# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 87497b8e-c1ed-4ed7-9d99-10e59df7907d
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

bereits mit Verfügung vom 4. April 2014 wiedergegebenen Sachverhalts
dar. Damit sei aber noch nicht glaubhaft dargelegt, dass die
gesundheitliche Verschlechterung derart sei, dass der Beschwerdeführer
in einer adaptierten Tätigkeit nicht mehr zu 85 % arbeitsfähig wäre. Dank
der Arbeitspausen bestehe die Möglichkeit, den Rücken bei Bedarf zu
entlasten, indem der Beschwerdeführer eine sitzende Tätigkeit
unterbreche und kurz aufstehe, einige Schritte gehe und
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Entspannungsübungen mache. Die Beschwerdegegnerin sei daher zu
Recht nicht auf die IV-Neuanmeldung eingetreten. Daran ändere auch
nichts, dass der Beschwerdeführer inzwischen 55-jährig sei. Die
angeführte Rechtsprechung, wonach eine medizinisch bescheinigte
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ausnahmsweise nicht auf dem Weg
der Selbsteingliederung zu verwerten sei, finde vorliegend keine
Anwendung. Diese Praxis sei ausschliesslich auf Fälle, welche
revisionsweise zu einer Aufhebung oder Herabsetzung der Rente führten,
beschränkt. Es sei dem Beschwerdeführer daher (wie bereits mit
Verfügung vom 4. April 2014 festgestellt) zumutbar, die ermittelte
Arbeitsfähigkeit von 85 % in einer adaptierten Tätigkeit auf dem Weg der
Selbsteingliederung zu verwerten.
Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit
erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom
15. Dezember 2016 stellt somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die
sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der strittigen
Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die
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im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit –
unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung 1b) – einzutreten.
b) Nicht eingetreten werden kann auf die Beschwerde insofern, als der
Beschwerdeführer eventualiter beantragt, die IV-Stelle sei anzuweisen,
Eingliederungsmassnahmen zu vollziehen (vgl. Beschwerde, I.
Rechtsbegehren Ziff. 3, S. 2). Wie dem angefochtenen Entscheid vom 15.
Dezember 2016 zu entnehmen ist, wird die Anfrage des
Beschwerdeführers betreffend berufliche Massnahmen von der
Beschwerdegegnerin zu einem späteren Zeitpunkt geprüft und dieser
Entscheid wird mit einem separaten Schreiben mitgeteilt. Er wird damit
aber auch gesondert und für sich selbst dereinst anfechtbar sein, weshalb
der Beschwerdeführer keine Beschränkung des
Rechtsmittelinstanzenzugs zu befürchten hat. Der Antrag auf berufliche
Massnahmen in Ziff. 3 der Beschwerde ist nach dem soeben Gesagten
somit gar nicht Prüfungs- und Beurteilungsgegenstand der angefochtenen
Verfügung vom 15. Dezember 2016, weshalb in dieser Beziehung auf die
Beschwerde mangels aktuellen Anfechtungsobjekts in diesem Verfahren
nicht eingetreten werden kann. Die Klärung dieser Frage wird allenfalls
noch Gegenstand des mit separatem Schreiben mitgeteilten Entscheids
betreffend Eingliederungsmassnahmen sein, im jetzigen Verfahren ist der
Eventualantrag in Ziff. 3 aber verfrüht.
c) Streitgegenstand bildet hier lediglich die Frage, ob die
Beschwerdegegnerin auf die IV-Neuanmeldung vom 1. Juni 2016 zu
Recht nicht eingetreten ist und damit faktisch das neue
Leistungsbegehren des Beschwerdeführers betreffend Invalidenrente ab
diesem Zeitpunkt ablehnte. Es gilt daher nachfolgend gerichtlich zu
entscheiden, ob die Beschwerdegegnerin den beantragten
Rentenanspruch materiell hätte prüfen müssen bzw. ob von Seiten des
Beschwerdeführers glaubhaft dargelegt wurde, dass sich die
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tatsächlichen Verhältnisse des Gesundheitszustands seit der letzten
Rentenverfügung am 4. April 2014 effektiv in einer für den Anspruch
erheblichen Weise verändert haben. Es ist dazu der Zeitraum zwischen
der letzten Rentenverfügung vom 4. April 2014 mit der jetzt strittigen
Verfügung vom 15. Dezember 2016 zu vergleichen (vgl. nachfolgend
E.2a). Die Beschwerdegegnerin hat eine solche wesentliche
Gesundheitsverschlechterung seit dem Referenzzeitpunkt im April 2014
verneint und darum den angefochtenen Nichteintretensentscheid vom
Dezember 2016 erlassen, dessen Rechtmässigkeit und Vertretbarkeit
vorliegend zur gerichtlichen Beurteilung steht.
d) Wird gegen einen Nichteintretensentscheid Beschwerde erhoben, hat das
Gericht nur die formellen Voraussetzungen, namentlich die
Glaubhaftmachung der Gesundheitsveränderung, zu prüfen. Eine
materielle Prüfung der Frage, ob tatsächlich eine anspruchsbegründende
Änderung ausgewiesen bzw. eingetreten ist, ist im Rahmen des
Eintretens (noch) nicht Beschwerdethema. Diese Vorgaben haben im
konkreten Fall zur Folge, dass der Antrag des Beschwerdeführers auf
Einholung eines Gutachtens abzuweisen ist. Als irrelevant erweist sich
ebenfalls der Verweis des Beschwerdeführers auf den Abklärungsbericht
des Hausarztes/Allgemein-praktikers Dr. med. K._ vom 23. Januar
2017, da dieser erst nach Erlass der strittigen Verfügung vom 15.
Dezember 2016 erstellt wurde, für die gerichtliche Überprüfung aber
einzig der Sachverhalt bis zum jeweiligen Verfügungszeitpunkt
massgebend sein kann (BGE 129 V 1 E.1.2).
2. a) In materieller Hinsicht gilt es zunächst auf die Voraussetzungen für die
Prüfung einer IV-Neuanmeldung hinzuweisen. Hat die IV-Stelle eine
Rente sowie andere Versicherungsleistungen wegen eines zu geringen
Invaliditätsgrads rechtskräftig verweigert bzw. eine bisherige Rente
eingestellt, so wird ein neuerliches Gesuch zum Bezug von
Versicherungsleistungen lediglich geprüft, wenn die versicherte Person
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glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den
Anspruch erheblichen Weise verändert hat (Art. 87 Abs. 3 in Verbindung
mit Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV;
SR 831.201]; BGE 133 V 108 E.5.2, 130 V 343 E.3.5, 117 V 198 E.4b;
vgl. zudem MEYER/REICHMUTH, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.],
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30-31 Rz. 117). Erheblich im Sinne von Art.
87 Abs. 2 IVV ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden
kann, der Anspruch auf eine IV-Rente oder deren Erhöhung sei
begründet, sofern sich die geltend gemachten Umstände als richtig
erweisen (Urteil des eidgenössischen Versicherungsgerichts I 484/00 vom
21. März 2001 E.1b/bb). Zeitlicher Ausgangspunkt für die Prüfung der
veränderten Verhältnisse bildet die letzte materielle Beurteilung des
Rentenanspruches mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (vgl.
BGE 130 V 64 E.5.2.3; Urteile des Bundesgerichtes 8C_183/2016 vom 9.
Mai 2016 E.2.1, 8C_266/2015 vom 29. Juni 2015 E.2.2 sowie
9C_683/2013 vom 2. April 2014). Zwischenzeitlich ergangene
Nichteintretensverfügungen sind unbeachtlich (BGE 130 V 71 E.3.2.3).
b) Mit dem Beweismass der Glaubhaftmachung sind herabgesetzte
Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss
also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 126 V 353 E.5b). Es
genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten
rechtserheblichen Sachumstands wenigstens gewisse Anhaltspunkte
bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist,
bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht
erstellen lassen. Dabei ist u.a. zu berücksichtigen, ob die frühere
Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt und
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dementsprechend an die Glaubhaftmachung mehr oder weniger hohe
Anforderungen zu stellen sind (BGE 109 V 108 E.2b; Urteil des
Bundesgerichts 9C_236/2011 vom 8. Juli 2011 E.2.1.1). Im konkreten Fall
liegt die letzte Verfügung vom 4. April 2014 mit umfassender materieller
Überprüfung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers im
Vergleich zur hier strittigen (Nichteintretens-) Verfügung vom 15.
Dezember 2016 erst zweieinhalb (2 1⁄2) Jahre zurück, so dass an die
Glaubhaftmachung erhöhte Anforderungen zu stellen sind.
3. a) Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob es dem Beschwerdeführer gelungen
ist, eine anspruchserhebliche Änderung seines Gesundheitszustandes
glaubhaft zu machen. In Bezug auf den vorliegenden Fall steht in
tatsächlicher Hinsicht fest, dass sich der Beschwerdeführer erstmals am
28. Januar 2005 zum Leistungsbezug bei der Beschwerdegegnerin
anmeldete (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 2). Diesem
Begehren entsprach die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 17.
März 2006 und sprach ihm eine halbe Rente auf der Basis eines
Invaliditätsgrads von 57 % zu (Bg-act. 52) zu. Mit Verfügung vom 27. Mai
2008 wurde neu auf die Gewährung einer ganzen Rente bei einem
Invaliditätsgrad von 100 % erkannt (Bg-act. 122). Im Rahmen einer
ordentlichen Rentenrevision wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung
vom 4. April 2014 mitgeteilt, dass sich sein Gesundheitszustand seit
Januar 2014 aus medizinischer Sicht gebessert habe und ihm daher eine
vorwiegend sitzende Tätigkeit ganztags mit vermehrten Pausen zu 85 %
wieder zumutbar sei (Bg-act. 176). Mit Verfügung vom 19. Februar 2016
trat die Beschwerdegegnerin auf ein Gesuch des Beschwerdeführers um
erneute Zusprechung einer IV-Rente mangels Glaubhaftmachung
veränderter Verhältnisse überhaupt nicht ein (Bg-act. 201). Die IV-
Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 1. Juni 2016 (Bg-act. 209)
führte sodann zur hier angefochtenen Verfügung vom 15. Dezember
2016, worin der Vorbescheid vom 30. Juni 2016 betreffend Nichteintreten
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auf die IV-Neuanmeldung mangels Glaubhaftmachung einer
Verschlechterung des Gesundheitszustands samt Restarbeitsfähigkeit
von 85 % bestätigt wurde (Bg-act. 227). Gerade dies ist hier strittig und
vom Gericht zu entscheiden. Ob der Beschwerdeführer wirklich glaubhaft
machen konnte, dass seine gesundheitliche Verfassung eine
rechtserhebliche Änderung erfahren hat, ist somit nachfolgend zu
ermitteln, indem der der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. April
2014 zugrundeliegende Sachverhalt mit dem Sachverhalt verglichen wird,
wie er sich bis zum Abschluss des vorinstanzlichen Verfahrens mit
Verfügung vom 15. Dezember 2016 präsentiert und verwirklicht hat.
Dabei ist von Bedeutung, ob die vorliegenden medizinischen Akten (seit
April 2014 bis Ende 2016) im Vergleich zu den früher massgebenden
Arzt- und Klinikberichten (bis April 2014) wenigstens gewisse
Anhaltspunkte für beträchtlich veränderte Sachumstände enthalten, die
einen rentenrelevanten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers gehabt haben. Um dies beurteilen zu können, ist es
sinnvoll, die vorhandenen Arzt- und Klinikberichte für die einzelnen
Zeiträume kurz in chronologischer Reihenfolge zu resümieren.
b) Die Verfügung vom 4. April 2014 (Bg-act. 176) basierte dabei auf
folgenden Akten:
 Im Abklärungsbericht vom 30. Juli 2013 der Rheumatologin Dr. med. B._ wurden die Diagnosen Gonarthrose bds. (Knie links/rechts) und ein chronisches lumbospondylogenes bis –radikuläres  mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich seit dem letzten Bericht tendenziell verschlechtert. Die Zunahme der Schmerzsymptomatik sei wahrscheinlich auf fortgeschrittene degenerative Veränderungen zurückzuführen (Bg-act. 161 S.1/3).
 Im interdisziplinären Gutachten IME vom 25. Januar 2014 des Rheumatologen Dr. med. C._ und des Psychiaters Dr. med. D._ inkl. Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (ELF) vom 9./10. Januar 2014 wurde aus psychiatrischer Sicht keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Rheumatologisch wurden die Diagnosen von Dr. med. B._
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bestätigt. In der bisher mittelschweren Tätigkeit als Waggonreiniger SBB oder einer vergleichbaren Tätigkeit wurde der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig eingestuft. Eine vorwiegend sitzende Tätigkeit ganztägig mit vermehrten Pausen von ca. 1 – 1 1⁄2 Stunden pro Tag sei ihm jedoch zumutbar. Tiefe Arbeitspositionen, insbesondere auch das Heben von Gewichten und die Fortbewegung mit Gewichtsbelastungen seien möglichst zu vermeiden (Maximalbelastung Heben-Taillen-zu Kopfhöhe 15 kg; Hände 12.5 kg und Traglasten vorne 17.5 kg). Statische Arbeitspositionen – wie vorgeneigtes Stehen und Gehen, Stossen und Ziehen seien nur noch max. zu 1⁄2 bis 3 Stunden pro Tag möglich. In einer leichten vorwiegend sitzenden Tätigkeit bestehe aber noch eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 85 % und in einer leichten bis max. mittelschweren adaptierten Tätigkeit von mindestens 50 %. Aus rheumatologischer Sicht sei eine Verbesserung des Gesundheitszustandes seit dem letzten materiellen Entscheid am 30. Januar 2009 zu bejahen. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit eindeutig nicht eingeschränkt (Bg-act. 171 S. 47-90).
 In der Abschlussbeurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes durch Dr. med. E._ (RAD-Ärztin) vom 14. Februar 2014 wurde festgehalten, dass aus somatischer Sicht degenerative Beschwerden der Knie und Lendenwirbelsäule vorlägen. Grundsätzlich sei bei solchen Diagnosen im Laufe der Jahre ein Fortschreiten der nachweisbaren Veränderungen zu erwarten. Zur Klärung der Frage, ob psychische Ursachen bestünden oder eine Zunahme der degenerativen Schäden eingetreten sei, sei eine interdisziplinäre Begutachtung (IME) angezeigt gewesen. Sowohl der Rheumatologe wie auch der Psychiater hätten eine Besserung des Gesundheitszustands attestiert. Die degenerativen Schäden des Bewegungsapparats selbst hätten sich nicht verändert, aber zweifellos deren klinische Symptome und damit die Funktionsausfälle. Zum Zeitpunkt des IME-Gutachtens seien verglichen mit den Vorbefunden keine Zeichen einer Reizsymptomatik nachweisbar gewesen. Aus psychiatrischer Sicht sei bestätigt worden, dass keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Gesamthaft attestierten beide Gutachter eine 85 % Arbeitsfähigkeit in angepasster überwiegend sitzender Tätigkeit (ab Januar 2014). Der Anspruch auf Rentenleistungen müsse daher auf der Basis eines gebesserten Gesundheitszustands mit einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als  bzw. einer 85%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit überprüft werden (Bg-act. 177 S.13-14).
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c) Die Verfügung vom 19. Februar 2016 (Bg-act. 201), mit der auf ein neues
Leistungsbegehren mangels Glaubhaftmachung nicht eingetreten wurde,
fusste darauf:
 Im Schreiben vom 24. September 2015, das vom Versicherten mitunterzeichnet wurde, hielt der Rheumatologe Dr. med. F._ fest, dass der Patient wegen massiver Schmerzen im linken Kniegelenk in seine Sprechstunde gekommen sei. Die  habe neben erheblichen Knorpelschäden eine Meniskusläsion, welche operiert werden sollte, gezeigt. Dazu bestehe eine massive Spondoarthropathie der Lendenwirbelsäule. Der Patient sei vor allem wegen der Knieproblematik nicht arbeitsfähig und sollte von der IV-Ärzteschaft noch untersucht und beurteilt werden (Bg-act. 193; Sachverhalt Ziff. 9, hiervor).
 Aus der Beurteilung der RAD-Ärztin Dr. med. E._ vom 18. Dezember 2015 geht hervor, dass die geschilderten Kniebeschwerden links bereits bekannt seien und schon 2003 und 2006 Anlass zu zwei Operationen gegeben hätten. Sie seien im Vergleichsgutachten aus dem Jahre 2013 entsprechend gewürdigt worden. Es bestünden somit keine Hinweise auf eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands. Die bekannten Kniebeschwerden würden mit zwei weiteren Berichten, die einen unveränderten Zustand gemäss Dr. med. L._ explizit bestätigten, weiter dokumentiert. Es lägen daher keine neuen Gesichtspunkte vor (Bg-act. 202 S.3 und 5).
d) Für die Beurteilung der IV-Neuanmeldung vom 1. Juni 2016 (Bg-act. 209)
wurde sodann auf folgende medizinischen Grundlagen/Fakten abgestellt:
 Im Abklärungsbericht des Chefarztes für orthopädische Chirurgie und Traumatologie Dr. med. G._ vom 17. März 2016 wird vermerkt, dass sich die Situation nicht gebessert habe und der Patient mehr und mehr an invalidisierenden Schmerzen im Bereich des linken Kniegelenkes leide (Bg-act. 212 S. 1).
 In den Berichten der Kliniken Valens vom 29. März 2016 [Job Match], 11. April 2016 [Interdisziplinäre Schmerzsprechstunde] und 12. April 2016 [Psychosomatik] wurden folgende Diagnosen gestellt: 1. Gonarthrose bds.; 2. Chronisches lumbosponylogenes Syndrom; 3. Anam-nestisch leichte bis mittelschwere depressive Episode derzeit in Remission; 4. Anpassungsreaktion bei aktuell zunehmend angespannter psychosozialer Situation (finanzielle Sorgen) mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen – Zukunftsängste; 5. Hyperlipidämie; 6. Arterielle Hypertonie. Zur
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Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, dass die beobachtete Belastbarkeit im Wesentlichen einer leichten Tätigkeit (Hantieren von Lasten selten bis maximal 10 kg) ganztags entspreche. Als spezielle Einschränkung sollte Treppensteigen nur selten vorkommen (1-5 % eines normalen Arbeitstages) sowie Sitzen, Gehen, Arbeiten über Schulterhöhe und Stehen vorgeneigt nur manchmal vorkommen (6-33 % eines normalen Arbeitstages). Insgesamt könne aber erst von der Ausführung dieser Tätigkeit nach operativer Intervention der Kniegelenke, mindestens des linken Kniegelenks, ausgegangen werden. Auch nach Sanierung der Kniegelenke sei von keiner höheren arbeitsspezifischen Belastbarkeit auszugehen. Der Patient habe seinerseits zu erkennen gegeben, dass er ebenfalls wesentlich sein Schmerzproblem in beiden Knien, nicht aber seine psychische Situation als einschränkend erlebe für die Teilnahme am ersten Arbeitsmarkt oder am allgemeinen Leben (Bg-act. 212 S. 3, 10/11, 16).
 Im Abklärungsbericht des Psychiaters Dr. med. H._ vom 11. Mai 2016 wurde eine lang anhaltende Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer Gefühle (Sorgen, Ärger, depressive Anteile schwunghaft) ICD-10 F.43.23 diagnostiziert. Seit März 2016 hätten sich die psychosomatischen Beschwerden verstärkt, deswegen sei der Patient momentan nur zum Teil im ersten Arbeitsmarkt vermittelbar. Ein dreimonatiges Arbeitstraining in einer geschützten Werkstatt sei sinnvoll, um beim Patienten die Teilarbeitsunfähigkeit zu bestimmen und den Rest der Arbeitsfähigkeit zu beurteilen (Bg-act. 212 S.17-18).
 Aus dem ärztlichen Zeugnis der Rheumatologin Dr. med. I._ vom 1. Juni 2016 geht hervor, dass die Arbeitsfähigkeit des Patienten 20 % für leichte Arbeiten betrage. Hantieren mit Lasten selten bis max. 10 kg, Treppensteigen nur selten, Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen erwünscht, keine längerdauernden Arbeiten über Schulterhöhe, keine Arbeiten in vornübergebeugter Stellung (Bg-act. 213).
 Der RAD-Beurteilung von Dr. med. E._ vom 28. Juni 2016 ist zu entnehmen, dass sich die Kniebeschwerden gegenüber 2015 und Anfang 2016 nicht verändert haben. Bereits 2014 sei bezüglich angepasster Tätigkeit einschränkend formuliert worden, dass diese vorwiegend im Sitzen ausgeübt werden sollten und leicht bis max. mittelschwer sein dürften. Auch in einer ideal adaptierten Tätigkeit sei von einer Leistungsminderung wegen vermehrt notwendiger Pausen ausgegangen worden. (Im aktuellen Job Match der Kliniken Valens werde eine ganztätige Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminderung als zumutbar erachtet). Die behandelnde Rheumatologin beurteile denselben Sachverhalt anders. Zur Einschätzung des behandelnden Psychiaters sei angemerkt, dass wenn [...] ein guter Teil der vom
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psychiatrischen Facharzt angegebenen Symptome (..) auf die drohende bzw. erfolgte Renteneinstellung zurückzuführen sein dürften, diese IV-rechtlich unerheblich seien. Eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands sei nicht objektivierbar (Bg-act. 228 S. 4).
 Im ersten Abklärungsbericht des Hausarztes und Allgemeinpraktikers
Dr. med. K._ vom 18. August 2016 wurde festgehalten, dass die Abweisung des Einspruchs seines Patienten aus medizinischen Gründen nicht nachvollziehbar sei. Eine erneute orthopädische Beurteilung vom 15. August 2016 durch Dres. med. G._/L._ habe klar gezeigt, dass in Anbetracht der fortgeschrittenen Gonarthrose links die Indikation zur Prothesen-Implantation gegeben sei. Er (Dr. med. K._) bitte daher um Neubeurteilung der Gesamtsituation, vorerst aus orthopädischer Sicht. Inwieweit sich die Sanierung der Kniegelenke auf die Rückenbeschwerden und die depressiven Symptome auswirke, könne erst zu einem späteren Zeitpunkt beurteilt werden (Bg-act. 224 S. 1).
 Im Bericht vom 30. November/1. Dezember 2016 hielt Dr. med. K._ fest: Seit Januar 2016 bestehe mindestens eine invalidisierende Gonarthrose links > rechts. Die bisherige Tätigkeit und andere Tätigkeiten seien dem Patienten nicht mehr zumutbar. In Anbetracht der invalidisierenden Gonarthrose links > rechts sei vor einer operativen Sanierung dieser Probleme eine Arbeit kaum möglich und schon gar nicht vermittelbar. Eine sitzende Tätigkeit sei wegen der Rückenprobleme während höchstens einer Stunde möglich (. 226 S. 1 und S. 4).
 Aus dem Bericht von Dr. med. L._, Facharzt für orthopädische Chirurgie vom 18. August 2016 geht hervor, dass beim Patienten eine deutlich symptomatische progrediente Gonarthrose links im Vordergrund stehe. Bei anhaltendem Leidensdruck und Schmerzhaftigkeit sei aus orthopädischer Sicht die Indikation zur Implantation einer Knieprothese links gegeben (Bg-act. 226 S. 6).
 Im neueren Bericht vom 14. November 2016 hielt Dr. med. L._ fest: Der Gesundheitszustand des Patienten habe sich, ohne Änderung der Diagnose, verschlechtert. Eine zunehmende Symptomatik sei seit den letzten Untersuchungen 2014/2015 eingetreten. Im heutigen Zeitpunkt sei das Ausmass der Gonarthrose gestiegen, sodass die Indikation für eine Knieprothesenimplantation in den Vordergrund gerückt sei. Eventuell sei eine behinderungsgerechte Tätigkeit halbtags ohne kniebelastende Haltung zu prüfen. Insbesondere bei ganztätigen Beschäftigungen bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit. Aus
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orthopädischer Sicht seien keine anderen Tätigkeiten realistisch (. 225 S. 1-4).
 Laut Beurteilung vom 23. August 2016 der RAD-Ärztin Dr. med. E._ hat sich der Gesundheitszustand des Versicherten im Vergleich zu ihrer Stellungnahme vom 28. Juni 2016 nicht in relevantem Ausmass verändert. Da jetzt allerdings konkret eine Knieprothesenimplantation erwogen werde, sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit ab dem Operationsdatum bis Abschluss der Rekonvaleszenz ausgewiesen. Bis dahin gelte die Beurteilung vom 28. Juni 2016 (Bg-act. 228 S. 6, 7).
 In der Beurteilung vom 14. Dezember 2016 hielt Dr. med. E._ fest: Bis heute habe noch keine Operation stattgefunden. Eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustands sei wohl gegeben; diese habe aber keinen Einfluss auf die zuzumutende Arbeitsfähigkeit. Die beiden Knie müssten maximal geschont werden und es seien dem Patienten eben nur noch sitzende Tätigkeiten zumutbar (Bg-act. 228 S. 7).
Gestützt auf die letzte und aktuellste Beurteilung vom 14. Dezember 2016
der RAD-Ärztin Dr. med. E._ anerkannte die Beschwerdegegnerin
eine Verschlechterung des Gesundheitszustands beim
Beschwerdeführer, sie verneinte jedoch deren Einfluss auf die zumutbare
Arbeitsfähigkeit (85 % in einer leidensangepassten Tätigkeit) wie bereits
in der materiell längst rechtskräftigen Verfügung vom 4. April 2014,
weshalb sie Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren vom 1. Juni
2016 beschloss.
e) Das streitberufene Gericht hält zunächst fest, dass die Knie- und
Rückenprobleme beim Beschwerdeführer bereits mit Verfügung vom 4.
April 2014 materiell gewürdigt und beurteilt wurden (s. im Sachverhalt Ziff.
8, hiervor). Die Arbeitsfähigkeit von 85 % in einer leidensadaptierten
Tätigkeit – will heissen in einer körperlich leichten, wechselbelastenden,
überwiegend sitzenden Tätigkeit ganztags mit vermehrter
Pausenbedürftigkeit von ca. 1 bis 1 1⁄2 Stunden pro Tag – wurde im IME-
Gutachten vom 25. Januar 2014 als Grundlage für die Verfügung vom 4.
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April 2014 mit überzeugenden Argumenten umfassend und plausibel
begründet (Bg-act. 171 S. 47-90). Zutreffend ist ausserdem, dass in den
nachfolgenden Abklärungsberichten seit der IV-Neuanmeldung vom 1.
Juni 2016 dieselben Diagnosen und Gesundheitsbeschwerden
beschrieben wurden; indessen gemäss den letzten Abklärungsberichten
von Dr. med. L._ (Bg-act. 225 S. 1-4 und Bg-act. 226 S. 6) sowie Dr.
med. M._ (Bg-act. 224 S. 1 und Bg-act. 226 S.1 und S. 4) das
Ausmass der Gonarthrose links gestiegen sei und sich damit der
Gesamtzustand des Patienten verschlechtert habe. Dass diese – selbst
von der Beschwerdegegnerin nicht bestrittene – Verschlechterung des
Gesundheitszustands aber auch Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
von 85 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit gehabt haben soll, ist nach
Auffassung des Gerichts zu verneinen. Für eine solche Annahme oder
Schlussfolgerung fehlen triftige Anhaltspunkte in den medizinischen
Akten. Im Bericht der Kliniken Valens vom 29. März 2016 wird – bei
unveränderter Diagnose wie sie der Verfügung vom 4. April 2014
zugrunde gelegen hatte – festgehalten, dass die beobachtete
Belastbarkeit (im Job Match) einer leichten Tätigkeit ganztags entspreche
(Bg-act. 212 S. 3, 10-11, 16). Richtig ist zudem auch die Einschätzung
und Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. med. E._ vom 28. Juni 2016
(Bg-act. 228 S. 4), wonach die behandelnde Rheumatologin Dr. med.
N._ denselben Sachverhalt in ihrem ärztlichen Zeugnis (Bg-act. 213)
bloss anders beurteilt habe. Im Weiteren bestätigte der Facharzt für
orthopädische Chirurgie, Dr. med. L._, die bisherige Einschätzung
der Beschwerdegegnerin, dass keine kniebelastenden Tätigkeiten mehr
zumutbar seien und bei (allenfalls) ganztägigen Beschäftigungen eine
verminderte Leistungsfähigkeit bestehe (Bg-act. 225 S.1-4). Gemäss den
Berichten des Hausarztes und Allgemeinpraktikers Dr. med. K._ sei
eine sitzende Tätigkeit wegen der Rückenprobleme während höchstens
einer Stunde möglich (Bg-act. 226 S. 1 und S. 4). In Würdigung und nach
Gegenüberstellung der hier relevanten medizinischen Akten (im Zeitraum
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von 2014 bis 2016) ist das Gericht indes zum Schluss gelangt, dass
aufgrund der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Arztberichten noch
nicht "glaubhaft" eine wesentliche Verschlechterung des
Gesundheitszustands mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt
wurde. Die unbestrittene Gesundheitsverschlechterung seit 2016 ist
(noch) nicht derart gravierend, dass dem Beschwerdeführer eine
adaptierte Tätigkeit nicht mehr mit einer Arbeitsfähigkeit von 85 % (in
vorwiegend sitzender Arbeitshaltung) zumutbar und möglich wäre.
Während den Arbeitspausen besteht für den Beschwerdeführer nämlich
ohne weiteres die Möglichkeit, den Rücken zu entlasten sowie
entsprechende Entspannungs- und Lockerungsübungen zu machen. Die
vorwiegend sitzende Tätigkeit kann durch zeitweiliges Aufstehen und
kurzes Gehen am Arbeitsplatz unterbrochen und damit zielführend und
erfolgsversprechend zur Rückenentlastung eingesetzt werden. Am
Entscheid der Beschwerdegegnerin auf die Beschwerde betreffend IV-
Neuanmeldung vom 1. Juni 2016 nicht einzutreten, gibt es mangels
Glaubhaftmachung wesentlich veränderter Umstände seit der letzten
materiellen Rentenüberprüfung mit Verfügung vom 4. April 2014 (bis zum
hier massgebenden Beurteilungszeitpunkt mit Verfügung vom 15.
Dezember 2016) somit nichts auszusetzen. Die unbestrittene
Verschlechterung des Gesundheitszustands konnte für diesen Zeitraum
(2014-2016) demnach (noch) nicht in einer für den Rentenanspruch
erheblichen Weise glaubhaft dargelegt werden. Dies hat im Resultat zur
Konsequenz, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
f) Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass der Beschwerdeführer
mit seinem Hinweis auf die fehlende 'Selbsteingliederung' ebenfalls nicht
durchgedrungen wäre. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer
Vernehmlassung (S. 4-5) zu Recht anführt, geht es hier nicht um eine
revisionsweise Aufhebung oder Herabsetzung der IV-Rente. Gegenstand
des Beschwerdeverfahrens bildet einzig die Frage, ob die
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Beschwerdegegnerin auf die IV-Neuanmeldung hätte eintreten und damit
das Gesuch um erneute IV-Leistungen ab dem 1. Juni 2016 auch
materiell hätte prüfen müssen. Die höchstrichterliche Rechtsprechung,
wonach eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
ausnahmsweise nicht auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten
ist, findet hier gerade keine Anwendung. Diese Praxis ist auf Fälle
beschränkt, in denen die revisionsweise Aufhebung oder Herabsetzung
der IV-Rente eine versicherte Person betrifft, welche das 55. Altersjahr
zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (s.
Urteile des Bundesgerichts 9C_524/2015 vom 30. November 2015 E.4
und 9C_183/2015 vom 19. August 2015 E.5). Im konkreten Fall war (und
ist) es dem Beschwerdeführer – wie bereits mit Verfügung vom 4. April
2014 festgestellt – aber zuzumuten, die verbliebene Arbeitsfähigkeit von
85 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit auf dem Wege der
Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten.
4. a) Der angefochtene Nichteintretensentscheid der Beschwerdegegnerin vom
15. Dezember 2016 ist damit rechtens und vertretbar, was zu seiner
Bestätigung und zur Abweisung der Beschwerde vom 26. Januar 2017
führt, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann (vgl. E.1b,
hiervor).
b) Nach Art. 69 Abs.1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung
von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs des
Beschwerdeverfahrens rechtfertigt es sich hier, dem unterliegenden
Beschwerdeführer die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl.
Art. 73 Abs. 1 VRG). Eine aussergerichtliche (Partei-) Entschädigung
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steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus
Art. 61 lit. g ATSG).