# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5fffdc84-4658-47d5-8154-6a8688141637
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. B. wuchs zusammen mit einem Bruder bei seinen Eltern in X. auf, wo er auch die Schulen absolvierte. Nach der Handelsmatura studierte er Jurisprudenz an der Universität Zürich. Danach arbeitete er während zwei Jahren bei den Versicherung C. in D.. Weitere zwei Jahre war er als Rechtskonsulent der Stadt X. tätig. Seit 1976 führt er in X. eine eigene Anwaltskanzlei.
Im Jahre 1972 verheiratete sich B. mit E.. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister sowie im SVG- ist B. nicht verzeichnet. Aus dem Leumundsbericht der Stadtpolizei X. vom 20. November 2002 geht über den Berufungskläger nichts Nachteiliges hervor.
B. Mit Verfügung vom 13. Mai 2002 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden eine Strafuntersuchung gegen B. wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG etc. in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG. Mit der Durchführung der Untersuchung wurde das Untersuchungsrichteramt Chur beauftragt. Nach Abschluss der Untersuchung versetzte die Staatsanwaltschaft B. mit Verfügung vom 17. Dezember 2002 wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG, Art. 35 Abs. 2 und 3 SVG, Art. 40 SVG, Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV, Art. 11 Abs. 2 VRV und Art. 29 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG in den Anklagezustand. Diese zu Handen des Bezirksgerichtsausschusses Landquart erhobene Anklage stützte sich auf folgenden Sachverhalt:
„Am Sonntag, 7. April 2002, um ca. 17.30 Uhr, fuhr R. T. in Begleitung ihrer beiden 14- und 16-jährigen Söhne A. T. und M. T. mit ihrem Personenwagen VW Golf, Kennzeichen xxx., von F. kommend auf der Autobahn A13 in Richtung X.. Ihre Geschwindigkeit betrug ca. 120 km/h. Es herrschten gute Strassen- und Sichtverhältnisse. Bei H., Höhe Garage G., wechselte R. T. auf die Überholspur, um mehrere Fahrzeuge zu überholen. Während des Überholmanövers näherte sich von hinten auf der Überholspur der Angeklagte in seinem blauen Personenwagen der Marke BMW M5, Kontrollschild Kennzeichen zzz., mit hoher Geschwindigkeit und schloss sehr nahe zum Fahrzeug von R. T. auf. Gleichzeitig betätigte er die Lichthupe, um Frau T. zum Verlassen der Überholspur zu veranlassen. Da sich auf der rechten Fahrspur mehrere Personenwagen befanden, konnte R. T. jedoch nicht ausweichen. In der Folge schloss der Angeklagte noch näher zum Fahrzeug von R. T. auf, so dass diese im Innenrückspiegel die Kontrollschilder und Lichter seines Fahrzeugs nicht mehr sehen konnte. Anschliessend zwängte sich der Angeklagte mit seinem BMW links am Fahrzeug von R. T. vorbei und zwang diese zu einer
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Lenkkorrektur nach rechts. Dadurch musste auch der Lenker des auf der Normalspur fahrenden Personenwagens etwas rechts ausweichen. Während des Überholmanövers des Angeklagten befanden sich somit für einen Moment drei Fahrzeuge auf gleicher Höhe.
Nachdem der Angeklagte mit sehr geringem seitlichem Abstand am Fahrzeug von R. T. vorbeigefahren war, beschleunigte er sein Fahrzeug und fuhr mit hoher Geschwindigkeit in Richtung X. davon. Zuvor hatte R. T. die Kontrollschildnummer seines Fahrzeugs abgelesen und ihre beiden Kinder angewiesen, die Nummer aufzuschreiben. M. T., der auf dem Beifahrersitz sass und das gefährliche Überholmanöver mitbekommen hatte, las die Nummer des Kontrollschildes Kennzeichen zzz. ab und notierte sie auf einem Notizblock. Auch sein jüngerer Bruder A. T., der hinten links sass und den Vorfall aus nächster Nähe beobachtet hatte, las die Kontrollschildnummer Kennzeichen zzz. ab und gab sie in sein Handy ein.
Der Angeklagte bestreitet die ihm zur Last gelegten . Gemäss seinen Aussagen sei er zum fraglichen Zeitpunkt nicht auf der Autobahn A13 von H. in Richtung X. unterwegs gewesen.“
C. Mit Urteil vom 2. April 2003, mitgeteilt am 30. Juni 2003, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Landquart wie folgt:
„1. B. ist schuldig der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG, Art. 35 Abs. 2 und 3 SVG, Art. 40 SVG, Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV, Art. 11 Abs. 2 VRV und Art. 29 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG.
2. Dafür wird er mit einer Busse von Fr. 5'000.-- bestraft. Die Probezeit für die vorzeitige Löschung der Busse im Strafregister wird auf ein Jahr festgesetzt.
3. Die Verfahrenskosten bestehend aus: - der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft Graubünden Fr. 1'500.00 - den Barauslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden Fr. 189.40 - der Gerichtsgebühr des Bezirksgerichts- ausschusses Landquart Fr. 3'000.00 total somit Fr. 4689.40
werden B. auferlegt.

## Considerations