# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41a96ad7-66bd-4aad-a2c9-f85e91f89ea4
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit schriftlichem Bauvertrag vom 23. Juni/8. Juli 2008 verpflichtete sich die Y. gegenüber dem als Bauherr bezeichneten X. zur Erstellung von fünf Bodenplatten für ein Bauprojekt in A., wobei der Gesamtpreis auf Fr. 84'800.-- abzüglich 5%, somit Fr. 80'560.--, veranschlagt wurde. Mit Rechnung vom 22. August 2008 wurde ein Zahlungsplan vorgegeben, wobei 95% des Gesamtpreises (entsprechend Fr. 76'532.--) am 26. August 2008 und 5% (entsprechend Fr. 4'028.-- ) am 12. September 2008 bezahlt werden sollten. Gemäss der Belastungsanzeige der B. vom 16. September 2008 bezahlte X. vom vereinbarten Gesamtpreis Fr. 50'000.--.
B. Mit Betreibungsbegehren vom 5. Juli 2010 setzte die Y. beim Betreibungsamt C. Fr. 30'572.50 nebst Zins zu 5% seit dem 13. September 2008 in Betreibung. Gegen den am 14. Juli 2010 zugestellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. _ erhob X. gleichentags Rechtsvorschlag.
C. Am 9. August 2010 stellte die Y. beim Bezirksgerichtspräsidenten D. ein Rechtsöffnungsgesuch mit folgenden Anträgen:
“1. Der Gesuchstellerin sei in der Betreibung mit der Nr. _ des Betreibungsamtes C. gegen den Gesuchsgegner die provisorische Rechtsöffnung i.S.v. Art. 82 SchKG für den Betrag von CHF 30'572.50 nebst Zins zu 5% seit 13.09.2008 zu gewähren.
2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgegners.“
Die Y. stützte ihr Gesuch auf den Bauvertrag vom 23. Juni/8. Juli 2008 und führte aus, auf die von ihr erbrachten Leistungen seien keine Mängelrügen erfolgt. Dies zu Recht, denn sie habe auch in diesem Fall wie üblich vertragsgemässe und saubere Arbeit abgeliefert. Jedoch habe der Gesuchsgegner trotz diverser Mahnungen nicht die ganze geschuldete Forderung beglichen. Da sie ihre vertragsgemässe Leistung schon längst abgeliefert habe, die Parteien Zug um Zug vereinbart hätten und keine Mängel existieren würden, sei die Rechtsöffnung zwingend zu gewähren. Dies auch deshalb, weil die Teilzahlung ohne jede Bedingung beziehungsweise ohne jeden Kommentar erbracht worden sei.
D. In seiner Vernehmlassung vom 31. August 2010 beantragte X. die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung des Rechtsöffnungsgesuches. Er führte aus, die fünf Ferienhäuser seien aus vorgefertigten Elementen zusammengesetzt worden, welche auf Termin hin geliefert worden seien. Auf diesen Zeitpunkt hätten auch die Bodenplatten fertig sein müssen, weshalb mit der Y. auch fixe Termine für
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die Fertigstellung vereinbart worden seien. Im Vertrag sei vorgesehen gewesen, die Bodenplatten mit betonierten Frostriegeln zu versehen. Weil die Y. aber nur zwei Arbeiter ohne Schalungsmaterial und zudem viel zu spät nach A. geschickt habe, sei es aus terminlichen Gründen nicht mehr möglich gewesen, die Bodenplatten in der vorgesehenen Weise zu erstellen. Die Parteien hätten sich in der Folge darauf geeinigt, die Bodenplatten lediglich auf frostsicheres Material ohne Beton zu legen. Zudem seien bauseits drei Arbeiter gestellt worden, um die Arbeiten termingerecht zu beenden. Bedingt durch die einfachere Ausführung habe die Gesuchstellerin wesentlich weniger Kosten gehabt. Schliesslich habe auch das frostsichere Koffermaterial und der Beton zum Teil bauseits geliefert werden müssen. Mängelrügen seien keine erhoben worden, weil das Werk nicht mangelhaft gewesen sei. Vielmehr sei der Vertrag nicht richtig erfüllt worden. Da die Y. weder das bestellte Material geliefert noch die Arbeit vollständig geleistet habe, habe sie nicht Anspruch auf den vollen Werklohn und sei mit der Zahlung von Fr. 50'000.-- vollständig befriedigt worden.
E. An der Rechtsöffnungsverhandlung vom 1. September 2010 war der Rechtsvertreter der Y. anwesend.
F. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 1. September 2010, mitgeteilt am 6. Oktober 2010, erkannte der Bezirksgerichtspräsident D. wie folgt:
“1. In Gutheissung des Rechtsöffnungsgesuches in der Betreibung Nr. _ des BA C. wird der von X. erhobene Rechtsvorschlag beseitigt und der Gesuchstellerin die provisorische Rechtsöffnung erteilt für den Betrag von Fr. 30'572.50 nebst Zins zu 5% seit 13.09.2008.
2. Die Gebühren des Bezirksamtes D. im Betrage von Fr. 400.00 werden bei der Gesuchstellerin erhoben unter der Einräumung des vollen Regressrechtes gegenüber dem Gesuchsgegner. Sie sind innert 30 Tagen auf das Konto des Bezirksgerichts D. zu überweisen.
3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin eine ausseramtliche Entschädigung über Fr. 3'306.70 inkl. MWST zu bezahlen.

## Considerations