# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** dff2bf86-ed8c-46ff-b8ab-ca1777ee0e92
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

dieser Sachverhaltsabklärungen hob sie die Rentenzusprache vom
18. September 2012 mit Verfügung vom 14. April 2015 in Anwendung von
Art. 53 Abs. 1 ATSG auf, verneinte den Anspruch von A._ auf eine
Invalidenrente und stellte die Versicherungsleistungen per 31. Mai 2012
ein. Zugleich entzog sie einer allfälligen gegen diesen Entscheid
erhobenen Einsprache die aufschiebende Wirkung. Dagegen erhob
A._ am 4. Mai 2015 Einsprache bei der B._, die sie am 22. Juni
2015 begründete. Mit Schreiben vom 2. Oktober 2015 beantragte sie
ausserdem, die aufschiebende Wirkung der Einsprache
wiederherzustellen. Diesen prozessualen Antrag wies die B._ mit
Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 ab.
3. Gegen diese abschlägige Zwischenverfügung reichte A._
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 19. November 2015 Beschwerde
beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein. Darin beantragte
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sie, die Verfügung vom 15. Oktober 2015 sei aufzuheben und es sei die
aufschiebende Wirkung der Einsprache vom 4. Mai 2015
wiederherzustellen. Ausserdem sei die B._ zu verpflichten, innert
einer vom Gericht anzusetzenden Frist den Einspracheentscheid
betreffend die Verfügung vom 14. April 2015 resp. die dagegen am 4. Mai
2015 erhobene Einsprache zu erlassen. Begründend führte die
Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, die B._ habe die 90-
tägige Revisionsfrist mit dem Erlass der Verfügung vom 14. April 2015
nicht eingehalten. Schon aus diesem Grunde erweise sich die
angefochtene Zwischenverfügung als offensichtlich unhaltbar. Zudem
seien die Interessen der Beschwerdeführerin am weiteren Erhalt der
bisher bezogenen Invalidenrente höher zu gewichten als die Interessen
der B._ an einer sofortigen Renteneinstellung. Die von diesem
Entscheid betroffene Invalidenrente sei die Existenzgrundlage der
Beschwerdeführerin (gewesen), weshalb es nicht angehe, den Interessen
der B._ höheres Gewicht beizumessen als jenen der
Beschwerdeführerin. Deshalb sei die aufschiebende Wirkung der
Einsprache wiederherzustellen. Im Übrigen habe die B._ es
versäumt, innert angemessener Frist einen Einspracheentscheid zu
erlassen.
4. Die B._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer
Beschwerdeantwort vom 21. Januar 2016 die Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung brachte sie hauptsächlich vor, die
Aktenlage zeige eine massive Diskrepanz zwischen dem Verhalten der
Beschwerdeführerin in den Videosequenzen und deren Präsentation von
gesundheitlichen Beschwerden gegenüber ihren behandelnden Ärzten,
weshalb sich die ursprüngliche Rentenzusprache nach Einschätzung des
in dieser Angelegenheit konsultierten Vertrauensarztes von Anfang an als
falsch erweise. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin habe
die Beschwerdegegnerin die gebotenen medizinischen Abklärungen
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überdies mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz vorangetrieben.
Die Revisionsverfügung vom 14. April 2015 sei somit als rechtzeitig
erfolgt anzusehen. Die Beschwerdeführerin sei zudem nicht mittellos,
werde sie doch von ihrem Ehemann unterstützt und erhalte von der
Deutschen Rentenversicherung eine Invalidenrente. Sollten diese
finanziellen Mittel zur Deckung des Lebensunterhalts nicht genügen, so
sei es ihr zuzumuten, solange Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, bis
über ihren Anspruch auf Versicherungsleistungen entschieden worden
sei. Die angefochtene Zwischenverfügung erweise sich folglich als
rechtens. Hinsichtlich der geltend gemachten Rechtsverzögerung sei zu
berücksichtigen, dass sich das vorliegende Dossier aufgrund des
eurointernationalen Bezugs, der komplizierten und umfangreichen
Krankengeschichte sowie den Sachverhaltsermittlungen in Richtung
Versicherungsmissbrauch als sehr komplex erweise. Die abermalige
Begutachtung zur Beurteilung der Erwerbs- und Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin stehe sodann notorisch dem Erlass eines
Einspracheentscheids innert zwei Monaten entgegen.
5. Zu diesen Vorbringen nahm die Beschwerdeführerin unter Erneuerung
ihrer Anträge in der Replik vom 5. Februar 2016 Stellung. Die
Beschwerdegegnerin hielt in der Duplik vom 29. Februar 2016 ihrerseits
an ihren Anträgen fest und wies die Argumentation der
Beschwerdeführerin zurück. Am 3. März 2016 äusserte sich die
Beschwerdeführerin dazu, ohne ihre Anträge zu verändern. Die
Beschwerdegegnerin nahm dazu in der Quadruplik vom 16. März 2016
Stellung. Am 24. März 2016 reichte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin seine Honorarnote ein.
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien sowie die
eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hat von Amtes wegen
zu prüfen, ob eine Beschwerde die Prozessvoraussetzungen erfüllt (vgl.
Art. 4 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG;
BR 370.100]). Fehlt es an einer Prozessvoraussetzung, tritt das Gericht
auf die Beschwerde nicht ein. Sind die Prozessvoraussetzungen
gegeben, so untersucht es die Streitsache auf ihre materielle
Begründetheit hin (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI,
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl.,
Basel 2013, Rz. 693). Im vorliegenden Fall besteht hinsichtlich der für das
Eintreten massgeblichen Prozessvoraussetzungen die Besonderheit,
dass die Beschwerdeführerin einerseits gegen die Zwischenverfügung
vom 15. Oktober 2015 Beschwerde erhebt, andererseits eine formelle
Rechtsverweigerung in Form einer Rechtsverzögerung geltend macht.
Für diese beiden Vorbringen gelten teilweise unterschiedliche
Prozessvoraussetzungen, weshalb nachfolgend zunächst zu prüfen ist,
ob auf die gegen die Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 erhobene
Beschwerde eingetreten werden kann. Anschliessend wird zu
untersuchen sein, wie es sich bezüglich der überdies geltend gemachten
Rechtsverzögerung verhält.
2. a) Mit Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 hat die
Beschwerdegegnerin den Antrag der Beschwerdeführerin um
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Einsprache vom
4. Mai 2015 abgewiesen. Diese Verfügung schliesst das vorinstanzliche
Verfahren nicht ab, sondern stellt lediglich einen Schritt auf dem Weg zum
Erlass des noch ausstehenden verfahrensabschliessenden
Einspracheentscheids dar. Hierbei handelt es sich folglich um eine
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prozessleitende Verfügung im Sinne von Art. 55 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht (ATSG;
SR 830.1) i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das
Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021), gegen welche keine
Einsprachemöglichkeit besteht. Ein solcher Entscheid kann unter
Beachtung der allgemeinen verfahrensrechtlichen Grundsätze direkt beim
zuständigen Versicherungsgericht angefochten werden, sofern der in der
Hauptsache zu fällende Einspracheentscheid mit Beschwerde
angefochten werden kann (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung [UVG; SR 832.2] i.V.m. Art. 56 ATSG). Letzteres trifft
gemäss Art. 56 Abs. 1 ATSG im vorliegenden Fall zu, womit es sich bei
der Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 um ein taugliches
Anfechtungsobjekt handelt.
b) Die Beurteilung von Beschwerden, mit denen solche
sozialversicherungsrechtliche Zwischenverfügungen angefochten werden,
obliegt gemäss Art. 58 Abs. 1 ATSG dem Versicherungsgericht
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person ihren Wohnsitz oder
der beschwerdeführende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung
Wohnsitz hat. Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person oder
des beschwerdeführenden Dritten im Ausland, so ist das
Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich der
letzte schweizerische Wohnsitz der versicherten Person befand oder in
dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 2
ATSG). In Bezug auf den vorliegenden Fall steht diesbezüglich in
tatsächlicher Hinsicht fest, dass die im Ausland wohnende
Beschwerdeführerin vor dem Unfall vom 5. Januar 2000 bei einem
Restaurantbetrieb in X._ tätig war (vgl. Akten der
Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 1), welches als Einzelunternehmung
organisiert ist und dessen Inhaber, soweit ersichtlich, in X._ wohnt.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist somit für die
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Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig. Dessen
sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 49 Abs. 2 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) i.V.m.
Art. 57 ATSG. Die Beurteilung der gegen die Zwischenverfügung vom
15. Oktober 2015 gerichteten Beschwerde fällt folglich in die
Zuständigkeit des angerufenen Gerichts.
c) Nach gefestigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung können
sozialversicherungsrechtliche Zwischenverfügungen, wie die vorliegend
angefochtene, beim zuständigen Versicherungsgericht angefochten
werden, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken
könnten (BGE 138 V 271 E.1.2.1, 132 V 418 E.2.3.1; zum ganzen auch
Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 13 144 vom
8. April 2014 E.1b, S 12 130 vom 5. November 2013 E.1; PHILIPP EGLI,
Rechtsverwirklichung durch Sozialversicherungsverfahren, Diss., Zürich
2012, S. 215 ff.; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 56 N. 20). Dieses Erfordernis gilt nicht erst
als erfüllt, wenn sich die nachteiligen Folgen einer Zwischenverfügung
nicht durch einen für die beschwerdeführende Partei günstig ausfallenden
Endentscheid beseitigen lassen und insofern als irreparabel erscheinen.
Vielmehr genügt bereits ein schutzwürdiges tatsächliches oder rechtliches
Interesse an einer selbständigen gerichtlichen Überprüfung, das von
einigem Gewicht ist (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 910; KIESER,
a.a.O., Art. 56 N. 17; SCARTAZZINI, a.a.O., S. 318). Ob ein solches
Interesse im Einzelfall vorliegt, ist nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung nicht nur anhand eines einzigen Kriteriums, sondern
aufgrund jenes Merkmals zu prüfen, das der angefochtenen
Zwischenverfügung am besten entspricht (BGE 110 V 355). Für die
Verwaltung kann es sich hierbei etwa um die Gefahr handeln, dass von
der Versicherten bis zum Abschluss des Verfahrens bezogene
Leistungen, die sich als unrechtmässig erweisen und deswegen
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zurückzuerstatten sind, nicht mehr erhältlich gemacht werden können
(BGE 124 V 82 E.4; GUSTAVO SCARTAZZINI, Zum Institut der
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde in der
Sozialversicherungsrechtspflege, in: SZS 1993 S. 319 f. mit weiteren
Hinweisen). Umgekehrt hat das eidgenössische Versicherungsgericht bei
einer Versicherten in prekären finanziellen Verhältnissen, die geltend
machte, dass sie bei einem Entzug der aufschiebenden Wirkung auf
öffentliche Unterstützung angewiesen wäre, den nicht
wiedergutzumachenden Nachteil bejaht (vgl. BGE 105 V 267 f., Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 760/05 vom 24. Mai 2006;
SCARTAZZINI, a.a.O., S. 319).
d) Die angefochtene Zwischenverfügung hat zur Folge, dass die
Beschwerdeführerin die ihr mit Verfügung vom 18. September 2012
zugesprochene Invalidenrente im Betrag von monatlich Fr. 3'209.-- seit
dem 1. Mai 2015 nicht mehr erhält. Diese Einkommenseinbusse trifft die
Beschwerdeführerin, die keiner Erwerbstätigkeit nachgeht und von
Rentenleistungen lebt, empfindlich. Daran ändert die Tatsache nichts,
dass die Beschwerdeführerin nach der insoweit übereinstimmenden
Sachverhaltsdarstellung der Parteien zusätzlich zur streitigen
Invalidenrente eine Invalidenrente der Deutschen Rentenversicherung
bezieht, reicht doch diese nach glaubhafter Darstellung der
Beschwerdeführerin nicht aus, um deren Lebensunterhalt zu decken.
Durch die angefochtene Zwischenverfügung erleidet die
Beschwerdeführerin folglich einen erheblichen finanziellen Nachteil, der
sich durch einen positiven Rentenentscheid insoweit nicht mehr
beseitigen liesse, als sie zwischenzeitlich auf öffentliche Unterstützung
angewiesen sein könnte und sich deshalb gezwungen sähe, allfällige
Vermögenswerte zu veräussern. Die Beschwerdeführerin erleidet durch
die angefochtene Zwischenverfügung demnach einen nicht
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wiedergutzumachenden Nachteil. Ihre Beschwerdelegitimation ist daher in
Bezug auf die Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 zu bejahen.
e) Auf die mit Eingabe vom 19. November 2015 im Übrigen frist- und
formgerecht gegen die Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015
erhobene Beschwerde ist demzufolge einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b
ATSG).
3. Hinsichtlich der im Weiteren beschwerdeweise gerügten
Rechtsverzögerung ist zu beachten, dass die Beschwerdeführerin am
4. Mai 2015 bei der Beschwerdegegnerin Einsprache gegen die
Verfügung vom 14. April 2015 erhob. Die Beschwerdegegnerin ist
verpflichtet, über dieses Rechtsmittel in Form eines anfechtbaren
Einspracheentscheids zu entscheiden, den die Beschwerdeführerin als
davon unmittelbar betroffene Versicherte beim Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden als zuständigem Versicherungsgericht mit
Beschwerde anfechten kann (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 56, 57 und 58
ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 VRG). Den Erlass dieses
Einspracheentscheids hat die Beschwerdegegnerin nach Auffassung der
Beschwerdeführerin über Gebühr hinaus gezögert. Ein solches
(unrechtmässiges) Verzögern eines Entscheids, auf dessen Erlass ein
Rechtsanspruch besteht, kann die Versicherte oder jede andere Person
mit schutzwürdigem Interesse beim Versicherungsgericht, das zuständig
wäre, wenn die begehrte Anordnung ordnungsgemäss ergangen wäre,
anfechten (Art. 56 Abs. 1 ATSG; KIESER, a.a.O., Art. 56 N. 33;
KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1303 ff.). Auf die von der
Beschwerdeführerin als Versicherte eingereichte
Rechtsverzögerungsbeschwerde ist demnach ebenfalls einzutreten.
4. Bei diesem Ergebnis hat das Gericht die vorliegende Angelegenheit auf
ihre materielle Begründetheit hin zu prüfen. Streitgegenstand bildet dabei
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einerseits die Frage, ob die Beschwerdegegnerin das Gesuch der
Beschwerdeführerin um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
in der Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 zu Recht abgewiesen
hat. Andererseits wird zu prüfen sein, ob die Beschwerdeführerin den
Erlass des Einspracheentscheids betreffend den Rentenanspruch der
Beschwerdeführerin über Gebühr hinausgezögert und dadurch eine
formelle Rechtsverzögerung begangen hat. Diese Fragen beurteilen sich
nach Schweizer Recht, weil die in der Hauptsache streitige
Rentenleistung auf den Unfall vom 5. Januar 2000 zurückzuführen ist, für
den die Beschwerdeführerin nach Schweizer Recht versichert war.
5. a) Hinsichtlich der begehrten Wiederherstellung der aufschiebenden
Wirkung der Einsprache vom 4. Mai 2015 bringt die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen vor, ein Observationsbericht bilde für sich allein keine
sichere Basis für Sachverhaltsfeststellungen betreffend den
Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person.
Die 90-tägige Revisionsfrist gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG beginne
deshalb grundsätzlich erst mit dem Vorliegen einer ärztlichen Beurteilung
des Observa-tionsmaterials zu laufen. Das Bundesgericht habe die
Verwaltung jedoch verpflichtet, die nach der Observation erforderlichen
medizinischen Abklärungen innert angemessener Frist durchzuführen und
voranzutreiben. Tue sie dies nicht, dürfe sich ihre Säumnis nicht
zuungunsten der versicherten Person auswirken. In einem solchen Fall
sei der Beginn der 90-tägigen Revisionsfrist vielmehr auf den Zeitpunkt
hin festzusetzen, in welchem die Verwaltung ihre unvollständige Kenntnis
des rechtserheblichen Sachverhalts mit dem erforderlichen und
zumutbaren Einsatz hätte ergänzen können. Vorliegend habe die
Beschwerdeführerin das Observationsmaterial erst rund vier Monate nach
Erhalt ihrem Vertrauensarzt, Dr. med. C._, vorgelegt. Diese
Zeitspanne sei zu gross, weshalb die 90-tägige Revisionsfrist vor der
Beurteilung durch Dr. med. C._ zu laufen begonnen habe. Die
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Verfügung vom 14. April 2015 sei demnach erst nach Ablauf der 90-
tägigen Revisionsfrist ergangen, weshalb sich die verfügte
Rentenaufhebung als unzulässig erweise. Ausserdem sei das Interesse
der Beschwerdeführerin am weiteren Erhalt der bisher bezogenen
Invalidenrente höher zu gewichten als das Interesse der
Beschwerdegegnerin an deren sofortiger Einstellung. Die
Beschwerdegegnerin habe folglich den Antrag der Beschwerdeführerin
auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung zu Unrecht
abgewiesen. Schliesslich sei der Einwand, es werde eine Revision nach
Art. 17 ATSG erwogen, offensichtlich unbegründet, da nicht
nachgewiesen sei, inwiefern sich die gesundheitliche Verfassung der
Beschwerdeführerin seit der Rentenzusprache verbessert habe.
b) Dieser Argumentation hält die Beschwerdegegnerin entgegen, den
Observationsbericht vom 25. Juli 2014 frühestens am 28. Juli 2014
erhalten zu haben. Wegen ferienbedingter Abwesenheiten sei dieser der
fallführenden Sachbearbeiterin allerdings erst am 16. September 2014
übergeben worden. Am 21. Oktober 2014 sei Dr. med. C._ mit der
Sichtung des Observationsmaterials beauftragt worden. Parallel dazu
habe die Beschwerdeführerin weitere Abklärungen veranlasst. Mit
Verfügung vom 14. April 2015 habe sie die zugesprochene Rente alsdann
in (prozessuale) Revision gezogen und rückwirkend aufgehoben. Mit
dieser Anordnung habe sie die 90-tägige Revisionsfrist gemäss Art. 53
Abs. 1 ATSG eingehalten. Im Weiteren sei zu berücksichtigen, dass die
Beschwerdeführerin offenbar eine Invalidenrente der Deutschen
Rentenversicherung erhalte. Ganz mittellos stehe sie demnach nicht da.
Nach Aktenlage sei der Ehemann der Beschwerdeführerin überdies
berufstätig. Im Übrigen sei es ihr, wie bereits in der angefochtenen
Verfügung festgehalten, zuzumuten, Sozialhilfe zu beziehen, bis die
Beschwerdegegnerin über den streitigen Rentenanspruch entschieden
habe. Eventualiter werde wegen der offensichtlichen Verbesserung des
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gesundheitlichen Zustands der Beschwerdeführerin, wie er sich aus dem
Observationsmaterial ergebe, eine materielle Revision im Sinne von
Art. 17 ATSG erwogen.
6. a) Als ordentliches Rechtsmittel ist die Einsprache gemäss Art. 11 Abs. 1
der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSV; SR 830.11) mit aufschiebender Wirkung verbunden. Bei
belastenden Verfügungen, wie der vorliegend in Frage stehenden
Rentenaufhebung, erhält die Einsprecherin hierdurch insofern vorläufigen
Rechtsschutz, als der rechtliche und tatsächliche Zustand, wie er vor dem
Erlass der belastenden Verfügung bestand, bis zum Einspracheentscheid
aufrechterhalten bleibt. Die Einsprecherin bleibt folglich bis zum Erlass
des Einspracheentscheids von den nachteiligen Folgen der
angefochtenen Verfügung verschont. Gemäss Art. 11 Abs. 2 ATSV kann
die Versicherung einer Einsprache indessen auf Antrag oder von sich aus
die aufschiebende Wirkung entziehen oder die mit der Verfügung
entzogene aufschiebende Wirkung wiederherstellen. Wie betreffend die
Suspensivwirkung der Einsprache zu verfahren ist, hat die in der
Hauptsache zuständige Versicherung aufgrund einer
Interessenabwägung zu entscheiden. Dabei hat sie zu prüfen, ob die
Gründe, welche für die sofortige Vollstreckbarkeit der Verfügung
sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung
angeführt werden können (BGE 129 II 286 E. 3 f., 127 II 286 E.3, 124 V
82 E.6a, 110 V 40 E.5b; HANSJÖRG SEILER, in: WALDMANN/WEIS-
SENBERGER [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz,
2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 55 N. 92; XAVER BAUMBERGER,
Aufschiebende Wirkung bundesrechtlicher Rechtsmittel im öffentlichen
Recht, Zürcher Studien zum Verfahrensrecht, Zürich/Basel/ Genf 2006, N.
439 ff.). Der mutmassliche Ausgang des Verfahrens fällt dabei lediglich in
Betracht, soweit die Aussichten eindeutig sind (sog.
Hauptsachenprognose). Bei tatsächlichen oder rechtlichen Unklarheiten
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ist hingegen Zurückhaltung geboten, weil in diesem Fall die erforderlichen
Entscheidungsgrundlagen im Hauptverfahren erst zu beschaffen sind
(BGE 130 II 149 E.2.2). Steht aufgrund der Akten nicht mit grosser
Wahrscheinlichkeit fest, dass die versicherte Person im Hauptprozess
obsiegen wird, so ist das Interesse der Verwaltung an der Vermeidung
möglicherweise nicht mehr einbringlicher Rückforderungen gegenüber
demjenigen von Versicherten, nicht in eine vorübergehende finanzielle
Notlage zu geraten, grundsätzlich als vorrangig zu gewichten (BGE 105 V
266 E.3; Urteile des Bundesgerichts 8C_110/2008 vom 7. Mai 2008 E.2.3,
8C_276/2007 vom 20. November 2011 E.4.1, Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts I 46/04 vom 24. Februar 2004 E.2.2). In
tatsächlicher Hinsicht geht die Beschwerdeinstanz im Regelfall vom
Sachverhalt aus, der sich aus den Akten ergibt, ohne zeitraubende
weitere Erhebungen vorzunehmen. Sie entscheidet gleichsam "prima
vista" (BGE 117 V 185 E.2b, 110 V 40 E.5b, 105 V 266 E.2).
b) Im Sinne dieser Ausführungen ist nachfolgend zunächst eine
Entscheidprognose zu stellen. Fällt diese eindeutig aus, erübrigt sich ein
Entscheid über die aufschiebende Wirkung, weil ebenso gut sofort in der
Sache selbst entschieden werden kann. Ist eine Prognose nicht möglich,
ist aufgrund der Abwägung der massgeblichen Interessen zu bestimmen,
ob sich die verweigerte Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
als verhältnismässig erweist.
aa) Die angefochtene Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 erging im
noch laufenden Einspracheverfahren betreffend die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 14. April 2015. Darin hob die
Beschwerdegegnerin die Rentenzusprache vom 18. September 2012 in
Anwendung von Art. 53 Abs. 1 ATSG auf, verneinte den Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente und stellte die
Versicherungsleistungen per 31. Mai 2012 ein. Diese Anordnung wurde
durch den zugleich verfügten Entzug der aufschiebenden Wirkung
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insoweit sofort vollstreckbar, als die Beschwerdegegnerin deshalb nicht
mehr gehalten ist, Rentenleistungen an die Beschwerdeführerin
auszurichten. Hingegen hat sie in der Verfügung vom 14. April 2015 nicht
über die Rückerstattung der bereits ausgerichteten
Versicherungsleistungen entschieden, weshalb eine diesbezüglich
allenfalls existierende Rückforderung durch den Entzug der
aufschiebenden Wirkung nicht vollstreckbar geworden ist. Der vermutliche
Ausgang des Einspracheverfahrens betreffend die rentenaufhebende
Verfügung vom 14. April 2015 ist für die im vorliegenden Verfahren
streitige Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Einsprache
vom 4. Mai 2015 daher nur insoweit von Interesse, als die
Beschwerdeführerin darin mutmasslich insoweit reüssieren wird, als sie
von der Beschwerdegegnerin über den 30. April 2015 (Zeitpunkt der
effektiven Einstellung der Rentenleistungen) hinaus
Versicherungsleistungen beanspruchen kann; die Beschwerdegegnerin
der Beschwerdeführerin mit anderen Worten mehr als die bereits
erbrachten Versicherungsleistungen schuldet. Entgegen der Auffassung
der Verfahrensparteien ist für das vorliegende Verfahren deshalb nicht
entscheidend, ob die Beschwerdegegnerin die 90-tägige Revisionsfrist im
Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gewahrt hat, was mit Blick auf die
Ergebnisse der Observation vom 31. Juli bis 15. August 2013 (Bg-
act. 400) und die diesbezüglichen handschriftlichen Notizen des
Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin (erwähnt im Arztbericht von
Dr. med. C._ vom 19. Januar 2015 [Bg-act. 408 S. 1]) mit Fug und
Recht bezweifelt werden kann. Denn selbst wenn die fragliche
Revisionsfrist als abgelaufen anzusehen und eine prozessuale Revision
ausgeschlossen wäre, so könnte die Beschwerdegegnerin nach
Gewährung des rechtlichen Gehörs immer noch im Sinne einer
Motivsubstitution auf eine (materielle) Revision im Sinne von Art. 17
ATSG schliessen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_497/2015 vom
22. Dezember 2015 E.2, 9C_397/2012 vom 30. Oktober 2012 E.3.1.1,
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9C_303/2010 vom 5. Juli 2010 E.4.4 und E.4.5 [Revision in
Wiedererwägung]; KIESER, a.a.O., Art. 17 N. 5; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI,
a.a.O., Rz. 758). Dies würde es ihr freilich nicht ermöglichen, die streitige
Invalidenrente – wie in der Verfügung vom 14. April 2015 angeordnet –
per 31. Mai 2012 aufzuheben, jedoch wohl auf jenen Zeitpunkt hin
aufzuheben, in welchem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ausgewiesen ist, dass die Beschwerdeführerin infolge des durch den
Unfall vom 5. Januar 2000 erlittenen Gesundheitsschadens zu weniger
als 10 % invalid ist (Art. 18 UVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG; vgl.
dazu BGE 134 V 131 E.3, 133 V 545 E.6.1, 130 V 343 E.3.5, BGE 140 V
54 [zum ungeklärten Zeitpunkt der Rentenaufhebung]; Urteil des
Bundesgerichts 8C_90/2011 vom 8. August 2011 E.8 [zum ungeklärten
Zeitpunkt der Rentenaufhebung]). Dass diese Prüfung zu einer
Aufhebung der mit Verfügung vom 18. September 2012 zugesprochenen
Rente führt, kann aufgrund der derzeitigen Aktenlage nicht eindeutig
verneint werden. So hielt der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin,
Dr. med. C._, in seinem Bericht vom 19. Januar 2015 fest, die Video-
und Fotodokumentation Juli/August 2013 ergäben keine Anhaltspunkte
für eine wesentliche Gehbehinderung rechts und für ein chronisch-
neuropathisches Schmerzsyndrom, das vom rechten Bein ausgehe. Die
Versicherte zeige darin ein normales Verhalten ohne Anhaltspunkte für
depressive Veränderungen, Antriebslosigkeit und Schmerzmittelabusus
(Bg-act. 408 S. 5). In der zweiten Observation vom 12. bis 14. Juni 2014
fänden sich wiederum keine Anhaltspunkte für eine körperliche
Behinderung und/oder eine depressive Verstimmung. Auch eine
belastungsabhängige Verschlechterung der von der Versicherten
angegebenen subjektiven Beschwerden sei über die Zeit, trotz
entsprechend langer Belastung des rechten Beins, nicht feststellbar (Bg-
act. 408 S. 5). Aufgrund der Videoaufnahmen sei deshalb anzunehmen,
dass derzeit keine unfallbedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
der Versicherten in ihrer angestammten Tätigkeit als Küchenchefin
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bestehe (Bg-act. 408 S. 5). Diese Ausführungen sind in sich schlüssig
und basieren auf den während der Observationen gemachten
Beobachtungen, in denen die Beschwerdeführerin längere Strecken ohne
sichtbare körperliche Beeinträchtigungen mit ihren Hunden zurücklegt.
Sie stammen ausserdem von Dr. med. C._, der als Facharzt für
Allgemein- und Unfallchirurgie und zertifizierter Gutachter SIM über die
erforderlichen Fachkenntnisse verfügt, um die medizinisch-theoretische
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu beurteilen. Den fraglichen
Angaben kann daher nicht von vornherein jeder Beweiswert
abgesprochen werden. Damit erscheint eine wesentliche Verbesserung
der gesundheitlichen Verfassung der Beschwerdeführerin seit der
Rentenzusprache durchaus als glaubhaft, so dass die
Beschwerdegegnerin zumindest berechtigt sein dürfte, auf ihre
ursprüngliche Rentenzusprache zurückzukommen und den
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin frei zu prüfen. Nach der
derzeitigen Aktenlage dürfte dies eine Rentenaufhebung mit Wirkung ab
Juli 2013 (erste Observation), allenfalls ab Juni 2014 (zweite Observation)
nach sich ziehen. Folglich kann nicht von einer eindeutigen
Hauptsachenprognose zugunsten der Beschwerdeführerin ausgegangen
werden, wonach sie infolge des Unfalls vom 5. Januar 2000 über den
30. April 2015 hinaus von der Beschwerdegegnerin
Versicherungsleistungen beanspruchen kann. Der mutmassliche Ausgang
des Hauptverfahrens, soweit er für die streitige Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung von Bedeutung ist, fällt daher bei der
vorzunehmenden Interessenabwägung nicht ins Gewicht.
bb) Die Beschwerdegegnerin weist in der angefochtenen Zwischenverfügung
sodann zutreffend darauf hin, im Falle der Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung gehalten zu sein, der Beschwerdeführerin bis
zum Abschluss des Einspracheverfahrens eine monatliche Rente im
Betrag von Fr. 3'209.-- zu bezahlen. Diese Versicherungsleistungen hätte
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die Beschwerdeführerin im Falle des Unterliegens zurückzuerstatten,
wobei sie sich gegen eine solche Rückforderung nicht unter Hinweis auf
den guten Glauben wehren könnte. Die Beschwerdegegnerin habe in
Anbetracht der mit einem solchen Rückforderungsverfahren verbundenen
administrativen Erschwernisse und der Gefahr der Nichteinbringlichkeit
der Rückforderung ein erhebliches Interesse an der Abweisung des
Gesuchs auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
(Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 S. 2 [Bg-act. 422 S. 2]). Wie
die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt, erscheint es angesichts der
finanziellen Situation der Beschwerdeführerin (vgl. dazu vorstehende
Erwägung 2d) in der Tat als zweifelhaft, dass diese im Stande wäre, zu
Unrecht erhaltene Versicherungsleistungen zurückzuerstatten, womit die
Beschwerdegegnerin ein erhebliches Interesse an der sofortigen
Sistierung der Rentenleistungen hat. Demgegenüber begründet die
Beschwerdeführerin das Interesse an der Weiterausrichtung der streitigen
Rente in erster Linie damit, beim Wegfall der fraglichen Leistungen
gezwungen zu sein, öffentliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Eine allfällige Notwendigkeit des Bezugs von öffentlicher Unterstützung
bildet nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei gefährdeter
Rückerstattung indes ebenso wenig wie die Notwendigkeit der
Veräusserung allfälliger Vermögenswerte einen überwiegenden Grund für
die Weiterausrichtung streitiger Rentenleistungen (vgl. dazu BGE 105 V
266 E.3; Urteile des Bundesgerichts 8C_110/2008 vom 7. Mai 2008 E.2.3,
8C_276/2007 vom 20. November 2011 E.4.1). Dass die vorläufige
Einstellung der zur Diskussion stehenden Rentenleistungen besonders
einschneidende Auswirkungen hätte, behauptet die Beschwerdeführerin
zwar. Sie legt jedoch nicht dar, dass ihr Nachteile entstehen würden, die
durch eine spätere Nachzahlung nicht wiedergutgemacht werden
könnten. So behauptet sie insbesondere nicht, wegen der ausbleibenden
Rentenzahlungen gezwungen zu sein, ihre Hunde wegzugeben oder nicht
mehr wiederbeschaffbare Vermögenswerte veräussern zu müssen. Unter
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den gegebenen Umständen ist das Interesse der Beschwerdegegnerin an
der Vermeidung möglicherweise nicht mehr einbringlicher
Rückforderungen deshalb höher zu gewichten als das Interesse der
Beschwerdeführerin an der Weiterausrichtung der Invalidenrente. Dass
weitere Beweisvorkehren an diesem Ergebnis etwas ändern würden,
kann ausgeschlossen werden. Die von den Verfahrensparteien betreffend
die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gestellten
Beweisanträge (vgl. Zeugeneinvernahme von D._, Frau E._
[Duplik vom 29. Februar 2016 S. 4]; Abklärungen über das korrekte
Versanddatum des Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 21. Oktober
2014 [Replik vom 5. Februar 2016 S. 3]) sind demnach in antizipierter
Beweiswürdigung abzuweisen, zumal sich diese auf die Einhaltung der
90-tägigen Revisionsfrist beziehen und damit eine Frage beschlagen, die
im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht von Bedeutung ist. Die
Beschwerdegegnerin hat das Gesuch der Beschwerdeführerin vom
2. Oktober 2015 um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
folglich zu Recht abgewiesen. Die angefochtene Zwischenverfügung
erweist sich demzufolge als rechtens, womit sie zu bestätigen und die
dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
7. Die im Weiteren geltend gemachte Rechtsverzögerung begründet die
Beschwerdeführerin im Wesentlichen mit der existenziellen Bedeutung
der streitbetroffenen Invalidenrente. Die Beschwerdegegnerin habe, bevor
sie die Rentenleistungen im April 2015 eingestellt habe, umfassende
Abklärungen getroffen. Es sei deshalb kein besonderer Grund ersichtlich,
weshalb für das Einspracheverfahren (noch einmal) besonders viel Zeit
erforderlich sei. Es liege vielmehr eine Rechtsverzögerung vor und die
Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den Entscheid innert kurzer Frist zu
erlassen. Gegen diese Argumentation wendet die Beschwerdegegnerin
ein, das vorliegende Dossier erweise sich aufgrund des
eurointernationalen Bezugs, der komplizierten und umfangreichen
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Krankengeschichte sowie Sachverhaltsermittlungen in Richtung
Versicherungsmissbrauch als sehr komplex. Dies seien wichtige Gründe,
welche es verunmöglichten, den Einspracheentscheid innert der von der
Lehre postulierten Frist von zwei Monaten zu erlassen. Hinzu komme,
dass zwar eine Einsprachebegründung vom 22. Juni 2015 vorliege, die
Beschwerdeführerin indes mit Schreiben vom 29. Juli 2015 um die
Zustellung von weiteren Observa-tionsunterlagen ersucht habe. In diesem
Zusammenhang seien interne Abklärungen und Rückfragen mit der
Abteilung zur Bekämpfung von Versicherungsmissbrauch vorgenommen
worden, was weitere Korrespondenz bis zum 26. August 2015 nach sich
gezogen habe. Bis dahin habe die Beschwerdegegnerin keinen
Einspracheentscheid erlassen können, da sie unter dem Aspekt der
Ergänzung der Einsprache weitere Eingaben erwartet habe. Mit
Schreiben vom 2. Oktober 2015 habe die Beschwerdeführerin sodann die
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung verlangt, was die
Beschwerdegegnerin mit Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015
abgelehnt habe. Mittlerweile habe sich die Beschwerdegegnerin
entschieden, die Beschwerdeführerin interdisziplinär begutachten zu
lassen. Die erhobene Rechtsverzögerungsbeschwerde erweise sich somit
als haltlos.
8. a) Eine Verwaltungsbehörde verletzt Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung
der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101), wenn sie ein
Gesuch, dessen Erledigung in ihre Zuständigkeit fällt, nicht an die Hand
nimmt und behandelt. Art. 29 Abs. 1 BV wird aber auch missachtet, wenn
die zuständige Behörde sich zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen,
diesen aber nicht binnen der Frist fasst, welche nach der Natur der
Sache, der Schwierigkeit und dem Umfang der abzuklärenden Fragen
sowie den übrigen massgeblichen Umständen als angemessen erscheint
(sog. Rechtsverzögerung). Dabei ist es für den Rechtsuchenden
unerheblich, auf welche Gründe die Rechtsverweigerung oder
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Rechtsverzögerung zurückzuführen ist; entscheidend ist ausschliesslich,
dass die Behörde nicht oder nicht fristgerecht handelt und dadurch eine
formelle Rechtsverweigerung begeht (BGE 124 V 130, 117 Ia 116 E.3a,
197 E.1c; KÖLZ / HÄNER / BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1301).
b) Diese verfassungsmässigen Grundsätze ruft Art. 52 Abs. 2 Satz 1 ATSG
für das sozialversicherungsrechtliche Einspracheverfahren in Erinnerung,
ohne jedoch eine genaue Frist für den Erlass des Einspracheentscheids
zu fixieren. Die Gesetzesmaterialien enthalten dazu ebenfalls keine
näheren Angaben. Unter diesen Umständen ist die massgebliche
Zeitspanne für den Erlass eines Einspracheentscheids nach den zu Art.
29 Abs. 1 BV entwickelten Grundsätzen zu bestimmen (vgl. BGE 125 V
188 E.2 und 3; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
I 760/05 vom 24. Mai 2006 E.3.1, KIESER, a.a.O., Art. 52 N. 51). In der
Lehre wird von diesem Grundsatz ausgehend teilweise die Auffassung
vertreten, ein Einspracheentscheid sei innert zwei Monaten zu fällen,
sofern keine weiteren Abklärungen notwendig seien, keine Fristen
anzusetzen seien und die Behandlung der Einsprache mit einem
durchschnittlichen Arbeitsaufwand verbunden sei (vgl. KIESER, a.a.O., Art.
52 N. 51, Art. 56 N. 21 ff., 31 mit Hinweisen auf Jürg Maeschi,
Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung [MVG] vom
19. Juni 1992, Bern 2000, Art. 99 N. 12). Die Gerichtspraxis zu Art. 29
Abs. 1 BV ist, soweit ersichtlich, grosszügiger und hat bis anhin erst eine
Untätigkeit während neun bzw. zwölf Monaten als rechtsverzögernd
betrachtet (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 56 N. 31 m.H. auf die
Rechtsprechung).
c) In Bezug auf den für die Beurteilung der behaupteten Rechtsverzögerung
massgeblichen Verfahrensablauf geht aus den Akten hervor, dass die
Beschwerdeführerin am 4. Mai 2015 Einsprache gegen die
rentenaufhebende Verfügung vom 14. April 2015 erhob (Bg-act. 411), die
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sie am 22. Juni 2015 begründete (Bg-act. 417). Mit Schreiben vom
29. Juli 2015 ersuchte sie alsdann um Zustellung der während der
Observation gemachten Aufnahmen und beantragte, die
Beschwerdeführerin interdisziplinär begutachten zu lassen (Bg-act. 418).
Am 26. August 2015 teilte die Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführerin in der Folge mit, sie besitze bereits sämtliche
Aufzeichnungen über die gemachten Observationen (Bg-act. 419). Mit
Schreiben vom 2. Oktober 2015 beantragte die Beschwerdeführerin
danach die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ihrer
Einsprache vom 4. Mai 2015 (Bg-act. 420). Diesen Antrag wies die
Beschwerdegegnerin mit Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2015 ab
(Bg-act. 422). Mit der dagegen eingereichten Beschwerde macht die
Beschwerdeführerin eine Rechtsverzögerung geltend.
d) Angesichts dieses Verfahrensablaufs erscheint diese Rüge als
unbegründet, erweist es sich doch unter den gegebenen Umständen
durchaus als vertretbar, dass die Beschwerdegegnerin bis im August
2015 annahm, die Beschwerdeführerin werde ihre Einsprache ergänzen.
Folgerichtig sah sie bis dahin davon ab, über die Einsprache der
Beschwerdeführerin zu entscheiden und die Redaktion des
Einspracheentscheids anhand zu nehmen. In der Folge beurteilte sie den
Antrag der Beschwerdeführerin auf Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung und wies diesen in der Zwischenverfügung vom
15. Oktober 2015 ab. Mit Blick auf diesen Verfahrensablauf ist der
Vorwurf der Rechtsverzögerung nicht gerechtfertigt, zumal die Vorakten
ausgesprochen umfangreich sind, die Krankengeschichte kompliziert ist
und der Vorwurf des Versicherungsmissbrauchs im Raum steht. Im
Übrigen ist zu beachten, dass die Beschwerdegegnerin nunmehr – wie
von der Beschwerdeführerin selbst beantragt (Bg-act. 418) – eine
interdisziplinäre Begutachtung (Chirurgie/Orthopädie, Psychiatrie, evtl.
Neurologie) vorgesehen hat (Bg-act. 425). Das Ergebnis dieser
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Beweisvorkehr gilt es selbstredend abzuwarten, bevor der begehrte
Einspracheentscheid erlassen werden kann. Der Vorwurf der
Rechtsverzögerung erweist sich unter den gegebenen Umständen folglich
als unbegründet. Die Rechtsverzögerungsbeschwerde der
Beschwerdeführerin ist demzufolge ebenfalls abzuweisen.
9. Das vorliegende Verfahren ist, abgesehen von vorliegend ausser Betracht
fallenden Ausnahmen, kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Die obsiegende
Beschwerdegegnerin hat als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e
contrario).