# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 686604a4-3e36-4589-8a72-c5eb593672e7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A._, geboren am _ 2010, ist der Sohn des X._ und der Y._. Die Eltern heirateten im _ 2010, wobei sie sich einen Monat nach der Geburt ihres Sohnes wieder trennten.
B. Seit Geburt nennt die Mutter ihren Sohn B._. Unter diesem Namen ist er auch an seinem Wohnort, in der Schule und der Krankenkasse bekannt. Überdies wurde er auf diesen Namen nach römisch-katholischem Ritus getauft (act. B.0; B.4; KESB act. 82; 84; 89).
C. Für A._ besteht eine Beistandschaft in Besuchsrechtsangelegenheiten gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB (KESB act. 72; 94). Mit der Mandatsführung wurde mit Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 11. September 2014 C._, Berufsbeistandschaft Prättigau/Davos, beauftragt (KESB act. 113). An diese wandte sich Y._ im Dezember 2015 mit dem Anliegen, für A._ eine Namensänderung zu beantragen (KESB act. 72). Mit Eingabe vom 21. Dezember 2015 an die KESB Prättigau/Davos entsprach die Beiständin dem Anliegen von Y._ und beantragte die Änderung des Vor- und Familiennamens von A._ in B._ (KESB act. 72). Mit Email vom 5. Januar 2016 wies die KESB Prättigau/Davos indessen darauf hin, dass die Einleitung eines entsprechenden Verfahrens durch die Eltern zu erfolgen habe, weswegen das von der Beiständin eingereichte Gesuch nicht behandelt werden könne (KESB act. 73).
D. Gemäss Aktennotiz der KESB Nordbünden vom 30. November 2015 (KESB act. 71) über den Verfahrensablauf bei einer Namensänderung vertritt die Mutter das urteilsunfähige Kind bei einem derartigen Gesuch. Sofern der Vater der Namensänderung nicht zustimme, sei von einer hypothetischen Interessenkollision zwischen Mutter und Kind auszugehen (Art. 306 Abs. 2 ZGB). Die jeweils zuständige KESB habe dann nach Anhörung der Beteiligten einen Entscheid, ob die Namensänderung im Interesse des Kindes ist, zu fällen. Anschliessend habe die Mutter das entsprechende Gesuch beim Amt für Migration und Zivilrecht (AMZ) einzureichen.
E. Mit Eingabe vom 22. März 2016 beantragte Y._ die Namensänderung ihres Sohnes in B._ (vgl. zur Gesuchsbegründung insbesondere KESB act. 76). Der Eingabe war ein Schreiben des Rechtsvertreters des Vaters von A._ beigelegt, woraus hervorgeht, dass dieser mit der Namensänderung nicht einverstanden ist (KESB act. 76).
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F. Mit Schreiben vom 22. März 2016 teilte die KESB Prättigau/Davos die Eröffnung eines Abklärungsverfahrens betreffend Namensänderung mit (KESB act. 77). Gegen dieses Verfahren opponierte der Vater von A._, damals vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann. Im Schreiben vom 30. August 2016 hielt dieser fest, dass seinerseits kein Einverständnis zur Namensänderung gegeben werde, weil sie dem Kindeswohl zuwider laufen würde (KESB act. 92). Sodann rügte er mit Email vom 2. November 2016, dass die KESB Prättigau/Davos für den Entscheid über Namensänderungsgesuche nicht zuständig sei und auch die Instruktion nicht an sie delegiert werden könne (KESB act. 96).
G. Nach Eingang der auf dem Korrespondenzweg durchgeführten Anhörung von Y._ vom 22. November 2016 (KESB act. 102) ging ebenso eine Stellungnahme von X._ ein. In dieser wird, nebst den erneuten Vorbringen der fehlenden Zuständigkeit der KESB Prättigau/Davos sowie der Ablehnung der beantragten Namensänderung durch den Vater, ein Ausstandsgesuch infolge Befangenheit der KESB Prättigau/Davos gestellt (KESB act. 103).
H. Mit Entscheid vom 16. März 2017, mitgeteilt am 17. März 2017, erkannte die Kollegialbehörde der KESB Prättigau/Davos was folgt:
1. Die KESB verfügt: Das Ausstandsgesuch von X._ vom 23. 11. 2016 im Verfahren betreffend Namensänderung gegen die Behördenmitglieder der KESB Prättigau/Davos wird abgelehnt (Art. 47 ff. ZPO).
2. Es wird festgestellt, dass eine Namensänderung von A._ in B._ im Interesse des Kindes liegt.
3. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:
a. Die Kosten im Verfahren "Interessenkollision Namensänderung" werden auf Fr. 1'000.-- festgesetzt;
b. die Kosten werden der Mutter von A._ auferlegt;
c. auf die Erhebung der Verfahrenskosten wird aufgrund der besonderen Umstände verzichtet

## Considerations