# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 615adb89-a76a-5503-acb9-a7ca3d5e8c5c
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
1. Der Beschwerdegegner reichte am 8. Oktober 2011 bei der Gemeinde Kappelen ein
Baugesuch für verschiedene Bauten auf der Parzelle Kappelen Grundbuchblatt
Nr. G._ ein. Das Bauvorhaben sieht einerseits für die Haltung von zwei Pferden
Umbauten am Gebäude H._gässli 6 vor: Umbau der vorhandenen Stallungen (drei
neue Türen an der Nordfassade) sowie Verschiebung und Umbau des bestehenden,
befestigten Platzes (Nordfassade). Andererseits beinhaltet das Bauvorhaben den Abriss
des Werkstatt- und Lagergebäudes H._gässli 8. Die Parzelle liegt teilweise in der
Wohnzone W sowie teilweise in der Landwirtschaftszone LZW. Gegen das Bauvorhaben
erhoben unter anderen die Beschwerdeführenden Einsprache. Anlässlich einer
Einigungsverhandlung nahm der Beschwerdegegner am 24. Januar 2012 eine
Projektänderung betreffend das Bauvorhaben am Gebäude H._gässli 6 vor.
2. Mit Teil-Bauentscheid vom 13. Februar 2012 erteilte die Gemeinde Kappelen die
Baubewilligung für den Abbruch der Werkhalle H._gässli 8. Dieser Entscheid
erwuchs in Rechtskraft.
3. Mit Bauentscheid vom 22. März 2012 erteilte die Gemeinde Kappelen die
Baubewilligung für das Bauvorhaben am Gebäude H._gässli 6; den Einbau von
Pferdeboxen in das bestehende Nebengebäude südwestseitig, den Einbau von zwei Toren
in der Nordwest-fassade sowie das Erstellen eines Mistplatzes an der Nordwestfassade.
Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 19. April 2012 Beschwerde bei der Bau-,
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragen die
Aufhebung des Bauentscheides vom 22. März 2012 und machen insbesondere geltend,
das Erstellen von Pferdeställen in der Wohnzone sei unzulässig.
4. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte einen
Schriftenwechsel durch. Es holte zudem einen Fachbericht des beco, Berner Wirtschaft,
Immissionsschutz, ein. Das Rechtsamt gab den Parteien Gelegenheit sich insbesondere
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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zur Frage des Pferdeauslaufs zu äussern und gewährte ihnen diesbezüglich das rechtliche
Gehör. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Erwägungen
1. Eintretensvoraussetzungen
a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit
Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung
der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die
Einsprecher im Rahmen ihrer Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde
(Art. 40 Abs. 2 BauG).
b) Die Beschwerdeführenden, deren Einsprache abgewiesen wurde, sind durch
den vorinstanzlichen Bauentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung
legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
2. Zonenkonformität der Pferdehaltung
a) Die Beschwerdeführenden rügen, dass sich die fragliche Parzelle in einem Quartier
befindet, das seit Jahrzehnten nicht für die Tierhaltung genutzt worden sei. Es handle sich
um ein Einfamilienhausquartier. Sie rügen somit die Zonenkonformität der Pferdehaltung.
b) Voraussetzung einer Baubewilligung ist, dass die Baute dem Zweck der
Nutzungszone entspricht (vgl. Art. 22 Abs. 1 Bst. a RPG3). Die bauliche Nutzung ist durch
die baurechtliche Grundordnung der Gemeinde bestimmt, unter Vorbehalt der
Nutzungsvorschriften des Bundes (Art. 15-17 RPG) und des kantonalen Baugesetzes (Art.
4 BauG).
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721) 3 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
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c) Die fragliche Parzelle befindet sich zum Teil in der Wohnzone und zum Teil in der
Landwirtschaftszone. Die im vorliegenden Verfahren zu beurteilenden Bauten am Gebäude
H._gässli 6 sind auf dem Teil der Parzelle vorgesehen, der sich in der Wohnzone
befindet.
Gemäss Art. 6 des Bau- und Nutzungsreglements4 der Gemeinde sind Wohnzonen in
erster Linie der Wohnnutzung vorbehalten. Zugelassen sind zudem nicht störende
Betriebe, sowie kleinere emissionsarme Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe mit
geringem Publikumsverkehr. Es gelten die Bestimmungen der Empfindlichkeitsstufe II.
Die Wohnnutzung kann als eine Reihe verschiedener Zwecke und Tätigkeiten beschrieben
werden, wie etwa Erholung, Schlafen, Essen und Hausarbeit. In der Wohnzone sind also
nicht nur Wohnbauten, sondern Bauten zur Erschliessung, Ausstattung und Versorgung mit
Gütern und Leistungen des täglichen Lebensbedarfs zulässig. Daneben werden der
Wohnnutzung auch Räume für Freizeitbeschäftigungen angerechnet, insbesondere auch
Bauten für das hobbymässige Halten von Haustieren, sofern sie nicht zu übermässigen
Immissionen führen.5 Als hobbymässig ist diejenige Tierhaltung anzusehen, welche nicht
auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtet ist, sondern aus Liebhaberei
ausgeübt wird und der Freizeitgestaltung dient. Unter den Begriff „Haustiere“ fallen nicht
nur Hunde und Katzen, sondern auch Pferde (vgl. Art. 2 TschV6). Nach der
Rechtsprechung können in ländlichen Wohnzonen Bauten für die hobbymässige Haltung
von zwei Pferden zonenkonform sein. 7 Demgegenüber sind Bauten für die hobbymässige
Haltung von Pferden in der Landwirtschaftszone grundsätzlich nicht zonenkonform.8
d) Auf der Parzelle Nr. G._ können folglich auf dem Teil, der in der Wohnzone
liegt, Bauten und Anlagen für die hobbymässige Haltung von zwei Pferden zonenkonform
sein, unter der Voraussetzung, dass dadurch keine übermässigen Immissionen entstehen.9
4 Bau- und Nutzungsreglement der Gemeinde Kappelen vom 13. September 2006 (BNR) 5 Bernhard Waldmann/Peter Hänni, Raumplanungsgesetz (RPG), Handkommentar, Bern 2006, Art. 22 N. 25 und 29 6 Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TschV; SR. 455.1) 7 BGE 101 Ia 206 E. 3b; BGer 1P.570/2001 vom 28.1.2002 E. 4.4; BVR 110/2008/52 vom 7.8.2008 E. 3 8 BGE 111 Ib 213 E. 3 S. 216 ff.; BGE 122 II 160 E. 3 S. 162 ff. Vgl. zudem Wegleitung „Pferd und Raumplanung“ des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE vom Oktober 2011, S. 14. 9 Vgl. Fachbericht beco vom 31. August 2012
http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2012&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=hobbym%E4ssige+Tierhaltung+landwirtschaftszone&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F111-IB-213%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page213
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3. Auslauf für Pferde
a) Die Beschwerdeführenden rügen zudem sinngemäss, dass ein geeigneter Auslauf für
die Pferde fehlt.
b) Bei Bauten und Anlagen für die Tierhaltung ist zu berücksichtigen, dass die
Tierschutzvorschriften einzuhalten sind (TschG10, TschV). Für die hobbymässige Haltung
von Pferden ist insbesondere eine Auslauffläche vorzusehen, die der Tierschutzverordnung
entspricht (vgl. Art. 2 Abs. 3 Bst. f; 10 Abs. 1; 61 Abs. 2 TSchV). Unter Auslauf versteht
man den Aufenthalt im Freien, bei dem sich die Tiere frei, d.h. ungehindert durch Zügel,
Leinen oder dergleichen, bewegen können. Als Auslauffläche gilt die Weide oder ein
allwettertauglich eingerichtetes Gehege. Der ideale Auslauf für Pferde ist die Weide. Wo
eine solche fehlt oder für Zeiten, in denen der Weidegang vorübergehend nicht möglich ist,
braucht es eine trittfeste Auslauffläche. Die Tierschutzverordnung enthält Vorschriften zur
Grösse der Auslauffläche (vgl. Anhang 1 Tabelle 7 TschV). Bei den Pferden unterscheidet
sie zwischen Mindestflächen und empfohlenen Flächen. Die Mindestflächen betragen je
nach Widerristhöhe und Zugänglichkeit des Auslaufs 12–36 m2 pro Pferd. Die empfohlene
Fläche beträgt demgegenüber einheitlich 150 m2 pro Pferd. Die Auslauffläche sollte mit
einer ausbruchsicheren Umzäunung versehen sein.
c) Da im vorliegenden Verfahren Pferdeboxen für die Haltung von zwei Pferden in der
Wohnzone geplant sind, ist folglich auch eine Auslauffläche für die zwei Pferde vorzusehen
und zwar auf dem Teil der Parzelle, der in der Wohnzone liegt. Denn es ist unzulässig,
dass für Pferde, die hobbymässig in der Wohnzone gehalten werden, eine Weide bzw. eine
Einzäunung in der naheliegenden Landwirtschaftszone erstellt wird.11 Sollte auf dem Teil
der Parzelle Nr. G._, der in der Landwirtschaftszone liegt, bereits eine Weide
erstellt worden sein, ist eine Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes zu prüfen
(vgl. Art. 46 BauG).
d) Entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners ist für die Auslauffläche von zwei
Pferden in der Wohnzone eine Baubewilligung erforderlich. Denn es sind nur Gehege für
einzelne Kleintiere baubewilligungsfrei, wenn sie unter einer Grundfläche von höchstens
10 Tierschutzgesetz vom 16. Dezember 2005 (TSchG; SR 455) 11 Urteil des Bundesgerichts 1C_122/2009 vom 21. Januar 2010 E. 5.6
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10 m2 und einer Höhe von 2,50 m liegen (Art. 1b BauG i.V.m. Art. 6 Bst. b BewD12).13
Auslaufflächen für Pferde, die den Mindestabmessungen der Tierschutzverordnung
entsprechen und die eingezäunt werden müssen, sind demzufolge
baubewilligungspflichtig.
e) Hier fehlt die nach der Tierschutzgesetzgebung erforderliche Auslauffläche. Folglich
kann die Umnutzung sowie der Umbau des Gebäudes H._gässli 6 und die
Erstellung des Mistplatzes für die Haltung von zwei Pferden nicht bewilligt werden.
f) Es kann daher offen bleiben, ob die Lagerung von Pferdemist auf einem Mistplatz
den Immissionsschutzvorschriften genügen würde.
4. Vertrauensschutz
a) Der Beschwerdegegner beruft sich auf den Vertrauensschutz, sollte die BVE davon
ausgehen, dass eine Weide für Pferde baubewilligungspflichtig sei. Denn der
Beschwerdegegner dürfe sich auf die wiederholte Zusicherung resp. die Äusserungen
seitens der Einwohnergemeinde Kapellen verlassen, wonach keine zusätzlichen Gesuche
für die Weide nötig seien. Die entsprechenden Auskünfte der Gemeinde hätten sich auf
eine konkrete Angelegenheit (Baugesuch Nr. 305 / 21-2011) bezogen und seien
vorbehaltlos erteilt worden. Der Gemeindeschreiber sei für die entsprechende
Auskunftserteilung zuständig gewesen. Eine allfällige Unrichtigkeit der Auskunft wäre für
den Beschwerdegegner nicht offensichtlich gewesen und hätte von diesem nicht als
solcher erkannt werden müssen. Seit den Auskünften habe sich überdies weder die Sach-
noch die Rechtslage geändert. Ein Zurückkommen auf die Auskunft hätte für den
Beschwerdegegner nicht wieder gut zu machende Nachteile zur Folge.
b) Der Vertrauensschutz ist in Art. 9 BV14 verankert. Nach ständiger Rechtsprechung
verleiht der dort geregelte Grundsatz von Treu und Glauben Anspruch auf Schutz des
berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte
12 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1) 13 Vgl. Weisung BSIG Nr. 7/725.1/1.1 zu den baubewilligungsfreien Bauten und Anlagen nach Art. 1b BauG sowie Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 3. Aufl., Band I, Bern 2007, Art. 1 N. 27 14 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101)
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Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden, sofern sich dieses auf eine konkrete,
den betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht. Die behördlichen Auskünfte,
Mitteilungen, Empfehlungen oder Zusicherungen müssen zudem von der zuständigen
Behörde ausgehen oder der Bürger durfte die Behörde aus zureichenden Gründen als
zuständig betrachten. Vorausgesetzt ist weiter, dass die Person, die sich auf
Vertrauensschutz beruft, berechtigterweise auf diese Grundlage vertrauen durfte und
gestützt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr rückgängig
machen kann. Die Berufung auf Treu und Glauben scheitert dann, wenn ihr überwiegende
öffentliche Interessen gegenüberstehen.15
c) Der Beschwerdegegner beruft sich auf eine Auskunft der Gemeinde, ohne genauer
darzulegen, wann und wie diese Auskunft erfolgt sei. Er begründet auch nicht, inwiefern er
Dispositionen getätigt habe, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Des
Weiteren ist die Gemeinde nicht zuständig für die Beurteilung von Bauten ausserhalb der
Bauzone, sondern das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR). Dies wird als
allgemein bekannt vorausgesetzt. Folglich war die Gemeinde nicht zuständig für die
Auskunftserteilung und der Beschwerdegegner durfte sie auch nicht als zuständig
betrachten. Aus all diesen Gründen scheitert die Berufung des Beschwerdegegners auf
den Vertrauensschutz.
5. Ergebnis und Kosten
a) Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen
ist und der angefochtene Bauentscheid der Gemeinde Kappelen vom 22. März 2012
aufzuheben ist. Dem Baugesuch des Beschwerdegegners vom 8. Oktober 2011 bzw. der
Projektänderung vom 15. Februar 2012 ist der Bauabschlag zu erteilen. Die weiteren
Rügen der Beschwerdeführenden müssen unter diesen Umständen nicht mehr geprüft
werden.
b) Die amtlichen Kosten für das erstinstanzliche Baubewilligungsverfahren hat in jedem
Fall der Gesuchsteller zu tragen. Die amtlichen Kosten belaufen sich gemäss
Bauentscheid der Gemeinde Kappelen auf Fr. 1'368.10 und bleiben dem
15 BGE 130 I 26 E. 8.1 S. 60; 129 I 161 E. 4.1 u. 4.2 S. 170; 126 II 377 E. 3a S. 387; 122 II 113 E. 3b/cc S. 123
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Beschwerdegegner zur Bezahlung auferlegt. Für das Inkasso dieser Kosten ist die
Gemeinde Kappelen zuständig.
c) Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten bestehen aus einer Pauschalgebühr
(Art. 103 Abs. 1 VRPG16). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine
Pauschalgebühr von Fr. 200.-- bis Fr. 4'000.-- erhoben (vgl. Art. 19 Abs. 1 in Verbindung
mit Art. 4 Abs. 2 GebV17). Diese wird im vorliegenden Verfahren auf Fr. 1’600.-- bestimmt.
Für den Bericht des beco wird keine zusätzliche Gebühr erhoben. Die Verfahrenskosten im
Beschwerdeverfahren betragen somit Fr. 1'600.--.
d) Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das
prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen
Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Bei
diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdegegner als unterliegende Partei. Er
hat demzufolge die Verfahrenskosten von Fr. 1’600.-- zu tragen. Gründe für eine
abweichende Kostenverlegung liegen keine vor.
e) Parteikosten werden keine gesprochen, da die Beschwerdeführenden nicht
anwaltlich vertreten sind (Art. 104 Abs. 1 VRPG).