# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 78d088f9-7d07-4e81-9f55-ffd7c200e60e
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
– die Bundesanwaltschaft gegen A. ein Strafverfahren wegen Widerhandlung
gegen das Kernenergiegesetz (KEG) führt;
– mit Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl vom 29. März 2021 die Bun-
desanwaltschaft die Bundeskriminalpolizei mit der Vornahme der Haus-
durchsuchung, der Durchsuchung von Aufzeichnungen, der Durchsuchung
von Personen und Gegenständen sowie der vorläufigen Sicherstellung all-
fälliger Beweismittel, Vermögenswerte oder Gegenstände am Wohnort von
A. in Z., beauftragte (act. 2);
– der Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl am 31. März 2021 durch die
Bundeskriminalpolizei unter Beisein von A. vollzogen worden ist (act. 1.2);
– dagegen A. mit undatierter Beschwerde, am 7. April 2021 der Post überge-
ben, an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangt und eine
Entschädigung für die Kinder verlangt, die von der Hausdurchsuchung trau-
matisiert seien und dass der Staat sämtliche Kosten für die Kinder über-
nehme (act. 1);
– das Gericht A. am 13. April 2021 mitteilte, dass es nach der Praxis des Bun-
desgerichts nicht leicht sei, erfolgreich ein Beschwerdeverfahren gegen eine
Hausdurchsuchung an sich einzuleiten; ihm Frist angesetzt wurde, um die
Beschwerde zurückzuziehen, ansonsten das Beschwerdeverfahren weiter-
geführt werde (act. 4); innert Frist sich A. nicht vernehmen liess;
– auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (vgl. Art. 390
Abs. 2 StPO e contrario).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
– gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach den
Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden kann (Art. 393 Abs. 1
lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
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– zur Beschwerde jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte berech-
tigt ist, welche oder welcher ein rechtlich geschütztes Interesse an der Auf-
hebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 382
Abs. 1 StPO);
– das Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides gemäss
Art. 382 Abs. 1 StPO nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zudem
ein aktuelles und praktisches zu sein hat (statt vieler: Urteil des Bundesge-
richts 6B_1153/2016 vom 23. Januar 2018 E. 2.3.1);
– die mit vorliegender Beschwerde angefochtene Hausdurchsuchung jedoch
bereits abgeschlossen ist, weshalb es dem Beschwerdeführer an einem ak-
tuellen und praktischen Interesse an der Aufhebung oder Änderung der An-
ordnung der Hausdurchsuchung fehlt (BGE 118 IV 67 E. 1c; TPF 2004 34
E. 2.2);
– eine ausnahmsweise Überprüfung der Hausdurchsuchung in dieser Phase
sich nicht aufdrängt, da die von der Rechtsprechung hierfür entwickelten
Grundsätze offensichtlich nicht erfüllt sind (BGE 118 IV 67 E. 1d);
– dem Betroffenen dagegen im weiteren Verfahren voller gerichtlicher Rechts-
schutz zusteht (Urteile des Bundesgerichts 1B_360/2013 vom 24. März 2013
E. 2.2; 1B_310/2012 vom 22. August 2012 E. 2);
– der Beschuldigte im weiteren Verfahren der Bundesanwaltschaft eine Ent-
schädigung beantragen kann;
– dementsprechend auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
– bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskos-
ten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);
– die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m.
Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 BStKR).
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