# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8971fca6-49ab-4ec8-935c-45f8f105764d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1979, Mutter dreier Kinder,
war zuletzt
seit dem
1.
Oktober 2001 als
Rayonleiterin
bei
der
Genossenschaft Y._
tätig
, wobei der letzte effektive Arbeitstag am
21. November 2012 war (Urk.
8/14 S. 2
)
. Unter Hinweis auf eine
Colitis
ulcerosa
meldete sie sich am 21.
August 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erw
erbliche Situation (
Urk.
8/7-8,
Urk.
8/12
-14,
Urk.
8/18,
Urk.
8/21)
ab
und teilte der Versicherten am 2
2.
Januar 2013 (
Urk.
8/9) respek
tive 27. August 2013 (
Urk.
8/23) mit, dass zurzeit berufliche Eingliederungs
massnahmen sowie ein Arbeitsplatzerhalt nicht möglich seien.
Daraufhin tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen der medizinischen Situation (
Urk.
8/25,
Urk.
8/36) und zog die Akten der zuständigen Taggeldversicherung (
Urk.
8/28) bei.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/38,
Urk.
8/42) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. August 2014 (
Urk.
8/46 =
Urk.
2) einen Ren
tenanspruch der Versicherten.
2.
Die Versicherte erhob am 9. September 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 11. August 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ergänzende medizinische Abklärungen vorzunehmen. Ab dem 1. Februar 2013 sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 1).
Hierzu reichte sie weitere Berichte (
Urk.
3/2-3
,
Urk.
5/1-2
)
ein
.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2014 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 30. Oktober 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
tels
rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wi
rd dabei weit
gehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welch
em Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer
Gesundheits
schaden
führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psycho
sozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder
Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokultu
rellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invali
dität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokul
turellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass kein Gesundheitsschaden vorliege, welcher aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeits
unfähigkeit begründe. Es lägen keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor. Das Leiden sei aus objektiver Sicht überwindbar und begründe keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (S. 2).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
7) führte die Beschwerdegegnerin ergänzend aus, dass psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht und bei Wegfall der Belastung wiede
r verschwinden würden, nicht zu einer
Invali
denrente berechtig
t
en (S. 1 f.).
2.2
Demgegenüber vertrat die Beschwerdeführerin den Standpunkt (
Urk.
1), sie sei nicht in der Lage
,
mehr als 40 % erwerbstätig zu sein
. Die restliche Zeit benötige sie, um sich von der Arbeit zu erholen. Zudem seien bisher nur die psychi
schen Probleme abgeklärt worden. Die gesundheitlichen Probleme im Zusam
menhang mit der
Colitis
ulcerosa
und de
n
Gelenke
n
seien bisher nicht unter
sucht worden, weshalb
sie
eine
entsprechende Begutachtung beantrage
.
Min
destens ab Februar 2013 sei ihr eine ganze Invalidenrente auszurichten (S. 3
f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali
denrente hat.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion, Institut
D._
, informierte mit Schreiben vom 2
2.
Dezember 2011 (
Urk.
8/13/22) über das erfolgte 3-Pha
sen-Skelettszintigramm, welches
keine entzündlichen Veränderungen im Bereich des Achsenskelettes wie auch der peripheren Gelenke gezeigt
habe
. Damit könne mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Gelenksbefall im Rahmen der
Colitis
ulcerosa
ausgeschlossen werden. Die Schmerzen müssten überwiegend im Rahmen der muskulär wahrscheinlich immer noch ungenügend stabilisierten generalisierten
Bandlaxität
interpretiert werden.
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Gastro
enterologie,
Spital B._
, führte mit Bericht vom 29. August 2012 (
Urk.
8/8)
als Diagnosen
eine linksseitige
Colitis
ulcerosa
(Erstdiagnose
, ED,
2006) sowie einen Status nach mit
Ciproxin
behandeltem Harnwegsinfekt (Au
gust 2012) auf. Aktuell
sei ein aktiver Schub der
Colitis
ulcerosa
seit Juli 2012 zu verzeichnen (S. 1).
3.3
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, Institut
D._
, führte mit Bericht vom 11. September 2012 (
Urk.
8/13/20-21) die nachfolgend gekür
z
t aufgeführten Diagnosen auf (S. 1):
w
andernde Polyarthralgien der kleinen und
grossen Gelenke unklarer Genese
Differentialdiagnose
(DD):
im Rahmen eines
Hyperlaxitätssyndroms
Colitis
ulcerosa
(E
D
2006)
aktenanamnestisch
Osteopenie
Dr.
C._
beurteilte die Beschwerden am ehesten im Rahmen eines
Hyperlaxi
tätssyndroms
, wobei sich insbesondere an der Halswirbelsäule und den Hand
gelenken eine überdurchschnittliche Beweglichkeit zeige. Es seien nie Gelenk
schwellungen aufgetreten und
Synovitiden
würden sich nicht nachweisen lassen. Eine
enteropathische
Spondarthropathie
mit peripherem und axialem Befall erscheine als unwahrscheinlich, obwohl die Beschwerdeführerin jeweils gegen Ende des
Remicade
-Verabreichungsintervalls eine Zunahme der Arthral
gien verspüre. Die bisherigen Abklärungen seien unauffällig gewesen, wobei diese jeweils unter
Remicade
stattgefunden hätten. Aufgrund des
Hyperlaxi
tätssyndroms
sei eine
längerandauernde
muskuläre
Rekonditionierung
mit Kräftigung der Rumpf- und
Extremitätenmuskulatur
indiziert. Die beruflich und familiär belastete Beschwerdeführerin habe diese bisher aus Zeitmangel noch nicht durchgeführt (S. 2).
3.4
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
gab
mit Bericht vom 30. Januar 2013 (
Urk.
8/13/6-8)
an,
dass er die Beschwerdeführerin seit März 2006 behandle (S. 1
Ziff.
1.2)
,
und führte als Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
eine
Colitis
ulcerosa
(E
D
Dezember 2006),
Remi
cade
-Infusionen seit Februar 2009, eine bekannte
Osteopenie
sowie eine reak
tive depressive Episode bei psychosozialer Belastung (Mobbing an der Arbeitsstelle) seit November 2012
auf
(S. 1
Ziff.
1.1).
Die Beschwerdeführerin sei vom 23. November 2012 bis zum 11. Januar 2013 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen (S. 2
Ziff.
1.6). Bei guter medikamentöser Therapie sei die Arbeits
fähigkeit auf
grund der
Colitis
ulcerosa
zumindest teilweise einge
schränkt. Die Prognose betreffend Wiedererlangung
einer Arbeitsfähigkeit sei gut;
betreffend Wieder
erlangung einer Teilarbeitsfähigkeit sehr gut (S. 2 oben). Mit einer Wieder
auf
nahme der Arbeitstätigkeit könne ab Ende Februar 2013 gerechnet werden (S. 2
Ziff.
1.9).
3.
5
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gab mit Bericht vom 4. Juli 2013 (
Urk.
8/21
) an, dass er die Beschwerdeführerin seit d
em
2.
Januar 2013 behandle (S. 1
Ziff.
1.2) und nannte eine rezidivierende depres
sive Störung, aktuell leicht bis mitte
lgradige Episode (ICD-10 F33.0-
1), als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.23) mit Angst, bei hypersensiblen, narzisstischen und aggressiv-
dysphorischen
Persönlichkeitszügen (ICD-10 F60.6
-
7)
,
auf (S. 1
Ziff.
1.1).
Die Beschwerde
führerin sei angesichts der Mobbing-Situation an ihrem Arbeitsplatz bis auf weiteres zu 100 % krankgeschrieben. In einer angepassten Tätigkeit, das heisse für sämtliche anderweitigen
Tätigkeiten
wie beispielsweise
in
eine
r
andere
n
Y._
-
Filiale, bestehe aus rein psychiatrischer Sicht eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit.
Eine weitere 100%ige Krankschreibung für sämtliche Tätig
keiten sei absolut kontraindiziert. Daraufhin
habe die
Beschwerdeführerin die
Therapie am
19. Juni 2013 abgebrochen (S. 3
Ziff.
1.5).
3.6
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein
psychiatrisches
Gutachten
zuhanden der zuständigen Taggeldversicherung am 19. November 2013 (
Urk.
8/28/2-24
) und führte eine prolongierte
Anpas
sungsstörung
mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab er Folgendes an (S.
16):
Probleme in Verbindung mit
der
Berufstätigkeit (ICD-10 Z56)
Zielscheibe feindlicher Diskriminierung und Verfolgung (Mobbing, ICD
10 Z60.5)
DD
: Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21)
DD anamnestisch: Erschöpfungssyndrom (Burn-out-Syndrom, ICD-10 Z73.0)
Verdacht auf akzentuierte narzisstische Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
Die prolongierte Anpassungsstörung mit Angst und längerer depressiver Reak
tion
(ICD-10 F43.22)
habe sich im Rahmen einer belastenden psychosozialen Situation am Arbeitsplatz entwickelt (S. 17 unten
, S. 21
Ziff.
6
).
In der
Untersu
chungssituation
hätten sich leichte Konzentrationsstörungen objektivieren lassen. Ansonsten hätten keine wesentlichen
,
kognitiven, vegetativen oder
affektiven Einschränkungen vorgelegen.
Die Prognose scheine aus rein psychi
atrischer Sicht günstig zu sein. Die Störungen seien dankbar zu behandeln und mit einem bleibenden Nachteil sei in der Regel nicht zu rechnen.
Eine Wieder
eingliederung sei dringend indiziert (S. 19 f.). Mit einer namhaften Verbesse
rung des Gesundheitszustandes könne gerechnet werden (S. 21
Ziff.
7). Die Beschwerdeführerin sei in einem anderen Betrieb voraussichtlich innerhalb von vier bis sechs Wochen zu 50 % arbeitsfähig bei einem Pensum von 50 %. Eine Steigerung des Arbeitspensums
sei monatlich
um 25 %
zu erwarten
. Diese Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit sei unter Ausserachtlassung der psychosozialen Belastungsfaktoren erfolgt (S. 21 f.
Ziff.
8).
3.7
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte mit Bericht vom 9. Dezember 2013 (
Urk.
8/25) eine längere depressive Reaktion mit Angst (ICD-10 F43.21) sowie ängstlich
e, vermeidende und
abhängige
Persön
lichkeitszüge
(ICD-10 F 60.6
-
7) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit auf (S. 2
Ziff.
1.1). Die
Colitis
ulcerosa
nannte er als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2
Ziff.
1.2). In der bisherigen Tätigkeit
als Kassiererin bei der Firma Y._
sei
die Beschwerdeführerin
seit November 2012 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (S. 2
Ziff.
2). Er habe
die Beschwerdeführerin
für eine halbstationäre Behandlung in der Tagesklinik im Sanatorium
D._
angemeldet, da keine Fortschritte zu verzeichnen gewe
sen seien.
In der Zwischenzeit sei ihr
gekündigt worden
. Die Beschwerdeführe
rin sei arbeitslos, allerdings a
us psychischen Gründen nicht vermittlungsfähig (S. 3
Ziff.
3.3). Die Prognose müsse theoretisch gut sein. Der bisherige Verlauf lasse aber an der optimistischen Sicht zweifeln
(
S. 3
Ziff.
3.7).
3.
8
Die Ärzte des Sanatori
ums
D._
informierten mit Austrittsb
ericht vom
10.
April 2014 (
Urk.
5/2) über den
tagesklinischen Aufenthalt der Beschwerde
führerin vom 9. Dezember 2013 bis zum 1
2.
März 2014 und
nannten als
Haupt
diagnose
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Als
Neben
diagnosen
führten sie eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01), eine linksseitige
Colitis
ulcerosa
(E
D
2006) sowie einen Status nach mit
Ciproxin
behandeltem Harnwegsinfekt im August 2012 auf (S. 1).
Der Zustand der Beschwerdeführerin habe sich im Laufe des teilstationären Aufenthalts leicht gebessert. Erschwerend seien jedoch finanzielle Sorgen sowie Rechtsstreitig
keiten hinzu
gekommen
, was die Symptomatik wieder verstärkt habe. Es bestehe daher weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 80 %. Die Arbeitsfähigkeit könne bei Auflösen der sozialen Belastungen sowie Fortführung der Psychotherapie schr
ittweise gesteigert werden (S. 4
).
Mit weiterem Bericht vom 19. Mai 2014 (
Urk.
8/36) bestätigten die Ärzte des Sanatoriums
D._
die bisherigen Diagnosen, wobei nun eine Agoraphobie ohne Angabe einer Panikstörung (ICD-10 F40.00) vorliege (S. 1
Ziff.
1.1
).
3.9
Dr.
E._
führte mit Schreiben vom 4. September 2014 (
Urk.
3/3) aus, dass die entwickelte depressive Episode nicht isoliert betrachtet werden
dürfe
, son
dern im Kontext mit der bestehenden
Colitis
ulcerosa
interpretiert werden müsse. Bei der Beschwerdeführerin bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % aufgrund der bestehenden
Colitis
ulcerosa
.
4.
4.1
Im Vordergrund stehen vorliegend klar die psychischen
Beschwerden
der Beschwerdeführerin
.
Diese gab selbst an, dass d
ie unbestrittenermassen ausge
wiesene
Colitis
ulcerosa
sie
nicht
wesentlich ein
schränke
. Sie habe
gelernt mit der
Colitis
ulcerosa
umzugehen
und h
abe d
ie
se
im Griff. S
ie
mache
sich darüber keine Sorgen (
Urk.
8/24 S. 4 unten;
Urk.
8/28/2-24 S. 12
unten, S. 16 unten).
Au
sserdem
wurde d
ie
Colitis
ulcerosa
bereits im
Jahr 2006 diagnostiziert (
Urk.
8/13/9
), wobei
dies
die Beschwerdeführerin bis zum
Konflikt am
Arbeits
platz
und der
aus psychischen Gründen erfolgten
Krankschreibung
im
Novem
ber 2012
nicht hinderte,
ihrer Erwerbstätigkeit
weiterhin
zu 100 %
nachzuge
hen
.
Die Beschwerde
führerin
gab
ferner
an, dass sie b
is zum Chefwechsel im Jahr 2010
stets früher zur Arbeit gegangen sei, um mit ihren Mitarbeitern zusammen zu sein und Kaffee zu trinken
. Auch
am Abend sei sie länger am Arbeitsplatz geblieben, obwohl dies niemand von ihr verlangt habe (
Urk.
8/28/2-24 S. 6).
Die geschilderte Erwerbsbiographie lässt eine wesentliche und dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der
Colitis
ulcerosa
nicht erkennen.
Allerdings muss
der Beschwerdeführerin
sicherlich
zugestanden
werden, dass es
ihr
in Phasen von aktiven Schüben schlechter geht und sie die Toilette vermehrt aufsuchen muss.
Im Jahr 2009 wurde
hierzu
fest
gehalten, dass die Beschwerdeführerin an sechs
Schüben
pro Jahr leide (Urk.
8/13/25-31 S. 1). Die seither
erfolgenden
Remicade
-Infusionen beein
flus
sen den Krankheitsverlauf
allerdings
günstig (
Urk.
8/1/3)
.
Im Juli 2012 erlitt die Beschwerdeführerin einen
weiteren
akuten Schub,
wobei eine chronische aktive
Colitis
ulcerosa
nicht ausgewiesen wurde (vgl.
Urk.
8/8 S. 2).
Dr.
E._
hielt am
2.
September 2014 zudem fest, dass
seither unter der Weit
erführung der
Remicade
-Infusion
stherapie keine schweren Schübe mehr aufgetreten seien (
Urk.
3/2 S. 2).
In Phasen der Remission bei
guter Medikamenteneinstellung vermag eine
Colitis
ulcerosa
grundsätzlich
keine Beschwerden zu verursachen (
Riemann, Fischbach, Galle,
Mössner
[Hrsg.], Gastroenterologie, Band 1:
Intesti
num
, Stuttgart 2010, S. 765
), so dass lediglich während eines Schubs kurzzeitig
eine
Verminderung des Leistungsvermögens
herbeige
führt
wird
. Eine solche vorübergehende Verminderung des Leistungsvermögens vermag aller
dings keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu begründen, welcher
defini
tions
gemäss
dauerhafter Natur ist (vgl. Art. 8
Abs.
1 ATSG).
4.2
Zu den
von der Beschwerdeführerin
geltend gemachten Gelenkbeschwerden gilt es zu erwähnen, dass
eine
Osteopenie
an der Lendenwirbelsäule zwar radio
lo
gisch na
chgewiesen wurde (
Urk.
8/13/10). D
ie Beschwerden
der Beschwerde
führerin sind
allerdings
höchstwahrscheinlich
nicht mit der
Colitis
ulcerosa
in Verbindung zu bringen
. Das 3-Phasen-Skelettszintigr
am
m
vom
18. November 2011 ha
be
keine entzündlichen Veränderungen im Bereich des Achsenskeletts
und
der peripheren Gelenke gezeigt, weshalb ein Zusammenhang mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden könne (
Urk.
8/13/22). Sowohl Dr.
C._
als auch
Dr.
Z._
beurteilten die Beschwerden am ehesten im Rahmen eines
Hyperlaxitätssyndroms
, weshalb der Beschwerdeführerin auch eine
längerandauernde
muskuläre
Rekonditionierung
empfohlen wurde
.
Die Beschwerdeführerin ha
be
eine solche bisher aus Zeitmangel nicht durchgeführt
(
Urk.
8/13/22,
Urk.
8/13/20-21 S. 2).
Dies wäre ihr allerdings aufgrund der im Sozialversicherungsrecht geltenden
Selbsteingliederungs- und
Schadenminde
rungs
pflicht durchaus zuzumuten. Eine
Dekonditionierung
gilt
schliesslich
nicht als invalidisierend, da Invalidität definitionsgemäss auf Dauer beruht und eine
Dekonditionierung
mit einer zumutbaren Willensanstrengung verbessert werden kann (Urteil des Bundesgerichts I 884/05 vom 15. März 2006 E. 2.2).
Auch d
ie Gelenkbeschwerden vermögen demnach keinen invalidisierenden
Gesundheits
schaden
zu begründen.
4.3
Nach dem Gesagten kann die Beschwerdeführerin a
us somatischer Sicht als zu 100 % arbeitsfähig
in einer Tätigkeit
erachtet werden
,
bei
welcher
in Zeiten aktiver Schübe
auf die erhöhte Toilettenfrequenz
der Beschwerdeführerin
Rück
sicht genommen wird
.
Dies gilt sowohl für die bisherige Tätigkeit als auch für jegliche andere Tätigkeit.
Es
ist nicht ersichtlich, inwiefern das von de
r Beschwer
deführerin geforderte
Gutachten (
Urk.
1 S. 1
) für die Beurteilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d) zu verzichten ist.
4.4
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.7) erachtete die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Kassiererin am letzten Arbeitsplatz (Filiale Wädenswil) als bis auf weiteres nicht arbeitsfähig, sah sich aber infolge des bisherigen Verlaufs ausser Stande, die weitere Arbeitsfähigkeit festzulegen. Er hielt jedoch fest, dass die
Prognose theoretisch gut sein müsse. Dies entspricht grundsätzlich auch der Auffassung von
Dr.
F._
(vorstehend E. 3.5), der ebenfalls eine Arbeitsfä
higkeit am bisherigen Arbeitsplatz ausschloss, aber jegliche andere Tätigkeit wie auch die Tätigkeit in einer anderen Filiale als zumutbar erachtete.
Dr.
F._
hielt sogar ausdrücklich fest, dass eine weitere Krankschreibung absolut kontra
indiziert sei.
Dr.
C._
und
Dr.
F._
diagnostizierten eine längere reaktive Depression mit Angst beziehungsweise eine aktuell leicht- bis mittel
gradige rezidivierende depressive Episode. Letztere
gelte
n
grundsätzlich als thera
peutisch
angehbar
(vgl.
Habermeyer
/
Venzlaff
, Affektive Störungen, in: Psychiatrische Begutachtung, 5. Aufl. 2009, S. 193; SVR 2012 IV Nr. 18 = 9C_418/2010 E. 5.3.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_736/2011
vom 7. Februar 2012 E. 4.2.2.1), weshalb eine dadurch lange anhaltende Arbeitsunfähigkeit eher zurückhaltend anzunehmen ist.
4.5
Dr.
G._
stellte ebenfalls eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit; eine prolongierte Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (vorstehend E. 3.6). Anpassungsstörungen gelten rechtsprechungsgemäss grundsätzlich
nicht
als invalidisierendes
Leiden (
Urteile des Bundesgerichts
9C_4/2013 vom 19. Dezember 2013, 8C_1055/2010 vom 17.
Febr. 2011, 9C_408/2010, 8C_322/2010).
Damit
stellt
sich
im Folgenden die Frage, ob der
diagnostizierte
psychische Gesundheitsschaden eine Invalidität im Sinne von Art. 8 ATSG begründet (vorstehend E. 1.1-
4).
Vorauszuschicken ist, dass die Beurteilung, ob ein invalidisierender
Gesund
heitsschaden
vorliegt, eine Rechtsfrage ist und damit nicht den Ärztinnen und Ärzten, sondern den rechtsanwendenden Behörden obliegt (BGE 140 V 193 E.
3.1 f., Urteil des Bundesgerichts 9C_636/2007 vom 28. Juli 2008 E. 3.3.1). Dabei gilt es zu beachten, dass ärztliche Gutachten und Berichte zwar zur Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen haben und diese Ausführungen eine wich
tige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen bil
den, es jedoch letztlich der rechtsanwendenden Behörde – der Verwaltung, oder im Streitfall, dem Gericht – obliegt, zu beurteilen, ob eine Invalidität im Rechtssinne, bejahendenfalls eine solche rentenbegründender Art eingetreten ist. Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine medizinische, sondern
auch
eine juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizinischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichts 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 5.1).
4.
6
D
ie psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin
traten
erstmals im Zusam
menhang mit dem Konflikt am
bisherigen
Arbeitsplatz auf. Die
Beschwerdeführerin wies selbst mehrmals darauf hin, dass sie vorher nie psy
chische Probleme gehabt h
abe
(
Urk.
8/25 S. 2
Ziff.
3.3;
Urk.
8/28/2-24 S. 9 unten, S. 11 unten, S. 12 unten, S. 14 unten, S. 23). Inso
fern
haben sich die psychischen Beschwerden nachweislich aus einer psy
chosozialen Belastungssi
tuation, welche
ursächlich für die Erkrankung und Arbeitsunfähigkeit gewesen ist
, heraus
ergeben
(vgl. hierzu auch
Klinisch-diagnostische Leitlinien der Inter
nationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisa
tion, ICD-10 Kapital V (F),
Dilling
/
Mombour
/Schmidt
[Hrsg.],
9. Auflage, Bern 2014, S. 209 f.).
Mit Blick auf den Grundsatz, wonach es an einem verselbstän
dig
t
en Gesundheitsschaden fehlt, wenn bei Wegfall der Belastungsfaktoren auch die psychische Störung verschwindet (Urteil des Bundesgerichts 9C_736/2011 vom 7. Februar 2012 E.
2.3.3)
,
und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die beteiligten Ärzte denn auch alle von einer guten Prognose in Bezug auf die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit ausg
ingen
(
Urk.
8/13 S. 7
Ziff.
1.9;
Urk.
8/18 S. 5
Ziff.
1.5; Urk.
8/25 S. 3
Ziff.
3.7,
Ziff.
4.2;
Urk.
8/28/2-24 S. 20, S. 22;
Urk.
8/36 S. 3),
sind die psychischen Beschwerden der Beschwerdeführe
rin
als
invalidenversicherungsrechtlich nicht relevant
anzusehen
.
Dr.
G._
führte diesbezüglich nachvollziehbar aus, dass sich die Beschwerden mit
einer ambulanten psychiatrischen
und psy
chotherapeutischen
Behandlung, unter
stützt mit Psychopharmaka, dankbar behandeln lassen würden und mit einem bleibenden Nachteil nicht zu rechnen sei (
Urk.
8/28/2-24 S. 19 f.).
So erachtete er die Beschwerdeführerin innerhalb von vier bis sechs Wochen als zu 50 % arbeitsfähig, wobei von einer monatlichen Steigerung um 25 % auszugehen sei (
Urk.
8/28/2-24 S. 22 Ziff.
8.2-3). Demnach erachtete er die Wiedererlangung der vollständigen Arbeitsfähigkeit innerhalb weniger Monate als wahrschein
lich, so dass
er
einen dauerhaften und somit invalidisierenden
Gesundheitsscha
den
verneinte
. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass eine Prognose zur Arbeitsfä
higkeit zulässig und üblich ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2015 vom 21.
August 2015 E. 4.2).
Es ist der Beschwerdeführerin demnach trotz ihres Leidens sozial-praktisch zuzumuten, ihre Arbeitsfähigkeit auf dem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt
vollständig
zu verwerten (vgl. vorstehend E. 1.3)
.
4.
7
Der Vollständigkeit halber gilt es i
n Bezug auf die von den Ärzten des Sanatori
ums
D._
diagnost
izierte
Agoraphobie seit Anfang 2013 zu erwähnen, dass die gutachterliche Beurteilung durch
Dr.
G._
im November 2013 erfolgte und demnach die besagte Zeitspanne bereits umfasste.
Dr.
G._
konnte allerdings keine Agoraphobie feststellen. Die Ärzte des Sanatoriums
D._
erwähnten zudem, dass die starken sozialen Ängste und Panikattacken mit den Mobbing
erfahrungen am Arbeitsplatz verbunden seien (
Urk.
5/2 S. 3 unten;
Urk.
8/36 S.
2
Ziff.
1.4). Auslöser der im Raum stehenden Agoraphobie war demnach
eben
falls
die psychosoziale Belastungssituation am ehemaligen Arbeitsort. Im Rahmen des teilstationären Aufenthaltes habe die Beschwerdeführerin die
ago
raphobischen
Tendenzen überwinden können. Erschwerend seien jedoch finan
zielle Sorgen und Rechtsstreitigkeiten hinzugekommen, was die Symptomatik wieder verstärkt habe (
Urk.
5/2 S. 4 oben;
Urk.
8/36 S. 3). Es lässt sich somit klar erkennen, dass bei Wegfall der psychosozialen Belastungsfaktoren auch die allfällig
en
vorhandenen agoraphobischen Tendenzen verschwi
nden, weshalb
auch
ihnen
kein invalidisierender Charakter
zukommt
.
4.
8
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
aus
rechtlicher
Sicht
kein invalidi
sieren
der Gesundheitsschaden ausgewiesen ist
. In einer Tätigkeit, in wel
cher in Zeiten aktiver Schübe auf die erhöhte Toilettenfrequenz der Beschwer
deführerin Rücksicht genommen wird, ist die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig. Dies
gilt
sowohl
für die
bisherige als auch
für
jegliche andere Tätigkeit.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzu
erle
gen.