# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b140b2f3-2f74-5d76-a7f0-fe521a4b7bcc
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Spitalanlagengesellschaft Kantonsspital St. Gallen schrieb am 8. August 2016
die Lieferung von Leuchten und Lampen für die Neubauten Haus 07A mit Tiefgarage,
Haus 07B, Haus 10 und Ostschweizer Kinderspital (Teilobjekte Haus 10 mit Passerelle,
Trafostation 2 mit Vordach sowie Pavillon) im offenen Verfahren aus. Für die
geforderten Nachweise sowie die Eignungs- und Zuschlagskriterien wurde auf die
Unterlagen verwiesen (ABl 2016 S. 2285 ff.).
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In den Ausschreibungsunterlagen (act.11/Register 1) wurden als Zuschlagskriterien in
der Reihenfolge ihrer Bedeutung „Qualität“, „Referenzen“ und „Preis“ bekannt gegeben
(act. 11/Register 1, Ergänzende Informationen zur Submission und Festlegungen, Seite
2/3). Für die präzise Beschreibung der Qualitätsanforderungen waren bei einzelnen
Positionen Beispielprodukte aufgeführt. Trotzdem blieben die Anbieter in der Fabrikate-
und Produktewahl vorbehältlich der vom Fachplaner „nach bestem Ermessen“
beurteilten Gleichwertigkeit mit dem Beispielprodukt „absolut frei“. Die abweichenden
Produkte waren bei der entsprechenden Position im Leistungsverzeichnis unter
Angabe aller erfragten Spezifikationen und Leistungsmerkmale genau zu benennen und
so zu dokumentieren, dass die Leistungsangaben überprüft werden konnten (act. 11/
Register 1, Besondere Bestimmungen Seite 5/28 Ziff. 216).
Innert der bis 19. September 2016 offenen Frist gingen fünf Angebote von fünf
Anbietern ein. Die Spitalanlagengesellschaft Kantonsspital St. Gallen vergab den
Auftrag mit Verfügung vom 27. Januar 2017 an die MOOS licht ag, deren Angebot zum
Preis von CHF 618‘505.75 248 von maximal 300 gewichteten Punkten (Qualität 135
von 135, Referenzen 90 von 90, Preis 23 von 75) erzielt hatte.
B. Die Fluora Leuchten AG (Beschwerdeführerin), deren Angebot zum Preis von
CHF 455‘442.50 mit 225 (Qualität 90, Referenzen 60, Preis 75) gewichteten Punkten
den dritten Rang erreichte, erhob gegen die ihr am 1. Februar 2017 ausgehändigte
Verfügung der Spitalanlagengesellschaft Kantonsspital St. Gallen (Vorinstanz) mit
Eingabe vom 8. Februar 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem
Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der Vergabeentscheid
aufzuheben und ihr der Zuschlag zu erteilen, eventualiter die Vorinstanz anzuweisen,
das Submissionsverfahren zu wiederholen. Der Präsident des Verwaltungsgerichts wies
ihr Gesuch, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, mit
Zwischenverfügung vom 24. Februar 2017 ab. Die Vorinstanz teilte dem Gericht am
14. März 2017 den Abschluss des Vertrages mit der Zuschlagsempfängerin mit. Mit
Eingabe ihrer Rechtsvertreter vom 20. März 2017 beantragte sie, die Beschwerde sei
unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin
verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung.
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Die Beschwerdeführerin beantragte mit Eingabe vom 24. März 2017, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge sei die Rechtswidrigkeit der vorinstanzlichen
Submissionsverfügung festzustellen. Die Vorinstanz äusserte sich dazu am 21. April
2017. Die Beschwerdeführerin hielt am 28. April 2017 in ihrem Rechtsbegehren fest
und nahm Stellung zur vorinstanzlichen Vernehmlassung vom 20. März 2017.
Auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz zur Begründung ihrer
Anträge und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Als in der Spitalliste aufgeführtes Spital (vgl. Anhang zum Regierungsbeschluss über
die Spitalliste Akutsomatik [sGS 331.41] im Sinn von Art. 2 Ingress und lit. a des
Gesetzes über die Spitalplanung und -finanzierung; sGS 320.1, SPFG) – Spital
bedeutet die Gesamtheit der Institutionen, einschliesslich Geburtshäuser, oder deren
Abteilungen, die der stationären Behandlung akuter Krankheiten oder der stationären
Durchführung von Massnahmen der medizinischen Rehabilitation dienen – unterliegt
die Vorinstanz gemäss Art. 13 SPFG der Gesetzgebung über das öffentliche
Beschaffungswesen. Nichts anderes ergibt sich aus Art. 2 Abs. 1 Ingress und lit. a des
Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen (sGS
841.1, EGöB) in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 Ingress und lit. c des
Staatsverwaltungsgesetzes (sGS 140.1, StVG) und Art. 17 Abs. 2 des Gesetzes über
die Spitalverbunde (sGS 320.2, GSV): Danach wird das öffentliche Beschaffungsrecht
auf die Staatsverwaltung angewendet. Dazu gehören auch die öffentlich-rechtlichen
Anstalten, wie unter anderem die Spitalanlagengesellschaften. Das Verwaltungsgericht
ist dementsprechend zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 5 Abs. 2 EGöB).
Dass die Vorinstanz den Vertrag mit der Beschwerdegegnerin mittlerweile
abgeschlossen hat, schliesst die Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführerin nicht
aus, da ihr der Anspruch auf die Feststellung der Rechtswidrigkeit des angefochtenen
Zuschlags verbleibt, sollte sich ihre Beschwerde als begründet erweisen (vgl. Art. 18
Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen; sGS
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841.32, IVöB; BGE 132 I 86 E. 3.2). Die Beschwerdeführerin hat denn auch ihr
Begehren in der Eingabe vom 24. März 2017 entsprechend angepasst. Das Angebot
der Beschwerdeführerin hat zwar mit einem Rückstand von 23 gewichteten Punkten
gegenüber dem Angebot der Beschwerdegegnerin bei einem möglichen Maximum von
300 Punkten lediglich den dritten Rang erreicht. Allerdings würde allein schon die
Berechnung der Punktzahl für die beiden Referenzobjekte der Beschwerdeführerin, zu
denen die Vorinstanz Auskünfte einholen konnte und auf die nach Auffassung der
Beschwerdeführerin einzig abzustellen ist, zu einer Durchschnittsnote von 2,65 (statt
2,1; vgl. act. 11/Register 1, Seite 7/7) und damit zu einer Erhöhung der Punktzahl um
16,5 gewichtete Punkte (0,55 x 30) führen, so dass nicht ausgeschlossen ist, dass das
Angebot der Beschwerdeführerin als das wirtschaftlich günstigere zu beurteilen wäre.
Da sich die übrigen Anbieterinnen – insbesondere auch die im zweiten Rang platzierte
– mit der Nichtberücksichtigung abgefunden haben, hätte die Beschwerdeführerin eine
reelle Chance auf den Zuschlag gehabt. Sie ist deshalb zur Erhebung der Beschwerde
befugt (Art. 5 Abs. 1 EGöB und Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP).
Die Beschwerde gegen die am 11. Februar 2017 ausgehändigte Zuschlagsverfügung
wurde mit Eingabe vom 18. Februar rechtzeitig erhoben und erfüllt die Anforderungen
in formeller und inhaltlicher Hinsicht (Art. 15 Abs. 3 IVöB). Auf die Beschwerde ist
deshalb einzutreten.
2. Die Beschwerdeführerin beanstandet die Bewertung ihres Angebots nach den
Zuschlagskriterien der Qualität und der Referenzen. Vorab ist festzuhalten, dass bei der
Bewertung des Angebots der Beschwerdeführerin auf die rechnerisch ermittelten
Durchschnittsnoten und nicht auf gerundete Noten abzustellen sein wird, da es sich bei
den von der Vorinstanz vorgenommenen Rundungen um einen rein mathematischen,
nicht subjektiv geprägten Vorgang handelt (vgl. VerwGE B 2017/126 vom 5. Juli 2017
E. 2.2.4, Präsidialverfügung B 2017/23 vom 24. Februar 2017 E. 2.2.3.5 mit Hinweisen
auf Präsidialverfügungen B 2016/44 vom 4. März 2016 E. 2.2.4 und B 2016/139 vom
14. Juli 2016 E. 2.2.2, www.gerichte.sg.ch). Bei der Bewertung des Angebots der
Beschwerdegegnerin besteht kein entsprechender Anpassungsbedarf, da sie bei den
Zuschlagskriterien „Qualität“ und „Referenzen“ durchgängig die Maximalnote erzielte
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und bei der Bewertung nach dem Zuschlagskriterium des Preises keine solchen
Rundungen vorgenommen wurden.
3. Das Zuschlagskriterium „Qualität“ wurde bei der Bewertung der Angebote in die
Teilaspekte „lichttechnische Qualität Leuchten“ (50 Prozent), „lichtästhetische Qualität
Leuchten“ (30 Prozent), „Beilagen zum Angebot“ (5 Prozent), „Termine“ (10 Prozent)
und „Organisation Unternehmung“ (5 Prozent) gegliedert, für die je Noten zwischen 0
und 3 (inklusive halbe Noten) vergeben wurden. Das Angebot der Beschwerdeführerin
erhielt eine gewichtete durchschnittliche Note von 1,825 (Lichttechnik 1,5 x 0,5;
Lichtästhetik 2 x 0,3; Beilagen 2,5 x 0,05; Termine 3 x 0,1; Organisation 1 x 0,05;
act. 11/Register 4 Seite 1/7), was – ohne die von der Vorinstanz vorgenommene
Aufrundung auf 2 – zu 82 – statt 90 – gewichteten Punkten führt (act. 11/Register 4,
Seite 1/7).
3.1. Die Vorinstanz hat die – im Vergleich mit der Bewertung des Beispielproduktes –
tieferen Benotungen sowohl bei der „lichttechnischen“ (1,5 statt 3) als auch bei der
„lichtästhetischen“ (2 statt 3) Qualität der Leuchten mit „Bildvergleich Hauptleuchte:
Keine homogene Ausleuchtung“ begründet (act. 11/Register 4 Seiten 2 und 3/7). Dieser
Benotung liegt eine detaillierte Offertanalyse zugrunde, in welcher sämtliche von der
Beschwerdeführerin anstelle der Beispielprodukte offerierten Alternativen eingehend
beurteilt werden (vgl. act. 11/ Register 4). Die Beschwerdeführerin bringt in diesem
Zusammenhang einzig vor, diese Beurteilung bestätige den Eindruck, die Vorinstanz
habe „Moos-Leuchten“ ausgeschrieben und nur diese – und insbesondere nicht die
Leuchte „Fluora Vasto“ – beschaffen wollen.
Die Vorinstanz hat in den Ausschreibungsunterlagen für verschiedene Positionen
Beispielprodukte bezeichnet, nämlich für das Haus 10: AB1, AC1, AC2 und AD1 „Moos
LEE Leuchte“, BA1 „Moos Sinta LED Aufbauleuchte“, BB1 „Moos Sinta LED
Einbauleuchte“, CA1 „Prolicht Sanapro“, DA1 „Telcoled Kopfspiegellampe ER
Elektronik GmbH Einbausockel“, DA1 – Dimmer „se-ag Dimmer UDK-04-10“, EA1
„Leuchte: se Lightmanagement AG, H22, Dimmer: se Lightmanagement AG,
HLG-320H“, FA1 „Moos EM-System“, FB1 „Moos EM-System LED“, HA1 „Moos
Filigran LED“, IA1 „Zumtobel Scuba IP65“, für die Trafostation 2/Vordach: FA1 „Moos
EM-System“, FB1 „Moos EM-System LED“, QA1 „Bega 66155“, RA1 „se-ag B50x60“,
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für den Pavillon: AE1 „Moos LEE Leuchte“, SA1 „Erco Stromschiene“, TA1 „Erco Optec
Strahler“. Gleichzeitig hat sie darauf hingewiesen, dass sie von Anbietern offerierte
Ersatzprodukte an den Vorgaben dieser Produkte messen würde. Unter diesen
Umständen war bereits im Ausschreibungsverfahren erkennbar, dass Abweichungen
von Alternativprodukten zu schlechteren Bewertungen hinsichtlich der Qualität führen
könnten.
Die Abzüge bei den Teilaspekten der Lichtqualität und der Lichtästhetik erscheinen
nachvollziehbar. Insbesondere zeigt ein Vergleich der Datenblätter für die Leuchten
AC1, AC2 und AD1 bei den Leuchtdiagrammen Abweichungen, indem die rot
umrandeten Bereiche bei den MOOS Leuchten eine grössere Fläche einnehmen als bei
den Leuchten des Typs „Fluora Vasto“ der Beschwerdeführerin (vgl. act.11/Register 1;
20/1).
3.2. Die Vorinstanz hat die tiefere Bewertung beim Teilaspekt „Beilagen zum
Angebot“ (2,5 statt 3) damit begründet, es fehlten EULUMDAT-Dateien für alle von der
Beschwerdeführerin eingegebenen Unternehmervarianten. Die Unterlagen zur
Leuchtenposition DA1, welche über 10 Prozent der gesamten Leuchtensumme
bildeten, fehlten völlig. Die lichttechnische Qualität habe aufgrund der lückenhaften
Eingaben der Beschwerdeführerin nicht vollständig überprüft werden können. Dem hält
die Beschwerdeführerin entgegen, zwar seien EULUMDAT-Dateien gefordert gewesen,
aber im Leistungsbeschrieb C11.3 sei auch festgehalten worden, für
Sonderkonstruktionen – was bei der Unternehmervariante der Beschwerdeführerin
gegeben sei – werde nach Auftragsvergabe ein Prototyp hergestellt. Erst dann sei die
Lieferung der vollständigen EULUMDAT möglich.
Die von der Beschwerdeführerin genannte Ziffer des Leistungsbeschriebs hat
Sonderkonstruktionen zum Gegenstand. Darunter fallen offensichtlich die von ihr
angebotenen Leuchten „Fluora Vasto“ nicht. Dass dafür vollständige EULUMDAT-
Dateien lieferbar gewesen wären, stellt sie nicht in Abrede. Die tiefere Bewertung des
Angebots – insbesondere beim Teilaspekt der Beilagen – erscheint auch unter diesem
Gesichtspunkt als nachvollziehbar.
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3.3. Die Vorinstanz hat das Angebot der Beschwerdeführerin hinsichtlich des
Teilaspektes „Organisation Unternehmen“ mit der Note 1 bewertet. Sie begründet die
tiefe Benotung damit, in den Ausschreibungsunterlagen seien ausdrücklich auch
Nachweise bezüglich der technischen Leistungsfähigkeit, Ressourcen, der
Arbeitskapazität, der Projektorganisation erfragt worden, welche die
Beschwerdeführerin nicht mitgeliefert habe. Die Beschwerdegegnerin, deren Angebot
unter diesem Punkt mit der Note 3 bewertet wurde, habe in diesem Zusammenhang
eine anerkannte ISO-9001-Zertifizierung für ihr Qualitätsmanagement beigelegt. Die
Beschwerdeführerin setzt sich mit dieser Beurteilung nicht auseinander. Ob allein der
Nachweis eines zertifizierten Qualitätsmanagements eine um 2 Noten bessere
Bewertung rechtfertigt, kann offen bleiben. Gerechtfertigt ist jedenfalls eine gegenüber
dem Angebot der Beschwerdegegnerin tiefere Bewertung. Bei einer Note 2 für diesen
Teilaspekt ergäbe sich für das Zuschlagskriterium „Qualität“ eine Durchschnittsnote
von 1,875 (1,5 x 0,5; 2 x 0,3; 2,5 x 0,05; 3 x 0,1; 2 x 0,05) und damit 84 – statt 82 –
gewichtete Punkte. Den Rückstand auf das Angebot der Beschwerdegegner
vermöchte diese Korrektur nicht zu beheben.
4. Das Zuschlagskriterium „Referenzen“ hat die Vorinstanz in die Teilaspekte „Angaben
zur Projektleitung“, „vorbereitende Aufgaben“, „Qualität Ausführung“, „Organisation“
und „Gesamtbeurteilung“ unterteilt. Die – gleichgewichteten – Teilaspekte benotete sie
für jede der drei Referenzen mit Noten zwischen 1 und 3 (inklusive halbe Noten). Das
Angebot der Beschwerdeführerin erhielt eine Durchschnittsnote von 2,1 (2,17 [Angaben
zur Projektleitung 2,5, 3 und 1], 2 [vorbereitende Aufgaben 2, 3, 1], 2 [Qualität
Ausführung 2, 3, 1], 2 [Organisation, 2, 3, 1] und 2,33 [Gesamtbeurteilung 3, 3, 1];
act. 11/Register 4, Seite 7/7), was – ohne die von der Vorinstanz vorgenommene
Abrundung auf 2 – zu 63 – statt 60 gewichteten Punkten führen würde.
4.1. Die Beschwerdeführerin hat drei Referenzobjekte bezeichnet, nämlich
Sprachheilschule „Mädchenhaus“ St. Gallen (CHF 130‘000), Alters- und Pflegeheim
Nidau (CHF 205‘000) und Wohn- und Pflegezentrum „Wiborada“ Bernhardzell (CHF
215‘000). Die Vorinstanz führt zur Begründung der tieferen Bewertung an, die
Referenzobjekte seien hinsichtlich ihres Volumens nur knapp beziehungsweise nicht
mit dem ausgeschriebenen Vorhaben zu vergleichen. Bei der ergänzend eingeholten
Referenzauskunft des Kantonsspitals Münsterlingen sei die Beschwerdeführerin
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bezüglich diverser Kriterien (wie etwa Erreichbarkeit, Präsenz, Organisation) nur als
genügend und in Bezug auf die Planung und Koordination sogar als ungenügend
beurteilt worden. Beim Referenzobjekt in Nidau habe sie sich vergeblich um Auskünfte
bemüht. Selbst wenn aber dieses dritte Referenzobjekt nicht berücksichtigt würde,
würde sich am Ergebnis nichts ändern.
4.2. Die tiefere Benotung des Angebots der Beschwerdeführerin ist anhand der
hinsichtlich des Auftragsvolumens kleineren Vergleichsobjekte einerseits und der nicht
durchwegs guten Auskünfte (vgl. act. 11/Register 5) nachvollziehbar.
Dass die Vorinstanz dabei – entsprechend dem Vorbehalt in den
Ausschreibungsunterlagen (act. 11/Register 1, Standardformular Anbieterdaten Seite
3/3) – auch auf eine „amtseigene“ Referenz – die Auskunft wurde von einem Mitarbeiter
des Lichtplaners erteilt (act. 11/Register 5) – abstellte, stellt keine Verletzung der
Ausstandsregeln dar. Der Vergabestelle ist es angesichts des
Untersuchungsgrundsatzes erlaubt, im Rahmen ihrer Sachverhaltsabklärungen
zusätzlich zu den Angaben, welche die Anbieter gemacht haben, nach Treu und
Glauben weitere Informationen einzuholen und diese zu verwerten. Dabei ist es nicht
unzulässig, auf vorhandene eigene Kenntnisse und Erfahrungswerte zurückzugreifen;
insbesondere bei lokalen Anbietern oder innerhalb einer Fachwelt, wo man sich
gegenseitig kennt, ist solches Wissen unvermeidlich vorhanden und es ist nicht per se
unzulässig, darauf abzustellen (vgl. BGE 139 II 489 E. 3.2; BGer 2C_549/2011 vom
27. März 2012 E. 2.4; C. Schneider Heusi, Referenzen, Labels, Zertifikate, in: Zufferey/
Beyeler/Scherler [Hrsg.], Aktuelles Vergaberecht 2016, Zürich/Basel/Genf 2016, S.393
ff., Rz. 46). Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Mitarbeiter des Lichtplaners bei der
Beurteilung der Arbeit der Beschwerdeführerin bei der Ausführung des Auftrags für das
Kantonsspital Münsterlingen insbesondere aufgrund einer persönlichen Beziehung zur
Beschwerdegegnerin nicht unabhängig war, sind nicht ersichtlich und werden von der
Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Die Berücksichtigung dieser weiteren
Referenz war umso mehr gerechtfertigt, als sich die Vorinstanz bei zwei der von der
Beschwerdeführerin bekannt gegebenen Referenzobjekten vergeblich um die
Einholung von Auskünften bemühte.
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Beim Referenzobjekt Alters- und Pflegheim Nidau war es nicht möglich, an die von der
Beschwerdeführerin bekannt gegebene E-Mail-Adresse eine Nachricht zu übermitteln,
und die anschliessende Anfrage an die allgemeine E-Mail-Adresse des Unternehmens
blieb unbeantwortet (act. 22.1). Obwohl die Beschwerdeführerin beim dritten
Referenzobjekt anders als gefordert keine E-Mail-Adresse der Kontaktperson
bezeichnete (act. 11/Register 2, Standardformular Anbieterdaten Seite 3/3) und die
Vergabebehörde grundsätzlich nicht verpflichtet ist, von Amtes wegen mangelhaft oder
unvollständig eingereichte Unterlagen oder Angaben zu vervollständigen (vgl. BGE 139
II 489 E. 3.2 mit Hinweis; VerwGE B 2015/228 vom 25. Februar 2016 E. 2.1-2.3,
www.gerichte.sg.ch), hat sich die Vorinstanz auch hier um die Einholung einer Referenz
bemüht. Jedoch wurde das Telefon unter der angegebenen Nummer nicht
abgenommen und es erfolgte auch kein Rückruf.
Mithin lagen für die Beschwerdeführerin schliesslich trotz der Bemühungen der
Vorinstanz lediglich zwei bewertbare Referenzen mit Auskünften vor. Dass die
Vorinstanz für das dritte Referenzobjekt mangels einholbarer Auskünfte von einer
Durchschnittsnote von 1 ausgegangen ist, ist unter dem Aspekt der Gleichbehandlung
der Anbieterinnen, wie er gemäss Art. 11 lit. a IVöB einzuhalten ist, nicht zu
beanstanden. Einerseits hat die Beschwerdeführerin unvollständige Referenzangaben –
beim einen Objekt fehlte eine E-Mail-Adresse – gemacht, anderseits wäre eine
unbesehen gute Bewertung nicht einholbarer Auskünfte geeignet, die entsprechenden
Anbieterinnen gegenüber jenen mit tatsächlich ungünstigen Referenzauskünften in
ungerechtfertigter Weise zu bevorteilen.
4.3. Die Beschwerdeführerin beanstandet die Bewertung der Referenzen mit der
Begründung, der Fachplaner – die Reflexion AG und insbesondere deren Vertreter
Jonas Godehardt und Arno Lampe – habe die MOOS-Leuchten als Originalprodukt
vorgeschlagen und nachher selbst die Qualität der Unternehmervarianten beurteilt und
Referenzen für die Beschwerdegegnerin abgegeben (vgl. act. 11/Register 6).
Vergabebehörden dürfen in einzelnen Beschaffungsgeschäften mangels genügenden
internen Know-hows externe Fachleute zur Vorbereitung und/oder Durchführung des
Submissionsverfahrens beiziehen und dabei auch die ganze Erstellung der
Dokumentation betreffend Ausschreibung und Ausschreibungsunterlagen den Dritten
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zur Ausarbeitung überlassen (vgl. Galli/Moser/Lang/Steiner, Praxis des öffentlichen
Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz.1044). Dass der Fachplaner selbst ein Angebot
eingereicht hat oder von der Beschwerdegegnerin nicht unabhängig ist, bringt die
Beschwerdeführerin nicht vor und wird aus den Akten auch nicht ersichtlich. Dass der
Lichtplaner eine Referenz der Beschwerdegegnerin selbst erteilte (vgl. act. 11/Register
7) ist angesichts des Vorbehalts in den Ausschreibungsunterlagen, dass auch
„amtseigene“ Referenzen berücksichtigt werden könnten, vergaberechtlich nicht zu
beanstanden (vgl. dazu auch oben Erwägung 4.2).
5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist
dementsprechend abzuweisen.
6. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP).
Eine Entscheidgebühr von CHF 3‘250 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem bei der Hauptsache
verbliebenen restlichen Kostenvorschuss der Beschwerdeführerin in der gleichen Höhe
zu verrechnen. Ausseramtliche Kosten sind für das Beschwerdeverfahren nicht zu
entschädigen. Die Beschwerdegegnerin hat sich am Verfahren nicht beteiligt. Die
obsiegende Vorinstanz hat ihre Anträge zwar unter Entschädigungsfolge gestellt,
jedoch als verfügende Vergabebehörde keinen Anspruch auf die Entschädigung
ausseramtlicher Kosten (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St.
Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 829; R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen SZ/St. Gallen, S. 176 f.).