# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** be5546bd-58b9-4bb3-a77b-0a330c77e831
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt:
A. X._ wurde am _ in M._ geboren. Er wuchs im Kanton Zürich auf und erlernte den Schreinerberuf. Im Jahr 2005 zog er in den Kanton Graubünden. X._ ist ledig und arbeitet zurzeit als Monteur bei der P._ AG in O._, wo er monatliche Einkünfte von rund CHF 5'000.-- erwirtschaftet. Sein Vermögen in Form einer Liegenschaft beträgt rund CHF 500'000.--. Es bestehen indessen noch Hypothekarschulden von CHF 350‘000.--.
B. Im schweizerischen Strafregister ist X._ laut dem Auszug vom 16. Mai 2012 nicht verzeichnet.
C. Am 30. Dezember 2011 um 6:55 Uhr fuhr X._ mit seinem Auto, einem _, GR _, von R._ her kommend auf der _ strasse Richtung O._. Gleichzeitig bog Y._ mit einem Lastwagen _ vom Hof her in die _ strasse ein. Die Fahrbahn war mit Schnee bedeckt und der andauernde Schneefall schränkte die Sicht stark ein. Um auf der engen Strasse mit dem Lastwagen kreuzen zu können, versuchte X._, auf das in seiner Fahrtrichtung rechtsseitige Trottoir aufzufahren. Dies gelang ihm jedoch nicht, stattdessen rutschte sein Fahrzeug ab und prallte in die Front des Lastwagens von Y._ und anschliessend in die Stützmauer der Strasse. Die Kollision ereignete sich auf dem Strassenstück zwischen der Einmündung der alten _ strasse in die _ strasse und dem Hof. Verletzt wurde bei dem Zusammenstoss niemand, es kam jedoch bei beiden beteiligten Fahrzeugen zu einem Sachschaden von je rund CHF 6'000.--.
D. Mit Strafbefehl vom 28. Februar 2012, mitgeteilt am 6. März 2012, sprach die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen X._ eine Busse von CHF 300.--, Ersatzfreiheitsstrafe 3 Tage, wegen Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 4 Abs. 2 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG aus.
E. Gegen diesen Strafbefehl erhob X._ am 15. März 2012 Einsprache. Die Staatsanwaltschaft Graubünden ergänzte hierauf die Untersuchung durch weitere Beweiserhebungen und erhob am 26. November 2012 Anklage gegen X._ vor dem Bezirksgericht Plessur, wobei sie diesem was folgt beantragte:
1. X._ sei der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG sowie Art. 4 Abs. 1 und 2 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig zu sprechen.
2. Der Beschuldigte sei mit einer Busse von CHF 300.00 zu bestrafen, bei schuldhafter Nichtbezahlung mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
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3. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten zu überbinden.
Ihrer Anklageschrift legte die Staatsanwaltschaft Graubünden die folgenden Ausführungen zum Sachverhalt zugrunde:
„Der Beschuldigte fuhr am 30. Dezember 2011, um 06:55 Uhr, mit seinem Fahrzeug, einem _, GR _, auf der schneebedeckten _ strasse von R._ Richtung O._. Ca. 50 Meter oberhalb des Hofs in O._ kam ihm der von Y._ gelenkte Lastwagen Marce _, GR _, entgegen. Da das Kreuzen an dieser Stelle nicht möglich war, hielt Y._ den Lastwagen ganz am rechten Strassenrand an. Der Beschuldigte versuchte zunächst, mit den rechten Rädern seines Fahrzeugs auf das angrenzende Trottoir zu fahren, was ihm angesichts der winterlichen Strassenverhältnisse misslang. In der Folge geriet sein Fahrzeug ins Rutschen und kollidierte mit dem stillstehenden Lastwagen. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von je ca. CHF 6'000.00.“
F. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 10. Januar 2013 vor dem Bezirksgericht Plessur beantragte X._, er sei unter Kosten- und Entschädigungspflicht des Staates vollumfänglich von den gegen ihn erhobenen Vorwürfen freizusprechen.
G. Das Bezirksgericht Plessur erkannte mit Urteil vom 10. Januar 2013, ohne schriftliche Begründung mitgeteilt am 11. Januar 2013:
1. X._ ist der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 4 Abs. 1 und 2 VRV i.V.m. Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig.
2.a) Dafür wird X._ mit einer Busse von CHF 300.00 bestraft.
b) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 3 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit diese schuldhaft nicht bezahlt wird.
3.a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 2'595.00 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 1'595.00, Gerichtsgebühren CHF 1'000.00) gehen zu Lasten von X._.
b) X._ schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:
Busse CHF 300.00
Verfahrenskosten CHF 2'595.00
Total CHF 2'895.00
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In Rechtskraft erwachsene Bussen und Verfahrenskosten sind dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen nach der Zustellung des Urteils mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
c) Wird eine schriftliche Begründung verlangt oder die Berufung angemeldet, erhöhen sich die Gerichtsgebühren auf CHF 1'500.00.

## Considerations