# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f507fe2f-16dc-409e-b2cd-942718873ee0
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _1976, und Y._, geboren am _1970, heirateten am 14. September 2001 vor dem Zivilstandsamt in O.1_. Aus ihrer Ehe gingen die beiden Söhne A._, geboren am _2009, und B._, geboren am _2011, hervor. Die Eheleute X.Y._ lebten bis zu ihrer Trennung im Oktober 2013 gemeinsam in ihrem Eigenheim in O.2_.
B. Am 5. Dezember 2013 schlossen die Parteien eine Trennungsvereinbarung, wonach das eheliche Wohnhaus in O.2_ der Ehefrau und den Kindern, welche unter deren Obhut gestellt würden, zur alleinigen Benutzung zugewiesen werde. Bezüglich des Besuchs- und Ferienrechts einigten sie sich darauf, dass der Vater die beiden Söhne aufgrund der Arbeitstätigkeit der Mutter an jedem Donnerstag ganztags zu sich auf Besuch nehme und im Übrigen eine flexible Regelung im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien getroffen werde. Im Sinne einer Minimalregelung dürfe der Vater die Kinder jedes zweite Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zu sich auf Besuch und mindestens drei Wochen pro Jahr mit sich in die Ferien nehmen. Ferner verpflichte sich der Ehemann, einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'590.-- (je Fr. 810.-- pro Kind und Fr. 970.-- für die Ehefrau) zuzüglich Kinderzulagen zu leisten. Die Parteien gingen dabei von einem massgeblichen monatlichen Nettoeinkommen des Ehemannes von Fr. 5'535.-- (bei einer Erwerbstätigkeit von 80%) und der Ehefrau von Fr. 2'824.-- (bei einer Erwerbstätigkeit von 30%) aus.
C. Nachdem der Ehemann der vereinbarten Unterhaltspflicht nicht mehr vollumfänglich nachgekommen war und er einen von der Ehefrau unterbreiteten Vorschlag einer umfassenden Scheidungskonvention abgelehnt hatte, liess die Ehefrau am 13. Mai 2014 beim Bezirksgericht Plessur ein Gesuch um Erlass eheschutzrechtlicher Massnahmen einreichen. Darin beantragte sie insbesondere, die beiden Kinder A._ und B._ seien unter ihre Obhut zu stellen, wobei der Vater zu berechtigen sei, die Kinder jedes zweite Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen und jährlich drei Wochen Ferien mit ihnen zu verbringen. Des Weiteren sei Y._ zu verpflichten, an den Unterhalt der Familie für den Zeitraum vom 1. Juni bis 31. Dezember 2014 monatlich Fr. 3'050.-- sowie ab dem 1. Januar 2015 monatlich Fr. 4'400.-- jeweils zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen. In seiner Vernehmlassung vom 11. Juni 2014 beantragte der Ehemann, das Gesuch sei abzuweisen, sofern es nicht seinen Anträgen entspreche. Abweichend stellte er unter anderem das
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Begehren, das Besuchsrecht sonntags um 19.00 Uhr enden zu lassen und zusätzlich jeweils auf Donnerstag von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr auszudehnen, solange die beiden Söhne A._ und B._ nicht in den Kindergarten bzw. die Schule gehen würden. Ausserdem sei davon Vormerk zu nehmen, dass er bereit sei, an den Unterhalt von A._ und B._ monatlich je Fr. 800.-- zuzüglich Kinderzulagen und an den Unterhalt seiner Ehefrau monatlich Fr. 400.-- zu bezahlen.
D. Mit Stellungnahme vom 24. Juni 2014 ergänzte die Ehefrau ihre Anträge insbesondere dahingehend, dass sie als Trennungsdatum in Übereinstimmung mit Ziffer 1 der Trennungsvereinbarung den 7. Oktober 2013 – und nicht wie ihr Ehemann den 15. Oktober 2013 – bezeichnete und für die Dauer vom 1. Juli bis 31. Dezember 2014 anstelle des ursprünglichen Betrags von Fr. 3'050.-- einen Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 3'090.-- (zuzüglich Kinderzulagen) forderte.
E. Am 2. Juli 2014 fand die mündliche Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur statt, anlässlich welcher es nicht gelang, eine Einigung unter den Parteien herbeizuführen. Der Eheschutzrichter erkannte mit Entscheid vom 2. Juli 2014, mitgeteilt am 11. Juli 2014, was folgt:
„1. X._ und Y._ werden berechtigt, getrennt zu leben. Sie haben die Trennung am 7. Oktober 2013 vollzogen.
2. Die elterliche Obhut über A._, geboren am _2009, und B._, geboren am _2011, wird für die Dauer des Getrenntlebens X._ übertragen.
3. Y._ ist berechtigt, seine Kinder A._ und B._ jedes zweite Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen und sie für 3 Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Zudem ist Y._ berechtigt, seinen Sohn A._ bis zu dessen voraussichtlichen Eintritt in den Kindergarten im August 2014 und seinen Sohn B._ bis zu dessen voraussichtlichen Eintritt in den Kindergarten im August 2016 jeden Donnerstag von 08.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen.
4. Y._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von X._ und die gemeinsamen Kinder A._ und B._ für die Dauer des Getrenntlebens im Voraus monatlich insgesamt CHF 2'500.00 (für die Kinder je CHF 800.00, für X._ CHF 900.00) zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen zu bezahlen.
5.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'500.00 (Entscheidgebühr) gehen je zur Hälfte zu Lasten von X._ und Y._. X._ und Y._ haben dem Gericht somit innert 30 Tagen je CHF 750.00 mit beiliegenden Einzahlungsscheinen zu bezahlen.
b) Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.
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## Considerations