# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6e890349-3425-4035-805f-e6a86ce76e9d
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend vorsorgliche Massnahmen
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Rechtsbegehren: (act. 1)
"1. Der Beklagten sei - superprovisorisch, einstweilen ohne Anhörung der Beklagten - zu verbieten, bis zum rechtskräftigen Entscheid in der  aus dem Depot Nr. 1 der Klägerin dort gebuchte Aktien der  (500'000 Aktien der C._ AG Valor ...) zu eigenen Gunsten zum Zweck der Tilgung angeblicher Ansprüche aus Verwaltung von Aktien derselben Art zu verwerten.
2. Es sei der Klägerin anschliessend Frist ansetzen, um die  gegen die Beklagte (Herausgabe der 500'000 Aktien der C._ AG, Valor ... auf das Depot der Klägerin bei der Bank: D._ AG, ..., ... E._; Bank Clearing: ..., Depot: ...) im ordentlichen Verfahren  zu machen.
3. Alles unter Entschädigungs- und Kostenfolgen zulasten der Beklagten."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1) Hintergrund des Massnahmebegehrens ist eine bestrittene Gebührenforderung
der Beklagten für die Verwaltung von Wertschriften, deren Verwertung sie ange-
droht hat (act. 3/19).
2) Das Massnahmebegehren wurde am 25. Juni 2012 gestellt (act. 1). Der Kos-
tenvorschuss von CHF 9'000.– ist eingegangen (act. 6).
3) Durch Verfügung vom 28. Juni 2012 wurde der Beklagten mit sofortiger Wir-
kung verboten, bis zum Entscheid über das Massnahmebegehren aus dem Depot
Nr. 1 der Klägerin dort gebuchte Aktien der Klägerin (500'000 Aktien der C._,
Valor ...) zu eigenen Gunsten zum Zweck der Tilgung angeblicher Ansprüche aus
Verwaltung von Aktien derselben Art zu verwerten (Prot. S. 2).
4) Die Beklagte hat innert zweimal angesetzter Frist (Prot.S. 2 und 4) keine Stel-
lungnahme eingereicht. Der Fall ist spruchreif (Art. 256 Abs. 1 ZPO).
5) Die klägerische Behauptung, wonach der Klägerin Gebührenfreiheit zugesi-
chert wurde, erscheint mangels Bestreitung glaubhaft. Glaubhaft erscheint im
gleichen Sinne, dass die Beklagte angedroht hat, bei Nichtbegleichung ihrer For-
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derung die bei ihr liegenden ... - Aktien [Aktien der C_ AG] zu veräussern.
Glaubhaft erscheint im gleichen Sinne, dass der Kurs der Aktie angesichts des
engen Marktes dann sinken könnte und damit die Besicherung von Darlehen ge-
fährdet wäre.
6) Es gilt vereinbarungsgemäss (und mangels internationalem Sachverhalt)
Schweizer Recht (act. 3/21 S. 25). Da keine Vertragsverletzung der Klägerin er-
sichtlich ist, erscheint die angedrohte Verwertung vertrags- und rechtswidrig (Art.
397 OR). Damit ist eine drohende Rechtsverletzung glaubhaft gemacht. Der dro-
hende Wertverlust der Aktien könnte die Stellung der Klägerin im Zusammenhang
mit Darlehensgeschäften erschweren, was später wohl nur schwer wieder gutzu-
machen wäre. Zudem würde mit dem Verkauf in ein absolutes Recht eingegriffen
und damit der Klägerin für geraume Zeit die Verfügung über die betroffenen Ak-
tien verunmöglicht, welches Verfügungsrecht zeitlich nicht mehr gutgemacht wer-
den könnte. Von daher sind sowohl eine drohende Rechtsverletzung als auch ein
nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil glaubhaft gemacht (Art. 261 Abs. 1
ZPO).
7) Demzufolge sind notwendige Massnahmen anzuordnen. Das anbegehrte Ver-
bot ist notwendig und auch verhältnismässig, da die Rechtsstellung der Beklagten
nur wenig tangiert wird (Art. 262 lit. a ZPO).
8) Bei den Gerichtskosten ist gestützt auf Art. 104 Abs. 3 ZPO die definitive Rege-
lung bezüglich der Verteilung dem Entscheid des Hauptsachegerichtes vorzube-
halten. Nur für den Fall, dass die Anordnung wegen Nichtanhängigmachens des
Prozesses in der Hauptsache dahinfällt, ist eine definitive (wenn auch bedingte)
Anordnung zu treffen. Der Streitwert beträgt unstrittig CHF 252'000.
Der Einzelrichter erkennt:
1. Der Beklagten wird verboten, aus dem Depot Nr. 1 der Klägerin dort gebuchte Aktien der Klägerin (500'000 Aktien der C._, Valor ...) zu eigenen Gunsten
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zum Zweck der Tilgung angeblicher Ansprüche aus Verwaltung von Aktien der-
selben Art zu verwerten, dies unter der Androhung der Straffolgen von Art. 292
StGB gegenüber ihren Organen (Bestrafung mit Busse)
2. Der Klägerin wird eine einmalige Frist von 60 Tagen nach Erhalt des  angesetzt, um den Prozess in der Hauptsache anhängig zu machen. Bei Säumnis würde die Anordnung gemäss Ziff. 1 ohne Weiteres dahinfallen.
3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 7'000. Sie wird aus dem von der Klägerin ge-
leisteten Vorschuss gedeckt. Der Rest wird ihr zurückerstattet. Fallen die vorsorg-
lichen Massnahmen wegen Säumnis dahin (vgl. Ziff. 2), so wird der Kostenbezug
definitiv. Kommt es zum Prozess in der Hauptsache, so bleibt die definitive Rege-
lung der Verteilung dem dortigen Verfahren vorbehalten.
4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.
5. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000
Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde
richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidi-
äre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesge-
setzes über das Bundesgericht (BGG).

## Considerations