# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ff25deb2-8a38-4767-8ea4-7bd1d7693360
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A., Bürgerin von Z., geboren am _, und B., Bürger von Z., geboren am _, heirateten am 25. Mai 1973 vor dem Zivilstandsamt Y.. Der Ehe entsprangen drei Kinder, die heute alle erwachsen sind. Mit Urteil des Bezirksgerichts Y. vom 22. Dezember 1989 wurde die Ehe der Parteien geschieden und B. zur Bezahlung einer Rente im Sinne des damaligen Art. 151 ZGB an A. verpflichtet. Im Berufungsverfahren vor Kantonsgericht St. Gallen wurde die von B. an seine geschiedene Ehefrau zu leistende Rente mit Urteil vom 22. Mai 1991, mitgeteilt am 16. Juli 1991, auf Fr. 2'500.-- bis zum 30. Juni 2000 und anschliessend auf Fr. 2'800.-- festgesetzt; eine Indexierung wurde nur für die erste Phase vorgesehen.
B. Am 7. Februar 2008 meldete B. beim Vermittleramt des Kreises Fünf Dörfer eine Klage auf Änderung des Scheidungsurteils des Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991 bzw. auf Aufhebung der Rentenzahlungspflicht an. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 4. März 2008 bezog er den am gleichen Tag ausgefertigten Leitschein, welchen er mit Prozesseingabe vom 7. April 2008 mit folgendem Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Landquart prosequierte:
„1. Es sei in Änderung des Urteils des Kantonsgerichts St. Gallen, 1. Zivilkammer, vom 22.5.1991 (Z1 16/1990) die Pflicht des Klägers zu einer Rentenzahlung an die Beklagte aufzuheben, eventuell die Höhe weiterhin zu bezahlender Rente angemessen herabzusetzen.
2. Es sei als vorsorgliche Massnahme für die Dauer des Verfahrens der vorliegenden Klage die Rentenzahlungspflicht des Klägers an die Beklagte aufzuheben, evtl. zu sistieren.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“
Zur Begründung liess er ausführen, dass sich seit dem Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen verschiedene, teils altersbedingte Veränderungen seiner finanziellen Verhältnisse ergeben hätten, welche zu einer massiven Verringerung seiner Einkünfte geführt hätten. Seit dem 1. November 2007 bestehe sein Einkommen praktisch nurmehr aus der AHV-Rente und aus dem Eigenmietwert seines Einfamilienhauses, welches sich zudem durch anfallenden Verlust seiner C. AG vermindere. Er verfüge daher nicht mehr über die erforderliche Leistungsfähigkeit, um nebst einer Deckung seines eigenen Grundbedarfs der Beklagten weiterhin Rentenzahlungen leisten zu können.
C. Die Beklagte beantragte mit Klageantwort vom 26. Mai 2008 die kostenfällige Abweisung der Klage sowie des Begehrens um vorsorgliche
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Massnahmen. Für den Kläger hätten sich weder das Einkommen noch die Ausgaben negativ entwickelt und er lebe heute in besseren finanziellen Verhältnissen als zum Scheidungszeitpunkt. Doch selbst wenn eine Verschlechterung der Einkommenssituation eingetreten wäre, würde dies keinen Abänderungsgrund darstellen. Die Tatsache, dass der Kläger nach Aufgabe seiner Erwerbstätigkeit den Unterhaltsbeitrag nicht mehr mittels seines Einkommens bezahlen könne, sondern diesen aus seinem Vermögen finanzieren müsse, sei bereits im Scheidungsurteil vorhergesehen worden.
D. Auf Gesuch des Klägers vom 28. Mai 2008 wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt. Mit Replik vom 7. Juli 2008 und Duplik vom 22. September 2008 hielten beide Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.
E. Mit Verfügung vom 8. Januar 2009, mitgeteilt am 9. Januar 2009, wies der Bezirksgerichtspräsident Landquart das mit der Klage eingereichte Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ab, wobei er die Kosten des vorsorglichen Massnahmeverfahrens einstweilen bei der Prozedur beliess.
F. Mit Urteil vom 14. Januar 2009, mitgeteilt am 23. Februar 2009, erkannte das Bezirksgericht Landquart wie folgt:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Kosten des Vermittlungsverfahrens vor dem Kreispräsidenten Fünf Dörfer in Höhe von Fr. 250.-- sowie die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 2'495.--
- einer Schreibgebühr von Fr. 575.--
- den Barauslagen von Fr. 430.--
- den Kosten des vorsorgl. Massnahmeverfahrens Fr. 500.--
- sowie einem Streitwertzuschlag von Fr. 4'000.--
total somit Fr. 8'000.--
werden dem Kläger auferlegt, welcher zudem gerichtlich verpflichtet wird, der Beklagten eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 11'969.40 (Mehrwertsteuer darin enthalten) zu bezahlen.

## Considerations