# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4dab7102-7ed9-4902-b7ec-a8d9c749a9bd
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Für A._ besteht seit dem 1. Juli 2021 aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen (Depression und Anpassungsstörung) eine Beistandschaft mit Vertretungskompetenzen im Bereich Einkommens- und Vermögensverwaltung, Wohnen, Medizin und Gesundheit, öffentliche Verwaltung und Versicherungen. Mit der Mandatsführung ist C._, Berufsbeistandschaft Plessur, beauftragt.
B. A._ wurde mit Verfügung vom 12. November 2021 durch die behandelnden Ärzte der D._, für sechs Wochen in der E._ in F._ fürsorgerisch untergebracht. Begründet wurde dies mit der depressiven Symptomatik von A._, ihrer Verhaltens- und Persönlichkeitsstörung bei Benzodiazepin- und Opiatabhängigkeit, ihrer Epilepsie mit rezidivierenden Anfällen sowie ihren kognitiven Defiziten.
C. Auf Antrag der Beiständin C._ verlängerte die KESB Nordbünden die fürsorgerische Unterbringung mit Entscheid vom 22. Dezember 2021. Sie begründete diese mit der ungenügenden Einsicht von A._ in ihre psychische und in ihre somatische Erkrankung, in die damit einhergehenden Gefahren und in ihre Betreuungs- und Behandlungsbedürftigkeit.
D. Die von A._ gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 7. Januar 2022 mit Bezug auf die fürsorgerische Unterbringung ab.
E. Die Beiständin C._ erstattete der KESB Nordbünden am 16. Mai 2022 einen Zwischenbericht über den Verlauf und die Situation von A._ und empfahl, deren fürsorgerische Unterbringung beizubehalten.
F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 24. Mai 2022 beauftragte die KESB Nordbünden Dr. med. G._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, F._, mit der Begutachtung von A._. Dr. med. G._ reichte am 2. Juni 2022 ein entsprechendes Kurzgutachten bei der KESB Nordbünden ein.
G. Die KESB Nordbünden hörte A._ am 7. Juni 2022 zur erwogenen Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung an.
H. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 7. Juni 2022, mitgeteilt gleichentags, erkannte die KESB Nordbünden wie folgt:
1. A._ bleibt zur persönlichen Betreuung in der E._ untergebracht (Art. 431 Abs. 1 ZGB).
2. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:
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a. Zuständig für die Entlassung ist die KESB.
b. C._ (Berufsbeistandschaft Plessur) wird beauftragt, die KESB Nordbünden mit einem Zwischenbericht unter Hinweis auf allfällige Vereinbarungen über die Nachbetreuung zu benachrichtigen, sobald sich abzeichnet, dass die Voraussetzungen für die Unterbringung demnächst nicht mehr erfüllt sein werden bzw. spätestens per 30. November 2022.
3. Es wird festgestellt, dass A._ für das laufende FU-Verfahren B._ (Sohn) als Vertrauensperson bezeichnet hat (Art. 432 ZGB).
4. [Verfahrenskosten]

## Considerations