# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7d8f217b-ce80-4955-ad91-b17dbf617bae
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

26. Juni 2015 gegebenen Sachverhalt bezögen. Eine allfällige
Verschlechterung des Gesundheitszustands seit Juli 2015 sei im
vorliegenden Verfahren nicht zu berücksichtigen. Selbst wenn die
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erwähnten Berichte berücksichtigt würden, sei festzustellen, dass sich
aus ihnen keine objektiven Hinweise auf eine seit August 2013 (Monat der
psychiatrischen Untersuchung durch Dr. med. I._) eingetretene
Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers ergäben, zumal die Dres. med. F._ und E._
keine Fachärzte für Psychiatrie seien. Der kurzfristige Aufenthalt in der
Klinik G._ vom 3. bis 21. März 2014 sei auf eine reaktive Störung
zurückzuführen. In solchen könne keine invalidisierende psychische
Beeinträchtigung erblickt werden. Des Weiteren hätten die nach dem
Konfrontationsgespräch vom 13. Januar 2014 gemachten Feststellungen
ergeben, dass der Beschwerdeführer seit dem 31. August 2015 als
Bauarbeiter arbeite. Dabei habe sich gezeigt, dass er die körperlich
schwere Tätigkeit als Strassenbauer ohne Einschränkungen ausüben
könne. Aufgrund der neuen Feststellungen sei erneut erwiesen, dass der
Beschwerdeführer unvollständige und/oder falsche Angaben gemacht
habe.
7. Mit prozessleitender Verfügung vom 6. Oktober 2015 wurde die B._
Pensionskasse (nachfolgend Beigeladene) auf Antrag des
Beschwerdeführers zur Teilnahme am vorliegenden Verfahren
eingeladen.
8. Am 10. November 2015 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen
Anträgen fest. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung könne der
Sachverhalt nach Erlass der Verfügung in die richterliche Beurteilung
miteinbezogen werden, wenn der nach Erlass der Verfügung
eingetretene, zu einer neuen rechtlichen Beurteilung der Streitsache ab
jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt hinreichend abgeklärt sei und die
Verfahrensrechte respektiert worden seien. Zudem sei es nicht ersichtlich,
weshalb der Aufenthalt in der Klinik G._ keine IV-rechtliche Relevanz
haben solle, zumal dieser belege, dass sich der psychische Zustand des
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Beschwerdeführers verschlechtert habe. Bei der K._ AG habe er
bloss rund zweieinhalb Monate gearbeitet und dabei nur einfache und
leichte Tätigkeiten ausgeführt. Selbst diese Arbeiten seien schmerzvoll
gewesen und hätten ihm grosse körperliche Schwierigkeiten bereitet. Die
Arbeit sei von einem Bekannten vermittelt worden. Seine Arbeitsfähigkeit
habe er nicht auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertet. Er müsse
nach wie vor Medikamente zu sich nehmen. Auch während der Tätigkeit
bei der K._ AG habe er täglich Medikamente genommen. Es sei für
ihn nicht möglich, diese Arbeitstätigkeit auszuüben.
9. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 23. November 2015 unter
Verweis auf ihre Vernehmlassung vom 5. Oktober 2015 und die
angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2015 auf die Einreichung einer
Duplik.
10. In ihrer Stellungnahme vom 10. Dezember 2015 führte die Beigeladene
aus, dass die Verfügung vom 26. Juni 2015 für sie verbindlich sei, soweit
sie in Rechtskraft erwachse. Aus ihrer Sicht sei die erwähnte Verfügung
nicht offensichtlich unhaltbar.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie auf die angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2015 wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die
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Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 26. Juni 2015,
sodass die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons
Graubünden zu bejahen ist. Die sachliche Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Zur Beschwerde ist gemäss
Art. 59 ATSG berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den
Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an
deren Aufhebung oder Änderung hat. Als formeller und materieller
Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt
und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf. Auf die
zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
2. In der angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2015 hat die
Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Revisionsgrunds im Sinne von
Art. 17 ATSG infolge eines wesentlich gebesserten Gesundheitszustands
bejaht und dem Beschwerdeführer auf der Grundlage der getätigten
Beweisvorkehren die bisher ausgerichtete ganze Rente im Rahmen des
von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens rückwirkend per
31. Januar 2014 eingestellt. Gegenstand des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens bildet somit die Frage, ob diese rückwirkende
Renteneinstellung rechtens ist. Strittig und zu prüfen sind dabei
insbesondere das Vorliegen eines Revisionsgrunds, die Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit und damit verbunden das Invalideneinkommen
sowie das Vorliegen einer unrechtmässigen Erwirkung einer Leistung
beziehungsweise einer Meldepflichtverletzung. Zur Beurteilung dieser
strittigen Fragen ist der sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen
Verfügung vom 26. Juni 2015 verwirklichte Sachverhalt massgebend (vgl.
BGE 129 V 1 E.1.2, 121 V 362 E.1b). Dies hat − wie die
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Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 5. Oktober 2015 zu
Recht ausführt − zur Folge, dass die vom Beschwerdeführer
nachgereichten Arztberichte von Dr. med. F._, Facharzt FMH für
Allgemeinmedizin, vom 23. August 2015 (Akten des Beschwerdeführers
[Bf-act.] 3) und Dr. med. E._, Fachärztin für Innere Medizin und
Rheumatologie FMH, vom 28. August 2015 (Bf-act. 2) grundsätzlich nicht
zu beachten sind, weil sie sich nicht auf den am 26. Juni 2015 gegebenen
Sachverhalt beziehen. Gemäss dem vom Beschwerdeführer zitierten
Urteil des Bundesgerichtes BGE 130 V 138 kann das
Sozialversicherungsgericht aus prozessökonomischen Gründen zwar
auch die tatsächlichen Verhältnisse nach Erlass der angefochtenen
Verwaltungsverfügung in die richterliche Beurteilung miteinbeziehen und
zu deren Rechtswirkungen über den Verfügungszeitpunkt hinaus
verbindlich Stellung beziehen, mithin den das Prozessthema bildenden
Streitgegenstand in zeitlicher Hinsicht ausdehnen. Dies ist indessen nur
zulässig, wenn der nach Erlass der angefochtenen Verfügung
eingetretene, zu einer neuen rechtlichen Beurteilung der Streitsache ab
jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt hinreichend genau abgeklärt ist,
die betreffende Frage mit dem bisherigen Streitgegenstand so eng
zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen
werden kann, und die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren
Anspruch auf rechtliches Gehör, respektiert worden sind. In Bezug auf
das letztgenannte Erfordernis muss sich die Verwaltung mindestens in
Form einer Prozesserklärung geäussert haben (vgl. BGE 130 V 138 E.2.1
sowie das Urteil des Bundesgerichtes 9C_540/2015 vom 15. Oktober
2015 E.3.1). Im Urteil 9C_889/2015 vom 15. Januar 2016 E.2.1 hat das
Bundesgericht sodann festgehalten, dass ein medizinischer Bericht nicht
allein deswegen von der gerichtlichen Prüfung ausgenommen werden
darf, weil er von einem späteren Zeitpunkt als dem Tag des
Verfügungserlasses datiert. Entscheidend ist vielmehr, ob ein solcher
Bericht geeignet ist, die Beurteilung der (medizinischen) Verhältnisse im
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massgeblichen Verfügungszeitpunkt zu modifizieren. Vorliegend sind die
Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Miteinbeziehung der
tatsächlichen Verhältnisse nach Erlass der angefochtenen Verfügung in
die richterliche Beurteilung offenkundig nicht erfüllt. Einerseits führen die
vom Beschwerdeführer nachgereichten Arztberichte der Dres. med.
F._ und E._ nicht zu einer neuen rechtlichen Beurteilung der
Streitsache. Weder aus dem Arztbericht von Dr. med. F._ vom
23. August 2015 (Bf-act. 3) noch aus jenem von Dr. med. E._ vom
28. August 2015 (Bf-act. 2) ergeben sich objektive Hinweise auf eine
Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers seit der psychiatrischen Untersuchung vom
20. August 2013 durch den Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD) Dr. med. I._, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM. Anderseits ist
der nach Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretene Sachverhalt
aber auch nicht hinreichend abgeklärt, zumal weder Dr. med. F._
noch Dr. med. E._ Fachärzte der Psychiatrie sind und daher auch
nicht kompetent sind, psychiatrische Beurteilungen vorzunehmen. Im
Arztbericht vom 28. August 2015 führt Dr. med. E._ denn auch aus,
dass sie nicht beurteilen könne, inwieweit die psychiatrische Abklärung
durch den RAD Ostschweiz wirklich objektiv sei (vgl. Bf-act. 2 S. 1 f.).
Auch Dr. med. F._ hält in seinem Arztbericht vom 23. August 2015
fest, dass es rein fachlich für ihn unmöglich sei, die Begutachtungen und
die Beurteilungen zu durchschauen. Des Weiteren hält Dr. med. F._
fest, dass der psychische Zustand des Beschwerdeführers sehr instabil
sei; er erscheine in den Konsultationen aggressiv und drohe mit Gewalt
gegen die Invalidenversicherung (Bf-act. 3). Aus einem aggressiven
Verhalten und aus Drohungen gegen die Invalidenversicherung kann aber
zweifelsohne keine Verschlechterung des psychischen
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers abgeleitet werden. Nach
dem Gesagten können aber die vom Beschwerdeführer nachgereichten
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Arztberichte der Dres. med. F._ und E._ vom 23.
beziehungsweise vom 28. August 2015 im vorliegenden
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren keine Beachtung finden.
3. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2015 zu Recht auf ihre vormalige
Rentenzusprache zurückgekommen ist und die dem Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 25. Februar 2008 zugesprochene ganze
Invalidenrente rückwirkend per 31. Januar 2014 aufgehoben hat.
a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid
ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG),
welche die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem
Fall aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1
IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber gestellt
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE
130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein rentenbegründender
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Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person ihre
Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu
mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich
eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens
40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt,
steht der versicherten Person nach Ablauf von sechs Monaten nach
Geltendmachung des Anspruchs, frühestens im Monat der Vollendung
des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1 IVG), bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 50 % eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad
von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG).
b) Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, wird die
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 1 Abs. 1 IVG
i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ATSG, Art. 88a und Art. 88bis der Verordnung über
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Anlass für eine solche
Anpassung gibt jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu
beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen
Veränderung des Gesundheitszustands mit entsprechender
Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit, sondern etwa auch dann revidierbar,
wenn sich die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben, eine
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder
eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 134 V 131
E.3, 133 V 545 E.6.1, 130 V 343 E.3.5; Urteil des Bundesgerichtes
8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.1; vgl. auch MÜLLER, Die
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materiellen Voraussetzungen der Rentenrevision in der
Invalidenversicherung, Diss., Freiburg 2003, S. 133 Rz. 486). Dagegen
bildet nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die unterschiedliche
Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert
gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein
genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG
(BGE 115 V 308 E.4a/bb; Urteil des Bundesgerichtes 9C_552/2007 vom
17. Januar 2008 E.3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E.2).
c) Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung
des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist,
dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE
133 V 108 E.5; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_646/2014 vom
17. Dezember 2014 E.2.2, 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.2,
9C_418/2010 vom 20. August 2011 E.3.1). Wird bei dieser
Gegenüberstellung festgestellt, dass der Invaliditätsgrad im zur
Beurteilung stehenden Zeitraum keine rechtserhebliche Änderung
erfahren hat, bleibt es beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des
Bundesgerichtes 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.3). Andernfalls ist
das Vorliegen eines Revisionsgrunds zu bejahen und die zugesprochene
Rente entsprechend der festgestellten Sachverhaltsveränderung
abzuändern (vgl. MEYER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.],
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf
2014, Art. 30-31 Rz. 13).
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d) Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet
werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls
andere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei besteht die Aufgabe des
Arztes darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig −
seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln
fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der
subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine
Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür
die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der
Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit
Stellung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so
substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden
können (BGE 140 V 193 E.3.2, 125 V 256 E.4).
e) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu
würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht
alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen
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Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht
auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 125 V 351 E.3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt,
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit
Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder
Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen).
Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien
Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die
Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b,
112 V 30 E.1a mit Hinweisen). Den im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE
137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). Auch den Berichten und
Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt sodann Beweiswert zu,
sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon
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auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen. Bestehen auch
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen
(BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4, 125 V 351 E.3b/ee, 122 V 157
E.1c). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter
auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4
und 4.5, 125 V 351 E.3a und 3b).
4. Vorliegend sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit
Verfügung vom 25. Februar 2008 (Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-
act.] 33) bei einem Invaliditätsgrad von 70 % mit Wirkung ab dem 1. Mai
2007 eine ganze Invalidenrente zu. Ob sich der rentenbegründende
Invaliditätsgrad seit der erwähnten Rentenzusprache verändert hat, prüfte
die Beschwerdegegnerin erstmals im Rahmen des per 1. Dezember 2012
von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens, welches mit der
angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2015 (Bg-act. 132) seinen
Abschluss fand. Ob der beschwerdeführerische Invaliditätsgrad − wie in
der angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2015 angenommen − eine
erhebliche Änderung erfahren hat, beurteilt sich demnach durch den
Vergleich des Sachverhalts, welcher der Verfügung vom 25. Februar
2008 zugrunde lag, mit jenem Sachverhalt, der sich bis zum Erlass der
angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2015 verwirklicht hat (vgl. KIESER,
ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 17 Rz. 37).
Davon ausgehend wird anschliessend zunächst zu untersuchen sein, auf
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welchem Sachverhalt die Verfügung vom 25. Februar 2008 beruht.
Daraufhin wird der rechtserhebliche Sachverhalt zu ermitteln sein, der
sich bis zum Abschluss des vorinstanzlichen Verfahrens zugetragen hat.
Schliesslich wird durch Gegenüberstellung dieser beiden Sachverhalte zu
entscheiden sein, ob die massgeblichen Verhältnisse eine
rechtserhebliche Änderung erfahren haben, welche die Einstellung der
zugesprochenen ganzen Invalidenrente rechtfertigt.
5. Die Verfügung vom 25. Februar 2008, mit welcher die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer aufgrund eines
Invaliditätsgrads von 70 % mit Wirkung ab dem 1. Mai 2007 eine ganze
Invalidenrente zugesprochen hat, beruht in erster Linie auf dem
Arztbericht von Dr. med. H._, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, vom 26. Februar 2007 sowie den Arztberichten des
Universitätsspitals Zürich. Im Arztbericht des Universitätsspitals Zürich
vom 27. November 2006 (Bg-act. 11 S. 25 f.) wurden folgende Diagnosen
gestellt:
"1)Spondylitis ankylosans ED 7/06 - axialer Befall mit Romanusläsionen untere BWS und obere LWS mit Syndesmophyten L2 und L3,
Unschärfe der SIG bds. ohne Zeichen einer aktiven entzündlichen Komponente - HLA-B27 negativ - chronische Epikondylitis humeri radialis rechts mit St. n. mehreren lokalen Infiltrationen St. n. folgenden Basistherapien: - Methotrexat 26.1.06 und 2.2.06, Stop wegen gastrointestinalen UAW und fehlender Wirkung - Arava Tbl. 2/06 - 4/06, Stop wegen gastrointestinalen UAW und fehlender Wirkung - St. n. Therapie mit Enbrel September bis November 06, total 8 Injektionen, Abbruch, da ohne
Wirkung 2) Zunehmende depressive Entwicklung und Schmerzausweitung 3) Chronisches thoraco-lumbovertebrales spondylogenes Schmerzsyndrom
- bei SISH der Wirbelsäule und St. n. M. Scheuermann 4) Karpaltunnelsyndrom bds., bisher konservativ behandelt 5) Reflexbeschwerden 6) Funktionelle Darmbeschwerden"
Hinsichtlich der beschwerdeführerischen Arbeitsfähigkeit wurde im
Verlaufsbericht des Universitätsspitals Zürich vom 25. Juli 2007
ausgeführt, dass sich das ausgeprägte generalisierte Schmerzsyndrom
sowie auch die psychische Symptomatik auf die Arbeitsfähigkeit
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auswirkten. Die ausgeprägten, durch Belastung verstärkten Schmerzen,
das Steifigkeitsgefühl und die Hypästhesie der Hände verunmöglichten
die mittelschwere Arbeit als Gipser. Haltearbeiten sowie feinmotorische
Aktivitäten könnten nicht ausgeübt werden. Andere leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten sollten im Umfang von 50 % möglich sein,
wobei beachtet werden sollte, dass kein übermässiger Handeinsatz
erforderlich sei (Bg-act. 21 S. 5 f.). Dr. med. H._ diagnostizierte im
Arztbericht vom 26. Februar 2007 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer
Gefühle (Schmerzen, Sorgen, Angespanntheit, Ärger; ICD-10: F43.23)
und führte hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit aus, dass dem
Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht bloss leichte Tätigkeiten im
Umfang von 50 % zumutbar seien (Bg-act. 16 S. 4 f.).
6. a) Um beurteilen zu können, ob sich die gesundheitliche Verfassung des
Beschwerdeführers im Vergleich zu dem der Verfügung vom 25. Februar
2008 zugrunde liegenden Gesundheitszustand in einer für den
Rentenanspruch massgeblichen Weise verbessert hat, beauftragte die
Beschwerdegegnerin unter anderem den RAD mit einer psychiatrischen
Untersuchung des Beschwerdeführers. Der RAD-Arzt Dr. med. I._
untersuchte den Beschwerdeführer zu diesem Zweck am 20. August
2013. Im ärztlichen Bericht vom 28. August 2013 führt Dr. med. I._
aus, dass der Beschwerdeführer verschiedene nicht der Realität
entsprechende Angaben gemacht habe. Eine Anpassungsstörung oder
eine mittelgradig depressive Episode lasse sich heute nicht mehr
diagnostizieren. Der Beschwerdeführer sei stimmungsmässig
überwiegend ausgeglichen und zeige keine relevante Depressivität,
Angstsymptomatik oder sonstige psychiatrische Symptomatik. Im
Gegensatz zum Arztbericht von Dr. med. H._ vom 26. Februar 2007
lasse sich heute keine psychiatrische Diagnose mehr stellen. Eine
depressive Stimmung bestehe nicht mehr, ebenso wenig eine innere
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Unruhe. Der Beschwerdeführer wirke nur noch partiell weinerlich und
bedrückt und auch dies unter dem Vorbehalt der deutlichen Aggravation.
Der psychiatrische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe
sich verbessert, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe aus
psychiatrischer Sicht spätestens seit dem 28. Dezember 2012 (Zeitpunkt
Arztbericht Dr. med. H._) nicht mehr (vgl. Bg-act. 68 S. 7 f.). Diese
umfassende und in Kenntnis der Vorakten abgegebene Beurteilung des
RAD-Arztes Dr. med. I._ vermag zu überzeugen. Sie beruht − wie
gesehen − auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers,
die Beurteilung ist einleuchtend und die Schlussfolgerungen von Dr. med.
I._ sind begründend. Dementsprechend kommt dem ärztlichen
Bericht vom 28. August 2013 der RAD-Abklärung vom 20. August 2013
voller Beweiswert zu, zumal Dr. med. I._ auch die Einschätzung des
damals noch behandelnden Psychiaters Dr. med. H._ heranzieht,
welcher den psychiatrischen Zustand des Beschwerdeführers im
Arztbericht vom 28. Dezember 2012 als stabilisiert einschätzte und dem
Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht ab sofort eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit attestierte mit dem Hinweis, dass die Rheumatologie die
Arbeitsfähigkeit wegen den angegebenen Schmerzen bestimmten sollte
(vgl. Bg-act. 57 S. 2). Hinweise, wonach Dr. med. H._ − wie vom
Beschwerdeführer behauptet − den beschwerdeführerischen
Gesundheitszustand aufgrund eines angeblichen Zerwürfnisses mit dem
Beschwerdeführer anders als früher beurteilt haben soll, liegen nicht vor.
Im Übrigen liegen − mit Ausnahme der Arztberichte von Dr. med. F._
vom 23. August 2015 (Bf-act. 3) und von Dr. med. E._ vom
28. August 2015 (Bf-act. 2), welche vorliegend, wie gesehen, nicht zu
beachten sind, weil sie sich nicht auf den am 26. Juni 2015 gegebenen
Sachverhalt beziehen (vgl. vorstehend E.2) und weder Dr. med. F._
noch Dr. med. E._ Fachärzte der Psychiatrie sind − auch keine den
Beurteilungen von Dr. med. I._ und Dr. med. H._
entgegenstehenden psychiatrischen Beurteilungen bei den Akten.
- 19 -
Dementsprechend ist aber die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen
Verfügung vom 26. Juni 2015 zu Recht von einem verbesserten
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht
ausgegangen und hat folgerichtig das Vorliegen eines Revisionsgrunds
zu Recht bejaht.
b) An diesem Ergebnis vermag der Bericht der Psychiatrischen Dienste
Graubünden (PDGR) vom 1. Mai 2014 über den stationären Aufenthalt
des Beschwerdeführers vom 3. bis 21. März 2014 in der Klinik G._
(vgl. Bf-act. 1) nichts zu ändern. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer
Vernehmlassung vom 5. Oktober 2015 zu Recht festhält und wie sich
auch aus dem Bericht der PDGR vom 1. Mai 2014 selber ergibt, ist die
fragliche Hospitalisation nämlich auf eine reaktive Störung, verursacht
durch das Konfrontationsgespräch des Beschwerdeführers mit der
Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2014 und die mit
Zwischenverfügung vom 17. Januar 2014 erfolgte vorsorgliche Einstellung
der ganzen Invalidenrente, zurückzuführen. Im erwähnten Bericht der
PDGR vom 1. Mai 2014 wird denn auch explizit ausgeführt, dass infolge
der Ablehnung der Invalidenrente die Depressionssymptome stärker
geworden seien und sich dem Beschwerdeführer Suizidgedanken mit
konkreten Plänen aufgedrängt hätten. Es bestehe eine
Fremdaggressivität in Form von negativen Gedanken und Mordgedanken
gegen Ärzte und IV-Beamte, welche die Rente abgelehnt hätten (vgl. Bf-
act. 1 S. 1 und 3). In solchen reaktiven Störungen, welche adäquater
ärztlicher Behandlung zugänglich sind, kann rechtsprechungsgemäss
keine invalidisierende psychische Beeinträchtigung erblickt werden,
ansonsten der gesetzliche Invaliditätsbegriff seine Konturen verlöre (vgl.
BGE 127 V 294 E.4; Urteil des Bundesgerichtes 9C_799/2012 vom
16. Mai 2013 E.2.5). Dementsprechend ist aber der stationäre Aufenthalt
in der Klinik G._ vom 3. bis 21. März 2014 IV-rechtlich nicht von
Relevanz, zumal der Beschwerdeführer nach dem Austritt aus der Klinik
- 20 -
G._ einen weiteren Besuch der Tagesklinik abgelehnt hat, obschon
dies aus Sicht der PDGR geeignet gewesen wäre (vgl. Bf-act. 1 S. 4).
c) Im Übrigen ist in Anbetracht des Observationsberichts vom 9. November
2013 samt Bild- und Videoaufnahmen (vgl. Bg-act. 88) davon
auszugehen, dass auch die körperlichen Funktionseinschränkungen nicht
mehr oder zumindest nicht mehr in dem Ausmass wie noch im Zeitpunkt
der Verfügung vom 25. Februar 2008 bestehen. Zwar führte Dr. med.
L._, Facharzt FMH für Rheumatologie, Facharzt FMH für Innere
Medizin, Manuelle Medizin SAMM, zertifizierter medizinischer Gutachter
SIM, im interdisziplinären Gutachten des Instituts für medizinische und
ergonomische Abklärungen (IME) vom 3. Januar 2014 noch aus, dass
sich der Gesundheitszustand aus rheumatologischer Sicht seit dem
letzten materiellen Entscheid nicht wesentlich verändert habe und der
Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit mindestens 60 %
arbeitsfähig sei (vgl. Bg-act. 93 S. 65 und 69). Nach Sichtung der
Observationsergebnisse kam Dr. med. L._ auf seine ursprüngliche
Beurteilung der beschwerdeführerischen Arbeitsfähigkeit zurück und
führte im Ergänzungsgutachten des IME vom 10. März 2014 aus, dass
aus rheumatologischer Sicht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit seit Juli 2007 beziehungsweise von einer 80%igen
Arbeitsfähigkeit spätestens ab August 2012 auszugehen sei (Bg-act. 112
S. 4). Dementsprechend wäre grundsätzlich aber auch aus
rheumatologischer Sicht eine wesentliche Veränderung des
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers mit entsprechender
Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit ausgewiesen. Letztlich ist vorliegend
aber die Frage, ob auch aus rheumatologischer Sicht eine wesentliche
Veränderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers
ausgewiesen ist und damit ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
ATSG besteht, ohnehin nicht entscheidrelevant, da die Verbesserung des
Gesundheitszustands in psychiatrischer Hinsicht − wie gesehen (vgl.
- 21 -
vorstehend E.6a) − ohnehin ausgewiesen ist, was für die Bejahung eines
Revisionsgrunds ohne Weiteres genügt.
d) Nach dem vorstehend Gesagten ist vorliegend gestützt auf den ärztlichen
Bericht vom 28. August 2013 der psychiatrischen RAD-Abklärung vom
20. August 2013 festzustellen, dass in der Zeitperiode zwischen dem
Erlass der Verfügung vom 25. Februar 2008 und der angefochtenen
Verfügung betreffend Renteneinstellung vom 26. Juni 2015 eine
wesentliche Verbesserung zumindest des psychiatrischen
Gesundheitszustands eingetreten ist. Die Voraussetzungen für eine
Revision der ganzen Invalidenrente sind somit erfüllt.
7. a) Liegt ein Revisionsgrund vor, hat die IV-Stelle und das im Beschwerdefall
angerufene Verwaltungsgericht ohne Bindung an frühere Beurteilungen in
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei zu prüfen, ob ein Versicherter im
Zeitpunkt der Revisionsverfügung in rentenbegründendem Umfang invalid
ist (BGE 141 V 9 E.2.3 und E.6.1; Urteil des Bundesgerichtes
8C_209/2015 vom 17. August 2015 E.6.3). Dabei liegt regelmässig kein
versicherter Gesundheitsschaden vor, soweit die geltend gemachte
Leistungseinschränkung auf Aggravation oder ähnlichen Erscheinungen
beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines sekundären
Krankheitsgewinns ergeben sich namentlich, wenn eine erhebliche
Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten
Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben
werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische
Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ
vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken;
schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das
psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Dagegen weist ein
bloss verdeutlichendes Verhalten gerade in der Untersuchungssituation
nicht per se auf Aggravation hin (BGE 141 V 281 E.2.2.1 mit Hinweis auf
- 22 -
BGE 131 V 49 E.1.2). Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche
Ausschlussgründe die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung
verbieten, so besteht von vornherein keine Grundlage für eine
Invalidenrente (BGE 141 V 281 E.2.2.2).
b) Vorliegend kann zur Beantwortung der Frage, ob der Beschwerdeführer
im Zeitpunkt der Revisionsverfügung vom 26. Juni 2015 in
rentenbegründendem Umfang invalid war, insbesondere auf die
Beurteilung des RAD-Arztes med. pract. N._ vom 22. Juli 2014 mit
der Schlussfolgerung, dass der Beschwerdeführer (bis zum Beweis des
Gegenteils) in einer leidensangepassten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig ist,
abgestellt werden (vgl. Bg-act. 133 S. 11). Zusammen mit den
Ergebnissen der im Auftrag der Beschwerdegegnerin erfolgten
Observation des Beschwerdeführers vom 17. September bis 23. Oktober
2013 (vgl. Observationsbericht vom 9. November 2013 [Bg-act. 88]) sowie
den zusätzlichen Feststellungen der beschwerdegegnerischen Fachstelle
Bekämpfung Versicherungsmissbrauch (BVM) vom 25. April 2014,
13. Juni 2014, 17. März 2015, 26. Juni 2015 und 25. September 2015 ist
davon auszugehen, dass das Verhalten und Auftreten des
Beschwerdeführers nicht mit der tatsächlichen gesundheitlichen Situation
übereinstimmt. Die Observation zeigt deutlich, dass die angeblichen
Einschränkungen nicht in dem Masse vorhanden sind, wie vom
Beschwerdeführer geschildert. Vielmehr hat der Beschwerdeführer
anlässlich der Observation im Wesentlichen einen gesunden Eindruck
ohne Anzeichen von Schmerzen, qualitativen Einschränkungen oder
körperlichen Beschwerden gemacht.
c) Diese Feststellungen stehen diametral im Widerspruch zu den Angaben
des Beschwerdeführers anlässlich des Evaluationsgesprächs vom
17. Oktober 2013 zum aktuellen Gesundheitszustand. Dort bezeichnete
der Beschwerdeführer als Hauptbeschwerden Rückenschmerzen,
- 23 -
Schlaflosigkeit und Depression. Er fühle sich schlecht und habe keine
Kraft in seinen Händen. Die Hände würden immer wieder einschlafen,
was Schmerzen verursache. Im Schulter- und Nackenbereich habe er
regelmässig Schmerzen, weswegen er Kortisonspritzen nehmen müsse.
Weiter schmerze der Hals. Er leide an Rückenschmerzen mit
Ausstrahlung in die Beine. Insbesondere wenn er gehe, sei der Schmerz
stärker. Es gebe Tage, an denen er nicht gehen könne und im Bett
bleiben müsse. Er nehme Medikamente gegen die Depressionen und
gehe zwei Mal pro Monat zu einem Psychiater nach Zürich (vgl. Bg-
act. 78 S. 2). Auf die Frage, ob er Hilfsmittel benötige antwortete der
Beschwerdeführer, dass er eine Krücke benötige, weil er ein schlechtes
Gleichgewicht habe und sein rechtes Bein nachgebe. Er sei auch schon
gestürzt und habe zwei Rippen gebrochen. Es gebe Tage, an denen er
die Krücke nicht brauche. Rund eine halbe Stunde bis eine Stunde könne
er in langsamem Tempo ohne Krücke gehen (ca. 2 km). Die Handstütze
benötige er in der Nacht für beide Hände. Links trage er immer eine
Handstütze, auch am Tag. Diese halte das Handgelenk gerade. Am
rechten Ellbogen trage er immer eine Ellbogenbandage, weil er sonst
keine Kraft im Arm habe. Ohne Ellbogenbandage sei es unmöglich, mit
der rechten Hand eine Kaffeetasse zu heben (vgl. Bg-act. 78 S. 3 f.). In
der alltäglichen Tätigkeit sei er grundsätzlich überall eingeschränkt. Velo
fahren und Fussball spielen könne er nicht mehr. Beim Gehen sacke das
rechte Bein ein. Auf- und abwärts laufen gehe nicht gut beziehungsweise
nur langsam. Er schaue, dass er nur ebenaus gehe. Treppensteigen gehe
gar nicht gut. Er wohne im ersten Stock und nehme den Lift, seit er die
Rippen gebrochen habe. Seit dem Rippenbruch sei er nie mehr eine
Treppe hoch oder runter gestiegen. Es gebe Tage, an denen er
überhaupt nichts machen könne, da liege er im Bett. An guten Tagen
könne er rund 7 kg heben bis zur Taillenhöhe. Über den Kopf könne er
nichts heben. An 90 % der Tage gehe es ihm schlecht. Da möchte er
auch niemanden sehen. Er gehe den Leuten aus dem Weg (vgl. Bg-
- 24 -
act. 78 S. 5 f.). Anlässlich der abschliessenden Befragung durch die
Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2014 bestätigte der
Beschwerdeführer abermals, dass er seit rund eineinhalb Jahren nie mehr
Velo oder Motorrad gefahren sei. Er sei zwar im Besitz eines Motorrads,
welches er aber verkaufen werde (vgl. Bg-act. 99 S. 3).
d) Anlässlich der im Auftrag der Beschwerdegegnerin vom 17. September
bis 23. Oktober 2013 durchgeführten Observation, deren Rechtmässigkeit
vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten wird (vgl. dazu BGE
137 I 327 E.5.2, 135 I 169 E.4.4; MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 59
Rz. 20 ff.), sowie der zusätzlich getätigten Feststellungen der
beschwerdegegnerischen Fachstelle BVM konnte der Beschwerdeführer
unter anderem beim Einkaufen, Radfahren, Autofahren, Motorradfahren
und auf Spaziergängen mit seinen Hunden beobachtet werden. Dabei
zeigten sich weder beim Manövrieren mit dem Auto und dem Motorrad
noch beim Lenken beziehungsweise Treten des Fahrrads
Schwierigkeiten. Selbst mit vollen Plastiksäcken an den Griffen des
Fahrradlenkers fuhr der Beschwerdeführer zügig und ohne Schlenker und
Unsicherheiten. Dies obschon er anlässlich des Evaluationsgesprächs
vom 17. Oktober 2013 − wie gesehen − noch ausgesagt hatte, dass er ein
schlechtes Gleichgewicht habe und nicht mehr Velo und Motorrad fahren
könne (vgl. Bg-act. 78 S. 3 und 5). Sodann wirkte auch der Gang des
Beschwerdeführers bei seinen Spaziergängen mit den Hunden zügig,
flüssig und wies weder ein Hinken noch sonstige sichtbare
Einschränkungen auf. Überdies zeigte sich anlässlich der Observation,
dass es dem Beschwerdeführer − entgegen seinen Ausführungen − auch
möglich ist, sich ohne sichtbare Einschränkungen zu bücken und
problemlos und ohne Verwendung des Handlaufs Treppen hoch- und
runterzusteigen. Des Weiteren konnten auch beim Einkaufen keinerlei
Auffälligkeiten festgestellt werden. Vielmehr hat der Beschwerdeführer
beim Einkauf vom 17. Oktober 2013 auf die Benutzung eines Warenkorbs
- 25 -
verzichtet und sämtliche Einkäufe mit dem Arm getragen. Auch dabei
wirkten die Bewegungen des Beschwerdeführers sicher und geschickt.
Nicht nachvollziehbar ist sodann die beschwerdeführerische Aussage,
wonach er eine Krücke benötige, weil er ein schlechtes Gleichgewicht
habe und sein rechtes Bein nachgebe. Vielmehr benutzte der
Beschwerdeführer die Krücke lediglich am 17. Oktober 2013, als er nach
dem Evaluationsgespräch mit der Beschwerdegegnerin das Gebäude
verliess. Dabei ging der Beschwerdeführer langsam und unsicher und
zeigte ein deutliches Hinken. Auch das Einsteigen in das Auto geschah
verlangsamt. Nur wenige Minuten später stieg der Beschwerdeführer
bereits relativ flüssig aus dem Fahrzeug aus, hinkte dabei sichtbar
weniger und verzichtete auf seine Krücke. An seinem Wohnort
angekommen war sodann kaum noch ein Hinken erkennbar und der
Beschwerdeführer trug auch die Bandage am linken Handgelenk nicht
mehr. Wiederum nur wenige Minuten später trug der Beschwerdeführer
bei einem Spaziergang mit seinen Hunden weder eine Bandage noch
benutzte er seine Krücke. Sein Gang wirkte zügig, sicher und ohne
ersichtliche Einschränkungen. Dementsprechend erweist sich auch die
beschwerdeführerische Aussage, wonach er links immer − mithin auch
am Tag − eine Handstütze trage, als nicht der Wahrheit entsprechend.
Des Weiteren konnte der Beschwerdeführer am 25. September 2015
anlässlich eines Augenscheins der beschwerdegegnerischen Fachstelle
BVM auf einer Baustelle beim Ausbau einer Bergstrasse (Betonieren)
beobachtet werden, wobei er sich bei der schweren Strassenbauarbeit
kauernd, bückend, vorgebeugt, tragend, auf- und abgehend und
hantierend mit Werkzeugen bewegte und auch dabei keine ersichtlichen
Einschränkungen zeigte. Auch diese Beobachtungen stehen in
diametralem Widerspruch zu den Angaben des Beschwerdeführers
anlässlich des Evaluationsgesprächs vom 17. Oktober 2013 sowie den
dort gezeigten Bewegungsabläufen. Selbst wenn die Tätigkeit bei der
K._ AG − wie vom Beschwerdeführer behauptet − auf zweieinhalb
- 26 -
Monate befristet gewesen sein sollte, vermag dies nichts an der Tatsache
zu ändern, dass der Beschwerdeführer bei den teilweise schweren
Arbeiten keinerlei körperliche Einschränkungen zeigte. Sodann trifft es −
entgegen seinen Ausführungen − in keiner Weise zu, dass er bei der
Tätigkeit für die K._ AG nur einfache und leichte Tätigkeiten
ausgeführt hat. Weiter hat der Beschwerdeführer sowohl gegenüber den
RAD-Ärzten als auch gegenüber der Beschwerdegegnerin nicht der
Realität entsprechende Angaben hinsichtlich der Frage, wie er zu den
fraglichen Terminen angereist sei, gemacht. So gab der
Beschwerdeführer unter anderem an, dass er mit öffentlichen
Verkehrsmitteln zu der psychiatrischen RAD-Abklärung vom 20. August
2013 gekommen sei (vgl. Bg-act. 68 S. 2), obschon er − wie den bei den
Akten liegenden Videoaufnahmen zu entnehmen ist − seinen Roller beim
Unterstand bei der Sozialversicherungsanstalt abgestellt hatte und − ohne
die mitgeführte Krücke zu verwenden− problemlos zum Motorrad gehen,
aufsteigen und wegfahren konnte (vgl. Bg-act. 88 S. 14). Gegenüber der
Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführer anlässlich der
abschliessenden Befragung vom 13. Januar 2014 sodann angegeben,
dass er mit dem Bus zur Befragung angereist sei (vgl. Bg-act. 99 S. 3). In
Tat und Wahrheit ist er jedoch mit dem Auto zur genannten Befragung
gekommen (vgl. Bg-act. 99 S. 5). Und schliesslich wecken auch die bei
den Akten liegenden Unterlagen der Staatsanwaltschaft Graubünden
sowie jene der Staatsanwaltschaft St. Gallen erhebliche Zweifel an den
vom Beschwerdeführer dargestellten körperlichen Einschränkungen.
Gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom
5. November 2012 (Bg-act. 72 S. 14 ff.) wurde der Beschwerdeführer
anlässlich einer Verkehrskontrolle am 28. Juni 2012 als Lenker eines
Lieferwagens in Maladers angehalten und wegen ungenügend
gesicherter Ladung gebüsst. Der Beschwerdeführer hatte zuvor mit zwei
weiteren Personen in Arosa eine Wohnung ausgeräumt und befand sich
mit Möbelstücken im Lieferwagen auf dem Rückweg nach Chur. Gemäss
- 27 -
Einvernahmeprotokoll der Kantonspolizei Graubünden vom 6. August
2012 arbeitete der Beschwerdeführer beim M._ in Chur
stundenweise bei Bedarf und demontierte dabei meist Möbel (Bg-act. 72
S. 6 Frage 9). Der Betreiber des M._ in Chur sagte anlässlich seiner
Einvernahme durch die Kantonspolizei Graubünden vom 14. August 2012
aus, dass der Beschwerdeführer stundenweise als Aushilfe bei ihm tätig
sei. Er demontiere Möbel und trage dabei nicht nur leichte Sachen,
sondern auch Tische, Schränke und alles, was gerade anfalle (vgl. Bg-
act. 72 S. 10). Schliesslich wurde der Beschwerdeführer gemäss
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft St. Gallen vom 7. Februar 2013 (Bg-
act. 74 S. 2 f.) am 27. Oktober 2012 als Lenker eines Lieferwagens mit
Übergewicht auf dem Polizeistützpunkt Mels/SG angehalten und wegen
des mehrfachen Missachtens von Auflagen/Beschränkungen über das
zulässige Gesamtgewicht gebüsst. Dabei gab der Beschwerdeführer an,
dass er für einen Kollegen zusammen mit zwei anderen Personen diverse
Wohnungseinrichtungsgegenstände von Ziegelbrücke/GL nach Chur/GR
transportiere und zu diesem Zweck den Lieferwagen gemietet habe. Es
handle sich dabei um eine Privatfahrt (vgl. Bg-act. 74 S. 5). Dass diese
vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeiten − insbesondere die
Demontage und der Transport schwerer Möbel − nicht mit den von ihm
beschriebenen und präsentierten körperlichen Einschränkungen
einhergehen, liegt auf der Hand und bedarf keiner weiteren
Ausführungen. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer sowohl gegenüber der
Beschwerdegegnerin als auch gegenüber den begutachtenden Ärzten
bewusst und zielgerichtet Einschränkungen präsentierte, welche nicht
beziehungsweise nicht in dem vom Beschwerdeführer präsentierten
Ausmass vorliegen. Des Weiteren gab der Beschwerdeführer
unvollständige beziehungsweise gar falsche Auskünfte zu seinem
Gesundheitszustand beziehungsweise zu den Auswirkungen seiner
gesundheitlichen Beschwerden auf seine Leistungsfähigkeit. Damit hat
- 28 -
der Beschwerdeführer Beschwerden durch Aggravation verdeutlicht
beziehungsweise gar durch Simulation vorgetäuscht. Wie gesehen stellt
eine auf Aggravation beziehungsweise Simulation beruhende
Leistungseinschränkung regelmässig keine versicherte
Gesundheitsschädigung dar. Dem Beschwerdeführer stehen folglich
keine Rentenleistungen mehr zu. Aus diesem Grund hat die
Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete ganze Invalidenrente mit
Verfügung vom 26. Juni 2015 zu Recht eingestellt. Auf die weiteren
Ausführungen des Beschwerdeführers bezüglich Berechnung des
Invalideneinkommens braucht bei diesem Ergebnis nicht weiter
eingegangen zu werden (vgl. BGE 141 V 281 E.2.2.2).
e) Diese Auffassung wird auch vom RAD-Arzt med. pract. N._ gestützt,
welcher in seiner Beurteilung vom 22. Juli 2014 ausführt, dass er
aufgrund der durch den Beschwerdeführer dargebotenen
Selbstlimitierung/Simulation/Aggravation die tatsächliche
Leistungsfähigkeit nicht objektiv bestimmen könne. Durch das Verhalten
des Beschwerdeführers würden für die Feststellung des
Leistungsanspruchs wesentliche und erhebliche Tatsachen unbewiesen
bleiben beziehungsweise sich nicht objektivieren lassen und nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit vorliegen. Es bestehe eine erhebliche
Diskrepanz zwischen den anamnestischen Angaben und dem im
tatsächlichen Leben gezeigten Verhalten. Die demonstrativ
vorgetragenen Klagen, Beschwerden und körperlichen Einschränkungen
wirkten unglaubwürdig, da sie ausweislich der Observation nicht
bestünden. Dementsprechend empfiehlt med. pract. N._ explizit (bis
zum Beweis des Gegenteils) von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in
einem leidensadaptierten Beruf auszugehen (vgl. Bg-act. 133 S. 10).
Zudem weist auch Dr. med. L._ im interdisziplinären IME-Gutachten
vom 3. Januar 2014 darauf hin, dass die Resultate der physischen
Leistungstestes für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit infolge
- 29 -
erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz nicht
verwertbar seien. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort eine
bessere Leistung erbracht werden könnte, als bei den Leistungstests
gezeigt worden sei (vgl. Bg-act. 93 S. 53 sowie Bg-act. 94 S. 3). Im
interdisziplinären IME-Gutachten vom 3. Januar 2014 finden sich denn
auch vermehrt Hinweise auf Selbstlimitierung und Symptomausweitung
sowie auf inkonsistentes Verhalten mit zum Teil widersprüchlichen
Angaben des Beschwerdeführers über seine körperlichen
Einschränkungen (vgl. Bg-act. 93 S. 41, 59, 63).
f) Nichts an diesem Ergebnis zu ändern vermögen die bei den Akten
liegenden Arztberichte von Dr. med. E._ vom 31. Januar 2013 (Bg-
act. 58), Dr. med. C._ vom 7. Februar 2014 (Bg-act. 124 S. 8 f.
beziehungsweise Bf-act. 4) und von Dr. med. D._ vom
29. September 2014 (Bg-act. 127 S. 7 f. beziehungsweise Bf-act. 5). Es
trifft zwar zu, dass die Dres. med. E._, C._ und D._ in den
erwähnten Arztberichten in etwa dasselbe körperliche Krankheitsbild
diagnostizieren, welches bereits im Jahr 2008 bestanden hat und das
dazu geführt hat, dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. Mai
2007 eine ganze Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 70 %
zugesprochen wurde. Angesichts der bei den Akten liegenden
Observationsergebnisse der Jahre 2013 bis 2015 mitsamt den
Protokollen der Befragungen des Beschwerdeführers durch die
Beschwerdegegnerin vom 17. Oktober 2013 (vgl. Bg-act. 78) und vom
13. Januar 2014 (vgl. Bg-act. 99) ist indes mit der Beschwerdegegnerin
davon auszugehen, dass die körperlichen Funktionseinschränkungen,
obschon die Befunde − wie gesehen − mehr oder weniger unverändert
sind, heute offensichtlich nicht mehr oder nicht mehr in dem Ausmass
bestehen, wie noch im Jahr 2008. Sodann äussern sich weder Dr. med.
C._ noch Dr. med. D._ zur Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers und die Arztberichte der Dres. med. E._,
- 30 -
C._ und D._ enthalten überdies auch keine Hinweise darauf,
dass sie den Observationsbericht vom 9. November 2013 samt Bild- und
Videoaufnahmen gesichtet hätten. Dementsprechend basieren aber
deren Arztberichte im Wesentlichen auf den subjektiven Angaben des
Beschwerdeführers. Nach dem vorstehend Gesagten ist erstellt, dass der
Beschwerdeführer sowohl gegenüber der Beschwerdegegnerin als auch
gegenüber den begutachtenden Ärzten bewusst und zielgerichtet
Einschränkungen präsentierte, welche nicht beziehungsweise nicht in
dem vom Beschwerdeführer präsentierten Ausmass vorliegen. Unter
diesen Umständen ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
auch gegenüber der Dres. med. E._, C._ und D._ über
gesundheitliche Beschwerden berichtet hat, welche effektiv entweder
überhaupt nicht oder nur teilweise vorlagen. Folglich weisen aber deren
auf der Grundlage dieser objektiv falschen und unvollständigen Angaben
des Beschwerdeführers verfassten Arztberichte einen grundlegenden
Mangel auf, weshalb nicht auf diese abzustellen ist. Vielmehr machen
deren Ausführungen − insbesondere jene der behandelnden Ärztin
Dr. med. E._ im Arztbericht vom 31. Januar 2013, wonach infolge
der Schmerzsymptomatik, der langjährigen Arbeitsunfähigkeit und der
anhaltenden Beschwerden des Beschwerdeführers auch künftig mit
keiner Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei (vgl. Bg-act. 58 S. 4) − vor allem die
Unterschiede von behandelndem und begutachtendem Arzt deutlich.
Während ein behandelnder Arzt grundsätzlich davon ausgeht, dass die
Beschwerdeschilderungen seines Patienten zutreffen, ist ein Gutachter
zur kritischen Würdigung dieser Beschwerdeschilderungen verpflichtet,
insbesondere auch dann, wenn − wie vorliegend − deutliche
Anhaltspunkte für Inkonsistenzen bestehen. Dementsprechend vermögen
aber die Arztberichte der Dres. med. E._, C._ und D._
nichts an der Tatsache zu ändern, dass dem Beschwerdeführer keine
Rentenleistungen mehr zustehen. Aus denselben Überlegungen kann
vorliegend auch auf die Einholung weiterer medizinischer Berichte
- 31 -
verzichtet werden. Denn es ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer gegenüber den untersuchenden und begutachtenden
Ärzten weiterhin falsche und/oder unvollständige Angaben machen
würde. Dementsprechend sind von solchen, auf den subjektiven Angaben
des Beschwerdeführers beruhenden, Arztberichten keine neuen
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl.
BGE 134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d)
auf deren Einholung verzichtet wird. Dies zumal sich der medizinische
Sachverhalt vorliegend auch hinreichend aus den Akten ergibt.
8. a) Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin die dem Beschwerdeführer
zugesprochene ganze Invalidenrente bei dieser Sachlage zu Recht
rückwirkend per 31. Januar 2014 aufgehoben hat. Gemäss Art. 88bis
Abs. 2 lit. b IVV darf die IV-Stelle eine Rente rückwirkend (ex tunc) vom
Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung aufheben, wenn die
unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der
Bezüger sie unrechtmässig erwirkt hat oder er einer ihm obliegenden
Meldepflicht nicht nachgekommen ist.
b) Der Beschwerdeführer hat sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren
nicht zum Vorliegen einer allfälligen unrechtmässigen Erwirkung einer
Leistung beziehungsweise zu einer allfälligen Meldepflichtverletzung
geäussert. Demgegenüber hat die Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2015 ausgeführt, dass der
Beschwerdeführer sowohl gegenüber dem RAD Ostschweiz als auch
gegenüber der IV-Stelle mehrfach unvollständig und/oder nicht
wahrheitsgemäss Auskunft gegeben habe. Dadurch habe er spätestens
ab dem 13. Januar 2014 (Datum des zweiten Versichertengesprächs)
zumindest billigend in Kauf genommen, dass ihm weiterhin die ganze
Invalidenrente ausbezahlt werde, obschon die gesetzlichen
Voraussetzungen hierfür objektiv nicht mehr erfüllt gewesen seien. Es
- 32 -
liege zumindest ein fahrlässiges Verhalten vor, weshalb die ganze
Invalidenrente rückwirkend per 31. Januar 2014 aufzuheben sei.
c) Das Gericht vermag sich der Auffassung der Beschwerdegegnerin
anzuschliessen. Wie vorstehend dargestellt (vgl. E.7d) hat der
Beschwerdeführer sowohl der Beschwerdegegnerin als auch den Ärzten
des RAD Ostschweiz bewusst und zielgerichtet Einschränkungen
präsentiert, welche nicht beziehungsweise nicht in dem vom
Beschwerdeführer demonstrierten Ausmass vorliegen. Zudem gab der
Beschwerdeführer unvollständige beziehungsweise gar falsche Auskünfte
zu seinem Gesundheitszustand beziehungsweise zu den Auswirkungen
seiner gesundheitlichen Beschwerden auf seine Leistungsfähigkeit.
Dadurch hat der Beschwerdeführer zumindest billigend in Kauf
genommen, dass die Beschwerdegegnerin ihm weiterhin eine ganze
Invalidenrente auszahlt, obwohl die gesetzlichen Voraussetzungen dafür
objektiv nicht mehr erfüllt waren. Es liegt sicherlich ein fahrlässiges, wohl
sogar ein absichtliches Fehlverhalten des Beschwerdeführers vor,
weshalb die vorliegende Revision ihre Wirkung ex tunc zu zeitigen hat
und die ganze Invalidenrente des Beschwerdeführers gemäss Art. 88bis
Abs. 2 lit. b IVV rückwirkend per 31. Januar 2014 aufzuheben ist. Auch
diesbezüglich erweist sich die angefochtene Verfügung betreffend
Renteneinstellung vom 26. Juni 2015 als rechtens.
9. Abschliessend sei an dieser Stelle noch was folgt festgehalten: Nach der
Rechtsprechung ist ein Entscheid der IV-Stelle für die Einrichtungen der
beruflichen Vorsorge verbindlich, sofern die Vorsorgeeinrichtung durch
Eröffnung der entsprechenden Verfügung in das
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurde, die
konkrete Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs
gegenüber der Invalidenversicherung entscheidend war und die
invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise auf Grund einer
- 33 -
gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar
erscheint. Diese Bindungswirkung findet ihre positivrechtliche Grundlage
in Art. 23, Art. 24 Abs. 1 und Art. 26 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (BVG; SR
831.40), welche an die Regelung des IVG anknüpfen oder diese
übernehmen. Die Orientierung an der Invalidenversicherung bezieht sich
insbesondere auf die sachbezüglichen Voraussetzungen des
Rentenanspruchs, die Rentenhöhe und den Rentenbeginn. Mit der
Bejahung der Bindungswirkung wird einerseits eine gewisse (nicht
uneingeschränkte) materiellrechtliche Koordinierung zwischen erster und
zweiter Säule angestrebt. Anderseits sollen die Organe der beruflichen
Vorsorge von eigenen aufwändigen Abklärungen freigestellt werden (vgl.
zum Ganzen BGE 133 V 67 E.4.3.2, 132 V 1 E.3.2, 130 V 270 E.3.1).
Nachdem die angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2015 der
Beigeladenen eröffnet wurde und diese vom beschwerdeweise
angerufenen Gericht zum Verfahren beigeladen wurde, steht deren
Beteiligung am invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ausser
Frage. Sodann erachtet die Beigeladene die angefochtene Verfügung,
wie sie in ihrer Stellungnahme vom 10. Dezember 2015 selber ausführt,
nicht als offensichtlich unhaltbar. Und schliesslich war die konkrete
Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der
Invalidenversicherung entscheidend, weshalb die angefochtene
Verfügung vom 26. Juni 2015 für die Beigeladene ohne Weiteres als
verbindlich zu betrachten ist. Dies hat die Beigeladene in ihrer
Stellungnahme vom 10. Dezember 2015 denn auch zu Recht anerkannt.
10. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung betreffend
Renteneinstellung vom 26. Juni 2015 das Vorliegen eines
Revisionsgrunds infolge eines wesentlich verbesserten
Gesundheitszustands (zumindest in psychiatrischer Hinsicht) zu Recht
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bejaht und den Rentenanspruch des Beschwerdeführers aufgrund der
veränderten Sachlage ohne Bindung an frühere Beurteilungen neu
festgelegt hat. Diese Prüfung führte zum Ergebnis, dass der
Beschwerdeführer seine Beschwerden durch Aggravation verdeutlicht
beziehungsweise gar durch Simulation vorgetäuscht hat. Da der
Beschwerdeführer die Leistung zu Unrecht erwirkt hat, war die
Beschwerdegegnerin berechtigt, die dem Beschwerdeführer
zugesprochene ganze Rente rückwirkend per 31. Januar 2014
aufzuheben. Die angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2015 erweist sich
somit als rechtens, was zur vollumfänglichen Bestätigung derselben und
zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
11. Zu prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer die beantragte unentgeltliche
Rechtspflege (Prozessführung und Rechtsverbeiständung) zu gewähren
ist.
a) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die
erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege,
wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur
Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf
unentgeltlichen Rechtsbeistand. Art. 61 lit. f ATSG wiederholt dieses
Recht auf unentgeltliche Rechtspflege explizit. Laut diesen
Bestimmungen sind die Voraussetzungen für die Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos
erscheint, die Partei bedürftig und die Verbeiständung durch einen Anwalt
oder eine Anwältin geboten erscheint (BGE 125 V 201 E.4a mit weiteren
Hinweisen). Bedürftig im Sinne von Art. 61 lit. f ATSG ist eine Partei, die
zur Leistung der Parteikosten die Mittel zur Deckung des Grundbedarfs
für sich und ihre Familie angreifen müsste. Dabei liegt die Grenze der
Bedürftigkeit höher als diejenige des betreibungsrechtlichen
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Existenzminimums (SVR 2007 AHV Nr. 7 S. 20). Aussichtslos ist ein
Prozess, dessen Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die
Verlustgefahr und kaum als ernsthaft bezeichnet werden können.
Hingegen darf nicht von Aussichtslosigkeit ausgegangen werden, wenn
sich Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr die Waage halten
oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine
Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger
Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen
Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde,
nicht allein deshalb anstrengen können, weil er nichts kostet (BGE
138 III 217 E.2.2.4, 129 I 129 E.2.3.1, 122 I 267 E.2b; KIESER, a.a.O.,
Art. 61 Rz. 173 ff.). Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten
bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen
Prüfung der Prozessaussichten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der
Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 138 III 217 E.2.2.4).
b) Hinsichtlich der Prozessaussichten der vorliegenden Beschwerde gilt es
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer vorliegend durch bewusstes und
gezieltes Vorspielen eines realitätsfremden Verhaltens sowie durch
falsche Angaben zu seinem Gesundheitszustand die Weiterausrichtung
der bisherigen Invalidenrente zu erwirken versucht hat (vgl. vorstehend
E.7d). Vor diesem Hintergrund ist die Aussichtslosigkeit zu bejahen. Dem
Beschwerdeführer war klar beziehungsweise musste zumindest klar sein,
dass er − bei objektiver Betrachtung − keinen Anspruch auf eine
Invalidenrente mehr hat. Dennoch hat er sich zur Erhebung der
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
entschieden. Bei dieser Sachlage mussten die Erfolgsaussichten der
vorliegenden Beschwerde von vornherein als beträchtlich geringer
bezeichnet werden als die Verlustgefahr. Eine Partei, welche über die
nötigen Mittel verfügt, würde sich bei vernünftiger Überlegung jedenfalls
nicht zu einem solchen Prozess entschliessen. Dementsprechend ist das
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Beschwerdeverfahren im Zeitpunkt der Anhängigmachung als
aussichtslos zu bezeichnen. Bei diesem Ergebnis braucht auf die
Bedürftigkeit des Beschwerdeführers als zweite Voraussetzung für die
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht weiter eingegangen zu
werden. Dementsprechend erweist sich das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege (Prozessführung und Rechtsverbeiständung) als
unbegründet und ist abzuweisen.
12. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen
vor dem kantonalen Versicherungsgericht − abweichend von Art. 61 lit. a
ATSG − kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--
festgelegt. Vorliegend erscheint ein Kostenansatz von Fr. 700.-- als
angemessen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens gehen die
Kosten im Sinne von Art. 73 VRG zulasten des unterliegenden
Beschwerdeführers. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen
Anspruch auf eine aussergerichtliche Entschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e
contrario).