# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 02237792-d6a0-477c-98e1-bebdd2cae734
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Urteil des Amtsgerichts C._ vom 20. Juni 2006 (AZ: _) und mit Urteil des Oberlandesgerichts D._ vom 23. Februar 2007 (AZ: _) wurde A._ verpflichtet, seinen drei Kindern X._ (geb. _1990), Y._ (geb. _1993) sowie Z._ (geb. am _1987), die beiden ersteren vertreten durch ihre Mutter B._, Kinderunterhaltsbeiträge zu bezahlen. Inzwischen sind X._ und Y._ volljährig und treten im vorliegenden Verfahren zusammen mit ihrer Schwester in eigenem Namen auf. Das Amtsgericht C._ regelte die bis zu deren Volljährigkeit dauernde Unterhaltspflicht gegenüber den Kindern wie folgt:
"1. Der Beklagte [A._] wird verurteilt,
a) an die Klägerin zu 2) [Z._] für die Zeit vom 01.09.2005 bis einschliesslich 31.12.2005 einen Kindesunterhalt in Höhe von monatlich 447.00 Euro und einen Mehrbedarf in Höhe von monatlich 62.02 Euro zu zahlen;
b) an das Kind X._, geb. am _1990, zu Händen der Klägerin zu 1) [B._] vom 01.09.2005 bis 31.12.2005 monatlichen Kindesunterhalt in Höhe von 524.00 Euro Regelbetrag abzüglich 77.00 Euro Kindergeldanteil = 447.00 Euro, ab dem 01.01.2006 einen monatlichen Kindesunterhalt in Höhe von 393.00 Euro Tabellenbetrag abzüglich 77.00 Euro Kindergeldanteil = 316.00 Euro sowie durchgehend ab September 2005 einen monatlichen Mehrbedarf in Höhe von 222.51 Euro zu zahlen;
c) an das Kind Y._, geb. _1993, zu Händen der Klägerin zu 1) [B._] vom 01.09.2005 bis 31.12.2005 monatlichen Kindesunterhalt in Höhe von 524.00 Euro Regelbetrag abzüglich 77.00 Euro Kindergeldanteil = 447.00 Euro, ab dem 01.01.2006 einen monatlichen Kindesunterhalt in Höhe von 393.00 Euro Tabellenbetrag abzüglich 77.00 Euro Kindergeldanteil = 316.00 Euro sowie durchgehend ab September 2005 einen monatlichen Mehrbedarf in Höhe von 119.12 Euro zu zahlen;
d) auf den rückständigen Unterhalt zu a) bis c) ab September 2005 jeweils ab dem 2. des jeweiligen Monats auf den jeweiligen monatlich titulierten Kindesunterhalt und Mehrbedarf Zinsen in Höhe von jeweils 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz zu zahlen."
Hinsichtlich des Unterhalts für X._ und Y._ erkannte das Oberlandesgericht D._ als Berufungsinstanz in teilweiser Abänderung des erstinstanzlichen Urteils für die Zeit ab Januar 2006 wie folgt:
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"Der Beklagte wird verurteilt, wie folgt Kindesunterhalt zu zahlen: 1. für X._:
a. für die Zeit von Januar 2006 bis Oktober 2006 monatlich 559.51 Euro
b. für die Zeit ab Februar 2007 monatlich 502.41 Euro; 2. für Y._:
a. für die Zeit von Januar bis Oktober 2006 monatlich 456.12 Euro b. für die Zeit ab Februar 2007 monatlich 415.69 Euro.
Die in der Zeit von Januar 2006 bis Januar 2007 fällig gewordenen Beträge sind jeweils ab dem Ersten jeden Monats mit 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz zu verzinsen."
B. Mit Zahlungsbefehl Nr. 20150461 des Betreibungsamtes Albula vom 17. März 2015 wurde A._ unter Hinweis auf die beiden vorgenannten Urteile für folgende Forderungen betrieben:
1) CHF 2‘174.05 nebst Zins zu 4.17% seit dem 13. März 2015: Kindesunterhalt inkl. Mehrbedarf für Z._ vom 01. September 2005 bis 31. Dezember 2005
2) CHF 27'533.68 nebst Zins zu 4.17% seit dem 13. März 2015: Kindesunterhalt inkl. Mehrbedarf für X._ vom 01. September 2005 bis 31. August 2008
3) CHF 37'787.51 nebst Zins zu 4.17% seit dem 13. März 2015: Kindesunterhalt inkl. Mehrbedarf für Y._ vom 01. September 2005 bis 29. Februar 2011
4) CHF 2‘220.95: Kostennote Rechtsanwältin Fassbender für Vollstreckung in der Schweiz
Auf dem Zahlungsbefehl wurden als Gläubiger "Frau Z._, X._ (recte: X._) und Y._" bezeichnet. A._ nahm den Zahlungsbefehl am 8. April 2015 entgegen und erhob am 14. April 2015 Rechtsvorschlag. Diesen begründete er damit, dass mit der Mutter Ende 2006 / Anfang 2007 bei der Auflösung des Kontos bei der Bank._ die Vereinbarung getroffen worden sei, den Kindern Vermögenswerte in Höhe von CHF 90'000.00 zum Zwecke der Unterhaltsleistung für die Kinder zu überlassen. Diese Aufteilung sei anhand der Kontobewegungen nachvollziehbar und übersteige die jetzt geltend gemachten Forderungen.
C. Am 18. Juni 2015 ersuchten Z._, Y._ und X._ das Bezirksgericht Albula vorfrageweise um Vollstreckbarerklärung der Urteile des Amtsgerichts C._ vom 20. Juni 2006 und des Oberlandgerichts D._ vom 23. Februar 2007 sowie um definitive Rechtsöffnung für die Beträge von CHF
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2'174.08, zuzüglich Verzugszins von 4.17% seit 13. März 2015, für CHF 27'533.68, zuzüglich Verzugszins von 4.17% seit 13. März 2015, sowie für CHF 37'787.51, zuzüglich Verzugszins von 4.17% seit 13. März 2015, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten A._. Hinsichtlich der mit dem Rechtsvorschlag geltend gemachten Tilgungseinrede brachten die Gesuchsteller sinngemäss vor, dass weder eine diesbezügliche Vereinbarung bestanden habe noch ihre Mutter von besagtem Konto, bei dem es sich um ein gemeinsames Konto der Eheleute A.B._ gehandelt habe, Gelder bezogen habe, die für den Unterhalt der Kinder bestimmt gewesen wären. Das Konto sei erst im November 2007 aufgelöst worden, wobei A._ das nach einem Barbezug der Mutter von EUR 10'000.00 verbliebene Guthaben in zwei Tranchen von EUR 81'600.00 und EUR 22'364.48 selber abgehoben habe, obwohl der Mutter noch eigene Forderungen aus der Auflösung des gemeinsamen Ehevermögens zugestanden hätten.
D. Mit Stellungnahme vom 10. August 2015 (Poststempel) beantragte A._ die Abweisung des Rechtsöffnungsgesuchs unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchsteller. Er machte geltend, dass er sich im November 2007 in Kasachstan aufgehalten habe und der Barbezug von EUR 81'600.00 am 15. November 2007 durch die Mutter der Gesuchsteller erfolgt sei. Durch Einlage des entsprechenden Bezugsbelegs sei bewiesen, dass eine Vereinbarung über die Verwendung des Schwarzgeldkontos zur Tilgung der Alimentenschulden bestanden habe und die geltend gemachten Forderungen von Z._, X._ und Y._ getilgt seien.
E. Am 27. August 2015 fand die mündliche Rechtsöffnungsverhandlung statt, an welcher einzig A._ in Begleitung seines Rechtsvertreters teilnahm. Er erneuerte seinen Antrag auf Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens und legte bei dieser Gelegenheit drei zusätzliche Beweismittel, darunter eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft Münster vom 4. Juni 2009 über die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens betreffend Verletzung der Unterhaltspflicht und eine Kopie seines im Jahre 2007 benützten Reisepasses, ins Recht. Mit gleichentags gefälltem Entscheid, mitgeteilt am 9. Dezember 2015, erkannte der Einzelrichter SchKG am Bezirksgericht Albula was folgt:
"1. Das Urteil des Amtsgerichts C._ vom 20. Juni 2006 (AZ: _) und das Urteil des Oberlandesgerichts D._ vom 23. Februar 2007 (AZ: _) werden vorfrageweise für vollstreckbar erklärt.
2. Die definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. 20150461 des Betreibungsamtes Albula gegen Dr. med. A._ wird dem Gesuchsteller Y._ teilweise, für die Forderungssumme von CHF
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8'842.55 nebst Zins zu 4.17% seit 13. März 2015 aus der Summe von CHF 8'842.55, erteilt.
3. Die Kosten des Bezirksgerichtspräsidiums Albula von CHF 500.00 gehen im Umfang von CHF 400.00 zulasten der solidarisch haftenden Z._, X._ und Y._ und werden mit dem durch sie geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Im Umfang von CHF 100.00 gehen die Gerichtskosten zulasten von Dr. med. A._ und werden unter Erteilung des Regressrechtes bei Z._, X._ und Y._ erhoben und mit dem durch sie geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
4. Die solidarisch haftenden Z._, X._ und Y._ haben Dr. med. A._ aussergerichtlich mit CHF 1'000.00 zu entschädigen.

## Considerations