# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b372d750-fd6f-441b-a36b-abaca7d5145d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1962, war seit 1990 bei den
Y._
angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungs
anstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert, als er am 31. Oktober 2019 zu Hause beim Duschen in der Badewanne ausrutschte und auf den Rücken fiel (vgl. Urk. 8/1).
1.2
Die Suva anerkannte das Ereignis vom 31. Oktober 2019 als Unfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 8/3).
Am
18. Februar
2021 (Urk. 8/115) teilte sie dem Versicherten mit, es sei keine namhafte Besserung des Gesundheits
zustands mehr zu erwarten, wobei die Heilbehandlungskosten für die Restfolgen weiterhin übernommen würden. Mit
Verfügung vom 22. Februar
2021
(Urk. 8/122/2-5)
verneinte
die Suva
einen Rentenanspruch und
sprach dem Ver
sicherten basierend auf einer Integritätseinbusse von 10
%
eine Integritätsent
schädigung von Fr. 14'820.-- zu. Die
vom Versicherten am
23. Februar 2021
er
hobene Einsprache (Urk.
8/130
) wies die
Suva
am
7. April 2021 ab (Urk. 8/135
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
4. Mai
2021
Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom
7. April 2021
(Urk. 2) und beantragte,
dieser sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, ihm eine Integritätsentschädigung im Umfang von 20
%
sowie eine Rente im Umfang von mindestens 10
%
auszurich
ten, eventuell sei die Sache zwecks Einholung eines fachärztlichen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese hernach nochmals über die gesetzlichen Ansprüche des Beschwerdeführers entscheide
(Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
20. Mai 2021
beantragte die
Suva, die Beschwerde sei betreffend Integritätsentschädigung gutzuheissen, betreffend Rente sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sei die
Beschwerde
betreffend Rente ab
zuweisen (Urk. 7 S. 2). Am 14. Juni 2021 teilte der Beschwerdeführer seinen Ver
zicht auf eine Replik mit
(Urk.
12
)
, wovon der Beschwerdegegnerin Kenntnis ge
geben wurde (
Urk.
13).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
02.2021
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie An
spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1
des Bun
desgesetz
es über die Unfallversicherung, UVG
). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird ent
sprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dau
ernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in glei
chem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psy
chische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsent
schädigung die Richtlinien des Anhangs 3.
1.2
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der In
tegritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integritäts
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädi
gung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2).
1.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrät
li
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
ras
ter) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Ab
weichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicher
ten gewähr
leistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
1.4
Wird die versicherte Person infolge eines Un
falles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs
unfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar
beitsmarktlage erzielen könnte
(sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
).
2.
2.1
In der Verfügung vom 22. Februar 2021 (Urk. 8/122
/2-5
) ging die Beschwerde
gegnerin davon aus, dass die Bemühungen für die Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt aus unfallfremden beziehungsweise vorbestehenden krankheitsbe
dingten Gründen gescheitert seien, weshalb die Invalidenversicherung ab 1. März 2019 eine ganze Invalidenrente ausrichte. Bei einer vollen Invalidität aus unfall
fremden Gründen bestehe kein Raum für eine zusätzlich unfallbezogene Ein
schränkung, entsprechend bestehe
schon daher
kein Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung (S. 1 f.). Dieser bestünde selbst bei einer geglückten Einglie
derung in den ersten Arbeitsmarkt nicht, nachdem
dem Beschwerdeführer
rein bezogen auf die Unfallrestfolgen eine optimal angepasste leichte wechselbelas
tende Tätigkeit ganztags zumutbar sei und
der auf statistische Werte gestützte Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von lediglich 2
%
ergebe
(S. 2 Mitte).
Aufgrund der ärztlichen Beurteilung ergebe sich eine Integritätseinbusse von 10
%
(S. 3 oben).
2.2
In seiner Einsprache vom 23. Februar 2021 (Urk. 8/130) führte der Beschwerde
führer aus, er denke, dass er mit 10
%
zu tief eingeschätzt worden sei. Seine Schmerzen vom Unfall seien endlos beziehungsweise andauernd und erheblich. Dies bedeute, dass er aufgrund des Unfalles weder einer Tätigkeit nachgehen könne, noch habe er in einen schmerzfreien Alltag
zurück
können
. In der Skalie
rung sei er auf
«+» ges
chä
tzt worden, nach
seiner
Meinung sollte er gemäss dem Befund jedoch auf «+++» geschätzt werden, weil diese Definition sein Leben eher umschreibe. Durch den Unfall könne er nichts Schweres tragen. Abgesehen vom
Unfall sei er erkrankt und müsse sonstige Medikamente einnehmen, ohne Schmerz
mittel sei sein Alltag kaum bestreitbar.
2.3
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) ging die Beschwerdegegnerin da
von aus, dass der Beschwerdeführer mit seiner Einsprache sinngemäss eine höhere Integritätsentschädigung beantrage (S. 2 Sachverhalt
lit
. C). Die diesbezüg
liche kreisärztliche Beurteilung vom 16. Dezember 2020 sei schlüssig, nachvoll
ziehbar und überzeugend. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers sei in der Schmerzfunktionsskala
der Suva-Tabelle 7.2
nicht auf «+», sondern auf «++» abgestellt worden, was bei Frakturen im Bereich Lendenwirbelsäule (LWS)/Brust
wi
rbelsäule (BWS)/Halswirbelsäule
(HWS) einem Integritätsschaden von 5-10
%
ent
spreche. 10
%
entspreche im Weiteren auch dem untersten Wert von «+++».
Gewisse Zusatzbelastungen seien dem Beschwerdeführer aber
mög
lich, womit die kreisärztliche Schätzung von 10
%
entsprechend dem Übergangs
bereich zwischen «++» und «+++»
auf
der Schmerzfunktionsskala plausibel sei. Hierauf könne also vollumfänglich abgestellt werden (S. 3 f.).
2.4
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), er habe eine ärztliche Zweitmeinung
(vgl. Urk. 3)
eingeholt, welche zum Schluss komme, dass eine Integritätsentschädigung von nur 10
%
nicht rechtens und auch nicht
usanzgemäss
sei (S. 4 Ziff. 9). Nicht berücksichtigt worden sei die frakturkausale segmentale Kyphose
zwischen dem 12. Brustwirbelkörper (BWK
12
)
und dem darüber liegenden BWK 1
1.
Der segmentale
Kyphosewinkel
betrage 22 Grad. Er liege somit über 21 Grad und weise unter gleichzeitiger Berücksich
ti
gung, dass insgesamt drei Wirbelfrakturen vorlägen, einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 20
%
aus (S. 4 Ziff. 10).
Die unfallfremde IV-Berentung spiele betreffend die Pflicht der Beschwerdegeg
nerin keine Rolle (S. 5 Ziff. 13). Die Beschwerdegegnerin habe es zudem unter
lassen, einen leidensbedingten Abzug vorzunehmen (S. 5 Ziff. 14), was nicht nachvollziehbar sei (S. 6 Ziff. 18; vgl. zum Ganzen S. 5 ff. Ziff. 14-21).
Anlässlich seiner Einsprache habe er auch dargelegt, dass er nicht mehr arbeiten könne. Zumindest sinngemäss habe er damit auch die Rentenprüfung beantragt (S. 8 Ziff. 22).
2.5
In der Beschwerdeantwort (Urk. 7) räumte die Beschwerdegegnerin ein, seitens des Kreisarztes sei die im Beschwerdeverfahren vom Beschwerdeführer eingeholte Z
w
eitmeinung betreffend eine Integritätsentschädigung von 20
%
bestätigt wor
den
(Urk. 9)
, weshalb
diesbetreffend
eine Gutheissung der Beschwerde beantragt werde (S. 2 Ziff. 3).
In seiner Einsprache vom 23. Februar 2021 habe der Beschwerdeführer
F
olgendes festgehalten: «Vielen Dank für die Verfügung. Leider denke ich, dass ich mit 10
%
zu tief eingeschätzt worden bin
».
Er habe damit eindeutig und ausschliesslich auf die mit der Verfügung zugesprochene, aus seiner Sicht zu tiefe, Integritätsent
schädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10
%
Bezug genommen. Dies gelte umso mehr, als seine weiteren Ausführungen in der Einsprache ebenso ein
deutig an die Beurteilung der Kreisärztin anknüpften, worin diese unter anderem auf die Schmerzfunktionsskala der SUVA-Tabelle 7.2 verwiesen habe. Hingegen
fänden sich in der Einsprache keinerlei Hinweise auf einen behaupteten Renten
anspruch. Der Behauptung des Beschwerdeführers, wonach er zumindest sinnge
mäss auch eine Rentenprüfung beantragt habe, könne nicht gefolgt werden. Nachdem lediglich die Integritätsentschädigung angefochten worden sei, sei die Verfügung bezüglich
de
s
Anspruch
s
auf eine Invalidenre
nte in Rechtskraft er
wachsen
. Diesbezüglich habe ein Nichteintreten zu erfolgen (S. 2 f. Ziff. 4).
Den
Eventualantrag auf Abweisung der Beschwerde (S. 3 Ziff. 5) begründete die Be
schwerdegegnerin wie in der Verfügung vom 22. Februar 2021 (vorstehend E. 2.1).
2.6
Unbestritten ist demnach mittlerweile der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 20
%
(vorstehend E. 2.5-6), wobei zu prüfen bleibt, ob dieser durch die Aktenlage aus
gewiesen ist.
Strittig und zu prüfen ist weiter, ob der Anspruch auf eine Invalidenrente bereits rechtskräftig verneint wurde und in einem allfälligen zweiten Schritt
, ob ein sol
cher besteht.
3.
3.1
Gemäss Bagatellunfall-Meldung vom 11. November 2019 (Urk. 8/1) sei der Be
schwerdeführer am 31. Oktober 2019 um 19:30 Uhr zuhause beim Duschen in der Badewanne ausgerutscht und dabei auf den Rücken gefallen (Ziff. 4-6). Dabei habe er sich eine Prellung des Rückens zugezogen (Ziff. 9).
3.2
Die Ärzte der Abteilung Radiologie des Spitals
Z._
hielten in ihrem Bericht vom 9. November 2019 (Urk. 8/9) zur Magnetresonanztomographie (MRI) der LWS vom Vortag fest, es habe sich eine Deckplattenimpressionsfraktur des BWK 12 mit
Hinterkantenbeteiligung
gezeigt. Auswärts sei sie als stabil bezeichnet worden, es zeige sich auch keine relevante Einengung des Spinalkanals und ins
besondere keine Kompression des
Myelons
. Es zeige sich eine Deckplatteninfrak
tion auch des 1. und 2. Lendenwirbelkörpers (LWK), hier jedoch ohne Beteiligung der Hinterkanten. Es lägen keine Diskushernien im untersuchten Bereich vor und keine Auffälligkeit des
Myelons
, soweit abgebildet. Als Nebenbefund bestünden mehrere Wirbelhämangiome (S. 1 unten).
3.3
Die Ärzte der Klinik für Traumatologie des Universitätsspitals
A._
nann
ten im Bericht vom 10. Januar 2020 (Urk. 8/10)
nach der
Hospitalisation
des Be
schwerdeführers vom 7. bis 9. Januar 2020
folgende – hier verkürzt wiedergege
bene – Diagnosen (S. 1 f.):
-
akutes, lokales,
thorakolumbales
Schmerzsyndrom am 7. Januar 2019
-
verheilte, konservativ behandelte Impressionsfraktur BWK
12 sowie Deckplattenimpressionsfrakturen LWK
1 und 2 vom 31. Oktober 2019
-
geringe posttraumatische Fehlstellung BWK
12 und
anteriore
Ankylose sowie
Diskopathie
zwischen dem 11. und 12. Brustwirbel (
Th
11/12)
-
distale Polyneuropathie
-
Tonsilienkarzinom
links
-
kardiale Dekompensation bei erstmaligem Vorhofflimmern, Erstdiagnose (ED) 1. Februar 2019
-
Sarkoidose
, ED 1999
-
ä
tiologisch unklarer Pruritus
Der Beschwerdeführer sei bei akuter
thorakolumbaler
Schmerzexazerbation
am 7. Januar
2020 über die Notfallstation auf die
traumatologische
Bettenstation aufgenommen worden. Gemäss de
r
am Vortag erfolgten
Positronen-Emissions-Tomographie
(PET/CT
; vgl. Urk. 8/21
) sei nicht von einer pathologischen F
raktur auszugehen, ebenso hätten sich die Frakturen mit noch geringer Restaktivität verheilt gezeigt. Die MRI-Bildgebung vom 8. Januar
2020 der BWS/LWS
(vgl.
Urk. 8/19)
habe eine
Diskopathie
BWK 11/12 mit noch geringem angren
zendem
Bone
Bruise
ohne relevante spinale Stenosen gezeigt. Während dem wei
teren stationären Aufenthalt sei der Patient unter analgetischer Therapie verzö
gert schmerzkompensiert gewesen, wodurch eine Mobilisation unter physiothe
rapeu
tischer Anleitung protrahiert gewesen sei.
Er
sei in subjektivem Wohlbefin
den in das häusliche Umfeld entlassen worden (S. 2 unten).
3.
4
Am 23. Januar 2020 (Urk. 8/18
/2-3
) berichteten die
Traumatologen
des
Universitätsspitals A._
,
der Beschwerdeführer habe sich voll mobil in der Sprechstunde vorgestellt und von einer insgesamt leichten Verbesserung der Schmerzsymptomatik seit dem Klinik
austritt berichtet (S. 2 oben). Derzeit werde keine chirurgische Intervention, je
doch die physiotherapeutische
Beübung
in Form einer Rückenschule sowie die Rückkehr zur Arbeitsfähigkeit mit zirka 50
%
empfohlen. Bei persistierenden Be
schwerden müsse mittelfristig eine
anteriore
Diskektomie und Fusion BWK
11/12 evaluiert werden (S. 2 Mitte).
3.5
Die Ärzte der Klinik für Rheumatologie
des
Universitätsspitals A._
führten in ihrem Bericht vom 8. Mai 2020 (Urk. 8/44/2) aus, der Patient habe sich am 13. Dezember
2019 not
fallmässig selbst vorgestellt, nachdem er 6 Wochen zuvor in der Badewanne aus
gerutscht und mit voller Wucht auf den
Baderand
gestürzt sei. In der Folge sei es zur akuten
Schmerzexazerbation
am
thorakolumbalen
Übergang mit Ausstrah
lung in die rechte Flanke, nicht aber die Beine, gekommen. Schmerzbedingt habe der Patient sich kaum noch bewegen können. Eine ergänzende Untersuchung habe gute Knochendichtewerte gezeigt, weshalb eine antiresorptive Therapie nicht als indiziert angesehen worden sei. Bei Status nach
Tonsilienkarzinom
habe es keine Hinweise für eine pathologische Fraktur im Rahmen der malignen Grund
erkrankung gegeben. Der Fa
ll sei seitens der Rheumatologie
abgeschlossen wor
den.
3.6
Dr. med.
B._
, Fachärztin für Chirurgie, Kreisärztin der Beschwerde
gegnerin, untersuchte den
Beschwerdeführer
am 15. Juni 202
0.
In ihrem Bericht vom 17. Juni 2020 (Urk. 8/54) nannte sie als Hauptdiagnose ein persistierendes
thorakolumbales
Schmerzsyndrom bei Status nach konservativ behandelnder Im
pressionsfraktur BWK
12 und Deckplattenimpressionsfraktur LWK
1 und 2 vom 31. Oktober
2019 (S. 5 Mitte). Im Verlauf komme es zu persistierenden belas
tungsabhängigen Beschwerden im Bereich des
thorakolumbalen
Übergangs. Die Beschwerden würden insgesamt authentisch geschildert. Die Beweglichkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule sei stark eingeschränkt bei mässig diffusen
Druck
dolenzen
paravertebral und leichten Verspannungen (S. 5 unten). Vor Fallab
schluss werde ein Verlaufs-MRI am
thorakolumbalen
Übergang LWS und eine neurologische Standortbestimmung empfohlen (S. 6).
3.7
Die Ärzte der Klinik für Neurologie,
U
niversitätsspital
A._
, hielten im Bericht vom 9. November 2020 (Urk. 8/83) fest, klinisch bestehe zwar ein Verdacht auf ein
radikuläres
Reizsyndrom, elektrodiag
nostisch liessen sich erfreulicherweise aber keine Zei
chen einer akuten
Radikulo
pathie
nachweisen (S. 3 unten).
3.8
Die Ärzte der Klinik für Neuroradiologie,
U
niversitätsspital
A._
, hielten im Bericht vom 26. Novem
ber
2020 zum MRI LWS vom 16. November 2
020 (Urk. 8/85) fest, es bestün
den
keine neurale Kompression
foraminal
oder spinal, ein gering aktivier
ter Mor
bus
Baastrup
auf der Höhe LWK
1-3, stationäre Deckplattenimpressionen BWK
12
LWK
2 und keine neu aufgetretene Fraktur (S. 2).
3.9
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.6) führte in ihrer Beurteilung des Integritätsschadens vom 16. Dezember 2020 (Urk. 8/88) aus, es verbleibe eine Funktionseinschrän
kung und verminderte Belastbarkeit des
thorakolumbalen
Übergangs. Die Be
schwerden seien unfallbedingt, dauernd und erheblich (S. 1 Ziff. 1). Schätzungs
grundlage sei Tabelle 7.2, hier gelte für Frakturen im LWS- und BWS-Bereich mit mässigen Beanspruchungsschmerzen bis Dauerschmerzen, auch in Ruhe, ein Wert von 5-10
%
. Empfohlen werde
durch Dr.
B._
10
%
(S. 1 Ziff. 3).
3.10
In ihrer ergänzenden Stellungnahme
vom 17. Dezember 2020 (Urk. 8/89) zur kreisärztlichen Untersuchung vom 15. Juni 2020 (vorstehend E. 3.6) führte Dr.
B._
aus, es zeige sich eine vollständige Konsolidierung der Deckplatten
impressionsfrakturen BWK
12 bis LWK
2 ohne Nachsinterung. Es werde von einem stationären Zustand ausgegangen. Die bisherige mittelschwere/schwere Tätig
keit als Logistiker bei der
Y._
sei nicht mehr zumutbar. In einer optimal angepassten leichten wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltung für die Wirbelsäule und ohne nach vorn gebeugte repetitive Tätigkeiten liege eine volle Arbeitsfähigkeit vor. Der Beschwerdeführer werde weiterhin Schmerzmittel benö
tigen, bei
Schmerzexazerbation
auch Infiltration sowie 2-3 Serien Physiotherapie pro Jahr.
3.11
Dr. med.
C._
, Fachärztin für Chirurgie, führte in ihrer chirurgisch-versicherungsmedizinischen Beurteilung
zuhanden des Beschwerdeführers
vom 26. April 2021 (Urk. 3) aus, die Schätzung des Integritätsschadens erfolge anhand Tabelle
7
zum UVG
. Dr.
B._
habe in ihrer Schätzung mässige Beanspru
chungsschmerzen bis Dauerschmerzen, auch in Ruhe, berücksichtigt, entspre
chend einem Wert in der Schmerzfunktionsskala zwischen «++» und «+++»
.
Tabelle
7 gebe hier einen Richtwert von 10-20
%
Integritätsentschädigung an. Nicht berücksichtigt worden sei die frakturkausale segmentale Kyphose zwischen BWK
12 und dem
darüberliegenden
Wirbel BWK
1
1.
BWK
12 zeige eine Im
pres
sion, während LWK
1 und LWK
2 ihre Höhe weitgehend erhalten hätten. Dieser seg
mentale
Kyphosewinkel
betrage 22 Grad. Er liege über 21 Grad und weise unter gleichzeitiger Berücksichtigung, dass drei Wirbelfrakturen vorlägen, einen An
spruch auf eine Integritätsentschädigung von 20
%
aus (S. 2).
3.12
Dr. med.
D._
, Facharzt für Chirurgie,
Suva Versicherungsmedizin, hielt in seiner chirurgischen Beurteilung vom 18. Mai 2021 (Urk. 9) fest, der Be
schwerdeführer habe einen Unfall erlitten mit einer Fraktur des BWK
12, LWK
1 und LWK
2.
Während LWK
1 und LWK
2 ohne Höhenminderung ausgeheilt seien, sei es zu einer
Kyphosierung
des BWK
12 gekommen. Die verbliebene Beschwer
desymptomatik sei anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung durch Dr.
B._
auch gut dargestellt worden, wobei der Beschwerdeführer doch über erhebliche Beschwerden geklagt habe. Anhand der anamnestischen Angaben des Beschwer
deführers und der Beeinträchtigung des täglichen Lebens müsse davon ausgegan
gen werden, dass auch ein Schmerz unter Ruhebedingungen auftrete, da der Beschwerdeführer über mehrfache Störung der Nachtruhe geklagt habe. Die Ein
schätzung in einem Schmerzgrad entsprechend Tabelle 7 zum UVG mit «++» sei daher nachvollziehbar. Anlässlich der Schätzung des Integritätsschadens sei die
Kyphosierung
der Wirbelsäule über dem BWK
12 bei in Kyphose ausgeheilter Fraktur nicht in die Bewertung miteinbezogen worden. Übereinstimmend mit der Beurteilung durch Dr.
C._
könne die Einschätzung der Integritätseinbusse mit 20
%
nachvollzogen werden.
4.
4.1
Es ist unbestritten und durch die Akten ausgewiesen, dass sich der Beschwerde
führer anlässlich des Unfallereignisses vom 31. Oktober 2019 eine Impressions
fraktur BWK
12 sowie Deckplattenimpressionsfrakturen LWK
1 und LWK
2 zuzog (E. 3.3), wobei zwischen BWK
12 und dem
darüberliegenden
Wirbel BWK
11 eine
unfallkausale
segmentale Kyphose mit einem Winkel von 22 Grad (E. 3.11-12) besteht.
4.2
Ziff. 2 von Anhang 3 zur UVV sieht für eine s
eh
r starke schmerzhafte Funktions
einschränkung der Wirbelsäule
eine Integritätsentschädigung von 50
%
vor. Die Suva-Tabelle 7.2 widmet sich im Sinne eines Feinrasters zum Anhang 3 zur UVV (vgl. E. 1.2 f.) dem Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen.
4.3
Die Kreisärztin Dr.
B._
untersuchte den Beschwerdeführer am 15. Juni 2020 persönlich, wobei sie angab, die Beschwerden würden durch diesen authentisch geschildert (E. 3.6).
Nicht berücksichtigt wurde von Dr.
B._
allerdings die seg
mentale Kyphose von mehr als 21 Grad zwischen BWK 12 und BWK 11, worauf Dr.
C._
im April 2021 zu Recht hinwies (E. 3.11).
Indem Dr.
B._
festhielt, die Beschwerden
entsprächen gemäss der Suva-Tabelle 7.2 einem Wert von 5-10
%
, ordnete sie
diese
implizit dem Skalenwert «++» zu. Sie empfahl schlussendlich 10
%
, was mit der Beschwerdegegnerin (E. 2.3) im Übergangsbereich zum Skalenwert «+++» liegt, welcher einer Integritätsentschä
digung von 10-20
%
vorsieht.
4.4
B
ei Frakturen der LWS/BWS/HWS einschliesslich
Spondylodese
,
Kyphose oder Skoliose sieht die Suva-Tabelle 7.2
bei einem
Kyphosewinkel
von mehr als 21 Grad
für
dem Skalenwert «+» entsprechende
«mässige Beanspruchungsschmerzen, in Ruhe selten oder keine, gute und rasche Erholung (1-2
Tage)
»
eine Integritäts
entschädigung von 5-15
%
vor.
Für dem
Skalenwert «++» entsprechende «geringe Dauerschmerzen, bei Belastung verstärkt, auch in Ruhe» ist eine Integritätsent
schädigung von 15-20
%
vorgesehen.
Für dem Skalenwert «+++» entsprechende «starke Dauerschmerzen, Zusatzbelastung nicht möglich, auch nachts und in Ruhe; bei Verstärkung lange Erholungszeit» schliesslich ist eine Integritätsent
schädigung von 20-30
%
vorgesehen.
4.5
Unter Berücksichtigung der Kyphose
ergibt sich gemäss Suva-Tabelle 7.2
für den Skalenwert «++»
eine Integritätsentschädigung von 15-20
%
.
Für den Übergangs
bereich zum Skalenwert «+++», welcher eine Integritätsentschädigung von 20
30
%
vorsieht
, ergibt sich somit zahlenmässig ein Wert von 20
%
.
Es ist daher folgerichtig, wenn Dr.
D._
im Mai 2021 ausführte, die Einschätzung der Integritätseinbusse von 20
%
durch Dr.
C._
(E. 3.11)
könne nachvollzogen werden (E. 3.12). Damit führte Dr.
D._
die aus der persönlichen Unter
suchung gewonnen Erkenntnisse von Dr.
B._
mit dem von Dr.
C._
ange
führten
zusätzlichen Befund einer Kyphose zusammen und brachte sie in Ein
klang mit d
en Werten der Suva-Tabelle 7.2, wobei denn auch keine Anhalts
punkte für Abweichungen von diesen vorliegen (E. 1.3).
An der
Schlüssigkeit und
Zuverlässigkeit
der
unbestrittenen
versicherungsinternen F
eststellung
durch Dr.
D._
kann kein Zweifel bestehen, weshalb auf sie abzustellen ist (
vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
, BGE 142 V 58 E. 5.1).
4.
6
Bei einem ausgewiesenen Integritätsschaden von 20
%
und einem versicherten Höchstverdienst im Jahr 2019 von Fr. 148'200.-- hat der Beschwerdeführer
dem
nach
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung in der Höhe von
insgesamt
Fr. 29'640.--. In diesem Punkt wird die Beschwerde somit gutzuheissen sein.
Zu prüfen ist weiter, ob der Anspruch auf eine Invalidenrente bereits rechtskräftig verneint wurde (vgl. E. 2.6).
5.
5.1
Das
Einspracheverfahren
gehört nicht zur streitigen Verwaltungsrechtspflege im eigentlichen Sinn, weist jedoch wesentliche Elemente
eines streitigen Verfahrens auf.
Auch stellt die Einsprache nicht bloss ein Wiedererwägungsgesuch
,
sondern eine rechtsmittelmässige Anfechtung d
er Verfügung dar.
Es ist im Sinne des Rügeprinzips daher auch im
Einspracheverfahren
in erster Linie Sache des Versi
cherten, den zu überprüfe
nden Gegenstand zu bestimmen. Die Unfallversicherer
haben die streitige Verfügung in der Regel nur insoweit zu überprüfen, als sie angefochten ist und aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte Anlass zur Überprüfung besteht. Hieran ändert nichts, dass der
Einspracheentscheid
an die Stelle der vorgängig erlassenen Ver
fügung tritt (auch soweit er diese lediglich bestätigt) und Anfechtungsgegenstand des nachfolgenden Beschwerdeverfahrens allein der
Einspracheentscheid
bildet
. D
er
Einspracheentscheid
ersetzt
die angefochtene Verfügung nur im Umfang des durch die Einsprache bestimmten Streitgegenstandes und der effektiv neu beur
teilten Rechtsverhältnisse. Dementsprechend schliesst das
Einspracheverfahren
eine Teilrechtskraft der Verfügung, soweit sie unangefochten geblieben ist, nicht aus
(BGE 119 V 347 E. 1 b).
Praxisgemäss ist eine Verfügung insbesondere hin
sichtlich des Entscheids über den Anspruch auf Integritätsentschädigung einer
seits und über den Anspruch auf Invalidenrente andererseits der Teilrechtskraft zugänglich (
BGE 144 V 354 E. 4.3).
5.2
Der Beschwerdeführer leitete seine Einsprache vom 23. Februar
2021 mit den Wor
ten ein, er denke, dass er mit 10
%
zu tief eingeschätzt worden sei. Seine Schmerzen vom Unfall seien endlos beziehungsweise andauernd und erheblich (E. 2.2). Fettgedruckt sind dabei die Worte «vom Unfall» und «dauernd und erheb
lich». Damit umschrieb der Beschwerdeführer den Streitgegenstand. Er war in klar erkennbarer Weise nicht einverstanden mit der Höhe der Integritätsentschädi
gung, welche aus seiner Sicht mit 10
%
zu tief angesetzt worden war. Als nächs
tes erwähnte er zwar, dass er aufgrund des Unfalles keiner Tätigkeit nachgehen könne. Nach der oben wiedergegebenen Einleitung der Einsprache sowie dem nachfolgenden
Teilsatz
, dass er nicht in einen schmerzfreien Alltag habe zu
rück(finden) können
,
scheint die
Erwähnung der eingeschränkten
Arbeitsfähig
keit lediglich
die Intensität der Schmerzen zusätzlich veranschaulichen
zu wollen. Hierfür spricht insbesondere, dass der Beschwerdeführer auch im restlichen
Ein
sprachetext
ausschliesslich die Intensität der Schmerzen und Beschwerden be
schrieb, wobei seines Erachtens
der Skalenwert
«+++» gerechtfertigt sei.
Der Beschwerdeführer nahm
somit
relativ differenziert Bezug auf die entspre
chende Einschätzung durch die Kreisärztin. Auf die Begründung in der Verfügung vom 22. Februar 2021 (E. 2.1) betreffend die Verneinung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente nahm er hingegen keinerlei ersichtlichen Bezug. Seine Ein
sprache vom 23. Februar 2021 kann daher nicht anders verstanden werden, als dass der Beschwerdeführer lediglich mit der Höhe der Integritätsentschädigung nicht einverstanden war und entsprechend diese anfocht.
Zu Recht ging die Beschwerdegegnerin demnach im
Einspracheentscheid
davon aus, dass mit der Einsprache sinngemäss eine höhere Integritätsentschädigung beantragt worden sei (E. 2.3).
Zu weit geht demgegenüber
die später beschwerde
weise vorgebrachte
Interpretation
des Beschwerdeführers
, wonach er anlässlich seiner Einsprache sinngemäss auch die Rentenprüfung beantragt habe (E. 2.4). Die Beschwerdegegnerin hatte keinen Anlass zur
einspracheweisen
Überprüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente. Betreffend diesen Punkt ist die Verfügung vom 22. Februar 2021 demnach unangefochten in Teilrechtskraft erwachsen
(E. 5.1). Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt
daher
nicht einzutreten.
5.3
Im Ü
brigen ist der
Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass die Beschwerde vorliegend selbst im Falle eines Eintretens mit
der Beschwerdegegnerin (E. 2.1; E. 2.5) mit
folgender Begründung abzuweisen wäre: Mit Verfügung vom 28. Oktober
2020
sprach die Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle Zürich,
dem
Beschwerdeführer
bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine unbe
fristete ganze Rente ab 1. März 2019 zu (Urk. 8/81).
Ist eine versicherte Person
wie vor
liegend
bereits aus unfallfremden Gründen vollständig invalid, so besteht kein Raum mehr für eine (zusätzliche) unfallbedingte Beeinträchtigung der Er
werb
s
unfähigkeit. Selbst wenn auch aus dem Unfall
vom 31. Oktober 2019
eine Inva
lidität erwachsen wäre, kommt in diesen Fällen keine Rente der Unfall
versiche
rung zur Ausrichtung
(Urteil des Bundesgerichts
8C_633/2020
vom 25. März 2021 E. 6.1).
5.4
Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde der
Einsprache
entscheid
der Suva vom 7. April 2021 mit der Feststellung aufzuheben, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von insgesamt Fr. 29'640.-- hat, dies ent
sprechend einem Integritätsschaden von 20 % und einem Höchstverdienst von Fr. 148'200.-- im Jahr 201
9.
Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
6.
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat der teilweise obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist die um die Hälfte reduzierte Prozessentschädigung ermessensweise auf
Fr. 1’0
00.-- (inklusive Baraus
lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Be
schwerdegegnerin aufzuerle
gen.