# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1264628e-938e-4135-98fd-acea9b97d6f1
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
Am 24. Mai 1993 stimmte die Gemeindeversammlung C dem von vier Grundeigentümern festgesetzten privaten Gestaltungsplan D im Bereich E-Strasse/F-Strasse zu. Gemäss Art. 2 der Bestimmungen zum Gestaltungsplan sollen, wo nichts anderes bestimmt wird, im Teilbereich A die Vorschriften der 3-geschossigen Wohnzone mit Gewerbeerleichterung und im Teilbereich B die Vorschriften der Industriezone der jeweils gültigen Bau- und Zonenordnung gelten.
B.
Am 28. August 2008 ersuchte A als Stockwerkeigentümerin des im Teilbereich B liegenden Gebäudes F-Strasse 01 die Gemeinde darum, die Bestimmungen des Gestaltungsplans D so zu ergänzen, dass im gesamten 2. Obergeschoss dieses Gebäudes (Kat.-Nr. 02) neben der Nutzung der Industriezone auch Wohnnutzung und gewerbliches Anbieten von Übernachtungsmöglichkeiten aller Art wie Ferienwohnungen, Beherbergungsbetrieb usw. zulässig seien.
Der Antrag wurde als Einwendung im Rahmen der laufenden Ortsplanrevision C entgegengenommen, blieb jedoch unberücksichtigt. Die  Zonenordnung wurde am 30. März/6. April 2009 von der Gemeindeversammlung verabschiedet.
C.
Am 4. November 2009 verlangte A einen anfechtbaren Entscheid über ihren Teilnutzungsantrag vom 28. August 2008, was der Gemeinderat C unter Hinweis auf die Ortsplanrevision mit Schreiben vom 9. November 2009 ablehnte. Weitere Versuche vom 7. Dezember 2009 und 11. Januar 2010, eine rekursfähige Verfügung über den Antrag zu erlangen, scheiterten ebenfalls.
II.
Am 19. Februar 2010 erhob A eine Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen den Gemeinderat C mit dem Antrag, auf das Gesuch um Nutzungsanpassung sei einzutreten und dieses sei zu bewilligen, eventuell sei der Gemeinderat anzuweisen, das Gesuch materiell zu behandeln und einen rekursfähigen Entscheid zu fällen. Zudem verlangte sie, es sei ihr zulasten der Gemeinde C eine Entschädigung von Fr. 35'000.- zuzusprechen, und die Gerichtskosten seien der Gemeinde aufzuerlegen.
Die Baurekurskommission II des Kantons Zürich nahm das Rechtsmittel als Rekurs entgegen und wies diesen mit Entscheid vom 10. August 2010 ab, soweit sie darauf eintrat. Sie auferlegte die Verfahrenskosten A und sprach keine Umtriebsentschädigung zu.
III.
Gegen diesen Rekursentscheid wandte sich A am 2. September 2010 an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, der Rekursentscheid sei aufzuheben und die Rechtsverweigerungsbeschwerde gutzuheissen, die Nutzungsanpassung sei zu bewilligen, eventuell zur Bewilligungserteilung an den Gemeinderat zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gemeinderats C.
Die Baurekurskommission beantragte am 5. Oktober 2010 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat C verzichtete am 6. Oktober 2010 auf Vernehmlassung.
Die Kammer

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Im Streit liegt das Verweigern einer raumplanungsrechtlichen Festlegung gemäss § 19 Abs. 1 lit. a bzw. lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, Fassung vom 22. März 2010). Zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen den abweisenden Rekursentscheid ist das Verwaltungsgericht gestützt auf § 41 Abs. 1 VRG zuständig.
2.
2.1