# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 38160976-5bb4-4143-9230-53c215ddf2d4
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am 6. Mai 1933 geboren und wuchs an verschiedenen Orten in Deutschland auf. In F. und G. besuchte er während sechs Jahren die Schulen. Danach erlernte er den Beruf des Kürschners und legte die Meisterprüfung ab. In der Folge war er in Deutschland während rund 20 Jahren selbständig auf dem erlernten Beruf tätig. Im Jahr 1976 eröffnete X. in D. das C. Über dieses wurde am 10. November 1994 der Konkurs eröffnet. Das Konkursverfahren wurde am 2. Oktober 1995 abgeschlossen. Seitdem ist X. Rentner und hat Wohnsitz in E..
X. war drei Mal verheiratet. Die letzte Ehe ging er im Jahr 1989 mit B. ein, von welcher er seit April 2001 geschieden ist. Aus der zweiten Ehe gingen zwei Kinder hervor, welche inzwischen volljährig sind. X. bezieht Altersrenten in der Höhe von ca. Fr. 630.-- aus der Schweiz und ca. Euro 900.-- aus Deutschland. Er verfügt über Unterhaltsschulden in der Höhe von ca. DM 8'000.-- sowie über weitere Schulden in der Höhe von ca. Euro 1'500.--
Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. nicht verzeichnet. Auch im deutschen Bundeszentralregister liegt keine Eintragung vor.
B. Am 14. November 2000 erstattete A. bei der Kantonspolizei in Thusis gegen X. eine Strafanzeige wegen Darlehensbetrugs. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete am 20. Juni 2001 gegen X. eine Strafuntersuchung wegen Betrugs und beauftragte das Untersuchungsrichteramt Thusis mit der Durchführung der Untersuchung. Am 10. Juli 2001 wurde X. zur Verhaftung ausgeschrieben. Infolge unbekannten Aufenthalts des Angeschuldigten wurde das Verfahren am 11. September 2001 unter Vorbehalt der Wiederaufnahme eingestellt. Am 13. Februar 2002 wurde der Gesuchte anlässlich der Einreise in die Schweiz festgenommen und anschliessend zur Sache befragt. Mit Verfügung vom 13. Februar 2002 erfolgte die Wiederaufnahme des Strafverfahrens. Die Untersuchung wurde mit Verfügung vom 9. Oktober 2002 geschlossen. Am 11. November 2002 erliess die Staatsanwaltschaft die Anklageverfügung, mit welcher sie X. wegen mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, Widerhandlung gegen Art. 4 Abs. 1 lit. d und Art. 5 Abs. 1 lit. c Waffengesetz sowie Art. 23 Abs. 1 Waffengesetz in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 lit. a Waffengesetz in Anklagezustand versetzte. Die zu Handen des Bezirksgerichtsausschusses Hinterrhein erhobene Anklage stützt sich gemäss Anklageschrift vom 11. November 2002 auf folgenden Sachverhalt:
„X. wird angeklagt
1. des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB.
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Im Jahre 1993 zu einem nicht mehr näher bestimmbaren Zeitpunkt ersuchte der Angeklagte seinen Freund A., mit dem er seit Jahren im Zusammenhang mit Fellen von der Passjagd Geschäftsbeziehungen pflegte, unter Vorspiegelung einer finanziellen Notlage um ein Darlehen in der Höhe von Fr. 3'500.- -. In der Folge übergab A. in seiner Wohnung in H. dem Angeklagten das ersuchte Darlehen von Fr. 3'500.--, wobei letzterer hierfür einen entsprechenden Schuldschein mit dem Vermerk „Rückzahlung in 2 Monaten mit 10 % Zinsen“ ausstellte. Am 2. April 1993 händigte A. in seiner Wohnung in H. dem Angeklagten auf erneutes Ersuchen weitere Fr. 15'000.-- aus. X. quittierte dabei an A., diese Darlehen innert 2 Monaten mit 10 % Zinsen zurückzuzahlen. Nach den Angaben des Angeklagten waren diese Darlehen im Totalbetrag von Fr. 18'500.-- für die Auslösung von Waren bestimmt gewesen bzw. um die laufenden Geschäftsrechnungen des C. AG, D., bzw. der Boutique I. zu bezahlen. X. hat bis anhin keine Rückzahlungen geleistet.
2. der Widerhandlung gegen Art. 4 Abs. 1 lit. d und Art. 5 Abs. 1 lit. c Waffengesetz sowie Art. 23 Abs. 1 Waffengesetz in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 lit. a Waffengesetz.
Der Angeklagte reiste am 13. Februar 2002, um 11.30 Uhr, beim Zollamt Au von Österreich kommend mit seinem Personenwagen Kennzeichen J. in die Schweiz ein. Anlässlich der Einreisekontrolle wurde durch die Grenzwachtbeamten im Fahrzeug des Angeklagten in der Mittelkonsole eine Schreckschusspistole und auf dem Rücksitz ein Schlagstock sichergestellt.“
X. befand sich vom 13. - 14. Februar 2002 in Polizeihaft.
Offenbar war gegen X. auch in Deutschland eine Strafanzeige erstattet worden. Das Ermittlungsverfahren wurde durch die Staatsanwaltschaft Bochum eingestellt.
C. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein fand am 4. März 2003 statt. Anwesend waren X. und dessen Rechtsvertreter, Dr. iur. Dominik Infanger. Mit Urteil vom 4. März 2003, mitgeteilt am 4. April 2003, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein, was folgt:
„1. X. wird bezüglich des Vorwurfes des Betruges freigesprochen.
2. X. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 4 Abs. 1 lit. d, Art. 5 Abs. 1 lit. c und Art. 23 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 lit. a Waffengesetz.
3. Dafür wird er mit einer Busse von Fr. 100.-- bestraft.
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4. Der bei X. sichergestellte Schlagstock wird eingezogen und vernichtet.
5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden Fr. 1873.--
Gerichtsgebühr Fr. 2870.--
Total Fr. 4743.--
gehen zu einem Fünftel (Fr. 948.60) zulasten von X.. Dieser Betrag ist zusammen mit der Busse von Fr. 100.--, total somit Fr. 1048.60, innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheides an das Bezirksgericht Hinterrhein, PC-Konto 70-4650-5 zu überweisen. Die übrigen vier Fünftel gehen zulasten des Kantons Graubünden.
6. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von Fr. 4'842.75 (inkl. 7.6% Mehrwertsteuer) gehen zulasten des Kantons Graubünden; sie werden vorschussweise von der Bezirkskasse bezahlt und dem Kanton in Rechnung gestellt.

## Considerations