# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6710803a-037d-4db6-8314-99858c08e32d
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Mit Verfügung vom 9. April 2014 stellte die Stadt St. Gallen, Feuerwehr und
Zivilschutz, X.Y. einen Betrag von Fr. 1‘200.-- in Rechnung mit der Begründung, dass
es wegen eines Verkehrsunfalls vom 24. März 2014 auf der Stadtautobahn A1 zu einem
Feuerwehreinsatz (Strassensicherung, Fahrbahnreinigung) gekommen sei (act. G 3.4).
Hiergegen erhob X.Y. mit Eingabe vom 22. April 2014 Rekurs und führte aus, es sei
nicht entschieden, wer die Schuld am Verkehrsunfall trage. Der Schaden sei dem
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Verursacher aufzuerlegen (act. G 3.5). Nachdem die Verwaltungsrekurskommission des
Kantons St. Gallen bei der Stadt St. Gallen am 24. April 2014 eine Vernehmlassung
eingeholt und ihr am 7. Mai 2014 Gelegenheit zur Einreichung weiterer Unterlagen
eingeräumt hatte (act. G 12/7), hiess sie den Rekurs mit Entscheid vom 8. Juli 2014 gut
und hob die angefochtene Verfügung auf. Zur Begründung hielt sie fest, die verfügende
Stelle habe nicht zureichend dargelegt, dass X.Y. Verursacher oder Mitverursacher des
Unfalls gewesen sei. Damit könnten ihm die Feuerwehreinsatzkosten nicht auferlegt
werden. Weitere Abklärungen seien nicht angezeigt. Die verfügende Stelle habe
grundsätzlich darzutun, dass die Voraussetzungen für eine Abgabeerhebung erfüllt
seien (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob die Stadt St. Gallen mit Eingabe vom 21. Juli 2014
Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und der
Beschwerdegegner sei zu verpflichten, die Kosten des Feuerwehreinsatzes zu
bezahlen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners.
In der Beschwerdeergänzung vom 9. September 2014 bestätigte sie diesen Antrag
(act. G 8).
b. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 23. September 2014
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne (act. G 11). Der
Beschwerdegegner stellte sich in der Vernehmlassung vom 30. September 2014 auf
den Standpunkt, dass er nicht der alleinige Verursacher des Verkehrsunfalls und damit
des Feuerwehreinsatzes gewesen sei; es könne nicht sein, dass er alle Kosten selber
bezahlen müsse (act. G 14).
c. Mit Replik vom 11. November 2014 liess die Beschwerdeführerin zusätzlich die
Anträge stellen, eventualiter sei das Verfahren zu neuer Verfügung an die
Beschwerdeführerin zurückzuweisen; von der Auflage von Kosten an die
Beschwerdeführerin sei abzusehen (act. G 18). Die Vorinstanz und der
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Beschwerdegegner äusserten sich hierzu in den Eingaben vom 14. November 2014
(act. G 20 f.).
d. Auf die Darlegungen der Verfahrensbeteiligten in den erwähnten Eingaben wird,

## Considerations

soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1; VRP). Die
Beschwerdeführerin ist in ihren eigenen finanziellen Interessen berührt und daher
gemäss Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP zur Beschwerde legitimiert. Die
Beschwerdeeingabe vom 21. Juli 2014 (act. G 1) wurde rechtzeitig eingereicht und
entspricht zusammen mit der (vom Stadtrat beschlossenen) Beschwerdeergänzung
vom 9. September 2014 (act. G 8), welche auch eine nachträgliche Ermächtigung der
Dienststelle Feuerwehr und Zivilschutz zur Rechtsmittelerhebung beinhaltet, formell
und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1
und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2.
2.1. Das Gesetz über den Feuerschutz (sGS 871.1; FSG) unterscheidet im Bereich
der Feuerwehraufgaben zwischen "Hilfeleistung" (Art. 40 FSG), "Dienstleistungen" (Art.
40 FSG), "Feuerwachen" (Art. 41 FSG) sowie "Schadenverhütung und
Schadenbegrenzung" (Art. 41 FSG). In Art. 46 ff. FSG werden die Kosten für die
verschiedenen Leistungen der Feuerwehr geregelt. Nach Art. 46 FSG sind
Hilfeleistungen für versicherte Ereignisse nach dem Gesetz über die
Gebäudeversicherung (sGS 873.1) unentgeltlich (Abs. 1). Einsätze infolge eines
vorsätzlich oder grobfahrlässig verursachten Fehlalarms sowie Sicherungs- und
Behebungsmassnahmen aufgrund gesetzlicher Vorschriften sind kostenpflichtig (Abs.
2). Dabei gilt das Verursacherprinzip. Die Kosten werden nach dem Anteil an der
Verursachung belastet (Art. 46 Abs. 1 und 2 FSG). Wer Dienstleistungen nach Art.
40 FSG oder Feuerwachen nach Art. 41 FSG beansprucht, hat eine Entschädigung
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nach Aufwand zu leisten. Die Ansätze sind vom Gemeinderat zu regeln (Art. 46
FSG). Die Ansätze für die Verrechnung der Kosten nach Art. 46, 46 und 46
FSG richten sich nach dem Tarif für die Schadenbekämpfung (sGS 871.16).
2.2. Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid unter anderem aus, die
Kantonspolizei habe dem Beschwerdegegner ein Merkblatt übergeben, welchem zu
entnehmen sei, dass am Unfall vier Personenwagen beteiligt gewesen seien.
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner Verursacher oder Mitverursacher
des Unfalls bzw. des Feuerwehreinsatzes gewesen sei, seien weder aus dem Merkblatt
noch aus den Rapporten der Beschwerdeführerin ersichtlich. Insbesondere gehe auch
aus der Schadenmeldung, welche die Kantonspolizei der Feuerwehr übermittelt habe,
nicht hervor, dass und aus welchen Gründen der Beschwerdegegner Verursacher des
Schadens gewesen sei. Soweit aus den Akten ersichtlich, handle es sich um eine
Auffahrkollision auf der Überholspur im Stephanshorntunnel mit vier beteiligten
Fahrzeugen. Das Unfallprotokoll sei der Beschwerdeführerin offenbar nicht
ausgehändigt worden. Damit fehle es an einer Grundlage, dem Beschwerdegegner
Feuerwehreinsatzkosten in Rechnung zu stellen. Weitere Abklärungen seien nicht
angezeigt. Die Beschwerdeführerin habe grundsätzlich darzutun, inwiefern die
Voraussetzungen für eine Abgabeerhebung erfüllt seien (act. G 2).
Die Beschwerdeführerin wendet ein, aus dem ihr vom Untersuchungsrichteramt am
11. Juli 2014 zugestellten Strafbefehl vom 10. Juni 2014 (act. G 3.14) gehe eindeutig
hervor, dass der Beschwerdegegner alleiniger Verursacher des Verkehrsunfalls vom
24. März 2014 sei. Den Rekurs gegen den Strafbefehl habe der Beschwerdegegner
zurückgezogen (act. G 1 mit Hinweis auf act. G 3.13). Die Rechnungstellung an den
Beschwerdegegner sei zu Recht erfolgt (act. G 1).
2.3.
2.3.1. Aus dem der Vernehmlassung der Beschwerdeführerin an die Vorinstanz (act.
G 12/5) beigelegten Schreiben (Schadenmeldung) der Kantonspolizei vom 24. März
2014 war ersichtlich, dass die Angelegenheit dem Untersuchungsamt St. Gallen zur
Abklärung der Verschuldensfrage überwiesen worden war (act. G 12/6/2). Die
Vorinstanz gab der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 7. Mai 2014 Gelegenheit,
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weitere Akten einzureichen, aus denen hervorgehe, dass der Beschwerdegegner
Schadenverursacher sei. Sie wies darauf hin, dass bei unbenütztem Fristablauf (28. Mai
2014) aufgrund der Akten entschieden werde (act. G 12/7). Die Beschwerdeführerin
teilte hierauf am 21. Mai 2014 mit, das Unfallprotokoll der Kantonspolizei könne ihr
nicht ausgehändigt werden. Ausserdem reichte sie eine Kopie ihres Schreibens an die
Staatsanwaltschaft vom 21. Mai 2014 ein, worin sie diese um Informationen hinsichtlich
Klärung der Schuldfrage ersuchte (act. G 12/8 f.). Die Vorinstanz gab den
Verfahrensbeteiligten in der Folge mit Schreiben 5. Juni 2014 bekannt, dass -
abgesehen vom Schreiben vom 21. Mai 2014 - innert der angesetzten Frist keine
weiteren Unterlagen eingereicht worden seien. Ein weiterer Schriftenwechsel sei nicht
vorgesehen. Die Streitsache werde am 8. Juli 2014 behandelt (act. G 12/10). Nachdem
der zuständige Staatsanwalt die Akteneinsicht offenbar bereits am 22. Mai 2014
bewilligt hatte (handschriftlicher Vermerk auf act. G 3.11), überliess das
Untersuchungsamt der Beschwerdeführerin in der Folge erst am 9. Juli 2014 die Akten
in Kopie (act. G 3.13). Aus den Akten ergab sich, dass am 10. Juni 2014 ein Strafbefehl
ergangen war, mit welchem der Beschwerdegegner wegen Verletzung der
Verkehrsregeln (Übertretung gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG) gebüsst worden war (act. G
3.14). Gemäss Telefonnotiz bescheinigte das Untersuchungsrichteramt am 9. Juli 2014,
dass die Schuldfrage geklärt sei. Der Beschwerdegegner habe den diesbezüglichen
Rekurs zurückgezogen (act. G 3.13).
2.3.2. Aufgrund dieser Gegebenheiten ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin
erst im Nachgang zur Aktenzustellung vom 9. Juli 2014 in die Lage kam, der Vorinstanz
den Strafbefehl vom 10. Juni 2014 als (unechte) neue Tatsache nachreichen zu können.
In jenem Zeitpunkt war jedoch der vorinstanzliche Entscheid bereits gefällt; am 10. Juli
2014 war der Versand erfolgt (act. G 2). Eine Berücksichtigung des Strafbefehls im
vorinstanzlichen Entscheid war somit nicht mehr möglich. Im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfahren ist der Strafbescheid als neue Tatsache, welche sich zwar vor
Abschluss des vorinstanzlichen Verfahrens verwirklichte, der Vorinstanz jedoch nicht
bekannt war, entgegenzunehmen und zu würdigen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 643).
Nachdem mit der Einreichung der im Schreiben vom 21. Mai 2014 in Aussicht
gestellten Informationen (vgl. act. G 12/9) nicht ohne Weiteres innerhalb der bis 28. Mai
2014 laufenden Frist (act. G 12/7) zu rechnen war und die Beschwerdeführerin auf die
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am 7. Mai 2014 angesetzte Frist am 21. Mai 2014 schriftlich reagiert hatte, konnten die
für den Fall des unbenützten Fristablaufs angedrohten Folgen nicht mehr zum Zug
kommen. Mit Blick auf die gemäss Schreiben der Beschwerdeführerin vom 21. Mai
2014 noch ausstehenden Informationen (act. G 12/8 f.) wies die Vorinstanz im
Schreiben vom 5. Juni 2014 darauf hin, dass innert der angesetzten Frist keine
weiteren Unterlagen eingereicht worden seien und die Streitsache am 8. Juli 2014
behandelt werde (act. G 12/10). Auf dieses Schreiben reagierte die Beschwerdeführerin
nicht mehr, obschon sie die Unterlagen nach wie vor nicht erhalten hatte. Für die
Vorinstanz bestand somit kein Anlass, mit dem Rekursentscheid noch weiter (d.h. über
den 8. Juli 2014 hinaus) zuzuwarten bzw. das Verfahren zu sistieren oder eigene
Abklärungen zu treffen (vgl. act. G 8 S. 3 f., G 18 S. 2).
2.4. Wie erwähnt trägt gemäss Art. 46 Abs. 1 Satz 1 FSG die Kosten der
Verursacher. Als Verursacher gilt derjenige, dem das Ereignis - die Ursache für die
Dienstleistung - zuzurechnen ist. Der Begriff deckt sich mit jenem des eidgenössischen
Umweltschutzrechts (vgl. M. Gehrer, Kostentragung für Leistungen der Feuerwehr am
Beispiel der st. gallischen Gesetzgebung, in: ZBl 96/1995 S. 158). Die
bundesgerichtliche Rechtsprechung hat für die Umschreibung des Verursacherbegriffs
weitgehend auf den polizeirechtlichen Störerbegriff abgestellt und sowohl den
Zustands- als auch den Verhaltensstörer kostenpflichtig erklärt (vgl. BGE 132 II 371
E. 3.5, 131 II 743 E. 3.1 mit Hinweisen). Als Verhaltensstörer ist zu betrachten, wer
durch sein eigenes oder das unter seiner Verantwortung erfolgende Verhalten Dritter
unmittelbar eine polizeiwidrige Gefahr oder Störung herbeiführt (BGE 114 Ib 44 E. 2c/
bb; M. Frick, Das Verursacherprinzip in Verfassung und Gesetz, Bern 2004, S. 58). Bei
einem Einsatz der Feuerwehr im Strassenrettungsdienst (Autounfall) handelt es sich um
eine kostenpflichtige Dienstleistung, nicht um eine Hilfeleistung. Die Einsatzkosten
können unabhängig von einem Verschulden demjenigen in Rechnung gestellt werden,
der die Störung unmittelbar verursacht hat (Gehrer, a.a.O., S. 159).
Zum Standpunkt der Vorinstanz, dass bei einem leichten Aufprall eines
Personenwagens auf das vorausfahrende Fahrzeug die Erfassung von zwei weiteren
Personenwagen auszuschliessen sei (act. G 11), ist vorab festzuhalten, dass ein
Sachverhalt in dieser Form nicht aktenkundig ist. In den Beschwerdeantworten des
vorliegenden Verfahrens wird (im Unterschied zum Rekursverfahren) erstmals explizit
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eine Mitverursachung des Unfalls durch die beiden Lenker der hinter dem
Beschwerdegegner fahrenden Autos sowie eine teilweise Auferlegung der
Feuerwehreinsatzkosten an diese Lenker geltend gemacht (act. G 11 und 14). Aufgrund
des rechtskräftigen Strafbefehls (Rekursrückzug im Straf- und Administrativverfahren;
vgl. act. G 14) und der Angaben des Beschwerdegegners hat als dargetan zu gelten,
dass letzterer durch Nichteinhaltung eines genügenden Abstands einen Auffahrunfall
verursachte (act. G 3.14), in dessen Folge offenbar die beiden nachfolgenden Autos auf
das Fahrzeug des Beschwerdegegners auffuhren und es „in das Vorderfahrzeug
reindrückten“ (vgl. act. 14), „und zwar mit 2 Schlägen und nicht sehr sanft“ (act. G 21).
Den weiteren beteiligten Autolenkern (act. G 12/2/3) wurden soweit ersichtlich keine
Kosten des Feuerwehreinsatzes auferlegt, weil in der Schadenmeldung der Polizei an
die Dienststelle Feuerwehr und Zivilschutz vom 24. März 2014 nur der
Beschwerdegegner als Verursacher des Feuerwehreinsatzes aufgeführt und seine
Adresse als Rechnungsadresse mitgeteilt worden war (act. G 12/6/2 f.). Die erwähnte
Dienststelle hatte von daher keinen Anlass, eine Kostenauferlegung gegenüber
weiteren Personen zu prüfen. Hingegen gaben die Parteien im vorliegenden Verfahren
bekannt, dass den weiteren Unfallbeteiligten offenbar - aus demselben Grund und in
gleicher Höhe wie beim Beschwerdegegner - eine Busse auferlegt worden sei (act. G
14, G 18 S. 3).
2.5. Auslöser des streitigen Unfalls bildete der Umstand, dass der
Beschwerdegegner auf das vor ihm fahrende Auto auffuhr. Von daher verursachte er
den Unfall und damit den nachfolgenden Feuerwehreinsatz unmittelbar. Noch nicht
beantwortet ist damit die Frage, inwiefern auch dem Lenker des Fahrzeugs, welches
auf dasjenige des Beschwerdegegners auffuhr, sowie dem Lenker des nachfolgenden
Fahrzeugs ein (unmittelbarer) Verursachungsanteil an den entstandenen Einsatzkosten
anzulasten ist. Gestützt auf die bestehende Aktenlage kann die Ansicht des
Beschwerdegegners, dass die Lenker der beiden hinter ihm fahrenden Fahrzeuge die
grössere Schuld treffe, zumal er das vor ihm fahrende Auto nur leicht touchiert habe,
nicht als nachgewiesen gelten (act. G 14). Die beteiligten Fahrzeuglenker dürften
insofern gemeinsam zur Schadenverursachung beigetragen haben, als sie infolge eines
ungenügenden Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug je eine Heckkollision
verursachten und das jeweils vorausfahrende Gefährt anschoben. Die Umstände sind
jedoch nicht im Einzelnen bekannt. Ein Polizeibericht liegt nicht bei den Akten, und die
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zwei weiteren Unfallbeteiligten hatten auch noch keine Gelegenheit, sich zu den
Feuerwehreinsatzkosten zu äussern, so dass eine pauschale (anteilmässige)
Zurechnung im vorliegenden Verfahren ausser Betracht fällt. Die Edition des
Unfallprotokolls (vgl. Antrag in act. G 18 S. 3 unten) wäre schon im vorinstanzlichen
Verfahren zu veranlassen bzw. im Fall der Nichtzustellung (vgl. act. G 12/5)
entsprechend anzumahnen gewesen. Dies nachzuholen fällt nicht in den
Aufgabenbereich des Verwaltungsgerichts. Die Angelegenheit ist daher zur weiteren
Klärung der Verursachungsanteile (im Sinn von Art. 46 Abs. 2 FSG) und zu neuer
Verfügung an die Beschwerdeführerin zurückzuweisen.
3.
3.1. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung
des Rekursentscheids vom 8. Juli 2014 teilweise gutzuheissen und die Sache zur
Klärung der Verursachungsanteile der Feuerwehreinsatzkosten und zu neuer Verfügung
an die Beschwerdeführerin zurückzuweisen. In Streitigkeiten hat gemäss Art. 95 Abs. 1
VRP jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder
teilweise abgewiesen werden. Eine Gebühr von Fr. 1'000.-- erscheint für das
vorliegende Verfahren angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostentarif, sGS 941.12).
Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt (act. G 8 S. 3 unten), dass ihr
aufgrund des von ihr in diesem Verfahren eingebrachten unechten Novums
(Strafbefehl) angesichts des geschilderten Ablaufs (vorstehende E. 2.3.1 erster Absatz)
keine Verfahrenskosten auferlegt werden dürfen, da eine frühere Geltendmachung ihr
nicht möglich war. Dazu ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin wie dargelegt
(E. 2.3.2) möglich und zumutbar gewesen wäre, auf das Schreiben der Vorinstanz vom
5. Juni 2014 (act. G 12/10) mit dem Hinweis auf die nach wie vor ausstehenden Akten
und einem Gesuch um Ansetzung einer weiteren Frist zu reagieren. Wäre eine solche
Reaktion erfolgt, hätte mit dem vorinstanzlichen Entscheid entsprechend zugewartet
werden müssen. Alternativ hätte für die Beschwerdeführerin auch die Möglichkeit
bestanden, die Verfügung zu widerrufen und die Sache ins Verwaltungsverfahren zur
weiteren Klärung zurückzunehmen. Aufgrund dieses Sachverhalts wird die
Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren mit Fr. 1‘000.-- kostenpflichtig (Art. 95
Abs. 2 und 3 VRP), unter Verrechnung mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss.
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Eine Kostenauferlegung gegenüber dem Beschwerdegegner erschiene insofern
unbillig, als die Ursachen, welche zum Rückweisungsentscheid führten, nicht von ihm
gesetzt wurden; es erscheint daher gerechtfertigt, auf eine Kostenauferlegung
gegenüber dem Beschwerdegegner zu verzichten (Art. 97 VRP).
Die amtlichen Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens (Fr. 500.--; act. G 2) hat aufgrund
der geschilderten Gegebenheiten ebenfalls die Beschwerdeführerin als
Kostenverursacherin zu übernehmen.
3.2. (...).