# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 72ce5831-556b-4344-8336-82e3c73f1988
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1958
geborene
X._
war
bis im Frühjahr 1997 vollzeitlich als
Gerüstemonteur
bei der
Y._
AG tätig (
Urk. 7
/3
/
1, Urk.
7
/60
/1
).
Am
27. August 1998 meldete er sich wegen
Rücken
be
schwerden
bei der Eidge
nössischen Invaliden
ver
siche
rung zum
Leistungs
bezug
an (Urk.
7
/2). Im Rah
men
eines Beschäftigungsprogrammes des Arbeits
amtes erledigte er zuletzt bis Ende Juli 1999 in einem 50%igen Pensum leich
tere
Reinigungs
arbeiten
(Urk.
7
/13
/1
). Nach Abklä
rung der medizinischen und erwerb
lichen Ver
hält
nisse, unter ande
rem nach Einholung des rheumatolo
gi
schen Gutachtens der Klinik
Z._
vom 7. September 1999 (Urk.
7
/17), sprach die
Sozial
ver
si
cherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle (nach
fol
gend: IV-Stelle), dem Versicherten mit Ver
fügung vom 16. Dezember 1999 eine halbe Invali
den
rente mit Wirkung ab März 1998 zu (Urk.
7
/26-27). Diese Verfügung erwuchs unan
ge
fochten in Rechtskraft.
1.2
Im Rahmen der in den Jahren 2000/2001 (Urk.
7
/28-41) und 2003 (Urk.
7
/48-50)
durchgeführten Revisions
verfahren wurde die halbe Rente mit Mitteilungen vom
6. April 2001 (Urk.
7
/41) und vom 12. Juni 2003 (Urk.
7
/50) bestätigt. Das Ge
such um Rentenerhöhung vom 3. März 2004
(Urk. 7/52)
wurde mit Ver
fü
gung vom 11. Februar 2005 ab
gewiesen (Urk. 7
/69). Auch diese Verfügung er
wuchs unan
ge
fochten in Rechtskraft.
Mit Schreiben vom 16. Oktober 2006
(Urk. 7
/76) und vom 11. Juni 2008
(Urk. 7
/83)
beantragte der Versicherte erneut eine Erhöhung seiner Rente. Die IV-Stelle holte unter anderem das inter
disziplinäre Gutachten des
A._
vom 24. März 2009 (Urk.
7
/97) ein. Gestützt da
rauf wies
die IV-Stelle
das Gesuch um Rentenerhöhung mit Verfügung vom 12. August 2009
bei einem Invaliditätsgrad von 50
%
erneut ab (Urk.
7
/114). Die dagegen beim hiesigen Gericht er
ho
bene Beschwerde des Versicherten vom 14. Sep
tember 2009 (Urk. 7
/116
/3-12
) zog er mit Eingabe vom 29. Januar 2009 zurück (Urk.
7
/121
/
2). Das betref
fende Verfahren Nr. IV.2009.00903 wurde mit Verfügung vom 8. Februar 2010 als durch Rückzug
erledigt abgeschrieben (Urk. 7
/121
/
4).
1.3
Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2010 künd
igte die IV-Stelle die
wiederer
wä
gungsweise
Aufhebung der Verfügung vom 16. Dezember 1999 und der diese
bestätigenden Revisionsentscheide vom 6. April
2001, 12. Juni
2003 und 11. Febru
ar 2005 sowie die Ein
stell
ung der halben Rente an (Urk. 7
/126). Der Ver
sicherte erhob dagegen mit Schreiben vom 2. Dezember 2010 Einwände (Urk.
7
/130). Wie angekündigt hob die IV-Stelle die dem Versicherten seit März
1998 entrichtete halbe Rente wiedererwägungsweise mit Verfügung vom 30. Dezem
ber 2010 auf Ende des der Zustellung der Ver
fügung folgenden Mo
nats auf (Urk. 7/134
).
Die dagegen erhobene Beschwerde des Versicherten
vom
31. Januar 2011 (Urk. 7/137/3-16) hiess das Sozialversicherungsgericht des
Kan
tons Zürich mit Urteil vom 21. August 2012 im Verfahren Nr. IV.2011.00088 in
dem Sinne teilwe
ise gut, als
die bisherige
halbe Rente be
stätigt wurde (Urk. 7/154/13).
1.4
Am 19.
Februar 2014 stellte der Beschwerdeführer ein weiteres Revisionsgesuch
und machte
nebst einer chronischen Bronchitis sowie sozial-psychischer Aus
gren
zung
ein sich verschlechternd
es Schmerzsynd
rom geltend (Urk. 7/164/7).
Als Beweismittel
legte
er den
Kurzaustrittsb
ericht des
Spitals B._
vom 11.
März 2014 vor (Urk. 7/168).
Mit Vorbescheid vom 1. April 2014 kündigte die IV-Stelle
an, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten
(Urk. 7/170).
Hier
gegen brachte der Versicherte mit Schreiben vom 19. Mai 2014 (Urk. 7/173), ergänzt mit Schreiben vom 24. Juni 2014 (Urk. 7/176)
und vom 7. August 2014 (Urk. 7/181) sowie
unter Beilage des Austrittsberichts
des Spitals
B._
vom 14. März 2014 (Urk. 7/175)
,
der Berichte von
Dr.
med.
C._
, Facharzt
für Allgemeine Medizin, vom 18.
und 19.
Februar 2014 (
Urk.
7/177
-178
)
sowie
von Dr. med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 28. Juli 2014 (Urk. 7/180)
Einwände vor.
Mit Verfügung vom 19. August 2014 trat die IV-Stelle auf das Revisionsgesuch wie angekündigt nicht ein (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
16. September 2014
(Urk. 1) unte
r Beilage des Berichtes von Dr.
C._
vom 1
4.
September 2014 (Urk. 3)
Be
schwerde und beantragte, die Verfügung vom
19. August 2014
sei aufzu
he
ben
und
die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese sei zu verpflichten, auf sein Erhöhungsgesuch vom 21. Februar 2014 ein
zu
treten und die medizinische Situation sowie die erwerblichen Auswirkun
gen abzuklären (Urk. 1 S. 2)
. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewäh
rung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung einer unentgeltlichen
Rechts
ver
tretung
in der Person von Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler
(Urk. 1 S. 2).
In der Beschwerdeantwort vom
22. Oktober 2014
schloss die
Be
schwer
de
gegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
6
).
Der Beschwerdeführer
hielt in der Rep
lik
vom 14. Januar 2015 an seinen Anträgen fest (Urk. 13 S. 2).
Mit Verfügung vom
20. Januar 2015
wurde dem Beschwerde
führer die unentgelt
liche
Prozess
füh
rung
gewährt und Rechts
anwältin Dr. Barbara Wyler als unentgeltliche
Rechts
vertreterin
für dieses Verfahren bestellt (Urk. 1
4
S. 2).
Mit Eingabe vom
4. Febru
ar 2015 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine weitere Stellung
nahme (
Urk.
15).
Auf die Ausführungen der Parteien und die weiteren eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundes
gesetzes über den Allgem
ei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankhei
t oder Unfall sein (Art. 4 Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsun
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu ber
ück
sichtigen. Eine Erwerbsun
fä
hig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbs
tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträch
tigung ver
einbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-prak
tisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
B
ei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent ergibt sich ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Pro
zent Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
1.3.1
Wird der Verwaltung
ein
Gesuch um Revision einer Rente
eingereicht, so ist gemäss Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über die Invaliden
versiche
rung (IVV) da
rin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität seit dem letzten leistungsabweisenden Entscheid in einer für den Anspruch erhebli
chen Weise geändert hat. Der versicherten Person kommt damit ausnahmsweise eine
Be
weisführungslast
zu und der
Untersuchungs
grundsatz
spielt insoweit nicht (BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ver
wal
tung hat daher erst dann gestützt auf den
Unter
suchungsgrundsatz
von Amtes wegen für die rich
tige und vollstän
dige Abklä
rung des rechts
erheblichen Sach
verhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Ver
bindung mit Art. 69 ff. IVV), wenn sie auf das Leistungs
be
gehren einge
treten ist. Die Verwaltung hat nach dem Eingang einer
Neuan
mel
dung
daher zunächst zu prüfen, ob die Vorbringen der versicherten Person über
haupt glaubhaft sind, und sie erledigt das Gesuch ohne weitere Abklärun
gen durch Nichteintreten, falls sie dies verneint.
1.3.2
Unter Glaubhaftmachen im Sinne von
Art.
87
Abs.
2
IVV ist nicht der Beweis nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein massgebenden Grad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu verstehen. Die Beweisanforderungen sind viel
mehr herabgesetzt, indem nicht im Sinne eines vollen Beweises die Über
zeugung der Verwaltung begründet zu werden braucht, dass seit der letzten, rechts
kräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. Es genügt, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigs
tens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behaup
tete Sachverhaltsänderung nicht erstellen lassen. Bei der Prüfung der Frage, ob die Vorbringen der versicherten Person glaubhaft sind, berücksichtigt die Ver
waltung
unter anderem
, ob seit der rechtskräftigen Erledigung des letzten
Leis
tungsgesuchs
lediglich kurze oder schon längere Zeit vergangen ist; je nachdem sind an die Glaubhaftmachung einer Änderung des rechts
erheb
lichen Sachver
halts höhere oder weniger hohe Anforderungen zu stellen (
Urteil des Bundesge
richts
9C_236/2011 vom
8.
Juli 2011
E. 2.
1.1 mit Hinweisen
).
Insofern steht der
Verwaltung ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätz
lich
zu respektieren hat (BGE 109 V 108 E. 2b;
Urteil
des Bundesgerichts
I 888/05
vom
7.
Juni 2006
E. 2).
Die
Eintretensvoraussetzung
gemäss
Art. 87 Abs.
2
IVV soll verhindern, dass sich
die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begrün
deten Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Die Rechtskraft der früheren Verfügung steht einer neuen Prüfung so lange entge
gen, wie der seiner
zeit beurteilte Sachverhalt sich in der Zwischenzeit nicht ver
ändert hat. Wenn die dem Revisionsgesuch beigelegten ärztlichen Be
richte so wenig sub
stantiiert sind, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Er
kennt
nisse allenfalls rechtfertigen würde, ist die IV-Stelle zur Nach
forderung weiterer An
gaben nur, aber immerhin dann verpflichtet, wenn den - für sich allein genom
men nicht Glaubhaftigkeit begründenden -
Arzt
berichten
konkrete Hin
weise entnommen werden können, wonach möglicher
weise eine mit weite
ren Erhe
bungen erstellbare rechtserhebliche Änderung vorliegt (gleich bei der
Neuan
mel
dung
[
Art. 87
Abs.
3 IVV]:
Urteil des Bundesgerichts 8C_228/2010 vom 19. Juli 2010 E. 2.2 und E. 2.3 mit Hin
weisen).
1.3.3
Das Gericht hat die Behandlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwal
tung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versi
cherte Person deswegen
Beschwerde führt. Seiner beschwerdeweisen Über
prü
fung hat das Gericht den Sachverhalt zugrunde zu legen, wie er sich der Ver
waltung bei Erlass des
Nichteintretensentscheides
bot (BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteil des Bundes
gerichts 8C_196/2008 vom 5. Juni 2008). Zeitlicher Ausgangs
punkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen
Änderung des
Invalidi
tätsgrades
bildet bei der Rentenrevision - gleich wie bei einer Neuan
meldung (Art. 87 Abs. 3 IVV) - die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer ma
teriellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht. Demgemäss sind die Ver
hältnisse bei Erlass der strittigen Verwaltungsverfügung mit denjenigen im Zeitpunkt der letzten materiellen Abweisung zu vergleichen (BGE 130 V 64 E. 2, 130 V 71 E. 3, 133 V 108 E. 5.2 und E. 5.4). Dabei stellt die bloss unter
schiedli
che Beur
teilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert geblie
benen Ge
sundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid auf den Stand
punkt, der Beschwerdeführer habe nicht glaub
haft dargelegt, dass sich
die tat
säch
lichen Verhältnisse und insbesondere
sein Ge
sundheitszustand seit der letzten Verfügung in einer für den Ren
ten
anspruch erheblichen Weise ver
än
dert habe.
Es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachverhaltes vor. Namentlich sei eine langan
hal
tende
An
passungsstörung
mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer Gefühle,
wie sie Dr.
D._
gemäss dem Bericht vom 2
8.
Juli 2014 diagnostiziert habe und
wonach eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit
bestehe, keine
chronifizierte
, schwer
wiegende Erkrankung, welche jegliche Tätig
keit in erheblichem Ausmass und lang
fristig einzuschränken vermöge, son
dern ein therapiefähiges Leiden mit guter Prognose
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein,
aus den im
Vorbescheidverfahren
eingereichten Unterlagen gehe klar eine Verschlechterung seines Gesundheits
zu
standes hervor. Insbesondere sei er gemäss dem definitiven Austrittsbericht des
Spitals B._
vom 14. März 2014 wegen
der depressiven
Störung in ein intensives Physio-, Ergo- und psychologisches Programm eingebunden worden.
Es sei bezüglich der antidepressiven Medikation
Mirtazapin
(
Remeron
) ge
stoppt und eine schlafanstossende Therapie begonnen worden. Neu seien zu
dem der klinische Verdacht auf ein
Restless
-
legs
-Syndrom, die
Peri
arthro
pathie
humero
scapularis
rechts mehr als links, die medial betonte Gon
arthrose beid
seits, das Asthma bronchiale, die Hypovitaminose D und die Hypercho
lesteri
nämie.
Es sei die Einbindung in eine Tagesstruktur empfohlen worden und aus
geführt worden, dass eine volle Arbeit
s
fähigkeit aus rheumatol
ogischer
Sicht unrealistisch sei.
Er sei daher als multimorbid und als zu 100
%
erwerbsunfähig zu bezeichnen und die bisherige halbe Invalidenrente sei auf eine ganze Invali
denrente zu erhöhen. D
em Bericht
von
Dr.
C._
vom 1
4.
September 2014 sei zudem zu entnehmen, dass er, der Beschwerdeführer, im Vergleich mit den Ein
trägen vor Dezember 2010 die Praxis deutlich öfter aufsuche und ein
deutig kränker sei, da er einschneidende Therapien benötige, um wieder den
Vor
zu
stand
erreichen zu können.
Ausserdem habe
Dr.
D._
ihn gemäss dem Bericht
vom 28. Juli 2014 ab dem 28. Februar 2014 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrie
ben
, da sich sein psychischer Zustand massiv verschlechtert habe
(Urk. 1 S. 5
ff.
,
Urk.
13 S. 3 ff.
).
2.3
Strittig
und zu prüfen ist
im Folgenden einzig, ob der Beschwerdeführer eine
anspruchserhebliche Än
derung seit der letzten materiell
-
rechtlichen Leistungs
prüfung
mit Verfügung vom
12. August 2009
(
Urk. 7/
1
1
4
;
zur zeitlichen
Ver
gleichsbasis
:
BGE
133 V 108 E. 5,
130 V 71
; Urteil des
Sozialversicherungs
gerichts
vom 21. August 2012 E. 4.2 im Verfahren IV.2011.00088)
glaubhaft zu machen ver
mochte
oder
ob die Beschwerdegegnerin
zur Recht
auf das
Revi
sions
gesuch
des Be
schwerdeführers vom
19. Februar 2014
(Urk. 7/
164
) nicht eingetreten ist.
Bei der Prüfung dieser Frage ist von der Sachlage auszugehen, wie sie sich der Beschwerdegegnerin bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom
19. August 2014
(Urk. 2) bot.
Der
erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichte
Bericht von Dr.
C._
vom 14. September 2014 ist
bei der Prüfung der stritti
gen Frage daher unbeachtlich (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteil des Bundesge
richts 8C_196/2008 vom 5. Juni 2008).
3.
3.1
Die
letzte
Rentenv
erfügung
vom
12. August 2009
(
Urk. 7/114)
hatte sich auf das
A._
-Gutachten vom 24. März 2009 (Urk. 10/97) gestützt.
Die
A._
-Gutachter
hatten die folgenden Diagnosen m
it Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
ge
stellt:
1. Chro
nisches zervikal sowie lumbal betontes panvertebrales
Schmerz
syndrom
(ICD-10 M53.8) mit/bei Haltungsinsuffizienz bei muskulärer
Dekon
di
tionierung
mit Ab
schwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden
Mus
kelgruppen
sowie leichter Wirbelsäulenfehlform und -
fehlhaltung
;
2.
Leicht
e bis mittel
gradige de
pressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1); 3. Anhal
tende
soma
to
forme
Schmerz
störung
(ICD-10 F45.4);
4.
Chro
nisch
e
obstruktive
Lungen
erkran
kung
(COPD) bei fortgesetztem
Nikotin
konsum
, schädlicher Ge
brauch (ICD-10 J44.8). Als Diag
nosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit führten die
A._
-Gutachter die fo
lgenden auf: 1.
Refluxösopha
gitis
mit Barre
tt-Ösophagus (ICD-10 K22.1), 2.
Chronische Otitis
media
rechts (ICD-10 H66.9),
3.
Diyslipi
dämie
(ICD-10 E789.8) mit/bei
Xanthe
las
me
n
unter beiden Auge
; 4.
Adipositas (ICD-10 E.66.0);
Medika
menten-Malcom
pliance
(ICD-10 Z91.1; Urk. 7/97/20).
Die
A._
-Gutachter schlossen daraus
auf eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit als
Gerüstemonteur
und auf eine 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit, wobei sie aus rheu
ma
tologi
scher Sicht eine 20%ige Leistungseinschränkung und aus psychi
a
trischer Sicht eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatten (Urk. 7/97/21).
Dies bildet die Vergleichsbasis zur Beurteilung, ob seither eine
anspruchser
heb
liche
Änderung
glaubhaft gemacht wurde
.
3.
2
3.
2
.1
Gemäss
dem
S
chreiben
von Dr.
C._
an das
Spital B._
vom 19. Februar 2014
überwies er den Beschwerdeführer zur weiteren (stationären) Ab
klä
rung und besseren Einstellung der antirheumatischen Therapie. Der Be
schwerde
führer leide an chronischen Schmerzen der Knie beidseits, des rechten Ellbogens und der Schulter sowie der linken Achillessehne (Urk. 7/178).
In der Klinik für Rheumatologie des
Spitals B._
wurde der Beschwerde
führer
gemäss
dem Austrittsbericht vom 14.
März 2014 mittels kon
servativer Schmerztherapie mit Abklärung der degenerativen Gelenkserkrankungen
sowie
multimodaler rheumatologischer
Komplexbehandlung
vom 2
6.
Feb
ruar bis 12.
März
2014 stationär
behandelt. Bei depressiver Störung sei er zudem in ein in
ten
sives Physio-, Ergo- und psychologisches Programm eingebunden worden. Er habe bei Eintritt Schmerzen in über sieben Körperregionen angegeben.
Es seien die folgenden Diagnosen gestellt worden:
1.
Chronisches
Panvertebral
syn
drom
seit 1995,
2.
Periarthropathie
humeroscapularis
(
rechts > links
)
, 3.
Me
dial
betonte Gon
arthrose beidseits,
4.
Asthma bronchiale (
Differential
diagnose: COPD),
5.
Hyper
cho
lesterinämie,
6.
Depressive Störung mittelgradige Episode mit soma
tischen Symp
tome
n,
7.
Hypovitaminose D,
8.
Verdacht auf
Rest
less
legs
-Syn
drom.
Kon
ven
tionell-radiologisch habe sich eine leichte linkskonvexe
skoliotische
Fehl
haltung
, keine höhengeminderten Wirbelkörper oder
Zwischen
wirbelräume
bei multisegmental kleinen ventralen
Spondylo
phyten
gezeigt. In Schulter, Knie und Becken hätten sich
„
wenig Hinweise
“
auf degene
rative Ver
änderungen ge
fun
den. Im Rahmen eines rheumatologischen Scree
nings seien ebenfalls regel
rechte Artikulationen in den Händen und Füssen objekti
viert worden.
Labor
chemisch
hätten sich lediglich eine Hypovitaminose D bei feh
len
den Hinweisen auf eine entzündliche rheu
matische Erkrankung. Bei klini
schem Verdacht auf ein
Rest
less-legs-Syndrom
sei eine Therapie mit
Prami
pexole
(
Sifrol
) begonnen worden, wovon der Beschwerdeführer deutlich profi
tiert habe.
Hinsichtlich der Beur
teilung nach der
Internationale
n
Klassi
fikation der Funk
tionsfähigkeit, Behin
derung und Ge
sund
heit
(
Inter
national
Classi
fica
tion
of
Fun
c
tioning
,
ICF)
bei Spitalaustritt sei das Heben von schweren Lasten beein
träch
tigt. Bei komplexer langjähriger Schmerz-Situation sei eine volle Arbeits
fähig
keit aus rheumato
logischer Sicht eher unrealistisch
(
Urk. 7/175/1-2).
3.2
.2
In somatischer Hinsicht hatte der Beschwerde
führer schon anlässlich der
A._
-Begutachtung über Rücken
schmerzen mit Ausstrahlung in die unteren Extre
mitäten und über
Periarthralgien
an allen Gelenken, an den oberen und unteren
Extremitäten sowie über diffus
e
Weich
teilbeschwerden
geklagt (Urk. 7/97/16).
Gemäss dem Bericht des
Spitals B._
fanden sich zwar Hinweise auf de
generative Verän
derun
gen in Schulter, Knie und Becken sowie
multiseg
mental
ventrale
Spondylophyten
. Jedoch han
delt
e
es sich hierbei
gemäss dem Bericht des Spitals
B._
um lediglich kleine
und wenige
degenerative
Verände
rungen bei an
sonsten regel
rechten Befunden
(
Urk.
7/175/2
)
.
Insbesondere aber ist die g
emäss den Ärzten des
Spitals B._
sich daraus
ergebende Ein
schränkung, nämlich das Heben von schweren Lasten (Urk. 7/175/2)
, durch das von den
A._
-Gutachtern formulierte Leistungsprofil (Urk. 7/97/21) bereits berücksichtigt. Auch besagt die von den Ärzten de
s
Spitals B._
zur Arbeitsunfähigkeit gemachte E
inschätzung, eine volle Arbeits
fähig
keit sei bei komplexer langjähriger Schmerz-Situation aus rheuma
to
logischer Sicht eher unrealistisch (Urk. 7/175/2), nichts über den Umfang der medi
zinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit in einer
leidensan
gepassten
Tätig
keit aus. Ent
gegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann daraus vor allem nicht auf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätig
keit geschlossen werden. Auch kann daraus nicht eine Verschlechterung des Gesundheitszustan
des abge
leitet
werden, nachdem bereits die
A._
-Gutachter eine quantitativ und quali
tativ eingeschränkte Arbeits
fähigkeit attestiert hatten.
Die Diagnose eines
Rest
less-legs-Syndrom
s
sodann
wurde lediglich
als
Ver
dachts
diagnose
ohne An
gaben von spezifischen neuen Befunden
gestellt
. D
ie Diagnose eines
Asthma bron
chiale (Differential
diagnose: COPD) entspricht nicht neuen Be
funden, sondern einer untersc
hiedlichen Beurteilung der bis
heri
gen
Atem
be
schwerden
.
Dasselbe gilt für die Diagnose einer Hyper
chole
steri
nämie
mit/bei
Xanthelasmen
beidseits, welche von den
A._
-Gutachtern unter der Diag
nose einer
Dyslipi
dämie
(ICD-10 E78.8) bei
Xanthelasmen
unter beiden Augen (Urk. 7/97/20) berück
sichtigt
worden war.
Die Diagnosen eines
Vitamin
D-Mangels
schliesslich macht eine erheb
liche Verschlechterung des Gesund
heits
zustandes erst recht nicht glaub
haft.
Es ist daher davon auszugehen, dass
-
wie schon anlässlich der rheuma
tolo
gi
schen Untersuchung durch den
A._
-Gutachter
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, vom 18. Feb
ruar 2009
(
Urk.
7/97/15-19)
-
weiterhin
bei psychischer Überlagerung der Beschwerden
weitgehend
kein
er
hebliches
orga
nisches Korrelat für die an mehreren Stellen des Körpers ge
klag
ten Be
schwerden vorliegt.
In somatischer Hinsicht
w
urde
eine massgeb
liche
Ver
schlech
terung des Gesundheitszustandes seit der
A._
-Begutachtung
damit nicht
glaubhaft ge
macht.
3
.
3
3.
3
.1
Auch i
n psychischer Hinsicht
wurde
nicht
glaubhaft
gemacht
, dass
mittlerweile
eine von
der
Schmerzstörung
klar
abgrenzbare
eigen
ständige
erheb
liche psy
chi
sche Störung mit Krankheits
wert vorliegt
, welche die bereits von den
A._
-Gut
ach
tern diagnostizierte
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F54.4) und die
lei
chte bis mittelgradige
depres
sive
Episode (ICD-10 F32.0-1)
mit 30%iger
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
(Urk. 7/97/20)
übersteigt.
Die Ärzte der Klinik für Rheumatologie des
Spitals B._
führten im Be
richt vom 1
4.
März 2014 keine Befunde auf, welche auf eine
erhebliche
Ver
schlech
terung der psychischen, insbesondere der depressiven Beschwerden schlies
sen
lassen könnten
.
Allein eine
therapeutisch und medikamentös ge
stei
gerte
Be
handlung der depressiven Symptomatik
lässt einen solchen Schluss ebenfalls nicht zu
, zumal eine solche bereits von den
A._
-Gutachtern bei Medi
kamenten-
Malcompliance
als unge
nü
gend
festgestellt
respektive em
pfohlen worden war (Urk. 7/97/15)
.
Die aufgeführte Diagnose einer
depressiven Störung mittel
gradiger Episode mit somatischem Syndrom mit/bei Verdacht auf eine ein
fache, ängstliche und abhängige Persönlichkeits
struktur mit
histrio
nischen
Anteilen (Urk. 7/175/1) wurde zudem nicht nach einem aner
kannten
Klassifi
kationssystem
für psychische Störungen
gestellt und es ist nicht
aus
gewiesen, dass diese Diagnose von einem Facharzt der Psychiatrie gestellt wurde.
3.3
.2
Der
Bericht
des behandelnden Psychiaters Dr.
D._
vom 28.
Juli 2014
ferner
,
wonach der Beschwerdeführer wegen einer langanhaltenden
Anpassungs
stö
rung
mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer Gefühle (Sorgen, Ärger de
pres
sive Anteile; ICD-
10 F43.23)
ab 2014 zu 100
% arbeitsunfähig sei (Urk.
7/180
), vermag eine
massgebliche
Verschlechterung des psychischen Ge
sundheits
zu
stan
des eben
falls nicht glaubhaft
zu
machen.
Zwar
erklärte Dr.
D._
, dass er den Beschwerdeführer aufgrund der Ver
schlech
terung seines psychi
schen Zustandes
mit agitierter Depression und innerer Unruhe
,
verbunden mit somatischen Beschwerden mit Meldung an die
Sozial
behörde
vom 28. Februar 2014 zu 100
%
krankgeschrieben habe, nach
dem er am 30.
Mai
2011 von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit ausge
gangen sei (Urk.
7/180
). Jedoch
hatte Dr.
D._
bereits im Bericht vom 3. Dezember 2007 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bei
chronifizierter
depressiver Störung mittel
gradige Episod
e mit somatischen Symptomen
(ICD-10 F32.11) und
bei
ein
fa
cher
, ängstlicher und abhängiger Persönlichkeitsstruktur (ICD-10 F60.6-7) mit
histrionischen
Anteilen (ICD-10 F60.4)
angegeben (Urk.
7/82/1
), mit welcher
Einschätzung sich die
A._
-Gutachter
bereits im Gutachten
vom
24. März 2009
kritisch aus
einandergesetzt hatten (Urk. 7/97/14-15). Die
nunmehr angegebene
Änderung der Diagnose
durch Dr.
D._
ist
anhand der erwähnten Befunde
einer
agitierte
n
Depression und innere Unruh
e mit somatischen Beschwerden
nicht nachvollziehbar.
Zudem
weist die Diagnose
einer
langanhaltenden
Anpas
sungsstörung
mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer Gefühle (Sorgen, Ärger de
pres
sive Anteile; ICD-10 F43.23) eher auf eine weniger erhebliche psy
chi
sche Störung
und jedenfalls nicht auf eine schwerwiegende depressive Symp
tomatik
hin. Denn
bei dieser
Diagnose
sind die Symptome für Angst und De
pression
gemäss
der
Inter
nationalen Klassifi
kation psychi
scher Störungen der Weltgesundheits
organisation, ICD-10 Kapitel V [F],
nicht so dominierend, dass spezifischere de
pressive Störungen oder Angststörungen diagnostiziert werden könnten. Sie kön
nen etwa die Kriterien für die Diagnose Angst und Depression gemischt (ICD-10 F41.2)
erfüllen
(
Dilling
/
Mom
bour
/
Schmidt [Hrsg.], Inter
natio
nale Klassifi
kation psychi
scher Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diag
no
stische Leitlinien, 9. Aufl., Bern 2014, S. 211).
D
iese
Diagnose wiederum ist
indes
nur zu verwenden, wenn keine der beiden Störungen ein Ausmass er
reicht, das eine entsprechende ein
zelne Diagnose (etwa eine leichte depressive Episode, ICD-10 F32.0, oder eine ge
neralisierte Angststörung, ICD-10 F41.1) recht
fertigen würde. Dabei wer
den Patienten mit dieser Kombination verhält
nismässig milder Symp
tome in der Primärversorgung häufig gesehen. Noch viel häufiger finden sie sich in der Be
völkerung, ohne je in medizinische oder psy
chiatrische Be
hand
lung zu gelangen
(
Dilling
/
Mom
bour
/
Schmidt [Hrsg.],
a.a.O.
, S.
199
).
3.4
Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer eine
anspruchs
erhebliche
Än
derung seit der letzten materiell
-
rechtlichen Leistungs
prüfung
mit Verfügung vom
12. August 2009
(
Urk. 7/114) nicht glaubhaft zu machen ver
mochte. D
er angefochtene
Nichteintretensentscheid
der Beschwerdegegnerin vom
19. August 2014
(Urk. 2) betreffend das Revisionsgesuch vom
19. Februar 2014
(Urk. 7/
164
)
ist daher
nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist
folglich ab
zu
weisen
.
4.
4.1
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung
von Versicherungsleistungen. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Ge
richtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzu
set
zen.
Ausgangsgemäss
sind die Gerichtskosten
dem Beschwerdeführer
aufzu
erle
gen, jedoch zufolge der ge
währten unentgeltlichen Prozessführung einst
weilen auf die Staatskasse zu nehmen.
4.2
Der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin
Dr.
Barbara
Wyler
steht eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61
lit
. g
ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das
Sozialver
sicherungs
gericht
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen sowie unter
Berücksichtigung der Honorarnote vom
7. Januar 2016
(Urk.
17
) fest
zusetzen ist.
In der Honorarnote ist ein Aufwand vom
20. August 2014
bis
8. Juni 2015
von insgesamt
13.18
Stunden und von Fr.
234.85
Barauslagen mit einem Gesamt
betrag von Fr.
3‘385.20 aufgeführt (Urk. 17
).
Dabei wurde ein Stundenansatz von durchgehend Fr. 220.-- verwendet, was für die Zeit bis Ende 2014 auf den damals gerichtsüblichen Ansatz von Fr. 200.-- zu ändern ist.
Z
udem ist ein Zeitaufwand von rund 8 Stunden für das zweiseitige
Begleits
chreiben vom 26. No
vember 2014 (Urk. 10)
zum
Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürf
tigkeit
mit
diversen Beilagen (Urk.
11, Urk. 12/1-6
) sowie die Replik vom 14. Januar 2015, welche lediglich fünf Seiten mit weitreichenden Wiederho
lun
gen umfasst (Urk. 13), der Sache nicht angemessen.
Sodann
sind
die
Bar
aus
lagen
von Fr. 208.-- ungewöhnlich hoch. Insbesondere ist nicht nachvoll
zieh
bar, wes
halb Fr. 1
86
.-- für Fotokopien geltend gemacht werden, obschon das Akten
dossier von der IV-Stelle in Kopie gratis bezogen werden konnte. Da der Prozess keinen Grund für einen ausserordentlichen Aufwand bot, ist der Auf
wand auf einen angemessenen Umfang zu kürzen und die
Prozessent
sch
ädi
gung
entspre
chend auf Fr. 2‘
4
00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwert
steuer von 8 %) festzu
setzen.