# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 62bc47fd-2397-42f1-8b60-21d5f84be53e
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
Am 4. Juni 2008 rannten der Rüde D und die Hündin E (American Staffordshire Terrier / Staffordshire Bullterrier) aus dem Domizil des Hundehalters A gegen einen angeleinten Golden-Retriever-Rüden, welcher durch den Aufprall auf die Strasse geschleudert wurde. Die Halterin des Letzteren versuchte vergeblich, die raufenden Hunde zu trennen, und stürzte dabei zu Boden. Ein hinzugekommener Passant, welcher der Frau helfen wollte, versuchte dies ebenfalls mittels Fusstritten bzw. teilweise durch Schlagen mit einem Nothammer auf D und stach schliesslich mit einem Messer auf den Hund ein. Dieser erlag kurz darauf den Verletzungen.
Am 18. Juni 2008 wurde auf Anordnung des Veterinäramts des Kantons Zürich (Veterinäramt / VETA) ein Niedersächsischer Wesenstest der Hündin E durchgeführt. A führte E durch den Test.
B.
E wurde am 2. Juli 2008 vom Veterinäramt vorsorglich beschlagnahmt, was am 7. Juli 2008 schriftlich festgehalten wurde. In den Erwägungen wurde ausserdem darauf hingewiesen, dass das Veterinäramt aus Sicherheitsgründen die definitive Beschlagnahmung und Euthanasierung der Hündin beabsichtige. In der Folge sichteten A zusammen mit seinem Rechtsvertreter und dem privat beigezogenen Hundetrainer F die Videoaufnahmen zum Wesenstest von E. A beantragte beim Veterinäramt am 9. Juli 2008 unter anderem die sofortige Aufhebung der vorläufigen Beschlagnahme von E und liess sie am 10. Juli 2008 durch G privat begutachten. Am 11. Juli 2008 wiederholte A beim Veterinäramt seine Anträge vom 9. Juli 2008. Am 24. Juli 2008 fand in Anwesenheit verschiedener Medienvertreter, unter anderem von TeleZüri, erneut eine Prüfung Es durch G statt. Im Gegensatz zur ersten Begutachtung erstattete er dieses Mal keine schriftliche Stellungnahme.
II.
Das Veterinäramt verfügte sodann am 20. August 2008 die definitive Beschlagnahmung der Hündin E und deren Euthanasierung.
III.
Nachdem A am 18. Juli 2008 bei der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich Aufsichtsbeschwerde gegen die provisorische Beschlagnahme von E erhoben hatte, wurde der Aufsichtsbeschwerde mit Zwischenverfügung vom 23. Oktober 2008 keine Folge gegeben. Die als Rekurs betreffend Aufhebung der vorsorglichen Massnahme entgegengenommene Beschwerde wurde abgewiesen und die Verfügung des Veterinäramts vom 7. Juli 2008 im Sinn einer vorsorglichen Massnahme bis zum Rekursentscheid über die definitive Beschlagnahme bestätigt.
IV.
A erhob am 3. September 2008 bei der Gesundheitsdirektion Rekurs gegen die Verfügung des Veterinäramts vom 20. August 2008. Er beantragte die Aufhebung der Verfügung; es sei ihm die Hündin E zurückzugeben, eventualiter verbunden mit Auflagen zum Besuch eines Erziehungskurses. Sollte dem nicht stattgegeben werden, sei der Wesenstest unter Beizug von G, F und Tierärztin H sowie den Experten des Veterinäramts zu wiederholen. Sollten auch diese Anträge nicht gutgeheissen werden, sei E bis zum Vorliegen eines letztinstanzlich rechtskräftigen Entscheids in die Obhut von G zu übergeben. Am 28. November 2008 ging bei der Gesundheitsdirektion eine Petition mit ca. 660 Unterschriften ein mit dem Text: "Wir sind gegen Hunderassismus und Behördenwillkür!! Das Kantonale Veterinäramt will unsere liebe Familien Hündin ohne jegliche Grundlage einschläfern. Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung, dass wir 'E' lebend zurück erhalten. Herzlichen dank, wir schätzen Ihre Hilfe." Am 8. Dezember 2008 wies die Gesundheitsdirektion den Rekurs ab, auferlegte A die Kosten und sprach keine Parteientschädigung zu (Dispositiv-Ziffern I–III). Von der Petition nahm sie Kenntnis bzw. nahm im Sinn der Erwägungen dazu Stellung.
V.
Daraufhin gelangte A mit Beschwerde vom 29. Januar 2009 an das Verwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern I–III des Rekursentscheids vom 8. Dezember 2008, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Gesundheitsdirektion. Das Veterinäramt beantragte mit Eingabe vom 9. März 2009 Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Auch die Gesundheitsdirektion beantragte mit Vernehmlassung vom 10. März 2009 Abweisung der Beschwerde. Mit Beschluss vom 9. April 2009 wurde das Veterinäramt aufgefordert, die Namen der Personen, welche am 18. Juni 2008 an der Durchführung des Niedersächsischen Wesenstests mitgewirkt haben sowie den Namen der Person, welche den Test ausgewertet und den Amtsbericht verfasst hat, bekannt zu geben und nähere Angaben über die Spezialausbildung der Letzteren zu machen. Der betreffende Bericht des Veterinäramts ging am 27. April 2009 beim Gericht ein, die Stellungnahme des Beschwerdeführers dazu am 11. Mai 2009.
Die Kammer

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19b Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) funktionell und sachlich zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
2.1