# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b7ba2f78-0f12-4b81-853f-1405f76cbe6b
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend versuchter Mord etc. (Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts)
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 16. Dezember 2015 (DG150176)
Urteil der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 3. November 2016 (SB160250)
Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts vom 23. Januar 2018 (6B_28/2017)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 1. Juni
2015 (Urk. 52) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 16. Dezember 2015 (DG150176)
(Urk. 142 S. 213 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Bezüglich der Anklagevorwürfe gemäss D11 sowie D16 wird das Verfahren eingestellt.
2. Der Beschuldigte A._ ist schuldig
− der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB in Verbindung mit
Art. 22 Abs. 1 StGB;
− der Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 StGB;
− der mehrfachen sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 StGB;
− der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB
in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB;
− der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1
StGB;
− der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB;
− des mehrfachen Exhibitionismus im Sinne von Art. 194 Abs. 1 StGB;
− der Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB;
− der mehrfachen sexuellen Belästigung im Sinne von Art. 198 StGB;
− der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB;
− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a
Ziff. 1 BetmG.
3. Von den Vorwürfen der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187
Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von B._ (D15) sowie
der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 Abs. 1
StGB zum Nachteil von C._ (D17) wird der Beschuldigte freigesprochen.
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4. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute
798 Tage durch Haft erstanden sind, mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 10.–
sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.–.
5. Die Freiheits- sowie die Geldstrafe werden vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen.
Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-
freiheitsstrafe von 10 Tagen.
6. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin D._ wird abgewiesen.
7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin D._ Fr. 1'000.– zuzüglich 5% Zins
ab 25. März 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das
Genugtuungsbegehren der Privatklägerin D._ abgewiesen.
8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin D._ für das gesamte Verfahren
eine Umtriebs- und Parteientschädigung von Fr. 2'000.– zu bezahlen.
9. Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin E._ wird abgewiesen.
10. Das bei der Bezirksgerichtskasse lagernde Mobiltelefon Samsung GT-I8190N, IMEI-Nr. ...,
wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben
bzw. nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist der Bezirksgerichtskasse zur
gutscheinenden Verwendung überlassen.
11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf
Fr. 9'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 10'000.00 Gebühr Vorverfahren;
Fr. 29'490.80 Auslagen Untersuchung;
Fr. 1'184.75 diverse Kosten;
Fr. 150.00 Zeugenentschädigung;
Fr. 7'797.05 amtliche Verteidigung Untersuchung durch RA X2._;
Fr. 9'650.00 amtliche Verteidigung Untersuchung durch RA X3._;
Fr. 28'000.00 amtliche Verteidigung Akonto RA X3._;
Fr. amtliche Verteidigung RA X3._ (ausstehend).
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
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12. Die Kosten der Untersuchung, mit Ausnahme von Fr. 1'000.–, sowie die Kosten des gericht-
lichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Be-
schuldigten auferlegt. Der Betrag von Fr. 1'000.– wird definitiv, die Kosten der amtlichen
Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt eine
Nachforderung der Kosten der amtlichen Verteidigung im Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO.
Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung durch Rechtsanwalt lic. iur. X3._
wird mit separatem Beschluss entschieden.
13. (Mitteilung)
14. (Rechtsmittel)"
Berufungsanträge im ersten Berufungsverfahren: (SB160250 Prot. II S. 4 f.)
a) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 156 S. 1):
1. Der Beschuldigte sei anstelle der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne
von Art. 111 StGB des versuchten Mordes im Sinne von Art. 112 StGB
i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von F._ schuldig zu sprechen.
2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren, einer unbe-
dingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 10.-- sowie einer Busse von
Fr. 1'000.-- zu bestrafen und
3. Der Beschuldigte sei zu verwahren.
4. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 16. Dezember
2015 zu bestätigen.
b) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 157 S. 1 f.):
1. Der II. Berufungskläger sei der einfachen Körperverletzung im Sinne von
Art. 123 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.
2. Im Übrigen sei der II. Berufungskläger nebst den bereits in Rechtskraft er-
wachsenen Verurteilungen frei zu sprechen.
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3. Der II. Berufungskläger sei maximal mit einer Freiheitsstrafe von
20 Monaten zu bestrafen und sofort auf freien Fuss zu setzen.
4. Der II. Berufungskläger sei aufgrund der unschuldig erlittenen Haft im Um-
fang von Fr. 50'800.-- zu entschädigen.
5. Das Genugtuungsbegehren und das Begehren auf Umtriebsentschädigung
der Privatklägerin D._ seien abzuweisen.
6. Die Kosten des Verfahrens seien angemessen zwischen dem Staat und
dem II. Berufungskläger aufzuteilen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung
seien auf die Staatskasse zu nehmen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt) zulasten der
Vorinstanz bzw. des Staates.
Entscheide des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 3. November 2016 (SB160250):
(Urk. 164 S. 76 ff.)
"Es wird beschlossen:
1. Das Gesuch des Beschuldigten um Wechsel der amtlichen Verteidigung wird ab-
gewiesen.
2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom
16. Dezember 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
1. Bezüglich der Anklagevorwürfe gemäss D11 sowie D16 wird das Verfahren .
2. Der Beschuldigte A._ ist schuldig
- (...)
- der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB;
- des mehrfachen Exhibitionismus im Sinne von Art. 194 Abs. 1 StGB (zum Nachteil von E._ und G._);
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- der sexuellen Belästigung im Sinne von Art. 198 StGB (zum Nachteil von H._);
- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.
3. Von den Vorwürfen der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von B._ (D15) sowie der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zum Nachteil von C._ (D17) wird der Beschuldigte .
4.-5. (...)
6. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin D._ wird abgewiesen.
7.-8. (...)
9. Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin E._ wird abgewiesen.
10. Das bei der Bezirksgerichtskasse lagernde Mobiltelefon Samsung GT-I8190N, . ..., wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben bzw. nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist der  zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf
Fr. 9'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 10'000.00 Gebühr Vorverfahren;
Fr. 29'490.80 Auslagen Untersuchung;
Fr. 1'184.75 diverse Kosten;
Fr. 150.00 Zeugenentschädigung;
Fr. 7'797.05 amtliche Verteidigung Untersuchung durch RA X2._;
Fr. 9'650.00 amtliche Verteidigung Untersuchung durch RA X3._;
Fr. 28'000.00 amtliche Verteidigung Akonto RA X3._;
Fr. amtliche Verteidigung RA X3._ (ausstehend).
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
12. (...)
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3. (Mitteilung)
4. (Rechtsmittel)

## Considerations