# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 01ea2308-3b49-435a-a1c4-49e2b570db55
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1953, war von
1.
Januar 2005
bis
3
1.
Dezember 2012
bei
der
Firma Y._
als
Unterhaltsreiniger
angestellt
, wobei der letzte Arbeitstag am
1
6.
März 2012
war (
Urk.
7/11
Ziff.
2.3
)
.
Unter Hinweis auf
Gicht in beiden Händen
meldete sich
der Versicherte
am
2
6.
August 2012
bei der In
validenver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2
Ziff.
6.2
). Die Sozial
ver
sicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte einen Auszug aus dem
individuellen Konto (
Urk.
7/9), Arztberichte (
Urk.
7/12, 7/16) sowie einen Ar
beit
geberbericht (
Urk.
7/11) ein.
Am 1
7.
Oktober 2012 teilte die IV-Stelle dem Ver
sicherten mit, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien, da er sich derzeit nicht in der Lage fühle, eine Erwerbstätigkeit auszuüben und
entspre
chend
die Rentenprüfung
verlange
.
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
7/20
;
Urk.
7/21,
Urk.
7/23-30
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
1
7.
Oktober 2013 (
Urk.
7/38 =
Urk.
2)
einen Rentenanspruch
.
2.
Der
Beschwerdeführer
erhob am
1
8.
November 2013
Beschwerde
gegen die Ver
fügung vom
1
7.
Oktober 2013
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
eine ganze
Invalidenrente
,
eventuell eine Dreiviertelsrente
zuzuspre
chen
. Subeventuell sei z
ur Frage der Arbeitsfähigkeit ein medizinisches Gut
achten einzuholen
(
Urk.
1 S.
2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
3
0.
Dezember 2013
(
Urk.
6
)
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
1
4.
April 2014
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich min
destens 40
%
arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf
dieses Jahres zu mindestens 40
%
invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Inv
aliditätsgrad von mindestens 50
%
auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60
%
auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70
%
auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinische Beurteilung
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
da
von aus, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zu
mut
bar sei
, weshalb sie
einen Rentenanspruch
verneinte
.
2.2
Der Beschwerdeführer bestritt beschwerdeweise (
Urk.
1) die von der Beschwer
de
gegnerin angenommene
volle
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und
machte geltend,
er se
i aufgrund
seiner Beschwerden
auch in einer ange
passten Tätigkeit
nur noch teilweise
arbeitsfähig
, wie die Arztberichte der be
handelnden
Ärzte (
Urk.
7/12,
Urk.
3) belegen würden.
Die Restarbeitsfähigkeit sei aufgrund der persönlichen und beruflichen Gegebenheiten jedoch ohnehin nicht mehr ver
wertbar (S. 7 ff. lit. B).
2.3
Strittig und zu prüfen
sind
somit der Anspruch auf eine Invalidenrente und in
diesem Zusammenhang insbesondere die Höhe
und die Verwertbarkeit
der Arbeits
fähigkeit
in einer an
gepassten Tätigkeit
.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte in seinem Bericht vom 2
0.
April 2012 (
Urk.
7/3/2-3) zuhanden des Taggeldver
si
cherers Helsana ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, Polyarthrose der Hände
sowie Schmerzen im Rücken und in den Händen. Das Bücken und die Arbeit mit den Händen seien nicht möglich
(
Ziff.
1)
. Die Tätigkeit als Gebäude
reiniger sei seit dem 1
9.
März 2012 nicht mehr zumutbar
(
Ziff.
4)
. Hingegen könne eine leichte Tätigkeit
ab zirka Juni 2012 zugemutet werden (
Ziff.
6).
3.2
Dr.
Z._
führte in seinem Bericht vom
9.
Oktober 2012 (
Urk.
7/12) aus, er be
handle den Beschwerdeführer seit November 1996 (
Ziff.
1.2) und nannte fol
gend
e Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronisches Lumbovertebralsyndrom
radiologisch massive Hyperlordose
degenerative Veränderungen (Spondylose und Spondylarthrosen)
Beugekontrakturstellung der Finger V im
Fingermittelgelenk (PIP)
beid
seits
Beschwerden in der Hand mit gestörtem Faustschluss, wahrscheinlich Folge einer chronischen Tenosynovialitis der Beugesehne der Langfinger
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (
Ziff.
1.1):
Diabetes mellitus Typ 2
Diät und OAD
Status nach laparoskopischer Cholezystektomie Dezember 2007
Dr.
Z._
führte dazu aus,
die gegenwärtige Behandlung erfolge nur noch
schmerzzentriert.
Psychische Einschränkungen würden dabei keine bestehen (
Ziff.
1.7)
.
D
er Beschwerdeführer sei in seiner angestammten Tätigkeit als Ge
bäudereiniger seit dem 1
9.
März 2012 zu 100
%
arbeitsunfähig. Eine leichte, den
Beschwerden angepasste Tätigkeit wäre
seiner Ansicht nach
durchaus denkbar, infolge des Alters und der Ausbildung des Beschwerdeführers
hinge
gen
aber kaum mehr realisierbar (
Ziff.
1.4).
Rein sitzende sowie wechselbelas
tende Tätig
keiten seien im Rahmen von 5-6 Stun
den
bei einer Leistung von
50-70
%
zu
mutbar (S. 5).
3.3
Dr.
Z._
bestätigte in
einer kurzen Stellungnahme vom 1
2.
März 2013
(
Urk.
7/16) seinen Bericht vom
9.
Oktober 2012
(vorstehend E.
3.2)
und fügte an,
dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in der Zwischen
zeit nicht
verändert habe.
3.4
Med. pract.
A._
, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie, RAD, führte am 1
6.
April 2013 aus,
die beidseitige Beugekon
traktur der Kleinfinger sei unter der Bezeichnung Kamptodaktylie als anlagebe
dingte Variante bekannt und ziehe in der Regel kaum Einschränkungen im All
tag nach sich. Die
Ü
brigen von
Dr.
Z._
genannten Befunde der Langfinger l
ie
sse
n
eine Fingergelenkspolyarthrose vermuten
(S. 2)
.
Bei Degeneration der Lendenwirbelsäule bestehe aus versicherungsmedizinischer
Sicht eine verminderte Belastbarkeit für regelmässiges mittelschweres und schweres
Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten mit Über
streckbelastung der Wirbelsäule über Kopf- und Schulterhöhe, auf Leitern und
Gerüsten, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken sowie für
Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen.
Leichte (angepasste) Tätig
keiten
in Wechselbelastung unter Ausschluss ungünstiger Witterungsbedingun
gen, auch
mit gelegentlichem Heben, Tragen und Transportieren von Lasten bis maximal
10
kg körpernah, ohne Verharren in Zwangshaltungen, ohne repetitive Bean
spru
chung der Hände
und ohne erhöhte Anforderungen an das feinmoto
rische Ge
schick der Hände, wären dem Beschwerdeführer medizinisch theore
tisch weiter
hin seit Oktober 2012 zu 100
%
zumutbar (S. 3). Aufgrund des de
generativen Charakters des Gesundheitsschadens sei eine Besserung in der Zu
kunft nicht wahrscheinlich. Auch
durch medizinische
Massnahmen sei überwie
gend wahr
scheinlich keine Besserung der Arbeitsfähigkeit mehr herbeizuführen.
3.5
Dr.
Z._
führte in seinem Schreiben vom 1
2.
Juli 2013
(
Urk.
7/29)
aus, dass er nach
neuerlicher
Untersuchung des Beschwerdeführers an seine
n bishe
rigen
Be
urteilung
en
festhalte. Dem Beschwerdeführer sei eine Arbeit höchstens in lei
ch
-
tester Form zumutbar und selbst dann nur mit einem eingeschränkten Pensum. Wegen rascher Ermüdbarkeit und rasch auftretenden Schmerzen sei die Wirbel
säule nur sehr eingeschränkt belastbar. Im Bereich der Hände sei die feh
lende Kraft und Feinmotorik im Wesentlichen für die nur beschränkte Arbeits
fähigkeit verantwortlich. Zudem benötige der Beschwerdeführer täglich Medi
kamente, um
überhaupt eine leichte Arbeit ohne Schmerzen bewältigen zu kön
nen. Im Übri
gen
seien die Beschwerden glaubhaft und medizi
nisch nachvollziehbar.
3.6
Dr.
med. B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, untersuchte den Beschwerdeführer am 1
1.
November 2013 erstmals und nannte in seinem Bericht vom 1
2.
November 2013
(Urk. 3)
folgende Diag
no
sen
(S. 1)
:
Beugekontrakturstellung der Finger beidseits insbesondere V im PIP am ehesten als Folge einer chronischen Tenosynovialitis
Polyneuropathie der Finger und Zehen bei
Diabetes mellitus Typ II
p
eriphere arterielle Verschlusskrankheit
chronisches Lumbovertebralsyndrom bei Spondylarthrosen L5/S1
Depression, Gewichtsverlust 20
kg gemäss Angaben
Dr.
B._
erachtete den Beschwerdeführer auch für leichtere Arbeiten höchs
tens zu 40-50
%
arbeitsfähig. Aufgrund der noch unklaren Situation im Hand- und Fussbereich sei eine neurologische Untersuchung sinnvoll (S. 2).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte zur Begründung der angefochtenen Verfügung
(
Urk.
2) auf die Stellungnahme der RAD-Ärztin
med. pract.
A._
ab
, wo
nach
beim Beschwerdeführer von einer vollen Arbeitsfähigkeit in
einer ange
passten
Tätigkeit auszugehen sei
(vorstehend E. 3.4)
.
4.2
Auf Stellungnahmen de
r
RAD kann indes nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht
(vgl.
vorstehend E. 1.4)
genügen (Urteil des Bundesgerichts I 694/05 vom 1
5.
Dezem
ber
2006 E. 2). Sie müssen insbesondere in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizinischen Situation und
Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen sind zu be
gründen (BGE
125 V 351 E.
3a). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefrag
ten
persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (
Ur
teile des Bundesge
richts I 142/07 vom 2
0.
November 2007 E.
3.2.3 und I 362/06 vom 1
0.
April 2007
E. 3.2.1).
M
ed. pract.
A._
berücksichtigte
die medizinischen Vorakten wie auch die geklag
ten Bes
chwerden der Beschwerdeführerin
. Sodann leuchten
ihre
Darle
gung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung ein und die Schluss
folgerungen sind nachvollziehbar begründet. Die Beurteilung wurde ausserdem in
Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstellt und trägt der
konkreten medizinischen Situation Rechnung.
Die vorhandenen Befunde werden
dabei in nachvollziehbarer Weise bei der Einschränkung der Leistungsfähigkeit beziehungsweise
dem
entsprechend formulierten Zumutbar
keitsprofil berücksi
ch
tigt.
Im Übrigen
handelt es sich bei med. pract.
A._
um
eine Fachärztin
und
ihre
Stellungnahme
ist
für die Beantwortung der gestellten Fragen genü
gend umfassend. Die Stellungnahme erfüllt somit die praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E.
1.4), so dass für die Entscheidfindung und insbesondere die Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt werden kann
.
4.3
Der Beschwerdeführer
brachte
vor, dass der Beurtei
lung des RAD nicht gefolgt werden könne, da diese den Beurteilungen der Ärzte, welche den Beschwerde
führer untersucht haben, widerspreche.
Gemäss Art. 59 Abs. 2
bis
IVG stehen die regionalen ärztlichen Dienste den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan
spruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Arti
kel 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig. Nach Art. 49
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die re
gionalen ärztlichen Dienste die medizinischen Voraussetzungen des Leistungs
anspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizi
ni
schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bun
des
amtes frei wählen (Abs. 1). Die regionalen ärztlichen Dienste können bei Be
darf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2).
Sinn und Zweck dieser Bestimmung liegen darin, dass die IV-Stellen zur Beur
teilung der medizinischen Anspruchsvoraussetzungen auf eigene Ärzte und
Ärztinnen zurückgreifen können. Diese sollen aufgrund ihrer speziellen versi
che
rungsmedizinischen Kenntnisse für die Bestimmung der für die Invaliden
ver
si
che
rung massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten verant
wortlich sein. Damit soll eine konsequente Trennung der Zuständigkeiten zwi
schen
behandelnden Ärzten (Heilbehandlung) und Sozialversicherung (Be
stim
mung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens) geschaffen werden. Die RAD
be
zeichnen die zumutbaren Tätigkeiten und die unzumutbaren Funktionen unter
Angabe einer allfälligen medizinisch begründeten zeitlichen Schonung. Damit soll im Hinblick auf eine erfolgreiche Eingliederung eine objektive Fest
legung der massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten er
möglicht werden. Gestützt auf die Angaben des RAD hat die IV-Stelle zu beur
teilen, was einer versicherten Person aus objektiver Sicht noch zumutbar ist und was nicht.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist
somit
n
icht zwingend erforder
lich
, dass die v
ersicherte Person
durch den RAD
untersucht wird. Nach
Art.
49
Abs.
2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzun
gen des Leistungsanspruchs nur „bei Bedarf“ selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist somit nicht an sich ein Grund, um einen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden me
dizinischen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Befassung mit der
versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts I 1094/06
vom 1
4.
November 2007 E. 3.1.1; vgl. auch BGE 127 I 54 E. 2e und f).
Dass
der RAD vorliegend nicht selber eine klinische Untersuchung
durchführte
, schmälert nach dem Gesagten den Beweiswert
seiner
Stellungnahme nicht, und
zwar umso weniger, als die somatischen Befunde als solche nie umstritten wa
ren,
sondern lediglich deren Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit.
4.4
Auch d
er Einwand des Beschwerdeführers, die RAD-Ärztin sei aufgrund ihres Facharzttitels für
orthopädische Chirurgie und Traumatologie nicht zur Beurtei
lung der vorliegenden Befunde qualifiziert, stösst ins Leere
.
Weshalb nur ein Rheu
matologe und nicht auch ein Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates die Beschwerden de
s
Beschwerdeführers
beurteilen können soll, ist nicht nachvollziehbar, bilden doch (chronische) Schmer
zen des Bewegungsapparates Gegenstand sowohl der Rheumatologie als auch der Orthopädie (Urteile des Bundesgerichts 9C_270/2012 vom 23. Mai 2012
E. 4.2; 9C_547/2010 vom 26. Januar 2011 E. 4.1; 9C_203/2010 vom 21. Septem
ber 2010 E.
4.1).
Das Bundesgericht hat in seinem Urteil
9C_149/2008
vom 27. Oktober
2008
im Übrigen festgehalten, dass e
in Arzt unabhängig
von seiner
Fachrichtung grundsätzlich in der Lage ist, die Kohärenz des Berichts eines Kolle
gen zu beurteilen
.
4.5
Soweit der Beschwerdeführer einwendet, aufgrund des Berichts des Facharztes
Dr.
B._
(vorstehend E.
3.6)
lasse sich die Annahme einer vollumfängli
chen
Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten
nicht aufrechterhalten,
ver
kennt er
,
dass
dieser
vorliegend
zur Beurteilung nicht herangezogen werden kann, da er
erst nach Verfügungserlass erstellt worden ist. Rechtsprechungsge
mäss bildet
der
Erlass der angefochtenen Verfügung die Grenze der gerichtli
chen Überprüfungs
befugnis (vgl. etwa BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 und BGE 129 V 354 E.
1). Eine all
fällige seither eingetretene gesundheitliche Verschlechterung kann daher nicht Gegenstand dieses Verfahrens bilden.
Folglich ist auch die
von Dr.
B._
erwähnte psychische Problematik ausser Acht zu lassen.
Schliesslich ist auch zu berücksichtigen, dass es sich bei
Dr.
B._
nicht um einen Psychiater han
delt und seine Aussagen nicht durch objektivierbare Befunde belegt wurden.
In der Aktenlage wie sie sich im Zeitpunkt des Verfügungserlasses darbot, gab es keine Anzeichen einer psychischen Beeinträchtigung. Dr.
Z._
hielt diesbe
züglich explizit fest, dass keine psychische Erkrankung bestehe (vorstehend E.
3.2).
4.
6
Schliesslich vermögen w
eder
Dr.
Z._
noch
Dr.
B._
nachvollziehbar zu
begründen, weshalb der Beschwerdeführer – infolge des Lumbovertebralsyn
droms
und der eingeschränkten Beweglichkeit der Finger – selbst eine ange
passte Tä
tigkeit nicht in einem Pensum von 100
%
ausüben könnte.
Sie vermö
gen die Be
urteilung der RAD-Ärztin nicht zu entkräften.
So erscheint dabei vor allem n
icht
nachvollziehbar und überzeugend
, dass
der Beschwerdeführer selbst in einer leichten
und
angepassten Tätigkeit
neben einer eingeschränkten Belast
barkeit zusätzlich in zeitlicher Hinsicht eingeschränkt sein soll (vorstehend E.
3.2).
I
m Bericht
von
Dr.
Z._
zuhanden des Taggeldversicherers
(vorstehend E. 3.1)
war von einer
Einschränkung
in leichter Tätigkeit
noch keine Rede.
Die von
Dr.
Z._
schliesslich
in seine Beurteilung einbezogenen Einschränkungen (vorstehend E.
3.2 und E.
3.5)
wurden in der Beurteilung der RAD-Ärztin und insbesondere im von ihr formulierten Zumutbarkeitsprofil
entsprechend
be
rück
sichtigt.
Aufgrund der Ausführungen des behandelnden Hausarztes
Dr.
Z._
ist
insbe
sondere
nicht auszuschliessen, dass er
auch invaliditätsfremde Faktoren in sei
ner
Beurteilung berücksichtigt hat. So
hielt
er in seinem Arztbericht vom
9.
Oktober 2012 (vorstehend E.
3.2) fest, dass eine leichte, den Beschwerden an
gepasste Tätigkeit durchaus denkbar, diese jedoch infolge des Alters und der Ausbildung des Beschwerdeführers kaum mehr realisierbar wäre.
4.7
Bei derart starken
Beschwerden und Einschränkungen
,
wie
sie durch
die behan
delnden Ärzte
attestiert
wurden
, müsste man zumindest
davon ausgehen
, dass sich der Beschwerdeführer auch i
n fachärztliche
Behandlung
begeben hat
. Dies
ist
jedoch nicht der Fall (
Urk.
7/31,
Urk.
7/34). Auch anderweitige Therapiean
sätze
wurden
keine
mehr
in Angriff genommen
.
D
ie aktuelle Behandlung
bei
Dr.
Z._
erfolgt
nur noch schmerzzentriert (vorstehend E.
3.2).
So sind auch bis
heute keine weiteren fachärztlichen Stellungnahmen oder Beurteilungen nachgereicht worden
, die einen anderweitigen Schluss zulassen würde
.
Bei der Würdigung von divergierenden ärztlichen Stellungnahmen zur Arbeits
fähigkeit ist
schliesslich
dem Umstand Rechnung zu tragen, dass allenfalls von
unterschiedlichen Krankheitsbegriffen ausgegangen wurde.
Das in der prakti
schen
medizinischen Behandlung massgebende bio-psycho-soziale Krankheits
modell ist weiter gefasst als der für die invaliditätsrechtliche Beurteilung heran
zuziehende Begriff der gesundheitlichen Beeinträchtigung (Urteil
des Bundes
ge
richts
I 704/03 vom 2
8.
Dezember 2004 E. 4.1).
Die
unterschiedliche Schwerebeurteilung der Symptomatik sowie abweichende Fol
genabschätzung
von
Dr.
Z._
erklärt sich vorliegend wohl auch mit dem Unterschied zwischen medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag.
Bei
der Würdigung seiner Beurteilung ist rechtsprechungsgemäss
somit
die Erfah
rungs
tatsache zu berücksichtigen, d
ass Hausärztinnen und Hausärzte
wie über
haupt behandelnde Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.
4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
4.8
Zusammenfassend
wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht welche die Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit durch den RAD umzustossen verm
ö
g
en
.
Soweit
der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei
aufgrund der widersprüchlichen medizinischen Beurteilungen nicht rechts
ge
nüg
lich abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen zu treffen, ist festzu
halten, dass der Gesundheitszustand sowie die Beeinträchtigung der Ar
beits
fähig
keit des Beschwerdeführers in der Beurteilung gebührend berücksich
tigt wur
den.
D
e
r
Beschwerde
führer vermag sodann nicht weiter darzutun, in
wiefern die Ak
ten
lage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist. Die vor
liegenden medi
zi
nischen Akten erweisen sich als ausreichend, weshalb auf wei
tere Abklä
rung
en verzichtet werden kann.
Es ist daher festzuhalten, dass auf die überzeugende Einschätzung des RAD ab
zu
stellen und somit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem Zu
mutbarkeitsprofil auszugehen ist.
5.
5.1
Weiter ist zu beurteilen, ob für den Beschwerdeführer auf dem allgemeinen Ar
beitsmarkt realistischerweise geeignete Arbeitsstellen zur Verfügung stehen, an
denen er die ihm verbleibende Restarbeitsfähigkeit zumutbarerweise noch ganz oder teilweise verwerten kann.
5.2
Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf
gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht von realitätsfremden Ein
satzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer Ar
beits
gelegenheit im Sinne von
Art.
28
Abs.
2 IVG beziehungsweise
Art.
16 ATSG dort
nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so einge
schrän
k
ter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt prak
tisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer ent
spre
chenden Stelle deshalb zum vornherein als ausgeschlossen erscheint (ZAK 1991 S. 320 E.
3b, ZAK 1989 S.
321 E.
4a). Ferner beinhaltet der Begriff des aus
geglichenen Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Ar
beits
markt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stel
len offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und in
tellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsat
zes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob eine invalide Per
son die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (Urteil des Bundesgerichts I 617/02 vom 1
0.
März 2003 E. 3.1 mit Hinweisen).
5.3
Die Rechtsprechung hat das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invalidi
tätsfremder Faktor (AHI 1999 S.
240 unten sowie Urteil des Bundesgerichts I 97/00 vom 2
9.
August 2002 E.
1.4 mit Hinweisen), als Kriterium anerkannt, wel
ches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten da
zu führen kann, dass die der versicherten Person verbliebene Resterwerbsfä
higkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nach
gefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbst
ein
gliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Ist die Resterwerbsfähigkeit in diesem
Sinne wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, liegt vollständige Erwerbs
unfähig
keit vor, die zum Anspruch auf eine ganze Invalidenrente führt.
Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermö
gen auf dem aus
geglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allge
mei
nen Regel bemessen. Die Bedeutung des fortgeschrittenen Alters für die Besetz
ung entsprechender Stellen ergibt sich vielmehr aus den Einzel
fallumständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend er
scheinen. Zu denken ist zunächst an die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, angesichts der beschränkten Dauer verblei
ben
der Aktivität sodann namentlich auch an den absehbaren Umstel
lungs- und
Einarbeitungsaufwand, dessen Ausmass wiederum anhand von Kri
terien wie der Persönlichkeitsstruktur, vorhandenen Begabungen und Fertigkei
ten, Ausbildung und beruflichem Werdegang sowie der Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich abzuschätzen ist (Urteil des Bundesgerichts I 376/05 vom
5.
August 2005 E. 4.1 mit Hinweisen).
5.4
Der Beschwerdeführer war in dem für die richterliche Beurteilung massgeben
den Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung (vgl. dazu BGE 121 V 362
E.
1b mit Hinweis)
,
60
,5
Jahre
alt
und daher nicht leicht vermittelbar
.
Die ihm verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter betrug somit noch
4,5
Jahre.
Dennoch bestehen für den
Beschwerdeführer
mit Bezug auf den
hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt Möglichkeiten, eine Stelle zu finden
. Einerseits werden Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeits
markt (
Art.
28
Abs.
2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (
Urteil des
Bundesgerichts I 39/04 vom 2
0.
Juli 2004). Andererseits ist der Be
schwerde
füh
rer
entgegen seiner Ansicht
nach wie vor im Rahmen eines Voll
pensums arbeits
fähig
und die ihm zumutbare Tätigkeit unterliegt nicht so vie
len Einschrän
kung
en,
dass
eine Anstellung nicht mehr als realistisch zu be
zeichnen wäre.
Tätigkeiten mit einem solchen, nicht allzu eingeschränkten An
forderungsprofil, sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausreichend vor
handen, wobei an
Tätigkeiten in der Produktion oder Kontrolltätigkeiten zu denken ist, welche zum
Teil durchaus wechselbelastend ausgestaltet sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physi
sche Kraft verlangen, seit
vielen Jahren und in ständig zunehmendem Ausmass durch Maschinen ver
r
ich
tet
werden, während den Über
wachungsfunktionen wie auch im Dienstleis
tungs
be
reich grosse und wachsende Bedeutung zukommt. Insgesamt besteht auf dem aus
geglichenen Arbeitsmarkt durchaus die entspre
chende Nachfrage für
den
ge
sund
heitlichen Einschränkungen des Beschwerd
e
führers angepasste Tätigkeiten.
Der Beschwerdeführer war in den letzten 10 Jahren bei insgesamt 5 unter
schi
ed
lichen Arbeitgebern tätig. Die geistigen An
forderungen seiner letzten Tätigkeit
als Unterhaltsreiniger umfasste
n
neben Kon
ze
n
tration/Aufmerksamkeit, Durch
halte-
und Auffassungsvermögen insbeson
dere grosse Sorgfalt
(
Urk.
7/11/6)
.
Aufgrund dieser
vielseitig einsetzbaren be
ruflichen Fähigkeiten ist dem Be
schwer
deführer ein
Umstellungs- und Einar
beitungsaufwand noch zumutbar.
Eine
psychische Erkrankung die dem Entge
genstehen würde, ist ebenfalls nicht
ausgewiesen
.
In Gesamtwürdigung der für die Zumutbarkeitsfrage im vorliegenden Fall mass
gebenden objektiven und subjektiven Umstände ist davon auszugehen,
dass dem
Beschwerdeführer
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geeignete Arbeits
stellen zur Verfügung stehen, an denen er die ihm verbleibende Restarbeitsfä
higkeit
noch verwerten kann
und ihm die Verwertung gestützt auf die Selbstein
glie
de
rungslast zumutbar ist
.
6.
6.1
Weiter ist d
er durch die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung der erwerblichen Aus
wirkungen vorgenommene Einkommensvergleich zu be
urteilen
.
6.2
Die Beschwerdegegnerin nahm in der angefochtenen Verfügung ein Validenein
kommen von
F
r.
65‘538.35
an
, was von Seiten des Beschwerdeführers nicht be
stritten wurde.
Sie stützte sich dabei auf den Auszug aus dem individuellen Konto
, welcher für da
s Jahr 2011 ein Einkommen von
F
r.
64‘247
.--
ausweist. Dies ist
nicht zu beanstanden.
Unter Berücksichtigung
von
aktuelle
ren
Wirt
schaftsdaten zur Nominalentwicklung von
0.8
%
im Jahr 201
2 und 0.7
%
im Jahr 2013
(Die Volkswirtschaft
3/4-
2015, S.
89
Tabelle B 10.2, Total)
ergibt dies ein
geringfügig tieferes
Valideneinkomm
en von
F
r.
65‘214.30
(
Fr.
64‘247
.-- x 1.0
08 x 1.007
)
.
6.3
Hinsichtlich de
r Höhe des
Invalideneinkommens
vertrat
der Beschwerdeführer die Ansicht,
dass
dieses
auf der Grundlage einer Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit im Umfang von durchschnittlich 53
%
zu berechnen sei
, wobei
z
u den übrigen Punkten der Berechnung keine Einwände vorgebracht
wurden
.
Nach den obigen Ausführungen und Feststellungen (E.
4) ist vorliegend
von
k
einer
reduzierten
Arbeitsfähigkeit
in angepasste
r
Tätigkeit
auszugehen.
Für die Bemessung des Invalideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin auf Ta
bellen
löhne ab,
was ebenfalls nicht zu beanstanden ist.
Sie
errechnete für das Jahr 2
013 ein Invalideneinkommen von
F
r.
63‘017.80
.--
(
F
r.
4‘
901
.--
: 40 x 41.6 x 12 x Nominalentwicklung).
Unter Berücksichtigung der aktuellen Wirt
schaftsdaten kommt es auch hier zu einer geringfügigen Anpassung.
B
ei einer
durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2013 (Die Volks
wirtschaft
3/4
-2015, S.
88
Tabelle B 9.2, Total)
und
unter Berücksichti
gung der Nominalentwicklung von 1.0
%
im Jahr 2011
, von 0.8
%
im Jahr 2012 und 0.7 %
im Jahr 2013
(Die Volkswirtschaft 01-2015, S. 93 Tabelle B 10.2, Total)
resultiert
ein Invalideneinkommen
von
F
r. 62‘856.95
(
F
r. 4901
.--
: 40 x41.7 x 12 x 1.01 x 1.008 x 1.007).
Die Beschwerdegegnerin nahm
aufgrund der Einschränkungen des
Beschwerde
führers
einen leidensbedingten Abzug von 25
%
vom Invalideneinkommen vor.
Das kantonale Gericht hat nicht ohne triftigen Grund sein Ermessen an die Stelle
desjenigen der Verwaltung zu setzen (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts I 337/06
vom 1
4.
Juli 2006, E. 3.2). Der von der IV-Stelle unter Berücksichti
gung
aller Umstände vorgenommene behinderungsbedingte Abzug von 25
%
erweist sich vorliegend als nicht unangemessen und es sind insbesondere keine triftigen Gründe ersichtlich, aufgrund welcher das Gericht vom Ermessen der Verwaltung abweichen sollte. Damit beträgt das Invalideneinkommen F
r.
47‘142.70
.
Bei der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert
ein Invaliditätsgrad von 2
8
%
, weshalb
dem
Beschwerdeführer keine Rente de
r In
validenversicherung zusteht
.
N
ach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
70
0
.--
a
nzu
setzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.