# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7b75b0c0-ca59-4675-bf7d-75fb9476d83c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1979 geborene
X._
, ohne abgeschlossene Berufsausbildung und Mutter
von drei Kindern
(geboren 2002 [Zwillinge]
und
2006;
Urk. 6/68
) meldete sich am 21. Dezember 2009 unter Hinweis auf psychische
Stö
rungen
/
Trau
ma
folgestörung
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug
an
(Urk. 6/2).
Die damals zuständige Sozialversicherungsanstalt
des Kantons
Aargau, IV-Stelle, trat
am 9. Februar 2012
mit Verweis auf die
fehlende Mitwirkung der Ver
si
cherten auf
das Leistungsbegehren nicht
ein
(Urk.
6
/61)
.
Am 25. Juli 2012 meldete sich die Versicherte
unter Hinweis
auf ein psychisches Leiden erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6
/67)
.
Im September 2014 wurde die Versicherte abermals Mutter (Urk.
6
/139).
Mit Verfügung
en
vom 18. Juni 2015 (Urk.
6
/156)
,
11. November 2015 (
Urk.
6
/172
, Urk. 6/177
)
und 16. November 2015 (Urk.
6
/181-182)
sprach die nun zuständige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Versicherten ge
stützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 %
vom
1. Januar 2013
bis 31. August 2014
eine ganze Rente
zuzüglich Kinderrenten
und – ausgehend von einer Quali
fikation als zu 50 % im Erwerbs- und zu 50 % im Aufgabenbereich Täti
gen
gestützt auf ein
en Invali
ditäts
grad von 54.50 %
ab 1.
September 2014
eine halbe Rente
zuzüglich Kinderrenten
zu
(Urk. 6/144 S. 7)
.
Im Rahmen eines im
Februar
2016 von Amtes wegen
eingeleiteten
Revisions
verfahrens
tätigte die IV-Stelle erwerbliche
Abklärungen und holte beim Haus
arzt der Beschwerdeführerin, Dr. med.
Z._
, Allgemeine Innere Medizin
FMH
, den Verlaufsbericht vom 16. August 2016 (Urk.
6
/196/1-4) ein
.
Am 15. Februar 2018 wurde die Versicherte
auf
ihre Mitwirkungspflicht betreffend die Durch
führung einer regelmässigen psychotherapeutischen Behandlung
hin
gewiesen
(Urk.
6
/222). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk.
6
/226)
hob
die IV-Stelle die bisherige halbe Rente unter Hinweis auf einen Invaliditäts
grad von 34 % mit Verfügung vom 18. April
2018 (Urk. 2) per Ende Mai 201
8
auf
.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 17. Mai 2018 unter
Auflage
zweier Arbeits
unfähigkeitszeugnisse sowie weiterer Unterlagen
(Urk. 3/2-5
)
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung vom 18. April 2018 sei aufzuheben
(S. 2)
.
Mit Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2018 (Urk. 5) schloss die Beschwerde
geg
nerin auf Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 13. August 2018 (Urk. 9) hielt die
Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest und reichte das Arbeits
zeugnis der
A._
vom 31. Oktober 2017 (Urk. 10/
2) ein.
Mit
Schreiben vom 22. August 2018 (Urk. 12) verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik. Am
18. Septem
ber 2018 reichte die Beschwerdeführerin eine weitere Eingabe ein (Urk. 14)
, worüber die Beschwerdegegnerin am 20. September 2018 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 15).
Am 5. Dezember 2018 teilte
Y._
mit, dass er am 18. Oktober 2018 zum Berufsbeistand der Beschwerdeführerin ernannt worden war (Beistandschaft im Sinne von Art. 394 in Verbindung mit Art. 395 ZGB) und reichte eine Prozessvollmacht ein (Urk. 16/1-2), worauf ihm Akteneinsicht ge
währt wurde (Urk. 17).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
.
Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung,
IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu
beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Än
derung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs-
oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). F
erner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26
Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän
diger
Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent
scheidrele
vante Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung
(Urk. 2)
damit,
dass die Beschwerdeführerin per 1. November 201
7 (richtig: 2016)
eine Erwerbs
tätig
keit aufgenommen habe.
Aufgrund
des Umstands
, dass die Beschwerde
führerin zu 50 % im Erwerbsbereich arbeite und die restlichen 50 % der Kinder
betreuung widme, resultiere unter Berücksichtigung einer Einschränkung von 59 % im Erwerbs
bereich
und
ei
ner solchen von 9 % im Haushalt
s
bereich ein renten
aus
schliessender Invaliditätsgrad von 34 %
(S. 2). In der Beschwerde
ant
wort (Urk. 5) wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass
der Revisionsgrund in der Aufnahme einer
Erwerbstätigkeit liege. D
ie Tatsache,
dass
die Beschwerde
führerin im Verfügungszeitpunkt seit fast eineinhalb Jahren
gearbeitet habe
,
sei auch
ein Hinweis
auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands
.
Anzeichen
für eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation habe es
bei Verfügungs
er
lass
nicht gegeben (S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1),
dass sie zu 100 % arbeitsunfähig sei
,
und verwies auf die Arbeitsunfähig
keits
zeugnisse der
B._
vom 12. März 2018 sowie ihres Hausarztes vom 11. April 2018,
wonach
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 12.
März
bis 31. Mai 2018
bestehe
(S. 1). In ihrer Eingabe vom 13. August 2018 (Urk. 9) wies sie sodann darauf hin, dass
sie zu keinem Zeitpunkt über 50 % erwerbstätig gewesen sei und
sich ihr Gesundheitszustand nicht verbessert
habe
, sondern sich während der Teilzeitanstellung lediglich
so
weit
stabilisiert
habe
, dass sie auf eine psychiatrische Behandlung vorübergehend verzichtet habe.
Im Weiteren
sei ihre tatsächliche Lebens-, Gesundheits- und Erwerbssituation vorgängig nicht fachlich nachhaltig abgeklärt worden (S. 1, Urk. 14).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Renteneinstellung per Ende Mai 2018 zu Recht erfolgte und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob
sich die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse
der Beschwerdeführerin
seit der
Rentenzu
spra
che
im Jahre
2015
in anspruchsrelevanter Weise
verändert haben
. Vergleichb
asis
bildet dabei die Verfügung vom 11. November 2015 (Urk. 6/172, Urk. 6/177).
3.
3.1
Der
ursprünglichen
Rentenzusprache
(vgl. Urk. 6/156, Urk. 6/172, Urk. 6/177, Urk. 6/181-182)
lag im Wesentlichen das psychiatrische Gutachten von Dr. med.
C._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 10.
März 2014 (Urk. 6/112) zugrunde.
Unter Hinweis
auf eine schwere, entwicklungs- und traumatisie
rungs
bedingte kombinierte Persönlichkeitsstörung mit multiplen Defiziten in vielen Lebensbereichen und dissozialen, emotional instabilen, ängstlich vermeidenden
sowie abhängigen Zügen, eine schwere und komplexe
posttraumatische Belas
tungs
störung (ICD-10 F43.1) nach multiple
m
sexuelle
m
Missbrauch und Gewalt
erlebnissen, ein Opioidabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Abstinenz ohne Sub
sti
tution (ICD-10 F11.21), sowie ein
en
Alkoholmissbrauch, gegenwärtig abstinent in beschützender Umgebung (ICD-10 F10.21)
,
attestierte der Gutachter
eine
Arbeitsunfähigkeit von
80
% in jeglicher Tät
igkeit (S. 14
f.
).
Die Beschwerdeführerin ging im damaligen Zeitpunkt keiner Erwerbstätigkeit nach
(Urk. 6/144 S. 7)
.
Gestützt auf den Abklärungsber
icht vom 6. Februar 2015 (Urk. 6
/143) wurde die Beschwerdeführerin als zu 50 % Erwerbstätige und zu 50
% im Haushalt Tätige qualifiziert, wobei die Abklärungsperson für den Haus
haltsbereich eine Einschränkung von gesamthaft 9 % ermittelte. Auf dieser Grund
lage und ausgehend von einer Einschränkung von 100 % im Erwerbsbereich ermittelte die Beschwerdegegnerin einen Invaliditätsgrad von 54.5 %.
%1.2
Im Rahmen des Rentenrevisionsverfahrens
holte die Beschwerdegegnerin
de
n
Verlaufsbericht des Hausarztes Dr.
Z._
vom 16. August 2016 (Urk. 6/196/1-4) ein, welcher
als Diagnosen
eine
Persönlichkeits-Anpassungsstörung
(anam
nes
tisch), eine unwillkürliche Cannabis
-
und A
m
phetamin
e-
In
t
oxikation, eine chro
nische Insomnie, ein chronisch rezidivierendes lumbospondylogen
e
s Schmerz
syndrom sowie einen schädlichen Alkoholkon
sum
erwähnte
.
Z
um Umfang einer allfälligen Arbeitsfähigkeit äusserte
er sich nicht, sondern verwies auf die Einschätzung des Psychiaters
(Ziff. 1.2
, Ziff. 2, Ziff. 4)
.
In erwerblicher Hinsicht stellte die Beschwerdegegnerin
auf
den Arbeitgeber
fragebogen der
A._
vom 19. Februar
2017 (Urk. 6/211) ab, wonach die Be
schwer
de
führerin seit 1. November 2016 in einem ungekündigten teilzeitliche
n Arbeitsverhältnis stand (
Urk. 6/224 S. 2).
3.3
R
echtsprechungsgemäss
ist
auf den bis zum Erlass der streitigen Verfügung (18. April 2018) eingetretenen Sachverhalt
abzustellen
. Die
von der Beschwerde
führerin
im Beschwerdeverfahren eingereichten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse
des
Hausarzt
es
vom 11. April 2018
sowie der
B._
vom 12. März 2018
(Urk.
3
/3-4), die Kü
ndigung der D._
vom 25. Januar 2018 (Urk.
6
/232) und das Arbeitszeugnis
der
A._
vom 31. Oktober 2017 (Urk. 10/2)
sind
daher
für die
vorliegende
gerichtliche Beurteilung relevant.
Daraus geht Folgendes hervor:
Die Beschwerdeführerin arbeitete vom 1. November 2016 bis 31. Oktober 2017 mit einem Pensum von 20 bis 25 Stunden
pro Woche
als Betriebsmitarbeiterin
Küche & Service
bei
A._
(Urk. 6/211, Urk. 10/2). Vom November 2017 bis
1. Februar 2018 war sie bei
D._
tätig, wobei
Funktion und Arbeitspensum
nicht aktenkundig sind und
das Arbeitsverhältnis seitens der Arbeitgeberin
am 25. Januar 2018
per 1. Februar 2018
aufgelöst wurde
(Urk. 6/232)
.
In medizinischer Hinsicht attestierten
Dr. med.
E._
, Oberarzt
B._
,
sowie der
Hausarzt
der Beschwerdeführerin
am 12. März
respektive
11. April 2018
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 12. bis
31. März 2018 respektive vom 1. April bis
31. Mai 2018
(Urk. 3/3-4)
.
4.
4.1
Anlass für die Einleitung des Revisionsverfahrens bildete die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin bei der
A._
in einem Pensum von 50
% ab 1. November 2016. Damit lag zum damaligen Zeitpunkt eine wesentliche Ver
änderung und damit grundsätzlich ein Revisionsgrund vor, was zu einer um
fassenden Prüfung des Rentenanspruchs in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht führt (vorstehend E. 1.3).
4.2
Das Arbeitsverhältnis bei der
A._
dauerte ein Jahr, darauf folgte ein – nach knapp drei Monaten bereits wieder aufgelöstes – Arbeitsverhältnis bei der
D._
, wobei für Letzteres weder das Pensum noch der Kündigungsgrund bekannt sind. Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung übte die Beschwer
deführerin sodann keine Erwerbstätigkeit mehr aus. Insofern die Beschwerde
gegnerin eine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse beziehungsweise eine Verbesserung des Gesundheitszustands mit der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit begründete, so bestand diese somit nur für einen befristeten Zeitraum und – be
züglich der
D._
– in einem ungeklärten Ausmass. Der erwerb
liche Verlauf erweist sich damit als nicht hinreichend geklärt, insbesondere ist offen, ob im Zeitpunkt der Renteneinstellung - gestützt auf die erwerblichen Ver
hält
nisse - noch von einer Verbesserung auszugehen war.
Die
Verbesserung des Gesundheitszustands (Urk. 5 S. 1)
begründete die Beschwer
degegnerin sodann
einzig mit der Aufnahme der Erwerbstätigkeit d
er Beschwer
deführerin bei
A._
.
Rechtsgenügliche Anhaltspunkte für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation finden sich
in
den medizinischen Akten hingegen
keine
.
Der in Allgemeiner Innerer Medizin spezialisierte Hausarzt beschränkte sich
am 16. August 2016
im Wesentlichen auf die Ne
nnung fachfremder Diag
nosen und machte keine Angaben betreffend
die
Veränderung des Gesundheits
zustands
.
Auch
Dr. med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom Regionalen Ärztlichen Di
enst (RAD)
hielt
in seiner Stellungnahme vom
13. Dezember 2017
(Urk. 6/224 S. 3)
fest, dass sich der psychiatrische
Gesund
heits
zustand
der Beschwerdeführerin gestützt auf die Aktenlage
(Bericht
vom Hausarzt
vom 1
6
. August 2016)
nicht beurteilen lasse und zur Klärung eine psy
chiatrisc
he
Begutachtung zu erfolgen hab
e.
In psychiatrischer Hinsicht lag einzig das Arbeitsunfähigkeitszeugnis der
B._
vom 12. März 2018
vor, in welchem ohne jegliche Begründung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (Urk. 3/3).
Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ist den medizinischen Akten damit nicht zu entnehmen.
Ferner ist den Akten hinsichtlich der Eingliederungsmassnahmen zu entnehmen, dass die Zusammenarbeit mit der Beschwerdeführerin harzig verlaufen sei, sie oft Einladungen nicht wahrgenommen habe und auch telefonisch schlecht erreichbar gewesen sei. Mit dem Hinweis darauf, dass deutliche Anzeichen der Überfor
de
rung bestünden, wurden die Eingliederungs
massnahmen abgeschlossen (Urk.
6/215-216,
Urk. 6
/224 S. 2). Bezüglich der Tätigkeit bei der
A._
ist weiter vermerkt, dass es sich um einen Familienbetrieb handle, welcher der Beschwerde
führerin gegenüber viel Geduld und Verständnis aufbringe, und dass die Be
schwerdeführerin dort trotz grosser Belastung aus Loyalitä
t nicht reduzieren wolle (Urk. 6
/215 S. 5 f.). Auch in Anbetracht dieser Umstände erscheint fraglich, ob – und in welchem Ausmass - im Verlauf und bis zum Erlass der rentenauf
hebenden Verfügung von einem verbesserten Gesundheitszustand auszugehen ist.
4.3
Im L
ichte der obigen Erwägungen ist
die Verfügung vom 18. April 2018 (Urk. 2) aufzuheben und
die Sache zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen
Verhältnisse an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Während die Aufnah
me
einer Erwerbstätigkeit per 1. November 2016 zum damaligen Zeitpunkt durch
aus Anhaltspunkte für einen verbesserten Gesundheitszustand liefern mag, erweisen sich der weitere erwerbliche und gesundheitliche Verlauf und insbe
sondere der – für die pro futuro erfolgte Renteneinstellung massgebende
–
Sach
verhalt im Zeitpunkt des Erlasses der rentenaufhebenden Verfügung als unge
nügend abge
klärt.
Bezüglich des Gesundheitszustands sind neben den psychi
schen Befunden
namentlich
auch die
neu hinzu getretenen
lumbalen Beschwer
den der Beschwer
deführerin (vgl. Urk. 6/196/5) zu berücksichtigen
.
Des
Weiteren ist
auf die Anga
ben der
Beschwerdeführerin
zu verweisen, wonach sie sich
ab
un
gefähr Mai
2017 in psychotherapeutischer Behandlung
befunden habe
(Urk. 6/21
5 S. 3)
. Im Zu
sammenhang mit der erwerblichen Situation
sind
be
tref
fend die
Arbeits
stelle
bei
D._
insbesondere
Informationen
über das Arbeits
pensum, den Lohn sowie
den Kündigungsgrund einzuholen
.
Ferner legte die Be
schwerdegegnerin dem aktu
ellen Einkommensvergleich neu ein Validenein
kom
men von Fr. 54'930.40 zugrunde (Urk. 6/223, Tabellenlohn für Hilfsarbeiten),
wäh
rend sie dieses bei der ursprünglichen Rentenzusprache noch mit Fr. 77'000.--
bezifferte (Urk. 6/144 S.
7). Diese Abweichung begründete sie nicht näher. Die
Beschwerdegegnerin wird die Ermittlung des Valideneinkommens ebenfalls näher
zu prüfen und zu be
gründen haben.
Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin über den Renten
an
spruch neu
zu
verfügen
haben
.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.