# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cf66b34d-1a82-4070-9bf1-ead64eb96b3b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962, war zuletzt ab 1
6.
September 1988 bis zum 3
0.
November 2006 (effektiv letzter Arbeitstag) als Fligh
t
Attenda
nt
bei der
Y._
tätig
(
Urk.
7/
7).
Am 2
3.
Mai 2008 meldete er sich wegen psychischer Probleme bei der Sozial
-
versi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1). Nach
beziehungsweise während de
n
Abklärung
en
der erwerbli
chen und medizinischen Verhältnisse
–
unter anderem
durch
Einholung eines Gut
achtens
von
Dr.
med.
Z._
von der Klinik
A._
,
Facharzt fü
r Psychiatrie und Psychotherapi
e
,
vom
3
0.
April 2009 (
Urk.
7/20)
-
erliess
die IV-Stelle vier Vorbescheide
mit
folgenden Ankündigungen: Verneinung eines Rentenanspruchs (Vorbescheid vom 2
4.
Juni 2010,
Urk.
7/31), Ausrichtung einer ganzen Rente für die Zeit ab
1.
Dezember 2007
(Vorbescheid vom
2
6.
Mai 2011,
Urk.
7/49), Ausrichtung einer ganzen Rente für die Zeit ab
1.
Juni 2007 (Vorbescheid vom
9.
Januar 2012,
Urk.
7/80) und Verneinung eines Rentenan
spruchs
(Vorbescheid vom
1
4.
August 2012
(
Urk.
7/104). Nachdem der Versi
cherte
am 3
1.
Oktober 2012
(
Urk.
7/110)
Einwände
gegen
den
Vorbescheid vom 1
4.
August 2012
erhoben
und gleichzeitig
drei
Berichte
von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1
9.
und
2
0.
Oktober 2012
eingereicht
hatte
(
Urk.
7/1
11/1-28
), kündigte die IV-Stelle am
9.
November 2012 die Einholung
eines Gutachtens von
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
an
(
Urk.
7/113)
; dieses wurde
in der Folge
am
2
7.
April 2013 erstattet
(
Urk.
7/126).
Am
9.
Januar 2013 bean
tragte der Versicherte, die Invalidenversicherung habe die Kosten für die
Berichte
von
Dr.
B._
vom 19.
/2
0.
Oktober 2012 von
Fr.
2‘400.-
zu übernehmen (
Urk.
7/121). Diesen Antrag
wies die IV-Stelle nach vorangegange
ner Korrespondenz (
Urk.
7/122,
Urk.
7/124) mit Verfügung vom 1
0.
April 2013 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 1
3.
Mai 2013 Beschwerde (
Urk.
1)
mit dem Antrag, die Invalidenversicherung habe die Kosten für die Berichte von
Dr.
B._
vom 19./2
0.
Oktober 2012
gemäss dessen Honorarnote vom 1
9.
November 2012
im Betrag von
Fr.
2‘481.- zu übernehmen
.
In der Vernehm
lassung vom 2
4.
Juni 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
,
GSVGer
).
2.
Im angefochtenen Entscheid
(
Urk.
2)
führt
die Beschwerdegegnerin im Wesentli
chen
aus
,
da das Gutachten von
Dr.
Z._
vom
3
0.
April 2009
bereits knapp vier Jahre alt gewesen und der aktuelle Gesundheitszustand des Beschwerde
führers unklar gewesen sei, sei entschieden worden, ein neues Gutachten einzu
holen. Diesbezüglich seien die Berichte von
Dr.
B._
nicht massgebend
gewesen.
Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer zusammengefasst vor (
Urk.
1), die
Ausführungen
der
Beschwerdegegnerin
seien Schutzbehauptung
en
.
Es sei
klar erstellt,
dass die Berichte von
Dr.
B._
für das weitere Verfahren
mass
geblich
gewesen seien, habe die Beschw
erdegegnerin doch auf sein Schreiben vom 1
2.
September 2012 (
Urk.
7/108) mit der Ankündigung
dieser
Arztberichte nicht reagiert und stelle doch das neue Gutachten von
Dr.
C._
vom 2
7.
April 2013 in wesentlichen Bereichen auf die Berichte von
Dr.
B._
ab.
3.
3.1
Unbestritten ist, dass
die Berichte von
Dr.
B._
vom 19./2
0.
Oktober 2012
nicht von der Beschwerdegegnerin angeordne
t wurden (
Urk.
7/108,
Urk.
7/111
/1-28). Streitig ist dagegen, ob die Invalidenversicherung die Kosten für diese Berichte von gesamthaft
Fr.
2‘481.- (
Urk.
1) zu übernehmen
hat oder nicht
.
3.2
Die
Vergütungspflicht für Abklärungsmassnahmen
richtet sich
nach
Art.
45
Abs.
1
des Bu
ndesgesetzes über den Allgemein
en Teil des
Sozialversicherungs
rechts
(
ATSG
)
und
Art.
78
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversiche
rung (
IVV
)
.
Danach hat d
ie Invalidenversicherung die Kosten ohne entspre
chende Anordnung nur zu tragen, wenn die Abklärungen für die
Leistungsge
währung
- und nicht nur für die Beurteilung des Leistungsanspruchs (
Art.
45
Abs.
1 Satz 2 ATSG) -
unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zuge
sprochener Eingliederungsmassnahmen bilden
(Urteile des Bundesgerichts 9C_921/2013 vom 2
4.
Februar 2014, E. 5
.
1, und I 491/05 vom 1
3.
Oktober 2005, E. 6.2.2)
.
3.3
Da die Variante „Bestandteil nachträglich zugesprochener Eingliederungsmass
nahmen“ nicht in Betracht kommt,
stellt sich
einzig
die Frage, ob die Berichte
von
Dr.
B._
vom 19./2
0.
Oktober 2012 für die Leistungsgewährung
unerlässlich war
en
oder nicht. Diese Frage lässt sich jedoch
noch
nicht
beantworten, da über
die Leistung (Rente) noch
nicht entschieden
wurde, und zwar weder in dem für die
Beurteilung des Sachverhalts massge
benden
Zeitraum bis zum Erlass der
angefochtenen Verfügung
vom 1
0.
April 2013
(
Urk.
2)
, noch im nachfolgenden Zeitraum, ist doch
nach Auskunft der IV-St
elle vom 2
7.
März 2014 (
Urk.
9/1-3
) zwischenzeitlich
lediglich am
7.
Februar 2014
ein weitere
r Vorbescheid ergangen
(
Urk.
9/2
).
Die
Sache
ist daher
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie
zusammen
mit dem
Leistungs
e
ntscheid
oder im Anschluss daran
über die
Vergütung der Kosten für die Be
richt
e
von Dr.
B._
vom 19./20. Oktober 2
01
2
neu verfüge.
3.4
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
4
.
4.1
Abweichend von
Art.
61
lit
. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren um die Bewilli
gung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Gericht kostenpflichtig. Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt (
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung,
IVG). Die Kosten sind auf Fr.
400
.-- anzusetzen und entspre
chend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
4.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerd
eführer Anspruch auf eine Prozess
entschädigung. Diese ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
GSVGer
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen. In Anwendung dieser Grundsätze rechtfertigt sich die Zusprechung einer Prozessentschädigung von
Fr.
800
.-- (inkl. Mehrwertsteuer und allfällige Barauslagen).