# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d4b3258c-5ab3-4268-8b93-839ecbc4a803
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend mehrfache Sachbeschädigung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - , vom 15. Dezember 2021 (GG210287)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 6. September 2021 ist
diesem Urteil beigeheftet (Urk. 44).
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne
von Art. 144 Abs. 1 StGB in Bezug auf das Ereignis vom 29. Juni 2020.
2. Vom Vorwurf der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144
Abs. 1 StGB in Bezug auf das Ereignis vom 20. Juni 2020 wird der Beschul-
digte freigesprochen.
3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu
Fr. 80.– sowie mit einer Busse von Fr. 800.–.
4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre
festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle
eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
6. Die nachfolgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom
16. August 2021 beschlagnahmten und bei der Stadtpolizei Zürich lagernden
Gegenstände werden nach Eintritt der Rechtskraft dem Privatkläger auf ers-
tes Verlangen herausgegeben. Verlangt er sie innert drei Monaten nicht her-
aus, werden sie der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung über-
lassen:
− Messer (Asservat Nr. A013'942'897),
− Handwerkzeug (Asservat Nr. A014'281'835),
− Kabel/Kabelrolle (Asservat Nr. A014'281'857),
− Zutrittsausweis (Asservat Nr. A014'283'546),
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− Zutrittsausweis (Asservat Nr. A014'302'353).
7. Die nachfolgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom
16. August 2021 beschlagnahmten und bei der Stadtpolizei Zürich lagernden
Asservate, Spuren und Spurenträger werden eingezogen und der Lagerbe-
hörde zur Vernichtung überlassen:
− Tatort-Fotografie (Asservat Nr. A013'938'799),
− DNA-Spur - Wattetupfer (Asservat Nr. A013'942'864),
− DNA-Spur - Wattetupfer (Asservat Nr. A013'942'875),
− Mikrospuren - Klebbandasservat (Asservat Nr. A013'942'886),
− Mikrospuren - Klebbandasservat (Asservat Nr. A013'952'517),
− Vergleichs-WSA (Asservat Nr. A014'307'416),
− Vergleichsabdrücke-Dakty (Asservat Nr. A014'307'438).
8. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers wird im Betrag von
Fr. 3'117.70 (betreffend das Ereignis vom 20. Juni 2020) abgewiesen.
9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger aus
dem eingeklagtem Ereignis vom 29. Juni 2020 dem Grundsatze nach scha-
denersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfangs des Schaden-
ersatzanspruchs wird der Privatkläger auf den Weg des Zivilprozesses ver-
wiesen.
10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
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Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 1'500.– Gebühr für die Strafuntersuchung, Fr. 612.54 Auslagen (Gutachten), Fr. 490.– Auslagen (FOR), Fr. 2'960.– Auslagen Polizei.
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem
Beschuldigten zu zwei Dritteln auferlegt.
12. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von
Fr. 6'500.– für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugespro-
chen.
Berufungsanträge:
a) Der Verteidigung des Beschuldigten:
(Urk. 74 S. 1 f.)
1. Es sei Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 15.
Dezember 2021 vollumfänglich aufzuheben und der Beschuldigte sei von
der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in
Bezug auf das Ereignis vom 29. Juni 2020 freizusprechen.
2. Es seien als Folge des Freispruchs auch Dispositiv-Ziffern 3 bis 5 vollum-
fänglich aufzuheben.
Eventualiter, im Fall des Festhaltens am Schuldspruch für das Ereignis vom
29. Juni 2020, sei Dispositiv-Ziffer 3 dahingehend anzupassen, dass der Ta-
gessatz der Geldstrafe auf CHF 40.– pro Tag reduziert und auf die Ausfäl-
lung einer Busse verzichtet wird.
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3. Es sei als Folge des Freispruchs auch Dispositiv-Ziffer 9 vollumfänglich auf-
zuheben und das Schadenersatzbegehren des Privatklägers betreffend das
Ereignis vom 29. Juni 2020 sei abzuweisen.
4. Es seien als Folge des Freispruchs auch Dispositiv-Ziffern 10 bis 12 des Ur-
teils vollumfänglich aufzuheben, und es seien die Kosten der Untersuchung
und des gerichtlichen Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen und es sei
dem Beschuldigten eine volle Prozessentschädigung für anwaltliche Vertei-
digung sowie eine angemessene Genugtuung aus der Gerichtskasse zuzu-
sprechen.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuerzu-
satz zulasten der Staatskasse.
b) Der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl:
(schriftlich, Urk. 86)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
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## Considerations

Erwägungen:
I. Einleitung und Verfahrensgang
1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist eine Berufung gegen das ein-
gangs im Dispositiv zitierte Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Ein-
zelgericht, vom 15. Dezember 2021 (Urk. 62), mit welchem der Beschuldigte in
Bezug auf einen Vorfall vom 29. Juni 2020 der mehrfachen Sachbeschädigung
schuldig gesprochen worden war. Bezüglich eines ebenfalls angeklagten, fast
identisch gelegenen Vorfalls vom 20. Juni 2020 betreffend Sachbeschädigung
war er von der Vorinstanz freigesprochen worden. Das erstinstanzliche Gericht
entschied auf eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 80.– sowie eine Busse
von Fr. 800.–. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit
auf zwei Jahre festgelegt. Für die Busse wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von
10 Tagen festgesetzt.
Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung
von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz
im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 62 S. 4).
2. Am 22. Dezember 2021 meldete der Beschuldigte Berufung gegen das vor-
instanzliche Urteil an (Urk. 58). Nach Zustellung des begründeten Urteils am
18. Mai 2022 (Urk. 61/2) erklärte er mit Eingabe vom 3. Juni 2022 fristgerecht Be-
rufung beim Obergericht des Kantons Zürich und stellte die eingangs genannten
Anträge (Urk. 64, Urk. 65/1-2).
Mit Präsidialverfügung vom 10. Juni 2022 wurde die Berufungserklärung in An-
wendung von Art. 400 Abs. 2 und 3, Art. 401 StPO sowie Art. 34 StGB der
Staatsanwaltschaft und dem Privatkläger zugestellt, um gegebenenfalls An-
schlussberufung zu erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantra-
gen (Urk. 66). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 14. Juni 2022
ausdrücklich auf Anschlussberufung (Urk. 68). Der Privatkläger liess sich nicht
vernehmen.
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Mit Eingabe vom 1. Juli 2022 liess der Beschuldigte das vervollständigte Datener-
fassungsblatt sowie weitere Unterlagen ins Recht reichen (Urk. 69, Urk. 70/1-4).
3. Zur heutigen Berufungsverhandlung erschien der Beschuldigte in Begleitung
seines erbetenen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. X._ (Prot. II S. 3). Die
Staatsanwaltschaft war nicht zum persönlichen Erscheinen verpflichtet (Art. 405
Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 337 Abs. 3 StPO).
II. Prozessuales
1. Umfang der Berufung
Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechtskraft des
angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Der Beschuldigte
ficht die Dispositivziffern 1 (Schuldspruch in Bezug auf den Vorfall vom 29. Juni
2020), 3-5 (Strafe), 9 (Zivilansprüche) sowie 10-12 (Kostenfolgen) an.
Nachdem die Dispositivziffern 2 (Freispruch in Bezug auf den Vorfall vom 20. Juni
2020), 6-7 (beschlagnahmte Gegenstände) und 8 (Abweisung Schadenersatzbe-
gehren Privatkläger in Bezug auf den Vorfall vom 20. Juni 2020) unangefochten
blieben, ist mittels Beschluss festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil in die-
sem Umfang in Rechtskraft erwachsen ist.
2. Prozessuale Vorbemerkungen
2.1. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des eingeklagten
Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, erfolgt dies in
Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwäh-
nung findet.
2.2. Auf die Argumente des Beschuldigten bzw. der Verteidigung ist im Rahmen
der nachstehenden Erwägungen einzugehen. Das rechtliche Gehör nach Art. 29
Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des von einem Entscheid in
seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in seiner Ent-
scheidfindung berücksichtigt. Nicht erforderlich ist, dass sie sich mit allen Partei-
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standpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen aus-
drücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen
Punkte beschränken. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt
werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Ent-
scheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; BGE 139 IV 179 E 2.2; BGE 138 IV 81 E
2.2., je mit Hinweisen).
2.3. Die Verteidigung hat im Berufungsverfahren keine Beweisanträge gestellt
(Urk. 64; Urk. 74; Prot. II S. 11). Es drängen sich in zweiter Instanz auch von Am-
tes wegen – abgesehen von der erneuten Befragung des Beschuldigten – keine
weiteren Beweiserhebungen auf.
III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
1. Standpunkte der Parteien betreffend den Sachverhalt
1.1. Anklagevorwurf
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 29. Juni 2020 mit einem nicht näher
bekannten Schneidewerkzeug im Stadtspital B._ um etwa 09.05 Uhr zuerst
ein Stromkabel des Bettenlifts "A" und wenige Minuten später, um etwa 09.14
Uhr, ein weiteres Stromkabel des Bettenliftes "C" durchtrennt zu haben. Dadurch
seien die beiden Lifte blockiert und funktionsunfähig gemacht worden, womit ein
Schaden in der Höhe von Fr. 1'484.30 entstanden sei, was der Beschuldigte be-
absichtigt oder zumindest in Kauf genommen habe (Urk. 44). Nur am Rande sei
erwähnt, dass im Anklagesachverhalt fälschlicherweise als Tatzeitpunkt 17.45 Uhr
angeführt wird, wobei es sich jedoch um einen offensichtlichen Verschrieb bzw.
einen "Copy-and-paste"-Fehler handelt. In der Regeste des Anklagevorwurfs be-
treffend den Vorfall vom 29. Juni 2020 wurde die Uhrzeit dahingegen korrekt wie-
dergegeben (a.a.O. S. 2).
1.2. Standpunkt Beschuldigter
Der Beschuldigte arbeitete im Zeitpunkt der Vorfälle seit mehr als 10 Jahren beim
Stadtspital B._ (dem Privatkläger). Er bestreitet seine Schuld und macht gel-
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tend, dass es kein einziges Motiv für eine solche Tat gebe. Er sei ein loyaler und
von seinen Kollegen geschätzter Mitarbeiter und habe weder Streit, noch Anlass
zu Groll gehabt, welcher ihn zu einer solchen Tat hätte verleiten können. Vielmehr
würde er mit einer solchen Tat seine in der Schweiz aufgebaute Existenz gefähr-
den, was schlicht nicht einsichtig sei und keinerlei Sinn ergeben würde. Sodann
verfüge er nicht über das Fachwissen, welches Kabel man überhaupt durch-
schneiden müsse. Der Beschuldigte bestreitet weiter die der Anklageschrift zu-
grunde liegende Beweislage und allgemein die Aussagekraft der im Recht liegen-
den Beweismittel. Aufgrund der vielen Unklarheiten sei seine Tatschuld nicht mit
hinreichender Sicherheit erwiesen, weshalb auch kein Schuldspruch erfolgen
könne (vgl. Urk. 54, Urk. 74, Prot. II S. 4 und S. 10 f.).
2. Sachverhaltserstellung
2.1. Grundsätze Beweiswürdigung und wesentliche Beweismittel
Die Vorinstanz hat die Beweislage des Vorfalls vom 29. Juni 2020 in Bezug auf
den äusseren Tatbestand zutreffend zusammengefasst und würdigte diese ge-
stützt auf die allgemeinen Beweisregeln schlüssig und grundsätzlich zutreffend
(Urk. 62 S. 5 ff.). Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, kann daher zu-
nächst auf ihre Zusammenfassungen der Aussagen und Beweismittel sowie ihre
diesbezüglichen Erwägungen verwiesen werden. Die nachfolgenden Ausführun-
gen sind dabei als Ergänzungen zu verstehen.
In Bezug auf den Vorfall vom 29. Juni 2020 liegen nebst den Aussagen des Be-
schuldigten (Urk. 8-10) folgenden Beweismittel im Recht:
- Polizeirapporte und Dokumentationen (Urk. 1-5 und 12-15)
- CD-Rom (Urk. 16)
- Mail mit Screenshots der Badgeregistrierungen und Liftabläufen (Urk. 21)
- Mails betreffend Nutzung verschiedener Badges (Urk. 22 und 23)
- Fotos des zerstörten früheren Badges des Beschuldigten (Urk. 27)
- Unterlagen FOR (Urk. 28/1-8)
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- Gutachten des IRM Zürich (Urk. 28/11)
- Schriftlicher Bericht bzgl. des Schliess-/Zutrittssystems (Urk. 31/3)
Die formelle Verwertbarkeit der genannten Beweismittel stellt grundsätzlich kein
Problem dar und wird vom Beschuldigten auch zurecht nicht gerügt. Soweit diese
in Bezug auf die Urteilsfindung relevant ist, wird in der Folge inhaltlich auf sie ein-
gegangen.
2.2. Beweiswürdigung
Mit der Verteidigung (Urk. 54 S. 4 ff., Urk. 74 S. 8 f.) ist zunächst festzuhalten,
dass es vorliegend schwer verständlich ist, dass beim Privatkläger (Stadtspital
B._) trotz der laufenden Strafuntersuchung weder die originalen Videoauf-
zeichnungen, noch die originalen Daten der Badgeregistrierungen oder Liftabläufe
aufbewahrt wurden. Bei den Akten liegen lediglich Screenshots von Badgeregist-
rierungen sowie den Liftabläufen, welche von Angestellten des Privatklägers er-
stellt und schliesslich an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden sind
(Urk. 16 und 21). Auf Anfrage der Staatsanwaltschaft hatte der Privatkläger mitge-
teilt, dass alle Bilder und Informationen, die vorhanden waren, bereits übergeben
und in der Folge gelöscht worden seien. Die Videoaufzeichnungen würden ledig-
lich 14 Tage lang aufbewahrt und danach gelöscht. Auch die Badgeherausgaben
und Badgeregistrierungen könnten nicht mehr nachvollzogen werden (vgl. zum
Ganzen Urk. 32/1-7).
Die Dokumente, aus welchen die Zeiten der Badgeregistrierungen sowie die Lift-
abläufe ersichtlich sind, wurden somit von Angestellten des Privatklägers in der
Art und Weise aufbereitet, wie diese es für richtig erachteten. Es war dabei weder
für die Staatsanwaltschaft, noch für das Gericht, noch für die Verteidigung mög-
lich, die Daten in ihrer Ursprungsform zu sichten. Vielmehr haben die Mitarbeiter
des Privatklägers die Entscheidung darüber getroffen, was für sie als relevant er-
scheint und in welcher Form die Daten aufbereitet werden. Das Gleiche gilt für die
Videoaufzeichnungen, bei welchen seitens von Angestellten des Privatklägers
gegenüber der Polizei mitgeteilt wurde, dass diese keine sachdienlichen Erkennt-
nisse liefern würden und welche in der Folge nicht aufbereitet worden waren
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("Man würde ihn nur mit dem Schlepper herumfahren sehen" vgl. Urk. 3 S. 5).
Den Mitarbeitern des Privatklägers ist dabei indessen nicht zu unterstellen, sie
hätten Beweismaterial falsch bereitgestellt oder verändert. Die vorliegenden Bad-
geregistrierungen und Liftprotokolle (Urk. 11 und 12) stellen damit zwar ein zuläs-
siges, verwertbares Beweismittel dar und liefern Indizien dafür, dass sich der
Sachverhalt so abgespielt hat, wie er in der Anklage umschrieben wurde. Für sich
alleine wären sie indessen kaum geeignet, die Schuld des Beschuldigten zu be-
weisen, da zu viele Unklarheiten bestehen, nicht alle Fragen beantwortet werden
und sie aufgrund der Löschung der Originaldaten auch nicht mehr überprüft wer-
den können. Unter anderem aufgrund dieser Umstände entschied die Vorinstanz
schliesslich unter Anwendung des Prinzips von in dubio pro reo auch auf einen
Freispruch des Beschuldigten in Bezug auf den Vorfall vom 20. Juni 2020.
In Bezug auf den Vorfall vom 29. Juni 2020 wurden dagegen, anders als bei dem-
jenigen vom 20. Juni 2020, an den durchtrennten Kabeln der beiden Lifte DNA-
Spuren sichergestellt, welche dem Beschuldigten zugeordnet werden konnten
(Urk. 28/3).
Die Verteidigung führt hierzu aus, gemäss dem Kurzbericht des Forensischen In-
stituts Zürich vom 18. Dezember 2020 hätten nur bei einem durchtrennten Strom-
kabel DNA-Spuren feststellt werden können, welche vom Beschuldigte stammen
könnten, beim anderen nicht (Urk. 74 S. 7). Dies ist aktenwidrig, lässt sich doch
sowohl dem Kurzbericht des Forensischen Instituts vom 18. Dezember 2020 als
auch dem Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin vom 22. Juni 2021 entneh-
men, dass das DNA-Profil der beiden Spurenasservate übereinstimmt und sowohl
die DNA-Spur ab dem durchtrennten Stromkabel des Lifts 1 (A013'942'864), als
auch diejenige ab dem durchtrennen Stromkabel des Lifts 2 (A013'942'875) dem
Beschuldigten zugeordnet werden konnte (Urk. 28/3 S. 2, Urk. 28/11 S. 2). Ent-
gegen den Ausführungen der Verteidigung wird im Gutachten denn auch nicht nur
"unspezifisch" festgestellt, dass der Beschuldigte als Spurengeber nicht ausge-
schlossen werden könne, sondern berechnet, dass der Beweiswert der an den
beiden Stromkabeln nachgewiesenen DNA-Spur unter Verwendung von in der
Schweizer Population bestimmten Merkmalshäufigkeiten mehrere Milliarden Mal
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grösser sei, wenn man die Spurengeberschaft des Beschuldigten annehme, als
wenn man die Spurengeberschaft einer unbekannten, mit dem Beschuldigten ge-
netisch nicht verwandten männlichen Person annehmen würde (Urk. 28/11
S. 2 f.).
Im Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin vom 22. Juni 2021 wird ferner an
verschiedenen Stellen festgehalten, dass es sich bei dem ab den beiden Spu-
renasservaten erstellten DNA-Profil um eine einfache Spur einer einzigen Person
handle und nicht um ein DNA-Mischprofil. Es hätten sich keine weiteren DNA-
Merkmale und somit auch keine Hinweise auf DNA-Rückstände einer weiteren
Person gefunden (Urk. 28/11 S. 2 f.). Vor diesem Hintergrund sind die von der
Verteidigung angeführten Gerichtsentscheide (Urk. 74 S. 10) nicht einschlägig,
ging es dort doch um den Beweiswert eines DNA-Mischprofils (vgl. OG ZH,
II. StrK, SB200041 vom 29. Mai 2020; E. 4.2).
Weiter wurde im Gutachten vom 22. Juni 2021 auf entsprechende Nachfrage
ausgeführt, dass eine indirekte Übertragung von DNA (etwa, indem Polizeibeamte
zuerst den Beschuldigten und dann die Kabel berührten) wohl möglich sei, die
eindeutigen, einfachen DNA-Profile, welche vorliegend an den Kabeln aufgefun-
den worden seien, indessen klar gegen eine solche sprechen würden. Bei einem
Sekundärtransfer des DNA-Materials wäre gemäss Gutachten vielmehr mit einem
Mischprofil oder zumindest vereinzelt zusätzlichen Merkmalen zu rechnen gewe-
sen, was nicht vorliege. Sodann sei die Spurensicherung gemäss dem Forensi-
schen Institut Zürich nicht von den beiden Polizeifunktionären durchgeführt wor-
den, sondern von Herrn C._. Für die beiden Polizeifunktionäre habe es kei-
nen Grund gegeben, die Stromkabel zu berühren, weshalb auch keine Möglichkeit
bestand, dass diese die DNA des Beschuldigten, da sie diesen allenfalls zuerst
berührt hatten, hätten auf die Kabel übertragen können. Die beiden Liftmonteure
scheiden sodann nach einem entsprechenden DNA-Abgleich als Spurengeber
aus (vgl. zum Ganzen Urk. 28/11 S. 3 f.). Da das Institut für Rechtsmedizin den
Sekundärtransfer aufgrund der eindeutigen, einfachen DNA-Profile als äusserst
unwahrscheinlich betrachtet, fällt auch die Möglichkeit, dass die DNA des Be-
schuldigten an die Kabel gelangte, als diese am Boden lagen, etwa indem sie dort
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mit zufällig dorthin gelangtem Speichel, Schweiss oder Blut des Beschuldigten in
Berührung kamen (Urk. 54 S. 9), ausser Betracht beziehungsweise erscheint als
nahezu unmöglich.
Festzuhalten gilt es sodann, dass die durchtrennten Kabel der Lichtschranken für
Liftbenutzer nicht frei zugänglich sind. Sie sind in den seitlichen Öffnungen für die
Lifttüren in den sich dort befindenden Vertiefungen befestigt und wurden auf
2,1 Meter Höhe ab Boden durchgeschnitten. Um sie durchzuschneiden, mussten
sie aus der Halterung herausgezogen werden (Urk. 5 S. 2 mit Verweis auf den
Fotobogen Urk. 13 S. 2), was nicht ohne Veranlassung oder unbeabsichtigt ge-
schehen konnte. Die Möglichkeit, dass die DNA des Beschuldigten durch eine
rein zufällige Berührung an die Kabel gelangte, steht damit ausser Frage.
Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, konnte der Beschuldigte keine nachvoll-
ziehbare Erklärung dafür abgeben, wie seine DNA an die beiden beschädigten
Kabel der Lifte gelangte (Urk. 62 S. 10). Vielmehr ist auffällig, dass er äusserst
wortkarg wurde, sobald man ihm das Ergebnis des Gutachtens betreffend den
DNA-Abstrich mitgeteilt hatte, während er zuvor sehr wortreich Erklärungen vor-
brachte und seine Unschuld beteuerte (Urk. 9 S. 18 f., und Urk.10 S. 2 ff.). An-
lässlich der Hauptverhandlung verweigerte er dann seine Aussagen zur Sache
ganz (Prot. I S. 6). In der Berufungsverhandlung gab er ebenfalls lediglich an, er
sei unschuldig; er habe nichts durchtrennt. Ansonsten machte er bei den Fragen
zur Sache grösstenteils von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch (Prot.
II S.10).
In Übereinstimmung mit den Ausführungen der Verteidigung ist festzuhalten, dass
im Zeitraum der Sabotagen ein Globalbadge verwendet worden ist, welcher für al-
le Mitarbeitenden in der Küche zugänglich war, und dass die Nutzung des perso-
nifizierten Badges des Beschuldigten beim Personenlift und nicht beim Bettenlift
stattfand (Urk. 74 S. 6). Allerdings lässt sich aus den Badgeregistrierungen und
Liftprotokollen ableiten, dass sich der Beschuldigte im Zeitraum der Beschädigun-
gen im gleichen Stockwerk wie die stehen gebliebenen Bettenlifte befand. So be-
legen die Badgeregistrierungen und Liftprotokolle, dass die später beschädigten
Bettenlifte zwar mit einem Globalbadge ("Küche 1") gerufen wurden. Zudem wur-
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de kurz nach der Beschädigung der Bettenlifte auf genau den Stockwerken, in
welchen die Bettenlifte stehen geblieben waren, zunächst wiederum derselbe
Globalbadge für die Benutzung der Personenlifte registriert. Doch da der Perso-
nenlift mangels Berechtigung nicht mit dem Globalbadge gerufen werden konnte
(vgl. Eintrag: "keine Raumzonenberechtigung"), wurde gleich danach der perso-
nalifizierte Badge des Beschuldigten zum Einsatz gebracht. Dieser Umstand ver-
mag die Täterschaft des Beschuldigten zwar nicht zu beweisen, stellt aber ein
weiteres Indiz für die Täterschaft des Beschuldigten dar (Urk. 21 S. 2 ff., vgl. auch
Urk. 22).
Gemäss schriftlichem Bericht der D._ AG müssen die Personenlifte zwin-
gend mit dem aktuellem Badge des Beschuldigten gerufen worden sein, da der al-
te Badge, welchen er später zerstört in einem Couvert in seinem Briefkasten ge-
funden haben will, mit Inbetriebsetzung des neuen Badges automatisch deakti-
viert wurde und daher nicht mehr verwendbar war (Urk. 31/3). Es mag zwar zu-
treffen, dass die D._ AG das Stadtspital B._ seit mehreren Jahren bei
fachtechnischen Fragen im Bereich der Zutrittskontrolle unterstützt und für die Si-
cherheitskontrollen mitverantwortlich ist, wie es die Verteidigung geltend macht
(Urk. 74 S. 6 f.), doch stellt dies für sich alleine genommen noch keinen Grund für
eine Falschaussage dar. Auch die Akten ergeben keinerlei Anhaltspunkte für eine
Falschaussage.
Wohl besteht die hypothetische Möglichkeit, dass sich jemand anderer des Bad-
ges des Beschuldigten behändigt hat, etwa, als er diesen in seiner Pause im Auf-
enthaltsraum oder bei einem Gang zur Toilette auf dem Schlepper zurück liess. In
Kombination mit dem Umstand, dass die DNA des Beschuldigten an den beschä-
digten Kabeln gefunden wurde, erscheint diese Variante aber ebenfalls als äus-
serst unwahrscheinlich. Sodann bringt der Beschuldigte nicht konkret vor, an die-
sem Tag seinen Badge unbeaufsichtigt irgendwo liegen gelassen zu haben, wo-
ran er sich wohl erinnern könnte, nachdem diese massiven Vorwürfe gegen ihn
erhoben worden sind (vgl. Urk. 9 und 10). Der Grundsatz «in dubio pro reo»
zwingt nicht dazu, jede entlastende Angabe des Beschuldigten, für deren Richtig-
keit oder Unrichtigkeit kein spezifischer Beweis vorhanden ist, als unwiderlegt zu
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betrachten. Nicht jede aus der Luft gegriffene Schutzbehauptung braucht durch
einen hieb- und stichfesten Beweis widerlegt zu werden (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 6B_562/2010 vom 28. Oktober 2010 E. 2.1). Ein «Gegenbeweis» der
Strafbehörden ist nur dann zu verlangen, wenn gewisse Anhaltspunkte wie kon-
krete Indizien oder eine natürliche Vermutung für die Richtigkeit der Behauptung
sprechen bzw. diese zumindest als zweifelhaft erscheinen lassen, oder wenn der
Beschuldigte sie sonst wie glaubhaft macht (vgl. Urteil des Obergerichts des Kan-
tons Zürich SB170406-O vom 8. Februar 2018, E. III/2.3; STEFAN TRECHSEL, SJZ
77 [191] S. 320). Andernfalls könnte jede Anklage mit einer abstrusen Schutzbe-
hauptung zu Fall gebracht werden.
Der Verteidigung ist insofern zuzustimmen als kein Motiv des Beschuldigten zu
bestehen scheint, beziehungsweise keinerlei allfällige Vorteile für ihn aus einer
solchen Tat ersichtlich sind. Die von der Vorinstanz angeführte Vermutung, wo-
nach der Beschuldigte über eine Verschiebung im Dienstplan verärgert war und
deshalb die Sachbeschädigungen verübt haben könnte (Urk. 62 S.14 mit Verweis
auf Urk. 9 F/A 7), stellt wohl eine mögliche Erklärung dar, ist aber nicht erstellt. Es
ist indessen auch nicht Aufgabe der Anklagebehörde oder des Gerichtes, das Mo-
tiv im Handeln eines Beschuldigten zu erklären. Die anscheinend völlige Sinnlo-
sigkeit der Tat sowie die Umstände, dass schon die Nutzung des Badges des Be-
schuldigten derart offensichtlich auf seine Täterschaft hinweist und die Tatbege-
hung damit in höchstem Masse unbedacht erscheint, erstaunen wohl. Dies stellt
indessen bei Straftaten keine Seltenheit dar. Entgegen der Verteidigung liegen
vielmehr zu viele deutliche Indizien für die Täterschaft des Beschuldigten vor, als
dass massgebliche Zweifel an derselbige verbleiben könnten.
Unter Würdigung all dieser Umstände vermag es den Beschuldigten entgegen der
Argumentation der Verteidigung (Urk. 74 S. 7) auch nicht zu entlasten, wenn auf
dem Seitenschneider, der mutmasslich zur Durchtrennung der Kabel verwendet
wurde, keine Spuren des Beschuldigten festgestellt werden konnten (vgl.
Urk. 28/6 S. 3). Dies, zumal die Untersuchung nicht aufzeigen konnte, dass genau
dieses Werkzeug zur Durchtrennung der Kabel benutzt worden war (vgl.
Urk. 28/5, Urk. 28/6 und Urk. 5 S. 2).
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Dasselbe gilt für die allfälligen Aussagen des von der Verteidigung bereits in der
Untersuchung offerierten Zeugen, welcher den Beschuldigten im Tatzeitpunkt ge-
sehen und angetroffen haben soll (Urk. 42). Vielmehr ist in Übereinstimmung mit
den Erwägungen der Staatsanwaltschaft festzuhalten, dass allfällige entlastende
Aussagen des Zeugen vor dem Hintergrund, dass an den durchtrennten Strom-
kabeln DNA-Spuren des Beschuldigten gefunden werden konnten, nicht geeignet
wären, das Beweisergebnis in Zweifel zu ziehen. Darüber hinaus ist zu berück-
sichtigen, dass die Verteidigung den diesbezüglichen Beweisantrag erst am
3. September 2021, mithin mehr als ein Jahr nach dem eingeklagten Vorfall, ge-
stellt hat und es bereits in diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich erschien, dass ein
Zeuge sich nach so langer Zeit noch auf die Minute bzw. Sekunde genau daran
erinnern kann, wo er den Beschuldigten gesehen und angetroffen haben soll.
Dies gilt umso mehr, als die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung
geltend macht, der Zeuge könne bestätigen, dass er zur Tatzeit mit dem Beschul-
digten Lift gefahren sei und in einem anderen Stockwerk ausgestiegen sei, als in
demjenigen, wo der Lift beschädigt worden ist (Urk. 74 S. 9 f). Dass sich der Zeu-
ge nach inzwischen mehr als zwei Jahren an einen so alltäglichen Vorgang erin-
nern können soll, ist lebensfremd.
In Würdigung sämtlicher Indizien ist der in der Anklage festgehaltene Sachverhalt
in Bezug auf die beiden Sachbeschädigungen vom 29. Juni 2019 damit erstellt.
3. Rechtliche Würdigung
Betreffend die rechtliche Würdigung kann auf die zutreffenden und vollständigen
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 62 S. 10 f.). Der Beschul-
digte erfüllte damit in objektiver und subjektiver Weise mehrfach den Tatbestand
der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB. Es liegen sodann keine
Schuldausschluss- oder Rechtfertigungsgründe vor, weshalb er sich der mehrfa-
chen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig gemacht hat.
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IV. Strafzumessung
1. Standpunkt der Parteien
1.1. Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten mit einer bedingt vollziehbaren
Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 80.– sowie mit einer Busse von Fr. 800.–.
1.2. Für den Fall eines Schuldspruchs beantragt der Beschuldigte im Sinne eines
Eventualantrages, der Tagessatz der Geldstrafe sei auf Fr. 40.– herabzusetzen
und auf die Ausfällung einer Busse sei zu verzichten (Urk. 74 S. 1 f.).
2. Allgemeine Strafzumessungsregeln / Strafrahmen / Strafart
Die Strafe ist grundsätzlich innerhalb des vom Gesetzgeber vorgesehenen or-
dentlichen Strafrahmens der anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen.
Dieser kann zwar entsprechend der Regelung der Art. 47 ff. StGB nach oben bzw.
nach unten erweitert werden, allerdings nur, wenn aussergewöhnliche Umstände
vorliegen (BGE 136 IV 55 E. 5.3.). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, wel-
che nach einem Verlassen des ordentlichen Strafrahmens verlangen würden.
Der Strafrahmen für ein Vergehen nach Art. 144 Abs. 1 StGB beträgt Freiheits-
strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Das Gericht bemisst die Strafe nach
dem Verschulden des Täters, wobei das Vorleben und die persönlichen Verhält-
nisse des Täters sowie die Wirkung der Strafe auf dessen Leben zu berücksichti-
gen sind (Art. 47 Abs. 1 StGB; vgl. zu den Einzelheiten BGE 123 IV 49 E. 2 und
BGE 136 IV 55). Der Begriff des Verschuldens muss sich auf den gesamten Un-
rechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen. Als Gradmesser für die
objektive Tatschwere dient das Mass der Beeinträchtigung des strafrechtlich ge-
schützten Rechtsguts. Es lässt sich am Ausmass des verschuldeten Erfolges so-
wie anhand der Art und Weise seiner Herbeiführung, der Willensrichtung, mit wel-
cher der Täter gehandelt hat, und dessen Beweggründe bemessen. Weiter be-
deutsam sind das Mass der Entscheidungsfreiheit beim Täter und die Intensität
seines deliktischen Willens. Je leichter es für den Täter gewesen wäre, die ver-
letzte Norm zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung, gegen diese
zu verstossen (HEIMGARTNER, StGB-Kommentar, 21. Aufl., Zürich 2022, N 6 ff. zu
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Art. 47 StGB; WIPRÄCHTIGER/KELLER, BSK StGB, 4. Aufl., Basel 2019, N 85 zu
Art. 47 StGB; TRECHSEL/THOMMEN, PK StGB, 4. Aufl., Zürich 2021, N 17 ff. zu
Art. 47 StGB).
Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll bei alternativ zur Verfügung ste-
henden Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in
die persönliche Freiheit der Betroffenen eingreift, bzw. die sie am wenigsten hart
trifft (BGE 138 IV 120 E. 5.2.; BGE 134 IV 97 E. 4.2.2. und BGE 134 IV 82
E. 4.1.), wobei eine Geldstrafe im Verhältnis zur Freiheitsstrafe milder wirkt. Mas-
sgebend ist auch die Zweckmässigkeit der Sanktion bzw. ihre Auswirkung auf den
Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz (BGE 134 IV 97
E. 4.2.). Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft und seit den hier thematisierten
Vorfällen strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten. Die Aussprechung
einer Freiheitsstrafe erscheint damit nicht geboten, um ihn von der Begehung
weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten, weshalb auf eine Geldstrafe
zu erkennen ist.
Vorliegend hat der Beschuldigte zwei Sachbeschädigungen verübt. Da die Ta-
ten, welche das gleiche Rechtsgut betreffen, in Bezug auf das Verschulden je-
doch quasi eine Einheit bilden, erscheint es als angezeigt, eine gemeinsame
Strafe zu bilden.
3. Tatkomponenten
3.1. Objektives Verschulden
Der vom Beschuldigten verübte Schaden beträgt gemäss Anklageschrift aus dem
Vorfall vom 29. Juni 2020 für die beiden beschädigten Lifte zusammen maximal
Fr. 1'484.30 (vgl. Urk. 44 und Urk. 50). Wie die Vorinstanz im Rahmen der Beur-
teilung der Zivilansprüche zurecht feststellte, ist der Umfang des Schadens nicht
rechtsgenügend erstellt und wird dessen Feststellung auf den Zivilweg verwiesen
(Urk. 62 S. 16). Mit der Vorinstanz ist indessen festzuhalten, dass es sich zwar,
um einen nicht allzu hohen, aber dennoch nicht vernachlässigbaren Betrag han-
delt. Wie der Vorderrichter sodann zutreffend ausführt, ist straferhöhend zu be-
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rücksichtigen, dass der Schaden an zwei Liften eines Spitals verursacht wurde
und der Beschuldigte damit potentiell einen Spitalbetrieb störte, wodurch Perso-
nen an Leib und Leben hätten zu Schaden kommen können (Urk. 62 S. 13).
Es ist insgesamt von einem noch leichten Verschulden auszugehen.
3.2. Subjektives Verschulden
Das Motiv des Beschuldigten, bleibt völlig im Dunkeln. Es ist aus Sicht von Aus-
senstehenden schlicht nicht nachvollziehbar, was den nicht vorbestraften, bisher
völlig unauffälligen, als gewissenhaft und zuverlässig beschriebenen Beschuldig-
ten dazu gebracht haben könnte, sich so zu verhalten. Die Ausführungen der Vor-
instanz, wonach ein Motiv allenfalls in seinem Ärger über zu seinen Ungunsten
kurzfristig geänderte Dienstpläne begründet gewesen sein könnte, mag eine Er-
klärung sein. Sie ist indessen nicht gesichert. Der Beschuldigte selbst blieb bisher
eine Erklärung schuldig.
Aufgrund der gesamten Umstände ist von einem direkten Vorsatz und nicht ledig-
lich einem Eventualvorsatz auszugehen, da ein Kabel auf 2,1 Metern Höhe, wel-
ches sich sodann grundsätzlich für die Liftbenutzer versteckt in einem Kanal be-
findet, nur mit Wissen und Willen hervorgeholt und zerschnitten werden kann. Das
subjektive Verschulden vermag dabei das objektive nicht zu relativieren.
3.3. Einsatzstrafe
Unter Würdigung der Tatkomponenten erscheint eine Einsatzstrafe von 60 Ta-
gessätzen als dem Verschulden angemessen
4. Täterkomponenten
Der Beschuldigte lebt seit 2007 mit seiner Familie in der Schweiz und teilt mit sei-
ner Ehefrau und seiner erwachsenen, berufstätigen Tochter eine Wohnung. Seit
2010 bis im Februar 2022 arbeitete er im Stadtspital B._. Den Lohn erhielt er
bis und mit Juli 2022. Aktuell wird er gemäss eigenen Angaben von seiner Toch-
ter unterstützt. Arbeitslosengeld erhält er (noch) keines. Trotzdem will er weiterhin
seine Eltern in E._ [Staat in Südamerika] finanziell unterstützen. Der Be-
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schuldigte verfügt über kein Vermögen, hat aber Schulden im Betrag von rund
Fr. 15'000.–, welche er mit einem monatlichen Betrag von Fr. 360.– abbezahlt
(vgl. zum Ganzen Urk. 10 S. 6 ff. und Prot. II. S. 5 ff. und Urk. 74 S. 13). Aus sei-
nen Ausführungen geht nichts hervor, was für die Strafzumessung von Relevanz
wäre. Mit der Vorinstanz ist deshalb festzuhalten, dass die Lebensumstände des
Beschuldigten im Rahmen der Strafzumessung neutral zu werten sind.
Weiter verfügt der Beschuldigte über keine Vorstrafen (Urk. 63) und ist nicht ge-
ständig, was beides ebenfalls als strafzumessungsneutral zu werten ist.
In Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erscheint damit eine
Geldstrafe von 60 Tagessätzen als angemessen.
5. Tagessatzhöhe
Das Bundesgericht hat die Kriterien für die Bemessung der Geldstrafe in einem
Grundsatzentscheid festgehalten (BGE 134 IV 60). Es bestimmt die Höhe des
Tagessatzes nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Tä-
ters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach Einkommen und Vermögen,
Lebensauf-wand, allfälligen Familien- und Unterstützungspflichten sowie nach
dem Existenzminimum (Art. 34 Abs. 2 StGB). Der Tagessatz soll dem Teil des
täglichen wirtschaftlichen Einkommens des Beschuldigten entsprechen, auf den
er nicht zwingend angewiesen ist. Ausgangspunkt für die Bemessung bildet das
Einkommen, das dem Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich,
aus welcher Quelle die Einkünfte stammen. Denn massgebend ist die tatsächliche
wirtschaft-liche Leistungsfähigkeit (BGE 134 IV 60 E. 3a). Zum Einkommen zäh-
len ausser den Einkünften aus selbständiger und unselbständiger Arbeit nament-
lich die Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb, aus der Land- und Forstwirtschaft
und aus dem Vermögen (Miet- und Pachtzinsen, Kapitalzinsen, Dividenden usw.),
ferner privat- und öffentlich-rechtliche Unterhalts- und Unterstützungsbeiträge,
Renten, Sozialversicherungs- und Sozialhilfeleistungen sowie Naturaleinkünfte.
Was gesetzlich geschuldet ist oder dem Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, ist
abzuziehen, so die laufenden Steuern, die Beiträge an die obligatorische Kran-
ken- und Unfallversicherung sowie die notwendigen Berufsauslagen bzw. bei
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Selbständigerwerbenden die branchenüblichen Geschäftsunkosten (BGE 134 IV
60 E. 6.1).
Im Rahmen des Berufungsverfahrens hat der Beschuldigte neue Unterlagen zu
seinen finanziellen Verhältnissen ins Recht gereicht (Urk. 70/1-4) und wurde an-
lässlich der Berufungsverhandlung zu diesen befragt (Prot. II S. 8 ff.). Aus seinem
Lohnausweis 2021 ergibt sich dabei, dass das Nettoeinkommen des Beschuldig-
ten durchschnittlich gerundet Fr. 5'560.– betrug (Urk. 70/2). Zwar erhält der Be-
schuldigte seit August 2022 keinen Lohn mehr (Urk. 74 S. 13, Urk. 70/3), doch hat
er spätestens nach einer Einstellzeit von 60 Tagen Anspruch auf Arbeitslosengel-
der und somit auf 80% seines bisherigen Lohnes (vgl. Art. 30 Abs. 3 Arbeitslo-
senversicherungsgesetz, AVIG). Gemäss eigenen Angaben wird der Beschuldigte
derzeit von der Tochter unterstützt, welche die Miete, den Anwalt und die Le-
bensmittel bezahlt. Seine Ehefrau sei zu 50% erwerbstätig und erziele monatliche
Nettoeinkünfte von rund Fr. 1'000.–. Über Vermögen verfüge er nicht, habe je-
doch Schulden von rund Fr. 15'000.–, welche er in Raten von monatlich Fr. 360.–
zurückbezahle. Sodann unterstütze er seine Mutter in E._ mit jeweils
Fr. 300.– pro Monat (vgl. zum Ganzen Prot. I S. 7; Prot. II. S. 8 ff.). Die Tages-
satzhöhe ist aufgrund sämtlicher Angaben gemäss dem Datenerfassungsblatt,
seiner Befragung anlässlich der Berufungsverhandlung und unter Berücksichti-
gung der relevanten Faktoren auf Fr. 60.– festzusetzen.
Somit erweist sich unter Berücksichtigung der relevanten Faktoren eine Geldstra-
fe von 60 Tagessätzen à Fr. 60.– als angemessen.
6. Verbindungsbusse
Die Vorinstanz hat die bedingt ausgefällte Geldstrafe mit einer Busse von
Fr. 800.– verbunden (Urk. 62 S. 14). Mit der Verbindungsbusse gemäss Art. 42
Abs. 4 StGB soll im Rahmen der Massendelinquenz die sogenannte "Schnittstel-
lenproblematik" zwischen einer unbedingten Busse für Übertretungen und der be-
dingten Geldstrafe für Vergehen entschärft werden. Dabei können gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung auch general- und spezialpräventive Aspekte
eine Rolle spielen. Die teilweise verbreitete Praxis, wonach jede bedingte Geld-
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strafe mit einer Busse verknüpft wird, ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung aber contra legem (vgl. BGE 134 IV 1 E. 4.5; BGE 134 IV 60 E. 7.2; Urteil
des Bundesgerichts 6B_1042/2008 vom 30. April 2009 E. 2).
Beim vorliegenden Fall handelt es sich nicht um ein Massendelikt, bei welchem
die Schnittstellenproblematik zu berücksichtigen wäre. Auch unter spezialpräven-
tiven Gesichtspunkten drängt sich die Auferlegung einer zusätzlichen Busse nicht
auf. Es ist anzunehmen, dass sich der vorstrafenlose Beschuldigte durch die be-
dingte Geldstrafe und die weiteren Konsequenzen dieses Strafverfahrens, na-
mentlich auch die Kostenfolgen, genügend beeindrucken lassen wird, um sich
künftig wohl zu verhalten. Auf die Ausfällung einer Verbindungsbusse ist infolge-
dessen zu verzichten.
7. Fazit
Der Beschuldigte ist mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 60.– zu be-
strafen.
V. Vollzug
1.1. Der Vollzug einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren
ist aufzuschieben, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um
den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten
(Art. 42 Abs. 1 StGB). Die günstige Prognose wird vermutet, doch kann sie wider-
legt werden (BGE 134 IV 97 E. 7.3.). Zu beachten sind die Tatumstände, das Vor-
leben, der Leumund sowie weitere relevante Tatsachen, welche Schlüsse auf den
Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen (BGE 134
IV 140 E. 4.4.). Wird der Vollzug aufgeschoben, so bestimmt das Gericht dem
Verurteilten gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren.
Entgegen der Ansicht der Verteidigung ist damit die Anordnung einer Probezeit
beim bedingten Vollzug der Strafe keine Ermessensfrage. Dem Gericht steht ein-
zig in Bezug auf die Dauer der Probezeit ein gewisser Spielraum zur Verfügung.
1.2. Das Absehen von einer Schlechtprognose, der vollumfängliche Strafauf-
schub und die Ansetzung der minimalen Probezeit rechtfertigen sich angesichts
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der Vorstrafenlosigkeit des Beschuldigten und des Umstandes, dass nach der
vorliegenden Tat, mithin seit mehr als 2 Jahren, kein Strafverfahren mehr gegen
ihn angehoben werden musste. Die Probezeit für die Geldstrafe ist damit auf
2 Jahre festzulegen.
VI. Zivilansprüche
1. Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen für die Zusprechung von Zivilan-
sprüchen im Strafverfahren vollständig und zutreffend zusammengefasst (Urk. 62
S. 16).
2. Die Verteidigung begründete die von ihr beantragte Abweisung der Zivilan-
sprüche des Privatklägers mit dem von ihr beantragten vollumfänglichen Frei-
spruch (Urk. 74 S. 2 und S. 12). Wie aufgezeigt wurde, ist der Beschuldigte aber
vorliegend der mehrfachen Sachbeschädigung in Bezug auf die beiden am
29. Juni 2020 beschädigten Lifte schuldig zu sprechen. Es ist daher mit Verweis
auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 62 S. 16) festzustellen,
dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger aus dem eingeklagten Ereig-
nis dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur Feststellung der Höhe des
Schadenersatzes ist der Privatkläger auf den Weg des Zivilprozesses zu verwei-
sen.
VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Vorinstanzliches Verfahren
Ausgangsgemäss ist das vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv
(Dispositivziffern 10-12) vollumfänglich zu bestätigen.
2. Berufungsverfahren
Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf Fr. 3'000.– zu veranschlagen.
Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres
Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt
im Hauptpunkt mit seiner Berufung. Zwar konnte er aufgrund seiner aktuellen fi-
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nanziellen Situation eine Reduktion der Tagessatzhöhe erwirken und obsiegt er
auch insoweit, als von der Ausfällung einer Verbindungsbusse abgesehen wurde.
Da die Voraussetzungen für sein teilweises Obsiegen in Bezug auf die Tages-
satzhöhe aber erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen worden sind und es sich
beim Absehen von der Ausfällung einer Busse um einen Ermessensentscheid der
Berufungsinstanz handelt, mit welchem der vorinstanzliche Entscheid nur unwe-
sentlich abgeändert wurde, sind ihm die Kosten des Berufungsverfahrens trotz-
dem vollumfänglich aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 2 lit. a und lit. b StPO).