# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0fa95ad5-c33f-400c-be38-73da05dc3cbf
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Z.B., geb. 1973, ist Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina. Am 22.
November 1993 gebar ihm seine Landsfrau Elizabeta K., geb. 1976, den Sohn
Strahinja.
Z.B. heiratete am 2. September 2000 seine Landsfrau Radica M., geb. 1974. Diese war
1990 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz gekommen. Im Januar 2000
hatte sie die Niederlassungsbewilligung erhalten. Am 4. September 2000 stellte sie ein
Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für ihren Ehemann im Rahmen des
Familiennachzugs. Am 9. Oktober 2000 reiste Z.B. zu seiner Ehefrau und erhielt in der
Folge eine Aufenthaltsbewilligung.
Am 29. September 2001 gebar Elizabeta K. von Z.B. den Sohn Andrej.
Am 26. Juli 2004 gebar Radica M. B. die Tochter Laura. Z.B. ist nicht deren Vater. In
der Folge trennten sich die Eheleute.
Am 5. Januar 2006 wurde die Ehe von Z.B. und Radica M. geschieden.
Am 2. Februar 2006 heiratete Z.B. Elizabeta K. Am 14. Februar 2006 stellte er ein
Gesuch um Familiennachzug für seine Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder.
Am 18. April 2006 hob das Kreisgericht U. das Kindesverhältnis zwischen Z.B. und
dem Kind Laura rückwirkend auf den Geburtszeitpunkt auf.
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Im Oktober 2006 leitete das Ausländeramt gegen Z.B. Ermittlungen wegen des
Verdachts einer Scheinehe mit Radica M. ein. Mit Verfügung vom 18. April 2007 wies
das Ausländeramt das Gesuch von Z.B. um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
ab mit der Begründung, er sei eine Scheinehe eingegangen. Ausserdem habe er
versucht, die Behörden zu täuschen.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob Z.B. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 25. April 2007 Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit
Entscheid vom 17. August 2007 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 24. August und 1. Oktober 2007 erhob
Z.B. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom
17. August 2007 sowie die Verfügung des Ausländeramts vom 18. April 2007 seien
aufzuheben und es sei der weitere Aufenthalt in der Schweiz zu bewilligen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen.

## Considerations

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie auf die in der Beschwerde
vorgebrachten Ausführungen wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen näher eingegangen.
In ihrer Vernehmlassung vom 16. Oktober 2007 beantragt die Vorinstanz unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 24. August und 1.
Oktober 2007 wurden rechtzeitig eingereicht und erfüllen formal und inhaltlich die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
Der Beschwerdeführer stellte am 13./14. Februar 2006 ein Gesuch um
Familiennachzug für seine derzeitige Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder. Das
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Ausländeramt verweigerte in der Folge mit Verfügung vom 18. April 2007 die
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers. Eine förmliche
Verfügung zum Gesuch um Familiennachzug erging nicht. Mit der Abweisung des
Gesuchs um Verlängerung des Aufenthalts des Beschwerdeführers wurde indessen
auch der Familiennachzug verweigert. Der Beschwerdeführer stellte im Rekurs keinen
Antrag auf Familiennachzug, weshalb die Vorinstanz nicht gesondert darüber befand.
Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren ist daher in materieller Hinsicht einzig die
Frage, ob die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu
Recht verweigert wurde.
2. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör
und macht geltend, die Akten des Ausländeramts act. 210 und 211 seien ihm nicht
eröffnet worden. Bei diesen Akten handelt es sich um zwei Internet-Ausdrucke von
Strassenkarten des Gebietes der Bucht von Kotor mit dem von Radica M.
angegebenen Ort, wo sie den Beschwerdeführer kennen lernte. Die Lage dieser
Ortschaft ist eine allgemein zugängliche Tatsache. Es kann daher nicht als Verletzung
des rechtlichen Gehörs betrachtet werden, dass das Ausländeramt diese
Kartenausschnitte dem Beschwerdeführer nicht zustellte.
Der Beschwerdeführer rügte im Rekursverfahren, es sei ihm vom Ausländeramt bei der
Gewährung des rechtlichen Gehörs keine Vorhaltung bezüglich des Eingehens einer
Scheinehe gemacht worden. Dies trifft zu. Die Vorinstanz liess offen, ob darin eine
Gehörsverletzung zu erblicken ist, und hielt fest, eine solche wäre im Rekursverfahren
geheilt worden. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz habe zu Unrecht eine
Heilung angenommen.
Der Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und stellt
anderseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien dar. Sein
Umfang richtet sich nach Art. 15 VRP und subsidiär nach Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung (SR 101). Zum wesentlichen Inhalt gehört u.a. die vorgängige
Anhörung und Orientierung des Betroffenen vor dem Erlass einer Verfügung (vgl. statt
vieler BGE 122 I 55; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl.,
Zürich 2006, Rz. 1680 ff.; R. Hotz, St. Galler Kommentar zur Bundesverfassung, N 24
zu Art. 29). Eine solche Orientierung über die in Aussicht genommene Annahme einer
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Scheinehe erfolgte im vorliegenden Fall nicht. Darin ist eine Verletzung des Anspruchs
auf rechtliches Gehör zu erblicken. Dieser Anspruch ist formeller Natur. Dies bedeutet,
dass eine Rechtsmittelinstanz, die eine Verletzung des Anspruchs feststellt, den
angefochtenen Hoheitsakt aufheben muss ohne Rücksicht darauf, ob die Anhörung für
den Ausgang des Verfahrens relevant ist (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1709 mit
weiteren Hinweisen). Trotz der formellen Natur des Gehörsanspruchs lässt das
Bundesgericht zu, dass ein Mangel in der Gehörsgewährung geheilt werden kann,
wenn die unterlassene Anhörung in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, das
eine Prüfung im gleichen Umfang wie durch die Vorinstanz erlaubt. Zur Begründung
führt es an, dass eine Rückweisung zur Gewährung des rechtlichen Gehörs zu einem
formalistischen Leerlauf und einer unnötigen Verlängerung des Verfahrens führen
würde (BGE 124 I 138, 118 Ib 269). Das Verwaltungsgericht folgt der Praxis und lässt
eine Heilung zu, wenn die unterbliebene Anhörung nachgeholt werden kann und die
Rechtsmittelbehörde mit derselben Kognition entscheidet (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 990). Indes zieht
die Heilung des Verfahrensfehlers im Rechtsmittelverfahren Kostenfolgen nach sich
(vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 90).
Der Beschwerdeführer konnte sich im Rekursverfahren zum Tatbestand der Scheinehe
umfassend äussern. Die Vorinstanz verfügt über volle Kognition und ist gehalten, auch
die Ermessensbetätigung zu überprüfen. Der Einwand des Beschwerdeführers, die
Vorinstanz nütze ihre Kognition in der Praxis nicht aus, ist unbegründet. Ob im
Verfahren vor dem Ausländeramt Beweise erhoben worden wären, die die Vorinstanz
nicht abgenommen hat, ist in Bezug auf die Heilung des rechtlichen Gehörs nicht
ausschlaggebend. Entscheidend ist vielmehr, dass die Vorinstanz den Sachverhalt
umfassend feststellen konnte und über dieselbe Kognition verfügt wie das
Ausländeramt.
Aus dem Gesagten folgt, dass in der Annahme einer Heilung der Gehörsverletzung
keine Rechtswidrigkeit zu erblicken ist. Allerdings ist der Kostenspruch in Ziff. 2 und 3
des angefochtenen Rekursentscheids aufzuheben, da dem Beschwerdeführer aus der
Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. der Heilung im Rekursverfahren kein Nachteil
erwachsen darf und folglich die amtlichen Kosten dem Staat aufzuerlegen und dem
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Beschwerdeführer ausseramtliche Kosten zu entschädigen sind. In diesem Punkt ist
die Beschwerde gutzuheissen.
3. Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) entscheidet die Behörde im Rahmen der
gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen
über die Bewilligung von Aufenthalt oder Niederlassung.
3.1. Ein Ausländer hat nach Art. 4 ANAG grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Eine Ausnahme besteht unter anderem dann,
wenn er mit einer Niedergelassenen oder mit einer Schweizerin verheiratet ist. Der
Ehegatte einer niedergelassenen Ausländerin hat nach Art. 17 Abs. 2 ANAG Anspruch
auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, solange die Eheleute
zusammen wohnen. Art. 17 Abs. 2 ANAG bestimmt ausserdem, dass der Ehegatte
einer niedergelassenen Ausländerin nach einem ordnungsgemässen und
ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren ebenfalls Anspruch auf die
Niederlassungsbewilligung hat.
Radica M. erklärte, sie und Z.B. hätten sich nach der Geburt ihrer Tochter Laura
getrennt. Der Beschwerdeführer sei noch ab und zu nach Hause gekommen; sie hätten
aber keine Liebesbeziehung mehr gehabt. Der Beschwerdeführer erklärte auf die Frage
nach dem Grund des Scheiterns der Ehe, es habe nicht mehr richtig geklappt, seit
Radica M. von einem anderen Mann schwanger gewesen sei. Sie gebar die Tochter
Laura am 26. Juli 2004.
Die Ehe wurde am 5. Januar 2006 geschieden. Der Beschwerdeführer hat somit keinen
auf Art. 17 Abs. 2 ANAG beruhenden Anspruch auf Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung mehr. Ausländischen Ehegatten von Niedergelassenen steht ein
solcher Anspruch nur zu, wenn sie zusammen wohnen.
Wie erwähnt, gebar Radica M. am 26. Juli 2004 ein Kind von einem anderen Mann, und
der Beschwerdeführer selbst pflegte während der Ehe mit ihr eine Beziehung zu seiner
derzeitigen Ehefrau. Ob der Auszug aus der ehelichen Wohnung bereits unmittelbar
nach der Geburt des ausserehelichen Kindes im Juli 2004 stattfand oder erst später, ist
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unter diesen Umständen nicht ausschlaggebend. Der Beschwerdeführer lebt nach
eigenen Angaben seit der Trennung von Radica M. bei seinen Eltern. Daher kommt
auch dem Umstand, dass er erst nach der Scheidung die Aenderung seiner
Wohnadresse bekanntgab, keine besondere Bedeutung zu. Radica M. erklärte denn
auch, der Beschwerdeführer habe sie auch nach dem Auszug aus der gemeinsamen
Wohnung ab und zu aufgesucht. Bei dieser Sachlage besteht kein Grund, an der
Richtigkeit der Aussage von Radica M. zum Zeitpunkt der Trennung zu zweifeln. Für
ihre Rechtsstellung hatte der Zeitpunkt der Trennung keine wesentliche Bedeutung,
während der Beschwerdeführer ein erhebliches Interesse daran hatte, die Dauer der
ehelichen Gemeinschaft als möglichst lang darzustellen. Daher ist von einer Auflösung
der ehelichen Gemeinschaft und vom Erlöschen des Ehewillens im Juli 2004
auszugehen, selbst wenn der Beschwerdeführer nach der Geburt des ausserehelichen
Kindes weiterhin eine gewisse Zeit mit Radica M. in deren Wohnung zusammen gelebt
hätte. Damit würde sich die Berufung auf den Bestand der ehelichen Gemeinschaft als
rechtsmissbräuchlich erweisen.
Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass kein ordnungsgemässer Aufenthalt von
fünf Jahren im Rahmen einer ehelichen Gemeinschaft bestand, weshalb der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und
auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung hat.
3.2. Der Entscheid über die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung lag nach dem
Gesagten im Ermessen des Ausländeramts bzw. der Vorinstanz.
Das Verwaltungsgericht übt eine Rechtskontrolle aus (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Somit
kann nur geprüft werden, ob die Verwaltung ihr Ermessen überschritten oder
missbraucht hat und damit rechtswidrig handelte, als sie die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung verweigerte (vgl. statt vieler GVP 1996 Nr. 9 und 1998 Nr. 71).
Nach der Praxis wird die Aufenthaltsbewilligung in gewissen Fällen zwar auch nach der
Auflösung der Ehe bzw. der ehelichen Gemeinschaft verlängert. Als massgebend
werden dabei nach den Weisungen des Bundesamts für Migration (Ziff. 654) unter
anderem die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, insbesondere wenn Kinder
vorhanden sind, die berufliche Situation, die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage sowie
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das Verhalten und der Integrationsgrad betrachtet. Zu berücksichtigen sind ferner die
Umstände, die zur Trennung geführt haben. Nach der Praxis des Ausländeramts wird
bei einer Dauer der ehelichen Gemeinschaft von fünf Jahren und mehr in der Regel eine
Jahresaufenthaltsbewilligung nicht mehr widerrufen (ABl 2001 S. 32; Weisungen des
Bundesamts Ziff. 654).
Die frühere Ehefrau des Beschwerdeführers gebar am 26. Juli 2004 ein Kind von einem
anderen Mann. Ob die Trennung vom Beschwerdeführer unmittelbar danach stattfand
oder erst später, ist wie erwähnt nicht ausschlaggebend. Spätestens seit der Geburt
des Kindes bestand beim Beschwerdeführer keine Absicht mehr, die Ehe fortzusetzen.
Eine eheliche Gemeinschaft von über fünf Jahren bestand jedenfalls nicht.
Gemeinsame Kinder haben Radica M. und der Beschwerdeführer nicht. Dieser hält sich
seit Oktober 2000 in der Schweiz auf. Somit ist nicht von einem lange dauernden
Aufenthalt auszugehen. Auch kann nicht von einer weitgehenden Integration
gesprochen werden. Bei der Befragung im November 2006 benötigte der
Beschwerdeführer jedenfalls einen Dolmetscher. Zwar besuchte er Deutschkurse, doch
sind nennenswerte Beziehungen ausserhalb der Arbeitsstelle und der Kontakte zu den
Familienangehörigen, welche auf eine Integration in die schweizerischen Verhältnise
hinweisen könnten, nicht aktenkundig. Als Arbeitnehmer hat sich der Beschwerdeführer
unbestrittermassen bewährt, wie das Zeugnis der Arbeitgeberin zeigt. Er ist als
Bauarbeiter tätig, weshalb in wirtschaftlicher und arbeitsmarktlicher Hinsicht keine
Gründe bestehen, welche eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nahelegen.
Hinzu kommt, und dies ist von erheblicher Bedeutung, dass die derzeitige Ehefrau des
Beschwerdeführers mit den beiden gemeinsamen Kindern im Herkunftsstaat lebt. Unter
diesen Umständen kann nicht von einer Unzumutbarkeit der Rückkehr in den
Heimatstaat gesprochen werden. Geradezu abwegig ist angesichts des Aufenthalts der
Ehefrau und der Kinder im Herkunftsstaat die Behauptung, es liege ein Härtefall vor.
Aus dem Gesagten folgt, dass in der Verweigerung des weiteren Aufenthalts in der
Schweiz keine Rechtverletzung erblickt werden kann. Hinzu kommt, dass der
Beschwerdeführer gegenüber dem Ausländeramt falsche Angaben machte, um eine
Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung zu erwirken. Im Gesuch vom 29. August
2005 um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gab er an, er lebe mit seiner Ehefrau
zusammen im gemeinsamen Haushalt. Dies war aufgrund der vorstehenden
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Ausführungen unzutreffend. Da die eheliche Gemeinschaft eine unabdingbare
Voraussetzung für den Anspruch auf Verlängerung der Bewilligung war, kann diese
falsche Angabe nur dadurch erklärt werden, dass der Beschwerdeführer die
Verlängerung der Bewilligung erschleichen wollte. Unbegründet ist auch der Einwand,
der Wegweisungsanspruch sei durch langes Zuwarten verwirkt worden. Vor der
Einreichung des Familiennachzugsbegehrens für seine derzeitige Ehefrau und die
beiden Kinder hatte das Ausländeramt keinen Anlass, die Ehe mit Radica M. einer
genaueren Prüfung zu unterziehen.
3.3. Weiter kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer die Ehe mit Radica M.
ausschliesslich eingegangen ist, um eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu
erlangen. Seine derzeitige Ehefrau gebar 1993 und am 29. September 2001 ein Kind
von ihm. Auf die Frage, ob er die Liebesbeziehung zu ihr wieder aufgenommen habe,
da der Sohn während der Ehe mit Radica M. gezeugt worden sei, hielt der
Beschwerdeführer fest, er und seine derzeitige Ehefrau "(wir) hatten immer etwas
miteinander. Seit dem Jahre 2001 hatten wir wieder eine sexuelle Beziehung. Ich traf
sie dann auch während meinen Ferien immer wieder". Der Beschwerdeführer hat somit
erklärtermassen wenige Monate nach der Heirat mit Radica M. mit seiner derzeitigen
Ehefrau ein Kind gezeugt und den Kontakt mit dieser während der Ehe mit Radica M.
weiter gepflegt. Unter diesen Umständen ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass
der Beschwerdeführer die Ehe mit Radica M. nur deshalb eingegangen ist, um später
seine derzeitige Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder in die Schweiz
nachzuziehen. Dies kennzeichnet die Ehe mit Radica M. als Scheinehe, und zwar
ungeachtet der Tatsache, dass er mit ihr zeitweise zusammenlebte und intime
Beziehungen unterhielt. Ob eine sog. Parallelehe im Sinne der bundesgerichtlichen
Praxis vorliegt (vgl. BGE 2A.551/2003 vom 21. November 2003), kann offen bleiben.
Da die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ungeachtet des
Vorliegens einer Scheinehe rechtmässig ist, kann auf weitere Erörterungen zu den
einzelnen Indizien und auf weitere Abklärungen im Zusammenhang mit dem
Tatbestand der Scheinehe verzichtet werden. Da der Tatbestand der Scheinehe nicht
ausschlaggebend für die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ist,
würden weitere Beweisabnahmen über entsprechende Indizien keine relevanten
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Tatsachen betreffen, und auch der Einwand der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist
unbegründet.
3.4. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Grundsatzes der Fairness im
Verfahren. Er begründet dies damit, es sei mit dem Vorwurf des Einreichens einer
gefälschten Geburtsurkunde ein Vorurteil in die Welt gesetzt worden. Der
entsprechende Verdacht erhärtete sich indessen nicht. Auch ist nicht ersichtlich,
inwiefern sich dieser anfängliche Verdacht im angefochtenen Entscheid nachteilig
zulasten des Beschwerdeführers auswirkte.
3.5. Weiter rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Beweislastgrundsätze bzw.
der Unschuldsvermutung. Letztere ist ein strafrechtlicher Grundsatz, der vorliegend
nicht zum Tragen kommt. Eine Verletzung von Beweislastregeln liegt im übrigen nicht
vor. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer nicht dazu verhalten, die Annahme einer
Scheinehe zu widerlegen. Nicht zu beanstanden ist indessen die Feststellung, dass die
persönlichen und familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers für die Konstellation
einer Scheinehe typisch sind.
3.6. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, das am 1. Januar 2008 in Kraft
tretende Ausländergesetz habe eine gewisse Vorwirkung. Er bezieht diese namentlich
auf die Frist von drei Jahren, um von einer hinreichend langen Dauer der Anwesenheit
auszugehen, die eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung auch nach Auflösung
der ehelichen Gemeinschaft rechtfertigt. Eine solche Vorwirkung hat das neue Recht
aber nicht; auch hat das Ausländeramt seine bisherige Praxis (ABl 2001 Nr. 32) nicht
geändert.
3.8. Sodann macht der Beschwerdeführer eine Verletzung der Menschenwürde
geltend. Er begründet dies aber lediglich damit, dass seit der Heirat im Jahr 2000 eine
lange Zeit verstrichen sei. Bei einer Aufenthaltsdauer von rund sieben Jahren tangiert
ein Entscheid über die Verweigerung des weiteren Aufenthalts die Menschenwürde
nicht. Die Rüge ist offensichtlich unbegründet.
3.9. Zusammenfassend ergibt sich, dass in der Verweigerung der Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung keine Rechtsverletzung zu erblicken ist. Ziff. 2 und 3 des
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Rekursentscheids vom 17. August 2007 sind aufheben, im übrigen ist die Beschwerde
abzuweisen. Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'000.-- sind dem
Staat aufzuerlegen; auf ihre Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Ausserdem
ist dem Beschwerdeführer für das Rekursverfahren eine reduzierte ausseramtliche
Entschädigung zuzusprechen (Art. 98bis VRP). Eine Entschädigung von Fr. 1'000.--
zuzügl. MWSt ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. a der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechts-agenten, sGS 963.75).
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).