# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 36e70a49-c213-4fd4-bd61-a82bf91886d8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976,
war
zuletzt vom
30. Januar
2015 bis 30. Janu
ar 2017 in einem 20%-Pensum als Hundesitter tätig. Unter Hinweis auf eine seit 1988 bestehende Hirschsprung-Krankheit sowie Taubheitsgefühle im linken Bein nach einer Thrombose
meldete
sich der Versicherte am 5. Mai 2017 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/3). Die Sozial
ver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Mitteilung vom 6. Februar 2018
einen Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen (Urk. 9/19).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 9/24; Urk. 9/29; Urk. 9/35
-36
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. August 2018 einen Rentenan
spruch (Urk. 9/38 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 27. September 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. August 2018 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2018 (Urk. 8) die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen. Damit erklärte sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. November 2018 (Urk. 12) als einverstanden.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Unter
suchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die ver
sicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).
In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stelle, wenn
die
versicherungsmässigen
Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unte
r
lagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und
Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die
Zweckmässigkeit
be
stimmter
Eingliederungsmassnahmen
beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann.
1.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) dahin
gehend, dass gestützt auf die me
dizinischen Akten dem Beschwerdeführer leichte, angepasste Tätigkeiten in Wechselbelastung ohne Heben, Tragen und Transpor
tieren von Lasten über 5 kg sowie ohne Verharren in Zwangshalt
ungen zu 100 % zumutbar wären (S. 1).
In der Beschwerdeantwort (Urk. 8) hielt die Beschwerdegegnerin demgegenüber fest, dass die volle Arbeitsfähigkeit ab September 2017 in den Akten keine Stütze finde.
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
spreche von einer nahezu vollständig aufgehobenen Arbeitsfähigkeit
(vgl. Urk. 9/16/1-3)
. Die
Endokrinologin
Dr. med.
Z._
,
A._
,
schätze diese auf lediglich ein bis zwei Stunden pro Tag
(vgl. Urk. 9/31/6 Ziff. 4.2)
. Aufgrund der aktuellen medizinischen Aktenlage sei nicht klar, wie sich die Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit tatsächlich auswirkten (S. 1).
2.2
Der Beschwerdeführer erklärte sich mit Eingabe vom 9. November 2018 (Urk. 12) mit der Rückweisung zu weiteren Abklärungen einverstanden.
2.3
Nachdem in Bezug auf die Rückweisung zu weiteren Abklärungen überein
stimmende Anträge vorliegen (Urk. 8 und Urk. 12) und diese mit der Akten- und Rechtslage in Einklang stehen, ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 27. August 2018 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese die not
wen
digen Abklärungen vornehme und hernach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.
3.
3.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
und auf Fr. 200.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
3.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollstän
diges Obsiegen (BGE 137 V 57 E.
2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung
hat.
Nach
§ 34 Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs.
3
GSVGer
).
Mit Eingabe vom
9. November 2018 (Urk. 13
) hat die Rechtsvertreterin des Be
schwerdeführers einen Aufwand von 9 Stunden und 25 Minuten sowie Baraus
lagen von Fr. 71.20 geltend gemacht, was
als angemessen erscheint. Demnach ist die Prozessentschädigung unter Berücksichtigung des notwendigen Aufwandes und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 2'307.90 (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer
) festzulegen.
3.3
Entsprechend erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos.