# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4ee7463f-7572-440c-8db2-d20fa4768e99
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Die am 24. Mai 1939 geborene, am Down-Syndrom leidende X. wurde mit Beschluss der Y. vom 4. März 2003 gestützt auf Art. 369 ZGB bevormundet. Persönlich betreut wurde die Betroffene ursprünglich durch ihre Mutter W., später zunehmend auch durch ihre am 15. November 1951 geborene Schwester Z.. Seit dem Tod der Mutter am 17. Januar 2003 obliegt die Sorge für X. überwiegend ihrer Schwester Z.. Sie kann dabei allerdings auf die Unterstützung durch die Spitex zählen; ausserdem besteht die Möglichkeit, X. für kürzere oder längere Zeit durch Dritte betreuen zu lassen, so etwa im ARGO Wohnheim Chur. Neben dieser Tätigkeit geht die ehemalige Sekretärin Z. keinem weiteren Arbeitserwerb nach. Sie teilt mit ihrer Schwester deren angestammte Wohnung.
In der Folge bemühte sich der Amtsvormund, Z. zum Abschluss eines Betreuungsvertrages zu bewegen, der bei fünf Wochen Ferien eine Betreuungsentschädigung von brutto Fr. 3500.00 monatlich vorsah. Hinzu kämen der dreizehnte Monatslohn sowie ein Pauschalbetrag von Fr. 1500.00 monatlich für Kost, Logis, kleinere Anschaffungen, Ausflüge etc. Für die Begleichung der übrigen zulasten von X. gehenden Forderungen wie Steuern, Krankenkassenbeiträge, Kosten der Ferien- und Freizeitablösung etc. ist demgegenüber schon jetzt der Vormund besorgt. Z. lehnte den Vorschlag ab, weil auf diese Weise ihre Leistungen, die sie im Interesse ihrer Schwester erbringe, nicht ausreichend abgegolten würden.
Für die Zeit seit 1. Januar 2003 erhielt bzw. erhält Z. zulasten ihrer Schwester X. die im Vertragsentwurf vorgesehene Summe von Fr. 5000.00 pro Monat ausbezahlt.
B. Am 19. Oktober 2004 fasste die Y. den folgenden Beschluss, den sie am 12. November 2004 schriftlich mitteilte:
„1. Im Sinne eines Grundsatzentscheides wird festgestellt, dass die an Z. auszurichtende Entschädigung für die Betreuung von deren Schwester X. einen monatlichen Betrag in Höhe von Fr. 3500.00, zuzüglich 13. Monatslohn, nicht übersteigen darf. Der Betrag von Fr. 3500.00 ist als Bruttolohn zu verstehen.
2. Die zur Abgeltung der Auslagen für Kost und Logis sowie für kleinere Anschaffungen und gelegentliche Ausflüge etc. zusätzlich von X. an Z. zu entrichtende monatliche Pauschale darf den Betrag von Fr. 1500.00 nicht übersteigen.
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3. Die Kosten dieses Beschlusses in Höhe von Fr. 650.00 gehen zulasten von X. und sind innert 30 Tagen nach Zustellung an die Y., PC 70-147-2, zu überweisen.

## Considerations