# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1def7a8a-6a81-4188-be7f-8dafb45bf36d
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Konstanz ein Ermittlungsverfahren gegen eine orga-
nisierte, kriminelle Täterschaftsgruppierung im Zusammenhang mit Ausnut-
zung des Mehrwertsteuersystems der EU führt;
- die Staatsanwaltschaft Konstanz mit Rechtshilfeersuchen vom 10. Au-
gust 2016 an die Schweiz gelangte und unter anderem die Durchsuchung
der Geschäftsräume der B. AG sowie Wohnräume und Fahrzeuge von A.
(nachfolgend: Beschwerdeführer), Sicherstellung von Vermögenswerten bis
zu einem Beitrag von EUR 1‘591‘907.64 und Beschlagnahme fallrelevanter
Unterlagen ersuchte;
- das Bundesamt für Justiz mit Verfügung vom 30. August 2016 der Eidgenös-
sischen Zollverwaltung die Durchführung des Rechtshilfeersuchens dele-
gierte;
- die Eidgenössische Zollverwaltung mit Eintretens- und Zwischenverfügung
vom 1. Dezember 2016 dem Rechtshilfeersuchen entsprach und unter an-
derem die obgenannten Hausdurchsuchungen und Beschlagnahme von
Vermögenswerten anordnete (act. 3);
- diese Verfügung den Beschwerdeführer gemäss Postnachforschungen am
16. Dezember 2016 erreichte (act. 5.2, 5.3);
- C. am 23. Dezember 2016 und der Beschwerdeführer am 24. Dezem-
ber 2016 via E-Mail über die allgemeine elektronische Kontaktadresse
info@bstger.ch an das Bundesstrafgericht gelangten; in beiden E-Mails je-
weils eine Kopie der Beschwerde gegen die Verfügung vom 1. Dezem-
ber 2016 in Form einer PDF-Datei angehängt war (act. 1, 2);
- die in den E-Mails jeweils angehängte Beschwerde im Original am 27. De-
zember 2016 in Österreich aufgegeben und am 28. Dezember 2016 der
schweizerischen Post übergeben wurde (act. 6).
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## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- die Verfügung der ausführenden kantonalen Behörde oder der ausführenden
Bundesbehörde, mit der das Rechtshilfeverfahren abgeschlossen wird, zu-
sammen mit den vorangehenden Zwischenverfügungen der Beschwerde an
die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts unterliegt (Art. 80e
Abs. 1 IRSG);
- gegen eine Zwischenverfügung innerhalb von 10 Tagen ab der schriftlichen
Mitteilung der Verfügung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts Beschwerde geführt werden kann (Art. 80k IRSG);
- die Frist am nächstfolgenden Werktag endet, wenn ihr letzter Tag ein Sams-
tag, ein Sonntag oder ein vom Bundesrecht oder kantonalen Recht aner-
kannter Feiertag ist (Art. 20 Abs. 3 VwVG);
- schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tage der Frist der Behörde ein-
gereicht oder zu deren Handen der schweizerischen Post oder einer schwei-
zerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben wer-
den müssen (Art. 21 Abs. 1 VwVG);
- nach der Rechtsprechung einer Eingabe per Telefax keine fristwahrende
Wirkung zukommt (BGE 121 II 252 E. 4B S. 256; Entscheide des Bun-
desstrafgerichts RR. 2015.133 vom 24. Juni 2015; RR.2015.4 vom 24. Feb-
ruar 2015); es sich mit einer Eingabe via E-Mail gleich verhält, da in beiden
Fällen die Unterschrift fehlt und es sich nicht um einen verbesserlichen Feh-
ler im Sinne von Art. 52 Abs. 2 VwVG handelt; dem Beschwerdeführer dem-
entsprechend keine kurze Nachfrist zur Verbesserung einzuräumen ist;
- die Beschwerdefrist von 10 Tagen vorliegend am 16. Dezember 2016 zu lau-
fen begann und am Dienstag, 27. Dezember 2016, endete; der Beschwer-
deführer in der Rechtsmittelbelehrung der Eintretens- und Zwischenverfü-
gung vom 1. Dezember 2016 über diese Frist aufgeklärt wurde;
- den Eingaben via E-Mail vom 23. und 24. Dezember keine fristwahrende
Wirkung zukommt und sich die am 28. Dezember erfolgte Übergabe der Be-
schwerdeschrift an die schweizerische Post zu Handen der Beschwerde-
kammer als verspätet erweist;
- auf die Beschwerde daher nicht einzutreten ist;
- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig
wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG);
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- die Gerichtsgebühr festzusetzen ist auf Fr. 300.-- (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m.
Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bun-
desstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Ent-
schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]).
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