# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6b26e3fe-0841-4a31-976d-70d74c226cce
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _ 1963, und X._, geboren am _ 1964, heirateten am _ 1991 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus ihrer Ehe gingen die Kinder A._, geboren am _ 1991, B._, geboren am _ 1993, und C._, geboren am _ 2000, hervor.
B. Die Eheleute trennten sich im Sommer 2010. Am 24. Juli 2012 reichte Y._ beim Bezirksgericht Imboden die Scheidungsklage ohne Begründung (Art. 290 ZPO) ein. Nebst der Scheidung der Ehe beantragte er, dass die Zuteilung der elterlichen Sorge und Obhut über die Tochter C._, die Regelung des Besuchs- und Ferienrechts sowie des Unterhalts nach richterlichem Ermessen vorzunehmen sei. Zudem seien die geäufneten Austrittsleistungen der Pensionskasse hälftig zu teilen und in Bezug auf das Güterrecht sei das Miteigentum an der Liegenschaft Nr. _, der Stockwerkeigentumseinheiten Nr. _ und Nr. _ sowie des Miteigentumsanteils Nr. _, alle im Grundbuch der Gemeinde O.2_, aufzulösen, wobei erstere Liegenschaft dem Ehemann zu Alleineigentum und die Übrigen dem Ehemann und/oder der Ehefrau zu Alleineigentum zuzuweisen seien. Im Weiteren sei die güterrechtliche Auseinandersetzung nach Gesetz vorzunehmen.
C. Am 23. August 2012 fand eine Einigungsverhandlung vor dem Bezirksgerichtspräsidenten Imboden statt. Anlässlich derselben vermochten sich die Ehegatten über den Scheidungswillen, die Zuteilung der Obhut von C._ an die Mutter sowie die Einräumung eines praxisüblichen Besuchsrechts an den Vater zu einigen.
D. Da keine umfassende Ehescheidungskonvention abgeschlossen werden konnte, reichte der Ehemann am 19. Februar 2013 aufforderungsgemäss seine Klagebegründung mit gleichlautenden Rechtsbegehren ein. Die Klageantwort der Ehefrau datiert vom 17. April 2013. Darin beantragte sie insbesondere, dass Y._ zu verpflichten sei, an den Unterhalt der Tochter C._ monatlich CHF 1'000.-- zuzüglich Kinder-/Ausbildungszulagen und ihr persönlich einen nachehelichen Unterhaltsbeitrag (inkl. Vorsorgeunterhalt) von monatlich CHF 5'275.-- zu bezahlen. Zudem sei der Ehefrau am je in hälftigem Miteigentum der Parteien stehenden Einfamilienhaus bis zum Abschluss der Schulausbildung von C._ ein befristetes Wohnrecht gemäss Art. 121 ZGB einzuräumen.
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E.1. Mit Eingabe vom 26. Februar 2013 (Datum Poststempel) ersuchte X._ den Bezirksgerichtspräsidenten Imboden um Erlass vorsorglicher Massnahmen hinsichtlich des zu leistenden Ehegatten- und Kindesunterhalts. Die Stellungnahme von Y._ wurde am 11. März 2013 erstattet und in der Folge ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 3. Juni 2013 gelang es den Parteien, sich einvernehmlich auf eine Unterhaltsregelung zu einigen. Mit Trennungsvereinbarung pendente lite vom 3. Juni 2013 verpflichtete sich der Ehemann unter anderem, ab November 2013 bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 4'420.-- (CHF 3'420.-- für die Ehefrau und CHF 1'000.-- für C._) zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen. Im Nachtrag zur Trennungsvereinbarung kamen die Parteien am 11./13. Juni 2013 überein, die im Mai 2013 an den Ehemann ausgerichtete Bonuszahlung von CHF 5'000.-- zu teilen sowie die Kosten für die Liegenschaftsschätzung je hälftig zu tragen.
2. Gestützt auf die von den Ehegatten getroffene Einigung wurde das Verfahren um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Imboden vom 3. Juni 2013, mitgeteilt am 17. Juli 2013, als durch Vergleich erledigt abgeschrieben. Die Gerichtskosten von CHF 4'500.-- wurden auf das Hauptverfahren übertragen.
F. Im anhängigen Scheidungsverfahren wurde am 27. November 2013 eine weitere Instruktionsverhandlung durchgeführt. Am 6./11. Februar 2014 unterzeichneten die Ehegatten eine Teilscheidungsvereinbarung, wobei sie sich insbesondere bezüglich des Unterhaltsbeitrags für C._, der hälftigen Teilung der Freizügigkeitsguthaben sowie in güterrechtlichen Belangen vollumfänglich einigen konnten.
G. Mit Replik vom 11. Februar 2014 stellte Y._ das Begehren um Genehmigung der abgeschlossenen Teilkonvention sowie hälftige Teilung der Pensionskassenguthaben. X._ ihrerseits beantragte mit Duplik vom 4. April 2014 ebenfalls deren Genehmigung sowie eine hälftige Teilung der durch den Ehemann erworbenen Austrittsleistung per Scheidungsdatum. Zudem sei Y._ zu verpflichten, ihr ab Rechtskraft des Urteils im Scheidungspunkt bis zu seinem ordentlichen Eintritt ins AHV-Alter einen nachehelichen Unterhalt (inkl. Vorsorgeunterhalt) von monatlich CHF 4'500.-- zu bezahlen. Bis zum Abschluss der Schulausbildung von C._ sei ihr ein Wohnrecht am Einfamilienhaus zu einer maximalen Entschädigung von CHF 1'800.-- monatlich einzuräumen.
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H. Am 5. August 2014 stellte X._ im Rahmen eines vorsorglichen Massnahmeantrags das Begehren, sie sei an der im Mai 2014 an Y._ ausgerichteten Bonuszahlung zu 2/3 und damit im Umfang von CHF 3'295.-- zu beteiligen. Über den Antrag sei anlässlich der Hauptverhandlung zu entscheiden.
I. Die Hauptverhandlung fand am 9. September 2014 vor dem Bezirksgericht Imboden statt. Anlässlich derselben konnten sich die Ehegatten als Ergänzung zur bereits abgeschlossenen Teil-Ehescheidungskonvention bezüglich der Anrechnung der AHV-Erziehungsgutschriften, der betragsmässigen Teilung der vorhandenen Freizügigkeitsguthaben sowie der Indexierung des Kindesunterhaltsbeitrags einigen. Zudem vereinbarten sie, dass der im Mai 2014 für das Jahr 2013 ausbezahlte Bonus hälftig geteilt wird. Das Bezirksgericht Imboden erkannte mit gleichentags gefälltem Entscheid, mitgeteilt am 28. Januar 2015, was folgt:
"1. Die am _i 1991 vor dem Zivilstandsamt O.1_ geschlossene Ehe der X._ und des Y._ wird gestützt auf das gemeinsame Scheidungsbegehren gemäss Art. 112 ZGB geschieden.
2. Die Tochter C._, geboren am _ 2000, wird unter der gemeinsamen elterlichen Sorge belassen und unter die Obhut der Kindsmutter gestellt.
[Besuchs- und Ferienrechtsregelung]
3. Die AHV-Erziehungsgutschriften werden vollumfänglich X._ angerechnet. Die Parteien werden angehalten, die zuständige Ausgleichskasse über diese Regelung zu informieren.
4. Y._ wird verpflichtet, der Tochter C._ einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'000.00 zuzüglich allfälliger vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen zu entrichten. Die Unterhaltspflicht dauert gegebenenfalls auch über die Mündigkeit hinaus bis zum ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung (Art. 133 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 277 Abs. 2 ZGB).
5. Y._ wird verpflichtet, X._ monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge wie folgt zu entrichten:
a) ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 30. April 2016: CHF 4'224.00;
b) ab 1. Mai 2016 bis zum ordentlichen Abschluss der Erstausbildung der Tochter C._: CHF 2'806.00;
c) nach Abschluss [recte: der] Erstausbildung von C._ bis zum Eintritt von Y._ ins ordentliche AHV-Alter: CHF 3'306.00.
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6. Y._ wird verpflichtet, X._ die Hälfte der jährlich an ihn entrichtete [recte: entrichteten] Netto-Bonuszahlung weiterzuleiten und ihr die entsprechenden Dokumente vorzulegen.
Der von X._ gestellte vorsorgliche Massnahmeantrag auf Zweidrittels-Beteiligung am Nettobonus 2013 wird als durch Vergleich erledigt am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben. Y._ wird verpflichtet, X._ unter diesem Titel innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Scheidungsurteils den Betrag von CHF 2'470.00 zu bezahlen.
7. Y._ wird verpflichtet, X._ innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Scheidungsurteils eine das Jahr 2012 betreffende Unterhaltsnachzahlung in Höhe von CHF 14'000.00 zu leisten.
8. [Indexierung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 4 und 5]
9. [Aufteilung des Pensionskassenguthabens]
10.-14. [Güterrechtliche Auseinandersetzung]
15. Im Übrigen werden die am 6./11. Februar 2014 und die am 9. September 2014 abgeschlossenen Teil- gemäss Art. 279 ZPO genehmigt.
16. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 16'000.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien und werden mit den geleisteten Vorschüssen von je CHF 5'500.00 verrechnet. Die Fehlbeträge von je CHF 2'500.00 sind dem Bezirksgericht Imboden mittels der beiliegenden Einzahlungsscheine innert 30 Tagen zu überweisen.
Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations