# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 08d38141-9609-4938-8055-4359f28cc65b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1963 geborene
X._
zog sich am 1
9.
Januar 2011
bei
eine
m Sturz
aus
einem Bus eine
Patellaquerfraktur
am rechten und eine Kontusion am linken Knie zu.
Die AXA
Versicherungen AG, Winterthur,
rich
te
te die gesetz
lichen Leistungen aus
und stellte sie mit
Verfügung vom
3.
September 2012 per 3
1.
Juli
2012 mit der Begründung ein, der natürliche Kausalzusammenhang zwi
schen
den Kniebeschwerden rechts und dem Unfall sei nicht mehr gegeben.
Von Beginn weg
am natürlichen Kausalzusammenhang mangle es zwischen
d
em
diagnostizierten Schmerzsyndrom bzw. einem nicht bestätigten CRPS und de
m Unfall (
Urk.
11/A85).
Die von der Versicherten erhobene
Einsprache gegen die Verfügung
wies die AXA
mit
E
inspracheentscheid
vom
4.
Juni 2013 ab
(
Urk.
11/A106 =
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
, vertreten durch die DAS Rechtsschutz-
Versi
cherungs
-AG,
lic
.
iur
.
Y._
, mit Eingabe vom
4.
Juli 2013 Beschwerde er
heben und die Aufhebung des angefochtenen
Einsprache
entscheids
sowie die Ausrichtung einer Rente in der Höhe von 50
%
ab
1.
August 2012, eventualiter die Rückweisung der Sache an die AXA zur weiteren Abklärung beantragen (
Urk.
1 S.
2).
Die AXA schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
November 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9).
Mit Eingabe vom 1
9.
November 2013 liess die Beschwerdeführerin einen Bericht von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation an
der
Klinik A._
vom 2
6.
Juni
2013 einreichen (
Urk.
15,
16).
Am 1
7.
Dezem
ber 2013 nahm die Beschwerdegegnerin zum Bericht dahingehend Stellung,
dass
sie an ihrem Antrag festhalte (
Urk.
21).
Auf die
Weiteren
Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfah
ren
sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen, zu d
enen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgän
gig verbindlich
in Form eines
Ein
sprache
ent
scheids
Stellung genom
men hat. Insoweit bestimmt der
Einsprache
entscheid
de
n
beschwerdewei
se
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Um
gekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sach
ur
teilsvoraus
setz
ung
, wenn und insoweit kein
Einspracheentscheid
er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann das verwaltungsgerichtliche
Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des
Anfech
tungs
gegenstandes
liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitge
genstand derart eng zusammenhängt, dass von einer
Tat
bestandsgesamtheit
gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501, 122 V 34 E. 2a mit Hinweisen).
1.2
Mit Verfügung vom
3.
September 2012 (
Urk.
11/A85) erliess die
Beschwerde
geg
nerin
folgendes Dispositiv:
„Gestützt auf
Art.
49 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
So
zial
ver
sicherungsrechts
(ATSG) erlassen wir (...) folgende Verfügung: Die Leistung
en
der obligatorischen Unfallversicherung werden rückwirkend per 31.07.2012 ein
g
e
stellt. Mangels natürlichem Kausalzusammenhang zwischen dem
Schmerz
syn
drom
bzw. dem
n
icht bestätigten CRPS und dem Ereignis vom 19.01.2011 können die in diesem Zusammenhang verordneten Medikamente unfallbedingt nicht übernommen werden (...)“
.
Mit vorliegend angefochtenem
Einspracheentscheid
vom
4.
Juni 2013 wies sie die
Einsprache der Beschwerdeführerin
mit dem Antrag, es seien weiterhin die ge
setz
lichen Leistungen zu erbringen (Urk. 11/A87
und
Urk.
11/A106).
Die Beschwerdeführerin lässt mit ihrer Beschw
erde
Folgendes beantragen:
„Es sei der
Einspracheentscheid
vom
4.
Juni 2013 aufzuheben und es sei
ihr
ab dem
1.
August 2012 eine Invalidenrente im Umfang von 50
%
zuzusprechen. Even
tua
liter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zu
rückzuweisen und
es seien
wei
tere Abklärungen durchzuführen.“ (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
November 2013 hielt die Beschwerdegegnerin fest, sie habe sämtliche Versicherungsleistungen wegen fehlender bzw. wegge
fall
ener Unfallkausalität eingestellt. Sollte
sich
die Einstellung als nicht korrekt
erweisen, müsse der Umfang der geschuldeten Versicherungsleistungen, na
ment
lich die Höhe einer allfälligen Invalidität erst durch
sie
festgesetzt werden. So
weit die Beschwerde
führ
erin konkret die Zusprechung einer Invalidenrente bean
trage, fehle über diese Leistungsart eine anfechtbare Verfügung, weshalb auf diesen Antrag nicht einzutreten sei (
Urk.
9 S. 5).
1.3
Über die Einstellung der Versicherungsleistungen
„Heilbehandlung“ und „Tag
geld“
per 3
1.
Juli 2012 besteht Einigkeit, denn die Beschwerdeführerin lässt eine
Rente ab
1.
August 2012 beantragen. Ein Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
19
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG), wenn von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sund
heitszustandes mehr zu erwarten ist
,
und mit dem Rentenbeginn fallen die Heil
behandlung und die Taggeldleistungen dahin.
Über die Rente hat die Beschwerdegegnerin nicht ausdrücklich entschieden
und
i
m Beschwerdeverfahren
bringt sie
sogar ausdrücklich vor, über die Rentenfrage sei noch nicht entschieden worden
. Jedoch lässt sich aus der Begründung ihrer Verfügung, ihres
Einsprache
entscheid
s
und ihrer Beschwerdeantwort kein an
derer Schluss ziehen, als dass sie der Ansicht ist, dass gar keine Versicher
ungs
leistungen
mehr
geschuldet sind. Sie verneint den natürlichen Kausalzusam
men
hang für die geklagten Beschwerden
am
rechte
n
Knie ab 3
1.
Juli 201
2 und
be
treffend
CRPS bzw. d
as Schmerzsyndrom
von Be
ginn weg. Für alle Leistungen aus UVG ist jedoch das Vorliegen der Kausalität zwischen den geklagten Be
schwerden und dem Unfallereignis zwingende Vo
raussetzung. Die
Beschwerde
geg
nerin
hat damit konkludent auch über die Rente entschieden.
Streitgegenstand und zu prüfen ist damit im Folgenden
antragsgemäss
, ob die Beschwerdeführe
rin Anspruch auf eine Rente hat.
2.
2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
han
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht wer
den kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
tür
lichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1mit Hinweisen).
2.2
Darüber hinaus setzt die Leistungspflicht des Versicherers im Rahmen ei
nes
Ge
sundheitsschadens
vora
us, dass dieser in einem adäqua
ten Kausalzusam
men
hang
zu einem versicherten Ereignis steht (BGE 127 V 102 f.)
.
Bei objektiv ausge
wiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtser
hebli
che
Kausalität
weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier ge
genüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Be
deutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.3
Hat die Unfallversicherung ihre Leistungspflicht für Unfallfolgen zunächst aner
kannt und regulär Taggelder ausgerichtet, so sind diese grundsätzlich so lange ge
schuldet, bis die frühere Arbeitsfähigkeit wieder erlangt ist oder bis eine
Rente ausgerichtet wird (
Art.
16
Abs.
2 UVG). Bestehen weiterhin Beschwerden und eine Arbeitsunfähigkeit, kann das Unfalltaggeld nur dann eingestellt wer
den,
wenn der Unfallversicherer den Wegfall des zuvor anerkannten Kausal
zusam
men
hangs zwischen dem Gesundheitsschaden und dem Unfall mit dem
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweist (
Rumo-Jungo
, in:
Murer
/
Stauffer [Hrsg.]
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Unfallversi
cherungs
gesetz
,
3.
Auflage, Zürich 2003, S. 46 f.). Mit andere
n
Worten muss medizinisch hinreichend begründet sein, dass die Unfallursachen vollständig weggefallen sind und dass derjenige Gesundheit
s
zustand wieder erreicht ist, wie er vor dem Un
fall bestand (
status
quo ante), oder wie er sich auch ohne Unfall in der Zwischenzeit entwickelt hätte (Status quo sine).
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim
Un
fallversicherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
2.4
Ist die
v
ersicherte
Person
infolge eines Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid
(
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung
d
er ärztlichen Be
hand
lung keine namhafte Besserung des Gesundheits
zustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Inva
lidenversicherung abge
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlu
n
g und die
Tag
geldleistungen
dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
3.
3.1
3.1.1
Gemäss Gutachten von Dr. med.
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 28. Juli 2012 war die Beschwerdeführerin
in
ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegeassistentin vom 1
9.
Januar 2011 bis Ende
September 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig, ab Oktober 2011 zu 50
%
und ab Dezem
ber 2011 zu 70
%
ar
beitsfähig.
Ab
1.
Februar 2012 war sie als
Pflege
assi
stentin
aus medizinischer Sicht wieder zu 100
%
einsetzbar.
Nach der Art
h
r
os
kopie vom
3.
April 2012 war sie in ihrer angestammten Tätigkeit für einen Monat
zu 50
%
in ihrer Arbeitsfä
higkeit eingeschränkt und innert eines weite
ren Monats wurde ihr die Errei
chung der vollen Arbeitsfähigkeit zugemutet
(Urk.
11/M43 S. 54)
.
3.1.2
Bildgebend wurde bereits Ende Juli 2011 die
Patellafraktur
als nicht mehr er
kennbar bezeichnet (
Urk.
11/M15 und
11/
M26) und weitere Läsionen wurden aus
geschlossen (
Urk.
11/M14 und
11/
M22). Die Bildgebung zum Verlauf ergab im Ja
nuar 2012 das Vorliegen eines Knorpeldefekts (
Urk. 11/
M26), welcher mit Arthro
skopie vom
3.
April 2012 behoben wurde (
Urk.
11/M32). In der Folge war das Knie reiz- und ergusslos, die Beschwerdeführerin klagte aber weiterhin über
unver
ändert
starke Beschwerden. Der behandelnde
Dr. med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
ging des
halb
im
Bericht vom 2
5.
April 2012 von
einem chronischen Schmerzsyndrom ohne morpholo
gisches Korrelat aus (
Urk.
11/M34). Diese Ansicht stimmt überein mit der
haus
ärztlichen
Meinung von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Innere Medi
zin, vom 2
5.
November 201
1.
Dieser hielt fest
, er wisse, dass aus orthopädischer Sicht die Fraktur ausgehei
lt
sei. Man müsse
sich deshalb auf die psychosoziale Situation der Beschwerdeführerin konzentrieren und herausfinden, was
si
e be
wege und weshalb sie ihre angestammte Arbeit nicht wieder im gewohnten Ausmass
auf
nehmen könne
(
Urk.
11/M21). Auch die Meinung des Vertrauens
arztes der
Be
schwerdegegnerin
und Facharztes für Chirurgie,
Dr.
med.
E._
, vom
2
2.
Mai 2012 stimmt mit jener von
Dr.
C._
überein. Dieser zeigte auf, dass keinerlei fassbare und objekt
ivierbare Pathologien vorliegen
, welche die unver
ändert geklagten Beschwerden erklären könnten. Insbesondere bestünden keine Knorpelunregelmässigkeiten nach verheilter
Patellafraktur
.
Auch die völlige
Er
gussfreiheit
des Knies spreche gegen eine Kniebinnenläsion. Er schliesse sich dem behandelnden Chirurgen an. Eine natürliche Kausalität zwischen den n
o
ch geklagten Knieschmerzen und dem Ereignis vom 1
9.
Januar 2011 sei nicht mehr gegeben (
Urk.
11/M36).
Dr.
C._
schloss die Behandlung im Juni 2012 ab (
Urk.
11/M39) und einem letzten MRI vom 1
0.
Juli 2012 ist zu entnehmen, dass ein unveränderter Status nach konsolidierter Fraktur vorliege (
Urk.
11/M43/1).
Dr.
B._
hielt in ihrem Gutachten vom 2
8.
Juli 2012 keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest. Sie zeigte auf, dass die Fraktur voll
ständig verheilt und ein leichter
postarthroskopischer
Kniegelen
k
serguss vor
han
den,
aber
keine Hinweise auf ein CRPS gegeben seien. Die Beinumfänge seien
prakti
sch symmetrisch und der MRI-Bef
und des rechten Knies im Juli 2012 zeige
einen normalen Befund (
Urk.
11/M43 S. 52 und 53).
3.1.
3
Für oder gegen die Beweiskraft eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet
und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.
5
.1
bzw. 125 V 351 E. 3).
D
r
.
B._
untersuchte die Beschwerdeführerin eingehend,
befasste sich mit deren Klagen, war in Kenntnis der Akten,
und bezog auch die
Vorakten
mit in ihre Überlegungen
mit
ein. Sie setzte sich mit der Anamnese und ihren eigenen
Untersuchungen auseinander und zeigte in nachvollziehbarer Weise ihre Schluss
folgerungen auf. Ihre Einschätzungen stimmen im Wesentlichen mit
jenen der behandelnden und der Fachärzte
überein.
Einzig
Dr.
C._
wich mit seinen Ein
schätzungen zur Restarbeitsfähigkeit ab
, indem er der Beschwerdeführerin le
dig
lich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für Bürotätigkeiten attestierte und die an
ge
stammte Tätigkeit als Pflegeassistentin längerfristig nicht als möglich erach
tete
(Berichte vom 25. April und 25. Juni 2012 [Urk. 11/M34 und 11/M41]).
Da auch er jedoch ein somatisches Korrelat und eine Erklärung für die geklagten Schmer
zen aus orthopädischer Sicht verneinte und er als Behandelnder im Zwei
felsfall eher zugunsten seiner Patientin aussagt
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc)
, vermag
seine Meinung die überzeugenden Schlussfolgerungen der Gutachterin
nicht um
zustossen.
Das Gutachten hat demgemäss Beweiskraft, weshalb darauf abzu
stellen
ist.
3.1.
4
Die Parteien stimmen darin überein, dass
die Einstellung von Heilbehandlung und Taggeld
per Ende Juli 2012 zu Recht erfolgte. Der mutmassliche
Renten
be
ginn
wäre demnach auf den
1.
August 2012 zu legen.
Anhand der zitierten Ak
ten
ist überwiegend wahr
scheinlich, dass die Beschwerdeführerin ab August 2012
aufgrund
der am 1
9.
Januar 201
1
erlittenen
Patellafraktur
wieder voll
arbeits
fähig
war.
Damit liegt keine Invalidität vor
(
Art.
6,
Art.
7 und
Art.
8
Abs.
1 ATSG
)
.
Ein
natürliche
r
Kausalzusammenhang
zwischen den immer noch geltend
gemachten Kniebeschwerden und dem Unfallereignis
wurde von den Fach
ärzten
, ins
besondere von
Dr.
E._
, in nachvollziehbarer Weise ausgeschlossen.
3.2
Ein CRPS wurde nicht diagnostiziert.
Dr.
med.
F._
, Facharzt für
Anäs
the
siologie und Intensivmedizin
,
stellte
mit Bericht vom 1
1.
Mai 2012
le
diglich fest
, es bestünden ein
z
elne Aspekte eines CRPS (
Urk.
11/M38). Daraufhin erhob
Dr.
C._
am
7.
Juni 2012 die Verdachtsdiagnose CRPS (
Urk.
11/M39).
Dr.
G._
, Facharzt für Neurologie, schloss das Vorliegen eines CRPS aus (
Urk.
11/M40
).
Dr.
B._
schloss aus der Bildgebung, dass keine Hinweise auf
ein CRPS Typ I vorhanden seien (
Urk.
11/M43 S.
52), was mit der Meinung des neurologischen Facharztes übereinstimmt.
Damit ist überwiegend wahrscheinlich, dass ein CRPS nicht vorhanden war und die Frage der Kausalität erübrigt sich
bezüglich
dieser Diagnose. Hinweise auf eine psychiatrische Erkrankung im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung liegen keine vor, weshalb eine Adäquanzprüfung
nach der Psychopraxis unter
bleiben muss
(BGE 134 V 109 E. 2.1)
.
3.3
Der im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht von Dr. med.
Z._
, Fach
arzt für Physikalische Medizin und Rheumatologie, vom 26. Juni 2013 vermag an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Die von ihm gestellten Diagnosen wurden bereits erho
ben und die Kausalität wurde in überzeugender Weise verneint. Dr.
Z._
ist im Ge
gensatz zu Dr.
C._
nicht lange behandelnder Arzt und kennt den Fall nicht von Beginn weg wie die
Dres
.
E._
und
C._
. Er legt keine medizini
schen Gründe dar, weshalb er eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % an
nimmt und weshalb aus seiner Sicht eine Kausalität gegeben sei, wohingegen der
behan
delnde Chirurg Dr.
C._
und der Vertrauens- und Facharzt Dr.
E._
ihre Ansicht jeweils ausführlich und nachvollziehbar begründeten.
4.
Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass
die Beschwerdegegnerin die
natürliche
Kausalität
zwischen den
geklagten Kniebeschwerden
und dem Unfall vom 19.
Janu
ar 2011
über den 3
1.
Juli 2012 hinaus zu Recht ver
neint
hat
.
I
n diesem Zeit
punkt
lag
keine
Unfallbedingte
Arbeitsunfähigkeit mehr vor.
Von
Weiteren
Abklärungen sind keine neuen
Erkenntnisse zu erwarten,
weshalb eine
Rück
weisung
der Sache zur weiteren Abklärung in antizipierter
Beweis
würdigung
un
terbleiben kann (BGE
136 I 229 E. 5.
3).
Damit erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.