# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 28235634-6797-4c8a-b9df-198540921ef6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._, geboren am _ 1969, und B._, geboren am _ 1981, heirateten am _ 2007 vor dem Zivilstandsamt in O.1_ . Sie sind die Eltern der beiden Kinder C._, geboren am _ 2006, und D._, geboren am _ 2011, hervor. A._ ist zudem Vater von E._, geboren am _ 2006. Seit dem _ 2015 leben die Parteien getrennt.
B. Im Rahmen eines Eheschutzverfahrens schlossen die Parteien am 18. Februar 2016 eine Trennungsvereinbarung, welche der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Plessur) mit Entscheid vom 29. Februar 2016 genehmigte. Entsprechend der Trennungsvereinbarung stellte der Einzelrichter C._ und D._ unter die alleinige Obhut von B._. A._ räumte er im Sinne einer Minimalregelung ein im Vergleich zum Gerichtsüblichen leicht erweitertes Besuchsrecht (alle 14 Tage von Freitagabend 18.00 Uhr bis Sonntagabend 20.00 Uhr sowie jeweils am Mittwochnachmittag) und ein Ferienrecht von drei Wochen pro Jahr. Des Weiteren verpflichtete der Einzelrichter A._ mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2015 zur Leistung von monatlichen Kinderunterhaltsbeiträgen in Höhe von je CHF 1'000.00 pro Kind (zzgl. Kinderzulagen). Gemäss der gerichtlich genehmigten Vereinbarung verpflichtete sich A._ zudem, B._ persönlich mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2015 Ehegattenunterhaltsbeiträge von CHF 4'000.00 pro Monat zu bezahlen. Der Unterhaltsberechnung legten die Parteien ein hypothetisches Einkommen von A._ in der Höhe von CHF 11'000.00 (inkl. politischer Mandate, exkl. Kinderzulagen) und ein Einkommen von B._ in der Höhe von CHF 0.00 zugrunde. Den Bedarf von A._ bezifferten die Parteien auf CHF 5'000.00 (inkl. CHF 1'025.00 Unterhalt an E._ [exkl. Kinderzulagen]), denjenigen von B._ mit den Kindern C._ und D._ auf insgesamt CHF 5'400.00.
C. Am 22. Dezember 2017 reichten die Parteien ein gemeinsames Scheidungsbegehren beim Regionalgericht Plessur ein (Proz. Nr. 135-2017-836).
D. Mit Gesuch vom 17. Januar 2018 beantragte A._ beim Einzelrichter am Regionalgericht Plessur den Erlass von vorsorglichen Massnahmen bzw. die Abänderung der Eheschutzmassnahmen. Er stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Die Kinder C._, geb. 17.08.2006 und D._, geb. _ 2011 seien unter der gemeinsamen elterlichen Sorge zu belassen.
2. Es sei die alternierende Obhut anzuordnen.
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Es sei folgendes Betreuungsmodell zu genehmigen:
Die beiden Kinder werden jeweils eine Woche von der Mutter und die andere Woche vom Vater betreut.
Der Wechsel findet jeweils am Mittwoch statt.
Die Ferien verbringen die Kinder je zur Hälfte beim Vater und der Mutter.
3. Es sei Vormerk zu nehmen, dass sich der Vater bereit erklärt, an den Unterhalt der beiden Kinder einen monatlichen, jeweils im Voraus zahlbaren Beitrag in Höhe von je CHF 750.00, zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen.
4. Ziff. 5 der Trennungsvereinbarung vom 18.02.2016 sei mit Wirkung ab 01.01.2018 aufzuheben.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der .
In der Begründung stellte A._ für den Fall, dass die Ehefrau mit der alternierenden Obhut nicht einverstanden sei, den Beweisantrag, die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) Graubünden resp. die Kinder- und Jugendberatung (KJBE) sei zu beauftragen, über die Frage der Obhut ein Gutachten zu erstellen.
E. Mit Stellungnahme vom 16. Februar 2018 stellte B._ ihrerseits folgende Rechtsbegehren:
1. Sämtliche Anträge im Gesuch vom 17. Januar 2018 seien vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese überhaupt eingetreten werden kann.
2.1 (Anträge betreffend Prozesskostenvorschüsse)
2.2 (Antrag betreffend Gerichtskostenvorschuss)
3. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich die gesetzliche Mehrwertsteuer) zu Lasten des Gesuchsteller[s], wobei dieser als Ausfluss der ehelichen Beistandspflicht unabhängig vom Ausgang des Verfahrens zur entsprechenden Kostentragung zu verpflichten sei.
F. Mit Eingabe vom 5. März 2018 nahm A._ erneut Stellung und hielt dabei insbesondere an seinem Beweisantrag betreffend die Einholung eines Gutachtens über die Frage der Obhutszuteilung fest.
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G. Der Einzelrichter setzte A._ mit Verfügung vom 9. März 2018 eine Frist zur Einreichung diverser Urkunden an. Zudem sistierte er das Verfahren bis und mit dem 9. April 2018. Mit Verfügung vom 10. April 2018 verlängerte der Einzelrichter die Sistierung bis und mit dem 9. Mai 2018.
H. Es folgten eine Stellungnahme je Partei, wobei beide Parteien ihre jeweiligen Rechtsbegehren (sinngemäss) bestätigten.
I. Mit Eingabe vom 15. Juni 2018 ersuchte A._ um Erlass einer superprovisorischen Verfügung. Der Einzelrichter wies diesen Antrag mit Verfügung vom 19. Juni 2018 ab und setzte B._ Frist zur Stellungnahme an. Dieser Aufforderung kam B._ mit Eingabe vom 29. Juni 2018 nach.
J. Am 26. Juli 2018 fand eine Instruktionsverhandlung statt.
K. Nach Durchführung der Instruktionsverhandlung erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur mit Entscheid vom 26. Juli 2018, den Parteien mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 4. September 2018, wie folgt:
1. Der Antrag auf Erstellung eines Gutachtens betreffend die Obhutszuteilung wird abgewiesen.
2. Das Gesuch wird abgewiesen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.
3. a) Die Gerichtskosten von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten von A._.
b) A._ hat B._ eine Parteientschädigung von CHF 2'911.95 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations