# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e356f835-c0b2-409a-8eba-6eb949d8182f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 25
A. Am Morgen des 20. Januar 2009 befand sich A. mit dem Polizeifahrzeug der Marke BMW 530XI Touring, Kontrollschild GR _, auf einer Dienstfahrt auf der A13 vom Rastplatz D. in Richtung E.. Es schneite und die Strasse war schneebedeckt. Gegen 7.25 Uhr befand sich A. auf Höhe der Ortschaft D.. Er hatte den zweiten Getriebegang eingelegt und fuhr mit etwa 30 bis 40 km/h. Plötzlich entstand eine Schneeverwehung, die A. für einen Moment die Sicht nahm. A. nahm seinen Fuss vom Gaspedal und wollte abbremsen. Noch bevor er jedoch die Bremse betätigen konnte, kollidierte er seitlich-frontal mit einem weissen Lieferwagen der Marke Fiat Ducato 15Q 2.3JTD, Kontrollschild GR _, welcher von B. gelenkt wurde. B. befand sich auf der Fahrt von F. in Richtung G.. B. erlitt bei dem Unfall gemäss Arztbericht einen Bänderriss und eine Verrenkung im Gelenk zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt der linken Schulter, Schürfwunden an der linken Schulter, der linken Stirn und am linken Handrücken, eine Prellung des Brustkorbs, eine Stauchung der Halswirbelsäule sowie eine Prellung im Übergangsbereich Brust / Lendenwirbelsäule. A. erlitt nach eigenen Angaben eine Prellung am Brustkorb zufolge des Airbags, eine Quetschung an der rechten Hand sowie Schürfungen an beiden Knien. Er suchte jedoch keinen Arzt auf. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.
B. Mit Strafmandat vom 10. Juni 2009, mitgeteilt am 16. Juni 2009, verurteilte der Kreispräsident K. A. wegen Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG und bestrafte ihn mit einer Busse in Höhe von Fr. 200.--, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von zwei Tagen. Gegen dieses Strafmandat liess A. am 24. Juni 2009 Einsprache erheben. In der Folge ergänzte die Bezirksgerichtsvizepräsidentin D. das Verfahren, indem sie B. als Auskunftsperson und C. als Zeuge einvernahm. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums D. vom 17. Februar 2010, mitgeteilt am 18. Februar 2010, wurde A. wegen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG in Anklagezustand versetzt.
C. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss D. am 4. Juni 2010 waren A. und sein Rechtsvertreter anwesend. Der Verteidiger beantragte in seinem Plädoyer, A. von Schuld und Strafe freizusprechen unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Staatskasse.
D. Mit Urteil vom 4. Juni 2010, gleichentags mündlich eröffnet und am 22. Oktober 2010 schriftlich mitgeteilt, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss D. wie folgt:
Seite 3 — 25
„1. A. ist schuldig der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.
2. Dafür wird A. mit einer Busse von CHF 200.00, ersatzweise bei schuldhafter Nichtbezahlung zu einer Freiheitsstrafe von 2 Tagen verurteilt.
3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus
- Kosten des Kreisamtes K. CHF 748.00 - Gerichtsgebühr CHF 4'956.65
total CHF 5'704.65
gehen zu Lasten des Verurteilten.

## Considerations