# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 229ecc62-8999-558a-9dd5-6f4e4cc9de5f
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren 1995, ledig, wohnhaft in C._ mit Wochenaufenthalt in D._, arbeitet als Cabin Crew Member bei der E._.
Am 26. März 2017 reichte der Steuerpflichtige seine Steuererklärung betreffend das Jahr 2016 ein. Darin deklarierte er ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit von CHF 39‘519.- (Code 1.110), Fahrkosten von CHF 3‘300.- (Code 2.110), Auslagen für die auswärtige Verpflegung und den Wochenaufenthalt von CHF 13‘705.- (Code 2.120) und sonstige Berufsauslagen von CHF 4‘000.- (Code 2.130). Insgesamt ergab sich ein steuerbares Einkommen von CHF 11‘713.- (Code 7.910).
B. Nachdem der Steuerpflichtige mit Schreiben vom 13. Februar 2018 und Mahnung vom 22. März 2018 aufgefordert worden war, den Mietvertrag des Zimmers in D._ zu den Akten zu reichen, die einverlangten Unterlagen aber nicht innert der angesetzten Frist bei der Kantonalen Steuerverwaltung (nachfolgend: Steuerverwaltung) eingingen, wurde er am 17. Mai 2018 nach Ermessen veranlagt. Die Steuerverwaltung setzte das Einkommen des Steuerpflichtigen auf CHF 39‘519.- (Code 1.110) fest und berücksichtigte Fahrkosten von CHF 2‘600.- (Code 2.110), Auslagen für die auswärtige Verpflegung und den Wochenaufenthalt von CHF 1‘600.- (Code 2.120) und sonstige Berufsauslagen von CHF 2‘000.- (Code 2.130). Es ergab sich ein steuerbares Einkommen von CHF 28‘639.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 1‘675.-) bzw. CHF 31‘319.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 129.35).
Mit Schreiben vom 22. August 2018 machte der Steuerpflichtige geltend, dass er in der  zwar eine Mahnung betreffend die ausstehenden Steuern 2016 erhalten habe. Eine  Veranlagungsanzeige sei ihm jedoch nie zugestellt worden.
Am 24. August 2018 wies die Steuerverwaltung den Steuerpflichtigen darauf hin, dass er seiner Auskunftspflicht nicht nachgekommen und er deshalb nach Ermessen veranlagt worden sei. Die Einsprachefrist sei in der Zwischenzeit abgelaufen und die Veranlagung somit rechtskräftig. In der Beilage wurden ihm die Schreiben vom 13. Februar 2018 und 22. März 2018 sowie die  vom 17. Mai 2018 nochmals zugestellt.
Am 2. September 2018 forderte der Vater des Steuerpflichtigen, B._, im Auftrag seines Sohnes, welcher sich im Ausland befinde, die Steuerverwaltung auf, ihm noch die „Originale der Kantons- und Bundessteuer 2016“ zukommen zu lassen. Erst nach vollständigem Eingang der Unterlagen sowie der Rückkehr seines Sohnes aus dem Ausland könne, falls notwendig, eine Einsprache verfasst werden. Des Weiteren machte er geltend, sein Sohn sei davon ausgegangen, seine Mitwirkungspflicht erfüllt zu haben. Er sei der festen Überzeugung gewesen, den Mietvertrag bei der digitalen Einreichung der Steuererklärung 2016 als PDF mitgeschickt zu haben. Auch habe er sich im Nachgang an das Schreiben vom 13. Februar 2018 und die Mahnung vom 22. März 2018 am 3. April 2018 telefonisch mit der Steuerverwaltung in Verbindung gesetzt und den  gleichentags mittels Kontaktformular und angehängtem PDF nochmals elektronisch .
Die Steuerverwaltung bestätigte dem Steuerpflichtigen am 6. September 2018 den Eingang der Einsprache und forderte diesen auf, eine Kopie des Arbeitsvertrages sowie das „Spesenreglement
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fliegendes Personal“ zu den Akten zu reichen. Eine Kopie des Mietvertrages sei bereits mit der Steuererklärung 2017 eingereicht worden.
Am 20. September 2018 gingen die einverlangten Unterlagen (kommentarlos) bei der  ein.
Mit Einspracheentscheid vom 21. September 2018 hiess die Steuerverwaltung die Einsprache  gut. Sie akzeptierte die geltend gemachten Fahrkosten von CHF 3‘300.- (Code 2.110). Bei den Auslagen für die auswärtige Verpflegung und den Wochenaufenthalt (Code 2.120) wurde indessen nur ein Betrag von insgesamt CHF 7‘240.- (auswärtige Verpflegung: CHF 1‘600.-; Wochenaufenthalt: CHF 5‘640.-) zum Abzug zugelassen.
C. Mit Eingabe vom 24. Oktober 2018 (Datum der Postaufgabe) wandte sich der  an das Kantonsgericht Freiburg. In formeller Hinsicht machte er geltend, er habe mit Eingabe vom 2. September 2018 gar keine Einsprache an die Steuerverwaltung erhoben, sondern gehofft, die Steuerveranlagung schnell und unbürokratisch (eventuell ohne Einspracheverfahren)  zu können. Eine Einsprache an die Steuerverwaltung sei erstmals am 21. Oktober 2018 erfolgt. Die Steuerverwaltung hätte deshalb am 21. September 2018 gar keinen  erlassen dürfen. Zudem sei die berichtigte Steuerveranlagung immer noch ausstehend. In inhaltlicher Hinsicht machte der Steuerpflichtige geltend, mit dem gewährten Abzug für den Wochenaufenthalt (Wohnungsmiete und auswärtige Verpflegung) nicht einverstanden zu sein. Der Abzug für die Wohnungsmiete könne nicht auf ein Zimmer beschränkt und damit die  gestrichen werden, wenn gleichzeitig auch beim Abzug für die auswärtige Verpflegung mit der Begründung gekürzt werde, dass eine Kochgelegenheit bestehe. Der geltend gemachte Abzug für die Wohnungsmiete entspreche den effektiven Tatsachen und sei für die Verhältnisse im Raum Zürich eher tief. Zudem seien laut Mietvertrag nur drei erwachsene Parteien erlaubt. Das  werde darum ersucht, die Frage der Zuständigkeit zu prüfen und das Verfahren bis zur Klärung dieser Frage zu sistieren.
Auf Anfrage der Instruktionsrichterin vom 29. Oktober 2018 erklärte der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch seinen Vater B._, am 31. Oktober 2018, dass er „provisorisch“ Beschwerde an das Kantonsgericht erhebe. Des Weiteren verwies er darauf, dass er die  Steuerveranlagung am 24. Oktober 2018 erhalten habe, und wiederholte seinen Standpunkt, wonach die Steuerverwaltung am 25. September 2018 keinen Einspracheentscheid hätte erlassen dürfen, da er bis zu diesem Datum gar keine Einsprache erhoben habe.
Am 2. November 2018 teilte die Instruktionsrichterin dem Steuerpflichtigen mit, dass seine Eingaben vom 24. und 31. Oktober 2018 als Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 21. September 2018 entgegengenommen würden, und setzte ihm eine Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses.
Der Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 500.- wurde am 3. Dezember 2018 geleistet.
Gleichentags erklärte der Beschwerdeführer, an der Beschwerde festzuhalten. Er verwies darauf, dass die Steuerverwaltung diverse Verfahrensfehler begangen habe (verloren gegangene ; Versenden der Steuerveranlagung per B-Post; fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung im ; Widersprüche zwischen Einspracheentscheid und berichtigter ), und machte geltend, dass die gewährten Abzüge für die Wohnungsmiete und die auswärtige Verpflegung weder den gesetzlichen Vorgaben, noch der kantonalen Praxis entsprechen würden.
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Im Übrigen hielt er an seinen bisherigen Standpunkten fest und beantragte eine .
In ihren Bemerkungen vom 19. Dezember 2018 schliesst die Steuerverwaltung auf Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

Erwägungen
1. Prozessuales