# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** da3f9104-439e-4ae4-ac31-d0bb1c53021f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
2 / 26
I. Sachverhalt
A. X._ ist eine Privatperson. Bei der Y._ handelt es sich um ein L.1_isches Unternehmen mit Sitz in O.1_. Sie bietet diverse Dienstleistungen, insbesondere Verkauf, Service, Reparatur und Miete, im Zusammenhang mit Staplerfahrzeugen an. Die Z._ ist ein in L.1_ ansässiges Einzelunternehmen.
B. X._ erwarb eine gebrauchte Werkzeugmaschine der Marke Matsuura, Modell MC 760 VX (fortan: Werkzeugmaschine), zum Preis von CHF 3'000.00. Die Werkzeugmaschine wog rund sechs Tonnen. X._ beabsichtigte mit dieser Werkzeugmaschine diverse Metallarbeiten auszuführen und Letztere künftig auch Kunden anzubieten. Zu diesem Zweck mietete X._ einen Lagerraum in O.2_. Mit Hilfe eines Transportunternehmens liess X._ die Werkzeugmaschine auf den Vorplatz des Gebäudes, in dessen Untergeschoss sich der angemietete Lagerraum befand, verbringen. Indessen vermochte das beauftragte Transportunternehmen die Werkzeugmaschine nicht ins Gebäudeinnere zu versetzen.
C. Nach dem soweit unbestrittenen Sachverhalt kontaktierte X._ in der Folge telefonisch die Y._. Am 17. April 2014 fuhr X._ zur Y._ nach O.1_ (L.1_). Er bezahlte der Y._ einen Betrag von EUR 680.00 in bar. Die dazugehörige Quittung enthält den Vermerk "für Staplermiete". Anschliessend beauftragte die Y._ ihrerseits die Z._ mit dem Transport des rund elf Tonnen schweren Caterpillar-Diesel-Frontstaplers. Noch am selben Tag, dem 17. April 2014, transportierte die Z._ den Stapler mittels Sattelschlepper von O.1_ nach O.2_. Die Kosten des Transports von EUR 644.22 (5.75 Stunden inkl. Maut) stellte die Z._ der Y._ in Rechnung. Intern betraute die Z._ den von ihr angestellten Chauffeur A._ mit dem Transport des Staplers. A._ verfügte über einen Führerausweis für Stapler und Erfahrungen als Staplerfahrer. In O.2_ lud A._ den Stapler ab. Die Parteien gehen einig, dass A._ daraufhin die Werkzeugmaschine mittels Stapler anhob, die Werkzeugmaschine umkippte und einen Schaden erlitt.
In der Folge war zwischen den Parteien umstritten, ob sich die Y._ gegenüber X._ zusätzlich zum Transport und zur Gebrauchsüberlassung des Staplers vertraglich verpflichtet hatte, die Werkzeugmaschine vom Vorplatz ins Untergeschoss des Gebäudes zu verbringen, oder ob die Anhebung der Maschine einzig auf Anweisung und in Verantwortung von X._ erfolgt war.
3 / 26
D. Am 2. Juni 2014 gelangte X._ an das Bezirksgericht Landquart (ab dem 1. Januar 2017 Regionalgericht Landquart) mit einem Gesuch um vorsorgliche Beweisführung. Er beantragte, es sei vorsorglich Beweis über den Zustand und allfällige Schädigungen an der Werkzeugmaschine zu erheben. Im Rahmen des vorsorglichen Beweisverfahrens wurde ein Expertenbericht datierend vom 28. August 2014 eingeholt. Darin kam der beauftragte Experte zum Schluss, dass die Werkzeugmaschine durch den Sturz erheblichen Schaden genommen habe und eine Instandstellung den Wert der Anlage übersteige. Der Neuwert der Werkzeugmaschine bezifferte der Gutachter mit CHF 180'000.00, den Zeitwert (unbeschädigt) auf CHF 10'000.00 bis CHF 15'000.00.
E. Zufolge des Sitzes der beklagten Partei im Ausland verzichtete X._ geschützt auf Art. 199 Abs. 2 lit. a ZPO einseitig auf das Schlichtungsverfahren.
F. Mit Klageschrift vom 19. Dezember 2014 (Datum Poststempel) leitete X._ die Klage betreffend Forderung aus Vertrag gegen die Y._ beim Bezirksgericht Landquart (ab dem 1. Januar 2017 Regionalgericht Landquart) ein. Er beantragte, was folgt:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 25'855.05 zuzüglich 5% Zins seit dem 17. April 2014 zu bezahlen.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
G. Die Y._ erstattete am 21. Januar 2015 (Datum Poststempel) eine schriftliche Stellungnahme. Sie beantragte, die Abweisung der Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten von X._. Zudem verkündete die Y._ der Z._ den Streit und forderte Letztere dazu auf, sie im Prozess zu unterstützen.
H. Nach Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels reichten die Parteien mit Eingabe vom 12. Februar 2014 ([recte wohl: 2015]; Datum Poststempel) die Klagereplik respektive mit Eingabe vom 10. März 2015 (Datum Poststempel: 13. März 2015) die Klageduplik ein, je mit unveränderten Rechtsbegehren.
I. Die Z._ nahm mit Eingabe vom 17. März 2015 (Datum Poststempel) Stellung und beantragte die kostenfällige Abweisung der Klage.
J. Am 10. Februar 2017, mitgeteilt am 13. Februar 2017, erging die Beweisverfügung. Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Juni 2017 ergänzte das Regionalgericht Landquart die Beweisverfügung.
4 / 26
K. Mit Schreiben vom 14. März 2017 ersuchte das Regionalgericht Landquart das Bezirksgericht O.3_ (L.1_), unter Beilage der entsprechenden Zeugenfragethemen, A._ sowie B._ rechtshilfeweise als Zeugen einzuvernehmen. Dem Rechtshilfeersuchen wurde entsprochen. Die Zeugeneinvernahmen fanden am 20. April 2017 statt und das ausgefertigte Protokoll wurde retourniert.
L. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 30. August 2017 hielten die Parteien an ihren jeweiligen Anträgen fest.
M. Der weitere bzw. genaue Prozessverlauf vor dem Regionalgericht Landquart kann den Akten entnommen werden.
N. Nach Durchführung der Hauptverhandlung erkannte das Regionalgericht Landquart mit Entscheid vom 30. August / 11. September 2017, den Parteien in begründeter Form mitgeteilt am 7. November 2017, wie folgt:
1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Kostenfolge:
a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 6'000.00 (Kosten mit schriftlicher Entscheidbegründung) werden der klagenden Partei auferlegt. Sie gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die klagende Partei hat die beklagte Partei mit CHF 6'621.40 (inkl. Barauslagen) aussergerichtlich zu entschädigen.
c) Der streitberufenen Partei wird keine aussergerichtliche Entschädigung ausgerichtet.
d) Rechtsanwalt Portmann wird als unentgeltlicher Rechtsbeistand der klagenden Partei unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 8'245.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations