# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d1224f3e-0d62-4371-807b-002476b6e597
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2001
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. Die Gemeinde X bevorschusste gestützt auf §§ 20 ff. des Jugendhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (JHG) die Alimente, die D für seine Tochter G, geboren 1985, zu leisten hat. Im Rahmen der nach § 36 lit. c der Verordnung zum Jugendhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (JHV) alljährlich vorzunehmenden Überprüfung entschied die Fürsorgebehörde X am 24. August 2000, die Bevorschussung werde eingestellt; das Inkasso werde jedoch vorerst weitergeführt. Sie begründete diesen Entscheid damit, dass A, die Mutter des Kindes, entgegen § 33 Abs. 2 und § 34 JHV trotz Mahnung die zur Abklärung bzw. Überprüfung des Bevorschussungsanspruchs verlangten Unterlagen nicht beigebracht habe. Sollten die Unterlagen zu einem späteren Zeitpunkt noch beigebracht werden, werde eine allfällige Bevorschussung frühestens ab Eingang der vollständigen Unterlagen gewährt.
II. Dagegen erhob A am 28. September 2000 Rekurs, mit dem Antrag, die Verfügung vom 24. August 2000 aufzuheben und die Bevorschussung weiterzuführen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Rekursgegners. Zur Begründung wurde ausgeführt, auf Mahnung des Jugendsekretariats des Bezirks Z vom 27. Juli 2000 hin habe der Rechtsvertreter am 28. Juli 2000 postwendend mitgeteilt, die Sozialabteilung der Stadt X sei umfassend über die finanzielle Situation orientiert. Mit Schreiben vom 9. August 2000 habe sich denn auch die Fürsorgebehörde X für die Einreichung der Unterlagen bedankt und die Elternbeiträge errechnet. Da für die Gewährung bzw. Überprüfung der Alimentenbevorschussung die nämlichen Unterlagen massgebend seien, stehe fest, dass die Fürsorgebehörde X hierfür im Besitz aller erforderlichen Unterlagen gewesen sei.
In ihrer Stellungnahme vom 11. Dezember 2000 brachte die Fürsorgebehörde X vor, die angefochtene Verfügung sei irrtümlich damit begründet worden, dass die erforderlichen Unterlagen zur Überprüfung nicht eingereicht worden seien. Die Bevorschussung sei deswegen eingestellt worden, weil der Vater des Kindes die Alimente nunmehr regelmässig zahle. ”Die Alimentenbevorschussungen konnten eingestellt werden, aber werden im Sinne eines freiwilligen Inkassos weitergeführt”.
Mit vom Präsidenten und Ratsschreiber unterzeichnetem Schreiben vom 15. Dezember 2000 teilte der Bezirksrat Z der Rekurrentin und der Fürsorgebehörde X mit, aufgrund der Sachdarstellung in der Rekursantwort werde das Rekursverfahren als gegenstandslos abgeschrieben.
Mit Eingabe vom 23. Januar 2001 ersuchte der Rechtsvertreter von A den Bezirksrat Z, einen formellen Entscheid zu treffen, da der Rekurs offensichtlich begründet gewesen sei und der Rekurrentin eine Parteientschädigung zulasten der Rekursgegnerin zuzusprechen sei.
Der Bezirksrat beschloss am 22. Februar 2001, das Begehren um Zusprechung einer Parteientschädigung werde im Sinn der Erwägungen abgewiesen. Zur Begründung wurde ausgeführt, die angefochtene Verfügung vom 24. August 2000 sei zwar falsch begründet worden, aber im Ergebnis nicht zu beanstanden, weil die Fürsorgebehörde das Inkasso freiwillig weiterführe und weil der Vater des Kinds die Alimentenzahlungen nun regelmässig leiste. Die angefochtene Anordnung sei demzufolge nicht offensichtlich unbegründet im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/18. Juni 1997 (VRG); ebenso wenig komme eine Parteientschädigung nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG in Betracht.
III. Mit Beschwerde vom 12. April 2001 beantragte A dem Verwaltungsgericht, den Beschluss des Bezirksrats Z vom 22. Februar 2001 sowie den Beschluss der Fürsorgebehörde X vom 24. August 2000 aufzuheben, ”unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für beide Instanzen”.
Für die Stadt X beantragte deren Fürsorgebehörde am 10. Mai 2001 Abweisung der Beschwerde. Der Bezirksrat Z verzichtete auf Vernehmlassung.

## Considerations

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde, mit der die Weiterführung der Bevorschussung von Alimenten verfochten wird, nach § 19c Abs. 2 und § 41 VRG funktionell und sachlich zuständig. Weil auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.