# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 65fc1c18-7b61-4018-8508-08e49c27ad7d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2011 machte die Y. beim Bezirksgericht Plessur eine Klage gegen X. betreffend Forderung aus Arbeitsrecht anhängig. Nach Eingang der Klageantwort/Widerklage sowie der Replik/Widerklageantwort setzte das Bezirksgericht Plessur X. mit Verfügung vom 23. Mai 2012 Frist zur Einreichung der schriftlichen Duplik/Widerklagereplik bis zum 13. Juni 2012. Darin führte sie unter Hinweis auf Art. 147 Abs. 2 ZPO aus, das Verfahren werde ohne weiteres fortgeführt, sollte die beklagte Partei auf die Duplik oder Widerklagereplik verzichten oder diese versäumen.
B. Mit Schreiben vom 13. Juni 2012 ersuchte der Rechtsvertreter von X. mit Hinweis auf den Umfang der Rechtsschriften und die Notwendigkeit weiterer Instruktionen durch den Klienten um eine Fristerstreckung von 30 Tagen zur Einreichung der Duplik/Widerklageantwort. In der Folge gewährte das Bezirksgericht Plessur eine Fristerstreckung bis zum 5. Juli 2012.
C. Am 22. Juni 2012 ersuchte der Rechtsvertreter von X. um eine zweite Fristerstreckung von 14 Tagen, wobei er wiederum auf den Umfang der Rechtsschriften, die Notwendigkeit weiterer Instruktionen durch den Klienten sowie zusätzlich auf seine Ferienabwesenheit hinwies. Da der Rechtsvertreter der Y. diesem Gesuch zustimmte, erstreckte das Bezirksgericht Plessur die Frist bis zum 19. Juli 2012.
D. Mit Verweis auf die Bestimmungen über die Gerichtsferien (Art. 145 ZPO) reichte der Rechtsvertreter von X. am 20. August 2012 beim Bezirksgericht Plessur seine Duplik/Widerklagereplik ein. Diese wurde am 21. August 2012 unter Ansetzung einer Frist zur Einreichung der Widerklageduplik der Gegenpartei zugestellt.
E. Mit Schreiben an das Bezirksgericht Plessur vom 22. August 2012 machte der Rechtsvertreter der Y. geltend, die Duplik/Widerklagereplik der Gegenpartei sei angesichts der bewilligten Fristerstreckung bis zum 19. Juli 2012 verspätet eingegangen. Zum einen sei dieser zusätzlichen Fristerstreckung nur deshalb zugestimmt worden, weil der gegnerische Rechtsvertreter eine Einreichung der Rechtsschrift bis zu diesem Datum zugesichert habe. Zum anderen habe die konkrete Fristsetzung trotz der allfälligen Geltung der Gerichtsferien keine Bedeutung, weil der Termin fixiert gewesen sei. Er ersuche daher, diese Rechtsschrift aus dem Recht zu weisen.
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F. Der Rechtsvertreter von X. führte mit Stellungnahme vom 31. August 2012 aus, ihm sei eine Fristerstreckung bis zum 19. Juli 2012 gewährt worden. Dieser Termin sei unbestreitbar in die Zeit der Gerichtsferien gefallen. Der Fristenstillstand gemäss Art. 145 ZPO betreffe die gesetzlichen und richterlichen Fristen und umfasse gemäss Lehre auch Nachfristen und erstreckte Fristen. Demnach sei die Rechtsschrift am 20. August 2012 unter Berücksichtigung der Gerichtsferien und des Wochenendes rechtzeitig eingereicht worden.
G. Mit prozessleitender Verfügung vom 26. September 2012, gleichentags mitgeteilt, erkannte der Instruktionsrichter am Bezirksgericht Plessur wie folgt:
„1. Die Rechtsschrift vom 20. August 2012, Duplik und Widerklageantwort der beklagtischen Partei wird aus dem Recht gewiesen.
2. Die Kosten dieses Entscheides von CHF 250.00 gehen zu Lasten der beklagtischen Partei und sind innert 30 Tagen auf das PC-Konto -3 des Bezirksgerichts Plessur zu überweisen. Zudem hat sie die klägerische Partei ausseramtlich mit CHF 500.00 zu entschädigen.

## Considerations