# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 15f122ed-fa0d-4992-891e-01930074f619
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
A. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Berner Jura-Seeland, er-
öffnete am 26. Januar 2017 gegen A. eine Strafuntersuchung wegen Verbre-
chen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a StGB), eventuell anderer noch zu
bestimmender Verbrechen. Am 28. Januar 2017 ordnete das Regionale
Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-Seeland Untersuchungshaft an.
Am 3. Februar 2017 übernahm die Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA")
die Strafuntersuchung. In der Folge wurde die Untersuchungshaft vom Kan-
tonalen Zwangsmassnahmengericht des Kantons Bern jeweils auf Antrag
der Bundesanwaltschaft mehrfach verlängert, namentlich mit Entscheid und
Berichtigung vom 29. Januar 2018 bis zum 25. Juli 2018 (Verfahrensakten,
pag. 24 ff.).
B. Am 2. Mai 2018 reichte A., vertreten durch Rechtsanwalt Philippe Currat, bei
der BA auf Französisch Strafklage ein wegen Folterhandlungen im Sinne des
Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-
dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe
(Folterkonvention, FoK; SR 0.105), wegen Folter oder grausamer, un-
menschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe im Sinne des
Art. 7 des Internationalen Pakts vom 16. Dezember 1966 über bürgerliche
und politische Rechte (UNO-Pakt II; SR 0.103.2) und des Art. 3 der Konven-
tion vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (EMRK; SR 0.101) und wegen Amtsmissbrauchs im Sinne des
Art. 312 StGB, begangen im Rahmen des Strafverfahrens SV.17.0026, kon-
kret im Vollzug der Haft, insbesondere in der Zeit vom 23. bis zum 27. April
2018. Die Strafklage richtet sich gegen nicht namentlich genannte Beamte
der Bundes[kriminal]polizei, jede andere in die Geschehnisse involvierte Per-
son, jedweder Bundesbehörde angehörend, miteingeschlossen die Bundes-
anwaltschaft, jedweder kantonalen Behörde oder Dritten mit amtlichen
Machtbefugnissen angehörend (Verfahrensakten, pag. 6 ff.). A., vertreten
durch Rechtsanwalt Philippe Currat, erstattete gleichentags beim Bundes-
amt für Polizei (Fedpol) eine weitgehend mit der Strafklage übereinstim-
mende Strafanzeige, die am 7. Mai 2018 zuständigkeitshalber an die BA wei-
tergeleitet wurde (Verfahrensakten, pag. 57 ff.).
C. Am 2. Juli 2018 teilte die Aufsichtsbehörde über die BA B. mit, dass er von
ihr für die Leitung des Verfahrens betreffend die Strafklage zum ausseror-
dentlichen Staatsanwalt des Bundes ernannt worden sei, und übermittelte
ihm die weitergeleiteten Dokumente (Verfahrensakten, pag. 1 f.).
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D. Mit Schreiben vom 19. Juli 2018 (nur per E-Mail) auf Französisch gelangte
A., vertreten durch Rechtsanwalt Philippe Currat, an den a.o. Staatsanwalt
des Bundes B.. Er machte auf eine Feststellungsverfügung des Regionalge-
fängnisses Z. vom 17. Juli 2018 aufmerksam, welche insbesondere feststellt,
dass die am 4. Dezember 2017 an A. durchgeführte oberflächliche Leibesvi-
sitation nicht rechtmässig gewesen ist, weil sie unverhältnismässig gewesen
ist. Er erklärte, auch wenn dieses Element nicht in direktem Zusammenhang
mit dem angezeigten Sachverhalt stehe, erhelle es doch den Kontext seiner
Haftbedingungen (Verfahrensakten, pag. 107 ff.).
E. Mit Schreiben vom 23. August 2018 (nur per E-Mail) auf Französisch ge-
langte A., vertreten durch Rechtsanwalt Philippe Currat, erneut an den a.o.
Staatsanwalt des Bundes B.. Er brachte ein Schreiben des Regionalgefäng-
nisses Y. vom 10. August 2018 betreffend die Haftbedingungen von A. zur
Kenntnis (Verfahrensakten, pag. 116 ff.).
F. Mit Verfügung vom 19. September 2018 auf Deutsch vereinte der
a.o. Staatsanwalt des Bundes B. die mit Eingaben vom 2. Mai 2018 zur An-
zeige gebrachten Handlungen in der Hand der Bundesbehörden (Verfahren-
sakten, pag. 3 f.; act. 1.1A). Mit Verfügung vom 20. September 2018 auf
Deutsch wies er das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab (Verfahren-
sakten, pag. 123 f.; act. 1.1B). Mit einer weiteren Verfügung vom 20. Sep-
tember 2018 auf Deutsch nahm er die Strafsache (Strafanzeige vom 2. Mai
2018) nicht anhand (Verfahrensakten, pag. 125 ff.; act. 1.1C). Die drei Ver-
fügungen wurden dem Rechtsvertreter von A. mit Schreiben vom 20. Sep-
tember 2018 mitgeteilt (Verfahrensakten, pag. 132; act. 1.1).
G. A., vertreten durch Rechtsanwalt Philippe Currat, gelangte mit Beschwerde
vom 1. Oktober 2018 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
(act. 1). Er beantragt hauptsächlich, die Nichtanhandnahmeverfügung vom
20. September 2018 sei aufzuheben und der a.o. Staatsanwalts des Bundes
B. sei anzuweisen, eine Untersuchung zu eröffnen.
H. Am 4. Oktober 2018 übermachte der a.o. Staatsanwalt des Bundes B. der
Beschwerdekammer aufforderungsgemäss die Verfahrensakten (act. 4).
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## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft ist die