# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a082ff17-8854-4017-b399-3867eee5ffbb
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. B._ reichte am 24. Juli 2017 beim Regionalgericht Maloja Klage auf Scheidung der am 25. Dezember 2009 vor dem Zivilstandsamt O.1_ (L.1_) mit A._ geschlossenen Ehe ein (Proz. Nr. 115-2017-31). Dieses Verfahren ruhte bis zur rechtskräftigen Erledigung des im September 2015 eingeleiteten Eheschutzverfahrens durch das Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 2018 (vgl. vereinigte Verfahren 5A_629/2017 und 5A_668/2017).
B. Im Eheschutzverfahren gelangte A._ am 12. Februar 2016 – während hängiger Berufung (ZK1 15 172) gegen den am 18. November 2015 gefällten erstinstanzlichen Eheschutzentscheid – mit einem Gesuch um Auskunftserteilung im Sinne von Art. 170 ZGB erneut an den Einzelrichter am Regionalgericht Maloja. Dieser wies ihr Gesuch mit Entscheid vom 24. Oktober 2016 ab, nachdem der am 22. Februar 2016 gefällte Nichteintretensentscheid durch das Kantonsgericht von Graubünden in Gutheissung einer Berufung der Gesuchstellerin aufgehoben worden war (ZK1 16 54). Gegen diesen Entscheid erhob A._ Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden (ZK1 16 159), bei welchem das Verfahren derzeit noch hängig ist.
C.a. B._ ersuchte das Regionalgericht Maloja am 11. Dezember 2018 um Fortsetzung des Scheidungsverfahrens. Daraufhin wurde am 6. Februar 2019 die Einigungsverhandlung durchgeführt, an welcher sich beide Parteien mit der Scheidung ihrer Ehe einverstanden erklärt haben. Bezüglich der Nebenfolgen konnten sie indessen keine Einigung erzielen.
C.b. Am 26. Februar 2019 ergänzte B._ die Begründung der Scheidungsklage, woraufhin A._ Frist zur Einreichung der Klageantwort angesetzt wurde.
C.c. A._ wurde – auf ein entsprechendes Auskunftsbegehren von B._ vom 24. Januar 2019 (vorsorgliche Massnahme im Scheidungsverfahren) – mit Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Maloja vom 5. März 2019 unter Androhung der Straffolgen nach Art. 292 StGB verpflichtet, verschiedene Urkunden betreffend ihre aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse (letzte Steuererklärung, Jahresabschluss mit Belegen, Auszüge über Bank- und Postkonti) vorzulegen. Auch dagegen erhob A._ Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden (ZK1 19 49), dessen Urteil derzeit noch ausstehend ist.
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D.a. Mit Eingabe vom 3. Mai 2019 beantragte A._ sodann beim Regionalgericht Maloja, das Scheidungsverfahren sei zu sistieren, bis über die vom Ehemann mit Schlichtungsgesuch vom 28. Februar 2019 erhobene Klage auf Liquidation der ehevertraglich vereinbarten Gütergemeinschaft (Vollzug der im Eheschutzverfahren per 22. Oktober 2015 angeordneten Gütertrennung) rechtskräftig entschieden sei, eventuell sei ihr die Frist zur Vorlage der Klageantwort abzunehmen.
D.b. B._ beantragte mit Vernehmlassung vom 14. Mai 2019, es sei auf das Sistierungsgesuch nicht einzutreten, eventuell sei es mitsamt Eventualantrag abzuweisen.
D.c. A._ hielt mit replizierender Eingabe vom 17. Mai 2019 an ihrem Sistierungsbegehren fest und begründete dieses zusätzlich mit dem noch ausstehenden Entscheid des Berufungsgerichts über ihre Auskunftspflicht (ZK1 19 49).
D.d. Am 23. Mai 2019 reichte A._ innert mehrfach erstreckter Frist ihre Klageantwort im Scheidungsverfahren ein, mit welcher sie weiterhin die Sistierung des Scheidungsverfahrens bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides über die separate Klage des Ehemannes auf Vollzug der Gütertrennung beantragte (vgl. Ziff. A.1 des Rechtsbegehrens). Für den Fall der Abweisung des Sistierungsantrages stellte sie zudem verschiedene Eventual- und Subeventualbegehren betreffend Auskunfts- und Rechenschaftspflicht des Ehemannes über Bestand, Zusammensetzung und Wertentwicklung des ehelichen Vermögens und beantragte gestützt auf Art. 125 ZPO bis zur Vorlage der verlangten Auskünfte eine Beschränkung des Scheidungsverfahrens auf das Thema der güterrechtlichen Auseinandersetzung (vgl. Ziff. A.2 bis A.5 des Rechtsbegehrens). In der Sache selber beantragte sie die Scheidung der Ehe gestützt auf Art. 114 ZGB und Art. 292 Abs. 2 ZPO sowie – nach Vorlage der Belege gemäss ihren Auskunftsbegehren – die Vornahme der güterrechtlichen und der vorsorgerechtlichen Auseinandersetzung nach Gesetz (unter Vorbehalt einer Anpassung ihrer Rechtsbegehren nach erhaltener Auskunft) sowie die Zusprechung einer monatlichen Unterhaltsrente von mindestens CHF 15'000.00 bis zu ihrem Ableben. Dabei stützte sie sich explizit auf Art. 85 ZPO und machte geltend, ohne die beantragte Auskunftserteilung bzw. Rechenschaftsablage nicht in der Lage zu sein, bezifferte sowie in sachlicher Hinsicht substantiierte Rechtsbegehren zur güterrechtlichen Auseinandersetzung zu stellen, von deren Ergebnis wiederum die vorsorgerechtliche Auseinandersetzung sowie ihr Anspruch auf nachehelichen Unterhalt massgeblich beeinflusst würden.
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D.e. Das Regionalgericht Maloja stellte B._ die Klageantwort am 27. Mai 2019 zur Kenntnisnahme zu und hielt zuhanden beider Parteien fest, es folge die Terminabsprache für die Hauptverhandlung.
D.f. A._ stellte daraufhin mit Eingabe vom 4. Juli 2019 den Antrag, es sei ihr Sistierungsbegehren vom 3. Mai 2019 sowie vom 23. Mai 2019 vorab mit Zwischenentscheid im Sinne von Art. 237 ZPO zu erledigen, bevor die Parteien zur Hauptverhandlung vorgeladen würden, eventuell sei der Kläger unter Fristansetzung zu verpflichten, sein Festhalten an oder seinen Abstand von der separaten Klage auf Vollzug der Gütertrennung zu erklären, wobei vor dem Zugang einer solchen Erklärung des Klägers an die Beklagte von der Vorladung zur Hauptverhandlung oder weiteren Prozesshandlungen abzusehen sei.
D.g. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. Juli 2019 erkannte der Vorsitzende des Regionalgerichts Maloja was folgt:
1. Das Sistierungsbegehren der Beklagten wird abgewiesen.
2. Die Kosten dieser Verfügung bleiben bei der Prozedur.

## Considerations