# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1d20ba10-a4f8-4c40-9496-21a6bcd247bb
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. A.Y. ist Eigentümer der in der Landwirtschaftszone liegenden Grundstücke Nrn.
0000 und 0001, Grundbuch X. Gemäss kantonalem Richtplan werden die Grundstücke
von einem Kerngebiet - Lebensraum bedrohter Tierarten überlagert. Das Gebiet ist
zudem Teil des Bundesinventars für Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler
Bedeutung (BLN-Objekt Nr. 0002). Grundstück Nr. 0000 ist mit einem Wohnhaus und
einem Unterstand überbaut. Das Wohnhaus wurde bereits vor 1972
nichtlandwirtschaftlich genutzt. Auf dem teilweise bewaldeten Grundstück Nr. 0001
befindet sich eine Scheune. Mit Baugesuch vom 12. Januar 2010 ersuchte A.Y. bei der
Gemeinde X. um Erteilung einer Baubewilligung für den Um- und Ausbau des
Wohnhauses. Nachdem die Stiftung WWF Schweiz, vertreten durch die WWF Sektion
St. Gallen, gegen das Baugesuch Einsprache erhoben hatte, bestätigte A.Y., dass
weder eine gewerbliche Nutzung noch ein Beherbergungsbetrieb und auch keine
veränderte Umgebungsnutzung geplant seien. Hierauf zog die Stiftung die Einsprache
zurück und der Gemeinderat erteilte am 18. Mai 2010 die Baubewilligung unter der
Bedingung, dass sämtliche künftigen Umnutzungen und Nutzungsänderungen
bewilligungspflichtig seien. Mit Schreiben vom 18. August 2014 teilte die WWF Sektion
St. Gallen dem Gemeinderat X. mit, dass auf den beiden Grundstücken diverse
Nebenbauten und Anlagen insbesondere für die hobbymässige Tierhaltung erstellt und
Umgebungsanpassungen vorgenommen worden seien.
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b. Auf Aufforderung der Gemeinde X. reichte A.Y. am 23. September 2014 ein
nachträgliches Baugesuch für einen Futtercontainer, einen Gemüsegarten, einen
Unterflurbehälter, einen offenen Maschinenunterstand, ein Biotop, einen offenen
Tierunterstand, zwei Sitzplätze, einen offenen Velounterstand, einen Hühnerstall mit
Auslaufgehege, eine Einwandung Windfang sowie ein Gerätehaus ein (act. G 15/9
Beilage). Hiergegen erhob die Stiftung WWF Schweiz Einsprache mit den Anträgen, es
sei die nachträgliche Baubewilligung zu verweigern und die Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands zu verfügen. Mit raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom
3. Juni 2015 erteilte das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) die
nachträgliche Zustimmung für die Erstellung des Windfangs. Für die übrigen Bauten
und Anlagen verweigerte es die Zustimmung (act. G 15/9 Beilage zum
Verfügungsentwurf vom 20. Oktober 2015). Mit Beschluss vom 5. November 2015
erteilte der Gemeinderat X. die nachträgliche Baubewilligung für die Einwandung am
Wohnhaus (Windfang; Ziff. 1) und verweigerte sie für sämtliche weitere Bauten und
Anlagen, für welche nachträglich um Bewilligung ersucht worden war (Ziff. 2). Sie
verpflichtete A.Y., den rechtmässigen Zustand wie folgt wiederherzustellen (Ziff. 3): a)
Beseitigung des Futtercontainers, des Unterflurbehälters, des offenen
Maschinenunterstands, des offenen Tierunterstands, des offenen Velounterstands, des
Hühnerstalls mit Auslaufgehege sowie des Gerätehauses einschliesslich Renaturierung
der dafür erstellten Flächenbefestigungen; b) Rückbau der beiden Sitzplätze
einschliesslich Renaturierung der dafür befestigten Flächen; c) Rückbau und
Renaturierung sämtlicher Umgebungsflächen, die über den vom AREG am 11. Mai
2010 gemäss Plan „Amtliche Vermessung farbig“ bewilligten Zustand hinaus zusätzlich
befestigt wurden. Bezüglich Gemüsegarten sowie Biotop wurde auf die
Wiederherstellung verzichtet (Ziff. 4; act. G 15/9 Beilage). Den gegen diesen Beschluss
durch Rechtsanwalt Dr. Markus Köppel, Sargans, für A.Y. erhobenen Rekurs (act. G
15/1, G 15/7) wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen, nachdem es am
3. Mai 2016 mit den Verfahrensbeteiligten und einem Vertreter des AREG einen
Augenschein durchgeführt hatte (act. G 15/16), mit Entscheid vom 30. August 2016 ab
(act. G 2).
B.
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a. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Dr. Köppel für A.Y. mit Eingabe vom
13. September 2016 (act. G 1) Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei
aufzuheben (Ziff. 1), der Beschluss vom 5. November 2015 sei in den Dispositivziffern 2
und 3 sowie 5 bis 8 aufzuheben (Ziff. 2) und unter Gutheissung des Antrages gemäss
Ziff. 2 sei die raumplanungsrechtliche Teilverfügung in den Dispositivziffern 1a und 1c
sowie 2 und 3 aufzuheben (Ziff. 3). Das nachträgliche Baugesuch sei in allen Teilen zu
bewilligen (Ziff. 4). Es sei festzustellen, dass folgende baulichen Massnahmen
bewilligungsfähig seien: ein nördlich der Liegenschaft gelegener befestigter Platz, ein
westlich der Liegenschaft gelegener Platz und östlich und südlich der Liegenschaft
erstellte Verkehrsflächen (Ziff. 5a). Von der Anordnung des Rückbaus resp.
Renaturierung dieser Umgebungsflächen sei abzusehen (Ziff. 5b). Unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen (Ziff. 6). In der Beschwerdeergänzung vom 25. November 2016
bestätigte und begründete der Rechtsvertreter die gestellten Rechtsbegehren (act. G
11).
b. In der Vernehmlassung vom 30. November 2016 beantragte die Vorinstanz
Abweisung der Beschwerde mit der Begründung, in der Beschwerde würden keine
neuen Ausführungen gemacht. Sie verwies auf die Darlegungen des angefochtenen
Entscheids (act. G 14). Im Schreiben vom 12. Dezember 2016 beantragte die
Beschwerdebeteiligte Abweisung der Beschwerde (act. G 17). Rechtsanwältin Schmid
beantragte für den Beschwerdegegner in der Vernehmlassung vom 23. Januar 2017
Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des
Beschwerdeführers (act. G 20).
c. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit für den Entscheid relevant,

## Considerations

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, VRP) zur Behandlung der gegen einen Entscheid
des Baudepartementes erhobenen Beschwerde zuständig. Der Beschwerdeführer ist
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Adressat des Entscheids und somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 13. September 2016
entspricht in Verbindung mit der Beschwerdeergänzung vom 25. November 2016
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist grundsätzlich
einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit damit die Aufhebung des
Beschlusses vom 5. November 2015 sowie der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung
vom 3. Juni 2015 beantragt wird, da der angefochtene Rekursentscheid an deren Stelle
getreten ist ("Devolutiveffekt", BGE 134 II 142 E. 1.4 und BGer 1C_166/2013 vom
27. Juni 2013 E. 1.1).
2. Der Beschwerdeführer beantragt die Durchführung eines Augenscheins (act. G 11 S.
4). Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch
die entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob
ein Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden
Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen nicht durch einen Augenschein überprüft zu
werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen geboten ist
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz.
966). Die tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden Fall aus den
Verfahrensakten (act. G 15) sowie aus dem Geoportal. Überdies führte die Vorinstanz
im Rekursverfahren einen Augenschein durch und hielt die aktuell bestehende Situation
auf Fotos fest (act. G 15/16). Der Beschwerdeführer beanstandete das Augenschein-
Protokoll nicht (act. G 15/18). Im vorliegenden Verfahren besteht kein Anlass, aufgrund
dessen sich ein Augenschein rechtfertigen würde, zumal die materiellen Gegebenheiten
- wie sich nachstehend ergeben wird - sich gestützt auf die erwähnten Datenquellen
beurteilen lassen.
Im Weiteren fehlt es angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer sich im
vorliegenden Verfahren umfassend schriftlich äussern konnte, auch an einem Anlass für
eine Befragung des Beschwerdeführers (act. G 11 S. 3 f.).
3.
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3.1. Vorliegend ist zum einen streitig, ob die Vorinstanz die Verweigerung der vom
Beschwerdeführer beantragten nachträglichen Bewilligung von bereits erstellten
Bauten und Anlagen im angefochtenen Entscheid zu Recht bestätigte. Der
Grundtatbestand für die Erteilung von Ausnahmebewilligungen für nicht
zonenkonforme Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone findet sich in Art. 24
RPG. Diese Bestimmung kommt subsidiär zu den Tatbeständen über die erleichterte
Ausnahmebewilligung zum Zug (Waldmann/Hänni, Raumplanungsgesetz, Bern 2006,
Rz. 13 zu den Vorbemerkungen zu Art. 24 ff. RPG). Art. 24c Abs. 1 und 2 RPG, dessen
Marginalie und Formulierung in der Fassung vom 1. November 2012 (vgl. Art. 24c Abs.
1, 2 und 5) unverändert blieben, konkretisiert die Besitzstandsgarantie für alle Bauten
und Anlagen ausserhalb der Bauzone, die nicht mehr zonenkonform sind (Waldmann/
Hänni, a.a.O., Rz. 14 zu den Vorbemerkungen zu Art. 24 ff. RPG). Art. 24c Abs. 1 RPG
schützt bestimmungsgemäss nutzbare, aber zonenwidrig gewordene Bauten und
Anlagen ausserhalb der Bauzonen grundsätzlich in ihrem Bestand. Nach Abs. 2 dieser
Bestimmung können solche Bauten und Anlagen teilweise geändert oder massvoll
erweitert werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind. In jedem
Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten
(Art. 24c Abs. 5 RPG). Die Zulässigkeit einer teilweisen Änderung oder massvollen
Erweiterung ergibt sich unmittelbar aus dem Bundesrecht (BGE 127 II 215 E. 3b S. 219
mit Hinweisen). Art. 24c Abs. 2 RPG gilt gemäss dem auf den 1. November 2012 neu
eingefügten Art. 24c Abs. 3 RPG auch für landwirtschaftliche Wohnbauten sowie
angebaute Ökonomiebauten, die rechtmässig erstellt oder geändert worden sind,
bevor das betreffende Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets im Sinn des
Bundesrechts wurde. Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild müssen für eine
zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische Sanierung nötig oder darauf
ausgerichtet sein, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern (Art. 24c Abs. 4
RPG).
Nach Art. 42 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung (SR 700.1; RPV) gilt die Änderung
einer altrechtlichen Baute als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, wenn die
Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen
Zügen gewahrt bleibt. Verbesserungen gestalterischer Art sind zulässig. Massgeblicher
Vergleichszustand für die Beurteilung der Identität ist der Zustand, in dem sich die
Baute oder Anlage im Zeitpunkt der Zuweisung zum Nichtbaugebiet befand (Art. 42
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Abs. 2 RPV). Ob die Identität der Baute oder Anlage im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist
unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen. In jedem Fall gelten folgende
Regeln: Innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens darf die anrechenbare
Bruttogeschossfläche nicht um mehr als 60 Prozent erweitert werden, wobei das
Anbringen einer Aussenisolation als Erweiterung innerhalb des bestehenden
Gebäudevolumens gilt (Art. 42 Abs. 3 lit. a RPV). Unter den Voraussetzungen von
Artikel 24cAbsatz 4 RPG kann eine Erweiterung ausserhalb des bestehenden
Gebäudevolumens erfolgen; die gesamte Erweiterung darf in diesem Fall sowohl
bezüglich der anrechenbaren Bruttogeschossfläche als auch bezüglich der
Gesamtfläche (Summe von anrechenbarer Bruttogeschossfläche und Brutto-
Nebenfläche) weder 30 Prozent noch 100 m überschreiten; die Erweiterungen
innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens werden nur halb angerechnet (Art. 42
Abs. 3 lit. b RPV).
Der Anwendungsbereich von Art. 24c RPG ist auf Bauten und Anlagen beschränkt, die
nicht mehr zonenkonform, d.h. durch eine nachträgliche Änderung von Erlassen oder
Plänen zonenwidrig geworden sind (Art. 41 RPV; vgl. BGE 127 II 209 E. 2c). Die
Bestandesgarantie nach Art. 24c RPG erstreckt sich damit nur auf Bauten, die
seinerzeit in Übereinstimmung mit dem materiellen Recht erstellt und aufgrund einer
späteren Rechtsänderung zonenwidrig geworden sind, nicht aber auf Bauten, bei
denen die Zonenwidrigkeit ohne Rechtsänderung, sondern allein durch tatsächliche
Änderungen, wie namentlich die Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebes, entstanden ist.
"Seinerzeit" erstellte Bauten und Anlagen sind in erster Linie solche, die vor dem 1. Juli
1972 erstellt wurden, d.h. vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über den Schutz
der Gewässer gegen Verunreinigung (aGSchG; AS 1972 950). Mit diesem Gesetz
wurde erstmals eine klare Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet vorgenommen. Nach
dem 1. Juli 1972 erstellte Bauten und Anlagen fallen namentlich dann in den
Anwendungsbereich von Art. 24c RPG, wenn sie aufgrund einer Zonenplanänderung
von der Bauzone in eine Nichtbauzone gelangten (BGer 1C_279/2008 vom 6. Februar
2009 E. 2.3; R. Muggli, Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, 2010,
Rz. 6 und 14 zu Art. 24c RPG; P. Karlen, Die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 - 24d
RPG, in: ZBl 102/2001 S. 291, 296 f.).
2
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3.2. Nach Art. 24e RPG werden bauliche Massnahmen bewilligt in unbewohnten
Gebäuden oder Gebäudeteilen, die in ihrer Substanz erhalten sind, wenn sie
Bewohnern oder Bewohnerinnen einer nahe gelegenen Wohnbaute zur hobbymässigen
Tierhaltung dienen und eine tierfreundliche Haltung gewährleisten (Abs. 1). Im Rahmen
von Absatz 1 werden neue Aussenanlagen bewilligt, soweit sie für eine tiergerechte
Haltung notwendig sind. Im Interesse einer tierfreundlichen Haltung können solche
Anlagen grösser als die gesetzlichen Mindestmasse dimensioniert werden, soweit dies
mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vereinbar ist und die Anlage reversibel
erstellt wird (Abs. 2). Die Aussenanlagen können für die hobbymässige Beschäftigung
mit den Tieren genutzt werden, soweit damit keine baulichen Änderungen verbunden
sind und keine neuen Auswirkungen auf Raum und Umwelt entstehen (Abs. 3). Nach
Art. 42b RPV gilt die hobbymässige Tierhaltung als Erweiterung der Wohnnutzung der
nahe gelegenen Wohnbaute (Abs. 1). Sie ist an allfällige Möglichkeiten zur Erweiterung
der Wohnbaute nach Artikel 42 Absatz 3 anzurechnen (Abs. 2).
4.
4.1. In der Teilverfügung vom 3. Juni 2015 legte das AREG dar, sämtliche baulichen
Massnahmen, welche auf Grundstück Nr. 0001 vorgenommen worden seien, seien
nicht bewilligungsfähig. Die auf diesem Grundstück stehende Scheune werde nicht
nach Art. 24c RPG beurteilt und könne nicht von einer teilweisen Änderung profitieren.
Die nicht Teil des Baugesuchs bildende Scheune würde nach Art. 24a RPG beurteilt.
Der auf Grundstück Nr. 0000 errichtete offene Velounterstand und der Hühnerstall
würden weder die Identität der ursprünglichen Baute noch das äussere
Erscheinungsbild wahren. Da die erfolgten baulichen Massnahmen mit Ausnahme des
Windfangs nicht bewilligt werden könnten, sei der Beschwerdeführer anzuhalten, den
rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Gemäss Stellungnahme des Amtes für
Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) vom 2. März 2015 seien einzig flächenmässig
geringe, landschaftskonforme Veränderungen im Nahbereich des Hauses
bewilligungsfähig, da sich das Grundstück in einem BLN-Gebiet und in einem
Landschaftschutzgebiet befinde. Sodann befinde sich die Liegenschaft gemäss
Mitteilung des Amtes für Umwelt und Energie (AFU) in der definitiven Zone S3, weshalb
z.B. ein unbefestigter und offener Maschinenunterstand und ein unbefestigter
Tierlaufhof nicht bewilligt werden könnten (act. G 15/9 [Beilage zum Verfügungsentwurf
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vom 20. Oktober 2015]). In der Stellungnahme vom 21. März 2016 hielt das AREG
überdies fest, das Bauvorhaben sei weder in der bis 31. Oktober 2012 geltenden noch
nach der aktuellen Fassung von Art. 24c RPG bewilligungsfähig. Das in den Jahren
2003 und 2010 gestützt auf Art. 24c RPG teilweise geänderte Wohnhaus samt 2015
bewilligtem Windfang befänden sich auf Grundstück Nr. 0000 in rechtmässigem
Zustand. Für den offenen Velounterstand und Hühnerstall fehle es mangels
körperlichem Zusammenhang zum Hauptgebäude an einer Bewilligungsvoraussetzung
nach Art. 24c RPG. Die übrigen Bauten befänden sich auf Grundstück Nr. 0001. Dieses
weise als rechtmässigen Vorbestand die per 1. Juli 1972 als Pferdestall genutzte
Scheune aus. Die zu beurteilenden Bauten und Anlagen auf diesem Grundstück
ständen weder in einem körperlichen noch einem funktionellen Zusammenhang zur
Scheune noch seien sie Teile einer zulässigen Umgebungsgestaltung derselben.
Wiederum fehle es an einer Bewilligungsvoraussetzung nach Art. 24c RPG. Die
angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen seien konsequent und verhältnismässig
(act. G 15/14).
4.2. Art. 24c RPG ist nicht anwendbar auf allein stehende, unbewohnte
landwirtschaftliche Bauten und Anlagen (Art. 41 Abs. 2 RPV). Für die auf dem
Grundstück Nr. 0001 stehende Scheune fällt damit eine Beurteilung gestützt auf diese
Bestimmung - wie in der erwähnten Teilverfügung des AREG festgehalten - ausser
Betracht. Dies hat zur Folge, dass eine nachträgliche Bewilligung des auf diesem
Grundstück (vgl. act. G 15/14/106) errichteten Futtercontainers, Gemüsegartens,
Unterflurbehälters, offenen Maschinenunterstandes und Tierunterstandes, des Biotops,
des Gerätehauses und der beiden Sitzplätze (als Erweiterung der Scheune) gestützt auf
Art. 24c RPG nicht möglich ist. Dies wird vom Beschwerdeführer auch nicht in Frage
gestellt. Dementsprechend ist die Frage, ob die erwähnten (freistehenden) Bauten und
Anlagen die materiellen Voraussetzungen von Art. 24c RPG (körperlicher
Zusammenhang zur Scheune, Identität usw.) zu erfüllen vermöchten, nicht weiter zu
diskutieren. Die Frage, ob die vorstehend erwähnten Bauten gestützt auf Art. 24e RPG
(hobbymässige Tierhaltung) bewilligt werden können, ist nachstehend in E. 4.4.2 zu
klären.
4.3.
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4.3.1. Hinsichtlich des Wohnhauses auf Grundstück Nr. 0000 ergibt sich aus den
Akten, dass dieses vor dem 1. Juli 1972 errichtet worden und schon damals
nichtlandwirtschaftlich genutzt war (act. G 15/14/102), weshalb Art. 24c RPG auf
dieses Gebäude grundsätzlich zur Anwendung kommt (vgl. vorstehende E. 2.2). Zu
klären ist, ob die Bewilligung für die Erstellung des offenen Velounterstandes und des
Hühnerstalls mit Auslaufgehege auf diesem Grundstück (vgl. act. G 15/14/106) zu
Recht verweigert wurde. Im erläuternden Bericht des Bundesamtes für
Raumentwicklung ARE zur Teilrevision der Raumplanungsverordnung vom Oktober
2012 (erläuternder Bericht ARE) wurde zu Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV festgehalten,
verschiedene Revisionen von RPG und RPV hätten in die Richtung gezielt,
Erweiterungen innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens zu erleichtern und solche
ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens zu erschweren. Mit der Teilrevision
des RPG vom 23. Dezember 2011 sei diesbezüglich mit Art. 24c Abs. 4 RPG ein
weiterer Schritt erfolgt (erläuternder Bericht ARE S. 9). Als Grundregel für alle Vorhaben
gilt wie bis anhin, dass die Identität der Baute einschliesslich ihrer Umgebung in den
wesentlichen Zügen gewahrt bleiben muss (Art. 42 Abs. 1 und 2 RPV; Erfordernis der
Identität oder Wesensgleichheit). Wenn einer der Tatbestände von Art. 24c Abs. 4 RPG
erfüllt ist, so befreit dies im Grundsatz nicht vom Erfordernis der Wesensgleichheit. Ist
hingegen keiner der drei Tatbestände von Art. 24c Abs. 4 RPG erfüllt, so sind mehr als
geringfügige Änderungen am äusseren Erscheinungsbild an sich nicht mehr zulässig,
selbst wenn die Identität gewahrt bleibt. Dies ist vor allem für die Erweiterung
ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens von praktischer Bedeutung. Art. 42
Abs. 3 lit. b RPV stellt ausdrücklich klar, dass solche Erweiterungen nur unter der
Voraussetzung von Art. 24c Abs. 4 RPG möglich sind (vgl. R. Muggli/M. Pflüger,
Bestehende Wohnbauten ausserhalb der Bauzone, in: VLP-ASPAN, Raum & Umwelt
1/2013, S. 12-14). Der erläuternde Bericht des ARE verweist sodann (auf S. 8 unten)
auf die Vollzugsempfehlung des ARE von 2001. In letzterer wird festgehalten, dass die
Frage, ob die Identität der Baute in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibe, auf Grund
einer Gesamtbetrachtung zu beantworten sei. In Betracht zu ziehen seien dabei
insbesondere Vergrösserungen der Nutzfläche, Volumenveränderungen, innerhalb des
Gebäudevolumens vorgenommene Nutzungsänderungen und Umbauten,
Veränderungen des äusseren Erscheinungsbildes, Erweiterungen der Erschliessung,
aber auch Komfortsteigerungen und die Umbaukosten gemessen am Wert des
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Gebäudes als solchem. Die auf Verordnungsstufe (Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV)
vorgenommene Präzisierung schaffe keinen absoluten Anspruch auf eine
Vergrösserung im maximalen Umfang. Wenn beispielsweise die Identität der Baute
durch die in Frage stehende (maximale) Erweiterung massgeblich verändert würde,
dürfe diese nicht oder zumindest nicht im anbegehrten Mass bewilligt werden
(Vollzugsempfehlung 2001 a.a.O., S. 45). Im Einklang mit diesen Grundsätzen ist nach
der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung die Neuerstellung von Nebenbauten mit
den Anforderungen Art. 24c RPG aufgrund des fehlenden körperlichen
Zusammenhangs zur Hauptbaute in aller Regel nicht vereinbar (VerwGE B 2007/112
vom 12. Februar 2008, E. 3.4.1.1).
4.3.2. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz zum Schluss, eine Bewilligung
für den Velounterstand und den Hühnerstall entfalle aufgrund des fehlenden
körperlichen Zusammenhangs zur Hauptbaute. Im Weiteren erfüllten die Bauten auch
das Identitätserfordernis nicht. Unabhängig von der durch das AREG festgestellten
Erweiterung der Bruttogeschossfläche von 85.3 m würde aufgrund der baulichen
Massnahmen das äussere Erscheinungsbild nicht gewahrt bleiben. Zu berücksichtigen
sei, dass bereits im Jahr 2010 eine Verlegung des Treppenhauses an die Aussenhülle
des Gebäudes und eine kleinere Erweiterung des Dachgeschosses bewilligt worden
seien. Zudem seien drei offene Autounterstände realisiert und auch die Zufahrt
verbreitert worden. Sodann habe das AREG am 15. September 2010 die Zustimmung
zur Erstellung von zwei Balkonen und eines zusätzlichen Dachaufbaus erteilt
(Baubewilligung vom 21. September 2010). Bereits diese baulichen Massnahmen
hätten einen Einfluss auf das Erscheinungsbild des Wohnhauses gehabt. Durch die
weiteren Massnahmen (Velounterstand, Hühnerstall) werde das Erscheinungsbild -
gegenüber 1972 - nun dermassen verändert, dass auch aus diesem Grund keine
Bewilligung erteilt werden könne. Hinzu komme, dass sämtliche Bauten und Anlagen
ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens errichtet worden seien. Weder der
Hühnerstall noch der Velounterstand erfülle jedoch die Voraussetzungen von Art. 24c
Abs. 4 RPG für Erweiterungen ausserhalb des bestehenden Gebäudes. Beide Bauten
seien nicht für eine zeitgemässe Wohnnutzung erforderlich. Bei seiner Argumentation,
dass ein Velounterstand für ein Mehrfamilienhaus, in welchem 12-15 Personen leben,
geradezu ein Muss sei, verkenne der Beschwerdeführer, dass sich das Bauvorhaben
ausserhalb der Bauzone befinde und damit nur sehr restriktiv und unter den
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Voraussetzungen von Art. 24 ff. RPG gebaut werden dürfe. Die Bauten seien auch nicht
darauf ausgerichtet, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern. Der Hühnerstall
und der Velounterstand könnten somit nicht nach Art. 24c RPG bewilligt werden (act. G
2 S. 10 f.).
Auch für die hobbymässige Tierhaltung als Nebennutzung des Wohnens müsse der
Grundsatz gelten, dass Nutzungserweiterungen nur im Innern von bestehenden
Gebäuden erfolgen dürfe oder in Anbauten bzw. Gebäudeerweiterungen, die mit dem
Hauptgebäude einen körperlichen Zusammenhang hätten. Neubauten seien für die
hobbymässige Tierhaltung ausserhalb der Bauzone demgegenüber nicht erlaubt, mit
Ausnahme der für eine tiergerechte Haltung notwendigen Aussenanlagen gemäss Art.
42 Abs. 5 RPV. Davon seien Weideunterstände explizit ausgenommen. Vorliegend
handle es sich bei sämtlichen Bauten, die der hobbymässigen Tierhaltung dienen
würden, um selbständige Neubauten ohne körperlichen Zusammenhang zur
Hauptbaute. Zudem würde durch sie die Obergrenze für eine Erweiterung (Art. 42 Abs.
3 RPV) deutlich überschritten. Die erstellten Bauten und Anlagen (insbesondere
Futtercontainer, Tierunterstand und Hühnerstall) könnten daher auch nicht gestützt auf
Art. 24e RPG bewilligt werden (act. G 2 S. 11 f.).
Sodann könnten neue befestigte Aussenflächen sowie deren Erweiterung zugelassen
werden, soweit dies mit der Identität der Umgebung vereinbar sei. Vergleichsmassstab
im Rahmen einer Gesamtbetrachtung sei auch hier der Zeitpunkt, in welchem das
Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets geworden sei (1. Juli 1972). Aus dem
Vergleich der Luftaufnahme von 1971 mit dem Orthofoto 2013/2014 zeige sich
deutlich, dass die bestehenden umfangreichen (befestigten) Umgebungsflächen den
Rahmen des Zulässigen sprengen würden. Die Umgebungsgestaltung sei mit
derjenigen von 1972 (1971) schlicht nicht mehr vergleichbar. Von einer Identität der
Umgebung könne nicht mehr gesprochen werden. Die umstrittenen Aussenflächen, für
welche trotz Aufforderung kein Baugesuch eingereicht worden seien, seien materiell
rechtswidrig. Die Erteilung einer nachträglichen Bewilligung für die erhebliche
Vergrösserung der Umgebungsflächen sei offensichtlich ausgeschlossen (act. G 2 S.
12-14).
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4.3.3. Der Beschwerdeführer wendet ein, die erstellten Bauten und Anlagen
(Velounterstand, Sitzplätze, Parkplätze, Verkehrsflächen, Gerätehaus und der
Unterflurbehälter) seien für die 12 bis 15 Bewohner des Mehrfamilienhauses notwendig
und zeitgemäss. Der Futtercontainer, der Maschinenunterstand, der offene
Tierunterstand und der Hühnerstall seien für die Bewirtschaftung und die
hobbymässige Tierhaltung erforderlich. Die Aussenanlagen seien für die tiergerechte
Haltung notwendig. Dem Beschwerdeführer sei von Fachleuten die Erstellung eines
Unterstandes für die von ihm gehaltenen Lamas empfohlen worden. Auch Hühner
bräuchten einen Stall und ein Auslaufgehege. Auf den Parzellen Nr. 0000 und 0001
seien nach seinem Kenntnisstand seit jeher Tiere (Hühner) gehalten worden. Die beiden
Sitzplätze würden die Wohnqualität erheblich aufwerten und passten sich nahtlos in die
Umgebung ein. Auch die befestigten Plätze seien zu bewilligen. Sie würden die
Bewirtschaftung mit landwirtschaftlichen Maschinen sowie das Befahren der
Grundstücke mit grösseren Fahrzeugen und die Schneeräumung ermöglichen. Für ein
Fünffamilienhaus hätten in der Baubewilligung zumindest fünf Parkplätze
vorgeschrieben werden müssen. Insgesamt werde die Identität der vorbestehenden
Baute einschliesslich ihrer Umgebung gewahrt. Das Wohnhaus und die Scheune fügten
sich aufgrund der erstellten Nebenbauten und Anlagen besser in die Landschaft ein.
Die realisierten Massnahmen seien moderat dimensioniert. Die Auswirkungen auf den
Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet sowie auf Natur und Landschaft
seien gering. Die angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei
unverhältnismässig (act. G 11).
4.4.
4.4.1. Der Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet - als
Raumplanungsanliegen im Sinn von Art. 24c Abs. 5 RPG - hat zur Folge, dass der
Bewilligungsentscheid betreffend die in Frage stehenden zonenfremden Bauten und
Anlagen sowohl Art. 42 Abs. 3 RPV als auch die weiteren einschlägigen Bestimmungen
wahren muss. Die auf Grundstück Nr. 0000 erstellten freistehenden Bauten
(Hühnerstall, Velounterstand) sind weder für eine zeitgemässe Wohnung erforderlich
noch sind sie darauf ausgerichtet, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern (vgl.
Art. 24c Abs. 4 RPG). Im Weiteren fehlt es am körperlichen Zusammenhang zur
Hauptbaute (vgl. vorstehende E. 4.3.1 am Schluss). Sie können angesichts der
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konkreten Umstände, insbesondere auch mit Blick auf die im Jahr 2010 bereits
bewilligten erheblichen Erweiterungen (vgl. act. G 15/14/96), auch nicht bloss als
untergeordnete zusätzliche Veränderungen (vgl. dazu vorstehende E. 4.3.1) bezeichnet
werden. Vielmehr sprengen sie nach den zutreffenden Feststellungen des AREG (act. G
15/14/125 S. 6) das zulässige Mass an Veränderung der ursprünglichen Baute und
wahren deren Identität nicht. Dies zeigt ein Vergleich der ursprünglichen Situation
(vereinzelte Bauten, Erschliessungsstrasse und Wiesland; vgl. act. G 15/14/3 und 10)
mit den aktuellen Gegebenheiten (Verkehrsflächen, Parkplätze, Sitzplätze und Anlagen
für hobbymässige Tierhaltung; Bilder in act. G 15/1 und G 15/16) klar auf. Die baulichen
Massnahmen stehen auch insofern mit wichtigen Anliegen der Raumplanung nicht im
Einklang, als die beiden Grundstücke gemäss kantonalem Richtplan von einem
Kerngebiet - Lebensraum bedrohter Tierarten überlagert werden und zudem Teil des
Bundesinventars für Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung
(BLN-Objekt Nr. 0002) sind. An diesem Ergebnis vermöchte die vom Beschwerdeführer
beantragte Expertise aller Voraussicht nach nichts zu ändern, weshalb der
entsprechende Beweisantrag (act. G 11 S. 10) abzulehnen ist.
4.4.2. Hinsichtlich der Frage, ob die auf den Grundstücken Nr. 0001 (Futtercontainer,
Tierunterstand) und Nr. 0000 (Hühnerstall) errichteten Bauten gestützt auf Art. 24e RPG
bewilligt werden können, ist festzuhalten, dass die (zonenfremde) hobbymässige
Tierhaltung eine schon bestehende, rechtmässig erstellte Baute voraussetzt. Ein
Anspruch auf Erstellung neuer zonenfremd genutzter Nebenbauten ist bereits insofern
nicht gegeben, als es bei diesen an einem körperlichem Zusammenhang zur
Hauptbaute fehlt (vgl. vorstehende E. 4.3.1 am Schluss). Zum Einwand, die
Aussenanlagen seien für eine tiergerechte Haltung notwendig (act. G 11 S. 12), ist
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die Grundstücke nicht zonenkonform (als
Landwirt) bewirtschaftet und daher die Erstellung neuer Ökonomiebauten nicht möglich
ist. Vielmehr können für die hobbymässige Tierhaltung und die Unterbringung von
Geräten lediglich die schon bestehenden Bauten genutzt werden. Hinzu kommt, dass
sich die Grundstücke in der Gewässerschutzzone S3 befinden, weshalb ein
unbefestigter Maschinenunterstand und Tierlaufhof im betreffenden Bereich auch aus
diesem Grund ausser Betracht fallen (act. G 15/14/88 und 120).
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Im Zusammenhang mit der streitigen Bewilligungsfähigkeit der befestigten Plätze rund
um das Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0000 bestätigte der Vertreter des AREG
anlässlich des Augenscheins vom 3. Mai 2016, dass kein Anspruch auf Befestigung der
Verkehrsflächen bestehe. Auch diesbezüglich sei das Änderungspotential gegenüber
dem Vergleichszustand aus dem Jahr 1972 massiv überschritten. Es bestehe kein
Anspruch darauf, dass z.B. ein Lastwagen vorfahren könne. Für eine zeitgemässe
Wohnnutzung werde ein Parkplatz pro Wohneinheit anerkannt, wobei die Vorschriften
über die Mindestanzahl von Parkplätzen ausserhalb der Bauzone selbstverständlich
keine Bedeutung hätten (act. G 15/16 S. 4). Ein konkreter Anlass, von diesen
begründeten Feststellungen abzuweichen, ist nicht ersichtlich. Die Notwendigkeit von
zusätzlichen Parkplätzen lässt sich im Rahmen einer zonenfremden Nutzung
insbesondere nicht mit dem Hinweis begründen, die Bewohner seien wegen der
grossen Distanz zum Dorf auf Fahrzeuge angewiesen (act. G 11 S. 16).
5.
5.1. Ist eine Baute oder Anlage materiell gesetzeswidrig (vgl. Art. 130 Abs. 2 des
Baugesetzes [BauG] in der hier anwendbaren bis 30. September 2017 gültig
gewesenen Fassung), hat dies für sich allein noch nicht zur Folge, dass sie beseitigt
werden muss. Auch in einem solchen Fall sind die allgemeinen verfassungs- und
verwaltungsrechtlichen Grundsätze zu berücksichtigen. Vor dem Grundsatz der
Verhältnismässigkeit hält eine Massnahme stand, wenn sie zur Erreichung des
angestrebten Ziels geeignet und erforderlich ist und das verfolgte Ziel in einem
vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln steht (BGE 128 I 3 E. 3e/cc S. 15
mit Hinweisen). Ist die Abweichung vom Gesetz jedoch gering und vermögen die
allgemeinen Interessen den Schaden, der dem Eigentümer durch den Abbruch
entstünde, nicht zu rechtfertigen, ist ein Beseitigungsbefehl unverhältnismässig (BGE
111 Ib 213 E. 6 S. 221 mit Hinweisen). Im Weiteren fällt eine Berufung auf den guten
Glauben nur in Betracht, wenn die Bauherrschaft bei zumutbarer Aufmerksamkeit und
Sorgfalt annehmen durfte, sie sei zur Bauausführung oder Nutzung berechtigt. Es darf
vorausgesetzt werden, dass die grundsätzliche Bewilligungspflicht für Bauvorhaben
allgemein bekannt ist. Dies gilt erst recht bei Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone.
Grundsätzlich kann sich auch die Bauherrschaft, die nicht gutgläubig gehandelt hat,
gegenüber einem Abbruch- oder Wiederherstellungsbefehl auf den Grundsatz der
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Verhältnismässigkeit berufen. Sie muss indessen in Kauf nehmen, dass die Behörden
aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der
baurechtlichen Ordnung sowie mit Blick auf den Grundsatz der Trennung von
Baugebiet und Nichtbaugebiet, dem Interesse an der Wiederherstellung des
gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft
erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass berücksichtigen (BGer
1C_179/2013 vom 15. August 2013, E. 5.3; vgl. auch BGer 1C_284/2017 vom 1. März
2018, E. 6.2 und 6.4).
5.2. Vorliegend erteilte die Beschwerdebeteiligte dem Beschwerdeführer am 18. Mai
2010 die Baubewilligung unter der Bedingung, dass sämtliche künftigen Umnutzungen
und Nutzungsänderungen bewilligungspflichtig seien. Mit Schreiben vom 7. April 2010
hatte der Beschwerdeführer unter anderem auch bestätigt, dass keine veränderte
Umgebungsnutzung vorgesehen sei (act. G 15/14/64). Für die nachträglich erstellten
Bauten und Anlagen kann sich der Beschwerdeführer somit offensichtlich nicht auf ein
gutgläubiges Vorgehen berufen; vielmehr ist sein Verhalten als klar bösgläubig zu
qualifizieren. Wenn er festhält, das Landwirtschaftsamt St. Gallen habe ihm beim
Erwerb der Liegenschaft das Vorhandensein von Maschinen für die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung zur Auflage gemacht (act. G 11 S. 16), so kann er allein gestützt
hierauf für die anschliessende Erstellung eines freistehenden Maschinenunterstandes
kein gutgläubiges Vorgehen für sich beanspruchen, zumal er zuvor die
Bewilligungsbehörden (Gemeinde bzw. AREG) nicht konsultiert hatte. Auch der
Einwand, die baulichen Massnahmen im Zusammenhang mit der Tierhaltung (Hühner,
Lamas) seien ihm von Fachleuten und Tierschützern empfohlen worden (act. G 11 S.
16), vermag kein gutgläubiges Vorgehen bei der Neuerstellung von freistehenden
Bauten (Hühnerstall, Tierunterstand, Futtercontainer) ausserhalb der Bauzone darzutun,
zumal auch hier eine vorgängige Konsultation der Bewilligungsbehörden nicht
stattfand. Die Eignung des angeordneten Rückbaus, den rechtmässigen Zustand auf
den beiden Grundstücken wiederherzustellen, ist offensichtlich gegeben; eine mildere
Massnahme ist nicht ersichtlich. Es stehen sich das öffentliche Interesse an der
Einhaltung des Raumplanungsgesetzes und das private Interesse des
Beschwerdeführers an der Hobbytierhaltung sowie an der Beibehaltung des
Velounterstandes und der Sitzplätze gegenüber. Insgesamt sind lediglich relativ
geringe private Interessen an einer Zulassung der rechtswidrigen Bauten ersichtlich.
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Gegenüber diesen überwiegen die öffentlichen Interessen an der Wiederherstellung
des rechtmässigen Zustands, die nicht zuletzt dem Grundsatz der strikten Trennung
von Bauzonen und Nichtbaugebiet dienen. Hinzu kommt, dass die beiden Grundstücke
von einem im kantonalen Richtplan vermerkten Kerngebiet Lebensraum bedrohter
Arten überlagert werden und das Gebiet Teil des BLN-Inventars ist (Objekt Nr. 0002).
Die Verweigerung der nachträglichen Bewilligung der Bauten und Anlagen mit
gleichzeitiger Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verstösst
unter diesen Umständen nicht gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. statt vieler
VerwGE B 2011/63 vom 7. Dezember 2011, E. 5.3).
6.
6.1. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf
einzutreten ist, abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die
amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zulasten des Beschwerdeführers (Art. 95
Abs. 1 VRP). Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von CHF 3'500 (Art. 7
Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf diesen Betrag wird der
Kostenvorschuss von CHF 4‘000 angerechnet; der verbleibende Betrag von CHF 500
wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.
6.2. Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht
Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten, welche den am Verfahren Beteiligten
gemäss Art. 98 VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt werden. Die
Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) über die
Parteientschädigung finden sachgemäss Anwendung (Art. 98ter VRP). Der
Beschwerdegegner obsiegt im verwaltungsgerichtlichen Verfahren vollumfänglich. Ihre
Rechtsvertreterin reichte keine Kostennote ein. Unter Berücksichtigung des Aufwandes
erscheint eine Entschädigung zulasten des Beschwerdeführers von CHF 2‘500,
zuzüglich Barauslagen von CHF 100 (4%) als angemessen. Die Mehrwertsteuer wird
grundsätzlich dazu gerechnet (Art. 29 HonO). Da der Beschwerdegegner aber selber
mehrwertsteuerpflichtig ist, kann sie die der Honorarrechnung ihrer Anwältin belastete
Mehrwertsteuer als Vorsteuer in Abzug bringen. Daher muss die in Rechnung gestellte
Mehrwertsteuer bei der Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung nicht
zusätzlich berücksichtigt werden (statt vieler VerwGE B 2013/181 vom 19. August
bis
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2014, E. 6). Vorinstanz und Beschwerdebeteiligte haben keinen Anspruch auf
ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98 VRP;
Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 829).