# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6b25736b-5c68-4bf2-a7cc-68e8e9c1e4b2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
2
7.
Dezember 1954
und verheiratet
,
war bis Ende 2014 im
Spital
Y._
zu
50%
als Krankenschwester
angestellt
.
P
er
1.
Januar
2015
nahm sie – gleich wie ihr Ehegatte -
bei der
Z._
AG
eine neue Tätigkeit
auf. Nach durchgeführten Abklärungen setzte
die
Ausgleichskasse
gestützt auf die Angaben von
X._
sowie die Steuererklärungen der Eheleute
X._
für die Jahre 2015 und 2016
mit Verfügungen vom 14. September 2018
von
X._
geschuldet
e
Akontobeiträge
für Nicht
erwerbs
tätige
für die Jahre 2015 bis 2018
nach Massgabe des hälftigen ehelichen Ver
mögens und Renteneinkommens
auf
Fr.
19
'
900
.90 (Jahr 2015; Urk.
7/33)
bzw.
je
Fr.
22'732.25 (Jahre 2016 bis 2018;
Urk.
7/34-36;
jeweils einschliesslich Ver
waltungskosten
) fest (
vgl. auch
S
chreiben vom 12.
September 2018
betreffend Beitragspflicht wie Nichterwerbstätige
;
Urk. 7/24
)
.
Für die Jahre 2015 bis 2017 verfügte
die Ausgleichskasse
die
A
nr
echnung
von
geleisteten
Beiträgen
aus un
selbständiger Er
werbstätigke
i
t
(
Urk.
7/30-32
)
und erhob
mit
weiteren
Verfügun
gen vom
14.
September 2018
Verzugszinsen
bezüglich der Beitrags
nach
for
derung
en
(Urk.
7/26-28
)
. Gegen
sämtliche
Verfügungen erhob
X._
am 1
5.
Oktober 2018
(
Urk.
7/39
), ergänzt durch Eingabe vom 2
5.
März 2019
(
Urk.
7/65)
,
Einsprache
,
mit welcher sie
im Wesentlichen geltend
machte
, dass sie als Erwerbstätige einzustufen und die Beiträge anhand des E
rwerb
se
in
kommens zu ermitteln seien. Mit
E
n
tscheid vom 1
1.
November 2019
wies
die Ausgleichskasse die Einsprache ab
(
Urk.
7/68 =
Urk.
2).
2.
Gegen diesen
Einspracheentscheid
erhob
X._
mit Eingabe vom 1
3.
Dezember 2019
hierorts
Beschwerde mit de
m folgenden Rechtsbegehren
(
Urk.
1 S. 2)
:
«
1.
Der
Einspracheentscheid
in der Abrechnungs-Nr.
...
vom 1
1.
November 2019 sei a
ufzuheben.
2.
Die Beschwerdeführerin sei für die Beitragsjahre 2015 bis 2018 als unselbständig
erwerbstätige Arbeitnehmerin
einzustufen.
3.
Die Verfügungen vom 1
4.
September 2018 betreffend
Akontobeiträge
für Nicht
erwerbstätige
für die Jahre 2015, 2016, 2017
und 2018, die Rechnung Nr.
...
sowie die Verfügungen vom 1
4.
September 2018 betreffend Bei
tragsanrech
nungen für die Jahre 2015, 2016
und 2017 seien aufzuheben und durch die entsprechenden Erlasse für die Beschwerdeführerin als Erwerbstätige zu ersetzen.
4.
Die bereits geleisteten Beiträge der Beschwerdeführerin für die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 seien nach entsprechender Abrechnung zurückzuerstatten.
5.
Eventualiter sei die Streitsache zur Neuverfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulaste
n der
Beschwerdegegnerin
.
»
Mit V
ernehmlassung vom 2
4.
Januar 202
0 stellte die Ausgleichskasse Antrag auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Verfügung vom
3.
Februar 2020 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (
Urk.
8)
.
Mit
Replik vom
9.
März 2020 (
Urk.
11)
hielt
en
die Beschwerdeführerin
und
mit
Duplik vom 2
0.
April 2020
die Ausgleichskasse
(
Urk.
13) im Wesentlichen an ihren Standpunkten fest
, was der jeweilig anderen Partei zur Kenntnis gebracht wurde
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
3 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenver
sicherung
(AHVG) sind die Versicherten beitragspflichtig, solange sie eine Er
werbstätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am
1.
Januar nach Vollendung des 2
0.
Altersjahrs und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 6
4.
und Männer das 6
5.
Altersjahr vollendet haben (
Abs.
1). Bei nichterwerbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen Ver
sicherten gelten die eigenen Beiträge als bezahlt, sofern der E
hegatte Beiträge von mindestens
der doppelten Höhe des Mindestbeitrags bezahlt hat (
Abs.
3
lit
. a).
1.2
Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des Einkom
mens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt (
Art.
4
Abs.
1 AHVG).
1.3
Nichterwerbstätige bezahlen
einen Beitrag
na
ch ihren sozialen Verhältnissen. Der Mindestbei
trag beträgt 392 Franken (
Stand
20
15), der Höchstbetrag ent
spricht dem 50-fachen Mindestbeitrag. Erwerbstätige, die i
m
Kalenderjahr, ge
gebenenf
a
lls mit Einsc
h
luss des Arbeitgeberbeitrags, weniger als 392 Franken entrichten, gelten als Nichterwerbstätige. Der Bundesrat kann den Grenzbetrag nach den sozialen Verhältnissen
des Versicherten erhöhen, wenn dieser nicht dauernd voll erwerbstätig ist (
Art.
10
Abs.
1 AHVG).
Die Beiträge der Nichterwerbstätigen, für die nicht der jährliche Mindestbeitrag von 392
Franken
vorgesehen ist, bemessen sich aufgrund ihres Vermögens und
R
enteneinkommens (
Art.
28
Abs.
1
der Verordnung über die Alters- und
Hin
terlassenenversicherung
;
AHVV)
.
Verfügt ein Nichterwerbstätiger gleichzeitig über Vermögen und Renteneinkommen, so wird der mit
20 multi
plizierte jähr
liche Rentenbetrag zum Vermögen hinzugerechnet (
Art.
28
Abs.
2 AHVV). Ist eine verheiratete Person als N
icht
er
w
erbstätige beitragspflichtig, so bemessen sich ihre Beiträge aufgrund der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renten
einkomm
ens (
Art.
28
Abs.
4
Satz 1 AHVV).
1.4
Personen, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind, leisten
die
Beiträge wie Nichterwerbstätige, wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zusammen mit denen ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des Beitrages nach
Art.
28 AHVV entsprechen. Ihre Beiträge vom Erwerbsein
kommen müssen auf jeden Fall den Mindestbeitrag nach
Art.
28 erreichen
(
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV)
.
Besteht eine Beitragspflicht wie für Nichterwerbs
tätige, so ist
Art.
30 anwendbar (
Art.
28
bis
Abs.
2
AHVV
)
.
Volle Erwerbstätigkeit
im Sinne von
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV liegt in der Regel vor, wenn für die (selbständige oder unselbständige) Tätigkeit ein erheblicher Teil der im betreffenden Erwerbszweig üblichen Arbeitszeit aufgewendet wird. Diese Voraussetzung ist nach der Verwaltungspraxis und Rechtsprechung er
füllt, wenn die beitragspflichtige Person während mindestens der halben üb
lichen Arbeitszeit tätig ist
(BGE 140 V 338 E.
1.2 unter Hinweis auf BGE 115 V 161).
1.5
Der Begriff der Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 AHVG setzt die Ausübung einer auf die Erzielung von Einkommen gerichteten bestimmten (per
sönlichen) Tätigkeit voraus, mit welcher die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöht werden soll. Für die Beantwortung der Frage, ob Erwerbstätigkeit vor
liegt, komm
t es nicht darauf an, wie ein B
eitragspflichtige
r
sich selber
– sub
jektiv -
qualifiziert. Entscheidend sind vielmehr die tatsächlichen wirtschaft
lichen Verhältnisse und Gegebenheiten, die durch eine Tätigkeit begründet wer
den oder in deren Rahmen eine solche ausgeübt wird. Es genügt somit nicht, dass
der
Beitragspflichtige subjektiv eine Erwerbsabsicht für sich in Anspruch nimmt. Die behauptete Absicht muss aufgrund der konkreten wirtschaftlichen Tatsachen nachgewiesen sein (
vgl
.
Kieser
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur AHV,
3.
Auflage,
Art.
4
Rz
1, sowie
ZAK 1991 S. 312 E
. 5a).
1.6
Damit bei Betätigungen, denen sowohl ehrenamtliche wie auch erwerbliche Motivation zugrunde liegen, von voller Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV ausgegangen werden kann, muss für einen Teil, der mindestens der halben üblichen Ar
beitszeit entspricht, Erwerbsab
s
i
cht zum Ausdruck kom
men.
Dies geschieht in
Form eines angemessenen Verhäl
tnisses zwischen Leis
tung und Entgelt (BGE 140 V 338
E. 2.
2.3
)
.
2.
2.1
Die Ausgleichskasse begründete den angefochtenen
Ein
spracheentscheid
im We
sen
t
l
i
chen damit, dass
bei dem geringen
(jährlichen)
Lohn in Höhe von Fr.
16'800.
--
für die Tätigkeiten im Verwaltungsrat, als Direktionsassistentin so
wie als Sekretärin keine Erwerbstätigkeit im Umfang von 51% angenommen werden könne. Die Vergütung stehe nicht in einem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit
st
ätigkeit.
In Fällen
,
in denen
eine beitragspflichtige Per
son praktis
ch von
ihrem
Ver
mögen oder Renteneinkommen lebe,
könne nicht leichthin auf Erw
erbstätigkeit geschlossen werden
, wenn diese eine Tätigkeit o
hne klaren
erwerbstätigen
(wohl
:
erwerblichen
)
Charakter von relativ geringer wirtschaftlicher Bede
utung ausübe. Die bereits bez
a
h
lten AHV-
Beiträge aus Er
werbstätigkeit seien b
e
rücksichtig
t
worden (
Urk.
2). In der Vernehmlassung er
gänzte
die Ausgleichskasse
,
dass vorliegend
eine
ehrenamtliche wie auch er
werbliche Motivation zu erkennen sei, wobei der Zeitaufwand nur im Ausmass der Erwerbsorientierung zu berücksichtigen sei (
Urk.
6).
2.2
Die Beschwerdeführerin
macht
dagegen
zur Hauptsache
geltend
, aufgrund
ihr
e
r
Erwerbstätigkeit
als Direktionsassisten
t
i
n
und Sekretärin
bei der
Z._
AG
, welche sie im Umfang von
(mindestens)
51%
ausübe
,
habe
sie
die Mindest
beiträge jedenfalls bezahlt
. Daher und
da
der
Grenzwert
(Mindestbeitrag)
nach Art.
28
Abs.
1
AHVV deutlich überschritten
worden sei
,
sei sie
ganz grundsätz
lich als Erwerbstätige zu qualif
i
zieren.
Insbesondere sei es nicht an der Beschwerdegegnerin zu bewerten,
ob
das Verhä
ltnis zwi
schen Lohn und
Stellenprozent
en
ausgewogen sei
.
Soweit die Beschwerdegeg
n
erin die ge
l
e
i
s
teten, den Grenzwer
t deutlich überschreitenden AHV-
Beiträge mit dem Nicht
erwerbs
tätigenbeitrag verg
l
e
iche, sei ein solcher Vergleich
un
zulässig
und ohne Rechtsgrundlage
(
Urk.
1). In der Replik ergänzte
die Beschwerdeführerin
,
dass sie nur das Verwaltungsratsmandat ehrenamtlich ausgeübt habe, wohin
gegen
bezüglich
der Tätig
k
eit
als Direktions
assistentin und Sekretärin
volle
E
r
werbs
absicht bestanden habe
. Hätte die Beschwerdeführerin diese Arbeit nicht ge
macht, hätte die
Z._
AG eine mindestens 50%ige Arbeitskraft als Direktionsassistentin und Sekretärin anstellen müssen
(
Urk.
11).
2.3
Strittig und zu prüfen ist die
Beitragspflicht
der Beschwerdeführerin als
bzw. wie
Nichterwerbstätige.
3.
3.1
D
ie Beschwerdeführerin
ist
neben ihrer Tätigkeit als Direktionsassistentin
und Sekretärin
(auch)
Mitglied des Verwaltun
g
srates der
Z._
AG
(
vgl. Auszug aus dem Handelsregister des Kantons Zürich;
Urk.
3/7), welche
Funktion
sie
eigenen Angaben
zufolge
ehrenamtl
ich
ausübt
(
Urk.
11 S.
3
)
.
Da
die
ehrenamtliche Tätigkeit
(
mangels Erwerbsabsicht
)
keine Erwerbstätigkeit darstellt
,
ist z
u prüfen, ob
und in welchem Umfang
bezüglich de
r
(
entschädig
ten
)
Tätigkeit als Direktions
assistentin und S
ekretärin
für die
Z._
AG
eine Erwerbstätigkeit
im Sinne von
Art.
4 AHVG
vorliegt
.
3.2
Bezüglich der Tätigkeit als Direktions
assistentin und S
ekretärin
existiert kein schriftlicher Arbeitsvertrag (
Urk.
1
Ziff.
14). Gemäss Angaben der Beschwerde
führerin übt sie
ihre
Tätigkei
t
bzw. die damit verbundenen Arbeiten (Telefon
dienst, Korrespondenz, Kreditoren- und Debitorenwesen, EDV-Wesen [Wartung, Ein
kauf neuer Geräte und Installation], Begleitung ihres Ehegatten
[
als Verwaltungsratspräsidenten
]
an Messen, Mitarbeit im Bereich
Liegenschaften
verwaltung
, Reinigungsarbeiten;
Urk.
1 S. 7)
im Umfang von (mindestens) 51
% eines Vollzeitpensums aus, wofür sie - so die unbestrittenen Ausführungen im angefochtenen Entscheid
–
mit einem
(Brutto-)Lohn von jährlich Fr.
16'800.
--
entschädigt wird
.
Jedoch
entspricht
ein
Gehalt von jährlich
Fr.
16'800.--
bei einem Pensum von 51
%
einem
monatlichen
Lohn von
Fr.
1'400.
--
bzw.
Fr.
2'
745
.
10
bei einem Vollzeitpensum
,
womit
ein
Stundenlohn von
Fr.
15.20
resultiert
(
Fr.
1'400.--: [21.42 Stunden x 4.33 Wochen =] 92.106 Stun
den/Monat)
.
Es ist offensichtlich, dass
damit – wie die Verwaltung zu Recht geltend gemacht
hat
-
zwischen der Tätigkeit als Direktions
assistentin und Sekretä
rin
und dem ausgerichteten Entgelt
k
ein angemessenes
Verhältnis
be
steht
, liegt
dieser
Lohn doch weit unter
den für solche
Tätigkeiten bezahlten (statistischen) Durchschnittslöhnen,
wie sie in der Schweizerischen Lohn
strukturerhebung aus
gewiesen sind
(
vgl. etwa LSE 2016; Tabelle T 17 monat
licher Bruttolohn
[
Zentralwert
]
nach Berufsgruppen, Lebensalter und Ge
schlecht, Privater und öffentlicher Sektor,
Ziff.
4 Bürokräfte und verwandte Berufe
; zum
Beizug
von Tabellenlöhnen gemäss LSE
als
Plausibilisierungs- bzw.
Vergleichsgrösse
vgl. etwa
Urteil des Bun
desgerichts 9C_699/2018 vom 25. März 2019 E.
5.1
)
.
Dass der Lohn zwar tief sei, doch gebe es auch andere Branchen, in denen solche Löhne ausbezahlt würden, wie die Beschwerde
führerin behaupten lässt, erweist sich auch angesichts aller übrigen LSE-Tabellen als unzutreffend und ist als reine Schutzbehauptung zu werten.
M
it Blick
auf
diese konkreten wirtschaft
lichen
Begebenheiten
hat die Verwaltung
daher
zu Recht festgehalten, dass
– vor dem
Hintergrund der von
der
Beschwerdeführerin behaupteten
«vollen
Er
werbsabsicht
»
-
nicht
ü
berwiege
nd wahrscheinlich
ist
,
dass
sie
die Tätigkeit als Direktionsassistentin und Sekretärin
für
ein monatliches Gehalt
von Fr.
1'400.--
im Umfang
von 51
% ausgeübt hat
. Vielmehr
ist von einem deutlich niedrigeren Pensum auszugehen
und damit da
von
, dass
die
Beschwerdeführerin
nicht
während mindestens der halben üb
lichen Arbeitszeit tätig
war.
Aber selbst wenn man
entsprechend den Angaben der Beschwerdeführerin von einem
gel
e
isteten
51%igen Pensum
ausgehen würde
,
ergäbe dies
nichts zu ihren Gunsten
.
So ist
nach der Rechtsprechung
die
tatsächlich geleistete Arbeit
einzig im Umfang ihrer
Erwerbsorientierung zu berücksichtigen
, welche
wiederum
in Form eines angemessenen Verhältnisses zwischen Leistung und Entgelt zum Ausdruck gelangt (BGE 140 V 338 E. 2.2.3
; vgl. etwa
wiederum
auch
Urteil des Bundesgerichts 9C_699/2018 vom 2
5.
März 2019 E. 5.1
)
.
Da
es vorliegend mit Blick auf die
wirtschaftlichen Gegebenheiten
– verglichen mit Löhnen auf Grundlage der LSE -
an einem angemessenen
Verhältnis zwischen Lohn und Erwerbstätigkeit
fehlt
,
wäre
daher
nicht
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt
,
dass
im Umfang
des
geleisteten
Pensums
auch
eine
volle
Erwerbsabsicht
bzw.
eine
plausible
Erwerbsorientierung
u
nd
somit
letzt
lich
im Umfang von 51
%
eine
(
anrechenbare)
Erwerbstätigkeit
im
Sin
n von
Art.
4
Abs.
1 AHVG
(
E. 1.5
hievor
)
besteht
.
Daher und da
es (wo die Erwerbs
absicht in ihrem
Ausmass
fraglich ist) nach der Rechtsprechung auf das
(ob
jektiv)
angemessene Verhältnis zwis
chen Leistung und Lohn ankommt und
eine
subjektiv für sich in Anspruch genommene bzw.
behauptete Erwerbsabsicht
im Rahmen der unternehmerischen Planung der
Z._
AG (
Urk.
11 S. 3 und 4)
allein nicht genügt,
könnte
die Beschwerdeführerin
auch
bei einer effektiv im Umfang von mindestens der hal
ben üblichen Arbeitszeit ausgeübten
Beschäftigung
nicht
als
voll erwerbstätig im Sinne des AHV-Rechts gelten.
Anzumerken ist, dass
diese Ausführungen auch für das Jahr 2015 ge
lt
en
, in welchem die Beschwerdeführerin
– entgegen den
an sich
unbestrittenen
Aus
führungen im
Einspracheentscheid
-
nach Lag
e der Akten ein leicht höheres Jahrese
inkommen von
Fr.
21‘150.
-- erzielt hat (vgl.
Urk.
7/23). Denn
auch
hier
resultiert
für
die
qualifi
zierte
Tätigkeit
als Direktionsassistentin
und Sekretärin
k
ein
angemessener
Lohn
(
Fr.
1‘762.50
pro Monat bzw.
Fr.
3‘
455
.
90
bei einem Vollzeitpensum
bzw.
ein
Stundenansatz von nur
rund
Fr.
19.--
)
.
Ist jedoch mit dem im Sozialversicherungsrecht
massgebenden
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt
, dass die Beschwerdeführerin in
den Jahren 2015 bis 2018
nicht
im Sinne des AHV-
Rechts
dauernd voll erwerbstätig war, beurteilt sich ihre Beitragspflicht aufgrund von
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV.
3.3
Die
Beschwerdeführerin
macht
e
vor allem
geltend, dass sie auf dem bei der
Z._
AG erzielten Einkommen von
Fr.
16'800.-- Beiträge in Höhe von
Fr.
1'411.20 (einschliesslich Arbeitgeberbeitrag) geleistet habe (vgl. auch
Urk.
7/31 und
Urk.
7/32) und damit der Mindestbeitrag gemäss
Art.
28
Abs.
1 AHVV überschritten worden sei (
Urk.
1 S. 4). Dass sie damit im Sinne von
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV auch mehr als die Hälfte der Nichterwerbstätigenbeiträge
(von rund
Fr.
20'000.--
; vgl. wiederum
Akontoverfügungen
vom 1
4.
September 2018
;
Urk.
7/33-36
)
bezahlt habe, bringt sie jedoch zu Recht nicht vor. Damit hat die Beschwerdeführerin Beiträge wie als Nichterwerbstätige zu leisten.
3.4
Soweit die B
eschwerde
führerin
weiter
einwe
ndet, dass sie – da sie
zu einem Pensum von
51
% arbeite und
mehr als
den Mindestbeitrag nach
Art.
28 AHVV
bezahlt habe – bereits aus diesem Grunde als Erwerbstätige zu qualif
i
zieren sei
(
Urk.
1 S. 5 und 7
)
,
geht sie fehl
.
Sie verkennt
, dass
es
für die
Beitragspflicht
als Erwerbstätige
nicht genügt, dass
während minde
s
tens der halben üblichen Arbeitszeit
eine
r
Beschäftigung
nachgegangen
wird.
V
orausgesetzt wird
v
iel
mehr
auch
,
das
s
eine
solche
T
ätigkeit
auch
in
Erwerbsab
sicht
erfolgt
,
welche
Erwerbsorientierung
aufgrund der konkreten wirtschaftlichen Tatsachen nach
gewiesen
sein
muss (E.
1.4)
.
Die Beschwerdeführerin
übersieht aber auch
, dass
auch
die
Bezahlung des
Mindestbeitrag
s
nach
Art.
28 AHVV
allein
für die Beitragspflicht als Erwerbstätige
nicht in jedem Fall
ausreichend ist
,
kann
doch
der Bundesrat den Grenzbetrag nach den sozialen Verhältnissen des Versicherten erhöhen, wenn dieser
– wie vorliegend die Beschwerdeführerin
-
nicht dauernd voll erwerbstätig ist (
Art.
10
Abs.
1
Satz 3
AHVG
in Verbindung mit
Art.
28
bis
AHVV
; vgl. E. 1.3
hievor
)
.
Aber auch
der Einwand,
wonach
das Vorgehen der
Beschwerdegegnerin
, welche
die
(aufgrund des erzielten Lohnes)
gelei
steten
AHV-Beiträge mit dem Nichterwerbstätigenbeitrag
verglichen
hat
,
k
eine rechtl
i
c
he Stütze finde, trifft
offensichtlich
nicht zu
(
Urk.
1 S. 8
)
.
Vielmehr
hat
der Verordnungsgeber
mit
Art.
28
bis
Abs.
1
AHVV
die
rechtliche
Grundlage für
die
Vornahme dieser
Vergleichsrechnung
geschaffen
bezüglich Personen, die nicht
dauernd voll erwerbstätig
sind
;
m
it
dieser
Regelung
soll
verhindert
wer
den
, dass die Beitragspflicht als nicht erwerbstätige Person durch Ausübung ei
ner
geringfügigen oder bloss sp
oradischen
Tätigkeit umgangen werden kann (vgl.
Kieser
, Rechtsprechung zur AHV,
3.
Auflage,
Art.
9
Ziff.
6, mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts 9C_105/2012 vom 1
4.
März 2012).
4.
Die
Berechnung der
(
Akonto
-)
Beiträge
für die Jahre 2015 bis 2018
ausgehend vom hälftigen ehelichen Vermögen und Renteneinkommen gemäss den Steuer
erklärungen 2015 und 2016
wird
seitens der Beschwerdeführerin
nicht
in Frage gestellt
.
A
uf das
Massliche
der Beiträge – bei welchen es sich
erst um
auf pro
visorischer Grundlage festgesetzte (
Akonto
-)
Beiträge handelt
(
vgl.
Art.
24
Abs.
1 AHVV, zur Rechtsnatur von
Akont
o
-
Verfügungen
vgl.
BGE 109 V 70; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_719/2013 vom
9.
April 20
1
4 E. 1)
-
ist daher
nicht
näher
einzugehen.
5.
Zusammenfassend hat die Verwaltung zu Recht festgestellt, dass die Beschwerdeführerin für die Jahre 2015 bis 2018 wie als Nichterwerbstätige bei
tragspflichtig ist.
Damit ist der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 1
1.
November 2019 zu bestätigen und
die Beschwerde
folglich
abzuweisen.