# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 439fb8dd-054c-54ee-b957-bc9db6f20efb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1940,
trat am 2
4.
August 2016 in ein Alterszentrum ein und
meldete sich am 1
6.
Oktober 2016 bei der Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, zum Bezug von Ergänzungs
leistungen an (
Urk.
11/1).
Am 1
2.
Januar 2017 wurde für die Versicherte eine Beistandschaft errichtet (
Urk.
1
1/12
).
Die
Ausgleich
s
kass
e verneinte mit Verfügung vom 2
5.
Oktober 2017 einen Leis
tungsanspruch (
Urk.
11/48 =
Urk.
11/49). Die dagegen
am 2
3.
November 2017
erhobene Einsprache (
Urk.
11/69
=
Urk.
3/5
) wies sie mit
Einspracheentscheid
vom
5.
Juni 2018 ab (
Urk.
11/74 =
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
5.
Juni 2018 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am
4.
Juli 2018 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, dieser sei aufzuheben (S.
1
Ziff.
1) und es sei ihr Anspruch ab
1.
August 2016 neu zu prüfen (S. 1
Ziff.
2), eventuell sei der Anspruch ab Juli 2017 zu bejahen (S. 1
Ziff.
3).
Die Ausgleichkasse beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
August 2018 (
Urk.
10) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2
3.
August 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Al
ters
, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen An
spruch auf Ergänzungsleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs, wenn sie die Voraus
setzungen nach den Art. 4-6 ELG erfüllen.
Dabei entspricht die jähr
liche Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die aner
kannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
1.2
Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG ermittelt.
Zeitlich massgebend sind in der Regel die während des vorausgegangenen Kalen
derjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen (Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ELV). Das zeitlich massgebende Einkommen gemäss Art. 23 Abs. 1 der Verord
nung über die
Ergänzungsleistungen zur Al
ters
, Hinterlassenen- und Invaliden
versicherung (
ELV
) betrifft vor allem das Erwerbseinkommen. Bei Renten, Pensi
onen und anderen wiederkehrenden Leistungen nach Art. 11 Abs. 1
lit
. d ELG sind die laufenden
Betreff
nisse
zu berücksichtigen (Art. 23 Abs. 3 ELV).
1.3
Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es bei alleinstehenden Per
sonen
Fr.
37’
500.-- übersteigt (
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG).
Für in Heimen oder Spitälern lebende Personen können die Kantone den Vermögensverzehr in Abweichung von
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG auf höchstens einen Fünftel erhöhen (
Art.
11
Abs.
2 ELG).
Gemäss
§
11
Abs.
3 des Zusatzleistungsgesetzes (ZLG, LS 831.3) beträgt der Ver
mögensverzehr für Personen in Heimen und Spitälern bei Altersrentnerinnen und -rentnern einen Fünftel.
1.4
Nicht selbstbewohnte Grundstücke sind für die Bewertung des Vermögens zum Verkehrswert einzusetzen (
Art.
17
Abs.
4 ELG).
Nach der Rechtsprechung ist unter dem Verkehrswert einer Liegenschaft im Sinne dieser Bestimmung der Verkaufs
wert zu verstehen, den sie im normalen Geschäftsverkehr besitzt. Der so ermittelte Verkehrswert setzt eine konkrete und aktuelle Liegenschaftsschätzung voraus, was in der Regel nicht praktikabel ist,
namentlich
wenn sie auf Jahre zurück zu erfolgen hat. Es sind daher soweit möglich und sinnvoll andere geeignete Schät
zungen heranzuziehen (
Urteil des Bundesgerichts 9C_100/2019 vom 1
6.
Mai 2019 E. 3.1). Das Abstellen
auf das Mittel zwischen dem Steuerwert und dem Gebäudeversicherungswert der Liegenschaft hat das
Bundes
gericht mehrfach als sachgerecht bezeichnet mit der Feststellung, dass
dies
im Hinblick darauf, dass der Verkehrswert meist deutlich über dem Steuerwert liegt und der Versiche
rungswert
wiederum
den Verkehrswert häufig übersteigt, in der Regel zu ange
messenen Ergebnissen führt
(Urteil des Bundesgerichts 8C_849/2008 vom 1
6.
Juni 2009 E.
6.3.4
).
1.5
Der Anteil an einer
unverteilten
Erbschaft ist bei der Berechnung der Ergänzungs
leistung als Vermögen zu berücksichtigen, und zwar ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Erbschaft mit dem Tode des Erblassers. Eine Anrechnung kann indessen erst erfolgen, wenn über den Anteil hinreichende Klarheit herrscht, oder wenn sich dieser Anteil zwar nicht genau beziffern lässt, unter Berücksichtigung aller Eventualitäten tatsächlicher und rechtlicher Natur ein
Ergänzungsleistungs-
Anspruch jedoch sicher ausgeschlossen werden kann. Unter dem Anteil an einer
unverteilten
Erbschaft ist der
Anspruch des jeweiligen Erben am Liquidationser
gebnis bei Auflösung der Gemeinschaft zu verstehen
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_999/2009 vom
7.
Juni 2010
= SVR 2011 EL Nr. 7
E. 1.1)
. Bis zur Teilung der Erbschaft besteht unter den Miterben gemäss
Art.
602
Abs.
1
des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB)
eine «Gemeinschaft aller Rechte und Pflichten der Erb
schaft»
, die
Mitglieder
einer solchen
Erbengemeinschaft
sind
Gesamteigentümer. Als solche verfügen sie - im Unterschied zum Miteigentum - über keine verselb
ständigten Anteile, über die sie verfügen könnten, sondern einen Anteil lediglich im Sinne einer sogenannten
«Anwartschaftsquote»
entsprechend ihrem Anspruch auf Ergebnis bei Auflösung der Gemeinschaft
(
ZAK 1992 S. 325
E. 2c).
1.6
Unter dem Reinvermögen ist die positive Differenz zwischen den Aktiven und den Schulden zu verstehen. Alle Schulden können abgezogen werden, soweit sie im massgebenden Zeitpunkt tatsächlich und nicht bloss möglicherweise bestehen und ihr Rechts- und Entstehungsgrund erfüllt ist; Fälligkeit ist nicht vorausge
setzt. Es können lediglich Schulden berücksichtigt werden, welche die wirtschaft
liche Substanz des Vermögens belasten. Das trifft zu, wenn der Schuldner ernst
haft damit zu rechnen hat, dass er sie begleichen muss (BGE 142 V 311 E. 3.3).
1.7
Die Unterstützung der öffentlichen Sozialhilfe ist stets - auch im Verhältnis zu den Ergänzungsleistungen - subsidiär. Deshalb ist eine Schuld aufgrund bezoge
ner Sozialhilfeleistungen bei der Ermittlung des Ergänzungsleistungsanspruchs zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_365/2018 vom 1
2.
September 2018 E. 5.5).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus, bei der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben ab August 2016 resultier
ten klare Einnahmenüberschüsse (S. 4
Ziff.
3d). Eine näher bezeichnete Liegen
schaft berücksichtig
t
e sie
mit einem Verkehrswert von
Fr.
624'285.--,
errechnet ausgehend vom
Vermögenssteuerwert von
Fr.
437'000
.--
, der in etwa 70
%
des Verkehrswerts entspreche
(S. 3
Ziff.
2a).
Es sei der vollständige Verkehrswert zu berücksichtigen, denn
d
ie Liegenschaft gehöre der Beschwerdeführerin allein
e
; eine offene Schuld aus Erbschaft gegenüber der einen Tochter bestehe lediglich im Umfang des in der Steuererklärung mit
Fr.
33'500.--
bezifferten Betrags
(S. 3
Ziff.
2b). Eine am
9.
August 2017 von der Beschwerdeführerin gegenüber der früheren Wohngemeinde erklärte
Schuldanerkennung und Rückzahlungsver
pflichtung könne für die Zeit von August 2016 bis zum Verfügungsdatum (2
5.
Oktober 2017) nicht berücksichtigt werden (S. 4
Ziff.
2c). In der Beschwerde
antwort machte sie geltend, die Beschwerdeführerin habe Anrecht auf Sozialhil
feleistungen und müsse nicht ernsthaft damit rechnen, dass sie die Schuld begleichen müsse (
Urk.
10 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1),
im Grundbuch seien sie und ihre eine Tochter als Gesamteigentümer infolge Erbengemeinschaft eingetragen,
die Liegenschaft dürfe ihr also nicht vollumfäng
lich angerechnet werden (S. 2
Ziff.
2.1). Der in der Steuererklärung angegebene «Rest Erbanspruch Tochter» in der Höhe von
Fr.
33'500.-- (vgl.
Urk.
11/24 S. 9) betreffe nur den Anspruch aus den Aktiven ohne Liegenschaften (S. 3
Ziff.
2.2
).
Der Verkehrswert der Liegenschaft sei auf der Grundlage des Repartitionswerts
zu
ermitteln (S. 3
Ziff.
2.3).
Die Sozialhilfebehörde habe als Bedingung für eine weitere Leistungs
ausrichtung die Errichtung eine
s Grundpfandes verlangt (vgl.
Urk.
3/15). Das wäre von der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde
(KESB)
auch bewilligt wor
den (vgl.
Urk.
3/16), aber an der verweigerten Zustimmung seitens der Tochter gescheitert, die Grundpfandverschreibung zu unterzeichnen (S. 3 f.
Ziff.
3.1). Aus diesem Grund sei am
3.
August 2017 eine Schuldanerkennung bis zum Maximal
betrag von
Fr.
200'000.-- (vgl.
Urk.
11/71 =
Urk.
3/6) erfolgt (S. 4 oben).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, in welchem Umfang die näher bezeichnete Lie
genschaft bei der Ermittlung des Reinvermögens zu berücksichtigen ist, und wie es sich mit der von der Beschwerdeführerin ausgestellten Schuldanerkennung verhält.
3.
3.1
Am 1
5.
April 1993 verstarb der Ehemann der Beschwerdeführerin. Als gesetzliche Erbinnen hinterliess er die nunmehr verwitwete Beschwerdeführerin und zwei
-
hier mit M. und S. bezeichnete
-
Töch
t
er (
Urk.
11/41/2-3).
Die Erbinnen schlossen am 1
3.
Februar 1997 einen partiellen Erbteilungsvertrag (
inklusive Beilagen:
Urk.
11/42 =
Urk.
3/9).
I
n dessen
Anhang (
Urk.
11/42/6-8) wurden die Aktiven mit
Fr.
797'116.-- bezif
fert, wovon
Fr.
550'000.-- auf die näher bezeichnete Liegenschaft entfielen (S. 1). Davon wurden Passiven von rund
Fr.
56'806.-- und
ein
Eigengut
der Beschwer
deführerin von
Fr.
40'000.-- in Abzug gebracht. Aus dem Saldo (rund
Fr.
700'310.--)
ergab sich
je zur Hälfte ein Vorschlagsanteil der Beschwerdefüh
rerin und ein Nachlass per Todestag von rund
Fr.
350'155.-- (S. 2). Nach Abzug weiterer Kosten resultierte ein zu verteilender Nachlass von
Fr.
328'846.-- (S. 3).
Im Erbteilungsvertrag (
Urk.
11/42/1-5) wurden die Beschwerdeführerin mit 50
%
und die beiden Töchter mit je 25
%
(S. 3
Ziff.
6) am Nachlass von
Fr.
328'846.-- (S. 2
Ziff.
5) beteiligt und es wurde vereinbart, dass die Tochter M.
aus der Erben
gemeinschaft ausscheide (S. 3
Ziff.
7) und ihre Ansprüche mit gesamthaft
Fr.
90'000.--, zahlbar bis spätestens 1
5.
Februar 1997, entschädigt würden (S. 3
Ziff.
8). Ferner schied sie als Gesamteigentümerin der näher bezeichneten Liegen
schaft aus und diese wurde der Beschwerdeführerin und der Tochter S. als
Gesamteigentümerinnen infolge fortgesetzter Erbengemeinschaft zugewiesen (S. 4).
3.2
Im Grundbuch-Auszug vom 1
5.
Februar 2017 sind die Beschwerdeführerin und
die
Tochter S. als Gesamteigentümer infolge Erbengemeinschaft eingetragen (Urk. 11/47 =
Urk.
3/8).
3.3
Unter dem Titel «Schuldanerkennung mit Rückzahlungsverpflichtung» (
Urk.
11/71 =
Urk.
3/6) erklärte die Beschwerdeführerin beziehungsweise ihre
Bei
ständin
am
3.
August 2017, der früheren Wohngemeinde aus Übernahme von Lebenshaltungskosten ab
1.
August 2016 bis zum Verkauf der näher bezeichneten Liegenschaft beziehungsweise der vollen Deckung der Lebenshaltungskosten durch Einkommen und Zusatzleistungen den Betrag von bis zu
Fr.
200'000.-- schuldig zu sein (
Ziff.
2). Sie verpflichtete sich zur Unterzeichnung einer Grund
pfandverschreibung zu Gunsten der Gemeinde (
Ziff.
3).
Am
7.
September 2017 erteilte die KESB ihre Zustimmung zur Err
ichtung einer Grundpfandverschreibung
(
Urk.
3/16).
Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin scheiterte die Errichtung einer Grundpfandverschreibung schliesslich am mangelnden Einverständnis der Toch
ter der Beschwerdeführerin als - gemeinsam mit der Beschwerdeführerin - Gesamteigentümerin der Liegenschaft (vorstehend E. 2.2).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin hat den Verkehrswert der fraglichen Liegenschaft ermit
telt, indem sie davon ausgegangen ist, der - bekannte - Steuerwert von
Fr.
437'000.--
entspreche 70
%
des Verkehrswertes, womit dieser
Fr.
624'285.-- (
Fr.
437'000.
-- :
0.7)
betrage (vorstehend E. 2.1)
.
Die Rechtsprechung anerkennt, dass der Verkehrswert meist deutlich über dem Steuerwert liegt (vorstehend E. 1.4). Dass dies auch vorliegend zutrifft, zeigt sich daran, dass die Liegenschaft im partiellen Erbteilungsvertrag von 1997 mit
Fr.
550'000.-- eingesetzt wurde (vorstehend E. 3.1). Nur schon aufgrund der seit
herigen
Entwicklung der Konsumentenpreise (
www.bfs.admin.ch
: Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne)
von
0.5
%
(1997), 0.0
%
(1998), 0.8
%
(1999), 1.6
%
(2000), 1.0
%
(2001), 0.6
%
(2002), 0.6
%
(2003), 0.8
%
(2004), 1.2
%
(2005), 1.1
%
(2006), 0.7
%
(2007), 2.4
%
(2008),
-0.5
%
(2009), 0.7
%
(2010), 0.2
%
(2011), -0.7
%
(2012), -0.2
%
(2013), 0.0
%
(2014), -1.1
%
(2015), -0.4
%
(2016)
ergibt dies im Jahr 2016 einen Betrag von
Fr.
603'084.-- (
Fr.
550'000.-- x 1.005 x 1.008 x 1.016 x 1.01 x 1.006 x 1.006 x 1.008 x 1.012 x 1.011, x 1.007 x 1.024 x 0.995 x 1.007 x 1.002 x 0.993 x 0.998 x 0.989 x 0.996 = 603'084.--)
. Dies belegt, dass der von der Beschwer
degegnerin ermittelte Betrag durchaus realistisch und somit nicht zu beanstanden ist.
Ein Abstellen auf den Repartitionswert, wie dies die Beschwerdeführerin geltend machte (vorstehend E. 2.2), fällt ausser Betracht, hat doch der Kanton Zürich von der diesbezüglichen, den Kantonen in
Art.
17
Abs.
6 ELV eingeräumten Kompe
tenz keinen Gebrauch gemacht. Der Repartitionswert dient im Rahmen der inter
kantonalen Steuerausscheidung dazu, in verschiedenen Kantonen gelegene und nach den dortigen Marktverhältnissen bewertete Liegenschaften bei der Steuer
bemessung in verglei
chbarer
Weise
zu berücksichtigen, weshalb er in einigen Kantonen weniger als 1.0, in anderen Kantonen hingegen mehr als 1.0 beträgt. Da der Verkehrswert meist deutlich über dem Steuerwert liegt (vorstehend E. 1.4), ist die Verwendung des steuerlichen Repartitionswertes nur dann zielführend, wenn dieser mehr 1.0 beträgt und nicht weniger (wie im Kanton Zürich).
4.2
Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin den vollen Verkehrswert der Liegenschaft angerechnet. Damit hat sie dem Umstand nicht Rechnung getragen, dass die Beschwerdeführerin nicht alleinige Eigentümerin der Liegenschaft ist, sondern zusammen mit einem weiteren Mitglied der verbleibenden Erbengemein
schaft, nämlich ihrer einen Tochter, Gesamteigentümerin (vorstehend E. 3.2).
Im partiellen Erbteilungsvertrag von 1997 wurde festgelegt, dass der Anteil der Beschwerdeführerin am Nachlass 50
%
und derjenigen der beiden Töchter je 25
%
betrage (vorstehend E. 3.1). Nach dem Ausscheiden der einen Tochter aus der Erbengemeinschaft verbleiben somit die Erbansprüche von 50
%
(Beschwerde
führerin) und 25
%
(Tochter). Demnach beträgt die Anwartschaftsquote der Beschwerdeführerin 2/3 des Nachlasses.
Die Liegenschaft ist
mithin
zu 2/3 des Verkehrswertes, entsprechend
Fr.
416'190.
(
Fr.
624'285.
--
:
3 x 2) bei der Anspruchsermittlung zu berücksich
tigen.
4.3
Die Beschwerdeführerin erhält von ihrer früheren Wohngemeinde Sozialhilfe, die
s
gemäss de
n Angaben in der Einsprache
bis
November 2017 im Gesamtbetrag von
Fr.
92'285.-- (
Urk.
11/69 S. 2
Ziff.
3). Die Beschwerdeführerin hat sich gegenüber der Gemeinde mittels Schuldanerkennung dazu verpflichtet, bezogene Sozialhilfe bis zum Betrag von maximal
Fr.
200'000.-- zurückzuerstatten (vorstehend E. 3.3).
Es handelt sich um eine
t
atsächlich bestehende Schuld, welche die wirtschaftliche Substanz des Vermögens belastet
, auch wenn sie
noch nicht unmittelbar fällig ist
(vgl. vorstehend E. 1.6)
.
Die
bis zum jeweils massgebenden Zeitpunkt bezogene Sozialhilfe ist als Schuld bei der Anspruchsermittlung zu berücksichtigen (vgl. vorstehend E. 1.7).
4.4
Damit ergibt sich ein Änderungsbedarf bei zwei Elementen in den Berechnungen der Beschwerdegegnerin: Die näher bezeichnete Liegenschaft ist nur mit 2/3 des Verkehrswerts von
Fr.
624'285.-- zu berücksichtigen,
und
die - zwischenzeitlich auch von der Schuldanerkennung mit Rückzahlungsverpflichtung erfassten
-
erhaltenen Sozialhilfeleistungen sind als Schulden zu berücksichtigen.
Mit diesen Feststellungen ist der angefochtene Entscheid in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben und die Sache an die Beschwerde
gegnerin zurückzuweisen, damit sie im Sinne der Erwägungen neu verfüge.
5.
5.1
Das Verfahren ist kostenlos.
5.2
Die obsiegende Beschwerdeführerin
wurde
durch eine im
öffentlichen Dienst ste
hende
Berufsbeiständin
vertreten. Analog der Praxis, wonach Behörden, welche in ihrem amtlichen Wirkungskreis an Verfahren beteiligt sind, keine Prozessent
schädigung zusteht (vgl. BGE 126 V 143 E. 4a), besteht deshalb kein Anspruch auf eine Prozessentschädigung.