# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1f96dbf2-cb59-4a4d-8193-8f51555410f6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1
9
66,
liess der Unfallversicherung Stadt Zürich am
2
1.
Mai
2012 einen am 15.
Mai 2012 erlittenen Unfall (Auffahrkollision auf dem
Pannenstreifen der Autobahn) melden. Sie war damals seit Dezember 2000
in einem 80
%-Pensum
als Mitarbeiterin Hauswirtschaft im Pflegezentrum
Y._
angestellt und da
mit
bei der Unfallversicherung Stadt Zürich gegen
die Folgen
von
Unf
ä
ll
en
versichert (
Urk.
6/
G00
1).
Die Unfallversicherung
erbrachte Heilbehandlung so
wie Taggeld.
Die Versicherte wurde
nach dem Unfall
durch
ein Case Manage
ment ihrer Arbeitgeberin unterstützt
und
konnte ihr Pensum nach anfänglich 100%iger Arbeitsunfähigkeit allmählich
steigern;
ab dem
1
3.
Juni
2013
nahm sie ein
60
%
-Pensum wahr
(
Urk.
8/T011
und 8/J004
S.
10
)
.
Am 1
1.
März 2014 verfügte
die Unfallversicherung Stadt Zürich
, dass die
Leis
tungspflicht
per 10.
Februar 2014 ende (
Urk.
6/G066
). Dagegen erhob
der
Kran
kenversicherer
,
die
Avanex
Versicherungen AG
,
am 1
7.
März 2014 vor
sorg
lich Einsprache (Urk.
8/J001), die
er
mit Schreiben vom 1
9.
März 2014 wieder zurück zog
(Urk.
8/J003)
.
Die Einsprache der Versicherten vom 1
0.
April 2014 (
Urk.
8/J004)
wies die Unfallversicherung Stadt Zürich mit Entscheid
vom
2.
Juni 2014
ab
(
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
2.
Juni 2014 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am
3.
Juli 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, dieser
bzw.
die dem Ent
scheid zugrundeliegende Verfügung seien aufzuheben und es sei die
Beschwer
degegnerin
zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen aus der obligatori
schen Unfallversicherung zu gewähren (S.
2). Die Unfallversicherung Stadt Zürich schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
8.
Juli 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5, S.
2). Mit Mitteilung vom
6.
August 2014 (
Urk.
10) wurde die Beschwerdeantwort der Beschwerdeführerin zugestellt.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen einzu
gehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei
Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). De
r
Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind,
in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.
2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
han
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen
Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittel
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Inte
grität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sund
heit
liche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E.
1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
3
Nach der Rechtsprechung setzt der Leistungsanspruch aus der obligatorischen Unfallversicherung nebst einem natürlichen auch einen adäquaten Kausalzu
sam
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE
129 V 177 E.
3.1 und 3.2 S.
181 mit Hinweisen). Dabei spielt im
Sozial
ver
si
cherungsrecht
die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natür
lichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Be
reich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. An
ders
verhält es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv aus
ge
wiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augen
fälligen Geschehensablauf des geltend gemachten Unfallereignisses aus
zugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese
Adäquanz
kriterien
unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (sogenannte Psycho-Praxis; BGE 115 V 133), während nach der bei Schleudertraumen und äquiva
lenten Verlet
zungen der HWS sowie Schädel-Hirntraumen anwendbaren soge
nannten
Schleu
der
trauma-Praxis
auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi
schen Komponenten verzichtet wird (zum Ganzen: BGE 134 V 109 E. 2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_
258/2013 vom 1
6.
Oktober
2013
E.
4.3.1
).
1.4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG
; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hin
weis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Be
griffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cher
ten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beur
teilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit
Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu werden, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheit
liche Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der
Invalidi
tätsbe
messung
der SUVA gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde ge
legte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Un
fall
versicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl.
vorer
wähntes
Urteil des Bundesgericht
s
8C_588/2013 E. 3.5).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi
nischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid
vom
2.
Juni 2014
damit,
es sei
aufgrund der medizinischen Akten, namentlich
der
von ihr veranlassten konsiliarischen Untersuc
hungen
, ausgewiesen
, dass der Status quo sine
vel
ante bezüglich der somatischen wie psychischen Beschwerden per
1
0.
Februar 2014 (Datum des letzten Konsiliarberichts) erreicht
worden
sei. Im Weiteren
müsse
ohnehin auch die Adäquanz
verneint werden
.
Schliesslich
sei hinsichtlich der von Dr.
Z._
disku
tierten
somatoformen
Schmerzstörung praxisgemäss von einer Überwindbarkeit auszugehen. Dasselbe gelte
bei Annahme eines erlitte
nen leichten
HWS-Distor
sionstraumas
(
Urk.
2). In ihrer
Vernehmlassung
vom 28.
Juli 2014 (
Urk.
5
;
Be
schwerd
e
antwort
)
führte die Beschwerdegegnerin aus, die Beschwerdeführerin habe beim Unfall ein leichtes Schädelhirntrauma (
commotio
cerebri)
mit einem
Glasgow
Coma
Scale
(GC
S
) von 15 bei Ein
wei
sung in das erstbehandelnde
Spital A._
sowie eine
Rissquetsch
wunde
erlitten (
Ad.
Ziff.
20)
.
Angesichts dieser Verletzungen
sei
ein spontaner Heilverlauf innert relativ kur
zer Zeit zu erwarten gewesen
(Ad.
Ziff.
23)
. Der sich dann einstellende protra
hierte
V
erlauf
sei mit den konsularischen Beurtei
lungen abgeklärt worden
. Die Konsiliarärzte seien dabei zu
einer augenfällig
einheitlichen Beurteilung des Verlaufs beziehungsweise des Status quo sine
vel
ante
gelangt
(Ad.
Ziff.
24
ff.
).
2.2
Die Beschwerdeführerin rügte
im Wesentlichen den Zeitpunkt der
Kausalitäts
prüfung
während laufenden Eingliederungsmassnahmen der Arbeitgeberin so
wie
eine Verletzung der Parteirechte im Zusammenhang mit
den medizinischen
Abklärungen der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
1
Ziff.
22). Zudem stellte sie sich auf
den Standpunkt, da
ss
im Falle e
iner HWS-Distorsionsverletzung, wozu auch die sogenannt leichten traumatischen Hirnschädigungen zu zählen seien, höchst
richterlich eine interdisziplinäre Begutachtung gefordert werde, die
nicht durch die von der Beschwerdegegnerin beigezogenen Konsilien ersetzt werden könne (
Ziff.
10
ff. und
Ziff.
23). Sie machte im Weiteren geltend, auch
den Konsilien sei die Feststellung zu entnehmen, dass eine weitergehende
Neuun
tersuchung
nach einem bestimmten Zeitraum unerlässlich sei. Die
Beschwerde
gegnerin
habe
ihre Abklärungspflicht verletzt (
Ziff.
2
8 f.
).
3
.
3
.1
Im Polizeirapport zum Strassenverkehrsunfall
vom 1
5.
Mai 2012 wurde
das
E
reignis aufgrund der angetroffenen Situation, der Beschädigungen der Fahr
zeuge sowie der Aussagen der beteiligten Personen im Wesentlich
en
wie folgt
geschildert:
Am Dienstag, 1
5.
Mai 2012 sei
die Beschwerdeführerin zu
sammen mit ihrem Ehemann
und
einem weiteren Mitfahrer auf der Autobahn A1 von
B._
Richtung
C._
gefahren.
Der Ehemann
habe
das Fahr
zeug
wegen eines Problems mit der Scheibenwischanlage auf dem
Pannenstrei
fen
unter der „
Knüli
-Überführung“
zum Stillstand gebracht
, die
Warnbli
nk
an
lage eingestellt, die Motorhaube geöffnet, das Fahrzeug verlassen
und sich vor dieses begeben, um das Problem zu beheben. Der Mitfahre
r
habe das Fahrzeug eben
falls verlassen. Die Beschwerdeführerin sei in der Zwischenzeit angegurtet
auf dem Beifahrersitz
sitzen geblieben.
Eine nachfolgende Lenkerin
gab
nach dem Unfall
an, sie sei
zunächst mit zirka 120
km/h gefahren
,
habe dann
das Fahr
zeug auf
dem Pannenstreifen gesehen und
sei
vom Gaspedal weg
g
egangen, um ihre Geschwindigkeit zu verringern
,
habe
dann aber plötzlich etwas wa
hr
ge
nommen, das
sie erschreckt habe
, eine Vollbremsung eingeleitet und ein
e
un
ge
wollte
Lenkbewegung nach rechts gemacht. Anschliessend prallte
das Fahr
zeug der
nachfolgende
n
Lenkerin
frontal in das Heck des stillstehenden Wa
gens. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieser nach vorne katapultiert, wodurch
der
Ehemann der Beschwerdeführerin auf die Normalspur
geschleudert
und
der
Mitfahrer auf dem Pannenstreifen zu Boden
geworfen wurde
.
Der Wa
gen
prallte danach gegen die rechtsseitige Randleitschranke, wurde nach links abgewiesen
und driftete anschliessend diagonal über beide Fahrspuren. Schliesslich prallte
er
in die Mittelleitschranke
, wo
er
eingeklemmt
zum Still
stand
kam
. Die Be
schwerdeführerin befand sich die ganze Zeit im Fahrzeug
(
Urk.
6/G006 S. 4 und 5 f.).
So schilderte die Beschwerdeführerin den Unfall
im Wesentlichen
auch
auf dem Frageblatt zum Verkehrsunfall (Urk.
6/G004).
3.2
3.2.1
Der medizinische Sachverhalt präsentiert sich in den Akten wie folgt:
3.2.2
Die Ärzte des erstbehandelnden
Spitals A._
berichteten am 16.
Mai
2012 von einem stationären Aufenthalt vom 1
5.
bis 1
6.
Mai 201
2.
Sie nannten
die Diagnose
eines
leichte
n
Schädelhirntrauma
s
mit/bei
einer klei
nen
Riss
quetsch
wunde
parieto
-okzipital links sowie initialer Bewuss
tlosigkeit von weni
gen Sekunden und einem GCS 1
5.
Die Beschwerdeführerin habe sich während der
Hospitalisation
zu jedem Zeitpunkt kreislaufstabil
und
ohne neu
rologisches Defizit
gezeigt
. Die initial durchgeführte
Bildgebung
habe
al
ters
entsprechende
Normalbefunde
ohne Hinweise
auf
eine intrakranielle Hämorrha
gie oder Frak
tu
ren im
Bereich
des Schädels
ergeben
. Ebenso sei die orthopädi
sche und chirur
gische Abklärung negativ verlaufen (
Urk.
7/M001).
3.2.3
Die Hausärztin
Dr.
med.
D._
,
Innere Medizin
FMH
,
berichtete am 1
8.
Juni 2012, seit dem Unfall bestünden
Sensibilitätsstörungen an der l
inken Hand (
2.
bis
5.
Finger, Ameisen
l
aufen) bis zum Ellbogen ziehend. Eine rheumatolo
gische Untersuchung sei geplant.
Zudem leide die Beschwerdeführerin
als Folge des Aufpralls
unter
Kopf- und Nackenschmerzen
. Hier müsse im Verlauf die Halswirbelsäulensym
p
tomatik geklärt werden.
Die Beschwerdeführerin
sei
zu
dem
seit dem Unfall sehr schreckhaft und schlafe nicht gut. Sie erwache immer wieder, um zu schauen, wie es ihrem Ehemann gehe. Bei der letzten Kontrolle vom
5.
Juni 2012 habe die Beschwerdeführerin von Schmerzen in der linken Schulter und im linken Arm berichtet (
Urk.
7/M007).
3.
2
.
4
Die Rheumatologin
Dr.
E._
berichtete der Hausärztin am 2
9.
Juni 2012 nach einer Untersuchung vom 2
0.
Juni 201
2.
Sie gab an, sie
habe
bei der Pati
entin ein panvertebrales Schmerzsyndrom und eine
Impi
n
gementsymptomatik
links gefunden. Die Hämatome seien zwischenzeitlich verschwunden. Die Be
schwerdeführerin wirke jedoch psychisch sehr auffällig und könne nicht sehr präzise Angaben machen.
Eindeutige neurologische Defizite habe sie keine ge
funden. Die
Kribbelparästhesien
im Bereich der Finger könnten auch durch
Triggerpunkte
ausgelöst werden. Eine interdisziplinäre Behandlung inklusive psychologischer Betreuung wäre aber ratsam (
Urk.
7/M008 S. 2 f.).
3.2.5
Der Vertrauensarzt der Pensionskasse Stadt Zürich,
Dr.
med.
F._
, Allge
meine Medizin FMH, gab am 3
0.
August 2012 an, die Beschwerdeführerin zeige typische Merkmale einer posttraumatischen Belastungsstörung
(PTB
S)
. Er be
scheinigte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
7/M016).
Im weiteren Verlauf gab er an, anlässlich der Kontrolle vom 2
5.
Februar 2013 habe die Beschwerdeführerin vorerst sehr beschwerde- und defizitorientiert be
richtet. Im Verlauf des Gesprächs habe sich die Stimmungslage aufgehellt und die Beschwerdeführerin habe sich gegenüber einer Steigerung der Arbeitsfähig
keit positiver eingestellt gezeigt. Es bestünden nach wie vor Symptome einer PTBS, jedoch schwächer. Eine Aggrava
tion bestehe nicht. Er vereinbarte mit der Hausärztin
Dr.
D._
die Bescheini
gung einer Arbeitsfähigkeit von 40
%
ab dem
4.
März 2013 und stellte fest, mit einer weiteren Steigerung in kleinen Schritten sei zu rechnen (Urk. 7/M017).
3.
2
.
6
Am 2
9.
November 2012 berichtete
Dr.
med.
G._
, Oberarzt Neurologie
im
Spital
H._
,
nach einer gleichentags erfolgten Konsultatio
n, von neurologischer Seite her
ergebe sich keine Restriktion der Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/M012).
3.2.
7
L
ic
. phil
.
I._
und
Dr.
med.
J._
(del
egierender
Arzt) berichteten am 9.
D
ezember 2012, bei der Beschwerdeführerin habe sich im Anschluss an das Unfallereignis vom 1
5.
Mai 2012 schleichend das PTBS
-Syndrom
mit Intru
sionen, Vermeidung,
Hyper
vigilanz
, Ängsten, Panikgefühlen, Übelkeit, Kraft
losig
keit, Müdigkeit und Schlafstörungen manifestiert. Sie leide zudem unter Schmerzen (Kopf, Schulter, Rücken). Die Patientin habe in den sechs Sitzungen gut auf die
traumaspezifische
EMDR-Therapie angesprochen. Es gehe
ihr
im
Moment bedeutend besser. D
ie Intrusionen, Vermeidung und
Hypervigilanz
hätten
deutlich abgenommen.
Die Beschwerdeführerin
spüre
mehr
Energie, An
trieb und Freud
e
und könne gut ein- und durchschlafen. Das Morgentief sei noch vorhanden. Eine begleitende medikamentöse Behandlung sei durch den Psychiater verordnet worden. Die Rehabilitation sei noch nicht abgeschlossen
(
Urk.
7/M011)
.
3.2.
8
Am 1
0.
April 201
3
berichtete
Dr.
D._
,
das Hauptproblem seien
zurzeit
Schmer
zen im Nacken, Rücken, im li
nken Arm und im Schulterbereich
.
Betref
fend die psychischen Beschwerden
verwies
sie auf die laufenden Behandlungen beim Psychiater
Dr.
med.
K._
sowie
bei
lic
. phil.
I._
. Die Beschwerde
führerin arbeite seit dem
4.
März 201
3
zu 40
%
und habe sich bei der letzten Konsulta
tion nicht in der Lage gesehen, dieses Pensum weiter zu steigern.
Geplant wäre nach nun einem Jahr nach dem Unfall allmählich eine Steigerung auf ihr ur
sprüngliches Pensum von 80
%
. Was geschehen müsse,
damit
die
Beschwerde
führerin dies tue, könne sie nicht sagen.
Sie schlage eine eingehende vertrau
ensärztliche Beurteilung vor, um zu klären, welche Beschwerden
unfall
be
dingt
seien und welche
nicht
(
Urk.
7/M018)
.
3.2.
9
L
ic
. phil.
I._
und
Dr.
med.
J._
,
berichteten am 2
1.
April 2013 von vier bis fünf Konsultationen im Rahmen der delegierten Psychotherapie seit dem letzten Bericht, wobei auch der Psychiater
Dr.
med.
K._
die Beschwerde
führe
r
in
weiterhin behandle. Aus
psychotraumatologischer
Sicht sei die EMDR-Be
handlung erfolgreich gewesen.
Auch die depressiven Komponenten hätten sich gebessert.
Zwischenzeitlich habe die Beschwerdeführerin jedoch wiederholt über vermehrte Besorgnis mit frei flottierender Angst und Panikgefühlen ge
klagt. Es sei denkbar, dass diese Beschwerden durch den Unfall ausgelöst und verstärkt
worden seien
. Im engeren Sinn gehöre die Symptom
atik nicht zur PTBS. Es werde
nun versucht, die Angstproblematik mit Gesprächen, EMDR und
verhal
tenstherapeutischen
Techniken anzugehen
. Der letzte Termin sei am
5.
März 2013 gewesen, die Beschwerdeführerin werde sich für weitere Termine melden
(
Urk.
7/
M0
20)
.
3.
2.
10
Dr.
med.
L._
, Facharzt Rheumatologie und Innere Medizin FMH, nannte in seinem Bericht vom 2
5.
Juni 2013
betreffend die von
der
Beschwerdegegne
rin
in Auftrag gegebene
rheumatologische
Abklärung (Urk.
7/
M0
21) die folgen
den
rheumatologischen
Diagnosen (S. 10):
C
ervikospondylogenes
Syndrom links
Heckkollision am 1
5.
Mai 2012 mit a
namnestisch leichtem Schädelhirn
trauma und multiplen Kontusionen mit Hämatomen am linken Arm, Thorax sowie entlang
der
Wir
belsäule;
Halswirbelsäulen (
HWS
)
-Distorsion Grad II QTF
v
orbestehend asymptomatische
Osteochondrose
/
Unkovertebralarthrose
C5/6
W
ahrscheinlich post
t
raumatische
Periarthropathie
der linken Schulter
L
umbospondylogenes
Syndrom rechts,
tendomyotisch
bei Hyperlordose (unfallfremd)
S
ubsti
t
uierte Hypoth
yre
ose
Zur Unfallkausalität führte
Dr.
L._
aus, aus rheumatologischer Sicht sehe er für die im Vordergrund stehenden
cervikospondylogenen
Beschwerden und auch die
tendinopathischen
Schulterbeschwerden links eine Kausalität zum Unfallereignis vom 1
5.
Mai 2012 noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als gegeben
an
. Es habe sich beim Unfall um eine aussergewöhnlich heftige Heckkollision gehandelt, bei der das Fahrzeug der Versicherten auf der Auto
bahn vom Pannenstreifen quer über die Fahrbahn zur Mittelleitplanke katapul
tiert worden und gemäss Polizeibericht unter dieser eingeklemmt
worden
sei
. Entsprechend habe die Versicherte multiple
,
ausgedehnte Hämatome im Bereich des Schultergürtels,
auf der linken Seite des Halses
und auch am linken Arm erlitten
, die von der Hausä
rztin am 2
2.
Mai 2012 echtzeitlich
im
Doku
men
tationsbogen
für HWS-Distorsionen objektiviert worden seien.
Es könne angenommen werden, dass durch die heftige Kollision die
vorbeste
hende
Osteochondrose
C5/6 stark traumatisiert worden sei, was den verzögerten Heilverlauf auch nach nun etwas mehr als einem Jahr noch plausibel erscheinen lasse.
Auch wenn sich die Nacken- und
Hinterkopfschmerzen
für die Beschwerdefüh
rerin subjektiv kaum verändert hätten, müsse objektiv doch von einer all
mäh
lichen und bis heute wesentlichen Besserung ausgegangen werden, nach
dem die Arbeitsfähigkeit seit November 2012 von 0
% auf aktuell 60
% habe gesteigert werden können.
Da gemäss den bildgebenden Abklärungen mit zweimaliger Computertomogra
phie der
HWS
strukturelle traumatische Läsionen
hätten
ausgeschlossen werden
können
, könne davon ausgegangen werden, dass die noch vorhandenen
unfall
bedingten
Beschwerden weiterhin abklingen würden. Eine richtungsgebende Verschlechterung des radiologisch diagnostizierten degenerativen Vorzustandes liege bei Fehlen von zusätzlichen strukturellen traumatisch bedingten Verän
derungen nicht vor. Auch eine ausgeprägte Traumatisierung einer
Osteochond
rose
sollte nach spätestens 18 Monaten keine Beschwerden mehr verursachen. Entsp
rechend könne
prognostisch erwartet werden, dass der Status quo sine spätestens per Mitte November 2013 erreicht sein werde. Sollten dann noch re
levante
cervikospondylogene
Beschwerden bestehen, so müssten diese mit grösserer Wahrscheinlichkeit der vorbestehenden krankhaften
Oste
ochondrose
z
ugeschrieben werden (S. 12 f.).
Dr.
L._
gab sodann an, die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in ihrer angestammten Tätigkeit als Reini
gungskraft im Krankenheim
Y._
sei unfallbedingt
noch eingeschränkt. Sie arbeite laut ihren Angaben
seit
dem 12.
Juni 2013 (Datum der gutachterlichen Untersuchung) in einem 60
%
-
Pen
sum. Die
aktuellen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit würden aus rheuma
tologischer Sicht einerseits Arbeiten über Kopf betreffen, bei denen der linke Arm
eleviert
beziehungsweise der Kopf extendiert werden müsse (zum Beispiel das Reinigen von Lampen etc.)
. Zudem wirkten sich die Einschränkungen bei repetitive
n
,
uniforme
n
Belastunge
n
des linken Armes
aus (Heben und
Tragen von Lasten über 5 Kilogramm beziehungswei
se von Einzellasten über 15 Kilo
gramm mit dem linken Arm oder
länger dauernde Reinigungstätigkeiten mit dem linken Arm wie zum Beispiel Fenster putzen etc.).
Es könne davon ausgegangen werden, dass mit dem Rückgang der
unfallbe
dingten
Beschwerden
auch die unfallbedingte Einschränkung der Arbeitsfähig
keit
abnehmen
werde, so dass eine schrittweise Erhöhung des Arbeitspensums aus rheumatologischer Sicht bereits jetzt geplant werden könne.
Dr.
L._
schlug vor, die Arbeitszeit in monatlichen Abständen um jeweils eine Stunde zu erhöhen, so dass Mitte bis spätestens Ende September
2013
wieder
das ange
stammte Arbeitspensum von 80
%
erreicht werde
. Sollte dies nicht gelingen, so könne aus somatischer Sicht davon ausgegangen werden, dass
ab
spätestens Mitte November 2013
unfallfremde, krankhafte Faktoren für
die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit überwiegend
verantwortlich seien
. Eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit
könne
ab diesem Zeitpunkt nicht mehr attestiert werden (S.
13 f.).
Eine behinderungsangepasste Tätigkeit mit Vermeidung der oben erwähnten Ein
schränkungen (
keine
Arbeiten über Kopf, keine Extension der
HWS
, keine über
mässigen Kraft-, Hebe-, und Tragebelastungen des linken Armes) könne
der Ver
sicherten
aus rheumatologischer Sicht sowohl unfall- wie auch
krank
heits
be
dingt
bereits zum jetzigen Zeitpunkt ohne Einschränkungen zugemutet werden
(S. 14).
3.
2.
11
Dr.
K._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
stellte in seinem
Bericht
vom
8.
Juli 2013
die Diagnose einer
PTBS (ICD-10 F43.1)
.
Die Behandlung bei ihm bestehe aus psychiatrischer und medikamentöser Führung und Kontrolle
;
er sehe die Beschwerdeführerin meist zirka einmal monatlich. Es sei mit der Psy
chologin eine gute therapeutische Beziehung zustande gekommen. Die Psycho
pathologie habe sich im Verlauf graduell gebessert. Die PT
B
S-, die depressive und die ag
o
raphobische Symptomatik hätten abgenommen, seien aber nach wie vor manifest. Die Panik-Symptomatik habe sich bis in den
subsyndromalen
Be
reich vermindert; als therapie
re
fraktär würden sich bisher die frei flottierenden Ängste erweisen. Die Beschwerdeführerin sei mit einem Pensum
bis 50
%
offen
bar gut fähig
gewesen
, die Arbeit zu leisten, dies im Rahmen des situativen Arrangements, das unter
Be
i
zug
einer Case Managerin vereinbart
worden sei
.
Ak
tuell, das heisse seit Juni 2013
,
seien offenbar Schwierigkeiten aufgetreten, da nach Aussage der Beschwerdeführerin die vereinbarten Arbeitsbedingungen vonseiten des Arbeitgebers nicht eingehalten würden
(
Urk.
7/M022)
.
3.
2.1
2
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Z._
nannte in ihrem psychiatrischen Konsilium vom 1
8.
Juli
nach einer Untersuchung vom 1
2.
Juni 2013
(
Urk.
7/
M0
23) die folgenden psychiatrischen Diagnosen
(S. 13)
:
Status nach posttraumatischer Belastungsstörung, Symptomatik aktuell in Remission (ICD-10 F43.1)
Differentialdiagnose: Panikstörung (ICD-10 F41)
Verdacht auf respektive Gefahr der Entstehung einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Fachärztin
Z._
gab an, dass die psychischen Symptome insgesamt in Remis
sion zu sein s
chi
e
nen
, wobei parallel
hiezu
der Eindruck entstehe, dass die kör
perliche Symptomatik in Form von Kopf- und Nackenschmerzen insgesamt zwar wechselhaft sei, tendenziell aber an Intensität zugenommen habe bezie
hungsweise hier imm
er wieder weitere diagnostische
Massnahmen zum Aus
schluss einer körperlichen Erkrankung durchgeführt würden.
Daraus ergebe sich die Befürchtung, dass sich möglicherweise eine
somatoforme
Störung im Sinne einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) entwickeln könnte.
Der Verlauf werde zeigen,
inwieweit eine solche
Störung vorliege
.
Ein
e gewisse Schmerzsymptomatik
sei
durchaus
auch
im Rahmen posttraumatischer Belastungsstörungen
häufig
zu beobachten
(S.
15).
Betreffend Unfallkausalität scheine es so, dass die im Vordergrund stehende Symptomatik als unfallkausal interpretiert werden
könne
und
müsse
. Das erlit
tene Trauma, insbesondere
auch
unter Berücksichtigung der Begleitumstände, sei ausreichend schwer
gewesen
, um die Symptomatik einer posttraumatischen Belastungsstörung auszulösen. Im Übrigen würden sich keine Hinweise für ein demonstratives oder
agg
ravierendes
Verhalten ergeben. Die Versicherte scheine sehr bemüht, die Wiederintegration in ihre Berufstätigkeit voranzutreiben, nicht zuletzt
weil
offensichtlich
die Arbeit und die damit verbundenen Sozialkontakte
für sie eine grosse Ressource bedeuteten. Aufgrund des bisherigen Verlaufs könne
davon ausgegangen werden, dass das unfallbedingte Beschwerdebild weiterhin remittiere und in zirka sechs Monaten der Vorzustand erreicht sein sollte. Sollten die Beschwerden über diesen Zeitraum hinaus weiter bestehen und sich limitierend auf die Arbeitsfähigkeit auswirken, müsste der Einfluss
unfall
frem
der
Faktoren erneut diskutiert werden. Bei noch bestehender
Rest
symptomatik
betreffend die
PTBS
sei momentan weder der Status quo sine noch der Status quo ante erreicht. Wie bereits aus
geführt, sei damit in zirka sechs Monaten zu rechnen.
Fachärztin
Z._
empfahl eine Nachuntersuchung in zirka sechs Mona
ten, wenn bis dahin nicht eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werde, das heisse genauer
gesagt dann, wenn die Versicherte bis dahin nicht wieder in ihrem bis
herigen Pensum von
80
%
arbeitsfähig sei (S. 17).
3.
2.1
3
Dr.
med.
M._
, Facharzt FMH für Neurologie
,
berichtete der Beschwe
rdegegnerin am 1
0.
Februar 2014
über die
von
dieser veranlassten
medizinische
n
Abklärung
(
Urk.
7/M025)
.
Seine Untersuchung hatte am
3.
August 2013 stattgefunden (vgl.
Urk.
6/G058).
Er diagnostizierte einen Status nach Auffahrkollision mit der Folge eines zervikalen Distorsionstrauma
s
Grad II sowie mit
zerviko-zephalem
Syndrom (mit gehäuften Kopfschmerzen), mit Entwicklung eines
lumbo
-thora
ka
len
Vertebralsyndroms
(mit weitgehender Besserung im Verlauf), mit abge
heil
ter Rissquetschwunde
parieto
-okzipital links
, mit Entwicklung eines
Impin
gementsyndroms
links
axillär
und
mit
PTBS
(ICD-10 F43.1
; S. 6
). Er gab an, die Beschwer
deführerin habe beim Autounfall
ein HWS-Distorsionstrauma sowie zusätzlich Bagatellverletzungen erlitten (Rissquetschwunde und Beinkontusion links). Beim Aufprall sei es zu einer grossen Kraftentwicklung gekommen.
Das Fahrzeug sei mehrere Meter
weg
ka
tapultiert
worden und Bremssp
uren des
Un
fallverursachers
seien prakt
isch nicht zu sehen. Das unf
allverursachende Auto dürfte etwa mi
t einer Geschwindigkeit von 80 k
m/h aufgeprallt sein. Laut Akten soll es eine kurze Bewusstlosigkeit gegeben haben, was aufgrund der grossen Krafteinwirkung gut vorstellbar sei.
Insbesondere dramatisch sei die Sache für die Beschwerdeführerin aber gewor
den, als
sie
beim
Stillstehen des Autos
ihren
Ehemann blutend auf der Fahrbahn liege
n
d
wahrgenommen habe
. Die Be
schwerdeführerin habe typische Beschwer
den eines
kranio
-zervikalen
Beschleu
ni
gungstraumas
mit Kopf- und
Nacken
schmerzen
sowie Schwindel.
Diese hätten
sich teilweise gebessert, sich dann aber im Verlauf auch wieder verschlechtert. Insbesondere sei es zur
Schmerzex
azerbation
an der Kontusionsstelle am Unter
schenkel und zu Schmerzen im Verlauf der nächsten Tage mit panvertebralem Syndrom gekommen. Dabei seien heute vorwiegend noch ein
Zervikalsyndrom
und Kopfschmerzen vorhanden. Letztlich habe sich die Beschwerdeführerin aber
insgesamt bezüglich des
Zervi
k
alsyndroms
sehr gut erholt. Aktu
ell seien die
ehe
r noch milden Beschwerden nicht mehr alleine durch den Unfall erklärbar, son
dern müssten auch im Rah
men der verschiedenen degenerativen Veränderungen gesehen werden. Die Kopfschmerzen müssten jedoch weiterhin, wenn auch zum Teil mitbedingt durch das
Zervikalsyndrom
, hauptsächlich als Unfallfolge
be
trach
tet
werden. Die Chancen seien aber gut, dass sich auch diese Kopf
schmer
zen noch verbes
serten
(S. 6 f.).
Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Status quo sine bezüglich des
Zervikalsyndroms
und der unspezifischen Beschwerden erreicht sei.
Die neurologischen Beschwerden beschränkten sich auf die Kopf
schmerzen im Zusammenhang mit dem
zerviko-zephalen
Syndrom
. Es bestün
den keine neurologischen Defizite. Das
Zervikalsyndrom
, das jetzt bestehe, sei rheumatologischer Natur. Die Beschwerdeführerin habe aber immerhin ein
kranio
-zervikales Beschleunigungstrauma erfahren, bei dem Nacken- und Kopf
schmerzen sehr häufig seien. Mindestens für das erste Jahr, er schätze aber auch für die ersten eineinhalb Jahre, müsse ein kausaler Zusammenhang zwischen den
zerviko-zephalen
Beschwerden und dem Unfall angenommen werden (S. 7).
Bei der
Untersuchung vom
3.
August 2013 hätten sich noch
Funktionsein
schrän
kungen
der unteren Halswirbelsäule gefunden, dies
e
sei
en
aber nicht mehr sicher auf den Unfall zurückzuführen, da hier bereits vorbestehende dege
ne
ra
tive Veränderungen vorhanden gewesen seien. Dies auseinanderzuhalten sei schwierig, eine gewisse Verschlechterung
durch den Unfall sei möglich. Es müsse aber angenommen werden, dass
sich vom ganzen Verlauf her
hier ein Status quo si
ne seit Juni 2013 ergeben habe
(S. 7).
Die plötzlich auftretenden
Kribbelparästhesien
hätten keinen eigenen
Krank
heits
wert
, sonder
n seien im Rahmen der psychovege
tativen Reaktion der Be
schwer
deführerin zu sehen. Dies gelte auch für die Müdigkeit und die Antriebs
armut. Der Schwindel spiele eine untergeordnete Rolle und stehe in der heuti
gen Form
mit dem Unfall
nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
in einem
kau
sa
len Zusammenhang. Hier stünden eher ebenfalls psychovegetative Momente
sowie eine allfällige leichte
orthostatische
Dysregulation im Vorder
grund (S. 7 f.).
Betreffend die Arbeitsfähigkeitseinschätzung müssten auch die rheumatologi
schen und die psychiatrischen Befunde miteinbezogen werden.
Die Beschwer
de
führerin sei
aus rein neurologischer Sicht
zu 80 bis 90
%
arbeitsfähig in ihrer bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin Hauswirtschaft
, die auch als angepasst zu betrachten sei
. Die Einschränkung bestehe durch die noch gehäuften Kopf
schmerzen, das heisse, die Beschwerdeführerin brauche gelegentlich Zeit für eine zusätzliche Pause (S.
6 f. und
8).
3.
2.1
4
Am 1
7.
Februar 2014 gab
die Hausärztin
Dr.
D._
an, die B
eschwerdeführerin be
richte weit
er
h
in über linksbetonte Schmerzen im Schulter-Nacken-Thorax-Arm-Bereich und über Kribbeln in den Armen und am ganzen Körper.
Die
Durch
führung der
Physiotherapie scheine laut Angaben der Physiotherapeutin
mit Schwierigkeiten verbunden
, da die Beschwerdeführerin
vor allem
auf Be
hand
lungen der Halswirbelsäule sehr empfindlich reagiere und s
ich s
elber nicht
im Stande sehe
, Übungen zu Haus
e
durchzuführen.
Die Beschwerde
füh
rerin habe
eine nochmalige neurologische Beurteilung im
H._
gewünscht. Die
Psychotherapie bei
lic
. phil.
I._
und die antidepressive medi
kamentöse The
ra
pie durch
Dr.
K._
würden weitergeführt.
Die Arbeitsfähigkeit sei allmäh
lich
gesteigert worden und stagniere
jetzt
seit dem 1
3.
Juni 2013 bei 60
%
be
zogen auf 100
%
, welche die Beschwerdeführerin in etwas mehr Zeit absolviere. Eine Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz (Wäscherei anstatt
Abteilungs
reini
gung
) habe die Beschwerdeführerin bisher abgelehnt
(Urk.
7/M028).
3.
2.
1
5
Oberarzt
Dr.
G._
vom Spital
H._
berichtete am 1
3.
Februar 2014, die
ergänzend durchgeführten funktionellen und bildgebenden Untersuchungen (SEP,
MRI, Neurographie) seien allesamt unauffällig beziehung
sweise ohne rele
vante
Pathologien gewesen. Somit bleibe auch bei der wiederholten Abklärung der beklagten Kribbelsensationen insbesondere an den Armen und im Bereich des Kopfes die
Aetiologie
unklar. Eine neurologische Störung sei unwahr
scheinlich, allenfalls wäre ein vertieftes Angehen dieser Symptomatik beim be
handelnden Psychiater angezeigt (
Urk.
7/M029).
3.
2.
1
6
Der
Vertrauensarzt der Pensionskasse Stadt Zürich
,
Dr.
med.
F._
, All
gemeine Medizin FMH,
attestiert
e
in seinem Bericht vom
6.
Februar 2014 bis voraussichtlich April 2014 immer noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit
bezogen auf die bisherige Tätigkeit
und gab an, es könne mit
einer
Steigerung der
Präsenzzeit
auf
70
%
mit einer Belastung von 100
%
voraussichtlich im Verlauf des April
s
2014
und mit einer Steigerung der Präsenzzeit auf
80
%
(voll
e
Ar
beitsfä
higkeit gemäss Beschäftigungsgrad
) mit einer Belastung von 100
%
vor
aus
sichtlich
im
Verlauf
des
Juni
s
2014 gerechnet werden
(
Urk.
7/M031)
.
4.
4.1
In medizinischer Hinsicht ist
ausgewiesen
, dass die Beschwerdeführerin
beim
Autounfall
vom 1
5.
Mai 2012
nebst einer Rissquetschwunde
, einer Kontusion
des linken Unterschenkels sowie
multiple
n
Hämatome
n
ein leichtes
Schädel
hirn
trauma
erlitten hat
te
und in der Folge
namentlich
unter
persistierenden
cervi
kospondylogenen
Beschwerden
, Schulterbeschwerden und Kopfschmerzen
litt
.
Sie beklagte
darüber hinaus
Kribbelsensationen insbesondere an den Armen und im Bereich des Kopfes
,
deren
Aetiologie
nach wiederholten Abklärungen unklar blieb.
Nach Einschätzung der behandelnden Ärzte, des Vertrauensarztes der
Pensionskasse
Stadt Zürich sowie der
psychiatrischen
Konsiliarärztin
Z._
mani
festierte sich nach dem Ereignis zudem
eine
PTBS
, die
aller
dings
erfolgreich behandelt
worden
und im Zeitpunkt der Untersuchung von
Fach
ärztin
Z._
(Ju
n
i 20
13) in Remission begriffen
war,
bei noch beste
hen
der Restsymptomatik (Urk.
7/
M023 S.
14 und 16)
.
4.2
Nach dem Unfall kam es zu einem
verzögerten Heilungsverlauf.
Die Hausärztin
Dr.
D._
veranlasste
rheumatologische und
neurologische
Abklär
ungen sowie
physio
therapeuti
sche
und
psychologisch/
psychotherapeutische
Behandlungen
.
Struk
turelle pathologische Veränderungen im Bereich des Schädels und der
Halswir
belsäule
konnten
nach
radiologisch
en und MRI-Untersuchungen
aus
geschlossen werden
.
Bei zweimaliger Sonographie der Schulter konnte die Rheu
matologin Dr.
E._
keine Pathologie feststellen
(
Urk.
7/M008 und
Urk.
7/M015).
Neurologische Abklärungen verliefen ergebnislos.
Die von der Beschwerdeführerin über den Fallabschluss
hinaus
geklagten Be
schwerden lassen sich nicht durch einen im Sinne der Rechtsprechung orga
nisch
hinreichend nachweisbaren Gesundheitsschaden erklären
respektive die
Abnut
zungs
erscheinungen
an der Halswirbelsäule
sind nicht auf den Unfall zurück
zuführen
. Dementsprechend ist die Adäquanz eines Kausalzusammen
hangs zwischen dem Unfallereignis und den Beschwerden speziell zu
untersu
chen
(
Urteil des Bundesgerichts
8C_170/2015 vom 29.
September 2015
E. 5.2
).
Dabei kann die von der Beschwerdegegnerin
vorab
geprüfte
und von den Konsiliar
ärzten im Grundsatz verneinte Frage
, ob über den 1
0.
Febru
ar 2014 hinaus geltend gemachte
Beschwerden
noch
natürlich kausal durch das
Unfall
ereignis
verursacht worden sind, offen bleiben, wenn ein allfälliger Kausalzu
sammen
hang nicht adäquat und damit nicht
rechtsgenüglich
wäre
(BGE 135 V 465 E.
5.1).
4.3
Zusätzlich zum anamnestisch bei der Erstbehandlung im
A._
diagnostizierten leichten Schädelhirntraum
a
gingen sowohl der rheumatolo
gi
sche als auch
der neurologische Konsiliararzt von einem zervikalen
Distorsions
trauma
Grad II aus. Sie begründeten diese Diagnose überzeugend
unter Bezugnahme auf den
Unfallhergang
und
mit den
Angaben
der Hausärztin
im
am 2
2.
Mai 2012 ausgefüllten
Dokumentati
onsbogen
für Ers
tkonsultationen nach
kranio
-zerv
ikalem
Beschleunigungs
trauma
(Urk.
7/M004)
sowie
mit dem
im Fragebogen
angegebene
n
und
teilweise
auch bei
den konsiliarischen Unter
suchungen
noch vorhanden gewesenen
typische
n
Be
schwerdebild
.
Bei der
Adä
quanzprüfung
kommt
entsprechend
die
(
für die
Beschwer
deführerin vorteilhaf
tere
)
Schleudertra
u
mapraxis
(BGE 134 V 109)
und nicht
die
Psychopraxis
zur Anwendung
.
Nach Ansicht der
Ärzte
konnte
das PTBS
erfolgreich behandelt
w
e
rden
und
zuletzt
standen
die
somati
sche
n
Beschwerden (Kopf, Rücken,
Schul
tern,
Arm) im Vor
dergrund
(vgl. auch die im psychiatrischen Konsiliarbericht
wiederge
gebene
telefonische Auskunft der Psychotherapeutin vom 15.
Juni 2013, wo
nach aktuell die körperlichen Beschwerden da
s Hauptproblem seien;
Urk.
7/M0
23 S. 13)
.
4.4
Die Beschwerdeführerin stellt
e
in erster Linie
den Zeitpunkt der
Adäquanzprü
fung
in Frage;
sie
erachtete den
Fallabschluss
per 1
0.
Februar 2014
als verfrüht.
Nicht massgebend sein kann dabei, dass im Zeitpunkt des Fallabschluss
es
das Case Management der Arbeitgeberin noch nicht
beendet
war
und die Beschwer
deführerin im Februar 2014 immer noch nur
in einem Pensum
von 60
%
arbei
tete (wobei eine Erhöhung auf 70
%
fü
r den April und die letzte Erhöh
ung auf 80
%
für den Juni 2014
[
laut Beschwerde August 2014,
Urk.
1 S.
9
Ziff.
21
; vgl. auch
Urk.
7/
J004 S.
10
]
vorgesehen
war
[
vgl.
hievor
E.
3.2.1
6
])
.
Die Bestim
mung
von
Art.
19
Abs.
1 UVG bezieht sich ausdrücklich auf die
(
justiziablen)
Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung
(vgl.
E.
1.
4
hievor
)
. Wenn
die
Arbeit
geberin oder die Haftpflichtversi
cherung
aus sachlich nachvollzieh
baren Gründen Bestrebungen
hinsichtlich
berufliche
r
Reintegration
in
Gang setzen
, ändert dies nichts an der ge
setzlichen Regelung betreffend
die Voraus
setzungen eines Fallabschlusses
, die nicht an die
Beendigung
solcher Mass
nah
men anknüpft
.
4.5
Im Weiteren
lässt sich den medizinischen Akten nicht entnehmen, dass
die
Fort
setzung
der medizinischen Behandlung
noch eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes im Sinne der dargelegten Rechtsprechung
(vgl.
hievor
E.
1.4)
versprach
. Abges
ehen von eher unbefri
edigend
verlaufenen
p
hysiothera
peutischen Massnahmen sowie der Fortsetzung der medikamentösen psychia
trischen sowie ps
ychotherapeutischen Behandlung
fanden im Februar 2014 auc
h keine medizi
nischen Massnahmen mehr statt.
Es trifft zwar zu, dass der Vertrauensarzt der Pensionskasse
– in Zusammen
arbeit mit der Case Managerin (
Urk.
7/M031
) –
der Versicherten noch Zeit bis
vor
aussichtlich Juni
2014
einräumte, um das ursprüngl
iche Pensum wieder zu er
reichen (S.
9);
dies allerdings nicht im Hinblick auf noch zu tätigende medi
zini
sche Behandlungen,
sondern
im Zusammenhang mit den
Eingliede
rungs
b
e
müh
ungen
der Arbeitgeberin
.
Zuvor berichtete die Hausärztin b
ereits
im April 2013
, s
ie wisse nicht, was man noch tu
n
könne, damit die Beschwerdeführ
erin sich in der Lage sehe, das
(
damalige
)
Pensum von 40
%
wieder auf das ur
sprüngliche Pensum von 80
%
zu steigern.
Auch
der rheumatologische und der neuro
lo
gische Konsiliararzt
emp
fahlen
nach ihren Untersuchungen Mitte 2013
nur
höchst
zurückhaltend weitere medizinische Massnahmen
.
Dr.
L._
gab an, eine aktive Physiotherapie mit dem Ziel
,
die Versicherte zur selbstän
digen Durchführung eines MTT- oder Heimprogramms anzuleiten
,
könne die
Regre
dienz
der Beschwerden begünsti
gen und auch zu einem raschen mögli
chen Abbau der medikamentösen Anal
gesie beitragen. Eine dauernde medi
zi
nische Behandlung und Pflege sei jedoch weder für
die
unfall- noch für
krank
heits
bedingte
Beschwerden notwendig und sinnvoll (
Urk.
7/M021 S. 14 f.).
Dr.
M._
empfahl
nach seiner Untersuchung im August 2013
"
lockere
"
haus
ä
rzt
liche
Kontrolluntersuchungen. B
ezüglich des
zer
viko-zephalen
Syndroms
erach
tete er
intervallweise physikalische Therapie
n
zur Erhaltung des jetzt
E
rreichten
als sinnvoll
(Urk.
7/M025 S. 8).
Die Konsiliarärzte
waren
zudem
einhellig der
Meinung
, dass
– selbst unter Berücksichtigung de
r
vom Schleudertrauma an sich
unabhängigen PTBS –
spätestens im
Dezember 2013
der
Wiedereintritt einer bezogen auf das angestammte 80
%-Pensum vol
len Arbeitsfähigkeit
erreicht werden sollte
und andernfalls die Kaus
alität zum Unfall fraglich sei.
Anzufügen bleibt, dass
die von der
psychiatrische
n
Konsiliarärztin
Z._
als unbedingt notwendig erachtete
begleitende psychiatrische und psycho
thera
peutische Behandlung
weder einem Fallabschluss mit
Adä
quanzprüfung
nach BGE 115 V 133 noch einem solchen mit einer
(hier vorzunehmenden)
Prü
fung nach BGE 134 V 109 E. 10
entgegensteht (vgl. E.
1.
4
hievor
und Urteil des Bundesgerichts 8C_295/2013 vom 2
5.
September 2013 E.
3.2).
Fachärztin
Z._
verstand die weiterhin empfohlene psychotherapeutische Behand
lung vor allem im Sinne einer stützenden,
begl
eitenden Massnahme im persön
lichen und be
ruflichen Wieder
eingliederungs
prozess
(vgl.
Urk.
7/M023 S. 27)
.
Die
se
Einschätzung enthält
z
um ei
nen zahlreiche
Hinweise
auf eine markante Besserung der psychischen Beschwerden, deren Symptome insgesamt in Remis
sion begriffen
seien
, was sich auch im – abgesehen
von subjektiv
geschilderten
Angstgefühlen und
Panikatta
cken
–
unauffälligen
psychopathologischen Be
fund
wiederspiegelt (vgl.
Urk.
7/M
0
23 S.
12)
. Zum
anderen
äusserte sich
Fachärztin
Z._
bei ihren Angaben sehr vorsichtig und abwägend und
mochte
sich auf eine eigentliche Prognose be
züglich der Arbeitsfähigkeit nicht festlegen. Sie
wollte
abwarten, wie
Pensum
s
teigerungen
um 10
%
toleriert
würden
und
emp
fahl
eine Nachuntersuchung
in einem halben Jahr
, falls das ursprüngliche Pensum von 80
%
bis dahin nicht
erreicht worden sei (
Urk.
7/M023 S.
16 f.
).
Fest
steht
aber
, dass auch
Fachärztin
Z._
nach ihrer Untersuchung im Juni 2013 davon aus
ging
, dass die (natürliche) Kausalität fortbestehender psy
chischer Beschwerden nach einem weiteren halben Jahr fraglich sei
n
dürfte und
aus rein psychiatris
cher Sicht kein unfallbedingter
dauerhafter Schaden besteh
en
bleiben werde (Urk. 7/M023 S. 17).
An dieser Stelle ist zudem darauf hinzuweisen, dass der einzig im Bericht von
Fachärztin
Z._
im Sinne eine Verdachtsdiagnose
erwähnten
somato
formen
Schmerzstörung keine besondere
Bedeutung zugemessen werden kann
.
Ob die Beschwerdeführerin wie geplant – zumindest im August 2014
–
ihr ur
sprüngliches 80
%-Pensum wieder aufnehmen konnte, ist
nicht bekannt und auch nicht entscheidend. Immerhin brachte auch
sie
ausser dem grundsätzlichen
Einwand gegen einen Fallabschluss während laufendem Case Management
nicht
s vor, was auf einen verfrühten Fallabschluss schliessen
liesse
. Es ist insbe
son
dere nicht ersichtlich, inwiefern im Zeitpunkt des Fallabschlusses von weiteren ärzt
lichen Behandlungen noch eine namhafte Besserung des Ge
sundheits
zu
stan
des
zu erwarten gewesen wäre
.
4.6
Für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist – nach der Psycho-
wie nach der Schleudertrauma-Praxis – an das (objektiv erfassbare)
Unfall
ereig
nis
anzuknüpfen. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivierten Be
trachtungs
weise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzie
rung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Massge
bend ist der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch
der
Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können (BGE 134 V
109 E.
10.1; 115 V 133 E. 6).
Der Unfall der Beschwerdeführerin
(vgl. E.
3.1
hievor
)
ist mit Blick auf die Rechtsprechung den mittelschweren Unfällen im engeren Sinn zuzurechnen. Zur Veranschaulichung kann auf folgende vom Bundesgericht
ebenfalls
als
mittel
schwer
im engeren Sinne qualifizierte Unfälle verwiesen werden
: Ein Ereignis
auf der Autobahn,
bei dem
das Fahrzeug der versicherten Person mit
zirka
130 km/h wegen des Platzens eines Reifens ins Schleudern geriet, sich um die eigene Achse drehte, einen Schutzzaun durchbrach und
anschliessend
nach der Über
querung mehre
rer Wassergräben auf einem Acker neben der Fahrbahn zum Stehen kam. Ebenfalls als mittelschwerer Unfall im engeren Sinne beurteilte das höchste Ge
richt das Ereignis, bei dem das Fahrzeug der versicherten Person ungebremst mit etwa 100 km/h in ein mit
zirka
80 km/h fahrendes, noch ein Abbrems- und Ausweichmanöver einleitendes Auto
stiess
oder das Geschehen, bei dem das Fahrzeug der versicherten Person bei einem Überholmanöver mit
zirka
100 km/h abrupt abgebremst wurde, dabei ins Schleudern geriet, gegen einen
Strassenwall
prallte, sich überschlug und auf der Fahrerseite zu liegen kam
(vgl.
die beispielhafte Aufzählung in der
nicht
publ
. E.
3.4.1 des Urteils
BGE 137 V 199 [
8C_100/2011 vom
1.
Juni 2011
]
).
4.7
4.7.1
Bei solchen Unfällen im mittelschweren Bereich im engeren Sinne müss
t
en
praxis
gemäss
mindestens drei Adäquanzkriterien in einfacher Form oder aber eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit der adäquate Kausal
zusammenhang zu bejahen
wäre
(vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 8C_434/2012 vom 2
1.
November 2012 E. 7.2.3 mit Hinweis auf SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 E. 4.5).
Als Kri
terien nennt die Rechtsprechung
:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
4
.7.2
Dramatisch und von besonderer Eindrücklichkeit war für die
Beschwerdeführe
rin – nebst der völlig überraschenden heftigen Kollision
–
, dass sie beim Still
ste
hen des Fahrzeuges
gewahr wurde, dass ihr Ehemann
blutend auf der Fahr
bahn lag.
Erst im Spital wurde ihr mitgeteilt, dass auch
er
keine sehr schweren Ver
letzungen erlitten hatte (
Urk.
7/M023 S.
14).
Dieses Adäquanzkriterien ist
so
mit
erfüllt
,
allerdings nicht in besonders ausgeprägter Weise,
trug
doch auch
der
Ehemann
der Beschwerdeführerin
keine lebensbedrohlichen Verletzungen
davon
und konnte
auch
er
das
Spital bereits am Folgetag wieder verlassen
(vgl. etwa
Urk.
7/M023 S. 10)
.
4.7.
3
Die Beschwerdeführerin erlitt
,
wie sich auch aus dem
Dokumentationsbogen für
Erst
konsultationen
nach
kranio
-zer
v
ikalem Beschleunigungstrauma
ergibt
(Urk.
7/M004
)
,
kein
besonders schweres Schleudertrauma
. Der
GSC
war mit 15 unproblema
tisch. Die übrigen beim Unfall erlittenen Verletzungen waren nicht schwer
,
son
dern eher
Bagatellverletzungen
(Rissquetschwunde, Beinkontusion und Häma
tome)
. Es bestand trotz
vorbestehend
er aber
(nur)
mässiggradiger
und
asymp
tomatischer
Osteochondrose
/
Unkovertebralarthrose
C5/6
auch keine im Sinne der Rechtsprechung
(erheblich)
vorbeschädigte Wirbelsäule
(
vgl.
dazu
Urteil des Bun
desgerichts 8C_757/2013 vom
4.
März 2014 E. 4.3 mit Hinweisen, insbes. auf
SVR 2007 UV Nr. 1 S.
1)
.
4.7.
4
Ebenso zu verneinen ist das
Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung bis zum Fallabschluss (
vgl.
BGE 134 V 109
E.
10.2.3)
.
Die
ärztliche
n Verlaufskontrollen,
die
rheumatologischen und neurologischen
Abklä
rungsmassnahmen
sowie
die
medikamentöse
n
Behandlungen vermögen das Krite
rium nicht zu erfüllen (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_62/2013 vom 11.
September 2013 E. 8.3
). Dies gilt auch fü
r physiotherapeutische Behandlun
gen
;
praxisgemäss
werden an dieses Kriterium deutlich höhere Anforderungen gestellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_635/2013 vom 9.
April 2014 E.
4.4.3
mit Hinweis
auf Urteil 8C_910/2009 vom 13.
Januar 2010 E.
4.4
).
Daran ändert auch nichts, wenn Schmerzmittel verabreicht oder Psychopharmaka eingenom
men werden und letzte
re
allenfalls Nebenwirkungen
zeitigen
(vgl. der Hinweis in
Urk.
7/M023 S
23 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom
2.
Oktober 2013 E.
7.3.2 und 8C_29/2010 vom 2
7.
Mai 2010 E.
5.3).
Die
regelmässigen
Konsultationen bei der Hausärztin,
die
rheumatologisch
e
n
und neurologische
n Abklärungen sowie die
physiotherapeutische
n
Massnahmen
können
zwar
als fortgesetzt spezifische, nicht
aber
als belastende ärztliche Behandlungen gelten (vgl. Urteil
des Bundesgerichts
8C_749/2010 vom
6.
Januar 2011 E. 6.3.2 mit Hinweisen).
4.7.
5
Das
Kriterium der erheblichen Beschwerden
beurteilt sich
in erster Linie
nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verun
fallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt
(
Urteil des Bundes
gerichts 8C_682/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 11.2
mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E.
10.2.4)
. Sämtliche Ärzte nahmen die Beschwerdeführerin als glaubhaft wahr und verneinten das Vorliegen von Aggravation.
Die Beschwerdeführerin klagte namentlich über Kopf-, Nacken- und Schulterbeschwerden, die aber
das bei HWS-Distorsionen respektive
bei
äquival
enten Verletzungen übliche Mass
nicht derart überst
ie
gen
, dass sie in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_580/2010 vom 30. August 2010 E. 5.3.2).
4.7.
6
Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim
merte
, ist
nicht aktenkundig und wird auch von der Beschwerdeführerin nicht thema
tisiert
.
4.7.
7
Auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen (BGE 134 V 109 E. 10.2.6) darf nicht schon aus der
blossen
Dauer der ärztlichen Be
handlung und der geklagten Beschwerden geschlossen werden. Es bedarf viel
mehr besonderer Gründe, welche die Genesung bis zum Fallabschluss beein
trächtigt oder verzögert haben. Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte und der Heilungsverlauf nicht linear
verlief, genügt
hiefür
nicht (vgl. Urteile
des Bundesgerichts 8C_682/2013
vom 1
4.
Februar 2014
E. 11.3 und 8C_2
9/2010 vom 2
7.
Mai 2010 E. 5.3)
.
Dar
über hinausgehende
s
pezifische Anhaltspunkte,
die
auf die Erfüllung dieses Kriteriums schliessen liessen, sind nicht ersichtlich.
4.7.
8
Was das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener An
strengungen anbelangt, ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren Schleudertraumen der HWS ein längerer oder gar da
uernder Ausstieg aus dem Arbeit
sprozess vom medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher
mass
gebend
, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwin
den
die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz für die versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teil
weise arbeitsfähig zu werden. Gelingt es ihr trotz sol
cher Anstren
gungen nicht, ist ihr dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung
raschmöglichst
wieder op
timal in
den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versi
cherten Person
können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger per
sönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persönliche
Ein
satz im Rahmen von medizinischen
Therapiemassnahmen
zu berücksich
tigen.
Sodann können Bemühungen um alternative, der gesundheitli
chen Einschrän
kung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach
Art.
19
Abs.
1 UVG in erhebli
chem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (Urteil des Bundesgerichts 8C_252/2007 vom 1
6.
Mai 2008 E. 7.7.1 mit Hinweis
auf
BGE 134 V 109
E. 10.2.7; vgl. auch
Urteil 8C_635/2013 vom
9.
April 2014 E. 4.4.5
).
Die Beschwerdeführerin stand im Zeitpunkt des Fallabschlusses
,
k
napp
1 3/4
Jahre nach dem Unfall
(vom 15.
Mai
2012)
kurz davor, ihr ursprüngliches
Arbeits
pensum
im Um
fang von 80
%
wieder aufzunehmen. Es wurde ihr vom Case Manage
ment der Arbeitgeberin viel Zeit eingeräumt, das Pensum in kleinen Schritten zu steigern
.
Die
Hausärztin
plädierte
bereits nach einem Jahr
für
einen
Wiedereinstieg
im Rahmen des
ursprüngliche
n
Pensum
s
von 80 % (vgl. E. 3.2.8
hievor
)
.
Die Beschwerdeführerin sah sich dazu indes aufgrund ihrer Beschwerden nicht in der Lage. Diese subjektive Komponente wurde allerdings bereits bei der Prüfung der Erheblichkeit der Be
schwerden berücksichtigt und kann nicht ein zweites Mal
in Anschlag gebracht werden
.
Der rheumatologische und der neurologische Konsiliararzt
nahmen
nach einem Jahr – zumin
d
e
st
betreffend eine
leidensangepasste
Tätigkeit – keine Einschrän
kung
en
bezogen auf das ursprüngliche Pensum
wahr
(
vgl.
dazu
E. 3.2.14,
sowie
Urteil des Bun
desge
richts
8C_62/2013 vom 11. September 2013 E. 8.7 mit Hin
weis auf BGE
134 V 109
E. 10.2.7
). Insgesamt ist auch dieses Kriterium nach dem Gesagten zu verneinen.
5.
5.1
Nicht gefolgt werden kann dem Einwand der Beschwerdeführerin, wonach die Beschwerdegegnerin in Nacha
c
h
t
ung der i
n BGE 134 V 109 verdeutlichten
Grundsätze z
um Vorgehen bei Schleudertraumen
und äquivalente
n
Verletzun
gen
zwingend
gehalten gewesen wäre, ein polydisziplinäres Gutachten einzu
holen (vgl.
Urk.
1
Ziff.
10 ff. und 22 ff.
). Aus den medizinischen Unterlagen
geht
zuverlässig
hervor
, dass ein HWS-Distorsionstrauma
stattgefunden hat
(vgl.
etwa Urk. 7/M004, "Dokumentation für Erstkonsultation nach
kraniozervikalem
Beschleunigungstrauma").
Ebenso erstellt ist, dass von weiteren medizinischen Massnahmen im Zeitpunkt des Fallabschlusses keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin erweist sich
nach Untersuchungen der hier angezeigten Fachrichtungen
als
rechtsgenüglich
abgeklärt
und lässt eine schlüssige
Ge
samtbeurteilung
zu
. Im Übrigen fand durchaus ein Austausch
unter
den
Konsili
arärzten statt (vgl. den
Hinweis in
Urk.
7/M023 S.
17). Die von der Beschwerde
führerin formulierten Zusatzfragen (
Urk.
7/G051) w
u
rden in den Konsiliarbe
richten im Grundsatz behandelt oder tragen zur hier entscheidenden Frage
stellung nichts bei.
5.2
Da nur zwei
Adäquanz-Kriterien erfüllt sind und beide
nicht besonders ausge
prägt, ist die adäquate Unfallkausalität des Gesundheitsschadens und damit die
Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin
ab
dem
1
0.
Februar 2014
zu verneinen.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.