# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 04baa092-dff1-493f-bc27-b749824b51d4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968, arbeitet
e
seit 2
6.
September 1990
als Metzger
im
Y._
AG (
Urk.
6/6
Ziff.
1,
Ziff.
6)
.
Am 1
4.
September 2001 meldete
er
sich wegen
eines
Platt- und Klumpfuss
es
bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug
(Rente, Hilfsmittel)
an (
Urk.
6/1
Ziff.
7.2,
Ziff.
7.8
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte Arztberichte (
Urk.
6/4
,
Urk.
6/8
,
Urk.
6/10
),
einen
Ausz
u
g
aus dem individuellen Konto des Versicherten (
IK-Auszug;
Urk.
6/5
)
sowie
einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
6/6)
ein
und
führte sodann eine berufliche Abklärung durch (
Urk.
6/16).
Nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
6/18) verneinte die IV-Stelle
mit Verfü
gung vom
1
3.
Mai 2002
(
Urk.
6/19)
mangels Ablauf des Wartejahres
einen Rentenanspruch des Versicherten.
1.2
Mit Schreiben vom 3
0.
September 2002 (
Urk.
6/20
)
stellte der Versicherte
erneut
ein
Gesuch um
Ausrichtung
eine
r
Invalidenrente
.
Am
7.
Januar 2003 meldete
er
sich zudem bei der IV-Stelle zum
B
ezug von Hilfsmitteln an (
Urk.
6/28
Ziff.
7.8). D
ie IV-Stelle
holte
weitere Arztberichte (
Urk.
6/24-
2
6
,
Urk.
6/
29
,
Urk.
6/32
)
und
einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
6/22)
ein.
Mit Verfügung vom 2
6.
Februar 2003 (
Urk.
6/33)
erteilte
sie dem Versicherten Kosten
gutsprache
für orthopädische Schuheinlagen
und
m
it Verfügung vom 1
6.
Juli 2003
sprach sie ih
m
bei einem Invaliditätsgrad von 50
%
mit Wirkung ab
1.
September 2002 eine halbe Invalidenrente zu (
Urk.
6/39).
1.3
Per 3
1.
Oktober 2003 verlor der Versicherte seine Stelle (
Urk.
6/41/4). Ab
3.
November 2003 war er bei der Metzgerei
Z._
,
A._
, in einem Teilpensum tätig (
Urk.
6/45
Ziff.
5,
Ziff.
11). A
m
3.
August 2004
meldete er sich
erneut
wegen
seinem
Klumpfuss und
einem
Hüftleiden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
(Rente, Hilfsmittel
)
an (
Urk.
6/40
Ziff.
7.2,
Ziff.
7.8
).
Daraufhin holte d
ie IV-Stelle
Arztberichte (
Urk.
6/42,
Urk.
6/44,
Urk.
6/46
)
und
Arbeitge
berberichte
(
Urk.
6/41,
Urk.
6/45)
ein und führte erneut berufliche Abklärungen durch (
Urk.
6/49).
Mit Verfügung vom 2
5.
November 2004 verneinte die IV-Stelle
eine
Erhöhung der halben Invalidenrente (
Urk.
6/51). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 1
6.
Dezember 2004 Einsprache (
Urk.
6/52). Die IV-Stelle holte
weitere
Ar
z
tberichte (
Urk.
6/57,
Urk.
6/61
), Verlaufsberichte (
Urk.
6/6
7
/1-10
,
Urk.
6/69
-
70)
und
einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
6/68)
ein
und
wies mit Ent
scheid vom
2
2.
Juli 2005
die Einsprach
e
des Versicherten ab (
Urk.
6/73).
1.4
Per 3
1.
Juli 2005 wurde dem Versicherten gekündigt (
Urk.
6/74).
Am
8.
August 2005
reichte
er
ein Revisionsgesuch (
Urk.
6/74,
Urk.
6/77)
ein
.
Die IV-Stelle holte
weitere
Verlaufsberichte (
Urk.
6/78-79
,
Urk.
6/81
)
ein.
Mit Verfügung vom 1
2.
Mai 2006 verneinte die IV-Stelle
eine
Erhöhung der Invalidenrente (
Urk.
6/83). Dagegen erhob der Versicherte am
6.
Juni 2006
Einsprache
(
Urk.
6/87).
Daraufhin holte die IV-Stelle eine
n
IK-Auszug
ein
(
Urk.
6/107) und
veranlasste eine polydisziplinär
e
Begutachtung des Versicher
ten bei der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS)
B._
, deren Gutachten am
6.
August 2007 erstattet wurde
(
Urk.
6/109).
Gestützt darauf
wies
die IV-Stelle
die Einsprache mit
unangefochtenen in Rechtskr
aft erwachsenem
Entscheid vom 1
7.
März 2008 ab (
Urk.
6/117).
1.5
Im Rahmen eines im April 2008 eingeleiteten Revisionsverfahrens (
Urk.
6/122) holte die IV-Stelle erneut einen IK-Auszug (
Urk.
6/1
24) und
Arzt
bericht
e
(
Urk.
6/125
,
Urk.
6/129-130
)
ein.
Mit
Schreiben vom
9.
September 2008
(
Urk.
6/135)
teilte sie
dem Versicherten mit
, dass
sich der Invaliditätsgrad nicht geändert habe und deshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige halbe Invali
denrente bestehe
(
Urk.
6/13
5
).
1.
6
Am 1
4.
Juli 2011 stellte der Versicherte
ein Gesuch um Erhöhung
auf eine
Dreiviertelsrente
(
Urk.
6/149
)
. Die IV-Stelle holte Arztberichte (
Urk.
6/155,
Urk.
6/
157-
159) ein
. N
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/163
,
Urk.
6/171)
in dessen Rahmen weitere Arztberichte (
Urk.
6/166,
Urk.
6/174) ergingen,
wies sie
mit Verfügung vom 2
1.
August 2012
das
Ge
such ab
(
Urk.
6/177
=
Urk.
2
).
2.
Gegen die Verfügung v
om 2
1.
August 2012 (
Urk.
2)
erhob
der Versicherte am 1
0.
September 2012 Beschwerde
(
Urk.
1/1
-2
)
.
Er
beantragte
sinngemäss,
die angefochtene Verfügung
sei aufzuheben
und es sei ihm eine höhere Rente zu
zusprechen
.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
7.
Oktober 2012 (
Urk.
5) beantragte die
Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerde
führer am
9.
November 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und
in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sions
grund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Auf
gabenbereich zu betätigen oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit, des
invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die
anspruchs
beeinflussende
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate an
gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwen
dige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
1.5
Gemäss
Art.
88a
Abs.
2 IVV ist bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten
Betreuungs
aufwandes
oder Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berück
sichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat.
Art.
29
bis
IVV ist sinngemäss anwendbar.
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging
in der
angefochtene Verfügung (
Urk.
2)
gestützt auf
die
neue
n
medizinische
n
Unterlagen
von einem
weiterhin
unveränderten Gesundheitszustand aus. Der Beschwerdeführer habe bis zum Beginn seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung als Metzger gearbeitet,
übe
jedoch
diese Tä
tigkeit seit längerem nicht mehr aus
.
Der Einkommensvergleich der erstmali
gen
Rentenzusprache
sei bereits über 10 Jahre alt und für die Ermittlung des
Vali
deneinkommens
seien deshalb
die
Daten der
Loh
nstrukturerhebung
(LSE)
heran
zuziehen
.
Aufgrund der medizinischen Beurteilung sei ihm die bisherige T
ätigkeit noch zu 50
%
zumutbar
.
Es resultiere
damit
ein Invaliditätsgrad von 50
%
und dieser begründe weiterhin einen Anspruch auf die bisherige halbe Invalidenrente (S. 2 Mitte). Die weiteren Abklärungen hätten ergeben, dass keine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes beschrieben wor
den sei (S. 2 unten).
2.2
Der Beschwerdeführer
stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
, er leide
seit seiner Geburt 1968 unter der Fehlstellung
seiner
Füsse und sei bis heute un
zählige Male operiert worden. Um seinen massiven Schlafproblemen entgegen zu wirken, sei er seit langem
von
Tabletten abhängig und habe vor
zwei
Jahren seine Arbeit aufgeben müssen. Er leide unter schweren Hüftbeschwerden und müsse sich viel Cortison spritzen
(
Urk.
1/1).
In
der
Ergänzung zu
seiner
Beschwerde führte er aus, d
ie lebensbestimme
nden Schmerzen hätten
sehr stark und dauerhaft zugenommen. Die Beweglichkeit seiner Gelenke und die Kraftlosigkeit in den Beinen hätten sich schon lange stark und dauerhaft verschlechtert.
Dies hätte zur Einnahme von grossen Men
gen von Schmerzmitteln und Schlaftabletten geführt. Es sei absolut unmöglich, diese Tabletten und hochdosierten Medikamente abzusetzen. Dies sei eine dau
erhafte deutliche Verschlechterung seines Gesundheitszustandes. Seine starke Unbeweglichkeit und die vielen Medikamente
hätten
zu einer deutlichen Ge
wichtszunahme geführt
, dies habe
die Schmerzen und die
Unb
eweglichkeit weiter verschlimmert (
Urk.
1/2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
damit
, ob seit
dem Zeitpunkt des
Einspracheent
scheides
vom 1
8.
März 2008 (
Urk.
6/117), welcher auf einer materiellen Prüfung des Rechtsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung (inklusive MEDAS-Begutachtung), Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruhte (vgl. vorstehend E. 1.
3
),
eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten ist und ihm infolgedessen ein Anspruch auf eine höhere Rente zusteht.
Dabei sind die Verhältnisse im Zeitpunkt d
es
Ein
spracheentscheides
vom 1
8.
März 2008
mit den Verhältnissen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 2
1.
August 2012 zu vergleichen.
3.
3.1
Dr.
med.
C._
,
I
nnere Medizin und Klinische Pharmakologie
FMH
,
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Innere Medizin und psychosomatische Medi
zin,
Dr.
med.
E._
, Psychiatrie und Psychotherapie
FMH,
und
Dr.
med.
F._
,
Chirurgische Orthopädie und Traumatologie
FMH
, MEDAS
B._
,
erstatteten ihr Gutachten am
6.
August 200
7
(
Urk.
6/109) gestützt auf die Akten, die internistische Untersuchung
vom
2
1.
März 2007
u
nd
die
fachärztlichen Untersuchungen
vom
6.
Juni 200
7.
Sie nannten folgen
de Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 37,
Ziff.
4.1):
Sprunggelenksarthrosen beidseits und Knick-Senk-Plattfussdeformität links, Senk-Plattfussdeformität rechts bei Status nach multiplen Korrek
tureingriffen wegen Klumpfussdeformität beider Füsse (1969-1975)
initiale
Coxarthrosen
bei Hüftgelenksdysplasie beidseits mit Status nach
periacetabulärer
Oesteotomie
der rechten Hüfte November 2005
chronische Lumbalgie unklarer Ätiologie
kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61.0)
Ferner nannten sie als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
37,
Ziff.
4.2):
schädlicher Gebrauch von Alkohol (F10.1)
In
psychisch-geistiger Hinsicht sei beim Beschwerdeführer aufgrund der
Persön
lichkeitsstörung
mit Einschränkungen der Stressbewältigungsfähigkeiten und bei der Bewältigung interaktioneller Probleme zu rechnen. Dies habe anamnes
tisch zu Schulproblemen und zu Problemen am Arbeitsplatz geführt. Indirekt
seien
auch der Alkoholmissbrauch
und
die Alkohol
abhängigkeit eine Folge der psychischen Beeinträchtigung im Rahmen der auffälligen Persönlichkeitsstruk
tur. In körperlicher Hinsicht würden die Folgen der angeborenen Missbildungen respektive der dadurch notwendig gewordenen operativen Korrekturen im Vor
dergrund
stehen
. Belastung der unteren Extremitäten könne der Beschwerde
führer nur in begrenztem Mass tolerieren
und
bewältigen. Auch dies wirke sich im überwiegend körperlich fordernden Beruf des Beschwerdeführers aus (S. 43
,
Ziff.
1).
Die angestammte Tätigkeit als Metzger könne der Beschwerdeführer in einem Pensum von vier Stunden täglich nur unter angepassten Bedingungen ausüben: Wechselhaltung und Wechselbelastung, ohne schweres Heben und Tragen, ohne jeweils langes Stehen oder Gehen, ohne Schichtdienst und Ak
kord
arbeit und ohne hohe Anforderungen an interpersonelle und interaktionelle Fähigkeiten. Wenn weder die eingeschränkte physische Belastbarkeit noch die eingeschränkte Stressbelastbarkeit und Einschränkungen hinsichtlich
interak
ti
oneller
Anforderungen berücksichtigt würden, bestehe keine Leistungsfähigkeit (S. 44
Ziff.
2.3 und 2.4).
Aus orthopädischer Sicht bestehe beim Beschwerde
führer eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
in der angestammten Tätigkeit, wenn die
se
qualitativen Einschränkungen berücksichtigt werden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine uneingeschränkte zeitliche Arbeitsfähigkeit, jedoch qualita
tive Einschränkungen, was psychisch-geistige und inte
raktionelle Belastbarkeit angehe
. Aus polydisziplinärer Sicht bedeute dies
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
unter angepassten Bedingungen in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit und eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
unter nicht angepassten Be
dingungen als Metzger wie in anderen Bereichen (S. 4
5
).
3.2
Gestützt auf dieses Gutachten ging die Beschwerdegegnerin im
Einsprache
entscheid
vom 1
7.
März 2008 unverändert von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus und verneinte einen höheren Rentenanspruch (
Urk.
6/117 S. 3).
4.
4.1
Seit dem
Einspracheentscheid
vom 1
7.
März 2008 ergingen folgende
Arztbe
richte
:
Im
Verlaufsb
ericht vom 3
0.
Mai 2008 (
Urk.
6/125/6) führte
Dr.
med.
G._
,
Spezialarzt A
llgemeine Medizin FMH,
aus, es bestehe keine Änderung der Diagnose. Der Beschwerdeführer leide immer noch an schwerer Schmerzhaf
tigkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS),
des
Becken
s
und
der
Füsse. Die Schmerzen hätten in letzte
r
Zeit immer mehr zugenommen, eine Fusskorrektur sei vorgesehen.
Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit dürfte nicht möglich sein.
4.2
Dr.
med.
H._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH,
Klinik I._
, stellte im Bericht vom
2.
Juli 2008 (
Urk.
6/129) folgende Diagnosen (S. 1):
Verdacht auf zunehmende Rückenfussarthrose mit OSG-Arthrose bei
de
kompensierter
Plattfussdeformität beidseits bei
Status nach mehrfachen Klumpfuss-Operationen beidseits
symptomatische MP-I-Arthrose rechts und symptomatischer
Hallux
valgus
link
s
bei Spreizfussdeformität
Er führte aus, die Rückfussarthrose scheine am
ausgeprägtesten
zu sein mit regel
mässigen Schmerzen links mehr als rechts. Bei zunehmendem Leidensdruck müsste hier mindestens eine Double-
Arthrodese
besprochen werden, wenn nicht gar eine
pantalare
Arthrodese
. Der Beschwerdeführer stehe gegenüber
dieser
O
peration eher abneigend gegenüber. Er
(
Dr.
H._
)
schlage deshalb vor, die konservativen Massnahmen auszuschöpfen und insbesondere
primär
eine gute Schuhversorgung durchzuführen (S. 2 unten).
4.
3
Dr.
H._
,
Klinik I._
,
nannte
im Bericht
vom 1
4.
Juli 2008 (
Urk.
6/130)
folgende Diagnosen:
symptomatische MP-I-Arthrose rechts mit
Hallux
valgus
-Deformität und
Hallux
rigidus
links bei
Spreizfussdeformität und Verdacht auf zunehmende Rückfussarthrose
Status nach mehrfachen Klumpfuss-Operationen beidseits
Bezüglich der Rückfussbeschwerden werde abgewartet bis die
Masschuhver
sor
gung
gemacht worden sei
. Für die MP-I Arthrose auf der rechten Seite sei mindestens eine
Osteophyten
-Resektion insbesondere dorsal indiziert, um den Leidensdruck des Patienten zu verbessern. Der Eingriff sei
mit ambulanter Vor
untersuchung
entsprechend für den 1
5.
September 2008 geplant (S. 2 oben).
Bei dieser Aktenlage ging die Beschwerdegegnerin von unveränderten Verhält
nissen aus (Mitteilung vom
9.
September 2008,
Urk.
6/135).
4.
4
Im Bericht vom 2
1.
November 2008 (
Urk.
6/136
) nannte
Dr.
H._
folgende Diagnose:
Status nach
Cheilektomie
rechts und
Cheilektomie
mit Ganglion-Exstirpa
tion links am
8.
September 2008 bei symptomatischer MP-I-Arthrose rechts und
Hallux
-
valgus
-Deformität, Spreizfussdeformität und Verdacht auf zunehmende Rückenfussarthrose und Status nach mehr
fachen Klumpfussoperationen beidseits
Als Nebendiagnosen nannte er eine depressive Verstimmung und Migräne (S. 1).
Der Beschwerdeführer habe über eine zunehmende Besserung der Symptomatik berichtet.
D
ie Schmerzen
hätten
sich subjektiv stark verringert. Der Beschwer
deführer könne zur einjährigen Jahreskontrolle bestellt werden (S.
1
f.).
4.
5
Im Bericht vom 1
0.
September 2009 (
Urk.
6/143) nannte
Dr.
H._
folgende Diagnosen (S. 1):
s
ymptomatische Rückfussarthrose links mehr als rechts bei
Tibialis
posterior-Insuffizien
Grad III
Status nach
Cheilektomie
rechts und
Cheilektomie
mit Ganglion-Exstir
pation links am
8.
September 2008 bei
symptomatischer MP-I-Arthrose rechts und
Hallux
-
valgus
-Deformität
Spreizfussdeformität
Verdacht auf
zunehmende Rückfussarthrose
Status nach mehrfachen Klumpfussoperationen beidseits
Als Nebendiagnosen nannte er eine depressive Verstimmung und Migräne (S. 1).
D
er Beschwerdeführer habe berichtet, dass von Seiten der
Vorfüsse
eigentlich kei
ne merklichen Beschwerden vorlä
gen. Schmerzhaft seien beide Rückfüsse
. Der Beschwerdeführer
habe angegeben
,
vom
Hausarzt fast monatlich eine
Kortisonspritze
in den
Rückfuss
erhalten zu haben
(S. 1 unten).
Dr.
H._
führte aus, es bestehe e
in zufriedenstellender Verlauf nach
einem
Jahr
seit der
Operation
bezüglich der
Vorfüsse
.
B
ei den Rückfüssen bestehe
eine deutliche Arthrose. Mit einer
Arthro
de
se
sei so lange wie möglich zu warten (S. 2)
4.
6
Dr.
med.
J._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
FMH
, und med.
pract
.
K._
, Assistenzarzt,
Klinik I._
,
diagnostizierten
in ihrem
Bericht
v
om 1
2.
August 2010 (
Urk.
6/147) zusätzlich zu den bekannten Diagnosen als Nebendiagnose eine leichte sensibel betonte Polyneuropathie (S.
1).
Sie wiesen
darauf hin
, der Beschwerdeführer
trage
den orthopädischen Schuh weiterhin nicht
und beklage sich
über vermehrte Hüftschmerzen
. Er
wolle aus diesem Grund auch keine Fussoperation (S. 1 unten). Der Befund sei
im Vergleich
zur letzten Untersuchung am
1
8.
Mai 2010 unverändert (S. 2 oben
, vgl.
Urk.
6/146
).
4.
7
Dr.
J._
und
Dr.
med.
L._
, Assistenzarzt,
Klinik I._
, nannten
im Bericht
vom 3
1.
März 2011 (
Urk.
6/148) die gleichen Diagnosen wie
in demjenigen vom
1
2.
August 2010 (vgl. E. 4.
6
).
Sie führten aus, der Beschwerdeführer
habe
zu Beginn der Sprechstunde eine Kreislaufschwäche
erlitten
und
sich hinlegen müssen. Der hinzugerufenen Notfallärztin habe
er
berichtet, dass er seit über 20 Stunden nicht geschlafen
, kaum
etwas gegessen oder getrunken h
abe
. Seine ausgiebige Medikation habe er am Vorabend wie gewohnt eingenommen (S. 1 f.).
Die Ärzte führten aus, es bes
tünden
d
ie bekannten Senkfüsse mit
Rückfussvarus
und
die
multiplen Narben nach mehr
fachen Operationen bei Klumpfuss (S. 2 oben).
Aufgrund des aktuellen Gesamt
bilds besteh
e
durch eine orthopädische Intervention keine Möglichkeit der Ver
besserung. Klinisch könne kein Kraftverlust objektiviert werden
(S. 2 unten).
4.
8
Dr.
med.
M._
,
Facharzt Allgemeinmedizin FMH
, nannte in sei
nem Bericht vom 1
2.
September 2011 (
Urk.
6/158) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
m
uskuloskelettal
:
Status nach mindestens 6 Hüftoperationen
zirka 10 Fussoperationen
und
multiple andere Operation
depressive Episoden
Er
behandle den Beschwerdeführer seit dem 1
8.
Mai 2009 (
Ziff.
1.2).
Es
gehe
dem Beschwerdeführer
schlecht, er habe massive
muskuloskelette
Beschwerden bei Status nach multiplen Operationen
(
Ziff.
1.4). Er attestierte dem Beschwer
deführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab
3
1.
Januar 2011
bis auf
weiteres
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Metzger
(
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit als Metzger sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar (
Ziff.
1.7).
Die
Verschlechterung gründe auf d
em
Zusammenkommen von
muskuloskelettalen
und psychiatrischen Symptomen, die je für sich schon sehr schwer
seien
. An
sonsten sei der Beschwerdeführer sehr sympathisch und versuche die ärztlichen Anweisungen immer möglichst gut umzusetzen. Er bitte um eine wohlwollende Beurteilung bezüglich der Rente für den Beschwerdeführer (
Ziff.
1.11).
4.9
Die behandelnden Ärzte des Spital
s
N._
nannten in ihrem Bericht vom 1
4.
September 2011 (
Urk.
6/157) folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.1):
Verdacht auf
Medikamentenabusus
Depression, Erstdiagnose 1990
c
hronische Gelenks
beschwerden
Adipositas
Der Beschwerdeführer sei vom 2
2.
bis 2
3.
Juli 2011 stationär behandelt worden (
Ziff.
1.3). Während der
Hospitalisation
sei eine klinische Überwachung,
eine
Rhythmusüberwachung mittels Telemetrie und
ein
psychiatrische
s
Kons
i
l
ver
anlasst worden. Dem Beschwerdeführer sei empfohlen worden, die bisherige Therapie deutlich zu reduzieren sowie einen weiteren stationären
Medikamen
tenentzug
zu machen (
Ziff.
1.5). Die Fragen zur medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeit, zur bisherigen Tätigkeit,
zu
Eingliederungsmassnahmen und der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könn
t
en aufgrund der kurzen
Hospitalisation
nicht beantwortet werden.
4.
10
Dr.
med.
O._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und
Dr.
med.
P._
, Assistenzärztin,
Q._
, nannten in ihrem Bericht vom 2
7.
Dezember 2011 (
Urk.
6/159) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärti
g
leichte Episode (F33.0)
Der Beschwerdeführer habe sich vom 1
3.
September bis 1
9.
September 2011 in stationärer Behandlung befunden (
Ziff.
1.3).
Die Ärzte attestiertem dem Beschwerdeführer für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Metzger vom 1
3.
September bis 1
9.
September 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.6). Aufgrund der kurzen stationären Aufenthaltsdauer könn
t
en keine Einschränkungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit angegeben werden (
Ziff.
1.7)
4.
1
1
Dr.
M._
führte in seinem Schreiben vom 2
0.
Februar 2012 (
Urk.
6/166/1 =
Urk.
6/170) aus, folgende Probleme hätten sich in der letzten Zeit
aggraviert
:
Der Beschwerdeführer benötige massiv hohe Dosen an Schlafmitteln, damit er überhaupt ein paar Stunden
durchgehend
schlafen könne. Die Dosen seien so hoch, dass ein anderer Patient in die Notfallau
fnahme gebracht werden müsste. Der Beschwerdeführer
leide immer wieder an Kreislaufproblemen und Schwin
delanfällen, dergestalt, dass er sich immer wieder in Spitalpflege
be
geben müsse.
Die Kraftlosigke
it in den Bein
en sei zum Teil so stark, dass der Beschwerde
führer zum Teil schon nach 5 Minuten wieder absitzen müsse. Im Maximum sei es möglich, dass er sich 30 Minuten auf den Beinen halten könne. Aufgrund der Medikamente sei der Beschwerdeführer sehr häufig in einem schlechten
Allge
meinzustand
und könne nur mit Mühe und Not seine privaten Angelegenheiten erledigen. Da er sich schlecht bewegen könne, sei auch sein Gewicht in die Höhe geschnellt. Bei
einem
so
hohen
Gewicht seien leider auch die massiven Gelenkproblemen vorprogrammiert
. Er (
Dr.
M._
) müsse beim Beschwer
deführer häufig Infiltrationen mit Cortison vornehmen, mehr als ihm manchmal lieb
sei. D
er Beschwerdeführer
habe
aber so massive Schmer
zen
, dass er sich kaum bewegen könne und nur noch die Spritzen helfen würden.
Dr.
M._
attestierte dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
im Stehen und eventuell eine Arbeitsunfähigkeit von 75
%
im Sitzen für maximal 4-6 x 20 Minuten pro Tag.
4.
1
2
Med.
pract
.
R._
, Assistenzarzt, Spital
N._
, nannte im Austrittsbericht vom 2
7.
April 2012 (
Urk.
6/174) folgende Diagnosen (
Ziff.
1-8):
Schwankschwindel
, 2
5.
April 2012, am ehesten medikamentös-bedingt
Entzündungszustand, 2
5.
April 2012, am ehestens bei Status nach
Zahn
wur
zelbehandlung
oben rechts, Datum unklar
chronische
Depression
, Erstdiagnose 1990, medikamentös behandelt
V
erdacht auf
enoralen
Soor
, Erstdiagnose
2
5.
April 2012
V
erdacht auf
Intertrigo inguinal beidseits
, Erstdiagnose
2
5.
April 2012
Transaminasen-Erhöhung unklarer
Aetiologie
, DD: Lebersteatose,
Steatohe
patitis
, medikamentös, virale Hepatitis
Stamm-betontes Exanthem, DD: Lues-Serologie,
Eczema
Adipositas
Die Beschwerdeführer
sei
bei ihnen
vom 2
5.
bis 2
7.
April 2012
stationär behan
delt worden.
Med.
pract
.
R._
führte aus, der Beschwerdeführer klage über zunehmende Schwäche in der letzten Zeit und über Schlafstörungen (S. 1 Mitte).
In Anbe
tracht der belastenden psychiatrischen und psycho-sozialen Situation habe man
dem Beschwerdeführer eine psychiatrische Behandlung zur Einstellung der Therapie, zum medikamentösen Entzug sowie de
n
Beginn einer dauernden Psy
chotherapie empfohlen
. Der Beschwerdeführer habe
in
verbessertem
Allgemein
zustand
am 2
7.
April 2012 nach Hause entlassen werden können.
(S. 2 Mitte).
4.
1
3
I
n seinem Schreiben vom
3.
September 2012 (
Urk.
6/183)
führte
Dr.
M._
aus, beim Beschwerdeführer würden gesundheitliche Einschränkungen vorlie
gen. Diese seien so schwer, dass ei
ne Rente sicher nicht nur nötig
, sondern auch eine Erhöhung der Rente in Betracht zu ziehen sei. Das Spital
N._
könne die
sen Sachverhalt auch bestätigen. Er (
Dr.
M._
) wisse, dass an allen Ecken und Enden gespart werden müsse, in diesem Falle wäre es aber sehr wichtig, dass trotz unveränderter Diag
nose
eine Rente ausgesprochen werde. Die Be
schw
e
rden seien zum Teil derart massiv, dass unmöglich eine nur schon mini
male Arbeitsanstrengung gemacht werden könne.
4.
14
Med.
pract
.
S._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionalärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme
vom
2
5.
Juni 2012 (
Urk.
6/176/3) aus, der Austrittsbericht des Spitals
N._
äussere sich nicht zu
einer
Arbeitsun
fähigkeit des Beschwerdeführers
und
es würden auch keine neuen Diagnosen genannt, welche eine längerdauernde Beeinträchtigung der Arb
eitsfähigkeit begründen könnten
.
5.
5.1
Die Durchsicht der medizinischen Aktenlage ergibt, dass seit der
polydisziplinä
ren
MEDAS-Begutachtung (vorstehend E. 3.1)
ein
im Wesentlichen unverän
derte
r
Gesundheitszustand besteht
: Der Beschwerdeführer litt in somatischer Hinsicht sowohl im Zeitpunkt des
Einspracheentscheides
vom 1
7.
März 2008 als auch im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung an schmerzhaften Senk- und Klumpfüssen. Dies ist den zahlreichen Berichten der
Klinik I._
zu entnehmen (vgl. E. 4.2
-
E.
4.
7
).
Auch sein damaliger Hausarzt
Dr.
G._
ging von im Wesentlichen unveränderten Verhältnissen aus (vgl. vor
stehend E. 4.1)
Die Fachärzte der
Klinik I._
haben den Beschwerde
führer bezüglich seiner Senk- und Klumpfüsse wiederkehrend untersucht und behandelt.
Sie
konnten
eine zunehmende
Rückfussarthrose (vgl. E. 4.2 -
E. 4.5
)
im Zusammenhang mit den beklagten schmerzenden Rückfüssen (vgl.
Urk.
6/143 S. 1 unten)
diagnostizieren
. Der Verdacht
einer
Rückfussarthrose wurde erstmals am
2.
Juli 2008
(vgl. E. 4.2)
geäussert.
D
em Be
schwerdeführer
wurde
sodann
vorerst
die Weiterführung der konservativen Massnahmen sowie eine gute Sch
uhversorgung vorgeschlagen, da er sich
gegenüber einer Verstei
fung der Fussgelenke
(
Arthrodese
)
eher abneigend äusserte (vgl. E. 4.2).
Die Fachärzte der
Klinik I._
stellten zudem im Jahr 2010 eine leichte sensibel betonte Polyneuropathie (vgl. E. 4.6) fest.
Dass diese zusätzlichen Diagnosen die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nachhaltig beeinflusst hätten, ist den Berichten der Ärzte der
Klinik I._
jedoch nicht zu entnehmen.
Invalidenversicherungsrechtlich sind
denn auch
nicht die Diagnosen und deren Anzahl entscheidend, sondern die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit (BGE 136 V 279 E.
3.2.1 S. 281 mit Hinweis auf BGE 127 V 294).
Auch aus den vom Beschwerdeführer beklagten Schmerzen lässt sich keine Arbeitsunfähigkeit ableiten.
5.2
Dem steht die Einschätzung des behandelnde
n
Hausarzt
es
,
Dr.
M._
, entge
gen, der von einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab 3
1.
Januar 2011 für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
(vgl. E. 4.8) und im Februar 2012 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im Stehen und einer Arbeitsunfähigkeit von 75
%
im Sitzen (vgl. E. 4.11)
ausging
. Dies vermag aus folgenden Gründen nicht zu überzeugen:
Die von
Dr.
M._
geschilderten Kreislaufprobleme und Schwindelanfälle des Beschwerdeführers sowie sein
nach Darstellung von
Dr.
M._
schlechter Allgemeinzustand (vorstehend E. 4.11) stehen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit einer unsachgerech
ten Einnahme von Medikamenten.
Diesbezüglich
hielt med.
pract
.
R._
fest (vgl. E. 4.12), dass
der
Sc
hwankschwindel
als medikamentös
bedingt erachtet werde. Grund der
Hospitalisation
sei vermutungsweise ein Medikamen
tenmiss
brauch
gewesen
(vgl.
Urk.
6/157), was sich in der Diagnosestellung der
behan
delnden Ärzte des Spital
s
N._
zeigte, da sie
einen
Medikamentenabusus
diagnostizierten
(vgl. E. 4.
9
).
Dies
e Einschätzung
stimmt mit den Aussagen des Beschwerdeführers gegenüber der Notfallärztin überein,
als
er in einer
Fuss
sprechstunde
in der
Klinik I._
(vorstehend E. 4.
7) eine
Kreislaufschwä
che
erlitt
. Dabei stellte sich heraus, dass der Beschwerdeführer seit 20 Stunden nicht geschlafen, gegessen und getrunken hatte und wie gewohnt seine Medi
kation eingenommen hatte. Aus solcherart verursachten Beschwerden ist kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ersichtlich.
5.
3
Auch d
ie von
Dr.
M._
in psychiatrischer Hinsicht
festgestellte Verschlech
terung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers (vgl. E. 4.7)
hat nach Lage der Akten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers:
Zwa
r stellte m
ed.
pract
.
R._
die
Diagnose eine
r
chronische
n Depression
(vgl. E.
4.12). Er begründete diesen Befund
jedoch
nicht weiter und
untermauerte diesen nicht mit einer medizinisch-theoretische
n
Beurteilung der Arbeitsfähig
keit. Zudem konnte der Beschwerdeführer in einem verbesserten
Allgemein
zustand
am 2
7.
April 2012
aus dem Spital
N._
entlassen
werden. Die Ärzte des
Q._
diagnostizierten beim Beschwerdeführer eine rezidivie
rende depressive Störung gege
nwärtig leichte Episode (F33.0), k
onnten aber aufgrund des kurzen stati
onären Aufenthalts keine Einschätzung
bezüglich der Arbeitsfähigkeit abgeben (vgl. E. 4.10).
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass e
ine psychische Krankheit, auch wenn sie fachärztlich fest
gestellt ist, nur soweit relevant
ist
, als im Einzelfall unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt ist (BGE 127 V 294 E. 4c).
Das Bundesgericht hat
zudem
wiederholt festgestellt, dass
es sich bei der leichten depressiven Episode um ein vorübergehendes Leiden handelt und
l
eichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen
auch grundsätzlich als thera
peutisch
angehbar
gelten
(vgl.
hiezu
etwa Urteile des Bundesgerichts 9C_176/2011 vom 2
9.
Juni 2011 E. 4.3 und 9C_736/2011 vom
7.
Februar 2012 E. 4.2.2.1, je mit Hinweisen).
Vorliegend
wurde
diesbezüglich
keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen.
Damit liegt auch aus psychiatrischer Sicht keine Verschlechterung des Gesundhei
t
szustandes vor.
5.
4
Auf die Beurteilung
en
durch
Dr.
M._
kann
damit
nicht abgestellt werden,
zumal
er mit der Bewertung
der psychiatrischen und
orthopädischen
Diagnosen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sein Fachgebiet
der All
gemeinmedizin
verlässt.
Dr.
M._
hat
seine Befunde im Bericht vom 1
2.
September 2012 (vgl. E. 4.8) auch nicht weiter ausgeführt.
Zudem entspre
chen
seine beiden Schreiben (vgl. E. 4.11, E. 4.13)
nicht den Anforderungen an den Beweiswert eines medizinischen Berichts (vgl. E. 1.6).
Sie
sind für die strei
tigen Belange nicht umfassend und die Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und die Beurteilung der medizinischen Situation sind
nicht ein
leuchtend und nachvollziehbar
.
Sie enthalten zudem keine Befunde.
Bei der Beweiswürdigung
rechtfertigt
die auftragsrechtliche Vertrauensstellung von
Dr.
M._
als behandelnder Hausarzt eine gewisse Zurückhaltung bei der Würdigung seiner Beurteilungen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc)
, da er sich offen
sichtlich sehr um den Beschwerdeführer kümmert und sich in seinen Schreiben (vgl. E. 4.11, E. 4.13) sehr wohlwollend
für den Beschwerdeführer einsetzt
.
Dr.
M._
hielt zudem selbst fest
, die Diagnose sei unverändert (vgl. E. 4.13)
, aber trotzdem sei es wichtig, dass in diesem Fall
eine Rente ausgesprochen werde
.
Dr.
M._
nimmt somit eine andere Einschätzung des
im Wesentli
chen
unveränderten medizinischen Sachverhalts vor, was
rechtsprechungs
gemäss
keinen Revisionsgrund darstellt (vgl. E. 1.3).
5.
5
Aus der Würdigung der medizinischen Aktenlage ergibt sich, dass
keine wesent
liche, dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähig
keit
des Beschwerdeführers
ausge
wiesen
ist
. An diesem Ergebnis vermögen
auch d
ie
Bericht
e
des behandelnden
Hausarztes,
Dr.
M._
,
nichts zu ändern
.
Es ist weiterhin von einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen.
Die erneute Ermittlung des Invaliditätsgrades mittels
Einkommens
vergleichs
erübrigt sich unter diesen Umständen.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht eine revisionsrelevante Sachverhaltsänderung und somit beim gleich bl
eibenden Invaliditätsgrad von 50
%
einen höheren Rentenanspruch verneint hat
.
Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
5
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind
sie
dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzu
erlegen.