# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bcaa954e-df6a-43f2-b8aa-0a40f05aecea
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Y._
, geboren 1971, reiste nach der Heirat mit dem in der Schweiz lebenden
X._
, geboren 1954, am 25. Dezember 2016 in die Schweiz ein (
vgl.
Urk.
8/81/2-4
) und lebte seither mit ihrem Ehegatten zusammen. Am 27. Juli 2017 meldete sich der Versicherte bei seiner Wohngemeinde zum Bezug von Ergänzungs- und Zusatzleistungen zu der ihm mit Beginn ab 1. September 2017 zuge
sprochenen Altersrente der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHV
vgl.
Urk.
8/95
)
an (
Urk.
8/1/1-6)
, worauf die Gemeinde
Z._
, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV, den Leistungsanspruch des Versicherten nach den für Ehegatten gel
tenden Regeln bemass und dem
Versicherten mit Verfügung vom 31
. Oktober 2017 (Urk.
8/71/
11-15
) für die Zeit ab September 2017 Ergän
zungsleistungen (zuzüglich Prämienverbilligung, Beihilfe und Gemeinde
zu
schuss) zusprach.
1.2
Mit Verfügung vom 6. Dezember
2017 (Urk.
8/44/2-5
) bemass die Gemeinde
Z._
, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV, den Leistungsan
spruch des Versicherten für die Zeit ab Januar 2018 neu.
Mit Verfügung vom 14. Juni 2018 (Urk.
8/43/2-7
) bemass die Gemeinde
Z._
den Leistungsanspruch des Ver
sicherten nach den für Einzelpersonen geltenden Regeln neu, verneinte einen Leistungsanspruch des Versicherten für die Zeit ab September 2017 und
errechnete
eine Rückerstattung von zu Unrecht ausgerich
teter Ergänzungs- und Zusatzleis
tungen im Betrag von Fr. 6'654.-- und Leistun
gen für Prämienverbilligung im Betrag von Fr. 2'730.--, insgesamt im Betrag von Fr.
9'384.--
.
1.3
Mit Verfügung betreffend Rückerstattung vom 15. Juni 2018 (Urk.
8/42/1-3
) stellte die Gemeinde
Z._
, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV, fest, dass die Ehegattin des Ver
sicherten über kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügt habe, und forderte vom Versicherten und seiner Ehegattin (in solidarischer Haftung) zu Unrecht aus
gerichtete Leistungen im Betrag von insge
samt Fr. 9'384.-- zurück.
Die von den
Versicherten dagegen erhobene Einsprache wies die Gemeinde
Z._
mit
Entscheid vom 27. Juli 2018
(
Urk.
8/65)
ab. Mit
Einspracheentscheid
vom 15. Oktober 2018
(
Urk.
8/68/1-4)
hob die Gemeinde
Z._
gestützt auf den
Rekurs
entscheid
der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich vom 6. August
2018 in Sachen des Versicherten und seiner Ehegattin (Urk.
8/66/4-15
), wonach nicht von einer Scheinehe auszugehen sei und wonach sich die Ehegattin des
Versicherten
rechtmässig in der Schweiz aufgehalten habe, den
Einspracheentscheid
vom 27. Juli 2018 sowie die Verfügungen vom 14. und 15. Juni
2018 betreffend Rück
erstattung
wiedererwägungsweise auf und ver
neinte Ansprüche des Versicherten und seiner Ehegattin auf eine unentgeltliche Rechtsvertretung und auf eine Par
teientschädigung im
Einsprache
verfahren
.
1.4
In Gutheissung der vom Versicherten
und seiner Ehegatti
n am
14. November 2018 gegen den
Einspracheentscheid
vom 15. Oktober
2018
erhobenen Be
schwerde
hob das hiesige Gericht mit dem in Rechtskraft erwachsenen Entscheid vom 1
4.
Februar 2019 (Prozess Nr. ZL.2018.00106)
Dispositiv Ziffer 4 des
ange
fochte
nen
Einspracheentscheids
auf, stellte fest
, dass die sachliche Gebotenheit einer an
waltli
chen Vertretung im
Einsprachev
erfahren
ausgewiesen
sei, und wies
die Sache an die
Gemeinde
Z._
zur Prüfung der
übrigen Anspruchsvorausset
zungen
und erneuter Verfügung über den
Anspruch
des
Versicherten und seiner Ehe
gattin
auf Prozessentschädigung im
Einspracheverfahren
zurück
.
1.5
Mit Verfügung vom
1
0.
Dezember 2018
(Urk.
3/5
) bemass die Gemeinde
Z._
den Leistungsanspruch des Ver
sicherten
und seiner Ehegattin
für die Zeit ab
1.
Januar 2019
nach den für
Ehepaare
geltenden Regeln neu
und
berücksichtigte
bei der Bemessung des Anspruchs auf eine Ergänzungsleistung
ein hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehegattin des Versicherten. Die vom Versicherten und seiner Ehegattin am 2
1.
Januar 2019 dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
3/6) wies die Gemeinde
Z._
mit Entscheid vom 2
4.
Juli 2019 (
Urk.
2) ab.
2.
Am 1
3.
September 2019 erhoben der Versicherte und seine Ehegattin Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
4.
Juli 2019 (
Urk.
2) und beantragten, es sei dieser aufzuheben und es sei der Leistungsanspruch des Versich
erten ohne Berücksichtigung eines
hypothetischen Erwerbseinkommen
s
seiner Ehegattin neu zu bemessen
. Gleichzeitig ersuchten der Versicherte und seine Ehegattin um Ge
währung der unentgeltlichen Rechtsvertretung und beantragten, es sei ihnen eine Parteientschädigung für das vorliegende Verfahren zuzusprechen und es sei die Gemeinde
Z._
anzuweisen,
ihnen
eine Entschädigung für das
Einsprachever
fahren
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
7.
Oktober 2019
(
Urk.
7
) beantragte
die nunmehr zuständige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV,
die Abwei
sung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 2
0.
Februar
2020 (
Urk.
15) wurde den Beschwerdeführenden die Beschwerdeantwort (
Urk.
7) zur Kenntnis gebracht
und es wurde ihnen
die unentgeltliche Rechtsvertretung ge
währt
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters
, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie die Voraussetzungen nach Art. 4-6 ELG erfüllen. Dabei entspricht die jährliche Ergänzungsleistung dem Be
trag, um den die aner
kannten Ausga
ben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Die anre
chenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG berech
net.
1.2
Die anerkannten Ausgaben sowie die anrechenbaren Einnahmen von nicht ge
trennt lebenden Ehegatten werden zusammengerechnet (Art. 9 Abs. 2 ELG in Ver
bindung mit Art. 1 der Verordnung über die
Ergänzungsleistungen zur Alters
, Hinterlassenen
- und Invalidenversicherung, ELV
)
.
Zeitlich massgebend für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung sind gemäss Art. 23 Abs. 1 ELV in der Regel die während des vorausgegan
genen Ka
lenderjahres erzielten
,
anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Be
zugsjahres vorhandene Vermögen.
1.3
Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem Einkünfte, auf die verzich
tet
worden ist
(Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG).
Nach der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 9C_916/2011 vom 3. Februar 2012 E. 1.3) ist unter dem Titel des Ver
zichtseinkommens (Art. 11 Abs. 1
lit
. a und g ELG) ein hypothetisches Ein
kom
men eines Ehegatten oder ei
ner Ehegattin einer leistungsansprechen
den
Per
son anzurechnen, sofern diese Person auf eine zumutbare Erwerbstä
tigkeit oder auf deren zumutbare Ausdehnung verzichtet (BGE 117 V 287 E. 3b).
Praxisgemäss
gilt es im Bereich der Ergänzungsleistung zu be
rück
sichtigen, dass gemäss
Art.
163
Abs.
1 des Zivilgesetzbuches (ZGB) jeder Ehe
gatte nach seinen Kräften für den gebührenden Unte
rhalt der Familie zu sorgen hat
(Urteil des Bundesgerichts 5A_21/2012 vom 3. Mai 2012 E. 3.3). Des Weite
ren gilt es die Schadenminde
rungs
pflicht zu berücksichtigen. Sie ist als allge
meiner Grundsatz des Sozial
ver
siche
rungsrechts bei der Leistungs
fest
setzung regelmässig und zwingend zu be
achten (BGE 129 V 460 E. 4.2). Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG bezweckt ganz allgemein die Ver
hinderung von Missbräuchen. Unter dem Blickwinkel der allgemeinen Scha
den
minderungs
pflicht darf von Leis
tungsansprechenden, bei welchen sich das von den Er
gänzungsleistungen abge
deckte Risiko bereits verwirklicht hat, ohne Weiteres erwartet werden, dass sie sämtliche
Einkunftsmöglichkeiten
, über die sie verfügen, auch tatsächlich reali
sieren. Dies ist mit Blick auf die gemein
same eheliche Unterhaltspflicht auch von den nicht invaliden Ehegatten von Leis
tungsbeziehenden zu verlan
gen (Urteil des Bundesgerichts 9C_916/2011 vom 3. Februar 2012 E. 3.2).
1.4
Bei der Ermittlung einer allfälligen zumutbaren Erwerbstätigkeit der Ehegattin oder des Ehegatten ist der konkrete Einzelfall unter Anwendung familienrechtli
cher Grundsätze (vgl.
Art.
163 ZGB) zu berücksichtigen (BGE 117 V 287 E. 3c). Dementsprechend ist auf das Alter, den Gesundheitszustand, die Sprachkennt
nisse, die Ausbildung, die bisherige Tätigkeit, die konkrete Arbeitsmarktlage so
wie gegebenenfalls auf die Dauer der Abwesenheit vom Berufsleben abzustellen (BGE 134 V 53 E. 4.1, 117 V 287 E. 3a; Urteile des Bundesgerichts 9C_653/2018 vom 2
6.
Juli 2019 E. 3.2 und 9C_293/2018 vom 1
6.
August 2018 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Bemüht sich die Ehegattin
oder der Ehegatte
trotz (teilweiser)
zu
mut
barerweise
verwert
barer Arbeitsfähigkeit nicht um eine Stelle, verletzt
er oder
sie dadurch die
ihm oder
ihr obliegende Schadenminderungspflicht (Urteil
e des Bundesgerichts 9C_717/2010 vom 26. Januar 2011 E. 3.1 und
9C_539/2009 vom
9.
Februar 2009 E. 4.1).
1.5
Bei der Festlegung eines hypothetischen Einkommens ist zu beachten, dass für die Aufnahme und Ausdehnung der Erwerbstätigkeit eine gewisse Anpassungs
periode erforderlich ist. Dem wird im Rahmen der Ergänzungsleistung dadurch Rechnung getragen, dass der betreffenden Person allenfalls eine realistische Über
gangsfrist für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (oder Erhöhung des Arbeits
pensums) zuzugestehen ist, bevor ein hypothetisches Erwerbseinkommen ange
rechnet wird (BGE 142 V 12 E. 3.2
und E. 5.4).
Bei einer r
ückwirkenden EL
Zusprechung beginnt die Übergangsfrist
nach der Rechtsprechung indes
bereits ab
dem potenziellen
Anspruchsbeginn
zu laufen (Urteil des Bundesgerichts 9C_653/2018 vom 2
6.
Juli 2019
E. 5.3.2 mit Hinweise auf
Urteil
des Bundesge
richts
9C_630/2013 vom 2
9.
September 2013 E. 5.2).
1.
6
Die Organe der Ergänzungsleistung
und
die
Sozialversicherungsgerichte haben sich mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit grundsätzlich an die Invaliditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten (BGE 117 V 202 E. 2b). Das gilt auch bei der Beurteilung der Arbeitsfähig
keit
der Ehegattin oder
des Ehegatten
einer leistungsansprechenden Person
(Ur
teile
des Bundesgerichts
9C_653/2018 vom 2
6.
Juli 2019 E. 5.1,
9C_946/2011 vom 1
6.
April 2012 E. 4.3 und 9C_184/2009 vom 1
7.
Juli 2009 E.
2.4 mit Hin
weisen).
Nach der Rechtsprechung ist
davon auszugehen, dass
eine Verwertung der Erwerbsfähigkeit bis mindestens zum Alter von 60 Jahren
selbst bei Teilinva
liden
nicht
auszuschliessen
ist
(
Urteil des Bundesgerichts 9C_653/2018 vom 2
6.
Juli
2019 E. 5.2 mit Hinweise auf
Urteil 9C_103/2015 vom
8.
April
2015 E.
3.2.2 f.).
1.7
Die hypothetische Frage, ob Ehegatten von EL-Bezügern bei Aufbringung des zumutbaren guten Willens eine Stelle finden und in welcher Höhe sie Er
werbs
einkünfte erzielen könnten, lässt in der Regel ohne vorgängige Abklä
rungen zum Einzelfall weder schematisches Abstellen auf statistische Durchschnitts
werte noch mehr oder weniger gesicherte Erfahrungsannahmen zu, die zwar für einen Gross
teil der Versicherten zutreffen mögen, aber nichts über das beruf
lich-erwerbliche Leistungsvermögen im konkreten Fall aussa
gen. Ob, in welcher Weise und in welcher Intensität jemandem, der bisher erwerblich mehr oder weniger inaktiv gewesen ist, die Aufnahme einer Arbeit auf dem in Frage kom
menden konkreten Arbeitsmarkt nach den vorhande
nen Fähigkeiten zugemutet werden kann, ist, in Anbetracht des hypotheti
schen Charakters des Beweis
the
mas, wesentlich auch eine Frage des persönli
chen Eindruckes. Das Angebot an offenen geeigneten Stel
len für Personen, welche die persönlichen und berufli
chen Voraussetzungen der Betroffenen aufweisen, einerseits und die Zahl der Arbeit suchenden Personen anderer
seits sind zu berücksichtigen. Die Abklärung der lokal massgebenden Ver
hältnisse kann zum Beispiel durch Befragung der kantonalen Arbeitsmarkt
be
hörde oder bezüglich Lohnhöhe durch Heranziehen der regionalen Werte der vom Bundesamt für Statistik heraus
gegebenen Lohn
strukturerhebung (LSE) erfolgen (Urteile des Bundesgerichts P 64/03 vom 27. Februar 2004 E. 3.3.2, und P 18/02 vom 9. Juli 2002 E. 3b, mit Hinweisen).
1
.8
Gemäss
Rz
3482.03 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV des Bundesamtes für Sozialversicherungen
,
gültig ab 1. April 2011
(WEL
)
,
ist
Ehegatten von Leistungsbezügern, welche nicht invalid sind, kein hypothetisches Einkommen anzurechnen, wenn eine der folgenden Voraussetzun
gen erfüllt ist:
-
Der nicht invalide Ehegatte oder die nicht invalide Ehegattin
findet trotz ausreichender Ar
beitsbemühungen keine Stelle. Diese Vorausset
zung gilt als erfüllt, wenn die Person beim RAV zur Arbeitsvermitt
lung angemel
det ist sowie qua
litativ und quantitativ ausreichende Stellenbemühungen nachweist
;
-
Die versicherte Person bezieht Taggelder der Arbeits
losen
versiche
rung;
-
Die
EL-beziehende Person
müsste ohne Beistand und Pfl
ege
des nicht in
validen Ehegatten oder der nicht invaliden Ehegattin
in einem Heim plat
ziert wer
den
.
Demgegenüber erlaubt es die Haushaltführung für den Ehegatten oder Kinder nicht, auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens zu verzichten.
1.9
Verwaltungsweisungen richten sich an die Verwaltung und sind für das Sozial
ver
sicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Ent
schei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht wer
dende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmun
gen zulassen. Das
Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Ver
waltungs
weisungen
ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar
stel
len. Insofern wird dem Bestreben der Verwal
tung, durch interne Weisun
gen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getra
gen
(BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2; nicht in BGE 137 V 121 publi
zierte E. 3
des Urteils des Bundesgerichts 8C_713/2010 vom 2
3.
März 2011).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
2
4.
Juli
2019
(Urk. 2) davon aus, dass
es
der Ehegattin des Beschwerdeführers zuzumuten sei,
einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und dass sie dabei ein Jahres
einkommen von Fr.
38’604
.-- erzielen könnte. Davon sei dem Beschwerdeführer ein Betrag von Fr.
24’736
.-- als hypothetisches Einkommen seiner Ehegattin (
vgl.
Urk.
3/5 S. 4
)
als Einnahmen anzurechnen
.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte
hiegegen
vor, dass seine Ehegattin aus gesund
heit
lichen Gründen nicht in der Lage sei zu arbeiten, weshalb von einer Berück
sich
tigung eines hypothetischen Einkommens seiner Ehegattin abzusehen sei (Urk. 1).
3.
3.1
Im Streite steht der Anspruch des Beschwerdeführers auf Ergänzungs- und Zu
satzleistungen für die Zeit ab 1.
Januar 2019
und insbesondere die Frage, ob ihm während dieses Zeitraums ein jährliches Ver
zichtseinkommen seiner Ehe
gattin als Einnah
men anzurechnen ist.
3.2
Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
mit seiner
Ehegattin
seit ihrer Einreise in
die Schweiz in e
inem gemeinsamen Haushalt wohnt
, und dass die Ehegattin des Beschwerdeführers bis anhin nie eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz ausgeübt hat
(
vgl.
Urk.
8/57)
.
Den Akten ist sodann zu entnehmen, dass
sich die
Ehegattin
des Beschwerdeführers bis anhin nicht bei der
Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug ange
meldet
hat
(
vgl.
Urk.
14
).
In ihrer Beschwerde vom 1
3.
September 2019 (
Urk.
1 S. 6) führte die Beschwerdeführerin aus, dass ihre behandelnde psychiatrische Fachärztin ihrem Rechtsvertreter mitgeteilt habe, dass ein
e
Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung keinen Sinne mache, da diese keine Leistungen erbringe, wenn eine versicherte Person nicht mindestens fünf Jahre in der Schweiz gelebt habe und/oder
vor der Einreise in die Schweiz
unter einer (invalidisierende
n
) Krankheit gelitten habe, was beides auf sie zutreffe.
3.
3
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, er
wähnte in ihrem Bericht vom 2
6.
Januar 2019 (
Urk.
8/59/1), dass sie am 3
1.
Oktober 2018 erstmals und am 2
6.
Januar 2019 erneut von der Beschwerde
führerin konsultiert worden sei, und diagnostizierte eine Angststörung. Sie führte aus, dass bisher noch keine Behandlung habe aufgenommen werden können, da die Beschwerdeführerin nach der ersten Konsultation nach
Nordm
azedonien
ge
reist sei.
Es
sei
die Durchführung einer
Verhaltenstherapie
vorgesehen
.
3.4
In ihrem Bericht vom 2
8.
April 2019
(
Urk.
3/7 =
Urk.
8/69
/7-9
)
diagnostizierte
Dr.
A._
eine Angststörung, nicht näher bezeichnet, und erwähnte, dass die Beschwerdeführerin mit 16
Jahren erstmals geheiratet habe. Diese Ehe sei indes
bereits nach eineinhalb Jahren
geschieden worden
. In der Folge sei
sie
erstmals
unter
psychiatrisch
er Behandlung gestanden
. In einem Alter zwischen 30
und 35 Jahren sei sie
dann
erneut
psychiatrisch
behandelt worden
. Kurz nach der dritten Eheschliessung
mit ihrem gegenwärtigen
Ehegatte
n habe dieser
eine
er
neut
e psychiatrische Behandlung veranlasst. Es sei dabei jedoch bereits
nach un
gefähr drei Konsultationen zu einem Behandlungsabbruc
h gekommen. Die Be
schwerdeführer
in
leide unter Ängsten und könne ihre Wohnung nicht alleine verlassen (S. 2). Seit der Behandlungsaufnahme am 3
1.
Oktober 2018 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für j
egliche Tätigkeit ausser Hause, wobei
davon auszugehen
sei
, dass bereits seit vielen Jahren
eine
vollständig
e
Arbeitsunfähig
keit bestanden habe
(S .3).
3.5
Dr.
med.
B._
,
Fachärztin für
Allgemeine Innere Me
diz
in,
stellte in ihrem Bericht vom 2
6.
August 2019 (
Urk.
3/9) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
Anpassungsstörung: Angst und depressive Störung gemischt
-
Thyreoiditis Hashimoto
-
vertebragenes
Schmerzsyndrom der linken Körperseite mit Ausweitung auf die Weichteilstrukturen bei:
-
multietagere
n
Halswirbelsäulenveränderungen mit
foraminalen
Einen
gungen
-
Torsionsskoliose im Bereich
der
Brust- und Lendenwirbelsäule
-
lückenhaftes Gebiss, vor allem Unterkiefer
Die Beschwerdeführerin wirke bedrückt und deprimiert und leide unter Schlaf
störungen und Ängsten
. Es bestehe
, abgesehen von der ehelichen Beziehung,
eine soziale
Isolation. In somatischer Hinsicht stünden die linksseitigen Körper- und Gesichtsschmerzen im Vordergrund.
In ihrer Arbeitsfähigkeit werde die Be
schwer
deführerin durch Schmerzen, Kraftlosigkeit, durch ein Ruhebedürfnis und durch eine depressive Verstimmtheit mit reduziertem Antrieb beeinträchtigt.
Der Beschwerde
führerin sei die Ausübung angepasster, intellektuell anspruchsloser,
körperlich leichter bis mässig belastender Tätigkeiten im Umfang eines Arbeits
pensums von 50
%
zuzumuten (S. 2).
3.6
In
ihrer Stellungnahme
vom
1.
September 2019 (
Urk.
3/8) führte
Dr.
A._
aus, dass eine Anmeldung der Beschwerdeführerin bei der Invalidenversicherung keinen Sinn ergebe, da diese
vor Ablauf einer Frist von
fünf Jahre
n seit der Ein
reise in die Schweiz
und/oder
bei einem Beginn der (invalidisierenden) Erkran
kung
vor der Einreise in die Schweiz
keine Leistungen erbringen werde
, was bei der Beschwerdeführerin
b
eides
zutreffe.
Die Beschwerdeführerin und ihr Ehegatte seien auf Grund ihrer intellektuellen Einfachheit nicht in der Lage, den Sinn einer Verhaltenstherapie zu erfassen
. Angststörungen könnten zudem je nach Aus
masse durchaus eine schwere Beeinträchtigung der Lebensführung der Betroffe
nen sowie eine Arbeitsunfähigkeit verursachen (S. 2).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdefüh
rerin in somatischer Hinsicht unter Sch
m
erzen beziehungsweise einem
vertebra
genen
Schmerzsyndrom der linken Körperseite mit Ausweitung auf die Weich
teilstrukturen
und in psychischer Hinsicht unter depressiven Symptomen und Ängsten leidet.
In psychischer Hinsicht
diagnostizierte
Dr.
A._
eine un
bestimmte beziehungsweise eine nicht näher bezeichnete Angststörung
. Demge
genüber vertrat
Dr.
B._
die Ansicht, dass die Beschwerdeführerin unter
einer Anpassungsstörung, Angst und depressive Störung gemischt
, leide. Während
Dr.
A._
davon ausging, dass die Beschwerdeführerin schon vo
r ihrer Einreise in die Schweiz
während Jahren in Bezug auf jegliche Tätigkeit voll
ständig arbeitsunfähig
gewesen
sei, attestierte
Dr.
B._
der Be
schwerdeführerin eine
Arbeitsfähigkeit in angepassten, intellektuell anspruchslo
sen und körperlich leichten bis mässig belastenden
Tätigkeiten
im Umfang von 50
%
.
4.2
Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es ver
lässlicher medizinischer
Entscheidgrundlagen
(BGE 134 V 231 E. 5.1). Hin
sicht
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hin
weis auf 125 V 351 E. 3a). Die Rechtsprechung hat es sodann mit dem Grundsatz der Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf be
stimmte Formen me
dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Be
weiswürdigung aufzu
stellen. So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizini
schen Fachperson ab (BGE 125 V 351 E. 3b/
aa
mit Hinweisen). Hinsichtlich von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozi
alversicherungsrechts (ATSG)
eingeholter, den Anfor
derungen der Rechtspre
chung entsprechender, Gutachten externer Spezialärzte wurde festgehalten, das Gericht dürfe diesen Gutachten vollen Beweiswert zuer
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135
V
465 E. 4.4).
Praxisgemäss ist i
n der Regel
eine
(meist polydisziplinäre) Expertise einzuholen, wenn eine medizinische Problem
lage mit ausgeprägt inter
diszi
plinärem Charakter vorliegt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1).
Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt sodann das Recht der versicher
ten Person, mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüs
sigkeit der ärztlichen Fest
stellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Dazu wurde erkannt, dass diese von der versicherten Person einge
reichten Beweis
mittel regelmässig von behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von anderen medizinischen Fachpersonen stammen, die in einem auftrags
rechtlichen Ver
hältnis zur versicherten Person stehen. Da sich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Ent
scheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Ge
sund
heits
zustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anfor
derun
gen an ein Gutachten. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungs
tatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstel
lung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte
Leistungszusprache
einzig gestützt auf die Angaben der behandeln
den Ärztinnen und Ärzte
daher
kaum je in Frage kommen (Urteil des Bundesge
richts 8C_260/2012 vom 27. Juni 2012 E. 3.3.2; BGE 135 V 465 E. 4.5).
4.3
Gemäss
der
Rechtsprechung ist bei psychischen Leiden
zudem
grundsätzlich ein psychiatrisches Gutachten erforderlich, wenn es darum geht, über das Ausmass der durch sie bewirkten Arbeitsunfähigkeit zu befinden (
Urteil des Bundesgerichts K 27/05 vom 1
6.
Januar 2006 E. 4.2 mit Hinweisen)
.
Die sich bei den Akten be
findenden, erwähnten Berichte und Stellungnahmen der die Beschwerde
führerin psychiatrisch behandelnden
Dr.
A._
genügen
dieser Anforderung nicht.
Zudem gilt es
in Bezug auf die Beurteilungen durch
Dr.
A._
die Erfah
rungstatsache zu beachten, dass Hausärzte und behandelnde Fachärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifelsfall mitunter eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 341 E. 3a/cc; Urteil
des Bundesgerichts
8C_420/2018 vom 1
3.
März 2019 E. 6.5 mit Hinweisen)
.
4.4
4.4.1
Die Beurteilungen durch
Dr.
A._
vermögen indes auch in inhaltlicher Hinsicht nicht zu überzeugen. Insbesondere vermag nicht zu überzeugen, dass sie
offensichtlich die Ansicht vertrat, dass die
Art der Ängste, unter welchen die Be
schwerdeführerin litt,
nicht näher
bezeichnet werden könnten
, weil es sich bei der Beschwerdeführerin um eine einfach strukturierte Person handle, welche ihre Angstgefühle nicht differenziert schildern könne.
Den Beurteilungen
durch
Dr.
A._
lässt sich sodann nicht entnehmen, auf Grund welche
r
funktio
nelle
r
Einschränkungen
sie der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsun
fähigkeit aus psychischen Gründen attestierte, weshalb
auf ihre Beurteilungen vom 2
8.
April 2019 (vorstehend E.
3.4
) und vom
1.
September 2019 (vorstehend E. 3.6)
vorliegend auch mangels einer nachvollziehbar
en
Arbeitsfähigkeit
sbeur
teilung
nicht abgestellt werden kann.
4.4.2
Sodann ist den Akten und insbesondere dem Bericht von
Dr.
B._
vom 2
6.
August 2019 (vorstehend E.
3.5
) zu entnehm
en, dass die Beschwerde
führerin,
abgesehen von der Beziehung zu ihrem Ehegatten
,
sozial vollständig isoliert
sei. Dabei handelt es sich um Anhaltspunkte für Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung und mithin für psychosoziale und soziokulturelle Fak
toren. Gemäss
der Rechtsprechung
sind jedoch psychische
Befunde
, welche
in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung fin
den und gleichsam in ihnen aufgehen (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundes
gerichts 8C_730/2008 vom 2
3.
März 2009 E. 2), bei der Beurteilung der Arbeits
fähigkeit auszuklammern (BGE 143 V 409 E. 4.5.2).
Auch diesbezüglich vermögen die Beurteilungen durch
Dr.
A._
daher
nicht zu überzeugen.
4.5
Nicht abgestellt werden kann sodann auf die Beurteilung durch
Dr.
B._
vom 2
6.
August
2019 (
vorstehend E.
3.5
)
. Denn diesbezüglich gilt es zu beachten, dass
Dr.
B._
über eine Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und
nicht
über eine solche im Fachgebiet der Psychi
atrie und Psychotherapie ver
fügt. Insoweit sie daher die Ansicht vertrat, dass
die Beschwerdeführerin in massgeblichem Umfang durch eine Anpassungsstörung und damit durch ein psychisches Leiden in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde, kann auf ihre
Beurteilung
schon deshalb
nicht abgestellt werden, weil es
ihr
an einer dafür angezeigten fachärztlichen Weiterbildung im Fachgebiet der Psychiatrie
und Psychotherapie
fehlte.
5.
5.1
Das Verwaltungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Danach hat die Verwaltung den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei
chende Klarheit besteht
.
Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrund
satzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhalts
bezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als über
wiegend wahr
scheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2) zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Ver
letzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 und 124 V 90 E. 4b). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bishe
r getroffenen Tatsachenfeststel
lung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmass
nah
men noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteile des Bundes
gerichts 8C_751/2009 vom 24. Februar
2010 E. 2.2 und 9C_167/2009 vom 28. Mai 2009 E. 3.1).
5.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
5.
3
Auf Grund der vorliegenden medizinischen Akten zum Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin
kann nicht abschliessend und insbesondere nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden
Wahr
schein
lichkeit beurteilt wer
den, ob beziehungsweise allenfalls in welchem Umfang
der Beschwerdeführerin
die Ausübung einer angepassten Erwerbstätig
keit zuzumuten war oder nicht. Der Sachverhalt erweist sich diesbezüglich da
her
nicht als rechtsgenügend abgeklärt.
Die Sache ist daher
an die Beschwerde
gegnerin zurückzuweisen,
damit sie
die me
dizinischen Akten ergänze und - nach
Vervollständigung der Akten sowie allen
falls nach Einholung eines
psychiatrischen
Gutachtens
und/oder
nach einer amts
hilfeweise veranlassten Invaliditätsbemessung durch die Invaliden
versicherung (vgl.
Art.
41
Abs.
1
lit
. k
der Verordnung über
die Invalidenversicherung, IVV
, und Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, WEL,
Rz
. 2230.04 und Anhang 14)
-
erneut prüfe, ob beziehungsweise in welchem Umfang dem Beschwerdeführer ein hypothetisches Einkommen seiner Ehegattin anzurech
nen ist, und anschliessend über den Anspruch des Beschwerdeführers au
f
Ergän
zungs
- und Zusatzleistun
gen für die Zeit ab
1.
Januar 2019
neu verfüge.
Insoweit
ist die Beschwerde
daher
gutzuheissen.
6.
6
.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch der Beschwerdeführenden auf eine Parteientschä
digung im
Einspracheverfahren
.
6
.2
Das
Einspracheverfahren
ist kostenlos. Parteientschädigungen werden in der Re
gel nicht ausgerichtet (Art. 52 Abs. 3 Satz 2 ATSG). Gemäss der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 9C_877/2017 vom 28. Mai 2018 E.
8.2) ist indes die ausnahmsweise Zusprechung einer Parteientschädigung im
Einspracheverfahren
zulässig und geboten, wenn der Einsprecher nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, um die Anwaltskosten selbst zu tragen, und er im Falle des Unterliegens die unentgeltliche
Verbeiständung
(Art. 37 Abs. 4 ATSG) hätte beanspruchen können. Unter dieser Bedingung soll der Ein
sprecher bei Obsiegen vom unterlie
genden Versicherungsträger entschädigt wer
den (BGE 130 V 570 E. 2.2).
6
.3
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens stellt der
Einspracheent
scheid
vom 2
4.
Juli 2019 (
Urk.
2), womit die Einsprache der Beschwerdeführen
den gegen die Verfügung der Gemeinde
Z._
vom 1
0.
Dezember 2018 (
Urk.
3/5)
abgewiesen
wurde, dar. Die Frage nach einer Parteientschädigung im
Einsprache
verfahren
kommt ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes des vorliegenden Verfahrens zu liegen, weshalb auf die Beschwerde diesbezüglich nicht einzutreten ist. Die Sache ist indes nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids an die Be
schwerdegegnerin zu überweisen, damit diese prüfe, ob die Beschwerdeführenden im Falle eines Unterliegens Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtsvertretung im
Einspracheverfahren
gehabt hätten, und anschliessend über den Anspruch der Beschwerdeführenden auf Prozessentschädigung im
Einspracheverfahren
ver
füge.
7.
7
.1
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer
Par
tei wird keine Prozessent
schädigung zugespro
chen (§ 8 Abs. 1 der Verord
n
ung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungs
gericht,
GebV
SVGer
).
7
.2
Ausgangsgemäss ist
die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem unent
geltli
chen Rechtsvertreter
der Beschwerdeführenden
, Rechtsanwalt
Marc
Spescha
, Zürich, nach Einsicht in die Kostennote vom
7.
Februar 2020 (
Urk.
17
), in Be
rücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozes
ses, bei einem zeitlichen Aufwand von
7.5
Stunden sowie einem gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
220.--,
eine Prozessentschädigung
im Betrag von
Fr.
2'523.30
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zu bezahlen
.