# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 775c74d2-c497-445d-b268-eccb5391c122
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y. und X. heirateten am 26. August 2006 vor dem Zivilstandsamt A.. Aus dieser Ehe gingen die Kinder B., geboren am 18. Oktober 2006, C., geboren am 29. März 2008, und D., geboren am 16. Januar 2010, hervor. X. wurde mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 15. Februar 2011 gemäss Art. 370 ZGB entmündigt. Das dagegen erhobene Beschwerdeverfahren ist noch hängig.
B. Am 23. Juni 2011 liess Y. beim Bezirksgerichtspräsidenten Inn ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin sie die Zuweisung der Obhut über die Kinder unter Einräumung eines angemessenen Besuchsrechts für den Vater sowie die Verpflichtung von X. zur Bezahlung eines monatlichen Unterhalts von Fr. 700.-- pro Kind und eines monatlichen Unterhalts von Fr. 1'770.-- an sich beantragte. Darüber hinaus stellte sie das Begehren, es sei X. superprovisorisch anzuweisen, die eheliche Wohnung unverzüglich zu verlassen und ihr den Schlüssel auszuhändigen.
C. In seiner Vernehmlassung vom 11. Juli 2011 liess X. mitteilen, dass er die eheliche Wohnung bereits am 26. Juni 2011 verlassen habe. Des Weiteren erklärte er sich mit der Zuteilung der Obhut über die drei Kinder an die Ehefrau einverstanden, wobei er beantragte, die Kinder nach vorgängiger telefonischer Ankündigung auf eigene Kosten jederzeit besuchen beziehungsweise zu sich auf Besuch nehmen zu können. Hinsichtlich des Kindesunterhalts ersuchte er um Verpflichtung zur Zahlung des Anteils seines Nettoeinkommens, welcher sein Existenzminimum von Fr. 2'487.00 übersteige. Der Antrag der Ehefrau auf Zusprechung eines nachehelichen Unterhalts sei abzuweisen.
D. Am 1. September 2011 fand vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Inn eine mündliche Verhandlung statt. In der Folge schlossen die Parteien am 3. September/18. Oktober/2. November 2011 einen gerichtlichen Vergleich ab, in welchem sie sich über die Obhutszuteilung und das Besuchsrecht einigten. Über die Höhe der Unterhaltszahlungen an die Kinder und die Ehefrau konnte demgegenüber keine Einigung erzielt werden.
E. Mit Entscheid vom 10. Januar 2012, mitgeteilt am 18. Januar 2012, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn wie folgt:
„1. Die von den Parteien unterzeichnete Vereinbarung wird wie folgt ins Dispositiv aufgenommen:
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1. Die Parteien leben seit dem 1. Juli 2011 getrennt.
2. Die Kinder B., geb. am 18. Oktober 2006, C., geb. am 29. März 2008, und D., geb. am 16. Januar 2010, sollen unter die Obhut der Mutter gestellt werden.
3. Die Eltern sprechen sich jeweils über die Regelung des persönlichen Verkehrs ab, wobei die Parteien vereinbaren, dass sich der Vater höchstens einmal pro Tag telefonisch meldet und nach 19.00 Uhr keine Telefonanrufe und Besuche mehr stattfinden. Der Vater soll wie in den letzten beiden Monaten die Kinder wenn möglich jeden Tag sehen.
Als Minimalregelung für den Fall, dass sich die Eltern nicht einigen können, wird vereinbart, dass der Vater das Recht hat, die Kinder unter Vorankündigung von einer Woche einen halben Tag pro Woche zu besuchen.
Aufgrund des Alters der Kinder wird vorerst auf die Regelung eines Ferienrechts verzichtet.
4. Da sich die Parteien über die Unterhaltszahlungen an die Kinder und die Ehefrau nicht einig sind, soll das Gericht darüber entscheiden.
5. Der Ehemann bzw. die Vormundin geben der Mutter Auskunft über das Einkommen und Vermögen bzw. Schulden.
6. Die Gerichtskosten tragen die Parteien je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Prozessentschädigung.
2. X. wird verpflichtet, rückwirkend ab 1. Juli 2011 für die Dauer des Getrenntlebens im Voraus monatlich insgesamt CHF 2'827.00 (für die Kinder je CHF 700.00, für Y. CHF 727.00) zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen zu bezahlen.
3.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'000.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien und gehen - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien gegenseitig auf eine Prozessentschädigung verzichten.
c) Der unentgeltliche Rechtsbeistand der gesuchstellenden Partei wird - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 5'336.30 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.
d) Der unentgeltliche Rechtsbeistand der gesuchgegnerischen Partei wird - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 4'511.70 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations