# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 83a47808-e3aa-4d43-b0de-af3cf30c0c06
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1962 geborene
X._
war seit dem 24. September 201
2 bei der Y._ erwerbstätig und in dieser Eigenschaft bei der Suva
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 5. Dezem
ber
2013 wurde der Suva angezeigt, der Versicherte sei am 26. Novem
ber 2013 auf dem Weg vom Bahnhof zur Arbeit auf Glatteis auf dem Fussgängerstreifen ausgerutscht und hingefallen (Urk. 8/3). Im Austritts
bericht vom 4. Dezember 2013 über die Hospitalisation vom 26. bis zum 28. November 2013 notierten die erstbehandelnden Ärzte des Z._ 1) eine intraartikuläre Trümmerfraktur des distalen Radius rechts vom 26. November 2013, 2) eine arterielle Hypertonie, 3) ein Adeno
karzinom der Prostata T1c cNO cmO Gelason score 3+3=6 und 4) eine Adi
positas permagna (Urk. 8/14). Die Suva erbrachte Heilbehandlungs- und Tag
geldleistungen (Urk. 8/5-6).
Mit Schreiben vom 9. Dezember 2014 setzte die Suva den Versicherten darü
ber in Kenntnis, dass sie die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per 31. Dezember 2014 einstelle (Urk. 8/103). Mit Verfügung vom 9. Juni 2015
(Urk. 8/127) teilte die Suva dem Versicherten mit, dass seine Beeinträch
tigung
der Erwerbsfähigkeit 22 % betrage. Der versicherte Jahresverdienst sei auf Fr. 10‘402.-- festzusetzen, woraus eine monatliche Invalidenrente in Höhe von Fr. 152.-- resultiere. Die Integritätseinbusse betrage 15 % und die Inte
gritätsentschädigung sei somit in Höhe von Fr. 18‘900.-- festzusetzen. Der Versicherte erhob hiergegen am 26. Juni 2015 Einsprache (Urk. 8/133; ergän
zende Einsprache vom 30. Juli 2015, Urk. 8/138), welche die Suva mit Ein
spra
cheentscheid vom 20. November 2015 abwies (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 15. Januar 2016 Beschwerde und bean
tragte, es sei der Einspracheentscheid aufzuheben und es seien ihm ”die ge
setzlichen Leistungen (höherer versicherter Verdienst, Erwerbsunfähigkeits-Grad und Integritätsentschädigung) zuzusprechen”. Eventualiter seien die bean
tragten höheren gesetzlichen Leistungen nach Durchführung einer medi
zinischen Abklärung durch einen ausgewiesenen Handspezialisten neu fest
zu
legen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 25. Februar 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-159 und Urk. 9/1-36), was dem Beschwerdeführer am
29. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10). Am 18. und 25. Apri
l 2016 (Urk. 11 und Urk. 14) nahm der Beschwerdeführer erneut Stellung. Die Beschwerdegegnerin liess sich mit Schreiben vom 12. Mai 2016 (Urk. 18) hierzu vernehmen, was dem Beschwerdeführer am 17. Mai 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 19).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge
gangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin hielt dafür, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit gestützt auf die Beurteilung der Kreisärztin med. pract. A._, Fachärztin für Chirurgie, vom 9. Dezember 2014 vollumfäng
lich arbeitsfähig sei. Das Valideneinkommen für das Jahr 2015 sei gestützt auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 2012 (LSE), TA1 Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompetenz
niveau und Geschlecht, Privater Sektor, Maschinenbau, Kompetenzniveau 2 auf Fr. 78‘899.-- festgesetzt worden, was in Anbetracht der Ausbildung des Beschwerdeführers und der vor der Arbeitslosigkeit ausgeübten Tätigkeit als korrekt erscheine. Das Invalideneinkommen sei gestützt auf den Mittelwert für Männer im Kompetenzniveau 2 nach der LSE 2012, TA1, festzusetzen, woraus sich ein jährlicher Verdienst in Höhe von Fr. 72‘102.-- ergebe. Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 15 % resultiere daraus bei Gegenüberstellung des Validen- und des Invalideneinkommens ein Inva
lidi
tätsgrad von 22 %.
Für den versicherten Verdienst sei auf das Einkommen, welches der Be
schwer
deführer in seiner Tätigkeit bei der Y._ erzielt habe, abzu
stellen. Der Integritätsschaden sei - gestützt auf die Beurteilung von med. pract. A._ - auf 15 % festzusetzen (Urk. 2, Urk. 7 und Urk. 18).
1.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor (Urk. 1,
Urk. 11 und Urk. 14), er sei aufgrund von zwei Unfallereignissen aus den Jahren
2002 und 2013 an der Wiederaufnahme einer Arbeit im ange
stammten Beruf verhindert gewesen und befinde sich nun im Rahmen seiner Anstellungen bei den Firmen Y._ und B._ augenfällig im zwei
ten Arbeitsmarkt, so dass dieser Lohn nicht Grundlage für den versicherten Verdienst bilden könne. In Anwendung von Art. 24 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) sei vom erzielten Lohn bei der C._ im April/Mai 2011 auszugehen, aufgerechnet auf das Jahr 2015, bzw. auf den Validenlohn von Fr. 78‘899.-- abzustellen. Die Folgen der Unfälle verunmög
lichten den Wiedereinstieg in den regulären Arbeitsmarkt bis heute, so ver
werte er seine Restarbeitsfähigkeit von 50 % nur noch im geschützten Rahmen
bei der Y._ bzw. der B._.
Für das Valideneinkommen sei auf den bei der C._ erzielten Lohn abzu
stellen. Ansonsten sei die Anwendung eines höheren Lohnniveaus nach LSE
angesichts seiner Spezialausbildung gerechtfertigt. Beim Invalidenein
kommen
sei festzuhalten, dass die Unfallfolgen an der rechten Hand die frühere Tätig
keit als Labortechniker verhindern würde. Der Bericht von med. pract. A._ berücksichtige nur die Folgen des Unfalles vom 26. November 2013, nicht
aber die Fingerendgliedamputation als Folge des Unfalles aus dem Jahr 2002. Entsprechend sei gestützt auf die Einschätzung des Hausarztes von ei
ner
bis Ende August 2015 reduzierten 50%igen Arbeitsfähigkeit auszu
gehen. Auch
aus dem Integrationsbericht der
B._
ergebe sich aufgrund der weit
geh
end unbrauchbaren dominanten oberen Extremität eine Leistungsfähig
keit von 50 %. Da der medizinische Sachverhalt damit nicht hinreichend abge
klärt worden sei, sei eine Begutachtung durch einen unabhängigen Handspe
zia
listen anzuordnen und danach sei der Erwerbsunfähigkeits-Grad neu zu berechnen.
Um die Integritätsentschädigung festzusetzen sei auf den Schweregrad der Arthrose vor Prothesenimplantation bzw. vor der Arthrodese abzustellen, so dass der Integritätsschaden in Höhe von 25 % festzusetzen sei.
2.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgender
massen:
2.1
2.1.1
Der Beschwerdeführer erlitt durch den Sturz am 26. November 2013 eine
intraartikuläre Trümmerfraktur des distalen Radius rechts, woraufhin glei
chen
tags operativ ein Fixateur externe (AO-Fixateur) distaler Radius rechts einge
setzt wurde (Urk. 8/14). Die behandelnden Ärzte des Z._ notierten in ihrem Austrittsbericht über die Hospitalisation vom 26. bis zum 28. November 2013 folgende Diagnosen:
-
Intraartikuläre Trümmerfraktur des distalen Radius rechts vom 26.11.2013 mit
-
Dislokation der Fragmente und des Carpus nach dorsal
-
skapholunärer Dissoziation
-
konsekutivem Ulnavorschub
-
initialer Kribbelparästhesien des Nervus Medianus
-
Arterielle Hypertonie
-
Adenokarzinom der Prostata T1c cNO cMO Gelason score 3+3=6 (erstmals 2012 diagnostiziert)
-
under active surveillance
-
PSA-Wert vom 4/2013 7.55ng/ml
-
10 % der Biopsiezylinderflächen von rechts tumorbefallen, kein Karzinombefall links
-
bei der Kontrollbiopsie (10/2012) 1.5 mm eines Biopsiezylinders links befallen (1/12 Stanzen)
-
Adipositas permagna (BMI=44.6)
2.1.2
Vom 2. bis zum 6. Dezember 2013 befand sich der Beschwerdeführer erneut stationär im Z._, da er am 3. Dezember 2013 wiederum operiert wurde. Dabei wurde der Fixateur externe Handgelenk rechts entfernt, eine palmare Plattenosteosynthese und eine Unterfütterung mit ChronOS distaler Radius rechts durchgeführt, das SL-Band refixiert sowie eine temporäre Spickdraht-Transfixation Os scaphoideum und Os lunatum sowie Os scaphoideum und Os capitatum eingesetzt. Der postoperative Verlauf gestaltete sich komplika
tionslos (Austrittsbericht vom 20. Dezember 2013, Urk. 8/19/9 ff.).
2.1.3
Im Bericht vom 12. Mai 2014 über die klinische und radiologische Verlaufs
kontrolle 5 Monate postoperativ hielten die behandelnden Ärzte des Z._ fest (Urk. 8/54), dass weiterhin regelmässig Ergotherapie durchgeführt werde. Darunter habe sich der Bewegungsumfang teilweise verbessert, es persistiere aber noch eine deutliche Einschränkung sowohl bei der Supination als auch der Extension. Der Beschwerdeführer habe ebenfalls noch nur geringe Kraft beim Faustschluss im zweiten und dritten Finger, die Finger IV und V seien deutlich besser. Eine 1.5 l Pet-Flasche könne er nur mit beiden Händen stabi
lisieren, da sie sonst aus den Händen gleiten würde. Weiterhin bestehe eine Hyposensiblität dorsal im Bereich der ersten Kommissur. Die Arbeit als Maschinenbauer sei weiterhin noch nicht möglich. Die Schmerzproblematik sei aber soweit zurückgegangen, dass aktuell keine regelmässige Analgetika
einnahme mehr durchgeführt werde.
2.1.4
Am 2. September 2014 erfolgte im Z._ die Osteosynthesematerialentfernung palmare Platte distaler Radius rechts (Austrittsbericht vom 17. September 2014, Urk. 8/83). Die behandelnden Ärzte hielten fest, dass der postoperative Verlauf regelrecht sei. Die vorbestehenden Sensibilitätsstörungen im Bereich der rechten Hand seien postoperativ stationär. Marcoumar sei perioperativ durch den Hausarzt gestoppt worden; auf ein Bridging sei verzichtet worden. Der Beschwerdeführer habe in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden können.
2.1.5
Im Bericht vom 28. Oktober 2014 über die klinische Verlaufskontrolle 6
Wochen
nach erfolgter Osteosynthesematerialentfernung am 17. Oktober 2014 (Urk. 8/93) führten die behandelnden Ärzte des Z._ aus, dass der Beschwerdeführer im rechten Handgelenk weiterhin wenig Schmerzen, aber weiterhin noch eine deutliche Einschränkung im Alltag durch eine Bewe
gungseinschränkung sowie fehlende Kraft bzw. fehlende Stabilisierungs
mög
lich
keit des Handgelenkes habe. Weiterhin sei Ergotherapie durchgeführt wor
de
n mit deutlicher Verbesserung der Supination postoperativ. An der rest
lichen Beschwerdesymptomatik habe sich wenig verändert.
Als Folge des Unfalls finde sich eine deutliche fortgeschrittene Arthrose sowohl im Radiocarpalgelenk als auch innerhalb der Handwurzelknochen. Da die SL-Dissoziation wieder zugenommen habe, werde es im Verlauf rasch progredient zu einem weiteren Fortschreiten der Arthrose kommen. Da der Be
schwerdeführer derzeit hinsichtlich der Schmerzen relativ beschwerdearm sei und noch eine gewisse Restfunktion der Beweglichkeit vorhanden sei, sähen sie von einer Arthrodese im Bereich des Handgelenkes ab. Eine Arbeitsaufnahme mit Belastung des rechten Handgelenkes sei aber sicherlich nicht möglich, auch nicht im Verlauf. Der Beschwerdeführer sei bereits bei der IV angemeldet, eine entsprechende Umschulung werde abgeklärt. Derzeit seien keine weiteren operativen Massnahmen indiziert. Eine geplante Nach
kontrolle finde nicht statt. Sollten im Verlauf vermehrt Schmerzen auftreten, werde sich der Beschwerdeführer direkt im Sprechstundenzentrum bei den Kollegen der Handchirurgie zur Besprechung und Planung des weiteren Pro
zederes hinsichtlich einer Arthrodese melden.
2.2
Der Beschwerdeführer wurde am 8. Dezember 2014 von der Kreisärztin med. pract. A._ untersucht. Med. pract. A._ notierte folgende Diagnose in ihrem Bericht vom 9. Dezember 2014 (Urk. 8/101/5):
-
Sturzereignis 26.11.2013 mit
-
distaler intraarti
kulärer Radiusfraktur rechts mit Dorsaldislokation, scapholunärer Dissoziation, konsekutivem Ulnavorschub, initial Kribbelparä
sthesien Nervus media
nus
-
Fixateur externe 26.11.2013
-
p
a
lmare Plattenosteosynthese, Refi
xation SL-Band,
temporäre Spickdrahttransfixati
on Carpus 03.12.2013
-
Entfernung Spickdrähte 29.01.2014
-
i
m Verlauf erneute SL-Dissoziation
-
Osteosynthesematerialentfernung
02.09.2014
-
Aktuell:
Schmerzarmer Zustand, jedoch progrediente Handgelenks
arthrose mit konsekutiver Bewegungseinschränkung.
Des Weiteren lägen als unfallfremde Diagnosen 1) eine arterielle Hypertonie,
2) ein Adenokarzinom der Prostata und 3) Adipositas per magna (BMI 44.6) vor
.
Subjektiv beklage
der
Beschwerdeführer
nur wenig
e
Beschwerden, jedoch
eine
störende Beweglichkeitseinschränkung vor allem hinsichtlich Dorsalex
tension und Supination. Die Hyposensibilität a
n der dorsalen Kommissur I störe
wenig.
Objektiv
präsentiere sich ein
erfreulich beschwerdearmer
Beschwerdeführer
,
es lägen
keine dystrophen Störungen
vor
, aber
eine
deutliche Bewegungs
ein
schränkung und Kraftminderung. Grundsätzlich
sei davon auszugeh
en, dass die Arthrose im Handgelenksbereich progre
dient sein we
rd
e.
Er
sei
für den radiologischen Befund jedoch erstaunlich
schmerzarm. Er sehe
zur Zeit keine
Arthrodese-Notwendigkeit, somit dürfe der Administration im Grunde gera
te
n werden, einen Fallabschluss anzu
streben. Über das Rückfallmelde
recht
sei
der Versicherte informiert
worden. Aktuell sei
keine regelmässige ärztliche Be
hand
lung notwendig und ausgewiesen. Auch ei
ne regelmässige Ergotherapie sei
nicht indiziert und würde den Verlauf der Arthrose auch
nicht überwie
gend wahrscheinlich positiv beeinflussen. Regelmässige Schmerzmedi
kamen
te
bedür
f
e
er zur Zeit nicht, dies kö
nn
e
selbstverständlich jederzeit ändern.
Betreffend Arbeit
sfähigkeit bzw. Zumutbarkeit sei
festzuhalten, dass dem
Beschwerdeführer
eine ganztätige leichte bis sehr selten mittelschwere Tätig
keit zumutbar
sei
. Hierbei m
ü
ss
e
auf das Heben von Lasten < 2 kg mit rechts verzichtet werden, feinmotori
sche Tätigkeiten seien
rechts nur kurzfristig möglich, auf repetitive Umwendbewegungen oder Maximalausschl
ä
ge Rich
tung dorsal oder plantar m
ü
ss
e verzichtet werden.
Schläge und Vibrationen auf
die rechte obere Extremität seien
zu vermeiden,
ebenso
das Besteigen von Leitern und Gerüsten
. Die rechte Hand sei
im Grunde nur etwas meh
r als Hilfshand zu verwenden, sie kö
nn
e
zum Beispiel gegenhalten und mithelfen, wenn
er
mit links
-
seiner jedoch adominanten Seite
- Tätigkeiten durch
führe
. Tastat
urschreiben etc. sei
sicher
lich zu
mutbar, jedoch nicht dauerhaft (Urk. 8/101/5 f.).
3.
3.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begrün
det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen
kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
ach
ters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
3.2
Der Bericht von med. pract. A._ vom 9. Dezember 2015
erfüllt sämtliche rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Ents
cheidungsgrundlagen (vgl. E. 4.1). Er
beruht auf fachärztlichen Unter
such
ungen (
Urk. 8/101/3 f
.) und wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten (
Urk. 8/101/1 ff.
.) abgegeben. Es berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist einleuchtend und das Gutachten ist schlüssig.
3.3
3.3.1
Der Beschwerdeführer brachte vor, der Bericht von med. pract. A._ sei nicht beweiskräftig, da sie nicht die Gesamtheit der unfallbedingten Beeinträchti
gung berücksichtigt habe und von einer weitgehenden Schmerzfreiheit aus
gehe (Urk. 1 und Urk. 11).
Dem ist entgegenzuhalten, dass med. pract. A._ die Befunde und insbe
son
dere die Beweglichkeit des Handgelenks und die Faustschlusskraft ausführ
lich erhob (Urk. 8/101/3 f.) und auch die Folgen des Unfalles aus dem Jahre 2002 nicht unberücksichtigt blieben: So notierte sie, dass am Zeigefinger rechts ein Status nach Endgliedamputation (Suva versichert vor Jahren) be
stehe (Urk. 8/101/3 f.). Auch erhob sie die Schmerzsituation des Beschwer
de
führers ausführlich, und konstatierte, er gebe an, dass er in Ruhe oder in der Nacht keine Beschwerden habe, belastungsabhängig jedoch Schmerzen
über
wiegend radiocarpal, gelegentlich auch Ulnabetont, verspüre (Urk.
8/101/3). Dies entspricht im Übrigen auch dem Bericht der Ärzte des Z._ vom 28. Oktober 2014 (E. 3.1.5).
3.3.2
Die vom Beschwerdeführer zusätzlich eingereichten Berichte vermögen die Ein
schätzung von med. pract. A._ ebenfalls nicht zu entkräften. So atte
stierte med. pract. D._, praktischer Arzt, in seinem Arbeitsunfähig
keitszeugnis vom 10. Februar 2015 noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. März bis zum 31. Mai 2015 infolge von Unfall (Urk. 3/10). Die ab dem 1. Juni bis zum 31. August 2015 attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit begründete er allerdings mit Krankheit (Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 21. Mai 2015, Urk. 3/11). Des Weiteren ist die attestierte Arbeitsunfähigkeit ohne erhobene Befunde oder weitere Begründung nicht nachvollziehbar.
Auch die vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte der B._ und der E._ lassen keinen anderen Schluss zu: In den Berichten der B._ wurden nicht nur die unfallbedingten Einschränkungen der Hand berücksichtigt, sondern seine gesamte gesundheitliche Situation. So wurde zwar festgehalten, dass er Schmerzen in der Hand habe (Urk. 3/7a/2; Urk. 3/7b/2; Urk. 15/2/1; Urk. 15/3) - daneben wurde allerdings auch mehr
fach zum Ausdruck gebracht, dass die Leistungsfähigkeit durch die starke Müdigkeit aufgrund der diagnostizierten Schlafapnoe eingeschränkt sei (Urk. 3/7a/1; Urk. 15/3). Auch im Bericht der E._ wurde entsprechend konstatiert, dass er weiterhin an ausgeprägten Schmerzen in der Hand und an Erschöpfungszuständen (Einschlafen vor dem PC) leide (Urk. 15/1). Damit lassen die Berichte keine Beurteilung der unfallbedingt eingeschränkten Arbeitsfähigkeit zu.
3.4
Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer unfallbedingt entsprechend der Einschätzung von med. pract. A._ in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit vollumfänglich arbeits
fähig ist (vgl. E. 3.2).
4.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der in qualitativer Hinsicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
4.1
4.1.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % inva
li
d (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungs
rechts, ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invalidi
tät
s
grades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Ein
tritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
glie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
4.1.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund
heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwie
gen
der Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die ver
sicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Inva
li
dität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohn
strukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
4.1.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht
spre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktu
ellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invaliden
ein
kommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
4.2
4.2.1
Vor seinem Unfall arbeitete der Beschwerdeführer von Juli 1999 bis April 2010 als technischer Mitarbeiter „Metallurgical Processes“ bei der C._ (Urk. 3/4). Gemäss Angaben des ehemaligen Arbeitgebers verliess der Be
schwerdeführer diese Arbeitsstelle auf eigenen Wunsch, da er Rücken
prob
leme gehabt habe und eine reine Bürotätigkeit habe erhalten wollen, was zu jenem Zeitpunkt intern allerdings nicht möglich gewesen sei (Urk. 8/117/2). Von August bis Dezember 2011 war der Beschwerdeführer über die F._ temporär bei der C._ als Labortechniker angestellt. Gemäss Angaben der C._ habe der Beschwerdeführer nach dem 23. Dezember 2011 nicht mehr weiterbeschäftigt werden können, da sie leider sehr wenig Arbeit gehabt hätten (Urk. 8/117/1 und Urk. 3/4).
Danach war der Beschwerdeführer arbeitslos und wurde - gemäss seinen eige
nen Angaben - ab April 2012 ausgesteuert (Urk. 8/48). Seit dem 24. September 2012 arbeitete er während 18 Stunden pro Woche (Beschäfti
gungsgrad 43 %) bei der Y._ (Urk. 8/3) für einen Stundenlohn von Fr. 10.-- zzgl. Ferienentschädigung von 13.04 % und einem 13. Monats
lohn
anteil von 8.33 % (Urk. 8/2).
4.2.2
Die Suva stützte sich bei der Festsetzung des Valideneinkommens auf die LSE 2012, TA1, Maschinenbau, Kompetenzniveau 2 für Männer in Höhe von
monatlich Fr. 6‘164.-- ab (Urk. 2; Zusammenfassung der Entscheidungs
grund
lagen vom 8. Juni 2015, Urk. 8/130). Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, es sei auf das Einkommen bei der C._ abzustellen oder angesichts seiner Ausbildung ein höheres Lohnniveau heranzuziehen (Urk. 1 S. 9).
Auf das frühere Einkommen aus der befristeten Tätigkeit bei der C._ ist nicht abzustellen, da diese Anstellung nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern infolge der schlechten Auftragslage nicht weiter verlängert wurde (Urk. 8/117; vgl. auch Verfügung der S
ozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2
4.
Juni 2010,
Urk.
3/5). Das von der Beschwerdegeg
nerin herangezogene Einkommen ist des Weiteren - unter Berücksichtigung der nicht gesundheitlich bedingten Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers - als äusserst grosszügig einzuschätzen, da er im Zeitraum von Januar bis September 2012 - mithin ohne unfallbedingte gesundheitliche Einschränkung - seine volle Arbeitsfähigkeit nicht verwerten konnte, sondern ab September 2012 die um ein vielfach schlechter bezahlte Anstellung bei der
Y._
aufnahm. Diese Tätigkeit führte er mithin über ein Jahr bis zum Unfall am 2
6.
November 2013 aus (
Urk.
7/3;
Urk.
7/117; vgl. Curriculum Vitae,
Urk.
3/4
). Das Heranziehen des Kompetenzniveaus 2 ist auch in Anbetracht
des Einkommens während seiner langjährigen Tätigkeit bei der
C._
in den
Jahren 1999 bis 2010 als angemessen zu beurteilen (vgl. Urk. 3/4; Schreiben Unia vom 26. Mai 2010, Urk. 8/112/4).
Des Weiteren rechtfertigt sich das Abstellen auf ein höheres Kompetenz
niveau entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers mit Blick auf seine bisherigen Tätigkeiten und seine Ausbildung nicht (vgl. Urk. 3/4).
4.2.3
Bereinigt man den Tabellenlohn von Fr. 6‘164.-- um die durch das Bunde
s
amt für Statistik erhobene Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2015 (T1.1.10
Nominallohnindex, Männer, 2011-2016, Ziff. 10-33 Verarbeitendes Gewerbe
/ Her
stellung von Waren, Stand 2012 = 101.5, Stand 2015 = 104) sowie die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.2 Stunden pro Woche (Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Ziff 28 Maschinenbau) resultiert ein anrechenbares Valideneinkommen für das Jahr 2015 in Höhe von Fr. 78‘063.55 (Fr. 6‘164.-- : 40 x 41.2 :101.5 x 104 x 12).
4.3
Beim Invalideneinkommen stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das Einkommen für Männer im Kompetenzniveau 2 (Praktische Tätigkeiten wie
Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von Ma
schi
nen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst) nach LSE 2012, TA1, Total, in Höhe von Fr. 5‘633.-- ab. Diese Tätigkeiten sind dem Be
schwer
deführer gestützt auf die Ausbildung und seine bisherigen beruflichen Kenntnisse durchaus zumutbar (vgl. Urk. 3/4). Bereinigt um die Nominal
lohn
entwicklung
bis ins Jahr 2015 (T1.1.10 Nominallohn
index, Männer, 2011-2016, Total, Stand
2012 =
101.7, Stand 2015 = 103.5
) sowie die betriebs
übliche Arbeitszeit von
41.7
Stunden (Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche,
Total
) resultiert ein
hypothetisches Invalideneinkommen in einem vollen Pensum
in Höhe
von Fr. 71‘716.05
(
Fr. 5‘633.-- : 40 x 41.7 :101.7 x 103.5
x 12).
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte des Weiteren einen leidensbedingten Abzug in Höhe von 15 %, was angesichts des stark eingeschränkten Ge
brauchs der rechten und dominanten Hand angemessen ist. Daraus resultiert ein anrechenbares Invalideneinkommen für das Jahr 2015 in Höhe von Fr. 60‘958.65 (Fr. 71‘716.05 x 0.85).
4.4
Setzt man das Valideneinkommen in Höhe von Fr. 78‘063.55 dem Invaliden
einkommen von Fr. 60‘958.65 gegenüber resultiert eine Erwerbseinbusse in Höhe von Fr. 17‘104.90 (Fr. 78‘063.55 - Fr. 60‘958.65), was einem Invalidi
täts
grad von rund 22 % entspricht (Fr. 17‘104.90 : Fr. 78‘063.55). Die Fest
setzung des Invaliditätsgrades in Höhe von 22 % ist entsprechend nicht zu beanstanden.
5.
Zu prüfen bleibt die Höhe des versicherten Verdienstes.
5.1
Der versicherte Verdienst für die Bemessung von Renten entspricht dem inner
halb eines Jahres vor dem Unfall bezogenen, für die AHV massgeben
den Lohn (Art. 15 Abs. 1 und 2 UVG i.V.m. Art. 22 Abs. 2 UVV).
Hat der Versicherte im Jahre vor dem Unfall we
gen Militärdienst, Zivildienst,
Zivil
schutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit
oder Kurzarbeit
einen verminderten Lohn bezogen, so wird der vers
icherte Verdienst für die
Rente nach dem Lohn festgesetzt, den der Versicherte ohne Militärdienst, Zivil
dienst, Zivilschutzdienst,
Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosig
keit oder Kurzarbeit erzielt
hätte (Art. 24 Abs. 1 UVV). Die Aufzählung der
Tatbestände in Art. 24 Abs. 1 UVV ist abschliessend (BGE 139 V 161 E. 4.2.
3).
Ist ein Versicherter zunächst vollbeschäftigt, dann mehrere Monate arbeitslos und anschliessend im Rahmen einer Temporärarbeitsstelle wiederum vollbe
schäftigt, bemisst sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der ver
sicherte Verdienst bis zur Aufnahme der temporären Vollzeitbeschäftigung aufgrund des beim ersten Arbeitgeber erzielten Einkommens und ab diesem Zeitpunkt während der Dauer der Temporärarbeit aufgrund des bei dieser Arbeit tatsächlich erzielten Verdienstes. Nimmt nämlich ein Versicherter nach mehrmonatiger Arbeitslosigkeit wiederum eine Vollzeitbeschäftigung auf, ist sein Lohn nicht mehr wegen Arbeitslosigkeit vermindert, woran auch der Umstand nichts ändert, dass er sich im Hinblick auf die Beendigung der
Arbeitslosigkeit mit einem Minderverdienst abgefunden hat (Rumo-Jungo/
Hol
zer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 117 f., mit Hinweisen).
5.2
„
Massgebendes Kriterium für die Anwendung der Sonderregel von Art. 24 Abs. 1 UVV ist, ob der versicherte Verdienst im Jahr vor dem Unfall aus einem der in dieser Bestimmung genannten Gründe nicht "normal" war (BGE 122 V 100 E. 5b S. 101). Entscheidend ist, dass er eine "Lohnlücke" (Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S.
330) auf
weist, die im Normalfall im Jahr vor dem Unfall nicht eingetreten wäre. Frésard/Moser sprechen von einer "Diminution provisoire du revenu", also von einer vorübergehenden Lohneinbusse (Schweizerisches Bundesver
wal
tungs
recht, Band XIV, 2. Aufl., S. 889 Nr. 134).
So ist beispielsweise nach der Praxis des Bundesgerichts die Spezialbestimmung von Art. 24 Abs. 1 UVV nicht anwendbar, wenn
die versicherte Person schon vor dem Unfall wegen Krankheit oder wegen eines Unfalles in der Erwerbsfähigkeit eingeschränkt
war
(BGE 122 V 100 E. 5c S. 102
)
. Diese Rechtsprechung hat das Bundes
gericht ver
schiedentlich bestätigt (Urteil
des Bundesgerichts 8C_1038/2012 vom 18. Juli 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
Vorliegend muss der im Jahr vor dem Unfall erzielte Verdienst als „normal“ und nicht „vorübergehend“ betrachtet werden.
5.3
Der Beschwerdeführer arbeitete seit dem 24. September 2012 und damit über ein Jahr vor dem Unfall am 26. November 2013 bei der Y._. Im Jahr vor dem Unfall erzielte er vom 26. November 2012 bis zum 25. Novem
ber 2013 einen Jahresverdienst in Höhe von Fr. 10‘402.-- (Urk. 8/130;
vgl. auch
Urk.
8/120; Persönliches Jahreslohnkonto,
Urk.
8/110/3-4
), wobei er in den Monaten November 2012 bis und mit Oktober 2013 durchschnittlich 71.9 Stunden pro Monat leistete (Urk. 8/110/3-4).
Eine aussergewöhnliche, vorübergehende Lohneinbusse infolge Arbeitslosig
keit im Sinne der Spezialbestimmung von Art. 24 Abs. 1 UVV liegt daher nicht mehr vor, auch wenn der Beschwerdeführer, nachdem er nach eigenen Angaben keinen Anspruch auf Arbeitslosentaggeld mehr hatte und Sozial
hilfe bezieht, zur (teilweisen) Beendigung der Arbeitslosigkeit sich mit einem geringeren Verdienst und einem Teilzeitpensum abgefunden hatte. Dass der bei der Y._ erzielte Stundenansatz von Fr. 10.-- ausserordent
lich tief war und er nicht vollschichtig arbeitete, vermag am Umstand, dass
dieser Verdienst dem im Jahre vor dem Unfall „normalen“ Erwerbsein
ko
mmen
entspricht, nichts zu ändern. Für die Anwendung der Sondernorm von Art. 2
4 Abs. 1 UVV besteht auch im Hinblick auf das zu beachtende Äquivalen
z
prinzip (vgl. BGE 127 V 165 E. 2b S. 169) kein Raum.
Die Festsetzung des versicherten Verdienstes in Höhe von Fr. 10‘402.-- ist dem
nach nicht zu beanstanden.
6.
6.1
6.1.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent
schädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige
Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beein
trächtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsent
schädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
6.1.2
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für
die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Rege
l
fall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufge
führte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integri
täts
schaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als
5
%
des
Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
6.1.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundes
rätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbind
lich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbe
handlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.2
6.2.1
Med. pract. A._ führte in Bezug auf die Integritätsentschädigung aus, dass gemäss Suva Tabelle 5, Integritätsschaden bei Arthrosen, die leichte
Handgelenksarthrose nicht entschädigungspflichtig, die mässige Handge
lenk
s
arthrose mit 5-10 % und die schwere Handgelenksarthrose mit 10-25 % ange
geben werde. Die Handgelenksarthrodese werde mit 15 % angegeben. Da es beim Beschwerdeführer mit hoher Wahrscheinlichkeit im Verlauf zu einer Handgelenksarthrodese komme, sei aktuell bereits der Wert von 15 % ausge
wiesen (Urk. 8/102).
6.2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen im Wesentlichen vor, dass gestützt auf die Ausführungen von med. pract. A._ der Verlauf der Arthrose negativ sein werde und eine spätere Arthrodese absehbar sei. Eine schwere Handge
lenks-Arthrose sei mit 10-25 % einzustufen. Ein Abstellen auf den Grad einer Arthrodese sei daher nicht angängig, da auf den unkorrigierten Zustand abzustellen und somit eine Integritätsentschädigung von 25 % auszurichten sei (Urk. 1).
Dem ist entgegenzuhalten, dass entgegen den Vorbringen des Beschwerde
führers im Text zur Tabelle 5, Integritätsschaden bei Arthrosen, ausdrücklich festgehalten wird, dass bei Gelenksresektion oder Arthrodese unverändert Spalte 4 anwendbar sei. Eine Arthrodese bei einer Handgelenks-Arthrose führt gemäss dieser Tabelle - wie von med. pract. A._ schlüssig dargestellt - zu einer Integritätsentschädigung von 15 %.
Allerdings wäre selbst den Ausführungen des Beschwerdeführers folgend die festgesetzte Integritätsentschädigung nicht zu beanstanden, da auch bei Ab
stellen auf den Schweregrad der Arthrose nicht zwingend eine höhere Inte
gritätsentschädigung resultieren würde bei einem zwischen 10-25 % festzu
setzenden Integritätsschaden für eine schwere Handgelenksarthrose.
Die Festsetzung des Integritätsschadens in Höhe von 15 % bzw. Fr. 18‘900.-- ist demnach nicht zu beanstanden.
7
.
Damit erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
8
.
Das Verfahren ist kostenlos.