# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** adf37c7a-c6fc-4497-920a-9bafae290a60
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957, ist verheiratet und Mutter von 2
erwachse
nen Söhnen (
Urk.
7/4, 7/16 S. 3).
V
on 1973-1975
hat sie
eine Lehre als
Zahn
arzt
assistentin
gemacht (
Urk.
7/3), ist jedoch nie berufstätig geworden, sondern stets
a
ls
Hausfrau
tätig gewesen
.
Am 3
0.
März 2002 (
Urk.
7/4) meldete sich die Versicherte aufgrund von Rücken-, Hüft- und Kniebeschwerden bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), zum Leistungsbezug an und beantragte die Zusprechung einer Rente. Nach diversen erwerblichen und medi
zinischen Abklärungen (
Urk.
7/3, 7/9-12, 7/2, 7/8, 7/
13, 7/17) sowie einer Haushaltsabklärung
(
Urk.
7/16) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfü
gung
en
vom 1
0.
Oktober 2003 (
Urk.
7/24) aufgrund eines Invaliditätsgrades von 55
%
ab
1.
März
200
1
eine halbe Invalidenrente zu.
Im
Anfang 2004 eingeleiteten
Revisionsverfahren (
Urk.
7/25) machte die Versi
cherte eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend, woraufhin die IV-Stelle wiederum diverse Abklärungen vornahm, indem sie einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/33) und verschiedene Arztberichte einholte (
Urk.
7/26-28, 7/30-32, 7/36-37, 7/39) sowie eine
weitere
Haushalts
abklärung
tätigte (
Urk.
7/40). Mit Verfügung vom 2
7.
Februar 2006 (
Urk.
7/42) verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Rentenerhöhung, da sich der Gesundheits
zustand nicht wesentlich verändert habe. Hierbei hielt sie fest, dass der
Invali
ditätsgrad
aufgrund einer leichten Einschränkungszunahme im Haushaltsbereich neu 57
%
betrage.
Mit dem Fragebogen vom
2.
März 2010 (
Urk.
7/48) leitete die IV-Stelle ein weite
res Revisionsverfahren ein. In dessen Verlauf holte sie einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/49) und einen Bericht von
Dr.
med.
Y._
, Fach
arzt für Innere Medizin, vom 1
1.
Juni 2010 (
Urk.
7/53) ein. Danach veranlasste sie eine polydisziplinäre Begutachtung
beim
Z._ (
Gutachten vom 2
3.
August 2011; Urk.
7/62, 7/71) und nahm erneut eine Haushaltsabklärung vor (
Urk.
7/67).
Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(
Urk.
7/80, 7/83-84) hob die IV
Stelle mit Verfügung vom 3
0.
November 2012 (
Urk.
2) die halbe Invaliden
rente aufgrund eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades von 31
% auf Ende des Monats nach Zustellung der Verfügung auf.
2.
Mit Eingabe vom 1
8.
Januar 2013 (
Urk.
1) sowie unter Beilage einer Stellung
nahme von
Dr.
Y._
vom
1.
Februar 2012 (
Urk.
3) zum
Z._
-Gutachten erhob
die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Walter Keller, Beschwerde und beantragte, unter Aufhebung der Verfügung vom 30.
November 2012 sei ihr ab
1.
März 2010 eine ganze Invalidenrente auszurichten (
Urk.
1 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 1
5.
Februar 2013 (
Urk.
6
) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 2
7.
Februar 2013 (
Urk.
9) hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die
seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Inva
lidenversicherung, IVG).
1.
2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.
3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen auf das
Z._
-Gutachten
vom 2
3.
August 2011
und hielt fest, aufgrund eines
Invali
ditätsgrades
von 57
%
beziehe die Beschwerdeführerin seit
1.
März 2001 eine halbe Rente bei einer Qualifikation von je 50
%
Erwerbs- und 50
%
Haus
haltstätigkeit. Ihre Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit nach Auszug des Sohnes
A._
im Jahre 2006 einer Erwerbstätigkeit im Umfang eines
durchschnittlich
70%igen Pensums nachge
gangen wäre. Die restlichen 30
%
würden in den Aufgabenbereich fallen.
Die Haushaltsabklärung habe wieder eine Einschränkung von 13
%
ergeben.
Aus
medizinischer Sicht liege in der angestammten Tätigkeit als Zahnarztgehilfin weiterhin keine Arbeitsfähigkeit vor. Orthopädisch und neurologisch habe sich jedoch eine leichte Besserung des Gesundheitszustandes eingestellt, sodass spä
testens seit Juni 2011 in einer angepassten sowie vorwiegend sitzenden Tätig
keit von einer 50%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit auszugehen sei, welche durch adäquate Massnahmen noch bis 80
%
steigerbar
wäre. Aufgrund eines Invaliditätsgrades von 31
%
falle
der
Rentenanspruch
dahin
(
Urk.
2 S. 2).
Dagegen wird seitens der Beschwerdeführerin zusammengefasst vorgebracht, da das
Z._
-Gutachten keinen einlässlichen Vergleich des aktuellen medizinischen Sachverhalts mit jenem im Revisionszeitpunkt vornehme, sei ihm im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die notwendige Schlüssigkeit und damit der Beweiswert abzusprechen (
Urk.
1 S. 7 E. 16). Es vermöge keinen einzigen konkreten Anhaltspunkt für die behauptete Verbesserung der Hüftbeschwerden zu benennen. Der neurologische Gutachter gehe davon aus, dass sich die Beschwerden aufgrund der zwischenzeitlich aufgetretenen Neuroborreliose ins
gesamt auf den rechten Fuss konzentrieren würden. Allerdings sei es medizi
nisch unhaltbar, allein aufgrund des Auftretens eines neuen Beschwerdebildes die Rückbildung früherer Beschwerden zu vermuten (
Urk.
1 S.
9 E. 20). Die medizinischen Akten würden klar belegen, dass die Neuroborreliose, die im Rahmen der Revision 2006 nur erwähnt, aber nicht beurteilt worden sei, sich zwischenzeitlich zu einem massiven, die Leistungsfähigkeit stark limitierenden Gesundheitsschaden entwickelt habe (Urk.
1 S. 11 E. 24)
. In seiner Stellung
nahme vom
1.
Februar 2012 (
Urk.
3) halte
Dr.
Y._
fest, dass
die Versicherte
am rechten Bein an einem Lymphödem leide, welches die
Z._
-Gutachter übersehen hätten, das jedoch zu erheblichen Beeinträchtigungen führe und letztendlich zur Folge habe, dass sie nicht lange in sitzender Position verharren könne (
Urk.
1 S.
11-12 E. 26-27). Die Beschwerdegegnerin sprec
he von einer - nicht darge
tanen
- leichten Verbesserung des Gesundheitszustandes, jedoch würde
selbst eine sol
che
kaum genügen, um die Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 0 auf 50
%
zu begründen (
Urk.
1 S. 14 E. 31).
3.
Die hier zu beurteilende Verfügung erging am 3
0.
November 2012 (
Urk.
2). Vor
her war als letzter Entscheid der IV-Stelle die Verfügung vom 27. Februar 2006 (Urk. 7/42) ergangen, der eine
materielle
Überprüfung des
Rentena
nspruchs voraus
gegangen war. Nachfolgend wird zunächst lediglich zu prüfen sein, ob
sich
im Zeitraum seit der Verfügung vom 2
7.
Februar 2006 (Urk.
7/42) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3
0.
November 2012 (
Urk.
2) eine
revi
sionsrechtlich
zu berücksichtigende
Änderung
eingestellt hat
.
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin stützt sich bei der Geltendmachung einer wesentlichen Gesundheitsverschlechterung auf die Berichte von
Dr.
Y._
vom 1
1.
Juni 2010 (
Urk.
7/53) und
1.
Februar 2012 (
Urk.
3).
Schon im
Bericht der
Klinik B._
, Gelenkzentrum, vom 1
5.
November 2005 (
Urk.
7/37 S. 3)
hatten
die behandelnden Ärzte aus
geführt
, vor einem hal
ben Jahr habe sich die Beschwerdeführerin nach einem Insektenstich auf
C._
eine Neuroborreliose zugezogen, welche zu einer schweren Sensibilitätsstörung und einem entsprechend schweren Schmerzsyndrom im rechten Fuss geführt habe. Die Prognose sei gut, auch wenn die Heilung lange Zeit in Anspruch nehmen w
e
rde. In der Beurteilung hielten sie fest, im Vordergrund sei die
Neu
roborreliose
, während die in ihrer Stärke und Art unvermindert bestehenden Hüftbeschwerden im Hintergrund seien. Im jetzigen Zustand bestehe
in jeder
Tätigkeit
k
eine Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/37 S. 3).
4.2
Im Bericht vom 1
1.
Juni 2010 (
Urk.
7/53) diagnostizierte
Dr.
Y._
neben einer seit 2002 bestehenden rechtsseitigen
Coxarthrose
bei Status nach mehreren Operationen, eine Neuroborreliose, die seit dem 1
1.
Mai 2007 bis auf Weiteres ambulant behandelt werde, sowie ein seit 2008 bestehendes Lymphödem am rechten Bein. In der Beurteilung hielt er fest, seit 2002 bis auf
Weiteres
bestehe
in jeder
Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Im von der Beschwerdefüh
rerin
ein
gereichten Bericht vom
1.
Februar 2012 (
Urk.
3) führte
Dr.
Y._
aus, wegen den Schmerzen sei es der Beschwerdeführerin nicht möglich, sich selbst bei körperlich leichter Arbeit, etwa Arbeit am Bildschirm, zu konzentrieren und regelmässig eine genügende Leistung zu erbringen
,
z
umal sie wegen des Lymphödems nicht lange in sitzender Position verharren könne.
S
ie
sei
auch für körperlich leichte Arbeit zu 100
%
arbeitsunfähig. Bei den
Z._
-Untersuchungen sei das Lymphödem am rechten Bein nie erwähnt bzw.
es sei
übersehen worden. Während des Tages nehme das Lymphödem zu, sodass die Beschwerdeführerin rechts keine Schuhe anziehen könne. An Regen- und
an
kalten Wintertagen sei es ihr nicht möglich, Besorgungen ausserhalb des Hauses zu erledigen, respek
tive einer Arbeit ausser
H
aus nachzugehen. Auch müsse sie beim Sitzen das rechte Bein flach- oder hochlagern, wobei die Lymphdrainage nur eine momen
tane Entlastung der Spannungsschmerzen bewirke. Die Beschwerde
führerin sei aufgrund dieser Behinderungen für jegliche Tätigkeit arbeitsunfähig (
Urk.
3).
4.3
Diese Beurteilung von
Dr.
Y._
entspricht jener
im Bericht der
B._
vom 1
5.
November 2005 (
Urk.
7/37 S. 3). Zwar stellten
die behandelnden Ärzte der
B._
eine günstige Prognose, wobei sie allerdings festhielten, dass die Heilung lange Zeit in Anspruch nehmen würde. Aus dem Bericht von
Dr.
Y._
vom 1
1.
Juni 2010 (
Urk.
7/53) - und im Übrigen auch aus dem
Z._
-Gutachten (vgl.
Urk.
7/62 S. 14, S. 16 ff.) - ist ersichtlich, dass sich
die von der
B._
gestellte
günstige Prognose nicht verwirklicht hat, denn die Beschwerdeführerin leidet nach wie vor an massiven rechtsseitigen
Fussbe
schwerden
. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit führten
auch
die behan
delnden Ärzte der
B._
aus, dass eine solche
nicht
gegeben sei, differenzierten jedoch nicht, ob dies aufgrund der unveränderten
Hüftbeschwer
den
oder wegen der neu
hinzugekommenen, im Vordergrund stehenden
Neuro
borreliose
der Fall
sei.
Da dies der Beurteilung von
Dr.
Y._
in seinem Bericht vom 1
1.
Juni 2010 (
Urk.
7/53)
entspricht,
ist es bezüglich der Neuroborreliose seit der Verfügung vom 2
7.
Februar 2006 (
Urk.
7/42) zu keiner offensichtlichen weiteren Gesundheitsverschlechterung gekommen. Auch aus dem
Z._
-Gutach
ten
vom 2
3.
August 2011 ergibt sich insbesondere
betreffend
die
Neuroborreli
ose
keine Gesundheitsverschlechterung (
Urk.
7/62 S. 19-20).
4.4
Zu Recht führt die Beschwerdeführerin
indessen
in ihrer Beschwerde an, dass sich die
Z._
-Gutachter mit dem neu aufgetretenen Lymphödem am rechten Bein nicht auseinandergesetzt
haben
(
Urk.
1 S. 11-12 E. 26). Im
Z._
-Gutachten wird zwar bei der Zusammenfassung des Berichts von
Dr.
Y._
vom 1
1.
Juni 2010 das Lymphödem aufgeführt, jedoch findet seitens der Gutachter keine Ausei
nandersetzung
mit der neu erwähnten Diagnose
statt (
Urk.
7/62 S. 2, S. 5). Im Bericht vom
1.
Februar 2012 (
Urk.
3), auf welchen sich die Beschwerdeführerin stützt, schildert
Dr.
Y._
bezüglich des Lymphödems
nebst dem objektiven Befund aufgrund der klinischen Untersuchung
vorwiegend
deren
subjektive Beschwerden
, und er äussert sich insbesondere nicht dazu,
inwieweit sich das Lymphödem auf
die Arbeitsfähigkeit
der
B
eschwerdeführerin auswirkt. Daher hat die Beschwerdegegnerin abzuklären, ob das neu aufgetretene Lymphödem sich invaliditätsrelevant auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin auswirkt.
5.
5.1
Nach ständiger Rechtsprechung ist im Regelfall eine medizinisch attestierte Ver
besserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der
Selbsteingliede
rung
verwertbar. Andererseits können nach langjährigem Rentenbezug aus
nahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizinisch möglichen
Leistungsentfal
tung
entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die
Ver
wertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorgängige Durchfüh
rung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenanstrengung der versi
cherten Person nicht möglich ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 vom 1
0.
September 2010 E. 4.2.2 mit Hinweisen). Ein Aufhebungsentscheid, welchem keine Prüfung der Eingliederungsfrage vorangegangen ist, ist dann
bundes
rechtswidrig
, wenn sich bei einer Invalidenrentenrevision nach langjähriger Bezugsdauer keinerlei Anknüpfungspunkte für eine zumutbare
Selbsteingliede
rung
bieten (Urteil des Bundesgerichts 9C_768/2009 vom 1
0.
September 2009 E.
4.1.2). Die Verwaltung muss sich vor der Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich ein medizinisch-theoretisch wiedergewon
nenes Leistungsvermögen ohne Weiteres in einem entsprechend tieferen
Invali
ditätsgrad
niederschlägt oder ob dafür - ausnahmsweise - im Einzelfall eine erwerbsbezogene Abklärung (der Eignung, Belastungsfähigkeit usw.) und/oder die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne vorausge
setzt ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 vom 1
0.
September 2010 E.
4.1.2).
Schliesslich präzisierte das Bundesgericht die Rechtsprechung dahingehend, dass sie grundsätzlich auf Sachverhalte zu beschränken ist, in denen die
revisi
ons
- oder wiedererwägungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invaliden
rente eine versicherte Person betrifft, die das 5
5.
Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2010 vom 2
6.
April 2011 E. 3.3 und 3.4), wobei sich die beiden Abgrenzungskriterien Alter 55 und Rentenbez
ug 15 Jahre an die von den Eid
genössischen
Räten am 1
8.
März 2011 beschlossenen Schlussbestimmungen zur
6.
IVG-Revision anlehnen (
BBl
2011 2735). Den darunter fallenden Rentnerin
nen und Rentnern wird im revisions- (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) bzw. gegebenenfalls wiedererwägungsrechtlichen (
Art.
53
Abs.
2 ATSG) Kontext zugestanden, dass ihnen - von Ausnahmen abgesehen - aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist.
5.
2
Die
im
Januar 1957 (Urk. 7/4 S. 2) geborene Beschwerdeführerin hatte am 30. November 2012, im Zeitpunkt der Rentenaufhebung (Urk. 2) das 55. Alters
jahr bereits zurückgelegt und seit dem 1.
März
200
1
(Urk. 7/24), mithin seit über
11
Jahren, eine halbe Invalidenrente bezogen. Aufgrund der Ak
ten ist nicht ersichtlich
,
und
es
wird von der
Beschwerde
geg
nerin
auch nicht geltend ge
macht, dass die IV-Stelle vor der Rentenaufhebung die Frage der Zu
mutbar
keit der Selbsteingliederung konkret geprüft
hat
.
Die Beschwerdeführerin hat bei einer Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit im erwerblichen Bereich von 100 % während über
11
Jahren eine halbe Rente
bezogen und seit ihrer Lehre vor über 37 Jahren keine Erwerbs
tätig
keit mehr ausgeübt (Urk. 8/77), so dass ihr angesichts ihres Alters und insbesondere der jahrelangen
Arbeits
abstinenz
die Selbsteingliederung
klarerweise
nicht mehr zumutbar
wäre, falls sich nach der ergänzenden medizinischen Abklärung eine Restarbeitsfähigkeit ergeben würde. Vielmehr müsste die IV-Stelle in diesem Fall vor einer eventuellen Reduktion oder Aufhebung der Rente eine
erwerbsbe
zogene
Abklärung etwa der Eignung sowie Belastungsfähigkeit der Beschwer
deführerin
durchführen
und beziehungsweise oder sofort Eingliederungsmass
nahmen im Rechtssinne
anordnen
.
5.3
Zusammenfassend wird die IV-Stelle mittels einer interdisziplinären medizini
schen Abklärung eine neue Grundlage für den Entscheid darüber schaffen müssen, ob und gegebenenfalls inwieweit sowie seit wann die Versicherte unter Mitberücksichtigung des Lymph
öde
ms in ihrer Arbeitsfähigkeit sowie daraus folgend in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist. Ergibt sich eine relevante Restarbeitsfähigkeit, so wird die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin in der beruflichen Eingliederung mit dem entsprechenden gesetzlichen
Eingliede
rungsinstrumentarium
aktiv zu unterstützen haben. In diesem Sinn ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 3
0.
November 2012 insoweit aufzuheben, als sie den Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ver
neint, und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zurückzuweisen, damit diese, nach erfolgter ergänzender Abklärung und anschliessend weiterem Vorgehen im Sinne der Erwägungen, über den
Leis
tungsanspruch
der Beschwerdeführerin neu verfüge.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
d
e
r
unterliegenden Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
6.2
Ausgangsgemäss steht der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung zu, die gemäss Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu
tung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen zu bemessen und unter Berücksichtigung dieser Grund
s
ätze auf
Fr.
2‘000
.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.