# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 16f37594-47c9-4f90-9ebc-e195861b671b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 21. August 2009 schlossen die X._SA (Verkäuferin) und die Y._SA (Käuferin) einen Kaufvertrag über die neu zu bildende Parzelle Nr. _ in O.1_ zu einem Preis von insgesamt Fr. 3‘000‘000.-- ab. Darin verpflichtete sich die Y._SA zur Leistung einer Anzahlung in Höhe von Fr. 300‘000.--. Demgegenüber würde die X._SA die Löschung der auf der Gesamtparzelle lastenden Pfandrechte sowie die Auflösung des Stockwerkeigentums veranlassen, um die Eintragung der Teilung der bisherigen Parzelle in die Teilstücke Nr. _ und Nr. _ ins Grundbuch zu ermöglichen. Im Wortlaut vereinbarten die Parteien was folgt:
„2.4 Sulle singole PPP _ e _ grava attualmente un pegno immobiliare. La società X._SA si impegna a liberare dal pegno la superficie del fondo, oggetto della presente compravendita, al più tardi con la contestuale iscrizione a registro fondiario della presente compravendita.
3. Prezzo di acquisto La parte venditrice cede e vende la particella N° _ alla parte acquirente, che acquista, per il prezzo complessivo di CHF 3‘000‘000.00 (tre milioni di franchi svizzeri).
Il prezzo della compravendita va soluto come segue:
CHF 300‘000.00 entro 3 (tre) giorni dalla stipula del presente contratto di compravendita per titolo di acconto.
CHF 2‘700‘000.00 per titolo di saldo al più tardi entro il 31 ottobre 2009, contestualmente con l’iscrizione a registro fondiario del trapasso della proprietà.“
Die Käuferin leistete am 25. August 2009 die vereinbarte Anzahlung im Betrag von Fr. 300‘000.--. Gemäss den vertraglichen Abmachungen hätte per 31. Oktober 2009 sowohl die Bezahlung des restlichen Kaufpreises sowie der Grundbucheintrag erfolgen sollen. In der Folge kam es jedoch im Zusammenhang mit der Löschung der Pfandrechte zu Verzögerungen, woraufhin die Frist zur Erfüllung des Vertrags mehrfach, letztmals bis zum 12. Januar 2010, 12.00 Uhr, verlängert wurde. Als der Vertrag auch nicht innert dieser von der Y._SA angesetzten Frist vollzogen wurde, trat diese vom Vertrag zurück und forderte von der X._SA die Rückerstattung der Anzahlung sowie die Zahlung von Schadenersatz.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 16. März 2010 gelangte die Y._SA an das Vermittleramt des Kreises Oberengadin. Gemäss Leitschein vom 29. Juni
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2010 stellten die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung vom 28. Mai 2010 die folgenden Begehren:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 300‘000.-- nebst Zins 5% seit 1. November 2009 zu bezahlen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Schadenersatz in Höhe von CHF 100‘000.00, bzw. nach Ermessen des Gerichts nebst Zins 5% seit 12. April 2010 zu bezahlen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.6% MwSt.) zulasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren
1. Die Klage sei abzuweisen.
Widerklage: 2. Die Klägerin und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten und
Widerklägerin CHF 2.7 Mio. zu bezahlen, nebst Zins 5% seit 12. Januar 2010.
3. Darüber hinaus sei die Klägerin und Widerbeklagte zu verpflichten, der Beklagten und Widerklägerin CHF 100‘000.00 als Schadenersatz zu bezahlen, nebst Zins 5% seit 28. Mai 2010.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin und Widerbeklagten.“
C. Nachdem die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung keine Einigung erzielen konnten, prosequierte die Y._SA den Leitschein mit Eingabe vom 5. August 2010 an das Bezirksgericht Maloja. Dabei hielt sie an den von ihr anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren fest. Mit  und Widerklage vom 19. Oktober 2010 hielt auch die X._SA an ihren bisherigen Rechtsbegehren, jedoch in italienischer Sprache formuliert, fest. In ihrer Widerklageantwort vom 5. Januar 2011 beantragte die Y._SA die kostenfällige Abweisung der Widerklage.
D. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Bezirksgericht Maloja mit Urteil vom 16. Oktober 2012, mitgeteilt am 25. Januar 2013, wie folgt:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 300‘000.-- zuzüglich Zins von 0.5% für die Zeit vom 25. August 2009 bis 12. Januar 2010 und von 5% ab 13. Januar 2010 zu bezahlen.
2. Die Widerklage wird abgewiesen.
3. Die Kosten des Verfahrens von CHF 20‘000.--, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 14‘000.--, Schreibgebühren von CHF 1‘000.--
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und von einem reduzierten Streitwertzuschlag von CHF 5‘000.--, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 300.-- werden zu einem Viertel der Klägerin und zu drei Vierteln der Beklagten auferlegt.
4. Die Beklagte hat die Klägerin mit CHF 26‘703.-- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations