# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5a328f07-ab66-4422-944d-e855d2448825
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, war
vor Eintritt der Arbeitslosigkeit vom
1.
Juli bis
3
0.
November 2012
im
Rahmen einer vollzeitlichen, befristeten Tätigkeit als
stell
vertretender Bademeister
bei der Gemeinde
Y._
tätig
(Urk. 6/38
Ziff.
2, Urk.
6
/33
S.
2).
Am
2
7.
November 2012
meldete er sich für die Zeit ab
1.
Dezember 2012
beim Re
gionalen Ar
beitsvermitt
lungszentrum
O._
(RAV)
zur
Arbeits
ver
mittlung im Um
fang eines Arbeitspensums von 100 %
an
(Urk.
6/37
). Am
1
0.
Dezem
ber
2012 meldete sich der Versicherte bei der Arbeits
losenkasse
Z._
,
Gemeinde Y._
,
zum Bezug von Arbeitslosenent
schä
digung ab
1.
Dezember
2012 an (Urk.
6/36
Ziff.
2).
Gleichzeitig war der Ver
sicherte im Rahmen einer teilzeitlichen, vom
1.
März 2012 bis 2
8.
Februar 2013 befristeten Nebenerwerbstätigkeit als Mitarbeiter Empfang/Zutritts
kon
trolle bei der
Gemeinde A._
, Sozialdepartement, tätig (
Urk.
6/39,
Urk.
6/7).
Anlässlich eines Beratungsgesprächs vom
6.
Dezember 2012 (
Urk.
6/8 S. 2) teilte ihm das RAV mit, dass die vier von ihm bisher für die Zeit vor Eintritt der Ar
beitslosigkeit, vom
1.
Oktober bis 2
0.
November 2012 nachgewiesenen Arbeits
be
mühungen in quantitativer Hinsicht unge
n
ügend
seien und setzte ihm eine
Nachfrist bis 1
0.
Dezember 2012 zum Einreichen der Nachweise der persönli
chen
Arbeitsbemühungen
vor Eintritt der Arbeitslosigkeit
an, worauf der Versi
cherte
am 1
1.
Dezember 2012 (Eingangsstempel;
Urk.
6/26) Nachweise der per
sönli
chen
Arbeitsbemühungen für die Zeit vom
1.
bis 3
0.
November 2012 ein
reichte.
1.2
Am 1
3.
Dezember 2012
überwies das RAV die Sache an das Amt für Wirtschaft
und Arbeit des Kan
tons Zürich (AWA) zum Entscheid über die Einstellung in der
Anspruchs
berechtigung wegen ungenügender Arbeitsbemühungen des Ver
sicher
ten
vor Eintritt der Arbeitslosigkeit
(Urk.
6/25).
Mit
Verfügung vom
1
0.
Januar 2013
(Urk.
6/3
)
stellte das AWA den Versicherten
wegen ungenü
gender
persön
licher
Arbeits
bemühungen
vor Eintritt der Arbeitslosigkeit
für
sie
ben
Tage mit Beginn am
1.
Dezember
2012 in der An
spruchsberechtigung ein. Die vom Ver
si
cherten am
4.
Februar 2013
da
gegen erhobene Einsprache (Urk.
6
/4) wies das AWA
mit Entscheid vom
1
3.
Februar 2013
(Urk.
6/9
= Urk. 2) ab.
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
1
3.
Februar 2013
(Urk. 2) erhob der Versi
cherte am
1
2.
März 2013
Beschwerde und bean
trag
te dessen Aufhebung
und
eine ungekürzte
Ausrichtung
von Arbeitslosenentschädigung ab
1.
Dezember 2012
(Urk. 1 S.
2). Mit Beschwer
deantwort vom 1
6.
April
2013 (Urk.
5
) be
an
trag
te
das AWA die Ab
wei
sung der Be
schwerde, wovon dem Versi
cherten am
2
3.
April
2013 ein
e Kopie zugestellt wurde (Urk. 7
).
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be
schwer
de in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Nach
Art.
17 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die obligatorische Arbeitslosen
ver
si
cherung und die Insolvenzentschädigung
(
AVIG
)
muss die versic
herte Person, die Versicherungs
leistun
gen beanspruchen will, mit Unter
stützung des zustän
di
gen Arbeitsamtes alles Zumutbare unterneh
men, um Ar
beitslosigkeit zu vermei
den oder zu verkürzen. Ins
besonde
re ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nö
ti
gen
falls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühun
gen nachweisen können. Gemäss
Art.
30 Abs. 1 lit.
c AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung ein
zustellen, wenn sie sich persönlich nicht ge
nügend um zumut
bare Arbeit bemüht. Dieser Einstel
lungsgrund ist schon dann gegeben, wenn die versicherte Person vor Eintritt der Arbeits
losig
keit ihren Ob
liegenheiten nicht nachgekommen ist. Sie hat sich da
her bereits während der Kündigungsfrist um einen neuen Arbeits
platz zu be
werben (ARV 2003 Nr. 10 S. 119 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Nach der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts C 50/06 vom 23. Mai 2006 E.
2.2) stellt die Pflicht zur Vornahme persönlicher Arbeitsbemühungen eine elementare Verhaltensregel dar, die auch ohne vorgängige Aufklärung oder - im Falle ungenügender Arbeitsbemühungen - Verwarnung seitens der Ver
waltung befolgt werden muss, was sich schon daraus ergibt, dass die versicherte Person bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit ihren diesbezüglichen Obliegen
heiten nachkommen und sich schon während der Kündigungsfrist um einen neuen Ar
beitsplatz bewerben muss (Urteil des Bundesgerichts C 144/05 vom 1. Dezember
2005 E.
5.2.1 mit Hinweisen). Aus diesem Grunde vermag eine versicherte Per
son
nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, wenn ihr der Berater oder die Beraterin des RAV nicht bereits bei der Anmeldung zur Ar
beitsvermittlung, sondern erst an
läss
lich der ersten Besprechung bekanntgibt, wie viele Bewerbungen von ihr
monatlich erwartet werden (Urteile des Bundes
gerichts C 50/06 vom 23. Mai 2006
E.
2.1 und C
14/06 vom 6. September 2006 E.
2.2).
Sie kann sich
zudem
nicht da
mit exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmel
dung
zum Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht da
rauf aufmerksam gemacht worden sei (ARV 2006 S. 295, C 138/05 E. 2.1; ARV 1982 S.
37, C
50/81). Bei der Anmeldung hat die arbeitslos gewordene Person den Nachweis ihrer Bemühungen um Arbeit vorzulegen (Art.
20
Abs.
1 lit. d
der
Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver
sicherung und die Insol
venz
entschädigung
,
AVIV
)
. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird sie sämt
liche wäh
rend der Kündigungsfrist getätigten Stellenbewerbungen einzureichen haben
(BGE 139 V 524 E. 2.1.2)
.
1.4
Grundsätzlich sanktioniert Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG eine Verletzung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierten Schadenminderungspflicht, insbesondere der Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen. Diese Verknüpfung soll Arbeits
lose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchs
berechti
gung bezweckt eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an je
nem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosen
versi
cherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat (BGE 124 V 225 E. 2b mit weiteren Hinweisen). Kern der Pflicht, alles Zumutbare zu unter
nehmen, um Ar
beitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, sind die persönli
chen Arbeitsbe
mühungen der versicherten Person selbst, die in der Regel streng beurteilt wer
den. Es gilt gewissermassen der Grundsatz, dass die Arbeitsbemü
hungen umso in
tensiver sein müssen, je weniger Aussicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden. Dabei stehen sowohl Tatsache als auch Inten
sität, nicht aber der Erfolg dieser Bemühungen im Vordergrund (BGE 133 V 89 E. 6.1.1).
1.5
Die Eigeninitiative der versicherten Person hat sich laut
Art.
17
Abs.
1 Satz 2 AVIG wenn nötig auch auf ausserberufliche Arbeitsgelegenheiten zu erstrecken. Nach
Art.
16
Abs.
1 AVIG muss die versicherte Person zur Schadenminderung grundsätzlich jede Arbeit unverzüglich annehmen. Dessen
Abs.
2 besagt, dass eine Arbeit unzumutbar und somit von der Annahmepflicht ausgenommen ist, die nicht angemessen auf die Fähigkeiten oder auf die bisherige Tätigkeit des Versicherten Rücksicht nimmt (lit. b) oder welche die Wiederbeschäftigung des Versicherten in seinem Beruf wesentlich erschwert, falls darauf in absehbarer Zeit überhaupt Aussicht besteht (lit. d). Daraus hat die Rechtsprechung ge
schlossen, spezielle Berufe mit einem kleinen Stellenangebot dürften nicht von Anfang an vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden. Vielmehr sei auch Arbeitnehmenden mit solchen Berufen bei Eintritt der Arbeitslosigkeit zunächst die Gelegenheit einzuräumen, Tätigkeiten im erlernten Beruf oder in der bishe
rigen Tätigkeit zu suchen. Bei längerer Dauer der Arbeitslosigkeit bestehe inner
halb der Schranken von
Art.
16
Abs.
2 lit. b und d AVIG für die Annahme einer ausserberuflichen Tätigkeit indessen eine erhöhte Pflicht. Ab wann und in wel
chem Ausmass der Verzicht auf ausserberufliche Arbeitsbemühungen arbeitslo
sen Personen unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderungspflicht zum Vor
wurf gemacht werden könne, beurteile sich auf Grund der konkreten Um
stände des Einzelfalls, so etwa in Berücksichtigung der auf dem Arbeitsmarkt für die bisherige Tätigkeit vorhandenen Stellenangebote (SVR 2007 ALV Nr. 6 S.
19, C 244/05
E.
2.1). Da die Rücksichtnahme auf
Art.
16
Abs.
2 lit. b AVIG mit läng
er
dauernder Arbeitslosigkeit abnimmt, ist die in
Art.
17
Abs.
1 Satz 2 AVIG s
ta
tuierte Schadenminderungspflicht zu Beginn der Stellensuche und ins
besondere während der Kündigungsfrist beziehungsweise vor Eintritt der Ar
beitslosigkeit
noch nicht allzu streng zu handhaben. Gemäss der Rechtspre
chung ist quali
fi
zier
ten
Berufsleuten in gekündigter Stellung daher das Recht zuzubilligen, ihre per
sönlichen Bemühungen zunächst auf ihren bisherigen Be
rufszweig zu beschrän
ken,
sofern dieser offene Stellen anbietet.
Unter der Vo
raussetzung, dass über
haupt Arbeitsstellen in ihrem bisherigen Berufszweig vorhanden sind,
sind Ar
beitssuche
nde
daher nicht verpflichtetet, die Arbeitssu
che
bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit auf weitere Branchen auszudehnen
(BGE 139 V 524 E. 2.1.3)
.
1.6
Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine Person genügend um zumutbare Ar
beit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität ihrer Be
werbungen von Bedeutung (BGE 124 V 225 E.
4a mit Hinweis). Was die Quan
tität der persönlichen Arbeitsbemühungen anbelangt, können keine eindeutigen Zah
lenwerte angegeben werden. Eine allgemein gültige Aussage über die erfor
derliche Mindestzahl an Bewerbungen ist nicht möglich. Das Quantitativ beur
teilt sich vielmehr nach den konkreten Umständen (BGE 124 V 225 E. 4a mit Hinweis). Die Verwaltungspraxis verlangt in der Regel 10 bis 12 Bewerbungen pro Monat, wobei es sich nicht um eine starre Grenze handelt, sondern die sub
jektiven und objektiven Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind (vgl.
Urteile des Bundesgerichts 8C_583/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 5.1 und
C 62/06 vom 7. August 2006 mit Hinweisen; Gerhard Gerhards, Kommentar zum
Arbeitslosenversicherungsgesetz,
Bd. I, N
15 zu Art.
17 AVIG). Dabei sind die persönlichen Umstände und Möglichkeiten der versicherten Person wie Al
ter, Schul- und Berufsbildung sowie die Usanzen des für sie in Betracht fallen
den Arbeitsmarktes zu beachten (BGE 120 V 74 E. 4a S.
78; Thomas Nussbau
mer, Arbeitslosenversicherung, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV,
2.
Aufl. 2007, S. 2430 Rz. 839). Zudem ist auch zu berücksichtigen
,
wie lange eine Ar
beitslo
sigkeit bereits dauert und wie die Chancen der betreffenden Person auf dem Ar
beitsmarkt stehen. Insgesamt gilt es bei der Würdigung des Verhaltens des Ver
sicherten unter dem Gesichtspunkt des Verschuldens alle Umstände des kon
kreten Einzelfalls einzubeziehen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_583/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 5.1)
.
1.
7
Praxisgemäss ist die Pflicht
zur
Stellensuche vor Eintritt der Arbeitslosigkeit beziehungsweise vor der Anspruchstellung bei einem befristeten Arbeitsverhält
nis mindestens in den drei letzten Monaten des Arbeitsverhältnisses zu erfüllen (
Weisung des seco, AVIG-Praxis
ALE, Ziff. B314, in der ab Oktober 2012 gülti
gen Fassung).
Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das
Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Ent
schei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und ge
recht
w
erdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zu
lassen. Das
Gericht weicht nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisun
gen ab, wenn
diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorga
ben darstellen. In
sofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechts
gleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1 und 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Der Beschwerdegegner ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 1
3.
Februar 2013
(
Urk.
2)
davon aus, dass der Beschwerdeführer, welcher vom
1.
Juli bis 3
0.
November 2012 eine befristete Tätigkeit als Bademeister ausgeübt und sich am 2
7.
November 2012 zum Leistungsbezug angemeldet
hatte
, praxis
gemäss für die letzten beiden Monate des Arbeitsverhältnisses und somit vom
1.
Oktober bis 3
0.
November 2012 persönliche Arbeit
sbemühungen nachzuwei
sen
hatte. Da der
Beschwerdeführer lediglich sechs während der Zeit vom
1.
bis
3
0.
No
vember 2012 getätigte persönliche Arbeitsbemühungen nachgewiesen habe (S. 2)
, habe er
sich
vor Eintritt der Arbeitslosigkeit
in quantitativer Hin
sicht
nicht genügend um Arbeit bemüht (S. 3).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt hiegegen vor, dass er als ausgebildeter Badange
stellter vor Eintritt der Arbeitslosigkeit bei der Gemeinde
Y._
im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses als stellvertretender Bademeister tätig gewesen sei, und dass er damit gerechnet habe, dass sein Arbeitsverhältnis verlängert werden würde. Es habe ihn daher erstaunt, dass die Gemeinde
Y._
das Arbeits
verhältnis Ende Oktober 2012 nicht verlängert habe. Er habe
sich
vor Eintritt der
Arbeitslosigkeit daher lediglich im Monat November 2012 um Arbeit bemü
hen können. Zu dieser Zeit seien sehr wenige Stellen als Bademeister ausge
schrieben gewesen (
Urk.
1).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer war als ausgebildeter Bademeister bei der Gemeinde
Y._
im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses vom
1.
Juli bis 3
0.
November 2012 als stellvertretender Bademeister tätig. Gemäss der erwähnten Verwal
tungspraxis (vorstehende E.
1.7
) wäre der Beschwerdeführer daher gehalten ge
we
sen, während den letzten drei Monaten des Arbeitsverhältnisses die Pflicht zur
Stellensuche zu erfüllen. Der Beschwerdeführer wäre daher verpflichtet ge
we
sen,
während der Zeit vom
1.
September bis 3
0.
November 201
2
Stellen in seinem bis
herigen Beruf als Bademeister zu suchen und bei der Anmeldung zum Leis
tungs
bezug für jeden der drei Monate mindestens 10 persönliche Arbeits
be
müh
ungen nachzuweisen.
3.2
Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer für die Zeit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit am
1.
Dezember 2012 lediglich
6 während der Zeit vom
1.
bis 2
7.
November 201
2
getätigte Arbeitsbemühungen nachgewiesen hat (
Urk.
6/26).
Der Be
schwerdeführer hat für die
Zeit vor Eintritt der Arbeitslosig
k
eit
daher weniger als die für
diese Zeit
in der Regel verlangten
10 bis 12 Be
werbungen
für jeden Mo
nat (vorstehende E.
1.6
)
nachgewiesen.
Der Beschwer
deführer hat sich vor Eintritt der Arbeitslosigkeit in quantitativer Hinsicht daher nicht genügend um Arbeit bemüht.
3.3
Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu
ändern. Dem Beschwerdeführer ist insbesondere nicht zu folgen,
wenn er gel
tend
macht, dass er erst Ende Oktober 2012 erfahren habe, dass die Gemeinde
Y._
das befristete Arbeitsverhältnis nicht verlängern
werde (
Urk.
1). Der Be
schwer
de
führer, welcher lediglich in einem bis Ende November 2011 befristeten Ar
beits
verhältnis bei der Gemeinde
Y._
tätig war, hätte vielmehr in Nachach
tung der
ihm obliegenden Schadenminderungspflicht
sich
frühzeitig, spätestens ab
1.
Septem
ber 2012
um
eine neue Stelle
bemühen müssen und hätte nicht auf eine Verlängerung des Arbeitsvertrages vertrauen dürfen.
Dem Beschwerdeführer ist sodann nicht zu folgen, wenn er geltend macht, dass von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung abzusehen sei, weil er im fraglichen Zeitraum eine Nebentätigkeit bei der
Gemeinde A._
ausgeübt habe (
Urk.
1 S.
2). Denn der Beschwerdeführer übte die teilzeitliche Nebenerwerbs
tä
tigkeit bei der
Gemeinde A._
(
Urk.
6/39) neben der
vollzeitlichen
Tätigkeit als Ba
demeister bei der Gemeinde
Y._
aus und meldete sich nach Ende der befristeten Tätigkeit im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zu
r
Arbeitsvermittlung an. Die Ausübung einer Nebenerwerbstätigkeit vermag die in quantitativer Hin
sicht ungenügenden Arbeitsbemühungen des Beschwerdeführers vor Eintritt der Arbeitslosigkeit daher nicht zu entschuldigen.
3.4
Nach Gesagtem steht fest, dass der Beschwerdeführer
sich
lediglich während der Zeit vom
1.
bis 2
7.
November 201
2
um Arbeit bemüht
hat und für die Zeit vom
1.
September bis 3
1.
Oktober 2012 keine Arbeitsbemühungen nachgewiesen hat.
Da somit feststeht, dass der Beschwerdeführer sich
während der Zeit
vom
1.
September bis 3
1.
Oktober 2012 überhaupt nicht um Arbeit bemüht hat, kann
vorliegend
offen bleiben, wie es sich während dieser Zeit mit dem Stellangebot im Beruf des Beschwerdeführes als Bademeister verhielt.
3.5
Demzufolge hat der
Beschwerdeführer, welcher sich in den drei Monaten vor Eintritt der Arbeitslosigkeit in quantitativer Hinsicht nicht genügend um Arbeit bemüht hat,
für diesen Zeitraum den Tatbestand der unge
nügenden Arbeitsbe
mühungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG er
füllt, weshalb eine Ein
stellung in der Anspruchsberechtigung grundsätzlich zu Recht erfolgte.
4
.
4
.1
Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung, insbesondere der Grad des dafür mass
gebenden Verschuldens.
Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittelschwerem und 31
bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV).
4
.2
Gemäss dem Einstellraster
des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco; AVIG-Praxis ALE
Ziff.
D72; www.treffpunkt-arbeit.ch) ist bei u
ngenügenden Arbeits
bemühun
gen während der Kündigungsfrist
leichtes Ver
schulden anzunehmen und
bei zweimonatiger Kündigungsfrist
eine Einstellung in der Anspruchsbe
rechtigung im Umfang von
6 bis 8 Tagen und ab dreimonatiger Kündigungsfrist
eine solche im Umfang von 9 bis 12 Tagen
anzuordnen.
4.3
Die verfügte Einstellung von
7
Tagen
befindet sich im unteren Bereich
der vom seco für die hier zu beurteilende Konstellation vorgesehenen Richtmasse. In Wür
di
gung der gesamten Umstände ist das Verhalten des Beschwerdeführers im
Bereich des leichten Ver
schuldens einzustufen, so dass auch unter diesem As
pekt
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von
7
Tagen als an
gemes
sen er
scheint.
Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb zu bestätigen und die dage
gen
erhobene Beschwerde abzuweisen.