# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e52b6b26-24c9-4cf1-87b7-df3fb8ae4185
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
Am nordöstlichen Rand der Stadt C, etwas erhöht, findet sich ein Waldstück, das D. Südlich davon verläuft die E-Strasse, deren nordwestlicher Bereich die unterhalb des D liegende, locker überbaute Landhauszone mit Blick über die Stadt C erschliesst. Die E-Strasse liegt in der Bauzone. Der erwähnte nordwestliche Teil der E-Strasse ist (gegen Südosten) bis etwa auf Höhe der Liegenschaft Nr. 01 als Flurweg Kat.-Nr. 02 ausgeschieden und erschliesst (gegen Nordwesten) eine Bauzonenfläche von etwa 20'000 m
2
. Aufgrund der teilweise sehr grossen Parzellen mit beträchtlichen Nutzungsreserven und der privilegierten Hanglage rechnete die Stadt C mit etwa 30 zusätzlichen Wohneinheiten bei verdichteter Nutzung der erwähnten Grundstücke. Den Anforderungen an die Erschliessung vermöchte der als Flurweg ausgeschiedene Teil der E-Strasse nicht zu genügen. Deswegen unterbreitete die Stadt C den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern am 17. Dezember 2007 ein Sanierungsprojekt für diesen Teil der E-Strasse; die Betroffenen bevorzugten jedoch eine Lösung auf privater Basis. Nachdem sich eine solche in der Folge nicht ergab, leitete die Stadt C mit Beschluss vom 9. Dezember 2008 über das Gebiet F das amtliche Quartierplanverfahren nach § 147 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ein. Das Quartierplangebiet umfasst die Grundstücke, welche durch die Aufhebung der Flurwege Kat.-Nrn. 02 (nordwestlicher Teil der E-Strasse), 11 (entlang des südwestlichen Teils des D) sowie 08 (Abzweiger von der E-Strasse nach Osten kurz vor der Einmündung in die G-Strasse) betroffen sind.
II.
Gegen den Beschluss vom 9. Dezember 2008 erhoben am 28. Februar 2009 A und B, je Miteigentümer der Parzelle Kat.-Nr. 03 (E-Strasse 04) und Mitglieder der Flurweggenossenschaft des Flurwegs 02 Rekurs bei der Baudirektion des Kantons Zürich und machten geltend, der Flurweg 02 könne nicht aufgehoben werden. Zudem diene das Quartierplanverfahren lediglich Partikularinteressen, indem es nur die Erschliessung zweier Randparzellen regle. Schliesslich habe die geplante Änderung der Einmündung der E- in die G-Strasse nur unter Einbezug der direkten Anstösser zu erfolgen. Der Stadtrat von C entgegnete in der Rekursantwort vom 24. März 2009, die Voraussetzungen für die Einleitung des Quartierplanverfahrens seien erfüllt. Die erwähnten Flurwege seien aufzuheben, weil sie nicht mehr der land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung dienten. Es gehe sodann nicht bloss um die Erschliessung zweier Randparzellen; vielmehr seien die Grundstücke im Gebiet F nicht hinreichend erschlossen. Mit Verfügung vom 26. Mai 2009 wies die Baudirektion den Rekurs ab, soweit sie darauf eintrat.
III.
Dagegen richtet sich die von den Eheleuten A und B am 24. Juni 2009 eingelegte Beschwerde am Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Darin verlangen sie, es sei der Quartierplaneinleitungsbeschluss im Gebiet F in Anwendung von § 148 Abs. 2 PBG zu verweigern, und es sei die geplante Aufhebung des Flurwegs Kat.-Nr. 02 aufgrund der dafür fehlenden Voraussetzungen ebenfalls nicht zu gestatten. Die Baudirektion verwies in der Stellungnahme vom 24. August 2009 auf den angefochtenen Entscheid und verzichtete auf eine einlässliche Stellungnahme. Die Stadt C liess sich zur Beschwerde nicht vernehmen.
Die Kammer

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Baudirektion über die Einleitung eines Quartierplanverfahrens. Nach der geltenden Regelung in § 331 lit. c PBG entscheidet die Baudirektion als einzige Rechtsmittelinstanz Streitigkeiten über die Einleitung von Quartierplanverfahren. Allerdings garantiert Art. 29a der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) jeder Person, dass sie Rechtsstreitigkeiten durch eine richterliche Behörde beurteilen lassen kann. Diese Rechtsweggarantie ist von den Kantonen zu gewährleisten, denn nur die kantonalen Gerichte können die notwendige uneingeschränkte Sachverhaltsüberprüfung vornehmen, während vor Bundesgericht nur offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen gerügt werden können (vgl. Art. 97 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BGG). Zudem sind die Kantone gehalten, abgesehen von hier nicht interessierenden Ausnahmen obere kantonale Gerichte als unmittelbare Vorinstanzen des Bundesgerichts einzusetzen.
1.2