# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 45e6717c-20f4-5bb9-854d-d44c71afd306
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M. H. nahm am 1. Juli 2005 Wohnsitz in X. (Kanton St. Gallen), wo er bereits per 1.
Mai 2005 eine Hausarztpraxis übernommen hatte. Zuvor lebte er im Kanton
Graubünden und arbeitete als unselbständig erwerbender Arzt. Er ist mit E. H.-C.
verheiratet, welche mit den drei gemeinsamen Kindern (Jahrgänge 1989/1992/1993) in
Zürich wohnt. Das Ehepaar lebt seit 1994 getrennt. Nach der Trennung hielt sich M. H.
mehrere Jahre im Ausland auf. Seine Ehefrau gründete in dieser Zeit eine Consulting-
Firma und kam bis 2002 durch selbständige und unselbständige Erwerbstätigkeit
alleine für den Unterhalt der Kinder auf. Erst in den Jahren 2003 und 2004 leistete M. H.
Unterhaltszahlungen in der Höhe von Fr. 90'000.-- bzw. Fr. 80'000.--.
Die Eheleute schlossen am 15. April 2004 eine Vereinbarung. In deren Präambel wurde
unter anderem festgehalten, Ziel der Vereinbarung sei es, nach der Rückkehr des
Beschwerdeführers aus dem Auslandeinsatz das Verhältnis zwischen ihm und der
Ehefrau bezüglich der unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen zu regeln. Dabei
wurden die jährlichen Lebenshaltungskosten der Ehefrau und ihrer drei Töchter auf
Fr. 125'000. beziffert. Ausserdem wurde dem Beschwerdeführer für seine ärztliche
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Tätigkeit ein angemessener Lohn zugesichert. Dessen Auszahlung sollte in bar erfolgen
oder gegen Verrechnung der privaten, auch den Unterhalt der Kinder betreffenden
Ausgaben der Ehefrau. Für die administrative Tätigkeit der Ehefrau wurde ein nicht
bezifferter, aufwandbezogener Lohn vereinbart.
In der Steuererklärung für das Jahr 2005 machte M. H. Unterhaltsbeiträge an die
getrennt lebende Ehegattin in der Höhe von Fr. 125'000.-- geltend und deklarierte ein
steuerbares Einkommen von Fr. 12'824.-- sowie ein steuerbares Vermögen von Fr.
120'223.--. Das Kantonale Steueramt nahm verschiedene Anpassungen vor und teilte
M. H. mit, es betrachte ihn und E. H.-C. als verheiratetes Ehepaar mit getrennten
Wohnsitzen. Mit Verfügung vom 27. November 2007 veranlagte es den
Steuerpflichtigen deshalb mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 127'000.-- zum
Satz von Fr. 162'400.-- und ohne Vermögen. Die dagegen erhobene Einsprache vom 2.
Januar 2008 wies das Kantonale Steueramt mit Entscheid vom 7. Juli 2009 ab.
B./ Gegen den Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramts erhob M. H. mit
Eingabe seines Rechtsvertreters vom 7. August 2009 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission. Er beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben
und es sei festzustellen, dass das Ehepaar H.-C. (betreffend Staats- und
Gemeindesteuern sowie Bundessteuern 2005) getrennt zu besteuern sei und jeder
Ehegatte separat veranlagt werde; das steuerbare Einkommen des Ehemannes sei
gemäss Steuererklärung mit Fr. 12'824.-- zu bestimmen; eventuell sei die Sache zur
neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen; subeventuell sei die Vorinstanz
anzuweisen, den Einspracheentscheid betreffend die Bundessteuern 2005 noch formell
zu erlassen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Mit Entscheid vom 9. September 2010 wies die Verwaltungsrekurskommission den
Rekurs ab. Zur Begründung führte sie im wesentlichen an, aus der Tatsache, dass die
Eheleute in den Jahren 1994 bis 2004 getrennt besteuert worden seien, könne nichts
zugunsten des Pflichtigen abgeleitet werden. Die Steuerbehörde könne sowohl die
tatsächliche als auch die rechtliche Ausgangslage im Rahmen jeder Neuveranlagung
überprüfen und würdigen. Die Ausgangslage habe sich durch die Übernahme der
Arztpraxis und der damit zusammenhängenden Gründung einer einfachen Gesellschaft
durch den Beschwerdeführer und seine Ehegattin geändert. Gerade bei der faktischen
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Trennung sei auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen. Anhand verschiedener aus
den Akten eruierbarer Zahlungen könne gezeigt werden, dass sich die Unterstützung
des Beschwerdeführers an seine Ehefrau nicht in ziffernmässig bestimmten Beträgen
erschöpft habe. Vielmehr habe die Ehefrau nach Gutdünken und Bedarf Geld vom
Praxiskonto bezogen und damit ihren Lebensunterhalt und denjenigen ihrer drei
Töchter finanziert. Vor diesem Hintergrund könne nicht gesagt werden, dass im Jahre
2005 jeder Ehegatte für seinen Lebensunterhalt selbst aufgekommen sei. Der
Steuerpflichtige sei deshalb zu Recht zusammen mit seiner Ehefrau mit einem
satzbestimmenden Einkommen von Fr. 162'400.-- und ohne steuerbares Vermögen
veranlagt worden.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 18. Oktober 2010 erhob M. H.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen, der Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission vom 9. September 2010 sei aufzuheben; der
Beschwerdeführer sei für 2005 getrennt von seiner Ehefrau mit einem steuerbaren
Einkommen von Fr. 12'824.-- zu veranlagen und zu besteuern, eventualiter sei die
Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten und
Entschädigungsfolgen. Zur Begründung führt er im wesentlichen an, im Grundsatz sei
es zutreffend, dass jede Steuerveranlagung nur für das betreffende Jahr Rechtskraft
entfalte. Daraus aber den formalistischen Standpunkt abzuleiten, die während Jahren
von zwei Steuerkantonen übereinstimmend anerkannten tatsächlichen und rechtlichen
Verhältnisse seien für das Jahr 2005 gleichsam unbeachtlich, könne insbesondere im
vorliegenden Zusammenhang nicht als rechtmässig bezeichnet werden. Eine
Wiedervereinigung der Ehegatten habe bis Ende 2005 nicht stattgefunden. Dies sei
aber Voraussetzung für eine gemeinsame Besteuerung. Sowohl für den kantonalen
Gesetzgeber als auch für das Bundesgericht sei klar, dass nach einer faktischen
Trennung eine gemeinsame Besteuerung entfalle, sofern die Ehegatten keine
gemeinschaftlichen Mittel mehr für den Lebensunterhalt einsetzten. Die tatsächlichen
Verhältnisse dieser Trennungssituation seien ganz offensichtlich auch im 2005 von
unmittelbarer Relevanz. Für den Gesetzgeber und das Bundesgericht sei entscheidend,
wann die steuerrechtliche Trennung begonnen habe. Falls der Fiskus nun geltend
mache, es bestehe nach zehn Jahren der Trennung erneut eine Gemeinschaftlichkeit
der Mittel, so liege es an ihm, die geänderte Situation zu beweisen. An den
Voraussetzungen für die getrennte Besteuerung habe sich 2005 nichts geändert. Dass
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auch getrennt lebende Ehegatten gewerbliche und wirtschaftliche Beziehungen pflegen
könnten, ohne dass sich daraus eine Gemeinschaftlichkeit der Mittel für die eheliche
Lebensführung ergebe, anerkenne auch die Vorinstanz. Im vorliegenden Fall bestehe
bezogen auf den Praxisbetrieb ein gemeinsames wirtschaftliches Unternehmen bzw.
ein Unternehmen, das wirtschaftlich von der Ehefrau unterstützt und fachlich vom
Ehemann geführt werde; die Ehefrau sei nicht beim Ehemann angestellt. Auf die
weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz liess sich mit Eingabe vom 8. November 2010 zur Beschwerde
vernehmen und beantragte deren Abweisung mit Verweis auf die Erwägungen im
angefochtenen Entscheid.
Das Kantonale Steueramt verzichtete mit Schreiben vom 30. November 2010 auf eine
Vernehmlassung und verwies ebenfalls auf den angefochtenen Entscheid.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der Beschwerdeführer ist zur
Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert, und die Eingabe vom 18. Oktober 2010
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs.
1 und Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Damit ist
auf die Beschwerde einzutreten.
2. Zu klären ist vorerst, wer den Nachweis für die Aufhebung der tatsächlichen
Trennung der Ehe zu erbringen hat.
2.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei seit seiner Trennung im Jahre 1994 bis
2004 getrennt von seiner Ehefrau veranlagt worden. Die in tatsächlicher und rechtlicher
Hinsicht verbindlich festgestellten Verhältnisse der vorangegangenen zehn Jahre mit
getrennter Besteuerung seien auch für die Verhältnisse im Jahr 2005 relevant. Das
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ergebe sich aus dem klaren Wortlaut von Art. 8 Abs. 2 der Steuerverordnung (sGS
811.11, abgekürzt StV). Danach gelte eine Ehe als tatsächlich getrennt, wenn der
gemeinsame Haushalt aufgehoben sei, zwischen den Ehegatten keine
Gemeinschaftlichkeit der Mittel für Wohnung und Unterhalt mehr bestehe und eine
allfällige Unterstützung des einen Ehegatten durch den anderen nur noch in
ziffernmässig bestimmten Beträgen geleistet werde. Es falle auf, dass die Vorinstanz
das für den Sinn der Bestimmung entscheidende Wort "mehr" in der eigenen
Wiedergabe des Verordnungswortlauts und der Bundesgerichtspraxis nicht erwähnt
habe. Gemäss kantonalem Gesetzgeber und Bundesgericht entfalle aber eine
gemeinsame Besteuerung nach einer faktischen Trennung, sofern die Ehegatten keine
gemeinschaftlichen Mittel mehr für den Lebensunterhalt verwendeten. Dies sei
vorliegend seit der Trennung der Fall. Wolle der Fiskus nun geltend machen, es
bestehe nach zehn Jahren erneut eine Gemeinschaftlichkeit der Mittel, so trage er
dafür die Beweislast und könne diese nicht dem Steuerpflichtigen auferlegen.
2.2. Die Vorinstanz erwog, die Steuerbehörde könne sowohl die tatsächliche als auch
die rechtliche Ausgangslage im Rahmen jeder Neuveranlagung vollumfänglich
überprüfen und, soweit erforderlich, abweichend würdigen. Die Ausgangslage habe
sich beim Beschwerdeführer mit der Übernahme einer eigenen Praxis und der
Gründung einer einfachen Gesellschaft mit seiner Ehefrau gegenüber den Vorjahren
verändert.
2.3. Nach Lehre und Rechtsprechung hat der Steuerpflichtige die steuermindernden
Tatsachen zu beweisen (BGE 92 I 253 E. 2). Die Beweispflicht trifft ihn auch dann,
wenn er verheiratet ist und behauptet, die Voraussetzungen für einen Verzicht auf die
Gemeinschaftsbesteuerung seien erfüllt (vgl. StE 2006, B 93.3 Nr. 8; ASA 59 S. 632 E.
4, S. 634; P. Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, N 20 zu Art. 9
DBG; Agner/Jung/Steinmann, Kommentar zum Gesetz über die direkte Bundessteuer,
Zürich 1995, N 8 zu Art. 9). Im vorliegenden Fall haben die zuständigen
Steuerbehörden der Kantone Zürich und Graubünden die tatsächliche Trennung
anerkannt und den Beschwerdeführer sowie seine Ehefrau bis 2004 getrennt veranlagt.
Die Entscheide erfolgten unter Berücksichtigung der in den jeweiligen Jahren
herrschenden Lebenssituationen des Ehepaars. Es ist der Vorinstanz darin
beizupflichten, dass die in einer früheren Steuerperiode getroffenen Verfügungen
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jedoch grundsätzlich keine Rechtskraft für spätere Veranlagungen entfalten;
insbesondere können Entscheide anderer kantonaler Steuerbehörden nichts für den
Kanton St. Gallen präjudizieren. Das Kantonale Steueramt hat im vorliegenden Fall die
tatsächliche Ausgangslage erstmals überprüft und kam zum Schluss, die
Voraussetzungen für eine getrennte Besteuerung der Eheleute seien nicht gegeben.
Nachdem der Beschwerdeführer im Jahre 2005 zusammen mit seiner Ehefrau in X. eine
Arztpraxis eröffnete und gleichzeitig seinen Wohnsitz dorthin verlegte, war die
Annahme, das Ehepaar könnte trotz getrennter Wohnsitze wiederum ein
gemeinschaftliches Leben führen, nicht geradezu unwahrscheinlich. Es kann somit
nicht gesagt werden, die Lebensumstände des Ehepaars seien gleich geblieben.
Folglich liegt es am Beschwerdeführer, die tatsächlichen Verhältnisse darzulegen und
nachzuweisen, dass die Trennung zwischen ihm und seiner Ehefrau nach wie vor
besteht.
3. Im vorliegenden Fall ist streitig, ob der Beschwerdeführer 2005 zu Recht gemeinsam
mit seiner Ehefrau veranlagt wurde und nicht als alleinstehende Person.
3.1. Art. 20 StG regelt den Grundsatz der Familienbesteuerung. Nach Art. 20 Abs. 1
StG werden Einkommen und Vermögen der Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich
ungetrennter Ehe leben, unabhängig vom Güterstand zusammengerechnet. Für solche
gemeinsam steuerpflichtige Ehegatten wird der Steuersatz des halben steuerbaren
Einkommens angewendet (Art. 50 Abs. 3 StG). Nach Art. 8 Abs. 2 StV gilt eine Ehe als
tatsächlich getrennt, wenn der gemeinsame Haushalt aufgehoben ist, zwischen den
Ehegatten keine Gemeinschaftlichkeit der Mittel für Wohnung und Unterhalt mehr
besteht und eine allfällige Unterstützung des einen Ehegatten durch den andern nur
noch in ziffernmässig bestimmten Beträgen geleistet wird. Diese Merkmale, die
kumulativ erfüllt sein müssen, stimmen mit den in der Lehre anerkannten
Voraussetzungen für eine getrennte Besteuerung der Eheleute überein (vgl. statt vieler
Greminger/Bärtschi, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen
Steuerrecht, 2. Aufl., Basel 2008, N 10 ff. zu Art. 9 DBG; Weidmann/Grossmann/
Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl., Muri-Bern 1999, S.
19). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung setzt eine jeweils selbständige
Besteuerung der Ehegatten sodann eine dauernde Trennung und damit eine
Aufhebung des gemeinsamen Haushalts bzw. ein Getrenntleben im Sinne von Art. 137
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und Art. 175 f. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210) oder ein Einvernehmen
darüber voraus, dass die eheliche Gemeinschaft aufgehoben wird (BGE 2C_523/2007
vom 5. Februar 2008).
Die Vorinstanz erwog, die bundesgerichtliche Rechtsprechung werde in Bezug auf die
Kriterien des Festhaltens an der ehelichen Gemeinschaft bzw. der Aufhebung der
ehelichen Gemeinschaft von Teilen der Lehre zu Recht kritisiert. Es sei nicht
hinreichend klar, was man darunter zu verstehen habe. Ferner ergäben sich
beweisrechtliche Schwierigkeiten. Richtigerweise sei daher im steuerrechtlichen Sinn
von einer tatsächlich getrennten Ehe auszugehen, wenn die räumliche Trennung eine
gewisse Zeit angedauert habe und mit einer getrennten Verwendung der Mittel
verbunden sei. Während zweifellos bejaht werden könne, dass der Beschwerdeführer
und seine Ehefrau über keinen gemeinsamen Wohnsitz verfügten, mangle es an der
getrennten Verwendung der Mittel. Beide hätten solche für die gemeinsame
Lebenshaltung eingesetzt. Sie seien deshalb zu Recht nicht getrennt besteuert worden.
Nachdem nicht streitig ist, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau 2005
tatsächlich über getrennte Wohnsitze verfügten, ist im folgenden zu klären, ob die
Vorinstanz zu Recht davon ausging, im Jahr 2005 habe eine Gemeinschaftlichkeit der
Mittel für die Wohnung und den Lebensunterhalt bestanden.
3.2. Massgebend für die Würdigung einer Ehe als wirtschaftliche Einheit ist die objektiv
feststellbare Mittelverwendung; subjektive Intentionen der Ehepartner sind nicht
relevant (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl., Bern
2009, N 20 zu Art. 9). Werden solche von beiden Seiten für Wohnung und
Lebensunterhalt eingesetzt, sind die Ehegatten trotz eigener Wohnung und
gegebenenfalls auch eigenem zivilrechtlichen Wohnsitz zusammen zu veranlagen (vgl.
Eidgenössische Steuerverwaltung [EStV], Kreisschreiben [KS] Nr. 30 vom
21. Dezember 2010: Ehepaar- und Familienbesteuerung nach dem Bundesgesetz über
die direkte Bundessteuer, S. 6, publiziert in: www.estv.admin.ch; KS ESTV Nr. 14 vom
29. Juli 1994 betreffend Familienbesteuerung nach dem DBG, ASA 63, 284). Besteht
keine Gemeinschaftlichkeit der Mittel, wird aber ein Ehegatte vom anderen unterstützt,
so müssen sich diese Leistungen in ziffernmässig bestimmten Beiträgen erschöpfen.
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3.2.1. Es steht fest, dass der Beschwerdeführer am 1. Mai 2005 eine Hausarztpraxis in
X. übernahm und eine selbständige Erwerbstätigkeit als Arzt aufnahm. Ebenfalls wird
nicht bestritten, dass ihn seine Frau dabei unterstützte. Basis dieser auf längere Frist
ausgelegten Zusammenarbeit bildet eine am 15. April 2004 zwischen dem
Beschwerdeführer und seiner Ehefrau abgeschlossene Vereinbarung. In deren
Präambel wurde unter anderem festgehalten, Ziel der Vereinbarung sei es, nach der
Rückkehr des Beschwerdeführers aus dem Auslandeinsatz das Verhältnis zwischen
ihm und der Ehefrau bezüglich der unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen zu
regeln. Es bestehe Übereinstimmung darin, dass er, wenn möglich, durch eine
regelmässige Tätigkeit einen finanziellen Beitrag für eine angemessene Erziehung
seiner Töchter zu leisten habe. Dabei wurden die jährlichen Lebenshaltungskosten der
Ehefrau und ihrer drei Töchter auf Fr. 125'000. beziffert. Um dies zu erreichen, solle
der Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr aus dem Ausland als freiberuflich tätiger
Arzt mit einer eigenen Praxis in den Arbeitsprozess integriert werden. Dies sei nur mit
finanzieller und logistischer Unterstützung seiner Ehefrau möglich. In der eigentlichen
Vereinbarung wurden sodann Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und auch
arbeitsrechtliche Aspekte im Zusammenhang mit der Suche, Übernahme sowie dem
Betrieb einer Arztpraxis durch den Beschwerdeführer geregelt. Insbesondere legten die
Vertragspartner auch die Löhne fest. Danach wurde dem Beschwerdeführer für seine
ärztliche Tätigkeit ein angemessener Lohn zugesichert. Dessen Auszahlung sollte in bar
erfolgen oder gegen Verrechnung der privaten, auch den Unterhalt der Kinder
betreffenden Ausgaben der Ehefrau. Für die administrative Tätigkeit der Ehefrau wurde
ein nicht bezifferter, aufwandbezogener Lohn vereinbart.
3.2.2. Im Rahmen der Umsetzung dieser Vereinbarung erhielt die Ehefrau des
Beschwerdeführers Vollmacht über das Bankkonto der Arztpraxis, auf welchem im
Jahre 2005 diverse Zahlungen zu ihren Gunsten verbucht wurden. Sie verwendete
diese Mittel im wesentlichen für ihren allgemeinen Unterhalt, die Finanzierung des
Praxisfahrzeugs, die Bezahlung von Swisscom-Rechnungen der Arztpraxis und
einzelner Monatsmieten für ihre Wohnung in Zürich sowie zur Deckung von
Ausbildungskosten der Töchter. Diese Beträge wurden jeweils dem mit einem
Anfangssaldo von Fr. 21'549.11 eröffneten Darlehenskonto der Ehefrau belastet. Unter
Verrechnung von zwei durch die Ehefrau für die Arztpraxis beglichenen Rechnungen in
der Gesamthöhe von Fr. 7'915.20 ergab sich per Ende 2005 eine Darlehensschuld der
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Ehefrau gegenüber dem Beschwerdeführer von Fr. 163'173.61. Sie wurde am Ende des
Jahres mit den von der Ehefrau geltend gemachten Forderungen in der Höhe von
Fr. 166'743.75 (Fahrzeugkosten: Fr. 19'021.70; Telefonkosten: Fr. 4'242.05;
Jahreslohn: Fr. 18'480.--; Alimente: Fr. 125'000. ) verrechnet. Dies führte per 31.
Dezember 2005 zu einer Darlehensschuld des Beschwerdeführers gegenüber der
Ehefrau von Fr. 3'570.14.
Die Vorinstanz schloss aus diesen Zahlungen, die Unterstützung der Ehefrau habe sich
nicht in ziffernmässig bestimmten Beträgen erschöpft. Vielmehr habe sie nach
Gutdünken und Bedarf in unregelmässigen Abständen Geld vom Praxiskonto bezogen
und damit ihren Lebensunterhalt sowie jenen der drei Töchter finanziert. Diese Bezüge
kämen einem eigentlichen Haushaltsgeld gleich. In einigen Fällen seien die
Lebenshaltungskosten der Ehefrau sogar direkt vom Geschäftskonto des
Beschwerdeführers beglichen worden. Andererseits sei es vorgekommen, dass die
Ehefrau Rechnungen des Beschwerdeführers beglichen habe. Im übrigen sei es
ungewöhnlich, dass die Gehaltszahlungen an die Ehefrau nicht monatlich erfolgt seien.
Der Beschwerdeführer hält dagegen, in der Vereinbarung vom April 2004 über die
damals geplante Praxisfinanzierung und den künftigen Unterhalt sei der Bedarf der
Ehefrau und der Kinder für das Jahr 2005 im voraus auf Fr. 125'000.-- beziffert worden.
Dieser Unterhaltsbeitrag sei zwar faktisch aus dem Bankkonto der Arztpraxis
gespiesen worden; Zweck des Praxisbetriebs sei es aber nicht gewesen,
gemeinschaftliche Mittel für Wohnung und Lebensunterhalt von zwei Ehegatten oder
gar für eine gemeinsame Lebenshaltung bereitzustellen, sondern eine professionelle
Arztpraxis zu betreiben. Das Praxiskonto habe nicht die Funktion eines gemeinsamen
Familienkontos gehabt, aus dem die Ehegatten Wohnungs- und Lebensmittelkosten
bestritten; es habe einem nichtehelichen, gewerblichen, wirtschaftlichen Zweck
gedient. Über die getätigten Bezüge sei dann auch peinlich genau und korrekt Buch
geführt worden. Dass aus dem Praxisbetrieb auch Zahlungen für die Lebenshaltung
des Beschwerdeführers einerseits und für den ziffernmässig im Voraus festgelegten
Unterhalt der Ehefrau anderseits geleistet worden seien, bedeute deshalb keine
Gemeinschaftlichkeit von Mitteln für den privaten Lebensunterhalt.
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In der Präambel der Vereinbarung vom 15. April 2004 wurde festgehalten, die Ehefrau
benötige zur Deckung des Lebensbedarfs für sich und die Kinder jährlich
Fr. 125'000.--. Unter Ziffer 6 der Vereinbarung regelte das Ehepaar sodann die
Vergütung an die Ehefrau; danach sollte diese für die von ihr geleisteten
administrativen Arbeiten einen aufwandbezogenen Lohn beziehen; genauere Angaben
zu dessen Festlegung fehlen. Wie den Akten zu entnehmen ist, wurden der Ehefrau im
Laufe des Jahres 2005 Fr. 125'000.-- als Alimente und Fr. 18'480. als Lohn
ausbezahlt. Damit flossen ihr Mittel zu, die wesentlich über dem veranschlagten
Lebensbedarf lagen. Unter Hinzurechnung der durch das Kantonale Steueramt
provisorisch veranlagten Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit in der Höhe
von Fr. 10'000.-- verfügte sie im Jahr 2005 somit über ein Einkommen von
Fr. 153'480.--. Dabei ist unklar, weshalb nicht zumindest die von der Arztpraxis
vergütete Lohnsumme bei der Alimentenzahlung berücksichtigt wurde. Eine
entsprechend reduzierte Vergütung hätte den veranschlagten Lebensbedarf der
Ehefrau immer noch gedeckt. Unter den genannten Umständen kann nicht gesagt
werden, die Leistungen des Beschwerdeführers hätten einer ziffernmässig festgelegten
Vereinbarung entsprochen. Dass die Ehefrau die Gesamtsumme über das Jahr hinweg
in Teilbeträgen bezog, ist hingegen nicht von Bedeutung. Ebensowenig war es
erforderlich, die Lohnzahlungen monatlich auszurichten. Wenn sie, wie es hier der Fall
war, ihren Bedarf laufend aus dem Betriebskonto decken konnte, erübrigten sich
monatliche Zahlungen. Es ist jedoch festzustellen, dass die Ehefrau gewisse Kosten,
die bereits während des Jahres über das Bankkonto der Arztpraxis bezahlt worden
waren, am Ende des Jahres erneut in Rechnung stellte. Darauf hat bereits der
Beschwerdegegner hingewiesen. Angesichts dessen kann nicht behauptet werden, die
getätigten Bezüge seien peinlich genau getrennt und korrekt verbucht worden.
3.2.3. Die Vorinstanz erwog, aufgrund der zeitweise geringen Privatbezüge des
Beschwerdeführers sei zu vermuten, dass mit dem von der Ehefrau bezogenen Geld
teilweise auch dessen Lebensunterhalt bestritten worden sei. Sie verwies dazu auf den
Zeitraum vom 8. September bis 24. Oktober 2005, in welchem keine Privatbezüge des
Beschwerdeführers erfolgten. Die Bestreitung des Lebensunterhalts aus einem
gemeinsamen Topf sei ein gewichtiges Indiz für das Vorliegen der Gemeinschaftlichkeit
der Mittel. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, es sei nicht ungewöhnlich, dass
die Liquiditätslage eines Gewerbebetriebs nach dessen Gründung nicht beliebig viele
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Bezüge zulasse. Überdies gebe es keine Belege für Zahlungen der Ehefrau an den
Beschwerdeführer.
Den Akten sind keinerlei Hinweise darüber zu entnehmen, dass die Ehefrau den
Beschwerdeführer im Jahr 2005 finanziell unterstützt hätte. Zwar wurden im erwähnten
Zeitraum tatsächlich keine Privatbezüge getätigt; daraus kann aber nicht ohne weiteres
abgeleitet werden, die Ehefrau hätte ihre Bezüge genutzt, um den Beschwerdeführer
finanziell zu unterstützen bzw. seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Gemäss
Wertschriften- und Guthabenverzeichnis 2005 verfügte der Beschwerdeführer nämlich
noch über ein Privatkonto bei der Zürcher Kantonalbank, aus dem er seinen
Lebensunterhalt hätte bestreiten können. Allerdings wies dieses per 31. Dezember
2005 einen Saldo von lediglich Fr. 28.50 aus. Es ist davon auszugehen, dass der bis
Ende April 2005 ausbezahlte Lohn aus unselbständiger Erwerbstätigkeit in der
Gesamthöhe von Fr. 57'028.-- auf dieses Konto überwiesen wurde, denn der
Beschwerdeführer vergütete in der Zeit vom 7. Januar bis 18. Mai 2005 zu Lasten
dieses Kontos insgesamt Fr. 56'335.60, davon Fr. 54'500.-- an seine Ehefrau; ob auf
dem Privatkonto noch weitere Beträge verbucht wurden, ist aus den Akten nicht
ersichtlich. Dem Beschwerdeführer verblieb somit ein Guthaben von Fr. 692.40 zur
Bestreitung des Lebensunterhalts. Vorbehalten bleibt der aus dem Vorjahr übertragene
Saldo. Angesichts der Einkommenssituationen in den Jahren 2003 und 2004
(Reineinkommen von Fr. 17'737.-- bzw. Fr. 17'368.--) dürfte sich dieser allerdings in
bescheidenem Rahmen gehalten haben. Unter diesen Umständen ist es in der Tat nicht
klar, wie der Beschwerdeführer seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen
konnte. Er weist lediglich auf die fehlenden Beweise für die Unterstützung seiner
Ehefrau hin. Es wurde aber bereits festgestellt, dass der Beschwerdeführer den
Nachweis für die tatsächliche Trennung zwischen ihm und seiner Ehefrau zu erbringen
hat. Deshalb läge es an ihm, die von der Vorinstanz geäusserte Vermutung, das von
der Ehefrau bezogene Geld werde teilweise auch zur Bestreitung seines
Lebensunterhalts verwendet, umzustossen. Das ist ihm nicht gelungen.
3.2.4. Nach Ansicht der Vorinstanz haben die Eheleute von beiden Seiten Mittel für die
gemeinsame Lebenshaltung eingesetzt. Daran könne die Verbuchung der
Überweisungen in der Einzelfirma der Ehefrau sowie die anschliessende Bestreitung
des Lebensaufwandes aus der Firma nichts ändern, zumal der Lebensaufwand letztlich
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wieder als Privatbezug abgegrenzt worden sei. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers liege eine Gemeinschaftlichkeit der Mittel nicht nur in jenem Fall
vor, in dem beide Ehegatten lediglich über ein Konto verfügten. Der Beschwerdeführer
bestreitet dies. Richtig sei, dass beide Ehegatten Mittel bzw. Arbeit für ein
gemeinschaftliches wirtschaftliches Gewerbeprojekt eingesetzt hätten. Der
Lebensaufwand sei keineswegs als Privatbezug abgegrenzt worden. Er habe die selten
vorgekommenen Privatbezüge korrekt als Darlehen verbucht und anschliessend mit
dem Anspruch der Ehefrau gegenüber der Arztpraxis verrechnet.
Soweit aus den Akten ersichtlich, wurden alle von der Ehefrau beanspruchten
finanziellen Teilleistungen auf dem Darlehenskonto der Arztpraxis verbucht (Konto 1020
der Praxisbuchhaltung) und am Ende des Jahres mit ihren Forderungen verrechnet.
Wie sie diese Beträge in ihrer eigenen Buchhaltung verbuchte, ist für die Klärung der
Frage, ob eine Gemeinschaftlichkeit der Mittel vorliegt, nicht relevant. Entscheidend ist,
ob finanzielle Mittel von Seiten der Ehefrau in den gemeinsamen Unterhalt geflossen
sind. Dies ist aus den Akten nicht ersichtlich, und es wird auch von der Vorinstanz nicht
dargelegt, wie das erfolgt sein soll. Insofern kann ihrer Auffassung, die Eheleute hätten
von beiden Seiten Mittel für die gemeinsame Lebenshaltung eingesetzt, nicht gefolgt
werden. Im übrigen ist aufgrund der Einkommenssituation zu bezweifeln, dass die
Ehefrau im Jahr 2005 überhaupt in der Lage gewesen wäre, eigene substantielle
Beiträge zu leisten. In der Steuererklärung 2005 wies sie nämlich einen Verlust aus
selbständiger Erwerbstätigkeit aus.
3.2.5. Das Geschäftsfahrzeug der Arztpraxis wurde auf den Namen der Ehefrau geleast
und eingelöst. Diese bezahlte auch sämtliche laufenden Kosten aus dem Betrieb des
Fahrzeugs. Die Vorinstanz sieht in dieser Vorfinanzierung einen Hinweis auf die
fehlende strikte Trennung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Der Beschwerdeführer hält
dem entgegen, es handle sich hierbei nicht um eine Angelegenheit der privaten
Lebenshaltung, sondern um eine Finanzierung von geschäftlichen Belangen durch
private Mittel. Eine andere Finanzierung sei damals nicht möglich gewesen.
Die Ehefrau des Beschwerdeführers wies im Jahre 2004 kein Vermögen und einen
Verlust aus selbständiger Tätigkeit aus. Ihren Lebensunterhalt bestritt sie aus den
Unterhaltsbeiträgen des Beschwerdeführers. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Jahre
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2005. Die Ehefrau konnte folglich die laufenden Fahrzeugkosten nur dank der
Zahlungen des Beschwerdeführers finanzieren. Per 1. Januar 2005 stand sie sogar mit
Fr. 21'549.11 in dessen Schuld. Die Behauptung des Beschwerdeführers, eine andere
Finanzierung sei damals nicht möglich gewesen, ist deshalb nicht nachvollziehbar.
Wenn Zahlungen von der Arztpraxis an die Ehefrau geflossen sind und diese in die
Lage versetzten, in ihrem Namen für die Arztpraxis ein Fahrzeug zu leasen bzw. die
laufenden Kosten vorzufinanzieren, kann allenfalls buchhalterisch, aber sicherlich nicht
faktisch von strikte getrennten wirtschaftlichen Verhältnissen gesprochen werden.
3.2.6. Die Vorinstanz erwog weiter, auf den ersten Blick lasse die erwähnte
Vereinbarung vom 25. April 2004 den Eindruck entstehen, dass die Eheleute damit ihre
gegenseitigen finanziellen Ansprüche regeln und daher, was die Bestreitung der Kosten
für den Lebensunterhalt angehe, wirtschaftlich getrennt sein wollten. Betrachte man
jedoch den Hintergrund des Vertrags, werde damit die Sicherung des wirtschaftlichen
Fortkommens des Beschwerdeführers bezweckt, damit dieser wiederum für den
Unterhalt der Familie aufkommen könne. Eigentliches Ziel der Vereinbarung sei daher
das gemeinsame Bestreiten des Familienunterhalts. Der Beschwerdeführer sieht in der
Vereinbarung nicht nur eine Regelung der Beiträge der Vertragsparteien für ein
gemeinsames wirtschaftliches Unternehmen, sondern auch die Beschreibung der
Unterhaltsleistungen. Die Vereinbarung zeige in aller Klarheit, dass die wirtschaftlichen
Verhältnisse getrennt sein sollten. Die Gemeinschaftlichkeit des Einsatzes der Mittel
betreffe nur den gewerblichen Praxisbetrieb und nicht die Verwaltung eines
gemeinsamen Haushaltskontos.
Entscheidend ist die objektiv feststellbare Mittelverwendung. Insofern kommt der
Vereinbarung hinsichtlich der hier zu klärenden Frage nur insoweit Bedeutung zu, als
sie objektive Kriterien zur Frage der gemeinsamen Mittelverwendung liefert. Die
organisatorische Arbeitsteilung, wie sie in der Vereinbarung aufgezeigt wird, ist nicht
von Bedeutung. Tatsache ist, dass in der Vereinbarung die jährlichen
Lebenshaltungskosten der Ehefrau mit Fr. 125'000.-- beziffert wurden. Dass der
Beschwerdeführer genau diesen Betrag zu vergüten hatte, wird nirgends festgehalten.
Im weiteren wurden Lohnzahlungen vereinbart, ohne jedoch deren Höhe festzulegen.
Unter Ziffer 6 der Vereinbarung kam das Ehepaar lediglich überein, dass die Ehefrau
einen aufwandbezogenen Lohn beziehen werde und das Gehalt des
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Beschwerdeführers nicht zwingend in bar auszubezahlen sei. Letzteres könne auch mit
privat getätigten Ausgaben der Ehefrau, beispielsweise für den Unterhalt der Kinder,
verrechnet werden. Dies kann theoretisch dazu führen, dass der Beschwerdeführer auf
eine Gehaltszahlung verzichten muss, weil die Lohnsumme bereits mit privaten
Ausgaben der Ehefrau verrechnet wurde. Wie er unter diesen Umständen seinen
Lebensunterhalt bestreiten könnte, bleibt offen. Der Vereinbarung können folglich keine
Anhaltspunkte über konkrete Beiträge des Beschwerdeführers an die Ehefrau
entnommen werden. Aufgrund der sehr offenen Formulierungen entsteht eher der
Eindruck, die Ehefrau entscheide jeweils selbständig über die Höhe ihrer Bezüge.
Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers kann deshalb keine Rede von klar
geregelten wirtschaftlichen Verhältnissen sein.
3.2.7. Der Beschwerdeführer zitiert die bundesgerichtliche Rechtsprechung und macht
geltend, zum Nachweis, dass der Lebensaufwand des unterhaltsberechtigten Partners
durch ziffernmässig bestimmte Leistungen abgegolten werde, genügten auch erst
nachträglich abgemachte und vergütete Zahlungen. Dabei übersieht er, dass es sich
bei dem von ihm zitierten Fall um die finanzielle Entflechtung eines Ehepaares innerhalb
von zwei Jahren nach dessen faktischer Trennung handelte. Das Bundesgericht erwog
in diesem Zusammenhang, es gehe für eine bloss faktische Trennung offensichtlich zu
weit zu verlangen, dass schon die güterrechtliche Auseinandersetzung erfolgt sei (BGE
2A.432/2004 E. 4.2). Der Beschwerdeführer hat sich aber bereits im Jahre 1994 von
seiner Ehefrau getrennt. Die güterrechtlichen Fragen wurden bis ins Jahr 2005 nicht
geklärt. Dieser Umstand ist insofern erstaunlich, als die Ehefrau im Schreiben vom 10.
Juli 2007 an das Kantonale Steueramt Zürich festhielt, sie habe bereits im Jahre 2000
im Hinblick auf die künftige ärztliche Tätigkeit des Beschwerdeführers in der Schweiz
wegen der Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Situation auf einer Trennung bestanden.
Dies ist aber ohnehin nicht von Belang, denn es können den Akten keinerlei Hinweise
über nachträgliche Abmachungen zwischen den Eheleuten entnommen werden.
3.3. Aufgrund der dargelegten Umstände ist zusammenfassend festzuhalten, dass es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, schlüssig darzulegen, dass die
Unterhaltszahlungen an seine Ehefrau im Jahre 2005 nur in ziffernmässig bestimmten
Beträgen geleistet wurden. Damit ist eine der kumulativ erforderlichen
Voraussetzungen für eine faktische Trennung nicht erfüllt. Wie es sich mit dem von der
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Vorinstanz kritisierten Erfordernis der Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft verhält,
braucht deshalb nicht geprüft zu werden.
3.4. Der Entscheid der Vorinstanz wird hinsichtlich der Höhe des veranlagten
satzbestimmenden steuerbaren Einkommens sowie der Steuerausscheidung nicht
gerügt. Somit ist für das Jahr 2005 von einem steuerbaren Einkommen von
Fr. 127'000.-- (satzbestimmend: Fr. 162'400.--) und keinem steuerbaren Vermögen
auszugehen. Die Steuerausscheidung erfolgt sodann nach den Regeln zur Vermeidung
der interkantonalen Doppelbesteuerung. Dementsprechend sind die Einkünfte aus
selbständiger Erwerbstätigkeit sowie das Betriebsvermögen je dem Wohnsitzkanton
zuzuteilen; die Einkünfte aus unselbständiger Tätigkeit und das bewegliche Vermögen
werden den Ehegatten je zur Hälfte angerechnet.
4. Abschliessend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Jahre 2005 zu
Recht nicht getrennt von seiner Ehefrau veranlagt wurde. Die Beschwerde ist folglich
abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000. ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss
in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist
unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdegegner hat keinen Anspruch auf
Kostenersatz (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).
Demnach hat das Verwaltungsgericht