# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d54840a5-479d-5e77-965f-24131ef30785
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1967 geborene
X._
war seit dem
1.
Mai 2015 bei der
Z._
GmbH angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva obligato
risch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 3
0.
September 2015 rutschte sie am 1
7.
September 2015 aus und fiel auf die rechte Seite
(
Urk.
10/1). Ihr Hausarzt,
Dr.
med.
A._
, Facharzt für A
llgemeine Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 1
0.
Dezember 2015 (Erstbe
handlung am 2
2.
September 2015) eine SLAP-Läsion Typ II bei schmerzhaft ein
geschränkter Schulterbeweglichkeit rechts und fehlenden Anhaltspunkten für
ossäre
Läsionen im Röntgenbefund (
Urk.
10/13). Im Verlauf wurde die Versicherte durch den Kreisarzt der Suva am 1
3.
April 2017 untersucht (
Urk.
10/89). Mit Ver
fügung vom 2
5.
April 2017 schloss die Suva den Fall in Bezug auf die von der Beschwerdeführerin
nach dem Unfallereignis
ebenfalls
geklagten Rückenschmer
zen ab
und verneinte mangels Unfallkausalität einen Leistungsanspruch
(
Urk.
10/93). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Nach
einem stationären Aufenthalt in der
Rehak
linik
B._
im Sommer 2017 (
Urk.
10/108) und
neuerlicher ärztlicher (Akten-)Beurteilung (vgl. Urk. 10/144 sowie
Urk.
10/161) stellte die Suva ihre Leistungen mit Verfügung vom 2
0.
August 2018 per
1.
September 2017
mit der Begründung ein, die geklagten Beschwerden seien nicht unfallkausal
(Urk.
10/180). Die dagegen erhobene Ein
sprache (vom 1
3.
September 2018,
Urk.
10/182), wies sie mit
Einspracheentscheid
vom 1
4.
Januar 2019 ab (
Urk.
2 [=
Urk.
10/190]).
2.
Dagegen liess die Versicherte am
1
4.
Februar 2019 Beschwerde (
Urk.
1) erheben und beantragen, es seien ihr die Versicherungsleistungen zu erbringen, eventua
liter sei der Fall zwecks weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Juni 2019 (
Urk.
9) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführe
rin mit Verfügung vom 1
2.
Juni 2019 mitgeteilt wurde (
Urk.
12).
3.
Mit Urteil heutigen Datums hob das hiesige Gericht die Verfügung der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom
1.
April 2019 betreffend Verneinung eines Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
11/4) auf und wies die Sache zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück (Prozess IV.2019.00324).
4
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 1
7.
September 2015 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm
obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergange
nen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraf
ten als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versiche
rungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V
133
E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenom
men wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE 115
V
133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne wei
teres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheits
schaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.6
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.7
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In die
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prog
nostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
sondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) erwog die Beschwerdegegnerin im Wesent
lichen,
bezüglich der Rücke
nbeschwerden sei bereits rechtsk
räftig entschieden worden, dass diese nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereig
nis vom 1
7.
September 2015 stünden. Der beratende Kreisarzt sei in der kreis
ärztlichen Beurteilung vom 2
2.
November 2017 zum Schluss gekommen, die geklagten Schulterbeschwerden würden nicht durch die anerkannten Unfallfol
gen verursacht, sondern seien durch eine degenerative Grunderkrankung zu erklären. Es bestünden keine ärztlichen Berichte, welche dieser Einschätzung widersprechen würden
,
und es sei darauf abzustellen, weshalb die nun an der Schulter erhobenen Befunde nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 1
7.
September 2015 stünden. Die Beschwerdeführerin habe einen leichten Unfall erlitten und es bestehe kein adäquater Kausalzusammenhang zwischen diesem und den nun gel
tend gemachten psychischen Beschwerden. Für die Beurteilung von Versiche
rungsleistungen seien lediglich die unfallbedingten Einschränkungen an der rechten Schulter zu berücksichtigen, nicht aber die unfallfremden Beeinträchti
gungen der Beschwerdeführerin. Der beratende Arzt habe festgestellt, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr unfallbedingt in ihrer Arbeitsfähigkeit einge
schrän
kt sei
,
und auch die Ärzte der Rehaklinik
B._
hätten
sie
in ihrer ange
stammten Tätigkeit wieder für arbeitsfähig
eingeschätzt
. Darauf sei abzustellen, zumal nach dem Austritt aus der Rehaklinik
B._
nur noch eine Behandlung der unfallfremden Beschwerden stattgefunden habe. Mit Austritt aus der Rehakli
nik
B._
am 1
4.
Juni 2017 sei damit der medizinische Endzustand erreicht und die Arbeitsfähigkeit in de
r angestammten Tätigkeit wieder
hergestellt gewe
sen, weshalb die Versicherungsleistungen zu Recht per
1.
September 2017 einge
stellt worden seien und die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Inva
lidenrente habe.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend (
Urk.
1),
dem
Einsprache
entschei
d
der Beschwerdegegnerin könne nicht gefolgt werden. Entgegen deren Ausführungen sei sie nicht (ausschliesslich) für Bürotätigkeit
en
im Betrieb ihres Mannes angestellt gewesen. Dieselben hätten lediglich 20 % ihrer Arbeitstätigkeit ausgemacht, die restliche Arbeitszeit habe sie auf den Baustellen gearbeitet und Waren transportiert, was ihr aufgrund ihrer verletzten Schulter nicht mehr mög
lich sei.
Seit dem Unfall leide sie an persistierenden Schulterschmerzen, welche sie zuvor nicht gehabt habe. Deswegen habe sich sie in Behandlung begeben und auch psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Ihre behandelnden Ärzte würden sie für ihre angestammte Tätigkeit nicht mehr für arbeitsfähig befinden. Die Einschätzung des Kreisarztes der Beschwerdegegnerin und die Beurteilung
der Fachärzte würden unterschiedlich ausfallen, weshalb die Angelegenheit zurückzuweisen und weiter abzuklären sei.
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort liess die Beschwerdegegnerin ergänz
end vortragen, dass die
Beschwerdeführerin gemäss den medizinischen Abklärungen der Invali
denversicherung in einer körperlich leichten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Bei einem Einkommensvergleich gestützt auf die LSE resultie
re dabei keine Erwerbs
einbusse (
Urk.
9).
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin gab in ihrer Unfallmeldung vom 3
0.
September 2015 an,
am 1
7.
September 2015
ausgerutscht und auf die rechte Seite
gefallen zu sein, woraufhin ihre rechte Schulter angeschwollen sei (
Urk.
10/1). Die medizinische Erstbehandlung fand am 2
2.
September 2019 durch den Hausarzt der Versicher
ten,
Dr.
A._
statt. Dieser stellte eine schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit der rechten Schulter fest und diagnostizierte eine SLAP-Läsion Typ II mit
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
nach Trauma am 1
6.
[recte: 17.] September 2015 bei einem Röntgenbefund ohne Anhaltspunkte für
ossäre
Läsio
nen
. Er attestierte der Beschwerdeführerin ab dem Unfalldatum bis voraussicht
lich Ende Januar 2016 eine volle Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
10/13).
3.2
Die Beschwerdeführerin befand sich daraufhin zur Behandlung und Physiothera
pie im Stadtspital
C._
.
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Chirurgie
, stellvertre
tender Chefarzt Stadtspital
C._
,
s
tellte in seinem Bericht vom 2.
Dezember 2015 ebenfalls die Diagnose einer SLAP-Läsion Typ II. Er befand, die Schulter
funktion habe sich unter der Physiotherapie deutlich gebessert, die Beschwerde
führerin habe aber zum Teil immer noch Beschwerden. Flexion/Abduktion sowie Elevation
seien langsam, aber praktisch vollständig möglich
mit ebenfalls gut möglicher Innen- und Aussenrotation beim Schürzen- und Kragengriff und es bestehe ein deutlich gebessertes Bewegungsmuster im Vergleich zur Voruntersu
chung vom 2
1.
Oktober 2015 (
Urk.
10/16).
Aufgrund der am
8.
Februar 2016 durchgeführten MR-
Arthrographie
stellte
Dr.
D._
eine persistierende SLAP-Läsion (stationäre Labrumläsion mit Einriss in den
Bizepsanker
) bei aber rückläufiger
Tendinopathie
der
Su
pr
aspinatussehne
und einer intakten
Rotatorenmanschette
fest
. Da es der Beschwerdeführerin deut
lich
besser
gehe
, könne die
Therapie
konservativ
weitergeführt
werden (Urk.
10/28).
Am 1
8.
Mai 2016 berichtete
Dr.
D._
, die Situation im Bereich des rechten Schul
tergelenks habe sich seit der letzten Konsultation nochmals gebessert. Neu
habe die Beschwerdeführerin aber starke Rückenschmerzen, welche sie im Alltag mas
siv einschränken würden, weshalb er sie an die Rheumaklinik verwiesen ha
b
e (
Urk.
10/53).
3.3
Am
8.
April 2017 wurde die Beschwerdeführerin von
Dr.
med.
E._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, untersucht. Dieser stellte fest, die Beschwerdeführerin beklage Schmerzen über die ganze Schulter bis zum Nacken und den Brustmuskeln. Die verhärtete Muskulatur paravertebral und im Schul
tergürtel lasse zusammen mit der eingeschränkten Beweglichkeit und dem MRI auf ein Problem mit der unteren Halswirbelsäule schliessen. Wenn sich dies bestätige, könne der Unfall nicht mehr Hauptursache der geklagten Beschwerden sein. Zusätzlich bestehe ein moderates
Impingementsyndrom
der rechten Schulter (
Urk.
10/95).
3.4
Am 1
3.
April 2017 wurde die Beschwerdeführerin durch den Kreisarzt
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, untersucht. Dieser führte in seinem Bericht aus, die Beschwerdeführerin betone im Verlauf der Untersuchung zunehmend ihre Beschwerden und auch bei minimen Bewegungen äussere sie starke und medizi
nisch nicht erklärbare Schmerzen der Schulter und des rechten Oberarmes. Erklärbar durch die erlittene Läsion seien hingegen die verm
inderte Kraft beim Palm-
up
-
Test und die diskret verminderte Beweglichkeit. Insgesamt zeige sich aber eine recht gute Schulterbeweglichkeit. Es sei eine stationäre Rehabilitation zu empfehlen. Da noch nicht überwiegend wahrscheinlich von einem Endzustand ausgegangen werden könne, werde noch kein Zumutbarkeitsprofil erstellt (Urk. 10/89).
3.5
Vom 1
0.
Mai bis 1
4.
Juni 2017 hielt sich die Beschwerdeführerin zur stationären Rehabilitation in der Rehaklinik
B._
auf. Nebst der SLAP-Läsion Typ II diagnostizierten die Ärzte ein seit Jahren bekanntes
Panvertebralsyndrom
, eine Anpassungsstörung, eine arterielle Hypertonie und eine Adipositas
(
Urk.
10/108 S. 1 f.)
.
Beim Eintritt habe sich die rechte Schulter
inspektorisch
altersentspre
chend unauffällig präsentiert.
Palpatorisch
sei ein Druckschmerz am
Tuberculum
majus
festzustellen. Es bestünden diskret pathologische
Impingementzeichen
nach
Jobe
(
Urk.
10/108 S. 9). Zwei Jahre nach dem Sturz auf die rechte Schulter, bei der sich die Beschwerdeführerin eine SLAP-Läsion Typ II zugezogen habe, zeige sich ein zögerlicher Heilungsverlauf. Die Beschwerdeführerin
klage
über Blockaden und Bewegungseinschränkungen der rechten Schulter, insgesamt zeige sich eine Kraftminderung im Schulter-/Nackenbereich. Kraft und Beweg
lichkeit hätten im Trainingsprogramm auf niedrigem Niveau gesteigert werden können. Die Beschwerdeführerin sei aber zu sehr in ihrem Schmerz verhaftet, sodass keine weitere Verbesserung zu erzielen gewesen sei. Die Lokalisation der
Schmerzen wechsle von der Schulter über die Wirbelsäule bis zu Kopfschmerzen, ohne dass neurologisch
radikuläre
Ausfälle
erhebbar
gewesen seien
(
Urk.
10/108 S. 4).
Die Ärzte stellten
weiter
fest, dass eine mässige Symptomausweitung bestehe
(
Urk.
10/108 S. 2)
; die demonstrierten physischen Einschränkungen lies
sen sich mit den objektivierbaren pathologischen
Befunden der klinischen Unter
suchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären.
Das Beschwerdebild werde durch ein dysfunktionales Umgangs- und Bewältigungsmuster deutlich überlagert (
Urk.
10/108 S. 4).
Die angestammte Tätigkeit als Büroangestellte im Betrieb des Ehegatten sei der Beschwerdeführerin ganztags zumutbar. Als Einschränkung sei zu beachten, dass im aktuellen Zeit
punkt nur maximal leichte bis mittelschwere Lasten (10-15
kg) hantiert werden könnten. Eine angepasste leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei der Beschwerde
führerin ebenfalls ganztags zumutbar
(
Urk.
10/108 S. 3)
.
3.6
Im Bericht vom
8.
November
2017 diagnostizierten Ärzte der
Universitätsk
linik
G._
eine kleine PASTA-Läsion des
Supraspinatus
, ein
subacromiales
Impin
gement
und eine AC-
Arthropathie
der rechten Schulter bei einem Status nach zweimaliger Infiltration und Schulterkontusion vom 1
7.
September 201
5.
Das MRI der rechten Schulter vom
7.
November 2017 habe einen beginnenden interstitiellen Riss der
Supraspinatussehne
, eine
Tendinopathie
der
Subscapula
rissehne
und eine
anter
osuperiore
Lambrumläsion
gezeigt (
Urk.
10/140).
3.7
Dr.
H._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Oberarzt Orthopädie
Universitätsklinik
G._
, hielt in seinem Bericht vom 2
0.
November 2017 fest, das MRI vom
7.
November 2017 zeige
geringgradige
Veränderungen im
Supraspinatus-Footprint
und eine
gering
gradige
AC-Gelenksarthrose. Die
Rotatorenmanschette
sei ohne
transmurale
Ruptur, weder im
Subscapularis
- noch im Supra- oder
Infraspinatusbereich
. Auch wenn damit bildmorphologisch
geringgradige
Veränderungen im Bereich des
Supraspinatus-Footprint
und des AC-Gelenks nachweisbar seien
, habe die Infilt
rati
on im
Subacromialraum
und im AC
Gelenksbereich keinerlei Veränderung der Beschwerdesymptomatik erbracht. Dementsprechend könne aus schulterchirurgi
scher Sicht keine chirurgische Intervention zu einer Besserung beitragen
. In der Schultersprechstunde seien keine weiteren Termine vorgesehen
(
Urk.
10/146).
3.8
In seiner Beurteilung vom 2
2.
November 2017 führte
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, aus, die anerkannte Unfallfolge einer Verletzung der knorpeligen Lippe des
Glenohumeralgelenks
verursache gemäss der
Universitätsklinik
G._
nicht die geklagten Schulterbeschwerden. Geplant seien nun Therapiemassnahmen
,
welche durch die degenerative Grunderkran
kung der Schulter (degenerative
Rotatorenmanschette
, AC-Gelenksarthrose,
Impingement
)
zu erklären seien. Diese Massnahmen hätten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nichts mehr mit dem Unfallereignis [vom 1
7.
September 2015] zu tun. Die Beschwerdeführerin sei zu 100 % arbeitsfähig (
Urk.
10/144).
In seiner Beurteilung vom 1
7.
Januar 2018 führte
Dr.
I._
aus, die bestehende Schmerzsymptomatik sei in der Universitätsklinik
G._
, Abteilung für Wirbel
säulen und Schulterchirurgie
,
ausführlich abgeklärt worden. Es seien mehrfach diagnostische Infiltrationen des Schultergelenks und der Halswirbelsäule durch
geführt worden, welche keine Verbesserung der Beschwerdesymptomatik gebracht hätten. Die Schulter sei somit als schmerzverursachendes Gelenk ausge
schlossen worden, ebenso die Halswirbelsäule. Die Ursache der Schmerzen sei somit überwiegend wahrscheinlich nicht durch die Schulter und die Halswirbel
säule bedingt und es würden daher überwiegend wahrscheinlich auch keine unfallkausalen Beschwerden vorliegen
. Es bestehe keine unfallabhängige Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
10/161).
3.9
Im Bericht des
J._
vom 3
0.
Oktober 2018 diagnostizierten die behandelnden Ärzte unter anderem eine rezidivierende depressive Störung, rechtsseitige Schulterschmerzen, ein
cervikocephales
Syn
drom
un
d eine unspezifische Lumbalgie (
Urk.
3 S. 1).
Aufgrund der Befunde an der Halswirbelsäule (mehr als eine Etage der Halswirbelsäule sei von degenerati
ven Veränderungen betroffen,
Urk.
3 S. 7) könne der Beschwerdeführerin keine belastende Arbeit mehr zugemutet werden. Leichte Arbeiten ohne Zwangshaltun
gen und ohne schnelle Kopfbewegungen seien aus somatischer Sicht noch halb
tags zumutbar (
Urk.
3 S. 8).
4.
4.1
Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss zu
Recht per 3
1.
August 2017 vor
nahm oder ob
über
diese
n
Zeitpunkt
hinaus
weiter
h
in vorübergehende Leistungen auszurichten gewesen wären. Während des Aufent
haltes in der Rehaklinik
B._
beklagte die Beschwerdeführerin
nach wie vor Probleme mit der rechten Schulter
.
Obschon Kraft und Beweglichkeit im Trai
ningsprogramm auf niedrigem Niveau hatten gesteigert werden können, hielten d
ie Ärzte eine weitere Verbesserung für nicht möglich, weil die Beschwerdefüh
rerin zu sehr in ihrem Schmerz verhaftet sei
,
und stellten dabei auch fest, dass sich die Schmerzen nur ungenügend mit den objektivierbaren Befunden erklären liessen.
Dennoch
hielten sie die Beschwerdeführerin für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten (wieder) vollständig arbeitsfähig (E. 3.5). Da somit ab Juni 2017 weder von einer namhaften Verbesserung der gesundheitlichen Situation noch von einer
möglichen
Steigerung der
-
ohnehin für leicht
e
bis mittelschwere Tätigkeiten wie
der vollständig hergestellten
-
Arbeitsfähigkeit auszugehen war, erweist sich ein Fallabschluss in diesem Zeitpunkt als gerechtfertigt (vgl. E. 1.7). Im Übrigen führte im November 2017 auch Dr.
H._
aus, dass aus schulterchirurgischer Sicht keine Intervention zu einer Besserung beitragen würde (E. 3.7). Dass die Beschwerdegegnerin
folglich
ihre Leistungen per 31. August 2017 einstellte und den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin prüfte, ist daher nicht zu beanstan
den.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungseinstellung insbesondere auf die Beurteilungen durch Dr.
I._
(E. 3.8). Ein medizinischer Aktenbericht ist als
Entscheidgrundlage
zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vor
handenen Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesge
richts 8C_833/2009 vom 26. Januar 2010 E. 5.1 mit Hinweisen), was vorliegend der Fall ist. Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kann Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen (vgl. E. 1.6). Der Bericht von Dr.
I._
erfüllt die genannten Anforderungen an eine
beweiskräftige medizinische
Entscheidgrund
lage
, weshalb darauf abzustellen ist.
4.3
Dr.
I._
stütz
t
e sich
für seine Beurteilung
auf die
medizinischen
Vorakten
, ins
besondere auch
auf
die radiologischen Befunde (vgl.
Urk.
10/161 S. 4).
Dabei kam er zum Schluss,
d
a die Infiltrationen des Schultergelenks (und der Halswirbel
säule) keine Beschwerdeverbesserung gebracht hätten,
seien
diese Bereiche nicht Ursache der Beschwerdesymptomatik.
Folglich würden überwiegend wahrschein
lich keine unfallbedingten Beschwerden (mehr) vorliegen. Bei der Beschwerde
führerin wurde nach dem Unfallereignis zunächst eine SLAP-Läsion Typ II mit
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
diagnostiziert (E. 3.1). Bereits drei Monate nach dem Unfallereignis konnte
Dr.
D._
eine deutliche Besserung der Beschwer
desymptomatik feststellen. Insbesondere waren Flexion/Abduktion sowie Eleva
tion mit ebenfalls gut möglicher Innen- und Aussenrotation beim Schürzen- und Kragengriff im Dezember 2015 wieder praktisch vollständig möglich.
Weiter stellte
Dr.
D._
fest, dass i
m Februar 2016 die
Tendinopathie
rückläufig
war
und
sich
im Mai 2016 die Schulterproblematik nochmals gebessert
hatte
. Zu diesem Zeitpunkt klagte die Beschwerdeführerin vielmehr über Rückenbeschwerden (E. 3.2).
Eine mitunter deutliche Besserung der Unfallfolgen
mit insbesondere prak
tisch vollständiger
Schulterb
eweglichkeit
ist daher bereits in diesem Zeitpunkt
punkt festzustellen.
Dr.
E._
war
sodann rund
ein Jahr
später, im April
2017, der Ansicht
,
die Beschwerdesymptomatik
lasse auf eine Problematik der unteren
Halswirbelsäule schliessen
,
wofür
die Unfallkausalität
zu verneinen sei
(E. 3.3)
.
Währen
d
des Aufenthalts in der Rehaklinik
B._
stand sodann v
iel
mehr
ein dysfunktionaler Umgang mit der Schmerzproblematik im Vordergrund und die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden liessen sich nicht hinreichend objektivieren (E. 3.5). Im November 2017 wurden in der
Universi
tätsk
linik
G._
dann
neu die Diagnosen PASTA-Läsion,
subacromiales
Impin
gement
und AC-
Arthropathie
respektive AC-Gelenksarthrose gestellt (vgl. E. 3.6 und 3.7)
, wozu
Dr.
I._
aus
führte, die weiteren Therapiemassnahmen
würden
nunmehr der Behandlung dieser degenerativen Grunderkrankungen dienen (E. 3.8).
Letztlich wiesen im Oktober 2018
auch d
ie Ärzte des
J._
hinsichtlich
der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (aus somatischer Sicht) auf die degenerative
Erkrankung der Halswirbelsäule
und nicht auf die Schulterproblematik
hin
(E.
3.9).
Da
mit ist erstellt, dass
sich die Beschwerd
en im Zusammenhang mit der SLAP
Läsion Typ II bereits im Mai 2016 fast vollständig gebessert hatten
.
Den aufliegenden Arztberichten späteren Datums können keine unfallkausalen Beschwerden mehr entnommen werden. Im Gegenteil standen seither sowohl die Rückensymptomatik als auch die degenerativen Erkrankungen der rechten Schul
ter
sowie psychische Beschwerden
im Vordergrund.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, dass
Dr.
I._
zum Schluss kam, es bestünden keine unfallkausalen Beschwerden mehr
. Spätestens im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 3
1.
August 2017 ist
von einem S
tatus quo sine
vel
ante auszugehen
.
Die Ein
wendungen der Beschwerdeführerin vermögen die nachvollziehbare Beurteilung von
Dr.
I._
nicht in Frage zu stellen. Insbesondere vermag deren Argumenta
tion, sie habe vor dem Unfallereignis vom 1
7.
September 2015 nicht an Schulter
schmerzen gelitten, nicht zu überzeugen.
Die Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädi
gung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem auf
getreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundes
gerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Soweit die Beschwerdegegnerin auf Dr.
I._
abstellend mangels Erreichen der
Erheblichkeitsschwelle
(Urk. 10/179) einen Anspruch auf Integritätsentschädi
gung verneinte, liegen keine anderslautenden ärztlichen Einschätzungen vor und hat die Beschwerdeführerin hiergegen beschwerdeweise denn auch zu Recht nichts einwenden lassen.
4.4
Soweit die Beschwerdeführerin eine gesundheitliche Einschränkung aufgrund ihrer Rückenbeschwerden vortragen lässt und hieraus eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin
geltend machen will
, ist anzumerken, dass die Beschwerde
gegnerin eine Leistungspflicht mit Bezug auf die Rückenbeschwerden
infolge feh
lenden Kausalzusammenhangs
bereits
mit Verfügung vom 2
5.
April 2017 ver
neint
hatt
e (
Urk.
10/93). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft, weshalb
darüber im vorliegenden Beschwerdeverfahren
nicht mehr zu befinden ist.
4.5
Weiter zu prüfen ist, ob die von der Beschwerdeführerin geklagten psychischen Beschwerden als Folge des Unfalles vom 1
7.
September 2015 zu werten sind. Der Sturz der Beschwerdeführer
in
mit Ausrutschen ist als leichtes Unfallereignis ein
zustufen. Wie bereits ausgeführt (E. 1.4), ist bei leichten Unfallereignissen die Adäquanz psychischer Gesundheitsschäden grundsätzlich ohne Weiteres zu ver
neinen.
Den
aufliegenden Akten sind keine Anhaltspunkt zu entnehmen, welche vorliegend auf eine andere Einschätzung schliessen lassen würden. Für die von der Beschwerdeführerin geklagten psychischen Beschwerden, insbesondere die rezidivierende depressive Störung, ist ein adäquater Kausalzusammenhang daher zu verneinen und es besteht kein Leistungsanspruch.
4.6
Zusammengefasst
erweist sich der medizinische Sachverhalt als hinreichend erstellt, weshalb sich weitere Abklärungen, entgegen der Ansicht der Beschwer
deführerin
,
erübrigen. E
in Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 1
7.
September 2015 und den über den 31. August 2017 hinaus beklagten Beschwerden
ist
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt
, weshalb kein Leistungsanspruch besteht.
Anzumerken bleibt, dass selbst
bei
Bejahung der Unfallkausalität der weiterhin geklagten Schulterbeschwerden
kein Leistungsanspruch
der
Beschwerdeführerin resultieren würde. Nach der Einschätzung der Rehaklinik
B._
ist die Beschwerdeführerin seit Juni 2017 in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig (E. 3.5), was von
Dr.
I._
bestätigt wurde (E. 3.8).
D
as
J._
führte die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (in somatischer Hinsicht) auf nicht unfallkausale Beschwerden an der Halswirbelsäule zurück (E.
3.9)
. Die Beschwerdeführerin war nach eigenen Angaben zu 10 % mit Büroarbeiten, zu 45 % mit Materialeinkauf und Transport sowie ebenfalls zu 45 % zur Mithilfe für leichte Arbeiten auf der Baustelle beschäftigt (vgl.
Urk.
10/123). Diese Arbeit ent
spricht einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit, welche der Beschwerdeführe
rin
weiterhin
vollumfänglich zumutbar ist. Zudem
würde
selbst in einer ange
passten Tätigkeit kein Einkommensverlust resultieren
; die Beschwerdeführerin
erzielte im Unfallzeitpunkt ein jährliches Einkommen von
Fr. 50'400.
(
Urk.
10/1)
.
In
einer (angepassten) leich
t
en
bis mittelschweren Tätigkeit wäre sie in der Lage ein jährliches Einkommen von rund Fr. 54'782.
(LSE 2016, Tabelle TA1, TOTAL, Kompetenzniveau 1, Frauen [Fr. 4'363.
] in 12 Monatslöhnen, aufgerechnet auf 41.7 Stunden pro Woche und angepasst an die Nominallohnentwicklung von 2709 auf 2719 Punkte) zu erzie
len.
Ein Leistungsanspruch wäre daher ebenfalls nicht ausgewiesen.
5.
Nach dem
G
esagten erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
als rech
tens,
was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Das Verfahren ist kostenlos (
Art.
61
lit
. a
ATSG).