# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 83725d21-201f-4cde-918a-3c020f6b237e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren
1965,
war letztmals
vom Februar 2003 bis Februar 2004 im Rahmen eines
beruflichen und sozialen Integration
sprogramms beim
Y._
,
Z._
,
erwerbstätig
(
Urk.
8/5)
, als sie
sich unter Hinweis auf
einen Auffahrunfall vom 23. Januar 2016 (Urk.
8
/2 Ziff. 6.1) am 6. Februar 2017
bei der Invali
den
versicherung zum
Leistungsbezug anmel
dete. Mit Mitteilung vom 27. März 2017 (Urk.
8
/12) stellte die Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
, fest, dass gegenwärtig keine Ein
gliederungsmassnahmen durchgeführt werden könnten.
Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8
/16, Urk.
8
/
20 und
Urk.
8/28
)
qualifizierte
die IV-Stelle
die Versicherte
mit Verfügung vom 30. Oktober 2017 (Urk.
8/30
)
als voll
umfänglich im anerkannten Aufgabenbereich Haushalt Tätige und stellte
fest, dass
eine Arbeitsunfähigkeit im Haushalt
lediglich
in der
Zeit vom 23. Januar bis 31. Dezember 2016
bestanden habe
,
weshalb mangels Erfüllung
des gesetzlichen Wartejahres
ein
Rentenanspruch
nicht ausgewiesen sei
.
In Gutheissung der von der Versicherten am 3
0.
November 2017 dagegen erho
benen Beschwerde (
Urk.
8/32/3-8) hob das hiesige Gericht die angefochtene
Verfügung vom 3
0.
Oktober 2017
mit Entscheid vom 2
6.
Juni 2018 (Prozess Nr. IV.2017.01309;
Urk.
8/34) auf und wies die Sache zu ergänzender Abklärung des Sachverhalts
und neuer Verfügung über den Rentenanspruch der Versicherten
an die IV
-Stelle zurück.
1.2
In Nachachtung des Urteils vom 2
6.
Juni 2018 (
Urk.
8/34) liess die IV-Stelle die Versicherte
polydisziplinär (internistisch, neurologisch, orthopädisch und psychi
atrisch) begutachten (Gutachten vom
6.
Juni 2019;
Urk.
8/54/1-108) und veran
lasste eine Abklärung vor Ort im Haushalt der Versicherten (Bericht vom
2.
September 2019;
Urk.
8/56). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/58,
Urk.
8/61)
qualifizierte die IV-Stelle die Versicherte mit Verfügung vom
4.
November 2019
(
Urk.
8/
64 =
Urk.
2
) als in vollzeitlichem Umfang
Erwerbstätige
und stellte fest, dass
ab März 2016 eine Arbeitsunfähigkeit als Mit
arbeiterin einer Velostation im Umfang von 25
%
bestanden habe,
und
dass der Versicherten die Ausübung einer angepassten Tätigkeit im Umfang eines vollzeit
lichen Arbeitspensums zuzumuten
sei, weshalb ein Rentenanspruch
der Versi
cherten mangels Erfüllung des gesetzlichen Wartejahres zu verneinen sei
(S.
2).
2.
Gegen die Verfügung
vom
4.
November 2019
(
Urk. 2
) erhob
die
Versicherte am
2.
Dezember 2019 (vgl.
Urk.
8/71/2)
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte
sinnge
mäss
, diese sei aufzuheben
, es sei der Sachverhalt ergänzend abzuklären und es sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen
.
Die Versicherte reichte ihre Beschwerde bei der IV-Stelle ein, welche
diese am
6.
Dezember 2019 an das hiesige Gericht überwies (
Urk.
4).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
7.
Januar 2020
(Urk.
7
) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, wovon der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
6.
März 2020
(Urk.
9
) Kenntnis gegeben wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1
.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Januar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen).
1.4
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und all
fälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemesse
n werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E.
7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressi
ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als
chronifiziert
gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk
turierten Bew
eisverfahrens (BGE 143 V 409 E.
4.5.3; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_580/20
17 vom 16. Januar 2018
E. 3.1).
1
.5
Hinsichtlich des Beweis
wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun
gen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging
in der angefochtenen
Verfügung vom
4.
November 2019 (
Urk.
2)
davon aus, dass die Beschwerdeführerin
vollumfänglich
als
Erwerbstätige
zu qualifizieren sei und dass
ab März 2016
lediglich
eine Arbeits
unfähigkeit als Mitarbeiterin einer Velostation im Umfang von 25
%
bestanden habe, weshalb
ein Rentenanspruch
der
Beschwerdeführerin mangels der dafür
vorausgesetzten durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahrs
(
nach
Art.
28 Abs.
1
lit
. b IVG
) nicht ausgewiesen sei.
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte
hiegegen
vor, dass sie sich vollumfänglich psychisch und physisch geschädigt fühle, weshalb ein Rentenanspruch zu bejahen sei
(
Urk.
1
).
3.
3.1
Im Folgenden gilt es die für die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medizinische Aktenlage zu prüfen
:
3.2
Dr. med. A._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, stellte in seinem Bericht vom 14. April 2016 (Urk.
8
/14/6-7) die folgende Diagnose (S. 1):
-
subakromiales
Impingement
rechts bei AC-Gelenksarthrose, aktiviert durch den Verkehrsunfall vom 23. Januar 2016
Er erwähnte, dass die vorbestehende AC-Gelenksarthrose durch die Traumati
sie
rung aktiviert worden sei, und dass die Traumatisierung das
subakromiale
Impin
gement
verursacht habe. Angezeigt sei gegenwärtig eine physiothera
peuti
sche Behandlung sowie allenfalls eine Steroidinfiltration des
Subakromial
raumes
und der Bursa, wobei letztere Behandlungsmöglichkeit von der Beschwerde
führerin abgelehnt werde. Bei einem Versagen aller konservativen Behandlungen sei eine Operation im Sinne einer
Defilée
-Erweiterung in Betracht zu ziehen (S. 2).
In seinem Bericht vom 17. Oktober 2016 (Urk.
8
/14/1) stellte Dr.
A._
die fol
gende Diagnose:
-
Lumboischialgie
rechts bei Diskushernie L4/5 mit Nervenwurzel
kompres
sion
Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin gegenwärtig unter Beschwerden im Bereich des rechten Fusses, welche von der Diskushernie L4/5 mit Nervenwurzel
kompression ausgelöst worden seien, leide. Diesbezüglich sei eine Infiltration angezeigt. Bezüglich der Beschwerden im Bereich der rechten Schulter sei zwi
schenzeitlich eine deutliche Besserung eingetreten.
In seiner Stellungnahme vom 29. November 2017 (Urk.
8/32/16
) stellte
Dr.
A._
fest, dass er die Durchführung einer ärztlichen Begutachtung empfehle,
und
dass er das Erreichen einer vollen Arbeitsfähigkeit nicht für möglich erachte.
3.3
Mit
Radiologiebericht
vom 13. September 2016 (Urk.
8
/14/2-3) erkannten die Ärzte des
B._
, dass eine am 12. Sep
tember 2016 durchgeführte MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) der Beschwerde
führerin degenerative Veränderungen im Sinne von
Osteochondrosen
,
Spon
dyl
arthrosen
und
Spondylosis
deformans
sowie eine Diskushernie L4/5 mit Kom
pression der Nervenwurzel L5
rezessal
rechts ergeben habe (S. 1).
3.4
Dr. med. C._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
, stellte in ihrem Bericht vom 14. März 2017 (Urk.
8
/9) die folgenden Diagnosen (Ziff. 1.1):
-
chronische
Lumboischialgie
, seit vielen Jahren, mit/bei:
-
Diskushernie L4/5 mit Nervenwurzelkompression,
aggraviert
nach Auf
fahrunfall vom Januar 2016, seither
Panvertebralsyndrom
-
chronische Schulterschmerzen mit/bei:
-
AC-Gelenksarthrose
-
subakromialem
Impingement
, aktiviert nach Auffahrunfall vom Januar 2016
-
depressives Zustandsbild, seit Januar 2016
Die Ärztin führte aus, dass die Beschwerdeführerin unruhig sei und nicht einmal fünf Minuten sitzen könne, dass sie ihren Rücken nicht belasten könne, dass sie keine Lasten tragen könne, und dass sie in psychischer Hinsicht durch eine reak
tive depressive Störung beeinträchtigt werde (Ziff. 1.7). Die Beschwerdeführerin sei Hausfrau und verfüge über fast keine Kenntnisse der deutschen Sprache (Ziff. 1.8). Der Haushalt werde gegenwärtig durch ihre restliche Familie besorgt (Ziff. 1.7). Die
Ausübung behinderungsangepasster, wechselbelastender Tätigkei
ten, «ohne Belastung», sei ihr seit Januar 2016 zuzumuten gewesen (
Beiblatt;
Urk. 7/9/5).
In
ihrer Stellungnahme vom 14. November 2017 (Urk.
8/32/15
)
führte
Dr.
C._
aus, dass
die
in ihrem Bericht vom 14. März 2017
enthaltene Beurtei
lung, wonach
der Beschwerdeführerin die Ausübung wechselbelastender Tätig
keiten «ohne Belastung» zuzumuten sei
,
die Bedeutung zu
komme
, dass die Beschwerdeführerin
an
dauernd ihre Position zwischen Sitzen, Stehen und Gehen wechseln müsse. Von einer Arbeitsfähigkeit könne nicht ausgegangen werden, da die Beschwerdeführerin nicht einmal bei der Besorgung ihres Haushaltes mitzu
helfen vermöge. Selbst in Bezug auf leichte, behinderungsangepasste Tätigkeiten bestehe keine
Arbeitsfähigkeit und es
sei eine ärztliche Begutachtung angezeigt.
3.5
RAD-Arzt Dr. med.
D._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, stellte in seiner auf Grund der Akten verfassten Stellungnahme vom 14. August 2017 (Urk.
8
/15/3-4) fest, dass die Beschwerdeführerin als Hausfrau im Haushalt bei Verrichtungen, welche repeti
tive Überkopfarbeiten, Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten, häufiges Treppen
steigen, wirbelsäulenbelastende Zwangshaltungen, Bücken, Hocken, Kauern, Knien, häufige Rumpfrotationen und häufiges Gehen beinhalten, eingeschränkt sei. Der Beschwerdeführerin sei indes die Ausübung leichter, wechselbelastender und rückenschonender Tätigkeiten zuzumuten. Als Hausfrau habe im Aufgaben
bereich des Haushalts seit dem Unfall vom 23. Januar bis Ende Dezember 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestan
den. Gemäss dem Bericht von Dr.
C._
(vom 14. März 2017) habe ab Beginn des Monats Januar 2017 erneut eine uneingeschränkte Arbeits
fähigkeit bestanden. Dass Dr.
C._
den Beginn der Arbeitsfähigkeit in ihrem Bericht mit «1/16» umschrieben habe, stelle einen Schreibfehler dar. Des Gleichen habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in einer angepassten Tätigkeit gemäss dem Belastungsprofil vom 23. Januar bis Ende Dezember 2016 bestanden. Für die Zeit ab Januar 2017 sei von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in Bezug auf behinderungsangepasste Tätig
keiten auszugehen (S. 2).
3.6
Dr.
C._
stellte in ihrem Bericht vom 1
3.
November 2018 (
Urk.
8/40) die folgenden Diagnosen (
Ziff.
1.2):
-
lumbospondylogenes
(LSS) und
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom (LRS) im Bereich S1 rechts mit/bei:
-
Diskusprotrusion
LWK 4/5 (Differentialdiagnose: Schmerzausweitung)
-
Gonarthrose linksbetont
-
subacromiales
Impingement
und
bursitis
subacromialis
-
Knochensporn, AC-Gelenkarthrose im Bereich der rechten Schulter
-
Diabetes mellitus 2
-
Depression
-
leichte Anämie, Hypercholesterinämie
Die Ärztin erwähnte, dass die Beschwerdeführerin keine Haushalttätigkeiten mehr ausführe, und dass ihre Familienangehörigen die Haushaltführung übernommen hätten (
Ziff.
2
.1) und nannte folgende, die Krankheit aufrechterhaltende Fakto
ren:
Die Beschwerdeführerin sei der deutschen Sprache nicht mächtig
. Sie sei in der Schweiz nicht integriert; ihr Ehegatte sei auch krank und sie
zeichne sich durch
einen
«
schlechten sozialen Status
»
aus
(
Ziff.
4.4).
3.7
Die Ärzte der
E._
, Rheumatologie und Physikalische Medizin, erwähnten im Austrittsbericht vom
4.
Januar 2019 (
Urk.
8/44/1-3), dass die Beschwerdeführerin vom
4.
bis 2
3.
Januar 2019 hospitalisiert gewesen sei und stellten die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
akute Exazerbation
eines
chronisch
lumbospondylogenen
Schmerzsyn
droms mit
lumboradikulärem
Reizsyndrom L5 links
mit/bei:
-
Exazerbation seit Oktober 2018
-
Magnetresonanztomographie (MRI)
der
LWS (Lendenwirbelsäule)
vom September 2018: minimale
Diskusprotrusion
L3/L4 und L4/L5 mit
Anulus
fibrosus
-Riss
-
MRI der LWS vom Januar 2019:
neu abgrenzbare linkslaterale Band
scheibenextrusion L4/5 im Rahmen einer vorbestehenden
Bandschei
benprotrusion
mit
Anulus
fibrosus
-Riss sowie
mit
Kompression der Nervenwurzel L5 links
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
Adipositas Grad 2
-
Harnwegsinfekt
-
Vitamin D-Mangel
-
leicht erhöhte Transaminasewerte
Die Ärzte erwähnten, dass unter etablierter Therapie keine wesentliche Besserung der Beschwerden habe erreicht werden können. Bei auffallender muskulärer
Dekonditionierung
sei die Weiterführung einer intensiven aktiven Physiotherapie sowie eine Gewichtsreduktion indiziert (S. 3).
3.8
Die Ärzte der
Medas
F._
, erwähnten in ihrem polydisziplinären Gutachten vom
6.
Juni 2019 (
Urk.
8/54/1-108), dass die Beschwerdeführerin am
1.
Mai 2019 internistisch, orthopädisch und psychiatrisch sowie am 1
4.
Juni 2019 neurologisch untersucht worden sei, dass zusätzlich Röntgen- und Laboruntersuchungen, ein
Arthro
-MRI der rechten Schulter, eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) sowie eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt worden seien (Urk. 8/54/30-31) und stellten die folgenden Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/54/34-35):
-
Partialruptur der
Subscapularissehne
und
Impingement
mit Bursitis
subacromialis
bei
Acromioclavicuolargelenksarthrose
rechts
-
Pseudolumboischialgie
links bei Diskushernie L4/5 mit Kompression der Nervenwurzel L5 links
Die Gutachter erwähnten, dass die anlässlich der körperlichen Untersuchung ver
mutete erhebliche Symptomausweitung anlässlich der EFL bestätigt worden sei (
Urk.
8/54/35).
Auf Grund einer Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der physischen Leistungstests im Rahmen der durchgeführten EFL für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nicht ver
w
ertbar, weshalb die Beurteilung der Zumutbarkeit primär gestützt auf medizi
nisch-theoretischen Überlegungen
erfolgt sei
(
Urk.
8/54/41).
Di
e orthopädische Begutachtung habe
ergeben, dass
die Beschwerdeführerin bei der Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin einer Velostation, bei welcher es sich um körperlich leichte aber überwiegend stehend und gehend aus
zuführende Tätigkeit gehandelt habe,
insbesondere
beim Stehen und Gehen sowie beim Vorneigen beeinträchtigt sei (
Urk.
8/54/18), weshalb ihr
seit März 2016
die Ausübung der bisherigen Tätigkeit
zwar
im vollzeitlichen
Umfang, aber lediglich
bei
einer
eingeschränkter Leistungsfähigkeit beziehungsweise bei einem einge
schränkten Rendement im Umfang von 25
%
und damit insgesamt im Umfang eines Arbeitspensums von 75
%
noch
zuzumuten sei (
Urk.
8/54/27). Demgegen
über sei
der Beschwerdeführerin die Ausübung angepasster, körperlich leichter Tätig
keiten in temperierten Räumen, welche a
bwechselnd stehend und sitzend
ausgeführt werden
, ohne häufige inklinierte,
reklinierte
oder rotierte Körperhal
tungen
,
und ohne Arbeiten über der Horizontalen
,
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten (Urk. 8/54/28). Die internistische
Begutachtung habe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Mitar
beiterin einer bewachten Velostation beziehungsweise als Verkäuferin von Vignetten ergeben (Urk. 8/54/58).
Die im Rahmen der neurologischen Begutach
tung veranlasste elektrophysiologische Untersuchung habe keine Hinweise für eine Polyneuropathie im Bereich der unteren Extremitäten und keine Hinweise für neurogene
Veränderungen im Bereich der L5-
innervierten Muskulatur links ergeben. Bei fehlenden fokal neurologischen Defiziten ohne Hinweise
auf
eine spinale,
radikuläre
oder peripher neurologische Ausfallsymptomatik
seien keine neurologischen
Diagnosen
zu stellen
(Urk
.
8/54/72).
Die Gutachter erwähnten, dass
die
psychiatrische Begutachtung keine die Arbeits
fähigkeit beeinträchtigende psychiatrische Diagnosen ergeben habe und diagnos
tizierten Anpassungs
störungen mit längerer depressiver Reaktion
, welche
die Arbeitsf
ähigkeit nicht beeinträchtigten
(
Urk.
8/54/98). Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin in der Schweiz schlecht integriert sei, dass
keine Persönlich
keitsstörung zu diagnostizieren sei
,
und dass
lediglich von einer leichten psychi
schen Beeinträchtigung
auszugehen sei. Die Kriterien für die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung seien nicht erfüllt. Es sei jedoch von einer psychogenen Überlagerung der körperlichen Beschwerden durch eine Fehlverarbeitung des Verkehrsunfalls vom Januar 2016 auszugehen. Obwohl die Beschwerdeführerin ein
klagsames
Verhalten und ein demonstratives Hinweisen auf Beschwerden gezeigt habe, fehlten eindeutige Hinweise auf eine Aggravation oder einen sekundären Krankheitsgewinn (
Urk.
8/54/101). Die psychosozialen Faktoren im Sinne von Arbeitslosigkeit, fehlendem Einkommen, mangelnder Deutschkenntnisse und mangelnde
r
soziale
n
Integration wirkten sich ungünstig auf die Anpassungss
törungen aus. Daneben verfüge die Beschwerdeführerin über vorhandene und mobilisierbare Ressourcen mit aufrechter Paarbeziehung, ohne familiäre Probleme und mit guten Kontakten zu ihren Kindern, Familienangehö
rigen und Bekannten (
Urk.
8/54/102). Die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden seien weitgehend konsistent und plausibel (
Urk.
8/54/104).
Der Beschwerdeführerin sei aus
psychiatrischer Sicht
die
Ausübung der bisherigen Tätigkeit ohne Einschränkungen im vollzeitlichen Umfang zuzumuten
und es sei davon auszugehen, dass die
Arbeitsfähigkeit
aus psychischen Gründen
nie ein
geschränkt gewesen
sei
(
Urk.
8/54/106).
3.9
Dr.
D._
nahm in seiner Stellungnahme vom 2
5.
Juli 2019 (
Urk.
8/57/4-5) zum
Gutachten
der Ärzte des
F._
vom
6.
Juni 2019
Stellung und führte aus, dass dieses
die gestellten Fragen umfassend
beantworte
, die
g
eklagten Beschwerden
berücksichtige
, in Kenntnis und in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
erstellt
worden sei
und in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuch
tend
sei, weshalb darauf abgestellt
werden könne. Gestützt darauf sei von folgen
den
Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 1)
:
-
Partialruptur der
Subscapularissehne
und
Impingement
mit Bursitis
subacromialis
bei
Acromioclaviculargelenksarthrose
rechts
-
Pseudolumboischialgie
links bei Diskushernie L4/5 mit Kompression der Nervenwurzel L5 links
Daneben sei von folgenden
Diagnosen ohne dauerhafte Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit auszugehen
:
-
Senk-/Spreizfüsse
-
A
dipositas
Die Ausübung k
örperlich mittelschwere
r
bis schwere
r
Tätigkeiten in kalter und feuchter Umgebung, primär sitzend oder stehend, mit häufig inklinierten,
rekli
nierte
n
und rotierten Körperhaltungen sowie
Arbeiten über der Horizontalen
seien der Beschwerdeführer
nicht mehr vollumfänglich
zuzumuten. Demgegen
über sei der Beschwerdeführerin die Ausübung l
eichte
r
, wechselbelastende
r
Tätigkeiten, ohne häufig inklinierte,
reklinierte
und rotierte Körperhaltungen, ohne Arbeiten über der Horizontalen, ohne Tätigkeiten i
n kalter und feuchter Umgebung ohne Einschränkungen, im vollzeitlichen Umfang zuzumuten.
In der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin einer Velostation sei von einer Arbeitsun
fähigkeit im Umfang von 25
%
ab März 2016
auszugehen. In Bezug auf eine behinderungsangepasste Tätigkeit habe bisher nie eine Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 1).
3.10
Dr.
C._
erwähnte in ihrer Stellungnahme vom 2
4.
November 2019 (
Urk.
8/70/3), dass sie davon ausgehen, dass die Beschwerdeführerin auch in psy
chischer Hinsicht ni
cht
arbeitsfähig sei. Sie habe
die Beschwerdeführerin an
einen
albanisch sprechende
n
Psychiater
beim
G._
überweisen wollen. Eine Behandlung
durch diesen
habe jedoch
mangels freier Kapazitäten
nicht aufgenommen werden können
.
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass
die Beschwerdefüh
rerin in somatischer Hinsicht unter einem
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom mit
lumboradikulärem
Reizsyndrom L5 links
(vorstehend E. 3.7) beziehungsweise unter einer
Pseudolumboischialgie
links bei Disku
she
rnie L4/5 mit Kompression der Nervenwurzel L5 links
(vorstehend E. 3.8) und unter den Folgen einer
Parti
alruptur der
Subscapularissehne
und
Impingement
mit Bursitis
subacromialis
bei
Acromioclavicuolargelenksarthrose
rechts
litt. Während
Dr.
C._
in ihrem Bericht vom 14. März 2017 (vorstehend E.
3.4
) davon ausging, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung behinderungsangepasster, wechselbelastender Tätigkei
ten seit Januar 2016 zuzumuten
sei, hielt sie in
ihrer Stellungnahme vom 14. November 2017 (
vorstehend E.
3.4
)
fest, dass die Beschwerdeführerin
an
dau
ernd ihre Position zwischen Sitzen, Stehen und Gehen wechseln müsse
, weshalb
ihr
selbst die Ausübung körperlich
leichte
r
, behinderungsangepasste
r
Tätigkeiten
nicht mehr zuzumuten sei. Demgegenüber gingen die Gutachter des
F._
in ihrem
Gutachten vom
6.
Juni 2019 (
vorstehend E.
3.8
)
davon aus
, dass
die
Beschwerdeführerin
aus somatischen Gründen
ihre bisherige
Tätigkeit
ab März 2016
lediglich
noch
bei einem eingeschränkten Rendement im Umfang von 25
%
beziehungsweise
im Umfang
eines Arbeitspensums von 75
%
habe
ausüben könne
n
,
und dass ihr die Ausübung
angepasster, körperlich leichter
, wechselbe
lastender, abwechselnd stehen
d
und sitzend auszuführender
Tätigkeiten in temperierten Räumen, ohne häufige inklinierte,
reklinierte
oder rotierte Körper
haltungen und ohne Arbeiten über der Horizontalen im Umfang eines vollzeitli
chen Arbeitspensums zuzumuten sei
.
4.2
In psychischer Hinsicht ist den Akten zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bis anhin
nicht in regelmässiger psychiatrischer Behandlung stand (vorstehend E.
3.10
). Die Gutachter des
F._
gingen in ihrem
G
utachten vom
6.
Juni 2019 (vorstehend E.
3.8
)
davon aus, dass die Beschwerdeführerin
in psychischer Hin
sicht
unter
die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigende
n
Anpassungs
störungen mit längerer depressiver Reaktion
leide, und dass
psychiatrische Diagnosen
, welche geeignet wären,
die Ar
beitsfähigkeit zu beeinträchtigen,
nicht zu stellen seien.
Sie stellten sodann fest, dass der Beschwerdeführerin in
psychischer Hinsicht
sowohl die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als auch angepasster
Tätigkeiten
ohne Einschränkungen im vollzeitlichen Umfang zuzumuten sei,
wobei
die Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen
nie eingeschränkt gewesen
sei
.
4.3
4.3.1
Das Gutachten der Ärzte des
F._
vom
6.
Juni 2019
(vorstehend E.
3.8
)
erfüllt die praxisgemässen Anfor
derungen für eine beweis
kräf
tige medizinische Ent
schei
dung
sgrundlage (vgl. vor
ste
hend E.
1.5
). Denn die Gutachter, welche als Fach
ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie
,
für
Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
, für
Allgemeine
Innere Medizin und für Neurologie
über
für die Beur
teilung der psychischen und somatischen Gesund
heitsbe
einträchtigungen der Beschwer
de
führerin angezeigte fachärztliche Aus- und Weiter
bildungen verfügten,
hatten Kennt
nis sämtlicher medi
zinischer Vorak
ten, setzten sich in ange
messe
ner Weise mit den geäusser
ten Beschwerden
aus
ei
nan
der und be
gründeten
ihre
Schlussfolgerungen
in nachvoll
ziehbarer Weise
.
In inhaltlicher Hinsicht vermag insbesondere zu überzeugen, dass die Gutachter
auf
Grund einer Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz die Resul
tate der durchgeführten EFL
bei der
Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit aus somati
schen Gründen nicht
berücksichtigten und stattdessen eine medizinisch-theoreti
sche
Beurteilung der Zumutbarkeit
vornahmen.
Sodann vermag zu über
zeugen, dass die Gutachter in somatischer Hinsicht davon ausgingen, dass die Beschwer
deführerin auf Grund einer Partialruptur der
Subscapularissehne
und eines
Impingements
mit Bursitis
subacromialis
bei
Acromioclavicuolar
gelenks
arthrose
rechts ihre bisherigen Tätigkeit
ab März 2016
lediglich bei einem eingeschränkten Rendement im Umfang von 25
%
und damit
noch
im Umfang entsprechend eines Beschäftigungsgrades von
75
%
habe
ausüben könne
n
,
und
dass ihr die Ausübung angepasster, körperlich leichter Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechselnd stehend und sitzend, ohne häufige inklinierte,
reklinierte
oder rotierte Körperhaltungen und ohne Arbeiten über der Horizontalen im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums ohne Leistungseinbusse zuzumuten sei
.
4.3.2
In psychischer Hinsicht vermag zu überzeugen, dass
die Gutachter die festgestell
ten psychosozialen Faktoren
im Sinne von Arbeitslosigkeit, fehlendem Einkom
men,
mangelnden
Deutschkenntnisse
n,
mangelnder soziale
r
Integration
in der Schweiz (
und Analphabetismus
; vgl. Urk. 8/56/4)
bei der Arbeitsfähigkeitsbeur
teilung ausklammerten. Denn d
iesbezüglich gilt es zu
beachten
, dass nach der Rechtsprechung ein invalidi
sierender psychischer Gesundheitsschaden nicht vorliegt, wenn die erhobenen psychischen Befunde in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden und gleichsam in ihnen aufgehen (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 2
3.
März 2009 E. 2), und dass demzufolge auch bei einem depressiven Leiden soziale Belastungen, die direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern sind (BGE 143 V 409 E. 4.5.2).
Sodann vermag zu überzeugen, dass die
Gutachter
lediglich leichte psychische Beeinträchtigung
en
feststellten
und leidglich
die Arbeitsfähigkeit nicht beein
trächtigende Anpassungs
störungen mit längerer depressiver Reaktion
diagnosti
zierten und davon ausgingen, dass der
Beschwerdeführerin
aus psychischen Gründen
die
Ausübung der bisherigen Tätigkeit ohne Einschränkungen im vollzeitlichen Umfang zuzumuten
sei,
und dass die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
aus psychischen Gründen
nie eingeschränkt gewesen sei
.
4.4
4.4.1
Nicht abgestellt werden kann demgegenüber auf die Beurteilung durch
Dr.
C._
(
vorstehend E. 3.4,
Urk.
3.6 und
Urk.
3.10
). Denn einerseits
s
t
eht ihre Beurteilung vom 14. März 2017 (
vorstehend E. 3.6
), wonach der Beschwerdefüh
rerin die Ausübung einer behinderungsangepassten, wechselbelastenden Tätig
kei
ten seit Januar 2016 zuzumuten sei, in Widerspruch zur ihrer Beurteilung
vom 14. November 2017 (
vorstehend E.
3.6
)
, wonach der Beschwerdeführerin selbst die Ausübung körperlich
leichte
r
, behinderungs
angepasste
r
Tätigkeiten
nicht mehr zuzumuten sei.
Den Beurteilungen durch
Dr.
C._
lässt sich in somatischer Hinsicht
keine nach
vollziehbare Begründung
der
Arbeitsunfähigkeit entnehmen. Andererseits
gilt es im Hinblick auf ihr
e
Beurteilung
vom 2
4.
November 2019 (
vorstehend E.
3.10
),
worin eine Arbeitsunfähigkeit aus psy
chischen Gründen postuliert wurde, zu beachten, dass
Dr.
C._
über eine
n
Facharzttitel für
Allgemeine Innere Medizin
,
nicht
jedoch
über eine
n
solche
n
für Psychiatrie und Psychotherapie ver
fügt. Insoweit sie daher die Ansicht vertrat, dass die Beschwerdeführerin durch ein psychisches Leiden in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde, kann auf ihre Beurteilung schon des
halb nicht abgestellt werden, weil es ihr an einer dafür angezeigten fachärztlichen
Ausbildung im Gebiet
der Psych
iatrie und Psychotherapie fehlt
.
4.4.2
Ergänzend gilt es in Bezug auf die Beurteilungen durch
Dr.
C._
zu berück
sichtigen, dass es nach der Rechtsprechung wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen Fachärzte und Fachärz
tinnen und des Begutachtungsauftrags der amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4) nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichts
gutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderen Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei
ben Fälle, in denen sich eine klärende Ergänzung des medizini
schen Dossiers oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent
springende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie
ben sind (Urteile des Bundesgerichts 9C_252/2012 vom 7. September 2012 E. 8.4 und 8C_784/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 3.2). Solche Aspekte sind vorlie
gend nicht gegeben.
4
.4.3
Demzufolge kann auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen durch
Dr.
C._
vorlie
gend nicht abgestellt werden.
5.
5.1
Gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch die Ärzte
des
F._
vom
6.
Juni 2019 (vorstehend E.
3.8
)
sowie auf die grundsätzlich damit übereinstim
mende Beurteilung durch Dr.
D._
vom
2
5.
Juli 2019
(vorstehend E.
3.9
) ist demzu
folge davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer
in
in somatischer Hin
sicht zum Zeitpunkt bei Erlass der ange
fochtenen Verfügung vom
4.
November 2019
(Urk. 2) die Ausübung angepasster, körperlich
leichte
r
, wechselbelastender
Tätigkeiten in temperierten Räumen, ohne häufige inklinierte,
reklinierte
oder rotierte Körperhaltungen und ohne Arbeiten über der Horizontalen im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums ohne Leistungseinbusse zuzumuten
war, und dass
die Beschwerdeführerin
unter keinem die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen
den
psychischen
Gesundheitsschaden litt.
Der
Beschwerde
führer
in
war in gesund
heitlicher Hinsicht
zum Zeitpunkt bei Erlass der angefoch
tenen Verfügung
daher die Ausübung einer
ihrer
Ausbildung und be
rufl
ichen Erfahrungen entspre
chende, leidensangepasste
,
körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende
Erwerbs
tätigkeit uneinge
schränkt und in vollzeitlichem Umfang zuzumuten.
5
.2
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergebnis nichts mehr änderten, besteht für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit und es ist von einer Rück
weisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung solcher abzu
sehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
5
.3
Da in psychischer Hinsicht
lediglich von einem
geringfügig ausge
prägten, die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigenden, psychopatho
logischen Be
fund auszu
gehen ist, kann gemäss der erwähnten Rechtsprechung (vorstehend E.
1.4
) aus Gründen der
Verhältnismässigkeit
vorliegend
von einem struktu
rier
ten Be
weis
ver
fahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden.
6.
6.1
Vorerst zu prüfen ist die Statusfrage beziehungsweise die Frage, ob die Beschwer
deführerin im Gesundheitsfall ganz, teilzeitlich oder überhaupt nicht erwerbstätig wäre.
6
.2
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invalidi
täts
be
messung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungs
vergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist
somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Ge
sundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo
thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
g
en und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhält
nisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Be
ur
teilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4
) und
Urteil des Bundesgerichts 8C_27/2018 vom 2
6.
September 2018 E. 4.1.1).
6
.3
Während die
Beschwerdegegnerin
in der Verfügung vom 30. Oktober 2017 (Urk. 8/30) davon ausging, dass die Beschwerdeführerin bei Gesundheit vollum
fänglich im anerkannten Aufgabenbereich Haushalt tätig wäre, qualifizierte sie die Beschwerdeführerin in der angefochtenen
Verfügung vom
4.
November 2019
(
Urk.
2
) als vollumfänglich
Erwerbstätige. Von der Beschwerdeführerin
wird diese Qualifikation
nicht
bestritten (
Urk.
1).
6
.4
Dem IK-Auszug (
Urk.
8/5) ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens im März 2016 (vgl.
Urk.
8/54/27)
seit ihrer Einreise in die Schweiz am
7.
September 1999 (
Urk.
8/7)
, abgesehen von einer relativ kurzen Beschäftig
ung
bei einem sehr tiefen Beschäftigungsgrad während
rund
zweier Monate im Jahre 2012, lediglich
in der Zeit
vom Februar 2003 bis Februar 2004 im Rahmen eines beruflichen und sozialen Integrationsprogramms beim
Y._
,
Z._
, eine Erwerbstä
tigkeit aus
übte.
6
.5
In der Anmeldung zum Leistungsbezug vom
6.
Februar
2017 (
Urk.
8/2
Ziff.
5.5
) gab die Beschwerdeführerin an, dass sie
seit dem 1
0.
Januar 1986
Hausfrau gewesen sei und dies
bis auf Weiteres
bleiben werde
.
Demgegenüber gab die Beschwerdeführerin gegenüber der Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin anlässlich
der
Abklärung vor Ort vom 2
9.
August 2019
an, dass
sie bei guter Gesundheit immer gerne
im Umfang eines Arbeitspensums von
100
%
gearbeitet hätte
, und dass sie sich
auch immer um eine Anstellung
für Reinigungsarbeiten und anderer Hilfsarbeiten
bemüht
hätte
, dass sie weder lesen noch schreiben könne beziehungsweise Analphabetin sei
. Dies habe die Ergänzungsleistung auch von ihr verlangt. Sie bewerbe sich auch heute noch, weil
ihr
dies
einerseits
von
ihr
em
Anwalt empfohlen
worden sei
und weil dies andererseits
von der (für ihren Ehegatten zuständigen) EL-Behörde verlangt worden sei
.
Leider habe sie indes trotz grosser
Bemühungen nie eine Festanstellung erhalten
(
Urk.
8/56/4)
.
6.6
Dem
Haushaltabklärungsbericht
vom
2.
September 2019 (
Urk.
8/5
6)
ist zu ent
nehmen, dass die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin davon ausging, dass
die
Beschwerdeführerin die
Arbeitsbemühungen
vor allem tätigte, um
höhere Ergänzungsleistungen
zu erhalten. Da sie indes
vor Ort
verschiedene
Arbeitsbe
mühungen
sowie
Absagen
vorgewiesen hab
e, weshalb davon auszugehen sei, dass sie
eine Anstellung hätte annehmen müssen, wen
n man ihr eine angeboten hätte, da die
finanzielle Situation eine Erwerbsaufnahme dringend notwendig gemacht
habe
und
da
die Kinder
der Beschwerdeführerin
schon lange erwachsen
seien, sei die Beschwerdeführerin im Umfang von 100
%
als
erwerbstätig
zu qua
lifizieren
(
Urk
8/56/4)
.
6.7
Vorliegend kann die Frage, ob die Beschwerdeführerin im vollzeitlichen oder teil
zeitlichen Umfang als Erwerbstätige oder
als im Aufgabenbereich Haushalt Tätige
zu qualifizieren ist offengelassen werden
:
Selbst
wenn man zugunsten der Beschwerdeführerin annähme, sie sei – wie von ihr geltend gemacht – als im
vollzeitlichen Umfang Erwerbstätige zu qualifizieren, wäre, wie im Folgenden aufzuzeigen ist, ein Rentenanspruch zu verneinen.
7.
7.1
Gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art.
29
Abs.
1 ATSG. Die Beschwerdeführerin hat ihren Leistungsanspruch am
6.
Februar 2017 (
Urk.
8/2
Ziff.
10) im Sinne von
Art.
29
Abs.
1 ATSG geltend gemacht. Ein Rentenanspruch konnte gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG daher frühestens im August 2017 entstehen.
7.2
Laut
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG besteht ein Rentenanspruch frühestens ab dem Zeit
punkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig gewesen war. Bei der Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit gilt die Wartezeit von einem Jahr in dem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine erhebliche Beeinträch
tigung der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Die Praxis sieht eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
als erheblich an (Urteil des Bundesgerichts I 725/05 vom 3
0.
Mai 2006 E. 2). Für die Bestimmung des Rentenbeginns sind somit auch Perioden zu berück
sichtigen, während welcher eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20
%
bestan
den hat.
7.3
Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiterhin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erfor
derlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (BGE 121 V 264 E. 6b/cc). Entsprechend der in
Art.
28
Abs.
2 IVG festgelegten Rentenabstufung kommt
daher
zum Beispiel eine
Viertelsrente
erst in Betracht, wenn die versicherte Person während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig gewesen und weiter
hin wenigstens zu 40
%
invalid im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG ist (
Art.
8 ATSG; Urteil des Bundesgerichts 8C_174/2013, 8C_178/2013 vom 2
1.
Oktober 2013 E. 3.2).
7.4
Bei Prüfung der für den Beginn des Rentenanspruchs vorausgesetzten durch
schnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahrs nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b
IVG gilt es die Rechtsprechung zu der in
Art.
6 ATSG enthaltenen Definition der Arbeitsunfähigkeit zu beachten (Urteile des Bundesgerichts 9C_49/2010 vom 2
3.
Februar 2010 E. 1 und 8C_380/2009 vom 1
7.
September 2009 E. 2.1; SVR 2008 BVG Nr. 31 S. 126), wonach unter Arbeitsunfähigkeit eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen ist. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Die Leistungseinbusse muss daher in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Vielmehr muss der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit echtzeitlich nachgewiesen sein. Dieser Nach
weis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_368/2008 vom 1
1.
September 2008 E. 2 mit Hinweisen).
7.5
Gestützt auf die nachvollziehbare
Beurteilung der Ärzte
d
es
F._
in ihrem Gut
achten vom
6.
Juni 2019 (vorstehend E.
3.8
)
und durch
Dr.
D._
vom 2
5.
Juli 2019 (E. 3.9)
ist
davon aus
zugehen
, dass die Beschwerdeführerin
in der Ausübung ihrer bisherigen
Tätigkeit
,
welche sie
vom Februar 2003 bis Februar 2004 beim
Y._
ausübte
,
ab März 2016
im Umfang von 25
%
beeinträchtigt war.
Es
ist
daher
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit davon auszugehen, dass ab
1.
März 2016 eine Arbeitsunfähigkeit in
der bisherigen Tätigkeit der Beschwerdeführerin von 25
%
bestand.
7.6
Während des Wartejahres im Sinne von
Art.
2
8. Abs.
1
lit
. b IVG, welches
frühestens
am
1.
Juli 2016
zu laufen begann
(gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG
; vorste
hend E.
7.1
)
und am 3
1.
Juli 2017
endete, bestand
daher eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 25
%
.
Damit
hat die Beschwerdeführerin bereits die gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG
für einen Rentenanspruch vorausgesetzte Arbeitsunfähigkeit
während eines Jahres
von durchschnittlich
mindestens 40
%
ohne wesentlichen Unterbruch
nicht
erfüllt, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung vom
4.
November 2019 (
Urk.
2) einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente verneinte.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen.
8.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzli
chen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
500
.-- festzusetzen und ausga
ngsgemäss der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.