# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 03688d91-cb84-4f86-a04a-9e820d022e0e
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

um die Weiterführung des Verfahrens U 17 79 (vgl. dort zum Sachverhalt
und zur bisherigen Prozessgeschichte bezüglich derselben
Anwaltsprüfung).
2. In den Erwägungen seines Urteils hielt das Bundesgericht u.a. fest: Bei
Prüfungsentscheiden komme die Behörde (hier Aufsichtskommission über
die Rechtsanwälte des Kantons Graubünden und Beschwerdegegnerin im
Verfahren U 17 79) ihrer Begründungspflicht nach, wenn sie der
Betroffenen – allenfalls auch nur mündlich – kurz darlege, welche
Lösungen bzw. Problemanalysen von ihr erwartet worden wären und
inwiefern ihre Antworten nicht zu genügen vermocht hätten. Es genüge,
wenn sie die Begründung im Rechtsmittelverfahren liefere und die
Betroffene Gelegenheit erhalte, in einem zweiten Schriftenwechsel dazu
Stellung zu nehmen. Die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
stelle – wie auch der überspitzte Formalismus – eine formelle
Rechtsverweigerung dar (E.3.1 in fine). Die Mitteilung (der
Aufsichtskommission) an die Beschwerdeführerin vom 24. Mai 2017,
wonach sie in der schriftlichen Prüfung nicht die erforderliche Note für die
Zulassung zur mündlichen Prüfung erreicht habe, habe keine Begründung
im Sinne einer kurzen Erläuterung enthalten, was erwartet worden sei und
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inwiefern diese Anforderungen unerfüllt geblieben seien, und es sei auch
keine Angabe der erzielten Note erfolgt (E.4.1). Die Vorinstanz (das
Verwaltungsgericht) habe weder Erwägungen zu einer
Beschwerdeeinreichung bei der unzuständigen Behörde angestellt, noch
habe sie die Frage der Gehörsgewährung nach erfolgter Begründung des
Prüfungsentscheides thematisiert (E.4.1 am Ende). Für die
Beschwerdeführerin sei angesichts der unklaren gesetzlichen Regelung
ohne Konsultierung der Rechtsprechung nicht zweifelsfrei erkennbar
gewesen, dass mit der Zustellung der Mitteilung vom 24. Mai 2017 die Frist
für die Anfechtung des Prüfungsentscheides zu laufen begonnen habe
(E.4.2 in fine). Die Beschwerdeführerin sei davon ausgegangen, der
Prüfungsentscheid enthalte keine Begründung, zumal ihr die Noten nicht
eröffnet worden seien. Sie habe sich daher umgehend bei der verfügenden

## Considerations