# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 46af1b7f-e8bf-4c9c-a49b-447d6e52a4a8
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Der Präsident der Beschwerdekammer hält fest, dass:
 die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend: ESBK) anläss-
lich einer Hausdurchsuchung in den Räumlichkeiten des Freizeitzentrums
B. in U. am 20. Februar 2014 diverse Spielautomaten von A. wegen Ver-
dachts auf Verstoss gegen das Bundesgesetz über Glücksspiele und
Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) beschlagnahmt hat
(vgl. BV.2014.13, act. 1.3-1.4);
 A. gegen diese Hausdurchsuchung und Beschlagnahme durch seinen
Rechtsanwalt Peter Niggli am 24. Februar 2014 Beschwerde beim hiesigen
Gericht erhoben hat und diese Beschwerde noch hängig ist (vgl.
BV.2014.13, act. 1);
 die ESBK mit Entscheid vom 2. Mai 2014 Rechtsanwalt Peter Niggli in Be-
zug auf A. und den weiteren Mitbeschuldigten C. (Geschäftsführer des
Freizeitzentrums B.) mit Hinweis auf eine unzulässige Mehrfachvertretung
vom Verwaltungsstrafverfahren ausgeschlossen hat (act. 1.4);
 der Direktor der ESBK diesen Entscheid i.S. von Art. 27 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) auf Be-
schwerde von A. hin bestätigte (act. 1.1);
 A., vertreten durch Rechtsanwalt Peter Niggli, gegen den Beschwerdeent-
scheid des Direktors der ESBK beim hiesigen Gericht am 16. Mai 2014
nach Art. 27 Abs. 3 VStrR Beschwerde erhoben hat (act. 1);
 A. am 21. Mai 2014 zudem ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden
Wirkung in Bezug auf die Beschwerde gegen den Ausschluss von Rechts-
anwalt Peter Niggli vom Verwaltungsstrafverfahren gestellt hat, über wel-
ches vorliegend zu entscheiden ist (act. 4);

## Considerations

Der Präsident der Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass
 gemäss Art. 28 Abs. 5 VStrR der Beschwerde keine aufschiebende Wir-
kung zukommt, soweit sie ihr nicht durch vorsorgliche Verfügung der Be-
schwerdeinstanz oder ihres Präsidenten verliehen wird;
 die Gewährung des Suspensiveffektes in der Regel von den konkreten
Umständen und einer Abwägung der widerstreitenden Interessen abhängt
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(vgl. BGE 107 Ia 269 E. 1 S. 270), wobei der Vollzug der angefochtenen
Verfügung nicht aufgeschoben werden darf, wenn damit der Zweck der Un-
tersuchung bzw. der mit der Massnahme angestrebte Zweck gefährdet
oder vereitelt würde (vgl. GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizeri-
scher Strafprozessordnung, Diss. Bern 2011, N 495 mit Hinweisen);
 mit der Massnahme eines Ausschlusses des Verteidigers vom Verwal-
tungsstrafverfahren infolge Interessenkollision ein effizienter Rechtsschutz
der betreffenden Beschuldigten gewährleistet werden soll;
 Rechtsanwalt Peter Niggli angibt, nur noch A. zu vertreten, das Mandat von
C. per 7. Mai 2014 niedergelegt zu haben (act. 1 S. 5, act. 1.5) und diesen
Aussagen den Akten zur Zeit keine entgegenstehenden Hinweise zu ent-
nehmen sind;
 die ESBK dem Beschuldigten A. kurz nach Absetzung seines Verteidigers
Peter Niggli eine Vorladung direkt zugestellt hat und dessen Verteidigung
entsprechend zur Zeit nicht gewährleistet scheint (vgl. act. 4.1);
 die Frage der aufschiebenden Wirkung somit erhebliche Dringlichkeit er-
fährt;
 eine Interessenkollision, welche den Ausschluss von Rechtsanwalt Peter
Niggli rechtfertigen würde, für das Gericht zur Zeit ohne die weiteren Ver-
fahrensakten der ESBK nicht ersichtlich ist;
 dem Gesuch um aufschiebende Wirkung der Beschwerde deshalb super-
provisorisch, d.h. ohne Anhörung der Gesuchgegnerin zu entsprechen ist;
 über die aufschiebende Wirkung der Beschwerde zu entscheiden ist, nach-
dem die ESBK Gelegenheit hatte, sich dazu zu äussern;
 über die Kosten dieser Verfügung mit dem Entscheid in der Hauptsache zu
befinden ist;
http://links.weblaw.ch/BGE-107-IA-269
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