# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** da3485a4-9ba9-44fe-b6f9-eb82a79b1a44
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959, meldete sich
am 2. März 1994
unter Hinweis auf eine depressive Problematik bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 18. Januar 1995 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente ab 1. Juli 1994 zu (Urk. 6/14/1-6).
Nachdem die IV-Stelle im August 1995 eine erste Rentenrevision einleitete, teilte sie dem Versicherten mit Mitteilung vom 16. November 1995 mit, dass sich der Invaliditätsgrad aufgrund des verschlechterten Gesundheitszustandes per 31. Juli 1995 auf 100 % erhöht habe. Auf die Auszahlung der Rente habe dies jedoch keine Auswirkung, da der Versicherte bereits eine ganze Ehepaar-Invalidenrente beziehe (Urk. 6/23).
1.2
Am
19. Dezember 2000 (Urk. 6/33) und 21. Februar 2005 (Urk. 6/45) teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unverändert
.
1.3
Im April 2009 leitete die IV-Stelle die vierte Rentenrevision ein (Urk. 6/53)
und
holte unter anderem bei
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, ein interdisziplinäres Gutachten ein, das am 21. Mai 2010 erstattet wurde (Urk. 6/70-71).
Mit Mitteilung vom 18. Juni 2010 hielt sie wie
derum fest, dass sich keine rentenbeeinflussende Änderung ergeben habe und der Versicherte weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente habe (Urk. 6/73).
1.
4
Nach Eingang eines am
17. Juni 2013
ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk.
6/77
) holte die IV-Stelle
einen Verlaufsbericht (Urk. 6/78/3-4) ein und prüfte die Eingliederungsmassnahmen (Urk. 6/80-97).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/99-100
; Urk.
6/104
)
hob die IV-Stelle mit Verfü
gung vom
11. März 2015
die
Verfügung vom 1
8.
Januar 1995
wiedererwä
gungs
weise
auf
und stellte die
bisher ausgerichtete Rente ein
(Urk.
6/109
= Urk. 2).
2.
Der
Versicherte erhob am
22. April 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
11. März 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
i
h
m weiterhin die bis anhin gewährte ganze Invalidenrente auszurichten. In pro
zessualer Hinsicht beantragte er die Wiederherstellung der aufschiebenden Wir
kung der Beschwerde
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
21. Mai 2015
(Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die den Invaliditätsgrad und dessen Bemessung betreffenden rechtlichen Grund
lagen (Art. 28 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG; Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG) sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S. 1). Darauf kann, mit den nachfolgenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Verwaltung auf formell rechtskräf
tige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.1).
(
Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechts
anwendung
einschliesslich
unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine
Leistungszusprache
aufgrund falsch oder unzutreffend ver
standener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn
massgebliche
Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der
Wiederer
wägungsgrund
im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurtei
lung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung,
Zu
mut
barkeitsfragen
) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertret
bar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrich
tigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Ver
fügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denkbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_368/2012 vom 23. November 2012 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.4
Wird eine Rente revisionsweise (vgl. Art. 17 Abs. 1 ATSG) herauf – oder herab
ge
setzt, so tritt die Revisionsverfügung an Stelle der zu revidierenden Verfü
gung. Dasselbe gilt auch dann, wenn in einem Revisionsverfahren die bisherige Rente nach materieller Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sach
verhaltsabklärung
, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mens
ver
gleichs
bestätigt wird (vgl. BGE 133 V 108). Dies bedeutet aber auch, dass selbst dann, wenn nachträglich auf den Wegen der Wiedererwägung oder der Revision auf diese Revisionsverfügung zurückgekommen wird, die ursprüngliche Verfü
gung von der Revisionsverfügung konsumiert bleibt und daher nicht wieder auflebt, sondern deren Schicksal teilt. Vorbehalten bleiben dabei lediglich jene seltenen Fälle, in denen die Revisionsverfügung nichtig ist. Somit ist bei einem wiedererwägungsweisen Zurückkommen auf eine zweifellos unrichtige
Revisi
onsverfügung
der Rentenanspruch ex
nunc
et pro
futuro
ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in allen seinen Teilen neu zu beurteilen, ohne dass zunächst geprüft werden müsste, ob auch bezüglich der ursprünglichen Verfü
gung ein
Rück
kommenstitel
gegeben wäre (
BGE 140 V 514 E. 5.2
; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts
9C_6/2014
vom 15. Dezember 2014
E. 2.2
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung
(Urk. 2)
davon aus, mit rentenzusprechender Verfügung vom 1
8.
Januar 1995 sei dem Beschwerdeführer eine halbe Rente mit Wirkung ab
1.
Juli 1994 zugesprochen worden. Die damalige
Rentenzusprache
sei ohne genügende medizinische Grundlage erfolgt. Die Berichte würden auch nach damaliger Rechtslage keine genügende Grundlage für eine
Rentenzusprache
darstellen. Dass weitere Abklärungen unterblieben seien und somit die Sachverhaltsabklärung unvoll
stän
dig gewesen sei, stelle eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar (S. 2 oben). Dem Beschwerdeführer sei gestützt auf das Gutachten vom 2
0.
(richtig: 21.)
Mai 2010 sowohl die angestammte als auch eine
leidensange
passte
Tätigkeit zu 70
%
zumutbar. Seither sei der Gesundheitszustand stabil. Es sei kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr ausgewiesen (S. 3 oben).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1), es liege kein qualifiziertes rechtsfehlerhaftes Ermessen vor,
sondern
die Abklärung des Sachverhalts
sei
aus damaliger Sicht rechtskonform gewesen. Es sei gerichts
notorisch, dass in den 90er Jahren ein zweizeiliger Hausarztbericht als Beweis für eine gesundheitlich bedingte Arbeitsunfähigkeit ausreichend gewe
sen sei. Die damalige Beurteilung von
Dr.
A._
als Facharzt beinhalte eine Anamnese, eine nachvollziehba
re und einleuchtende Darlegung
wie es zur Befunderhebung gekommen sei, eine Diagnose und ein Attest einer Arbeitsun
fähigkeit (S.
7 Ziff.
22). Schliesslich würde auch die Einschätzung von
Dr.
med.
B._
, welche zur Erhöhung einer halben auf eine ganze Rente ge
führt habe, den damaligen Anforder
ungen genügen. Diese
habe ihn
untersucht und habe anhand des Verlaufs und der als gravierend beschriebenen Unter
suchungsbefunde eine Verschlechterung des psychischen Zu
stands aufgezeigt. Dass die Beschwerdegegnerin
vor diesem Hintergrund die Rente erhöht habe, sei nachvollziehbar un
d nicht schlichtweg haltlos (S.
8 Ziff.
25). Selbst wenn
je
doch
von de
r im Jahr 2010 festgestellten Arbeitsfähigkeit
von 70
% auszugehen sei, wäre die Verwertung derselben nicht zumutbar (S. 9 f.
Ziff.
27 ff.).
2.3
Mit Mitteilung vom 18. Juni 2010 (Urk. 6/73) wurde dem Beschwerdeführer die bisherige ganze Rente weiterhin bestätigt, nachdem die Beschwerdegegnerin eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs (insbesondere mit Durchführung einer interdisziplinären Begutachtung) vorgenommen hatte.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine
leistungsbe
einflussende
Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit
. f
der
Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
) und die bisherige Invaliden
rente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den
Ver
gleichszeitpunkt
einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
Dadurch
und aufgrund des in Erwägung 1.4 Gesagten
trat die Mitteilung vom 18. Juni 2010 an die Stelle der rentenzusprechenden Verfügung vom 18. Januar 1995 (beziehungsweise die Mitteilung vom 16. November 1995, Urk. 6/23), wel
che auch bei einem
Rückkommenstitel
hinsichtlich der Revisionsmitteilung nicht wieder auflebt
.
Somit ist entgegen der
Betrachtung
sweise der Parteien die zweifellose Unrich
tigkeit (nur) der Mitteilung vom 18. Juni 2010 zu prüfen.
Für eine Überprüfung der Verfügung vom 1
8.
Januar 199
5 bleibt kein Raum (BGE 140 V 514 E. 5.2).
3.
3.1
Der vierten im April 2009 eingeleiteten Rentenrevision
lagen folgende
Arzt
be
richte
zug
runde:
3.2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allg
e
meine Innere Medizin, diagnosti
zierte im Bericht
vom 10. Juni 2009 (Urk. 6/55/1-7
) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Depression sowie eine chronische Polyarthritis (Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer leide an Nervosität, Schwindel, Unruhe und Schmerzen in beiden Händen in wechselnder Intensität. Es sei unter Therapie mit einem stati
onären Zustand zu rechnen (Ziff. 1.4).
Dr.
C._
attestierte dem Beschwerdefüh
rer eine Arbeitsunf
ähigkeit von 100 % (Ziff. 1.6,
Ziff. 1.9
sowie Urk. 6/55/7
).
3.3
Sodann gab
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, mit Bericht vom 18. Juni 2009 an, er habe den Be
schwer
de
führer einmalig konsiliarisch im Jahr 2004 gesehen. Damals habe die Verdachtsdiagnose einer beginnenden
seronegativen
rheumatoiden Arthritis bestan
den. Er habe damals als Nebendiagnose eine mögliche depressive Ent
wicklung erwähnt
(Urk. 6/56/10 Ziff.
1.11).
3.4
3.4.1
Am 21. Mai 2010 erstatteten
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
ein interdisziplinäres Gut
achten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 6/70-71).
Die Gutachter stell
ten folgende Diagnosen (Urk. 6/70/25-26 Ziff. 4 und Urk. 6/71/7 Ziff. III):
Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10: F41.2)
psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifi
zierten Krankheiten (ICD-10: F54)
Akzentuierung der Persönlichkeit mit zwanghaften und impulsiven Zügen (ICD-10: Z73.1)
chronisches, sich generalisierendes Schmerzsyndrom
Adipositas
Psoriasis-
Arthropathie
mit Hautbefall
lumbalbetontes
Panvertebralsyndrom
diffuse idiopathische
skelettale
Hyperostose
im Status
nascendii
gestörte
Gluconeogenese
anamnestisch Reizmagen-Syndrom
anamnestisch Lichen
ruber
planus
et
mucosae
3.4.2
Gemäss
Dr.
Y._
(Urk. 6/70)
wirke sich aus psychiatrischer Sicht lediglich
eine seit zirka 1990
in wechselndem Ausmass bestehende Angst u
nd depressive Störung gemischt
auf die Arbeitsfähigkeit aus
(S. 25 Ziff. 4.1).
Aus psychiatri
scher Sicht sei dem Beschwerdeführer aktuell ein volles Arbeitspensum mit einer um 30 % verminderten Leistun
gsfähigkeit zumutbar (S. 37
lit
.
C.
2). Es sei
seit 1990 jedoch
keine Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerde
führers eingetreten, da die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht im Verlauf als stationär im Sinne einer
leichtgradigen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu beurteilen sei (S. 41, vgl. auch
S. 38
lit
.
C.
3).
Es sei festzustellen, dass in den vorliegenden Arztberichten immer wieder die Diagnosen einer Depression und/oder von Angstsymptomen g
estellt worden sei (S. 28 Mitte;
vgl. auch S. 27 Mitte).
3.
4.3
Nach
Dr.
Z._
bestehe aus somatischer Sicht aufgrund der aktuellen Ergebnisse der Begutachtung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 12 unten).
Aus interdisziplinärer Sicht sei somit von einer
100%ige
n
Arbeitsfähigkeit mit 30%iger Leistungseinschränkung in sämtlichen Tätigkeiten auszugehen (Urk. 6/70/37
lit
. C.1 und Urk. 6/71/14 oben).
3.5
RAD-Ärztin med.
pract
.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte mit Stellungnahme vom 10. Juni 2010 aus, es könne auf das Gutachten von
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
abgestellt werden. Eine Besserung sei analog der
Beurteilung von
Dr.
Y._
nicht ausgewiesen. Er komme retrospektiv zu einer anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/72/4).
4.
4.1
Bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2015 gehen aus den Akten folgende Arztberichte hervor:
4.2
Im Bericht des
Zentrum F._
vom 9. April 2013 wurden die Diag
no
sen benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel des
posterioren
Bogen
gangs links, Status nach Hörsturz recht 2008 und chronisch behinderte
Nasen
atmung
(differentialdiagnostisch chronische
Rhinosinusitis
) genannt. Die Arbeits
fähig
keit wurde nicht beurteilt (Urk. 6/78/5-6).
4.3
Dr.
C._
nannte im Bericht vom 22. Juni 2013 (Urk. 6/78/3-4) als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Polyarthritis sowie eine De
pression (Ziff. 2). Der Beschwerdeführer habe nach wie vor Schmerzen in beiden Händen und im Bereich der lumbalen Wirbelsäule. Er klage über Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Es bestehe zudem eine behinderte Nasenatmung bei
Septumdeviation
nach rechts, welche voraussichtlich im September 2013 ope
rativ angegangen werde (Ziff. 3).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin ging bei der
im April 2009 eingeleiteten letzten
materi
ellen Überprüfung, welche mit Mitteilung vom 18. Juni 2010 abge
schlossen wurde, gestützt auf das Gutachten von
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
sowie die Beurteilung der RAD-Ärztin davon aus, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Wesentlichen nicht verändert habe und die Beurtei
lung der Gutachter eine andere Einschätzung der unveränderten gesundheitli
chen Situation des Beschwerdeführers darstell
t
en (Feststellungsblatt vom 18. Juni 2010, Urk. 6/72/5).
5.2
Hinweise, welche diese Einschätzung als zweifellos unrichtig qualifizieren wür
den, finden sich weder im besagten Gutachten von
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
noch in den übrigen medizinischen Akten. Insbesondere erscheint die Beurtei
lung von
Dr.
Y._
hinsichtlich eines unveränderten Gesundheitszustandes seit den 90er-Jahren
(vgl. vorstehend E. 3.4.2)
als
vertretbar:
Die
Rentenzusprache
im Jahr 1994 erfolgte aufgrund e
iner depressiven Proble
matik (vgl. Bericht von
Dr.
med.
A._
, Oberarzt Sozialpsychiatrischer Dienst, vom 15. April 1994, Urk. 6/6)
. Zur
Erhöhung des Invaliditätsgrades auf 100 %
führte der
Bericht von
Dr.
B._
vom 20. Oktober 199
5.
Diese
diag
nostizierte eine c
hronische Depression
und attestierte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/21 Ziff. 1.5 und Ziff. 3
)
.
5.3
Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, inwiefern die Mitteilung vom 18. Juni 2010 zweifellos unrichtig gewesen sein sollte, weshalb die
Beschwerde
gegnerin
nicht befugt war, die bisherige ganze Rente wiedererwägungsweise aufzuheben.
5.4
Nachdem unbestrittenermassen seit der Mitteilung vom 18. Juni 2010 keine Änderung eingetreten ist und
sich aufgrund des in Erwägung 4
Dargelegten auch keine Hinweise diesbezüglich ergeben, fällt aktuell auch eine
Rentenauf
hebung
im Zuge einer revisionsweisen Anpassung im Sinne von Art. 17 ATSG ausser Betracht.
Dementsprechend erweist sich die angefochtene Verfügung als falsch, weshalb sie in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben ist.
6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der beschwerdeweise gestellte Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der vorliegenden Be
schwer
de (Urk. 1 S. 2 Ziff. 2) hinfällig.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
In Anwendung
obiger
Kriterien ist die Parteientschädigung vorliegen
d
auf Fr.
2‘100.--
(inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und
ausgangs
gemäss
der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.