# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 010ca812-65c0-4582-b240-9fdd63ce3c85
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, meldete sich
am 1
1.
April 1997
unter Hin
weis auf Rückenschmerzen
seit einem Unfall
im Jahr
1996
bei der Invaliden
versicherung zum Leistungs
bezug an (
Urk.
7/50
Ziff.
6.2
-3
).
Mit Verfügung
vom
1
5.
Juli 1999 sprach die IV-Stelle
Y._
dem Versicher
ten bei einem Invaliditätsgrad von 45
%
ab dem
1.
Mai 1997 eine
Viertelsrente
zu (
Urk.
7/115,
Urk.
7/57).
In der Folge eingeleitete
Revisionen ergaben keine Änderung des Rentenanspruc
hs (vgl.
zuletzt
die Mitteilung der IV-Stelle
Y._
an den Versicherten
vom 2
3.
November 2009,
Urk.
7/237).
Am
7.
März 2013 beantragte der Versicherte eine Erhöhung der laufenden Rente (
Urk.
7/254/2-3). Mit Verfügung
vom 1
0.
Dezember 2013
(
Urk.
7/273,
Urk.
7/272)
sprach
die IV-Stelle
Y._
dem Versicherten
ab
Oktober 2012
neu eine halbe Rente zu
.
1.2
Am
3.
Juli 2014 reichte der Versicherte bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Zürich,
ein
Revisionsgesuch
wegen
einer
Verschlech
terung seines Gesundheit
szustandes ein (
Urk.
7/303/1).
Nach durchgeführt
em
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/328-
351
) lehnt
e
die IV-Stelle
Zürich
eine Erhö
hung der Rente mit Verfügung vom 1
1.
Mai
2015 ab (
Urk.
7/352 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
3.
Juni 2015 Beschwerde (
Urk.
1) gegen die Verfü
gung vom 1
1.
Mai 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente auszurichten. Eventuell sei die Verfügung aufzuheben und es sei die IV-Stelle Zürich zu verpflichten, eine polydisziplinäre Abklärung durchzuführen, worauf neu zu entscheiden sei (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2 oben).
Die IV-Stelle Zürich beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
August 2015 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
3.
September 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
Am 1
7.
September 2015 reichte er eine Replik ein (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt im angefochtenen Entscheid zu den
medizinischen Abklärungen fest
, bei unverändert weitergeführter
antihormoneller The
rapie und nicht vorhandenen Knochenmetastasen bestehe aus
versicherungsme
dizinischer
Sicht seit Januar 2014 eine
phasenweise schwankende
Restarbeitsfähigkeit von 50
%
(
Urk.
2 S. 2).
Ergänzend stellte die Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung vom 1
2.
August 2015 fest,
e
in schwankender Verlauf der Arbeitsfähigkeit sei zwar nachvollziehbar, eine dauerhaft tiefere Arbeitsfähigkeit von lediglich noch 20
%
sei jedoch nicht durch objektive Befunde begründet (
Urk.
6
Ziff.
2). Die zusätzli
chen Rückenbeschwerden
hätten keinerlei Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (
Urk.
6
Ziff.
3).
2.2
Der Beschwerdeführer rügte, die Beschwerdegegnerin habe die Invalidenrente nicht erhöht, obwohl sich sein Gesundheitszustand unbestreitbar erheblich und dauerhaft verschlechtert habe (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
3 unten).
Die Rückenbeschwerden müssten im Zusammenhang mit den
Leistungs
ein
schrän
kungen
aufgrund des Prostata-
Karzinons
berücksichtigt werden (
Urk.
9 Ziff. 3).
2.3
Strittig
und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers
seit der
Zusprache
einer halben Rente mit Verfügung der IV-Stelle
Y._
vom 1
0.
Dezember 2013 massgeblich verschlechtert hat.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
stellte
im
Bericht vom
3.
Juli 2009 (
Urk.
7/225) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
Rückenverletzung
, März 1996
verminderte
Beweglichkeit
der Lendenwirbelsäule
verminderte Belastbarkeit bei kleiner D
iskushernie
L4/5
, seit Septem
ber 1993
HWS-Schleudertrauma, 1973
l
aterale Bandruptur linkes oberes Sprunggelenk
Dr.
Z._
führte aus
, der
Beschwerdeführer sei in seiner Leistungsfähig
keit um etwa 50
%
reduziert
. Er müsse dauernd zwischen Sitzen und Stehen wechseln
(
Ziff.
1.7).
3.
2
.
Dr.
med.
A._
, praktische Ärztin,
stellte
in einem Bericht vom
5.
April 2013
(
Urk.
7/258
/2-5
)
eine
neu
e
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
:
metastasierendes Prostata-
K
arzinom, bestehend seit Juni 201
2.
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie ein
Lumbovertebralsyndrom
(4./
5.
Lendenwirbelkörper), bestehend seit 2008 (
Ziff.
1.1-1.2).
Dr.
A._
attestierte für die bisherige Tätigkeit
des Beschwerdeführers
als Architekt und Projektleiter
ein
zumutbares
Arbeitspensum von 21 Stunden pro Woche. Die Angaben würden seit Januar 2013 gelten (
Ziff.
5.2).
3.3
Dr.
med.
B._
, Oberärztin,
C._
,
stellte in einem Bericht vom 2
9.
Mai 2013 (
Urk.
7/260) fest, der Beschwerdeführer sei tumor- und therapiebedingt in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Diese werde, je nach weiterem Verlauf, immer wieder fluktuieren.
Der Beschwerde
führer
selber möchte gerne arbeiten und versuche dies auch immer wieder. Prinzipiell sei die Situation palliativ, eine Heilung sei nicht mehr möglich (S. 1).
Dr.
B._
führte
für die Zeit
vom
1
7.
Juli 2012 bis 3
1.
Mai 2013
eine
zwischen
0
und
100
%
schwankende Arbeitsunfähigkeit
auf.
Ab
dem
1.
Juni 2013
attes
tierte sie eine
Arbe
itsunfähigkeit von 50
%
(S. 2
).
3.4
Dr.
B._
hielt
in einem Schreiben vom
6.
Juli 2013
(
Urk.
7/322/7) ergänzend fest
,
sowohl die Krankheit als auch die Therapie verunmöglichten eine volle Belastbarkeit des Beschwerdeführers in seinem Beruf. Auf seinen eigenen Wunsch versuche er mit einem Pensum von 50
%
zu arbeiten. Seine Leistungs
fähigkeit sei aber eingeschränkt. Einen vollen Arbeitstag könne
er
nicht bewäl
tigen. Er benötige die Möglichkeit für
Ruhepausen, vor allem am Mittag
.
3.5
Mit Verfügung vom 1
0.
Dezember 2013 (
Urk.
7/273,
Urk.
7/272) erhöhte d
ie IV
Stelle
Y._
die
Viertelsrente
ab Oktober 2012
auf eine halbe Rente
, da seit Juli 2012 eine andauernde Arbeitsunfähigkeit von 50
%
in jeder Tätigkeit bestehe (
vgl.
Urk.
7/268/1)
.
Am
3.
Juli 2014
stellte
der Beschwerdeführer bei der Beschwerdegegnerin ein
Revisionsgesuch aufgrund einer
Verschlechter
ung seines Gesundheitszustandes
(
Urk.
7/303/1).
4.
4.1
Dr.
A._
führte
in einem Bericht vom 3
0.
September 2014 (
Urk.
7/322/1-5) für die zuletzt ausge
übte Tätigkeit als Architekt vom
1
7.
Juli bis 1
4.
September 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von
100
%
und
ab
dem 1
5.
September 2012 eine
solche
von 50
%
auf
(
Ziff.
1.6).
Als
Einschränkungen bestünden eine
ra
sche Ermüdbarkeit und Rückenschmerzen. W
eiter komme es zu einem Anschwellen der Beine, links mehr als rechts und
zu
Gefühllosigkeit. Es bestünden
Konzent
rationsprobleme
, die sich auf die Arbeit auswirkten. In der bisherigen Tätigkeit sei noch ein Pensum von 20
%
beziehungsweise acht Stunden pro Woche zumutbar. In jeglicher Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
(
Ziff.
1.7).
Der Beschwerdeführer arbeite sowieso. Eine Steigerung des Pensums sei wegen der Therapien nicht möglich (
Ziff.
1.9).
Dr.
A._
attestierte ab
3.
April 2013 eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 100 und 50
%
, wobei ab
1.
Sep
tember 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 80
%
bestehe (vgl.
Urk.
7/322/6).
4.
2
Dr.
med.
D._,
praktische Ärztin
, Regionalärztlicher Dienst der
Beschwer
de
gegnerin
(RAD),
nahm am
2
8.
Oktober 2014
zu den A
kten Stellung (
Urk.
7/327 S. 3).
Sie
erklärte
,
eine dauerhafte Veränderung des Gesundheitszu
standes
seit Dezember 2013
liege
nicht vor. Beim rentenbegründenden
Gesund
heitsschaden
handle
es sich um ein metastasierendes Prostata-
Karzinom
. Dies
e Erkrankung
habe sich betreffend der funktionellen Einschränkungen nicht geändert.
Die im Februar 2014 beurteilte
Arbeitsunfähigkeit
sei auf ein
Ere
ignis im Fit
nessstudio zurückzuführen
, das zu Schmerzen im Bereich der Bauchmuskulatur geführt habe. Unter adäquater Behandlung und Berücksichtigung des
Belas
tungsprofils
sollte die vormals beurteilte Arbeitsfähigkeit erfahrungsgemäss nach zwei bis drei Monaten wieder möglich sein. Von Seiten der SUVA werde das Ereignis ohne substantielle Schädigung nicht als Unfall oder unfallähnliches Ereignis bewertet.
4.
3
Dr.
B._
hielt in einem Bericht vom
5.
Januar 2015 (
Urk.
7/340) fest, der Tumor sei unter der
antitumoralen
Systemtherapie seit Oktober 2013 erfreuli
cherweis
e stabil. Tumor- und therapiebedingt sei der Beschwerdeführer jedoch weiterhin in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Diese werde nach dem weiteren Verlauf immer wieder fluktuieren. Entsprechend habe die Arbeitsfähig
keit
(richtig wohl: Arbeitsunfähigkeit)
im Verlauf der letzten beiden Jahre zwi
schen 50 und 100
%
geschwankt. Seit A
nfang
2014 beste
he eine Arbeitsunfä
higkeit von
80 bis 100
%. Dies werde voraussichtlich auch so bleiben. Die Situa
tion sei weiterhin pa
l
liativ. Eine Heilung sei nicht mehr möglich (S. 1).
Die Beschwerdegegnerin gehe
im Vorbescheid
einerseits von einer Arbei
tsun
fähigkeit von 50
%
aus. Die Arbeitsunfähigkeit
habe sich
aber
inzwischen auch
geändert. Andererseits
schreibe die Beschwerdegegnerin
, dass keine dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustandes vorliege und die Arbeitsunfähigkeit mit einer akuten Verletzung der Bauchmuskulatur begründet sei. Dies se
i
nicht die Ursache der
attestierten
Arbeitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer leide unter den Folgen eines
lymphogen
metastasierten Prostatakarzinoms und unter den Folgen der aktuellen und bisherigen
antitumoralen
Therapien (S. 2; vgl. auch den Bericht von
Dr.
B._
vom 2
0.
Februar 2015,
Urk.
7/344).
4.
4
RAD-Ärztin
Dr.
D._
gab in einer weiter
e
n Stellungnahme vom
4.
März 2015 (
Urk.
7/351 S. 3)
an
, dem Bericht des
C._
vom 2
0.
Februar 2015 sei zu ent
nehmen, dass die Arbeitsunfähigkeit zwischen 50
und
100
%
schwanke.
Seit Januar 2014 werde eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 80
und
100
%
angegeben. Es werde weiterhin eine palliative antihormonelle Therapie durchgeführt.
Kno
chenmetastasen
seien bisher nicht diagnostiziert worden. Aus
versicherungsme
dizinischer
Sicht sei ein schwankender Verlauf d
er Arbeitsfähigkeit
(richtig wohl: Arbeitsunfähigkeit)
zwischen 50 bis
100
%
nachvollziehbar. In der bishe
rigen Täti
gkeit könne ausserhalb der zurz
eit nicht durchgeführten Chemothera
pie weiterhin eine Restarbeitsfähigkeit angenommen werden.
Bei weitergeführter antihormoneller Therapie werde au
s
versicherungsmedizini
scher
Sicht empfohlen, seit Januar 2014 von einer Restarbeitsfähigkeit von 50
%
auszugehen. Diese sei phasenweise schwankend, wobei noch nicht dauer
haft von einer Restarbeitsfähigkeit von 20
%
ausgegangen werden könne.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer ist wegen
der Folgen
eines metas
tasierten Prostata
-K
arzi
noms und
der daraufhin
durchgeführten
Therapie
n
in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt.
Aktuell ist e
r mit einem Pensum von zirka 20
% als Schulpfleger tätig (
Urk.
7/317).
Die behandelnde Ärztin des
C._
,
Dr.
B._
, attestierte aktuell
eine
zwischen 80 - 100
%
schwankende
Arbeitsunfähigke
i
t (E. 4.3). Zuvor
bestand
gemäss
Dr.
B._
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(E. 3.3).
Dr.
A._
attestierte für jegliche Tätigkeiten
neu
ab
1.
September 2014
eine zu
mutbare Arbeitsfähigkeit von 20
%.
(E. 4.1)
Abweichend
zu den genannten Ärzten verneinte
Dr.
D._
,
dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
verschlechtert hat
, und ging von einer weiterhin bestehenden Restarbeitsfähigkeit von 50
%
aus
(4.4 hiervor)
.
5.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die
Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Verfahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheid
re
levante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
5.3
Es liegen somit sehr unterschiedliche Beurteilungen der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit Dezember 2013 vor.
D
ie Angaben von
Dr.
B._
wie auch
diejenigen
von
Dr.
A._
mit einer zwischen 80 und 100
%
schwank
en
den Arbeitsunfähigkeit
erweisen sich
jedoch
als
zu
ungenau, als dass
darauf abge
stellt werden könnte.
Dies insbesondere deshalb, da der Beschwerdeführer am 3
1.
Oktober 2013 einen neuen Arbeitsvertrag zu einem Pensum von 50
%
ab
1.
Januar 2014 - einem Zeitpunkt, zu dem gemäss
Dr.
A._
eine 100%ige (vgl.
Urk.
7/322/6) und gemäss
Dr.
B._
eine 80 bis 100%ige Arbeitsunfähig
keit (vgl. vorstehend E. 4.3) bestand - abgeschlossen hatte (vgl.
Urk.
7/324/1-5) und diesen zwar per 1
5.
September 2014 wieder kündigte, soweit ersichtlich jedoch nicht aus gesundheitlichen Gründen (vgl.
Urk.
7/317).
Gegen die
abwei
chenden
Stellungnahmen von
Dr.
D._
vom 2
8.
Oktober 2014 und vom
4.
März 2015
spricht demgegenüber
, dass die RAD-Ärztin den Beschwerdeführer nicht persönlich unte
rsucht hat
und keine Onkologin ist.
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2
der Verordnung über die Invalidenversi
cherung (IVV)
ist mit jenem externer medizinischer Sachver
ständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die not
wendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Aller
dings kann auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
Es lässt sich daher nicht abschliessend beurteilen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang sich d
ie
Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
seit Dezember 2013
verschlechtert hat. Sodann ist nicht auszuschliessen, dass in der Zwischenzeit eine weitere Ver
schlechterung eingetreten ist, nachdem
Dr.
B._
die Situation als palliativ beschrieb
en hat
(E. 3.3).
Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die
infolge der Tumorerkrankung eingeschränkte Restarbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers
fachärztlich
abkläre. Anschliessend hat sie über
das
Revisi
onsgesuch
des Beschwerdeführers
neu zu verfügen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
600.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.
2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese ist beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
220.-- (zuzüglich
MWSt
) auf
Fr.
2‘050
.-- festzusetzen.