# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f357d891-935d-47c8-b345-741b38fde437
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 000b in T., das unmittelbar an den Kreisel A.
Strasse anstösst. Auf dem Grundstück Nr. 000b befindet sich eine Scheune und im
übrigen Wiesland. X. überliess das Grundstück Nr. 000b der Y. AG als Bauherrin.
Letztere arbeitete ein Bauprojekt für eine Tankstelle mit Shop aus. Südlich des
Grundstücks Nr. 000b liegt das Grundstück Nr. 000c. Letzteres ist einerseits mit einem
Wohnhaus mit Scheune bebaut und dient andererseits als Verkaufsplatz für
Automobile. Beide Grundstücke umfassen zusammen rund 35 Aren und liegen in der
Wohn-Gewerbe-Zone für zweigeschossige Bauten (WG2) sowie im
Umgebungsschutzgebiet II für das Städtchen M.
B./ Am 13. Mai 2008 ersuchte die Firma S. um eine nachträgliche Baubewilligung für
die Umnutzung des Areals des Grundstücks Nr. 000c in einen Park-, Verkaufs- und
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Lagerplatz für Motorfahrzeuge. Die Y. AG stellte am 2. September 2008 ein Gesuch für
eine Bewilligung des Abbruchs der bestehenden Scheune sowie für einen Neubau
einer Tankstelle mit Shop auf dem Grundstück Nr. 000b. Am 15. September 2008
erliess der Gemeinderat T. eine sich über die Grundstücke Nrn. 000c und 000b
erstreckende Planungszone, die zwecks Umgebungsschutzes des Schlosses und
Städtchens M. das Erstellen und Erweitern von Bauten und Anlagen ohne
rechtskräftigen Überbauungs- oder Gestaltungsplan untersagte und auf drei Jahre
befristet war. Während der vom 1. bis 30. Oktober 2008 laufenden Auflagefrist erhob
der Rechtsvertreter von X. und der Y. AG Einsprache mit dem Antrag, die
Planungszone sei aufzuheben. Mit Beschluss vom 5. Januar 2009 wies der
Gemeinderat T. die Einsprache ab und lehnte mit separatem Beschluss das Gesuch
der Y. AG für eine Bewilligung des Abbruchs der bestehenden Scheune sowie für einen
Neubau einer Tankstelle mit Shop auf dem Grundstück Nr. 000b ab. Zur Begründung
der Ablehnung der Einsprache hob der Gemeinderat T. im wesentlichen die dominante
Stellung der Grundstücke Nrn. 000c und 000b gegenüber dem geschlossenen Ortsbild
des Städtchens M. hervor. Zwecks Schutzes der Umgebungssituation von Schloss und
Städtchen M. sowie zur Erreichung eines harmonischen Übergangs zwischen der
engeren historisch-landschaftlichen Einheit von Schloss und Städtchen und der
weiteren Überbauung der Umgebung sei der Erlass eines Überbauungs- oder
Gestaltungsplans das erforderliche und zweckmässige Planungsmittel. Um die
Sondernutzungsplanung sicherzustellen, sei der Erlass einer Planungszone angezeigt.
C./ Der Rechtsvertreter von X. und der Y. AG erhob mit Eingaben vom 26. Januar und
13. Februar 2009 Rekurs beim Baudepartement mit dem Antrag, die Beschlüsse des
Gemeinderats T. vom 5. Januar 2009 betreffend Abweisung der Einsprache gegen den
Erlass einer Planungszone für die Grundstücke Nr. 000c und 000b sowie vom
15. September 2008 betreffend Erlass der Planungszone über die Grundstücke Nrn.
000c und 000b seien aufzuheben und die Einsprache gutzuheissen. Der Rekurs wurde
im wesentlichen damit begründet, dass der Erlass der Planungszone u.a. willkürlich sei,
da es sich um eine projektspezifische Gesetzgebung handle. Zudem würden X. und die
Y. AG ohne sachliche Rechtfertigung anders als ihre unmittelbaren Nachbarn
behandelt, für welche in Bezug auf die Interessen des Schutzes des Städtchens und
Schlosses M. dieselbe Ausgangslage bestehe. Sodann sei die Verhältnismässigkeit
eines Überbauungs- oder Gestaltungsplans für die Überbauung und Nutzung des
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Grundstücks Nr. 000b zu verneinen, da dafür die bestehenden Vorschriften der
Umgebungsschutzzone und die baupolizeilichen Bestimmungen genügen würden. Der
Gemeinderat T. beantragte in seiner Vernehmlassung vom 23. März 2009 die
Abweisung des Rekurses. Am 25. September 2009 führte das Baudepartement einen
Augenschein durch. Der Rechtsvertreter der politischen Gemeinde T. reichte dabei
zusätzliche Ausführungen ein. Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation
erachtete mit Schreiben vom 16. November 2009 den Perimeter der am 15. September
2008 erlassenen Planungszone als vertretbar. X. und die Y. AG erhielten Gelegenheit,
sich zum Protokoll des Augenscheins und zu den zusätzlichen Ausführungen des
Rechtsvertreters der politischen Gemeinde T. Stellung zu nehmen. Sie taten dies mit
Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 15. Dezember 2009 und hielten an ihren
Rechtsbegehren fest. Am 19. Januar 2010 teilte das Baudepartement dem
Rechtsvertreter der politischen Gemeinde T. telefonisch mit, dass es den Beschluss
über die Planungszone als schwierig erachte. Es empfehle dem Gemeinderat T. eine
gemeinsame Planung mit den betroffenen Grundeigentümern. Das Baudepartement
sistierte in der Folge das Rekursverfahren. Mangels einer vergleichsweisen Lösung hob
das Baudepartement am 6. Mai 2010 die Sistierung des Verfahrens wieder auf und
teilte dies den Verfahrensbeteiligten mit. Am 12. Mai 2010 reichte der Rechtsvertreter
von X. und der Y. AG eine Stellungnahme ein und hielt nochmals fest, dass keine
schützenswerten öffentlichen Interessen am Erlass oder Bestand der sich über die
Grundstücke Nrn. 000c und 000b erstreckenden Planungszone bestehen würden. Am
17. September 2010 teilte das Baudepartement den Verfahrensbeteiligten mit, dass
nach einer vorläufigen Beurteilung der Rechtslage die Rekurse gegen den Entscheid
des Gemeinderats T. vom 5. Januar 2009 gute Aussichten auf Erfolg hätten.
Am 15. November 2010 hob der Gemeinderat T. die am 15. September 2008 erlassene
Planungszone auf. Im gleichen Beschluss erliess er zugleich eine sich über die
Grundstücke Nrn. 000a, 000b, 000b und einen Teil des Grundstücks Nr. 000d
erstreckende Planungszone "Schloss M.", die ab sofort für die Dauer von drei Jahren
die Erstellung von bewilligungspflichtigen Bauten und Anlagen innerhalb der
Planungszone untersagt, welche die vorgesehene Nutzungsplanung erschweren
könnten. Gleichzeitig wurde festgehalten, dass der Gemeinderat T. die S. AG, in S., mit
der Ausarbeitung eines Überbauungsplanes "Schlossblick M." beauftragt. Die Fläche
der Planungszone "Schlossblick M." erweiterte sich im Vergleich zur am 15. September
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2008 erlassenen Planungszone um rund 420 m auf insgesamt 3'920 m . Der
Gemeinderat T. begründete den Beschluss vom 15. November 2010 im wesentlichen
damit, dass er aufgrund der vorläufigen Beurteilung der Rechtslage durch das
Baudepartement vom 17. September 2010 – bzw. der während der Verfahrensdauer
veränderten Rechtsprechung – beschlossen habe, die hängige Planungszone aufgrund
formeller Vorbehalte zurückzuziehen und gleichzeitig eine den Anforderungen des
Baudepartements genügende, neue Planungszone zu erlassen. Er erachte die
Regelbauweise und die Umgebungszone alleine für die Grundstücke Nrn. 000c und
000b nicht als hinreichend, um die Erschliessung zu sichern und die Anforderungen
hinsichtlich Gestaltung, Einfügung in das Ortsbild und in die Siedlungsstruktur und
hinsichtlich Lärmschutz genügend zu definieren und damit den öffentlichen Interessen
gerecht zu werden. Es sei insbesondere vorgängig zu klären, welche Bauvolumen an
welchen Standorten verträglich seien, wie diese in Bezug auf den Strassenraum und
das Grundstück zu situieren und zu orientieren seien und wie die Erschliessung
sicherzustellen sei. Die rechtsverbindliche Umsetzung der besonderen Bauweise
erfordere den Erlass eines Sondernutzungsplans. Der Beschluss vom 15. November
2010 wurde dem Rechtsvertreter von X. und der Y. AG am 18. November 2010
zugestellt. Die Planungszone "Schlossblick M." wurde vom 24. November 2010 bis
23. Dezember 2010 öffentlich aufgelegt. Am 17. Dezember 2010 erhoben X. und die Y.
AG Einsprache gegen die Planungszone "Schlossblick M.".
Am 19. November 2010 teilte der Rechtsvertreter von X. und der Y. AG dem
Baudepartement telefonisch mit, dass mit dem Erlass der neuen Planungszone
"Schlossblick M." nicht einfach Gegenstandslosigkeit des Rekursverfahrens
eingetreten sei, sondern dieses müsse vielmehr unter den geänderten Verhältnissen
weitergeführt und beurteilt werden. Er stellte in Aussicht, zum Beschluss des
Gemeinderats T. vom 15. November 2010 innerhalb der nächsten zwei Wochen
schriftlich Stellung zu nehmen. Mit Schreiben vom 7. Dezember 2010 teilte er dem
Baudepartement u.a. mit, dass eine Stellungnahme zum laufenden Rekursverfahren
folgen werde und gleichzeitig ersuchte er, die Frist zur Abgabe der Stellungnahme bis
zum 23. Dezember 2010 offen zu halten und bis dahin im Rekursverfahren mit weiteren
Schritten zuzuwarten.
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Am 10. Dezember 2010 schrieb das Baudepartement den Rekurs von X. und der Y. AG
zufolge Gegenstandslosigkeit ab. Es sprach X. und der Y. AG zu Lasten der politischen
Gemeinde T. eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 3'250.-- zuzgl. MwSt zu. Der
Entscheid wird im wesentlichen damit begründet, dass von den anwaltlich vertretenen
X. und der Y. AG erwartet werden durfte, dass sie die Aufhebung der am 15.
September 2008 erlassenen und sich über die Grundstücke Nr. 000c und 000b

## Considerations