# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fd080d05-71b8-47d6-ba9f-7092932e8d51
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. 1. B.X. erlitt anfangs Juni 2009 einen ausgedehnten Infarkt im Kleinhirn. In der Folge wurde er nach einem Aufenthalt im Kantonsspital Graubünden in die Klinik Valens zur stationären Neurorehabilitation eingewiesen. Mit Schreiben vom 2. Juli 2009 an die Vormundschaftsbehörde C. beantragte die Klinik Valens daraufhin vormundschaftliche Massnahmen, weil B.X. aus ihrer Sicht aufgrund der vorhandenen körperlichen und kognitiven Defizite nicht mehr in der Lage sei, administrative Aufgaben zu bewältigen und seine Belange zu vertreten. Am 7. Juli 2009 ersuchte zudem die Gemeinde S. die Vormundschaftsbehörde C., für B.X. einen Beistand zu ernennen. Gemäss Einvernahmeprotokoll vom 15. Juli 2009 erklärte sich B.X. schliesslich gegenüber der Vormundschaftsbehörde C. mit einer Beistandschaft für seine persönlichen und finanziellen Angelegenheiten einverstanden und ersuchte, seinen Bruder A.X. als Beistand anzufragen. Für denn Fall, dass letzterer nicht dazu bereit sei, wünschte er Frau H. als Beiständin.
2. Mit Schreiben vom 22. Juli 2009 gelangte A.X. an die Vormundschaftsbehörde C. und erhob ihr gegenüber aufgrund früherer Vorkommnisse massive Vorwürfe. Dabei hielt er unter anderem fest, er anerkenne die von der Präsidentin der Vormundschaftsbehörde und von Frau H. durchgeführten Befragungen seines Bruders nicht, weil dessen sprachlicher und geistiger Zustand gegenwärtig noch nicht genügend sei. Darüber hinaus schlug A.X. vor, die Befragung seines Bruders, sobald dies möglich werde, im Beisein seiner Anwälte und eventuell eines Arztes durchzuführen.
3. Am 31. Juli 2009 wandte sich Rechtsanwalt W. an die Vormundschaftsbehörde C., nachdem er von A.X. bezüglich dessen Bruders B.X. ins Bild gesetzt worden war. Dabei wies Rechtsanwalt W. auf eine ihm von B.X. am 3. September 2004 unterzeichnete Vollmacht hin und fügte bei, dass er aufgrund dieser früheren Mandatierung weiterhin am Schicksal seines Mandanten interessiert sei. Aus gesundheitlichen Gründen sei B.X. allerdings nicht in der Lage, ihn zu instruieren. Er bitte daher, ihn über den jetzigen Stand dieses vormundschaftlichen Verfahrens zu informieren und ihn künftig über alle Schritte der Behörde ins Bild zu setzen.
Gemäss Einvernahmeprotokoll vom 6. August 2009 sagte B.X. gegenüber der Vormundschaftsbehörde C. aus, er kenne Rechtsanwalt W. nicht, habe ihm keine Vollmacht gegeben und ihn auch nie gesehen. Überdies erklärte er auf Befragen, dass er weiterhin einen Beistand wolle und dies in der Person von H..
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Davon setzte die Vormundschaftsbehörde C. Rechtsanwalt W. am 13. August 2009 in Kenntnis und verweigerte ihm gestützt darauf die Akteneinsicht. Mit Schreiben vom 15. September 2009 teilte Rechtsanwalt W. der Vormundschaftsbehörde daraufhin mit, es sei offensichtlich nicht korrekt, vormundschaftliche Abklärungen zu treffen, ohne dem Betroffenen einen Rechtsbeistand zur Seite zu geben. Anders wäre der Fall höchstens dann zu beurteilen, wenn sich sein Klient inzwischen derart gut erholt hätte, dass er seine Sachen wiederum in jeder Beziehung selbst besorgen könnte. Soweit dies nicht der Fall sei, ersuche er aber, seinem Antrag vom 31. Juli 2009 stattzugeben und für seinen Mandanten gestützt auf Art. 392 Ziff. 1 ZGB einen rechtskundigen Beistand zu ernennen. Danach wäre ihm der Name dieser Person mitzuteilen, ansonsten sich die Angehörigen von B.X. aufsichtsrechtliche Schritte überlegen müssten.
4. Mit Verfügung vom 17. September 2009 ernannte die Vormundschaftsbehörde C. H. als Beiständin von B.X.. Gemäss Einvernahmeprotokoll vom 24. September 2009 soll sich B.X. mit dieser Ernennung einverstanden erklärt und zudem gewünscht haben, nicht von Rechtsanwalt W. vertreten zu werden.
Mit Schreiben vom 25. September 2009 wandte sich A.X. in der Folge erneut an die Vormundschaftsbehörde C.. Darin führte er unter anderem aus, dass ihm sein Bruder kurz vor den Befragungen durch die Vormundschaftsbehörde am 6. August 2009 sowie am 30. August 2009 entgegen den Ausführungen im Einvernahmeprotokoll zu verstehen gegeben habe, dass er mit einer Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt W. einverstanden sei.
5. Am 30. September 2009 teilte die Vormundschaftsbehörde C. Rechtsanwalt W. unter Bezugnahme auf dessen Schreiben vom 15. September 2009 mit, sie verweise auf ihre Ausführungen im Schreiben vom 13. August 2009 und halte hierzu erneut fest, dass ihres Erachtens seinerseits keine Vertretungsbefugnis gegenüber B.X. bestehe.
B. Nach einem weiterem Briefwechsel zwischen A.X. und der Vormundschaftsbehörde C. erhob Rechtsanwalt W. schliesslich am 21. Oktober 2009 beim Bezirksgerichtsausschuss C. Aufsichtsbeschwerde gemäss Art. 42 Abs. 1 EGzZGB gegen die Vormundschaftsbehörde C.. Er beantragte, es sei B.X., zurzeit Alters- und Pflegeheim G., für das gegenüber seiner Person eingeleitete
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Verfahren zur Anordnung vormundschaftlicher Massnahmen ein Rechtsbeistand zur Seite zu geben.
Offenbar erst im Nachgang dazu erhielt Rechtsanwalt W. Kenntnis über die am 17. September 2009 erfolgte Einsetzung von H. als Beiständin von B.X., worüber er alsdann die Vormundschaftsbehörde mit Schreiben vom 27. Oktober 2009 informierte.
In ihrer Vernehmlassung vom 28. Oktober 2009 beantragte die Vormundschaftsbehörde C. die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.
Am 18. November 2009 teilte die Vormundschaftsbehörde C. dem Bezirksgericht mit, dass sich inzwischen einige Neuerungen ergeben hätten. Anlässlich der Besprechung vom 10. November 2010 habe B.X. seinen bisherigen Standpunkt grundlegend geändert. Er wolle inzwischen keine vormundschaftliche Massnahme mehr und möchte demzufolge auch auf die Unterstützung von H. verzichten. Eine weitere Neuerung sei zudem, dass nun A.X. doch bereit sei, seinem Bruder entsprechend eines nicht formellen Beistandes beizustehen. Schliesslich habe sich B.X. auch nicht mehr dagegen gewehrt, Rechtsanwalt W. in das Verfahren zu involvieren. Vor diesem Hintergrund werde die Vormundschaftsbehörde C. die verfügte Massnahme daher an der nächsten Sitzung vom 26. November 2009 voraussichtlich auflösen.
Mit Verfügung vom 26. November 2009 wurde der entsprechend Beschluss in der Folge denn auch gefällt und sowohl sämtlichen Parteien wie auch dem Bezirksgericht C. zugestellt.
C. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2009 wandte sich Rechtsanwalt W. daraufhin an das Bezirksgerichtspräsidium C. und hielt fest, dass die Prozedur ihres Erachtens somit als gegenstandslos abgeschrieben werden könne. Nachdem die Vormundschaftsbehörde allerdings durch ihr widerrechtliches Vorgehen Anlass zu dieser Aufsichtsbeschwerde gegeben habe, seien ihr gestützt auf Art. 58 EGzZGB auch die Kosten des Verfahrens zu überbinden. Überdies habe sie den Beschwerdeführer ausseramtlich angemessen zu entschädigen, wobei Rechtsanwalt W. eine Honorarnote von Fr. 1'883.00 einschliesslich  geltend machte.
In ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2009 wies die Vormundschaftsbehörde C. auf diverse Punkte im vormundschaftlichen Verfahren
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hin und hielt abschliessend fest, dass es ihr vor diesem Hintergrund schleierhaft erscheine, inwiefern ihr Vorgehen widerrechtlich sein sollte.
D. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2009 erkannte der Bezirksgerichtspräsident C.:
„1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
2. Die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- (Gerichtsgebühr Fr. 640.--, Schreibgebühr Fr. 160.--) gehen zu Lasten der Vormundschaftsbehörde C..
Die Vormundschaftsbehörde C. hat den Beschwerdeführern überdies eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 1'883.-- zu leisten.

## Considerations