# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ee7c36ec-fcff-4815-9af8-18fe1a57a934
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der
am 1
3.
März
201
2
geborene
X._
musste sich im Februar 2013
im
A._
wegen einem
Retropharyngealabszess
operativ
und
mit Medikamenten
behandeln
lassen
(
Urk.
6/55)
.
Im März 2013
erlitt er ein
Leberversagen
, wo
nach
am 2
3.
März 2013
i
n den
B._
eine Lebertransplantation erfolgte
(
Urk.
6/13)
.
Am 2
5.
März 2013
liess
der Versicherte
zur Behandlung des Geburtsgebrechens Nr. 294 medizinische Massnahmen bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, beantragen
(
Urk.
6/2)
. Diese klärte den Sachverhalt ab
(
Urk.
6/9,
Urk.
6/14,
Urk.
6/24)
und
stellte
dem Versicherten
mit Vorbescheid vom 1
4.
Januar 2014 in Aussicht, sie werde das Gesuch um
Kostenübernahme für
medizinische Mass
nahmen abwei
sen
, da das Leberversagen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nicht angeboren
sei
(
Urk.
6/26). Mit Vorbescheid vom 2
3.
Januar 2014 stellte sie
dem Versicherten weiter
in Aussicht, sie werde
auch
sein Gesuch um Kosten
gutsprache für
die Leistungen der
Kinderspitex
vom 1
2.
September 2013 (
Urk.
6/12)
abweisen
, da kein Geburtsgebrechen ausgewiesen sei
(
Urk.
6/31).
Mit Schr
ei
ben vom
4.
März 2014 zog die Krankenversicherung Helsana Versiche
rungen AG ihre vorsorglich angebrachten Einwände gegen den Vorbescheid vom 1
4.
Januar 2014 zurück (
Urk.
6/46). Am 2
7.
Januar und 1
4.
Februar 2014 (
Urk.
6/32,
Urk.
6/40) liess der Versicherte Einwände gegen die Vorbescheide erheben, welche er am 2
4.
März 2014 begründen liess (
Urk.
6/47). M
it Verfü
gungen vom 3
0.
Juli 2014 (
Urk.
2
/
1
) und vom
5.
August 2014
(
Urk.
2/2
)
hielt die IV-Stelle
an ihren
Vorbescheiden
fest und
wies die Leistungsbegehren ab.
2.
Gegen diese beiden Verfügungen
liess
der Versicherte
, gesetzlich vertreten durch seine Eltern,
diese
vertreten durch Rechtsanwalt Dominique
Chopard
,
am 1
5.
Sep
tember 2014 Beschwerde erheben
. Er beantragte
,
dass die
Beschwerde
gegnerin
zu verpflichten sei, ihm die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus
zurichten
(
Urk.
1)
.
Mit der Beschwerdeantwort vom 2
7.
Oktober 2014 schloss die IV-Stelle auf die Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
5)
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Versicherte haben bis zum vollendeten 2
0.
Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (
Art.
3
Abs.
2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
) notwendigen medizi
nischen Massnahmen (
Art.
13
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenver
sicherung [
IVG
]
). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Massnahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (
Art.
13 Abs. 2 IVG).
Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (
Art.
3
Abs.
2 ATSG in Verbindung mit
Art.
1
Abs.
1 Satz 1
der Ver
ord
nung über Geburtsgebrechen [
GgV
]
). Die blosse Veranlagung zu einem Lei
den gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein
Geburtsge
brechen
als solches erkannt wird, ist unerheblich (
Art.
1
Abs.
1
GgV
). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang aufgeführt. Das Eidgenössische Departement des Innern kann die Liste jährlich anpassen, sofern die Mehraus
gaben einer solchen Anpassung für die Versicherung insgesamt drei Millionen Franken pro Jahr nicht übersteigen (
Art.
1
Abs.
2
GgV
). Als medizinische Mass
nahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gel
ten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (
Art.
2
Abs.
3
GgV
).
1.2
Für die Annahme einer Leistungspflicht der Invalidenversicherung aufgrund von
Art.
13 IVG genügt nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts in beweisrechtlicher Hinsicht, dass es ein Facharzt oder eine Fachärztin zumindest für wahrscheinlich hält, es liege ein im Anhang der
GgV
enthaltenes Gebrechen vor (BGE 100 V 104 E. 2 in
fine
).
2.
2.1
Streitig ist das Vorliegen des Geburtsgebrechens Nr. 294
, angeborene
Leber
fibrose
,
und
des Geburtsgebrechens
Nr. 458, angebor
ene Störungen der Leber
funktion,
der Liste der Geburtsgebrechen im Anhang zur
GgV
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt,
d
er Versicherte
sei
gesund geboren w
orden
. Nach einem Infekt im Februar 2013 sei er mit Antibio
tika behandelt worden und im März 2013 seien dann die ersten Symptome auf
getreten, so dass am 2
3.
März 2013 eine Lebertransplantation erfolgt sei. Bei den nachgewiesenen
fibrotischen
Veränderungen handle es sich um erst seit ein paar Wochen bestehende Läsionen. Es sei daher mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit davon auszugehen, dass das Leberversagen nicht angeboren wor
den sei,
sondern das akute Leberversagen infolge einer medikamenten
-
toxi
schen Wir
kung eingetreten sei
. Deshalb sei
von einer erworbenen Erkrankung auszu
ge
hen und
seien
keine Ansprüche auf der Grundlage
der
GgV
ausgewiesen (
Urk.
2/1).
2.3
Der Versicherte liess
insbesondere
geltend machen,
dass die Abklärungen zur Feststellung der Ursache des Leberversagens noch nicht vollständig abge
schlossen worden seien. Die explantierte Leber sei
gemäss mündlichen Äusse
rungen des
B._
gegenüber den Eltern des Versi
cherten
zur weiteren Beurteilung in eine Spezialklinik in
C._
überwiesen worden. Es sei zur Gesamtbeurteil
ung
unerlässlich, die vom
D._
veranlassten Abklärungen abzuwarten. Insbeson
dere sei nach wie vor nicht geprüft worden, ob ein Geburtsgebrechen
Teilursa
che
des Leberversagens sein könnte, was für die Leistungspflicht der
Beschwer
degegnerin
genügen würde. Der rechtserhebliche Sachverhalt sei somit nicht festgestellt und die Verfügungen erwiesen sich als unzutreffend (
Urk.
1).
3.
3.1
Geburtsgebrechen im Sinne der I
nvalidenversicherung
sind Gebrechen, die bei vollendeter Geburt bes
tehen. Die Geburt gilt als voll
endet, wenn der Körper des lebenden Kindes vollstä
n
dig aus demjenigen der Mut
ter ausgetreten ist. Die Vor
aussetzung ist auch
dann erfüllt, wenn zwar das Ge
burtsgebrechen im erwähnten Zeitpunkt noch nicht als solches erkennbar i
st, jedoch später
behandlungsbe
dürftige
Symptome auftreten, die den Schluss zulassen, dass bei vollendeter Geburt ein Geburtsgebrechen
beziehungsweise
die Anlage dazu vor
handen war
(vgl. Kreisschreiben über die medizinischen Eingliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung
gültig ab
1.
Januar 2015
Rz
. 4
).
3.2
Der Versicherte kam am 1
3.
März 2012 im Spital
E._
zur Welt. Im
Ent
lassungsbericht
vom 2
2.
März 2012 wurde festgehalten, der Austrittsstatus sei bis auf mehrere
frontale
Petechien,
beidseitige
kleine
Hyd
r
ocele
testis
und
ein
kleines Hämangiom lumbal über der Wirbelsäule unauffällig gewesen (
Urk.
6/59).
Den
Berichten des behandelnden Kinderarztes
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin,
lässt sich
,
bis zu
m Beginn der
ent
sprechenden
Leberbeschwerden
im März 2013
,
ebenfalls
kein Hinweis auf eine Lebererkrankung entnehmen (
Urk.
6/
53). Dem Austrittsbericht
vom 2
5.
Februar 2013
des
G._
, in welchem der Versicherte vom 1
3.
b
is
am
2
5.
Februar 2013 zur Behandlung
des
Retro
p
haryngealabszesses
und
für die postoperative
Therapie hospitalisiert war, lässt sich ebenfalls nichts zu einer Lebererkrankung entnehmen und
es
wurde
darin
festgehalten, der Versicherte sei in bestem Allgemeinzustand entlassen worden (
Urk.
6/55).
3.3
Am 2
5.
März 2013 diagnostizierte
n
d
ie
B._
im Rahmen der Anmeldung des Versicherten
bei der Eidgenössischen Invaliden
versicherung
zum Bezug von medizinischen Massnahmen das Geburtsgebrechen Nr. 294
gemäss
Anhang
GgV
, angeborene
Leberfibrose
(
Urk.
6/2/6).
Im
unda
tierten
Bericht von
Dr.
med.
H._
, Fac
härztin
für Innere Medizin,
wurde ein Geburtsgebrechen gemäss
Nr.
458
Anhang
GgV
, angeborene Störungen der Leberfunktion,
festgehalten (
Urk.
6/9).
Im Austrittsbericht des
I._
vom 1
1.
April 2013
wurde
eine Hepatopathie unklarer Ätiologie mit Leberversagen f
estgehalten und
als Differentialdiagnose eine infektiöse,
parain
fektiöse
, toxische, autoimmune
,
oder sekundäre
Hämophagozytose
erwähnt (
Urk.
6/14/6). D
ie
B._
hielt
en
im Austrittsbericht
vom 1
2.
August 2013 eine schwere
akute Leberinsuffizienz unbestimmter Her
kunft als Einweisungsgrund fest
(
Urk.
6/13/1)
.
Die Abteilung für
Intensivmedi
zin
und Neonatologie des
I._
führte am
7.
Oktober 2013
gegenüber der IV-Stelle
aus,
bis zum Austritt
im Rahmen
der Verl
egung
des Versicherten nach
J._
habe die Ursache der Hepatopathie nicht geklärt werden können. Diffe
r
entialdiagnostisch kämen infekt
i
öse, parainfekt
i
öse, toxische, autoimmune oder auch hereditä
r
e Erkrankungen in Frage (
Urk.
6/14/5).
Mit Schreiben vom 3
0.
Juni 2014 stellte
n
d
ie
B._
der IV-Stelle den Befundbericht zur Histologie der explantierten Leber zu. Zudem führte
n
s
ie
aus, in der Zwischenzeit seien verschiedene Untersuchungen durch
geführt worden, welche jedoch die Ursache des akuten Leberversa
gens nicht hätten klären können.
Einige
Resultate
ständen noch aus (
Urk.
6/57).
Dem Befundbericht zur Histologie
der explantierten Leber
de
r
B._
vom 2
6.
April 2013
lässt sich entnehmen, dass
Elemente vor
handen s
eien
, welche
aufgrund des
sehr kurzen Zeitraum
s
von ungefähr
zwölf
Tagen zwischen dem Auftreten der Lebersymptome und der Transplantation
eine zugrundeliegende Lebererkrankung
vermuten liessen.
Die
viktoriablaue
Farbe lasse die Entwicklung einer
Fibrose
innerhalb von einigen Wochen ver
mu
ten.
Das vorhandene Schädigungsmuster e
ntstehe selten durch
eine Vergif
tung mit Medikamenten. Es sei auch an eine
Endotoxinwirkung
bei einer Pro
teus
-
vulgaris
-
Infektion zu denken
(
Urk.
6/56/3).
Im Juli 2014 teilte das
I._
der IV-Stelle mit, es gebe keine neue Erklärung bezüglich der Ursache des Leberversagens (
Urk.
6/60).
3.4
Prof.
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) hielt in seiner Stellungnahme vom 1
7.
Juli 2014 fest, es liege aus versicherungsmedizinischer Sicht kein Geburtsgebrechen vor. Leistun
gen nach den Ziffern 294 und 458
Anhang
GgV
schieden entsprechend de
m
histologischen Befund der explantierten Leber aus, da es sich bei den nachge
wiesenen
fibrotischen
Veränderungen nicht um angeborene, sondern um erst
seit ein paar Wochen bestehende Läsionen handle. Für Erkrankungen nach Zif
fer 454
Anhang
GgV
bestehe klinisch kein Anhaltspunkt. Erkrankungen gemäss
den
Ziffer
n
451 und 453
Anhang
GgV
seien gemäss den Feststellungen des
I._
unwahrscheinlich. Es sei mit überwiegender Wahrschein
lichkeit davon auszugehen, dass das akute Leberversagen infolge einer
medika
mententoxischen
Wirkung eingetreten sei, da infekt
iöse Ursachen weitg
ehend ausgeschlossen worden seien und da
dem Versicherten bi
s
zum
1.
März 2013 sechszehn Tage lang
Amoxicillin-Clavulansäure
verabreicht worden sei. Der histologische Befund der explantierten Leber zeige mit frischen
Fibrosen
und
periportalen
Nekrosen Hinweise für medikamententoxische Effekte. Daher sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer erworbenen Erkrankung aus
zugehen und seien Ansprüche auf der Grundlage der
GgV
nicht ausgewiesen (
Urk.
6/62/4-5).
In der Stellungnahme vom 2
7.
Oktober 2014 ergänzte
Prof
.
K._
, dass es unbe
stritten sei, dass das Ereignis selten sei und seitens der Pathologen angege
ben worden sei, dass selten eine toxisch-medikamentöse Ursache in Betracht komme. Da für andere Ursachen aus
histopathologischer
Sicht im Zusammen
hang mit den vorliegenden Befunden kein Anhalt bestehe, könne
jedoch
weiter
hin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem toxisch-medikamentös bedingten akuten Leberversagen ausgegangen werden (
Urk.
6/70).
3.5
Aus
dem histologischen Bericht
vom 2
6.
April 2013
und den Ausführungen von
Prof
.
K._
vom 1
7.
Juli sowie 2
7.
Oktober 2014
(
Urk.
6/56,
Urk.
6/62/4-5,
Urk.
6/70)
ergeben sich zwar gewisse Hinweise auf ein durch
Medikamenten
vergiftung
ausgelöstes Leberversagen. Doch die Ursache konnte nicht abschlies
send geklärt werden und d
ie
B._
führte
n
am 3
0.
Juni 2014 aus, es ständen noch
einige
Resultate von Untersuchungen aus (
Urk.
6/57).
Die IV-Stelle unterliess es, sich bei
den
B._
zu erkundigen, welche R
esultate
noch ausständen und wann diese zu erwarten seien
.
Gemäss
der Beschwerde
soll die explantierte Leber zur weiteren Beurteilung in eine Spezialklinik in
C._
überstellt worden sein (
Urk.
1 S.
7)
.
Die
IV-Stelle
hat dies in ihrer Beschwerdeantwort
vom 2
7.
Oktober 2014 (
Urk.
5)
nicht bestritten und soweit aus den Akten ersichtlich auch nicht abge
klärt, ob dies zutrifft. Es sind daher
noc
h Resultate von Abklärungen – unter anderem solche aus d
er Spezialklinik
in
C._
zu erwarten.
Auch
wenn beim
Versicherte
n während seines ersten Lebensjahrs keine Leberprobleme
dokumentiert sind
und diese nach
einer Behandlung mit Antibiotika
auftraten, so kann insbesondere ein Geburtsgebrechen als Teilursache des Leberversagens zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden.
Dabei ist auch in Betracht zu ziehen, dass es sich
gemäss dem histologisch
en Bericht
vom 2
6.
April 2013 (
Urk.
6/56) und den
Ausführungen von
Dr.
K._
vom 2
7.
Oktober 2014
bei einer
solchen
medikamen
t
ent
oxischen Schädigung
um ein seltenes Ereignis handelt
, so dass eine andere Ursache
nicht von vornherein ausser Betracht fällt
.
Es ist bisher jedoch auch kein Gebur
tsgebrechen ausgewiesen. Die von den
B._
in der Anmeldung vom 2
5.
März 2013 (
Urk.
6/2/6)
und von
Dr.
H._
in ihrem undatierten Bericht (
Urk.
6/9) erwähnten Geburtsgebrechen stimmen nicht überein, wurden nicht überzeugend begründet und
wohl
vor dem Vorliegen des histologischen Berichts festgehalten. Ob ein Geburtsgebrechen vorliegt oder nicht, bleibt daher noch zu klären.
3.6
Die Sache ist somit an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese sich bei
den
B._
nach den noch ausstehenden
Resultate
n
der Untersuchungen der explantierten Leber
erkundigt
und
abklärt,
ob diese etwas zur Klärung der
Ursache des Leberversagens bei
tragen
.
Zudem hat die IV-Stelle
zu prüfen
, ob die Leber
wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht
an eine Spezialklinik in
C._
gesandt w
orden ist
und
falls dies zutrifft,
ob dort etwas zur Ursache des Leberversagens festgestellt werden konnte.
Sollten alle
bereits erfolgten
Untersuchungen zu keinem
überzeugenden
Ergebnis geführt haben, so hat die IV-Stelle soweit
nötig und
möglich weitere
Abklärungen in die Wege zu leiten.
Die Beschwerde ist
daher
in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtenen Verfügungen vom 3
0.
Juli 2014 (
Urk.
6/1) und vom
5.
August 2014 (
Urk.
2/2) aufzuheben sind. Nach Vornahme der erwähnten Abklärungen
hat
die IV-Stelle
neu über die
Kostenübernahme
der zur Diskus
sion stehenden medizinischen Massnahmen zu verfügen.
4.
4.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtspre
chung gilt die Rückweisung der Sache an die
Verwaltung zur weiteren Abklä
rung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (Urteil des Bundesge
richts U 199/02 vom 1
0.
Februar 2004 E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57; SR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3). Die Kosten sind der unterliegenden
Beschwerdegeg
nerin
aufzuerlegen.
4.2
Ferner hat der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Prozessentschä
digung
. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). In
Anwendung dieser Kriterien und unter Berücksichtigung
des
bis Ende 2014
gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
200.-- für Rechtsanwälte ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine
Prozessent
schä
digung
von
Fr.
1‘
7
00.--
(inklusive Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.