# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 025446b9-46a6-42d4-8f8e-43cdf91d481c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, war seit dem 1. August 1999 bei der
Y._
,
Z._
,
vollzeitlich
als Taxifahrer angestellt (Urk. 12/1
Ziff. 3
) und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 19. Januar 2016 rutschte er auf dem Taxi
standplatz auf einer Eisfläche aus
und erlitt dabei eine distale Ruptur der Achillessehne rechts, welche eine operative Rekonstruktion nach sich zog (vgl. Urk. 12/1 Ziff. 4 und Ziff. 6, Urk. 12/7-8, Urk. 12/10-11). Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Urk. 12/2-5).
Im weiteren Verlauf holte die Suva unter anderem div
erse Berichte der
behan
delnden Ärzte (Urk. 12/15, Urk. 12/20, Urk.
12/31, Urk. 12/37
, Urk. 12/44, Urk.
12/52
, Urk. 12/69, Urk. 12/78-79, Urk. 12/89, Urk. 12/97, Urk. 12/107-108
) ein
und legte die Sache dem
Suva-
Kr
eisarzt Dr. med. A._
, Facharzt für Chirurgie, vor (Urk. 12/38, Urk. 12/54). Darüber hinaus zog sie Akten
der
Invalidenversicherung (Urk.
12/65
, Urk.
12/124
) sowie
der Arbeitgeberin (Urk.
12
/60, Urk. 12/63
, Urk. 12/92
)
bei
.
Nach Eingang einer Stellungnahme von
Suva-Arzt
Dr. med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 22. September 2017 (Urk. 12/121) teilte die Suva dem Versicherten
mit Schreiben vom 1. Dezember 2017 mit, es sei ein medizinischer Endzustand eingetreten und eine weitere Behandlung der Un
fallfolgen sei nicht erforderlich. Die Vergütung der Heilungskosten und die Tag
geldleistungen w
e
rde daher per 31. Dezember 2017 eingestellt (Urk.
12/133). M
it Verfügung vom 19. Dezember 2017
teilte die Suva dem Versicherten sodann
mit, dass eine erhebliche unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit nicht vorliege
. Zwischenzeitlich sei der Beschwerdeführer im Umfang von 60 % wieder als Taxifahrer tätig. In einer
leidens
angepassten Tätigkeit sei hingegen eine voll
zeitliche Arbeitsleistung möglich.
D
aher
könne weder
eine Invalidenrente
noch
eine Integritätsentschädigung ausgerichtet werden (Urk. 12/136). Dagegen erho
ben sowohl die Helsana Versicherungen AG, die Krankenversicherung des Versi
cherten, als auch dieser selbst
,
vertreten durch seine Rechtsschutzversicherung
,
am 22. Dezember 2017 respektive am 30. Januar 2018 Einsprache (Urk. 12/138, Urk. 12/
144),
wobei die Helsana ihr Rechtsmittel nach Einsicht in die Akten am 5. Januar 201
8 wieder zurückzog (Urk. 12/143).
Nach Eingang weiterer Berichte d
es behandelnden Dr. med. C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa
ra
tes, vom 6. Februar 2018 (Urk. 12/150, Urk. 12/152) und eines einen Renten
an
spruch verneinenden Vorbescheids der Invalidenversicherung vom 18. Juli 2018 (Urk. 12/156)
,
wies die
Suva die gegen die Verfügung vom 19. Dezember 2017
erhobene Einsprache mit Entscheid vom 8. Oktober 2018 ab (Urk. 12/157 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 8.
November
2018 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben
und es seien ihm eine Teilrente sowie eine Integritätsentschädigung
für einen Integri
tätsschaden
in der Höhe von 15
% auszurichten. Eventualiter sei eine Begutach
tung durch die
D._
oder eine andere Gutachterstelle zu ver
anlassen und es sei gestützt darauf über den Leistungsanspruch neu zu ent
schei
den (Urk. 1 S. 2 oben). Mit Beschwerdeantwort vom 28. Februar 2019 schloss die
Beschwerdegegnerin unter Beilage einer weiteren Stellungnahme
von Dr.
B._
vom 13. Februar 2019 (vgl. Urk. 11
/2
) auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10 S.
2
oben), worüber der Beschwerdeführer am 1. März 2019 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 13) und
sich
trotz der eingeräumten Möglichkeit, sich zu den Vorbringen in
der Beschwerdeantwort und insbesondere zur weiteren Beurteilung
von Dr.
B._
im Rahmen eines weiteren Schriftenwechsels zu äussern,
nicht verneh
men liess
(
vgl.
Urk. 15).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
bro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
19. Januar 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.
2
.1
Gemäss Art. 6
UVG
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
kran
k
heiten gewährt (Abs. 1).
Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2), das heisst bei
Knochenbrüche
n
, Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrisse
n
, Muskelrisse
n
,
Muskelzerrungen, Sehnenrisse
n
, Bandläsionen und Trommelfellverletzungen (
Art.
9
Abs. 2
lit.
a-
h
UVV
). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
2
.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Er
werbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades w
ird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzie
len könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
2
.3
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von
Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich exi
stierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Dar
stellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der LSE vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Ver
dienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalidenein
kommen entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinde
rungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der ver
sicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat diesfalls im Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angeru
fenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den
Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzu
nehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungs
mässige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruf
lichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzu
weisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn,
sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spann
breite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis).
2
.4
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf
den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht
übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
UVV
Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der ge
samten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchst
be
trag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Vor
aussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen be
rück
sichtigt.
Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlim
merung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
2
.
5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Das Ans
tellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
3
.
3
.1
Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. Oktober 2018
(Urk. 2)
zog die Beschwerdegegnerin
in Erwägung, dass der Beschwerdeführer als Taxifahrer mit einer Arbeitsfähigkeit von 60 % seine ihm verbleibende Erwerbsfähigkeit nicht vollständig ausschöpfe, weshalb ein Abstellen auf den effektiven Verdienst nicht in Frage komme. Daran vermöge auch der Bericht von Dr.
C._
, wonach der Beschwerdeführer als Taxifahrer optimal eingegliedert sei, nichts zu ändern.
Laut kreisärztlicher Zumutbarkeitsbeurteilung seien dem Beschwerdeführer
leidens
angepasste Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, ohne Arbeiten in hockender Stellung, ohne Stehen und Gehen länger als zwei Stunden, ohne Gehen auf unebenem Gelände sowie ohne Treppensteigen und Arbeiten auf Leitern ganztags zumutbar. Es bestehe kein Anlass, diese Einschät
zung in Frage zu stellen.
Die von der Abteilung Versicherungsleistungen als zu
mutbare Erwerbstätigkeiten genannten Arbeitsplätze würden allesamt den unfall
bedingten Einschränkungen angemessen Rechnung tragen und seien mit der Zu
mutbarkeitsbeurteilung vereinbar und somit als Berechnungsgrundlage geeignet. Da der Invalidenlohn den Validenlohn übersteige
,
entfalle ein Rentenanspruch von vornherein (S. 5 unten).
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung habe Dr.
B._
einen entschädigungspflichtigen Integritätsschaden verneint. Es be
stehe kein Anlass, diese Einschätzung in Frage zu
stellen, beruhe sie doch auf einer sorgfältigen Untersuchung (S. 7 oben). Zusammengefasst sei festzuhalten, dass die Abteilung Versicherungsleistungen den Anspruch auf eine Invaliden
rente und eine Integritätsentschädigung zu Recht abgelehnt habe. Zutreffend habe sie erkannt, dass unfallbedingt weder eine erhebliche Erwerbseinbusse noch ein erheblicher Integritätsschaden vorliege (S. 7 unten).
3
.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom 8.
November 2018 (Urk. 1) im Wesentlichen geltend, die Beurteilung des Kreis
arztes halte einer rechtlichen Prüfung nicht stand.
Einerseits berücksichtige
er
die von ihm geschilderten
Schmerzen, die zwar belastungs
abhängig seien, aber mehr oder weniger Tag und Nacht bestehen würden mit zusätzlich in der Nacht auf
tretenden Krämpfen im Bereich der Wadenmuskulatur, nicht an
gemessen. Ande
rerseits begründe
Dr.
C._
eingehend, weshalb er sich der Beurteilung des Kreisarztes nicht anschliessen könne (S. 1 unten). Dr.
C._
weise darauf hin, dass bei ihm nicht ein «Status nach Teilverletzung der Achillessehne» vor
liege, sondern eine chronische, bleibende Teilverletzung der Achillessehne nach
Rekonstruktion. Diese chronische Partialruptur erkläre die Funktionseinschrän
kung, die Schmerzhaftigkeit und die nicht vorhandene Belastbarkeit in der rech
ten
Achillessehne b
eziehungsweise
im rechten Fuss. Gemäss Dr.
C._
ent
spre
che die aktuelle Tätigkeit als Taxifahrer bereits einer optimal leidensange
passten Tätigkeit und er erachte eine Arbeitsfähigkeit in leistungsmässiger Hin
sicht von maximal 60 % als zumutbar. Eine Steigerung dieser Teilarbeitsfähigkeit wäre mit einer Gesundheitsschädigung und insbesondere mit dem Risiko des Fortschreitens der Partialruptur in der Achillessehne verbunden (S. 2 oben).
Ihm sei weiter ein Berufswechsel aus den genannten Gründen nicht zumutbar (S. 2 Mitte). Schlies
slich sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Erheblichkeitsgrenze für eine Integri
tätsentschädigung nicht erreicht sei. So sei gemäss Dr.
C._
eine chronische Partialruptur eine erhebliche Läsion einer extrem wichtigen Sehne für die Mobi
lität, denn eine chronische Partialruptur gehe mit einem erhöhten Risiko für eine Re-Ruptur einher und begründe den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
für einen Schaden
in der Höhe von 15 % (S. 2 unten).
3
.3
Mit Beschwerdeantwort vom 28. Februar 2019 (Urk. 10) hielt die Beschwer
de
gegnerin an ihrer Sichtweise fest, wonach auf das kreisärztliche Zumutbar
keits
profil ohne Weiteres abgestellt werden könne und die vom Beschwerdeführer an
gerufenen Berichte von Dr.
C._
dieses nicht zu entkräften vermö
cht
en. Dr.
B._
habe in einer weiteren kreisärztlichen Stellungnahme dargelegt, dass die Schreiben von Dr.
C._
keine neuen medizini
schen Aspekte enthalten würden. Nicht gefolgt werden könne
dem Beschwerdeführer auch dahingehend, als er einen Berufswechsel in eine leidensangepasste Tätigkeit als unzumutbar erachte. Das Zumutbarkeitsprofil erweise sich als wenig restriktiv formuliert und es lasse ein breites Spektrum in Betracht fallender Hilfstätigkeiten
zu
, für welche keine besonderen fachspezifischen oder sprachlichen Kenntnisse erforder
lich seien
. Der Beschwerdeführer bringe durchaus Fähigkeiten mit, um sich rasch in eine neue Tätigkeit einarbeiten zu können. Dr.
C._
führe zudem begründet aus, dass gestützt auf sämtliche Tabellen keine Integritätsentschädigung geschul
det sei (vgl. Urk. 10).
3
.4
Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit, der Invalidi
tätsbemessung und dem Integritätsschaden verhält.
4
.
4
.1
Dr.
C._
nannte im Bericht vom 26. Januar 2016 (Urk. 12/8) folgende Diag
nosen
(S.
1)
:
-
Zustand nach Sturz auf vereister Unterlage am 19. Januar 2016
-
vollständige distale Ruptur der Achillessehne rechts
-
Zustand nach Stosswellentherapie und Zustand nach Steroidmisch-Infil
tration der Achillessehne rechts 2015
-
Verkalkungen und schlechte Sehnenqualität im kurzen distalen Achilles
sehnenstumpf
Als Nebendiagnose nannte er:
-
Adipositas
-
Status nach tiefer Venenthrombose und Lungenembolie vor Jahren
-
arterielle Hypertonie
Dr.
C._
führte aus,
der Beschwerdeführer habe sich durch den Sturz auf vereister Unterlage eine vollständige Ruptur der rechten Achillessehne zuge
zo
gen. In der MRI-Untersuchung vom 25. Januar 2016 lasse sich keine gute Adap
tion der Sehnenstümpfe in Plantarflexion nachweisen. Zudem bestehe im distalen Stumpf eine deutliche degenerative Veränderung der Sehnenqualität
. Angesichts der vorliegenden Befunde sei die operative Rekonstruktion besprochen worden. Es werde intraoperativ entschieden, ob zusätzlich zur Naht auch eine ossäre Anker-Refixation nötig sein werde. Allenfalls sei auch eine zusätzliche Deckung des Sehnendefektes notwendig. Es sei mit einer sechs
-
bis zwölfmonatigen Nach
behandlung zu rechnen (S. 2).
4
.2
Dr. med.
E._
, Facharzt für Radiologie, berichtete am 27. Januar 2016 (Urk. 12/7) von einem MRI der rechten Achillessehne und führte
im Wesentlichen aus, es bestehe eine distale Achillessehnenruptur, wahrscheinlich bei vorbeste
hender Tendinose.
4
.3
Dr.
C._
berichtete
im Austrittsbericht vom
2. Februar 2016 (Urk. 12/10) über die plastische Rekonstruktion der rechten Achillessehne und das Procedere der Nachbehandlung nach eigenem Achillessehnenrekonstruktions-Schema
mit Ru
higstellung im Vacuped in Plant
a
r
flexion durch Fersenkeil sowie Mobilisation mit Teilbelastung an Stöcken und sukzessiver Reduktion des Fersenkeils
,
mit dem Ziel einer Plantarflexion von 0 Grad nach 6 bis 8 Wochen
.
Am 3. Februar 2016 (Urk. 12/15) berichtete er über eine postoperative Verlaufs- und Wundkontrolle fünf Tage nach Achillessehnen-Rekonstruktion
und einen postoperativ bisher komplikationslosen Verlauf
(S. 1 f.)
.
Am 1. März 2016 (Urk. 12/20) berichtete er über eine weitere Verlaufskontrolle und einen seit der letzten Konsultation zeitgerechten und insgesamt kompli
ka
tionslosen Verlauf. Die Arbeitsfähigkeit betrage weiterhin 0 % bis zur nächsten Verlaufskontrolle
A
nfang April 2016
(S. 2)
.
Am 27. April 2016 (Urk. 12/31) berichtete er über eine weitere Verlaufskontrolle nach zwölf Wochen
und einen komplikationslosen und zeitgerechten postope
rativen Verlauf. Als nächstes werde nun die Keilreduktion auf einen Keil statt
finden. Zudem werde die Belastung der Wadenmuskulatur weiter durch die phy
siotherapeutischen Massnahmen gesteigert. D
ie Entfernung d
e
s
letzte
n
Keil
s
werde erst ab Juni 2016 erlaubt sein. Die nächste Kontrolle finde in zirka
sechs Wochen statt. Dann werde
auch über die Aufnahme der Arbeits
tätig
keit als Taxi
chauffeur entschieden (S. 3).
Am 1. Juni 2016 (Urk. 12/37) berichtete er über eine weitere Verlaufskontrolle nach vier Monaten und führte aus,
es bestehe klinisch ein sehr gutes Resultat in Bezug auf die wiedererlangte OSG-Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit des rechten Fusses. Es werde nun mit der Steigerung der aktiven Therapie und dem gezielten Muskelaufbau begonnen und der letzte Keil werde weggelassen. Da der Beschwerdeführer noch nicht eine genügende Kraft für einen Bremsschlag auf
weise
,
bestehe im angestammten als Taxifahrer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis Ende Juni 2016 (S. 3).
4
.4
Dr.
A._
führte in der kreisärztlichen Stellungnahme vom 7. Juni 2016 (Urk. 12/38) aus, die geltend gemachten Fussbeschwerden rechts seien mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit noch auf den Unfall vom 19.
Januar
2016 zu
rückzuführen. Die aktuelle 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Taxifahrer sei unfall
bedingt ausgewiesen. Voraussichtlich ab Mitte Juli könne mit einer Steigerung gerechnet werden. Es könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwerde
führer seine angestammte Tätigkeit rein unfallbedingt wieder vollumfänglich werde aufnehmen können.
4
.5
Dr.
C._
berichtete am 4. Juli 2016 (Urk. 12/44) über eine weitere Verlaufs
kontrolle und führte aus, fünf Monate nach Rekonstruktion der Achillessehne rechts hätten die Beschwerden seit der Keilentfernung etwas zugenommen. Vorgesehen sei die Wiederaufnahme der Arbeit zu 50 % ab dem 18. Juli 2016 (S.
3).
Am 6. September 2016 (Urk. 12/52) führte
er
aus, sieben Monate nach Rekon
struktion bestünden beim Beschwerdeführer unter 50%iger Arbeitsfähigkeit doch erhebliche Belastungen mit Schwellungszuständen und Schmerzen im operierten Achillessehnen-Bereich. Das Risiko einer Ruptur bestehe nicht zuletzt auch aufgrund des Körpergewichts. Die Arbeitsfähigkeit sei deshalb bei maximal 50 % zu belassen. Es sei sicherlich mit einer mindestens zwölfmonatigen
Heilungsphase zu rechnen (S.
2
).
4
.6
Dr.
A._
führte in der kreisärztlichen Stellungnah
me vom 15. September 2016 (Urk.
12/54) aus, die aktuellen Beschwerden stünden mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit in kausalem Zusammenhang zum Unfall vom 19. Januar 2016 und die aktuelle 50%ige Arbeitsunfähigkeit als Taxifahrer sei unfallbedingt ausge
wiesen. Eine volle Arbeitsfähigkeit we
rde nicht mehr erreichbar sein und der Be
schwerdeführer werde seine angestammte Tätigkeit als Taxifahrer rein unfallbe
dingt nicht wieder vollumfänglich aufnehmen können. Eine ärztliche Untersu
chung sei nicht indiziert. Überwiegend sitzende Tätigkeiten, ohne Tragen von Lasten auf unebenem Gelände, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten seien ab sofort vollzeitig zumutbar.
4
.7
Dr.
C._
berichtete am 26. Oktober 2016 (Urk.
12/69) über eine weitere Verlaufskontrolle und führte aus, es best
ünden
aktuell neun Monate nach Rekon
struktion der Achillessehne rechts ein Zustand mit Restbeschwerden unter ver
mehrter Belastung und klinisch eine verdickte Narbenzone der operierten Achil
les
sehne. Es sei nicht auszuschliessen, dass gewisse Partialrupturen im Narben
be
reich aufgetreten seien. Aktuell habe dieser Umstand keine Konsequenzen, zumal weiterhin mit konservativen Massnahmen und Schonen nach Massgabe der Be
schwerden weiterbehandelt werde. Auch die Indikation für eine MRI-Unter
su
chung der Achillessehne rechts sei bei fehlenden Konsequenzen nicht gegeben. Wichtig sei die
Schonung und daher die Resektion der Arbeitsfähigkeit auf maximal 50 %, sowie die konsequente Weiterführung der physiotherapeu
tischen Massnahmen (S. 3).
4
.8
Dr. med.
F._
, Facharzt für Radiologie, berichtete am 19. Dezember 2016 (Urk. 12/79) über ein MRT des Rückfusses rechts und Calcaneus rechts seit
lich und hielt fest, bei Status nach Achillessehnen-Rekonstruktion zeige sich eine erneute interstitielle Partialruptur der Achillessehne, wobei zirka 20 % der Quer
schnittfläche betroffen sei. Insgesamt zeige sich eine tendinopathisch veränderte Sehne.
4
.9
Dr.
C._
nahm am 19. Dezember 2016 (Urk. 12/78) Stellung zur erfolgten MRI-Untersuchung und führte aus, nicht ganz ein Jahr nach der Achillessehnen-Rekonstruktion rechts seien die Beschwerden in der spindelförmig aufgetriebenen Achillessehne durch eine ausgedehnte Partialruptur der Achillessehne selbst gut erklärbar. Die MR-Untersuchung zeige das Ausmass der tendinopathisch verän
derten Sehne. Bei persistierenden Beschwerden und persistierender ausgedehnter Partialruptur sei die Indikation zur Revision der Achillessehne gegeben. Die Arbeitsunfähigkeit sei weiterhin 50 % (S. 2).
Am 25. Januar 2017 (Urk. 12/89) berichtete er über eine weitere Verlaufskontrolle
und führte aus,
durch die Wiederverwendung eines Fersenkeils von 1 cm seien di
e Beschwerden regredient. Die Arbeitsfähigkeit betrage weiterhin nur 50 % (S. 3).
In einem weiteren Bericht vom 9. März 2017 (Urk. 12/97) hielt er fest, es bestehe im Wesentlichen eine unveränderte Situation, wenn gleich auch eine gewisse Regredienz der Beschwerden zu verzeichnen sei. Es müsse von einer längeren Heilungsphase ausgegangen werden. Ab 1.
April
2017 werde versucht, die Arbeitsfähigkeit auf 60 % zu steigern, wobei sich zeigen werde, ob sich dies in der Realität umsetzen lasse (S
.
2).
4
.10
Dr.
F._
berichtete am 17. Mai 2017 (Urk. 12/108) über eine weitere MRT-Untersuchung der rechten Achillessehne und hielt fest, die Sehnenläsion in der Achillessehne komme grössenidentisch zur Darstellung.
4
.11
Im Bericht vom 29. Juni 2017 (Urk. 12/107) führte Dr.
C._
aus, zwi
schenzeitlich sei keine Progredienz der Partialruptur eingetreten. Die Beschwer
den seien abhängig von der Belastung, weshalb die Arbeitsfähigkeit bisher nicht weiter habe gesteigert werden können. Vorerst bleibe die Arbeitsunfähigkeit bei 50 % (S. 2).
4
.12
Dr.
B._
berichtete am 2
1
. September 2017 (Urk. 12/121) über die Unter
suchung vom
gleichen Tag
und nannte folgende Diagnose (S. 4):
-
Status nach Achillessehnenruptur rechts am 19. Januar 2016 mit/bei:
-
Status nach Achillessehnennaht und plastischer Rekonstruktion am 29.
Januar 2016
-
Status nach interstitieller Partialruptur der Achillessehne rechts laut MRI vom 19. Dezember 2016
-
persistierende
r
Funktionseinschränkung, Schmerzhaftigkeit und Schwell
neigung im rechten Sprunggelenk und Achillessehne
Dr.
B._
führte dazu aus,
20 Monate postoperativ liege der medizinische End
zustand vor. Es könne von keinen weiteren Behandlungen mindestens mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit eine namhafte Besserung des G
esundheitszu
stan
des
erreicht werden. Die aktuell praktizierte 60%ige Arbeitsfähigkeit in der ange
stam
mten Tätigkeit als Taxifahrer sei ohne unmittelbaren Schaden für die Gesundheit und ohne erhebliche Schmerzen zumutbar. Eine höhere Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
bestehe nicht
. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
s
ei
in
einer leidensangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben. Nicht zumutbare
Arbeiten
seien
das
Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, Arbeiten in hockender Stellung sowie Stehen und Gehen für länger als zwei Stunden täglich, Gehen auf unebenem Gelände, Treppensteigen und Arbeiten auf Leitern. Die vorliegenden unfallfremden Faktoren der Herzkreislaufprobleme, der Adipo
sitas und das postthrombotische Syndrom des linken Beines würden die Aus
ü
bun
g einer Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht beein
trä
chti
gen.
Eine Integritätsentschädigung werde nicht geschuldet, da die Erheb
lich
keits
gren
ze nicht überschritten werde.
4
.13
Dr.
C._
führte
im Bericht vom 6. Februar 2018 (Urk.
3/1 = Urk.
12/152
S.
3-4) zuhanden der Rechtsschutzversicherung des
Beschwerdeführers
aus, in der kreisärztlichen Untersuchung werde von einem Status nach Teilverletzung der Achillessehne gesprochen. Dies sei leider nicht korrekt
.
E
s handle sich hier um eine chronische, bleibende Teilverletzung der Achillessehne nach Rekonstruktion. Dies bedeute eine limitierte Belastbarkeit und Funktionsfähigkeit im Bereiche des rechten Fusses. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit wäre auch mit einer Schädi
gung der Achillessehne oder ein
em
Fortschreiten der Teilverletzung verbunden. Seiner Meinung nach sei auch in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit
mit
eine
r
erhebliche
n
Einschränkung der Mobilität, der Gehdistanz und der Ge
brauchs
fähigkeit des rechten Fusses zu rechnen. Dass die Erheblichkeitsgrenze nicht erreicht sei, sei wohl eine eher subjektive Beurteilung des Kreisarztes. Rein funktionell orthopädisch sei eine schmerzhafte Achillessehne gleichzusetzen
mit
eine
r
symptomatische
n
Arthrose in einem Sprunggelenk. Von daher wäre eine
Integritätsentschädigung von 15 %
angemessen (S.
3
). Der Beschwerdeführer habe
bereits jetzt eine optimal leidensangepasste Tätigkeit. Er sei Taxifahrer und habe eine wechselnde Belast
ung
mit kurzen Gehstrecken. In leistung
s
mässiger Hin
sicht bestehe eine 60%ige und in zeitlicher Hinsicht eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit
.
Seiner Meinung nach seien kreisärztliche Untersuchungen
der Suva
seit Jahren sehr tendenziös und leider wenig aufschlussreich für eine neutrale und unab
hängige Beurteilung. Er empfehle deshalb ein unabhängiges orthopädisches Gut
achten (S.
4
).
4
.14
Dr.
B._
führte in der ergänzenden ärztlichen Stellungnahme vom 13. Februar 2019 (Urk. 11
/2
) aus, aus den vorliegenden Berichten von Dr.
C._
würden sich keine neuen medizinischen Aspekte ergeben.
Beim Beschwerdeführer
habe
vor dem Ereignis eine vorbestehende degenerative Tendinopathie
der Achilles
sehne, eine Tendinose
bestanden
,
und
die Achillessehne
sei im Jahr 2015
mit extrakorporaler Stosswellentherapie
und mit Kortison-Mischinfiltrationen
vorbe
handelt worden
. Die Tendinose der Achillessehne
sei
eine degenerative Struk
tur
veränderung der Sehne mit Mikrodefekten gemischt mit narbigen Regenerations
gebieten
mit Verkalkungen.
Bildgebend
hätten
unmittelbar nach dem Ereignis eine
schlechte Sehnenqualität und Verkalkungen im kurzen distalen Achilles
sehnenstumpf dargestellt
werden
können
.
D
iese Befunde
seien
pathognomonisch für die degenerative Achillessehnenruptur, im Gegensatz
zur
Achillesseh
nen
ruptur nach hochintensiver Beinbelastung bei guter Sehnenqualität und
Fehlen von Verkalkungen (S. 2 oben).
Die Operation, die Naht und
die
plastische Rekon
struktion der
Achillessehne
erg
ä
be
n
intraoperativ eine intratendinöse Degene
rationszone mit Höhlenbildung
und einem ausgeprägten Knochensporn am Tuber calcanei. Es finde sich somit im Inneren
der Sehne ein Areal mit verändertem Sehnengewebe
und
zum Teil fehlendem Sehnengewebe, welches
überwiegend wahrscheinlich auf einen Strukturwandel des Sehnengewebes, des Kollagens, zurückzuführen
sei. Dr.
C._
habe
ein sogenanntes D
é
bridement intra
ten
dinös durch
geführt
und
habe
zusätzliche Gewebsanteile der Achillessehne
ent
fernt (S. 2 Mitte)
.
Der postoperative Verlauf
habe
sich erfreulicherweise trotz der Risikofaktoren
komplikationslos gezeigt
und
elf Monate nach dem Ereignis
sei
eine Kontroll-MRI der Achillessehne rechts durchgeführt
worden
. Die bildgebend dargestellte interstitielle Partialruptur,
zirka 20 % der Querschn
ittfläche betref
fend, entspreche
im direkten Vergleich mit dem
Operationsbericht jenem Areal, welches durch Dr.
C._
mittels D
é
bridement chirurgisch behandelt
worden sei
.
Die chronische schmerzhafte Funktionseinschränkung im rechten
Fuss sei bei der Ers
tellung des Zumutbarkeitsprofils
gewürdigt worden
.
D
ie zumutbare täg
liche Belastung im Stehen
und Gehen bis maximal
zwei Stunden täglich ent
spr
e
che
einer nachvollziehbaren leichten Belastung für die Beine,
gleichzusetzen mit einem leichten Aktivitätsniveau eines steh- und gehfähigen Menschen
(S. 2 unten)
.
Aufgrund der
grössenstationären Verhältnisse zwischen Dezember 2016 und 17.
Mai 2017 könne davon ausgegangen werden, dass der bildgebend dargestellte Zustand am 19. Dezember 2016 jenem Zustand entspre
ch
e
, der bereits unmittel
bar postoperativ
vorgelegen habe (S. 2 unten f.)
.
Der Riss der tendinopathisch
vorgeschädigten Achillessehne habe erfreulicherweise durch die plastische Rekon
struktion chirurgisch saniert
werden
können
, die Kontinuität der Achillessehne
sei
durch die Operation wiederhergestellt und die
Gehfähigkeit des
Beschwer
de
führers
habe
sich im Verlauf
verbessern können
. Die spindelförmige Verdickung
der rekonstruierten Achillessehne, die schmerzhafte Funktionseinschränkung des Sprunggelenks
und die reduzierte Geh- und Stehfähigkeit
seien
jene Einschrän
kungen, welche pathognomonisch
seien
für den Status nach Achilles
sehnen
rup
tur und Achillessehnenrekonstruktion
(S. 3 oben)
.
Auf
der
Grundlage der klini
schen Untersuchung vom 21.
September
2017
und
der Bildgebung
en
vom 26.
Januar 2016, 19. Dezember
2016 und 17.
Mai
2017
sei
der
Beschwerdeführer
in der Lage, ohne unmittelbaren Schaden für die
Gesundheit und ohne erhebliche zumutbare Schmerzen die im Leistungsprofil angeführten leichten
Tätigkeiten auszuüben.
Es
seien
keine Umstände dokumentiert, welche eine anderslautende Leistungsbeurteilung begründen
könnten, mit Ausnahme der Selbstlimitierung und der erheblichen unfallfremden Überlastung des
Stütz- und Bewegungsappa
rats durch die Adipositas, zum Untersuchungszeitpunkt 125 kg betragend,
und
im Vergleich zum Idealgewicht des Beschwerdeführers einem Rucksack von 35 kg
entsprechend,
welchen er tagtäglich und bei jedem Schritt mit sich
führe. Die geklagten Restbeschwerden, insbesondere im Bereich der schmerzhaften Achil
lessehne, seien unfallkausal und seien kreisärztlich gewürdigt worden (S. 3 Mitte)
.
Zur Integritätsentschädigung führte Dr.
B._
aus, dass keine der Integri
täts
schäden der
Suva-
Tabelle 2
(
Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten
)
einer schmerzhaften Funktionseinschränkung im obe
ren Sprunggelenksbereich entspreche. Auch die Tabelle 4
(Integritätsschaden bei einfachen oder kombinierten Zehen-, Fuss- und Beinverlusten
)
finde keine An
wen
dung, da beim Beschwerdeführer keine Glieder fehlen würden. Die Tabelle 5
(
Inte
gritätsschäden bei Arthrosen
)
könne berücksichtigt werden. Beim Beschwer
de
führer bestehe
indessen
keine Arthrose im Sprunggelenksbereich,
welche über
wie
gend wahrscheinlich
unfallkausal
sei. Die
dokumentierte Bewegungs
ein
schränkung im
Bereich des rechten
Sprunggelenks aufgrund der postoperativen Verkürzung der
Achillessehne
betrage
10 Grad
im Seitenvergleich,
was
einer leichten Arthrose
im oberen Sprunggelenk im
Quervergleich
entspreche
.
Gemäss Tabelle 5
werde
eine Integritätsentschädigung bei einer leichten
Arthrose nicht geschuldet. Somit
lasse
sich auch aus Tabelle 5 keine erhebliche und dauernde
Integritätsschädigung gemäss Unfallversicherungsgesetz ableiten
(S. 3 unten)
.
Unter
Berücksichtigung sämtlicher Tabellen, welche die unteren Extremitäten in Bezug
auf Funktion betreffen würden
,
liege
keine erhebliche und dauernde Schädigung der körperlichen Integrität
vor, weswegen keine
Integritätsent
schä
digung geschuldet
sei
(S. 4 oben)
.
Abschliessend führte Dr.
B._
aus, i
n diagnostischer Hinsicht
könne
von einem Zustand nach interstitieller Partialruptur der Achillessehne
rechts vor der Operation ausgegangen werden. Medizinische Konsequenzen hinsichtlich beste
hender
Unfallfolgen
würden
sich aus dieser Formulierung nicht
ergeben
.
Als Hinweis für das Vorliegen eines stabilen medizinischen Zustands
diene
die Bild
ge
bung, welche
sechs Monate später durchgeführt
worden sei
und eine gr
ö
ssen
identische Darstellung der interstitiellen
Partialruptur
ergeben habe
.
Der End
zu
stand
sei
am 21.
September
2017 erreic
ht
worden
, die Re-Ruptur-Gefahr bestehe
lebenslänglich und
könne
nur durch Immobilisation des rechten Knie- und Sprunggelenks 100%ig sicher vermieden
werden
(S. 4 Mitte)
.
5
.
5
.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrem Einspracheentscheid gestützt auf die Aus
führungen des Kreisarztes
Dr.
B._
nach Untersuchung des Beschwerde
füh
rers am
21. September 2017
von einem ab diesem Zeitpunkt erreichten End
zustand aus (vgl. vorstehend E.
4
.12 und E.
4
.14
), was
nicht zu beanstanden ist und auch vom Beschwerdeführer
soweit
nicht
bestritten wurde.
5
.2
Beim Beschwerdeführer liegt gemäss Akten
ein Status nach Achillessehnenruptur rechts vor. Dr.
C._
führte im Bericht vom 6. Februar 2018 aus, in der kreisärztlichen Untersuchung werde von einem Status nach Teilverletzung der Achillessehne gesprochen, was nicht korrekt sei. Es handle sich hier um eine chronische, bleibende Teilverletzung der Achillessehne nach Rekon
s
truktion, welche
mit einer limitierten Belastbarkeit und Funktionsfähigkeit im Bereich des
rechten Fusses einhergehe (vgl. vorstehend E.
4
.12). Demgegenüber hielt Dr.
B._
fest,
die chronische schmerzhafte Funktionseinschränkung im rechten Fuss und die reduzierte Geh- und Stehfähigkeit
sei bei der Erstellung des Zu
mutbarkeitsprofils gewürdigt worden. Weiter machte er darauf aufmerksam, dass vor dem Ereignis eine vorbestehende degenerative Tendinopathie der Achilles
sehne bestanden habe und bildgebend eine schlechte Sehnenqualität und Ver
kalkungen
festgestellt worden sei
en
. Dem erheblichen Vorzustand sei
bis anhin
wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Überwiegend wahrscheinlich sei die interstitielle Partialruptur vorbestehend und durch die Operation nicht behebbar gewesen. Als Hinweis für das Vorliegen eines stabilen medizinischen Zustands diene die Bildgebung, welche sechs Monate später durchgeführt worden sei und eine grössenidentische Darstellung der interstitiellen Partialruptur ergeben habe
(vgl. vorstehend E.
4
.14).
Dazu ist
festzuhalten, dass
in erster Linie
nicht die genauen Diagnosen, sondern
hinsichtlich der bleibenden unfallkausalen Beein
trä
chtigung
die konkreten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit massgebend sind.
5
.3
Die Beschwerdegegnerin stützte sich hinsichtlich der Festsetzung des Zumut
barkeitsprofils auf die Einschätzung von
Dr.
B._
vom
22. September 2017
(vgl. vorstehend E.
4
.12
), wonach die angestammte Tätigkeit als
Taxifahrer im aktuell praktizierten Pensum von 60 % ohne u
n
mittelbaren Schaden für die Gesundheit und ohne erhebliche Schmerzen
möglich
sei
,
dagegen
leidensan
ge
passte Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, ohne Arbeiten in hockender Stellung, ohne Stehen und Gehen länger als zwei Stunden
täglich
, ohne Gehen auf unebenem Gelände sowie ohne Treppensteigen und Arbeiten auf Leitern ganztags zumutbar sei
en
.
Dr.
C._
äusserte sich
dagegen
in zahl
reichen
seiner
Darlegungen
ni
cht
zur Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätig
keit
(vgl. vorstehend E.
4
.1, E.
4
.3, E.
4
.5, E.
4
.7, E.
4
.9, E.
4
.11)
, sondern führte
erst
i
m Bericht vom
6. Februar 2018
(
vgl. vorstehend E.
4
.13
)
aus
,
dass
der Be
schwerdeführer als Taxifahrer eine optimal angepasste Tätigkeit mit wechselnder Belast
ung
und kurze
n
Gehstrecken
ausübe
.
5
.4
Im Hinblick auf die Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit erweist sich die durch Dr.
B._
am 22. September 2017
vorgenommene
und am 13. Feb
r
uar 2018 mit weiteren Darlegungen untermauerte
Beurteilung als schlüssig
er
und nachvollziehbar
er
. So erstattete er seine Einschätzung in Kenntnis der entspre
chenden Vorakten und nahm selbst eine ausführliche klinische Untersuchung des Beschwerdeführers vor.
D
er Beurteilung durch Dr.
C._
, wonach
eine Stei
gerung der Arbeitsfähigkeit mit einer Schädigung der Achillessehne oder ein
em
Fortschreiten der
Teilverletzung
verbunden und
somit
auch
in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit
mit einer
erhebliche
n
Einschränkung der Mobilität, der Gehdistanz und der Gebrauchsfähigkeit des rechten Fusses zu rechnen sei
(vgl. vorstehend E.
4
.13)
, hielt
Dr.
B._
insbesondere
in der ergänzenden Stellung
nahme vom 13. Februar 2019
unter Hinweis auf den bildgebend nachgewiesenen stabilen Zustand im Bereich des rechtsseitigen Spru
ng
gelenks
nachvollziehbar
entgegen
, dass die chronische schmerzhafte Funktionseinschränkung im rechten Fuss und die reduzierte Geh- und Stehfähigkeit
einer
tägliche
n
Belastung im Stehen und Gehen bis maximal zwei Stunden
nicht entgegenstehe
und
einer leichten Belastung für die Beine entspreche, gleichzusetzen mit einem leichten Aktivitätsniveau eines steh- und gehfähigen Menschen (vgl. vorstehend E.
4
.14).
Dass die aktuelle Tätigkeit des Beschwerdeführers als Taxifahrer
gemäss Dr.
C._
einer optimal leidensangepassten Tätigkeit
entspricht
, erscheint
dage
gen
wenig
plausibel
. So wird die Tätigke
it vorwiegend sitzend ausgeführt und das rechte Knie- und Sprunggelenk beim
Fahren,
Beschleunigen und Abbremsen sowie
beim
wiederholtem Ein- und Aussteigen immer wieder belastet.
Auch ist nicht auszu
schliessen, dass der Beschwerdeführer als Taxifahrer zumindest geleg
entlich Lasten von über
10
kg heben und tragen muss.
In diesem Zusammenhang ist es
daher
nicht nachvollziehbar, dass Dr.
C._
eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit
schlechterdings
mit
der Schädigung der Achillessehne oder de
m
Fortschreiten
der Unfallrestfolgen
verband (vgl. vorstehend E.
4
.13),
ist
doch eine dem Leiden optimal angepasste und das
rechte
Sprunggelenk schonende Tätig
keit, wie sie im Bericht der kreisärztlichen Untersuchung formuliert wurde
gerade nicht mit einer vermehrten Belastung der Achillessehne
verbunden
.
In einer
ange
passten Tätigkeit
wäre das rechte Bein überwiegend keinen Belastungen aus
gesetzt. Daran ändert nicht
s
, dass
Dr.
B._
darauf hinwies,
die Gefahr einer Re-Ruptur
bestehe
lebenslänglich und eine solche
könne
nur durch Immobili
sation 100%ig sicher vermieden werden.
5
.5
Nach dem Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass der Endzustand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im
Zeit
punkt der kreisärztlichen Untersuchung am 21.
September
2017
erreicht war. Unfallbedingt ist der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als
Taxifahrer
nicht mehr vollumfänglich arbeitsfähig. Gestützt auf die Beurteilung
von Dr.
B._
ist indessen davon auszugehen, dass er in einer
besser
ange
passten
, da
s rechte Sprunggelenk schonend
en
Tätigkeit vollschichtig einsatzfähig ist.
6
.
6
.1
Zu prüfen
ist weiter
der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ein
kom
mensvergleich respektive der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente.
6
.2
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Angaben der
Y._
(
Urk. 12/60, Urk. 12/63, Urk. 12/92
) von einem Valideneinkommen von Fr.
47'655.--
(vgl. Urk.
2 S. 5 unten, Urk. 12/135 S. 2
) aus. Dies wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten und
steht
in Übereinstimmung mit der Akten
lage, weshalb darauf abgestellt werden kann.
6
.3
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise realisier
baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich
-
erwer
b
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Da der Beschwerdeführer vorliegend noch keine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit ausübt
respektive die ihm verbleibende Erwerbsfähigkeit nicht vollständig aus
schöpft, kommt ein Abstellen auf den effektiven Verdienst nicht in Frage und können daher
nach der Rechtsprechung entweder die LSE- Tabellenlöhne oder DAP-Zahlen herangezogen werden (vgl. vorstehend
E.
2
.3
). Die Beschwerde
gegnerin entschied sich zur Ermittlung des Invalideneinkommens für ein Vor
gehen anhand von DAP-Löhnen.
6
.4
Hinsichtlich der von der Beschwerdegegnerin herangezogenen
DAP-Profile
(Nr.
10044, Nr. 346016, Nr. 8326, Nr. 9640064, Nr. 380711
; vgl. Urk. 12/134 S. 1 u.
S. 5 ff.
)
ergeben sich mit Blick auf die einzelnen körperlichen Anforderungsprofile der entsprechenden Stellen keinerlei Hinweise darauf, dass eine davon dem fest
gelegten Zumutbarkeitsprofil respektive den Einschränkungen des Beschwerde
führers nicht entsprechen würde.
Weiter
lassen sich den entsprechenden Beschrie
ben
entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 1 S. 3 oben)
keine Anhaltspunkte entnehmen, welche eine Unzumutbarkeit zur Folge hätten
(vgl. Urk. 12/134
S. 5-24
)
.
Der Beschwerdeführer verkennt, dass für die entsprechenden Arbeitsplätze eine in der Schweiz absolvierte berufliche Aus- oder Weiterbildung, schriftliche Deutschkenntnisse, Computerkenntnisse oder spezifische feinmoto
rische Kenntnisse nicht nötig sind und eine entsprechende kurze interne Ein
ar
beitung erfolgt.
Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer diesen
eher
geringen Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand nicht bewältigen
könnte, sind keine ersichtlich und vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer nach der Grundschule vier Jahre das Gymnasium besuchte und danach vier Jahre Jura studierte
,
auch nicht anzunehmen.
Schliesslich hat sich
im Bereich der Unfallversicherung keine Rechtsprechung etabliert,
wonach die Unverwertbarkeit einer verbleibenden medizinisch-theore
tischen
Restarbeitsfähigkeit wegen des fortgeschrittenen Alters zu berück
sich
tigen wäre
(vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_212/2017
vom 1. Februar 2018 E.
4.3 sowie 8C_313/2018 vom 10. August 2018 E. 6.6).
Zusammenfassend kann
somit
festgehalten werden, dass die Profile der evalu
ier
ten Arbeitsplätze dem festgelegten Zumutbarkeitsprofil (vgl. vorstehend E.
4
.12
) entsprechen.
6
.5
Gestützt auf den Durchschnitt der Lohnangaben aller fünf DAP ging die Be
schwerdegegnerin von einem Invalideneinkommen von rund Fr. 60'432.-- aus (vgl. Urk. 12/
1
34 S. 1). Dabei stellte sie auf fünf zumutbare Arbeitsplätze (DAP-Nr. 10044, Nr. 346016, Nr. 8326, Nr. 9640064 und Nr. 380711) ab und gab die Gesamtzahl der mit der Behinderung des Beschwerdeführers in Frage kommenden Arbeitsplätze, deren Höchst- und Tiefstlohn sowie den Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe an (vgl. Urk. 12/
1
34 S. 1). Damit sind sämtliche Voraussetzungen, die das Bundesgericht an einen Einkommens
ver
gleich gestützt auf die DAP-Tabellen stellt (vgl. BGE 129 V 472), erfüllt (vgl. vorstehend E.
2
.3). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und eine Berech
nung anhand der LSE-Daten ist somit nicht erforderlich (vgl. hierzu das Urteil des Bundesgerichts 8C_378/2017 vom 29. November 2017 E. 4.5 und E. 5.3).
6
.6
Bei einem Valideneinkommen von Fr.
47'655.--
(vgl. vorstehend E.
6
2) und einem Invalideneinkommen von Fr.
60'432.--
(vgl. vorstehend E.
6
.5
) resultiert
k
eine
unfallbedingte Erwerbseinbuss
e.
Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht einen Rentenanspruch des Be
schwer
deführers verneint.
7
.
7
.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt auf die Einschätzung durch
Dr.
B._
(vgl. vorstehend
E.
4
.12
und E.
4
.14
) einen Anspruch des Beschwerde
führers auf eine Integritätsentschädigung (vgl. vorstehend E.
3
.1
, E.
3
.
3
).
Dagegen machte der Beschwerdeführer gestützt auf den Bericht von Dr.
C._
vom 6.
Februar 2018 geltend (vgl. Urk. 1 S. 3 unten),
dass es nicht nachvollziehbar sei, weshalb vorliegend die Erheblichkeitsgrenze für eine Integritätsentschädigung nicht erreicht sei.
G
emäss Dr.
C._
sei eine chronische Partialruptur eine erhebliche Läsion
einer extrem wichtigen Sehne für die Mobilität und gehe mit einem erhöhten Risiko für eine Re-Ruptur einher.
7
.2
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität
erleidet (vgl. vorstehend E.
2
.4
).
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Inte
gritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integri
täts
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschä
di
gung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundes
rätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versi
cherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
7
.
3
Dr.
B._
führte mit Bezug auf die Suva-Tabellen in der ergänzenden Stel
lungnahme vom 13. Februar 2019 (vgl. vorstehend E.
4
.14)
ausführlich und
nach
vollziehbar aus, dass die schmerzhafte Funktionseinschränkung im oberen Sprunggelenk
keine
m
der in Tabelle 2 berücksichtigten Integritätsschäden ent
spreche.
Weiter könne auch die Tabelle 4 nicht berücksichtigt werden, da der Beschwerdefüh
rer keine Glieder verloren
hat. Soweit Dr.
C._
die Ansicht vertrat, dass rein funktionell orthopädisch eine schmerzhafte Achillessehne mit einer symptomatischen Arthrose in einem Sprunggelenk gleichzusetzen und ent
sprechend eine Integritätsentschädigung von 15 % angemessen sei, führte Dr.
B._
mit Bezug auf die Tabelle 5 «Integritätsschaden bei Arthrose»
aus, dass beim Beschwerdeführer keine Arthrose im Sprunggelenksbereich bestehe, welche überwiegend wahrscheinlich unfallkausal sei. Die dokumentierte Bewegungsein
schränkung im Bereich des rechten Sprunggelenks betrage aufgrund der post
operativen Verkürzung der Achillessehne 10 Grad im Seitenvergleich, dies einer leichten Arthrose entsprechend im oberen Sprunggelenk im Quervergleich. Ge
mäss Tabelle 5 werde eine Integritätsentschädigung bei einer leichten Arthrose
jedoch
nicht geschuldet. Somit lasse sich auch aus Tabelle 5 keine erhebliche und dauernde Integritätsentschädigung ableiten
(vgl. vorstehend E.
4
.14)
.
Diese Dar
legungen sind nachvollziehbar und der Beschwerdeführer brachte keine kon
kreten Gründe vor, dass von der Beurteilung von Dr.
B._
abgewichen werden müsste.
Zusammenfassend besteht damit kein Anlass, die Beurteilung durch
Dr.
B._
, wonach keine Integritätsentschädigung geschuldet sei, in Frage zu stellen. Die Beschwerde ist
damit
auch diesbezüglich abzuweisen.
8
.
Z
usammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem Endzustand im
September
2017 ausgegangen ist. Bei
fehlender
unfallbedingter Erwerbseinbusse
resultiert kein Anspruch auf eine Invalidenrente, und auch die Feststellung der Beschwerdegegnerin, dass keine Integritätsentschädigung ge
schuldet ist, erweist sich als korrekt.
Weitere Beweismassnahmen sind nicht erforderlich.
Der angefochtene Einspracheentscheid (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.