# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 599e3c1e-b6d3-4808-97bb-3467509d614d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 14
I. Sachverhalt
A.1. Die X._AG und die Z._GmbH führten im Auftrag der Y._AG Gipserarbeiten am Hotelgebäude auf A._ aus. Nach Massgabe der Unternehmerschlussabrechnung vom 10. Februar 2011 ergab sich ein Guthaben zugunsten der X._AG und der Z._GmbH von insgesamt Fr. 282'558.15, wobei Fr. 103'854.-- auf die X._AG entfielen.
2. Am 6. März 2012 reichte die X._AG bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja Klage gegen die damalige Bergbahnen B._AG, nunmehr Y._AG, ein mit dem Begehren, die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 103'854.-- zuzüglich 5% Verzugszins seit dem 18. April 2011 zu bezahlen. Gleichzeitig verkündete sie der Z._GmbH den Streit. Die beklagte Partei wie auch die beklagte Partei als Streitberufene beantragten die vollumfängliche Abweisung der Klage, soweit darauf eingetreten werden könne.
3. Mit Entscheid vom 6. Juni 2012 gestattete der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja der Y._AG, den Betrag von Fr. 282'558.15 gerichtlich zu hinterlegen.
4. Nachdem das Verfahren auf Ersuchen der Parteien anlässlich der Vermittlungsverhandlung zunächst sistiert worden war, wurde auf Antrag des klägerischen Rechtsvertreters am 19. Juni 2012 die Klagebewilligung ausgestellt.
B. Mit Eingabe vom 19. September 2012 reichte die X._AG die Klageschrift beim Bezirksgericht Maloja ein, wobei sie das folgende Rechtsbegehren stellte:
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 103'854.00, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 18. April 2011, zu bezahlen;
2. sofern das (Haupt-)Begehren gemäss der vorstehenden Ziff. 1 abgewiesen wird, sei die Streitverkündungsbeklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 103'854.00, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 15. Februar 2011, zu bezahlen;
3. in Erfüllung der unter Ziff. 2 genannten Forderung sei die Kasse des Bezirksgerichts Maloja anzuweisen, der Klägerin einen Teilbetrag von CHF 103'854.00, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 15. Februar 2011, zulasten des unter der Proz. Nr. 135-2012-142 hinterlegten Betrages auszuzahlen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. Kosten für das Schlichtungsverfahren) zu Lasten der Beklagten bzw. der Streitverkündungsbeklagten."
Als Streitverkündungsbeklagte wurde die Z._GmbH aufgeführt.
Seite 3 — 14
C. Mit Stellungnahmen vom 13. bzw. 15. November 2012 beantragten sowohl die Y._AG als auch die Z._GmbH, der Antrag um Zulassung der Streitverkündungsklage der X._AG sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne.
D. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Dezember 2012, mitgeteilt am 20. Dezember 2012, trat der Instruktionsrichter des Bezirksgerichts Maloja auf die Streitverkündungsklage nicht ein (Ziff. 1), auferlegte der Klägerin und Streitverkündungsklägerin die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- (Ziff. 2) und verpflichtete sie, die Beklagte und Streitverkündungsbeklagte ausseramtlich mit pauschal je Fr. 800.-- zu entschädigen (Ziff. 3). In der Begründung erwog der Instruktionsrichter, allein aus den unterschiedlichen Sachdarstellungen gehe hervor, dass die noch offene Werklohnforderung der C._ gegenüber der Beklagten allseits anerkannt werde. Demgegenüber erscheine die Aufteilung dieses Betrags zwischen der Klägerin und der Streitverkündungsbeklagten und die Feststellung des Anspruchs der Ersteren gegenüber der Letzteren einen bedeutend grösseren Aufwand zu verursachen. Namentlich seien Bauabrechnungen zu überprüfen, allenfalls unter Beizug eines Experten. Zudem erhebe die Streitverkündungsbeklagte Verrechnungseinreden, die sich offenbar auf Zusammenarbeiten bei anderen Baustellen bezögen. Die Nachteile eines Gesamtverfahrens – und zwar aller Voraussicht nach zu erwartende unnötige Verzögerungen und Verkomplizierungen – würden in dieser Situation überwiegen. Eine angemessene Verfahrenseffizienz sei dann nicht mehr gewährleistet. Der Beklagten sei es überdies nicht zuzumuten, sich mit Abrechnungen von anderen, sie nicht betreffenden Baustellen befassen zu müssen. Damit entfalle das Rechtsschutzinteresse bei einer Streitverkündungsklage. Ihre Zulassung sei daher zu verneinen und auf sie nicht einzutreten.
E. Gegen diese Verfügung liess die X._AG mit Eingabe vom 14. Januar 2013 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden erheben. Dabei beantragte sie die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zurückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Durchführung des Hauptverfahrens; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten und der Streitverkündungsbeklagten.
F. Mit Stellungnahmen vom 22. bzw. 31. Januar 2013 beantragten die Y._AG und die Z._GmbH die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf überhaupt eingetreten werden könne.
Seite 4 — 14
Auf die weitergehenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung sowie in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen

## Considerations