# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e7c93106-b816-5806-bb63-7257e701f1ba
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1958 geborene X._
, Vater vierer 1992, 1995, 1997 und 2003 ge
borener Kinder (
Urk.
8/2/2), war zuletzt bis Ende August 2012 als Mitarbeiter im Offset-Druck bei der
Y._
tätig; letzter effektiver Arbeitstag war der 1
1.
Mär
z 2012 (
Urk.
8/7
/1
).
Am
8.
September 2006
erlitt der Versicherte einen
Verkehrs
unfall
(Kollision mit einem Inselschutzpfosten, vgl. Polizeirapport der Stadtpolizei Zürich vom
8.
September 2006
,
Urk.
8/15/6 ff.)
, woraufhin er Rückenschmerzen beklagte.
Mit Datum vom 3
0.
Juli 2012 meldete
er sich
unter Hinweis auf
den
Verkehrs
unf
all
zum Leistungsbezug bei der Eid
genössischen Invalidenversicherung an (
Urk.
8/2). Die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug vom 2
3.
August 2012,
Urk.
8/5) sowie Akten der
leis
tungspflichtigen
Krankentaggeld-, Haftpflicht- und Unfallversicherung bei
(
Urk.
8/13/1-35, darunter das r
heumatologische Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für
Rheumatologie, Physikalische Me
dizin und
Rehabi
li
tation, vom 2
4.
Juli 2012 [
Urk.
8/13/4-13],
Urk.
8/15/1-13,
Urk.
8/18/1-54
) und tätigte berufliche und medizinische Abklärungen. Insbesondere veran
lasste sie das p
sychiatrische Gutachten von Dr.
med. A._
, Spezialarzt FMH für
Psychiatrie un
d Psy
chotherapie, vom
7.
März
2013 (
Urk.
8/21
/1-24
). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
3.
April
2013
,
Urk.
8/26; Ein
wand vom 1
6.
April 2013
,
Urk.
8/28
;
mit ergänzen
den
Einwand
begründungen
vom 23.
Mai
2013
und 1
8.
Juni
2013,
Urk.
8/32,
Urk.
8/34) ver
neinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 2
6.
Juli 2013 einen Rentenanspruch des Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 12
%
(
Urk.
8/38). Die dagegen erhobene Beschwerde wies das hiesige Sozialversicherungsgericht mit in Rechtskraft erwachsenem Urteil IV.2013.00775 vom 2
7.
Februar 2015 ab (
Urk.
8/72).
1.2
Im Hinblick auf die Prüfung seines Anspruchs auf berufliche Massnahmen lud die IV-Stelle den Versicherten zu einem persönlichen Beratungsgespräch ein (
Urk.
8/44+45) und sprach ihm
daraufhin
als Frühinterventionsmassnahme
eine berufliche Abklärung
im
B._
vom 24. Februar bis 2
1.
März 2014
zu (Mit
teilung vom 1
8.
Februar 2014,
Urk.
8/54). Die Abklärung konnte zufolge zahl
reicher Krankheitstage nicht vollständig durchgeführt werden. Die
Eingliede
rungs
verantwortliche
der IV-Stelle hielt diesbezüglich fest, eine Integration in
den ersten Arbeitsmarkt sei zurzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mög
lic
h. Das Dossier in
Sachen Eingliederungsberatung werde abgeschlossen. Der Ver
si
cherte habe eine erneute Rentenprüfung gewünscht (vgl. Verlaufsprotokoll vom 2
2.
Mai 2014, Urk.
8/63/5 f
.). Daraufhin holte die IV-Stelle den Arztbericht des behandelnden Hausarztes
Dr.
med. C._
, Facharzt
FMH für Innere
Medizin, vom 23.
Juni 2014 (Eingangsdatum) samt Beilagen ein (
Urk.
8/64/1-19
). Zum Nach
weis
neuer limitierender Befunde
wies der Versicherte
am
6. Oktober 2014 die Konsiliarberichte
von
Dr.
med. D._
, Facharzt FMH für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates
sowie
Oberarzt
Schulter
chirurgie
an der Universitätsklinik
E._
,
F._
, vom 2
5.
Juli 2014 und
Dr.
med. G._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates
sowie
Oberarzt
Orthopädie
an der Universitätsklinik
E._
,
F._
vom 3. September 2014 ins Recht (
Urk.
8/68+69).
Sodann un
terschrieb er mit Datum vom
2
7.
April 20
15
das Formular
der Eidgenössischen Invalidenversicherung
betreffend A
nmeldung zum Leistungsbezug
(
Urk.
8/73). In der Folge zog
die
IV-Stelle einen aktuellen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug vom 1
2.
Mai 2015,
Urk.
8/77) sowie erneut
Akten der seit März 2012 (
Urk.
8/13/33-35,
Urk.
8/78/55-63) leistungspflichti
gen
Krankentag
geld
versicherung
(
Urk.
8/78/1-63) bei. Mit Einschreibebrief vom 14. August 2015
wurde der Versicherte aufgefordert, innert angesetzter Frist aktuelle Beweismit
tel nachzureichen, welche sich zu einer allfälligen Veränderung seines Gesund
heitszustandes seit Juli 2013 zu äussern hätten; gleichzeitig wies die IV-Stelle darauf hin, dass auf das Gesuch ansonsten nicht eingetreten werde (
Urk.
8/79). Mit Schreiben vom 3
1.
August 2015
wandte sich
Dr.
C._
an die IV-Stelle und teilte im Wesentlichen mit,
der
Versicherte
leide unverändert an starken
Schmerzen im Nacken und im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS).
Er (
Dr.
C._
) glaube nicht, es
sei in
der letzten Zeit
eine wesentliche Verände
rung des Gesundheitszustandes aufgetreten (
Urk.
8/80). Mit Vorbescheid vom 10. September 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines Rentenbegehrens in Aussicht und begründete dies damit, der Gesundheitszu
stand habe sich nicht wesentlich verändert (
Urk.
8/83).
Am 11. September 2015 reichte der Versicherte zur Geltendmachung
einer wesentlichen
Gesundheits
ver
schlechteru
ng
den Arztbericht von Dr. med.
H._
, Fach
arzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
8.
September 2015 zu
den
Akten (Urk.
7/85,
7/84). Nach
Beizug
einer internen telefonischen Stellung
na
hme
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD
,
Urk.
8/93) wies die IV-Stelle das
Ren
tenbegehren
gestützt auf einen
In
validitätsgrad
von 12
%
mit Ver
fü
gung vom
2.
November 2015 wie
vorbeschie
den
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
2.
Dezember 2015 Beschwerde
und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm eine ganze
IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur
rechts
genüg
lichen
Abklärung und anschliessender Neuverfügung an die Verwaltung zurück
zuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Versicherte um Gewäh
rung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2). Seiner Beschwerde legte er den Be
schluss des Sozialausschusses der Gemeinde
I._
vom
7.
Mai 2015 betref
fend Gewähru
ng wirtschaftlicher Hilfe (Urk. 3/3) sowie den Arztb
ericht von
Dr.
H._
vom
8.
September 2015 (
Urk.
3/4 =
Urk.
8/84) bei. Mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Januar 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 2
2.
Januar 2016 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in
Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objek
tiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen
Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin
weisen).
An diesem Grundsatz ändert auch das Urteil des Bundesgerichts BGE 141 V 281 (insbesondere E. 3.7) nichts.
1.3
Gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie min
des
tens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Pro
zent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Für die Bejahung eines Rentenanspruches im Rahmen einer Neuanmeldung nach
vorausgegangener rechtskräftiger Verneinung wird analog zur
Rentenre
vision
gemäss
Art.
17
Abs.
1 ATSG eine erhebliche Änderung des
Invaliditäts
grades
verlangt (BGE 130 V 71, 117 V 198 E.
3a mit Hinweis; vgl. auch BGE 133 V 10
8 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Frage, ob eine solche Änderung eingetre
ten ist, beur
teilt sich durch Vergleich des Sachverhalte
s im Zeitpunkt der letzten mate
riellen rentenverweigernden rechtskräftigen Verfügung mit demjenigen zur Zeit des auf die Neuanmeldung hin ergangenen Entscheids (BGE 130 V 64 E. 2 mit Hin
weis, 130 V 71 E. 3.1 mit Hinweisen). Dabei ist zu beachten, dass Anlass zur
Ren
tenrevision
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver
hältnissen gibt, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Dagegen stellt eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebe
nen Sach
verhaltes keine revisionsbegründende Tatsachenänderung im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar (BGE 112 V 371 E. 2b; vgl. auch BGE 133 V 545 E. 6.1, 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gestützt auf den
aktuellen Arztbericht von
Dr.
C._
vom 31. August 2015 habe sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht wesentlich verändert. Eine
Rota
to
renmanschett
enruptur
gemäss Arztbericht [von
Dr.
G._
] vom 3. September 2014
sei behandelbar un
d es bestehe weiterhin eine 100
%ige Ar
beitsfähigkeit in
einer angepassten Tätigkeit. Sodann weise auch der Arztbericht [von
Dr.
H._
] vom
8.
September 2015 keine neuen unberück
sichtigten Tatsachen aus. Der darauf gestützt ermittelte Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 12
%
, womit weiterhin kein Rentenanspruch bestehe (
Urk.
2 S. 2 ff.).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, das hiesige Gericht habe den Rentenanspruch mit Urteil vom 2
7.
Februar 2015 vor allem gestützt auf die damalige Überwindbarkeitspraxis des Bundesgerichts abgelehnt. Diese Praxis sei mit Bundesgerichtsentscheid 141 V 281 ff. aufgehoben worden. Allein schon diese Änderung der Rechtsprechung
sei
genügender Anlass für eine erneute sorgfältige Prüfung des Anspruchs. Darüber hinaus habe sich aber auch der Gesundheitszustand objektiv wesentlich verändert. Zum einen sei neu eine
Rotatorenmanschettenruptur
diagnostiziert worden und zum anderen habe sich der
psychische Gesundheitszustand trotz permanenter leitlinienorientierter Behandlung verschlechtert und
chronifiziert
. Zusätzlich sei neu eine
Persönlich
keitsveränderung
(ICD-10 F62.80 und F62.88) diagnostiziert worden. Angesichts der bereits bei der ersten Anmeldung gestellten schlechten Prognose und dem in sich schlüssigen Arztbericht von
Dr.
H._
würden sich weitere
Abklärungen erübrigen. Er (der Beschwerdeführer) sei invaliditätsbedingt auf dem
ersten Arbeitsmarkt nicht eingliederbar und habe entsprechend Anspruch auf eine
In
validenrente. Zumindest habe er
Anspruch auf eine seriöse Prüfung seiner An
sprüche (
Urk.
1 S. 3 ff.).
3.
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten. Zeitlicher
Refe
renzpunkt
für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen Änderung der
tatsäch
lichen Verhältnisse (vgl. E. 1.6
) bildet vorliegend die gerichtlich bestä
ti
gte
Rentenabweisung vom 2
6.
Juli
2013 (
Urk.
8/38). Der damalige medizini
sche Sach
verhalt stellte sich wie folgt dar.
3.1
Mit Bericht zuhanden der Krankentaggeldversicherung vom 1
2.
April 2012 diag
nostizierte
Dr.
C._
(1) eine depressive Episode sowie (2) ein
Thoraco
-vertebrales-Syndrom bei degenerativen
Spondylarthrosen
und
Osteochondrosen
, Wirbelsäulenfehlform (
Urk.
8/13/27). Die Rheumabeschw
erden bestünden seit ca. 2006 und
die Depression seit ca. März 201
2.
Eingeschränkt sei der Be
schwerdeführer hinsichtlich Lastentragen (ab ca. 10 kg). Ausserdem bestehe bei Depression eine deutlich verminderte Belastbarkeit. Hinsichtlich beider Leiden stellte
Dr.
C._
eine gute Prognose (
Urk.
8/13/27).
3.2
Mit Bericht vom
6.
September 2012 stellte
der
seit
Januar
2012
ambulant
behan
delnde Dr.
med. J._
, leitender Arzt und Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, Universitätsspital
K._
(
K._
), folgende Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/8/1):
Thorakovertebrales
Syndrom bei
Wirbelsäulenfehlform Skoliose und Lo
rdose mittlere BWS
degenerativen Veränderungen (
Ostechondrosen
Spondylarthrosen
)
Status nach Morbus Scheuermann möglich
segmentalen Dysfunktionen
Dr
.
J._
a
ttestierte
dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit in seiner angestammten Tätigkeit als Offset-Drucker. Aufgrund der
Wir
belsäulenfehlform
seien gewichtstragende Belastungen ungünstig; jedoch sei durch konsequentes Muskelaufbautraining eine vermehrte Belastbarkeit des Achsenskeletts
möglich. In einer wechselbelast
enden Tätigkeit sei
mit einer vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (
Urk.
8/8/2).
3.
3
Im Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 2
3.
November 2012 diag
no
sti
zierte der seit April 2012 behandelnde
Dr.
H._
eine re
aktive Depression (ICD-10 F32.1,
Urk.
8/10/1). Die depressive Störung mit protra
hiertem Verlauf bestehe seit April 201
2.
Unter laufender fachärztlicher psychia
tri
scher und
psychopharmakotherapeutischer
Intervention sei eine leichte Ver
besse
rung eingetreten, jedoch bis anhin ohne Restitution. Weiter be
stünden Konzentrationsstörungen, eine Einschränkung der Aufmerksamkeit so
wie Ein
engung des inhaltlichen Denkens. Affektiv sei der Beschwerdeführer in
stabil und psychomotorisch verlangsamt. Er leide an depressiven Einbrüchen, innerer Unruhe, Schlafstörungen und Zukunftsängsten. Es bestehe ein erheblich redu
ziertes allgemeines Funktions-, Leis
tungs- und Antriebsniveau (Urk.
8/10/2). In seiner bisherigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführer 100
%
ar
beitsunfähig. Zur
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit äusserte sich
Dr.
H._
nicht (
Urk.
8/10/3).
3.
4
Dr.
Z._
stellte im Rahmen seines rheumatologischen G
utachtens vom 24.
Juli 2012 folgende Diagnosen (
Urk.
8/13/12):
Unspezifisches
Panvertebralsyndrom
, am e
hesten funktionell/psychogen be
dingt
Ausgeprägte, generalisierte Fibrom
yalgie, am ehesten psychogen be
dingt, zum Teil
histrionisch
Massiver Gewichtsverlust nach der Internierung
Status nach Distorsion der Halswirbelsäule 1999 und 2006
Nikotinabusus
Dr.
Z._
hielt fest, d
ie Muskeleigenreflexe an den oberen und unteren Extre
mitäten seien seitengleich, jedoch mittellebhaft auslösbar. Die Beweglichkeit an den oberen und unteren Extremitäten sei trotz inadäquaten Verhaltens des Be
schwerdeführers
[gemeint:
histrionisch
,
dramatisierend, demonstrierend]
soweit unauffällig
.
Die Prüfung der Sensibilität habe sich sehr eigentümlich gestaltet. Es habe sich eine Hyposensibilität an der ganzen rechten Körperhälfte vom Scheitel über Ohr, Arm und Ru
mpf bis zum Bein gezeigt. Diese
Hyposensibilität
sei
im funktionellen, psychogenen Kontext zu verstehen. Als auffallend be
zeichne
te
Dr.
Z._
sodann die multiplen Tenderpoints entlang der gesamten Wirbelsäule sowie subokzipital und
entlang der Kiefergelenke, beider Schulter
gelenke, Ellenbogen, am Trochanter
major
beziehungsweise am
Pes
anserinus
. Auffallend sei auch gewesen, dass der Beschwerdeführer bei jeder
Muskelreflex
prüf
ung
mit Rückzug reagiert und je
weils „aua“ geschrien habe (
Urk.
8/13/11).
Aus somatischer Sicht ergebe sich trotz dem ausgesprochen inadäquaten, dra
ma
tisierenden, demonstrierenden und grösstenteils
histrionischen
Verhalten aus der Beweglichkeit an den oberen und unteren Extremitäten, aber auch der Wirbelsäule, keine nennenswerte Einschränkung, welche eine
Leistungsu
nfähig
keit
zu begründen vermöge. A
us rein rheumatologi
scher beziehungsweise somatischer Sicht könne keine Leistungsminderung konstatiert werden. Demzu
folge betrage die Ar
beitsfähigkeit sowohl in der an
gestammten als auch in einer alternativen wechselbelastenden Tätigkeit mit Lastenheben von 10 bis 15 kg 100
%
. Aus rein rheumatologischer Sicht bestehe kein Anlass zur ungünstigen Prognose. Demgegenüber deute die Entwicklung einer massivsten Form der Fibro
myalgie bzw. Weichteilrheumatismus darauf hin, dass sich eine
Schmer
z
ausweitung
und
Chronifizierung
etabliert hätten
(Urk. 8/13/12 f.
).
3.
5
In seinem
psychiatrischen Gutachten vom
7.
März 2013 nannte
Dr.
A._
fol
gende Diagnosen (Urk. 8/21/16):
Keine psychiatrische Störung mit Krankh
eitswert, insbesondere keine af
fektive/depressive Störung, bei
anamnestisch depressiver Anpassungsstörung (F43.21)
chronischer Schmerzproblematik
somatoformer Schmerz(verarbeitungs-)Störung (ICD-10 F45.4)
Symptompräsentation mit dramatisierend-
aggravierenden
,
demon-stra
tiven
und
histrionischen
Zügen
Dr.
A._
berichtete, der Beschwerdeführ
er habe während der gesamten Un
ter
su
chung ein äusserst auffälliges Verhalten gezeigt. So sei er nie lange still ge
sessen, sondern habe sich ständig auf dem Stuhl bewegt. Zwischenzeitlich habe er auf dem Boden gekniet, begleitet von Schmerzentlastungsbewegungen im Rücken und lautem Stöhnen. Einmal habe sich der Beschwerdeführer sogar auf dem Bauch ausgestreckt auf den Boden g
elegt. Während der zum Teil gro
tesk anmutenden, demonstrativ-
histrionisch
wirkenden Schmerzpräsentationen habe dieser jeweils ein schmerzverzerrtes Gesicht gemacht und laut gestöhnt. Dabei sei er im Bewusstsein klar und allseits orientiert gewesen. In Diskrepanz dazu habe es auch immer wieder Phasen g
egeben, in denen der Beschwerde
führer völlig normal und unauffällig dagesess
en und sich auf das Gespräch be
zieh
ungs
weise das Beantworten der
gestellten Fragen konzentriert habe (
Urk.
8/21/15). Neben weitaus
holenden und sich wiederholenden
Schmerzschil
de
rungen
habe er immer wieder (damit vermischt) von den Vorwürfen seiner Ex-Frau betreffend häusliche Gewalt berichtet. Das Denken de
s Beschwerde
führers kreise ausschliess
lich um diese Themenfelder. Beim darüber Erzä
hlen zeige er indes keine affek
tiven Auffälligkeiten (
Urk.
8/21/11,
Urk.
8/21/15).
Dr.
A._
kam zum Schlus
s, aus psychiatrischer Sicht be
stehe kein Leiden von Krankheitswert und Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit. Demgegenüber befasse sich der Beschwerdeführer fast ausschliesslich mit seinen subjektiven
Schmerz
problemen
. Seit dem Autounfall im Jahre 2006 bestehe eine somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung, welche eine
Chronifizierung
und
Symptomaus
weitung
der Wirbelsäulenbeschwerden zeige, insbesondere verstärkt seit der
Ehe
trennung
und Untersuchungshaft im Jahre 2011
[zufolge des Vorwurfs häus
licher Gewalt]
. In der Folge habe initial eine depressive Anpassungsstörung bestanden, welche im Rahmen der Exploration vom
5.
März 2013 indes nicht mehr
habe
objektiviert werden könne
n
. Die aktuell noch bestehende
sub
de
pressive
Stimmung im Sinne einer subjektiven „Traurigkeit“ könne auch unter die so
matoforme Schmerzstörung subsumiert werden (
Urk.
8/21/19).
Der
Beschwerdeführer
sei
aus rein psychiatrischer Sicht sowohl in der bisheri
g
en als auch in jeder anderen Ar
beitstätigkeit
voll arbeitsfähig (Urk.
8/21/19).
3.
6
Gestützt auf die Gutachten vom 2
4.
Juli 2012 und
7.
März 2013 verneinte das hiesige Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2013.0075 vom 2
7.
Februar 2015 - mitunter mangels Unüberwindbarkeit der diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung beziehungsweise Fibromyalgie (vgl. BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3) - das Vorliegen einer
invalidenversicherungsrecht
lich
relevanten Einschränkung
der Leistungsfähigkeit
und ging von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in einer wechselbelastende
n
Verweistätigkeit mit Lastenheben von 10 bis 15 kg aus (vgl. Urteil IV.20
13.0075 vom 2
7.
Februar 2015 E
. 5.3).
4.
Im Rahmen der Neuanmeldung liegen im Wesentlichen die nachfolgend zitier
ten medizinischen Unterlagen bei den Akten.
4.1
Mit Bericht vom 2
3.
Juni 2014 (Eingangsdatum) stellte
Dr.
C._
folgende Diagnosen (
Urk.
8/64/1):
Thorakovertebrales
Schmerzsyndrom mit Wirbelsäulenfehlform (Skoliose und L
ordose mittlere BWS
) sowie degenerative
Osteochondrosen
und
Spondylarthrosen
Mehrsegmentale Dysfunktionen
Verdacht auf anhaltende somatoforme Schmerzstörung
Seit dem Transport mit der Polizei von der Kaserne zur Staatsanwaltschaft
L._
am 2
8.
Januar 2012 mit festgebundenen Armen auf dem Rücken habe der Beschwerdeführer im rechten distalen Oberarm Schmerzen und allmählich eine Muskelverkürzung bemerkt. Zur Abklärung des Verdachts a
uf einen
Bizeps
sehnenriss
überwies
Dr.
C._
den Beschwerdeführer am 2
0.
Mai 2014
in die Orthopädische Uniklinik
E._
, F._
(
Urk.
8/64/3
,
Urk.
8/64/6
)
.
Der Beschwerdeführer sei in seiner bisherigen Tätigkeit als Drucker seit mindes
tens Anfang 2012 andauernd 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/64/2). Zur Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit äusserte sich
Dr.
C._
nicht (
Urk.
8/64/3).
4.2
Im Konsiliarbericht vom 2
5.
Juli 2014 diagnostizierte
Dr.
D._
(1) unklare, diffuse Schulterschmerzen rechts und (2) eine reaktive depressive Entwicklung (
Urk.
8/69/3). Im Rahmen der Anamnese habe der Beschwerdeführer ausgeführt, er leide seit ca. drei Monaten an zunehmenden Schmerzen im Bereich der rechten Schulter mit Ausstrahlung in den rechten Ellbogen. Diese Schmerzen seien vor allem bewegungs- und belastungsabhängig. Ein besonderes Trauma sei nicht erinnerlich. Die bildgebende (Röntgen und
Magnetresonanztomo
gra
phie
[MRI]) Untersuchung des rechten Ellbogens vom 2
1.
Juli 2014
habe
sich als unauffällig
erwiesen
. Die diffusen Schmerzen in der rechten Schulter seien noch mittels
Arthro
-MRI abzuklären (
Urk.
8/69/4).
4.3
Nach Durchführung
ein
es
Arthro
-MRI der rechten Schulter
am
1.
September 2013
diagnostizierte Dr.
G._
mit
Konsiliarbericht vom
3.
September 2013 eine
Rotatorenmanschettenpartialruptur
(
Supraspinatus
) rechts. Des Weiteren zeige sich klinisch als auch MR-tomographisch eine
ruptierte
lange
Bicepssehn
e
. Zur Behandlung verordnete
Dr.
G._
Voltaren 75 mg und
Pantozol
40mg für die nächsten drei Wochen (Urk.
8/69/1).
4.4
Mit Bericht vom
8.
September 2015 diagnostizierte
Dr.
H._
(1) eine rezidivierende, depressive Störung, gegenwärtig mittelgrad
ige
Ausprägung (ICD-10 F33.1), (2) eine
chronifizierte
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.41) sowie (3) eine Persönlichkeitsveränderung (ICD-10 F62.80 und F62.88,
Urk.
8/84/1).
Im Rahmen der Befunderhebung hielt
Dr.
H._
fest, beim Beschwer
deführer bestehe eine Beeinträchtigung des Konzentrations- und
Auf
merk
samkeitsvermögens
mit gelegentlich auftretenden Störungen des Kurzzeit
gedächtnisses bei sonst unauffälliger Kognition und formal geordnetem Denken.
Die Affekthaftigkeit sei unverändert instabil. Die depressiv-pessimistische
Grund
stimmung
erreiche immer wieder den Grad einer mittelschweren depressi
ven Affekthaftigkeit. Sodann bestünden Freud- und Interesselosigkeit,
Hoff
nungs
ar
mut
, existenzielle Ängste, sozialer Rückzug, Vermeidungsverhalten (Menschen
ansammlungen), fehlendes Interesse an seiner nahen Umgebung so
wie
chronifi
zierte
Schlafstörungen im Sinne von Ei
nschlaf- und Durchschlaf
störungen. Weiter seien Antrieb sowie das Energie- und Leistungsniveau redu
ziert und die Psychomot
orik leicht verlangsamt. (Urk.
8/84/1 f.).
Vor dem Hintergrund der chronisch-konflikthaften Lebenssituation mit subjek
tiv erlebtem schweren Unrecht und den beruflichen, existenziellen und sozialen Konsequenzen habe der Beschwerdeführer eine depressive Störung entwickelt. Darüber hinaus leide er seit mehreren Jahre
n
unter chronischen Schmerzen des
muskuloskelettalen
Systems und sei deshalb seit 2013 in rheumatologischer Be
handlung (
Urk.
8/84/1). Unter laufender fachärztlicher Intervention sei zwar initial intermittierend eine reduzierte depressive Symptomatik erzielt worden. Demgegenüber
seien
eine
Chronifizierung
der depressiven Grundstimmung mit negativer Veränderung der Persönlichkeitsstruktur und bei geringster zusätz
licher Belastung im Alltag jeweils eine Amplifizierung der depressiven Psycho
pathologie beobachtbar. Dies wiederum konsumiere zunehmend die psycho-physischen Ressourcen des Beschwerdeführers und schwäche merklich seine Resilienz. Darüber hinaus wirke die
chronifizierte
und durch bis anhin zur An
wendung gelangte therapeutische Intervention nicht wesentlich positiv beein
flussbare Schmerzsymptomatik als
Perpetuator
der depressiven Grundstimmung mit ein. Letztere sei heute
von psychosozialen Faktoren
inde
pendent
und
per
sistiere
als autono
mer Symptomenkomplex
. Die zirkuläre Kausalität zwischen dem depressiven Symptomenkomplex und der zunehmend reduzierten
Schmerz
verarbeitungskapazität
sei offensichtlich und verschlechtere die Prog
nose in erheblichem Ausmass. Seit April 2012 sei der Beschwerdeführer auf
grund der
psychischen Störung sowie Schmerzsymptomatik nicht arbeitsfähig. Belastungs-
,
Leistungs-, Energie- und Funktionsniveau seien unverändert ge
ring und abneh
mend. Der Beeinträchtigungsgrad seines Gesundheitszustandes sei vergleichs
weis
e
zu 2012
erhöht und die Wiederaufnahme einer Arbeit sei im primären
Arbeitsmarkt aus psychiatrisch-medizinischer Sicht nicht realistisch (
Urk.
8/84
/2).
5.
5.1
In somatischer Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass sich
aus dem Bericht von
Dr.
C._
vom 2
3.
Juni 2014 (
Urk.
8/64/1
,
vgl.
E. 4.1
)
keine weitergehenden oder zusätzlichen Einschränkungen erblicken
lassen
im
Vergleich mit der medi
zinischen Ausgangslage im Rahmen der erstmaligen Rentenprüfung
. Vielmehr haben das
thorakovertebrale
Schmerzsyndrom mit Wirbelsäulenfehlform (Sko
liose und Lordose mittlere
BWS
), die degenerativen
Osteochondrosen
und
Spon
dylarthrosen
sowie mehrsegmentale Dysfunktionen bereits zum damaligen Zeit
punkt bestanden (vgl. E. 3.1 und 3.2). Demgegenüber wurde im rheumatologi
schen Konsiliarberi
cht vom
3.
September 2014 (Urk.
8/69) – soweit aktenkundig – erstmals die Diagnose einer
Rotatorenmanschettenpartialruptur
(
Supraspi
na
tus
) rechts gestellt
(vgl. E. 4.3)
. Ob es sich dabei
um eine Veränderung im mass
gebenden Vergleichszeitraum (vgl. E.
1.6) handelt, erscheint zumindest unter Berück
sich
tigung des Berichts von Dr.
C._
vom 2
3.
Juni 2014, wonach der Beschwer
deführer bereits seit Januar 2012 im rechten distalen Oberarm Schmerzen ver
spürt habe (
Urk.
8/64/3
,
vgl. E. 4.
1
), fraglich.
Letzteres
kann indes - wie folgt - offen gelassen werden. In Anbetracht der grundsätzlichen
Behan
del
barkeit
einer
Rotatorenmanschettenpartialruptur
könnte selbst bei Annahme einer zusätzli
chen vorübergehenden Funktionseinschränkung (so etwa hinsicht
lich
Überkopf
arbeiten
; vgl. Urk. 8/93
) und mit Verweis auf das ihm
ä
r
z
t
lich atte
stierte und
gerichtlich bestä
tigte Belastungsprofil (vgl. E.
3.6) kein
an
spruchs
begründender
Invaliditätsgrad ermittelt werden, würde sich mit anderen Worten selbst eine nicht auszu
schliessende Verschlechterung des Gesundheits
zustandes in Form einer
Rotato
renmanschettenpartialruptur
nicht in relevanter Weise auf die Arbeitsfähigkeit auswirke
n. Damit im Einklang hielt
Dr.
C._
mit Schreiben vom 3
1.
August 2015
schliesslich
fest, es sei beim Beschwerde
führer in letzter Zeit keine we
sentliche Veränderung des Gesundh
eitszustandes aufgetreten (Urk.
8/80).
5.2
I
n p
sychiatrischer Hinsicht
lässt sich
bei einem Vergleich der Befundlage im Arztbericht von
Dr.
H._
vom 2
3.
November 2012
(vgl. E. 3.3)
mit derjenigen im Bericht desselben vom
8.
September 2015
(vgl. E.
4.4)
keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit der gerichtlich bestä
tig
ten
Rentenabweisung
vom 2
6.
Juli 2013 erblicken. Vielmehr war die im zuletzt genannten Bericht zur Be
gründung der medizinischen Einschätzung angeführte Symptomatik und
Be
fundlage
bereits zum Zeitpunkt der Beurteilung vom 2
3.
November 201
2
vor
handen. Erhellt doch
aus der damaligen Anamnese und Untersuchung, dass der Beschwerdeführer seit April 2012 an einer reaktiven depressiven Störung mit protrahiertem Verlauf und i
nstabiler Affekthaftigkeit sowie an
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, depressive
n
Ein
brü
che
n
, innere
r Unruhe, Schlafstörungen und
Zukunftsängste
n l
eidet
(Urk.
8/10/2
, E. 3.3
).
Die neuerliche Einschätzung vom
8.
September 2015 stellt
dabei
eine andere Beurteilung des seit der erstmaligen Rentenablehnung im Wesentlichen unverändert gebliebenen psychischen Gesundheitszustandes dar.
Insbesondere
vermag weder eine allfäl
lige
Chronifizierung
der beklagten Leiden (Urteil des Bundesgerichts 9C_288/2008 vom 1
6.
Mai 2008 E.
5) noch eine neu hinzuge
tretene Diagnose per se eine relevante Gesundheitsverschlechterung darzustellen
(
BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12
;
Urteil des Bundesgerichts 9C_754/2014
vom 1
1.
Juni
2015
E.
4.2
mit weiterem Hinweis)
.
Im Übrigen
hat
Dr.
A._
sein beweiskräf
tiges Gutachten in Kenntnis
der
und
in Auseinandersetzung
mit den
medi
zinischen
Vorakten
, na
mentlich auch des Arztberichtes von
Dr.
H._
vom
2
3.
November 2012, abgegeben (
Urk.
8/21/
5+
17 f.
, vgl. auch Urteil des
hiesigen Gerichts
IV.2013.00775
vom 2
7.
Februar 2015 E. 5.2.1
).
In diesem Zusammenhang ist
schliesslich
darauf hinzuweisen
, dass die psychia
tri
sche Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann
. Sie eröffnet dem begut
achtenden Psychiater praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpre
ta
tionen möglich, zu
lässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist (
Urteil des Bundesgerichts
8C_694/2008
vom
5.
März 200
9
E. 5.1
;
vgl. dazu
auch
die Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für
Versicherungspsychiat
rie
für die Begutachtung psychischer Störu
ngen, in:
SAeZ
2004 S. 1050 f.
).
Weitergehende oder zusätzliche Einschränkungen und Symptome lassen sich auch dem
dem
Arztbericht von
Dr.
C._
vom 2
3.
Juni 2014
beiliegenden Bericht der beurteilenden Fachärzte
der
Klinik für Psy
chiatrie und Psychothera
pie,
K._
,
vom
7.
August 2013 nicht entnehmen (
Urk.
8/64/12
-15
).
Die übrigen
Beilagen
beziehen sich
schliesslich
auf Beurteilungen, welche ausserhalb des vorliegend massgeblichen Zeitraums liegen
(
Urk.
8/64/4+5
, Urk.
8/64/8-11, Urk.
8/64/16-19).
5.3
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers stellt die mit BGE 141 V 281 geänderte Rechtsprechung zur Beurteilung des Anspruchs auf eine IV-Rente bei
somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Lei
den
für sich alleine weder einen Grund für eine Neuanmeldung bzw. Revision noch für eine Wiedererwägung dar (Urteil des Bundesgerichts 8C_590/2015 vom 2
4.
November 2015 E. 5.).
6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse des
Beschwerdeführers seit der gerichtlich bestätigten Rentenablehnung vom 26. Juli
2013 (
Urk.
8/38) bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfü
gung vom
2.
November 2015 (
Urk.
2) nicht anspruchsrelevant verändert haben. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich ein Einkommensvergleich.
Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtens und die Beschwerde ist entsprechend abzuweisen.
7.
7.1
Der Beschwerdeführer
bezieht Sozialhilfe
(
Urk.
3/3). Da auch die übrigen Vor
aus
setzungen gemäss
§
16
Abs.
1 und 2 des Gesetzes über das
Sozialversi
che
rungs
gericht
(
GSVGer
) zur Gewährung
der unentgeltlichen Rechtspflege ge
ge
ben sind, ist seinem Gesuch vom
2.
Dezember 2015 zu entsprechen und ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren sowie in der Pers
on von Rechts
anwalt
Luzius
Hafen
ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen. Der Be
schwer
deführer ist sodann auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der ihm erlassenen Gerichtskosten sowie der Auslagen für die unentgeltliche Rechtsvertretung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.
7.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzusetzen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG
) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
7.3
Rechtsanwalt
Luzius
Hafen machte mit Honorarnote vom 2
0.
Juni 2016 einen Gesamtaufwand von
Fr.
990.--
geltend (
zuzüglich
3
%
Kleinspesenpausale und
8
%
Mehrwertsteuer
,
Urk.
10,
Urk.
11), was angemessen erscheint und wo
mit
er
mit
Fr.
1‘101.30
aus der Gerichtskasse zu entschädigen
ist
.