# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2a1e7c35-0b9e-53b6-980e-2c1bbe613fc4
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Der Gemeinderat X._ erliess am 14. August 2017 den 2. Nachtrag zum
Baureglement. Während der öffentlichen Auflage vom 28. August 2017 bis
26. September 2017 erhoben A._, B._, C._ und D._, E._, F._ und G._, H._, I._
und J._, K._ und L._, M._ und N._, Q._, O._ und P._ durch ihren
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Rechtsvertreter Einsprache. Mit Entscheid vom 25. Oktober 2017 wies der
Gemeinderat X._ die Einsprache ab. Nach unbenutztem Ablauf der Referendumsfrist
vom 30. Oktober 2017 bis 8. Dezember 2017 eröffnete er den 17 Einsprechern am
22. Februar 2018 die 14-tägige Rechtsmittelfrist (act. 7/7/1-12).
B. Gegen die stillschweigende Zustimmung der Bürgerschaft von X._ sowie gegen
den Einspracheentscheid des Gemeinderates X._ vom 25. Oktober 2017 rekurrierten
A._ und 16 Konsorten durch ihren Rechtsvertreter am 8. März 2018 an das
Baudepartement (act. 7/1). Am 3. April 2018 ergänzten sie ihren Rekurs (act. 7/4). Am
14. April 2018 zog Q._ seinen Rekurs zurück (act. 7/5). Am 4. September 2018 gab
das Baudepartement den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, sich innert 30 Tagen zu
den Vernehmlassungen der Politischen Gemeinde X._ vom 4. Mai 2018 und des
Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) vom 26. Juli 2018 vernehmen
zu lassen. Am 28. September 2018 resp. 8. Oktober 2018 nahmen die Politische
Gemeinde X._ und die (verbliebenen) Rekurrenten dazu Stellung (act. 7/7, 9-12). Mit
Eingabe vom 25. November 2018 verzichteten die damaligen Rekurrenten auf eine
weitere Stellungnahme und reichten eine Kostennote ein (act. 7/14). Diese Eingabe
mitsamt Kostennote stellte das Departement am 11. Dezember 2018 dem Gemeinderat
X._ und dem AREG zur Kenntnis zu (act. 7/15). Mit Entscheid vom 25. Februar 2019
(act. 2/11) hiess das Baudepartement den Rekurs gut und hob die stillschweigende
Zustimmung der Bürgerschaft von X._ sowie den Einspracheentscheid des
Gemeinderates X._ vom 25. Oktober 2017 und damit auch den Erlass des zweiten
Nachtrags zum Baureglement der Politischen Gemeinde X._ vom 14. August 2017 auf
(Dispositiv-Ziffer 1b). Den Rekurrenten sprach es eine ausseramtliche Entschädigung in
der Höhe von CHF 2'750, zuzüglich Mehrwertsteuer, zu (Dispositiv-Ziffer 3).
C. Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 25. Februar 2019
erhoben A._, B._, C._ und D._, E._, F._ und G._, H._, I._ und J._, K._ und
L._, M._ und N._, sowie O._ und P._ (Beschwerdeführer) durch ihren
Rechtsvertreter am 10. März 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem
Rechtsbegehren, es sei Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Entscheids unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben. Die Angelegenheit sei an die
Vorinstanz zur Neubeurteilung der ausseramtlichen Kosten des Rekursverfahrens
zurückzuweisen. Eventualiter sei ihnen für das Rekursverfahren eine ausseramtliche
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Entschädigung von CHF 5'720, zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer, zuzusprechen (act. 1).
Mit Vernehmlassung vom 5. April 2019 beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei
teilweise gutzuheissen (act. 6). Die Politische Gemeinde X._ (Beschwerdegegnerin)
verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Mit Replik vom 10. Juni 2019
bestätigten die Beschwerdeführer ihre Anträge und Ausführungen (act. 10).
Auf die Ausführungen der Parteien zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird,
soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführer sind hinsichtlich der vorliegend strittigen Bemessung der
ausseramtlichen Kosten des Rekursverfahrens zur Ergreifung des Rechtsmittels befugt
(Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde wurde rechtzeitig
erhoben und erfüllt die formellen und inhaltlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
Die Beschwerdeführer erachten es in ihrer Replik vom 10. Juni 2019 (act. 10, S. 2) unter
Berufung auf das Novenverbot (Art. 61 Abs. 3 VRP) als unzulässig, dass sich die
Vorinstanz im Beschwerdeverfahren in der Vernehmlassung vom 5. April 2019 (act. 6)
nachträglich mit der Kostennote der Beschwerdeführer vom 25. November 2018
(Beilage zu act. 7/14) auseinandersetzte. Diesbezüglich lassen sie ausser Acht, dass
die Vorinstanz nicht neue Tatsachen vorgebracht hat, sondern den von ihr im
Beschwerdeverfahren gestellten Antrag (teilweise Gutheissung der Beschwerde) mit
einer gegenüber dem vorinstanzlichen Verfahren geänderten rechtlichen Begründung
versehen hat. Neue rechtliche Argumentationen können die Beteiligten – im Rahmen
der zu beurteilenden Rügen – grundsätzlich ohne Einschränkungen vorbringen (vgl.
Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 649,
M. Camprubi, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Bundesgesetz über das
Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, Art. 62 Rz. 10, M. Donatsch, in: A. Griffel [Hrsg.],
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Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014,
§ 52 Rz. 32, und Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die
Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 25 Rz. 5, siehe zur
Einschränkung des Novenverbots auch VerwGE B 2016/105 vom 22. März 2018 E. 1
mit Hinweisen in FN 11 f., www.gerichte.sg.ch).
2. Die Beschwerdeführer stellen den Beweisantrag (act. 1, S. 4 Ziff. II/6), es seien die
Akten des AREG in Sachen Teilrevision Baureglement 2017 beizuziehen. Dieser Antrag
ist abzuweisen. Die entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich aus
den Verfahrensakten (vgl. dazu BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit
Hinweisen).
3. Die Beschwerdeführer bringen zunächst vor (act. 1, S. 7 Ziff. III/5, act. 10, S. 2-4), die
Vorinstanz habe bei der Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung gegen das
Willkürverbot und das Rechtsgleichheitsgebot verstossen. Vertrete ein Rechtsvertreter
eine grosse Anzahl von Parteien, resultiere daraus ein Zusatzaufwand, welcher vom
üblichen Pauschalhonorar nicht abgedeckt sei. Klientschaften, welche einen eigenen
Anwalt mandatierten, dürften finanziell nicht bessergestellt werden als Parteien, die
sich an einer Kollektivbeschwerde beteiligten. Im Weiteren sei der Zuschlag von zwei
Arbeitsstunden für den angeordneten zweiten Schriftenwechsel ausgewiesen.
3.1. Im Kanton St. Gallen wird das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege auf der
Grundlage einer Honorarpauschale festgesetzt (vgl. Art. 22 Abs. 1 der Honorarordnung;
sGS 963.75, HonO, in der Fassung des VI. Nachtrags vom 28. November 2018, in Kraft
gesetzt auf 1. Januar 2019, nGS 2019-019, vgl. zum übergangsrecht Art. 30 HonO).
Vor Verwaltungsbehörden beträgt das Honorar pauschal CHF 500 bis CHF 6'000
(Art. 22 Abs. 1 lit. a HonO, siehe dazu auch Art. 7 der Verordnung über die Bearbeitung
von Rekursverfahren vor den Departementen; sGS 951.11, RekV). In aussergewöhnlich
aufwendigen Fällen kann es um bis zu 100 Prozent erhöht werden (Art. 22
Abs. 2 HonO). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das
Grundhonorar nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der
Bemühungen, der Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der
Beteiligten bemessen (vgl. Art. 19 HonO sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des
Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG). Richtschnur ist dabei das gemäss kantonalem
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Tarif gerechtfertigte Anwaltshonorar, welches durch die bei objektiver Würdigung
notwendig erscheinende Inanspruchnahme des Anwalts entstanden ist (vgl. VerwGE
B 2017/240 vom 25. Oktober 2018 E. 6 mit Hinweisen, a.a.O.). Der vom Rechtsvertreter
betriebene Aufwand, wie er in der Honorarnote zum Ausdruck kommt, stellt mithin
lediglich eines von verschiedenen Bemessungskriterien dar (vgl. VerwGE B 2016/38
vom 12. März 2018 E. 8.3 mit Hinweis, www.gerichte.sg.ch, anders: K. Plüss, in:
A. Griffel [Hrsg.], a.a.O., § 68 Rz. 72).
Den Behörden kommt bei der Bemessung von ausseramtlichen Kosten ein erheblicher
Ermessensspielraum zu. Die Ermessenskontrolle ist dem Verwaltungsgericht im
Beschwerdeverfahren verwehrt. Das Verwaltungsgericht ist nur zur Rechtskontrolle
befugt und kann einen Kostenspruch der Vorinstanz nur aufheben, wenn er auf einer
Über- oder Unterschreitung bzw. einem Missbrauch des Ermessens beruht (vgl. Art. 61
Abs. 1 und 2 VRP sowie VerwGE B 2018/75 vom 21. März 2019 E. 4.3 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch). Ermessensmissbrauch wird angenommen, wenn die
Ermessensausübung nicht pflichtgemäss erfolgte, namentlich wenn sie von
sachfremden Kriterien geleitet oder überhaupt unmotiviert ist. Die
Ermessensbetätigung hat sich an den allgemeinen Rechtsgrundsätzen, den
verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien und den (weiteren) verfassungsrechtlichen
Schranken, insbesondere dem Grundsatz der Rechtsgleichheit, der
Verhältnismässigkeit und dem Willkürverbot, zu orientieren (vgl. VerwGE B 2018/65
vom 26. Juni 2018 E. 2 mit Hinweis auf Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 739 ff.,
www.gerichte.sg.ch). Wo eine Behörde die ausseramtlichen Kosten nach Ermessen
verteilt und insoweit über einen Ermessensspielraum verfügt, hängen
Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft; SR 101, BV) und Willkürverbot (Art. 9 BV) derart eng zusammen,
dass die rechtsungleiche Behandlung als blosser Sonderfall der Willkür erscheint. Die
Überprüfung der Rechtsanwendung erfolgt deshalb vorab auf Willkür hin. Willkürliche
Rechtsanwendung bedeutet, dass der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar
ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen
unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem
Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Der Entscheid ist nur aufzuheben, wenn nicht
bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere
Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (vgl.
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BGer 5A_278/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf
Art. 107 der Schweizerischen Zivilprozessordnung; Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO,
und VerwGE B 2017/180 vom 27. September 2018 E. 2.3 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch). Die Rechtsgleichheit ist verletzt, wenn Gleiches nicht nach
Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner
Ungleichheit ungleich behandelt wird (vgl. BGE 138 I 321 E. 3.2 mit Hinweis auf
BGE 137 V 121 E. 5.3).
3.2. Die Vorinstanz hat anerkannt (vgl. act. 6 Ziff. 1 und 3), dass sie, hätte sie die
Kostennote der Beschwerdeführer vom 25. November 2018 (Beilage zu act. 7/14) im
angefochtenen Entscheid (act. 2/11, S. 7 E. 4) berücksichtigt, bei der Festsetzung des
Honorars für das Rekursverfahren antragsgemäss zusätzlich eine Entschädigung für
Barauslagen von pauschal 4% des Honorars hätte hinzurechnen müssen. Hingegen
stellt sie sich (nachträglich, vgl. hierzu E. 4 hiernach) auf den Standpunkt (act. 6 Ziff. 2),
im Rekursverfahren sei nur ein einfacher Schriftenwechsel angeordnet worden.
Freiwillig eingereichte Eingaben würden praxisgemäss nicht entschädigt. Es habe sich
vorliegend um einen einzigen Rekurs gehandelt, der von sechs Ehepaaren und vier
Einzelpersonen (ursprünglich fünf) gemeinsam erhoben worden sei. Die Sachlage sei
für alle Rekurrenten identisch gewesen, weshalb keine unterschiedlichen Eingaben des
Rechtsvertreters nötig gewesen seien. Der Aufwand von neun Zusatzstunden für
Instruktionsgespräche sei nicht nachgewiesen.
3.3. Der erste oder einfache Schriftenwechsel ist abgeschlossen, wenn die
Rekursinstanz die Rekursschrift den übrigen Verfahrensbeteiligten zustellt und ihnen
Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung angesetzt hat (vgl. Art. 53 VRP). Zur
Wahrung des (unbedingten) Replikrechts müssen die Vernehmlassungen den
Verfahrensbeteiligten zur Information (Kenntnisnahme, Orientierung) zugestellt werden
(vgl. dazu VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2.4-2.4.3 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch). Dafür kann ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet oder den
Parteien Frist für eine allfällige Stellungnahme angesetzt werden. Die Behörde kann
Eingaben aber auch lediglich zur Kenntnisnahme zustellen, wenn von den Parteien
erwartet werden kann, dass sie umgehend unaufgefordert Stellung nehmen oder eine
Stellungnahme beantragen, was namentlich bei anwaltlich Vertretenen oder
Rechtskundigen regelmässig der Fall ist (vgl. dazu Seethaler/Plüss, in: Waldmann/
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Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsrechtspflegegesetz, 2. Aufl. 2016,
Art. 57 Rz. 42).
Im vorliegenden Fall stellte die Vorinstanz den Verfahrensbeteiligten mit
Zwischenverfügung vom 4. September 2018 (act. 7/10) die Vernehmlassungen des
AREG vom 26. Juli 2018 (act. 7/9) und der Beschwerdegegnerin vom 4. Mai 2018
(act. 7/7) zur Wahrung des Replikrechts mit der Möglichkeit zu, sich dazu innert
30 Tagen vernehmen zu lassen. Insoweit war diese Verfügung, abgesehen von der
Androhung der Säumnisfolgen, identisch mit den zuvor im Rahmen des ersten
Schriftenwechsels ergangenen verfahrensleitenden Anordnungen (vgl. demgegenüber
Zwischenverfügungen vom 16. April 2018 und 26. Juni 2018, act. 7/6 und 8). Zusätzlich
wies die Vorinstanz die Verfahrensbeteiligten darin ausdrücklich auf die Ausführungen
des AREG hin, wonach die Mitwirkungsrechte der Bevölkerung nach Art. 4 des
Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) verletzt
worden seien und eine Berichterstattung nach Art. 47 der Raumplanungsverordnung
(SR 700.1, RPV) fehle. Vor diesem Hintergrund kann den Beschwerdeführern nicht
unterstellt werden, sie hätten die Eingabe vom 8. Oktober 2018 (act. 7/12) "freiwillig"
eingereicht. Bei der Zwischenverfügung vom 4. September 2018 handelte es sich
fraglos nicht um eine blosse "Zustellung zur Kenntnisnahme". Darüber hinaus besteht
das Recht, von allen eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu
äussern zu können, unabhängig davon, ob die Eingaben neue und/oder wesentlichen
Vorbringen enthalten. Es ist nicht an der entscheidenden Behörde zu beurteilen, ob
eine weitere Stellungnahme oder Entgegnung erforderlich ist. Dies ist allein Sache der
Verfahrensbeteiligten (vgl. VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2.4 mit Hinweis,
a.a.O.). Die von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang ins Feld geführte, nicht
weiter dokumentierte Praxis, "freiwillig" eingereichte Eingaben nicht zu entschädigen,
lässt sich demzufolge nicht halten. Nach dem Gesagten kann dem Rechtsvertreter der
Beschwerdeführer nicht vorgehalten werden, die für die Ausfertigung der
Stellungnahme vom 8. Oktober 2018 in der Kostennote vom 25. November 2018
geltend gemachten zusätzlichen Aufwendungen von zwei Stunden à CHF 250 seien –
von vornherein – nicht notwendig gewesen.
3.4. Gemäss R. Hirt wird die ausseramtliche Entschädigung, wie sie bei einem
Mandanten gesprochen würde, angemessen erhöht und entsprechend dem jeweiligen
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Aufwand auf die vertretenen Parteien verteilt, wenn ein Rechtsvertreter im gleichen
Verfahren mehrere Klienten vertritt (vgl. dieselbe, Die Regelung der Kosten nach
st.gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 206). Diese
Lehrmeinung leuchtet ein, weshalb sich ihr das Verwaltungsgericht anschliesst. Die
Vertretung mehrerer Klienten im gleichen Verfahren verursacht einen Mehraufwand.
Nicht nachvollziehbar ist daher, weshalb die Vorinstanz in Abrede stellt, dass die
Aufwendungen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführer durch die Vertretung einer
Vielzahl von Klienten höher gewesen sind, als wenn dieser nur einen Mandanten
vertreten hätte. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführer den genauen
Zeitaufwand für die zusätzlich notwendigen Instruktionsgespräche nicht nachgewiesen
haben. Es liegen offensichtlich sachliche Gründe vor, die ausseramtliche
Entschädigung bei einer Vielzahl von Klienten im Vergleich zur Vertretung von einem
Mandanten unterschiedlich hoch anzusetzen. Dabei geht es nicht darum, jedem noch
so bedeutungsarmen Detail des Einzelfalls gerecht zu werden (vgl. dazu B. Stähelin,
Rechtsverfolgungskosten und unentgeltliche Rechtspflege im Lichte der
Rechtsgleichheit, Zürich 2017, Rz. 117). Vielmehr läuft die von der Vorinstanz
vorgenommene Vereinfachung des Sachverhalts dem Rechtsgleichheitsgebot zuwider
und ist auch willkürlich.
3.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz bei der Bemessung der
ausseramtlichen Entschädigung nicht nur die in der Kostennote der Beschwerdeführer
vom 25. November 2018 (Beilage zu act. 7/14) beantragte Entschädigung für
Barauslagen von pauschal 4% des Honorars ausser Acht liess, sondern auch die darin
geltend gemachten besonderen Umstände (Aufwand für die Ausfertigung der
Stellungnahme vom 8. Oktober 2018, Vertretung einer Vielzahl von Klienten) im
Rahmen ihrer Ermessensausübung angemessen hätte berücksichtigen müssen.
Insoweit ist die vorinstanzliche Ermessensausübung rechtsfehlerhaft. Die Beschwerde
ist gutzuheissen, Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Entscheids aufzuheben und die
Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zur Neufestsetzung der ausseramtlichen
Entschädigung der Beschwerdeführer für das Rekursverfahren an die Vorinstanz
zurückzuweisen.
4. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, ob die Beschwerde auch wegen
Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) zu Recht erfolgte (vgl. dazu
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act. 1, S. 6 Ziff. III/4, act. 10, S. 1, sowie BGE 144 I 11 E. 5.3, BGE 143 III 65 E. 5.2,
BGer 8C_262/2014 vom 3. Juli 2014 E. 3.4, VerwGE B 2017/240 vom 25. Oktober 2018
E. 6, www.gerichte.sg.ch, VerwGE B 2014/214 vom 27. November 2015 E. 4.2.1, in:
GVP 2015 Nr. 68, alle je mit Hinweisen und Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Tenchio/
Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017,
Art. 105 Rz. 2), da die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 5. April 2019 (act. 6
Ziff. II/1) anerkannt hat, dass sie sich im angefochtenen Entscheid mit der Kostennote
der Beschwerdeführer vom 25. November 2018 (Beilage zu act. 7/14) nicht
auseinandersetzte.
5. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP
und VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 5 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
Eine Entscheidgebühr von CHF 1'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV). Auf die Erhebung ist zu verzichten
(Art. 95 Abs. 3 VRP). Den Beschwerdeführern ist der geleistete Kostenvorschuss in
gleicher Höhe zurückzuerstatten.
Die Beschwerdegegnerin hat die obsiegenden Beschwerdeführer für das
Beschwerdeverfahren antragsgemäss ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1
und Art. 98 VRP). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer hat am 10. Juni 2019
eine Kostennote (act. 11) eingereicht, gemäss welcher die Entschädigungsforderung
CHF 4'125 (zuzüglich 4% Barauslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) beträgt. Vor
Verwaltungsgericht ist die Honorarpauschale innerhalb des von Art. 22 Abs. 1 Ingress
und lit. b HonO festgelegten Rahmens zwischen CHF 1'500 und CHF 15'000
festzulegen. Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das
Grundhonorar, wie im Rekursverfahren (vgl. dazu E. 3.1 hiervor), nach den besonderen
Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des
Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten bemessen (Art. 19 HonO
sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 AnwG; vgl. dazu VerwGE B 2017/221 vom 25. Juni 2018
E. 3.2 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Auch im Beschwerdeverfahren ist die
eingereichte Kostennote bei der Festsetzung der Honorarpauschale lediglich zu
berücksichtigen (vgl. VerwGE B 2014/214 vom 27. November 2015 E. 4.2.1, a.a.O.).
bis
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Mit Blick auf den in der Honorarordnung vorgesehenen mittleren Stundenansatz von
CHF 250 (vgl. Art. 24 Abs. 1 HonO) und die weiteren Bemessungskriterien,
insbesondere die in vergleichbaren Fällen zugesprochenen Entschädigungen (vgl. dazu
VerwGE B 2016/235 vom 9. Juli 2018, VerwGE B 2015/313 vom 29. Juni 2017, VerwGE
B 2015/74 vom 28. März 2017, VerwGE B 2015/123 vom 20. Dezember 2016, VerwGE
B 2014/70 vom 27. November 2015, VerwGE B 2011/88 vom 18. Oktober 2011,
www.gerichte.sg.ch) und die vorliegend gegebenen besonderen Umstände (Vertretung
einer Vielzahl von Beschwerdeführern, Replik vom 10. Juni 2019), erscheint eine
ausseramtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren in der Höhe von
CHF 2‘000 angemessen. Die in der Kostennote vom 10. Juni 2019 (act. 11)
aufgeführten Aufwendungen für die Prüfung des vorinstanzlichen Entscheides können
dabei insoweit nicht berücksichtigt werden, als der Entscheid inhaltlich nicht
angefochten wurde. Hinzu kommen 4% pauschale Barauslagen (Art. 28
Abs. 1 HonO) sowie die beantragten 7.7% Mehrwertsteuer (Art. 29 HonO).