# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3dada156-dc50-4e59-9013-aa6dc438c48a
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. X._ ist Eigentümer der landwirtschaftlichen Liegenschaft M._. Am 30. November
2014 stellte die Y._ X._ die Schlussrechnung 2014 für den Zeitraum vom
1. Dezember 2013 bis 30. November 2014 für die Stromnetznutzung, für die
Energielieferung sowie für Abgaben zu. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wurden
erst von der Y._ am 18. Dezember 2014 und danach von der
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen am 21. Mai 2015 abgewiesen.
Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission reichte X._ am 2. Juni 2015
Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein.
b. Die Y._ sandte X._ am 30. November 2015 die Schlussrechnung 2015 für die
Periode vom 1. Dezember 2014 bis 30. November 2015 für Elektrizität und Wasser zu.
Gemäss der detaillierten Rechnung schuldete X._ der Y._ für die Stromnetznutzung
CHF 1'419.80, für die Energielieferung (7‘861 kWh Hoch- und 13'042 kWh Normaltarif)
CHF 1'212.55 sowie für Abgaben CHF 461.20 (Abgaben SDL von CHF 114.60,
Abgaben KEV und Schutz der Gewässer und Fische von CHF 221.20 sowie Abgabe an
die Gemeinde von CHF 125.40 [0.6 Rp. pro kWh]). Den dagegen erhobenen Rekurs
wies der Verwaltungsrat der Y._ mit Beschluss vom 15. Dezember 2015 (Versand: 1.
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Februar 2016) ab. X._ legte mit Eingabe vom 11. Februar 2016 Rekurs gegen diesen
Entscheid bei der Verwaltungsrekurskommission ein.
c. Im Schreiben vom 11. Februar 2016 stellte X._ gleichzeitig ein Ausstandsbegehren
gegen den Abteilungspräsidenten, einen Richter und eine Richterin sowie einen
Gerichtsschreiber der Verwaltungsrekurskommission. Der Präsident der
Verwaltungsrekurskommission wies das Ausstandsbegehren am 19. April 2016
vollumfänglich ab. Die dagegen erhobene Beschwerde beim Verwaltungsgericht wurde
am 28. September 2017 ebenfalls abgewiesen (B 2016/94).
d. Das Verwaltungsgericht entschied in der Zwischenzeit am 24. November 2016 auch
über die Beschwerde betreffend Abgaben für Energiebezug für das Jahr 2014 gegen
den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 21. Mai 2015. Es wies die
Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (B 2015/98).
e. Am 30. November 2016 liess die Y._ X._ die Schlussrechnung 2016 für den
Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 30. November 2016 zukommen. Sie berechnete
für die Stromnetznutzung Kosten von CHF 1‘560.40, für die Energielieferung (8'322
kWh Hoch- und 14'680 kWh Normaltarif) CHF 1‘294 sowie für Abgaben CHF 400.45
(Abgaben SDL von CHF 105.25, Abgaben KEV und Schutz der Gewässer und Fische
von CHF 295.20). Auf die Erhebung der Abgabe an die Gemeinde wurde gemäss der
Rechtsprechung der Verwaltungsrekurskommission, wonach es für die Erhebung einer
Benützungsgebühr für die Beanspruchung von öffentlichem Grund einer
Konkretisierung in einem Gebührenreglement bedürfe, verzichtet. Mit Beschluss vom
14. Dezember 2016 (Versand: 3. April 2017) wies die Y._ den von X._ erhobenen
Rekurs ab. Dagegen reichte X._ mit Schreiben vom 15. April 2017 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission ein.
f. Die Verwaltungsrekurskommission vereinigte die beiden Rekursverfahren gegen die
Entscheide der Y._ vom 15. Dezember 2015 betreffend die Schlussrechnung 2015
und vom 14. Dezember 2016 betreffend die Schlussrechnung 2016. Sie hiess mit
Entscheid vom 4. Juni 2018 die Rekurse betreffend Abgaben für Energiebezug
(Schlussrechnungen 2015 und 2016) teilweise gut, soweit sie darauf eintrat. Der
Rekursentscheid der Y._ vom 15. Dezember 2016 betreffend Energierechnung vom
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30. November 2016 wurde insofern aufgehoben, als damit eine Abgabe an die
Gemeinde von CHF 125.40 erhoben wurde. Im Übrigen wurde der Rekurs abgewiesen.
B.
a. X._ (Beschwerdeführer) erhob mit Schreiben vom 20. Juni 2018 Beschwerde gegen
den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 4. Juni 2018 beim
Verwaltungsgericht mit den Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben und die rechtswidrig erhobenen Gebühren in der Höhe von CHF 20'412.85
der Abrechnungsperioden vom 1. Dezember 2008 bis 31. November 2016 seien ihm
zurückzuerstatten. Weiter seien die Firma S._ AG im Handelsregister des Kantons St.
Gallen sowie die Dienstbarkeitsverträge der S._ AG betreffend Durchleitungsrecht für
elektrische Freileitung zu Lasten der Parzelle Nr. 123 Grundbuch N._ und
Durchleitungsrecht für Kabelleitung zu Lasten der Parzellen Nrn. 93 und 123 vom
19./20. Januar 1999 im Grundbuch N._infolge fehlender Sacheinlage/Sachübernahme
zu löschen und die rechtmässigen Dienstbarkeitsverträge wieder einzutragen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge.
b. In der Vernehmlassung vom 13. Juli 2018 beantragte die Vorinstanz die Abweisung

## Considerations

der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids. Mit Eingabe vom 23. Juli 2018 liess die Y._ (Beschwerdegegnerin),
vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Bereuter, ebenfalls die Abweisung der Beschwerde
beantragen, soweit darauf eingetreten werden könne; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Dazu verwies sie auf den rechtskräftigen Entscheid des
Verwaltungsgerichts B 2015/98 vom 24. November 2016.
Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit für
den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
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1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs.
1 VRP). Die Beschwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 4. Juni 2018
(Versand: 7. Juni 2018) wurde mit Eingabe vom 20. Juni 2018 rechtzeitig erhoben und
erfüllt formal die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1
und Art. 48 Abs. 1 VRP). Die Frage, ob die Beschwerde auch die inhaltlichen
Anforderungen im Sinne einer hinreichenden Begründung erfüllt, kann offengelassen
werden, da die Beschwerde im Ergebnis ohnehin abzuweisen ist, soweit darauf
eingetreten werden kann (vgl. statt vieler VerwGE B 2018/136 vom 4. Juli 2018 E. 2, B
2012/175 vom 8. November 2013 E. 1, www.gerichte.sg.ch). Auf die Beschwerde ist
grundsätzlich - mit den nachstehend angeführten Vorbehalten - einzutreten.
1.2. Gegenstand des angefochtenen Entscheids sowie der vorangegangenen
Entscheide der Beschwerdegegnerin vom 15. Dezember 2015 und 14. Dezember 2016
und der Gebührenrechnungen vom 30. November 2015 und 30. November 2016 bilden
die Gebühren für den Energiebezug im Zeitraum vom 1. Dezember 2014 bis 30.
November 2016. Soweit der Antrag die Aufhebung und Rückerstattung der erhobenen
Gebühren für den Zeitraum vor dem 1. Dezember 2014 und damit die
Schlussrechnungen der Jahre vor 2015 betrifft, kann – wie die Vorinstanz zutreffend
erkannte – darauf nicht eingetreten werden, da diese Entscheide in Rechtskraft
erwachsen sind und nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids der Vorinstanz
waren. Das Thema des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist begrenzt durch den
Gegenstand des vorinstanzlichen Entscheids (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 579, VerwGE
B 2015/98 vom 24. November 2016, www.gerichte.sg.ch). In diesem Verfahren kann
daher nur überprüft werden, was bereits Gegenstand des vorinstanzlichen Entscheids
war. Nicht eingetreten werden kann damit auch auf die Anträge auf Löschung der
Firma S._ AG im Handelsregister und der Dienstbarkeitsverträge.
1.3. Der Beschwerdeführer vertritt die Ansicht, dass die Beschwerdegegnerin nicht
gehörig vertreten wird. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin fehle es an einer
Vollmacht. Nach Art. 26 Abs. 1 des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70, AnwG) gilt der
Rechtsanwalt als Inhaber einer Vertretungsvollmacht dessen, für den er handelt. Die
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verfahrensleitende Behörde kann die Vollmacht verlangen (Art. 26 Abs. 2 AnwG). Die
Einholung der Vollmacht ist nicht notwendig, da ohne Weiteres von einer gehörigen
Bevollmächtigung des Rechtsvertreters ausgegangen werden kann.
2.
2.1. Hinsichtlich des Einwands der Befangenheit der Vorinstanz ist auf den Entscheid
des Verwaltungsgerichts B 2016/94 vom 28. September 2017 zu verweisen. Das
Gericht erachtete die Vorinstanz zum Entscheid in Sachen Abgabe für Energiebezug
(Schlussrechnung des Jahres 2015) als nicht befangen. Die vorliegend vom
Beschwerdeführer pauschal vorgebrachte Behauptung einer Befangenheit und die
Tatsache, dass sich die Vorinstanz bereits mit der Rechtmässigkeit einer früheren
Schlussrechnung auseinandersetzen musste, rechtfertigt keinen Ausstand wegen
Befangenheit oder Vorbefassung. Hinsichtlich einer allfälligen Vorbefassung einer
Person ist entscheidend, dass das Verfahren in Bezug auf den konkreten Sachverhalt
und die konkret zu entscheidenden (Rechts)Fragen trotz der Vorbefassung als offen
erscheinen muss und nicht der Anschein der Vorbestimmtheit erweckt werden darf
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 193 f.). Vorliegend werden vom Beschwerdeführer keine
Umstände substanziiert, inwiefern die Vorinstanz nicht mehr unvoreingenommen hätte
entscheiden können. Sofern der Beschwerdeführer auch weiter von einer Befangenheit
der Mitglieder der Beschwerdegegnerin ausgeht, ist auf die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid zu verweisen (E. 3d). Soweit der Beschwerdeführer aus der
Befangenheit auf eine Nichtigkeit des Urteils sowie der Schlussrechnungen schliessen
will, ist diese nicht gegeben, da – wie bereits ausgeführt – weder der Vorinstanz noch
den Organen der Beschwerdegegnerin Befangenheit vorgeworfen werden kann.
2.2. Die inhaltlich teilweise nicht immer nachvollziehbaren Einwände des
Beschwerdeführers erweisen sich hinsichtlich der Gebühren als unbegründet. Das
Verwaltungsgericht befasste sich bereits im Verfahren B 2015/98 mit der
Rechtmässigkeit der von der Beschwerdegegnerin erhobenen Gebühren in allen
Detailpositionen (Schlussrechnung des Jahres 2014). Im vorliegend angefochtenen
Urteil der Vorinstanz, in welchem über die Schlussrechnungen der Jahre 2015 und
2016 zu entscheiden war, sind wieder dieselben Elemente der Schlussrechnungen
(Netznutzung, Energielieferung und Abgaben) wie in der Schlussrechnung des Jahres
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2014 strittig. Daher ist bezüglich die Ausführungen über die gesetzlichen Grundlagen
für die Erhebung der einzelnen Gebühren – anstelle von Wiederholungen – sowohl auf
das Urteil des Verwaltungsgerichts B 2015/98 vom 24. November 2016 (E. 2 und 3) als
auch auf den angefochtenen Entscheid der Vorinstanz (E. 4) zu verweisen. In diesen
Entscheiden wurden die massgebenden Gesetzesbestimmungen eingehend erläutert
und korrekt wiedergegeben. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Erhebung
dieser Gebühren von Bundesrechts wegen vorgeschrieben sind (Bundesgesetz über
die Stromversorgung, SR 734.7, StromVG und Energiegesetz, SR 730.0, EnG). Diese
Gesetze sind daher auch für den Strombezug (StromVG), die SDL (StromVG) und die
KEV (EngG) des Beschwerdeführers massgebend. Eine Verletzung des für die
Erhebung der Gebühren massgebenden Kostendeckungs- und des Äquivalenzprinzips
konnte durch das Verwaltungsgericht in bereits mehrfach erwähntem
Beschwerdeverfahren B 2015/98 nicht festgestellt werden. Das StromVG ist bereits seit
Jahren in Kraft und damit hat sich entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers an der
Rechtsgrundlage nichts geändert. Konkret beanstandet der Beschwerdeführer weder
den in Rechnung gestellten Mengenverbrauch noch die Tarife, weshalb nicht weiter
darauf einzugehen ist. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF
2'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12,
GKV). Die Kosten sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2'000 zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist
unterlegen (Art. 98 VRP), und die Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf
Kostenersatz (VerwGE B 2015/98 vom 24. November 2016 E. 4 und B 2014/203 vom
25. Mai 2016 E.5.2. mit Hinweisen; vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 177).