# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 73a0e461-f969-4170-b029-283e9bb4c3af
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 12
I. Sachverhalt
A. Mit Eingabe vom 5. März 2014 reichte die X._GmbH beim Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos gegen u. a. die Y._AG ein Gesuch betreffend vorläufige Eintragung von Bauhandwerkerpfandrechten – u. a. auf der Parzelle Nr. _ des Grundbuchs O.1_ für die Pfandsumme von Fr. 101'721.70 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 30. September 2013 – ein.
B. Mit superprovisorischer Verfügung vom 7. März 2014, mitgeteilt am 10. März 2014, entsprach die Einzelrichterin am Bezirksgericht Prättigau/Davos dem Gesuch der X._GmbH betreffend vorläufige Eintragung von Bauhandwerkerpfandrechten u. a. auf der Parzelle Nr. _ des Grundbuchs O.1_ für die Pfandsumme von Fr. 101'721.70 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 30. September 2013. Der Y._AG wurde eine Frist bis zum 10. April 2014 eingeräumt, um zum Gesuch schriftlich Stellung nehmen zu können.
C. Mit Eingabe vom 13. März 2014 reichte die Y._AG bei der Einzelrichterin am Bezirksgericht Prättigau/Davos ein Gesuch um Ablösung eines Bauhandwerkerpfandrechtes gegen Hinterlegung einer Sicherheitsleistung ein mit folgenden Rechtsbegehren:
"1. Der Y._AG sei zu bewilligen, die gemäss Entscheid vom 7. März 2014 auf dem Grundstück Nr. _ sowie auf den Stockwerkeigentumseinheiten und Miteigentumsanteilen der Stockwerkeigentumsliegenschaft Nr. _ eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechte im Gesamtbetrage von CHF 144‘353.40, zzgl. 5 % Zins seit dem 30. September 2013, durch eine Barhinterlegung bei der Gerichtskasse in der Höhe von CHF 173‘224.10 abzulösen.
2. Eventualiter sei der sicherzustellende Betrag durch richterliches Ermessen festzusetzen.
3. Das Grundbuchamt O.1_ sei unmittelbar nach Eingang der Sicherheitsleistung auf der Gerichtskasse anzuweisen, das in Ziff. 1 erwähnte Bauhandwerkerpfandrecht unverzüglich zu löschen.
4. Es sei festzustellen, dass im Übrigen der Entscheid vom 7. März 2014 unverändert bleibt und die Kosten für dieses Verfahren vorläufig der X._GmbH überbunden werden."
In der Begründung wurde insbesondere ausgeführt, indem die Sicherheitsleistung nicht nur über den Forderungsbetrag von Fr. 144'353.40.-- geleistet werden solle, sondern über den Betrag von Fr. 173'224.10.--, seien die Verzugszinsen für eine vierjährige Prozessdauer abgesichert, was zweifellos ausreichend sei. Für den Fall, dass das angerufene Gericht diesen Betrag nicht als ausreichend erachte, sei
Seite 3 — 12
die Höhe der erforderlichen Sicherheitsleistung nach richterlichem Ermessen festzusetzen.
D. Mit Stellungnahme vom 26. März 2014 beantragte die X._GmbH die Abweisung des Gesuchs der Y._AG vom 13. März 2014. In der Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Y._AG äussere sich in ihrem Begehren nicht zur Frage, ob mit der von ihr anbegehrten Hinterlegung definitiv oder bloss provisorisch Sicherheit bestellt werden solle. Davon hänge jedoch ab, für welche Dauer für die Verzugszinsen Sicherheit zu leisten wäre, falls eine Hinterlegung überhaupt in Frage käme. Bei der Leistung einer provisorischen Sicherheit sei mindestens für 10 Jahre und bei der Leistung einer definitiven Sicherheit mindestens für 8 Jahre Sicherheit für die Verzugszinsen zu leisten.
E. Die Einzelrichterin am Bezirksgericht Prättigau/Davos erkannte mit Entscheid vom 22. April 2014, mitgeteilt am 23. April 2014, wie folgt:
"1. Der Y._AG wird bewilligt, die gemäss Entscheid vom 7. März 2014 auf folgenden Stockwerk- und Miteigentumseinheiten, B._ O.1_,
– zulasten Grundstück Grundbuch O.1_ Liegenschaft Nr. _ (Hauptbuchblatt _), Plannummer _, _strasse, O.1_, für die Pfandsumme von CHF 101'721.70 nebst Zins zu 5 % seit 30. September 2013; (...)
eingetragene Pfandsumme von CHF 42'650.00 nebst 5 % Zins vom 30. September 2013 bis 30. September 2023, folglich Verzugszinsen von CHF 21'325.00, durch eine Barhinterlegung von total CHF 63'975.00 bis zum 9. Mai 2014 bei der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Prättigau/Davos abzulösen, nachdem dieser Totalbetrag als hinreichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB anerkannt wird.
2. Der Y._AG wird bewilligt, die gemäss Entscheid vom 7. März 2014 auf der Liegenschaft Nr. _ (Hauptbuchblatt _), Plannummer _, _strasse, O.1_, Grundbuch O.1_, eingetragene Pfandsumme von CHF 101'721.70 nebst 5 % Zins vom 30. September 2013 bis 30. September 2023, folglich Verzugszinsen von CHF 50'860.85, durch eine Barhinterlegung von total CHF 152'582.55 bis zum 9. Mai 2014 bei der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Prättigau/Davos abzulösen, nachdem dieser Totalbetrag als hinreichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB anerkannt wird.
3. (...).
4. (...).
5. Das Grundbuchamt O.1_ wird angewiesen, nach Rechtskraft dieses Entscheids und nach Eingang der von der Y._AG an die Bezirksgerichtskasse Prättigau/Davos zu bezahlenden Pfandsumme von CHF 152'582.55 (CHF 101'721.70 + CHF 50'860.85) die unter
Seite 4 — 12
Dispositiv-Ziffer 2 vorläufig auf der Liegenschaft Nr. _ (Hauptbuchlatt _), Plannummer _, _strasse, O.1_, Grundbuch O.1_, vorgemerkten Bauhandwerkerpfandrechte für eine Pfandsumme von total CHF 101'721.70 nebst Zins zu 5 % seit 30. September 2013 zu löschen.
6. Der X._GmbH wird eine Frist bis zum 1. September 2014 zur Einreichung der Klage auf dem ordentlichen Prozessweg angesetzt. Bei ungenutztem Ablauf der Frist werden die als Sicherheitsleistung hinterlegten Barbeträge gemäss Dispositiv-Ziffer 1 bis 5 dieses Entscheids der Y._AG erstattet.
7. Die beim Bezirksgericht Prättigau/Davos als Sicherheitsleistung zu hinterlegenden Beträge von CHF 63'975.00 und CHF 152'582.55 bleiben auf dem Konto des Bezirksgerichts Prättigau/Davos blockiert, bis ein rechtskräftiges Urteil oder eine Vereinbarung der am Verfahren Beteiligten die Verwendung dieser Beträge regeln.
8. (...).
9. (...).

## Considerations