# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ff87cf2b-3184-4251-9f17-bc1d3637fd74
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. 1. X._ wurde von A._ mit unbefristetem Vertrag vom November 2008 ab 1. Januar 2009 als Nightauditor für das Hotel B._ angestellt. Der Nettomonatslohn abzüglich Versicherungen, Quellensteuern, Verpflegung und Zimmerkosten betrug Fr. 2'008.60. Eine Lohnerhöhung erfolgte im Juli 2009. Mit Arbeitsvertrag vom 28. Dezember 2009 wurde X._ ab 1. Januar 2010 weiterhin als Nightauditor, nun zu einem Nettolohn von Fr. 2'339.85, beschäftigt. Vereinbart war eine einmonatige Kündigungsfrist vom ersten bis zum fünften Arbeitsjahr.
2. A._ kündigte das Arbeitsverhältnis mit X._ mit Schreiben vom 27. September 2010 per 31. Oktober 2010. Als Grund wurde "wegen Saisonende" aufgeführt.
3. Das Schlichtungsverfahren wurde am 12. November 2013 beim Vermittleramt des Bezirks Prättigau/Davos eingeleitet. Die Parteien konnten sich anlässlich der Schlichtungsverhandlung nicht einigen. Am 20. Dezember 2013 stellte der Vermittler die Klagebewilligung aus, die folgendes klägerisches Rechtsbegehren enthält:
"Die beklagte Partei sei zu verurteilen, der klagenden Partei CHF 12'000.00 nebst 5% Zins seit dem 19. Januar 2011 zu bezahlen.
Unter Kostenfolge zu Lasten der beklagten Partei."
4. Die Klage vom 20. März 2014 wurde frist- und formgerecht gleichentags der Post zur Zustellung übergeben und ging am 24. März 2014 beim Bezirksgericht Prättigau/Davos ein. Das abgeänderte Rechtsbegehren lautete wie folgt:
"1. Der Beklagte habe dem Kläger den Betrag von CHF 11'480.56 nebst Zins zu 5% seit dem 19. Januar 2011 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten."
Die Forderung setze sich zusammen aus einer Entschädigung für nicht gemachte Pausen und Nachtzuschläge von Fr. 10'752.74, nicht ausbezahlte Anteile am 13. Monatslohn für die Monate Juli und August 2009 in der Höhe von Fr. 290.30, der Differenz zum Mindestlohn gemäss L-GAV für die Monate Januar bis April 2009 sowie einer Entschädigung für nicht bezogene Feiertage in der Höhe von Fr. 105.52. Bei der Kündigung vom 27. September 2010 "wegen Saisonende" handle es sich um eine schriftliche Rachekündigung des Arbeitgebers. Es sei pro Nachtschicht eine halbe Stunde Pause abgezogen worden. Diese Pausen habe er indes nicht machen können. Zwischen 22:00 Uhr und 07:00 Uhr habe er das Hotel
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nie für eine Pause verlassen können. Er sei immer zur Verfügung des Arbeitsgebers gestanden.
5. A._ beantragte in seiner Klageantwort vom 17. April 2014 (Datum Poststempel) die Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers. Es seien zu keiner Zeit Pausen verhindert oder verboten worden. Vielmehr habe er ausdrücklich erlaubt, über das normale Mass hinaus zu pausieren.
6. In seiner Replik vom 14. Mai 2014 hielt X._ an seinem Rechtsbegehren vollumfänglich fest. Er habe zum ersten Mal am Gespräch vom 12. August 2010 erfahren, dass er überhaupt Pausen machen dürfe. Beim Pausieren sei er nie von seinen Dienstpflichten befreit gewesen.
7. In seiner Duplik vom 28. Mai 2014 führte A._ aus, X._ sei wie alle Mitarbeiter orientiert gewesen und habe seine Pausen beziehen müssen. Es sei ihm aber freigestellt gewesen, wo er diese mache.
8. In der Beweisverfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 16. Juli 2014 wurde X._ der Hauptbeweis für den Bestand und die Höhe der Forderung und die Tatsache, dass die Pausen nicht in natura bezogen werden konnten, auferlegt. Im Weiteren wurden die eingereichten Urkunden für relevant erklärt und F._ als Zeuge benannt. X._ wurde aufgefordert, den von ihm eingeklagten Geldbetrag netto zu errechnen, da gestützt auf PKG 1990 Nr. 21 E. 3a Lohnforderungen im Urteilsdispositiv nicht als Bruttolohn zuzusprechen seien.
9. Die neue Berechnung reichte X._ mit Schreiben vom 25. August 2014 ein. Danach beträgt der eingeklagte Nettolohn insgesamt Fr. 8'048.55, zuzüglich 5% Zins seit 19. Januar 2011.
10. Mit Entscheid vom 2. Oktober 2014, mitgeteilt am 29. Dezember 2014, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:
"1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und A._ wird verpflichtet, X._ netto Fr. 4'221.65, zuzüglich 5% seit 19. Januar 2011, zu bezahlen.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. A._ wird verpflichtet, X._ eine Umtriebsentschädigung von CHF 400.00 zu bezahlen.

## Considerations