# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 43972ce1-fe17-5542-8bae-9bd55ca6c11d
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._, C._, D._ und E._ bilden die Erbengemeinschaft des A._ selig, welcher im Jahr 2012 verstorben ist (nachfolgend: die Erbengemeinschaft bzw. die Beschwerdeführerin).
B. Am 29. April 2013 reichte die Erbengemeinschaft eine Steuererklärung für das Jahr 2012 (seit dem Tod des Erblassers) ein, welche zu einer entsprechenden Festsetzung der  Anlass gab.
In der Folge ersuchte sie mit Antrag vom 27. Juli 2013 um Rückerstattung der , welche auf den im Jahr 2012 fälligen Erträgen der vererbten Aktiven erhoben worden ist.
Diesem Begehren wurde von der Kantonalen Steuerverwaltung mit Verfügung vom 20. August 2013 insofern stattgegeben, als der Erbengemeinschaft ein Betrag von CHF 5'702.80  wurde.
C. Bei der Überprüfung der Abrechnungen gelangte die Eidgenössische Steuerverwaltung zum Schluss, die vom kantonalen Verrechnungssteueramt gewährte Rückerstattung sei im Fall von drei Erben zu Unrecht erfolgt. Dementsprechend ordnete sie (gestützt auf Art. 57 Abs. 3 des  über die Verrechnungssteuer, VStG; SR 642.21) mit separaten Inspektionsberichten vom 20. Januar 2016, welche drei der vier Mitglieder der Erbengemeinschaft betrafen, je vorsorglich eine entsprechende Kürzung des Betrages an, den der Kanton mit einer der nächsten  beanspruche.
D. In der Folge verlangte die Kantonale Steuerverwaltung (mit einem einzigen "Entscheid  Verrechnungssteuer" vom 9. Februar 2016) gemäss Art. 58 Abs. 1 VStG und unter  auf die beigelegten Inspektionsberichte von der Erbengemeinschaft die Rückleistung der , welche im Betrag von CHF 4'277.05 irrtümlicherweise zurückerstattet worden sei. Gleichzeitig stellte sie in Aussicht, dass dieser Betrag mit dem Verrechnungssteueranspruch gemäss Abrechnung der Steuern 2013 verrechnet werde.
E. Mit Eingabe vom 11. März 2016 reichte die Erbengemeinschaft gegen diesen Entscheid beim Kantonsgericht Beschwerde ein mit dem Antrag, den Rückleistungsanspruch der Kantonalen Steuerverwaltung um CHF 1'425.70 zu reduzieren und neu auf CHF 2'851.35 festzusetzen. Zur Begründung wird geltend gemacht, die Erbin B._ habe ihren Anteil am  Ertrag korrekt deklariert, sodass die entsprechend Rückerstattung zu Recht erfolgt sei.
Der mit Verfügung vom 14. März 2016 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 500.- wurde  einbezahlt.
Mit Anordnung des Schriftenwechsels wurden die beteiligten Behörden ausdrücklich aufgefordert, insbesondere zur Frage Stellung zu nehmen, ob der angefochtene Entscheid nicht allein schon deshalb zu annullieren sei, weil die Erbengemeinschaft kein Steuersubjekt sei. Dies habe der Steuergerichtshof übrigens schon längst festgehalten (vgl. zuletzt das Urteil 607 2012 34 und 35 vom 12. März 2014).
In ihrer Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2016, welche am darauffolgenden Tag per Bote  wurde, schliesst die Kantonale Steuerverwaltung auf Abweisung. Einerseits legt sie bezüg-
Kantonsgericht KG
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lich der "technischen Abwicklung" dar, die Schweizerische Steuerkonferenz halte mangels  Alternativen für Rückerstattungen bei Erbfällen nach wie vor an der bestehenden Praxis via Formular S-167 fest. Dies beinhalte mitunter gewisse buchhalterische Konsequenzen und  für die kantonalen Steuerverwaltungen. Insbesondere bei interkantonalen  bedinge dies für den Kanton generell die buchhalterische Abwicklung über ein speziell für die Erbschaft zu schaffendes Steuerkapitel. Die Eröffnung eines Steuerkapitels für die Erbschaft werde für die Feststellung der anteilmässigen Einkommens- und Vermögensbestandteile der  Erben verwendet. Obwohl für eine an sich nicht steuerbare einfache Gesellschaft angelegt, werde die gesamte Verrechnungssteuer über dieses spezielle Kapitel abgerechnet. Dies in  an die gültige Praxis der Schweizerischen Steuerkonferenz und anstelle einer anteilmässigen Gutschrift der Verrechnungssteuer bei den einzelnen Erben. Dazu sei zu erwähnen, dass es  in den meisten Kantonen nicht möglich sei, die anteilmässige Verrechnungssteuer einem einzelnen Steuerpflichtigen gutzuschreiben oder zu belasten, wenn sonst kein steuerlicher Anknüpfungspunkt (Nebensteuerdomizil) im Kanton besteht. Somit sei in unserem Kanton kein Verrechnungssteuerbetreffnis ohne vollständiges Steuerkapitel machbar, wobei das System  abgesichert sei. Die Kantonale Steuerverwaltung habe keine andere Wahl als die Abwicklung der Verrechnungssteuer über ein mutmassliches Steuerkapitel für die Erbschaft als Ganzes vorzunehmen. Es sei jedoch wichtig hervorzuheben, dass die Eidgenössische  ihre Aufrechnungen jeweils nach Steuerpflichtigen getrennt kommuniziere, sodass die individuellen Anteile jederzeit ersichtlich seien. Dies sei im vorliegenden Fall nicht anders. Die  müsse in jedem Fall der Erbschaft vergütet werden und nicht einem einzelnen Erben; dies werde hier ja auch nicht so verlangt. Andererseits macht die Kantonale  bezüglich der Anwendung von Art. 23 VStG geltend, durch die blosse Ankreuzung eines  auf Beilage 01 (Beteiligung an einer unverteilten Erbschaft) ohne spätere Ergänzung des  angefallenen, steuerbaren Einkommens durch den Steuerpflichtigen selber (unter Punkt 3.240 der Steuererklärung) seien die strengen Auflagen der Eidgenössischen Steuerverwaltung zur Rückerstattung der Verrechnungssteuer nicht erfüllt. Letztere verlange unter anderem, dass der Steuerpflichtige in eigener Regie das mit der Verrechnungssteuer belastete Einkommen  richtig deklariere. Ansonsten sei der veranlagende Kanton, wie im vorliegenden Fall, nicht in der Lage, die Verrechnungssteuer definitiv zurückzuvergüten.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung legt in ihrer ausführlichen Vernehmlassung vom 8. Juni 2016 zur Stellung von Erbengemeinschaften im verrechnungssteuerrechtlichen  insbesondere dar, gemäss Art. 58 Abs. 2 der Verordnung vom 19. Dezember 1966 über die Verrechnungssteuer (VStV; SR 642.211) hätten die Erben die Rückerstattung der  entweder gemeinsam oder durch einen gemeinsamen Vertreter zu beantragen, wobei dies nur gelte, wenn der Erblasser bei seinem Tode im Inland unbeschränkt steuerpflichtig  sei. Hierzu bestehe das Formular S-167 (mit den dazu gehörenden Erläuterungen), welches die Namen und Adressen aller Erben enthalten müsse und worin auch die einzelnen individuellen Quoten an der Erbschaft anzugeben seien. Um die ordnungsgemässe Deklaration der Einkünfte und des Vermögens von unverteilten Erbschaften überprüfen zu können, verlange die  Steuerverwaltung von den Kantonen, welche Formulare S-167 entgegennehmen, dass sie den Steuerbehörden von Erben, die in andern Kantonen Wohnsitz haben, eine entsprechende Kopie des Formulars zukommen liessen. Falls eine Verletzung der Deklarationspflicht festgestellt werde, könne das sogar zur Rückforderung von bereits zurückerstatteten Verrechnungssteuern führen. Wenn ein der Verrechnungssteuer unterliegender Ertrag eines Erbschaftsgegenstandes nach dem Tod des Erblassers und vor der Teilung der Erbschaft fällig werde, könne die , welche keine eigene Rechtspersönlichkeit aufweise, die Rückerstattung der Verrech-
Kantonsgericht KG
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nungssteuer zwar beantragen. Die Voraussetzungen für die Entstehung eines rechtsgültigen Rückerstattungsanspruchs müssten jedoch in der Person jedes einzelnen Erben selber erfüllt sein. Einerseits müsse dieser sämtliche Voraussetzungen zur Entstehung eines  nach Artikel 21 ff. VStG selbstständig erfüllen, so beispielsweise auch die . Anderseits stehe ihm der Rechtsanspruch auch nur im Rahmen seiner erbrechtlichen Quote zu. Auch wenn mit andern Worten die Erbengemeinschaft als Ganzes einen  ausweisen könne, sei es der einzelne Erbe, der für die Berechnung der Anteile massgebend sei. Es sei insbesondere nicht möglich, dass ein nicht rückerstattungsberechtigter Erbe seinen Rückerstattungsanspruch an andere abtrete. Entsprechend sei auch im vorliegenden Fall vorzugehen. Die Voraussetzungen für die Entstehung eines rechtsgültigen  im Umfang der Erbquote müssten in der Person eines jeden Erben selber erfüllt sein. Die Erbengemeinschaft sei mangels eigener Rechtspersönlichkeit ohnehin nicht in der Lage,  Trägerin von Rechten und Pflichten zu sein. Im Unterschied etwa zur  habe sie auch nicht gleich den juristischen Personen Anspruch auf  der Verrechnungssteuer. Die Eidgenössische Steuerverwaltung habe am 20. Januar 2016 in separaten Verfügungen festgestellt, dass drei Erben persönlich die Voraussetzungen zur  der Verrechnungssteuer nicht erfüllten. Die Kantonale Steuerverwaltung Freiburg habe die drei Verfügungen dann in ihrem Entscheid vom 9. Februar 2016 betragsmässig  und diesen an die Erbengemeinschaft gerichtet. Letztere vermöge jedoch im vorliegenden Verfahren gar nicht Trägerin von Rechten und Pflichten zu sein. Adressat einer Verfügung im  der vorliegenden Thematik müsse daher derjenige sein, in dessen Person die  Voraussetzungen verwirklicht zu sein hätten. In materieller Hinsicht verweist die  Steuerverwaltung schliesslich auf die Ausführungen in ihren Kürzungsverfügungen vom 20. Januar 2016, den angefochtenen Entscheid vom 9. Februar 2016 sowie auf die Ausführungen der Kantonalen Steuerverwaltung Freiburg im Schreiben vom 1. März 2016 an die Erbengemeinschaft.
In ihren Schlussbemerkungen hält die Beschwerdeführerin an ihrem materiellen Standpunkt fest, ohne zu den übrigen Fragen Stellung zu nehmen.
Die Vorinstanz liess sich zu den Ausführungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung nicht .

## Considerations

Erwägungen
1. a) Gemäss Art. 35 VStG werden Organisation und Amtsführung der mit dem Vollzug  Gesetzes betrauten kantonalen Behörden, soweit das Bundesrecht nichts anderes bestimmt, durch das kantonale Recht geregelt (Abs. 1). Jeder Kanton bestellt eine von der Verwaltung  Rekurskommission (Abs. 2).