# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** abf7e879-7a18-4728-b2c7-ec4a6d3a9c5e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._, geboren am _ 1965, und B._, geboren am _ 1957, schlossen am _ 2009 vor dem Zivilstandsamt C._ die Ehe. Sie haben je zwei volljährige Kinder aus früheren Ehen. Am 15. Dezember 2014 schlossen die Ehegatten A./B._ einen Ehe- und Erbvertrag ab, in welchem sie wie bereits in einem am 12. Juli 2011 beurkundeten Vertrag den Güterstand der allgemeinen Gütergemeinschaft gemäss Art. 221 f. ZGB wählten und sich gegenseitig sowohl güter- als auch erbrechtlich maximal begünstigten. Im Sommer 2015 erfolgte die Trennung der Ehegatten.
B. Am 29. September 2015 leitete B._ ein Eheschutzverfahren ein, welches mit Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 2018 (5A_629/2017 u. 5A_668/2017) seinen Abschluss fand. Im fraglichen Verfahren wurde unter anderem festgestellt, dass die Parteien seit 23. Juli 2015 getrennt leben, und es wurde die Gütertrennung mit Wirkung ab 22. Oktober 2015 angeordnet. Ausserdem wurde B._ verpflichtet, A._ mit Wirkung ab 1. Oktober 2015 einen monatlich im Voraus zu entrichtenden Unterhaltsbeitrag von CHF 15'000.00 zu bezahlen.
C/a. B._ reichte am 24. Juli 2017 beim Regionalgericht Maloja die Scheidungsklage ein und beantragte, die Ehe in Anwendung von Art. 114 ZGB zu scheiden sowie die Nebenfolgen zu regeln. Am 11. Dezember 2018, nach rechtskräftiger Erledigung des Eheschutzverfahrens, ersuchte der Genannte das Gericht um Fortsetzung des Scheidungsverfahrens. Die Einigungsverhandlung wurde am 6. Februar 2019 durchgeführt, wobei diese ergebnislos verlief. Am 26. Februar 2019 reichte B._ eine ergänzende Klagebegründung ein. Die Klageantwort von A._ erfolgte mit Datum vom 23. Mai 2019.
C/b. Mit Eingabe vom 17. September 2019 stellte B._ ein Gesuch betreffend Erlass eines Teilurteils, mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Es sei das zwischen den Parteien seit 24. Juli 2017 hängige Scheidungsverfahren (Prozess-Nr. 115-2017-31) auf den Scheidungspunkt zu beschränken und darüber ein Teilurteil zu fällen, sodass demzufolge die Scheidungsfolgen in einem besonderen Verfahren später zu beurteilen seien.
2. Es sei die zwischen den Parteien am 25. Dezember 2009 vor Zivilstandsamt C._ geschlossene Ehe in Anwendung von Art. 114 ZGB sofort zu scheiden.
3. Verfahrensantrag: Es sei umgehend eine Verhandlung anzusetzen und durchzuführen zwecks Erlass eines Teilurteils gemäss Ziffer 1 und 2 hiervor.
3 / 42
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
A._ beantragte in ihrer Eingabe vom 30. Oktober 2019, auf das Gesuch vom 17. September 2019 nicht einzutreten, eventuell dieses abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchstellers.
C/c. Mit prozessleitender Verfügung vom 3. Dezember 2019 wurden die Parteien zur Hauptverhandlung betreffend Ehescheidung vom 20. Februar 2020 vorgeladen.
C/d. Nach Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Regionalgericht Maloja mit Entscheid vom 20. Februar 2020, mitgeteilt am 28. Februar 2020, wie folgt:
1. Die Klage wird gutgeheissen und die von den Parteien am_ 2009 in C._ geschlossene Ehe wird geschieden.
2. Über die Nebenfolgen wird in einem separaten Verfahren entschieden.
3. Die Gerichtskosten für das Teilurteil von CHF 5'000.- werden der Beklagten auferlegt.
Die Beklagte wird verpflichtet, den Kläger für dieses Teilverfahren mit pauschal CHF 20'000.- zu entschädigen.

## Considerations