# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5f4a8b0d-31de-4bba-a4a5-8b5700e3659c
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
An einer Gemeindeversammlung in X wurde unter anderem beschlossen, einen Kredit für die Durchführung eines Projektwettbewerbs und die Ausarbeitung eines entsprechenden Gestaltungsplans für die Realisierung einer gemeinnützigen Wohnüberbauung auf Gemeindegrundstücken zu bewilligen.
II.
Gegen diesen Beschluss der Gemeindeversammlung gelangten A und B mit Stimmrechtsrekurs an den Bezirksrat Z und beantragten die Aufhebung des Beschlusses wegen Irreführung der Stimmberechtigten. Mit Beschluss vom 19. März 2009 trat der Bezirksrat Z auf den Stimmrechtsrekurs nicht ein mit der Begründung, der beanstandete Mangel hätte bereits in der Gemeindeversammlung gerügt werden müssen; dieser Rügepflicht seien die Rekurrenten jedoch nicht nachgekommen, weshalb sie ihr Recht zur Erhebung eines Stimmrechtsrekurses verwirkt hätten. Soweit sich das Rechtsmittel auf die Fehlerhaftigkeit bzw. Unvollständigkeit der Abstimmungsweisung bezog, erachtete der Bezirksrat die Rechtsmittelfrist als verpasst, weil Fehler bzw. Falschaussagen in der Abstimmungsweisung innerhalb von fünf Tagen nach deren Erhalt zu rügen seien.
III.
Gegen den bezirksrätlichen Entscheid erhob A am 28. März 2009 Beschwerde an das Verwaltungsgericht.
Mit Eingabe vom 3. April 2009 verwies der Bezirksrat auf die Begründung seines Entscheids und verzichtete im Übrigen auf Vernehmlassung. Mit Beschwerdeantwort vom 20. April 2009 beantragte der Gemeinderat X, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten von A abzuweisen.
Die Kammer

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss § 43 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) war die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen Anordnungen auf dem Gebiet von Wahlen und Abstimmungen unzulässig. Mit Inkrafttreten der Rechtsweggarantie per 1. Januar 2009 ist das Verwaltungsgericht kantonal zweit- und letztinstanzlich nunmehr auch für Beschwerden gegen Anordnungen auf dem Gebiet von Wahlen und Abstimmungen zuständig (vgl. Art. 86 Abs. 2 f. und Art. 88 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 130 Abs. 3 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110); BGr, 12. März 2009, 1C_467/2008, E. 1.3 mit Hinweisen, www.bger.ch; zum Ganzen auch VGr, 30. April 2009, VB.2009.00055, E. 1.2 Abs. 2 f., www.vgrzh.ch).
1.2