# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 11ef7aec-77f4-5b6e-90f0-1eb5afd41af6
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Mit Beschluss vom 27. Juni 2005 erliess der Gemeinderat X. den Teilstrassenplan
und das Strassenprojekt F.-weg; der Ende 2005 vom Baudepartement des Kantons St.
Gallen genehmigte Beschluss (act. G 5 Beilage 1) erwuchs in Rechtskraft und wurde in
der Folge realisiert. Im Jahr 2009 beanstandeten A.Y. und B.Y. beim Gemeinderat X.,
dass das Projekt nicht den Auflageplänen entsprechend ausgeführt worden sei (act. G
10/5/13). Sie verlangten, den öffentlichen Teil der Zufahrtsstrasse F.-weg im Bereich
Trafostation und Kehrplatz auf die Höhen gemäss den bewilligten Projektplänen zu
reduzieren. Den gegen den abschlägigen Entscheid des Gemeinderates vom 9. März
2009 (act. G 10/5/19) erhobenen Rekurs entschied das Baudepartement am 22. März
2010 unter anderem dahingehend, dass das Strassenprojekt F.-weg nicht gemäss den
bewilligten Plänen realisiert worden sei. Die Angelegenheit wurde zur Durchführung
eines Projektänderungsverfahrens nach Art. 47 Abs. 2 des Strassengesetzes (sGS
732.1; abgekürzt StrG) an den Gemeinderat X. zurückgewiesen (act. G 10/6). Dieser
erliess in der Folge am 11. Juli 2011 die Projektänderung "Teilstrassenplan und
Strassenprojekt F.-weg", mit welcher die nicht gemäss dem ursprünglich bewilligten
Projekt ausgeführten Arbeiten an der Erschliessungsstrasse nachträglich bewilligt
wurden (act. G 10/5/1-3).
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b. Die von A.Y. und B.Y. gegen diese Projektänderung erhobene Einsprache mit dem
Antrag, der Wendehammer sei niveauhöhenmässig um mindestens 0.45 m
zurückzubauen (act. G 10/5/6), wies der Gemeinderat mit Entscheid vom 19.
September 2011 ab (act. G 10/5/11). Den dagegen erhobenen Rekurs (act. G 10/1)
wies das Baudepartement mit Entscheid vom 23. Dezember 2013 ab, soweit es darauf
eintrat (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhoben A.Y. und B.Y. mit Eingabe vom 14. Januar 2014
Beschwerde (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 10. Februar 2014
beantragten sie Aufhebung des angefochtenen Entscheids bzw. Abweisung der
Projektänderung (Antrag 1), Rückbau des Wendehammer-Teilbereichs um 45 cm
(beruhend auf einem ursprünglichen Entgegenkommen, anstelle der effektiven 58 cm;
Antrag 2), Veranlassung eines neuen Strassenprojekts unter Berücksichtigung einer
Minderhöhe von 45 cm an den relevanten Messpunkten 7, 8 und 9 gemäss
Höhenaufnahmen Q. AG vom 19. Dezember 2007 und dem Rückbauantrag (Antrag 3)
sowie Erlass oder substantielle Reduktion der Entscheidgebühr des vorinstanzlichen
Entscheids (Antrag 4). Sodann sei die für zukünftige Bauten offizielle Terrainhöhe
(=gewachsener Boden) vor dem Bau des Wendehammers durch einen unabhängigen
Geometer zu erheben, denn die Z. AG sei Partei in dieser Streitsache und ihre für die
Entscheide beider Vorinstanzen verwendeten Höhenangaben seien unzulässig. Diese
Forderung sei auch Bestandteil des Entscheids des Baudepartements vom 22. März
2010, sei aber von beiden Vorinstanzen ignoriert worden (Antrag 5; act. G 5).
b. In der Vernehmlassung vom 6. März 2014 beantragte das Tiefbauamt für die
Vorinstanz Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge. Zur Begründung verwies es
auf den angefochtenen Entscheid und machte ergänzende Ausführungen (act. G 9). Die
Beschwerdegegnerin beantragte in der Vernehmlassung 12. März 2014 unter Verzicht
auf weitere Ausführungen Abweisung der Beschwerde (act. G 12).
c. Mit Stellungnahme (Replik) vom 17. März 2014 äusserten sich die Beschwerdeführer
zur Vernehmlassung des Tiefbauamtes (act. G 14).
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d. Auf die Darlegungen in den Eingaben der Parteien wird, soweit für den Entscheid
wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Sodann entsprechen die
Beschwerdeeingabe vom 14. Januar 2014 und ihre Ergänzung vom 10. Februar 2014
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). - Gegenstand eines
Beschwerdeverfahrens im Fall einer Gemeindestrasse ist unter anderem das Projekt als
solches (vgl. Art. 45 Abs. 1 lit. a StrG). Der Rechtsschutz richtet sich im Übrigen nach
den Vorschriften des VRP (Art. 46 StrG). Nach Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1
VRP setzt die Rechtsmittelbefugnis voraus, dass eine besondere, beachtenswerte,
nahe Beziehung zum Streitgegenstand besteht. Dabei liegt das schutzwürdige
Interesse im "praktischen Nutzen", den ein erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem
Betroffenen in seiner rechtlichen oder tatsächlichen Situation einträgt, bzw. in der
Abwendung materieller, ideeller oder sonstiger Nachteile, die ein Bestand der
angefochtenen Verfügung oder des angefochtenen Entscheids mit sich bringen würde
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz.
391 mit Hinweisen; BGE 137 II 30 E. 2.2.3). Die Rechtsmittelbefugnis ist vorliegend zu
bejahen, nachdem die Beschwerdeführer als Eigentümer eines durch den
angefochtenen Entscheid betroffenen Grundstücks (Nr. 0004 Grundbuch X.; vgl.
Situationsplan in act. G 10/5/2) mit der Prozessführung eigene Interessen im erwähnten
Sinn verfolgen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 388 mit Hinweisen). Auf die Beschwerde ist
damit grundsätzlich, d.h. mit den nachstehend darzulegenden Einschränkungen,
einzutreten.
1.2. Gegenstand der Entscheide der Beschwerdegegnerin vom 11. Juli 2011 (act.
G 10/5/1-3) und vom 19. September 2011 (act. G 10/5/11) sowie des angefochtenen
Rekursentscheids (act. G 2) war die Projektänderung "Teilstrassenplan und
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Strassenprojekt F.-weg", mit welcher die nicht gemäss dem ursprünglich bewilligten
Projekt ausgeführten Arbeiten an der Erschliessungsstrasse F.-weg nachträglich
bewilligt wurden. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens kann nur sein,
was auch Gegenstand des vorinstanzlichen Entscheids und der diesem zugrunde
liegenden Entscheide der Beschwerdegegnerin war bzw. hätte sein müssen (Cavelti/
Vögeli a.a.O., Rz 478 und 579 f.). Auf das ursprüngliche Strassenprojekt (vgl. act. G 5
S. 1 und Anhang 1) bzw. den in Rechtskraft erwachsenen Beschluss der
Beschwerdegegnerin vom 27. Juni 2005 kann im vorliegenden Verfahren nur noch
insoweit bzw. in dem Umfang eingegangen werden, als die tatsächliche Ausführung
der Strasse nicht mit jenem Projekt übereinstimmt und dementsprechend einem
nachträglichen Bewilligungsverfahren zu unterstellen war.
Soweit die Beschwerdeführer sich auf die Art der Ausführung eines Hauses
(Nichteinhaltung der bewilligten Höhe) bzw. die illegale Entsorgung des Aushubs jenes
Hauses beziehen und sich zur Aufschüttung des Grundstücks Nr. 001, Grundbuch X.,
äussern, auf welchem eine Überbauung mit Abweichung von der Regelbauweise
erstellt werden soll (act. 5 S. 2 f.), kann darauf - da nicht Gegenstand der
vorinstanzlichen Entscheide und damit des vorliegenden Verfahrens - nicht eingetreten
werden. Entsprechende Eintretenseinschränkungen wurden bereits im vorinstanzlichen
Entscheid zutreffend vermerkt (act. G 2 S. 7).
Was im Weiteren den Antrag betrifft, wonach die für zukünftige Bauten offizielle
Terrainhöhe (=gewachsener Boden) vor dem Bau des Wendehammers durch einen
unabhängigen Geometer zu erheben sei (Antrag 5; act. G 5), ist festzuhalten, dass sich
die Frage des gewachsenen Bodens (vgl. dazu VerwGE 2011/77 vom 20. März 2012, E.
4.4 mit Hinweisen; www.gerichte.sg.ch) erst im Zusammenhang mit einem konkreten
Bauvorhaben stellt und sie somit auch erst dort gegebenenfalls zu beantworten sein
wird. Auch hierauf kann demgemäss im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten
werden.
2.
2.1. Im Entscheid vom 22. März 2010 war die Vorinstanz unter anderem zum
Schluss gekommen, dass die von der Z. AG eingereichten Fotos keine zuverlässigen
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Schlüsse in Bezug auf die Höhenlage der Strasse erlauben würden. Fest stehe nach
dem Bericht der Q. AG vom 19. Dezember 2007, dass die tatsächliche Höhe des F.-
wegs im Querprofil 3 (Punkt 2 gemäss Bericht Q. AG) 47 cm über der Projekthöhe und
43 cm über der in den genehmigten Plänen angegebenen Terrainhöhe vor Beginn des
Strassenbaus liege; am östlichen Ende des Wendehammers (Punkt 7 gemäss Bericht
Q. AG) liege die Strasse 89 cm über der Projekthöhe und 61 cm über der in den
genehmigten Plänen angegebenen Terrainhöhe. Unzutreffend sei die Behauptung der
Beschwerdeführer, schon der Bericht Q. AG habe festgestellt, dass der Kehrplatz 80
bis 93 cm über dem gewachsenen Terrain liege. Die im Bericht Q. AG festgestellten
Abweichungen würden sich auf die Projekthöhen beziehen, nicht auf das gewachsene
Terrain. Gegenüber dem gewachsenen Terrain betrage die Differenz im Punkt 7 wie
erwähnt 61 cm. Es möge sein, dass die in den genehmigten Plänen angegebenen
Terrainhöhen aufgrund eines fehlerhaften Nivelliergerätes falsch seien. Selbst wenn
davon ausgegangen werde, dass die absoluten Werte der in den genehmigten Plänen
angegebenen Terrainhöhen und folglich auch die Projekthöhen falsch seien, ändere der
geltend gemachte Fehler des Nivelliergerätes nichts daran, dass die Projektverfasser
bei der Richtigkeit der relativen Werte der Terrain- und Projekthöhen behaftet werden
könnten. Nach den genehmigten Plänen hätte die Strasse von Querprofil 3 bis zum
Ende des Wendehammers (Projekthöhe 412.05 m) um 20 cm abfallen sollen. Nach dem
Bericht Q. AG steige sie jedoch auf diesem Abschnitt um 22 cm, nämlich von 412.72 m
ü.M. (Punkt 2 Bericht Q. AG) auf 412.94 m ü.M. (Punkt 7 Bericht Q. AG). Die relative
Abweichung gegenüber dem Projekt betrage mithin 42 cm. Sodann weise die Strasse
im Querprofil 3 aufgrund der im Bericht Q. AG festgestellten Höhen ein in Nord-Süd-
Richtung verlaufendes Quergefälle von 2.6 % auf, während die genehmigten Pläne ein
solches von 2 % vorgesehen hätten. Auch der Wendehammer weise in Nord-Süd-
Richtung ein leichtes Gefälle auf, während er nach den genehmigten Plänen horizontal
hätte verlaufen müssen. Schliesslich habe der Augenschein ergeben, dass im Bereich
des Querprofils 3 ein Gefälle vom nördlichen Rand der Strasse zum Gebäude Vers.-Nr.
0002 (Trafostation) bestehe, während die genehmigten Pläne in jenem Bereich einen
horizontalen Verlauf des Geländes zeigen würden; daraus folge, dass die Strasse dort
eindeutig über dem Terrain vor Baubeginn liege, während sie nach den genehmigten
Plänen knapp unterhalb dieses Terrains liegen sollte. Auch die Auffüllung des im
Übrigen Gemeindegebiet liegenden Teils des Grundstücks Nr. 001 auf Höhe des
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Wendehammers zeige, dass die Strasse höher liege als das Terrain vor Baubeginn.
Abgesehen davon hätte der Wendehammer dort 28 cm unter dem Terrain vor
Baubeginn liegen sollen. Insgesamt ergebe sich, dass die Strasse nicht planmässig
erstellt worden sei (act. G 10/6 S. 13-15). Aufgrund der Expertise W. AG stehe fest,
dass die Geländeauffüllung auf dem im Übrigen Gemeindegebiet liegenden Teil des
Grundstücks Nr. 001 ein Volumen von deutlich über 100 m aufweise und damit (weil
ohne Bewilligung ausgeführt) formell widerrechtlich sei. Dementsprechend sei die
Angelegenheit in diesem Punkt zur Durchführung eines nachträglichen
Bewilligungsverfahrens und - sollte eine nachträgliche Bewilligung nicht in Betracht
fallen - zur Prüfung und gegebenenfalls Anordnung der zur Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands erforderlichen Massnahmen an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Im Weiteren laufe die nicht planmässige Erstellung des F.-wegs auf
eine während der Bauausführung erfolgte Projektänderung hinaus, die zumindest ein
Projektänderungsverfahren nach Art. 47 Abs. 2 StrG nach sich ziehen müsse. Die
Angelegenheit sei auch in diesem Punkt an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Diese werde (soweit mit vertretbarem Aufwand noch möglich) vor der Durchführung
des Projektänderungsverfahrens, unter Beizug beispielsweise der Baupläne für die
Einfamilienhäuser F.-weg 0, 0a und 0b sowie für die Trafostation auf Grundstück Nr.
0003 und allfällig noch vorhandener Höhenkurvenpläne, abzuklären haben, von
welchen tatsächlichen Terrainhöhen vor Baubeginn des F.-wegs auszugehen sei. In
beiden Fällen werde die Beschwerdegegnerin gegebenenfalls auch über die zur
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes erforderlichen Massnahmen zu
entscheiden haben (act. G 10/6 S. 17 f.).
2.2. Zu klären ist, ob mit der Projektänderung "Teilstrassenplan und
Strassenprojekt F.-weg" die nicht gemäss dem ursprünglich bewilligten Projekt
ausgeführten Arbeiten an der Erschliessungsstrasse F.-weg zu Recht nachträglich
bewilligt wurden. Nur soweit diese Rechtmässigkeit nicht gegeben ist, wäre über
allenfalls daraus resultierende Folgen (Rückbau) zu entscheiden. - Im Amtsbericht vom
23. März 2012 hatte das kantonale Strasseninspektorat festgehalten, dass die nunmehr
realisierte Strasse aufgrund der Planunterlagen ein genügendes Quer- und
Längsgefälle aufweise, um das Oberflächenwasser abfliessen und im angrenzenden
Gelände versickern zu lassen. Das gewählte Entwässerungssystem führe dazu, dass
die Strasse leicht aus dem Gelände gehoben werden müsse und so der Teil des
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Wendehammers wegen des natürlichen Gefälles des Geländes etwas mehr über das
umliegende Terrain zu liegen komme. Die Eingliederung ins Gelände könne aber nur an
einem Augenschein beurteilt werden (act. G 10/8). Anlässlich des in der Folge
durchgeführten Augenscheins vom 15. Juni 2012 wies der Vertreter des
Strasseninspektorats darauf hin, dass es verschiedene Möglichkeiten gebe, eine
Strasse zu bauen. Der Strassenverlauf und die Neigung des F.-wegs würden den
üblichen Standards entsprechen. Die Entwässerung erfolge über das Längs- bzw.
Quergefälle jeweils über die Schulter auf den der Strasse angrenzenden Boden. Der F.-
weg weise keine "Fehler" auf und "funktioniere". Der Wendeplatz werde nach Osten in
die Wiese entwässert (act. G 10/12). Die Beschwerdeführer legten ihren Standpunkt im
Schreiben vom 17. Juni 2012 dar. Sie wiesen unter anderem darauf hin, dass es beim
gewählten Vorgehen (Änderung der Entwässerungsrichtung von Nord nach Süd; zu
hohes Strassenterrain) ausschliesslich darum gegangen sei, erhebliche Einsparungen
zu erreichen. In einem anderen Fall habe die Beschwerdegegnerin die Baubewilligung
für ein Blockhaus trotz fehlender Erschliessung erteilt (act. G 10/11).
2.3. Die Beschwerdeführer stellen weder die gesetzliche Grundlage noch das
öffentliche Interesse (vgl. Art. 32 StrG) für die Erstellung der Erschliessungsstrasse F.-
weg in Frage. Unbestritten blieb auch die grundsätzliche Eignung der Strasse, den
vorgesehenen Zweck (Erschliessung des angrenzenden Baugebietes mit einer
hinreichenden Zu- und Wegfahrt; vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a Baugesetz, sGS 731.1, und B.
Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, N 508ff. und N 513f.) zu
erfüllen. Den Akten lassen sich sodann keine Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass die
Strasse die verkehrs- und umwelttechnischen Anforderungen an
Erschliessungsstrassen (vgl. VSS-Norm SN 640 045 vom April 1992: Projektierung,
Grundlagen; Strassentyp Erschliessungsstrassen) nicht erfüllt. Wie bereits im
vorinstanzlichen Verfahren beanstanden die Beschwerdeführer jedoch die Ausführung
(Höhenlage) des Wendehammers. Sie bemängeln, dass die Strassenprojektänderung
nicht einmal ansatzweise die von vielen Planverstössen belastete Vorgeschichte
berücksichtige. Die Beschwerdegegnerin habe die im Entscheid vom 22. März 2010 (E.
3.3) geforderten Abklärungen zu den Terrainhöhen nicht getätigt. Stattdessen stütze sie
sich auf die Messungen der Z. AG, welche Partei in diesem Verfahren sei und schon
einmal falsche Angaben geliefert habe. Die Vorinstanz gehe nicht auf dieses
Versäumnis ein, weshalb der vorinstanzliche Entscheid und das korrigierte
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Strassenprojekt auf zweifelhafter Quelle und somit ungesicherten Erkenntnissen
beruhen würden. Der Entscheid schütze eine ungerechte Sache. Ein von derart
vielgestaltigen Änderungen und Korrekturen betroffenes Strassenprojekt könne nicht
einfach handstreichartig, mit Projektänderung, aus der Welt geschafft werden. Es treffe
nicht zu, dass von Beginn an ein Strassenkörper geplant gewesen sei, der wegen der
Entwässerung leicht über dem gewachsenen Terrain liege, denn das gezeichnete
Längsprofil des Strassenprojekts vom 27. Juni 2005 weise ganz klar eine
Strassenlegung unter Terrain auf (act. G 5 Anhang 9); dies sei auch andernorts in der
Gemeinde der Fall (act. G 5 Anhänge 10-12). Plan und Realität würden nicht
übereinstimmen, was beweise, dass das Projekt unverändert übernommen worden sei
und einfach die Höhen aus den Nachmessungen der Q. AG übertragen worden seien.
Der angefochtene Entscheid stelle den arglistig begangenen Verstössen gegen eine
gültige Baubewilligung einen Persilschein aus. Es bestehe kein öffentliches Interesse
an der Durchsetzung des korrigierten Strassenprojekts. Das ursprüngliche Projekt
erfülle ebenfalls seinen Zweck. Damit durch einen Teilrückbau keine
unverhältnismässigen Kosten entstehen würden, könne die Anpassung anlässlich der
ohnehin notwendigen Anschlussarbeiten für die Überbauung O. vorgenommen werden.
Der Antrag auf Rückbau um 45 cm sei realistisch und liege sogar noch unter der
mutmasslichen Differenz von rund 58 cm. Um sich nicht dem Vorwurf der
Unverhältnismässigkeit auszusetzen, hätten sie (die Beschwerdeführer) nur den direkt
angrenzenden Teil des Wendehammers zum Rückbau eingefordert (act. G 5 Anhang
13). Bekanntlich beginne die unbewilligte Höhenabweichung F.-weg/Wendehammer
kurz nach Querprofil 2 (Strassenprojekt vom 27. Juni 2005, act. G 5 Anhang 9). Die
Rückbauforderung sei im Verhältnis zur gesamten, höher gebauten Fläche um
mindestens den Faktor 2.5 kleiner und somit zumutbar (act. G 5).
Die Vorinstanz stellte sich im angefochtenen Entscheid mit Hinweis auf den erwähnten
Amtsbericht und die Darlegungen anlässlich des Augenscheins auf den Standpunkt,
dass die Strasse den Normen entsprechend gebaut worden und die Entwässerung
sichergestellt sei. Der Wendehammer werde nach Osten entwässert. Ebenso bestehe
ein leichtes Gefälle des Wendehammers nach Süden. Wenn die Beschwerdeführer
vorbringen würden, im ursprünglichen Projekt sei ein Gefälle gegen Norden
vorgesehen, sei ihnen entgegenzuhalten, dass - wie die Höhenangaben im
Situationsplan des ursprünglichen Projekts zeigen würden - ausschliesslich ein Gefälle
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nach Osten vorgesehen gewesen sei. Zudem komme den Beschwerdeführern ein
Gefälle nach Süden eher entgegen, weil damit die Entwässerung nicht mehr zu ihrem
Grundstück hin erfolge. Der Wendehammer gemäss Projektänderung entspreche den
gesetzlichen Vorgaben. Die gegen die Höhenlage des Wendehammers gerichteten
Einwände seien daher abzuweisen (act. G 2 S. 8 f.). Zum Einwand der
Beschwerdeführer, die Autos seien auf der Erschliessungsstrasse mit ihrer erhöhten
Lage von ihrem Grundstück aus wesentlich besser zu sehen, wies die Vorinstanz
darauf hin, dass das Grundstück der Beschwerdeführer erheblich über dem Niveau der
beanstandeten Erschliessungsstrasse liege. Die Erschliessung bringe es mit sich, dass
der Erschliessungsverkehr von den umliegenden Grundstücken zu sehen sei, ohne
dass daraus für die Beschwerdeführer bezüglich Einsehbarkeit erhebliche Nachteile
resultieren würden. Offen bleiben könne dabei der Umfang der Niveauanhebung
gegenüber dem ursprünglich bewilligten Strassenprojekt (act. G 2 S. 9). Das Vorbringen
der Beschwerdeführer betreffend Erhöhung der Lärmimmissionen auf ihr Grundstück
durch die Niveauanhebung bezeichnete die Vorinstanz messtechnisch zwar als
zutreffend, erachtete jedoch die Veränderung der Lärmsituation gegenüber der
Situation mit einem rund einen halben Meter tieferen Strassenniveau als nicht
wahrnehmbar (act. G 2 S. 9).
2.4. Die Vorinstanz begründete ihre Auffassung einlässlich und nachvollziehbar.
Wesentlich erscheint dabei, dass das gegenüber dem ursprünglich aufgelegten Projekt
erhöhte Strassenniveau für die Beschwerdeführer hinsichtlich Einsehbarkeit ihres
Grundstücks und Lärmsituation kaum Nachteile zur Folge hat. Die Beschwerdeführer
machen insbesondere nicht geltend, dass - aufgrund des erhöhten Strassenniveaus -
die Belastungsgrenzwerte gemäss Art. 40 Abs. 1 und Anhang 3 der Lärmschutz-
Verordnung (LSV, SR 841.41) tangiert seien; letzteres fällt umso weniger in Betracht,
als es sich beim F.-weg nicht um eine Durchgangsverbindung handelt (vgl.
Situationsplan in act. G 10/5/2). Nach den Darlegungen der Beschwerdeführer ist
vielmehr eine Ringstrasse mit 16 Einfamilienhäusern und durchgehendem Fuss-/
Veloweg vorgesehen (act. G 5 S. 4 mit Hinweis auf Anhang 6). Auch hinsichtlich der
Entwässerung der Strasse ergibt sich durch die Projektänderung für das Grundstück
der Beschwerdeführer jedenfalls keine schlechtere Ausgangslage. Die
Beschwerdeführer bestätigen in diesem Zusammenhang denn auch, dass für sie die
Frage, ob die Strasse nach Norden oder Süden entwässere, nicht streitig sei und es
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ihnen ausschliesslich um die Höhenlage gehe (act. G 5 S. 4 Mitte). Aufgrund des im
Nachgang zum Entscheid der Vorinstanz vom 22. März 2010 durchgeführten
Projektänderungsverfahrens besteht jedoch wie dargelegt kein Grund für die Annahme,
dass die Abweichungen vom ursprünglichen Strassenprojekt (höheres Strassenniveau)
zu Unrecht nachträglich bewilligt wurden. Die zur Erreichung des höheren
Strassenniveaus getätigte Aufschüttung als solche macht die Projektänderung noch
nicht rechtswidrig. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (act. G 5 S. 5 oben)
stellt sich sodann die Frage, ob der F.-weg auch im korrigierten Projekt
bewilligungsfähig ist, sehr wohl: Wenn sich sowohl das ursprüngliche Projekt als auch
das geänderte Projekt als bewilligungsfähig erwiesen haben, besteht kein begründeter
Anlass, nach bereits erfolgter Realisierung des geänderten Projekts die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, im Nachhinein die (an sich ebenfalls mögliche)
Ursprungsversion zu verwirklichen. Nicht abgeklärt zu werden braucht unter diesen
Umständen die genaue Abweichung des realisierten Strassenniveaus von demjenigen
des ursprünglich bewilligten Projekts, da dies am Ergebnis nichts zu ändern
vermöchte. Die von den Beschwerdeführern aus ihrer Sicht geschilderten
Ungereimtheiten und die Antwort auf die Frage, wer die Abweichungen vom
ursprünglichen Plan zu verantworten hat (vgl. act. G 5 S. 2 f.), vermögen das Ergebnis
ebenfalls nicht zu beeinflussen, weshalb nicht näher darauf einzugehen ist.
Selbst wenn entgegen den vorstehenden Ausführungen von einer rechtswidrigen
Erstellung der Strasse auszugehen wäre, wären die Voraussetzungen für einen
Rückbau nicht erfüllt. Können Bauten und Anlagen aufgrund materieller
Rechtswidrigkeit auch nachträglich nicht bewilligt werden, folgt daraus noch nicht
notwendigerweise, dass sie abgebrochen werden müssen. Vielmehr sind in jedem Fall
die allgemeinen verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Prinzipien des Bundesrechts,
insbesondere der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu berücksichtigen (vgl. Heer,
a.a.O., Rz. 1210; P. Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 5.
Auflage 2002, S. 327 ff. mit Hinweisen). Vorliegend läge ein Abbruch insofern nicht im
öffentlichen Interesse, als ein konkreter sachlicher Grund für die Realisierung des
ursprünglich bewilligten Strassenprojektes (anstelle des geänderten Projekts) nicht
ersichtlich ist (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 1211; Hänni, a.a.O., S. 328).
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3. Die Beschwerdeführer beanstanden die Festsetzung der amtlichen Kosten
des vorinstanzlichen Verfahrens. Die Entscheidgebühr von Fr. 3'500.-- stehe in keinem
Verhältnis zum Aufwand oder zu vergleichbaren Entscheiden. Der Verschuldensfrage
werde in keiner Weise Rechnung getragen, zumal nicht sie (die Beschwerdeführer)
Auslöser für diesen Streitfall gewesen seien. Wenn die Beschwerdegegnerin die
Kontrollmechanismen bei Erstellung der Strasse beachtet hätte, wäre der ganze
Schlamassel gar nie entstanden. Sie (die Beschwerdeführer) hätten nur einen
arglistigen Verstoss gegen eine Baubewilligung zur Anzeige gebracht (act. G 5 S. 5).
Gemäss Art. 95 Abs. 1 VRP hat jene Partei grundsätzlich die Kosten zu tragen, deren
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. In Art. 94 Abs. 1 VRP ist
demgegenüber insofern eine Kostenverteilung nach Verursacherprinzip vorgesehen, als
Kosten derjenigen Partei auferlegt werden können, welche eine Amtshandlung durch
ihr Verhalten verursacht hat (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz 777). Sachverhaltsmässiger
Ausgangspunkt des vorliegenden Verfahrens bildet der Umstand, dass die
Beschwerdegegnerin bei der Erstellung des F.-wegs die Vorgaben des
Strassenprojekts von 2005 nicht einhielt, was die Beschwerdeführer veranlasste, die
Realisierung des Strassenniveaus gemäss Projekt zu verlangen (act. G 10/5/13). Das
daran anschliessende Rechtsmittelverfahren führte zum Rückweisungsentscheid der
Vorinstanz vom 22. März 2010, mit welchem den Beschwerdeführern lediglich ein
Zehntel der amtlichen Kosten auferlegt wurde (act. G 6). Gegen den hierauf
ergangenen Projektänderungs-Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 11. Juli 2011
(act. G 10/5-1-3) erhoben die Beschwerdeführer Einsprache, welche die
Beschwerdegegnerin am 19. September 2011 mit ausführlicher und nachvollziehbarer
Begründung abwies (act. G 10/5/19). Insoweit aus diesem Entscheid für die
Beschwerdeführer keine Kosten resultierten, wurde im Ergebnis dem Umstand
Rechnung getragen, dass die Beschwerdegegnerin dieses Verfahren teilweise durch ihr
Vorgehen beim Bau der Quartierstrasse ausgelöst hatte. Was demgegenüber das
daran anschliessende Rekursverfahren betrifft, so beruht dieses allein auf dem
(legitimen) Entscheid der Beschwerdeführer, den Einspracheentscheid überprüfen zu
lassen. Dementsprechend haben sie auch die daraus resultierenden Kostenfolgen in
Anwendung von Art. 95 Abs. 1 VRP zu übernehmen. Bei der Festsetzung der
Entscheidgebühr für das Rekursverfahren war der Umstand miteinzubeziehen, dass ein
Amtsbericht (act. G 10/8) einzuholen und ein Augenschein (act. G 10/12) durchzuführen
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war. Die Entscheidgebühr von Fr. 3'500.--, die den Beschwerdeführern auferlegt
wurde, liegt im Bereich, den der Gebührentarif für die Kantons- und
Gemeindeverwaltung (sGS 821.5) dafür vorsieht (Ziff. 10.01: Fr. 50.-- bis 5'000.--). Ein
Anlass für eine Gebührenreduktion bzw. für einen Eingriff ins Ermessen der Vorinstanz
ist damit nicht dargetan (vgl. auch VerwGE B 2012/136 vom 30. Juni 2013, E. 3).
4. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen,
soweit darauf einzutreten ist. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die
amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführer (Art. 95
Abs. 1 VRP). Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- (Art. 7
Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie wird mit dem in gleicher
Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin haben keinen Anspruch auf
ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98bis VRP;
Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz 829); letztere stellte auch keinen entsprechenden Antrag.