# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b38ee397-25ee-4f59-96a0-78ce2b5ba769
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit partiellem Erbteilungsvertrag vom 16. Mai/9. Juni/24. Juni/26. Juni 2008 zwischen X. und seinen Miterben im Nachlass seines Vaters A. wurde Ersterem unter Einräumung eines Gewinnanteilsrechts zu Gunsten seiner Miterben das mit einem Einfamilienhaus und einem Schopf überbaute Grundstück Nr. B. im Grundbuch der Gemeinde C. zu Alleineigentum zugewiesen. Der Übernahmewert betrug Fr. 218‘000.--, wovon X. Fr. 68‘000.-- durch Übernahme der gegenüber der D. in gleicher Höhe bestehenden Hypothekarschuld und Fr. 120‘000.-- durch Auszahlung an die Miterben innert 10 Tagen nach erfolgter Eigentumsübertragung zu begleichen hatte. Die restlichen Fr. 30‘000.-- sollten mit dem Erbanteil von X. verrechnet werden. Dieser Vertrag wurde am 3. Juli 2008 im Grundbuch eingetragen.
B. In einem auf den 20. Mai 2008 datierten Kostenvoranschlag bezifferte der von X. beigezogene Architekt HTL/STV Y. die Kosten für den geplanten Um-, An- und Aufbau des übernommenen Einfamilienhauses auf total Fr. 695‘000.--, wobei darin unter anderem das Grundstück (Fr. 170‘000.--, BKP 011), das bestehende Gebäude (Fr. 140‘000.-- „Best. Gebäude“, BKP 229) und Umgebungsarbeiten (Fr. 30‘000.--, BKP 4) enthalten waren. Die Genauigkeit wurde mit +/-15% angegeben. Die Garage West sowie der gedeckte Sitzplatz waren gemäss einem handschriftlichen Vermerk nicht im Kostenvoranschlag enthalten. Deren Neuwert war von Y. auf einer separaten Zusammenstellung vom 17. Mai 2008 über die Volumenberechnung auf Fr. 30‘000.-- festgelegt worden.
C. Mittels Rahmenvertrages für einen Hypothekarkredit vom 27./28. Juni 2008 gewährte die E. X. ein Darlehen über Fr. 525‘000.--. Die mit öffentlich beurkundetem Pfandvertrag vom 14. Juli 2008 vereinbarte Pfandsummenerhöhung um Fr. 457‘000.-- von Fr. 68‘000.-- auf Fr. 525‘000.-- und der Gläubigerwechsel von der D. auf die E. wurden am 17. Juli 2008 im Grundbuch eingetragen.
D. Am 4. August 2008 reichte X. vertreten durch den Projektverfasser Y. bei der Gemeinde C. ein Baugesuch ein. Baubeginn war im Herbst 2008.
E. Am 25. März 2009 unterzeichneten X. und Y. einen Vertrag für Architekturleistungen, wobei sie subsidiär die SIA-Norm 102 vom 28. Januar 1984 als anwendbar erklärten. Gemäss der diesem Vertrag angehängten Honorar- und Kostenschätzung vom 6. Juli 2008 belief sich das auf der Grundlage von
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voraussichtlichen honorarberechtigten Gesamtbaukosten über Fr. 410‘000.-- (exkl. MWST) geschätzte voraussichtliche Architektenhonorar auf Fr. 42‘600.-- (exkl. MWST) beziehungsweise Fr. 47‘000.-- (inkl. MWST) und die geschätzten Nebenkosten auf Fr. 2‘500.-- (inkl. MWST).
F. Nachdem sich für das laufende Bauprojekt Finanzierungsprobleme ergaben, wurde mit am 21. August 2009 öffentlich beurkundetem und am 26. August 2009 im Grundbuch eingetragenem Pfandvertrag zwischen X. und der E. die Pfandsumme der auf dem Grundstück Nr. B. lastenden Hypothek um Fr. 85‘000.-- auf Fr. 610‘000.-- erhöht. Ferner tätigte X. am 18. August 2009 bei seiner Pensionskasse einen Vorbezug für sein Eigenheim in der Höhe von Fr. 110‘000.--.
G. Über das bei der E. eingerichtete Baukonto wurden bis am 28. September 2009 Vergütungsaufträge über insgesamt Fr. 505‘584.85 abgewickelt. Am 2. Februar 2010 folgten noch Belastungen für Anschlussgebühren der Gemeinde C. in der Höhe von Fr. 1‘607.80.
H. Am 23. August 2010 kündigte die Gemeinde C. X. die Abnahme des fertigen Bauprojektes auf den 27. August 2010 an.
I. Am 10. September 2010 liess X. gegen Y. beim Kreisamt F. ein Vermittlungsbegehren einreichen. Am 4. November 2010 bezog X. den Leitschein mit folgendem klägerischen Rechtsbegehren:
„1.Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 120‘000.00 zuzüglich 5% Zins seit 1. März 2010 zu bezahlen.
2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.6% MwSt.) zu Lasten des Beklagten.“
Das beklagtische Rechtsbegehren lautete auf kosten- und entschädigungspflichtige Klageabweisung.
K. Mit Prozesseingabe vom 25. November 2010 prosequierte X. die Streitsache an das Bezirksgericht G., wobei er an dem anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren festhielt. Ebenso hielt Y. in seiner Prozessantwort vom 14. Februar 2011 an seinem vor dem Kreisamt F. gestellten Rechtsbegehren fest. X. replizierte am 12. Mai 2011, worauf Y. am 27. Juni 2011 eine Duplik einreichte.
L. Nach Durchführung des Beweisverfahrens erkannte das Bezirksgericht G. mit Entscheid vom 28. September 2011, mitgeteilt am 4. November 2011, wie folgt:
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„1.Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreispräsidenten F. als Vermittler im Betrage von Fr. 250.-- sowie die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht G., bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 4‘156.00 - einer Schreibgebühr von Fr. 1‘024.00 - den Barauslagen von Fr. 446.60 - Streitwertzuschlag (2% von Fr. 120‘000.---) Fr. 2‘400.00 Total Fr. 8‘026.60 werden gänzlich dem Kläger auferlegt, welcher dem Beklagten zudem eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 15‘616.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen hat.

## Considerations