# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 419b69c7-2a0a-4385-b6a8-c28e1aff6a86
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1969 geborene
X._
, Mutter
vierer
Kinder
(geboren 1986, 1988
,
1989
und 2002
), reiste im Oktober 20
00
in die Schweiz ein (
Urk.
9/4/1) und war
zuletzt
als Fabrikarbeiterin (Verpackung)
bei der
Y._
AG
angestellt
(
Urk.
9/4/1, Urk.
9/7/2
,
Urk.
9/13
). Mit Datum vom
9.
Januar 2013 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine schwere depressive Störung
/Schmerzen am ganzen Körper
bei der Eidgenössischen Inva
lidenversicherung zum Leistungsbezug
an
(
Urk.
9/9).
Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug vom 2
1.
Februar 2013,
Urk.
9/13) bei und t
ätigte medizini
sche Abklärungen.
Mit Vorbescheid vom 24. Oktober 2013 stellte
sie
der
Versi
cherten
die Abweisung ihres Leistungs
begehrens in Aussicht (
Urk.
9/31
) und begründete dies damit, die Diagnosen seien nicht invali
disierend. Mit Verfügung vom 4.
Dezember 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Beschwer
deführerin wie angekündigt ab (
Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Datum vom 2
0.
Dezember 2013
Beschwerde und beantragte
unter Hinweis auf einen noch einzureichenden Arztbericht sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 4. Dezember 2013 (
Urk.
1). Mit Eingabe
vom
9.
Januar 2014
reichte
sie
ein Schreiben
von Dr.
med.
Z._
,
Fachärztin
FMH
für Psychiatrie und Psychotherapie, zu den Akten (
Urk.
3)
. Die Beschwerdegegnerin schloss in
ihrer Beschwerdeantwort vom 4.
Februar 2014 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
8), was der Beschwerdeführerin am
5.
Februar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im
Rahmen der nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des
Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung
des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente hat.
3.
3.1
Die seit
7.
Juni 2011 behandelnde Hausärztin
Dr.
med.
A._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin,
stellte mit Bericht
vom 10. Mai
2013
folgende Diagnosen
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk.
9/14/1)
:
Zervikospondylogenes
Syndrom
Haltungsinsuffizienz, Hypokyphose der kranialen
Brustwirbelsäule (
BWS
)
/
Hyper
kyphose
der kaudalen BWS
01/2013 RX
Halswirbelsäule (
HWS
)
:
Osteochrondros
e
C
5/C6, Akzesso
ri
sche Halsrippe C
7 beidseits
Lumbospondylogenes
Syndrom
Haltungsinsuffizien
z
, Hyperlordose der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
,
Ketten
ten
domyose
laterale Beinseite beidseits
01/2013
Magnetic
Resonance
Imaging
(
MRI
)
LWS/ISG: Diskushernie L4/L5 und L5/S1 ohne Neurokompression,
Spondylarthrose
L4/L5,
Iliosakralgelenk
(
ISG
)
unauffällig
Enthesiopa
t
h
ie
Ansatz
Fascia
plantaris
beidseits,
Erstdiagnose
(
ED
)
2004
Bilateraler Knicksenkfuss
01/2013 Neuanpassung orthopädische Schuheinlagen
Enthesiopathie
am
Epicondylus
humeri
radialis
beidseits, ED 2007
Mittelgradig depressive Episode
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
A._
folgende Diagnosen auf (
Urk.
9/14/1):
Arterielle Hypertonie
Autoimmungastritis mit konsekutivem Eisen- und Vitamin B12 Mangel
Eisensubstitution, Vitamin B12 Substitution
Zöliakie ausgeschlossen
Laktoseintoleranz
Restless
legs
Syndrom 01/2013
Hypercholesterinämie
Die Beschwerdeführerin sei in schmerzbedingt reduziertem Allgemeinzustand, kar
d
iopulmonal kompensiert. Weiter beste
he
eine diffuse
ossäre
und muskuläre
Druckdolenz
bei Haltungsinsuffizienz und Wirbelsäulenfehlhaltung, Abflachung de
r
Kyphose der
cranialen
Brustwirb
elsäule und fixierte
r
Hyperkypho
se der unteren Brustwirbelsäule sowie eine Hyperlordose der Lendenwirbelsäule (Urk.
9/14/2).
Im Übrigen gab Dr.
A._
an,
sämtliche Fragen im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit nicht beurteilen zu können.
Hierfür
verwies sie auf
die
von ihr veranlasste
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
durch die
Rheumaklinik
des
B._
vom 8. März 2013
(
Urk.
9/14/2
)
.
3
.
2
Nach Zuweisung durch
Dr.
A._
erfolgte d
as
sogenannte
Arbeits
assess
ment
am
B._
,
Rheumakli
nik
/Physio
thera
pie/Ergotherapie vom
8.
März 20
13
unter interdisziplinärer Beurteilung, mit
unter der Leitung von Dr.
med.
C._
, Oberarzt und Facharzt FMH für
Physikalische Medizin und Rehabilitation
, zum
Zwecke der rheumatologischen Stand
ortbestimmung und
Beurteilung
der Leistungsfä
higkeit der Beschwerdeführerin
.
Nebst den bereits
von
Dr.
A._
gestellten Diagnosen
(E. 3.1)
ist dem Bericht insbesondere zu entnehmen, dass das
arbeits
bezogen
relevante Problem in einer verminderten Belastungstoleranz der Lendenwir
belsäule
sowie
beide
r
Füsse bestehe
. Weiter habe die Beschwer
deführerin von schwierigen Familienverhältnissen aufgrund der
Stimmungs
schwankungen
und Unberechenbarkeit ihres Ehemannes berichtet
(
Urk.
9/14/7)
.
Die demonstrierte und funktionelle Leistungsfähigkeit
lägen
unter den
Belas
tungsanforderungen
der bisherigen Tätigkeit
als Verpackung
smitarbeiterin
.
Konkret sei die Beschwerdeführerin mit
Bezug auf Verpackungsarbeiten am Tisch
ganztags arbeitsfähig. H
insichtlich Verpackungsarbeiten am Fliessband
sei sie
zufolge der Taktvorgabe
sowie
dem längerdauernden Stehen mit reduzierter Möglichkeit zur Wechselbelastung
indes nur halbtags
a
rbeitsfähig
. Aufgrund der beobachteten Leistung ergebe sich aus rheumatologischer Sicht in der angestammten Tätigkeit
daher
eine zumu
tbare Arbeitsfähigkeit von 50
%
-
falls die Tätigkei
t am Fliessband verlangt werde
.
Bei einem
angepassten
Arbeitsplatz
im Rahmen
der angestammten Tätigkeit (sitzende Arbeit, keine Tätigkeit am Fliessband) könne eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
attestiert werden. Andere leichte bis mittelschwere Arbeiten mit Gewichtshantierung bis maxi
mal 12,5 kg seien ganztags mit
folgenden Belastungsreduktionen zumutbar:
v
orgeneigt Stehen und Stehen an Ort maximal 30
Minuten
/Tag
Rotation im Sitzen, Knien, Stehen und Gehen, Treppe steige
n
maximal 3
Stunden/Tag
Daraus ergebe sich aus
rein
rheumatologischer Sicht eine zumutbare Arbeits
fähig
keit in angepas
ster Arbeitstätigkeit von 100
%
(
Urk.
9/14/8).
3
.
3
Mit Bericht vom 1
0.
Juni 2013 stellte die
seit 1
1.
Ju
l
i 2012 behandelnde Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Physikalische Medizin, folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/22/1):
Chronische
s
lumbospondylogenes
und rezidivierendes
lumboradikuläres
Reizsyndrom L5 rechts bei Diskushernie L5/S1
Mediane Diskushernie L4/5
Chronisches
cervicospondylogenes
Syndrom bei Haltungsinsuffizienz und
Osteochondrose
C5/
6
, Halsrippe C7 beidseits
Statische Fussbeschwerden bei Senkknickfussdeformität und oberer und unterer Fersensporn beidseits
Chronische
Epicondylopathia
humeri
radialis
beidseits
Restless
-
legs
-Syndrom
Depressive Verstimmung
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
D._
folgende Diagno
sen auf (
Urk.
9/22/1):
Autoimmungastritis 08
Substituierter Vitamin B12-Mangel
Hypercholesterinämie
Arterielle Hypertonie
Beginnende Gonarthrose links
Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin wegen den
Lumboischialgien
und Knieschmerzen nicht mehr zumutbar. Es bestehe diesbezüglich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres (
Urk.
9/22/2). Die Einschränkungen liessen sich durch medizinische Massnahmen nicht vermindern. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne zu unbekanntem Zeitpunkt im Umfang von 30
%
gerechnet werden (
Urk.
9/22/3). Auf
entsprechende
Ergän
zungsfragen
der IV-Stelle (
Urk.
9/23)
gab
Dr.
D._
mit Antworts
chreiben vom
3.
August 2013
an
, d
ie
attestierte
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei vom Hausarzt respektive vom Psychiater bestimmt worden.
Ihres Erachtens
besteh
e seit 20.
Juli 2012 eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit. Aus rheumatologi
scher Sicht wäre eine angepasste Tätigkeit zu 50
%
möglich, allerdings werde die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zufolge ihre
r
psychischen Situation zusätzlich eingeschränkt (
Urk.
9/25/3).
3
.
4
Die
seit 2
8.
Juni 2013
behandelnde
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie,
stellte mit Bericht vom
8.
Oktober 2013 fol
gende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/28/2):
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F 45, 41 mit reaktiver mittelgradiger Depression F 32.1 seit Jahren
A
ls
somatische Diagnosen bei Zuweisung führte
Dr.
Z._
(1) ein
lumbo
radi
kulares
Schmerzsyndrom, (2) chronische
atrophe
Autoimmungastritis sowie (3) depressive Episoden seit 2008 auf. Ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit leide die Beschwerdeführerin
seit Jahren
an einem chronischen Eisen
mangel (
Urk.
9/28/2).
Die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit seit Juni 2013 100 % arbeitsunfähig; dies zufolge Krämpfe und Schmerzen, insbesondere im Wirbelsäulenbereich und an den Füssen, der bestehenden depressiven Sympto
matik mit Energiemangel und jeweils rasch erfolgter Erschöpfung und verzö
gerter Erholungsfähigkeit, diffuser Ängste, Stimmungslabilität
sowie
sozialen Rückzugs. Eine behinderungsangepasste
, mithin wechselhafte, leichte Tätigkeit, ohne das Tragen von Lasten
sei der Beschwerdeführerin
nach einer Einschulung sowie unter
langsamem Anstieg
zu
mindestens
50
%
zumut
bar
. Sie
brauche weiterhin regelmässige Zyklen der E
rgotherapie und Physiotherapie sowie
eine Krisen– und Erhaltun
gsmedikation ihrer Beschwerden
(Urk.
9/28/4f.
)
.
4
.
4
.1
Gestützt auf das fachkundig
beurteilte und auf funktionellen Tests basierende sowie nachvollziehbar begründete
Arbeitsassessment
des
B._
vom
8.
März
2013 ist erstellt und unbestritten, dass der Beschwerdeführerin
in einer
behin
derungsangepassten
Tätigkeit aus
rheumatologischer
Sicht
eine 100%ige Arbeits
fähigkeit zugemutet werden kann.
De
r
Beweiswert
dieser Einschätzung
wird auch
nicht durch
die
pauschale
Beurteilung
von
Dr.
D._
in Zweifel gezogen
,
welche der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht
eine nicht näher substantiierte
50%ige Arbeitsunfähigkeit in an
gepasster Tätigkeit attes
tierte
.
Zudem darf und soll das Gericht in Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mit
unter im H
inblick auf ihre auftragsrecht
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfäl
len eher zu
Gunsten ihrer Patienti
nnen und Patienten berichten (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Kommt hinzu, dass dem Bericht von
Dr.
D._
vom 1
0.
Juni 2013
nur wenige
Befunde zu entnehmen sind und ihre Einschätzung
daher nicht nachvollzogen werden kann.
Strittig und zu prüfen ist indes, ob
aus
der von
Dr.
Z._
diagnostizierte
n
c
hronische
n
Schmerzstörung
(
F 45, 41
)
mit reaktiver mittelgradiger Depression
(
F 32.1
)
eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiert
.
4
.2
Eine fach
ärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behand
lungsergebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser
Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3).
4.3
Vorliegend sind indes keine Um
stände für die Annahme eine
s
solchen Ausnahme
falls ersichtlich
:
Zwar ist eine
psychische Komorbidität zufolge
einer mittelschweren depressiven Störung nicht schlechthin
auszuschlies
sen
. Erfor
derlich ist indes
, dass es sich
dabei
nicht
bloss
um eine Begleiterscheinung einer Schmerzkr
ankheit, sondern um ein selbst
ändiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressives Leiden handelt und im Weiteren, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (
Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinweisen).
Indem der psyc
hotherapeutische Ansatz von Dr.
Z._
im Wesentlichen verhaltenstherapeutische
Schmerzbewältigungs
strategien
verfolgt (
Urk.
28/3), kann es
sich
bei der festgestellten depressiven Symptomatik nicht um eine vo
m
Schmerzsyndrom losgelöste Störung handeln.
Im Weiteren
nahm
die Beschwerdeführerin erst seit
Februar 2013 (psychiatri
sche Ergotherapie) respektive seit
Juni 2013
(Psychotherapie) therapeutische
Behandlungsm
assnahmen
(
Urk.
3 S. 2
,
Urk.
9/28) in Anspruch
. Die vorange
hende delegierte psychologische Behandlung e
ndigte
nach wenigen Sitzungen mit der Pensionierung der behandelnden Psychologin (
Urk.
3 S. 2,
Urk.
9/24). Die
beurteilenden
Fachpersonen des
B._
empfahlen darüber hinaus ein ambu
lantes interdisziplinäres Schmerzprogramm respektive eine medizinische Trainingstherapie für Personen mit chronischen Schmerzen zum Zwecke der Schmerzaufklärung, Erarbeitung aktiver
Copingstrategien
sowie Steigerung der Belastbarkeit mittels Kraftaufbau
(
Urk.
9/14/
8
).
Vor diesem Hintergrund hat die Beschwerdeführerin die Behandlungsmöglichkeiten im Zeitpunkt der angefoch
tenen Verfügung nicht ausgeschöpft.
Von einer
invalidisierenden
Leidens
resistenz
kann
nicht die
Rede sein. Umso weniger
mit Blick auf die
Prognose der
Fachpersonen des
B._
, wonach bei Umsetzen der vorgeschlagenen therapeuti
schen Massnahmen mit einer Steigerung
der Arbeitsfähigkeit
gerechnet werden könne (
Urk.
9/14/8)
.
Der
Vollständigkeit
halber bleibt festzustellen, dass
g
estützt auf die zitierten Arztberichte
weder
der
rheumatologische Gesundheitszustand noch die Autoimmungastritis
Auswirkungen auf die
Erwerbs
fähigkeit
zeitigen
, womit keine erhebliche
körper
liche Be
gleiter
krankung
besteht.
Ein primärer Krankheitsgewinn ist aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht ersichtlich.
Die
psychosozialen Belastungs
faktore
n (
Anpassungsprobleme bei
Migrationshinter
grund
, Heimweh nach dem Herkunftsland,
schwierige Familienverhältnisse
,
niedriger Bildungsstatus, sozioökonomisch knappe Verhältnisse) dürften die
Situation der
Beschwerdeführer
in
nicht einfacher gemacht,
sie
demgegenüber keinen unbewussten Vorteil aus
ihrer
Situation ziehen lassen
haben.
Ob ein ausgewiesener sozialer Rückzug der Beschwerdeführerin aus allen Belangen des Lebens besteht, kann bei dieser Ausgangslage abschliessend offen gelassen wer
den.
Zusammenfassend kann davon ausgegangen werden, dass e
s
der Beschwerde
führerin bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinwei
sen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht zuzumuten ist, ihre psychiatrischen
Leiden
zu überwinden
bzw. einer Erwerbstätigkeit nachzugehen
.
Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle angesichts dieser Ausgangs
lage von keiner invaliditätsrechtlich relevanten Einschränkung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin ausging.
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
5
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
5
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss vo
n der
Beschwerdeführer
in
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).