# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c653f2f3-5c35-5069-8006-98729cd711af
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y., geboren 2005, besuchte ab August 2009 den Kindergarten der
Einheitsgemeinde X., wo er durch teilweise aggressives Verhalten auffiel. Gestützt auf
Abklärungen des Schulpsychologischen Dienstes des Kantons St. Gallen (fortan: SPD)
vom 14. und 25. Januar 2010 und dessen Bericht vom 1. Februar 2010 (act. 10/4a/3)
wurde seine Unterrichtszeit verkürzt. Dafür wurde er zuhause von einer
heilpädagogischen Früherzieherin unterstützt. Auch unterzog er sich einer Ergotherapie
(act. 10/4a/4 f.). Im Schuljahr 2010/2011 repetierte A.Y. den ersten Kindergarten (act.
10/8a/3/18). Nach weiteren Abklärungen am 22. März 2011 und 31. März 2011
beantragte der SPD mit Bericht vom 8. April 2011 den Besuch eines
Sprachheilkindergartens ab Schuljahr 2011/2012 (act. 10/4a/5). Am 14. Juni 2011
ordnete der Schulrat X. den Besuch des zweiten Sprachheilkindergartens des Vereins
Sprachförderzentrum B. (ehemals: Sprachheilschule B.), O., einer vom Kanton
anerkannten privaten Sonderschule im Sinne von Art. 39 Abs. 1 des
Volksschulgesetzes (sGS 213.1, VSG), ab dem Schuljahr 2011/2012 an. In der Folge
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besuchte A.Y. diese Schule, welche den Unterricht im Kindergarten und den ersten drei
Primarschuljahren, inklusive Einführungsklassen, abdeckt, bis Ende
Schuljahr 2015/2016, in welchem er die dritte Primarklasse absolvierte (act. 10/8a/
3/4-10 und 12 f., www.sg.ch, www. ... .com).
B. Nach einer Abklärung am 10. Februar 2016 empfahl der SPD mit Bericht vom
29. Februar 2016 eine Weiterbeschulung von A.Y. an einer (staatlich anerkannten)
Sonderschule für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, da bei ihm eine
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert worden sei und
er über eine unterdurchschnittliche intellektuelle Leistungsfähigkeit im Bereich einer
Lernbehinderung verfüge (act. 10/4a/9). Am 30. März 2016 ersuchten L.Y. und M.Y.,
die Eltern von A.Y., den Schulrat X. gestützt auf einen Bericht von Psychotherapeut
SPV/VOPT, dipl. Analytiker (P.-Institut) lic. theol. F.G. vom 19. März 2016, ihren Sohn
an der Privatschule Q., Z., zu beschulen. Dafür sei ihm ein finanzieller Beitrag an das
Schulgeld auszurichten (act.10/4a/11, act. 10/8a/3/2, act. 10/8a/4, www. ... .ch). Mit
Verfügung vom 11. April 2016 wies der Schulrat X. das Gesuch ab (act. 10/1a/1).
C. Dagegen rekurrierten L.Y. und M.Y. für A.Y. am 28. April 2016 an das
Bildungsdepartement (act. 10/1). Mit Rekursergänzung vom 18. Mai 2016 reichten sie
Berichte von Dr. med. H.K. vom 6. April 2016 und 12. Mai 2016 ein (act. 10/4a/10 und
12). Im Herbst 2016 trat A.Y. in die Privatschule Q., Z., ein (act. 7/3). Mit Entscheid vom
9. März 2017 wies das Bildungsdepartement den Rekurs ab (act. 2).
D. Gegen den Entscheid des Bildungsdepartements (Vorinstanz) vom 9. März 2017
erhoben L.Y. und M.Y. durch ihren Rechtsvertreter für A.Y. (Beschwerdeführer) am
23. März 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 2. Mai 2017
ergänzten sie ihre Beschwerde mit einer Begründung und dem Rechtsbegehren, es sei
der angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und
der Besuch der Privatschule Q. durch den Beschwerdeführer sowie die Übernahme
des Schulgeldes durch die Politische Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin) zu verfügen.
Eventualiter sei nur die Übernahme des Schulgeldes zu verfügen. Subeventualiter sei
ein angemessener Kostenbeitrag an den Schulbesuch zu verfügen. Subsubeventualiter
sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(act. 6). Im Übrigen reichten sie Berichte von Psychotherapeut SPV/VOPT, dipl.
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Analytiker (P.-Institut) lic. theol. F.G. vom 22. März 2017 und von Dr. med. H.K. vom
25. März 2017 ein (act. 7/3 f.). Mit Vernehmlassung vom 16. Mai 2017 (act. 9) schloss
die Vorinstanz und mit Stellungnahme vom 29. Mai 2017 (act. 12) die
Beschwerdegegnerin auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2. Hinsichtlich der mit Beschwerdeergänzung vom 2. Mai 2017 (act. 6) neu
eingereichten Berichte vom 22. und 25. März 2017 (act. 7/3 f.) ist festzuhalten, dass
das Verwaltungsgericht in Abweichung des in Art. 61 Abs. 3 VRP statuierten
Novenverbots echte Noven zu berücksichtigen hat, falls die Vorinstanz des
Verwaltungsgerichts, wie hier, keine richterliche Behörde ist (vgl. Art. 6 Ziff. 1 der
Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, SR
0.101, EMRK, Art. 29a der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
SR 101, BV, und Art. 110 BGG sowie VerwGE B 2015/6 vom 23. August 2016 E. 4.2
mit Hinweis auf VerwGE B 2013/254 vom 28. Juli 2015 E. 4.2 mit Hinweisen, bestätigt
mit BGer 2C_980/2016 vom 7. März 2017, www.gerichte.sg.ch). Damit kann offen
bleiben, ob gemäss der Darstellung des Beschwerdeführers (act. 6, S. 3 Ziff. II/D, Rz. 8)
in Bezug auf das Novenverbot massgeblich gewesen wäre, dass diese Berichte,
welche nach Erlass des angefochtenen Entscheids am 9. März 2017 erstellt wurden,
inhaltlich das Verhalten bzw. die Leistungen des Beschwerdeführers vor dem
vorinstanzlichen Entscheid betreffen.
3. (...).
4. Der Beschwerdeführer stellt sich zunächst auf den Standpunkt (act. 6, S. 4 f. Ziff. IV/
A/a, Rz. 15-21), aus den im vorinstanzlichen Verfahren vorliegenden Beweisen sei klar
hervorgegangen, dass nur die Privatschule Q. einen für ihn ausreichenden Unterricht
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bieten könne. Die Vorinstanz habe die Beweise willkürlich gewürdigt resp. den
Sachverhalt unrichtig und unvollständig festgestellt.
4.1. Sowohl das nicht streitige als auch das streitige Verwaltungsverfahren sind vom
Grundsatz der freien Beweiswürdigung beherrscht (Art. 21 Abs. 3 VRP), wonach die
Bewertung der einzelnen Beweise nicht starren Regeln folgt. Die Gewichtung der
einzelnen Beweismittel soll sich aus der inneren Qualität, d.h. aus der anzunehmenden
Übereinstimmung mit der Wirklichkeit, ergeben und nicht durch äussere Eigenart. Mit
Bezug auf Gutachten bedeutet dies, dass die Behörde auch an deren Ergebnisse
grundsätzlich nicht gebunden ist. Allerdings muss sie praxisgemäss triftige Gründe im
Sinne von gewichtigen, zuverlässig begründeten Tatsachen oder Indizien anführen,
welche die Überzeugungskraft eines Gutachtens ernsthaft erschüttern, um davon
abzuweichen. Darunter fallen etwa innere Widersprüche, offensichtliche
Lückenhaftigkeit oder irrtümliche tatsächliche Feststellungen. Widrigenfalls wäre die
vorgenommene Beweiswürdigung willkürlich. Ein Privatgutachten besitzt nicht den
gleichen Rang wie ein von der Behörde nach vorgegebenem Verfahrensrecht
eingeholtes Gutachten; ihm kommt lediglich der Beweiswert von Parteivorbringen zu.
Expertisen, die von einer Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht werden,
darf der Beweiswert indessen nicht schon deshalb abgesprochen werden, weil sie von
einer Partei stammen. Von den Parteien eingereichte Berichte von Ärzten oder
Therapeuten dürfen indessen unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsache
interpretiert werden, dass diese wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihres Patienten lauten. Für den Beweiswert eines
solchen Berichts ist jedenfalls entscheidend, ob er für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in Kenntnis der Vorakten
(Anamnese) abgegeben wurde, in der Beurteilung der Zusammenhänge und der
medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen begründet sind.
Kommt ein privater Gutachter zu einem anderen Schluss als ein behördlicher, muss die
Behörde prüfen, ob die Auffassungen und Schlussfolgerungen des eigens
angeordneten Gutachtens in den rechtserheblichen Fragen derart erschüttert werden,
dass davon abzuweichen ist (vgl. VerwGE B 2016/7 vom 28. Juni 2016 E. 5.2 mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
http://www.gerichte.sg.ch
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4.2. Die Vorinstanz kam in Erwägung 5 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 19-21)
zum Schluss, der Beschwerdeführer habe mittels der Berichte seines
Psychotherapeuten vom 19. März 2016 (act. 10/4a/11) und seines Kinderarztes vom
6. April 2016 und 12. Mai 2016 (act. 10/4a/10 und 12) nicht rechtsgenüglich dargetan,
weshalb seine Beschulung in den vom Kanton St. Gallen anerkannten Sonderschulen
gemäss der Empfehlung des SPD mit Bericht vom 29. Februar 2016 (act. 10/4a/9) nicht
ausreichend sein sollte, zumal er sich am Sprachförderzentrum B. positiv entwickelt
habe. Als weiterführende Schulen fielen etwa die Schule C. in S. oder die Sonderschule
D. in T. in Betracht. Im Übrigen handle es sich bei der Privatschule Q. nicht um eine
staatlich anerkannte Sonderschule.
Im Bericht des Kinderarztes des Beschwerdeführers vom 6. April 2016 (act. 10/4a/12)
wird festgehalten, die Beschulung an einer Institution wie zum Beispiel der Schule C.
stelle für den Beschwerdeführer und dessen Eltern keine Option dar. Auch komme aus
medizinischer Sicht eine Beschulung in einer Regelklasse nicht in Frage, da der
Beschwerdeführer in einer grossen Gruppe untergehen würde. Optimal sei eine
Beschulung in einer kleinen Klasse, wie etwa in der Privatschule Q. Im Bericht vom
12. Mai 2016 (act. 10/4a/10) hielt der Kinderarzt ergänzend fest, die Beschulung an der
Schule C. biete keine für den Beschwerdeführer notwendige ruhige Umgebung. Der
Psychotherapeut des Beschwerdeführers führte in seinem Bericht vom 19. März 2016
(act. 10/4a/11) aus, dass der Beschwerdeführer weiterhin eine Sonderschule in
kleinstem Rahmen besuchen können solle und er weiterhin die Zuwendung seiner
Eltern brauche. Eine Internatsschule komme nicht in Frage. Die Eltern des
Beschwerdeführers wollten ihn in der Privatschule Q. weiter beschulen lassen. Diesen
Wunsch könne er uneingeschränkt unterstützen.
Demnach wird die Empfehlung des SPD im Bericht vom 29. Februar 2016, den
Beschwerdeführer an einer – nicht bezeichneten – vom Kanton anerkannten
Sonderschule für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten weiter zu beschulen, durch die im
Rekursverfahren vorliegenden Berichte des Kinderarztes und des Psychotherapeuten
des Beschwerdeführers nicht widerlegt. Aus diesen privaten Gutachten lässt sich nicht
ableiten, dass ausschliesslich die Privatschule Q. einen für den Beschwerdeführer
ausreichenden Unterricht bieten kann, selbst wenn der SPD einer Beschulung an
dieser Privatschule auf Kosten der Eltern des Beschwerdeführers aus
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schulpsychologischer Sicht zustimmte (vgl. Bericht vom 29. Februar 2016, act. 10/4a/
9). Den privaten Arztberichten lässt sich lediglich entnehmen, dass aus medizinischer
resp. psychologischer Sicht weder eine Regelklasse noch eine Internatsschule für den
Beschwerdeführer in Frage kommt. Soweit darin festgehalten wird, der Besuch der
Schule C. (45 Plätze in fünf Schulklassen, www. ... .ch) biete keine für den
Beschwerdeführer notwendige ruhige Umgebung, wird im Bericht vom 12. Mai 2016
nicht weiter erörtert, inwiefern dies – etwa im Unterschied zum Sprachförderzentrum B.
(insgesamt 49 Schüler im Schuljahr 2015/2016, vgl. Jahresbericht 2015, S. 12, maximal
12 Schüler pro Klasse, www. .... .com) – konkret der Fall sein sollte. Auch in dieser
Hinsicht vermochten die vom Beschwerdeführer im Rekursverfahren resp. im
erstinstanzlichen Verfahren eingereichten privaten Gutachten die Empfehlung des SPD
nicht derart zu erschüttern, dass davon abzuweichen wäre, zumal der SPD keine
bestimmte Sonderschule empfahl und die Vorinstanz auch die Sonderschule D. in T.
als ausreichend erachtete und diese, wie auch die Schule C. (Externat, www. ... .ch),
über eine Tagessonderschule (Klassengrösse zwischen 6 bis 10 Schüler) verfügt
(www. ... .ch). Unbestritten blieb im Weiteren, dass es sich bei der Privatschule Q.
nicht um eine staatlich anerkannte private Sonderschule (Art. 39 Abs. 1 VSG und Art.
17 der Verordnung über die Volksschule des Kantons Glarus, Volksschulverordnung,
GS IV B/31/1, VSV) handelt. Der Vorinstanz kann keine willkürliche Beweiswürdigung
oder unrichtige resp. unvollständige Sachverhaltsfeststellung (vgl. hierzu Art. 12 VRP
und Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003,
Rz. 586 ff.) vorgeworfen werden.
5. Der Beschwerdeführer rügt weiter (act. 6, S. 5-8 Ziff. IV/A/b, Rz. 22-27), die
Vorinstanz habe seinen Rekurs abgewiesen, ohne diesen vollumfänglich zu prüfen.
5.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV, siehe auch Art. 4 lit. c der
Verfassung des Kantons St. Gallen, sGS 111.1, KV, und Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP) soll
gewährleisten, dass die Behörde die Vorbringen der betroffenen Person hört, prüft und
in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde,
ihren Entscheid zu begründen. Dabei kann sie sich auf die für den Entscheid
wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich
die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn
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in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn
müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Es genügt dabei, wenn
die Begründung implizit erfolgt (vgl. BGE 140 I 99 E. 3.4, BGer 8C_606/2017 vom E. 3.2
und VerwGE B 2015/309 vom 26. April 2017 E. 2.1 je mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch).
5.2. Die Vorinstanz hielt in Erwägung 5b des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 21)
fest, dass kein Anspruch auf Übernahme des Schulgeldes bestehe. Eine kantonale
oder kommunale Rechtsgrundlage, welche die Beschwerdegegnerin verpflichten
würde, das Schulgeld der Privatschule Q. zu übernehmen, bestehe nicht. Ausserdem
handle es sich bei der Privatschule Q. nicht um eine anerkannte Sonderschule,
weshalb die Durchführung einer Sonderschulung durch diese Schule nicht zulässig sei.
Aus dieser Begründung ergibt sich mit genügender Klarheit, weshalb die Vorinstanz
den Rekurs des Beschwerdeführers und damit implizit auch die Anträge Ziff. I/1
(Aufhebung der Verfügung vom 11. April 2016), 4 (Übernahme eines Kostenbeitrags
durch die Beschwerdegegnerin) und 5 (Rückweisung zur Neubeurteilung an die
Beschwerdegegnerin) des Rechtsbegehrens in der Rekursergänzung vom 18. Mai 2016
(act. 10/4) abwies. Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid insoweit hinreichend. Der
Beschwerdeführer vermochte den angefochtenen Entscheid denn auch durchaus
sachgerecht anzufechten. Ob die Argumentation der Vorinstanz auch inhaltlich zutrifft,
bleibt im Folgenden (E. 6.5 hiernach) zu prüfen.
6. Der Beschwerdeführer bringt gestützt auf die Einschätzungen seines
Psychotherapeuten vom 22. März 2017 und seines Kinderarztes vom 25. März 2017
vor (act. 6, S. 8-10 Ziff. IV/B, Rz. 28-38, act. 7/3 f.), er könne in der öffentlichen Schule
nicht angemessen beschult werden. Dies sei nur an der Privatschule Q., Z., möglich.
6.1. Art. 19 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101,
BV) und Art. 2 lit. m der Verfassung des Kantons St. Gallen (sGS 111.1, KV)
gewährleisten den Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen
Grundschulunterricht. Diese Normen begründen den rechtlich durchsetzbaren
verfassungsmässigen Individualanspruch auf eine positive staatliche Leistung im
Bildungsbereich. Sie umschreiben damit ein soziales Grundrecht. „Schulpflichtige“ in
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diesem Sinne und Träger des Rechtsanspruchs sind Kinder und Jugendliche vom
Kindergarten, soweit dieser obligatorisch ist, bis und mit der Sekundarstufe (vgl. BGE
140 I 153 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Für das Schulwesen sind die Kantone zuständig (Art.
3 und Art. 62 Abs. 1 BV). Sie müssen in organisatorischer, fachlicher und finanzieller
Hinsicht für einen ausreichenden Grundschulunterricht sorgen, der allen Kindern
offensteht (Art. 62 Abs. 2 Satz 1 BV). Dieser muss angemessen und geeignet sein; er
soll genügen, um die Schüler sachgerecht auf ein selbstverantwortliches Leben im
modernen Alltag vorzubereiten. Der verfassungsrechtliche Anspruch umfasst nur ein
angemessenes, erfahrungsgemäss ausreichendes Bildungsangebot an öffentlichen
Schulen. Ein darüber hinausgehendes Mass an individueller Betreuung, das theoretisch
immer möglich wäre, kann mit Rücksicht auf das staatliche Leistungsvermögen nicht
eingefordert werden. Der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltlichen
Grundschulunterricht gebietet mit anderen Worten nicht die optimale bzw. geeignetste
überhaupt denkbare Schulung eines Kindes (vgl. BGE 141 I 9 E. 3.2 f. mit Hinweisen).
Der Grundschulunterricht ist obligatorisch und untersteht staatlicher Leitung oder
Aufsicht. An öffentlichen Schulen ist er unentgeltlich (Art. 62 Abs. 2 Satz 2 und 2 BV).
Ergänzend zur Regelschule (Art. 62 Abs. 2 BV) obliegt den Kantonen eine vergleichbare
Pflicht zum Betrieb der erforderlichen Sonderschulen. Gemäss Art. 62 Abs. 3 BV haben
sie für eine ausreichende Sonderschulung aller behinderten Kinder und Jugendlichen
bis längstens zum vollendeten 20. Altersjahr zu sorgen (vgl. hierzu auch Art. 197 Ziff. 2
BV und Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Beseitigung von
Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen,
Behindertengleichstellungsgesetz; SR 151.3, BehiG, und Art. 3 lit. b KV).
6.2. Die Verfassung des Kantons St. Gallen gewährleistet das Recht, Privatschulen zu
gründen, zu führen und zu besuchen (Art. 3 Ingress und lit. a KV). Der Besuch einer
Privatschule beruht auf einem privatrechtlichen Schulvertrag zwischen den Eltern und
der Privatschule. Die Eltern wählen den Privatschulbesuch aus freiem Entschluss und
angesichts des flächendeckenden und verfassungsrechtlich ausreichenden öffentlichen
Schulangebots ohne Not. Der Entschluss der Eltern, ihr Kind an Stelle der öffentlichen
Volksschule eine anerkannte Privatschule besuchen zu lassen, ist grundsätzlich
unteilbar: Mit der Privatschule wird deren ganzes Angebot gewählt und auf das
gesamte Angebot der öffentlichen Volksschule verzichtet. Die Schulgemeinde bleibt
indessen jederzeit bereit bzw. verpflichtet, ein aus der Privatschule zurückkehrendes
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Kind wieder in den unentgeltlichen öffentlichen Unterricht aufzunehmen (vgl. VerwGE
B 2014/247 vom 30. Juni 2015 E. 1.2). Auf Privatschulen findet der Grundsatz der
Unentgeltlichkeit keine Anwendung (vgl. B. Mascello, Elternrecht und
Privatschulfreiheit, Wil 1995, S. 161). Aus Art. 19 und Art. 62 Abs. 2 Satz 3 BV ergibt
sich zudem kein Anspruch auf staatliche (Mit-)Finanzierung des privaten
Grundschulunterrichts, jedenfalls so lange nicht, als an öffentlichen Schulen ein
ausreichender Unterricht angeboten wird (vgl. BGer 2C_686/2012 vom 13. Juni 2013
E. 3.1.1 f. und 3.1.5 mit Hinweisen). Ferner kann ein Anspruch auf fallweise Übernahme
des Schulgeldes durch den Staat bejaht werden, wenn dem betreffenden Schulkind
aufgrund schwerwiegender individueller Probleme der ausreichende
Grundschulunterricht an keiner öffentlichen Schule gewährt werden kann, so dass als
ultima ratio nur der Besuch einer spezialisierten privaten Bildungseinrichtung den
grundrechtlichen Anspruch von Art. 19 BV einlösen kann (vgl. GVP 2009 Nr. 4 E. 3.1
und 3.2.3 sowie B. Ehrenzeller, in: Die schweizerische Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014,
Art. 62 N 32).
6.3. Die anerkannten privaten Sonderschulen sind Teil der öffentlichen Volksschule (Art.
1 Abs. 1 VSG). Kinder mit besonderem Bildungsbedarf, namentlich mit
Schulschwierigkeiten, Verzögerungen oder Beeinträchtigungen in der Entwicklung,
Behinderungen oder besonderen Begabungen werden durch sonderpädagogische
Massnahmen unterstützt (Art. 34 Abs. 1 VSG). „Besonderer Bildungsbedarf“ ist ein
Oberbegriff, an den einzelfallbezogen sonderpädagogische Massnahmen geknüpft
werden (vgl. VerwGE B 2016/7 vom 28. Juni 2016 E. 3.1 mit Hinweis auf Botschaft zum
XIV. Nachtrag zum VSG, ABl 2013 308 ff. [fortan: Botschaft], 398, a.a.O.). Gemäss Art.
35 VSG orientieren sich sonderpädagogische Massnahmen am Bedarf der Kinder in
Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags, unter Berücksichtigung des
Aufwandes von Schule und Kanton (Abs. 1). Einem Kind mit ausgewiesenem Bedarf
steht eine ausgewiesene Massnahme zu (Abs. 2). Massgebend für den Entscheid,
welche (Sonder-)Schule in Frage kommt, ist vorab das Wohl des (behinderten) Kindes
(vgl. hierzu VerwGE B 2015/296 vom 25. Mai 2016 E. 2.3, www.gerichte.sg.ch).
Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf besuchen eine
Sonderschule, wenn sie die Voraussetzungen für die Regel- oder Kleinklasse nicht
erfüllen (Art. 35 Abs. 1 und 3 VSG). Laut Art. 51 VSG hat das im Kanton St. Gallen
wohnhafte Kind das Recht, jene öffentliche Schule oder anerkannte private
bis
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Sonderschule zu besuchen, die seinen Fähigkeiten entspricht und deren
Anforderungen es erfüllt. Die Schülerin oder der Schüler hat die öffentliche Schule am
Ort zu besuchen, wo sie oder er sich aufhält (Art. 52 VSG). Wenn es besondere Gründe
rechtfertigen, kann ein auswärtiger Schulbesuch gestattet oder angeordnet werden
(Art. 53 Abs. 1 VSG, vgl. hierzu VerwGE B 2016/121 vom 20. Dezember 2016 E. 4.1 mit
Hinweisen, a.a.O.).
6.4. Bevor der Schulrat den Besuch einer Kleinklasse oder einer Sonderschule verfügt,
holt er das Gutachten des SPD ein (vgl. Art. 36 und 36 VSG und Botschaft, a.a.O., S.
400 f.). Das Gutachten des SPD an den Schulrat beinhaltet sämtliche für die Schule
relevanten Angaben (Einschätzungen, Handlungsbedarf, Antrag). Der allfällige Bedarf
für eine Sonderschulung wird mittels standardisiertem Abklärungsverfahren erhoben.
Aufgrund der Einschätzung der Entwicklungs- und Bildungsziele sowie des
Förderbedarfs werden ein Hauptförderort und allfällige unterstützende Massnahmen
vorgeschlagen. Durch den Beizug des SPD wird sichergestellt, dass die Abklärung aus
einer unabhängigen Perspektive und die Antragsstellung nach einheitlichen Standards
erfolgen (vgl. Sonderpädagogik-Konzept des Kantons St. Gallen vom 18. März/4. Mai
2015, Teil „Für die Regelschule“, Ziff. 5.5.4, www.schule.sg.ch, und VerwGE B
2014/132 vom 19. Juli 2016 E. 3.4, a.a.O.). Der Schulrat muss anordnen, wie eine
sonderpädagogische Massnahme konkret auszugestalten ist. Die Wahl der Institution,
die die Sonderschulung durchführen soll, liegt ebenso im Ermessen des Schulrates.
Sein (Auswahl-)Ermessen hat er pflichtgemäss, d.h. unter Berücksichtigung der
rechtsstaatlichen Grundsätze, namentlich des Willkürverbots, der Rechtsgleichheit und
der Verhältnismässigkeit, auszuüben. Neben diesen Grundsätzen hat der Schulrat auch
den Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung zu beachten. Leitlinien bilden im
konkreten Fall sowohl das Kindeswohl als auch die finanzielle Tragbarkeit (vgl. Art. 35
VSG). Die vorgängige und notwendige schulpsychologische Abklärung soll die Frage
erhellen, welche Beschulungsform bzw. Art der Institution und Unterbringung den
Bedürfnissen des Kindes am besten gerecht wird. Da eine Behörde in Fachfragen
praxisgemäss nur von der Auffassung des Gutachtens abweicht, wenn gewichtige,
zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien dessen Überzeugungskraft ernsthaft
erschüttern, sind dessen Schlussfolgerungen und Anträge in der Regel wegweisend
(vgl. VerwGE B 2016/7 vom 28. Juni 2016 E. 3.5 mit Hinweisen, a.a.O.).
bis
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Dem Verwaltungsgericht ist die Ermessenskontrolle im Beschwerdeverfahren verwehrt
(Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP e contrario). Es hat sich daher darauf zu beschränken, über
die Einhaltung des Ermessensspielraums zu wachen, und schreitet nur ein, wenn die
Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen über- bzw. unterschritten oder missbraucht
hat. Eine Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die Behörde Ermessen walten lässt,
wo für dieses nach Gesetz kein Raum ist. Ermessensunterschreitung liegt vor, wo das
Gesetz Ermessen einräumt und die Behörde dieses nicht wahrnimmt. Missbräuchlich
wird das Ermessen ausgeübt, wenn sich die Behörde zwar an den Rahmen des ihr vom
Gesetz eingeräumten Ermessens hält, dabei jedoch die bei der Ermessensausübung zu
beachtenden verfassungsmässigen Grundsätze, insbesondere der Rechtsgleichheit,
der Verhältnismässigkeit oder des Verbots der Willkür, verletzt (Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 740 ff.).
6.5. Im konkreten Fall ist unbestritten, dass der mittlerweile knapp dreizehn Jahre alte
Beschwerdeführer die dritte Primarklasse in der vom Kanton anerkannten privaten
Sonderschule Sprachförderzentrum B., O., erfolgreich absolviert hat (Klassengrösse bis
12 Schüler, www. .... .com), d.h. er sich an dieser Schule positiv entwickelte (vgl. E. 5a
des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 20). Weiter steht fest, dass der
Beschwerdeführer von seinen Eltern im Jahr 2016 aus freiem Entschluss selbständig
auf das Herbstsemester 2016 in der regelpädagogischen Privatschule Q., Z.,
angemeldet wurde, wo er seither beschult wird. Wegen dieser von den Eltern des
Beschwerdeführers eigenmächtig vorgenommenen Anmeldung bei der Privatschule Q.
kann die Angemessenheit der Beschulung an der öffentlichen Schule ab Beginn des
Schuljahres 2016/2017 nicht nachträglich beurteilt werden. Der Beschwerdeführer
verzichtete damit auf das gesamte Angebot der öffentlichen Volksschule und entzog
der Beschwerdegegnerin die Möglichkeit, die Anordnung des Besuchs einer
Sonderschule im Sinne von Art. 36 lit. a VSG zu prüfen, obschon die Weiterbeschulung
des Beschwerdeführers an einer Sonderschule für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten
– etwa an den von der Vorinstanz erwähnten Schulen D., T. (Klassengrösse zwischen 6
bis 10 Schüler, www. ... .ch) oder C. (45 Plätze in fünf Schulklassen, www. ... .ch) –
gemäss dem Bericht des SPD vom 29. Februar 2016 (act. 10/4a/9) geboten gewesen
wäre. Diese Einschätzung des SPD vermag der Beschwerdeführer mittels der neu
eingereichten Berichte seines Psychotherapeuten vom 22. März 2017 und seines
Kinderarztes vom 25. März 2017 nach wie vor nicht zu widerlegen (vgl. zu den älteren
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Privatgutachten bereits die Ausführungen unter E. 4.2 hiervor). Aus dem Bericht von
Psychotherapeut SPV/VOPT dipl. Analytiker (P.-Institut) lic. theol. F.G. vom
22. März 2017 (act. 7/3) geht hervor, dass die Privatschule Q. für den
Beschwerdeführer die Schule mit grösstmöglichem Förderpotential und ganz auf seine
Bedürfnisse abgestimmt sei. Auch sei eine Beschulung in einer Regelklasse mit
Einzelförderung oder in einem Internat höchst kontraproduktiv und würde zu einem
rezidivierenden Verhalten führen. Die Frustrationstoleranz des Beschwerdeführers sei
noch nicht so weit, dass er gelassen auf das Konfliktpotential einer grösseren Klasse
reagieren könne. Seinem charakteristischen Verhalten entsprechend würde er darauf
aggressiv reagieren, was er an der Privatschule Q. kaum getan habe. Aus dem Bericht
von Dr. med. H.K. vom 25. März 2017 (act. 7/4) ergibt sich, dass es für das emotionale
Gleichgewicht des Beschwerdeführers von Vorteil sei, wenn er in einer überschaubaren
Gruppe beschult werde. Der Vorteil der Privatschule Q. sei die kleine Schülerzahl (ein
bis zwei Schüler pro Jahrgang, vgl. act. 6, S. 4 Ziff. IV/A/a, Rz. 16) und die Beschulung
auf individueller Ebene. Der Beschwerdeführer sei dringend auf eine Beschulung in
kleinen Gruppen angewiesen. In einer grossen Regelklasse würde er untergehen und
die Lehrperson würde seinen Bedürfnissen nicht gerecht werden. Durch diese Berichte
wird nicht belegt, dass die öffentliche Schule nicht in der Lage gewesen wäre, den
Beschwerdeführer an einer staatlichen anerkannten privaten Tagessonderschule – eine
grosse Regelklasse oder ein Internat steht nicht zur Diskussion (vgl. hierzu Bericht des
SPD vom 29. Februar 2016, act. 10/4a/9, und Stellungnahme der Beschwerdegegnerin
vom 29. Mai 2017, act. 12) – angemessen zu beschulen, auch wenn die von ihm
beauftragten Fachleute die Privatschule Q. als „optimalsten Beschulungsort“
erachteten. Wie bereits ausgeführt, gebietet der verfassungsmässige Anspruch auf
unentgeltlichen Grundschulunterricht nicht die optimale bzw. geeignetste überhaupt
denkbare Schulung eines Kindes. Damit besteht vorliegend kein Rechtsanspruch auf
Anordnung des Besuchs der Privatschule Q. und Übernahme des Schulgeldes durch
die Beschwerdegegnerin, was die Vorinstanz in Erwägung 5 des angefochtenen
Entscheids (act. 2, S. 19-24) zu Recht festgestellt hat. Auch kann ihr keine Verletzung
des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes (Art. 5 Abs. 2 BV) zur Last gelegt werden, indem
sie von der Anordnung der Mitfinanzierung des privaten Grundschulunterrichts durch
die Beschwerdegegnerin absah. Darüber hinaus war die Vorinstanz nicht verpflichtet,
die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung zurückzuweisen (vgl. Art. 56
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Abs. 2 VRP sowie VerwGE B 2014/107; B 2014/111; B 2014/116-120 vom
25. Mai 2016 E. 11.1 mit Hinweis auf GVP 1982 Nr. 78 E. 2a, www.gerichte.sg.ch, und
Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1033, allerdings in Bezug auf die Rückweisung durch das
Verwaltungsgericht). Nachdem die Beschwerdegegnerin im Rekursverfahren mit
Stellungnahme vom 20. Juni 2016 (act. 10/8) eine ausführliche Begründung ihrer
abweisenden Verfügung vom 11. April 2016 (act. 10/4a/2) nachreichte, konnte eine
allfällige mangelhafte Begründung dieser Verfügung und eine allfällige damit
einhergehende Ermessensunterschreitung durch die Beschwerdegegnerin (vgl. hierzu
VerwGE B 2013/257 vom 28. April 2015 E. 5.3.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch) im
Interesse der Verfahrensökonomie durch die Vorinstanz, welcher volle Kognition
zustand (Art. 46 Abs. 1 VRP), im Rekursverfahren ausnahmsweise geheilt werden (vgl.
BGer 1C_495/2015 vom 1. Februar 2016 E. 4.1, VerwGE B 2013/251 vom
24. März 2015 E. 3.3, VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2.3 je mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch).
Die Beschwerde ist aus diesen Gründen abzuweisen.
7. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom
Beschwerdeführer zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF
1‘500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).
Diese ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zuzusprechen (vgl. Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP).
Der Vorinstanz steht kein Kostenersatz zu (vgl. VerwGE B 2015/162 vom 26. Oktober
2016 unter www.gerichte.sg.ch nicht veröffentlichte E. 4 sowie VerwGE B 2014/165
vom 28. Mai 2015 unter www.gerichte.sg.ch nicht veröffentlichte E. 5 mit Hinweis auf
R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz,
Lachen/St. Gallen 2004, S. 176 ff., siehe auch VerwGE B 2012/271 vom 12. Juni 2013
ebenfalls unveröffentlichte E. 7). Die Beschwerdegegnerin war weder berufsmässig
vertreten noch belegt und begründet sie zu entschädigende Auslagen. Soweit ihr
Rechtsbegehren – „unter Kostenfolge“ – einen Antrag auf ausseramtliche
Entschädigung mitenthalten sollte, kann ihr deshalb weder eine Partei- noch eine
Umtriebsentschädigung zugesprochen werden (vgl. 98 VRP in Verbindung mit Art. 95
Abs. 3 des Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO,
sowie VerwGE K 2014/2 vom 25. Februar 2016 E. 4 mit Hinweis auf VerwGE B
bis
ter
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2013/178 vom 12. Februar 2014 E. 4 f., www.gerichte.sg.ch). Damit erübrigt sich
vorliegend auch die Frage, ob der Beschwerdegegnerin überhaupt ein Anspruch auf
die Entschädigung ausseramtlicher Kosten zustehen würde (vgl. VerwGE B 2014/203
vom 25. Mai 2016 E. 5.2 mit Hinweisen).