# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 96cb8d6c-1f83-4f4d-8743-0824d8dde5d0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965, reiste im Jahr 1989 in die Schweiz ein, absolvierte eine
Anlehre
als Bauarbeiter und arbeitete ab Dezember 1994 als Gipser bei der
Firma Y._
(
Urk. 6
/1
und
Urk.
6/6/1-3
). Am 3. Juli 1995 erlitt er einen Unfall, als er beim Arbeiten am Sockel einer Schulhauswand auf einer
abhaldigen
Wiese aus
rutschte und in ein Loch trat (Unfallm
eldung vom 4. Juli 1995, Urk. 6
/3/156). Dabei zog er sich eine Kreuzbandläsion rechts zu (
Urk. 6
/3/153). Die Schweizerische
Unfallversicherungsan
stalt
(SUVA) erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nachdem
X._
ab 11. September 1995
voll
zeitlich
an den Ar
beitsplatz zurückgekehrt war (
Urk. 6
/3/151), traten im Februar 1996 wieder Schwellungen und Schmerzen im rechten Kniegelenk auf (
Urk. 6
/3/149). In d
er Folge wurde
am
8.
Mai 1996 und am 1
7.
Oktober 1997 je eine Knieoperation vorgenommen
(
Urk. 6
/3/137
und
Urk. 6/3/121).
In seiner Abschlussuntersuchung vom 1
2.
Februar 1999 (Urk. 6/3/78-82) konstatierte
SUVA-Kreis
arzt Dr.
med.
Z._
, FMH Chirurgie,
ein nicht optimales Behandlungsresultat
und verneinte
das Vorliegen von erfolgsversprechenden th
erapeutischen Optionen
. Dabei beschrieb er ein Belastungspro
fil im Sinne einer vollschichti
gen Zumut
barkeit von sitzenden sowie vorwiegend sitzenden Tätigkeiten mit kurzen Steh- und Gehphasen
(
Urk.
6/3/81)
. Die SUVA sprach
X._
hierauf mit Ver
fügung vom 31. Mai 1999 (Urk. 6
/3/38-41)
,
gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 25 %
,
mit Wirkung ab 1. Juli 1999 eine Invali
denrente von Fr. 1'378.-- sowie wegen einer
Integri
tätseinbusse
von 5 % eine Entschädigung von Fr. 4'860.-- zu.
1.2
Mit Verfügung vom 4. September 2007 (Urk. 6/103) wies die SUVA ein
Rentener
höhungsgesuch
von
X._
vom
3.
Oktober 2002 ab, gewährte ihm jedoch eine Erhöhung der Integritätsentschädigung auf gesamthaft 15 %.
Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wurden abgewiesen (Einspracheentscheid der SUVA vom 1
6.
April 2008
[
Urk.
6/130]
, Urteil des
Sozialversicherungsge
richtes
UV.2008.00170
v
om
4.
Juni 2009)
.
2
.
2.1
Am 7. Mai 1999 (Urk. 6
/1) hatte sich
X._
erstmals bei der
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug angemeldet.
Die IV-Stelle zog die A
kten der Unfallversicherung
(Urk. 6/3/1-211)
bei
und nahm erwerbliche und medizinisch
e Abklärungen vor (Urk. 6/6
und Urk. 6/12). Mit Vorbescheid vom 1. Oktober 1999 (Urk. 6/23)
stellte sie
die
Abweisung des
Rentenbe
gehrens gestützt auf den von der SUVA verfügten Invaliditätsgrad von 25 % in Aussicht. Nach Einwanderhebun
g vom 29. November 1999 (Urk. 6
/24)
und weiteren medizinischen Abklärungen (Urk. 6/25,
Urk.
6/
36
und
Urk.
6
/41)
sprach die IV-Stelle
dem Versicherten
m
it Verfügungen vom 29. Novem
ber 2000 (Urk. 6/45 und Urk. 6
/28/3-4)
ab 1. September 1998 eine ganze (Invaliditätsgrad 100 %) sowie ab 1. Septem
ber 1999 eine halbe (Invaliditätsgrad 50 %) Rente zu
(bestätigt mit Mitteilung vom
26
. Juni 2002,
Urk. 6
/57)
.
2.2
Aufgrund des Revisionsgesuches des Versicherten vom 21. Juli 2004 (Urk. 6
/65/1-2)
holte
die IV-Stelle den Bericht des Hausarztes,
Dr. med.
B._
,
FMH
Allgemeine
Medizin
, vom 13. März 2005 (
unter Beilage
zweier
Berich
te
der
Klinik B._
,
Urk.
6/68),
die aktuellen Akten der Unfall
versi
cherung (
Urk.
6/69/1-13
[
darunter das Gutachten der
Klinik
C._
vom 11. März 2005]
,
Urk. 6
/
78-
79
und
Urk.
6/82
)
sowie den Ergänzungsbericht der Klinik
C._
vom 1
8.
Juli 2005 (
Urk.
6/77)
ein und gab bei der
MEDAS
in D._
(nachfolgend: MEDAS)
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am
7. August 2007
erstattet wurde (Urk. 6
/99)
.
N
ach
durch
geführt
em
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6
/108 und Urk. 6
/111) hob die IV-Stelle
mit Verfügung vom 1
0.
Dezember 2007 (
Urk.
6/119)
die Rentenverfügung vom 29. November 2000 samt Mitteilung vom 26. Juni 2002
wegen offensichtlicher Unrichtigkeit
wiedererwägungsweise auf und stellte die Rentenzahlungen per Ende des der Zustellung
der Verfügung
folgenden Monats ein
.
Die dagegen vom Versicherten am
22. Janu
ar 2008
erhobene
Beschwerde
(
Urk.
6/122/3-8)
wies das Sozial
versicherungsgericht mit Urteil
IV.2008.00085 vom
4.
Juni 2009 ab (
Urk.
6/136)
.
Dieses Urteil blieb unangefochten.
3.
Am
2
0.
August 2012 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf seit dem Unfall vom
3.
Juli 1995 bestehende Sc
hulterschmerzen beidseits
sowie Hals-, Rücken-, Gelenk- und Knieschmerzen
erneut
bei der IV-Stelle zum
Leistungsbe
zug
an
(
Urk.
6/140)
.
Auf deren Aufforderung vom 2
4.
August 2012 (
Urk.
6/143) hin liess der Versicherte
den Bericht
von
Dr.
B._
vom 7. November 2012 (
Urk.
6/149
) samt
Berich
te
n
der Rheumaklinik des
Spitals E._
vom 2
2.
Dezember 2011, 1
4.
Mai und 5. Juni 2012 (
Urk.
6/
148
)
einrei
chen
.
Die IV-Stelle holte die Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Diens
tes
(RAD)
vom
3./
4. Dezember 2012 und 3
0.
Januar 2013 (
Urk.
6/160/2-4)
ein und
liess de
n Vers
icherten durch Dr. med. und Dr. sc. nat. ETH
F._
, FMH Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen,
sowie PD
Dr.
med.
G._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
bidisziplinär
(rheumatolo
gisch/psychiatrisch)
begutachten
(internistisch-rheumatologisches Gutachten vom 1
8.
Mai 2013 [
Urk.
6/154/2-113, unter Beilage diverser Berichte,
Urk.
6/154/114-195]; psychiatrisches Gutachte
n vom 3
1.
Mai 2013 [
Urk.
6/156];
bidisziplinäre
Zusammenfassung vom
4.
Juni 2013 [
Urk.
6/157]).
Nach Rück
sprache mit dem RAD (
Urk.
6/160/5) sowie durchgeführtem
Vorbescheidver
fah
ren
(
Urk.
6/161-170) wies die IV-Stelle
, ausgehend von einem
Invaliditäts
grad
von 20
%
, mit Verfügung vom 17.
Oktober 2013 das Leistungsbegehren des Versicherten ab (Urk. 6/173
=
Urk. 2
).
4
.
Gegen diese Verfügung erhob d
er Versicherte mit Eingabe vom
4.
November 2013 Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei ihm eine Rente zuzuspre
chen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin ersuchte in ihrer Beschwerdeantwort vom
2
9.
November 2013 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was dem Beschwerdeführer am 3. Dezember 2013 mitgeteilt wurde (
Urk.
7).
5.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden
rente hat.
1.2
Die Beschwerdegegnerin machte geltend, gemäss dem medizinischen Gutachten vom 3
1.
Mai 2013, auf welches vollumfänglich abgestellt werden könne, seien dem Beschwerdeführer angepasste Tätigkeiten
zu 80
%
zumutbar. Ausgehend von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
62‘796.-- und e
inem
Invalideneinkom
men
von Fr.
50‘215.-- resultie
re eine Erwerbseinbusse von Fr.
12‘554.-- resp. ein Invaliditätsgrad von 20
%
(
Urk.
2).
1.3
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, die verschiedenen Akten und Befunde seien noch einmal zu überprüfen, da es einige Unstimmigkeiten und Widersprüche gebe. Zudem liege ein Befund des
Spitals E._
vor, der aussagekräftig sei. In diesem Bericht werde erwähnt, dass ein Invaliditätsgrad von 40
%
festgestellt worden sei. Auch Hausarzt
Dr.
B._
habe bestätigt, dass das
„
Urteil
“
nicht in Ordnung sei. Er leide unter unerträglichen Schmerzen, und die gesundheitliche Situation verschlechtere sich zunehmend (
Urk.
1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Te
il des Sozialversicherungsrecht
s [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Wurde eine Rente, eine
Hilflosenentschädigung
oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen
Assistenzbei
trag
entsteht, verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraus
setzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades oder der Hilflosigkeit auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad oder die Hilflosig
keit oder der Hilfebedarf seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität oder Hilflosigkeit oder einen anspruchsbegründenden Hilfebedarf zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
Dabei ist zu beachten, dass Anlass zur Rentenrevision jede wesentliche Ände
rung in den tatsächlichen Verhältnissen gibt, die geeignet ist, den
Invaliditäts
grad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Allerdings stellt eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sach
verhalts keine revisionsbegründende Tatsachenänderung dar. Diese Grundsätze geltend sinngemäss auch im Neuanmeldeverfahren nach
Art.
87
Abs.
4 IVV (Urteil des Bundesgerichtes 8C_436/2011 vom 1
0.
Mai 2012 E. 2 mit Hinwei
sen).
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
3.1.1
D
as hiesige Gericht hat im – die Beschwerde gegen die rentenaufhebende Verfü
gung
der Beschwerdegegnerin
vom 1
0.
Dezember 2007
(
Urk.
6/119)
abweisen
den -
Urteil
IV.2008.0085
vom 4.
Juni 2009
(
Urk.
6/136
)
unter anderem
erwo
gen
,
dass die Annahme einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit ab
1.
September 1998 nicht offensichtlich unrichtig gewesen sei. Ab Mitte 1999 ergebe sich
jedoch
wegen der unangefochten gebliebenen Verfügung der SUVA vom
3
1.
Mai 1999 (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.1) eine andere Situation. Da die Rentenverfügung der Beschwerdegegnerin nachher er
gangen sei, wäre diese
rechtsprechungsgemäss verpflichtet gewesen, eine Koordination mit der Unfall
versicherung durchzuführen (S. 13). Zu den Verhältnissen im Zeitpunkt der Verfügung vom 1
0.
Dezember 2007 hielt das Gericht fest, dass die
Gutachter
der MEDAS
in ihrer Expertise
vom 7.
August 2007
(
Urk.
6/99)
von einer
nach wie vor vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer ange
pas
sten Tätigkeit ausgingen. Das Gutachten entspreche
in sämtlichen Punkten den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Exper
tise
.
Demge
genüber könne auf die Einschätzung
en
der Gutachter der Klinik
C._
(
Urk.
6/69/3-13) sowie der
Klinik B._
(
Urk.
6/82/3-11) nicht abgestellt werden (S. 15-16). Zusammenfassend stehe fest, dass sich der Gesundheitszu
stand des
Beschwerdeführers zwischen der ursprünglichen
Rentenzusprache
im Jahr 2000
und dem Erlass der Verfügung vom Dezember 2007
leicht ver
schlechtert habe.
Währenddem
im rechten Knie eine praktisch identische Situa
tion anzutreffen sei, liege im linken Knie neu eine
Gonalgie
bei Verdacht auf eine degenerative mediale
Meniskushinterhornläsion
vor. Daneben bestünden Rückenschmerzen unklare
r Ätiologie. Diese neu hinzugetretenen
Beschwerden führten indes nicht zu einer Änderung des Belastungsprofils, nehme dieses doch
bereits hinreichend Rücksicht auf die Einschränkungen des Beschwerdeführers. Weiter bestehe keine
psychische Beeinträchtigung mit
Krankheitswert. Damit ergebe sich,
dass die ursprüngliche
Rentenzusprache
(ab
1.
Juli 1999 resp. ab
1.
Oktober 1999)
zweifellos unrichtig und auch im Zeitpunkt der
Rentenaufhe
bung
vom 10. Dezember 2007 nach wie vor falsch gewesen sei. Der Beschwer
deführer sei damals wie heute
in der Lage (gewesen),
eine angepasste Tätigkeit in vollzeitlichem Ausmass zu verrichten, womit er im – nicht
rentenbegründen
d
en
- Ausmass von 25 % invalid sei
(S.
17
).
3.1.2
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeld
ung des Beschwerdeführers vom 20
. August 2012 (Urk. 6/140) eingetreten. Demnach ist zu prüfen, ob sich seit der Verfügung vom 1
0.
Dezember 2007 (Urk. 6/119)
bis zum Erlass der ange
fochtenen Verfügung vom 1
7.
Oktober 2013 (Urk. 2) der massgebliche medi
zi
nische und/oder wirtschaftliche Sachverhalt in einer so erheblichen Weise ver
ändert hat, dass der Beschwerdeführer nunmehr Anspruch auf Leis
tun
gen der Invalidenversiche
rung hat (E. 2.3).
3.2
I
m besagten
Guta
chten der MEDAS
vom
7.
August 2007
(Urk.
6/99)
,
waren
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine
initiale
mediale
und
retropatelläre
Arthrose Kniegelenk rechts bei Status nach dreifacher
Teilresek
tion
des medialen
Meniskushi
nterhorns
im Kniegelenk rechts und
Status nach vorderer Kreuzbandrekonstru
ktion im Kniegelenk rechts (Oktober 1997), (2)
eine
Gonalgie
links bei Verdacht auf degenerative, mediale
Meniskushinterhornlä
sion
,
(3)
chronische Lumbalgien unklarer Ätiologie sowie
(4) eine
persisti
erende
Bewe
gungseinschränkung
im rechten Ellbogengelenk bei Status nach traumati
scher Läsion (ca. 1978)
erhoben
worden
. Als
Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
waren unter
anderem
psychische
Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifi
zierten Krankheiten (
ICD-10
F54
)
angeführt
worden
(S.
25).
Im Weiteren war ausgeführt worden, dass d
ie obj
ektivierbaren Befunde
in kei
nem ausreichend nachvollziehbaren Zusammenhang zu den massiven Beschwerden, welche der Beschwerdeführer klage
, stünden
. Das demonstrative Verhalten bei der Untersuchung mache eine Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit schwierig
(S. 30)
. Die beginnenden
arthrotischen
Verände
rungen im rechten Kniegelenk sowie die degenerativen Veränderungen des
medialen Meniskushornes links beeinträchtigten Funktion und Belastbarkeit des Kniegelenkes. Von Seiten des rechten Ellbogengelenks und des linken Daumens ergebe sich keine Beeinträchtigung.
Aus psychiatrischer Sicht fänden sich keine Hinweise auf eine hirnorganische Störung, eine Abhängigkeitserkrankung, eine psychotische Störung und auch nicht auf eine affektive Störung. Trotz der berichteten Diskrepanzen zwischen körperlichen Befunden und subjektiven Beschwerden seien die Kriterien für eine
somatoforme
Schmerzstörung nicht erfüllt. Die beschreibbaren Symptome liessen sich als psychische und
Verhal
tensfaktoren
bei andernorts klassifizierten Krankheiten einordnen (ICD-10 F54 [S. 30]). Auf der psychisch-geistigen und sozialen Ebene ergäben sich aus der psychiatrischen Störung keine Beeinträchtigungen, welche die vormalige oder eine vergleichbare Arbeit unzumutbar machen würde
n
.
G
esamthaft müssten Einschränkungen
für die angestammte Tätigkeit, welche
schweres Heben und Tragen, häufiges Steigen und Arbeiten
im Knien beinhalten habe,
festgestellt werden. A
n
dere Arbeiten
, welche diese Tätigkeitsmerkmale nicht aufwiesen,
seien aus polydis
ziplinärer Sicht uneingeschränkt zumutbar
(S. 31)
.
3.
3
3.3.1
Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach dem 1
0.
Dezember 2007
ist den
medizinischen
Akten im Wesentl
ichen zu entnehmen, dass am 28.
Januar 2008
-
neuerliche
-
Untersuchungen
(MRI)
bezüglich der Knie sowie der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
durchgeführt
wurden
(
Urk.
6/154/144-145). Am
12
.
September 2008
fanden im Spital
H._
erstmals
(vgl.
Urk.
6/99/50)
bildgebende Abklärungen bezüglich der Schultern statt (
Arthrographie
Schulter rechts
sowie
MR
I
Schulter links
,
Urk.
6/154/143)
, wobei sich eine
Unterflä
chenläsion
des
Supraspinatus
, eine
Insertionstendopathie
, keine durchgehende Ruptur, keine Muskelatrophie sowie etwas
Impingementsymptomatik
durch ein mässig degenerativ verändertes AC-Gelenk zeigten
.
Weitere Abklärungen
bezüglich der Schultern erfolgten
am 21.
August 2009 (Ultraschall der Schulter
gelenke
und Untersuchung durch Dr.
I._
[
Urk.
6/
154/157
]
).
Im betreffenden Bericht an
Dr.
B._
vom 2
5.
August 2009 berichtete
Dr.
I._
, dass sie beim Beschwerdeführer eine linksseitige
Impingement
symptomatik
finde, welche durch die nicht
transmurale
Supraspinatussehnen
ruptur
, die leichte Bursitis und auch die AC-Gelenksarthrose erklärt werden könne. Daneben bestehe auch eine leich
te
zervikovertebrale
Komponente
der Schmerzen
(
Urk.
6/154/155-156).
Daraufhin wurde am 21.
September 2009 im
MRI Zentrum
J._
(erstmals)
ein
MRI der
Halswirbelsäule (
HWS
)
durchge
führt
, welches
im
Segment C6/7 eine
ausgeprägtere
,
medialbetonte
Bandschei
benprotrusion
, einen hier mässig
pelotierten
Duralsack, regelrecht weite
Neuro
foramina
sowie keinen Hinweis für eine Myelopathie
ergab
(Urk. 6/154/142).
Die am
5.
Januar 2010 nach einer
Heckkollision vorgenommenen Röntge
nun
tersuchungen der HWS zeigten
einen unauffälligen Befund ohne
ossäre
Läsio
nen und mit regelr
echtem Alignement der HWS (Urk.
6/
154/141 und
Urk.
6/154/181). Wegen Schmerzen resp. Blockade im Ellbogen
rechts
begab sich der Beschwerdeführer am 2
3.
Juni 2011 notfallmässig ins Spital
H._
, wo nach durchgeführter Röntgenuntersuchung eine aktivierte Ellbogenarthose rechts mit Einklemm
ungs
symptomatik diagnostiziert wurde
(
Urk.
6/154/140
und Urk.
6/154/180
).
3.3.2
Auf Veranlassung von
Dr.
B._
wurde der Beschwerdeführer am 21.
Dezember 2011
in der Rheumaklinik des
Spitals E._
vorstellig. In der Folge
wurden
eine
Sonographie der linken Schulter (
1
8.
Januar 2012), ein MRI der HWS (
2
8.
März
2012) und ein
Arbeitsassessment
in der
Ergonomiesprechstunde
des
Spitals E._
(
3.
April 2012
; inkl. psychologische Explora
tion am 1
0.
April 2012, Basistests am 18./1
9.
April 2012 und Nachbesprechung am
2.
Mai 2012
)
vorgenommen
. Zudem wurde der Beschwerdeführer am 2
3.
März, 1
7.
April und 2
9.
Mai 2012 ambulant in der
Rheumaklinik des
Spitals E._
beurteilt
(
Urk.
6/148).
Im Bericht
von Assistenzärztin
Dr.
med. K._
von der Abteilung Ergono
mie des
Spitals E._
betreffend
das
Arbeitsassess
ment
vom 14.
Mai 2012 wurden als arbei
tsrelevante Diagnosen (1) eine
P
eriarth
r
opathia
humeroscapularis
tendino
pathica
beid
seits
partim
ankylosans
(M75.1),
aktuell linksbetont mit
Impinge
mentsyndrom
und eingeschränkter Beweglichkeit,
MRI Schulter links März 2012 (adhäsive
Capsulitis
,
Tendinosis
calcarea
der
Supraspinatussehne
mit kleiner gelenkseitiger Partialruptur unmittelbar am Ansatz, Partialruptur des
Oberran
des
der
Subscapularissehne
sowie leichte Subluxation der langen
Bizepssehne
aus dem
Sulcus
bicipitalis
mit
Tendinopathie
im intraartikulären Verlauf) und Sonographie Januar 2012 (aktivierte AC-Gelenksarthrose beidseits, leichte Bur
sitis
subacromialis
links
), (2) ein
zervikozephales
und
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom links (M53.1) mit Verdacht auf
zervikoradikuläres
Reiz- und sen
somotorisches Ausfallsyndrom C
7
/8
links, ausgedehnten
Myogelosen
und muskulärer
Dysbalance
, MR HWS
März 2012
(dorsale
Diskusprotrusion
C6/C7 mit leicht- bis
mässiggradiger
Spinalkanalstenose bei Kontakt zum
Myelon
, keine
foraminale
Enge oder Nervenwurzelkompre
ssion), (3)
Periarthralgien
bei
der Ellbogen, bei/mit
Epicondylopathia
humeri
radialis
links (M77.1) und ein
geschränkter Ellbogenfunktion rechts nach Trauma in der Kindheit und operati
ver Versorg
ung, (4) ein
Verdacht auf eine
Tendinopathie
der
Extensorensehnen
Handgelenk links, (5) eine
Periarthropathia
genu
beidseits im Sinne einer Präarthrose (M25.56), rec
hts bei/mit Status nach mehreren Kniedistorsionen (Unfall am
3.
Juli 1995),
Hinterhornresektion
medialer Meniskus, vordere Kreuzbandplastik (dreimali
ge Operation ca. 1992 bis 1997), MRI Knie rechts
Januar 2008 (MRI Zentrum
J._
:
fehlendes vorderes Kreuzband bei Status nach Kreuzbandplastik, Meniskusläsion medial und im lateralen
Meniskusvor
derhorn
, deutliche Knorpelschäden lateral und deutliche Knorpelalterationen im
femoropatellären
Gelenk
) und links bei/mit klinisch medialer Instabi
lität a
nam
nestisch ohne Trauma,
MRI Knie links Januar 2008
(MRI Zentrum
J._
: Meniskusläsion im medialen
Meniskushinterhorn
, deutlicher
retropatellärer
Knorpelschaden lateral
), (6) ein chronisch rezidivierendes
lumbover
tebrales
Schmer
z
syndrom (
M54.5), MRI LWS vom 1. Januar 2008 (MRI Zentrum
J._
:
mässige
Spondylarthrose
der untersten drei Segmente und
höhengemin
derte
Bandscheibe L1/2, ansonsten normal)
sowie (7) ein
Verdacht auf mittel
gradige depressive
Episode (F32.1) erhoben. Als
„A
ndere Diagnosen“
wurden
insbesondere
chronische Schmerzen bei somatischen und psychischen Faktoren (F45.41)
bei zervikal betonten Rückenschmerzen und Polyarthralgie der grossen peripheren Gelenke, Verdacht auf mittelgradige depressive Episode, schwerwie
gender psychosozialer Problematik sowie
bei
Problemen durch negative
Kind
heitserl
ebnisse
im Krieg in der Heimat (
Differentialdiagnose: anhaltende
soma
toforme
Schmerzstörung
,
F45.5)
angeführt
(
Urk.
6/148/2)
.
Unter dem
Titel „Ärztliche Beurteilung“ hielt Dr.
K._
fest, dass für die beschriebenen Beschwerden klare morphologische Korrelate und klinische Befunde
bestünden
, weshalb trotz teilweiser Selbstlimitierung in den funktionellen Leistungstests aus somatischer Sicht eine Leistungseinschränkung für die körperliche Belas
tung des Nackens und unteren Rückens, der Schultern, Ellbogen und Kniege
lenke begründet werden könne. Durch die psychische Problematik werde zudem das selbstlimitierende Verhalten
in
den Tests erklärbar (
Urk.
6/148/3).
Zur Arbeitsfähigkeit
bemerkt
e
Dr.
K._
, der Beschwerdeführer sei i
n der derzeiti
gen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter im Schwimmbad voll einsetzbar, da es sich um eine sehr leichte Tätigkeit mit e
inem sehr tiefen Pensum
handle
. Bezo
gen
auf ein fiktives Pensum von 100
% müsste aber auch in dieser Tätigkeit eine Leistungsminderung infolge sich i
m Tagesverlauf kumulierender B
eschwer
den von min
destens 30 % attestiert werden
.
Was die Zumutbarkeit für andere Tätigkeiten betreffe, so sei dem Beschwerdeführer eine mittelschwere Arbeit (Gewichtshantierung 10 bis maximal 25 Kilogramm) ganztags mit vermehrten Pausen (zusätzlich zu den üblichen Pausen von ca. 20 Minuten pro
Halbt
ag
) über den Tag verteilt von 2
Stunden aufgrund der Zunahme der Beschwerden und Verschlechterung der Funktionsfähigkeit bei länger dauernder Belastung (Gewichtshantierungen linke Hand, Rotation im Sitzen nach rechts, vorgeneigt Stehen und Treppen steigen
möglich
)
.
Es bestehe eine Belastungsreduktion: Arbeit über Schulterhöhe nie, vo
rgeneigt Stehen manchmal
(bis drei Stunden
am Tag
), Rotation im Sitzen nach rechts, Treppenstei
gen manchmal (bis drei
Stunden
am Tag
)
.
Daraus ergebe sich eine Leistungsminde
rung von 25
%
auf
grund der um zwei
Stunden reduzierten zeitlichen Präsenz sowie eine weitere Leistungsminderung von etwa 15
%
infolge eines langsameren Arbeitstempos durch das notwendige Anpassen vieler Aktivitäten an die eingeschränkte Gelenksfunktion der Schulter-, Ellbogen- und Knieg
elenke. Daraus resultiere aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht
eine zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Arbeitstätigkeit von 60
%. Zusätzlich bestehe möglicherweise eine Leistungseinschränkung aufgrund einer psychischen Problematik von Krankheitswert (
Urk.
6/148/4).
3.3.3
Dr.
B._
hielt in seinem Schreiben a
n die Beschwerdegegnerin vom 7.
November 2012
(
Urk.
6/149)
fest,
s
eines Erachtens sei die im Bericht (des
Spitals E._
) erwähnte Belastbarkeit
(angepasst ganztags) nicht realistisch (auch nicht mit längeren Pausen). Die Arbeitsfähigkeit behinderungsangepasst
werde mit 60
% angegeben, seiner
Meinung nach liege sie bei maximal 40
%
(
Urk.
6/149).
3.3.4
Dr.
F._
nannte
in ihrem
internistisch-rheumatologischen
(Teil-)
Gutachten vom 1
8.
Mai 2013
(
Urk.
6/154/2-113
)
als rheumatologische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1) Schmerzen im rechten Knie bei (a) Status nach multiplen Distorsionen mit Läsion
der
Menisc
i
und Partialruptur des vorderen Kreuzbandes und
arthroskopischen
Behandlungen am 2
6.
Januar 1993 (
Hinterhorn-Teilmenisektomie
),
8.
Mai 1996 (
Hinterhorn-Teilmenisekto
mie
) und 1
7.
Oktober 1997 (vordere
Kreubandersatzplastik
und
Hinterhorn-Teilmenisektomie
) sowie (b) degenerativen Veränderungen vor allem
retropa
tellär
und im
femoralen
Gleitlager sowie in der
posterioren
Belastungszone des lateralen
Femurkondylus
und fehlender Durchgängigkeit der
Kreuzbandersatz
plastik
, bildgebend seit Jahren im Wesentlichen unverändert (
Arthro
-MRI Mai 2013 gegenüber Januar 2008),
szintigraphisch
ohne vermehrte Aktivität
(Mai 2013)
, (2) eine deutliche Arthrose des rechten Ellbogens vor allem
ulnar
(Rönt
gen Mai 2013) bei (a) Status nach Fraktur etwa 1975 mit
Schraubenosteosyn
these
im Libanon (b) deutlichem Flexions- und Extensionsdefizit bei normaler Pro- und
Supination
sowie (c) leichter
szintigraphischer
Aktivierung (Mai 2013) und (3) Schmerzen in beiden Schultern mit beginnender
Omarthrose
links ohne
periartikuläre
Verkalkungen mit
mässiger
AC-Gelenksarthrose beidseits (Rönt
gen Mai 2013), mässig vermehrter
szintigraphischer
Aktivität der
AC-Gelenks
arthrosen
(Mai
2013), jedoch nicht der
Omarthrose
links sowie Status nach adhäsiver
Kapsulitits
links mit Obliteration des
Rotatorenmanschettenintervalls
(MRI März 2012). Als rheumatologische Diagnosen ohne Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit erhob sie
unter
anderem
ausgedehnte chronische
Schmerzen mit
unauffälliger
Dolorimetrie
(Gutachten S. 105
).
Unter dem Titel
„Beurteilung der Arbeitsfähigkeit“ hielt
Dr.
F._
fest, d
er Beschwerdeführer sei durch die eingesch
r
änkte Funktion des rechten Knies, des rechten Ellbogens und der linken
Schulter limitiert. Im rechten Ellbogen bestehe ein leichtes Flexions- und ein deutliches Extensionsdefizit bei normaler Pro- und
Su
pination
(S. 108
)
.
Im Weite
ren gab sie wieder
,
wie sich solche Defizite resp.
Einschränkungen
im Bereich der Knie-, Ellbogen-
und Schultergelenke
gemäss „Wegleitung
zur Einschätzung der zumutbaren Arbeitstätigkeit nach Unfall und bei Krankheit
“
,
herausgegeben von der Swiss Insurance
Medicine
(SIM)
, Interessengemeinschaft V
ersicherungsmedizin Schweiz (
2.
Auflage 2013
abrufbar unter
http://www.swiss-insurance-medicine.ch/zumutbare-arbeitstaetig
keit
;
entspricht insoweit im Wesentlichen der
von
Dr.
F._
zitier
ten
1.
Auflage 2007),
auf
die Arbeitsfähigkeit auswirken
können, und fügte ergänzend hinzu
,
dass der
Beschwer
deführer
Lasten bis zu 15
Kilogramm heben oder tragen (leichtes bis mittelschweres Belastungsniveau)
könne
. Tätigkeiten, welche diesem Profil ents
prächen, könne er zu 100
%
bzw.
ganztags ausüben. Die Tätigkeit als Aushilfe im Schw
immbad sei gemäss
Arbeitsassess
ment
vom 1
4.
Mai 2012 adaptiert. Er könne diese Tätigkeit ganztags ausüben. Die ange
stammte
n Tä
tigkeiten als Hilfsgipser resp.
Bauhilfsarbeiter
könne er nicht mehr ausüben
. In einer angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer nie la
ngfristig eingeschränkt gewesen
(S. 109
)
.
Seit der letzten Begutachtung im Jahr 2007 sei es zu keiner wesentlichen Veränderung des Gesu
ndheitszustandes gekommen (S.
112
).
PD
Dr.
G._
erhob in seinem psychiatrischen (Teil-)Gutachten vom 3
1.
Mai 2013
(
Urk.
6/156)
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0
[S. 7]
).
Aus psychiatrischer Sicht lägen deswegen qualitative Funktionseinschränkungen in der Höhe von 20
%
vor. In der angestammten Tätigkeit wie auch in ein
er Verweisungstätigkeit bestehe
aus psychiatrischer Sic
ht eine 80%ige Arbeitsfähigkeit, und zwar ab
Untersu
chungszeitpunkt
(
3
0.
Mai 2013 [S. 10]
).
Im Rahmen der
bidisziplinären
Zusammenfassung vom
4.
Juni 2013
(Urk. 6/157)
hielten die
Gutachter
Dr.
F._
und PD
Dr.
G._
bei gleichen Diagnosen wie in den Teilgutachten
fest, dass der Beschwerdeführer aus psychi
atrischer Sicht in jeglicher Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig sei. Aus rheumatolo
gischer Sicht könne er in einer ad
aptierten Knie-, Ellbogen- und S
chulter
-
scho
nenden Tätigkeit ganztags arbeiten, wobei er Lasten bis
zu 15 Kilogramm han
tieren
(leichtes bis mittelschweres Belastungsniveau)
könne
.
Aus
bidisziplinärer
Sicht könne er in einer ada
ptierten Tätigkeit zu 80
%
bzw.
32
Wochenstunden arbeiten.
3.3.5
Dr.
B._
gab im Ärztlichen
Zeugnis vom 2
2.
August 2013 an
, der Beschwerde
führer sei seit dem
Ar
beitsassess
ment
auf
der Rheumatologie des
Spitals E._
im Mai 2012 wegen diverser degen
erativer Veränderungen des Bewe
gungsapparates immer wieder bei ihm in Behandlung gewesen. Es habe keine Zeit gegeben, in welcher er keine
Analgetica
habe einnehmen müssen. Aktuell leide er unter chronischen Schulterschme
rzen beidseits und chronischen
b
elas
tungsabhängigen
Kniegelenksschmerzen beidseits. Er könne lediglich kurze Strecken gehen. Wiederholt habe er den Beschwerdeführer mit einem
Kniege
lenkserguss
gesehen als Folge einer Überbelastung bei der leichten
,
nur einein
halb Stunden
dauernden Arbeit im Schwimmbad
(Urk.
6/169
/1
).
3.4
3.4.1
Vorweg zu nehmen ist, dass
Gegenstand
der
Begutachtung in der
MEDAS
im August 2007
insbesondere die vom Beschwerdeführer damals geklagten Schmer
zen und Beschwerden im Bereich des rechten, zeitwe
ise auch des linken Knies
sowie diffuse tief thorakale bis lumbale Rückenschmerzen gebildet hatten.
Im Weiteren lag – bereits – damals eine ausgeprägte Bewegungseinschränkung des rechten Ellbogengelenkes nach stattgehabter Verletzung im Kindesalter
vor
, wel
che aber vom Beschwerdeführer als nicht schmerzhaft bezeichnet worden war.
Schliesslich
hatte er
Schulterschmerzen linksseitig, insbesondere bei
Abduk
-
tion
, erwähnt,
welche damals jedoch
nicht im Vordergrund gestanden hatten
.
Über z
ervikale Beschwerden
hatte er
damals – no
ch – nicht geklagt
(
Urk.
6/99/49-51
)
.
3.4.2
Anlässlich der Neuanmeldung
vom 2
0.
August 2012
machte der Beschwerdefüh
rer nach wie vor Knie- und Rückenschmerzen sowie überdies Schulterschmerzen beidseits, Hals- und Gelenkschmerzen geltend
(
Urk.
6/140/5)
. Die betref
fenden Diagnosen und Befunde in den seitens des Beschwerdeführers eingere
ichten Berichten des
Spitals E._
vom 2
2.
Dezember 2011, 1
4.
Mai und
5.
Juni 2012
(
Urk.
6/148; vgl. E. 3.3.2)
deuten
dabei in der Tat (vgl. Stell
ungnahme
der
RAD-Ä
rzt
e
Dr.
med.
L._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, und
Dr.
med.
M._
, FMH Neurologie, Psychiatr
ie und Psychotherapie vom 3./4. Deze
mber 2012,
Urk.
6/160/3
)
darauf hin
, dass sich der Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers seit der Begutachtu
ng in der MEDAS
im August 2007 verschlechtert hat.
3.4.3
Zu
prüfen
ist
, ob
und inwieweit sich
auch
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers verschlechtert hat.
Dabei gilt es zu beachten, dass sich r
adiologisch erhobene Veränderungen, namentlich im Wirbelbefund, allein nicht notwendi
gerweise im Ausmass der funktionellen Einschränkung nieder
schlagen
; vielmehr sind derartige Befunde
ärztlicherseits
anhand d
er Klinik zu überprüfen und
der
en Auswirkungen bei der Untersuchung und im Alltag substantiiert darzule
gen. Dazu gehören insbesondere auch Anga
ben zum beobachteten Verhalten sowie
Feststellungen über die Konsistenz der gemachten Angaben
(Urteile des Bundesgerichtes 8C_282/2012 vom 1
1.
Mai 2012 E. 5 und 9C_68/2014 vom
2.
Juni 2014 E. 3.3).
3.5
3.5.1
Das
internistisch-rheumatologische
(Teil-)
Gutachten von Dr.
F._
vom 18.
Mai 2013 (
Urk.
6/154/2-112; vgl. E. 3.3.4)
basiert auf
einer umfassenden kli
nischen Untersuchung
sowie
auf - von ihr veranlassten -
ergänzenden r
adiolo
gischen Abklärungen (Urk.
6/154/116-122)
und wurde in
Kenntnis der
und Auseinandersetzung mit den
Vora
kten
(Anam
nese)
verfasst
.
Die
Gutachter
in
hat detaillierte
Befunde erhoben
(Urk. 6/154/100-104)
und sich mit den vo
m Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden und
seinem
Verhalten au
seinander
gesetzt
. Zudem hat sie die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Das (Teil-)Gutachten von
Dr.
F._
erfüllt demnach alle recht
sprechungsgemässen Kriterien
für eine beweistaugliche medizinische
Entschei
dungsgrundlage
, weshalb ihm grundsätzlich voll
er Beweiswert zukommt (vgl.
E.
2.4
)
3.5
.2
Dr.
F._
hat in
nachvollziehbarer Weise dar
getan
, dass und weshalb die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen und Beschwerden im geltend gemachten Ausmass aus somatischer Sicht nicht vollständig erklärt werden können.
So wies sie
– wie bereits die Gut
achter der MEDAS
(vgl. E. 3.2) -
darauf hin, dass in der klinischen Untersuchung Diskrepanzen auffielen
.
Namentlich zeige
der Beschwerdeführer
initial
einen hinkenden Gang, der sich unter Ablen
kung normalisiere. Bei der direkten Untersuchung der HWS zeige er eine deut
lich eingeschränkte Beweglichkeit. Unter Ablenkung bewege er dagegen die H
WS
normal.
Im Weiteren stellte Dr.
F._
fest, dass
die Brustwirbelsäule (BWS) und die LWS normal beweglich seien.
Radikuläre
Zeichen
seien nicht
vorhanden.
Namentlich nehme der Beschwerdeführer
spontan den
Langsitz
ein, was eine wesentliche lumbale neurale Kompression ausschliesse. Alle grossen peripheren Gelenke ausser dem rechten Ellbogen seien normal beweglich, ins
besondere auch das rechte Knie. Die Beweglichkeit der linken Schulter sei bei der direkten Prüfung deutlich eingeschränkt und normalisiere sich erst unter Ablenkung.
Dr.
F._
bemerkte dazu,
dass eine
wesentliche adhäsive
Kap
sulitis
der linken Schulter
jetzt klinisch nicht vorhanden
sei
. Der rechte Ellbogen weise ein leichtes Flexions- und ein deutliches Extensionsdefizit auf. Die Pro- und
Supination
seien dagegen normal. Nirgends seien Gelenksergüsse,
Synovi
tiden
oder überwärmte Gelenke vorhanden. Insbesondere wiesen das rechte Knie, der rechte Ellbogen und die linke Schulter keinen Gelenkserguss
und keine Überwärmung auf. Es bestünden deutliche
Gebrauchsspuren an beiden Händen
, was zeige, dass er
aktuell lang andauernd
beide
Hände kraftvoll ein
setze. Die ganze Muskulatur sei liegend geprüft nirgends verspannt. Die
Bioim
pedanz-Analyse
zeige eine erfreulich grosse Muskelmasse von 49
%
, welche den Normwert von 40
%
weit übertreffe. Eine lang andauernde körperliche Scho
nung könne daraus ni
cht abgeleitet werden. Obwohl der Beschwerdeführer
über ausgedehnte Schmerzen klage, falle die
Dolorimetrie
gänzlich unauffällig aus. Es sei kein einziger pathologischer Tender Po
i
nt oder Kontrollpunkt vorhanden. Die Ganzkörper-Szintigraphie (Mai 2013) mit SPECT-Aufnahmen der HWS, der Schultergelenke beidseits sowie der LWS zeige als wesentlichste Befunde eine leichte Aktivierung der Arthrose des rechten Ellbogens und der AC-Gelenke beidseits. Dagegen sei keine vermehrte Aktivität im Bereich beider Knie und der ganzen Wirbelsäule erkennbar. Die MRI-Untersuchung der LWS (Mai 2013) zeige eine kongenitale beidseitige
Spondylolyse
ohne
Spondyl
ol
isthesis
im Segment L5/S
1.
Es seien keine Kompressionen des Spinalkanals oder neuraler Strukturen vorhanden. Dieser bildgebende Befund der LWS sei nicht gravierend. Die
Arthro
-MRI-Untersuchung des rechten Knies (Mai 2013) zeige eine fehlende Durchgängigkeit der vorderen Kreuzbandplastik und degenerative Veränderun
gen, die
szintigraphisch
nicht aktiv seien. Der bildgebende Befund habe sich gegenüber der Voruntersuchung (Januar 2008) nicht wesentlich verändert
(
Urk.
6/154/107-108)
.
Aus den von
Dr.
F._
–
in Auseinandersetzung mit den
Ergebnisse
n
der im Januar 2008
(
vgl. E. 3.3.1)
, März 2012
(
Urk.
6/148/9
)
und
Mai 2013
(
Urk.
6/154/116-122)
vorgenommenen
bildgebenden Abklärungen
und in Über
einstimmung mit den von ihr erhobenen detaillierten klinischen Befunden (
Urk.
6/154/100-104)
- gemachten
Feststellungen
geht hervor, dass
seit der MEDAS-Begutachtung im August 2007
– lediglich – im Bereich des rechten Schulter- sowie des rechten Ellbogengelenkes massgebliche Beeinträchtigungen hinzu gekommen sind.
Diesen hat
Dr.
F._
mit der von ihr vorgenomme
nen Änderung des damals formulierten Belastungsprofils
(Tätigkeiten ohne schweres Heben und Tragen, häufiges Steigen
und Arbeiten im Knien, vgl.
E.
3.2
)
angemessen Rechnung getragen.
Ihre
– in der
bidisziplinären
Zusammen
fassung vom
4.
Juni 2013 (Urk. 6/157)
bestätigte
-
Beurteilung
, wonach dem Beschwerdeführer
(leichte bis mittelschwere)
Knie-
, Ellbogen- und Schulterge
lenk-
schonende Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von
Lasten über 15 Kilo
gramm – nach wie vor -
ganztags zumutbar sind,
erscheint deshalb
überzeu
gend.
3.5
.3
Das psychiatrische Gutachten von
PD
Dr.
G._
vom 3
1.
Mai 2013
(
Urk.
6/156)
basiert
auf
einer
eigene
n psychiatrischen Untersuchung
und wurde in Kenntnis der
und einlässlicher Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet.
PD
D
r.
G._
legte nachvollziehbar dar, dass und we
shalb beim Beschwerdeführer anlässlich der
am 3
0.
Mai 2013 durchgeführten ambulant-psychiatrischen Untersuchung
(einzig
) eine
l
eichte depressive
Episode (ICD-10 F32.0)
erhoben werden konnte.
Im psychi
atrischen Teilg
utachten der MEDAS
vom 3
0.
Mai 2007
war
lediglich die
– invalidenversicherungsrechtlich nicht relevante -
Diagnose nach ICD-10 F54 (Psychologische Faktoren oder andere Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten) gestellt worden
.
Es mag zwar zutreffen, dass
– wie PD
Dr.
G._
bemerkte
(
Urk.
6/156/12-13)
– möglicherweise bereits damals eine leichte depressive Störung bestand. Es besteh
t aber kein Grund, die
Beur
teilung
des psychiatrischen Gutachters der MEDAS
, wonach
anlässlich der dor
tigen Untersuchung
insbesondere auch die Diagnosekr
iterien gemäss
ICD-10
F3
(Affektstörungen)
nicht (vollständig) erfüllt
waren, in Frage zu stellen.
Demnach ist davon auszugehen, dass
seither eine leichte Verschlechterung des psychi
schen Gesundheitszustandes eingetreten ist.
Wie erwähnt, kam
PD
Dr.
G._
zum Schluss
,
dass
der Beschwerdeführer nun
mehr aus psychiatrischer Sicht sowohl in der angestammten als auch in einer Verweisungstätigkeit – ledi
glich – zu 80
%
arbeitsfähig sei. Dazu ist zu bemer
ken
, dass
– auch -
ein
leichtes depressives
Leiden allein
grundsätzlich nicht geeignet
ist
, eine
leis
tungsspezifische
Invalidität zu begründen, zumal bei einem derartigen
Gesund
heitsschaden
in der Regel davon auszugehen ist, dass die versicherte Person die daraus resultierenden Einschränkungen der Erwerbsfä
higkeit bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwen
den könnte (Urteil des Bundesgerichtes
I
905/06
vom 8. Mai 2007
E
.
3.2 mit Hinweisen
; vgl. Erwägung 2.1
).
Bei einer depressiven
„
Episode
“
handelt es sich ausserdem
definitionsge
mäss
um ein vorübergehendes Leiden (Urteil des Bundesgerichtes 8C_80/2011 vom 14. Juni 2011 E. 6.3.2 mit Hinweisen)
, welches
überdies grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
gilt (Urteil des Bundesge
richtes 9C_673/2010 vom 28. November 2012 E. 3.3 mit Hinweis).
Der Beschwerdeführer hat sich aber gemäss seinen Angaben a
nlässlich der psychiatrischen Begutachtung vom
3
0.
Mai 2013 bislang noch nie einer psychiatrischen Behandlung unterzogen und/oder Psychopharmaka eingenom
men (
Urk.
6/156/5).
Aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht ist die von PD
Dr.
G._
vorgenom
mene – in der
bidisziplinären
Zusammenfassung vom
4.
Juni 2013
ebenfalls bestätigte – Einschätzung der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit daher
jedenfalls
als äusserst grosszügig zu betrachten.
3.6
3.6
.1
Entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers
vermögen
die
von ihm im Rah
men der Neuanmeldung eingereichten Berichte
der Rheumaklinik
des
Spitals E._
vom 22.
Dezember 2011, 1
4.
Mai und
5.
Juni 201
2 (
Urk.
6/148
)
, das Schreiben von
Dr.
B._
vom
7.
November 2012 (
Urk.
6/149) sowie dessen Ärztliches Zeugnis vom 2
2.
August 2013 (
Urk.
6/169)
die
gutachterliche
Beurteilung
durch Dr.
F._
und
PD
Dr.
G._
nicht
ernstlich
in Frage zu stellen.
3.6
.2
Vorab ist festzuhalten, dass aufgrund der Neuanmeldung vom 2
0.
August 2012 (
Urk.
6/140) ein allfälliger Rentenanspruch des Beschwerdeführers frühestens am
1.
Februar 2013 entstehen könnte (
Art.
29
Abs.
1 und 2 IVG
).
In diesem Zeitpunkt lagen die (zwischen Dezember 2011 und Mai 2012
)
in der
Rheu
maklinik
des
Spitals E._
durchgeführten Abklärungen
be
reits etliche Monate zurück
.
3.6.3
Von den genannten Berichten der Rheumaklinik des
Spitals E._
enthält lediglich der
Arbeitsassessment
-Bericht von
Dr.
K._
vom 1
4.
Mai 2012 eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
, wobei sie diese gemäss ihren Angaben aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht vorgenommen hat
(
Urk.
6/148/3-4; vgl. E. 3.3.2). Laut den von ihr gemachten Angaben
standen
damals linksseitige
Schulterbeschwer
den
im Vordergrund.
Sonographisch
ergab
sich am 1
8.
Januar 2012 der Ver
dacht auf eine adhäsive Bursitis
subacromialis
links und
Tendinopathie
des
Musc
ulus
supraspinatus
links
.
Bei
der erweiterten Abklärung mittel
s
Arthro
-MRI der Schulter imponierte
am 1
5.
März 2012 eine adhäsive
Kapsulitis
mit Oblite
ration des
Rotatorenmanschettenintervalls
(
Urk.
6/148/9)
.
Anlässlich der klini
schen Untersuchung vom 2
3.
März 2012 war das AC-Gelenk beidseits leicht
druckdolent
, mit fraglich positivem Cross-body-Test. Die Schultern wiesen beide linksbetont eine
Impingement
-Symptomatik auf
,
und die Schulterbeweglichkeit war beidseits relevant eingeschränkt mit ein
er Aussenrotation rechts von 30
Grad und einer Innenrotation links von 20 Grad. Der Schürzengriff war links nicht möglich (
Urk.
6/148/9).
Anlässlich der klinischen Untersuchung durch Dr.
F._
vom 2
9.
April 2013 (
Urk.
6/154/1)
war die Beweglichkeit
der rechten Schulter
bei der direkten Prüfung
normal. Bei der linken Schulter war sie
ebenfalls deutlich eingeschränkt und normalisierte sich erst unter Ablenkung
(
Urk.
6/154/102)
. Eine wesentliche
Kapsulitis
konnte nicht me
hr festgestellt werden. Wie Dr.
F._
zu Recht bemerkte, ist
somit
klinisch gegenüber März 2012 bezüglich der Schulterproblematik links eine deutliche
Besserung einge
treten (
Urk.
6/154/107).
Nebst den Schulterbeschwerd
en bestanden laut
den Angaben von
Dr.
K._
im
Arbeitsassess
ment
-Bericht
vom 1
4.
Mai 2012
Nackenschmerzen mit klinischen Hinweisen auf ein
radikuläres
sensomotori
sches Ausfallsyndrom C7/8 links
(
Urk.
6/148/3)
. Im Bericht
der Rheumaklinik des
Spitals E._
vom
5.
Juni 2012 wurde
berichtet, dass sich im Status vom 2
3.
März 2012 ausgedehnte
Myogelosen
unter andere
m der Nackenmuskulatur gezeigt hätten
. Die HWS sei auf Höhe C6/7
druckdolent
gewesen mit eingeschränkter Beweglichkeit und insbesondere schmerzhafter Rotation mit Projektion auf die
Musculi
trapezii
und den
Musculus
rhomboideus
(
Urk.
6/148
/9
)
.
Wie erwähnt, stellte
Dr.
F._
zwar bei der direkten Prüfung der HWS ebenfalls eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule fest, welche sich indes
sen unter Ablenkung normalisierte. Die Muskulatur war, liegend geprüft, nicht (mehr) verspannt (Urk. 6/154/107 und
Urk.
6/154/101-102).
Die
- entscheiden
den (
vgl.
Er
wägung 3.4.3
)
-
klinischen HWS-Befunde
haben sich demnach zwi
schenzeitlich
ebenfalls
verbessert. Hinsichtlich des linken Ellboge
ngelenkes waren im
Arbeitsassessment
-Bericht vom 1
4.
Mai 2012
sowie im Bericht
der Rheumaklinik des
Spitals E._
vom
5.
Juni 2012
Beschwerden im Sinne einer
Epicon
dylopathia
humeris
radialis
erhoben worden
(
Urk.
6/148/3
und
Urk.
6/148/8
).
I
m Zeitpunkt der Begutachtung
lagen
hingegen
keine objektiven Anzeichen
für eine
Epicondylopathia
humeris
radialis
-
mehr
-
vor
(Urk.
6/154/102,
Urk.
6/154/107 und
Urk.
6/154/122)
. Solche waren im Übrigen auch anlässlich der Untersuchung in der Rheumaklinik vom 2
1.
Dezember 2011 noch nic
ht vor
handen gewesen (
Urk.
6/148
/5-6)
.
Zumindest die von
Dr.
K._
bei ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigten klinischen Befunde im Bereich der Schultern, des Nack
ens sowie
des linken Ellbogens haben sich demnach
bis zur Begutachtung durch Dr.
F._
im Mai 2013
eindeutig
verbessert.
Wie erwähnt, ging
Dr.
K._
davon aus, dass dem Beschwerdeführer
im Zeit
punkt des
Arbeitsassessment
s
(April 2012)
, in welchem sich die besagten klini
schen Befunde noch deutlich schlechter präsentiert hatten als im Zeitpunkt der Begutachtung
durch
Dr.
F._
,
sogar eine
angepasste
„
mittelschwere
“
Tätig
keit (
Gewichtslimite
25 Kilogramm
) ganztags zumutbar war
. Daraus, dass sie ihm für eine solche
(schwerere)
Tätigkeit
eine 40%ige Leistungsminderung attestierte, kann der Beschwerdeführer daher von vornherein nicht
s
zu se
inen Gunsten ableiten. Was die
Beurteilung
von
Dr.
K._
betrifft, wonach ihm
die
(seit 2009 bis Mai
2013
ausgeübte
[
Urk.
6/156/3]
)
Tätigkeit als
Reinigungsmit
arbeiter
im Schwimmbad
ganztags zumutbar sei, jedoch b
ezogen auf ein Pen
sum von 100
% eine Leistungsminderung von 30
%
bestehe
,
ist zu bemerken, dass sie die genannte
Tätigkeit
zwar als sehr leicht bezeichnet, im Übrigen aber nicht näher
beschrieben hat.
Gemäss den vom
Beschwerdeführer gegenüber Dr.
F._
gemachten Angaben
beinhaltete diese
Tätigkeit
Aufräumarbeiten (
Urk.
6/154/98)
, laut
Dr.
B._
leichte
Gartenarbeiten im Aussenbereich
(Urk.
6/149)
.
Sowohl Reinigungs-, als auch Aufräum- und Gartenarbeiten sind
aber
naturgemäss vorwiegend im
(vorgeneigt)
Stehen, Gehen und
Knien zu ver
richten und
erscheinen angesichts der bestehenden Knieproblematik
nicht als optimal angepasst. Daraus, dass
Dr.
K._
dem Beschwerdeführer für diese Tätigkeit eine 30%ige Leistungsminderung attestiert hat,
kann er deshalb eben
falls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dies gilt umso mehr, als
er
laut
Dr.
K._
bei den im Rahmen des
Arbeitsassessments
gemachten Tests eine mässi
ge Leistungsbereitschaft gezeig
t hat. Es seien ach
t
Selbstlimitierungen
sowie ein
Inkonsistenzpunkt
beobachtet worden (
Urk.
6/148/2). B
ereits
im Gut
achten der
MEDAS
vom
7.
August 2007
war
bemerkt worden, dass der Beschwerdeführer seine Mobilität und seine Aktivitäten in höherem Masse ein
schränke, als es aufgrund der Gelenkveränderungen plausibel erscheine
(Urk.
6/99/32; vgl. E.
3.2
).
Es erscheint fraglich, ob auch
Dr.
K._
– wie
dies
die Gutachter der MEDAS
sowie Dr.
F._
folgerichtig getan haben
– das selbstlimitierende Verhalte
n des Beschwerdeführers bei ihrer
Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit
(gänzlich)
ausser Acht gelassen hat
,
hat sie
dieser doch voraus
geschickt
,
dass infolge (durch die
wahrscheinlich
bestehende
psychische
Prob
lematik
erklärbarer)
Selbstlimitierung die Resultate der ergonomischen Tests „nur“ (aber immerhin) „teilw
eise“ verwertbar seien (Urk.
6/148/3
).
Eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus ps
ychiatrisch
er Sicht ist im Bericht vom 1
4.
Mai 2012 nicht enthalten. Diesem ist lediglich zu
entnehmen, dass die psychologische
Explo
ration vom 1
0.
April 2012 (Urk.
6/148/1) eine
somato
forme
Komponente am Schmerzgeschehen, aber auch das wahrscheinliche Vor
liegen einer mittelgradigen depressiven Episode bestätigt habe (
Urk.
6/148/3).
Abgesehen davon, dass d
iese
Beurteilung
vage erscheint und
mangels weiterer Angaben nicht
prüfend nachvollzogen werden kann
,
sind die genannten (Ver
dachts-)Diagnosen nicht unbedingt geeignet, eine leistungsspezifische Invalidi
tät zu begründen. Ausserdem
lag i
m Zeitpunkt der Begutachtung durch
PD
Dr.
G._
im Mai 2013
jedenfalls
nur noch eine leichte depressive Sympto
matik
vor
(vgl. E. 3.3.4).
Der
Bericht
von
Dr.
K._
vom 1
4.
Mai 2012 stellt deshalb
keine zuverlässige Beurteilungsg
rundlage dar.
3.6
.4
Zum Schreiben
resp. ärztlichen Zeugnis
von
Dr.
B._
vom
7.
November 2012
resp. 2
2.
August 2013
(vgl. E. 3.3.3 und E. 3.3.5)
ist zu bemerken,
dass
er als langjähriger Hausarzt infolge des besonderen Vertrauensverhältnisses
geneigt sein dürfte,
im Zweifelsfall eher zu Gunsten des Be
schwerdeführers auszusagen
(statt vieler: Urteil des Bund
esgerichtes 8C_648/2011 vom 19.
Dezember 2011 E. 3 mit Hinweisen).
Er legte
jedenfalls in seinem Schreiben vom
7.
November 2012
nicht
in nachvollziehbarer Weise dar, weshalb der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nur noch zu 40
%
arbeitsfähig sein soll.
Ebenso verhielt es sich bereits bei seinem
ärztlic
hen Zeugnis vom 17.
Januar 2008, in welchem er dem Beschwerdeführer
einzig wegen der chro
nischen belastungsabhängigen Knieschmerzen rechts mehr als links sowie
hal
tungsbedingter
lum
baler Rückenschmerzen lediglich
eine 50%ige Arbeitsfähig
keit in einer behinderungsangepas
sten Tätigkeit attestiert
hatte
(Urk.
6/122
/13
;
vgl.
dazu
Urk.
6/136 S
.
16-17 E. 4.3.4
).
Im ärztliche
n
Zeugnis vom 2
2.
August 2013 hat
Dr.
B._
keine konkrete Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorge
nommen. Soweit er darin festhielt, dass es keine Zeit gegeben habe, in welcher der Beschwerdeführer keine Analgetika habe einnehmen müssen
(
Urk.
6/169)
, ist zu bemerken, dass dieser gemäss seinen Angaben anlässlich der Begutach
tung durch
Dr.
F._
vom 1
8.
Mai 2013
nur noch das
Analgetikum
Dafalgan
einnahm
, das (stärkere) Analgetikum
Novalgin
jedoch schon lange nicht mehr verwendet
hatte
, ebenso wenig die Schmerzmittel
Celebrex
und
Arcoxia
(
Urk.
6/154/99).
Von daher besteht jedenfalls kein Grund zur Annahme, dass sich die Schmerzsituation
verschlechtert haben könnte.
3.7
Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin – der Stel
lungnahme von RAD-Arzt
Dr.
L._
vom 1
1.
Juni 2013 folgend (Urk. 6/160/5)
-
auf das
bidisziplinäre
Gutach
ten von
Dr.
F._
und PD Dr.
G._
vom
4.
Juni 2013 (
Urk.
6/157) abgestellt hat und dementsprechend von einer – nur noch – 80%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
angepassten Tätigkeit
ausgegangen ist.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die fe
stgestellte Verschlechterung
der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
4.2
Während die Beschwerdegegnerin in der rentenaufhebenden Verfügung vom 10. Dezember 2007
(
Urk.
6/119/2)
das
Valideneinkommen
(wie die SUVA in ihrer Verfügung vom 3
1.
Mai 1999 [
Urk.
6/3/38-41; vgl. auch
Urk.
6/3/48])
ausgehend vom Einkommen des Beschwerdeführers in seiner vor Eintritt des
Gesundheitsschadens
im Jahr 1995
ausgeübten Tätigkeit
als Gipser bei der
Firma Y._
, Zürich,
ermittelt
und unter Berücksichtigung der
Nominal
lohnentwicklung
mit
Fr.
76‘039.--
beziffert
hatte (Urk. 6/106/9
)
, bemass sie dieses in der angefochtenen Verfügung
vom 17.
Oktober 2013
unter Hinweis darauf, dass das mit der ersten
Rentenzusprache
ermittelte Einkommen mittler
weile über 10-jährig und dem Beschwerdeführer theoretisch eine Arbeit zumut
bar gewesen sei,
auf der Grundlage der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 des Bundesamtes für Statistik
auf Fr. 62
‘769.-- (
Urk.
2)
.
Wie eingangs erwähnt, hat die Verwaltung, nachdem sie auf eine Neuanmel
dung eingetreten ist, in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen
(vgl. E. 2.3)
.
Wird
in einem für die
Invaliditätsbemes
sung
grundsätzlich massgebenden Punkt
eine erhebliche Änderung des Sach
verhaltes festgestellt, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, das heisst unter Berücksichtigung des gesamten für die
Leis
tungsberechtigung
ausschlagenden Tatsachenspektrums und ohne Bindung an die ursprüngliche Rentenverfügung, zu prüfen
. Namentlich kann, wenn sich – wie hier
- der Gesundheitszustand der versicherten Person verschlechtert hat, auch die Höhe des
Valideneinkommens
oh
ne Bindung an die vorangehende
Verfügung neu festgesetzt werden
(Urteil des Bundesgerichtes 8C_436/2011 vom 1
0.
Mai 2012 E. 4 mit Hinweisen).
Entgegen der Auffassun
g der Beschwerdegegnerin rechtfertigt
die Tatsache allein, dass
die Erwerbsaufgabe bereits vor einiger Zeit erfolgte, nicht, für die Ermittlung des
Valideneinkommens
anstelle des
vom Beschwerdeführer
zuletzt erzielten Verdienstes Tabellenlöhne heranzuziehen (Urte
il des Bundesgerichtes I
809/05 vom 1
2.
Juni 2006 E. 3.1). Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass
die
Gipserabteilung
der
Firma Y._
,
bei welcher der Beschwerdefüh
rer bei Eintritt des
Gesundheitsschadens im Jahr 1995
als Gipse
r
tätig war,
per 1.
Dezember 1998 geschlossen
wurde
(
Urk.
6/6/2
; vgl. Urk. 6/3/57
).
Ausser
dem wurde über diese Firma im April 2003 der Konkurs eröffnet und im Juni 2004 für geschlossen erklärt, woraufhin sie im Handelsregister gelöscht wurde.
Unter diesen Umständen kann ohne
Weiteres
angenommen werden, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall nicht mehr bei diese
r Firma angestellt wäre. Im Ergebnis ist
daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen
– neu - auf der Grundlage der LSE 2010 bemessen hat.
4.3
Da der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine Erwerbstä
tigkeit
mehr
aufgenommen hat, mit welcher er die ihm verbliebene Restarbeitsfähigkeit voll ausschöpft, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht
auch
das Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen ermittelt.
4.4
4.4
.1
Angesichts der fehlenden Berufsausbildung des Beschwerdeführers
(
Urk.
6/1/4,
Urk.
6/99/3 und
Urk.
6/156/2)
bildet Ausgangspunkt bei beiden
Einkommens
grössen
der monatliche B
ruttolohn
(Zentralwert) von Männern für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im
privaten Sektor
. D
ieser betrug im Jahr 2010
Fr.
4‘901.--
bei 40 Arbeitsstunden
pro Woche (LSE 2
010 TA1 S.
26
), was bei einer durchschnit
tlichen Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden
im Jahre 2010 (
vgl
d
ie Volkswirtschaft 7/8-2014
, Tabelle B9
.2 S. 92
) ei
nen monat
lichen Verdienst von
Fr.
5‘097.--
re
sp. einen Jahresverdienst von Fr. 61‘164.--
ergibt.
4.4
.2
Ist bei beiden Einkommensgrössen
vom
selben Tabellenlohn auszugehen,
ent
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksich
tigung eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn
gemäss BGE 126 V 75
(Urteil
d
es Bundesgerichtes 9C_215/2010
vom 2
0.
April 2010
E
.
5.2
; vgl.
Urteil des Bundesgerichtes 8C_282/2012 vom 1
1.
Mai 2012 E. 7
)
.
Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsache Rech
nung getragen werden, das persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahr
e
, Nationalität oder
Aufent
haltskategorie
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verblie
bene Arbeitsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät
zen. Er darf 25
%
nicht übersteigen (
statt vieler:
Urteil des Bundesgerichtes
9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014 E. 3.1 mit Hinweisen).
Vorliegend ist mit Bezug auf einen allfälligen behinderungsbedingten Abzug zu beachten, dass das von
Dr.
F._
formulierte Anforderungs- und
Belas
tungsprofil
(vgl. E. 3.5.2
)
grundsätzlich eine zum zeitlich
nur noch reduziert
zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit darstellt.
Die
Beschwerdegegnerin wies
indessen
zu Recht darauf hin, dass dem Beschwerdeführer aufgrund des gutachterlichen Belastungsprofils
noch ein weites Spektrum an
zumutbare
n
Hilfsarbeiten, wie zum Beispiel
Kon
troll
- und Überwachungsaufgaben
, Konfektionierung
sowie
andere
leichte
bis
mittelschwere
Betriebs
arbeiten
,
offen steht (Urk. 2 S.
2)
. Wie dargelegt
(vgl. E. 3.5.3)
, ist
sodann
die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
behinderungsangepassten
Tätigkeit mit 80
%
als äusserst grosszügig zu betrachten.
Für einen zusätzlichen
„
leidensbedingten
“ Abzug
besteht deshalb kein Anlass
.
Ebenso
wenig sind der
Migrationshinter
grund
des Beschwerdeführers
, dessen
Alter
oder der mehrjährige
Arbeitsunter
bruch
mit Blick auf einfache Tätigkeiten im Anforderungsnive
au 4
der LSE
ein lohnminderndes Erschwernis im Sinne der Rechtsprechung (
Urteil des Bundes
gerichtes 9C_199/2013 vom
4.
Februar 2014 E. 3.4.2
). Zu berücksichtigen ist jedoch, dass sich
die Teilzeitarbeit bei Männern im Anforderungsniveau 4 ten
denziell lohnmindernd aus
wirkt
(Urteil
e
des Bundesgerichtes 9C_643/2010 vom 2
7.
Dezember 2010 E. 3.4
und 9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014 E. 3.1.2 unter Hinweis auf die nach dem Beschäftigungsgrad differenzierten Tabellen T2* in der LSE 2006 und T6* in d
er LSE 2004
).
Im Jahr
2006 erzielten Männer im Anforderungsniveau 4 bei einem Arbeitspensum zwischen
75
%
und 89
%
auf
gerechnet auf ein Vollzeitpensum durchschnittlich ein um 6,1
%
tieferes Ein
kommen als Vollzeitbeschäftigte (LSE 2006 Seite 16).
Dies wurde von der Beschwerdegegnerin zu Unrecht ausser Acht gelassen.
Selbst wenn man dem Beschwerdeführer unter diesem Titel einen grosszügigen Abzug von
10
%
gewährt
,
ergibt sich bei einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
ein Invaliditätsgrad von
-
lediglich
-
28
%
([1 – 0,8 x 0,9] x 100
%
); vgl.
Urteil des Bundesgerichtes 9C_215/2010 vom 1
0.
April 2010 E. 5.2), was für den Anspruch auf eine Invali
denrente
– nach wie vor -
nicht ausreicht.
5
.
Demnach hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdefüh
rers im Ergebnis zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG das
Be
schwerdeverfahren
bei Streitigkeiten
um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen vor dem kanto
na
len Versicherungsgericht kostenpflich
tig. Die Kosten werden nach dem
Ver
fah
rensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Fran
ken
festgelegt.
Die Gerichtskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.