# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0595dc00-3492-4d4a-93e6-49cbb704a8fe
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _ 1987, von O.1_ und O.2_, und X._, geboren am _ 1983, von O.3_, haben am _ 2013 geheiratet. Das gemeinsame Kind A._ wurde vorehelich am _ 2012 geboren.
B. Am 27. April 2017 reichte X._, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Schmid, beim Einzelrichter am Regionalgericht Lanquart ein Gesuch um Erlass eheschutzrechtlicher Massnahmen ein. Dieses enthält die folgenden Rechtsbegehren.
1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 1. Februar 2017 getrennt leben.
2. Die Tochter A._, geboren _2012, sei unter die elterliche Obhut des Vaters zu stellen.
3. Es sei vorzumerken, dass sich die Parteien über das der Mutter zustehende Kontaktrecht untereinander einigen. Kommt eine Einigung nicht zustande, gilt folgende Regelung: Die Mutter sei berechtigt zu erklären, die Tochter am ersten und dritten Wochenende jeden Monats auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen. Zudem sei die Mutter berechtigt zu erklären, die Tochter in den Jahren mit gerader Jahreszahl von Karfreitag bis Ostermontag sowie am 24. Dezember und in den Jahren mit ungerader Jahreszahl von Pfingstsamstag bis Pfingstmontag sowie am 25. Dezember auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen.
4. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass keine Ehegattenunterhaltsbeiträge geschuldet sind.
5. Die eheliche Wohnung, _ in O.4_, sei für die Dauer des Getrenntlebens samt Hausrat und Mobiliar dem Ehemann mit der Tochter zur alleinigen Benützung zuzuweisen.
6. Es sei die Gütertrennung per 27. April 2017 anzuordnen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Ehefrau.
C. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden (nachfolgend KESB Nordbünden) teilte mit Schreiben vom 27. April 2017 dem Einzelrichter am Regionalgericht Landquart mit, dass sie seit dem 10. März 2017 abkläre, ob für A._ Kindesschutzmassnahmen angezeigt seien. Nachdem nun das vorliegende Eheschutzverfahren anhängig gemacht worden sei, wechsle die sachliche Zuständigkeit gemäss Art. 315a Abs. 1 ZGB grundsätzlich zum Gericht. Die KESB Nordbünden gehe davon aus, dass im Rahmen des Eheschutzverfahrens unter anderem auch der persönliche Verkehr geregelt und –
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falls angezeigt – auch Kindesschutzmassnahmen angeordnet werden. Das Abklärungsverfahren bei der KESB werde daher geschlossen.
D. Mit Eingabe vom 9. Mai 2017 liess Y._ beim Regionalgericht Landquart ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellen und beantragen, Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg sei als ihr unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bezeichnen.
E. Mit Entscheid vom 15. Mai 2017 bewilligte der Einzelrichter am Regionalgericht Landquart Y._ die unentgeltliche Rechtspflege im Eheschutzverfahren und ernannte lic. iur. et oec. Pius Fryberg zu ihrem unentgeltlichen Rechtsvertreter (Proz. Nr. _).
F. Y._, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, reichte am 22. Mai 2017 innert der ihr vom Einzelrichter angesetzten Frist ebenfalls ein Gesuch betreffend Eheschutzmassnahmen ein und beantragte was folgt:
1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 01. Februar 2017 getrennt leben.
2. Die Tochter A._, geb. _2012 sei unter die Obhut der Mutter zu stellen.
3. Regelung des Besuchs- und Ferienrechts des Vaters.
4. Der Vater sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Tochter A._ einen monatlichen im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 3‘500.00 (CHF 1‘000.00 Barunterhalt und CHF 2‘500.00 Betreuungsunterhalt) zu bezahlen. Es sei festzustellen, dass ein Manko in Höhe von CHF 500.00, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermessen, besteht.
Allenfalls sei der monatliche Unterhaltsbeitrag nach Ermessen des Gerichts festzulegen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Ehemannes.
G. Der Einzelrichter am Regionalgericht Landquart vereinigte mit prozessleitender Verfügung vom 23. Mai 2017 die beiden Verfahren.
H. Am 6. Juni 2017 fand in Anwesenheit beider Parteien sowie ihrer Rechtsvertreter die mündliche Verhandlung vor dem Einzelrichter am Regionalgericht Landquart statt. Mit Entscheid vom 12. Juli 2017, mitgeteilt am 2. August 2017, erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Landquart was folgt:
1. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich X._ und Y._ per 1. Februar 2017 getrennt haben. Sie sind berechtigt, getrennt zu leben.
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2. Die eheliche Wohnung samt Hausrat wird für die Dauer des Getrenntlebens X._ zugeteilt.
3. Die elterliche Obhut über A._, geboren am _ 2012, wird für die Dauer des Getrenntlebens Y._ übertragen.
4. X._ ist berechtigt, seine Tochter an drei Wochenenden im Monat von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen und sie für drei Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
5. X._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._ und A._ mit Beginn ab 1. Juni 2017 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von gesamthaft CHF 2‘085.00 zuzüglich Kinderzulagen von CHF 220.00 pro Monat zu bezahlen. Dabei entfallen CHF 670.00 und die Kinderzulagen auf den Barbedarf von A._ und CHF 1‘415.00 auf den Betreuungsunterhalt. Die zukünftigen Unterhaltsbeiträge sind jeweils im Monat im Voraus zahlbar.
Sollte X._ für seine Tochter rückwirkend Kinderzulagen erhalten, sind die auf die Monate Februar bis Mai 2017 anfallenden Kinderzulagen Y._ weiterzuleiten.
Mit Wirkung ab 1. Oktober 2017 erhöht sich der Unterhaltsbeitrag um monatlich CHF 300.00 auf CHF 2‘385.00 zuzüglich Kinderzulagen (CHF 670.00 Barunterhalt und CHF 1‘715.00 Betreuungsunterhalt).
6. Es wird festgestellt, dass bezüglich des Betreuungsunterhalts ein Fehlbetrag von CHF 905.00 pro Monat für die Monate Juni und Juli 2017, von CHF 365.00 ab August 2017 und von CHF 65.00 ab Oktober 2017 resultiert.
7. Gerichtskosten
a) Die Gerichtskosten von CHF 2‘500.00 werden zu vier Fünfteln dem Ehemann und zu einem Fünftel der Ehefrau überbunden. Der auf den Ehemann anfallende Anteil von CHF 2‘000.00 wird mit dem geleisteten Vorschuss (Art. 111 Abs. 1 ZPO) verrechnet. Da der Ehefrau mit Verfügung vom 15. Mai 2017 für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, wird der auf sie anfallende Anteil von CHF 500.00 auf die Gerichtskasse genommen, unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO
b) Der Ehemann hat die Gegenpartei im reduzierten Umfang mit CHF 1‘835.50 (inkl. Barauslagen und MwSt) aussergerichtlich zu entschädigen (Art. 105 Abs. 2 ZPO). Der restliche Betrag von CHF 1‘223.60 geht gestützt auf Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

## Considerations