# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1a0b6422-bb2a-4620-bc3f-8420fd400d07
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975,
erlangte im Jahr 2003 in
Y._
das Diplom als Übersetzerin und liess sich 2004 in der Schweiz nieder (Urk. 6/1, Urk. 6/2/
1). Am 1
9.
Dezember 2012 meldete sie sich unter Hinweis auf einen Bruch des lin
ken Fusses anlässlich des Unfalls vom
1.
April 2011 mit
darauf
folgender
An
passungsstörung
wegen Fehldiagnosen bei der Eidgenössischen Invaliden
versi
cherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/2). Hernach liess die
Sozialversi
che
rungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Auszug aus dem indivi
duel
len Konto der Versicherten erstellen (IK-Auszug, Urk. 6/7), führte ein
Standortge
spräch
mit ihr durch (Urk. 6/8), zog die Akten der Schweizerischen
U
nfallversi
cherungsanstalt
(Suva,
Urk. 6/12)
sowie der
Krankentaggeld
versi
cherung
(Urk. 6/
13)
bei. Weiter holte
sie bei der
Z._
GmbH einen
Arbeit
geberfra
gebogen
(Urk. 6/15) sowie Berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 6/16
, 6/22
-23
)
ein. Am
5.
Juli 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, berufliche Einglie
derungsmassnahmen seien zurzeit keine möglich (Urk. 6/27).
Im weiteren Ver
lauf nahm sie zusätzliche Berichte der behan
delnden Ärzte zu den Akten (Urk. 6/28-30). Am
8.
April 2014 ersuchte
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, für die Versicherte um die erneute Prüfung beruflicher Massnahmen (Urk. 6/35).
Am 19. August 2014 erstattete das
B._
sein allgemeininternistisch-psychiat
risch-orthopädisches Gutachten (Urk. 6/42/2-2
2
)
, wobei dem
B._
der Bericht über den kreisärztlichen Untersuch vom 2
0.
Januar 2014 zur Verfügung gestellt worden war (Urk. 6/42
/23-28). Zum
B._
-Gutachten holte die IV-Stelle eine Stellungnahme ihres
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
ein (Urk. 6/44/7). Mit Vorbescheid vom 2
8.
August 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 6/45). Dagegen erhob die Ver
sicherte am
5.
September 2014, ergänzt am 2
0.
Oktober 2014 sowie am
2.
Dezem
ber 2014, Einwand (Urk. 6/46, Urk. 6/59, Urk. 6/60).
Mit Verfügung vom 1
5.
Dezember 2014 verneinte die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk. 6/62 = Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 3
0.
Januar 2015 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihr die
gesetzlichen Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung
(IVG) auszurichten, namentlich eine Rente sowie berufliche Massnahmen
(Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
4.
März
2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Beschwerdefüh
rerin am
5.
März 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 7).
Mit Gerichtsverfügung vom
2
7.
Mai 2015 wurde die Basler Leben AG zum Prozess beigeladen (Urk. 8). Am 1
2.
Juni 2015 verzichtete die Beigeladene auf das Einreichen einer Stellung
nahme (Urk. 9).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
m
enden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei,
das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Be
richten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt,
der Beschwerdeführerin sei ab dem 1
4.
Oktober 2012 aus orthopä
discher Sicht die angestammte Tätigkeit als Lehrerin in einer Sprachschule wie
der zu 90
%
zumutbar. Bezüglich der psychischen Einschränkungen ging sie davon aus, diese seien durch zumutbare Willensanstrengung überwindbar, wes
halb sie unberücksichtigt zu bleiben hätten. Entsprechend bezifferte sie den
In
validitätsgrad
mit 10
%
und hielt fest, dass aufgrund der 90%igen Arbeitsfähig
keit in der angestammten Tätigkeit weder ein Anspruch auf eine Invalidenrente noch ein solcher auf berufliche Massnahmen bestehe (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin
wandte
hiergegen
mit näherer Begründung
ein,
der psy
chiatrische Teil des
B._
-Gutachtens sei mängelbehaftet (Urk. 1 S. 3-6).
Wei
ter wies sie darauf hin, dass selbst laut dem
B._
-Gutachten bis Oktober 2013 eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bestanden habe und auch ab Januar oder Mai 2014 nur eine 75%ige Arbeitsfähigkeit bestehe und berufliche Mass
nahmen indiziert seien (Urk. 1 S. 2-3
und S. 6-7
).
Dies führe zu einem zumin
dest be
fristeten Rentenanspruch sowie zu einem Anspruch auf berufliche Mass
nahmen
(Urk. 1 S. 6-8). Zudem machte sie geltend, die von der IV-Stelle be
hauptete
Über
windbarkeit
sei klar aktenwidrig, und
auf die
Persönlichkeitsstö
rung
dürfe
die Überwindbarkeitspraxis ohnehin nicht angewandt werden (Urk. 1 S. 7-8).
3.
3.1
Am
1.
April 2011 stolperte die Beschwerdeführerin und zog sich dabei eine Ver
letzung am Knöchel des linken Fusses zu (Unfallmeldung vom 1
1.
April 2011, Urk.
6/12/109).
Am
7.
April 2011 begab sie sich bei
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Innere Medizin,
D._
, in Behandlung.
Dr.
C._
diagnostizierte eine Distorsion des oberen Sprunggelenks links und ver
neinte das Vorliegen einer Fraktur
. Arbeitsunfähigkeit attestierte er keine
(Be
richt
vom 27. April 2012, Urk. 6/12/107).
3.2
Aufgrund der MRI-Untersuchung vom 3
0.
März 2012 hielt
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für Radiologie, in seinem Bericht vom
2.
April 2012 fest, es liege
ein Status nach einer Fraktur der kranialen Kante des
Calcaneus
im
Cal
caneo
cuboidalgelenk
mit Ausbildung einer Pseudoarthrose und schwerer sekun
därer
Arthrose mit Geröllzysten und Knochenmarködem im Os
cuboideum
vor (Urk. 6/12/108).
3.
3
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Allgemeinmedizin,
G._
, attestierte der Beschwerdeführerin wegen psychischer Krank
heit (vgl. Urk. 6/
12/77
, Urk. 6/12/68
) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom
8.
bis
am 27. Mai 2012 (Urk. 6/12/72-73) und hernach bis zum 1
2.
Juni 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, wobei kein Unterricht vor der Klasse möglich sei (Urk. 6/12/74). Für die Zeit vom 1
2.
Juni bis zum
1.
Juli 2012 stellte
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Allgemeinmedizin,
G._
, der Beschwerdeführerin erneut ein
Arbeits
unfähig
keits
zeugnis
unter Angabe einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus (Urk. 6/12/75).
Am
4.
Juli 2012 berichtete
Dr.
F._
, die Beschwerde
führerin leide an einem Burn-out bei psychosozialer Belastungssituation bei chronischem Schmerz nach einer nicht erkannten
Calcaneus
-Fraktur mit Pseudoarthrose. Sie gab an, ab circa Oktober
2012 könne mit einer Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit gerech
net werden
(Urk. 6/13/4-5).
3.
4
Im Bericht des
I._
vom 1
8.
Juli 2012 wurden als Hauptdiagnosen posttraumatische lateralbetonte Rückfussbeschwerden links bei
einem Status nach
Supinationstrauma
vom
1.
April 2011 mit Fraktur der krani
a
len Kante des
Calcaneus
im
Calcaneocuboidal
-Gelenk mit
residueller
Pseu
do
arthrose und fortgeschrittener sekundärer Arthrose
calcaneocuboidal
links sowie
eine
oligosymptomatische
Achillessehnen-
Tendinopathie
genannt (Urk. 6/12/81)
.
Am 1
6.
Juli 2012 wurde die Beschwerdeführerin im
I._
ope
riert (Urk. 6/
12/79)
. Für die drei der Operation folgenden Monate wurde der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 6/12/85
, Urk. 6/12/65-66
).
3.
5
Ab dem 2
3.
Juli 2012 wurde die Beschwerdeführerin in der
J._
abgeklärt. Die involvierten Ärzte der
J._
diagnosti
zierten eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) bei psychosozialer Belastungs
situation und nannten als Differentialdiagnose eine depressive Episode bei Sta
tus nach depressiver Episode 1996 sowie
einen
Statu
s nach mehreren Suizid
versuchen
. Weiter ist dem A
bklärungsbericht der
J._
vom 6.
Dezember 2012 zu entnehmen, die Anpassungsstörung habe sich vor dem Hintergrund der belas
tenden Arbeitssituation mit wachsender Unzufriedenheit sowie der aktuellen somatischen Leiden und Einschränkungen entwickelt (Urk. 6/12/20-21). Für den Zeitraum vom 1
5.
Oktober bis 1
4.
November 2012 wurde ihr eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit attestiert (Urk. 6/12/39).
3.
6
Der Kreisarzt med.
pract
.
K._
, Facha
rzt für Chirurgie, hielt am 18.
Oktober 2012 fest, vonseiten des Fusses sei vom vierten bis zum sechsten
Monat postoperativ eine sitzende Arbeitstätigkeit sicherlich zumutbar (Urk. 6/12/43).
3.
7
Dem Bericht
des
Dr.
med.
L._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, Leitender Arzt des
I._
,
vom 21.
Dezember 2012 ist zu entnehmen, fünf Monate postoperativ liege ein er
freulicher Verlauf vor. Die Fussproblematik betreffend sei die Beschwerdeführe
rin in behinderungsangepasster Position wieder arbeitsfähig, zurzeit sei sie je
doch stellenlos (Urk. 6/
16
/
6-7
).
Am
2.
April
2013 führte Dr.
L._
aus, die Beschwerdeführerin habe beim Geben von Deutschkursen vor allem stehend ge
arbeitet. Bei ihrer bisherigen Tätigkeit wirke sich die verminderte Belastbarkeit des Rückfusses links aus, indem beim Stehen oder Gehen schmerzhafte
Schwell
ungszustände
entstünden. Behinderungsangepasst sei die bisherige Tä
tigkeit aus
medizinischer Sicht noch zumutbar. Eine verminderte Leistungsfä
higkeit bestehe
bei
anhaltendem Gehen, Stehen, schwerer Arbeit, Lasten etc. (Urk. 6/22/2).
Be
hinderungsangepasst
sei eine vorwiegend sitzende, leichte Tä
tigkeit mit wenig Gehen. Eine solche sei vollschichtig zumutbar (Urk. 6/22/3).
Seine Angaben bezüglich zumutbarer Tätigkeiten gölten ab 1
8.
Dezember 2012 (Urk. 6/22/4).
Am 2
7.
Juni 2013 fügte er an, eine Arbeitsfähigkeit in
behinde
rungs
angepasster
Position sei ab 14.
Oktober 2012 gegeben. Insbesondere als studierte Über
setz
e
rin sei trotz erwarteter Zunahme der Rückfussarthrose links auch längerfristig mit dem Erhalt der Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Urk. 6/22/7).
3.
8
Dr.
A._
berichtete am 1
8.
Juli 2013, die Beschwerdeführerin befinde sich seit
4.
April 2013 in ihrer ambulanten Behandlung. Mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit nannte sie die Di
ag
nosen einer
depressiven Entwicklung im Sinne einer Anpassungsstörung mit längerdauernder depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21), einer selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) mit mäs
sig bis gering integriertem Strukturniveau, von Problemen bei
Kindheitserleb
nissen
in Form von einer psychisch kranken Mutter (ICD-10: Z81.0) sowie eines Status nach Distorsionstrauma, eines Colon irritable sowie einer
Laktoseintole
ranz
(Urk. 6/28/1).
Dr.
A._
gab an, die Beschwerde
führerin habe sich vom 1
0.
September bis am 2
1.
Dezember 2012 in der psychiatrischen
Akut-Tageskli
nik
der
J._
behandeln lassen (Urk. 6/28/2).
Seit 8.
Mai 2012 sei sie sowohl als Sprachlehrerin und Übersetzerin als auch in jeder anderen Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig. Dies wegen Depressivität mit kognitiven Störungen, Antriebs
störung und erhöhter Erschöpfbarkeit, wegen Problemen der unsicheren Identi
tät, der unsicheren Selbstwertregulation, der Impulssteuerung und der
Affektre
gulation
,
wegen
Probleme
n
in der Selbst-Organisation, in der Nähe-Distanz-Re
gulierung, in der Wahrnehmung des Gegenübers und in der
Beziehungsregula
tion
. Ferner wegen körperlicher Probleme.
Dr.
A._
beschrieb weiter Ein
schränkungen in der Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen, in der Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, in der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, in der fachlichen Kompetenz, in der Durchhaltefähigkeit,
der Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontakt- und Gruppenfähigkeit sowie in der
Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitäten. Der multimodale
Behandlungs
plan
mit Wochenstrukturierung
bewirke, dass die derzeitige
Regulationsfähig
keit
der Beschwerdeführerin dadurch bereits erschöpft sei und nicht an die Hin
zunahme anderer, insbesondere beruflicher Aufgaben, zu denken sei. Auch die Integration in eine angepasste Tätigkeit sei derzeit
aufgrund der hohen
intra
psychischen
Unruhe und Unsicherheit und Schwierigkeit in der
Beziehungsre
gulation
nicht angezeigt
(Urk. 6/28/5-
6).
Am
6.
September 2013 führte
Dr.
A._
aus, die Beschwerdeführerin lehne die Einnahme eines Neuroleptikums ab. Bei strukturell schwachen Patienten sei
es häufig, dass sie Angst vor Fremdbeeinflussung hätten. Die Psychopharmako
therapie dieser Patienten gestalte sich aufgrund ihrer Pathologie schwierig und sei nicht allein von einer Willensanstrengung abhängig, sondern bedingt durch starke Ängste im Rahmen der Pathologie. Die depressive Symptomatik sei leicht bis mittelgradig ausgeprägt. Viele Symptome seien nicht allein auf die Depres
sion zurückzuführen, sondern auch durch die strukturelle Störung bedingt (Urk. 6/30).
Am
8.
April 2014 berichtete
Dr.
A._
, der Beschwerdeführerin gehe es nun etwas besser. Das Ausmass der Depression sei insgesamt vermindert. Namentlich komme es zu längeren depressionsfreien Intervallen und zu vermehrter
Eigen
aktivität
im häuslichen Bereich und
die Beschwerdeführerin könne besser zwi
schen Eigenem und Fremdem abgrenzen. In der bisherigen Tätigkeit als
Sprach
schul-Lehrerin
und Übersetzerin sei sie nach wie vor voll arbeitsunfähig. Jedoch stünden die Chancen gut, dass sie in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeits
fähigkeit von 50
%
erreichen könne. Die Beschwerdeführerin habe gute Fähig
kei
ten, welche sie aber nur so lange zur Verfügung habe, als
Fremdbeein
fluss
ungs
- und Überforderungsstress nicht zu dominant würden.
Kundenkon
takte
seien nur standardisiert und oberflächlich möglich. Eine angepasste Tätig
keit solle nicht zu hohe Anforderungen bezüglich interaktioneller und Team-Kompe
tenz mit sich bringen, da die Beschwerdeführerin in der Nähe-Distanz-Regula
tion schnell überfordert sei. Eingliederungsmassnahmen wie ein
Belast
barkeits
- und Aufbautraining seien nun sinnvoll (Urk. 6/35).
3.
9
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates, gelangte infolge seiner kreisärztlichen Untersu
chung vom 2
0.
Januar 2014 zum Schluss, aufgrund der Fussproblematik sei die
Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr einge
schränkt
(Urk. 6/42/27).
3.
10
Am
1
9.
August 2014
erstatteten die Ärzte des
B._
ein polydisziplinäres Gutach
ten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk.
6/42
/2-
22
). Das
B._
-Gut
achten basierte auf einer allgemein
internistischen
, einer psy
chiatrischen und einer
or
thopäd
ischen Untersuchung (Urk.
6/42
/2). Die Gut
achter stützten sich auf die anlässlich der Untersuchungen erhobenen Befunde und Anamnese, die vorhan
denen Akten sowie auf die Angaben der Beschwer
deführerin. Die Konklusion des Gutachtens ist im Rahmen eines multidiszipli
nären Konsensus erarbeitet worden. Dabei nannten die
B._
-
Gutachter eine
ängstlich vermeidende
Persön
lich
keitsstörung
(ICD-10:
F60.6
)
, einen depressiven Einbruch im Mai 2012 mit
gegenwärtig
leichtgradiger
depressiver Episode (ICD-10: F33.0)
sowie
chroni
sche
Rückfussbeschwerden links (ICD-10: M19.17/T93.2/Z98.8)
als Diagnosen mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit. Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit massen sie
den übrigen körperlichen Beschwerden, der Adipositas, den funktio
nellen gas
trointestinalen Beschwerden sowie der psychischen Erkrankung in der
Fami
li
enanamnese
(ICD-10: Z81.0) zu (Urk. 6/42/19).
Aus
allgemeininternisti
scher
Sicht
sei die Arbeitsfähigkeit daher nicht eingeschränkt (Urk. 6/42/20).
Bei der aktuellen psychiatrischen Untersuchung sei insbesondere die starke Ver
unsicherung und Selbstunsicherheit der Beschwerdeführerin aufgefallen. Selbst
vertrauen und Selbstwertgefühl seien vermindert, es bestehe eine ängstlich ver
meidende Erwartungshaltung und eine Furcht vor Autoritäten. Die Beschwer
deführerin halte keine Kritik aus und versuche, solche zu vermeiden. Die
Grun
derkrankung
der ängstlich-selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung sei im Mai
2012 in Form einer depressiven Episode
dekompensiert
. Hernach habe bis Herbst
2013 im angestammten Beruf überhaupt keine Arbeitsfähigkeit mehr vorge
legen. Zwischenzeitlich sei eine Besserung der Symptomatik eingetreten und es liege lediglich noch eine
leichtgradige
depressive Episode vor.
Aufgrund der starken Verunsicherung, die durch die angestammte Tätigkeit ausgelöst werde, sei die Arbeitsfähigkeit
aktuell
um 25
%
eingeschränkt
. Bei dieser 75%igen Ar
beitsfähigkeit sei davon auszugehen, dass sie zumindest seit Januar 2014 be
stehe
,
nachdem die Beschwerdeführerin im Herbst 2013 und an Weih
nachten 2013 wie
der in der Lage gewesen sei, Besuchsreisen zu unternehmen
(Urk. 6/42/12
-13
).
Der orthopädische Gutachter berichtete weitgehend über unauffällige Befunde. Er führte indes aus, am linken Fuss liege eine geringe Schw
ellung vor, an der linken Hüfte
bestünden bei
valgischen
Beinachsen Zeichen des
femoroazetabu
lären
Impingements
und beidseitig eine Knick-Senk-Spreizfussdeformität und Zeichen der Überlastung der rechten Grosszehe (Urk. 6/42/17).
Auf radiologi
scher E
b
ene seien regelrechte
Verhältnisse nach linksseitige
m Fussein
griff do
kumentiert,
szintigraphisch
und intraoperativ aber eine deutliche
kalkaneoku
boidale
Arthrose festgehalten. Insgesamt seien die von der Beschwerdeführerin
g
eklagten Beschwerden
mit den Befunden vereinbar
.
Für die überwiegend ste
hend ausgeübte Tätigkeit als Lehrerin sei die Beschwerdeführerin ebenso wie für jede andere körperlich leichte Tätigkeit unter Wechselbelastung ganztägig ein
setzbar, wobei die Leistung aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs zum
Hoch
lagern
der linken unteren Extremität um 10
%
reduziert sei. Somit betrage die Arbeitsfähigkeit 90
%
. Die Zumutbarkeit sei gegeben, da bei einer solchen Tätigkeit ohne das Heben und Tragen von Lasten über
zehn
Kilogramm sowie ohne das Überwinden von Treppen und von unebenem Grund in Anbetracht der erhobenen Befunde im Vergleich zum aktuellen Alltagsleben nicht mit einer wesentlichen Schmerzprovokation zu rechnen sei. Die genannte Arbeitsfähigkeit bestehe seit dem 1
4.
Oktober 201
2.
Zuvor sei die Beschwerdeführerin für sämtli
che Verrichtungen vollständig arbeitsunfähig gewesen
(Urk. 6/42/18).
Aus interdisziplinärer Sicht gelangten die
B._
-Gutachter zum Schluss,
die Ar
beits
unfähigkeit aus psychiatrischer und orthopädischer Sicht könne nicht kumu
liert werden, da dieselben Zeitabschnitte für vermehrt notwendige Pausen ge
nutzt werden könnten. Somit betrage die Arbeits- und Leistungsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Lehrerin und Übersetzerin sowie für andere ange
passte Tätigkeiten 75
%
(Urk. 6/42/20).
Zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit hielten sie fest, bis Mitte 2012 sei die Be
schwerdeführerin aus somatischer Sicht auch in Verweistätigkeiten arbeitsunfä
hig gewesen. Wegen des psychischen Leidens mit verstärkter Depression sei sie dann von Mai 2012 bis etwa Oktober 2013 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen.
Anschliessend wäre
ihrer Ansicht nach
eine allmähliche Steigerung der Ar
beitsfähigkeit möglich gewesen.
Die 75%ige Arbeitsfähigkeit gelte wahrschein
lich ab Januar 2014, sicher aber ab dem Untersuchungszeitpunkt im Mai 2014 (Urk. 6/42/20-21).
RAD-Arzt
Dr.
med.
N._
, Facharzt für Orthopädische Chirur
gie,
erachtete das
B._
-Gutachten als beweiskräftig (
Stellungnahme vom 2
7.
August 2014,
Urk. 6/44/7).
4.
4.1
Das
B._
-Gutachten basiert auf den
Vorakten
und fachärztlichen Untersuchun
gen, wobei die Anamnese und die Befunde erhoben und die Schilderungen der Beschwerdeführerin berücksichtigt wurden.
Gemäss der orthopädischen Beur
tei
lung ist der Beschwerdeführerin eine körperlich leichte Tätigkeit unter
Wechsel
belastung
zu 100
%
zumutbar, wobei sie eine Leistungsfähigkeit von 90 % auf
weist, da sie vermehrte Pausen zum Hochlagern ihrer linken unteren Extremität benötigt (Urk. 6/42/18). Diese Einschätzung ist mit den Berichten der übrigen Ärzte vereinbar. So
lag laut
Dr.
L._
vom
I._
fünf Monate posto
perativ ein erfreulicher Verlauf vor und die Beschwerdeführerin war in
behin
derungs
an
ge
passter
Position bereits wieder arbeitsfähig.
Gemäss seinem Bericht vo
m
2.
April 2013 wirkte sich die verminderte Belastbarkeit des Rückfusses links bei der vorwiegend stehend ausgeübten Lehrtätigkeit
insoweit aus, als beim Stehen und
Gehen schmerzhafte Schwellungen entstanden. In
behinde
rungsangepasster
Form
hielt
Dr.
L._
die bisherige Tätigkeit indes für zumut
bar
, und zwar ab 14. Okto
ber 2012
(vgl. vorstehende E. 3.
7
).
Indem der
B._
-Gutachter
Dr.
med.
O._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, einen erhöhten
Pausen
bedarf
für das Hochlegen des linken Beines berücksichtigte, trug er der Neigung
zu schmerzhaften Schwellungen ausreichend Rechnung.
Die
am 20. Januar 2014
erfolgte kreisärztliche Untersuchung ergab dann gar keine Beeinträchtigung mehr für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
(vgl. vorstehende E.
3.
9
).
Nach dem Gesagten ist die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus ortho
pädischer Sicht durch
Dr.
O._
angesichts der übrigen Arztberichte aus soma
tischer Sicht ange
messen.
Ferner
wies die Beschwerdeführerin
anlässlich der orthopädischen Untersu
chung durch
Dr.
O._
einen
hinkfreien
ebenen Barfussgang auf, Fersen- und
Zehengang waren über mehrere Meter ohne Absinken durchführbar, es bestand
keine
Druckdolenz
am linken Fuss und auch bei Rotationsbewegungen in Rück-,
Mittel- und Vorfussbereich links traten keinerlei Schmerzen auf
. Einzig lag eine
diskrete
Schwellung
über dem distalen Unterschenkel und dem
Rückfuss
vor. Die Beschwerdeführerin führte denn auch selber aus, wenn sie die Extre
mi
tät ab und zu hochlagern könne, sei dies ideal, und hielt ein vollzeitiges Pensum nur aus psychischen Gründen für unmöglich
(Urk. 6/42/15-16)
. Dem
nach ist die Beurteilung einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie in einer anderen angepassten Tätigkeit
ab 14. Oktober 2012
auch vor dem Hintergrund der erhobenen Befunde
sowie der Selbsteinschätzung der Be
schwerdeführerin
nachvollziehbar.
4.2
4.2.1
Der
B._
-Gutachter
Dr.
med.
P._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psy
cho
therapie
, gelangte zur Überzeugung, die Beschwerdeführerin leide an ei
ner
ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) mit einem de
pressi
ven Einbruch im Mai 2012, wobei gegenwärtig noch eine
leichtgradige
depressive Episode (ICD-10: F33.0) vorliege (Urk. 6/42/12). Somit hat
Dr.
P._
im Wesentlichen dieselben Diagnosen gestellt wie die behandelnde Psychiaterin
Dr.
A._
(vgl. Urk. 6/28/1).
4.2
.2
Abweichend beurteilten Dr.
P._
und
Dr.
A._
indes die Arbeits
fähig
keit
der Beschwerdeführerin.
Währenddem
Dr.
A._
von einer
maximal 50%igen Ar
beitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
ausging (Urk. 6/
35/5
), hielt
Dr.
P._
die Beschwerdeführerin
im Umfang von
75
% für
arbeitsfähig
(Urk. 6/
42/12-13
).
(
Hinsichtlich der divergierenden
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
ist anzumer
ken,
dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht
er
messensfrei
erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene me
di
zinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets
dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn
die behandelnden Ärzte zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen (Urteil des
Bundesgerichts 8C_694/2008 vom 5. März 2009, E. 5.1 mit Hinweis). Anders ver
häl
t es sich nur, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichts
punkte vorbringen, welche im Rahmen der (psychiatrischen) Begutach
tung uner
kannt geblieben und die geeignet sind, zu einer abweichenden Beur
teilung zu führen (Urteile des Bundesgerichts 8C_79/2008 vom 1
9.
August 2008
,
E. 4.1 mit
Hinweis und 9C_24/2008 vom 27.
Mai 2008
,
E. 2.3.2 mit wei
teren Hinweisen).
Solche Gesichtspunkte bringt
die
behandelnde Psychiater
in
je
doch nicht vor
. Dr.
P._
erkannte die starke Verunsicherung, die bei der Beschwerdeführerin
durch die angestammte Tätigkeit ausgelöst wird, und dass sie eine Hemmung verspürt, ihre Tätigkeit als Sprachlehrerin wieder aufzunehmen (Urk. 6/42/12).
Nichts
destotrotz hielt er die angestammte Tätigkeit nicht für unzumutbar, son
dern
vertrat die Ansicht, aufgrund der starken Selbstunsicherheit und der
leicht
gradig
depressiven Episode sei die Arbeitsfähigkeit um 25
%
eingeschränkt respektive benötige die Beschwerdeführerin vermehrte Pausen
(Urk. 6/
42/13,
Urk. 6/42/20).
Da
ss
Dr.
A._
entsprechend der Selbsteinschätzung der Be
schwer
deführerin davon ausging, die angestammte Tätigkeit sei ihr überhaupt
nicht mehr zumutbar, ist im Zusammenhang mit ihrer
auftragsrechtlichen Ver
trauensstellung zu sehen, aufgrund welcher behandelnde Ärzte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Bei der Persönlichkeitsstörung handelt es sich um eine Grundstörung (Urk. 6/42/12)
, welche vor Mai 2012
während Jahrzehnten
nicht zu andauern
den Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit geführt hatte.
Die Depressivität war
im Begutachtungszeitpunkt
nur noch
leichtgradig
ausgeprägt (Urk. 6/42/12)
und
Dr.
P._
erhob weitgehend normale psychiatrische Befunde. So
waren die kog
ni
tiven Funktionen der Beschwerdeführerin in der grob klinischen Prüfung nicht beeinträchtigt, Konzentration und Aufmerksamkeit liessen während der Unter
suchung nicht nach. Psychomotorisch präsentierte sich die Beschwerde
führerin weder agitiert noch gehemmt. Im Affekt zeigte sie sich verängstigt, unsicher und weinerlich, eine vitale Traurigkeit lag indes nicht vor. Ebenso we
nig litt sie an einer Antriebsstörung und es traten auch keine übermässigen
Af
fektlabi
li
täten
oder affektive Blockierungen auf. Vielmehr war die Beschwerde
führerin in der Lage, einen lebhaften affektiven Rapport zu etablieren und die Affekte mit adäquater Mimik und Gestik zu modulieren
(Urk. 6/42/11-12).
Dass ab Januar 2014 nunmehr keine massive Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr bestand, überzeugt nach dem Gesagten auch vor dem Hintergrund der vorliegenden Symptomatik.
4.2.3
Retrospektiv gingen die
B._
-Gutachter insbesondere gestützt auf die
echtzeitli
chen
Arztzeugnisse (vgl.
vorstehende E.
3.
3
, 3.
5
und 3.
8
)
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht vom Mai 2012 bis etwa Oktober
2013 aus
(Urk. 6/42/21). Der Zeitpunkt der Verbesserung des psychischen Ge
sund
heitszustands wurde in nachvollziehbarer Weise damit begründet,
dass die
Beschwerdeführerin ab Herbst 2013 wieder Besuchsreisen unternahm (Urk. 6/42/13),
wobei sie soziale Kontakte pflegte.
Dass ihr ab diesem Zeitpunkt eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit mit dem Erreichen der 75%igen Arbeitsfä
higkeit im Januar 2014 zumutbar war (Urk. 6/42/21), überzeugt.
Dies umso mehr, als auch
Dr.
A._
in ihrem Bericht vom
8.
April 2014 eine
Verbesserung
des psychischen Befindens mit einer verminderten Depressivität beschrieb. Namentlich gab sie an,
es komme nun jeweils zu längeren
depressi
onsfreien
Intervallen, sie habe eine vermehrte Eigenaktivität entwickelt,
sie
sei ihr gegenüber deutlich vertrauensvoller geworden und könne sich in wichtigen privaten Beziehungen besser abgrenzen. Auch fühle sie sich nun bereit für eine berufliche Eingliederung
(Urk. 6/35/
1-4
).
Anlässlich der Begutachtung
im Mai 2014
fühlte sie sich auch wieder in der Lage, den Haushalt zu erledigen und ihr Tagesablauf beinhaltete
Freizeitaktivi
täten
wie Kochen, Backen, Lesen,
Fernsehen, Rätsellösen, Basteln und Treffen mit ihrem Freund zum Radfahren
(Urk. 6/42/8
, Urk. 6/42/11).
D
er
gutachterli
che
n
Beurteilung, dass die 75%ige Arbeitsfähigkeit ab Januar 2014 gegeben sei, ist
angesichts
der ab Herbst 2013 beschriebenen Verbesserung des Gesundheits
zustands
zu folgen
.
4.3
4.3.1
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, die Einschränkungen aus psychiatri
scher Sicht seien mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbar
respektive
sei
die Arbeitsfähigkeit nur aus subjektiver Sicht beeinträchtigt
. Dies begründete sie damit,
dass viele persönliche Ressourcen
und ein strukturierter Tagesablauf
erkennbar seien und nicht alle Behandlungsmöglichkeiten wahrgenommen worden seien, da die Beschwerdeführerin aus persönlichen Gründen auf synthe
ti
sche Medikamente verzichtet habe
. Ferner seien die psychiatrischen Befunde nicht stark auffällig
(Urk. 2 S. 2
-3
)
.
4.3.2
Z
utreffend
ist der Einwand der Beschwerdegegnerin insoweit, als es in sämtli
chen Fällen gesundheitlicher Beeinträchtigungen keineswegs allein Sache der mit dem konkreten Einzelfall (gutachtlich) befassten Arztpersonen ist, selber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (andauernden oder vorüberge
henden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und Ausprägung) führt (BGE 140 V 193 E. 3.1).
Andererseits stellen die ärztlichen Angaben eine wichtige Grund
lage für die juristische Beurteilung der Frage dar, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2).
4.3.3
Weicht die rechtsanwendende Behörde vom Gutachten ab, hat sie dies auf jeden Fall darzulegen, weshalb der Einschätzung des Gutachters nicht zu folgen ist. Daraus, dass eine Persönlichkeitsstörung nicht zwingend zu einer Arbeitsunfä
higkeit führt (Urk. 2 S. 3), kann noch nicht geschlossen
werden, dass die bei der Beschwerdeführerin in Kombination mit einer depressiven Episode vorliegende Persönlichkeitsstörung ihre Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Sogar eine
dysthyme
Störung kann die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall erheblich beeinträch
tigen, wenn sie zusammen mit anderen Befunden - wie etwa einer ernsthaften Persönlichkeitsstörung - auftritt (Urteil des Bundesgerichts 8C_623/2013 vom 1
1.
März 2014, E. 3.2 mit Hinweis).
4.3.4
Bereits für
die Ausübung einer vollschichtigen Arbeitstätigkeit mit einer Leis
tungsfähigkeit von
75
%
sind
eine
T
agesstruktur und persönliche Res
sourcen
erforderlich. Aus deren Vorhandensein kann nicht entgegen dem Gut
achten auf eine
höhere
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht geschlossen werden.
4.3.5
Weiter brachte die Beschwerdegegnerin vor, die Beschwerdeführerin habe trotz Indikation aus fachärztlicher Sicht und trotz Zumutbarkeit keine synthetischen Medikamente eingenommen (Urk. 2 S. 3).
Indes sind keine ärztlichen Angaben dokumentiert, gemäss welchen die Einnahme synthetischer Medikamente einen grösseren Nutzen gebracht hätten als das von der Beschwerdeführerin in der Dosis von 1200
Miligramm
pro Tag eingenommene Medikament
Hyperiplant
Rx
60
0.
Namentlich empfahl
Dr.
P._
nebst der Fortführung der aktuellen Be
hand
lung keine zusätzlichen Massnahmen aus psy
chiatrischer Sicht (Urk. 6/42/12
).
Ferner
wies
Dr.
A._
darauf hin, dass die Ablehnung synthe
tischer Medi
ka
mente bei strukturell schwachen Personen wie der Beschwerde
führerin auch durch starke Ängste im Rahmen der Pathologie bedingt sein könne (Urk. 6/30/2).
Daher ist die Zumutbarkeit bei fraglicher Indikation nicht ohne
Weiteres
ge
geben.
Nach dem Gesagten ist auch aus diesem Argument der
Beschwerde
geg
nerin
nicht abzuleiten, dass nicht auf die gutachterliche Ein
schätzung abgestellt werden könnte.
4.4
In Bezug auf die
von der Beschwerdeführerin
gerügte Dauer der psychiat
rischen Begutachtung (Urk. 1 S.
3) ist festzuhalten, dass der zu betreibende zeitliche Aufwand zwar der Fragestel
lung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss. Zuvor
derst hängt der Aussagegehalt einer Expertise aber davon ab, ob sie inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Trifft dies - wie hier
- zu, ist die
Unter
suchungsdauer
grundsätzlich nicht entscheidend (Urteil des Bundes
gerichts 9C_352/2013 vom 3. Juli 2013, E. 4).
4.5
In inhaltlicher Hinsicht bemängelte die Beschwerdeführerin am psychiatrischen Gutachten, dass sie hauptsächlich durch die Persönlichkeitsstörung in ihrer Ar
beitsfähigkeit beeinträchtigt sei und sich diese im Gegensatz zur depressiven Symptomatik nicht verbessert habe, sodass weiterhin von einer höheren Ar
beitsunfähigkeit auszugehen sei (Urk. 1 S. 4-5).
Allein aus dem Fortbeste
hen der Persönlichkeitsstörung
und den damit einhergehenden Symptomen wie Vermin
derung von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl kann nicht auf eine höhere als
die gutachterlich festgelegte Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden. Denn bei der Persönlichkeitsstörung handelt es sich um eine Grundstörung, trotz wel
cher die Beschwerdeführerin jahrelang ohne länger dauernde Beeinträchtigun
gen arbei
ten konnte. Zu einer Arbeitsunfähigkeit führte sie schliesslich nicht allein, sondern in Kombinatio
n mit einem depressiven Geschehen
.
Dass sich die Be
schwerdeführerin aufgrund der ängstlich-vermeidenden
Persönlichkeitsstö
rung
subjektiv nicht in der Lage fühlt beziehungsweise sich nicht zutraut, als Leh
rer
in
zu arbeiten,
sei nicht in
A
brede gestellt,
e
ine Erwerbsunfähigkeit liegt
jedoch
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 Satz 2
ATSG). Der psychiatrische Gutachter gelangte zum Schluss, der Beschwerde
führerin sei die angestammte Tätigkeit mit einer Leistungsfähigkeit von 75
%
wieder zumutbar.
Somit
hielt er die vorhandene Verunsicherung der Beschwer
deführerin aus objektiver psychiatrischer Sicht für grösstenteils über
windbar.
Bei
den mit der Persönlichkeitsstörung in Zusammenhang stehenden Durchfällen
(Urk. 6/42/8)
ist nicht dargetan, dass sie eine
längere Zeit dauernde Erwerbsun
fähigkeit
bewirkt
en.
4.6
Weiter brachte die Beschwerdeführerin vor, das von
Dr.
A._
mittels Testun
gen erhobene geringe Strukturniveau sei von
Dr.
P._
nicht berücksichtigt worden (Urk. 1 S. 5-6).
Die fragliche Testung basiert auf Fragebögen. Die be
fragte Person macht aus ihrer Sicht zu verschiedenen Aspekten ihrer Persön
lich
keit Angaben (ganzheitliche Objektwahrnehmung, Selbst-Objekt-Differen
zierung, Selbstwertregulierung, Kontaktaufnahme, Empathie, Bindung internali
sie
ren, Bindung lösen etc.; vgl. Urk. 6/35/5). Dr.
A._
dienten die Ergebnisse
des Tests als Hilfsmittel zu ihrer Beurteilung, nicht anders als das ebenfalls durch
geführte ADP-IV (Assessment
of
DSM-IV
Personality
Disorder
; vgl. Urk. 6/35/4).
Zu Recht macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, beim
OPD-Struk
tur
fragebogen
handle es sich um ein in jedem Fall unverzichtbares
Beurtei
lungs
instrument
. Der Umstand, dass der psychiatrische Experte im Rahmen der
B._
-Begutachtung diese Testung nicht durchführte, stellt mithin kein
en
Mangel dar. Im Übrigen hatten die
B._
-Gutachter von den Berichten von Dr.
A._
und somit von den von ihr vorgenommenen Untersuchungen Kenntnis (Urk. 6/42/4-5
Ziff.
2.2) und es wurde zur abweichenden Beurteilung im
B._
-Gutachten expli
zit
Stellung genommen (Urk. 6/42/20 Ziff. 6.6).
4.7
Insgesamt steht somit fest, dass die Beschwerdeführerin spätestens seit Mai 2012
infolge psychischer Krankheit vorerst in jeglicher Tätigkeit zu 100
%
ar
beits
un
fähig war, dass sich aber ihr psychischer Gesundheitszustand ungefähr im Herbst 2013
ver
besserte und sie seit Januar 2014 sowohl in angestammter als auch in angepasster (körperlich leicht
er
und wechselbelastend
er
) Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 75
%
aufweist. Unzumutbar sind ihr hingegen körper
lich
schwere und andauernd mittelschwere Tätigkeiten (Urk. 6/42/20
-21
).
Eine solch
e übte die Beschwerdeführerin indessen gar nie aus.
5.
Während der Dauer der 100%igen Arbeitsunfähigkeit wies die Beschwerde
führerin einen Invaliditätsgrad von 100
%
auf. Ihre Anmeldung zum
Leistungs
bezug
erfolgte im Dezember 2012 (Urk. 6/2), weshalb der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente am
1.
Juni 2013 entstand (
Art.
29
Abs.
1 und
Abs.
3 IVG).
Die 75%ige Arbeitsfähigkeit lag mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ab Ja
nuar 2014 vor, weshalb sie nach dreimonatigem Andauern per
1.
April 2014 zu berücksichtigen
ist
(
Art.
88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversi
che
rung; IVV
).
Demnach hat die Beschwerdeführerin vom
1.
Juni 2013 bis zum 3
1.
März 2014 Anspruch auf eine befristete ganze Rente der Invalidenversiche
rung. Insoweit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Im Übrigen ist sie be
treffend den Rentenanspruch abzuweisen.
6.
6.1
Nebst der Rente beantragt die Beschwerdeführerin berufliche Massnahmen (Urk.
1 S. 2). Diese hatte sie bereits am
8.
April 2014
über ihre behandelnde Psychia
te
rin beantragen lassen (Urk. 6/
35).
Mit Verfügung vom 1
5.
Dezember 2014 wies
die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren der Beschwerdefüh
rerin allge
mein
ab, wobei sie im Betreff zwar nur die Invalidenrente erwähnte, sich hingegen in der Begründung auch auf den Anspruch auf berufliche Mass
nahmen bezog be
zieh
ungsweise diesen verneinte (Urk. 2
S. 1 und S. 3
).
Dem
nach
hat die
Be
schwer
degegnerin
mit ihrer Leistungsabweisung verbindlich zum
Anspruch auf
berufliche Massnahmen Stellung genommen und dieser
gehört auch zum
Anfech
tungsgegenstand
.
6.2
Den Anspruch auf berufliche Massnahmen verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung mit der Begründung, dass der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit weiterhin zu 90
%
zumutbar sei (Urk. 2 S. 3). Abge
sehen davon, dass im Sinne vorstehender Erwägungen von einer 75%igen Ar
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen ist, genügt beispiels
weise für den Anspruch auf Arbeitsvermittlung bereits ein Invaliditätsgrad von 10
%
(
Urteil
des Bundesgerichts
9C_966/2011 vom
4.
Mai
2012
, E. 3.2).
Es ist denn auch denkbar, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Einschränkun
gen in der Kontakt- und Selbstbehauptungsfähigkeit aus gesundheitlicher, psy
chiatrischer Sicht Hilfe bei der Stellensuche benötigt und daher Anspruch auf Arbeitsvermittlung hätte.
Hinzu kommt, dass die Beschwerdegegnerin sich im Vorbescheid vom 28. August
2014 nicht zum Anspruch auf berufliche Massnahmen äusserte (Urk. 6/45).
Damit fehlt es bezüglich beruflicher Massnahmen an einem korrekt durchge
führten
Vorbescheidverfahren
, was eine schwere Verletzung des rechtli
chen Ge
hörs darstellt, welche eine Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zur Folge haben
muss (Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
IV.
20
14.
0
1276
vom
4.
Mai 2015
, E. 4.1 bis E. 4.3).
6.
3
Soweit mit Verfügung vom
15
.
Dezemb
er
2014 der Anspruch auf berufliche Mass
nahmen verneint wurde, ist die Sache
nach dem Gesagten
an die IV-Stelle zurückzuweisen,
damit diese die nötigen Abklärungen tätige und hernach über den Anspruch neu
befinde.
Auch i
n diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
7.
7.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- festge
setzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
80
0
.-- als ange
messen.
Dass nur eine befristete Rente zuzusprechen ist, rechtfertigt keine Auf
teilung der Kosten. Die Beschwerdeführerin stellte kein genau beziffertes
Rechts
begehren
. Auch der Antrag auf Zusprechung einer unbefristeten Rente hätte indessen nicht zu einem höheren Verfahrensaufwand geführt. Hinzu kommt, dass in Bezug auf den Anspruch auf berufliche Massnahmen eine Rückweisung erfolgt, was praxisgemäss als Obsiegen der
beschwerdeführenden
Partei gilt (BGE 137 V 57 E. 2.2).
7.2
Das zuvor Gesagte ist auch bei der Bemessung der Prozessentschädigung mass
ge
bend. Die teilweise Gutheissung der Beschwerde (befristeter Anspruch auf eine
ganze Rente) sowie die Rückweisung zur weiteren Abklärung rechtfertigen keine Kürzung der Prozessentschädigung.
Dementsprechend hat der Beschwerdeführer gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) Anspruch auf eine
un
gekürzte
Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Be
deu
tung der Stre
itsache,
der
Schwierigkeit des Prozesses
sowie des Masses des Obsiegens
auf Fr.
2
‘
3
00.-- (inkl. Mehr
wertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.