# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55512aaf-323b-4227-9f04-f0c4f5cf2a22
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Urteil des Einzelrichters in Familiensachen am Kantonsgericht Schaffhausen vom 10. Februar 2009 wurde die Ehe von Y._ und X._ geschieden, wobei die elterliche Sorge über die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder A._, geboren am _1991, B._, geboren am _1994, und C._, geboren am _1999, der Mutter zugeteilt wurde. X._ wurde verpflichtet, seiner geschiedenen Ehefrau an die Kosten des Unterhalts der drei Kinder monatliche, jeweils zum Voraus zahlbare Beiträge von CHF 1‘500.-- pro Kind, zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinder- oder Ausbildungszulagen, zu entrichten, und zwar ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zur Mündigkeit der Kinder, im Falle einer Lehre oder ähnlichen Ausbildung bis zu deren Abschluss, längstens jedoch bis zum Eintritt eines jeden Kindes in die volle Erwerbstätigkeit. Des Weitern wurde er verpflichtet, seiner geschiedenen Ehefrau eine monatliche, jeweils zum Voraus zahlbare Unterhaltsrente im Sinne von Art. 125 ZGB in Höhe von CHF 5‘600.-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis Juni 2011, von CHF 4‘000.-- ab Juli 2011 bis Juni 2015 und von CHF 2‘300.-- ab Juli 2015 bis zu seinem Eintritt ins ordentliche Pensionierungsalter zu bezahlen. Sowohl die Unterhaltsbeiträge für die Kinder als auch die Rente für die geschiedene Ehefrau wurden an den Landesindex der Konsumentenpreise (Stand per Ende Dezember 2008 103.4 Punkte) gebunden und erhöhen oder reduzieren sich jeweils auf den 1. Februar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Februar 2010, im Verhältnis der Veränderung im jeweiligen Vorjahr bzw. im Ausmass der tatsächlichen Lohnerhöhung, falls der Ehemann nachweist, dass sein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit nicht oder nicht vollständig mit den Lebenshaltungskosten Schritt hält.
B. Mit Zahlungsbefehl Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell vom 27. Januar 2015 wurde X._ aufgefordert, Y._ ausstehende Unterhaltsbeiträge in Höhe von CHF 3'564.--, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 15. Juni 2013, sowie CHF 10'206.--, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 15. Dezember 2014, zu bezahlen. Als Forderungsgrund für den unter Position 2 aufgeführten Betrag wurde das Stichwort „Unterhaltsforderung“ angegeben, während unter Position 1 was folgt vermerkt war:
"Unterhalt gemäss Urteil Nr. 2007/180-21-eb/ug des Kantonsgerichts Schaffhausen vom 10.02.2009 für Y._, Dez. 2014 u. Jan. 2015: CHF 8062.00, Unterhalt A._, Juni 2013 u. Juli 2013: CHF 3564.00, Unterhalt C._, Dez. 2014 u. Jan. 2015 CHF 2144.00 (abgezogen:
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Kinderzulage für C._ wird seit August immer noch ausbezahlt, obwohl ich diese selber beziehe).“
Der Zahlungsbefehl wurde X._ am 28. Januar 2015 zugestellt. Dieser erhob am 02. Februar 2015 Rechtsvorschlag.
D. Mit Gesuch vom 29. März 2015 beantragte Y._ daraufhin beim Bezirksgericht Maloja, es sei ihr in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell (Zahlungsbefehl vom 27. Januar 2015) Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 3'564.--, zuzüglich Verzugszins von 5% seit 15. Juni 2013, sowie für CHF 10'206.--, zuzüglich Verzugszins von 5% Zins seit 15. Dezember 2014, zu erteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchsgegners. Zur Begründung des Gesuchs verwies die Gesuchstellerin auf das Scheidungsurteil, eine Vollmacht des Sohnes A._ vom 17. September 2009 sowie auf eine Excel-Tabelle über die in den Jahren 2005 bis 2014 geschuldeten Unterhaltsbeiträge und die eingegangenen Zahlungen.
E. In seiner Stellungnahme vom 11. Mai 2015 liess X._, vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Metzger, die Abweisung des Rechtsöffnungsgesuchs unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchstellerin beantragen. Begründend liess er ausführen, dass die von der Gesuchstellerin erarbeitete Excel-Tabelle bestritten werde und der darin behauptete Fehlbetrag nicht bestanden habe und nicht bestehe. Für die Forderung von CHF 10‘026.-- nebst Zins sei im Zahlungsbefehl keine Periode angegeben, was zur Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens führen müsse. Im Beschrieb zur ersten Forderung würden Unterhaltsansprüche der Gesuchstellerin und des Sohnes C._ für Dezember 2014 und Januar 2015 von CHF 8‘062.-- und CHF 2‘144.--, total somit 10‘026.--, aufgeführt, was dem zweitbetriebenen Forderungsbetrag entspreche. Gemäss Scheidungsurteil und dem massgeblichen Indexstand von 103.1 seien für diese beiden Monate Beiträge von CHF 3‘988.-- für die Gesuchstellerin persönlich bzw. von CHF 1‘494.-- für den Sohn C._ geschuldet gewesen. Diese seien mit den am 1. und 29. Dezember 2014 geleisteten und urkundlich belegten Zahlungen von je CHF 5‘763.-- getilgt worden. Die Forderung von CHF 3‘564.-- betreffe gemäss Zahlungsbefehl den Unterhalt des Sohnes A._ für Juni und Juli 2013, der zu jenem Zeitpunkt bereits mündig gewesen sei. Das Scheidungsurteil beinhalte keine Verpflichtung zur Leistung von Mündigenunterhalt an die Gesuchstellerin, weshalb es insoweit an einem Rechtsöffnungstitel fehlen würde. Daran ändere die Vollmacht des Sohnes nichts, selbst wenn sie  was bestritten werde  nicht als Vollmacht, sondern als
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Forderungsabtretung auszulegen wäre. Zudem habe er der Gesuchstellerin am 4. Juni 2013 und am 3. Juli 2013 nachweislich je CHF 9‘327.-- bezahlt, womit die Unterhaltsansprüche der Gesuchstellerin und der drei Kinder für die Monate Juni und Juli 2013 im Betrage von CHF 8‘467.-- ebenfalls getilgt worden seien.
F. Im Rahmen der Vernehmlassung vom 20. Mai 2015 hielt Y._, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Joachim Breining, an ihren Anträgen grundsätzlich fest und ergänzte diese mit dem Eventualbegehren, es sei der Gesuchstellerin für die Forderung von CHF 10‘206.-- samt Zinsen und Betreibungskosten definitive Rechtsöffnung und für die Forderung von CHF 3‘564.-- samt Zinsen und Kosten provisorische Rechtsöffnung zu gewähren. Zur Begründung liess sie geltend machen, dass in ihrem Betreibungsbegehren eine Forderung von CHF 13‘770.-- genannt worden sei, welche das Betreibungsamt im Zahlungsbefehl in zwei Teilbeträge aufgeteilt habe. Aus dem Betreibungsbegehren sei klar ersichtlich, um welche periodischen Beiträge es gehe, und auch der Zahlungsbefehl genüge den gesetzlichen Anforderungen, zumal der Gesuchsgegner gewusst habe, wofür die Betreibung erfolgt sei. Die vom Gesuchsgegner belegten Zahlungen seien unbestritten. Da er in der Vergangenheit aber nur unvollständige Zahlungen geleistet habe, was durch die Excel-Tabelle und die mit der Replik eingelegten vollständigen Kontoauszüge belegt sei, habe die Gesuchstellerin sämtliche Zahlungen seit 2012 nach Art. 87 OR aufgearbeitet und ihn für die noch offenen Forderungen betrieben. Mit Bezug auf die Unterhaltsforderung für den Sohn A._ liess sie sodann ausführen, dass im Scheidungsurteil der Kindesunterhalt bis zum Abschluss der Erstausbildung betragsmässig fixiert sei und sich A._ im Juni und Juli 2013 unbestrittenermassen noch in Ausbildung befunden habe, so dass grundsätzlich Rechtsöffnung erteilt werden könne. Als vormalige Inhaberin der elterlichen Sorge habe sie ein selbständiges Forderungsrecht für den Mündigenunterhalt, wenn eine gültige Abtretung vorliege. Eine solche sei im Nachgang zur Betreibung vom 24. Juni 2014 und den nachmaligen Verhandlungen mit der Abtretungserklärung vom 8. Dezember 2014 erfolgt, weshalb ihre Aktivlegitimation gegeben sei.
G. Mit Duplik vom 05. Juni 2015 hielt auch X._ an seinen Anträgen fest. Die Excel-Tabelle würde die betriebene Periode Dezember 2014 und Januar 2015 gar nicht umfassen, weshalb es der Gesuchstellerin damit nicht gelinge, den mit den Zahlungsbelegen vom 1. und 29. Dezember 2014 erbrachten Tilgungsnachweis zu widerlegen. Hinsichtlich der Unterhaltsbeiträge für den Sohn A._ liess er einwenden, dass das Scheidungsurteil für den im Sommer 2013 längst mündigen Sohn nicht als definitiver Rechtsöffnungstitel gelten würde. Zu
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jenem Zeitpunkt sei er nicht mehr verpflichtet gewesen, diesem Sohn Unterhaltsbeiträge zu bezahlen. Soweit er es dennoch getan habe, sei es freiwillig und in generöser Haltung geschehen. Die Abtretung werde nicht anerkannt. Einerseits gelte für höchstpersönliche Forderungen ein Abtretungsverbot, anderseits sei die Abtretung ihm erst nach Zustellung des Zahlungsbefehls mit der replizierenden Stellungnahme notifiziert worden. Das nachträgliche Erlangen der Legitimation der Betreibenden müsse er sich nicht entgegenhalten lassen. Es sei wahrscheinlich, dass der mündige Sohn im Wissen um die Generosität seines Vaters gar nicht gegen diesen habe vorgehen wollen. Er sei von der Gesuchstellerin zur Abtretung gezwungen worden, weshalb sie unverbindlich sei.
H. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 22. Juni 2015, mitgeteilt am 24. Juni 2015, erkannte das Bezirksgerichtspräsidium des Bezirksgerichts Maloja in seiner Funktion als Einzelrichter SchKG wie folgt:
"1. Das Gesuch wird gutgeheissen und es wird der Gesuchstellerin in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell (Zahlungsbefehl vom 27. Januar 2015) für den Betrag von CHF 13'770.--, zuzüglich Verzugszins 5% seit 1. Juli 2013 auf CHF 3'564.-- sowie seit 1. Januar 2015 auf CHF 10'206.--, definitive Rechtsöffnung erteilt.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von CHF 800.-- gehen zulasten des Gesuchsgegners. Sie sind innert 30 Tagen auf das PC-Konto 70-5978-5 des Bezirksgerichtes Maloja zu überweisen.
3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, die Gesuchstellerin ausseramtlich mit CHF 2'052.50 zu entschädigen.

## Considerations