# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9522e52d-2502-5355-af79-a14275ed3530
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y. war Eigentümer des Hotels X. in Q. (Grundstück Nr. 0000, Grundbuch Q.) und
führte dieses bis ins Jahr 2012 als Einzelunternehmer. Er ist mit B.Y. verheiratet.
Im Jahr 2010 amortisierte A.Y. mit WIR eine (private) Darlehensschuld gegenüber
seiner Schwester; ebenfalls leistete er die Darlehenszinsen in WIR. Die Schwester
nahm die WIR-Guthaben zum Nominalwert entgegen, rechnete sie also ohne Einschlag
an die Darlehensschuld an. Teile der verwendeten WIR (nominal 300‘000) hatte A.Y. im
Jahr 2010 tranchenweise von Dritten zu einem Preis von insgesamt Fr. 210‘000.--
erworben. In der Geschäftsbuchhaltung wurden eine Privatentnahme von Fr. 210‘000.--
und eine Privateinlage von Fr. 300‘000.-- gebucht. Die Differenz bzw. der Gewinn
(Fr. 90‘000.--) wurde dann über das Kapitalkonto (als Privateinlage) ausgeglichen. In
der Steuererklärung 2010 deklarierten A.Y. und B.Y. Einkünfte aus selbständiger
Erwerbstätigkeit von Fr. 70‘905.-- (Saldo der Erfolgsrechnung 2010), eine
Erwerbsausfallrente von Fr. 5‘870.--, Kinderzulagen von Fr. 3050.-- sowie Erträge aus
Wertschriften und Guthaben von Fr. 399.--. Die Veranlagungsbehörde rechnete mit
Verfügungen vom 2. Oktober 2012 einen Überführungsgewinn von Fr. 90‘000.-- auf
und berücksichtigte gleichzeitig AHV/IV/EO-Beiträge von pauschal Fr. 9‘000.--.
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B. Die von A.Y. und B.Y. erhobenen Einsprachen wies die Veranlagungsbehörde mit
Entscheiden vom 18. März 2014 im Hauptpunkt ab. Die Verwaltungsrekurskommission
hiess die dagegen eingereichten Rechtsmittel von A.Y. und B.Y. gut und veranlagte die
Ehegatten mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 59‘400.-- (Kantons- und
Gemeindesteuer) bzw. Fr. 45‘700.-- (direkte Bundessteuer). Die Differenz von
Fr. 90‘000.-- stufte die Verwaltungsrekurskommission als nicht steuerbaren privaten
Kapitalgewinn ein. Gegen diesen Entscheid gelangte das Kantonale Steueramt mit
Beschwerden an das Verwaltungsgericht, welches die Rechtsmittel mit Urteil vom 25.
Februar 2016 abwies. Die vom Kantonalen Steueramt beim Bundesgericht eingelegten
Beschwerden in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hiess dieses mit Urteil vom
9. Dezember 2016 gut (2C_308 bzw. 309/2016). Das streitige WIR-Guthaben ordnete
es aufgrund der buchmässigen Behandlung und aufgrund des Umstandes, dass es aus
geschäftlichen Mitteln finanziert worden war, dem Geschäftsvermögen zu und
bestätigte die Einspracheentscheide des Kantonalen Steueramtes vom 18. März 2014
(Dispositiv Ziff. 2 und 3). Die Verfahrenskosten vor Bundesgericht von Fr. 2‘500.--
wurden A.Y. und B.Y. auferlegt (Ziff. 4). Hinsichtlich der Kosten der kantonalen
Verfahren traf das Bundesgericht keine Regelung.
C. Mit Schreiben vom 8. Februar 2017 teilte der Präsident des Verwaltungsgerichts den
Parteien die Absicht des Gerichts mit, den Beschwerdegegnern A.Y. und B.Y. die
amtlichen Kosten der kantonalen Rechtsmittelverfahren von Fr. 1‘600.--
(Verwaltungsrekurskommission; durch Verrechnung mit dem Kostenvorschuss in
gleicher Höhe) und von Fr. 2‘500.-- (Verwaltungsgericht) aufzuerlegen. Die den
Beschwerdegegnern für die verwaltungsgerichtlichen Verfahren zugesprochene
ausseramtliche Entschädigung von Fr. 1‘500.-- entfalle (act. 3). Während die
Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) auf eine Vernehmlassung ausdrücklich (act.
4) und das Kantonale Steueramt (Beschwerdeführer) stillschweigend auf eine
Vernehmlassung verzichteten, stellte sich die Rechtsvertreterin der Beschwerdegegner
auf den Standpunkt, das Bundesgericht habe sich nicht zur Verlegung der Kosten in
den kantonalen Rechtsmittelverfahren geäussert. Namentlich habe es die
Angelegenheit nicht zur Neuverlegung der Kosten an das Verwaltungsgericht
zurückgewiesen. Von der Neuregelung der Kosten sei deshalb abzusehen und die
geleisteten Kostenvorschüsse seien zurückzuerstatten (act. 5).
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## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Bundesgericht hob den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 25. Februar
2016 auf. Damit entsprach es den Begehren, welche das Kantonale Steueramt
erfolglos vor den kantonalen Rechtsmittelinstanzen gestellt hatte. Angesichts der
Gutheissung von dessen Beschwerden und der damit verbundenen Aufhebung des
verwaltungsgerichtlichen Urteils ist – entgegen der Auffassung der letztlich
unterlegenen Beschwerdegegner – über die amtlichen und ausseramtlichen Kosten der
kantonalen Verfahren zu entscheiden. Dass das Bundesgericht die Rückweisung zur
Neuverlegung dieser Kosten nicht im Dispositiv seines Entscheids angeordnet hat,
ändert daran nichts. In einer vergleichbaren Konstellation (vgl. Entscheide BGer
2C_1023 und 1024/2013 vom 8. Juli 2014) erläuterte das Bundesgericht in
BGer 2G_5/2014 vom 17. Oktober 2014 nachträglich, durch Gutheissung der
Beschwerde sei nicht nur der angefochtene Entscheid der Vorinstanz in materieller
Hinsicht vollständig abgeändert, sondern auch die getroffene Kostenregelung
vollumfänglich aufgehoben worden. Damit sei eine für das kantonale Verfahren
zwingend zu regelnde Frage wieder offen geworden. Das Bundesgericht habe (trotz
fehlender Neuregelung bzw. Rückweisung) nicht beabsichtigt, die unterliegende Partei
für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht von den Kosten zu befreien (E. 2.2).
Angesichts dieser klaren Rechtsprechung und der identischen Praxis des
Verwaltungsgerichts (vgl. z.B. B 2015/156 vom 23. September 2015 in Sachen B. K.)
erübrigt es sich, beim Bundesgericht auch für den konkreten Fall ein Begehren um
Erläuterung oder Berichtigung des Urteils vom 9. Dezember 2016 zu stellen (vgl. bereits
act. 6).
2. Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1,
VRP) hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Die Beschwerdegegner sind mit
ihrer Auffassung, bei der Wertsteigerung des WIR-Guthabens um Fr. 90‘000.-- habe es
sich um einen steuerfreien privaten Kapitalgewinn gehandelt, letztlich nicht
durchgedrungen. Als unterliegende Partei tragen sie die amtlichen Kosten der
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht (Fr. 2‘500.--) und der
Verwaltungsrekurskommission (Fr. 1‘600.--). Für die Bemessung der Kosten wird auf
die Erwägungen der jeweiligen Entscheide verwiesen. Für das Rekurs- und
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Beschwerdeverfahren vor der Verwaltungsrekurskommission haben sie einen
Kostenvorschuss von Fr. 1‘600.-- geleistet; dieser wird mit den dort entstandenen
amtlichen Kosten verrechnet. Anspruch auf Entschädigung ihrer ausseramtlichen
Kosten haben die Beschwerdegegner mangels Obsiegen nicht (Art. 98 Abs. 1 und 2 in
Verbindung mit 98bis VRP). Davon abgesehen haben sie vor
Verwaltungsrekurskommission keinen entsprechenden Antrag gestellt.
3. Für diesen Entscheid werden keine amtlichen Kosten erhoben (Art. 97 VRP).