# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 72fe82ea-d5dc-4593-b792-f67a386dfc6a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1987 geboren
X._
war
vom 1. März 2012 bis zum 30. Septem
ber
2013 (Urk. 7/52
, vgl. dazu Urk. 7/46
-
47
)
als
Auto
mechaniker
bei der
Firma Y._
tätig. Am 19. August 2013 (Urk.
7
/51) meldete
er sich zur Arbeitsvermittlung an und stellte
am 24. September 2013 (Urk.
7
/50) Antrag auf Aus
richtung von
Arbeits
losen
ent
schädigung
ab 1. Oktober
201
3.
Auf Grund
d
er
Meldung des R
egionales Arbeitsvermittlungszentrums (RAV)
in Z._
vom 2
3.
Janu
ar 2014 (Urk.
7
/1)
stellte ihn das
Amt für Wirt
schaft und Arbeit (AWA) mit Verfügung vom 20. Februar 2014 (Urk.
7
/2)
wegen Nicht
an
nahme
einer zumutbaren Stelle für die Dauer von 30 Tagen ab 26. November 2013
in der
An
spruchs
berechtigung
ein. Die dagegen vom Versi
cherten am 18. März 2014 (Urk.
7
/3) erhobene Einsprache wies das AWA mit Ein
spra
che
entscheid vom 21. Mai 2014 ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 18. Juni 2014 (Urk. 1) Beschwerde und be
antragte
sinngemäss
,
der angefochtene Einspracheentscheid sei insofern abzu
ändern als die
Ein
stelldauer
von 30 Tagen angemessen
zu verkürzen sei.
Das AWA schloss am
11
. Juli 2014 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, wovon dem Beschwer
deführer am 14. Juli 2014 (Urk. 8) Kenntnis gegeben wurde.
Mit Verfügung vom
1.
April 2015 (Urk. 9) wurde sowohl dem Beschwerdeführer als auch dem Beschwerdegegner zur Wahrung des rechtlichen Ge
hörs Gelegen
heit gegeben, sich zur Frage des Wohnsitzes respektive
Wohn
sitzwechsels
des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Verfügung respektive
des Einspracheent
scheides
und
zur
örtlichen
Zuständigkeit des AWA des Kantons Zürich zu äussern. Mit Stel
lungnahme vom
8.
April 2015 (Urk. 11) führte der
Be
schwerde
gegner
unter Auflage einer Wohnsitzbestätigung der Gemeinde
A._
sowie der Anmeldebe
stätigung der Gemeinde
B._
(vgl. dazu Urk. 12/1-2) aus, dass der
Beschwer
deführer im Zeitpunkt des Verfügungserlasses unbestrittenermassen keinen Wohnsitz mehr im Kanton Zürich gehabt habe. Am 2
4.
April 2015 (Urk. 13)
legte der Beschwerdeführer eine Wohnsitzbestätigung von der Ge
meinde
A._
vom 2
2.
April 2015 (Urk. 14/1) und eine Meldebescheinigung
der Gemeinde
B._
(Appenzell Ausserrhoden)
vom 2
2.
April 2015 (Urk. 14/2) auf.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beur
teilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]).
2.
2.1
Gemäss Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia
l
versicherungsrechts (ATSG) ist für die Beurteilung von Beschwerden das Ver
sicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem die versicherte Per
son oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohn
sitz
hat.
I
n Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG
ist g
estützt auf
Art.
128
Abs.
2
der Ver
ordnung über die obligatori
sche Arbeitslosenversicherung und die
Insolvenzentschädigung (AVIV) und
für die Beurteilung von Beschwerden gegen
V
erfügungen beziehungsweise
Einspracheentscheiden
einer kantonal
en
Amts
stell
e
das Versicherungsgericht
desselben Kantons zuständig.
Die Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zur Beurteilung der vorliegenden Be
schwerde ist gestützt auf Art.
128
Abs.
2
AVIV
zu bejahen, da ein
vom Amt für Wirtschaft und
Arbeit
des Kantons Zürich
erlassene
r
Einspracheentscheid
an
gefochten ist.
2.2
Die örtliche Zuständigkeit der kantonalen Amtsstelle richtet
sich nach
Art.
119 AVIV. Diese Bestimmung hält in
Abs.
1
lit
. a fest, dass sich die örtliche Zu
stän
dig
keit der kantonalen Amtsstelle unter anderem für die
Arbeits
losen
ent
schädi
gung
nach dem Ort richtet, wo der Versicherte die Kontrollpflicht erfüllt.
Mass
gebend ist dabei der Zeitpunkt der Verfügung
(
Art.
119
Abs.
2
AVIV). Dem
zu
folge
richtet sich die örtliche Zu
stän
digkeit der kantonalen Amtsstelle in Streitig
keiten über die
Arbeits
losen
ent
schädigung
nach dem Ort, an welchem der Ver
sicherte beim Erlass der streitigen Verfügung
die Kontrollpflicht er
füllt hat.
Ausweislich der Akten hatte der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz im Zeit
punk
t der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung respektive
Arbeits
losen
entschädi
gung
am 1
0.
Oktober 2013 noch in
A._
(Urk. 12/1, Urk. 14/1). Erste Hinweise, dass der Beschwerdeführer
beabsichtigte,
seinen Wohnsitz in den Kanton Ap
penzell Ausserrhoden
zu verlegen
, erhielt
der zustände Mitarbeitende
des RAV
anlässlich des Gesprächs
vom 2
0.
Januar 2014 (Urk. 7/30), ohne dass es in der
Folge weitere Abklärungen betreffend den Wohnsitz des Beschwerdefüh
rer getä
t
igt hätte.
Gemäss Wohnsitzbestätigung vom
8.
April 2015 (Urk. 12/1) meldete sich der
Be
schwerdeführer zufolge
Wegzugs nach
B._
,
A
ppenzell Ausserrhoden,
bei
der
Einwohnergemeinde
A._
, Zürich,
per 3
1.
Januar 2014 ab und laut
Melde
bescheinigung
vom 2
2.
April 2015 (Urk. 14/2)
am 1. Februar 2014
an seinem neuen Wohnsitz
bei
der Gemeinde
B._
(Appen
zell Ausserrhoden)
an.
Im Zeit
punkt
des Erlasses
der Verfügung vom 2
0.
Februar
2014 (Urk.
7/
2) hatte der Be
schwerdeführer un
be
stritte
ner
massen
in
B._
im Kanton Appenzell Ausser
rho
den Wohnsitz
ge
nom
men.
Am
6.
Februar 2014 (Urk. 7/29)
meldete er
sich
aufgrund des
Ar
beits
amtswechsels
beim
RAV
in
Z._
ab.
Am 1
1.
Februar 2014 (Urk. 7/31) führte er das
Erst
gespräch
mit dem Mitarbeitenden des RAV des Kantons Ap
penzell Ausser
rhoden. Im Zeitpunkt des
Erlasses der Verfügung
vom
20. Februar
2014 (Urk.
7/
2) erfüllte der Beschwerdeführer die Kontroll
pflicht
so
mit im Kanton
Appenzell Ausserrhoden, weshalb der Beschwerdegegner für die Beur
teilung des Anspruches nicht mehr zuständig war
.
Dementsprechend ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass der Ein
sprache
entscheid vom
21. Mai 2014
(Urk. 2) wegen örtlicher Un
zu
ständigkeit der ent
scheidenden Behörde aufzuheben ist und die Akten nach Eintritt der Rechts
kraft des vorliegenden Urteils an die zuständige Amtsstelle in Appenzell Ausserrhoden zu überweisen sind, damit diese die Sache entscheide.