# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e8af308f-1df4-4a18-bff6-c62a6346d857
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
70
,
besuchte in Portugal die Grundschule
und lebt seit Februar 2002 in der Schweiz
(
Urk.
13/78/
1-
2).
Er war seit dem 1.
Oktober 2011 bei der
Y._
AG als Bauarbeiter angestellt
(Urk.
13
/
78/4
, 13/85/70
und
13/86
), als
i
hn
am
9.
Oktober 2013
bei einer Dach
aufstockung ein Element an der l
inke
n
Schulter
traf
(
Urk.
13
/
85/70
).
Tags darauf suchte er
das Spital
Z._
auf, wo eine Schulterkontusion diagnostiziert und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert
wurden (Urk. 13/85/62-63).
Die Suva als zuständiger Unfallversicherer richtete
ihm
darauf
Taggelder aus und über
nahm Heilbehandlungskosten (Urk. 13/85/2-7 und 13/85/9).
1.2
Ende Januar 2014
meldete sich der Versicherte
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
wegen einer Bewegungseinschränkung und Beschwerden an der linken Schulter
zum Leistungsbezug an (Urk.
13
/
78-79
). Diese führte ein Standortgespräch durch (
Urk.
13/82)
und zog die Akten der Suva bei (
Urk.
13/85).
Überdies
tätigte
sie
weitere erwerbliche (Urk.
13/86
) und medi
zinische (Urk.
13/87-88
) Abklärungen.
Am 1
1.
Juli 2014 wurde
der
IV-Stelle mitgeteilt, der Versicherte habe Anfang April 2014 die Arbeit wiederaufgenom
men und verrichte seit Mitte April 2014 ein Pensum von 100
%
, was sehr gut gehe (
Urk.
13/90).
Mit Vorbescheid vom 1
1.
Juli 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
13/91), welche sie am 2
2.
September 2014 verfügte (
Urk.
13/96).
1.3
Am 1
5.
Dezember
2014 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an, da er am
1.
November 2014 einen Rückfall betreffend die linke Schulter erlitten habe (
Urk.
13/99).
Aufforderungsgemäss reichte er Unter
lagen ein, um eine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft zu machen (
Urk.
13/105-106; vgl.
Urk.
13/102). Die IV-Stelle nahm darauf das ergänzte Dossier der Suva (
Urk.
13/
111
und 13/115-116
)
und weitere medizi
ni
sche Unterlagen (
Urk.
13/119-120
, 13/125-126
, 13/133 und
13/136) zu den Akten
.
Mit Vorbescheid vom 6. Mai 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten ab dem 1. November 2015 bis Ende Juni 2016 eine ganze Invalidenrente in Aus
sicht (Urk. 13/142). Er liess darauf
sinngemäss Einwand erheben,
die Sistierung des Verfahrens beantragen
, da die Suva noch weitere medizinische Abklärungen in Auftrag gegeben habe, und um
Beizug
des betreffenden Arztberichts ersuchen
(Urk. 13/145).
Die IV-Stelle zog darauf erneut Unterlagen der Suva bei (
Urk.
13/152-153),
darunter die Verfügung vom 15.
Februar 2017, mit welcher die Suva dem Versicherten aufgrund einer 12%igen
Erwerbsunfähigkeit ab dem
1.
März 2017 eine Rente und aufgrund einer Integritätseinbusse von 15
%
eine Integritätsentschädigung zusprach (Urk. 13/153).
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte Einsprache (Urk. 13/160
), welche die Suva am
9.
August 2017
als formlos erledigt erachtete, da sie aufgrund zwischenzeitlich eingegangener Unterlagen ihren Entscheid vollumfänglich zurücknahm
und weiterhin Taggelder ausrichtete
(
Urk.
13/161).
Mit Verfügung vom
11
.
September
201
7
sprach die IV-Stelle dem Versicherten
wie angekündigt
eine befristete ganze Invalidenrente
v
om 1.
November 2015
bis zum 3
0
. J
uni
201
6
zu (Urk. 2; vgl. auch Urk.
13
/
154-155
und
13
/
164
).
2.
Gegen die Verfügung vom
11. September 2017
liess d
er
Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt
Dominique
Chopard
, mit Eingabe vom 1
3
.
Oktober
201
7
(Urk. 1) Be
schwerde erheben mit dem Antrag,
es sei ihm auch nach dem 3
0.
Juni 2016 eine Invalidenrente auszurichten
; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be
schwe
r
degegnerin (Urk. 1 S. 2
).
Zusammen mit der Beschwerde
schrift wurden ärztliche Unterlagen (
Urk.
3/3-4) und eine Taggeldabrechnung der Suva vom
6.
September 2017 (
Urk.
3/6) eingereicht.
Der Versicherte leistete den ihm mit Verfügung vom 1
8.
Oktober 2017 auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- am
2.
November 2017 (
Urk.
5-7).
Die IV-Stelle schloss am
3
.
Januar 2018
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
11
)
und reichte eine Stellungnahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom selben Datum ein (
Urk.
12)
.
Die Replik wurde mit Eingabe vom 2
6.
April
2018 erstattet (
Urk.
18). Am 1
5.
Mai 2018 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 20).
Davon wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
16
.
Mai 2018 Kenntnis gegeben (Urk. 21
).
Auf die einzelnen Ausführunge
n in den Rechtsschriften und die
im Beschwer
de
verfahren neu eingereichte
n
Unterlagen (Urk. 3/3-4 und 3/6
) wird, soweit erfor
der
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Ver
waltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat dem
nach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nun
mehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
1
.5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Zur Begründung der angefochtenen Verfügung wurde ausgeführt, der Beschwer
deführer sei ab dem
1.
November 2014 zu 100
%
erwerbsunfähig gewesen.
Nach Ablauf der einjährigen Wartezeit habe er Anspruch auf eine ganze Rente. Seit
April
2016 sei
der
Gesundheitszustand insoweit
ge
bes
sert, dass von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten leichten bis mittel
schweren Tätigkeit, ohne Tätigkeit
en über Schulterhöhe, ohne e
inhän
diges Tragen oder körperfernes H
antieren von Gewichten
und
ohne Ersteigen von Leitern/Gerüsten, ausgegangen werden könne. Dementsprechend führte die Beschwerdegegnerin einen Einkommensvergleich durch, bei dem sie einen Inva
liditätsgrad von 13
%
ermittelte, welcher keinen Rentenanspruch zu begründen vermöge. Dieser Änderung sei nach drei Monaten Rechnung zu tragen, so dass lediglich bis zum 3
0.
Juni 2016 eine Rent
e zuzusprechen sei (
Urk.
2
).
2.2
Demgegenüber liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen den Standpunkt ver
treten,
es treffe nicht zu, dass er seit April 2016 in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei. Die Suva richte ihm denn auch weiterhin Taggeld aus und bezahle die Behandlungskosten
(vgl.
Urk.
1
und 18
).
3.
3.1
Nach der
Schulterkontusion vom
9.
Oktober 2013 wurde eine konservative Behandlung mit
Schmerzmitteln und
Physiotherapie eingeleitet (
Urk.
13/85/41
und 13/85/63
; vgl. auch Urk. 13/85/35).
Der Versicherte klagte über Schmerzen im linken Schultergelenk
,
worauf
am 21. November 2013 in d
er Klinik
A._
eine
MRI-Arthrographie
der linken Schulter durchgeführt wurde
. Diese ergab eine leicht aktivierte
AC-Gelenksarthrose
mit
subac
romialem
Impinge
ment
und
subacromialer
Bursitis sowie
Zeichen einer
Enthesiopathie
der
Supraspi
natu
ssehne
am
Humeruskopfansatz
;
e
ine
R
otatorenmanschettenläsion
oder
Atro
phien
wurden nicht
nachgewiesen (Urk.
13/85/37
=
13/116/64
)
.
3.2
Am
6.
Februar 2014 wurde
im Spital
Z._
eine
Schulterarthroskopie mit
Bursektomie
,
A
k
romioplastik
und partielle
r
AC-
Gelenksr
esektion durchgeführt (Urk.
13/85/13-15).
Anschliessend wurde der Versicherte mit ambulanter Physiotherapie und systemischer Therapie mit NSAR weiterbehandelt;
dabei
zeigte
er
einen regelrechten postoperativen Verlauf (
Urk.
13/87-88). Ab Mitte April 2014 ging er wieder zu 100
%
seiner Arbeit nach (
Urk.
13/90
; vgl. auch Urk. 13/111/214 und 13/111/222
).
3.3
Sein Hausarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin,
bescheinigte
dem Versicherten wegen einer
Druckdolenz
im Bereich des AC-Gelenks und Schmerzen in der linken Schulter
ab dem
1.
November 2014
wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
13/111/204 und 13/111/209).
3.4
Anlässlich
der
klinischen Untersuchung im Spital
Z._
am
2
8.
November 2014
ergab sich der Verdacht auf eine AC-
Gelenksp
athologie (
Urk.
13/111/192). Der
selbe wurde mit einer MR-tomographischen Untersuchung
am 2
7.
Januar 2015
bestätigt (
Urk.
13/111/7).
3.5
Es wurde
deshalb
am 4.
Februar 2015
im Spital
Z._
eine
weitere Schulterarth
roskopie mit
AC-
Gelenksr
esektion durchgeführt
(Urk.
13/111/13 und
13/111/
21
).
In der Folge zeigte der Versicherte eine deutl
iche Schmerz
symptomatik, welche
der Operateur
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Chirurgie im Spital
Z._
, am 1
6.
März 2015 als nur teilweise objektivierbar beurteilte (
Urk.
13/111/8
; vgl. auch
Urk.
13/111/13
).
In seinem Bericht vom 26.
Mai 2015 hielt
Dr.
C._
fes
t, auch im Verlaufs-MRI vom 18.
Mai 2015 finde sich kein Befund, der das persistierende ausgeprägte Schmerzsyndrom des Versicherten erklären würde, und
befürwortete eine Überweisung i
n
die
Klinik
D._
(Urk. 13/111/
33
).
3.6
Am
6.
Juli 2015 wurde der Versicherte erstmals in der Schulter-Sprechstunde der Klinik
D._
untersucht, wobei eine etwas hochstehende
und
a
ntero-
p
osterior
-verschiebliche
laterale Clavicula
erhoben wurde
(
Urk.
13/115/
30
-
3
1
; vgl. auch
Urk.
13/115/42
).
Anlässlich einer Verlaufskontrolle am 2
7.
Juli 2015 wurde eine Panorama-Aufnahme der Clavicula beidseits erstellt, welche eine deutlich abste
hende
Clavicula mit einem sehr weiten
AC-Gelenksspalt
zeigte
; beinahe 18 mm
fehlten
. Als Diagnose wur
den Restbeschwerden mit einer A
C-Gelenksinstabilität festgehalten
, ferner wurde eine operative Stabilisierung des lateralen Clavicula
-E
ndes empfohlen
(Urk.
13/115/
28-29
; vgl. auch Urk. 13/115/43
).
3.7
Für eine Zweitbeurteilung wurde der Versicherte an
Dr.
med.
E._
, Fach
arzt FMH für Orthopädische Chirurgie
im Orthopädie Zentrum
F._
, überwie
sen. Dieser
zog in seinem Bericht vom 1
9.
August 2015 in Betracht, die Beschwer
den des Versicherten könnten durch eine Instabilität der lateralen
C
lavi
c
ula links bedingt sein. Das Schultergelenk und die
Rotatorenmanschette
seien in den MR-Aufnahmen unauffällig. Er habe dem Versicherten
vorsichtig zu einer Re-Opera
tion in der
Klinik G._
geraten
(Urk. 13/115/27).
3.8
Die Suva-Ärztin
Dr.
med.
H._
, Fachärztin FMH für Chirurgie, vertrat am 2
5.
September 2015 die Auffassung, solange eine Instabilität vorliege, sei nur eine leichte bis mittelschwere manuelle Tätigkeit bis zur Brusthöhe zumutbar (
Urk.
13/115/20).
3.9
Nach der Verlaufsuntersuchung in der Klinik
D._
am 1
2.
Oktober 2015 wurde der Verdacht auf eine
residuelle
Schultersteife mit
subacromialer
Begleitbursitis und
Chronifizierung
festgehalten. Obwohl eine Restinstabilität vorhanden sei, leide der Versicherte an diffusen, wahrscheinlich
subacromial
bedingten Schmer
zen so
wie an einer posttraumatischen/p
ostoperativen
residuellen
Kapsulitis
. Da eine Infektion mittels Punktion habe ausgeschlossen werden können, werde eine sequentielle Infiltration des AC-Gelenkes,
subacromial
und
genohumeral
durch
geführt. Zum aktuellen Zeitpunkt sei nicht davon auszugehen, dass mit einer Stabilisierung des AC-Gelenkes die vom Versicherten erlebten Schmerzen wesentlich beeinflusst werden könnten (
Urk.
13/115/16-17).
Am
2
2.
Oktober 2015 wurden sequenzielle Infiltrationen (
genohumeral
, AC-Gelenk und
subacromial
) durchgeführt, welche
den Angaben des Versicherten zufolge
keine Besserung der Schmerzen
bewirkten
(
Urk.
13/126/6
und 13/152/7
).
Nach der klinischen Verlaufskontrolle am
7.
Dezember 2015 in der Klinik
D._
gelangten die Behandler zum Schluss, aufgrund des völlig fehlenden Ansprechens auf die Infiltration
en
sei nicht davon auszugehen,
dass
mit einer weiteren chirurgischen Massnahme eine richtungsweisende Besserung zu erreichen
sei
(
Urk.
13/152/7-8).
3.
10
Zur Optimierung der Schmerztherapie wurde der Versicherte an
die
Rheumatolo
gie der Klinik
D._
überwiesen, wo er am 2
7.
Januar 2016 untersucht
wurde. Es wurden keine neuen Diagnosen gestellt und der Versicherte wurde
zur Behandlung in
die
Rehaklinik
I._
überwiesen
(Urk. 13/126/6-8)
.
3.11
Dort
hielt er sich vom
3.
b
is zum 3
1.
März 2016
auf (Urk. 13/136/6)
, ohne dass eine namhafte Besserung der Beschwerden erreicht werden konnte (Urk. 13/136/7)
.
Im Austrittsbericht
der
Rehaklinik
I._
vom
4.
April 2016 wurde festgehalten, ein
Arthro-MRI
am 10. März 2016 habe keine
Tendinopathie
oder (Partial-)Ruptur der Sehnen der
Rotatorenma
n
schette
, mässig entzündlich veränderte Weichteile mit KM-
Enhancement
am Unterrand der partiell resezierten Clavicula, keine Muskelatrophie, keinen Gelenkerguss und keine
Enthesiopathie
gezeigt (Urk. 13/136/6
und 13/136/8
).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, man habe eine erhebliche Symptomaus
weitung beobachtet. Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwert
bar. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden,
der klinischen Untersuchung, den
bildgebenden Abklärungen und den Diagnosen nur ungenügend erklären. Die
Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich wesentlich auf medizinisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Eine weitergehende Einschränkung der Belast
barkeit lasse sich medizinisch-theoretisch nicht b
ergründen (
Urk.
13/136/7).
In der angestammten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine leichte bis mittelschwere Arbeit, ohne (bezogen auf die linke Seite) Tätigkeiten über Schulterhöhe und eigenständiges Tragen oder körperfernes Hantieren von Gewichten, sowie ohne Ersteigen von Leitern/Gerüsten sei ganztags zumutbar (
Urk.
13/136/7).
Während der Rehabilitation sei eine psychosomatische Abklärung durch M. Sc.
J._
erfolgt, während welcher ein grosser Leidensdruck durch die Schmerzsituation sowie grosse Sorgen um die berufliche und finanzielle Zukunft spürbar gewesen seien. Diagnostisch habe zumindest eine depressive Verstimmung vorgelegen
. Wie gross der Anteil einer psychiatrischen Diagnose an der erheblichen Symptomausweitung sei, habe bei ablehnendem Verhalten des Versicherten bezüglich einer psychologisch-psychiatrischen Abklärung und Betreuung während des Aufenthaltes nicht geklärt werden können. Er habe von Anfang an mitgeteilt, dass er gegen seinen Willen in der Rehaklinik
I._
sei und dass das Einzige, was ihm helfen könne, eine Operation sei
(
Urk.
13/136/8).
Bei deutlich vorhandener muskulärer Insuffizienz im Schultergürtel links wäre aus Sicht der Behandler mittels Muskelkräftigung eine Verbesserung der Situation zu erreichen; dazu habe sich der Versicherte aber trotz mehrfacher aufklärender Gespräche nicht in der Lage gesehen, so dass die stationäre Rehabilitation in Rücksprache mit der Suva vorzeitig beendet worden sei (
Urk.
13/136/
8-
9).
3.12
Am
2
8.
Juni 2016 wurde der Versicherte
in
der
Klinik
G._
orthopädisch
untersucht
(Urk. 13/152/81)
. Gleichentags wurden auch Röntgenaufnahmen erstellt. In der axialen Aufnahme sei keine relevante
antero-posteriore
Instabilität ersichtlich. Der
coracoclaviculäre
Abstand scheine normal und erhalten. Es sei eine deutliche Verbreitung des AC-Gelenkspaltes bei Status nach zweimaliger AC-Gelenksresektion ers
ichtlich. Auch in der Alexander-
Aufnahme sei kein
Ü
berlappen nach
posterior
zu sehen (
Urk.
13/152/82
)
.
Es wurde darauf
festgehalten, e
ine massive AC-Gelenksinstabilität oder besser gesagt Instabilität der lateralen Clavicula könne auf
ligamentärer
Basis nicht nachvollzogen werden.
Möglicherweise sei der
coracoclaviculäre
Bandapparat nicht mehr vollständig suffizient. Die Hauptproblematik liege im AC-Bereich. Dort sei durch die Resektion
und die Schmerzhaftigkeit eine gewisse Instabilität produziert worden, wie sie bei jeder AC-Gelenksresektion entstehe. Dies führe unter Umständen zu muskulären Problemen
,
i
m Falle des Versicherten einherge
hend mit einem Funktionsverlust der Schulter. Man teile d
ie Einschätzung der Kollegen der Klinik
D._
, dass aufgrund der ausgeprägten Schmerzsymptoma
tik sowie aufgrund des negativen Ansprechens auf eine sequenzielle Infiltration eine operative Möglichkeit, die Situation zu verbessern, ausgeschlossen sei. Selbst wenn eine geringe Rest-Instabilität der lateralen Clavicula bestehe, wisse man
betreffend die
vorliegenden Beschwerden aus der Literatur, dass eine Stabilisie
rung mittels
Allograft
mit schlechten Ergebnissen vereinbar sei. Insofern schliesse man den Fall ab und empfehle das Ausschöpfen der konservativen Massnahmen (
Urk.
13/152/83).
3.1
3
Med.
pract
.
K._
, Assistenzärztin
Spital
Z._
,
attestierte dem Versicherten mit ärztlichem Zeugnis vom
1.
September 2016 bis zum 3
0.
September 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
13/152/98).
3.1
4
Im
Physiotherapeuten-Bericht vom
1.
November 2016
wurden
ein eingeschränk
tes Bewegungsausmass der linken Schulter
,
eine mangelnde muskuläre Stabilisierung der
glenohumeralen
Gelenke
und
Kraftdefizite
vermerkt
(Urk. 13/152/106).
3.15
Der Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
L._
, Facharzt FMH für Chirurgie, unter
suchte den Versicherten am
6.
Januar 2017 (
Urk.
13/152/122 und 13/152/125-127).
Er habe eine Bewegungseinschränkung der linken Schulter, eine leichte
Hypo
throphie
des
Deltoideus
links, eine diskrete Restinstabilität im Bereich des ehe
maligen AC-Gelenkes und Inkonsistenzen bei der Untersuchung
erhoben, da
bei fehlender
Hypothrophie
der Oberarm- und Unterarmmuskulatur die demonstrierte Einschränkung der Faustschlusskraft linksseitig und die extreme Einschränkung der Kraft im
Pinchgriff
links gegenüber rechts
pathoanatomisch
nicht erklär- und nachvollziehbar
seien
. Es sei nicht zu erwarten, dass durch weitere medizinische Massnahmen noch eine wesentliche Besserung eintreten werde, da auch Mass
nahmen wie ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt, die Zweitmeinung der
Klinik
G._
und Physiotherapie keine Besserung bzw. keine weiteren Therapievorschläge gebracht hätt
en. Seit dem Aufenthalt in der Rehak
linik
I._
hätten sich keine Veränderungen ergeben,
so dass
das nach dem statio
nären Aufenthalt ermittelte Zumutbarkeitsprofil weiterhin Gültigkeit habe (
Urk.
13/152/127)
.
3.16
Gemäss dem im Beschwerdeverfahren neu eingereichten Bericht von
Dr.
M._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, vom 7. März 2017 sei radiologisch eine
Luxation des AC-Gelenks Grad IV
ersichtlich.
Es werde ein
chirurgisches Vorgehen
empfohlen
(
Urk.
3/3 S. 1).
3.17
Am 1
5.
Mai 2017 wurde der Versicherte dem ebenfalls im Beschwerdeverfahren neu eingereichten Bericht vom 1
6.
Mai 2017 (
Urk.
3/4) zufolge in der Klinik
D._
untersucht. Es wurde darauf vermerkt, zu den chronischen Schmerzen im Bereich des zweimal ope
rierten AC-Gelenkes links komme
nun
das Vollbild einer posttraumatischen/postoperativen
Frozen
shoulder
mit ausgeprägter passiver Bewegungseinschränkung und ausgedehnten neurovegetativen Symptomen bzw. Schmerzen hinzu. Der Vorschlag, diese hochentzündliche und chronisch schmerz
hafte Schulter im aktuellen Zustand zu operieren, sei nicht nachvollziehbar. Auch wenn möglicherweise eine verbesserte Stabilität der lateralen Clavicula zu erreichen
wäre
, bestünde das Risiko auf eine noch weitere Exazerbation der
glenohumeralen
Beschwerden und der neurovegetativen Symptomatik. Mit der Absicht, die
capsulitischen
Beschwerden zu verbessern, habe man dem Versicher
ten eine Triple-Therapie mit
Miacalcic
,
Redoxon
und
Celebrex
für sechs Wochen verschrieben. In drei Monaten werde eine klinische Verlaufskontrolle stattfinden. Im aktuellen Zustand erachte man eine körperliche Tätigkeit auch einarmig rechts bei massiven Schmerzen infolge bereits leichter Erschütterung als deutlich erschwer
t
bzw. in der aktuellen Ausprägung wahrscheinlich als nicht durchführ
bar. Man ersuche die Suva, den Fall zu
reevaluieren
(
Urk.
3/4 S. 2).
3.18
Der RAD-Arzt
Dr.
med.
N._
, Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Traumatologie, hielt in seiner Stellungnahme vom 2
2.
Dezember 2017
(
Urk.
12)
fest,
die schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter sei schon aus den früheren Berichten der Klinik
D._
vom
7.
Dezember 201
5 und 28.
Januar 2016, der Rehak
linik
I._
vom
4.
April 2016, der
Klinik
G._
vom 3
0.
Juni 2016 und des Suva-Kreisarztes
Dr.
L._
vom
6.
Januar 2017 bekannt. Damit handle es sich nicht um eine aktuelle Gesundheitsstörung, son
dern um eine seit längerem bestehende.
In allen Berichten würden vergleichbare Untersuchungsbefunde beschrieben. Die geringen Schwankungen im Bewegungsausmass der linken Schulter erklärten sich dadurch, dass das Bewegungsausmass durch Schmerzen limitiert sei, nicht durch mechanische Komponenten.
Erfahrungsgemäss unterlägen Schmerzen gewissen Schwankungen, damit auch der Bewegungsumfang. Die verschiedenen angeführten spezifischen klinischen Schultertests unterlägen ebenfalls subjekti
ven Schwankungen hinsichtlich ihrer Ausprägung. Der vorgelegte ärztliche Bericht vom 1
6.
Mai 2017 zeige keine Änderung des Gesundheitszustands auf. Die sogenannte
Frozen
shoulder
sei keine aktuell neu aufgetretene Gesundheits
störung, sondern sie bestehe schon seit 2015
(
Urk.
12 S.
2)
.
4.
4.1
Es ist unbestritten und be
legt, dass der Beschwerdeführer wegen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung seiner linken Schulter
seit dem
1.
November 2014 in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter zu 100
%
arbeitsunfähig ist
(
Urk.
13/111/6
, 13/111/204, 13/111/209, 13/115/9
, 13/119/2, 13/
1
20/8
, 13/126/7, 13/133/2
, 13/136/7
und 13/152/25
)
.
Ebenso wenig wurde von einer Seite in Frage gestellt, dass der Beschwerdeführer zuerst zu 100
%
erwerbsun
fähig war.
Demgegenüber wurde zwischen den Parteien kontrovers diskutiert, ob seit dem
1.
April 2016 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungs
angepassten Tätigkeit besteht (
Urk.
1, 2
, 11
und
18
).
4.2
Dem Beschwerdeführer
wurde mit dem
Austrittsbericht
der Rehaklinik
I._
vom 4.
April 2016 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer
den Schulterbeschwer
den angepassten
Tätigkeit
ab dem
1.
April 2016 bescheinigt (Urk.
13/136/7). Diese Einschä
tzung beruht nicht nur auf der Kenntnis der me
dizinischen Vorak
ten (
Urk.
13/136/10-12
), sondern auch auf den Ergebnissen
der während des stationären Aufenthalts durchgeführtem MRI-Untersuchung vom 1
0.
März 2016 (
Urk.
13/136/8) und
den Resultaten der
klinischen Untersuchung (
Urk.
13/136/13-14
)
.
Sie erscheint nachvollziehbar und schlüssig. Insbesondere leuchtet es ein, dass die
Ergebnisse der physischen Leistungstest
s
nur teilweise
verwertet werden konnten
,
da sich die gezeigten Einschränkungen mit den objektivierbaren pathologischen Befunden nur ungenügend erklären liessen (
Urk.
13/136/7)
und der Beschwerdeführer ein auffälliges Schmerz- und Leistungsverhalten sowie gewisse Inkonsistenzen betreffend die Schulterbeweg
lichkeit links
zeigte
(
Urk.
13/136/8
und 13/136/14-15
)
.
Entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Ansicht (
Urk.
1 S. 8)
,
geht aus dem Austrittsbericht der Rehaklinik
I._
nicht hervor, dass psychische Beschwerden bestanden, deren Abklärung empfohlen
wurde
.
Vielmehr wurde im fraglichen Bericht festgehalten, es habe eine psychosomatische Abklärung durch M. Sc.
J._
stattgefunden, welche (lediglich) eine depressive Verstimmung diagnostiziert
und psychosoziale Belastungsfaktoren wie grosse Sorgen um die berufliche und finanzielle Zukunft erhoben habe
.
Die von
M. Sc.
J._
empfohlene psychiatrische Abklärung zur weiteren Diag
nostik und multimodalen Behandlung der Schmerzproblematik im
Verlauf des Aufenthalts fand nicht statt, da der Beschwerdeführer eine solche ablehnte (
Urk.
13/136/8).
Sie
war
auch
nicht erforderlich, da sich – soweit aus den Akten ersichtlich – weder während der stationären Rehabilitation noch später Anhalts
punkte für eine psychisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergaben. Es war denn auch nie davon die Rede, dass die beobachtete Symptomausweitung ganz oder teilweise mit einer psychiatrischen Diagnose zu erklä
ren sei (
Urk.
1 S. 8; vgl. 13/136/8).
4.3
Der Suva-Kreisarzt
Dr.
L._
bestätige am
6.
Januar 2017 die Arbeitsfähigkeits
beurteilung der Rehaklinik
I._
(
Urk.
13/152/127)
. Auch er erstattete seine fachärztliche Beurteilung
in Kenntnis der
Vorakten
(Urk.
13/152/122-125
)
und aufgrund der durch ihn erhobenen aktuellen Untersuchungsbefunde (Urk. 13/152/126-127), darunter seitengleich unauf
fällige Abduktions- und Aussenro
t
at
ionstests (
Urk.
13/152/126)
.
Es wurde weder etwas vorgebracht noch ist sonst etwas ersichtlich, was
seine Einschätzung
in Frage zu stellen vermöchte.
4.4
Als Zwischenergebnis ist daher festzuhalten, dass die Beschwerdegegner
in
zu Recht auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der Rehaklinik
I._
und des Suva-Kreisarztes
Dr.
L._
abgestellt hat. Demnach du
r
fte sie auch davon ausge
hen,
dass
der Beschwerdeführer ab dem
1.
Ap
ril 2016 bis (zumindest) zum 6.
Januar 2017 in einer behinderungsangepassten Tätigkeit mit dem ärztlich for
mulierten Belastbarkeitsprofil zu 100
%
arbeitsfähig
war
.
4.5
Der im Beschwerdeverfahren neu eingereichte Bericht der Klinik
D._
vom 16. Mai 2017 zur Untersuchung in der Schulter-Sprechstunde
am
1
5.
Mai 2017 enthält neu die Diagnose einer ausgeprägten posttraumatischen
Frozen
shoulder
mit
chronifizierten
neurovegetativen Schmerzsymptomen im Bereich des gesam
ten linken Armes (
Urk.
3/4 S. 1
; vgl. auch
Urk.
18 S. 2 f.
) und
erstmals
den Befund einer links deutlich eingeschränkten passive
n
Aussenrotation von 30° (
Urk.
3/4 S. 2). Eine körperliche Tätigkeit wird
nunmehr
als auch einarmig rechts bei massiven Schmerzen infolge bereits leichter Erschütterung als deutlich erschwert bzw. in der momentanen Ausprägung wahrscheinlich nicht durchführbar beur
teilt (Urk.
3/4 S. 2
).
Zuvor hatte gemäss
den
ärztlichen Berichte
n
aus dem Jahr 2015
die
Instabilität des linken AC-Gelenks
im Vordergrund
gestanden
; die Diagnose einer
Frozen
shoulder
wurde nicht gestellt (vgl.
Urk.
13/115/16-17,
13/115/27-
31
und
13/152/7-8
)
. Insbesondere war die passive Aussenrotation dem Bericht der Klinik
D._
vom 1
6.
Oktober 2015 zufolge bei der Untersuchung am 1
2.
Oktober 201
5
links um
lediglich etwa 10° eingeschränkt (
Urk.
13/115/16-17).
Am 7.
Dezember 201
5 war die passive Aussenrotation
b
eidseits gleich (Urk.
13/152/7)
.
Auch den ärztlichen Berichten aus dem Jahr 2016 ist keine Diagnose einer
Frozen
shoulder
zu entnehmen, ebenso wenig Befunde, welche eine solche rechtfertigen würden
(Urk.
13/126/6-8, 13/133
, 13/136/6-15
und 13/152/126-127
).
Von Seiten des Beschwerdeführers wurde daher zu Recht eingewandt,
im Bericht der Klinik
D._
vom 1
6.
Mai 2017 würden veränderte gesundheitliche Verhältnisse beschrieben (
Urk.
18 S. 2 f.).
Zwar vertrat der RAD-Arzt
Dr.
N._
eine gegenteilige Ansicht
,
da
die
Frozen
shoulder
bereits seit 2015
bestehe
(Urk.
12
S. 2
)
. Zur Begründung führte er an
, bereits in den Berichten
der Klinik
D._
vom 7.
Dezember 2015 und 28. Januar 2016, der Rehaklinik
I._
vom
4.
April 2016, der
Klinik
G._
vom 3
0.
Juni 2016 und des Suva-Kreisarztes
Dr.
L._
vom
6.
Januar 2017
werde
eine schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter beschrieben
.
Die
Befunde
seien zum Teil unter
schiedlich ausgefallen, da sie durch die Schmerzen beeinflusst worden seien, welche
gewissen Schwankungen
unterlägen (
Urk.
12 S. 2). Diese Erklärungen überzeugen indessen nicht
. Es stellt sich denn auch die Frage, weshalb
keiner der
zahlreichen
Behandler die angeblich bereits seit 2015 bestehende
Frozen
shoulder
diagnostizierte
.
Mit dem Bericht der Klinik
D._
vom 1
6.
Mai 2017 sind zumindest Anhalts
punkte dafür vorhanden, dass sich der gesundheitliche Zustand und damit einhergehend die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nach dem 6. Januar 2017 verschlechtert
haben könnt
e. Ob und wie lange dies der Fall war, wird die Beschwerdegegnerin abzuklären haben.
5.
5.1
Es besteht zu Recht Einigkeit darüber
, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nach Ablauf der einjährigen Wartezeit
, das heisst ab dem 1. November 2015
wegen seiner 100%igen Erwerbsunfähigkeit
eine ganze Inva
lidenrente zuzusprechen hat
te
(vgl.
Urk.
1, 2, 11 und 18; vgl.
Art.
28 sowie Art. 29
Abs.
1 und 3).
5.2
Aufgrund der Besserung des Gesundheitszustands und der 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit mit dem formulierten Belastbarkeitsprofil ab
dem
1.
April 2016 war der Invaliditätsgrad neu zu ermit
teln. Zu Recht wurde
die
betreffende
Invaliditätsbemessung
im Beschwerdever
fahren
nicht mehr in Frage
gestellt (
Urk.
1 und 18; vgl.
Urk.
2 S 6
, 13/86/
2 und 13/138-139).
Da der daraus resultierende
Invaliditätsgrad von 13
%
keinen Ren
tenanspruch zu begründen vermag, erweist es sich als korrekt, dass die Beschwer
degegne
rin einen solchen für die Zeit ab dem
1.
Juli 2016
(vgl. Art.
88a
Abs.
1 IVV)
verneinte
.
Insoweit ist die Beschwerde abzuweisen.
5.3
Die
medizinischen Verhältnisse
nach dem 6. Januar 2017 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 1
1.
September 2017
sind durch die Beschwerde
gegnerin weiter abzuklären. Ob
ab dem
1.
April 2017
wieder eine Rente auszu
richten ist (vgl.
Art.
88a
Abs.
2 IVV)
, lässt sich daher
nicht beurteilen. Die Beschwerde ist folglich in dem
Sinne teilweise gutzuheisse
n, als die angefochtene Verfügung aufzuheben
ist, sowe
it mit derselben ein Rentenanspruch ab dem 1.
April 2017 verneint wurde,
und di
e Sache zur weiteren Abklärung
und
zu
neuer En
t
scheidung über den Rentena
nspruch ab dem 1.
April 2017 an die Beschwer
degegnerin zurückzuweisen ist.
6
.
6
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens-aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Parteien je zur Hälfte aufzuer
legen. Die dem Beschwerdeführer auferlegten Gerichtskosten sind mit dem von ihm geleisteten Prozesskostenvorschuss von
Fr.
1'000.-- (
Urk.
5 und 7) zu verrechnen.
6
.2
Gemäss
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Dem Ausgang des Beschwerdeverfahrens entsprechend hat der Beschwerdeführe
r
Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung, wobei unter Berücksichtigung der erwähnten Kriterien ein Betrag von
Fr.
850.--
(inklusive Barauslagen und 7,7
% Mehrwertsteuer) als angemessen erscheint.