# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** de1017e9-b958-42ce-8af8-3948a99b9c98
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1966 geborene
X._
arbeitete
zuletzt bei der
Y._
AG
und m
eldete sich am 1
8.
März 2011 (Eingangsdatum,
Urk.
9/1) unter
Hinweis auf
verschiedene somatische Beschwerden
bei der
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an.
Nach erwerb
li
chen
und medizinischen Abklärungen, insbesondere der Einholung des
polydis
zi
pli
nä
ren
Gutachtens
der M
EDAS
Z._
vom
8.
August 2013 (
Urk.
9/47)
verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbe
scheid
vom 1
1.
November 2013,
Urk.
9/50; Einwand vom
2.
Dezember 2013,
Urk.
9/51;
ergänzende
Einwandbe
gründung
vom
6.
Februar 2014,
Urk.
9/54) mit Verfü
gung
vom 2
5.
April 2014 (
Urk.
2) einen Leistungsanspruch der Versicherten.
2
.
Hiergegen erhob die Versicherte am
2.
Mai 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und bean
tragte, es sei
die Verfügung vom 2
5.
April 2014 aufzuheben
und es
sei
ihr
mit Wirkung
spätestens ab dem
1.
September 2011 eine ganze Invalidenrente zuzu
sprechen.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
Juni 2014 (
Urk.
8 unter Beilage ihrer
Akten,
Urk.
9/1-59) beantragte die
Beschwerde
gegnerin
die teilweise Gutheissung
der Beschwerde in dem Sinne, dass die an
gefochtene Verfügung aufzuheben und der Anspruch auf eine von September 2011 bis Ende Mai 2012
befristete ganze Rente
festzustellen sei. Mit Replik vom
7.
August 2014 (
Urk.
12)
hielt
die Beschwerdeführerin
an
ihrer Beschwerde vom
2.
Mai 201
4
fest
. Die
Beschwer
degegnerin
verzichtete
mit Schreiben
vom 1
1.
September 2014 (
Urk.
1
5) auf
eine
Duplik
, was der Beschwerdeführerin
am
1
7.
September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
16)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1
.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali
denrente hat.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit kön
nen in gleicher Weise wie
kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in
Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit
invalidenversiche
rungsrechtlich
nicht als rele
vant
gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verblei
bende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forder
baren
wird dabei weitgehend
objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psy
chi
schen
Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychi
scher Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden
kann, die Verwertung der Arbeitsfähig
keit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Per
son
sozial-praktisch nicht mehr zu
mutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S.
24 f.).
3.
3.1
Die angefochtene Verfügung stützt sich in medizinischer Hinsicht auf das
poly
disziplinäre
Gutachten
(Allgemeine/Innere Medizin, Neurologie,
Rheumatologie
und Psychiatrie und Psychotherapie)
der M
EDAS
Z._
vom
8.
August
2013 (
Urk.
9/47). Hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts bis zum Zeit
punkt
der Begutachtung
wird auf die umfassende, chronologische Wiedergabe
im
Gut
achten selbst verwiesen (
Urk.
9/47 S. 2 ff.)
.
D
ie begutachtenden Ärzte
hielten
folgende Diagnosen mit wesentlicher Ein
schrän
kung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit fest
(
Urk.
9/47 S. 30)
:
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psy
chotische Symptome (ICD-10 F33.2)
Trancezustände (ICD-10 F44.3)
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
Periarthropathia
coxae
links
Angeborene Hüftdysplasie
Zustand nach Implantation einer
Totalendoprothese
am
8.
Februar 2012 wegen massiver sekundärer
Koxarthr
ose
mit beginnender
Femurkopfnek
rose
Gonarthrose beidseits medial und
femoropatellär
Chronisches
Zervikalsyndrom
und
Lumbovertebralsyndrom
Polysegmental degenerative Veränderung mit
nichtkompressiven
Dis
kusprotrusionen
C4/5, C5/6,
C6/7,
L4/5 und L5/S1
Fehlstatik
Adipositas (BMI 37.2)
Periarthropathia
humeroscapularis
tendopathica
rechts
Hypertrophe AC-Arthrose mit Einengung des
Subakromialraumes
und Partialruptur der
Supraspinatussehne
Magnetresonanztomographisch kleine SLAP-Läsion
Sie diagnostizierten ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert folgendes (
Urk.
9/47 S. 30):
Generalisiertes Schmerzsyndrom ohne neurologisches Korrelat
Kopfschmerzen vom Spannungstyp
Zustand nach Lagerungsschwindel im
posterioren
Bogengang rechts ge
mäss Aktenlage
Dunkelheitsphobie (ICD-10 F40.2)
Leichtgradige
Periarthropathia
humeroscapularis
tendopathica
links
Als Nebenbefund notierten sie eine arterielle Hypertonie.
Die Beschwerdeführerin habe zuletzt während 11 Jahren in einem 100
%
-Pen
sum
als Hilfsarbeiterin in einer Druckerei gearbeitet. Gemäss ihren Aussagen habe es
sich um eine rein stehende Tätigkeit gehandelt, wobei sie Papier in eine Ma
schine
habe füllen müssen. Sie habe repetitiv Gewichte von schätzungsweise zwei bis neun Kilogramm heben müssen.
Gesundheitsbedingt habe sie diese Tä
tigkeit im April 2010 aufgegeben, die Arbeitsstelle sei ihr mittlerweile gekündigt worden.
Aus Sicht des Psychiaters sei die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Druckerei-Hilfsarbeiterin nicht mehr arbeitsfähig. Einerseits würden die De
pression und die Dissoziation eine Arbeit verunmöglichen, andererseits sei die Schmerzstörung aus Sicht des Psychiaters mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu werten. Vom Bewegungsapparat her sei sie einge
schränkt bezüglich rein steh
ender/g
ehender Tätigkeiten, repetitiven
Bücken
s
, re
petitive
n
Heben
s
von Lasten sowie Arbeiten mit prolongiert inkliniertem und
rekliniertem
Kopf und gehäuften Überkopfarbeiten. In Würdigung all der objek
tivierbaren Leiden am Bewegungsapparat komme aus Sicht des Rheumatologen die zuletzt ausgeführte Tätigkeit in der
Druckerei nicht mehr in Frage.
Aus rein neurologischer Sicht sei
die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit nicht eingeschränkt. Die Kopfschmerzen vom Spannungstyp würden keine Arbeits
unfähigkeit bedingen
(
Urk.
9/47
S. 30 f.)
.
Die Einschätzung des Psychiaters, dass die Beschwerdeführerin vollumfänglich arbeitsunfähig sei, gelte aus
obgenannten
Gründen auch für eine andere Tätig
keit. Aus Sicht des Rheumatologen sei der Versicherten eine leichte wechselbe
lastende Tätigkeit, welche den
obgenannten
Einschränkungen Rechnung trage,
zu 100
%
zumutbar. Kopfschmerzen vom Spannungstyp würden keine Arbeits
un
fähigkeit bedingen. Aus rein neurologischer Sicht sei somit die Arbeitsfähig
keit in einer anderen Tätigkeit ebenfalls nicht eingeschränkt
(
Urk.
9/47 S. 31
).
Als Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen notierten die Ärzte, dass die therapeutischen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft seien. Die Psychotherapie sei fortzusetzen. Die Vertrauens
basis zum Therapeuten scheine gut zu sein, inhaltlich habe der Psychiater zum jetzigen Zeitpunkt kaum relevante neue Vorschläge. Man könne
Abschiedsze
remonien
gemeinsam mit dem Therapeuten durchspielen. Die Medikation müsse allerdings unbedingt verändert werden. Zurzeit sei der Beschwerdeführerin nur ein Präparat (10 mg
Cipralex
) verschrieben worden, der Blutspiegel des
Esci
talo
pram
von weniger als 2 (Referenzbereich 46 - 246
nmol
/l) lege die Vermu
tung nahe
, dass die Beschwerdeführerin das
Cipralex
gar nicht nehme. Ange
sichts der
Schwere der Depression seien die psychopharmakologischen Möglich
keiten aus
zu
schöpfen.
Bei allfälligen Interaktionen oder unerwünschten
Arz
neimittel
wir
kungen
sei dann der Hausarzt beizuziehen. SSRI oder SNRI kombi
niert mit
Trazo
don
oder
Mirtazapin
sei eine Möglichkeit. Ergänzend oder statt der beiden letzteren könne auch mit
Quetiapin
oder
Risperidon
gearbeitet wer
den. Blut
spiegelkontrollen seien unabdingbar. Sollte es trotz Ausdosieren und Kombi
nie
ren zu keiner Verbesserung innerhalb des nächsten Vierteljahres kommen, führe
aus Sicht des Psychiaters an einer stationären Behandlung kein Weg mehr vorbei.
Die Beschwerdeführerin sei gefährdet (Suizidalität erhöht) und zumindest ihr Soh
n werde durch ihre Krankheit ebenfalls über ein zumut
bares Mass hinaus belastet. Diese Massnahmen würden aus Sicht des Psychia
ters unbedingt zur
Therapie gehören und seien ihr im Rahmen ihrer
Schaden
minderungspflicht
auch zuzumuten (
Urk.
9/47 S. 31).
Bezüglich des Bewegungsapparates sei die Beschwerdeführerin aktuell in der
Orthopädischen
Klinik A._
in Zusammenarbeit mit dem Haus
arzt
in kompetenter Behandlung, so dass sich weitere Therapievorschläge erüb
rigen würden. Was die rechte Schulter anbelange, so dränge sich aus Sicht des Rheu
ma
tologen derzeit (noch) keine operative Sanierung auf, wobei ihm der Ent
scheid der Orthopäden nicht bekannt sei. Eine Reduktion des Körpergewich
tes wäre
hilfreich für die Linderung der Beschwerden am Bewegungsapparat (
Urk.
9/47 S. 31).
Obwohl von der Beschwerdeführerin Schwindel angegeben werde, habe die Ne
u
rologin weder spontan noch nach Lagerung einen pathologischen Nystag
mus feststellen können. Ein
posteriorer
Lagerungsschwindel könne sich jedoch auch mal verdeckt vorfinden, so dass die Neurologin eine Verlaufskontrolle als not
wendig empfinde und empfehle, bei anhaltenden Beschwerden eine Kon
trolle in der
B._
(auf dem Drehstuhl) durchzuführen (
Urk.
9/47 S. 32).
Vom Bewegungsapparat her sei der Beschwerdeführerin der angestammte Beruf in der Druckerei seit April 2010 nicht mehr zumutbar. Eine Verweistätigkeit sei ihr zu 100
%
zumutbar, wobei für die Zeit ab Feststellung der
Femurkopfne
k
rose
im Juli 2011 bis zum Abschluss der Hüftrehabilitation etwa drei Monate postoperativ, das heisse Mitte Mai 2012, eine Arbeitsunfähigkeit für jegliche
Tätigkeit bestanden habe. Seither wäre aus rheumatologischer Sicht
eine
lei
dens
angepasste
Tätigkeit wieder zumutbar
(
Urk.
9/47 S. 32)
.
Die Angaben des Psychiaters bezüglich Arbeitsunfähigkeit (100
%
Arbeitsun
fähig
keit in der angestammten und in einer anderen Tätigkeit) würden ab Juni 2012, dem Zeitpunkt des Todes ihrer Tochter, gelten (
Urk.
9/47 S. 32).
Aus Sicht des Psychiaters hänge die Prognose davon ab, ob es pharmakologisch
und psychotherapeutisch gelinge, die pathologische Symbiose mit der verstor
be
nen Tochter aufzulösen. Ein Erfolg sei aus Sicht des Psychiaters möglich, je
doch nicht überwiegend wahrscheinlich. Dies weniger wegen der Dauer der Störung als vielmehr durch die starke Ausprägung und starke symbiotische Ver
bindung zur toten Tochter. Eine Kontrolle erscheine dem Psychiater nach früh
es
tens zwei Jahren sinnvoll (
Urk.
9/47 S. 32).
3.2
Der begutachtende Psychiater,
pract
. med.
C._
, notierte in seinem psy
chiatrischen Teilgutachten zuhanden der M
EDAS
Z._
vom 2
1.
Mai 2013, es zeige sich eine 47-jährige Explorandin, die offen aber deutlich belastet leidend
wirkend über sich, ihr Leben und ihre Beschwerden berichte. Es ergäben sich keine Hinweise au
f Aggravation oder Simulation (
Urk.
9/47 S. 43).
Bei der Durchsicht der vorliegenden Akten
fänden
sich bezüglich Psychophar
maka nur der Hinweis auf das von
Dr.
med.
D._
verordnete
Cipralex
. Die re
zi
divierenden depressiven Phasen erschienen überwiegend wahrscheinlich, auch wenn sie vor 2012 nicht psychiatri
sch abgeklärt worden sei, da si
ch die Anga
be
n der Ärzte und der Beschwerdeführerin decken würden
(
Urk.
9/47 S. 43)
.
Die Schmerzentwicklung am eigenen Körper, der Verlust der eigenen Arbeits
stelle, die unbefriedigenden Eheverhältnisse und die unklare Gesundheitslage der
Tochter hätten überwiegend wahrscheinlich zur depressiven Entwicklung beige
tragen. Das Ausmass lasse sich rückblickend aufgrund fehlender weiterer
Symp
tom
beschreibungen
der Berichtsautoren
bis Mitte 2012 nicht festlegen
(
Urk.
9/47
S. 43)
.
In Juni sei dann die Tochter der Beschwerdeführerin gestorben. Dass dies zu einer
Trauerreaktion führe sei normal und nachvollziehbar. Bei der Beschwer
defüh
rerin habe der Tod der Tochter jedoch zu einer
mittlerweilen
schweren (re
zidi
vie
renden) Depression ohne psychotische Symptome geführt. Die Ursachen für dies
e schwere pathologische Reaktion dürften sich in folgendem
Störungs
modell
zu
sammenfassen lassen: Die Beschwerdeführerin habe ihr eigenes Leben nur wenig
nach ihren eigenen Wünschen gestalten können. Statt zu studieren sei sie Putz
frau geworden. Ihre Ehe habe sie als Flucht gewählt, glücklich sei sie in ihr nich
t geworden.
Ihre körperlichen Beschwerden hätten über die Jahre zu
genommen. In die Tochter habe sie nun all ihre Hoffnung gesteckt. Sie hätte die Erwartung gehabt, dass der Tochter all das gelingen würde, was sie nicht hätte schaffen können und die Tochter schien auch den Erwartungen entsprochen zu haben. Auch der Sohn, vor allem aber die Tochter, seien zu guten Freunden und Ge
sprächspartnern der Beschwerdeführerin geworden. Der Tod der Tochter könne nun zusätzlich wie ein quasi-eigener Tod angesehen werden. Die Mög
lichkeit, zumindest über eine andere Person ein schönes Leben zu erreichen, seien aus dem Erleben der Beschwerdeführerin heraus durch den Verlust der Tochter zu
nichte gemacht worden. Dazu komme, dass sie weiterhin den Tod nicht akzep
tieren wolle/könne. Sie beschäftige sich ständig, bewusst wie un
bewusst, mit der Tochter. Der Sohn habe über mehrere Monate sein Leben ganz auf die Mutter ausgerichtet gehabt, die nun auch übersteigerte Angst um ihn habe. Die Wahnstimmung alleine reiche noch nicht für eine schwere Depression mit psy
chotischen Symptomen aus. Jedoch hätten während der Exploration und aus den Darlegungen der Beschwerdeführerin heraus klar dissoziative Phäno
mene festgestellt werden können, die eine Folge des Schocks durch den Verlust der
Tochter seien, die mit Trancezuständen nach ICD-10 F44.3 übereinstimmen würden
. Diese beiden Störungen (Depression und Dissoziation) würden eine Ar
beitstätigkeit verunmöglichen (
Urk.
9/47 S. 43 f.).
Die Schmerzstörung sei aus seiner Sicht mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit zu wert
en (
Urk.
9/47 S. 44).
Die Haupteinschränkung liege aktuell jedoch auf der Depression aufgrund deren sehr starken Ausprägung. Diese wirke sich wie im Folgenden dargestellt aus. Das ICF (Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psy
chi
schen Erkrankungen, Linden & Baron, 2009) sei im Rahmen dieses Gutach
ten
s wie folgt zu diskutieren:
Die Fähigkeiten zur Anpassung an Regeln und Routinen, zur Planung und Stru
k
turierung von Aufgaben, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die fachliche
Kompetenz, die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit
, die
Selbstbe
hauptungs
fähig
keit
, die Gruppenfähigkeit und die Fähigkeit zu familiären bzw. intimen Bezieh
ungen seien schwer beeinträchtigt. Die Durchhaltefähigkeit sei (mittel-)schwer
beeinträchtigt. Die Kontaktfähigkeit und die Fähigkeit zu aus
serberuflichen Akti
vi
täten seien mittel bis schwer beeinträchtigt. Die Fähigkeit zur Selbstversor
gung
sei leicht beeinträchtigt und die Wegefähigkeit sei leicht bis mittel beeinträch
tigt (
Urk.
9/47 S. 45).
Die Prognose sei davon abhängig, ob es pharmakologisch und psychotherapeu
tisch gelinge, die pathologische Symbiose mit der verstorbenen Tochter aufzu
lösen. Der Erfolg sei aus seiner Sicht möglich, aber nicht überwiegend wahr
scheinlich. Dies weniger wegen der Dauer der Störung, als viel mehr durch die starke Ausprägung und symbiotischen Verbindung zur toten Tochter. Eine Kon
trolle erscheine ihm nach frühestens zwei Jahren sinnvoll (
Urk.
9/47 S. 45).
4.
4.1
Das
polydisziplinäre
Gutachten vom
8.
August 2013
erfüllt sämtliche
rechtspre
chungsgemäss
erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche
Ents
chei
dungsgrundlagen
(vgl. E.
2.4
). Es beruht auf fachärztlichen Unte
rsuchungen durch die Gutachter
und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(
Urk.
9/47
S.
3 ff.)
abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig
(
Urk.
9/47
S.
3 ff.).
Es berücksichtigt
die von der
Beschwerdeführer
in
geklagten Beschwer
den
und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizi
ni
schen Zusammenhänge ist einleuchtend und das Gutachten ist schlüssig. Dies
blieb
- sowohl von der Beschwerdeführerin (
Urk.
1) als auch durch die
Be
schwe
r
degegnerin
(Feststellungsblatt vom 1
1.
November 2013,
Urk.
9/48 S. 10)
–
un
bestritten.
4.2
In somatischer Hinsicht ist der Beschwerdeführerin
-
den begutachtenden Ärz
ten
zufolge -
die angestammte Tätigkeit seit April
2010 nicht mehr zumutbar.
Das Wartejahr ist
somit im April 2011 abgelaufen (vgl. E. 2.2). Der Rentenan
spruch entsteht allerdings frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltend
machung des Leistungsanspruchs (
Art.
29
Abs.
1 IVG). Die Anmeldung erfolgte verspätet am 1
8.
März 2011
, womit
e
in allfälliger Rentenanspruch ab September 2011
besteht
.
4.3
4.3.1
Die begutachtenden Ärzte führten aus, dass die Beschwerdeführerin ab Juli 2011
bis
Mitte Mai 2012
aufgrund somatischer Einschränkungen
in ange
stam
mter und angepasster Tätigkeit vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen sei
. Seither sei eine angepasste Tätigkeit aus somatischer Sicht
zu 100
%
zumutbar
(E. 3.1).
Dies wird auch durch die weiteren vorliegenden Arztberichte bestätigt, so hiel
ten die Ärzte der Klinik für Rheumatologie des
E._
in ihrem Arztbericht vom 2
6.
Oktober 2011 (
Urk.
9/18) fest, dass die Be
schwer
deführerin vom 2
5.
Juli bis zum 3
1.
Dezember 2011 100%ig arbeitsunfä
hig sei. Die Ärzte der
Klinik A._
, Orthopädie, notierten in ihrem
Arztbe
richt
vom 1
4.
Februar 2012 (
Urk.
9/25 S. 12 f.), die Beschwerdeführerin sei ab
dem
1.
Januar bis zum
8.
April 2012 vollumfänglich arbeitsunfähig. Da
nach habe
eine Neuevaluation durch den Hausarzt zu erfolgen.
Die aufgrund der somatischen Einschränkungen attestierte vollumfängliche Ar
beitsunfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit von Juli 2011 bis Mai 2012 ist aufgrund der Aktenlage plausibel und des Weiteren unumstritten (vgl. Beschwerdeantwort vom 1
0.
Juni 2014,
Urk.
8).
4.3.2
Die Beschwerdeführeri
n war im Stundenlohn angestellt und
arbeitete gemäss
den
Angaben des ehemaligen Arbeitgebers im Durchschnitt in einem Pensum von 80
%
(
Urk.
9/8). Ob die Beschwerdeführerin im Haushalt ebenfalls einge
schränkt war, kann offen bleiben, da
sie
aufgrund des
somatischen
Gesund
heitsschadens
im Erwerbsbereich vollumfänglich arbeitsunfähig war und mit ei
nem
Invalidi
täts
grad
von demnach mindestens 80
%
ohnehin
vom
1.
September 2011 bis zum
3
1.
August 2012 Anspruch auf eine ganze Rente hat.
5.
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin
aufgrund ihres
psychischen
Ge
sund
heitsschaden
s
Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
5
.1
Pract
. med.
C._
ging im Gutachten von einer rezidivierenden depressiven
Störung, gegenwärtig schwere Episode, aus.
Seit Juni 20
12 (dem Tod der Toch
ter
)
sei die Beschwerdeführerin
vollumfänglich arbeitsunfähig (E.3.2).
D
er be
han
deln
d
e Psychiater
Dr.
med.
D._
, FMH für Psychiatrie und Psycho
the
rapie,
hielt
in seinem Bericht vom
3.
November 2012 (
Urk.
9/33 S. 5 f.)
gleichermassen
fest, dass die Beschwerdeführerin unter einer rezidivierenden, schweren depressi
ven Störung leide
.
Mit dem tragischen Tod ihrer Tochter sei sie in eine noch tiefere Depression gefallen und sei aus psychiatrisch-psycho
therapeutischen
Grün
den zu
r
Zeit 100
%
ig
arbeitsunfähig.
Im Gegensatz zu
pract
. med.
C._
diagnostizierte
Dr.
D._
nebst der rezidi
vierenden schweren depressiven Störung
keine weitergehenden psychischen
Ge
sundheitseinschränkungen
. Dies ist nachvollziehbar, da auch
pract
. med.
C._
ausdrücklich dafür hielt, dass die Haupteinschränkung auf di
e Depres
sion zurück
zuführen sei. Die Depression und Dissoziation würden es verunmög
lichen, dass
die Beschwerdeführerin einer Arbeit nachkommen könne. Die star
ken Einschrän
kungen im Mini-ICF-Rating führte er auf die sehr starke Ausprä
gung der De
pression zurück
(vgl. E. 3.2). Es ist somit mit dem im
Sozialversi
cherungsrecht
massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit erstellt, dass
die rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, in psychi
scher
Hinsicht d
ie Haupteinschränkung darstellt und die gut
achterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100
%
in angestammter und ange
passter Tätigkeit be
grün
det.
Eine depressive Störung fällt nicht unter die
pathogenetisch
-ätiologisch unkla
ren
syndromalen
Beschwerdebilder ohne nachweisbar
e organische Grundlage, womit
die entsprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung
zur
Überwindbar
keit
von eben diesen
nicht
auf die depressive Störung
anwendbar ist.
5
.2
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Beschwerdeantwort
(
Urk.
8)
aus, dass im vorliegenden Falle davon ausgegangen werden könne, dass der Tod der Tochter für einen wesentlichen Teil der psychischen Beschwerden verantwortlich sei und es der Beschwerdeführerin ohne diesen Faktor erheblich besser gehen
würde. Dieser Faktor könne
IV-rechtlich nicht berücksichtigt werden.
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Er
krankun
gen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)
ärztli
cherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits-
und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und so
zio
kulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhan
den sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Be
einträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der sozio
kulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne ver
selbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Er
werbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen
werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Be
funde
erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein inva
lidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigen
t
lichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folge
n verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E.
3.2 mit Hin
weisen).
Der begutachtende Psychiater ging
aufgrund der Depression
von einer schweren psychischen Beeinträchtigung aus, was sich insbesondere auch in der Beur
teilung anhand des Mini-ICF zeigte (vgl. E.
3.2).
Einzuräumen
ist
, dass die de
pressive Stö
rung
durch den Tod der Tochter
erheblich verstärkt wurde.
Die vor
liegende De
pression ist allerdings von derartiger Schwere, dass diese
trotz den vorhandenen
psychosozialen und soziokulturellen Faktoren als psychische Stö
rung mit Krankheitswert zu werten ist.
Festzuhalten bleibt, dass die gestellte Diag
nose und die Auswirkungen auf die Arbeitsunfähigkeit ungeachtet ihrer Genese be
stehen.
Zusammenfassend ist die
depressive Störung wohl auf dem Boden psychosozia
ler F
aktoren
entstanden,
mittlerweile aber eine
verselbständigte,
andauernde Depressio
n im fachmedizinischen Sinne
. Da die
100%ige
Arbeitsunfähigkeit
ab Juni 2012
in angestammter und angepasster Tätigkeit
entsprechend
kr
ankheits
bedingt
ist, ist diese
invalidenversicherungsrechtlich zu berüc
ksichtigen.
5.3
Nebst der
rezidivierenden depressiven
Störung, gegenwärtig schwere Ep
isode ohne
psychotische Symptome diagnostizierte
pract
. med.
C._
Trancezu
stände
sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (vgl. E. 3.2) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
Aufgrund der sehr starken Ausprägung der Depression ist - wie bereits ausge
führt - mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass bereits
diese ab Juni 2012
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit begründet
(vgl. E.
5.1 und E. 5.
2)
. Es kann somit offen bleiben, ob und wie stark die Beschwerdeführerin durch die weiteren psychiatrisc
hen Diagnosen eingeschränkt ist.
5.4
Bis Mai 2012 wurde der Beschwerdeführerin in somatischer Hinsicht eine 100%ig
e Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. E. 4.3).
Pract
. med.
C._
notierte
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab Juni 201
2.
Die Beschwerdeführerin hat dem
nach
durchgehend seit dem
1.
September 2011 An
spruch auf eine ganze Rente
.
5.5
Dies führt zur Gutheissung der B
eschwerde und zur Aufhebung der angefochte
nen Verfügung.
Der Besch
werdegegnerin steht es frei, der
Beschwerdeführer
in
eine
Schadenmin
derungspflicht
bezüglich der zumutbaren Behandlung
der rezidivierenden de
pressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
(
insbesondere
Anpassung der Medikation) aufzuerlegen und
ihren
Gesund
heits
zustand
zu überprüfen.
6
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gestützt auf
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das
Sozialversi
cherungsgericht
Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berück
sich
tigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf
Fr.
2‘300.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.