# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2b76a9d4-622e-4801-accb-5ff7dd5a4bcd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1965 geborene X._
arbeitete
vom
25
.
Juli 2010 bis 31. März 2012 als Reinigungsmitarbeiterin im Zwischenverdienst bei der Y._ GmbH
und war
dadurch über die Unia Arbeitslosenkasse
bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
(Unfallmeldung vom 25. Mai 2011, Urk. 12/1, Urk. 12/16,
vgl. demgege
nüber Urk. 12/118/2, wonach sie als Aufsicht über die Mitarbeiter fungierte
). Am
19. Mai 2011 stolperte die Versicherte zu Hause beim Treppensteigen
und prallte dabei mit dem rechten Schienbein auf eine Stufenkante
.
Vom 20. Mai 2011
bis Ende Januar 2015 war sie
zu 100 % krankgeschrieben (Urk. 12/133, Urk. 12/182, Urk. 12/188, Urk. 12/246, Urk. 12/252, Urk. 12/284
). Die Suva trat auf den Schadenfall ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen
. Der erstbehandelnde Hausarzt schloss am 20. Mai 2011 mittels Röntgenbild frische Frakturen aus und legte einen (Gips-)Verband um das Sprunggelenk (vgl.
Urk.
12/15/1, vgl. auch Urk. 12/32/1). Aufgrund progredienter Schmerzen und einer Schwellungszu
nahme stellte sich die Versicherte am 21. und 25. Mai 2011 in den Notfallstati
onen des Stadtspitals A._ und des Z._ vor. Es wurde im Wesentlichen
ein Hämatom prätibial rechts mit oberflächlicher Hautnekrose
festgestellt und eine konservative Therapie (Ruhigstellung mit Gips, Antibiotikatherapie, Analgesie) verordnet (Urk. 12/15, Urk. 12/32). Im Juli 2011 erfolgte die erste Serie Physiotherapie (Urk. 12/45). Ein am 26. August 2011 im Z._ durchgeführtes MRI des oberen Sprunggelenks (OSG) und des rechten Vorfusses ergab eine ausgeprägte Tenosynovitis der Peronealsehnen mit Split der Peronaeus brevis
Sehne
sowie eine degenerativ veränderte distale Peroneus longus Sehne (Urk. 12/58, vgl. auch sonographischer Befund vom 7. Dezember 2011, Urk. 12/75).
Es folgten
physio- und
ergotherapeutische
Massnahmen sowie
Infiltration
en
mit Steroiden und Lidocain
, welche zwar zu einer Regredienz der lokalen Schwellung führten, jedoch ohne Einfluss auf die Schmerzen
verblieben
(
Urk.
12/6
5, Urk. 12/76, Urk. 12/92, Urk. 12/132, Urk. 12/134
). Am 16. Januar 2012 führte Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie sowie beratender Arzt der Suva, eine kreisärztliche Untersuchung durch (Urk. 12/68).
Aufgrund des therapiere
fraktären Verlaufs erfolgte eine stationäre Behandlung in der Rheumatologie des Z._
vom 23. Januar bis 7. Februar 2012, anlässlich welcher erstmals eine psychische Störung festgehalten wurde (vgl. Kurzaustrittsbericht vom 1. Februar 2012 resp. Austrittsbericht vom 14. Februar 2012 Urk. 12/77, Urk. 12/92). Am 8. Februar 2012 wurde die Versicherte zur weiterführenden intensiven multimo
dalen interdisziplinären stationären Therapie bis am 20. März 2012 in die Rehaklinik C._ überwiesen. Es zeigten sich Diskrepanzen zwischen den subjektiv beklagten Beschwerden und den objektiven Befunden. Ausserdem wurde das Vorliegen einer psychischen Störung bestätigt (vgl. Austrittsbericht vom 21. März 2012 sowie psychosomatisches Konsilium vom 9. Februar 2012 [Bericht vom 19. März 2012], Urk. 12/101 f).
).
Zwischenzeitlich ergab sich in somatischer Hinsicht aufgrund eines
am 23. Januar 2012 im
Z._
durchgeführ
te
n
MRI
s des rechten oberen Sprunggelenks (OSG)
eine im Ausmass deutlich regrediente Tenosynovitis (
Urk.
12/109).
Dennoch beklagte die Versicherte konservativ-therapieresistente Beschwerden, weshalb am 17. April 2012 eine operative Spaltung der Sehnenscheide und Synovektomie im Z._ (Urk. 12/125) durchgeführt wurden. Bei daraufhin noch immer beklagten Beschwerden ent
schloss man sich in der Universitätsklinik D._ zu einer Revisionsoperation (Peronealsehnenrevision mit lateralisierender Calcaneusosteotomie), welche am 21. Januar 2013 durchgeführt wurde (Urk. 12/160). Im weiteren Verlauf klagte die Versicherte abermals über persistierende Schmerzen, wobei der Ursprung der ausgeprägten Schmerzen ärztlicherseits weiterhin unklar blieb (vgl. Bericht des Unispitals D._ vom 26. Juli 2013, Urk. 12/191). Am 12. August 2013 führte Dr. B._ eine weitere kreisärztliche Untersuchung durch (Urk. 12/197). Vom 29. August 2013 bis 3. Oktober 2013 hielt sich die Versicherte erneut zur statio
nären Therapie in der C._ auf (vgl.
Austrittsbericht vom
8.
Oktober 2013
sowie
psychosomatisches Konsilium
vom 3. August 2013 [Bericht vom 26. September 2013] Urk.
12/209 f.).
Im Februar 2014 folgten weitere Infiltrationen. Am 3. September 2014 wurde im Z._ eine Resektion des Nervus suralis bis Knie
kehle rechts durchgeführt (Urk. 12/264). Daraufhin beklagte die Versicherte eine Zustandsverschlechterung (Urk. 12/270). Am 22. Januar 2015 führte Dr. B._ abermals eine kreisärztliche Untersuchung durch (Bericht vom 23. Januar 2015, Urk. 12/285). Ausserdem bezog er am 4. Mai 2015 Stellung zum Integritäts
schaden (Urk. 12/298). Mit Verfügung vom 15. Mai 2015
stel
lte die Suva ihre Versicherungs
leistungen per
31. Mai 2015 ein. Ausserdem verneinte sie einen Anspruch der Versicherten auf eine Integritätsentschädigung oder Unfallrente (Urk. 12/301).
Die gegen die Einstellung der bisher ausgerichteten Versi
che
rungsleistungen (
Heilkosten)
erhobene Einsprache vom 18. Juni 2015 (Urk. 12/305
) wies die Suv
a mit Einspracheentscheid vom 28. April
2016 (Urk. 2) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
am
30. Mai
2016 Beschwerde und beantragte, es sei der Einspracheentscheid vom
28. April 2016
aufzuheben und es seien ih
r
weiterhin Taggelder auf unbestimmte Dauer zu entrichten. Eventualiter seien weitere gutachterliche Sa
chverhaltsabklärungen auf rheumatologischem, ortho
pädischem
oder psychiatrischem
Fachgebiet durchzuführen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung von Rechtsanwalt Felix Hollinger zum unentgeltlichen Rechtsvertreter
(Urk. 1 S. 2)
.
Auss
erdem legte sie
diverse Beila
gen auf (Urk. 3/
1-32
). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
11
.
Juli
2016 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk. 11), was der
Beschwer
deführer
in
am 25.
Juli
2016 zur
Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die Entscheidfin
dung erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invaliden
rente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortset
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu
standes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Begriffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu werden, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitli
che Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 Urteil vom 16.
Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das de
r Invaliditäts
bemessung der Suva
gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfallversicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16.
Januar 2014 E. 3.5).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a). Bei objektiv ausgewiesenen organi
schen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.6
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
genen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versiche
rungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/aa; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.7
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kop
fes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne wei
teres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen wer
den darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6a).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam
nese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen
hänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun
gen des Experten begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Den Berichten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzten kommt rechtsprechungsgemäss zwar nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 4.7).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin wegen der Folgen des Unfalls vom
19. Mai 2011
über
den 31. Mai
2015 hinaus Leistungen zu erbrin
gen hat, mithin, ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden
noch als unfallkausal zu qualifizieren sind
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid im Wesentli
chen auf den Standpunkt, gestützt auf die kreisärztliche
Untersuchung
von Dr.
B._ vom 22
.
Januar
2015
bestehe eine Diskrepanz zwischen den sub
jektiven Beschwerden und den objektiven Befunden. Als objektivierbare Folge des Unfalls bestehe nur noch eine leichte Einschränkung der Belastbarkeit des rechten Beins. Es sei vom medizinischen Endzustand auszugehen. Aus organi
scher Sicht sei eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit voll
zeitig zumutbar. Schliesslich sei die Adäquanz der psychischen Beschwerden zu verneinen (Urk. 2 S. 2 f.).
2.3
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein, eine Arbeitsunfä
higkeit bestehe erst seit dem Unfall vom 19. Mai 2011. Vorher sei ihr Leben „normal und ohne grössere Vorkommnisse“ verlaufen. Die bestehende Diagnos
tik zeige eindeutig, dass der Unfall als direkte Ursache für den eingetretenen Defekt verantwortlich sei. Die durch den Sturz entstandenen Schmerzen und Beschwerden hätten zu einer Fehlhaltung der rechten unteren Extremität, inklusive des Fusses geführt. Selbst eine Spaltung der Sehnenscheiden sowie die Peronealsehnenrevision hätten keinerlei Besserung gebracht. Im Gegenteil werde sie (die Beschwerdeführerin) noch immer ärztlich betreut und mit Korti
son behandelt, da eine Fortbewegung ohne Stöcke nicht möglich sei. Es sei sowohl der natürliche als auch der adäquate Kausalzusammenhang gegeben (Urk. 1 S. 11 f.). Aufgrund des ungünstigen Behandlungsverlaufs, der nötigen Folgeoperationen, der zusehenden Isolation und der unbelasteten prätraumati
schen Persönlichkeit der Beschwerdeführerin sei denn auch die Adäquanz der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit zu bejahen. Demgegenüber habe sich der Kreisarzt im Rahmen seiner Beurteilung lediglich auf theoretische Überle
gungen abgestellt und ausserdem die festgestellten Befunde (Druckstellen an den Kniegelenken) komplett ignoriert. Vor diesem Hintergrund sei eine ordentli
che und neutrale Untersuchung durchzuführen (Urk. 1 S. 14).
3.
3.1
Im Bericht des Z._ vom 29. Juni 2011 diagnostizierten die beurteilenden Ärzte ein Hämatom prätibial rechts mit oberflächlicher Hautnekrose. Die Beschwer
deführerin sei vom 25. Mai bis 1. Juni 2011 in der Klinik für Unfallchirurgie des Z._ hospitalisiert worden. Insgesamt habe sich ein regelrechter Verlauf bei konservativer Therapie gezeigt. Das Hämatom sei betreffend Ausdehnung grös
senstationär geblieben. Die Hautnekrose habe sich bei der Entlassung trocken und reizlos ohne Anhalt für Weichteilinfekte präsentiert (Urk. 12/32). Nach der Gipsentfernung am 17. Juni 2011 habe die Beschwerdeführerin indes über pro
grediente Schmerzen an der Aussenseite des rechten Knöchels geklagt. Gleich
zeitig habe sie anlässlich der eingeleiteten Physiotherapie ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten sowie Ängste mit katastrophisierendem Denken gezeigt (vgl. ärztlicher Zwischenbericht des Z._ vom 12. Dezember 2011, Urk. 12/64).
3.2
Im Rahmen des stationären Aufenthaltes im Z._ vom 23. Januar bis 7. Februar 2012 ergab sich eine eingeschränkte Beweglichkeit des oberen und unteren Sprunggelenks. Kernspintomographisch zeigten sich ein Split der Peroneus bre
vis Sehne sowie eine degenerativ veränderte distale Peroneus longus Sehne ohne Nachweis von Erguss im oberen und unteren Sprunggelenk. Therapiefort
schritte seien nur langsam gelungen. Die festgestellte mittelgradig depressive Episode habe den therapeutischen Zugang zusätzlich erschwert (vgl. Austritts
bericht des Z._ vom 14. Februar 2012, Urk. 12/92).
3.3
Dem Austrittsbericht der C._ vom 21. März 2012 sind im Wesentlichen fol
gende Diagnosen zu entnehmen (Urk. 12/102):
-
Unfall vom 19.05.2011: I
m Treppenhaus ausgerutscht
-
Kon
tusion des Unterschenkels mit Ri
ssquetschwunde, primär hausärzt
lich versorgt
-
T
endosynovitis der Peronealsehnen
rechts
-
19.05.2011 Röntgen: Keine Fraktur
-
12/2011 Ultraschall: Verdickung und Inhomogenit
ä
t der Pe
ronealsehnen. Peritendinös syno
viale Proliferationen, geringer Flüssigkeitssaum.
-
9.12.2011 Infiltration mit Kenacort/Lidocain peritendinös und lokal über dem Lig. fibulocal-caneare, im Verlauf regrediente Schwellung
-
01/2012 MRI OSG rechts: Split tear der Peronaeus brevis Sehne, degenerativ veränderte distale Peronaeus longus Sehne, kein Erguss.
-
Psychiatrische Diagnosen (C._):
-
ICD-10: F32.1 Mit
telgradige depressive Episode
-
ICD-10: F44.6/F45.4 Somatoforme/dissoziative Anteile im Schmerzme
chanismus sind möglich
Klinisch habe
sich am rechten OSG
weder eine
R
ötung noch Schwellung oder
Überwärmung
gezeigt. Demgegenüber hätten
am lateralen Knöchel
eine
erhebli
che Berührungsempfindlichkeit und Druckdolenz
bestanden. Ausserdem habe die Beschwerdeführerin im Barfussgang
ein deutliches Schonhinken rechts prä
sentiert
.
Der
Fersen-, Zehen- und
Einbeinstand rechts
sei nicht ausführbar gewesen.
Supination und Pronation
seien schmerzbe
dingt eingeschränkt
gewe
sen. Inversio
n und Eversion des rechten Fusses
hätten sich ebenfalls kaum überprüfen lassen
.
Sudeck-Zeichen
hätten keine festgestellt werden können. Sowohl die Reflexe der obe
ren als auch der unteren Extremitäten
seien
gut sei
tengleich auslösbar
gewesen
. Insgesamt
hätten sich
klinisch keine Anhalts
punkte für eine Läsion des zentralen od
er des peripheren Nervensystems erge
ben. Das Ausmass
der demonstrierten physischen Einschränkungen
lasse sich mit den objektivierbaren patho
logischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nicht erklären
(Urk. 12/102/2). Die Beschwerdeführerin habe aktuell, mithin z
ehn Monate nach
dem
Unfall vom 19. Mai 2011,
Schmerzen submalleolär lateral rechts und im OSG-Bereich mit Geheinschränkung und Schmerzintensität
beklagt (
in Ruhe 5/10 VAS, nach 30 Minuten Gehen 10/10 VAS
, Urk. 12/102/3).
Ein
psychosomatische
s
Konsilium
(vgl. Bericht vom 19. März 2012, Urk. 12/101) habe eine
mittelgradig depressive Episode mit
leichter latenter Sui
zidal
ität
ergeben
.
Ausserdem
schein
e sich die Ehe
in letzter Zeit schwierig zu entwickeln. Somatoforme sowie dissoziative Anteile im Beschwerdebild
seien
möglich. Während des Aufenthaltes
sei die Beschwerdeführerin
intensiv psy
chologisch begleitet
worden,
mit zusätzlicher Medikation mit 15 mg Truxal einmal täglich sowie Temesta 2 mg in Reserve. Eine ambulante Psychotherapie
sei
notwendig
und
bereits eingeleitet w
o
rde
n (Urk. 12/102/4)
.
Insgesamt habe eine Verbesserung der Schmerzproblematik erreicht werden kön
nen. Als
arbeitsrelevante Probleme
nannten die beurteilenden Ärzte die
Schmerzen im lateralen Knöchel rechts
sowie
die mittelgradig
depressive Epi
sode, wobei die Beschwerden durch eine erhebliche Symptomausweitun
g funk
tionell überlagert würden
.
Aus medizinisch-theoreti
scher Sicht
sei die Beschwerdeführerin
unter Berücksichtigung der Beobachtung
en
anlässlich
de
r
Leistungstests
sowie
im Behandlungsprogramm aktuell lediglich
betreffend
Tätigkeiten mit häufigen Zwangshaltungen des Fusses (Hockerstellung, knien) sowie mit
dem
Erford
ernis, schnell laufen zu müssen,
eingeschränkt
(Urk. 12/102/4).
3.4
Aus dem Austrittsbericht der C._ vom 8. Oktober 2013 erhellt sodann im Wesent
lichen, m
ehr als zwei Jahre nach
dem
Unfall
vom 19. Mai 2011 stünden nach wie vor
ausge
prägte Schmerzen im rechten Fuss
im Vordergrund.
Die
Beschwerden
seien begleitet
von Gefühlsstörungen und Bewegungseinschrän
kungen. Die
Beschwerdeführerin sei
während der gesamten Hospitalisation mit einem Unterarmgehstock mobil
gewesen
. Im hausintern
en
neurologischen Kon
silium
hab sich eine Neuralgie des Nervus
suralis rechts
gezeigt
, welche wahr
scheinli
ch auf eine Läsion des Nervus surali
s zurückzuführen
sei
.
Gemäss der
psychosomatische
n
Abklärung
habe sich der
psychische Zustand
der Beschwer
deführerin
seit ihrem letzten Aufenthalt im Frühling 2012 nicht wesentlich ver
ä
ndert
.
Nach wie vor zeigten
sich eine mittelgradi
ge de
pressive Epi
sode mit latenter Suizidalität und
leicht histrion
isch
anmutende
n
Wesenszüge
n
sowie eine nach wie vor zu vermutende somatoforme/dissoziat
i
ve
Mitbeteiligung im Beschwerdebild. Erfreulicherweise wirke sich di
e ambulante Psychotherapie sta
bilisierend
aus
.
In somatischer Hinsicht hätten
zwei in der Zwischenzeit erfolgte operative Eingriffe (vgl. Sachverhalt
Ziff.
1)
keine massgebenden
V
eränder
un
gen gebracht
.
D
ie Beschwerden und Funktionseinschränkungen
seien
in ihrer In
tensität nicht gänzlich
erklärbar
.
Die
Beschwerdeführerin habe
sich im Gespräch
mä
ssig interessiert
gezeigt
an Informationen und Anregungen über einen besseren Umgang mit Schmerzen und
es hätten auch
keine nennenswer
ten positiven Veränderungen im Verlaufe des Aufenthalts beobachtet werden
können
.
Zusammenfassend
habe trotz intensiver Therapien
keine wesentliche Verbesserung der Schmerzproblematik erreicht werden
können
.
Auch b
ezüglich der stockfreien Gehstrecke
sei
insgesamt keine Verbesserung
erzielt worden. Die Beschwerden erschienen resistent für sämtliche Therapiemassnahmen. Von der Fortsetzung der somatischen Behandlung sei keine namhafte Besserung mehr zu erwarten. Das arbeit
srelevante Problem
sei
der rechte
Fuss. Mithin sei die Beschwerdeführerin hinsichtlich
schwere
n
, fussbelastende
n Tätigkeiten einge
schränkt. Demgegenüber bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Vibrationsbelastungen des rechten Fusses, ohne länger dauernde Zwangshaltungen für den rechten Fuss, ohne Leiterstei
gen und ohne repetitives Treppensteigen (Urk. 12/209/2 f.).
3.5
In dem seitens der Beschwerdeführerin eingereichten polydisziplinären MEDAS-Gutachten zuhanden der Invalidenversicherung vom 19. Juni 2014 diagnosti
zierten die Gutachter im Wesentlichen (1) eine s
chmerzhafte Narbe ret
ro
malleolär rechts (L90.5/91.0), (2) einen
Status nach Synovektomie und Sehnen
scheidens
paltung peroneal rechts (M65.8) sowie (3) eine
Ansatztendinopa
thie Plantarfascie rechts (M76, Urk. 3/3 S. 47).
Allgemein-interni
stisch
sei die Beschwerdeführerin in einem guten Allgemeinzu
stand. Aus neurologischer Sicht könne
keine Ursache für die geklagte Symptomatik
festgestellt werden.
Anhal
tspunkte für eine relevante Nerv
enläsion best
ünden
weder klinisch noch elektrophysiologisch und der geklagte Schmerzcharakter
sei
auch nicht neuropathisc
h. Im Gegenteil weise die aktuelle Symptompräsentation
klar darauf hin, dass psychologische Faktoren massgeblich zur Symptomentstehung beigetragen
hätten
.
Aus orthopädischer Sicht fehle nach wie vor eine befriedigende Diagnose. Letzteres ungeachtet dessen, dass sich viele Untersucher des Bewegungsapparates darum bemüht hätten. Es
bestünden eine Tenosynovi
tis der Peronealsehnen und ein Spaltriss der Peroneus brevis Sehne. Die Geh- und Stehfähigkeit
sei
eingeschränkt.
Wei
ter habe sich anlässlich der psychiatrischen Untersuchung ein eingeschränkter
Antrieb
gezeigt. Ausserdem sei die Beschwerdeführerin
angespannt und
unru
hig. I
hre Konzent
ration und Aufmerksamkeit hätten
im Laufe des Gespräches ab
genommen. Diese Symptome seien
alle im Rahmen der
agiti
erten depressiven Episode anzusehen.
Die Beschwerdeführerin betrachte
sich
selbst
als absolut arbeitsunfähig, was in di
esem Ausmass
medizinisch nicht
nachvollziehbar sei.
Das zurzei
t feststellbare Handicap bestehe
in einer eingeschränkten Steh- und Gehfähigkeit des rechte
n Fusses. Mithin könnten leichte Arbeiten
vollschichtig durchgeführt werd
en. Aus polydisziplinärer Sicht sei die Beschwerdeführerin hinsichtlich einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 3/3 S. 49 f.).
Mangels zufriedenstellender Diagnose könne keine klare Therapieempfehlung abgegeben werden. Weitere invasive
Eingriff
e würden
mit grosser Sicherheit keine Besserung
bringen. Demgegenüber sei die Weiterfü
hrung
der psycho- und pharmakotherapeutischen
Behandlung sinnvoll (Urk. 3/3 S. 49).
3.6
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 22. Januar 2015 sei die Beschwerdeführerin
mit zwei Stöcken
erschienen
und habe sie
den Boden mit dem rechten Vorfuss
dabei
höchstens ganz leicht
berührt. Sie habe
Schmerzen
seitlich am rechten Rückfuss sowie
plantar unter der Ferse
beklagt und
vertrage dort keine Berührung, es sei wie
ein "Stechen". Den rechten Fuss
könne sie nicht belasten, wenn sie nicht
an zwei Stöcken
gehe,
bewege sie sich auf den Knien. D
ies
habe
zu Druckstellen an beid
en Kniegelenken geführt
. Durch die Beschwerden im rechten
Fuss habe die Beschwerdeführerin nach
eigenen Anga
ben "kein Leben mehr" und sei sie
„
am Ende".
Die Versprechungen einer Ver
besserung durch die
verschiedenen
Operation
en seien nicht eingetreten. E
s sei im Gegenteil nach jeder Operation schlechter gegangen.
Die Beschwerdeführerin habe
ihre Beschwerden
u
nter Tränen
geschildert. D
abei
sei -
wie
schon
bei früherer Gelegenheit
-
ein katastrophis
ierendes Denken zur Darstellung gekom
men.
Der klinische Befund
sei
weit weniger spektakulär als das s
ubjektive Beschwerdebild:
Die m
ilde muskulä
re Hypotrophie am rechten Bein sowie
die diskrete Schwellun
g im Bereiche des Rückfusses seien
durch Vernarbung
en nach Operationen erklärbar. Der Vorfuss zeige
keine erhebliche Schwellung un
d Hinweise auf ein CRPS (Morbus Sudeck) bestünden
weder
klinisch noch radio
logisch. Soweit
das Beschwerdebild bereits initial nicht durch somatische Befunde
habe
erklärt
werden könn
e
n
,
so gelte dies auch aktuell. Damit sei auch klar
, dass die drei Operationen an der rechten unteren Extremität nicht nur erfolglos
gewesen seien
, sondern die Beschwerd
en subjektiv verschlimmert hät
ten
. Auch die zuletzt im
D._
initiierte Verso
rgung mit einem Spezialschuh sei
aus dieser
Sicht zum Scheitern verurteilt.
Unter Ausklammerung der psy
chischen Situation
sei theoretisch
nur eine leichte Einschränkung der Belastbar
keit des rechten Beines nach erfolgten Operationen als Unfallfolge zu
taxieren und der Beschwerdeführerin
eine leichte bis mittelschwere, w
echselbelastende Tätigkeit
vollzeitig zu
zumuten
.
Die Situation
sei stabil. Eine Verbesserung könne auch
durch eine weitere Heilbehand
lungen nicht erzielt werden
. Ange
sichts des heute demonstrierten Verhalte
ns sei
aus somatischer Sicht auch von einer stationären Rehabilitation keine Verbesserung zu erwarten
(Urk. 12/285/3 f.)
.
3.7
In dem beschwerdeweise eingereichten Sprechstundenbericht der Uniklinik D._ vom 16. April 2015 bestätigte der beurteilende Facharzt für Fusschirur
gie, klinisch-radiologisch seien die ausgeprägten ubiquitären Schmerzen am Fuss nicht ganz erklärbar. Eine neurophysiologische Untersuchung habe eben
falls keinen eindeutigen Aufschluss erbracht (Urk. 3/4, vgl. auch Bericht vom 18. Februar 2015, Urk. 3/2).
4.
4.1
Festzuhalten ist zunächst
,
dass
die vorliegende medizinische Aktenlage
ausrei
chend Aufschluss darüber liefert, dass von weiteren Behandlungen keine nam
hafte Besserung mehr zu erwarten ist
.
So nannten die beurteilenden Fachärzte keine Heilbehandlungen, welche eine gesundheitliche Verbesserung zu zeitigen vermöchten. Im Gegenteil hielten
Dr. B._,
die Ärzte der Rehaklinik
C._
sowie die MEDAS-Gutachter übereinstimmend
und
ausdrücklich fest, von einer Fortsetzung der somatischen Behandlungen sowie (invasiven) Eingriffen sei keine Besserung zu erwarten und erachteten sie eine vollständige Arbeitsfähig
keit hinsichtlich leichten, adaptierten Tätigkeiten für gegeben (
Urk.
12/209/2 f.,
Urk.
3/16 S. 40 f.). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegeg
nerin betreffend die
eingeschränkte Steh- und Gehfähigkeit des rechten Fusses
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom erreichten Endzustand ausging.
4.2
4.2.1
Fraglich und zu prüfen
ist indes
,
die
Unfallkaus
alität der verbliebenen Beschwer
den.
4.2.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2
8. April
2016 (Urk. 2) in medizinischer Hinsicht auf
die
fachärztlich-orthopädische
Beurteilung
von Dr.
B._
vom
23
.
Januar 2015, welche dieser gestützt auf die eigene Untersuchung vom 22. Januar 2015 sowie
in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgab.
Der Einwand der Beschwer
deführerin, wonach sich Dr. B._ im Rahmen seiner Beurteilung lediglich auf „theoretische Überlegungen“ abgestützt haben soll (vgl. Urk. 1 S. 10), erweist sich damit als nicht stichhaltig. Andere k
onkrete Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der Beurteilung von Dr.
B._
sprechen, sind nicht ersichtlich. Insbesondere ergeben sich aufgrund der vorliegenden Aktenlage keinerlei ärztli
che Differenzen betreffend die erhobenen Befunde
und Schlussfolgerungen sowie den Therapie- und Behandlungsbedarf
. Mithin besteht – entgegen de
r
Beschwerdeführer
in
(Urk. 1 S. 10)
–
auch
kein weiterer Abklärungsbedarf (anti
zipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
4.
2.3
Dr. B._ kam im Einklang mit den beurteilenden Fachärzten des C._ und des D._ (E. 3.3, E. 3.4, E. 3.7) zum Schluss, das Beschwerdebild sei durch den somatischen Befund nicht erklärbar. Dafür spricht denn auch der Umstand, dass die
durchgeführten
konservativen Therapiemassnahmen und
Operationen
allesamt
erfolglos verblieben
und/oder die Schmerzen
subjektiv gar verschlim
me
rten. Darüber hinaus notierten die Ärzte des Z._ bereits Ende 2011/anfangs 2012
ein au
sgeprägtes Vermeidungsverhalten
mit katastrophi
si
erendem Denken
sowie eine psychische Überlagerung (Urk. 3.1). Im weiteren Verlauf hielten die beurteilenden Fachärzte der C._
histrionisch anmutende Wesenszüge
fest und wiesen sie auf psychosoziale Erschwernisse sowie die eingeschränkte Compli
ance der Beschwerdeführerin hin
(
E. 3.3, E. 3.4
)
. Die MEDAS-Gutachter hielten ausdrücklich fest, die
aktuelle Symptompräsentation
deute
klar darauf hin, dass psychologische Faktoren massgeblich zur Symptomentstehung beigetragen hätten
(E. 3.5).
Vor diesem Hintergrund ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die
Einschränkungen der Geh- und Stehfähigkeit des rechten Fusses jedenfalls über den
3
1.
Mai 2015
hinaus nur insoweit
auf das Ereignis vom
19. Mai 2011
zurückzuführen
sind, als eine leichte Einschränkung der Belast
barkeit des rechten Beines verblieb (E. 3.6)
. Dies gilt umso mehr, als es einer medizinischen Erfahrungstatsache entspricht, dass selbst im Fall vorbestehen
der, degenerativer, das heisst abnutzungsbedingter Erkrankungen eine trauma
tische Verschlimmerung in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr abgeschlossen ist (Urteil des Bundesgerichtes 8C_677/2010 vom 16. Dezember 2010 E. 4.6 mit Hinweisen). Eine allfällige richtungsgebende Verschlimmerung müsste bildgebend ausgewiesen sein (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_174/2008 vom 8. Augu
st 2008 E. 4.2 mit Hin
weisen), was vorliegend nicht der Fall ist (vgl. Urk. 12/15 und Urk. 12/32).
4.2.4
Dass oder ob sich die Beschwerdeführerin in ihrer Wohnung freiwillig oder unfreiwillig auf den Knien fortbewegt, ist für die hier interessierende Unfall
kausalität der beklagten Fussbeschwerden ohne Belang und hat - entgegen der irrigen Vorstellung der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 9 f.) - auch keinerlei Ein
fluss auf die Beweiskraft des kreisärztlichen Untersuchungsberichts vom 23. Januar 2015. Im Übrigen hat Dr. B._ die druckbedingte Hautschädigung an den Knien nicht „komplett ignoriert“ – wie beschwerdeweise behauptet (Urk. 1 S. 10) -, sondern im Rahmen seiner Befundung dokumentiert und in der Beurteilung gewürdigt (Urk. 12/285/3 f.).
4.2.5
Mangels Relevanz für die vorliegend interessierenden Fragen gehen auch die Einwände der Beschwerdeführerin gegen das MEDAS-Gutachten, insbesondere zur festgestellten Arbeits- und Erwerbsfähigkeit (Urk. 1 S. 8), ins Leere.
4.2.6
Schliesslich
lässt sich
auch
allein aus dem Umstand, dass
erst seit dem Unfall vom 5. Mai 2011 (recte: 19. Mai 2011)
eine Arbeitsunfähigkeit bestehe und der Lebenslauf der Beschwerdeführerin zuvor „normal und ohne grössere Vor
kommnisse“ gewesen sei
(
Urk. 1 S. 11
), noch keine Unfallkausalität herleiten.
Die Argumentation nach der Formel „post hoc ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausalzusammenhänge nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/bb., Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Im Übrigen war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Unfalles seit 10 Tagen infolge Krankheit arbeitsunfähig gewesen (Urk. 12/1).
4.
3
Zu Recht hat keine der Parteien in Frage gestellt, dass es sich beim Treppensturz vom 19. Mai 2011 um einen banalen Unfall handelt. Entsprechend
ist
die Adä
quanz
ohne weiteres zu verneinen
(vgl. E. 1.8). Dagegen vermochte die Beschwerdeführerin nichts Stichhaltiges vorzubringen (vgl. Urk. 1 S. 13 f.). Weiterungen hierzu erübrigen sich.
4.4
Zusammenfassend ist die Beschwerdegegnerin nach zutreffender Würdi
gung der medizinischen Aktenlage im angefochtenen Entscheid zum überzeu
genden Schluss gelangt, dass über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 3
1.
Mai 2015 hinaus
als fortdauernde Unfallfolgen eine leichte Einschränkung der Belastbarkeit des rechten Beines verblieb und mit dieser Einschränkung weiterhin eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit in vollem Pensum zumutbar ist. Damit ist über diesen Zeitpunkt hinaus keine Arbeitsun
fähigkeit im angestammten Tätigkeitsgebiet als Postangestellte, das heisst im Gebiet, welches die Beschwerdeführerin vor Eintritt der Arbeitslosigkeit inne
hatte, ausgewiesen und besteht kein Anspruch auf weitere Leistungen.
5.
Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.
6.
6.1
Da das Verfahren kostenlos ist (Art. 61 lit. a ATSG), erweist sich das Gesuch de
r Beschwerdeführerin
um unentgeltliche Prozessführung (vgl. Urk. 1 S. 2) als obsolet.
6.2
Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung hat jede Person, die nicht über die erforderlichen
Mittel verfügt, Anspruch auf un
entgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbeg
ehren nicht als aussichtslos er
scheint. Als bedürftig gilt, wer nicht in der Lage ist, für die Prozesskosten aufzukommen, ohne dass er Mittel bean
spruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für ihn und seine Familie notwendig sind (BGE 127 I 205).
Die gesuchstellende Person hat den Nachweis der Bedürftigkeit zu erbringen. Dazu hat sie ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzule
gen und soweit möglich zu belegen (Randacher, in: Gesetz über das Sozialversi
cherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Auflage, Zürich/Basel/
Genf 2009, N 5 zu § 16 GSVGer).
6.3
Unter
Ziff. 10
des Formulars zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit
(Urk. 8)
gab die Beschwerdeführerin als Vermögen
ein
Konto bei der E._ Bank an (CH24 0840 1067 1508 7803)
.
T
rotz
entsprechender Auflage (Urk. 8 Ziff. 13, vgl. auch Urk. 5 Disp.-Ziff. 2) unterliess sie es indes, diesbezüglich einen Kontoauszug aufzulegen, der ihre Behauptung belegen
würde, dass kein Guthaben gegenüber
der E._ Bank be
steht.
Bei den Akten liegt einzig ein Kontoauszug der E._ Bank betreffend das Privatkonto mit IBAN-Nr. F._ (Urk. 9/12). Kommt
hinzu, dass die im Formular
ange
gebenen Ausgaben nur lückenhaft belegt wor
den sind, namentlich f
ehlen Belege für die geltend ge
machten
ungedeckten Gesundheitskosten
(Urk.
8 Ziff. 9
)
. Darüber hinaus handelt es sich bei den angeblichen Fahrkosten zur Arbeit im Umfang von Fr. 200.-- angesichts der fehlenden Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin offensichtlich um eine Falschangabe (Urk. 8 Ziff. 9)
. Bei dieser Sachlag
e ist - wie mit Verfügung vom
6
. Juni 2016
angedroht (Urk.
5
) - davon auszugehen, dass keine prozessu
ale Bedürf
tigkeit besteht. Entsprechend ist das Gesuch um Gewährung der unent
geltlichen Rechtsvertretung ab
zuwei
sen.