# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 87cb79d6-d98a-4a0a-95e8-4d7ac0545e0d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Strafbefehl des Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartements Graubünden (nachfolgend EKUD) vom 01. Juni 2015, mitgeteilt am 10. Juni 2015, wurde X._ der vorsätzlichen Widerhandlung gegen Art. 61 Abs. 1 lit. g USG schuldig erklärt und dafür mit einer Busse von CHF 600.00 bestraft. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die zuständige Behörde bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe ausspreche. Dem Strafbefehl lag folgender Sachverhalt zugrunde (vgl. act. E.1):
"Aufgrund der Akten ist erstellt, dass Ende November 2014 im Raum A._ in der Fraktion O.1_ eine grössere Menge (ein Anhänger voll) Altholz im Wald deponiert bzw. entsorgt wurde.
In einem E-Mail vom 2. Dezember 2014 an das Revierforstamt O.2_ schreibt X._, dass er die Verantwortung für die illegale Entsorgung des Altholzes im Wald übernehme und darum bemüht sei, das Holz so schnell wie möglich der vorschriftsgemässen Entsorgung zuzuführen.
Da das Altholz bis zum 18. März 2015 nicht korrekt entsorgt wurde, erstattete der Regionalleiter der Region Mittelbünden/Moesano des Amtes für Wald und Naturgefahren Meldung beim Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement Graubünden (BVFD). Dieses überwies den Fall dem zuständigen Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement (EKUD) zur weiteren Bearbeitung.
In einer schriftlichen Stellungnahme (E-Mail vom 25. Mai 2015) bestätigt X._, dass er die Tat nie bestritten habe, die entsorgte Ware jedoch nicht ihm gehöre."
B. Gegen diesen Strafbefehl erhob X._ am 15. Juni 2015 Einsprache beim EKUD. Er begründete seine Einsprache insbesondere damit, dass es ihm aufgrund der winterlichen Verhältnisse nicht möglich gewesen sei, das deponierte Holz innerhalb der Frist zu entsorgen.
C. Mit Überweisungsverfügung an das Bezirksgericht Hinterrhein vom 17. Juni 2015 hielt das EKUD am Strafbefehl fest.
D. Am 20. Oktober 2015 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Hinterrhein statt, anlässlich welcher X._ sinngemäss folgende Anträge stellte:
1. Es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.
2. Er sei vom Vorwurf der Verletzung der Umweltschutzgesetzgebung freizusprechen.
E. Das Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein wurde X._ im Anschluss an die Verhandlung vom 20. Oktober 2015 mündlich eröffnet und begründet. Gleichentags wurde das Urteil den Parteien im Dispositiv mitgeteilt.
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F. Mit Schreiben vom 05. November 2015 ersuchte X._ das Bezirksgericht Hinterrhein um Fristerstreckung zur Einreichung der Berufungserklärung. Daraufhin teilte der Bezirksgerichtspräsident X._ mit Schreiben vom 06. November 2015 mit, bei den Fristen gemäss Ziff. 5 und 6 des Urteilsdispositivs handle es sich um gesetzliche Fristen, die nicht erstreckt werden könnten. Sein Gesuch werde jedoch als Berufungsanmeldung entgegengenommen. Gleichzeitig erfolgte der Hinweis, falls der Beschuldigte doch noch wünsche, dass das Urteil ohne schriftliche Begründung in Rechtskraft erwachse, müsse er dies dem Bezirksgericht Hinterrhein bis am 19. November 2015 schriftlich mitteilen. Eine entsprechende Mitteilung blieb aus.
G. Das schriftlich begründete Urteil vom 20. Oktober 2015 wurde den Parteien am 09. Dezember 2015 mitgeteilt. Darin erkannte das Bezirksgericht Hinterrhein wie folgt:
"1. Das anlässlich der Hauptverhandlung gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
2. X._ ist schuldig der Verletzung von Art. 61 Abs. 1 lit. g USG.
3.a) Dafür wird X._ mit einer Busse von CHF 600.00 bestraft.
b) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 6 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
4.a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 2'379.00 (Untersuchungsgebühren und Auslagen des Erziehungs- Kultur- und Umweltschutzdepartements Graubünden CHF 379.00, Gerichtsgebühren CHF 2'000.00) gehen zu Lasten von X._.
b) X._ hat dem Bezirksgericht Hinterrhein folglich zu überweisen:
Busse CHF 600.00
Verfahrenskosten CHF 2'379.00
Total CHF 2'979.00

## Considerations