# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f669b208-dea1-40f4-a871-dd55d3b63dcf
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _1966, und X._, geboren am _1964, schlossen am 1. September 1995 vor dem Zivilstandsamt O.1_ die Ehe. Sie sind Eltern von A._, geboren am _1998, und B._, geboren am _2000. Anfangs März 2015 wurde der gemeinsame Haushalt aufgehoben.
B/1. Am 2. März 2015 reichte Y._ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur ein Gesuch auf Erlass von Eheschutzmassnahmen ein, wobei sie folgende Anträge stellte:
„1. Die Eheleute seien berechtigt getrennt zu leben.
2. Die gemeinsamen Kinder A._, geb. _1998, und B._, geb. _2000, seien unter die alleinige elterliche Obhut der Kindsmutter zu stellen.
3. Das von der Familie bewohnte Haus am _weg, O.1_, sei der Gesuchstellerin zur alleinigen Benutzung zuzuweisen.
4. Es sei dem Gesuchsgegner ein übliches Besuchs- und Ferienrecht zuzusprechen.
5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Ehefrau ab 1. März 2015 einen monatlichen Unterhalt in Höhe von Fr. 5’200.00 zuzüglich Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen. Der Kindesunterhalt sei dabei auf je Fr. 1’000.00 festzulegen.
6. Es sei die Gütertrennung rückwirkend ab 1. Februar 2015 zu verfügen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gegenpartei.”
B/2. In seiner Stellungnahme vom 23. März 2015 beantragte X._, was folgt:
„1. Die Anträge der Gesuchstellerin seien abzuweisen, soweit sie mit den nachstehenden Anträgen nicht übereinstimmen.
2. Es sei gerichtlich Vormerk zu nehmen, dass die Parteien seit dem 1. März 2015 getrennt leben.
3. Die Obhut über die gemeinsamen Kinder der Parteien, A._, geboren am _1998, und B._, geboren am _2000, sei der Gesuchstellerin zuzusprechen.
4. Es sei dem Gesuchsgegner ein übliches Besuchs- und Ferienrecht für den persönlichen Verkehr mit den Kindern A._ und B._ einzuräumen.
5. Das Einfamilienhaus am _weg, O.1_, sei der Gesuchstellerin und den Kindern A._ und B._ zur alleinigen Benutzung zuzuweisen, mit Ausnahme des Weinkellers, des Hobbyraums sowie des Werkstattraums im Untergeschoss des Hauses, welche Räume dem Gesuchsgegner zur alleinigen Benutzung bzw. betreffend den Werkstattraum zur gemeinsamen Nutzung zuzuweisen seien,
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verbunden mit dem Recht, diese Räume durch die Türe im Untergeschoss zu betreten.
6. Die monatlichen Unterhaltsbeiträge des Gesuchsgegners für die Gesuchstellerin und die Kinder A._ und B._ seit dem 1. März 2015 seien gesamthaft auf CHF 2’290.00 (inklusive Kinder- und Ausbildungszulagen) festzusetzen.
7. Es sei die Gütertrennung rückwirkend ab 1. Februar 2015 zu verfügen.
8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchstellerin.”
B/3. Die Eheschutzverhandlung wurde am 24. März 2015 durchgeführt, wobei die Parteien bei dieser Gelegenheit eine mündliche Einigung betreffend Trennungszeitpunkt, Kindes- und Wohnungszuteilung, Besuchs- und Ferienrecht sowie Gütertrennung erzielen konnten. Umstritten blieb die Frage der Unterhaltsbeiträge.
B/4. Am 25. März 2015 wurde der Ehefrau Frist angesetzt, um sich zur Stellungnahme des Ehemannes vom 23. März 2015 zu äussern. In ihrer Eingabe vom 30. März 2015 stellte sie betreffend Unterhaltszahlungen neu das Begehren, dass der Gesuchsgegner ihr ab 1. März 2015 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 5’000.-- zuzüglich Kinder- und Ausbildungszulagen zu leisten habe.
B/5. Mit Entscheid vom 24. April 2015, mitgeteilt am 5. Mai 2015, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur, wie folgt:
„1. Es wird gerichtlich davon Vormerk genommen, dass Y._ und X._ seit 1. März 2015 getrennt voneinander leben.
2. a) Das eheliche Einfamilienhaus am _weg in O.1_ wird für die Dauer des Getrenntlebens ‒ vorbehältlich Ziffer 2/b ‒ Y._ zur Benutzung zusammen mit den Kindern A._ und B._ zugeteilt.
b) Der Weinkeller und der Hobbyraum des Einfamilienhauses am _weg in O.1_ wird X._ zur alleinigen Benützung zugewiesen. Der Werkstattraum des Einfamilienhauses am _weg in O.1_ wird Y._ und X._ zur gemeinsamen Benützung zugewiesen. X._ wird für berechtigt erklärt, den Weinkeller, den Hobbyraum sowie den Werkstattraum durch die Türe im Untergeschoss zu betreten.
3. Die elterliche Obhut über A._, geboren am _1998, und B._, geboren am 2. Mai 2010, wird für die Dauer des Getrenntlebens Y._ übertragen.
4. Auf den gemeinsamen Wunsch von Y._ und X._ wird darauf verzichtet, ein Besuchsrecht von X._ festzulegen.
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Wünscht X._ einen Umgang mit A._ und B._, hat er sich diesbezüglich direkt an diese zu wenden.
5. Zwischen Y._ und X._ wird mit Wirkung ab 1. Februar 2015 die Gütertrennung angeordnet.
6. a) X._ wird verpflichtet, mit Wirkung ab 1. März 2015 an den Unterhalt von Y._ sowie von A._ und B._ für die Dauer des Getrenntlebens monatlich insgesamt CHF 4’960.00 (für Y._ CHF 2’860.00, für A._ und B._ je CHF 1’050.00), zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder-/Ausbildungszulagen, zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind an Y._ zahlbar und zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
b) Sofern X._ mit Wirkung ab 1. März 2015 bereits Unterhaltsbeiträge an Y._ überwiesen hat, wird er für berechtigt erklärt, diese Beiträge von den gemäss Ziffer 6/a zugesprochenen Beiträgen in Abzug zu bringen.
7. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1’500.00 (Entscheidgebühr) gehen je hälftig zu Lasten von Y._ und X._ und sind dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
b) X._ und Y._ tragen ihre Parteikosten selber.

## Considerations