# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2cfa1851-21f4-44c8-ba89-163f67e5994a
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2002
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. A. Die Universität Zürich stellte A durch Verfügung ab 1. September 2000 als Assistentin des X-Instituts (XI), Lehrstuhl Prof. C, mit einem Beschäftigungsgrad von 50 % sowie unter Einreihung in Lohnklasse (Kl.) Y und daselbst – wie seinerzeit üblich – in Erfahrungsstufe (ES) 0 an (vgl. auch §§ 9 Abs. 1, 19, 21 Abs. 1 und 29 der Personalverordnung der Universität Zürich vom 5. November 1999 [PVUZ, LS 415.21]). Dieses Arbeitsverhältnis endete offenbar am 31. August 2002.
Unterm 17. Juli 2001 hatte die Universität ihre Dekane sowie die Instituts- und SeminardirektorInnen angehalten, ab Anfang des laufenden Monats neu eintretende Assistierende nicht mehr in ES 0, sondern ES 1 einzuordnen, wobei Praxisjahre zu 50 % Anrechnung fänden; ab 1. Januar 2001 und mit ES 0 angestellte Assistierende würden per 1. Oktober 2001 ausnahmsweise um eine Stufe angehoben (vgl. auch §§ 8 ff. und 31 Abs. 4 des Gesetzes über die Universität Zürich vom 15. März 1998 [UniversitätsG, LS 415.11]; §§ 24, 56 Abs. 4 und 82 Abs. 3 Ziff. 1 der Universitätsordnung der Universität Zürich vom 4. Dezember 1998 [UniversitätsO, LS 415.111]; §§ 3, 4 und 5 Abs. 1 PVUZ; § 12 Abs. 1 und 4 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 [VVPG, LS 177.111]).
Und einen Beschluss der Zürcher Regierungsrats zu Gunsten des kantonalen Personals für die Universität nachvollziehend, wurde unter anderem den vor dem 1. Januar 2001 eingetretenen und in einer Mitarbeiter-Beurteilung mit mindestens "gut" qualifizierten Assistierenden der ES 0-7 per 1. Oktober 2001 ein Stufenanstieg gewährt. A erfüllte auch die zweite Bedingung (vgl. auch § 37 Abs. 1 PVUZ).
B. A, die sich Letzterem entsprechend ab Oktober 2001 in ES 1 befand, erkundigte sich am 29. jenes Monats schriftlich, wie sich die generelle Anhebung von Anfangslöhnen der Assistierenden auf ihr Salär auswirke; zugleich ersuchte sie um wiedererwägungsweise Neueinstufung unter angemessener Berücksichtigung ihrer Vorerfahrung.
Mit Verfügung vom 23. November 2001 liess das XI A wissen, sie bleibe vom höheren Anfangsgehalt der neu angestellten Assistierenden unberührt; auf das Wiedererwägungsgesuch wurde nicht eingetreten.
Die Universität eröffnete A unterm 18. Dezember 2001, am 29. November 2001 sei entschieden worden, die während der Monate Juli bis September 2001 in den Kl. Z oder Y und dort in ES 0 eingeteilten Assistierenden erhielten für diese Zeit eine Lohnnachzahlung entsprechend der Differenz der jeweiligen ES 0 und 1.
II. A rekurrierte am 24. Dezember 2001 gegen die Verfügung des XI vom 23. November 2001 und beantragte, es sei zum einen ihr der ordentliche Erfahrungsstufen-Aufstieg per 1. Oktober 2001 zu gewähren, unter Nachzahlung der bisher aufgelaufenen Lohndifferenz inklusive Verzugszins, zum andern auf ihr Wiedererwägungsgesuch einzutreten und dieses gutzuheissen, wobei sie für Letzteres eine indirekte Diskriminierung im Sinn von Art. 3 Abs. 1 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. März 1995 (GlG, SR 151.1) geltend machte.
Im Rahmen der eingeholten Vernehmlassungen betonte die Universität, auf das Wiedererwägungsgesuch aus den in der Verfügung des XI vom 23. November 2001 erwähnten Gründen nicht einzutreten.
Mit am 19. Juli 2002 zugestelltem Beschluss vom 11. des nämlichen Monats wies die Rekurskommission der Universität Zürich das Rechtsmittel "betreffend Stufenaufstieg sowie Nichteintretensentscheid auf das Wiedererwägungsgesuch" ab (Dispositiv-Ziffer I); in Dispositiv-Ziffer II trat sie auf das Wiedererwägungsgesuch mangels Zuständigkeit nicht ein und verzichtete auf dessen Weiterleitung "an die Vorinstanz ..., da diese im Rahmen der Vernehmlassung ... Nichteintreten entschieden hat" (§ 46 Abs. 1 f. UniversitätsG).
III. A gelangte am Montag, 19. August 2002 mit Beschwerde und folgendem Rechtsbegehren ans Verwaltungsgericht:
"1. Es sei Ziff. I des Beschlusses der Rekurskommission der Universität vom 11. Juli 2002... in dem Sinne teilweise aufzuheben, dass der Beschwerdeführerin der ordentliche Erfahrungsstufenaufstieg per 1. Oktober 2001 gewährt wird.
2. Entsprechend sei, sofern das Verwaltungsgericht die Sache als spruchreif erachtet, der Beschwerdeführerin die vom 1. Oktober 2001 bis 31. August 2002 aufgelaufene Lohndifferenz zwischen der Lohnklasse Y Erfahrungsstufe 1 und Erfahrungsstufe 2 mit Zinsen auszubezahlen und die entsprechenden Sozialabgaben darauf zu leisten.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse.
Eventualantrag
1. Sollte das Verwaltungsgericht wider Erwarten zum Schluss kommen, dass vorerst ein Rekurs beim Regierungsrat geführt werden müsse, sei diese Beschwerdeschrift gemäss § 5 Abs. 2 VRG [Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959, LS 175.2] an diesen weiterzuleiten und als fristgerechte Eingabe anzuerkennen."
Mit Eingabe vom 17. September 2002 verzichtete das XI – als verfügende Erstinstanz vertritt es die Universität, die Beschwerdegegnerin ist (vgl. Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 58 N. 4, wonach das Gemeinwesen diese Rolle bei wie hier finanziellen Streitigkeiten einnimmt, und § 1 Abs. 1 UniversitätsG, welcher der Universität eigene Rechtspersönlichkeit verleiht) – ausdrücklich auf Beschwerdeantwort; demgegenüber schloss die universitäre Rekurskommission in ihrer Vernehmlassung vom 25./26. September 2002, es sei auf das Rechtsmittel nicht einzutreten, eventualiter sei es abzuweisen.

## Considerations

Die Kammer zieht in Erwägung:
1. Was die Beschwerde erstrebt, macht weniger als Fr. 1'300.- aus (vgl. Anhang 2 VVPG). Eine Beschwerde mit solchem Streitwert fiele kraft § 38 Abs. 2 VRG eigentlich in einzelrichterliche Zuständigkeit. Da jedoch zumindest das Eintreten eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung aufwirft, entscheidet hier im Sinn von § 38 Abs. 3 Satz 1 VRG eine Kammer.
2. a) Die Eintretensvoraussetzungen erscheinen – mit Ausnahme eines sogleich aufzugreifenden, laut § 80c in Verbindung mit §§ 70 und 5 Abs. 1 VRG schon vom Amts wegen zu prüfenden Zuständigkeitsproblems – ohne weiteres als erfüllt. Insbesondere ist die 30-tägige Rechtsmittelfrist hinsichtlich des angefochtenen Entscheids vom 11. Juli 2002 auch deshalb gewahrt (vgl. allgemein § 80c in Verbindung mit §§ 53, 70 und 11 VRG), weil sie wegen der vom 10. Juli bis 20. August 2002 dauernden Gerichtsferien bei Erhebung der Beschwerde am 19. August 2002 noch gar nicht zu laufen angefangen hatte (§ 71 VRG in Verbindung mit § 140 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 [LS 211.1]).
b) Entscheide der universitären Rekurskommission – ausser solche über das Ergebnis von Prüfungen und Promotionen, die endgültig sind, worum es sich hier indes nicht dreht – lassen sich nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes an das Verwaltungsgericht ziehen (§ 46 Abs. 5 f. UniversitätsG). Bliebe dieser Weg verschlossen, käme übrigens keine Weiterleitung gemäss beschwerdeführerischem Eventualantrag in Betracht; denn die Vorinstanz erscheint nicht als eine den Direktionen gleich gestellte Kommission im Sinn von § 19b Abs. 1 VRG, so dass es alsdann an einem ordentlichen Rechtsmittel gebräche (VGr, 9. und 28. Juni 2000, VB.2000.00185+212, je E. 3, mit Hinweis auf Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, Rz. 2987 ff.).