# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6a9d1637-5cfc-460d-b1ab-7e2fd9eabbdd
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. a) Y._ kaufte am 15. April 2010 bei der Firma A._ O.1_ einen Wohnanhänger der Marke „Dethleffs“, Kontrollschild GR Z.1_. Er schloss für den Wohnanhänger bei der X._AG eine Vollkaskoversicherung mit Versicherungsbeginn am 16. April 2010 ab. Per 1. Januar 2013 wurde die Vollkasko- in eine Teilkaskoversicherung geändert.
b) In O.2_/Italien befindet sich eine Übungsanlage für Wasserskifahrer, welche jeweils vom 1. April bis zum 30. November eines Jahres betrieben und welche auch von Y._ und seiner Familie für das Wasserskitraining benutzt wird. Im April 2010 liess Y._ den Wohnanhänger von der Firma A._ O.1_ von O.1_ nach O.2_/Italien überführen und auf dem Campingplatz der Wasserski-Übungsanlage abstellen. Während der Sommersaison verblieb der Wohnanhänger in O.2_/Italien. Im November 2010 wurde er von der Firma A._ O.1_ wieder nach O.1_ überführt. Im Auftrag von Y._ brachte die gleiche Firma den Wohnanhänger im April 2011 erneut nach O.2_/Italien, wo er in der Folge verblieb. Im Herbst 2011 wurde auf die Rückführung in die Schweiz verzichtet, weil Y._ und seine Familie noch eine weitere Saison in O.2_/Italien campen und dort die Wasserskiinfrastruktur nutzen wollten. Auch im Herbst 2012 erfolgte keine Rückführung des Wohnanhängers in die Schweiz. In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar 2013 wurde der Wohnanhänger vom Campingplatz in O.2_/Italien gestohlen.
c) Am 17. Januar 2013 meldete Y._ den Diebstahl des Wohnanhängers der X._AG. Deren Fahrzeugexperte errechnete in seiner Expertise vom 13. Februar 2013 unter Berücksichtigung einer Unterversicherung sowie unter Einbezug des Ersatzes für mitgeführte Sachen eine Entschädigung von insgesamt Fr. 45‘650.--. Mit Schreiben vom 19. Februar 2013 teilte die X._AG Y._ mit, dass gestützt auf lit. A Ziff. 1.4 der Allgemeinen Bedingungen (AB) für die Motorfahrzeugversicherung für den Diebstahl des Wohnanhängers keine Entschädigung geleistet werden könne, da dessen Standort im April 2011 nach Italien verlegt worden sei; der Versicherungsschutz habe somit nur bis Ende 2011 bestanden. In der Folge konnten sich die Parteien über die Ausrichtung von Leistungen nicht einigen. Mit E-Mail vom 7. Juni 2013 bestätigte die X._AG, dass sie das Diebstahlsereignis nicht bestreite und die Berechnung ihres Sicherheitsexperten für sie auch in einem Forderungsprozess massgebend sei,
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weshalb sie damit einverstanden sei, dass im Prozess lediglich noch die Frage der örtlichen Deckung geklärt werde.
B. Am 22. April 2013 stellte Y._ beim Vermittleramt Plessur ein Schlichtungsgesuch. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 23. Mai 2013 konnten sich die Parteien nicht einigen, weshalb gleichentags die Klagebewilligung ausgestellt wurde. Diese enthält folgendes Rechtsbegehren:
„Rechtsbegehren der klagenden Partei:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 45‘650.-- zuzüglich Zins von 5% seit dem 4. April 2013 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“
C. Mit Eingabe vom 26. Juni 2013 unterbreitete Y._ die Streitsache mit unverändertem Rechtsbegehren dem Bezirksgericht Plessur. Am 23. August 2013 reichte die X._AG ihre Klageantwort ein, in welcher sie die kostenfällige Abweisung der Klage beantragte.
D. Am 19. September 2013, mitgeteilt am 23. September 2013, erliess das Bezirksgericht Plessur die Beweisverfügung, in welcher unter anderem das von der X._AG eingereichte Protokoll der Schlichtungsverhandlung aus dem Recht gewiesen wurde. Die übrigen eingereichten Urkunden sowie die benannten Zeugen wurden für relevant erklärt.
E. Am 18. November 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur statt, welches mit Entscheid vom 18. November 2012 [recte: 2013], mitgeteilt am 20. Dezember 2013, wie folgt erkannte:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die X._AG verpflichtet, Y._ den Betrag von CHF 45‘650.00 zuzüglich Zins von 5% seit dem 13. April 2013 zu bezahlen. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
2. a) Die Gerichtskosten bestehen[d] aus der Entscheidgebühr von CHF 7‘500.00 sowie der Pauschalen für das Schlichtungsverfahren in Höhe von Fr. 350.00 gehen zu Lasten der X._AG. Die Entscheidgebühr wird mit den von Y._ geleisteten Vorschüssen von insgesamt CHF 7‘000.00 verrechnet. Den Fehlbetrag in Höhe von CHF 500.00 hat die X._AG dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
b) Die X._AG hat Y._ mit CHF 16‘872.35 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen und ihm die geleisteten Vorschüsse von insgesamt CHF 7‘000.00 sowie die Pauschale für das Schlichtungsverfahren in Höhe von CHF 350.00 zu ersetzen.
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## Considerations