# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 48b224dd-cc39-462f-8467-89ac8293388f
**Court:** SG_VB
**Chamber:** SG_VB_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

Sachverhalt
A.
a) Die Stiftung D._, Y._, ist Eigentümerin von Grundstück
Nr. 001, Grundbuchkreis X._, an der T._strasse in X._. Das
Grundstück liegt gemäss geltendem Zonenplan der Stadt X._ vom
1. November 1980 in der Wohn-Gewerbe-Zone, Bauklasse 4a
(WG4a). C._, X._, betreibt im Erdgeschoss des auf Grundstück
Nr. 001 bestehenden Gebäudes Vers.-Nr. 002 den Gastgewerbebe-
trieb B._.
[...]
Übersicht
(Quelle: Geoportal SG)
b) Östlich des Grundstücks Nr. 001 verläuft die T._strasse (Kan-
tonsstrasse), südlich/südwestlich die U._strasse (Gemeindestrasse
2. Klasse).
[...]
Übersicht Strassen
(Quelle: Geoportal SG)
c) Die den beiden vorerwähnten Strassen zugewandten asphaltier-
ten Flächen vor dem Gebäude Vers.-Nr. 002 wurden bislang (auch)
als Parkplätze genutzt. Konkret zeigt sich folgendes Bild:
[...]
Parkplätze
(Quelle: maps.google.com; Streetview)
B.
a) Mit Baugesuch vom 7. Februar 2020 beantragte C._ namens
des Gastgewerbebetriebs B._ bei der Stadt X._ die Baubewilli-
gung für die Umplatzierung des Fumoirs im Erdgeschoss sowie für
eine "Aussenbestuhlung", also die gastgewerbliche Nutzung einer Flä-
che ausserhalb des Gebäudes (drei Tische mit insgesamt zwölf Stüh-
len).
[...]
Übersicht Projekt
(Quelle: Baugesuchpläne)
b) Innert der Auflagefrist vom 17. März 2020 bis 1. April 2020 erhob
die A._ AG, Z._, vertreten durch lic.iur. Urs Pfister, Rechtsanwalt,
St.Gallen, Einsprache gegen das Bauvorhaben. Die A._ AG ist Ei-
gentümerin von Grundstück Nr. 004.
c) Mit Beschluss vom 15. Mai 2020 erteilte die Baubewilligungs-
kommission der Stadt X._ die Baubewilligung unter Bedingungen
und Auflagen und wies die Einsprache der A._ AG ab.
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 3/13
C.
Gegen diesen Beschluss erhob die A._ AG durch ihren Rechtsver-
treter mit Schreiben vom 12. Juni 2020 Rekurs beim Baudepartement.
Mit Rekursergänzung vom 13. Juli 2020 werden folgende Anträge ge-
stellt:
1. Der Beschluss der Baubewilligungskommission der
Stadt X._ vom 15. Mai 2020 (Nr. 311, Baugesuch Nr. 57'400; versandt am 28. Mai 2020) sei, mit  aller weiteren Teilbewilligungen, wegen  öffentlich-rechtlicher Vorschriften aufzuheben;
dementsprechend
- sei das Baugesuch Nr. 57'400 wegen Verletzung öffentlich-rechtlicher Vorschriften abzuweisen,  gleichzeitiger Gutheissung der öffentlich- Einsprache der Rekurrentin; oder, ,
- sei die Angelegenheit zur nochmaligen  an die Vorinstanz zurückzuweisen;
2. Der Beschluss der Baubewilligungskommission der Stadt X._ vom 15. Mai 2020 (Nr. 311, Baugesuch Nr. 57'400) sei, mit Einschluss aller weiteren , wegen Verletzung von Art. 684 ZGB ;
dementsprechend
- sei das Baugesuch Nr. 57'400 wegen Verletzung von Art. 684 ZGB abzuweisen, unter gleichzeitiger Gutheissung der privatrechtlichen Einsprache der Rekurrentin nach Art. 684 ZGB; oder eventualiter,
- sei die Angelegenheit zur nochmaligen  an die Vorinstanz zurückzuweisen;
3. Es sei die Wiederherstellung des rechtmässigen  anzuordnen; dementsprechend sei die  zu verpflichten, innert 30 Tagen nach rechtskräftiger Abweisung des Baugesuchs Nr. 57'400
a) das unbewilligte Fumoir zurückzubauen; und
b) die unbewilligten Aussenplätze zu entfernen.
4. Antrag auf Erlass von vorsorglichen Massnahmen:
Die Rekursgegnerin sei vom Baudepartement mittels einer vorsorglichen, superprovisorisch verfügten Massnahme sofort zu verpflichten, die unbewilligte, wi-
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 4/13
derrechtliche Nutzung des Fumoirs und der  einzustellen, bis eine rechtskräftige  vorliegt;
einer allfälligen Beschwerde gegen die  verfügte vorsorgliche Massnahme sei die  Wirkung zu entziehen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Zur Begründung wird geltend gemacht, die geplante Aussen-Restau-
rationsfläche grenze einerseits an die T._strasse und andererseits
an die U._strasse. Das Bauvorhaben halte die massgeblichen
Strassenabstandsvorschriften nicht ein. Eine Ausnahmebewilligung
sei weder geprüft noch erteilt worden. Hinsichtlich der Aussen-Restau-
rationsfläche sei die erteilte Baubewilligung bereits aus diesen Grün-
den aufzuheben. Ausserdem verstosse die Baubewilligung gegen
bundesrechtliche Vorschriften über den Lärmschutz. Weil sich die
Baubewilligung nicht mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften verein-
baren lasse, habe dies übermässige Immissionen zu Lasten der Lie-
genschaft der Rekurrentin zur Folge, was Letztere gemäss Art. 684
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210; abgekürzt ZGB)
nicht dulden müsse. Ihren Antrag auf Erlass eines Nutzungsverbots
begründet die Rekurrentin zusammengefasst damit, dass der Rekurs-
gegner das Fumoir bereits erstellt und in Betrieb genommen habe und
die Aussenplätze bereits für die Bewirtung der Gäste nutze, obwohl
die diesbezügliche Baubewilligung noch nicht rechtskräftig sei.
D.
a) Mit Vernehmlassung vom 5. August 2020 beantragt die
Vorinstanz den Rekurs abzuweisen. Hinsichtlich der vorsorglichen
Massnahme (Nutzungsverbot) lässt die Vorinstanz ausführen, es
werde ein entsprechendes Nutzungsverbot unterstützt.
b) Mit Entscheid Nr. 75/2020 vom 14. August 2020 hiess das Bau-
departement den Antrag der Rekurrentin auf Erlass einer vorsorgli-
chen Massnahme gut und untersagte die Nutzung des Rauchzimmers
(Fumoir) sowie der Aussenbestuhlung des Gastgewerbebetriebs an
der T._strasse 003 in St.Gallen (Grundstück Nr. 001) bis zur rechts-
kräftigen Erteilung der Baubewilligung. Für den Fall der Nichtbefol-
gung dieses Nutzungsverbots wurde die Bestrafung nach Art. 292 des
Schweizerischen Strafgesetzbuchs (SR 311; abgekürzt StGB) ange-
droht. Dem Rekursgegner wurde eine Entscheidgebühr von
Fr. 1'000.– auferlegt und er wurde verpflichtet, die Rekurrentin ausser-
amtlich mit Fr. 1'000.– zuzüglich Mehrwertsteuer zu entschädigen.
Dieser Entscheid vom 14. August 2020 ist in Rechtskraft erwachsen.
c) Mit Amtsbericht vom 8. September 2020 hält das kantonale Tief-
bauamt (TBA) fest, die Aussenbestuhlung befinde sich unter anderem
entlang einer Kantonsstrasse. Von der Aussenbestuhlung seien heute
vorhandene Parkplätze (deutlich zu kurze Senkrechtparkplätze mit
Rückwärtsfahrt auf einen Knoten mit Fussgängerstreifen) betroffen,
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 5/13
die hätten überprüft werden müssen. Somit liege eine geänderte Zu-
fahrt gemäss Art. 63 des Strassengesetzes (sGS 732.1; abgekürzt
StrG) vor. Aus Sicht des TBA wäre deshalb eine Prüfung durch das
kantonale Strasseninspektorat zwingend gewesen. Grundsätzlich
werde die verkehrliche Gesamtsituation durch die Aussenbestuhlung
verbessert und sei daher zu begrüssen. Die Parkplätze seien vollstän-
dig aufzuheben, da sie ein klares Sicherheitsrisiko darstellen würden
und auch dauerhaften Einfluss auf das Trottoir hätten. Die Sichtweiten
von der U._strasse seien nicht betroffen. Insgesamt schlussfolgert
das TBA zum einen, es fehle eine kantonale Beurteilung des Vorha-
bens. Zum anderen bedürfe die Aussenbestuhlung keiner Ausnahme-
bewilligung betreffend Strassenabstand, die Veränderung der Zu- und
Wegfahrtsituation hingegen schon.
d) Mit Vernehmlassung vom 12. Oktober 2020 führt die
Rekurrentin zusammengefasst aus, es sei nicht ersichtlich, weshalb
die Vorinstanz nicht auch einen Lärmschutznachweis verlangt habe,
in welchen auch Art. 11 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den
Umweltschutz (SR 814.01; abgekürzt USG) hätte einfliessen müssen.
Weiter wendet die Rekurrentin ein, Parkplätze seien Anlagen, für die
gemäss Art. 108 Abs. 1 StrG die ordentlichen Strassenabstands-
vorschriften nicht gälten, womit für die Erstellung von Parkplätzen
keine Ausnahmebewilligung erforderlich sei. Ein Gartenrestaurant sei
indessen keine Anlage gemäss Art. 108 Abs. 1 StrG, womit die
Strassenabstandsvorschriften anwendbar seien. Somit könne keine
ordentliche Baubewilligung erteilt werden, sondern allenfalls eine
Ausnahmebewilligung. Ferner verweist die Rekurrentin auf Art. 65
StrG. Wenn die heutigen Parkplätze bzw. deren Benutzung mit den
Erfordernissen des Verkehrssicherheit unvereinbar seien, habe das
TBA das Recht und die Pflicht, gegen den materiell rechtswidrigen
Zustand einzuschreiten und die Aufhebung der Parkplätze zu
verlangen.
e) Mit Schreiben vom 16. Oktober 2020 verzichtet der
Rekursgegner auf eine Stellungnahme zum Amtsbericht des TBA.
E.
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten in den vor-

## Considerations

genannten Eingaben wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen
1.
1.1 Die Zuständigkeit des Baudepartementes ergibt sich aus
Art. 43bis des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1;
abgekürzt VRP).
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 6/13
1.2 Die Frist- und Formerfordernisse von Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
VRP sind erfüllt. Die Rekursberechtigung ist gegeben (Art. 45 VRP).
Auf den Rekurs ist – unter Vorbehalt der Ausführungen gemäss nach-
folgender Erw. 1.4 – einzutreten.
1.3 Über den rekurrentischen Antrag auf Erlass einer vorsorglichen
Massnahme (Nutzungsverbot) hat das Baudepartement mit Entscheid
Nr. 75/2020 vom 14. August 2020 befunden. Entsprechend ist dieser
Antrag nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Rekursentscheids.
1.4 Die Rekurrentin beantragt, es sei die Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands anzuordnen und der Rekursgegner zu ver-
pflichten, das Fumoir zurückzubauen und die Aussenplätze zu entfer-
nen. Die Prüfung bzw. Anordnung der Wiederherstellung des recht-
mässigen Zustands obliegt erstinstanzlich der Vorinstanz. Da die Vo-
rinstanz jedoch die Baubewilligung ohnehin erteilte, hatte sie nicht
über eine allfällige Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu
befinden. Eine erstmalige Beurteilung im Rekursverfahren würde zu
einer vorliegend nicht gerechtfertigten Verkürzung des Rechtsmittel-
wegs führen. Diesbezüglich ist auf den Rekurs nicht einzutreten.
2.
Am 1. Oktober 2017 ist das Planungs- und Baugesetz (sGS 731.1; ab-
gekürzt PBG) in Kraft getreten und das Baugesetz vom 6. Juni 1972
(nGS 8, 134; abgekürzt BauG) aufgehoben worden (Art. 172 Bst. a
PBG). Der erstinstanzliche Einsprache- und Baubewilligungsent-
scheid erging am 15. Mai 2020. Mithin sind vorliegend grundsätzlich
die Bestimmungen des PBG anwendbar, sofern sie gemäss Anhang
zum Kreisschreiben „Übergangsrechtliche Bestimmungen im PBG“
vom 8. März 2017 (Baudepartement SG, Juristische Mitteilungen
2017/I/1) als unmittelbar anwendbar erklärt werden. Im Übrigen gelan-
gen weiterhin das Baugesetz und das entsprechende Baureglement
zur Anwendung.
3.
Zu prüfen ist zunächst, ob das Bauvorhaben einer kantonalen
Bewilligung bedurft hätte, weil es zur Aufhebung von – von der
Kantonsstrasse her erschlossenen – Parkplätzen und damit zu einer
Änderung der Zufahrt im Sinn von Art. 63 Abs. 1 Bst. a StrG führt.
Davon geht das TBA aus (vgl. Amtsbericht, Fazit Ziff. 1: "Es fehlt eine
kantonale Beurteilung des Vorhabens"; vgl. auch Fazit Ziff. 2). Die
Rekurrentin geht demgegenüber von der Notwendigkeit einer
Ausnahmebewilligung nach Art. 108 StrG (vgl. dazu Erw. 4
nachfolgend) aus.
3.1 Der Bewilligung bedürfen Bau oder Änderung von Zufahrten
(Art. 63 Abs. 1 Bst. a StrG). Die Bewilligung wird erteilt, wenn weder
die Strasse beeinträchtigt noch der Verkehr gefährdet wird (Art. 63
Abs. 2 StrG). Über die Kantonsstrassen hat gemäss Art. 6 Abs. 1 StrG
der Kanton die Hoheit. Das TBA ist gemäss Art. 1 der Strassenverord-
nung (sGS 732.11; abgekürzt StrV) in Verbindung mit Nr. BD.B.02.04
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 7/13
des Anhangs zur Ermächtigungsverordnung (sGS 141.41) zum Erlass
von Verfügungen nach dem Strassengesetz zuständig, soweit sie
Kantonsstrassen betreffen (VerwGE B 2012/216 vom 22. Mai 2013
Erw. 2.4). Nach Art. 63 StrG ist mit anderen Worten eine gesonderte
Zufahrtsbewilligung nötig, die im Zusammenhang mit einer Gemein-
destrasse gleichzeitig mit der Baubewilligung von der kommunalen
Baubewilligungsbehörde erteilt werden kann. Beim Bau oder bei der
Änderung von privaten Zufahrten in Kantonsstrassen ist zusätzlich zur
Baubewilligung eine Bewilligung des TBA nötig (vgl. auch
BDE Nr. 45/2016 vom 30. August 2016 Erw. 4.1 sowie M. MÖHR, in:
G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum st.gallischen Strassenge-
setz vom 12. Juni 1988, St.Gallen 1989, Art. 63 N 3 f.). Bei Kantons-
strassen ist somit das TBA erstinstanzlich zuständig für die Beurtei-
lung, ob eine bewilligungspflichtige Änderung einer Zufahrt im Sinn
von Art. 63 Abs. 1 Bst. a StrG vorliegt und ob die entsprechenden Be-
willigungsvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. hinsichtlich Bewilligungs-
zuständigkeit bereits BDE Nr. 18/2020 vom 12. März 2020 Erw. 3.1.5).
Die diesbezüglichen Beurteilungen des TBA unterliegen im Streitfall
einer Überprüfung durch die üblichen Rechtsmittelinstanzen, mithin
zunächst durch das Baudepartement als Rekursinstanz.
3.2 Vorliegend geht das TBA von einer bewilligungspflichtigen Än-
derung der Zufahrt von der T._strasse aus, weil "von der Aussen-
bestuhlung [...] heute vorhandene Parkplätze [...] betroffen [seien], die
in dem Zuge hätten überprüft werden müssen".
3.2.1 Eine Änderung einer Zufahrt liegt primär dann vor, wenn eine
bestehende Zufahrt in eine Kantonsstrasse mit baulichen Massnah-
men verändert wird und deshalb eine erneute Überprüfung unter dem
Aspekt der Verkehrssicherheit angebracht erscheint. Die Annahme ei-
ner Bewilligungspflicht und – damit einhergehend – eine erneute Über-
prüfung der Zufahrt kann zusätzlich gerechtfertigt sein, wenn zwar
keine baulichen Massnahmen erfolgen, aber gleichwohl die Änderung
des Zufahrtsregimes und/oder der Parkplatzsituation in Frage steht.
Zu denken ist beispielsweise an Änderungen bestehender Markierun-
gen, Signalisationen usw. auf dem Privatgrundstück, sofern diese Än-
derungen Auswirkungen auf die Zufahrt bzw. auf die dortigen Fahrma-
növer der Verkehrsteilnehmer zeitigen. Schliesslich können auch eine
Nutzungsänderung eines Grundstücks bzw. eine Nutzungsänderung
dortiger Bauten und Anlagen zu einer bewilligungspflichtigen Ände-
rung einer bestehenden Zufahrt führen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn
sich aus der Nutzungsänderung relevanter Mehrverkehr ergibt (vgl.
BDE Nr. 18/2020 vom 12. März 2020 Erw. 3.1.5). Massgeblich für die
Frage, ob eine bewilligungspflichtige Änderung einer bestehenden Zu-
fahrt im Sinn von Art. 63 Abs. 1 Bst. a StrG vorliegt, sind immer die
Umstände des Einzelfalls und insbesondere die Frage, ob durch die
geplanten Massnahmen/Änderungen die Verkehrssicherheit der Be-
nützer der Kantonsstrasse oder der Bestand der Kantonsstrasse be-
einträchtigt werden könnten. Es gilt aber nicht jede noch so geringfü-
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 8/13
gige Massnahme im Bereich bestehender Zufahrten in Kantonsstras-
sen als bewilligungspflichtige "Änderung" im Sinn von Art. 63 Abs. 1
Bst. a StrG.
3.2.2 Vorliegend sind gemäss Bauvorhaben keine baulichen Mass-
nahmen im Bereich der bestehenden Parkplätze vor dem Gebäude
Vers.-Nr. 002 vorgesehen. Auch relevanter Mehrverkehr ist aus der
teilweise geänderten Nutzung des Grundstücks nicht zu erwarten. Die
geplante Aussenbestuhlung führt jedoch im Wesentlichen dazu, dass
die aktuell vorhandenen Parkplätze nur noch eingeschränkt zweckent-
sprechend genutzt werden können. Sollte die Aussenbestuhlung
– ihre Bewilligungsfähigkeit vorausgesetzt – zwischenzeitlich (z.B.
über Nacht oder in den Wintermonaten) weggeräumt werden, bleibt es
hinsichtlich der Zu- und Wegfahrt beim vorbestehenden Zustand. Das
TBA schliesst aus diesen Umständen auf das Vorliegen einer "Ände-
rung", geht aber gleichzeitig davon aus, dass durch die Aussenbestuh-
lung (bzw. durch die Aufhebung der Parkplätze) die verkehrliche Ge-
samtsituation verbessert würde (vgl. Amtsbericht, Fazit Ziff. 3). Ange-
sichts dieser Umstände kann nicht davon ausgegangen werden, dass
die Aussenbestuhlung die Verkehrssicherheit auf der Kantonsstrasse
(zusätzlich) beeinträchtigen könnte. Damit liegt keine Änderung der
Zufahrt im Sinn von Art. 63 Abs. 1 Bst. a StrG vor, womit eine Bewilli-
gungspflicht gestützt auf diese Bestimmung ausser Betracht fällt.
3.3 Insgesamt ist somit – zumindest im Ergebnis – nicht zu bean-
standen, dass die Vorinstanz darauf verzichtete, das Bauvorhaben
dem TBA zwecks Erteilung einer Bewilligung gemäss Art. 63 StrG vor-
zulegen.
4.
Umstritten ist weiter, ob für die geplante Aussenbestuhlung eine
strassenrechtliche Ausnahmebewilligung erforderlich ist. Davon geht
die Rekurrentin aus. Das TBA nimmt demgegenüber an, die
Aussenbestuhlung bedürfe keiner Ausnahmebewilligung betreffend
Strassenabstand. Die Vorinstanz macht ihrerseits geltend, da es sich
bei der Gartenwirtschaft lediglich um drei mobile Tische mit je vier
Stühlen handle, welche direkt auf die bestehende Asphaltfläche
gestellt würden und jeweils nach Betriebsschluss wieder entfernt
werden müssten, liege keine bauliche Anlage im baurechtlichen Sinn
vor, womit kein Strassenabstand einzuhalten sei.
4.1 Der Bestand von Strassen und die Sicherheit ihrer Benützer dür-
fen nicht beeinträchtigt werden (Art. 100 Abs. 1 StrG). Unzulässig sind
insbesondere Beeinträchtigungen durch Bauten und Anlagen (Art. 100
Abs. 2 Bst. a StrG). Der Strassenabstand ist der Mindestabstand zur
Strasse (Art. 101 Abs. 1 StrG). Strassenabstände für Kantonsstrassen
werden durch Verordnung der Regierung festgelegt (Art. 102 Abs. 1
Bst. a StrG) und durch Reglement der politischen Gemeinde, das
Bestimmungen über die Erhöhung der Abstände für Gemeindestras-
sen und Kantonsstrassen enthalten kann (Art. 102 Abs. 1 Bst. b StrG).
Ohne besondere Vorschriften gelten als Strassenabstände für Bauten
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 9/13
und Anlagen 4 m an Kantonsstrassen und 3 m an Gemeindestrassen
erster und zweiter Klasse (Art. 104 Abs. 1 Bst. a StrG; vgl. überein-
stimmend auch Art. 26 der Bauordnung der Stadt St.Gallen
[SRS 731.1; abgekürzt BauO]).
4.2 Vorliegend ist unbestritten und aktenmässig erstellt, dass sich
die geplante Aussenbestuhlung (drei kleine Tische [80 cm x 80 cm] mit
insgesamt zwölf Stühlen) mindestens teilweise sowohl im Strassenab-
stand der T._strasse (4 m) als auch im Strassenabstand der
U._strasse (3 m) befinden. Ausgeschlossen ist sodann, dass die ge-
plante Aussenbestuhlung dem Verkehr dienen könnte und deshalb ge-
stützt auf Art. 108 Abs. 1 Bst. a oder b StrG keinen Strassenabstand
einhalten müsste. Zu beantworten ist somit die Frage, ob – wie die
Vorinstanz annimmt – die Aussenbestuhlung keine "bauliche Anlage
im baurechtlichen Sinn" darstellt und deshalb keinen Strassenabstand
einzuhalten hat oder ob nicht umgekehrt die Strassenabstände mass-
gebend sind und deren Unterschreitung nur gestützt auf eine Ausnah-
mebewilligung zulässig ist.
4.2.1 Bauten und Anlagen müssen grundsätzlich die massgeblichen
Strassenabstände einhalten (vgl. Art. 104 Bst. a StrG) und deren Er-
richtung bzw. Änderung unterliegt in der Regel der Bewilligungspflicht
(Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung [SR 700;
abgekürzt RPG]). Die zuständige Behörde kann gestützt auf Art. 108
Abs. 2 StrG Ausnahmen von Strassenabstandsvorschriften bewilligen,
wenn weder Verkehrssicherheit noch Strasse beeinträchtigt werden
(Bst. a), Schutzobjekte nach Art. 115 PBG zu erhalten sind (Bst. b)
oder reduzierte Abstände für Lärmschutzanlagen der Einhaltung der
Lärmschutzgesetzgebung dienen (Bst. c). Das StrG verbietet wie er-
wähnt Beeinträchtigungen des Bestands von Strassen und der Sicher-
heit ihrer Benützer, dies insbesondere durch "Bauten und Anlagen"
(Art. 100 Abs. 1 und 2 StrG). Art. 100 StrG beinhaltet ein allgemeines
strassenpolizeiliches Verbot, das nicht nur tatsächlich bestehende,
sondern auch drohende Beeinträchtigungen erfasst. Die Aufzählung
von Art. 100 Abs. 2 StrG ist nicht abschliessend. Soweit "Bauten und
Anlagen" als mögliche Ursachen von Beeinträchtigungen in Frage ste-
hen, ist deren Grösse nicht entscheidend. Massgebend ist einzig der
behindernde oder gefährdende Einfluss auf den Bestand der Strasse
und die Sicherheit der Benützer. Als beeinträchtigend können auch
nicht fest mit Grund und Boden verbundene Objekte wie Zelte, abge-
stellte Fahrzeuge, Holzstapel oder Misthaufen dem Verbot unterliegen
(D. GMÜR, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum st.gallischen
Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St.Gallen 1989, Art. 100 N 1 ff.,
insb. N 5 f.).
4.2.2 Die Notwendigkeit einer Ausnahmebewilligung ergibt sich nach
dem Gesagten primär daraus, dass ein bestimmtes Objekt bzw. ein
Bauvorhaben an einem konkreten Ort potenziell geeignet ist, die Ver-
kehrssicherheit oder die Strasse zu beeinträchtigen. Ist dies der Fall,
unterliegt es – mit Ausnahme der strassenabstandsbefreiten Bauten,
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 10/13
Anlagen und Bäumen nach Art. 108 Abs. 1 StrG – der Ausnahmebe-
willigungspflicht gemäss Art. 108 Abs. 2 StrG. Nicht massgebend ist
hingegen, ob das Objekt auf Dauer angelegt ist oder in fester Bezie-
hung zum Erdboden steht. Ob eine Ausnahmebewilligung nach
Art. 108 Abs. 2 StrG erteilt werden kann, hängt sodann unter anderem
davon ab, ob das Objekt tatsächlich (und nicht nur potentiell) weder
die Verkehrssicherheit noch die Strasse beeinträchtigt (vgl. zu den Vo-
raussetzungen einer strassenrechtlichen Ausnahmebewilligung ferner
z.B. GVP 2006 Nr. 35 Erw. 4; VerwGE B 2014/18 vom 24. März 2015
Erw. 4; VerwGE B 2013/50 und 51 vom 8. Juli 2014 Erw. 3.3; je mit
Hinweisen).
4.2.3 Für vorliegenden Fall ist relevant, dass die Aussenbestuhlung
direkt bei der Abzweigung "T._strasse – U._strasse" und unmit-
telbar bei einem Fussgängerstreifen geplant ist. Die Platzverhältnisse
am fraglichen Ort sind eher eingeschränkt, zumal die kürzeste Distanz
zwischen Gebäudefassade und klassierter Trottoirfläche nur rund
2,80 m beträgt und hier ein Tisch (80 cm x 80 cm) sowie zwei Stühle
Platz finden müssen. Bei den beiden weiteren Tischen steht zwar et-
was mehr Platz zur Verfügung. Gleichwohl ist angesichts der örtlichen
Gegebenheiten und zusammen mit den zu erwartenden, nicht nur sit-
zenden, sondern auch stehenden Gästen in unmittelbarer Strassen-
nähe und ohne bauliche Abgrenzungsmassnahmen nicht ausge-
schlossen, dass die Aussenbestuhlung bzw. deren Nutzung zu un-
übersichtlichen und auch gefährlichen Situationen führen kann. Die
fragliche Aussenbestuhlung ist somit jedenfalls in vorliegender Kons-
tellation potenziell geeignet, die Verkehrssicherheit zu beeinträchti-
gen. Sie hat damit grundsätzlich die massgeblichen Strassenabstände
einzuhalten, auch wenn sie nicht in fester Beziehung zum Erdboden
steht. Eine Unterschreitung der Strassenabstände kommt somit nur
gestützt auf eine Ausnahmebewilligung in Frage.
4.3 Zusammenfassend wurde somit die Baubewilligung hinsichtlich
der Aussenbestuhlung schon deshalb zu Unrecht erteilt, weil die
Voraussetzungen einer Ausnahmebewilligung weder geprüft noch
eine solche erteilt wurde. Dies gilt sowohl hinsichtlich des Strassenab-
stands zur U._strasse (Gemeindestrasse) als auch mit Blick auf den
Strassenabstand zur T._strasse (Kantonsstrasse). Damit ist die
Baubewilligung vom 15. Mai 2020 samt dazugehörigem Einsprache-
entscheid aufzuheben und der Rekurs erweist sich als begründet. Die
Sache ist in Anwendung von Art. 56 Abs. 2 VRP an die
Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen, zumal die zustän-
digen Behörden bei der Erteilung von Ausnahmebewilligungen von
Strassenabstandsvorschriften praxisgemäss einen grossen Spielraum
haben (vgl. VerwGE B 2014/18 vom 24. März 2015 Erw. 4.1; VerwGE
B 2011/63 vom 7. Dezember 2012 Erw. 4.4.1; BDE Nr. 37/2017 vom
13. November 2017 Erw. 6.2). Die Vorinstanz wird in Ausübung des
ihr zustehenden Ermessens zu prüfen haben, ob eine Ausnahmebe-
willigung zur Unterschreitung des Strassenabstands der U._strasse
erteilt werden kann. Gegebenenfalls wäre die Sache zusätzlich dem
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 11/13
TBA zur Prüfung einer Ausnahmebewilligung hinsichtlich des Stras-
senabstands zur T._strasse vorzulegen.
5.
Nach dem vorstehend Ausgeführten erübrigt sich grundsätzlich eine
Prüfung der übrigen Einwände der Rekurrentin. Gleiches gilt für die
Abnahme weiterer Beweise, womit die diesbezüglichen Anträge der
Rekurrentin (namentlich Durchführung eines Augenscheins und Bei-
zug der Bauakten über die Liegenschaft T._strasse 003) mangels
Relevanz abzuweisen sind. Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass
die Rekurrentin geltend macht, es seien die Planungswerte einzuhal-
ten und es fehle ein Lärmschutznachweis. Diesbezüglich wird die Vo-
rinstanz – strassenrechtliche Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens
vorausgesetzt – zu prüfen haben, ob bzw. weshalb sie weiterhin auf
die Einholung einer Lärmprognose verzichten will (vgl. zum Ganzen
BDE Nr. 39/2015 vom 25. Juni 2015 Erw 2.1 ff., insb. Erw. 2.4; aus-
zugsweise veröffentlicht in GVP 2015 Nr. 112 und zusammengefasst
in Baudepartement SG, Juristische Mitteilungen 2015/II/5).
6.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Erteilung der Baubewilligung
hinsichtlich der Aussenbestuhlung strassenrechtliche Ausnahmebe-
willigungen zur Unterschreitung der Strassenabstände der
U._strasse und der T._strasse vorausgesetzt hätte. Derartige
Ausnahmebewilligungen wurden weder durch die Vorinstanz noch
durch das TBA geprüft oder erteilt. Die angefochtene Baubewilligung
und der Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 15. Mai 2020 sind
deshalb aufzuheben und die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Sollte die Bewilligung nach erneuter Prüfung nicht erteilt werden
können, hätte die Vorinstanz über die Wiederherstellung des recht-
mässigen Zustands zu entscheiden; ein diesbezüglicher Entscheid im
Rekursverfahren kann – entgegen dem rekurrentischen Antrag – im
jetzigen Zeitpunkt nicht ergehen. Der Rekurs erweist sich somit als be-
gründet und ist im Sinn der Erwägungen gutzuheissen, soweit darauf
eingetreten werden kann.
7.
7.1 Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die
Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen
werden. Die Entscheidgebühr beträgt Fr. 3'000.– (Nr. 20.13.01 des
Gebührentarifs für die Kantons- und Gemeindeverwaltung,
sGS 821.5).
7.2 Im Fall einer Rückweisung an die Vorinstanz zu erneutem Ent-
scheid bei noch offenem Ausgang ist nach der Praxis des Verwal-
tungsgerichtes nicht von einem teilweisen Obsiegen auszugehen.
Vielmehr gilt die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz (mit noch
offenem Ausgang) für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten
als vollständiges Obsiegen, unabhängig davon, ob sie beantragt oder
ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag
gestellt wird (VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 Erw. 5; vgl.
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 121/2020), Seite 12/13
auch A. LINDER, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Praxiskommentar
zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Zürich/St.Gallen 2020,
Art. 98bis N 17). Die amtlichen Kosten sind somit vollumfänglich dem
Rekursgegner aufzuerlegen; er gilt als Verursacher des Verfahrens,
auch wenn er im Rekursverfahren keine Anträge gestellt hat bzw. er
kann sich lediglich durch den Verzicht auf eine Antragstellung nicht
vom Kostenrisiko befreien (vgl. R. HIRT, Die Regelung der Kosten
nach st.gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, St.Gallen 2004,
S. 81 f.; vgl. auch VerwGE B 2017/176 vom 24. September 2018
Erw. 3 sowie VerwGE B 2008/39 vom 19. August 2008 Erw. 3).
7.3 Der von der Rekurrentin am 25. Mai 2020 geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 1'800.– ist zurückzuerstatten.
8.
Die Rekurrentin stellt ein Begehren um Ersatz der ausseramtlichen
Kosten.
8.1 Im Rekursverfahren werden ausseramtliche Kosten entschädigt,
soweit sie auf Grund der Sach- und Rechtslage notwendig und ange-
messen erscheinen (Art. 98 Abs. 2 VRP). Die ausseramtliche Entschä-
digung wird den am Verfahren Beteiligten nach Obsiegen und Unter-
liegen auferlegt (Art. 98bis VRP). Die Vorschriften der Schweizerischen
Zivilprozessordnung (SR 272) finden sachgemäss Anwendung
(Art. 98ter VRP).
8.2 Die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz mit noch offenem
Ausgang gilt auch für die Frage der Parteientschädigung als vollstän-
diges Obsiegen (vgl. wiederum VerwGE B 2017/76 vom 16. August
2018 Erw. 5). Da das Verfahren zudem in tatsächlicher und rechtlicher
Hinsicht Schwierigkeiten bot, die den Beizug eines Rechtsvertreters
rechtfertigen, besteht grundsätzlich Anspruch auf eine ausseramtliche
Entschädigung (Art. 98bis VRP). Weil keine Kostennote vorliegt, ist die
ausseramtliche Entschädigung in Anwendung von Art. 6 in Verbindung
mit Art. 22 der Honorarordnung (sGS 963.75) ermessensweise und
unter Berücksichtigung der mit Entscheid Nr. 75/2020 vom 14. August
2020 (Nutzungsverbot) zugesprochenen Entschädigung von
Fr. 1'000.– auf Fr. 2'750.– (zuzüglich 4% Barauslagen [Art. 28bis
HonO] und zuzüglich Mehrwertsteuer) festzulegen; sie ist vom Rekurs-
gegner zu bezahlen.