# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0534ba74-d167-4800-a67a-ae76d6da35e9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968,
r
eiste im April 2003 in die Schweiz ein (vgl.
Urk.
9/42). Einer regelmässigen Erwerbstätigkeit ging die Versicherte nicht nach (vgl.
Urk.
9/10), war nach eigenen Angaben aber zeitweise
im Rahmen von Arbeitsintegrationsprogrammen
als Reinigungs
kraft und im Catering tätig
gewe
sen
(vgl.
Urk.
9/40 S. 15
, S. 28
).
Am
3.
Januar 2017 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf
eine Psoriasis
vulgaris
, eine Einengung des Spinalkanals an der Halswirbelsäule sowie eine posttraumatische Belastungsstörung und Depression
zum Bezug von Leistun
gen der Invalidenversicherung an (Urk. 9/6) und legte den Arztbericht ihrer Hausärztin vom 2
0.
Juli 2016 (
Urk.
9/5) zu den Akten. Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und holte die Berichte der behandeln
den Ärzte (Urk. 9/21,
Urk.
9/22,
Urk.
9/31) sowie einen Auszug aus dem Indi
viduellen Konto der Versicherten (IK-Auszug, Urk. 9/10) ein. Mit Schrei
ben vom 3
0.
Januar 2017 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien (Urk. 9/11). Im Folgen
den veranlasste die IV-Stelle eine interdisziplinäre medizinische Begutachtung am Zentrum
Z._
, über welche am 2
6.
April 2018 berichtet wurde (
Urk.
9/40).
Ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 10
%
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
9.
Juli
2018 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
9/43
). Dagegen erhob die Versicherte am
1
3.
September
2018 (
Urk.
9/44
) sowie ergänzend am
22. Oktober
2018 (
Urk.
9/46
) Einwand.
Mit Verfügung vom 2
5.
Januar 2019 verneinte die IV-Stelle wie vor
beschieden einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (
Urk.
2/1).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 2
5.
Februar 2019 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
die Sache sei zur
rechtsgenüglichen
Abklärung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1 N 10
)
. In prozessualer Hinsicht be
antragte sie
unter Bei
lage der Unterstützungsbestätigung (
Urk.
3/4)
, es sei ihr die unentgeltliche Prozessführun
g zu gewähren
(
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
8.
April 2019 (Urk. 8
) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom
1
0.
April
2019 wur
de der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zuge
stellt (
Urk.
10
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere
dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische Th
ese abstellen (BGE 125 V 351 E.
3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 2
5.
Januar 2019 (
Urk.
2/1) hielt die Beschwerdegegnerin fest, medizinische Abklärungen hätten ergeben, dass
der
Beschwerdeführerin
trotz Einschränkungen aufgrund von Schmerzen und Haut
veränderungen eine Teilarbeitsfähigkeit unter gewissen Bedingungen möglich sei. Es bestehe für sämtliche Tätigkeiten und im Haushaltsbereich lediglich eine Ein
schränkung von 10
%
. Der Schweregrad der Einsch
ränkungen sei somit nicht IV
relevant.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 2
5.
Febru
ar 2019 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend,
das
Z._
-Gutachten erfülle die durch das Bundesgericht gestellten Anforderungen nicht
, seien den Gutachtern doch nicht alle Tatsachen bekannt gewesen
und hätten entsprechend auch nicht gewürdigt werden können
.
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin leide
t
seit Jahren a
n einer ausgeprägten Psoriasis (vgl.
Arztberichte vom 3
0.
Januar 2014 [
Urk.
9/21/30],
7.
August 2014 [Urk.
9/21/29]). Infolge zunehmender
Nackenschmerzen mit intermittierender Ausstrahlung bis in den Handgelenksbereich
wurde der Verdacht auf eine
Psoriasis
arthropathie
geäussert und eine rheumatologische Abklärung empfohlen
, die im Oktober 2014 bei
Dr.
med.
A._
, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, durchgeführt wurde
(Urk. 9/21/29
,
Urk.
9/21/27
).
Gestützt auf eine Magnetresonanz
tomo
graphie der Halswirbelsäule (vgl. Bericht vom 1
0.
Oktober
2014,
Urk.
9/21/18)
fand
dieser
keine Hinweise auf eine Poly
arthritis oder eine axiale Spondylarthritis in Assoziation mit der bekannten Psoriasis
vulgaris
. Die
cervicogenen
Beschwer
den seien
diskogenen
Ursprungs. Die
Myelonkompression
auf der Höhe C3/4 sei seines Erachtens neurologisch abklä
rungsbedürftig
(vgl. Arztbericht vom 1
6.
Ok
tober 2014,
Urk.
9/21/27).
3.2
Am 2
7.
März 2016 wurde die Beschwerdeführerin im Kantonsspital
B._
vorstellig und gab an, dass sie aus Sorge um ihre Tochter nicht mehr schlafen könne und
unter zunehmenden
Kopfschmerzen leide. Die untersuchende Ärztin beurteilte diese
als
Spannungskopfschmerze
n
bei psycho
sozialer Belas
tungs
situation. Neurologisch und laboranalytisch würden sich keine Auffällig
keiten zeigen (vgl. Arztbericht vom
5.
April 2016, Urk. 9/21/22).
Im Rahmen einer erneuten Vorstellung
im
B._
am 3
0.
Juli 2016
konstatierte die unter
suchende Ärztin, u
rsächlich für die Kopfschmerzen sei die
hyper
tensive
Entgleisung. Klinisch-neurologisch würden sich keine Ausfall
er
scheinungen zeigen und auch labor
chemisch gebe es keine Hinweise auf eine entzündliche Genese (vgl. Arzt
bericht vom
3.
August 2016,
Urk.
9/21/19).
3.3
Auf
Empfehlung ihrer Hausärztin
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH Allgemeinmedizin,
trat die Beschwerdeführerin am 2
7.
Juni 2017 mit depres
si
ver Symptomatik
zur Krisenintervention in die psychiatrische K
linik
D._
ein. Sie
habe angegeben
unter grosser Traurigkeit
zu leiden
,
viel zu
weine
n
, nicht gut schlafen
zu können
und immer wieder passive Sterbe
wünsche
zu haben
. Zudem sei sie durch
immer wiederkehrende Schmerzen a
m ganzen Körper sehr belastet.
Ferner habe die Beschwerdeführerin den Wunsch nach einer Traumatherapie geäussert.
Die Ärzte
der
D._
diagnostizierten eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) sowie eine
Posttraumatische Belastungsstörung (
PTBS
,
ICD-10: F43.1) und
begannen mit
der anti
depressiven Behandlung. Am
1.
Juli 2017 habe
die Beschwerde
führerin
in leicht gebessertem Zustand in die vorbekannten Verhältnisse
entlassen werden können
. Anzei
chen auf akute Selbst- oder Fremd
gefährdung hätten nicht be
standen
. Hinsichtlich des geäusserten Wunsches nach einer Traumatherapie würden weitere Abklärungen getätigt werden
(vgl. Aus
tritts
bericht vom
1.
Juli 2017,
Urk.
9/21/13).
3.4
Med. pract
.
E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
thera
pie, sowie
Dr.
med.
F._
,
Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
therapie, von der integrierten Psychiatrie
G._
konstatierten in ihrem Arztbe
richt vom 1
8.
Juli 2017 (
Urk.
9/22), die Beschwerdeführerin leide an einer mittel
schwe
r
en
bis schwer
en
rezidivierenden depressiven Episode
(ICD-10: F33.2)
und sei immer wieder suizidal. Ausserdem leide sie an einer pos
ttraumatischen Belas
tungs
störung (
I
CD-10: F43.1) und dissoziativen Störungen (ICD-10: F44.7). Auf
grund dieser
psychiatrischen Krankheitsbilder sei die Aufnahme einer Erwerbs
tä
tigkeit in der freien Wirtschaft nicht möglich gewesen. Sie sei nur wenig belast
bar und könne selbst ihre Hausarbeit nur mit vielen Unter
brüchen und Pausen erle
digen. Aufgrund dissoziativer Zustände und vielen Flash
backs sei sie mehr
fach am Tag nicht ansprechbar. Sie sei weder qualitativ noch quantitativ in der Lage
,
einen Arbeitstag durchzustehen
respektive Leistung über mehr als 30 Minu
ten zu erbringen
. Ferner sei sie aufgrund ihrer ausgeprägten Schlaf
störung
en tags
über meist sehr müde und leide an grossen Konzentrations
problemen. Dies würde eine zusätzliche Beeinträchti
gung der Arbeitsfähigkeit dar
stellen.
Aktuell sei keine Tätigkeit denkbar. Die Beschwerdeführerin sei kaum zur adäquaten Selbstpflege in der Lage.
Auf
grund der Schwere der Erkrankung sei von einer langen Thera
piedauer auszu
gehen. Eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sei nicht realistisch. Ziel der Therapie sei die Stabilisierung, insbesondere im Hin
blick auf ihre hohe Suizi
da
lität. Ausserdem seien die sehr belastenden Flash
backs und die dissoziativen Zu
stände zu reduzieren. Es werde deshalb eine stationäre Therapie empfohlen.
3.5
In der Folge war die Beschwerdeführerin
ab
1
2.
Juli 2017 in stationärer Behand
lung,
vom 1
5.
August bis
zum
1
2.
Dezember 2017 in der p
sychiatrischen Klinik
H._
(vgl. Austrittsbericht vom 12. De
zember 2017,
Urk.
9/31). Dabei habe sie regelmässig am Behand
lungsangebot für
Traumafolgestörungen
und Transkulturelle Psycho
therapie teilgenommen. Ausserdem habe sie psychothera
peutische Einzeltherapie mit ver
haltenstherapeutischem Schwerpunkt sowie körperorientierte Therapien wie Bewegungs-, Entspannungs- und medizinische Trainingstherapien erhalten. Zu Behandlungsbeginn sei die Beschwerdeführerin sehr instabil gewesen und es seien aufgrund der geäusserten Suizidgedanken mehrere Krisengespräche notwendig gewesen. Zudem seien immer wieder disso
ziative Zustände aufge
treten. Nach einigen Wochen habe sie sich stabilisieren können. Im Vor
dergrund sei jedoch die antidepressive Behandlung gestanden, sodass die initial geplante Traumatherapie auf einen späteren Zeitpunkt
(März/April 2018)
habe verschoben werden müssen.
Zwischenzeitlich werde eine ambulante Behandlung am
G._
empfohlen
.
Bei Austritt habe die Beschwerde
führerin bewusstseinsklar und zu allen Quali
täten orientiert gewirkt. Im Kontakt sei sie freundlich und offen zugewandt, der Augen
kontakt sei gut erstellbar. Mimik und Gestik seien der Situation ange
messen. Affekt und Psychomotorik seien unauffällig, die Stimmung stabiler und aktuell ebenfalls unauffällig. Störungen im inhaltlichen Denken seien keine
eruierbar
, im formalen Denken sei sie auf ein belastendes Thema (Mutterrolle verlieren) ein
geengt. Sie habe zwar über Konzen
trations
schwierigkeiten geklagt, diese seien im Gespräch jedoch nicht auffällig. Ferner habe sie von Durchschlaf
störungen be
richtet. Von akuter
Suizidalität habe sich die Beschwerdeführerin deutlich distan
zieren können. Hin
weise auf Fremd
ge
fährdung gebe es keine. Die untersuchenden Ärzte diagnosti
zierten eine schwere depressive Episode ohne psy
chotische Symp
to
me (ICD-10: F32.3), gegen
wärtig remittiert.
Als Nebendiagnose nannten sie eine PTBS (IC
D
10: F43.1).
3.
6
Im Auftrag der Beschwerdegegnerin wurde die Beschwerdeführerin in der Woche vom
5.
Februar 2018 im
Z._
polydisziplinär untersucht und begutachtet (Urk. 9/40).
3.6
.1
Aus allgemeinmedizinischer Sicht - so
Dr.
med.
I._
, Facharzt für
Allgemeinmedizin
- seien die allgemeinmedizinischen Diagnosen ohne Belang be
treffend Arbeitsfähigkeit. Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, selbst- und fremd
gefährliche Arbeiten an Maschinen sowie Schichtarbeiten seien wegen dem Diabetes mellitus jedoch zu vermeiden (
Urk.
9/40 S. 10-12).
3.6
.2
Dr.
med.
J._
, Fachärztin
FMH
für Rheumatologie
und Innere Medi
zin
,
konstatierte,
im Vordergrund stünden die chronischen zervikalen und thora
kalen Beschwerden, die durch die degenerativen Veränderungen der Hals
wirbel
säule und die
Fehlform
des Achsenskeletts in Kombination mit dem rechts
be
tonten muskulären Hyper
tonus erklärt werden könnten. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule sei jedoch trotz der degenerativen Veränderung nicht wesentlich eingeschränkt. In den aktuellen konventionellen Aufnahmen kämen eine mode
rate
Kyphosierung
HWK3/4, Abflachung der Vorderkante der Deckplatte HWK4 mit angrenzend kleiner
ossärer
Struktur in den paravertebralen Weichteilen, ähnliche Ver
än
de
rungen an der Vorderkante von HWK5 und HWK6 sowie deutliche
Spondyl
arthrosen
HWK6/7 und HWK7/BWK1 zur Darstellung. Die beschriebene Spinal
kanalstenose manifestiere sich bis heute nicht, es
gebe weder
klinische
noch
anamnestisch
e
Hinweise für eine zervikale Myelopathie, ebenso
fehle
ein
radikuläres
Reiz- oder sensomotorisches Ausfallssyndrom.
Ferner könne aufgrund der anamnestischen Angaben und klinischen Untersuchungen eine
Fasc
i
itis
plantaris
nicht ganz ausgeschlossen werden, konventionell radiologisch bestehe ein oberer und unterer Fersensporn beidseits. Zusätzlich klage die Beschwerdeführerin über belastungsabhängig auftretende Knie-, Ellenbogen-, Handgelenk-und Fingergelenkschmerzen. Passiv seien aber sämtliche Gelenke frei beweglich, die Fingergelenke sogar deutlich überstreckbar. Konventionell radiologisch
seien
die Hände und das linke Knie, welches gemäss Angaben der Beschwerde
führerin
mehr Beschwerden bereite
als das rechte, unauffällig. Die
geringgr
adige
Verkalkung im Knieaussenband könn
e eine frühe Manifestation eines DISH sein, sie ha
be
funktionell aber keine Bedeutung.
Die Schmerzen am
rechten Ellenbogen und wahrscheinlich auch der Handgelenke
seien
muskulo
t
endinöser
Ursache b
ei erhöhtem Tonus der Unterarmst
recker und Schmerzen an
deren radialen Insert
ion
s
stelle.
Die aktive Prüfung der Schultergelenke und ins
be
sondere der
Rotatorenmanschette
ergebe kein verlässliches Bild, bei wiederhol
ter Prüfung seien unterschiedliche Schwächen festgestellt worden. Da die Beschwer
de
führerin aber spontan die Arme
relativ uneingeschränkt bewege und
sich auch kräftig auf der Untersuchungsliege habe abstützen können, sei davon auszu
gehen, dass keine namhafte Pathologie in der
Rotatorenmanschette
vorhan
den sei. Es dürfte sich eher um
Tendinopathien
und Auswirkungen des Muskel
hart
spanns (Schmerz
hemmung) handeln.
Ferner fügte
Dr.
J._
an,
in den aktuell durch
ge
führten konventionellen Röntgenaufnahmen würden sich keine Psoriasis
-
Arthritis typischen Veränderungen zeigen.
In Bezug auf die Funktions
störungen hielt sie fest, aufgrund der Veränderungen der Halswirbelsäule sei dieser Ab
schnitt des Achsenskeletts minderbelastbar. Die plantaren Fersensporne be
zie
hungs
weise die belastungsabhängigen Schmerzen würden ausserdem das Steh- und Geh
vermögen
beeinträchtigen. Aus rheumatologischer Sicht sei eine aktiv orientierte Physiotherapie, im Rahmen derer die muskuläre Stabilisation des ge
samten Achsenskeletts verbessert werden sollte, sinnvoll. Langfristig müsse die Be
schwer
deführerin ein entsprechendes Training selbständig durchführen, um die Ver
besserungen auch beibehalten zu können. Zudem empfehle sie eine Ver
sor
gung mit orthopädischen Schuheinlagen (
Urk.
9/40 S. 18-21).
3.6
.3
Aus dermatologischer Sicht äusserte
Dr.
med.
K._
,
Fachärztin
FMH
für Dermatologie und Venerologie, bei der Beschwerdeführerin bestehe seit der Jugend eine Psoriasis
vulgaris
, die bereits mit diversen lokalen und systemischen Therapien sowie Lichttherapie behandelt worden sei, worunter es jedoch nur zu einer intermittierenden Besserung gekommen sei. In den letzten Jahren habe sich eine kontinuierliche Verschlechterung des Befundes gezeigt. Aktuell sei der der
matologische Befund trotz einer systemischen, intensiven Therapie stark ausge
prägt. Es würden sich Veränderungen im Bereich des gesamten Integu
ments
sowie in den Intertrigines zeigen. Aus rein dermatologischer Sicht seien ent
sprechend Tätigkeiten mit starker mechanischer Belastung der Haut oder Schwitzen kontraindiziert. Die alleinige Hautbeteiligung führe jedoch sicherlich nicht zu einer wesentlichen Arbeitsfähigkeitseinschränkung. Die Fortführung einer systemischen Therapie bzw. Einleitung einer immunmodulierenden syste
misch
en Therapie könnte gegebenenfalls die Arbeitsfähigkeit aus dermato
lo
gi
scher Sicht verbessern (
Urk.
9/40 S. 23-25).
3.
6
.4
Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung bei
Dr.
med.
L._
, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe die Beschwerdeführerin
ange
geben, an einer Hautkrankheit, an Diabetes mellitus sowie an erhöhtem Blut
druck zu leiden
und familiäre Probleme zu haben. Ihr Schlaf sei gestört, da sie über ihre Probleme nachdenke. Während des Klinikaufenthaltes sei es zu einer gewissen Besserung gekommen, jedoch nicht vollständig. Phasenweise habe sie lebens
müde Gedanken. Die psychischen Probleme würden in Zusammenhang mit dem Tod des Vaters, dem Suizid des Bruders und der damaligen schwierigen Ehe stehen (
Urk.
9/40 S. 35).
Im Zuge der Befunderhebung führte
Dr.
L._
aus,
der Antrieb der Beschwerdeführerin sei spontan erhalten, die Psychomotorik flüssig. Die Willensbildung sei gegeben. Festzustellen sei eine formal geringe
E
inengung des Gedankengangs auf die Schmerzen und die familiären Sorgen sowie die Schlafstörungen. Die Beschwerdeschilderung sei eher wenig differenziert und es bestünde eine Diskrepanz zwischen der Intensitätsschilderung der Beschwerden und dem nicht beobachtbaren Schmerzverhalten. Überwertige Ideen, Wahn, Phobien, Wahrnehmungsstörungen und Ich-Störungen hätten nicht eruiert werden können
. Die Modulationsfähigkeit der Stimmung sei weit
gehend erhalten. Weiter habe
die Beschwerdeführerin detailliert über die Um
stände des Suizids des Bruders sowie über ihre enge Beziehung
zu ihm berichtet. Ohne Vermeidungs
ver
halten oder vege
tative Über
er
regbarkeit habe sie über ihren ver
storbenen Vater und den tamilischen Krieg gesprochen. Während der gesamten Exploration habe die Beschwerde
führerin keine dissoziativen Reaktionen, keine intensiven oder anhaltenden psy
chischen Belastungen im Gespräch über die da
mals schwierigen Lebensumstände und keine relevanteren körperlichen Reak
tionen gezeigt. Es hätte
n
weder rele
van
tes Vermeiden noch eine übermässige Wach
samkeit (
Hyper
vigilanz
) oder über
triebene Schreckreaktionen beobachtet werden können.
Anhalts
punkte für illusionäre Verkennungen, akustische, op
tische, olfaktorische oder taktile Hal
luzi
nationen gebe es keine. Die Beschwerde
führerin habe einen klaren und guten Bezug zur Realität und zu ihrer Person. Sie könne sich ge
gen
über der Umgebung gut abgrenzen. Sie habe zwar im Zusam
men
hang mit ihren Problemen gewisse lebensmüde Gedanken geäussert, akute Suizidalität liege hin
gegen nicht vor (Ur
k.
9/40 S. 36f.).
Dr.
L._
konstatierte,
die Beschwerdeführerin zeige gewisse narzisstisch ab
hängige Anteile, könne aber auch klare Positionen beziehen. Nur unter Schwie
rig
keiten sie ihr der Spagat zwischen traditionell tamilischem Hintergrund und den veränderten Verhältnissen in der Schweiz gelungen und könne sie sich mit dem Ableben des Vaters und dem Suizid des Bruders zurechtfinden. Während Jahren habe sie sich als alleinerziehende Mutter stark auf ihre Töchter fokussiert. Erst allmählich beginne sie sich ihrem eigenen, individuellen Leben gegenüber zu öffnen. Aus psychiatrischer Sicht sei ent
sprechend von akzentuierten Persönlich
keitszügen mit abhängigen Anteilen aus
zu
gehen, wobei diese nicht ein Ausmass erreich
t
en, das es der Beschwerde
führerin nicht ermöglicht hätte, sich persönlich,
schulisch, beruflich, sozial und partnerschaftlich adäquat zu entwickeln. Sie ver
füge über eine gut nachweisbare Ressourcenlage.
Dr.
L._
bemerkte
weiter
, anlässlich der aktuellen psychia
trischen Exploration habe sich die Beschwerde
führerin phasenweise in einer etwas bedrückten Stimmung befunden mit zum Beispiel bei der Prüfung der Kognition beobachtbarem reaktivem Lächeln. Emotional weich habe sie über ihre Töchter gesprochen, wobei sie gewisse diffu
sere Ängste im Zusammenhang mit den Lebensperspektiven ihrer Töchter geäussert habe. Es sei entsprechend eine leicht ausgepräg
te Angst und depressive Störung
gemischt zu erkennen, die aber nicht die
T
iefe einer depressiven Störung erreiche
. Eine
solche sei nicht mehr nachweis
bar und gegenwärtig remittiert. In Bezug auf die von
den behandelnden Ärzte
n
diagnostizierte
PTBS
hielt
Dr.
L._
fest, im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Exploration habe kein Kriterium gemäss DSM-5 im Zusammenhang mit einer
PTBS
beobachtet werden können.
Es hätten sich weder dissoziative Reaktionen, noch intensive/anhaltende psychische Belastung
en bei der Konfrontation, noch dies
bezügliche körperliche Reaktionen, noch Vermeid
ungs
verhalten, noch über
mässige Wach
samkeit, noch übertriebene Schreckhaftigkeit, noch Kon
zen
trationsstörungen gezeigt
. Erfüllt sei das ICD-Eingangskriterium für das Stellen einer
PTBS
(relevante traumatische Erfah
rungen, zum Beispiel Suizid des Bruders), nicht erfüllt sei das zeitliche Kri
terium.
Diesbezüglich sei e
rwähnenswert, dass die Beschwerdeführerin trotz dieser Life-Events in der Lage gewesen sei, aus Sri Lanka nach Europa zu migrieren. In der Schweiz sei sie während Jahren in der Lage gewesen, als Mutter und Hausfrau zu funktionieren. Dabei sei es zu keinen spezifischen therapeu
ti
schen Kontakten ge
kommen. Die in den Akten
be
schriebenen
Symptome seien am ehesten der damals diagnostizierten schweren depressiven Episode auf dem Hintergrund der sich ab
lösenden Töchter bei tamilischer kultureller Verwurzelung der Mutter und Kind
heit/Adoleszenz der Töchter in der Schweiz zu verorten.
Aus psychiatrischer Sicht
könne die Diagnose einer
PTBS
nicht ge
stellt werden
. Hin
sichtlich der von der Beschwerdeführerin angegebenen Rücken-, Arm-, Kopf- und Knie
schmerzen führte
Dr.
L._
aus, ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz sei nicht zu beobachten. Entsprechend könne weder die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.40) noch die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) gestellt werden. Vielmehr handle es sich um eine Schmerz
ver
arbeitungsstörung, die jedoch moderat ausgeprägt sei
(Urk.
9/40 S
. 39-42
).
3.6
.5
Im Rahmen der Konsensbeurteilung hielten die begutachtenden Ärzte
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
9/40 S. 48f.):
-
Angst und depressive Störung gemischt
-
Chronisch
z
ervikovertebrales
und
thorakovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei
-
r
echtsbetontem muskulärem Hartspann
-
t
horakal links-,
thorakolumbal
rechtskonvexer Skoliose
d
egenerativer Spinalkanalstenose HWK3 bis HWK6, betont HWK3/4 mit deutlicher
Myelonkompression
,
klinisch fehlende Hinweise für z
er
vikale Myelopathie
-
Fersenschmerz beidseits mit/bei
-
o
berem und unterem Fersensporn beidseits
-
Differenzialdiagnose:
Enthesitis
, im Rahmen eines DISH, über
lastungs
bedingt in Folge beim Gehen zunehmender Fussfehl
stellung
-
Psoriasis
vulgaris
partim
guttata
-
Diabetes mellitus Typ 2
Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten die akzentuierten Per
sön
lichkeitszüge mit abhängigen Anteilen, die gegenwärtig remittierte depressive Episode, die psychologischen Faktoren und Verhaltensfaktoren im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung bei Problemen am Bewegungsapparat, die belas
tungs
abhängigen Schmerzen in Knien, Ellenbog
en, Handgelenken und F
ingern sowie die arterielle Hypertonie.
Zusammenfassend könne aus versicherungspsychiatrischer Sicht infolge der Angst und depres
siven Störung
gemischt eine 10%ige
Rendementverminderung
attestiert
werden. Nach Austritt aus der p
sychiatrische
n
Klinik
H._
(12.
Dezember 2017) sei der
Beschwerdeführerin
eine vor
über
gehende Integra
tionszeit in den Alltagskontext zu gewähren.
Aus
rheuma
tologischer Sicht
seien der Beschwerdeführerin
lediglich leichte bis maximal inter
mittierend mittel
schwere, wechselbelastende und rückenadaptierte Tätig
kei
ten unter Ausschluss aller Arbeiten, die dauerndes oder wiederholtes Arbeiten mit den Armen in oder über der Horizontalen bedingen
würden oder
mit Zwangs
haltung des Oberkörpers oder repetitiven Rotationsbelastungen des Oberkörpers
verbunden seien
, zumut
bar. Wegen der beidseitigen Fersenschmerzen bei radio
lo
gisch beidseitigem Fersensporn
sei eine
mehrheitlich
s
itzen
de Tätigkeit zu empfehlen
. Entsprechend angepasste Tätigkeiten könne die Beschwerdeführerin vollschichtig ausüben. Bei Haushaltsarbeiten
bestünden
keine relevanten Ein
schrän
kun
gen,
könne sie
die belastenden Tätigkeiten ihren Beschwerden
ange
passt,
wenn notwendig
doch
in Etappen und über mehrere Tage verteilt erledigen.
Aus dermatologischer Sicht seien
aufgrund einer möglichen
Köberni
sie
rung
Tätigkeiten mit starker mechani
scher Belastung der Haut oder Schwitzen kontra
indiziert. Angepasste Tätigkeiten ohne starke mechanische Belastung der Haut könnten vollumfänglich ausgeübt werden. Aufgrund der diabetischen Stoffwech
sel
lage seien aus allgemeininter
nistischer Sicht Arbeiten, die selbst- und fremd
gefähr
dend
seien
, ungünstig.
Nach
Gesagtem bestehe u
nter Berücksichtigung des rheumatologischen, dermatologi
schen und allgemeininternistischen Profils aus gesamtheitlicher Sicht eine 10%ige
Rendementverminderung
(
Urk.
9/40 S. 58f.)
.
4.
4.1
Beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom
2
5.
Januar 2019
(
Urk.
2
/1
) stützte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten des
Z._
vom
2
6.
April 2018 (vgl. vorstehend E. 3.6
), wonach die Beschwerde
führerin insbesondere aufgrund
der Angst und depressiven Störung in ihrer Leistungsfähigkeit zu 10
%
eingeschränkt ist
und aus rheumatologischer Sicht
lediglich leichte bis maximal mittelschwere, wechselbelastende, mehrheitlich sitzende und rückenadaptierte Tätigkeiten ausüben kann (vgl. E. 3.6.5 hiervor)
.
4.2
Das polydisziplinäre Gutachten des
Z._
vom
2
6.
April 2018
beruht auf den erforderlichen allseitigen fachärztlichen Untersuchungen der Fachrichtungen
Rheumatologie, Dermatologie
, Innere Medizin sowie Psychiatrie und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben
(vgl.
Urk. 9/40 S. 4-7)
. Die Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben
(
Urk.
9/40 S. 10f., S. 16f., S. 23, S. 35-37)
, die geklagten Beschwerden berücksichtigt
(Urk. 9/40 S. 13f, S. 22, S. 35)
und sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt. Die Beurteilung erfolgte im Konsens aller am Gutachten beteiligten Fachärzte (
Urk.
9/40
S.
49
ff.). Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt.
Ausser
dem haben
die ärztlichen Experten ihre Arbeitsunfähigkeits
schätzung unter Beachtung der massgebenden Indikatoren (vgl. hierzu BGE 145 V 361) hinrei
chend und nachvollziehbar begründet (
Urk.
9/40 S. 39-45) und sich eingehend mit den vorangegangenen medizinischen Beurteilungen auseinandergesetzt und ihre davon abweichende Einschätzung begründet dargelegt (
Urk.
9/40 S. 45-48, S. 40-42). Aufgrund der erhobenen objektiven Befunde im Kontext mit den psychischen Ressourcen und unter Einbezug der sonstigen persönlichen, fami
liären und sozialen Aktivitäten
ist ohne weiteres nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit teilweise eingeschränkt ist. Das Gut
achten erfüllt demnach grundsätzlich die recht
sprechungsgemässen Anfor
derun
gen an beweiskräftige ärztliche Entscheidungs
grundlagen (vgl. E. 1.3).
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin
in ihrer Beschwerde mit Verweis auf die Ergän
zung des Einwands vom 2
2.
Oktober 2018 (
Urk.
3/6)
geltend machte,
die
Z._
Gutachter hätten nicht alle medizinischen Tatsachen berücksichtigt (
Urk.
1 N 7
-9
), ist dem entgegenzu
halten,
dass die vorliegende medizinische Aktenlage
von den
Z._
-Gutachtern vollständig wiedergegeben wurde (vgl.
Urk.
9/40 S.
4
7).
4.4
In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte PTBS ist festzu
halten, dass d
ie Diagnose einer PTBS erstmals im Juli 2017 in der
D._
gestellt
wurde
(E. 3.3)
, wobei die untersuchenden Ärzte nicht begründeten, we
s
halb bei der Beschwerde
führe
rin nunmehr eine PTBS vorliegt
.
Med
. pract.
E._
und Dr.
F._
von der
G._
diagnostizierten gestützt auf
vereinzelte
Befunde ebenfalls eine PTBS
(E. 3.4)
.
Bezüglich der vor
liegend entschei
denden Frage, wes
halb diese Symptome erst nach so langer Zeit nach dem Suizid ihres Bruders im Jahr
1991
sowie der Migration in die Schweiz und damit der Flucht vom
Bürger
krieg
sowie ihrem gewalttätigen Ehemann
aus Sri Lanka
im Jahr 2003 aufgetreten sind, mach
en
sie jedoch keine
Angaben
. Diesbezüglich ist etwa darauf hinzu
weisen, dass die Beschwerde
führerin laut dem psychiatrischen
Z._
-
Gutachter
bei
der Untersuchung
im Februar 2018
detailliert über die Um
stände des Suizids ihres Bruders und ohne Vermeid
ungs
verhalten oder vegetative Über
er
reg
barkeit über ihren verstorbenen Vater und den tamilischen Krieg be
rich
ten konnte
und keine intensiven oder anhaltenden psychischen Belastungen im Gespräch über die damals schwierigen Lebensumstände zeigte
(vgl. E. 3.6.4).
Ferner ist anzu
merken, dass die Diagnose einer PTBS
gut 14 Jahre nach den traumatischen Ereignissen gestellt wurde und da
zwischen von einem unauf
fälligen Leistungs
niveau auszugehen ist, hat die Be
schwer
deführeri
n doch ihre drei Töchter (Jahrgä
ng
e
1991, 1998 und 2000) in der Schweiz alleine grossge
zogen und
daneben einen Haushalt geführt
. Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, sie habe als Hausfrau und Mutt
er nicht gut funktioniert (Urk.
3/6), ist dem ent
gegenzuhalten, dass die Beschwerde
führerin
im Rahmen der Exploration angege
ben hat, dass sie nach dem Frühstück die Hausarbeiten erledige, da sie es gerne sauber und orden
tlich habe (
Urk.
9/40 S.
34). Bereits bei der Untersuchung
in der
G._
erklärte sie
,
dass sie
bis Ende Juni 2017
für sich und ihre beiden jüngeren Töchter den Haushalt geführt und gekocht
habe (
Urk.
9/22 S. 4). Mithin ist davon auszugehen, dass die Beschwer
de
führerin über Jahre gut funktioniert hat.
Aus den Ausführungen, wonach sich eine PTBS auch erst Jahre nach dem belastenden Ereignis manifestieren könne (vgl. Urk. 3/6), kann die Beschwerdeführerin des
halb nichts zu ihren Gunsten ableiten, wurde doch nicht begründet, weshalb dies bei ihr der Fall gewesen sein soll. Damit führte sie auch keine objektiven Gründe an, welche von
Dr.
L._
unbe
rück
sichtigt geblieben wären und Zweifel an seinem Gutachten begründen könnten. Dass im Rahmen des Klinikaufenthaltes in
H._
die Traumatherapie auf einen späteren Zeitpunkt (März/April 2018) verschoben wurde,
genügt nicht
,
die gutachterliche Schlussfolgerung in Frage zu
stellen
, zumal aus den Akten nicht hervorgeht, dass die Traumatherapie tatsächlich stattgefunden hat.
Im Übrigen
hat der Gutachter die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin belasten
de Ereignisse in der Vergangenheit erlebt hat, nicht in Frage gestellt, für die Dia
gnose
stellung standen jedoch die aktuellen Symptome un
d deren Ausmass im Vordergrund. Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin lediglich alle zwei Wochen jeweils für eine Stunde in psychologischer Behandlung steht (Urk. 9/40 S. 10, S. 35), lässt darauf schliessen, dass trotz geschildeter Beschwerden relativ wenig Leidensdruck vorhanden ist.
In der Laboruntersuchung konnte sich die angegebene Medikamenteneinnahme nicht nachweisen lassen (
Urk.
9/40 S. 55).
Schliesslich
ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die psychiatrische Explo
ration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem begutachtenden Psychiater deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum eröffnet, innerhalb dessen ver
schiedene medizinisch-psychiatrische Interpretati
onen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_9
9
7/2010 vom 10. August 2011 E. 3.2)
.
4.5
In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Depression ist
darauf hinzuweisen
, dass die Be
schwer
de
führerin während ihres Klinikaufenthalts in
H._
von der psychotherapeutischen Behandlung profitieren konnte und sich ihr Zustand innert einigen Wochen stabilisiert hat, sodass die behandelnden Ärzte eine gegen
wärtig remittierte schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome diagnostizierten (vgl. E. 3.5 in
fine
). Dass der psychiatrische
Z._
-Gutachter bei unauffälliger Psychomotorik, erhaltenem Antrieb sowie guter Modulationsfähig
keit der Stimmung (vgl. E. 3.6.4) eine nachweisbare depressive Störung verneinte und die von den Ärzten der Klinik in
H._
gestellte Diagnose bestätigte, ist nachvollziehbar und nicht zu beanstanden.
4.6
Hinsichtlich der beanstandeten fehlenden Auseinandersetzung mit der Psoriasis
ist anzufügen, dass sich die Beschwerdeführerin primär
über zunehmende
Gelenk
beschwerden beklagte (vgl.
Urk.
9/40 S. 23). Im Übrigen berücksichtigte die begutachtende Dermatologin den hohen Leidensdruck
infolge der klinisch stark aus
geprägten Hautveränderungen und formulierte ein entsprechendes Zumutbar
keits
profil (E. 3.6.3;
Urk.
9/40 S. 24).
Betreffend
der geltend gemachten Psoriasis
Arthritis ist festzuhalten, dass
laut
Dr.
J._
die neuen Röntgenauf
nahmen keine typischen Veränderungen zeigten, die auf eine Psoriasis
-
Arthritis hinwiesen (E. 3.6.2).
Bei der Wahl der Methode
zur Erstellung des Gutachtens
kommt den Experten
ein
grosses Ermessen zu, so dass nicht gesagt werden kann,
dass nur die Anwendung einer Methode zulässig ist. Massgebend ist vielmehr, dass das Gutachten gesamthaft gesehen nachvollziehbar begründet und überzeu
gend ist (vgl. etwa Urteil
des Bundesgerichts 8C_820/2016 vom 2
7.
September 2017 E. 5.2
mit weiteren Hinweisen).
Dass die begutachtende Rheumatologin auf ihre neuen Röntgenaufnahmen abstützte und keine weiteren Tests durchführte, schmälert den Beweiswert der Expertise nicht, zumal
eine Psoriasis
-
Arthritis
von Dr.
A._
gestützt auf bildgebende Befunde
im Oktober 2014
verneint wurde (vgl.
E. 3.1) und auch in einer Skelettszintigraphie nicht habe nachgewiesen werden können (
Urk.
9/40 S. 19)
.
Soweit die Hausärztin
diesbezüglich Ende 2017
eine
erneute Beurteilung
plante (vgl.
Urk.
9/21 S. 7
),
bietet dies keine verlässliche Grundlage, um
die gutachterliche
Abklärung in Frage zu stellen.
D
aher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauf
trag (
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts I 701/05 vom
5.
Januar 2007 E.
2 in
fine
mit zahl
reichen Hinweisen
) kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Ab
klärungen zu nehmen, wenn der behandelnde Arzt nachher zu unterschiedli
chen Einschätzungen gelangt oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auf
fassungen festhält (Urteil
des Bundesgerichts
8C_
997
/2010 vom
1
0.
August 2011
E. 3.2
mit weiteren Hinweisen
).
Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 676/05 vom 13.
März 2006 E. 2.4).
Das ist vor
liegend nicht der Fall.
4.7
Nach dem Gesagten kann mit der Beschwerdegegnerin auf das in allen Teilen beweiskräftige Gutachten des
Z._
vom 2
6.
April 2018 abgestellt werden. Ange
sichts der nur
geringgradigen
Einschränkung in der Leistungsfähigkeit kann ohne weiteres eine rentenbegründende Invalidität ausgeschlossen werden. Demnach erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.
5.
5.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhalts nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu
bestreiten (Urteil des Bundesgerichts 9C_617/2009 vom 1
5. Januar 2010 E. 6.2.1 mit Hin
weisen).
Die Beschwerdeführerin
ersuchte mit Beschwerde vom
2
5.
Februar 2019
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
(Urk.
1
S.
2
).
Die Voraus
setzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung
gemäss §
16 des Gesetzes
über das Sozialversi
cherungsgericht (GSVGer) sind erfüllt (vgl.
Urk.
3/4
), weshalb dem Gesuch stattzugeben ist.
5.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.3
Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nach
zah
lung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (
§
16
Abs.
4
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer).
Das Gericht beschliesst
In Bewilligung des
Gesuch
s
vom
2
5.
Februar 2019
wird
der Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung gewährt;
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Departement Soziales der Stadt Winterthur
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.