# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 38fd5c63-e004-508e-9f58-26269ba924d3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1971, arbeitete seit dem
1.
Januar 2011 bei der
A._
Genossenschaft als Hauswart (
Urk.
7/15). Am 1
8.
Oktober 2012 stürzte er beim Wechseln eine
r
Glühbirne
bzw. Reinigen einer Lampe
von der Leiter und zog sich eine distale Radiusfraktur
links zu (
Urk.
7/2). Wegen den Folgen dieses Unfalles meldete sich der Versicherte am 2
7.
Februar 2013 (Datum des Posteingangs) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1). Die Sozial
versiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog die Akten der
für den Unfall leis
tungspflichtigen Unfallversicherung,
SWICA Versicherungen AG (
A._ Versicherungen
),
bei (Urk. 7/4/1-9,
Urk.
7/9/1-10,
Urk.
7/13). Ausserdem holte sie den Arbeitgeber
bericht
der
A._
Genossenschaft vom 18.
November 2013 (
Urk.
7/15) und d
en
Arztbericht der Klinik für Unfallchirurgie des Universitäts
spitals
B._
vom 2. Dezember 2013 (
Urk.
7/18/5-6, unter Beilage weiterer Arzt
bericht
e, Urk.
7/18/7-23) ein.
Das Arbeitsverhältnis des Versicherten mit der
A._
Genossenschaft
wurde
per 3
1.
De
zember 2013
aufgelöst
(Urk.
7/15). Am 25.
Januar 2014 nahm C._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle Stellung (
Urk.
7/26/3-4). Mit Vorbescheid vom 1
2.
Februar 2014 kündigte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens an, da der Invaliditätsgrad lediglich 16
%
betrage (
Urk.
7/28). Dagegen erhob
X._
durch die
A._
Rechtsschutz am 1
7.
März 2014 Einwand (
Urk.
7/32).
Am 1
3.
Mai 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie
ihm Arbeitsvermittlung gewähre und
ihn
bei der Stellensuche in Koord
i
nation mit dem RAV unterstütze (
Urk.
7/44). In der Folge holte sie den Arztbericht des Zentrums
D._
vom 2
6.
Mai 2014 ein (
Urk.
7/47). Am 15. September 2014 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung erfo
lglos ab, wobei sie festhielt, dass
der Versicherte bei der Arbeitslosenversi
cherung zu 100
%
zur Stellensuche angemeldet sei und deren Massnahmen wei
terhin besuche (
Urk.
7/54).
Am 2
4.
Oktober 2014 (Urk. 7/58) reichte der Versi
cherte einen weiteren Arztbericht des
D._
vom 7.
Oktober 2014 (
Urk.
7/57)
ein
.
Der Einwand zum Vorbescheid wurde am
1
4.
November 2014 (Urk.
7/60) durch die
A._
Rechtsschutz und am
5.
Januar 2015 (
Urk.
7/62) unter Beilage eines Berichtes des Spitals
E._
vom 2
0.
November 2014 (
Urk.
7/63) durch Rechts
anwalt Marc
Spescha
ergänzt. Die IV-Stelle holte den Arztbericht der Universi
tätsklinik
F._
, Handchirurg
ie, vom 1
0.
März 2015 ein (Urk.
7/68
/1-8
).
Am 1
3.
Mai 2015 wies die IV-Stelle
X._
darauf hin, dass er im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht eine regelmässige fach
psychiatrische/psycho
therapeutische Behandlung und eine adäquate psychophar
makologische Therapie nach Massgabe des Therapeuten mit
entsprechendem Nachweis für die Dauer von 6 bis 12 Monaten durchzuführen habe und erst nach Abschluss dieser Massnahme über seinen Rentenanspruch entschieden werde. Falls er dieser Aufforderung nicht nachkomme, könne dies zur Ablehnung oder zur Kürzung von Leistungen führen (
Urk.
7/71). Am
1.
Juni 2015 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass er die Behandlung beim
D._
fortführe (Urk.
7/73).
Die IV-Stelle holte den Arzt
bericht des
D._
vom 2
3.
September 2015 ein (
Urk.
7/78).
Am 2
9.
Januar 2016 stellte die
A._
Versicherungen der IV-Stelle Unterlagen zu, damit diese zur geplanten Begutachtung des Versicherten betreffend allfällige Zusatzfragen und Kostenbeteiligung Stellung nehmen könne (
Urk.
7/83
; vgl.
Urk.
7/87-88 [Zusatz
fragen der IV-Stelle]
).
Das Gutachten des
Instituts G._
erging
am 2
1.
Juni 2016 (
Urk.
7/89
).
Am 1
7.
Oktober 2016 nahm der Versicherte Stellung zum Gutachten des
G._
(Urk. 7/94, unter Beilage des
Bericht
es
der Un
iversitätsklinik
H._
vom 22.
Sep
tember 2016
[
Urk.
7/91])
. Am 2
1.
Oktober 2016 (
Urk.
7/96) reichte er sodann einen Bericht des
D._
vom 2
2.
September 2015 (richtig: 2016) ein (
Urk.
7/95/1-2).
Mit Verfügung vom
6.
April 2017 wies die IV-Stelle
das Leistungsbegehren ab (Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob
X._
durch Rechtsanwalt
Spescha
am 2
3.
Mai 2017 Beschwerde mit folgenden Anträgen (
Urk.
2 S. 2):
«1.
Es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur
ergänzenden Abklärung insbesondere der psychisch bedingten
Beeinträchtigung
der Erwerbsfähigkeit an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
2.
Unter Entschädigungsfolge zu Lasten des
Beschwerdegegners.»
Die Beschwerdegegnerin ersuchte am 2
6.
Juni 2017 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer am
3.
Juli 2017 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
Am
3.
Mai 2018 (
Urk.
9) reichte der Beschwerdeführer die Berichte der
H._
vom
8.
Februar 2018 (
Urk.
10/1) und des
D._
vom
8.
März 2018 (
Urk.
10/2) ein. Diese wurden der Beschwerdegegnerin am
7.
Mai 2018 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
11).
Am
7.
November 2018 (Urk. 12) legte Rechtsanwalt Marc
Spescha
Berichte der
H._
vom 1
5.
Februar und
2.
August 2018 ins Recht (Urk. 13/1-2).
3.
Die von
X._
gegen den
Einpracheentscheid
der SWICA Versicherun
gen AG vom 2
5.
Oktober 2017 beim
hiesigen Gericht
erhobene Beschwerde vom 2
7.
November 2017
wurde mit heutigem Urte
il abgewiesen (vgl. Prozess Nr. UV.2017.00271
).
4
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswer
tes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu
chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechts
anwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auf
lage 2003, S. 24 f.).
I
n Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfah
rungs
tatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftrags
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientin
nen und Patienten aussagen (
BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351
E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behand
lung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die
unter
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach)
Person einerseits und Begut
achtungsauftrag des amtlich bestellten fach
me
dizinischen Experten ander
seits (BGE 124 I 170
E. 4
) nicht zu, ein Administ
rativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei
terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arzt
personen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschät
zungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei
chende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichti
ge
–
und nicht rein subjektiver Inter
pretation entspringende
–
Aspekte benen
nen, die bei der Begutachtung uner
kannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil
des Bun
desgerichts
8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2
mit Hin
weisen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
).
1.5
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge
richts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines ren
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete
versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.
6
Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksich
tigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung vom
6.
April 2017 (
Urk.
2) damit, dass dem Beschwerdeführer gemäss dem Gutachten des
G._
eine seinen körperlichen Einschränkungen angepasste Tätigkeit ab August 2013 zu 100
%
zumutbar ist. Die psychischen Einschränkungen seien im Wesent
lichen auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen. Ausserdem sei es unter The
rapie zu einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen. Aufgrund der psychiatrischen Erkrankung liege damit keine länger andauernde oder bleibende Arbeitsunfähigkeit vor. Es handle sich lediglich um eine vorüber
gehende, behandelbare psychiatrische Einschränkung.
2.2
Demgegenüber führte der Beschwerdeführer aus, es sei anerkannt, dass er nach dem Arbeitsunfall vom 1
8.
Oktober 2012
in der angestammten Tätigkeit dauer
haft keine Arbeitsfähigkeit mehr habe erlangen können. Die Beschwerde
gegnerin gehe zu Unrecht davon aus, dass in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
eine
Arbeitsfähigkeit von 100
%
bestehe, würden doch die Gutachter des
G._
diverse Einschränkungen, insbesondere in Bezug auf den Gebrauch der beeinträchtigten linken Hand festhalten. Sodann lasse sich eine psychiatrische Erkrankung mit Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit im Lichte der Beurteilungen der behan
delnden
Psychiater
nicht schlüssig verneinen.
Die Beschwerdegegnerin habe sich weder selber mit den Berichten der behandelnden Psychiater auseinandergesetzt noch dazu ergänzende Abklärungen beim
G._
eingeholt
(
Urk.
1)
.
3.
3.1
Laut dem Bericht des
Gesundheitszentrums
I._
über die von der
A._
Versicherungen in Auftrag gegebene Evaluation der funktionellen Leistungs
fä
higkeit vom
2
7.
August
2013 (
Urk.
7/9) besteht beim Beschwerdeführer ein Status nach Plattenosteosynthese einer dislozierten dist
alen Radiusfraktur links am 18.
Oktober 201
2.
Aktuell habe der Beschwerdeführer Probleme wegen einer Bewegungs
einschränkung im Unterarm und Handgelenk links sowie belastungs
abhängigen Schmerzen im Handgelenk, Ellbogen und Schultergelenk links. Die bisherige Tätigkeit als Hauswart sei aktuell nicht zumutbar. Die Anforderungen seien zu hoch (Heben und Trag
en max. 17,
5 kg, Hantieren von Werkzeugen mit Anforderungen an Beweglichkeit des Unterarmes, Stossen). Leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten mit Heben von Gewichten von
max. 7,
5 kg bis Kopfhöhe, unter Berücksichtigung eine
r
eingeschränkten Beweglichkeit des Unterar
mes/Handgelenkes links sowie
ohne Leitern steigen seien dem Beschwerdeführer dagegen bereits im jetzigen Zeitpunkt zumutbar. Mittelfristig sei es realistisch, dass dem Beschwerdeführer auch die Tätigkeit als Hauswart wieder möglich sei. Dazu sei aber eine intensive Rehabilitation nötig.
3.2
Gemäss dem Bericht der Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsspitals
B._
vom
2.
Dezember 2013 (
Urk.
7/18/5-6) besteht beim Beschwerdeführer ein Status nach Plattenosteosynthese einer dislozierten distalen Radiusfraktur links am 18. Oktober 201
2.
Der Beschwerdeführer sei am 1
8.
Oktober
2012 beim Wechseln einer Glühbirne von einer Leiter aus einer Höhe von ca. 3 Metern gestürzt und habe sich dabei einen Bruch des linken Handgelenkes zugezogen. Trotz intensiver krankengymnastischer
Beübungsbehandlung
mittels Physio
therapie berichte der Beschwerdeführer noch über starke funktionelle Einschrän
kungen. Es bestünden keine Ruheschmerzen, bei Belastung jeglicher Art würden aber Schmerzen im Bereich des distalen
Radiusulnargelenkes
auftreten. Am 1
4.
November 2013 sei die Metallentfernung erfolgt. Bei Austritt aus der stationären Behandlung sei der Beschwerdeführer in gutem Allgemeinzustand gewesen. Die Wundverhältnisse seien reizlos und bezüglich der Schmerzen kompensiert gewesen.
Zwischen dem 1
4.
und dem 2
4.
November 2013 sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsun
fähig gewesen. Die Belastbarkeit des linken Handgelenkes sei
deutlich einge
schränkt. Um eine
definitive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als Lagerist vorneh
men zu können, müsse der weitere Verlauf abgewartet werden.
3.3
3.3.1
Laut dem Bericht des
D._
an die Beschwerdegegnerin
vom 2
6.
Mai 2014 (
Urk.
7/47) bestehen beim Beschwerdeführer eine schwere depressive Episode (ICD-10, F32.2), eine Störung durch Tabak (F17.2) sowie eine dislozierte distale
extraartikuläre
Radiusfraktur links am 1
8.
Oktober
2012 mit/bei Status nach Ope
ration am 1
9.
Oktober 2012 und Status nach Plattenosteosynthese am 18. November 201
3.
Der Beschwerde
führer sei seit dem Unfall vom 1
8.
Oktober 2012 zu 100
%
arbeitsunfähig. Es bestünden Schmerzen am Arm, Ellbogen und der Schulter links. Der Beschwerdeführer beklage sich über ständiges, teilweise anfallsartiges Weinen, Zittern, ständiges Gedankenkreisen, Lust- und Interesse
lo
sigkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen (Durchschlaf 2 bis 3 Stunden), Sinnlosig
keits
gedanken, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Rückzug, Antriebs
losigkeit und Appetitverminderung. Daher sei er auch für angepasste Tätigkeiten zu 100
%
arbeitsunfähig.
Die Prognose sei schlecht, allerdings bestünde keine genügende medikamentöse Behandlung wegen Angst des Beschwerdeführers.
3.3.2
Im Bericht
an die Beschwerdegegnerin
vom 2
3.
September 2015 (
Urk.
7/78) führte das
D._
aus
, der Beschwerdeführer besuche die Psychotherapie pro Monat 2 bis 4 Mal. Es sei auch eine psychopharmakologische Therapie aufgegleist worden. Es sei geplant, die Behandlung im bisherigen Rahmen weiterzuführen. Der Beschwerdeführer hätte im Rahmen von
arbeitsmarktlichen
Massna
hmen einen Praxis-Check vom 20.
April bis zum 2
3.
Mai 2015 absolvieren sollen. An seinem ersten Arbeitstag habe er wegen psychischen Problemen und starken Konzentra
tionsstörungen aufstehen und das Zimmer fluchtartig verlassen müssen, da er unter Angst vor Menschen und Agoraphobie leide. Er habe auch geweint und gezittert und der Einsatzleiter habe ihn nicht beruhigen können. So
sei
er am ersten Tag des Einsatzprogrammes nach Hause
geschickt
worden. Für den zweiten Tag habe er sich
krank schreiben
lassen.
Am dritten Tag sei ihm eine leichte Markierarbeit zugewiesen worden. Beim Drucken der kranken Hand auf das Papier habe er Schmerzen empfunden. Er habe zu zittern begonnen, habe sich nicht mehr kontrollieren können, habe geweint, sei nervös und unkonzentriert gewesen. Er habe den Raum verlassen, um sich mit Rauchen zu beruhigen, was jedoch erfolglos geblieben sei. Der Einsatz habe deshalb am dritten Tag vollstän
dig abgebrochen werden müssen.
3.3.3
Am 1
0.
Mai 2017 (
Urk.
3/3) hielt das
D._
auf Nachfrage des Beschwerdeführers fest, die psychische Krankheit des Beschwerdeführers sei behandelbar. Wichtig seien Compliance betreffend verschriebene Medikamente, Blutspiegelkontrollen und regelmässige Einzelpsychotherapie. Aktuell sei der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht zu 100
%
arbeitsunfähig.
Der Gesundheitszustand habe sich nicht wesentlich verbessert. Der Beschwerdeführer sei mit dem Gutachten und dessen Folgen wie auch mit der Krankheit seiner Ehefrau (Mammakarzinom) beschäftigt gewesen. Die Ehefrau sei mehrmals operiert worden. Diese Ereignisse hätten zu einer Zunahme der depressiven Beschwerden geführt. Es sei deshalb von einer länger andauernden Erwerbsunfähigkeit auszugehen.
3.4
Gemäss dem polydisziplinären Gutachten des
G._
vom 2
1.
Juni 2016 (Urk. 7/89/2-34) bestehen beim Beschwerdeführer
folgende Diagnosen (Urk. 7/89/17):
Neurologische Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
leichte, schmerzbedingte Funktionseinschränkung der linken Hand nach CRPS I
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
leichte
Dysästhesien
im Bereich der Operationsnarbe am distalen Unterarm
Handchirurgische Diagnosen
-
Status nach CRPS Typ I bei
-
Status nach dislozierter distaler Radiusfraktur links und
-
Status nach
palmarer
Plattenosteosynthes
e distaler Radius links am 1
4.
November 2013 (richtig wohl: 1
8.
Oktober 2012)
-
Status nach subtotaler Materialentfernung distaler Radius links am 14. November 2013
-
Wenig dislozierte
subcapitale
Metacarpale II-Fraktur II links vom 1
8.
Oktober 2012
Orthopädische Diagnosen
-
Unspezifische und somatisch nicht erklärbare, inkonstante Bewegungs
ein
schränkung der linken Schulter ohne Hinweis auf «
frozen
shoulder
»
Psychiatrische Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
keine
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
Nikotinentzugssyndrom ICD 10 F17.3 bei
-
Nikotinabhängigkeitssyndrom ICD 10 F17.24
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischem Schwerpunkt ICD 10 Z73
Bei vorgängig guter Gesundheit und uneingeschränkter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit habe der Beschwerdeführer am 1
8.
Oktober 2012 durch den Sturz von einer Leiter eine dislozierte distale Radiusfraktur links und eine wenig dislozierte
subcapitale
Metacarpale II-Fraktur links erlitten.
Es gebe keine Hin
weise, dass der Beschwerdeführer beim Unfall eine Schädelhirnverletzung erlitten habe.
Bei der orthopädischen Befragung habe er
hervorgehoben, dass die Ruhig
stellung des linken Arms zu Beschwerden an der linken Schulter geführt habe. In Ruhe habe er heute keine Beschwerden mehr, sobald er den linken Arm einsetze
,
spüre er aber starke Schmerzen. Seit mehreren Monaten absolviere er keine The
rapie mehr, da er keine Fortschritte erziele. Bei Bedarf – alle zwei bis drei Wochen – nehme er
Dafalgan
gegen die Schmerzen ein.
Die
klinischen und
bildgebenden Befunde hätten die Schmerzen an der linken Schulter nicht erklären können.
Es seien zudem Unterschiede zwischen aktiven und passiven Bewegungen zu beobachten gewesen, welche als Verdeutlichung
,
möglicherweise als Aggravation zu interpre
tieren seien
(
Urk.
7/89/22)
.
Aus handchirurgischer Sicht bestehe eine Übereinstimmung zwischen den geklagten Beschwerden und den klinischen und radiologischen Befunden. Der aktuelle Zustand sei eine sichere Folge des Sturzes vom 1
8.
Oktober 2012
(
Urk.
7/89/22-23)
. Aus psychiatrischer Sicht falle auf, dass in den somatischen Berichten kein auffälliges psychisches Geschehen beschrieben worden sei.
Bei der aktuellen psychiatrischen Untersuchung sei der Beschwerde
führer teilweise depressiv, in sich gekehrt, mit stark senkrechter Stirnfalte gewe
sen. Den linken Arm habe er meist ruhig gehalten, habe jedoch in einem unbeo
bachteten Moment problemlos ein Haar von der Kleidung entfernen können. Bei einer schweren Depression wäre ein solches Verhalten eher ungewöhnlich. Ebenso sei der Beschwerdeführer auch über die gesamte Dauer der Exploration schwingungsfähig geblieben. Er habe adäquat gelacht. Der Psychostatus weise weniger auf ein depressives als auf ein apathisches Syndrom hin.
Verglichen mit dem klinischen Eindruck hätten die Angaben des Exploranden beim Psychostatus übersteigert gewirkt, im Sinne einer Aggravation. Der Unfall scheine geringe psy
chische Probleme verursacht zu haben, e
s
fänden sich keine Hinweise auf eine posttraumatische Belastungs
störung. Dass der Beschwerdeführer hingegen arbeitslos geworden sei, habe ihm stark zugesetzt und könnte auf eine starke narzisstische Kränkung deuten, die zu einer gewissen Selbstaufgabe zusammen mit Unsicherheit und Angst geführt habe.
Eine depressive Episode könne nicht schlüssig belegt werden, was aber nicht bedeute, dass definitiv keine Depression bestehe. Eine auffällige Persönlich
keit werde
trotz knapp zweijähriger psychiat
rischer Behandlung
nicht beschrieben. Seine Angaben über die Zeit vor dem Unfall sprächen gegen eine Persönlichkeitsstörung, jedoch gebe es klare Hinweise auf akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischem Schwerpunkt.
Diese Eigenart dürfte erschwerend beim Kränkungsprozess hinzugekommen sein
(
Urk.
7/89/23-24)
.
Die reduzierte Beweglichkeit und Einsatzmöglichkeit der linken Hand und die eingeschränkte Beweglichkeit des linken Unterarms liessen die Aufnahme der angestammten Arbeit (Hauswart zu 100
%
) nicht mehr zu.
Der Beschwerdeführer sei
in allen Tätigkeiten eingeschränkt, die den Gebrauch der linken Hand – Heben und Tragen von Gegenständen, repetitive Bewegungen wie Vorderarm
rotationen erforderten. In Tätigkeiten, welche den Einsatz der linken Hand nicht erforderten, sei der Beschwerdeführer aus handchirurgischer Sicht nicht einge
schränkt. Bei
bimanuellen
Arbeiten seien
Belastungslimiten
zu beachten,
nämlich eine maxi
male Gewichtsbelastung der linken Hand von 3 kg für gelegentliches Heben und Tragen, für häufiges Hantieren von Gegenständen mit der linken Hand bis maxi
mal 1 kg.
Vermehrte Pausen würden es ermöglichen, eine arbeitsbedingte Zunahme der Schmerzen im linken Vorderarm zu mildern. Auch in einer an das Leiden angepassten
bimanuellen
Tätigkeit sei daher von einer um ca. 25
%
redu
zierten Effizienz (Rendement) auszugehen.
Zudem sei den narzisstischen Grund
strukturen Rechnung zu tragen. Nach und nach sollte das Aktivitäts
spektrum gesteigert werden
(
Urk.
7/89/24-25).
Als Hauswart bestehe damit eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. In sämtlichen Tätigkeiten, welche den Gebrauch der linken Hand erforderten, sei der Beschwer
deführer eingeschränkt. Dabei handle es sich um das Heben und Tragen von Gegenständen, um repetitive Belastungen bei sich wiederholenden Arbeiten, ins
besondere bei Vorderarmrotationen
, welche nicht nur durch Schmerzen, sondern auch im Umfang eingeschränkt seien. Mit der linken Hand seien dem Beschwer
deführer allenfalls sehr leichte bis leichte Tätigkeiten zumutbar. Hierbei müssten ihm vermehrte Pausen und Erholung eingeräumt werden, womit er eine geringere Gesamtleistung erreiche.
Aus orthopädischer Sicht, betreffend die linke Schulter, bestünden keine Einschränkungen. Ebenso bestünden bei fehlender Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit keine Einschränkungen aus psychiatrischer Sicht. Die genannten Einschränkungen seien auf
den Unfall
vom 1
8.
Oktober 2012 zurückzuführen, krankheitsbedingte Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien nicht
vorhanden
(
Urk.
7/89/29-31).
3.5
3.5.1
Gemäss dem Bericht der
H._
vom 22. September 2016 (
Urk.
7/91) bestehen beim Beschwerdeführer eine rezi
divierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2), ein
cervical
und lumbal betontes
Panvertebral
syndrom
(ICD-10 M54.4), eine stationäre Mehrsklerose im
Proc
.
styloideus
radii
(Erstdiagnose 2
9.
Oktober 2013) (ICD-10 H80.8) sowie eine
gastroösophageale
Refluxkrankheit
ohne
Ösophagitis
(ICD-10 K21.9). Der Beschwerdeführer sei vom 1
1.
August bis zum 1
9.
September 2016 in stationärer Behandlung gewesen. Der Eintritt sei freiwillig auf Zuweisung seiner Psychologin erfolgt. Der Beschwerde
führer habe berichtet, im Jahr 2012 einen Arbeitsunfall erlitten zu haben. Trotz chirurgischer Versorgung sei die Beweglichkeit seines linken Armes stark eingeschränkt geblieben, so dass er seinen Beruf nicht mehr habe ausüben können. In der Folge habe sich ein depressives Syndrom mit sozi
alem Rückzug, tiefer Traurigkeit, Wertlosigkeitsgefühlen, Antriebs- und Interes
selosigkeit und latenten Suizidgedanken entwickelt. Seine chronisch labile Situ
ation sei durch familiäre
Belastungen (Herzerkrankung und Operation seiner Tochter, Diagnose eines Karzinoms bei seiner Ehefrau) und Konflikte
exazerbiert
.
Nach
Eindosierung
der Medikamente hätten sich Affekt und Antrieb deutlich ver
bessert. Zum Austrittszeitpunkt habe sich nach komplikationslos verlaufener Belastungser
probung zu Hause klinisch kein Hinweis auf eine akute Selbst- oder Fremdge
fährdung geboten. Der Beschwerdeführer trete in die ihm vertrauten ambulanten Verhältnisse aus.
3.5.2
Im
– vom Beschwerdeführer beschwerdeweise eingereichten –
Austrittsbericht vom
8.
Februar 2018 (
Urk.
10/1)
über den stationären Aufenthalt des Beschwer
deführers vom 2
7.
Dezember 2017 bis zum 3
1.
Januar 2018
hielt die
H._
fest, es bestünden eine
schizo
affektive
Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1), Differentialdiagnose: anhaltende wahnhafte Störung (ICD-10 F22.0), Differenti
aldiagnose: rezidi
vierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (Erstdiagnose: Januar 2018
,
ICD-10 F33.2), psychi
sche und Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.25), ein
cervical
und lumbal betontes
Panvertebralsyndrom
(ICD-10 M54.5) sowie eine
gastroösophageale
Refluxkrank
heit
ohne
Ösophagitis
(ICD-10 K21.9).
Der Eintritt sei per Fürsorgerische Unterbringung (FU) erfolgt, da der Notfallpsy
chiater eine akute Eigen- und Fremdgefährdung bescheinigt habe. Der
Beschwer
deführer
habe bestätigt, dass es zu einem heftigen Streit mit seiner Ehefrau gekommen sei, habe aber bestritten, sie dabei mit einem Messer bedroht zu haben.
Die während des ersten stationären Aufenthalts im Jahr 2016
eindosierte
Medi
kation habe er aufgrund von Magendarm
beschwerden und Erbrechen selbständig abgesetzt, worauf sich zunehmend eine Aggravation der depressiven Symptoma
tik mit tiefer Traurigkeit, Freudlosigkeit, Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit, Schuld- und Insuffizienz
gefühlen, subjektiven Konzentrationsstörungen, Appe
titlosigkeit sowie Ein- und Durchschlafstörungen entwickelt h
ätten
. Seine chro
nisch labile psychische Situation sei durch familiäre und psychosoziale Belastun
gen in den letzten Jahren weiter
aggraviert
.
Am 3
1.
Januar 2018 habe der Beschwerdeführer bei deutlicher und glaubhafter Distanzierung von akuter Selbst- und Fremdgefährdung in die ambulante Nachbehandlung entlassen wer
den können. Aufgrund der derzeitigen Hinweise für eine Veränderung in den Diagnosen werde dringend ein Gesuch zur Wiederaufnahme von IV-Massnahmen empfohlen. Basierend auf dem aktuellen psychopathologischen Zustandsbild werde die Arbeitsfähigkeit derzeit als gering eingeschätzt.
3.6
3.6.1
Laut der Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
C._
vom 3
0.
Juli 2016 (Urk. 7/100/11-12) ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 1
2.
Oktober 2012 als Hauswart zu 100
%
arbeitsunfähig ist. Es sei aber daran festzuhalten und es ergäben sich diesbezüglich aus dem Gutachten des
G._
keine neuen Anhalts
punkte, dass der Beschwerdeführer ab August 2013 in einer ideal angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei
(
Urk.
7/26/3-4)
. Diese Arbeitsfähigkeit würde durch kurz
zeitige Einschränkungen auf Grund von medizinischen Behandlungen ledig
lich unter
brochen, eine dauerhafte Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sei nach August 2013 nicht ausgewiesen.
3.6.2
Am 2
5.
Oktober 2016 (
Urk.
7/100/13) führte
Dr.
C._
aus, die vom
D._
und der
H._
attestierte Depression habe sich primär auf Grund psychosozialer Fakto
ren entwickelt. Ausserdem sei es im Rahmen des stationären Aufenthalts unter Therapie zu einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen (Durchschlafstörungen vollständig remittiert, deutliche Verbesserung von Affekt und Antrieb). Eine dauerhafte/langdauernde Verschlechterung des Gesundheits
zustandes ergebe sich somit auch aus den vom Beschwerdeführer neu einge
reich
ten Berichte nicht. Vielmehr handle es sich nur um eine kurze Krank
heitsepisode, welche sich unter stationärer Behandlung deutlich gebessert habe.
4.
4.1
Das Gutachten des
G._
v
om 2
1.
Juni 2016 (
Urk.
7/89
) beant
wortet die gestellten Fragen um
fassend, berücksichtigt die
vom Beschwerdeführer geklagten Beein
trächti
gungen, wurde in Kenntnis und in sorgfältiger Auseinandersetzung m
it den
Vorakten
er
stellt und ist in der Darlegung der medi
zinischen Zustände und Zusammen
hänge einleuchtend. Eben
so wurden die gezogenen Schlussfolgerun
gen in nachvoll
ziehbarer Weise hergeleitet. Es waren die Fachrichtungen
Neuro
logie
,
Handchirurgie, Orthopädie und Psychiatrie
vertreten, womit es sich für die vorliegend zu beantwortenden Fragen
als umfassend erweist. Das Gut
acht
en wird damit den von der Recht
sprechung entwickelt
en Anforderungen an eine beweis
kräftige medizinische Stellung
nahme (E. 1.4
) gerecht. Ihm ist volle Beweiskraft zuzuerkennen, falls keine kon
kret
en Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre
chen (BGE 125 V 353 E. 3b/
bb
).
Im Zusammenhang mit der eingangs erwähnten (vgl. E. 1.5), nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom
6.
April 2017 ergangenen Änderung der Recht
sprechung des Bundesgerichts zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychi
schen Beschwerden (BGE 143 V 409 und 143 V 418) ist zu beachten, dass nach früherem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bun
desrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). Zu prüfen ist, ob das Gutachten eine schlüssige Beurteilung im Lichte der Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 unter Berücksichtigung der neuesten Rechtsprechung erlaubt oder nicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_167/2018 vom 2
6.
April 2018 E. 4.1). Vorliegend wurde die Arbeitsfähigkeitseinschätzung aus psychiatrischer Sicht vom psychiatrischen Gutachter nicht explizit anhand der in BGE 141 V 281 erarbeiteten Indikatoren begründet, weshalb nachfolgend zu prüfen sein wird, ob die psychiatrische Beur
teilung auch mit Blick auf die Rechtsprechung von BGE 141 V 281 den Anforde
rungen an die Beweiskraft genügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_273/2018 vom 2
8.
Juni 2018 E. 6.1.2; vgl. E. 5).
4.2
Der Beschwerdeführer bringt gegen das Gutachten des
G._
vor, es verneine eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
,
ohne dass es eine Auseinandersetzung mit den abweichenden Einschätzungen der behandelnden Psychiater enthalte.
Hierzu ist festzuhalten, dass
sich
J._
, FMH Psychiatrie und Psychiatrie,
i
m psychiatrischen Teilgutachten vom
6.
Juni 2016 (
Urk.
7/89/57-70) ausführlich mit der Beurteilung des
D._
vom 2
3.
Sep
tember 2015 (vgl. E. 3.3.2)
auseinander
setzt
(
Urk.
7/89/65)
.
Die Behandlung
i
n der
H._
erfolgte erst später, womit sich
Dr.
J._
im Rahmen der Erstellung des Gutachtens mit deren Beurteilung gar nicht auseinandersetzen konnte. Wie sich aus dem Bericht der
H._
vom 22.
September 2016 (
Urk.
7/91) ergibt, konn
te
n
aber während der vom 1
1.
August bis zum 1
9.
September 2016 dauern
den stationären Behandlung unter schritt
weiser
Eindosierung
der Medika
mente die Durchschlafstörung beseitigt
sowie Affekt und Antrieb deutlich verbessert wer
den. Nach komplikationslos verlau
fener Belastungserprobung zu Hause
sei der Beschwerdeführer aus der Klinik entlassen worden. Eine Tagesstrukturierung oder eine ambulante Ergotherapie habe er
abgelehnt,
aus finanziellen Gründen (Tram
ticket) und weil er sich um seine pflegebedürft
ige Ehefrau habe kümmern wollen
.
Im Fokus der Gespräche mit dem
Beschwerdeführer stand sodann der Selbstwert
konflikt nach traumatischem Verlust
der beruflichen und
aktueller Gefährdung
der privaten Identität. Zur Einweisung in die Klinik kam es aufgrund einer Exazerbation der Situation durch familiäre Belastungen (Herzerkrankung und Operation der Tochter, Diagnose eines Karzinoms bei der Ehefrau). Es ergibt sich damit, dass die Klinikeinweisung im Wesentlichen auf die psychosoziale Belas
tungssituation (Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers, erhebliche gesund
heitli
che Probleme bei Ehefrau und Tochter) zurückzuführen war.
Nichts Anderes geht aus dem Bericht des
D._
vom 2
2.
September 2015 (richtig: 2016,
Urk.
6/78 = Urk. 3/6) hervor.
Überein
stimmend mit der Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
C._
vom 25. Oktober 2016
(
Urk.
7/100/13)
ist deshalb festzuhalten, dass sich
den
Bericht
en
der
H._
und des
D._
vom 22.
September 2016 keine
invali
denversicherungsrechtlich relevante (lang andauernde und erhebliche gesund
heitsbedingte) Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit der Begutachtung im März 2016 entnehmen lässt.
Wie bereits erwähnt ist
bezüglich der Berichte der behandelnden Ärzte ausserdem
darauf hinzuweisen
, dass bei deren Würdigung der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass sie mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau
ensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patie
nten aussagen (vgl. E. 1.4
).
4.3
Als
nicht zutreffend
erweist sich sodann auch der Einwand des Beschwerdefüh
rers gegen das Gutachten des
G._
, wonach dieses im Hinblick auf reine Unfall
folgen erstatte
t
worden sei und die Bezifferung der gesundheitlichen Einschrän
kungen des Beschwerdeführer in einer angepassten Täti
gkeit unterlasse (
Urk.
1 S. 7). Es geht klar aus dem Gutachten hervor, dass der Beschwerdeführer in sämtli
chen Tätigkeiten, welche nur d
ie rechte Hand beanspruchen, zu
100
%
arbeitsfä
hig ist, hingegen eine Einschränkung
von 25
%
bei Tätigkeiten besteht
, welche den Einsatz der li
nken Hand erfordern. Diese Einschränkung
führen die Gutachter auf den Unfall zurück
,
und sie verneinen
ausdrücklich
zusätzliche krankheitsbe
dingte Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, sowohl aus somatischer als auch aus psy
chiatrischer Sicht (
Urk.
7/89/30-31
).
5.
5.1
Beim
strukturierten Beweisverfahrens
gemäss BGE 141 V 281
(vgl. E. 1.5)
sind zunächst im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad" die Indikatoren zum
Komplex „Gesundheits
schädigung" näher auszuleuchten.
Entscheidwesent
lich
sind demnach die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symp
tome, deren Behandlungs- und Eingliederungserfolg resp. -resistenz sowie allfäl
lige Komorbiditäten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 2
1.
März 2016 E. 4.1). Zur Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome stellte
Dr.
J._
in seinem psychiatrischen Teilgutachten
für den Zeitpunkt der Begutachtung fest, dass trotz offenbar seit spätestens Ende 2013 stattfindender
psychiatrischer Behandlung
in den somatischen Berichten an keiner Stelle schlüs
sig auffälliges psychisches Geschehen beschrieben worden sei. Nur im ein
z
igen Bericht einer psychiatrischen Institution (
D._
) würden psychiatrische Diagnosen angeführt, zwei jedoch nur als Verdachtsdiagnosen und vor allem der Schwere
grad der Depression sei nicht schlüssig aus dem Bericht nachvollziehbar. Was sich aus dem Bericht
vom 2
3.
September 2015
ergebe
,
sei, dass der Beschwerde
führer offenbar zu
dekompensieren
scheine, wenn er gefordert werde. Er dränge dann massiv nach Nikotinkonsum. Die Medikation erscheine für eine offenbar lang andauernde schwere Depression recht gering, es finde sich keine Augmen
tation mit anderen Antidepressiva oder auch Stimmungsstabilisatoren. In der Untersuchung habe der Beschwerdeführer sodann im unbeobachteten Moment mit dem linken Arm problemlos ein Haar von seiner Kleidung entfernen können.
Dass ihm sowas auffalle, wäre bei einer schweren Depression ungewöhnlich und ebenso passe dazu nicht, dass der Beschwerdeführer während der ganzen Explo
ration schwingungsfähig gewesen sei.
Der Psychostatus weise weniger auf ein depressives als auf ein apathisches Syndrom hin.
Z
um klinischen Eindruck wirk
ten die Angaben des Beschwerdeführers beim Psychostatus deutlich übersteigert im Sinne eine Aggravation. Insgesamt könne eine depressive Episode nicht schlüssig belegt werden (
Urk.
7/89/65-66).
Das Beschwerdebild ebenfalls mitprägende psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren sind, soweit sie unmittelbar die Symptomatik beeinflussen, als nicht invalidisierende und damit nicht versicherte Umstände auszuscheiden (vgl. Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_329/2018 vom
7.
September 2018 E. 5.2.3 und
9C_549/2015 vom 2
9.
Januar 2016 E. 4.3).
Beim Beschwerdeführer fällt als erheblicher psychosozialer Belastungsfaktor der Verlust der Arbeitsstelle ins Gewicht. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch die ehemalige Arbeitge
berin hat den Beschwerdeführer
erheblich
gekränkt.
Weiter
e
psychosoziale Belas
tungen ergeben sich sodann durch die Erkrankungen von Ehefrau und Tochter.
Gegen eine
lang
dauernde schwere Ausprägung einer depressiven Symptomatik spricht auch der Umstand, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers während des stationären Aufenthalts und unter entsprechender Medikation schnell verbes
sert hat. Eine
Chronifizierung
liegt damit jedenfalls nicht vor.
5.2
Bezüglich Behandlungs- und Eingliederungserfolg resp. –
resistenz
ist
in diesem Zusammenhang
zu bemerken, dass
sich das Beschwerdebild unter ents
prechender Behandlung verbessern
lässt
. Die Therapieo
ptionen sind nicht ausgeschöpft, namentlich fehlt es auch an einer konsequenten Einnahme von psychopharma
kologischen Medikamenten.
Somatische Komorbiditäten sind vorhanden und grundsätzlich als ressourcenraubend in der Gesamtwürdigung zu berücksichtigen (vgl. dazu BGE 143 V 418 E. 8.1, Präzisierung der Rechtsprechung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 5.1 und E. 7.2 mit Hinweis). Sie stehen allerdings nach dem Gesagten der vollzeitlichen Ausübung einer angepassten Tätigkeit nicht entgegen.
5.3
Zur Kategorie „funktioneller Schweregrad" ist ferner der Komplex „Persön
lich
keit" (Persönlichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychische Funk
tionen) zu zählen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 2
1.
März 2016 E. 4.2).
Hierzu ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer in der Untersuchung durch
Dr.
J._
klare Hinweise auf akzentuierte Persönlich
keitszüge mit narzisstischem Schwerpunkt zeigte.
Möglicher
weise habe er auch zu wenige Problemlösungsstrategien in seinem Leben entwickelt, um der Situa
tion, in welcher er sich seit 2012 befinde, adäquat begegnen zu können.
Damit
ist ein
e
gewisse Persönlichkeitsproblematik erkenn
bar, welche bei der Ressour
cenprüfung negativ ins Gewicht fällt.
5.4
Innerhalb der Kategorie „funktioneller Schweregrad" bestimmt ferner auch der Komplex „Sozialer Kontext" mit darüber, wie sich die (kausal allein massgeb
li
chen) Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigung konkret manifestieren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 2
1.
März 2016 E. 4.3).
Im Lebenskontext zu berücksichtigen sind (mobilisierbare) Ressourcen
des
Beschwer
deführer
s
respektive das Fehlen solcher Ressourcen, so
er
Unterstützung aus
sei
nem
sozialen Netzwerk erfährt.
Der Beschwerdeführer lebt gemäss eigenen Angaben
anlässlich der Begutachtung
sozial
eher
zurückge
zogen. Das Familien
leben mit Ehe
frau
und Tochter
schien im Zeitpunkt der Begutachtung zwar belastet,
aber intakt
und der Beschwerdeführer hat auch Kontakte zu seiner Her
kunftsfamilie und Nachbarn (
Urk.
7/89/67).
Ausserdem erhält er Anrufe seiner Kollegen (
Urk.
7/89/61).
Damit
überwiegen beim
Lebenskontext de
s
Beschwerde
führer
s
die sich positiv
auf
seine
Ressourcen auswirkende
n
Faktoren.
5.5
5.5.1
Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen der Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens) zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (beispielsweise Freizeitgestaltung) anderseits gleichermassen ausgeprägt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 2
1.
März 2016 E. 4.4).
Der Tagesablauf des Beschwerdeführers zeigt sich im Wesentlichen unauffällig. Er steht zu unregelmässigen Zeiten auf, wenn Ehefrau und Tochter schon aus dem Haus sind. Dann bereitet er sich einen Tee zu und setzt sich dazu hin. Fernsehen tut er nicht mehr gerne, er geht aber ins Internet und liest manchmal auch Zeitungen.
Jeden Tag geht er in den
Coop
, um Zigaret
ten zu kaufen
.
Dort wechselt er ein paar Worte mit dem Personal.
Wenn er müde ist, schläft er, wenn er Hunger hat, isst er etwas. Sodann bekommt er Anrufe von seinen Kollegen.
Abends kommen Ehefrau und Tochter nach Hause und erzählen von ihrem Tag, wobei der Beschwerdeführer aber angibt, lieber seine Ruhe haben zu wollen. Im Haushalt mache er nichts und der Körperpflege widme er sich zu wenig (
Urk.
7/89/61).
Diese Umstände sprechen für eine gewisse Einschränkung der Leistungsfähigkeit in sämtlichen Lebensbereichen, der Beschwerdeführer geht aber nach wie vor – wenn auch auf eher nieder
schwelligem Niveau – einigen Aktivitäten nach.
5.5.2
Der in die gleiche Kategorie („Konsistenz") fallende Aspekt des behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks betrifft die Frage nach der Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen. Das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergän
zend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder
resistenz
) im Regelfall auf den tatsächlichen Leidensdruck hin (vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_539/2015 vom 2
1.
März 2016 E. 4.5).
Der Beschwerdegegner besucht zwar regelmässig die Psychotherapie beim
D._
. Darüber hinaus sind aber wenig Bemühungen erkennbar und auch eine konsequente Einnahme von Medikamen
ten ist nicht ersichtlich.
5.6
Zusammenfassend ist bei gesamthafter Betrachtung über die massgeblichen Indi
katoren und insbesondere
mit
Blick
auf den geringfügigen Schweregrad der
gut
achterlich erhobenen Befunde, die das psychische Beschwerdebild massgeblich beeinflussenden psychosozialen Belastungsfaktoren sowie auf das vom psychiat
rischen Gutachter beobachtete
aggravatorische
Verhalten des Beschwerdeführers
eine medizinisch-gesundheitliche Anspruchsgrundlage, welche zur Anerkennung einer Arbeitsunfähigkeit aus psychischer Sicht führen könnte, nicht mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.
5.7
Die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten, nach Erlass der ange
fochtenen Verfügung verfassten Berichte des
D._
vom 10. Mai 2017 (Urk. 3/8; vgl. E. 3.3.3) und 8. März 2018 (Urk. 10/2) sowie der
H._
vom 8. Februar, 15. Februar und vom 2. August 2018 (Urk. 10/1 [vgl. E. 3.5.2] und Urk. 13/1-2) enthalten keine Angaben, welche darauf schliessen lassen würden, dass sich das psychische Zustandsbild des Beschwerdeführers seit der Begutachtung bis zum Erlass der – rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Über
prüfungsbefugnis bildenden (BGE 130 V 446 E. 1.2 mit Hinweisen) – Verfügung vom 6. April 2017 massgeblich verschlechtert hat (vgl. auch E. 1.6).
5.8
Es ist damit gestützt auf das Gutachten des
G._
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner somatischen Beeinträchtigungen aus handchi
rurgischer Sicht
seit Oktober 2012
in seiner angestammten Tätigkeit als Hauswart zu 100
%
arbeitsunfähig ist. Hingegen sind ihm sämtliche Tätigkeiten, welche nur die
(dominante [vgl. Urk. 7/89/18])
rechte Hand beanspruchen,
seit August 2017 (vgl. E. 3.6.1)
vollumfänglich zumutbar. Beim Einsatz der linken Hand ist der Beschwerdeführer auf das Heben und Tragen von Lasten bis 3 kg limitiert und bei repetitiven Handlunge
n
bzw. beim Hantieren mit Gegenständen sollten 0,5 bis 1 kg Belastung nicht überschritten werden.
Das Stabilisieren von Werkzeugen mit der linken Hand ist nur bei leichten bzw. kleinen Gegenständen möglich. Zudem benötigt der Beschwerdeführer bei solchen Tätigkeiten häufigere oder län
gere Pausen. Für in diesem Sinne dem Leiden angepasste Tätigkeiten besteht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 25
%
.
6.
6.1
Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne Eintritt des Gesund
heitsschadens weiterhin bei der
A._
Genossenschaft als Hauswart gearbeitet hätte. Gemäss Arbeitgeberbericht der
A._
Genossenschaft hätte der Beschwer
deführer im Jahr 2013 einen AHV-beitragspflichtigen Lohn von Fr. 58'760.-- erzielt (
Urk.
7/15/3).
6.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausge
gebe
nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei
sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröf
fentlichten Ta
bel
len der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. Sep
tember 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der
Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermitt
lung des Invaliden
einkom
mens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtspre
chung).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem
Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und be
rufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehö
rigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte da
für bestehen, dass die versi
cherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Einkommen verwerten kann.
Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Be
tracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichsein
kommen mitverantwortliche invaliditäts
-
fremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser angemes
sen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
6.3
Der Zentralwert für die mit einfachen
Tätigkeiten (Kompetenzniveau 1)
beschäf
tigten Männer betrug im Jahre 201
2
im privaten Sektor
Fr. 5’
210
.-- pro Monat bei 40 Arbeitsstunden pro Woche (LSE 201
2
, Tabelle TA 1
, S. 35
), was unter Berück
sichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,
7
Stunden pro Woche (Bun
desamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilun
gen, Tabelle T 03.02.03.01.04.01) ein hypothetisches Einkommen von monatlich
Fr.
5'431.40
bzw.
Fr.
65'176.80
pro Jahr ergibt. Angepasst an den Nominallohn
index für Männer (vgl. Bundesamt für Statistik, wichtige Arbeitsmarktindikato
ren, Entwicklung, Tabelle
T1.1.
1
0
: 201
2
=
101.7
, 201
3
=
102.5
) beträgt das Ein
kommen im Jahr 201
3
Fr.
65'689.5
0.
Bei einer Leistungsfähigkeit von 75
%
ergibt sich ein Einkommen von
Fr.
49'267.1
0.
Zumal für eine Tätigkeit, bei wel
cher der Gebrauch der linken Hand nicht erforderlich ist, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht, scheint die Vornahme eines weiteren Abzugs nicht gerechtfertigt. Verglichen mit dem
Valideneinkommen
von Fr. 58'760.-- resul
tiert eine Einkommenseinbusse von
Fr.
9'492.90 bzw. rund 16
%
,
welche
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente gibt.
6.4
Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den An
spruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG das Be
schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von
IV-Leistungen vor dem kan
to
nalen Versicherungsgericht kosten
pflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von 200
1000 Franken festgelegt.
Die Gerichtskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.