# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f0b690c8-3003-4ceb-8585-94727aeb67dd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 195
2
, war seit
dem
1.
September 1986 bei der
Y._
AG,
im Rahmen eines vollzeitlichen Arbeitspensums
als
Spezialhandwer
ker
tätig (
Urk.
10/5
Ziff.
2.1), als er sich am 2
3.
Juli 2013
bei der Invalidenver
si
che
rung zum Leistungsbezug an
meldete
(Urk.
10/5
).
Daneben war der Versicherte in der Zeit vom
1.
Mai 2003 bis 3
0.
Juni 2013
im Rahmen einer teilzeitlichen Nebentätigkeit als Reinigungsmitarbeiter bei der
Z._
AG, tätig (
Urk.
10/1/1-6
Ziff.
2.1). Mit Mitteilung vom 2
1.
Oktober 2013 (
Urk.
10/24) teilte die
Sozial
versicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
dem Versi
cherten mit, dass eine Arbeitsplatzerhaltung gegenwärtig nicht möglich sei.
Die IV-Stelle liess den Versicherten durch ihren Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) orthopädisch untersuchen (Bericht vom 2
5.
November 2014;
Urk.
10/38)
und
sprach
ihm
nach Erlass des Vorbescheids (Urk.
10/42
)
bei einem Invaliditätsgrad von 57
%
mit Verfügung vom
2
3.
Februar 2015
(
Urk.
10/44,
Urk.
10/46
= Urk. 2)
mit Wirkung ab
1.
April 2015 und mit Verfügung vom 3
0.
März 2015 (
Urk.
10/51 =
Urk.
7) für die Zeit vom
1.
Januar 2014 bis 3
1.
März 2015 eine halbe Invalidenrente zu.
2.
Am
1
7.
März 2015
erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Ver
fü
gung der IV-Stelle vom
2
3.
Februar 2015
(Urk. 2)
mit dem Antrag
, diese
sei
aufzuhe
ben
und
ihm
sei spätestens ab
1.
Januar 2014 eine ganze Rente zuzusprechen
. In pro
zessualer Hinsicht beantragte er, dass
die Pensionskasse der
Z._
zum Verfahren beizuladen
sei
(S. 2)
.
Mit Eingabe vom 1
0.
April 2015 (
Urk.
6) erhob der Versicherte gegen die Ver
fügung der IV-Stelle vom 3
0.
März 2015 (
Urk.
7) Beschwerde mit dem Antrag
,
diese
sei aufzuhe
ben und
ihm
sei spätestens ab
1.
Januar 2014 eine ganze Rente zuzusprechen
und
die Pensionskasse der
Z._
sei
zum Verfahren beizula
den (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2015
(Urk.
9
) beantragte die IV-Stelle
die Abweisung der Beschwerde
n
, wovon dem Beschwerdeführer am
1
0.
Juli 2015
(Urk.
11
) eine Kopie zugestellt wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von
Ge
burts
gebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den aus
ge
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mens
vergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a
, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in den angefochtenen Verfügungen vom 2
3.
Februar 2015 (
Urk.
2) und 3
0.
März 2015 (
Urk.
7) davon aus, dass der Beschwerdeführer seit 2
0.
November 2012 in seiner bisherigen Tätigkeit voll
ständig arbeitsunfähig gewesen
sei
, dass ihm indes die Ausübung einer
behin
derungsangepassten
Tätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
wei
terhin
zuzumuten gewesen sei.
2.2
Der Beschwerdeführer bestreitet
nicht,
dass ihm
seit
Eintritt des
Gesund
heits
scha
dens
aus gesundheitlichen Gründen
die Ausübung einer
behin
derungsange
passten
Tätigkeit
im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zu
zumuten
ist
(
Urk.
1 S. 8)
.
Der Beschwerdeführer bringt gegen die angefochtenen Verfügun
gen indes vor, dass er auf Grund seines Alter von 62.5 Jahren und auf Grund des Umstandes, dass er während rund 28 Jahren ununterbrochen bei der
Y._
AG
tätig gewesen sei,
seine Restarbeitsfähigkeit
in einem ausgeglichen Arbeits
markt
nicht mehr verwerten könne, weshalb er
Anspruch auf eine unbe
fristete ganze Invalidenrente ab dem
1.
Januar 2014 habe
(
Urk.
1 S. 8). Falls wider Erwarten bei der Invaliditätsbemessung dennoch eine Restarbeitsfähigkeit in zumutbaren,
behinderungs
angepassten
Tätigkeiten von 60
%
zu berücksich
tigen sei, seien bei der Bemessung des
Valideneinkommens
die von ihm im Jahre 2011 bei der
Y._
AG und bei der
Z._
AG erzielte
n Ein
künfte zu berücksichtigen, und es sei bei der Ermittlung des
Invalideneinkom
mens
ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 25
%
vor
zunehmen (S. 9).
3.
3.1
Zu prüfen ist vorerst
das Gesuch
des Beschwerdeführers auf Beiladung der
Pen
sionskasse der
Z._
. Beschwerdeweise bringt der Beschwerdeführer vor, dass
sowohl der Vorbescheid als auch die angefochtenen Verfügungen vom 2
3.
Februar 2015 (
Urk.
2) und 3
0.
März 2015 (
Urk.
7)
der Pensionskasse der
Z._
nicht eröffnet worden seien (
Urk.
1 S. 4,
Urk.
6 S. 2).
3.2
Das Gericht kann von Amtes wegen oder auf Antrag Dritte zum Verfahren beila
den, wenn diese ein schutzwürdiges Interesse am Ausgang des Verfahrens haben oder wenn eine Partei ein schutzwürdiges Interesse an der Beiladung des Dritten geltend macht (
§
14
Abs.
1 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
;
GSVGer
). Die Beiladung einer anderen
Sozial
versicherungs
trägerin
, namentlich einer beruflichen Vorso
r
geeinrichtung, erscheint stets
als
geboten, wenn deren Leistungspflicht im Sinne von
Art.
49
Abs.
4 ATSG berührt ist.
3.3
Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invali
den
ver
sicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der berufli
chen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 269 E. 2a, 120 V 106 E. 3c, je mit Hinweisen).
Praxisgemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (
Art.
6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 126 V 309 E. 1 in
fine
). Diese Konzeption fusst auf der Überle
gung, die Organe der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge von eigenen auf
wändigen Abklärungen freizustellen, und gilt nur bezüglich Feststellungen und Beurteilungen der IV-Organe, welche im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entschei
dend waren (BGE 132 V 1 E. 3.2). So hat beispielsweise eine verspätete Anmel
dung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung rechtsprechungsgemäss die freie Überprüfbarkeit des leistungserheblichen Sachverhaltes durch die
Vorsorge
einrichtung
beziehungsweise das Berufsvorsorgegericht zur Folge (Urteil des Bundesgerichts 9C_49/2010 vom 2
3.
Februar 2010 E. 2.1).
Diese Bindungswirkung setzt voraus, dass die Vorsorgeeinrichtung (spätestens) ins
Vorbescheidverfahren
(
a
Art
.
73
bis
über die Verordnung über die Invaliden
versicherung, IVV
; seit
1.
Juli 2006:
Art.
73
ter
IVV) einbezogen und ihr die Rentenverfügung formgültig eröffnet wurde (Urteil des Bundesgerichts 9C_81/2010 vom 1
6.
Juni 2010 E. 3.1, mit Hinweisen). Dem BVG-Versicherer steht ein selbständiges Beschwerderecht im Verfahren nach IVG zu. Unterbleibt
ein solches Einbeziehen der Vorsorgeeinrichtungen, ist die IV-rechtliche Festset
zung des Invaliditätsgrades (grundsätzlich,
masslich
und zeitlich)
berufs
vor
sorge
rechtlich
nicht verbindlich (BGE 130 V 270 E. 3.1).
Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrach
tungsweise ab, muss sich die versicherte Person diese entgegenhalten lassen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entschei
dend war, und zwar ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im Verfah
ren der Invalidenversicherung beteiligt war oder nicht. Vorbehalten sind jene Fälle, in denen eine gesamthafte Prüfung der Aktenlage ergibt, dass die
Invali
ditätsbemessung
der Invalidenversicherung offensichtlich unhaltbar war (BGE 130 V 270 E. 3.1).
3.4
Den Akten ist zu entnehmen, dass weder der
Vorbescheid vom 1
0.
Dezember 2014 (
Urk.
10/42) noch die Verfügungen vom 1
2.
Februar 2015 (
Urk
10/46) und vom 3
0.
März 2015 (
Urk.
7) der Pensionskasse der
Z._
eröffnet wurden (
Urk.
10/42/4,
Urk.
10/46/2,
Urk.
7 S. 2).
Da die Pensionskasse der
Z._
nicht ins
Vorbescheidverfahren
der Invalidenversicherung einbezogen wurde, und da ihr auch die Rentenverfügungen nicht formgültig eröffnet
wurden, ist eine
Bindungswirkung der Feststellungen der Invalidenversicherung
für die Pensionskasse der
Z._
zu verneinen.
Mangels eines schutzwürdigen
Interesse
s
des
Beschwerdeführes
an der Beila
dung der Pensionskasse der
Z._
ist auf
das entsprechende Gesuch
d
es
Beschwerdeführer
s
daher nicht einzutreten und es ist davon abzusehen, die Pensionskasse der
Z._
zum vorliegenden Verfahren beizuladen.
4.
4.1
Im Folgenden ist die für die Invaliditätsbemessung massgebende medizinische Aktenlage zu prüfen:
4.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, Stadtspital
B._
, Departement Operative Dis
ziplinen,
diagnostizierte
mit Austrittsbericht vom 2
0.
Dezember 2012 (
Urk.
10/18
/6-7
) eine Gonarthrose links, einen Diabetes mellitus und einen Sta
tus nach Ulcus
duodeni
und
ventri
culi
im Jahre 2007 und erwähnte
, dass der Beschwerdeführer seit drei Jahren zunehmend unter Kniebeschwerden auf der linken Seite gelitten habe. Am 1
2.
Dezember 2012 sei am linken Knie des Beschwerdeführers eine Knietotalprothese eingesetzt worden. Der postoperative Verlauf
habe sich problemlos gestaltet
.
Mit
Bericht vom 2
6.
M
ärz 2013 (
Urk.
10/18/4) stellte
Dr.
A._
einen insgesamt g
uten Verlauf fest und erwähnte,
dass dem Beschwerdeführer ab
8.
April 2013 die Wiederaufnahme der Arbeit im Umfang von 50
%
zuzumuten sei.
4.3
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 1
2.
April 2013 (
Urk.
10/18/8) aus, dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorgesetzten einen Arbeitsversuch vereinbart habe. Dem Beschwerde
führer sollte bei entsprechender Schonung eine tägliche Belastung von zwei bis vier Stunden möglich sein. Arbeiten, welche Bücken und Treppensteigen erfor
derten seien ihm nicht zuzumuten.
Am 1
5.
August 2013 (
Urk.
10/18/1) stellte
Dr.
C._
einen protrahierten Ver
lauf mit Reizergüssen fest und erwähnt
e
, dass eine
Kenacort
-Injektion zu einer vorübergehenden leichten Besserung geführt habe. Da es nicht möglich gewesen sei, dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zuzuweisen, habe er erneut eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
attestiert. Die Ausübung einer sitzenden Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer jedoch zuzumuten.
Mit Bericht vom
9.
Oktober 2013 (
Urk.
10/23/1-4) stellte
Dr.
C._
ein geschwol
lenes und leicht
überwärmtes
linkes Knie mit „tanzender“ Patella fest (
Ziff.
1.4) und erwähnt
e
, dass ab 2
0.
November 2012 bis auf
Weiteres
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
als Wagenreiniger bei der
Y._
AG bestehe (Ziff. 1.6).
Der
Beschwerdeführer
habe einen Arbeitsversuch von zwei bis drei Stunden Dauer wegen starker Ergussbildung im Bereich des linken Knies abbre
chen müssen, da ihm dabei
keine sitzende Tätigke
it habe zugeteilt werden kön
nen
(
Ziff.
1.7).
4.4
Dr.
A._
erwähnte
am 2
9.
Oktober 2013 (Urk. 10/26/5), dass sich
im Rahmen einer
Biopsie
kein Keimwachstum gezeigt habe, und dass sich die
Knie
b
e
schwerden
gebessert
hätten
. Bei
einem
erneuten
Auftreten von
Beschwerden sei
die Durchführung
eine
r
Szintigraphie und ein
es
Spect
-CT
zur Prüfung einer
Implantatslockerung
angezeigt.
In Bezug auf die ausstrahlenden Unterschenkel
beschwerden bestehe
der
Verdacht
eines
lumboradikulären
Syndrom
s
.
Am 3
0.
Januar 2014 (
Urk.
10/31/9) führte
Dr.
A._
aus, dass der Beschwerde
führer
beim Gehen nach ungefähr 30 Minuten
unter Belastungsschmerzen im Bereich des linken Beines
sowie unter Nachtschmerzen im linken Unterschenkel
gelitten habe und erwähnte, dass
ein
e
MRI
-Untersuchung
der Lendenwirbelsäule (LWS) vorgesehen
sei
.
Mit Bericht vom
5.
Februar 2014 (
Urk.
10/29/3)
stellte
Dr.
A._
die
Verdacht
s
diagnose
eine
r
Fazettengelenksarthrose
sowie
eines
lumbospondylogenen
und
lumboradikulären
Syndrom
s
links und
attestierte
dem Beschwerdeführer eine
voll
ständige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit und für angepasste Tätigkeiten.
In seinem Bericht
vom 1
2.
Februar 2014
(
Urk.
10/30/12)
stellte
Dr.
A._
die Verdachtsdiagnose einer
Foraminalstenose
L4/5 links mit intermittierende
m
Radikulärsyndrom
und erwähnte
, dass eine am
3.
Februar 2014 durchgeführte MRI-Untersuchung der LWS eine mässige
Spondylarthrose
beziehungsweise
eine
Fazettengelenksarthrose
L4/5, und L5/S1 ergeben habe. Es sei eine CT-gesteuerte Wurzelinfiltration vorgesehen.
4.5
Dr.
C._
diagnostizierte in seinem Bericht vom 3
1.
März 2014 (
Urk.
10/30
/1-7
) Restbeschwerden nach Implantation einer Totalprothese im linken Kniegelenk
am
Dezember 2012 sowie ein
Lumboradikulärsyndrom
L4/5 links (
Ziff.
1.1) und stellte eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Wagenreiniger von 100
%
vom 2
8.
November 2012 bis auf weiteres fest (
Ziff.
1.6).
4.6
Dr.
med.
D._
,
Y._
AG, führte in ihrer Stellung
nahme vom 2
1.
Juli 2014 (
Urk.
10/32) aus, dass
der
Beschwerdeführer unter beträchtlichen Einschränkungen im Rückenbereich
leide
, und dass
ihm
die Aus
übung
seiner
bisherigen Tätigkeit als Spezialhandwerker bei der
Y._
AG sowie die Ausübung von körperlich mittelschweren Tätigkeiten in Zukunft nicht mehr zumutbar sei.
Es
sei ihm
voraussichtlich
noch die Ausübung körperlich leichter Tätigkeiten ohne Rücken- und Kniebelastung zuzumuten, wobei auch diesbe
züglich möglicherweise keine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne.
4.7
Dr.
A._
führte in seinem Bericht vom
4.
September 2014 (
Urk
10/34/6) aus, dass der Beschwerdeführer an einem
lumbospondylogenen
und
lumboradi
kulä
ren
Syndrom bei
Foraminalstenose
und
Fazettengelenksarthrose
L4/5 links,
an
einem Status nach Einsetzung einer Knietotalprothese im linken Knie im Dezember 2012 und an einem Diabetes mellitus, aktuell unter oraler Medika
tion, leide. Der Beschwerdeführer werde vor allem durch
das Leiden im Bereich der Wirbelsäule in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Für eine angepasste Tätigkeit bestehe jedoch theoretisch eine vollständige Arbeitsfähigkeit.
4.8
RAD-Arzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
erwähnte in seinem Untersuchungsbe
richt vom 2
5.
November 2014 (
Urk.
10/38), dass er den Beschwerdeführer am 2
4.
November 2014 orthopädisch untersucht habe (S. 1) und stellte die folgen
den Diagnosen (S. 6 f.):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
chronischer, belastungs- und bewegungsabhängig verstärkter Kniege
lenkschmerz links, ohne Zeichen einer intraartikulären Entzündung
oder Bandinstabilität bei Zustand nach Implantation einer
Kniege
lenkstotalprothese
lin
k
s im November 2012
chronische Lumbalgie und anamnestisch verstärkte,
pseudoradikuläre
Ausstrahlung links bei bekannter
Fazettenarthrose
und
Foraminal
ste
nose
L4/5 und L5/S1 links
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Diabetes mellitus, medikamentös oral und mit Insulin eingestellt
Hypertonus, medikamentös eingestellt
Der RAD-Arzt führte aus, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung der bisheri
gen Tätigkeit als Spezialhandwerker bei der
Y._
AG seit dem 2
0.
November 2012 nicht mehr zuzumuten sei
. Dem Beschwerdeführer sei indes
die Ausübung einer behinderungsangepassten, körperlich leichten, fast ausschliesslich sitzen
den Tätigkeit, ohne Gehen auf unebenem Boden, ohne längeres Stehen, ohne Knien, ohne Hocken oder Bücken und ohne häufiges Treppensteigen
, jedoch mit der Möglichkeit aufzustehen und einige Schritte zu gehen,
im
zeitlichen
Umfang von sechs Stunden im Tag
,
bei einer Leistungs
minderung von 20
%
wegen eines erhöhten Pausenbedarfs und einer langsamen Arbeitsgeschwindigkeit, insge
samt im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten (S. 7).
5.
5.1
Den obenerwähnten Akten ist zu entnehmen, dass
de
m Beschwerdeführer
am
1
2.
Dezember 2012
link
s
eine Knietotalprothese eingesetzt
wurde (vorstehend E.
4.2
). In der Folge
litt
der Beschwerdeführer im Bereich seines linken Knies unter chronischen, belastungs- und bewegungsabhängig verstärkten Schmerzen. Daneben
litt er
unter einer chronischen Lumbalgie bei
Fazettenarthrose
und
Foraminalstenose
L4/5 und L5/S1 links (vorstehend E.
4.7
). Während
Dr.
A._
in seinem Bericht vom
4.
September 2014 (vorstehend E.
4.7
) davon ausging, dass
in Bezug auf eine behinderungs
angepasste Tätigkeit theoretisch eine voll
ständige Arbeitsfähigkeit
bestehe, vertrat
Dr.
D._
am
2
1.
Juli 2014 (
vorstehend E.
4.6
)
die Ansicht, dass dem Beschwerdeführer die
Ausübung
behin
de
rungsangepasster
,
körperlich leichter Tätigkeiten ohne Rücken- und
Kniebe
lastung
zumindest im Umfang eines Teilzeitpensums zuzumuten sei. Damit übereinstimmend ging
Dr.
E._
davon aus, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung
hinderungsan
gepasster, körperlich leichter
, fast
ausschliesslich sit
zender
Tätigkeit
en
im zeitlichen Umfang von sechs Stunden im Tag bei einer Leistungsminderung von 20
%
und damit
insgesamt im Umfang eines
Arbeits
pensums
von 60
%
zuzumuten
sei (vorstehend E.
4.8
).
Demgegenüber ging
Dr.
C._
in seinem Bericht vom 1
5.
August 2013 (vorstehend E.
4.3
) davon aus,
dass dem Beschwerdeführer
die
Ausübung einer
rein
sitzenden Tätigkeit
grundsätzlich zumutbar sei.
5.2
Die Beurteilung durch
Dr.
E._
vom 2
5.
November 2014
(vorstehend E.
4.8
) erfüllt die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräf
tige medizi
nische
Ent
schei
dungs
grundlage
vor
aus
ge
setzten Kriterien (vgl. vor
steh
end E.
1.4
). Denn einerseits ver
fügt Dr.
E._
als
Facharzt
für
Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
über
eine für die Beurteilung des streitigen Gesundheitszustandes des Be
schwerdeführers angezeigte medizinische Weiter
bildung. Andererseits
hatte der RAD-Arzt
Kenntnis der
medizi
nischen
Vorakten
und begründete seine Schlussfolgerungen und insbesondere seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepassten Tätigkeiten in
nach
vollziehbarer Weise, weshalb
grundsätzlich
darauf abgestellt werden kann.
In Bezug auf die Beurteilung durch
Dr.
E._
gilt es
indes
zu beach
ten, dass dieser RAD-Arzt ist, und dass Berichten
versiche
rungs
interner
medizinischer Fachpersonen
rechtspre
chungsgemäss
zwar Beweiswert zukommt, jedoch nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 des ATSG vom Ver
sicherungsträger in Auftrag gegebenen externen Gutachten zu
er
kannt wird, weshalb bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 471 E. 4.6).
Während
Dr.
A._
am
4.
September 2014 (vorstehend E. 4.7) theoretisch von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in
behinderungs
angepassten
Tätigkeiten und
Dr.
D._
am 2
1.
Juli 2014 (vorstehend E. 4.6) von einer solchen
zumindest
im Umfang eines Teilzeitpensums ausging,
wollte
Dr.
C._
am 1
5.
August 2013 (vorstehend E.
4.3
)
dem Beschwerdeführer
die Ausübung einer rein sitzenden Tätigkeit grundsätzlich
zumuten
.
Demzufolge steht fest, dass
die Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in zumutbaren,
behinderungs
angepassten
Tätigkeiten
durch die
übrigen beteiligten Ärzte nicht grundsätzlich von derjenigen durch
Dr.
E._
ab
weichen, und die
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit
seiner
Beurteilung nicht in
Z
weifel zu ziehen
vermögen
.
Auf
die
nachvollziehbare Beurteilung
durch
Dr.
E._
vom
2
5.
November 2014 (vor
stehend E.
4.8
)
kann
vorliegend
daher abgestellt werden
.
Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer
die Aus
übung einer behinderungsangepassten, dem beschriebenen Belastungsprofil entsprechenden Arbeitstätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten
war
.
6.
6.1
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (
Urteil des Bundesgerichts
9C_830/2007
vom 2
9.
Juli 2008
E. 5.1
, publiziert in
SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203). Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invali
denrente begründet (Urteile
des Bundesgerichts
9C
_954/2012 vom 1
0.
Mai 2013 E. 2 und
I
831/05 vom 2
1.
August 2006 E. 4.1.1 mit Hinweisen).
6.2
Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsver
mögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Ein
zelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des
Gesundheitsscha
dens
und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeits
struktur, vorhandene Bega
bungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbar
keit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E.
3.1; Urteile
des Bundesgerichts
9C_15
3/2011 vom 2
2.
März 2012 E. 3.1 und
9C_918/2008 vom 2
8.
Mai 2009 E.
4.2.2). Somit hängt die Verwertbarkeit nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Ve
rfü
gung steht (BGE 138 V 457 E.
3.2). Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwor
tet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit abzustellen (
Urteil des Bundesgerichts
9C_118/2015
vom
9.
Juli 2015
E. 2.2;
BGE 138 V 457 E. 3.3).
6.3
Sind aus medizinischer Sicht körperlich leichte Tätigkeiten ohne weitreichende Einschränkungen generell zumutbar und geht aus den ärztlichen Abklärungen und Beschreibungen hinreichend klar hervor, dass der versicherten Person auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend zumutbare Tätigkeiten offen stehen, ist
praxisgemäss
eine zusätzliche
berufsberaterische
Einschätzung nicht erforder
lich (
Urteile des Bundesgerichts
9C_918/2008
vom 2
8.
Mai 2009
E. 4.2.1 und
I
797/05 vom 2
9.
August 2006 E. 3).
6.4
Nach der Rechtsprechung
(Urteil des Bundesgerichts
9C_918/2008
vom 2
8.
Mai 2009
E. 4.2.2)
wurde bei einem 60-jährigen Versicherten
, welcher mehrheitlich als Wirker in der Textilindustrie tätig gewesen war, mit Bezug auf den hypothe
tischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt
die Möglichkeit
, eine Stelle zu finden
bejaht mit der Begründung
,
dass
Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich
altersunabhängig nachgefragt wü
rden, und
dass
der Versicherte zwar eingeschränkt (weiterhin zumutbar waren leichte und mittel
schwere Arbeiten im Gehen, Stehen und Sitzen in geschlossenen Räumen), aber immer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig
gewesen sei
(Urteil
des Bundesgerichts
I 376/05 vom
5.
August 2005 E. 4.2).
Bejaht
wurde zudem
die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit eines (ebenfalls) 60-jährigen Versicherten mit einer aufgrund verschiedener psychischer und phy
sischer Limitierungen um 30
%
eingeschränkten Leistungsfähigkeit (Urteil I
des Bundesgerichts I
304/06 vom 2
2.
Januar 2007 E. 4.1 und 4.2).
Verneint wurde demgegenüber die Verwertbarkeit einer im 6
4.
Altersjahr stehenden
v
ersicherten
Person
, welche als g
elernte Schneiderin
vorwiegend als
Küchenhilfe
in einer Grossküche tätig war, welche
indes
die
bestehende medizi
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in einer Grossküche ausserhalb der bisher ausgeübten Tätigkeit
nicht mehr
verwerten
konnte, und welcher, die für sie a
ngesichts ihres beruflichen Werdeganges und
ihrer eher
bescheidenen Ausbil
dung am ehesten
in Frage kommenden
körperliche
n
Hilfsarbeit
en
(
Reinigungsar
beit
en
oder Beschäftigung
en
in der industriellen Montage
)
, nicht mehr zumutbar waren
,
da
ihr nur
noch Verweistätigkeiten
zumutbar waren, die in temperierten Räumen ausgeübt werden und bei denen die linke Hand nicht gebraucht wird
(Urteil des Bundesgerichts
9C_153/2011
vom 2
2.
März 2012
E.
3.3)
.
Des Weiteren
wurde die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
bei einem
über 61-jährigen Versicherten
verneint
, der über keine Berufsausbildung verfügte,
der
bezüglich der aus medizinischer Sicht im Umfang von 50
%
zumutbaren
fein
motorischen
Tätigkeiten
über
keinerlei Vorkenntnisse
verfügte
, dessen
Teilar
beitsfähigkeit
weiteren krankheitsbedingten Einschränkungen unterlag und dem von den Fachleuten der Berufsberatung die für einen Berufswechsel erforderliche Anpassungsfähigkeit abgesprochen wurde (Urteil
des Bundesgerichts
I 392/02 vom 2
3.
Oktober 2003 E.
3.2 und 3.3).
Als unverwertbar erachtet wurde auch die durch verschiedene Auflagen limitierte Arbeitsfähigkeit
von 50
%
eines knapp 64-jährigen Versicherten mit multiplen, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Beschwerden (Urteil
des Bundesgerichts
I
401/01 vom
4.
April 2002 E. 4c und d), ebenso eine 50%ige Arbeitsfähigkeit einer im Verfügungszeitpunkt 61 Jahre und einen Monat alten Versicherten, die
bezüglich der für sie in Frage kommenden Tätigkeiten einer Umschulung bedurft hätte (Urteil
des Bundesgerichts
9C_437/2008 vom 1
9.
März 2009 E. 4).
6.5
Der
am 1
8.
Mai 1952 (
Urk.
10/8/2) geborene Beschwerdeführer hat
te
zum Zeit
punkt der Untersuchung durch
Dr.
E._
vom 2
4.
November 2014 (
Urk.
10/38) das 6
2.
Altersjahr bereits überschritten und war aus diesem Grunde nicht leicht
ver
mittelbar
. Den Akten ist
sodann
zu entnehmen, dass
er
keine Berufsausbildung absolviert hat
(
Urk.
10/6
Ziff.
5.3)
und
seit dem
1.
September 1986 ununterbro
chen als Spezialhandwerker beziehungs
weise Wagenreiniger bei der
Y._
AG (
Urk.
10/5
Ziff.
2.1) tätig war. Daneben übte
er
nach Aufnahme der Tätigkeit bei der
Y._
AG im Jahre 1986
verschiedene Nebenerwerbstätigkeiten (vgl. Urk. 10/15)
aus
, zuletzt eine
solche
als Reinigungsmitarbeiter bei der
Z._
AG
während der Zeit vom
1.
Mai 2003 bis 3
0.
Juni 201
3.
6.6
Im Lic
hte der dargelegten Grundsätze
und
insbesondere
der relativ hohen Hürden, welche
von der Rechtsprechung
für
eine
Unverwertbarkeit der
Restarbeits
fähig
keit
älterer Menschen
vorausgesetzt werden (vorstehend E.
6.2
), ist
nicht davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer der Zugang zu dem
als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt
auf Grund seines fortgeschrittene
n Alters gänzlich unmöglich war
. Dem Beschwerdeführer, welchem gemäss der
Beurteilung durch
Dr.
E._
(vorstehend E.
4.8
) die Ausübung
be
hinderungsangepasster, körperlich leichter, vorwiegend sitzender Tätigkeiten im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten
ist
, steht
trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen ein vergleichsweise weites Spektrum
zumutbarer
Hilfs
t
ätigkeiten
offen. Denkbar wären
beispielsweise
überwiege
nd sitzende Tätigkeiten, welche
die
Kontrolle von Waren
in der maschinellen Herstellung oder die
Überwachung von voll- oder halbautomatischen Maschinen
oder Abfüllanlagen umfassen
, oder sonstige Überwachungs-, Verpackungs-, Sortier- oder Montagearbeiten
. Solche
Hilfsar
beiten
sind
auf dem hypothetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt
in genügender Anzahl vorhanden und werden
grundsätzlich alter
sunabhängig nachgefragt.
Dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Arbeitsbiographie keine Erfahrung mit feinmotorischen Tätigkeiten hat, vermag die Verwertung der Restarbeits
fähigkeit nicht auszuschliessen (Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2013 vom 1
0.
September 2013 E. 4.3.3).
Da dem Beschwerdeführer a
uf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend zumutbare Tätigkeiten offen stehen,
sind berufliche Massnahmen, eine
berufsberaterische
Einschätzung
oder eine vorgängige Anpassungszeit
nicht erforderlich (
vorstehend E.
6.3
) und es ist
trotz des fortgeschrittenen Alters
von einer grundsätzlichen Zumutbarkeit der Selbsteingliederung auszugehen
.
6.7
Gegen
die Zumutbarkeit einer Selbsteingliederung sp
richt auch nicht der Umstand, dass der Beschwerdeführer
während einer verhältnismässig langen
Zeit
seit
dem Jahre
1986
ununterbrochen
bei der
Y._
AG
tätig war.
Denn neben der Haupterwerbstätigkeit bei der
Y._
AG übte der Beschwerdeführer verschie
dene
Nebenerwerbstätigkeiten
aus
, zuletzt eine solche als
Reinigungs
mitarbeiter
bei der
Z._
AG während der Zeit vom
1.
Mai 2003 bis 3
0.
Juni 201
3.
7.
7.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
7.2
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des
Renten
be
ginns
massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf
zeitidenti
scher
Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der
Ver
gleichs
ein
kommen
müssen bis zum Verfügungszeitpunkt berücksichtigt werden (BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_22/2014 vom 1
8.
Februar 2014 E. 4.3).
7.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
7.4
Angesichts des in Art. 25 Abs. 1 IVV festgehaltenen Abstellens auf die AHV
recht
lich beitragspflichtigen Ein
kommen bei der Berechnung der IV-recht
lich
mass
gebenden hypothetischen Vergleichseinkommen kann das
Validen
ein
kom
men
Selbständig- (Urteil des Bundesgerichts 9C_428/2009 vom 13. Okto
ber 200
9 E. 3.2.1 mi
t Hinweisen) wie auch
Unselbst
ändigerwerbender
(Urteil des Bundes
ge
richts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hin
weisen) grundsätzlich auf der Basis der Einträge im individuellen Konto bestimmt wer
den. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und ver
hältnismässig kurz
fristig in Erscheinung ge
tretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während
einer längeren Zeit
spanne erzielten
Durch
schnitts
verdienst
ab
zustellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_576/2008 vom 10. Februar 2009 E. 6.2 und 8C_671/200
9 vom 23. Dezember 2009 E. 5.2.1 mit Hinweisen).
7.5
Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt des
Gesund
heitsschadens
im Monat Dezember 2012 (vgl.
Urk.
10/18/6,
Urk.
10/5/1
7
Ziff.
2.8) seit
dem
1.
September 1986 als Spezialhandwerker bei der
Y._
AG (Urk. 10/5/1-7
Ziff.
2.1) tätig war. Daneben war der Beschwerde
führer während der Zeit vom
1.
Mai 2003 bis 3
0.
Juni 2013 im Rahmen einer
Nebenerwerbstä
tigkeit
als Reinigungsmitarbeiter bei der
Z._
AG tätig (
Urk.
10/1/1-6
Ziff.
2.1). Dem Kündigungsschreiben der
Z._
AG
vom 2
3.
Oktober 2012 (
Urk.
10/1/7)
ist zu entnehmen, dass diese
das Arbeits
verhältnis mit dem Beschwerdeführer per 3
1.
Januar 2013 kündigte, weil einer ihre Kunden
den
mit ihr geschlossenen
Vertrages betreffend die Rei
nigung eines Gebäudes
gekündigt hatte
. Die
Z._
AG teilte dem Beschwerde
führer
in diesem
Kündigungsschreiben
indes
mit, dass sie sich dafür einsetzen werde,
ihn
anderweitig
zu beschäftigen
, und dass sie, sollte diese Möglichkeit bestehen, mit ihm einen neuen Arbeitsvertrag abschliessen werde.
7.
6
In Würdigung der gesamten Umstände ist daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden im Zeitpunkt des Rentenbeginns und mithin am
1.
Januar 2014 weiterhin bei der
Y._
AG
an
seinem bisherigen Arbeitsplatz eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit als Spezialhandwerker und daneben
in gleichem Umfang wie vor Eintritt des Gesundheitsschadens eine
Nebentätigkeit als Reinigungsmitarbeiter bei der
Z._
AG oder eine damit vergleichbare
Nebentätigkeit in der Reinigungsbranche ausgeübt hätte
.
7.
7
Dem Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (
Urk.
10/15) ist zu entnehmen, dass dieser vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahre 2011 einen AHV-beitragspflichtigen Verdienst bei der
Y._
AG von
Fr.
81‘395.
,
im Jahre 2010
einen solchen
von
Fr.
75‘023.--, im Jahre 2009 einen solchen von Fr. 74‘088.
, im Jahre 2008 einen solchen von
Fr.
73‘427.-- und im Jahre 2007 einen solchen von
Fr.
71‘328.
--
erzielt
hatt
e.
Infolge
der nicht unerheblichen Schwankungen der bei der
Y._
AG erzielten Einkünfte
im Jahr 2012 wurden wieder lediglich
Fr.
74‘888.-- abgerechnet, obwohl der Gesundheitsschaden erst am Jahresende eintrat (vgl.
Urk.
10/5/4)
ist
bei der Bemessung des
Valideneinkommens
daher auf den
Durchschnittswert der
vom Beschwerdeführer in den
letzten fünf Jahre
n
vor Eintritt des
Gesundheitsscha
dens
und mithin in den
Jahre
n
2007 bis 2011
bei der
Y._
AG erzielten Ein
künften abzustellen
. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen
Nominal
lohnentwicklung
im Jahre
2008
von
2.0
%
, im Jahre 2009 von 2.1
%
, im Jahre 2010 von 0.8
%
(Die Volkswirtschaft 9-2011 S. 95 Tabelle B10.2) und im Jahre 2011 von 1.0
%
(Die Volkswirtschaft 12-2013 S. 91 Tabelle B10.2) resultiert im Jahre 2011 ein
bei der
Y._
AG erzieltes
durchschnittliches Einkommen von
rund
Fr.
76
‘
909
.-- ([
Fr.
71‘328.-- x 1.0
2 x 1.0
21 x 1.008
x 1.01
+
Fr.
73‘427
.--
1.021 x 1.008 x 1.01
+
Fr.
74‘088
.-- x
1.008 x 1.01
+ Fr.
75‘023
.-- x 1.0
1 +
81‘395.--
] ÷ 5).
Demgegenüber weist das vom Beschwerdeführer in den Jahren 2007 bis 2011 bei der
Z._
AG erzielte Einkommen keine starken Schwankun
gen auf, weshalb bei der Bemessung des
Valideneinkommen
auf
das vom Beschwerdeführer im Jahre 2011
im Rahmen der Nebentätigkeit
erzielte AHV-beitragspflichtige Einkommen von
Fr.
13‘185.-- (
Urk.
10/15)
abzustellen ist
.
7.
8
In
Berücksichtigung
einer
durchschnittlichen
Nominal
lohn
entwicklung
im Jahre 2012 von 0.8
%
,
im Jahre 2013
von
0.7 % und im Jahre 2014 von 0.8 %
(
www.bfs.admin.ch; T1.1.0 Nominallohnindex, 2011-2014) resultiert
im Jahre 2014
ein
Valideneinkommen
von rund
Fr.
92
‘
182
.--
([
Fr.
76
‘
909
.-- + Fr. 13‘185.
] x
1.008
x 1.007 x 1.008).
8.
8
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzielt
es Erwerbseinkommen gegeben, na
ment
lich weil
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so
können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für
Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zo
gen
werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Brutto
löhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei
jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwen
dung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr gene
rell
eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden
zugrunde liegt, weshalb der mass
geb
li
che Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochenarbeitszeit aufzu
rechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
8.2
Nach der Rechtsprechung
kommt der LSE 2012 für alle Fälle erstmaliger
Invali
ditätsbemessung
und auf Neuanmeldung hin nach vorausgegangener rechts
kräftiger Ablehnung oder nach Aufhebung der Invalidenrente sowie
auch grundsätzlich
im Revisionsverfahren (mit Entstehung des potentiellen oder Ver
änderung des laufenden Rentenanspruches im Jahr 2012 oder später) Beweiseignung zu
(Urteile des Bundesgerichts 9C_
632/2015 vom
4.
April 2016, E. 2.5.8.1, zur Publikation vorgesehen, und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2)
.
Für die
Invaliditätsbemessung
sind nach der Rechtsprechung
zumindest bis auf Weiteres - nur die
unter anderem
nach dem
Kompetenz
niveau
differenzierten TA1-Tabellen
der LSE 2012 zu verwenden
,
nicht
hinge
gen die TA1_b-Tabellen, welche sich in einem erheblich weitergehenden Masse inkongruent zu den bisherigen statistischen Entscheidungsgrundlagen erweisen
(z
ur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 9C_632/2015 vom
4.
April 2016, E. 2.5.7)
.
Dabei entspricht
das
Anfor
derungsniveau
4 der LSE
2010
dem Kompetenzniveau
1
der LSE 2012
(
IV-Rundschreiben Nr. 328 des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 2
2.
Oktober 2014
)
.
8.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit ver
richteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits
markt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimm
ung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall ge
samt
haft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des
Tabel
lenlohnes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
8.4
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem
Inva
li
den
einkommen
, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
S. 78). Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein deswegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniv
eau 4
(ab 2012: Kompetenzniveau 1)
bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschwe
ren Tätigkeiten umfasst (Urteile
des Bundesgerichts
9C_187
/2011 vom 3
0.
Mai 2011 E. 4.2.1 und
9C_72/2009 vom 3
0.
März 2009 E.
3.4).
8.5
Ein Leidensabzug ist
nach der Rechtsprechung auch dann
nicht gerechtfertigt,
wenn
die gesundheitlichen Einschränkungen
oder
die
eingeschränkte Leis
tungsfähigkeit beziehungsweise
das eingeschränkte
Rendement vom medizini
schen Experten in der von ihm attestierten Arbeitsunfähigkeit bereits berück
sichtigt wurden
(Urteil
des Bundesgerichts
8C_20/2012 vom
4.
April 2012 E. 3.
2 und
3.3).
Sodann rechtfertigt der
Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige versicherte Person gesundheitlich bedingt lediglich reduziert leis
tungsfähig ist,
nach der Rechtsprechung
keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urtei
le
des Bundesgerichts
8C_827/2009 vom 2
6.
April 2010 E.
4.2.1, 9C_980/2008 vom
4.
März 2009 E.
3.1.2, 8C_765/2007 vom 1
1.
Juli 2008 E.
4.3.3, 9C_344/2008 vom
5.
Juni 2008 E. 4 und I 69/07 vom
2.
November 2007 E. 5.1).
Auch ein erhöhter
Pausenbedarf
, welchem
der medizinische Experte
mit
einem
um 20
%
verminderten Rendement bereits hinreichend Rechnung getragen
hat
,
darf nicht zusätzlich mit einem Abzug und damit doppelt berücksichtigt werden (Urteil
des Bundesgerichts
8C_97/2014 vom 1
6.
Juli 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
9.
9.1
Vorliegend
ist dem Beschwerdeführer
gemäss der Beurteilung durch
Dr.
E._
vom
2
5.
November 2014
(vorstehend E.
4.8
)
die Ausübung hinderungsangepasster, körperlich leichter,
fast ausschliesslich sitzenden Tätigkeit
en
, ohne Gehen auf unebenem Boden, ohne längeres Stehen, ohne Knien, ohne Hocken oder Bücken und ohne häufiges Treppensteigen
, jedoch
mit der Möglichkeit aufzustehen und einige Schritte zu gehen,
im zeitlichen Umfang von sechs Stunden im Tag
,
bei einer Leistungsminderung von 20
%
wegen eines
erhöhten Pausenbedarfs und einer langsamen Arbeitsgeschwindigkeit,
und daher
insgesamt im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten
.
Demzufolge steht fest, dass
Dr.
E._
dem
vermehrten Zeit- und Pausenbedarf mit der attestierten Einschränkung von
6
0
% bereits Rechnung getragen
hat. Da
mit dem um 20
%
verminderten Ren
dement
den Einschränkungen und der verminderten Leistungsfähigkeit im Sinne eines vermehrten Zeit- und Pausenbedarfs
bereits hinreichend Rechnung getragen
wurde,
ist ein
darüber hinausgehender
Abzug vom Tabellenlohn
nicht gerechtfertigt.
Es ist daher
davon
auszugehen, dass
der Beschwerdeführer
aus gesundheitlichen Gründen im Ver
gleich zu voll Einsatz
fähigen
bei der Berück
sichtigung einer
Leistungsminderung von 20
%
darüber hinaus mit keiner Einkommenseinbusse
rech
nen müsste.
Damit besteht trotz eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, zumal auch leidensadaptierte Tätigkeiten (etwa leichte Verpackungs-, Montage- und
Kon
trollarbeiten
)
in genügender Anzahl
vorhanden
sind.
Da weitere
einkommens
beeinflus
sende
Merkmale nicht auszumachen sind,
erscheint ein Abzug vom Tabellenlohn vorliegend daher nicht als gerechtfertigt.
9.2
Unter
Berücksichti
gung des Zentralwerts für
einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1
) für
Männer der LSE 2012 (Tabelle TA1, privater Sektor Schweiz 2012)
von Fr.
5‘210.--
,
bei einer
betriebs
üblichen
Wochenarbeitszeit im Jahre
2014
von ins
gesamt 41.7 Stunden (
www.bfs.admin.ch;
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
), bei einem zumutbaren Beschäftigungsgrad von
60
%
und bei einer durch
schnittlichen
Nomin
al
lohnentwick
lung
im Jahre 2013
von
0.7 % und im Jahre 2014 von 0.8 %
(
www.bfs.admin.ch; T1.1.0 Nominallohnindex, 2011-2014
)
resultiert ein
Inv
aliden
einkommen
von rund Fr.
39
‘
695
.
--
(Fr. 5‘210.-- x
12 Mo
nate ÷ 40 Stun
den x 41.7
Stunden
x
0.6 x
1.007 x 1.008)
.
10.
Der
Vergleich
des
Vali
deneinkommens
von Fr.
92
‘
182
.-- mit dem
Invaliden
ein
kommen
von
Fr.
39
‘
695
.
--
ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr.
52
‘
487
.--. Daraus resultiert ein Inval
iditätsgrad von (gerundet) 57
%
.
Damit ist ein Anspruch auf eine halbe Rente ausgewiesen.
Demzufolge e
rweisen sich die angefochtenen Verfügungen vom 2
3.
Februar 2015 (
Urk.
2) und vom 3
0.
März 2015 (
Urk.
7) als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
11.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem
Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf
Fr. 700.-- fest
zusetzen und dem
unt
erlie
genden Beschwerde
führer
aufzuerlegen.