# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cdd67af7-7375-4121-886a-568fc68a3809
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956,
war von März 2011 bis August 2012 als Mitar
beiter Spedition bei der
Y._
tätig (Urk. 6/23/12). Unter Hin
weis
auf zwei Rückenoperationen, eine erweiterte Versteifung der Wirbelsäule und eine erneute
Duralsackkompression
meldete
er
sich am 28. Oktober 2012
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/17).
Eine in der Folge durchgeführte Arbeitsvermittlung blieb
ergebnis
los (Urk. 6/34). Die IV
Stelle klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und
veranlasste beim
Z._
ein interdisziplinäres Gut
achten, welches am 11. Mai 2015 erstattet wurde (Urk. 6/67).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/80, Urk. 6/86, Urk. 6/88-89)
sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom
28
.
Oktober
2015
(
Urk. 6/9
9
=Urk. 2) eine ganze Rente für den Zeitraum vom
1.
Janua
r 2014 bis 30. November 2014 zu
.
2.
Der Versicherte erhob am 23. November 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom
28
.
Oktober
2015
(Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm ab 1. September 2013 bis 30. November 2014 eine ganze Rente und ab 1. Dezember 2014 eine halbe Rente zuzusprechen
(Urk. 1 S. 1 Mitte)
. Die IV
Stelle
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 15. Januar 2016 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 11. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7-8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente
haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Ein
kommensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herab
setzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozial
versicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus,
dass dem Beschwerdeführer seit dem 7. September 2012 die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Nach Ablauf des Wartejahres im September 2013 sei ihm eine - näher umschriebene - behinderungsangepasste Tätigkeit zu einem Pensum von 80 % zumutbar gewe
sen. Gestützt darauf ermittelte
die Beschwerdegegnerin
- unter Gewährung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % vom statistischen Tabellenlohn - einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 33 %
(S. 2 Mitte)
.
Im Oktober 2013 habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ver
schlechtert. Es sei ihm keine behinderungsangepasste Tätigkeit mehr zumutbar gewesen. Der IV-Grad habe sich drei Monate nach Verschlechterung, also per Januar 2014, auf 100 % erhöht. Nach erfolgter Behandlung habe sich der Gesundheitszustand verbessert. Sicher ab August 2014 sei ihm wieder eine angep
a
sste Tätigkeit zu
80 % zumutbar gewesen. Der IV-Grad habe sich drei Monate nach Verbesserung des Gesundheitszustandes, also per November 2014
(richtig: Dezember 2014)
auf 33 % vermindert
(S. 2 unten)
. Es habe somit von Januar 2014 bis November 2014 ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestanden
(S. 3 oben)
.
Mit Beschwerdeantwor
t vom 15. Januar 2016 (Urk. 5)
führte
die
Beschwerde
gegnerin
aus näher genannten Gründen (S. 1 Ziff. 3 ff.) aus, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sei keine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab September 2013 ausgewiesen.
Zudem führte sie
aus
, da dem Beschwerdeführer im Jahr 2012 aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt worden sei, sei zur Bestimmung
des
Valideneinkommens
zu Recht auf die Tabellenlöhne nach LSE (
Schweizerische Lohnstrukturerhebung
)
abgestellt worden
(S. 2 Ziff. 4)
.
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer den Standpunkt, dass er seit 2012 wegen seines Rückens komplett ausser Gefecht sei. Er sei am 25. September 2012 und
am
18. Dezember 201
3
operiert worden. Er sei daher der Ansicht, dass ihm eine ganze Rente nicht erst ab 1. Januar 2014, sondern bereits nach Ablauf des Wartejahres (September 2013) zustehe.
Zudem sei beim Einkommen ohne Behinderung nicht auf eine Statistik, sondern auf sein der Teuerung angepasstes Gesamteinkommen von 2007 abzustellen. Beim Invalideneinkommen
sei
nicht auf das Total, sondern auf den Durchschnittslohn im Sektor 3 Dienstleistungen abzustellen, da er stets im Dienstleistungsbereich gearbeitet habe und aufgrund seines Alters in fremden Branchen nicht mehr unterkomme. Somit habe er ab 30. November 2014 Anspruch auf eine halbe Rente.
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invaliden
rente von September bis Dezember 2013 sowie ab Dezember 201
4.
3.
3.1
Die Ärzte der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation,
A._
, nannten im Bericht vom 20. Mai 2008 (Urk. 6/9) die folgenden
, hier gekürzt angeführten,
Diagnosen
(S. 1 Mitte)
:
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom beidseits mit inter
mittierender
Claudicatio
spinalis
koronare 3-Gefässerkrankung
Diabetes mellitus Typ
2
periphere arterielle Verschlusskrankheit
(
PAVK
)
IIa
beidseits
chronischer Alkoholabusus
Die
Hospitalisatio
n
des Beschwerdeführers sei zu
r
elektiven mikrochirurgischen Dekompression und
Spondylodese
bei intermittierender
Cla
udicatio
spinalis
erfolgt (S
.
1 unten). Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit vo
m
24. April 2008 bis 14. Juni 2008 (S. 2 Mitte).
3.2
Mit ärztlichem Zeugnis vom 11. September 2012 (Urk. 6/16/6) führte Dr. med.
B._
, orthopädische Chirurgie FMH, aus, der Beschwerdeführer sei vo
m
7. September bis 7. Oktober 2012
zu 100 %
arbeitsunfähig.
3.3
Mit ärztlichem Zeugnis vom 5. Oktober 2012 (Urk.
6/16/7) führte Dr. med. C._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, Praktische Ärztin, Klinik für Rheumatologie,
D._
, aus, der Beschwerdeführer sei vo
m
24. September 2012 bis 7. November 2012 arbeitsunfähig.
3.4
Die Ärzte der Klinik für Rheumatologie,
A._
, nannten im Bericht vom 5. Oktober 2012 (Urk. 6/14) die folgenden Diagnosen (S. 1):
Claudicatio
spinalis
hochgradige Spinalkanalstenose L4/5
Spondylodese
L4-L5; Mikrochirurgische Dekompression L4/5 beidseits von links (
fecit
.
Dr.
E._
)
,
Diskektomie von links (
fecit
.
Dr.
B._
) 2
5.
September 2012
Diabetes Mellitus Typ II
koronare Herzerkrankung (KHK) mit p
erkutane
r
transluminale
r
Koro
narangioplastie
(PTCA) und
Stentimplantation
2005
periphere arterielle Verschlusskrankheit
(PAVK) Stadium II
Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sechs bis acht Wochen (S. 2).
3.5
Mit ärztlichem Zeugnis vom 7. November 2012
(Urk. 6/19/1) führte Dr.
B._
aus, der Beschwerdeführer sei vo
m
7. September 2012 bis 7. November 2012 zu 100 % arbeitsunfähig. Ab 8. November 2012 sei er wieder voll arbeitsfähig.
3.6
Dr.
med. E._
, Facharzt für
Neurochirurgie
, nannte mit Bericht vom 20. September 2013 (Urk. 6/38) die folgenden Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
Status nach
Spondylodese
-Verlängerung L3-5 mit mikrochirurgischer Dekompression L4/5 am 25. September 2012 bei Stenose
Status nach
Spondylodese
L3/4 und DIAM L4/5 am 30. April 2008
Der postoperative Verlauf nach dem Eingriff am 25. September 2012 sei gut gewesen, der Beschwerdeführer sei am 7. Januar 2013 nahezu schmerzfrei gewesen. Es hätten noch Schmerzen nach längerem Stehen bestanden. Ausser
dem habe der Beschwerdeführer über
Kribbelparästhesien
am linken Fuss berichtet (S. 2 Ziff. 1.4).
3.
7
Dr. med.
F._
, praktische Ärztin,
führte in ihrem Bericht vom 7.
November 2013
(Urk. 6/40)
aus, dass sie den Beschwerdeführer seit min
destens 2007 behandle (S. 1 Ziff. 1.2)
,
und
nannte folgende Diagnosen mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
aktuell gerade Abklärung wegen weiterer Operation, vermutlich Novem
ber oder Dezember 2013 geplant. Stenose oberhalb der operiert
en Stelle im Bereich L2 oder L3
Status nach
Spondylodese
Verlängerung L3-L5 mit mikrochirurgischer Dekompression L4/5 am 25. September 2012 bei Stenose L4/5
Status nach MD und
transpediculärer
und sowie
intercorpureller
perku
ta
ner
Sechstant
Spondylodese
L3/4 und DIAM L4/5 am 30. April 2008
Sodann führte sie die folgenden Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit auf (S. 1 unten):
Diabetes Mellitus Typ II
koronare Herzkrankheit
periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) Stadium II
Im Moment sei an eine Arbeitsfähigkeit überhaupt nicht zu denken.
Der Beschwer
deführer benötige Analgetika und Krücken, um das Haus überhaupt verlassen zu können. Er könne vielleicht 10 bis 20 Meter ohne Krücken gehen. Er habe starke brennende Schmerzen in den Oberschenkeln und im Rücken (S. 2 oben).
3.
8
Die Ärzte des
G._
nannten mit Bericht vom 3. Januar 2014 (Urk. 6/85/6-
8
) die folgenden, hier gekürzt angeführten, Diagnosen (S. 1):
Stenose L2/L3 bei degenerativen Veränderungen
koronare Dreigefässerkrankung
Diabetes mellitus Typ 2
peripher
e
arterielle Verschlusskrankheit Stadium
IIa
beidseits,
Erstdiag
nose
2007
Depression
Status nach
Polytoxikomanie
(bis 2011, kein
intravenöser Gebrauch
)
Vitamin D-Mangel
Der Beschwerdeführer sei ihnen von Dr.
E._
zur Dekompression und
Ver
längerungsspondylodese
L2-L5
bei Degeneration L2/3 mit Stenose bei Status nach
Spondylodese
L3-5 im September 2012 elektiv zugewiesen worden. Die Operation sei wie geplant am 18. Dezember 2013 durch Dr.
E._
durchge
führt worden (S. 2 oben). Eine erste Verlaufskontrolle bei Dr.
E._
fände Ende Januar statt. Bis zu diesem Termin sei dem Beschwerdeführer ein
Arbeits
unfähigkeitszeugnis
ausgestellt worden
(S. 3 oben)
.
3.9
Mit ärztlichem Zeugnis vom 21. Januar 2014 führte
Dr.
E._
aus, der Beschwerdeführer sei vom 1. Februar bis 1. Mär
z 2014 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 6/44)
.
3.
10
Dr.
F._
führte mit Bericht vom 7. April 2014 (Urk. 6/41/6) aus, der Beschwer
deführer sei derzeit noch 100 % arbeitsunfähig. Die Prognose sei insgesamt ungünstig. Ihres Erachtens sei bei ihm mit den weiteren Erkrankungen eine hohe Invalidität vorhanden.
3.
1
1
Dr. med.
H._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, führte mit Bericht vom 10. Juni 2014 (Urk. 6/46) aus, dass er den Beschwerdeführer seit 11. März 2013 behandle
,
und nannte die folgenden, hier gekürzt angeführten,
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
chronische leichte depressive Episode, ICD 10 F32.0
chronisches Rückenleiden
Die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischen Gründen nicht eingeschränkt (S. 2 Ziff. 1.6).
3.1
2
Dr.
E._
nannte
mit
am 9. Juli 2014 bei der Beschwerdegegnerin einge
gange
nen
Bericht
(Urk. 6/47
) die folgenden Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1)
:
Status nach Verlängerun
g
-
Spondylodese
L2-L5 sowie Dekompression L2/3 am 18. Dezember 2013 wegen
epifusioneller
D
e
generation mit Ste
nose
Status nach
Spondylodese
-Verlängerung L3-5 mit mikrochirurgischer Dekompression L4/5 im September 2012
Status nach
Spondylodese
und Dekompression L3/4 mit Implantation eines
DIAM’s
L4/5 2008
Die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer im Moment vermutlich zu 50 % zumutbar. Als eine angepasste Tätigkeit sei ein Arbeitsversuch anfangs über zwei Stunden mit maximal
em
Heben von 5 kg denkbar (S. 2 f. Ziff. 1.7).
3.1
3
Dr.
F._
führte mit Bericht vom 7. Juli 2014 (Urk. 6/48) aus, der Beschwerde
führer sei
seit 14. Oktober 2013 zu 100 % arbeitsunfähig.
3.1
4
Die Beschwerdegegnerin holte beim
Z._
ein interdisziplinäres medizinisches Gutachten ein, das am 11. Mai 2015 erstattet wurde (Urk. 6/67).
Das Gutachten beruht unter anderem auf den fachärztlichen Untersuchungen des Beschwerde
führers in den Bereichen Innere Medizin (S. 19 ff.), Orthopädie (S. 22 ff.), Neu
rologie (S. 29 ff.) und Psychiatrie (S. 33 ff.).
Die Gutachter nannten
die folgen
den, hier gekürzt
angeführten, Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 42 Ziff. 7):
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
mit in diesem Rahmen kurzdauernden rezidivierenden depressiven Störun
gen
Periarthropathie
der rechten Schulter mit deutlicher Funktionsstörung
schwere
Ulnarisneuropathie
rechts im
Sulcus
bei subluxiertem Nerv
vorwiegend sensible Polyneuropathie mit Befall der dick- und dünn-
myelinisierten
Fasern
Die Gutachter führen in ihrer Gesamtbeurteilung aus, der Versicherte sei i
n der bisherigen Tätigkeit als Lagerist nicht mehr einsetzbar. Führend sei das lumbale Leiden mit Status nach dreifacher Revisionsoperation. Der Versicherte sei heute nicht mehr in der Lage, schwere Lasten zu heben oder zu tragen, Arbeiten über Kopf auszuführen. Auch repetitives Vor
nüberbeugen und so weiter
sei dem Versicherten heute nicht mehr oder nur sehr beschränkt möglich. Insgesamt interferiere die Pathologie im Bereiche des Rückens, aber auch die aktuelle Schulterproblematik bei dieser Tätigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätigkeit bestehe seit September 2012, als der Versicherte zum zweiten Mal habe operiert werden müssen. Postoperativ sei es zwar zu einer Besserung gekommen, er sei auch kurze Zeit (wenige Wochen) erwerbstätig gewesen, aller
dings nicht als Lagerist, bis er dann im Dezember 2013 erneut, nun nach Auf
treten einer Parese, habe operiert werden müssen (S. 44 Ziff. 10).
In adaptierter Tätigkeit, das heisse, einer körperlich leichten, rückenadaptierten Tätigkeit, ohne Notwendigkeit Überkopfarbeiten auszuführen, ohne Notwendig
keit, feinmotorische Tätigkeiten oder Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an das Gehör ausführen zu müssen, ohne Heben und Tragen von Gewichten über fünf Kilogramm bestehe heu
t
e eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit einem verminderten Rendement von zirka 20 %. Diese Rendement-Verminderung
ergebe sich wesentlich aus dem Schmerzerleben des Versicherten. Diese Arbeitsfähigkeit gelte ab zirka August 2014, das heisse, zirka acht Monate nach dem letzten operativen Eingriff (S. 44 Ziff. 11).
In adaptierter Tätigkeit bestünden wenig Möglichkeiten, das heute dem Beschwerde
führer mögliche 80%-Pensum zu verbessern, da er polymorbid erkrankt sei und neben der rückenbedingten Schmerzhaftigkeit auch eine
Ulna
ris-Pathologie
bestehe, welche nun behandelt werden sollte. Dies werde einen weiteren Arbeitsausfall des Versicherten nach sich ziehen. Es sei mehr mit einer Zunahme der Beschwerden aufgrund der degenerativen Natur des Leidens als mit einer Abnahme zu rechnen. Ohne Behandlung der
Ulnaris
-Beschwerden sei auch mit einer Zunahme der diesbezüglichen Beschwerden und einer Pathologie mit Ausfall
ulnaris
-bedingter Funktionen zu rechnen (S. 45
Ziff.
12).
3.1
5
Dr. med. I._
, Facharzt
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), empfahl am 15. Mai 2015, für die Beurteilung auf das
Z._
-Gutachten abzustellen
(Urk. 6/78/7-8, S. 8 Mitte)
.
3.1
6
Dr.
I._
führte mit
Stellungnahme
vom 28. Juli
2015
(
Urk.
6/78/9) aus, m
it Blick auf den Bezug von Arbeitslosentaggeldern von Januar bis Juni 2013 und die Arbeitstätigkeit von Mai bis Juli 2013 sei medizintheoretisch davon auszu
gehen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zeitraum von Januar bis September 2013 eine 80-100%ige Arbeitsfähigkeit für eine
behinderungsange
passte
Tätigkeit vorgelegen habe, ehe dann im Oktober die erneute Verschlech
terung des Gesundheitszustandes eingetroffen sei.
4.
4.1
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer in angestammter Tätigkeit seit September 2012 arbeitsunfä
hig ist (vorstehend E. 2.1, E. 2.2
, E. 3.2
, E. 3.1
4
).
4.2
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass
im Oktober 2013 eine Ver
schlech
terung des Gesundheitszustandes eingetreten
ist, sodass der Beschwerde
führer ab diesem Zeitpunkt auch in angepasster Tätigkeit arbeits
unfähig war
(vorstehend E. 2.1)
. Der Beschwerdeführer machte hingegen gel
tend, bereits nach Ablauf des Wartejahres im September 2013 An
spruch auf eine Rente zu haben
, da er seit 2012 krank sei
(vorstehend E. 2.2).
4.3
Es ist nicht zu beanstanden, dass der RAD-Arzt Dr.
I._
erst ab Oktober 2013 von einer
vollständigen
Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausging
(
vorstehend E. 3.16
)
, zumal der Beschwerdeführer von Mai bis Juli 2013 verein
zelt arbeitstätig war
(Urk. 6/76
S. 7)
und
auch
die Hausärztin
Dr.
F._
erst ab Oktober 201
3
eine
vollständige
Arbeitsunfähigkeit attestiert hat (vorstehend E. 3.1
3
).
Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist somit eine
vollständige
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in angepasster Tätigkeit ab Oktober 201
3
erstellt.
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer ab August 2014 wieder in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist
(vgl.
Urk.
1 S. 3)
.
4.
4
Der medizinische Sachverhalt ist somit dahingehend erstellt, dass
der Beschwer
deführer seit September 2012
in
der angestammten und
von Oktober 2013 bis August 2014
auch in einer
angepasste
n
Tätigkeit
vollständig arbeitsunfähig war
. Im Septem
ber 2013 und
wieder
ab August 2014 war der Beschwerdeführer in einer
ange
passten
Tätigkeit
zu
80 % arbeitsfähig.
5.
5.1
Es ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer spätestens ab Januar 2014 und mindestens bis Ende November 2014 ein Anspruch auf eine ganze Rente zusteht. Strittig und zu prüfen ist vorab, ob der Rentenanspruch bereits früher entstanden ist.
Im Zeitpunkt der - mit Ein
tritt
der vollständigen
Arbeitsunfähigkei
t auch in ange
passter Tätigkeit - unumstrittenen
Verschlec
hterung des Gesundheitszu
stands
im Oktober 2013 (
Urk.
2 S. 2 unten; Bericht
Dr.
F._
vom
7.
November 2013 [
Urk.
6/40
]
mit Hinweis auf
die bevorstehende Operation) war der Beschwerdeführer
in der angestammten Tätigkeit
bereits seit mehr
als einem Jahr, nämlich gestützt auf das Zeu
gnis von
Dr.
B._
vom 1
1.
September 2012 (
Urk.
6/16/6)
seit
dem
7.
September 2012, vollständig arbeitsunfähig. Damit war das
Wartejahr
im Oktober 2013
erfüllt und
es
best
and
nach
dessen
Ablauf eine Invalidität. Dementsprechend h
at
der Beschwerdeführer
bereits
ab Oktober 2013 Anspruch auf eine Rente.
Entgegen der Auffassung der
Beschwer
degegnerin
kann
Art.
88a IVV nicht zur Anwendung gelangen, solange der Rentenanspruch
wie hier
nicht schon einmal nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG ent
standen ist
(
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Stauffer/
Cardinaux
[Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
3.
Aufl. 2014, S.
304
N.
35
zu
Art.
28
IVG).
5.2
Zu prüfen bleibt, ob ab Dezember 2014 weiterhin ein Anspruch auf eine Rente besteht, nachdem der Beschwerdeführer ab August 2014 in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 80
%
arbeitsfähig war (vorstehend E. 4.4). Dazu ist ein
Ein
kommensvergleich
durchzuführen.
5.
3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mens
entwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BG
E 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis
).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausgegli
chenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Festsetzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
5.4
Die Beschwerdegegnerin ging bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
davon aus, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 100 % nachgehen und dabei ein Jahreseinkommen von rund Fr. 70
‘
175.--
erzielen
würde. Sie stützte sich dabei auf die statistischen Werte der LSE, Zentralwert für Dienstleistungsberufe und Verkaufskräfte, da der Beschwerdeführer bei Beginn des Wartejahres auf Stellensuche war (
vorstehend E. 2.1
).
Der Beschwerdeführer machte hingegen geltend, es sei auf sein der Teuerung angepasstes Gesamteinkommen von 2007 abzustellen (vorstehend E. 2.2).
Der Beschwerdeführer arbeitete
von
März 2011 bis August 2012 als Mitar
beiter Spedition bei der
Y._
.
Aufgrund der wirtschaftlichen Situation wurde ihm die Anstellung gekündigt
(
Urk.
6/23/12)
. Unter Berück
sichtigung der Tatsache, dass es sich bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bei der
Y._
nicht um eine länger andauernde und kontinuierliche Tätigkeit gehandelt hat und das Arbeitsverhältnis
nicht gesundheitsbedingt, sondern
aus wirt
schaftlichen Gründen aufgelöst wurde, rechtfertigt es sich,
für die Berech
nung des
Validen
e
inkommens
auf die statistischen Werte der LSE abzustellen.
Da der Beschwerdeführer gelernter Verkäufer und Logistikfachmann ist (
Urk.
6/16/4-5), ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Total der Bruttolöhne für Verkaufskräfte und in Dienstleistungsberufen heran
zog.
Im Übrigen
erweist sich der Einwand des Beschwerd
e
führers
, es sei auf das im Jahr 2007 erzielte Einkommen abzustellen,
nicht als stichhaltig, da ein länger an
dauer
nder Gesundheitsschaden erst seit September 2012 ausgewiesen ist und er
gemäss IK-Auszügen zuvor
mehrheitlich
kein über den Tabellenlöhnen liegen
des Einkommen erzielt hat
te
.
Das im Jahr 2012 von Männern im Durchschnitt in Dienstleistungsberufen und
von Verkaufskräften erzielte Einkommen betrug pro Monat Fr. 5‘565.-- (LSE
2012, S. 44, T17, Total Ziff. 5). Der durchschnittlich
en
wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2012 von 41.
7
Stunden und der allgemeinen
Lohnentwick
lung
im Jahr 2013 in der Höhe von 0.8 % angepasst, ergibt dies ein
Va
lidenein
kommen
von rund Fr. 70‘175.--
(Fr. 5‘565.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.008)
.
5.
5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der LSE kann
ausnahmsweise
der Lohn eines einzelnen Sektors („Produktion" oder „Dienst
leistungen") oder gar einer bestimmten Branche herangezogen werden, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerbli
chen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen, namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit im betreffenden Bereich tätig gewesen waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E.
5.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 5.3).
5.6
Zur
Ermittlung des Invalideneinkommen
für eine gemäss Belastungsprofil zumut
bare Tätigkeit errechnete die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die
LSE 2012
(TA1,
Kompe
tenz
niveau
1 Total, Männer)
unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
für das Jahr 2013
ein
Invalideneinkommen von
Fr. 65‘698.50 (Fr. 5‘210.
-- :
40 x 41.7 x 12
x 1.008
) beziehungsweise Fr. 52‘558.80 bei einem Pensum von 80 %.
Der Beschwerdeführer machte hingegen geltend, es sei bei der Berechnung des Invalideneinkommens nicht auf das Total aller Wirtschaftszweige, sondern auf den Durchschnittslohn im Sektor Dienstleistungen abzustellen (vorstehend E. 2.2).
Da der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, zog die Beschwerdegegnerin zur Berechnung des Invalideneinkommens zu Recht Tabellenlöhne bei.
Unter dem Aspekt, dass dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und er darauf angewiesen ist, ein neues Betätigungs
feld zu suchen, und ihm hierfür, unter Berücksichtigung seines
Belastungspro
fils
, grundsätzlich der ganze Bereich des Arbeitsmarktes zur Verfügung steht,
war es gerechtfertigt
, dass die Beschwerdegegnerin auf das Total aller Wirt
schaftszweige abstellte.
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte einen leidensbedingten Abzug von 10 %, womit sich der Beschwerdeführer einverstanden erklärte (Urk. 1 S. 3). Die Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % erscheint ange
messen, sodass ein Invalideneinkommen von Fr. 47‘302.90 resultiert.
5.
7
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von rund Fr. 70‘175.-- mit dem
Invali
den
einkommen
von rund Fr. 47‘303.-- ergibt eine Einkommenseinbusse von rund Fr. 22‘872.-- und damit einen nicht rentenbegründenden
Invaliditäts
grad
von rund 33 %.
Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass selbst wenn, wie vom Beschwerde
führer geltend gemacht, auf den Durchschnittslohn im Sektor Dienstleistungen
abgestellt werden würde, ein Invalideneinkommen von Fr. 60‘024.-- (Fr. 4‘760.
-
-
: 40 x 41.7
x 12
x 1.008
) beziehungsweise unter Berücksichtigung eines Pen
sums von 80 % und eines leidensbedingten Abzuges von 10 % ein solches von Fr. 43‘217.30, mithin bei einer Einkommen
seinbusse von Fr. 26‘957.80 ein
ebenfalls rentenausschliessende
r
Invaliditätsgrad von 38 % resultieren würde.
5.8
Zusammengefasst hat der Beschwerdeführer bereits ab
1.
Oktober 2013 Anspruch auf eine ganze Rente. Jedoch wurde der Anspruch in Anwendung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV zu Recht auf Ende November 2014 befristet. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
Festzuhalten ist, dass die
Z._
-Gutachter eine zukünftige Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aufgrund der
Ulnaris
-Problematik und des möglichen Fortschreitens der degenerativen Erkrankung nicht ausschlossen
(vgl. vorstehend E. 3.14). Dem Beschwerdeführer steht es frei, sich bei Eintritt einer solchen Verschlechterung bei der Beschwerdegegnerin erneut anzumelden. Ebenso ist eine Fortsetzung der Eingliederungsbemühungen der
Beschwerde
gegnerin
(vgl.
Urk.
6/105) nicht ausgeschlossen.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts-kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest-zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
den Parteien je zur Hälfte
aufzuerlegen.