# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0bd2c995-1cbf-4273-be57-5720125ae660
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend "ESTV") gegen die
B. AG, die C. AG sowie gegen D. und E. wegen des Verdachts der ver-
suchten und vollendeten Steuerhinterziehung, des Steuerbetrugs und wei-
terer Steuerwiderhandlungen eine besondere Untersuchung im Sinne der
Art. 190 ff. des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte
Bundessteuer (DBG; SR 642.11) führt;
- sie gleichzeitig gegen unbekannte Täterschaft wegen des Verdachts der
Hinterziehung von Verrechnungssteuern gemäss Art. 61 lit. a des Bundes-
gesetzes vom 13. Oktober 1965 über die Verrechnungssteuer (Verrech-
nungssteuergesetz, VStG; SR 642.21) ein Verwaltungsstrafverfahren führt;
- im Rahmen dieser Untersuchungen am 25. Juni 2014 eine Hausdurchsu-
chung in Z., der Geschäftsadresse von A. und gleichzeitig einer Zweignie-
derlassung der C. AG, stattfand (act. 1.1);
- die ESTV hierbei verschiedene Unterlagen sicherstellte und A. gegen de-
ren Durchsuchung Einsprache erhob (act. 1.1, S. 4);
- die ESTV am 30. Juli 2014 der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts das entsprechende Gesuch um Entsiegelung unterbreitete (act. 1);
- A. diesbezüglich mit Eingabe vom 28. August 2014 erklärte, er ziehe seine
Einsprache zurück (act. 3.1).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- sich das Verfahren wegen des Verdachts schwerer Steuerwiderhandlungen
gegenüber dem Täter, dem Gehilfen und dem Anstifter gemäss Art. 191
Abs. 1 DBG nach den Artikeln 19 – 50 VStrR richtet;
- bei der Verfolgung von Widerhandlungen gegen das Verrechnungssteuer-
recht das VStrR Anwendung findet und die ESTV die verfolgende und urtei-
lende Verwaltungsbehörde ist (Art. 67 Abs. 1 VStG);
- die Beschwerdekammer über die Zulässigkeit der Durchsuchung von Pa-
pieren zu entscheiden hat (Art. 50 Abs. 3 VStrR);
- der Gesuchsgegner im Rahmen seiner Eingabe vom 28. August 2014
(act. 3.1) seine Einsprache gegen die Durchsuchung der sichergestellten
Unterlagen sinngemäss zurückzog;
- das vorliegende Verfahren daher zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt
abzuschreiben ist (vgl. hierzu zuletzt den Beschluss des Bundesstrafge-
richts BE.2014.6 vom 22. Juli 2014; siehe auch den Entscheid des Bun-
desstrafgerichts BE.2010.18 vom 6. Oktober 2010);
- unter den vorliegenden Umständen keine Gerichtskosten zu erheben sind
(vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG analog; vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3);