# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9a107d04-6712-4652-af64-b4ba405c9683
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959,
ohne erlernten Beruf,
arbeitete
wäh
rend Jahren
als
Bau
hilfs
arbeiter
und
war zuletzt
arbeitslos
(
Urk. 6/4 Ziff. 6.2-3, Urk. 6/14/1, Urk. 6/20/1 und
Urk.
6/81).
Am 7.
Oktober 2010 mel
dete er sich unter Hinweis auf
Kniebeschwerden
bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
6/4)
. Nach durchgeführten Abklärungen in er
werblicher wie
medizinischer Hinsicht verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom
5.
Juni 2012 den Anspruch auf eine Inva
lidenrente
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 17
%
(
Urk.
6/61).
Diese Ver
fügung blieb unangefochten.
Am
6.
Juli 2012 meldete sich
X._
bei der Invaliden
ver
sicherung
zwecks Gewährung
berufliche
r
Massnahmen an (
Urk.
6/62). In der Folge fand ein
Gespräch mit der Eingliederungsberaterin
statt (
Urk.
6/63
und Urk. 6/77/3-5
) und die
Y._
AG wurde mit einem Vermittlungsauftrag betraut
(
Urk.
6/66).
Mit Verfügung vom 2
6.
August 2013 wurde die Arbeitsvermittlung ab
geschlossen
unter dem Hinweis, dass eine Integration in den Arbeitsmarkt nicht gelungen sei
(
Urk.
6/76).
Nach erfolgter kreisärztlicher Untersuchung (Urk.
6/85-86) gab die IV-Stelle m
it Verfügung vom 2
6.
März 2014 (
Urk.
6/87) ein Gutachten bei der
Z._
in Auftrag (
Expertise
vom
9.
Juli 2014,
Urk.
6/93). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/
97,
6/103
, 6/106
)
sprach
die IV-Stelle
dem Versicherten
mit Verfügung vom
2
3.
März 2015
mit Wirkung ab 1. September 2014
eine halbe Invalidenrente
zu
(
Urk.
2
)
.
1.2
Dagegen
erhob der Versicherte
a
m 2
1.
April 2015 Beschwerde mit den An
trä
gen, es sei die Verfügung vom 2
3.
März 2015 aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
ih
m die gesetzlichen Leistungen auszu
rich
ten;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
zuzüglich
Mehrwertsteuer
zusatz
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Mai 2015 die Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
5)
, was dem Versicherten am 21. Mai 2015 (Urk. 7) zur Kenntnis gebracht wurde
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
,
IVG
).
Erwerbsunfähig
keit ist der durch Beein
träch
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der
Invaliditäts
grad
gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Vali
denein
kommen
). Der
Einkommens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen,
dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst gen
au ermittelt und einander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invalidi
täts
grad
bestimmen lässt (sog. allge
meine Me
thode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hin
weisen).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
w
erten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass
versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Ar
beiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und beruf
liche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte da
für bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kan
n. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Be
tracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden
dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verwei
gert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
der Verordnung über die Invaliden
versicherung
IVV
), so ist im
Beschwerde
ver
fahren
zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des
Invalidi
tätsgrades
eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. Augus
t 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beur
tei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
be
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründet den angefochtenen Entscheid zur Hauptsache damit,
dass sich gemäss den medizinischen Abklärungen der Gesundheitszustand
des
Beschwerdeführers
spätestens
im
Juni 2014 (Begutachtungszeitpunkt) weiter ver
schlechtert habe.
Ih
m sei noch eine angepass
te Tätigkeit in einem Pensum von
50
%
zumutbar. Es ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 55
%
, wes
halb er ab
1.
September 2014 Anspruch auf eine halbe Rente habe (
Urk.
2).
2.2
Dagegen
führt
e
der
Beschwerdeführer
zur Hauptsache
an
,
dass gemäss ärzt
lichem Gutachten diverse Ein
schränkungen bestünden, mit welchem für sehr leichte Tätigkeiten höchstens eine ca. 50%ige Leistung über den Tag verteilt erwartet werden könne bzw. dass ein stundenweiser Einstieg für sehr leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit zu gewährleisten sei und dass bei einem geeig
ne
ten Arbeitsplatz eine Steigerung bis halbtags bzw. bis zu einem halben Pensum über den Tag verteilt erreicht werden könnte (S.
5 f.). Weiter sei
der
Ein
kommensver
gleich
in verschiedener Hinsich
t falsch durchgeführt worden
. Aus
gehend von den massgeblichen
Fr.
68‘613.
--
im Jahr 2009 ergebe sich für das Jahr 2014 ein
Valideneinkommen
in der Höhe von
Fr.
71‘472.50
(S. 5)
.
Sodann sei der
leidensbedingte Abzug viel zu tief angesetzt
worden
. Die
ser betrage in diesem Fall 25
%
, was ein Invalideneinkommen von
Fr.
23‘726.
--
ergebe
. Der Invaliditätsgrad betrage somit 67
%
.
Da die Restarbeitskraft wirtschaftlich nicht mehr verwertbar sei, bestehe Anspruch auf eine ganze Rente, mindestens aber Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
(S. 8)
.
3.
3.1
Die unangefochten gebliebene
,
anspruchsverneinende
Verfügung vom
5.
Juni 2012
stützte sich in medizi
nischer Hinsicht im Wesentlichen auf
das Gutachten
des
A._
vom 1
8.
November 2011 (
Urk.
6/43). Darin hatten die verantwortlichen Ärzte die folgenden Diagnosen gestellt
(S. 5 f.)
:
-
Mediale und
retropatelläre
Arthrose des linken Kniegelenks
-
Status nach
valgisierender
Tibiakopfosteotomie
am 1
6.
April 2010: post
operativer Infekt mit
Débridement
und längerdauernder antibioti
scher Behandlung
-
Bewe
gungseinschränkung (Flexion- und Streckdefizit) kaum verschieb
bare
Patella
-
Lumbovertrebrales
Schmerzsyndrom mit/bei
-
Übergewicht, verminderter Rumpfstabilisation
-
a
namne
stisch ungünstiger
lumbosakralem
Winkel,
hyperostotische
r
Spon
dylose
-
Schmerzen Strahl III und IV der rechten Hand
-
Differenzialdiagnose: Arthrosen (ferner: beginnende entzündlich-rheu
ma
tische Erkran
kung)
D
ie verantwortlichen Ärzte
führten
aus,
dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit auf dem Bau aufgrund der Befunde und speziell den Beobachtungen anlässlich der
funktionellen Belastungstests auch auf Dauer nicht mehr zumutbar
seien
. Die aus
gewiesene funktionelle Leistungsfähigkeit liege deutlich unter den
Belas
tungs
anforderungen
der Tätig
keit als Bau-Hilfsarbeiter. Mühe bereiteten insbesondere das längere Gehen und Stehen beim Transportieren, das Montieren und Demon
tieren von
Verscha
lungsplatten
. Grundsätzlich bereiteten alle Tätigkeiten und Arbeitshaltungen, welche Beugen der Knie erfo
r
derten, Mühe, resp
ektive
seien
teilweise gar nicht möglich.
Für eine körperlich leichte, vorwiegend sitzende und wechselbelastende Tätig
keit und unter Berücksichtigung der nachfolgend aufgeführ
ten
Limiten
bestehe eine ganztäg
ige Arbeitsfähigkeit:
Hockestellung
nie; Kriechen, Knien, wieder
holte Kniebeugen, Gehen, Stossen, Ziehen, Treppensteigen selten (bis 30 Minu
ten
pro Arbeitstag); Arbeit über Schulterhöhe, vorgeneigtes Stehen, vorgeneig
tes Sitzen
, Stehen an Ort, Stehen und Gehen bis manchmal (bis 3 Stunden pro
Arbeitstag). Maximale Gewichtsbelastung von Heben Boden zu Taillenhöhe 30
kg
,
Heben Taillen- zu Kopfhöhe von 17.5 kg, resp. Heben horizontal 30, wobei jeweils nur kurzzeitig und nur über sehr kurze Gehstrecken. Aufgrund der zum Teil sehr tiefen funktionellen Beeinträchtigungen und tiefen
Limiten
mit gerin
gerer Kompensationsfähigkeit gingen sie von vermehrten Pausen von ins
gesamt 1 1⁄2 bis 2 Stunden über den Tag verteilt, entsprechend einer Arbeitsun
fähigkeit in angepasster Tätigkeit von 20
%
(Arbeitsfähigkeit 80
%
) aus (S. 7).
3.2
Im Rahmen der Neuanmeldung wurden
ein Gutachten
der
Dr.
med.
B._
, Chefärztin, R
heumatologie und Rehabilitation
der Klinik
Z._
vom
9.
Juli 2014 (
Urk.
6/93)
zu den Akten genommen
.
Darin
wurden
die fol
gen
den Diagnosen gestellt
(S. 40 f.)
:
Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Fortgeschrittene Gonarthrose links
medialbetont
, in Behandlung seit Oktober 2009, bei/mit:
-
1
6.
April 2010
valgisierende
Tibiakopfosteotomie
-
2.
Juni 2010 Wundrevision,
Débridement
, Narbenkorrektur, Spülung,
Ge
webe
ent
nahme
, bei Wundheilungsstörung
-
2
0.
August 2010 Verdacht auf
tiefe
n
Wundinfekt
-
Punktion Knie,
Osteotomiespalt
trocken:
Koagulase
neg. S
taphylokokken nach Anreicherung
Rimactan
und
Ciproxin
bis
1.
November 2010
-
5.
Dezember 2011 Metallentfernung medialer
Tibiakopf
, laterale
Teilfa
cettektomie
Patella links
-
3.
Juni 2014 Szin
t
igraphie/CT SPECT:
-
a
ktivierte laterale
patellofemorale
Arthrose mit erhöhter Aktivität in der Einfluss
-
und Frühphase. Keine Hinweise für chron. Osteo
myelitis.
-
Beginnende Gonarthrose rechts medial und
femoropatellär
-
3.
Juni 2014 Szintigraphie: schwache Anreicherung
retropatel
l
är
lateral bei kleiner
osteochondraler
Läsion und medial
em
Gelenksabschnitt
-
Chron.
l
umbovertebrales
bis
spondylogenes
Syndrom
-
r
adiologisch
hyperostotische
Spondylose DISH
-
MRI 2
4.
Mai 2013 Kompression Nervenwurzel L5 links auf Höhe L4/5 möglich
-
Arthrose
Metacar
pophalangealgelenk
III beidseitig
rechts > links
-
Differenzialdiagnose
n:
Im Rahmen einer Fingerpolyar
t
hrose?,
postent
zündlich
? Fragliche
Psoriasisar
t
hropathie
?
Gichtarthropathie
?
Chondro
calzinose
?: radiologisch keine Hinweise.
Hämochromatose
?:
weitge
hend ausgeschlossen (
Ferritin
,
Trans
ferrin
sättigung
Januar 2014 normal
3.
Juni 2014 Szintigraphie: fokale Aktivität MCP III beidseit
ig
, rechts > links, MCP I beidseit
ig
, PIP II und III links, DIP II beidseit
s
, III
und
IV rechts
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Adipositas, BMI 38.8
- Hyperurikämie, Behandlung mit Allop
u
rinol, keine gesicherten Gichtschübe
- Arterielle Hypertonie
Die Gutachterin führte aus (S. 46 ff.)
, dass
seit der letzten Begut
achtung am
A._
von einer Progredienz der Arthrose am linken Kniegelenk aus
zugehen sei, die radiologisch mit einer Abnahme der Gelenksspa
lthöhe medial und
s
zinti
graphisch
mit einer persis
ti
erenden Aktivierung dokumentiert sei (die Aktivi
e
rung ergebe sich aus der erhöhten
tracer
-Aktivität bereits in der Einfluss
-
und
Frühphase der Untersuchung). Von Seiten des Kniegelenkes sei bereits auf Grund der strukturellen Veränderungen weiterhin von einer deutlich reduzierten Belastbarkeit auszugehen, womit Tätigkeiten
,
die längeres Stehen, Gehen, Trep
pensteigen,
I
n
-
die
-
Hocke
-G
ehen, Aufheben von Gegenständen vom Boden oder Knien beding
t
en, nicht zumutbar seien. In der aktuellen Untersuchung sei eine weitere Verschlechterung der funktionellen Leistungsfähigkeit dokumentiert, in
dem die
Gewichtslimite
für Hebeleistungen deutlich schlechter ausfalle (aktuell 10 kg, zuvor 30 kg) und nun auch die Handfunktion zu einem limitierenden Faktor werde. Vom
A._
sei eine vorwiegend sitzende Tätigkeit vorgeschlagen worden. Diesem Vorschlag könnten sie weiterhin folgen, wobei aber nach
län
gerem anhaltendem
Sitzen das Aufstehen und Aufrichten sehr beschwerlich seien, wie in der aktuellen Untersuchung beobachtet werden könne.
Für eine rein sitzende Tätigkeit werde die Handfunktion zum limitierenden Fak
tor. Die Handkraft sei in der EFL Untersuchung reduziert, was mit den struktu
rellen Veränderungen insbesondere an der rechten Hand (aktivierte Arthrose mit Subluxation MCP III) auch nachvollziehbar sei
.
Manuelle Tätigkeiten, die mit Kraftanwendung durchgeführt werden müssten, kämen somit ebenfalls nicht in Frage. Leichte manuelle, sitzende Tätigkeiten wären vorstellbar, wobei die redu
zierten koordinativen Fähigkeiten verlangsamte Arbeitsabläufe bedingen wür
den.
Somit sei von einer reduzierten Leistung pro Zeit auszugehen. In Anbe
tracht der Wirbelsäulenproblematik sollte eine rein sitzende Tätigkeit durch
Bewegung unterbrochen werden, was vermehrten Pausen entspreche. In der Kom
bination (verlangsamte manuelle Tä
tigkeit, vermehrte Pausen) könn
e höchstens eine ca.
50%ige Leistung über den Tag verteilt erwartet werden.
Ob bei all den Einschränkungen eine Vermittelbarkeit für eine bisher noch nicht durchgeführte oder erlernte Tätigkeit gegeben sei, müsse bezweifelt werden.
Einen Zeitpunkt anzugeben, ab wann es gegenüber der Begutachtung
im
A._
(Juni 2011) zu der weiteren Verschlechterung gekommen sei, sei schwierig, da die de
generativen Prozesse sich allmählich verschlechtert hätten. Radiologisch sei die Progredienz der Arthrose am linken Kniegelenk mit Abnahme der
Ge
lenk
spalt
höhe
medial von
7.
Dezember 2011 zu
6.
März 2012 zu 2
5.
Juni 2013
doku
mentiert. Wirbelsäulenbeschwerden seien im April 2011 dokumentiert. Über
eine
Exacerbation
von lumbalen Beschwerden werde im Juli 2013 berich
tet (
Urk.
6/93
S. 46 ff.).
4.
Das Gutachten der
Dr.
B._
beruht auf umfassenden Untersu
chungen und berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in angemessener Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
erstattet und trägt der konkreten medizinischen Situ
a
tion Rechnung. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die gezogenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszu
stand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. Es ist daher für die Beantwortung der Fragen umfassend und erfüllt die praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E.
1.5
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer
brachte vor
, dass mehr als bezweifelt werden dürfe, dass die noch verbleibende Resterwerbsfähigkeit überhaupt wirtschaftlich verwertbar sei.
E
r sei immerhin bereits 55jährig. In diesem Alter werde er kaum mehr in der Lage sein, mit seinen verbleibenden diversen Einschränkun
gen eine Anstellung zu finden, auch in einem ausge
g
lichenen Arbeitsmarkt nicht. Ein zukünftiger Arbeitgeber müsste auf die diversen Behinderungen des Beschwerdeführers in erheblichem Masse Rücksicht nehmen. Er würde mit höchster Wahrschein
lich
keit eine behinderte Person in jüngerem Alter bevorzu
gen (
Urk.
1 S. 7).
5.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaussich
ten
keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bundesge
richts 9C_734/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 2.1 mit Hinweis auf SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 5.1).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zu
mut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt ab von den Um
ständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten mass
gebend sind (Urteil
des Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 107 V 17 E. 2c).
Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in
diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.1 mit Hinweisen).
Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Ar
beitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeit
raum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende Schadenminderungspflicht und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast gebieten grundsätzlich, die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Gemäss BGE 138 V 457 E. 3.4 steht die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zu
verlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).
Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt handelt es sich um eine theoretische Grösse, so dass nicht leichthin angenommen werden kann, die verbliebene Leistungs
fähigkeit sei unverwertbar.
Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist in denjenigen Fällen anzu
nehmen, in denen die zumutbare Tätigkeit nur in so ein
geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt prak
tisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Ar
beitgebers möglich wäre und das Finden einer entspre
chenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erschein
t (Urteil des Bundesgerichts 9C_
485/2014 vom 28. Novembe
r 2014 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können
(
Urteil des Bun
des
gerichts
8C_582/2015 vom
8.
Oktober
2015
E. 5.1
1 mit Hinweisen
).
5.3
5.3.1
Vorliegend
ist dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht nur eine
Tätigkeit in
sehr
eingeschränkter Form
zumutbar:
Aufgrund der Kniebeschwerden
und
der Wirbelsäulenproblematik
sind Hebeleistungen
nur noch bis zu einer
Gewichtslimite
von 10 kg möglich. Längeres Stehen, Gehen, Treppensteigen,
I
n
-
die
-
Hocke
-G
ehen, Aufheben von Gegenständen vom Boden oder Knien sind nicht zumutbar. Eine
sitzende Tätigkeit
muss
durch Bewe
gung unterb
ro
chen w
e
rd
en
(
was vermehrten Pausen entspricht
)
.
Für eine sit
zende Tätigkeit wird je
doch die Handfunktion
wegen der beidseitigen
Arthose
zum limitierenden Faktor
. R
edu
zierte koordinative Fähigkeiten
bringen
verlangsamte
Arbeitsab
läufe
mit sich
. Manuelle Tätigkeiten, die mit Kraftanwendung durchgeführt werden müssen, kommen ebenfalls nicht in Frage.
5.3.2
Bei diesem mannigfaltigen Einschränkungen erscheint in der Tat fraglich, ob der Beschwerdeführer
auf de
m
massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine Stelle finden
kann
, wel
che die Ausschöpfung der ihm verbliebenen Leistungs
fähig
keit erlaubt. Grund
sätzlich führt der Umstand allein, dass einer versicher
ten Person
nurmehr
ein Nischenarbeitsplatz zumutbar ist, nicht zur Verneinung
der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
, da der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch – ausserhalb von geschützten Werkstätten – gewisse „soziale Winkel“ um
fasst.
Vorweg ins Gewicht fällt, dass die schwere Tätigkeit als
Bauhilfs
arbeiter
, welche der
Beschwerdeführer
während Jahren ausgeübt hat, nicht mehr möglich ist. Der kaum gebildete, der deutschen Sprache
nicht
mächtige und – in anderen
in Frage kommenden
Zweigen – berufsunerfahrene
Beschwerdeführer (vgl. auch Lebenslauf, Urk. 6/64/1)
verfügt offenkundig über keine Ressourcen, einer anspruchsvolleren Tätigkeit nachzugehen. Damit fällt jedenfalls das ge
samte Spektrum kaufmännischer Arbeiten weg, bei welchen eine Einrichtung des Arbeitsplatzes gemäss den notwendigen Bedingungen denkbar wäre (Steh
pult). Hinzu kommt, dass
sich die Struktur der Arbeitsplätze im kaufmännischen Bereich im Sinne einer zusehends qualifizierteren und anspruchsvolleren Tätig
keit erheb
lich verändert
hat
. Wenn es schon für Gesunde schwierig ist, eine sich auf einfache Büroarbeiten beschränkte Stelle zu finden, so muss bei einem be
stimmten, im Einzelfall zu würdigenden Mass an gesundheitlich bedingten Ein
schränkungen bei der Ausübung einer ohnehin raren Tätigkeit davon ausge
gangen werden, dass das Leistungsvermögen auch bei ausgeglichener
Arbeits
markt
lage
nicht mehr Gegenstand von Angebot und Nachfrage bildet und die
Restarbeitsfähig
keit
im betroffenen Betätigungsfeld nicht länger wirtschaftlich
verwertbar ist (vgl. Urteil des
Eidg
. Versicherungsgerichts U 425/00 vom 2
9.
Januar 2003 E.4.4, in: Plädoyer 2003/4 S. 74).
5.3.3
Damit verbleibt eine Einsatzmöglichkeit lediglich in einfachen und repetitiven Tätigkeiten handwerklicher Art. Hier wirkt sich indes die Kombination der Einschränkungen hinderlich aus: Der
Beschwerdeführer
muss wech
selnd sitzen und stehen können, so dass beispielsweise eine Fliessbandarbeit ausser Betracht fällt. Dies auch aufgrund des Umstandes, dass er regelmässige Pausen benötigt.
Aus diesem Grund entfallen auch Überwachungsaufgaben in der Industrie. Schwere
Arbeiten sind ihm nicht mehr möglich und feinmotorische - aufgrund der Arthrose in beiden Händen - ebenfalls nicht. Die körperlichen Einschrän
kungen wirken vorliegend derart stark zusammen, dass eine realistische
Ein
satzmöglichkeit
nicht erkennbar ist. Der Beschwerdeführer müsste etwa ohne zeitliche Vorgaben an einem für wechselndes Sitzen und Stehen eingerichteten
Arbeitsplatz leichte manuelle Tätigkeiten verrichten können, welche kaum Kraft
aufwand und Feingeschick erfordern.
Angesichts dieser
Vorgaben
ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keinen Arbeitgeber mehr finde
t
, der
ihn
für eine geeignete Verweisungstätigkeit einstellt. Auch das fortgeschrittene Alter
(55 Jahre) dürfte
einen durchschnittlichen Arbeitgeber davon abhalten, die mit
seiner
Beschäftigung verbundenen Risiken w
ie krankheitsbedingte Ausfälle
bei progredienter Krankheitsentwicklung, berufliche Unerfahrenheit sowie alters-,
b
ildungs- wie krankheitsbedingt geringe Anpassungsfähigkeit einzugehen, zu
ma
l behindertengerechte Arbeitsplätze von Behinderten in jungem und mittlerem
Alter ebenfalls
stark
nachgefragt
werden (Urteile des Bundesgerichts 9C_954/2012
vom 10. Mai 2013
und
9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 3.2.1
).
Ist damit die Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, liegt eine vollständige Invalidität im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG vor.
6.
Zusammenfassend hat die Verwaltung einen
ganzen
Rentenanspruch zu Un
recht verneint, weshalb die Beschwerde gutzuheissen ist
mit der Feststellung,
dass
dem Be
schwerdeführer ab
1.
September 2014
eine ganze Invalidenrente zu
steht
.
7.
7.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Unter Berücksichtigung der massgeblichen Krite
rien erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. 1
'
700.-- (inkl.
Baraus
lagen
und
MWSt
) a
l
s angemessen.