# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 45f1c9cc-8401-5349-9dba-8c35a4e993cd
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y., geboren 1971, türkischer Staatsangehöriger, und B.Y., geboren 1973,
türkische Staatsangehörige, heirateten am 25. November 1994 in der Türkei (Vorakten
Migrationsamt, nachfolgend Dossier, S. 6 ff.). Im Rahmen des Familiennachzugs zu
seiner Ehefrau reiste A.Y. am 27. Juli 1995 in die Schweiz und erhielt zunächst eine
Aufenthaltsbewilligung, später eine Niederlassungsbewilligung. Das Ehepaar hat ein
gemeinsames Kind, O.Y., geboren 1997. Die Ehe der beiden wurde am 2. Juli 2003 in
der Türkei geschieden.
Am 28. September 2004 heiratete A.Y. C.Y., geboren 1986, türkische
Staatsangehörige. Im Rahmen des Familiennachzugs reiste seine neue Ehefrau in die
Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung. Die beiden haben drei
gemeinsame Kinder: P.Y., geboren 2005, R.Y., geboren 2007, und S.Y., geboren 2011.
Am 26. November 2012 verliessen die Kinder die Schweiz und zogen in die Türkei. Das
Kind S.Y. kehrte am 4. Juni 2013 aus der Türkei zurück in die Schweiz und lebt seither
bei seiner Mutter. Am 6. September 2013 folgte A.Y. seinen beiden anderen Kindern
und zog in die Türkei. Die Ehe wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 10. Juli
2014 geschieden.
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B. Mit Eingabe vom 18. November 2015 stellte A.Y. beim Migrationsamt ein Gesuch
um Wiedererteilung der Niederlassungsbewilligung. Das Migrationsamt stellte mit
Verfügung vom 13. Mai 2016 fest, dass die Niederlassungsbewilligung von A.Y.
erloschen sei und wies das Gesuch um Wiedererteilung einer Aufenthaltsbewilligung ab
(Dossier, S. 220 ff.). Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den von A.Y.
dagegen am 31. Mai 2016 erhobenen Rekurs (Dossier, S. 270 ff.) mit Entscheid vom
15. März 2017 ab.
C. A.Y. (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 17. März 2017 versandten Entscheid
des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) durch seinen Rechtsvertreter mit
Eingabe vom 3. April 2017 und Ergänzung vom 3. Mai 2017 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit den Anträgen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge,
eventualiter unter Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und -verbeiständung,
sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und dem Beschwerdeführer vorsorglich
der Aufenthalt während des Beschwerdeverfahrens und die Aufenthaltsbewilligung zu
verlängern.
Die Vorinstanz verwies mit Vernehmlassung vom 22. Mai 2017 auf die Erwägungen im
angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des
Beschwerdeführers zur Begründung seiner Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2. Die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers ist aufgrund seines mehr als
sechs aufeinanderfolgende Monate dauernden Auslandaufenthalts erloschen. Dies wird
seinerseits nicht bestritten.
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2.1. Der Beschwerdeführer verlangt nun gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. k des
Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20, AuG) eine Kurz-
oder Aufenthaltsbewilligung mit der Begründung, dass die Kontrollfrist der erloschenen
Niederlassungsbewilligung bis am 21. November 2015 lief und dass er bereits im Juni
2015 versucht habe, die rechten Schritte in die Wege zu leiten, um zurückzukehren
(act. 1 S. 3 f.). Das sei bei der Berechnung der Zweijahresfrist zu berücksichtigen,
obwohl das formell richtige Gesuch an das Migrationsamt erst am 18. November 2015
gestellt worden sei. Denn er habe vor Ablauf der Zweijahresfrist seinen
Rückkehrwunsch deutlich gemacht. Ausserdem seien die sechs Monate Karenzfrist zu
berücksichtigen. Das von der Vorinstanz erwähnte Schreiben an den Stadtpräsidenten
der Gemeinde Q. sei nicht nur für die Kinder gedacht gewesen. Er hätte die Kinder
natürlich in die Schweiz begleiten sollen; nur so mache es Sinn. Dass sich die
Rückkehr verzögert habe, habe unter anderem mit der Herzkrankheit des Vaters des
Beschwerdeführers zu tun und sollte ihm nicht entgegen gehalten werden. Die
Voraussetzungen für die Wiedererteilung einer Bewilligung im Sinne von Art. 30 Abs. 1
lit. k AuG in Verbindung mit Art. 49 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und
Erwerbstätigkeit (SR 142.201, VZAE) seien daher erfüllt.
Darüber hinaus würden familiäre Gründe dafür sprechen, dass er erneut ein
Aufenthaltsrecht erhalten sollte. Sein Sohn aus erster Ehe lebe in der Schweiz und
auch wenn dieser volljährig sei, werde die Beziehung zwischen ihnen doch gelebt.
Ausserdem lebe der Sohn S.Y. ebenfalls bei seiner Mutter und verfüge über eine
Niederlassungsbewilligung. Er sei Mitinhaber der elterlichen Sorge. Die Beziehung zu
einem so kleinen Kind, S.Y. wurde im September 2011 geboren, könne nicht über die
neuen Kommunikationsmittel vom Ausland her geführt werden. Auch unregelmässige
Besuchsaufenthalte, die kaum finanzierbar seien, wenn er in der Türkei lebe, würden
nicht zu einem regelmässigen Kontakt führen, weshalb sie nicht geeignet seien, eine
innige Vater-Kind-Beziehung zu fördern. Es sei im Übrigen nicht so, dass er sich
freiwillig von seinem Kind getrennt habe. Denn äussere Umstände in der Heimat hätten
dazu geführt, dass der Vater diesen Schritt im Interesse des Kindes gemacht habe.
Hätte er freie Wahl gehabt, hätte er sich nicht von seinem Kind getrennt. Die
Beziehungsnähe sei keine mathematische Funktion, die sich aus der Regelmässigkeit
der Unterhaltszahlungen ergebe. Das Leben könne solche Zahlungen bisweilen
verhindern. Unterhaltszahlungen wären möglich, wenn er in der Schweiz arbeiten
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könnte. Es müssten erhebliche Gründe gegen seinen Aufenthalt in der Schweiz
sprechen, damit bei einer Interessenabwägung dem Wohl des Kindes weniger Gewicht
zugesprochen werden könnte. Solche Gründe würden vorliegend nicht vorliegen. Die
ins Recht gereichten Strafuntersuchungen könnten aufgrund der Unschuldsvermutung
nicht berücksichtigt werden. Es sei der Wunsch der Familie, die Geschwister in der
Schweiz wieder zusammenzuführen. Die Scheidungskonvention verdeutliche, dass er
ein Familienmensch sei und sich um seine Kinder kümmere. Anders sei es nicht zu
erklären, dass die Kinder in seine Obhut gegeben worden seien. Er habe eine
Arbeitsstelle beim Pizzakurier X. in Aussicht, zu einem Lohn von CHF 4‘500 brutto.
Dieser Lohn würde es ihm erlauben, finanziell auch für seine Familie aufzukommen.
2.2. Zu prüfen ist zunächst die Frage, ob die Zweijahresfrist in Art. 49 Abs. 1 lit. b VZAE
absolut gilt und ob das Schreiben des Beschwerdeführers an den Stadtpräsidenten
von Q. (Dossier, S. 19 f.) fristwahrend war. Der Wortlaut der Bestimmung deutet darauf
hin, dass es keine Ausnahmen von dieser Frist gibt. Sodann werden im Ausländerrecht
Fristen im Allgemeinen auch in anderen Fällen strikt gehandhabt (vgl. BGer
2C_195/2010 vom 23. Juni 2010 E. 5.1 zur Dreijahresfrist in Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG).
Auch das systematische Element spricht für eine absolute Handhabung der Frist. Im
Übrigen deutet auch weder der Gesetzestext noch sonst etwas darauf hin, dass die
Gründe, warum die Frist im konkreten Fall verpasst wurde, zu berücksichtigen wären.
Ebenso wenig, dass relevant wäre, wann die Kontrollfrist der (erloschenen)
Niederlassungsbewilligung abgelaufen wäre. Die Frist ist also strikte zu handhaben.
Selbst wenn man nun das Schreiben an den Stadtpräsidenten von Q. trotz sehr
unklarem Wortlaut als Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und trotz
Einreichung bei einer unzuständigen Behörde als im Sinne von Art. 11 Abs. 3 Satz 3
VRP fristwahrend erachten würde, wäre festzustellen, dass der Entscheid über die
Erteilung oder Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG
in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 lit. b VZAE im Ermessen der Behörde liegt. Art. 30 Abs.
1 lit. k AuG verschafft keinen Bewilligungsanspruch (vgl. VerwGE B 2015/294 vom 20.
Dezember 2016 E. 3.2 mit Hinweis auf BGer 2C_147/2015 vom 22. März 2016 E. 2.5
sowie VerwGE B 2010/185 vom 16. Dezember 2010 E. 2.4, www.gerichte.sg.ch). Das
Gesetz bestimmt lediglich, dass die Wiederzulassung zu erleichtern ist. Die Frage der
Wiedererteilung eines Anwesenheitsrechts ist damit von den Migrationsbehörden im
pflichtgemässen Ermessen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG) zu prüfen. Eine gesetzliche Pflicht,
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Ermessen in irgendeiner Weise grosszügig zu handhaben, besteht indes aber nicht. Mit
verwaltungsgerichtlicher Beschwerde können einzig Rechtsverletzungen (inkl.
Ermessensmissbrauch) sowie die unrichtige oder ungenügende Feststellung des
Sachverhalts gerügt werden (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP, VerwGE B 2015/294 vom 20.
Dezember 2016 E. 3.2. mit Hinweis auf VerwGE B 2013/219 vom 17. Dezember 2015
E. 2.2, www.gerichte.sg.ch). Wenngleich die Vorinstanz in ihren Ausführungen
insgesamt nicht immer ganz konsistent bleibt, ist nicht ersichtlich, inwiefern sie ihr
Ermessen durch die Berücksichtigung der Strafbefehle vom 14. Dezember 2011
(Dossier, S. 77 ff.) und vom 4. Februar 2016 (Dossier, S. 186 ff.) sowie der
Zahlungsausstände in der Schweiz (Dossier, S. 173 ff.) missbraucht haben sollte.
2.3. Sofern das volljährige Kind betroffen ist, beruft sich der Beschwerdeführer zudem
vergeblich auf Art. 8 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte
und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK), denn der Nachzug zu einem volljährigen Kind
lässt sich nicht auf diese Norm stützen, zumal ein eigentliches Abhängigkeitsverhältnis
zwischen dem Beschwerdeführer und diesem volljährigen Kind, welches über die
normalen affektiven Beziehungen hinausgehen würde, nicht aufgezeigt wurde (statt
vieler BGer 2C_820/2017 vom 27. September 2017 E. 2.1).
Der Beschwerdeführer macht sodann den umgekehrten Familiennachzug in Bezug auf
seinen Sohn S.Y. geltend. Diesbezüglich ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer
dieses Kind bei seiner Ausreise in die Türkei in der Schweiz liess und die Beziehung zu
ihm aus der Türkei pflegte. Damit tat er kund, dass dies durchaus zumutbar ist. Nun
geltend zu machen, dass dies doch nicht zumutbar sei, stellt ein venire contra factum
proprium dar. Wenn der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vage andeutet,
dass er sich nicht freiwillig von seinem Kind getrennt habe, da ihn äussere Umstände in
der Heimat dazu gebracht hätten, diesen Schritt im Interesse des Kindes zu machen,
und er sich nicht von seinem Kind getrennt hätte, wenn er eine freie Wahl gehabt hätte,
überzeugt seine Argumentation aus mehreren Gründen nicht. Einerseits wird kein
konkreter Grund dargelegt, sondern es wird nur eine vage Andeutung gemacht;
anderseits ist nicht einleuchtend, warum bezüglich dieses Kindes ein solcher Grund
vorgelegen haben sollte, der aber bei den anderen beiden Kindern offenbar nicht
vorlag. Der Beschwerdeführer vermag auch keine in wirtschaftlicher oder affektiver
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Hinsicht besonders enge Beziehung zu diesem Kind darzutun, die aufgrund der
räumlichen Distanz praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte.
Einen weiteren möglichen Grund für einen Härtefall, der über die beschriebene
Situation mit dem Kind S.Y. hinausgehen würde, legt der Beschwerdeführer nicht dar
und ist für das Gericht auch keiner ersichtlich. Insbesondere stellt die Trennung der
Geschwister keinen Grund dar, einen Härtefall zugunsten des Beschwerdeführers
anzunehmen. Dass die Trennung der Geschwister keinen Härtefall darstellt, hat der
Beschwerdeführer durch die Trennung derselben in der Vergangenheit ausreichend
bekundet.
2.4. Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keinen
Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthalts-/Niederlassungsbewilligung hat bzw. die
Verweigerung einer solchen nicht nur rechtmässig, sondern auch verhältnismässig war
und insbesondere auch vor Art. 8 EMRK standhält. Die Beschwerde ist daher
abzuweisen.
3. Das Begehren des Beschwerdeführers, das Verfahren bis zum rechtskräftigen
Entscheid in der Schweiz abwarten zu dürfen (prozeduraler Aufenthalt), wird mit diesem
Entscheid gegenstandslos und ist entsprechend abzuschreiben.
4.
4.1. Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer die Kosten zu
tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 2‘000 ist angemessen (vgl.
Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Da davon auszugehen ist,
dass der Beschwerdeführer weder über Einkommen – er ist in der Schweiz nicht zur
Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt – noch über Vermögen verfügt und er
zudem in der Schweiz nicht mehr anwesenheitsberechtigt ist, ist auf die Erhebung zu
verzichten (Art. 97 VRP). Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
fällt damit dahin.
4.2. Dem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird
entsprochen, da der der Beizug eines Rechtsanwalts zur gehörigen Interessenwahrung
erforderlich war, weshalb die Kosten zulasten des Staates gehen (Art. 99 Abs. 2 VRP in
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Verbindung mit Art. 122 Abs. 1 Ingress sowie lit. b der Schweizerischen
Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO).
4.3. Wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung wie vorliegend gewährt (Art. 99
Abs. 1 VRP), wird die staatliche Honorarordnung für die Vorbereitung und
Durchführung des Verfahrens der Verwaltungsrechtspflege angewendet (siehe Art. 30
Ingress lit. b Ingress und Ziff. 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG). Bei
unentgeltlicher Prozessführung wird das Honorar um einen Fünftel herabgesetzt
(Art. 31 Abs. 3 AnwG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Verwaltungsgericht pauschal CHF 1'000 bis CHF 12'000 (siehe Art. 22 Abs. 1 Ingress
und lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten; sGS 963.75,
HonO). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar
nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen,
der Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten,
bemessen (vgl. Art. 19 HonO). Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht.
Ein Pauschalhonorar von CHF 2'000, das um einen Fünftel auf CHF 1'600 zu kürzen ist,
erscheint angemessen. Hinzu kommen pauschale Barauslagen von CHF 80 (vier
Prozent von CHF 2'000, Art. 28bis HonO) sowie die Mehrwertsteuer (Art. 29 HonO) zum
Satz von acht Prozent, zumal der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die
anwaltlichen Leistungen im Wesentlichen vor dem 1. Januar 2018 erbrachte (vgl.
(vgl. Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018,
www.estv.admin.ch).
Angesichts dieser Beurteilung in Bezug auf die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ist
die Beschwerde in Bezug auf Ziff. 4 des Entscheids der Vorinstanz gutzuheissen und
dem Rechtsvertreter eine angemessene Entschädigung im vorinstanzlichen Verfahren
zuzusprechen. Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht. Ein
Pauschalhonorar von CHF 1‘000 (inkl. Barauslagen) zuzüglich acht Prozent
Mehrwertsteuer erscheint angemessen (Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. a HonO).