# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 39ac880f-6c29-4dc1-a2b8-898f86678a1a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959, übte seit 1981 eine selbständige Erwerbstätigkeit im Bereich des Tiefbaus aus
(Urk. 3/3, 10/1
/
4). Unter Hinweis auf einen
bei einem
Arbeitsunfall
vom 28. August 1997 erlittenen Fersenbeinbruch meldete er sich am 29. März 1999 bei der Eidgenössischen Invalidenv
ersicherung zum Leistungs
bezug
an (Urk. 10/1).
Mit der Begründung
, dem Versicherten sei
ein Wechsel
in eine unselbständige Erwerbstätigkeit zumutbar, verneinte die IV-Stelle
mit Ver
fügung vom 13. November 2000 (Urk. 10/20)
einen Rentenanspruch
.
Die vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde
h
ies
s
das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil
IV.2000.00766
vom 28. Dezember 2001
insoweit gut, als
es
eine Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit als unzumutbar
erachtete
und die Sache zur Durchführung eines erwerblich gewichteten Betäti
gungsvergleiches an die IV-Stelle zurückwies (Urk.
10/25). Mit
den
Verfügung
en
vom 5.
und 22.
Oktober 2004 (Urk. 10/56
, 10/57
) sprach diese dem Versicherten eine
Viertelsrente
ab dem 1.
August 1998
zu
.
Nach Durchführung einer amtlichen Revision bestätigte die IV-Stelle diesen Rentenanspruch
mit der Mitteilung vom 20. Februar 2008 (Urk. 10/74).
1.2
Am 4. Dezember 2012 stellte der Versicherte ein Rentenerhöhungsgesuch (Urk. 10/113). Die IV-Stelle nahm in der Folge Abklärungen zur
erwerblichen Situation
des Versicherten vor (Urk. 10/
119 f.)
und holte Berichte behandel
nder Arztpersonen ein (Urk. 10/122
, 10/
127 f.
).
Zudem liess sie den Versicherten am
6
. November 2013 durch A._
, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und Ärztin
des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD)
,
orthopädisch
-rheumatologisch
unter
suchen (Urk. 10/126).
Mit Vorbescheid vom 18. November 2013 stellte sie dem Versicherten eine Renteneinstellung in Aussicht (Urk. 10/131). Dagegen erhob dieser am 20. Dezember 2013 (Urk. 10/140) sowie am 3. Februar 2014 (Urk. 10/145) Einwände. Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
zog
die IV-Stelle weitere Arztberichte
bei
(Urk. 10/142, 10/144, 10/148 f., 10/154, 10/
1
59/3 ff., 10/166, 10/184, 10/186 f. und 10/191 f.) und tätigte zusätzliche erwerbliche Abklärungen
(
Urk. 10/156, 10/158, 10/159/1 f., 10/163, 10/171 f., 10/175
). Per 30. November 2016 gab der Versicherte seine selbständige Erwerbstätigkeit auf (Urk. 3/3). Die IV-Stelle verfügte am 12. April
2017 (Urk. 2) wie angekündigt die Renteneinstellung auf das Ende des der Verfügungszustellung folgenden Monats.
2.
Mit Beschwerde vom 23. Mai 2017
stellte
der Beschwerdeführer
folgendes
Recht
s
begehren
(
Urk.
1 S. 2)
:
„1.
Die
a
ngefochtene Verfügung sei aufzuheben.
2.
Es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf
eine ganze, eventualiter Anspruch auf eine Teilrente hat.
3.
Eventualiter sei durch das Gericht ein medizinisches Gutachten einzuholen.
4.
Subeventualiter
sei die Sache zu weiteren Abklärungen und neuem Ent
scheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.”
Mit Schreiben vom 15. Juni 2017 legte er sodann den Bericht der Schmerzklinik
B._
vom 1.
Juni 2017 (Urk. 7/5) ins Recht, welcher der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 16. Juni 2017 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde. Diese
schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
29. Juni 2017 (Urk. 9) auf Abweisung der Beschwerde,
worüber der
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 10. Juli 2017 (Urk. 11)
orientiert
wurde.
Dieser legte seinem
Schreiben vom 27. Juni 2018 (Urk. 12)
Berichte
der Schmerzklinik
B._
vom
14. Mai 2018
(Urk. 13/1
, 13/2
) sowie einen Bericht der Nuklearmedizin des Universitätsspitals
C._
vom 15. Mai 2018 (Urk. 13/3) bei.
Die
Beschwerdegegnerin
wurde darüber
mit Brief vom
2
. Juli 2018 (Urk. 14)
in
Kenntnis
gesetzt
.
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
17
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungsrechts (ATSG)
sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzu
setzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände
rung
in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung
(BGE 105 V 29).
1.2
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ist mit jenem externer medizinischer Sachverständi
gengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung im Wesent
lichen damit, dass beim Beschwerdeführer seit der orthopädischen
RAD-
Untersuchung vom 6. November 2013 für Aufsichts- und Administrationstätig
keiten als selbständig erwerbender Kleinunternehmer eine 100%ige Arbeitsfähig
keit bestehe. Maurertätigkeiten seien ihm hingegen weiterhin nicht zumutbar (Urk. 2 S. 1). Im Betätigungsvergleich resultiere aufgrund der Einschränkungen bei manuellen Tätigkeiten eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse
im eige
nen Betrieb von
Fr. 26'625.--- (Fr. 88'1
8
5.-- - Fr. 61'560.--) respektive ein Inva
liditätsgrad von 30 %
, womit kein Rentenanspruch mehr bestehe (Urk. 2 S. 2).
2.2
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer zusammengefasst geltend, sein Gesundheitszustand habe sich im Vergleich zur R
entenr
evision im Jahr 2007 ver
schlechtert. Der im November 2013 durchgeführten RAD-Untersuchung könne kein Beweiswert zukommen, da sich seither seine gesundheitliche Situation mas
sgeblich
verschlechtert habe (Urk. 1 S. 5
f.). Er habe zwischenzeitlich mehrfach am Rücken operiert werden müssen, ohne dass sich die Beschwerdesymptomatik nachhaltig hätte bessern lassen. Bei einem Status nach nunmehr sechsmaliger Operation am Rücken bestünden
chronifizierte
Schmerzen, aufgrund derer keine verwertbare
Arbeitsfähigkeit mehr bestehe
.
A
nlässlich der ursprünglichen Ren
tenzusprechung
sei
noch von einer Einschränkung
in stehenden
Tätigkeiten aus
gegangen worden.
N
unmehr
sei ihm
auch längeres Sitzen nicht mehr möglich. Zudem bestehe auch noch ein
e
Gonarthrose links. Angesichts der zahlreichen abweichenden medizinischen Beurteilungen könne dem RAD-Bericht keine Beweiskraft zukommen. Sollte nicht von einer zumindest eine höhere Rente begründenden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden, sei ein med
izinisches Gutachten einzuholen
(Urk. 1 S. 9 f.)
.
3.
Da
die Beschwerdegegnerin auf das Rentenerhöhungsgesuch eingetre
ten ist, beschränkt sich die gerichtliche Überprüfungsbefugnis darauf, ob eine anspruchs
erhebliche Änderung in den tatsächlichen Verhält
nissen vorliegt
(
BGE 109 V 108 E. 2b).
A
ls
Vergleichsbasis dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensver
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkun
gen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_297/2016 vom
7.
April 2017 E. 2.2, nicht publiziert in: BGE 143 V 77, aber in SVR 2017 IV Nr. 51 S. 152). Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (
Art.
49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Renten
revision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f IVV auf dem Weg der
blossen
Mitteilung (
Art.
51 ATSG), ist im
darauf folgenden
Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 2
9.
März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
Damit ist der Sachverhalt bei Erlass der angefochtenen Verfügung grundsätzlich mit demjenigen Sachverhalt zu vergleiche
n
, welcher der Bestätigung der
Vier
telsrente
mit Mitteilung vom 20. Februar 2008 (Urk. 10/74) zugrunde lag.
4.
Die Grundlagen für die Mitteilung vom 20. Februar 2008 (Urk. 10/74) sind dem Feststellungsblatt für den Beschluss vom 20. Februar 2008 (Urk. 10/73) zu ent
nehmen: In medizinischer Hinsicht stellte die
Beschwerdegegnerin
auf den Bericht von
Dr.
D._
, Chefarzt Unfallchirurgie des Kantonsspitals
E._
,
vom 20. Juli 2007 (Urk. 10/65)
ab
.
Gestützt darauf
ging sie von der Diagnose einer posttraumatischen Arthrose im
talokal
kanearen
Gelenk (hinterer Teil des unteren Sprunggelenks) nach
einer
Kalkaneus
fraktur
sowie einer seit dem 1. Februar 1999
unveränderten
50%igen Arbeits
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
selbständiger Tiefbauu
nternehmer aus (Urk. 10/65
/7
).
5.
5.1
In der Klinik für Neurochirurgie des
E._
wurden ein Wurzelkompressions
sy
n
drom L5 und S1 rechts, eine Rezidiv-Diskushernie L4/5 rechts sowie eine Dis
kushernie L5/S1 rechts mit
Rezessusstenose
diagnostiziert. Am
11. Juli 2013
erfolgte eine operative Behandlung durch
Dr.
F._
, Facharzt für Neu
rochirurgie,
im Sinne
eine
r
mikrochirurgische
n
Dekompression L4/5 rechts mit Entfernung einer
Rezidivdiskushernie
und Dekompression L5/S1 rechts
(Urk. 10/128/1)
.
Im Zusammenhang mit dieser Operation wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 10. Juli bis am 26. August 2013 attestiert (Urk. 10/128/2).
Nach dieser Operation war der Beschwerdeführer nur
während
rund drei Wochen
beschwerdefrei.
Da
rechtsseitig wieder Schmerzen im Rücken,
gluteal
und im dor
salen Ober- und Unterschenkel sowie
an
der Fussaussenseite auftraten (Urk. 10/127/2)
, nahm
Dr.
F._
am 10. September 2013 einen weiteren ope
rativen Eingriff vor (mikrochirurgische Dekompression L4/5 und L5/S1 rechts mit
Radikolyse
; Urk. 10/127/1)
.
5
.2
Am 6. November 2013 untersuchte die RAD-
Orthopädin
A._
den Beschwerdeführer. Sie stellte dabei die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/126/8):
-
Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Lendenwir
belsäule (nachfolgend: LWS)
-
Status nach Diskushernie L4/5 links mit Kontakt zur Nervenwurzel L5 links
-
Fragliche Hypästhesie des rechten Beines (kein
Dermatom
-Bezug)
-
Status nach
Arthrodese
des unteren Sprunggelenks nach
Kalkaneusfraktur
rechts
A._
hielt fest, in der angestammten Tätigkeit als selbständig erwerbender Kleinunternehmer bestehe eine Arbeitsfähigkeit für Aufsichts- und Administrationstätigkeiten. Die Tätigkeit als Maurer sei hingegen nicht mehr zumutbar.
In einer angepassten Tätigkeit
mit körperlich leichter, wechselbelas
tender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über zehn Kilo
gramm, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige
wirbelsäulen- und sprunggelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeit, Arbeiten in Armvorhalten), ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbelas
tungen und Nässe-/Kälteexposition) bestehe ab dem Untersuchungsdatum eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(Urk. 10/126/9
)
.
5.3
Da der Beschwerdeführer auch weiterhin über starke rechtsseitige
Lumboischial
gien
geklagt hatte
, wurde er am 27. November 2013 ein weiteres Mal von
Dr.
F._
im
E._
operiert (Urk. 10/144/3). Dabei wurde eine Redekompres
sion mit
Radikolyse
L4/5 und L5/S1 rechts, eine
interkorporelle
Fusion sowie eine dorsale
Spondylodese
L4-S1 in mikrochirurgischer Tech
nik vorgenommen (Urk. 10/144/1)
. Für den Zeitraum vom 26. November 2013 bis am 24. Februar 2014 wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 10/144/2).
In seinem undatierten Bericht an die Beschwerdegegnerin (Urk. 10/148; Ein
gangsdatum: 30. Juni 2014) führte
Dr.
F._
die folgenden Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 10/148/6):
-
Beidseitige Ischialgien
-
Status nach
Spondylodese
L4 bis S1 am 27. November 2013 mit Entfer
nung einer
Rezidivdiskushernie
L4/5 rechts
-
Status nach
Rezidivdiskushernie
L4/5 rechts und Dekompression L5/S1 rechts am 11. Juli 2013
-
Status nach
Rezessotomie
und Entfernung einer Diskushernie L4/5 rechts am 6. November 2008
-
Arterielle Hypertonie
-
Hypercholesterinämie
-
Status nach Schulterluxation rechts
-
Status nach Operation des rechten oberen Sprunggelenks 1997
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauführer attestierte er eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis am 6. April 2014 und anschliessend eine 80%ige Arbeits
unfähigkeit (Urk. 10/126/9).
5
.4
Dr.
G._
, Facharzt für Neurochirurgie berichtete der Beschwerdegegnerin am 26. August 2015 über die Behandlung des Beschwerdeführers. Er führte, aus, aufgrund einer Resistenz der
Lumboischialgien
gegenüber konservativen Thera
piemethoden sowie einer relativen Spinalstenose L3/4 habe eine Indikation für eine
Verlängerungsspondylodese
L3-S1 (Urk. 10/166/3) bestanden, welche er am 3. Juli
2015 durch
ge
führt
hab
e (Urk. 10/166/2).
Mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit diagnostizierte er eine beidseitige, rechtsbetonte
Lumboischialgie
. Als Nebendiagnosen nannte er einen arteriellen Hypertonus, eine Hypercholesterin
anämie,
sowie eine
n
Status nach einer Schulteroperation rechts im Jahr 2000 sowie einer Operation des oberen Sprunggelenks/
Kalkaneus
rechts im Jahr 1997 (Urk. 10/166/2).
Weiter erklärte er
,
nie eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt zu haben
,
nannte
jedoch
Einschränkungen aufgrund der Schmerzsymptomatik sowie be
treffend Bewegung und Mobilität. Zudem
wies
er
darauf hin, dass
sich der Beschwerdeführer noch
im Stadium
der p
ostoperative
n
Rekonvaleszenz
befinde (Urk. 10/166/3 f.).
In seinem Verlaufsbericht vom 28. November 2016 (Urk. 10/187/5 f.) berichtete
Dr.
G._
darüber, dass wieder vermehrt
e,
insbesondere
lumbalgiforme
Beschwerden aufgetreten seien und das Implantat sich gelockert habe. Aus diesem Grund habe er am 12. Juli 2016 eine
Revisionsspondylodese
L3 bis S1 vorgenom
men. Dabei sei ein
L
ow
-
grade-Infekt mit
Propionibacterium
acnes
festgestellt worden, welcher postoperativ antibiotisch behandelt werde
.
Die Prognose sei schlecht
(Urk. 10/187/5).
V
om 25. Januar bis am
1.
September 2016
habe er
eine
75%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 10/187/6).
5.5
Dr.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und die Psy
chologin I._
von der
Klinik
J._
berichte
ten der Beschwerdegegnerin über die Behandlung des Beschwerdeführers (Urk. 10/186; undatierter Bericht, Eingang bei der Beschwerdegegnerin: 13. Januar 2017). Sie stellten die Diagnosen einer schweren depressiven Episode
, gegenwärtig in
Teilremission (ICD-10: F32.2), sowie eines Verdachts auf eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
(Urk. 10/186/1)
.
Zudem hielten sie fest,
die Arbeitsfähigkeit nicht beurteilen
zu können
(Urk. 10/186/3).
5.6
Dr.
K._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Facharzt für Rheumatologie und leitender Arzt der Schmerzklinik
B._
, stellte in seinem Bericht vom 27. Februar 2017 folgende Diagnosen (Urk. 10/192/4):
-
Persistierende Rückenschmerzen nach
Verlängerungsspondylodese
L3-S1 am 3. Juli 2015 und multiplen Voroperationen
-
Status nach
Revisionsspondylodese
L3-S1 mit OSME L3 beidseits und L4 rechts am 12. Juli 2016
-
Aktuell: SPECT-CT vom 2. März 2017 mit Aktivität am offenen Facettengelenk L3/4 rechts (
Spondylarthrose
) und anhaltende Umbau
vorgänge der Deckplatte des LWK3 bei
Osteochondrose
-
Gonarthrose links
-
Hyperchrome Anämie bei Eisenmangel
Aufgrund der schweren degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule und der Knie verneinte er eine Arbeitsfähigkeit auch in allfälligen Verweistätigkeiten (Urk. 10/192/5).
5.7
Gegenüber der zuständigen Sachbearbei
terin der IV-Stelle äusserte
A._
am 29. März 2017 telefonisch, im Bericht von
Dr.
G._
vom 28. No
vember 2016 würden dieselben Befunde beschrieben wie
sie sich anlässlich der RAD-Untersuchung im November 2013 gezeigt hätten. Die
Spondylodese
und
Implantatlockerung
hätten sicherlich eine Erwerbsunfähigkeit zur Folge gehabt, nach der Heilbehandlung bestehe jedoch wieder die im RAD-Bericht beschriebene Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/197/6).
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin
legte der angefochtenen Verfügung die Beurteilung von
A._
zugrunde. Damit ging sie davon aus, dass der Gesundheits
zustand bei Erlass der Verfügung im April 2017 noch demjenigen anlässlich der orthopädischen RAD-Untersuchung im November 2013 entsprach.
6.2
Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden:
Der Beschwerdeführer
wies zu Recht darauf hin, dass die RAD-Untersuchung
zu einem Zeitpunkt erfolgte
, als noch nicht feststand, dass auch die Operation im September
2013
keine nachhaltige Besserung bewirke
n würde
(vgl. Urk. 1
S. 7, 10/145/5
). Dies zeigt sich denn auch darin, dass zwischen der RAD-Untersuchung und dem Verfügungserlass drei wei
tere Operationen an der Wirbelsäule erfolgt waren
(vgl. Urk. 10/
144/3
, 10/
166/2
, 10/
187/5
)
, ohne dass dadurch ein bleibender Behandlungserfolg eingetreten wäre
(Urk. 10/192/4)
.
Zudem nahm
A._
offenbar einzig auf den Bericht von
Dr.
G._
vom 28. November 2016 (Urk. 10/187) Bezug. Eine Aus
einandersetzung mit den Berichten von
Dr
.
K._
vom 27. Februar 2017 (Urk. 10/192
/4 f.
) sowie der Nuklearmedizin des Universitätsspitals
C._
vom 3. März 2017 (Urk. 10/192/
2 f.
) unterblieb jedoch
,
und
A._
ging
insbesondere nicht auf die Auswirkung der in diesen Berichten erstmals erwähn
ten Gonarthrose im linken Knie ein.
6.3
In psychischer Hinsicht
sind
dem
am 13. Januar 2017 bei der Beschwerdegegne
rin eingegangenen Bericht von
Dr
.
H._
und
I._
die Diagnosen ein
er gegenwärtig teilremittierten
schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2) sowie eines Verdachts auf eine somatoforme Schmerz
störung (ICD-10: F45.4)
zu entnehmen (Urk. 10/186/1).
Die Behandlungspersonen wiesen sowohl bezüglich der Arbeitsfähigkeit in der angestammten als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit darauf hin, dass sie diese nicht beurteilen könnten (Urk. 10/186/3). D
ieser Bericht
wird
im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 12. April 2017
zwar
zusammengefasst wiedergegeben (Urk. 10/197/6),
jedoch ebenfalls nicht gewürdigt
.
6.4
Schon
aufgrund des Berichts von
Dr
.
K._
vom 27. Februar 2017 (Urk. 10/192)
bestehen
mehr als bloss geringe Zweifel an der von
A._
in der
orthopädische
n
RAD-Untersuchung vom 6. November 2013 (Urk. 10/126)
festge
stellten und in ihrer
ergänzende
n
Stellungnahme vom 29. März 2017 (Urk. 10/197/6)
bestätigten Annahme einer
uneingeschränkt
en
Arbeitsfähigkeit in
leidensangepassten Tätigkeiten
.
Zur Beurteilung des somatischen Gesundheits
zustandes kann damit nicht auf diese Beurteilung abgestellt werden.
Zudem liegt in
psychiatrischer Hinsicht einzig der am 13. Januar 2017 bei der Beschwerde
gegnerin eingegangene Bericht von
Dr
.
H._ und I._
vor. Diesem fehlt jedoch eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so dass auch diesbezüglich weitere Abklärungen erforderlich sind.
6.
5
Der Beschwerdeführer beantragte, allenfalls erforderliche weitere medizinische Abklärungen im Rahmen eines Gerichtsgutachtens einzuholen, um nach einem mehr als vier Jahre dauernden
Einwandverfahren
weitere Verzögerungen zu ver
meiden (Urk. 1 S. 10).
Neben den
orthopädischen Einschränkungen
leidet
der Beschwerdeführer
auch an gesundheitlichen Einschränkungen
psychische
r
Art
, deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bisher nicht beurteilt wurde
n
. Damit weist
er
gesundheitliche Befunde auf, deren gesamthafte Bedeutung für die Arbeitsfähigkeit ungeklärt ist. Ergänzende Abklärungen si
nd daher notwendig. Nach höchst
richterlicher Recht
sprechung ist Beweis über sozialversicherungsrechtliche Ansprüche schwerge
wichtig auf der Stufe des Administrativverfahrens zu führen und nicht im gerichtlichen Prozess (
Art.
43
Abs.
1 ATSG). Eine Rückweisung an die Verwal
tung ist dann vorzunehmen, wenn sie in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist (BGE 139 V 99 E. 1.1 mit Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Dies ist hier der Fall, zumal
die Beschwerdegeg
nerin
auch
der per Ende November erfolgten Aufgabe der selbständigen Erwerbs
tätigkeit Rechnung zu tragen haben wird (vgl. Urk. 3/3).
Die Beschwerde ist damit insoweit gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur psychiatrisch-orthopädischen Begutachtung und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.
7.
7.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von L
eistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Ko
sten werden nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgesetz
t. Vorliegend erweisen sich Fr.
700.-- als angemessen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollstän
diges Obsiegen (BGE 137 V 57 E.
2.2), weshalb die Kosten der Beschwer
degegnerin aufzuerlegen sind.
7.2
Zudem hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der Partei
kos
ten (
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Nachdem Rechtsanwalt Wachter keine Zusammenstellung über seine
Bemühun
gen
ein
gereicht hat
, erfolgt die Festsetzung seiner Entschädigung nach Ermessen. Unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass
er den Beschwerdeführer
bereits im Einwandverfahren vertreten hat und seither nur in sehr beschränktem Mass Aktenstudium erforderlich war, ist die
Pro
zessentsc
hädigung ermessensweise auf Fr.
2’4
00.--
(inklusive Barauslagen und 7,7
% Mehrwertsteuer) festzusetzen.