# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bb04db24-9090-5c9f-968a-5c32ec8e4476
**Court:** SO_OG
**Chamber:** SO_OG_004
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SO / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

In Sachen
A._ AG,
vertreten durch B._ AG,
Beschwerdeführerin
gegen
C._
,
Gesuchsgegnerin
betreffend
Ausweisung und direkte Vollstreckung
zieht die Zivilkammer des Obergerichts in
Erwägung
:
1. Die B._ AG stellte am 21. Dezember 2017 (Postaufgabe) beim Richteramt Thal-Gäu in Vertretung der A._ AG (im Folgenden die Gesuchstellerin) ein Gesuch um Ausweisung der Mieterin C._ (im Folgenden die Gesuchsgegnerin). Die Gesuchsgegnerin liess sich nicht vernehmen.
2. Mit Urteil vom 2. März 2018 trat der Amtsgerichtspräsident auf das Gesuch um Ausweisung und direkte Vollstreckung nicht ein und auferlegte der Gesuchstellerin die Gerichtskosten von CHF 500.00. Er begründete seinen Nichteintretensentscheid damit, es würden keine klaren Verhältnisse im Sinne von Art. 257 ZPO vorliegen. Es könne gar nicht nachvollzogen werden, um welches Mietobjekt es sich konkret handle, da sich in den eingereichten Unterlagen nur die zweite Seite eines Mietvertrages fände. Folglich könne auch nicht überprüft werden, ob die Gesuchsgegnerin überhaupt Mieterin des im Ausweisungsgesuch genannten Mietobjektes sei. Weiter habe als Vermieterin die D._ AG unterschrieben. Es sei somit nicht klar, ob die Gesuchstellerin überhaupt Eigentümerin der fraglichen Liegenschaft sei. Sie komme daher ihrer Beweislast für sämtliche rechtserheblichen Tatsachen nicht nach. Schliesslich werde im eingereichten Bewirtschaftungsvertrag zwischen der Gesuchstellerin und der B._ AG die vorliegend in Frage stehende Liegenschaft nicht aufgeführt.
3. Dagegen reichte die Gesuchstellerin am 12. März 201 beim Richteramt Thal-Gäu eine Beschwerde ein. Die Beschwerde wurde zuständigkeitshalber an das Obergericht überwiesen. Die Gesuchstellerin bzw. ihre Vertreterin verlangt, dass die Wohnung wieder in ihre Verwaltungsobhut übergehen soll und bringt dazu vor, sie sei sich nicht bewusst gewesen, dass erforderliche Unterlagen gefehlt hätten. Der Mietvertrag mit der Mieterschaft und der Grundbuchauszug betreffend den Eigentümerwechsel würden erneut zugestellt.
4. Die Beschwerde ist ein unvollkommenes ausserordentliches Rechtsmittel, mit welchem unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden kann (Art. 320 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, ZPO, SR 272). Sie ist begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerdebegründung ist u.a. darzulegen, auf welchen Beschwerdegrund sich der Beschwerdeführer beruft und an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet. Es besteht eine Rügepflicht (Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt in: Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich Basel Genf 2016, Art. 321 N 15). Zudem sind im Beschwerdeverfahren nach Art. 326 Abs. 1 ZPO neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. Dies entspricht dem Charakter des Rechtsmittels. Denn es geht nicht um eine Fortführung des erstinstanzlichen Prozesses, sondern im Wesentlichen um eine Rechtskontrolle des erstinstanzlichen Entscheids (Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, a.a.O., Art. 326 N 3).
5. Die Gesuchstellerin rügt keinen Fehler des Vorderrichters. Dies räumt sie ja eigentlich auch selbst ein, wenn sie vorträgt, es sei ihr nicht bewusst gewesen, dass Unterlagen gefehlt hätten. Auf der Basis der Unterlagen, die ihm zur Verfügung standen, hat der Vorderrichter richtig entschieden. Wie soeben ausgeführt, können die erforderlichen Urkunden nicht einfach im Beschwerdeverfahren nachgereicht werden. Denn dieses dient der Kontrolle des angefochtenen Entscheids und nicht der Fortführung des Prozesses vor der Rechtsmittelinstanz. Gerade deshalb sind im Beschwerdeverfahren neue Beweismittel ausgeschlossen. Im Übrigen fehlt auch im vorliegenden Verfahren eine Verwaltungsvollmacht für die betroffene Liegenschaft. Die Beschwerde erweist sich daher als offensichtlich unbegründet und es kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzichtet werden (Art. 322 ZPO).
6. Nach dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens wird die Gesuchstellerin kostenpflichtig. Sie hat die Gerichtskosten mit einer Entscheidgebühr von CHF 250.00 zu bezahlen.
Demnach wird

## Considerations