# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5924102c-60a4-4567-885a-c0a6e0f91fb6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1963 geborene
X._
war seit dem
1.
Juli 2005 bei der
A._
AG angestellt und dadurch
bei der
Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft AG
(nachfolgend: Nationale Suisse)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
.
Zufolge Fusion mit der Helvetia Schweizeri
sche Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Helvetia)
ging
der
Versiche
rungsvertrag
auf diese über
(
Urk.
2 S. 2)
. Am 2
7.
November 2011
stürzte
der Versicherte
beim Joggen
und zog sich dabei
eine Verletzung im linken Knie
zu
(vgl. Bagatellunfallmeldung vom 2
9.
November 2011,
Urk.
10/UM
2
; vgl. auch Unfallmeldung vom 1
5.
Dezember 2011,
Urk.
10/UM1
). Der
tags
darauf
erstbe
handelnde Arzt diagnostizierte
eine
Patellakontusion
links ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
10/M1
).
Das am
8.
Dezember 2011 durchgeführte MRI des linken Knies brachte eine posttraumatische Knorpelläsion der medialen
Femurkondyle
(Gelenkfortsatz
des Oberschenkelknochens
)
mit
subchondralem
Ödem
zur Darstellung (
Urk.
10/M2 f.).
Diese wurde
am 2
0.
Januar 2012
im Spital
B._
operativ
versorgt
und konservativ nachbehandelt
(
Urk.
10/M9
,
Urk.
10/K3
).
Ausserd
em wurde dem Versicherten ab dem
2
0.
Januar 2012 eine 100%ige
und vom 1
2.
März bis
9.
April 2012 eine 20%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Urk.
10/M12
f.,
Urk.
10/M23,
Urk.
2 S. 12
)
.
Die
Nationale Suisse
aner
kannte den Schaden
fall und erbrachte Versicherungsleistungen.
Bei
m
aus
medi
zinisch
er Sicht
grundsätzlich
guten postoperativen Resultat
wurde die Behand
lung
im Januar 2013 abgeschlossen
(
Urk.
10/M18
).
Gleichzeitig
klagte der Beschwerdeführer über anhaltende Restbeschwerden
im linken Knie
(
Urk.
10/M22 f
.,
vgl. auch
E
-
mail
vom 1
9.
Juli 2016,
Urk.
10/M28
).
Im
Januar 2014
und
Juli 2016
wurden
weitere MRI-Untersuchungen durchgeführt.
Diese brachten im We
sentlichen ein Knochenmarköde
m
sowie Knorpelirregularitäten im Bereich der Knorpelläsion zur Darstellung
(Konsiliarbericht
e
vom 27.
Januar 2014
und 21.
Juli 2016
,
Urk.
10/
M34 f.
).
Daraufhin holte der Versicherte eine Zweitmei
nung ein.
Mit Untersuchungsbericht vom
8.
September 2016 diagnostizierte
Dr
.
C._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Klinik
D._
,
ein
en
posttraumatische
n
Knorpel
schaden im medialen
Femurkondylus
links
.
Z
ur Verbesserung der Situation
be
stehe
– bei nicht abschätzbarer Prognose
– die Möglichkeit
einer Knorpelrepara
tion mittels Implantation einer Membran
(
Urk.
10/M29).
Am 1
4.
Dezember 2016 fand eine Standortbesprechung
mit dem Schadeninspektor der Helvetia statt (vgl. Besprechungsrapport,
Urk.
S/1).
Schliesslich
veranlasste die Helvetia das medizi
nische Aktengutachten von
Dr.
E._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom
6.
Februar 2017 (
Urk.
10/M36).
Gestützt darauf
schloss die Helvetia den Fall bei
Erreichen des Endzustandes
mit
Verfügung vom 2
8.
Februar 2017
ab (
Urk.
10/K23).
Die
da
ge
gen
erhobene Einsprache
vom
2
1.
März 2017
(
Urk.
10/K25
) wies die Helvetia
mit
E
insprachee
ntscheid
vom
2
1.
August 2017
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
der Versicherte
am 21.
September
2017 Beschwerde und bean
tragte, es sei
en ihm in Aufhebung des
angefochtene
n
Entscheid
s vom 21.
August 2017 die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen
(Urk.
1 S.
2). Mit Beschwerde
antwort vom 2
3.
November
2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
9
S. 2),
was dem Beschwerdeführer am 27.
November
2017 zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
7.
November 2011
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) sind Versicherungsleistungen - soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt - bei Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leis
tungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem ver
sicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adä
quater Kau
salzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1-2 mit Hinweisen).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung der Unfallfolgen.
Den gesetzlich umschriebenen Anspruch auf Heilbehandlung hat die versicherte Person so lange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu und sind allfällige Eingliede
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen, geht die Unfallver
sicherung zur Berentung über, wenn der Unfall eine Invalidität im Sinne von
Art.
8
Abs.
1 ATSG hinterlässt (Art.
19 Abs.
1 UVG e
contrario
; BGE
116 V 41 E.
2c). Dem Rentenbezüger werden
Heilbehandlungsleis
tungen gemäss Art. 21 Abs. 1 UVG nur noch unter bestimmten Voraussetzungen ausgerichtet.
Da die Heilbehandlung
gemäss
Art.
10 UVG eine unfallbedingte Behandlungs
be
dürftigkeit, nicht aber eine Arbeitsunfähigkeit voraussetzt, vermag die trotz des Unfall
e
s uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit allein ein Dahinfallen des Anspruchs auf Heilbehandlung nicht zu begründen (Urteil des Bun
desgerichts 8C_354/2014 vom 10.
Juli 2014 E. 3.2).
1.4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesge
richts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Begrif
fes «
namhaft
»
in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei
teren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger the
rapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognos
tisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden
(Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
s
ondere
auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E.
3).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin fü
hrte im angefochtenen Entscheid
zusammengefasst aus
,
die behandelnden Ärzte hätten ab 2013 im Grossen und Ganzen unauffällige Befunde bei grundsätzlich guten postoperativen Ergebnissen notie
rt. Demgegen
über habe
der Beschwerdeführer
seit Anfang 2013 mehr oder weniger konstante Beschwerden
beklagt und
sich deswegen unregelmässig in Behandlung
begeben
.
Gleichzeitig habe
er
weder Analgetika
genommen
noch
sei
er
regelmässig
zur
Phy
siotherapie.
Anlässlich der letzten Untersuchung bei
Dr.
C._
im September 2016 habe dieser festgehalten, das linke Knie sei in seiner Funktion nicht einge
schränkt. Das alleinige Verspüren von Schmerzen reiche indessen nicht, um eine (weitere) Leistungspflicht nach UVG auszulösen. Sodann sei die Prognose der von
Dr.
C._
erwähnten Knorpelreparation ungewiss und keinesfalls medizinisch indiziert. Vielmehr habe
Dr.
C._
lediglich ausgeführt, ein Knorpe
lreparations
ver
fahren könne
helfen. Bei ungünstigem Verlauf könne
aber
das Einsetzen einer
uni
kompartimentellen
Knieprothese notwendig werden
.
Bei alledem sei davon aus
zu
gehen, dass bereits seit längerem, spätestens aber seit dem 2
8.
Februar 2017 keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten und der Endzu
stand errei
cht sei
(
Urk.
2 S. 12 f.)
.
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein,
nach dem Eingriff im Jahre 2012 seien die B
eschwerden fluktuierend gewesen.
Dies sei aufgrund des Befundes auch ohne Weiteres zu erklären. Mithin liege ein grosser Knorpeldefekt mit progredientem Verlauf vor. Inzwischen sei der Beschwerdeführer nicht mehr in der Lage, sich sportlich zu betätigen und in der Zukunft winke eine Prothese. Mit einer Knorpel
reparation könne eine künftige Prothesenversorgung umgangen werden. Damit be
stehe noch eine Option zur Verbesserung und sei der Endzustand nicht erreicht. Alternativ könne nur abgewartet werden bis die Arthrose das ganze Gelenk zerstört habe (
Urk.
1 S. 3 f.).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Standpunkt fest und führte ergänzend aus, gestützt auf die schlüssige Aktenbeurteilung von
Dr.
E._
könne von einem weiteren Eingriff keine wesentliche Besserung der Situation erwartet werden. So sei nicht davon auszugehen, dass eine stabile Knor
pelersatzschicht gebildet werde. Im Übrigen bestehe derzeit, abgesehen von einer bedarfsorientierten analgetischen Therapie, noch kein Behandlungsbedarf (
Urk.
9 S. 3 f.).
3.
3.1
Im B
ericht vom
1.
Dezember 2011 hielt
der erstbehandelnde
Dr.
F._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, eine
Patellakontusion
links ohne Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit
fest
(
Urk.
10/M1). Der Beschwerdeführer sei beim J
oggen über einen Ast gestolpert, habe sich mit dem Fuss darin verfangen und sei mit dem linken Knie auf den Boden geprallt.
Klinisch habe
sich eine schmerz
hafte mediale
Patellakante
gezeigt
. Auf eine bildgebende Untersuchung verzich
tet
e
Dr.
F._
(
Urk.
10/M10).
3.2
Das am
8.
Dezember 2011
bei der
G._
AG
durchgeführte MRI des linken Knies brachte eine posttraumatische Knorpelläsion der medialen
Femurkondyle
zur Darstellung (
Urk.
10/M2 f.).
Am
2
0.
Januar 2012
erfolgte eine Arthroskopie mit
Entfernung eines freien Knorpelfragments und
Microfrakturing
im Sp
ital
B._
(vgl. Operationsbericht,
Urk.
10/M9).
Aus medizinischer Sicht notierten die behandelnden Ärzte einen komplikationslosen
postoperative
n Ver
lauf. Subjektiv habe der Beschwerdeführer noch gewisse Anlaufschmerzen nach einer Ruhephase oder nach längerem Sitzen sowie teilweise leichte Schmerzen auf der Knieinnenseite beim normalen Gehen
beklagt.
Die sportlichen Aktivitäten (vor allem Biken und Rennen) würden recht gut gehen.
Weiter
hielt
der nachbe
handelnde
Dr.
H._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
im September 2012
fest, die leichten Restbeschwerden seien normal
und der Verlauf insgesamt
erfreulich und regel
recht
(vgl. Austrittsbericht
des Spitals
B._
v
om
6.
Februar 2012,
Urk.
10/M12
;
Einträ
g
e in der Krankengeschichte
vom
1
3.
Juni 2012
und 1
1.
September 2012,
Urk.
10/M16
f.
).
3.3
Anlässlich der beschwerdebedingt vorgezogenen
Jahreskontrolle postoperat
iv habe der Beschwerdeführer gegenüber
Dr.
H._
an
gegeben
, er fühle sich im Alltag vermehrt gestört; vor allem beim Aussteigen aus dem Fahrzeug oder beim Aufstehen nach einer Ruhephase verspüre er Schmerzen im linken Kniege
lenk. Ausserdem gingen die strecknahen Belastungen nicht so gut (
Verlaufsb
e
richt vom
9.
Januar 2013,
Urk.
10/M20).
Bildgebend
notierte
Dr.
H._
ein
«
recht gutes
Regenerat im Bereich der ausgedehnten Knorpelschädigung
»
, wenn auch noch keine vollstä
ndige Abdeckung. Ausserdem habe
sich ein leichtes Knochenmarksödem hinter der bestehen
den
Knorpelläsion
gezeigt
. Gleichzeitig sei der Beschwerdeführer beschwerdearm und könne Sport treiben. Im Alltag sei er nur geringfügig eingeschränkt und müsse
k
eine Schmerzmittel einnehmen. Bei diesem guten Resultat ein Jahr postoperativ sei mit weiteren Massnahmen zuzu
warten und die Behandlung für den Moment abzuschliessen (
Verlaufsbericht vom 1
8.
Januar 2013
Urk.
10/M18
; Konsiliarbericht der Uniklinik
I._
betreffend MRI linkes Knie vom
8.
Januar 2013,
Urk.
10/M19
).
3.4
Zufolge persistierender Beschwerden im Bereich des linken Knies
wurde
der Beschwerdeführer im Januar 2014
erneut
bei
Dr.
H._
vorstellig.
Gegen
über diesem
hat
er angegeben,
seit einem Jahr unverändert anhaltende Knie
schmerzen medial
im Sinne eines Anlaufschmerzes
vor allem beim normalen Gehen im Alltag
zu verspüren. Beim Joggen habe er p
raktisch keine Beschwerden. Aktuell
mache
er
weder eine
Physiotherapie
noch
nehme er
Schmerzmittel ein (
Verlaufsb
ericht vom 2
4.
Januar 2014,
Urk.
10/M22).
Das
am 2
7.
Januar 2014
in der Uniklinik
I._
veranlasste
MRI des linken Knies
hat
ein
im Verlauf
regredientes
Knochenmarksödem
im Bereich des
Microfracturing
gezeigt
(
Konsiliarbe
richt vom 2
7.
Januar 2014
Urk.
10/M34
)
.
3.5
Im Februar 2014
teilte
der Beschwerdeführer
der Beschwerdegegnerin
mit
, die Behandlung sei
zwar
im Januar 2013 beendet worden. Seither warte er
indes
vergeblich
darauf, dass die strecknahen Beschwerden weniger würden.
Diese be
stünden beim normalen Gehen, da am Ende des Schrittes das Bein durchgestreckt werde. Demgegenüber strecke er beim Joggen und Radfahren das Bein nie durch.
Im Herbst 2013 sei es zu einer
Beschwerdeprogredienz
gekommen, womit
er sich
im Alltag
zunehmend
gestört
fühle
(
Urk.
10/M23).
3.6
Im Juli 2016
machte
der Beschwerdeführer
erneut
anhaltende
Schmerzen
akten
kundig
(vgl. Email vom 1
9.
Juli 2016,
Urk.
10/M28
, vgl. auch
Urk.
10/K6,
Urk.
10/K8
).
Das in der Uniklinik
I._
am
2
1.
Juli 2016
durchgeführte MRI des linken Knies
hat
im Wesentlichen
ein progredientes Knochenmarköden
im Bereich der Knorpelläsion
sowie Knorpelirregularitäten
in diesem Bereich
zur Darstellung
gebracht
(Konsiliarbericht
vom 2
1.
Juli 2016
,
Urk.
10/M35).
3.7
Mit
Untersuchungsbericht vom
8.
September 2016 diagnostizierte
Dr.
C._
ein
en
posttraumatischen
Knorpelschaden des medialen
Femur
kondylus
links bei Status nach Entfernung eines freien Knorpelfragments und
Micro
fracture
des medialen
Femurkondylus
links (Läs
ion 20x20mm) am 2
0.
Januar 201
2.
Nach dem operativen Eingriff sei der Beschwerdeführer nie ganz beschwerdefrei gewesen. Zunächst seien die Schmerzen im medialen
Femur
kondylusbereich
nur beim
Joggen aufgetreten. Er habe damit aufhören müssen. Nun störten sie den Bes
chwerdeführer auch im Alltag. Der Beschwerdeführer
wünsche eine Ver
be
sserung der Situation; einerseits um seine Lebensqualität zu
erhöhen
und andererseits, um allenfalls wieder sportlich aktiv zu werden. In ob
jektiver Hinsicht notierte
Dr.
C._
einen flüssigen und
hinkfreien
Barfussgang, symmetrische, weitgehend physiologische Beinachsen, eine seitengleiche, unein
geschränkte Kniebeweglichkeit bei zentrierter Patella
und suffizienter Streckbar
keit
, ohne
Kl
opfdolenzen
. Die bildgebende Untersuchung vom 2
1.
Juli 2016 weise ein recht gutes Resultat auf. Gleichwohl fühle sich der Beschwerdeführer noch symptomatisch. Die von ihm gewünschte Verbesserung könne nur durch ein Knorpelreparationsverfahren im Bereich des medialen
Femurkondylus
hergestellt werden. Die Prognose eines solchen Eingriffs sei nicht abschätzbar. Ein ungüns
tiger Verlauf sei möglich und
würde
schliesslich zur Notwendigkeit einer
uni
kompartimentellen
Knieprothese führen. Soweit der Beschwerdeführer dieses Risiko als vertretbar erachte, wäre ein Versuch angebracht. Ein Knorpelreparations
verfahren könne durchaus erfolgreich sein (
Urk.
10/M29).
3.8
Gegenüber dem Schadensinspektor der Beschwerd
e
gegnerin teilte der Beschwer
deführer am
1
4.
Dezember 2016
mit,
anlässlich des versicherungstechnischen Ab
schlusses 2013 sei er nicht beschwerdefrei gewesen.
Dr.
H._
habe i
h
m geraten
,
mit weiteren medizinischen Massnahmen
zuzuwarten
. A
nfänglich seien die Beschwerden nur beim Durchstrecken des Beins aufgetreten.
Beim Joggen habe
er keine Schmerzen
verspürt
, da er das Bein dabei nie durchstrecke. Die Beschwerden seien bisher
fluktuierend
gewesen und hätten in letzter Zeit
stetig zugenommen. Er habe auch schon versucht, eine Verbesserung zu erzielen durch Sistieren des Lauftrainings. Der Trainingsstopp habe sich indes weder positiv noch negativ auf das Beschwerdebild au
sgewirkt. 2013 und 2014 habe ihm
Dr.
H._
wiederum dazu
geraten
,
zuzuwarten. So seien die Wochen und Monate mit fluktuierenden Schmerzen vorbeigegangen, wobei sich zwischen 2013 und 2016 eine massive Verschlechterung eingestellt habe. Nachdem die Schmerzen auch in Ruhe spürbar gewesen seien und er darüber hinaus nach län
gerem Sitzen unter Anlaufschwierigkeiten gelitten habe, habe er sich
auf Anraten von
Dr.
H._
dazu
entsc
hlossen, eine Zweitmeinung einzu
holen
. Dabei sei
Dr.
C._
zum Schluss gekommen, ein Knorpelreparationsverfahren könne ihm helfen (
Urk.
10/S1)
3.9
Dem Aktengutachten von
Dr.
E._
vom
6.
Februar 2017 sind folgende Diagno
sen zu entnehmen (
Urk.
10/
M36 S. 5):
-
Kno
r
pelulcus medialer
Femurkondylus
links, traumatisch mit/bei
-
freien Gelenkkörpern
-
Zustand nach Kniearthroskopie, Entfernung von freien Gelenkkörpern und
Microf
ract
uring
-
Posttrau
m
a
tische
Chondromalacie
-
Mögliche
Insertionstendinopathie
Quadricepssehne
Die linksseitigen Kniebeschwerden seien
erstmals na
ch dem Unfallereignis vom 2
7.
November
2011
auf
getreten und hätten bis zum Datum des
letzten Akten
stück
s vom 0
8.
September
2016 an
gehalten
. Der Unterbruch in der ärztlichen Be
handlung und/oder Dokumentatio
n von Beschwerden
von Januar 2013 bis Januar 2014
sowie Februar 2014
bis September 2016 lass
e
sich mit dem
inkon
sistenten L
eidensdruck und damit
inkonsistenten Behandlungsbedürfnis zwang
los erklären
. So sei die
Sport- und All
tagstauglichkeit erhalten geblieben
. Ebenso kö
nn
e die nach der Arthrosk
opie fortgesetzte Problematik durch die leider nicht durchgehend erfolgreichen Behandlungsresultate nachvollzogen werden.
Die im
MRI vom
8.
November 2011 sowie anlässlich der Arthroskopie vom 20
.
Januar 2012 festgestellte
Knorpelsc
hädigung sei
zusammen mit den
behandelnden Ärz
te
n
als zeitn
ah entstanden zu be
urteilen
. So
fehl
ten Schädigungen
in der unmit
telbaren Umgebung der festgestellten Läsi
on am medialen
Femurkondylus
,
am medialen
Tibiaplateau
,
dem medialen
Meniscus
als direkte Gelenkpartner und auch an den
übrigen Gelenkskompartimenten. Dies spreche insgesamt
gegen eine Vorschädigung
,
insbesondere degenerativer Art,
am Knorpel des medialen
Femurk
ondylus
.
Es
sei
indes
e
ine
altersbedingt
erhöhte
Vulnerabilität des Knor
pels gegen äussere Einflüssen
zu vermuten
.
Damit sei das Unfallereignis
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit der alleinige Grund der festgestellten Körperschä
digung. Selbs
t bei Annahme
eine
r
erhöhte
n
altersbedingten
Vu
lnerabilität des Knorpels hätte das Unfallereigni
s
zumindest eine ri
chtungsgebende Verschlim
merung verursacht.
Insgesamt sei der Beschwerdeführer in
seiner angestammten Tätigkeit als Businessanalyst nicht eingeschränkt
und eine Arbeitsunfähigkeit sei - abgesehen von kurzzeitigen Unterbrüchen im Rahmen allfälliger
operativen Behandlungen
- nicht zu erwarten. Insofern sei
bei einer Behandlung des Knorpelschadens nicht von einer Veränderung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der etablier
ten
Chondromalacie
, welche sich erheblich über das Ausmass der ursprüngl
ichen
Knorpelulceration
ausdehne
sowie
Schädigung der
subchondral
en
Grenzl
amell
e sei davon auszugehen
, dass das vorgeschlagene Knorpel
reparationsverfahren nicht
zur Entwicklung einer stabilen
Knorpelersatzschicht führe. Vor diesem Hin
tergrund sei ein solches Verfahren nicht indiziert.
Ausser einer bedarfsorientier
ten
analgetischen Behandlung könnten
zum heutigen Zeitpunkt keine Behand
lungsvorschläge gemacht werden
. Die vorliegende Schädigung berge das Risiko
einer Verschl
immerung hin zur Arthrose. Bei zunehmender Schädigung u
nd kor
relierenden Beschwerden kö
nn
e
eine
endoprothetis
che
Versorgung notwendig werden (
Urk.
10/M36 S. 5 ff.)
.
4.
4.1
Unbestritten ist, dass die noch vorhandenen Beschwerden des Beschwerdeführers auf den Stolpersturz vom 2
1.
November 2011 zurückzuführen sind. Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob die Beschwerdegegnerin mit der (formellen) Leistungs
einstellung per 2
8.
Februar 2017 den Fall zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin
ab hat
, da von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte.
4.2
In medizinischer Hinsicht
stützt d
ie
Beschwerdegegnerin
ihre Auffassung, wo
nach der medizinische Endzustand
spätestens
im Zeitpunkt der Le
istungseinstel
lung (Februar 201
7
) erreicht gewesen sei,
auf die Aktenbeurteilung
von Dr.
E._
vom
6.
Februar 2017 (
Urk.
10/M36,
Urk.
9).
Die fachärztliche, prognostische und
gestützt auf die den Verlau
f seit dem Unfallereignis vom 21.
November 2011
lückenlos dokumentierenden
medizinischen Unterlagen
vorgenommene Ein
schätzung
durch
Dr.
E._
erweist sich
als
schlüssig und
nachvollziehbar
begrün
det
(vgl. E. 1.5)
.
Insbesondere ergeben sich weder in diagnostischer Hinsicht noch betreffend die zu beurteilende Frage nach der Indikation
zu weiteren medizini
schen Massnahmen
ärz
tliche
Differenzen;
weder die beurteilenden Radiologen der Uniklinik
I._
noch der behandelnde
Dr.
H._
haben medizini
sche Massnahmen zur Verbesserung der Situation
genannt. Im Gegenteil hat letzterer die Behandlung im Januar 2013 abgeschlossen
und wiederholt von weiteren medizinischen Massnahmen resp. operativen Eingriffen abgeraten (vgl.
Urk.
10/M21,
Urk.
10/M24
)
.
Selbst
Dr.
C._
erachtete das
von ihm
in Erwä
gung gezogene
Knorpelreparation
sverfahren
(vgl. vorstehend E. 4.1) als
lediglich
probatorisch, woraus
jedenfalls
nicht
überwiegend wahrscheinlich auf ein
e
nam
hafte Verbesserung
geschlossen werden kann. Dass der vorliegende Knorpelscha
den das Risiko einer Verschlimmerung bis hin zur Arthrose birgt (vgl.
Urk.
1,
Urk.
10/M36 S. 7) genügt
indes
nicht, um den Fallabschluss in Frage zu stellen.
Da der medizinische Endzustand erreicht war, hat die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per Ende
Februar 2016
abgeschlossen.
Mangels
verbliebener
(Rest-
)
Arbeitsunfähigkeit war sie auch nicht dazu verpflichtet, einen allfälligen Ren
tenanspruch zu prüfen.
5.
Die Beschwerde erweist sich
daher
als unbegründet und ist abzuweisen.