# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 52b84bcd-d48b-4c09-ae81-74170466eaa0
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht
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Rechtsbegehren: (act. 1)
" 1. Es sei das Grundbuchamt Zürich-Wiedikon (Anschrift: Notariat, Grundbuch- und Konkursamt Wiedikon-Zürich, Postfach 8817, 8036 Zürich, Telefax: 044 466 70 51) gerichtlich anzuweisen, zu Lasten des im Eigentum der Gesuchsgegnerin stehenden  Grundbuch Blatt ..., Liegenschaft, Kataster Nr. ..., ..., im Stadtquartier Zürich-Wiedikon und zu Gunsten der  vorläufig ein Bauhandwerkerpfandrecht im Grundbuch  für eine Pfandsumme von CHF 27'776'396.25 zuzüglich Zins zu 5 % ab 30. März 2016.
2. Die Anweisung gemäss Ziff. 1 vorstehend sei superprovisorisch bzw. sofort nach Eingang des Gesuchs ohne Anhörung der  zu verfügen und dem Grundbuchamt  unverzüglich mitzuteilen.
3. Es sei der Gesuchstellerin eine Frist von sechs Monaten seit Rechtskraft des Entscheids über die Bestätigung der  Massnahme zur Einreichung der Klage auf definitive  des Bauhandwerkerpfandrechts anzusetzen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zzgl. 8 % MWST auf der Prozessentschädigung, zu Lasten der Gesuchsgegnerin."

## Considerations

Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
1. Mit Eingabe vom 23. Februar 2016 (überbracht 24. Februar 2016) reichte die
Klägerin das vorliegende Gesuch mit obigem Rechtsbegehren ein (act. 1). Mit
Verfügung vom 26. Februar 2016 wurde dem Gesuch einstweilen ohne Anhörung
der Gegenpartei entsprochen und das Grundbuchamt Wiedikon-Zürich wurde an-
gewiesen, das beantragte Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen.
Gleichzeitig wurde der Beklagten Frist angesetzt, um zum klägerischen Begehren
Stellung zu nehmen. Zudem wurde der Klägerin Frist angesetzt, um für die Ge-
richtskosten einen Vorschuss von CHF 70'000.– zu leisten, welchen sie fristge-
recht bezahlte (act. 4; act. 7). Mit Datum vom 2. Mai 2016 nahm die Beklagte zum
klägerischen Gesuch Stellung und erklärte "nur und ausschliesslich bezogen auf
das angehobene summarische Verfahren um vorläufige Eintragung eines Bau-
handwerkerpfandrechts" auf die Erhebung von Einwendungen zu verzichten. Da-
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bei seien und blieben sämtliche Forderungen der Klägerin wie auch deren angeb-
licher Anspruch auf Eintragung eines Pfandrechts bestritten und würden zurück-
gewiesen. Sie behalte sich insbesondere sämtliche Angriffs- und Verteidigungs-
mittel im Hauptsacheverfahren vor (act. 8).
2. Indem die Beklagte im vorliegenden vorsorglichen Verfahren explizit auf die
Erhebung jeglicher Einwendungen verzichtet und (mit Ausnahme bezüglich der
Kosten- und Entschädigungsfolgen) selber keine Anträge stellt, widersetzt sie sich
dem klägerischen Antrag nicht. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt
Wiedikon-Zürich ist damit als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB zu
bestätigen.
3. Der Klägerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung des
Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist praxis-
gemäss auf 60 Tage festzulegen, wobei allfällige Gerichtsferien bei der Fristan-
setzung berücksichtigt werden. Besondere Gründe, die ein Abweichen von dieser
Praxis rechtfertigen würden, sind nicht ersichtlich, zumal der Klägerin die Beziffe-
rung ihres Pfandanspruches auch ohne Schlussrechnungen ihrer Subunterneh-
mer möglich war. Eine Verlängerung der Frist ist möglich, bedarf aber eines ge-
sonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in ei-
nem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine
Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustim-
mung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beein-
flussbare Hinderungsgründe anerkannt.
4. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des
Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in
erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2
Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 27'776'396.25 aus-
zugehen. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 Abs. 1 GebV OG ist die
Gerichtsgebühr unter Berücksichtigung des Äquivalenzprinzips auf rund einen
Sechstel der Grundgebühr festzusetzen und vorab aus dem von der Klägerin ge-
leisteten Kostenvorschuss zu beziehen (Art. 111 ZPO).
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Gestützt auf Art. 104 Abs. 3 ZPO ist die Regelung bezüglich der Verteilung der
Gerichtskosten dem Entscheid des Hauptsachegerichts vorzubehalten. Nur für
den Fall des Nichtanhängigmachens des Prozesses in der Hauptsache, ist eine
definitive (wenn auch bedingte) Anordnung zu treffen und sind die Kosten der
(diesfalls unterliegenden) Klägerin aufzuerlegen, womit der Kostenbezug definitiv
würde.
Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen
Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Klägerin ihren Anspruch jedoch
nicht prosequieren sollte, sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen.