# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c50a5893-c020-4e97-abbc-28310fdb0f66
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A ist Eigentümerin der Parzelle Kat.-Nr. 01 an der C-Strasse 02 in Schwerzenbach. Mit Verfügung vom 25. August 2020 stellte die Baudirektion des Kantons Zürich fest, dass die am 10. Juli 2020 eingereichten Unterlagen die Nebenbestimmungen der Baubewilligung gemäss den Gesamtverfügungen der Baudirektion vom 4. September 2017 und 23. Juli 2019 für eine Aufstockung des Einfamilienhauses (Vers.-Nr. 03) auf der erwähnten Parzelle nicht erfüllten und daher nicht genehmigt würden; die Baufreigabe könne nicht erteilt werden. Zu deren Erhalt seien weiterhin (die in der Folge aufgelisteten) Unterlagen einzureichen.
II.
Hiergegen erhob A am 9. November 2020 Rekurs an das Baurekursgericht, wobei sie insbesondere beantragte, unter Entschädigungsfolge zulasten der Baudirektion deren Verfügung aufzuheben und festzustellen, dass die Nebenbestimmungen gemäss Gesamtverfügung vom 4. September 2017 vollumfänglich erfüllt seien. Des Weiteren stellte sie ein Ausstandsbegehren betreffend den Vorsitzenden der 3. Abteilung des Baurekursgerichts für den Fall, dass diese über das eingereichte Rechtsmittel befinden sollte.
Das Ausstandsbegehren wurde mit Zwischenentscheid vom 2. Dezember 2020 abgewiesen.
Mit Entscheid vom 2. Juni 2021 wies das Baurekursgericht auch den Rekurs ab.
III.
Am 12. Juli 2021 liess A Beschwerde beim Verwaltungsgericht führen mit folgenden Anträgen:
" 1.
Das Anfechtungsobjekt sei wegen erstellter Befangenheit des vorinstanzlichen Präsidenten, D, sowie dessen politisch motivierter Einflussnahme auf die personelle Zusammensetzung des vorinstanzlichen Spruchkörpers, für nichtig zu erklären, zumindest aber aus erwähnten Gründen vollumfänglich aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Vorinstanz, zu neuem Entscheid, unter neuem und unbefangenem Spruchkörper, zurückzuweisen;
2.
Evt. sei das Anfechtungsobjekt vollumfänglich aufzuheben und es sei, allenfalls unter
Beizug eines externen Fachgutachtens
, festzustellen, dass mit Eingabe der B. vom 10. Juli 2020 an den Mitbeteiligten zuhanden der Bg (R-Beilagen 04), die Nebenbestimmungen [...] gemäss GRB Nr. 05 des Mitbeteiligten vom 11. September 2017 [...] sowie gemäss Gesamtverfügung der Bg vom 4. September 2017 [...], vollumfänglich erfüllt wurden;
3.
Alles unter KuEF zulasten der Beschwerdegegnerin."
Das Baurekursgericht schloss am 6. September 2021 unter Verzicht auf weitere Bemerkungen auf Abweisung der Beschwerde. Die Baudirektion des Kantons Zürich beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13. September 2021 unter Verweis auf den Mitbericht des Amts für Raumentwicklung vom 7. September 2021 die Abweisung der Beschwerde; im erwähnten Mitbericht stellte das Amt für Raumentwicklung seinerseits den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, wobei es zur Begründung auf den vorinstanzlichen Entscheid sowie auf seine Rekursantwort vom 7. Dezember 2020 verwies. Mit Eingabe vom 27. September 2021 verzichtete A auf eine weitere Stellungnahme.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht ist gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.
1.2
Die Beschwerdeführerin beantragte, den Rekursentscheid vom 2. Juni 2021 wegen Befangenheit des Abteilungsvorsitzenden "für nichtig zu erklären, zumindest aber aus erwähnten Gründen vollumfänglich aufzuheben". Zur Begründung führte sie aus, der Vorsitzende der 3. Abteilung des Baurekursgerichts, welche den Rekursentscheid gefällt habe, sei befangen gewesen und hätte in den Ausstand treten müssen. Er sei in dieser Sache zum einen zufolge seiner Mitgliedschaft in der Partei der Grünen und zum anderen aufgrund seiner früheren Befassung mit diesem Bauvorhaben – nämlich in den mit Rekursentscheid vom 31. August 2016 abgeschlossenen baurekursgerichtlichen Verfahren BRGE III Nrn. 06 und 07 (vgl. diesbezüglich das Verfahren VB.2016.00596) – voreingenommen; er sei der Urheber des diesem Urteil angefügten Minderheitsvotums, wonach der damalige Rekurs abzuweisen gewesen wäre. D habe bewirkt, dass im vorliegenden Verfahren der Spruchkörper statt in der ordentlichen Besetzung unter Mitwirkung einer Ersatzrichterin geurteilt habe, die der gleichen Partei angehöre wie er selbst. Damit habe er die Zusammensetzung des Spruchkörpers politisch motiviert beeinflusst bzw. diesen politisch motiviert besetzt.
1.2.1