# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 44895635-bc8d-4e29-bb22-8fc373f904e1
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Politische Gemeinde Berg/SG hat am 15. Januar 2018 die Bedachungsarbeiten
und Glaseinbauten bei der Erweiterung und Teilsanierung ihrer Primarschule im offenen
Verfahren ausgeschrieben. Als Zuschlagskriterien wurden der Preis mit einer
Gewichtung von 75 Prozent, die Leistungsfähigkeit mit einer Gewichtung von 10
Prozent und die Referenzen mit einer Gewichtung 15 Prozent bekannt gegeben (ABl
2018 S. 141 f.). Innert der bis 26. Februar 2018 offenen Frist reichten sieben
Anbieterinnen je eine Offerte ein. Aus dem Bewertungsleitfaden (act. 2/6) ergibt sich,
dass maximal 98,8 – und nicht 100 – gewichtete Punkte erzielt werden konnten, weil
beim Zuschlagskriterium der Referenzen lediglich 92 – und nicht wie bei den beiden
anderen Zuschlagskriterien 100 – nicht gewichtete und damit höchstens 13,8 – und
nicht 15 – gewichtete Punkte vergeben wurden. Am 23. März 2018 erteilte die
Politische Gemeinde Berg/SG den Zuschlag der TECTON AG St. Gallen, deren
Angebot zum Preis von netto CHF 266‘153 inklusive Mehrwertsteuer mit 93,5
gewichteten Punkten bewertet worden war.
B. Die csi bau ag (Beschwerdeführerin), deren Angebot zum Preis von netto
CHF 252‘651.30 inklusive Mehrwertsteuer 93,3 gewichtete Punkte erzielt hatte, erhob
gegen die Zuschlagsverfügung vom 23. März 2018 der Politischen Gemeinde Berg/SG
(Vorinstanz) durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 9. April 2018 Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen, unter Kostenfolge sei die angefochtene
Verfügung aufzuheben und der Zuschlag ihr zu erteilen, eventualiter die Sache zur
neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Dem gleichzeitig gestellten
Begehren der Beschwerdeführerin, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung
zu erteilen, entsprach der zuständige Abteilungspräsident des Verwaltungsgerichts mit
Zwischenverfügung vom 17. April 2018, ohne die Erfolgsaussichten der Beschwerde
näher zu prüfen, da sich die Vorinstanz in ihrer Eingabe vom 11. April 2018 nicht
ausdrücklich dagegen zur Wehr gesetzt hatte. Mit der Gewährung der aufschiebenden
Wirkung wurde der Vorinstanz der Abschluss des Vertrags untersagt. Eine Beurteilung
des von der Beschwerdeführerin eventualiter gestellten Antrags auf Verurteilung der
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/13
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St.Galler Gerichte
Vorinstanz zur Bezahlung von Schadenersatz in gerichtlich festzulegender Höhe
erübrigt sich deshalb.
Die TECTON AG St. Gallen (Beschwerdegegnerin) verzichtete am 24. April 2018
ausdrücklich auf eine Vernehmlassung. Die Vorinstanz ergänzte am 25. April 2018 ihre
Vernehmlassung vom 11. April 2018 und beantragte, die Beschwerde sei unter Kosten-
und Entschädigungsfolge abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu bestätigen.
Die Beschwerdeführerin erhielt Einsicht in die von der Vorinstanz dem Gericht
eingereichten Vergabeakten, welche die Angebote der weiteren fünf Anbieterinnen
nicht umfassten, und nahm mit Eingabe vom 14. Mai 2018 Stellung zu den
vorinstanzlichen Vorbringen.
Auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz zur Begründung ihrer

## Considerations

Anträge sowie die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 5 Abs. 2 des
Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen (sGS
841.1, EGöB). Die Beschwerdeführerin, deren Angebot mit einem Rückstand von
lediglich 0,2 von 100 – beziehungsweise maximal 98,8 – gewichteten Punkten nicht
berücksichtigt wurde, hat eine reelle Chance auf den Zuschlag und ist
dementsprechend zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 5 Abs. 1 EGöB und
Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerde gegen die
Zuschlagsverfügung vom 23. März 2018 wurde mit Eingabe vom 9. April 2018
unabhängig vom geltend gemachten Zeitpunkt der Zustellung am 28. März 2018 unter
Berücksichtigung der mangels anderslautenden Hinweises in der