# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8a43aea2-ebe3-4509-9965-e7c18b4ebfa2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom
9.
November 2021 (
Urk.
2) sprach die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons
Zürich, IV-Stelle, X._
für die Dauer vom
1.
November 2021 bis zum 3
0.
April 2022 ein Taggeld nach
Art.
24
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalid
enversicherung (IVG) zu einem Ansatz von
Fr.
60.80 zu, bemessen auf einem durchschnittlichen Tageseinkommen von
Fr.
76.--. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am
9.
Dezember 2021 Beschwerde und ersuchte sinngemäss um Zusprache eines höheren Taggeldes mit der Begrün
dung, beim als Bemessungsgrundlage herangezogenen Verdienst handle es sich um einen sechs Jahr
e
zurückliegenden Praktikumslohn im Rahmen seiner Zweit
a
usbildung an der Hotelfachschule
. Sowohl im Erstberuf als Koch wie auch mit abge
schlossener Zweitausbildung hätte er einen wesentlich höheren Verdienst erzielen können.
Die Beschwerdegegnerin bzw. die mit der Berechnung des Taggeldes betraute Ausgleichskasse
Hotela
beantragte in der Beschwerdeantwort, die Beschwerde sei gutzuheissen und die Streitsache zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
7).
2.
Mit Verfügung vom 2
1.
Februar 2022
(
Urk.
9)
ersuchte das Gericht
den Beschwer
deführer
um S
tellungnahme dazu, ob
er (
angesichts der
Ausführungen der Beschwerdegegnerin) an seiner Beschwerde festhalten wolle und wenn ja, mit welchem Rechtsbegehren und mit welcher Begründung. Der Verfügung wurde eine
vorformulierte Rückzugserklärung beigelegt. Diese wurde von der Rechts
vertreterin mit Datum vom 2
2.
Februar 2022 unterschrieben zurückgesandt (
Urk.
12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Abgesehen davon, dass die Vollmacht (vgl.
Urk.
3) fraglich zur Rückzugs
erklärung ermächtigt - sie umfasst vom Wortlaut her einzig die Berechtigung, Vergleiche abzuschliessen - kann die Rückzugserklärung nur in Zusammenhang mit dem Antrag der Beschwerdegegnerin und als Zustimmung hierzu verstanden werden. Da eine förmliche Wiedererwägungsverfügung im Sinne von
Art.
53
Abs.
3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts (ATSG) nach Lage der Akten (noch) nicht ergangen ist, kann das Verfahren auch nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben werden. Daher ist, gestützt auf die übereinstimmenden Rechtsbegehren
, denen die vorliegenden Akten nicht entgegenstehen,
die Beschwerde gutzuheissen und Sache in Aufhe
bung der
Verfügung vom 9. November 2021 an die Beschwerdegegnerin zur Neu
bemessung des IV-Taggeldes zurückzuweisen.
2.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und vorliegend auf Fr. 200.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
3.
Entsprechend diesem Ausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung (
Art.
61
lit
. g ATSG). Diese ist in Anwendung der mass
geblichen Bemessungsgrundlagen (vgl. auch § 34 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht [
GSVGer
] sowie
§
7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]) ermessen
s
weise auf
Fr.
500.-- festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen.