# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0d7dcd0c-b821-4671-9c5d-db6ca4266cb2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1983 geborene
X._
schloss im Juli 2003 die Diplom
mittelschule ab und beabsichtigte im April 2004, den Vorkurs zur Aufnahme
prüfung als Primarlehrer an der Y._
anzu
treten. Zwischenzeitlich arbeitete er ab 1. November 2003 als Druckereigehilfe bei der
Z._
auf Abruf und war in dieser Eigenschaft bei der
Suva
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 18. Februar 2004 rutschte er in
A._
auf dem Eis aus und schlug mit dem Hinterkopf auf. Hierbei erlitt er ein Schädelhirntrauma Grad II mit/bei Kontusionsblutung frontal beidseits,
Subarachnoidal
blutung
im
Interhä
mis
phä
renspalt
occipital
,
Subduralblutung
frontal (links mehr als rechts) und
Falx
cerebri sowie sekundärem Hirnödem.
Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leis
tungen.
In der Folge konnte der Versicherte den Vorkurs zur Aufnahmeprüfung als Primarlehrer an der
Y._
nicht realisieren. Er schloss im Jahr 2011 eine Lehre als Detailhandelsfachmann bei der
B._
ab
(Urk. 2
S. 2
)
.
Mit Verfügung vom 12.
Juni 2013
(Urk. 9/185) und
Einspracheentscheid
vom 23. September 2013 (Urk. 9/195) verneinte die Suva einen Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Mit Urteil vom 20. Juni 2014 wies das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich die gegen den
Einspracheent
scheid
erhobene Beschwerde ab (Urk. 9/208). Das Bundesgericht hiess die dagegen erho
bene Beschwerde des Versicherten mit Urteil
8C_612/2014
vom 28. April 2015 teilweise gut. Es wies die Sache zu neuer Verfügung über den Rentenanspruch an die Suva zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab (Urk. 9/215).
Mit Verfügung vom 1. Juli 2016 wurde dem Versicherten ab dem 1. September 2011 eine Invalidenrente der Unfallversicherung bei einem Invaliditätsgrad von
35 % zugesprochen (Urk. 9/239). Die dagegen erhobene Einsprache vom 18. August
2016 (Urk. 9/251) wies die Suva mit Entscheid vom 27. Juni 2017 ab (Urk. 2 [= Urk. 9/256]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 24. August 2017 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei insofern aufzuheben, als darin eine Rente von bloss 35 % zugesprochen worden sei
. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine höhere Rente zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer mit Verfü
gung vom 24. November 2017 angezeigt wurde (Urk. 10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 18. Februar 2004 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungs
rechts [ATSG]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
glie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermit
telt und einander gegenüber
gestellt werden, worauf sich aus der Einkom
mens
differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die frag
lichen Erwerbs
ein
kommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so ge
wonnenen Annä
herungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schät
zung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten be
stehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne Invalidität erzielbare hypothe
tische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu be
werten, während das Invaliden
einkommen auf einen entsprechend klei
neren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (so genannter Pro
zentvergleich; BGE 128 V 29 E. 1, 114 V 310 E. 3a mit Hinweisen; AHI 2000 S.
309 E. 1a mit Hinweisen).
1.4
Aufgrund der Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs (Art. 8 ATSG) in der Inva
liden- und Unfallversicherung hat die Schätzung der Invalidität mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden in beiden Bereichen prinzipiell denselben Inva
liditätsgrad zu ergeben, soweit nicht die unterschiedliche gesetzliche Regelung oder Rechtspraxis in den einzelnen Versicherungszweigen zu einer abweichenden Invaliditätsbemessung führen. Bereits abgeschlossene Invaliditätsfestlegungen sind
mitzuberücksichtigen
. Es besteht jedoch keine Bindungswirkung der Inva
lidi
tätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialver
siche
rungszweig (Urteil des Bundesgerichts 8C_543/2011 vom 25. August 2011 E. 3 mit Hinweisen auf
BGE 133 V 549
E. 6,
119 V 468
E. 2b).
2.
2.1
Das Bundesgericht hielt in seinem Urteil
8C_612/2014
vom 28. April 2015 fest,
das Sozialversicherungsgericht habe von einer vollen Arbeits- und Leistungs
fähi
g
keit im Beruf als Detailhandelsfachmann ausgehen dürfen. Zur Ermittlung des Invalideneinkommens sei kein Abzug von 10 % vom tatsächlich erzielten Jahres
verdienst
vorzunehmen (Urk. 9/215 E. 4.1.2 und E. 4.2.1). Was die Ermitt
lung des
Valideneinkommens
anbelange, sei davon auszugehen, dass der Be
schwer
deführer ohne die Folgen aus dem Unfall vom 18. Februar 2004 Primar
lehrer geworden wäre (Urk. 9/215 E. 4.2.2.2). Da bisher noch kein Einkommens
vergleich vorge
nom
men worden sei, sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie einen solchen vornehme (Urk. 9/215 E. 5).
2.2
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid (Urk. 2), es sei von einem Invalideneinkommen von Fr. 58'500.-- auszugehen. Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
sei – wie dies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich im Urteil vom 3. Dezember 2015 betreffend das Verfahren gegen die Inva
lidenversicherung getan habe – auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzu
stellen, da nicht feststehe, dass der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Beein
trächtigung an einer öffentlichen Primarschule im Kanton Zürich unter
richtet hätte, zumal ihm ohne Weiteres auch Stellen an Privatschulen oder öffent
lichen Schulen anderer Kantone offen gestanden wären. Es resultiere ein
Validenein
kommen
von Fr. 90'469.--. Es
ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 35 %.
2.3
Der Beschwerdeführer führte demgegenüber aus (Urk. 1),
die Beschwerdegegnerin habe sich nicht detailliert mit seinen Einwendungen in der Einsprache ausein
andergesetzt, weshalb der Anspruch auf das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Die Ermittlung des
Valideneinkommens
sei nicht schlüssig. Die Beschwerde
geg
nerin rekapituliere die Berechnungen des Sozialversicherungsgerichts des Kanton
s Zürich im Entscheid betreffend einen Anspruch auf eine Invalidenrente der Inva
lidenversicherung. Es bestehe jedoch keine Bindungswirkung. Auf die Tabelle T1 der LSE 2010 könne von vornherein nicht abgestellt werden. Eine solche Tabelle sei in den heute publizierten und zugänglichen Tabellen unter www.bfs.admin.ch nicht auffindbar. Es könne nicht verifiziert werden, unter welchen Bedingungen und Umständen es zum dort angeblich ausgewiesenen Wert von Fr. 7'161.
--
ge
kommen sei. Gemäss BGE 142 V 178 seien immer die aktuellsten statistischen Daten zu verwenden. Die LSE 2010 sei damit nicht anwendbar. Der «Serienbruch» be
im Wechsel von LSE 2010 auf 2012
sei gemäss Bundesgericht (Urteil 8C_228/2017 vom 14. Juni 2017) systemimmanent und gelte auch für die Unfall
versicherung.
Weiter führte der Beschwerdeführer aus, es
sei auf die LSE 2014, Tabelle T1_b, Ziff. 85, «Erziehung und Unterricht»
abzustellen
, welche für Männer einen monatlichen Betrag von Fr. 9'068.-- ausweise, ohne Kaderfunktion von Fr. 9'021.--.
Es resultiere ein
Valideneinkommen
von Fr. 113'441.--, eventuell Fr. 112'852.--. Wende man die Tabelle T1_tirage_skill_level an, ergebe sich im Kompetenzniveau 3 sodann auch ein Jahreseinkommen von Fr. 100'330.-
-. Ausser
dem müsse berücksichtigt werden, dass sich der Primarlehrerlohn im Kanton Zürich und auch in anderen Kantonen überproportional zur Nominal
lohn
entwicklung anderer Löhne in diesem Bereich entwickle. Würde auf die LSE 2012 «Erziehung und Unterricht» abgestellt, müsste das
Kompetenzniveau 4 herangezogen werden, was ein Jahreseinkommen von Fr. 124'287.
--
ergebe.
3
.
3
.1
Den nachfolgenden Erwägungen ist vorauszuschicken,
dass
keine Verletzung des rechtlichen Gehörs
festgestellt werden kann
. Die Beschwerdegegnerin muss sich nicht ausdrücklich mit jeder
tatbeständlichen
Behauptung und jedem rec
htlichen Einwand auseinanderset
zen. Vielmehr kann sie sich auf die für den
Entscheid wesentlichen Gesichts
punkte beschränken, was sie auch tat.
3.2
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend. Allfällige rentenwirksame Änderungen der Ver
gleichs
einkommen sind bis zum
Einspracheentscheid
zu berücksichtigen (
Urteil des Bundesgerichts 8C_228/2017 vom 14. Juni
2017
E. 4.1.3 mit Verweis auf BGE 129 V 222 E. 4.1
; 128 V 174).
Massgebend sind somit die Verhältnisse im Zeitpunkt des Jahres 2011, als der Rentenanspruch
entstand. Dieser Zeitpunkt wurde nicht in Frage gestellt und lässt sich aufgrund des Umstands, dass der Beschwerdeführer die Lehre als Detailhandelsfachmann im August 2011 erfolg
reich abgeschlossen hat, auch nachvollziehen (vgl. Urk. 9/155, Urk. 9/157).
3
.3
I
m Jahr 2011 arbeitete der Beschwerdeführer
bei der
B._
aus betrieblichen Gründen bloss in einem 60%-Pensum. Die
se
Stelle wurde ihm
aus wirtschaftlichen Grün
den
per 30.
April 2012
gekündigt (Urk. 9/173). Im Sep
tem
ber 2012 trat er eine Vollzeits
telle bei de
r
C._
an, wo er
Fr. 58'500.--
verdiente (vgl. Urk. 9/225).
Die Suva berücksichtigte
diesen Verdienst als Inva
lideneinkommen, so wie dies bereits das hiesige Gericht im Urteil
IV.2014.00664 vom 3. Dezember 2015 getan hatte. Dies ist
im Sinne der Rechtsprechung (E. 3.2)
nicht zu beanstanden, zumal der Beschwerdeführer
in seiner Beschwerdeschrift
selbst von einem Invalideneinkommen von Fr. 58'500.
--
ausgegangen ist
(Urk. 1 S. 5 ff.).
3.4
3.4.1
Bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
ist – wie dies das Bundesgericht fest
gehalten hat – davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne die Folgen aus dem Unfall vom 18. Februar 2004 Primarlehrer geworden wäre (E. 2.1).
3.4.2
Unter
der
Annahme dieser Prämisse hielt das
hiesige Gericht im Urteil IV.2014.00664 vom 3. Dezember 2015 Folgendes fest:
Entg
egen der Ansicht des Beschwerde
führers
seien
zur Bemess
ung des
Valideneinkommens
nicht die Anga
ben der Bildungsdirektion des Kantons Züri
ch heranzuziehen, sondern die Tabel
len
löhne ge
mäss den vom Bundesamt für Statistik periodis
ch herausgegebenen
Lohnstrukturerhe
bungen (LSE), da nicht feststehe
, dass der Beschwerdeführer ohn
e gesundheitliche Beeinträchtigung an einer öffentlichen Primarschule im Kanton Zürich unterrichtet hätte, zumal ihm ohne weiteres Stellen an Privatschulen oder öffentlichen Schulen anderer Kantone offe
n gestanden wären. Demgemäss sei
auf den Lohn im Bereich
Erziehung und Unterricht, Ziff.
85 in der Tabelle 1 der LSE (privater und öffentlicher Sektor zusammen), Anforderungsniveau 3, abzustellen und somit von
einem standar
disierte
n monatlichen Einkommen von Fr. 7‘161.-- auszugehen (LSE 2010, S. 25), welches unter Berücksichti
gung der durchschnitt
lichen Arbeitszeit im Jahr 2012 von 41,4 Stunden pro Woche (vgl. Bu
ndesamt für Statistik, Betriebs
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilung
en, P 85) sowie der Nominallohn
entwicklung bis ins Jahr 2012 (Indexstand 2151 [2010] auf 2188 [2012], vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, T 39: Entwick
lung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 19
76-2014, Männer) auf ein Jahres
einkommen für eine 100
%ige Tätigkeit hochzurechnen sei. Es resultiere
som
it ein
Valideneinkommen
von Fr. 90‘469.-- (Fr.
7‘161.
-- :
40 x 41,4 x 12 : 2151 x 2188).
Diese Berechnung übernahm auch die
Beschwerde
gegnerin
, was
grundsätzlich nicht zu beanstanden
ist
,
zumal
bei der Ermittlung des Invalideneinkommens
ebenfalls
auf Wert
e aus dem Jahr 2012 abgestellt
wurde
(E. 3.3)
.
Damit wurden das
Validen-
und das
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage
erhoben
(vgl. BGE
129 V 222
)
.
In diesem Sinne wäre es auch zulässig, die LSE 2012 heranzuziehen.
Entspricht d
as An
forderungsniveau 2 der LSE 2010
dem Kompetenzniveau 3 der LSE 2012
(vgl.
das Urteil des Bundesgerichts
8C_842/2014
vom 4. März 2015 E. 2.4.3.1 mit Verweis auf
das
IV-Rundschreiben Nr.
328 des Bundesamtes für Soz
ialver
siche
rungen [BSV] vom 22.
Oktober 2014),
entspricht das Anforderungsniveau 3 der LSE 2010 dem Kompetenzniveau 2 der LSE 2012
(so festgehalten auch im Urteil des Bundesgerichts 8C_457/2017 vom 11. Oktober 2017 E. 6.3)
. Es wäre somit auf
die Tabelle T1_skill_level (privater und öffentlicher Sektor zusammen), Ziff. 85 «Erziehung und Unterricht
»
, Kompetenzniveau 2, Männer, abzustellen
und somit von
einem standar
disierte
n monatlichen Einkommen von Fr. 6'737.-- auszugehen (LSE 2012 S. 31), welches unter Berücksichti
gung der durchschnitt
lichen Arbeitszeit im Jahr
2012 von 41,4 Stunden pro Woche (
vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsa
bteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-2017,
P 85
)
auf ein Jahres
einkommen für eine 100
%ige Tätigkeit hochzurechnen wäre
. Es resultiert
e aber ein deutlich tieferes
Valideneinkommen
von Fr.
83
’674
.
--
(Fr. 6'737.
--
:
40 x 41,4 x 12
),
was
dem Beschwerdeführer zum Nachteil gereich
en würde.
Auf das Kompetenzniveau 3, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht, ist
hingegen
nicht abzustellen.
Als Primarschullehrer
hätte
er im Jahr 2012
kein Jahreseinkommen von Fr.
99
’
608.4
0 erzielt (Fr. 8'020.
--
:
40 x 41,4 x 12
), was die Lohndatenerhebung der Lehrkräfte, Auswertung 2012, der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz belegt (vgl. die Tabellen zu den Lehrkräften der Primarstufe).
Die darin enthaltenen Angaben
sowie die Lohndatenerhebungen der folgenden Jahre
widerlegen auch das Argument des Beschwerdeführers, dass die Lohnentwicklung eines Pr
imar
lehrers ganz anders verlaufe
als die Lohnentwicklung anderer Berufsgruppen.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist
auch
die
Tabelle T17, Ziff. 23 «Lehrkräfte»
der LSE 2012
nicht heranzuziehen
, da sie
sich im vorliegenden Fall als zu unspezifisch erweist.
Ausserdem wäre beim Beschwerdeführer, welche
r
im Jahr 2011 erst 28 Jahre alt wurde,
auf ein standar
disierte
s monatliches Ein
kommen von bloss Fr. 6'436.-- abzustellen (LSE 20
12 S. 44), was sich wiederum zu seinem
Nachteil auswirken würde.
Dass die
LSE 2014
nicht für einen Einkommensvergleich mit Rentenbeginn im Jahr 2011 herangezogen werden kann, versteht sich von selbst.
Wie bereits erwähnt, sind f
ür den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend
.
Zu prüfen bleibt lediglich noch,
ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetische
n Bezugsgrössen eingetreten ist (BGE
128 V 174
Regeste).
Diese
Prüfung wurde bereits vorgenommen.
Dem BGE 142 V 178 lässt sich sodann nic
ht entnehmen, dass
statistische
Daten zu verwenden wären
, welche auf späteren Erhe
bungen beruhen
.
3.5
Der Beschwerdeführer vermag auch mit
seinen übrigen Vorbringen
nicht durch
zudringen.
Auch wenn keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung für die Unfallversicherung besteht, sind bereits
abge
schlossene Invaliditätsfestlegungen
mitzuberücksichtigen
(E. 1.4)
. In diesem Sinne
übernahm die Beschwerdegegnerin d
ie
zum Einkommensvergleich vorgenomme
nen Überlegungen
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich im
Urteil IV.2014.00664 vom 3. Dezember 2015, welche sich nach wie vor als überzeugend erweisen.
Das Arg
ument
des Beschwerdeführers
,
die
Tabelle T1
gemäss
LSE 2010 sei im Internet nicht auffindbar,
weshalb
darauf
nicht abgestellt werden könne,
sticht
sodann
nicht
. D
ie LSE
2010
wurden als Druckerzeugnis publiziert
; deren
Anwen
d
barkeit
hängt
nicht von einer elektronischen Publikation ab.
Schliesslich fragt sich, weshalb der Beschwerdeführer das Urteil des Sozial
ver
sicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2014.00664 vom 3. Dezember 2015 nicht angefochten hat, wenn er der Ansicht ist, es ergebe sich ein Invaliditätsgrad von mindestens 42 %. Dies wäre auch im Verfahren betreffend Invalidenrente der Invalidenversicherung von Bedeutung gewesen, denn ein Rentenanspruch ent
steht
dort
ab einem Invaliditätsgrad von 40 %.
4.
Nach dem Gesagten erweis
t
sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
5.
Das Verfahren ist kostenlos.