# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7329d4dd-a4fc-4538-aaa2-42cd319c5563
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
B, geboren am 17. Januar 1958, wird seit dem 1. Juni 2019 von der Gemeinde A mit wirtschaftlicher Hilfe unterstützt. Mit Beschluss des Gemeinderates vom 3. März 2020 wurden die an B ausgerichteten Sozialhilfeleistungen per 31. März 2020 eingestellt und B wurde aufgefordert, sein Freizügigkeitskonto bei der Pensionskasse D zu kündigen und die Leistungen der beruflichen Vorsorge frühzeitig zu beziehen. Sodann wurde B die Möglichkeit gewährt, eine Abtretungserklärung zugunsten der Gemeinde A zu unterzeichnen, um bis zur Frühpensionierung weiterhin Sozialhilfe zu beziehen. Subsidiäre Nothilfeleistungen durch das Sozialamt würden nur mit einer Abtretungserklärung für die Rückerstattung durch die Pensionskassengelder geleistet.
II.
A.
Dagegen erhob B mit Schreiben vom 24. März 2020 Rekurs an den Bezirksrat E und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Mit Schreiben vom 27. März 2020 gelangte B, diesmal vertreten durch lic.
iur. C erneut an den Bezirksrat und beantragte unter anderem, die Gemeinde A sei aufzufordern, die Litispendenz zu beachten.
B.
Mit Schreiben vom 31. März 2020 machte der Bezirksrat E die Gemeinde A darauf aufmerksam, dass die wirtschaftliche Hilfe aufgrund der aufschiebenden Wirkung des Rekurses einstweilen im bisherigen Umfang weiterhin auszurichten sei, und zwar auch dann, wenn B die Abtretungserklärung nicht unterzeichne. Die Gemeinde A antwortete darauf am 1. April 2020, dass sie an ihrem Beschluss vom 3. März 2020 festhalte.
C.
Nachdem B am 31. März 2020 superprovisorisch bzw. vorsorglich darum ersucht hatte, dass ihm für die Dauer des Verfahrens weiterhin Sozialhilfeleistungen ausgerichtet werden, wies der Bezirksrat E die Gemeinde A mit Präsidialverfügung vom 2. April 2020 aufsichtsrechtlich an, B ab 1. April 2020 für die Dauer des Rekursverfahrens weiterhin den Grundbedarf und die Miete auszurichten und die Krankenkassenprämien zu überweisen, ohne dass die Auszahlung von der Einhaltung von Bedingungen abhängig gemacht werde.
D.
Dagegen reichte die Gemeinde A beim Regierungsrat am 14. April 2020 Aufsichtsrekurs ein. Der Regierungsrat trat mit Beschluss vom 19. August 2020 nicht auf den Rekurs ein und überwies die Eingabe der Gemeinde A zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht.
E.
Inzwischen hatte der Bezirksrat E den Rekurs von B mit Beschluss vom 29. April 2020 gutgeheissen, wogegen die Gemeinde A Beschwerde ans Verwaltungsgericht erhob. Dieses wies die Beschwerde mit Entscheid vom 10. September 2020 ab (Verfahren VB.2020.00360).
III.
A.
Mit Präsidialverfügung vom 28. August 2020 setzte das Verwaltungsgericht der Gemeinde A Frist an, um dem Verwaltungsgericht mitzuteilen, ob sie an ihrer Eingabe, die vom Regierungsrat an das Verwaltungsgericht zur Behandlung überwiesen worden war, festhalte. Die Gemeinde A teilte am 7. September 2020 mit, dass sie an der Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksrats vom 2. April 2020 festhalte.
B.
Das Verwaltungsgericht zog die Akten des Verfahrens der strittigen Hauptsache (VB.2020.00360) bei.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen (vgl. § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Es beurteilt unter anderem Beschwerden gegen Anordnungen (§ 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a VRG).
Vorliegend liegt eine Anordnung des Bezirksrats im Streit, wonach dieser die Beschwerdeführerin im Rahmen des hängigen Rekursverfahrens, welches durch den Beschwerdegegner gegen eine die wirtschaftliche Hilfe betreffende Verfügung der Beschwerdeführerin eingeleitet wurde, aufsichtsrechtlich anwies, dem Beschwerdegegner ab 1. April 2020 für die Dauer des Rekursverfahrens weiterhin den Grundbedarf von Fr. 997.- und die Miete von Fr. 1'000.- auszurichten und die Krankenkassenprämien direkt der Krankenversicherung zu überweisen; die Auszahlung dürfe nicht von der Einhaltung von Bedingungen abhängig gemacht werden. Als Rechtsmittel bezeichnete der Bezirksrat in seiner Verfügung vom 2. April 2020 den Rekurs an den Regierungsrat.