# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 34630d84-869e-43e3-a78f-1068c3c42de5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1966 geborene X._, welcher in seinem Heimatland keine Berufs
ausbildung absolvierte hatte, reiste 1994 in die Schweiz ein und arbeitete ab 2008 als selbständiger Taxifahrer (Urk. 8/7, Urk. 8/9 und Urk. 8/45/20). Am 9. Februar 2012 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf ein psy
chi
sches Leiden bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Bezug von Leistun
gen der Invaliden
versicherung an (Urk. 8/5, und Urk. 8/9
).
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und teilte dem Versi
cherten am 11. Juni 2012 mit, dass zur Zeit keine beruflichen Eingliederungs
massnahmen möglich seien (Urk. 8/23). Am 9. Juli 2013 veran
lasste sie eine Be
gutachtung des Versicherten (Urk. 8/32). Dr. med. Y._, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein Gutachten am 9. Oktober 2013 (Urk. 8/34). Die IV-Stelle holte am 7. Februar 2014 bei der
Krankenversi
cherung die Leistungsabrechnungen ein (Urk. 8/37 und Urk.
8/
38/1-7
2).
Im Mai 2014 erkundigte sie sich beim Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich über die Fahrtauglichkeit des Versicherten (Urk. 8/39) und nahm auf
Face
book gepos
tete Fotografien des Beschwerdeführers mit seiner Familie zu de
n Akten (Urk. 8/40). Daraufhin veranlasste sie eine weitere Begutachtung des Ver
sicherten (Urk. 8/42). Prof. Dr. med. Z._, Facharzt FMH für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein Gutachten am 12. Juli 2014 (Urk. 8/45). Mit Vorbescheid vom 27. Oktober 2014 kündigte die
IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 8/46). Nach Erhalt des Ein
wands des Versicherten vom 27. November 2014 (Urk. 8/54) liess die IV-Stelle Prof. Dr. Z._ dazu Stellung nehmen (Urk. 8/58). Dieser reichte am 12. Juli 2014 eine Ergänzung zu seinem Gutachten ein und nahm darin zu den erho
benen Einwänden Stellung (Urk. 8/60). Hierzu äus
serte sich der Versicherte wie
derum am 6. März 2015 (Urk. 8/66) unter Beilage eines Berichts des Medi
zini
schen Zentrums A._ vom 2. März 2015 (Urk. 8/65). Am 19. Mai 2015
wies die IV-Stelle das Leistungsbe
gehren verfügungsweise ab (Urk. 2 [= Urk. 8/72]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte
mit Eingabe vom 15. Juni 2015
Beschwerde
und
beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die ge
setzlichen
Leistungen zuzusprechen; eventuell sei er erneut zu begutachten. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Rechts
pflege (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 21. August 2015 (Urk. 7) schloss
die Beschwerdegegnerin
auf Abweisung der Beschwerde, was dem Be
schwerde
führer mit Verfügung vom 24. August 2015 angezeigt wurde (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IV
G.
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung de
s strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.6
Beruht die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Kons
tellation, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor (siehe Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Invali
ditätsbemessung, Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähig
keit
, St.
Gallen 2003, S.
92 f.). Eine solche Ausgangslage ist etwa gegeben, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem ge
zeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen an
gegeben
werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizini
sche Behand
lung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vor
getragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschrän
kung
en im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weit
gehend intakt ist (siehe Kopp/Willi/Klippstein, Im Graubereich zwischen Körper, Psyche und sozialen Schwierigkeiten, in: Schweizerische Medizinische Wochen
schrift 1997, S.1434, mit Hinweis auf eine grundlegende Untersuchung von Winckle
r und Foerster; BGE 131 V 51).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle, die Abklärungen hätten erge
ben, dass kein länger andauernder Gesundheitsschaden mit Einschränkungen
der Arbeitsfähigkeit vorliege. Das psychiatrische Gutachten von Prof. Dr.
Z._
sei schlüssig und nachvollziehbar. Eine Diagnose könne wegen unpräzisen Angaben und Verdeutlichungstendenzen nicht erhoben werden. Verdachtsdiagnosen könnten nicht berücksichtigt werden. Eine Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit sei nicht erkennbar (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass sämtliche behandelnden Ärzte einen psychischen Gesundheitsschaden diagnos
tiziert und ihm seit mehr als vier Jahren eine Arbeitsunfähigkeit attestiert hät
ten. Da vor allem die diagnostizierte schwere Depression als chronisch beurteilt werde, liege eine längere Zeit andauernde Erwerbsunfähigkeit vor (Urk. 1 S. 3). Die Beschwerdegegnerin habe sich nicht mit dem Einwand des Beschwerdefüh
rers vom 27. November 2014 auseinandergesetzt, weshalb das rechtliche Gehör verletzt worden sei (Urk. 1 S. 3 f.). Die Verfügung sei zudem von Fehlern und Sätzen, welche keinen Sinn ergäben, durchzogen. Dies stelle geradezu eine Rechts
verweigerung dar. Das Gutachten sei zudem nicht objektiv, fehlerhaft, unvollständig und nicht schlüssig (Urk. 1 S. 5). An vielen Stellen entspreche es nicht der Wahrheit und genüge den Anforderungen daher nicht. Der Gutachter sei zudem voreingenommen gewesen (Urk. 1 S. 6 ff.).
2.3
Die Rüge der Gehörsverletzung ist aufgrund ihrer formellen Natur vorweg zu b
ehandeln (vgl. BGE 118 Ia 18 E
.
1a).
Das Recht auf eine Begrün
dung eines Entscheides ist ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben den speziellen gesetzlichen Regelungen in Art. 42 ATSG und Art. 57a Abs. 1 IVG auch in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) garan
tiert wird (vgl. BGE 124 V 181 E. 1a). Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und soll dem Be
troffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufech
ten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. Es muss für sie nach
voll
ziehbar sein, inwieweit die Einwände gewürdigt wurden. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Die Ver
waltung darf sich nicht darauf beschränken, die vom Versicherten im Vorbe
scheid
ver
fahren vorgebrachten Einwände tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre Überlegungen dem Betroffenen gegenüber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den (entscheidwesentli
chen) Einwän
den auseinanderzusetzen oder aber zumindest die Gründe anzuge
ben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann. Dies be
deutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Be
hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschrän
ken (BGE 124 V 181 ff. E. 1a und E. 2b mit Hinweisen, 126 V 80 E. 5b/dd; Ur
teil des Eidge
nössischen Versicherungsgerichts vom 3. Oktober 2006 in Sachen J., I 614/06, E. 3.2). Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwer
deinstanz zu äus
sern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei über
prüfen kann. Die Heilung eines – allfälligen – Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 124 V 183 E. 4a mit Hinweisen).
Im angefochtenen Entscheid vom
19. Mai 2015
(Urk. 2)
wurden die Überlegun
gen genannt, von denen sich die Beschwerdegegnerin in ihrem Entscheid hat leiten lassen und auf die sich der Entscheid stützt. Auch
ging die Beschwerde
gegnerin auf die Einwände des Beschwerdeführers vom 27. November 2014 (Urk. 8/54) und vom 6. März 2015 (Urk. 8/66)
ein; dabei musste sie sich nicht mit jedem einzelnen Einwand auseinandersetzen. Der
Beschwerdeführer ver
mochte den Entscheid
denn auch
sachge
r
echt anzufechten und konnte sein
Anliegen vor einer Beschwerdeinstanz vor
tragen, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei übe
rprüft (vgl. BGE 127 V 431 E.
3d/aa S. 437).
Eine allfällige Gehörsverletzung wäre daher als geheilt zu betrachten.
Von einer Rückweisung aus formellen Gründen
wäre
aber auch aus prozessökonomischen Gründen und mit Blick auf das gebotene einfa
che und rasche V
erfahren (vgl. BGE 132 V 387 E
.
5.
1 S. 390 mit Hinweis) ab
zusehen
.
3.
3.1
Dr. Y._ stellte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 9. Oktober 2013 die folgenden Diagnosen (Urk. 8/34/9):
Chronische Depression schweren Grades (ICD-10 F32.2)
Panikstörung (ICD-10 F41.0)
Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
Diabetes mellitus II
Lumbovertebrales Syndrom
Dr. Y._ führte im Wesentlichen aus, bei der psychiatrischen Untersuchung zeige sich ein schwer pathologischer psychischer Stresszustand. Der Beschwer
deführer wirke zeitweise geradezu desorientiert und verwirrt, er hyperventiliere und gerate in extremes Zittern und in eine schwer verkrampfte Haltung, verliere die affektive Kontrolle zeitweise völlig und schluchze laut heraus; das Gespräch müsse immer wieder unterbrochen werden. Der Beschwerdeführer wirke extrem ängstlich und misstrauisch, sei sehr antriebsgehemmt und verlangsamt. Seit April 2011 (tätliche Auseinandersetzung mit einem anderen Taxichauffeur) sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 8/34/11-12).
3.2
3.2.1
Prof. Dr. Z._ konnte in seinem Gutachten vom 12. Juli 2014 keine Diag
nose stellen und äusserte sich nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (Urk. 8/45/33). Dies begründete er wie folgt (Urk. 8/45/32-33): Der Beschwer
deführer stelle sich beim Untersuch sehr leidend und funktionsuntüchtig dar, andererseits mache er der Öffentlichkeit Bilder seines Privatlebens (auf Face
book, vgl. Urk. 8/40 [Anmerkung des Gerichts]) zugänglich, welche eine un
gestörte familiäre Situation annehmen liessen. Dieses Verhalten sei mit den Vor
diagnosen grundsätzlich nicht als kongruent zu bezeichnen. Der Beschwer
de
füh
rer erkläre die Situation damit, dass es zu einer vorübergehenden Spon
tan
hei
lung durch einen arabischen Mediziner in B._ gekommen sei. In der Un
tersuchung verhalte sich der Beschwerdeführer zunächst sehr einsilbig und zeichne ein sehr leidendes Bild von sich; dieses Verhalten sei im Rahmen der gestellten Vordiagnosen einer schweren Depression, einer Persönlichkeitsstö
rung und einer posttraumatischen Belastungsstörung an sich nicht als abnorm zu werten. Allerdings stehe es im krassen Gegensatz zu seinem Auftreten im Rahmen der Exploration nach Konfrontation mit den Bildern auf Facebook und den Unterlagen des Strassenverkehrsamtes des Kantons Zürich. Der zuvor dar
gebotene leidende, schwer depressive Affekt mit Antriebshemmung wechsle spontan, der Beschwerdeführer werde angriffslustig und sei in der Lage, sich gut verbal zu verteidigen. Scheinbare Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen seien spontan verflogen. Nachdem sich der Beschwerdeführer zuvor an vieles nicht mehr habe erinnern können (z.B. die Geburtsdaten seiner Kinder, ob er jemals das Grab seines Vaters in B._ besucht habe), erinnere er sich jetzt genau daran, wann und wo und unter welchen Umständen die auf Facebook geposteten Bilder aufgenommen worden seien. Er könne auch benennen, dass nicht er, sondern seine Frau entgegen seinen Anweisungen die Bilder ins Netz gestellt habe. Aus gutachterlicher Sicht falle es daher schwer, den Schlussfol
gerungen des Vorgutachters Dr. Y._ bedingungslos zu folgen. Die Erklärung des Beschwerdeführers zu den auf Facebook geposteten Bildern, wonach es zu einer vorübergehenden Gesundung nach einer Behandlung durch einen arabi
schen Mediziner gekommen sei, könne er (der Gutachter) auf dem Boden einer evidenzmedizinisch orientierten Medizin nicht nachvollziehen. Insgesamt seien die zahlreichen Inkonsistenzen im Rahmen des hiesigen Untersuchs auffällig und würden die bisherigen Bewertungen des psychischen Gesundheitszustandes und der mittel- und langfristigen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in Zweifel ziehen. Erschwerend komme hinzu, dass keine Unterlagen im IV-Dossier vorhanden seien, welche eine Einschätzung der Schwere des Traumas im
Rahmen des Unfalls/Überfalls vom 24. April 2011 zuliesse. Dies sei jedoch unab
dingbar zur Diagnosestellung einer posttraumatischen Belastungsstörung. Eine „tätliche Auseinandersetzung“ mit einem Taxifahrer sei eher nicht geeignet, das Kriterium einer Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalen Ausmasses zu erfüllen, es sei denn, sie sei für den Beschwerdeführer lebensbe
drohlich gewesen.
3.2.2
Prof. Dr. Z._ führte in seiner Ergänzung zum Gutachten vom 12. Januar 2015 (Urk. 8/60), mit welcher er zu den Einwänden des Beschwerdeführers Stellung nahm, im Wesentlichen Folgendes aus: Die im Gutachten gemachten Angaben entsprächen den Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Begutachtung, dies betreffe sowohl die Angaben zum Herkunftsort der auf Face
book geposteten Fotos als auch übrige Angaben. Wenn Beschwerden nicht auf
geführt seien, dann sei dies darauf zurückzuführen, dass der Beschwer
de
führer entsprechende nicht geäussert habe. Es sei nochmals zu bekräftigen, dass er aufgrund der Begutachtung zum Schluss gekommen sei, dass Diskrepanzen zur Vorbegutachtung vorlägen. Eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei nicht vor
genommen worden. Ebenso sei eine Diagnosestellung bewusst nicht erfolgt. Er habe auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Medium einer Quer
schnittsbeobachtung unzureichend sei, eine abschliessende Entscheidung zu treffen.
4.
4.1
Das Gutachten von Prof. Dr. Z._ vom 12. Juli 2014 (inkl. Ergänzung vom 12. Januar 2015) vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestell
ten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen
(E. 1.5
).
Er
tätigte sorgfältige, umfassend
e Abklärungen
,
berücksichtigte
die geklagten Beschwerden und schil
derte eindrücklich und in nachvollziehbarer Weise sowie in Ausei
nandersetzung mit den Vorakten, weshalb zahlreiche Inkonsistenten im Rahmen des Unter
suchs aufgefallen seien und weshalb die bisherigen Bewertungen des psychi
schen Gesundheitszustandes und der mittel- und langfristigen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers anzuzweifeln seien (Urk. 8/45/33). Hinweise, welche ge
gen die Verwertbarkeit des Gutachtens sprächen, sind
n
icht ersichtlich. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers übte sich Prof. Dr. Z._ bei der Kund
gabe seiner Einschätzung in äusserster Zurückhaltung und beschränkte sich darauf, die von ihm festgestellten Diskrepanzen wertneutral zu beschreiben. Er be
schränkte sich sogar darauf, lediglich Zweifel an den zuvor gestellten Diag
nosen zu äussern, ohne eine eigene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Be
schwerde
führers abzugeben; dies überliess er der Beschwerdegegnerin, welche über geeig
nete Abteilungen zur Aufklärung verfüge (Urk. 8/45/33). Dass Prof. Dr. Z._ über die Gründe für die Trennung und Scheidung des Beschwer
de
führers von der ersten Ehefrau mutmasste (Urk. 8/45/18), stellt denn auch die einzige subjektiv gefärbte Feststellung dar, welche die Unvoreingenommenheit von Prof. Dr. Z._ nicht in Frage stellt.
4.2
Dass Prof. Dr. Z._ keine Diagnose stellte und sich zur Arbeitsfähigkeit nicht
äusserte, vermag an der Verwertbarkeit des Gutachtens sodann nichts zu än
dern
. Die von ihm beschriebenen Inkongruenzen deuten mit grösster Wahr
schein
lichkeit nicht bloss auf ausgeprägte Verdeutlichungstendenzen (Urk. 8/45/14), son
dern auf eine anspruchsausschliessende Aggravation hin (E. 1.6).
Die Grenz
ziehung zwischen einer anspruchsausschliessenden Aggrava
tion und einer blossen Verdeutlichungstendenz ist
zwar
heikel.
Doch finden sich vorliegend
ge
nügend Anhaltspunkte, um von einer Aggravation auszugehen. Der Beschwer
deführer stellte sich bei der Begutachtung sehr leidend und funkti
onsuntüchtig dar (Urk. 8/45/25 und Urk. 8/45/32), konnte sich bei erstem Be
fragen meist kaum oder gar nicht an Einzelheiten in seinem Leben erinnern (z.B. die Grösse seines Geburts- und späteren Wohnorts [Urk. 8/45/15], die Ge
burtsdaten seiner drei Kinder [Urk. 8/45/18], ob er jemals das Grab seines Vaters besucht hatte und wann er das letzte Mal in B._ war [Urk. 8/45/16]) und schilderte ma
s
sive Probleme in der Ehe und der Familie (er habe von der Fami
lie „die Schnauz
e voll“; seine Frau und seine Kinder seien ihm völlig egal [Urk. 8/45/18]). Kaum
wurde der Beschwerdeführer allerdings mit den auf Face
book geposteten Bildern
konfrontiert (welche den Eindruck eines vertrauten Verhältnisses zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau beziehungs
weise den Kindern vermitteln; vgl. Urk. 8/40), riss seine zuvor dargestellte Zu
rückhaltung spontan ab. Er begann schwallartig zu berichten und wechselte seinen Ton von leidend zu drohend (Urk. 8/45/25). Auch konnte er sich plötz
lich daran erinnern, dass die Bilder auf Facebook im Jahr 2012 auf der Schiffs
überfahrt von C._ nach B._ und in B._ entstanden seien. Er war zudem in der Lage, genaue Angaben zu Ort, Zeit und Anlass der Bilder zu ma
chen. Sodann sagte er aus, er habe seine Frau davor gewarnt, die Bilder zu posten, und regte sich über die Verwendung der privaten Bilder im Zusammen
hang mit dem Gutachten auf. Er beschimpfte den Gutachter zudem in schwall
artigen Sätzen (Urk. 8/45/19 und Urk. 8/45/22). Auf den Vorhalt von Prof. Dr. Z._, wonach die auf Face
book geposteten Bilder den Eindruck eines vertrauten Verhältnisses innerhalb der Familie hinterlassen würden, entgegnete der Beschwerdeführer, dass er von einem arabischen Arzt in B._ behandelt worden sei und es ihm während dieser Zeit daher sehr gut gegangen sei (Urk. 8/45/22). Inwieweit die Behand
lung in B._ bereits auf der Überfahrt dorthin hätte wirken sollen, bleibt
indes ein Geheimnis des Beschwerdeführers. Ausserdem ist in keiner Weise nachvollziehbar, dass sich der Beschwerdeführer an wichtige Ereignisse in seinem
Leben nicht mehr zu erinnern vermag, wenn er doch detaillierte Angaben im Zusammenhang mit den ihm vorgelegten Fotos machen kann. Angesichts dieser Inkongruenzen scheint es so, als ob der Be
schwerdeführer in der Untersuchung mehrfach absichtlich ein anderes als das tatsächliche Bild seines Gesundheits
zu
standes vermitteln wollte, was klare An
haltspunkte für eine Aggravation liefert. Der Beschwerdeführer konnte Prof. Dr. Z._ ausserdem nicht erklä
ren, weshalb er in keiner kontinuierlichen psychiatrischen Behandlung stehe, wenn es ihm psychisch doch so schlecht gehe (Urk. 8/45/21).
4.3
Vor diesem Hintergrund vermag denn auch das Vorbringen des Beschwerdefüh
rers, die Angaben im Gutachten entsprächen nicht seinen Aussagen, nicht zu überzeugen. Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, weshalb Prof. Dr. Z._ zu Ungunsten des Beschwerdeführers Falschangaben in seinem Gutachten hätte platzieren sollen. Auch ist das Gutachten nicht unsorgfältig verfasst. Daran ändert nichts, dass unter dem Titel „Zusatzakten“ aufgeführt wurde, dem Gut
ach
ter seien diverse Bilder auf Facebook zur Verfügung gestanden, welche z.B. ei
nen Mann mit 3 Kindern in der Türkei zeigen würden (Urk. 8/45/11). Die Orts
angabe ist an dieser Stelle nicht von Relevanz. Von Relevanz ist hingegen, dass Prof. Dr. Z._ den Beschwerdeführer im Rahmen der Exploration zu den Fotos befragte und dessen Auskunft, dass alle Bilder während einer Fahrt von C._ nach B._ und in B._ während eines Urlaubes 2012 gemacht worden seien, im Gutachten wiedergab (Urk. 8/45/21).
4.4
Weiter ist darauf hinzuweisen, dass Prof. Dr. Z._ zu Recht anmerkte, den (medizinischen) Akten seien keine Angaben zur Schwere des Traumas im Rahmen des Unfalls/Überfalls vom 24. April 2011 zu entnehmen. Die Schwere des Traumas sei jedoch unabdingbar für die Diagnosestellung einer posttrau
mati
schen Belastungsstörung (Urk. 8/45/33). Dass Prof. Dr. Z._ das Krite
rium eines belastenden Ereignisses oder einer Situation aussergewöhnlicher Bedro
hung katastrophenartigen Ausmasses (vgl.
Weltgesundheitsorganisation, Inter
nationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V, Klinisch-di
agnostische Leitlinien, Dilling/Mombour/Schmidt [Hrsg.],
9. Aufl., Bern 2014, Ziff. 43.1 S. 207) bei einer „tätlichen Auseinandersetzung“ mit einem Taxifahrer als eher nicht erfüllt betrachtete (Urk. 8/45/33), erscheint daher schlüssig. Auch findet sich in den übrigen Akten kein Hinweis darauf, dass es sich bei der Aus
einandersetzung vom 24. April 2011 um ein belastendes Ereignis oder eine
Situ
a
tion aussergewöhnlicher Bedrohung katastrophenartigen Ausmasses gehan
delt hätte: Dem Strafbefehl vom 7. September 2011 lässt sich entnehmen, dem Be
schwerdeführer sei nach einer verbalen Auseinandersetzung im Rahmen eines Gerangels auf nicht näher bekannte Weise vom Angreifer eine schmerzhafte Rissquetschwunde an der Stirn zugefügt worden (Urk. 8/6/3). Dies deckt sich mit den Angaben in der Stellungnahme der Ärzte des Medizinischen Zentrums A._ vom 26. November 2014, worin diese auf einen Bericht des D._ vom 24. April 2011 hinwiesen: Demgemäss soll von den Ärzten des D._ eine Rissquetschwunde diagnostiziert worden sein (Wundver
sorgung, keine Naht), wobei im CT keine intrakraniellen Blutungen oder Frak
turen an der Halswirbelsäule hätten festgestellt werden können (Urk. 3/1 S. 3).
4.5
In Bezug auf das Gutachten von Dr. Y._ ist darauf hinzuweisen, dass ihm insbesondere die auf Facebook geposteten Bilder nicht bekannt waren und es daher während seiner Untersuchung auch zu keiner Konfrontationssituation kommen konnte, anlässlich welcher allfällige Diskrepanzen im Verhalten des Beschwerdeführers hätten festgestellt werden können. Der Einwand des Be
schwerdeführers, das psychiatrische Gutachten von Dr. Y._ decke sich mit allen zuvor erhobenen Diagnosen und Befunden (Urk. 1 S. 10), ist daher un
be
helflich, denn dessen Beurteilung basierte auf einem unvollständigen Sach
ver
halt.
Dies gilt im Übrigen auch in Bezug auf
die Beurteilungen der
behan
deln
den Ärzte, mit Ausnahme der Ärzte des Medizinis
chen Zentrums A._. Aus deren Stellungnahmen zum Gutachten (Urk. 8/53 = Urk. 3/1 und Urk. 8/65 = Urk. 3/2) wird jedoch deutlich, dass sie sich vorwiegend auf die Angaben des Beschwerdeführers abstützen und diese nicht genügend kritisch hinterfragen. Die Widersprüche im Verhalten des Beschwerdeführers konnten sie jedenfalls nicht nachvollziehbar auflösen.
4.6
Auffallend ist weiter, dass Dr. E._, der Stellvertreter des Hausarztes med.
pract.
F._
, in seinem ärztlichen Bericht zur Fahreignung vom 22. Juli 2013
angegeben hatte, der Beschwerdeführer leide einzig an Diabetes mellitus Typ 2 und sei deswegen in regelmässiger ärztlicher Kontrolle. Im Übrigen be
stünden keine verkehrsmedizinisch relevanten Erkrankungen oder Zustände, unter ande
rem keine psychische Erkrankungen (Urk. 8/39/2). Infolge dessen wurden dem Beschwerdeführer vom Strassenverkehrsamt Zürich lediglich im Zusammenhang
mit dem Diabetes mellitus verkehrsmedizinische Auflagen ge
macht (Urk. 8/39/4
). Dass Dr. E._ vom psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers keine Kenntnis gehabt haben soll (Urk. 1 S. 10), erscheint wenig nachvollzieh
bar, verfügte jener als Stellvertreter des Hausarztes doch über die gesamten
Patientenakten des Beschwerdeführers. Auch kann der Be
schwerdeführer aus de
m Nachweis, dass er dem Strassenverkehrsamt am 21. November 2014 mitgeteilt hatte, er verzichte auf die Weiterbelassung seines Führerausweises (Urk. 3/3), nichts zu seinen Gunsten ableiten.
4.7
Nach dem Gesagten ist ein länger andauernder Gesundheitsschaden gemäss dem
im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schei
n
lichkeit nicht nachgewiesen.
4.8
Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.
5.
5.1
Gestützt auf die eingereichten Unterlagen (Urk. 3/4-7) sind die Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) gegeben. Dem Beschwerdeführer ist die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Rechtsvertretung in der Person von Rechtsanwältin Monique Felix zu gewähren.
5.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen.
Ausgangsgemäss sind diese dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge Bewilligung der unentgeltli
chen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.3
Rechtsanwältin Monique Felix machte mit ihrer Honorarnote vom 31. August 2015 einen Aufwand von 12.5 Stunden und Barauslagen von Fr. 29.-- geltend (Urk. 12).
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Ge
bühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV SVGer) wird – auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung – namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
Der von Rechtsanwältin Monique Felix geltend gemachte Aufwand von 12.5 Stunden ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass sie den Be
schwerdeführer schon im Vorbescheidverfahren vertrat und ihr die Akten so
mit bekannt waren. In Würdigung des Umstands, dass keine umfangreichen Vorak
ten vorhanden sind (72 Aktenstücke inkl. angefochtene Verfügung vom 19. Mai 2015 [Urk. 8/72]) und die Beschwerdeschrift in weiten Teilen fast wort
wörtlich dem Einwand vom 27. November 2014 (Urk. 8/54) entspricht, sind für das Ak
tenstudium im Beschwerdeverfahren 2 Stunden (anstelle der geltend ge
machten 2.75 Stunden; vgl. Urk. 12, Position „Aktenstudium – Vorbereitung der Be
schwerde“) und für das Abfassen der Beschwerdeschrift 3 Stunden (anstelle der geltend gemachten 6.75 Stunden; vgl. Urk. 12, Positionen „Entwurf Beschwer
deschrift“ à 2 Stunden, „Entwurf Beschwerdeschrift“ à 1.5 Stunden, „Ergän
zung und Überarbeitung der Beschwerde“ à 2.25 Stunden und „Ergän
zung und Fer
tigstellen der Beschwerde“ à 1 Stunde) zu entschädigen.
Insgesamt rechtfertigt sich somit ein Aufwand von 8 Stunden, was unter Be
rücksichti
gung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- (ab dem 1. Januar 2015) ein Honorar von Fr. 1‘760.-- ergibt. Rechtsanwältin Monique Felix ist des
halb mit Fr.
1
‘
932.1
0
(= Honorar von Fr. 1‘760.-- plus Barauslagen von Fr. 29.--, zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % auf Fr. 1‘789.-- [Fr. 143.10]) aus der Gerichtskasse zu entschä
digen.
5.4
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialver
siche
rungsgericht (GSVGer) hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichts
kosten und der Entschädigung an
Rechtsanwältin Monique Felix
ver
pflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.