# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b6c1d624-67a3-41e9-ad63-f5fd52919824
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Nachdem sich
X._
, geboren 1984
, gelernte Verkäuferin
und zuletzt als
Pflegehelferin
tätig, bereits im Dezember 2013 bei der Sozial
versicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf eine Erschöpfungs
de
pression zur Früherfassung ge
meldet hatte (
Urk.
7/2)
und der Fall im Januar 2014 abgeschlossen wurde (Urk. 7/4),
meldete sie sich am 3
0.
März 2017 (Eingangs
datum) erneut unter Hin
weis auf eine psy
chische Erkrankung bei der IV-Stelle zur Früherfassung
(
U
rk.
7/7). Am
5.
Mai 2017 (Eingangsdatum) meldete sie sich zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/11).
Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen
und
holte
die
Be
richt
e
de
r behandelnden Ärzte
ein
(Urk.
7/16
,
Urk.
7/21
, Urk.
7/25
).
Zur Klärung der beruf
lichen Situa
tion fand am
2
6.
Mai 2017
ein Standort
gespräch mit der IV-Stelle
statt (Urk. 7/
23
).
In der Folge gewährte d
ie IV-Stelle de
r
Ver
sicherten Kostengutsprache für einen Ausbildungs
kurs
für Pflege
helferinnen
(vgl. Mitteilung vom
3
.
Au
gust 2017
, Urk.
7/18
)
.
An
schliessend fand
die Versicherte eine Teil
zeit
stelle als Pflegehelferin
(vgl.
Urk.
7/
23/6
)
und
verneinte die IV-Stelle nach durch
ge
führtem
Vorbe
scheid
ver
fahren
(Vor
be
scheid vom 1
7.
Oktober 2017, Ur
k. 7/27) mit Ver
fügung vom 27.
No
vember 2017
(weitergehende)
Leistungen der Invali
den
versicherung (Urk. 7/28).
1.2
Unter Beilage des Austrittsberichts der
Klinik Y._
vom 1
6.
Mai 2017 und diverser Arbeitsunfähigkeitszeugnisse (
Urk.
7/33) meldete sich die Versicher
te a
m 2
8.
August 2020 (Eingangsdatum) erneut bei der IV-Stelle zum Leistungs
bezug an (
Urk.
7/35).
Von der IV-Stelle darauf hinge
wiesen, dass
sie
zur Glaub
haftmachung einer gesundheitlichen Veränderung ent
sprechende aktuelle Be
weis
mittel beibringen müsse (
Urk.
7/
40
), liess
die
Ver
sicherte
eine Stellungnahme
von
Dr.
med.
Z._
,
Fachärztin für Psych
ia
trie und Psychotherapie
so
wie Oberärztin der
Klinik Y._
,
vom 1
3.
Oktober 2020
zu den Akten reichen (
Urk.
7/44
).
Hierauf nahm die IV-Stelle Abklärungen in er
werb
licher und medizinischer Hinsicht
vor und holte aktuelle Arztb
ericht
e
von Dr.
Z._
(
Urk.
7/50, Urk.
7/52
) sowie einen Auszug
aus dem Individuellen Konto der
Ver
sicherten (IK-Auszug;
Urk.
7/61
) ein.
In der Folge veranlasste sie eine akten
basierte Ein
schätzung durch
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
sowie Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD; vgl. Feststellungsblatt,
Urk.
7/54
), gestützt worauf sie mit Vor
bescheid vom
3.
Juni 2021
die Abweisung des Leistungs
begehrens in Aussicht stellte (
Urk.
7/55
).
Hier
gegen erhob die Ver
sicherte am 10.
Juni 2021
Einwand (
Urk.
7/57
)
und reichte eine Stellungnahme von
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psycho
therapie,
vom
7.
Juli 2021
zu den Akten (Urk.
7/60).
Nach Einholung einer weiteren RAD-Stellung
nahme (vgl. Urk. 7/62) verneinte
die IV-Stelle mit Ver
fügung vom
25.
August 2021 wie vorbeschieden
einen Anspruch auf
Leistungen der Invaliden
versiche
rung
(
Urk.
7/64
=
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
die
Versicherte mit Eingabe vom
2
7.
September 2021
Beschwerde
und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwer
de
gegnerin sei zu verpflichten, sie mittels beruflicher Massnahmen zu unter
stützen. Eventualiter sie die Sache zur weiteren Abklärung und Einholung eines Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
3.
November 2021
(Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde,
was der Beschwerdeführerin mit Ver
fügung vom
4.
November 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
besteht Anspruch auf eine Vier-
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50
%
auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60
%
auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70
%
auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
1.
5
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben ge
mäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (
lit
. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (
lit
.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
Nach Massgabe von Artikel 16 Abs. 3
lit
. b IVG
(die berufliche Weiterausbildung im bisherigen oder in einem anderen Berufsfeld)
besteht der Anspruch auf Leis
tungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (
Art.
8
Abs. 2
bis
IVG)
.
1.
6
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts I 659/04 vom 9. Februar 2005 E. 1.1).
Nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG gibt Anlass zur Rentenrevision jede wesentliche Ände
rung in den tatsächlichen Verhältnissen seit dem Rentenentscheid, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Dies ist insbesondere bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes der Fall. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (
BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3
). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (
BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b
, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sach
verhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (
BGE 141 V 9 E. 2.3
mit Hinweisen).
1.
7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom
2
5.
August
2021 (
Urk.
2) hielt die Be
schwer
degegnerin fest, medizinische Abklärungen hätten ergeben, dass eine ge
sundheitliche Verschlechterung nicht ausgewiesen sei.
Bei den Diagnosen Panik
attacke (ICD-10: F41.0) und soziale Phobie (ICD-10: F40.1) handle es sich um keine neue Symptomatik, sondern um eine unterschiedliche diagnostische Ein
ordnung. Da keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes vor
liege, bestehe weiterhin kein Anspruch auf Rentenleistungen.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 27. Sep
tem
ber 2021 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend,
die Auswirkungen des psychi
schen Leidens mit Krankheitswert hätten bewirkt, dass sie seit März 2020 nicht mehr reüssieren könne. Sie könne sich teilweise nicht einmal mehr frei bewegen, weshalb sicherlich von einer längerdauernden erheblichen Verschlech
te
rung aus
zu
gehen sei, zumindest während 1,5 Jahren bis zum Austritt aus der Tagesklinik.
Da sie ohne die Unterstützung der Beschwerdegegnerin nicht reüs
sieren
könne, sei sie auf berufliche Massnahmen gemäss Art. 15 ff. IVG ange
wiesen.
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung der Beschwerdeführerin vom 2
8.
August 2020 (Eingangsdatum,
Urk.
7/35) eingetreten. Streitig und zu prüfen ist demnach, ob seit der mit Verfügung vom 2
7.
November 2017 (
Urk.
7/28) erfolgten Leistungsabweisung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 25. August 2021 (
Urk.
2) eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Ver
schlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten ist.
3.
3.1
Der
leistungs
verneinenden Verfügung vom
2
7.
November 2017 (
Urk.
7/
2
8) lag
en
in medizi
nischer Hinsicht im Wesentlichen
die Arztberichte
der Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Klinik Y._
(
Urk.
7/
16,
Urk.
7/21, Urk.
7/25
)
zugrunde.
3.2
Vom
3.
März bis 2
0.
April 2017
war
die Beschwerdeführerin in
der
Klinik Y._
in
stationär
er
psychiatrische
r
Behandlung
.
Dr.
Z._
dia
gnostizierte
im Bericht zu Händen der Beschwerdegegnerin vom 1
5.
Juni 2017
eine
mittel
schwere depressive Episode im Rahmen einer rezidivierenden de
pressiven Stö
rung.
Im Vordergrund der Symptomatik stünden ein niedergeschlagener Affekt, eine reduzierte emotionale Belastbarkeit bei vermehrter Erinnerung an Trauma
tisierungen in der Kindheit und Jugend, innere Unruhe, erhöhte Tagesmüdigkeit bei Ein- und Durchschlafstörungen sowie Konzentrationsstörungen. Dies wirke sich bei der Arbeit in Form von Fehleranfälligkeit, emotionaler Überforderung, mangelnder Abgrenzungsfähigkeit und Erschöpfung aus. Aktuell bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. Bei erfolgreicher tagesklinischer Behandlung mit Remission der depressiven Symptomatik würden sie einen schrittweisen Wieder
einstieg mit maximal 40
%
empfehlen (
Urk.
7/16). Im der Beschwerdegegnerin mit Neuanmeldung zugestellten Austrittsbericht vom 1
6.
Mai 2017 (
Urk.
7/33/1-4) klassifizierte
Dr.
Z._
die Episode als schwer und führte aus, a
ls aus
lösende sowie aufrechterhaltende Faktoren seien ein erhöhtes Kon
troll
bedürfnis sowie eine starke Tendenz, Verantwortung für andere zu über
nehmen mit in der Folge entstehenden Überforderungsgefühlen, zu nen
nen.
Im Rahmen
d
es Behandlungsprogramms sei es
der Beschwerdeführerin
ge
lun
gen, eigene Bedürf
nisse
wahrzunehmen
und
Ver
antwortung abzugeben. Fer
ner habe sich u
nter der Psychopharmakotherapie
die
Schlafqualität
verbessert und es sei zu einer
Stabilisierung des Affekts sowie Stei
gerung des Antriebs
ge
kom
men. Die Beschwerdeführerin wurde in teil
re
mit
tier
tem Zustand in die vorbe
stehenden Wohnverhältnisse entlassen
und es wurde e
ine ambulante psychia
trisch-psycho
therapeutische Behandlung
sowie eine teilstationäre Behandlung in der Tages
klinik des
Psychiatriezentrums C._
fortgesetzt
3.3
Im Arztbericht vom 1
0.
Oktober 2017 (
Urk.
7/25) konstatierte Dr.
Z._
, seit dem Ende der tagesklinischen Behandlung im August 2017 sei es zu einer Bes
serung des psychischen Befindens gekommen. Sie diagnostizierte eine rezi
di
vie
rende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0)
,
und
be
schrieb
die Beschwerdeführerin
als
wach
sowie
zeitlich, örtlich und situativ voll
ständig orientiert.
Es liege eine leichte Konzentrationsstörung vor sowie leichte formale Denkstörungen mit Gedankenkreisen. Inhaltliche Denkstörungen, Sin
nes
täuschungen und Ich-Störungen seien jedoch nicht ersichtlich. Ebenso würden sich keine Auffassungs- und Aufmerksamkeitsstörungen oder mnestische Stö
run
gen zeigen. Im Affekt sei die Beschwerdeführerin leicht niedergeschlagen und zeige eine leichte innere Unruhe sowie einen leicht reduzierten Antrieb. Die emo
tionale Schwingungsfähigkeit sei intakt, ebenso die Psychomotorik. Der Nacht
schlaf sowie Appetit seien ungestört, Zwänge
habe
sie keine. Allerdings seien eine erhöhte Ermüdbarkeit sowie leichte Zukunftsängste ersichtlich. Dr.
Z._
at
testierte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
bzw. eine Arbeitsfähigkeit in bisheriger
Tätigkeit
von vier Stunden am Tag
. Es bestehe nach wie vor die Tendenz zur übermässigen Verantwortungsübernahme,
zu
Perfektionismus und hohem Leis
tungs
anspruch an sich selber
. Unter regelmässiger Einnahme der anti
depressiven Medikation sowie Fortsetzung der ambulanten psychiatrisch-psycho
thera
peu
tischen Behandlung
(aktuell alle zwei Wochen)
könne jedoch eine weitere Stabilisierung des Ge
sund
heits
zustandes erreicht und die Arbeitsfähigkeit ver
bessert werden.
4.
4.1
Im Zusammenhang mit der Neuanmeldung
der Beschwerdeführerin vom
28
. Au
gust 2020
liegen im Wesentlichen die B
erichte
von
Dr.
Z._
(Urk. 7/
44, Urk.
7/50/1-9
)
und
Dr.
B._
(
Urk.
7/60)
sowi
e die Aktenbeurteilung von RAD-Ä
rzt
in
Dr.
A._
(Urk. 7/
54, Urk. 7/62
)
vor
.
4.2
Seit 1
9.
März 2019 bef
and
sich die Beschwerdeführerin
wieder
bei
Dr.
Z._
in psych
iatrisch-psychotherapeutischer Therapie.
Im Arztbericht vom 18.
De
zem
ber 2020 (
Urk.
7/50/1-9) berichtete
Dr.
Z._
, die an
fäng
liche Symptomatik aus Affektlabilität und Niedergeschlagenheit, Freud- und Interesselosigkeit, Erschöp
fung, Zukunftsängsten, Selbstzweifeln, formale
n
Denk
stö
rungen mit Grübeln, Durch
schlafstörungen, Konzentrations- und Aufmerk
sam
keits
stö
run
gen, Hoff
nungs
losigkeit und starke
r
Verzweiflung sowie An
triebs
losigkeit
(vgl. B
ericht vom 13.
Oktober 2020,
Urk.
7/44)
, habe sich deutlich redu
ziert. Ebenso hätte sich auch bezüglich körper
licher Symptome (starke Verspan
nun
gen im Nacken- und Schul
ter
bereich,
Dysäs
thesien
und Kopfschmerzen) eine Stabi
li
sie
rung gezeigt.
Dr.
Z._
diagnos
ti
zier
te eine rezidivierende depressive Störung, leichte de
pressive Episode (ICD-10: F33.0)
, wobei
zu Beginn der aktuellen Episode
im
Frühjahr 2020
noch
eine mittel
gradige bis schwere de
pressive Episode
vor
gelegen habe
. Ausser
dem be
stehe ein Ver
dacht auf eine
frühe Bindungs
trau
ma
tisierung und ein Ver
dacht auf eine kombi
nier
te Persönlichkeitsstörung mit
dependenten
und ängst
lich-vermei
den
den An
tei
len
, wobei es sich hierbei um bereits seit der Kindheit bestehende Störungen handle (vgl. diesbezüglich
Urk.
7/44)
. Die starken muskulären Ver
span
nungen, die rezi
di
vie
renden Kopf
schmer
zen
(vgl. dazu auch die neuro
logische Beurteilung vom
2.
April 2020, Urk. 7/50/10f.)
sowie die
Dysästhesien
der rechten Körperhälfte wür
den sich hin
gegen nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus
wirken.
Dr.
Z._
beschrieb die Beschwerdeführerin
als
bewusstseinsklar und zu allen Qualitäten orientiert, mit leichten Aufmerksamkeits- und Auffassungs
störungen sowie leichten Konzentrationsstörungen. Mnestische Störungen ver
neinte sie. Ebenso Zwänge, Wahnerleben, Sinnestäuschungen und Ich-Störungen. Formalgedanklich würde die Beschwerdeführerin jedoch grübeln.
Ausserdem sei sie im Affekt leicht niedergestimmt,
dysthym
mit Schamgefühlen und leicht redu
zier
tem Antrieb. Die Psychomotorik sei intakt. Circadiane Besonderheiten würden sich nicht zeigen. Der Appetit sei normal und der Schlaf unter Medikation stabil.
Seit Beginn der Ar
beits
un
fähig
keit zeige sich eine langsame, aber stetige Ver
besserung der an
fäng
lichen schwe
ren Angstzu
stän
de und Panikattacken sowie der ausgeprägten Selbst
un
sicherheit. Es sei zu einer deutlichen Symptom
ver
bes
se
rung im geschütz
ten Rahmen gekom
men. Jedoch zeig
t
e
n
sich nach wie vor eine eingeschränkte Belast
barkeit und rasche Erschöpfbarkeit sowie Hilflosigkeit und Unsicherheiten, wenn die Be
schwerde
führerin ihren geschützten häuslichen Rah
men verlasse.
Sie könne zwar alle Haus
haltsaufgaben ausführen, gelange aber rasch in eine Er
schöpfung und brau
che regelmässige Pausen.
Betreffend
die
Ar
beits
fähigkeit äus
ser
te D
r.
Z._
eine günstige Prognose und erachtete die Be
schwerdeführerin in der Lage, durch eine Begleitung, wie bei
spiels
weise eine be
ruf
liche Integrations
mass
nahme, wieder in den Arbeitsprozess zu finden.
Sta
bi
li
siere sich der Zustand der Be
schwerde
führerin weiter, könne Anfang 2021 mit einer beruf
lichen Integra
tions
mass
nahme begonnen werden.
4.3
Im Arztbericht vom 2
3.
April 2021 (
Urk.
7/52) konstatierte
Dr.
Z._
,
im fa
miliären häuslichen Rahmen bestehe ein stabiles Zustandsbild. Die Beschwerde
führerin habe sich eine regelmässige Tagesstruktur aufbauen können. Sie führe den Haushalt, versorge ihren Hund und pflege wenige soziale Kontakte. Wenn sie dabei regelmässig Pausen einhalte und sich nicht zu viele Aufgaben am Tag zumute, fühle sie sich körperlich und psychisch stabil, könne gut schlafen und spüre auch wieder Antrieb und Freude an verschiedenen Dingen. Dieser Zustand bestehe allerdings nur in ihrem vertrauten, häuslichen Umfeld und mit vertrauten Menschen.
Sobald es zu Anforderungen ausserhalb dieses Bereichs komme oder unerwartete Situationen auftreten würden, spüre sie rasche eine Überforderung, unspezifische Ängste und eine klassische Stressreaktion, die bei anhaltender Dauer zu einer Verstärkung der bestehenden depressiven Symptomatik führe. Eine tagesklinische Behandlung sei empfehlenswert, um sich wieder mit neuen Situationen und neuen Anforderungen zu konfrontieren und somit in einem ge
schützten Rahmen an den Prägungen zu arbeiten.
Die Beschwerdeführerin
sei
für eine tagesklinische Behandlung in der
Klinik C._
angemeldet
.
Aktuell bestehe keine aus
reichende Belastbarkeit für eine Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeits
markt. Im Verlauf sei jedoch mit einer Steigerung der Arbeits
fähigkeit zu rechnen, wobei der Zeitpunkt nicht präzise eingeschätzt wer
den könne.
Anfang April sei infolge ihrer Elternzeit ein Wechsel der ambulanten Therapie zu
Dr.
B._
erfolgt.
4.4
Dr.
B._
bestätigte in seiner Stellungnahme vom
7.
Juli 2021 (
Urk.
7/60) im Wesentlichen die Ausführungen von
Dr.
Z._
vom 2
0.
Dezember 2020 (
recte: 18. Dezember 2020;
vgl. E. 4.
2
hiervor) und g
ab
an, dass sich die Symptomatik deutlich akzentuiert habe. Ferner diagnostizierte er Panikattacken (ICD-10: F41.0) sowie erhebliche soziale Phobien (ICD-10: F40.1), welche häufig durch die Wahr
nehmung von Ablehnung oder Unzu
frie
den
heit des Gegenübers getriggert wür
den. Diese beiden Situa
tio
nen könne die Beschwerdeführerin aktuell noch nicht zufriedenstellend be
wältigen, weshalb sie soziale Interaktionen meide und da
durch in einer etwaigen Berufs
ausübung ein
ge
schränkt sei. Eine Arbeitsaufnahme im ersten Arbeitsmarkt sei aktuell nicht möglich. Er befürworte jedoch einen Arbeitsversuch bzw. ein Ar
beits
training im unterstützenden Rahmen. Die Be
schwerdeführerin sei äusserst motiviert für die Therapie, introspektionsfähig und differenziert, sodass mittel
fristig von einer gu
ten Prognose auszugehen sei.
4.5
RAD-Ärztin
Dr.
A._
konstatierte
in ihrer Stellungnahme vom 1
9.
Juli 2021 (Urk. 7/62)
, bei den Diagnosen Panikattacke (ICD-10: F41.0) und soziale Phobie (ICD-10: F40.1) handle es sich nicht um eine neue Symptomatik, sondern um eine unterschiedliche diagnostische Einordnung. Die Angstsymptomatik sei in den Be
richten von Dr.
Z._
unter der kombinierten Persönlichkeits
störung/frühe Bin
dungs
störung eingeordnet worden. Weiter handle es sich nach Angaben von Dr.
B._
um eine Akzentuierung der Symptomatik und keine wesentliche Ver
änd
erung des Gesundheitszustandes oder neu aufgetretene Symptomatik. Insofern könne keine wesentliche
Verschlechterung
des Gesund
heitszustandes
festgestellt werden
(vgl. auch RAD-Stellun
gnahme vom 1
5.
April 2021, Urk.
7/54)
.
4.6
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin den Aus
tritts
bericht der Tagesklinik
C._
vom 1
6.
September 2021 (
Urk.
3) zu den Akten. Die Beschwerdeführerin befand sich vom 2
2.
Juni bis 1
3.
August 2021 in teilstationärer Behandlung. Den Ärzten gegenüber gab sie an, unter Angst, Panik
zuständen und Unruhe zu leiden. Sie fühle sich unter Menschen un
wohl, sei stark ablenkbar, emotional dünnhäutig, schnell erschöpft und leide un
ter körperlicher Anspannung mit Schmerzen.
Es wurde die Diagnose einer re
zi
divierenden de
pressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0)
,
so
wie der Ver
dacht auf eine frühe Bindungstraumatisierung und der Verdacht auf eine kom
bi
nier
te Persönlichkeitsstörung mit
dependenten
und ängstlich-vermei
den
den Anteilen festgehalten.
5.
5.1
Die Beschwerdegegne
rin ist auf die Neuanmeldung der
Beschwerdeführer
in
vom
28. August 2020
(Eingangsdatum;
Urk. 7/35
) eingetreten und hat damit eine erheb
liche Verschlechterung
ihres
Gesundheitszustand
e
s seit Erlass der renten
verneinenden
Verfügung vom
27. November 2017
(
Urk. 7/28
) als glaubhaft er
achtet. Im Rahmen der materiellen Abklärung der Sache ist sie jedoch zum Schluss gelangt, dass kein
Revisionsgrund
einge
tre
ten sei. Die Beschwerde
geg
ne
rin stützte sich
dabei
im Wesentlichen auf die Stel
lung
nahme
von RAD-Ä
rzt
in Dr.
A._
vom 19. Juli 2021
(
E. 4.5
).
5.2
RAD-Ä
rzt
in
Dr.
A._
wies darauf hin, dass die von
Dr.
Z._
im Rah
men des vorliegenden Neuanmeldungsverfahrens gestellte Diagnose - nament
lich diejenige der
leichten depressiven Episode einer rezidivierenden depressiven Stö
rung
- bereits seit Jahren bzw. schon seit der letztmaligen
tagesklinischen Be
handlung in der
Klinik Y._
im
Frühjahr 2017
bekannt sei.
I
n diesem Zu
sam
menhang
ist
jedoch
z
u beachten, dass eine revisionsbegründende Ände
rung des Gesund
heits
zustand
e
s auch dann gege
ben sein kann, wenn sich ein Lei
den bei glei
cher Diagnose in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit verändert hat (vgl. BGE 141 V 9 E. 6.3.2 mit Hinweis).
Diesbezüg
lich
berichtete
Dr.
Z._
zu Beginn der Episode ab Februar 2020 von einer Ver
schlechterung mit mittelgradiger
bis schwerer
Ausprägung der Depression mit zusätzlich mehreren Panikattacken
und somatischen Symptomen
(
Urk.
7/44; E. 4.2), welche ab 3
0.
März 2020 zu
r Attestierung einer
vollständigen
Arbeits
unfähigkeit führte
n. D
iese Episode konnte jedoch offensichtlich unter Behandlung wieder auf das Niveau einer leichtgradigen depressiven Episode
remittiert
werden (E. 4.2
, E. 4.6
)
, welche bereits im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenabweisung anhielt (E. 3.3). Zwar
brachte Dr.
B._
, die Beschwerdeführerin seit April 2021 behandelnd,
in seinem Bericht vom
7.
Juli 2021 vor, dass es zu einer deutlichen Akzentuierung der Symptomatik gekommen sei (E. 4.4), ohne jedoch konkrete
Anhaltspunkte für eine gesundheitliche Verschlechterun
g oder Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit zu nennen. Er verwies
dabei
auf Panik
attacken und soziale Phobien, die durch die Wahrnehmung von Ablehnung oder Unzu
frie
den
heit des Gegenübers ausgelöst werden würden und d
as
Meid
en
sozialer Inter
ak
tio
nen zur Folge hätten. Diese Angstsymptomatik
ist jedoch nicht neu und
wurde seitens
Dr.
Z._
im Bereich der kombinierten Persönlichkeits
störung mit
dependenten
und ängstlich-vermeidenden Anteilen und einer frühen Bindungsstörung eingeordnet (E.
4.2
). Ausserdem verzeichnete Dr.
Z._
im Dezem
ber 2020 eine Verbesserung der Angst
zustände und Panik
attacken und erachtete die Ar
beits
fähigkeit in erster Linie durch die rasche Erschöpfbarkeit und die ein
ge
schränkte Belastbarkeit bzw. rasche Überforderung beeinträchtigt (E. 4.2). Die erhöhte Er
müdbarkeit und die reduzierte emo
tionale Belastbarkeit wur
den bereits im Jahr 2017 als die Arbeitsfähigkeit einschränkend genannt (E. 3.2). Abgesehen davon wurden weder von
Dr.
B._
noch von
Dr.
Z._
neue, erhebliche Be
funde genannt, die darauf schliessen lassen würden, dass sich der Gesund
heits
zustand der Beschwerdeführerin im Vergleich zu 2017
anhaltend
massgeblich verschlechtert hätte. Schon im Jahr 2017 wurde die
Beschwerde
führerin als
leicht niedergeschlagen sowie mit leicht reduzierten Antrieb beschrieben. Ausserdem
prägten ebenfalls bereits im Jahr 2017
leichte Kon
zen
trations
stö
run
gen und leichte formale Denkstörungen mit Gedankenkreisen sowie Zu
kunftsängste
das Beschwerdebild
(E. 3.3). Insofern ist von einer weitestgehend unver
änderten psychopatho
logi
schen Befundlage auszugehen (vgl. E. 4.2). Soweit die Beschwerdeführerin auf die Migräne-Problematik verwies (
Urk.
1 S. 6), i
st darauf hinzuweisen, dass Dr.
Z._
die rezidivierenden Kopfschmerzen sowie auch die körperlichen Verspan
nungen und
Dysästhesien
als die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigend beur
teilte (E. 4.2). Insgesamt ergeben sich keine neuen Dia
gnosen oder Beschwerden, welche geeignet wären, das medizinische Belas
tungs
profil zusätzlich einzu
schränken. Präsentieren sich die gesundheitlichen Einschränkungen sowohl hin
sicht
lich der subjektiven Klagen als auch hin
sicht
lich der erhobenen Befunde un
verändert, kann von weiteren medizinischen Ab
klärungen abgesehen werden. Von einer psychiatrischen Beurteilung der
Leis
tungs
- und Arbeitsfähigkeit sind
dies
falls
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, allenfalls eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts, was invaliden
versiche
rungs
rechtlich indes irrelevant wäre.
5.3
Revisionsrechtlich relevant
ist nicht nur ei
ne
wesentliche Veränderung des Ge
sund
heits
zustandes, sondern auch
eine erhebliche Änderung in den
erwerblichen Aus
wirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens (BGE 144 I 103 E. 2.1 mit Hinweisen).
Ab Februar 2017 war die Be
schwerdeführerin als Pflegehelferin im
D._
in einem 50%-Pensum tätig, wobei sie bereits nach drei Wochen wegen Überforderung kündigte (Urk. 7/10/3,
Urk.
7/9). Es kam zu einem Nervenzusam
menbruch, der im Mai 2017 zur Anmel
dung bei der IV führte (vgl.
Urk.
7/9). Per 25. September 2017 hat die Beschwerde
führerin wieder eine Anstellung als Pflege
helferin eines älteren Ehepaares angenommen, wobei das Pensum anfäng
lich 12 Stunden pro Woche betrug (Urk. 7/23 S. 6) und später auf 20 Stunden pro Woche resp. 80 Stunden pro Monat erhöht wurde, was einem 60%-Pensum ent
spreche (vgl. Urk. 7/35 S. 7,
Urk.
7/44). Daneben be
suchte sie ab dem 17. Oktober 2017 den SRK-Kurs für Pflege
helfer
innen, den sie am 20. Juni 2018 erfolgreich abschloss (
Urk.
7/34/3). In der Folge war die Be
schwerde
führerin ab Dezember 2018 zusätzlich als Aushilfe in einem circa 10%-Pensum für die Spitex
E._
tätig (
Urk.
7/35 S. 7). Nachdem es im Frühjahr 2020 wieder zu einem gesund
heit
lichen Einbruch kam, der zur erneuten An
mel
dung bei der IV führte, wurden beide Arbeitsverhältnisse gekündigt (Urk. 7/44, vgl. auch IK-Auszug, Urk. 7/61).
Damit hat sich seit der Rentenabweisung im November 2017 in tatsächlicher Hin
sicht jedenfalls die erwerbliche Situation dahingehend geändert, als die Be
schwer
deführerin
nach Lage der Akten über keine Anstellung
mehr als Pflege
helferin
bzw. Haushälterin verfügt
.
Insofern zeigt sich e
in neu hinzugetretenes Sachverhalts
element im Arbeits
platz
verlust.
5.4
Vorliegend
ist
jedoch
nicht dargetan, dass der Beschwerdeführerin
neu
die Aus
übung des Berufes als Pflegehelferin
oder als Hauswirtschaftliche Angestellte mit Eidgenössischem Fachausweis (vgl.
Urk.
7/34/1)
aus gesundheitlichen G
ründen nicht mehr zumutbar ist.
Dr.
Z._
beur
teilte die Prognose positiv und rechnete im Verlauf mit einer Steige
rung der Arbeitsfähigkeit
ohne eine An
passung der Tätigkeit zu postulieren
(E. 4.2, E. 4.3).
Ebenso ging auch
Dr.
B._
von einer guten P
rognose aus
und befürwortete einen Arbeits
versuch (E. 4.4).
Ent
sprechend be
antragte die Beschwerdeführerin
berufliche Massnahmen, insbe
son
dere sei ein Arbeitsversuch zu prüfen
(
Urk. 1.
S. 6).
Bei einem Arbeitsversuch kann die Invalidenversicherung einer versicherten Per
son versuchsweise einen Arbeitsplatz für längstens 180 Tage zuweisen, um deren tatsächliche Leistungsfähigkeit im Arbeitsmarkt abzuklären (
Art.
18a
Abs.
1 IVG).
Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit medi
zinisch-theoretisch
unverändert im Vergleich zu November 2017
nach wie vor zumutbar ist, wären vorliegend von einem Ar
beitsversuch keine weiteren Auf
schlüsse zur Leistungsfähigkeit der Be
schwer
de
führerin zu erwarten
, weshalb sie keinen Anspruch auf diese Ein
gliederungsmassnahme hat.
5.5
Demzufolge ist aufgrund der klaren Aktenlage mit dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass seit dem letztmaligen Ent
scheid über den Anspruch de
r
Beschwerdeführer
in
auf
Leistungen der In
validenversicherung
(
November 2017) keine leistungsrelevante Sachverhalts
än
de
rung ein
getreten ist. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahre
n kostenpflichtig. Die Gerichts
kos
ten sind dabei nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.