# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 95537816-97b4-54a8-8b01-9389865ed1a6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
X._
,
geboren 1980, war vom
3.
Mai 2001 bis zum 3
1.
Januar 2010 bei der
Y._
als
Flachdachisoleur
tätig (
Urk.
6/12)
.
Unter Hinweis auf
Hand
beschwerden
nach einer Schussverletzung
meldete sich
der
Versicherte
am
1
8.
März 2011
bei der Invalidenversicher
ung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/10
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch
e und erwerbliche Situation ab und
zog Akten der
Unfallversi
cherung
bei (
Urk.
6/31).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/71-77) verneinte
die IV
Stelle
mit Verfügung vom
3.
Juni 2013
einen Rentenanspruch (
Urk.
6/78
=
Urk.
2)
.
2.
Der
Versicherte erhob am
5.
Juli 2013
Beschwerde (
Urk.
1)
g
egen die Verfügung vom
3.
Juni 2013
(
Urk.
2) und beantra
gte, diese sei aufzuheben
und es sei
ihm
eine Rente der Invalidenversicherung
zuzusprechen (S. 2
Ziff.
1), eventuell sei ein gerichtliches Gutachten zur Beurteilung des Gesundheitszustandes sowie der Grundlagen der Überwindbarkeit von Schmerzen beizuziehen
(S. 2
Ziff.
2
)
, eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen nach Massgaben des Entschei
des an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2
Ziff.
3)
.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
September 2013
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde. D
ies wurde dem Beschwerdeführer am
7.
Oktober 2013
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
3.
Im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren des Beschwerdeführers
Nr. UV.2013.00216 erging das Urteil am heutigen Tag.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
3.
Juni 2013 (
Urk.
2) gestützt auf
die
medizinischen
A
kten, insbesondere auf den
kreis
ärztlichen
Untersuchungsbericht der Unfallversicherung
,
davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit vollumfänglich zumutbar sei. Sodann errechnete die Beschwerdegegnerin
gestützt auf das
mittels
Tabellen
löhne
ermittelte Invalideneinkommen
einen rentenausschliessenden
Invalidi
tätsgrad
von 19
%
.
Sie hielt ausserdem fest, dass es sich um einen rein
unfall
bedingten
Gesundheitsschaden handle.
2.2
Der Beschwerdeführer hielt dem beschwerdeweise (
Urk.
1) entgegen,
dass das Verwaltungsverfahren noch nicht abschlussreif sei, da noch eine weitere Opera
tion anstehe und die medizinische Behandlung demnach noch nicht abge
schlossen sei und auch gemäss Eingliederungsberatung die zukünftigen Arbeitsmarktaussichten in erster Linie von der gesundheitlichen Entwicklung
und von seinen
Deutschkenntnissen abhängig
sei
. Die Beschwerdegegnerin habe diese aber nicht abgewartet und auch keine eigenen medizinischen Abklärungen getroffen (S. 4 f.)
.
Für den Fall, dass
davon aus
ge
g
ang
en
werde
, die med
izini
sche
Behandlung sei abgeschlossen und von weiteren Eingliederungsmass
nahmen seien keine Erfolge zu erwarten,
bedürfe es der
Einholung eines med
i
zinischen
Gutachtens, welches sich insbesondere zur Restarbeitsfähigkeit und zur Frage der Überwindbarkeit der Schmerzen äussere
(S. 5 Mitte). In erwerbli
cher Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer beim Einkommensvergleich einen leidensbedingten Abzug von
25
%
. Sodann könne nicht vom Total aller Löhne ausgegangen werden, sondern nur von Tätigkeiten mit geringer körperli
cher Beanspruchung und die einhändig
ausübbar
seien sowie keine
Deutsch
kenntnisse
erfordern und nicht hauptsächlich durch Frauen ausgeübt würden.
Unter Berücksichtigung dieser Aspekte wäre e
ine anspruchsbegründende I
nvali
dität
ausgewiesen (
S. 6
).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers verhält, auf welche medizinischen Berichte diesbezüglich abzustellen ist sowie die Berechnung des Invaliditätsgrades.
3.
3.1
Gemäss Akten erlitt der Beschwerdeführer am 2
9.
Januar 2009 in
Z._
einen Jagdunfall, bei welchem ihm eine Vielzahl von Bleischrotkugeln in die link
e
Hand geschossen wurden (
Urk.
6/6).
Nach der gleichentags erfolgten notfallmässigen Erstversorgung im Spital
A._
in
Z._
wurden dem Beschwerdeführer im Handzentrum der
B._
,
ebenfalls in
Z._
,
am 1
8.
März 2009, am 2
0.
Juli 2009 und am 2
0.
April 2010 rund 25 Schrotkugeln entfernt, wobei etwa 20 Kugeln weiterhin in der Hand verblieben. Danach wurde dem Versicherten Physiotherapie verschrieben (
vgl.
Urk.
6/6,
Urk.
2 S. 2
lit
. A im Verfahren UV.2013.00216
).
3.
2
Dem Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberatung vom Mai 2011 (Urk.
6/17/4) ist bezüglich der beruflichen Abklärung des Beschwerdeführers in der
C._
zu entnehmen, dass seine schlechten Deutschkenntnisse augenfällig gewesen seien. Es sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Einschränkung nicht mehr in der angestammten Tätigkeit arbeiten könne. Der zukünftige Beruf dürfe keine dauernden und
repetitiven Arbeiten enthalten. Der Beschwerdeführer sei
der
Auffassung, dass er grundsätzlich 100
%
arbeitsfähig sei.
3.
3
Prof.
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, SUVA, Kreisarzt, berichtete am 1
6.
August 2011 über die gleichentags durchgeführte kre
isärztliche Untersuchung (
Urk.
6
/
31
) und führte aus, es bestehe eine gewisse
Dekonditionierung
. I
m Vergleich zu
den
subj
ektiv
geklagten Beschwerden
lägen die
funktionell
en Einschränkungen der linken Hand nur
gering ausgeprägt
vor. Z
urzeit
seien
keine weiteren O
perationen
absehbar
. Aus funktioneller Sicht seien die
Funktionsbeeinträchtigungen der li
nken
oberen Extremität
als
gering
einzuschätzen. Aufgrund der jetzt erhobenen funktionellen Einschränkungen und der vom Beschwerdeführer subjektiv beklagten Schmerzen der linken Hand, erscheine die Rückkehr in den angestammten Beruf als
Flachdachisoleur
nahezu ausgeschlossen. Zur Verbesserung der beruflichen Zukunft erfolge ein intensiver Deutschkurs bis September 2011 (S. 4 f.). Aus medizinischer Sicht seien dem Beschwerdeführer aktuell
leichte körperl
iche
Tätigkeiten ganztags zumutbar. Tätigkeiten
,
die mit Heben und Tragen
über 10 kg
verbunden seien, seien ebenso wie Arbeiten, die eine uneingeschränkte Gebrauchsfähigkeit der linken Hand voraussetzen würden, auszuschliessen
.
Das
Zumutbarkeits
profil entspre
che demjenigen
der
C._
vom 1
0.
Mai 20
11
(S. 5)
.
3.4
Die Ärzte der
E._
,
Handchirurgie, berichteten am 2
1.
November 20
11 (
Urk.
6
/
52
) und führten aus,
dass die Kälteintoleranz der linken Hand gut
nachvollziehbar sei. Die Hauptschmerzen bestünden über der Basis des Zeige
fingers, dort sei eine Schrotkugel in der oberflächlichen Beugesehne nachweis
bar. D
er Beschwerdeführer
würde diesbezüglich
wahrscheinlich von einer Kugelentfernung im Berei
ch des Zeigefingers profitieren
, funktionell dürfte sich dies jedoch nicht so weit auswirken, dass eine Arbeit in der angestammten Tätigkeit realistisch sei.
Bezüglich
der Arbeitsfähigkeit sei die ganze
Situation
schwierig
zu
interpretieren
. Rein medizinisch sei der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu
100
%
arbeitsfähig (S. 2).
3.5
Dem Abschlussbericht
betreffend das
Arbeitstraining des Beschwerdeführers im
F._
vom
4.
Januar 2012 (
Urk.
6
/
57
) ist zu entnehmen, dass das anfängliche Arbeitspensum von 50
%
nicht habe gesteigert werden können, da die Schmerzen bis in die Schultern ausstrahlten. Die auszuführenden
Arbei
ten hätten viel Geschick und Feinmotorik verlangt
. Auch
Handbewegungen
mit
Drehungen und Streckungen
hätten dem Beschwerdeführer Schmerzen ver
liehen. Der Tätigkeitsbereich habe nicht ausgeweitet werden können, da es sich bei a
ndere
n Tätigkeiten um
körperlich schwere Tätigkeiten
gehandelt hätte. Der Beschwerdeführer sei
verlässlich,
immer pünktlich zur Arbeit erschienen und
lernfähig
.
3.6
Dr.
med
.
G._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tolo
gie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am 1
9.
April 2013 Stellung (
Urk.
6/70/4) und führte aus, dass
keine aktu
ellen Arztberichte,
hingegen in grosser Zahl
UVG-Akten
vorlägen
,
die aber alle älter als
zwei
Jahre seien. Es handle sich zweifellos um
einen
rein
unfallbe
dingten
Gesundheitsschaden, der
inzwischen
längst stabil sei. Hinsichtlich der Beur
teilung der
resultierenden Arbeitsunfähigkeit
sei mit
der SUVA
zu koordi
nieren.
3.7
SUVA-Kreisarzt Prof
.
D._
(vorstehend E. 3.3)
nahm am 2
7.
Juli 2012 Stellung (
Urk.
7/187
im Verfahren UV.2013.00216
) und führte aus, die geplante Opera
tion sei
grundsätzlich
zumutbar und eine Zweitmeinung sei nicht notwendig.
Am
8.
Januar 2013 nahm er wiederum Stellung (
Urk.
7/196
im Verfahren UV.2013.00216
) und führte aus, das
Zumutbarkeitsprofil vom 1
6.
August 20
11 und vom 1
5.
März 20
11 der
C._
hätte sich nicht wesentlich geändert, auch wenn
der
geplante
operative Eingriff
durchgeführt worden wäre
.
4.
4.1
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die ärztlichen Beurteilun
gen
durch
SUVA-Kreisarzt Prof.
D._
(vorstehend E. 3.3 und E. 3.7) für die Beantwortung der gestellten Frage umfassend sind. Die Beurteilungen berück
sichtigen die medizinischen
Vorakten
ebenso wie die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers. Die Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung leuchten ein und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet.
Sodann wurden die Beurteilungen in Kenntnis der und in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
erstellt und tragen der konkreten medizinischen Situation Rechnung.
So machte der Versicherungsmediziner darauf aufmerk
sam, dass beim Beschwerdeführer nach der Schrotschussverletzung eine ver
minderte Belastungstoleranz der linken Hand bestehe und es aufgrund des langen Verlaufs zu einer gewissen
Dekonditionierung
gekommen sei. Er legte ausserdem plausibel dar, dass die funktionellen Einschränkungen der linken Hand im Vergleich zu den subjektiv geklagten Beschwerden nur gering ausge
prägt vorlägen. Der Versicherungsmediziner zeigte zudem in nachvollziehbarer Weise auf, dass aus funktioneller Sicht die Funktionsbeeinträchtigungen der linken obere
n
Extremität als gering einzuschätzen sei
en
und sowohl der
Faust
schluss
wie auch der Spitz- und Schlüsselgriff linksseitig im
Seitenvergleich
nur eine
geringgradige
Einschränkung zeigten. Weiter bezog er ausdrücklich Stel
lung zu noch zumutbaren Tätigkeiten und erstellte gestützt darauf ein medizi
nisches Zumutbarkeitsprofil.
Seine Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerun
gen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigte d
er Versicherungsmediziner in nachvollziehbarer Weise auf, dass sich die von ihm vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung auch unter Berücksichti
gung einer erfolgten Schrotkugelentfernung nicht relevant verändern würde. Schliesslich begründete er einlässlich und sorgfältig, dass aufgrund der erhobe
nen funktionellen Einschränkungen und der vom Beschwerdeführer subjektiv beklagten Beschwerden eine Rückkehr in den angestammten Beruf ausge
schlossen sei.
Die Berichte erfüllen damit die
praxisgemä
ssen
Kriterien (vgl. vorstehend
E. 1.4) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
und insbesondere die Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt werden kann.
Zudem wird die Beurteilung vom Versicherungsmediziner Prof.
D._
durch den Bericht der Ärzte der
E._
(vgl. vorstehend E. 3.
4
) gestützt; so gin
gen auch diese davon aus, dass der Beschwerdeführer von einer
Kugelent
fernung
im Bereich des Zeigefingers profitieren würde, sich diese jedoch funkti
onell nicht
so weit auswirken würde, dass eine Arbeit in der angestammten Tätigkeit realistisch sei.
Ausserdem
gingen sie auch von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten
Tätigkeit aus.
4.
2
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, dass er
gemäss
Abschlussbericht
betreffend das
Arbeitstraining im
F._
(vgl. vorstehend E.
3.5
) sein 50%iges Pensum aufgrund der Belastungseinschränkungen und Schmerzen nicht habe steigern können
(vgl.
Urk.
1 S. 4 unten)
, vermag dies an der vorste
henden kreisärztlichen Beurteilung nichts zu ändern.
Gemäss
Ausführungen im Abschlussbericht war es dem Beschwerdeführer nämlich vor allem deshalb nicht möglich
,
das Pensum auszuweiten, weil es sich bei den restlichen Arbeiten vor
wiegend um körperlich schwere Arbeiten gehandelt hätte, welche ihm
gemäss
ärztlicher Beurteilung nicht mehr zumutbar sind. SUVA-Kreisarzt Prof.
D._
hat dem Beschwerdeführer indes auch nur leichte körperliche Tätigkeiten ganztags für zumutbar erklärt, womit die geleistete Tätigkeit beim
F._
nicht als leidensangepasste Arbeit beurteilt werden kann. Dies wird denn auch durch den Bericht der
Fachpersonen
der
C._
(vgl. vorstehend E.
3.
2 sowie
Urk.
7/
104
im Verfahren UV.2013.00216
) bestätigt, wonach der Beschwerdeführer bei den ihm zugewiesenen leichten körperlichen Tätigkeiten die Arbeitszeit ohne zusätzliche Pausen gut habe einhalten können.
4.
3
Auch s
oweit
der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachver
halt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen, insbe
sondere ein unabhängiges Gutachten in die Wege zu leiten, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Der
Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers wur
den in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt. Der Beschwerdeführer ver
mochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreichende medizinische Einschätzungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten als ausrei
chend. Auf weitere Abklä
rungen kann deshalb verzichtet werden.
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Einwände brachte er nicht vor.
4.
4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die überzeugende, nachvollziehbare und ausführlich begründete Einschätzung von SUVA-Kreisarzt Prof.
D._
abzu
stellen und von einer vollen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem
Zumutbar
keitsprofil
auszugehen ist.
Nach dem Gesagten kann ausserdem festgehalten werden, dass die Parteien zwar bei Durchführung der von der
E._
empfohlenen Operation
(vgl. vorstehend E. 3.4
) übereinstimmend von einer weiteren Verbesserung aus
gehen und dass ein solcher operativer Eingriff dem Beschwerdeführer auch zumutbar wäre. Gestützt auf sämtliche vorliegenden ärztlichen Beurteilungen steht jedoch fest, dass von diesem operativen Eingriff nicht eine derartige nam
hafte Verbesserung
zu erwarten wäre
, dass der Beschwerdeführer wieder als
Isoleur
arbeitsfähig sein könnte. Die Ärzte gehen vielmehr davon aus, dass sich das Zumutbarkeitsprofil, wonach dem Beschwerdeführer bereits jetzt eine ange
passte Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei, auch nach erfolgtem Eingriff nicht wesentlich verändern würde
(vgl. vorstehend E. 3.4 und E. 3.7
). Der medizini
sche Endzustand ist demnach vorliegend bereits jetzt und ohne den operativen Eingriff erreicht. Die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin zur Prüfung der Rentenfrage ist somit nicht zu beanstanden. Ausserdem
hatte die
Beschwerde
gegnerin
vorgängig diverse Deutschkurse
(vgl.
Urk.
6/15-16,
Urk.
6/41,
Urk.
6/20,
Urk.
6/22,
Urk.
6/40,
Urk.
6/26-28,
Urk.
6/30,
Urk.
6/33-34) u
nd auch ein Arbeitstraining
(
Urk.
6/29-30,
Urk.
6/36,
Urk.
6/39,
Urk.
6/43-44,
Urk.
6/47,
Urk.
6/49,
Urk.
6/57)
finanziert
und in der angefochtenen Verfügung festgehal
ten, dass sich der Beschwerdeführer bei Interesse an einer
Eingliederungsbera
tung
oder für weitere Unterstützung bei der Stellensuche bei ihr melden könne (
Urk.
2 S. 2 f.).
5.
5.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommen
s
stellt sich die Frage, was der Beschwerdeführer
aufgrund
seiner
beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn
er
nicht invalid geworden wäre. Dabei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b).
5.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des hypothetischen
Vali
deneinkommens
auf die Angaben
der
Y._
vom
5.
März 2013 im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren (
Urk.
7/200 im Verfahren UV.2013.00216) und errechnete für das Jahr 2013
einen Betrag von
gerundet
Fr.
6
9
‘
786.--
(
Urk.
2 S. 2 oben)
.
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des
Valideneinkommens
wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten und gibt aufgrund der Akten zu
keinen Beanstandungen Anlass, so dass sich weitere Ausführungen erübrigen
und von einem solchen von
Fr.
69
'
786
.
ausgegangen werden kann.
6.
6.1
Für
die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhe
bungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6.2
Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens für eine gemäss beschriebenem Belastungsprofil zumutbare Tätigkeit stützte sich die
Beschwer
degegnerin
auf die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
turerhebungen
(LSE) und errechnete einen Betrag von Fr. 5
6
‘
715
.
30
(
Urk.
6/
69
).
Angesi
chts der Zumutbarkeit einer 100
%igen behinderungsangepassten Tätig
keit steht de
m
Beschwerdeführer
auch bei Beachtung der im beschriebenen Belastungsprofil
genannten Einschränkungen eine breite Palette von Tätigkeiten offen.
Es recht
fertigt sich daher, für die Bemessung des
Invaliden
einkommens
auf den stan
dardisierten Durchschnittslohn für einfache und repe
titive Tätig
keiten in sämtli
chen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors abzu
stellen (LSE
20
10
, S. 26, Tabellengruppe TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4).
6
.
3
Das im Jahr 20
10
von
Männern
im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug
pro Monat
Fr. 4'
901
.-- (LSE 20
10
, S. 26, Tab
.
TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4), mithin Fr. 5
8
'
812
.
im Jahr
(Fr. 4'
901
.-- x 12). Der
durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2010 von 41.6
Stun
den sowie der Nominall
ohnentwicklung von jeweils
1.0, 0.8 und
0.7
(Die Volkswirtschaft
,
9-2014, Tabelle B10.2, Total)
für die
Jahr
e
2011
-2013
angepasst, e
rgibt dies den Betrag von Fr. 6
2
’
706
.
--
(Fr. 58
'
812
.-- : 40 x 41.6 x 1.01
x 1.0
08
x 1.0
07
).
6.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
6.5
Die Beschwerdegegnerin gewährte
dem Beschwerdeführer aufgrund der
gesund
heitsbedingten
Einschränkung der Hand einen
behinderungsbedingten Abzug
von 10
%
, womit
sie
ein Invalideneinkommen von
gerundet
Fr.
56‘716.
errechnete
(vgl.
Urk.
6/69
).
Der Beschwerdeführer
rügte dieses Vorgehen in dem Sinne, dass bei der Berech
nung des Invalideneinkommens ein behinderungsbedingter Abzug in d
er Höhe von 2
5 % gerechtfertigt sei (Urk. 1 S.
6
).
6.6
Angesichts der Zumutbarkeit einer 100%igen behinderungsangepassten
Tätig
keit steht dem
Beschwerdeführer eine breite Palette von Tätigkeiten
offen. D
ie einzigen medizinisch ausgewiesenen Behinderungen
des Be
schwerdeführers
bestehen in körperlich schweren Arbeiten mit
regelmässigen Hebe- und
Trage
belastungen
über
10 kg.
Die genannten Einschränkungen dürften bei den übli
chen einfachen und repetitiven Tätigkeiten nicht ins Gewicht fallen. Mithin
schränken diese Behinderungen den Beschwerdeführer
nicht wesentlich in der Wahl der Tätigkeit ein.
Es ist d
aher nicht zu erwarten, dass der
Beschwerde
führer
seine
verbleibende Ar
beitsfähigkeit nur zu einem unter
durchschnittlichen Lohn - der tiefer sein müsste als der verwendete
Tabellen
lohn
- verwerten kann.
Es sind somit keine gesundheitlichen Umstände vorhanden, welche sich
l
ohn
mindernd
aus
wirk
en. Auch
die weiteren persönlichen und beruflichen Umstä
nde sind nicht geeignet, einen
Ab
zug zu rechtfertigen.
Dass die Beschwerdegegnerin de
m Beschwerdeführer
angesichts der vollen
Restar
beitsfähigkeit
in behinderungsangepassten Tätigkeiten einen Abzug
von 10
%
gewährte, erscheint vorliegend
eher
als
grosszügig
.
Ausgehend von
Fr.
62‘706.-- und unter Berücksichtigung eines Abzuges von 10
% resultiert ein Invalideneinkommen von
Fr.
56‘435.4
0.
6
.
7
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr.
69
'
786
.
(vgl. vorstehend E. 5.2) mit dem
Invalidenein
kommen
von
Fr. 5
6
'
435
.
40
(vgl. vorstehend E. 6.
6
) ergibt somit eine Einkommenseinbusse von Fr.
1
3
'
350
.
60
und damit einen rentenaus
schliessenden Invaliditätsgrad von
gerundet 19
%.
Es bleibt anzumerken, dass selbst bei Berücksichtigung des vom Beschwerde
führer geltend gemachten leidensbedingten Abzugs von 25 % beim
Invaliden
einkommen
ein solches von Fr. 47‘029.50 resultierte, was bei einem Vergleich mit dem
Valideneinkommen
immer noch einen rentenausschliessenden
Invali
ditätsgrad
von 32.6 % ergäbe.
Der angefochtene
Entscheid erweist sich demnach
als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem
Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
u
nterliegenden Beschwerdeführer
aufzu
erlegen.