# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c4e100a7-a203-40f8-a695-36de471c96b2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967
, war
zuletzt vom
1
9.
Januar 2009
(
Urk.
9/12
/1
Ziff.
2.1)
bis 3
1.
Januar 2019 (
Urk.
9/81)
bei der
Y._
, Zürich,
im vollzeit
lichen Umfang
als Filialleiterin
erwerbs
tätig
. Am
1
9.
Juni 2017
meldete sie sich
mit dem Hin
weis
a
uf
einen Bandscheibenverfall
unfall
, eine Diskushernie und
eine
Arthrose (
Urk.
9/3
Ziff.
6.1)
bei der Invalidenversi
cherung zum Leis
tungsbezug an. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog bei
m Kran
kentaggeldversicherer der
Y._
, der
Visana
Versicherungen AG,
ein
von dieser
i
n Auftrag gegebene
s
neurologische
s
Gutachten
(Gutachten vom
6.
Augus
t 2017;
Urk.
9/15) bei und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 1
1.
Okto
ber 2017 (
Urk.
9/21) eine Verneinung ihres Anspruchs auf Versicherungsleistun
gen in Aussicht. Nachdem die Versicherte dagegen Einwand erhoben hatte (
Urk.
9/25)
,
liess die IV-Stelle die Versicherte
bidisziplinär
(neurologisch und
rheumatologisch) begutachten (Gutachten vom 3
0.
Oktober 2018;
Urk.
9/85/1-
14) und sprach der Versicherten mit Mitteilung vom 1
2.
Februar 2019 (
Urk.
9/106) eine Integrationsmassnahme im Sinne eines Belastbarkeitstrainings zu. Mit Mitteilung vom 2
7.
Mai 2019 (Urk. 9/127)
teilte
die IV-Stelle
der Versi
cherten mit, dass die Integrationsmassnahme
beziehungsweise das Belastbarkeits
training
beendet worden sei.
Am
9.
September 2019 nahm die Versicherte erneut zum
Vorbescheid vom 1
1.
Oktober 2017
u
nd zu den Akten Stellung (
Urk.
9
/139). Mit Verfügung vom
6.
November 2019 (Urk.
9
/144
=
Urk.
2
)
verneinte
die IV-Stelle
bei
eine
m
Invaliditätsgrad von 27
%
einen
Rentenanspruch der Versicher
ten.
2.
Gegen die Verfügung vom
6.
November 2019
(
Urk.
2
) erhob die Versicherte am
2
2.
November 2019
Beschwerde (Urk. 1) und be
antrage,
diese sei aufzuheben und es sei die Sache an die IV-Stelle zwecks Ergänzung der medizinischen Abklärun
gen und Rentenberechnung zurückzuweisen; eventuell sei ihr vom
1.
Januar bis 3
1.
Mai 2018 eine ganze Rente zuzusprechen.
Mit Beschwerdeantwort vom
3.
Februar 2020 (
Urk.
8) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, wovon der Beschwerdeführerin am
4.
Februar 2020 Kenntnis gegeben wurde
(
Urk.
10)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweis
wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerun
gen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen
Verfügung vom
6
.
November 2019 (
Urk.
2)
davon aus, dass
die Beschwerdeführerin
vollumfänglich als Erwerbstätige zu qualifizieren sei
, dass ihr die Ausübung einer behinderungsan
gepassten Tätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 100
%
zuzumuten sei (S. 2), und dass bei einer Invaliditätsbemessung gemäss der für Erwerbstätige gel
tenden Methode des Einkommensvergleichs ein Invaliditätsgrad von 27
%
resul
tiere, weshalb
ein Rentenanspruch
nicht ausgewiesen sei
(S. 3)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte
hiegegen
vor, dass
ihr gemäss der Beurteilung ihrer behandelnden Ärzte lediglich die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 20
%
beziehungsweise von 50
%
zuzumuten
sei
, weshalb eine erneute Begutachtung angezeigt sei (
Urk.
1 S. 9).
Selbst wenn keine erneute Begutachtung anzuordnen wäre, bestünde auf Grund des Umstandes, dass vom 3
1.
Januar 2017 bis 2
8.
Februar 2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden hätte, ein Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit vom
1.
Januar bis 3
1.
Mai 2018 (
Urk.
1 S. 10).
3.
3.1
Im Folgenden gilt es die für die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medizinische Aktenlage zu prüfen
:
3.2
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
,
hielt
in sei
nem Bericht vom 1
2.
Mai 2017 (
Urk.
9/5/9-11)
fest
, dass
d
ie Beschwerdeführerin seit Januar 2017 unter Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) leide und stellte die folgenden Diagnose
n
(Ziff. 1):
-
Lumboischialgie
beidseits mit/bei:
-
Spondylarthrosen
L4/5 mit
Foramenstenosen
-
Diskushernie L5/S1 ohne Neurokompression
-
ISG-
Arthropathie
rechts
Der Arzt führte aus, dass
der
Beschwerdeführerin
nur noch
eine eingeschränkte Gehstrecke
zuzumuten sei
,
dass sie
in der Hebe- und Tragefähigkeit und
in der Ausübung von
Zwangshaltungen
beeinträchtig
t
sei, und dass sie dadurch
in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die Ausübung
ihre
r
bisher
igen
Tätigkeit (als Filialleiterin) sei ihr gegenwärtig noch im Umfang von 50
%
zuzumuten (
Ziff.
7).
3.3
Die Ärzte der
A._ s
tellten in ihrem im Auftrag des Krankentaggeldversicherers
Visana
Versicherungen AG verfassten neurologischen Gutachten vom
8.
August 2017 (
Urk.
9/15) die Diag
nosen einer Migräne ohne Aura und eines leichtgradigen
Karpaltunnelsyndroms rechts
(
Urk.
9/15/11)
und
führten aus, dass eine
L
umboischialgie
nicht
vorliege, da keine
diesbezüglichen
Befun
de hätten erhoben werden können. Zudem seien
die Bildbefunde alterstypisch und ohne epidemiologisch belegten eigenständigen Krankheitswert (
Urk.
9/15/12). Der Beschwerdeführerin sei die Ausübung der bis
herigen Tätigkeit im Umfang eines vollzeitlichen Pensums
,
bei uneingeschränkter Leistungsfähigkeit zuzumuten (
Urk.
9/15/13).
3.4
Die Ärzte der
B._
stellten im Verlaufsbericht vom 2
7.
De
zember 2017 (
Urk.
9/27/4-6) die folgenden Diagnosen (S. 1 f.):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom beidseits, Erstmani
festation im Jahre 2007,
Schmerzexazerbation
im Jahre 2017
, bei musku
lärer
Dys
balance
-
Osteopenie
-
chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom beidseits, Erstdiag
nose im Jahre 2013, bei muskulärer
Dysbalance
-
Vitamin D-Mangel
Die Ärzte erwähnten, dass nach Beendigung der dreimonatigen medizinischen Trainingstherapie eine Belastbarkeit für Wiedereingliederungsmassnahmen im Umfang von mindestens zwei Stunden im Tag bestehe (
Urk.
9/27/6). Mittelfristig bestehe für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von Lasten über einem Gewicht von zehn Kilogramm, ohne repetitive Arbeiten und ohne Überkopfbewegungen zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit (
Urk.
9/27/4).
Vom 2
3.
Januar bis zum
8.
Februar 2018 befand sich die Beschwerdeführerin in stationärer Behandlung
(multimodale Komplextherapie)
an der
B._
(vgl. den Austrittsbericht vom 1
3.
Februar 2018,
Urk.
9/34).
Insgesamt habe sich unter der Therapie eine deutliche
Schmerzregredienz
sowohl im zervi
kalen als auch im lumbalen Bereich mit deutlich verbesserter Belastbarkeit gezeigt. Eine analgetische Therapie habe bis zum Austritt beibehalten werden müssen und werde auch zu Hause noch bei Bedarf weiter eingenommen (S. 4).
Im
Radiologiebericht
vom 1
9.
April 2018 (
Urk.
9/66)
hielten
die Ärzte der
B._
fest, dass
die
gleichentags durchgeführte
n
Magnetreso
nanztomographien (MRI) der Halswirbelsäule (HWS), der LWS und des
Sakrums
leichte degenerative Veränderungen der ISG
,
der HWS und der LWS
,
ohne wesentliche Änderungen zu den Voruntersuchungen
,
ergeben hätten (S. 2).
In ihrem Bericht vom 2
0.
April 2018 (
Urk.
9/65) stellten die Ärzte der
B._
die folgenden Diagnosen (S. 1 f.):
-
chronisches
lumbovertebra
les
(initial
lumbospondylogenes
)
Schmerzsyn
drom beidseits, Erstmanifestation im Jahre 2007,
Schmerzexazerbation
im Jahre 2017
,
mit/bei:
-
aktuell im Bereich der unteren LWS lokalisierten Beschwerden
-
anamnestisch
er
Schwäche im Bereich beider Oberschenkel (OS) bei längerem Gehen
-
muskulärer
Dysbalance
-
Osteopenie
-
chronisches
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom beidsei
ts, Erstdiagnose im Jahre 2013, mit/
bei
:
-
aktuell wenig symptomatisch
-
muskulärer
Dysbalance
-
intermittierend migräneartigen Kopfschmerzen
-
Vitamin D-Mangel
Die Ärzte führten aus, dass
sie
der Beschwerdeführerin
in Bezug auf
die bisherige Tätigkeit als Filialleiterin ab
5.
März 2018 eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
attes
tiert
hätten
. Auf Grund einer
Schmerzexazerbation
sei ihr
anschliessend
für die Zeit
vom
1
3.
März bis Mitte Mai 2018 erneut eine Arbeitsunfähigkeit von 100
% attestiert worden (S. 3). Im Verlauf sollte eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von zwei Stunden im Tag in einer angepassten Tätigkeit allenfalls möglich sein (S. 4).
3.5
Dr.
med. C._
, Facharzt für Neurologie
, stellte in seinem Bericht vom
8.
Juni
2018 (
Urk.
9/71) die folgenden Diagnosen:
-
episodische bis chronische Migräne mit visueller Aura
-
Verdacht auf
Restless
-
Legs
-Syndrom
-
invalidisierendes lumbales Schmerzsyndrom, primär
spon
d
ylogen
Der Arzt erwähnte, dass die Beschwerdeführerin bereits seit Jahren unter Migräne leide, und dass keine Hinweise auf eine symptomatische Ursache bestünden (S. 1).
3.6
Dr.
med. D._
, Facharzt für Neurologie, und
Dr.
med. E._
, Fachärztin für Chirurgie und für Arbeitsmedizin, stellten in ihrem für
die
SWICA Versicherungen AG verfassten
bidisziplinären
Gutachten vom 2
7.
Juni 2018 (
Urk.
9/87/79-120) die folgenden Diagnosen (Urk. 9/87/79-80):
-
Migräne ohne Aura
-
wiederkehrende unspezifische Schmerzen in der LWS bei
Diskopathie
-
wiederkehrende unspezifische Schmerzen in beiden
Iliosakralgelenken
be
i
mässiger bilateraler ISG-
Arthropathie
-
mittelgradiges Untergewicht
Die
Ärzte
erwähnten, dass die Beschwerdeführerin unter dauernden Rücken
schmerzen und zweimal in der Woche unter Migräneanfällen leide (Urk. 9/
87/84
f.), und dass sie gemäss ihren Angaben schon mindestens seit zehn Jahren u
nter
rezidivierenden Nacken- und Kreuzschmerzen gelitten
habe
(Urk.
9/87/104).
Die
Nackenschmerzen
träten
vor allem bei Belastung
auf
. Bei Belastung leide sie auch unter Schulter- und Armbeschwerden
(
Urk.
9/87/105 und 113). Von Seiten des Bewegungsapparates her könne die Beschwerdeführerin weiterhin in ihrer ange
stammten Tätigkeit als Filialleiterin eingesetzt werden, insbesondere im Verkauf, an der Kasse und in der Administration. Der Beschwerdeführerin sei die Aus
übung körperlich schwerer Arbeiten, das Heben und Tragen schwerer Lasten und
Arbeiten in
ständige
n
Zwangshaltungen
jedoch
nicht mehr zuzumuten. Auch sollten Tätigkeiten in Kälte und Zugluft vermieden werden (
Urk.
9/87/80). Die Ausübung körperlich leichter bis gelegentlich mittelschwerer, wechselbelasten
der, dem Leiden optimal angepasster Tätigkeiten, ohne Heben und Tragen schwe
rer Lasten,
ohne andauerndes Arbeiten in Zwangspositionen (insbesondere in bückender und kauernder Position), ohne repetitive Rumpfbeugen und ohne längere Kälteexpositionen, sei der Beschwerdeführerin in vollzeitlichem Umfang und ohne Leistungsein
schränkungen zuzumuten (Urk. 9/87/81).
3.7
Die Ärzte des
F._
,
Dr.
med. G._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion und Facharzt für Rheumatologie, und
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Neurologie, erwähnten in ihrem im Auftrag der
Beschwerdegegenerin
erstat
teten
bidisziplinären
Gutachten vom 3
0.
Oktober 2018 (
Urk.
9/85
/1-14), dass die Beschwerdeführerin am 1
7.
und 1
8.
Mai 2015 untersucht worden sei, wobei zusätzlich eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchge
führt worden sei (S. 1). Sie stellten die folgenden Diagnosen (S. 11):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
:
-
c
hronisches, belastungsabhängiges
lumbovertebrales
Syndrom
mit/bei:
-
Diskopathie
und Verdacht auf segmentale Instabilität L5/S1 mit beglei
tender kleiner, sequestrierter
subligamentäre
r
Diskushernie und
mässi
ger
Spondyl
arthrose
, initial auch Beschreibung einer
reze
ssalen
Einen
gung,
bei
mässige
n
degenerative
n Veränderungen der
Il
iosakralgelenke
-
o
hne Wirkung von
periduralen
und
epiduralen
Infiltrationen
sowie
Fazettengelenks
i
nfiltrationen
L4-S1
-
re
duzierte
r
Belastungstoleranz im Vergleich zu den beruflichen Anfor
derungen
-
Status nach vermutlich stressbedingter Exazerbation und Entwicklung einer
Chronifizierung
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Migräne mit Aura
-
Verdacht auf
Restless
-
L
egs
-
Syndrom
-
Osteopenie
mit/bei:
-
tiefem
Body-
Mass
-Index (
BMI
)
-
ungenügende
r Calciumeinnahme
-
Vitamin D 3-OH
-
Mangel
Die Gutachter führten aus,
dass die Beschwerdeführerin
gemäss
ihren Angaben seit rund zehn
Jahren
unter
intermittierenden belastungsa
b
hängigen lumbalen Rückenschmerzen
leide
. Diese Beschwerden hätten nach
der Übernahme eine
r
Lebensmittelfiliale
(als Filialleiterin)
im Jahre
2014 langsam
zugenommen und im Jahre
2016
exazerbiert
, was ab 3
1.
Januar
2017 zur Arbeitsunfähigkeit
geführt habe, wobei d
ie Beschwerden im
Bereich des
Rücken
s dominiert hätten.
Im Anschluss an
eine
stationäre Behandlung
in der
B._
vom 2
3.
Januar
bis
8.
Februar
2018
habe die Beschwerdeführerin am
5.
März
2018 die
Arbeit im Umfang eines Arbeitspensums von
20
%
in einer ange
passten Tätigkeit
wieder
aufgenommen (S. 9)
, wobei am zweiten Einsatztag
,
gemäss
den Angaben der Beschwerdeführer
in,
bei der
Datums-
und Packungskontrolle von Produkten über Schulterhöhe
eine Exazerbation der Beschwerden
aufgetreten sei
.
Seither
seien
keine weiteren Arbeitsversuche mehr
erfolgt
. Zusätzlich
leide die Beschwer
deführerin seit Jahren unter einer
Migräne mit Aura, wobei
sich die diesbezügli
chen
Beschwerden seit der Exazerbation der Rückenproblematik
verstärkt hätten (S. 10)
. Zusamm
engefasst bestehe
eine chronische, hauptsächlich belastungsab
hängige lumbale Problematik ohne Hinweise auf ein
radikuläres
Reiz
-
oder Aus
fallssyndrom oder einen engen Spinalkanal.
Da die Beschwerdeführerin
ein adäquates Schmerz-und Krankheitsverhalten
gezeigt habe, sei grundsätzlich
von einer günstigen Prognose auszugehen
(S. 11)
.
Die durchgeführte EFL habe eine gute Konsistenz und Leistungsbereitschaft sowie eine Belastbarkeit im knapp mitt
elschweren Bereich, mit seltenen
Gewichtsbelas
tungen bis maximal 17.5 Kilogramm, sowie Einschränkungen beim vorgeneigten Stehen und Sitzen und
geringgradig
auch bei Rotationen im Sitzen ergeben. Zudem sollte ein längeres Sitzen
regelmässig
unterbrochen werden können.
Da die bisherige Tätigkeit als Filialleiterin
,
gemäss
den Angaben der Beschwerdefüh
rerin
,
insbesondere bei der Warenannahme und dem
Auffüllen der Regale
,
ein
regelmässiges
Hantieren von mittelschweren Gewichten
, selten auch von
schwe
ren Gewichten
, umfasst habe, seien ihr
diese Arbeiten nur noch teilweise zuzu
muten. Demgegenüber sei ihr
die Kassenarbeit im notwendigen Umfang
weiterhin
zumutbar
. Insgesamt sei in Bezug auf die bisherige Tätigkeit daher von einer verbleibenden
Arbeitsfähigkeit von 50
%
auszugehen (S. 12). Die Ausübung angepasster, körperlich mittelschwerer, mit seltenen Gewichtsbelastungen bis 17.5 Kilogramm, wechselbelastender Tätigkeiten,
mit Arbeiten im v
orgeneigt
en
Stehen und Sitzen
während höchstens drei
Stunden pro Tag
, sei der Beschwerde
führerin indes im vollzeitlichen Umfang und ohne Leistungseinschränkung zuzumuten, wobei
längeres Arbeiten in der Kälte
auf Grund d
er muskulären Kom
ponente der Beschwerden vermieden werden
sollte
.
In zeitlicher Hinsicht sei der Beschwerdeführerin die Ausübung
der bisherigen Tätigkeit spätestens ab dem Untersuchungszeitpunkt vom 1
7.
und 1
8.
Mai 2018 im Umfang eines Arbeitspen
sums von 50
%
zuzumuten. Die Ausübung einer
angepasste
n
Tätigkeit
sei der Beschwerdeführerin spätestens
seit Errei
chen eines stabilen
stationären
Zustandes
zuzumuten gewesen
, wobei dieser Zeitpunkt
nach
Beendigung des
stationären Aufenthalt
s
in der
B._
,
am
1.
März
2018
,
erreicht worden sei
(S. 13)
.
3.8
Dr.
med.
I._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwer
degegnerin (RAD), stellte in seiner Stellungnahme vom 1
9.
November 2018 (
Urk.
9/143/7) fest, dass das Gutachten der
Ärzte des
F._
vom 3
0.
Oktober 2018
auf eigenen Untersuchungen beruhe und als schlüssig erscheine. Insbesondere hätten die Gutachter sämtliche Symptome und Beschwerden der Beschwerdefüh
rerin berücksichtigt, weshalb darauf abgestellt werden könne. Gestützt darauf sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung angepasster, kör
perlich knapp mittelschwerer, wechselbelastender Tätigkeiten, ohne längeres vorgeneigtes Stehen und Sitzen
, im vollzeitlichen Umfang zuzumuten sei. Es sei sodann davon auszugehen, dass in Bezug auf behinderungsangepasste Tätigkei
ten in der Zeit vom 3
1.
Januar 2017 bis 2
8.
Februar 2018 eine Arbeitsfähigkeit von 0
%
und ab
1.
März 2018 eine solche von 100
%
bestanden habe. In Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Filialleiterin sei vom 3
1.
Januar 2017 bis 2
8.
Feb
ruar 2018 von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % und ab
1.
März 2018 von einer solchen von 50
%
auszugehen.
3.9
Die Ärzte des
J._
,
K._
, stellten im MRI-Bericht vom 2
1.
Dezember 2018 (
Urk.
9/96) fest, dass eine gleichentags durchgeführte
MRI (
MRT
Arthrographie
)
des linken Schultergelenks der Beschwerdeführerin den Nachweis eine
r
transmuralen
Ruptur
der
Supr
aspinatussehne
und eine
r
leichte
n
aktivierte
n
AC-Arthrose,
jedoch
keine
r
fettige
n
Muskeldegeneration
und kein
es
Bone-B
ruise
ergeben habe.
Mit MRI-Bericht vom 1
4.
Januar 2019 (
Urk.
9/100) stellten die
Ärzte des
J._
fest, dass eine gleichentags durchgeführte MRI der HWS der Beschwerdeführerin keinen Nachweis einer Diskushernie mit linksseitiger Neurokompression und keine
n Nachweis einer
höhergradige
n
Spinalkanalstenose und
neuroforaminale
n
Stenose ergeben habe.
3.10
Die Ärzte der
B._
erwähnten im Bericht vom 2
2.
Februar 2019 (
Urk.
9/130/58-60), dass eine MRI des Schultergelenks der Beschwerdefüh
rerin eine linksseitige
transmurale
Supraspinatussehnen
-Ruptur ergeben habe (
Urk.
9/130/59)
, und dass die Beschwerdeführerin unter verstärkten Beschwerden im Bereich der Schultern leide
. Die Behandlung der Beschwerdeführer
in
sei ein
gestellt worden. Sollten sich die Beschwerden im Bereich der Schultern nicht bessern, oder sollten sie sogar zunehmen, müsste eine orthopädische Behandlung
(
zur
Evaluation
weiterer Therapieoptionen
)
wieder
aufgenommen werden
(
Urk.
9/130/60).
3.11
Dr.
med.
L._
, Fachärztin für
Physikalische Medizin und Rehabilitation
, erwähnte in ihrem Bericht vom
9.
Juni 2019 (
Urk.
9/129/1-5), dass die Beschwer
deführerin unter schmerzhaften Bewegungseinschränkungen der Schultern und
im
lumbal
en Bereich
leide (
Ziff.
3.4), und dass ihr die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Filialleiterin nicht
mehr
zuzumuten sei (Ziff.4.1). Die Ausübung angepasster, leichter, wechselnder Tätigkeiten, ohne Akkord und Zwangshaltun
gen, seien der Beschwerdeführerin höchstens halbtags
,
mit vielen Pausen
,
zuzu
muten (
Ziff.
4.2).
3.12
Dr.
I._
führte in seiner Stellungnahme vom 2
9.
Juli 2019 (
Urk.
9/143/9) aus, dass die in der neuen medizinischen Aktenlage thematisierten Diagnosen, insbesondere auch die mittels MRI festgestellten
Supraspinatussehnenruptur
,
beziehungsweise deren funktionelle Auswirkungen
im Wesentlichen bereits
durch die Gutachter
des
F._
im
Gutachten
vom 3
0.
Oktober 2018
gewürdigt
bezie
hungsweis
e
berücksichtigt worden seien. Auch wenn die neu gestellten Diagno
sen von den Gutachtern des
F
._
nicht explizit
als Diagnosen aufgeführt worden seien, hätten sie
in ihrem Gutachten
die diesbezüglichen klinisch
-
funktionellen und radiologischen Abklä
rungen gewürdigt. Insgesamt hätten sich daher keine wesentlichen neuen medizinischen Erkenntnisse ergeben, weshalb weiterhin auf das Gutachten der Ärzte des
F._
v
om 3
0.
Oktober 2018
abgestellt werden könne.
3.13
Dr.
L._
erwähnte in ihrem Bericht vom 1
9.
November 2019 (
Urk.
3), dass die Beschwerdeführerin sei zwei Jahren dauerhaft unter lumbalen Rückenschmerzen und Schulter-Nacken-Schmerzen beidseits leide. Auf Grund von Bewegungsein
schränkungen und verminderter Belastbarkeit sowie auf Grund des Umstandes, dass das Heben und Tragen von Gegenständen, Zwangshaltungen und einseitige Haltungen
vermieden werden
sollte
n
, bestehe im Verkauf keine Arbeitsfähigkeit mehr. Der Beschwerdeführerin sei indes die Ausübung
angepasster,
körperlich leichter Tätigkeiten,
mit ausreichenden Pausen und wechselnder Arbeitshaltung
,
ohne Überkopfarbeiten,
halbtags zuzumuten.
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdefüh
rerin schon seit ungefähr zehn Jahren unter
rezidivierenden Nacken- und Kreuz
schmerzen
beziehungsweise
unter intermittierenden belastungsabhängigen lumbalen Rückenschmerzen
litt
. Diese Beschwerden
nahmen ab dem
Jahre 2014 lang
sam zu
und
exazerbierten
im Jahre 2016
beziehungsweise
ab 3
1.
Januar
201
7.
Zusätzlich litt die Beschwerdeführerin seit Jahren unter einer
Migräne
(vorstehend E.
3.5
).
Während
Dr.
C._
in seinem Bericht vom
8.
Juni 2018 (vorstehend E.
3.5
) und die
Ärzte des
F._
in ihrem
Gutachten vom 3
0.
Oktober 2018 (
vorstehend E.
3.7
)
davon ausgingen, dass es sich dabei um eine Migräne mit Aura handle, gingen
Dr.
D._
und
Dr.
E._
in ihrem Gutachten vom 2
7.
Juni 2018 (vorstehend E.
3.6
) von einer Migräne ohne Aura aus.
4.2
4.2.1
Das
Gutachten der Ärzte des
F._
vom 3
0.
Oktober 2018 (
vorstehend E.
3.7
)
erfüllt die praxisgemässen Anforderungen für eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (vgl. vorstehend E.
1.3
). Denn die Gutachter verfügten als Fachärzte für
Rheumatologie
und
für Neurologie
über die für die Beurtei
lung des Gesundheitsschadens der Beschwerde
führerin im Bereich der L
WS
, der HWS und der Schulter sowie auch hinsichtlich des Migräneleidens
angezeigten fach
ärzt
lichen Aus- und Weiterbildungen. Sie hatten zudem Kenntnis sämtlicher medizi
nischer
Vorakten
, setzten sich in angemessener Weise mit den geäusserten Beschwerden auseinander und begründeten ihre Schluss
folgerungen in nachvoll
ziehbarer Weise.
Insbesondere
vermag zu überzeugen, dass
sich
die Gutachter
bei
ihrer B
eurteilung der Arbeitsfähigkeit neben den
Ergebnissen
der
klinischen Untersuchung
en
auch
auf
die Ergebnisse der durchgeführten EFL
stützten.
Denn nach der Rechtsprechung ermöglicht
das umfassende Testverfahren der EFL
,
ins
besondere bei Erkrankungen des Bewegungsapparates
,
relevante Aussagen zum Leistungsverhalten und zur Konsistenz der versicherten Person
, weshalb in gewissen Fällen für eine valide Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und Zumutbar
keit neben den medizinischen Befunden und Diagnosen auch eine EFL wünschbar oder sogar erforderlich ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_547/2008 vom 1
6.
Ja
nuar 2009 E. 4.2.1 und 9C_384/2015 vom 2
1.
Dezember 2015 E. 5.2). Die
anläss
lich der
EFL
durchgeführten Tests
führten auf Grund einer guten Konsistenz und einer guten Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin zu
einem schlüssigen Ergebnis, weshalb darauf bei der
medizinisch-theoretisch
en Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
aus funktioneller Sicht
abgestellt werden konnte
.
Unter diesen Umständen erscheint
die
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
durch die Ärzte des
F._
,
wonach
der Beschwerdef
ührerin die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Filial
leiterin
spätestens
zum
Zeitp
unkt der Begutachtung, mithin ab
1
8.
Mai 2018
,
im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
zuzumuten
war, und wonach
ihr
die
Ausübung
a
ngepasste
r,
körperlich mittelschwerer, wechselbelastender Tätigkei
ten
, mit seltenen Gewichts
belastungen bis 17.5 Kilogramm,
ohne
Arbeiten im vorgeneigten Stehen
oder
Sitzen
über d
rei Stunden
im
Tag,
spätestens
seit
1.
März
2018
im vollzeitlichen Umfang und ohne Leistungseinschränkung zuzumuten war, als nachvollziehbar und vermag zu überzeugen.
4.2.2
In inhaltlicher Hinsicht
vermag
sodann
zu überzeugen, dass
die Gutachter
davon ausgingen, dass die Beschwerdeführer
in
durch eine im Vordergrund stehende chronische, hauptsächlich belastungsabhängige lumbale Problematik ohne Hin
weise auf ein
radikuläres
Reiz
-
oder Ausfallssyndrom oder einen engen Spinal
kanal in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde.
Daran ändern die dagegen von der Beschwerdeführerin erhobenen Vorbringen nichts. Der Beschwerdefüh
rerin ist insbesondere nicht zu folgen, wenn sie geltend machen will, dass auf die Beurteilung durch die Ärzte der
F._
nicht abgestellt werden könne, weil nach der Begutachtung durch die behandelnden Ärzte neue Diagnosen, insbesondere diejenigen einer ACG-Arthrose links, einer
Supraspinatusruptur
links un
d eines
Anulus
fibrosus
-Riss
es
L5/S
1 (
Urk.
1 S. 7), gestellt worden seien. Zwar trifft es zu, dass
die Diagnose einer
Supraspinatusruptur
links
sowie diejenige einer
leich
te
n
aktivierte
n
AC-Arthrose
erst anlässlich
einer
am 2
1.
Dezember 2018 durch die
Ärzte des
J._
durchgedurchgeführten
MRI des linken Schultergelenks
(vorstehend E.
3.9
) gestellt wurden.
Indes lassen sich den Akten keine
Anhaltspunkte
entnehmen,
dass die
R
uptur
der
linken
Supraspinatussehne
erst nach dem Zeitpunkt der Untersuchungen durch die Ärzte der
F._
vom 1
7.
beziehungsweise
1
8.
Mai 2018
entstanden sein könnte
. Insbesondere fehl
en
in
den Akten jegliche Hinweise auf ein die Schulter traumatisierendes Ereignis für die Zeit nach
diesem Zeitpunkt
. Die
Ärzte des
J._
ver
neinten in ihrem Bericht
vom 2
1.
Dezember 2018 (
vorstehende E.
3.9
)
denn auch
ein
B
one
-
B
ruise
und erhoben auch keine weiteren Befunde im Bereich
des linken Schultergelenks, welche
allenfalls
auf eine frische traumatische Läsion
bezie
hungsweise auf eine zeitnahe Verursachung
der
Ruptur
der linken
Supraspinatus
sehne
hinweisen würden. Eine frische Sehnenruptur stellten auch
die
Ärzte der
B._
in ihrem
Bericht vom 2
2.
Februar 2019 (
vorstehend E.
3.10
)
nicht
fest. Demnach ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus
zugehen, dass es sich bei der
R
uptur
der
Supraspinatussehne
links sowie
der
leich
ten aktivierten AC-Arthrose
, welche anlässlich der MRI vom 2
1.
Dezember 2018 festgestellt wurden, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um Befunde handelt, welche bereits anlässlich
der Begutachtung durch die Gutachter der
F._
v
om 1
7.
und 1
8.
Mai 2018 bestanden
hatten
. Die Gutachter der
F._
berücksichtigten
denn auch
die von der Beschwerdeführerin angegeben Beschwerden bei Tätigkei
ten über Schulterhöhe (
Urk.
9/85 S. 10), beim vorgeneigten Stehen und Sitzen sowie
die
Kraftlimiten
im Bereich
der Schulter- und
Armmuskulaturen
(Urk. 9/85 S. 22). Des Weiteren ist dem Gutachten der
Dres
.
D._
und
E._
vom 2
7.
Juni 2018 (vorstehend E.
3.6
) zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin schon seit Jahren
bei Belastung
unter
Nacken
-,
Schulter- und Armbeschwerden
litt. Auf Grund dieser Umstände ist in Übereinstimmung mit der Beurteilung durch
Dr.
I._
vom 2
9.
Juli 2019 (
vorstehend E.
3.12
)
davon auszugehen,
dass die nach dem Zeitpunkt der Untersuchungen durch die Ärzte des
F._
vom 1
7.
und 1
8.
Mai 2018 neu diagnostizierten Leiden einer linksseitigen
Supraspi
natussehnenruptur
und einer linksseitigen
leichten aktivierten AC-Arthrose
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits zum Zeitpunkt der Begutachtung durch die Ärzte des
F._
und der dabei durchgeführten EFL bestanden, und dass die Gutachter
des
F._
die funktionellen Auswirkungen dieser Leiden in ihrem Gut
achten bereits angemessen berücksichtigten.
Demgegenüber ist die Behauptung der Beschwerdeführerin, dass es sich beim
Anulus
fibrosus
-Riss L5/S1 um
eine
neue Diagnose handle (
Urk.
1 S. 7)
,
unzutreffend, da
der Befund
eine
r
„mediane
n
Diskushernie mit Riss des
Anulus
fibrosus
bei L5/S1 ohne Neurokompression“ bereits im MRI-Bericht der Ärzte des
J._
vom 1
7.
Januar 2017 betreffend eine gleichentags durchgeführte MRI der LWS und des ISG der Beschwerdeführerin (
Urk.
9/130/25)
erhoben
wurde.
Zusammenfassend ist daher in Übereinstimmung mit der
Beurteilung
von
Dr.
I._
vom 2
9.
Juli 2019 (vorstehend E.
3.12
)
davon auszugehen, dass auf Grund der medizinischen Aktenlage
weder eine
massgebliche
dauerhafte
Ver
schlechterung
des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
ab dem Zeit
punkt der
Untersuchungen durch die Ärzte des
F._
vom 1
7.
und 1
8.
Mai 2018 bis zum Zeitpunkt
bei Erlass
der Verfügung vom
6.
November 2019 (Urk.
2)
erstellt ist
,
noch
dass
wesentliche neue medizinische
Erkenntnisse
seit dem Untersuchungs
zeitpunkt
vom 1
7.
und 1
8.
Mai 2018
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit
feststehen
, weshalb dem
Gutachten der Ärzte des
F._
vom 3
0.
Ok
tober 2018
(vorstehend E.
3.7
) für die Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt bei Erlass der Verfügung vom
6.
November 2019 Beweiswert zukommt.
4
.3
In Bezug auf das
Gutachten
von
Dr.
D._
und
Dr.
E._
vom 2
7.
Juni 2018 (vorstehend E.
3.6
)
gilt es zu beachten, dass den von Krankentaggeldversi
cherern nicht im gesetzlich vorgesehenen Verfahren nach
Art.
44 ATSG einge
holten
Gutachten gemäss der Rechtsprechung der Beweiswert versicherungsinter
ner ärztlicher Feststellungen zukommt (Urteil des Bundesgerichts 8C_71
/2016 vom
1.
Juli 2016 E. 5.3). Solchen
Berichten
kommt
praxisgemäss
daher
nicht die
selbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach
Art.
44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger,
weshalb
selbst bei nur geringen Zweifeln an der
en
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit
- gleich wie bei
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen
-
ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_230/2019 vom
2.
Juli 2019 E. 3.2).
In inhalt
licher Hinsicht vermag die Beurteilung durch
Dr.
D._
und
Dr.
E._
vom 2
7.
Juni 2018
insoweit zu überzeugen, als dass die Ärzte darin in Überein
stimmung mit der Beurteilung durch die Ärzte des
F._
davon ausgingen, dass der Beschwerdeführerin die
Ausübung
angepasster,
körperlich leichter bis gele
gentlich mittelschwerer, wechselbelastender, dem Leiden optimal angepasster Tätigkeiten, ohne Heben und Tragen schwerer Lasten, ohne andauerndes Arbeiten in Zwangspositionen, ohne repetitive Rumpfbeugen und ohne längere Kälteex
positionen, in vollzeitlich
em Umfang und ohne Leistungsein
schränkungen zuzu
muten
sei. Nicht zu überzeugen vermag ihre Beurteilung indes, insoweit sie davon ausgingen, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Filialleiterin weiterhin im vollzeitlichen Umfang zuzumuten sei. Denn diesbe
züglich gingen
Dr.
D._
und
Dr.
E._
zu Unrecht davon aus, dass die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Filialleiterin ausschliesslich körperlich leichte Tätigkeiten, wie Verkaufstätigkeiten, das Bedienen der Kasse oder administrative Tätigkeiten, umfasst habe.
Gestützt auf die Akten und insbe
sondere
die
Beurteilung durch die Ärzte des
F._
ist vielmehr davon auszugehen, dass die von der Beschwerdeführerin bisher ausgeübte Tätigkeit als Filialleiterin auch körperlich anspruchsvollere, ihr nicht mehr zuzumutende Tätigkeiten, ins
besondere solche in der Warenannahme und im Auffüllen von Regalen, umfasste.
4.4
Die Beurteilung durch
die
Ärzte der
B._
vom 2
0.
April 2018 (
vorstehend E.
3.4
)
vermag insoweit nicht zu überzeugen, als
die Ärzte
darin ohne nachvollziehbare Begründung
postulierten, dass der
Beschwerdeführerin
in Zukunft lediglich die Ausübung einer
angepassten Tätigkeit
im Umfang von zwei Stunden im Tag
zuzumuten sein werde
. Diese Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ver
mag sodann auch vor dem Hintergrund der
en
Einstellung der Heilbehandlung gemäss de
m
Bericht vom 2
2.
Februar 2019 (vorstehend E.
3.10
) nicht zu überzeu
gen. Mangels einer nachvollziehbaren Begründung kann auf die Arbeitsfähig
keitsbeurteilung durch die Ärzte der
B._
vorliegend daher nicht abgestellt werden.
Ergänzend gilt es
diesbezüglich
zu berücksichtigen, dass es nach der Rechtspre
chung wegen der
unterschiedlichen Natur von Behand
lungsauftrag der therapeu
tisch tätigen Fachärzte und Fachärztinnen und des Begutachtungs
auftrags der amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4) nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderen Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine klärende Ergänzung des medizinischen Dossiers oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjek
tiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie
ben sind (Urteile des Bun
desgerichts 9C_252/2012 vom 7. September 2012 E. 8.4 und 8C_784/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 3.2). Solche Aspekte sind vorlie
gend nicht gegeben.
4.5
Auf
die Beurteilungen durch
Dr.
L._
vom
9.
Juni 2019 (vorstehend E.
3.11
) und
vom 1
9.
November 2019 (
vorstehend E.
3.13
)
kann ferner ebenfalls
nicht abge
stellt werden, weil
sich
diesen keine nachvollziehbare
n
Begründung
en
der attes
tierten Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepassten Tätigkeiten im Umfang von 50
%
beziehungsweise
in einem halbtätigen Umfang
entnehmen
lassen.
Sodann gilt es auch diesbezüglich festzuhalten, dass es nicht angehen kann, eine medizi
nische Admini
strativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu unter
schiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichen
den Auffassungen festhalten (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des Bun
des
gerichts 9C_794/2012 vom 4. März 2013 E. 4.2 mit Hinweisen), und dass Berichte behandelnder Haus- und Spezialärzte auf
G
rund deren auftragsrecht
licher Ver
trauensstellung zu ihren Patientinnen und Patienten zurückhaltend zu gewichten
sind
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 8C_787/2013 vom 14. Februar 2014 E. 3.3.2 mit weiteren Hinweisen). Aus diesen Gründen kann auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen durch
Dr.
L._
vorliegend nicht abgestellt werden.
5.
5.1
Nach dem Gesagten ist vorliegend somit auf das schlüssige Gutachten des
F._
vom 3
0.
Oktober 2018 (vorstehend E.
3.7
) abzustellen. Gestützt auf die nachvoll
ziehbare Beurteilung durch
die Ärzte des
F._
steht daher fest, dass der
Beschwer
deführer
in die
Ausübung angepasster, körperlich mittelschwerer, wechselbelas
tender Tät
igkeiten, mit seltenen Gewichts
belastungen bis 17.5 Kilogramm, ohne Arbeiten im vorgeneigten Stehen oder Sitzen über
eine Dauer von
drei Stunden im Tag, spätestens
ab
1.
März 2018 im vollzeitlichen Umfang und ohne Leis
tungseinschränkung zuzumuten war
. Sodann ist gestützt auf die Beurteilung durch die Ärzte des
F._
und durch
Dr.
I._
vom
1
9.
November 2018 (
vorstehend E.
3.8
) davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vom
3
1.
Januar 2017 bis 2
8.
Februar 2018
sowohl in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als auch hinsichtlich behinderungsangepasster Tätigkeiten vollumfäng
lich arbeitsunfähig war.
5.2
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergebnis nichts mehr änderten, besteht - entgegen den diesbezüglichen Vorbringen
der Beschwerdeführerin (Urk. 1
S. 2) - für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit und es ist von einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung solcher abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
6.
6.1
Im Folgenden sind die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, da
ss die beiden hypothetischen Er
werbs
einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
über
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.3
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des hypotheti
schen Rentenbeginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen sind bis zum Verfügungszeitpunkt zu berücksichtigen (BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_22/2014 vom 1
8.
Februar 2014 E. 4.3).
6.4
6.4.1
Gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art.
29
Abs.
1 ATSG. Die Beschwerdeführerin hat ihren Leistungsanspruch am
1
9.
Juni
2017 (
Urk.
9/3
Ziff.
10) im Sinne von
Art.
29
Abs.
1 ATSG geltend gemacht. Ein Rentenanspruch konnte gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG daher frühestens im
Dezember
2017 entstehen.
6.4.2
Laut
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG besteht ein Rentenanspruch frühestens ab dem Zeit
punkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig gewesen war,
wobei
unter Arbeitsunfähigkeit
hier
eine Einbusse an funktionellem Leistungs
vermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen ist.
Die
War
tezeit von einem Jahr b
ei der Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähig
keit
gilt
in dem Zeitpunkt als
eröffnet
, in welchem eine erhebliche Beeinträchti
gung der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Die Praxis sieht eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
als erheblich an
(
Urteile des Bundesgerichts 9C
_
412/2017 vom
5.
Oktober 2017 E. 4.3
und
I 725/05 vom 3
0.
Mai 2006 E. 2).
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfä
hig war (
Art.
29
ter
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV; Urteil des Bundesgerichts 8C_633/2017 vom 1
6.
Februar 2018 E. 3.4).
6.4.3
Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erfor
derlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (BGE 121 V 264 E. 6b/cc). Entsprechend der in
Art.
28
Abs.
2 IVG festgelegten Rentenabstufung kommt daher zum Beispiel eine
Viertelsrente
erst in Betracht, wenn die versicherte Person während eines
Jahres durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig gewesen und weiter
hin wenigstens zu 40
%
invalid im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG ist (
Art.
8 ATSG; Urteil des Bundesgerichts 8C_174/2013, 8C_178/2013 vom 2
1.
Oktober 2013 E. 3.2).
6.4.4
Da, wie erwähnt (vorstehend E.
5
.1
), g
estützt auf die
Beurteilung
en
durch die Ärzte des
F._
und durch
Dr.
I._
vom 1
9.
November 2018
für den Zeit
raum
vom 3
1.
Januar 2017 bis 2
8.
Februar 2018 sowohl in Bezug auf die bishe
rige Tätigkeit als auch hinsichtlich behinderungsangepasster Tätigkeiten
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist,
ohne dass in diesem Zeit
raum während
mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen
eine
voll
e Arbeitsfä
higkeit bestand hätte, hat das Wartejahr
im Sinne von
Art.
2
8. Abs.
1
lit
. b IVG am
3
1.
Januar 2017
zu laufen
begonnen
und
endete
am
3
0.
Januar 201
8.
Wäh
rend des Wartejahres bestand
eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von
100
%
.
6.
5
Da im besagten Zeitraum sowohl in der angestammten als auch in behinderungs
angepassten Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorlag,
bestand ab
3
1.
Januar 2017 Anspruch
auf eine ganze beziehungsweise ab
1.
Januar 2017 Anspruch auf Auszahlung (
Art.
29
Abs.
3 IVG) einer ganzen Rente.
7.
7.1
Zu prüfen
bleibt die Frage nach einer im revisionsrechtlichen Sinne erheblichen Veränderung der
erwerblichen Verhältnisse
am
1.
März 2018
.
7.2
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
IVV
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit dem
jenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV fest
zusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. Au
gust 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
7.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
li
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
7.
4
Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksich
tigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesent
liche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs
anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2006 E. 2.3.2 ̧ je mit Hinweisen).
7.
5
Wie bereits erwähnt (vgl. vorstehend E. 5.1), kann für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das
F._
-Gutachten (vorstehend E. 3.7) abgestellt werden, wonach ab
1.
März 2018 – im Gegensatz zum vorangehenden Zeitraum – eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bestand. Begründet wurde diese Verbesserung in der Arbeitsfähigkeit mit dem Erreichen eines stabilen sta
tionären Zustandes nach Beendigung der stationären Behandlung in der
B._
(vgl. E. 3.4 und E. 3.7;
Urk.
9/27/6
Ziff.
4.2 und
Urk.
9/30-
31,
Urk.
9/34/4). Die Verbesserung des Gesundheitszustandes per März 2018 und mithin ein Revisionsgrund ist damit ausgewiesen.
7.6
7.
6
.1
Um das von der versicherten Person ohne Gesundheitsschaden hypothetisch erzielbare
Valideneinkommen
zu bestimmen, ist entscheidend, was diese im Zeit
punkt des frühestmöglichen Rentenbeginns überwiegend wahrscheinlich als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 297 E. 5.1, 134 V 322 E. 4.1 und 129 V 222 E. 4.3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_678/2015 vom
9.
Juni 2016 E. 4.2).
7.
6
.2
Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens
ist grundsätz
lich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, der Nominallohn
entwicklung angepasste Verdienst (BGE 139 V 28 E. 3.3.2). Nach der Rechtspre
chung können die im Individuellen Konto (IK) eingetragenen Einkommen aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit Grundlage für die Bemessung des
Valideneinkommens
bilden, wobei starken und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretenen Schwankungen dadurch Rechnung zu tragen ist, dass auf den Durchschnitt mehrerer Jahre abgestellt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2013 vom
3.
Oktober 2013 E. 4.2). Der versicherten Person sowie der IV-Stelle steht jedoch der Gegenbeweis offen, dass das tatsächlich erzielte (beitrags
pflichtige) Einkommen höher beziehungsweise tiefer ist als die Einkünfte gemäss dem IK-Auszug (
Art.
25
Abs.
1 IVV; Urteile des Bundesgerichts 9C_658/2015 vom
9.
Mai 2016 E. 5.1.1 und 8C_9/2009 vom 1
0.
November 2009 E. 3.4).
7.
6
.3
Angesichts des in Art. 25 Abs. 1
IVV
festgehaltenen Abstellens auf die AHV
recht
lich beitragspflichtigen Ein
kom
men bei der Berechnung der IV-recht
lich mass
ge
benden hypothetischen Ver
gleichseinkommen kann das
Vali
den
ein
kom
men
Selbständig- (Urteil des Bundes
gerichts 9C_428/2009 vom 13. Okto
ber 200
9 E. 3.2.1 mit Hinweisen) wie auch
Unselbständigerwerbender
(Urteil des Bundes
ge
richts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hin
weisen) grundsätzlich auf der Basis der Einträge im indivi
duellen Konto bestimmt wer
den.
7.
6
.4
Da die Beschwerdeführerin die bisher bei der
Y._
ausgeübte Tätigkeit als Filialleiterin aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben
kann
, ist davon auszugehen, dass sie diese Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden weiterhin im Umfang eines Arbeitspensums von 100
%
ausüben würde, weshalb das
Validen
einkommen
auf Grundlage des von der Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens
bei
der
Y._
erzielten Verdienstes zu bemessen ist. Gemäss
dem IK-Auszug (
Urk.
9/10
) hat die
Beschwerdeführerin im Jahre 2016
bei
der
Y._
einen AHV-beitragspflichtigen Verdienst von insgesamt Fr.
74’424
.-- erzielt. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Nominal
lohn
entwick
lung im Bereich «Detailhandel»
von
0.3
%
im Jahre 2017
und von 1.
0
%
im Jahre 201
8
(www.bfs.admin.ch; T1.10 Nominallohnindex, 2011-2018) resultiert im Jahre 201
8
ein
Valideneinkommen
von rund Fr.
75
’394.-- (Fr. 74’424.-- x 1.003 x 1.01
).
7.
7
7.
7
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E
. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne
ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung
,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
7.
7
.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts füh
ren dürfen (Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1
und
9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl.
Urteile des Bundesgerichtes
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
7.
7
.3
Die Rechtsprechung gewährt einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Gemäss der Rechtsprechung ist indes der Umstand allein, dass nur mehr leichte Arbeiten zumutbar sind, selbst bei einer - hier nicht vorliegenden - eingeschränkten Leis
tungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten Tätig
keiten umfasst (Urteile des Bundesgerichts 8C_61/2018 vom 2
3.
März 2018 E.
6.5.2, 8C_439/2017 vom
6.
Oktober 2017 E. 5.5 und 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017 E. 3.4.2). Angesichts des Zumutbarkeitsprofils
,
der von der Beschwerdefüh
rerin absolvierten
beruflichen Ausbildung zur Service
fachangestellten (
Urk.
9/2/1) und der absolvierten Weiterbildung zur Filialleiterin (
Urk.
9/2/3) sowie der umfangreichen Berufserfahrung (
Urk.
9/2)
ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Ve
rweisungstätigkeiten auszugehen
. Folglich können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als aus
serordentlich zu bezeichnen sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_421/2017 vom 1
9.
September 2017 E. 2.4 mit Hinweisen). Solche Umstände sind vorliegend nicht ersichtlich. Dass weitere abzugsrelevante Merkmale gegeben wären, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist nicht ersichtlich. Damit erscheint ein Abzug vom Tabellenlohn bei der Bemessung des Invalideneinkommens als nicht gerechtfertigt.
7.
7
.4
Unter Berücksichtigung des Zentralwerts der LSE 2018 für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) für Frauen (Total; Tabelle TA1, privater Sektor Schweiz 2018) von
Fr.
4'371.-- resultiert unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit im Jahre 2018 von insgesamt 41.7 Stunden (www.bfs.admin.ch; Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen) daher ein hypothetisches Invalideneinkommen im Jahre 2018 von (gerundet)
Fr.
54’681.-- (
Fr.
4’371.-- x 12 Monate ÷ 40 Stunden x 41.7 Stunden).
7.
7
.5
Der Vergleich
des Invalideneinkommens im Betrag von
Fr.
54'681.--
mit dem
Valideneinkommen
im Betrag von Fr.
75
'
394
.
ergibt
eine Erwerbseinbusse
von
Fr.
20
'
713
.--. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 27
%
. Damit wird für die Zeit ab
1.
März 2018
ein für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzter Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
nicht
mehr
erreicht.
8.
8.1
Da
eine
Leistungsanpassung auf Grund
eine
r
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit
, wie bereits erwähnt (vorstehend E.
7.
4
), g
emäss Art. 88a Abs. 1 IVV
in der Regel erst nach
dem
Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzu
nehmen
ist, ist die ganze Rente demnach per
1.
Juni 2018 einzustellen.
8.2
Demnach
hat die
Beschwerdeführer
in
Anspruch auf Auszahlung einer befristeten ganzen Rente für den Zeitraum vom
1.
Januar bis 3
1.
Mai 2018.
Demzufolge ist die Beschwerde
im Sinne des beschwerdeweise gestellten Even
tualbegehrens
gutzuheissen.
9
.
9
.1
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fahrens
auf
wand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzli
chen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr.
7
00.-- festzusetzen und
aus
gangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
9.2
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
9.3
Ausgangsgemäss
hat die
obsiegende Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Pro
zessentschädigung, welche in Berücksichtigung der Bedeutung der Streit
sache
und
der Schwierigkeit des Prozesses
auf Fr. 2‘1
00.-- (inklusive Bar
auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.