# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 920ae7ab-6a83-42a8-839f-85d7560ef2fa
**Court:** BL_EG
**Chamber:** BL_EG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** BL / Northwestern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

6. Januar 2022 ordnete das Enteignungsgericht zur Abklärung des Sachverhalts und zur
Prüfung einer nichtstreitigen Verfahrensbeilegung eine Vorverhandlung an. Nachdem den
Parteien der Verhandlungstermin mit Schreiben vom 21. Januar 2022 angezeigt worden
war, führte das Enteignungsgericht am 24. März 2022 eine Vorverhandlung durch. Die Par-
teien entschieden sich, das Verfahren fortzuführen und das Gericht über die Sache ent-
scheiden zu lassen. Am 31. März 2022 schloss das Enteignungsgericht den Schriftenwech-
sel. Gleichzeitig überwies es den Fall der Fünferkammer zur Beurteilung und ordnete eine
Parteiverhandlung an. Mit Schreiben vom 11. April 2022 zeigte das Enteignungsgericht den
Parteien den Verhandlungstermin für die Hauptverhandlung an. Am 6. Mai 2022 übermit-
telte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin dem Gericht die Honorarnote.
C.
Anlässlich der heutigen Hauptverhandlung hielten die Parteien im Wesentlichen an ihren
Begehren und Begründungen fest. Auf die Ausführungen der Parteien wird – soweit erfor-

## Considerations

derlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.
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Das Enteignungsgericht zieht
i n E r w ä g u n g :
1. Formelles
Für das Verfahren vor dem Enteignungsgericht gelten gemäss § 96a Abs. 3 des Gesetzes
über die Enteignung vom 19. Juni 1950 (EntG, SGS 410) sinngemäss die Bestimmungen
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungspro-
zessordnung, VPO) vom 16. Dezember 1993 (SGS 271). Das Enteignungsgericht hat des-
halb von Amtes wegen die Eintretensvoraussetzungen zu prüfen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 VPO),
den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (§ 12 Abs. 1 Satz 1 VPO) und das Recht
von Amtes wegen anzuwenden (§ 16 Abs. 2 Satz 1 VPO).
1.1 Zuständigkeit
Vorliegend sind Wasser- und Abwasseranschlussgebühren der B._ angefochten (vgl.
zur Qualifikation der Abgaben E.2.1).
Das Enteignungsgericht ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen be-
treffend Erschliessungsabgaben zuständig (§ 96a Abs. 1 lit. a i.V.m. § 90 Abs. 2 EntG).
B._ liegt im Kanton Basel-Landschaft (§ 35 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Organi-
sation und die Verwaltung der Gemeinden [Gemeindegesetz] vom 28. Mai 1970
[SGS 180]). Das Enteignungsgericht ist demnach örtlich und sachlich für die Beurteilung
der vorliegenden Streitigkeit zuständig.
Gemäss § 98a Abs. 2 i.V.m. § 98a Abs. 1bis EntG behandelt die Fünferkammer Streitigkei-
ten, deren Streitwert CHF 30'000.00 übersteigt. Die Beschwerdeführerin beantragt die Auf-
hebung der Verfügung betreffend Wasser- und Abwasseranschlussgebühren vom 18. März
2021. Die Wasseranschlussgebühren betragen CHF 131'724.00 (exkl. MWST), die Kanali-
sationsanschlussgebühren CHF 72'689.00 (exkl. MWST). Insgesamt wurden der Be-
schwerdeführerin somit Wasser- und Abwasseranschlussgebühren in der Höhe von
CHF 204'413.00 (exkl. MWST) in Rechnung gestellt. Der Streitwert im vorliegenden Fall
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übersteigt die Grenze von CHF 30'000.00 somit deutlich. Entsprechend ist die Fünferkam-
mer für die Beurteilung der Beschwerde funktionell zuständig.
1.2 Fristwahrung und Form
Es kann innert 10 Tagen ab Erhalt der Verfügung Beschwerde beim Enteignungsgericht
erhoben werden (§ 96a Abs. 1 lit. a EntG). Die angefochtene Verfügung datiert vom
18. März 2021 und ist bei der Beschwerdeführerin frühestens am 19. März 2021 eingegan-
gen. Die Beschwerdeführerin hat ihre Beschwerde vom 29. März 2021 gleichentags der
schweizerischen Post zur Übermittlung an das Enteignungsgericht aufgegeben (vgl. Post-
stempel). Da zwischen dem 20. März 2021 (frühestmöglicher Fristbeginn) und der fristwah-
renden Handlung (Postaufgabe) nicht mehr als 10 Tage liegen, ist die 10-tägige Beschwer-
defrist unabhängig vom effektiven Fristbeginn gewahrt.
Die Beschwerde enthält zudem ein klares Rechtsbegehren und eine Begründung. Sie ist
demnach auch formgerecht erhoben worden (vgl. § 5 VPO).
1.3 Übrige Eintretensvoraussetzungen
Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist die Beschwerdeführerin direkt in ihren Rech-
ten und Pflichten betroffen, sodass sie ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung der
streitgegenständlichen Verfügungen hat (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Da auch alle weiteren Pro-
zessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten (§ 16 Abs. 2 VPO).
2. Materielles
Streitgegenstand und im Folgenden zu prüfen ist die Frage, ob die vorschussweise Gel-
tendmachung der Wasser- und Abwasseranschlussgebühren nach Erteilung der Baube-
willigung zulässig ist.
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2.1 Qualifikation der Abgaben
Vorliegend wurden Abgaben für den (potentiellen) Anschluss an die Wasser- und Abwas-
serleitungen erhoben. Bei den streitgegenständlichen Abgaben handelt es sich unbestritte-
nermassen um Erschliessungsabgaben. Strittig ist, ob es sich um Gebühren oder um Bei-
träge handelt.
Das Gemeinwesen kann Kausalabgaben erheben. Kausalabgaben sind öffentliche Abga-
ben, die als Entgelt für eine bestimmte, der einzelnen pflichtigen Person individuell zure-
chenbare staatliche Leistung oder als Ausgleich für einen ihr zukommenden besonderen
Vorteil zu bezahlen sind (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, Zü-
rich/St. Gallen 2020, Rz. 2758). Kausalabgaben lassen sich in erster Linie in Gebühren und
Beiträge unterteilen.
Für die Beantwortung der Frage nach der rechtlichen Natur einer öffentlich-rechtlichen Ab-
gabe ist nach konstanter höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht die im konkreten Abga-
beerlass oder in einer Verfügung gewählte Bezeichnung, sondern die tatsächliche Ausge-
staltung der fraglichen Abgabe massgebend (vgl. bspw. Bundesgerichtsentscheid
[BGE] 106 Ia 241 E. 3b 242 f.). Vorteilsbeiträge sind öffentlich-rechtliche Abgaben, welche
eine beitragspflichtige Person für den ihr aus der öffentlichen Einrichtung erwachsenden
wirtschaftlichen Sondervorteil zu entrichten hat (§ 90 Abs. 1 EntG). Vorteilsbeiträge oder
Vorzugslasten sind somit Abgaben, die als Ausgleich jenen Personen auferlegt werden,
denen aus einer öffentlichen Einrichtung ein wirtschaftlicher Sondervorteil erwächst. Der zu
entgeltende Sondervorteil wird dabei abstrakt, d.h. nach der möglichen Nutzung des Grund-
stückes, bestimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2P.78/2003 vom 1. September
2003 E. 3.6). Da der Vorteilsbeitrag an den durch die Anlage resultierenden Mehrwert (Son-
dervorteil) anknüpft, wird er bereits im Zeitpunkt der Fertigstellung der öffentlichen Infra-
strukturanlage fällig. Die Anschlussgebühr ist dagegen eine einmalige Gegenleistung der
Grundeigentümer dafür, dass sie das Recht erhalten, die Wasserversorgung für den Was-
serbezug sowie die Abwasserversorgung für die Ableitung des Abwassers zu benutzen
(KÜRSTEINER THOMAS, Erschliessungsabgaberecht, Eine Analyse am Beispiel des Kantons
Basel-Landschaft, Diss. Basel 2019, Liestal 2020, Rz. 58). Sie stellt das Entgelt für den
tatsächlichen Anschluss einer bestimmten Baute an das öffentliche Versorgungsnetz dar
und wird konkret, regelmässig nach Art und Grösse der errichteten Baute, bestimmt. (vgl.
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BGE 106 Ia 241 E. 3b 242 f.; Urteil des BGer 2P.78/2003 vom 1. September 2003 E. 3.6).
Der Anschlussgebühr steht als Entgelt eine individualisierte Leistung des Gemeinwesens
gegenüber. Sie wird folglich grundsätzlich erst fällig, wenn der Anschluss an das Erschlies-
sungswerk erfolgt und dessen Benutzung möglich ist.
Gemäss § 34 Abs. 2 des Wasserreglements der B._ vom 31. Oktober 2018 (WR) sowie
§ 21 Abs. 2 des Abwasserreglements der B._ vom 31. Oktober 2018 (AR) werden die
vorliegend strittigen Abgaben für den Anschluss an die Wasserversorgung bzw. die Abwas-
seranlagen erhoben. Das abgabeauslösende bzw. forderungsbegründende Tatbestandse-
lement der strittigen Abgaben ist der Anschluss an das öffentliche Wasserversorgungs- und
Kanalisationswerk. Der Entstehungszeitpunkt der angefochtenen Abgaben bildet somit der
Anschluss und nicht bereits die Fertigstellung des Erschliessungswerkes wie es bei Vor-
teilsbeiträgen regelmässig der Fall ist. Weiter erfolgt die Bemessung auf Grund des SVGW-
Werts sowie der Bruttogeschossfläche (§ 39 Abs. 2 WR bzw. § 26 Abs. 4 AR). Diese bei-
den Kriterien sind gebäudebasiert, das heisst konkret ausgestaltet und nicht abstrakt. Zu-
dem hat die Beschwerdegegnerin Mehrwertsteuern auf den Abgaben erhoben, welcher nur
Anschlussgebühren nicht aber Beiträge unterliegen (vgl. Art. 14 Ziff. 2 und Ziff. 15 der
Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009 [MWSTV, SR 641.20]; Urteil des Ent-
Ger vom 29. April 2021 [650 20 84] E. 2.3.2). Es handelt sich demnach bei den strittigen
Abgaben um Anschlussgebühren und nicht um Beiträge.
2.2 Fälligkeit der Anschlussgebühren
Die kommunalen Reglemente der B._ (§ 37 Abs. 2 WR bzw. § 24 Abs. 2 AR) sehen
vor, dass die Grundeigentümerin die Anschlussgebühren bereits nach Erhalt der Baubewil-
ligung als Vorschuss zu entrichten hat. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdefüh-
rerin die angefochtenen Anschlussgebühren in Anwendung dieser Bestimmungen bereits
nach Erhalt der Baubewilligung in Rechnung gestellt.
§ 92 EntG trägt die Überschrift «Fälligkeit» und bestimmt, dass Kanton und Gemeinden
Anschlussgebühren frühestens beim Anschluss an das Erschliessungswerk geltend ma-
chen. Demnach sind Anschlussgebühren erst fällig, wenn die Bauten an die Leitungen an-
geschlossen sind. Diese Bestimmung ist zwingender Natur und gibt den Gemeinden den
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rechtlich verbindlichen Rahmen vor, innerhalb dessen sich Bestimmungen betreffend Erhe-
bungszeitpunkt und Fälligkeit zu bewegen haben. Fraglich ist demzufolge, ob die Bestim-
mungen der B._ sich an diesen Rahmen halten.
Den Gemeinden wird Autonomie (sog. Gemeindeautonomie) bei der Ausgestaltung der ge-
setzlichen Regelungen auf kommunalem Boden zugestanden. Hierbei handelt es sich je-
doch um eine relative Entscheidungsfreiheit. Den Gemeinden kommt nur soweit gesetzge-
berische Freiheit zu, wie ihr das kantonale Recht Freiraum für eigene Regelungen belässt.
Von den kantonalen Bestimmungen abweichende Regelungen sind nur zulässig, sofern der
Kanton die Sache nicht abschliessend geregelt hat, das heisst Spielraum für eine kommu-
nale Regelung besteht (vgl. BGE 93 I 154 E. 5 158 ff.).
Die kantonale Bestimmung belässt vorliegend allerdings keinen Spielraum für kommunale
Bestimmungen, die einen früheren Eintritt der Fälligkeit vor dem effektiven Anschluss der
Baute an die Leitungen statuieren. § 92 Abs. 1 lit. b EntG bezweckt unter anderem den
Schutz des Abgabesubjekts vor verfrühten Forderungen. Die Erteilung einer Baubewilli-
gung führt zudem nicht in jedem Fall zur Realisierung des bewilligten Bauprojekts und damit
zu einem Anschluss an die Erschliessungswerke. Die vorschussweise Erhebung der An-
schlussgebühren ist nach dem Ausgeführten systemwidrig und nicht mit dem höherrangi-
gen kantonalen Recht vereinbar.
An diesem Schluss ändert entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin auch der
Umstand nichts, dass die Reglemente vom Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft
genehmigt wurden. Die Anwendbarkeit der kommunalen Bestimmungen kann im Einzelfall
vor Gericht gerügt werden. Bei der hierauf folgenden konkreten Normenkontrolle sind die
Gerichte in ihrer Beurteilung allein dem Recht verpflichtet und namentlich nicht an Geneh-
migungsbeschlüsse des Regierungsrates gebunden.
Schliesslich bleibt festzuhalten, dass für die Beschwerdegegnerin auch gar keine Notwen-
digkeit für eine vorschussweise Erhebung der Anschlussgebühren besteht. Gemäss
§ 94 Abs. 1 EntG haben Kanton und Gemeinden für die an sie zu bezahlenden Erschlies-
sungsabgaben ohne Eintragung ins Grundbuch ein gesetzliches Pfandrecht, das neben
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anderen gesetzlichen Pfandrechten den übrigen vorgeht. Für den Fall dass die Beschwer-
deführerin die Anschlussgebühren nicht bezahlt, trägt die Beschwerdegegnerin deshalb
kaum ein finanzielles Risiko.
3. Kosten
Für das Verfahren vor dem Enteignungsgericht gelten, wie bereits unter E. 1 erwähnt, sinn-
gemäss die Bestimmungen der VPO.
3.1 Verfahrenskosten
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten. Nach § 20
Abs. 3 VPO sind die ordentlichen Verfahrenskosten in angemessenem Ausmass der unter-
liegenden Partei aufzuerlegen. Praxisgemäss sind die Verfahrenskosten dementsprechend
nach Massgabe des Unterliegens bzw. Obsiegens von den Parteien zu tragen.
Gemäss § 17 Abs. 1 lit. c der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (Gebührentarif,
GebT) vom 15. November 2010 (SGS 170.31) erhebt das Enteignungsgericht für einen
Endentscheid der Fünferkammer Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 500.00 bis
CHF 5'000.00. Vorliegend sind eine Vorverhandlung sowie eine Hauptverhandlung durch-
geführt worden. In Anbetracht des Aufwandes erachtet das Gericht praxisgemäss für die
Vorverhandlung Kosten in der Höhe von CHF 500.00 und für die Hauptverhandlung Kosten
in der Höhe von CHF 2'000.00 für angemessen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von
insgesamt CHF 2'500.00 sind der unterliegenden Partei, also der Beschwerdegegnerin,
aufzuerlegen.
3.2 Parteientschädigung
Gemäss § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug
eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der
Gegenpartei zugesprochen werden. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin durch Rechts-
anwalt Hannes Baader vertreten. Die Beschwerdeführerin ist mit ihren Rechtsbegehren
durchgedrungen und hat vollumfänglich obsiegt. Sie hat demnach einen Anspruch auf eine
vollumfängliche Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
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Mit Honorarnote vom 6. Mai 2022 machte Rechtsanwalt Hannes Baader einen Gesamtauf-
wand von 18.07 Stunden sowie Auslagen in der Höhe von CHF 83.90 zuzüglich Mehrwert-
steuern geltend. Sowohl der Gesamtaufwand als auch die Auslagen lassen sich aufgrund
der detaillierten Auflistung aller Leistungen nachvollziehen und erscheinen angemessen.
Im Rahmen der Parteivorträge machte Rechtsanwalt Hannes Baader zudem 2 Stunden für
die Vorbereitung der Verhandlung geltend. Für die heutige Hauptverhandlung sind zum gel-
tend gemachten Gesamtaufwand 1 Stunde für die Teilnahme an der Verhandlung sowie je
0.5 Stunden für den Weg hinzuzurechnen. Zu entschädigen sind demnach ein Aufwand von
insgesamt 22.07 Stunden und Auslagen in der Höhe von insgesamt CHF 83.90 sowie die
Mehrwertsteuer.
Die Berechnung der Parteientschädigung durch richterliche Behörden richtet sich im Kan-
ton Basel-Landschaft nach der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. No-
vember 2003 (AnwT, SGS 178.112) (vgl. § 1 AnwT). Wird das Honorar nach Zeitaufwand
berechnet, beträgt der zu entschädigende Ansatz CHF 200.00 bis CHF 350.00 pro Stunde
(vgl. § 3 Abs. 1 AnwT). Das Enteignungsgericht legt der Berechnung von Parteientschädi-
gungen praxisgemäss einen Ansatz von CHF 250.00 pro Stunde zugrunde. Dementspre-
chend beläuft sich der Entschädigungsanspruch für den erwähnten Gesamtaufwand auf
CHF 5'517.50 exklusive Mehrwertsteuern. Zuzüglich der Barauslagen im Betrag von
CHF 83.90 resultiert ein Zwischentotal von CHF 5'601.40. Zum Zwischentotal sind Mehr-
wertsteuern zu 7.7%, das heisst CHF 431.30, zu addieren. Die Beschwerdegegnerin hat
der Beschwerdeführerin demzufolge eine Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt
CHF 6'032.70 (inkl. MWST) für den Beizug von Rechtsanwalt Hannes Baader zu bezahlen.
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