# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4992467f-3009-462c-8ade-0b1949625f2e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A/a. B._, geboren am _ 1987, und C._, geboren am _ 1973, sind die unverheirateten Eltern von A._, geboren am _ 2009. Der Vater hatte A._ am _ 2009 vor dem Zivilstandsamt Chur als sein Kind anerkannt.
A/b. Am 23. August 2010 schlossen A._, vertreten durch seine Mutter B._, und C._ einen Betreuungs- und Unterhaltsvertrag, der mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur vom 24. November 2010 genehmigt wurde. Im genannten Vertrag wurde für den Fall der Auflösung des gemeinsamen Haushalts unter anderem vereinbart, dass die elterliche Sorge und Obhut über A._ allein der Mutter zukomme. Im Weiteren verpflichtete sich der Vater, für A._ monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 1'500.00 (Geburt – 6. Lebensjahr), CHF 1'640.00 (7. – 12. Lebensjahr) und CHF 1'960.00 (13. Lebensjahr – Mündigkeit) zu leisten, jeweils zuzüglich Kinderzulagen. Bei der Festsetzung dieser Unterhaltsbeiträge wurde davon ausgegangen, dass B._ kein Einkommen und kein Vermögen hat, während C._ ein Einkommen von CHF 148'453.00 netto pro Jahr (CHF 12'371.00 netto pro Monat) erzielt und über ein Vermögen von CHF 263'605.00 verfügt.
A/c. Anfangs September 2012 trennten sich B._ und C._. Mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 12. März 2013 wurde für A._ eine Besuchsrechtsbeistandschaft errichtet. Ausserdem wurde den Eltern mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 1. September 2014 die gemeinsame elterliche Sorge für den Sohn erteilt.
B. Am 27. Mai 2016 wurde B._ Mutter von D._. Deren Vater ist E._. Am 21. Dezember 2016 schlossen D._, vertreten durch ihre Mutter B._, und E._ einen Unterhaltsvertrag, der mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 10. Februar 2017 genehmigt wurde. Im erwähnten Vertrag wurde für den Fall der Auflösung des gemeinsamen Haushalts unter anderem vereinbart, dass E._ für D._ monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 1'440.00 (Geburt – 6. Lebensjahr), CHF 1'455.00 (7. – 12. Lebensjahr) und CHF 1'665.00 (13. Lebensjahr – Volljährigkeit) leistet, jeweils zuzüglich Kinderzulagen. Anfangs Februar 2018 trennten sich B._ und E._.
C. C._ schloss am _ 2017 mit F._ die Ehe. Am _ 2018 wurden sie Eltern von G._.
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D/a. Mit Vermittlungsbegehren vom 13. März 2018 machte A._, gesetzlich vertreten durch seine Mutter B._, gegen C._ eine Klage betreffend Betreuungsunterhalt anhängig. Gleichentags stellte A._ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur gegen C._ ein Gesuch auf Erlass vorsorglicher Massnahmen (Proz.Nr. 135-2018-235), mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Der Gesuchsbeklagte sei zu verpflichten, für die Dauer des Verfahrens dem Kläger einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Betreuungsunterhalt in Höhe von CHF 2'000.00, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermessen, zu bezahlen.
2. Der Gesuchsbeklagte sei zu verpflichten, die Gerichtskostenvorschüsse für den Sohn zu bezahlen und ihm einen Anwaltskostenvorschuss von CHF 5'000.00, zzgl. 7.7% MwSt., allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermessen, zu entrichten.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsbeklagten.
D/b. C._ stellte in seiner Stellungnahme vom 17. April 2018 folgende Anträge:
1. Das Gesuch vom 13.03.2018 sei abzuweisen.
2. Für den Fall, dass das Gerichts- und Anwaltskostenvorschussgesuch gutgeheissen werden sollte, ist der Gesuchsteller zu verpflichten, das Geleistete nach Verfahrensabschluss an den Gesuchsgegner zu erstatten.
3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchstellers.
E/a. Am 12. Juni 2018 fand die mündliche Verhandlung statt, wobei der Rechtsvertreter von A._ bei dieser Gelegenheit darauf hinwies, dass E._ für D._ zusätzlich zum gemäss Unterhaltsvertrag vom 21. Dezember 2016 geschuldeten Barunterhalt Betreuungsunterhalt von vorläufig CHF 1'500.00 pro Monat leiste. Über die definitive Höhe des Betreuungsunterhalts werde noch verhandelt.
E/b. Mit Entscheid vom 12. Juni 2018, mitgeteilt am 31. Juli 2018, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur wie folgt:
1. Das Gesuch wird abgewiesen.
2. a) Die Gerichtskosten von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten von B._.
b) B._ hat C._ eine Parteientschädigung von CHF 2'500.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.
c) Die B._ auferlegten Gerichtskosten von CHF 1'500.00 und die Kosten ihrer unentgeltlichen Rechtsvertretung, Rechtsanwalt lic. iur.
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et oec. Pius Fryberg, von CHF 2'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

## Considerations