# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 52a1db89-04a6-48cb-993d-5e8a0d9c4203
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. ist Eigentümer der Parzelle Nr. 705 im Grundbuch der Gemeinde A.. Gemäss Auszug aus dem Grundbuch vom 7. April 2005 ist auf dem genannten Grundstück unter anderem folgende Dienstbarkeit eingetragen:
„a) Last: Fuss- und Fahrwegrecht zugunsten der Liegenschaft Vermessungs-Parzelle Nr. 704, 23.10.1970“
Das erwähnte Fuss- und Fahrwegrecht wurde mit Dienstbarkeitsvertrag vom 23. Oktober 1970 von den damaligen Eigentümern der betroffenen Grundstücke, B. und C., begründet. Gemäss Dienstbarkeitsvertrag weist das Fuss- und Fahrwegrecht folgenden Wortlaut auf:
„Der jeweilige Eigentümer der Parzelle 5-8 (heute Parz. Nr. 705) räumt dem jeweiligen Eigentümer der Parzelle 5-17 (heute Parz. Nr. 704) das Recht ein, den Vorplatz und Umschwung westlich seines Oekonomiegebäudes der Parzelle 5-8 zu begehen und zu befahren um zum Heustall der Parzelle  zu gelangen.“
Die dienstbarkeitsberechtigte Parzelle Nr. 704 befindet sich im Eigentum der Y., die das Grundstück im Jahr 1991 erworben hat. Früher befanden sich auf Parzelle Nr. 704 ein Wohnhaus sowie ein Heustall. Diese Gebäude wurden in den Jahren 1994/1995 durch einen Mehrfamilienhausneubau mit vier Wohnungen ersetzt.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 14. Februar 2006 instanzierte X. beim Kreispräsidium Ramosch gegen die Y. eine Klage auf Ablösung/Löschung des Fuss- und Fahrwegrechts. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 10. Mai 2006 erstellte der Vermittler am 8. September 2006, mitgeteilt am 12. September 2006, den Leitschein mit den folgenden Rechtsbegehren:
„Klägerisches Rechtsbegehren
1. Das Fuss- und Fahrwegrecht (belastend Parz. Nr. 705, zu Gunsten Parz. Nr. 704, Grundbuch A.) sei aufzuheben.
2. Eventuell sei das Fuss- und Fahrwegrecht (belastend Parz. Nr. 705, zu Gunsten Parz. Nr. 704, Grundbuch A.) gegen eine vom Gericht festzusetzende Entschädigung i.S. von Art. 736 Abs. 2 ZGB aufzuheben.
3. Subeventuell sei festzustellen, dass das Fuss- und Fahrwegrecht (belastend Parz. Nr. 705, zu Gunsten Parz. Nr. 704, Grundbuch A.) i.S. von Art. 736 Abs. 1 ZGB für das berechtigte Grundstück alles Interesse verloren hat.
4. Das Grundbuchamt A. sei anzuweisen, das Fuss- und Fahrwegrecht (belastend Parz. Nr. 705, zu Gunsten Parz. Nr. 704, Grundbuch A.) zu löschen.
5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.
Beklagtisches Rechtsbegehren
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1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.6 % MwSt.) zu Lasten des Klägers.“
Mit Prozesseingabe vom 2. Oktober 2006 prosequierte X. den Leitschein mit unveränderten Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Inn. Die Y. beantragte in ihrer Prozessantwort vom 10. November 2006 die kostenfällige Abweisung der Klage, soweit darauf einzutreten sei. X. verzichtete gemäss Schreiben vom 12. Dezember 2006 auf eine Stellungnahme nach Art. 87 Abs. 2 ZPO.
C. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Inn fand am 27. Juni 2007 statt. Mit Urteil vom 27. Juni 2007, mitgeteilt am 13. August 2007, erkannte das Bezirksgericht Inn, wie folgt:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Kosten des Vermittleramtes des Kreises Ramosch von Fr. 450.00 sowie diejenigen des Bezirksgerichts Inn, bestehend aus
einer Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.00
einer Schreibgebühr von Fr. 614.00
Barauslagen von Fr. 129.00
total somit Fr. 5'743.00
gehen vollumfänglich zulasten des Klägers.
3. Der Kläger wird verpflichtet, die Beklagte mit Fr. 12'134.05 inkl. Spesen und inkl. 7.6% MwSt. ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations