# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 19084b2f-c1f1-42e3-9af3-99f61ee446e3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964, war als Lastwagenchauffeur bei der
Y._
AG, angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 22. September 2011 bei der Arbeit rückwärts von einer Hebebühne rutschte. Die Erstbehandlung bei Dr.
Z._
, Allgemeinmedizin FMH, ergab eine HWS-Distorsion (Urk. 10/6). In der Folge war der Versicherte vollständig arbeitsunfähig. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlungskosten, Taggelder).
Am 16. März 2012 stürzte der Versicherte auf einer Treppe und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu, der im
A._
versorgt wurde (Urk. 9/12). Die SUVA erbrachte auch für die Folgen dieses Unfalles die gesetzli
chen Versicherungsleistungen.
Mit Verfügung vom 6. Januar 2014 stellte die SUVA die Leistungen per 31. Januar 2014 ein (Urk. 9/85). Dagegen erhob der Versicherte am 14. Januar 2014 Einsprache (Urk. 9/86-87; Urk. 9/91), welche die SUVA mit
Einsprache
entscheid
vom 2. April 2014 (Urk. 2) abwies.
2.
Dagegen erhob
X._
, vertreten durch Rechtsanwalt Dr.
iur
.
Glavas
, am 19. Mai 2014 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte die
Weiteraus
richtung
der Versicherungsleistungen, eventualiter die Anordnung einer
poly
disziplinären
Abklärung. In ihrer Beschwerdeantwort vom 25. Juni 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Die vom Beschwerdeführer am 12. August 2014 eingereichte Eingabe (Urk. 12) wurde der Beschwerdegegnerin am 14. August 2014 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 14).
3.
Auf
die
Vorbringen der Parteien sowie auf die Akten ist, soweit für die
Entscheid
findung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hat die zur Beurteilung der Streitsache massgeblichen rechtlichen Grundlagen zutreffend wiedergegeben (Urk. 2). Es betrifft dies ins
besondere die Bestimmungen über den Anspruch auf Leistungen der Unfallver
sicherung im Allgemeinen (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfall
versicherung [UVG]), den nebst anderem vorausgesetzten natürlichen Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1), die vorausgesetzte Adäquanz des Kausalzusammenhangs im All
gemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2), bei psychischen Unfallfolgen (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133) und bei Folgen eines Unfalls mit HWS-Schleudertrauma oder äquivalenter Verletzung (BGE 117 V 359, BGE 134 V 109) ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle.
Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist Fol
gendes: Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärun
gen die Ver
waltung oder das Gericht bei pflichtgemässer
Beweis
würdigung
zur Überzeu
gung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu ver
zichten (antizipierte Beweiswürdigung). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör ge
mäss Art. 29 Abs. 2 BV (BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d).
2.
2.1
Anlässlich des Sturzes von der Hebebühne am 22. September 2011 wurde beim Beschwerdeführer eine HWS-Distorsion diagnostiziert (Urk. 10/6). Der Unfall ereignete sich während der Arbeit bei der
Y._ AG
; das
Arbeitverhältnis
war dem Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall auf den 31. Oktober 2011 gekündigt worden, wobei sich die Kündigungsfrist unfallbedingt
bis am 31. Mai 2012 verlängert
e (Urk. 9/2). Im Dokumentationsbogen für
Erst
konsultation
nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 10. Oktober 2011 wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer am Morgen des 22. Sep
tember 2011 von einer Hebebühne auf den Rücken und Hinterkopf gestürzt sei und seither über starke Kopfschmerzen, Übelkeit und
Kribbelparästhesien
in den rechten Fingern klage. Er habe sich deshalb am Folgetag nach dem Unfall zum Arzt begeben. Bewusstlosigkeit, Schwindel, Erbrechen, Hör- oder Sehstörungen lägen nicht vor. Im Röntgen hätten sich leichte degenerative
Verändungen
im Bereich der unteren HWS gefunden (Urk. 10/6).
2.2
Aufgrund der fortdauernden Arbeitsunfähigkeit wurde in der Rehaklinik
C._
am 17. Januar 2012 ein ambulantes Assessment durchgeführt. Die instru
ierten Übungen seien dem Beschwerdeführer in Form eines Heimprogrammes abgegeben worden (Urk. 10/30).
2.3
Am 20. Januar 2012 berichtete Dr.
Z._
von einem
zerviko-spondylogenen
Syndrom nach HWS-Distorsionstrauma; es werde Physiotherapie durchgeführt und eine stationäre Rehabilitation empfohlen. Die Behandlung dauere voraus
sichtlich noch ein bis drei Monate; ein bleibender Nachteil sei nicht zu erwarten (Urk. 10/34).
2.4
Am 7. Februar 2012 teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit, dass nach telefonischer Rücksprache mit der Rehaklinik
C._
eine intensive Physiotherapie begonnen werden sollte; zudem werde empfohlen, dass sich der Beschwerdeführer in eine psychiatrische Behandlung begebe (Urk. 10/38).
2.5
Am 16. März 2012 stürzte der Beschwerdeführer - nach eigenen Angaben nach einer kurzen Schwindelattacke - von der Treppe und brach sich das Schlüssel
bein (Urk. 9/2). Der Bruch wurde am 20. März 2012 im
A._
operativ durch eine Plattenosteosynthese behandelt (Urk. 9/12).
2.6
Am 14. Juni 2012 berichtete Dr.
Z._
, dass der Verlauf des
zervikospondylo
genen
Syndroms nach HWS-Distorsion bis zum Unfall mit dem Schlüsselbeinbruch recht ansprechend verlaufen sei. Seither habe aber leider die Physiotherapie wieder sistiert werden müssen. Als unfallfremder Faktor mit negativem Einfluss auf den Heilungsverlauf sei zu erwähnen, dass dem Beschwerdeführer kein stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik
C._
mög
lich gewesen sei, weil er den Zustand der anderen, schwer verletzten Patienten nicht ertragen habe. Gegenwärtig finde eine ambulante Psychotherapie statt sowie eine antidepressive und analgetische Medikation. Nach Abheilen der Schlüsselbeinfraktur werde die Physiotherapie wieder aufgenommen. Die Dauer der Behandlung sei noch nicht vorhersehbar, es sei aber eher nicht mit bleiben
den Nachteilen zu rechnen (Urk. 9/31).
2.7
Am 27. Juli 2012 wurde der Beschwerdeführer durch Dr. med.
D._
, Neurologie FMH, untersucht. Beim Beschwerdeführer stünden nach den beiden Unfällen aktuell vor allem Befindlichkeitsstörungen mit Nervosität, Schlafstö
rungen und Gereiztheit sowie eine depressive Grundstimmung im Vordergrund. Daneben würden rechtsbetonte Nackenschmerzen, Schwindel und intermittie
rend
Kribbelparästhesien
der
ulnaren
Handpartie rechts angegeben. Bezüglich der psychiatrischen Beschwerden werde eine Anpassungsstörung nach dem Unfall im September 2011 vermutet. Die Nackenbeschwerden würden derzeit mit Physiotherapie zweimal wöchentlich behandelt, was unbedingt weiterzu
führen sei. Schwindelbeschwerden seien häufig nach HWS-Distorsion. Für einen Lagerungsschwindel oder eine
Neuronitis
vestibularis
würden sich keine klini
schen Zeichen finden lassen. Bei den beschriebenen intermittierenden Fühlstö
rungen in Form von
Kribbelparästhesien
im Bereich der
ulnaren
Handpartie handle es sich am ehesten um
eine Irritation des
Nervus
ulna
ris
im Bereich des
Sulcus
ulnaris
, allenfalls auch im Bereich des Plexus
brachialis
nach
Schulter
verletzung
. Die diesbezüglichen Neurographien seien normal. Es lägen wohl wenig alltagsrelevante Beschwerden vor. Aus neurologischer Sicht fänden sich keine persistierenden fokalen Defizite. Insbesondere würden sich keine Zeichen einer
hochzerviklaen
Schädigung, einer Hirnstammläsion oder einer
radikulären
Schädigung finden. Dies werde durch die bisherige kernspintomographische Untersuchung gestützt, könnte aber diagnostisch noch weiter ergänzt werden. Beim Beschwerdebild handle es sich überwiegend um eine Problematik aus dem psychiatrischen Bereich in Form einer Anpassungsstörung. Ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt sei zu empfehlen. Eine Neurorehabilitation sei nicht indiziert (Urk. 10/90).
2.8
Am 27. August 2012 berichtete Dr. med.
E._
, Spezialarzt Psychiatrie und Psychotherapie, dass der Beschwerdeführer an einer
zur Zeit
eher mittelgradigen depressiven Episode nach Unfall leide. Es sei davon auszugehen, dass sich die Besserung fortsetze und der Beschwerdeführer sich wieder in den Arbeitsprozess eingliedern könne.
2.9
Am 12. September 2012 wurde die von Dr.
D._
zum Ausschluss einer
Dissektion
der
Vertebralarterien
empfohlene diagnostische
Ergänzungsuntersu
chung
der Halsregion inklusive der Hirnstammregion im MRI-Zentrum des Spi
tals
F._
durchgeführt. Im Vergleich zur Voruntersuchung im November 2011 würden sich im Wesentlichen stationäre degenerative Veränderungen der
Hals
wirbelsäule
zeigen. Es bestünden keine Hinweise auf eine
Dissektion
der hirn
versorgenden Arterien, insbesondere nicht der
Arteria
vertebralis beidseits (Urk. 10/110).
2.10
Am 17. Dezember 2012 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung. Dr. med.
G._
führte an, dass auf strukturell-objektivierbarer Ebene keine somati
schen Folgen des Unfalles vom 22. September 2011 vorlägen. Die diagnosti
schen Untersuchungen hätten keine strukturellen somatischen Läsionen objekti
vieren können. Von einer weiteren Behandlung der Unfallfolgen könne keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes erwartet werden. Es gäbe keine unfallbedingten Veränderungen, welche als Fokus oder Ansatzpunkt einer weiteren therapeutischen Intervention gesehen werden könnten. Das anlässlich der operativen Behandlung des Schlüsselbeinbruchs vom 16. März 2012 einge
setzte
Osteosynthesematerial
verursache eventuell noch eine Einschränkung bei der Abduktion des Armes. Hier sei an eine
Osteosynthesematerialentfernung
zu
denken, weshalb dem Beschwerdeführer empfohlen werde, sich erneut im
A._
vorzustellen. Überkopfarbeiten seien infolge dieses zweiten Unfalles gegenwär
tig noch nicht zumutbar (Urk. 10/113).
2.11
Am 27. Juni 2013 wurde im
A._
das
Osteosynthesenmaterial
am rechten Schlüs
selbein entfernt (Urk. 10/145).
2.12
Am 13. Dezember 2013 berichtete Dr.
G._
, dass ein MRT der
Sternumre
gion
veranlasst worden sei und nun ein MRT der rechten Schulter vom
11.
November 2013 und ein MRT der
Sternoklavikulargelenksregion
mit
Manu
brium
sterni
und
Sternokostalgelen
1 und 2 vorlägen. Hierbei seien keine post
traumatischen Läsionen bekannt geworden; es habe sich eine annähernd seiten
gleiche leichte
Sternoklavikulargelenksarthrose
gezeigt. Da in diesem Bereich keine konkreten traumatischen Läsionen gefunden worden seien und die Arth
rose zudem seitengleich sei, sei auch nicht davon auszugehen, dass diese durch die Schlüsselbeinfraktur auf der rechten Seite richtunggebend beeinflusst wor
den sei. Entsprechend de
m Ausmass
der SC-Gelenksarthrose sei allerdings auch nicht nachvollziehbar, dass diese massive Beschwerden verursache. Im zusätz
lich durchgeführten MRT der rechten Schulter hätten sich keine relevanten unfallbedingten Folgeerscheinungen gezeigt. Mit beiden Untersuchungen könne nun eindeutig festgestellt werden, dass der Schlüsselbeinbruch keine Folgen mehr zeitige, die in irgendeiner Art und Weise ein Zumutbarkeitsprofil sowohl bezüglich der angestammten Tätigkeit als auch auf dem allgemeinen Arbeits
markt einschränke. Die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden seien nicht mehr unfallkausal zu begründen. Es gäbe auch keine Unfallfolgen, die einen Integritätsschaden begründen liessen (Urk. 10/157).
3.
Aus den medizinischen Berichten ergibt sich, dass aus somatischer Sicht sowohl die Folgen des Sturzes von der Hebebühne mit HWS-Distorsion am 22. September 2011 als auch der Schlüsselbeinbruch vom 16. März 2012 voll
ständig abgeheilt sind. Der erste Unfall hat gemäss den Untersuchungsberichten nach Kernspintomographie und MRT insbesondere keine Hirnschädigung oder
radikuläre
Schädigung verursacht und es liegt keine
Dissektion
der
hirnversor
genden
Arterien vor. Auch die klinischen Untersuchungen schliessen eine
Hirn
verletzung
aus. Gemäss
Arthro
-MRT der rechten Schulter vom 11. November 2013 haben sich keine unfallbedingten Folgeerscheinungen mehr gezeigt. Der Beschwerdeführer machte mit Eingabe vom 12. August 2014 (Urk. 12) geltend, Dr.
G._
habe im Dezember 2012 das Ausmass der Beschwerden nach Schlüsselbeinfraktur nicht hinlänglich erkannt, und gab das MRI des Schlüssel
beins nach Entfernung des
Osteosynthesematerials
vom November 2013 zu den Akten. In seinem Bericht vom 13. Dezember 2013 hat Dr.
G._
indes die Entfernung des
Osteosynthesenmaterials
im Juni 2013 sowie die MRT-Diagnos
tik vom November 2013 berücksichtigt und hierzu ausdrücklich festgestellt, dass der Schlüsselbeinbruch keine Folgen mehr zeitige, die in irgendeiner Art und Weise die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen könnten. Nach nachvollziehba
rer Auffassung von Dr.
D._
und Dr.
G._
können die vom Beschwer
deführer geschilderten Beschwerden somit nicht mehr auf die beiden Unfälle zurückgeführt werden. Auf weitere Untersuchungen, insbesondere auf die beantragte polydisziplinäre Abklärung zu einer allfälligen Verletzung des Gehirns als Folge des ersten Unfalles kann gestützt auf die plausible Beurteilung dieser beiden Ärzte verzichtet werden, da weder aufgrund der diagnostischen Untersuchungsergebnisse noch aufgrund der Beobachtungen in der klinischen Unters
u
chung des Beschwerdeführers von den untersuchenden Ärzten, denen der Unfallhergang hinlänglich bekannt war, je ein Verdacht auf eine folgen
schwere Verletzung des Kopfes und der Hirnregion geäussert wurde. Festzuhal
ten bleibt, dass es für die vorliegende Beurteilung der Leistungseinstellung keine Rolle spielt, ob sich die erlittenen Unfälle, wie vom Beschwerdeführer vorge
bracht, mit Kopfaufprall ereignet hatten oder nicht, da nach den nachvollzieh
baren medizinischen Berichten davon auszugehen
ist
, dass spätestens zum Zeit
punkt der Leistungseinstellung keine unfallbedingten organisch erklärbaren Beschwerden mehr vorlagen.
4.
4.1
Vielmehr berichten alle involvierten Ärzte, dass sich beim Beschwerdeführer nach den beiden Unfällen psychische Beeinträchtigungen gezeigt hätten. So wurde dem Beschwerdeführer bereits in der Rehaklinik
C._
eine psychiat
rische Behandlung empfohlen. Dr.
Z._
berichtete am 14. Juni 2012 von einer ambulanten Psychotherapie sowie einer antidepressiven Medikation. Dr.
D._
gab in seinem Bericht vom 27. Juli 2012 an, dass beim Beschwerde
führer vor allem Befindlichkeitsstörungen mit Nervosität, Schlafstörungen und Gereiztheit sowie eine depressive Grundstimmung vorherrschend seien. Er ver
mutete eine Anpassungsstörung nach dem ersten Unfall. Schliesslich führte auch der behandelnde Psychiater Dr.
E._
an, dass der Beschwerdeführer nach den Unfällen an einer depressiven Erkrankung leide, die im Zeitpunkt seiner Untersuchung mittelgradig ausgeprägt sei.
4.2
Damit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für diese organisch nicht hinreichend nachweisbaren und insbesondere psychischen Beschwerden nach den beiden Unfallereignissen in Frage käme, müssten diese in einem adäquaten Zusammenhang zu den Unfällen stehen (zum Ganzen: E. 1). Der Sturz auf der Treppe ist als leichtes Unfall
e
reignis zu wer
t
en, das in der Regel nicht geeignet ist
,
einen psychischen Gesundheitsschaden hervorzurufen. Beim Sturz von der Hebebühne kann von einem ganz knapp mittelschweren Unfall
e
reignis an der Grenze zu als leicht zu qualifizierenden Unfällen gesprochen werden, so dass hier die höchstrichterlichen Adäquanzkriterien geprüft werden müssen, um den Zusammenhang zwischen dem Sturz und den psychischen Folgen zu beurteilen. Dabei ist eine Gesamtwürdigung der folgenden unfallbezogenen Umstände erforderlich:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des
Unfalles;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.
4.3
Beim Sturz von der Hebebühne lagen weder besonders dramatische Begleitum
stände vor, noch war der Sturz besonders eindrücklich. Der Beschwerdeführer erlitt in diesem Zusammenhang auch keine besonderen Verletzungen, die erfahrungsgemäss häufig psychische Erkrankungen auslösen. Die ärztliche Behandlung der nachweisbaren somatischen Unfallfolgen fand in einem übli
chen Zeitraum statt und kann nicht als ungewöhnlich lang bezeichnet werden. Die körperlichen Dauerschmerzen können wie ausgeführt nicht auf somatisch nachweisbare Unfallfolgen zurückgeführt werden. Eine ärztliche
Fehlbehand
lung
liegt offensichtlich nicht vor. Zwar kann der Heilungsverlauf angesichts des erlittenen Unfallereignisses als schwierig bezeichnet werden, indes liegt dies
,
wie die involvierten Ärzte nachvollziehbar dargelegt haben, nicht an den unfallbedingten Verletzungen, sondern vielmehr an der Überlagerung mit einer Anpassungsstörung. Hierzu ist zu erwähnen, dass gemäss den Akten die Mög
lichkeiten der Behandlung der psychischen Beschwerden noch nicht gänzlich ausgeschöpft wurden und mit einer engmaschigen Therapie die Wiederauf
nahme einer Arbeit gemäss den involvierten Ärzten
realistischerweise
ange
strebt werden könnte. Schliesslich kann die phy
s
isch bedingte Arbeitsunfähig
keit nach dem Unfall nicht als besonders schwer oder lang bezeichnet werden; auch hier überwiegt die psychische Komponente, welche der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit im Wege steht. Die noch vorhandenen psychischen Beschwerden können somit in keiner Weise in einen adäquaten Zusammenhang mit dem Sturz von der Hebebühne gebracht werden.
5.
Die Leistungseinstellung mit
Einspracheentscheid
vom 2. April 2014 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.