# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 654f7de8-27fd-410c-9a8b-89417e93cc47
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die X. Immobilien AG ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 728 am F-weg in B..
Das Grundstück ist mit einem Wohnhaus (Assek.-Nr. 1265) und einer Garage (Assek.-
Nr. 1291) überbaut. Es liegt nach dem Zonenplan der Gemeinde B. vom 9. April 2001 in
der Wohnzone 1a am Rande des Siedlungsgebiets und grenzt gegen Osten an den
Sportplatz G-park. Westlich davon liegt das Grundstück Nr. 729, das ebenfalls mit
einem Wohnhaus überbaut ist. Nordöstlich des Grundstücks Nr. 728 befindet sich das
Garderobengebäude des Sportplatzes G-park.
Im Zusammenhang mit der Ueberbauung der Grundstücke Nrn. 728 und 729 erstellten
die Eigentümer im Jahr 1942 einen Schmutzwasserkanal bis unmittelbar an die
Nordostgrenze des westlich des Grundstücks Nr. 729 gelegenen Grundstücks Nr. 732.
An diesen Abwasserkanal wurde im Jahr 1967 im Einverständnis mit dem Eigentümer
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des Grundstücks Nr. 728 das Garderobengebäude des Sportplatzes G-park
angeschlossen.
Die Grundstücke Nr. 728 und 729 sind an die im Jahr 1933 erstellte, im F-weg
verlaufende öffentliche Wasserleitung angeschlossen. Diese dient der Einspeisung des
Grundwassers aus dem Pumpwerk F- ins Hydrantennetz und versorgt ausserdem die
beiden Liegenschaften.
Ein Teil des Grundstücks Nr. 728 liegt gemäss dem Schutzzonenreglement der
Gemeinde B. für die Grundwasserfassung "F-" in der Schutzzone II.
Im Rahmen der Erstellung des generellen Entwässerungsplans liess der Gemeinderat
sämtliche Abwasserleitungen überprüfen. Er entschied aufgrund der Abklärungen, dass
sowohl die Abwasserleitung im F- als auch die Hydrantenleitung undicht seien und
ersetzt werden müssten. Er nahm in den Voranschlag 2005 einen Kredit für den Ersatz
der beiden Leitungen auf. Am 9. Februar 2005 vergab er die Arbeiten für den Bau des
neuen Abwasserkanals und der Wasserleitung.
Am 11. März 2005 orientierte die Gemeindeverwaltung die X. Immobilien AG über das
Projekt. Dieses sah im wesentlichen vor, dass die Gemeinde die im F-weg verlaufende
Wasserleitung erneuert und den neuen Abwasserkanal parallel dazu ebenfalls in den F-
weg verlegt und die X. Immobilien AG ihr Grundstück an diese neuen Leitungen
anschliesst. Am 17. März 2005 unterbreiteten die Bau- und Betriebsdienste der
Gemeinde B. der X. Immobilien AG den bereinigten Projektplan und den
Kostenvoranschlag für den privaten Anteil der Werkleitungen. Der Kostenvoranschlag
des Ingenieurbüros S. AG vom 15. März 2005 sah für den Hausanschluss für das
Grundstück Nr. 728 Kosten von insgesamt Fr. 21'000.-- vor. Aufgrund des Projektplans
hätte die Eigentümerin des Grundstücks Nr. 728 für den Abwasserkanal die Kosten für
das Teilstück auf ihrer Liegenschaft bis zur Grundstücksgrenze und für die
Wasserleitung die Kosten bis zur Abzweigung von der Hauptleitung im F-weg
übernehmen sollen. Die Eigentümerin hielt in ihrer Stellungnahme vom 25. März 2005
fest, es sei nicht ersichtlich, weshalb die Kosten für den Ersatz der Wasserleitung bis
an den Hauptstrang zu ihren Lasten gehen sollten. Entsprechend dem Vorschlag für die
Abwasserleitung seien diese Kosten ebenfalls von der Gemeinde zu übernehmen.
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Ausserdem sei die Notwendigkeit einer aufwendigen doppelwandigen Abwasserleitung
mit Spezialschächten etc. darauf zurückzuführen, dass wegen des von der Gemeinde
in unmittelbarer Nähe betriebenen Grundwasserpumpwerks eine Schutzzone verfügt
worden sei. Daher seien die daraus entstehenden Mehrkosten gegenüber einer
konventionellen Leitung ebenfalls vom Verursacher bzw. von der Gemeinde zu tragen.
Die X. Immobilien AG und die Gemeinde B. fanden bezüglich der Kostentragung keine
einvernehmliche Lösung. Mit Schreiben vom 11. April 2005 teilte der Gemeinderat der
Eigentümerin mit, die Bau- und Betriebsdienste hätten unpräjudizierlich angeboten,
dass die Gemeinde die Kosten für die Anschlüsse bis zur Grundstücksgrenze
übernehmen würde. Da keine gütliche Einigung im Sinn dieses Vorschlags habe erzielt
werden können, sei der Anschluss an das öffentliche Wasser- und Abwassernetz zu
verfügen. Die Verfügung richte sich nach den einschlägigen Vorschriften. Gemäss
Art. 14 Abs. 1 des Kanalisationsreglements (abgekürzt KR) müsse das Schmutzwasser
grundsätzlich in die öffentliche oder in die öffentlichen Zwecken dienende private
Kanalisation mit Abwasserreinigungsanlage eingeleitet werden. Nach Art. 18 Abs. 1 des
Wasserreglements (abgekürzt WR) seien Hauszuleitungen und Anschlussschieber von
den Abonnenten auf eigene Kosten zu erstellen. In ihrer Stellungnahme vom 12. April
2005 liess die Eigentümerin mitteilen, sie widersetze sich nicht grundsätzlich einer
Neuregelung des Anschlusses an die Gemeindeleitung. Ihr Anliegen sei es, die Kosten
für den Neuanschluss entsprechend den besonderen Verhältnissen zwischen der
Gemeinde und ihr sachgerecht aufzuteilen. Sie habe auch nicht bestritten, dass die
Kosten auf dem Grundstück zu ihren Lasten gingen. Im Kostenverteilungsvorschlag der
Gemeinde sei denn auch vorgesehen gewesen, dass die Kosten für die
Abwasserleitung bis zur Grundstücksgrenze von der Gemeinde übernommen würden.
Aufgrund der nachgereichten Detaillierung des Kostenvoranschlags sei dann ersichtlich
gewesen, dass die Kosten des Grabens trotzdem vollumfänglich zu ihren Lasten gehen
sollten.
Am 17. Mai 2005 erliess der Gemeinderat B., eine als "Anschlussverfügung"
bezeichnete Anordnung. Er verfügte, dass das Grundstück Nr. 728 an die öffentliche
Kanalisation und an die neue öffentliche Wasserleitung anzuschliessen sei (Ziff. 1).
Ausserdem beschloss er, dass der Hausanschluss an die öffentliche Kanalisation nach
den massgebenden Vorschriften der Grundwasserschutzzone auszuführen sei (Ziff. 2)
und dass die Kosten der beiden Hausanschlüsse von der Eigentümerin der Parzelle
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Nr. 728 zu tragen seien (Ziff. 3). Die Gebühr wurde auf Fr. 500.-- festgesetzt und bei der
Eigentümerin erhoben (Ziff. 4).
B./ Gegen die Verfügung des Gemeinderats vom 17. Mai 2005 erhob die X.
Immobilien AG mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 1. Juni 2005 Rekurs beim
Baudepartement mit dem Antrag, Ziff. 3 der Verfügung sei aufzuheben, die Gemeinde
B. sei zu verpflichten, die Kosten für die Abwasser- und Wasserleitung ausserhalb der
Parzelle Nr. 728 zu übernehmen und die Gemeinde B. sei zu verpflichten, sich an den
Mehrkosten für die doppelwandige Abwasserleitung auf der Parzelle Nr. 728 mit einem
Beitrag von Fr. 6'000.-- zu beteiligen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Ueber den Rekurs wurde am 8. April 2008 mit einem gemeinsamen Beschluss des
Baudepartements und des Finanzdepartements entschieden. Im Rekursentscheid wird
festgehalten, der Gemeinderat sei zu Recht davon ausgegangen, dass es sich bei der
ersetzten Abwasserleitung um eine private Kanalisation gehandelt habe. Im übrigen
hätten anlässlich des Augenscheins Vertreter der Gemeinde einen Plan vorgelegt, der
die mit Kanalfernsehen festgestellten Schäden der Abwasserleitung festhalte. Aus dem
Plan habe sich ergeben, dass die Leitung auf ihrer gesamten Länge unzählige
Schadenstellen in dichter Folge aufweise. Von der Eigentümerin sei die
Sanierungsbedürftigkeit der Leitung anerkannt worden. Die im Rekurs erhobene Rüge
der fehlenden Abklärungen über die Dichtigkeit der Leitungen sei damit
gegenstandslos. Hinsichtlich der Linienführung der neuen Abwasserleitung im F-weg
habe der Augenschein gezeigt, dass die alte Leitung durch ein stark bestocktes
Waldgebiet führe, weshalb kostspielige Rodungen erforderlich geworden wären, falls
die Linienführung beibehalten worden wäre. Dazu komme, dass die ebenfalls zu
ersetzende Wasserleitung schon bisher im F-weg verlaufen sei, weshalb es sich
geradezu aufgedrängt habe, die neue Abwasserleitung wie auch die neue
Wasserleitung in diesem Weg zu verlegen. Die Verlegung der Abwasserleitung in den
F-weg und damit etwas weiter vom Grundstück der Rekurrentin entfernt beruhe mithin
auf sachlich gewichtigen Gründen. Gestützt auf Art. 11 Abs. 2 und Art. 56 Ziff. 2 KR sei
die Eigentümerin zu Recht verpflichtet worden, ihre Liegenschaft auf eigene Kosten an
die neue öffentliche Kanalisation anzuschliessen. Wenn sie zusammen mit den übrigen
Beteiligten zur Sanierung der privaten Abwasserleitung verpflichtet worden wäre, hätte
sie vergleichsweise höhere Kosten tragen müssen. Da sie zu Recht verpflichtet worden
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sei, ihre Liegenschaft auf eigene Kosten an die neue öffentliche Kanalisation
anzuschliessen, habe sie auch die Verpflichtung getroffen, die Hausanschlussleitung
entsprechend den Vorschriften der Schutzverordnung auszuführen. Bei der
Wasserleitung gehe es lediglich um die Frage des Ersatzes der Hausanschlussleitung.
Diese bleibe im Eigentum des Grundeigentümers und sei von den Abonnenten auf
eigene Kosten zu erstellen und zu unterhalten. Auch nach dem Grundsatz von Treu und
Glauben sei die Gemeinde nicht verpflichtet, die Kosten für beide Leitungen bis zur
Grundstücksgrenze zu übernehmen. Zusammenfassend ergebe sich, dass der Rekurs
sowohl in bezug auf den Abwasserhausanschluss als auch auf den Wasser-
Hausanschluss unbegründet sei und daher abgewiesen werden müsse. Auf den Rekurs
gegen die in Ziff. 4 verfügte Gebühr von Fr. 500.-- traten die Departemente nicht ein.
C./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 28. April 2008 erhob die X. Immobilien AG
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei
vollumfänglich aufzuheben, Ziff. 3 der Verfügung des Gemeinderats B. sei aufzuheben
und die Gemeinde B. sei zu verpflichten, die Kosten für die Abwasser- und
Wasserleitung ausserhalb der Parzelle Nr. 728 und von den Mehrkosten für die
doppelwandige Abwasserleitung einen Beitrag von Fr. 6'000.-- zu übernehmen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge.
Das Baudepartement beantragte in seiner Vernehmlassung vom 23. Mai 2008, die
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Es hält fest, die
Beschwerdeführerin habe am 30. April 2007 erklärt, bezüglich der Wasserleitung werde
insofern am Rekurs festgehalten, als die Kosten, die nur auf die Verlegung
zurückzuführen seien, der Gemeinde zu überbinden seien. Dies betreffe alle Kosten
ausser der ersetzten Leitung, d.h. auch den nur wegen der Verlegung notwendig
gewordenen Schieber.
Der Gemeinderat B. beantragte in seiner Vernehmlassung vom 11. Juni 2008 ebenfalls,
die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Die Beschwerdeführerin erhielt Gelegenheit, sich zu den Vernehmlassungen der
Vorinstanzen und der Beschwerdegegnerin zu äussern. Sie anerkennt in ihrer
Stellungnahme vom 11. Juli 2008, dass bezüglich der Frage der gesamten Kosten für
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die Wasserleitung ein Teilrückzug des Rekurses vorliege und deshalb die Beschwerde
auf die von der Vorinstanz noch entschiedene Frage der Uebernahme derjenigen
Kosten, die nur auf die Verlegung zurückzuführen seien, reduziert werde.

## Considerations

Die einzelnen Erwägungen des angefochtenen Rekursentscheids sowie die von den
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten Ausführungen werden,
soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 28. April 2008 wurde
rechtzeitig eingereicht und enthält einen Antrag, eine Sachdarstellung und eine
Begründung. Insoweit sind die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
1.1. Soweit im Rekurs die Erhebung einer Gebühr von Fr. 500.-- gerügt wurde, ist die
Vorinstanz auf den Rekurs nicht eingetreten mit der Begründung, im Rechtsbegehren
werde nur die Aufhebung von Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung beantragt, nicht
aber von deren Ziff. 4. Deshalb sei mangels Antrags nicht auf das Rechtsmittel
einzutreten.
In der Beschwerde wird dazu lediglich ausgeführt, die Gebühr sei nicht geschuldet. Im
Rekursantrag wurde Ziff. 4 der Verfügung des Gemeinderates nicht angefochten. Im
Beschwerdeverfahren sind neue Begehren unzulässig (Art. 61 Abs. 3 VRP; vgl. Cavelti/
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 919).
Daher ist auf die Beschwerde gegen die Gebühr nicht einzutreten, zumal der
Nichteintretensentscheid auch nicht substantiiert gerügt wird.
1.2. Im Rekursverfahren erklärte die Beschwerdeführerin am 30. April 2007, bezüglich
der Wasserleitung werde insofern am Rekurs festgehalten, als die Kosten, die nur auf
die Verlegung zurückzuführen seien, der Gemeinde zu überbinden seien. Dies betreffe
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alle Kosten ausser der ersetzten Leitung, d.h. auch den nur wegen der Verlegung
notwendig gewordenen Schieber.
Die Vorinstanzen entschieden, die Eigentümerin habe die Kosten der Wasser-
Hausanschlussleitung inkl. Schieber und T-Stück zu übernehmen. Beim Antrag auf
Uebernahme der gesamten Kosten für die Wasserleitung ausserhalb des Grundstücks
handelt es sich um ein Begehren, welches über den im Rekursverfahren gestellten,
gegenüber der Rekurserklärung eingeschränkten Antrag hinausging. Die Vorinstanzen
wenden daher in der Beschwerdevernehmlassung zu Recht ein, dass auf die
Beschwerde nicht einzutreten sei, soweit die Uebernahme der gesamten Kosten für die
Leitung ausserhalb des Grundstücks durch die Gemeinde verlangt wird. Wie erwähnt,
sind neue Begehren unzulässig (Art. 61 Abs. 3 VRP).
Im übrigen ist auf die Beschwerde einzutreten.
1.3. Der angefochtene Entscheid wurde gemeinsam vom Baudepartement und dem
Finanzdepartement gefällt. Eine explizite gesetzliche Grundlage für eine gemeinsame
Zuständigkeit zweier Departemente für einen Rekursentscheid besteht nicht. Im
Entscheid wird festgehalten, der Rekurs falle in die Zuständigkeit des
Baudepartements, soweit er die Anschlusspflicht an die öffentliche Kanalisation
betreffe, und in jene des Finanzdepartements, soweit die Anschlusspflicht an die
öffentliche Wasserversorgung umstritten sei (Art. 43bis VRP in Verbindung mit Art. 24
lit. f des Geschäftsreglements der Regierung und der Staatskanzlei, sGS 141.3,
abgekürzt GschR).
Nach Art. 24 lit. f GschR fallen die Bereiche kantonale Gebäudeversicherungsanstalt,
Feuerpolizei und Löschwesen sowie Durchführung der Grundstückschätzung in den
Geschäftskreis des Finanzdepartements. Auch die Genehmigung der
Rechtsgrundlagen der Wasserversorgung von Gemeinden und Korporationen wird dem
Geschäftsbereich des Finanzdepartements zugeordnet (ABl 1997, S. 1370). Ob auch
Streitigkeiten über die Anschlusspflicht von Grundstücken an die kommunale
Wasserversorgung unter Art. 24 lit. f GschR fallen, erscheint fraglich. Zudem stellte die
Eigentümerin die Anschlusspflicht als solche nie in Frage. In ihrer Eingabe vom 12. April
2005 an die Beschwerdegegnerin hielt sie ausdrücklich fest, es könne keine Rede
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davon sein, dass für ihr Grundstück keine Anschlusspflicht bestehen solle. Sie erhob
vielmehr ausschliesslich Einwände gegen die Art und Weise der ihr auferlegten
Kostenbeteiligung. Auf weitere Erörterungen zur Zuständigkeit kann allerdings
verzichtet werden, da der Entscheid ungeachtet der Zuständigkeit des einen oder
anderen Departements mit Beschwerde angefochten werden konnte.
1.4. In der Verfügung vom 17. Mai 2005 wurde neben der Pflicht zum Anschluss der
Liegenschaft an die öffentliche Kanalisation und an die neue Wasserleitung sowie der
Pflicht zur Ausführung des Abwasserkanals nach den Vorschriften der Schutzzone
entschieden, die Kosten der beiden Hausanschlüsse seien von der Grundeigentümerin
zu tragen. Wie hoch diese Kosten sind, lässt sich der Verfügung allerdings nicht
entnehmen. Insoweit fragt es sich, ob in diesem Punkt überhaupt von einer Verfügung
gesprochen werden kann. Allerdings wurden vor Erlass der Verfügung genaue
Kostenvoranschläge zugestellt, weshalb die Beschwerdeführerin nicht darauf vertrauen
durfte, die Pflicht zur Kostenübernahme sei erst unverbindlich angekündigt und werde
nach der Bauausführung ziffernmässig genau bestimmt und definitiv verfügt.
1.5. Vorinstanz und Politische Gemeinde B. stützten sich u.a. auf das Wasserreglement
vom 21. Februar 1978 und das Kanalisationsreglement vom 15. November 1978. Den
bei den Akten liegenden Exemplaren dieser Reglemente kann nicht entnommen
werden, ob sie aufgrund der bundesgerichtlichen Praxis (BGE 120 Ia 265) nachträglich
dem fakultativen Referendum unterstellt wurden. Die Abklärungen des Gerichts
ergaben, dass sie im Jahr 1996 dem fakultativen Referendum unterstellt worden waren.
In formeller Hinsicht sind somit die Reglemente nicht zu beanstanden.
2. Die Vorinstanz hielt in der Darstellung des Sachverhalts fest, der Gemeinderat habe
für den Ersatz der Abwasserleitung und der Hydrantenleitung einen Kredit in den
Voranschlag 2005 aufgenommen. Damit habe der Gemeinderat beschlossen, die
Abwasserleitung ins öffentliche Netz aufzunehmen.
Ob die Erstellung des Voranschlags der Politischen Gemeinde bzw. die Budgetierung
einer bestimmten Ausgabenposition der Aufnahme einer Leitung in das öffentliche Netz
gleichzusetzen ist, ist fraglich. Jedenfalls bedeutet dieser Vorgang nicht, dass die
Leitung vor der Budgetierung nicht zum öffentlichen Leitungsnetz gehörte. Auch kann
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die Budgetierung keine Grundlage für die Erhebung von Grundeigentümerbeiträgen
oder Kostenanteilen an der Leitungserneuerung sein, wenn dafür keine gesetzliche
Grundlage vorhanden ist.
2.1. Die Beschwerdegegnerin entschied, die Liegenschaft sei an die öffentliche
Kanalisation und an die neue öffentliche Wasserleitung anzuschliessen; ausserdem sei
der Hausanschluss an die öffentliche Kanalisation nach den massgebenden
Vorschriften der Grundwasserschutzzone auszuführen. Dies erweckt den Anschein,
dass die Beschwerdegegnerin davon ausging, die Liegenschaft Nr. 728 sei vor dem
Anschluss an die neuen Leitungen nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen
gewesen bzw. der Anschluss an die erneuerte Wasserleitung sei ein neuer Anschluss.
Die Anschlusspflicht als solche wurde aber von der Eigentümerin nie bestritten. Es
steht fest, dass die Liegenschaft der Beschwerdeführerin bereits seit Jahrzehnten an
die öffentliche Wasserversorgung und an die Kanalisation angeschlossen ist. Die
Beschwerdeführerin hielt denn auch gegenüber der Gemeinde unmissverständlich fest,
sie wende sich nicht gegen den Anschluss ihrer Liegenschaft. Streitig ist
ausschliesslich die Kostenauflage für die Erneuerung bzw. teilweise Verlegung der
Leitungen. Die Beschwerdegegnerin erliess ihre Anschlussverfügung erklärtermassen
deshalb, weil keine Einigung über die Kostenverlegung erzielt werden konnte. Dies
ergibt sich aus der Mitteilung vom 11. April 2005. Der als Anschlussverfügung
bezeichnete Verwaltungsakt bezweckte, von der Eigentümerin Abgaben für die
Verlegung bzw. Erneuerung der Leitungen zu erheben bzw. ihr die entsprechenden
Kosten aufzuerlegen. Von einem Neuanschluss an die öffentliche Kanalisation und an
die öffentliche Wasserversorgung kann im vorliegenden Fall aber nicht gesprochen
werden. Es ist denn auch aufgrund der Akten nicht ersichtlich, dass die
Beschwerdegegnerin gestützt auf den Ersatz bzw. die Verlegung der Leitungen
Anschlussbeiträge nach Art. 56 ff. KR bzw. Anschlusstaxen nach Art. 34 ff. WR
erhoben hat. Auch ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin die Abwässer ihrer
Liegenschaft zuvor nicht der öffentlichen Kanalisation zugeführt hatte und die
Wasserversorgung nicht über die öffentliche Leitung erfolgte.
2.2. Zu prüfen ist, ob die von der Beschwerdeführerin erhobenen Abgaben bzw.
Leistungsverpflichtungen, soweit sie von der Beschwerdeführerin bestritten werden,
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rechtmässig sind. Die Abgaben betreffen im wesentlichen den Aufwand für die
Abwasserleitung und die Kosten der Verlegung der Wasserleitung sowie die
Mehrkosten der Abwasserleitung zufolge der Lage des Grundstücks in einem
Grundwasserschutzgebiet.
Vorinstanz und Beschwerdegegnerin gingen davon aus, dass die Leitung von der
Liegenschaft der Beschwerdeführerin bis zur Leitung im F-weg nicht der öffentlichen
Kanalisation angehört, weshalb die Kosten der neuen Leitung von der
Beschwerdeführerin zu tragen sind.
2.3. Nach Art. 1 Abs. 2 KR findet das Reglement Anwendung auf alle öffentlichen und
privaten Abwasseranlagen, für welche es nach seinem Wortlaut oder Sinn eine
Bestimmung enthält. Das Recht des Bundes und des Kantons bleiben vorbehalten
(Art. 2 KR).
Zutreffend hält die Vorinstanz fest, dass weder das eidgenössische noch das kantonale
Recht die Abgrenzung zwischen öffentlicher und privater Kanalisation regelt. Soweit die
Zuordnung eines Teils des Kanalisationssystems zur öffentlichen Kanalisation bzw. zur
privaten Kanalisation unmittelbare finanzielle Verpflichtungen für die Grundeigentümer
mit sich bringt, hat die Abgrenzung auf einer klaren gesetzlichen Grundlage zu beruhen
(VerwGE B 2007/62 vom 19. September 2007 i.S. Pol. Gde. G., publiziert in:
www.gerichte.sg.ch sowie auszugsweise in GVP 2007 Nr. 29).
Im angefochtenen Entscheid wird in der Darstellung des Sachverhalts ausgeführt, im
Rahmen der Ueberbauung der Grundstücke Nrn. 728 und 729 hätten die Eigentümer
im Jahr 1942 einen privaten Schmutzwasserkanal bis zum Anschluss an den
öffentlichen Abwasserkanal unmittelbar an der Nordostgrenze des Grundstücks
Nr. 732 erstellt, und der Gemeinderat habe mit der Aufnahme eines Kredits für den
Ersatz der Abwasserleitung in den Voranschlag 2005 beschlossen, diesen ins
öffentliche Netz aufzunehmen.
Wie erwähnt, kann die Budgetierung nicht der Uebernahme eines privaten Kanals
gleichgesetzt werden. Die Abgrenzung des Bereichs der öffentlichen Kanalisation und
der privaten Kanalisationsanlagen ist Gegenstand des vorliegenden Rechtsstreits,
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weshalb die dargelegten Ausführungen im Sachverhalt rechtlicher Natur sind und
zudem den Streitgegenstand betreffen. Die Abgrenzung ist aufgrund der einschlägigen
Rechtsnormen vorzunehmen.
2.3. Fest steht, dass die ersetzte Abwasserleitung unmittelbar an die Grenze des
Grundstücks Nr. 728 führte. Bei der Garage Vers.-Nr. 1291 nahm sie das Abwasser der
durch das Grundstück führenden Leitung auf. Die neue Schmutzwasserleitung verläuft
im F-weg in etwa 30 m Entfernung von der Grundstücksgrenze. Im F-weg verläuft
ausserdem die Trinkwasserleitung.
2.3.1. In ihrer Verfügung hielt die Beschwerdegegnerin fest, die Anschlusspflicht sei in
Art. 11 KR geregelt. Das generelle Kanalisationsprojekt und damit der öffentliche
Kanalisationsbereich führten entlang der Parzellen Nrn. 602 und 732. Der Gemeinderat
habe beschlossen, die neue Leitung als öffentlichen Kanal zu erstellen. Damit werde
der öffentliche Kanalisationsbereich neu abgegrenzt. Die Anschlusspflicht ende nicht
an der Parzellengrenze, sondern beim öffentlichen Kanal. Die Kostentragung richte sich
nach Art. 56 Ziff. 2 KR. Die Mehrkosten aufgrund der Gewässerschutzzone seien in
vollem Umfang von der Grundeigentümerin zu tragen. In bezug auf den Anschluss an
die Wasserversorgung sei Art. 18 Abs. 1 WR massgebend. Danach sei die
Hauszuleitung an die neue Hauptleitung vom Grundeigentümer auf seine Kosten zu
erstellen. Art. 14 Abs. 1 WR finde keine Anwendung. Wenn die Wasserversorgung in
Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe Leitungen ersetzen oder ändern müsse, gingen die
Anpassungskosten gemäss Art. 18 Abs. 1 WR zulasten des Abonnenten. Dies ergebe
sich auch aus Art. 18 Abs. 4 WR, wonach die Hauszuleitung im Eigentum des
Grundeigentümers bleibe. Damit umfasse der Hausanschluss die gesamte Strecke von
der Liegenschaft bis zur neuen öffentlichen Leitung. Die Parzellengrenze sei nicht
massgebend.
2.3.2. Die Vorinstanz hielt fest, weder das eidgenössische noch das kantonale Recht
würden die Abgrenzung zwischen öffentlicher und privater Kanalisation regeln. Nach
Art. 11 Abs. 2 des Gewässerschutzgesetzes des Bundes (SR 814.20, abgekürzt
GSchG) umfasse der Bereich öffentlicher Kanalisationen unter anderem die Bauzonen
(lit. a). Art. 7 des kantonalen Vollzugsgesetzes zur eidgenössischen
Gewässerschutzgesetzgebung (sGS 752.2, abgekürzt GSchVG) erkläre die Erstellung
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und den Betrieb öffentlicher Kanalisationen und zentraler Abwasserreinigungen zur
Sache der politischen Gemeinde und bestimme, dass öffentliche und private
Abwasseranlagen in Uebereinstimmung mit dem generellen Entwässerungsplan erstellt
würden. Weder das eidgenössische noch das kantonale Recht regelten indessen die
Abgrenzung zwischen öffentlicher und privater Kanalisation. Nach der Praxis liege die
Abgrenzung der beiden Bereiche zur Hauptsache im pflichtgemässen Ermessen der
politischen Gemeinde bei Erlass des Kanalisationsreglements und des generellen
Kanalisationsprojekts bzw. heute des generellen Entwässerungsplans GEP (GVP 1976
Nr. 58).
Aufgrund der Bestimmungen des KR gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dass die
Erstellung der Hausanschlussleitungen grundsätzlich Sache der Grundeigentümer sei
und es sich bei diesen Leitungen um private Kanalisationen handle. Demgegenüber
würden die Sammelleitungen von der Gemeinde als öffentliche Kanalisationen erstellt.
Diese seien dabei in der Regel so nahe an die Grundstücke heranzuführen, dass deren
Anschluss ohne Benützung fremder Grundstücke möglich sei. Im Einzelfall blieben aber
auch gemeinsame private Kanalisationen möglich. Es sei unbestritten, dass die
ersetzte Abwasserleitung von den Eigentümern der Grundstücke Nrn. 728 und 729
privat erstellt worden sei. Die Leitung sei auch im Zeitpunkt des Anschlusses des
Garderobengebäudes des Sportplatzes G-park im Jahr 1967 noch als private Leitung
betrachtet worden. Eine Uebernahme der Leitung durch die politische Gemeinde oder
gar deren Enteignung sei nicht nachgewiesen. Allein durch den Erlass des KR sei die
private Leitung aber nicht zu einer öffentlichen geworden. Daran vermöge auch der
Umstand nichts zu ändern, dass für die Mitbenützung der Leitung nie eine
Entschädigung bezahlt worden sein solle. Im übrigen hätte eine entsprechende
Entschädigung nicht durch die politische Gemeinde, sondern durch den Fussballclub
als Ersteller und Betreiber des Garderobengebäudes geleistet werden müssen. Auch
daraus, dass die Bau- und Betriebsdienste der Gemeinde B. zunächst vorgeschlagen
hätten, die Kosten der neuen Abwasserleitung bis zur Grenze des Grundstücks der
Rekurrentin zulasten der Gemeinde zu übernehmen, könne nicht auf den öffentlichen
Charakter der Leitung geschlossen werden. Schliesslich spreche die Tatsache, dass
die Gemeinde die neue Abwasserleitung, die - von den Hausanschlüssen abgesehen -
von Beginn an als öffentliche Leitung habe erstellt werden sollen, ohne Einbezug der
beteiligten Privaten geplant habe, nicht für den öffentlichen Charakter der streitigen
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Leitungen. Immerhin wäre ein frühzeitigerer Einbezug der beteiligten Privaten wohl
zweckmässig gewesen. Es ergebe sich somit, dass die Feststellung der Vorinstanz
nicht zu beanstanden sei, wonach es sich bei der ersetzten Abwasserleitung um eine
private Kanalisation gehandelt habe.
2.3.3. Die Vorinstanz stützte sich in ihren Erwägungen auf einen Entscheid der
Regierung aus dem Jahr 1976 (GVP 1976 Nr. 58). Darin wurde unter anderem
festgehalten, dass für die Abgrenzung öffentlicher und privater Kanalisationen in erster
Linie auf das Abwasserreglement abzustellen sei.
Das Verwaltungsgericht hatte in einem unlängst gefällten Urteil über die Abgrenzung
von öffentlichen und privaten Kanalisationen zu befinden. Es hielt ebenfalls fest, die
Streitfrage, wie private Hausanschlussleitungen von den Anlagen der öffentlichen
Kanalisation abzugrenzen seien, lasse sich anhand der Bestimmungen des kantonalen
Rechts und des Bundesrechts nicht beantworten; vielmehr sei auch auf die
kommunalen Reglemente abzustellen (GVP 2007 Nr. 29). Im vorliegenden Fall ist zu
prüfen, ob das KR Bestimmungen zur Abgrenzung der beiden Kanalisationsbereiche
enthält.
Art. 3 Abs. 1 KR hält fest, dass die Gemeinde die zur Ableitung und Reinigung von
Abwasser aus öffentlichen und privaten Grundstücken notwendigen öffentlichen
Abwasseranlagen erstellt, betreibt und unterhält. Der Randtitel dieser Bestimmung
lautet "öffentliche Abwasseranlagen/ Grundsatz". Nach Art. 3 Abs. 2 KR erfolgt der Bau
der Abwasserleitungen gemäss generellem Kanalisationsprojekt (GKP), Kanalisations-
Richtplan und Abwassersanierungsplan. Art. 4 Abs. 1 KR bestimmt, dass die Gemeinde
das öffentliche Kanalnetz baut. Wo es im öffentlichen Interesse liegt, kann die
Gemeinde nach Art. 5 KR privat erstellte Kanalisationsleitungen und zugehörige
Anlagen übernehmen. Art. 6 KR bestimmt, dass die öffentlichen Abwasseranlagen
möglichst in öffentlichen Grund zu liegen kommen sollen. Beim Bau öffentlicher
Abwasseranlagen in privatem Boden soll gemäss Art. 6 Abs. 2 KR der Abschluss eines
Dienstbarkeitsvertrages angestrebt werden, indem der Grundeigentümer auf seinen
gesetzlichen Anspruch auf spätere Verlegung der Leitung verzichtet. Art. 7 KR regelt
gemäss Randtitel die privaten Abwasseranlagen. Private Abwasseranlagen, wie
Einzelreinigungsanlagen, Anschlussleitungen, Vorbehandlungsanlagen für gewerbliche
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und industrielle Abwässer, Abscheider usw. müssen in Uebereinstimmung mit dem
GKP, dem Kanalisationsrichtplan und dem Abwassersanierungsplan erstellt werden.
Erstellung, Betrieb und Unterhalt privater Abwasseranlagen gehen zulasten des
Eigentümers (Art. 7 Abs. 2 KR). Art. 7 Abs. 3 KR bestimmt, dass jedes an die
Kanalisation anzuschliessende Grundstück in der Regel durch eine eigene
Anschlussleitung ohne Benützung fremder Grundstücke zu entwässern ist. Werden für
mehrere Grundstücke gemeinsame Kanalisationen bewilligt oder wird fremdes
Eigentum beansprucht, so haben die Beteiligten vor Baubeginn die daraus
entstehenden gegenseitigen Rechte und Pflichten, wie Durchleitungsrecht,
Unterhaltspflicht usw., durch Eintragung im Grundbuch rechtsgültig zu regeln und sich
darüber beim Gemeinderat auszuweisen (Art. 691 und 693 ZGB, Art. 103 bis 106 EG
zum ZGB). Art. 9 KR bestimmt, dass der Gemeinderat über die öffentlichen
Kanalisationen und über die an sie angeschlossenen privaten Abwasserleitungen einen
Leitungsplan (Kataster) erstellen und nachführen lässt. Art. 11 Abs. 1 KR bestimmt,
dass der Kanalisationsbereich (= Bereich öffentlicher und öffentlichen Zwecken
dienender privater Kanalisationen) das durch das GKP abgegrenzte Gebiet sowie die
ausserhalb desselben bestehenden Bauten und Anlagen umfasst, deren Anschluss an
das Kanalnetz gemäss Sanierungsplan und Kanalisationsrichtplan vorgesehen ist.
Aus Art. 3 Abs. 1 und Art. 7 Abs. 2 KR ergibt sich, dass die Erstellung, der Betrieb und
der Unterhalt öffentlicher Kanalisationsanlagen der Gemeinde obliegt, während private
Abwasseranlagen vom Eigentümer erstellt, betrieben und unterhalten werden. Daraus
ergibt sich für die Abgrenzung privater und öffentlicher Kanalisationsbereiche aber
keine eindeutige Aussage. Das Verwaltungsgericht hat im erwähnten Urteil vom
19. September 2007 festgehalten, dass die Abgrenzung der Bereiche der privaten
Kanalisation und der öffentlichen Kanalisation weitreichende Folgen, namentlich in
bezug auf die Unterhaltspflicht von Kanalisationsanlagen hat. Die Abgrenzung kann
daher nicht durch einen Beschluss des Gemeinderates für die privaten
Grundeigentümer verbindlich geregelt werden. Dieses Urteil lässt den Entscheid der
Regierung aus dem Jahr 1976, auf den sich die Vorinstanz beruft, als überholt
erscheinen. Weiter hat das Verwaltungsgericht festgehalten, eine
Reglementsbestimmung, wonach jedes an die Kanalisation anzuschliessende
Grundstück in der Regel durch eine eigene Anschlussleitung ohne Benützung fremder
Grundstücke zu entwässern sei, deute darauf hin, dass die Leitung, welche
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verschiedene Hausanschlüsse aufnimmt, Teil der öffentlichen Kanalisation sei. Wenn
der Anschluss eines Grundstücks an die öffentliche Kanalisation durch eine eigene
Leitung und ohne Benützung anderer Grundstücke erfolgen müsse, so sei der
Sammelkanal, in den sich die von einem einzelnen Grundstück kommende Leitung
ergiesse, grundsätzlich Teil der öffentlichen Kanalisation.
Wem das Grundstück nördlich der Parzelle Nr. 728 gehört, lässt sich den Akten nicht
entnehmen. Im Streitfall ergibt sich aus Art. 7 Abs. 3 KR, dass zur privaten Kanalisation
lediglich die im Grundstück des jeweiligen Eigentümers verlaufende Leitung gehört. Im
Regelfall ist die Entwässerung durch Drittgrundstücke nach Art. 7 Abs. 3 KR nicht Teil
der privaten Kanalisation. Ebenso spricht die Tatsache, dass das Grundstück in der
Bauzone liegt, für die Zugehörigkeit zur öffentlichen Kanalisation. Bauzonen gehören
nach Art. 11 Abs. 2 GSchG zum Bereich der öffentlichen Kanalisation. Vorliegend kann
zudem nicht auf die Einstufung der Anlagen im generellen Kanalisationsprojekt bzw.
generellen Entwässerungsplan abgestellt werden. Die Beschwerdegegnerin erklärte
nämlich anlässlich des Augenscheins der Vorinstanz, dass ein Leitungskataster erst im
Rahmen der Arbeiten am GEP erlassen worden sei, weshalb für die Frage der
Oeffentlichkeit der alten Leitung nichts daraus abgeleitet werden könne. Abgesehen
davon werden solche Leitungskataster ohne Einbezug der Grundeigentümer bzw. nicht
als Teil des Reglements erlassen, weshalb die Zuordnung jedenfalls keine
Abgabepflichten zu begründen vermöchte. Im Streitfall kommt hinzu, dass die
Beschwerdegegnerin den Bau der neuen Abwasserleitung ohne Einbezug der
Anstösser plante, darüber Beschluss fasste und die Arbeiten vergab. Auch dies spricht
gegen die Zugehörigkeit zur privaten Kanalisation. Wenn die Eigentümer für Bau,
Betrieb und Unterhalt der Leitung zuständig gewesen wären, wie dies bei einer privaten
Kanalisation der Fall ist, hätten sie die Unterhaltsarbeiten durchführen und die
entsprechenden Aufträge vergeben müssen. Zumindest hätte ihnen die Gemeinde eine
entsprechende Mitwirkung ermöglichen müssen. Das Vorgehen der
Beschwerdegegnerin zeigt klar, dass sich diese für die Leitungen als allein zuständig
erachtete. Den als unterhaltspflichtig bezeichneten Anstössern bzw. Grundeigentümern
blieb bei diesem Vorgehen nichts anderes übrig als die von der Beschwerdegegnerin in
Auftrag gegebenen Arbeiten zu bezahlen. So lässt sich die Unterhaltspflicht der
Eigentümer nicht handhaben. Wenn diese unterhaltspflichtig sind, so sind sie
grundsätzlich auch berechtigt, nach den Vorgaben des KR selbst die entsprechenden
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Arbeiten auszuführen bzw. ausführen zu lassen. Art. 8 KR enthält eine entsprechende
Vorschrift. Die von der Beschwerdegegnerin ohne Mitwirkung der Grundeigentümer
beschlossene Projektierung und Ausführung des Leitungsneubaus spricht somit klar
dafür, dass die Leitungen Teil der öffentlichen Kanalisation sind. Ohne explizite
gesetzliche Grundlage kann die Beschwerdegegnerin jedenfalls für solche von ihr
ausgeführten Arbeiten die Grundeigentümer nicht zur Zahlung von Kostenanteilen
verpflichten.
Vorliegend geht aus den Akten auch nicht hervor, dass an den Leitungen ausserhalb
der Grundstücke Nrn. 728 und 729 durch Abschluss von Dienstbarkeiten
Unterhaltspflichten geregelt wurden (Art. 7 Abs. 3 KR). Ein weiteres Indiz, dass die
Leitungen ausserhalb des Grundstücks der Beschwerdeführerin zum Bereich der
öffentlichen Kanalisation gehören, ist entgegen den Ausführungen der Vorinstanz darin
zu erblicken, dass die Beschwerdegegnerin zunächst vorschlug, die Kosten der neuen
Abwasserleitung bis zur Grundstücksgrenze zu übernehmen. Auch dies zeigt, dass die
Gemeinde selbst die Teile der Kanalisation ausserhalb des Grundstücks Nr. 728 als
Teile der öffentlichen Kanalisation betrachtete. Dass die früheren Eigentümer des
Grundstücks der Beschwerdeführerin keine Einwände gegen den Anschluss der
Garderobe des Sportplatzes G-park erhoben, lässt die Sammelleitung nicht als Teil der
privaten Kanalisation erscheinen. Hingegen ist der Erlass des KR aufgrund der darin
enthaltenen Vorschriften über die Abgrenzung von wesentlicher Bedeutung. Selbst
wenn die Leitung vor Erlass des KR als Teil der privaten Kanalisation zu betrachten
gewesen wäre, hätte sich diese Qualifikation aufgrund neuer Vorschriften ändern
können.
2.3.4. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Abwasserleitung ausserhalb des
Grundstücks der Beschwerdeführerin als Teil der öffentlichen Kanalisation einzustufen
ist. Die Abgrenzung ist auch im Hinblick auf die Interessenlage der Beteiligten sowie
Sinn und Zweck der Gewässerschutzvorschriften gerechtfertigt (vgl. dazu ausführlich
VerwGE B 2007/62 vom 19. September 2007).
Die Beschwerde erweist sich daher insoweit als begründet, als die Verpflichtung zur
Uebernahme der Kosten der Abwasserleitung ausserhalb des Grundstücks Nr. 728
angefochten wird.
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2.4. Fest steht, dass das Grundstück der Beschwerdeführerin teilweise in einer
Grundwasserschutzzone liegt. Dies führt dazu, dass die Abwasserleitung aufgrund des
Schutzzonenreglements aufwendiger und kostspieliger als bei einem Grundstück
ausserhalb der Schutzzone ausgeführt werden muss. Die Beschwerdeführerin
betrachtet die Gemeinde als Verursacherin der Mehrkosten, da diese das
Grundwasserpumpwerk betreibe. Die Vorinstanz hielt fest, es handle sich bei der
Pflicht zur Erstellung einer kostspieligen Leitung um eine gewässerschutzpolizeiliche
Eigentumsbeschränkung. Diese sei entschädigungslos zu dulden; zudem dürfte ein
entsprechender Entschädigungsanspruch längst verjährt sein.
Die Beschwerdeführerin beruft sich auf Art. 20 Abs. 2 GSchG. Danach haben die
Inhaber von Grundwasserfassungen für allfällige Entschädigungen von
Eigentumsbeschränkungen aufzukommen. Die Pflicht zur Erstellung doppelwandiger
Abwasserleitungen stellt aber keine Eigentumsbeschränkung dar, welche
entschädigungspflichtig ist. Das Verursacherprinzip nach Art. 20 Abs. 2 GSchG kommt
daher nicht zum Tragen. Abgesehen davon wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin,
dass ein allfälliger Entschädigungsanspruch nach Art. 54 des Enteignungsgesetzes
(sGS 735.1) längst verjährt wäre. Inwiefern die Pflicht zur Erstellung einer
doppelwandigen Leitung auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin andere
gesetzliche Normen oder Rechtsgrundsätze verletzen soll, legt die Beschwerdeführerin
nicht dar. Folglich ist die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen.
2.5. Zu prüfen ist im folgenden, wie es sich bei der Trinkwasserleitung verhält.
2.5.1. Hinsichtlich der Leitung der Wasserversorgung hielt die Beschwerdegegnerin in
ihrer Verfügung vom 17. Mai 2005 fest, nach Art. 18 Abs. 1 WR seien Hauszuleitungen
und Anschlussschieber inkl. T-Stück von den Abonnenten auf eigene Kosten zu
erstellen. Die Kommission bestimme die Leitungsführung und das zu verwendende
Material. Daher sei die Hauszuleitung an die neue Hauptleitung vom Grundeigentümer
auf seine Kosten zu erstellen. Art. 14 Abs. 1 WR, wonach bei Aenderung der
Verhältnisse, die eine Verlegung von Hauptleitungen, Hauszuleitung und anderen
Werkeinrichtungen erforderten, dem die Verlegung verursachenden Teil bis drei Viertel
der Verlegungskosten auferlegt werden könnten, wobei der Gemeinderat die Höhe des
Kostenanteils bestimme, finde keine Anwendung. Diese Bestimmung richte sich nicht
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an die Wasserversorgung selbst, sondern an Dritte, die eine Verlegung von Leitungen
und anderen Werkeinrichtungen verursachen würden. Die Wasserversorgung könne in
solchen Fällen Dritte als Verursacher belasten. Nicht anwendbar sei die Bestimmung,
wenn die Wasserversorgung in Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe Leitungen ersetzen
oder ändern müsse. In diesen Fällen gingen die Anpassungskosten gemäss
Art. 18 Abs. 1 WR zulasten des Abonnenten. Dies ergebe sich auch aus Art. 18 Abs. 4
WR, wonach die Hauszuleitung im Eigentum des Grundeigentümers bleibe. Der
Gemeinderat sei nicht an sein Entgegenkommen gebunden, den Anschluss bis zur
Parzellengrenze auf Kosten der Gemeinde zu erstellen. Aufgrund der massgebenden
Bestimmungen ergebe sich somit, dass die Hauszuleitung für die Wasserversorgung
von der Eigentümerin der Parzelle Nr. 728 auf ihre Kosten zu erstellen sei. Dabei
umfasse der Hausanschluss die gesamte Strecke von der Liegenschaft bis zur neuen
öffentlichen Leitung; die Parzellengrenze sei nicht massgebend.
2.5.2. Die Vorinstanz erwog, bereits die bisherige öffentliche Wasserleitung sei im F-
weg verlaufen, und insofern handle es sich nicht um die Frage einer Leitungsverlegung,
sondern bloss um die Frage des Ersatzes der Hausanschlussleitung. Nach Art. 18
Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 WR seien Hauszuleitungen und Anschlussschieber
inkl. T-Stück von den Abonnenten auf eigene Kosten zu erstellen und zu unterhalten.
Die Hauszuleitung bleibe nach Art. 18 Abs. 4 WR im Eigentum des Grundeigentümers.
Weiter erwog die Vorinstanz, die Eigentümerin sei offensichtlich an einem Ersatz der
über 60-jährigen Hausanschlussleitung interessiert gewesen. Dementsprechend habe
sie auch die Kosten für den Ersatz ihrer Hausanschlussleitung einschliesslich
Anschlussschieber und T-Stück zu übernehmen.
2.5.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Schlussfolgerung der
Beschwerdegegnerin sei nicht nachvollziehbar. Allein die Tatsache, dass der
Hausanschluss Eigentum des Grundeigentümers bleibe, habe nicht zur Folge, dass
dieser die Kosten der Verlegung der Leitung zu tragen habe, wenn er für die Verlegung
nicht verantwortlich sei. Auch hier sei grundsätzlich davon auszugehen, dass derjenige,
der die Ursache für die Verlegung der Leitung setze, für die entsprechenden Kosten
aufzukommen habe. Aus Art. 14 WR ergebe sich nicht, dass sich die Bestimmung nur
gegen Dritte richte. In diesem Sinn sei die Gemeinde als Verursacherin der
Leitungsverlegung zu verpflichten, den neuen Schieber vollumfänglich zu übernehmen
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und an den Kosten der neuen Leitung bis zur Grundstücksgrenze mindestens einen
Anteil von drei Vierteln zu übernehmen.
Im Rekursverfahren erklärte die Beschwerdeführerin, bezüglich der Wasserleitung halte
sie insofern am Rekurs fest, als die Kosten, die nur auf die Verlegung zurückzuführen
seien, der Gemeinde überbunden werden sollten. Dies betreffe alle Kosten ausser der
ersetzten Leitung, d.h. auch den nur wegen der Verlegung notwendig gewordenen
Schieber.
2.5.4. Gemäss Ziff. 7 der vorinstanzlichen Vernehmlassung wurde die
Hausanschlussleitung verlegt, und zwar in denselben Graben wie die neue
Abwasserleitung. Die Ausführungen der Vorinstanz, wonach die Aufhebung der
bisherigen Hausanschlussleitung und die Verlegung der neuen Leitung in denselben
Graben wie die neue Abwasserleitung im wesentlichen auf den Wunsch der
Beschwerdeführerin zurückzuführen seien, welche die über sechzigjährige
Hausanschlussleitung habe erneuern wollen, blieben unbestritten. Somit ist davon
auszugehen, dass die Hausanschlussleitung auf Begehren der Beschwerdeführerin
erneuert und verlegt wurde bzw. die Beschwerdeführerin zumindest ihre Zustimmung
zu diesem Teil des Projekts gab. Im weiteren legt die Beschwerdeführerin nicht konkret
dar, wie die Kosten, die nur auf die Verlegung der Leitung zurückzuführen sind und
welche im Rekursverfahren noch streitig waren, zu ermitteln sind. Ihr Antrag, es seien
sämtliche Kosten der Leitung ausserhalb des Grundstücks zu übernehmen, geht wie
erwähnt über das Rekursbegehren hinaus (E. 1.2.). In welchem Mass die
Kostenübernahme angefochten wird, lässt sich der Beschwerdeeingabe und der
Stellungnahme der Beschwerdeführerin zur vor-instanzlichen Vernehmlassung aber
nicht entnehmen. Hinzu kommt, dass Art. 18 WR bestimmt, dass Hauszuleitungen und
Anschlussschieber inkl. T-Stück von den Abonnenten auf eigene Kosten zu erstellen
sind. Nach Art. 18 Abs. 4 WR bleibt zudem die Hauszuleitung im Eigentum des
Grundeigentümers. Damit besteht eine hinreichende gesetzliche Grundlage, dass auch
die Kosten für Leitungsabschnitte ausserhalb des Grundstücks den Grundeigentümern
auferlegt werden.
2.6. Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde, soweit sie sich gegen die
Kostenübernahme für die Wasseranschlussleitung richtet, abzuweisen ist, soweit
darauf einzutreten ist.
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2.7. Die Beschwerdeführerin beruft sich im weiteren auf den Grundsatz von Treu und
Glauben.
2.7.1. Der Grundsatz von Treu und Glauben verschafft einen Anspruch auf Schutz des
berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte
Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden. Vorausgesetzt wird, dass die
Person, die sich auf den Vertrauensschutz beruft, berechtigterweise auf diese
Grundlage vertrauen durfte und gestützt darauf Dispositionen getroffen hat, die sie
nicht mehr rückgängig machen kann (vgl. statt vieler BGE 129 I 161 ff., E. 4.1 mit
zahlreichen Hinweisen).
2.7.2. Entgegen der Darstellung der Vorinstanz in E. 6.2 des angefochtenen Entscheids
anerbot die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin, die Kosten für beide
Leitungen bis zur Grundstücksgrenze zu übernehmen. Im Schreiben vom 11. April 2005
führte sie aus, es sei unpräjudizierlich offeriert worden, dass die Gemeinde die Kosten
für die Anschlüsse bis zur Grundstücksgrenze übernehmen würde. Weshalb die
Vorinstanz ein entsprechendes Angebot in Abrede stellt, ist nicht nachvollziehbar.
Das Vorgehen der Gemeinde erscheint allerdings fragwürdig. Es erweckt den Anschein,
dass die Beschwerdeführerin finanzielle Nachteile zu tragen hat, weil sie dem Angebot
der Beschwerdegegnerin nicht zustimmte. Die Berufung auf Treu und Glauben
scheitert indes aus einem anderen Grund. Vorliegend sind keine Dispositionen
ersichtlich, welche die Beschwerdeführerin aufgrund der ursprünglichen Zusicherung
getätigt hat. Damit entsteht kein Anspruch auf Schutz eines berechtigten Vertrauens.
2.8. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Beschwerde teilweise gutzuheissen ist. Der angefochtene Entscheid vom 8. April 2008
und die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 17. Mai 2005 sind aufzuheben,
soweit sie die Beschwerdeführerin zur Uebernahme von Kosten der Abwasserleitung
ausserhalb ihres Grundstücks verpflichten. Im übrigen ist die Beschwerde abzuweisen,
soweit darauf einzutreten ist.
2.9. Die Beschwerdegegnerin hat die als rechtmässig erkannten Kostenauflagen
gegenüber der Beschwerdeführerin nachvollziehbar, das heisst mit genauen Belegen
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über die ausgeführten Arbeiten, durchzusetzen. Pauschale Kriterien genügen als
Grundlage für eine Kostenauflage nicht.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens je zur Hälfte der Beschwerdeführerin und der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Auf die
Erhebung ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der Kostenanteil der
Beschwerdeführerin ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu
verrechnen und der Rest von Fr. 1'500.-- zurückzuerstatten.
Bei einer hälftigen Kostenauflage besteht kein Anspruch auf ausseramtliche
Entschädigung (Art. 98bis VRP; vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 183).
Demnach hat das Verwaltungsgericht