# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0d64e7ca-2135-43ae-ad6b-736751f0631d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1976, machte eine Lehre als Polygraf und schl
oss diese 1999 ab (vgl.
Urk.
8
/7).
Ab 2001 klagte er über Tagesschläfrigkeit und Müdigkeit. Im August 2004 wurde eine Narkolepsie diagnostiziert (
Urk.
8/14/3+6).
Ab
1.
Februar 2005
hatte er
bei
der
Y._
eine Stelle
als Moderator
inne
;
d
iese wurde
per 3
0.
Juni 2008 gekündigt (
Urk.
8/
13). Danach bezog er Arbeitslosen
entschädigung
(
Urk.
8/64).
Im Januar 2009 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen) an (
Urk.
8/7).
Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärung
en;
unter anderem
liess sie den Versicherten psychiatrisch begutach
ten
(Gutachten vom 1
3.
Oktober 2010,
Urk.
8/38;
Urk.
8
/13, 8/14, 8/20,
8/24). Im Mär
z 2011 fand
eine dreiwöchige
Abklärung in der
Beruflichen
Abklä
ru
ngsstelle
(BEFAS)
Z._
statt
(
Urk.
8/68-69). Vom
6.
Juni bis
5.
Dezember 2011
erfolgte ein Arbeitstraining in der BEFAS
A._
(
Urk.
8/
85+87-88). Am 3
1.
Dezember 2012 gewährte
die IV-Stelle
dem Versi
cherten
Kostengutsprache für eine Umschulungsvorbereitung im
Gärtnereibe
reich
in der BEFAS
A._
vom
1.
Februar bis 3
1.
Juli 2012 (
Urk.
8/93-94).
Aufgrund seiner
unregelmässigen Präsenz wurde
die
Massnahme am 1
0.
April 2012 frühzeiti
g abgebrochen (
Urk.
8/106
). Daraufhin
veranlasste die
IV-Stelle
eine dreiwöchige berufliche Abklärung in der
B._
(
Urk.
8/111-112, 8/117).
Gestützt auf den Austrittsbericht schloss die IV-Stelle
die
beruflichen Massnahmen
wegen fehlender Erfolgsaussichten
mit Mitteilung vom 3
0.
Oktober 2012 ab (
Urk.
8/121).
In ihrem Auftrag wurde der Versicherte sodann am 1
0.
und
1
3.
Juni 2013 durch
die MEDAS
C._
polydisziplinär begutachtet (
Urk.
8/142). Nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
7.
Juni 2014
den
Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (
Urk.
2, 8/150, 8/169).
2.
Dagegen liess
X._
am
9.
August 2014 Beschwerde erheben und beantragen, ihm sei mit Wirkung ab
1.
Juli 2009 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Rechts
pflege (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
September 2014 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), wovon dem Beschwerde
führer Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak-ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuch-tet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abgewichen werden, ohne dass diese ihren Beweiswert verlöre (SVR 2015 IV Nr. 16 S. 45 E. 2.3 [9C_662/2013];
Bundesge-richtsurteil
e
9C_3/2015 vom 2
0.
Mai 2015 E. 3.3.2
und 9C_106/2015 vom 1. April 2015 E. 6.3 mit Hinweis auf BGE 140 V 193 E. 3.1 und 3.2
).
1.5
Im Prozess um Zusprechung oder Verweigerung von
Sozial
versicherungs
leistun
gen
holt das kantonale Sozialversicherungsgericht als
Beschwerdeinstanz in der Regel ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie im Rahmen der
Beweis
würdi
gung
zum Schluss kommt, ein bereits erhobener medizinischer Sachverhalt müsse (insgesamt oder in wesentlichen Teilen) noch gutachtlich geklärt werden oder eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn es darum geht, zu einer bisher vollständig ungeklärten Frage ein Gutach
ten einzuholen. Ebenso steht e
s dem Versicherungsgericht (beziehungs
weise
dem Bundesverwaltungsgericht) frei, eine Sache zurückzu
weisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gut
achter
li
chen Ausführun
gen erforderlich ist
(BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4
).
2.
2.1
Die IV-Stelle hielt in der angefochtenen
leistungsabweisenden
Verfügung fest, dem Beschwerdeführer
sei die Ausübung der angestammten Tätigkeit
als Poly
graf nicht mehr möglich. Indessen
sei
ihm
eine angepasste Tätigkeit in einem 100
%
-Pensum zumutbar. Die im
C._
-Gutachten attestierte Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
sei nicht nachvollziehbar. Als leidensangepasste Tätigkeit habe auch die zuletzt ausg
eübte Tätigkeit als Mode
rator
zu gelten. Der auf dieser Basis vorzu
nehmende
Einkommensver
gleich
ergebe einen rentenausschliessenden
Invalidi
täts
grad
von 16
%
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer macht
demgegenüber
geltend,
zwar werde im
C._
Gut
achten die Restarbeitsfähigkeit auf 50
%
geschätzt. Gleichzeitig
aber
werde aus
geführt, dass a
ufgrund seines jungen Alters
derzeit noch keine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werde
und
sich
ein nochmaliger
Versuch einer beruf
liche
n Rehabilitation
lohnen würde
. Aus dies
er Formulierung
sei zu
schliessen, dass die
C._
-Gutachter eigentlich von einer vollen Arbeitsu
n
fähig
keit ausgingen
. Doch selbst bei Annahme einer
Restarbeits
f
ähigkeit
von 50
%
resultier
t
e der
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Denn es gehe nicht an, die Tätigkeit als Moderator als leidensangepasste Tätigkeit zu qualifizieren. Die Stelle bei
Y._
habe er erhalten, weil sein Vater damals der dortige Geschäftsführer gewesen sei. Er habe jedoch keineswegs die geforderte Leistung erbringen können. Als angepasste Tätigkeit komme daher lediglich eine
Hilfs
ar
beit
in Frage. Dies führe, unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 20
%
, zu einem zu einer ganzen Rente berechtigenden
Invaliditäts
grad
von 72
%
(
Urk.
1).
3.
3.1
Die Ärzte des
Schlafzentrums
D._
, welche den Beschwerde
führer seit Juli 2004 behandelten, hielten im Bericht vom
7.
Apri
l
2008 (vgl.
Urk.
8/14/2) fest,
der Beschwerdeführer leide an einer Tagesschläfrigkeit infolge Narkolepsie
ohne Kataplexie
. Bei regelmässigen
Tagesnickerchen
und kon
trollierter Einnahme von Ritalin sei er in einer
abwechslungsreichen Tätigkeit im Umfang von
80 bis 100
%
arbeitsfähig. Die Einschränkung der Arbeitsfähig
keit sei vor allem
auf die mangelhafte Selbstorganisation und die
Neigung zu Alkohol-
und Substanzmissbrauch zurückzuführen.
Bei adäquat
er Therapie wäre die Narkolepsie
weitgehend
kontrollierbar. Das Problem sei also vorwiegend psychischer Natur (Unstetigkeit, mangelnde Selbstorganisation und Disziplin) und weniger auf die Narkolepsie zurückzuführen (
Urk.
8/14/2-4).
3.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Gutachten vom 1
3.
Oktober 2010 eine Persönlichkeit mit akzentuierten Zügen (ICD
-10
Z73.1).
Er erklärte, es finde sich keine psychoorganische Stö
rung, die die Symptomatik des Beschwerdeführers erkläre.
Nach Wahr
nehmung des Beschwerdeführers sei die berufliche Integration durch die Narkolepsie gefährdet.
Diese sei aber bei Weitem nicht für die bestehende Störung verant
wortlich.
Untersuchungen im
D._
hätten
ergeben, dass
bei adäquatem Selbstmanagement
eine Arbeitsfähigkeit von 80
bis 100
%
mög
lich sei.
Aus psychiatrischer, neuropsychologischer und
s
o
mno
lo
gischer
Sicht sei die Arbeitsfähigkeit vor allem durch die mangelnde
Selbst
organisation
ein
geschränkt. Früher sei die Einschränkung auch durch den Alkohol- und
Sub
stanzmissbrauch
begründet gewesen. Doch ein solcher liege nicht mehr vor.
Die Probleme des Beschwerdeführers resultierten aus den akzentu
ierten
Persönlich
keitszügen
beziehungsweise
einer allfälligen Persönlichkeitsstörung. Im Rahmen der Begutachtung hätten sich beim zurückhaltenden bis bagatellisierenden
Beschwerdeführer narzisstische bis passiv-aggressive Aspekte angedeutet. Eine Persönlichkeitsstörung habe sich aber aufgrund der vorliegenden Befundlage nicht diagnostizieren lassen.
Eine abschliessende Beurteilung sei jedoch nicht möglich, da hierzu
eine weitergehende Kooperation
des Besc
hwerdeführers erforderlich wäre
.
Die Arbeitsfähigkeit sc
hätzte
Dr.
E._
auf 90
%
(
Urk.
8/38/13-15).
3.3
Im Bericht der
BEFAS
Z._
vom
8.
April 2011 wurde ausgeführt, der Beschwer
deführer könne im Freien für abwechselnde Arbeiten zu 80
%
eingesetzt wer
den.
Er
weise eine
unreife und emotional unstabile
Persönlichkeit
auf
. Dies manifestiere sich im
Arbeitsverhalten durch
Mängel in der Konstanz, Zuverläs
sigkeit und Ausdauer sowie in einer massiven
Selbstüberschätzung
.
Dadurch werde die Eingliederbarkeit in den ersten Arbeitsmarkt stark beeinträchtigt.
Der Beschwerdeführer selber führe die Schwierigkeiten in seinem Leben auf die Fol
gen der Narkolepsie zurück. Damit habe er ein Alibi für jegliches Scheitern. Die Probleme aufgrund seiner Persönlichkeit scheine er nicht wahrzunehmen. Die Abklärung habe gezeigt, dass er sich nicht zu einer regelmässigen Arbeitsleis
tung und Präsenz durchringen könne. Seine Arbeitshaltung sei locker und unverbindlich gewesen. Persönliche Interessen und momentane Ereignisse hätten zu eigenmächtigen Absenzen geführt. Dieses Verhalten habe mit der Narkolepsie nichts zu tun
. Im Vordergrund stehe die akzentuierte Persönlichkeit, die hart an der Grenze zur Persönlichkeitsstörung liege. Dazu komme eine Ver
wöhntheit und ein inadäquat gehobener Lebensstil, die es dem Beschwerde
führer schwer machen würden, eine regelmässige Präsenz einzuhalten
(
Urk.
8/68/1+10
-11
).
3.4
Die BEFAS
A._
hielt
im Bericht vom
7.
Mai 2012
fest
,
die Einführung des Beschwerdeführers habe sich wegen seine
r
Fehlzeiten schwierig gestaltet.
Auf
grund der ungenügenden Präsenz sei das Arbeitstraining schliesslich abgebro
chen worden.
Ansonsten sei
di
e geringe Aufmerksamkeitsspanne und Konzen
trationsfähigkeit sowie hohe
Ablenkbarkeit aufgefallen (
Urk.
8/106).
3.5
Im Bericht der
B._
vom 1
2.
Oktober 2012
über die
dort
absolvierte
Arbe
its
thera
pie wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer habe an fünf von zwanzig Tagen teilgenommen. Seine Absenzen habe er jeweils entschuldigt. Hierzu habe er in der vorangehenden Nacht eine Nachricht auf der
Combox
hinterlassen und M
ails gesendet. An den Tagen, an welchen er am Programm teilgenommen habe,
sei
er
stark übermüdet gewesen
.
Der fehlende Einfluss auf die Steuerung des Tages- und Nacht
r
hy
thmus und die andauernde Müdigkeit würden den Beschwerdeführer ausserordentlich belasten. Aufgrund dieser mas
siven Ein
schränkung sei er nicht arbeitsfähig. Trotz erkennbarer Motivation schaffe er es
nicht, regelmässig und pünktlich an geplanten Ver
anstaltungen teilzu
nehmen. Im Rahmen der Partizipation
zeige er nur eine kurze
Konzentra
tions
spanne
und wirke dann aufgrund seiner Bewältigungsstrategien im Ver
halten unangepasst (
Urk.
8/117).
3.6
PD
Dr.
med.
F._
, L
eitender Arzt im
G._
, welcher den Beschwerdeführer seit April 2009 betreut, hielt im Bericht vom 2
1.
Dezember 2012 fest, dass der Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
- welche er im Bericht vom 1
5.
Dezember 2011 noch postuliert hatte (
Urk.
8/91) - offensichtlich nicht realisieren könne. Eine
Besserung der Nar
kolepsie
sei nicht zu erwarten
. Er empfehle daher eine vollständige Berentung (
Urk.
8/123).
3.7
Im
C._
-Gutachten vom
5.
November 2013
wurden -
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - eine monosymptomatis
che Narkolepsie ohne Kataplexie
und eine narzisstisch-neurotische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.80) diagnosti
ziert. Aus internistischer Sicht wurde eine Adipositas (BMI 30) festgestellt, der aber keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen wurde.
Im neu
rologischen Teilgutachten
wurde
zunächst festgehalten, dass eine
persönliche Untersuchung
durch den
Neurologen
nicht erfolgt sei
, da
der Beschwerdeführer
dreimal zur vereinbarten neurologischen Teilbegutachtung
unentschuldigt nicht ers
chie
nen sei. Weiter wurde
ausgeführt
, dass die Erfahrung bei der
Behandlung der Narkolepsie zeig
e, dass betroffene Patienten von medikamentösen Mass
nahmen profitier
t
en und Ritalin das Medikament der ersten Wahl da
rstelle. Im Weiteren sei
eine sehr gute Organisation des Alltages notwendig. Dabei müssten die betroffenen Personen regelmässig nächtliche Ruhezeiten einhalten und tagsüber ausre
i
chend Pausen mit Kurzschlafgelegenheiten einlegen. In Überein
stimmung mit dem Bericht des
D._
vom
April 2009 könne festges
tellt werden, dass
bei betroffenen Personen mit Nar
kolepsie bei regelmässigen
Tagesnickerchen
und kontrollierter Einnahme von Ritalin in einer abwechslungsweisen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80
bis 100
%
erreicht werden könne.
D
ie Angaben des
Schlafzentrums
D._
seien gut nach
vollziehbar. Es sei daher davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer aus schlafmedizinischer Sicht eine angepasste Tätigkeit zu mindestens 80
%
zumut
bar sei (
Urk.
8/142/33).
Im neuropsychologischen Teilgutachten
wurde festge
halten, dass der Beschwerdeführer in den durchgeführten Tests gute und meist überdurchschnittliche Resultate gezeigt habe (
Urk.
8/142/34).
Dem psychiatrischen Teilgutachten ist zu entnehmen, dass der Beschwerde
führer im Rahmen der Exploration
eine erhebliche Tendenz zeigte
,
das Scheitern der bisherigen beruflichen Massnahmen ausschliesslich Dritten anzu
lasten, ohne auch nur ansatzweise ein eigenes Fehlverhalten in Betracht zu ziehen. Er
scheine auch die durch die Narkolepsie verursachte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erheblich zu überschätzen. Er blende sein Unvermögen, sich adäquat selbst zu organisieren und sich an ärztliche Weisungen bezüglich der Narkolepsie zu halten, weitgehend aus. Daneben zeige er
gewisse
Ideali
sierungstendenzen
was seine Herkunftsfamilie betreffe und scheine seine eige
nen Defizite zu unterschätzen
. Dieses Verhalten
sei einer narzisstisch-neuroti
schen Persönlichkeitsstörung zuzusc
hreiben.
Differentialdiagnostisch sei auch an akzentuierte neurotisch
-narzisstische Persönlichkeitszü
ge zu denken. Aller
dings seien die auffälligen Verhaltensweisen doch sehr ausgeprägt und hätten wesentlich zum Scheitern der bisherigen beruflichen Massnahmen beigetragen. Fü
r eine
Persönlichkeitsstörung
spreche
auch der Umstand, dass der
Beschwer
deführer sein an und für sich gutes intellektuelles Potential nur teilweise zu nutzen vermöge sowie sein grossspuriges Verhalten anlässlich der Abklärung
in der BEFAS
Z._
. Der Beschwerdeführer tendiere
, wie sich in der Vergangenheit gezeigt habe,
dazu,
bei Schwierigkeiten und psychischen Belastungen in Rich
tung Depression im Sinne einer rezidivierenden depressiven Störung zu
exazer
bieren
.
Zur Zeit
hinterlasse der Beschwerdeführer
indessen
keinen depressiven Eindruck, so dass von einer weitgehenden Remission auszugehen sei.
Ebenso
bestehe der früher eine Zeit lang betriebene schädliche
Gebrauch von Alkohol und Kokain
nicht
mehr.
Aufgrund der Persönlichkeits
störung sei er
in der psy
chischen Belastbarkeit und damit in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Er sei nicht in der Lage, sich an Regeln und Vorgaben zu halten, erweise sich als wenig frust
r
ationstolerant und versuche
,
sei
n
eher geringes Selbstwertgefühl durch grossspuriges Verhalten zu kompensieren. Der bisherige Verlauf habe gezeigt, dass berufliche Massnahmen mit dem Ziel einer Arbeitsfähigkeit von 80
bis 90
%
infolge Überforderung gescheitert seien
(
Urk.
8/142/
23
-24
+
34)
.
In der Gesamtbeurteilung
wurde im Gutachten ausgeführt
, unter Berücksichti
gung der somatisch
en und psychiatrischen Aspekte
sei der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als Polygraf zu 100
%
arbeitsunfähig.
Bei dieser Tätigkeit handle es sich um eine Bildschirmtätigkeit
. A
ufgrund der Narkolepsie
sei sie
nicht zumutbar.
Hingegen bestehe
für
d
ie Tätigkeit als
Moderator, wie sie der Beschwerdeführer bei
Y._
ausgeübt habe, keine relevante Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit, da sie den narzisstischen Zügen des Versicherten sehr entgegen komme. In anderen Verweistätigkeiten betrage die Arbeitsfähigkeit 50
%
. Diese sollte
n
abwechslungsreich sein und es dem Beschwerdeführer ermöglichen, sich ein bis zwei Mal pro Tag während der Arbeitszeit für eine 20
minütige Pause zurückzuziehen.
Ergänzend fügten die Gutachter an, dass sie dem Beschwerdeführer aufgrund des jungen Alters derzeit keine 100%ige Arbeits
unfähigkeit attestieren wollten; s
ie seien der Meinung, dass ein nochma
liger Versuch einer berufliche
n Rehab
ilitation sich lo
hnen würde
.
Eine Beren
tung von 100
%
wie von PD
Dr.
F._
vorgeschlagen
sei problematisch, weil dann zu befürchten sei, dass der noch jugendliche Beschwerdeführer sehr schnell den „
point
of
no
return
“ erreiche. Ein Einsatz in
einem Pensum von 50
%
würde im Übrigen
den Vorteil mit sich bringen, dass der Beschwerde
führer die Arbeitsstunden in den Nachmittag legen könnte, so dass das Problem des Zuspätkommens etwas in den Hintergrund treten würde.
Ab wann diese Einschätzung zu gelten habe, könne aufgrund der Anamnese sowie der Akten nicht
exakt angegeben werden, weshalb
(
etwas arbiträr
)
auf den Zeitpunkt
de
r Abklärung in der BEFAS
Z._
(April 2011) abgestellt werde
(
Urk.
8/142/35
-36, 8/145
).
4.
4.1
Da
die gesundheitliche Prob
lematik des Beschwerdeführers
mehrere medizini
sche Fachgebiete beschlägt
und der medizinische Sachverhalt
sich
trotz der bereits getätigten Abklärungen als unklar erwies, wurde
von der IV-Stelle
bei der MEDAS
C._
das polydisziplinäre Gutachten eingeholt.
Darin wird
in
diagnostischer Hinsicht von einer monosymptomatischen Narkolepsie ohne Kataplexie sowie
einer narzisstisch-neurotischen
Persönlichkeitsstörung aus
gegangen
, welche die Arbeitsfähigkeit einschränk
t
en. Na
ch
Einschätzung
der Gutachter
wü
rde
sich
die Narkolepsie als solche
bei einem adäquaten Selbstmanagement nicht gravierend auswirken. Aufgrun
d der Persönlichkeitsstörung sei
der Beschwerdeführer dazu jedoch nicht in der Lage.
4.2
Die Diagnose einer
narzisstisch-neurotischen
Persönlichkeitsstörung
(ICD-10 F60.80)
wird
mit
Hinweis auf das Verhalten des Beschwerdeführers begründet. So wird ausgeführt, der Beschwerdeführer ze
ige eine erhebliche Tendenz, da
s Sch
eitern der beruflichen Massnahmen Dritten anzulasten, ohne auch nur ansatzweise ein eigenes Fehlverhalten in Betracht zu ziehen. Er scheine die Ein
schränkungen aufgrund der Narko
lepsie zu unterschätzen und blende sein Unvermögen, sich adäquat selbst zu organisieren und sich an die ärztlichen Weisungen zu halten, weitgehend aus. Daneben weise er gewisse
Ideali
sierungstendenzen
auf und scheine seine eigenen Defizite zu unterschätzen (
Urk.
8/142/24+34
). Indessen fehlt
im
C._
-Gutachten
eine
für den Rechtsanwender
nachvollziehbare, sich an den massgeblichen
klassifikatorischen
Vorgaben de
r
ICD-10 orientierte Begründung
(vgl. dazu etwa Bundesgerichtsurteil 9C_785/2015 vom 1
9.
Januar 2016)
.
Eine konkrete Bezugnahme
auf die einzelnen Merkmale
, wel
che gemäss ICD-10 F60.80 für die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstö
rung vorausgesetzt werden,
findet nicht statt. Im Weiteren
wird der Persönlichkeitsstörun
g in Bezug auf die
Leis
tungsfähigkeit
erst
ab April 2011 Relevanz beigemessen (
Urk.
8/142/37).
Persönlichkeitsstörungen
beginnen indes bereits in der Ki
ndheit oder Adoleszenz (
Dilling
/
Mambour
/Schmidt,
Interna
tionale
Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V(F): Klinisch diagnostische L
eitlinien,
9.
Aufl. 2014, S. 274). Auch hierzu finden sich im
C._
-Gutachten keine Erläuterungen
.
4.3
Dr.
E._
hatte im Gutachten vom 1
3.
O
ktober 2010 die Kriterien
einer Persön
lichkeit mit akzentuierten Zügen (ICD-10 Z73.1) als erfül
lt erachtet (
Urk.
8/38/12). Diese
Z-
Diagnose führten die
C._
-Gutachter als Differenti
aldi
agnose auf (
Urk.
8/142/32). Im Bericht der BEFAS
Z._
wurde aufgrund des vom Beschwerdeführers während der Abklärung gezeigten Verhaltens ebenfalls von einer akzentuierten Persönlichkeit,
allerdings
hart an der Grenze zur
Per
sönlichkeitsstörung
, ausgegangen (
Urk.
8/68/11). Eine lege
artis
gestellte Diag
nose
- die
nur aber immerhin
Voraussetzung für eine Anspruchsberechtigung
ist
, während der Leistungsanspruch gegenü
ber der Invalidenversicherung
von de
n
funktionellen Auswirkungen der Beeinträchtigung auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit (BGE 141 V 281 E. 2.1 und 2.1.2)
abhängt -
ist vorliegend umso mehr von Bedeutung, als rechtsprechungsgemäss Diagnosen mit Z-Ko
dierungen
, wie etwa
narzisstisch-neurotisc
he Persönlichkeitszüge (ICD-10
Z73.1)
,
keinen rechtserhebliche
n
Gesundheitsschaden begründen; d
azu bedarf
es zumindest einer Persönlichkeitsstörung (
vgl.
Bundesgerichtsurteil 8C_880/2015 vom 3
0.
März 2016 E. 4.2.5).
Entsprechend wird
die Vorinstanz bei der MEDAS
C._
eine Klarstellung
beziehungsweise
Ergänzung der
gutachterlichen Ausführungen
veranlassen
.
5.
5.1
Im
C._
-Gutachten wird
dem Beschwerdeführer für die Tätigkeit als Polygraf eine vollständige Arbeitsfähigkeit attestiert. Die
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
wird
auf 50
%
geschätzt. Lediglich für die Tätigkeit als Mo
derator
, wie sie der Beschwerdef
ührer bei
Y._
inne
hatte
, wird eine Einschränkung verneint (
Urk.
8/142/35, 8/145). Was die Tätigkeit als Moderator bei
Y._
anbelangt,
schienen
die
C._
Gutachter die konkreten Umstände zu verkennen beziehungsweise sie w
i
esen selber darauf hin, dass ihnen nähere Details dazu nicht bekannt seien (
Urk.
8/145). Erhalten und behalten hatte der
Beschwerdeführer diese Anstel
l
ung nur, weil sein Vater
damals noch alleiniger Ges
chäfts
führer der
Y._
war. Bereits kurz nachdem sein Vater als Geschäftsführer abgelöst worden war, wurde dem Beschwerdeführer gekündigt. Aufgrund seiner mangelhaften Arbeitsleistung, insbesondere wegen seiner häu
figen Absenzen, stand gar die Rückforderung von Arbeitslohn im Raum (
Urk.
1 S. 6,
Urk.
3/3-4). Zwar ma
g [die Tätigkeit als Moderator
]
den narzisstischen Zügen des Beschwerdeführers
in gewisser Weise
entgegenkommen. Gleichzeitig verlangt eine solche Tätigkeit zwingend die Einhaltung der vereinbarten Ter
mine, wozu der Beschwerdeführer
offenbar
nicht oder nur bedingt fähig ist. In den Akten wird zudem wiederholt auf den unentwegten Redefluss, das häufige Gähnen und das grossspurige Verhalten des Beschwerdeführers hingewiesen (
Urk.
8/68/10+12, 8/142/14+21).
Unter
den
gegebenen
Umst
ä
nden kann dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Moderator
- entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin -
nicht als leidensangepasste Tätigkeit angerechnet wer
den.
5.2
Die Arbeitsfähigkeit von 50
%
in ein
er Verweistätigkeit wird
im
C._
Gut
achten damit begründet, dass der Beschwerdeführer
aufgrund d
er
Persönlich
keitsstörung
in Kombination mit der Narkolepsie
in seiner psychi
schen Belast
barkeit und damit in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Der bisherige Verlauf habe gezeigt, dass
die auf ein Arbeitspensum von 80 bis 90
%
abzielenden Wiedereingliederungsbemühungen gescheitert seien, da sie für den Beschwerdeführer offenbar eine Überforderung bedeuteten (
Urk.
8/142/24+34).
Zuvor
war dem Beschwerdeführer aus fachärztlicher Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80 bis 100
%
attestiert
worden (
Urk.
8/14/2-4, 8/38/15). Auch die BEFAS
Z._
war
gestützt auf die Erkenntnisse der arbeitspraktischen Abklärung
von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
ausgegangen
, wobei sie die Einschränkung überwiegend auf di
e Präsenzzeit bezog (
Urk.
8/68/11
).
Vor diesem Hintergrund stellt der Verweis darauf, dass ein Arbeitspensum von 80
%
„offenb
ar eine Überforderung“ bedeute
, keine hinreichende Erklärung für die attestierte Arbeitsfähigkeit dar, geht es doch gerade darum
,
gutachterlich
darzulegen, ob
beziehungsweise inwieweit
die mangelnde Leistungsfähigkeit auf ein
(
bewusst
seinsnahes
)
vom Beschwerdeführer steuerbares Verhalten oder eben auf ein
Krank
heitsgeschehen
zurückzuführen ist. Die
C._
-Gutachter werden somit klarstellen müssen, ob und gegebenenfalls weshalb es dem Beschwerdeführer bei hinreichender Motivation
und Eigenanstrengung
auch aus objektiv fach
ärztlicher Sicht leidensbedingt nicht möglich ist, zu mehr als 50
%
zu arbei
ten. Im Rahmen dieser Beurteilung
drängt
sich
-
im Sinne einer
Konsistenzprü
fung
-
auf, auch zu beachten
, wie es sich mit Einschränkungen im
Freizeitbe
reich
verhält.
5.3
Ausgehend von
einer
Arbeitsfähigkeit von 50
%
wird im
C._
-Gutachten fest
ge
halten, die Verweistätigkeit sollte abwechslungsreich sein und es dem Beschwerdeführer ermöglichen, sich ein bis zwei Mal pro Tag während der Arbeitszeit für eine 20-minütige Pause zurückzuziehen (
Urk.
8/142/35).
Diese Formulierung ist nicht eindeutig.
Auch für den Fall, dass die
C._
-Gutachter die bisherige
n
Angaben
bestätigen
sollten
, stellt sich die Frage, ob der Pausenbedarf im Rahmen der veranschlagten Arbeits
un
fähigkeit bereits berücksichtigt
ist oder nicht. Die
C._
-Gutachter werden diesen Punkt ebenfalls noch klarzustellen haben.
5.4
Klärungsbedarf besteht auch in Bezug auf die dem Beschwerdeführer
aus ärztli
cher Sicht
noch
offenstehenden
Verweistätigkeiten.
Zwar sind an die
Kon
kre
ti
sierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten
recht
spre
chungs
ge
mäss
keine übermässigen Anforderungen zu stellen (SVR 2008 IV N
r.
62 S. 203; Bundesgerichtsurteil 9C_168/2015 vom
1
3.
April 2016
E.
7.2
).
Im
Hinblick
auf die weiter vorzunehmenden
berufsberaterischen
Abklärungen (vgl. dazu nach
folgend E. 6) werden die
C._
-Gutachter
jedoch
näher auszuführen haben, bezüglich welcher Tätigkeiten der Beschwerdeführer aus
ärztlicher Sicht noch
arbeitsfähig ist.
6.
Der Beschwerdeführer verfügt über eine abgeschlosse
ne Lehre als Polygraf
. Nach wie vor beschäftig er sich im Rahmen seiner Freizeit mit Tätigkeiten aus seinem
erlernten
Beruf
;
unter anderem erledigt er polygraphische Arbeiten für seine Mutter (
Urk.
8/142/20). Darüber
hinaus
verfügt er
über Erfahrungen
auf
grund seiner Tätigkeit als Moderator
(
Urk.
8/13/8).
Er ist über
durchschnittlich intelligent
. I
n
den neuropsychologischen Test
s
zeigte er gute bis überdurch
schnittliche Resultate (
Urk.
8/142/26+30
, vgl. auch
Urk.
8/68/11
).
Er besitzt
wie die BEFAS-Abklärung gezeigt hat - ein gutes te
chnisches
Grundver
ständnis
und
hat
ein gutes mittel- bis feinmanuelles Geschick
(
Urk.
8/68/12). Es drängt sich daher auf, dass die Beschwerdegegnerin aus
berufsberaterischer
Sicht
(zur Aufgabenteilung zwischen
Medizinier
und Berufsberater vgl. etwa auch Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
Art.
28a N 222
und
N 236
mit Hinweisen)
nochmals prüft, welche Tätigkeiten dem Beschwerdeführer noch möglich sind
;
unter anderem auch,
ob er die doch viel
fältige Aus
bildung als Polygraf
in irgendeiner Form noch verwerten kann.
Hierzu wird die Beschwerdegegnerin
(
respektive ihr Berufsberater
oder eine von ihr beigezogene Fachstelle
)
allenfalls bei den
C._
-Gutachtern
nachzufragen haben, welche
Funk
tionen, die
für die im
Vordergrund stehenden
Arbeits
gele
genheiten
wesentlich sind, dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht
mög
lich
sind.
7.
Nach dem Gesagten ist die Sache
zwecks Klarstellung, Präzisierung und Ergän
zung des
C._
-Gutachtens sowie
zu weiteren
eigenen
Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Erst danach wird der Invaliditätsgrad zu
bemessen
sein. Aufgrund der Ausfüh
rungen der Parteien sind
indessen
bereit
s jetzt Anmerkungen
zum
Valideneinkommen
angezeigt
. Beide Parteien gehen d
avon aus, dass diesem
der Verdienst als Polygraf zu Grunde zu legen
ist
(
Urk.
1 S.
12
,
Urk.
2)
. Da der Beschwerdeführer zwar eine Lehre als Polygraf absolvierte, aber bereits kurz nach deren Abschluss die Narkolepsie auftrat und e
r deshalb nicht für längere Zeit
auf
dem erlernten
Beruf arbeitete, zog
die IV-Stelle
zur Bestim
mung des
Valideneinkommens
die Tabellenlöhne bei.
Diesem Vorgehen
ist bei
zupflichten.
Indessen kann der IV-Stelle
insoweit
nicht gefolgt werden,
als
sie auf
die
LSE
2010, Tabelle TA1,
Ziff.
01-96
respektive
Ziff.
58-63 (Information und Kommunikation)
, Anforderungsniveau 3, ab
stellte
(
Urk.
8/147).
Als e
in
schlägig
dürfte
sich
wohl
vielmehr
- unter dem Vorbehalt, dass die noch zu tätigen
den
Abklärungen
nicht
zu
einer anderen Sichtweise beziehungsweise zu einem
anderen Vorgehen führen -
, die Tabelle TA7
der LSE 2010
,
Ziff.
30 (Pla
nen, konstruieren, zeichnen, gestalten), Anfo
rderungsniveau 3
erweisen
(Median:
Fr.
6‘420.--
;
vgl. dazu
etwa
Bundesgerichtsurteil I 5/06 vom
1.
De
zember 2006 E. 3.2).
8.
Zusammenfassend
ergibt sich
, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist,
dass
die
Sache an
die Vorinstanz zurückzuweisen ist, damit diese Abklä
rungen im Sinne der vorstehenden Erwägungen
veranlasse und
tätige und her
nach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.
9
.
9
.1
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf
Fr.
700.-- festzule
gen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
9
.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als Obsiegen der
beschwer
deführenden
Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 mit Hinweisen).
Dem
anwaltlic
h ver
tretenen Beschwerdeführer
steht demnach
gestützt auf
Art.
61
lit
.
g ATSG und
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) eine Parteientschädigung zu. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
)
.
Rechtsanwältin Petra
Oehmke
machte mit Honorarnote vom 1
5.
April 2016 einen Aufwand von 20.40 Stunden und Barauslagen von
Fr.
66.50 entsprechend einem Honorar von
Fr.
4‘918.85 (inklusive Mehrwertsteuer) geltend
(
Urk.
11)
.
Das
ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit nicht angemessen. Soweit Rechtsanwältin
Oehmke
vorprozessuale Aufwendungen geltend macht, können diese von Vornherein nicht ihm Rahmen der für diesen Prozess zuz
u
sprechenden E
ntschädigung
vergütet werden. Berücksichtigt werden kann
dem
gegenüber
der Aufwand für die Redaktion der Beschwerdeschrift und das damit verbundene Aktenstudium von
insgesamt
10.1 Stunden (Aufwendungen
vo
m 06.08.14 bis 08.08.14
,
Urk.
11
). Im Übrigen
wird nur der vom anwaltlichen Vertreter
notwendig
geleistete Aufwand entschädigt
, indessen ohne die Rech
nungsstellung (
§
7
Abs.
1
der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Ent
schädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]
; vgl. auch
§
21 f.
der Ver
ordnung über die Anwaltsgebühren des Kantons Z
ürich [
AnwGebV
]
)
.
Vor diesem Hintergrund können insbesondere
die Aufwendungen im Zusam
menhang mit den Mails an den Vater des Beschwerdeführers nicht entschä
digt werden. D
eren Notwendigkeit
ist schon deshalb nicht ersichtlich, weil
diese Korrespondenz in Zeiten fiel, in denen das Gericht gar keine Anordnungen getroffen hatte. Hingegen kann der Aufwand für die Kenntnisnahme der Beschwerdeantwort (0.2 Stunden, Aufwand vom 1
7
.09.1
4
,
Urk.
11
), die telefo
nische Nachfrage beim Sozialversicherungsgericht nach dem Verfahrensstand
und die Weitergabe der entsprechenden Information an den Beschwerdeführer
(0.10 und 0.20 Stunden) sowie für das Studium des Urteils (0.30 Stunden) ent
schädigt werden. Zu berücks
ichtigen sind auch die in diesem
Zusammenhang angefallenen
Barauslagen. Folglich steht dem
Beschwerdeführer eine
Prozess
entschädigung
von
Fr.
2‘390.60
(
10.3 x
Fr.
200.-- [gerichtsüblicher
Stundenan
satz
bis 3
1.
Dezember 2014] + 0.
6 x
Fr.
220.-- [gerich
tsüblicher Stundenansatz
seit
1.
Januar 2015]
+
Fr.
21.50 Barauslagen zuzüglich 8
%
Mehrwertsteuer)
zu
.
9
.3
Das Gesuch des Beschwerdeführers
um unentgeltliche
Rechtspflege erweist sich somit
als gegenstandslos.