranlasste sie bei Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Psy
chiatrie und Psychotherapie, das psychiatrische Gutachten vom 21. Juni 2014 (Urk.
2/
7/31/1-20). Zudem beauftragte sie ihren Abklärungsdienst mit der Abklä
rung der beeinträchtig
ten Arbeitsfähigkeit im Haushalt (Abklärungsberichte vom 16. September 2013 und 4. September 2014, Urk.
2/
7/27, Urk.
2/
7/33) sowie der Hilfsbe
dürftigkeit (Abklärungsbericht für Hil
flosenentschädigung vom 2. Okto
ber 2014, Urk.
2/
7/35). Mit Verfügung vom 18. November 2014 verneinte die
IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf Hilflosenentschädigung (Urk. 7/37). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
2/
7/39,
Urk.
2/
7/42, Urk.
2/
7/47) wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der Versi
cherten mit Verfügung vom 31. Juli 2015 ab (Urk. 2
/2
).
Die von der Versi
cherten
am 19.
August 2015
dagegen erhobene Beschwerde
, worin sie bean
tragte, es sei ihr einer Rente sowie Hilflosenentschädigung zuzusprechen (
Urk.
2/
1),
wies das hiesige Gericht mit Urteil
IV.2015.00820
vom 31. August 2016 ab
, soweit es darauf eintrat
(Urk.
2/
9).
2.
Dagegen erhob
X._
am
3.
Oktober 2016
Beschwerde beim Bundesge
richt. Sie beantragte, das Urteil vom 31. August 2016 sei aufzuhe
ben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine IV-Rente, zuzusprechen. Eventualiter sei d
i
e Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk.
2/
11).
3.
Das Bundesgericht hiess die Beschwerde mit Urteil 9C_682/2016 vom 16. Februar 201
7
in dem Sinne gut, dass es das angefochtene Urteil aufhob und die Sache im Sinne der Erwägungen an das hiesige Gericht zur neuen Entscheidung
zurückwies (Urk. 1
, Dispositiv
Ziffer 1 und E. 3.3).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die
relevanten
Gesetzesbestimmungen zum Begriff der Invalidität,
zum
Gegen
stand der Invalidenversicherung
sowie zu den Anspruchsv
orausset
zungen
einer Invalidenrente
wurden im Urteil
IV.2015.00820
des hiesigen Gerichts vom 3
1.
August 2015
zitiert und erläutert
(E. 1.1 ff.).
Auf die betreffenden Ausführungen wird verwiesen
.
2.
2.1
In dem am 16. Februar 201
7
ergangenen Urteil 9C_682/2016 in Sachen de
r Beschwerdeführerin
gegen die
IV-Stelle
des Kantons Zürich betreffend Inva
lidenversicherung hielt das Bundesgericht
zusammengefasst
fest, das Gut
achten des Dr. med.
A._
vom 2
1.
Juni 2014 erfülle die bundesgerichtli
chen Anforderungen an den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten. Sodann gehörten sowohl die anhaltende wahnhafte Störung (ICD-10
Ziff.
F22.0) als auch die paranoide Schizophrenie (ICD-10
Ziff.
F20.0) zu den
Störungensbildern
, die auf Grund klinischer psychiatrischer Untersuchungen medizinisch klar diagnostiziert werden könnten.
Sie seien damit rechtlich überprüf- und objektivierbar. Entsprechend fehl gehe der Hinweis des hiesi
gen Gerichts auf BGE 141 V 281 und darauf, psychische Störungen würden grundsätzlich nur als invalidisierend gelten, wenn sie schwer und therapeu
tisch nicht (mehr)
angehbar
seien. Im Gegenteil sage die Behandelbarkeit einer psychischen Störung
,
unter Hinweis auf BGE 127 V 294 E. 4c S. 298, für sich allein betrachtet nichts über deren invalidisierenden Charakter aus. Im Übrigen setze e
ine Leistungsverweigerung oder –
kürzung
mit der Begrün
dung, die Versicherte schöpfe ihre Behand
lungsressourcen nicht aus,
ein Vorgehen na
ch
Art.
21
Abs.
4 ATSG voraus. Da die Verwaltung, welche sei
nerzeit nicht von inadäquaten Behandlungsbemühungen ausgegangen war, kein Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
durchgeführt habe, könne der Beschwerdeführerin die Leistung nunmehr nicht einzig mit der Begründung verweigert werden, sie nehme keine adäquate therapeutische und medika
mentöse Behandlung wa
h
r. Weil der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente von
weiteren, vom hiesigen Gericht noch nicht geprüften – namentlich von der im angefochtenen Entscheid explizit offen gelassenen Statusfrage – abhänge, sei die Sache
zum Neuentscheid
über die vorinstanz
liche Beschwerde
, allenfalls Durchführung weiterer Abklärungen,
an das hie
sig
e Gericht zurückzuweisen (
Urk.
1,
E. 3.1
f
f
.)
2.2
In Nachachtung des Bundesgerichtsurteils
9C_682/2016 vom 16. Februar 2015
ist demnach im Folgenden davon auszugehen, dass die Beschwerde
führerin gestützt auf das beweiskräftige,
psychiatrische Gutachten von
Dr.
A._
vom 2
1.
Juni 2014
an einer invalidisierenden
,
anhaltend wahn
haften Störung (ICD-10 F22.0) leidet
.
Strittig und zu
prüfen bleibt ein allfälliger Rentenanspruch.
Dass auf den Antrag der Beschwerdeführerin auf Hilflosenentschädigung nicht einzutreten ist, wurde
bereits im
Urteil IV.2015.00820 des hiesige
n Gerichts vom 31. August 2016 festgehalten
(
E. 3.1-3.3
und Dispositiv
Ziff.
1). Auf die betreff
enden
Ausführungen
wird verwiesen.
3.
3.1
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des
Art.
69
Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil
des Bundesgerichts
9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Aus
nahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinwei
sen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versicherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweis
kraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende
Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungs
bericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von
teilerwerbs
tätigen
Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
3.2
Gemäss
Abklärungsbericht vom 1
6.
September 2013
lebt die Beschwerdeführe
rin
zusammen mit ihrem
Ehemann (
geb.
1964) und
zwei
gemeinsamen Kindern (
geb. 1992 und
1994) in einem Mehr
familienhaus
mit vier Zimmer
n
auf einer Etage
.
Nach
Angaben der Beschwerdeführerin
arbeite ihr Ehemann seit ca. 2-3 Jahren teilzeitlich (50
%
) in einem Bäckereibetrieb. Die Tochter absolviere an zwei Wochentagen eine kaufmännische Ausbil
dung. Nebe
nbei arbeite sie im Service. Sodann arbeite der Sohn
seit kurzem vollze
itlich in einem Buffet-Restaurant
.
Die Abklärungsstelle kam
unter Berücksichtigung der
bekannten Diagnosen
sowie
der
Schaden
minderungspflicht
der Familienangehörigen (drei erwachsene Personen)
zum Schluss,
die Beschwerdeführerin
sei
im Haushalt zu
0
%
invalid
.
Sodann
qualifizierte
sie
die Beschwerdeführerin in Würdigung des Auszugs aus dem individuellen Konto (IK-Auszug)
sowie
einer seit dem Jahr 200
3
fast gänzlich fehlenden Erwerbstätigkeit
als zu
100
% im Haushalt tätig
. Demgegenüber habe die Beschwerdeführerin
angegeben, sie
wäre
bei guter Gesundheit
zu 100
%
ausserhäuslich erwerbstätig. Seit
der Kündigung de
r
bisherigen
Arbeitsstelle
habe sie versucht, eine Teilzeitstelle (50
%
) in der
Reinigungs
branche
zu
bekommen
. Es habe immer geheissen, sie habe keine Erfahrung. In einen Bäckereibetrieb wolle sie wegen der Nachtarbeit jedenfalls nicht mehr arbeiten
(
Urk.
2/
7/27/
1-7
).
3.
3
Am 26. August 2014 fand
eine weitere Abklärung zu Hause bei der Beschwer
deführerin im Beisein ihres Sohns statt, welc
her als Übersetzer fun
gierte
(Haushaltabklärungsbericht vom
4.
September 2014
,
Urk.
2/
7/33
/1-6
)
.
Die Beschwerdeführerin
habe angegeben, körperlich nicht eingeschränkt zu sein. Wenn sie die Medikamente einnehme, sei sie überwiegend im Bett und es müsse
ihr alles
mehrmals gesagt werden,
wie ein
em
kleine
n
Kind. Wenn sie die Medikamente nicht einnehme
, erledige sie zwar den Haushalt. Demgegen
über würden die Symptome wieder auftreten (Vergiftungsideen, Rückzug, Putzarbeiten erledigen zu Unzeiten – 3.00 Uhr morgens Staubsaugen und dergl.).
Zurzeit sei ihr Sohn überwiegend zu Hause, weil er lediglich zwischen 30-120 Stunden als Behindertenbetreuer am Flughafen arbeite. Er habe sich jedoch für eine Zusatzstelle am Schalter beworben (50
%
- 60
%
). Die Stelle werde er vermutlich bekommen und per Oktober/November 2014 antre
ten
. Die Abklärungsperson hielt an der bisherigen Qualifikation der Beschwerde
führerin als zu 100
%
im H
aushalt tätig fest
und
kam darüber hinaus zum Schluss
, die Beschwerdeführerin sei unter Berücksichtigung der Schadenmin
derungspflicht der Familienangehörigen
insgesamt zu 45.50
%
im Haushalt eingeschränkt. Dabei
bezifferte
sie
die
Einschränkungen in den
einzelnen Tätigkeitsbereic
he
n
im Haushalt
gewichtet
wie folgt (Urk. 2/7/33/4
ff.):
Haushaltführung 0
%
Ernährung 22.50
%
(Einschränkung 50 %)
Wohnungspflege 1
0 %
(Einschränkung 50 %)
E
inkauf und weitere Besorgungen 3
%
(Einschränkung 30 %)
Wäsche und Kle
iderpflege 10
%
(Einschränkung 50 %)
Mit nachträglicher Notiz vom 2
7.
November 2014 kam ein Sachbearbei
ter/eine Sachbearbeiterin
der Beschwerdegegnerin zum Schluss, eine 50%ige Einschränkung im Haushaltsbereich heisse, die Beschwerdeführerin sei wei
terhin imstande, die Hälfte des Haushalts selbständig zu erledigen. Gleichzei
tig sei es den im gleichen Haushalt lebenden Familienmitgliedern im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht zuzumuten, die andere Hälfte des Haushaltes zu erledigen. Bei dieser Ausgangslage sei die Beschwerdeführerin im
Haushalts
bereich
nicht eingeschränkt
(
Urk.
2/
7/33/6
, vgl. auch
Urk.
2
/2
).
3.
4
3.
4
.1
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet wer
den könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne
Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV).
Grundsätzlich sind
insbesondere
die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Eintre
ten des Gesundheitsschadens entwickelt haben, massgebend und ein gewichtiges Indiz dafür, in welchem Ausmass weiterhin einer Erwerbstätig
keit nachgegangen würde. Diesbezügliche Änderungen, wonach
ohne gesundheitliche Einschränkun
gen hypothetisch eine höhere oder vollzeit
liche Erwerbstätigkeit aufgenom
men worden wäre, sind mit dem im
Sozialver
si
cherungsrecht
üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, wofür die Beschw
erde
führerin die Beweislast trägt.
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
3.
4
.
2
Gemäss IK-Auszug vom
8.
Februar 2013
(Urk. 2/7/16)
arbeitete
die Beschwer
deführerin
von
19
90
bis 1992 und von 1996
bis
Mitte
2003
in unterschiedlichen
Pensen
in der Grossbäckerei
Z._
.
Dabei lassen ledig
lich die Jahreseinkommen von 1999 bis 2002 annähernd auf ein
vollzeitli
ches
Arbeitspensum schliessen.
Zwischenzeitlich bezog
sie
gleichzeitig Arbeitslosen
tag
gelder (1992, 1993, 1997, 1998, 1999, 2003
).
Ausserdem
wird die Familie seit 20
05
von der Sozialhilfe unterstützt
(
Urk.
2/
7/16)
.
Die Kün
digung bei der
Z._
im Jahre 2003 erfolgte
n
ach eigenen Angaben der Beschwerdeführerin
nicht
aus gesundheitlichen Gründen
(
vgl.
Urk.
2/
7/27/2).
Seither
ging
sie ungeachtet der bescheidenen
wirtschaftlichen Verhältnisse
bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahre 2011
keiner
ausserhäusli
chen Erwerbstätigkeit mehr nach
.
Weiter ist
in Betracht
zu ziehen
, dass ihr jüngstes Kind im Zeitpunkt der Kündigung bereits 9 Jahre alt war.
3.
4
.
3
Die
Würdigung
dieser
Umstände
führt
insgesamt
zu
m Schluss, dass die Beschwer
deführerin
nach überwiegender Wahrschein
lichkeit
auch im Gesundheitsfalle
weiterhin
zu 100
%
im Haushalt tätig wäre
.
3.
5
Weiter
ist gestützt auf den
aktuelle
re
n
Abklärungsbericht vom
4.
September 2014 davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichti
gung der Schadenminderungspflicht ihrer Hausgenossen im Haushaltsbereich zu
insgesamt
45.50
%
eingeschränkt ist.
Der Bericht ist von einer qualifizierten Person in Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse verfasst worden sowie begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen, womit er den an ihn gestellten Anforderungen grundsätzlich entspricht (E.
3.1
). Zwar erweist sich die festgestellte Einschränkung im h
äuslichen Bereich mit Blick
auf
die Erstabklärung, anlässlich welcher nur ein Jahr zuvor bei – soweit ersichtlich - identischer medizinischer Ausgangslage
und
höherem Erwerbspensum
des
Sohn
s (
100
%
) von keinerlei Einschränkungen im Haushaltsbereich ausge
gangen
wurde
,
als eher grosszügig.
Allerdings
greift der Richter in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein
schätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der
Abklärungsresul
tate
(beispielsweise infolge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebie
tet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente
Abklärungsper
son
näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 128 V 94 E. 4).
Der Beweiswert der durch die Ab
klärungsstelle aufgrund detaillierter Erhebungen festgestellten Einschränkung im
Haus
haltsbereich
vermag im Übrigen auc
h nicht durch die pauschale
und
– soweit ersichtlich -
unter Vernachlässigung der Schadenminderungs
pflicht
ergan
gene
Ein
schätzung
von
Dr.
A._
, wonach die Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich zu 50
%
eingeschränkt ist
(
Urk.
2/
7/31/18)
, in Zweifel gezogen zu werden.
Dasselbe gilt für die nachträgliche Stellungnahme
durch einen Sachbearbeiter/eine
Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin
vom 27.
November 2014, wonach unter Berücksichtigung der familiären
Mitwir
kungspflichten
keine Einschränkung im Haushaltsbereich bestehe
(
Urk.
2/7/33/6)
. Zunächst wurde der Schadenminderungspflicht der Hausge
nossen bereits
im Rahmen ihrer Beurteilung durch die Abklärungsperson
Rechnung getragen
.
Selbstredend
kann
diese
nicht doppelt angerechnet
wer
den
. Im Übrigen geht es bei der Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100
%
im Haushalt tätig nicht an, die Mitwirkungspflicht resp. Schadenmin
derungspflicht der Hausgenossen dergestalt
auszu
dehnen
, dass
letztere
die Hälfte der Haushaltsführung selber zu tragen hätten.
3.
6
Zusammenfassend steht mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkei
t fest, dass die Beschwerde
füh
rerin auch bei guter Gesundheit
zu 100
%
dem Haushalt
nachginge und
sie
in diesem Bereich
zu 45.50 % eingeschränkt ist
.
4.
4.1
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16
des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsgesetzes (
ATSG
)
darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifi
sche Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E. 3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27 IVV).
4.2
Vorliegend
resultiert a
us der Qualifikation der Beschwerdeführ
erin als zu 100
% im Haushalt tätig
und der in diesem Bereich ermittelten
Einschrän
kung von 45.50
%
ein rentenbegründender Invaliditätsgrad
von 45.50
%
. Damit hat die
Beschwerdeführer
in
ab
dem
1.
Juli 2013 (Ablauf Anmeldefrist,
Art.
29
Abs.
1
und
Abs.
3 IVG
) Anspruch auf eine Viertelsrente der Invali
denversicherung.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde, soweit auf sie einzutreten ist
(vgl.
Urteil IV.2015.00820 des hiesig
en Gerichts vom 31. August 2016, E.
3.1-3.3
und Dispositiv
Ziff.
1), und Aufhebung der angefochtenen Verfü
gung vom
31
.
Juli 2015
mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin ab dem 31. Juli 2015 gestützt auf einen IV-Grad von 45,50 % Anspruch auf eine Viertelsrente hat.
5.
5
.1
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
ist das Verfahren für die unterliegende Par
tei kostenpflichtig. Die Kosten sind
vorliegend ermessensweise
auf Fr. 600.
--
anzusetzen
und
a
usgangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5
.2
Für ihre Bemühungen vor dem hiesigen Gericht steht der
Beschwerdeführerin
ausgangsgemäss
eine volle Prozessentschädigung (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer])
zu,
welche
beim praxisgemässen
Stun
denansatz
von Fr. 1
8
5.-- ermessensweise auf
insgesamt
Fr.
1‘400
.-- (inklu
sive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und von der
Beschwerde
gegnerin
zu bezahlen ist.