# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8f35b7b9-6764-4f8b-a380-2f3d685aa4cf
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Z._ und X._ wohnten zeitweilig zusammen, waren jedoch nie verheiratet. Sie sind Eltern des am _ 2009 geborenen Kindes A._. Nach verschiedenen Differenzen kam es zum Bruch der Beziehung und am 1. September 2012 zum Auszug von X._ mit dem Sohn A._ aus der Liegenschaft von Z._ am S2._ in O1._. Z._ ging kurz darauf eine neue Beziehung mit Y._ ein, welche in der Folge bei ihm einzog. X._ versuchte danach erfolglos, Z._ wieder zurückzugewinnen.
B. Am Abend des 17. November 2012 wollte X._ den Sohn A._ nach dem Besuchswochenende beim Vater in dessen Liegenschaft abholen. Dort verschaffte sie sich nach Angaben von Z._ Zutritt zum Haus, woraufhin es zu einem Aufeinandertreffen mit Y._ kam, welches mit einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden Frauen endete. Daraufhin reichte Z._ bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine Strafanzeige gegen X._ wegen Hausfriedensbruchs ein.
C. Am 14. Januar 2013 kam es am Arbeitsort von Z._ an der S1._ in O1._ zu einem neuerlichen Vorfall zwischen Y._ und X._. Letztere betrat ebenfalls das Reisebüro, nachdem Z._ die Türe für Y._ geöffnet hatte. Nach zunächst nur verbalen Attacken von X._ kam es schliesslich auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Y._ suchte in der Folge das Kantonsspital in O1._ auf, wo Kontusionen an Rippen, Wirbelsäule und Oberbauch festgestellt wurden. Daraufhin reichte Y._ am 24. Januar 2013 bei der Staatsanwaltschaft Graubünden Strafanzeige und Strafantrag gegen X._ wegen einfacher Körperverletzung ein.
D. Mit Eingabe vom 24. Januar 2013 stellten Z._ und Y._ beim Bezirksgericht Imboden ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen gemäss Art. 263 ZPO mit folgendem Rechtsbegehren:
„1. Der Gesuchsgegnerin sei zu verbieten, sich näher als 500 Meter an die Gesuchstellerin anzunähern.
2. Der Gesuchsgegnerin sei zu verbieten, sich in einem Umkreis von weniger als 200 Meter vom Wohnhaus des Gesuchstellers am S2._ in 7000 O1._ aufzuhalten.
3. Der Gesuchsgegnerin sei zu verbieten, sich in einem Umkreis von weniger als 200 Meter vom Arbeitsort des Gesuchstellers an der S1._ in O1._ aufzuhalten.
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4. Die Verbote gemäss Ziff. 1 bis 3 hiervor sind allesamt mit dem ausdrücklichen Hinweis auf Art. 292 StGB zu verbinden, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
5. Die Verbote gemäss Ziff. 1 bis 3 hiervor und der Hinweis auf Art. 292 StGB gemäss Ziff. 4 hiervor sind im Sinne von superprovisorischen Massnahmen unverzüglich zu erlassen, ohne vorherige Anhörung der Gesuchsgegnerin.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsgegnerin.“
E. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden verzichtete in der Folge auf den Erlass einer superprovisorischen Massnahme und forderte X._ zur Einreichung einer schriftlichen Vernehmlassung auf. Dieser Aufforderung kam X._ fristgemäss nach und beantragte mit Stellungnahme vom 27. Februar 2013 die kostenfällige Abweisung des Gesuchs, soweit darauf eingetreten werden könne.
F. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden mit Entscheid vom 27. Februar 2013, mitgeteilt am 14. März 2013, wie folgt:
„1. Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen und es wird X._ richterlich untersagt
a) sich Y._ auf weniger als 50 Meter anzunähern;
b) die Liegenschaft von Z._ am S2._ in O1._ zu betreten und sich unmittelbar davor aufzuhalten, wobei allfällige Kindesübergaben in gegenseitigem Einvernehmen der Parteien vor der erwähnten Liegenschaft vorbehalten bleiben;
c) sich im Eingangsbereich und vor dem Schaufenster am Arbeitsort von Z._ an der S1._ in O1._ aufzuhalten und die Geschäftsräumlichkeiten zu betreten.
2. Die in Ziff. 1 genannten Verbote ergehen allesamt unter Hinweis auf Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
3. Den Gesuchstellern wird im Sinne von Art. 263 ZPO eine Frist von 30 Tagen seit Mitteilung dieses Entscheides angesetzt, um die ordentliche Klage beim Gericht einzureichen. Bei unbenutztem Fristablauf fallen die in Ziff. 1 ausgesprochenen Massnahmen dahin.
4. Die Kosten dieses Verfahrens von CHF 2‘500.00 gehen einstweilen unter solidarischer Haftung zu Lasten der Gesuchsteller. Die definitive Kosten- und Entschädigungsregelung wird dem Hauptverfahren vorbehalten.
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## Considerations