# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 85541005-5b77-412e-9946-71317eed943b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1957
, Mutter zweier Kinder mit Jahrgang 1980 und 1985,
war
seit 1993
in einem Teilzeitverhältnis
(50 %)
als Hauswartin beim
Y._
(Urk. 6/14
Ziff. 1, Ziff. 6 und Ziff. 10
) und
seit 1989
als
Aushi
lfsmitarbeiterin im
Stundenlohn
bei
Z._
(Urk. 6/16 Ziff. 3
)
tätig. Am 31. Januar 2005
z
og sie sich bei einem Sturz auf Glatteis
eine
mehrfrag
men
täre
Humerusschaftfraktur
zu (
vgl.
Urk. 6/11/2-3)
, welche gleichentags operativ versorgt wurde (
vgl.
Urk. 6/11/76
-77
)
.
Mit
Einspracheentscheid
vom 25. Mai 2009 (Urk. 6/62
/2-6
) sprach der
Unfall
versi
cherer
der Versicherten
bei einem Invaliditätsgrad von 61 %
eine Rente zu und eine
Integritätsentschädigung von 10 %.
Am 7. Juli 2006 meldete
sich die Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an (Urk. 6/6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte medizinische Berichte
(Urk. 6/19
, Urk. 6/60-61
)
, die Unterlagen des Unfallversicherers (
Urk. 6/2,
Urk. 6/
11
,
Urk. 6/17,
Urk. 6/20
, Urk. 6/23, Urk.
6/26, Urk. 6/30, Urk. 6/43
, Urk. 6/50
,
Urk. 6/54-57, Urk. 6/62,
Urk. 6/69
), Arbeitgeberberichte (Urk. 6/14-16)
und Auszü
g
e
aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk. 6/18
, Urk. 6/
40-
41
) ein.
Sodann veranlasste sie bei der
A._
ein polydisziplinäres Gutachten, welches am 1. Juli 2010 erstattet wurde (Urk. 6/78).
Am 28. September 2010 beantworteten die
A._
-
Gutachter die
von der IV-Stelle gestellten
Ergänzungs
fragen (Urk. 6/82).
Am 20. Oktober
und am 8. Dezember 2010
nahm die Versi
cherte zum
A._
-
Gutachten Stellung (Urk. 6/8
5
-87
)
, wozu sich die
A._
-
Gut
achter am 20. Oktober 2011 (Urk. 6/94) äusserten. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/101
,
Urk. 6/108)
verneinte die IV-Stelle m
it Verfü
gung vom 24. Mai 2012 (Urk. 6/113 = Urk. 2) einen Anspruch der Ver
sicher
ten auf eine Invalidenrente.
2.
Die Versicherte erhob am 25. Juni 2012 gegen die Verfügung vom 24. Mai 2012 (Urk. 2) Beschwerde (Urk. 1) und beantragte
deren Aufhebung und die
Zuspra
che
einer Rente. Eventuell sei die Sache zu
r
weiteren Abklärung und
Neubeur
teilung
an die IV-Stelle zurückzuweisen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 29.
August 2012 (Urk. 5) beantragte die IV-Stel
le die Abweisung der Be
schwerde, was der Versicherten am 22. Oktober 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre rentenanspruchsverneinende Verfü
gung vom Mai 2012 (Urk. 2) damit,
gemäss ärztlicher Beurteilung sei der
Beschwerdeführerin die Tätigkeit als Hauswartin
nicht mehr zumutbar.
E
ine leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit Sitzgelegenheit, Meidung körperferner und
häufig über Schulterhöhe ausgeführter Arbeiten, Meidung von Leiter- und Gerüststeigen und individueller Pausengestaltung (hierfür maximaler
Leistungs
abzug
< 20 %
Arbeitsfähigkeit
)
sei jedoch
zu 100 % zumutbar.
Auf das
A._
-
Gutachten könne abgestellt werden. So vermögen die nachträg
lich eingereichten Berichte keine Zweifel an der Schlüssigkeit des veranlassten Gutachtens
zu
wecken und es handle sich dabei um nicht allzu wesentliche
Vorakten
(S. 2). Zudem sei darauf hingewiesen worden, dass das
A._
-
Gutach
ten im Wesentlichen nicht von dem Gutachten von
PD Dr. med.
B._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
von 2007 abweiche, und somit keine Verschlechterung dokumentiert sei
(S. 3)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich in ihrer Beschwerde vom Juni 2012 (Urk. 1) auf den Standpunkt,
a
uf das
A._
-
G
utachten könne
nicht abgestellt werden,
da es
in krassem Gegensatz zu
r Einschätzung des Unfallversicherers stehe, welcher wegen der unfallbedingten Schulterbeschwerden von einer Einschränkung in angepa
sster Tätigkeit von 50 % ausgegangen sei
. Zudem hätten den
A._
-
Gut
achtern
zum Zeitpunkt der Begutachtung
wesentliche Unterlagen nicht vorgele
gen (S. 6 Ziff. 6-7
, S. 7 Ziff. 10, S. 8 Ziff. 12
, S. 8 f. Ziff. 13
).
Das
A._
-
Gutachten erkläre aus diesem Grund auc
h nicht die offensichtlichen Wi
dersprüche zwischen seinen eigenen Feststellungen und den früheren medi
zinischen Berichten (S. 6 f. Ziff. 8). Die von den
A._
-
Gutachtern attestierte Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer angepassten Tätigkeit sei nicht begründet (S.
7 Ziff. 9).
Im Übrigen sei die erhebliche Adipositas bei der Beurteilung der Arbeits
fähigkeit unzureichend gewürdigt worden (S. 10 Ziff. 14).
3.
3.
1
Am 6. Juni 2007 erstattete
Dr.
B._
(vorstehend E. 2.1) sein
vom
Unfall
versicherer
veranlasste
s
Gutachten
(
Urk.
6/23/2-8
= Urk. 6/61/33-39
).
Er stellte folgende Dia
gnose (S. 4
unten):
relevante Restbeschwerden Oberarm links sowie Verdacht auf
sub
acromia
les
Impingement
sowie mögliche
Supraspinatussehnenober
flächen
partialruptur
bei:
Status nach Sturz am 31. Januar 2005 mit
Oberarmschaftfraktur
und nicht dislozierter
Tuberculum
majus
Fraktur links
Status nach Osteosynthese der
Humerusschaftfraktur
links am 31.
Januar 2005 (Dr.
C._
,
Spital
D._
)
Status
nach
arthroskopischer
Défiléee
rweiterung
und Tenotomie der langen
Bizepssehne
am 13. Februar 2006 (Dr.
E._
,
Klin
i
k Chi
rurgie,
Spital
F._
, vgl.
Urk. 6/19/16 =
Urk. 6/61/14
)
Dr.
B._
führte aus, die bei der Untersuch
ung festgestellten Befunde stünden
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürlichem Kausalzusam
menhang zum
Unfall vom 31. Januar 2005 (
S. 5
Ziff
. 5.1). In der bisherigen Tätig
keit als Hauswartin bestehe sow
o
h
l im Teilpensum von 50 % als auch im Vollpensum von 100 % eine 100%ige Arbeitsunfähigkei
t (S. 5
Ziff.
6.1).
In einem Beruf, bei welchem der linke Arm nicht od
er nur minimal eingesetzt werde
, könnte eine etwa 50%ige Arbeitsfähigkeit noch
vorstellbar sein. Dazu gehörten
überwachende Tätigkeiten oder Tätigkeiten an einem Empfang. Vor
stellbar seien allenfalls auch Telefontätigkeiten. Bürotätigkeiten seien weniger geeignet, da bei Tätigkeiten am Schreibtisch auch der linke Arm eingesetzt wer
den könne. Dies würde wahrscheinlich nach kurzer
Zeit
zu einer
Schmerzex
azerbation
führen. Das Heben und Tragen von Lasten bis etwa 5 kg körpernah sei repetitiv möglich. Belastungen körperfern seien nicht möglich. Nicht einmal kleine Gewichte (z.B. eine Tasse) könnten körperfern gehoben werden. Tätig
keiten auf Brust-, Kopf- oder Über-Kopf-Höhe
seien nicht möglich. Gehen und S
tehen sollte un
eingeschränkt möglich sein (S. 6
Ziff. 6.2). Eine Angewöhnung an die Unfallfolgen und damit eine Verbesserung der Arbeitsfähig
keit sei nicht zu erwarten (S. 6
Ziff. 6.3).
Insgesamt sei die Prognose bei Plattenentfernung und
Acromioplastik
für eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit unsicher. In einem Teil der Fälle werde es wohl gelingen, eine Belastbarkeit des
Armes wieder zu erreichen (S. 6
f. Ziff. 7.1). Der Integritätsschaden sei beim aktuellen Zustand auf 10 % einz
uschätzen (S. 7
Ziff.
8).
3.2
Am 4. Oktober 2007 hielt Dr.
B._
in seinem Bericht zu
H
anden
des Unfallversicherers (Urk. 6/30/13)
fest
, es sei für ihn schwierig abzuschätzen, inwieweit der linke Arm
nach erfolgter Operation, das heisst Plattenentfernung und
Acromioplastik
,
wieder belastbar werde. Die Besch
werdeführerin sei
rechts
dominant
. Die Chance auf eine Verbesserung der Symptome schätze er auf etwa 60 %. In der angestammten Tätigkeit als Hauswartin schätze er die Chance auf etwa 60 % ein, dass eine Arbeitsfähigkeit von 50 % und mehr erreicht werden könnte. In einer den Unfallfolgen angepassten leichten Tätigkeit erachte er die Chance der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ebenfalls etwa 60
%. Sollte dies tatsächlich eintreten
,
würde er die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten leichten
Tätigkeit als 75 bis 100 % einschätzen.
3.
3
Dr. med.
G._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, führte in sei
nem Bericht vom 27. Februar 2009 (Urk. 6/84/1-4) aus, hinsichtlich des Berich
tes von Dr.
B._
erstaune, dass dieser die extreme Adipositas ni
cht als Vorzustand
erwähnt habe.
Er
habe
die Beschwerdeführerin in einem Beruf, wo der linke Arm nicht oder nur minimal eingesetzt werde
,
als zu 50 % arbeitsfähig an
gesehen
(S. 2 Mitte).
Reell dürfte eine quasi einarmige Tätigkeit nur für die rechte Hand oder
den rechten
Arm doch eher schwierig zu finden
sein
,
und für eine Tätigkeit a
m Empfang, wo
sie
die Firma als ersten Augenkontakt präsentieren sollte, scheine die Beschwerdeführerin doch eher weniger geeignet (Adipositas). Bürotätigkei
ten seien ebenfalls weniger geeignet
(S. 2 unten).
Was die von Dr.
B._
geäusserte Chance für eine teilweise Verbesse
rung des aktuellen Zustandes von 60 % anbelange, erscheine dies aufgrund des nicht ganz klar zuzuordnenden Beschwerdebildes bei der schon länger dauern
den Arbeitsunfähigkeit und
der
Nebendiagnosen als sehr optimistisch (S. 3 Mitte).
Dr.
G._
führte aus, gesamthaft gesehen
erscheine ihm aufgrund des jetzigen Zustandes, so wie er aktenmässig beschrieben sei, die Beschwerdeführerin als Hauswartin kaum oder nicht arbeitsfähig
,
und auch für eine noch zu findende
optimalst
angepasste Tätigkeit, sei es fraglich, ob von einer vollen Arbeitsfähig
keit ausgegangen werden dürfte (eventuell Aufsichtsperson in e
inem Museum). In allen übrigen
auch nur im Ansatz manuellen Tätigkeiten, wo auch der linke Arm gebraucht werde, bestehe eine deutliche Einschränkung angesichts des chronischen Schmerzsyndroms (S. 4 unten).
3.
4
Dr.
med.
H._
,
Facharzt FMH für Chirurgie, beratender Arzt des Unfallversicherers
,
führte in seinem undatierten Bericht (
Urk. 6/62/7-8 =
Urk.
6/84/5-6) aus, er halte unter anderem
die Beurteilung von Dr.
B._
(vorstehend E. 3.1)
für schlüssig, wobei allerdings
die
Thera
pievorschläge
(
Osteosynthesematerial
-Entfernung,
Défiléeerweiterung
) bei dieser äusserst über
gewichtigen Versicherten mit einem BMI von 50
und einem Dia
betes
sehr risikoreich seien und die gesetzte Verbesserung des Zustandes mit einer Wahr
scheinlichkeit von 60 % sicher zu optimistisch sei. Dass nach einer über
vier
jähriger
Arbeitsunfähigkeit nach allfälligen Eingriffen wieder eine Reintegration in den angestammten Beruf stattfinden könnte, sei äusserst frag
lich. Eine Wieder
aufnahme einer beruflichen Tätigkeit sei nur vorstellbar in einer angepassten Tätigkeit, bei der lediglich der rechte dominante Arm einge
setzt werden müsse (S. 1). Die Beschwerdeführerin werde kaum mehr in den Arbeits
prozess integrierbar sei
n
. Mitschuldig dabei sei sicher die vorbestehende Adipo
sitas per magna. Ohne diese wäre eine Reintegration leichter zu bewerk
stelligen (S. 2).
3
.5
Hausärztin Dr. med.
I._
,
Fachärztin
FMH
für Allgemeine Innere Medi
zin,
stellte in ihrem Bericht vom 19. Mai 2009 (Urk. 6/61/2-7) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
Status nach Plattenosteosynthese bei
Humerusschaftfraktur
am 31.
Ja
nuar 2005
Lumbalgie bei deg
enerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS); MRT und CT LWS 2009
posttraumatische Störung mit Angstzuständen und Panikattacken seit 2005/06
Sie stellte folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
arterielle Hypertonie
Diabetes mellitus II
morbide Adipositas (BMI über 45)
Dr.
I._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit 1995 bei ihr in Behand
lung, wobei die letzte Kontrolle am 29. April 2008 stattgefunden habe (Ziff.
1.2). Die Prognose sei betreffend den linken Arm eher schlecht, da die Beschwerdeführerin grosse Angst vor weiteren chirurgischen Massnahmen habe. Betreffend die LWS sei die Prognose eher gut (Ziff. 1.4). In der zuletzt ausgeüb
ten Tätigkeit als Hauswartin habe vom 31. Januar 2005 bis 29. Februar 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, vom 1. März 2008 bis 2. Februar 2009 eine 50%
ige
Arbeitsunfähigkeit, vom 3. Februar bis 28. Februar 2009 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und vom 1. März 2009 bis auf weiteres eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit bestanden (Ziff. 1.6). Die Beschwerdeführerin sei durch die chroni
schen Schulter
-
und Oberarmschmerzen links, die Kreuzschmerzen und die Angstzustände,
die
Panikattacken und die depressive Verstimmung einge
schränkt. Die bisherige Tätigkeit sei nicht zumutbar aufgrund der
Bewegungs
einschränkung
des linken Armes und der Rückenschmerzen (Ziff. 1.7). In einer sitzenden, stehenden oder wechselbelastenden Tätigkeit, wo der linke Arm nicht viel gebraucht werde, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von maximal 4 Stunden respektive 50 % (Ziff.
1.9).
3.
6
Am 1. Juli 2010 erstatteten die Ärzte der
A._
das von der Beschwerdegegnerin veranlasste polydisziplinäre Gutachten (Urk. 6/78). Sie stellten zusammenfas
send folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(S.
16 Ziff. 6.1)
:
chronische Schulter-
Armschmerzen links bei
Status nach Fraktur und Osteosynthese des linken Oberarms (Januar 2001
[richtig: 2005]
)
Status nach
arthroskopischer
Défiléeerweiter
ung
und Tenotomie der
lan
gen
Biz
epssehne
wegen
Impingement
der Schulter lin
ks und Ten
dinitis der langen
Biz
epssehne
links (Februar 2006
, vgl. Urk.
6/19/16 = Urk. 6/61/14
)
mässig ausgeprägtes
Lumbovertebralsyndrom
bei degenerativen
Wirbel
säulenveränderungen
im Lendenwirbelsäulenbereich mit Betonung auf Höhe L4/L5 und dort rechts paramedianer
Protrusion
mit dorsaler Verla
gerung der Wurzel L5
Sie stellte folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 16 Ziff.
6.2):
leicht ausgeprägtes
Cervicalsyndrom
dorsaler und plantarer Fersensporn rechts
metabolisches Syndrom mit
Diabetes mellitus Typ 2 mit leicht ausgeprägter Polyneuropathie
arterieller Hypertonie
stammbetonter, morbider Adipositas (BMI 51,8)
Klaustrophobie (ICD-10 F40.2)
Panikstörung (ICD-10 F41.0)
Die begutachtenden Ärzte der
A._
hielten
in ihrer Gesamtbeurteilung
fest, aus intern-medizinischer und psychiatrischer Sicht
bestünden keine Beeinträchti
gungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Hinsichtlich der Beurteilung der angestammten Tätigkeit seien die neurologische und die orthopädische Bemes
sung der Arbeitsfähigkeit massgebend. Als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit müsse das ausgeprägte
Lumbovertebralsyndrom
bei degenerati
ven Wirbelsäulenveränderungen im Lendenwirbelsäulenbereich mit Betonung auf Höhe L4/L5 und dort rechts paramedianer
Protrusion
mit dorsaler Verlage
rung
der Wurzel L5 sowie eine
frozen
Should
er
links
,
respektive chronische S
chulter-Arm-Schmerzen links festgestellt werden. Aus orthopädischer Sicht bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hauswartin respektive Verkäufe
rin eine Verminderung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von
50 %.
Aus neurologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in einer die Körperachse belastenden Tätigkeit
,
zum Beispiel im Reinigungsber
eich
, oder einer aus
schliesslich stehenden oder ausschliesslich sitzenden Tätigkeit nicht arbeitsfä
hig. In der Konsensbesprechung sei man
zum
Schluss gekommen, dass unter Berücksichtigung der Beurteilung der Beschwerdeführerin aus neurologischer und orthopädischer Sicht als Hauswartin eine Arbeits- und
Leistungseinschrän
kung
von 100 % bestehe. Sie könne keine Arbeiten verrichten, die die
Körper
achse
belasteten und dazu gehörten auch die Reinigungsarbeiten als Hauswartin (S. 20 Ziff. 7.2).
Aus neurologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin i
n einer angepassten Tätig
keit mi
t möglichst wechselnd stehender und
sitzender Arbeitshaltung und nur
leichter Belastung der Körperachse als zumindest
zu
80 % arbeitsfähig zu betrachten.
Aus orthopädischer Sicht werde es für möglich erachtet, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80
bis 100 % erzielen könne. Möglich seien leichte Bürotätigkeiten,
Überwa
chungs
- oder Kontrolltätigkeiten, Porten- oder Telefondienste. Auch leichte Botendienste seien denkbar. Das Erlernen von allfällig nötigen (leichten) EDV-Kenntnissen sei der Beschwerdeführerin durchaus zumutbar (Bedienung von Telefontastaturen, einfache Registraturen). Zudem hätten die Rücken- und
Fuss
beschwerden
links durch die Physiotherapie und das selbständige sportliche Training nachgelassen und zurzeit nur einen geringen Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit. Allenfalls seien Tätigkeiten, die vornehmlich im Stehen und oder Gehen erledigt würden, nur
geringgradig
reduziert möglich und mit entspre
chender Organisation des Arbeitsablaufes mit gelegentlichen Pausen zu b
ewäl
tigen
. Zusammenfassend sei von einer Einschränkung von höchstens 20 % in einer an
gepassten Tätigkeit auszugehen (S. 21 Ziff. 7.3). Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit müsse mit dem Unfalldatum terminiert werden
(S. 21 Ziff.
7.3).
Ergänzend führten die Gutachter der
A._
am 28. September 2010 (Urk. 6/82) aus, sie hätten ihre Befunde in einer Konsensbesprechung eingehend diskutiert. Es sei offensichtlich, dass die oben beschriebenen Beeinträ
chtigungen und Ein
schränkungen
zu einer Beeinträchtigung
in
der angestammten Arbeits
tätigkeit
aus gesamtmedizinischer Sicht von 100 % führten. Gerade die Tätigkeit als Hauswartin bringe immer wieder Tätigkeiten mit sich, welche dem
Belastungs
spektrum
nicht entsprächen. Dass eine Arbeitsfähigkeit aus gesamtmedizinischer Sicht von einer fachspezifischen Arbeitsfähigkeit abweichen könne, erkläre sich von selbst, zumal gerade aus gesamtmedizinischer Sicht sämtliche Aspekte mit berücksichtigt werden müssten (S. 2).
3.
7
Dr.
G._
führte i
n seiner Stellungnahme vom 29. Oktober 2010 (Urk. 6/86)
aus, er könne sich der Beurteilung von Dr.
H._
(vorstehend E. 3.4),
dass eine Integration in einen Arbeitsprozess kaum mehr zu vollziehen sei, wobei die deutlich
e
Adipositas per magna mitschuldig sei, anschliessen (S. 1 oben).
Das
A._
-
Gutachten
(vorstehend E. 3.
6
)
wirke in seiner abschliessenden Beurtei
lung etwas
weltfremd (S. 1 Mitte). Betreffend
die Arbeitsfähigkeit
sei
für die Körperach
se belastende Tätigkeiten (z.B.
im Reinigungsbereich)
,
für eine aus
schliesslich stehend oder ausschliesslich sitzende Tätigkeit keine Arbeitsfähig
keit
festgehalten worden und dann
,
ohne weitere Begründung
,
eine zumindest 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit möglichst
wechselnd stehender oder sitzender Arbeitshaltung und nur leichter Belastung der
Körper
achse
angenommen
worden
.
Dr.
G._
führte aus, dass
eine sol
ch
e
angepasste Tätigkeit
einerseits
sehr schwierig zu finden sei
, andererseits könne er diese praktisch
um
180° gegen
teilige Sicht nicht teilen, dass man für den Reinigungsbereich nicht
arbeitsfähig sei (so streng sei
Reinigungsarbeit
mit den heutigen Hilfsmitteln auch wieder nicht
), aber
die Beschwerdeführer
in
in irgendeiner anderen angepassten Tätig
keit
zu 80 % arbeitsfähig sein solle
.
D
ie entsprechende Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit in
angepasste
r
Tätigkeit
durch die
A._
-
Gutachter
sei
demnach
sehr willkürlich
(S. 2 oben)
.
Wegen der Schulterproblematik sei der Orthopäde
der
A._
der Ansicht, dass die bisherigen Tä
t
igkeiten als Hauswartin
nicht mehr möglich seien, zumindest zum grossen Teil. Selbst in einer Tätigkeit als Verkäuferin oder
bei
reine
n
Kassentä
tigkeit
en
sei die Beschwerdeführerin limitiert, respektive eingeschränkt, zumin
dest zu 50 %
.
Er komme dann aber ohne nähere Begründung, was eine ange
passte Tätigkeit anbelange, auch zum Schluss, dass dies
e zu 80
% bis sogar 100
% möglich
sei
.
Dr.
G._
führte aus, er sei erstaunt, dass der Orthopäde die Adipositas als sol
che nicht in seine Beurt
eilung aufnehme und erwähne. Er habe lediglich erwähnt, dass eine Gewichtsreduktion wün
schenswert sei
(S. 2 Mitte). Dr.
G._
Ansicht nach sei ein BMI von 52 schon als solcher für den Alltag genügend limitierend, geschweige denn
für eine berufliche Tätigkeit
(S. 2 unten).
Aufgrund der vorliegenden Unterla
gen könne für eine angepasste Tä
tigkeit höchstens eine Teilarbeitsfähigkeit
von
25 - 30 %
angenommen werden, nicht aber umgekehrt. Dies würde in etwa der Arbeitsfähigkeit respektive den
Ein
satzmöglichkeiten
des rechten Armes entsprechen
(S. 3).
3.
8
In ihrer Stellungnahme vom 20. Oktober 2011 (Urk. 6/94) führten die
A._
Gut
achter aus, aufgrund ihrer Untersuchungen hätten sie der Beschwer
deführerin eine Verminderung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf (Reinigung und Verkauf) von 50 % attestiert. Die Verminderung sei hauptsäch
lich durch die schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit der rechten S
chulter bedingt. Es bestehe ein
Trage- und Hebelimit von 5 kg.
Überkopfar
beiten
seien mit der linken Schulter nicht mehr möglich. Die lumbalen Rücken
schmerzen seien klinisch und radiologisch nicht genügend objektivierbar, dass man eine wesentliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit daraus ableiten könnte. Mit geeigneten Hilfsmitteln seien die Reinigungsarbeiten im beschränkten Rahmen und mit den genannten Einschränkungen
möglich. Dr.
G._
habe erwähnt, dass Reinigungsarbeiten mit den heutigen Hilfsmitteln
nicht so streng seien. Dies könne sich
er
bestätigt werden. Auch im Verkauf von Kleinware
(
Papeterie
,
Mercerie
, Bijouter
ie) sei die Beschwerdeführerin einsetz
bar. Der Einsatz als Ver
käuferin und Kassiererin im Lebensmittelsupermarkt oder in einem anderen
Fach
markt
sei nur reduziert möglich, da hier grössere Gewichte gehoben und bewegt werden müssten (Heben von Waren auf das För
derband der
Scanner
kassen
)
. In einer optimal den Leiden der Explorandin ange
passten Tätigkeit liege die Arbeitsfähigkeit deutlich höher (80 - 100 %). Möglich wären, neben den oben erwähnten leichten Verkaufstätigkeiten, die im Gutach
ten erwähnten leichten Bürotätigkeiten, Auskunftsdienste, Betreuungstätigkeiten und Telefon
dienste (S. 1).
Insoweit als
Dr.
G._
die Adiposi
tas per magna als sehr wichtigen
Faktor der Limitierung der Arbeitsfähigkeit darstelle, sei zu sagen, dass die Beschwerde
führerin vor dem Unfall mit ihrer Adipositas gearbeitet habe. Es sei daher nicht nachvollziehbar, dass nach dem Unfall nun die Adipositas plötzlich so
stark gewichtet werden solle. D
ie Beschwerdeführerin sei auch aktiv bemüht, etwas gegen
die Adipositas zu unternehmen.
Die Ärzt
e
der
A._
hielten weiter fest,
ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
weiche zudem
nicht wesentlich vom Gutachten
von Dr.
B._
von 2007 (
vorstehend E. 3.
1-2
)
ab.
Dieser habe immerhin eine Chance von 60 % gesehen, dass die Beschwerdeführerin an ihren alten Arbeitsplatz zurückkönne. Die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
bemesse Dr.
B._
auf 70
-
100 %. Eine Verschlechterung des Zustandes der Beschwerdeführerin habe nicht dokumentiert werden können (S. 2).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Verfügung
vom Mai 2012 (Urk. 2)
auf die Einschätzung der Gutachter des
A._
vom Juli 2010
und auf deren
ergänzende
Stellungnahmen
vom September 2010 und vom Oktober 2011 (vorstehend E.
3
.6
und E.
3
.8
)
.
Diese
kamen
nach ihrer
Begutachtung
zum
Schluss
, dass
in
der angestammten Tätigkeit
bei der Beschwerdeführerin
kein
e Arbeitsfähigkeit mehr gegeben,
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
jedoch von
eine
r
Arbeits
fähigkeit von
80 bis 100 %
auszugehen sei
.
4.2
Dem ist entgegenzuhalten, dass
die Beschwerdegegnerin
selbst
das
A._
-
Gutach
ten vom
Juli 2010 vorerst nach Eingang
nicht als schlüssig nac
hvoll
ziehbar betrachtete und um
Beantwortung der sich stellenden Fragen bat (Urk.
6/79),
welche die
A._
-
Gutachter dann mit Schreiben vom 28.
September 2010
beantworteten
.
Da den
A._
-
Gutachtern
zum Zeitpunkt der Begutachtung
nicht die vollständi
gen medizinischen Akten vorlagen, nahmen sie nach nachträglicher Einsicht erneut im Oktober 2011 Stellung
(vorstehend E. 3.8) und
führten aus
, sie hätten der Beschwerdeführerin in ihrem angestammten Beruf in Reinigung und Ver
kauf eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert
und dass
ihre Ei
nschätzung der Arbeitsfähigkeit
nicht wesentlich vom Gutachten Dr.
B._
vom Jahr 2007 ab
weiche
, welcher immerhin
eine Chance von 60 % gesehen hä
tte, dass die Beschwerdeführerin an ihren alten Arbeitsplatz zurückkönne und in einer adaptierten Tätigkeit die Arbeitsfähigkeit auf 70 bis 100 % bemessen habe
.
Dies entspricht
so
jedoch
nicht den getätigten Aussagen Dr.
B._
.
Viel
mehr befand er in seinem Gutachten vom Juni 2007 (vorstehend E. 3
.1
) die Beschwerdeführerin in ihrem angestammten Beruf
für
nicht mehr arbeitsfähig und in einem Beruf, bei welchem der linke Arm nicht oder nur minimal einge
setzt w
erde
, erachtete er
lediglich
eine Arbeitsfähigkeit
von 50 %
als noch vor
stellbar. In seinen
Ausführungen
zu den hypothetischen Verbesserungschancen der Arbeitsfähigkeit
durch eine allfällige erfolgreiche
Operation im Sinne einer Plattenentfernung und
Acromioplastik
(vorstehend E.
3.2)
sah seine Ein
schätzung etwas optimistischer aus. Da diese vorgeschlagenen Operationen jedoch in den Akten bereits eingehend diskutiert und aufgrund der Risiken auch
im
Einspracheentscheid
des Unfallversicherers vom 25. Mai 2009
(Urk.
6/
62/2
6
)
für
nicht zumutbar befunden wurde
n
, ist vorliegend eine solche hypo
the
ti
sche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mit vorausgesetztem guten V
erlauf nach einer risikobehaftet
en Operation nicht massgebend.
Auch ist nicht nachvoll
ziehbar, weshalb die Gutachter
des
A._
in ihrer Stellungnahme vom 20. Okto
ber 2011 (vorstehend E. 3.8) von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit sprachen, wo sie in ihrem Gutachten vom Juli 2010 (vorste
hend E. 3.6) noch
eine
gesamthafte Einschränkung von 100 %
festhielten
.
Insbesondere steht das
A._
-
Gutachten vom
Juni 2010
im Gegensatz zum
Ein
spracheentscheid
des Unfallversicherers
vom 25. Mai 2009
(Urk. 6/62/2-6)
, wo
rin
gestützt auf die Einschätzungen von Dr.
B._
(vorstehend E. 3.1)
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit von
einer 50
%
igen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen wurde
. Woraus sich dieser Unterschied der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit dann ergab, ist mangels rechtsgenügender Auseinandersetzung in der Stellungnahme
der
A._
-
Gutachter
vom Oktober 2011
(vorstehend E. 3.8) nicht zu sehen und dies lediglich mit der unterschiedlichen Gewichtung des Einflusses der massiven Adipositas zu begründen
,
ist etwas vage.
Für die
Beurteilung
der Arbeitsfähig
keit kann jedoch auch nicht auf
Dr.
G._
(vor
stehend E. 3.3 und E. 3.7)
und Dr.
H._
(vorstehend E. 3.4)
abgestellt
werden, da sie die Beschwerdeführerin
nie selbst untersucht und ihre Ein
schätzung lediglich aufgrund der
Vorakten
abgegeben haben
. Auch
der
Bericht
der Hausärztin
Dr.
I._
(vorstehend E. 3.5)
bietet hierfür keine genügende Grund
lage.
Insgesamt
fehlt es somit an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beur
tei
lung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und an der Grundlage für einen Entscheid.
4.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr.
27 S. 69).
Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzu
sehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer mög
lichst
beförderlichen
Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 116 V 182 E. 3c und d; Urteil des Bundesgerichts I 30/00 vom 19. April 2000 E. 3).
4.4
Zusammenfassend ergibt sich, dass der medizinische Sachverhalt von der
Beschwer
degegnerin
unzureichend abgeklärt wurde, und es zur Beurteilung der invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche der Beschwerdeführerin daher zusätzlicher medizinischer Grundlagen bedarf.
Die angefochtene Verfügung vom 24
.
Mai
2012 (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen und zu erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.
5.1
Die Kosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- fest
zusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen, weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Prozessentschä
digung
hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses und beim massgebenden Stundenansatz von Fr.
200.-- (zuzüg
lich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2‘3
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.