# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 445d0075-3bc0-4a02-8558-96f747fc2970
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

I. Sachverhalt
A. Mit Eingabe vom 25. Oktober 2018 ersuchte die Y._ das Regionalgericht Plessur um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in der gegen X._ angehobenen Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Zürich 1, und zwar für die Beträge von CHF 387'893.00 nebst Zins zu 5 % seit 17. Juni 2016, CHF 14'636.00 nebst Zins zu 5 % seit 17. Juni 2017, CHF 31'214.00 nebst Zins zu 5 % seit 17. Juni 2017, CHF 4'829.00 nebst Zins zu 5 % seit 17. Juni 2017 sowie CHF 1'540.00 nebst Zins zu 5 % seit 17. Juni 2017, zzgl. Arrest- und Betreibungskosten. Zur Begründung ihres Gesuches stützte sich die Y._ auf den Arrestbefehl Nr. _, der vom Regionalgericht Plessur am 11. Juli 2018 erlassen und am 6. August 2018 leicht berichtigt worden sei. Das Betreibungsamt Zürich 1 habe am 22. Oktober 2018 mitgeteilt, dass gegen den Arrest innert Frist keine Einsprache erhoben worden sei, weshalb das Verfahren rechtskräftig sei, und bei der B.1_ arrestweise ein Betrag von CHF 580'000.00 sichergestellt sei. Gleichzeitig sei ihrem Vertreter das Doppel des Zahlungsbefehls zugestellt worden, gegen welchen die Schuldnerin am 28. August 2018 Rechtsvorschlag habe erheben lassen. Es sei daher unter Beachtung der 10-tägigen Frist gemäss Art. 279 SchKG um Rechtsöffnung nachzusuchen. Als Rechtsöffnungstitel wurden das Versäumungsurteil des Bezirksgerichts O.1_ vom 7. September 2017 (mit Vollstreckbarkeitsvermerk vom 20. Oktober 2017), das Urteil des Landesgerichts O.2_ vom 21. Oktober 2015 und das (die dagegen erhobene Berufung abweisende) Urteil des Oberlandesgerichts O.3_ vom 23. Februar 2016 (mit für beide Urteile ausgestelltem Vollstreckbarkeitsvermerk vom 17. Juni 2016) sowie der Beschluss des Bezirksgerichts O.1_ vom 23. Juni 2017 ins Recht gelegt.
B. Mit Eingabe vom 23. November 2018 nahm Rechtsanwalt lic. iur. LL.M. Mauro Lardi, der damalige Rechtsvertreter von X._, zum Rechtsöffnungsgesuch Stellung und beantragte die kostenfällige Abweisung des Gesuchs. Bestritten wurde im Wesentlichen, dass die vorgelegten österreichischen Urteile als Rechtsöffnungstitel für die betriebenen Forderungen dienen könnten. Das Urteil des Landesgerichts O.2_ vom 21. Oktober 2015 laute auf Herausgabe von Goldbarren resp. Goldmünzen und enthalte keine Verpflichtung auf Geldzahlung, weshalb der entsprechende Anspruch nicht mittels Betreibung in der Schweiz durchgesetzt werden könne. Das Versäumungsurteil des Bezirksgerichts O.1_ könne sodann in der Schweiz nicht anerkannt und vollstreckt werden, da es gegen eine in der Schweiz wohnhafte Person von einem örtlich nicht zuständigen ausländischen Gericht in absentia ergangen sei und X._ sich auf das entsprechende Verfahren in Österreich nie eingelassen
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habe. Zudem wurde angemerkt, dass im Falle einer Rechtsöffnung frühestens ab dem 21. September 2017 Verzugszins verlangt werden könne und dieser aufgrund § 1000 des österreichischen Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) auf 4 % festzusetzen sei.
C. Am 27. November 2018 fand eine mündliche Verhandlung statt, an welcher die Rechtsvertreter beider Parteien an ihren Begehren festhielten und zusätzliche Urkunden einreichten. Im Anschluss an die Verhandlung wurde der Y._ Frist zur Einreichung der Formulare gemäss Anhang V des Lugano-Übereinkommens (Nachweis gemäss Art. 54 LugÜ) gesetzt. Diese wurden dem Gericht am 9. Januar 2019 eingereicht und der Gegenpartei am 10. Januar 2019 zur Kenntnisnahme zugestellt. Mit Entscheid vom 27. November 2018 (sic!), am 29. Januar 2019 ohne Begründung und am 26. Februar 2019 schriftlich begründet mitgeteilt, erkannte der Einzelrichter in SchKG-Sachen am Regionalgericht Plessur was folgt:
1. Im Verfahren der Y._ gegen X._ des Betreibungsamtes Zürich 1 mit der Betreibung Nr. _ wird für folgende Beträge definitive Rechtsöffnung erteilt:
- CHF 387'893.00 nebst Zins zu 4 % seit 21. September 2017
- CHF 14'636.00 nebst Zins zu 4 % seit 21. September 2017
- CHF 31'214.00 nebst Zins zu 4 % seit 17. Juni 2016
- CHF 4'829.00 nebst Zinst zu 4 % seit 17. Juni 2016
2. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.
3. a) Die Gerichtskosten von CHF 1'200.00 gehen zu Lasten von X._. Sie werden durch Verrechnung mit dem Kostenvorschuss bei der Y._ unter Regresserteilung auf X._ erhoben.
b) X._ hat der Y._ eine Entschädigung von CHF 1'200.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations