# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 130c3b93-2374-4875-b8cc-2042a702e753
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Horgen, Einzelgericht, vom 29. Januar 2021 (GG200037)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 19. November
2020 (Urk. 15) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz (Urk. 30 S. 28 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte ist schuldig
− des mehrfachen Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel im
Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und d BetmG sowie
− der mehrfachen Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im Sin-
ne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 80.– sowie
mit einer Busse von Fr. 1'000.–.
3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
Die Busse ist zu bezahlen.
4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-
freiheitsstrafe von 10 Tagen.
5. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 19. November
2020 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und vernichtet:
− 1 Waage (BM-Lagernummer B00066-2020; Asservaten-Nr. A013'408'689)
− 1 Vakuumiermaschine (BM-Lagernummer B00066-2020; Asservaten-Nr. A013'408'690)
− Amphetamine (BM-Lagernummer B00066-2020; Asservaten-Nr. A013'408'736)
− Konsumutensilien (Teller, Karte und Strohhalm; BM-Lagernummer B00066-2020; Asservaten-Nr. A013'408'769)
− div. Minigrips (BM-Lagernummer B00066-2020; Asservaten-Nr. A013'408'792)
6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 1'800.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 1'100.00 Gebühr für das Vorverfahren
Fr. 3'462.50 Entschädigung amtliche Verteidigung
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
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7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausser diejenigen der
amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen
Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nach-
forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
8. Der amtliche Verteidiger RA MLaw X1._ wird für seine Bemühungen und Auslagen mit
Fr. 3'462.50 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
9. (Mitteilungen)
10. (Rechtsmittel)"
Berufungsanträge:
a) Der Verteidigung
(Urk. 43 S. 2)
1. Der Beschuldigte sei in Abänderung des vorinstanzlichen Urteils von
sämtlichen Vorwürfen freizusprechen.
2. Die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Verfahren seien auf
die Staatskasse zu nehmen und dem Beschuldigten sei eine Genugtu-
ung von Fr. 200.-- zuzusprechen.
b) Der Vertretung der Staatsanwaltschaft
(Urk. 50 S. 1)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
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## Considerations

Erwägungen:
I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales
1. Verfahrensgang
1.1. Was den Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil betrifft, so kann
zwecks Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die diesbezüglichen
Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 30 E. I.) verwiesen werden.
1.2. Der Beschuldigte wurde mit Urteil der Vorinstanz vom 29. Januar 2021
gemäss eingangs wiedergegebenem Urteilsdispositiv schuldig gesprochen und
bestraft. Gegen dieses mündlich eröffnete Urteil liess er noch am gleichen Tag mit
Eingabe seiner Verteidigung Berufung anmelden (Prot. I S. 10 ff.; Urk. 26). Die
Berufungserklärung vom 22. April 2021 ging fristgerecht beim hiesigen Gericht ein
(vgl. Urk. 29/2, Urk. 32 f.).
1.3. Mit Präsidialverfügung vom 26. April 2021 wurde die Berufungserklärung
der Staatsanwaltschaft zugestellt und dieser Frist angesetzt, um Anschlussberu-
fung zu erheben oder begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantra-
gen. In derselben Verfügung wurde der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, um
Stellung zu nehmen zu den in der Berufungserklärung gestellten Anträgen um
Durchführung des schriftlichen Verfahrens und Wechsel der amtlichen Verteidi-
gung. Ferner wurde der Beschuldigte aufgefordert, dem Gericht ein Datenerfas-
sungsblatt sowie diverse Unterlagen einzureichen (Urk. 34 f.). Mit Eingabe vom
29. April 2021 beantragte die Staatsanwaltschaft innert Frist die Bestätigung des
vorinstanzlichen Urteils, wobei sie keine (expliziten) Einwände gegen die Durch-
führung des schriftlichen Verfahrens erhob und keine Ausführungen zum bean-
tragten Wechsel der amtlichen Verteidigung machte (Urk. 36). Mit fristgerechter
Eingabe seiner Verteidigung vom 12. Mai 2021 liess der Beschuldigte das Daten-
erfassungsblatt samt Beilagen einreichen (Urk. 38 ff.). Mit Präsidialverfügung vom
19. Mai 2021 wurde unter Ansetzung einer Frist zur Begründung der Berufungs-
erklärung die Durchführung des schriftlichen Verfahrens angeordnet, Rechtsan-
walt MLaw X1._ als amtlicher Verteidiger entlassen und Rechtsanwältin
MLaw X._ als neue amtliche Verteidigerin bestellt (Urk. 41). Letztgenannte
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erstattete mit fristgerechter Eingabe vom 2. Juni 2021 die Berufungsbegründung
(Urk. 43). Diese wurde der Vorinstanz und der Staatsanwaltschaft zugestellt
(Urk. 45 f.). Die Vorinstanz verzichtete auf Vernehmlassung (Urk. 47). Die Staats-
anwaltschaft beantragte mit Eingabe vom 14. Juni 2021 (erneut) die Bestätigung
des angefochtenen Urteils (Urk. 50). Mit Präsidialverfügung vom 17. Juni 2021
stellte das Gericht diese Eingabe der Verteidigung unter Ansetzung einer 20-
tägigen Frist zur freigestellten Stellungnahme zu und ordnete den Abschluss des
Beweisverfahrens (Urk. 52 f.) an. Die Verteidigung reichte in der Folge keine Stel-
lungnahme ein. Die Sache ist spruchreif.
2. Umfang der Berufung
Der Beschuldigte stellt die eingangs erwähnten Anträge. Explizit nicht angefoch-
ten werden von ihm die Dispositiv-Ziffern 5 (Einziehungen), 6 (Kostenfestsetzung)
und 8 (Entschädigung der amtlichen Verteidigung) des vorinstanzlichen Urteils
(Urk. 32 S. 2, Urk. 43 S. 2), womit das angefochtene Urteil insoweit in Rechtskraft
erwachsen ist, was vorab festzuhalten ist (vgl. Art. 399 Abs. 3 in Verbindung mit
Art. 437 StPO). Im Übrigen steht der angefochtene Entscheid unter Berücksichti-
gung des Verschlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO zur Dis-
position.
3. Prozessuales
3.1. In prozessualer Hinsicht ist vorab Folgendes zu bemerken: Soweit für die
tatsächliche und rechtliche Würdigung des angeklagten Sachverhalts auf die
Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwendung von
Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet. Wei-
ter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör
die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. Die Begründung
muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht
hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich aber auf die
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht ausdrücklich mit
jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinanderset-
zen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den Entscheid wesentli-
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chen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Begründungsaufwand kann
nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der
Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument gefordert wür-
de (vgl. dazu statt Weiterer Urteil des Bundesgerichtes 6B_689/2019 vom
25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen).
3.2. Vorweg ist kurz darzustellen, wie die Anklägerin an das belastende Be-
weismaterial gelangte und wie sich der Beschuldigte äusserte, um die nachfol-
gend noch zu erwähnenden prozessualen Vorbringen der Verteidigung verständ-
lich zu machen: Am 14. Januar 2020 führte die Polizei eine Hausdurchsuchung in
einer Räumlichkeit in B._ durch. Die Polizei entdeckte eine Hanf-
Indooranlage bzw. Reste davon, diverse Utensilien, die auf Betäubungsmittelhan-
del und- Produktion hindeuten (Waage, Minigrips, Vakuumiergerät) sowie Betäu-
bungsmittel (Hanf und Amphetamin). Der Beschuldigte war bei der Hausdurchsu-
chung anwesend, nicht aber C._ (nachfolgend: "C._"), gegen den der
Hausdurchsuchungsbefehl am 8. Januar 2020 ausgestellt worden war. Als der
Beschuldigte nach der Hausdurchsuchung in der Einvernahme vom 14. Januar
2020 mit den durch diese Zwangsmassnahme erlangten Beweismitteln konfron-
tiert wurde, gab er selbstbelastende Antworten. Dieser Einvernahme kommt des-
halb erhebliche Bedeutung zu, weil der Beschuldigte später in der
staatsanwaltschaftlichen Einvernahme und vor Vorinstanz keine Aussagen zur
Sache machte.
3.3. Die Verteidigung beschränkt sich in ihren beiden Schriftsätzen im
Berufungsverfahren auf prozessuale Argumente. Die Verteidigung stellt sich im
Berufungsverfahren im Wesentlichen auf den Standpunkt, die Hausdurchsuchung
von 14. Januar 2020 am D._-Weg in B._ sei unrechtmässig gewesen,
da C._ an der besagten Adresse weder (Unter-) Mieter gewesen sei noch
Zugang zu den Räumlichkeiten gehabt habe. Daraus leitet sie – wie schon vor
Vorinstanz – ab, dass das in der Einvernahme vom 14. Januar 2020 erfolgte
Geständnis des Beschuldigten unverwertbar sei. Im Berufungsverfahren begrün-
det sie dies im Wesentlichen wie folgt: Bei der Durchführung der Hausdurchsu-
chung habe der Beschuldigte die Türe der von der Hausdurchsuchung betroffe-
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nen Wohnung geöffnet und den Polizisten mitgeteilt, dass der gemäss Durchsu-
chungsbefehl dort wohnhafte C._ nicht am selbigen Ort wohne und zu den
Räumlichkeiten keinen Zugang habe. Der Hausdurchsuchungsbefehl habe des-
halb nicht gegolten, da nur die Durchsuchung von Räumlichkeiten angeordnet
worden sei, die C._ zugänglich gewesen seien. Als Konsequenz davon seien
auch die im Anschluss an die Hausdurchsuchung durchgeführten Einvernahmen
des Beschuldigten nicht verwertbar, da sie nur durch die Erhebung des unver-
wertbaren Erstbeweises ermöglicht worden seien (Urk. 32 S. 3; s.a Urk. 43 S. 2
ff.). Die Verteidigung macht geltend, die Polizisten hätten nach der Angabe des
Beschuldigten, C._ wohne nicht am D._-Weg ... in B._, abklären
müssen, ob die Wohnung vom Durchsuchungsbefehl erfasst sei oder nicht. Ge-
fahr sei indes nicht in Verzug gewesen. Es wäre – so die Verteidigung – ohne
weiteres möglich gewesen, vor Ort innert nützlicher Frist weitere Abklärungen zu
treffen (Urk. 43 S. 3). Im Übrigen habe die Vorinstanz frühere Rechtsprechung
des Obergerichts des Kantons Zürich bzw. des Bundesgerichts nicht berücksich-
tigt (Urk. 43 S. 4).
3.4. Die Vorinstanz hat sich ausführlich mit der Frage befasst, ob die Haus-
durchsuchung am D._-Weg ... in B._ rechtmässig war. Sie hat in die-
sem Zusammenhang zunächst die allgemeinen Voraussetzungen von Zwangs-
massnahmen und die besonderen Voraussetzungen von Hausdurchsuchungen
zutreffend wiedergegeben (Urk. 30 E. II.8.). Sie hat anschliessend für den vorlie-
genden Fall mit richtiger Begründung bejaht, dass diese Voraussetzungen erfüllt
gewesen sind (Urk. 30 E. II.9.-13.). Auf die zitierten Passagen im angefochtenen
Urteil kann verwiesen werden. Dort wird insbesondere aufgezeigt, dass die Polizei
die Hausdurchsuchung am D._-Weg ... in B._ gestützt auf einen
entsprechenden, von der Staatsanwaltschaft erlassenen Durchsuchungsbefehl
durchführte und die Hausdurchsuchung in B._ nicht auf einem blossen Ge-
neralverdacht, Spekulation oder Mutmassungen, sondern einem hinreichenden
Tatverdacht, C._ gehe dem Betäubungsmittelhandel nach, beruhte. Eine
Beweisausforschung aufs Geratewohl lag nicht vor. Im Folgenden wird die vo-
rinstanzliche Begründung – soweit angezeigt – ergänzt.
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3.5. Hegt die Polizei – wie hier – (berechtigterweise) einen (hinreichenden) Tat-
verdacht, eine Person baue in einer Gewerberäumlichkeit Marihuana an (vgl. da-
zu die richtigen Ausführungen der Vorinstanz, Urk. 30 E. II.11.), so muss bzw.
darf sie davon ausgehen, diese Person lagere bzw. präpariere dieses Marihuana
oder züchte weiteres Marihuana in einer relativ nahe gelegenen Wohnung, an der
diese Person angemeldet ist. Vorliegend liegen die Örtlichkeiten in E._ (Ge-
werberaum) und B._ (Wohnung) nicht weit voneinander entfernt. Man benö-
tigt wenig Zeit, um sich mit dem Auto bzw. mit dem öffentlichen Verkehr zwischen
diesen beiden Örtlichkeiten zu bewegen, was sich z.B. aus der amtlichen Publika-
tion der Karte der Eidgenossenschaft im Internet (Distanz von rund 15 Kilometer
Luftlinie; <www.map.geo.admin.ch>; zuletzt besucht am 22. November 2021)
bzw. aus dem SBB-Fahrplan (eine Stunde Wegzeit von Haus zu Haus;
<www.sbb.ch/de/fahrplan.html>; zuletzt besucht am 22. November 2021) ergibt,
womit die kurze Entfernung als gerichtsnotorisch gelten kann (vgl. BGE 143 IV
380 [Praxis 2018 Nr. 61] E. 1.) Die Vorinstanz hat im Weiteren ausgeführt, der für
eine Hausdurchsuchung notwendige hinreichende Tatverdacht beurteile sich auf-
grund einer ex ante-Betrachtung (Urk. 30 E. II.12.). Hierzu ist ergänzend anzu-
merken, dass auch der Zeitpunkt der Durchführung der Hausdurchsuchung (an-
stelle der Anordnung der Hausdurchsuchung) als entscheidender Zeitpunkt in
Frage kommt. Nicht in Betracht kommt – entgegen des im Berufungsverfahren
weiterhin vertretenen Standpunkts der Verteidigung (Urk. 43 S. 3) – eine ex post-
Betrachtung (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Uri vom 24. Mai 2019, RB
2018/19 Nr. 9 E. 4.a. und 5.d. [abrufbar in der Swisslex-Datenbank]). Die von der
Verteidigung vertretene Auffassung würde dazu führen, dass Zufallsfunde, welche
Dritte betreffen, per se als rechtswidrig erlangt zu gelten hätten, wenn nicht auch
Beweise gegen den (ursprünglichen) Beschuldigten gefunden werden. Dies stün-
de der Konzeption des Gesetzes diametral entgegen (vgl. hinten, E. I.3.8.). Nach
Durchführung der Zwangsmassnahme in Erfahrung gebrachte Tatsachen vermö-
gen nicht rückwirkend den Tatverdacht zu relativieren. Entscheidend ist vorlie-
gend – wie im nächsten Abschnitt gezeigt wird –, dass nicht nur im Zeitpunkt der
Anordnung der Hausdurchsuchung, sondern selbst im Zeitpunkt der Durchführung
der Hausdurchsuchung am 14. Januar 2020 weiterhin der (rechtsgenügliche)
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Verdacht besteht, dass C._ in der Wohnliegenschaft am D._-Weg in
B._ wohnt bzw. zumindest verkehrt und dort Beweismittel dafür zu finden
sind, dass C._ Marihuana produziert bzw. mit Marihuana handelt.
3.6. Die Verteidigung will – wie schon angesprochen (vgl. vorne, E. I.3.3.) – mit
Blick auf die Frage der Rechtmässigkeit der Hausdurchsuchung Entscheidendes
daraus ableiten, dass der Beschuldigte die Polizisten, welche die Hausdurch-
suchung am D._-Weg ... in B._ durchführten, darauf aufmerksam ge-
macht habe, C._ wohne nicht am besagten Ort und habe keinen Zugang zu
den Räumlichkeiten. Das Gericht braucht hier – wie aus den folgenden Ausfüh-
rungen erhellt – nicht abschliessend zu erörtern, ob und wie im Zeitpunkt der
Durchführung der Hausdurchsuchung – nach bereits erfolgter rechtsgültiger An-
ordnung derselben – der von der Hausdurchsuchung Betroffene oder ein ange-
troffener Dritter durch eigene Angaben den hinreichenden Tatverdacht noch zu
entkräften vermag. Gemäss übereinstimmender Darstellung der Parteien war
C._ als gemäss Hausdurchsuchungsbefehl Tatverdächtiger an dieser Adres-
se gemeldet (Urk. 1 S. 3, Urk. 2 F/A 33 ff., Urk. 32 S. 3). Überdies war der Brief-
kasten gemäss Polizeirapport mit den Namen des Beschuldigten und C._
beschriftet (Urk. 1 S. 3), wobei diese Darstellung im Polizeirapport vom Beschul-
digten bzw. der Verteidigung zu keinem Zeitpunkt angezweifelt wurde. Vor diesem
Hintergrund durfte die Polizei im Zeitpunkt der Hausdurchsuchung davon ausge-
hen, dass C._ an der betreffenden Adresse wohnt (und dort möglicherweise
Betäubungsmittel lagert bzw. produziert; vgl. vorne, E. I.3.5.), denn wenn auf dem
Briefkasten am Eingang eines Hauses bzw. einer Wohnung die Namen zweier
Personen vermerkt sind, deutet dies darauf hin, dass beide Personen dort leben
(vgl. auch Art. 73 Abs. 3 VPG [Postverordnung vom 29. August 2012; SR
783.01]). Was das Betreten der verschiedenen Räume innerhalb des Hauses
bzw. der Wohnung durch die Polizisten betrifft, so ist zu bemerken, dass der
Durchsuchungsbefehl besagte, es seien am D._-Weg ... in B._ alle
C._ zugänglichen Räume zu durchsuchen (Urk. 8/1 S. 2). Weder aus den
Akten noch aus den Aussagen des Beschuldigten ergibt sich, dass der Beschul-
digte im Zeitpunkt der Hausdurchsuchung den Polizisten (nur schon ansatzweise)
glaubhaft dargetan hätte, dass C._ nicht dort wohne bzw. einen Teil der
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Räumlichkeiten – insbesondere den Estrich und den Keller bzw. das Unter-
geschoss, wo die Hanf-Indoor-Anlage bzw. dazugehörige Reste gefunden wur-
den (vgl. Urk. 1, Urk. 8/2-3) – nicht betreten dürfe. So legte er namentlich keinen
(Unter-) Mietvertrag oder eine anderweitige verschriftlichte Abmachung vor über
die Nutzung der Räumlichkeiten am D._-Weg in B._. Das vom
Beschuldigten gezeigte Verhalten – seine (gemäss Verteidigung erfolgte) Angabe,
C._ wohne nicht an dieser Adresse, unter gleichzeitigem Widerstand gegen
die Hausdurchsuchung (Urk. 1) – vermochte die deutlichen Indizien, C._
wohne dort und habe Zugang zu sämtlichen Räumen, nicht zu widerlegen. Man-
gels entsprechender Vorbringen des Beschuldigten und Anhaltspunkten in den
Akten ist auch davon auszugehen, dass keine Beschriftungen an den Türen exis-
tierten, die darauf hinwiesen, C._ habe zu gewissen Räumlichkeiten keinen
Zutritt. Daraus folgt, dass die Polizei gestützt auf den Hausdurchsuchungsbefehl
berechtigt war, grundsätzlich sämtliche Räumlichkeiten innerhalb der Wohnung zu
durchsuchen. Wenn die Verteidigung geltend macht, von den die Hausdurchsu-
chung durchführenden Polizisten wäre aufgrund der (angeblichen) Angaben des
Beschuldigten vor Ort zu verlangen gewesen, Abklärungen (welcher Art spezifi-
ziert die Verteidigung nicht) zu treffen, ob C._ in der Wohnung wohne oder
nicht (Urk. 30 S. 3), so ist dem entgegen zu halten, dass die Polizei bereits vor
Durchführung der Hausdurchsuchung gestützt auf die Angaben der Einwohner-
kontrolle den Wohnort von C._ zu eruieren versucht hatte (Urk. 1). Wäre die
Polizei nach begonnener Hausdurchsuchung aufgrund einer (unglaubhaften) pau-
schalen Angabe des Beschuldigten von dannen gezogen, so hätte dies im Übri-
gen den mit einer Hausdurchsuchung (auch) bezweckten Überraschungseffekt
torpediert.
3.7. Abschliessend ist im Zusammenhang mit dieser Thematik auf das Argu-
ment der Verteidigung einzugehen, die Vorinstanz habe die Rechtsprechung in
den Urteilen des Obergerichts des Kantons Zürich SB120498-O und des Bundes-
gerichts 6B_628/2013 (Bundesgerichtsurteil zum erwähnten Obergerichtsurteil)
ausser Acht gelassen. Der Verteidigung kann nicht zugestimmt werden, denn der
vorliegende Fall unterscheidet sich wesentlich von demjenigen, der den beiden
erwähnten Urteilen zugrunde lag. Im vorliegenden Fall bestanden – erstens – aus
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Sicht der die Hausdurchsuchung ausführenden Polizisten keine (objektiven)
Anhaltspunkte dafür, dass C._ gewisse Räumlichkeiten nicht benutzen durfte
(vgl. vorne, E. I.3.6.) und – zweitens – stellte die Polizei die Hanf-Indooranlage
bzw. die Reste davon nicht etwa im Schlafzimmer des Beschuldigten sicher, son-
dern im Estrich und im Keller (Urk. 1 S. 4, Urk. 2 F/A 15). Mit anderen Worten
fand die Polizei – im Unterschied zum Fall, der den beiden erwähnten Urteilen
zugrunde lag – das belastende Beweismaterial nicht an einem Ort, der von Vorn-
herein für die Person, gegen welche der Hausdurchsuchung ausgestellt worden
war, unzugänglich war, und sie durchsuchte nicht lediglich aufgrund einer diffusen
Ahnung oder "auf gut Glück" Räumlichkeiten.
3.8. Die Vorinstanz hat sodann ausführlich und zutreffend dargelegt, was unter
einem Zufallsfund im Sinne von Art. 243 StPO zu verstehen ist und unter welchen
Voraussetzungen Zufallsfunde gegen Dritte verwertbar sind (Urk. 30 E. II.6. f.).
Unter Hinweis auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 30
E. II.14. f.) ist festzuhalten, dass die gefundenen Gegenstände (im Verfahren ge-
gen den Beschuldigten) Zufallsfunde darstellen und die Voraussetzungen für die
beweismässige Verwertung im Verfahren gegen den Beschuldigten gegeben sind.
3.9. Im Weiteren hat die Vorinstanz mit zutreffender Begründung dargelegt,
dass die Strafverfolgungsbehörden keine Vorschriften gemäss Art. 140 StPO ver-
letzt haben (vgl. Urk. 30 E. II.13., Urk. 30 E. II.15.). Darauf kann verwiesen wer-
den.
3.10. Im Sinne eines Zwischenfazits sei Folgendes bemerkt: Die vorstehenden
Ausführungen zeigen, dass die am 14. Januar 2020 am D._-Weg ... in
B._ erfolgte Hausdurchsuchung rechtmässig bzw. ohne Verletzung von
Gültigkeitsvorschriften angeordnet und durchgeführt wurde, woraus folgt, dass mit
Blick auf die selbstbelastenden Aussagen des Beschuldigten keine beweisrecht-
liche Fernwirkungsproblematik im Sinne von Art. 141 Abs. 2 in Verbindung mit
Art. 141 Abs. 4 StPO vorliegt. Im Übrigen wurden keine verbotenen Beweiser-
hebungsmethoden im Sinne von Art. 140 StPO angewandt. Alle relevanten Be-
weismittel (vgl. hinten, E. II.2.2.) sind verwertbar.
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II. Schuldpunkt
1. Anklagevorwurf
Der angeklagte Sachverhalt ergibt sich aus der beigehefteten Anklageschrift. Dem
Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, was folgt: Der Beschuldigte
habe ungefähr zwischen Januar 2016 und Oktober 2019 an seinem Wohnort in
B._ eine Indoor-Hanfplantage betrieben. Zur Produktion von Marihuana habe
er dabei THC-potente Pflanzen gezüchtet. In der Folge habe er die produzierten
Betäubungsmittel teils veräussert und teils selbst konsumiert. Im Keller und im
Estrich habe der Beschuldigte je ca. 60 Hanfstauden / Hanfstecklinge angebaut.
Der Beschuldigte habe im erwähnten Zeitraum insgesamt ca. 1.8 Kilogramm Ma-
rihuana produziert. Von der Produktion habe er im erwähnten Zeitraum insgesamt
ca. 600 Gramm Marihuana zu insgesamt Fr. 4'800.-- verkauft. Weiter habe der
Beschuldigte zwischen Januar 2018 und ca. 14. Januar 2019 regelmässig und
bewusst eigenproduziertes Marihuana konsumiert. Im selben Zeitraum habe der
Beschuldigte auch regelmässig Amphetamin konsumiert, welches er für diesen
Zweck auch erworben und aufbewahrt habe. All dies habe der Beschuldigte
wissentlich und willentlich gemacht.
2. Sachverhalt
2.1. Vorweg ist zu bemerken, dass die Vorinstanz die Grundsätze der Beweis-
würdigung richtig skizziert hat (Urk. 30 E. II.2.). Auf die diesbezüglichen Ausführ-
ungen kann verwiesen werden. Zu ergänzen ist Folgendes: Legt ein Beschuldig-
ter im Verlauf der Untersuchung bzw. des gerichtlichen Verfahrens ein Geständ-
nis ab, so gilt auch dieses als ein in gleicher Weise wie eine Zeugenaussage oder
eine Expertise der richterlichen Beweiswürdigung unterliegendes Beweismittel
und ist auf seine Zuverlässigkeit hin zu überprüfen (vgl. Art. 10 Abs. 2 i.V.m.
Art. 157 ff. StPO). Allein die Tatsache, dass ein Beschuldigter eine Aussage bzw.
ein Geständnis in einem späteren Verfahrensstadium nicht wiederholt und die
Aussage verweigert, macht die ursprüngliche Aussage nicht zum Vornherein un-
verwertbar. Vielmehr bleibt die Frage, welche Bedeutung einer solchen Aussage
bzw. einem solchen Geständnis beizumessen ist, unverändert ein Bestandteil der
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freien richterlichen Beweiswürdigung (vgl. dazu – im Zusammenhang mit dem
Widerruf einer Aussage durch einen Belastungszeugen – Urteil des Bundesge-
richts 1P.591/1999 vom 2. Februar 2000 [publ. in: Praxis 2000 Nr. 163] E. 2.).
2.2. Der Anklagevorwurf stützt sich massgeblich auf die Aussagen des Be-
schuldigten ganz zu Beginn der Untersuchung, als sich der Beschuldigte in der
ersten Einvernahme vom 14. Januar 2020 (weitgehend) geständig gezeigt hat
(Urk. 2). Später hat der Beschuldigte die Aussage zur Sache verweigert bzw. an-
gegeben, seine früheren Aussagen seien nicht verwertbar, wobei er sein Ge-
ständnis nicht explizit widerrufen hat (Urk. 3; Prot. I S. 5). Es liegen keine An-
haltspunkte dafür vor, dass der Beschuldigte sich anlässlich dieser ersten Einver-
nahme zu Unrecht selbst belastete. Das Geständnis des Beschuldigten deckt sich
ferner mit den an seinem Wohnort gefundenen Beweismitteln, auf die sich die An-
klage im Übrigen stützt (vgl. dazu Urk. 8/2-3 [Durchsuchungsprotokolle], Urk. 8/4-
5 [Sicherstellungslisten], Urk. 7/2 [Kurzbericht des Forensischen Instituts Zürich]).
Aus diesem Grund ist auf die selbstbelastenden Aussagen des Beschuldigten an-
lässlich dessen Einvernahme vom 14. Januar 2020 abzustellen.
2.3. Gestützt auf die Akten und insbesondere die Aussagen des Beschuldigten
in der Einvernahme vom 14. Januar 2020 kann der gesamte, auf S. 2 f. der An-
klage (Urk 30 S. 2 f.) dargestellte Sachverhalt als erstellt gelten, mit dem Vorbe-
halt, dass sich gestützt auf die Angaben des Beschuldigten – mangels anderwei-
tiger Beweismittel – bloss erstellen lässt, dass der Beschuldigte 50 und nicht 60
Pflanzen angebaut hat (vgl. dazu zutreffend die Vorinstanz; Urk. 30 E. II.1.,
Urk. 30 E. II.16.), was aber für die rechtliche Würdigung und die Strafzumessung
unbedeutend ist, und er den Hanf nur an eine Person verkauft hat (vgl. Urk. 2 F/A
15 und 22). Zugunsten des Beschuldigten muss auch davon ausgegangen wer-
den, dass er von Januar 2016 bis Oktober 2019 nicht permanent am Züchten war,
sondern jeweils während fünf Monaten, wobei dazwischen jeweils Unterbrüche
stattfanden (Urk. 2 F/A 16), was aber ohnehin irrelevant ist.
2.4. Der Anklagesachverhalt ist im Rahmen der vorstehenden Ausführungen
erstellt.
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3. Rechtliche Würdigung
Mit der Vorinstanz (Urk. 30 E. III.), auf deren Ausführungen verwiesen werden
kann, ist das Verhalten des Beschuldigten – dessen Verteidigung die rechtliche
Würdigung der Vorinstanz nicht in Zweifel gezogen hat – als mehrfaches Verge-
hen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und d
BetmG sowie als mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne
von Art. 19a Ziff. 1 BetmG zu qualifizieren.
III. Sanktion
1. Strafzumessung
1.1. Die Verteidigung, die einen Freispruch beantragt, hat sich mit keinem Wort
(eventualiter) zur Strafzumessung geäussert. Die Staatsanwaltschaft verlangt die
Bestätigung der von der Vorinstanz festgelegten Geldstrafe (vgl. eingangs er-
wähnte Anträge).
1.2. Im angefochtenen Urteil werden die theoretischen Grundlagen der Straf-
zumessung zutreffend dargelegt (Urk. 30 E. IV.2. f.). Darauf kann verwiesen wer-
den. Die konkrete Strafzumessung der Vorinstanz ist, was die Vergehen gegen
das Betäubungsmittelgesetz betrifft, sowohl hinsichtlich der Wahl der Geldstrafe
als Sanktionsart als auch hinsichtlich der Festsetzung der Anzahl Tagessätze
nachvollziehbar. Die Strafe von 90 Tagessätzen Geldstrafe für die BetmG-
Vergehen trägt sowohl dem Verschulden als auch den übrigen strafzumessungs-
relevanten Umständen Rechnung. Wegen des Verschlechterungsverbots kommt
es nicht in Frage, die Anzahl der Tagessätze zu erhöhen. Auf die Ausführungen
der Vorinstanz (Urk. 30 E. IV. 4.1. ff.) kann deshalb – unter Vorbehalt der Ausfüh-
rungen am Ende dieses Abschnitts – verwiesen werden. Zu betonen ist nochmals,
dass der Beschuldigte während mehr als dreieinhalb Jahren eine Hanfplantage
mit mehreren Dutzend Pflanzen betrieben und er regelmässig einen Teil des
Hanfs gegen einen insgesamt doch recht erklecklichen Gesamtbetrag von fast
Fr. 5'000.-- an den gleichen Abnehmer verkauft hat, welcher Betrag aber ange-
sichts des erwähnten Zeitraums sich als monatlich nur geringfügig erweist. Hierzu
ist anzumerken, dass der Beschuldigte im Tatzeitraum grossmehrheitlich erwerbs-
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tätig war (Urk. 2 F/A 50) und stets Einkünfte aus Arbeit oder der Arbeitslosenver-
sicherung (Urk. 2 F/A 51) hatte. Er handelte mit anderen Worten nicht aus einer
finanziellen Notlage heraus, sondern um einen "Zustupf" zu generieren, um die
Nebenkosten seiner Mietwohnung zu bezahlen (Urk. 2 F/A 25). Einsicht oder
Reue hat er nicht gezeigt. Vielmehr hält der Beschuldigte "Grow-Schränke" für
normal (Urk. 2 F/A 41). Selbst bei ganz leicht strafreduzierender Berücksichtigung
des unter erdrückender Beweislast erfolgten Geständnisses, das der Beschuldigte
sich später allerdings nicht mehr entgegenhalten lassen wollte (Urk. 3 F/A 9), und
unter Beachtung des Umstands, dass die Vorstrafe (Urk. 31) heute nicht mehr im
Strafregister erscheinen würde (vgl. Art. 369 Abs. 1 lit. c StGB), womit sich diese
strafzumessungsneutral auswirkt, erweist sich die von der Vorinstanz ausgespro-
chene Strafe als angemessen. Nach dem Gesagten ist die von der Vorinstanz
angesetzte Anzahl von 90 Tagessätzen für die BetmG-Vergehen zu bestätigen.
1.3. Was die Tagessatzhöhe anbelangt, so ist zu bemerken, dass der Beschul-
digte derzeit – wie bereits im Zeitpunkt seiner Befragung vor Vorinstanz (Prot. I
S. 6 f.) – erwerbslos ist und Zahlungen von der Arbeitslosenkasse empfängt. Die
vom Beschuldigten gemachten Angaben, die er durch Belege untermauert hat,
zeigen, dass auch heute vom gleichen Einkommen wie im Zeitpunkt der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung auszugehen ist (vgl. Urk. 30 E. V.5., Urk. 40/2-4).
Er leistet keine Unterhalts- oder Unterstützungszahlungen. Die Schulden des Be-
schuldigten sind gegenüber dem Zeitpunkt der erstinstanzlichen Hauptverhand-
lung im Wesentlichen gleich hoch (Prot. I S. 7; Urk. 40/1 S. 2, Urk. 40/7 S. 4).
Dem Berufungsgericht sind keine "neuen Tatsachen" im Sinne von Art. 391
Abs. 2 Satz 1 bekannt geworden, welche die Erhöhung des Tagessatzes erlauben
würden (vgl. BGE 144 IV 198 E. 5.3. f.). Ebenso wenig erweist sich die vo-
rinstanzliche Festsetzung der Tagessätzhöhe von Fr. 80.-- als zu hoch. Folglich
ist das angefochtene Urteil auch hinsichtlich der Festsetzung der Tagessatzhöhe
auf Fr. 80.-- zu bestätigen.
1.4. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von
90 Tagessätzen zu Fr. 80.-- zu bestrafen.
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1.5. Was die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse für die mehrfache
Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes anbelangt, so kann vollumfänglich auf
Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 30 E. IV.6.2.) verwiesen werden, da diese zu-
treffend sind und die finanzielle Situation des Beschuldigten – wie schon erwähnt
(vgl. vorne, E. III.1.3.) – im Wesentlichen unverändert ist. Die von der Vorinstanz
für die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes ausgesprochene
Busse von Fr. 1'000.-- ist zu bestätigen.
2. Vollzug
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Grundlagen zum Vollzug der Geldstrafe
bzw. der Busse zutreffend skizziert und auf den vorliegenden Fall richtig ange-
wandt (Urk. 30 E. V.). Auf ihre Ausführungen kann verwiesen werden. Demnach
ist dem Beschuldigten der bedingte Vollzug unter Ansetzung einer Probezeit von
zwei Jahren zu gewähren. Hinsichtlich der Busse ist dem Beschuldigten für den
Fall der schuldhaften Nichtbezahlung eine Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen
anzudrohen.
IV. Kostenfolgen und Genugtuung
1. Kostenfolgen
1.1. Bei diesem Verfahrensausgang ist die vorinstanzliche Kostenregelung
zulasten des Beschuldigten zu bestätigen (vgl. Art. 426 StPO). Die Vorinstanz hat
es unterlassen, die separat zu verrechnenden (vgl. § 9 Abs. 2 Satz 1 GebV StrV
[LS 323.1]) Kosten des Forensischen Instituts Zürich in Höhe von Fr. 560.--
(Urk. 7/2 S. 4) in den Kostenblock aufzunehmen. Dies ist der Klarheit halber
nachzuholen, was angesichts des Vorbehalts weiterer Kosten in Dispositiv-Ziffer 6
des vorinstanzlichen Urteils zulässig ist. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind
praxisgemäss und gestützt auf Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 14 und § 16 Abs. 1
der Gebührenverordnung des Obergerichts auf Fr. 3'000.-- festzusetzen. Diese
Kosten sind ebenfalls dem Beschuldigten aufzuerlegen.
Die amtliche Verteidigerin Rechtsanwältin MLaw X._ macht für ihren Auf-
wand im Berufungsverfahren Fr. 1'083.45 (inkl. Auslagen und MwSt.) geltend
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(Urk. 57), wobei sich aus der Honorarnote ergibt, dass darin auch der Aufwand
des vormaligen amtlichen Verteidigers und Bürokollegen Rechtsanwalt MLaw
X1._, der keine Honorarnote eingereicht hat, enthalten ist. Der in der Hono-
rarnote von Rechtsanwältin MLaw X._ geltend gemachte Aufwand erscheint
angemessen. Entsprechend ist Rechtsanwältin MLaw X._ für ihre
Bemühungen als amtliche Verteidigerin des Beschuldigten im Berufungsverfahren
mit Fr. 1'083.45 (inkl. Auslagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse zu entschädi-
gen, wobei nochmals zu erwähnen ist, dass damit auch die Bemühungen des
erwähnten vormaligen amtlichen Verteidigers abgegolten sind. Diese Kosten sind
unter dem Vorbehalt einer Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO einstwei-
len auf die Gerichtskasse zu nehmen.
2. Genugtuung
Da weder die Hausdurchsuchung am D._-Weg ... noch die kurzzeitige Inhaf-
tierung des Beschuldigten unrechtmässig war, ist dem Beschuldigten keine Ge-
nugtuung zuzusprechen.