# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7d54bd1b-27c6-431f-a873-3ff3364365e3
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
A ist Eigentümer des Grundstücks Kat.-Nr. ... in X (Gemeinde Y). Das Grundstück, auf dem sich ein Pferdestall (Assekuranz-Nr. ...) befindet, liegt in der Landwirtschaftszone. Es gehört zum Beizugsgebiet der Drainage-Genossenschaft X-Y (im Folgenden: Genossenschaft). Es wird vom eingedolten öffentlichen Gewässer Nr. ... (Z-Bach) durchquert, zu dem Drainageleitungen hinführen. Mit Schreiben vom 7. Dezember 2004 verpflichtete der Genossenschaftsvorstand A, auf dessen Grundstück zur Befundanalyse sowie zum Unterhalt bzw. zur Sanierung des Drainagesystems an verschiedenen Stellen die Leitungen aufzugraben und zu spülen, gegebenenfalls zu reparieren. Entsprechend dem Leitungszustand müsse allenfalls eine Neuleitung unter Umgehung des Stalls erfolgen. Alle Bepflanzungen müssten vollständig entfernt werden. Die Arbeiten seien bis zum 31. März 2005 auf Kosten von A vorzunehmen. Die Verfügung wurde damit begründet, dass die Bepflanzungen den Genossenschaftsstatuten vom 28. November 1967 (im Folgenden: Statuten) widersprächen und dass die Drainageleitungen aufgrund einer nicht bewilligten Aufschüttung nicht oder unvollständig funktionierten, was einen Nässestau auf der angrenzenden Parzelle zur Folge habe. Mit Schreiben vom 23. August 2005 setzte der Genossenschaftsvorstand A eine neue Frist zur Vornahme der verfügten Arbeiten und drohte die Ersatzvornahme an.
Hiergegen erhob A Rekurs an den Bezirksrat G. Dieser hiess den Rekurs mit Beschluss vom 4. Juli 2006 teilweise gut und verpflichtete A, die Drainageleitungen unmittelbar neben dem Pferdestall aufgraben bzw. durchspülen zu lassen und bei nachweisbarer Beschädigung der Drainage durch den Stall eine Neuleitung unter Umgehung des Stalls zu erstellen. Im Übrigen seien die Leitungen nicht aufzugraben. Statutenwidrige Bepflanzungen, das heisst Bäume in einem Abstand von weniger als 7 Metern von einer Drainageleitung sowie sonstige statutenwidrige Bepflanzungen, seien gründlich auszuroden.
Gegen diesen Beschluss wandte sich A mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er verlangte sinngemäss Aufhebung des Bezirksratsbeschlusses und der Verfügungen der Genossenschaft. Sodann beantragte er, bei einer allfälligen Gesamtsanierung des Drainagesystems sei allenfalls eine neue Leitung am Südrand seines Grundstücks zu erstellen. Mit Entscheid vom 7. März 2007 (VB.2006.00313, www.vgrzh.ch) hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde teilweise gut und hob den Beschluss des Bezirksrats G vom 4. Juli 2006 sowie die Verfügungen der Genossenschaft vom 7. Dezember 2004 und vom 23. August 2005 im Wesentlichen aufgrund formeller Fehler auf (Verletzung von Ausstandsregeln und Gehörsverletzung). Das Verwaltungsgericht verzichtete auf eine Rückweisung der Sache (a.a.O., E. 3.4).
B.
Mit Beschluss vom 5. September 2007 verpflichtete der Genossenschaftsvorstand A, innert einer Frist von drei Monaten nach Rechtskraft des Beschlusses alle statutenwidrigen Bepflanzungen auf seine Kosten zu entfernen und den gesetzlichen Zustand wiederherzustellen. A wurde ausserdem verpflichtet, innert einer Frist von drei Monaten nach Rechtskraft des Beschlusses eine Kontrolle der Drainageleitung auf dem Grundstück Kat.-Nr. ... primär durch notwendige Grabungen und Spülungen durchführen zu lassen, und, soweit Schäden festgestellt würden, diese zu beheben. Die Kosten der Spül-, Grab- und Reparaturarbeiten würden etappenweise erhoben und gemäss Verursacherprinzip aufgeschlüsselt und verteilt. Des Weiteren wurde die Ersatzvornahme angedroht.
II.
Dagegen erhob A mit Eingabe vom 4. Oktober 2007 Rekurs und beantragte, die Verpflichtung zur Rodung des Baum- und Strauchbestandes sei aufzuheben, die Verpflichtung zur Kontrolle und allfälligen Reparatur der Leitungen sei zu ersetzen durch eine Verpflichtung, am Südrand des Grundstücks eine neue Leitung zu erstellen. Der Bezirksrat G hiess den Rekurs mit Beschluss vom 17. September 2008 gut; er hob den Beschluss der Genossenschaft vom 5. September 2007 auf und wies die Sache "zu weiteren Untersuchungen im Sinne der Erwägungen" an die Genossenschaft zurück. Der Genossenschaftsvorstand habe abzuklären, welche Ursachen der Nässestau auf dem Nachbargrundstück von A habe und wie dieser behoben werden könne. Zur Klärung dieser Fragen eigne sich am ehesten ein Gutachten eines unabhängigen Ingenieurbüros. Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse könne der Genossenschaftsvorstand darüber entscheiden, ob A zur Sanierung der auf seinem Grundstück befindlichen Röhren zu verpflichten sei oder ob der Nässestau auf dem Nachbargrundstück auf andere Weise behoben werden müsse. Über die konkrete Kostenverteilung könne ebenfalls erst nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse beschlossen werden. Betreffend die statutenwidrigen Bepflanzungen hielt der Bezirksrat G fest, dass eine Durchsetzung der Statuten nicht zulässig wäre, wenn sich herausstellen würde, dass die im Grundstück von A befindlichen Leitungen zur Entwässerung der Nachbargrundstücke nicht mehr benötigt würden und somit eine Rodung der Bäume zum Schutz der Drainageleitungen nutzlos wäre. Die Verfahrenskosten wurden der Genossenschaft auferlegt, Parteientschädigungen wurden keine zugesprochen.
III.

## Considerations