# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fccfdb6a-c85d-4573-a833-02132649b7e3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1 B._, geboren 1956, gelernter Autoservicemann und Autolackierer (Urk. 9/83 Ziff. 6.2), war von 1979 bis August 1994 selbständig Erwerbstätiger in der Autobranche (vgl. Urk. 9/37 S. 5 Ziff. 1.4 und Urk. 9/82). Am 22. August 1994 stürzte er auf einer nassen Treppe und verletzte sich dabei an der rechten Hand und am Rücken (Urk. 9/37 S. 2 Ziff. 1.3). Vom 1. Februar bis 31. August 1995 war er als Autoverkäufer und -vorführer in einem Pensum von 50 % (vgl. Urk. 9/37 S. 5 Ziff. 1.4) bei der A._ AG in _ tätig (Urk. 9/78 Ziff. 1). In der Folge arbeitete er krankheitsbedingt nicht mehr (vgl. Urk. 8/30 S. 5 Ziff. 1.2). Am 20. April 1998 meldete er sich wegen starker Rückenschmerzen zum Leistungsbezug (Berufsberatung, eventuell Umschulung, Arbeitsvermittlung und Rente) bei der Invalidenversicherung an (Urk. 9/83 Ziff. 7.2 und Ziff. 7.8).
1.2 Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte (Urk. 9/40-50), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 9/78) und einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (Urk. 9/82, Urk. 9/70) ein und zog die Akten des Unfallversicherers (Urk. 9/84/2-6) bei. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (vgl. Urk. 9/34-35) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. Januar 1999 den Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen und eine Rente (Urk. 9/33).
Im Nachgang zu internen Abklärungen hob die IV-Stelle die Verfügung vom 21. Januar 1999 am 3. Februar 1999 wiedererwägungsweise auf (Urk. 9/32) und veranlasste in der Folge eine Begutachtung bei Prof. Dr. med. C._, Klinikdirektor, Dr. med. D._, Oberarzt, und Dr. med. E._, Assistenzarzt, Rheumaklinik, Universitätsspital T._ (Urk. 9/37). Am 30. November 2000 erliess die IV-Stelle erneut einen Vorbescheid, worin sie die Zusprechung einer halben Rente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 60 % in Aussicht stellte, einen Anspruch auf berufliche Massnahmen hingegen verneinte (Urk. 9/26). Nachdem der Versicherte am 18. Dezember 2000 Einwände hinsichtlich des Valideneinkommens geltend machte (Urk. 9/24), erging am 25. Januar 2001 ein dritter Vorbescheid (Urk. 9/22). Darin hielt die IV-Stelle an der in Aussicht genommenen halben Rente (basierend auf einem Invaliditätsgrad von 59 %) fest, wogegen der Versicherte erneut Einwände erhob (Urk. 9/19). Mit Verfügung vom 25. Juni 2001 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab 1. April 1997 eine halbe Rente der Invalidenversicherung und eine Kinderrente zu (Urk. 9/16). Am 18. Juli 2001 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 25. Juni 2001 (Urk. 9/15/2). Mit Verfügung vom 16. Oktober 2001 hob die IV-Stelle die Verfügung vom 25. Juni 2001 wiedererwägungsweise auf mit der Begründung, es liege keine rentenbegründete Invalidität vor (Urk. 9/13).
1.3 Am 28. Mai 2002 erging das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich, womit der Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente verneint wurde (Urk. 9/5). Die dagegen vom Versicherten am 4. Juli 2002 erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Urk. 9/4/3) hiess das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) mit Urteil vom 9. Januar 2003 teilweise gut, hob den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 28. Mai 2002 auf und stellte fest, dass der Beschwerdeführer basierend auf einem Invaliditätsgrad von 59,2 % ab 1. April 1997 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung hat. Zudem verpflichtete es die IV-Stelle, eine revisionsweise Überprüfung des Rentenanspruches für die Zeit nach Erlass der Verfügung vom 25. Juni 2001 vorzunehmen (Urk. 9/2 S. 7 Ziff. 4.4 und Ziff. 5).
1.4 Nach durchgeführtem Revisionsverfahren (vgl. Urk. 9/62) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügungen vom 11. April 2003 bei einem Invaliditätsgrad von 60 % vom 1. April 1997 bis 31. Juli 2001 (Urk. 8/23) und mit Wirkung ab 1. August 2001 (Urk. 8/22) eine halbe Rente mit Kinderrente zu. Am 27. Mai 2003 reichte der Versicherte im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens (Urk. 8/54/1) ein Gutachten von PD Dr. med. F._, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin, vom 9. Dezember 2002 (Urk. 8/31/2) ein. Nachdem die IV-Stelle ein Gutachten von Dr. med. G._, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, vom 14. Januar 2005 (Urk. 8/30), eingeholt hatte, verneinte sie mit Verfügung vom 10. Juni 2005 den Anspruch des Versicherten auf eine höhere Rente (Urk. 8/10). Am 29. Juni 2005 erhob der Versicherte Einsprache (Urk. 8/8) gegen die Verfügung vom 10. Juni 2005. Mit Verfügung vom 5. Juli 2005 ersetzte die IV-Stelle die Verfügung vom 11. April 2003 und sprach dem Versicherten nunmehr bei einem Invaliditätsgrad von 59 % eine halbe Rente mit Wirkung ab 1. Dezember 2002 zu (Urk. 8/7). Die gegen die Verfügung vom 5. Juli 2005 vom Versicherten am 2. August 2005 vorsorglich erhobene (Urk. 8/5) und am 15. September 2005 bestätigte Einsprache (Urk. 8/3) wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 23. September 2005 ab (Urk. 8/1 = Urk. 2).
2. Gegen den Einspracheentscheid vom 23. September 2005 (Urk. 2) erhob der Versicherte mit Eingabe vom 24. Oktober 2005 Beschwerde und beantragte dessen Aufhebung und die Zusprache einer ganzen, eventuell einer Dreiviertelsrente rückwirkend ab 25. Juni 2001. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 10. Januar 2006 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom 17. Januar 2006 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 10).

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin hat die massgebenden Gesetzesbestimmungen über die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung IVG, Art. 16 ATSG), die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen versicherten Personen (Art. 16 ATSG) und über die ärztliche Aufgabe bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person in der Begründung zum angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dargelegt, weshalb darauf, mit der nachstehenden Ergänzung, verwiesen werden kann (vgl. Urk. 2 S. 2 f.).
1.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente ist demgemäss nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. Erw. 3.5, 117 V 199 Erw. 3b, 113 V 275 Erw. 1a mit Hinweisen). Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheentscheides (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis; AHI 2000 S. 309 Erw. 1b mit Hinweisen). Unerheblich unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist dagegen nach ständiger Rechtsprechung die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes (BGE 112 V 372 Erw. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 Erw. 3a).
2. Strittig ist, ob beim Beschwerdeführer eine revisionsrechtlich erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen ist. Diese Frage beurteilt sich durch einen Vergleich des Zustandes im Zeitpunkt, in welchem eine halbe Rente zugesprochen wurde (Verfügung vom 25. Juni 2001; Urk. 8/28-29), mit den Zeitpunkten der Feststellung, dass weiterhin ein Anspruch auf eine halbe Rente bestehe (Verfügung vom 10. Juni 2005, Urk. 8/10, und Verfügung vom 5. Juli 2005, Urk. 8/7).
2.1 Im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung vom 25. Juni 2001 (Urk. 8/28-29) stützte sich die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung des Gesundheitszustandes auf das Gutachten der Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals T._ vom 24. Juli 2000 (Urk. 9/37).
In ihrem auf Aktenstudium und bildgebenden Untersuchungen, Angaben des Beschwerdeführers sowie eigenen Untersuchungen basierenden Gutachten (Urk. 9/37 S. 1) nannten sie folgende Diagnosen (Urk. 9/37 S. 12 Ziff. 4):
- Chronisches Panvertebralsyndrom bei/mit
- medio-lateral linksgelegener Diskushernie C5/C6
- Kyphosierung der Halswirbelsäule (HWS) im mittleren Abschnitt
- kleiner medialer Diskushernie L5/S1 ohne Nervenwurzelkompression
- lumbosakralem Übergangswirbel und leichter Spondylarthrose der Lendenwirbelsäule (LWS)
- Wirbelsäulenfehlhaltung (Flachrücken und leichte rechtskonvexe thorakolumbale Skoliose)
- Haltungsinsuffizienz (Schulter- und Kopfprotraktion)
- Zeichen der Symptomausweitung (3/5 Waddell-Test positiv) mit generalisiertem Schmerzsyndrom
- Status nach arthroskopischer Synovektomie, Narbenresektion, Entfernung zweier ossärer Fragmente und Débridement des scapholunären Bandes am 17. Dezember 1997 wegen posttraumatischer Nekrose des proximalen Poles des Skaphoids
In ihrer Beurteilung gelangten sie zum Schluss, die klinische Untersuchung habe ergeben, dass der Beschwerdeführer an einer Wirbelsäulenfehlform mit Flachrücken sowie einer leichten, grossbogigen rechtskonvexen lumbothorakalen Skoliose, einer Druckdolenz im Bereiche der Dornfortsätze der ganzen Wirbelsäule, paravertebral beidseits entlang der ganzen Wirbelsäule, im Bereich der glutealen, suboccipitalen und Trapeziusmuskulatur beidseits, dazu am Epikondylus humeri radialis beidseits sowie an sämtlichen Muskelbäuchen der oberen und unteren Extremitäten leide. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule in alle Richtungen sei nicht relevant eingeschränkt, jedoch für alle Wirbelsäulenabschnitte in alle Richtungen schmerzhaft. Es bestehe eine Haltungsinsuffizienz mit Schulter- und Kopfprotraktion. Drei von fünf Waddell-Tests seien positiv gewesen. Die rechtsseitige Handgelenksbeweglichkeit sei in alle Richtungen je ungefähr ein Drittel eingeschränkt, und es liege ein jeweils endgradiger Bewegungsschmerz vor (Urk. 9/37 S. 9 Ziff. 4).
Bildgebend zeige das MRI der HWS vom 27. Oktober 1998 eine medio-lateral links gelegene Diskushernie C5/6 mit einer leichten Kyphosierung im mittleren Abschnitt der HWS; in der lumbalen Myelographie und im Myelo-CT vom 16. September 1996 bestehe eine kleine mediale Diskushernie L5/S1, jedoch ohne jegliche foraminale oder spinale Kompression sowie eine lumbosakrale Übergangsanomalie (sechsgliedrige LWS). Das MRI der rechten Hand vom 20. Oktober 1997 zeige die bereits erwähnte Nekrose des proximalen Poles des Skaphoides (Urk. 9/37 S. 9 Ziff. 4).
Die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden im Bereich des rechten Handgelenks stünden in adäquater Relation zu den dargelegten klinischen und radiologischen Befunden. Im Bereiche der Wirbelsäule bestünden leichte degenerative Veränderungen lumbal (Diskushernie L5/S1, leichte Spondylarthrose sowie ein lumbosakraler Übergangswirbel). Dazu bestehe eine deutliche Haltungsinsuffizienz; auch zervikal bestünden degenerative Veränderungen mit einer medio-lateralen linksseitigen Diskushernie C5/6. Im Beurteilungszeitpunkt fänden sich weder klinisch noch anamnestisch Zeichen einer zerviko- oder lumboradikulären Reizsymptomatik. Als Hinweise für eine Symptomausweitung fänden sich drei von fünf positiven Waddell-Tests sowie ein generalisiertes Weichteilschmerzsyndrom mit Druckdolenzen sowohl an den Fibromyalgiepunkten als auch an den Muskelbäuchen aller Extremitäten (Urk. 9/37 S. 10 Ziff. 4).
Was weitere Therapieoptionen betreffe, so empfahlen die Gutachter eine vor allem aktiv orientierte Therapie; bei Therapieresistenz unter bisher vor allem passiv orientierten physikalischen Massnahmen. Insbesondere sollten durch eine bessere Stabilisierung der Wirbelsäule und Rekonditionierung die Haltungsinsuffizienz und somit die Beschwerden positiv beeinflusst werden können. Bei im Beurteilungszeitpunkt klinisch fehlendem zervikoradikulärem Syndrom C6 links hielten sie eine Operation der medio-lateralen linksseitigen Diskushernie C5/6 links als nicht indiziert (Urk. 9/37 S. 10 f Ziff. 4).
Was die Arbeitsfähigkeit betreffe, so sei die Belastbarkeit des rechten Handgelenks deutlich reduziert. Diesbezüglich sei durch den Handchirurgen, Dr. med. H._, Chirurgie FMH, bereits eine Beurteilung abgegeben worden (Integritätsentschädigung 24 %). Bezüglich des Panvertebralsyndroms bestehe aufgrund der erwähnten Veränderungen eine eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule. Dementsprechend seien dem Beschwerdeführer körperlich mittelschwere oder schwere Arbeiten nicht mehr zumutbar. Für eine körperlich leichte, behinderungsangepasste Tätigkeit mit Möglichkeiten zur Wechselbelastung und angepassten Belastungseinschränkungen für Arbeiten mit der rechten Hand sei ihm jedoch aus rheumatologischer Sicht ab sofort eine Arbeitstätigkeit von mindestens 50 % zumutbar. Durch eine Rekonditionierung mittels medizinischer Trainingstherapie sollte die Arbeitsfähigkeit weiter gesteigert werden können, weshalb eine Neubeurteilung in spätestens zwei Jahren vorzuschlagen sei (Urk. 9/37 S. 11 Ziff. 4, vgl. auch S. 12 Ziff. 5).
Gestützt auf das Gutachten der Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals T._ ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass der Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. April 1997 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung habe (Urk. 8/28-29).
2.2 Am 17. Juli 2002 beauftragte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers PD Dr. F._ mit der Erstellung eines rheumatologischen Gutachtens (vgl. Urk. 8/31/2 S. 1). Dieser stellte in seinem am 9. Dezember 2002 erstatteten, auf Anamnese (vgl. Urk. 8/31/2 S. 1), Aktenstudium (vgl. Urk. 8/31/2 S. 1 ff.) und eigenen Befunden (vgl. Urk. 8/31/2 S. 4 Ziff. 3) beruhenden Gutachten folgende Diagnosen (Urk. 8/31/2 S. 4 Ziff. 3):
- Fibromyalgie
- Panvertebralsyndrom bei Diskushernie L5/S1, Fehlform der Wirbelsäule und Status nach zervikaler Diskushernie
- Leichtgradige hochtonbedingte Innenohrschwerhörigkeit rechts
- Nekrose am proximalen Fragment bei Status nach Skaphoid-Fraktur sowie beginnendes slac wrist und carpaler Kollaps mit leichter skaporadialer Sekundärarthrose
In seiner Beurteilung führte er aus, dass sich hinsichtlich der Fibromyalgie in sechs Jahren keine Verbesserung gezeigt habe, so dass auch in näherer Zukunft nicht mit einer diesbezüglichen Besserung zu rechnen sei. Betreffend der Zervikobrachialsymptomatik habe sich die Situation im Beurteilungszeitpunkt mit der Operation verbessert. Es sei indessen bekannt, dass durch eine Operation die benachbarten Bewegungssegmente überlastet würden und zu sekundären Beschwerdebildern führen könnten. Betreffend der Leiden im Zusammenhang mit der rechten Hand verwies er auf die Beurteilung durch PD Dr. I._, Chefarzt Handchirurgie/Orthopädie, und Dr. med. J._, Assistenzarzt, Ambulatorium Orthopädie, K._ Klinik, vom 10. Juli 2002 (vgl. Urk. 8/31/2 S. 5 Ziff. 4 und Urk. 8/32).
Betreffend die Fibromyalgie könne kaum eine wesentliche Besserung erreicht werden. Zur Innenohrschwerhörigkeit könne er keine Stellung nehmen. Betreffend des Skaphoids werde - wie dies PD Dr. I._ ausgeführt habe - zu einem späteren Zeitpunkt eine Operation nötig sein, wenn sich eine Arthrose entwickelt habe (Urk. 8/31/2 S. 5 Ziff. 5).
Betreffend Fibromyalgie könne keine Verschlechterung vorausgesagt werden, da es dafür keine Parameter gebe. Wie bereits erwähnt, könnten sich sowohl das Zervikobrachialsyndrom wegen Überlastung der Nachbarsegmente bei Status nach der Operation im Segment C5/6 als auch die rechte Hand noch verschlechtern (Urk. 8/31/2 S. 5 Ziff. 6).
Es sei damit zu rechnen, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sich nicht wesentlich bessere, so dass mit einer dauernden Beeinträchtigung zu rechnen sei (Urk. 8/31/2 S. 5 Ziff. 8).
Auch PD Dr. phil. L._, und Dr. phil. M._, Neuro-psychologische Abteilung, Universitätsspital T._, seien in ihrer neuropsychologischen Beurteilung davon ausgegangen, dass die Schmerzangaben des Beschwerdeführers glaubhaft seien. Diesen Eindruck habe auch Dr. med. N._, Allgemeine Medizin FMH, gehabt und er selber habe diese Frage in den letzten sechs Jahren auch so beurteilt. Ein multidisziplinäres Gutachten würde keine wesentlichen neuen Aspekte bringen (Urk. 8/31/2 S. 6 Ziff. 11).
Aufgrund der verschiedenen Beschwerdebilder erachte er den Beschwerdeführer als nicht mehr arbeitsfähig (Urk. 8/31/2 S. 6 Ziff. 12). Das Vorliegen der Fibromyalgie hindere diesen daran, eine konstante Leistung zu erbringen, so dass er nicht mehr arbeitsfähig sei (Urk. 8/31/2 S. 6 Ziff. 13-14). Auch in einer körperlich leichten Arbeit sei der Beschwerdeführer wegen der Allgemeinsymptome der Fibromyalgie zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 8/31/2 S. 7 Ziff. 19). Auch längerfristig werde sich die Arbeitsfähigkeit nicht bessern (Urk. 8/31/2 S. 6 Ziff. 15).
2.3 Am 9. Januar 2003 erging das Urteil des EVG (Urk. 9/2). Darin gelangte dieses zum Schluss, dass die Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals T._ in ihrem Gutachten vom 24. Juli 2000 dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % in einer leidensangepassten, körperlich leichten Tätigkeit attestiert und die Auffassung vertreten hätten, dass mit einer längerfristigen, aktiv orientierten Physiotherapie eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden sollte. Aufgrund dessen verpflichtete das EVG die Beschwerdegegnerin, eine revisionsweise Überprüfung des Rentenanspruchs für die Zeit nach Erlass der Verfügung vom 25. Juni 2001 vorzunehmen (Urk. 9/2 S. 7).
Im aufgrund des genannten Urteils des EVG durchgeführten Revisionsverfahrens erstattete Dr. G._ am 14. Januar 2005 im Auftrag der Beschwerdegegnerin ein auf Aktenstudium (vgl. Urk. 8/30 S. 1 ff.), Anamnese (vgl. Urk. 8/30 S. 5 Ziff. 1.2), subjektiven Angaben des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 8/30 S. 5 f. Ziff. 2) und eigenen Befunden (vgl. Urk. 8/30 S. 6 f. Ziff. 3) beruhendes Gutachten und nannte darin folgende Diagnosen (Urk. 8/30 S. 7 Ziff. 4):
- Sekundäre Fibromyalgie
- Lumbospondylogenes Syndrom, akzentuiert durch Kontusion der Wirbelsäule bei Sturz 1994
- Status nach Operation einer Diskushernie C5/6 mediolateral Mai 2002 (ventrale Nukleotomie und Spondylodese)
- Handgelenksarthrose rechts bei Status nach arthroskopischer Synovektomie und Débridement wegen posttraumatischer Skaphoidnekrose im Dezember 1997
- Chronifiziertes Schmerzsyndrom
In seiner Beurteilung ging er davon aus, der Beschwerdeführer präsentiere im Beurteilungszeitpunkt das klinische Bild einer sekundären Fibromyalgie mit typischen Tenderpoints, rascher Ermüdbarkeit und einem generalisierten chronischen Schmerzsyndrom. Nachdem anamnestisch bereits erste Lumbalgien bestanden hätten, habe sich im Anschluss an eine Wirbelsäulenkontusion 1994 durch einen Sturz auf einer Treppe ein lumbospondylogenes Syndrom entwickelt, das in der Folge nie mehr richtig abgeheilt sei. Verschiedene ambulante und stationäre Therapieversuche seien gescheitert. Die zuletzt im Jahre 1995 ausgeübte berufliche Tätigkeit als Mitarbeiter in einer Garage, bei welcher der Beschwerdeführer körperlich leichtere Arbeiten und Fahrdienste habe leisten müssen, habe dieser wegen des Gefühls der Überforderung infolge Schlafstörungen aufgeben müssen. Seither habe er nie mehr gearbeitet und die im Gutachten der Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals T._ festgestellte Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % in einer körperlich leichten und angepassten Tätigkeit sei - auch nicht versuchsweise - nie mehr realisiert worden.
Nachdem bereits im jungen Erwachsenenalter unfallbedingt eine Operation am rechten Handgelenk durchgeführt worden sei, habe der Verlauf im Anschluss an den Unfall von 1994 schliesslich eine arthroskopische Revision im Dezember 1997 erfordert (Urk. 8/30 S. 8 Ziff. 4.1). Es bestehe hier eine posttraumatische Arthrose mit unfallbedingter Teilinvalidität. Prognostisch sei nach Ansicht der Handchirurgen die Entwicklung einer schweren Handgelenksarthrose zu erwarten.
Der komplexe weitere Krankheitsverlauf sei durch eine zervikale Diskushernie im Segment C5/6 links geprägt gewesen, die nach anfänglichen wechselnden spondylogenen Symptomen schliesslich ein radikuläres Symptom verursacht habe und die im Mai 2002 erfolgreich operiert worden sei. Infolge dieser multiplen Leiden habe sich die sekundäre Fibromyalgie mit Myalgien und rascher Ermüdbarkeit entwickelt, deren klinische Symptomatik im Beurteilungszeitpunkt im Vordergrund stehe. Zusätzlich bedinge das passive und regressive Verhalten des Beschwerdeführers ohne Anwendung einer aktiven Copingstrategie eine generelle Dekonditionierung, und es müsse trotz ordentlich ausgebildeter Muskulatur auch eine muskuläre Dekonditionierung mit entsprechender Leistungsminderung angenommen werden. Dadurch und auch im Rahmen der ungünstigen, krankheitsfremden Rahmenbedingungen sei die Ausbildung des chronischen Schmerzsyndroms zu sehen (Urk. 8/30 S. 8 Ziff. 4.1).
Im Vergleich zu den Untersuchungsbefunden der Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals T._ vom Juli 2000 bestehe im Beurteilungszeitpunkt eine ausgeprägte Fibromyalgie, entsprechend der Verlaufsschilderung von PD Dr. F._. Bei dem langjährigen Verlauf und nach dem Sistieren jeder Schmerzmedikation und ohne Einsatz einer schmerzmodulierten Therapie in Form eine Antidepressivums sei im Beurteilungszeitpunkt von einem chronifizierten und auch zentralisierten Schmerzsyndrom auszugehen. Die optimistische Einschätzung einer Steigerungsfähigkeit der Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % in einer körperlich leichten, angepassten Tätigkeit habe sich leider nicht erfüllt. Eine die Arbeitsfähigkeit vermehrt kompromittierende Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Juni 2001 sei indessen durch die objektiven rheumatologischen Befunde schwerlich zu substantiieren. Nach wie vor sei die Arbeitsfähigkeit klar durch die deutlich reduzierte Belastbarkeit des durch die posttraumatische Arthrose veränderten rechten Handgelenks ausgewiesen. Körperlich schwere Arbeiten seien auch wegen der eingeschränkten Belastbarkeit der Wirbelsäule bei leichter Fehlform mit Flachrücken und Skoliose sowie chronischem lumbospondylogenem Syndrom ausgeschlossen. Eine körperlich leichte, behinderungsangepasste Tätigkeit mit insbesondere angepasster Einschränkung der Belastung für die rechte Hand sei aus rheumatologischer Sicht nicht generell ausgeschlossen. Die Fibromyalgie mit den Symptomen Schmerz und rasche Ermüdbarkeit bedinge eine vermehrte Erholungsmöglichkeit und limitiere den zeitlichen Einsatz auf schätzungsweise einen halben Tag. Eine weiter gehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei seines Erachtens aus rheumatologischer Sicht nicht begründbar, sondern allenfalls durch krankheitsfremde, widrige Begleitumstände bedingt (Urk. 8/30 S. 9 Ziff. 4.1).
Eine körperlich schwere oder mittelschwere Arbeit sei vor allem wegen des Leidens am rechten Handgelenk und des chronischen Rückenleidens definitiv nicht mehr möglich. Eine körperlich leichte Tätigkeit, mit der Möglichkeit, das rechte Handgelenk angemessen zu schonen, sei aus rheumatologischer Sicht zumutbar, wegen der Fibromyalgie mit Schmerzen und rascher Ermüdbarkeit, jedoch nur halbtags (Urk. 8/30 S. 9 Ziff. 5). In diesem Sinne seien dem Beschwerdeführer körperlich leichte, behinderungsangepasste Tätigkeiten wie eine körperlich leichte Hilfsarbeit, administrative Arbeiten in einem Garagenbetrieb oder Auto fahren aus rheumatologischer Sicht im genannten Umfang zumutbar (Urk. 8/30 S. 10 Ziff. 7.4).
Aufgrund der vorliegenden Dokumentation und der Untersuchungsbefunde im Beurteilungszeitpunkt werde der chronische Verlauf des Panvertebralsyndroms und die Entwicklung zu einer sekundären Fibromyalgie manifest. Abgeheilt sei das Zervikobrachialsyndrom links nach erfolgter Diskushernienoperation. Die im Jahr 2000 erwartete Besserungsfähigkeit habe sich nicht verwirklicht. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht objektivierbar (Urk. 8/30 S. 10 Ziff. 7.1).
2.4 Was den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers anbelangt, so ergibt der Vergleich der medizinischen Unterlagen, dass seit der Zusprechung der ursprünglichen halben Rente mit Verfügung vom 25. Juni 2001 (Urk. 8/28-29) im Vergleich zum Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Verfügungen vom 10. Juni 2005 (Urk. 8/10) beziehungsweise 5. Juli 2005 (Urk. 8/7) keine Verschlechterung eingetreten ist.
Die Beurteilung durch Dr. G._ ist für die Beantwortung dieser Frage schlüssig und nachvollziehbar. Indessen kann auf die Einschätzung durch PD Dr. F._ nicht abgestellt werden, da sie nicht zu überzeugen vermag. Insbesondere unterscheidet sich die Beurteilung durch PD Dr. F._ in den massgebenden Fragen des Beschwerdebildes und der Beurteilung, ob seit dem Jahre 2001 in gesundheitlicher Hinsicht eine Veränderung eingetreten sei, nicht von derjenigen durch Dr. G._. In diesem Sinne stellte PD Dr. F._ (vgl. Urk. 8/31/2 S. 4 Ziff. 3) im Wesentlichen dieselben Diagnosen wie Dr. G._ (vgl. Urk. 8/30 S. 7 Ziff. 4). Zudem wies Dr. G._ ausdrücklich darauf hin, dass im Vergleich zu den Untersuchungsbefunden der Ärzte der Rheumaklinik des Universitätsspitals T._ vom Juli 2000 im Beurteilungszeitpunkt eine ausgeprägte Fibromyalgie, entsprechend der Verlaufsschilderung von PD Dr. F._ bestehe (Urk. 8/30 S. 9 Ziff. 4.1). Dr. F._ führte weiter aus, dass sich betreffend der Fibromyalgie in sechs Jahren keine Verbesserung gezeigt habe (Urk. 8/31/2 S. 5 Ziff. 4) und dass von einer dauernden Beeinträchtigung auszugehen sei (Urk. 8/31/2 S. 5 Ziff. 8). Entsprechend betrachtete er den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers als stationär. Im gleichen Sinne gelangte auch Dr. G._ zum Schluss, dass das Zervikobrachialsyndrom links nach der erfolgten Diskushernienoperation abgeheilt sei und die im Jahr 2000 erwartete Besserungsfähigkeit sich nicht verwirklicht habe. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei entsprechend nicht objektivierbar (Urk. 8/30 S. 10 Ziff. 7.1).
PD Dr. F._ begründete die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % lediglich damit, dass der Beschwerdeführer verschiedene Beschwerdebilder aufweise (Urk. 8/31/2 S. 6 Ziff. 12). Das Vorliegen der Fibromyalgie hindere ihn daran, eine konstante Leistung zu erbringen, so dass er - auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit - nicht mehr arbeitsfähig sei (Urk. 8/31/2 S. 6 Ziff. 13-14 und S. 7 Ziff. 19). Dr. G._ dagegen begründete seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausführlich und in nachvollziehbarer Weise. In diesem Sinne hielt er fest, dass eine die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vermehrt kompromittierende Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Juni 2001 aufgrund der objektiven rheumatologischen Befunde schwerlich zu substantiieren sei. Nach wie vor sei diese klar durch die deutlich reduzierte Belastbarkeit des durch die posttraumatische Arthrose veränderten rechten Handgelenks ausgewiesen. Körperlich schwere Arbeiten seien auch wegen der eingeschränkten Belastbarkeit der Wirbelsäule bei leichter Fehlform mit Flachrücken und Skoliose sowie chronischem lumbospondylogenem Syndrom ausgeschlossen. Eine körperlich leichte, behinderungsangepasste Tätigkeit mit insbesondere angepasster Einschränkung der Belastung für die rechte Hand sei aus rheumatologischer Sicht nicht generell ausgeschlossen. Die Fibromyalgie mit den Symptomen Schmerz und rasche Ermüdbarkeit bedinge eine vermehrte Erholungsmöglichkeit und limitiere den zeitlichen Einsatz auf schätzungsweise einen halben Tag (Urk. 8/30 S. 9 Ziff. 4.1).
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass PD Dr. F._ der behandelnde Arzt des Beschwerdeführers ist (vgl. Urk. 9/46, Urk. 9/40/2), weshalb seine Beurteilung entsprechend mit Zurückhaltung zu berücksichtigen ist.
2.5 Damit steht fest, dass seit der ursprünglichen Zusprache einer halben Rente ab 1. April 1997 keine neuen Befunde oder Verschlechterung der bisherigen Leiden vorliegen, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beeinträchtigen vermögen. Daher ist davon auszugehen, dass er in einer leidensangepassten, körperlich leichten Tätigkeit, mit der Möglichkeit das rechte Handgelenk angemessen schonen zu können, zu 50 % arbeitsfähig ist. Beim Ergebnis, dass keine Veränderung des Gesundheitszustandes beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit vorliegt und auch die erwerblichen Auswirkungen unverändert sind, erübrigt sich die Durchführung eines Einkommensvergleichs. Der Beschwerdeführer hat weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung.
3. Im bisherigen Verfahren wurde im Zusammenhang mit der Prüfung des Anspruches auf berufliche Massnahmen ein solcher Anspruch mit Verfügung vom 21. Januar 1999 (Urk. 9/33) verneint. Würde der Beschwerdeführer eine geeignete Arbeitsstelle suchen und wirkten sich die Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit dabei erschwerend aus, ist es ihm unbenommen, ein entsprechendes Gesuch bei der Beschwerdegegnerin zu stellen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass mangels revisionsrelevanter Veränderung des Gesundheitszustandes kein höherer Rentenanspruch besteht und dass hinsichtlich allfällig in Frage kommender beruflicher Massnahmen ein entsprechendes Gesuch an die Beschwerdegegnerin möglich ist.
Somit erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.