# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 608d2cfe-da5d-44da-9846-aba0bdd0a8b5
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. Die Strafkammer des Bundesstrafgerichts sprach A. mit Entscheid vom 3. März 2008 (Geschäftsnummer SK.2007.17) der mehrfachen qualifizierten  gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 4 in Verbindung mit Ziff. 2 lit. a BetmG schuldig und verurteilte ihn zu einer  von 2 Jahren und 5 Monaten. Rechtsanwalt B. wurde für die amtliche Verteidigung eine Entschädigung von Fr. 52'377.90 (inkl. MWST) zugesprochen (Ziff. II./7 des Urteilsdispositivs).
B. B. erhob gegen diesen Entscheid Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht und beantragte, Ziffer II./7 des Dispositivs sei aufzuheben und die Vorinstanz , ihn für die amtliche Verteidigung von A. mit 63'123.85 Franken zu  oder die Sache eventuell an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Anweisung, sein Honorar unter Beachtung seines Anspruchs auf rechtliches  neu festzusetzen (cl. 31 pag. 31.520.14 ff.).
C. Mit Urteil vom 12. Mai 2009 (Geschäftsnummer 6B.136/2009) hiess die  Abteilung des Bundesgerichts die Beschwerde von B. gut. Sie hob den  vom 3. März 2008 in Bezug auf die Festsetzung der Anwaltsentschädigung gemäss Ziff. II./7 des Urteilsdispositivs auf und wies die Sache zu neuem  an die Vorinstanz zurück (cl. 31 pag. 31.100.1 ff.).
D. Die Strafkammer setzte nach Eingang des Rückweisungsentscheids das  in bisheriger Besetzung unter der neuen Geschäftsnummer SK.2009.8 fort (cl. 31 pag. 31.160.1). Von der Strafkammer zur Vernehmlassung aufgefordert, verzichtete die Bundesanwaltschaft mit Schreiben vom 30. Juni 2009 auf die  von Anträgen (cl. 31 pag. 31.510.1). B. äusserte sich fristgerecht zum Entscheid des Bundesgerichts und beantragte eine Anwaltsentschädigung in der Höhe von Fr. 63'123.85 (inkl. MWST). Zur Begründung verwies er auf den  des Bundesgerichts sowie auf seine Eingabe vom 30. April 2009 an das Bundesgericht (cl. 31 pag. 31.520.1 f.).
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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die Verfahrensakten wird,  erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Die Strafkammer erwägt:
1. Prozessuales
1.1 Gemäss Art. 107 Abs. 1 BGG darf das Bundesgericht nicht über die Begehren der Parteien hinausgehen. Das Bundesgericht darf den angefochtenen Entscheid nur in jenen Punkten überprüfen, die ausdrücklich gerügt worden sind (DONZALLAZ, Loi sur le Tribunal fédéral, Commentaire, Bern 2008, Art. 107 N. 4284). Eine  Aufhebung kann in diesem Sinne nur diejenigen Teile des Entscheides , in welchen die Beschwerde gutgeheissen wurde. Für diese Teile ist die mit der Neubeurteilung befasste Instanz an die rechtliche Beurteilung des  im Rückweisungsurteil gebunden und hat diese dem neuen Entscheid zugrunde zu legen (Urteil des Bundesgerichts 4C.46/2007 vom 17. April 2007, E. 3.1; SEILER/VON WERDT/GÜNGERICH, Handkommentar zum , Bern 2007, Art. 107 N. 9).
Das Bundesgericht hat in casu die Beschwerde von B. mit Bezug auf die  der Anwaltsentschädigung gutgeheissen und die Sache im Sinne der  zu neuer Entscheidung an die Strafkammer zurückgewiesen. Da das Bundesgericht explizit nur Ziffer II./7 des Dispositivs (Entschädigung des  Verteidigers B.) aufgehoben hat, ist der von der Strafkammer zu fällende Entscheid im Sinne der vorstehenden Erwägungen inhaltlich nur hinsichtlich der Entschädigung von B. neu zu fassen. Die Verkündigung des vollständigen  drängt sich nach dem Gesagten nicht auf, weshalb der Entscheid nur im Entschädigungspunkt betreffend B. neu verkündet wird.
1.2 Das Gesetz enthält keine Regel über das Verfahren, welches vor der Strafkammer im Falle einer Rückweisung durch die Strafrechtliche Abteilung des  stattzufinden hat. Insbesondere wird nicht zwingend eine neue  vorgeschrieben. Diese dient in erster Linie der Beweiserhebung (vgl. Art. 169 Abs. 2 BStP) und ihre Unmittelbarkeit bezweckt die originäre  Beweiswürdigung durch das erkennende Gericht (in diesem Sinne HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 51 N 10; zum Ganzen Entscheid TPF SK.2005.5 vom 19. Oktober 2005, E. 1.3). Entsprechend ist nach einer Rückweisung eine neue Hauptverhandlung
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vor allem dann durchzuführen, wenn neue Sachverhaltselemente abgeklärt  müssen. Das ist vorliegend nicht der Fall.
1.3 Die Parteien hatten Gelegenheit, sich hinsichtlich der neuen Entscheidung  zu äussern; das rechtliche Gehör ist ihnen auf diese Weise gewährt worden. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 6B.200/2009 vom 27. August 2009, E. 2 und 3 dieses Vorgehen als gesetzeskonform bezeichnet.
1.4 Die Akten des Verfahrens SK.2007.17 bilden zusammen mit den Eingaben der Parteien die Grundlage für die Neuentscheidung.
2. Entschädigung
2.1 Die Entschädigung der amtlichen Verteidiger wird durch das Gericht festgesetzt (Art. 38 Abs. 1 BStP). Sie umfasst das Honorar und den Ersatz der notwendigen Auslagen (Art. 2 Abs. 1 des Reglements über die Entschädigungen in Verfahren vor Bundesstrafgericht; SR 173.711.31). Bei der Beurteilung der konkreten  ist auf die Umstände des Einzelfalles abzustellen. Obwohl die  des amtlichen Anwalts gesamthaft gesehen angemessen sein muss, darf sie tiefer angesetzt werden als bei einem privaten Rechtsanwalt. Sie ist  so zu bemessen, dass es den Rechtsanwälten möglich ist, einen  – nicht bloss symbolischen – Verdienst zu erzielen (BGE 132 I 201 E. 7.3.4 und E. 8.5 ff. S. 209 ff.). Dem Bundesstrafgericht kommt bei der Bemessung der Entschädigung des amtlichen Verteidigers ein erheblicher Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesgerichts 6B.136/2009 vom 12. Mai 2009, E. 2.2).
2.2 Rechtsanwalt B. macht für die amtliche Verteidigung von A. einen Aufwand von insgesamt Fr. 63'123.85 geltend (cl. 30 pag. 30.722.2 ff.). Den in der Honorarnote ausgewiesenen Arbeitsaufwand von 243 Stunden begründet er im Wesentlichen mit den zahlreichen Einvernahmen (16) und Gefangenenbesuchen (11) in Z. Da seine Kanzlei in Zürich liege, sein Mandant jedoch in Z. inhaftiert und  worden sei, habe dies einen erheblichen Reiseaufwand zur Folge gehabt (cl. 30 pag. 30.722.2 ff.; cl. 31 pag. 31.520.01; pag. 31.520.16 ff.). Es sind keine Hinweise aktenkundig, die diesen Zeitaufwand als ungerechtfertigt erscheinen lassen, weshalb B. hierfür zu entschädigen ist. Dasselbe gilt für die geltend  Spesen und Auslagen. Gemäss ständiger Praxis des  wird die Reisezeit des amtlichen Verteidigers, ausser in begründeten , nur zu einem Stundenansatz von Fr. 200.– vergütet (Entscheide des Bundesstrafgerichts SK.2008.14 vom 9. Dezember 2008, E. 8.2; SK.2008.12 vom 5. November 2008, E. 9.3; SK.2008.3 vom 8. Januar 2009, E. 9.2). Die Reisezeit von der Kanzlei des amtlichen Verteidigers in Zürich zum Gefängnis in Z. und zu-
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rück dauert rund 2.5 Stunden. Bei 27 Besuchen in Z. beläuft sich die  somit auf 67.5 Stunden. Werden diese zu einem Ansatz von Fr. 200.–  der geltend gemachten Fr. 230.– vergütet, ergibt sich daraus eine Reduktion des Aufwands von insgesamt Fr. 2’025.–. Die Honorarforderung von B. in der  von Fr. 63'123.85 ist nach dem Gesagten um diesen Betrag zu kürzen. B. hat ferner Anspruch auf Erstattung seines Aufwands während der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. In Anbetracht der von ihm auch in  Antrag vom 29. Juni 2009 (cl. 31 pag. 31.520.1) anbegehrten  von Fr. 63'123.85 (inkl. MWST) und in Berücksichtigung des Umstands, dass er für die Hauptverhandlung keinen Aufwand selber errechnet, rechtfertigt es sich, Honorar und Spesen für die Hauptverhandlung mit Fr. 2'025.– zu vergüten, so dass die Entschädigung insgesamt Fr. 63'123.85 (inkl. MWST) beträgt. Bereits geleistete Akontozahlungen sind in Abzug zu bringen. Wenn der Verurteilte A. später dazu imstande ist, hat er der Kasse des Bundesstrafgerichts für den  Ersatz zu leisten.
3. Kosten
A. hat die vorliegende Neubeurteilung, welche das Urteil des Kassationshofs  macht, nicht zu verantworten. Folglich werden für dieses Verfahren keine Kosten erhoben.
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