# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7d9bb500-230c-59a3-83c7-aad2287fd8c0
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X.Y. (geb. 1967) ist italienischer Staatsangehöriger. Ab 1988 hielt er sich als
Saisonnier in der Schweiz auf (vgl. act. 10/Migrationsamt Seiten 257 ff.). Im November
1992 wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt (vgl. act. 10/Migrationsamt Seite
286). Weil er vom Kantonsgericht St. Gallen mit Urteil vom 17./18. April 1997 wegen
mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und grober
Verkehrsregelverletzung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von neun Monaten
verurteilt worden war, verweigerte die Fremdenpolizei (heute Migrationsamt) X.Y. Ende
1997 die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Sie wurde ihm im Mai 1999 erteilt.
Seine Ehefrau A.Y. (geb. 1976), die er am 6. August 1996 in Italien geheiratet hatte (vgl.
act. 10/Migrationsamt Seite 307) und der Ende 1997 zunächst eine
Aufenthaltsbewilligung erteilt worden war (act. 10/ Migrationsamt Seite 437), und der
gemeinsame Sohn K.Y. (geb. 2001), beide italienische Staatsangehörige, sind
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niederlassungsberechtigt. X.Y. wurde am 17. Juli 2001 und am 12. Februar 2004
wegen Übertretung von Verkehrsregeln (Busse von jeweils CHF 300), am 6. März 2006
wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln und Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz (Fahren nach Kokainkonsum, bedingte Gefängnisstrafe von 20
Tagen) sowie am 4. Dezember 2012 wegen schwerer Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz, mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz und Lagerns
falschen Geldes (Freiheitsstrafe von 33 Monaten, davon 23 Monate bedingt; BGer
6B_253/2013 vom 11. Juli 2013) verurteilt.
B. In der Folge widerrief das Migrationsamt am 17. Oktober 2013 die
Niederlassungsbewilligung von X.Y. Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den
dagegen erhobenen Rekurs am 2. Juni 2015 ab mit der Begründung, mit der
Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 33 Monaten liege ein Widerrufsgrund vor. Das
migrationsrechtliche Verschulden wiege angesichts der verhängten Strafen und der Art
der Delikte schwer. Auch wenn zwischen den beiden Verurteilungen wegen
Drogenhandels 16 Jahre lägen, spräche die dazwischen liegende Bestrafung wegen
Drogenkonsums für eine Kontinuität in diesem Bereich. Im Übrigen vermöge auch eine
einzelne gewichtige Verurteilung einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung zu
begründen. Obwohl er sich der ausländerrechtlichen Konsequenzen habe bewusst sein
müssen und trotz der Anwesenheit der Familie habe er sich wieder auf
Drogengeschäfte eingelassen. Wenn er das Tauschgeschäft Drogen gegen Waffen aus
Gefälligkeit begangen habe, lasse ihn dies als leicht beeinflussbare Person erscheinen,
womit eine grosse Rückfallgefahr verbunden sei. Der Drogenverkäufer habe im
Strafverfahren die Namen der Auftraggeber aus Italien aus Angst nicht nennen können.
Die offenbar bestehenden Machtverhältnisse seien geeignet, ihn zu weiterer Delinquenz
zu veranlassen. Das Wohlverhalten seit der letzten Tatbegehung falle wegen des
Drucks des laufenden Strafverfahrens und des hängigen ausländerrechtlichen
Verfahrens nicht besonders ins Gewicht. Kindheit, Jugend und Erwachsenenjahre habe
X.Y. bis im Alter von rund 25 Jahren in Italien verbracht. Die wiederholte Delinquenz
während des 22-jährigen Aufenthalts in der Schweiz sowie der Umstand, dass er sich
vorwiegend im Kreis von Landsleuten aufhalte und noch in den Gerichtsverhandlungen
in den Jahren 2009 und 2012 eine Dolmetscherin erforderlich war, spreche gegen eine
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gelungene Integration. In Italien habe er als Maurer gearbeitet und habe ein Haus.
Seine Geschwister lebten dort.
C. X.Y. (Beschwerdeführer) erhob gegen den Rekursentscheid des Sicherheits- und
Justizdepartements (Vorinstanz) vom 2. Juni 2015 mit Eingabe seiner Rechtsvertreter
vom 17. Juni 2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge seien der vorinstanzliche Entscheid und die ihm
zugrunde liegende Verfügung des Migrationsamts aufzuheben und vom Widerruf der
Niederlassungsbewilligung abzusehen. Der Beschwerdeführer ergänzte die
Beschwerde am 30. Juni 2015 mit zusätzlichen Beweismitteln.
Die Vorinstanz beantragte unter Verweis auf die Erwägungen im Rekursentscheid am
26. August 2015 die Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie einzutreten sei. Das
Migrationsamt reichte am 1. September 2016 weitere Akten ein. Aus ihnen ergibt sich,
dass dem Beschwerdeführer im Zuge eines gegen ihn geführten polizeilichen
Ermittlungsverfahrens der Verkauf von Kokain in der Zeit zwischen Januar 2014 und
Mai 2016 angelastet wird. Die Akten wurden den Verfahrensbeteiligten am 5.
September 2016 zur Kenntnis gebracht.
Auf die Ausführungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid und des
Beschwerdeführers zur Begründung seiner Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Da der
angefochtene Rekursentscheid vom 2. Juni 2015 an die Stelle der ihm zugrunde
liegenden Verfügung des Migrationsamtes vom 17. Oktober 2013 getreten ist
("Devolutiveffekt", BGE 134 II 142 E. 1.4; BGer 1C_166/2013 vom 27. Juni 2013 E. 1.1
und 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 1.2), kann auf die Beschwerde, soweit damit die
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Aufhebung der Verfügung beantragt wird, nicht eingetreten werden. Im Übrigen sind
die Prozessvoraussetzungen erfüllt. Der Beschwerdeführer ist Adressat des
angefochtenen Entscheides, mit welchem sein Rekurs gegen den Widerruf seiner
Niederlassungsbewilligung abgewiesen wurde, und damit zur Erhebung des
Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde
wurde mit Eingabe vom 17. Juni 2015 rechtzeitig erhoben und erfüllt in formeller und
inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47
Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist unter dem erwähnten Vorbehalt
einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer ist italienischer Staatsangehöriger. Gemäss Art. 2 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz; SR 142.20,
AuG) gilt das Ausländergesetz für ihn als Angehörigen eines Mitgliedstaates der
Europäischen Gemeinschaft nur soweit, als das Abkommen vom 21. Juni 1999
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (SR
0.142.112.681, FZA) keine abweichenden Bestimmungen enthält oder das AuG
günstigere Bestimmungen vorsieht. Der Widerruf beziehungsweise die Nichterteilung
von Bewilligungen ist im FZA nicht geregelt, so dass Entfernungs- und
Fernhaltemassnahmen gegenüber Angehörigen von Mitgliedstaaten der Europäischen
Gemeinschaft gestützt auf Art. 60-68 AuG angeordnet werden. Dasselbe ergibt sich
aus Art. 24 der Verordnung über die Einführung des freien Personenverkehrs (SR
142.203, VEP). Die Prüfung ob dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung
entzogen werden darf, erfolgt in zwei Etappen. Ist einer der in Art. 63 AuG
niedergelegten Widerrufsgründe erfüllt und ist die Massnahme verhältnismässig im
Sinn von Art. 96 Abs. 1 AuG und (gegebenenfalls) Art. 8 Ziffer 2 der Europäischen
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK),
ist in einem nächsten Schritt zu prüfen, inwiefern das FZA zusätzliche Schranken
auferlegt (vgl. BGE 130 II 176 E. 3.2, BGer 2C_793/2015 vom 29. März 2016 E. 4).
3. In der Beschwerde wird nicht bestritten, dass angesichts der vom Bundesgericht am
11. Juli 2013 bestätigten strafrechtlichen Verurteilung des Beschwerdeführers zu einer
Freiheitsstrafe von 33 Monaten, davon 23 Monate bedingt, der Widerrufsgrund gemäss
Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 62 Ingress und lit. b AuG erfüllt ist. Umstritten ist,
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ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers
verhältnismässig (dazu nachfolgend Erwägung 4) und mit seinen Ansprüchen aus dem
FZA vereinbar (dazu nachfolgend Erwägung 5) ist.
4.
4.1. Soweit die betroffene Person das Recht auf Achtung des Privat- und
Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK beanspruchen kann, ist aufgrund von
Art. 8 Ziff. 2 EMRK neben der landesrechtlichen gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG überdies
eine konventionsrechtliche Interessenabwägung vorzunehmen (BGE 122 II 1 E. 2). Hat
eine ausländische Person nahe Angehörige in der Schweiz und wird die Beziehung zu
diesen tatsächlich gelebt, kann sie sich grundsätzlich auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen,
um sich der drohenden Trennung von ihren Familienangehörigen zu widersetzen (BGE
130 II 281 E. 3.1). Der in der Schweiz lebende Ehegatte muss dabei über ein
gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen (BGE 135 I 143 E. 1.3.1; 130 II 281 E. 3.1); in
Bezug auf ein Kind muss die ausländische Person obhutsberechtigt sein (BGE 137 I
284 E. 2.3.1; vgl. BGer 2C_948/2011 vom 11. Juli 2012 E. 3.2). Beide Voraussetzungen
erscheinen im vorliegenden Fall erfüllt, zumal den Akten keine Anhaltspunkte dafür zu
entnehmen sind, dass der Beschwerdeführer nicht intakte familiäre Beziehungen mit
seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn, die beide in der Schweiz
niederlassungsberechtigt sind, lebt. Die Verhältnismässigkeitsprüfung gemäss Art. 8
Ziffer 2 EMRK entspricht den Anforderungen nach Art. 96 Abs. 1 AuG, sodass sie nach
Bundes- und Konventionsrecht in einem gemeinsamen Schritt vorgenommen werden
kann (BGer 2C_249/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.2).
4.2. Gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG berücksichtigen die zuständigen Behörden bei der
Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse
sowie den Grad der Integration der Ausländerinnen und Ausländer. Bei der
Interessenabwägung sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der
Integration beziehungsweise die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem
Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen. An die
Schwere des Verschuldens sind umso strengere Anforderungen zu stellen, je länger der
Betroffene in der Schweiz gelebt hat. Neben dem strafrechtlichen Verschulden sind
insbesondere die Art und Schwere der Straftat(en), die durch die Straftat verletzten
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Rechtsgüter, die Art und Umstände der Tatbegehung (einfache oder mehrfache
Delinquenz) sowie das Verhalten nach der Tat zu berücksichtigen (vgl. BGE 139 I 19 E.
2.2.1). Bei schweren Straftaten, wozu namentlich Drogendelikte aus finanziellen
Motiven gehören (vgl. dazu BGer 2C_793/2015 vom 29. März 2016 E. 5.1, im
Gegensatz zur Drogendelinquenz, welche der Sucht entspringt), und bei Rückfall
beziehungsweise wiederholter Delinquenz besteht regelmässig ein wesentliches
öffentliches Interesse, die Anwesenheit eines Ausländers zu beenden, der dermassen
die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigt (vgl. BGer 2C_611/2013 vom 13.
Oktober 2014 E. 2.2).
Nach Art. 8 Ziffer 2 EMRK ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziffer 1 EMRK geschützte
Familienleben dann statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme
darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die
öffentliche Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der
Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der
Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint.
Zu berücksichtigen sind die Schwere des begangenen Delikts, der seit der Tat
vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während dieser Periode, die
Auswirkungen auf die primär betroffene Person sowie deren familiäre Situation. Zudem
sind die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte relevant, welche
Rückschlüsse auf deren Intensität zulassen (Geburt und Alter allfälliger Kinder;
Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umständen nicht
in der Schweiz gelebt werden kann). Von Bedeutung sind auch die Nachteile, welche
dem Ehepartner oder den Kindern erwachsen würden, müssten sie dem Betroffenen in
dessen Heimat folgen (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 mit Hinweisen).
4.3.
4.3.1. Hinsichtlich des strafrechtlichen Verschuldens ist davon auszugehen, dass das
Kantonsgericht St. Gallen den Beschwerdeführer am 4. Dezember 2012 zu einer 33-
monatigen Freiheitsstrafe verurteilte und das Bundesgericht am 11. Juli 2013 eine
dagegen erhobene Beschwerde abgewiesen hat. Der nicht drogenabhängige
Beschwerdeführer übernahm etwas mehr als 600 Gramm Kokaingemisch von einem
aus Süditalien angereisten Landsmann im Austausch gegen vier Waffen samt Munition
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– welche er zuvor ohne Waffenerwerbsschein gegen 75 Gramm Kokain eingetauscht
hatte – und versprach, weitere Waffen aufzutreiben. 25 Gramm des übernommenen
Kokains tauschte er – wiederum ohne Waffenerwerbsschein – gegen eine Pistole der
Marke Glock inklusive Schalldämpfer. Das Kreisgericht ging im Urteil vom 28.
September 2011 in diesem Zusammenhang von einer „beträchtlichen kriminellen
Energie“ aus (vgl. act. 10/Migrationsamt Seite 21). Das Kantonsgericht bezeichnete die
kriminelle Energie vor dem Hintergrund der Verknüpfung von grenzüberschreitendem
Betäubungsmittel- und Waffenhandel als „erheblich“ und gewichtete das Verschulden
des Beschwerdeführers als schwer (vgl. act. 10/Migrationsamt Seite 177). Bei der
Strafzumessung war sodann zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer, in
dessen Wohnung anlässlich einer Hausdurchsuchung elf gefälschte
Hundertfrankennoten gefunden worden waren, auch des Lagerns von Falschgeld
schuldig zu sprechen war (vgl. act. 10/Migrationsamt Seiten 91 und 100-104).
4.3.2. Ausländerrechtlich impliziert dieVerurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als
zwei Jahren einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische
Rechtsordnung (vgl. BGer 2C_844/2013 vom 6. März 2014 E. 5.7 und 2C_858/2013
vom 7. Februar 2014 E. 3.2 je mit Hinweis auf BGE 135 II 377 E. 4.4 und 2C_948/2011
vom 11. Juli 2012 E. 3.4.4). Angesichts der Verurteilung des Beschwerdeführers zu
einer Freiheitsstrafe von zweidreiviertel Jahren wiegt das öffentliche Interesse an der
Beendigung seiner Anwesenheit in der Schweiz entsprechend schwer.
Hinzu kommt, dass das Deliktsgut unter anderem in dem vom Beschwerdeführer
geführten „M.“ (Kontaktzentrum für Auslanditaliener) gefunden wurde (vgl. act. 10/
Migrationsamt Seite 91). Aus der Schilderung des Beschwerdeführers in der
untersuchungsrichterlichen Einvernahme, wonach ein Mittäter bei ihm im „M.“
vorbeigekommen sei und nach – für einen Auftraggeber in Kalabrien bestimmten –
Waffen gefragt, aber kein Geld gehabt habe, ergibt sich, dass das „M.“ und der
Beschwerdeführer selbst eine zentrale Rolle in der Abwicklung der Geschäfte spielten.
Der Empfänger der Waffen gab denn auch an, es sei ihm bekannt gewesen, dass „in
der Schweiz“ mit dem Beschwerdeführer „Kontakt aufgenommen“ werde. Die
Konstellation zeigt, dass das Verhalten des Beschwerdeführers nicht auf einen
einmaligen Handel, sondern auf eine längerfristige Mitwirkung im internationalen
Drogen- und Waffenhandel ausgerichtet war. Dieser Verdacht wird zumindest was den
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Drogenhandel betrifft in einem neuen polizeilichen Ermittlungsverfahren bestätigt, in
welchem dem Beschwerdeführer vorgeworfen wird, auch in der Zeit zwischen Januar
2014 und Frühjahr 2016 Kokain an Gäste des „M.“ verkauft zu haben (vgl. act. 12.2 und
12.3). In seiner Wohnung bewahrte der – bereits 2009 mit Falschgeld in Verbindung
gebrachte (vgl. act. 10/Migrationsamt Seiten 354 ff.) – Beschwerdeführer sodann elf
Hunderternoten auf im Wissen darum, dass sie gefälscht waren. Worauf die Schulden
zurückzuführen waren, die der junge Mann, von welchem er das Falschgeld seinen
Angaben nach erhalten hatte, damit bezahlte, führte der Beschwerdeführer nicht weiter
aus. Zudem besass er einen auf seinen Namen ausgestellten gefälschten
Führerausweis (vgl. dazu act. 10/Migrationsamt Blatt 91 ff.).
Ausländerrechtlichfällt sodann in Betracht, dass – für eine strafrechtliche Verurteilung
zwar nicht ausreichende – Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer
als Teil einer grenzüberschreitend zwischen Kalabrien und der Schweiz tätigen
kriminellen Organisation gehandelt hat (vgl. act. 10/Migrationsamt Seiten 107/108).
Dafür spricht der Umstand, dass er sich einerseits nicht habe erklären können, weshalb
die aus Süditalien mit etwas mehr als 600 Gramm Kokaingemisch angereiste Person
ihn hartnäckig als Waffenlieferanten angegangen habe, er anderseits aber trotzdem
eine Menge an Kokain entgegen nahm, für deren Gegenwert er nicht unmittelbar
Waffen zu liefern in der Lage war, sondern sich anerbot, weitere Waffen aufzutreiben
(vgl. act. 10/Migrationsamt Seite 206). Dafür, dass der Drogen- und Waffenhandel
innerhalb einer grösseren international tätigen Organisation abgewickelt wurde, spricht
auch der Umstand, dass der Drogenlieferant – aus Angst – und der Beschwerdeführer
nicht bereit waren, den Namen des süditalienischen Auftraggebers beziehungsweise
des Waffenlieferanten bekannt zu geben (vgl. act. 10/Migrationsamt Seiten 205/206).
Die Aussagen der Person, welche das Drogen- gegen Waffengeschäft in der Schweiz
abwickeln sollte, sind – abgesehen von der zunächst vorgetragenen Geschichte (vgl.
act. 10/Migrationsamt Seite 202) – in sich stimmig und nachvollziehbar. Dies gilt
insbesondere für die Schilderung, dass sein Auftraggeber in Süditalien ihn – nach
vorgängiger Absprache – zum Beschwerdeführer nach H. geschickt habe (vgl. act. 10/
Migrationsamt Seite 205).
Sodann wurde der Beschwerdeführer bereits in einer Strafuntersuchung im Jahr 2001
von einem Landsmann dahin gehend belastet, in der Wohnung verschiedene
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gestohlene, für den Export nach Italien bestimmte Baumaschinen zwischenzulagern
(vgl. act. 10/Migrationsamt Seite 251). Auch wenn sich die Behauptung anlässlich einer
Hausdurchsuchung nicht bestätigte, erwecken die von einem Landsmann erhobenen
Vorwürfe doch den naheliegenden Verdacht, dass er bereits damals in kriminelle
Machenschaften einer grösseren Organisation verwickelt war. Schliesslich enthält auch
das vom Kantonsgericht am 17./18. April 1997 mit einem Schuldspruch wegen
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz abgeschlossene Strafverfahren
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer die strafbaren Handlungen im
engeren Umfeld einer kriminellen Organisation beging (vgl. act. 10/Migrationsamt
Seiten 354 ff., insbesondere Seiten 368 ff.). Bereits in jenem Verfahren begründete der
Beschwerdeführer den Umstand, dass er einen für seine Einkommensverhältnisse
ungewöhnlichen hohen Bargeldbetrag auf sich trug, zudem damit, er habe auch noch
Waffen gekauft (vgl. act. 10/Migrationsamt Seite 369). Es bestehen ausländerrechtlich
relevante Anhaltspunkte dafür, dass sich der Beschwerdeführer bereits in den Jahren
1992 und 1993 in einschlägigen kriminellen Kreisen bewegte. Wenn dem
Beschwerdeführer in einem laufenden polizeilichen Ermittlungsverfahren vorgeworfen
wird, im „M.“ auch in der Zeit zwischen Januar 2013 und Frühjahr 2016 Kokain verkauft
zu haben, ist davon auszugehen, dass er trotz der strafrechtlichen Verurteilung im Jahr
2012 weiterhin in gleicher Funktion und nach dem gleichen Verhaltensmuster handelte.
4.3.3. Das strafrechtliche Verhalten des Beschwerdeführers führte im Jahr 1997
ausländerrechtlich dazu, dass seinem Gesuch um Erteilung einer
Niederlassungsbewilligung nicht entsprochen und lediglich – wiedererwägungsweise
(vgl. act. 10/Migrationsamt Seite 437) – die Aufenthaltsbewilligung verlängert wurde.
Auch wenn der Beschwerdeführer ausländerrechtlich bis anhin nicht formell verwarnt
worden ist, war ihm damit bekannt, dass ihm anzulastendes strafrechtliches Verhalten
für sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz von Bedeutung ist. Es musste ihm auch
bewusst sein, dass von seinem Anwesenheitsrecht das Familienleben in der Schweiz
abhängt. Trotzdem hat er sich auch seither wiederholt und teilweise in
schwerwiegender Weise über die schweizerische Rechtsordnung hinweggesetzt. Auch
die strafrechtliche Verurteilung im Jahr 2012 scheint nicht zu einer Verhaltensänderung
geführt zu haben.
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4.3.4. Mit Blick auf die Art der Straftaten, welche dem Beschwerdeführer anzulasten
sind, vermag sein Hinweis auf bundesgerichtliche Urteile, in welchen den Betroffenen
EU/EFTA-Bürgern weit zahlreichere oder seiner Auffassung nach schwerwiegendere
Delikte vorzuhalten gewesen seien (vgl. act. 1 Rz. 23), nichts daran zu ändern, dass
sein Verschulden in ausländerrechtlicher Hinsicht als schwer beurteilt werden muss.
Dass sich der Beschwerdeführer während des Untersuchungs- und Gerichtsverfahrens
wohlverhalten hat (vgl. act. 1 Rz. 24), ist nicht geeignet, sein Verschulden in einem
milderen Licht erscheinen zu lassen, zumal ein solches Verhalten üblicherweise
verlangt werden kann. Schliesslich wird rechtsprechungsgemäss auch ein makelloses
Verhalten im Strafvollzug erwartet (vgl. BGE 139 II 121 E. 5.5.2). Es liegen zudem
Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2014 bis 2016
erneut Kokain verkauft hat (vgl. act. 12). Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, er
sei „voll geständig“ gewesen (vgl. act. 1 Rz. 24), ist ihm entgegen zu halten, dass im
Strafurteil vom 28. September 2011 auch festgehalten wurde, dass die Geständnisse
vor allem den Sachverhalt beschlugen, welcher aufgrund der Hausdurchsuchung und
der Aussagen des Drogenlieferanten ohnehin nur schwerlich zu leugnen war (vgl. act.
10/Migrationsamt Seite 108). Abgesehen davon wurde den Geständnissen bei der
Strafzumessung Rechnung getragen, so dass sie ausländerrechtlich nicht erneut
zugunsten des Beschwerdeführers berücksichtigt werden können.
4.4. Nach der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR)
überwiegt bei Betäubungsmitteldelikten (ohne Konsum) regelmässig das öffentliche
Interesse an der Beendigung des Aufenthalts, falls keine besonderen persönlichen oder
familiären Bindungen im Aufenthaltsstaat bestehen; ist die betroffene Person ledig und
kinderlos, setzt sich tendenziell das öffentliche Fernhalteinteresse durch, sofern das
Strafmass drei Jahre Freiheitsstrafe erreicht oder weitere erhebliche Delikte
hinzukommen. Ausschlaggebend sind die Umstände des Einzelfalls (vgl. BGE 139 I 31
E. 2.3.3).
4.4.1. Das Kantonsgericht St. Gallen hat den Beschwerdeführer mit Entscheid vom 4.
Dezember 2012 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 33 Monaten verurteilt. Die
Verurteilung wurde mit Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde durch das
Bundesgericht am 11. Juli 2013 rechtskräftig. Das Strafmass liegt zwar etwas unterhalb
der Grenze von drei Jahren. Indessen ist zu berücksichtigen, dass der
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Beschwerdeführer nicht nur wegen Drogenhandels, sondern auch wegen
Waffenhandels, in beiden Fällen grenzüberschreitend, und wegen Lagerns falschen
Geldes belangt wurde. Zudem wurde er bereits früher wegen Vergehens gegen das
Betäubungsmittelgesetz bestraft. Insoweit kommt dem öffentlichen Interesse an der
Beendigung seines Aufenthaltes in der Schweiz ein hohes Gewicht zu (vgl. im Übrigen
dazu vorstehend Erwägung 3).
4.4.2. Der Beschwerdeführer wurde im Jahr 1967 in Kalabrien geboren. Dort besuchte
er während acht Jahren die Schule, arbeitete als Maurer und absolvierte den 12-
monatigen obligatorischen Militärdienst (act. Migrationsamt Blatt 83). In der Schweiz
hielt er sich ab 1988 zunächst als Saisonnier auf. In diesen Jahren war sein Aufenthalt
zeitlich auf neun Monate pro Jahr beschränkt. Es liegt nahe, dass er die verbleibenden
drei Monate jeweils in seinem Heimatland verbracht hat. Zur ganzjährigen Anwesenheit
in der Schweiz war der Beschwerdeführer ab 1991, nachdem ihm die
Aufenthaltsbewilligung erteilt worden war, berechtigt (vgl. act. 10/Migrationsamt Seite
83). Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer damit bis zum Alter von 21
Jahren ganz und bis zum Alter von 24 zumindest teilweise in Kalabrien gelebt hat. Dort
hat er mithin die Kinder- und Jugendjahre und einige Jahre als junger Erwachsener
verbracht. Dort wurde er sozialisiert. Nach wie vor leben sein Bruder und seine drei
Schwestern in Kalabrien (act. 10/Migrationsamt Seite 82), wo er nach der
unwidersprochenen Darstellung im angefochtenen Entscheid auch über Land (vgl. act.
6 Seite 3) und ein Haus verfügt (vgl. act. 10/Migrationsamt Seiten 93 und 230).
Die Verbundenheit des Beschwerdeführers mit dem Heimatland zeigt sich im Übrigen
auch in der Gestaltung seines Lebens in der Schweiz. Er ist zwar entsprechend seiner
seit mittlerweile 25 Jahre andauernden Anwesenheit in der Schweiz hier sozial und
wirtschaftlich integriert. Indessen fällt in diesem Zusammenhang aber auch auf, dass er
noch in den Jahren 2011 und 2012 anlässlich der gerichtlichen Verhandlungen seiner
Strafsache einer Dolmetscherin bedurfte (vgl. act. 10/Migrationsamt Seiten 68 und 169)
und sich in erster Linie im Kreis seiner Landsleute bewegt, was nicht zuletzt auch zu
den schweren Straftaten geführt hat. Aber auch die beruflichen Beziehungen pflegt er
mit Landsleuten. Von 1993 bis 2010 war er bei italienischen Staatsangehörigen
angestellt. Ab 31. Mai 1993 arbeitete er im Baugeschäft von L.S. (vgl. act. 10/
Migrationsamt Seite 293, Internetauszug Handelsregister des gelöschten
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Einzelunternehmens). Ab Januar 1996 war er bei den Gebrüdern E., Unterlagsböden,
U.-strasse 00, F. angestellt (vgl. act. 10/Migrationsamt Seiten 303, 419, 448 und 451,
Internetauszüge Handelsregister). Im Januar 2013 trug der Beschwerdeführer die Q.
GmbH, deren einziger Gesellschafter er ist, im Handelsregister ein (vgl. act. 2/1). Aus
den Namen der Angestellten ist zu schliessen, dass das Unternehmen einzig
Landsleute des Beschwerdeführers beschäftigt (vgl. act. 2/3-7).
Unter den dargelegten Umständen wird es dem – in der Schweiz angesichts der Art
und Schwere seiner Straftaten insgesamt nicht erfolgreich integrierten –
Beschwerdeführer ohne besondere Hindernisse möglich sein, sich sozial und
wirtschaftlich wieder in seiner Heimat zu integrieren. Eine Rückkehr nach Kalabrien
erscheint dem Beschwerdeführer unter diesem Blickwinkel trotz seiner langen
Anwesenheit in der Schweiz ohne weiteres als zumutbar.
4.4.3. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers stellt das
Zusammenleben mit seiner Ehefrau, mit der er seit rund zwanzig Jahren verheiratet ist
(dazu nachfolgend Erwägung 4.3.3.1), und dem gemeinsamen 15-jährigen Sohn (dazu
nachfolgend Erwägung 4.3.3.2), die beide in der Schweiz niederlassungsberechtigt
bleiben, in Frage.
4.4.3.1. Nach der vom Bundesgericht entwickelten sogenannte „Reneja“-Praxis ist
einem Ausländer, welcher mit einer Schweizer Bürgerin verheiratet ist und erstmals
oder nach bloss kurzer Aufenthaltsdauer um die Erneuerung seiner Bewilligung
ersucht, im Fall einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren in der Regel
selbst dann kein Aufenthaltstitel mehr zu erteilen, wenn der schweizerischen
Ehepartnerin die Ausreise nicht oder nur schwer zuzumuten ist. Bei dieser
„Zweijahresregel“ handelt es sich keinesfalls um eine feste Grenze, die nicht über- oder
unterschritten werden dürfte; entscheidend ist weiterhin die Abwägung der
widerstreitenden öffentlichen und privaten Interessen im Einzelfall (vgl. BGE 139 I 145
E. 2.3 mit Hinweisen). Ist auch die Ehegattin ausländische Staatsangehörige, ist diese
Praxis verschärft anwendbar (BGer 2C_948/2011 vom 11. Juli 2012 E. 3.4.4;
2C_389/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.6 mit weiteren Hinweisen), indem
ungeachtet der Zumutbarkeit der Ausreise für die Familienangehörigen einerseits
bereits bei kürzerer Freiheitsstrafe (BGer 2C_1004/2011 vom 23. August 2012 E. 4.4;
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2C_948/2011 vom 11. Juli 2011 E. 3.4.4), anderseits (bei Strafen von zwei Jahren oder
mehr) auch nach längerer Aufenthaltsdauer (BGer 2C_109/2012 vom 12. Dezember
2012 E. 3.2.3; 2C_148/2009 vom 6. November 2009 E. 2.2; 2C_299/2008 vom 30.
Januar 2009 E. 3.2) der Widerruf möglich ist (BGer 2C_858/2013 vom 7. Februar 2014
E. 3.4.1).
Mit Blick auf diese Regel fällt vorliegend in Betracht, dass die Ehefrau – wie der
Beschwerdeführer – aus Italien stammt. Sie ist italienische Staatsangehörige und erst
seit Ende 1997 in der Schweiz anwesenheitsberechtigt. Auch wenn sie sich mittlerweile
seit gegen zwanzig Jahren hier aufhält und wirtschaftlich ihren gesundheitlichen
Möglichkeiten entsprechend integriert ist, ist davon auszugehen, dass sie aufgrund des
Umstandes, dass sie die Jahre als Kind, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer
Heimat verbracht hat und dort sozialisiert worden ist, mit den dortigen Verhältnissen
nach wie vor vertraut ist. Deshalb darf davon ausgegangen werden, dass sie nicht mit
besonderen Schwierigkeiten konfrontiert wäre, wenn sie zusammen mit ihrem
Ehemann in ihrer gemeinsamen Heimat leben müsste. Ihre ärztliche Betreuung und die
medizinische Versorgung sind auch in Süditalien garantiert. Daran vermöchte auch der
Umstand, dass das dortige Gesundheitssystem möglicherweise nicht das
schweizerische Niveau erreicht, nichts zu ändern (vgl. BGE 139 II 393 E. 6, 128 II 200 E.
5.3).
4.4.3.2. Zu prüfen ist sodann, ob aus der Beziehung Kinder hervorgegangen sind und
in welchem Alter sich diese gegebenenfalls befinden. Insbesondere sind auch die
Interessen und das Wohl der Kinder des Betroffenen von Bedeutung, wobei namentlich
deren mutmasslichen Schwierigkeiten bei der Rückkehr in ihr Heimatland Rechnung zu
tragen ist (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4).
Der Sohn des Beschwerdeführers wurde 2001 in der Schweiz geboren und ist hier
aufgewachsen. Er steht mittlerweile vor dem Abschluss der obligatorischen Schulzeit
und ist – wie sich aus der Darstellung des Sachverhalts in der Beschwerde ergibt (vgl.
act. 1 Rz. 19) – altersentsprechend integriert. Die in der Beschwerde zur Bestätigung
dieser Tatsachen beantragten Einvernahmen von Auskunftspersonen erübrigen sich
deshalb. Auch wenn ihm Sprache und Kultur seines Heimatlandes aus dem familiären
und gesellschaftlichen Umfeld, in welchem sich seine Eltern bewegen, und von
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Ferienaufenthalten her in einem gewissen Ausmass vertraut sein dürften, wäre eine
Ausreise nach Italien und die dortige Integration deshalb mit erheblichen
Schwierigkeiten verbunden. Die Beendigung seiner Anwesenheit in der Schweiz würde
zu einer erheblichen Härte führen.
Indessen ist er – wie auch seine Mutter – in der Schweiz niederlassungsberechtigt und
jedenfalls ausländerrechtlich nicht verpflichtet, seinem Vater ins Ausland zu folgen. Der
Beschwerdeführer selbst hat mit seinem schwerwiegenden strafbaren Verhalten die
Einheit der Familie aufs Spiel gesetzt. Der Kontakt könnte diesfalls im Rahmen von
Ferienaufenthalten sowie mittels elektronischen Kommunikationsmitteln und brieflich
aufrechterhalten werden. Folgen Ehefrau und Sohn dem Beschwerdeführer –
beispielsweise nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit – ins gemeinsame
Heimatland, ist zu berücksichtigen, dass der Sohn familiär an seinem neuen
Lebensmittelpunkt integriert ist und ihm von dieser Basis aus unter Berücksichtigung
der in der Schweiz erworbenen Schulbildung und der gewissen Vertrautheit mit der
italienischen Sprache und Kultur auch eine weitere soziale und berufliche Integration
möglich sein würde.
4.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass das öffentliche Interesse an der Beendigung
der Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz die privaten Interessen am
Verbleib in der Schweiz überwiegen. Einerseits wiegt das Verschulden des
Beschwerdeführers insbesondere angesichts seiner Beteiligung am internationalen
Drogen- und Waffenhandel und der früheren strafrechtlichen Auffälligkeiten schwer.
Anderseits bewegt sich seine Integration in der Schweiz im Rahmen dessen, was nach
einer 25-jährigen Anwesenheit erwartet werden muss. Eine Rückkehr in die Heimat, wo
der Beschwerdeführer die Jahre als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener
verbracht hat und sozialisiert worden ist und wo er nach wie vor auch über familiäre
Beziehungen und eine Liegenschaft verfügt, ist zumutbar. Ehefrau und Sohn, ebenfalls
italienische Staatsangehörige, sind niederlassungsberechtigt und deshalb
ausländerrechtlich nicht verpflichtet, die Schweiz zu verlassen. Der Ehefrau, die
ebenfalls in Italien sozialisiert worden ist, wäre im Übrigen eine Rückkehr nach Italien
ebenfalls zumutbar. Für den in der Schweiz geborenen und aufgewachsenen Sohn
würde die Ausreise nach Italien zweifellos mit Schwierigkeiten verbunden sein.
Indessen ist zu berücksichtigen, dass er demnächst die obligatorische Schulzeit in der
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Schweiz abschliessen wird und die anschliessende Verlegung des
Lebensmittelpunktes nach Italien durch den Umstand der familiären Einbindung und
einer gewissen Kenntnis der heimatlichen Sprache und Kultur erleichtert würde.
5. Zu prüfen bleibt, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung EU/EFTA auch vor
dem FZA standhält.
5.1. Gemäss Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA dürfen die aufgrund des Abkommens
eingeräumten Rechte nur durch Massnahmen, die aus Gründen der öffentlichen
Ordnung, Sicherheit und Gesundheit gerechtfertigt sind, eingeschränkt werden. Nach
Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 64/221/EWG des Rates vom 25. Februar 1964 zur
Koordinierung der Sondervorschriften für die Einreise und den Aufenthalt von
Ausländern, soweit sie aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit oder
Gesundheit gerechtfertigt sind (ABl. L 56 vom 4. April 1964 S. 850, nachfolgend RL
64/221/EWG) – auf welche Art. 5 Abs. 2 Anhang I FZA verweist – darf bei Massnahmen
der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit ausschliesslich das persönliche Verhalten des
Betroffenen ausschlaggebend sein, und nach Art. 3 Abs. 2 RL 64/221/EWG können
strafrechtliche Verurteilungen allein nicht ohne Weiteres diese Massnahmen
begründen. Die RL 64/221/EWG wurde durch die Richtlinie 2004/38/EG des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 über das Recht der
Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten
frei zu bewegen und aufzuhalten (ABl. L 229 vom 29. Juni 2004 S. 35 ff., nachfolgend
RL 2004/38/EG) aufgehoben. Die entsprechenden unionsrechtlichen Vorgaben sind
nun in Art. 27-33 RL 2004/28/EG niedergelegt (vgl. BGer 2C_793/2015 vom 29. März
2016 E. 6.1).
Nach der an die Praxis des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH)
angeglichenen Rechtsprechung des Bundesgerichts setzen Entfernungs- oder
Fernhaltemassnahmen eine hinreichend schwere und gegenwärtige Gefährdung der
öffentlichen Ordnung durch die betreffende ausländische Person voraus. Eine
strafrechtliche Verurteilung darf dabei nur insofern zum Anlass für eine derartige
Massnahme genommen werden, als die ihr zugrunde liegenden Umstände ein
persönliches Verhalten erkennen lassen, das eine gegenwärtige Gefährdung der
öffentlichen Ordnung darstellt. Art. 5 Anhang I FZA steht somit Massnahmen entgegen,
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die (allein) aus generalpräventiven Gründen verfügt werden (vgl. BGE 130 II 176 E. 3.4
und 129 II 215 E. 7 je mit Hinweisen). Während die Prognose über das künftige
Wohlverhalten im Rahmen der Interessenabwägung nach rein nationalem
Ausländerrecht zwar mitzuberücksichtigen, aber nicht ausschlaggebend ist, kommt es
bei Art. 5 Anhang I FZA wesentlich auf das Rückfallrisiko an (BGE 130 II 176 E. 4.2 mit
Hinweisen; Zünd/Arquint, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung,
in: Uebersax und andere [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 8.40). Zu verlangen
ist eine nach Art und Ausmass der möglichen Rechtsgüterverletzung zu
differenzierende hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass die ausländische Person künftig
die öffentliche Sicherheit und Ordnung stören wird. Je schwerer die möglichen
Rechtsgüterverletzungen sind, desto niedriger sind die Anforderungen an die in Kauf zu
nehmende Rückfallgefahr (vgl. BGer 2C_1148/2013 vom 8. Juli 2014 E. 5.2 mit Hinweis
auf BGE 136 II 5 E. 4.2 mit Hinweisen). Mit dem Erfordernis der gegenwärtigen
Gefährdung ist nicht gemeint, dass weitere Straftaten mit Gewissheit zu erwarten sind
oder umgekehrt solche mit Sicherheit auszuschliessen sein müssen. Die Behörde,
welche über die Beendigung des Aufenthalts entscheidet, hat eine spezifische
Gesamtwürdigung der Umstände unter dem Blickwinkel der Gefährdung der
öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorzunehmen; diese stimmt nicht zwingend mit
der strafrechtlichen Würdigung des Verhaltens überein (vgl. BGer 2C_237/2015 vom 2.
November 2015 mit Hinweis auf BGE 130 II 176 E. 3.4.1 und 4.3.1, BGer 2C_406/2014
vom 2. Juli 2015 E. 2.3). Strafrecht und Ausländerrecht verfolgen unterschiedliche Ziele
und sind unabhängig voneinander anzuwenden. Der Straf- und Massnahmenvollzug
hat nebst der Sicherheitsfunktion eine resozialisierende beziehungsweise
therapeutische Zielsetzung; für die Fremdenpolizeibehörden steht demgegenüber das
Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund, woraus sich für die
Legalprognose ein im Vergleich mit den Straf- und Strafvollzugsbehörden strengerer
Beurteilungsmassstab ergibt; auch eine aus der Sicht des Massnahmenvollzugs
positive Entwicklung oder ein klagloses Verhalten im Strafvollzug schliessen eine
Rückfallgefahr und eine fremdenpolizeiliche Ausweisung nicht aus (BGer
2C_1141/2012 vom 1. Mai 2013 E. 2.3 mit Hinweis auf BGE 137 II 233 E. 5.2.2). Ein
geringes, aber tatsächlich vorhandenes Rückfallrisiko kann für eine
aufenthaltsbeendende Massnahme im Sinn von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA demnach
genügen, sofern dieses Risiko eine schwere Verletzung hoher Rechtsgüter wie
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beispielsweise die körperliche Unversehrtheit beschlägt (vgl. BGer 2C_412/2015 vom
18. Juli 2016 E. 3.3 und 2C_604/2015 vom 21. April 2016 E. 2.2 je mit Hinweis auf
2C_236/2013 vom 19. August 2013 E. 6.4). Bei schweren Straftaten, wozu auch
Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven gehören können, muss zum Schutz der
Öffentlichkeit ausländerrechtlich selbst ein geringes Restrisiko weiterer
Beeinträchtigungen der dadurch gefährdeten Rechtsgüter (Gesundheit, Leib und Leben
usw.) nicht in Kauf genommen werden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2).
5.2. Der Beschwerdeführer wurde wegen der Beteiligung am internationalen Drogen-
und Waffenhandel bestraft. Diese Delikte sind in besonderem Mass geeignet, die
Stabilität der Gesellschaft zu gefährden. In diesem, Grundinteressen der Gesellschaft
berührenden Bereich ist auch eine geringe Rückfallgefahr nicht hinzunehmen (vgl. BGer
2C_604/2015 vom 21. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 139 II 121 E. 5.3, 136 II 5
E. 4.2, 130 II 176 E. 3.4).
5.3. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf kein vollständiger Ausschluss
der Rückfallgefahr verlangt werden (vgl. BGer 2C_236/2013 vom 19. August 2013 E.
6.4). Da es sich bei der Beurteilung der Rückfallgefahr um eine Prognose handelt, kann
in der Regel ein Rückfall nicht objektiv ausgeschlossen werden. Insoweit besteht
regelmässig eine – wenn unter Umständen auch lediglich minimale – Rückfallgefahr.
Deshalb kann es im Sinn der dargelegten Rechtsprechung genügen, wenn den
Umständen des persönlichen strafbaren Verhaltens konkrete Anhaltspunkte für ein –
gegebenenfalls auch bloss geringfügiges – Rückfallrisiko entnommen werden können.
Das Bundesgericht hält denn auch fest, es gebe Delikte, die allein aufgrund ihrer
Schwere und durch die Art und Weise ihrer Begehung eine spätere Rückfallgefahr
möglich erscheinen liessen (vgl. BGer 2C_236/2013 vom 19. August 2013 E. 6.4).
Demgemäss kann allein das vergangene Verhalten den Tatbestand der gegenwärtigen
Gefährdung erfüllen (vgl. BGE 130 II 176 E. 4.3.1).
Aus dem vergangenen Verhalten des Beschwerdeführers muss auf eine mit Blick auf
die Art und Schwere der Straftaten und die strafrechtliche Vorgeschichte
ausländerrechtlich nicht hinzunehmende Rückfallgefahr geschlossen werden. Wenn die
Schilderung des Beschwerdeführers zutrifft, dass er auf das Geschäft nur eingegangen
sei, weil der Drogenlieferant ihn immer wieder nach Waffen gefragt habe (vgl. act.
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Migrationsamt Blatt 206), zeigt dies vor allem vor dem Hintergrund des früheren
strafbaren Verhaltens eine erhebliche Schwäche, sich ohne Not in kriminelle Geschäfte
verwickeln zu lassen. Treffen aber die Aussagen des Drogenlieferanten zu (vgl.
Migrationsamt Blatt 210/211), spricht dies dafür, dass der Beschwerdeführer als Teil
einer internationalen Organisation handelte und unklar ist, inwieweit er darin verstrickt
ist und sein eigenes Handeln davon unabhängig frei bestimmen kann. Für die
Beurteilung, inwieweit der Beschwerdeführer die Unrechtmässigkeit seines Verhaltens
einsieht und in der Lage ist, sich entsprechend zu verhalten, fällt zudem – worauf auch
in den Strafurteilen hingewiesen wird – ins Gewicht, dass er nur jene Taten gestand, bei
denen die Beweislage zu seinen Ungunsten erdrückend war. Demgegenüber hat er
beispielsweise die ihm aufgrund von Aussagen von Konsumentinnen zur Last gelegten
einzelnen Drogenverkäufe konsequent bestritten (vgl. act. Migrationsamt Blatt 211).
Die Umstände, welche der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zu seinen
Gunsten anführen kann, vermögen daran nichts zu ändern. Der Strafrichter hat zwar –
im Hinblick auf die Gewährung des teilbedingten Strafvollzugs – festgehalten, dass
dem Beschwerdeführer in subjektiver Hinsicht keine ungünstige Prognose gestellt
werden könne. Es sei nicht erkennbar, was gegen eine – zu vermutende – günstige
Prognose spreche (vgl. act. Migrationsamt Blatt 109). Auch bei der Gewährung des
Vollzugs in Halbgefangenschaft war die Legalprognose zu berücksichtigen (vgl. act.
Migrationsamt Blatt 109). Die Berufungsinstanz hielt fest, der Beschwerdeführer
bemühe sich offensichtlich, insbesondere auch für seine Familie, sich mit der
Vergangenheit auseinanderzusetzen. Damit könne von einer günstigen Legalprognose
ausgegangen werden (vgl. act. Migrationsamt Blatt 178). Wie dargelegt binden diese
Beurteilungen indessen die ausländerrechtlichen Behörden, für die das Interesse der
öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund steht, nicht. Der Strafrichter hat
das Aussageverhalten des Beschwerdeführers zu seinen Gunsten gewürdigt.
Der Beschwerdeführer verweist zunächst auf sein Wohlverhalten während des
Untersuchungs- und Gerichtsverfahrens und des Strafvollzugs (vgl. act. 1 Rz. 23 und
26). Rechtsprechungsgemäss schliesst eine aus der Sicht des Massnahmevollzugs
positive Entwicklung eine Rückfallgefahr nicht aus (vgl. anstelle vieler BGer
2C_1148/2013 vom 8. Juli 2014 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 137 II 233 E. 5.2.2). Der
Beschwerdeführer macht sodann geltend, zwischen den beiden Verurteilungen wegen
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Drogenhandels lägen 16 Jahre (vgl. act. 1 Rz. 25). Zu berücksichtigen ist aber auch,
dass der Beschwerdeführer auch in der Zwischenzeit wegen eines Drogendeliktes
belangt werden musste und die zweite Verurteilung wegen Drogenhandels zudem in
Verbindung mit Waffenhandel stand. Auch wenn ihm während relativ langer Zeit keine
Verwicklung in den Drogenhandel nachgewiesen werden konnte, fällt ins Gewicht, dass
der Rückfall deutlich schwerer wiegt, als das der ersten Verurteilung zugrunde liegende
Verhalten, indem ihm die Beteiligung an Kokainhandel hinsichtlich einer erheblich
grösseren Menge im Zusammenhang mit Waffenhandel nachgewiesen wurde. Der
Beschwerdeführer bringt sodann vor, er sei wirtschaftlich integriert. Die von ihm
gegründete Q. GmbH sei erfolgreich. Er könne die Bedürfnisse der Familie decken und
gebe fünf Angestellten Arbeit (vgl. act. 1 Rz. 26). Es trifft zwar zu, dass der
Beschwerdeführer die Gesellschaft im Jahr 2013 und damit nach dem ihm zur Last
gelegten strafbaren Verhalten gegründet hat (vgl. act. 2/1). Allerdings lässt sich den
Akten nicht entnehmen, dass der Beschwerdeführer bis dahin wirtschaftlich schlechter
integriert gewesen wäre. Der Umstand, dass er ein eigenes Unternehmen führt, kann
deshalb nicht zu einer günstigeren Prognose hinsichtlich der Rückfallgefahr führen. Der
Beschwerdeführer hat sich von den früheren strafrechtlichen Verurteilungen und dem
Wissen darum, dass er sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz und das
Zusammenleben mit seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn durch kriminelles
Verhalten aufs Spiel setzt, nicht von weiteren, schweren Straftaten abhalten lassen. Der
Beschwerdeführer bringt sodann vor, es bestünden keine Machtverhältnisse, welche
ihn zu weiterer Delinquenz veranlassen könnten; allfällige vom Drogenverkäufer
erwähnte Auftraggeber hätten nichts mit ihm zu tun (vgl. act. 1, Rz. 27). Dem ist
entgegen zu halten, dass der Drogenverkäufer aussagte, das Geschäft sei von seinen
Auftraggebern – deren Namen er aus Angst nicht bekannt gab – mit dem
Beschwerdeführer abgemacht worden. In der Schweiz habe man sich in solchen
Angelegenheiten an den Beschwerdeführer gewandt. Die Auftraggeber leben sodann in
der Heimatregion des Beschwerdeführers, wo dieser über eine Liegenschaft verfügt.
Insoweit ist die Gefahr, dass sich der Beschwerdeführer erneut in gleiche Geschäfte
verstrickt, nicht von der Hand zu weisen.
Ein erhebliches Indiz für diese Rückfallgefahr ist der Umstand, dass dem
Beschwerdeführer der Verkauf von Kokain auch für die Zeit von Januar 2014 bis
Frühjahr 2016 – mithin also nach der strafrechtlichen Verurteilung vom Dezember 2012
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und trotz der mit dem vom Migrationsamt im Oktober 2013 verfügten Widerruf der
Niederlassungsbewilligung in Frage gestellten Einheit der Familie – angelastet wird (vgl.
act. 12.2 und 12.3).
5.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer mit dem Drogen- und
Waffenhandel in einem für die innere und äussere Sicherheit des Staates zentralen
Bereich deliktisch tätig wurde und damit eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und
Sicherheit darstellt. Aus seinem bisherigen Verhalten muss auf ein ausländerrechtlich
nicht hinzunehmendes Rückfallrisiko geschlossen werden. Unter diesen Umständen
erübrigt sich die Anordnung eines gerichtlichen Gutachtens zur Rückfallgefahr, zumal
Prognosen in psychiatrischen Gutachten mit Vorsicht zu begegnen ist. Selbst eine
positive Einstellung von Therapeuten und Vollzugs- und Bewährungsdiensten
hinsichtlich der Legalprognose könnte unter den dargelegten Umständen zu keiner
anderen ausländerrechtlichen Gewichtung der Rückfallgefahr führen (vgl. dazu BGer
2C_1141/2012 vom 1. Mai 2013 E. 3; BGer 2C_604/2015 vom 21. April 2016 E. 3.2.2).
Der entsprechende Beweisantrag ist dementsprechend in antizipierter
Beweiswürdigung abzuweisen.
6. (...).