# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c35e7084-ca68-4d68-8964-23a2c7f33f46
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
"1. Das Grundbuchamt C._ sei richterlich anzuweisen, auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin, Grundbuch Blatt Nr. 1, -Nr. 2, Grundbuch D._, zu Gunsten der Gesuchstellerin ein Bauhandwerkerpfandrecht für die Pfandsumme von CHF 46'368.25 nebst Zins zu 5 Prozent - für CHF 6'252.60 ab 7. März 2021, - für CHF 9'345.50 ab 14. März 2021 - für CHF 2'856.20 ab 18. März 2021 sowie - für CHF 27'913.95 ab 9. Mai 2021 vorläufig vorzumerken.
2. Das Grundbuchamt C._ sei gestützt auf Art. 265 Abs. 1 ZPO im Sinne einer superprovisorischen Verfügung anzuweisen, die in Ziffer 1 hiervor beantragten Bauhandwerkerpfandrechte sofort vorläufig im Grundbuch vorzumerken.
3. Der Gesuchstellerin sei eine angemessene Frist ab Rechtskraft des Entscheids zur Geltendmachung der definitiven Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts anzusetzen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der ."

## Considerations

Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
1. Mit Eingabe vom 1. Juni 2021 (Datum Poststempel) reichte die Gesuchstel-
lerin das vorliegende Gesuch mit obigem Rechtsbegehren ein (act. 1). Mit Verfü-
gung vom 2. Juni 2021 wurde dem Gesuch einstweilen ohne Anhörung der Ge-
genpartei entsprochen und das Grundbuchamt C._ angewiesen, das bean-
tragte Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen. Gleichzeitig wurde der Ge-
suchsgegnerin Frist zur Stellungnahme zum Begehren angesetzt (act. 4). Innert
erstreckter Frist reichte die Gesuchsgegnerin ihre Stellungnahme ein (act. 7 und
10).
2.1 Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung ei-
nes gesetzlichen Grundpfandrechts für Forderungen von Handwerkern und Un-
ternehmern, die zu Bauten oder anderen Werken auf einem Grundstück Material
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und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Der Anspruch auf Errichtung eines
Bauhandwerkerpfandrechts richtet sich gegen den jeweiligen Eigentümer des
Grundstücks, auch wenn die Leistungen nicht in seinem Auftrag erbracht worden
sind (siehe BGE 92 II 227 E. 1; SCHUMACHER, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3.
Aufl., N 299 ff. und 869 ff.). Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier
Monate nach der Vollendung der Arbeiten zu geschehen (Art. 839 Abs. 2 ZGB).
2.2 Vorliegend teilte die Gesuchsgegnerin mit ihrer Eingabe vom 30. Juni 2021
mit, nicht gegen die anbegehrte vorläufige Eintragung des Pfandrechts zu oppo-
nieren, sich jedoch sämtliche Einreden, Bestreitungen und Einwendungen im Ver-
fahren betreffend definitive Eintragung vorzubehalten (act. 10 S. 2). Damit ist im
vorliegenden Verfahren unbestritten, dass die Gesuchstellerin für die eingetrage-
ne Pfandsumme auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin im Sinne von Art. 837
Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Arbeit geleistet hat (act.1 Ziff. 2), ein Betrag in der Höhe der
eingetragenen Pfandsumme samt Zinsen bisher unbezahlt geblieben ist (act. 1
Ziff. 11 und Ziff. 12), und die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der
vorläufigen Eintragung gewahrt wurde (act. 1 Ziff. 9). Demgemäss steht der vor-
läufigen Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts im mit Verfügung vom 2. Juni
2021 verfügten Umfang (act. 4) nichts entgegen.
3. Der Gesuchstellerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung
des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequierungsfrist
ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen (BGE 143 III 554
E. 2.5.2). Eine Verlängerung der Frist ist möglich, bedarf aber eines gesonderten
und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in einem kos-
tenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine Frister-
streckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustimmung der
Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussbare
Hinderungsgründe anerkannt.
4. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des
Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in
erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2
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Abs. 1 lit. a GebV OG). Vorliegend ist von einem Streitwert von CHF 46'368.25
auszugehen. Die Gerichtsgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie
§ 8 Abs. 1 GebV OG auf rund die Hälfte der Grundgebühr, d.h. CHF 2'600.– fest-
zusetzen.
Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv entschieden.
Es wird im ordentlichen Verfahren noch festzustellen sein, ob die Gesuchstellerin
endgültig obsiegt. Gestützt auf Art. 104 Abs. 3 ZPO ist die Regelung bezüglich
der Verteilung der Gerichtskosten dem Entscheid des Hauptsachegerichts vorzu-
behalten. Nur für den Fall des Nichtanhängigmachens des Prozesses in der
Hauptsache ist eine definitive (wenn auch bedingte) Anordnung zu treffen und
sind die Kosten der (diesfalls unterliegenden) Gesuchstellerin aufzuerlegen, wo-
mit der Kostenbezug definitiv würde.
Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen
Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch
nicht prosequieren sollte, ist der Gesuchsgegnerin keine Parteientschädigung zu-
zusprechen, da diese erst mit der Erstattung der Gesuchsantwort verdient wäre
(§ 11 Abs. 1 AnwGebV) und die Gesuchsgegnerin keine substantiierten Ausfüh-
rungen zu allfälligen bereits entstandenen Kosten gemacht hat.