# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 25681359-4c56-4b84-87fe-21a01305cab2
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M. und Barbara K., S., sind Eigentümer des in der Gemeinde Neckertal, S.,
liegenden Grundstücks Nr. 0000, Grundbuch St. Peterzell. Nach dem Zonenplan der
Gemeinde Neckertal vom 5. November 2010 befindet sich die Parzelle in der
Wohnzone 2 (W2).
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Am 6. Dezember 2010 reichte M. K. ein Baugesuch für den Neubau eines
Einfamilienhauses auf dem Grundstück Nr. 0000 ein.
Während der öffentlichen Auflage erhoben D. B. und C. G. B., S., am 27. Dezember
2010 Einsprache und beantragten, die Baubewilligung sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zu verweigern. D. B. und C. G. B. sind Miteigentümer des
benachbarten Grundstücks Nr. 0000. D. B. ist zudem Eigentümer des ebenfalls an die
Parzelle Nr. 572S angrenzenden Grundstücks Nr. 505S. Nachdem M. K. am 14. Januar
2011 Stellung genommen hatte, erteilte die Baukommission Neckertal am 25. Januar
2011 die Baubewilligung und wies die Einsprache von D. B. und C. G. B. ab.
B./ Am 11. Februar 2011 erhoben D. B. und C. G. B., vertreten durch Rechtsanwalt lic.
iur. Z. S., St. Gallen, gegen den Beschluss der Baukommission Neckertal vom
25. Januar 2011 Rekurs beim Baudepartement. Sie beantragten, der angefochtene
Beschluss sei aufzuheben und die Baubewilligung sei zu verweigern. Nachdem am
27. April 2011 ein Augenschein stattgefunden hatte, wies das Baudepartement den
Rekurs am 29. Juni 2011 ab.
C./ Am 13. Juli 2011 erhoben D. B. und C. G. B., wiederum vertreten durch
Rechtsanwalt lic. iur. Z. S., St. Gallen, gegen den Rekursentscheid des
Baudepartements vom 29. Juni 2011 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie
stellten das Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, die
Rekursanträge der Beschwerdeführer seien gutzuheissen und die Baubewilligung sei
zu verweigern. Nachdem die Beschwerde am 11. August 2011 ergänzt worden war,
nahm das Baudepartement am 7. September 2011 Stellung und beantragte, die
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Auch die
Baukommission Neckertal hielt am 12. September 2011 dafür, der Beschwerde sei
keine Folge zu geben, soweit sie überhaupt an die Hand genommen werden könne. M.
K., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. X. Y., St. Gallen, liess sich am 22. September
2011 vernehmen und beantragte ebenfalls, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit
darauf eingetreten werden könne. D. B. und C. G. B. machten am 10. Oktober 2011
von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen tatsächlichen und rechtlichen
Argumenten zu äussern.
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## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache befugt (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Sodann
sind D. B. und C. G. B. unter Vorbehalt von Ziff. 1.2 hienach zur Beschwerde legitimiert
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Weiter wurden die Beschwerde
vom 13. Juli 2011 und ihre Ergänzung vom 11. August 2011 innert Frist eingereicht,
und sie entsprechen formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs.
1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
1.2. Die Beschwerdeführer machen vor Verwaltungsgericht erstmals geltend, der
angefochtene Entscheid beruhe insofern auf einer unrichtigen Feststellung des
Sachverhalts und sei rechtswidrig, als das im Streit liegende Bauvorhaben über keine
hinreichende strassenmässige Erschliessung verfüge. Aufgrund der
Untersuchungsmaxime hätte die Vorinstanz von Amtes wegen prüfen müssen, ob
dieses elementare Erfordernis erfüllt sei.
1.2.1. Nach Art. 12 Abs. 1 VRP ermittelt die Behörde oder das von ihr beauftragte
Verwaltungsorgan den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen. Sodann
wendet sie das Recht von Amtes wegen an (iura novit curia). Der
Untersuchungsgrundsatz und die Rechtsanwendung von Amtes wegen entbinden die
Parteien in einem vom Verfügungsgrundsatz beherrschten Verfahren aber nicht von
ihrer Sorgfaltspflicht. In der Rechtsmittelschrift müssen gewisse Anhaltspunkte
vorhanden sein, welche Rechtsnormen verletzt sein könnten (Fritzsche/Bösch/Wipf,
Zürcher Planungs- und Baurecht, 5. Aufl., Zürich 2011, Band 1, Ziff.
9.4.4). Sodann hat die richterliche Prüfung in erster Linie die in den Parteischriften
vorgetragenen Rügen zum Gegenstand. Die Wirkung der Rechtsanwendung von Amtes
wegen ist wesentlich von den Parteibegehren und der primären Verantwortung der
Parteien für die richtige und vollständige Sachverhaltsdarstellung beeinflusst (F. Gygi,
Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 215 f.). Als Rügen gelten die
Einwände (Sachverhaltsvorbringen) gegen die vorinstanzliche Beurteilung oder ein
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geplantes Vorhaben. Sie beziehen sich auf die Vereinbarkeit der Beurteilung bzw. des
Projekts mit den einschlägigen Vorschriften und/oder die vorinstanzlichen
Sachverhaltsfeststellungen (Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über
die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Rz. 4 zu Art. 25 VRPG).
1.2.2. Dem Rügeprinzip kommt je nach Rechtsgebiet eine unterschiedliche Tragweite
zu. Im Bauverfahrensrecht gilt weitgehend das Rügeprinzip, das es den
Rechtsmittelinstanzen erlaubt, ihre Untersuchungen auf die Einwände des
Rechtsmittelklägers zu beschränken, ohne in dessen Interesse selbständig nach
weiteren Mängeln des Bauvorhabens forschen zu müssen (Chr. Mäder, Das
Baubewilligungsverfahren, Diss. Zürich 1991, Rz. 301; Kölz/Bosshart/Röhl, Kommentar
zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, N 5 zu §
50 VRPG). Das hängt damit zusammen, dass im Streit um die Erteilung einer
Baubewilligung bestimmte Bauhindernisse in Frage stehen, die klar entsprechenden
Normen zugeordnet werden können. Innerhalb des im Baurecht häufig sehr weit
gefassten Streitgegenstands wird gleichsam ein engeres Prozessthema durch die von
der Behörde oder dem Nachbarn geltend gemachten Bauverweigerungsgründe
abgesteckt (Kölz/Bosshart/Röhl, a.a.O., N 5 zu § 50 VRPG und N 4 zu § 52 VRPG).
Das Rügeprinzip gilt nicht nur im Beschwerde-, sondern auch im Rekursverfahren. Eine
Überprüfung des Sachverhalts erfolgt im Rekursverfahren nur, wenn die Beteiligten
eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts beanstanden. Nach
der Praxis des Verwaltungsgerichts hat der Rekurrent darzutun, in welchen Punkten die
Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz unrichtig sein soll, und er hat auch anzugeben,
mit welchen zusätzlichen Beweismitteln seine Darstellung belegt werden kann oder aus
welchen Gründen die Beweiswürdigung der Vorinstanz seiner Ansicht nach fehl geht.
Mit diesen Rügen legen die Beteiligten den Streitgegenstand des
Rechtsmittelverfahrens im Grundsatz verbindlich fest (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 633 mit
Hinweisen).
1.2.3. Nach Art. 61 Abs. 3 VRP sind neue Begehren unzulässig. Als neues Begehren gilt
auch die Änderung des tatsächlichen Fundaments eines Verfahrens (Klagegrund), sei
es dass dieses ganz oder teilweise ersetzt oder ergänzt wird, um die mit dem gestellten
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Rechtsbegehren angestrebte Rechtsfolge zu erreichen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 637
mit Hinweis).
1.2.4. Der Grundsatz von Treu und Glauben gebietet ein loyales und
vertrauenswürdiges Verhalten im Rechtsverkehr. Es ist auch im Verhältnis zwischen
Privaten und Gemeinwesen elementar und verbietet es sowohl den Privaten als auch
staatlichen Behörden, sich in ihren öffentlich-rechtlichen Rechtsbeziehungen
widersprüchlich oder rechtsmissbräuchlich zu verhalten (Häfelin/Müller/Uhlmann,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich 2010, Rz.622 und 623).
1.2.5. Baubewilligungen dürfen nach Art. 22 Abs. 2 lit. b des Raumplanungsgesetzes
(SR 700, abgekürzt RPG) nur erteilt werden, wenn das Land im Sinn von Art. 19 Abs. 1
RPG erschlossen ist. Land ist nach Art. 49 Abs. 2 lit. a des Baugesetzes (sGS 731.1,
abgekürzt BauG) erschlossen, wenn es über eine hinreichende Zu- und Wegfahrt
verfügt. Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführer im Rahmen des Rekursverfahrens
nicht gerügt haben, die Baubewilligung könne nicht erteilt werden, weil das
Bauvorhaben über keine hinreichende strassenmässige Erschliessung verfüge.
Insbesondere auch anlässlich des Augenscheins, den die Vorinstanz am 27. April 2011
durchgeführt hat, haben sie sich nicht darauf berufen, ihrer Meinung nach sei die
strassenmässige Erschliessung ungenügend. Es ist deshalb mit dem Grundsatz von
Treu und Glauben, der ein loyales und vertrauenswürdiges Verhalten im Rechtsverkehr
gebietet, nicht vereinbar und stellt zudem eine unzulässige Erweiterung des
Streitgegenstands dar, wenn sich die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer erst im
Rahmen des Beschwerdeverfahrens auf den Standpunkt stellen, die Zu- und Wegfahrt
sei nicht hinreichend, was die Vorinstanz von Amtes wegen hätte prüfen und feststellen
müssen. Hinzu kommt, dass keine Anhaltspunkte bestehen, wonach die Vorinstanz
aufgrund der Verhältnisse vor Ort daran gezweifelt haben könnte, dass die
Baubewilligung in Ermangelung einer hinreichenden Zu- und Wegfahrt nicht hätte erteilt
werden dürfen. Die Beschwerdeführer führen selber aus, das Grundstück der
Beschwerdeführer (richtig: des Beschwerdegegners) werde ab der Hauptstrasse über
die Birkenstrasse und anschliessend über die Lärchenstrasse erschlossen, einer
Sackgasse von rund 50 m Länge und rund 3 m bzw. 4 m Breite. Unbestritten geblieben
ist sodann die Feststellung des Beschwerdegegners, wonach die Lärchenstrasse
neben dem Baugrundstück und neben dem im Eigentum der Beschwerdeführer
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stehenden Grundstück Nr. 682S lediglich noch ein Einfamilienhaus sowie zwei
zusammengebaute Einfamilienhäuser erschliesst. Sodann ist ein Garagenvorplatz
vorhanden, der das Kreuzen von Fahrzeugen erlaubt.
1.2.6. Auf die Beschwerde kann somit nicht eingetreten werden, soweit geltend
gemacht wird, die Baubewilligung dürfe in Ermangelung einer hinreichenden
strassenmässigen Erschliessung nicht erteilt werden.
2. Die Beschwerdeführer stellen sich weiter auf den Standpunkt, der angefochtene
Entscheid beruhe auf einem unrichtig festgestellten Sachverhalt und sei rechtswidrig,
weil der Niveaupunkt falsch ermittelt worden sei - er dürfte rund 0,1 m tiefer liegen -,
und machen erstmals geltend, aus diesem Grund sei das Untergeschoss kein
Untergeschoss im rechtlichen Sinn, sondern ein Vollgeschoss, weil es mit Oberkant
Decke mehr als 1,3 m über dem Niveaupunkt liege. Somit würden die
Regelbauvorschriften in der W2 mit drei Vollgeschossen verletzt, weshalb dem
Baugesuch nicht hätte entsprochen werden dürfen.
2.1. Die Gebäudehöhe bezeichnet den senkrechten Abstand zwischen dem
Niveaupunkt und dem ausgemittelten Schnittpunkt der Fassade mit der Dachoberkante
in der Fassadenmitte (Art. 60 Abs. 1 BauG, Art. 8 Ziff. 5 des Baureglements der
politischen Gemeinde Neckertal vom 5. November 2010 (BauR); vgl. auch B. Heer, St.
Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 654). Als Niveaupunkt gilt der
Schwerpunkt des Gebäudegrundrisses auf dem gewachsenen Boden (Art. 60 Abs. 2
BauG). Der Begriff "gewachsener Boden" ist weder im BauG noch im BauR näher
umschrieben. Folglich handelt es sich um einen unbestimmten und
auslegungsbedürftigen Begriff des kantonalen Rechts (VerwGE vom 14. Mai 2009 i.S.
Politische Gemeinde St. Gallen, in: www.gerichte.sg.ch).
In der Wohnzone W2 ist eine Gebäudehöhe von höchstens 7.5 m und eine Firsthöhe
von höchstens 11.5 m zulässig (Art. 10 BauR). Sodann gelten Geschosse, die bis
Oberkant Decke gemessen den Niveaupunkt nicht mehr als 1.3 m überragen, als
Untergeschosse.
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2.2. Die Beschwerdeführer haben im Rahmen des Rekursverfahrens verlangt, die
Berechnung des Niveaupunktes sei mittels Expertise für das aktuelle Baugesuch
nachzuholen und das Ergebnis sei ihnen zur Stellungnahme vorzulegen. In diesem
Zusammenhang sei davon auszugehen, dass der Gebäudegrundriss das ganze
Gebäude umfasse und nicht lediglich den vermeintlichen Hauptbau. Die
Beschwerdeführer haben zwar darauf verzichtet, sich explizit darauf zu berufen,
gegebenenfalls werde die Gebäudehöhe überschritten und/oder es sei von drei
Vollgeschossen auszugehen. Dennoch haben sie sinngemäss geltend gemacht,
Regelbauvorschriften könnten verletzt sein. Die Vorinstanz liess die Frage, ob der
Niveaupunkt gemäss Art. 60 Abs. 1 BauG zutreffend festgelegt worden sei mit der
Begründung offen, selbst wenn dies zutreffen sollte, wäre aufgrund der Topographie
des Baugrundstücks und der erheblichen Unterschreitung der maximal zulässigen
Gebäudehöhe um 0.88 m von keiner Überschreitung der Gebäudehöhe auszugehen.
Diese Folgerung der Vorinstanz ist unbestritten geblieben. Neu berufen sich die
Beschwerdeführer in der Beschwerdebegründung vom 11. August 2011 konkret
darauf, bei richtiger Ermittlung des Niveaupunktes seien die Regelbauvorschriften
insofern verletzt, als von einem dritten (unzulässigen) Vollgeschoss ausgegangen
werden müsse. Zutreffend ist zwar, dass die Vorinstanz davon ausgehen durfte, dass
die maximal zulässige Gebäudehöhe selbst bei unrichtiger Festlegung des
Niveaupunktes nicht überschritten worden wäre. Sie wäre indessen gehalten gewesen,
zu prüfen, ob dies auch bezüglich der Geschossigkeit des Gebäudes zutrifft. Insofern
ist diese Rüge entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners und der Vorinstanz
zu prüfen.
Im Sinn des Begehrens, das die Beschwerdeführer im Rahmen des Rekursverfahrens
gestellt hatten und um jeden Zweifel auszuräumen, hat der Beschwerdegegner den
Niveaupunkt im Rahmen des Beschwerdeverfahrens amtlich messen lassen. Aus den
mit der Beschwerdeantwort vom 22. September 2011 eingereichten Höhenkotenplänen
der Geoinfo AG vom 25. August 2011 ergibt sich, dass der Niveaupunkt auf 843.34 m
ü.M. liegt (nicht auf 843.43 gemäss Beschwerdeantwort), somit 0.04 m (nicht 0.05 m
gemäss Beschwerdeantwort) höher als in der Baueingabe angegeben (843.38 m ü.M.)
und dass das Untergeschoss den Niveaupunkt um lediglich 1.26 m überragt. Selbst
wenn der überdachte Eingangsbereich im Südosten des Untergeschosses
entsprechend dem Vorbringen der Beschwerdeführer in die Berechnung des
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Niveaupunktes miteinbezogen wird, wodurch er auf 843.43 m ü.M. zu liegen kommt
(nicht auf 843.34 gemäss Beschwerdeschrift), somit 0.05 m höher als in der
Baueingabe abgegeben (843.38 ü.M.), überragt das Untergeschoss den Niveaupunkt
um weniger als 1.3 m. Die Beschwerdeführer bestreiten in ihrer Stellungnahme vom
10. Oktober 2010 mit Recht nicht, dass sich aus den Höhenkotenplänen der Geoinfo
AG ohne weiteres ergibt, dass das Bauvorhaben die Regelbauvorschriften einhält bzw.
dass kein unzulässiges drittes Vollgeschoss geplant ist.
3. Die Beschwerdeführer halten weiter dafür, die Vorinstanz habe den Sachverhalt
bezüglich der Lärmimmissionen der Luft-Wasser-Wärmepumpe unrichtig festgestellt
und rechtswidrig entschieden. Das Vorsorgeprinzip sei nicht eingehalten, weil das
Bauvorhaben unzulässige Lärmimmissionen verursache. Laut Plan "Untergeschoss"
werde beabsichtigt, die Heizung in der nordöstlichen Ecke des Untergeschosses zu
plazieren. Die Zu- und Abfuhr von Luft solle durch einen Lüftungsschacht an der
Nordfassade und ein Gitter an der Ostfassade erfolgen. Aufgrund der Wärmepumpen
Deklaration stehe nicht fest, ob die zweite Stufe des Vorsorgeprinzips eingehalten sei.
Sodann sei es nicht möglich, die Wirkung der zusätzlichen Schallschutzmassnahmen -
schalldämmende Luftkanäle und schalloptimierender Ventilator - zu beurteilen. Weiter
würden bezüglich des Standorts der Luft-Wasser-Wärmepumpe keine Sachzwänge
vorliegen. Es sei möglich, die Wärmepumpe so zu betreiben, dass der dadurch
verursachte Lärm für die Nachbarschaft nicht wahrnehmbar sei. Dennoch sei geplant,
die Wärmepumpe am für die Beschwerdeführer denkbar ungeeignetsten Ort in der
nordöstlichen Ecke des Einfamilienhauses mit einem Luftgitter gegen Osten zu
installieren. Somit seien im Bereich der Grundstücke der Beschwerdeführer mit 43 dB
zumindest störende Lärmimmissionen zu erwarten. Bei dieser Sachlage sei es dem
Beschwerdegegner ohne weiteres zumutbar, unnötigen Lärm zu vermeiden und alle
Massnahmen zu treffen, die zu einer wesentlichen zusätzlichen Reduktion der
Emissionen führen.
3.1. Die geplante Wärmepumpe ist eine ortsfeste Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 2 des
Umweltschutzgesetzes (SR 814.01, abgekürzt USG) und Art. 2 Abs. 1 der
Lärmschutzverordnung (SR 814.41, abgekürzt LSV), bei deren Betrieb Lärm verursacht
wird. Gemäss Art. 11 Abs. 1 und 2 USG sind Einwirkungen auf die Umwelt durch
Massnahmen an der Quelle zu begrenzen, und zwar im Rahmen der Vorsorge
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unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung und so weit, als dies technisch und
betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Diesem Vorsorgeprinzip liegt der
Gedanke der Prävention zugrunde. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, von einer
Anlage Betroffene hätten überhaupt keine Belastungen hinzunehmen. Soweit die
Entstehung bestimmter Emissionen nicht verhindert werden kann, dienen die gestützt
auf das Vorsorgeprinzip zu ergreifenden Massnahmen dazu, Mensch und Umwelt
gegen die Einwirkungen abzuschirmen (BGE 124 II 517 E. 4a). Die Massnahmen, die
gestützt auf dieses Prinzip angeordnet werden, müssen verhältnismässig sein (BGE
127 II 306 E. 8). Sodann muss nicht jeder im strengen Sinn nicht nötige Lärm untersagt
werden. Es gibt keinen absoluten Anspruch auf Ruhe. Vielmehr sind geringfügige, nicht
erhebliche Störungen hinzunehmen (Art. 15 USG, BGE 133 II 169 E. 3.2).
Die Lärmimmissionen einer neuen ortsfesten Anlage müssen nach den Anordnungen
der Vollzugsbehörden so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich
möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV) und dass die von der
Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte nicht überschreiten (Art. 7
Abs. 1 lit. b LSV). Für Heizungsanlagen gelten die Belastungsgrenzwerte für Industrie-
und Gewerbelärm (Ziff. 1 Abs. 1 lit. e Anhang 6 zur LSV).
Die Grundstücke der Beschwerdeführer und das Grundstück des Beschwerdegegners
sind der W2 zugeteilt. Gemäss Art. 10 BauR gilt dort die Lärmempfindlichkeitsstufe II.
Gemäss Tabelle in Ziff. 2 Anhang 6 zur LSV beträgt der Planungswert am Tag 55 dB(A)
und in der Nacht 45 dB(A).
Die Einhaltung der massgeblichen Belastungsgrenzwerte belegt nicht ohne weiteres,
dass alle erforderlichen vorsorglichen Emissionsbegrenzungen gemäss Art. 11 Abs. 2
USG getroffen worden sind. Allerdings ist im Bereich des Lärmschutzes zu
berücksichtigen, dass die Planungswerte unter den Immissionsgrenzwerten liegen (Art.
23 USG), welche die Schwelle zur schädlichen oder lästigen Einwirkung definieren (Art.
13 USG); sie bilden daher bereits ein Element des vorsorglichen Immissionsschutzes,
d.h. der ersten Stufe der Emissionsbegrenzung. Sind die Planungswerte eingehalten,
rechtfertigen sich zusätzliche emissionsbegrenzende Massnahmen deshalb nur, wenn
mit relativ geringem Aufwand eine wesentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen
erreicht werden kann (BGer 1A.69/2002 vom 19. März 2003 E. 3.1 mit Hinweisen).
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3.2. Im Rahmen des Baugesuchsverfahrens wurde am 4. Dezember 2010 das vom
Beschwerdegegner und vom Projektverfasser, der SBS Energietechnik AG, Heizung,
Lüftung, Klima, Oberuzwil, unterzeichnete Formular "Wärmepumpen Deklaration
Anmeldung Einhaltung Schallschutzverordnung" eingereicht. Das Formular, das auch
vorgibt, wie der Beurteilungspegel Lr am Immissionsort zu berechnen ist, beruht
seinerseits auf einem Formular aus dem Bericht des Bundesamtes für Energie
"Lärmreduktion bei Luft/Wasser - Wärmepumpenanlagen Grundlagen und
Massnahmen". Das Formular enthält Angaben zum Hersteller der Wärmepumpe (CTA
AG, Münsingen), zum Typ (CTA Aeroheat CS 12bis), zur Schallleistung (54 dB) und zur
durchschnittlichen Betriebsdauer während der Nacht (4 Stunden in der Zeit von 19.00
bis 07.00 Uhr). Bei der Berechnung des Beurteilungspegels wurde der
Schallleistungspegel der Wärmepumpe mit dem Richtfaktor Q "an der Fassade
wirkend" eingesetzt und eine Distanz von 8 m zwischen Quelle und Empfänger
angenommen. Anhand dieser Angaben wurde der Schalldruckpegel am Empfangsort
berechnet. Er beträgt 31 dB. Dieser Pegel wiederum wurde entsprechend den
"Korrekturfaktoren nach Anhang 6 LSV" bereinigt. Daraus resultierte ein
Beurteilungspegel von 43 dB(A) in der Nacht. Fest steht somit, dass der Planungswert
um 2 dB(A) unterschritten wird bzw. dass die erste Stufe der Emissionsbegrenzung
eingehalten wird. Als zusätzliche SchallschutzMassnahmen sind schalldämmende
Luftkanäle und ein schalloptimierender Ventilator vorgesehen. Weitere
emissionsbegrenzende Massnahmen rechtfertigen sich deshalb nur, wenn mit relativ
geringem Aufwand eine wesentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen erreicht
werden kann. Daran ändert nichts, dass offen ist, welche schalldämmende Wirkung die
Luftkanäle und der Ventilator haben. Zu denken ist an technische Massnahmen, welche
geeignet sind, die Entstehung und Ausbreitung von Lärm weiter zu begrenzen, ohne
eine Änderung des Vorhabens zu bedingen. Die Verlegung der Luft-Wasser-
Wärmepumpe an einen anderen Standort, wie es die Beschwerdeführer verlangen,
würde aber hiezu führen, abgesehen davon, dass der Rahmen der vorsorglichen
Emissionsbegrenzung damit gesprengt würde.
3.3. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass auch der Vorwurf, der angefochtene
Entscheid sei bezüglich der Emissionsbegrenzung der Luft-Wasser-Wärmepumpe
fehlerhaft und müsse aus diesem Grund aufgehoben werden, unbegründet ist.
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4. Die Beschwerdeführer bringen weiter vor, die Baugesuchsunterlagen seien bezüglich
der Umgebungsgestaltung unvollständig, weshalb eine Gefährdung ihres Grundstücks
durch Rutschungen nicht ausgeschlossen werden könne. Es fehle ein Umgebungsplan,
obschon das BauR vorsehe, dass das Baugesuch einen solchen zu enthalten habe.
4.1. Nach Art. 80 Abs. 1 BauG ist für baubewilligungspflichtige Bauten und Anlagen vor
Beginn der Bauarbeiten bei der zuständigen Gemeindebehörde ein Baugesuch
einzureichen. Nach Abs. 2 dieser Vorschrift muss das Baugesuch die für die
baupolizeiliche Beurteilung notwendigen Unterlagen, wie Situationsplan, Grundriss,
Ansichten, Schnitte und Kanalisationspläne, enthalten.
Nach Art. 20 Abs. 1 lit. e BauR hat das Baugesuch einen Plan über die
Umgebungsgestaltung mit Zugängen, Parkplätzen, Kinderspielplätzen,
Terraingestaltung, Bepflanzungen, Böschungen und Kehrichtabstellplätzen zu
enthalten.
Nach Art. 52 BauG haben Bauten und Anlagen sowohl während der Erstellung als auch
während der Dauer des Bestandes gemäss den Regeln der Baukunde den
notwendigen Erfordernissen der Sicherheit zu entsprechen.
4.2. Das Baugesuch vom 6. Dezember 2010 wurde auf dem Baugesuchsformular des
Kantons St. Gallen (G1) eingereicht. Beigelegt waren das Formular "Wärmetechnische
Anlagen und Tankanlagen" (GA) und das Formular "Bau- und Wohnbaustatistik" (GD)
und folgende Unterlagen: Katasterplan, Ansichtsplan Nordfassade, Ansichtsplan
Ostfassade, Ansichtsplan Westfassade, Ansichtsplan Südfassade, Querschnittplan,
Grundrissplan Obergeschoss, Grundrissplan Erdgeschoss, Grundrissplan
Untergeschoss, Aushubplan, Höhenkurvenplan, Wärmepumpen Deklaration.
Zutreffend ist, dass dem Baugesuch kein Plan beiliegt, aus dem ausschliesslich
hervorgeht, wie die Umgebung des Bauvorhabens gestaltet wird. Aus dem
Grundrissplan Erdgeschoss und dem Ansichtsplan Ostfassade sind die geplante
Stützmauer und die geplanten Terrainveränderungen aber mit hinreichender
Deutlichkeit ersichtlich. Sodann ergibt sich aus dem Aushubplan, dass die Abgrabung
einen Abstand von mindestens 1.6 m zu den beiden Grundstücken der
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Beschwerdeführer einhält. Somit ist nicht anzunehmen, es komme zu Rutschungen zu
Lasten dieser Grundstücke.
4.3. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die eingereichten Planunterlagen für die
Beurteilung der Umgebungsgestaltung genügen und dass keine Anhaltspunkte
bestehen, wonach bei der Erstellung und während der Dauer des Bestandes des
Bauvorhabens die erforderliche Sicherheit nicht gewährleistet sein könnte. Die
Beschwerde erweist sich somit auch in dieser Hinsicht als unbegründet.
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Baubewilligung zu Recht erteilt worden ist.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
5.1. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Art. 7, Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie wird mit dem geleisteten
Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.
Die Beschwerdeführer können keine ausseramtliche Entschädigung beanspruchen (Art.
98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP).
5.2. Der Beschwerdegegner hat Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung (Art.
98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Sein Rechtsvertreter hat eine Kostennote eingereicht.
Danach beträgt das Honorar Fr. 6'177.60 (Honorar nach Pauschale gemäss Art. 22
Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75,
abgekürzt HonO, Fr. 5'500.--, Barauslagen gemäss Art. 28bis HonO Fr. 220.--, MWSt
Fr. 457.60).
Im Kanton St. Gallen wird das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege auf der
Grundlage von Honorarpauschale festgesetzt. Nach Art. 22 Abs.1 lit. b HonO beträgt
das Honorar vor Verwaltungsgericht pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Innerhalb
des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den
besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der
Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten
bemessen (Art. 19 HonO). Richtschnur ist dabei das gemäss kantonalem Tarif
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gerechtfertigte Anwaltshonorar, welches durch die bei objektiver Würdigung notwendig
erscheinende Inanspruchnahme des Anwalts entstanden ist (A. Urwyler, in: Brunner/
Gasser/Schwander, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St.
Gallen 2011, Art. 105 N 9 und 10).
Weil das Baugesuch die Messung des Niveaupunktes zu enthalten hat (vgl. Art. 20 Abs.
1 lit. d BauR), ist es nicht gerechtfertigt, anwaltliche Bemühungen, die dadurch
erforderlich wurden, dass die Messung des Niveaupunktes erst im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens erfolgte, ausseramtlich zu entschädigen. Das Gericht erachtet
deshalb eine Entschädigung von Fr. 4'500.-- (zuzüglich Honorarpauschale für
Barauslagen, zuzüglich MWSt) als gerechtfertigt. Sodann ist es Sache des
Beschwerdegegners die Fr. 852.10, die er für die Berechnung des Niveaupunktes
durch die Geoinfo AG in Rechnung stellt, selber zu begleichen.
Demnach hat das Verwaltungsgericht