# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 37c4024f-3bc9-44ab-bc67-4847cda4c25d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
A. QQ. und QQ. sind Miteigentümer der L.- und S.- Registerparzelle Nr. 1025, Plan 16, Einfamilienhaus, Vers.- Nr. 79-A mit 1'571 m2 Gebäudegrundfläche, Garten und Wiese, Grundbuch der Gemeinde B.. Sie erwarben diese Parzelle mit Kaufvertrag vom 29. März 2004. Die Parzelle Nr. 1025 liegt in der Dorfzone und wird von den Parzellen Nrn. 1024, 1026, 1027 sowie Nr. 1028 umschlossen. Es handelt sich somit um eine so genannte gefangene Parzelle, die keinen Fahrweg zu einer öffentlichen Strasse aufweist; weder zu der östlich gelegenen rund 17 Meter entfernten I. noch zur südlich gelegenen J., die rund 50 Meter entfernt ist. Zugunsten von Parzelle Nr. 1025 ist im Grundbuch einzig ein Fusswegrecht zulasten der östlich von ihr, im Eigentum von K. stehenden Parzelle Nr. 1026, eingetragen. Da die Eheleute QQ. ihr Grundstück motorisiert erreichen möchten, wandten sie sich an die Eigentümer der Parzelle Nr. 1024, zwecks Einräumung einer entsprechenden Dienstbarkeit. Die Parzelle Nr. 1024 steht im Stockwerkeigentum und ist mit einem Mehrfamilienhaus überbaut.
B. QQ. und QQ. liessen die vorliegende Klage am 13. April 2005 beim Vermittleramt des Kreises Küblis anmelden. Nachdem sich die Parteien an der Sühneverhandlung vom 3. Juni 2005 nicht einigen konnten, wurde gleichentags der Leitschein ausgestellt mit folgenden Rechtsbegehren:
„1. Die Beklagten haben den Klägern zugunsten des jeweiligen Eigentümers der Parzelle Nr. 1025 des Grundbuches B. und zulasten der Parzelle Nr. 1024 der Beklagten des Grundbuches B. ab der I. über den Parkplatz auf Parzelle Nr. 1024 und mit anschliessendem Abzweiger gemäss Situationsplan 1:500 vom 11. April 2005 ein 2.5 m breites Notfahrwegrecht einzuräumen.
2. Es sei die von den Klägern den Beklagten für die Einräumung dieses Notfahrwegrechts geschuldete Entschädigungssumme gerichtlich festzusetzen.
3. Das Grundbuchamt M. sei gerichtlich anzuweisen, nach erfolgter Zahlung dieser gerichtlich festgesetzten Entschädigung, das Notfahrwegrecht als Grunddienstbarkeit zugunsten der Parzelle Nr. 1025 des Grundbuches B. und zulasten der Parzelle Nr. 1024 des Grundbuches B. einzutragen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % MWST zulasten der Beklagten.“
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Die Stockwerkeigentümer der Parzelle Nr. 1024 nämlich: X., CC. und CC., Y., S.Z., A.Z., AA. und AA. und BB. liessen die kostenfällige Abweisung der Klage beantragen.
C. Mit Prozesseingabe vom 16. Juni 2005 prosequierten QQ. und QQ. die Klage unverändert an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Mit Prozessantwort vom 10. Oktober 2005 liessen X., CC. und CC., Y., S.Z., A.Z., AA. und AA. und BB. folgende Rechtsbegehren stellen:
„1. Auf die Klage sei nicht einzutreten.
2. Die Klage sei abzuweisen.
3. Eventualbegehren:
a) es sei das Notwegrecht gemäss der im beigelegten Plan (BB1) festgelegten Linienführung (gelb gekennzeichnet, massgeblich sind die schwarzen Aussenränder, bei parallelen Wegrändern beträgt die Breite 2.5 m) festzulegen.
b) Die Entschädigung für das Notwegrecht sei auf Fr. 30'000.-- festzulegen.
c) Es seien die Kläger zu verpflichten, die Strasse analog zum bestehenden Parkplatz mit Unterkofferung und Betonsteinen auszuführen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge inkl. MWSt zu Lasten der Kläger.“
D. Mit Replik vom 3. November 2005 hielten die Kläger an ihrem Rechtsbegehren gemäss Prozesseingabe unverändert fest. Zudem beantragten sie, es sei auf die drei Eventualbegehren (Ziff. 3 der Prozessantwort) nicht einzutreten.
E. Mit Beweisverfügung vom 13. Februar 2006 hielt der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos unter anderem fest, es sei eine Expertise betreffend die für ein allfälliges Notwegrecht über Parzelle Nr. 1024 benötigte Grundstückfläche und eine amtliche Schätzung des Verkehrswertes des für ein allfälliges Notwegrecht benötigten Bodens durchzuführen. Mit der Erstellung des Gutachtens wurde die kantonale Schätzungskommission beauftragt. Das Gutachten datiert vom 15. Juni 2006.
F. Anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Prättigau/Davos wurde ein Augenschein in B. durchgeführt. Mit Urteil vom 9. November 2006, mitgeteilt am 18. Dezember 2006, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos:
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„1. Die Klage des QQ. und der QQ. gegen X., B., CC. und CC., B., Y., O., die Erben Z., nämlich: S.Z., D., und A.Z., B., AA. und AA., F., und BB., H., auf Einräumung eines Notwegrechtes wird gutgeheissen und die Beklagten haben den Klägern zugunsten des jeweiligen Eigentümers der Parzelle Nr. 1025 des Grundbuches B. und zulasten der Parzelle Nr. 1024 der Beklagten des Grundbuches B. ab der I. über den Parkplatz auf Parzelle Nr. 1024 und mit anschliessendem „Abzweiger“ gemäss Situationsplan Seite 3 dieses Urteils ein 2.5 m breites Notfahrwegrecht einzuräumen.
QQ. und QQ. werden bei ihrer Prozesseingabe vom 16. Juni 2005 auf Seite 5 geäusserten Zusage behaftet, wonach sie mit Bezug auf die ästhetische Gestaltung des „Abzweigers“ (rote Fläche gemäss Plan auf der Seite 3) den Wünschen der Stockwerk-eigentümergemeinschaft L. „selbstverständlich Rechnung tragen“ werden, wie beispielsweise „durch den Einbau von Rasensteinen oder dergleichen.“
2. Die von den Klägern QQ. und QQ. den Beklagten X., B., CC. und CC., B., Y., O., die Erben Z., nämlich: S.Z., D., und A.Z., B., AA. und AA., F., und BB., H. für die Einräumung des Notwegrechts geschuldete Entschädigungssumme beträgt Fr. 12'000.--.
3. Das Grundbuchamt M. wird nach Rechtskraft dieses Urteils und nach Bezahlung der Fr. 12'000.-- gemäss Dispositiv Ziffer 2 vorstehend gerichtlich angewiesen, das Notfahrwegrecht als Grunddienstbarkeit zugunsten der Parzelle Nr. 1025 des Grundbuches B. und zulasten der Parzelle Nr. 1024 des Grundbuches B. einzutragen, wobei die Grundbuchgebühren und Kosten des Grundbuchamtes zulasten des QQ. und der QQ. gehen.
4. Die Kosten des Kreisamtes Küblis in Höhe von Fr. 222.-- sowie die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus: - einer Gerichtsgebühr von Fr. 4'500.00 - Schreibgebühren von Fr. 1'100.00 - Barauslagen von Fr. 3'339.55 total somit von Fr. 8'939.55
gehen zulasten des QQ. und der QQ. und werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
5. QQ. und QQ. werden verpflichtet, X., B., CC. und CC., B., Y., O., die Erben Z., nämlich: S.Z., D., und A.Z., B., AA. und AA., F., und BB., H., ausseramtlich mit Fr. 13'621.60 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations