# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3cfea7f0-a712-403d-b158-13ce2c24c6d9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Das in der Gemeinde O.1_ befindliche Grundstück Nr. _ ist mit einer Autoeinstellhalle bzw. Tiefgarage bebaut. Im Grundbuch ist ein entsprechendes Überbaurecht als Grunddienstbarkeit für einen  zulasten der Parzellen Nrn. _, _ sowie _ eingetragen. Teil dieses Überbaurechts bildet auch ein oberirdisches, auf dem Grundstück Nr. _ erstelltes in die Tiefgarage führendes Treppenhäuschen. Das Grundstück Nr. _ ist in 26 Miteigentumsanteile von je 1/34 bzw. 2/34 aufgeteilt. Zu den Miteigentümern zählt auch Y._, welcher gleichzeitig Eigentümer der Grundstücke Nrn. _ und _ ist und beabsichtigt, ein Mehrfamilienhaus auf diesen beiden Parzellen zu erstellen. Die Miteigentümer der im Überbaurecht erstellten Autoeinstellhalle beschlossen am 1. November 2013 mit 24 zu 10 Stimmen, das Tiefgarageneingangshäuschen in das Neubauprojekt auf den Parzellen Nrn. _ und _ zu integrieren (vgl. Akten Vorinstanz KB act. 3). Dieser Beschluss wurde am 29. November 2013 beim Vermittleramt Surselva angefochten (vgl. Akten Vor-instanz KB act. 6). Am 7. Januar 2014 fand offenbar eine Schlichtungsverhandlung in dieser Sache statt, welche zu keiner Einigung führte. Indessen wurde die Klage bis heute nicht prosequiert (vgl. Berufung II. B. Ziff. 26 sowie Berufungsantwort II. B. Ziff. 10).
B. Die Gemeinde O.1_ erteilte Y._ im öffentlichrechtlichen Baubewilligungsverfahren am 27. Juli 2012 die Baubewilligung für die Erstellung des Mehrfamilienhauses und wies sämtliche Einsprachen ab (vgl. Akten Vorinstanz BB act. 3). Nachdem das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden am 11. Dezember 2012 eine entsprechende Beschwerde der Einsprecher abgewiesen hatte, tat es ihm das Bundesgericht mit Urteil vom 15. Juli 2013 gleich (vgl. Akten Vorinstanz BB act. 4).
C. Mit Eingabe vom 10. Juli 2014 stellten die im Rubrum aufgeführten Miteigentümer des Grundstücks Nr. _ beim Bezirksgericht Surselva ein Gesuch um Erlass eines Verbots im Rahmen eines Besitzesschutzverfahrens, wonach dem Gesuchsgegner Y._ zu verbieten sei, die begonnenen Bauarbeiten auf den Parzellen Nrn. _ sowie _ der Gemeinde O.1_ fortzuführen. Sofern die Voraussetzungen für dessen Erlass im Verfahren nach Art. 257 ZPO (Rechtsschutz in klaren Fällen) nicht gegeben seien, solle das beantragte Verbot eventualiter als vorsorgliche Massnahme vor Rechtshängigkeit ausgesprochen und den Gesuchstellern eine Frist zur Klageeinreichung angesetzt
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werden. Sodann wurde um superprovisorischen Erlass dieser Massnahme ersucht.
D. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva erliess die anbegehrte superprovisorische Verfügung am 11. Juli 2014 unter Strafandrohung nach Art. 292 StGB und setzte Y._ zugleich eine Frist zur Stellungnahme bis am 25. Juli 2014. Dieser beantragte am 6. August 2014 innert erstreckter Frist die kostenfällige Abweisung des Gesuchs sowie die Aufhebung des am 11. Juli 2014 superprovisorisch verfügten Baustopps.
E. Mit Entscheid vom 29. August 2014 erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva wie folgt:
„1. Auf das Gesuch um Gewährung von Rechtsschutz in klaren Fällen wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird vollumfänglich abgewiesen.
3. Das mit Entscheid vom 11. Juli 2014 superprovisorisch erlassene Verbot, die Bauarbeiten auf den Liegenschaften Nr. _ und Nr. _ im Grundbuch der Gemeinde O.1_ fortzuführen, wird aufgehoben.
4.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'000.00 gehen - unter solidarischer Haftbarkeit - zu Lasten der Gesuchsteller und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet. Der Entscheid über die endgültige Kostentragung wird dem Hauptverfahren vorbehalten.
b) Die Gesuchsteller haben den Gesuchsgegner - unter solidarischer Haftbarkeit - mit CHF 2'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im Hauptverfahren vorbehalten.

## Considerations