# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 67420b2f-4636-43bd-9b56-cf93a5762d0a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. X._ und Y._ lernten sich im Frühjahr 2017 kennen. X._ fragte Y._ anlässlich dieses Treffens an, ob diese für den von ihr organisierten A._ mit B._, welcher am _ 2017 in O.1_ stattfinden solle, behilflich sein wolle. Die beiden kamen überein, dass Y._ verschiedene Sponsoren für den Event selbst sowie für dessen Vermarktung auf Online- und anderen Kanälen gewinnen solle, wobei sie dafür einen bestimmten Prozentsatz des mit den Sponsoren vereinbarten Honorars erhalten solle. Im Herbst 2017 kam es zwischen X._ und Y._ zu Unstimmigkeiten betreffend die Organisation der Veranstaltung, woraufhin die beiden Frauen ihre Zusammenarbeit beendeten. Unbestritten ist, dass die Veranstaltung mit B._ am _ 2017 durchgeführt wurde, Y._ ungefähr im Dezember 2017 die Federführung übernahm und seitdem anstelle von X._ als Kontaktperson bzw. Organisatorin der Veranstaltung auftrat.
B. X._ stellt sich auf den Standpunkt, dass Y._ sie im Zuge dieser Unstimmigkeiten bei diversen Personen angeschwärzt und verunglimpft habe, was eine Persönlichkeitsverletzung im Sinne von Art. 28 ZGB darstelle. Sie gelangte deshalb mit Gesuch vom 11. Januar 2018 um superprovisorische Massnahme an den Präsidenten des Regionalgerichts Maloja und beantragte, Y._ sei zu verbieten, gegenüber Dritten, insbesondere gegenüber den Medien und Bekannten von X._, Behauptungen zu verbreiten, dass Letztere Geld mit Bezug auf den A._ in O.1_ mit B._ entwendet oder Gäste des Events oder den Event selbst geschädigt habe. Zudem sei es Y._ gerichtlich zu verbieten, jegliche Art von Informationen, Anschuldigungen bzw. Behauptungen bezüglich dieser Veranstaltung und X._ zu verbreiten. Diese Massnahmen seien superprovisorisch und unter Androhung der Bestrafung gemäss Art. 292 StGB mit Busse in der Höhe von CHF 1'000.00 im Widerhandlungsfall anzuordnen.
C. Ohne vorgängige Anhörung von Y._ entsprach der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja mit Entscheid vom 19. Januar 2018 den Anträgen von X._. Er gab Y._ Gelegenheit, innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheides eine schriftliche Stellungnahme abzugeben.
D. Y._ beantragte mit Zustimmung der Gegenpartei am 1. Februar 2018 die Verfahrenssistierung, welche vom Einzelrichter am Regionalgericht Maloja bewilligt wurde. Mit Schreiben vom 21. August 2018 bzw. 13. September 2018
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ersuchten die Parteien den Regionalgerichtspräsidenten um Aufhebung der Sistierung und Fortführung des Verfahrens.
E. Y._ verlangte in ihrer Stellungnahme vom 5. Oktober 2018 die Abweisung des Gesuches vom 11. Januar 2018, soweit auf dieses einzutreten sei.
F. Die Parteien hielten im zweiten Schriftenwechsel an ihren Anträgen fest und vertieften ihre Standpunkte (vgl. Replik von X._ vom 13. November 2018 und Duplik von Y._ vom 3. Dezember 2018).
G. Mit Entscheid vom 12. Februar 2019, mitgeteilt am 13. Februar 2019, erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja gestützt auf die Aktenlage was folgt:
1. Die mit Entscheid vom 19. Januar 2018 angeordneten Unterlassungsanweisung (recte: Unterlassungsanweisungen) gegenüber der Gesuchsgegnerin werden aufgehoben und das Gesuch wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von CHF 5'000.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt und mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet. Den Fehlbetrag von CHF 3'500.-- hat sie dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, die Gesuchsgegnerin mit CHF 13'727.70 ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations